Kitabı oku: «Panoramawege für Senioren Süd-Schwarzwald»
Gemütliche Genusstouren
Panoramawege für Senioren
Südschwarzwald
35 aussichtsreiche Höhenwanderungen
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Tourenüberblick
Mehr Freude am Wandern
Aussichtsreich durch den Schwarzwald
Südschwarzwald
1Gugelturm und Klausenhof
Aus- und Einsichten bei Herrischried
2Loge über der Alb
Spazierrunde der Wilfinger
3Logen von Dachsberg
Aussichten bei Hierbach und Wolpadingen
4Auf den Gupfen
Balkon über dem Hochrhein
5Dorf am Himmel
Zur Marienkapelle von Höchenschwand
6Varianten bei der Rotrütte
Auf dem Häuserner Panoramaweg
7Einmal Hotzenwald zum Verlieben
Auf dem Ibacher Panoramaweg
8Auf den Hochkopf
Aufstieg ab dem Weißenbachsattel
Hochschwarzwald
9Ehrenloge zwischen den Wiesen
Auf den Rümmelesbühl
10Rund um den Weiherkopf
Vom Haldenhof zur Kälbelescheuer
11Zu Gast beim Gott des Lichts
Belchen und Hohkelch
12Um das Haldenköpfle
Einstieg beim Notschrei
13Auf den Schauinsland
Kurze Runde ab der Bergstation
14Martin-Heidegger-Weg
Aussichtsrunde über Todtnauberg
15Hasenhorn und Mauswinkel
Auf den Todtnauer Hausberg
16Bernauer Panoramaweg
Von Ankenbühl bis Bernau-Hof
17Abgespeckter Geißenpfad
Zwischen Menzenschwand und Klusenwald
18Auf der Sonnenseite des Feldbergs
Zur Sankt Wilhelmer Hütte
19Der Schluchsee aus der Vogelperspektive
Varianten am Riesenbühl
20Auf dem Hirtenpfad
Rund um das Raitenbucher Hochtal
21Auf dem Gschind-Rundweg
Ausblicke und Wälder über Lenzkirch
22Auf der Sonnenseite vom Hochfirst
Höhenklimaweg von Saig
23Aussichten zwischen Galgen- und Lindenbuck
Auf dem Panoramaweg von Bonndorf
24Aussichtsrunde am Roßberg
Von Breitnau zur Wanderhütte am Fahrenberg
25Über den Höchstberg zur Hochebene
Panoramaspazierweg bei Eisenbach
Mittlerer Schwarzwald
26Vom Kloster zur Wallfahrtskirche
Von St. Peter auf den Lindenberg
27Wettstreit der Klöster
Von St. Märgen nach St. Peter
28Berg der Kräfte
Auf dem Kandel
29Reben unter dem Kandel
Weinwanderung im Glottertal
30Edles Gewächs in malerischer Lage
Weinlehrpfad Buchholz
31Ruine Hochburg
Von Sexau auf den Hachberg
32Martinskapelle und Spechttanne
Auf der Wasserscheide von Donau und Rhein
33Oberes Gutachtal
Von Schönwald zum Reinertonishof
34Über Kirnach und Breg
Vom Kesselberg zum Breghäusle
35Ehrenmal und Triberg-Blick
Panoramastrecke am Kroneck
Zugabe
Register
Impressum

6 Ausblick von Häusern auf den Albstausee

2 Dorfbrunnen in Wilfingen

20 Blumengeschmückter Möslehof am Hirtenpfad

33 Blick über den Aufsprunghügel der Adlerschanze Schönwald
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwierig |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Einkehr |
| Rollstuhlgeeignet |
| Sehenswürdigkeit |
| Wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Anreise mit Bahn/Bus |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Tour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Die Touren im Überblick
Leichte Touren (1 – 3 Std.)
2Spazierrunde der Wilfinger
5Marienkapelle von Höchenschwand
6Häuserner Panoramaweg
12Um das Haldenköpfle
19Varianten am Riesenbühl
22Höhenklimaweg von Saig
25Über den Höchstberg
30Weinlehrpfad Buchholz
31Ruine Hochburg
32Martinskapelle und Spechttanne
34Vom Kesselberg zum Breghäusle
Mittelschwere Touren (1.00 – 5 Std.)
1Gugelturm und Klausenhof
3Hierbach und Wolpadingen
4Auf den Gupfen
7Ibacher Panoramaweg
9Auf den Rümmelesbühl
10Rund um den Weiherkopf
11Belchen und Hohkelch
13Auf den Schauinsland
14Martin-Heidegger-Weg
16Bernauer Panoramaweg
17Abgespeckter Geißenpfad
18Zur Sankt Wilhelmer Hütte
20Auf dem Hirtenpfad
21Gschind-Rundweg Lenzkirch
23Panoramaweg von Bonndorf
24Aussichtsrunde am Roßberg
26Von St. Peter auf den Lindenberg
27Von St. Märgen nach St. Peter
28Auf dem Kandel
29Weinwanderung im Glottertal
33Von Schönwald zum Reinertonishof
35Ehrenmal und Triberg-Blick
Schwere Touren (2.00 – 3 Std.)
8Auf den Hochkopf
15Hasenhorn und Mauswinkel
Tourenüberblick



