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Kitabı oku: «Der Graf von Monte Christo», sayfa 14

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»Die Flur, welche Sie durchgraben haben, um von Ihnen aus hierher zu kommen, läuft in derselben Richtung, wie die äußere Galerie, nicht wahr.«

»Ja.«

»Sie kann nur etwa fünfzehn Schritte davon entfernt sein.«

»Höchstens.«

Nun, wir graben gegen die Mitte der Flur einen Weg, welcher gleichsam den Zweig eines Kreuzes bildet; diesmal nehmen Sie Ihre Maßregeln besser. Wir münden nach der äußern Galerie aus. Wir töten die Wache und entfliehen. Damit dieser Plan gelinge, bedarf es nur des Mutes, und Mut haben Sie; es bedarf nur der Stärke, und daran fehlt es mir nicht. Ich spreche nicht von der Geduld, Sie haben Proben davon abgelegt, und ich werde die meinigen auch ablegen.«

»Einen Augenblick,« antwortete der Abbé, »Sie wußten nicht, mein lieber Gefährte, von welcher Art mein Mut ist, und wie ich meine Kraft anzuwenden gedenke. Was die Geduld betrifft, so glaube ich allerdings geduldig genug gewesen zu sein, indem ich jeden Morgen die Aufgabe der Nacht, und jede Nacht die Aufgabe des Tages wieder anfing. Aber hören Sie wohl, junger Mann, es kam mir vor, als diente ich Gott, indem ich eines von seinen Geschöpfen befreite, das, insofern es unschuldig war, nicht hatte verdammt werden können.«

»Nun?« fragte Dantes, »steht die Sache nicht auf demselben Punkte, und haben Sie sich als schuldig erkannt, seitdem Sie mich trafen?«

»Nein, aber ich will es nicht werden. Bis jetzt glaubte ich es nur mit den Dingen zu tun zu haben; bei denn was Sie mir vorschlagen, hatte ich es mit den Menschen zu tun. Ich habe eine Mauer durchbohrt und eine Treppe zerstört; aber ich werde nicht eine Brust durchbohren und ein Dasein zerstören.«

Dantes machte eine leichte Bewegung des Erstaunens.

»Wie,« sagte er. »da Sie frei werden können, lassen Sie sich durch eine solche Bedenklichkeit zurückhalten?«

»Warum haben Sie nicht selbst eines Abends Ihren Kerkermeister mit dem Fuße Ihres Tisches totgeschlagen und dann seine Kleider angezogen, und sind damit entflohen?« entgegnete Faria.

»Weil mir dieser Gedanken nicht gekommen ist.« sprach Dantes.

»Weil Sie einen so starken instinktmäßigen Abscheu vor einem solchen Verbrechen hatten, weil Sie einen solchen Abscheu hatten, daß Sie nicht einmal daran dachten.« versetzte der Greis; »denn bei einfachen und erlaubten Dingen belehrt uns unser natürliches Gelüste, daß wir nicht von der Linie unseres Rechtes abgehen. Der Tiger, der Blut in einem Naturtriebe vergießt, dessen Bestimmung dies gleichsam ist, bedarf nur eines Umstandes: sein Geruchsinn muß ihn belehren, daß er Beute in seinem Bereiche finden kann, sogleich springt er nach dieser Beute, fällt über sie her und zerfleischt sie. Es ist sein Instinkt und er gehorcht demselben. Der Mensch hat im Gegenteil einen Widerwillen gegen das Blut. Es sind nicht die gesellschaftlichen Gesetze, welche dem Morde widersprechen, es sind die natürlichen Gesetze.«

Dantes blieb ganz verblüfft, es war dies wirklich die Erklärung dessen, was, ohne daß er das Bewußtsein davon hatte, in feinem Geiste oder vielmehr in seinem Gemüthe vorgegangen war, denn es gibt Gedanken. welche vom.Kopfe kommen und andere, welche vom Herzen kommen.

»Und dann.« fuhr Faria fort. »seit den zwölf Jahren, welche ich im Gefängnisse bin, habe ich in meinem Innern alle berühmten Entweichungen durchgangen; gewaltsame Entweichungen sah ich aber nur selten gelingen. Die glücklichen Entweichungen, die mit einem gänzlichen Erfolge gekrönten Entweichungen sind die sorgfältig überdachten und langsam vorbereiteten. So entkam der Herzog von Beaufort aus dem Schlosse Vincennes, der Abbé Duhuquoi aus dem Fort l’Eveque und Latude aus der Bastille. Es gibt noch andere, welche der Zufall bieten kann, und diese sind die besten. Glauben Sie mir, wir wollen auf eine Gelegenheit warten, und wenn sich eine solche Gelegenheit bietet, sie benützen.«

»Sie konnten warten,« sprach Dantes seufzend. »diese lange Arbeit gab Ihnen jeden Augenblick Beschäftigung, und hatten Sie nicht Ihre Arbeit, um sich zu zerstreuen, so hatten Sie Ihre Hoffnung zum Troste.«

»Ich beschäftigte mich nicht allein mit diesem,« entgegnete der Abbé.

