Kitabı oku: «Statt Blumen», sayfa 3
»Was ist los mit dir? Du willst doch nicht an dieser Stelle aufhören, oder?«
»Ich weiß nicht.«
»Was ist denn passiert?«
»Die ersten drei Tage ging es eigentlich. Aber dann …«, Dennis seufzte. Am vierten Morgen hatte er nachgegeben und ihr den Keuschheitsgürtel abgenommen.
»Aber das ist doch schon mal ein Fortschritt. Ich nehme mal an, sie hat dich tränenüberströmt um den Finger gewickelt und dann war wieder alles beim alten Zustand.«
Dennis nickte und verzog den Mund zu einem schiefen Grinsen. »Aus mir wird niemals ein Dom.«
Emma lachte. »Komm mit. Ich werde dir helfen, der dominante Part zu sein. Du musst lernen, sie für ihr Verhalten zu züchtigen. Genau das erwartet sie doch von dir, um dich respektieren zu können.«
Mit hängenden Schultern folgte Dennis ihr in einen Raum, in dem sich ungestört alles verfolgen ließ, was im Nachbarzimmer geschah. Lisa war über einen Strafbock geschnallt. Ihr Po leuchtete bereits knallrot. Gerade legte Tom das Paddel beiseite und griff stattdessen zu einer Gerte. Bei jedem Streich auf ihren Po zuckte sie zusammen, bäumte sich in den Fesseln auf und schrie.
Emma schaltete die Lautsprecher ein.
»Mach mich sofort los, du Bastard!« Ihre Stimme überschlug sich.
»Bist du sicher?« Tom hielt inne. Seine Stimme war klar und deutlich zu hören. Tief, männlich und sehr streng. »Ich dachte, du bist geil und willst befriedigt werden?«
»Ja«, wimmerte Lisa. »Fick mich! Dafür wirst du doch bezahlt!«
»Oho«, machte Emma. »Das ist ja reichlich frech.«
»Forderungen stehen dir nicht zu, Sklavin.«
»Bitte Herr, bitte fick mich.« Sie stöhnte wollüstig und hob den Kopf.
Tom griff nach einem Rohrstock und verpasste ihrem Po in schneller Folge mehrere Hiebe, die sich in ihr erhitztes Fleisch eingruben und sie spitz aufschreien ließen.
Dennis schnellte nach vorne an die Scheibe und presste seine Handflächen dagegen. »Nein«, stöhnte er entsetzt.
Er fühlte Emmas Hand auf seiner Schulter und beruhigte sich.
»Du bist die Sklavin deines Dominus Dennis«, dröhnte Toms Stimme. »Oder hast du das schon vergessen?«
»Nein«, winselte Lisa.
»Wie kannst du dann erwarten, dass ich dich ficken werde? Willst du, dass ihr euch trennt?« Seine Stimme dröhnte durch den Raum.
»Nein, nein! Ich will ihn nicht verlassen! Aber ich will nicht, was ihr beiden euch ausgedacht – raaaah!«
Ihre Worte gingen in einen lang gezogenen Schrei über, ausgelöst von zwei weiteren Hieben.
»Du bist also eine geile Schlampe, die es mit jedem treiben würde?« Der Rohrstock zeichnete einen weiteren Striemen auf Lisas Po. »Eine verdammte Hure?«
»Nein, nenn mich nicht so, bitte«, flehte sie und versuchte ihren Kopf zu drehen, um Tom anzuschauen. »Bitte.«
Toms Stimme klang versöhnlicher und weicher, als er fortfuhr. »Hör mir jetzt gut zu, denn ich frage dich das nur genau einmal.« Er griff mit einer Hand unter Lisas Kinn und zwang sie, ihn anzuschauen.
»Willst du akzeptieren, dass Dennis dein Meister ist?«
»Ja, das will ich.« Lisas Stimme klang glaubwürdig.
»Willst du, dass er dich züchtigt und streng zu dir ist, weil dich diese Idee anmacht?«
»Jaaa, aber … aber keinen Keuschheitsgürtel«, keuchte Lisa.
Dennis schaute Emma kopfschüttelnd an. »Forderungen, immer wieder Forderungen. Sie konnte es einfach nicht lassen.« Emma grinste.
