Kitabı oku: «Jeden Wunsch Mühelos Verwirklichen»

Berardino Nardella
TEIL 1
WENN ES MÖGLICH WÄRE, EIGENE WÜNSCHE ZU VERWIRKLICHEN, MÖCHTEST DU DAS SICHER AUCH BEHERRSCHEN.
Du wünschst Dir etwas, weil Du eine Sternschnuppe siehst ...
Du siehst eine Sternschnuppe, weil Du in den Himmel schaust ...
Du schaust in den Himmel, weil Du an etwas glaubst.
Bob Marley
Ist dies nicht schon einer der häufigsten Wünsche? Der Wunsch der meisten Menschen ist es, die eigenen Wünsche zu verwirklichen. (Unter dem Wort „Wunsch“ ist etwas zu verstehen, das du zu verwirklichen hoffst. Im wahrsten Sinne des Wortes ist ein W U N S C H etwas, das mit dem Unterbewusstsein zu tun hat, denn hier entstehen deine Wünsche.)
Jener Wunsch wird mit intensiven Gefühlen und mit großen Erwartungen ersehnt, scheint aber zugleich schwierig und sogar unmöglich realisierbar zu sein – er ist mystisch, utopisch und fantastisch, um in unserer modernen, realen und technisch suggestiven Realität problemlos machbar zu sein.
Diese Realität prägt uns derart, dass wir nicht mehr von Dingen überrascht werden, wie wir es einst als Kinder waren. Wir sind nicht mehr aufgeschlossen für Neues und Veränderungen. Insbesondere wenn diese bedeuten, etwas Großes zu vollbringen, bzw. wenn wir aus unserer Komfortzone herauskommen müssen, unseren Hintern vom Sofa erheben müssen und dadurch unsere Lieblingsserie verpassen.
Du musst nichts Seltsames oder Übertriebenes machen, um deine Wünsche zu verwirklichen. Ich offenbare dir etwas, was jeder durchführen kann. Du musst Dich nicht anstrengen, noch musst du Geld investieren (außer das wenige, das du für dieses Buch bezahlt hast).
Du benötigst keine besonderen Kenntnisse und ich schlage dir kein Yoga oder Meditation vor. Es handelt sich um keine religiösen Pflichten, noch gibt es eine Altersgrenze.
Wenn ich nichts machen muss und trotzdem meine Wünsche verwirkliche, was schlägt mir dieser Mann dann vor?
Die Bedenken sind berechtigt und doch ist es kein Zauber. Es handelt sich um eine Technik, die etwas in Bewegung setzt, Möglichkeiten schafft und deine Sichtweise über die Welt verändert.
Ich schlage dir zwei Techniken vor, damit du dich für die Technik entscheiden kannst, die am besten für dich geeignet ist. Noch besser ist, du wendest beide zusammen an, um die Wirkung zu verstärken.
Hast du je etwas gesucht, bei dem du gemerkt hast, dass du es unter der Nase hast?
Ebenso ist es mit dem, was du benötigst, um deine Wünsche zu verwirklichen: nicht irgendwo, in irgendeinem Raum und zu irgendeiner Zeit, sondern hier und jetzt. Du hast es praktisch unter der Nase.
In der Vergangenheit kannst du dir nichts wünschen, denn sie ist vergangen. Vielmehr ist die Vergangenheit der wahre Grund, warum du dir etwas wünschst, aufgrund von ungelösten Fragen, Unzufriedenheit und Reue.
In der Zukunft stellst du deinen Wunsch natürlich an erste Stelle. Jene Zukunft ist aber nur möglich, wenn du sie bereits jetzt in diesem Moment bestimmst - das ist nichts Ungewöhnliches. Wäre einer meiner Wünsche, in der Zukunft einen blühenden Garten zu haben, muss ich gegenwärtig die Erde umgraben, düngen, säen ...
Ich erkläre dir das Prinzip ein wenig genauer. Es ist aber nicht unbedingt notwendig zu wissen, "warum" es funktioniert, sondern einfach "wie" es funktioniert.
Um das etwas genauer zu verdeutlichen, stell dir vor, du kommst nach Hause und schaltest das Licht ein.
