Kitabı oku: «Logo gestalten Ja! Aber wie?»

Impressum
Vollständige eBook-Ausgabe der im Stiebner Verlag erschienenen Printausgabe
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
1. Auflage 2012
© 2012 Stiebner Verlag GmbH, München
Einbandgestaltung, Layout und Abbildungen: Barbara Wendt
ISBN 978-3-8307-1421-7
Wichtiger Hinweis
Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags.
Bitte besuchen Sie uns auch im Internet unter:
www.stiebner.com
Dankeschön!
Ein riesengroßes Dankeschön geht an Uwe Tesch, Dominik Wendt und Frank Baranowski ohne die das Buch nicht entstanden wäre. Vielen Dank für eure Geduld, Motivation und das nie aufhörende Korrekturlesen! Außerdem möchte ich Herrn Hans-Peter Copony vom Stiebner Verlag danken, der an mein Buch geglaubt und somit seine Veröffentlichung ermöglicht hat. Es war mir ein Vergnügen mit Ihnen zu arbeiten!
Warum dieses Buch?
Weil Sie ein Logo brauchen und nicht so recht wissen, wie man es macht. Sie wissen nicht so genau, was das eigentlich ist, worauf zu achten ist und wie das Ganze geht. Dann kommt noch die Sache mit der zündenden Idee hinzu, die sich nicht einstellen will und mit der Umsetzung, die Sie nicht wagen. Zu guter Letzt wird es auch noch amtlich und formell, ein Gedanke, der Ihrem Vorhaben den endgültigen Genickbruch beschert.
Damit das Gestalten eines Logos zur gelungenen Sache wird, steht Ihnen dieses Buch zur Seite. Sie haben doch sicher schon oft nach Rezept gekocht? Genau das gleiche Prinzip ist auch hier zu finden. Schritt für Schritt wird beschrieben, was wann zu tun ist und vor allem warum. Wer es versteht, der packt´s. Auch Sie.
Die Motive Ihrer Tat können sehr unterschiedlich sein. Ob eine Aufgabe in der Gestaltung, ein wichtiges Projekt, das eines Logos würdig ist, der Sportverein, dem Ihr Engagement gilt, die eigene Firma (immer noch ohne Logo, leider) oder vielleicht mal einfach so. Wie auch immer, mit diesem Buch bleiben Sie auf der sonnigen Seite Ihres kreativen Vorhabens!
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und ein frohes Schaffen!
Ihre Barbara Wendt
Inhaltsverzeichnis
Was ist eigentlich ein Logo?
Was ist ein Logo?
Wozu ein Logo?
Die Artenvielfalt von Logos
Bildzeichen
Wortzeichen
Buchstabenzeichen
Zahlenzeichen
Kombiniertes Zeichen
Auf die Positionierung kommt es an
Lok-Prinzip
Schub-Prinzip
Star-Prinzip
Anker-Prinzip
Triebwagen-Prinzip
Insel-Prinzip
Das Recherche-Date
Wer ist sie?
Was macht sie?
Was hat sie?
Wie sieht sie aus?
Fakten sammeln
Die Sache mit der zündenden Idee
Mind-Mapping
Unser Mind-Mapping
Der erste Entwurf − die Skizze
Einfach mal anfangen
Auf das passende Motiv kommen
Typografie entwickeln
Wort und Bildkombination finden
Für gute Gestaltung gibt es Regeln
Verständlichkeit
Unverwechselbarkeit
Einprägsamkeit
Reproduzierbarkeit
Reduzierbarkeit
Gute Reproduzierbarkeit − ja, aber wie?
Umgang mit den Farben
Größe des Logos
Kontur
Proportionen
Die technische Umsetzung
Farbmodus
Pixelbilder
Auflösung
Vektorgrafiken
Speicherformate
Technischer Überblick
Jetzt wird sauber umgesetzt
Logokonstruktion
Schutzfeld
Minimale Größe
Logo in Farbe, Typografie in Punkt
Logo monochromatisch
