Kitabı oku: «Basisqualifizierung BAQ»







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Basisqualifizierung - BAQ

Andreas Huber
Daniel Alvarez
Michael Hetjens

Herausgegeben
von der
Deutschen Billard-Union
Dies sind die persönlichen Ausbildungsunterlagen von
______________________ ________________________
Vorname Name
Kurstermin _______________________________
Seminarleiter _______________________________
ISBN: 978-3-941484-92-4



© Litho Verlag e.K., Wolfhagen 2015
Alle Rechte vorbehalten
ISBN: 978-3-941484-92-4 (print)
ISBN: 978-3-946128-07-6 (epub)
ISBN: 978-3-946128-08-3 (PDF)
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Basisqualifizierung - BAQ




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2.0.1.1
2.0.1.2
Sportart- und zielgruppenübergreifende Basisqualifizierung
(BAQ)
Voraussetzung: Vorstufenqualifikation / positive Sichtung [DBU-Mitglieder]
Für alle Ausbildungen der 1. Lizenzstufe werden die übergreifenden Basisinhal-te als Einstiegsmodul in die Gesamtausbildung dargestellt. Diese Basisqualifi-zierung ist somit Bestandteil einer Gesamtausbildung, obwohl sie in den Über-sichten und curricularen Darstellungen dieser Richtlinien als eigenständiger Lehrgangsabschnitt dargestellt wird. Im Gegensatz zu der Vorstufenqualifikati-on ist die Basisqualifizierung also Bestandteil der 120 LE umfassenden Ausbil-dungsgänge auf der 1. Lizenzstufe (im Billard sind das: Trainer-C Breitensport und Jugendleiter).
Das BAQ-Modul steht im Gegensatz zu allen anderen Qualifizierungs-Modulen der DBU allen Mitgliedern einer Untergliederung des DOSB offen. Für externe Teilnehmer gelten die Zugangsvoraussetzungen für DBU-Mitglieder nicht.
Merkmale der BAQ:
Ist Einstieg in die lizenzierten Ausbildungen des DOSB (außer Vereins-manager)
Ausgegliederter (und vorangestellter) Bestandteil der Ausbildungen zur 1. Lizenzstufe
„Zugangs-Voraussetzung“ zur Lizenzausbildung
Die Ausbildung besteht aus einem interdisziplinären Modul
Zulassungsvoraussetzungen:
Vollendung des 16. Lebensjahres
Mitglied in einer Untergliederung der DBU / des DOSB
Besitz eines gültigen Zertifikates „Trainer-Assistent“ (Vorstufenqualifi-kation) [nur DBU-Mitglieder]
positiver Eintrag im Sichtungsprotokoll der Trainer-Assistenten-Aus-bildung (bei der DBU einsehbar [vgl. Prüfungsordnung]) [DBU]
Zahlung der Ausbildungsgebühr
Anmeldung zur Ausbildung in der Regel durch einen Verein oder eine entsprechende Institution der DBU / des DOSB
Anmerkung: Der Nachweis einer Tätigkeit von mind. 3 Monaten als Trainerassistent in einer Institution oder einem Verein der DBU ist erst zum Beginn der eigentlichen Lizenzausbildung zu erbringen
Handlungsfelder:
Die Basisqualifizierung stellt im Lizenz-Ausbildungsbereich der DBU den zent-ralen Einstieg dar. Die in ihrem Rahmen gewählten praktischen Beispiele und Anwendungsformen können sowohl sportart- und zielgruppenübergreifend als auch sportartspezifisch sein. Die Teilnehmenden sollen sensibilisiert und für die weiteren Inhalte motiviert werden, um die Ausbildung zumindest bis zur 1. Li-zenzstufe zu vollenden. Welche Richtung nach der Qualifizierung eingeschla-gen werden soll, kann auch erst nach Absolvierung der Basisqualifizierung fest-gelegt werden.
2.0.1. BAQ Übersicht
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2.0.1.3
Ziele der Ausbildung / Kompetenzen
Aufbauend auf vorhandenen Kenntnissen und Erfahrungen der Teilnehmenden und orientiert am angestrebten Einsatzfeld wird durch die Basisqualifizierung eine Weiterentwicklung der folgenden Kompetenzen angestrebt:
Persönliche und sozial-kommunikative Kompetenz
Der Absolvent
kann die Teilnehmer motivieren
kennt wichtige Grundlagen der Kommunikation
berücksichtigt die Interessen und Erwartungen der Gruppenmitglieder bei der Stundenplanung
Fachkompetenz
Der Absolvent
kann Spiel- und Bewegungsangebote je nach Zielgruppe und Zielsetzung gestalten
kann Bewegungsabläufe beobachten und korrigieren
kennt die aktuellen Trends und Entwicklungen im Freizeit- und Breiten-sport
hat einen Überblick über das Qualifizierungssystem im Sport
Methoden- und Vermittlungskompetenz
Der Absolvent
kennt verschiedene Vermittlungsformen und kann diese anwenden
kennt verschiedene Methoden der Beteiligung von Gruppenmitgliedern
hat Grundkenntnisse im Einsatz von Sportgeräten (auch über das Billard hinaus)
hat erste reflektierte Erfahrungen als Trainer-Assistent gesammelt (z. B. vor der Gruppe reden; Gruppen anleiten, unterstützen, organisieren)
Strategische Kompetenz
Der Absolvent
hat erweitertes Wissen um die Bedeutung der strategischen Positionie-rung sportlicher Angebote
ist sich der Funktion des Lehrwesens im organisierten Sport im Bereich der Weiterentwicklung der Sportorganisationen auch im bundesdeut-schen Gesamtansatz bewusst
2.0.1. BAQ Übersicht
Basisqualifizierung - BAQ




