Kitabı oku: «Leckmuschel Teil 2»
Das Titelbild steht in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches.
eBook-Ausgabe 09/2021
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eISBN 9783798610224S
Leckmuschel
Vol. 2
25 x Frauen-Liebe
Bar Olympia
Alex Bär
Michelle ist fast fertig. Sie steht vor dem Badezimmerspiegel in ihrer kleinen Dachgeschoss-Wohnung in Berlin Lichtenberg und macht sich fertig für den Freitagabend. Auf den freut sie sich schon die ganze Woche. Eine Kommilitonin, die sie vor einigen Tagen in der Mensa kennengelernt hat, hat Michelle eingeladen. Gemeinsam mit ein einer anderen Freundin wolle sie einen exklusiven Club im Bezirk Prenzlauer Berg besuchen. Ein echter Geheimtipp. Sie kann es kaum erwarten.
Michelle ist 21 Jahre und hat erst vor wenigen Wochen ihr Studium für Wirtschaftsethik an der Humboldt-Universität in Berlin begonnen. Obwohl ihre Eltern sie nicht unterstützen können, hat sie es doch geschafft. Sie bekam durch viel Glück ein kleines Stipendium und eine für die Stadt relativ günstige Wohnung. Trotzdem geht das meiste von ihrem Geld für die Miete drauf, sodass sie sich nicht viel leisten kann, geschweige denn Ausgehen. Das sei aber kein Problem, hat Caroline, ihre Kommilitonin, versichert. Eintritt müsse man nicht bezahlen und die zwei kleinen Cocktails, die Michelle nur vertragen würde, würde sie übernehmen. Caroline hat das Geld, sodass Michelle die Einladung dankend angenommen hat.
Sie legt den Lippenstift beiseite, den sie gerade noch aufgetragen hat und betrachtet sich im Spiegel. Zufrieden ist die junge Studentin mit sich nicht. Man sagt ihr zwar ständig sie sei eigentlich ganz hübsch, doch ihre Brille macht ihre Augen schrecklich groß und ihr langes braunes Haar lässt sich auch nur schwer bändigen. Sie ist zwar schlank, geht Michelle durch den Kopf, aber ein paar Kilo weniger können auch nicht schaden. Aber das größte Problem sind ihre Brüste. Sie sind einfach zu groß und für ihren Körper zu unproportioniert, sodass sie in Michelles Kleidern fast aus dem Dekolleté fallen oder ihr Kleid aussieht wie ein Post-Sack. Neue Klamotten kann sich die arme Studentin aber nicht leisten, sodass sie sich heute für einen schwarzen „Sack“ entschieden hat, der sie fast wie eine Nonne aussehen lässt. Das macht nichts, sagt sich Michelle immer wieder, schließlich ist sie schon an der Uni ein Außenseiter und das würde sich heute Abend auch mit einem neuen Outfit nicht ändern.
Gerade legt sie noch ihre Schminkutensilien beiseite, als es an der Tür klingelt. Das werden sie sein! Aufgeregt greift Michelle ihre kleine schwarze Handtasche und ihre Jacke, wirft einen letzten Blick in den Spiegel und eilt zur Wohnungstür. Im Hausflur muss sie feststellen, dass der Fahrstuhl leider defekt ist. Also nimmt sie hastig für die sechs Etagen die Treppe. Das geht auch einigermaßen. Michelle ist kein Fan hoher Absätze. Unten angekommen und etwas außer Atem sieht sie auch schon Caroline. Sie hat vor der Haustür gewartet und strahlt ihre Kommilitonin nun mit ihrem Zahnpasta-Lächeln an.
„Hi Süße!“, sagt sie freudig, umarmt Michelle und haucht ihr angedeutete Küsse an beide Wangen.
„Hi“, bringt Michelle heraus.
„Na, bist du soweit?“
„Ich denke schon.“
Sie betrachtet Caroline nun etwas genauer. Sie hat anscheinend keine Probleme mit hohen Absätzen. Ihre High Heels machen sie mindesten 15 cm größer. Caroline ist auch so schon recht groß und dazu schlank. Sie hat eine weiße Jacke mit pelzbesetzter Kapuze über ihre Schultern geworfen. Darunter trägt sie ein enges rotes Kleid, das zu ihrem hellen Teint und den langen blonden Haaren passt und ihre dezenten aber wohl proportionierten Kurven perfekt zur Geltung bringt.
„Aber an deinem Kleid müssen wir noch was machen“, sagt nun Caroline und deutet dabei auf den zugeknöpften Ausschnitt von Michelles Kleid.
„Was meinst du? So viele habe ich nicht.“ Sie ist enttäuscht. Soll es jetzt wirklich an ihren alten Klamotten scheitern?
„Ach, darum kümmern wir uns ein anderes Mal, Süße“, sagt Caroline und öffnet mehrere Knöpfe von Michelles Kleid. „Aber da, wo wir heute hingehen, kannst du ruhig zeigen, was du zu bieten hast.“ Während sie das sagt, wandert ihre Hand weiter und umfasst sanft eine von Michelles Brüsten, die nun zu einem großen Teil im Freien liegen. „Und du hast so viel zu bieten.“
Michelle wird rot, was Caroline mit einem zufriedenen Lächeln zur Kenntnis nimmt. Sie fängt an die Brust ihrer Kommilitonin in der Hand zu wiegen und leicht zu kneten. Michelle zuckt kurz zusammen, lässt es aber dann geschehen. Ein wohliges Gefühl kommt in ihr auf und sie vergisst ihre Aufregung auf den Abend für einen Moment. Dann will sie etwas sagen, doch Caroline kommt ihr zuvor: „Komm, wir wollen Charlie nicht warten lassen.“ Sie nimmt Michelle an die Hand und zieht sie sanft aber bestimmt ein paar Meter die Straße hinunter wo ein schwarzer Mercedes Benz mit verdunkelten Scheiben wartet. Der Fahrer trägt Uniform und springt aus dem Wagen, als er die beiden jungen Frauen kommen sieht, um ihnen die Tür zur Rückbank zu öffnen.
„Dad war so nett, mir seinen Dienstwagen zu leihen“, erklärt Caroline sogleich Michelles fragenden Blick. „Na los, Süße. Hüpf rein!“
Michelle zögert kurz. Jetzt geht es los. Ein tiefer Luftzug, und die Studentin steigt in den Wagen, sich fragend, was der Abend bringen mag.
Ein lautes und lang gezogenes „Hi!“ empfängt Michelle, als sie in das Auto steigt. Sie stellt fest, dass ein Platz auf der Rückbank bereits besetzt ist. Eine weitere Frau – Michelle schätzte sie auf ein paar Jahre älter als sie selbst – hat auf der linken Seite Platz genommen.
„Hi“, bringt Michelle heraus und nimmt auf der Mitte der Rückbank Platz.
„Du musst Michelle sein. Ich bin Charlie.“
„Ja, freut mich, Charlie.“ Kurz mustert sie ihre neue Bekanntschaft. Ihre Sitznachbarin trägt Schwarz – und zwar von Kopf bis Fuß. Sie hat lange schwarze Haare, die sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat. Gekleidet ist Charlie in ein knappes ledernes Top sowie schwarze Lederhosen und hohe mit Manschetten gespickte Stiefel. Michelle schaut sich im Auto um. Auch Caroline ist mittlerweile ins Auto gestiegen und hat sich rechts neben ihre Kommilitonin gesetzt. Sie fahren los.
„Wir werden ein paar Minuten benötigen, der Verkehr ist ziemlich dicht“, spricht der Fahrer in ruhigem Ton.
„Das macht nichts. Wir haben eh noch was zu besprechen“, antwortet Caroline. Sie drückt auf einen Knopf an der Armlehne der Tür und ein Sichtschutz fährt vor den jungen Frauen hoch und trennt Vordersitze von der Rückbank. Die drei sind allein.
Ein paar Sekunden der Stille vergehen und Michelle spürt die Blicke ihrer Sitznachbarinnen. Sie schaut nach vorne, um ihnen nicht zu begegnen. Sie mustern mich, denkt die junge Studentin. Stimmt was nicht mit mir? Überlegen sie noch, ob sie mich mitnehmen können? Vielleicht bin ich ihnen sogar peinlich. Michelle überlegt was sie sagen könne, um zumindest die Stille zu brechen, als sie Carolines Hand auf ihrem Oberschenkel merkt. Sie hat sich zur Seite gewandt und schaut an ihr vorbei.
„Hast du heute eigentlich wieder was mitgebracht, Charlie?“, fragt sie ihre Freundin.
Charlie grinst über beide Ohren. „Na, klar! Ohne Spielzeug macht doch das Spielen keinen Spaß!“ Sie greift tief in ihren Ausschnitt und zieht zwei breite rote Gummiringe hervor. „Heute Abend werden diese beiden Babys zum Einsatz kommen“, verkündet sie stolz.
Verwundert starrt Michelle auf die beiden Ringe. Was soll damit sein?
Caroline grinst. „Auf dich ist verlass, Charlie! Da wirst du ja jemanden ganz schön zum Stehen bringen. Was denkst du, Michelle?“
Die junge Studentin ist immer noch verwirrt. „Was soll das sein?“, fragt sie. Die anderen beiden Frauen fangen an zu lachen. Michelle wird rot. Irgendetwas hat sie nicht mitbekommen.
„Caro, du hast nicht gesagt, dass sie so süß ist!“ Auch Charlie wendet sich jetzt Michelle zu und legt eine Hand auf ihren Oberschenkel. Dabei hält sie Michelle die beiden Ringe direkt vor die Nase und beginnt zu erklären: „Diese beiden Babys hier kommen an das beste Stück eines knackigen Typens, den ich mir heute angeln werde. Ein Ring um den Turm, damit er länger steht und einer um die Glocken.“
Michelles Augen weiten sich. Damit hat sie nicht gerechnet.
„Na? Jetzt verstanden?“, fragt Charlie grinsend.
Michelle weiß nicht, was sie antworten soll. Das Thema ist ihr unangenehm. Sie hat zwar schon die ein oder andere Erfahrung gemacht, aber nicht mit solchen Toys. Und doch kommt sie nicht umhin sich das vorzustellen. Sie sieht ihn vor sich, groß und aufrecht. Der eine Ring würde das Blut im Schaft stauen und seine Begierde jede Sekunde, die verstriche, weiter steigern. Der andere würde wahrscheinlich dafür sorgen, dass es länger dauern würde, bis er schließlich käme. Es ist eine spannende Vorstellung für Michelle. In Gedanken merkt sie nicht, dass Charlies Hand an ihrem Oberschenkel immer weiter zur Mitte wandert. Zwischen ihren Beinen beginnt es zu kribbeln und eine wohlige Wärme steigt in der jungen Studentin auf.
„Süße! Die Vorstellung gefällt dir wohl, was?“ Diesmal ist es Caroline, die fragt. Auch ihre Hand wandert weiter und erreicht Michelles Brüste. Sanft streichelt ihr Caroline übers Dekolleté.
„Ja“, will Michelle sagen, aber das Wort, das sie herausbringt, ist mehr ein leichtes Seufzen.
Charlies Hand hat die Mitte zwischen ihren Beinen erreicht und eine Streichelbewegung über ihren Slip begonnen. Mit einer flinken Bewegung öffnet Caroline das Kleid von Michelle weiter und gleitet dann mit der Hand in ihren Ausschnitt. Sie umfasst die Brust der jungen Studentin und beginnt sie zu kneten. Michelle merkt, dass es sie erregt. Sie lehnt sich zurück, drückt ihren Oberkörper in den weichen, warmen Ledersitz und hebt leicht das Becken, um es Charlie leichter zu machen. Ihre neue Bekanntschaft merkt das sofort: „Noch mehr, Süße?“ Michelle nickt eifrig in freudiger Erwartung. Sofort spürt sie etwas Neues zwischen ihren Beinen und blickt hinab. Charlie hat einen der Penisringe dazu genommen und streicht damit über Michelles Scham. Den Slip hat sie mit der anderen Hand beiseitegeschoben. Der Atem der jungen Studentin wird schneller und sie beginnt lustvoll zu seufzen.
„Das Beste habe ich euch ja noch gar nicht gezeigt!“ Charlies Grinsen ist jetzt noch breiter.
„Na dann mach mal!“, antwortet Caroline interessiert, während sie sich auch nun mit beiden Händen um Michelles Brüste kümmert.
Charlie zieht eine kleine rote Fernbedienung hervor und betätigt eine ihrer Tasten. Sofort vernehmen die drei Frauen ein leises Summen. Der Ring hat zu vibrieren begonnen. Jetzt ist es um Michelle geschehen. Noch immer streicht Charlie mit dem jetzt vibrierenden Spielzeug über ihre empfindsamste Stelle. Die Vibration überträgt sich über ihre Vulva und dann auch über ihren ganzen Unterleib. Michelle hält es jetzt kaum noch aus. Sie windet sich hin und her in ihrem Sitz zwischen den beiden Frauen, die sie weiter verwöhnen. Immer wieder stöhnt sie laut und voller Lust. Gleich ist es soweit – sie wird kommen!
„Weiter, weiter“, bittet die junge Studentin mit hoher und beinahe geflüsterter Stimme. Nur noch ein bisschen! Und dann ist es soweit. Wie ein Feuerwerk durchfährt sie die Erlösung. Michelle beißt sich auf die Lippe, um einen lauten Schrei abzudämpfen, der ihr entfährt. Wellen der Lust laufen durch ihren ganzen Körper und bringen ihn zum Zittern. Dann merkt sie, wie alle Anspannung von ihr abfällt. Ein warmes, wohliges Gefühl breitet sich in ihr aus. Entspannt lässt sich Michelle in den Sitz fallen und bleibt dort für einige Augenblicke regungslos liegen. Ihr Atem entspannt sich auch. Dankbar schaut sie zu den anderen beiden Frauen, die zufrieden lächelnd auf die junge Studentin hinabblicken. So heftig ist Michelle noch nie gekommen.
Der Rest der Fahrt durch die Berliner Innenstadt vergeht schnell. Michelle hat gerade noch die Zeit, ihr Kleid zu richten. Caroline überprüft noch einmal ihr Make-up und Charlie lässt die beiden Ringe wieder verschwinden, als der Wagen auch schon hält.
„Seid ihr soweit?“, fragt Caroline ihre beiden Freundinnen, während der Fahrer ums Auto läuft, um ihnen die Tür zu öffnen. Die beiden Frauen nicken und steigen aus.
Sie stehen auf dem Bürgersteig einer belebten und hell erleuchteten Straße, in welcher Michelle bisher noch nicht gewesen ist. Die junge Studentin schaut sich neugierig um. Die Straße ist schmal und eingegrenzt von mehrstöckigen Altbauten. Im Erdgeschoss all dieser Häuser befinden sich Läden, Bars und Restaurants, vor denen sich das Nachtvolk tummelt. Die drei jungen Frauen laufen nur ein paar Meter, bis Caroline und Charlie sich auch schon einer Eingangstür zuwenden. Sie ist groß und wie der Rest der Straße hell erleuchtet. Über der Tür entziffert Michelle einen offenbar durch weiße und rosa-farbene LEDs bestehenden Schriftzug. In geschwungener Schrift stehen die Worte „Bar Olympia“ geschrieben. Im Bereich um die Eingangstür liegt ein abgenutzter aber dennoch elegant wirkender roter Teppich. Vor der Tür hat sich eine Handvoll Personen gesammelt. Die Stimmung scheint aufgeregt. Als die drei Frauen näherkommen, erkennt Michelle, fünf junge Männer in dunklen Anzügen. Sie schätzt sie auf Mitte bis Ende zwanzig. Offenbar streiten sie sich mit dem Türsteher.
„Na das kann ja was werden!“, sagt die junge Studentin zu ihren Freundinnen. Doch sie täuscht sich. Caroline und der Türsteher grüßen einander mit einem oberflächlichen Winken und alle drei werden ins Innere gelassen. Sie finden sich in einem großen Vorraum wieder. Auch hier geben weiße LEDs das Licht, die wohl an allen möglichen Stellen im Raum verteilt sind. Die Einrichtung wirkt modern, passt sich Michelles Ansicht nach aber gut in den Altbau mit seinen hohen Wänden und abgenutztem Parkettboden ein. Auf der rechten Seite befindet sich die Garderobe. Von dort werden die drei durch eine Dame mittleren Alters begrüßt. Die Garderobendame trägt eine elegante weiße Bluse und einen schwarzen Samtrock. Ihr dunkelbraunes Haar hat sie hochgesteckt.
