Kitabı oku: «Wohnmobilreisen mit Kindern. Tipps und Tricks von Eltern für Eltern.»

Yazı tipi:


Inhaltsverzeichnis

Vorwort oder: Es war einmal in Amerika

Tipps, Tricks und Tools

Planung

DIE ECKDATEN EURER WOHNMOBILREISE MIT KIND

DAS ERSTE MAL

DER RICHTIGE ZEITPUNKT

WELCHES FAHRZEUG FÜR WEN?

WOHNMOBIL-GLOSSAR – CAMPING-FACHBEGRIFFE VON A BIS Z

EIN WOHNMOBIL KAUFEN?

ODER DOCH LIEBER MIETEN?

CHECKLISTE MIETCAMPER

Vorbereitung

ROUTENPLANUNG

SO FINDET IHR CAMPINGPLÄTZE UND STELLPLÄTZE

NÜTZLICHE APPS FÜR CAMPER-FAMILIEN

GÜNSTIG UNTERWEGS IM CAMPERVAN

CAMPING-PACKLISTE FÜR FAMILIEN: DAS MUSS MIT

Unterwegs mit Kids und Camper

JETZT GEHT’S LOS – FAHRZEUG-CHECK

DAS WICHTIGSTE GRIFFBEREIT

SPIELERISCH UNTERWEGS

STRECKENWAHL: SCENIC ROUTE ODER AUTOBAHN?

CAMPINGPLÄTZE – KINDERFREUNDLICH ODER NICHT?

REZEPTE AUS DER CAMPERKÜCHE FÜR KIDS

Camper-Familien im Gespräch

Das erste Mal: Erwartungen versus Realität

Premiere: Allein mit Kind im Camper

Rüstzeug und Rückzugsplätze bei Regenwetter

Sommer für Sommer: Zu sechst im Miet-Wohnmobil

Kuscheln im Cali: Große Busliebe mit kleinem Kind

Outdoor-Leben schwanger und mit Kleinkind

Kastenwagen statt Camper: Mobiles Reisen mit Teenies

Ein Wohnmobil für drei Familien

Einfach raus: Elternzeit zu fünft im Campingbus

Vanlife als digitale Nomadin allein mit Kind

Vanlife mit Kindern: Nachhaltig mobil leben als Familie

Freistehen im Dachzelt: Viel Natur und eine tolle Community

Action, bitte! Im Wohnwagen zu viert auf Achse

Die schönsten Wohnmobilrouten in Europa

Sauerland: Naturerlebnisse im Land der tausend Berge

Brandenburg: Tierische Naturvielfalt im Norden

Schweiz und Oberitalien: Frühling am Lago

Slowenien und Kroatien: Naturhighlights und Meeresrauschen

Toskana: Kultur und Dolce Vita

Korsika: Wasserspiele im Inselinneren

Disneyland Paris: Fahrt ins Blaue

Provence: Naturspektakel zwischen Wasser und Felsen

Ruta Atlántica: Küstenstraßen in Frankreich und Spanien

Baskische Atlantikküste: Panorama-Roadtrip

Schottland: Gold, Seeungeheuer und ein zauberhafter Zug

Dänemarks Nordseeküste: Insel-Hopping im Wattenmeer

Lofoten, Vesterålen und Senja: Im Land der Mitternachtssonne

Schwedens wilde Ostküste: Naturabenteuer pur

Baltikum: Seen, Flüsse, Meer

REGISTER

IMPRESSUM



Oben: Abendessen am Campervan nach einem Badetag

Unten: Mittagspause mit Weitblick an der provencalischen Küste


Oben: Von früh bis spät draußen: Eine schöne Spielwiese findet sich bei Wohnmobilreisen mit Kindern fast immer.

Unten: Abenteuer on the Road: Bei einer Wohnmobil-Tour auf Korsika sind tierische Begegnungen auf den Straßen keine Seltenheit.

VORWORT


ODER: ES WAR EINMAL IN AMERIKA
Vorwort oder: Es war einmal in Amerika …

Unser erstes Wohnmobil wartete in Phoenix, Arizona, auf uns. Es war der kleinste RV (Recreational Van), den wir kriegen konnten. Doch mit knapp neun Meter Länge und einem Alkovenaufbau war es mit Abstand das größte Fahrzeug, das ich je gesteuert hatte. Noch bevor ich einsteigen konnte, ging mein fünfjähriger Sohn auf Entdeckungstour. »Mama, das ist ja ein ganzes Haus auf Rädern«, rief er begeistert. Er kletterte auf den Beifahrersitz, saß auf der Sitzerhöhung stolz wie ein König auf seinem Thron und befahl: »Komm, wir fahren los!«

Vom ersten Tag an haben wir uns in unserem rollenden Zuhause auf Zeit total wohlgefühlt. Nach drei Monaten Backpacking und Mietwagenrundreisen stand nur eine Frage im Raum: Warum sind wir nicht gleich mit einem Wohnmobil losgefahren? Vier Wochen Wohnmobilreise durch den Südwesten der USA haben uns beide zu begeisterten Fans des Vanlife gemacht. Nach rund 2000 Meilen im RV über diverse Scenic Routes in Nationalparks, die »Mother Road« Route 66 nach Los Angeles und ein Stück der Panamericana auf dem Highway Number 1 nach San Francisco stand fest: Wir waren ganz sicher nicht zum letzten Mal im Wohnmobil unterwegs.

»Wenn unser Auto mal kaputtgeht, dann kaufen wir uns ein Wohnmobil«, sagte ich von da an regelmäßig. Befeuert wurde dieser Plan jedes Mal, wenn wir mal wieder im Zelt unterwegs waren, weil wir nicht rechtzeitig für die Ferien gebucht hatten – oder wahlweise dann, wenn ich im Dezember an den Reisebuchungen für die kommenden Herbstferien saß. Das Auto ging kaputt. Am selben Tag begann mein Sohn, Wand-Deko zu basteln. »Für unser Wohnmobil«, sagte er.