»Was thaten Sie sonst?«

»Ich schrieb oder studierte.«

»Man gab Ihnen also Papier, Feder und Tinte.«

»Nein,« sagte der Abbé. »aber ich mache mir.«

»Sie machen sich Papier, Federn und Tinte!« rief Dantes.

»Ja!«

Dantes schaute diesen Mann mit Bewunderung an; nur hatte er Mühe. an das zu glauben. was er ihm sagte, Farin bemerkte seinen leichten Zweifel.

»Wenn Sie zu mir kommen.« sprach er. »werde ich Ihnen ein vollständiges Werk zeigen, das Resultat von Gedanken, von Nachforschungen, und Betrachtungen meines ganzen Lebens, die ich im Schatten des Colisseum in Rom, am Flusse der Sanct-Marcus-Säule in Venedig, an den Ufern des Arno in Florenz angestellt habe, ohne daß ich vermutete, meine Kerkermeister würden mir einst die Muße lassen, meine Gedanken zwischen den vier Mauern des Castells If auszuführen. Es ist eine Abhandlung über die Möglichkeit einer allgemeinen Monarchie in Italien, und wird einen Band in Quart geben.«

»Und Sie haben dies bereits geschrieben?«

»Auf zwei Hemden. Ich habe eine Vorbereitung erfunden, welche das Weißzeug glatt und eben macht wie Pergament.«

»Sie sind also Chemiker?«

»Ein wenig. Ich habe Lavoisier kennen gelernt und stand mit Cabanis in Verbindung.«

»Doch zu einem solchen Werke mußten Sie geschichtliche Forschungen machen. Sie besaßen also Bücher?«

»In Rom hatte ich in meiner Bibliothek ungefähr fünftausend Bände. Dadurch, daß ich dieselben las und wieder las, entdeckte ich, daß man mit hundert und fünfzig gut ausgewählten Werken, wenn nicht den Gesamtinhalt aller menschlichen Kenntnisse, doch wenigstens das besitzt, was einem Menschen zu wissen frommt. Ich habe drei Jahre dazu verwendet, um diese hundert und fünfzig Bände zu lesen und wieder zu lesen, und wußte sie so beinahe auswendig, als man mich verhaftete. In meinem Gefängnis erinnerte ich mich derselben mit einer leichten Anstrengung des Gedächtnisses. Ich könnte Ihnen Thuchdides, Xenophon, Livius, Tacitus, Strada, Jornandes, Dante, Montaigne, Shakespeare, Spinoza, Macchiavell und Boffuet auswendig hersagen. Ich nenne Ihnen hier nur die wichtigsten.«

»Sie verstehen also mehrere Sprachen?«

»Ich spreche fünf lebende Sprachen: Deutsch. Französisch, Italtenisch, Englisch und Spanisch. Mit Hilfe des Altgriechischen verstehe ich das Neugriechische; ich spreche es nur schlecht, studiere es aber in diesem Augenblick.«

»Sie studieren es?« fragte Dantes.

»Ja, ich habe mir ein Vocabularium aus den Wörtern gemacht, die ich weiß, ja, habe sie geordnet, zusammengesetzt, gedreht und wieder umgedreht. so daß sie mir genügen, um meine Gedanken auszudrücken. Ich weiß ungefähr taufend Wörter; mehr brauche ich im Ganzen nicht, obgleich es, wie ich glaube, hunderttausend in den Wörterbüchern gibt. Nur werde ich nicht beredt sein; aber ich werde mich völlig verständlich zu machen wissen, und das ist hinreichend.«

Immer mehr erstaunt, fing Edmond an, die Fähigkeiten dieses seltsamen Mannes beinahe für übernatürlich zu halten. Er wollte in irgend einem Punkte einen Mangel bei ihm finden, und fuhr fort:

»Aber wenn man Ihnen keine Federn gegeben hat, womit konnten Sie eine so umfangreiche Abhandlung schreiben?«

»Ich habe mir vortreffliche gemach, man zöge sie den gewöhnlichen Federn vor, wenn man den Stoff kennen würde, Sie bestehen aus den Knorpeln der Köpfe der ungeheuren Merlane, die man uns an Fasttagen zu essen gibt. So sehe ich immer mit Vergnügen den Mittwochen, den Freitagen und den Samstagen entgegen, weil sie mir die Hoffnung geben, meinen Federnvorrath zu vermehren, denn meine geschichtlichen Arbeitern ich muß es gestehen, sind meine süßeste Beschäftigung. Wenn ich in die Vergangenheit hinabsteige, vergesse ich die Gegenwart, schreite ich frei und unabhängig in der Geschichte umher, so erinnere ich mich nicht mehr, daß ich ein Gefangener bin.«