Logo achromatisch
Der Hintergrund
Was darf man mit dem Logo nicht machen?
Jetzt sind Sie ein Urheber!
Urheberrecht
Nutzungsrechte
Einfaches Nutzungsrecht
Ausschließliches Nutzungsrecht
Nutzungsfaktoren
Ein Haufen Kohle aber wofür?
Ein aufgeklärter Kunde
Rechnung als Beweis?
Rechnungsbeispiel
Und zu guter Letzt
©
®
™
Glossarübersicht
Glossar
Register
Was ist eigentlich ein Logo?
1 Was ist ein Logo?
Das Unternehmenslogo, der Logotyp oder einfach kurz gesagt das Logo, ist ein Teil des visuellen Erscheinungsbildes und damit ein Erkennungsmerkmal eines Unternehmens. Das Wort „Logo“ ist griechischer Abstammung und bedeutet frei übersetzt „das Wort“, „Rede“ oder „sinnvolles Wort“. Da es sich im Laufe der Geschichte zu einem wichtigen Image-Träger entwickelt hat, schließt es heute nicht nur einen Schriftzug, sondern auch Symbole mit ein, ein so genanntes Unternehmenszeichen oder Signet, vom lateinischen Wort „signum“ = Zeichen.
Ein Logo lässt sich gut mit einem menschlichen Gesicht vergleichen. Wenn wir jemanden kennenlernen, prägt sich sein Gesicht in unserem Gedächtnis ein. Anhand der Gesichtzüge, Augen- und Haarfarbe erkennen wir diese Person wieder. Kennen wir sie gut, wissen wir, was von ihr zu erwarten ist und wie sie sich verhält. Genau dies wird von einem Logo erwartet.
Ein gutes Logo erfüllt zweierlei Funktionen. Einerseits lässt es schnell erkennen, um welches Unternehmen es sich handelt − es vermittelt uns das Gesicht, die Identität. Andererseits, da mit der Identität verschiedene Eigenschaften verbunden sind, deutet es uns an, was wir zu erwarten haben. Das Erscheinungsbild und die Leistung werden also in einem Logo zusammengefasst.
2 Wozu ein Logo?
Ein Logo wird zum Zweck der Visuellen Kommunikation entwickelt. Sie ist ein Teil der menschlichen Kommunikation, die anhand optischer Mittel wie Zeichen, Symbole oder Farben für die Informationsübertragung sorgt. Zu Grunde liegt hier eine Sender - Botschaft - Empfänger Situation, in der eine über das Auge wahrgenommene visuelle Botschaft übertragen wird.
Zum Beispiel ein Schuhhersteller − der Sender, will auf dem Markt Schuhe verkaufen, die nur aus Naturmaterialien hergestellt werden. Schon im Vorfeld kann er in bildlicher Form einige Informationen vermitteln − also eine Botschaft senden. Mit einer Schuh- und Lederabbildung in seinem Logo deutet er auf die Art und die Eigenschaften seiner Ware und vermittelt damit eine Botschaft an den Kunden − den Empfänger.
Startet der Hersteller eine Werbekampagne auf dem Markt, um auf seine Produkte aufmerksam zu machen, vermittelt er eine weitere Botschaft. Damit der Kunde auf den ersten Blick erkennen kann, dass es sich um Ware dieses Herstellers handelt, ist auf jedem Schuh, wie eine Unterschrift, ein Logo zu finden. Mit der Zeit assoziiert der Kunde über das Logo die Ware mit dem Hersteller, der Werbekampagne und den eigenen Erfahrungen, die er mit diesen Produkten gemacht hat. Es entsteht ein ganzes Bündel an Informationen, die im Gehirn abgerufen werden, sobald der Kunde das Logo sieht. Damit wird das Logo zum Träger einer erweiterten Botschaft zwischen Hersteller und Kunde.

