Kitabı oku: «Gedanken zu Christlichem», sayfa 2

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Verflucht seien die Schäfchen des Herrn – wenn sie nicht zahlen wollen

Die Religion der Nächstenliebe machte es den Stellvertretern Gottes hier auf Erden nicht immer leicht, so zu leben, wie es der Herr mit Wohlgefallen gerne sähe. Trotz aller Anstrengungen im Unternehmen zur Verbreitung des Heils und der Erlösung reißt auch mal dem geduldigsten der Diener Gottes der Geduldsfaden ob seiner störrischen Schäfchen, die nicht immer willens sind, sich auf vorgeschriebene Art erlösen zu lassen. Auch leisteten sie des Öfteren Widerstand, weil sie mit der Art und Weise nicht einverstanden waren, wie sie zur Wiederauferstehung und zur rechten Seite (die linke kann es auch sein) Gottes gebracht werden sollten. Meist geschah das nicht mit liebevoller Überzeugung, sondern mit schmerzlicher Unterwerfung. Um nun auch diese Uneinsichtigen der Liebe Gottes teilhaftig werden zu lassen, versuchten es die Nachfolger des Herrn Jesus mit den Maßnahmen, die ihnen ihr Gott in seinem Wort verkündet und von denen Moses schon persönlich gehört haben soll.

Einer dieser fürsorglichen Gnadenerweise zur Rettung von Seelen war das Verfluchen. Während es in der Bibel noch kurz und schmerzvoll heißt: „[…] der sei verflucht!“, brachten es die Besserwisser des himmlischen Herrn in eine beamtete Fassung, sodass es für die armen Betroffenen keinen Ausweg mehr gab. Und, Ordnung muss sein, hier ist sie:

Verflucht sollst du sein, immer und überall. Verflucht, bei Tag und in der Nacht, und das jede Stunde, egal ob du wach bist oder schläfst. Verflucht sollst du sein, wenn du fastest, aber auch wenn du essest und trinkest. Verflucht seist du, wenn du redest oder schweigest. Verflucht auch, ob du drinnen oder draußen bist, aber auch, ob du auf dem Lande oder auf dem Wasser bist. Verlucht seist du vom Wirbel deines Hauptes bis zu den Fußsohlen. Deine Augen sollen nichts mehr sehen, deine Ohren nichts mehr hören und deine Stimme soll nicht zu hören sein. Deine Zunge soll im Gaumen stecken bleiben, deine Hände sollen nicht mehr greifen können und mit den Füßen sollst du nicht mehr gehen können. Verflucht seien alle deine Gliedmaße, ob du stehest oder liegest. Mögen deine Lichter beim Kommen des Herrn am Tage des Gerichtes für immer verlöschen. Dein Begräbnis soll geschehen mit den Hunden, Schweinen und den Eseln. Und deinen Leichnam mögen die hungrigen Wölfe fressen. Und für immerdar mögen dann der Teufel und seine Gesellen der Hölle deine Begleiter sein.2

Ja ich weiß, das sind wahrhaft christliche Worte, doch so, oder ähnlich, könnte ein Verfluchen sein, wenn du nicht spurst, um dich bekehren zu lassen und dafür auch noch zahlst. Mein Kommentar hierzu: „Und zum Schluss des Lebens, wenn die Unterschrift auf den Überschreibungsvertrag gesetzt wurde, gab es dann – endlich – die Sündenvergebung. Ja, da will man sofort zu Kreuze kriechen und mit Gottes Segen alles an den Vatikan vermachen, um ja in den Himmel zu kommen. Verflucht sei … wer mich daran (nicht) hindern will. Amen!“

Hier noch eine Erklärung zur seltenen Eile der Herren der Kirche zu ihren Gläubigen. Es gibt Kirchentheologen im höheren Dienst, die für mehrere Briefe ein Jahr oder länger, aus angeblichem Zeitmangel, nicht mal eine Empfangsbestätigung rausgeben. Diesen „Kirchenfürsten“ ist es auch egal, wohin die Glaubenden von ihrer Kirche geleitet werden, wenn sie danach fragen – was aber so gut wie nie der Fall ist, da sie immer das machen, was die Herren der Glaubensdogmen ihnen sagen, damit sie irgendwann mal in den Himmel kommen. Diese Worte sind wie eine Rolltreppe oder ein Turbolift, die in den Himmel führen – ohne sich selbst anstrengen zu müssen, um in das Paradies Gottes zu kommen. Ja, was will denn ein Gläubiger noch, wenn er in das himmlische Paradies eintreten will? Sich Bergsteigerschuhe anziehen und den Olymp mit viel Mühe der Selbstgeißelung erklimmen?

