Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil - Kleine Auszeiten in der Sächsischen Schweiz/Dresden»

BERND HILTMANN, geboren 1956, studierte Informationstechnik und arbeitete im IT-Management eines Kommunikationskonzerns. Das individuelle Reisen mit dem Wohnmobil ist seit vielen Jahren seine Leidenschaft. Nach einer dreijährigen Wohnmobilreise, oftmals auch abseits der bekannten Touristenrouten, von Alaska nach Feuerland liegt jetzt der Schwerpunkt seiner Reisen vorrangig in Europa und den schönsten Gegenden Deutschlands. Die Region um Dresden und die Sächsische Schweiz stehen fast jedes Jahr auf seinem Reiseplan. Seit 2012 veröffentlicht er seine Erlebnisse und Reiseerfahrungen als freier Reisejournalist.

KLEINE AUSZEITEN IN DER
-SÄCHSISCHEN SCHWEIZ & DRESDEN-


INHALT
EINLEITUNG
Kultur, Genuss und Aktivurlaub
In und um Dresden
1Kultureller Höhepunkt der Region
Dresden ist immer eine Reise wert
2Zentrum des sächsischen Weinanbaus
Radebeul und Moritzburg
3Die Wiege Sachsens
Meißen, die ehemalige Residenzstadt
4Die östlichen Stadtteile Dresdens
Pillnitz, Loschwitz und Weißer Hirsch
5Das Tor zur Sächsischen Schweiz
Pirna, eine Stadt wie gemalt
6Höhepunkt der Sächsischen Schweiz
Die weltberühmte Bastei
7Burgstadt am Fels
Hohnstein inmitten atemberaubender Natur
8Weit sichtbare Wahrzeichen
Die schönsten Tafelberge
9Touristischer Knotenpunkt
Kurort Bad Schandau
10Im sächsisch-böhmischen Grenzgebiet
Schmilka und Hřensko
11Familienfreundlicher Urlaubsort
Hinterhermsdorf hat viel zu bieten
12Unterwegs im Gebiet der Steine
Links der Elbe
13Die Schönheit weit im Osten
Görlitz, eine filmreife Stadt
Orts- und Sachregister
Impressum
Pfaffenstein mit der Felsnadel Barbarine
KULTUR, GENUSS UND AKTIVURLAUB
In und um Dresden

Der Elberadweg verbindet das gesamte Reisegebiet.
Die Stadt Dresden mit ihrer Kunst- und Kulturszene wie auch die einmalige Landschaft der Sächsischen Schweiz und die Sächsischen Weinanbaugebiete sind erstklassige Reiseziele. An buchstäblich jeder Ecke stößt man auf die reiche sächsische Historie, maßgeblich geprägt von August dem Starken. Hier kommen Aktivurlauber mit Rad, Kanu und Wanderschuhen genauso auf ihre Kosten wie Spaziergänger, Kulturliebhaber oder Gourmets.
Die geologische Entstehung dieser Gegend reicht bis in die Kreidezeit zurück. Vor etwa 100 Millionen Jahren blieb nach dem Abfluss des Kreidemeeres eine 600 Meter dicke Sandsteinplatte zurück, die durch tektonische Vorgänge gehoben wurde und zerbrach. Die Elbe grub sich bis zu 300 Meter in diese poröse Sandsteinschicht ein und formte die sanfte Landschaft der heutigen Weingegend um Meißen, Radebeul und das Elbtal zwischen Dresden und Pirna. Weiter östlich formten Wind, Wasser, Frost, Erosion und vulkanische Kräfte die bizarren Formen des Elbsandsteingebirges, schufen Täler, Schluchten, Felsnadeln, Höhlen, Felsenriffe und Tafelberge. Dieser unerschöpfliche Formenreichtum mit bis zu 450 Metern Höhenunterschied macht den Reiz dieser Landschaft aus. Im 18. Jahrhundert durchstreiften vor allem die Maler der Dresdner Kunstakademie die schroffe Felsenwelt des Elbsandsteingebirges und machten mit ihren Gemälden die Gegend bekannt. Unter ihnen die zwei Schweizer Maler Anton Graff und Adrian Zingg, die den Begriff der Sächsischen Schweiz prägten. Im 19. Jahrhundert folgten dann so bekannte Romantiker wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter oder auch die berühmten Komponisten Carl Maria von Weber und Richard Wagner, die im Elbsandsteingebirge Inspiration für ihre Opern »Der Freischütz« und »Lohengrin« fanden. Auf den Spuren der romantischen Maler kamen immer mehr Reisende von Dresden in das nahe gelegene Elbsandsteingebirge und erkundeten die Gegend vorwiegend auf der sogenannten Malerstraße. Heute bietet die Sächsische Schweiz mit mehr als 1200 Kilometern markierten und ausgebauten Wanderwegen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades hervorragende Bedingungen für Wanderer, Aktivurlauber, Erholungsuchende und Naturliebhaber. Aber nicht nur Wanderer kommen auf ihre Kosten. Viele Highlights der Gegend wie die Bastei, die Festung Königstein, Rathen, Bad Schandau, das Kirnitzschtal oder Schmilka kann man auch ohne Wanderschuhe recht bequem erreichen. Dies gilt umso mehr für Dresden und die umliegenden größeren Orte.
DIE ELBE MACHT DIE GEGEND CHARMANT
Das im vorliegenden Buch beschriebene Urlaubsgebiet wird auf seiner gesamten Länge, also von Diesbar-Seußlitz bis nach Schmilka, von der Elbe durchflossen. In Kurven und Mäandern bahnt sich der Fluss seinen Weg durch die bizarre Felsenwelt der Sächsischen Schweiz und bietet eine eindrucksvolle Kulisse für diese Landschaft. Die Elbe ist aber mehr als nur optisches Beiwerk, sie ist ein malerischer Verkehrsweg. Schon ab 1867 fuhren die Dampfschiffe der Sächsisch-Böhmischen Dampfschifffahrtsgesellschaft auf der Elbe. Nachdem die Schiffe 1928 einen weißen Anstrich erhielten, war auch ihr Name geboren, die »Weiße Flotte«. Heute ist eine Bootsfahrt auf der Elbe ein beliebtes Urlaubserlebnis, insbesondere dann, wenn man auf einem historischen Schaufelraddampfer wie vor 100 Jahren durch die Landschaft gleitet. Es gibt immer noch neun historische Dampfschiffe – das älteste ist die »Stadt Wehlen« von 1879 –, die liebevoll gehegt und gepflegt werden. Damit besitzt die Weiße Flotte Dresden die älteste und größte Raddampferflotte der Welt (saechsische-dampfschifffahrt.de). Wer es sportlicher oder individueller liebt, der sollte sich ein Kanu mieten, um gemächlich mit der Strömung seinem Ziel entgegenzupaddeln. Anbieter gibt es unter anderem in Königstein (kanu-aktiv-tours.de) und Dresden Wostra (kanudresden.de).