Wer von uns weiß genau was Strom ist, wie er funktioniert und warum? Wie wird mit einer Glühbirne Licht erzeugt, wie funktioniert diese Glühbirne, mit welcher Logik und nach welchem Prinzip? Wie erreicht erzeugter Strom meine Wohnung?
Und schließlich, warum schaltet sich mein Strom nicht mehr ein, wenn ich meine Rechnung nicht bezahle?
Scherz beiseite. Die meisten Menschen ignorieren all dies und nicht nur das, sondern sie interessieren sich nicht dafür. Das Wissen und das Prinzip der Glühbirne, welche von einem gewissen Herrn Edison erfunden wurde, könnten helfen, das Hintergrundwissen zu bereichern. Für den täglichen Gebrauch reicht es zu wissen, dass beim Drücken des Schalters das Licht einschaltet und beim erneuten Drücken das Licht wieder ausschaltet. Mehr nicht.
Deshalb führe ich dich Schritt für Schritt durch die Technik, welche dir ermöglicht, einfach und konkret deine Wünsche zu verwirklichen. Diese können von jeder Person durchgeführt werden. Du musst dazu kein magisches Ritual durchführen, nichts Zusätzliches kaufen und keine seltsamen Dinge tun, die deinen Überzeugungen widersprechen (d.h. ich werde dich nicht auffordern, eine Bank zu überfallen oder auf heißen Kohlen zu laufen ...).
Alles was du benötigst, um dies umzusetzen, ist ein Stift, zwei leere Hefte (Notizbücher oder ähnliches, auf denen man schreiben kann) und ein wenig Geduld (du glaubst hoffentlich nicht, dass ich mir heute etwas wünsche und es sich morgen alles verwirklicht ...)
Zunächst aber sind einige Erläuterungen notwendig.
Dieses Buch ist rein praktisch. Diese Seiten sind nicht mit Vermutungen gefüllt, sondern sie erläutern die erforderlichen Werkzeuge, um zu erzielen, was gewünscht wird. Es bleibt nichts weiter übrig als dies zu testen.
Ich habe das Buch in zwei Teile unterteilt: der erste Teil erklärt die Theorie und der zweite Teil die Praxis.
Die dargelegte Theorie dient dazu, um die Mechanismen besser zu verstehen und die Ziele besser zu erreichen. Diese Mechanismen werden aber bewusst nicht bis ins kleinste Detail vertieft, wie in der Metapher vom Schalter oben aufgeführt wird.
Du lernst keine philosophischen Abhandlungen kennen, sondern leistungsfähige Instrumente, welche dir buchstäblich das Leben ändern kann, wenn du umsetzt, was ich erläutere.
WAS SIND WÜNSCHE UND WARUM WÜNSCHST DU?
Verlangen ist das halbe Leben. Gleichgültigkeit der halbe Tod.
Kahlil Gibran
Was bedeutet, sich etwas zu wünschen?
In den Wörterbüchern sind folgende Definitionen zu finden: intensiver Wunsch etwas zu haben oder zu tun, das uns Freude und Zufriedenheit bereitet; Mangelgefühl einer notwendigen Sache für unser körperliches oder geistiges Bedürfnis; ein intensives Gefühl, das uns dazu bewegt, Besitz, Verwirklichung und Umsetzung von dem zu suchen, das die eigene körperliche oder geistige Befriedigung erfüllt.
Somit ist ein Begehren eine direkte Spannung zum Erlangen vom Gegenstand der Begierde. Wenn dieser Impuls sein Ziel erreicht hat, folgt ein Gefühl der Erfüllung und Befriedigung. Andernfalls können Gefühle von Schmerz und Frustration entstehen.
Wie aber entsteht ein Wunsch? Was ist er genau?
Die Herkunft vom Wort "Begierde" ist recht interessant. Wie so oft bei solchen Bedeutungen, offenbart er seinen tiefen Sinn.
Das Wort Verlangen stammt vom Lateinischen desidera, welches sich aus der Vorsolbe de- und dem Nomen –sidera zusammensetzt; de- kann eine Bedeutung der Subtraktion, des Entfernens und des Fehlens haben, während sidera die Mehrzahl von sidus ist, d.h. Sterne.
Wir können daher interpretieren, dass wünschen bedeutet: "nicht mehr die Sterne sehen" oder "das Fehlen der Sterne feststellen".
