Kitabı oku: «Die Regulus-Botschaften»
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Bettina Büx
Die REGULUS-Botschaften
Band VIII
Copyright
Wichtiger Hinweis
Die Autorin dieses Buches gibt weder medizinische Ratschläge noch empfiehlt sie den Gebrauch irgendwelcher Techniken zur Behandlung physischer oder psychischer Probleme. Ihre Absicht ist lediglich, generelle Informationen zur Verfügung zu stellen, um Sie bei Ihrer Suche nach geistigem und emotionalem Wohlbefinden zu unterstützen. Jede Anwendung dieser Informationen geschieht auf eigene Verantwortung. Die Informationen des Buches sind nach bestem Wissen und Gewissen dargestellt. Sowohl die Autorin als auch der Verlag übernehmen dennoch keinerlei Haftung für Schäden irgendwelcher Art, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der Angaben in diesem Buch entstehen.
Bei möglichen unterschiedlichen Schreibweisen wurde die von der Duden-Redaktion empfohlene Schreibvariante verwendet.
eBook
(1. Auflage Printversion April 2021)
Erstauflage: © EchnAton Verlag Diana Schulz e.K.
Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf –
auch teilweise – nur mit Genehmigung des
Verlages wiedergegeben werden.
Gesamtherstellung: Diana Schulz
Coverfoto: dreamstime©Vitaliy Smolygin
Autorenfoto: ©PM Studios, Pfingstmann & Mayer
Lektorat: Angelika Funk
ISBN (Printversion): 978-3-96442-040-4
ISBN (E-Book): 978-3-96442-041-1
www.echnaton-verlag.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einleitung
1. Teil
Wo ein Wille, da ein Mensch
Des Menschen Privileg
Im tiefen Tal der Tränen
Vom Fluch zum Segen
2. Teil
Ewig währt am längsten
Die Wiege des Lebens
Das Karussell der Ewigkeit
Im Auge des Sturms
3. Teil
Wenn alle Stricke reißen
Wahnsinn und Genie
Ist da jemand?
Macht Euch die Erde untertan!
4. Teil
Mensch ärgere Dich nicht
Dinner for one
Gegen den Strom
Um Kopf und Kragen
Rauch, Feuer und andere Missverständnisse
Die Kunst des Vergessens
5. Teil
Das Protokoll des Lebens
Die Krone der Schöpfung
Heiliger Boden, geweihtes Land
Als das Wünschen noch geholfen hat
In alten Schuhen
Der Traum des Tänzers
Der Schrei der Möwe
Im Namen des Vaters
Der Widerhall der Zukunft
Zeter und Mordio
Die Annalen der Ewigkeit
Wenn Sterne fallen
Vom Winde verweht
Der Jüngste Tag
Der Sturz ins Bodenlose
Im Sturmwind der Begeisterung
Hart am Limit
Vom Zauber des Anfangs
Der mit dem Wolf tanzt
Die diebische Elster
Der Schlaf des Gerechten
Der Stoff, aus dem die Träume sind
6. Teil
Die Dürre des Herzens
Wenn die Dosis das Gift macht
Noch mehr Krempel, noch mehr Zeug
Aus dem Weg, der König kommt!
7. Teil
Die Poesie des Todes
Wenn das Getreide reift
Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘
Zum Mitnehmen bitte!
8. Teil
Lebensweisheiten
Steter Tropfen höhlt den Stein
Zeit heilt alle Wunden
Kleider machen Leute
Nachwort
Über die Autorin
Quellenverzeichnis
Alle lieferbaren Regulus-Bücher und Hörbücher
Für Sabine und Michael Grill.
In tiefer Dankbarkeit und besonderer
Wertschätzung.
Liebe ist ...
... Gott und Gott ist Liebe. Liebe ist gänzlich offenbar und dennoch gänzlich Geheimnis.
Liebe ist der Stoff, aus dem alles gemacht ist, was jemals nach ihr fragen kann und gleichwohl das größtmögliche aller Mysterien. Sie genügt sich selbst vollkommen und ist dennoch in ewiger Ausdehnung begriffen.
Liebe ist nicht teilbar. Sie gibt sich ganz und gar hinweg und bleibt indes ganz und gar bei sich selbst.
Liebe ist wahrhaft wunderbar, denn sie ist selbst das Wunder. Sie ist die unendliche Faszination des Göttlichen von sich selbst. Sie ist der Kniefall des Schöpfers vor seinem eigenen Spiegelbild. Sie ist die ewige und einzige Antwort Gottes auf seine Frage nach sich selbst. Sie ist die Wahrnehmung von Vollkommenheit.
Liebe ist die heilige Selbstwahrnehmung Gottes.
Regulus
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser, zu meinem großen Erstaunen ermutigte mich Regulus bereits ganz zu Beginn dieses nunmehr 8. Buchdiktates, von unserer Art der Zusammenarbeit zu berichten und zu erzählen, in welcher Weise die Regulus-Botschaften entstehen. Nach einigem ersten Zögern komme ich seiner Bitte gerne nach, da ich seine Beweggründe erahne.
Alles beginnt mit einem Impuls, den ich deutlicher zu definieren nicht in der Lage bin. Es ist dann einfach so, dass ich ›weiß‹, dass ich schreiben will und dass da etwas ›kommen‹ möchte. Es ist ein Drang, wie er unwiderstehlicher nicht sein kann und er ist immer von einem tiefen Glücksgefühl begleitet. Was dann geschieht, ist kaum in Worte zu fassen, denn die Dinge nehmen einen seltsamen Lauf. ›Ich‹ wähle einen Buchtitel und auch die Titel der jeweiligen Kapitel, wohlgemerkt, ohne das Thema zu kennen und ohne zu wissen, was da kommt. Ich wähle einfach intuitiv, so wie es mir in den Sinn kommt. Ich notiere alles, was in meinen Ohren wohlklingend ist, was mich irgendwie anspricht und meine Seele berührt.
Habe ich den Buchtitel, dann ›weiß‹ ich, dass ein Buch entstehen wird, denn haben die Dinge erst einmal einen Namen, dann sind sie in der Materie verankert. So zumindest empfinde ich es. Außerdem weiß ich schon ganz zu Beginn des Buchdiktates, wem ich das Buch widmen möchte. In der jeweiligen Widmung steckt meine ganz persönliche Liebe und in dieser Weise verbinde ich gewissermaßen Himmel und Erde. Ich möchte es so formulieren, dass ich der Energie von Regulus in dieser Weise ›entgegengehe‹ und nur mit Liebe ist das möglich.
Liebe ist ohnehin das ganze ›Geheimnis‹ an der Sache. Mehr gibt es im Grunde nicht zu sagen. Ich liebe das Schreiben als solches und ich liebe die Liebe. Wo Liebe ist, da sind Wunder möglich und da geschehen sie. Die Dinge nehmen dann einfach ihren Lauf. Regulus diktiert, ich höre zu, was mir, zugegeben, nicht immer leichtfällt, denn es ist ein Akt tiefer Konzentration, bei dem ich mich selbst zurücknehme. Das ist aber nicht in der Weise zu verstehen, dass mein Bewusstsein ausgeschaltet wäre. Tatsächlich kann ich ›zwischendurch‹ reden und jederzeit unterbrechen, nachfragen oder einfach meine Bemerkungen zum Gesagten machen. Es ist also mehr ein Zwiegespräch als ein Monolog.
Es mag Sie vielleicht erstaunen zu hören, dass ich beim Channeln sehr gerne bei laufender Musik arbeite. Musik, immer vorausgesetzt sie gefällt, ist ein hervorragender Energieträger. Ich empfinde es so, dass die Energie von Regulus auf der Musik ›reitet‹. Diesen Umstand nutze ich als Stütze und Quelle der Inspiration für meine Arbeit. Liebe ist, wie gesagt, der Zugang, es gibt keinen anderen.
Habe ich schließlich alles zu Papier gebracht, dann muss ich erst einmal lesen, was ich denn da geschrieben habe. In der Tat weiß ich es nicht mehr, denn sowie das Material niedergeschrieben ist, entgleitet es meinem Bewusstsein und was ich zuvor, also beim Vorgang des Schreibens, noch auf sehr tiefer Ebene verstanden und völlig integriert habe, ist nun entwichen. Die Botschaften bleiben mir dennoch auf einer unergründlichen, unterschwelligen Ebene erhalten. Ich bin mir also selbst der 1. Leser.
Mir fehlen die Worte, meiner Dankbarkeit für dieses Wunder Ausdruck zu verleihen, denn Regulus ist wahrlich ein Segen und eine Gnade für uns alle. Und so wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, von ganzem Herzen unvergessliche Sternstunden bei Ihrer Lektüre und auf Ihrem Weg mit Regulus.
Ihre Bettina Büx
Einleitung
Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, so etwas wie ›Zufall‹ gibt es nicht und kann es niemals geben, das dürfte Dir klar sein. In unseren Botschaften ist nichts willkürlich oder ›rein zufällig‹ gewählt, nicht das winzigste Detail. Diese nunmehr 8. Botschaften könnte man als das »Buch vom Menschsein« bezeichnen. Menschen lieben klare Anweisungen und Anleitungen und das ist so legitim wie nachvollziehbar, denn der Weg durch die Irrungen und Wirrungen der Materie ist wahrhaft ein beschwerlicher. Ihr bittet um Wegweisung und dieser Bitte kommen wir sehr gerne und unverzüglich nach.
Niemals bittet der Mensch umsonst, nie gehen seine Gebete ins Leere, mag der irdische Anschein auch noch so sehr trügen. Niemals ist der Mensch allein in seiner Not! Ihr seid unermesslich geliebt und so stehen wir Euch mit diesen 8. Botschaften weiterhin gerne hilfreich zur Seite. Nichts in all unseren Botschaften ist willkürlich gewählt, alles hat einen tiefen Sinn, so auch die jeweiligen Buchtitel.
An dieser Stelle möchten wir Euch ans Herz legen, über dem jeweiligen Buchtitel zu meditieren. Dies öffnet Euer Bewusstsein, Euren Geist und Euer Herz für die jeweilige energetische Schwingung des gesamten Buchinhaltes. Dies also für all jene, die gerne meditieren, denn nur was mit Liebe getan ist, das ist wohlgetan. Und so ist es, jetzt und ewig.
Regulus
1. Teil
Wo ein Wille, da ein Mensch
Des Menschen Privileg
Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, was ist des Menschen größtes, herrlichstes und heiligstes Privileg? Wessen darf er sich rühmen und glücklich schätzen? Die wohl größte Gabe, derer sich der Mensch erfreuen kann, ist sein freier Wille. Wir sprachen an anderer Stelle des Öfteren darüber. Hier nun wollen wir erneut einen Blick darauf werfen und uns diesem gewichtigen Thema zuwenden.