»Aber die Tinte?« sprach Edmond, »womit haben Sie sich Tinte gemacht?«

»Früher war ein Kamin in meinem Gefängnisse,« sagte Faria, »dieser Kamin wurde ohne Zweifel einige Zeit vor meiner Ankunft verstopft, aber man hatte wohl viele Jahre lang Feuer darin gemacht, und so ist das ganze Innere mit Ruß bedeckt. Ich löse diesen Ruß mit einer Portion Wein auf, den man mir jeden Sonntag gibt, und das liefert mir vortreffliche Tinte. Für besondere Noten, welche die Augen auf sich ziehen sollen, steche ich mir die Finger auf und schreibe mit meinem Blut.«

»Und wann kann ich alles Dies sehen?« fragte Dantes.

»Wann Sie wollen,« antwortete Faria.

»Oh, sogleich!« rief der junge Mann.

»Folgen Sie mir also, sagte der Abbé. und kehrte in den unterirdischen Gang zurück, wo er verschwand. Dantes folgte ihm.

Siebzehntes Kapitel.
Das Zimmer des Abbé

Nachdem Dantes, sich bückend, aber doch mit ziemlicher Leichtigkeit, den unterirdischen Gang durchschritten hatte, gelangte er an das entgegengesetzte Ende der Aushöhlung, welche in das Zimmer des Abbé führte. Hier verengte sich der Gang. und bot kaum Raum genug, daß ein Mann kriechend hineinschlüpfen konnte. Das Zimmer des Abbé war mit Platten belegt. Eine in dem dunkelsten Winkel liegende Matte aufhebend, hatte der Abbé, die mühsame Arbeit begonnen, an deren Ende er mit Dantes zusammengetroffen war.

Sobald der junge Mann innen war und sich wieder aufgerichtet hatte, betrachtete er das geheimnisvolle Zimmer mit der größten Aufmerksamkeit. Bei dem ersten Blicke bot sich ihm nichts Besonderes dar.

»Gut,« sprach der Abbé, »es ist erst ein Viertel auf ein Uhr, und wir haben noch ein paar Stunden vor uns.«

Dantes schaute umher und suchte, auf welcher Uhr der Abbé die Stunde hatte so genau lesen können.

»Schauen Sie diesen Strahl des Tages an, der durch mein Fenster dringt, und sehen Sie an der Wand die Linien, die ich gezogen habe, Mittelst dieser Linien. welche mit der doppelten Bewegung der Erde und der Ellipse, die sie um die Sonne beschreibt, combinirt sind, weiß ich die Stunde genauer, als wenn ich eine Uhr hätte, denn die Uhr geräth in Unordnung, während die Sonne um die Erde nie in Unordnung geraten.«

Dantes verstand nichts von dieser Erklärung. Wenn er die Sonne hinter den Bergen aufgehen und im mittelländischen Meere untergehen sah, glaubte er immer, sie gehe, und nicht die Erde; die doppelte Bewegung des Erdballs, den er bewohnte, schien ihm beinahe unmöglich. In jedem Worte des Abbé sah er wissenschaftliche Geheimnisse, welche so wunderbar bei ihrem Ergründen waren, als die Gold- und Diamantbergwerke, die er auf einer Reise, welche er als Kind nach Huzarate und nach Golconda gemacht, besucht hatte.

»Ich bitte,« sprach er zum Abbé, »es drängt mich, Ihre Schätze zu betrachten.«

Der Abbé ging nach dem Kamine, und hob mit dem Meißel. den er beständig in der Hand hielt, den Stein auf, welcher einst den Herd bildete und nun eine ziemlich tiefe Aushöhlung verbarg, in der alle Gegenstände eingeschlossen waren, von denen er gesprochen hatte.

»Was wollen Sie zuerst sehen?« fragte er.

»Zeigen Sie mir Ihr großes Werk über das Königreich Italien.«

Faria zog aus dem kostbaren Schranke drei bis vier wie Papyrusblätter um einander gewundene Leinwandrollen hervor. Es waren ungefähr vier Zoll breite und achtzehn Zoll lange Bänder. Diese nummerierten Bänder waren mit einer Schrift bedeckt, welche Dantes zu lesen vermochte, denn sie war in der Muttersprache des Abbé geschrieben, das heißt in der italienischen, einem Idiome, welches Dantes als Provencal vollkommen verstand.