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2.0.2.1
2.0.2.2
2.0.3.1
Das Modul
Die Basisqualifikation stellt sowohl die direkte Weiterführung der Ausbildungs-inhalte des Trainer-Assistenten als auch den Einstieg / die Erweiterung in die Ausbildung zum Lizenztrainer dar.
Vermittelt werden insbesondere die Inhalte, die für alle Ausbildungen der 1. Lizenzstufe von übergreifender Bedeutung sind: rechtliche Grundlagen, in und mit Gruppen arbeiten, Planung von Angeboten aber auch die ersten Einblicke in die (Sport)-Biologie sollen hier nur exemplarisch genannt werden.
Das vorliegende Modul kann im Rahmen der Kooperationsvereinbarungen der Ausbildungsträger (RL der DBU VI. Kooperationsmodell, S. 56) auch von LSBs oder dem DOSB durchgeführt werden.
Der Ausbildungsgang findet in Form eines interdisziplinären 30 LE dauernden Theorie-Unterrichtsmoduls statt:
Theoriemodul: BAQ (30 LE) - interdisziplinär
Gliederungsmerkmale (PG, BS, VV, LEK)
Gemäß der Vorgabe des DOSB wurden die Ausbildungsinhalte aller Curriculae durch die Anwendung folgender Gliederungsmerkmale feinstrukturiert:
BAQ
1.
Personen- und gruppenbezogen (PG)
54%
2.
Bewegungs- und sportpraxisbezogen (BS)
33%
3.
Vereins- und verbandsbezogen (VV)
13%
4.
Lernerfolgskontrolle (LEK)
0%
100%
Lernerfolgskontrolle - Sonderstellung der BAQ
Die Durchführung von Lernerfolgskontrollen obliegt der durchführenden Orga-nisation (s.o.).
Im Bereich der DBU-eigenen Ausbildungen wird auf eine abschließende Lern-erfolgskontrolle für dieses Modul verzichtet (IX. Prüfungsordnung, S. 68).
Das Absolvieren des BAQ-Moduls ist Zugangs-Voraussetzung zur Lizenzaus-bildung (1. Lizenzstufe) der DBU.
2.0.2. BAQ / Ausbildungsteile - 2.0.3. BAQ/Lernerfolgskontrolle
Basisqualifizierung - BAQ