Inzwischen sind wir glückliche Besitzer eines kleinen Kastenwagens. Die Wand-Deko hat ihm vom ersten Tag an seine persönliche Note gegeben. Er ist unser Reisemobil für die Schulferien, aber auch unser mobiles Wochenendhäuschen. So oft es geht, fahren wir damit los. Und wenn es mal länger nicht geht, meldet sich schnell das Heimweh nach unserem Zuhause auf Rädern.

Was ich an Wohnmobilreisen mit Kind so liebe

Es tut gut, sich auf wenig zu beschränken. Alles, was wir zum Glücklichsein brauchen, passt auf zehn Quadratmeter. Trotzdem hat mein Sohn genug Platz für eine große Auswahl seiner liebsten Spielsachen. Und unser eigenes Bett haben wir auch an Bord.


Eine Nacht mitten in der Wüste verbringen und trotzdem keinen Komfort vermissen: Wohnmobilreisen machen es möglich.


Oben: Spannend – Kicken im Death Valley, während Kojoten um den Campingplatz streifen

Unten: Glücklich – die Autorin am Steuer ihres ersten eigenen Campervans

Es tut gut, den Urlaub in den Schulferien nicht mehr lange im Voraus buchen und planen zu müssen. Wir fahren einfach los und schauen, wie weit wir kommen. Wir bleiben, wo es uns gefällt und so lange, wie es uns gefällt. Gibt es etwas, was sich mehr nach Urlaub anfühlt als diese Freiheit, ganz spontan zu entscheiden, was wir als Nächstes machen?

Vor allem aber tut es uns gut, den ganzen Tag draußen in der Natur zu sein. Bei Sonnenschein sind Wald und Wiese unsere Frühstücksterrasse und unser Garten. Mein Sohn läuft nach Lust und Laune, manchmal sogar im Schlafanzug, los und kommt erst zurück, wenn er Hunger hat. Nachdem er sich schlafen gelegt hat, lausche ich bei einem Glas Wein den Geräuschen der Nacht und inhaliere den Duft der Sommerwiese. Falls es doch mal regnet, kann ich mir kaum etwas Gemütlicheres vorstellen, als aus dem kuscheligen Heckbett dem Prasseln der Tropfen zuzuhören. Gerade mit Kindern kann ich mir keine schönere Art vorstellen, Urlaub zu machen, als das Reisen im Wohnmobil.

Das bietet euch dieses Buch

Genug geschwärmt. Ich bin ja nicht die Einzige, die diese Art zu reisen für sich und ihr Kind entdeckt hat. Dass ihr dieses Buch aufgeschlagen habt, spricht dafür, dass ihr auch von der Idee begeistert seid.

Alles, was ihr zum Wohnmobilreisen mit Kindern wissen müsst, findet ihr im ersten Teil des Buches. Dort gibt es jede Menge Tipps und Tricks für die Planung und Vorbereitung eures Familienurlaubs im Camper und für unterwegs. Nützliche Checklisten helfen euch, damit ihr nichts Wichtiges vergesst.

Im zweiten Teil schildern dreizehn verschiedene Camper-Familien ihre Erfahrungen. Das Spektrum reicht von Einsteigern über eingefleischte Wohnmobilreisende bis zu Van-Nomaden. Die Familien in diesem Buch fahren Campingbusse, Kastenwagen, Wohnmobile, sie übernachten auch im Dachzelt und im Wohnwagen. Die einen sind mit Baby und Kleinkind unterwegs, andere reisen mit Teenies. Manche haben nur ein Kind an Bord, andere gleich vier. So verschieden all die Familien sind, gemeinsam ist ihnen eines: die Liebe zu Camperreisen.

Und damit ihr selbst nach dem Lesen möglichst schnell losfahren könnt, findet ihr im dritten Teil die schönsten Routen unserer Familien in Deutschland und Europa mit ihren Highlights für Kids zum Nachreisen.

Die Inhalte dieses Buchs sind mit großer Sorgfalt recherchiert. Dennoch kann ich keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernehmen. Denn nicht nur Telefonnummern, auch Bestimmungen ändern sich. Für Hinweise dazu bin ich dankbar.

Tipps, Tricks und Tools



Oben: Perfekte Camperidylle? Gute Planung erleichtert das.

Unten: Wie viel Kleidung muss mit? Waschen ist unterwegs meist kein Problem.

Tipps, Tricks und Tools


PLANUNG
Planung

Wenn ihr ein paar grundsätzliche Dinge im Vorfeld eures Roadtrips klärt, steigen die Chancen auf einen geglückten, harmonischen Familienurlaub im Wohnmobil. Hilfreich ist es, zunächst die Eckdaten eurer Reise abzustecken, vor allem das Reiseziel und den Reisezeitpunkt. Es lohnt sich auch, ein paar Gedanken darauf zu verschwenden, welches Fahrzeug für euch gut passt, und ob ihr eines kaufen oder mieten wollt. Vor eurer ersten Wohnmobilreise mit Kindern solltet ihr einige grundsätzliche Dinge bedenken. Und schließlich macht euch das Wohnmobil-Glossar in diesem Kapitel schon mal fit zum Fachsimpeln auf dem Campingplatz.

Die Eckdaten eurer Wohnmobilreise mit Kind

Folgende Fragen stehen ganz am Anfang der Planung:

•Wann wollt ihr verreisen? Bedenkt dabei das Alter eurer Kinder, das Reiseziel, die Saison und eure Urlaubsmöglichkeiten.

•Welches Fahrzeug wollt ihr nehmen? Vom Dachzelt bis zum Wohnwagen hat jedes Campingfahrzeug seine eigenen Vorteile (siehe Seite 20).

•Wohin soll eure erste Tour führen? Im Mietfahrzeug könnt ihr euren ersten Camper-Roadtrip mit Kids auch auf einem anderen Kontinent unternehmen. USA, Kanada, Australien und Neuseeland sind beliebte Wohnmobil-Reiseziele für Familien in der Ferne. In Europa habt ihr die Qual der Wahl: Im Süden lockt die Sonne, im Norden winken große Freiheiten bei der Stellplatzwahl. Im Westen erwartet euch eine hervorragende Camper-Infrastruktur, im Osten noch Wildnis und Abenteuer. Einige Ideen für Touren zum Nachreisen in Europa findet ihr im dritten Teil dieses Buches.