Eine Dampferfahrt auf der Elbe gehört zum Urlaub.

Die Elbschleife um den Lilienstein
RADWEGE
Fast ebenso schön wie eine Bootstour auf der Elbe ist eine Fahrradtour entlang der Elbe. Der Elberadweg ist einer der beliebtesten Fernradwege Deutschlands, 2017 erhielt er schon das 13. Mal diese Auszeichnung. Über 1200 Kilometer führt er von der Quelle der Elbe im tschechischen Riesengebirge bis nach Cuxhaven. Das Teilstück zwischen Schmilka und Pirna (siehe Tour 8) und dann weiter an der Sächsischen Weinstraße bis nach Diesbar-Seußlitz (siehe Tour 3) zählt zu den landschaftlich schönsten Abschnitten des Elberadweges. Zwischen Pirna und Schmilka bzw. dem linkselbigen Schöna liegen gut 30 Kilometer schönster Radweg, meist mit gutem Belag, ohne Steigungen und immer ganz nah an der Elbe. Fantastische Aussichten auf die majestätischen Berge, die zerklüfteten Felsmassive des Elbsandsteingebirges und immer neue Blicke auf die Elbe machen den Reiz dieser Fahrradtour aus. Starten kann man an jedem Ort an der Elbe, wobei man die Strecke in eine Richtung fahren und die S-Bahn für die Rückfahrt nutzen kann oder man fährt die Strecke hin und zurück mit dem Rad. Damit es nicht langweilig wird, verläuft der Elberadweg auf beiden Seiten des Flusses, mit Ausnahme des kurzen Teilstückes zwischen Halbestadt und Unterrathen. Die Ausgangspunkte unserer Touren sind damit auf dem Radweg schnell und bequem erreichbar.
Der Diebskeller ist die größte Schichtfugenhöhle der Sächsischen Schweiz.
Etwas anspruchsvoller sind die Radtouren durch den Nationalpark Sächsische Schweiz. Auf ausgewählten Wanderwegen, die speziell als Radrouten ausgewiesen sind, kann man den Nationalpark Sächsische Schweiz auch mit dem Rad erleben. Diese etwa 50 Kilometer sind mit einem grünen Wegweiser mit Fahrradlogo und der gelben Aufschrift Radroute gekennzeichnet. Es sind in der Regel schmale Wald- und Schotterwege, oft mit Steigungen und Bodenwellen. Auf diesen Wegen haben Wanderer immer Vorrang. Alle anderen Waldwege im Nationalpark sind für Radfahrer gesperrt.
CAMPING- UND STELLPLÄTZE
Die Gegend um Dresden und vor allem die Sächsische Schweiz erfreuen sich einer großen und zunehmenden Beliebtheit bei in- und ausländischen Touristen. Nicht wenige von ihnen reisen mit dem Wohnmobil an, sodass die Kapazitäten der Camping- und Stellplätze in der besten Reisezeit oder auch an den Wochenenden an ihre Grenzen kommen können. Ein freies Stehen ist in der Sächsischen Schweiz kaum möglich und wird auch nicht toleriert. Auf den Camping- und großen Stellplätzen empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung. Die Campingplatzbetreiber versuchen natürlich stets auch ein Plätzchen für spontan anreisende Gäste zu finden. Darauf verlassen würde ich mich aber nicht. Die kleineren Stellplätze oder die Wohnmobilparkplätze – damit sind Parkplätze mit der Möglichkeit zu übernachten gemeint – haben in der Regel keine Ver- und Entsorgung. Hier gibt es auch keine Reservierungsmöglichkeit, also sollte man rechtzeitig anreisen. Einige Stell- und Campingplätze, wie zum Beispiel die Plätze in Oberrathen oder in Königstein, liegen ganz idyllisch direkt an der Elbe. Das ist ideal, um auf dem Elberadweg, mit der S-Bahn oder einem Elbdampfer die Tagesziele zu erreichen. Leider befindet sich auf der linken Elbseite auch die Bahntrasse. Wer also einen sehr leichten Schlaf hat, der ist wohl auf den Plätzen abseits der Elbe, etwa in Struppen, in Gohrisch, im Kirnitzschtal oder in Hohnstein, besser untergebracht.
Da das ganze Reisegebiet relativ klein ist und die Touren recht eng beieinanderliegen, ist es sehr gut möglich, diese zu kombinieren oder auch die vorgeschlagenen Camping- oder Stellplätze der benachbarten Touren zu nutzen. Letzteres gilt besonders für Camper mit Fahrrad.
Auf den teilweise ausgewiesenen Tagesparkplätzen darf mit dem Wohnmobil geparkt, aber nicht übernachtet werden. Sie eignen sich zum Beispiel für eine Besichtigung oder einen Ausflug am Abreisetag.