Niemand Geringerer als unser aller Schöpfer selbst verbürgt sich dafür von dem heiligen Augenblick an, als Er¹ den Odem des Lebens schenkte und Dich in den lebendigen Ausdruck hauchte. Was Gott schenkt, das ist für ewig und alle Zeiten gegeben, denn Er nimmt ein einmal gegebenes Wort niemals zurück. Diese Freiheit kennt weder Ausnahme noch Begrenzung, denn eine partielle Freiheit ist gar keine mehr. Was immer da partiell und an Bedingungen geknüpft ist, ist keine Freiheit, sei es, was es da wolle. Und so, wie alle Attribute der Liebe absolut sind, so ist es denn auch die Freiheit.
Was nun bedeutet das ganz konkret für Dich und Dein Leben? Manch einer unter Euch mag jetzt ein wenig hilf- und ratlos auf sich selbst blicken und sich die bange Frage stellen, was er denn nun anfangen soll mit dieser viel beschworenen Freiheit. Unbehagen und Unruhe mögen sich mitunter einschleichen und dazugesellen, wie dies so oft der Fall ist, wenn der Mensch mit der ganzen geballten Wucht seiner gottgegebenen schöpferischen Freiheit konfrontiert ist. Und so manch einer unter Euch mag sich wie ein Vogel fühlen, der die Sicherheit des Käfigs bevorzugt, nicht ahnend, was ihn draußen erwarten möge. Voller Misstrauen argwöhnt er Verhängnis und Ungemach.
Es liegt in der Natur der Sache, dass der Mensch seine gottgegebene schöpferische Freiheit immer nur in dem Maße anerkennen, ergreifen und genießen kann, in dem er sich selbst wie auch seinem Schöpfer vertraut. Nun ist schöpferische Freiheit kein Privileg, das man nach Lust und Laune an- und ausschalten kann. Es liegt nicht in des Menschen Macht, dieses größte aller Liebesgeschenke aushebeln und unwirksam machen zu können. Was der Mensch jedoch sehr wohl kann, ist, es zu ignorieren, denn, wie wir sagten, die Freiheit des Willens ist eine absolute und keine partielle. Der freie Wille ist auf ewig unantastbar.
Du kannst tun und lassen, was immer Dir beliebt, in dieser Welt wie auch in jeder anderen. Wie, wenn nicht in absoluter Freiheit, wären Selbsterkenntnis und Selbstfindung möglich? Nur in Freiheit ist es möglich, sich selbst auf die Spur zu kommen, sich zu spüren, zu erspüren und zu erfahren. Knechtschaft unter fremdem Willen würde dies auf ewig unmöglich machen und so wäre das Leben als solches ad absurdum geführt. Gott selbst, der sich selbst in Dir und durch Dich erfahren möchte, ist Liebe und nichts als Liebe und so bist es auch Du. Wie, wenn nicht in völliger Freiheit könntest Du je zu dieser heiligen Erkenntnis gelangen? Erkenntnis kann niemals aufgezwungen werden.
Die heilige Erkenntnis Deiner göttlichen Liebesnatur kommt einer Erlösung gleich, wie sie unter irdischen Bedingungen kaum vorstellbar ist. Das einzige Kriterium, das es zu erfüllen gibt, um Erlösung zu erfahren, ist, dass Du sie willst! Mehr Liebe kann es niemals geben. (Anm. der Verfasserin: An dieser Stelle legt Regulus einen Augenblick des Schweigens ein, ein Augenblick reiner Anbetung.)
Allzu oft verwechselt der Mensch die Ebenen. Uneingeschränkte Willensfreiheit bringt absolute Verantwortlichkeit hervor. Und an diesem Punkt beginnt die Sache dann für so manchen unter Euch brenzlig zu werden. Ihr setzt Verantwortlichkeit gleich mit der Möglichkeit von Schuld und Versagen. Wir erinnern uns an den vorhin erwähnten Vogel, der seinen Käfig der Freiheit vorzieht. Wir aber sagen Euch, nein, wir rufen Euch zu: So etwas wie ›falsch‹ gibt es nicht und kann es nicht geben, denn dann wäre Freiheit kein Attribut der Liebe. Furcht vor Freiheit ist immer nur Furcht vor sich selbst und damit letztlich auch Furcht vor Gott. Das eine kann nicht sinnvoll vom anderen getrennt werden, wenn wir uns auf der Ebene der Wirklichkeit hinter dem äußeren Anschein bewegen wollen.
Menschen wollen nicht Täter sein. Menschen wollen ebenso wenig Opfer sein. Wir sagten es bereits an anderer Stelle: Menschen sind weder Täter noch Opfer und dennoch sind sie doch auch beides: Menschen sind Schöpfer. Immer seid Ihr auch Euer eigener Täter und immer seid Ihr auch Euer eigenes Opfer. Das ist Dein Schöpfertum, Dein angestammtes göttliches Erbe, und es obliegt einzig Deinem ureigenen freien Willen, welche Seite der Medaille Du Dir ansehen möchtest und wie Du Dich und die Welt erfahren willst.
Jetzt spannen wir den Bogen weit, wenn auch nur scheinbar und auf den ersten Blick. Was hat dies alles mit Deiner göttlichen Liebesnatur zu tun? Wir dürfen niemals aus den Augen verlieren, dass diese Welt eine Zone der dualen Wahrnehmung ist. Dies ermöglicht Dir die Freiheit der Wahl und die hast Du immer und jederzeit. Wie also entscheidest Du, Dich wahrzunehmen? Als Liebe? Angst? Selbstverantwortlichkeit? Machtlosigkeit? Dem menschlichen Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt und somit seiner Selbstdefinition ebenso wenig. Wahrlich, der menschlichen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! (Anm. der Verfasserin: Besonders liebevoll und mit einer gehörigen Prise Humor!) Die Welt, so wie sie sich darstellt, legt mutiges Zeugnis davon ab.
Du kannst Dich also frei entscheiden. Und zwar ohne jegliche von Euch Menschen im Allgemeinen so gefürchteten Konsequenzen, Repressalien, Zwangskorrekturen und Bestrafungen. Wenn dem so wäre, dann wäre der freie Wille nicht frei und wohl kaum als solches zu bezeichnen. Wie wir in unseren vorangegangenen Botschaften bereits sagten – wir wiederholen es an dieser Stelle gerne –, prügelt Gott die Erkenntnis nicht in Euch hinein! Nur in absoluter und unbedingter Freiheit kann der Mensch sich für seine göttliche Liebesnatur entscheiden. Liebe ist niemals mit lieblosen Mitteln zu erreichen, das ist ewig unmöglich und führt die Vorstellung eines strafenden Gottes klar und deutlich ad absurdum. Liebe erkennt sich selbst nur in, mit und durch sich selbst, denn die Dinge sind, was sie eben sind.
Und weil die Dinge – alle Dinge – eben sind, was sie sind, wirst Du Dich so wie alles Geschaffene, das je aus dem Göttlichen hervorging, über ›kurz oder lang‹ für die Liebe entscheiden. Nun, letztlich ist das noch nicht einmal eine Frage der Entscheidung, vielmehr ist es eine Frage der Erkenntnis. Es gibt nichts zu entscheiden, es gibt alles zu erkennen. Gott, der Liebe ist und nichts als Liebe, schuf nichts als Liebe, Ausdehnungen seiner selbst.
Bis es denn ›soweit‹ ist, kannst und darfst Du Dich nach Herzenslust auf der Spielwiese des Lebens austoben. Du darfst Dich selbst ›ausprobieren‹. Du darfst glauben zu sein, was immer Dir belieben mag. Kein Geringerer als Dein himmlischer Vater kennt die einzig ewig gültige Wahrheit über Dich und Er trägt sie für Dich in seinem Herzen. Wirklichkeit kann niemals ausgehebelt werden. Wenn Du Dich, wie so oft, selbst vergisst, dann bewahrt und hütet Er Deine Wahrheit, die die Wahrheit der gesamten Schöpfung ist, für Dich, auf dass Du Dich Deiner erinnern mögest in dem heiligen Augenblick, wenn Du es denn willst. Liebe IST! Nichts anderes wurde je in Stein gemeißelt!
» So ward euch Licht für Gutes und
für Böses. Und freier Wille ... «
Dante Alighieri
Im tiefen Tal der Tränen
Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, wir sprachen von der Spielwiese des Lebens. Nun sind wir weder blind noch weltfremd oder gar vermessen und anmaßend. Jedem Menschen, ausnahmslos jedem, der in irdische Gefilde inkarniert, gebührt höchstes Lob, Ehre und Respekt. Die Welt, so wie sie sich Euch darstellt, ist eine duale Erfahrungsplattform. Jeder, der inkarniert, weiß das und hat die jeweils besten Gründe, sich für die Dauer der jeweiligen Lebenszeit hier einzufinden. Ihr wisst, was Ihr tut und auch wieder nicht, denn wäret Ihr Euch der Grandiosität Eurer Entscheidung für das Irdische bewusst, dann würdet Ihr sie auf völlig andere Weise ehren. Euer Blick auf Euch selbst wäre ein vollkommen anderer und so würde auch die Welt eine andere sein.
Ihr wisst insofern, was Ihr tut, als Ihr Euch bewusst auf die Erfahrung von Trennung von der göttlichen Urquelle einlasst. Die immense Tragweite dieser Entscheidung kann gar nicht hoch genug bewertet und angesiedelt werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass Trennung von Gott – wenn auch nur scheinbare – immer Mühsal, Angst, Leid und Not im Gepäck hat und haben muss. Das kann gar nicht anders sein, speist sich doch jedes denkbare Glück und jede Freude aus der Gottesnähe. Nur bei Gott können Glückseligkeit, Liebe und Erfüllung jeglicher Sehnsucht gefunden werden. Wenn Ihr inkarniert, dann nehmt Ihr also all das Leid und die Mühsal in Kauf, die das Erdenleben nun einmal auch mit sich bringt. Selbst das noch so mühelos, erfolgreich und gelungen scheinende Leben hat sein Maß an Leid.
Ihr alle, ein jeder unter Euch, ist aufgerufen, aus diesem tiefen Tal der Tränen seine ganz persönliche, kunterbunte Spielwiese zu machen. Wer sein Leben erlöst, der erlöst sich selbst und wer sich selbst erlöst, der erlöst sein Leben. Ihr werdet nicht geboren, um zu leiden, Kummer, Angst und Einsamkeit zu ertragen. Ihr werdet geboren, das Leben in all seiner Pracht und Herrlichkeit zu feiern. Wie ist das zu bewerkstelligen? Indem Ihr Euch selbst feiert! Alles steht und fällt mit Eurer Selbstwahrnehmung und so ist sie der Kraftpunkt, an dem der Hebel für jegliche Heilung angesetzt werden muss. Heilung kann immer nur von dort ausgehen, wo sie vonnöten ist.
