Kitabı oku: «Mentalfeld-Techniken - ganz praktisch»
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VAK Verlags GmbH
Eschbachstraße 5
79199 Kirchzarten
Deutschland
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Stand 2012
© VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2011
Abbildungen: Roland Mazur (Fotos), INK Freiburg (Grafiken) und Klienten der Autoren (Handzeichnungen)
Umschlagfotos: Fotolia/V. Yakobchuk (Kopf), D. Heinemann (Strand)
Umschlaggestaltung: Sylvia Berner, Karl-Heinz Mundinger
Lektorat: Norbert Gehlen
Gesamtherstellung: Kösel, Krugzell
Printed in Germany
ISBN 978-3-86731-074-1 (Paperback)
ISBN 978-3-86731-155-4 (ePub)
ISBN 978-3-86731-156-1 (Kindle)
ISBN 978-3-86731-157-8 (PDF)
Heilung bedeutet, daß der Mensch erfährt, was ihn trägt,
wenn alles andere aufhört, ihn zu tragen.
WOLFRAM VON ESCHENBACH
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn Sie dieses Selbsthilfe- und Therapiebuch in den Händen halten, dann haben Sie vermutlich entweder das Anliegen, andere zu unterstützen, oder persönliche Beweggründe und den Wunsch, sich selbst etwas Gutes zu tun. Sofern Sie sich selbst helfen wollen, zeugt das von einem gesunden Verantwortungsgefühl für das eigene Leben; vielleicht suchen Sie hier ergänzende Möglichkeiten zu einer Beratung oder einem therapeutischen Prozess; vielleicht möchten Sie sich in der aktuellen Situation ungern einer anderen Person anvertrauen. Selbsthilfe ist eine tragende Säule in jedem Heilungsprozess; die Hilfe eines Mitmenschen, Partners oder Therapeuten anzunehmen ist ebenfalls wichtig.
Lassen Sie sich inspirieren und prüfen Sie, welche der hier vorgestellten Methoden Sie besonders anspricht. Probieren Sie verschiedenes aus und verbinden Sie die Techniken je nach Situation miteinander. Nehmen Sie sich genug Zeit, ein Thema zu vertiefen, damit möglichst viele Aspekte eines verletzenden Erlebnisses, einer Stresssituation, alter oder zukunftsbezogener Ängste verstanden und aufgelöst werden können.
In diesem Taschenbuch beschreiben wir 20 Mentalfeld-Techniken (abgekürzt: MFT), die sich über viele Jahre als besonders wirksam erwiesen haben: das „Beklopfen“ ausgewählter Akupunkturlinien, heilende Sätze, Atemtechniken, die Hinwendung zum inneren Kind, Zeichnen, Schreiben und vieles mehr. Praxisorientiert beschreiben wir jeden Aspekt der Anwendung und bleiben in der Sprache einfach und allgemein verständlich. Alle Anwender, auch solche ohne Vorkenntnisse, werden Schritt für Schritt dazu angeleitet, sich selbst und andere mit der Klopfakupressur und den zusätzlichen Techniken zu unterstützen. Zusätzlich geben wir viele Tipps und Anregungen für die Selbsthilfe und auch für die Beratung anderer zu unterschiedlichen Lebensthemen.
In unserem grundlegenden Werk, dem Handbuch der Mentalfeld-Techniken (Kirchzarten: VAK, 2009), sind Dietrich Klinghardt und ich ausführlicher auf Theorie und Praxis der Mentalfeld-Techniken eingegangen. Beispiele mit gemalten Klientenbildern zeigen dort die Verknüpfung innerer Bilder mit einschränkenden Glaubensmustern. Bei vertieftem Interesse für diesen speziellen Themenbereich empfehlen wir, das Handbuch hinzuzunehmen. Da wir uns beim vorliegenden Taschenbuch sowohl im Umfang als auch mit Farben beschränken mussten, gehen wir hier nur in begrenztem Rahmen auf die Bildtechnik ein und verzichten auf wissenschaftliche und neurobiologische Details. So ist ein übersichtliches, kompaktes, anwenderfreundliches Buch entstanden, mit dem man schnell Fortschritte erreichen kann. Im Sinne unseres Anliegens, möglichst viele praktische Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen, haben wir auch neueste Erkenntnisse, vereinfachte Vorgehensweisen sowie neue, authentische Fallbeispiele eingearbeitet.
Aufgrund jahrelanger Erfahrung mit den Mentalfeld-Techniken kann ich sagen: Für ein gutes Gelingen der vorgestellten Methoden sind letztlich vor allem vier innere Einstellungen und Schritte zu gewährleisten (und gegebenenfalls zu „beklopfen“):
1. Die Bereitschaft, sich zu verändern
Jede Veränderung ist mit Ängsten vor dem Neuen, Unbekannten verbunden. Erst wenn diese blockierenden Gefühle bearbeitet werden, kann eine Beziehung, eine berufliche oder gesundheitliche Situation sich ändern.
2. Das Vertrauen und die innere Erlaubnis, dass es gut weitergehen darf
Diese Erlaubnis ist wie ein Tor, das den Weg zu neuen Möglichkeiten freigibt. Vorher ist es manchmal nötig, sich selbst die eigenen „Fehler“ zu verzeihen. Um eine liebevolle Haltung gegenüber sich selbst sollten Sie sich immer wieder neu bemühen.
3. Die Verbindung von Verstand und Gefühlen
Um als „ganzer Mensch“ handlungsfähig zu sein, braucht man einen guten Austausch von Kopf, Herz und Bauchgefühlen. Auf dem Weg zur Einheit von Denken, Fühlen und Handeln ist es notwendig, auch unliebsame, lange weggedrängte Gefühle anzuschauen, zu spüren und zu integrieren.
4. Sich wert fühlen, die Gnade von Heilung anzunehmen
Selbstheilungskräfte sind nicht allein vom Willen gesteuert, sondern werden oft gerade dann aktiviert, wenn eine vertrauensvolle Verbindung zu höheren geistigen Ebenen entstanden ist. Indem Sie sich für diese Gnade und Hilfe öffnen, können Sie ohne große Anstrengung heilsame Veränderungen in Ihrem Leben erreichen.
Ich wünsche Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser, viel Erfolg beim Erlernen und Umsetzen dieser kraftvollen Techniken.
Amelie Schmeer-Maurer
Einführung
Als Arzt beschäftige ich mich seit mehr als 35 Jahren mit Therapieformen, die auf unterschiedliche Weise unbewusste Anteile unserer Psyche bewusst machen. Fast alle Krankheitsbilder, die sich in der Praxis zeigen, wurden ausgelöst oder stehen im Zusammenhang mit unerlösten seelischen Konflikten. Sie werden erst dann wirklich behandelbar, wenn die seelischen Ursachen erkannt und gelöst werden. Die Ursachen können in der eigenen Biografie oder Lebenslinie zu finden sein, sehr oft aber auch in der Familienbiografie („systemische Verstrickung“) oder in der „karmischen Biografie“ (frühere Leben).
In den letzten Jahren versuchte ich, einige therapeutische Methoden so zu kombinieren, dass unbewusste psychische Inhalte aufgedeckt und gleichzeitig emotionaler Stress und dessen destruktive Einflüsse auf den Körper aufgefangen und bleibend gelindert werden können. Die Klopfakupressur erwies sich dabei als besonders effektiv und vielseitig, insbesondere wenn sie mit ausgewählten Affirmationen, mit Imaginationen oder gemalten Bildern und anderen Mentalfeld-Techniken kombiniert wurde.
Diese „Klopfmethode“ beruht auf der einfachen Erkenntnis, dass seelische Spannungszustände und Schmerzen oft dann entstehen, wenn sich ein Teil des Mentalfeldes als Folge einer physischen oder seelischen Verletzung verschiebt oder vom Körper entfernt. Dieser Prozess läuft für die meisten Betroffenen völlig unbewusst ab. Die Behandlung besteht darin, den „abgespaltenen“, oft nicht verarbeiteten Inhalt aufzudecken, zu benennen und gleichzeitig durch „Beklopfen“ bestimmter Akupunkturpunkte im Meridiansystem wieder „heranzuziehen“ und zu zentrieren.
Klopfakupressur wird bereits vielfach erfolgreich eingesetzt, nicht nur bei Ängsten, Phobien, Süchten und Zwangsverhalten, bei Hyperaktivität und depressiven Verstimmungen, bei Stress, psychosomatischen Problemen und chronischer Müdigkeit, sondern auch bei allen körperlichen Erkrankungen. Schmerzen können innerhalb weniger Minuten gemindert werden, ebenso die Angst vor einer Injektion, vor dem Zahnarzt oder vor einer Operation. Muskeln entspannen sich, Medikamente werden besser vertragen. Sie ist eine ideale Selbstbehandlungsmethode. Das Aufdecken einschränkender Glaubensmuster, der Einsatz von Farbbrillen und Augenbewegungen zur Stressreduktion, heilende Sätze für familiensystemische Arbeit, das Auseinandersetzen mit Bildern, um an tiefe, unbewusste Anteile heranzukommen, die Techniken des Seelenkontakts und des inneren Dialogs, die meditative Kopfhaltetechnik und die Arbeit mit dem verletzten inneren Kind ergänzen einander sinnvoll oder vertiefen einander in ihrer Wirkung.
In Langzeitstudien von Grossarth-Maticek mit 30 000 Teilnehmern, in denen die Wirkung von Autonomieübungen getestet wurde, hat man festgestellt, dass nach 20 Jahren die Gruppe der Teilnehmer, die sich mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen durchsetzen konnten, wesentlich gesünder war, deutlich seltener an Krebs erkrankte und die Anforderungen des Lebens selbstverantwortlich anging. Ein Motiv für die Entstehung dieses Buches ist, dass wir Sie, die Leser, darin unterstützen möchten, Verantwortung für Ihr Leben und für Ihre Symptome zu übernehmen, und Ihnen Techniken an die Hand geben möchten, mit denen Sie viele Probleme und Beschwerden selbst, also eigenständig bearbeiten und lindern können. Damit werden Ärzte und Therapeuten nicht überflüssig, bei ernsthaften Erkrankungen sollten sie auf alle Fälle konsultiert werden, aber sie können deutlich effektiver arbeiten, wenn die Patienten großes eigenes Engagement für ihre Gesundung mitbringen.
In meiner ärztlichen Tätigkeit habe ich bestätigt gefunden, dass körperliche und seelische Gesundheit einhergehen mit authentischem Verhalten und Leben eines Menschen. Damit authentisches Leben möglich wird, sind folgende Aspekte zu beachten:
Perfektionismus Dies ist ein Selbstschutz vor Kritik, Beschämung und Erniedrigung. Der Perfekte erschöpft sich in seinem Bestreben, keine Fehler zu machen, und verliert sich darin. Dieses Verhalten geht oft zurück auf die frühe Kindheit, wenn die Eltern uns erniedrigt, beschämt und kritisiert haben. Es gibt keinen Weg zum authentischen Selbst, ohne dass wir diese Konflikte aus der Kindheit anschauen, bearbeiten und überwinden. Dazu verwenden wir die in diesem Buch vorgestellte Arbeit an Glaubensmustern.
Verwundbarkeit Jeder Mensch ist verletzbar. Wenn man bereit ist, sich von anderen verletzen zu lassen, zeigt man seine verwundbaren Seiten genauso wie seine Stärken und Begabungen. Die inneren Einstellungen, durch die Sie sich in Ihrer Ganzheit als Mensch selbst beschränken, können mit MFT herausgefunden und verändert werden.
Konfliktbereitschaft Man braucht Mut und Konfliktbereitschaft, um die eigene Wahrheit im Kontakt mit anderen darzustellen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass man sich im sozialen Verbund behaupten kann.
Grenzen Man braucht die Bereitschaft, Grenzen zu setzen, das heißt, dem anderen zu sagen, wo die eigenen Grenzen sind, die nicht überschritten werden dürfen. Viele Menschen haben Ängste, ihren Mitmenschen Grenzen zu setzen, sie fürchten, in diesem Fall die Zuwendung der anderen zu verlieren. Auch diese Ängste lassen sich durch die Anwendung von MFT abbauen, sodass ein wirklich authentisches, erfüllendes Leben möglich wird.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern neue Einsichten und praktischen Gewinn aus der Lektüre dieses Buches.
Dietrich Klinghardt
TEIL I
Grundlagen der Mentalfeld-Techniken
Jeder, der sich ernsthaft mit Wissenschaft befasst, kommt zu der Überzeugung, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert – ein Geist, der dem Menschen weit überlegen ist.
ALBERT EINSTEIN
Wie die fünf Ebenen des Seins auf uns wirken
Die von mir (Dietrich Klinghardt) begründete Mentalfeld-Therapie (ebenfalls abgekürzt mit: MFT) hat sich auf der Grundlage der Fünf-Körper-Theorie entwickelt. Nach diesem theoretischen Modell hat der Mensch nicht nur einen physischen Körper, sondern noch weitere, nicht sichtbare Körper oder Energiefelder, die genauso zu unserem Dasein gehören und sich gegenseitig ergänzen und beeinflussen.
Erkrankungen entstehen, wenn eine Verletzung oder ein krank machender Einfluss über einen dieser Körper in unser System eintreten, über verschiedene Mechanismen ihren Weg in den physischen Körper finden und sich dort als Krankheitszustand ausdrücken. Jeder dieser Körper braucht unterschiedliche Formen der Behandlung. Um chronische Erkrankungen erfolgreich behandeln zu können, wurde es für mich auf meinem Weg als Arzt zwingend notwendig, in die für uns nicht sichtbare Welt des energetischen Körpers, des Mentalkörpers und des intuitiven Körpers „einzudringen“.
Das Modell der fünf Ebenen des Seins
Auch nach neuesten Erkenntnissen aus Physik und Mathematik existieren wir Menschen in verschiedenen Dimensionen gleichzeitig. Der physische Körper existiert innerhalb einer Sphäre von weiteren, unsichtbaren Körpern, die ihn umgeben und durchdringen.