»Sehen Sie,« sagte er. »Alles ist hier. Vor ungefähr acht Tagen habe ich das Wort Ende unten an das hundert und acht und sechzigste Band geschrieben. Zwei von meinen Hemden und was ich an Taschentüchern besaßt wurde dazu verwendet, und werde ich je wieder frei, und es findet sich in ganz Italien ein Drucker der mein Werk zu veröffentlichen wagt, so ist mein Ruf gemacht.«

»Ja,« antwortete Dantes, »ich sehe es wohl. Und nun bitte ich Sie, zeigen Sie mir die Federn, mit welchen Sie dieses Werk geschrieben haben.«

»Hier,« sprach Faria.

Und er zeigte dem jungen Manne ein kleines, sechs Zoll langes Stäbchen etwa so dick wie der Stiel eines Haarpinsels; am Ende desselben und um dasselbe war mittelst eines Fadens, noch mit Tinte befleckt, einer von den Knorpeln angebunden, von denen der Abbé gesprochen hatte. Es war schnabelförmig zugeschnitten und wie eine gewöhnliche Feder geschlitzt.

Dantes schaute ihn an und suchte mit den Augen nach dem Instrument, mit welchem der Abbé’ auf eine so pünktliche Weise den Knorpel geschnitten haben könnte.

»Ah, ja, das Federmesser, nicht wahr? Das ist mein Meisterwerk. Ich habe es, so wie das Messer, welches Sie hier sehen, aus einem alten eisernen Leuchter gemacht.«

Das Federmesser schnitt wie ein Rasirmesser, das Messer hatte den Vorteil, daß es zugleich als Messer und Dolch dienen konnte.

Dantes untersuchte diese Gegenstände mit derselben Aufmerksamkeit, mit der er in den Raritätenhandlungen in Marseille die von Wilden verfertigten und von Schiffskapitänen aus der Südsee zurückgebrachten Werkzeuge untersucht hatte.

»Was die Tinte betrifft,« sprach Faria, »so wissen Sie, wie ich dabei zu Werke gehe: ich mache sie nach meinem Bedürfnis.«

»Nun staune ich nur über Eines,« sagte Dantes»»darüber, daß die Tage Ihnen für diese Arbeit genügten.«

»Ich hatte die Nächte,« antwortete Faria.

»Die Nächte! besitzen Sie die Natur der Katzen und sehen Sie bei der Nacht?«

»Nein, aber Gott hat dem Menschen den Verstand gegeben, um die Armut seiner Sinne zu unterstützen. Ich habe mir Licht verschafft.«

»Wie dies?«

»Von dem Fleische, das man mir bringt, trenne ich das Fett, ich lasse es schmelzen und ziehe eine Art von compaktem Öl daraus? Sehen Sie hier meine Kerze.«

Und der Abbé zeigte Dantes eine Art von Lämpchen, denjenigen ähnlich, deren man sich bei den öffentlichen Beleuchtungen bedient.

»Aber Feuer?«

»Hier sind zwei Kieselsteine und verbrannte Leinwand.«

»Aber Schwefelhölzchen?«

»Ich stellte mich, als ob ich an einer Hautkrankheit litte, und verlangte Schwefel, was man mir auch bewilligte.«

Dantes legte die Gegenstände, welche er in der Hand hielt, auf den Tisch und neigte das Haupt, ganz niedergebeugt unter der beharrlichen Stärke dieses Geistes.

»Das ist noch nicht Alles,« fuhr Faria fort; »denn man darf nicht alle seine Schätze in einen Versteck legen; verschließen wir dieses.«

Sie brachten die Platte wieder an ihre Stelle; der Abbé streute etwas Staub darauf, fuhr mit seinem Fuße darüber, um jede Spur einer Unterbrechung der Staubdecke zu verwischen, ging auf sein Bett zu und rückte es von der Stelle.

Hinter dem Kopfkissen, verborgen unter einem Stein, der dasselbe beinahe vollkommen hermetisch verschloß, war ein Loch und unter diesem Loch eine etwa fünf und zwanzig bis dreißig Fuß lange Strickleiter.

Dantes untersuchte dieselbe; sie war von einer tadellosen Festigkeit.

»Wer hat Ihnen die zu diesem vortrefflichen Werke erforderliche Schnur geliefert?« fragte Dantes.

»Zuerst einige Hemden, welche ich besaß dann meine Betttücher, die ich während einer dreijährigen Gefangenschaft in Fenestrelles ausfädelte. Als man mich nach dem Castell If brachte, fand ich Mittel, das aufgefädelte Zeug mitzunehmen. Hier setzte ich meine Arbeit fort.«

»Aber bemerkte man nicht, daß Ihre Betttücher keinen Saum mehr hatten?«

»Ich nähte sie wieder zusammen.«

»Womit?«

»Mit dieser Nadel.«

Und der Abbé öffnete einen Fetzen von seinem Kleide und zeigte Dantes eine spitzige, noch eingefädelte Gräte, die er bei sich trug.