Die Artenvielfalt von Logos
Ein Logo kann aus unterschiedlichen Elementen bestehen wie zum Beispiel aus Symbolen, Grafiken, Worten, Buchstaben oder Zahlen. Je nachdem, welche der „Bausteine“ im Aufbau des Logos benutzt oder miteinander kombiniert werden, spricht man von verschiedenen Logoarten. Die Namensgebung jeder Art ist eng mit den benutzten Elementen verbunden.
1 Bildzeichen auch Signet genannt ist ein Bild, eine Grafik oder ein Symbol. Ein Wort oder Name hat bei dieser Logoart nichts zu suchen. Dadurch wird ein Logo, wenn die Grafik einfach gehalten ist, leicht zu merken sein, sozusagen einprägsam. Da aber jeder Hinweis darüber fehlt, mit wem wir es hier zu tun haben, fehlt hier „das Gesicht“ des Unternehmens. Ein solches Logo ist also nicht sehr eindeutig und damit nicht genug verständlich.

2 Wortzeichen auch Wortmarke genannt, ist ein Logo wörtlich genommen. Es besteht nur aus einem kurzen Text oder einem einzelnen Wort, ohne von einem Symbol begleitet zu sein. In den meisten Fällen ist das der Firmenname. Damit wird auf Anhieb verständlich, wen das Logo vertritt und/oder was die Firma macht. Ein Logo dieser Art ist nun sehr deutlich in der Aussage. Der Nachteil hier ist, wir müssen uns mehrere Buchstaben und damit mehrere Zeichen merken. Jedes dieser Zeichen sieht anders aus. Das ist, als ob das Logo aus einer Reihe von Bildern bestehen würde, die wir uns erst merken müssen. Damit ist eine exakte Wiedergabe von diesem Zeichen erschwert oder, seien Sie ganz ehrlich, können Sie sich auf Anhieb an die genaue Form von jedem Buchstaben erinnern?

3 Buchstabenzeichen. Es sind zusammengesetzte Buchstaben, meistens eine Abkürzung, in diesem Fall für „Ingenieure, Umwelt und Planung“. Eine ziemlich markante Logoart. Der Nachteil hier ist, man muss erst lernen, was die Buchstaben zu bedeuten haben. Ohne das Vorwissen erschließt sich dieses Zeichen nicht. „Wer?“ und „Was?“ Informationen bleiben verborgen.

4 Zahlenzeichen. Dieses Logo besteht nur aus Zahlen, die in ihrer Wirkung ziemlich abstrakt sind. Auch hier müssen wir zuerst die Bedeutung lernen. Allerdings sind solche Logos leicht und schnell zu merken Da sie durch die Zahlen besonders aussehen, können Zahlenzeichen gut für Projekte eingesetzt werden, die einen Anspruch auf Originalität haben.

5 Kombiniertes Zeichen. Für diese Logoart besteht der größte gestalterische Spielraum. Verschiedene Elemente werden je nach Bedarf miteinander kombiniert. Buchstaben mit Symbolen, Worte mit Grafiken, etc. Solche Logos haben eine hohe Einprägsamkeit und Eindeutigkeit, wenn sie markant und gleichzeitig einfach gestaltet sind. Sie vermitteln besser als andere die Identität eines Unternehmens und sind hervorragend für Kommunikationszwecke geeignet. Werden solche Logos im Laufe der Zeit „berühmt“, ist der Wiedererkennungswert auch dann gegeben, wenn nur die Grafik oder nur das Wort zu sehen sind.

Logo im Ganzen

Das markante Symbol

Die markante Schrift
Auf die Positionierung kommt es an
Hierbei handelt es sich um die Positionierung von einem Signet, also einem grafischen Zeichen, und von einem Wort, in dem Fall von einem Firmennamen, zueinander. Da die Verbindung dieser beiden Elemente kombiniertes Zeichen oder kombiniertes Logo genannt wird, ergeben sich dadurch verschiedene Arten von kombinierten Logos. Zu welcher Art ein kombiniertes Logo gehört, ist davon abhängig, nach welchem Prinzip die Verbindung aufgebaut ist.
1 Lok-Prinzip

Das Signet „zieht“ das Wort wie einen Waggon hinter sich her.
2 Schub-Prinzip

Genau die umgekehrte Platzierung der Elemente. Das Wort wird von dem Signet „geschoben“.
3 Star-Prinzip

Das Signet über dem Wort platziert, „leuchtet“ wie ein Stern auf dem Firmament.
4 Anker-Prinzip

Das Wort wird von dem unten platzierten Signet fest „verankert“.
5 Triebwagen-Prinzip

Zwei Worte mit einem Signet dazwischen erinnern an einen Triebwagen.
6 Insel-Prinzip