Der Wunsch ist somit das Fehlen der Sterne, das Fehlen eines Ziels, was unweigerlich dazu führt, sich verloren, verwirrt und wahrscheinlich sogar sich verängstigt zu fühlen.
Ein Wunsch trägt somit gewisse Schmerzen in sich, die dem "Fehlen" zuzuordnen sind. Die Stärke des Fehlens bestimmt das Ausmaß von diesem Schmerz.
Der Wunsch wird mit Hoffnung versehen und mit Tatendrang auf das ausgerichtet, was du als fehlend betrachtest, in deinem Leben aber vorhanden haben willst. Somit gehört nicht nur das Fehlen sondern auch das Vorhandensein zur Begierde.
Die Vorsilbe de- erhält eine intensivierende Bedeutung, d.h. de-sidera. Es kann auch bedeuten "aufmerksam die Sterne betrachten", intensiv, indem etwas erwartet und gehofft wird.
Seit jeher wissen oder glauben die Menschen, von einer transzendenten, göttlichen Macht der Sterne beeinflusst zu sein. Dieser Glaube besteht noch heute, ob wahr oder nicht (ein Vertiefen würde an dieser Stelle das Thema sprengen). Manche Personen glauben an Horoskope und meinen, dass Charakter und Neigungen einer Person von den Konstellationen der Sterne abhängen.
Das etymologische Wörterbuch der italienischen Sprache (DELI) erläutert die Bedeutung des Wortes wie folgt: "zum Zweck der Wünsche aufhören, die Sterne zu betrachten". Im Pianigiani steht "aus Mangel an Wünschen den Blick von den Sternen nehmen", d.h. aus Mangel an guten Omen. Cardinali Borrelli gibt folgende Etymologie: von "de-sum", ich bin ohne, mir fehlt etwas.
Die "Desiderantes" waren Soldaten, die auf ihre Gefährten warteten, welche nach einem Kampf noch nicht in das Lager zurückgekehrt waren.
Auf einen Gefährten zu warten, entspricht dem Wunsch, ihn wiederzusehen und drückt außerdem Besorgnis über sein Fehlen aus.
Wir können daher annehmen, dass der Begriff de-siderio auch "unter den Sternen warten" bedeutet.
Nicht ohne Grund hat in der lateinischer Sprache der Partikel "de" zudem eine intensivierende Bedeutung und nicht nur als Präposition, was ein Fehlen ausdrückt. Hier liegt der Ursprung der klassischen Redewendung „die Sterne betrachten“ bzw. der typischen Sternschnuppe als Hoffnung auf etwas.
Das Verb "wünschen" entspricht dem "betrachten" und bedeutet "anschauen, beobachten, mustern, bewerten, erachten".
Die Abstammung ist sehr ähnlich. Im Lateinischen ist sidera mit "cum" verbunden und bedeutet, "die Sterne beobachten", um Vorhersagen zu machen.
Beispielsweise geschieht dies im Horoskop: "Ich habe den Mond zu Gunsten, deshalb kann ich ... " oder "Aufgrund einer Sternen-Konstellation in jenem Abschnitt des Himmels ist zu erwarten, dass ..." Dies alles ist betrachten. Wünschen geht weiter: "Ich möchte das, auch wenn der Himmel nicht günstig steht".
Bei den Substantiven besteht jedoch keine Symmetrie: Der Wunsch entspricht der Erwägung. Hier verleiht ein Suffix dem Wort eine weniger statisch-kontemplative, sondern aktivere Bedeutung.
In diesen Bedeutungen vom Wort „Wunsch“ zeigt sich, dass der Wunsch sowohl ein Fehlen als auch ein Erscheinen umfasst. Er beginnt durch das Fehlen von etwas, das aufgrund seines Erscheinens bis dahin fehlte und beim Begehren präsent wird.
Das Wünschen identifiziert dich im Grunde und ist das, an dem du dich ausrichtest und was dir gefällt. Es lässt dich aufmerksam in die Sterne schauen, um einen Weg zu finden und das zu erkennen, was du willst, um dem richtigen Richtung zu folgen.