„Guten Abend meine Damen!“, sagt sie und lächelt die drei Frauen freundlich an. Während sie die Mäntel und Jacken entgegennimmt, fragt sie beiläufig, ob jemand heute Abend am Spiel teilnehmen wolle. Michelle ist verwirrt. Welches Spiel? Sie schaut fragend zu ihren Freundinnen.
„Ich bin dabei!“, vernimmt sie Charlies selbstbewusste Stimme.
„Sehr wohl, die Dame.“ Die Garderobenfrau nickt und wendet sich Michelle zu: „Und was ist mit dir? Das macht den Abend gleich viel aufregender!“
Michelle, überrascht von der direkten Ansprache, will eine Frage formulieren, aber sie bringt nur etwas undeutliches Gestammel hervor. Sie wird rot. Caroline kommt ihr zur Hilfe. „Sie gehört zu mir“, sagt sie zur Garderobendame, stellt sich neben Michelle und legt dabei sanft ihren Arm um ihre Hüfte.
„Verstehe.“ Sie nickt. „Dann habt ihr beiden hübschen natürlich keinen Bedarf“, sagt sie, grinst und wendet sich wieder Charlie zu. „Dir sind die Regeln bekannt?“ Charlie nickt, sodass die Garderobendame ein Formular und einen kleinen schwarzen Spiel-Würfel auf die Theke legt.
„Das ist eine Art Partnervermittlung, musst du wissen, nur für diesen Abend“, flüstert Caroline Michelle ins Ohr, als sie ihren fragenden Blick bemerkt.
„Okay“, antwortet sie langsam und leise, „und wozu ist der Würfel?“
Caroline lächelt breit und zeigt dabei ihre leuchtend weißen Zähne. „Damit, Süße, wird ermittelt, wer von beiden der Dominantere ist und wer sich … treiben lassen darf.“
Michelles Augen weiten sich. „Ist das dein Ernst?“
„Entspann dich, Süße. Charlie macht das öfter. Sie weiß schon was sie will.“ Beide wenden sich wieder zur Theke. Charlie hat mittlerweile das Formular ausgefüllt und nun den Würfel in der Hand. „Gerade für Dom, ungerade für Sub“, sagt Caroline leise, während Charlie ihren Wurf macht. Alle vier Damen verfolgen gespannt den Würfel über die Theke rollen, bis er schließlich zur Ruhe kommt. Sechs! Charlie lächelt zufrieden.
„Sehr gut“, die Garderobendame macht sich eine Notiz, „Sie können dann schon einmal reingehen. Ich werde mich um ihre Wünsche bemühen“, dabei deutet sie auf das Formular, „und in Kürze Bescheid geben, sobald sie ihren Partner abholen können.“ Die drei Freundinnen wenden sich nach links und betreten die Bar.
Michelle stockt der Atem. Sie bleibt in der Tür stehen und versucht die Eindrücke zu verarbeiten, die ihr entgegenschlagen. Sie befindet sich in einer Sternenwarte und nicht in einer Bar. So zumindest empfindet sie den weiten Raum, der sich vor ihr erstreckt. Hoch über ihr erblickt die junge Studentin einen leuchtenden Sternenhimmel, der durch eine gläserne Decke und den weiten, spärlich beleuchteten Raum eine beeindruckende Wirkung auf Michelle entfaltet. Die Sterne werfen ein schummriges Licht in die wohl sehr belebte Bar. Nur in der Mitte sieht sie klar die hell erleuchtete Theke, hinter welcher einige Kellner fleißig Cocktails mixen. Das helle Licht aus diesem Zentrum des Raumes lässt die Menschen in der Bar wie Schemen wirken. Als Schatten bewegen sie sich um Michelle herum. Sie kann Tische in der Nähe ausmachen und durch Vorhänge abgegrenzte Nischen an den Rändern der Bar. Während die junge Studentin ihren Freundinnen folgt, die sich bereits auf den Weg durch die Menge machen, versucht sie das Treiben näher zu ergründen. Auf dem Weg durch die Bar erkennt sie nun einige der Gäste genauer. Sie sind im Alter durchmischt. Einige von ihnen, Männer wie Frauen, tragen teuer aussehende Abendgarderobe. Andere sind auffällig leicht bekleidet. So sieht Michelle einzelne recht gut gebaute Männer an Tischen sitzen, die oberhalb der Tischkante nur mit einer Fliege bekleidet sind. Aber auch eine Frau läuft an ihr vorbei, deren Kleidung gerade so aus zwei schwarzen Stoffstreifen besteht. Als sich die junge Studentin nach ihr umdreht, stellt sie fest, dass ihre Hände mit Ledermanschetten auf den Rücken gebunden sind. Michelle blickt der Dame ungläubig hinterher. Was ist mit der denn los? Aber die anderen Leute um sie herum scheint das nicht zu stören. Michelle wendet sich wieder ab und folgt den anderen beiden durch die Bar.
Die drei Freundinnen erreichen die Mitte der Bar. Hier ist es etwas voller. Viele der Gäste drängen sich zwischen dem Tresen und einer kleinen Tanzfläche. Michelle hat Mühe, an Charlie und Caroline dran zu bleiben, die wohl den hinteren Bereich der Bar anstreben. Als Michelle an einer der vielen Nischen vorbeiläuft, erhascht sie einen Blick durch die nicht ganz geschlossenen Vorhänge. Eine kleine Gruppe sitzt mit Wein und Cocktails in den Händen um einen großen runden Tisch. Auf dem Tisch hockt auf allen vieren eine Frau. Sie ist nackt.
Eine Hand packt Michelles Arm. „Du bist ja neugierig, Süße!“ Es ist Caroline. Sie zieht ihre Freundin sanft vom Vorhang weg. „Wir sitzen hier drüben.“ Sie deutet auf eine weitere Nische in der Nähe, deren Vorhänge noch offen sind. Innen stehen Ledersessel und zwei kleine Beistelltische. Charlie hat bereits platzgenommen und die beiden Freundinnen tun es ihr gleich. Sie bestellen sich ein paar Cocktails und unterhalten sich über Belanglosigkeiten: langweilige Vorlesungen, unfähige Dozenten, gehirnamputierte Ex-Partner. Michelles Blick wandert zur gläsernen Decke und dem darüber liegenden Sternenhimmel. Ihre Gedanken schweifen ab. So hat sie sich den Abend bestimmt nicht vorgestellt.
Es vergeht etwa eine halbe Stunde, bis eine Kellnerin die Runde unterbricht. Sie hält Charlie einen Schlüssel entgegen und sagt kurz angebunden: „Er ist soweit. Nummer 4.“
„Und, Süße? Hast du Spaß?“ Caroline und Michelle sind allein. Michelle nimmt ein Schluck aus ihrem Cocktail, um etwas mehr Zeit zu haben. Sie hat Spaß, das muss sie eigentlich zugeben, doch weiß die junge Studentin immer noch nicht, was sie mit den Erlebnissen des Abends anfangen soll.
„Du hast nicht gesagt, was das hier für ein Laden ist“, antwortet sie schließlich.
Caroline zuckt die Schultern. „Ich hab gesagt, es ist eine Bar, in der wir drei Hübschen was trinken gehen.“
„Du weißt genau was ich meine!“ Michelle deutet dabei in Richtung der anderen Nische.
Caroline grinst breit. „Ja, man kann hier die Dinge etwas lockerer angehen.“ Sie macht eine kurze Pause. „Aber hätte ich davon geschwärmt, wärst du dann mitgekommen?“
„Nein, natürlich nicht!“, platzt es aus Michelle heraus. „Aber …“, Michelle wird rot.
„Aber du hast Spaß?“
„Ja, schon“, sagt die junge Studentin leise.
Caroline nickt zufrieden. „Der Abend ist noch nicht zu Ende. Mach dich locker und genieße!“
Michelle ist sich nicht sicher, was heller strahlt: Der Sternenhimmel oder Carolines weiße Zähne.
Das Klacken von Charlies Stiefelabsätzen reißt Michelle aus ihren Gedanken. Sie taucht hinter dem Vorhang auf und lächelt ihren Freundinnen entgegen. „So, da wären wir“, verkündet sie. In der Hand hält sie das Ende einer schwarzen Leine, an der sie kurz und kräftig zieht. Gespannt beobachten Michelle und Caroline wie Charlies Partner des Abends hinter dem Vorhang hervor in ihre Nische stolpert. Er ist etwas größer als Charlie, nicht besonders gut gebaut, aber auch nicht dick. Er hat kurzes braunes Haar und grüne Augen. Um den Hals trägt er ein breites Lederhalsband, an welchem die Leine befestigt ist. An den Fußgelenken befinden sich Ledermanschetten. Seine Hände scheinen hinter dem Rücken zusammengebunden zu sein. Die Lenden hat Charlie ihren Partner nur durch einen kurzen schwarzen Tuchfetzen bedecken lassen, unter welchem sich eine leichte Beule abzeichnet. Bei dem Anblick spürt Michelle zum zweiten Mal an diesem Abend ein Kribbeln zwischen den Beinen. Die junge Studentin meint eine leichte Rötung in seinem Gesicht zu erkennen, doch auch er lächelt die beiden Damen freundlich an. „Das ist Tim“, stellt Charlie ihn vor. Sie schließt die Vorhänge und zieht einen Beistelltisch in die Mitte des Raumes. „Setz dich da drauf“, sagt sie bestimmt zu Tim, der ihrer Anweisung sofort nachkommt. Mit geschickten Handgriffen befestigt Charlie seine Fußmanschetten an bereits vorhanden Ösen an den Tischbeinen.
Caroline ist aufgestanden. Mit ihrem Cocktail in der Hand umkreist sie langsam den Tisch, streicht mit der anderen über Tims Rücken, seine Schultern und seine Brust. Charlie und Caroline begutachten Tim einige Minuten von allen Seiten und stellen ihm Fragen, welche er stets mit „Ja, Ma’am“ oder „Nein, Ma’am“, beantwortet. Mit jeder Berührung beginnt er schwerer zu atmen. Immer wieder schaut er zu Michelle hinüber, die das ganze Treiben von ihrem Sessel aus beobachtet.
„Süße, was ist mir dir? Komm her! Willst du nicht mitmachen?“ Caroline zieht sie von ihrem Platz in das Geschehen.
Zögerlich berührt Michelle Tim, an der Brust. Sie fühlt sich warm an und ist doch etwas fester, als Michelle es angenommen hat.
„Trau dich, Kleine! Wir haben noch nicht alles gesehen“, muntert auch Charlie sie auf. Michelles Blick wandert über Tims Oberkörper nach unten und erreicht den schwarzen Stofffetzen. Sie weiß, was ihre Freundinnen von ihr erwarten. Langsam löst sie einen Knoten an Tims Hüfte und als sie das Tuch wegzieht, entfährt ihm ein kleiner Seufzer. Vor den Augen der drei Freundinnen erhebt sich Tims Männlichkeit. Michelles Blick verharrt auf ihm einige Sekunden. Er trägt die beiden roten Ringe um Schaft und Hodensack, die Charlie den anderen beiden auf der Fahrt zur Bar vorgestellt hat. Sie lässt das Tuch fallen, berührt Tims bestes Stück, und beginnt es sanft zu reiben. Es fühlt sich warm und hart an in Michelles Fingern. Tim stöhnt leise und schaut die junge Studentin vor ihm lustvoll an.
Caroline hat sich derweil hinter ihre Freundin gestellt. Michelle spürt eine ihrer Hände zwischen ihre Beine gleiten. Auch sie atmet nun schwer. Die andere umfasst Michelles Brust. „Meinst du nicht, du solltest Tim auch was zeigen?“
„Jaa“, flüstert die junge Studentin und auch sogleich sind die Knöpfe ihres Kleides offen, ihr BH nach oben gestreift und ihre vollen Brüste liegen frei vor Tims Augen. Dessen Hände sind immer noch auf den Rücken gebunden, sodass er sich vorlehnt und Michelles Brustwarze mit der Zunge erreicht. Sie stöhnt lustvoll und zieht seinen Kopf bestimmend dichter an ihren Busen. Tim nimmt diese Einladung gerne an und kümmert sich immer intensiver um Michelles Brüste. Mit der Zunge erkundet er jeden Teil von ihnen, saugt und knabbert sanft an ihren Knospen. Die junge Studentin kann bald nicht mehr an sich halten. Sie will ihn in sich spüren. Ihre Freundinnen, die nun dem Treiben zuschauen, hat sie vergessen. Etwas umständlich klettert sie auf Tim herauf und lässt sein Glied in sich hinein gleiten. Michelle legt den Kopf in den Nacken. Über ihr der leuchtende Sternenhimmel und Lust durchströmt ihren ganzen Körper …
Als alles vorbei ist, sitzen Michelle, ihre beiden Freundinnen und auch Tim noch eine Weile in den Sesseln zusammen. Caroline hat ihn losgebunden und eine Kellnerin hat seine Kleidung und neue Getränke gebracht. Also schlürfen sie ihre Cocktails und unterhalten sich. In der Bar ist es ruhig geworden. Die Musik spielt leiser und die ersten Gäste scheinen gegangen zu sein. Alles erinnert Michelle an einen normalen Abend in einer beliebigen Bar. Doch das ist er nicht gewesen. Nichts, was an diesem Abend passiert ist, hat die junge Studentin erwartet. Aber ist das so schlecht? Alle ihre kleinen Probleme, die Wohnung, das Studium, ihre Zweifel hatten an diesem Abend eine Pause. Nein, schließt Michelle, schlecht ist das nicht.
Irgendwann ist der Abend zu Ende. Die Kellnerin bringt die Rechnung, die Caroline wie versprochen begleicht. Dann gibt es noch einen Kurzen auf’s Haus und Gutscheine für das Spiel für vielleicht kommende Besuche. Die drei Freundinnen verabschieden sich von Tim und machen sich auf den Weg. Nach einigen Schritten dreht sich Michelle noch einmal um. Sie nimmt einen der Gutscheine, die noch auf dem Tisch liegen und folgt dann ihren Freundinnen nach draußen.
Per Anhalter
Gary Grant
„Und? Machst du mit?“ Jil war zwar die Jüngere von uns, hatte aber meist die besseren und schlichtweg geileren Ideen, wenn es darum geht, wieder einmal ein besonderes erotisches Abenteuer zu erleben. Längst reichte es uns nicht mehr, in irgendeinem Club irgendwelche Typen abzuschleppen, die wir nach einer mehr oder weniger heißen Nacht, mehr oder weniger schnell wieder vergessen haben würden. Aber das, was sie hier wieder vorschlug, das war so absurd wie noch keiner ihrer Vorschläge. Ich spürte, wie es begann, zwischen meinen Beinen erwartungsvoll zu kribbeln, spürte, wie sich meine Liebesgrotte erwartungsvoll mit Lust füllte und kleine, heiße Blitze ihre Energie in meinem Lustzentrum freisetzten.
„Wann?“, fragte ich nur, spürte, wie meine gespannte Erwartungshaltung sich zu dieser ungeduldigen Erregung wandelte, die sich im Allgemeinen nur dadurch heilen ließ, dass ich mir von Jil meine zitternde Mitte verwöhnen ließ, so lange, bis ich ihr den Lustsaft meiner Liebesfrucht in ihren Mund squirte. Aber in diesen wunderbaren Genuss sollte heute ein völlig anderer kommen. Jemand, den ich in diesem Augenblick noch gar nicht kannte.
„So kannst du keinesfalls mitgehen“, tadelte Jil meinen Aufzug. Die Jeans muss weg, der Pulli ist zu dick. Such dir was in meinem Kleiderschrank aus, ich brauche auch etwas anderes“, lud sie mich ein.
Ich kannte zwar den extravaganten Geschmack meiner Freundin, die ihre Garderobe perfekt auf die schon fast manische Sucht nach erotischen Abenteuern einzusetzen weiß, aber ihr Kleiderschrank überraschte mich doch immer wieder. Sie schien die wohl kürzesten Röcke der Stadt zu besitzen, fast möchte ich sie nur als etwas zu breite Gürtel bezeichnen, oftmals blitzte der Stoff ihres Höschens darunter hervor, es gab aber auch Gelegenheiten und Situationen, an dem es nichts gab, was unter ihrem ansonsten schon sehr knappen Strings den Blick auf ihre Mitte verbergen konnte und ein aufmerksamer Beobachter klar den filigranen Strich ihrer Liebesritze erkennen konnte.