Stellplätze auf dem Campingplatz Pirna-Copitz

Camping Ostrauer Mühle
STRASSENVERHÄLTNISSE UND EINKAUFEN
Die in den Touren angegebenen Camping- und Stellplätze sind grundsätzlich auch mit großen Wohnmobilen erreichbar. Abseits der Bundesstraße 172, die von Pirna über Königstein und Bad Schandau bis nach Schmilka führt, können die Straßen aber recht eng sein. Das gilt besonders für die Ortschaften Struppen, Oberrathen, Gohrisch und die rechtselbig gelegenen Orte Hohnstein, Lohmen und Hinterhermsdorf. Unterrathen ist für Autos komplett gesperrt, die Stadt Wehlen ist eine Sackgasse, hier sollten die Parkplätze am Ortseingang benutzt werden.
Nach Ankunft am jeweiligen Campingplatz empfiehlt es sich, das Wohnmobil stehen zu lassen und die Gegend zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln zu erkunden. Linkselbig fährt die S-Bahn von Dresden über Pirna bis nach Schöna. Mit den Fähren erreicht man dann bei Bedarf die andere Elbseite. Linien- und Wanderbusse, zum Teil mit Fahrradanhänger, Elbdampfer und Sonderbusse erschließen das gesamte Gebiet hervorragend. Auf den Campingplätzen in Pirna, Königstein und Sebnitz erhält man nach Entrichtung der Kurtaxe die »Gästekarte mobil«, welche die kostenfreie Benutzung fast aller öffentlichen Verkehrmittel in der Sächsischen Schweiz beinhaltet. Ausgenommen davon sind die Kirnitzschtalbahn, der Aufzug in Bad Schandau und die Fähre in Rathen. Der Einkauf im Supermarkt ist in der Sächsischen Schweiz in Pirna, Königstein, Bad Schandau und Sebnitz möglich. In den kleineren Ortschaften bieten Hof- oder Dorfläden ein kleines Sortiment an.
WANDERUNGEN UND INFORMATIONEN
Während bei den Touren 1 bis 5, also im Gebiet zwischen Meißen und Pirna, Kunst und Genuss im Fokus stehen, empfehlen sich die Touren 6 bis 12 in der Sächsischen Schweiz für Naturliebhaber und Aktivurlauber. Radfahren und Wandern sind beliebte Aktivitäten, für die der Elberadweg, die Radwege im Nationalpark und über 1200 Kilometer Wanderwege beste Voraussetzungen bieten. In vielen Reiseführern der Sächsischen Schweiz sind deshalb unzählige Wanderungen beschrieben. Das war nicht der Anspruch des vorliegenden Buches. Es soll keinen Wanderführer ersetzen. Vielmehr stehen die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele im Vordergrund, was natürlich nicht ausschließt, dass bei den Touren 6 bis 12 auch speziell ausgewählte Wanderungen und Radtouren beschrieben sind. Weitere Anregungen findet man im Internet (über 700 Touren unter bergfex.de oder allgemeine Infos unter saechsische-schweiz.de), in den Touristinfos vor Ort oder in speziellen Wanderführern. Auch die Möglichkeit, Wanderungen mit Hund durchzuführen, kann man in den Touristinfos erfragen. Unbedingt zu beachten sind die Schwierigkeitsangaben der Wanderungen, die vom gemütlichen Spaziergang bis zu anspruchsvollen Klettertouren reichen. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gewisse Kondition sind für Letztere erforderlich, da sie teilweise über enge Stiegen und Leitern führen oder auch mit Eisenklammern für den Aufstieg ausgebaut sind.
Manchmal führen nur Leitern zum Ziel.

Gut ausgebaute Wanderwege
Eine der bekanntesten Wanderrouten in der Sächsischen Schweiz ist der Malerweg. Er zählt zu Deutschlands beliebtesten und abwechslungsreichsten Wanderungen. In acht Tagesetappen aufgeteilt, zieht er sich über 112 Kilometer durch die schönsten Gegenden der Sächsischen Schweiz. In unserer Tour 9 ist eine Wanderung durch das Schrammsteingebiet beschrieben, die weitestgehend der vierten Etappe des Malerweges folgt. Infobroschüren zum Malerweg und zu vielen anderen Themen, aber auch ausgewählte Karten und Bücher kann man auf der Website des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz (saechsische-schweiz.de) vorab bestellen und teilweise auch downloaden. Darüber hinaus bieten die örtlichen Touristinfos spezielle Informationsbroschüren zur jeweiligen Region an.
NATURSCHUTZ UND SICHERHEIT DER WANDERWEGE
Der Nationalpark Sächsische Schweiz wurde 1990 gegründet und ist einer von 14 Nationalparks in Deutschland, jedoch der einzige Felsen-Nationalpark. Er erstreckt sich in zwei rechtselbigen Teilen über eine Fläche von 93,5 Quadratkilometern zwischen der Stadt Wehlen, Prossen, der Bastei und Hohnstein sowie zwischen den Schrammsteinen und der tschechischen Grenze. Zusammen mit den dazwischen liegenden und den linkselbigen Landschaftsschutzgebieten entstand so die Nationalparkregion Sächsische Schweiz, die sich jenseits der Grenze im Nationalpark Böhmische Schweiz fortsetzt. Im Nationalpark sind Kernzonen ausgewiesen, die einen maximalen Schutz genießen. Hier gilt ein Wegegebot, für Hunde Leinenzwang sowie ein Rauch-, Kletter- und Campingverbot. Außerdem darf nichts gepflückt oder mitgenommen werden, auch keine Beeren. Im Gebiet des Nationalparks erfolgen keine forstwirtschaftlichen Eingriffe. Der bisher sehr einseitig bewirtschaftete Wald soll sich von selbst, nach dem Grundsatz »Natur Natur sein lassen«, in einen Naturwald zurückverwandeln. Dieser Prozess wird in der Waldhusche in Hinterhermsdorf (Tour 11) anschaulich dargestellt. In bestimmten Waldstücken, auch begünstigt durch den massiven Borkenkäferbefall, ist die Standsicherheit der Bäume nicht immer gegeben. Ganze Waldbereiche oder einzelne Wanderwege sind teilweise nicht mehr sicher begehbar und müssen temporär gesperrt werden. Deshalb empfiehlt es sich, vor einer Wanderung beim Campingplatzbetreiber, in der örtlichen Touristinfo, auf der Website der Nationalparkverwaltung (nationalpark-saechsische-schweiz.de) oder beim Wegeservicetelefon der Nationalparkverwaltung (Tel. 035022/502 40, täglich 9–18 Uhr) entsprechende Informationen einzuholen. Man sollte auch beachten, dass die Benutzung der Wanderwege immer auf eigene Gefahr erfolgt.