Das Signet und das Wort stehen einzeln, ohne eine klare Verbindung zueinander und bilden damit getrennte „Inseln“.
Das Recherche-Date
Bevor Sie die Gestaltung eines Logos in Angriff nehmen, ist es mehr als ratsam, sich zuerst ausführlich zu informieren. Worüber? Über alles, was mit dem „Objekt Ihrer gestalterischen Begierde“ zu tun hat. Stellen Sie sich vor, sie haben ein Date. Sie treffen sich mit einer Person, die Ihnen noch unbekannt ist, aber auf die Sie neugierig sind, mit der Sie viele Hoffnungen verbinden und die Sie richtig kennenlernen wollen. Sie brennen geradezu darauf zu erfahren, wer sie ist, wie sie heißt, was sie macht, was sie besitzt, und vor allem wie sie aussieht!
So ähnlich können Sie mit einem Unternehmen oder mit einer Firma auch verfahren. Sie ist dann die geheimnisvolle Unbekannte und jetzt gilt es, möglichst viel über sie zu erfahren. Angenommen, Sie wurden mit dem Entwurf der Geschäftsausstattung beauftragt, also auch eines Logos, für eine kleine Firma, die in einer mittelgroßen Stadt ansässig ist. Was sollten Sie im Vorfeld über sie wissen? Welche Informationen sind relevant und ausschlaggebend? Hier hilft Ihnen eine Checkliste mit gezielt formulierten Fragen weiter, die für eine Recherche schnell zu fertigen ist (denken Sie an das Date!). Damit Sie die Fragen besser nachvollziehen können, nehmen wir als Beispiel einen fiktiven Blumenladen. Sie entschuldigen, dass ich mir die weiteren Informationen jetzt aus dem Finger sauge, im Ernstfall wird natürlich ordentlich recherchiert!

1 Wer ist sie?
Auf diese einfache Frage gibt es viele Antworten. Im Fokus unseres Interesses liegen ähnliche Informationen wie die, die wir über eine Person sammeln würden. Das wichtigste ist der Name. Er ist immer mit der Persönlichkeit und dem Charakter verbunden und wird zum Gegenstand der Gestaltung. Auch die Nationalität darf nicht außer acht gelassen werden, da sie Hinweise auf die Mentalität gibt. Ortsansässigkeit ist ein weiterer ausschlaggebender Faktor, da es in den meisten Fällen eine Wechselwirkung zwischen der Firma und ihrem Standort gibt. Kenntnis über die Anzahl der Mitarbeiter gibt uns gleichzeitig eine Auskunft über die Firmengröße. Es wäre auch interessant sich mit der Firmengeschichte auseinander zu setzen, um mehr über ihre Entwicklung, Trends, wichtige Ereignisse und Wirkungskreise zu erfahren. Im Fall unseres Blumenladens hätten wir folgende Informationen gesammelt:


2 Was macht sie?
Bei dieser Frage sollten Sie möglichst genaue Informationen über die Art der Firmentätigkeit sammeln. Sie meinen, es ist doch klar, dass ein Blumenladen Blumen verkauft! Bingo! Aber wussten Sie schon, dass sie auch kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Kurse in Blumenarrangements und Bildausstellungen organisiert? Dass sie ihre Kunden zu der Bundesgartenschau und zur Tulpenblüte nach Holland fährt? Dazu veranstaltet sie jährlich ein kleines „Blumenfestival“, das unter den Bürgern der Stadt sehr bekannt und beliebt ist. Und auch für die Schulen dieser Stadt hat sie ein offenes Ohr und hilft gerne den Schulgarten zu gestalten. Fassen wir die gewonnenen Informationen zusammen, so sehen wir, dass eine Firma manchmal selbstverständliche Sachen tut, mit denen wir gar nicht so gerechnet haben.

3 Was hat sie?
Um das herauszufinden, sollten Sie einen Blick in die Firma „hineinwerfen“, als ob sie durch ihr Inneres spazieren würden. Wenn wir uns wieder mit dem Beispiel unseres Blumenladens beschäftigen, bekommen wir freilich ganz viele Blumen zu sehen. Sie ahnen aber schon, dass das nicht das Einzige sein wird. Lassen Sie uns zu diesem Zweck einen gemeinsamen fiktiven Rundgang machen, der bei der Eingangstür beginnt.

Wie schon zu erwarten war, haben wir neben den vielen Blumen noch anderes entdeckt. Mehrere stille Ecken, in die man sich zurückziehen kann, eine Spielecke für die Jüngsten, einen Geschenkeshop und einen Shop mit Dekorationsartikeln, eine kleine Galerie mit Bildern eines hiesigen Künstlers, wie auch (wer hätte es gedacht!) ein Café.
Diese Informationen brachten uns dieser Firma näher. Sie zeigen ihre Vielfalt, ihre Kundenfreundlichkeit, einen guten Service, den sie anbietet, sogar eine gewisse Gemütlichkeit. Der Blumenladen wird langsam zu unserer „guten Bekannten“.
4 Wie sieht sie aus?
Grüne Augen, rotes Haar, 165 cm groß, schlank − das könnte die Antwort bei einem Menschen sein. Im Fall einer Firma richtet sich die Frage nach den für sie typischen Merkmalen, Farben, Gegenständen und Assoziationen.