»Ja,« fuhr Faria fort, »ich hatte Anfangs den Gedanken, diese Stangen loszumachen und durch dieses Fenster zu entfliehen, das, wie Sie sehen, etwas breiter ist, als das Ihrige, und von mir im Augenblicke meiner Entweichung noch erweitert worden wäre. Aber ich bemerkte, daß dieses Fenster auf einen innern Hof geht, und leistete auf mein Vorhaben als ein zu unsicheres Unternehmen Verzicht. Ich behielt indessen die Strickleiter für einen unvorhergesehenen Umstand, für eine von jenen Entweichungen, die der Zufall verschafft und worüber wir bereits gesprochen haben.«

Während es schien. als untersuchte Dantes die Strickleiter, dachte er an etwas ganz Anderes. Ein Gedanke durchzog seinen Geist: der, daß dieser Mann, so geistreich, so tief, vielleicht in der Dunkelheit seines eigenen Unglücks zu sehen vermöchte, wo er selbst nie etwas hatte unterscheiden können.

»Woran denken Sie,« fragte der Abbé lächelnd. Er hielt die Versunkenheit von Dantes für eine auf den höchsten Grad gesteigerte Bewunderung.

»Ich denke vor Allein an Eines, an die ungeheure Summe von Verstand, welche Sie ausgeben mußten, um um zu dem Ziele zu gelangen, zu welchem Sie gelangt sind. Was hätten Sie erst getan, wären Sie frei gewesen?«

»Nichts vielleicht: diese Überfülle meines Gehirns hätte sich in Kleinlichkeiten verdunstet. Es bedarf des Unglücks, um gewisse geheimnisvolle, in dem menschlichen Verstande verborgene Mienen zu graben; es bedarf des Druckes, um das Pulver zum Ausbruch zu bringen. Die Gefangenschaft hat in einem einzigen Punkte alle meine dahin und dorthin flatternden Thätigkeiten vereinigt; sie sind in einem engen Raume zusammengestoßen, und Sie wissen, aus dem Zusammenstoßen der Wolken entsteht die Elektricität, aus der Elektricität der Blitz, und aus dem Blitze das Licht.«

»Nein, ich weiß nichts,« sagte Dantes, niedergeschlagen über seine Unwissenheit; »ein Teil der Worte, welche Sie aussprachen, sind Worte, die für mich des Sinnes entbehren; Sie sind sehr glücklich, daß Sie so viel Gelehrsamkeit besitzen.«

Der Abbé lächelte.

»Sie dachten an zwei Dinge, wie Sie mir vorhin sagten.«

»Ja.«

»Und Sie machen mich nur mit dem ersten bekannt; was ist das zweite?«

»Das zweite besteht darin, daß Sie mir Ihr Leben erzählt haben und das meinige nicht kennen.«

»Ihr Leben, junger Mann, ist sehr kurz, um Ereignisse von einiger Wichtigkeit in sich zu schließen.«

»Es schließt ein ungeheures Unglück in sich,« sprach Dantes»»ein Unglück, das ich nicht verdient habe, und ich wünschte wohl, um Gott nicht mehr zu lästern, wie ich es zuweilen that, mich wegen meiner Leiden an die Menschen halten zu können.«

»Sie behaupten also, Sie seien unschuldig an dem, was man Ihnen aufbürdet?«

»Völlig unschuldig. bei dem Haupte der zwei einzigen Personen, die mir teuer sind, bei dem Haupte meines Vaters, bei dem Haupt von Mercedes.«

»Laffen Sie hören,« sprach der Abbé, seinen Versteck verschließend und das Bett wieder an seine Stelle rückend, »erzählen Sie mir also ihre Geschichte.«

Dantes erzählte das. was er seine Geschichte nannte, was sich jedoch auf eine Reise nach Indien und auf ein paar Reisen nach der Levante beschränkte. Endlich gelangte er zu seiner letzten Fahrt, zu dem Tode des.Kapitän Leclère, zu dem von ihm dem Großmarschall übergebenen Paquet, zu seiner Zusammenkunft mit dem Großmarschall, zu dem Briefe, den ihm dieser unter der Adresse eines Herrn Noirtier zugestellt hatte, zu seiner Ankunft in Marseille. zu seiner Zusammenkunft mit seinem Vater, zu feiner Liebschaft mit Mercedes, zu seinem Verlobungsmahle, zu seiner Verhaftung, zu seinem Verhör, zu seiner vorläufigen Gefangenschaft im Justizpalaste, und schließlich zu feiner wirklichen Gefangenschaft im Castell If. Sobald Dantes diesen Punkt erreicht hatte, wußte er nichts mehr, nicht einmal mehr die Zeit, die er Gefangener geblieben. Als die Erzählung zu Ende war, versank der Abbé in Gedanken.