Mehr Freude am Wandern
Die Panoramawege für Senioren im Südschwarzwald sind unser zweiter Schwarzwald-Wanderführer für die erfahrene Generation. Auch hier liegt der Fokus auf Wanderwegen mit geringen Steigungen und möglichst frei von Wurzeln. Bei der Recherche nach geeigneten Strecken und dem Gespräch mit anderen Wanderern wurde jedoch auch vermehrt der Wunsch geäußert, dass es schon ein bisschen mehr sein darf.
Einige Touren sind wieder komplett barrierefrei. Dazu zählen der Spazierweg zur Marienkapelle von Höchenschwand, der Höhenklimaweg von Saig sowie auch die Wanderung zur Sankt Wilhelmer Hütte am Feldberg. Daneben finden Sie aber auch Wanderungen, die auf kürzeren Abschnitten felsige oder von Wurzeln überzogene Pfade beinhalten. Diese Touren führen zu Zielen, die besonders bei älteren Wanderern beliebt sind – so etwa der Gugelturm bei Herrischried und der Hirtenpfad –, oder nutzen Wege und Pfade abseits der großen Touristenströme. An diesen Wanderungen werden insbesondere »rüstige Senioren« ihre Freude haben, die auch so manch jüngeren Wanderer hinter sich lassen.
Insgesamt sind die Anforderungen der Panoramawege für Senioren damit eine halbe bis ganze Stufe höher als bei den Wanderungen für Senioren. Doch auch hier warten ausgedehnte Spaziergänge und Halbtageswanderungen, die reichlich Zeit für Pausen und das Genießen der Landschaft lassen. Wir haben hier die Wahl: Selbstversorger kommen auf den einzelnen Strecken zu einigen Aussichtspunkten, bei denen man gerne verweilt. Wer lieber mit leichtem Rucksack unterwegs ist, findet mit den Berghütten und Höhengasthäusern Gelegenheiten für eine aussichtsreiche Einkehr.
Wir wünschen Ihnen viel Freude am Wandern
Ihre Annette und Lars Freudenthal

Wittlisberger Kapelle oberhalb von Häusern (Tour 6)
Aussichtsreich durch den Schwarzwald
Im Süd- und Hochschwarzwald finden wir reichlich schöne Aussichtsplätze und Felskanzeln. Dabei denken wir zuvorderst an den Belchen und das Feldbergmassiv. Beeindruckende Panoramen und Aussichten finden wir jedoch auch im Süden, wo der Schwarzwald in mehreren Stufen steil zum Hochrhein hin abfällt. So eröffnen sich uns in Höchenschwand – dem Dorf am Himmel – sowie in den Gemeinden Dachsberg und Ibach herrliche Fernsichten über das Rheintal hinweg zu den schneebedeckten Alpen. Genauso werden wir auf dem Panoramaweg von Bernau oder dem Aussichtsturm auf dem Hochkopf mit reizvollen Ausblicken über die Hochtäler reich verwöhnt. Zuletzt eröffnen uns selbst die Hügel am Westrand des Schwarzwalds weitreichende Blicke zum Kaiserstuhl sowie über die Oberrheinebene bis zum Jura und den Vogesen.

Einfacher Höhenweg bei Wilfingen (Tour 2)
Hoch hinaus geht es schließlich mit der Belchenbahn. Mit ihr ist es sowohl betagten Naturfreunden als auch Familien mit kleinen Kindern ein Leichtes, einen der vier Schwarzwaldberge oberhalb der 1400-Meter-Marke zu erleben. Auf dem kurzen Gipfelrundweg sowie auch an vielen anderen Orten vermitteln uns Infotafeln Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Umgebung. Zusammen mit den Panoramatafeln wird der Schwarzwald mitsamt den Fernsichten zu den umliegenden Gebirgen greifbar, wir finden uns zusehends besser zurecht und bemerken auch die kleinen Dinge am Wegrand. Bei der Bewegung in der Natur und auf den Hochlagen gewinnen wir Abstand zum Alltag und bekommen den Kopf frei. Zuletzt wird eines immer wieder deutlich: Wer wandert, begegnet netten Menschen.

Panoramatafel am Ibacher Panoramaweg (Tour 7)
Gut gerüstet besser ans Ziel
Mit den »Panoramawegen für Senioren« bewegen wir uns überwiegend auf leicht und bequem zu laufenden Wegen. Die geringen Anforderungen der Touren verleiten dazu, zu Halbschuhen oder Turnschuhen zu greifen. Tatsächlich aber knicken auf den vermeintlich einfachen Wegen weit öfter Wanderer um, als man vermutet. Zudem wirken sich im ersten Moment bequeme, aber billige Freizeitschlappen negativ auf die Fußgesundheit aus. Wanderstöcke hingegen begünstigen eine aufrechte Körperhaltung und schonen die Gelenke. Vor allem aber helfen sie in unachtsamen Momenten, Stürze zu vermeiden. Wer einen Rollstuhlfahrer begleitet, der beim Schieben nicht großartig mithelfen kann, sollte aufgrund der höheren Kraftanstrengung möglichst leichte und atmungsaktive Funktionswäsche tragen. Dadurch bleiben Wanderhemden auch an warmen Sommertagen länger trocken und man hat ein deutlich besseres Gefühl auf der Haut. Wer sitzt, benötigt hingegen wärmere Kleidung.
Verantwortung und Selbsteinschätzung
Alle in diesem Wanderführer beschriebenen Wanderungen orientieren sich an dem gemeinsamen Wegekonzept des Schwarzwaldvereins und des Naturparks Südschwarzwald, ergänzt durch wenige örtliche Beschilderungen. So führen uns die Wegweiser und Markierungen mit verschiedenen Rauten, Farben und Symbolen sicher von A nach B und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Umgekehrt sind aufgelassene Wege oder nur schlecht begehbare Trampelpfade ein sicheres Indiz dafür, dass man einen Abzweig verpasst hat. Wenn sich der nächste, gut begehbare Weg nicht zufällig in Sichtweite befindet oder klar ist, wie man wieder auf den rechten Weg findet, ist es oft besser, auf sein Bauchgefühl zu hören und zur letzten Wegkreuzung zurückzukehren. Nachdem wir jetzt schon seit einigen Jahren im Schwarzwald unterwegs sind, wissen wir, dass sich Beschilderungen und Wegführungen von Zeit zu Zeit ändern. So können neu angelegte Themenwege oder Wandersteige mit eigener Kennzeichnung sogar die Farben der zuvor angebrachten Rauten beeinflussen. In so einem Fall ist es meist besser, der neuen Wegmarkierung zu folgen, da sie einen sicher ans Ziel oder zurück zum Ausgangspunkt bringt.
Interessante Internetadressen
www.naturpark-suedschwarzwald.de
Umfassende Informationen zu den Aufgaben und Besonderheiten des größten Naturparks in Deutschland
www.schwarzwaldverein.de
Gemeinsamer Auftritt der Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins
www.schwarzwald-tourismus.info
Offizielle Seite der Schwarzwald Tourismus GmbH mit Tipps und Infos zu über 250 Ferienorten
www.wanderfuehrer-schwarzwald.de
Unsere eigene Seite mit unseren bisher erschienenen Wanderführern über den Schwarzwald sowie auch über die Schwäbische Alb, das Allgäu und das Elsass mit den Vogesen. Wer entspannter mit dem Outdoor-Navi unterwegs ist, findet hier außerdem GPS-Dateien zum Download.