Betrachtet man den Firmennamen „Blumeneck“, denkt man automatisch an eine Straßenecke, an der Blumen verkauft werden. Mit etwas Fantasie kann man sogar vor dem geistigen Auge die Verkäuferin erblicken, eine nette, ältere Frau, die uns an die liebe Oma erinnert. Um sie herum stehen Töpfe mit unzähligen bunten Blumen drin, eine Explosion der Farben. Damit hätten wir schon die Merkmale: Straßenecke, Blumen, Töpfe, vielleicht eine Oma?
Blaue Bodenbeläge in den Räumen, orangefarbene Sessel, grüne Informationsschilder und hellgraue Blumenregale bestimmen die Farbgebung und werden so zu typischen Farben. Die in der Blumenhandlung dominierenden Gegenstände sind unzählige Sträuße, Pflanzentöpfe und Blumenarrangements. Bedenken wir, das die Firma in Braunschweig ansässig ist, können wir sie mit dem Stadtsymbol − dem Braunschweiger Löwen assoziieren. All diese visuellen Merkmale geben einer Firma ein „Aussehen“, das wiederum für die zukünftige Gestaltung ausschlaggebend ist.

An dieser Stelle sind wir an das Ende unserer Recherchearbeit angekommen. Im Laufe der Zeit vervollständigte sich unser Wissen über die Firma. Aus einem rätselhaften Bild einer Unbekannten entwickelte sich eine detailreiche Darstellung.

Fakten sammeln
Die mit der Recherche gewonnenen Kenntnisse über die Firma werden jetzt gesammelt. Ein einfaches Aufschreiben hilft, die Informationen zu ordnen und zu sortieren. Liegen alle notierten Fakten vor uns, so ist es wesentlich einfacher, die passenden gestalterischen Ideen zu finden.
Blumenhandlung

Aktivitäten

Zielgruppe

Lage

Sortiment

Ausstattung

typische Farben

Assoziationen

Merkmale

Die Sache mit der zündenden Idee
Ideenfindungsmethoden, auch Kreativitätstechniken genannt, dienen dem Zweck, eine Lösung für ein Problem zu finden. Ob es sich dabei um eine gestalterische Idee, eine technische Lösung oder eine soziale Situation handelt, spielt zunächst keine Rolle. Sie können in allen möglichen Bereichen eingesetzt werden.
Welche der zahlreichen Kreativitätstechniken ist aber die Beste, wenn wir an einer gestalterischen Idee, wie eben einem Logoentwurf, arbeiten? Da wir im Vorfeld auch schon ordentlich Recherchearbeit geleistet haben und bezüglich der Firma über sehr viele Informationen verfügen, brauchen wir eine Methode, die dieses Potenzial nutzt. In diesem Fall wäre das Mind-Mapping als die geeignetste Kreativitätstechnik zu empfehlen.
1 Mind-Mapping
Mind-Mapping, zu deutsch Gedanken- oder Gedächtniskarte, ist eine Methode, die sich des Prinzips der Assoziation bedient. Bei dieser Methode wird auf ein Blatt Papier der zentrale Begriff geschrieben, in unserem Fall das Wort „Logo“. Um dieses Wort herum werden verschiedene Aspekte in Form von Verästelungen aufgeschrieben, die für die Logogestaltung relevant sind, wie das passende Motiv, Farbe, Größe, Verbindung zwischen Bild und Text etc. Es folgen mögliche Ideen und Lösungen zu diesen Aspekten, wie auf der Abbildung rechts als Beispiel zu sehen ist. Auf diese Art entsteht eine Ideenkarte, die uns die Entwicklung eines Logos wesentlich einfacher macht.

2 Unser Mind-Mapping
Genau auf die im vorherigen Punkt beschriebene Weise sammeln wir jetzt alle durch die Recherche gewonnenen Informationen. Sind die Fakten aufgeschrieben, fällt es uns leichter passende Ideen zu finden. Unser Mind-Mapping könnte dann aussehen, wie hier dargestellt und wird somit zu einer Ideengrube.