•Wie lange soll euer erster Campertrip dauern? Wenn ihr noch unsicher seid, dann schnuppert doch einfach beim kurzen Wochenendtrip ins Vanlife mit Kids rein.

•Wie weit wollt ihr fahren? Auch wenn bei Roadtrips der Weg das Ziel ist: Gerade mit Kids ist weniger Strecke mehr Erholung und Entspannung.

•Wo wollt ihr übernachten? Ein Campingplatz bietet Sicherheit und Infrastruktur. Als mutige Naturliebhaber könnt ihr frei stehen, wo es erlaubt ist.

Das erste Mal

Ihr habt noch nie ein Wohnmobil von innen gesehen? Dann wartet ein großes Abenteuer auf euch. Vanlife kann sehr idyllisch sein. Ein paar praktische Erfahrungen helfen, das zu genießen.

Für den Einstieg empfiehlt sich ein Mietfahrzeug. So könnt ihr ausprobieren, welches Modell zu euren Bedürfnissen passt. Den Zeitaufwand für die Fahrzeugübernahme solltet ihr nicht unterschätzen. Ein bis zwei Stunden kann das durchaus dauern. Mit einer Checkliste vergesst ihr nichts Wichtiges (siehe Seite 27).

Bei einer Runde über den Parkplatz des Verleihers lernt ihr das Fahrzeug kennen und stellt fest, was besser verstaut werden muss. Packt euer Gepäck nicht in Koffer, sondern in Beutel, Rucksäcke oder Reisetaschen, die ihr klein zusammenfalten oder für verschiedene Zwecke verwenden könnt.

Für Badutensilien sind Kosmetikbeutel zum Aufhängen praktisch. Schuhe, Jacken, Mützen, Sonnenhüte, Regenschirme und Ähnliches bewahren wir immer nah am Ausgang auf. Leicht zugänglich halte ich außerdem die Reiseapotheke mit Notfallset, Taschentücher, Feuchttücher etc. Bücher und andere schwere Gegenstände sind im unteren Stauraum gut aufgehoben.

Lasst es in den ersten Tagen langsam, ohne Programm und Langstrecke, angehen. Gerade am Anfang dauert alles länger. Wasser und Strom und alle weiteren Funktionen könnt ihr euch auf dem ersten Campingplatz erschließen. Bei Fragen helfen entweder Platznachbarn oder ein Blick ins Fahrzeug-Handbuch.

Auch für die Kinder ist eure neue Art zu reisen am Anfang aufregend. Das kann unruhige Nächte zur Folge haben – und ist ein weiterer Grund, es langsam angehen zu lassen.

Der richtige Zeitpunkt

Kann man mit einem Baby im Wohnmobil reisen? Klar geht das! Aber geht es auch mit Teenagern im Campingbus? Auch das ist möglich, wie die Familien in unserem Buch zeigen. Jedes Alter birgt seine eigenen Chancen und Herausforderungen.

•Baby an Bord: Achtet darauf, dass euer Camper ein Sicherungssystem für die rückwärtsgewandte Babyschale bietet. Unterwegs stellt euer Baby noch keine großen Ansprüche. Ihr müsst nur sicherstellen, dass es beim Schlafen und Spielen nicht aus dem Bett fallen kann, gegebenenfalls mit Rausfallschutz. Für draußen sind eine Decke und ein textiler Sonnenschutz wichtig. Alternativ leistet ein Pop-up-Reisezelt gute Dienste. Eine Faltschüssel taugt als Babybad. Wichtig ist extra Trinkwasser fürs Baby.


Nicht nur mit Baby im Camper ist eine Markise als Sonnendach Gold wert – vor allem, wenn es in den Süden geht.


Oben: Kuscheltier an Bord? Dann kann es losgehen.

Unten: Geschwisterliebe – eine Hängematte für alle

•Kleinkind-Alarm: Kleinkinder können zwar ungemein charmant, aber leider auch ganz schön anstrengend sein. Beim Campen können sie sich draußen austoben. Allerdings müsst ihr immer aufpassen. Wenn das Windelalter gerade ausklingt, ist eine eigene kleine Toilette beim Camping vorteilhaft (zum Beispiel ein standfester Eimer mit Toilettensitz-Aufsatz). Im Schlaf brauchen Kleinkinder wie Babys einen Rausfallschutz. Die Fahrzeiten solltet ihr auf ihre Schlafgewohnheiten abstimmen und möglichst kurz planen. Den Kindersitz könnt ihr nur mit Dreipunktgurt oder Isofix befestigen.

•Kindergartenkinder: Kindergartenkinder finden auf Campingplätzen schnell Spielkameraden. So könnt ihr euch mit anderen Eltern bei der Beaufsichtigung abwechseln. Bei manchen Aufgaben könnt ihr euer Kind ab drei Jahren schon spielerisch einbeziehen. Beim Schlafen ist noch immer ein Rausfallschutz wichtig. Fahrstrecken dürfen nun nach und nach wieder länger werden. Die Sicherung unterwegs bleibt noch lange ein Thema.

•Schulkinder: Schulkinder sind schon prima Juniorpartner beim Camping, sei es beim Spülen, Abtrocknen oder wenn es darum geht, das Fahrzeug startklar zu machen oder es auf einem neuen Platz einzurichten. Eure Schulkinder dürfen auf dem Campingplatz auch mal eigene Wege gehen, solange ihr wisst, wo sie sich aufhalten. Für die Fahrt (in Deutschland) ist ab 12 Jahren oder 150 Zentimeter Körpergröße kein Kindersitz mehr vorgeschrieben. Mit Hörspielen, Rätseln und Reisespielen sind viele Schulkinder auch auf längeren Autofahrten gut beschäftigt.

•Freiheit für Pubertiere: Das Reisen mit Kindern wird umso leichter, je älter die Kids sind. Eine Ausnahme machen manchmal pubertierende Jugendliche. Totalverweigerung und Null-Bock-Phasen sind beim Camping schwer zu ertragen, weil ihr euch schlecht aus dem Weg gehen könnt. Die Chancen auf einen harmonischen Campingurlaub mit Teenies steigen, wenn ihr sie in die Reiseplanung einbezieht und ihnen unterwegs Mitbestimmungsrechte und Rückzugsmöglichkeiten einräumt. Ein eigenes Zelt, getrenntes Tagesprogramm oder ein Freund bzw. eine Freundin, die mitdarf, können Wunder wirken.