Ein Katholik, der in den Himmel will, und das will ein Katholik immer, ist verpflichtet, auch den größten Blödsinn zu glauben, den die Kirchenmänner verzapfen, auch wenn es nur heißt, dass sie keine Zeit hätten, weil Gott gerade ein Plauderstündchen mit ihnen halte, wie mit den Christen zu verfahren sei. Doch wenn ihnen jemand schreibt, er vermache sein ganzes Hab und Gut der Kirche – nur dann lassen sie einen „Untergebenen“ sofort zum Vermachenden latschen, um an dessen Besitz zu kommen.

Das stets Wichtigste für die Kirchenoberen aber ist, immer eine Möglichkeit zu finden, ihr fürstliches Gehalt abzusichern.

Kollekte in der Römisch-Katholischen Kirche

In der Heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen wird der Klingelbeutel herumgereicht und die Kollekte gesammelt. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Wehe es wurde bemerkt, dass jemand nicht reichlich oder gar nichts gab. Derjenige wurde vermerkt und nach der Messe sanft auf seine Spendenbereitschaft angesprochen. Blicke, die einen fast schon vernichteten, wurden dann vom Banknachbarn, den Spendablen zugeschmissen. Das fühlte sich immer an, als wenn einen der Vernichtungsstrahl Gottes treffe. Die Sekundanten Gottes, die, die während der Messe alles für den Pfarrer beobachten, sind geschulte Beeinflusser, um den „Geizkragen“ dabei zu helfen, beim Geldspenden ja nie wieder negativ aufzufallen. Besonders schlimm fällt man auf, wenn man in einem Dorf lebt und dort zur Kirche geht, aber nicht reichlich spendet. Mein Tipp: Ziehen Sie in eine Großstadt oder gehen Sie dort in die Kirche.

Diese, hoffentlich reichliche, Kollekte wird dann – zusammen mit den eucharistischen Gaben (Hostie und Wein) – zum Altar gebracht. Sinnbildlich bringen die Gläubigen ihre Gaben zum Altar. Wie, was heißt denn das schon wieder? Dass man nur ein Abbild, eine Kopie eines Geldscheines herzeigen muss oder am Altar ablegt? Stimmt doch gar nicht. Die Kirchgänger müssen echte Knete abdrücken. Mit Kopien gibt sich keiner der Kirchenherren zufrieden. Und ein Wurstbrot brauchst du denen auch nicht bringen. Und sei es noch so fett belegt. Den Kirchenherren ist immer das Geld am liebsten.

Früher brachten die Gläubigen ihre Gaben – Brot, Wein, auch Naturalien – zum Altar oder es sammelten Diakone die Gaben und trugen sie nach vorn. Und in der Sakristei haben sie, die Prediger und ihre Helfer, dann geschlemmt, bis sie vom Stuhl kippten. Ja, früher gaben sie sich noch mit Naturalien zufrieden, dachten aber nicht daran, dass es dann bei manchen Gläubigen nichts mehr auf dem Tisch gab, um deren eigenen Hunger zu stillen. Sie hielten sich, so auch heute noch, an den Spruch: „Nur wer sich selbst hilft, dem hilft Gott.“

Irgendwann im Mittelalter entwickelte sich die Form des Opfergangs, bei dem die Gläubigen ihr Geldopfer in einer Prozession zum Altar brachten und dort niederlegten. Wohl unter Zwang und Androhung der ewigen Verdammnis, wenn sie nicht ihr Geld beim Pfarrer ablieferten – zu dessen leiblichem Wohl sowie für Prunk und Pracht. Klar, Gold und Silber machen Leute – mit erhabenen Gewändern.

Und wenn all diese „Spenden“ wegbrechen, weil immer mehr aus der Kirche austreten, da sie erkennen, was Sache ist, fallen dann auch die vielen „Vergnügen“ bei den Predigern weg. Oh Gott, sie verfallen der Armut?! Wer das glaubt, der wird wahrlich selig werden. Diese Gottesvertreter erfinden immer neue Möglichkeiten, wie sie an Geld, viel Geld kommen. Um die muss sich keiner Sorgen machen. Ich mache mir, in Gottes Namen, keine Sorgen um sie. Amen!

Sollte doch mal, was sehr unwahrscheinlich ist, ein Diener Gottes, ein Pfarrer, bittere Armut erleiden, dann lasst uns ihm Almosen zukommen. Dazu muss man kein Christ sein, sondern ein Mensch mit Herz.

