Kitabı oku: «Spiralsocken»

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Spiralsocken

36 Strick-Projekte

für alle Größen





Inhalt


Einfach gestrickte Socken für jedermann: eine hundertjährige Tradition

Erste Versuche mit Sockenwolle

Die richtigen Stricknadeln zum Sockenstricken

Einfache Spiralsocken

– Grundmuster für Spiralsocken

– Elastische Anschlagmaschen

Maschen im Zehenteil zusammenziehen

Socken mit Rollrand

Einfacher Rollrand aus rechten Maschen

Akkordeon-Socken

Wechsel von rechts und links gestrickten Runden

Socken mit Rüschenrand

Wunderschön gekräuseltes Rüschenmuster

Wellenmuster-Socken

Originelles Design, das gedehnt und geschoppt schön aussieht

Socken mit Zopfmusterbündchen

Klassisches Standardmuster für Herren- und Damensocken

Übersocken

Die idealen Warmhalter

Rautensocken

Dreidimensionales Zickzackmuster

Socken mit Spitzenmuster

Mit einfachem Spitzenmuster aufpeppen

Schachbrett-Socken

Simples, elastisches Abhebemuster, das die Knöchel warm hält

Stachelsocken

Stulpen im Ananasmuster für extralange Stiefelsocken

Noro-Socken und Noro-Mütze

Charakteristischer Farbverlauf

Streifensocken und Streifenmütze

Mütze und Socken für Kinder und Erwachsene

Anleitung: Bommeln

Wollreste hübsch verarbeitet

Anleitung: Blütenborte

Niedliche Blütenborte

Socken mit Blütenborte

Sockenvariante mit Borte aus Wollrest

Armstulpen und Socken aus Bio-Baumwolle

Sonnenschutz aus dünner Baumwolle

Kordelrand aus drei Maschen

Golfschlägerhülle

Für ganz besondere Sockenpaare: der Zauberball von Schoppel

Spiralsocken, die es nur einmal gibt

Die Begegnung mit dem Stricken und wie es zu meinem Lebensinhalt wurde

Anleitungen: Legendensymbole

Bezugsquellen


Neue Muster denke ich mir am liebsten mit Blick in den Garten aus.

Einfach gestrickte Socken für jedermann: eine hundertjährige Tradition

Auf der Suche nach neuen Ideen für schicke, interessante Strickmodelle werde ich häufig in alten Büchern oder Zeitschriften fündig.

Beim Durchsehen alter Strickdiagramme stieß ich einmal auf Socken, die 1921 in Amerika patentiert worden waren. Die Ferse war aus rechten und linken Maschen in einem Spiralmuster gestrickt. Aus Neugier strickte ich ein Paar nach den Erklärungen im Patent nach.


Werbung für Spiralsocken für Soldaten während des Krieges

Dann fand ich eine alte amerikanische Reklame mit der Überschrift „Armee-Spiralsocken“. Offenbar waren die Frauen während des Krieges dazu aufgerufen worden, zur Unterstützung der Soldaten einfache Socken für sie zu stricken. Hier war nicht nur die Ferse, sondern die gesamte Socke im Spiralmuster gehalten; so konnte sie bei großen Füßen als kürzerer und bei kleinen Füßen als längerer Strumpf getragen werden. Außerdem, so wurde in der Anzeige erklärt, hielten die Socken dreimal so lange wie andere, weil der stark beanspruchte Fersenteil bei jedem Tragen woanders saß. Zudem waren beim Stricken keine komplizierten Zunahmen für die Ferse notwendig; die Socke ließ sich einfach gerade hochstricken und war damit vergleichsweise schnell fertig. Ich fand das Prinzip fantastisch und begann sofort, mir eigene Muster auszudenken.

Nach einigen Versuchen hatte ich herausgefunden, dass mit dem Schema „2 links, 4 rechts, alle 6 Reihen um eine Masche nach links versetzen“ einfach zu strickende Socken mit einem hübschen Spiralmuster entstanden. Die Socken trugen sich angenehm und passten erstaunlich genau. Weil es so gut zu den Zahlen im Muster passte, benannte ich die Socken nach der Landstraße 246, auf der ich oft mit dem Motorrad unterwegs bin: „246-Spiralsocken“.