Selbstliebe, die tiefe Ehrfurcht vor dem eigenen gottgegebenen Sosein, ist der Motor jeder Veränderung und Verschiebung zum Guten, Besseren und Heilsamen. Gott ist Alles-was-Ist. Was alles ist, das ist überall und immerwährend. Wie wir wissen, kann also die vermeintliche Trennung von Gott immer nur illusionärer Natur sein, in dieser Dimension der Materie wie auch in jeder anderen. Die göttliche Wirklichkeit ist jenseits der Dualität, obwohl sie diese doch ebenso impliziert. Es gibt kein Außerhalb-von-Gott. Dass Du Dich außerhalb von ihm wähnst, ist dem Wesen der Dualität geschuldet. In diesem Umstand liegt, wie gesagt, die ganze grandiose Heiligkeit des Inkarnierens begründet. Ihr tapferen, mutigen, heldenhaften Menschen, das Universum liegt Euch in Ehrerbietung zu Füßen, während Ihr Euch selbst mit Füßen tretet und mit Dreck bewerft.
In völliger Verkennung dessen, wer und was Ihr seid, erkennt Ihr auch die göttliche Allgegenwart Eures himmlischen Vaters nicht. Und in Euch selbst schon gar nicht. Was jedoch blind ist für sich selbst, das ist es für alles und jedes, denn Selbsterkenntnis ist nicht etwa nur die höchste Form der Erkenntnis, sie ist die einzig mögliche. Was sich selbst erkennt, das erkennt alles. Da alles eins ist, auf tiefster Ebene miteinander verbunden und verwoben, gibt es auch nur eines zu erkennen. Wir erinnern an Deinen freien Willen. Gott kann sich selbst immer nur in dem Maße offenbaren, in dem Du es willst und somit ermöglichst. So gebietet es die unermessliche, bedingungslose Liebe Gottes.
Die Welt ist kein Jammertal, aber es steht Dir jederzeit völlig frei, sie dazu zu machen und zu diesem Zwecke zu missbrauchen. In diesem Ansinnen ist die Dualität gegeben. Sie ist gegeben, dass Du Dich ihrer frei bedienen und sie nutzen sollst. Allzeit hast Du die freie Wahl. Du kannst Dich über Leid, Kummer, Entbehrung und Einsamkeit definieren. Kannst Du denn wirklich glauben, dies sei die Wahrheit über Dich? Kannst Du denn wirklich glauben, dies sei die Wahrheit über Deinen liebenden Schöpfer? Spüre in Dein Herz! Wenn Du das nicht kannst, weil Du es nicht wagen willst, dann sieh Dich um auf der Welt um Dich herum. Die wunderbare Schöpfung in all ihrer prachtvollen Schönheit bietet Dir Gelegenheit, die Wahrheit zu erkennen und legt lebendiges Zeugnis für sie ab.
Es ist die heilige Bestimmung dieser Welt, dass Du Dich ihrer in völliger Freiheit der Selbstdefinition bedienen kannst. Die Welt erfüllt immer und in jedem Augenblick die Funktion, die Du ihr geben möchtest. Und so, wie Du Dich selbst wahrzunehmen entscheidest, so blickst Du ebenso auf die Welt, auf Dein Leben und letztlich auch auf Alles-was-Ist. Bist Du in der tiefsten Faser Deines Seins von Deiner eigenen Wertlosigkeit überzeugt, dann wird Deine Welt Dir dies getreulich spiegeln. In dem heiligen Augenblick, in dem Du Dich für die Liebe zu Dir selbst entscheidest, verwandelst Du das irdische Jammertal in einen strahlenden Festsaal, hell erleuchtet und voller Glanz und Lichter.
Immer da und dort, wo es an Mut zur Selbstliebe fehlt, ist der Blick nach außen angezeigt. Wir legen Euch dies allzeit eindringlich ans Herz. Die Welt mit all ihren Wundern, die herrliche Schöpfung, sie straft all jene Lügen, deren Blick auf sich selbst von unerbittlicher Lieblosigkeit und eisiger Kälte vernebelt ist. Die ganze grandiose Schöpfung liegt zu Deinen Füßen, Dir frei geschenkt von Deinem liebenden himmlischen Vater. Und so legt die Schöpfung lebendiges Zeugnis ab für das Geschöpf. Schöpfung und Geschöpf sind eins, wir erinnern uns an die Einheit aller Dinge, die Ihr in irdischen Gefilden so schmerzlich zu vermissen meint.
In all unseren vorangehenden Botschaften, vor allem aber in Band VII, haben wir gesehen, dass einzig die Liebe in der Lage ist, die Dualität zu überwinden. Liebe steht über der Dualität. Mit unvergleichlicher Eleganz steigt die Liebe einfach über sie hinweg. Liebe heilt. Liebe heilt die Wahrnehmung und sie tut dies in Eurer irdisch-materiellen Dimension mit der gleichen Leichtigkeit wie in jeder anderen. Die mühelose Selbstverständlichkeit, mit der sie dies tut, entzieht sich der Beschreibbarkeit und bleibt letztlich das göttliche Mysterium der Liebe selbst.
Einzig die Liebe ist in der Lage, Deine Wahrnehmung zu berichtigen und damit zu heilen. Kannst Du denn wirklich glauben, ein liebender Schöpfer setzt Dich aus in einem gottverlassenen, trostlosen Jammertal, liefert Dich einem unerbittlichen oder gleichgültigen Schicksal aus? Wir erinnern an dieser Stelle gerne an die 3 Gottesprinzipien: Schöpfung, Ausdehnung, Bewahrung. Alles je Geschaffene ist zutiefst geborgen in der göttlichen Liebe, denn Hege und Pflege sind ihre Attribute. Nichts und niemand ist verlassen oder gar vergessen, das kann niemals sein. Ein derart absurdes Gedanken- und Glaubenskonstrukt ist überhaupt nur innerhalb des dualen Erlebens denkbar und möglich. Die winzige Mücke in lauer Abendluft, die imposante Eiche am Wegesrand, der glatte Kieselstein im plätschernden Bachlauf: Sie alle sind zutiefst geborgen in göttlich liebender Obhut. Und Du? Wo reihst Du Dich da ein?
Zugegeben, unsere Aufzählung entbehrt nicht einer gewissen romantischen Verklärung und doch ist dies die Wirklichkeit der Dinge, allem Anschein zum Trotz. Ein wenig Romantik würde Euch übrigens allen guttun! (Anm. der Verfasserin: In besonderer Weise sanftmütig und dennoch augenzwinkernd.) Romantik kommt der allem innewohnenden Wirklichkeit sehr viel näher, als Euch bewusst ist. Wenn Du mit romantischer Verzückung auf Dich selbst, auf Deinen Nächsten, auf die Welt und die Schöpfung blickst, dann bist Du der Wahrheit über Dich ganz dicht auf der Spur. Nein, die Welt ist kein Jammertal. Die Welt ist schön, weil Du es bist.
» Da heißt die Welt ein Jammertal und
deucht mir doch so schön;
hat Freuden ohne Maß und Zahl,
lässt keinen leer ausgehn.«
Johann Martin Miller
Vom Fluch zum Segen
Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, innerhalb der Erdenerfahrung seht Ihr immer nur Bruchstücke des Ganzen, Fragmente des All-Einen. So will es die Dualität und letztlich willst auch Du es so, denn sonst wärst Du nicht hier. Über das Konzept der Vollkommenheit sprachen wir in Band VI unserer Botschaften. An dieser Stelle kommen wir nicht umhin, uns erneut der Vollkommenheit zuzuwenden. Was ist Vollkommenheit? Was ist das? Auf die eine oder andere Weise strebt jeder Mensch danach, ob ihm dies nun bewusst ist oder auch nicht.
Dies ist so, weil Vollkommenheit nur ein anderes Wort ist für Ganzheit. Wir sagten in Band VI, dass Vollkommenheit ein göttliches Attribut ist und nicht etwa ein menschliches. Und ein irdisches schon gar nicht! Unter materiell-irdischen Bedingungen ist das Konzept der Vollkommenheit ein Absurdum, denn das Wesen der Dualität als solches vereitelt die Wahrnehmung von Vollkommenheit. Oder doch nicht? Nun, tatsächlich ist Vollkommenheit allgegenwärtig, wie im Himmel so auf Erden. Dies bedarf der näheren Ausführung und steht keinesfalls in Widerspruch zu dem vorher Gesagten.
Wie wir aus der ›Definition‹ von Liebe wissen, die wir an den Buchanfang all unserer Botschaften gestellt haben, ist Liebe die Wahrnehmung von Vollkommenheit. Wir wiederholen es sehr gerne und mit Nachdruck: Liebe IST die Wahrnehmung von Vollkommenheit. Was also gibt es für Dich zu tun, der Du die Sicht auf Dich selbst, auf Deinen Gott, auf Dein Leben und die gesamte Schöpfung heilen und Dich erlösen willst? Liebe ist allzeit die Antwort. Tatsächlich gibt es keine Frage, auf die es jemals eine andere Antwort geben könnte. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns des Vorwurfes aussetzen, uns immerdar zu wiederholen – ein Einwand, den wir uns gerne gefallen lassen. (Anm. der Verfasserin: sehr scherzhaft gesagt!)
Liebe ist die Wahrnehmung von Vollkommenheit. Und Liebe ist allgegenwärtig, weil Gott es ist. Kannst Du denn wirklich glauben, wenn auch nur für einen Augenblick, Dein Schöpfer wäre in der Lage, sein geliebtes Kind in eine ›liebesfreie‹ Zone zu verbannen? Dies wäre ebenso absurd wie trostlos und letztlich vollkommen unmöglich. So etwas wie ›liebesfreie Zonen‹ gibt es nicht. Du willst Beweise? Nun, das ist Dein gutes Recht und letztlich der Motor und die Triebfeder jeglicher Erdeninkarnation. Der Beweis, den Du so schmerzlich vermisst und händeringend suchst, liegt in Dir selbst und nur hier ist er zu finden: Du bist der Liebe fähig, Du BIST Liebe. Herz, was willst Du mehr? Kann es jemals mehr des Beweises geben?