Im Neuen Testament wird der Grundsatz vertreten und ermahnt, allen Menschen Gutes zu tun – besonders den Hausgenossen des Glaubens (Galater 6,10). „Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten […] denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.“ (2. Korinther 9,6-7)

Sündenvergebung – Geldeintreibung

„Die Kirche ist immer heilig, egal wie sündig ihre Priester sind!“ Diese für die Zukunft seines Standes prophetischen Worte, soll ein Papst gesagt haben, der auch die Vergebung der Sünden eines Menschen durch einen anderen Menschen erfand und der damit seiner Kirche eine Geldquelle eröffnete, die umso mehr sprudelte, je dümmer und ungebildeter die Gläubigen gehalten wurden. Die Dummheit und Unwissenheit der Massen sind die Fundamente der Macht der Seelenbeherrscher. Es lag und liegt im Interesse der Kirche, diese Grundlage zu erhalten. Bildung und Wissen würden den Menschen den wahren Inhalt der „Heiligen Schrift“ klarmachen. Die wichtigste Maßnahme war also, der Bibel einen göttlichen Ursprung zu geben, sie als „Gottes Wort“ den Menschen einzuprägen. Durch diesen Trick waren Gegenwehr und Argumentation dagegen unmöglich – und das Geld der Sünder dann ihres.

Ja, was sind das nur für nette, total sozial eingestellte Menschen, uns Deppen, mehr sind wir für sie eh nicht, zu führen und über irdische Hürden zu verhelfen, die sie jedem einreden wollen. Was braucht es, um schon auf Gottes Erden glücklich zu sein?! Keine Zugehörigkeit zu diesem apostolischen Verein! Und die Freisprechung meiner Sünden, die interessiert sowieso keine alte K-Sau. Mein Freisprechungssold für die Kirchenherrlichen aber schon. Motto: „Wo bleibt die Mörderkohle, die uns durch Gottesgnaden zusteht?“

In der Abendmahlsliturgie singen Christen seit zwei Jahrtausenden: „Agnus dei, qui tollis peccata mundi.“ Übersetzt heißt das: „Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt.“ Mein Gott, der muss aber schon viel schleppen, doch mit Paps Hilfe fühlen sich die tonnenschweren Sünden leicht wie Federn an. Gut, dass es so einen Papi gibt, der einem die Last erleichtert. Warum aber bürdet er sie seinem Buben auf? Klar, um seinen Christen, den Sündhaften, die Sünden zu erlassen. Und warum? Damit diese nicht durch noch mehr Sünden erdrückt werden. Gut nur, dass es da einen solchen Esel gibt, den man belasten kann.

Ich sage, es sind nicht die Sünden der Welt, es sind die vielen Sünden der Christgläubigen. Schon gar nicht derer, die freien Willens sind, wie Gott es offenbarte.

Kirchliche Rabulistik oder wie man die Gläubigen zum Narren hält und macht

Bei den Jesuiten hat man wenigstens das Glück, dass man, wenn die einen voll- und wirrsülzen, keine Ahnung hat, was sie einem mit ihrem Gelaber sagen, also mitteilen wollen. Denen ist es eh nur wichtig, was sie von den Hörern am Ende bekommen. Somit verhindern sie, die Jesuiten, Kopfschmerzen bei den Geschröpften. Auch nicht schlecht, oder? Da braucht man nicht auf die Demenz zu warten, von denen wirst du schon dumm und gleichzeitig auch noch freudig zum Spendierenden gemacht. Rechtzeitig zu der Abgabe deines Besitzes, vor der Abgabe deines Lebens. Motto: „Leg ab deine Mühsal und Last, im Himmelreich brauchst du das alles nicht mehr. So wie du dich von deinen Sünden befreist, und dafür sorgen wir schon, besonders gerne durch deine milden, hoffentlich aber vielen Gaben, auch genannt die Gaben für den Sündenablass, befreien wir dich auch gleich noch von deiner irdischen Last. Zugunsten unseres Wohlbefindens, im Namen der heiligen, alles vereinnahmenden Dreifaltigkeit.“ Was danach folgt … was soll’s.

Und wie immer im Namen Gottes. Um Gottes willen! Amen.

Prädestination

(lateinisch praedestinatio)

Es bedeutet Vorherbestimmung und ist ein theologisches Konzept, demzufolge Gott von Anfang an das Schicksal der Menschen vorherbestimmt hat. Insbesondere geht es dabei um eine Erwählung einzelner Seelen zum ewigen Leben oder zu ewiger Verdammnis.