Im Winter wird der Weg zur Todtnauer Hütte für Langläufer und Spaziergänger präpariert (Tour 18).
Ein Ziel der Panoramawege für Senioren im Südschwarzwald ist es, am Ende der einzelnen Touren zufrieden auf die vergangenen Stunden und das Geleistete zurückzublicken. Dies gelingt am besten, wenn man sich – und seine Begleiter – richtig einschätzt. Wer im hohen Alter oder nach einer längeren Pause wieder mit dem Wandern anfängt, sollte die etwas längeren Touren wie den Ibacher Panoramaweg (Tour 7), den Abstecher vom Belchen zum Hohkelch (Tour 11) oder die Runde auf den Gupfen (Tour 4) erst dann in Angriff nehmen, wenn eine gewisse Grundkondition und Sicherheit im Gelände aufgebaut ist. Ebenfalls hilfreich ist es, die Entwicklung von Regenwolken im Internet, etwa auf www.meteoblue.com oder www.niederschlagsradar.de, zu beobachten. Im Zweifelsfall sollte man sich auch nicht davor scheuen, eine Tour abzubrechen bzw. nach dem Unwetter fortzusetzen.
Wandern im Winter
Wenn wir uns an unsere eigene Kindheit und Jugend erinnern, so war es damals durchaus gut möglich, im Winter Ski zu fahren. Selbst viele Orte der mittleren Lagen besaßen einen kleinen Schlepplift sowie auch passable Langlaufloipen. In den letzten drei Jahrzehnten nahm die Anzahl an Tagen mit einer ausreichenden Schneedecke jedoch kontinuierlich ab, verschwanden etliche Lifte und hat so manch ein Spurgerät ausgedient. Selbst bei den höher gelegenen traditionellen Wintersportorten fällt immer wieder eine komplette Saison wortwörtlich ins Wasser. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird und sich die Ferienorte zunehmend umorientieren müssen. Deshalb sind in diesem Wanderführer einige Touren enthalten, die das ganze Jahr über möglich sind. Dazu zählen die Spazierrunde der Wilfinger (Tour 2), der Weinlehrpfad bei Buchholz (Tour 30) sowie auch die Touren im Glottertal (Tour 29) und zur Emmendinger Ruine Hochburg (Tour 31). Andere Strecken wie der Panoramaweg von Häusern (Tour 6), der Spazierweg von Höchst auf die Hochebene (Tour 25) oder der Weg zur Todtnauer Hütte und Sankt Wilhelmer Hütte (Tour 18) werden bei Schnee als Winterwanderweg unterhalten. Da keine der Touren länger als vier Stunden dauert, sind die Tage selbst Ende Dezember lang genug, um vor dem Sonnenuntergang wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Einzige Ausnahme bildet hier der Ibacher Panoramaweg (Tour 7), und auch dieser lässt sich in der kurzen Variante gut an einem halben Tag erleben. Aktiven Wanderern bietet das Buch damit einige Ideen, um sich auch in der kühlen Jahreszeit fit zu halten, ehe sie wieder längere Strecken in Angriff nehmen.
Unsere Favoriten
Auf den Rümmelesbühl, Tour 8
Um das Haldenköpfle, Tour 12
Hasenhorn und Mauswinkel, Tour 15
Weinwanderung im Glottertal, Tour 29
Zur Ruine Hochburg, Tour 31

Am Hochschwarzwälder Hirtenpfad laden einige Bänke und Liegen zum Landschaftgenießen ein (Tour 20).

Malerische Aussicht über das Glottertal (Tour 29)
Pause mit Genuss
Zu einer schönen Wanderung gehört natürlich auch eine Einkehr oder eine längere Rast. Unsere Wanderungen führen deshalb zu zahlreichen herrlich gelegenen Plätzen. Zudem kommen wir bei einigen Touren an einer oder mehreren Wirtschaften vorbei, sodass man sich mit Gleichgesinnten austauschen und beiläufig die Panoramawege für Senioren im Südschwarzwald weiterempfehlen kann.
Bei den Touren ohne Wirtschaft sowie auch unter der Woche, wenn viele Gaststätten und Ausflugslokale geschlossen sind, decken wir uns morgens bei einer Bäckerei ein oder plündern die heimische Vorratskammer. In dem Fall können wir uns auf selbst belegte Brote und Kuchen, vielleicht auch Knabbereien freuen, die genau unserem Geschmack entsprechen.