Das Sphärenmodell zeigt, wie der physische Körper vom Energiefeld, vom Mentalfeld, vom intuitiven Feld und vom Geist umgeben ist. Diese Felder durchdringen einander und wirken auf den physischen Körper ein.

Erste Ebene: Der physische Körper
Die dichteste Ebene unseres Daseins ist der physische Körper. Er bildet die stoffliche Grundlage, auf der alles andere ruht. Alle Wahrnehmungen – also was wir fühlen, hören, sehen, riechen und schmecken – werden über die Sinnesorgane erfahren. Auf dieser Ebene haben wir Empfindungen wie diese: Es ist kalt, es ist spitz, es ist hart, ich kann es anschauen und ertasten …
In der MFT kommt den körperlichen Empfindungen eine besondere Bedeutung zu: Körperwahrnehmungen und deren Veränderungen geben Hinweise auf Behandlungserfolge.
Zweite Ebene: Das Energiefeld
Der Körper ist umgeben und durchdrungen vom Energiefeld, einer energetisch verdichteten Schicht, die sich um jeden lebendigen Körper wie eine äußere Hülle bildet. Hier wirken elektromagnetische, physikalische Kräfte. In diesem Bereich finden viele elektrisch messbare Phänomene statt, weshalb manchmal vom „elektrischen Körper“ gesprochen wird. Phänomene im Energiefeld werden in traditionellen und fernöstlichen Heilmethoden beschrieben mit Begriffen wie Akupunkturmeridiane, Chakras, Aura usw.
Eigene Erfahrungen auf der energetischen Ebene sind die Gefühle und „energetischen“ Wahrnehmungen. Gefühle entwickeln sich aus Sinneswahrnehmungen und gehen dann über Nervenleitbahnen als elektrische Ströme zum Gehirn (zweite Ebene), wodurch die Ausschüttung von Hormonen und Botenstoffen ausgelöst wird. Gefühle führen zu Wahrnehmungen (Gedanken) und zu Interpretationen (dritte Ebene).
Energetische Wahrnehmungen werden häufig als eine „Als-ob-Empfindung“ beschrieben: „Mir ist so, als ob mir etwas den Hals zuschnürte.“
Dritte Ebene: Das Mentalfeld
Die dritte Ebene hat mit unserem Verstand zu tun und ist ähnlich aufgebaut wie ein Computer bzw. das Internet. Das Mentalfeld oder der Mentalkörper ist unser Informationsträger. Er ermöglicht uns, Erinnerungen abzurufen, neue Sinneseindrücke zu verarbeiten und zu speichern, Wahrnehmungen zu interpretieren. Unsere Gedanken sind sozusagen die Bits unseres Verstandes. Der Mentalkörper entsteht durch die geordnete Struktur und die physikalischen Eigenschaften des Biophotonenfeldes:
In der Physik kann man theoretisch Lichtwellen in immer kleinere Energiepakete „zerhacken“; das kleinste davon ist das Photon. Dieses ist nicht weiter teilbar und damit das „Quantum“. Wir gehen davon aus, dass im Mentalfeld alle Erinnerungen als Lichtinformationen im Quantenbereich abgelegt werden – als Bilder. Erst bei Abrufen aus dem Langzeitgedächtnis wird das Bild im Gehirn in Worte umgesetzt. Deshalb empfehlen wir das Zeichnen von Bildern, um an die ursprünglichen Informationen heranzukommen.
Das Gehirn entspricht einem einzelnen Computer, das Mentalfeld eher dem Internet, das durch komplexe Vernetzung mit anderen Computern entsteht. Das Mentalfeld ist in der Lage, unendlich viele Informationen zu speichern, nicht endlich viele wie unser Verstand.
Informationen aus dem Mentalfeld werden also, vereinfacht gesagt, über das Tubulin in den Zellen empfangen und an Strukturen des Nervensystems weitergeleitet, die das Gehirn anregen und Bilder entstehen lassen, die mit dem Bewusstsein wahrgenommen werden können. Durch die Arbeiten von Popp, Li und anderen Physikern1 ist heute bekannt, wie die gespeicherten Inhalte im Mentalfeld über die Biophotonen die Funktionen der Zelle steuern.2 (Näheres dazu in unserem Handbuch der Mentalfeld-Techniken)
Das persönliche Mentalfeld und die Beeinflussung durch fremde Felder
Das persönliche Mentalfeld tauscht sich mit den Feldern anderer Menschen aus. Familienmitglieder sind durch ein gemeinsames unbewusstes, emotionelles Feld besonders fest verbunden.3 Leider finden auch negative Inhalte ihren Weg in uns hinein, etwa durch Fernsehen, Radio und Internet. Insbesondere Massenphänomene lassen sich mithilfe der Mentalfelder erklären. Zum Beispiel kommt es bei Fußballspielen gelegentlich zu dem Phänomen, dass sich Individuen nicht mehr entsprechend ihrer eigenen inneren Führung verhalten. Mit MFT kann man sich von Gruppenzwängen und fremden Feldern entkoppeln und wieder zur eigenen Steuerung zurückkehren.

Die fünf Ebenen des Seins und ihre Entsprechungen
Vierte Ebene: Das intuitive Feld
Es gibt eine Realität jenseits unseres Verstehens, jenseits von Sprache und jenseits unseres Wissens. Wir können diese Ebene intuitiv erahnen, aber nicht mit dem Verstand erfassen. Auf dieser Ebene wirken Schamanen, wirken Rituale und vieles, was wir von den ursprünglichen, nicht zivilisierten, früher „primitiv“ genannten Völkern kennen. Auf dieser vierten Ebene sind die „erleuchteten Meister“ anzusiedeln (Buddha, Jesus, Franz von Assisi, Yogananda und andere).
Hier wirken Einflüsse aus früheren Leben, von transpersonalen Erfahrungen, Archetypen (Urbildern) oder Engeln (mehr dazu weiter unten), von traumatischen Ereignissen oder Lernerfahrungen in der Familiengeschichte, von Traumreisen oder meditativen Zuständen, von Fluch und Segen. Andere Erfahrungen auf der vierten Ebene wie Besessenheit, Kontakt mit Wesenheiten, Geistern, außerirdische Einflüsse, Implantate und Machtmissbrauch in Sekten scheinen an Macht zu verlieren, wenn sich die Familie in einem Stadium von gegenseitigem Respekt und Liebe befindet. Verstorbene Familienmitglieder, die in der Familie geachtet und gewürdigt sind, scheinen einen schützenden Einfluss auf das persönliche Feld des Betroffenen zu haben. Wir arbeiten auf der intuitiven Ebene mit heilenden Sätzen (nach Bert Hellinger).
Fünfte Ebene: Die geistige Dimension
Die fünfte Ebene umfasst die geistigen Aspekte eines Individuums. Das ist jener Teil von uns, mit dem Gott (oder das Göttliche, die Schöpfung oder wie auch immer Sie es nennen möchten) in uns zum Ausdruck kommt und mit dem wir in Verbindung stehen zur universellen Kraft. Um Erfahrungen auf der fünften Ebene machen zu können, müssen wir uns genug Zeit und Raum geben – für das Alleinsein, die Meditation oder das Gebet. Schicksalhafte individuelle Begrenzungen können sich auf der geistigen Ebene auflösen in ein Gefühl der Einheit mit allem, was ist. Die Abrundung einer Behandlung auf der fünften Ebene könnte darin bestehen, mit der neu gewonnenen, dankbaren Haltung, Hoffnung und Vitalität etwas „Gutes“ zu tun.
| Das Modell der fünf Ebenen… erklärt, dass der Mensch in mehreren Daseinsebenen oder Dimensionen existiert, in denen er Erfahrungen sammelt und die sich auf das Wohlbefinden auswirken. Der physische Körper (1.) mit allen Sinneswahrnehmungen ist umgeben vom Energiefeld (2.), über das Gefühle, Stärke oder Schwäche empfunden werden. Das Mentalfeld (3.), der Bereich des Denkens, der inneren Einstellungen, Erinnerungen und Glaubensmuster, ist ein strukturiertes Feld aus Photonen, das über den Austausch von Lichtinformationen Vorgänge im Körper und im Gehirn steuert. In der vierten Dimension (4.) ist man verbunden mit dem kollektiven Bewusstsein. Von hier kommen Träume, Intuitionen, Kreativität, Ahnungen, erfahrbar in tranceähnlichen Zuständen, durch die Heilungen unterstützt werden. Die geistige Dimension (5.) ist die Verbindung zum höheren Bewusstsein, erfahrbar in spirituellen Erlebnissen. |
Störende und heilende Einflüsse
auf die Gesundheit
Über jede Ebene können krank machende oder heilende Einflüsse aufgenommen werden. Belastende Faktoren im physischen Körper sind Schwermetalle und Umweltgifte, Biotoxine, genetisch bedingte Einschränkungen, körperliche Traumen, strukturelle Störungen, Ernährungsfehler. Energetische Störfaktoren sind Elektrosmog, Erdstrahlungen, Narbenstörfelder, unterdrückte Emotionen. Als mentale Stressoren wirken „vergiftete“ Gedanken und einschränkende Glaubensmuster. Auf der vierten Ebene können unerlöste Konflikte oder Traumen im Familiensystem, Besetzungen und Themen aus früheren Leben belastend wirken, aber auch unverarbeitete Nahtoderfahrungen oder ein Sichsperren gegen das In-Dienst-genommen-Werden von höheren Kräften.
Auf jeder Ebene gibt es auch heilende Einflüsse, etwa gesunde Ernährung, geregelte Lebensrhythmen, Freude an Musik, Tanzen, Lachen, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ein guter Platz im Familiensystem und der Glaube an einen tieferen Sinn des Lebens.
| Beispiel: SchamgefühlSchamgefühl stammt häufig aus der Kindheit, wenn man bloßgestellt wurde, sich ausgelacht oder völlig ungeschützt gefühlt hat. Scham ist ein Mittel, sich selbst in seinen Leistungen oder im „Versagen” (im Vergleich zu anderen) richtig einzuschätzen. Zu viel Scham kann die seelische und soziale Entwicklung hemmen, da das Gefühl als äußerst unangenehm empfunden und deshalb gerne vermieden wird. Für das eigene Wachstum ist es wichtig, gelegentlich auftretendes Schamgefühl auszuhalten und zu überwinden (am besten mithilfe von MFT).Frau T. leidet unter häufig wiederkehrendem Schamgefühl und „klopft” zu folgendem Satz (Näheres siehe Teil II):Erster Klopfdurchgang: „Auch wenn ich mich wegen jedes kleinen Fehlers schäme und Angst habe, Fehler zu machen, achte ich mich und nehme mich so an, wie ich bin.”Zweiter Klopfdurchgang: „Auch wenn ich mich anstrenge, alles perfekt zu machen, und mich jetzt schäme, weil ich mich in der Buchführung für meinen Chef verrechnet habe, achte ich mich und nehme mich so an, wie ich bin.”Frau T. erinnert sich an eine Situation in der Kindheit. Als sie etwa 8 Jahre alt war, hatte sie aus dem Geldbeutel ihrer Mutter 5 Mark entnommen und sich davon ein kleines Stofftier gekauft, das sie unbedingt haben wollte. Der „Diebstahl” wurde entdeckt und es gab großen Ärger. Frau T. weiß noch genau, wie beschämt und schuldig sie sich damals fühlte, und beklopft folgenden Satz: |
| Dritter Klopfdurchgang: „Obwohl meine Mutter sehr mit mir geschimpft hat, als ich Geld geklaut habe, und ich mich danach beschämt und schuldig gefühlt habe, achte ich mich und nehme mich so an, wie ich bin.”Sie erinnert sich daran, dass sie damals beschlossen hat, mit Geld und anderen Dingen immer korrekt umzugehen, damit sie solche Fehler und die damit verbundenen Gefühle nie wieder ausgehalten müsse. Sie formuliert einen neuen Satz:Vierter Klopfdurchgang: „Obwohl ich als Kind aus Schamgefühl beschlossen habe, alles superkorrekt zu machen, und mich dadurch oft unter Druck gesetzt habe, achte ich mich und entscheide mich, ab sofort gelassener zu sein, und ich erlaube mir, kleine Fehler zu machen.”Frau T. fühlt sich danach locker, eine Last ist von ihr abgefallen. Durch das Vermeiden von Scham und aus der Angst heraus, Fehler zu machen, war sie perfektionistisch geworden und hatte viele eigene Wünsche zurückgestellt. |
Das Eisbergprinzip oder:
Was sich hinter Symptomen verbirgt
Wir wissen, dass sich hinter vielen Symptomen, mit denen Menschen zum Arzt gehen, unsichtbare Konflikte oder Belastungen verbergen. In der Wissenschaft ist heute bekannt, dass fast jede chronische Erkrankung mit chronischen Infektionen und Giftstoffen in Verbindung gebracht werden kann. Die Regulationsdiagnostische Testung4 ermöglicht die Diagnose von Keimen in Gehirn oder anderen Organen ohne Operation. Entsprechende Hilfe kann rechtzeitig angeboten werden. Beim Brustkrebs erweist sich beispielsweise nach einer Vergiftung mit Parabenen (Konservierungsmittel aus Kosmetika oder Nahrungsmitteln), Umweltgiften und Stress durch elektromagnetische Felder meist eine Epstein-Barr-Virusbelastung.
Diese Belastungen treten vor allem in Körperarealen auf, die aufgrund unerlöster Konflikte dauerhaft unter Stress stehen.5 Chronische Angstkonflikte zeigen sich beispielsweise an der Niere, die ungenügend ausscheidet. Dort häufen sich oftmals Schwermetalle und andere Gifte an, die nicht mehr gefiltert werden können.