Also, es wird behauptet, Gott habe im Voraus alle einmal lebenden Menschen bereits eingeteilt – in Himmels- und in Höllenkandidaten. Würfelt er? Die mit den geraden Nummern dürfen in den Himmel, die mit den ungeraden müssen in die Hölle gehen? Motto: „Die Würfel sind gefallen.“ Solch eine Schandlehre hat keinerlei biblische Grundlage.

Nun ergeben sich aber knifflige Fragen. Warum sollte Gott die Menschen willkürlich in zwei Gruppen eingeteilt haben? Und wann soll er das gemacht haben? Bevor er die Menschen erschuf? Dann nahm und nimmt Gott in Kauf, dass unter den Vorherbestimmten für sein Reich auch eine große Menge übler Sünder ist. Na, wenn er so prädestiniert hätte, so müsste man wirklich an seinem Verstand zweifeln. Katholische Fantasten meinen und glauben oft sogar, Gott könne in die Zukunft sehen. Aber die muss ja erst noch geschehen. Was will man denn da im Voraus sehen? Jeder, der diese Lehre der Prädestination mit Weihwasser und Weihrauch, bei Bischöfen auch mit schwingendem Bischofsstab gutheißt, sollte mal seinen Geisteszustand überprüfen lassen. Ist es so schwer, zu erkennen, wessen Geistesverstand diese Lehre ist? Widerspricht diese Lehre denn nicht gänzlich Gottes (Weit-)Sicht?

In der Bundesrepublik Deutschland war nach der Liturgiereform im Jahr 1969 der Weihrauch weitgehend aus dem Kirchenraum verschwunden. Dahinter stand wohl der Verdacht, dass die Geruchsstoffe die Gemüter vernebeln und den Verstand ausschalten würden, damit ein Mensch leichter zur Annahme der Glaubenswahrheiten überredet werden konnte.3 Psychedelisch erscheinen mir tatsächlich oft die meist jungen Christen, Alteingesessene eingeschlossen, in ihren Weihrauch geschwängerten Gottestempeln, wenn sie wie in Trance mittels geistiger und ritueller kirchlicher Praktiken, wie Gesängen und Tänzen um oder vor dem Altar, in Verbindung mit Meditationen, in einen veränderten Bewusstseinszustand kommen. Sie sehen wie die Puppen der Augsburger Puppenkiste aus, die an Fäden gezogen werden und dabei mit den Armen und den Beinen um sich schlagen – und Gott hält die Fäden in der Hand.

So soll, so kommt es mir vor, eine teilweise oder komplette Aufhebung der Grenzen zwischen dem Selbst und der Außenwelt sowie das zeitlich begrenzte Transzendieren vom Alltagsbewusstsein und der Alltagserfahrung zu Gott führen.

Der Begriff psychedelisch bedeutet wörtlich „Seele hervorbringend“, beschreibt also einen Zustand, in dem „die Seele offenbart“ wird. Und in einer Kirche wird diese Seele Gott zugeführt. Deshalb haben sie, die Tiefgläubigen, die meist noch sehr jungen Christen, nach einer stundenlangen „Sitzung“ einen solch verklärten Blick, der in das Nichts geht, doch wie von einem imaginären Licht angezogen wird. Es ist das ewige Licht, das sie magisch anzieht und dem sie folgen sollen, folgen müssen, wird dann laut verkündet. Und danach gehen sie in eine Shisha-Bar und ziehen sich da noch einen Heilsbringer rein. Hauptsache, man kommt Gott nahe. Und wenn das nicht reicht, dann gönnt man sich, mit den Mitbrüdern des Glaubens, einen großen Schluck des Messweins, den man heimlich mitgehen lassen hat. In Gottes Namen, was soll’s, oder?

Und bei dem, der nach solch einem Gottesevent an die Prädestination glaubt, kann man sich vorstellen, wie die Inhaltsstoffe des Weihrauches das Denken vernebelt und beeinflusst haben. Und so steigt, zu Ehren Gottes, der Weihrauch in die Köpfe der Gläubigen auf. Und der Rauch, der in der Kirche aufsteigt, steigt immer auch zu Ehren Gottes auf.

Ewiges Leben – im Himmel oder in der Hölle?