Doch das Alter eurer Kinder ist nur ein Faktor bei der Überlegung, wann der richtige Zeitpunkt für eure erste Campertour gekommen ist. Außerdem wichtig sind:

•Saison am Reiseziel: In der Hochsaison müsst ihr eventuell vorausbuchen.

•Klima/Temperaturen: Wie gut ihr frostige Nächte und heiße Tage vertragt, ist nicht nur eine Frage der Ausstattung, sondern auch Typsache. Auch Allergien können bei der Entscheidung über den Reisezeitpunkt ausschlaggebend werden.

•Ferien/Urlaub: Wenn ihr an die Ferien gebunden seid oder nur in einem bestimmten Zeitraum Urlaub bekommt, passt ihr am besten euer Reiseziel dem vorgegebenen Reisezeitpunkt an.

•Reisedauer: Lange Reisen, etwa in der Elternzeit, erfordern lange Vorbereitung. Denn auch Angehörige, Freunde und das Zuhause sollten bereit dafür sein.

Welches Fahrzeug für wen?

Die Familien, die ihr in diesem Buch kennenlernt, sind mit Dachzelt, Campingbus, Kastenwagen, Wohnmobil und Wohnwagen unterwegs. Jedes dieser Camper-Fahrzeuge hat seine eigenen Vorteile. Welches Fahrzeug für euch am besten passt, könnt nur ihr selbst entscheiden. Ein Mietcamper bietet eine gute Gelegenheit zu testen, welches Fahrzeug eventuell für eine eigene Anschaffung infrage kommt. Bei der Entscheidungsfindung können ein paar allgemeine Hinweise helfen:

•Größe: Dachzelt-Autos und Campingbusse sind als vollwertige Alltagsfahrzeuge auch für die Stadt geeignet. Mit kleinen Einschränkungen gilt das auch noch für kurze Kastenwagen. Alkoven-Wohnmobile oder Wohnwagen brauchen mehr Platz – sowohl beim Fahren als auch zum Parken.

•Anhänger: Einen Wohnwagen könnt ihr für Tagestouren abhängen. Dann seid ihr im Pkw flexibel. Allerdings sind einige Straßen für Fahrzeuge mit Anhängern gesperrt, zum Beispiel Passstraßen im Gebirge.

•Höhe: Für Fahrzeuge über 1,80 Meter Höhe gelten oft Höhenbeschränkungen – und zwar sowohl auf Straßen als auch auf Parkplätzen. Vorsicht ist dann auch bei Brückendurchfahrten angesagt. Hilfreich kann ein Navigationsgerät sein, das auf die Fahrzeuggröße eingestellt (kalibriert) werden kann.

•Fährüberfahrten: Je länger und höher das Fahrzeug, desto teurer der Fährpreis. Die entscheidenden Grenzen liegen oft bei sechs Meter Länge und zwei Meter Höhe.

•Schlaf- und Sitzplätze: Mit Baby und kleinen Kindern braucht ihr weniger Platz als mit Grundschülern. Teenager könnt ihr unter Umständen zum Schlafen schon in ein Zelt »ausquartieren«.

•Komfort: »Wer viel Komfort oder gar Luxus beim Camping wünscht, wird sich im Dachzelt eher nicht wohlfühlen«, meint Julia (siehe Interview Seite 118). Zwischen Campingbus und Wohnwagen gibt es viele Abstufungen. Am besten fragt ihr euch, was ihr unbedingt braucht und worauf ihr verzichten könnt. Wie wichtig sind euch Wettersicherheit, Heizung, keine Umbauten für die Nacht, Küchenausstattung, Toilette und Dusche an Bord? (siehe Interview Seite 118)


Oldtimer zum Selbstausbau oder neuer Kastenwagen? Das ist auch eine Typfrage.


Sandschippe, Rucksack, Sonnenhut und Kamera: wichtige Utensilien für eine Traumreise im Wohn mobil mit Kindern

Wohnmobil-Glossar – Camping-Fachbegriffe von A bis Z

Alkoven: Schlafraum über dem Fahrerraum

Auffahrkeile: dienen dazu, ein Wohnmobil auf unebenen Stellplätzen waagerecht aufzustellen

Autarkes Fahrzeug: bezeichnet in erster Linie ein Wohnmobil mit WC und Dusche. Gelegentlich ist auch eine eigene Stromversorgung, zum Beispiel durch Solarpanele, inbegriffen.

Bordbatterie (auch Wohnraumbatterie): versorgt alle Stromverbraucher im Wohnraum

Chemietoilette (auch Kassettentoilette): Um Gerüche zu vermeiden, werden (mehr oder weniger natürliche) Chemikalien in den Tank gegeben.

Dumpen: englisch für Abladen, also Ablassen von Grauwasser oder Schwarzwasser an entsprechenden Entsorgungsstationen

Eco-Camping: umweltfreundlicher und meist naturnaher Campingplatz

Einfüllstutzen: ist nötig, um den Frischwassertank ohne Schlauch zu befüllen

Einwegmiete: Aufpreis, wenn der Mietcamper woanders abgegeben als angemietet wird

FCFS: First Come First Served, auch Windhund-Prinzip: Stellplätze werden ohne Reservierung nach der Ankunftszeit vergeben.

Freistehen: Übernachten auf Parkplätzen oder in der Natur ohne Ver- und Entsorgung und Stromanschluss, längerfristig nur mit autarken Fahrzeugen möglich

Frischwassertank: versorgt Spüle, Waschbecken, WC und Dusche

Frühbucherrabatt: Je länger es bis zur Campermiete dauert, desto größer ist meist der Preisnachlass.