Wir sagten, dass die Suche nach Beweisen für Deine Identität wie auch die Identität Gottes Motor und Triebfeder jeglicher Erdeninkarnation ist. Dem ist so. Um es mit den klaren und wunderbaren Worten des Egon Friedell zu sagen: »Der Mensch ist ein ewiger Gottsucher. Was man auch sonst von ihm aussagen wollte, wäre sekundär. Denn aus dieser einen Quelle strömt alles, was er tut und unterlässt.«
Und was ist dann mit all dem Lieblosen und Boshaften in der Welt? Was ist mit all der Last, Pein und Not? Nun, Ihr Lieben, der Fluch führt zum Segen! Das tut er immer und ausnahmslos. Warum ist das so? Wie können wir es wagen, dies allem irdischen Anschein zum Trotz im tiefsten Brustton der Überzeugung zu postulieren? Wie können wir dessen so sicher sein? Weil die göttliche Wirklichkeit nicht ausgehebelt werden kann. Wir erinnern uns an die Worte des Kurs in Wundern: »Nichts Wirkliches kann bedroht werden.« Ihr wisst, was Ihr tut, wenn Ihr inkarniert. Ihr wisst es immer. Jedes Mal, wenn Ihr unser aller herrliche göttliche Heimat mit all ihrem Licht und ihrer wohligen Wärme verlasst, um Euch auf eine neuerliche Erdenreise zu begeben, tut Ihr es im vollen Bewusstsein.
Gott ist kein Dilettant. Im göttlichen Evolutionsplan gibt es keine peinlichen Fehler, denn Liebe ist unfehlbar. Gott ist kein Dilettant, aber der Mensch ist es auch nicht. Wenn Ihr das vergesst – und Ihr tut das nur allzu oft –, dann habt Ihr vergessen, wer und was Ihr seid. Was glaubst Du, wer Du bist? Was glaubst Du, wessen Kind Du bist? Ausgestattet mit allen Eigenschaften des himmlischen Vaters, sein heiliges Erbe tragend, bist Du bestens gerüstet für die Erdenreise. Der Himmel kann warten. Der Himmel kann warten, denn das ist es, was er tut. Der Himmel wartet immer, wohl wissend, dass Du ihn im Grunde und in Wahrheit niemals verlassen hast und das auch gar nicht kannst. Wo Du bist, da ist Liebe. Wo Liebe ist, da ist der Himmel. Wo bist Du also? Im Bewusstsein Deiner Liebe kannst Du alle Welten und alle Himmel bereisen, dennoch bleibst Du immer ganz bei Dir selbst und somit bei Gott. Dieses größte aller Wunder vermag nur die Liebe. Dass es für die Liebe weder Raum noch Zeit gibt, haben wir in unseren vorangehenden Botschaften ausführlich erörtert und verstanden.
Der Fluch führt zum Segen. Ihr wollt beides erleben, den Fluch wie auch den Segen. Erst im Gewahrsein des vermeintlichen Fluches werdet Ihr Euch des herrlichen Segens bewusst. Es ist Euer Wunsch, Wirklichkeit in dieser hochspezifischen Weise zu erfahren. Wenn dem nicht so wäre, dann gäbe es keine Seele, die inkarniert. Das Erdenleben ist heiliges Gnadengeschenk, ganz so wie jedes Leben in jeder denkbaren Dimension.
Warum der ganze Aufwand? Was, wenn nicht Liebe, könnte einen Aufwand dieses unfassbaren Ausmaßes rechtfertigen? Leben ist Selbstzweck, so wie die Liebe Selbstzweck ist. Wir sagten an anderer Stelle bereits, dass Leben, Liebe und Gott beliebig austauschbare Synonyme sind. Diese unterschiedlichen Begrifflichkeiten bezeichnen ein und dasselbe. Letztlich bezeichnen sie das grenzenlose Mysterium selbst. Dass Ihr mit diesen Begriffen Unterschiedliches assoziiert, ist dem Wesen der Dualität geschuldet. Tatsächlich sind es lediglich unterschiedliche Blickwinkel auf ein und dasselbe. Es sind nur Worte und Worte sind niemals allumfassend. Worte fragmentieren immer und auch dies ist dem Wesen der Dualität zuzuschreiben. Irdisch-menschliche Sprache entspricht nun einmal der ›grobkörnigen‹ Struktur der materiellen Dimension und ist ihren spezifischen Anforderungen perfekt angepasst.
Unser geliebtes Medium empfindet glühende Begeisterung für die Möglichkeiten der Sprache, sie mag die Kommunikation über das Wort und wertschätzt sie zutiefst. Sie liebt das zwanglose, faszinierende Spiel mit dem Wort und es reizt sie sehr, dem Wort Leben einzuhauchen, indem sie ihm Sinnhaftigkeit verleiht. Sie beherrscht diese Kunst in virtuoser Weise. Wäre dem nicht so, dann wäre sie kaum für diese Art der Zusammenarbeit in so vorzüglicher Weise geeignet. Wir verweisen an dieser Stelle gerne auf die entsprechenden Kapitel zum Thema aus Band V unserer Botschaften. Nun ist es so, dass ihr die nonverbale Kommunikation ebenso vertraut ist, denn unsere Botschaften werden in dieser Weise übermittelt. Ihr nennt es Telepathie. Telepathie ist keine Hexerei, sie ist die exakteste, natürlichste und einfachste aller Formen von Kommunikation und in geistigen Sphären ist sie eine Selbstverständlichkeit. Telepathie bedarf der Liebe. Sie ist die Trägerenergie. Telepathie bedarf einzig der Liebe. Mehr braucht es nicht, das tut es nie.
Aber wir schweifen ab und wir tun es gerne und aus gutem Grunde. Am Beispiel unserer Art der Zusammenarbeit mit unserem Medium zeigen wir auf, dass es im Grunde und in Wahrheit keine Trennung zwischen den Welten gibt und geben kann. Wenn Liebe im Spiel ist, dann sind Himmel und Erde ein und dasselbe. Hier verschwimmen alle vermeintlichen Grenzen. Unser Medium ist inkarniert. Dennoch kommuniziert sie telepathisch mit uns und sie tut dies mit wachsender Sicherheit und erfreulicher Selbstverständlichkeit. Wo ist also diese ominöse Grenze, die Ihr alle mit tiefem Bedauern anseht? Die Schranke ist nicht mehr, die Liebe steigt einfach über sie hinweg und fegt sie dahin. Und es ist, als sei sie nie gewesen.
Wenn wir Euch von diesen Dingen erzählen und berichten, dann geht es uns darum, Euch zutiefst auszusöhnen mit Eurem jeweiligen Leben in irdischen Gefilden. Wir dürfen nicht vergessen, dass der freie Wille unantastbar ist. Wie Du Dich für den Fluch entscheiden kannst, so kannst Du Dich jederzeit in gleicher Weise für den Segen entscheiden. Wähle erneut! Es gilt, Dich zu entscheiden und im Grunde und in Wahrheit ist es immer eine Wahl zwischen Liebe und Angst, denn es gibt nichts anderes. Wie auch immer Du wählst und Dich entscheidest, am ›Ende‹ bleibt doch nur die Wirklichkeit. Ist das nicht wundervoll!
2. Teil
Ewig währt am längsten
Die Wiege des Lebens
Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, was ist die Wiege des Lebens? Was ist die Quelle allen Seins, des Deinen, des Eurigen wie auch des Unsrigen? Was ist die Wiege des Lebens und wo steht sie? Dieser Hort unermesslicher Liebe und wohliger Geborgenheit, wo ist er zu finden? Deine tiefe, brennende Sehnsucht danach ist Dir sicherer Garant dafür, dass es ihn geben muss. Irgendwo da draußen in den unendlichen Weiten der Schöpfung …
Du glaubst an Gott, wenn dem nicht so wäre, dann würdest Du diese Botschaften kaum lesen wollen, sie würden Deinen Lebensweg nicht kreuzen. Du glaubst also an Gott: so weit, so gut! Was ist Er für Dich, der Du so fieberhaft nach ihm suchst? Für viele unter Euch ist Gott eine Art theoretisches Gedankenkonstrukt. Und so rettet Ihr Euch, die Ihr allesamt unter quälendem Trennungsschmerz leidet, in die Gefilde der Hoffnung. Ihr hofft, dass es ihn geben möge, und dieser Antrieb lässt Euch kaum je zur Ruhe kommen. Ihr hastet und hetzt durch Euer Leben, rast- und ruhelos, fieberhaft suchend. Ihr seht Gott nicht, genau so wenig, wie der schillernde Schmetterling die strahlende Schönheit seiner eigenen Flügel sieht.
Und als ob das nicht schon schlimm und tragisch genug wäre, wähnt Ihr Gott in weiter Ferne. Zahllose Gedankenkonstrukte wurden im Verlauf der Menschheitsgeschichte um ihn herum gebaut, eines absurder und abwegiger als das andere. Doch die Wirklichkeit der Dinge ist so einfach und so schön, dass sie Euch kaum in den Sinn kommt. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er das Komplizierte und Umständliche dem Einfachen und Offensichtlichen vorzieht. (Anm. der Verfasserin: in besonderer Weise liebe- und verständnisvoll.)
Ihr wähnt Gott also in weiter Ferne. Doch was alles ist, das ist überall. Und so ist es, dass Gott sowohl fern ist als auch nah. Die göttliche Allgegenwart ist die Erlösungsbotschaft schlechthin: Was kann es mehr zu wollen geben, als Gottes Allgegenwart – in Dir, neben Dir, hinter Dir, um Dich herum? Tatsächlich kannst Du nicht einen einzigen Atemzug tun, in dem Gott nicht gegenwärtig wäre. Keinen noch so winzigen Schritt kannst Du gehen ohne ihn. Nun ist es in gewissem Sinne nicht ganz korrekt, wenn wir von göttlicher Allgegenwart sprechen. Wie wir wissen, sind Raum und Zeit an die duale Erfahrungswelt gebunden. Wo ist dann Gott, wenn es den Raum und die Zeit nicht gibt?
Nun, Ihr Lieben, wir sprechen zu Euch aus dem Lichte der Einheit heraus, wir sind jenseits von Raum und Zeit. Uns ist bewusst, dass wir in Worten reden müssen, die den irdischen Gegebenheiten gerecht werden, wenn das Gesagte denn überhaupt sinnvoll und verständlich sein soll. Bleibt also getrost bei der göttlichen Allgegenwart, sie kommt der Wirklichkeit Gottes am nächsten.
Innerhalb der Materie lebst Du in Raum und Zeit. Du erfährst sie als wirklich und real. Wenn dem nicht so wäre, dann würde Materie ihren Sinn und Zweck verfehlen. Das Ticken Deiner Uhr, es ist real und scheint mitunter unerbittlich, wie auch das penetrante Klingeln Deines Weckers am Morgen. (Anm. der Verfasserin: sehr scherzhaft gesagt). Es wäre vermessen und wenig hilfreich, Dir zu raten, dass Du solcherlei ignorieren solltest. Du lebst also in Raum und Zeit. Dennoch währt Dein Leben ewig. Und genau hier ist sie – die Wiege des Lebens!