Wenn Sie sich selbst oder anderen helfen wollen, liegt die Bedeutung des Eisbergprinzips darin, dass es zunächst darum geht, eine Abschwächung des Symptoms zu erreichen, um die Dauer und Intensität eines Leidens zu mindern. Dann suchen wir mithilfe von MFT nach den seelischen Hintergründen des Symptoms. Begleitend zu einer psychologisch orientierten Behandlung empfehlen wir ein einfaches biologisches Entgiftungsprogramm und einfache biologische Behandlung der vorhandenen Bakterien, Viren und Pilze.
Wenn wir nur seelisch arbeiten, zum Beispiel nur MFT anwenden, arbeiten wir an dem emotionalen Teil eines Symptoms und es kann sein, dass es dem Betroffenen plötzlich schlecht geht – weil das Immunsystem aufwacht, die Präsenz der Giftstoffe im Körper erkennt und versucht, etwas dagegen zu tun. Es entstehen Zeichen wie Fieber, Schmerzen, Hautsymptome. Psychotherapeuten könnten denken, es handle sich dabei um eine unvermeidbare „Heilungskrise“. Meiner Erfahrung nach sind es aber akute Anzeichen zum Beispiel für eine Schwermetallvergiftung, eine Infektion mit Viren, Pilzen oder Borrelien, die sich jetzt zeigen.
Für den MFT-Anwender bedeutet dies Folgendes: Sobald ein Konflikt wirklich gelöst wird, sobald also eine psychotherapeutische Methode angewandt wird, die in der Tiefe wirkt, werden oft plötzlich und massiv Giftstoffe frei, die vorher versteckt im Gewebe gebunden waren. Um diesem Problem vorzubeugen und die Freisetzung von Giftstoffen nach einer guten Behandlung oder Konfliktlösung zu verhindern, verordnen wir vorbeugend häufig vier sorgfältig ausgewählte Nahrungssubstanzen: Chlorella, Fischöl, Cilantro (Koriander) und Knoblauch (oder Bärlauch). Wird der Betroffene so vorbereitet, geht die Arbeit viel rascher voran, ohne große Zwischenfälle und Krisen.
| Das Eisbergprinzip… beschreibt anschaulich, dass unter den sichtbaren oder spürbaren Symptomen ein „Berg“ von Einflüssen verborgen ist, die auf den Körper schädlich wirken. Dazu gehören unerlöste seelische Konflikte, chronische Infektionen und Gifte. Um wirkliche Heilung zu erreichen, müssen auch diese Aspekte in die Behandlung mit einbezogen werden. Deshalb sei den Therapeuten unter unseren Lesern empfohlen, ihre Klienten begleitend zu tiefgehenden Behandlungen mit ausgewählten Nahrungsergänzungen zu unterstützen. |
Notwendige Ergänzung zur psychologischen Klärung: biologisches Entgiften
Es gibt heute unzählige Methoden, die als Ausleitungsverfahren oder Entgiftungsmethoden auf körperlicher Ebene vermarktet werden. Wir beschränken uns in unserer prophylaktischen Behandlung auf vier rein biologische Substanzen, die sich sowohl im Rahmen wissenschaftlicher Studien als auch gemäß tradierter praktischer Lebenserfahrung bewährt haben:
1. Die Süßwasseralge Chlorella
Wir sind ständig Schwermetallen und Umweltgiften ausgesetzt und lagern diese im Fett- oder Bindegewebe, in den Knochen, in den Organen, besonders aber im Gehirn ein. Fast alle Krebserkrankungen und neurologischen Erkrankungen beruhen zu einem großen Teil auf unserer Schadstoffbelastung. Bisher wurde in der gesamten Literatur kein Stoff bekannt, der eine bessere Entgiftungsleistung bringt als Chlorella. Viel Chlorella ist besser als wenig. Zur Selbstdosierung empfehlen wir: Die Chlorella-Einnahme allmählich steigern, bis die maximale für Sie verträgliche Dosis erreicht ist, die noch keine Nebenwirkungen verursacht.
Es gibt die Süßwasseralge Chlorella pyrenoidosa (stärkere Entgiftungswirkung, kann leicht abführende Wirkung haben) und die Alge Chlorella vulgaris (leichter verdaulich wegen einer dünneren Zellwand). Chlorella eignet sich darüber hinaus hervorragend als Nahrungsergänzung: durch seinen hohen Nährstoffgehalt an B-Vitaminen (Nervennahrung), an fettlöslichen Vitaminen (EDKA), bioverfügbarem Magnesium und Eisen, vielen Spurenelementen und essenziellen Aminosäuren. Es kann auch Cholesterin senken.
Dosierung von Chlorella: Dreimal täglich 10 – 20 Tabletten – am besten circa 20 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen (mit dem Essen geht auch, ist aber nicht ganz so effektiv), denn: Gifte werden mit der Galle in den Darm ausgeschieden. Die Galle wird aktiv, sobald das Essen die Zunge berührt (vor allem, wenn es schmeckt). Zu diesem Zeitpunkt sollte Chlorella bereits im Dünndarm sein, um hier die mit der Galle ankommenden Gifte sofort zu binden – deswegen die an das Essen gekoppelte Einnahme.
2. Fischöl
Naturbelassenes, reines, nicht belastetes Fischöl unterstützt viele Funktionen im Körper. Es macht die Zellmembranen elastischer und verbessert die Gehirnleistung. Es fördert neben der Entgiftung die Entspannung und sollte daher vor allem abends eingenommen werden. (Empfehlung: 3 – 6 Kapseln, wenn pro Kapsel etwa 370 mg Omega-3-Fettsäuren enthalten sind) Unser Organismus entgiftet vor allem nachts.
3. Gefriergetrockneter Knoblauch
Die Kapseln werden in Wasser oder Öl aufgelöst, sodass das Alliin in Alizin umgewandelt wird. Allizin ist unser Universal-Antibiotikum ohne Nebenwirkungen (außer einer deutlichen Verlängerung der Lebenserwartung und Lebensqualität!). Die anderen Stoffe im Knoblauch unterstützen die Ausleitung aller Schadstoffe, senken den Blutfettspiegel und das schlechte Cholesterin, erhöhen das gute HDL und senken den Blutdruck. Knoblauch nehmen wir direkt vor dem Essen ein, wir lösen 1 – 2 Kapseln in Wasser oder Öl auf – das dauert etwa 2 Minuten – und trinken das Gemisch dann. Das darauffolgende Essen nimmt den Knoblauchgeschmack mit „hinunter“ und es gibt kaum Mundgeruch. Auch Mundspülen mit Koriander- oder Ingwertee entfernt den Mundgeruch. Statt Knoblauch kann auch Bärlauch eingenommen werden. Bärlauch wirkt ähnlich wie Knoblauch und ist etwas leichter verdaulich. Wir empfehlen 3 × 20 Tropfen oder 3 × 1 – 2 Kapseln.
4. Koriander
Dieser konnte in einer Studie mit Tieren als einziges Mittel innerhalb weniger Wochen 50 Prozent der Schwermetallbelastung der langen Knochen ohne Nebenwirkungen ausleiten. Koriander hat eine große Bindungsfähigkeit zu Schadstoffen. (Petersilie hat einen guten, aber schwächeren Effekt, der in die gleiche Richtung geht.) Koriander hat außer der ausleitenden Wirkung auch eine starke Wirkung auf Keime im Darm, vor allem auf Salmonellen.
Dosierung: Koriander sollte zwei- oder dreimal täglich eingenommen werden. Am Anfang einer Behandlung, insbesondere wenn bereits längere Zeit stärkere Symptome vorhanden waren, sollten Sie Koriander erst „einschleichen“ (also mit dem Einreiben nur eines Tropfens beginnen). Später können bis zu 15 Tropfen eingenommen werden, und zwar in heißem Wasser, am besten 15 Minuten vor den Mahlzeiten, da er ebenfalls die Galletätigkeit anregt. Koriander wirkt auch gut, wenn er auf der Haut eingerieben wird (etwa über der Schilddrüse zur Behandlung der Unterfunktion; in Leistenbeuge und Achsel, um die Lymphe zu entgiften, insbesondere bei Brustproblemen).
Schwangeren und stillenden Frauen empfehlen wir dreimal täglich 20 – 30 Chlorella-Presslinge. Dadurch stehen dem Kind viele Nährstoffe zur Verfügung und es wird gleichzeitig vor Schwermetallen und anderen Giften geschützt. Auch hohe Dosen Fischöl werden für das letzte Drittel der Schwangerschaft und für die Stillzeit empfohlen (zweimal täglich 3 oder 4 Kapseln).
Klar sollte bei alledem sein: Es gibt keine wirksame Behandlung ohne Berücksichtigung von Ernährung, Bewegung, Schlafplatz und gesunden Lebensrhythmen. (Weitere Informationen und wissenschaftliche Belege zu den empfohlenen Nahrungsergänzungen: siehe Handbuch der Mentalfeld-Techniken. Hinweise auf Bezugsquellen: am Schluss des vorliegenden Buches)
| Beispiel: Entgiftung mit ChlorellaEine Klientin kommt wegen Konzentrationsstörungen und Konflikten in der Partnerschaft in die Beratung. Im Gespräch und unter Anwendung verschiedener Mentalfeld-Techniken zeigt sich ein unbewältigtes Thema mit dem Vater und über Jahre der unerfüllte Wunsch nach Nähe, der sich in der Partnerschaft wiederholt. Nach dieser Sitzung mit tiefgreifenden Erkenntnissen und Gefühlen geht es der Klientin zunächst sehr gut. Nach zwei Tagen ruft sie jedoch an und klagt über Sehstörungen, Schwindel und leichtes Zittern der Hände. Offensichtlich ist durch die Behandlung ein Entgiftungsschub ausgelöst worden. Das Nervensystem reagiert auf die plötzlich gelösten Schwermetalle und Biotoxine (beispielsweise Pilzgifte), die nun im Blut zirkulieren, mit Ausfallerscheinungen. |