Grauwasser: schmutziges Wasser aus Wasch- und Spülbecken, wird im Grauwassertank unter dem Fahrzeug gesammelt und über einen Auslass entsorgt

Heki: kurz für Hebe-Kipp-Dachfenster

Hook-up: Wasser-, Abwasser-, Strom- und manchmal auch Gasanschluss direkt am Stellplatz auf Campingplätzen

Heckgarage: großes Staufach für Fahrräder, Campingmöbel, Surfboards etc. im hinteren Teil von großen Wohnmobilen

Kastenwagen: zum Wohnmobil ausgebautes Transporterfahrzeug

Kontrollboard: Panel zum An- und Ausschalten der Bordbatterie und zur Kontrolle der Füllstände von Batterie und Tanks

Markise: Sonnendach zum Herauskurbeln seitlich am Wohnmobil

Naturcampingplatz: meist einfacher, naturbelassener Campingplatz ohne Parzellen im Grünen

Parzelle: abgegrenzte Stellfläche auf dem Campingplatz

Schwarzwasser: fließt in einigen Wohnmobilen aus der Toilette in den Fäkalientank, muss getrennt über einen Ablass entsorgt werden

Ver- und Entsorgungsstation (auch Sani-Station): Möglichkeit, Grau- und Schwarzwasser zu entsorgen, Kassettentoiletten zu entleeren und Frischwasser nachzufüllen; gibt es an Campingplätzen, Stellplätzen und teilweise auch an Autobahnraststätten

Wohnmobilstellplatz: kostenpflichtiger Übernachtungsplatz für Wohnmobile mit Ver- und Entsorgung und Stromversorgung, selten auch einfachem Sanitärbereich

Zuladung: zusätzlich zum Eigengewicht des Fahrzeugs erlaubtes Gewicht, wobei das Eigengewicht meist bereits das Gewicht des Fahrers und gefüllte Wasser- und Kraftstofftanks umfasst

Zulässiges Gesamtgewicht: beträgt bei den meisten Fahrzeugen 3,5 t – bei Überschreitung drohen Strafen

Ein Wohnmobil kaufen?

Eure erste Tour hat euch Lust auf mehr Camperreisen gemacht? Dann stellt sich schnell die Frage, ob ihr weiterhin mieten oder euch ein eigenes Camperfahrzeug anschaffen wollt. Die Kosten sind dabei sicher das wichtigste Kriterium. Sie hängen wesentlich davon ab, wie oft ihr mit dem Camper loswollt. Für einige Wochen Camperurlaub pro Jahr fahrt ihr mit einem gemieteten Camper meist günstiger. Plant ihr regelmäßig längere Camper-Roadtrips, dann gibt es zum Kauf unter Kostenaspekten keine Alternative.

Entscheidet ihr euch für ein eigenes Wohnmobil, dann habt ihr den Vorteil, dass ihr jederzeit ganz spontan entscheiden könnt, wann ihr loswollt. Eure persönliche Grundausstattung ist immer an Bord. Allerdings seid ihr selbst für alles verantwortlich – unterwegs wie während der Abstellzeit.

Bei einem Neufahrzeug habt ihr Garantieanspruch. Die Lieferung kann einige Zeit dauern. Eine Alternative kann ein Vorführmodell sein. Dafür kann es sich lohnen, die ersten Wohnmobilmessen der Saison zu besuchen.

Schneller als ein Neufahrzeug habt ihr ein gebrauchtes Mobil. Um den Zustand des Fahrzeugs beurteilen und eventuell versteckte Schäden finden zu können, solltet ihr euch mit Fahrzeugtechnik und Wohnmobiltechnik etwas auskennen. Den niedrigeren Anschaffungspreis bezahlt ihr sonst unter Umständen mit hohen Reparatur- und Instandhaltungskosten.

Aufgrund der Garantie empfehlen Jasmin und Jonas (siehe Interview Seite 113) bei einem Gebrauchtwagenhändler zu kaufen anstatt von privat »gekauft wie gesehen«, da so keinerlei juristische Handhabe mehr möglich ist, um gegen versteckte Mängel vorgehen zu können. Wichtig ist aus ihrer Sicht eine Dichtigkeitszertifizierung oder die Bestätigung im Kaufvertrag, dass das Wohnmobil trocken ist. Außerdem raten sie dazu, das eingetragene Leergewicht zu prüfen, wenn bei Fahrzeugen bis 3,5 t Ein- und Umbauten vorgenommen wurden.

Egal ob neu oder gebraucht: Nehmt euch Zeit, um das Fahrzeug wirklich auf Herz und Nieren zu prüfen. Vereinbart mit dem Verkäufer wenn möglich sogar eine Probetour von einer Nacht, bei der ihr alle Funktionen austestet. Damit ihr nichts Wichtiges vergesst, helfen Checklisten für den Wohnmobilkauf. Im Internet gibt es dafür sehr detaillierte Vorlagen.

Oder doch lieber mieten?

Bei einem Mietfahrzeug könnt ihr zwar auch Pech haben, aber in der Regel müsst ihr euch nicht selbst darum kümmern. Instandhaltung und Winterquartier sind Vermietersache. Mieten könnt ihr einen Camper zudem fast überall auf der Welt. So entfällt mitunter eine lange Anreise. Als Nachteile müsst ihr jedoch lange Vorausbuchungsfristen und eventuell eine Anreise zur Vermietstation in Kauf nehmen.


Eigener Kastenwagen oder Miet-Wohnmobil? Beides hat Vorteile.


Oben: Beim Aufstellen und Abfahren packen ältere Kinder stolz mit an.

Unten: Wasser marsch! Mit Schlauch ist ein Tank schnell gefüllt.

Bei der Wahl des Wohnmobilvermieters spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. »Unsere Erfahrung ist, dass man bei kleineren lokalen Autovermietungen in der Regel günstiger mieten kann. Allerdings haben solche Anbieter oft kein großes Servicenetz, was im Schadensfall ein Nachteil sein kann. Früh buchen lohnt sich bei vielen Vermieterfirmen. Da kann man oft Rabatte von rund fünf bis zehn Prozent bekommen«, rät Hartmut (siehe Interview Seite 86).

Dagmar (siehe Interview Seite 66) hat die Erfahrung gemacht, dass Vermieter abseits von Großstädten oder in einem anderen Bundesland mit abweichenden Feriendaten oft besonders günstig sind.