Der erste Entwurf - die Skizze
Es ist so weit. Endlich können wir anfangen, die ersten Ideen zu entwickeln. Unsere Faktensammlung und unser Mind-Mapping sind zu einer „Schatzkiste“ geworden, in die wir nach Ideen und Anregungen greifen können. Am besten ist es, sie immer vor Augen zu haben.
Unsere Aufgabe ist ein Logo für die Blumenhandlung „Blumeneck“ zu gestalten. Am besten versuchen wir ein kombiniertes Logo zu entwickeln, das neben einem Bild den Firmennamen „Blumeneck“ und vielleicht auch noch die Art der Tätigkeit „Blumenhandlung“ beinhaltet. Was wir dafür brauchen ist ein gutes Bildmotiv, eine markante Typografie und eine gelungene Kombination beider Elemente. Dies entscheidet über unseren gestalterischen Erfolg.
1 Einfach mal anfangen
Ein schneeweißes Blatt Papier kann eine überaus hemmende Wirkung auf uns ausüben. Um diesen ungünstigen Zustand zu durchbrechen, fangen wir ganz konventionell an, auf diesem alles zu zeichnen, was uns in Bezug auf das Logo und die besagte Blumenhandlung einfällt. Verschiedene Motive werden in Skizzen festgehalten, Farben ausprobiert. Die beiden Worte „Blumeneck“ und „Blumenhandel“ werden einzeln und in Kombinationen aufgeschrieben. Unterschiedliche Zusammensetzung von Elementen wird durchgespielt, bis wir die Idee gefunden haben. Sollte uns während des Zeichnens spontan ein neuer Gedanke kommen, notieren wir ihn gleich neben der Skizze. Unser Ziel ist ein markantes Bildmotiv, eine prägnante Typografie und eine ausdrucksvolle Wort/Bild-Kombination zu finden.
2 Auf das passende Motiv kommen
Wir suchen aus dem Mind-Mapping die Motivideen aus, die wir uns für das Logo ausgedacht haben und zeichnen sie, so gut wie wir es können. Es müssen keine Meisterwerke der Zeichenkunst sein, es ist aber ratsam, verschiedene Zeichenstile auszuprobieren. Es geht doch um eine geeignete Idee im weitesten Sinne des Wortes. Aus einem anfänglichen Ideenchaos wird sich, im Laufe der Arbeit, die passende Lösung herauskristallisieren!
Wir können mit einer Blume anfangen. Als nächstes folgen der Blumentopf, das Blumenregal, die Stadtsilhouette, etc. bis wir alle Motive beisammen haben. Nachdem wir sie alle einzeln gezeichnet haben, können wir sie auch miteinander kombinieren um die Wirkung zu verstärken.
Blume

1. Ein Orchideenmotiv. Subtil, zart und exotisch. Es steht für etwas besonderes.

2. Eine Rose. Allgemein bekannt und beliebt. Das Symbol einer edlen Blume.

3. Eine Blume. Keine besonderen Merkmale, dafür neutral wirkend und universell einsetzbar.
Blumenreihe

4. Eine ganze Blumenreihe, farbenfroh und motivreich. Sie könnte gut die Vielfalt des Sortiments wiederspiegeln.
Blumentopf

5. Ein Blumentopf. Relativ einfach gehalten. Da die Blume gerade aus ihrer Zwiebel rauskommt, könnte sie ein Symbol für den Frühling sein.
Verschiedene Blumenregale

6. Die verschiedenen Formen können eventuell einen Rahmen für das Logo bilden. Sie lassen sich außerdem gut mit anderen Motiven kombinieren.
Blumenverkäuferin

7. Könnte diese nette Oma nicht nur stricken sondern auch Blumen verkaufen? Sicher ja, aber wie sollte sie zu einem Logo werden?
Braunschweiger Löwe

8. Hübsch. Wer weiß aber schon, dass Braunschweig den Löwen als Wappentier hat?
Stadtsilhouette

9. Die Variante hat einen ausgeprägten, illustrativen Charakter. Sie wirkt sehr sympathisch.

10. Diese Stadtsilhouette wirkt wie ein „Scherenschnitt“. Sie ist in den Details weitgehend reduziert.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.