| Nach Gabe von 30 Tabletten Chlorella lassen die Symptome bereits innerhalb 1 Stunde deutlich nach. Wenige Wochen später, nachdem regelmäßig 3 × 20 Tabletten eingenommen wurden, sind auch die Konzentrationsstörungen dauerhaft verschwunden. |
Die persönliche Biografie und ihre Spuren in Körper und Seele
Verletzungen auf der körperlichen, der emotional-energetischen oder der psychischen Ebene bezeichnet man als Traumen (oder mit dem Fachausdruck: Traumata). Ungeheilte Verletzungen führen zu Blockaden der Informationsverarbeitung im Gehirn. Traumen können auch den Zugriff auf Erinnerungen, Gefühle und Intuitionen einschränken. Ursache kann die verletzende Einwirkung von Gewalt auf den Körper (wie ein Unfall) oder auch ein Schock, ein Verlust oder plötzlicher Schreck sein; manche Erlebnisse hinterlassen nachhaltige Wirkungen auf den gesamten Organismus (Schlafstörungen, Ängste …). Es folgt hier eine Auflistung möglicher Traumen, die durch Mentalfeld-Techniken oft mit gutem Erfolg behandelt werden können:
gefühlsmäßige und körperliche Ereignisse während der Schwangerschaft (Beziehungsprobleme der Eltern, Gedanken an Abtreibung, verstorbener Zwilling, Mangelernährung)
der Geburtsvorgang selbst
die Geburt von Geschwistern
Kinderkrankheiten
Verlust eines Haustiers
Trennung der Eltern
schwere Krankheit oder Tod eines Elternteils
verletzende Erlebnisse in Kindergarten oder Schule
Umzug in ein fremdes Umfeld
Schwierigkeiten bei Prüfungen
Bedrohung durch andere Jugendliche oder Erwachsene
rituelle oder schwarzmagische Erlebnisse
Unfälle und schwere Erkrankungen
Gerichtsverfahren
große finanzielle Verluste
Geschwisterrivalität
Patchwork-Familie: Schwierigkeiten mit Stiefmutter, Stiefvater oder Halbgeschwistern
Probleme mit Schwiegereltern, Nachbarn, Lehrern, Vorgesetzten, Arbeitskollegen (Mobbing)
ungelöste Konflikte mit Eltern, Ehepartnern oder Kindern
Schwere Verletzungen können zu bleibenden anatomischen Veränderungen im Gehirn führen, wie zum Beispiel Schrumpfen des Hippocampus (= das Gehirnareal, das für Emotionen und Erinnerungen wichtig ist), Veränderungen des Hormonhaushalts oder Veränderungen in der Steuerung der Gene.
Die gleichen Veränderungen können durch unsichtbare Stressoren entstehen, etwa Umweltgifte, Elektrosmog (schnurloses Telefon (DECT), WLAN, Babyfunk, Handy-Sendefunk) oder Energieverlust durch Phänomene, die von fremden Energien ausgelöst werden.
Die Nachwirkungen schwerer Traumen früherer Familienmitglieder (wie Kriegserlebnisse, Vergewaltigung oder gewaltsamer Tod) findet man oft noch drei oder vier Generationen später. Auch das Anschauen gewaltvoller Ereignisse im Fernsehen oder das Anhören tragischer Geschichten kann jemanden langfristig traumatisieren.
Die Wirkung verletzender Erlebnisse auf den Körper
Medizinisch gesehen kann Folgendes auftreten:
Bluthochdruck
Asthma- und Hauterkrankungen
neurodegenerative Erkrankungen (Parkinson, Alzheimer)
Herzrhythmusstörungen
Darmprobleme
Burn-out
vorzeitiges Altern
sexuelle Probleme
Depressionen, Borderline-Störungen
Krebserkrankungen
„funktionelle“ Störungen
erhöhte Noradrenalin- und Cortisolspiegel, die zu entsprechenden Folgeerkrankungen führen können
Die Wirkung auf die Psyche
Seelische Verletzungen belasten das Mentalfeld und führen zu Denkblockaden sowie einschränkenden Glaubenssätzen und Verhaltensmustern. Das Mentalfeld hat einen organisierenden und strukturieren den Einfluss auf den energetischen und den physischen Körper. Chronische Schmerzen, Denkstörungen, Ängste und Zwangsverhalten sind häufige Spätfolgen.
Wenn ein Schock plötzlich, massiv und unerwartet eintritt und in diesem Moment kein verständnisvolles, tröstendes Umfeld zur Verfügung steht, kann ein Erlebnis besonders tiefe Verwundungen bewirken. In diesem Fall können die Erinnerungen an ein Schockerlebnis und die damit verbundenen Informationen nicht verarbeitet und integriert werden. Wir wissen, dass die Folgen eines Schocks nur dann heilbar sind, wenn man wieder in den gleichen tranceähnlichen Zustand geht, in dem man war, als die Verletzung passierte (engl.: state dependant learning).
Die MFT-Arbeit ist ideal dazu geeignet, einerseits das bewusste Erleben der Gefühle, die die schlimmen Erlebnisse begleiteten, in abgeschwächter Form und in einem geschützten Raum noch einmal zu ermöglichen, andererseits aber mit geeigneten Maßnahmen auch eine schnelle Entlastung von Schmerz zu bewirken.
Es gibt kein objektives Maß dafür, wie schwer eine Verletzung gewesen sein „muss“, um eine bleibende Störung zu verursachen. Eine Situation kann subjektiv auch dann als dramatisch erlebt werden, wenn bei seelischen Verletzungen oder Kränkungen ohne begleitende körperliche Gewalt trotzdem Lebensgefahr empfunden wird. Unangenehme Erfahrungen hinterlassen bei jedem Menschen andere Spuren. Nur durch Vertiefen in die Gefühle der zurückliegenden Zeit kann das Ausmaß einer Verletzung erahnt werden. So kann selbst schon der Verlust der Lieblingspuppe in der Zukunft Auslöser für unerklärliche Gefühle sein. Folgende Fragen sind dazu geeignet, uns zu zeigen, welche Erlebnisse nicht verarbeitet sind:
Hat das Erlebnis etwas in mir verändert?
Hat es mich in meiner inneren Freiheit eingeschränkt?
Verhalte ich mich in meinem Leben anders, weil mir das passiert ist?
Gibt es wiederkehrende, unangenehme innere Bilder oder Träume, die sich darauf beziehen?
Gibt es Ängste oder Vermeidungsverhalten?
Gibt es spezifische Stresssymptome?
Gab es ähnliche Wiederholungen dieses Erlebnisses?
Wie haben sich meine Beziehungen, Hoffnungen, Sehnsüchte verändert?
Wie hoch war mein Niveau an Lebensfreude und Lebensmut vorher, wie ist es jetzt?
Wie haben sich meine Einstellungen und Grundannahmen zum Leben und zu meinem Umfeld seitdem verändert?
Wie hat sich mein Urvertrauen verändert?
Welche körperlichen Symptome haben sich seitdem eingestellt?
Nachdem Sie mit diesen Fragen für sich selbst geklärt haben, welche Ereignisse folgenschwer waren, sollten Sie diesen Situationen in der Selbstreflexion besondere Aufmerksamkeit widmen. Beispielsweise können Sie zunächst ein Bild malen, um unbewussten Zusammenhängen zwischen dem Erlebnis und aktuellen Einschränkungen auf die Spur zu kommen.
Schritt 1: Auf die Gefühle achten, die beim Betrachten des Bildes hochkommen
Schritt 2: Einen „Klopfdurchgang“ machen – mit besonderer Aufmerksamkeit für die Gefühle
Schritt 3: Einschränkende Glaubenssätze, die mit dem Thema in Verbindung stehen, herausfinden und verändern
Der Körper und die Seele werden durch jede Verletzung geformt und bekommen dadurch die Möglichkeit, zu wachsen. Mentalfeld-Techniken können eine enorme Unterstützung sein bei dem Bemühen, Leiden in Wachstum zu verwandeln. Natürlich sollten in jeder Biografie aber auch die schönen Zeiten gewürdigt werden, da diese immer wieder eine Quelle der Kraft sein können.
| Traumatische Erlebnisse… können im Körper und in der Seele Spuren hinterlassen, je nachdem, ob in der betreffenden Zeit ein verständnisvolles, tröstendes Umfeld zur Verfügung stand (oder steht) oder ob die Verletzungen alleine verarbeitet werden mussten (oder müssen). Traumen, die in einem Familiensystem auftreten, können noch nach mehreren Generationen Auswirkungen auf die Nachfahren haben, die sich bei Enkeln und Urenkeln als Ängste, Traurigkeit oder in Form psycho-somatischer Störungen zeigen können. Mit den Mentalfeld Techniken gehen wir zum biografischen Ursprung zurück und empfinden die jeweilige Situation in abgeschwächter Form noch einmal nach, während wir gleichzeitig heilsame körperliche, energetische und gedankliche Impulse setzen. |
Die Familienbiografie und ihr Einfluss auf das Leben des Einzelnen
Die Familienbiografie besteht aus der Summe aller Erlebnisse und Erfahrungen der väterlichen und mütterlichen Vorfahren. Je nachdem, wie eine Familie in der Lage war, Konflikte zu ihrer Zeit zu lösen, kann das einen großen Einfluss auf die körperliche und seelische Gesundheit der nachkommenden Generationen haben. Jede Familie hat ihre eigenen Gesetze und Regeln, ihre besondere Atmosphäre, ihre Umgangsformen und Erwartungen an die einzelnen Mitglieder. In der Familie findet auch die Prägung der Kinder für spätere Verhaltensweisen und Einstellungen zum Leben statt. Alle aktuellen Erfahrungen können mit Erlebnissen in der Familie in Verbindung gebracht und auf diese Weise besser verstanden werden. Der systemische Umgang mit MFT, also das Einbeziehen familiensystemischer Hintergründe in die aktuelle Situation (Erläuterung folgt), kann Sie dabei unterstützen, sich in Ihrem familiären Kontext zu sehen, Ihre Herkunft zu akzeptieren und alte Wunden zu heilen.