Umgestürzte Bäume im Wandergebiet

Windbruch
Im Winter hat die Sächsische Schweiz ihren ganz besonderen Reiz.
WINTERERLEBNISSE
Für die beschriebene Region liegt, sieht man mal von Dresden und den größeren Orten ab, die beste Reisezeit zwischen Frühjahr und Herbst. Zunehmend entwickelt sich aber die Sächsische Schweiz auch zu einer sehr reizvollen Winterurlaubsgegend. Bei Winterwanderungen erlebt man die bizarre Bergwelt von einer ganz anderen Seite. Nichts ist überlaufen und in vielen Orten, auch als Wintertraumorte bezeichnet, gibt es ganz besondere Angebote. Das Winterdorf Schmilka ist da vielleicht zuerst zu nennen, aber auch Bad Schandau, das Kirnitzschtal oder Königstein sind auf Winterurlauber sehr gut vorbereitet. Ein Highlight ist der romantischhistorische Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein (siehe Tour 8). Aber auch der Weihnachtsmarkt in Pirna, der Dresdner Striezelmarkt oder die Aktion »Wein und Licht auf Schloss Wackerbarth« sind einen Besuch wert. Einige Campingplätze haben ganzjährig geöffnet und die meisten Stell- und die einfachen Wohnmobilparkplätze haben keine Saisonzeiten. Zur Sicherheit sollte man vorher anrufen oder sich im Internet informieren. Zu erwähnen sei noch, dass in den Orten Gohrisch und Hinterhermsdorf im Winter auch die Langlaufpisten gespurt sind und auf Wintersportler warten.
KULTURELLER HÖHEPUNKT DER REGION
Dresden ist immer eine Reise wert

Malerisches Dresdner Altstadtpanorama mit Dampferanlegestellen
1
Die auch als Elbflorenz bezeichnete Stadt punktet mit unzähligen Superlativen. Mit dem Zwinger, der Frauenkirche und dem Residenzschloss finden sich hier einige der schönsten Bauwerke Deutschlands. Dazu gibt es weltberühmte Museen und ein vielseitiges Kulturleben.
Betrachtet man die berühmte Elbsilhouette, das bekannteste und schönste Panorama der von Barock und Historismus geprägten Stadt, dann kann man sich vielleicht vorstellen, was die Dresdner am 13. und 14. Februar 1945 erleiden mussten, als alliierte Bomber dieses einmalige städtebauliche Ensemble annähernd dem Erdboden gleichgemacht haben. Der nicht konfliktfreie Wiederaufbau der Stadt ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen. Bis 1965 wurden der Zwinger, die Hofkirche und weitere historische Gebäude in der Altstadt denkmalgerecht wiederaufgebaut. In anderen Teilen der Stadt wurde die historische Struktur der Stadt zugunsten einer »großzügigen modernen Bebauung« aufgegeben. 1985 konnte die Semperoper nach achtjähriger Bauzeit wiedereröffnet werden und auch der Aufbau des Stadtschlosses begann in den 1980er-Jahren, wurde aber erst 2021 im Wesentlichen abgeschlossen. Eines der größten Bauprojekte in der Dresdner Altstadt nach der Wiedervereinigung war die Umgestaltung und weitestgehende Neubebauung des Neumarktes mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche. Hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative konnte sich die spätere Fördergesellschaft Frauenkirche auf einen großen Rückhalt in der Dresdner Bevölkerung, aber auch auf viele Unterstützer und Freundeskreise in ganz Deutschland und weiteren 20 Ländern stützen. Seit 2005 prägt die vielleicht schönste Kirche Deutschlands wieder das Panorama der Stadt und stellt die Geschlossenheit des Neumarktes her. Von den Wohnmobilstellplätzen in der Stadt ist die Altstadt fußläufig erreichbar.
DER DRESDNER ZWINGER
Der Zwinger ist bis heute eines der imposantesten Barockensembles Deutschlands. Er wurde zwischen 1709 und 1728 vom Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und dem Bildhauer Balthasar Permoser aus sächsischem Sandstein geschaffen. Auftraggeber und Initiator bei der Planung und Umsetzung war August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Anfangs eher als Orangerie geplant, entwickelte sich der Zwinger immer mehr zum Lustgarten, zum Ort für Festlichkeiten und zur Darstellung von Reichtum und Macht. Dem diente auch die Unterbringung der herrschaftlichen Sammlungen im Zwinger ab 1728. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Zwinger zum Wissensort. Die naturwissenschaftlichen Sammlungen, das Kupferstich-Kabinett und eine Bibliothek wurden in den Zwingerräumlichkeiten untergebracht. Später kamen der Mathematisch-Physikalische Salon und die Porzellansammlung dazu. Damals wie heute fasziniert das imposante Kronentor, welches als Triumphbogen die beiden Langgalerien verbindet. Von hier öffnet sich der von Bogengalerien, drei Pavillons und dem Nymphenbad eingefasste Festplatz mit den typischen Brunnen und Rasenrabatten. Zur Elbseite hin war der Zwinger lange Zeit unvollendet, da hier der Neubau eines Schlosses geplant war. Ab 1847 wurde dann durch Gottfried Semper der Zwingerhof durch einen Galeriebau im Stil der Hochrenaissance geschlossen. Als eines der wichtigsten Museumsprojekte des 19. Jahrhunderts beherbergt der sogenannte Semperbau (Sempergalerie) die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung.
Der Dresdner Zwinger – Lustgarten August des Starken