Gott ist Liebe und Liebe ist Gott. Wenn Du Gott suchst, dann suchst Du Dich selbst. Es gibt nichts anderes zu suchen und es gibt nichts anderes zu finden. Du bist der Liebe fähig! Warum also suchst Du Deinen Gott in weiter Ferne und in anderen Dimensionen?
Wir erinnern uns an den wunderschönen Schmetterling. Die Wiege des Lebens ist das Leben selbst. Leben ist Liebe und nur Liebe ist Leben. Was ewig währt, kann niemals scheitern. Wie wir wissen, ist Liebe in ewiger Ausdehnung begriffen. Es gibt kein Ende, kein Aus, keinen Tod und kein Verderben. Wie gesagt, was ewig währt, kann niemals scheitern. Liebe ist heilige Energie und – im Grunde und in Wahrheit – die einzig wirklich existente. Aus Eurer dualen Sichtposition heraus, mag alles und jedes der Zeit anheimfallen, doch dem ist nicht wirklich so. Liebe steht über der Zeit. Liebe steht über Zeit und Raum. Liebe erschuf sie! Wer da glauben will, dass Liebe der Zeit zum Opfer fällt und fallen könne, der hat den Diener mit dem Herrn verwechselt.
In der Wiege des Lebens, Deines ewigen Lebens, darfst Du Dich allzeit vollkommen sicher und geborgen fühlen. Glück auf Zeit ist Illusion. Die Liebe Gottes hat kein Ablaufdatum, sie ist weder befristet noch ist sie messbar, denn dann wäre sie begrenzt. Sie kennt keine Bedingungen und nichts kann es jemals geben, das ihr Einhalt gebieten könnte. Wo auch immer Du straucheln und fallen magst, das Leben fängt Dich sicher auf. Immer und unfehlbar!
Ihr alle sucht nach Geborgenheit und Ihr hofft, sie in der Liebe zu finden. Liebe schenkt Euch Geborgenheit, so will es Euch scheinen. Doch es ist weitaus mehr als das: Liebe IST Geborgenheit. Liebe schenkt nichts, weil sie alles IST. Geschenktes kommt und geht, doch was ist, das bleibt ewig und zur Gänze, was es eben ist. Hier stoßen wir an die Grenzen dessen, was in Worte gefasst werden kann. (Anm. der Verfasserin: An dieser Stelle legt Regulus einen Augenblick tiefster Ergriffenheit und stummer Anbetung ein, wie immer, wenn vom Höchsten die Rede ist und alle Worte versagen.)
Ihr seid allzeit gut beraten, Eure Wahrheit in der Nähe der Liebe zu suchen. Wo, wenn nicht dort, könnte sie je zu finden sein? Wahrheit ist Wahrheit und muss noch nicht einmal gesucht werden. Liebe ist Wahrheit und nicht abhängig von ihrem Gewahrsein. Mit anderen Worten: Liebe ist nicht abhängig davon, ob Du Dir ihrer bewusst bist oder nicht. Aber Dein Glück ist es sehr wohl! Immer dann, wenn der Mensch ins Vergessen seiner selbst und seiner göttlichen Natur schlittert und ins scheinbar Bodenlose stürzt, bewahrt Gott die Wahrheit für ihn auf. Dies garantiert die Bedingungslosigkeit der Liebe, die keine Ausnahme kennt.
Was wäre das für eine ›Liebe‹, wäre sie partiell, zeitgebunden, an Bedingungen geknüpft oder von Umständen abhängig? Wir hier im Lichte der Einheit sind uns der unermesslichen, ewigen Liebe unseres himmlischen Vaters bewusst. Oh, könntest Du nur einen winzigen Lichtschimmer unserer Glückseligkeit erhaschen! Und doch bist Du keinen Deut weniger geliebt. In der Liebe kann es kein Mehr und kein Weniger geben. Liebe ist immer allumfassend, wenn sie ihrem Namen gerecht werden will. Was nicht allumfassend ist, das kann keine Liebe sein. Sei es, was es da wolle, aber ganz gewiss keine Liebe.
Wie fühlst Du Dich jetzt, in diesem Augenblick? Fühlst Du Dich geliebt? Fühlst Du Dich über alle Maßen geliebt? Nun, das ist die Wirklichkeit Deines Seins, die darauf wartet, dass Du sie freudig ergreifen und feiern mögest. Nie endende Glückseligkeit, nichts weniger als das findest Du bei Gott und nur hier kann sie gefunden werden. Wenn es darum geht, Dich geliebt zu fühlen, dann darfst und solltest Du absolut und unbedingt kompromisslos sein. Sei anspruchsvoll! Tatsächlich kannst Du Deinen Anspruch an die Liebe selbst, an die Liebe Deines himmlischen Vaters, niemals zu hoch ansiedeln. Wir haben immer wieder gesehen, dass Liebe lebt. Liebe lebt davon, sich auszudehnen, sich zu verausgaben und dadurch zu mehren und zu erweitern. Liebe erkennt sich selbst als das, was sie ist, indem sie sich versprüht und ergießt, einem warmen Sommerregen gleich. Ihr könnt sie Euch wie eine Art nie endender, wunderbarer Kettenreaktion vorstellen.
Doch zurück zur Wiege des Lebens. Wo steht sie denn nun? Sie steht überall, wo Du bist. In dieser Dimension ebenso wie in jeder anderen.
»Alles Ding währt seine Zeit –
Gottes Lieb‘ in Ewigkeit!«
Paul Gerhardt
Das Karussell der Ewigkeit
Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, das Karussell des Lebens steht niemals still. Die Ewigkeit definiert sich dadurch, dass es so etwas wie ein Ende nicht gibt und niemals geben kann. Vom Blickwinkel der Dualität aus betrachtet ist die Ewigkeit ein nur schwer greifbares und diffuses Konzept. Für Euch, die Ihr innerhalb der Materie steht, hat alles einen Anfang und ein Ende. Dies ist deshalb so, weil Ihr die Dinge über ihre jeweiligen Begrenzungen definiert, so auch den Raum und die Zeit. Für Euch definieren sich die Dinge durch die Wahrnehmung eines Gegenteils. Diese hochspezifische Form der Wahrnehmung ist extrem herausfordernd und verlangt dem Menschen alles ab. Ihr erschöpft und verausgabt Euch, dennoch wollt Ihr es so, denn der Gewinn, den Ihr aus diesen Erfahrungen zieht, sucht wahrlich seinesgleichen.
Der Weg durch die Materie ist mehr als ehrenwert, es ist der heilige Weg der Erkenntnis. Ihr lebt also in Raum und Zeit. Euer Zeitempfinden lässt sie Euch wie eine Aufeinanderfolge von Augenblicken, eine Anreihung von Momenten, empfinden. Ihr empfindet Zeit wie eine Art unsichtbare Linie, die von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft führt. Doch die Wirklichkeit ist eine andere. Eure Vorstellung von Ewigkeit kommt einer endlosen Fortsetzung dieser Zeitlinie gleich. Doch Zeit ist nicht linear, sie ist überhaupt nicht. Es gibt keine Zeit! Gäbe es sie, wäre sie wirklich, dann könnte die Ewigkeit es nicht sein. In Band II unserer Botschaften sprachen wir bereits über das Wesen der Zeit. Wenn Ihr sie Euch punktförmig und nicht linear vorstellt, dann nähert Ihr Euch der Wirklichkeit am ehesten an.
Wenn wir Euch sagten, das Karussell des Lebens stehe niemals still, dann seid Ihr nun vollends verwirrt, denn Ihr könnt Euch Bewegung ohne Raum und Zeit nicht vorstellen. Bewegung setzt für Euch einen Raum wie auch einen Zeitrahmen voraus, innerhalb dessen sie stattfindet. Das Bild vom Karussell haben wir nicht willkürlich gewählt, denn Ihr assoziiert es mit einer nie endenden Kreisbewegung auf ein und demselben Punkt. Tatsächlich braucht Bewegung nichts von alledem. Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung. Leben ist pulsierendes, ewiges Sein. Lausche Deinem Herzschlag und lerne von ihm!
Uns dürfte hinlänglich bekannt sein, dass allein Liebe über der Dualität steht. Für die Liebe gibt es sie einfach nicht. Es ist also nicht ganz korrekt zu sagen, dass Liebe Raum und Zeit überwindet. Für die Liebe ist da nichts, das es zu überwinden gäbe. Liebe ist zeitlos, im wahrsten Sinne des Wortes. Ewigkeit ist also die Abwesenheit von Zeit. Immer dann, wenn Ihr ›zeitverloren‹ seid, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, wenn Ihr die Zeit vergesst und ganz bei Euch selbst seid, könnt Ihr es erfahren. Solche Glücksmomente kennt ein jeder unter Euch und sie sind immer nur dann möglich, wenn Ihr zutiefst versunken seid in etwas, das Ihr liebt. Darf uns das noch wundern?
Kommen wir zurück zu unserem Karussell. Wie gesagt, wir wählen diese Metapher aus gutem Grunde und unsere Wahl hat noch einen weiteren, sehr gewichtigen Aspekt. An dieser Stelle wollen wir – und wir bestehen darauf – auf den Spaßfaktor zu sprechen kommen, den viele unter Euch so sträflich in ihrem Leben vernachlässigen. Erinnert Euch Eurer Kindertage auf dem Karussell! Wo ist der Spaß geblieben? Wann ist er Dir abhandengekommen? An welcher Wegkreuzung bist Du falsch abgebogen? An welchem Punkt auf Deiner Lebensreise hast Du Dich verirrt? Seht Ihr, das Leben will gefeiert werden, dazu ist es gegeben. Leben ist Selbstzweck, und zwar immer und überall. Ihr müsst nicht auf die viel beschworenen ›besseren Zeiten‹ warten und auch nicht auf den Himmel. Glück ist nur im Hier und Jetzt erfahrbar und kann nicht aufgeschoben werden, genauso wenig wie man Liebe aufschieben kann. Und genauso wie Liebe keinen Aufschub gestattet, so duldet auch das Glück keine Verschleppung. Warum ist das so? Weil – wir ahnen es – Liebe und Glück ein und derselben Quelle entspringen. Liebe ist die Keimzelle allen Glücks, nie gab es eine andere.
In Eurer Welt ist man nur allzu geneigt, das Glück in die Gefilde einer fiktiven Zukunft zu verbannen. Es ist trauriger Usus und praktisch alle religiösen Ausrichtungen tappen in diese fatale Falle. Lasse Dich lieben, auch von Dir selbst, und warte nicht damit, bis Du im viel beschworenen Jenseits angekommen bist! Wie im Himmel, so auf Erden. Du musst Dir Dein Glück nicht mit Leid erkaufen und die Liebe schon gar nicht. Nur Allgegenwärtiges hat Wirklichkeitsgehalt. Dreh Deine Runden auf dem Karussell des Lebens und habe Spaß dabei! Leid adelt nicht. Leid ist im göttlichen Schöpfungsplan nicht vorgesehen. Sein einziger Sinn und Zweck, wenn es denn einen gibt, liegt in seiner Überwindung.