Aus der Sicht der systemischen Familientherapie genügt es nicht, die Wurzeln eines Traumas nur in aktuellen Erlebnissen zu suchen. Beobachtungen und Erfahrungen aus unserer langjährigen Praxis haben gezeigt, dass unterbrochene Verbindungen zu Familienmitgliedern geheilt werden können, wenn man versucht, den anderen mit seinem Erfahrungshintergrund zu verstehen, und wenn man imaginär, also mithilfe der Vorstellungskraft, eine neue Form der Verbindung aufnimmt. Solche Erfahrungen brachten Familientherapeuten auf die Idee, in einer Art Rollenspiel Begegnungen ihrer Klienten mit deren Vorfahren zu arrangieren. Hier haben die Studien von Bert Hellinger und seine Aufstellungsarbeit einen großen Beitrag geleistet. Er zeigt in zahlreichen Veröffentlichungen auf, wie der Einsatz „heilender Sätze“ uns dabei helfen kann, die Verbindung auch zu bisher abgelehnten Familienmitgliedern wieder zu heilen. Das kann folgendermaßen aussehen:
| Beispiel: Mutter und TochterDie Tochter hat sich von ihrer überängstlichen Mutter abgewandt. Jetzt versucht sie, die Mutter zu verstehen, und erkennt, dass die Ängste der Mutter mit dem Tod ihres Bruders bei einem Verkehrsunfall zusammenhängen könnten. Sie stellt sich vor, dass sie der Mutter in die Augen schaut, und sagt:„Liebe Mama, ich sehe den Schmerz um deinen Bruder und die Angst, auch mich zu verlieren. Diese Angst lasse ich in Achtung bei dir, aber die Liebe nehme ich gerne von dir.”Durch diese Worte und die damit verbundenen Gefühle können sich die Vorwürfe an die Mutter auflösen und die Tochter kann tiefe Liebe zu ihrer Mutter spüren. |
Ziel der Selbsthilfe oder einer Beratung sollte eine gesunde Verbindung aller Familienmitglieder untereinander sein. Jeder möchte ja letztlich dazugehören, in seiner Eigenart geachtet werden und einen guten Platz in der Familie haben.
Die Familienbiografie, in diesem Beispiel veranschaulicht am frühen Tod des Bruders der Mutter, kann durch vielfache Schicksalsschläge und individuelle Umstände Einfluss auf die Gegenwart haben. Kriegserlebnisse, Vertreibung, Bankrott, Verlust geliebter Menschen, Krankheiten, Feindschaften und Gewalterfahrungen von Familienmitgliedern haben auch auf die Nachfahren belastenden Einfluss. Die Last verteilt sich dann oft auf die einzelnen Mitglieder des Familiensystems; jeder trägt etwas mit, damit die Familie als Ganzes in schweren Zeiten „überleben“ kann.
| Die Familienbiografie… ist die Summe aller Erfahrungen, die in der mütterlichen und der väterlichen Familie gemacht wurden. Unbewältigte Erlebnisse von eventuell schon verstorbenen Familienmitgliedern haben starken Einfluss auf die Biografie der Nachkommen. Konflikte in der Gegenwart können sich verändern, wenn die Ursprungsfamilie mit Liebe oder zumindest mit Achtung gewürdigt wird. Durch Verständnis der schicksalhaften Zusammenhänge und durch „heilende Sätze“ kann die Verbindung zu bisher abgelehnten Familienmitgliedern wiederhergestellt werden. Solche Prozesse können eine heilsame Wirkung auf gegenwärtige Beziehungen und auf das gesundheitliche Wohlbefinden haben. |
Die karmische Biografie und ihre potenziellen Auswirkungen
Die persönliche Biografie beginnt mit der Zeugung und enthält alle bewussten und unbewussten Lernerfahrungen. In der Familienbiografie finden wir eine Zeitachse, die über viele Generationen in die Vergangenheit zurückreicht. Jeder unerlöste Konflikt und jede unerlöste Lernaufgabe erzeugen und bedingen Kräfte im Feld der Familie, die auf jedes lebende und tote Familienmitglied weiter einwirken.
Die dritte wichtige Zeitlinie ist die karmische Biografie. Mit diesem Begriff beziehen wir uns auf die eigene Beobachtung der Autoren, aber auch auf die Lehre aus verschiedenen Traditionen und Religionen, die es für uns wahrscheinlich macht, dass es „Vorleben“ (also frühere Leben) wirklich gibt und dass der Geist unsterblich und in einen tiefen Wachstumsprozess eingegliedert ist, der sich zurückzuverfolgen lässt bis zum Beginn aller Zeit. Wir gehen davon aus, dass sich der Geist in einem Werdegang entwickelt und einem ständigen Prozess der Reifung unterworfen ist und dass zum Zeitpunkt der Empfängnis oder kurz danach der Geist mit seiner eigenen Geschichte den physischen Körper des Fötus beseelt.
Der Körper hat seine eigene Geschichte, die identisch ist, mit der Geschichte der Gene, also zu 50 Prozent mit den Erbinformationen der Mutter und zu 50 Prozent mit den Erbinformationen des Vaters, die den Werdegang der menschlichen Entwicklung widerspiegeln. Der Geist, der den Körper beseelt, hat ebenfalls eine eigene Entwicklungsgeschichte hinter sich, die völlig unabhängig von diesem Körper stattgefunden hat. Die Gesamterfahrung der Entwicklung des Geistes bezeichnen wir als karmische Biografie.
Lernerfahrungen aus früheren Leben (Vorleben), traumatische Erfahrungen, vielleicht auch aus unbekannten Seinsebenen, können sich heute noch auswirken. Karma wird auch als das Prinzip von Ursache und Wirkung beschrieben. Die Wirkung einer schuldhaften Handlung in einem früheren Leben kann sich beispielsweise in Form von Erkrankungen, psychischem Leid, Schmerzen, unerklärlichen Sehnsüchte oder auffälligen Verhaltensweisen im gegenwärtigen Leben zeigen.
| Beispiel: Brennender AusschlagEine Klientin mit „brennenden” Hautausschlägen findet mit konventionellen Mitteln keine nachhaltige Hilfe. Bei einer Klopfakupressur-Sitzung (in unserer Praxis) tauchen innere Bilder auf von einem weit zurückliegenden eigenen Erlebnis: wie sie auf einem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt wurde …Durch innere Hinwendung und tiefes Verzeihen kommt es zur völligen Ausheilung der Beschwerden. |
Die therapeutische Lösung von karmischen Konflikten oder karmischer Schuld führt oft zu überraschenden Heilerfolgen bei körperlichen und seelischen Erkrankungen. Manchmal sind Elemente der karmischen Biografie mit der Familienbiografie identisch. Das könnte auf eine Reinkarnation in der gleichen Familie hinweisen. Beispiel: Eine dünne, magersüchtige Frau wirkt wie verhungert. Bei Nachforschungen in der Familienbiografie zeigt sich, dass eine Urgroßmutter Halbjüdin war und in einem Konzentrationslager umgekommen ist …
In der Arbeit mit Klienten, die sich tiefgehend mit sich selbst auseinandersetzten und in ihrem Wachstumsprozess auch karmische Zusammenhänge sehen und lösen konnten, zeigte sich, dass viele Erkrankungen oder Zustände wie Depressionen oder Suizidgedanken, aber auch Lebensumstände wie wiederholte Trennungen von Partnern oder wiederholte Schicksalsschläge manchmal ihren Ursprung in früheren Leben haben. Große unerlöste Konflikte, plötzlicher Tod durch Gewalt, Ungerechtigkeiten, aber auch eigene Schuld und eigenes Vergehen, das nicht gesühnt werden konnte, zeigen sich im gegenwärtigen Leben oft in Gestalt der Erkrankung von Organen, in scheinbar unangemessenen Schuldgefühlen, in Lebensentscheidungen, die selbstbeschränkend oder lebensverneinend sind, in scheinbar unerklärbaren, wiederholten Schicksalsschlägen … Die Aufdeckung dieser karmischen Zusammenhänge ist manchmal über innere oder selbst gemalte Bilder möglich, es erfordert genaues und vorsichtiges Hinschauen, eine innere Offenheit und auch Verwundbarkeit und eine Bereitschaft, über die vertrauten und bekannten Grenzen hinauszugehen. Frühere Leben werden oft in Träumen wahrgenommen oder in wiederkehrenden Gedanken über Situationen, die nichts mit dem gegenwärtigen Leben zu tun haben. Auch beim Klopfen im Rahmen der Klopfakupressur können spontan zunächst unerklärliche Bilder hochkommen.
Es zeigt sich immer wieder, dass eigene „Seelenanteile“ in einem früheren Leben hängen geblieben sind und erst dann zu dem Betroffenen zurückkehren, wenn das unbewältigte Thema gelöst wurde.
Wenn es um eigenes schuldhaftes Verhalten in einem früheren Leben geht, ist es therapeutisch oft notwendig, sich bei den Opfern zu entschuldigen und sich selbst zu verzeihen. Wenn man in einem früheren Leben das Opfer von Gewalt oder Ähnlichem wurde, kann versucht werden, mithilfe der Kopfhaltetechnik (siehe weiter hinten in diesem Buch) den Tätern zu verzeihen und alte Vorwürfe loszulassen. Auf diese Weise kann sich die unbewusste, schädliche Verbindung zwischen Täter und Opfer lösen, beide werden frei und das gegenwärtige Leben kann oft mit mehr Kraft und Fülle gelebt werden.
Für die Bearbeitung karmischer Zusammenhänge empfehlen wir das Hinzuziehen eines erfahrenen Therapeuten. Bevor die karmische Biografie bearbeitet wird, sollte man sich ausgiebig mit der persönlichen und der Familienbiografie auseinandersetzen.
Wie Sie die eigene Vorgeschichte umfassend erheben
Biografische Einflüsse spiegeln sich oft in der Krankengeschichte wider. Um einen Überblick über aktuelle Symptome und mögliche Ursachen aus der Vergangenheit herauszufinden, werden Belastungsfaktoren auf jeder Ebene abgefragt und systematisch zusammengestellt. Eine Auflistung hilft Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Selbsthilfemaßnahmen ebenso wie bei der Unterstützung anderer, indem viele mögliche Störfaktoren systematisch ins Bewusstsein gebracht werden.
Erste Ebene: Was gab es an körperlichen oder seelischen Erkrankungen, Unfällen, Operationen, zahnmedizinischen Behandlungen?
Beispiel: Nach Absterben eines Zahns und der darauf folgenden Wurzelbehandlung hatte eine Klientin massive Knieprobleme. Der Zahn starb wenige Wochen nach einem „Ehekrach“ ab …
Zweite Ebene: Was gibt es an wiederkehrenden Gefühlszuständen und energetischen Wahrnehmungen? Wird im Zu-Ende-Gehen von Beziehungen ein wiederkehrendes Muster sichtbar? Was für ein Klima gibt es (immer wieder) am Arbeitsplatz? Was tun Sie, um Energie aufzutanken? Nehmen Sie Energie von anderen oder geben Sie mehr, als Sie nehmen?
Beispiel: Jedes Mal nach dem Besuch der Mutter fühlt sich eine Klientin wie „ausgesaugt“. Schon in der Kindheit hat sie der Mutter viel gegeben und es fällt ihr schwer, selbst Unterstützung anzunehmen.
Dritte Ebene: Wie interpretieren Sie Ihr eigenes bisheriges Leben, Ihre derzeitigen Aufgaben und Ihre momentane Beschäftigung? Wovon träumen Sie? Welche Ziele haben Sie? Welche Filme und Bücher, welche Musikstücke mögen Sie? Was denken Sie über die gegenwärtige Entwicklung der Weltpolitik und wie sehen Sie Ihre Rolle in diesem Ganzen?
Beispiel: Ein Klient hat als Kind die Erfahrung gemacht, dass die Mutter andere Männer hatte, und denkt, dass alle Frauen untreu seien. Tatsächlich bestätigen sich seine Erwartungen in den Beziehungen, die er wählt.
Vierte Ebene: Wie ist die Beziehung zum Vater? Zur Mutter? Zu den Vorfahren? Wie sind Sie verbunden mit anderen Menschen, mit der Erde, mit sich selbst? Gibt es einen Therapeuten oder Guru, an dem Sie sehr hängen? Albträume? Drogenerfahrungen?
Beispiel: Den frühen Tod ihrer Mutter hat eine Klientin emotional nicht verarbeitet. Sie wendet sich innerlich vom Leben ab und möchte der Mutter in den Tod folgen.
Fünfte Ebene: Haben Sie eine religiöse Orientierung? Wie beschreiben Sie die eigene Beziehung zum Göttlichen? Machen Sie für Schwierigkeiten im Leben „Gott“ verantwortlich?
Beispiel: Eine Klientin hatte als Kind einen kleinen Hund, der angefahren und schwer verletzt wurde. Im Gebet versprach sie Gott, ihm jeden Tag zu danken, wenn der Hund nur überleben würde. Als der Hund dennoch starb, wandte sie sich von Gott ab.
| Die „Fünf-Ebenen-Anamnese”… erfasst mit wenigen Fragen die wichtigsten Informationen aus allen Lebensdimensionen:1. Welche körperlichen Erkrankungen, Unfälle, Operationen gab es?2. Welche Gefühle oder Muster treten immer wieder auf?3. Wie werden Lebenssituationen beurteilt oder bewertet?4. Wie ist die Beziehung zu den Eltern, zur Familie?5. Woran glauben Sie? |
TEIL II
Grundsätzliches zur
Vorgehensweise und die zentrale Rolle der Klopfakupressur
Du bist, was du denkst.
Du bist, was du denkst, was du bist,
und die Welt ist so, wie du denkst, dass sie ist …
LEITSATZ DER HAWAIIANISCHEN HUNA-LEHRE
Die Wirkungsweise der Mentalfeld-Techniken