Paradoxerweise kann beim Begehren das Erreichen vom Objekt der Begierde irrelevant sein. Wichtig ist das Gesetz der Begierde an sich. Es generiert Energie, die von allein zunimmt und den Menschen in eine Richtung bewegt.
Der Wunsch führt somit zu einem Ziel und veranlasst, den eigenen Weg zu beschreiten und abzustecken. Ein Weg, den jeder einschlagen muss, um das gewünschte Objekt zu erlangen. Letztendlich ist es jedoch nicht wichtig, das Objekt der Begierde zu erlangen. Wichtig ist, einer Richtung zu folgen. Ein Bergsteiger verspürt beim Ziel eine große Freude. Diese Freude ist aber proportioniert zur Kletterwand, die er bewältigen musste, zur Anstrengung, zu den Schwierigkeiten, die er überwinden musste, und mehr erreicht zu haben, als er sich vorgestellt hat.
Worauf es ankommt, ist der Vorgang des Wünschens. Das gewünschte Objekt ist beim Wünschen des begehrenden Subjekts bereits vorhanden. Es ist aufgrund von diesem Wunsch vorhanden und es besteht somit ein Weg. Ein Wunsch bewegt dich somit vom aktuellen Zustand zum gewünschten und wird zur treibenden Kraft.
Der Wunsch bewegt dich, eine Richtung einzuschlagen, da er größer ist als die Befürchtungen und die Ängste. Er führt dich zur Erkenntnis, warum du bestimmte Dinge begehrst, d.h. zur Ursache, die dich zu diesem Wunsch geführt hat.
"Wenn du weißt, warum du etwas Bestimmtes willst, findest du auch, wie du es erlangst".
Der Wunsch ist eng mit der zu ergreifenden Maßnahme verbunden, um ihn zu verwirklich. Es besteht keine Maßnahme ohne ein Ziel und ebenso besteht kein Ziel, wenn kein Verlangen danach besteht.
Etwas zu begehren bedeutet somit, dass du etwas erwartest. Du möchtest, dass es eintrifft, denn dir fehlt es bislang. Du nimmst eine Erwartungshaltung ein, die dir unendliche Räume öffnet.
Mit der Begierde verringerst du die Distanz zwischen dir und dem Ergebnis, auch wenn diese riesig ist. Du hast somit metaphorisch einen Weg. Diesen Weg haben Erwachsene aber hinsichtlich Raum und Zeit gekürzt und machen Wünsche zu unverzüglichen, konkreten und unmittelbaren, schnell zu erfüllenden Bedürfnissen. Du hast den Hoffnungsweg voller Emotionen in der Erwartung des Undefinierbaren in eine unscheinbare Autobahn umgewandelt, welche bereits programmierte Abfahrten hat.
Das Verlangen ist "sein" und das Bedürfnis ist "haben".
Der Wunsch wird geplant, durchdacht und mit der Zeit abgelegt, um Lösungen und Chancen zu finden. Wenn du deinen Verstand nicht auf Warten ausbildest, wirst du zum Sklaven von Geld, Macht, Erfolg, Ruhm und Vergnügen.
Miss dem Begehren somit keine Zeit und keinen Raum bei. Durch das Träumen von einer schöneren Zukunft bist du blind für die Chancen, die dir das Leben bietet. Du denkst schnell zu sein, alles zu haben, bist aber bewegungslos, um dich dann mit so gut wie nichts vorzufinden.
Um im Leben voranzukommen, ist es hilfreich, Schritte zurück zu gehen: Luft zu holen für den Anlauf, den Verstand einen Augenblick ausruhen zu lassen und sich Zeit zum Erholen zu nehmen.
Entscheidest du dich also für deine Fantasie und kehrst zurück, um auf ihren Flügeln zu fliegen, wie du es als Kind getan hast als die Welt in Ordnung schien? Als alles machbar war und du alles bewundert hast und du dich zu überraschen wusstest?
In Momenten, in denen du alleine bist, dich anders vorstellst, d.h. in einer anderen Situation und in einem anderen Ambiente, hast du dann den Mut zu glauben diese Wünsche erreichen zu können?
Letztendlich bedeutet etwas zu begehren, voll und ganz zu leben.
Etwas zu begehren ist nützlich und dient der körperlichen, geistigen und seelischen Ausgeglichenheit.