»Und bitte, bitte keinen Rohrstock«, fügte Lisa nun noch hinzu.
»Glaub ihr kein Wort«, bemühte sich Emma, Dennis’ Zweifel zu zerstreuen.
Tom streichelte mit dem Stock über Lisas Po. »Warum nicht? Ich habe den Eindruck, der Schmerz macht dich ganz schön an. Außerdem – wer bestimmt, was geschieht, hm?«
Die Antwort kam erst nach einem weiteren Hieb. »Mein Meister bestimmt.«
»Na also, geht doch. Es wird für dich erst wieder Sex geben, wenn Dennis dich für würdig empfindet. Bist du bereit, das zu akzeptieren – ohne Betteln, Tricks oder anderes peinliches Verhalten, das einer devoten Sklavin nicht würdig ist?«
Lisas zögerte und schaute mit weinerlicher Miene zu dem Dom auf. »Aber das ist doch alles nur ein Spiel!«
Tom sah streng auf sie herab. »Das ist mehr als nur ein Spiel, was du von ihm verlangt hast. Sehr viel mehr. Und du weißt das.«
»Ja, Herr«, erwiderte sie kleinlaut.
»Gut. Entweder ganz oder gar nicht. Hier wird nicht diskutiert. Du hattest deine Freiheiten und hast sie weidlich ausgenutzt. Damit ist Schluss. Du wirst dich unterwerfen.«
»Ja, Herr.«
In diesem Moment schaltete Emma den Ton aus und Dennis drehte sich zitternd zu ihr um, aufgewühlt von dem, was er gesehen und gehört hatte. Seine Beine schienen plötzlich aus Gummi gemacht, sein Herz flatterte unruhig, vor allem aber war er verwirrt über die Erregung, die ihn erfasst hatte.
»Kann man denn auch zu einem dominanten Gebieter ausgebildet werden?«, fragte er mit belegter Stimme.
Emma lächelte. »Na klar!«
»Dann zeig mir bitte, was ich tun muss«, stieß er mit einem Seufzer aus.

Unter der Woche sprachen sie nicht darüber, was sie erlebt hatten. Erstaunlicherweise stritten sie sich weniger, seit Lisa einmal die Woche richtig rangenommen wurde.
Die ersten zwei Tage nach der Session brauchte sie, um sich von dem Erlebten zu erholen. Seit sie Tom versichert hatte, Dennis zu lieben und alles auf sich zu nehmen, um mit ihm zusammenzubleiben, lernte sie mehr denn je die Facetten des BDSM kennen. Noch konnte sie sich nicht vorstellen, dieselbe Erotik mit Dennis zu erleben. Sie hatte keine Ahnung, wie er die Zeit verbrachte, während sie die Aufgaben einer Liebessklavin kennenlernte.
Alles, was Tom mit ihr machte, war faszinierend, aufreibend, spannend, befriedigend, aber auch anstrengend. Der Dom verstand sein Handwerk. Er war streng und verlangte von ihr, in kürzester Zeit die verschiedensten Regeln und Befehle zu beherrschen. Aber er belohnte sie auch, auf eine Weise, die so intim war, dass sie sich manchmal ein wenig genierte, dass es dieser Fremde war, der sie befriedigte, nicht Dennis. So machte sie die Ungewissheit, was sie auf der nächsten Sitzung erwartete, bereits einen Tag vorher nervös, schürte aber auch ihre Erlebnisbereitschaft und war eindeutig ein Anzeichen für ein gewisses Maß an Sucht. Sollte Dennis die Idee gehabt haben, er könne sie mit diesem Erlebnis erschrecken und von ihrem Verlangen abbringen, so war das Gegenteil der Fall. Ungeachtet der Tatsache, dass sie vor Tom ein wenig Angst hatte.
Beim letzten Mal hatte dieser allerdings nur im Hintergrund agiert. Ein maskierter Mann hatte die Regie übernommen, und eine Zeitlang hatte Lisa gehofft, es wäre Dennis, aber der Mann war ihr größer und muskulöser erschienen, das Gesicht hinter einer Maske verborgen. Heute war nun das Finale und Lisa fragte sich besorgt, wie es danach weitergehen sollte. Würde Dennis zuhause ab sofort die Rolle eines Doms ausleben?