Theaterplatz mit Hofkirche, Schloss und dem König-Johann-Denkmal
THEATERPLATZ UND SEMPEROPER
Verlässt man den Zwinger in Richtung Elbe, dann steht man direkt auf dem schönsten historischen Platz Dresdens, dem Theaterplatz. Ebenfalls von Gottfried Semper konzipiert, war er damals wie heute der kulturelle Mittelpunkt der Stadt. In der Mitte des kopfsteingepflasterten Platzes steht das Reiterdenkmal für König Johann. Um den Platz gruppieren sich Semperoper, Sempergalerie, Residenzschloss, Hofkirche, Erlweins Italienisches Dörfchen und Schinkels Altstädter Wache.
Dominiert wird der Theaterplatz von dem imposanten Bauwerk der Semperoper. Gottfried Semper schuf von 1838 bis 1841 an dieser Stelle das neue königliche Hoftheater, welches aber schon nach 28 Jahren durch einen Brand vollständig zerstört wurde. Nur zwei Jahre später wurde mit dem Bau des Zweiten Königlichen Hoftheaters begonnen, welches dann nach der Zerstörung durch alliierte Bomben erneut aufgebaut und am 13. Februar 1985, dem 40. Jahrestages der Bombardierung Dresdens, wiedereröffnet wurde. Schon von außen ist die Semperoper ein architektonisches Juwel. Das Hauptportal wird von einer aus Bronze gegossenen Panther-Quadriga gekrönt. Zu beiden Seiten des Eingangs stehen Statuen von Goethe und Schiller. Die prunkvolle Gestaltung der Fassade setzt sich im Innern fort. Eine Besichtigung dieser weltberühmten Opernspielstätte ist ein Muss für jeden Dresden-Besucher. Sollte man keine Karten für eine Aufführung ergattern können, so ist zumindest eine Führung durch das Opernhaus zu empfehlen.
Die Semperoper ist eine der bedeutendsten Spielstätten Europas.
KATHOLISCHE HOFKIRCHE UND RESIDENZSCHLOSS
An der gegenüberliegenden Seite des Theaterplatzes, nur wenige Schritte von der Semperoper entfernt, steht die beeindruckende ehemalige Katholische Hofkirche und heutige Kathedrale und Bischofskirche des Bistums Dresden-Meißen. Sie ist eine der größten Kirchen in Sachsen. Friedrich August I., Kurfürst des protestantischen Sachsens (August der Starke), war wegen der polnischen Krone zum Katholizismus übergetreten und brauchte deshalb eine katholische Kirche, aber erst sein Sohn Friedrich August II. gab, gegen einigen Widerstand der Dresdner Bürger, die Hofkirche 1736 in Auftrag. So erhielt die protestantische Residenzstadt eine katholische Hofkirche. Ihr imposanter, 86 Meter hoher Turm dominiert die Altstadtsilhouette. Eine Besonderheit ist das weit ausladende Kirchenschiff, in das auch der Prozessionsgang integriert wurde, da katholische Prozessionen unter freiem Himmel damals in Dresden nicht gestattet waren. Der Bau der Hofkirche kostete bis zur Kirchweihe im Jahre 1751 dreimal so viel wie die Frauenkirche. Dies war der langen Bauzeit und der üppigen künstlerischen Ausstattung der Kirche geschuldet. Außen beeindrucken die 74 Heiligenstatuen auf dem Dach der Kirche und im Inneren steht die letzte der drei Dresdner Silbermannorgeln mit 3000 Pfeifen. Von der Hofkirche führt ein Verbindungsgang über die Chiaverigasse zum Residenzschloss. Über Jahrhunderte war das Schloss das Machtzentrum der sächsischen Kurfürsten und Könige. Baugeschichtlich ist es von Bedeutung, weil neben Renaissance und Barock weitere Baustile wie Romanik, Gotik und Historismus das Bauwerk prägen. Seit 1986 wurde das fast vollständig zerstörte Schloss wiederaufgebaut. Es beherbergt heute fünf erstrangige Museen – das Historische Grüne Gewölbe, das Neue Grüne Gewölbe, das Münzkabinett, das Kupferstichkabinett und die Rüstkammer im Riesensaal.
Tipp
Eine Besteigung des Hausmannsturmes im Schloss bietet vielfältige An- und Aussichten. Über 222 Stufen geht es bis zur Aussichtsplattform in 39 Metern Höhe. Auf dem Weg nach oben passiert man die große Schlossuhr, deren ausgefeilte Technik man hinter Glas betrachten kann. Oben angekommen hat man einen herrlichen Ausblick über die gesamte Altstadt und das Elbpanorama.
FRAUENKIRCHE UND NEUMARKT
Auf dem Weg vom Schlossplatz zum Neumarkt begleitet uns in der Augustusstraße der Fürstenzug. Dieses 102 Meter lange Wandbild, einst als Sgraffito geschaffen, wurde 1906 auf 23 000 Kacheln aus Meissener Porzellan übertragen. Das als weltweit größtes Porzellanwandbild geltende Kunstwerk stellt die Ahnengalerie der zwischen 1127 und 1873 herrschenden 35 Markgrafen, Kurfürsten, Herzöge und Könige des Fürstenhauses der Wettiner dar.