Was wir Euch hier zu vermitteln versuchen, ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Wir wollen keinesfalls weltfremd erscheinen oder abstruse Schönfärberei betreiben. Wir sind uns der irdischen Lebensumstände und -bedingungen vollumfänglich bewusst. Leid hat viele Gründe, Ihr kennt sie alle und wir auch. Leid hat viele Gründe, jedoch keine Ursache im göttlichen Sinne. Was wir damit sagen wollen ist, dass Leid aus sich selbst heraus keinen Wert hat. Dies ist deshalb so, weil Leid kein Derivat der Liebe ist. Tatsächlich ist Leid immer nur da und dort möglich, wo Liebe ›übersehen‹ wird, ein Umstand, wie er nur innerhalb der Materie möglich ist. Ihr seid wahrlich hoch geehrt, Euch dieser Wahlmöglichkeit und damit dem Risiko von Leid auszusetzen. Und Ihr macht reichlich Gebrauch davon.
Wie wir gesehen haben, führt der Fluch immer zum Segen und von dieser Regel gibt es keine Ausnahme, denn die Gnade Gottes ist unendlich. Der Weg durch die Materie, der Weg durch die Irrungen und Wirrungen, ist ein heiliger Weg der Erkenntnis. Der Nutzen, den Ihr aus den Erdenerfahrungen zieht, ist unermesslich. Ihr wisst, was Ihr tut, wenn Ihr inkarniert und der Lohn ist Euch so gewiss wie ›der Tod und die Steuer‹! (Anm. der Verfasserin: sehr scherzhaft gesagt.) Damit wir uns recht verstehen: Gott kann weder belohnen noch bestrafen. Gott ist Liebe und Liebe kann nichts als lieben. Wenn wir von ›Lohn‹ sprechen, dann wollen wir vielmehr damit zum Ausdruck bringen, dass die Entlohnung in der Sache selbst liegt und sich ganz selbstverständlich daraus ergibt.
Doch kommen wir erneut auf unseren Spaßfaktor zu sprechen, der uns, wie Ihr seht, sehr am Herzen liegt. Wir sagen hier sicherlich nicht, dass Ihr ständig freudestrahlend durchs Leben laufen müsst, womöglich mit einem anhaltenden, ›dümmlichen‹ Grinsen im Gesicht, obwohl Ihr, bei Licht betrachtet, allen Grund dazu hättet. Vielmehr versuchen wir, Euch die Augen zu öffnen für das herrliche, grandiose, großartige Geschenk, dass das Leben als solches ist. Wahre Freude ist eine sehr ernste Angelegenheit. Echte Glückseligkeit reicht bis auf den Bodengrund der Seele und erschüttert sie bis in ihre Grundfesten. Humor ist ein Ausläufer der Freude und nur unter hochspezifischen Bedingungen möglich. Unser Medium hat völlig recht, wenn sie sagt, dass sie niemals einem Wesen vertrauen könnte, das keinen Humor hat. Wo kein Humor ist, kein Glück und keine Freude, da kann auch keine Liebe sein. Das ist allzeit völlig unmöglich. Freude entspringt der Liebe und weist doch gleichermaßen auf sie hin. Freude ist der Fingerzeig auf die Liebe selbst.
»Wenn ich an Gott denke,
ist mein Herz so voll Freude,
dass mir die Noten von der Spule laufen.«
Joseph Haydn
Im Auge des Sturms
Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, was hat das nahezu windstille Zentrum eines Wirbelsturmes mit Dir zu tun? Erneut bedienen wir uns einer wunderschönen Metapher, um Dir das Leben, Dein Leben, zu erklären und näherzubringen. Die Stürme des Lebens kennt Ihr, sie sind Euch, einem jeden unter Euch, besser vertraut, als Euch lieb sein kann. Lebensstürme haben vielerlei Gesichter, doch liegen ihnen allen die gleichen Mechanismen zugrunde, allem Anschein zum Trotz. Immer und ausnahmslos ist Angst die Wurzel des Übels. Diesen Aspekt irdisch-menschlicher Erfahrungsrealität haben wir an anderen Stellen zur Genüge beleuchtet und dies soll hier nicht im Fokus unserer Betrachtungen stehen.
Doch was hat es auf sich mit dem Auge des Sturms? Hier herrscht Windstille, Ruhe, Frieden. Ist es nicht genau das, was Ihr Euch so dringlich ersehnt? Eine Oase der Ruhe, der Windstille und des Friedens inmitten aller Stürme des Lebens. Wie erreicht nun Ihr diese Stätte des Friedens? Wie kommt Ihr an diesen geheimnisumwitterten Ort der Zuflucht, wo Ihr in Sicherheit seid und frische Kraft tanken könnt? In der Tat ist dieser Ort jederzeit erreichbar für Dich, natürlich ist er das! Kannst Du denn wirklich glauben, Dein himmlischer Vater ließe Dich allein zurück, ohne einen Hort der Zuflucht, und gerade dann im Stich, wenn Du der Hilfe am dringlichsten bedarfst?
Das ist allzeit unmöglich. Ihr benennt diesen Zustand bezeichnenderweise oftmals als ›Seelenfrieden‹. Nun, das trifft den Kern der Sache sehr gut. Wie also erreicht Ihr das? Vereinfacht und in aller Kürze ausgedrückt könnte man sagen, dass Seelenfrieden immer dann zu finden ist, wenn das Zeitliche vom Standpunkt des Ewigen aus betrachtet wird. Dies bedarf der näheren Erläuterung. Alle Drangsal, die das Erdenleben nun einmal immer auch im Gepäck hat, alle Mühsal und alles Weh und Ach fallen schlagartig von Dir ab, wenn Du die Dinge vom Standpunkt des Göttlichen aus betrachtest. Hier bietet sich Dir eine Quelle nie versiegender Hilfe an, einem heiligen Werkzeug gleich, von dem Du jederzeit Gebrauch machen kannst und solltest.
Dieser Blickwinkel vom Standpunkt des Göttlichen aus relativiert alle Dinge auf wundersame Weise. Hier bist Du in der Wirklichkeit angekommen und nirgendwo kannst Du jemals tiefer geborgen sein. Der Standpunkt des Göttlichen ist der Standpunkt des Ewigen. Hier werden alle Last und jede Not an den Platz verwiesen, der angemessen ist. Zuweilen nennt Ihr diesen Zustand auch ›inneren Abstand‹. Und so ist es. Du entfernst Dich vom jeweiligen Problem. Dieser besagte innere Abstand löst Dich aus der Schockstarre und aus Deiner Fokussierung auf das Problem. Du kannst frische Kräfte sammeln, Dich erholen und wieder klar denken. Tatsächlich ist es so, dass allzu große Nähe zum Problem das klare Denken immer vereitelt. Der starre Blick auf das Problem führt unweigerlich zu konfusen, wirren Gedankengängen. Es dürfte Euch allen klar sein, dass dies wenig hilfreich und kaum zielführend ist.
Doch was genau ist dieser Standpunkt des Göttlichen? Wodurch definiert er sich? Dies musst Du wissen, ansonsten kannst Du diesen Standpunkt kaum einnehmen. Seelenfrieden ist Erlösung und größere Weisheit ist unter irdisch-materiellen Lebensbedingungen kaum zu erreichen. Sicherlich kann es nicht darum gehen, emotional abzustumpfen und Dich von nichts und niemandem mehr im Herzen anrühren zu lassen. Das ist kein innerer Abstand, das ist Gefühlskälte. Der Zustand, von dem wir hier sprechen, entspringt einer anderen Quelle, wie gesagt, er ist göttlichen Ursprungs. Es geht um die völlige Akzeptanz dessen, was ist. Wir reden hier wohlgemerkt von echter Akzeptanz und nicht etwa von Resignation. Emotionaler Widerstand führt niemals zu Seelenfrieden und kann es auch gar nicht. Solange Du Deine Kräfte in innerer Auflehnung verausgabst, kannst Du unmöglich Frieden finden. Akzeptanz ist der Standpunkt des Ewigen, Akzeptanz ist Liebe. Sie spiegelt die vorbehaltlose Bejahung Deines eigenen Soseins und damit auch Deines Lebens.
Und hier schließt sich der Kreis und wir wären wieder bei der Selbstliebe. Wie könnte es anders sein? Was, wenn nicht bedingungslose Liebe könnte der Standpunkt des Göttlichen sein? Mit einfachen Worten: Immer dann, wenn Du Dich Gottes Meinung über Dich anschließt, bist Du im Frieden mit Dir selbst. Und hier ist sie, die heiß ersehnte Windstille.
Wir sagten, dass Akzeptanz einer anderen Quelle entspringt als Resignation. Resignation ist immer von Angst gefüttert, Angst vor Schmerz, Enttäuschung und Versagen. Hier fehlt es schmerzlich an Selbstliebe. Akzeptanz hingegen speist sich aus – wie könnte es anders sein – Gottvertrauen! Und an dieser Stelle möchten wir Euch eine Anekdote aus dem Leben unseres geliebten Mediums erzählen, die wir Euch keinesfalls vorenthalten wollen, ist die Sache doch ebenso weise wie witzig und belustigend: Immer dann, wenn sie – einmal mehr – in einer vermeintlichen Sackgasse des Lebens feststeckt und sich keinen Rat mehr weiß, wird ihr bewusst, dass sie es an Gottvertrauen hat mangeln lassen. Also besinnt sie sich ganz bewusst auf ›ihren‹ Gott, überantwortet ihm die Geschicke und lässt die Dinge los. Dies geht naturgemäß immer mit einem wunderbaren Gefühl von Entlastung und Erleichterung einher. Nun, bei Gott liegen die Dinge ohnehin, das weiß auch sie, dennoch ist es etwas völlig anderes, wenn Ihr Euch dies bewusst macht und es freudig in Anspruch nehmt. Und nun kommt die Pointe der Geschichte: Wenn unser Medium sich auf ihr Gottvertrauen zurückbesinnt und sich bewusst dafür entscheidet, dann bedient sie sich des mittelalterlichen Sprachgebrauchs und sagt: »Ich verhänge ein Gottesurteil!« (Anm. der Verfasserin: Regulus ist sichtlich amüsiert und gleichermaßen entzückt! Er ließ es sich nicht nehmen, diese Geschichte zu erzählen.)
Sie verhängt also ein ›Gottesurteil‹! Hier ist sie wieder, diese wunderbare Windstille, dieser Seelenfrieden, den Ihr Euch alle ersehnt. So belustigend ihre Wortwahl auch ist, so weise ist die dahinterstehende Entscheidung. Gottvertrauen ist die größtmögliche, die höchste Form der Aktivität. Manche nennen es ›aktive Passivität‹.