Ein Handzeichen von Emma genügte und Lisa verschwand gehorsam den Gang entlang, in den Umkleideraum und von dort aus ins Spielzimmer Nummer Zwei, wie die Domina ihr befohlen hatte. Sie brauchte sich nicht umzusehen, um sich Kenntnis über die Einrichtung zu verschaffen. Ein Strafbock, ein Gynäkologenstuhl, Schränke mit diversen Utensilien. Wie aufregend. Das einzige, worauf Lisa nicht scharf war, war die Sache mit dem Einlauf. Sie sei wohl nicht der Typ für Klinikspiele, hatte Tom festgestellt, weshalb es ein wenig verwunderlich war, dass er diesen Raum gewählt hatte. Nun, sie würde bald erfahren, warum.
Lisa kniete sich mitten in den Lichtkegel, der von drei Spots am Boden gebildet wurde und wartete. Endlich, nach einer halben Ewigkeit, hörte sie, wie Schritte näherkamen. Die Spitzen zweier blank polierter Stiefel erschienen in ihrem Blickfeld. Die Beine steckten in den engen Röhren einer Lederjeans.
Das war nicht Tom. Hatte er ihr auch diesmal einen anderen Dom geschickt, damit sie wie ein gut gedrillter Hund bewies, dass sie alle Befehle beherrschte und auf alles mit Erregung reagierte?
»Bist du bereit?«, fragte der Fremde mit einer unnatürlich verzerrt klingenden Stimme, dumpf und schwer zu verstehen.
»Ja, mein Herr.«
»Warst du die Woche über artig?«
»Ja, mein Herr.« Lisas Anspannung wuchs. Wie sollte sie auch nicht artig sein? Dennis und die beiden Doms waren unnachgiebig gewesen und hatten ihr den Keuschheitsgürtel nicht erlassen.
»Das behaupten sie immer alle. Ab mit dir über den Strafbock.«
Lisa beeilte sich, ihm zu gehorchen. Dabei erhaschte sie einen Blick auf seine übrige Gestalt. Er war ein wenig größer als sie, aber nicht so groß wie Tom. Vollkommen schwarz gekleidet, mit dünnen Lederhandschuhen und einer Komplettmaske über dem Kopf, aus der nur Augen und Nasenspitze herausblitzten. Wo sich der Mund befand, war eine kreisrunde Scheibe mit eingestanzten kleinen Löchern eingelassen. Vielleicht war dies der Grund für die Stimmverzerrung.
Die Züchtigung begann sanft. Mit einem Paddel klatschte der fremde Top ihr auf Po und Oberschenkel, aber bei weitem nicht so fest wie Tom, und das einsetzende Brennen der Haut ging einher mit einem sehnsüchtigen Ziehen in ihrer Vagina.
»Gefällt dir das?«
Was für eine heimtückische Frage. Wenn sie Nein erwiderte, brauchte er nur seine Finger zwischen ihre Schamlippen zu schieben, um festzustellen, dass sie log. Antwortete sie mit Ja, konnte auch dies eine Bestrafung nach sich ziehen. Zwar hatte er weder gesagt, sie dürfe nicht geil werden, noch ihr verboten, einen Orgasmus zu haben – aber sie wusste ja nicht, wie er dies auslegen würde. Vermutlich war es am vernünftigsten und ungefährlichsten, bei der Wahrheit zu bleiben.
»Ja, mein Herr. Es ist sehr aufregend.«
Er gab ihr einen Klaps. »Gut so. Hübsch aufgewärmt, dann gehen wir mal zu härteren Maßnahmen über. Übrigens – wenn dir danach ist: du darfst kommen.«
Lisa war zu überrascht, um zu antworten. Ein deftiger Hieb mit dem Rohrstock ließ sie aufstöhnen.
»Wäre es nicht angebracht, sich zu bedanken?« Der nächste Hieb, nur knapp neben dem Ersten. Ein Vulkan verzehrender Lust wurde davon in ihrem Schoß geweckt.
»Ja, ja natürlich, Herr. Bitte entschuldigen Sie. Vielen Dank.«
Lachte er? Lisa war sich nicht sicher, wie sie den Laut deuten sollte, der aus der Maske drang.