Grundlage der Mentalfeld-Therapie ist die Erkenntnis, dass nicht richtig verarbeitete Erfahrungen bleibende Blockaden verursachen und dadurch Krankheiten, psychische Einbrüche und Krisen auslösen können. Durch schmerzvolle Erlebnisse oder übermäßigen Stress können die Funktionen, die für einen optimalen Energiefluss notwendig sind, so sehr gestört werden, dass Alltagsbelastungen nicht mehr bewältigt werden können. Die Anwendung von Mentalfeld-Techniken führt dazu, dass sich der Bereich des Denkens und Fühlens neu ordnen kann und dadurch auch Ordnung in die Bereiche des Körpers kommt, die für Gesundheit und Wohlbefinden von großer Bedeutung sind: Immunsystem, Nervensystem, hormonelles System usw. Es entsteht eine durchgängige Verbindung zwischen dem physischen, dem energetischen und dem mentalen Körper, ohne Blockaden und Störfaktoren. Dadurch wird der „Anwender“ der MFT offen und sozusagen durchlässig für Impulse aus den höheren Ebenen und es verbessern sich nicht nur Lebensumstände, körperliche und seelische Beschwerden sowie die Klarheit des Denkens und Entscheidens, sondern es gibt auch oft einen spirituellen Wachstumsschub. Mit allen Mentalfeld-Techniken können Sie sich selbst näher und mit Ihren innersten Wünschen in Kontakt kommen. Die ist eine unabdingbare Voraussetzung zum Erreichen Ihrer Lebensziele.
Anwendungsgebiete der Mentalfeld-Techniken
Die in diesem Buch beschriebenen Methoden haben sich während langjähriger Praxiserfahrung in jeder Lebenslage bewährt: bei Beziehungsstress, Überforderung durch die Arbeit, bei Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten, bei Krankheiten und Allergien; bei dem Bemühen, von Süchten loszukommen, bei Stress, Schmerzen und nach traumatischen Erfahrungen. Prüfungsängste, Denk- und Gefühlsblockaden oder schlechte Gewohnheiten können abgebaut, Fremdenergien (von Mutter, Vater, Toten) abgelöst werden. Dafür werden die Zusammenhänge mit dem Familiensystem und Einsichten ins Bewusstsein gebracht, durch die sich einerseits die Liebe verstärken kann, andererseits die Freiheit wächst.
Die 20 Mentalfeld-Techniken als Methoden der Selbsthilfe
Unsere Basismethode ist die Klopfakupressur, auf die wir hier besonders ausführlich eingehen werden. In Kombination damit wenden wir eine oder mehrere der weiter unten beschriebenen 20 Techniken zur „Korrektur“ an, wenn Gefühle und belastende Erinnerungen hochkommen oder wenn der Zugang zum Fühlen und Denken behindert wird, vielleicht aus Angst vor dem Wiedererleben schmerzlicher Erfahrungen. Wenn Sie einschränkende Gedanken und Gefühle ändern oder körperliche Beschwerden lindern möchten, wird es Ihnen teilweise nicht erspart bleiben, sich wenigstens für die Zeit der Bearbeitung dieser Themen auch mit leidvollen Erinnerungen auseinanderzusetzen. Mithilfe der vielen effektiven Techniken kann aufkommender Stress angeschaut, gewürdigt und wieder losgelassen werden.
Sie entscheiden zunächst, welche der Methoden aus der „Schatzkiste“ der Mentalfeld-Techniken (siehe unten) Sie anwenden möchten, also wie Sie sich dem Thema nähern wollen: beispielsweise mit einem gezeichneten Bild, mit Sätzen, die in der Klopfakupressur verwendet werden, oder mit der Suche nach einschränkenden Glaubensmustern. Im weiteren Verlauf können Sie alle Techniken kombinieren und sowohl für eine andere Person, für Freunde oder Kinder als auch für sich selbst anwenden.
Die im Folgenden aufgelisteten Methoden (hier stichwortartig abgekürzt) werden alle einzeln beschrieben; ihre unterschiedlichen Herangehensweisen verstärken und ergänzen einander:
Atemtechniken
Augenbewegungen
Bilder malen
Direkte Methode
Farben wirken lassen
Gebete
Gefühlsmandalas
Glaubensmuster auflösen
Heilende Sätze
Innerer Dialog
Innerer Heiler
Inneres Kind
Klopfakupressur
Kopfhaltetechnik
Meditation
Ordnungsyoga
Quantenwellen
Schreibtechnik
Seelenkontakt
Symbolarbeit
Visualisieren von Helfern und sicheren Orten
Die Vorbereitung
Jeder kann sich selbst ein guter Therapeut oder eine gute Therapeutin sein, wenn er/sie in der Lage ist, einen kleinen inneren Abstand zum Problem herzustellen. Das gelingt, indem man sich vorstellt, wie eine andere, nicht verwickelte Person dieses Problem sehen würde. Als wichtige Voraussetzung für gute Ergebnisse bei der Selbstreflexion gilt eine positive Grundhaltung, aus der heraus die eigenen Schwächen liebevoll angenommen werden. Wie später gezeigt wird, kann man als Vorbereitung einen unterstützenden Satz sagen und dazu ausgewählte Akupunkturpunkte „beklopfen“: „Ich nehme mich und meine Schwächen/Probleme/Symptome liebevoll an und vertraue auf meine Selbstheilungskräfte.“ Oder: „Ich bin mir selbst ein guter Berater/eine gute Beraterin.“
Mit einer neuen Methode (wie hier angeboten) fühlt sich anfangs sicherlich jeder erst einmal unsicher und traut sich noch nicht so viel zu. Um dies aufzufangen, können Sie um die Unterstützung „geistiger Helfer“ bitten (auch dazu später mehr), damit Sie bei den einzelnen Arbeitsschritten gut geführt werden. Lassen Sie Ihre Erwartungen an bestimmte Ergebnisse los und seien Sie einfach neugierig, was sich zeigt!
Eine günstige Voraussetzung für eine solche „Sitzung“ ist eine neutrale und offene innere Haltung, dank derer die anstehenden Themen mit einer möglichst weiten Perspektive und ohne Bewertung der beteiligten Personen betrachten werden können.
Wenn Sie für sich oder andere Mentalfeld-Techniken anwenden, gibt es eine Reihe von äußeren Faktoren, die sich unterstützend auf den Erfolg einer Sitzung auswirken. Da im Kopf, im Körper und im Bereich der Gefühle eine gewisse heilsame Ordnung angestrebt wird, sollte auch der Außenbereich in Ordnung sein. Ein aufgeräumter, angenehmer, heller Raum unterstützt die Ordnungskräfte im Körper. Das Telefon sollte abgeschaltet sein und andere Störungen sollten für die nächsten 30 Minuten ausgeschlossen werden. Jede Unterbrechung stört den Selbstheilungsprozess und die manchmal auch meditative Hinwendung zu sich selbst. Damit Sie nicht genau dann durch laute Geräusche aufgeschreckt werden, wenn Sie gerade Verbindungen zu tiefen Gefühlen hergestellt haben, sollten Sie also gut vorsorgen.
Trinken Sie vor und während der Arbeit auch mal ein Glas Wasser, damit alle „Körpersäfte“ gut ins Fließen kommen und damit auch die heilende Energie besser fließt.
Die innere Haltung
Damit seelische Verletzungen heilen können, ist es günstig, wenn Sie in einen Entspannungszustand kommen. Dabei verlangsamen sich die Gehirnwellen. Wir sprechen dann auch von tranceähnlichen Bewusstseinszuständen, in denen sich die Aufmerksamkeit und die Wahrnehmung verändern; das findet sowohl therapeutisch als auch in Meditationstechniken Anwendung. Wir benutzen dazu eine einfache Methode, den immer wachen Verstand zu überlisten: die sogenannte Drei-Punkt-Aufmerksamkeit. Im Buddhismus wurde eine einfache Möglichkeit entwickelt, auf die intuitive Ebene zu gelangen. Das dahinterstehende Prinzip lautet: Unser Verstand kann zwei Dinge gleichzeitig tun, beispielsweise beim Klavierspielen die linke Hand anders bewegen als die rechte. Beim Autofahren kann mancher Fahrer steuern und gleichzeitig telefonieren (– auch wenn das nicht zu empfehlen ist!). Wenn nun ein Drittes hinzukommt, wie zum Beispiel ein Streit mit der Ehefrau, passiert oft ein Unfall.
Die Drei-Punkt-Aufmerksamkeit ist ein Kunstgriff, mit dem wir das Hirn beeinflussen: Wir geben ihm erst eine Aufgabe – die schafft es mühelos. Wir geben ihm eine zweite Aufgabe – die schafft es auch noch, aber es fängt schon an, sich Sorgen zu machen. Wir stellen die dritte Aufgabe und das Hirn beginnt zu „flattern“. Nun lässt es entweder nichts mehr zu oder es gibt auf – und wir kommen in eine Art Trancezustand.
Wenn in einer Sitzung dieser besondere Bewusstseinszustand erreicht wird, können oft sogar die psychischen und körperlichen Auswirkungen sehr belastender Erfahrungen geheilt werden. Das liegt daran, dass wir auch bei Schmerz- oder Schockerlebnissen automatisch die Gehirnwellen verlangsamen, damit das Schlimme überhaupt ausgehalten werden kann. Schock und Heilung finden beim gleichen Zustand des Gehirns statt.
In unserer konkreten Arbeit versuchen wir, drei Aufgaben zu lösen, die scheinbar unmöglich gleichzeitig durchzuführen sind:
Sich innerlich Bilder von dem Problem machen, sich etwa auf die Schmerzen oder auf ein Symptom konzentrieren; eine Verletzung oder einen Konflikt visualisieren.
Die unten beschriebene Klopfakupressur sorgfältig durchführen. (Diese beiden Aufgaben sind bereits eine Herausforderung für das Gehirn.)
Themenbezogene Sätze (die Sie darin unterstützen, sich selbst trotz aller Probleme und Beschwerden zu akzeptieren) formulieren, ablesen oder genau nachsprechen.
Das Vorgehen in sechs Schritten
Unabhängig von der von Ihnen jeweils ausgewählten Mentalfeld-Technik gibt es eine Vorgehensweise, die sich in Beratungssituationen bewährt hat und die auch für die Selbsthilfe geeignet ist: In sinnvollen Arbeitsschritten nähert man sich dem Thema und den damit verbundenen Gefühlen an und bekommt dadurch Informationen, die für die Anwendung der jeweiligen Technik notwendig sind.
Schritt 1
In einer Beratungssituation führt man immer ein Vorgespräch, um das Thema zu erfassen. Bei der Selbsthilfe beginnen Sie damit, dass Sie an das zu behandelnde Problem denken und spüren, welche Gefühle und Körperwahrnehmungen auftauchen. Dann schreiben Sie sich Stichworte dazu auf. Sie können sich auch vertiefende Fragen zur aktuellen Situation stellen:
Wie lautet das Thema?
Wie wirkt sich das auf den Körper aus?
Was hindert mich daran, dieses Problem zu lösen?
Was würde passieren, wenn diese Hindernisse kurz verschwänden?
Was würden Vater und Mutter zu meinem Problem sagen?
Welche Gefühle, Ängste, Umstände hindern mich daran, das zu tun, was ich wirklich möchte?
Wie wünsche ich mir die Situation?
Wo fühle ich mich von anderen eingeschränkt?
In welcher Weise begrenze ich mich selbst?
Schritt 2
Durch gezielte Fragen und gedankliche Hinwendung werden die vorgestellte Situation und die damit zusammenhängenden Erinnerungen und Körpersymptome verstärkt. Dann folgt eine Maßnahme, die den Betroffenen in einem Zustand der Ausgeglichenheit hält: Obwohl Sie an eine belastende Situation denken, werden Sie nicht wie sonst immer (oder nur kurz) von dem mit dem Thema verbundenen Stresszustand ergriffen. Alle unten beschriebenen Techniken wirken auf unterschiedliche Weise ausgleichend, harmonisierend und klärend. Um der Thematik näherzukommen, stellen Sie sich selbst (oder: stellt der Berater) Fragen zum inneren Zustand, zum Beispiel:
Welche körperlichen Empfindungen sind vorhanden?
Welche Gefühle sind da?
Gibt es Gedanken/Bilder/Erinnerungen/Bewertungen/Glaubenssätze/Einstellungen?
Gibt es einen Vorwurf, den Sie sich machen oder den andere Ihnen in der aktuellen Situation machen?
Wann haben Sie sich zum ersten Mal in Ihrem Leben so gefühlt?
Welche Art von Hilfe oder Unterstützung hätte Ihnen damals gut getan?
Was hätten Sie damals gerne von jemandem gesagt bekommen?
Wissen Sie, wie es sich anfühlt, völlig schmerzfrei/symptomfrei/glücklich … zu sein?
Wann haben Sie sich zum letzten Mal so gefühlt (schmerzfrei/symptomfrei/glücklich …)?
Sehen Sie eine Möglichkeit, die Situation zu ändern?
Schritt 3
Sie schreiben sich „Schlüsselwörter“ zu diesen Fragen auf, also Stichwörter, die später vielleicht nötig sind, um mehr Klarheit in eine problematische Situation zu bringen.
Schritt 4
Als nächster Schritt wird erfragt, wie groß der Stress in Bezug auf das mit Ihrem Thema verbundene Gefühl oder den Schmerzzustand ist. Dazu verwenden wir eine fiktive, gedanklich vorgestellte Skala von 0 bis 10, auf der der innere Zustand eingestuft werden kann, die sogenannte Gefühlsintensitätsskala: Sie spüren (beziehungsweise die Person in der Beratung spürt), welche Gefühle sich zeigen, und versuchen, auf einer gedachten Skala von 0 bis 10 anzugeben, wie intensiv die Gefühle im Moment wahrgenommen werden (0 = keine Wahrnehmung von Stress, 10 = stärkste Wahrnehmung, größter Stress). Die Gefühle oder Wahrnehmungen sollten so genau wie möglich benannt werden. Die beschreibenden Worte werden für die weitere Arbeit genutzt, eventuell notiert. Wenn der Wert auf der Skala anfangs noch sehr niedrig ist, sollte der Zugang zum Thema durch Fragen, Einfühlen, bewusstes Atmen oder Gesprächsführung vertieft werden.