Sanfte Kuppen und Höhenzüge prägen die Landschaft bei St. Peter (Tour 26).
Anfahrt
Viele Wanderziele sind im Schwarzwald mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Mit der KONUS-Gästekarte (Kostenlose Nutzung des ÖPNV im Schwarzwald) haben Sie freie Fahrt in allen neun Verkehrsverbünden der Ferienregion. Wer mit dem Auto anreist und ein Navi nutzt, kann die im Infokasten der einzelnen Touren angegebenen GPS-Koordinaten eingeben. Diese führen ihn punktgenau zum Ausgangspunkt der Wanderung bzw. zur nächstgelegenen Parkmöglichkeit.
Gehzeiten und Höhenangaben
Die genannten Zeiten beziehen sich auf die reine Gehzeit. Weil es bei vielen der Touren einiges zu entdecken gibt, beinhaltet diese auch die Zeit, in denen man sich umsieht und die Landschaft auf sich wirken lässt. Entsprechend der Zielgruppe haben wir das Durchschnittstempo mit etwa 2,8 km/h vergleichsweise niedrig gewählt. Pausen oder gar eine längere Einkehr sind in den angegebenen Zeiten jedoch nicht enthalten. Rechnen Sie bitte auch etwas Zeit für unvorhergesehene Änderungen ein, sodass Sie auch bei zusätzlichen Abstechern, bei kürzerem Verlaufen oder einem gesperrten Weg (z. B. aufgrund von Forst- oder Holzfällarbeiten) noch rechtzeitig zurück am Ausgangspunkt sind. Die Höhenangaben beinhalten die tatsächlich zu leistenden Höhenmeter. Lediglich kleine Kuppen und Senken mit nur geringem Höhenunterschied blieben unberücksichtigt. So stehen Sie nicht plötzlich vor einem großen Zwischenanstieg, der nirgends erwähnt wird. Wer mit dem Rollstuhl auf einem der barrierefreien Wege unterwegs ist, sollte möglichst schon vorher austesten, wo seine Grenzen sind. So macht eine Tour mit 200 Höhenmetern natürlich nur dann Sinn, wenn man diese 200 Höhenmeter auch schafft. Hilfreich können hier elektrische Zughilfen sein. Anders herum sind verschiedene Touren auch mit dem E-Bike möglich, womit wir zum Beispiel leicht und locker zur Sankt Wilhelmer Hütte (Tour 18) oder zum Breghäusle (Tour 34) radeln können.
Schwierigkeitsgrade
Leicht: eher kurze Spaziergänge und Wanderungen, die keine oder kaum Trittsicherheit erfordern und nur wenige Steigungen beinhalten
Mittel: Touren mit längeren Auf- und Abstiegen, die eine gewisse Kondition und zumindest etwas Trittsicherheit erfordern
Schwer: Diese Touren richten sich an unsere »rüstigen Senioren«. Auf schmalen Pfaden stehen auch felsige sowie mit Wurzeln überzogene Abschnitte an. Eine gute Kondition am Berg ist von Vorteil. Die Touren dieser Kategorie lassen sich durch Varianten entschärfen bzw. abkürzen.

Auf dem Gipfelrundweg des Belchen (Tour 11)
Südschwarzwald

Aussicht vom Hochkopfturm über das Prägbachtal (Tour 8)
1Gugelturm und Klausenhof
Aus- und Einsichten bei Herrischried
Unser erster Panoramaweg eröffnet traumhafte Fernblicke über den Jurapark zu den Alpen. Besonders eindrücklich wird dies auf dem Gugelturm. Im zweiten Teil der Runde bildet das Freilichtmuseum Klausenhof ein beliebtes Ausflugsziel.
| mittel |
| 2.30 Std. |
| 250 Hm |
| 7,5 km |
Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Technisch einfache Runde auf landwirtschaftlichen Straßen und Forstwegen, ein 700 m langer Abschnitt verläuft auf der schwach befahrenen Kreisstraße.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Ortsmitte Herrischried, 880 m
Höchster Punkt
Gugel, 996 m
Anfahrt
GPS 47.6661, 8.0010
Bus/Bahn: Ab Bad Säckingen und Todtmoos fahren mehrere Buslinien zur Haltestelle Herrischried Rathaus.
Auto: Von der B 34 in Bad Säckingen oder Laufenburg nach Rickenbach abbiegen, anschließend der Beschilderung nach Herrischried folgen. Anfahrt auch ab Wehr, Todtmoos und der B 500 möglich.
Einkehr
Gugelstüble am Gugelturm, Ostern bis Ende Oktober Do, Sa und So ab 10 Uhr geöffnet, www.schwarzwaldverein-herrischried.de
Beste Jahreszeit
April bis Oktober
Karte
Karte des Schwarzwaldvereins 1:25 000, W265 Lörrach
Informationen
Hotzenwald-Touristinfo, Tel. 07764/92 00 41, www.hotzenwald-schwarzwald.de

Feuchtwiesen und Anmoore prägen den Oberlauf der Murg.

Start in Herrischried Los geht es beim Parkplatz in der Ortsmitte von Herrischried, direkt an der Hauptstraße des Ferien- und Wintersportorts. Nach der ersten Orientierung laufen wir entlang der Hauptstraße am Gasthaus zum Ochsen vorbei und biegen rechts in die Hasengasse ein. Auf dem ersten Abschnitt der Wanderung orientieren wir uns an der schwarz-weißen Raute des Hotzenwald-Querwegs immer Richtung Gugelturm. Schon auf dem Weg vom Ortsrand zum Riesenbühl öffnet sich die Sicht nach Süden über das Hochrheintal und den Jurapark zur Alpenkette. Mit diesem ersten schönen Eindruck zweigen wir beim Wegweiser Riesenbühl links auf den Pfad ab und durchqueren einen Waldstreifen.

Wie eine Perlenkette reihen sich die Alpengipfel im Süden aneinander.
Oberlauf der Murg Sobald wir nach gut 300 Metern den Wald wieder verlassen, kreuzen wir das Bächle Eschbrunn und orientieren uns beim Wegweiser Giersbach-Singele rechts. In diesem Bereich wird die Landschaft um uns herum von der Murg geprägt. Weil der Oberlauf des Wildbachs glazial überformt ist, schlängelt er sich hier oben durch Feuchtwiesen und moorige Flächen. Erst in den tieferen Lagen wird die Murg an Fahrt aufnehmen. Nachdem wir den Bach überquert haben, halten wir uns bei den ersten Häusern von Giersbach rechts und treffen auf die Landstraße. Dieser folgen wir nach Süden an der Bushaltestelle vorbei, biegen dann links ab und folgen der Beschilderung erst über offene Flächen, dann bergan durch den Wald bis hoch zum Gugelturm.