Die Hiebe kamen langsam, genussvoll, gaben ihr die Zeit, sich von jedem ein wenig zu erholen, dem Schmerz nachzufühlen, sich zu bedanken, und mit jedem einzelnen strebte die Lava des Vulkans dem befreienden Ausbruch näher. Tom hatte sie hart bestraft, wenn sie unerlaubt gekommen war. Und heute durfte sie jederzeit? Wirklich?
»Oh Gott, nein, ja«, wimmerte Lisa und dann riss sie der Höhepunkt explosionsartig in eine andere Sphäre. Sie schrie und schrie losgelöst ihre Lust hinaus, und dann lachte sie. Tränen liefen ihr über die Wangen. Sie fühlte sich auf einmal so glücklich.
Der Top ließ ihr Zeit. Er tätschelte sanft ihren Po, streichelte ihren Rücken, bis sie sich beruhigt hatte.
»Danke, Herr.«
Lisa glitt vom Strafbock herunter und kniete vor ihm nieder, um nach seiner Hand zu greifen und die ledernen Finger voller Inbrunst zu küssen. Sie würde sich gerne anstrengen, ihm zurückzugeben, was er ihr gegönnt hatte.
»Schon gut.« Der Fremde entzog ihr seine Hand und deutete wortlos auf den Gyn-Stuhl.
Unbehagen erfasste Lisa. Hatte sie sich zu früh oder zu laut gefreut? Sie konnte sich gerade noch vorstellen, mit einem Plug im Anus herumzulaufen. Aber diese Einlauf-Prozedur, der sie jedes Mal von Tom unterzogen worden war, brachte sie an ihre Grenzen. Es mochte notwendig und gewünscht sein, und es erregte sie, obwohl ihr Verstand sich sträubte.
Folgsam legte sie sich auf den Stuhl, legte Arme und Beine in die dafür vorgesehenen Schalen und wartete darauf festgeschnallt zu werden.
»Augen schließen.«
Lisa zuckte unter dem strengen Tonfall zusammen und gehorchte. Nichts geschah. Sie hörte den Top im Raum herum gehen, aber er fixierte sie nicht.
Dann wurde es auf ihrem Bauch plötzlich heiß.
»Aaaah.«
Nur unter großer Mühe schaffte es Lisa, ihre Augen geschlossen zu halten. Sie kniff die Lider fester zusammen, in der Erwartung, dass es nicht bei dem einmaligen Wachsklecks blieb, denn nichts anderes konnte es sein. Nur auf Gehorsam konnte eine Belohnung folgen, und ihr Körper war längst noch nicht befriedigt.
Schon folgte eine heiße Spur, die ihrer Vermutung recht gab, als male der Top mit dem Wachs Muster auf ihren Körper. Form um Form folgte. Was war das? Kreise? Ergaben die heißen Linien einen Sinn?
Lisa klammerte sich mit den Händen fest. Ihre Beine zitterten in den Schalen und sie wünschte, er hätte sie festgebunden, dann müsste sie nicht die Kraft aufbringen, sich selbst zu kontrollieren. Leise wimmernd wartete sie darauf, wie lange diese Prozedur dauern würde. Der Meister sah bestimmt schon, wie feucht ihr Schoß glänzte. Es war sinnlich, trotz des Schmerzes.
Das Wachs traf auf ihre Brustwarzen, floss um die Vorhöfe herum und hinterließ einen brennenden Schmerz auf ihrer empfindsamen Haut. Zuckend und stöhnend ertrug sie die Prozedur.
»Brav«, lobte der Top auf einmal und streichelte ihre Füße, dann ihre Schenkel entlang, immer näher zu ihrem Schoß. Lisa seufzte wohlig. Der Schmerz ließ nach, da das Wachs jetzt schnell erkaltete.
»Mach die Augen auf.«
Es dauerte einen Augenblick, bis Lisa wieder scharf sah. Sie hatte ihre Augen so fest zugekniffen, dass zunächst alles verschwommen erschien. Im Deckenspiegel sah sie ihren Körper, darauf lauter rote Herzen aus Wachs. Mit offenem Mund staunend wandte sie endlich den Blick und schaute den Top an. Wann zum Teufel hatte der sich ausgezogen? Sein Körperbau, dieser entzückende knackige Hintern … Sein einziges Kleidungsstück war diese ziemlich hässliche Maske, die er nun betont langsam vom Gesicht zog.