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2.0.4.1
2. Basis-Qualifikation
30 LE
2.1. Modul Basis-Qualifikation (BAQ)
30 LE
2.1.1.
Personen- und gruppenbezogene Inhalte
16 LE
2.1.1.1
Entwicklung, Lebens- und Bewegungswelt:
Zielgruppenorientierung, Grundlagen der Arbeit mit verschiedenen Ziel-gruppen
in und mit Gruppen arbeiten
2 LE
2.1.1.2
In und mit Gruppen arbeiten:
Rolle des Trainers, Selbstverständnis
Verhalten in der Gruppe, Anforderungen an die Leitung von Gruppen, Grup-penarbeit, Motivation von Gruppenmitgliedern
Umgang mit Verschiedenheit (Gender Mainstreaming / Diversity Manage-ment)
6 LE
2.1.1.3
Rechtliche Grundlagen:
Grundsätze der Aufsichts- bzw. Sorgfaltspflicht, präventive Maßnahmen
2 LE
2.1.1.4
Vereinsangebote planen, organisieren, durchführen und auswerten:
Planen, Durchführen und Auswerten von Sport- und Bewegungsstunden
Methoden und Organisationsformen
Aufsichtspflicht und Haftungsfragen
6 LE
2.1.2.
Bewegungs- und sportpraxisbezogene Inhalte
10 LE
2.1.2.1
Inhaltliche Anregungen für Praxisangebote im Verein:
Einstimmung und Ausklang von Sportstunden
zielgruppenspezifische Planung von Sportstunden und Erfahrungen im Handeln vor einer Gruppe
kleine Spiele, Vermittlung und Variation
Sportbiologie: Wie funktioniert der Körper? (Herz- Kreislaufsystem, Mus-kulatur)
einfache konditionelle und koordinative Trainingsformen
7 LE
2.1.2.2
Grundlagen des Bewegungslernens:
Bewegungsbeobachtung, Bewegungskorrektur
3 LE
2.1.3.
Vereins- und verbandsbezogene Inhalte
4 LE
2.1.3.1
Qualifizierungsmöglichkeiten in den Sportorganisationen
2 LE
2.1.3.2
Aufbau, Aufgaben und Mitbestimmungsstrukturen im organisierten Sport
2 LE
Eigene Anmerkungen:








2.0.4. BAQ / Curriculum






Basisqualifizierung - BAQ
2.1.1. Personen- und gruppenbezogene Inhalte




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Thema
Seiten
Entwicklung, Lebens- und Bewegungswelt
4
In und mit Gruppen arbeiten
8
Rechtliche Grundlagen
5
Vereinsangebote planen, organisieren, durchführen und auswerten
3





Basisqualifizierung - BAQ
2.1.1. Personen- und gruppenbezogene Inhalte




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2.1.1.1
Entwicklung, Lebens- und Bewegungswelten
Zielgruppenorientierung, Grundlagen der Arbeit mit verschiedenen Ziel-gruppen
Der Absolvent einer Qualifikation des DBU-/DOSB-Systemes sollte sich stets als Dienstleister im Verein/ Verband verstehen.
Um diesem Dienstleistungsanspruch gerecht zu werden, muss das Augenmerk (speziell unter dem Gesichtspunkt der Mitgliederbindung und Mitgliedergewin-nung) dabei ursächlich auf der Zielgruppenorientierung liegen.
Holger Haedrich beschreibt in seinem für Wikipedia erstellten Weblink „Seg-mentierungskomplexität: Übersicht behalten!“ in diesem Zusammenhang:
Zielorientierte Segmentierung
Wichtig ist zunächst zu klären, wozu die Segmentierung eingesetzt werden soll bzw. welches Entscheidungsfeld des Marketing und Vertriebs betroffen ist. Mögliche Ziele sind (im Marketingkonzept hierarchisch):
Abgrenzung von Einheiten für die Geschäftsfeldplanung und Definition von Marken
Definition von Bedarfsfeldern für das Produktmanagement
Festlegung der Verantwortlichkeiten im Vertrieb
Erhöhung von Kommunikationseffizienz und -effektivität
Gerade im Sport wird dieser grundsätzliche Ansatz der Zielgruppenorientierung oft nicht beachtet: für das erfolgreiche Durchführen von Angeboten oder Aktivi-täten (sportlicher oder außersportlicher Natur) müssen die Überlegungen und Anforderungen der Zielgruppenorientierung in Planung und Ausführung umge-setzt werden.
Als Kriterien der Zielgruppenorientierung kommen u.a. die Primär- und Sekun-därdimensionen des Diversity Managements zum Tragen:
Alter
Geschlecht
Religion
Herkunft/Region
Bildungsstand
Gesundheit
Lebensstandard
Freizeitgewohnheiten
Beruf
Hobbys
Familienstand















Basisqualifizierung - BAQ
2.1.1. Personen- und gruppenbezogene Inhalte




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Finden Sie Beispiele / Aspekte:
Alter
Jüngere/Jugendliche
Erwachsene
Ältere
Geschlecht
Weiblich
Männlich
Religion
Buddhistisch
Christlich
Islamitisch
Atheistisch, usw.
Herkunft/Region
Inländer
Ausländer
Migranten
Bildungsstand
Zum Themengebiet passende Vorbildung/Vorerfahrung
Überqualifiziert
Unterqualifiziert
Gesundheit
Gesund
Krank
Behindert
Lebensstandard
Eher bereit Geld auszugeben
Sparsam
Freizeitgewohnheiten
Tagaktiv
Nachtaktiv
Beruf
Schüler, Studenten
Halbtags-, Vollbeschäftigte
Arbeitslose
Rentner
Hausmänner/-frauen
Hobbys
Sportlich
Couchpotatoes
Eher drinnen
Eher draußen
Familienstand
Ledig, Verheiratet
Geschieden
Verwitwet
Mit/ohne Kinder