Ich entschied mich für den längsten ihrer Röcke, der immerhin gerade noch in der Lage war, meinen knackigen Po zu bedecken, auch das Höschen ließ ich an, im Gegensatz zu meinem vollkommen unnötigen BH, den ich ehe ich mein viel zu enges Top überstreifte, achtlos in irgend eine Ecke warf. Ich spürte, wie sich vom ersten Augenblick an meine Brustwarzen gegen den Stoff meines Tops drückten, bei jeder Bewegung daran rieben größer und fester wurden und sich mehr und mehr mit Blut füllten.
Jil war wieder einmal eine Augenweide. Es wäre übertrieben gewesen, ihren Rock als solchen zu bezeichnen, ihre transparente Bluse ließ mehr als nur Fantasien über Form und Größe ihrer darunter eher provozierend präsentierten denn verborgenen Brüste zu, und ich befürchtete fast, ihre aufreizende Garderobe würde zu einem größeren Skandal und Menschenauflauf führen, als würde sie nackt auf die Straße gehen.
„Auf ein Höschen habe ich verzichtet“, lächelte sie mir mit vielsagendem Gesichtsausdruck zu.
Dem Taxifahrer kam es doch etwas seltsam, dass er uns gerade hier absetzen sollte, direkt an der Autobahnauffahrt, mitten unter den ganzen Hippies und Studententypen, die, bewaffnet mit Gitarre, Rucksack und den Schildern mit dem Wunschnamen ihres Zielortes oft stundenlang nach einer kostenlosen Mitfahrgelegenheit Ausschau hielten. So lange, das konnte ich mir jetzt schon vorstellen, würden wir beide sicherlich nicht stehen bleiben, zwar würden wir uns unseren Fahrer sehr gut aussuchen, dafür, da waren wir uns einer Meinung, ist auch unsere Fahrstrecke um einiges kürzer als bei den meisten der Tramper, die mit uns hier am Straßenrand warten.
Drei Fahrer hatten wir schon abgelehnt, sehr zur Freude einiger der mit uns wartenden Dauertramper, die es sich an unserer Stelle in den weichen Ledersitzen so mancher Luxuslimousine bequem machen konnten. Nun aber schien auch uns endlich das Glück hold zu sein. Wenn es eine Inkarnation von Christian Grey geben würde, dann stand sie eben gerade vor uns, lächelte uns durch das geöffnete Seitenfenster seines mit Sicherheit handgearbeiteten Luxusgefährts an. Ich spürte das Kribbeln, das mich erfasste, sah an Jils glasigen Augen, dass auch ihre Gefühle gerade in ihrem Körper Achterbahn zu fahren schienen. Er musste knapp vierzig Jahre sein, Typ erfolgreicher Geschäftsmann. Seine schwarzen, leicht gegelten Haare wiesen schon einen leichten Grauschleier auf, sein halb offenes weißes Hemd, das wie die Faust aufs Auge zu seiner Designer-Jeans passte, ließ mehr als nur einen geringen Einblick auf seinen gestählten Körper zu. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis Jil und ich in seinem Wagen saßen und die ungeheure Beschleunigung seiner Pferdestärken genossen.
Überrascht verriss er leicht das Lenkrad, als Jils Hand langsam auf seinen Schoß sank, sich dort breitmachte und ihre Finger sanft begannen, seine Männlichkeit zu massieren. Ich wartete noch etwas, bis sein erregtes, überraschtes Stöhnen sich wieder etwas beruhigt hatte und sein Atem wieder in mehr oder weniger normalen Zügen verlief, ehe ich meine Arme von hinten um seinen Hals schlang, seine Wangen sanft aber verlangend küsste und ihm auffordernd ins Ohr flüsterte: „Fahre am nächsten Parkplatz raus und du wirst etwas erleben, das du noch nie erlebt hast.“
Ich spürte, dass er in diesem Augenblick zu keiner Antwort fähig war, der Klos, der ihm den Hals zuschnürte, musste gigantische Ausmaße angenommen haben, Ausmaße, die inzwischen auch sein Kolben erreicht zu haben schien, wenn man den lobenden Kommentaren Jils Glauben schenken konnte und ich weiß, wenn Jil von etwas eine Ahnung hat, dann von den Dimensionen eines erregten männlichen Bolzens.
Es dauerte nur wenige Kilometer, der Innenraum seines Wagens schien sich mit einer unerträglichen, feuchtwarmen Schwüle vollzupumpen, bis wir das erlösende Hinweisschild auf den nächsten Parkplatz entdeckten. Zeit für mich, mein feuchtes Höschen aus zu ziehen und es Jil, die es ihm sofort unter die Nase hielt, nach vorne zu reichen.
„Riech mal, wie geil Zoe schon ist“, forderte sie ihn auf „und weißt du was – meine Vulva ist noch viel feuchter.“
Sein Kolben schien in ihrer Hand fast zu explodieren, er musste das Gaspedal bis zum Bodenblech durchtreten, so hatte ich das Gefühl, um den rettenden Rastplatz so schnell wie möglich zu erreichen. Längst war mein Finger in meiner feuchten Spalte verschwunden, mein Stöhnen schien den Fahrer fast um den Verstand zu bringen; immer noch war er zu keinem Wort, keiner Regung fähig, außer der, bei jedem weiteren Hinweis auf die Entfernung des kommenden Rastplatzes enttäuscht zu seufzen, dass wir ihn immer noch nicht erreicht hatten.
„Willst du mich schmecken?“, flötete ich ihm ins Ohr, zog meinen Finger aus meiner Mitte, hielt ihn einladend vor seinen Mund, in dem er sofort verschwand. Genüsslich glitt seine Zunge über meinen Finger, spielte mit ihm, glitt sanft über seine Länge, neckte meine Fingerspitze. Ich spürte, dass er in der Lage war, seine Zunge perfekt einzusetzen. Glühende Pfeile schossen in meinen erregten Schoß, die Vorfreude, seine ideenreiche Zunge genau hier zu spüren, übermannte mich regelrecht. Das Quietschen seiner Reifen riss mich aus meinen feuchten Träumen, endlich standen wir auf dem glücklicherweise nicht allzu belebten Parkplatz, an den ein kleines Waldstück angrenzte, wo wir weit und breit die einzigen Parkenden zu sein schienen.
„Endlich“ jubelte Jil, riss ihm geradezu den Reißverschluss auf und förderte mit ihren gierigen Fingern seine erregt zitternde Männlichkeit zutage, die sofort in ihrem Mund verschwand. Es blieb mir in diesem Augenblick nichts anderes, als ihrem erregenden Spiel zuzusehen, zu hoffen, dass sie mir noch etwas von ihm übrig lässt und, von seinem erregten Stöhnen angetrieben, meinen eigenen Finger tief in meiner Lust zu versenken. Das Stöhnen der beiden wurde heftiger, ich wünschte mir nichts sehnlicher, auch in das Geschehen auf den Vordersitzen eingreifen zu können, blieb aber zumindest weiter für den Augenblick nur dazu verdammt, dem lüsternen Treiben zuzusehen und das wilde Zucken meiner Mitte mit meinen eigenen Fingern zu befriedigen.
Jil schien ihn geradezu um den Verstand zu blasen, ich wusste, wozu ihre erfindungsreiche Zunge fähig ist, wenn sie wieder einmal ihre Arbeit zwischen meinen Beinen verrichtet, umso mehr aber auch, wenn sie sich wie eine Schlange um einen pochenden Bolzen wickelt, nur darauf aus, so schnell wie möglich seine männliche Flüssigkeit aus ihm herauszulocken.
Meine Unruhe, nicht bei den beiden auf den Vordersitzen dabei zu sein, steigerte sich fast zur Hysterie, mehr und mehr spürte ich, dass meine Finger mir nicht mehr lange genügen und ich so schnell wie möglich, das, was gerade in Jils Mund pulsiert, tief in mir spüren muss. Ich glaube, er wird mich komplett ausfüllen und jede seiner Bewegungen schenkt mir die herrlichsten Gefühle, die sich eine Frau nur vorstellen konnte.
„He, he, ich bin auch noch da“, erinnerte ich die beiden, die im Taumel ihrer Lust meine Anwesenheit schon vergessen zu haben schienen. Ich ließ meine Hände in sein halb geöffnetes Hemd gleiten und begann, sein Gesicht und seinen Hals mit feurigen Küssen zu bedecken. Jil kam mir heute besonders gierig vor, nahezu unersättlich. Immer wieder umkreiste ihre Zunge die Spitze seines Freudenspenders, leckte lüstern die ersten Tropfen ab.
„Willst du wissen, wie er schmeckt?“, grinste sie mich an?
„Ja, los, wir lassen ihn zusehen“, nahm ich Jils Vorschlag auf, wartete mit zitternder Vulva, bis meine Freundin, mit der ich, wenn gerade einmal kein Mann verfügbar war, schon so manche heiße, lustvolle Stunde erlebt hatte, zu mir auf den Rücksitz kam. Jil überfiel mich sofort mit heißen Küssen, dass in ihrem Mund verbliebene Aroma seines Freudenspenders, das ich schmecken durfte, steigerte mich in regelrechte sexuelle Ekstase, ich fühlte mich wie ausgehungert, wie nach wochen- oder monatelanger Abstinenz und nicht so, als wäre mein letztes Abenteuer dieser fantastische One-Night-Stand des letzten Samstags gewesen. Jil und ich fielen übereinander her als würde Sex am nächsten Tag gesetzlich verboten werden, wir rissen uns das wenige, das unsere Nacktheit noch bedeckte in wildem, heißen Wahn vom Körper, unsere Lippen fanden einander zu verlangenden, begehrenden Küssen. Jils Kopf versank zwischen meinen Brüsten, ihre Zunge spielte mit meinen Erhebungen, strich sanft über meine erregt pochenden Warzen. Längt schaffte es die Klimaanlage des Nobelautos nicht mehr, die sich bildende feuchtwarme Luft, die bereits begann, die Scheiben des Wagens zu beschlagen, in erträgliche Bahnen zu lenken, längst hatte sich der Duft unserer feuchten Mitten überall im Wagen breitgemacht und erzeugte eine Atmosphäre heißer Lust und purer Geilheit. Immer heftiger drang sein erregtes Stöhnen an meine Ohren, ein kurzer Blick in seine Richtung bestätigte meine Ahnung, seine Finger waren um den mächtigsten Kolben den ich jemals gesehen hatte, gewickelt, umklammerten seinen zu voller Größe aufgerichteten, zitternden Schwellkörper, glitten an ihm auf und ab, um ihm die Situation des reinen zum Zusehen verdammten zumindest etwas erträglicher zu machen.
„Komm zu mir“, forderte Jil mich auf, spreizte ihre Beine so gut es die Rückbank zuließ, erwartete das Eintauchen meiner Zunge in ihre zum Überlaufen gefüllte Lustgrotte. Ich spürte fast körperlich, wie seine Augen zu Stielaugen wurden, die über meinen Körper wanderten, bis zu der Stelle, an der meine Zunge tief in Jils Paradies versank. Sein Stöhnen verriet mir auch ohne weiter in seine Richtung zu blicken, was seine Hand gerade mit seinem prallen Bolzen anstellte, wie sie an ihm auf und nieder glitt und den Härtegrad seiner Männlichkeit auf höchster Alarmbereitschaft hielt. Ich spürte, wo er in diesem Augenblick seinen Kolben am liebsten verstecken würde, schon allein der Gedanke daran machte mich vollkommen kribbelig, aber nicht nur er, auch meine erregte Spalte musste noch warten. Erst war Jil an der Reihe, deren erregtes Stöhnen sich im Wagen breitmachte, sich vermischte mit seinem und mich fast um den Verstand brachte.
„Bitte, lasst mich zu euch“, bettelte er uns an, „ich halte das nicht mehr aus.“ Seine Bitte verhallte ergebnislos in unseren Ohren, ich wollte ihn so weit haben, dass er vor Gier auf unsere heißen Pussys fast explodiert, dass seine Hormone Achterbahn fahren, ehe er seinen verdienten Lohn erhält.
Jils Stöhnen wurde heftiger und intensiver, ich wusste, wie weit sie war, denn schon oft habe ich ihre Vulva verwöhnt und ihre heftigen Orgasmen miterlebt. Jils Liebessaft, ihr ganzer Orgasmus schien heute anders zu schmecken als sonst, noch herber, noch intensiver, oder kam es mir nur so vor, schließlich war es das erste Mal, dass uns beiden jemand zugesehen hatte, wie ich mich um die Mitte meiner Freundin kümmerte. Ich genoss jedes Tröpfchen, das heiße Stöhnen, das aus Sonjas Mund kam, das verlangende, fast verzweifelte Betteln unseres Fahrers, doch endlich bei unserem geilen Spiel mitmachen zu dürfen. Mit reinem erlösten Seufzer sank Jil in die weichen Ledersitze der Rückbank des Wagens, langsam fühlte ich die Zeit für gekommen, mich, nachdem meine Freundin mehr und mehr von der rosa Wolke ihres Höhepunktes zu uns zurückkehrte, unseren Fahrer in unser Spiel mit einzubinden.
„Willst du wissen, wie sie schmeckt?“, lockte ich ihn, wartete nicht lange auf seine Antwort, zog einfach seinen Kopf nach hinten und drückte meine Lippen, die eben noch Jils Pussy geküsst hatten auf seine. Es dauerte nicht lange, bis seine Zunge tief in meinen Mund vordrang, und versuchte, jeden noch so kleinen Geschmacksfetzen, den sie von Sonjas Duft in meinem Mund aufnehmen konnte, zu genießen.
„Komm jetzt“, forderte ich ihn auf, eine Einladung, die er sich nach all der süßen Qual, der wir beide ihn aussetzten, nicht zweimal sagen ließ. Seine Hose fiel, noch ehe er die Hintertür geöffnet hatte. Seine erregte Rute streifte meinen Körper, während er zwischen uns beide kroch, und setzte mich den geilsten Tagträumen aus – Fantasien von Megaorgasmen, die ich aus mir hinausschrie spielten sich vor meinem geistigen Auge ab.
Endlich durfte ich das Pochen seiner Erregung zwischen meinen Fingern spüren, endlich meine Lippen um sie legen, das Pulsieren seines Blutes in seinem Knüppel fühlen. Sanft legten sich meine Lippen um ihn, aus den Augenwinkeln heraus sah ich gerade noch, wie Jils Lippen seinen halb geöffneten Mund suchten und sich die Zungen der beiden regelrecht zu verknoten schienen. Mein intensives Nuckeln an seiner Pracht schien ihn völlig um den Verstand zu bringen. Mit vor Erregung glänzenden Augen lehnte er sich zurück in das kühle Leder der Sitze.
Jil, ihre Lippen und Zunge schienen zur Nebensächlichkeit zu werden, seine ganze Konzentration schien er meinem erregenden Spiel zu widmen, dem was meine Zungenspitze mit seiner Kuppe anstellte. Seine ersten Lusttropfen schmeckten wundervoll, insgeheim stellte ich mir vor, wie es erst schmecken würde, wenn er den ganzen Schwall seiner Erregung schubweise in meinen Mund gab und sich das Aroma langsam in mir breit macht, meine Geschmacksnerven umschmiegt, ehe er auf Nimmerwiedersehen in mir verschwindet.
Ich spürte, dass wir ihn rasend machten, spürte das Pochen seines Kolbens in meinem Mund, hörte sein lustvolles Stöhnen, seine Einladung, endlich meine Scham um ihn zu legen. Ich wollte ihn endlich spüren, tief in mir, schaffte es gerade noch, ihm ein Kondom überzustreifen, ehe ich mich auf ihn setzte, langsam, jeden Millimeter genießend, seine pralle Männlichkeit in mir versinken ließ. Ich war es, die das Tempo bestimmte, ich war es, die regelrecht auf ihm tanzte, mein Becken kreiste geradezu um ihn, sein heißer Atem streifte meine Wangen, gab mir das Gefühl, nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich zu verbrennen. Ein Blitz schien durch meinen Körper zu jagen, gefolgt von einem zweiten, dritten, jeder Stromschlag, der meinen Körper schüttelte, war intensiver als der vorige. Auch sein Körper zitterte, zeigte mir, dass es nichts in der Welt geben würde, das seinen Orgasmus bremsen könnte, seine wilden, animalischen Schreie der Befreiung verhindern. Auch, wenn die Rückbank des Wagens wenig Platz bot, schaffte ich es, von ihm abzusteigen, schmiegte meine Lippen um seine bebende Pracht, die, von der sie umhüllende Latexhaut befreit, ihre wertvolle Fracht in meinen Mund entlud. Ich genoss noch etwas den Geschmack seiner puren Männlichkeit in meinem Mund …
„Wollen wir uns auf den Rückweg machen?“, lächelte Jil mir vielsagend zu, während sein davon brausender Wagen langsam am Horizont verschwand.