Heutzutage betrachten viele Menschen etwas zu begehren als etwas, das zu verachten und beschämend ist. (In diesem Satz habe ich beide Verben von 'sidera' verwendet). Man ist der Meinung, dass dem Begehren weder Zeit noch Mühe aufgebracht werden sollte, bzw. dass es sogar unverdient ist. Seit unserer Kindheit wird uns mittels Traumata beigebracht, nichts zu begehren. Das Begehren wird als dumm und gefährlich betrachtet.
Du stellst dir etwas vor, wirst aber verbittert, da es dir unmöglich ist, es zu verwirklichen. Dadurch machst du den Wunsch zunichte und dein Leben schlecht, erzeugst Unwohlsein sowie Krankheiten und zerstörst deine Kreativität.
Du wirst blind und taub, auch wenn du sehen und hören kannst. Die Welt ist (genau betrachtet) voller Chancen, Möglichkeiten, Freude und Glück, jedoch musst du das wahrnehmen.
Ich freue mich, dir in diesem Buch diese Technik vorzustellen und hoffe, dass sie dir hilft, dein Leben schöner und bestmöglich zu erleben.
WOZU STIFT UND PAPIER?
Fehlende Begierden sind das Zeichen für das Ende der Jugend und die erste,
ferne Warnung zum wahren Ende des Lebens.
Goffredo Parise
Diese Frage scheint seltsam und ihre Antwort überflüssig oder sinnlos. Sie ist aber wichtig.
Das Verwenden von Computern, Tablets und Smartphones zum Lesen und Schreiben verändert nicht nur die Gehirnkapazität bezüglich Aufmerksamkeit oder Konzentration, sondern ändert auch die Aktivitäten und Verbindungen vom Gehirn.
Bei Kindern hat sich gezeigt, dass das händische Schreiben von einem Brief bestimmte Bereiche im Gehirn aktiviert. Dies geschieht beim Tippen auf einer Tastatur nicht gleichermaßen.
Das Greifen zum Stift schaltet motorische Bereiche ein, die auch beim Lesen positive Synergien aktivieren.
Experimente, die von Karin James von der Universität Bloomington in Indiana durchgeführt wurden, beweisen dies.
Laut Frau James "aktivieren sich beim Erwachsenen beim Lesen die gleichen Bereiche, die sich einschalten, wenn Kinder einen einzelnen Buchstaben, den sie neu gelernt haben, betrachten und von Hand schreiben. Dies geschieht nicht bei Kindern, die nur gelernt haben, diese Schriftzeichen auf einer Tastatur einzugeben."
Somit lernt man durch Schreiben auf Papier besser als durch Lesen, denn es hilft, die Gehirnbereiche zu stärken, in denen die Form der Buchstaben erkannt oder Laute mit Wörtern verbunden werden.
Sicher hilft all dies nicht dem Verwirklichen der Wünsche, ist aber einer der Gründe, warum es wichtig ist, von Hand zu schreiben.
Gemäß einer aktuellen Umfrage der Princeton University hilft es, sich von Hand Notizen zu machen, um Informationen besser zu verinnerlichen und sich später besser zu erinnern.
Wer sich mit Esoterik beschäftigt, sollte wissen, dass sich beim Schreiben Tinte in deinen Kern "einprägt" und in der "Seele" bzw. im "Geist" Spuren hinterlässt.
Ich verzichte auf diese spirituellen Themen näher einzugehen, da sie nicht mit dem Thema des Buches zu tun haben und deren Konzepte betreffen nicht den Erfolg der Technik. Es sollte lediglich berücksichtigt werden, dass es besser ist, von Hand zu schreiben. Dies ist heutzutage wichtiger denn je, denn leider verlieren wir diese Gewohnheit.
Das Schreiben bringt dich näher zu deinem Unterbewusstsein, welches bisher noch nicht erwähnt wurde und bei dieser Technik wichtig ist.
Die Frage ist somit:
WARUM SOLLTE ES FUNKTIONIEREN?
Es gibt zwei Tragödien im Leben: Die eine ist, nicht zu bekommen was man sich von Herzen wünscht.
Die zweite ist, dass man es bekommt.