Eine Alternative können auch Mietcamper von Privatpersonen über Ebay-Kleinanzeigen oder Sharing-Plattformen wie Paul Camper sein. Sie bieten zwar keinerlei Service, dafür aber meist eine umfassende Ausstattung.

Checkliste Mietcamper

Vorab klären

•Welcher Führerschein ist für das Fahrzeug nötig?

•Können Kindersitze befestigt werden?

•Dürfte ggf. auch der Hund mit?

•Sind bestimmte Strecken oder Ziele ausgeschlossen?

•Welche Versicherungen sind im Preis inklusive?

•Welche Ausstattung ist enthalten?

•Wie erreicht ihr den Vermieter?

•Kann euer Auto ggf. für die Dauer der Miete dort parken?

•Wo bleiben die Kinder während der Einweisung?

•Reicht das Kreditkartenvolumen für alle Vor-Ort-Zahlungen inklusive Kaution?

•Wie lange dauert die Fahrzeug-Einweisung?

Bei der Übergabe

•Führerschein, Buchungsbestätigung, Anzahlungsnachweis und Kreditkarte bereithalten

•Ist die zugesagte Extraausstattung an Bord?

•Sind Stromkabel, Wasserschlauch und Abwasserschlauch sowie Auffahrkeile vorhanden?

•Ist die Gasflasche voll?

•Ist der Frischwassertank voll?

•Sind die Abwassertanks leer?

•Läuft das Wasser überall (zu und ab)?

•Funktioniert der Kühlschrank?

•Schließen alle Schränke und Schubladen?

•Ist die Tankfüllung wie vereinbart?

•Hat das Fahrzeug Kratzer, Dellen etc.? Dokumentiert Mängel am besten mit Fotos!

•Kilometerstand dokumentieren, falls Freikilometer begrenzt sind!

Vorbereitung

Ihr wisst, wann ihr loswollt. Ihr wisst, was ihr euch und euren Kids zutrauen könnt. Ihr habt ein Fahrzeug. Dann kann es ja losgehen. Aber wisst ihr auch, wohin? Bei aller Spontaneität ist eine grobe Routenplanung nützlich. Gerade mit Kids kann es außerdem entscheidend sein, dass ihr alles Wichtige an Bord habt.

Routenplanung

Außer bei der An- und Abreise solltet ihr auch als erfahrene Fahrer mit geduldigen Kindern nicht mehr als drei bis vier Stunden Fahrzeit pro Tag einplanen. Denn sonst bleibt die Erholung auf der Strecke.

Mit Google Maps könnt ihr eure Etappen schon vor der Reise grob festlegen und Stellplätze in der Umgebung suchen. Für unterwegs empfehlen sich zur Sicherheit die Offline-Karten für die Smartphone-App.

Die tatsächliche Fahrzeit im Wohnmobil ist nach meiner Erfahrung auch ohne Stau und auf Nebenstrecken oft rund ein Viertel länger als die angegebene Zeit. Plant daher lieber großzügig. Denn im Zweifel gilt bei Campertouren immer: lieber zu früh am Ziel als zu spät. Das kann auch mal heißen, dass ihr in der Hochsaison schon am späten Vormittag auf eurem angepeilten Campingplatz ankommt, um einen der begehrten Plätze zu bekommen – es sei denn, ihr habt im Voraus gebucht.

Für manche Camper kommen Vorausbuchungen überhaupt nicht infrage. Denn schließlich gibt man damit die viel gerühmte Freiheit und Spontaneität bei Wohnmobilreisen auf. Wer mit Kindern reist, kann vor allem in den Schulferien jedoch mit einer Vorausbuchung besser beraten sein. Besonders begehrte Campingplätze am Meer oder in den Bergen sind in der Hochsaison oft Monate im Voraus ausgebucht. Wenn ihr bei der Wahl des Campingplatzes oder zeitlich flexibel seid, geht es aber unter Umständen auch in den Ferien ohne Vorausbuchung. Fragt vor der Weiterfahrt den nächsten Platz telefonisch an. So müsst ihr den Weg nicht umsonst machen.

So findet ihr Campingplätze und Stellplätze

Aber wie findet ihr überhaupt passende Stellplätze? Neben klassischen Campingführern in Buchform und manchen Reiseführern helfen inzwischen verschiedene Apps bei der Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz (siehe Seite 31). Welche App gerade die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

•Braucht ihr nur einen Übernachtungsstopp? Dann könnt ihr in vielen Ländern frei stehen.

•Braucht ihr Wasser und Strom? Das gibt es meist schon auf einfachen Stellplätzen.

•Braucht ihr Duschen und eine Waschmaschine? Diesen Komfort bietet ein Campingplatz. Im Gegensatz zu einfachen Stellplätzen dürft ihr dort auch Tisch und Stühle aufbauen und euch (außer-)häuslich einrichten.

Die Preise steigen mit dem Komfort des Platzes. Ist es euch wichtig, dass ihr von eurer Basisstation aus ohne Fahrzeug etwas unternehmen könnt, dann seht euch auf Google Maps oder Maps.me die nähere Umgebung des ausgewählten Platzes im Detail an und checkt die Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel.


Schattenplätzchen im Korkeichen-Hain: Mit etwas Zeit findet sich meist auch spontan ein schöner Stellplatz.


Nicht jeder Parkplatz eignet sich als Stellplatz. Apps helfen bei der Suche unterwegs.

Nützliche Apps für Camper-Familien

Mit diesen Apps könnt ihr kostenlos Routen planen, navigieren, Stellplätze und Campingplätze finden und eure Ausflüge vor Ort planen. Die Apps stellen eine Auswahl dar. Sinnvoll ist es, sich auf einige Apps für jede Funktion zu beschränken.

Navigation, Routen- und Ausflugsplanung

Google Maps: Der Allrounder für Routenplanung und Navigation bietet auch Offline-Karten, Suche nach öffentlichen Verkehrsmitteln, Umkreissuche nach Infrastruktur, Stellplatzsuche etc.

ADAC Maps: Erlaubt kostenlos die Voreinstellung, dass man mit Wohnmobil unterwegs ist und bietet damit realistische Zeitangaben, jedoch keine echte Navigation. Der volle Funktionsumfang ist Mitgliedern nach Login vorbehalten.