2.1.1.1





Basisqualifizierung - BAQ
2.1.1. Personen- und gruppenbezogene Inhalte




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Eine zu große Trennschärfe oder eine zu exakte Auslegung der Aspekte kann sehr schnell zu einer ungewollten Ausgrenzung interessanter Teile der maximal möglichen Zielgruppe führen!
Im Vereinsleben gilt darüber hinaus, dass eine zielgruppengerichtete Arbeits-weise speziell im Bezug auf Mitgliedergewinnung und -bindung den besten und dauerhaftesten Erfolg verspricht. Gerade die nachhaltige Bindung der Mitglie-der wird im (Sport -)Verein oft besonders stiefmütterlich behandelt und bedarf einer grundlegenden Neuausrichtung.
An dieser Stelle zeigt sich deutlich die enge Verknüpfung des Themas zur Ver-anstaltungsplanung (siehe auch dort):
2.1.1.1





Aufgabenstellung 1
Arbeiten Sie ein zielgruppenorientiertes Angebot zu einem Thema Ih-rer Wahl aus.
Klassifizieren Sie dabei Ihre Zielgruppe detailliert.
Aufgabenstellung 2
Welche Zielgruppe müsste speziell in Ihrem Verein angesprochen werden und warum?




Folgendes Ablaufschema kann festgehalten werden:













Basisqualifizierung - BAQ
2.1.1. Personen- und gruppenbezogene Inhalte




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Quellen:
„Segmentierungskomplexität: Übersicht behalten!“, Weblink im Stichwort „Marktsegmentierung“ (veröffent-licht für www.wikipedia.de), Holger Haedrich, St. Gallen, Mai 2007/ überarbeitet Mai 2009









Eigene Anmerkungen:








2.1.1.1





Basisqualifizierung - BAQ
2.1.1. Personen- und gruppenbezogene Inhalte




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2.1.1.2
In und mit Gruppen arbeiten
Rolle und Selbstverständnis
Mit dem Absolvieren der BAQ betritt der Teilnehmer den Weg der Weiterquali-fikation vom eher „unterstützend“ tätigen Trainer-Assistenten (TR-ASS) hin zur ersten Lizensierungsstufe und den damit verbundenen eigenverantwortlichen Aufgaben.
Das Modul „BAQ“ schafft die Voraussetzung zur freien Wahl zwischen den Aus-bildungen der ersten Lizenzstufe (außer Trainer C-LSp der DBU).
Stellt man die Ausbildungsziele der Vorstufenqualifikation und der ersten Li-zenzstufe gegenüber, zeigt sich schnell eine klare Struktur der jeweils geforder-ten Kompetenzen:
Vorstufenqualifikation
1.Lizenzstufe TC-BSp.
1.Lizenzstufe TC-LSp.
Assistent (Helfer)
Trainer (Lehrer)
Coach („ganzheitlich“)
GLT/AGA
ABT
Ist sich der Verantwortung bewusst
Kleine exakt beschriebene Aufgabe
Kann Gruppen führen
Breitensportlich
Leistungssportlich
„Weisungsempfänger“
„Weisungsgeber“
„Strukturgeber“
Hat Grundkenntnisse
Hat fundiertes Wissen
Systematisch undzielgerichtet
Kann die Teilnehmer motivieren
Kann Mitarbeiter motivieren
Denkt in Netzwerken
Kennt einzelne Vermittlungsmethoden
Verfügt über eine Grundpalette
Organisiert leistungssport-liches Training
Wettkampf gemäßeAnwendung
Talentsichtung und -förderung
Es ergibt sich eine eindeutige Abgrenzung der Handlungsfelder innerhalb der einzelnen Lizenzierungsstufen:
Während der Vorstufenqualifikant als reiner Helfer tätig ist und nur in Ausnah-mefällen nach den Anweisungen eines verantwortlichen Leiters über einen kur-zen Zeitraum eine Gruppe führen darf, ist der Absolvent der ersten Lizenzstufe





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