Die „246-Spiralsocken“ bestehen nur aus rechten und linken Maschen. Da sie keine Ferse haben, kann sie jeder problemlos stricken, und weil sie immer mit derselben Maschen- und Reihenzahl gestrickt werden, passen sie mir mit meinen 28 cm Fußlänge ebenso wie einem Teenie und eignen sich damit optimal auch als Geschenk sowie für Kinder im Wachstum. Und vor allem macht das Stricken einfach Spaß.

Ich bin gern unterwegs und fahre mit dem Motorrad kreuz und quer durch Japan. Auf Geschäftsreisen nehme ich auch mal den Zug oder den Shinkansen, und dann habe ich immer einen Beutel mit Wolle und Stricknadeln dabei, um unterwegs zu stricken. In Deutschland ist es derzeit Mode, mit anderen Strickfans zusammen im Zug zu stricken. Es gibt sogar einen Namen dafür: Zugsocking. Wahrscheinlich ist er deswegen aufgekommen, weil Socken auch unterwegs leicht zu stricken sind. Man braucht nur ein Knäuel Wolle und Nadeln einzustecken, sich die Zahlen 2-4-6 zu merken, und schon werden die Spiralsocken zu wunderbaren Reisegefährten.

In diesem Buch möchte ich vor allem die „246-Spiralsocken“ mit verschiedenen Bündchenvariationen vorstellen. Auf den ersten Blick wirken sie zwar ungewohnt und vielleicht sogar etwas seltsam, aber angezogen sehen sie richtig toll aus!

Am besten fangen Sie mit dem Modell an, das Ihnen zuerst ins Auge gefallen ist. Bestimmt gefällt Ihnen das Ergebnis und Sie möchten gleich noch ein Paar für jemand anderen stricken!



Erste Versuche mit Sockenwolle
Sockenwolle: für Socken optimal

In Deutschland sind die Winter kalt, und weil Schafe schon früh als Haustiere gehalten wurden, hat man dort schon immer viel gestrickt. Socken aus Schurwolle haben eine lange Tradition, und inzwischen gibt es eine unüberschaubare Anzahl verschiedener Sockengarne. In diesem Buch benutze ich zauberhafte bunte deutsche Garne wie „Schoppel“, „Regia“ oder „Opal“. Da ein Knäuel entweder aus 100 oder 50 g Wolle besteht, kann man prinzipiell aus einem Knäuel entweder ein Paar oder eine Socke für einen Erwachsenen stricken. Die Wolle bekommt man im Fachgeschäft oder im Onlineshop.

Für das Sockenstricken empfehle ich Sockenwolle mit einer Zusammensetzung aus 70–75 % Wolle und 25–30 % Nylon. Die Wolle wärmt, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, der Nylonanteil macht die Socken haltbarer und maschinenwaschbar. Beachten Sie jedoch bei jeder Wolle die Pflegehinweise auf dem Etikett! Vor allem aber sind Socken aus Sockenwolle ganz besonders weich und angenehm zu tragen.

Individuelle Muster durch Regenbogengarne

Für die Modelle in diesem Buch verwende ich oft Sockengarn mit Farbverläufen. Beim Verstricken eines solchen Regenbogengarns entstehen ganz von selbst Muster oder Farbverläufe. Da die Farben je nach Design oder Strickmuster ganz unterschiedlich erscheinen, entstehen ganz individuelle Farbmuster, und das Stricken mit einer solchen Wolle macht außerdem richtig Spaß. Manchmal sehen die rechte und die linke Socke aus einer solchen Wolle unterschiedlich aus, aber für mich haben gerade diese Socken einen speziellen Charme, wie man ihn nur bei Selbstgestricktem findet. Garne mit langen Farbverläufen wie „Zauberball“ sind ursprünglich auch nicht für zwei identische Socken gedacht gewesen.

Wer aber unbedingt möchte, dass die linke und die rechte Socke gleich aussehen, fängt einfach bei beiden Socken an derselben Stelle des Farbverlaufs an zu stricken. Ganz egal, ob man den Faden von außen aufnimmt oder von innen aus dem Knäuel zieht, man geht bei beiden Socken gleich vor. Verwendet man zwei Knäuel, beginnt man ebenfalls bei beiden Socken entweder mit dem äußeren oder dem inneren Garnende und beginnt an derselben Stelle im Farbverlauf mit der Arbeit. Soll dagegen der Farbverlauf z. B. rechts an der Spitze und links am Bündchen beginnen, fängt man bei der einen Socke mit dem inneren und bei der anderen mit dem äußeren Garnende an. Auch das sieht meiner Meinung nach im Paar sehr schön aus.