HereWeGo: Die Alternative zu Google Maps wählt teilweise andere Routen.

Mehr-tanken: Findet die günstigsten Tankstellen im Umkreis.

Rome2Rio: Sucht Verbindungen von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Login ist auch Ticketkauf möglich.

Maps.me: Ideal für Umkreissuchen in der Natur, zum Wandern und Radfahren.

Komoot: Tourenvorschläge für Radfahrer, Wanderer, Mountainbiker und Trailrunner. Auch eigene Touren können gespeichert werden.

Stellplatzsuche für eine Nacht

Park4Night: Der Klassiker zeigt in der kostenlosen Online-Version auf einer Karte Campingplätze, Stellplätze, Parkplätze, Raststätten etc. an. Die Angaben werden von Nutzern gemeldet und sind daher nicht immer eindeutig, aktuell und verlässlich, liefern aber gute Hinweise. Im kostenpflichtigen Abo ist auch Offline-Suche, GPS-Suche und Suche entlang von Routen möglich.

StayFree: Zeigt auf einer Karte kostenlose Parkplätze an, die sich nach Nutzerangaben auch zum Parken über Nacht eignen.

Landvergnügen: Die App zum Einladungsprogramm in Deutschland funktioniert nur mit Mitgliedschaft und Login.

Stellplatz- und Campingplatzsuche

Campercontact: Zeigt nach eigenen Angaben über 33 000 Plätze in mehr als 60 Ländern mit Schwerpunkt Europa, enthält Bewertungen und macht auch Routenvorschläge.

Camping 3in1: App-Version des Online-Campingführers des Deutschen Camping Clubs (DCC). Nach eigenen Angaben mit 17 000 Einträgen von Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen und Bauernhofcampings in ganz Europa. Es gibt auch Filterfunktionen, Platzbeschreibungen, Ausstattungspiktogramme.

camping.info: Campingplatzsuche auf der Karte mit Kontaktinfos, Angaben zur Ausstattung (auch für Familien) und vielen Nutzerbewertungen. Nach eigenen Angaben mit mehr als 23 000 Plätzen in 44 Ländern Europas.

Campy: Mehr als 15 000 Plätze aller Art in ganz Europa werden bei der Kartensuche mit zusätzlicher Filterfunktion angezeigt.

myCamps: Listet nach eigenen Angaben über 50 000 Plätze in 42 Ländern auf. Kartensuche mit Filterfunktion, Detailangaben sind nicht immer vollständig.

PromobilStellplatz Radar: Listet auf der Karte Stellplätze im ausgewählten Gebiet, vom kostenlosen Parkplatz bis zum 5-Sterne-Camping auf, teilweise mit Angaben zur Ausstattung. Umfasst nach eigenen Angaben 12 000 redaktionell geprüfte Stellplätze und rund 5000 Campingplätze in Europa.

Womo-Stellplatz.eu: Umfasst nach eigenen Angaben rund 20 000 Plätze vom kostenlosen Übernachtungsparkplatz bis zum Campingplatz mit Kartensuche und vielen Filterfunktionen.

CaraMaps: Listet nach eigenen Angaben 40 000 Plätze in Europa auf, darunter aber auch Parkplätze, Ver- und Entsorgungsstationen, Tankstellen und Ähnliches; ohne Login nur Kartensuche möglich.

Günstig unterwegs im Campervan

Camping ist nicht zuletzt deshalb bei Familien so beliebt, weil es vergleichsweise günstig ist. Doch auch beim Camping gibt es große Preisunterschiede. Ein Platz auf einem Fünf-Sterne-Camping kann in der Hochsaison mit allem Drum und Dran genauso teuer werden wie eine Ferienwohnung. Das gilt vor allem, wenn pro Kopf abgerechnet wird und schon kleine Kinder voll zahlen. Doch es gibt verschiedene Sparmöglichkeiten.

Freistehen/Wildcampen

Für eine Nacht ist das in fast allen Ländern Europas erlaubt. Informiert euch vorab über die Bestimmungen an eurem genauen Aufenthaltsort. Selbstverständlich verlasst ihr beim Freistehen euren Platz ganz genau so, wie ihr ihn vorgefunden habt, und beachtet Verbotsschilder.

Einladungsprogramme

Eine schöne Alternative zum Wildcampen und Freistehen sind sogenannte Einladungsprogramme. Es gibt sie in immer mehr Ländern Europas. Etabliert sind sie in Frankreich (France Passion), Deutschland (Landvergnügen) und Großbritannien (BritStop). Auch Österreich (Genuss-Stellplatz, Schau aufs Land), Italien (GreenStop), Spanien (Espana Discovery), die Schweiz (Swiss Terroir), Dänemark (Pintrip) und Schweden (SwedeStop) bieten diese Programme. Das Prinzip ist überall ähnlich: Ihr kauft für rund 30 Euro eine Plakette und einen Stellplatzführer. Die dort gelisteten Gastgeber dürft ihr ein Jahr lang (meist von Ostern bis Ostern) für eine Nacht anfahren. Meist handelt es sich dabei um Gasthöfe, Weingüter, Ölmühlen, Bauernhöfe oder Fischereien mit Hofläden, die sich natürlich freuen, wenn ihr dort einkauft oder esst. Im Gegenzug bekommt ihr oft wertvolle lokale Tipps. Die meisten dieser Programme sind im FEFI-Netzwerk zusammengeschlossen (www.fefi.eu).

Bauernhofcamping

Ebenfalls wie zu Besuch seid ihr bei einem Bauernhofcamping. Meist sind diese Campingplätze naturnah, ruhig, klein und familiär. Das gilt auch für die Agricampeggios in Italien und die Campings à la Ferme in Frankreich. Die Standards sind sehr unterschiedlich. Auch das Angebot variiert. Manche verfügen über Pool und Spielplatz. Andere bieten Brötchenservice, ein Abendmenü oder sogar Halbpension. Unterschiede gibt es ebenso bei den Preisen. Dennoch sind sie meist günstiger als normale Campingplätze.