George Bernard Shaw
Ich werde dir eine sehr alte Technik buddhistischen Ursprungs vorstellen. Vielleicht löst sie bei dir Bedenken aus, denn diese Religion wird oft so dargestellt, dass sie hauptsächlich auf Verzicht basiert und verzichtet auf Bequemlichkeit und materiellen Reichtum, um Erleuchtung zu erlangen.
Ein Grundsatz des Buddhismus besagt: Was du säst, das erntest du. Manche Leute nennen es das Gesetz des Karmas, modernere Menschen nennen es das Anziehungsgesetz und wieder andere bezeichnen es das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Ein weiterer Grundsatz ist: Auf Schlamm gedeiht die Lotusblume. Diese Metapher will sagen, dass das größte Leiden zur Freude werden kann, selbst wenn es aus dem primitivsten Ort stammt, nämlich dem Schlamm.
Ein weiteres grundlegendes Konzept (wenn auch nicht sehr bekannt) besagt, dass die irdischen Wünsche Erleuchtung bringen, indem du deinen spirituellen Weg selbst verwirklichst.
Im Buddhismus glaubt man, um es zu vereinfachen (Experten sollen es mir nicht verübeln), an einen Schöpfer des Universums oder an universelle Energie, von der du ein Teil bist und zu der auch du gehörst.
Universelle Energie ist Kreation. Auch du bist universelle Energie und Kreation, die nicht voneinander getrennt werden können. Somit bist auch du ein "Schöpfer".
Dies solltest du hinsichtlich der Wünsche annehmen. Du repräsentierst deine Wünsche. Diese existieren somit, denn du bist ihr Schöpfer. Schöpfer vom Wunsch sowie beim Verwirklichen von diesem.
Ich habe den unbewussten Teil erwähnt, der bei all dem wichtig ist. Aber warum?
Erstens: Wenn du den bewussten bzw. logisch rationalen Teil von einer Person mit seinem unbewussten Teil vergleichst, so entspricht er dem Bild von einem Eisberg. Auch wenn ein im Meer schwimmender Eisberg groß erscheint, weißt du, dass der Teil, den du siehst, nur ein Zehntel vom gesamten Eisblock ist. Die restlichen 90 Prozent sind im Meer versteckt, sie sind aber sehr viel wichtiger.
Der größte Teil deiner Prozesse, die im Kopf entstehen, ist unbewusst, das heißt dieser Teil entzieht sich deiner Kontrolle.
Hierzu gehören das Atmen, der gesamte Mechanismus des Körpers, aber auch alles, was du gelernt hast sowie alle Erinnerungen und weiteres.
Auch auf dieses Thema werde ich nicht weiter eingehen (es würde ein eigenes Buch ergeben). Es soll nur kurz erläutert werden.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass diese Technik beim Umsetzen in dir Kräfte und Mechanismen freisetzt, die ändert, was um dir herum passiert. Sie veranlasst dich, Entscheidungen, Verhaltensweisen und Maßnahmen durchzuführen, um deine Begierde zu erlangen.
Damit der Prozess bestmöglich funktioniert, werden "Qualitäten", Denkweisen und Wesensarten benötigt, welche das Umsetzen enorm erleichtern. Scheue dich deswegen nicht vor dieser Technik. Sie führt dich dazu, diese Qualitäten aufzubauen und zu entwickeln und mit der Zeit zu stärken.
Die erste Qualität nennen wir Natürlichkeit. Sie ist ein Verhalten, welches dich glauben lässt, dass es nicht anders sein kann als das, was du willst. Mit anderen Worten glaubst du, dass es eintrifft, da es sein muss.
Die zweite Qualität knüpft an die erste an. Sie nennt sich Spontanität, denn deine Begierde erscheint dir so natürlich, dass du sie spontan und ungezwungen erlangst, wie das Lachen über einen Witz oder das Kratzen, wenn es dich juckt.
Die dritte Qualität ist das Vertrauen: die Gewissheit, dass sich der Wunsch früher oder später verwirklicht.
Die vierte Qualität nennen wir Naivität oder Leichtsinnigkeit. Dem Begriff soll keine negative Bedeutung gegeben werden. Es sind mentale Zustände, die nicht in Frage stellen, ob die Begierde korrekt ist. Sie stellen fest, dass die begehrten Dinge verlangt sind und so ist es.