Der Fürstenzug zeigt die Ahnengalerie der Wettiner als Porzellanwandbild.
Der Neumarkt blieb nach der Bombardierung bis zur deutschen Wiedervereinigung als Freifläche um die Ruine der Frauenkirche bestehen. Erst mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche und der dadurch ausgelösten regen Bautätigkeit wurde der Neumarkt mit Gebäuden im Stile des Dresdner Barock bebaut. Nach den Plänen der Dresdner Stadtverwaltung sollte der Platz eher im modernen Stil bebaut werden. Den Dresdner Bürgerprotesten und der Bürgerinitiative Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden ist es zu verdanken, dass der Neumarkt in seiner heutigen Form weitestgehend der ehemals barocken Bebauung entspricht. Es ist einer der schönsten Plätze Deutschlands entstanden, natürlich gekrönt durch den prägenden Monumentalbau der Frauenkirche. George Bähr baute die Kirche von 1726 bis 1743 vollständig aus sächsischem Sandstein. Sie besitzt eine der größten steinernen Kirchenkuppeln und gilt bis heute als eine der größten Sandsteinbauten der Welt. Einen Tag nach der Bombardierung Dresdens stürzte die ausgebrannte Frauenkirche in sich zusammen und begrub sprichwörtlich die letzten Hoffnungen der Dresdner unter sich. Bis 1994 stand die Ruine als Mahnmal gegen den Krieg auf dem Neumarkt. Durch den Wiederaufbau in den Jahren 1994 bis 2005 wurde den Dresdnern ihr Wahrzeichen und ein Stück ihrer Identität wiedergegeben. Eine Besichtigung der Unterkirche und des Kirchenraumes ist problemlos im Rahmen der offenen Kirche möglich. Darüber hinaus werden verschiedene thematische Führungen und die Möglichkeit zum Kuppelaufstieg angeboten.
BRÜHLSCHE TERRASSE UND DAS ELBPANORAMA
Ausklingen lassen kann man den kleinen Altstadtspaziergang auf der Brühlschen Terrasse, dem Balkon Europas, wie die einstige Stadtbefestigung schon vor hundert Jahren genannt wurde. Hier kann man herrlich flanieren, auf der einen Seite die Elbe mit ihren Dampferanlegestellen, auf der anderen Seite die Altstadt mit der Kunstakademie, dem Albertinum, der Hochschule für Bildende Künste und weiteren historischen Gebäuden. Durch die Münzgasse geht der Blick noch einmal zur Frauenkirche, die vielen Restaurants in dieser Gasse animieren zur Einkehr. Über eine große Freitreppe betritt man wieder den Schlossplatz. Von hier überspannt die historische Augustusbrücke die Elbe und führt direkt zum Neustädter Markt mit dem Goldenen Reiter, der berühmten Goldstatue August des Starken.