Schritt 5
Dann kann mit Klopfakupressur oder einer anderen Technik begonnen werden. Wählen Sie unter den Techniken bzw. Methoden dieses Buches diejenigen aus, (auf) die Sie ansprechen, und wenden Sie sie an, bis Sie sich besser fühlen.
Schritt 6
Stellen Sie sich die Fragen, auf die Sie emotional reagiert haben, noch einmal oder spüren Sie, ob die Schlüsselworte noch weitere Gefühle auslösen. Wenn der Stresslevel auf der Skala von 1 bis 10 höher als 3 ist, sollten Sie das Thema noch einmal vertiefen.
Gefühle in Fluss bringen
Jedes Gefühl hat eine Berechtigung und jedes Gefühl hat einen Grund, warum es gerade jetzt auftaucht. Wir wehren uns oft gegen Gefühle und sagen: „Ich will mich aber nicht traurig, schuldig, machtlos, schwach fühlen.“ Damit geben wir den unerwünschten Gefühlen Energie und Macht über uns, fühlen uns als Opfer der Umstände. Schon aus der Kindheit gibt es ein „Depot“ an verdrängten Gefühlen, die im limbischen System des Gehirns abgespeichert sind und von dort aus Fühlen, Denken und Körperfunktionen blockieren. In einer unerwarteten Situation werden wir dann von unseren eigenen (manchmal kindlichen) Gefühlen und Handlungsweisen überrascht und können sie nicht zuordnen.
Meistens sind Gefühle flüchtig, sie kommen und gehen wie eine Welle. Nur alter, unbewältigter Schmerz kann manchmal etwas länger verweilen. Dann sollten Sie mit einer inneren Haltung von Neugier und Interesse hinspüren und sinngemäß sagen: „Ja, ich sehe dich, meine liebe Angst, du warst mir manchmal ganz schön lästig, aber jetzt möchte ich dich näher kennenlernen, ich interessiere mich dafür, wo du herkommst und welchen Nutzen du in der Vergangenheit für mich hattest …“ Mit dieser offenen Haltung können Sie wertvolle Informationen über sich und Ihre Gefühle erhalten.
In unserer Praxis haben wir die Erfahrung gemacht, dass aufgestaute Gefühle sich durch angemessenen Körperausdruck lösen können. Einige Beispiele:
Trauer, Traurigkeit: lösen durch langsames, aber tieferes Atmen, durch Weinen; die Hände auf das eigene Herz legen; sich vorstellen, von einem lieben Menschen gehalten zu werden
Angst, innere Spannung: lösen durch Reden, Zittern oder Schütteln, manchmal auch durch Lachen oder Gähnen, auch durch „Tönen“ (Summen oder Brummen eines Tons mit offenem Mund), durch Singen eines Kinderliedes, durch Beklopfen des Brustbeins
Wut: lösen durch wütende Laute (am besten: Schreien in ein Kissen), wütendes Sprechen oder wütende körperliche Aktivitäten (Handtuch wringen, auf Kissen oder alte Telefonbücher schlagen, usw.). Manchmal hilft es zu fragen: „Könnte es sein, dass hinter der Wut noch ein anderes Gefühl ist?“ Wut ist oft der Deckmantel für tiefen Schmerz.
Einsamkeit: Tränen fließen lassen. In der Arbeit mit und für sich selbst versuchen Sie, Ihr inneres Kind, das sich einsam fühlt, in den Arm zu nehmen, stellen sich die tröstende Energie der Mutter/Oma/Tante aus der Kindheit vor. Vielleicht überlegen Sie, welchen Freund oder welche Freundin Sie um eine solche Unterstützung bitten könnten.
Anzeichen von Abwehr?
Möglicherweise gibt es während der Vertiefung eines Themas Anzeichen von Abwehr und den Wunsch, schnell wieder aufzuhören: So fällt Ihnen vielleicht ein, Sie könnten noch dieses oder jenes machen, Sie werden schläfrig, Ihr Tonfall wird genervt, überkreuzte Beine, unruhiges Rutschen auf dem Stuhl … Abwehr ist eine seit der Kindheit angewendete, meist unbewusste Strategie, unangenehme Gefühle nicht an sich heranzulassen. Damals hatte diese Abwehr durchaus einen Sinn, nämlich: Frustrationen und Enttäuschungen zu vermeiden. Als Erwachsene sind wir besser in der Lage, Enttäuschungen zu verkraften oder mit unserer ausgewählten Technik zu „beklopfen“. Es lohnt sich, das eigene Abwehrverhalten zu verstehen und jedenfalls teilweise zu überwinden, um an den Ursprung Ihrer Gefühle heranzukommen. Zweifel und begrenzende Einstellungen, denen Sie erlauben, Ihre Ziele zu blockieren, sind sehr wirksame Abwehrmechanismen.
Die grundlegende Arbeitstechnik: Klopfakupressur
Die Klopfakupressur ist unsere grundlegende Arbeitstechnik. Im Zusammenhang mit den unten beschriebenen „Sätzen“ bezeichnen wir sie als eine Mentalfeld-Technik, Therapeuten nennen sie auch Mentalfeld-Therapie (Abkürzung für beide Varianten: MFT). Die Grundlagen dieser Methode stammen von dem amerikanischen Psychologen Dr. Roger Callahan, der sie im Rahmen seiner Thought Field Therapy (TFT) beschrieben hat.6
Die Bedeutung der „Klopftechnik“ liegt darin, dass durch das Beklopfen ausgewählter Akupunkturpunkte das Nervensystem beruhigt wird. Gleichzeitig wird das zu bearbeitende Thema angesprochen. Alle Körperwahrnehmungen, Gefühle und Gedanken dazu können benannt oder aufmerksam gespürt werden. Diese werden nicht „weggeklopft“ (wenngleich sie hinterher tatsächlich oft weg sind oder sich verändert haben), sondern der themengebundene Stress wird reduziert, mit der Folge, dass auch in Zukunft Gedanken an dieses Thema ohne Stress und entsprechende Körpersymptome möglich werden. Oft reicht es schon aus, zu klopfen, während man in sich hineinfühlt und an das Thema denkt, um deutliche Veränderungen in sich und in der Bewertung der Umstände wahrzunehmen.
Die zehn Gesichts- und Körperlinien
Als „Körperlinien“ oder „Klopflinien“ bezeichnen wir zehn am Körper verlaufende Reihen von energetisch sensiblen Stellen, die wir in langjähriger Erfahrung ermittelt haben. Es handelt sich um Körperbereiche, die sehr dicht von Nerven durchzogen sind. Die dichteste Nervenausstattung liegt an der Knochenhaut. Deshalb werden immer die Knochen „beklopft“, nicht die danebenliegenden Weichteile.
Jede der zehn Linien wurde aufgrund des alten Wissens über Akupunktur und der Kenntnisse über das Organ- und Nervensystem ausgewählt. Durch das Beklopfen mit den Fingerspitzen werden nicht nur die Punkte auf den Linien beklopft, sondern auch die Anfangs- und Endpunkte der Meridiane, die sich in den Fingerspitzen befinden.
Die nachfolgenden Fotos zeigen die Lage der hier ausgewählten Klopfpunkte.
„Krone”
Die erste Linie entspricht dem Mittelscheitel, es ist die oberste Linie am Kopf. Die Fingerkuppen werden so gestellt, dass sie hintereinander diese Mittellinie berühren. Der wichtigste Punkt ist der Punkt mit der Bezeichnung „Gouverneur 20“, der höchste Punkt am Kopf.