Was hat er, Gott, für Einzelne seiner Schöpfung vorbestimmt? Ewiges Leben oder bei Zuwiderhandlung seines himmlischen Konzeptes ewige Verdammnis? Na, hoffentlich gehöre ich nicht zu den Auserwählten seines himmlischen beziehungsweise theologischen Konzeptes. So kann ich machen, was ich will, ich gehöre ja nicht zu den Auserwählten, den Glücklichen oder armen Seelen, die er für die ewige Verdammnis, ob im Himmel oder der Hölle, vorgesehen hat. Hat er eine Münze geworfen oder wird er eine werfen, um eine Entscheidung zu treffen, wer (s)ein Glückselchen und wer der unglückliche Verdammte ist? Ja, verdammt noch mal, was ist das nur für ein Gott?!

Tja, wenn ich nicht zu den Erwählten, hopp oder top, gehöre, dann ist es egal, was ich mache, wenn da nur nicht die Sündenstrafen auf Erden wären, mit denen uns die kirchlichen und weltlichen Richter bestrafen. Gott ist es scheißegal, was wir hier auf seiner Erde machen, der hat ja was anderes, was Besseres (?) zu tun, als sich um uns lässliche Sünder zu kümmern. Für den sind wir sowieso nichts, nicht mal einen popeligen Gedanken sind wir dem wert. Wofür hat er uns geschaffen? Als Testobjekte seiner göttlichen und himmlischen Petrischalen? Um sie, die Menschen, wenn sie nicht gottesrein sind, mit einer gedanklichen Gottesinjektion zu vernichten, damit sie seinem Plan, welcher auch immer das sein mag, nicht im Wege stehen, ihm im Wege sind? „Ja, i dad mi den Deife firchten, mia des jo goa ned draun. Der schickt ja dann seine prügelnden Schwarzrockträger, um Störende aus dem Gottes-Weg zu räumen – für immer. Und das ist den predigenden Sündern, den Pfaffen ja bewusst, dass ihr Gott so handelt.

Um sich aber von den popligen Sündern, den Normalos unter den Sterblichen abzuheben, kleiden sich die angeblichen Vertreter Gottes nicht nur in göttliche, bunte Frauen- und/oder Karnevalsgewänder, sondern auch in juristisch spitzfindige Worte, um sich über uns, die Nichtpfaffen, zu erheben oder uns zu erniedrigen. Also, uns zu verdammten Sündern abzustempeln und auch immer wieder zu veräppeln, meistens in der Kirche. Und bist du nicht willig, so brauch ich (juristische) Gewalt, im Namen Gottes, der eh nicht weiß, wie und was in seinem Namen geschieht. Armer Kerl! Und der wird als die Omnipotenz hochstilisiert? Und genau das ist es, was die kirchlichen Ordensmänner mit uns treiben. Sie verkaufen uns nicht nur für dumm, nein, sie verkaufen uns auch noch dummes Gotteszeug mit ihrem Geplapper. Siehe die vielen Wallfahrtsorte wie Altötting mit seiner Gnadenkapelle. Wenn ich das lese oder höre, verstehe ich immer Knabenkapelle. Warum nur? Auch Marktl, der Geburtsort des deutschen noch lebenden Ex-Papstes, Andechs, der wohl beliebteste Wallfahrtsort für kirchliche Säufer, Santiago de Compostela (erinnert mich eher an einen Komposthaufen), Lourdes, Fatima und so weiter und so fort, wo sie für kirchlichen Ramsch viel Knete vom Pilger verlangen. Und gefeilscht werden darf auch nicht, die Kirche und ihre Händler haben schließlich nichts zu verschenken. „Und wendsd Durst hosd, dann sauf des Brackwasser aus’m Weihwasserkessel.“ Na, wie niedlich lieblich, oder? Ganz im Sinne des wahren Christen. „Wir haben viel, wir geben nichts, aber wir nehmen alles, was uns gefällt.“ Und wenn sie ihn noch weihen, den Christenramsch, oder geweiht haben mit verdrecktem Weihwasser aus dem Kessel der Wallfahrtskirche, dann schlagen sie gleich noch mehrere Prozente drauf, die zusätzlich abzudrücken sind. Auch bei einer Weihung des Plunders aus Fernost – für die geistig blind herumlatschenden und Gotteslieder singenden und Weihrauch vernebelten Christen gibt es nichts umsonst! Und wenn du für alles bezahlt hast, bleibt dir wenigstens das gute Gewissen, etwas Hochwertiges, bei genauerer Betrachtung Made in China, gekauft zu haben. Selig sind so die Angeschmierten in ihrer Gutgläubigkeit. Und die Pfaffen und ihre Händler sind die Seligen des Mammons hier auf Erden, weil zig Millionen zahlende Gottesanbeter und wirre Heilsuchende es ihnen fast schon, wenn nicht in den Arsch, so doch in den Rachen schieben. Da wäre es besser, sie, die Heilsuchenden, nähmen alle LSD, oder was es sonst so an Rauschmitteln gibt, um so zu ein wenig Erbringung des Heils (Ohm, Ohm, Ohm) zu kommen.