Wiederaufgebaute Frauenkirche

Goldener Reiter am Neustädter Markt
EINKAUFEN UND FLANIEREN
Am Goldenen Reiter beginnt die Hauptstraße, eine weitläufige, mit schattenspendenden Bäumen bewachsene Einkaufsstraße. Sie führt als Fußgängerzone bis zum Artesischen Brunnen am Albertplatz. Hier kann man spazieren, einkaufen und sich in einem der zahlreichen Cafés oder Restaurants verwöhnen lassen. Auch die Kunst kommt nicht zu kurz. In der Hauptstraße 11 erwartet der Galerist Boris Hecht die Besucher und im benachbarten Kügelgenhaus, übrigens ein kulturhistorisch wertvolles Bürgerhaus aus der Zeit August des Starken, ist heute das Museum der Dresdner Romantik und im historischen Gewölbekeller der Dresdner Comedy & Theater Club zu Hause. Kurz vor dem Albertplatz liegt rechts die Neustädter Markthalle aus dem späten 19. Jahrhundert, links steht die Dreikönigskirche. Den Rückweg sollte man über die Königsstraße nehmen. Sie verläuft vom Albertplatz bis zum Japanischen Palais und stellt einen angenehmen Gegensatz zur Hauptstraße dar. Inmitten barocker Architektur und schmucker Innenhöfe sind hier viele Restaurants, exklusive Geschäfte und Kunstgalerien angesiedelt. Da im Krieg kaum beschädigt, stellt das Wohnviertel um die »Dresdner Kö« den Baustil des bürgerlichsächsischen Barocks in seiner ursprünglichen Form dar.
Das Dach der Kunstakademie – im Volksmund Zitronenpresse genannt
Die als Einkaufs- und Flaniermeile bekannte Prager Straße, zwischen 1851 und 1853 als Verbindung zwischen dem heutigen Hauptbahnhof und dem Altmarkt gebaut, hatte nicht dieses Glück. Durch den Krieg war hier alles zerstört und musste neu aufgebaut werden. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde sie im gleichen Atemzug mit den Champs-Elysees, dem Kurfürstendamm oder dem Wenzelsplatz genannt. Der Neuaufbau erfolgte im zeitgenössischen Baustil. Sehens- und erlebenswert ist diese Einkaufsstraße trotzdem. Die Wohn-, Hotel- und Bürogebäude sind mit flachen Ladenzeilen verbunden. Cafépavillons und Freiluftrestaurants werden mit Wasserspielen und Blumenrabatten aufgelockert. Bedeutende Bauwerke der Moderne sind das Rundkino von 1972, gleich daneben der 1998 eröffnete Kristallpalast des Wiener Architekturbüros Himmelb(l)au und die im Jahre 2009 neuerbaute Centrumgalerie.
SZENEVIERTEL NEUSTADT UND KUNSTHOFPASSAGE
Am Albertplatz, dem Schnittpunkt von Hauptstraße und Königsstraße, beginnen die lebendigen Dresdner Stadtteile Äußere Neustadt und Hechtviertel. Sie liegen beiderseits der Königsbrücker Straße und bieten heute einen angenehmen Gegensatz zur vornehmen Inneren Neustadt und zur historischen Altstadt. Im 19. Jahrhundert entstand hier eines der größten Gründerzeitviertel Deutschlands, das auch die Bombardements am 13. und 14. Februar 1945 fast unbeschadet überstand. Selbst der geplante Abriss in den 1980er-Jahren konnte durch viel Bürgerengagement verhindert werden. Mit dem politischen Umbruch 1989 gründete sich die Bürgerinitiative »IG Äußere Neustadt«, die sich für eine sozial ausgewogene Erneuerung des Stadtteils einsetzte. Heute ist der auch als Szene- und Kneipenviertel bezeichnete Stadtteil viel mehr als nur das. Hier leben aufgeschlossene Menschen, Künstler, Familien mit Kindern, Studenten, Einwanderer aus aller Herren Länder, Punks und Party-People. Eine Mischung aus Urbanität, Kreativität und Gelassenheit. Bei einem Bummel durch das Viertel sollte man sich einfach treiben lassen, um die vielen kleinen Details und die sinnlichen Aha-Erlebnisse zu entdecken. Besonders sehenswert sind die Kunsthofpassage zwischen Görlitzer Straße und Alaunstraße mit interessanter Architektur, Restaurants und Kunsthandwerk oder auch Pfunds Molkerei in der Bautzener Straße 79, dem laut Guinness-Buch der Rekorde schönsten Milchladen der Welt.
Abends verwandelt sich der Stadtteil in ein großes Ausgehviertel mit über hundert Kneipen von elegant bis schrill, etlichen Clubs, Theatern und Kinos.
Tipp
Eine ganz außergewöhnliche Stadtführung entführt die Gäste in die alternative Szene der Dresdner Neustadt. Kultur, Architektur, Subkultur, Kneipen, Nachtleben und lokale Kunst sind die Themen dieses abendlichen Kurztrips. Mit den besten Insidertipps kann man dann den Rest des Abend in dieser interessanten Gegend verbringen (getyourguide.de).

Einkaufs- und Flaniermeile Prager Straße
Pfunds Molkerei ist laut Guiness-Buch der schönste Milchladen der Welt.
NOCH ETWAS KUNST GEFÄLLIG?
Dresden verfügt über eine vielseitige Museumslandschaft. Etwa 50 Museen, einige davon von absolutem Weltrang, können in der Stadt besucht werden. Auf alle Fälle sollte man die Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger und das Historische Grüne Gewölbe im Residenzschloss auf seiner Liste haben. In der Gemäldegalerie werden etwa 700 Meisterwerke aus dem 15. bis 18. Jahrhundert ausgestellt. Schwerpunkte bilden italienische Meister der Hochrenaissance und des Barocks sowie holländische und flämische Maler. Das bekannteste Kunstwerk der Dresdner Gemäldegalerie ist wohl die Sixtinische Madonna von Raffael.
Das Grüne Gewölbe ist die Schatzkammer August des Starken, die er zwischen 1723 und 1730 anlegen ließ. Im historischen Teil hat man bewusst auf Vitrinen verzichtet, die Objekte stehen auf Konsolen vor aufwendig gestalteten Wänden. Zahlreiche Spiegel lassen das barocke Gesamtkunstwerk noch opulenter wirken. Nur im Juwelenzimmer liegen die Schätze in gesicherten Glasvitrinen. Hier ereignete sich im November 2019 der spektakuläre Juwelenraub, bei dem einzigartige Schmuckstücke von unschätzbarem Wert geraubt wurden.
Eine Etage höher befindet sich das Neue Grüne Gewölbe, in dem ganz besondere Einzelstücke ausgestellt werden. Bekannt ist der Dresdner Grüne Diamant, mit 41 Karat einer der größten weltweit, oder der Kirschkern mit 185 geschnitzten Gesichtern. Zu beachten ist, dass in beiden Museen die Besucheranzahl reglementiert ist. Karten sollten also rechtzeitig gekauft oder vorbestellt werden.
AUF EINEN BLICK
Info
STADT/REGION: Dresden/Sachsen
BESTE REISEZEIT: Ganzjährig
OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage
TOURISTINFO: Dresden Information, QF-Passage, Neumarkt 2, Tel. 0351/50 15 01, dresden.de; Touristinfo Dresden, Münzgasse 2, Tel. 0351/65 31 88 82, touristeninformation-dresden.de; Tourbuchung über GetYourGuide, getyourguide.de
SEHENSWÜRDIGKEITEN
ZWINGER: der-dresdner-zwinger.de
SEMPEROPER: semperoper.de
HOFKIRCHE: zu-gast-in-dresden.de
RESIDENZSCHLOSS: www.skd.museum
FÜRSTENZUG: geschichte-der-fliese.de
NEUMARKT: neumarkt-dresden.de
FRAUENKIRCHE: frauenkirche-dresden.de
BRÜHLSCHE TERRASSE: zu-gast-in-dresden.de
HAUPTSTRASSE: hauptsache-hauptstrasse.de
PRAGER STRASSE: dresden.de
KUNSTHOFPASSAGE: kunsthof-dresden.de
PFUNDS MOLKEREI: pfunds.de
GEMÄLDEGALERIE ALTE MEISTER: gemaeldegalerie.skd.museum
GRÜNES GEWÖLBE: gruenes-gewoelbe.skd.museum
CAMPINGPLATZ DRESDEN-MOCKRITZ
ADRESSE: Boderitzer Str. 30, 01217 Dresden, Tel. 0351/471 52 50, cbm-camping.de
GPS: 51°00‘52.0‘‘N 13°44‘53.0‘‘E51.014431, 13.748056
Ruhig gelegener überschaubarer Campingplatz, Restaurant, kleiner Pool, Freibad nebenan, Bus zur Innenstadt und täglich 10 Uhr Stadtrundfahrt ab Platz, Rad- und Rollerverleih, Entfernung zur Altstadt 6 km, ganzjährig (außer Februar) geöffnet
Parkplatz Wiesentorstraße