Wiedersehen macht Freude
Ebby Light
Sie kam unerwartet, am späten Freitagnachmittag. Ben war ganz aus dem Häuschen. Sie hätten sich viele Jahre nicht gesehen, wie es ihr gehe und sie sähe heute noch toller aus. Nicole hatte genau das kommen sehen, ihr wäre es am liebsten gewesen, Natascha hätte es ans andere Ende der Welt verschlagen. Natascha war mal so etwas wie Ben’s Schwarm gewesen. Viele Jahre lag das nun zurück. Es hatte aber kein Happy End gegeben. Dafür war er mit Nicole vor den Traualtar getreten. Verführt, vernascht, verheiratet. Es war damals alles sehr schnell gegangen. Und keiner von beiden hatte die Entscheidung bereut. Hätte jemand Nicole gefragt, ob sie glücklich sei, so würde sie diese Frage definitiv mit einem ja beantworten.
Sie sei auf der Durchreise, hatte Natascha erklärt, und wollte ganz einfach die Gelegenheit nutzen, mal wieder Hallo zu sagen.
Dann sag „Hallo“ und verschwinde schnell wieder! Laut sprach Nicole ihren frommen Wunsch allerdings nicht aus. Es hätte wohl auch keinen Zweck gehabt, Ben tat alles, um den Gast zum Bleiben zu bewegen. Natascha hier, Natascha da. Ehe sich Nicole versah, war die erste Flasche Wein geöffnet. Ein Roter, den Natascha immer gemocht hatte. Oder hatte sich ihr Geschmack in der Zwischenzeit geändert?, fragte Ben besorgt nach, als hinge davon das Wohl der ganzen Menschheit ab.
„Nein, nein“, wusste Natascha ihn schnell zu beruhigen, „der ist köstlich.“
Ihrer Stimme und Mimik nach hätte sie das auch zu Mineralwasser gesagt, war sich Nicole sicher. Aber derartige Feinheiten bekam Ben natürlich nicht mit. Stattdessen versuchte er hinter ihrem Rücken zu flirten. Zum Glück ging Natascha aber nicht darauf ein. Ihr Glück! Andernfalls hätte Nicole sie vor die Tür gesetzt.
Dass Ben Eindruck auf Natascha machen wollte und ein ganz bestimmtes Ziel verfolgte, war nicht zu übersehen. Dafür kannte Nicole ihren Gatten viel zu gut. Träumen durfte er ja davon, das konnte Nicole sowieso nicht verhindern, aber alles, was darüber hinausging, würde Nicole zu unterbinden wissen.
„Du kannst heute bei uns übernachten“, schlug Ben vor, als er die zweite Flasche Wein öffnete.
„Nicht doch“, winkte Natascha ab. „Bis zum Hotel sind es doch nur ein paar Schritte. Sie haben auch noch freie Zimmer. Ich habe mich heute Vormittag erkundigt.“
„Kommt gar nicht infrage!“, widersprach Ben energisch. „Was wären wir für Gastgeber, wenn wir dich mitten in der Nacht ins Hotel schicken?“
Er hielt es immerhin für angebracht, seine Frau nach ihrer Meinung zu fragen. „Nicht wahr, Nicole?“
Die Zornesfalte, die sich über ihrer Nasenwurzel in die Haut grub, übersah er geflissentlich. Was blieb ihr nun anderes übrig, als ihm zuzustimmen, wenn sie nicht als Bösewicht vom Dienst gelten wollte? „Kein Problem.“ Ihre Antwort fiel trotzdem sehr knapp aus und klang nicht gerade begeistert. „Sie kann auf der Couch schlafen.“
„Siehst du“, wandte er sich triumphierend an Natascha, als hätte er ihr gerade einen Stern vom Himmel geholt. „Nicole ist ein Engel. Und morgen gehen wir zusammen essen.“
„Dann habe ich eure Gastfreundschaft aber lange genug strapaziert“, erwiderte Natascha mit einem entwaffnenden Lächeln, dem sich auch Nicole nicht verschließen konnte. „Ich muss am Montag in Erlangen sein. Und bis Bayern sind es noch ein paar Kilometer.“
„Wie du willst.“ Beflissen schenkte Ben Wein nach.
Nicole leerte ihr Glas hastiger als gewöhnlich. Ben fiel das nicht auf, ebenso wenig, dass sie kaum Anteil am Gespräch hatte und nur einsilbig Antworten gab. Er hatte nur Augen für Natascha. Da hätte Nicole nackt auf dem Tisch tanzen können, es hätte wohl nichts daran geändert.
O Gott, wie er sie anschmachtete! Es war nicht zu übersehen, dass er noch immer – oder schon wieder – etwas für sie empfand. Für Nicole war das ein Grund mehr, Natascha nicht aus den Augen zu lassen. Die hielt sich auffällig zurück. Vielleicht tat sie auch nur so. Sie wollte Ben sicher nicht noch ermutigen. Sie gab sich alle Mühe, seine eindeutig zweideutigen Anspielungen zu überhören.
Irgendwann kam der Moment, an dem auch das schönste Zusammensein ein Ende fand. So betrübt wie Ben dem Gast „Gute Nacht“ wünschte, musste ihm der Abschied unheimlich schwerfallen. Für Nicole hatte Natascha ein Lächeln und ein bedauerndes Schulter-zucken übrig, als wollte sie sich für die Unannehmlichkeiten, die sie der kleinen Familie verursacht hatte, entschuldigen.
Mit der Gewissheit, dass die Frau sie bald verlassen und Ben dann wieder normal werden würde, fiel Nicole in einen unruhigen Schlaf, aus dem sie mitten in der Nacht erwachte. Die Leuchtziffern des Weckers verhöhnten sie durch zusammengekniffene Augen – bis zum Aufstehen war es noch eine halbe Ewigkeit. Sie nutzte die Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, dass Ben noch brav im Ehebett lag. Gleichzeitig verspürte sie Durst. Wenn sie jetzt nicht einen Schluck trank, würde sie unmöglich gleich wieder einschlafen können. Also quälte sie sich unwillig aus dem Bett und tapste im Dunkeln in die Küche.
Gerade setzte sie eine Flasche Wasser an, als sie im Flur Schritte vernahm. Gleich darauf ging die Küchenbeleuchtung an. Geblendet kniff Nicole die Augen zusammen.
Sie setzte die Flasche ab und erblickte vor sich – eine nackte Frau! Natascha! Spazierte splitternackt in die Küche! Die Müdigkeit war wie weggeblasen.
„Oh!“, machte Natascha, als Nicole hinter der Kühlschranktür auftauchte. Dann flog ein Lächeln über ihre Lippen. „Ich habe auch plötzlich Durst bekommen“, erklärte sie. „Ich hätte nicht so viel Wein trinken sollen.“
Noch besser wäre gewesen, sie hätte sich etwas übergezogen, dachte Nicole für sich. Wer des Nachts nackt durch fremde Wohnungen spazierte, verfolgte doch eine bestimmte Absicht! Überhaupt, wie kam sie dazu, völlig unbekleidet auf der Couch zu schlafen! Wenn Ben morgen früh ins Wohnzimmer trat … Genau darauf legte sie es offenbar an! Daran konnte kein Zweifel bestehen. Diese unverschämte Schlampe!
„Bekomme ich auch einen Schluck?“, bat Natascha.
„Bitte!“ Ob sie das zornige Funkeln in Nicoles Augen bemerkte, als die ihr die Flasche reichte?
Die Frau setzte an und trank beinahe die ganze Flasche leer.
„Danke. Das tat gut.“
Nicole stellte die Flasche zurück in den Kühlschrank. Es war Zeit, sich wieder schlafen zu legen. Ob sie Natascha noch bitten sollte, sich etwas anzuziehen? Es konnte sicherlich nichts schaden.
Gerade als Nicole, noch immer wütend, zum Sprechen ansetzen wollte, fing sie diesen Blick der Nackten auf. Sie hätte schwören können, Lüsternheit in ihm zu lesen. Natascha unterzog sie doch tatsächlich einer intensiven Musterung von Kopf bis Fuß. Von Nicoles geplanter Ermahnung blieb nicht mehr als ein Räuspern übrig. Natascha antwortete mit einem verlegenen Lächeln, dann sagte sie: „He, du siehst toll aus.“
„Was?“, platzte es aus Nicole heraus. Sie blickte an sich hinab. Das kurze Negligé war halb transparent, die Brustwarzen piksten keck durch den dünnen Stoff.
Ehe Nicole ihre Fassung wiederfand, wurde sie von Frauenarmen umschlungen, weiche, feuchte Lippen glitten an ihrem Hals auf und ab, weiche Brüste pressten sich gegen ihren Busen, dass sie den Herzschlag der anderen spüren konnte.
Was ging denn hier ab?! Nicht dass sich all diese Zärtlichkeiten unangenehm anfühlten. Ganz im Gegenteil, ein wohliges Gefühl machte sich in Nicole breit, das mit einem erregenden Kitzel einherging. Ihre Atemzüge wurden schneller. Hände schoben sich unter ihr Negligé und schlossen sich fest und besitzergreifend um ihre Brüste. Sanft formten sie die Rundungen nach. Es waren Frauenhände, die sie auf diese anzügliche Weise zärtlich verwöhnten! Von einem Moment auf den anderen erschloss sich Nicole eine neue Welt. Das war etwas, was sie nicht kannte.
Natascha dagegen schien in dieser Spielart der Liebe nicht unerfahren zu sein. Ihre Hände ergriffen Besitz von Nicoles ganzem Körper, nach und nach und aufreizend langsam eroberten sie jeden Zentimeter des bebenden Fleisches. Als sie den Unterleib erreichten, stießen sie auf den Saum des Slips.
„Was soll das?“, flüsterte Natascha. Sie war Nicole dabei so nahe, dass ihr der Atem ins Gesicht wehte.
„Weg damit!“, entschied Natascha. Und schon fiel das störende Stückchen Stoff an Nicoles Beinen hinab.
Es war ein aufregendes Gefühl, sich dieser Frau unten ohne auszuliefern. Zitternd erwartete sie deren Berührung an ihrer empfindlichsten Stelle.
Die ließ nicht lange auf sich warten. Nicole hielt die Luft an, ein heftiges Beben erschütterte ihren ganzen Körper, als Frauenfinger das Tor zu ihrem geheimen Paradies öffneten. Je tiefer die Hand in die Enge eindrang, desto mehr wuchs Nicoles Verlangen.
Solche intensiven Berührungen an intimster Stelle hatte sie noch nie von einer Frau erlebt. Die Gefühle, die die Finger tief in ihrer Vagina verursachten, waren einzigartig. Das Jucken in ihrem Unterleib erfasste ihren ganzen Körper.
Natascha verstand, was in der anderen Frau vorging. Ihre feuchten Lippen verschlossen Nicoles Mund, ihre flatternden Zungen umspielten einander, warmer Speichel floss von der einen zur anderen und wieder zurück.
„Verdammt, zieh endlich diesen Fetzen aus!“ Mit diesen Worten riss Natascha Nicole das Negligé vom Leib.
„O ja, weg damit!“, stimmte die ihr seufzend zu.
Dann rieben die beiden wie von Sinnen ihre nackten Körper aneinander, Brust quetschte sich an Brust, Beine schoben sich zwischen gespreizte Schenkel, Hände gruben sich in das weiche Fleisch von Hinterteilen. So nahe war Nicole einer anderen Frau noch nie gewesen. Was diese innigen Berührungen und diese heißen Küsse in ihr auslösten, hätte sie unmöglich beschreiben können. Sie wusste nur, sie wollte mehr davon haben. Sie wurde von der Lustwelle, die über ihr zusammen schwappte, ganz einfach überwältigt. Der einzige klare Gedanke, der in diesen Minuten ihr Bewusstsein streifte, war der, dass Natascha so etwas nicht zum ersten Mal tat. Also überließ sie sich bereitwillig deren Führung. Sie unterwarf sich sogar der dominanten Art, in der Natascha sie geradezu benutzte.
„Komm, machen wir es uns ein bisschen bequem“, schlug die gerade vor. Sie nahm Nicole an der Hand und führte sie in das Wohnzimmer. Der Deckenfluter wurde eingeschaltet und gedimmt. Warmes Licht umschmeichelte die weichen, runden Formen der nackten Frauen-körper.
Ein sanfter Schubs beförderte Nicole auf die Couch. Und schon fiel Natascha wieder über sie her. Am Hals beginnend erkundete sie mit ihren weichen, feuchten Lippen den bebenden Leib Nicoles. Besondere Aufmerksamkeit widmete sie den Brüsten. Ihr Mund saugte sich an der Haut fest, im Biss der Zähne wurden die Knospen steif und hart.
Nachdem der Bauchnabel einmal umkreist war, wanderten die feuchten Küsse zielstrebig in Richtung Muschi. Nicoles Schenkel gingen von ganz allein auseinander. Schon klebte Nataschas Mund auf ihrer Scham.
Nicole wusste gar nicht, wie ihr geschah. Die Zunge, die nun in die brodelnden Lustsäfte tauchte, gehörte einer Frau! Das wurde Nicole in einem klaren Moment bewusst. Und diese Frau verstand sich ausgezeichnet darauf, ihre Mitte zu lecken. Ihre Klit war den heißen, intensiven Liebkosungen vollkommen ausgeliefert. Jede Berührung der Zungenspitze und jeder sanfte Biss mit den Zähnen elektrisierte ihren ganzen Körper.
Nataschas Gesicht tauchte zwischen Nicoles weit gespreizten Beinen auf. Lustsaft lag wie Lippgloss auf ihren Lippen, auch ihr Kinn war mit einem feuchten Film überzogen. Ihr Lächeln hatte etwas ungemein Verführerisches. „Gefällt es dir?“, fragte sie. „Oder bin ich zu weit gegangen?“
„Auf keinen Fall!“, stöhnte Nicole auf. Ihre Mitte verlangte eindringlich nach mehr von diesen Zärtlichkeiten. Gleichzeitig wuchs ihr Verlangen nach der Vulva dieser Frau. Sie musste sie anfassen, die Finger reinstecken, sie lecken. Natascha war geil wie sie selbst. Sie stöhnte hemmungslos auf, als sich Nicoles Finger in ihre Pussy wühlten und dort eine Springflut überkochender Lustsäfte auslösten.
Nun war der letzte Damm gebrochen. Jetzt war Natascha fällig! Sie sollte erleben, dass auch Nicole es verstand, eine Weiblichkeit zu verwöhnen. Nicht nur mit den Fingern. Auch die Zunge wusste sie gekonnt einzusetzen. Zwischen all den klitschnassen Häutchen fand sie den steifen Knubbel. Was für ein Riesending von Klit Natascha hatte!
Ihre Zungenschläge blieben nicht ohne Wirkung. Was sie dabei zu schlucken bekam, schmeckte nach purer Lust. Natascha hatte nicht weniger von dem geilen Nektar zu vergeben als sie selbst. Als ihre Finger durch die Poritze glitten, um den Anus kreisten und sich schließlich in das enge Loch zwängten, schien die Frau förmlich zu explodieren. Die Lustwellen übertrugen sich direkt auf Nicoles Körper. Sie fieberten im Einklang dem Höhepunkt entgegen.
Doch Natascha wusste das geile Spiel ihrer nackten Leiber noch zu steigern und das Verlangen nach einem Orgasmus in die Länge zu ziehen, zu einer süßen Qual werden zu lassen. Diese völlige Hingabe an die Partnerin erlebte Nicole in diesem Ausmaß zum ersten Mal. So hätte es endlos weitergehen können.
Nicole warf sich mit einem wohligen Seufzer auf den Rücken. Natascha ging direkt über ihrem Kopf in die Hocke. Vor Nicoles Augen platzte eine überreife Frucht auf, die vor Fruchtsaft überquoll. Die Muschel öffnete sich und offenbarte ihre süße Perle. Von dem zarten Fruchtfleisch ging ein betörender Duft aus.
Nicole bekam alles auf einmal, und zwar genau in dem Moment, als sich Natascha auf ihr Gesicht setzte. Am liebsten wäre sie in den verlockenden, engen Schlund hineingekrochen, um diese innige Nähe, die Lust und die Liebe über jede Pore ihres Körpers aufzunehmen. Was für ein überwältigendes Gefühl es war, sich ganz und gar dieser heißblütigen Frau hinzugeben, die ihre Mitte an ihrem Gesicht rieb und dabei einen Orgasmus nach dem anderen erlebte. Auf Nicoles Lippen blieb der leicht salzige Geschmack der Lust zurück.