Was also musst Du tun, um in das Auge des Sturms zu finden? Nichts! Und genau das ist es, was Euch geliebten Menschen so schwerfällt. Ihr wähnt Euch allein, verlassen und auf Euch selbst gestellt. Ihr wähnt Euch einem unerbittlichen oder bestenfalls launigen Schicksal ausgeliefert und dies auf Gedeih und Verderb. Das kann jedoch niemals sein. In rühriger Umtriebigkeit schießt Ihr oftmals über das Ziel hinaus, verausgabt und erschöpft Euch völlig und unnötigerweise. Lege getrost alle Last der Welt, alle Last Deines Lebens, auf die Schultern Deines himmlischen Vaters. Besser beraten kann kein Wesen in der Schöpfung jemals sein, denn der gute Ausgang aller Dinge ist Dir von Gott selbst garantiert. Gott verbürgt sich für Dich und seine gesamte Schöpfung.
Sicherheit ist immer nur da und dort zu finden, wo sie ist, und niemals kann sie woanders gefunden werden als in Gott und aus Gott heraus. Tapfer, wie die Menschen nun einmal sind, sagen sie oft: »Alles wird gut!«
»Auch das stolzeste Werk, ins Leben gestellt,
ist vergänglich; was man im Herzen gebaut,
reißt keine Ewigkeit um.«
Theodor Körner
3. Teil
Wahnsinn und Genie
Mein lieber Freund, meine liebe Freundin, ein jeder Mensch kommt in seinem Leben an einen Punkt, an dem er Hilfe braucht. Wenn das Leben durch unruhige Fahrwasser führt, dann ist dies ebenso nachvollziehbar wie legitim. Und in der Tat, ein Hilferuf ist immer und ausnahmslos legitim, denn Menschsein bedeutet immer auch, an Grenzen zu stoßen. Der Probleme gibt es da viele, so will es Euch zumindest scheinen, und doch gibt es nur eines.
In Eurem Leben seid Ihr situationsbedingt sowohl Ratgeber als auch Ratsuchender, mag Euch dies nun bewusst sein oder auch nicht. Jedes Menschenleben ist immer auch eine Gratwanderung und Ihr schwankt beständig hin und her zwischen Wahnsinn und Genie. Wir ringen um Worte, wenn wir vom Spagat zwischen Selbstliebe und Selbstablehnung sprechen. Der damit einhergehende Leidensdruck des Menschen ist uns völlig bewusst. (Anm. der Verfasserin: mit sehr viel Mitgefühl, Verständnis und Sanftmut). Ständig auf der Suche nach der für Euch passenden Selbstdefinition, kennt Ihr das eine wie auch das andere.
Da und dort, wo der Mensch sich selbst Anerkennung, Wertschätzung und Selbstliebe verweigert, erliegt der Sinn dem Wahn und er versinkt in einen Alptraum aus Schuld und Selbstverachtung. Der Sturz ins Bodenlose scheint kein Ende nehmen zu wollen und der Mensch verliert jegliches emotionale Gleichgewicht. Er stellt sich selbst und schließlich seine bloße Existenz und sein ganzes Leben infrage. Hier ist Selbstliebe angezeigt, und nicht nur hier, sondern immer und ausnahmslos. Wie wir wissen, öffnet mangelnde Selbstliebe der Angst Tür und Tor. Der Mensch ist kaum eines absurderen Gedankens fähig, als dem Infragestellen seines eigenen, gottgegebenen Wertes. Eine derart lebensfeindliche Haltung hält keiner näheren Betrachtung stand und wird es niemals können. Dass Ihr solcher Gedanken befähigt seid, macht den Weg durch die Materie mitunter so steinig für Euch. Doch, wie wir sagten, weiß der Mensch, was er tut und worauf er sich einlässt, wenn er inkarniert. Wir erinnern uns der Unantastbarkeit des freien Willens und so geht ein jeder von Euch diesen heiligen Weg der Erkenntnis mit großer Freude und tiefer Liebe zur Liebe als solche.
Was, wenn nicht Liebe, könnte die Triebfeder jeglicher Inkarnation sein? Solche Euch allen bekannte Untiefen von Selbstablehnung sind die direkte Ausgeburt der Trennungsillusion und auch nur im Rahmen dualer Wahrnehmung möglich und denkbar. Im Lichte der Einheit von und mit Alles-was-Ist sind sie auf ewig völlig unmöglich. Immer dann, wenn Ihr Euch selbst die Liebe verweigert, verfällt also der Sinn dem Wahn. Wahnvorstellungen sind jedoch per definitionem immer und ausnahmslos illusionärer Natur. In gewissem Maße seid Ihr also alle ›verrückt‹ und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn Euer Selbstbildnis ist verrückt. Es ist verschoben, hinein in die unseligen und dunklen Reiche von Angst, Schuld und Unzulänglichkeit.
Wenn der Mensch sich selbst die Liebe verweigert, weil er sich ihrer unwürdig fühlt, dann hat er die Natur der Liebe nicht verstanden. Und seine eigene schon gar nicht! Liebe wertet nicht, Liebe liebt, Liebe IST. Punktum. So viel zum Wahnsinn des Menschen. (Anm. der Verfasserin: in besonderer Weise liebevoll.) Nun ist dies – Gott sei Dank – nur die eine Seite der Medaille. Der Mensch ist zur Glückseligkeit erkoren. Wir haben gesehen, dass der Fluch zum Segen führt, und zwar immer und ausnahmslos. Und so ist es kein Widerspruch zu unseren vorherigen Ausführungen, wenn wir nun sagen: Der Mensch ist ein Genie. Wenn dem nicht so wäre, dann würde er kaum den heiligen Weg der Erkenntnis gewählt haben. Wir erinnern an den ewig freien Willen. Und in der Tat, der Genius des Menschen sucht seinesgleichen! Die den Dingen innewohnende Wirklichkeit ist immer tröstlich und beglückend. Ihr seid wahrlich weise. Ihr wählt den tapferen Weg zwischen Irrtum und Wahrheit, Ihr wagt den mutigen Spagat zwischen Illusion und Wirklichkeit. Ehre, wem Ehre gebührt, und die Ehre des Menschen ist wahrhaft unermesslich.
Wie wir eingangs sagten, kommt jeder Mensch im Verlauf seines Lebens in Situationen, in denen er der Hilfe bedarf. Doch was ist hilfreich? Wie kannst Du Deinem Nächsten beistehen, wenn er in Not ist? Was ist zu tun? Die Beantwortung dieser Frage ist ebenso einfach wie komplex. Hilfe ist immer eine Frage der Erinnerung. Dein Nächster ist in Bedrängnis? Erinnere ihn daran, wer und was er ist. Erinnere ihn an seinen natürlichen, gottgegebenen Selbstwert.
Erneut ringen wir um Worte, denn im Grunde und in Wahrheit entzieht sich der Mensch und die gesamte Schöpfung jeglicher Bewertung. Wert ist nicht etwas, das bemessen werden könnte. Wir müssen in Metaphern sprechen, wenn wir im Kontext irdisch-materieller Erfahrungsrealität verstanden werden wollen. Der Wert des Menschen ist unermesslich, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Schöpfung ist nicht messbar. Hier kann es keinen Maßstab geben. Der Mensch denkt gerne in Begriffen von Menge und Messbarkeit. Das Denken innerhalb der Dualität definiert sich nun einmal über Begrenzung und genauso wenig, wie Ihr die Ewigkeit begreifen könnt, begreift Ihr Unermesslichkeit. Die Wirklichkeit ist für Euch nicht fassbar, doch dies soll uns nicht schrecken.
Wie erinnerst Du also Deinen Nächsten an seinen Wert? Wir sagten es bereits, Liebe ist allzeit die Antwort, ungeachtet der Frage. Die Bedingungslosigkeit der Liebe sprengt jede Kette des Misstrauens, auch sich selbst gegenüber. Liebe löst den Würgegriff der Angst. Um es mit den poetischen Worten des Hugo von Hofmannsthal zu sagen: »Eine Flaumfeder kann einen Kieselstein rund schleifen, sofern sie von der Hand der Liebe geführt wird.«
Vorgelebte Selbstliebe ist letztlich der größte Liebesdienst, den Du Deinem Nächsten erweisen kannst. Die Macht und Kraft des gelebten Vorbildes ist nicht zu unterschätzen. Willst Du Deinen Nächsten heilen, so musst Du erst Dich selbst heilen. Du kannst Deinem Mitmenschen immer nur soweit Auswege aus seinem Wahn aufzeigen, wie Du sie selbst zu gehen in der Lage bist. Nur wer in der Wirklichkeit der Liebe bleibt und ruht, kann dem anderen hilfreich zur Seite stehen, wenn er sich in der Illusion der Selbstverachtung verliert. An dieser Stelle verweisen wir gerne auf die gewichtige Bedeutung des Mitgefühls. Nichts ist so tröstlich wie echtes Mitgefühl. Dies ist deshalb so, weil Ihr in der Dualität seid und damit in der Illusion der Trennung. Mitgefühl heilt das schmerzliche Gefühl des Alleinseins und legt sich wie wohltuender Balsam auf wunde Herzen. Liebe hat viele Facetten, eine ist so heilsam wie die andere.
Hilfe ist also eine Frage der Erinnerung und wie das bei der Liebe immer der Fall ist, wirkt sie in alle Richtungen gleichermaßen. Heilst Du die verzerrte Selbstwahrnehmung Deines Nächsten, so heilst Du damit immer auch die Deine. Hier erinnern wir gerne an unsere Empfehlung aus früheren Botschaften, die da lautet: Lehre, was Du lernen willst und lerne, was Du lehrst! Der Segen, den Du Deinem Nächsten erweist, kommt immer und ausnahmslos zu Dir zurück, denn alles ist doch nur eines. Jedes Wort und jede Handlung ist ein Akt der Selbstdefinition. Deine Handlungen bezeugen nicht unbedingt, was Du bist, doch legen sie in jedem Fall Zeugnis davon ab, wer und was Du zu sein glaubst. Da und dort, wo Du liebst, ist Deine Selbstwahrnehmung immer konform mit Deiner göttlichen Wirklichkeit. Wo Du Dich in Selbstverachtung und Ablehnung verlierst, ist sie es nie. Die Liebe als solche mag eine sehr komplexe Angelegenheit sein, eine schwierige ist sie jedoch nicht.
