Kitabı oku: «Die Ölzieh-Kur»
Inhalt
Ölziehen hat eine lange Tradition
Seit Generationen bewährt
Die Mutter der Medizin und das Ölziehen
Schlürfen für die Gesundheit
Rundum wirksam
Regelmäßig entrümpeln stärkt die Gesundheit
Die Putzkolonnen des Körpers
Mülldepot im Körper
Beeinträchtigende Altlasten
Gesund auf allen Ebenen
Effizientes Zusammenspiel
Die Wirkung im Mund
Öl zieht Schädliches aus dem Körper
Allianz zwischen Körper und Zähnen
„Zeitbomben“ im Mund entschärfen
Ölziehen ist in aller Munde
Ölziehen ist kein Wundermittel
Dagegen kann Ölziehen helfen
Sollte ich ölziehen?
Gesundheits-Check
Fünf Minuten für Ihr Wohlbefinden
Einmal täglich: Ihre Kur
Die beste Zeit
Mund auf
Fest ziehen und saugen
Nichts verschlucken
Weg mit Schaden
Die Dauer der Ölzieh-Kur
Das kann passieren
Die verschiedenen Ölsorten
Gesundheit löffelweise
Unbedingt kalt gepresst
Distelöl
Erdnussöl
Kürbiskernöl
Leinöl
Olivenöl
Rapsöl
Sesamöl
Sonnenblumenöl
Weizenkeimöl
Passende Begleitung
In guter Gesellschaft
Entlastung auf dem Teller
So kommen Sie ins Säure-Basen-Gleichgewicht
Entschlackungs-Kicks
Gönnen Sie Ihrem Körper eine Auszeit
Detoxing – Entgiften mit Genuss
Ihr Sieben-Tage-Plan
Natürlich entschlacken
Heilpflanzen
Artischocke (Cynara scolymus)
Brennnessel (Urtica dioica, Urtica urens)
Ingwer (Zingiber officinale)
Petersilie (Petroselinum crispum)
Kuren zur Entschlackung
Homöopathische Mittel
Schüßler-Salze
Fasten
Darmreinigung
Zur Autorin
Literatur
Weitere Bücher der Autorin
Impressum
Register

Ölziehen hat eine lange Tradition
Ölziehen kann auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken: Es wird bereits seit über einem Jahrtausend praktiziert. Die Methode hat mithin wahrlich eine lange Tradition, was allerdings genau genommen wenig erstaunt. Denn das Wissen darum, dass unser Körper von Schlacken und Giftstoffen regelmäßig entlastet werden sollte, ist keineswegs neu. Daher haben Entschlackungs- und Entgiftungsmaßnahmen seit Anbeginn der Medizingeschichte einen festen Platz im Behandlungskanon der Heilkundigen.
Dieses Buch möchte Sie ins Ölziehen einführen und Ihnen dabei mit Rat und Hilfe zur Seite stehen.
Seit Generationen bewährt
Um gesund zu bleiben, muss unser Körper nicht nur von außen, sondern auch von innen gesäubert werden – wie erwähnt, ist dies keine Erkenntnis der Moderne. Die Ärzte des alten Ägypten haben schon lange vor Beginn unserer Zeitrechnung spezielle Reinigungstherapien verordnet, beispielsweise durch Abführen oder Kräuterzubereitungen zur innerlichen Einnahme.
So ist es wenig verwunderlich, dass auch das Ölziehen so früh mit zum Repertoire der großen Medizintraditionen gehörte. Ölziehen galt als umfassend wirksame Methode zur Reinigung und Entgiftung, daher war es selbstverständlich in der Materia medica jener heilkundlichen Systeme vertreten, auf denen unsere heutige Medizin aufbaut. Dieses Fundament stammt aus Indien, China sowie den Mittelmeerländern. Die Gründerväter der alten gelehrten Medizinsysteme sind Charaka und Sushruta für den Ayurveda, der Gelbe Kaiser für die Traditionelle Chinesische Medizin und die Hippokratiker für die Heilkunde der griechischen und römischen Antike.
Die Mutter der Medizin und das Ölziehen
Eine ideale Medizin heilt nicht nur Krankheiten, sondern beugt ihnen wirksam und nachhaltig vor. Darin sind sich alle Medizintraditionen im asiatischen Raum einig. Deshalb stehen regelmäßige Reinigungsbehandlungen zur Gesundheitspflege bis heute fest auf dem Programm, ähnlich wie im Ayurveda, der traditionellen indischen Medizin, in der das Ölziehen zur Vorbeugung wie auch zur Behandlung eine zentrale Stellung innehat.