Um mit dem ganzen Quatsch klarzukommen, bedarf es wirklich eines oder vieler bewusstseinserweiternder Rauschmittel. In der Kirche sind es der Weihrauch und viele Flaschen mit Rotwein – ein noch nicht in das Blut Jesu verwandelter.

Übrigens, es gibt auch kleine Fläschchen mit köstlich göttlichen Düften zu kaufen. Von welchen verwesten Heiligen kommt dieser Duft? Aus welchen Löchern oder Körperhöhlen? Nee, das will ich lieber nicht wissen. Den oft nicht bis drei zählen könnenden Erzkatholiken ist es egal, wie was riecht. Hauptsache, es ist katholisch duftend, und sei es nur der Geruch eines Schweißfußgeplagten Pfarrers, den man dann mit der Gummel (Nase), mit einem kräftigen Zug des Rüssels am Flaschenhals heraussaugt.

Wer glaubt, das war schon eklig, der liest lieber nicht den folgenden Text, denn es geht noch abartiger, wenn es um Gott beziehungsweise seinen (zweiten?) Sprössling geht. Hinzugefügt habe ich meine Gedanken, die ich nicht unterlassen konnte – es auch nicht wollte.

Von Jesus gibt es überall auf der Welt die „Heilige Vorhaut“ zu bestaunen. Noch abstruser geht es ja wirklich nicht mehr … sollte man denken. Ja, so ist es tatsächlich, es geht noch bizarrer. Siehe dazu Wikipedia: Heilige Vorhaut (lateinisch: sanctum praeputium), bei der es sich um die Vorhaut Jesu von Nazareth handeln soll.

Da ein zentraler Inhalt des christlichen Glaubens die Himmelfahrt Jesu Christi ist, sollen von seinem Körper nur die Bestandteile übrig geblieben sein, die er zu jenem Zeitpunkt nicht mehr hatte – aber vielleicht behalten wollte. Doch er wurde nicht gefragt, der arme, damals noch kleine Deife. Es gibt dreizehn oder vierzehn Kirchgemeinden, zumindest viele, die den Besitz des heiligen Objekts beanspruchten. Dies ist wohl eines der größten Wunder der Katholischen Kirche, eine solch (p)himmlische Vermehrung der göttlichen Vorhaut!

Es geht aber noch doller mit den ollen Knechten der Kirche, was die Vorhaut Jesu angeht. Ein deutscher Kardinal, man kennt ihn gut, mit weißem Hut, erließ 1900 ein Verbot, Jesu Vorhaut in den Mund zu nehmen – wörtlich!4 Huch, wie ich mich schäme, so etwas zu schreiben … Auch das Messer, welches an die Penisspitze des göttlichen Knaben angesetzt wurde, vermochte sich zu verdoppeln. Der erste Ort, an dem sich eines der Skalpelle befinden soll, ist Compiègne in Frankreich, das zweite Exemplar des Beschneidungswerkzeuges findet sich im holländischen Maastricht. Und als ob diese Reliquien nicht reichten, hat man nun auch den Stein, auf dem das Jesuslein beschnitten wurde, gefunden. Dieser befindet sich in der römischen Kirche San Giacomo al Castello. Und schließlich wurde auch der Stein, auf welchem die Beschneidung Jesu vorgenommen wurde, in der römischen Kirche San Giacomo al Castello verwahrt, dies allerdings vor längerer Zeit, zusammen mit dem ebenfalls dorthin verbrachten Stein, auf welchem der biblische Stammvater Abraham auf Geheiß Gottes seinen Sohn Isaak schlachten wollte.5

1421 bat Catherine de Valois ihren Mann, König Heinrich V. von England, ihr diese Reliquie zu verschaffen, da deren süßer Duft eine gute Geburt garantierte. Ah, ein Geburtshelfer für einen irdischen, aber königlichen Bengel ist die Vorhaut Jesu auch noch. Oh Wunder, oh Wunder. Da stelle Mann und Frau sich vor, wie groß das heilige Ding gewesen sein muss, obwohl Jesus bereits acht Tage nach der Geburt beschnitten wurde. Und da war das Gotteslümmelchen noch winzig klein. Oder wurde ihm die Vorhaut erst als Erwachsener abgeschnippelt, wie Abraham es mit über neunundneunzig Jahren an sich selbst vornahm?6 (s. Buch Moses, Genesies) Apostel Paulus übernimmt die Vorstellung. Die „Beschneidung des Herzens“ sei wichtiger als die fleischliche, denn sie geschehe „im Geist und nicht im Buchstaben“. – Wer weiß schon, ob das stimmt. Doch bei Gott und debilen, greisen Männern ist nichts unmöglich.