Immer und ausnahmslos ist sie das Gebot der Stunde. Der Mensch macht es sich naturgemäß nicht leicht und so ist sein Lebensweg gesäumt mit zahllosen offenen und quälenden Fragen. Tatsächlich gibt es jedoch nur eine Frage, die zu stellen sich lohnt. Ihre jeweilige Beantwortung macht des Menschen Leben um vieles leichter: Liebe, was gebietest du? Das ist der Sinn des Lebens und jeder Inkarnation. Ihr erforscht und untersucht das Wesen der Liebe und damit letztlich Eure eigene Natur. Liebe, was gebietest du? Geradliniger kann ein Mensch nicht leben. Das Ziel ist vorgegeben, denn Du bist, was Du bist. Der Weg dorthin ist es jedoch nicht.
Du hast den Wahnsinn gewählt? Wähle erneut und wähle weise! Und immer bist Du nur ein winziges Schrittchen vom Genie entfernt, nichts weiter, als einen winzigen Liebeshauch.
Ist da jemand?
Meine liebe Freundin, mein lieber Freund, Ihr inkarniert, aus dem lichtdurchfluteten Gewahrsein der Einheit kommend, hinein in die irdisch-materiellen Gefilde der Dualität und damit direkt in die Trennungsillusion hinein. Von diesem Blickwinkel aus betrachtet, inkarniert Ihr direkt hinein in die ›Höhle des Löwen‹. Hier herrscht nicht selten ein wahrhaft rauer Wind, denn nunmehr fühlst Du Dich von Deinem himmlischen Vater getrennt. Die vermeintliche und illusorische Trennung vom Urquell allen Lebens ist die Geburtsstunde jeglicher denkbarer Angsterfahrung. Dieser heilige Weg der Erkenntnis dient ausschließlich der Erkenntnis Deiner göttlichen Liebesnatur. Nicht ein einziger Mensch geht auf Erden, der mit seiner Inkarnation ein anderes Ziel verfolgt, selbst wenn der Anschein Dir noch so sehr etwas anderes vorgaukeln mag. Einen anderen Zweck kann es niemals geben, denn mehr ist nicht zu erreichen. Es gibt nicht mehr.
Soweit unsere kurze Zusammenfassung der Fakten, die Euren irdischen Erfahrungs- und Handlungsrahmen bilden. Diese Welt ist also das Spielfeld und die Regeln, nach denen Ihr zu spielen gedenkt, stehen fest. Nun seid Ihr also hier und stoßt denn auch naturgemäß rasch an Eure menschlichen Grenzen, denn die Anforderungen sind denkbar hoch. Der Mensch bemüht sich, nicht selten schon in sehr jungen Jahren, um Hilfe und dieser Hilferuf – wir sagten es bereits – ist so nachvollziehbar wie legitim.
Nicht selten von der Welt und seinen Mitmenschen enttäuscht, wendet er seinen suchenden Blick schließlich gen Himmel. Die Ratlosigkeit ist groß und der Trennungsschmerz sitzt tief und so schickt der Mensch so manch verzweifeltes Stoßgebet in den Himmel. Und in seiner Bedrängnis und seinem Unglück wagt der Mensch die bange Frage: Ist da jemand?
Nun dürfen wir niemals vergessen, dass die Illusion des Getrenntseins ist, was sie eben ist: eine Illusion ohne jeden Wirklichkeitsgehalt. Von dieser Tatsache ausgehend, beantwortet sich Eure bange Frage, ob da jemand ist, ganz von selbst. Trennung ist Illusion und kann niemals sein. Nie bist Du allein in Deiner Not! Das kann nicht sein. Tatsächlich ist nichts und niemand jemals allein. Die Verbindung von allem mit allem, was da ist, ist eine sehr viel engere, eine ungleich konkretere, als Euch in irdischen Gefilden bewusst sein dürfte und bewusst sein kann, denn die Illusion der Trennung ist eine denkbar hartnäckige.
Wir haben gesehen, dass die Trennungsillusion sich allein durch die Macht und Kraft der Liebe wie von Zauberhand und augenblicklich in Luft auflöst, gerade so, als sei sie nie gewesen. Dies vermag allein die Liebe. Liebe verbindet nicht nur die Menschen untereinander. Liebe vereint die Welten, sie fegt die vermeintlichen Grenzen einfach und mühelos hinfort. Diese Botschaften, die Du in Händen hältst, legen sichtbares Zeugnis davon ab. Ist da jemand?
Kannst Du denn wirklich glauben, Dein himmlischer Vater ließe Dich allein in Deiner Not – und wenn auch nur für einen winzigen Augenblick? Alle Hilfe, die es braucht, ist Euch gegeben und zur Seite gestellt. Alles, was es braucht, sich ihrer zu bedienen, ist ein Quäntchen Vertrauen in die Liebe. Wir erinnern an die Unantastbarkeit des freien Willens. Ein winziger Liebeshauch genügt, mag er auch noch so flüchtig sein. Das ist die unermessliche Macht der Liebe. Wir verweisen auf den Kurs in Wundern: »Alle Äußerungen der Liebe sind maximal.« Es braucht so wenig, um unserer Hilfestellung habhaft zu werden. Du musst sie lediglich wollen. Mehr braucht es nicht, mehr hat es nie gebraucht und wird es niemals brauchen. Die Bedingungslosigkeit der Liebe kennt weder Auszeiten noch Ausnahmen. Liebe ist die größte Kraft in der Schöpfung. Liebe bezwingt Zeit und Raum, sie bezwingt alles. Wenn die Liebe gebietet, dann brechen Zeit und Raum einfach in sich zusammen. Die ganze Schöpfung liegt ihr zu Füßen und wo die Liebe befiehlt, da steht die gesamte geistige Welt bereit, ihr zu dienen. Liebe ruft uns immer und ausnahmslos auf den Plan und sie tut es augenblicklich. Liebe kennt und duldet keinen Aufschub, Liebe IST. Es ist ganz einfach eine Frage der Resonanz. Liebe ist eine Schwingung und dennoch ist sie so viel mehr als das. Gleichgeartete Energien ziehen sich an, streben einander zu und verschmelzen schließlich miteinander.
Der Mensch hat sich im Verlauf seiner Geschichte naturgemäß vieles einfallen lassen, um sich des Beistandes der geistigen Welt zu versichern. Zahllose und zum Teil abstruse Regeln, Rituale und Praktiken legen Zeugnis davon ab. In völliger Verkennung der Wirklichkeit wird hier viel Sinniges, Unsinniges und Absurdes getan. Und letztlich sogar vieles, dass der Liebe zuwiderläuft. Nun denn, zumindest bringt Ihr keine Menschenopfer mehr dar, um die Götter milde zu stimmen. (Anm. der Verfasserin: Regulus lacht herzlich!) Der Mensch scheint also keine Mühen zu scheuen, um in den Genuss geistiger Hilfestellung zu gelangen. Und oftmals auch keine Kosten. Ach, Ihr Lieben, macht es Euch doch nicht so schwer! Wo Liebe gegeben ist, da sind sämtliche Kriterien erfüllt. In Band VI unserer Botschaften haben wir diesem Umstand bereits Rechnung getragen.
Liebe stellt keine Bedingungen, auch nicht für den Kontakt mit der geistigen Welt. Liebe IST die Bedingung, da einzig die Liebe in der Lage ist, die Grenze zwischen den Dimensionen zu überwinden. Hilfe aus der geistigen Welt ist jedem jederzeit zugänglich und immer und überall verfügbar. Sie ist nicht einigen wenigen Auserwählten vorbehalten. Nichts würde der Liebe mehr zuwiderlaufen. Wenn unser Medium sagt, sie habe kein Monopol auf die Liebe, dann hat sie völlig recht. Wo Liebe ist, da ist der goldene ›Highway to Heaven‹ breit und frei befahrbar, und zwar von beiden Seiten. Wo Liebe ist, da trifft man sich auf halber Strecke. Ist das nicht wunderbar!?
An dieser Stelle weisen wir gerne erneut auf die Macht des Gebetes hin. Was Ihr Beten nennt, also die Zwiesprache mit der geistigen Welt, das unterwerft Ihr gerne Formeln, Regeln und allerlei Ritualen. Nicht selten zwängt Ihr Euch dabei selbst in ein enges Korsett von Anforderungen aller Art. Vermeintliche Erwartungen, die Ihr der geistigen Welt unterstellt, schnüren Euch regelrecht die Kehle zu. Ihr traut der Bedingungslosigkeit der Liebe nicht so wirklich über den Weg. Wir aber fordern Dich auf, ganz Du selbst zu sein. Je unbefangener, unbeschwerter und vertrauensvoller Dein Umgang mit der geistigen Welt, desto schönere Früchte kann er zum Vorschein bringen. Reiche Ernte wartet auf den, der sie einfahren will.
Mensch, Du bist unermesslich geliebt und in Deinem heiligen Sosein vollkommen akzeptiert. Die geistige Welt liebt Dich und es gibt keinerlei illusorische Vorstellung von Vollkommenheit Deiner selbst, der Du gerecht werden müsstest. Wie gesagt, Du musst Dir den Kontakt, die Hilfe und den Beistand der geistigen Welt nicht verdienen, Du musst es lediglich wollen. Du musst niemandem etwas beweisen – und uns schon gar nicht! Wenn Du auf Dich selbst blickst, dann siehst Du das, was Du zu sein glaubst. Wir jedoch sehen das, was Du bist.
Da es für die Liebe weder Zeit noch Raum gibt, müsst Ihr uns nicht einmal herbeirufen. Ihr müsst uns nicht herbeirufen, denn wir sind immer da. Nie bist Du allein in Drangsal und Not! Euer irdischer Alptraum von Kleinheit und Minderwertigkeit macht Euch blind für die Tatsache, dass wir die Verschmelzung in Liebe mit Euch von unserer Seite aus genauso sehr wünschen, wie Ihr von der Euren. Ihr seid nicht die kleinen, unwürdigen Bittsteller, für die Ihr Euch haltet. Ihr seid unermesslich mehr! Ihr seid das Licht, das inmitten tiefster Dunkelheit erstrahlt. Ihr seid Menschen! Ihr seid diejenigen, die sich aus freien Stücken in die Hölle der Trennungsillusion begeben und sie durchwandern, immer und immer wieder, um zu bezeugen, dass es diese Hölle nicht gibt und niemals geben kann. Ihr flutet uns mit Eurem Licht und es erstrahlt bis in die hintersten Winkel der Schöpfung. Gott zum Ruhm und Gott zur Ehre inkarniert Ihr, um seiner Liebe willen, die die Eure ist.
Ihr geht den heiligen Weg der Erkenntnis von Alles-was-Ist und Ihr geht diesen Weg niemals allein, denn die Einheit kann sich nur dann als Einheit erkennen, wenn sie Einheit ist. Und Du wähnst Dich allein? Mensch, das kann und wird niemals sein!
»Das Maß der Liebe
ist die Liebe ohne Maß.«
Franz von Sales
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