Ihr eigener Höhepunkt sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Sie wusste selbst nicht, wie ihr geschah, als sich Natascha mit geschmeidigen Bewegungen um sie schlang, bis sich ihre Vaginas berührten. Ein Feuerstoß jagte in diesem Moment durch Nicoles Körper. Ihr Unterleib drängte sich gegen den von Natascha. Sie konnte die Glut der anderen deutlich spüren. Sie beide bewegten sich ekstatisch, rieben dabei die Vulven aneinander und vergaßen alles um sich herum. Der heiße Kleister der Lust, der aus ihnen quoll, schweißte sie zusammen. Es hörte einfach nicht auf – es sollte auch nicht aufhören. Nicole wünschte sich, dass dieser Sturz in das süße Nichts nie enden möge.
Die strahlenden Augen Nataschas waren das erste, was Nicole wieder sah. Die Frau presste den nackten Körper an den ihren, dabei streichelte sie ihr zärtlich den Hintern.
Es war schön, aus dem Lustrausch in den Armen einer Frau zu erwachen. Nicole bedankte sich auf die gleiche Weise.
„Hat es dir gefallen?“, hauchte Natascha ihr direkt in den Mund.
„O ja! Und wie!“
„Gut. Ich hatte anfangs Bedenken, ich wusste nicht, wie du reagieren würdest. Aber als ich dich in der Küche vor dem Kühlschrank gesehen habe, getaucht in dieses warme Licht, habe ich mich einfach nicht mehr beherrschen können. Ich war schon nackt, wie du weißt. Ich habe vorher auf der Couch ein bisschen an mir rumgespielt und war deswegen schon richtig geil. Ich musste es einfach versuchen … auch auf die Gefahr hin, dass du mich anschließend rausgeschmissen hättest.“
„Es war eine großartige Erfahrung für mich“, gestand Nicole. „Ich habe so etwas noch nie erlebt.“
„Ich schon“, kicherte Natascha, „und zwar mein ganzes Leben lang.“
Nicole fiel in ihr Lachen ein und sagte: „Und ich glaubte, du bist wegen Ben gekommen.“
Ein Schatten huschte über Nataschas Gesicht und trübte für einen Augenblick den Glanz ihrer Augen. „Ben, ja, der war schwer in mich verliebt gewesen damals. Es hat mir wirklich wehgetan, ihn einfach so zu verlassen. Ich habe es nicht fertiggebracht, ihm zu gestehen, dass ich mit Männern nichts anfangen kann. Ich habe mich einfach nicht getraut …“
„Ihr habt also nie …“ Nicoles Frage hing unvollendet im Raum.
„Nie! – Ich weiß nicht, ob es angebracht ist, ihm jetzt zu sagen, dass ich Frauen liebe.“
Nicole zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, ob das jetzt noch was bringt.“
„Lassen wir es lieber sein.“
„Womöglich träumt Ben dann aber noch immer davon, einmal mit dir ins Bett zu gehen.“
„Soll er. – Wenn es dich nicht stört.“
Nicole schüttelte den Kopf. Sie verstand sich auf eine ganz bestimmte Weise ausgezeichnet mit Natascha. Immerhin teilten sie jetzt ein großes Geheimnis.
„Ist wohl besser, ich begebe mich wieder zu Ben ins Bett“, meinte sie gähnend, „sonst merkt er noch was.“
„Schlaf schön.“
„Du auch.“
Ben war beim Frühstück bester Laune. Und natürlich galt seine besondere Aufmerksamkeit dem Gast. Wer ihn kannte, dem entging nicht, dass er ein bisschen mehr tat, als seine Pflichten als Gastgeber von ihm verlangten.
Als sich Nicole kurz vor acht mit dem Satz „Ich geh dann mal auf Arbeit“ verabschiedete, blühte er förmlich auf.
„Heute?“, wunderte sich Natascha.
Nicole nickte. „Wir sind mit ein paar Aufträgen im Rückstand. Also müssen wir auch mal wieder am Wochenende ran.“
„Schade. Aber wir sehen uns.“
„Ganz bestimmt.“
„Du lässt uns jetzt also allein?“, platzte Ben da mit gespielter Empörung heraus.
„Natürlich“, erwiderte Nicole trocken. Sie hatte die Anspielung durchaus verstanden. „Viel Spaß“, wünschte sie den beiden sogar noch, wohl wissend, dass sie selbst den größten Spaß haben würde, weil sie allen Grund hatte, sich über ihren übereifrigen Gatten lustig zu machen. Würden doch all seine Versuche, Natascha anzubaggern, ins Leere laufen.
Das Ibiza-Abenteuer
Genevieve Dubouise
Urlaub! Jahrelang hatte ich diese wundervollen Wochen geradezu mutwillig auf dem Altar meiner Karriere geopfert. Eigentlich war ich fast 24/7 an 365 Tagen im Jahr im Büro und erkletterte die Karriereleiter wie im Hechtsprung. Dass dabei aber mein Privatleben mehr als zu kurz kommt, das wollte ich einfach nicht wahrhaben. Es kam, wie es kommen musste, irgendwann bin ich zusammengeklappt wie ein Taschenmesser und ich konnte froh sein, dass zu dieser eigentlich ungewöhnlichen Bürozeit, die sich mein Körper für sein Totalversagen ausgesucht hatte, wenigstens die Putzfrau in unserer Büroetage befand. Sie reagierte sofort richtig und rief sofort, als sie mich auf dem Boden liegend gefunden hatte, den Rettungswagen, der auch bereits nach wenigen Minuten eintraf.
Der sorgenvolle Blick, mit dem der Notarzt mich betrachtete, sprach wahre Bände. Mit Blaulicht wurde ich ins Krankenhaus gefahren, keine Sekunde zu früh, wie mir der Professor versicherte; für ein paar Wochen war jedenfalls nicht daran zu denken, dass ich irgend einen Kontakt mit Aktenordnern, Notebook oder Smartphone haben durfte, jegliche Anstrengung oder Aufregung war für mich strengstens verboten.
„Das musste ja mal so kommen“, warf Marie, meine beste Freundin mir lautstark vor, als sie mich nach meiner Entlassung aus der Klinik zu Hause besuchte, „sag mal, lebst du denn überhaupt? Willst du dich nicht gleich wieder hinter deinen Aktenbergen verstecken und irgendwann, wenn es zu spät ist, spüren, dass das Leben an dir vorbeigerauscht ist?“.
Sie hatte ja recht, das spürte ich jetzt, so kurz nach meinem totalen Zusammenbruch, erst so richtig. Aber Arbeit und Karriere waren für mich einfach mein Lebensinhalt. Zumindest bis mein Körper so vehement gegen den Raubbau, den ich an ihm getrieben hatte, protestierte.
„So“, Marie brüllte mich regelrecht an, „ich habe jetzt bei deinem Chef für klare Verhältnisse gesorgt“, neugierig blickte ich meine Freundin an, was sie mir damit sagen wollte. „Du hast drei Wochen Urlaub. Nein, keine Widerrede, nahm sie mir den Protest, den ich dagegen erheben wollte von den Lippen, noch ehe ich ihn ausgesprochen hatte. „Morgen geht der Flieger, ich habe uns zwei Wochen Ibiza gebucht. Du packst jetzt sofort deine Sachen, meine sind schon unten im Auto.“
Ich kapitulierte fast bedingungslos vor soviel Entschlossenheit, sah Marie entgeistert zu, wie sie resolut meinen Koffer auf mein Bett warf und alles einpackte, was ich für einen Strand- und Partyurlaub benötigen würde.
„Ich schlafe heute Nacht in deinem Gästezimmer, damit du mir nicht im letzten Moment ausbüxt und morgen früh geht es los. Zwei Wochen keine Aktenordner, keine Telefonate und vor allem keine Termine. Außer denen am Abend in der Disco“, grinste sie mich an.
Auch wenn ich es nicht wahrhaben wollte, spürte ich, wie recht Marie hatte. Schließlich konnte ich mich nicht einmal mehr daran erinnern, wie das Wort Urlaub überhaupt geschrieben wird, umso mehr spürte ich dieses euphorische Kribbeln im Bauch, wenn ich nur daran dachte, mit meiner besten Freundin für einige Tage meiner selbst gezimmerten Welt zu entfliehen. Wie lange hatte ich am Morgen nicht mehr so richtig ausgeschlafen, immer war ich die Erste im Büro und die letzte, die ging. Wie lange war ich nicht mehr feiern, hatte Nächte durchgetanzt und mein Leben genossen?
Die Sonne brannte geradezu vom Himmel, als wir am Aeropuerto San José aus dem Flieger stiegen. Hätte ich gegen Maries Anordnung auch nur den geringsten Einwand gehabt, spätestens in diesem Moment wäre er hinweggeweht worden wie ein herbstlicher Morgennebel in der Novembersonne. Wollte ich wirklich all das meiner Karriere opfern, hinter meinen Aktenbergen versauern und irgendwann als alte Jungfer aufwachen und spüren, dass das Leben wie ein Eilzug an mir vorbeigerauscht ist? Dankbar umarmte ich Marie, dafür, dass sie so resolut geblieben ist und mich fast zu meinem Glück gezwungen hatte. Ich konnte es kaum erwarten, dass der Shuttle-Bus endlich an unserem Hotel ankam. Und noch weniger konnte ich es erwarten, endlich mit Marie am Pool zu liegen, Cocktails zu schlürfen und diesen prächtigen, gut gebauten Männern, die im Allgemeinen eine Poollandschaft bevölkern, nachzuschauen, während es in meiner Mitte beginnt zu kribbeln und zu flimmern.
Es war einfach eine wundervolle Zeit, die wir verlebten. Die Sonne brannte jeden Tag geschlagene sechzehn Stunden vom Himmel, wir beide bewegten uns eigentlich nur, wenn wir uns im Liegestuhl umdrehten oder den kurzen Weg zum Pool auf uns nahmen. Es brauchte nur einen Fingerschnipser, und schon stand einer der Kellner des Hauses neben uns, um nach unseren Wünschen zu fragen. Die Abende durchtanzten wir in der Disco, jedes Mal gehörten wir zu den Letzten, die von den Angestellten, die sich endlich nach ihrem Feierabend sehnten, im Morgengrauen hinauskomplimentiert wurden. Allerdings bemerkte ich nach einigen Tagen, dass Marie nicht selten schon lange vor mir auf ihr Zimmer ging, ich vermutete, dass dahinter wohl ein gut gebauter Spanier stecken müsste, der Marie die Stunden zwischen Morgengrauen und Frühstück versüßen würde, jedenfalls ließen die deutlich sichtbaren Ränder unter ihren Augen nur diesen einen Schluss zu. Ein Geheimnis, mit dem ich Marie, zumindest so lange, bis sie mich einweihen würde, alleine lassen wollte, wäre ich nicht selbst fast mit der Nase darauf gestoßen.
Ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen, als ich wieder einmal spät nachts oder besser gesagt, frühmorgens auf dem Weg zu meinem Zimmer, der genau an Maries Appartement vorbeiführt, von eindeutigen Geräuschen überrascht wurde.
Es war Maries Stimme, die lustgetrieben in den höchsten Tönen jauchzte, die ungeniert von der Erregung, die Marie fest in ihrem Griff zu haben schien. Ich muss zugeben, dass ich Marie wegen ihres ausgefüllten Sexlebens, von dem sie mir an manchem Morgen aufgeregt berichtete, schon immer beneidet hatte, aber in diesem Augenblick wurde ich zum ersten Mal Zeugin, wie gut es meiner Freundin anscheinend tat, von einem prallen Phallus in den Wahnsinn gepusht zu werden.
Ich konnte mich nicht daran erinnern, Marie den Tag über auch nur einen einzigen Augenblick in männlicher Gesellschaft gesehen zu haben, fragte mich, wo sie diesen Kerl, der es ihr zweifellos geradezu fantastisch zu besorgen schien, wohl wieder aufgerissen hatte. Ich weiß ja, dass Marie kein Kind von Traurigkeit ist, dass sie sich ungeniert nimmt, was sie will und braucht. Aber auch sie hatte sich immer etwas Vorlaufzeit genommen, ehe sie mit einem Typen in die Kiste springt, und gerade das hätte ich eigentlich, sei es am Pool oder in der Disco, doch bemerken müssen.
Ich fand in dieser Nacht, so sehr ich mich auch anstrengte einfach keinen Schlaf. Immer wieder musste ich an die glücklichen Laute denken, die so vollkommen ungeniert aus Maries Zimmer auf den Hotelflur drangen und daran, dass gerade irgend ein Kerl, den ich nicht einmal kannte, dabei ist, Marie das Paradies zu zeigen. Und ich liege wieder einmal allein im Bett, weil ich es einfach so lange nicht mehr geschafft habe, abzuschalten und mein Leben zu genießen. Ich bin nicht gerade unattraktiv, aber eine Frau, die, wie ich, selbst beim heißesten Flirt plötzlich beginnt, vom Büro zu erzählen, übt eben nicht gerade die größte sexuelle Anziehungskraft aus.
Fast unmerklich glitten meine Finger zwischen meine Beine, suchten nach der Lust meiner Spalte, die vor Nässe beinahe überzuquellen drohte. Ich verfluchte den Moment, in dem ich meinen Vibrator, den ich beim Packen schon lächelnd in meiner Hand gehalten hatte, doch nicht heimlich, von Marie unbemerkt, in meine Handtasche geschmuggelt habe. Aber wer nimmt schon auf eine Party-Insel, auf der es von knackigen Strandboys nur so wimmelt, einen mechanischen Liebesdiener mit.
Wie dringend hätte ich ihn in diesem Moment brauchen können, das angenehme Vibrieren des Liebesstabs genießen und mich von ihm langsam in ein Wolkenheim der Ekstase entführen lassen, um mir zumindest vorzustellen, dass es der saftige Prügel eines gut gebauten Beach-Boys ist, der mich in den Wahnsinn vögelt und nicht nur mein Finger, der rhythmisch in meiner Mitte ein- und ausfährt. Je mehr ich daran dachte, wie glücklich Marie wohl in diesem Augenblick höchster Ekstase sein würde, um so mehr spürte ich, wie sehr ich angesichts der Gewissheit in den letzten Jahren auf jeglichen Spaß verzichtet zu haben, meine Freundin beneidete.
Wie gerädert erschien ich irgendwann am Morgen an unserem Frühstückstisch. Marie schien schon lange im Hotelrestaurant zu sitzen und das Frühstück nach ihrer sicherlich entkräftenden Nacht sichtlich zu genießen.
„Wie siehst du denn aus?“, Marie machte keinen Hehl daraus, dass man mir die vergangene schlaflose Nacht, die mir immer noch in den Knochen steckte, schon von Weitem ansehen musste.
„Du hast gut reden“, nörgelte ich sie vorwurfsvoll an, „du lässt dich von irgend einem Typen die halbe Nacht durchvögeln, dass es das halbe Hotel mitbekommt. Und dann beschwerst du dich noch, wenn mir die schlaflose Nacht, in der ich Ohrenzeuge eurer Geilheit werden musste, noch in den Knochen steckt“.
„Du, das war kein Mann“, lächelte Marie mich mit genau dem verruchten Blick an, den ich so sehr an ihr liebe, wenn sie mir wieder brühwarm von ihren sexuellen Eskapaden der vergangenen Nacht berichtet. „Ich habe es mir von dem süßen Zimmermädchen besorgen lassen“.
Maries Worte schienen in meinem Gehirn einzuschlagen wie eine Splitterbombe. Ungläubig blickte ich sie an. Marie, die sich vor heißblütigen, potenten Verehrern kaum retten kann, treibt es nicht nur mit Kerlen, sondern lässt auch Frauen an sich ran? Das, was eigentlich ein Schock für mich sein müsste, regte, so plötzlich wie ein unerwarteter Blitzeinschlag alle meine nur denkbaren Fantasien an. Urplötzlich sah ich Marie mit anderen Augen, sie, das männerverschlingende Sexmonster, das sie immer für mich war, schien wirklich keine Gelegenheit auszulassen, ihrer Geilheit zu frönen, selbst dann, wen einmal überraschenderweise kein Mann zur Verfügung steht. Aber sie hatte ja recht, die kleine, dunkelhaarige Spanierin, die so unauffällig ihr Wägelchen durch die Hotelflure schob, war wirklich eine Augenweide, die auch mir schon mehr als angenehm aufgefallen war.