Die Finger werden ein bisschen gespreizt, sodass ein größerer Abschnitt der Linie erreicht wird. Durch das Beklopfen der „Krone“ können belastende Erlebnissen besser integriert werden, das heißt, es werden innere Verbindungen zu diesen Erlebnissen hergestellt, damit diese verarbeitet und als Teil des eigenen Lebens angenommen werden können.

„Augenbraue”
Diese Linie ist der halbkreisförmige, knöcherne obere Augenhöhlenrand, unterhalb der Augenbraue. (Punkte Blase 1, 2 und Extrapunkte)
Das Beklopfen dieser Linie stellt die Verbindung zu tiefen seelischen Verletzungen und Erinnerungen her.

„Schläfe”
Diese Linie bildet den oberen Teil des Jochbogens, beginnend direkt neben dem Augenwinkel (Punkt Gallenblase 1), den der kleine Finger des Anwenders beim Beklopfen berühren sollte. Die Daumen liegen dabei direkt vor dem Ohr.
Beim Testen fanden wir im Laufe der Jahre heraus, dass das Klopfen von Punkten des Gallenblasenmeridians bei Themen des Familiensystems helfen kann.

„Hinterkopf”
Ausgangspunkt ist die Ohrenspitze, von dort gehen wir etwas tiefer. Wir klopfen hier mit der Handkante an der Kleinfingerseite.
Die Linie am Hinterkopf kann man oft als horizontale Eindellung am Schädel ertasten. Sie verläuft direkt hinter dem Ohr bis zur Mittellinie. Diese für Lernvorgänge besonders wichtige Klopflinie ist auch bekannt unter der Bezeichnung „Einsteinpunkte“. durch Beklopfen dieser Punkte werden Konzentration und Lernfähigkeit unterstützt.

„Magenlinie”
Senkrechte Linie unter der Augenmitte bis zum Rand des Mundwinkels. Pupillenlinie auf dem Knochen direkt unter dem Auge. Der Zeigefinger klopft auf den Punkt Magen 1, die übrigen Finger klopfen in einer ganz leicht gebogenen Linie, bis zum kleinen Finger, der genau seitlich des Mundwinkels klopft.
Diese Linie ist bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten von besonderer Bedeutung. Auch wenn man dazu neigt, sich unter Druck zu setzen, wirkt das Beklopfen der Magenlinie entlastend.

„Oberkiefer”
Wir klopfen die Zähne, nicht die Zahnwurzeln. Der Mittelpunkt zwischen Nase und Oberlippe – der Punkt Gouverneur 26 – ist besonders wichtig, ein kleiner Finger sollte direkt darauf klopfen (also asymmetrisch).
Die anderen Finger überlagern auf beiden Seiten die Zähne auf natürliche Art und Weise. (Dieser Punkt GG 26 ist sozusagen ein Notfallpunkt, der beispielsweise auch Bewusstlose oft schnell wieder „aufweckt“.) Zukunftsbezogene Ängste werden durch Beklopfen diese Linie reduziert.

„Unterkiefer”
Auch hier werden die Zähne mit asymmetrischer Handstellung beklopft – ein kleiner Finger klopft den Punkt in der Mitte am Kinn (Konzeptionsgefäß 24). Das Beklopfen dieser Linie bringt körperliche und gedankliche Starre wieder in Bewegung.
Unterkiefer und Oberkiefer können bei Zeitmangel auch gleichzeitig mit je einer Hand (mittig) beklopft werden.

„Handgelenk”
Die Perikardlinie (mit Bezug zum Herzbeutel) befindet sich an der Innenseite des Unterarms, mittig, unterhalb des Handgelenks. Beidseitig wird nacheinander die gegenüberliegende Handgelenklinie längs zum Arm mit allen Fingern der anderen Hand beklopft oder die Handgelenklinien werden überkreuzt aufeinander geklopft.
Beziehungen: Diese Linien unterstützen das Tätigwerden in anstehenden Angelegenheiten, geben Selbstschutz, Selbstwertgefühl und Vertrauen.

„Achsel”
Diese Linie liegt seitlich am Brustkorb, dicht unter der Achselhöhle. Der wichtigste Punkt liegt etwa eine Handbreit unterhalb der Achselhöhle (Milz-Pankreas 21). Wir klopfen mit der Zeigefingerlinie der gleichseitigen Hand, während der Daumen nach innen eingeklappt wird („Affenklopfen“), um gleichzeitig den Dickdarmmeridian am Zeigefinger zu stimulieren. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch mit den Fingerkuppen klopfen. Dann gehen die Hände auf der Brust über Kreuz.
Beziehungen: Unterstützung des Immunsystems und des Selbstwertes. Durch den „Kurzschluss“ von Milzmeridian und Dickdarmmeridian, der beim Klopfen entsteht, beobachten wir oft augenblickliche Verminderung von Wut.

„Brustbein”
Die Klopflinie verläuft seitlich am Brustbein entlang. Die Finger sollte man beim Klopfen leicht spreizen. Hier sollen Punkte der Thymusdrüse und Niere 27 aktiviert werden. Der Thymus befindet sich im Körperinneren etwa 3 cm unterhalb des Brustbeins. Die Daumen liegen auf dem Punkt Niere 27, in der Vertiefung unterhalb des Schlüsselbeins, angrenzend ans Brustbein, die anderen Finger in einer geraden Linie abwärts.
Das Beklopfen des Brustbeins ist aktivierend. Bei Ängsten wirkt diese Linie oft ausgleichend, deshalb wird das Brustbein auch „Mutknochen“ genannt. Besonders Kindern gefällt es, wie Tarzan auf ihre Brust zu klopfen und dadurch das Selbstvertrauen zu stärken.
Die Körper- und Armhaltung beim Klopfen
Die optimale Klopftechnik erfordert auch bestimmte Körperhaltungen, wie sie auf den Fotos angedeutet sind und wie sie sich ganz natürlich aus der Lage der Linien ergeben. Die Körperhaltungen führen zu verbessertem Sauerstoffaustausch in der Lunge, zu einer verbesserter Durchblutung des Gehirns, zu verbesserter Drüsenfunktion (Schilddrüse, Thymus, Hypophyse), zu einer Verminderung des Stresstonus und zu allgemeiner Entspannung.
Die Technik des Klopfens
Wir klopfen mit allen fünf Fingern einer Hand. Wenn möglich, wird mit beiden Händen gleichzeitig auf beiden Körperseiten geklopft. Das Klopfen sollte im Walzertakt erfolgen. Er beruhigt das Nervensystem und innere Spannungszustände. Jede Linie sollte kräftig mit allen fünf Fingern beklopft werden, sodass gleichzeitig auch alle Fingerspitzen stimuliert werden.
Den Atem sollte man während des Klopfens beobachten, aber nicht anhalten.
Tipp: Wenn Sie merken, dass Sie beziehungsweise Ihr Partner die Luft anhalten, werden wahrscheinlich Emotionen zurückgehalten, die erst dann hochkommen können, wenn Sie entspannt weiteratmen.
Variationen beim Klopfen
Veränderungen bei Klopfstärke, Rhythmus und Geschwindigkeit können genutzt werden, um das Nervensystem immer wieder neu zu stimulieren.
Zur Klopfstärke: Entgegen dem eigenen Empfinden können starke Reize beruhigen, schwache Reize anregen. Deshalb gilt bei der Klopfstärke: Starkes Klopfen wirkt als „Bremse“, leichtes Klopfen dient als „Gaspedal“. Wenn Sie während der Behandlung erregt und unruhig sind, klopfen Sie demnach stark. Wenn Sie noch wenig Zugang zu ihren Gefühlen spüren, klopfen Sie sanft.
Zum Rhythmus: Ein Takt oder eine „Klopfmelodie“ entsteht durch unterschiedliche Klopfstärken, also die Betonung der ersten „Note“ eines Taktes. So kann im Walzertakt (Dreivierteltakt) geklopft werden. Der Walzertakt wird angewendet, um die Stimmung zu heben. Wenn Sie sich erschöpft und müde fühlen, kann ein schnellerer Rhythmus anregend sein. Wenn das Herz schon zu schnell pumpt oder gar jagt, dann wirkt ein langsamer Rhythmus als Bremse.
Mit der Art des Rhythmus und der Geschwindigkeit können wir uns steuern, tiefer in das Gefühl hinein oder vom Gefühl weg. Die Klopfgeschwindigkeit liegt etwa bei 2 Hertz, also zwei Schläge pro Sekunde (– das beruhigt das autonome Nervensystem am besten). Die Klopfreihenfolge ist in Allgemeinen von oben nach unten, kann aber auch variiert werden.
Die lösenden Sätze
Ein weiteres Element der Technik sind die Sätze, die einerseits unangenehme Körpersymptome, Gefühle oder Konflikte benennen, andererseits gleichzeitig die Achtung für das, was gerade ist, wiederherstellen. Vorbereitend zum Klopfen werden zweiteilige heilende Sätze ausgearbeitet und formuliert. Diese haben immer die gleiche Struktur: „Obwohl ich dieses Problem habe, … (Problem mit eigenen Worten benennen), achte ich mich und nehme mich genauso an, wie ich bin.“
Beispiel: „Obwohl ich Angst vor meinem Chef habe und mich zittrig fühle, achte ich mich und nehme mich so an, wie ich bin.“
Später kommt noch ein dritter Satzteil dazu, der eine Neuentscheidung für die Zukunft formuliert: „… und ich entscheide mich, … (Beispiele: trotzdem meine Wünsche zu äußern …, oder: trotzdem erfolgreich meinen Weg zu gehen).“
| Vollständiger Beispielsatz:„Obwohl ich Magenschmerzen habe, wenn ich an meine Prüfung denke, achte ich mich und nehme mich so an, wie ich bin, und ich entscheide mich, ganz entspannt zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass mir all mein Wissen während der Prüfung zur Verfügung steht.“ |
Aus der Suche nach Sätzen, die unabhängig sind von einer bestimmten Religionszugehörigkeit und die für alle zutreffen, ergaben sich die Worte: „… achte ich mich und nehme mich so an, wie ich bin.“ Die Selbstannahme gibt Kraft und Selbstvertrauen und macht uns unabhängig von der Meinung anderer. Wenn wir die eigenen Schwächen akzeptieren und liebevoll annehmen, wächst auch das Vertrauen, dass andere uns so annehmen, wie wir sind.
Der Sinn und Zweck dieses Satzes besteht darin, dass Ihnen klar wird, dass Sie trotz aller Schwierigkeiten in Ihrem Leben ein Wesen sind, das mit dem Göttlichen in Verbindung steht; ein Wesen, das hier ist mit einem Auftrag, wobei das individuelle Schicksal Teil einer Lernaufgabe ist, deren Sinn sich im Moment vielleicht noch nicht erschließen lässt.
Der dritte Teil des Satzes ist wie ein innerer Auftrag: Trotz allem, was da passiert ist, bin ich bereit, dies hinter mir zu lassen und in eine neue Richtung zu gehen mit meinem Leben, meiner Krankheit, mit meiner Wahl, die ich treffe.
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