Nun ergaben die Herzchen einen Sinn. Während sie ihre Erziehung zur Liebessklavin durchlaufen hatte, hatte Dennis sich also zum Dom ausbilden lassen? Eine andere Erklärung gab es nicht, denn er machte seine Sache besser, als sie ihm zugetraut hätte.
In derselben Sekunde stand er zwischen ihren Schenkeln, beugte sich über sie, stieß zu und eroberte ihren Schoß. »Bist du bereit, künftig meine Sub zu sein?«
»Ja, ja Dennis, alles was du willst«, erwiderte Lisa glücklich und spürte Tränen in ihren Augen. »Du bist ja so süß.«
»Süß?«, wiederholte er stirnrunzelnd und hielt inne.
»Romantisch!«, korrigierte Lisa laut stöhnend.
»Schon besser«, knurrte er. »Und was noch?«
»Großartig, beeindruckend, Respekt einflößend …«
Weiter kam sie nicht, denn Dennis stieß fester zu, tief, wieder und wieder. Ihr Körper wurde bei jedem Stoß auf dem Stuhl hin und her geschoben, bis sie fast zeitgleich und ungehemmt schreiend ihren Höhepunkt erreichten.
»Jetzt wird alles gut, Lisa«, verkündete Dennis schwitzend und ein wenig atemlos. »Jetzt gehörst du mir!«
Männer sind keine Maschinen
Lilly Grünberg
Es ist nicht jedem in die Wiege gelegt, mit dem Partner über Sex zu reden. Niemand hat einem beigebracht, wie man über ein Problem spricht, ohne den anderen zu verletzen oder in die Enge zu treiben. Doch manchmal ist es besser, diese Scheu zu überwinden und es zu tun. Nach Jahren gemeinsamen Lebens kennt man sich gut genug, weiß um die Vorlieben des Partners und doch gibt es Überraschungen, mit denen man nicht rechnet, auf die einen niemand vorbereitet hat.
Schleichend drängte sich ein Problem in unser Sexleben. Erst einmal, dann wieder. Es ging nicht mehr. Wir hatten Lust, wir liebten uns, aber er wurde nicht mehr steif genug, um lustvoll miteinander zu schlafen.
Männer sind keine Maschine. Sie funktionieren nicht auf Knopfdruck. Es gibt manches, was eine Erektion stören kann. Geräusche aus der Nachbarwohnung, physische Schmerzen, psychische Probleme.
Männer sind keine Maschine. Frauen natürlich auch nicht. Wenige Jahre zuvor hatte ich ein ähnliches Problem gehabt. Ich war trocken und lustlos. Die Ursache war schnell gefunden. Zu früh einsetzende Wechseljahre. Nach kurzem Herumtesten mit Naturprodukten gab es für mich nur noch eine Lösung: Hormontherapie. Doch die verkehrte das Problem mangelnder Lust ins Gegenteil. Ich hatte mehr Lust als je zuvor in meinem Leben, und ich wurde offener, heiß auf neue Spiele. Man könnte auch sagen, ich war plötzlich süchtig nach Sex mit meinem Mann. Mehr als jemals zuvor in unserer Beziehung.
Nach anfänglicher Verblüffung machte er etwas aus dieser neuen Situation und bestellte einen bunten, pfiffig aussehenden Vibrator. Warum auch.
Wir hatten beide viel Spaß mit dem neuen Spielgefährten und ich kam jetzt häufig in den Genuss mehrerer Orgasmen hintereinander. Erst der künstliche, dann der echte. Noch nie ging es mir so gut. Manchmal hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich in vollen Zügen genoss, was er nicht bekam.
War es denkbar, dass er ein ähnliches Problem hatte wie ich zuvor? Mangelnde Hormone? Oder lag das Problem woanders? Es wird alles vom Kopf gesteuert, meinte er. Doch welchen Störfaktor gab es? Gab es einen? Eigentlich nicht. Also doch Hormonmangel? Schließlich leiden auch Männer unter Wechseljahren. Aber hatte er die nicht schon hinter sich?