»Es gibt,« sprach er nach einem Augenblick des Stillschweigens, »es gibt ein Rechtsaxiom von großer Tiefe, welches auf das zurückkommt, was ich Ihnen vorhin sagte: wenn der schlechte Gedanke nicht mit einer verkehrten Organisation entsteht, so widerstrebt die menschliche Natur dem Verbrechen. Die Civilisation hat uns indessen Bedürfnisse, Laster, scheinbare Triebe gegeben, die durch ihren Einfluß zuweilen unsere guten Instinkte ersticken und uns zum Schlimmen führen. Daraus ist der Grundsatz hervorgegangen: willst Du den Schuldigen entdecken, so suche zuerst Denjenigen, welchem das begangene Verbrechen nützlich sein kann. Wem konnte Ihr Verbrechen nützen?«

»Mein Gott! Niemand, ich war zu wenig.«

»Antworten Sie nicht so, denn Ihre Antwort ermangelt zugleich der Logik und der Philosophie; Alles ist beziehungsweise, mein lieber Freund, von dem.König der seinem Nachfolger im Wege steht, bis zu dem untersten Beamten, welcher dem Überzähligen als ein Hinderniß erscheint. Stirbt dieser Beamte, so erbt der Überzählige zwölfhundert Franken Gehalt; diese zwölfhundert Franken Gehalt sind eine Civilliste: sie sind ihm zum Leben eben so notwendig, als einem.König seine zwölf Millionen. Jeder Mensch von der niedrigsten bis zu der höchsten Stufe der gesellschaftlichen Leiter gruppiert um sich her eine kleine Welt von Interessen, welche ihre Wirbel und ihre hakenförmige Atome hat, wie die Welten von Descartes. Nur bekommen diese Welten immer mehr Umfang, je mehr sie steigen. Es ist eine verkehrte Schneckenlinie, welche sich durch ein Gleichgewichtsspiel auf der Spitze hält. Kehren wir jedoch zu Ihrer Welt zurück. Sie sollten zum Kapitän des Pharaon ernannt werden?«

»Ja.«

»Sie sollten ein hübsches junges Mädchen heiraten?«

»Ja.«

»Hatte Jemand ein Interesse dabei, daß Sie nicht.Kapitän des Pharaon wurden? Hatte Jemand ein Interesse dabei, daß Sie Mercedes nicht heirateten? Beantworten Sir mir vor Allem die erste Frage; die Ordnung ist der Schlüssel aller Probleme. Hatte Jemand ein Interesse dabei, daß Sie nicht Kapitän des Pharaon wurden?«

»Nein; ich war an Bord sehr beliebt. Hätten die Matrosen einen Kapitän wählen können. so würden sie sicherlich mich gewählt haben. Ein einziger Mensch hatte einen Grund, mir zu grollen; ich gerieth einige Zeit vorher mit ihm in einen Streit, und schlug ihm ein Duell vor, das er nicht annahm.«

»Dieser Mensch. wie hieß er?«

»Danglars.«

»Was war er an Bord?«

»Rechnungsführer.«

»Hätten Sie ihn, wären Sie Kapitän geworden, an seinem Posten erhalten?«

»Nein, wenn es von mir abgehängt haben würde; denn ich glaubte einige Veruntreuungen in seinen Rechnungen wahrzunehmen.«

»Gut, Wohnte Jemand Ihrer letzten Unterredung mit dem Kapitän Leclère bei?«

»Nein, wir waren allein.«

»Konnte Jemand Ihre Unterredung hören?«

»Ja, denn die Thüre war offen und sogar; . . . warten Sie,  . . . ja, Danglars ging gerade in dem Augenblick vorüber, wo mir der Kapitän Leclère das für den Großmarschall bestimmte Paquet übergab.«

»Gut,« sprach der Abbé. »wir sind auf dem Wege. Haben Sie Jemand mit an das Land genommen, als Sie an der Insel Elba anhielten?«

»Niemand.«

»Man hat Ihnen einen Brief übergeben?«

»Ja, der Großmarschall.«

»Was haben Sie mit diesem Brief gemacht?«

»Ich habe ihn in mein Portefeuille gesteckt.«

»Sie hatten also Ihr Portefeuille bei sich? Wie konnte ein Portefeuille, das einen offiziellen Brief aufnehmen sollte, in der Tasche eines Seemanns halten?«

»Sie haben Recht; es war an Bord.«

»Sie haben also den Brief erst an Bord in das Portefeuille geschlossen?«

»Ja.«

»Was thaten Sie mit dem Briefe von Porto-Ferrajo bis an Bord?«

»Ich hielt ihn in der Hand.«

»Als Sie den Pharaon wieder bestiegen, konnte folglich Jedermann sehen, daß Sie einen Brief trugen?«

»Ja.«

»Danglars wie die Andern?«

»Danglars wie die Andern.«

»Nun hören Sie wohl. drängen Sie alle Ihre Erinnerungen zusammen: Wissen Sie noch, in welchen Ausdrücken die Denunciation abgefasst war?«

»O ja; ich habe sie dreimal durchlesen, und jedes Wort ist mir im Gedächtnis geblieben.«

»Wiederholen Sie mir dieselbe.«

Dantes sammelte sich einen Augenblick und sprach:

»Ich wiederhole Ihnen die Anzeige wortgetreu.