Ich hatte noch nie erotische Kontakte zu anderen Frauen, nicht einmal im Traum hätte ich es mir auch nur denken lassen, meine sowieso nur spärlichen sexuellen Eskapaden auch auf das eigene Geschlecht auszudehnen. Nur die Art, mit der Maries Zunge über ihre Lippen strich, während sie mir in allen schlüpfrigen Einzelheiten von ihrem nächtlichen Erlebnis mit der kleinen Spanierin berichtete, machte mich sehr neugierig, immer mehr über ihre für mich doch recht bizarre Neigung zu erfahren.
Ich fragte Marie geradezu Löcher in den Bauch, nicht nur beim Frühstück, auch am Strand wollte ich wirklich jedes Detail über die Liebe unter Frauen wissen, recht schnell spürte ich dieses anregende Kribbeln in meiner Mitte, das ich in den letzten Jahren viel zu sehr vermisst hatte. Bilder erschienen vor meinem geistigen Auge, in denen Marie es mit der Kleinen treibt, wie sie sich gegeneinander verwöhnen, sich in inniger Umarmung verlangend küssen und sich gegenseitig gewaltige Dildos in ihre feuchtglänzenden Liebesgrotten stecken.
Ich hatte das Gefühl, langsam durchzudrehen, immer öfter sah ich statt des Zimmermädchens mich in Maries Bett, hörte meine lustvollen Schreie durch das Zimmer hallen, ehe sich der Mantel vollkommener Zufriedenheit eng um mich legt.
Der Tag verging, selbst am Hotelpool fühlte ich mich, als befände ich in einem tiefen, nicht enden wollenden Rauschzustand. Immer wieder luden mich meine Gedanken ein, sie auf eine Traumreise zu begleiten, einen Ausflug, an dessen Ende immer wieder Marie auf mich wartete. Sie war nicht allein, jedes Mal glaubte ich, sie in jedem meiner Träumen mit dem Zimmermädchen zu ertappen, hörte, wie über ihre Lippen Laute von Lust und Erregung drangen, während die beiden sich intensiv mit ihren Pussys beschäftigten.
Eigentlich war ich froh, als sich der Tag dem Ende zuneigte und wir endlich unserer allabendlichen Beschäftigung nachgingen, die mich, so hoffte ich, endlich auf andere Gedanken bringen sollte. Aber irgendwie genierte ich mich auf einmal, so eng wie gewohnt mit Marie in der Hoteldisco zu tanzen, im selben Moment aber fühlte ich mich zu ihr hingezogen, konnte nicht genug von unserem Körperkontakt bekommen, von ihren Händen, die fordernd über meinen Po glitten, dem sanften, heißen Hauch ihres Atems, der wie ein leiser Wind über meine Wangen strich. Hand in Hand verließen wir irgendwann die Tanzfläche, widmeten uns unseren inzwischen warm gewordenen Cocktails, aber in jedem Augenblick spürte ich, welche Veränderung nicht nur in mir, sondern auch in meinem Verhältnis zu meiner besten Freundin vor sich gegangen war und ich spürte auch, wie die Luft um uns herum zu knistern begann, so heftig, als würde sich gleich ein tobendes Sommergewitter über uns entladen.
Ich wehrte mich nicht dagegen, nein, ich genoss es sogar, dass Marie ihre Hand auf meinen Oberschenkel legte, ich genoss dieses geradezu euphorische Aufbranden des Unbekannten, des Verbotenen, konnte nicht genug von diesem anregenden Gefühl bekommen, das sich, heimlich wie ein Dieb in der Nacht tief in die geheimsten Windungen meiner Vulva schlich. Verträumt legte ich meinen Kopf auf Maries Schulter, ich wusste, dass uns die anderen Gäste bereits zusehen mussten und bestimmt schon über uns tuschelten, aber nichts war mir in diesem Augenblick unwichtiger als das Gerede über Marie und mich, ich genoss sogar das Interesse, das über uns beiden zusammenschlagen würde. Immer mehr hatte ich das Gefühl, eine Grenze, wenn es sie überhaupt gab, so weit überschritten zu haben, dass mir keinerlei Weg zurück mehr offengeblieben war und dass ich gerade dabei war, eines der letzten Tabus, das mir Anstand und Moral auferlegt hatten, zu brechen.
„Wollen wir Schluss machen für heute?“, ich spürte, dass Maries Frage sich nicht auf den Schluss des Abends beziehen konnte, die sanfte Explosion, die mein Lustzentrum in helle Aufruhr versetzte, signalisierte mir ebenfalls, dass der Abend gerade erst angefangen hatte, interessant und anregend zu werden.
Marie musste mich nicht mit sich in ihr Zimmer ziehen, ich folgte ihr, geradeso, als sei es das Natürlichste auf der Welt. Die Tür war noch nicht einmal richtig ins Schloss gefallen, als wir uns schon in den Armen lagen, unsere neugierigen Hände auf Wanderschaft gingen und unsere Lippen den ersten Kontakt miteinander suchten.
Marie musste wirklich eine erfahrene Frauenkennerin sein, sie schien genau zu wissen, an welchen Stellen ich besonders reizbar bin und sie nutzte dieses Wissen geradezu schamlos aus. Eng umschlungen sanken wir auf ihr Bett, rissen uns wie im Fieberwahn das wenige, das unsere Blößen verhüllte vom Leib. Endlich kamen sich unsere nackten Körper so nahe, wie ich es mir bis vor wenigen Stunden mit einer anderen Frau niemals hätte vorstellen können.
„Lass es einfach geschehen“, flüsterte Marie mir ins Ohr, aber es hätte nicht dieser Aufforderung bedurft, mich empfänglich für die Zärtlichkeiten einer anderen Frau zu machen. Längst hatte ich mich widerstandslos den Verführungskünsten meiner Freundin ergeben. „Öffne dich“ flüsterte Marie mir ins Ohr, aber es hätte nicht dieser Worte meiner Freundin bedurft, längst fühlte ich mich wie ein Klumpen Wachs in ihren Fingern, den Marie nach ihren Wünschen und Vorstellungen formt.
Ich spürte nur noch diese enorme Hitze, die mich erfasst hatte, während sich mein Schoß so heftig flutete als wären in mir sämtliche Schleusen gebrochen. Ihre Küsse, mit denen sie Millimeter für Millimeter meinen Körper erforschte, schienen sich wie feurige Eisen in meine Haut einzubrennen, meine Finger suchten nach ihren Händen, umschlossen sie, als würde ich bei Marie um Hilfe und Halt suchen, ehe mir der verbliebene Rest meines Verstands vollends zu entgleiten schien. Ich zuckte zusammen, als wäre ich von einem leichten Stromschlag getroffen worden, als Maries Lippen zum ersten Mal meine Scham berührten, öffnete meinen Schoß, aber im gleichen Augenblick für ihre forschende Zunge, die sich mit sanftem Druck tief in meinen erregten Schlitz grub. Ich fühlte mich nicht mehr in der Lage, meinen Körper auch nur annähernd unter Kontrolle zu halten, glaubte, zu verglühen vor Geilheit wie eine Supernova. Meine Lust und Leidenschaft stürzte mich in einen wahren Taumel der Ekstase und Hemmungslosigkeit. Was nur machte Marie mit mir? Wie konnte ich nur mit einer anderen Frau diese Lust empfinden, die zu schenken bislang noch kein Mann auch nur annähernd in der Lage gewesen ist.
Maries flinke Zunge schien überall gleichzeitig zu sein. Hatte sie sich gerade noch tief in meine Lustspalte eingegraben, so presste sie sich schon im nächsten Augenblick verlangend gegen meine angeschwollene Klit und verwöhnte meine Liebesknospe intensiv, suchte neugierig nach meinem Liebeszentrum, kreiste verlangend um den kleinen Zapfen, der längst aus der schützenden Umhüllung seiner Hautfalte ausgebrochen war.
Mein Orgasmus kam mir vor wie ein Rausch der Gefühle. Er überfiel mich fast unvermittelt, ich versuchte, mir auf die Lippen zu beißen, um meine verräterischen Schreie schon im Keim zu ersticken, spürte aber sofort, wie vergeblich meine Bemühungen, unser Geheimnis für mich zu behalten, sein mussten. Wahrscheinlich war der ganze Hotelflur Zeuge, als ich der Befreiung, die mir mein Höhepunkt schenkte, den Ausdruck verlieh, den sie verdient hatte.
Ich fühlte, wie mich meine neu gefundene Hemmungslosigkeit antrieb, spürte, wie meine Begierde, nun endlich auch meine Freundin zu schmecken, ungezügelt davon zu galoppieren schien, wie ein junges Fohlen, das zum ersten Mal allein auf die Weide darf. Ich wollte Marie erforschen wie sie mich, wollte das Kribbeln spüren, wenn meine Finger über ihre Haut streifen. Ich wollte ihre Brüste spüren, ihren feuchten Schoß und ich wollte ihre Lust schmecken, das pure Aroma ihrer Weiblichkeit.
Ihre Brüste fühlten sich weich an, warm und angenehm, ihre Knospen schienen nur darauf gewartet zu haben, von mir berührt zu werden, so schnell und heftig, wie sie sich aufrichteten. Ihr Körper bebte unter meinen Küssen, als würde er von heftigen Eruptionen geschüttelt, meine Zunge zog eine feuchte Spur über Maries Haut, sie glitt immer tiefer, bis mein Kopf endlich zwischen ihren geöffneten Beinen versank. Gierig atmete ich den femininen Duft, der aus ihrer Mitte drang, ich konnte es kaum erwarten, zum ersten Mal einen weiblichen Schoß zu küssen und ihn mit meiner wissbegierigen Zunge genauso zu verwöhnen, wie meinen Schlitz noch vor wenigen Sekunden von Maries Zunge verwöhnt worden war.
Ich schien in jedem Augenblick alles richtig zu machen, schon nach wenigen Sekunden presste Marie meinen Kopf, getrieben von unstillbarem Verlangen gegen ihre Vulva. Sie zitterte vor Erregung, als sich meine Zunge fest gegen ihre Scham presste, und ich hatte das Gefühl, Marie würde fliegen, als ich den sanften Druck gegen ihre Klit ein klein wenig löste, ehe ich begann, sie mit meiner Zunge herausfordernd zu streicheln und zu umspielen. Ihr Körper zitterte nicht nur, er bebte regelrecht und auch ohne Worte spürte ich, wie gut Marie sich in diesem Moment fühlen musste. Langsam tasteten sich meine Hände unter ihren Po, hoben ihn einige Millimeter an, Millimeter, die genügten, um Marie in die passende Höhe zu hieven, die ich benötigte, um meine Zunge perfekt in ihrem Liebeskanal zu versenken. Immer tiefer tastete ich mich in das Zentrum ihrer Geilheit voran, zog mich, wenn ich spürte, dass Maries Erregung meiner Kontrolle zu entgleiten drohte, ein klein wenig aus ihr zurück, nie gänzlich, aber zumindest solang und weit, um ihr wenige Sekundenbruchteile der Entspannung zu gönnen. Ich schien jedes Mal den Augenblick, an dem ich wieder fortfuhr mit meiner Zunge, in ihre Mitte vorzustoßen, genau richtig erwischt zu haben, Marie zuckte, als würde sie von Hunderten Blitzen getroffen. Meine Zunge umspielte ihre Vulva, drang tief in ihre Mitte vor; es war nur ein kurzer Blick nach oben, aber er genügte, um zu sehen, welch ein glücklicher Gesichtsausdruck Maries Züge umspielte. Ich spürte die lodernde Erregung, die in Maries Körper flackerte, spürte, wie sich ein Orgasmus, so heftig, dass er alles, was ich je erlebt hatte, in den Schatten stellt, in ihrem schweißgebadeten Körper aufbaut. Zum ersten Mal versuchte ich nicht mehr, Marie zu kontrollieren, zum ersten Mal ließ ich ihrer Erregung und Ekstase freien Lauf. Ihr Höhepunkt kam mir so heftig und ungezügelt vor wie eine Naturgewalt, noch lange danach ließ ich meinen Kopf zwischen ihren Beinen, umspielte mit meiner Zunge ihre Scham, genoss den Duft, der, ehe er sich in ihrem Zimmer ausbreitete, intensiv mit meinem Duftempfinden spielte.
Es war eine wunderschöne Zeit, die Marie und ich, nachdem wir uns zusammengefunden hatten, in den letzten Ibiza-Tagen verlebten. Händchenhaltend standen wir in der Abenddämmerung am Strand, blickten in das Rot des Sonnenuntergangs, ehe wir uns auf eines unserer Zimmer zurückzogen, wo wir beide von unserer Leidenschaft geradezu überrollt wurden. Viel zu schnell endete unser Urlaub, aber nicht unsere Liebe. Wir sind zusammen geblieben, keine von uns beiden machte aus unserer Liebe ein Geheimnis.
Irgendwann, da bin ich mir sicher, werden wir unsere Lebenspartnerschaft offiziell eintragen lassen, und ich weiß jetzt schon, dass ich mit Marie alt werden möchte. Und sie mit mir.
Come as you are
Ramira
Mädelsabend. Freitag ab 20 Uhr. „Come as you are.“
Ja, ich kenne das Zitat. Ich mag Nirvana. Ich klingle und komme nicht ganz so, wie ich bin.
Ganz gegen meine Gewohnheiten habe ich mich richtig in Schale geworfen. Meinen neuen BH und den passenden Slip möchte ich heute ausführen. Und weil der BH so eine schöne Fülle in mein Dekolleté zaubert, habe ich mich für eine taillierte weiße Bluse entschieden, die ich recht weit aufgeknöpft gelassen habe. Es sind keine Männer zugelassen an diesem „Come as you are“-Abend, die ich mit meiner Erscheinung ausversehen beeindrucken und zu falschen Schlüssen verführen könnte, deshalb genieße ich es extra, mich ganz unbefangen sexy fühlen zu können. Zu der weißen Bluse passt mein etwas zu enger dunkelblauer Bleistiftrock. Ich ignoriere das leichte Kneifen am Bund, denn schließlich habe ich jedes Stück Schokolade und jede Tüte Chips, die dafür verantwortlich sein könnten genossen. Als ich in den Spiegel geschaut habe, zeichnete er doch sehr mein rundes Hinterteil ab, das ich wegen seiner Fülle in der Regel auch nicht für zur Schau stellbar halte, aber irgendwie fand ich selbst das heute sexy.
Vor dem Spiegel habe, als meine Füße in meinen einzigen Schuhen mit etwas höherem Absatz steckten, ich ein paar sexy Hüftschwünge probiert und wie ein Sahnehäubchen obendrauf noch einen knallroten Lippenstift aufgetragen, den ich mal als Pröbchen bekommen habe. Bisher fand ich ihn immer viel zu Rot, und habe ihn nie getragen, aber heute ist mir ganz nach Experimenten zu Mute. Außerdem, so habe ich mein Outfit vor mir selber gerechtfertigt, kenne ich Iris, die mich eingeladen hat kaum, was kann also schiefgehen, ich habe keinen Ruf zu verlieren.
Wir zwei haben uns erst vor zwei Wochen bei einem Kreativ-Writing-Kurs für Anfänger kennengelernt und wirklich sehr viel gelacht. Ihre sonstigen Mädels kenne ich natürlich überhaupt nicht und in sofern kann ich ruhig ein wenig so tun als wäre ich eine selbstbewusste Frau mit einem Hauch von Erotik in ihren besten Jahren.
So stehe ich also mit einer Flasche Rosé Prosecco vor der Tür, und fange gerade an mit meiner Maskerade zu hadern, als Iris in einem Nirvana-Shirt und einer schwarzen Jogginghose die Tür öffnet. Sie ist schlank, aber nicht dünn und kann bestimmt in jeder Klamotte umwerfend aussehen. „Wow,“ denke ich „Mist, total overdressed“. Meine Wangen werden fast so rot wie mein Lippenstift. Sie macht große Augen und dann sagt sie: „Wow, siehst du toll aus!“
Ich sage, ganz im Tonfall der selbstbewussten Sexbombe: „Tata! Da bin ich!“
„Herrlich, komm rein!“, sagt Iris und hält mir die Tür ganz auf und ich betrete ihre Wohnung. Alles ist genau so gestaltet, wie es mir auch sehr gut gefällt, moderne Linienführung durchbrochen durch einige wenige antike Möbelstücke, in einem sehr gepflegten Zustand, die der hellen Wohnung einen gemütlichen Charakter verleihen. Im Wohnzimmer steht neben zwei sehr modernen Sesseln und einem schlichten Sofatisch aus Holz ein riesiges Sofa im Südstaatenstil, mit rotem Plüschstoff bezogen und unzähligen bunten Kissen drauf. Ich stelle die Sektflasche in den Sektkühler, der auf dem Tisch steht und bestimmt für eine Flasche aus Iris Kühlschrank gedacht ist. Es stehen zwei Sektgläser und ein paar kleine Schälchen bereit, wie man sie von spanischen Tapas kennt, gefüllt mit Knabberkram. Ich lasse mich elegant in die vielen Kissen auf dem Sofa sinken.