Wohnmobilstellplätze

Auch Wohnmobilstellplätze sind deutlich günstiger als Campingplätze. Sie bieten in der Regel Strom, Ver- und Entsorgung, aber meist keine Duschen oder Möglichkeiten zum Aufenthalt wie Spielplätze und Kiosks. Manchmal ist es auch nicht erlaubt, Tisch und Stühle aufzustellen. Solche Plätze eignen sich daher am besten, wenn ihr einen Schlafstopp auf einer langen Strecke einlegt oder ohnehin den ganzen Tag mit Programm verplant habt und auswärts esst, also etwa für einen Sightseeingstopp in einer Stadt.

Camping-Rabattkarten

Mit bestimmten Rabattkarten erhaltet ihr auf vielen Campingplätzen Preisnachlässe. Die bekanntesten sind die ACSI-Karte, die ADAC-Campingkarte, die Camping Card International (CCI), der Camping Key Europe (CKE) und die Clubkarte des Deutschen Camping Club (DCC). Sie unterscheiden sich stark in Preisen und Bedingungen. Oft gelten die Rabatte nur in der Nebensaison. Das ganze Jahr über gilt die DCC-Karte. Sie ist allerdings auch am teuersten. Auch sie gilt wie alle anderen nicht auf allen Campingplätzen.


Besuch vom Huhn: Camping auf dem Bauernhof macht Kindern viel Spaß.

Camping-Packliste für Familien: Das muss mit
Grundausstattung Wohnmobil

•Gasflasche

•ggf. Gasanschluss-Adapter fürs Ausland

•Kabeltrommel

•220-V-/CEE-Adapter

•Regenschutz für Steckdosenverbindungen

•Wasserkanister 10 Liter

•Gartenschlauch mit Adaptern (für Frischwasserversorgung)

•Einfüllstutzen

•Auffahrkeile

•Feuerlöscher

•Ersatzsicherungen

•Rutschmatten für Gasflaschen, Schubladen, Schränke

•Kopfkissen, Bettwäsche/Schlafsäcke, Kuscheldecken

Campingausstattung

•Campingstühle (ggf. Hochstühle für Kleinkinder)

•Campingtisch

•Gasgrill, ggf. mit Gaspatrone

•Sturmbänder für Markise

•Gummihammer

•Spieldecken für die Kinder

•Hängematte inkl. Aufhängung

Reinigung/Hygiene

•Kehrschaufel und Kehrbesen

•Wischlappen

•(faltbare) Wasch-/Spülschüssel

•Waschmittel

•Wäscheklammern und Schnur

•Wäschesack

•Allzweckreinigungstücher

•Silberionen für Frischwassertank

•Abwassertank-Refresher

•Toilettenflüssigkeit/-tabs

•leicht zersetzbares Toilettenpapier

•Müllbeutel

Küchenausstattung

•große, flache Teller

•Müslischalen/Suppenschüsseln

•Tassen und Becher oder Melamin-Gläser

•Besteck

•Schneidemesser, Brotmesser, Schere

•Dosenöffner, Flaschenöffner, Korkenzieher

•Kochlöffel, Pfannenwender, Grillzange

•Schneebesen, Kartoffelschäler, Schöpfkelle

•(Stab-)Feuerzeug

•großes und kleines Schneidbrett

•großer und kleiner Topf

•Pfanne

•Salatschüssel

•Nudelsieb

•Espressokocher oder French Press

•(faltbare) Frischhaltedosen

•Zip-Beutel

•Küchenrolle

•Spülbürste, Spülschwamm und Spüllappen

•Geschirrtücher

•Topflappen

•Spülmittel

•Öl und Essig

•Salz, Pfeffer und Gewürze in kleinen Behältern (z. B. leere Tic-Tac-Packungen)

•Nudeln, Reis, Bulgur, Haferflocken, Müsli, Knäckebrot oder Brotkonserven, weitere Konserven, Kaffee, Tee, hitzebeständige Süßigkeiten und Snacks

Körperpflege

•(Outdoor-)Handtücher

•(Outdoor-)Badetücher

•(Einmal-)Waschlappen

•Feuchttücher

•Kulturbeutel zum Aufhängen

•Seife, Duschbad, Shampoo

•Kamm, Bürste

•Körperlotion, Cremes

•Zahnbürsten und Zahnpasten

•Nagelschere, -feile, Pinzette

•ggf. Tampons, Damenbinden

•ggf. Rasierer

•ggf. Haarfön

•Desinfektionstücher, -spray oder -mittel

Reiseapotheke

•Sonnencremes

•Mücken- und Zeckenschutz

•Pinzette

•Zeckenzange

•Notfallset mit Pflaster, Verband, kleiner Verbandsschere, milder Wunddesinfektionslösung, evtl. Bachblüten-/Rescuetropfen, Arnica C30

•kühlendes Gel, z. B. Fenistil, bei Insektenstichen und Sonnenbrand

•Schmerzmittel, Paracetamol für Kinder

•Fieberthermometer

•ggf. Mittel gegen Reiseübelkeit

•ggf. Dauermedikation wie Pille, Asthmaspray etc.

•Papiertaschentücher

•Ohropax

Technik

•Smartphone mit Ladekabel

•Tablet mit Ladekabel

•Fotoapparat mit Akkus und Ladegerät

•Powerbank

•kleines Allround-Solar-Ladegerät

•ggf. mobiler WLAN-Router

Sonstiges

•Socken, Unterwäsche, Nachtwäsche

•Shirts, Hosen, Jacken, ggf. Röcke, Kleider

•Clogs/Badeschlappen, Gummistiefel

•Regenschirm, Regenkleidung, Sonnenbrille

•Kabelbinder

•Panzertape

•kleines Werkzeugset mit Wechselkopf-Schraubenzieher und Imbus-Set

•Nähset

•Schuhbürste

•Allround-Zeltschnur (auch als Wäscheleine)

•Stirnlampen inkl. Ersatzbatterien

•Camping-Tischleuchten inkl. Ersatzbatterien

•Kerzen, evtl. Fackeln und (Ersatz-)Feuerzeug

•Notizbuch und Stifte

•Bücher, Reiseführer, Kartenmaterial (ggf. elektronisch)

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
Hacim:
210 s. 117 illüstrasyon
ISBN:
9783734320347
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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