Komfort-Stellplatz bei Schaffer-Mobil
CAMPINGPLATZ DRESDEN-WOSTRA
ADRESSE: An der Wostra 7, 01259 Dresden, Tel. 0351/20 27 86 78, dresden.de
GPS: 50°59‘55.4‘‘N 13°52‘05.8‘‘E50.998713, 13.868272
Alternativer Platz für Dresdenbesucher, Entfernung zur Altstadt 14 km, siehe auch Tour 4
CARAVANINGPARK DRESDEN BEI SCHAFFER-MOBIL
ADRESSE: Kötzschenbroder Str. 125, 01139 Dresden, Tel. 0351/83 74 80, schaffer-mobil.de
GPS: 51°05‘06.0‘‘N 13°40‘53.0‘‘E51.085000, 13.681389
Komfortstellplatz bei Caravanhändler, Ver- und Entsorgung, auch ohne Übernachtung, gute Nahverkehrsanbindung, Mietwagenangebot, nahe Elberadweg, Entfernung zur Altstadt 9 km, nach Radebeul 2 km, ganzjährig nutzbar
WOHNMOBILPARKPLATZ WIESENTORSTRASSE
GPS: 51°05‘06.0‘‘N 13°40‘53.0‘‘E51.085000, 13.681389
Ausgewiesene Stellplätze auf einem Parkplatz an der Elbe, direkt gegenüber der Altstadt, Ver- und Entsorgungsstation, Stromanschlüsse, aktives Umfeld, in die Altstadt zu Fuß 700 m, ganzjährig nutzbar
WOHNMOBILPARKPLATZ AM BLÜHERPARK
GPS: 51°02‘39.2‘‘N 13°44‘35.7‘‘E51.044222, 13.743250
Stellplatz nahe der Altstadt, städtisches Umfeld (Bauarbeiten), Ver- und Entsorgungsstation, Stromanschlüsse, Duschen in der City-Herberge, in die Altstadt zu Fuß 1,3 km, ganzjährig geöffnet
TAGESPARKPLATZ PIESCHENER ALLEE 18
GPS: 51°03‘47.9‘‘N 13°43‘42.2‘‘E51.063295, 13.728389
Bei der Marienbrücke, Fußweg zur Altstadt 1,5 km
ZENTRUM DES SÄCHSISCHEN WEINANBAUS
Radebeul und Moritzburg

Das Barockschloss Moritzburg steht auf einer künstlichen Insel.
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In Radebeul dreht sich fast alles um den Wein. Viele kleine Winzerhöfe, aber auch große Marken sind hier zu Hause. Die sächsischen Weine kamen auch bei den höfischen Festen der sächsischen Monarchen in Moritzburg auf den Tisch. Das Schloss ist einen Besuch wert. Westernfans zieht es zu Karl Mays Geburtshaus.
Radebeul, nur etwa zehn Kilometer elbabwärts von Dresden entfernt, liegt im malerischen Obst- und Weinanbaugebiet Lößnitz. Hier wird seit 800 Jahren die Weinbautradition gepflegt. Bekannte Weingüter wie Schloss Wackerbarth oder das Weingut Hoflößnitz fühlen sich der Weinbautradition ebenso verpflichtet wie viele kleinere Winzer in Radebeul und im Meißner Umland. Im 16. Jahrhundert übernahm das sächsische Herrscherhaus einige Weinberge aus Klosterbesitz. Zahlreiche Lustschlösser entstanden in den Ortsteilen Nieder- und Oberlößnitz. Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Elbtal ganze Weinberge durch die Reblaus zerstört. Die Grundstücke in den ehemaligen Weinterrassen wurden zur Bebauung freigegeben und zogen reiche Bürger an, die hier ihre Sommerresidenzen errichteten. Sie begründeten den Ruf Radebeuls als sächsisches Nizza. Auch in der Stadt wurde zu dieser Zeit rege gebaut, 1200 Gebäude in Radebeul stehen unter Denkmalschutz. Dazu zählen viele der Dreiseitenhöfe auf dem historischen Dorfanger Altkötzschenbroda, heute die Restaurant- und Ausgehmeile der Radebeuler, Dresdner und ihrer Gäste. Das vielleicht bekannteste Haus in Radebeul ist die »Villa Shatterhand«, Wohn- und Arbeitsort von Karl May und heute Karl-May-Museum. Den Kurztripp ins nahe gelegene Moritzburg sollte man nicht verpassen, mit der historischen Lößnitzgrundbahn wird er zu einem doppelten Erlebnis.
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