»Der Herr Staatsanwalt wird von einem Freunde des Thrones und der Religion benachrichtigt, daß Edmond Dantes, Second des Schiffes der Pharaon, diesen Morgen von Smyrna angelangt, nachdem er Neapel und Porto Ferrajo berührt hat, von Murat mit einem Briefe für den Usurpator; und von dem Usurpator mit einem Briefe für das bonapartistische Comité in Paris beauftragt worden ist.

»Den Beweis von seinem Verbrechen wird man bekommen, wenn man ihn verhaftet; denn man findet diesen Brief entweder bei ihm, oder bei seinem Vater oder in seiner Kajüte an Bord des Pharaon.«

Der Abbé guckte die Achseln.

»Das ist klar, wie der Tag.« sprach er; »und Sie müssen ein sehr gutes und reines Herz besitzen, daß Sie es nicht von Anfang an erraten haben.«

»Sie glauben?« rief Dantes. »Ah j das wäre heillos!«

»Was war die gewöhnliche Handschrift von Danglars?«

»Eine schöne Cursivschrift.«

»Was war die Schrift des anonymen Briefes?«

»Eine umgekehrte Schrift.«

Der Abbé lächelte.

»Verstellt, nicht wahr?«

»Sehr kühn. um verstellt zu sein.«

»Warten Sie;« sprach der Abbé.

Er nahm seine Feder oder vielmehr das; was er so nannte; tauchte sie in die Tinte und schrieb mit der linken Hand auf ein Stück zu diesem Behufe zubereitete Leinwand zwei oder drei Zeilen von der Denunciation.

Dantes wich zurück und schaute den Abbé mit Schrecken an.

»O! es ist erstaunlich; »wie diese Schrift jener gleicht!« rief er.

»Die Anzeige war mit der linken Hand geschrieben. Ich habe Eines beobachtet;« fuhr der Abbé fort.

»Was?«

»Alle Schriften mit der rechten Hand gezogen; weichen von einander ab; alle mit der linken gleichen sich.«

»Sie haben Alles gesehen; Alles beobachtet.«

»Fahren wir fort.«

»O ja, ja!«

»Gehen wir zu der zweiten Frage über.«

»Ich höre.«

»Hatte Jemand ein Interesse dabei; daß Sie Mercedes nicht heirateten?«

»Ja, ein junger Mann; der sie liebte.«

»Sein Name?«

»Fernand.«

»Das ist ein spanischer Name.«

»Er war ein Catalonier.«

»Glauben Sie; daß er fähig war; den Brief zu schreiben?«

»Nein, er hätte mir einen Messerstich gegeben; und nichts sonst.«

»Das liegt in der spanischen Natur: ein Mord, ja; eine Feigheit, nein.«

»Überdies,« fuhr Dantes fort; »kannte er die in der Anzeige enthaltenen einzelnen Umstände nicht.«

»Sie haben sie Niemand mitgeteilt?«

»Niemand.«

»Nicht einmal Ihrer Geliebten?«

»Nicht einmal meiner Braut.«

»Es ist Danglars.«

»Oh! nun bin ich davon überzeugt.«

»Warten Sie: kannte Danglars Fernand?«

»Nein,  . . . ja . . . Ich erinnere mich . . . «

»Was?«

»Zwei Tage vor meiner Hochzeit sah ich sie mit einander an einem Tische unter der Laube des Vaters Pamphile, Danglars war freundschaftlich und spöttisch; Fernand bleich und verstört.«

»Sie waren allein.«

»Nein, es war ein dritter, mir wohl bekannter Mensch bei ihnen, der sie ohne Zweifel zusammen geführt hatte; ein Schneider, Namens Caderousse, aber dieser war bereits betrunken. Doch halt . . . halt . . . warum erinnerte ich mich dieses Umstandes nicht! Auf dem Tische, wo sie tranken, waren Papier, Tinte und Federn. (Dantes legte die Hand an die Stirne). Oh, dort, dort wird der Brief geschrieben worden sein! Oh, die Schändlichen!i«

»Wollen Sie noch etwas Anderes wissen?« fragte der Abbé lachend.