Der Gugelturm
Der »Neue Hotz« auf dem Gugel Die filigrane Konstruktion ist der zweite Turm, der auf dem Gugel errichtet wurde. Der Vorgängerbau befand sich auf der Anhöhe oberhalb der 1881 errichteten und erhaltenen Kapelle. Der auch als »Neue Hotz« bekannte zweite Aussichtsturm entstand zwischen 1971 und 1974. Er wurde zunächst auf drei Douglasienstämmen errichtet. Neben zahlreichen Ehrenamtlichen halfen bei dem Projekt auch Pioniere des britischen Militärs und der Bundeswehr mit. Fünf Jahre später wurde der Neubau als »gestalterisch und konstruktiv hervorragend ausgeführtes Holzbauwerk« ausgezeichnet. Allerdings zog bald Feuchtigkeit in die tragenden Stämme ein, bis sie 1992/94 durch Leimbinder ersetzt werden mussten. Direkt neben dem Wahrzeichen des Hotzenwalds lädt bei günstiger Witterung das Gugelstüble zum Verweilen ein.
Auge, was willst Du mehr? Sowie wir die luftige Wendeltreppe emporgestiegen sind, sehen wir uns einem fantastischen Panorama gegenüber. In der Nähe sind die Hochlagen des Hotzenwalds, das weit unter uns liegende Hochrheintal und der Schweizer Jurapark zu sehen. Bei optimalen Bedingungen sehen wir im Osten bis zum Randen und im Westen bis zu den Vogesen. Im Süden schließlich reihen sich die Gipfel der Schweizer und französischen Alpen wie an einer Perlenkette aneinander. Das Panorama erstreckt sich vom Säntis und den Churfirsten im Osten bis zum Mont Blanc im Westen. Eine Tafel hilft beim Bestimmen der vielen Berge und Gipfel.
Zum Freilichtmuseum Klausenhof Nach dem Turmbesuch folgen wir dem Hotzenwald-Querweg weiter bis zum Wegweiser Gugeln. Dort trennen sich die Wege: Während der Querweg rechts nach Waldshut abbiegt, laufen wir geradeaus weiter und folgen der gelben Raute über »Häsele« nach Kleinherrischwand. Dort kreuzen wir ein zweites Mal die Landstraße, eh wir der Beschilderung über Schellenberg sowie an der St.-Wendelin-Kapelle nach Großherrischwand folgen. Dort lohnt sich ein Abstecher zum Freilichtmuseum Klausenhof. Der 1424 errichtete Hof zählt zu den ältesten Häusern im Schwarzwald. Zurück auf dem Wanderweg, erfolgt der weitere Rückweg nach Herrischried zunächst westwärts bis zum Wegweiser Tannenboden, dann in südlicher Richtung. Auf diesem letzten Abschnitt bewegen wir uns auf dem alten Glasträgerweg und überwinden eine Geländekuppe auf dem Bühl. Mit erneut herrlicher Sicht zu den Alpen spazieren wir von dort hinunter zur Straße und entlang dieser zurück zur Ortsmitte von Herrischried.

Wendelinuskapelle in Kleinherrischwand
Freilichtmuseum Klausenhof
Das Freilichtmuseum Klausenhof ist Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Beim Rundgang können die Wohnbereiche und die Brennerei sowie die Schmiede und der Wagenschopf besichtigt werden. Dem Museum ist außerdem die 1595 erstmals erwähnte Lindauer Säge angegliedert. Weitere Infos zum Museum sind bei der Hotzenwald-Touristinfo erhältlich.
2Loge über der Alb
Spazierrunde der Wilfinger
Im Süden von Dachsberg fällt das Hochplateau der Gemeinde steil zur Alb und dem Ibach ab. Entsprechend kurvig ist die Anreise über das Albtal nach Wilfingen. Oben angekommen, können wir uns über einen barrierefreien Spaziergang freuen.
| leicht |
| 1.30 Std. |
| 100 Hm |
| 4,4 km |
Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Barrierefreie Runde auf asphaltierten Landwirtschaftsstraßen und der nur schwach befahrenen Kreisstraße zwischen Vogelbach und Wilfingen. Bei Buchmättle ist eine Abkürzung möglich.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Wilfingen, 763 m
Höchster Punkt
Aussicht Vogelbach, 820 m
Anfahrt
GPS 47.6682, 8.1029
Bus/Bahn: Keine Verbindung
Auto: Die Anfahrt erfolgt über die L 154 Albbruck–St. Blasien. Bei Niedermühle rechts auf die K 6529 abbiegen und der Straße nach Wilfingen folgen. Parkmöglichkeiten befinden sich entlang der Kirchmauer.
Einkehr
Pizzeria Teufelsküche Dachsberg, täglich ab 11 Uhr, Tel. 07755/939 52 25, Möglichkeit zur Selbstversorgung beim Hofladen Bärenhof
Beste Jahreszeit
Außer bei Schnee Ganzjahrestour
Karte
Karte des Schwarzwaldvereins 1:25 000, W266 Waldshut-Tiengen
Informationen
Touristinfo Dachsberg und Ibach, Tel. 07672/99 05 11, www.feriensuedschwarzwald.de

Landschaftsprägende Birke

Gerettete Kirche Direkt bei unserem Startpunkt lohnt die Kirche zum Heiligen Pantaleon einen Besuch. Sie ersetzte Ende des 17. Jahrhunderts die 1497 erstmals erwähnte Kapelle von Wilfingen. Nach dem Neubau der Pfarrkirche im benachbarten Hierbach sollte die Wilfinger Kirche in den 1890er-Jahren abgerissen werden. Grund war damals, dass sich die Gemeindemitglieder die Unterhaltskosten sparen wollten. Dem Protest engagierter Bürger haben wir den Fortbestand der Kirche zu verdanken. Von dem ursprünglichen Geläut musste 1942 eine Glocke für Kriegszwecke abgegeben werden. Nach Kriegsende wurde die verbliebene Glocke durch das heute noch erhaltene Glockenspiel ersetzt. Im Herbst erwartet uns im Innern der Kirche ein festlich geschmückter Erntealtar.