„Sehr hübsch und wohnlich hast du es“, sage ich während mein Blick durch das Wohnzimmer und die angrenzende offene Küche schweift auf der Suche nach Anzeichen dafür, dass Iris hier nicht alleine wohnt. Mir wird klar, dass ich wirklich gar nichts von ihr weiß. Ist sie Single? Wie alt ist sie? Was macht sie beruflich? Kinder? Uns wird der interessante Gesprächsstoff bestimmt nicht ausgehen, bis ihre anderen Gäste da sein werden.
Iris setzt sich neben mich und öffnet die Sektflasche. Sie hat bisher irgendwie wirklich wenig gesagt und ich schaue sie an und frage mit einem Blick auf die zwei Gläser, wer denn heute Abend noch so kommen wird. Sie grinst und fragt: „Warum?“
Ich druckse etwas befangen herum, weil ich unter Mädelsabend bisher immer eine lustige Runde von mindestens vier bis fünf Frauen verstanden habe, die den ganzen Abend ausgiebig mit einander quatschen und viel Spaß haben.
Sie sagt: „Wir sind Mädels und das ist unser Abend: Mädelsabend!“. Stimmt, denke ich. „Außerdem“, fährt sie fort, „haben wir zu zweit viel mehr Gelegenheit uns besser kennenzulernen.“
Da hat sie auch wieder recht. Ich lächle und sie reicht mir mein Glas. Wir stoßen an. „Auf unseren Mädelsabend!“ sage ich. Ich hole Luft und will grade meinen Mund öffnen, um alle die Dinge zu fragen, die man ja in der Regel, ganz so nebenbei so von einander wissen möchte und durch Smalltalk raus finden kann, da schüttelt sie leicht den Kopf und ich atme wieder aus. Ich bleibe stumm und schaue sie an. Sie hat blaue Augen mit langen, dichten ungeschminkten Wimper, die mich forschend ansehen. Es ist mir etwas unangenehm, so von ihrem Blick untersucht zu werden und ich lächle verlegen. Sie ist hübsch, richtig schön, denke ich. Braune Haare, mit einem leichten Mahagoniglanz, die blauen Augen, zarte Gesichtszüge und ebenmäßige Brauen und Lippen. Ich frage mich, wie sich ihre Haut wohl anfühlen mag? Sie sieht weich aus, samtig wie der Bezug des Sofas, über den ich mit meinen Fingerspitzen statt über ihre Wange streiche.
Sie neigt sich zu mir rüber, hebt ihre Hand und tut bei mir genau dass, was ich mir selber gerade verboten habe. Ganz sanft streicht sie mit ihren Fingerspitzen über meine rechte Wange. Mir stockt der Atem. So sanft bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht berührt worden. Es ist eine kleine, voller Achtsamkeit geführte Bewegung, die mein Herz einen Schlag aussetzen lässt. Unwillkürlich schließe ich die Augen und wünsche mir, dass dieser Sekundenmoment nicht vorbei gegangen wäre. Als ich die Augen langsam wieder aufschlage, ist Iris noch etwas näher an mich herangerückt. Ich spüre ihre Wärme. Kommt sie von ihrem Blick, oder von ihrem Körper, der mir jetzt so nah ist? Sie durchdringt meine Haut, durch meinen Körper, wie ein warmer Nebel aus Gefühlen, ganz unbestimmt und dabei doch deutlich.
Kurz kämpft sich mein Verstand an die Oberfläche und übertönt ganz kurz, dieses überaus sinnliche Erleben mit Verwunderung über mich selbst. „Sie ist eine Frau, so wie du!“, tönt es ganz kurz in die Leere meiner Gedanken hinein. „Das ist mir grade ganz egal!“ antwortet der Gegengedanke bestimmt und bringt meinen Verstand damit wieder zur Ruhe. Unwichtig, egal und überflüssig sind alle Gedanken, die vorhin noch durch meinen Kopf geisterten. Ganz entgegen dem sonst übliche Rennen und sich drehen, schweigen sie alle und machen Platz für etwas Ungeahntes und Neues.
Unsere Blicke versenken sich ineinander. Iris nimmt mir, ohne den Blick aus meinem zu lösen mein Glas aus der Hand und stellt beide nebeneinander auf den Tisch. Meine Hand sinkt auf meinen Rock und ihre legt sich sacht, wie eine herabsinkende Feder, ganz warm und weich darauf. Es ist, als wäre mir ihre Nähe, und ihr zarter Atem an meinem Ohr ganz bekannt, ich fühle mich so wohl, wie in einer großen Badewanne, getragen und umspült von Wärme, Wohlgeruch und Behaglichkeit. Ihre andere Hand streicht mir eine Strähne, die sich aus meiner lockeren Hochsteckfrisur gestohlen haben muss, hinter mein Ohr und wieder bin ich gerührt von der Achtsamkeit dieser Geste. Endlich hebt sich meine Hand und ich streiche meinem vorherigen Impuls folgend über die Zartheit ihrer Wange. Erbebend spüre ich, wie sich meine Hand beim Hinabgleiten ihren Weg über ihren zarten Hals und ihr T-Shirt hinweg leicht tastend und erwartend ihrer Brust nähert, um erstaunt über ihre leicht erhabene vollkommene Rundung zu gleiten. Ich spüre ihren Atem, der bei der Berührung meiner Hand warm über meine Wange gleitet. Ihre Lippen sind mir nun so nah, dass ich sie spüren und schmecken möchte. Sanft tastet mein Mund nach dem ihren. Wir erreichen uns und suchend, tastend wechseln sich unsere Lippen und Zungen ab um einander kennenzulernen. So sanft, so zart, so leicht und liebevoll bewegen wir uns, als wären wir Wolken, die an dem blauen Sommerhimmel zu einer weißen Weichheit verschmelzen. Nichts begrenzt uns, alles ist möglich in diesem schwebenden Raum, in dem wir sind. Meine Hand liegt auf ihrem Bein und ihre Hand auf meinem Rock, unsere Blicke, Zungen und Atemzüge sind in einem innigen Gespräch ohne Worte verbunden.
Während ihre Hand meinen Oberschenkel zart erforscht tastet meine Hand noch einmal nach der Vollkommenheit ihrer Brüste. Noch nie habe ich mir klar gemacht, dass meine Hand weiß, wie sie die Brustwarzen einer anderen Frau erregen kann. Sie drücken sich gegen den dünnen Stoff des T-Shirts und so vorsichtig, als ginge sie mit bloßen Füßen über heißen Asphalt, tastet Iris nun unter meinen Rock. Unbekanntes Terrain betretend spüre ich ihre zarten Fingerspitzen über das Spitzenmuster meines Slips streichen. Ich halte inne, meine Welt bleibt einfach stehen. Sie streicht zufällig und zart über den Stoff, unter dem sich meine vor Erwartung pulsierende Klit befindet, und mich unter ihrer Berührung mit einem Schauer, einem warmen Sommerregen gleich übergießt.
Wie und wann auch immer ich dieser fremden Welt entstiegen bin, ich kann es nicht genau sagen. Wie in einem Traum lösten wir uns irgendwann von einander. Jede von uns nahm wieder ihre Gedanken und Worte auf. Jetzt stehe ich in der Kühle der Nacht, während die Hitze des Erlebten noch immer in meinem Inneren lodert. Den Sekt haben wir noch getrunken und wenn wir uns wieder sehen, dann wird uns der Gesprächsstoff sicher nicht ausgehen, denn ich kenne sie seit heute sehr gut, aber wer sie ist, dass weiß ich noch immer nicht …
Coming Out
Carolin Engels
„… so und das wäre dann dein Zimmer. Gefällt es dir?“
Daria nickte begeistert. „Oh und ob. Sehr schön.“
Ja nicht wahr? Nicht allzu groß, aber dafür hast du es für dich ganz alleine.“
„Oh, dann schlaft ihr beiden miteinander?“ Sie biss sich auf die Lippen. Mist, wie hieß das auf Deutsch? „Entschuldigung, ich meinte im gleichen Zimmer.“
Mone lachte nur. „Nix passiert. Ja, wir haben zusammen das große Zimmer. So bleibt das Wohnzimmer wirklich ein Wohnzimmer. Magst du einen Blick in unser Zimmer werfen?“
Sie schaute sich das andere Zimmer an und nickte verstehend. „Ja, als Doppelzimmer ist es perfekt, aber würde man es in zwei kleinere umbauen, wären es nur noch, wie sagt man da am besten? Ach ja, Zellen“, sie nickte lächelnd.
„Richtig. Übrigens, du sprichst ja ganz hervorragend deutsch.“
Sie grinste. „Ja, mein Papa war Deutscher, ein Ingenieur, der in den USA sozusagen an meiner Mutter hängen geblieben ist. Ich bin zweisprachig aufgewachsen, mein Vater hat schon früh angefangen mit mir Deutsch zu sprechen. Daher hat es sich natürlich angeboten, mein Auslandsjahr in „Good old Germany“ zu absolvieren. Vor allem natürlich bei dem Studienfach.“
„Und du studierst echt Luft- und Raumfahrttechnik? Ist das nicht eher eine Männerdomäne?“ Eine hochgezogene Augenbraue samt einem schräg gelegten Kopf war die ganze Antwort.
Da hörte sie hinter sich eine Stimme. „Sehr altmodische und überaus chauvinistische Einstellung. Und das ausgerechnet von dir. Du enttäuschst mich, wirklich!“
Mone wurde rot. „Oh, da bist du ja schon. Steffi, das ist unsere neue Dritte im Bunde.“
Herzlich willkommen, du musst dann ja wohl Daria sein?“ Sie schüttelte ihr herzlich die Hand. „Und du lenkst mir hier nicht ab. Wie war das eben? Luft- und Raumfahrttechnik ist nur was für Männer?“ Mone wand sich unter dem strengen Blick.
„Ja ja schon gut, tut mir leid, ich habe erst begriffen was ich da eigentlich sage, als es schon heraus war.“
Daria lächelte. „Ach, lasst nur ich bin es gewohnt. Obwohl ich bei Weitem nicht die einzige Frau in unserem Jahrgang bin, der Anteil an Frauen liegt mittlerweile immerhin schon bei 14 %.“
„Uff, na darauf stoßen wir an.“
„Oh gerne, aber vielleicht etwas später? Ich möchte erst einmal auspacken, mich ein bisschen einrichten.“
„Klar, kein Problem.“
Etwas später saßen sie zusammen im Wohnzimmer, der Wein machte die Runde.
„Also nochmals ganz offiziell herzlich willkommen bei uns. Ich hoffe, du fühlst dich auch wohl. Du hast schon WG Erfahrung, habe ich gehört?“
„Äh, ja aber eher schlechte.“
Die beiden horchten auf. „Wie das?“
„Nun ich war vorher in einer WG mit zwei Männern und drei Frauen. Das hat zu Problemen geführt. Alleine schon das permanente Lustgeschrei der anderen Mädels.“
Sie lachten. „Ja ja, immer der Ärger mit dem Sex!“
„Das wäre noch nicht das Schlimmste gewesen. Aber als ich einmal meine Wäsche vergessen hatte und aus der Dusche mal eben so in mein Zimmer wollte, dachten die Jungs ich wäre ebenfalls leicht zu haben. Dabei hatte ich mir gar nichts bei gedacht. Ich war doch nur duschen.“
Wieder Gelächter. „Also ich verspreche dir, bei uns kannst du dich splitternackt ins Wohnzimmer setzen, niemand wird dich dafür tadeln. Na ja, du kannst dich ja auf ein Handtuch setzen.“
Sie lachte. „Danke, aber ich denke mal das Angebot werde ich jetzt eher nicht annehmen. Trotzdem ist es unter Mädels einfach unkomplizierter.“
Sie lachten wieder. „Oh, das können wir bestätigen. Aus Jungs machst du dir wohl nicht viel, habe ich den Eindruck? Ich meine so eine gemischte WG wird von vielen ja auch als sehr angenehm empfunden, gerade wenn es mal juckt?“ Fragende Blicke richteten sich auf Daria.
„Ach na ja. Jungs. Ich meine ich bin keine Jungfrau mehr. Natürlich habe ich es mal ausprobiert, gehört ja dazu, drittes Date heißt halt Sex.“
Die beiden lachten. „Ach ja, die Datingregeln bei euch drüben.“
Sie lächelte. „Ach, das ist nicht so tragisch, wenn man damit aufwächst und damit umgehen kann. Ich bin danach natürlich auch weiter mit einigen Typen ausgegangen, wie gesagt das gehört eben dazu. Aber irgendwie war es nie das Wahre. Gut das erste Mal habe ich noch abgehakt, dass das nicht so toll ist, soll ja wohl normal sein.“
„Findest du? Kann ich jetzt nicht bestätigen.“
Sie schnaubte. „Also bei mir war es ein Desaster. Einzelheiten erspare ich mir und euch jetzt mal lieber. Aber die nächsten Male waren auch nicht viel besser, irgendwann habe ich es notgedrungen abgehakt. Ich bin wohl einfach kein sehr sexueller Mensch. Soll es geben.“
Mone und Steffi warfen sich vielsagende Blicke zu, doch verfolgten sie das Thema nicht weiter.
In der ersten Nacht schlief Daria gut, viel zu gut. Lag es am Wein oder an der ersten Nacht im neuen Bett, sie verschlief heillos. Dabei hatte sie doch heute früh einen Termin mit ihrem Tutor. So ein Mist, der hatte sich extra einen Samstagvormittag Zeit für sie genommen und sie kam zu spät! Schnell raffte sie ihre Sachen für die Uni zusammen, wollte schon in ihre Klamotten springen, zuckte zusammen. Mein Gott sie müffelte unter den Achseln. Nein, so nicht, auf gar keinen Fall! Seufzend warf sie ihre Sachen wieder auf den Boden, spurtete splitterfasernackt ins Bad.
„Tut mir leid, tut mir leid, ich bin zu spät.“
„Wo ist deine Taschenuhr?“
„Was? Wie?“ Schnell sprang sie zu Mone unter die Dusche. „Bin gleich wieder weg, bitte.“
Mone schnaubte nur und rutschte etwas zur Seite. „Oh, also jetzt gibt die Geschichte von wegen der Dusche und den aufdringlichen Männern die du uns gestern erzählt hast aber wesentlich mehr Sinn.“
„Was? Nein, nein, Duschgel, schnell“
Mone grinste, griff sich die Flasche mit dem Duschgel, begann Darias Rücken einzureiben.
„Was? Ähhhhh.“
„Ach hab dich nicht so, ich denke, du hast es eilig!“
Daria war für einen Moment wie betäubt, die Hände der anderen Frau auf ihrem Rücken jagten ihr Schauer über den Körper. Jetzt wanderten sie nach vorne, seiften ihre Brüste ein. Daria stöhnte auf. Was passierte hier mit ihr? „Lass nur, das reicht schon!“ Sie wusch sich im Schnellgang zu Ende, schnappte sich ein Badetuch und hetzte verwirrt und erhitzt in ihr Zimmer zurück …
Mit zuckenden Mundwinkeln sah Mone ihr nach. „Also wenn mich nicht alles täuscht, ist die eben aber ganz schön geil geworden!“
„Da könntest du recht haben.“
„Was? Ach du.“ Jetzt erst fiel ihr Blick auf die neben dem Türrahmen stehende Steffi, die das Geschehen mindestens genauso amüsant fand wie Mone.
„Ja, oder etwa nicht? Ich hatte gestern schon so einen Verdacht.“
Steffi schnalzte mit der Zunge, schüttelte gespielt tadelnd den Kopf. „Ach und deswegen versuchst du gleich mal sie unter der Dusche zu verführen? Und das noch ganz frech vor meinen Augen? Schämst du dich nicht?“
„Nein. Und du bist doch eh nur neidisch! Nun das musst du, unserer Neuen ausmachen. Und übrigens, sie kam zu mir, nicht umgekehrt.“ Steffi grinste breit.