Er ging das Problem zunächst auf seine Weise an. Zu meinen Gunsten. So etwas kann nur aus Liebe geschehen: Der Vibrator funktionierte immer, solange die Batterien geladen waren. Und selbst ohne verschaffte er mir Genuss. Aber das war mir keine seelische Befriedigung. Er sollte nicht zu kurz kommen. Ich liebte ihn dafür zu sehr. Wo also war die Ursache?
Es blieb ein Geheimnis. Aber er machte sich auf die Suche nach einer Lösung, ging das Problem in meinen Augen erstaunlich gefasst an. Bald hatten wir eine lange Liste von Lesezeichen der Firmen, die über das Internet diverse Präparate vertreiben.
Sollten wir es wagen? Gebannt durchforsteten wir die Angebote. Es war erstaunlich einfach. Ganz ohne Rezept. Ganz ohne Arztbesuch. Wir schauten uns lächelnd an und bestellten. No risk, no fun.
Das erste Mal übertraf unsere Vorstellungen. Wir waren die Sache ohne spezifische Erwartung angegangen. Ich überließ ihm, das wie und wann, nachdem die Pillen eingetroffen waren.
Dann war es soweit.
»Ich habe heute eine Pille genommen«, informierte er mich lächelnd, wirkte ganz entspannt.
Allein sein Blick machte mich an. Egal was passieren würde, ich liebte ihn und es war in Ordnung. Wir machten es uns gemütlich, ließen uns Zeit für Zärtlichkeiten, beobachteten entzückt die wachsende Erektion und erlebten den heißesten, intensivsten Sex seit langem.
Es war verblüffend und befreiend. Ich hatte ein wenig befürchtet, das Abwarten der Wirkungszeit könnte uns verklemmen, aber das war nicht der Fall.
Trotzdem wollten wir die Ursache erforschen. Also ein Hormontest. Eine Woche später das Ergebnis. Es fiel anders aus als erwartet. Der Hormonspiegel war Eins A. Wie bei einem Jungen.
Für ihn kein Problem. Sagte er. »Wir haben ja die Pillen.« Der Arzt verschrieb sogar ein Rezept.
Eines Morgens fühle ich, wie seine Hände nach mir tasten. Es ist dunkel draußen. Das Aufhellen des Morgens ist durch die nur halb herunter gelassene Jalousie nur zu ahnen. Durch das offen stehende Fenster ist das muntere Trällern der Vögel zu hören. Wie ein Konzert. Nur für uns.
Meine Lust erwacht schneller als mein Kopf. Noch halb benommen vom Schlaf räkle ich mich unter seinen Händen, taste meinerseits nach seinem Körper und beginne leise stöhnend seine Liebkosungen zu erwidern.
»Komm, setz dich auf mich drauf«, flüstert er zärtlich.
Ich frage nichts, aber ich bin mit einem Mal hellwach, als ich seinen überaus steifen prallen Penis an meiner Grotte spüre. Das habe ich nicht erwartet. Ich stöhne überrascht auf, senke mich über ihn und nehme ihn bewusst ganz langsam in mich auf, verblüfft über seine unerwartet prächtige Erektion, was mich so erregt, dass ich befürchte, auf der Stelle zu kommen.
Ich bewege mich langsam, versuche Zeit zu schinden, damit wir beide genießen können. Aber es dauert nicht lange. Wir sind beide viel zu erregt. Es ist überwältigend.
Ich gebe ihm einen Kuss, bleibe noch auf ihm sitzen, spüre nach, wie er nur zögernd an Härte verliert.
»Wann hast du denn eine Pille genommen?«, frage ich ihn.
Im Halbdunkel sehe ich ihn fröhlich grinsen. »Ich habe nichts eingenommen.«
»Nichts?«, echoe ich ungläubig. Denn sein Prügel war verdammt groß und geil, ganz so wie ich es mag. Ich fange glucksend an zu lachen.
Dann lachen wir beide. Erlöst und glücklich. Und freuen uns aufs nächste Mal, egal ob mit oder ohne Pille. Obwohl ein Mann keine Maschine ist.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.