Leichtsinnigkeit bedeutet nicht Dummheit. Es handelt sich darum, sich nicht von der Angst abhalten zu lassen, insbesondere wenn es keinen Anlass dazu gibt, dass Angst besteht.
Zur Leichtsinnigkeit möchte ich mich nicht zu sehr verausgaben, Angst ist oft ein Segen. Verweigere kein Projekt aus Angst zu versagen, vor allem, wenn das Risiko gut bedacht wurde. Du hast nämlich eine kleine Stimme, die dir sagt, an sicherer Stelle bzw. in deine Komfortzone zu bleiben, anstatt sie für etwas Unbestimmtes zu verlassen.
Hier entstehen die unrealistische Angst und die Hirngespinste, die es dir nicht erlauben, das zu tun, was du möchtest.
Die fünfte Qualität definieren wir Unabhängigkeit, das was du glaubst zu wissen und zu sein, unabhängig davon, was andere über dich denken, und was du versuchst, moralisch zu vereiteln, zu dem du neigst.
Die letzte Qualität besteht darin, sich nicht zu begnügen, sondern sich hohe Ziele zu setzen, indem du an etwas Größeres glaubst. Das Einschränken blockiert nämlich. Geistig setzt du dir Grenzen, innerhalb denen du bleiben musst. Welcher Bergsteiger hört auf dem Mount Everest bei 7.000 Metern auf?
Es gibt noch ein weiteres Verhalten, welches den Experten vom oben genannten Anziehungsgesetz wichtig ist. Es führt dazu zu glauben, dass die Begierde bereits verwirklicht ist, d.h. sich die Begierde als bereits verwirklicht vorzustellen.
Aber Vorsichtig: Es gibt einen sehr subtilen aber entscheidenden Unterschied, an eine Sache zu glauben und sie zu erwarten.
Mit anderen Worten: Du kannst glauben, reich zu werden. Wenn du es aber nicht erwartest, sondern tief in deinem Innern in Wahrheit überzeugt sind, dass du immer arm bleibst, wirst du nie reich.
Reich zu sein ist für den Reichen dessen natürlicher Zustand - spontan, echt und authentisch. Der Reiche nimmt nicht einmal wahr, reich zu sein. Es ist der Arme, der es wahrnimmt und sagt: "Diese Person ist reich".
Ein Baum tut sich nicht schwer, ein Baum zu sein. Er ist ein Baum und so ist es. Er ist es naturgemäß und ohne jegliche Anstrengung.
Wenn du etwas verwirklichen willst, musst du wie ein Baum werden. "SEIN" und das ist alles: der Baum sein und deine Begierde sein.
Es ist wichtig, wieder wie ein kleines Kind zu werden: rein, spontan, echt, natürlich, ehrlich, neugierig, nach vorn gerichtet, in Richtung Wachstum, ohne Ängste, unschuldig, aufrichtig ...
Es gibt niemanden in der Welt außer dir, der weiß (auch wenn du nicht glaubst zu wissen), ob die eigenen Träume und Begierden richtig sind. Zum Handeln wird keine Zustimmung durch eine andere Person benötigt.
Der Rasen wächst nur im Garten des Königs. Dies wurde uns gelehrt, um uns einzuschränken. Warum solltest du nicht König oder Königin werden?
Ein Wunsch bedeutet Entwicklung - die Entwicklung von dir selbst. Selbst deine Begierden verändern sich mit der Zeit. Vielleicht kannst du eines Tages sogar lächeln, wenn du auf die Wünsche zurückblickst, die du hattest. Die weder richtig noch falsch sind, sondern das sind, was sie sind - Wünsche und du repräsentierst sie.
Um die letzten unvermeidlichen Zweifel auszuräumen und wenn du Mühe hast zu glauben, dass dies alles funktionieren kann, gilt nichts als probieren. Gewiss verwirklichst du nie deine Ziele, wenn du nicht an den Erfolg glaubst. Wahr ist aber auch: Je geringer du dich um das Verwirklichen deiner Begierden bemühst, wenn sogar gar nicht, desto weniger wird die Verwirklichung vorangetrieben, die dann unweigerlich scheitert.
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