Die Japaner haben einen besonders ausgeprägten Farbsinn, und ihre farbenprächtigen Kimonos faszinieren Menschen auf der ganzen Welt. Dieses Gespür für Farben lässt sich auch auf Socken übertragen! Sie werden beim Stricken genauso in einen Farbrausch geraten wie beim Tragen.


Alte Bücher stecken oft voller Ideen für neue Strickmodelle.


Die richtigen Stricknadeln zum Sockenstricken

In Deutschland strickt man Socken überwiegend mit fünf Nadeln, weil sich auf diese Weise eher eine Kreisform ergibt als mit vier Nadeln; außerdem liegt so auch bei kleinen Strickstücken das Gestrickte nicht so eng zusammen und lässt sich besser stricken. Optimal ist eine Nadellänge von 12 bis 15 cm. Ich benutze am liebsten fünf Stahlnadeln, weil die Maschen darauf gut gleiten und ich schneller vorankomme, aber für Anfänger sind Nadeln aus Holz oder Bambus besser geeignet, weil die Maschen nicht so schnell herunterrutschen und sie leichter zu handhaben sind.

Auf jedem Garnknäuel ist die Nadelstärke in mm angegeben, die für dieses Garn geeignet ist. Weil Sockenwolle sehr dünn ist, strickt man oft mit Nadeln der Stärke 2 bis 3. Ich stricke Socken immer eher fest und verwende daher mit Sockenwolle meistens Nadeln der Stärke 3 (Durchmesser 3,0 mm). Je nach Garn stricke ich aber auch mit dünneren Nadeln, bei dickem Garn verwende ich Nadeln der Stärke 3,5. Wer eher fest strickt, sollte es mit einer halben Nadelstärke mehr als der angegebenen versuchen, wer dagegen zum Lockerstricken neigt, nimmt am besten eine halbe Nadelstärke weniger. Was bei Ihnen besser funktioniert, probieren Sie am besten einfach aus.

Mein Werkzeugkasten

AZentimetermaß: Damit messe ich Weite und Länge der Socken.

BNonius: Je nach Herkunftsland wird die Stärke von Stricknadeln z. B. aus Japan, Europa oder Amerika unterschiedlich benannt. Da ich Nadeln aus verschiedenen Ländern besitze und die aufgedruckte Nummer auf dem Nadelschaft oft irgendwann nicht mehr zu lesen ist, kann ich mit dem Nonius die Nadelstärke bis auf Millimeterbruchteile genau bestimmen.

CUnterlegscheiben: zum Herstellen kleiner Bommeln. Die aus Stahl verformen sich nicht und lassen sich immer wieder verwenden.

*Nonius und Unterlegscheiben habe ich im Baumarkt gefunden. Ich verwende gern Dinge, die ohnehin vorhanden oder leicht zu besorgen sind.

DABS-Stopper: zum Aufbügeln auf die Lauffläche.

*Da man in Wollsocken schnell ausrutschen kann, sind diese Stopper besonders praktisch für kleine Kinder oder gehbehinderte Menschen.

ENadelspiel Stärke 3,5, Bambusnadeln und Nadelspielhalter.

FNadelspiel Stärke 3, Bambusnadeln und Nadelspielhalter.

GNadelspiel Stärke 2,75, Stahlnadeln.

Da Socken in Runden gestrickt werden, verwendet man dazu Nadeln mit einer Spitze an jedem Ende. Kleine Strickstücke wie Socken lassen sich mit kurzen Nadeln (12–15 cm) einfacher stricken. Damit keine Nadel verloren geht, kann man sie mit einem Nadelspielhalter an jedem Ende zusammenhalten.

HNadelmaß: zum Bestimmen der japanischen Nadelgröße. Die Nadel wird dazu einfach in eins der Löcher gesteckt. Links neben jedem Loch ist die japanische Größe verzeichnet, rechts der Durchmesser in Millimeter.

IRundenmarkierer: wird auf die Stricknadel geschoben, um z. B. den Anfang einer Runde zu markieren.

JMaschenmarkierer: wird in die gestrickte Masche eingehängt, um bestimmte Runden zu markieren.