Beim Dorfbrunnen von Wilfingen startet unser Spaziergang.
Auftakt mit Alpenpanorama Für die Wanderung laufen wir von unserem Startpunkt Am Dorfbrunnen durch die gleichnamige Straße bis zum Corneliweg. Dort biegen wir rechts auf den mit gelber Raute markierten Wanderweg ein und verlassen Wilfingen über die gestreckte Linkskurve. Bereits auf diesen ersten Metern öffnet sich im Süden die Sicht zu den Schweizer Alpen. Am einzeln stehenden Haus vorbei, biegen wir links auf die ebenfalls als Fahrweg asphaltierte Stellestraße ab. Wenige Schritte weiter südlich finden wir ein geschickt platziertes Bänkle.

Die Aussicht nach Hierbach wird von der imposanten Pfarrkirche dominiert.
Auf der Stellestraße Weiter in nordwestlicher Richtung erreichen wir bald den Wegweiser Buchmättle. Wer sich nur mal sehr kurz die Beine vertreten will, kann dort links zum Bildstock an der Kreisstraße abkürzen. Alle anderen passieren geradeaus das Gehölz und wandern wieder sachte bergab. Der Blick reicht hier nach Nordwesten über offene Felder und Wiesen bis zum Wald jenseits vom Vogelbach. Wenden wir uns nach Osten, sind über das bewaldete Albtal hinweg wenige Häuser von Brunnadern zu erkennen. Wenn wir die nächste Waldinsel erreichen, lädt der Rastplatz beim 2001 angelegten Cornelibrunnen zum Verweilen ein. Wir orientieren uns rechts und kreuzen das Waldstück. Erneut mit Sicht bis zu den Alpen nehmen wir die Passage zwischen zwei Wiesen bis zum Waldrand.
Wechselnde Aussichten Dort trennen sich die Wege: Während der mit gelber Raute gekennzeichnete Wanderweg geradeaus hinunter ins Albtal führt, biegen wir mit der Stellestraße links ab. Damit wandern wir nun wieder leicht bergan bis zur Aussicht Hierbach. Schön zu sehen ist von der Anhöhe die aus grauem Albtal-Granit erbaute katholische Pfarrkirche. Mit diesem imposanten Eindruck biegen wir erneut links ab und treffen rund 650 Meter weiter auf die K 6529. Die nur schwach befahrene Kreisstraße nach Vogelbach ist mit einer gelben Raute als Wanderweg ausgewiesen. Fußgänger sind hier also keine Seltenheit, sodass wir der Straße guten Gewissens links bis zum Bildstock folgen können. Da wir nun wieder in südlicher Richtung laufen, haben wir auch wieder eine schöne Sicht zu den Alpen. Einzig störend ist die Wolkensäule über dem Kernkraftwerk von Leibstadt.
Direkt oder auf bekanntem Weg Bei dem Bildstock haben wir schließlich die Wahl: Wer lieber etwas weiter von der Straße entfernt wandert, gelangt links über den Feldweg zum Buchmättle. In dem Fall erfolgt der weitere Rückweg ab dort auf dem bereits bekannten Hinweg. Laufen wir geradeaus weiter, kommen wir als Nächstes am Sportplatz vorbei, eh wir auf direktem Weg hinunter nach Wilfingen laufen. Etwas unterhalb vom Hofladen des Bärenhofs ermöglicht uns die Pizzeria Teufelsküche, den Ausflug mit deutschen und italienischen Spezialitäten abzurunden. Benannt ist das Gasthaus übrigens nach einem Strudel, der weiter unten im Bachbett der Alb eine faszinierende Naturschönheit geschaffen hat.

Blick über gemähte Bergwiesen nach Wilfingen

Beim Bildstock bieten sich uns zwei Möglichkeiten für den Rückweg.
Bärenhof in Dachsberg
Der Hofladen vom Bärenhof bietet Speck, Schinken, Wurst und Fleisch von den hofeigenen Angusrindern sowie Käse, Wein, Nudeln und Marmelade. Öffnungszeiten sind Mi–Fr 16.30–18.30 Uhr sowie Sa 9–14 Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten ist in der RegioBox eine Auswahl an Spezialitäten erhältlich (Tel. 07755/457, www.baerenhof-dachsberg.de).
3Logen von Dachsberg
Aussichten bei Hierbach und Wolpadingen
Schon von Weitem beherrscht die aus Albtal-Granit erbaute Kirche das Ortsbild von Hierbach. Von dort wandern wir erst zum Kaiser-Rudolph-Platz, dann zur Panoramatafel über Wolpadingen. Hoch über dem Hochrhein gelegen, eröffnen uns beide Aussichtspunkte eine traumhafte Sicht bis zu den Alpen.
| mittel |
| 2.30–3 Std. |
| 250 Hm |
| 7 km |
Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Überwiegend bequem zu wandernde Runde auf wenig befahrenen Straßen, landwirtschaftlichen und Forstwegen. Ohne den Aufstieg zur Panoramatafel entfallen 40 Höhenmeter.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Kirche Hierbach, 815 m
Höchster Punkt
Panoramatafel oberhalb Wolpadingen, 940 m
Anfahrt
GPS 47.6862, 8.0914
Bus/Bahn: Keine Verbindung
Auto: Die Anfahrt erfolgt über die L 150 St. Blasien–Todtmoos. Bei der Urberger Säge auf die K 6590 nach Dachsberg abbiegen. Der Straße bis Vogelbach folgen, dort rechts in die Bachstraße nach Hierbach abbiegen. Von Süden ist die Anfahrt über Wilfingen möglich. Im Ort gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten.
Einkehr
Kaiserhofs Bauernladen, Sa von 8–14 Uhr, sehr schöne Rastmöglichkeiten
Beste Jahreszeit
März bis Oktober
Karte
Karte des Schwarzwaldvereins 1:25 000, W266 Waldshut-Tiengen
Informationen
Touristinfo Dachsberg und Ibach, Tel. 07672/99 05 11, www.ferien-suedschwarzwald.de