„Tja, dagegen kann ich wohl nichts sagen. Und wer duscht jetzt mit mir zusammen?“ Mone grinste Steffi nur frech an. Die grinste zurück, zog sich ihr Sleepshirt über den Kopf und kletterte in die Dusche. Schon lagen zwei Hände auf Steffis Po, zogen sie zu Mone heran, Brüste pressten sich an Brüste. Ein zärtlicher Kuss, dann begann Steffi zu seufzen.
„Hmmmmm, die hat dich ganz schön aufgeheizt, wie?“
Mone kicherte wieder. „Du fängst jetzt aber nicht an, eifersüchtig zu werden, oder?“
Steffi seufzte auf, als Mone sich herab beugte und begann ihre Brustwarzen mit der Zunge zu verwöhnen. „Oh mach weiter, bitte – aaaaaaah!“ Ein Seifenfinger hatte seinen Weg in Steffi hinein gefunden, dann schon zwei.
„Nun? Darf ich Daria mal vernaschen oder nicht?“
Steffi stöhnte auf. „Erst komme ich mal dran, dann sieht man weiter.“
Mone grinste wieder breit. Sie liebte ihre Frau von ganzem Herzen, aber ab und zu brauchte sie mal etwas Frischfleisch. „Oh, wir können sie uns auch gerne teilen, meinst du nicht?“
Steffi konnte nur noch atemlos nicken, als Mone sich in der Enge der Kabine vor Steffi hinhockte, ihre Vulva auseinanderzog und begann sie zu verwöhnen. Steffi klammerte sich an der Duschstange fest, während Mones Zunge sich ihren Weg suchte. Zärtliche Hände teilten ihre Scham, Finger schoben sich in sie hinein.
„Oooooh, jaaaa, das ist geil!“
Mone lachte nur, begann Steffi jetzt immer fester mit den Fingern von innen zu kraulen, während ihre Zunge sich auf Steffis Klit legte.
„Oh, ooooh, jaaaa, bitte!“
Finger krallten sich an die Duschstange und der Unterleib wölbte sich der Freundin entgegen, die jetzt nicht locker ließ. Sie wusste, wo und wie ihre Partnerin es mochte. „Ja, komm für mich, komm!“ Steffi atmete immer heftiger, begann zu zucken und zu schreien. Daria war ja wohl schon weg, so legte Steffi sich keine Zurückhaltung auf, ließ ihrer Lust freien Lauf …
Abends saßen Mone und Steffi im Wohnzimmer, als die Tür zaghaft geöffnet wurde. „Darf ich reinkommen?“
Die beiden lachten auf. „Wäre ja noch schöner wenn nicht. Schätzelein, du wohnst hier!“
Daria wurde leicht rot, biss sich auf die Unterlippe. Den ganzen Tag schon hatte sie sich überlegt, was und wie sie es sagen sollte. „Ehm, ja sicher. Aber was ich noch sagen wollte, also es tut mir leid wegen heute Morgen, ich hatte es so furchtbar eilig. Ich habe wohl nicht richtig nachgedacht, und da war doch der Termin mit meinem Tutor wegen Anmeldung, alles zeigen und so weiter.“ Verlegen und unsicher stand Daria im Raum.
„Ach halb so wild, ich bin da nicht so. Du darfst jederzeit zu mir in die Dusche kommen. Du hast übrigens eine tolle Figur, sieht man bei den Schlabberklamotten gar nicht die du sonst so trägst.“
„Eh, danke …“ Daria stand im Raum, verloren und unsicher.
„Ach, jetzt steh nicht so da wie ein Ölgötze, setz dich doch wenigstens hin. Wir beißen nur auf Wunsch und auch dann nur ganz zärtlich!“
Jetzt lief Daria feuerrot an. Der letzte Satz war zu viel. Sie wankte, setzt sich den beiden gegenüber, schon um nicht hinzufallen, dann sprudelte es aus ihr heraus.
„Ich habe euch noch gehört, bevor ich gegangen bin. Ihr seid lesbisch, nicht wahr?“
„Oh, nun, leugnen hat wohl keinen Sinn. Ja, schuldig im Sinne der Anklage. Tut uns ja leid, dass du es so erfahren hast, aber du hast uns heute früh dermaßen geil gemacht, da musste Abhilfe geschaffen werden.“
Jetzt wurde Daria womöglich noch röter! „Was ich? Ich habe euch scharfgemacht? Aber …“
„Na hör mal, wenn du im Evaskostüm in deiner alten WG zu einem von den Kerlen in die Dusche gehüpft wärst, was wäre dann wohl passiert?“
Daria stöhnte auf. Ja, das konnte sie sich nur allzu lebhaft vorstellen, da war Mone ja noch sehr zurückhaltend gewesen. „Ja, tut mir leid, ich …“
„Für was entschuldigst du dich denn eigentlich dauernd? Für das Reinkommen oder für das Gehen bevor ich mit dir machen konnte, was ich gerne gemacht hätte?“
Bilder zuckten durch Darias Kopf, das, was heute früh tatsächlich passiert war, mischte sich mit dem, was sie sich im Geiste den ganzen Tag ausgemalt hatte. Die beiden anderen warfen sich wieder Blicke zu. Oh ja, da war etwas am Gären, und zwar gewaltig!
Verzweifelt versuchte Daria das Gespräch von sich wieder auf die anderen beiden zu lenken.
„Wie ist das wenn ihr, ääääh …“
„… es miteinander treibt? Weißt du denn nicht, wie das geht?“
Sie wurde rot.
„Doch natürlich, theoretisch schon aber, na ja, wie fühlt sich das, an, wie macht ihr es?“
Daria biss ich auf die Unterlippe. Verdammt, wieso war sie mit einem Mal außerstande einen vernünftigen Satz zu sprechen?
Mone grinste sie nur breit an, legte einen Arm um Steffi, ließ die freie Hand langsam zwischen Steffis Schenkel gleiten.
„Ach das ist schwer zu erklären. Aber wenn du magst, kannst du uns gerne mal zuschauen, wir haben damit kein Problem Mäuschen.“
„Was? Oh nein, um Himmels Willen.“
„Schade. Nun, das Angebot steht!“
Ruckartig stand Daria auf. Das war zu viel gewesen, viel zu viel für einen Tag. Sie sprang auf, flüchtete regelrecht in ihr Zimmer …
Diese Nacht schlief sie sehr unruhig, erwachte immer wieder aus ihren Träumen. Sehr wirren Träumen, aber auch sehr erregenden Träumen. Ihr ganzer Körper kribbelte, am meisten jedoch eine ganz bestimmte Stelle. Was war nur los mit ihr, um Himmels Willen? Dann kam ihr die Erleuchtung. Natürlich, das war es, etwas anderes konnte es doch auch gar nicht sein! Erleichtert stand sie auf, verschwand im stillen Örtchen.
Als sie dann den Gang von der Toilette zurückkam, hörte sie verhaltenes Stöhnen aus dem Zimmer der beiden Frauen. Die Tür war einen Spalt offen. Nicht viel doch gerade so weit, dass sie einen guten Blick auf das Bett hatte. Sie riss den Kopf herum, zwang sich nicht hinzusehen, ging schnell weiter – und stockte aufseufzend. Verdammt, sie hatte schon zu viel gesehen, um es ausblenden zu können. Und die beiden hatten sie ja ausdrücklich eingeladen, oder etwa nicht? Die Neugierde – denn etwas anderes war es natürlich nicht – siegte. So ging sie langsam und unsicher zurück, lugte durch den Spalt. Sah wie Mone, der anderen den rosa String herunter zog, ihn um die nach oben gestreckten Handgelenke schlang, einmal zweimal, dreimal, einen Knoten andeutend. Hände schoben sich unter Steffis Nachthemd, begannen sie zu streicheln. Auch in dem gedämpften Licht konnte Daria erkennen, dass Mone die Brüste der Freundin zu kneten begann. Nun beugte sie sich herunter, begann die Freundin zu küssen, ohne dabei ihre Hände zur Ruhe kommen zu lassen. Jetzt schob sie das Nachthemd langsam nach oben, entblößte zwei Brüste mit großen Knospen, einem großen braunen Vorhof. Daria bemerkte es nicht einmal, doch auch auf ihrem Busen lag eine Hand, wenn auch nur ihre eigene. Wie in Trance stand sie da, verfolgte das Treiben der Beiden. Da, jetzt glitt Mones Kopf langsam nach unten verweilte verwöhnend auf den Brüsten der Freundin, bevor sie sich vor diese auf das Bett hockte, deren Oberschenkel in beide Hände nahm, sie sanft auseinanderzog ehe sie sich mit der Zunge an ihr zu schaffen zu machen. Daria konnte nicht anders, ihre Hand wanderte nach unten, begann sich selbst zu streicheln. In genau dem Moment drehte Mone sich zu ihr um, grinste ihr direkt ins Gesicht und zwinkerte ihr lachend zu. Das riss sie abrupt aus ihrer Betäubung. Sie schreckte auf, warf die Tür zu, rannte in ihr Zimmer. Meine Güte, natürlich hatten die beiden gewusst, dass sie spannte. Sie hatten es ja schließlich provoziert. Trotzdem kam sie sich ertappt, entblößt vor. Und das nicht zu Unrecht, denn die beiden wussten, was in Daria am Ausbrechen war, auch wenn Daria es selber nicht wahrhaben wollte.
Nach einer unruhigen Nacht saß Daria am nächsten Morgen mit ihrem Laptop im Wohnzimmer und versuchte zu arbeiten, als die Tür aufging. Kaum sah sie die beiden grinsenden Frauen wurde Daria schon wieder blutrot im Gesicht, umso mehr als diese sich ihr gegenüber auf die Couch setzten. Sofort stieg die Erinnerung an das hoch, was sie gestern die Flucht hatte ergreifen lassen.
„Na hat es dir gefallen gestern?”
Daria wurde rot. „Nein, ich meine, ich, äääääääh …“ Verlegen saß sie da.
„Was? Wir gefallen dir nicht?“
Daria biss sich auf die Unterlippe. „Doch, irgendwie schon, aber na ja. Es ist alles so seltsam.“
„Seltsam? Inwiefern?“
Daria seufzte. „Es, es hat mich …“ Sie brach ab, verlegen und unsicher.
„Sexuell erregt? Wissen wir Mäuschen, wissen wir. Schon lange.“
Darias Miene verriet sie. „Aber, ich, äääh …“
„Oh, schon klar, weil nicht sein kann was nicht sein darf, wie?“ Mone musterte Daria lächelnd. „Nun, vielleicht müssen wir dich dann eben zwingen?“
Als Mone aufstand wurde Daria bleich. Was hatte sie vor? Mone trat auf sie zu. Erst einen Schritt, dann zwei. Drehte sich dann weg, ging zur Tür, schloss sie zu und zog den Schlüssel ab. „So, Flucht dieses Mal zwecklos.“
Steffi lachte auf dem Sofa schallend auf. „Gute Idee.“
Mone grinste Daria frech an. Wieder trat sie einen Schritt auf sie zu. Einen zweiten – und drehte sich abermals von ihr weg. Mit großen Augen, einer Mischung von Panik, Erleichterung und Neugier sah Daria zu wie Mone sich wieder neben Steffi auf das Sofa setzte. Sah mit mehr als gemischten Gefühlen, wie die beiden sich zu küssen begannen, wie sich eine Hand unter Steffis Pullover schob.
„Oh, du meine Güte ihr wollt jetzt doch nicht wirklich, oder?“ Die beiden lachten nur. „Püüüh, du kannst ja die Augen zu machen, wenn es dich stört.“
Was Daria wirklich störte, war aber eher die Tatsache, dass sie es nicht schaffte nicht hinzusehen. Mit offenem Mund sah sie zu, wie Steffi Mone den Pullover über den Kopf zog, langsam ihren BH öffnete. Wie sie sich herunter beugte und begann, der Freundin wieder zärtlich die Knospen zu verwöhnen, während diese sich selber eine Hand in die Hose schob.
„Komm, streichel dich doch auch ein bisschen. Nun zier dich nicht.“
Daria stockte der Atem, doch noch zögerte sie. Erst als Mone sich aus ihrer Hose heraus wand, sie nur noch von einem weißen Spitzenslip bedeckt, war gewannen die Ur-Instinkte die Oberhand. Es war, als habe sie ihren Körper verlassen, sie betrachtete das Geschehen sozusagen von außen. Sah sich selber staunend zu, wie sie sich zum Orgasmus streichelte, während sie dem Liebesspiel der beiden Frauen zu sah. Die waren inzwischen splitternackt, wie Steffi sich ausgezogen hatte, hatte Daria gar nicht bewusst mitbekommen. Zu sehr war ihr Blick auf das Geschehen zwischen Mones Beinen fixiert gewesen. Da, jetzt legten die beiden sich auf der Couch seitenverkehrt aufeinander, begannen sich gegenseitig zu verwöhnen. „Ohhhh, ja, fester bitteeee!“
Daria stand der Mund offen, als habe das Kommando ihr gegolten und nicht Mone so begann sie sich immer fester selbst zu massieren. Als die beiden auf dem Sofa anfingen zu zucken, ließ auch sie sich fallen. Streichelte sich selber zum ersten wirklich befriedigenden Höhepunkt ihres noch so jungen Lebens. Die Lustschreie der drei vereinten sich, tosten durch das Wohnzimmer und ebbten schließlich ab, hinterließen bei Daria eine plötzliche Leere. Mit einem Mal saß sie da, völlig durcheinander, voller Fragen und Unsicherheit in ihrem Kopf.
„Oh mein Gott, was war das eben? Was passiert hier mit mir?“
Steffi lachte. „Nun, so was nennt man, sein Coming-out haben. Liebes, Du bist lesbisch. Eindeutig!“
Daria schrak hoch. „Bin ich nicht.“
Um Mones Mundwinkel zuckte es schon wieder. „Nun, wie du meinst. Das ist deine Sache.“
Daria saß da wie ein Häufchen Elend. Das konnte doch nicht sein, oder? „Und, wie geht es jetzt weiter?“
Die beiden warfen sich einen kurzen Blick zu, dass Daria es mit dieser Frage im Grunde schon eingestanden hatte, war wohl jedem klar außer natürlich Daria selber. Doch sie sagten nichts mehr dazu, diese Erkenntnis musste aus Daria selbst heraus kommen.
„Das liegt alleine bei dir. Ich verspreche dir, keine von uns wird sich in dein Zimmer schleichen und dich überfallen. Aber du bist in unserem Zimmer jederzeit herzlich eingeladen. Zum Zuschauen oder mitmachen, ganz wie du magst.“
Während dieser kleinen Ansprache hatte Mone die Tür wieder aufgeschlossen, jetzt blickte sie Daria schmunzelnd hinterher. Das Pfläumchen war reif zum Pflücken, und zwar bald schon!
Den Rest des Tages verbrachte Daria in einem Zustand zwischen Verdrängung und Entrückung, doch die beiden hielten Wort. Sie waren freundlich und korrekt, luden sie zum Abendessen ein, bei dem jedoch nichts passierte. Ob Daria darüber nun erleichtert oder enttäuscht war, wer wollte das sagen? Nach dem Essen legte sie sich in ihrem Zimmer auf das Bett, denn ins Wohnzimmer traute sie sich nicht. Hier, in der Abgeschiedenheit ihres eigenen kleinen Reiches half ihr die Arbeit am Laptop, das Erlebte vorerst zu verdrängen.
Doch irgendwann kam der Punkt, da schaltete sie den Computer ab, legte sich mit geschlossenen Augen zurück. Mit einem Mal waren die Bilder da und nicht nur das. Einem Flashback gleich durchschoss sie ein Schatten des Orgasmus, den sie heute früh gehabt hatte. Dem im Grunde Ersten ihres Lebens, den sie je gehabt hatte und das dann während sie zwei lesbischen Frauen beim Sex zu geschaut hatte. Nun, das mochte doch nichts bedeuten oder? Wie viele Männer geilten sich an so etwas auf und waren trotzdem hetero? Sie war nicht lesbisch, niemals. Was sie jedoch zweifelsohne war, war geil! So unglaublich geil! Was sollte sie nur tun? Sie begann sich selbst zu streicheln, doch da waren sofort wieder die Bilder von heute früh da. In diesem Moment wünschte sie sich in ihre alte WG zurück, hätte sie einen Mann greifbar sie würde sich ihm sofort hingeben und sei es nur um sich selbst zu beweisen, dass … Da kam ihre eine Idee. Hatte sie gestern nicht etwas auf dem Nachttisch herum liegen sehen, das einem Mann so nahekam, wie man es in dieser WG, wohl nur finden würde?
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