KZopfmusternadel: Zum Verkreuzen von Maschen oder für Zopfmuster werden einzelne Maschen auf diese Nadel gelegt.

LWollnadel: Nähnadel mit stumpfer Spitze für Wolle. Für Sockenwolle nehme ich eine entsprechend dünnere Wollnadel.

MSchere: zum Abschneiden der Wolle.


Eine Größe für die ganze Familie!



Einfache Spiralsocken

Grundmuster für Spiralsocken

Spiralsocken bestehen aus drei Teilen: Bündchen, Spiralmusterteil und Zehenteil. Bei den einfachen Spiralsocken wird das Bündchen genau wie das Spiralmusterteil aus 4 rechten und 2 linken Maschen im Wechsel gestrickt.

Für das Spiralmuster wird der Rapport (4 rechts, 2 links = 6 Maschen) 10-mal wiederholt, eine Runde besteht also aus 60 Maschen. Dieses Muster wird alle 6 Runden um eine Masche nach links versetzt, sodass 10 Spiralarme nach oben laufen. Da das Spiralmuster extrem elastisch ist, passt die Größe für so gut wie jeden Fuß.

Für diese einfachen Spiralsocken verwenden wir Sockenwolle und ein Nadelspiel der Größe 3.

Wolle: mittelstarke Sockenwolle

Schoppel Admiral, Vanille (1566-0320) 5 g, Maigrün (1566-6760) 85 g

Nadeln: Nadelspiel Stärke 3

Zubehör: Rundenmarkierer, Wollnadel

Maße: Länge 44 cm

Strickanleitung (siehe Foto und Strickdiagramm)

1.60 elastische M anschlagen. Die M werden gleichmäßig auf 4 Stricknadeln verteilt, mit der fünften wird gestrickt.

2.Für das Bündchen (auf dem Foto in Vanille) 12 Rd im Rippenmuster (4 re, 2 li) stricken. Den Rundenanfang mit dem Rundenmarkierer kennzeichnen.

3.Anschließend über 156 Rd im Spiralmuster (auf dem Foto in Maigrün) fortfahren, dabei mit 1 M li beginnen.

Ein Rapport geht über 6 M und 36 Rd.

4.Für das Zehenteil (auf dem Foto in Vanille) wird von 2 li M ausgehend so abgenommen, dass das Spiralmuster sich bis zur Spitze fortsetzt und jeweils auf der linken Seite der Abnahmen nur re M auf der Nadel bleiben.

Wenn die ersten beiden M in der ersten Abnehmrunde keine li M sind, bis zu den nächsten beiden li M die M stricken, wie sie erscheinen, dann mit den Abnahmen beginnen.

5.Den Faden durch die letzten 10 M führen und zusammenziehen. Die andere Socke auf dieselbe Weise stricken.

Ein guter Tipp beim Stricken mit einem Nadelspiel: Stricken Sie nicht mit jeder Nadel in jeder Runde dieselbe Anzahl von Maschen. Die Maschen beim Übergang von einer zur nächsten Nadel werden oft lockerer, was später als senkrechte Reihe von Löchern sichtbar wird. Um das zu vermeiden, stricke ich immer die ersten beiden Maschen der folgenden Nadel noch mit und wechsle dann erst zur nächsten Nadel.

Und passen die Socken?

Wenn Sie ein Paar mit der Nadelstärke 3 gestrickt haben, testen Sie, ob sie angenehm zu tragen sind. Wer die Socken etwas lockerer haben möchte, kann es einmal mit Nadeln der Stärke 3,5 versuchen, wer sie enger braucht, nimmt die Stärke 2,5.

Sollen die Socken sehr viel weiter oder enger sein, ändern Sie einfach die Maschenzahl. Da alle Socken vom Bündchen bis zur Spitze im selben Spiralmuster gestrickt werden, muss die Anzahl der Wiederholungen des Rapports (4 re, 2 li) über 6 Maschen variiert werden, also nicht 10 Wiederholungen (1 Rd = 60 M), sondern z. B. 11 (66 M) oder 9 Wiederholungen (54 M). So lässt sich die Größe ganz einfach verändern.

*Bitte beachten: Die in diesem Buch angegebenen Maße beziehen sich auf die Länge der ungespannt liegenden Socken.


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Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
07 mayıs 2025
Hacim:
177 s. 239 illüstrasyon
ISBN:
9783830730361
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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