Wahrlich, ich sage euch, nach meinen Vorstellungen und wohl auch aller Anbeter der heiligen Vorhaut Jesu muss es bis dahin in seiner Erregung echt riesig gewesen sein. Auch, als dieses „große Ding“ noch nicht beschnitten war. Schnipp, schnipp, schnapp, schnapp und das kleine Teil war ab, das zu viel dran war. Und so haben die Gläubigen noch heute was von dem abgeschnippelten Teil. Oh, wie herrlich, von diesem Gottesding, dem Anbetungswürdigen, auch noch nach zweitausend Jahren etwas zum Anhimmeln und Bestaunen zu haben. Ich möchte mir gar nicht vorstellen (oder doch), was so manch geile Bigotte mit diesem Teilstück alles anstellten, wenn sie es in die Hände bekämen. So verhält es sich auch bei der Vorstellung, was sie alles mit dem „Riesen“ machen würden, wenn sie ihn noch lebendig, voll mit Gottesblut, bekämen. Ganz sicher würden sie ihn mit aller Liebe verwöhnen, um den göttlichen Samen zu erhalten. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Ob das Jesus bei jeder geilen und gierigen Hand, oder was auch immer zur Verherrlichung benutzt wird, gefallen beziehungsweise erregt hätte? Wer weiß das schon!

Wer sich nun über diesen jesuitischen Vorhautkult kundig machen möchte, der möge bitte im Internet schauen. Da gibt es viel Kurioses und auch Lächerliches zu lesen. Sogar innerhalb der katholischen Kirche streitet man sich, wo sich die echte Vorhaut Jesu befindet. Zumindest, wer das größere, das prachtvollere Stück des göttlichen Stückes besitzt. Lachhaft ist es auf alle Fälle, was die Kirche da für einen Quatsch erzählt, um zu noch mehr Geld und Macht zu kommen. Ich weiß, bei wem die Vorhaut Jesu steckt, jedoch unsichtbar für alle anderen. Bei der heiligen Katharina von Siena.

Die heilige Katharina von Siena (1347–1380) behauptete, dass Jesus ihr erschienen sei, um ihr seine Vorhaut (Heilige Vorhaut Jesu – Sanctum praeputium) als Verlobungsring zu schenken, den sie seitdem trug. Leider war dieser Ring laut ihrer Aussage unsichtbar.7 Moment a mal, Jesus wurde das labbrige Ding lange vor Katharina von Siena abgeschnitten. Ja, wer und wo hat man denn das Teilstück aufbewahrt und elastisch gehalten? Machte das jemand mit dem Öl des heiligen Ölbaumes, eines Olivenbaumes aus dem Garten Gethsemane? Ihr wirres Denken war leider auch unsichtbar.

1969 schaffte die Katholische Kirche den 1. Januar als „Tag der Beschneidung des Herrn“ ab und als letzte Gemeinde beendete das italienische Calcata 1983 seinen alljährlichen Prozessionsmarsch der heiligen Vorhaut: Angeblich war die Reliquie gestohlen worden. Klar, die Vorhaut, die es nie gab, außer am Pimmel des Little Jesus, wurde gestohlen. Wer das glaubt, wird wahrlich selig. Und da sag noch einer, in der Kirche gäbe es nichts Perverses. Und wie die heilige Katharina das labbrige oder doch bereits vertrocknete Teilstück mit Körper und Seele liebt, nein, das will ich mir nicht, wirklich nicht vorstellen.

Da es Unmengen von diesem göttlichen Hautstückchen gibt, frage ich mich, ob eine Heilige aus dem heiligen Stück eine Mahlzeit gemacht hat. Na, viel hat es dann ja nicht zu essen gegeben. Einfach, spartanisch einfach. Eingelegt in Öl, etwas Gewürz dazu und einen leckeren Sud, mmhh, einfach himmlisch duftend und wohlschmeckend. Total lecker? Pfeu Deipel, allein schon die Vorstellung, ein Mahl daraus zu machen, ist ekelerregend. Es zu essen, ist wahrlich pervers. Ja, ich weiß, ich habe mich über dieses Thema schon sehr ausgelassen, aber nur mit einem Wisch und Weg darüber zu schreiben, zu berichten, war mir dann doch zu wenig.