»Ja, ja, da Sie alles ergründen, in allen Dingen klar sehen. Ich will wissen; warum ich nur einmal verhört worden bin? warum man mir keinen Richter gegeben hat, und wie man mich ohne Spruch verurteilen konnte?«

»Oh! was das betrifft,« erwiderte der Abbé; »das ist ein wenig schwierig; die Justiz hat finstere; geheimnisvolle Gänge, welche schwer zu durchdringen sind. Was wir bis jetzt in Beziehung auf Ihre zwei Feinde getan haben, war nur ein Kinderspiel. Sie müssen mir in dieser Hinsicht genauere Andeutungen geben.«

»Ich bitte; fragen Sie mich; denn Sie sehen in der Tat klarer in meinem Leben; als ich selbst.«

»Wer hat Sie verhört? der Staatsanwalt; der Substitut; der Untersuchungsrichter?«

»Der Substitut.«

»Jung oder alt?«

»Jung: sieben und zwanzig oder acht und zwanzig Jahre alt.«

»Gut! noch nicht verdorben, aber bereits ehrgeizig. Wie benahm er sich gegen Sie?«

»Mehr sanft als streng.«

»Haben Sie ihm Alles erzählt?«

»Alles.«

»Hat sich sein Benehmen im Verlaufe des Verhörs verändert?«

Einen Augenblicke als er den mich gefährdenden Brief gelesen hatte, schien er wie niedergeschmettert durch mein Unglück.«

»Durch Ihr Unglück?«

»Ja.«

»Wissen Sie ganz gewiss, daß es Ihr Unglück war, was er beklagte?«

»Er hat mir einen großen Beweis von Mitgefühl gegeben«

»Welchen?«

»Er verbrannte das einzige Stück, das mich gefährden konnte.«

»Welches? die Denunciation?«

»Nein, den Brief.«

»Sie sind dessen gewiss?«

»Es geschah in meiner Gegenwart.«

»Das ist etwas Anderes; dieser Mensch könnte ein größerer Verbrecher sein, als Sie wohl glauben dürften.«

»Bei meiner Ehre, Sie machen mich beben,« sprach Dantes; »die Welt ist also mit Tigern und Krokodilen bevölkert?«

»Ja, nur sind die zweifüßigen Tiger und Krokodile gefährlicher, als die andern.«

»Fahren Sie fort, fahren Sie fort.«.

»Gern, Er hat den Brief verbrannt, sagen Sie?«

»Ja, und er sprach dabei zu mir: »»Sie sehen, es ist nur dieser Beweis gegen Sie vorhanden, und ich vernichte ihn.««

»Dieses Benehmen ist zu erhaben, um natürlich zu sein.«

»Sie glauben?«

»Ich bin dessen gewiss. An wen war der Brief adressiert?«

»An Herrn Noirtier, Rue Coq-Héron, Nro 13 in Paris.«

»Können Sie annehmen, Ihr Substitut habe ein Interesse bei dem Verschwinden dieses Papieres gehabt?«

»Vielleicht, denn er ließ mich mehrere Mal, in meinem Interesse, wie er sagte, geloben, mit Niemand von diesem Briefe zu sprechen, ja, er ließ mich sogar schwören, nie den auf die Adresse geschriebenen Namen auszusprechen.«

»Noirtier?« wiederholte der Abbé, »Noirtier? Ich kannte einen Noirtier an dem Hofe der ehemaligen.Königin von Etrurien, einen Noirtier, welcher während der Revolution Girondist gewesen war. Wie hieß ihr Substitut?«

»Von Villefort.«

Der Abbé brach in ein Gelächter aus.

Dantes schaute ihn erstaunt an.

»Was haben Sie?« fragte er.

»Sehen Sie diesen Strahl des Tageslichtes?« fragte der Abbé.

»Ja.«

»Alles ist mir jetzt klarer, als dieser durchsichtige, leuchtende Strahl. Armes Kind, armer junger Mann! Und dieser Beamte ist gut gegen Sie gewesen?«

»Ja.«

»Dieser würdige Substitut hat den Brief verbrannt, vernichtet?«

»Ja.«

»Dieser ehrliche Lieferant des Henkers ließ Sie schwören, nie den Namen Noirtier auszusprechen?«

»Ja.«

»Dieser Noirtier, armer Blinder, wissen Sie, wer dieser Noirtier war? Dieser Noirtier war sein Vater!«

Hätte der Blitz zu den Füßen von Dantes eingeschlagen und vor ihm einen Abgrund gegraben, in dessen Tiefe sich die Hölle öffnete, es hatte seine raschere, keine elektrischere, keine niederschmetterndere Wirkung hervorgebracht, als diese unerwarteten Worte hervorbrachten. Er stand auf und nahm seinen Kopf zwischen beide Hände, als wollte er ein Zerbersten verhindern.

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Litres'teki yayın tarihi:
10 aralık 2019
Hacim:
1870 s. 17 illüstrasyon
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