Kriegerdenkmal der südlichen Gemeindeorte von Dachsberg

Erst einmal hinfinden Für die Anreise in die Gemeinde Dachsberg ist ein gutes Orientierungsvermögen von Vorteil, denn die Verkehrswege haben schon manch einen Autofahrer in die Irre geleitet. Vor unbeabsichtigten Umwegen sind selbst die Einwohner der umliegenden Gemeinden nicht gefeit. Um einer Odyssee vorzubeugen, empfiehlt es sich, ein Auto-Navi mitzunehmen. Ob dieses dann tatsächlich den direkten Weg wählt, bleibt zwar ungewiss, zumindest aber werden wir sicher zu unserem Ausgangspunkt bei der Kirche von Hierbach finden. Geparkt wird am Rand der Straße.

Pfarrkirche Seliger Bernhard von Baden
Anhöhe zwischen Vogel- und Sägebach Von der Pfarrkirche in Hierbach führt uns der erste Abschnitt durch die Kirchstraße nach Norden an Kaiserhofs Bauernladen vorbei in die offene Landschaft. Wo die Straße eine Schlaufe beschreibt, können wir mit der gelben Raute über die Wiese abkürzen. Beim Wegweiser Roßacker treffen wir wieder auf die Straße und kommen rechts zu einem Marienbildstock samt Bänkle. Da wir uns auf einer Anhöhe zwischen dem Vogelbach im Süden und dem bewaldeten Sägebachtal befinden, öffnet sich der Blick nach Nordwesten bis zu den Häusern von Fröhnd und Hierholz.

Bildstock auf der Anhöhe zwischen dem Sägebach und Vogelbach
Kaiser-Rudolph-Platz Beim Bildstock lassen wir den Talrainweg links liegen und erreichen geradeaus den Kaiser-Rudolph-Platz mit der Florianshütte. Bei günstiger Witterung sind im Süden zahlreiche Gipfel der Schweizer Alpenkette zu erkennen, angefangen beim Säntis im Osten bis hin zum Wildstrubel, einer bis zu 3244 Metern hohen Gebirgsgruppe der Berner Alpen im Westen der Schweiz. Eine als Kupferstich angefertigte Panoramatafel hilft vor Ort, die einzelnen Berge sowie auch weitere Landmarken in der Umgebung zu bestimmen. Auf dem Platz befinden sich außerdem ein Schwenkgrill sowie mehrere Bänke und Tische.
Panoramatafel Berg 400 Meter weiter wechseln wir rechts auf den landwirtschaftlichen Weg und folgen der gelben Raute entlang von Feldgehölzen zum Wegweiser Hinter der Talmatt und ab dort erneut rechts durch Waldstücke sowie auf dem Heinemann-Weg über den Wegweiser Rotzenmoos bis zur Metallfabrik in Wolpadingen. Hier treffen wir auf den Albsteig und gönnen uns den Abstecher in Richtung Wittenschwand bis hoch zur Panoramatafel Berg. Auf der Anhöhe lädt ein sonnenexponierter Rastplatz zum Verweilen ein. Auch hier hilft eine Panoramatafel beim Bestimmen der einzelnen Alpengipfel, eh wir auf selbem Weg zum Wegweiser bei der Metallfabrik zurückkehren, um dort links abzubiegen.

Aussichtsreiche Rast beim Kaiser-Rudolph-Platz
Geißberg und Vogelbach Nach gut 200 Metern biegen wir beim Wegweiser Wolpadingen rechts von der Dorfstraße in die Straße Am Geisberg ab. Damit verlassen wir den Albsteig und wandern mit der gelben Raute erst in südlicher Richtung, eh wir beim Haus Nr. 8 rechts auf den wasserdurchlässigen Weg wechseln. Bei der Gabelung am Geißberg halten wir uns links. Nach einem halben Kilometer geht unser Weg in einen besser ausgebauten Weg über. Sowie wir den Vogelbach überquert haben, folgen wir links dem Forstweg talwärts bis zum Wegweiser Am Rain. Ab dort geht es links wieder leicht bergan durch die Paradiesstraße bis hoch zur Kirche in Hierbach, wo wir auf eine nicht immer ganz leichte, aber lohnenswerte Tour zurückblicken können.
Seliger Bernhard von Baden
Angesichts der wenigen Häuser von Hierbach wirkt die Pfarrkirche überdimensioniert. Tatsächlich wurde sie in den 1880er-Jahren erbaut, nachdem die Kirche in Willingen zu klein geworden war. Als Baumaterial kam Albtal-Granit zum Einsatz, der bei der Mündung des Vogelbachs in den Ibach abgebaut wurde. Die Kirche ist dem Seligen Bernhard von Baden geweiht und bildet heute das Wahrzeichen für den südlichen Dachsberg.
4Auf den Gupfen
Balkon über dem Hochrhein
Bei der Runde auf den Gupfen begegnen wir dem Wegweiser »Fernblick«. Er beschreibt vortrefflich, was uns auf dieser Wanderung erwartet. Denn wo der Schwarzwald nach Süden zum Hochrhein abfällt, ist die Sicht auf die Alpenkette frei.
| mittel |
| 3 Std. |
| 200 Hm |
| 8,9 km |
Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
In weiten Teilen verläuft die Wanderung auf wenig befahrenen Straßen und sehr bequem zu laufenden, breiten Wanderwegen. Viele Abschnitte haben schöne Aus- und Fernsichten.
Ausgangspunkt/Endpunkt
Brauerei Waldhaus, 780 m
Höchster Punkt
Nahe Brauerei Waldhaus, 785 m
Anfahrt
GPS 47.6830, 8.1582
Bus/Bahn: Ab St. Blasien, Häusern und Waldshut fährt die Buslinie 7322 zur Haltestelle Waldhaus B 500, Weilheim.
Auto: Die Brauerei Waldhaus befindet sich direkt an der B 500 Titisee–Waldshut nahe dem Abzweig nach Nöggenschwiel.
Einkehr
Brauerei Gasthof Waldhaus, Di–Sa ab 11 Uhr, So ab 10 Uhr, Tel. 07755/16 00, www.gasthofwaldhaus.de
Beste Jahreszeit
Ganzjahrestour
Karte
Karte des Schwarzwaldvereins 1:25 000, W266 Waldshut-Tiengen
Informationen
FerienWelt Südschwarzwald, Tel. 07761/568 30, www.ferienweltsuedschwarzwald.de

Im Herbst zaubern reife Hagebutten rote Farbkleckser in die Landschaft.