Viele Reliquien besitzen, so sagt man und habe ich es gelesen, heilende Kräfte und die Wallfahrer erhofften sich von ihnen Gesundung. So wurden in Würzburg Kopfschmerzen geheilt, indem man den Kranken die Schädeldecke des heiligen Makarius auf den Kopf legte. Besser wäre es, man hätte es ihnen auf ihren Schädel gehauen. Zur Erkennung und Befreiung des religiösen Wirrwarr, der tief in ihren Hirnen steckt.8

Germanus von Auxerre9 hilft, heißt es, gegen Durchfall aber auch gegen Tollwut und Irrsinn. Na, wenn das mal kein Beschiss ist.

Vom heiligen Stephan werden dreizehn Arme als Reliquien verehrt. Wenn ein hoher Geistlicher verstarb, konnte es leicht geschehen, dass er zerlegt wurde, um dessen Gebeine und Innereien als teure, aber doch Wunder bringende Reliquien zu verscherbeln.10

Das angebliche Leichentuch Christi, das Turiner Grabtuch, dürfte die wohl bekannteste Reliquie sein, über deren Echtheit auch heute noch Diskussionen und Streitigkeiten geführt werden. Der Erzbischof von Turin, Severino Poletto, meinte, die Echtheit sei nicht so wichtig, entscheidend sei der Akt der Verehrung als Zeichen des lebendigen Glaubens.11 Und so latschen weitere Millionen Pilger zu dem Turiner Grabtuch und füllen, nach Bestaunen und Erleuchtung ihres Geistes, die Kasse der Kirche.

Weitere erheiternde geheiligte Trophäen

In den Klöstern und Kirchen werden christliche Trophäen, man nennt sie Reliquien, gesammelt, um sie den Kirchenbesuchern zu zeigen. Diese vergammelten, verbleichten Knochen verstorbener Heiliger sollen heilende Kräfte besitzen, sagt man ihnen nach. Vom Kreuze Jesu gibt es rund um die Welt zig Tausende Splitter unterschiedlicher Größe. Das ein oder andere Holzstück hat dann vielleicht noch das getrocknete Blut des Gekreuzigten an sich. Wahrscheinlich gibt es davon so viele, dass man locker einen Güterzug damit füllen kann. Da frage ich mich, wie oft Jesus für die Sünden seiner Getreuen und Untreuen, genehmigt von seinem Papa, an ein Kreuz genagelt wurde. Ein Kreuz hat dann nicht gereicht.

Auch die Heilige Lanze, die dem Gottessohn von einem Söldner in die Seite gestoßen wurde, gibt es zu bestaunen. Und wenn es schon etwas Einzigartiges zu bewundern gibt, dann wollen es auch andere für ihre Kirchenhäuser haben. Und so gab es wundersame Vermehrungen der geheiligten Lanze zuhauf. Schließlich will jeder das Marterwerkzeug anbeten, das man Jesu in die Seite gerammt hat. Gibt es auch den in Essig getränkten Schwamm massenhaft zu bestaunen? Was die Katholische Kirche an geheiligten Andenken, unter denen sich meist nur Fälschungen befinden, zusammengetragen hat, ist von der Menge und dem Wert unschätzbar geworden.

Gefährlicher wird kirchliche Frömmigkeit, wenn Fanatismus hinzukommt. Und dazu tragen die anbetungswürdigen Reliquien von Heiligen und Nichtheiligen ihr Scherflein bei. Und die Kirche freut sich, mit diesem Plunder Gläubige in ihre Häuser zu locken, um dort dann nicht nur zu beten, Sünden zu bereuen, nein, um auch Geld dazulassen. Reliquien sind nun mal eine Einnahmequelle, die niemals versiegen darf. An den Festtagen der Heiligtümer rutschen Gläubige kilometerlang auf den Knien zu den Gottestempeln, um ihre Bußfertigkeit vor aller Augen zu zeigen. Andere schlagen sich mit Dornen gespickten Geißeln und Peitschen, bis das Blut in Strömen über ihren Körper fließt. Sie foltern sich selbst, noch heute, mit von Nägeln übersäten Bußgürteln.

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Litres'teki yayın tarihi:
23 aralık 2023
Hacim:
220 s. 1 illüstrasyon
ISBN:
9783961450084
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