Auf den Gupfen Vom Parkplatz an der B 500 führt der Weg um die Brauerei Waldhaus herum zur Waldhausstraße sowie links am Sportplatz vorbei nach Remetschwiel. Bei der Hagwaldhalle biegen wir erneut links in die Albtalstraße ab. Sowie wir die Unterführung der B 500 durchquert haben, erreichen wir Bannholz. Dort biegen wir rechts in die als Klosterweg ausgewiesene Gupfenstraße ab und halten uns beim Wegweiser Im Keit halb links, sodass wir schnurstracks auf den Gupfen zulaufen. Der Pavillon oben auf der Kuppe ist schon aus der Ferne gut zu sehen und bietet eine erste Rastmöglichkeit. Die Aussicht hier oben gibt einen Vorgeschmack auf das, was uns im weiteren Verlauf der Tour erwartet.

Aussicht über die Hochfläche und das Rheintal zu den Alpen
Samlischbuck Nach der kurzen Verschnaufpause folgen wir dem Weg bis zur Einmündung beim Wegweiser unterhalb vom Samlischbuck. Auf dem nächsten Abschnitt orientieren wir uns an den Schildern in Richtung Hungerberg. Damit geht es jenseits des Fahrwegs quer über die Weide sowie am nördlichen Rand des Wäldchens auf dem Samlischbuck vorbei. Während der Beweidung ist der Wanderweg möglicherweise unterbrochen. In so einem Fall können wir nach links ausweichen und den dann oft schon vorhandenen Trampelpfad zwischen Weide und Acker nutzen. Sowie wir wieder auf den mit gelben Rauten markierten Wanderweg treffen, geht es entlang eines Gehölzstreifens bis zu einer Wegkreuzung mit aufgestelltem Kreuz.

Auf dem Gupfen laden Bänke nebst einem Pavillon zum Verweilen ein.
Hungerberg Fernblick Jenseits der Straße öffnet sich bald die Sicht über das Schlüchttal und das Hochrheintal zu den Schweizer Ostalpen. Einzig mehrere Hochspannungsleitungen trüben das Traumpanorama, das aber auch nur am Rand. Der angenehm zu begehende Höhenweg bietet reichlich Gelegenheit, sich an der herrlichen Aussicht zu erfreuen. Wir bleiben auf dem Klosterweg, bis wir den Wegweiser Hungerberg Fernblick erreichen. Spielt die Sicht mit, reihen sich in der Ferne tatsächlich unzählige Gipfel aneinander. Mit diesem tollen Eindruck biegen wir mit der gelben Raute links vom Klosterweg nach Außer Ay ab. Damit öffnet sich bald der Blick nach Norden, womit als Nächstes die Berghänge nördlich des Haselbachs ins Sichtfeld rücken. Als Besonderheit passieren wir bei Außer Ay eine Straußenfarm. Die groß gewachsenen Vögel kommen bis an den Zaun heran und dürfen gerne fotografiert, keinesfalls aber gefüttert werden.

Straußendame bei Außer-Ay
Ay Nach dem Hof nutzen wir die Zufahrtsstraße, treffen nahe der Haselbachbrücke auf den Rosenwanderweg von Nöggenschwiel und biegen am Ende der Straße links nach Ay ab. Nach knapp 200 Metern entlang der Kreisstraße ginge es rechts nach Waldhaus. Wir indes laufen geradeaus weiter bis zum Rastplatz und Brunnen des Schnupfvereins Ay. Wer mit dem Schnupfen von Tabak nichts anfangen kann, hat nichts zu befürchten. Der Verein ist heute vor allem kulturell aufgestellt und engagiert sich mit Festen und Veranstaltungen für die Dorfgemeinschaft in Ay. Beim Dorfplatz biegen wir links in die Waldkircher Straße ein, überqueren den Haselbach und zweigen mit der Beschilderung des Rosenwanderwegs in den Weg Zum Hirzenberg ab.
Auf dem Rosenwanderweg Damit geht es südlich des Haselbachs wieder bergan, eh wir in Bannholz auf unseren Hinweg auf den Gupfen sowie auch wieder auf den Klosterweg treffen. In entgegengesetzter Richtung haben wir auf diesem bald die Durchgangsstraße erreicht, wo wir erst rechts, 150 Meter weiter links in den Aispergweg abbiegen. Auf diesem führen uns der Rosenwanderweg sowie auch der Klosterweg weiter bergan bis an den Waldrand. Links ab können wir auf den letzten Metern gerne nochmals innehalten und ein letztes Mal die Sicht über das Hochrheintal zu den Schweizer Alpen genießen. Zurück beim Parkplatz an der B 500, bietet sich anschließend die Brauerei Waldhaus an, um die Tour in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
Klosterweg
Der Klosterweg verbindet auf knapp 30 km die Domstadt St. Blasien mit dem einst zu Vorderösterreich gehörenden Waldshut und den früheren klösterlichen Besitzungen südlich des Rheins. Im Zuge der Säkularisation büßte der Klosterweg im Jahr 1807 seine Bedeutung ein, der Verlauf der Bundesstraße orientiert sich jedoch an dem historischen Weg. Seit 2001 ist der Klosterweg als Wanderweg erlebbar.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.