Die Wurzeln des Ayurveda reichen bis in das dritte Jahrtausend vor Christus zurück. Der Name setzt sich zusammen aus ayus, leben, und veda, Wissen. Daraus ergibt sich Wissen vom Leben, was exakt den Prinzipien der traditionellen indischen Medizin entspricht: Nämlich medizinische Lehre und Lebenskunst in einem zu sein. Denn die Konzepte des Ayurveda erfassen alle Aspekte des täglichen Lebens – demgemäß finden sie an gesunden wie kranken Tagen gleichermaßen Anwendung.
Ayurveda bildet die Basis vieler Heilsysteme außerhalb Indiens, auch der Traditionellen Chinesischen Medizin. Unsere abendländische Medizin wurde ebenfalls ganz entscheidend vom ayurvedischen Wissensgut beeinflusst: So ist von den Ärzten der Hippokratischen Schule überliefert, dass sie in enger Anlehnung an die ayurvedische Lehre behandelten. Nicht umsonst wird Ayurveda die Mutter der Medizin genannt. Diese hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Nachdem die traditionelle Medizin des Subkontinents im Zuge der britischen Kolonialherrschaft lange Zeit unterdrückt worden war, ist sie heute wieder fester Bestandteil des indischen Gesundheitswesens. Mit dem wachsenden Interesse an natürlichen Heilmethoden bekam die Mutter der Medizin schließlich auch in unserem Kulturkreis mehr und mehr Bedeutung. Dabei werden viele der ayurvedischen Therapien inzwischen auch nach heutigen naturwissenschaftlichen Kriterien überprüft. Die Ergebnisse belegen, dass Ayurveda ein enormes Potenzial in sich birgt. Als moderne Ganzheitsmedizin ist er beispielsweise bei einer Reihe von Erkrankungen erfolgreich, bei deren Behandlung unserer westlichen Medizin bislang Grenzen gesetzt sind.
Dr. Fedor Karach
Möchte man mehr übers Ölziehen wissen und begibt sich zu diesem Zweck ins World Wide Web, begegnet man immer wieder einem Namen, nämlich Dr. Fedor Karach, ein Arzt aus der Ukraine. Er soll zahlreichen Quellen zufolge Ende der 1980er-Jahre auf einer Tagung des Allukrainischen Verbandes der Onkologen und Bakteriologen vor der Akademie der Wissenschaften der UDSSR einen Vortrag über das Ölziehen gehalten haben: „Eine von vielen Möglichkeiten, einem kranken oder nicht mehr so gesunden Körper Hilfestellung zu geben“, so der Titel seines Referates.
Die Resonanz darauf war überwältigend. Selbstverständlich fanden sich auch Kritiker, dennoch verhallte die Botschaft nicht ungehört. Bald kam auch im Westen diese Methode zur Gesundheitspflege an und fand immer mehr Anhänger. Dennoch: Der Ursprung des so lang bewährten Verfahrens liegt nicht in der russischen oder ukrainischen Volksmedizin. Ölziehen hat in diesen Ländern zwar ebenfalls eine jahrhundertealte Tradition, wurde jedoch von Indien und China übernommen. Insofern hat Dr. Karach mit seinem Vortrag einigen wieder ins Gedächtnis gerufen, was zwar schon lang bekannt, aber möglicherweise nicht mehr so geläufig war.
Fünf Elemente und drei Typen
Ayurveda basiert auf der Grundannahme, dass die gesamte Natur aus fünf Elementen – Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde – besteht. Angesichts dessen steht nach Auffassung der traditionellen Medizin Indiens auch alles in einer Wechselbeziehung miteinander. Demzufolge beschränkt sich die ayurvedische Diagnostik auch nicht nur auf die Untersuchung des Körpers, sondern schließt stets die psychische Verfassung, den Lebensstil und Beruf, die Ernährung und das klimatische Umfeld des Betreffenden mit ein.
Die zweite Säule, auf der das ayurvedische Konzept ruht, ist die Lehre von den drei Dosha Vata, Pitta und Kapha. Der Sanskrit-Begriff Dosha lässt sich übersetzen mit „Stütze“, was auch schon die Funktion verdeutlicht: Dosha können als biologische Prinzipien oder Bioenergien verstanden werden, die sämtliche Vorgänge im Organismus unterstützen und steuern. Da die Dosha von Geburt an bei jedem Menschen in einem individuellen Verhältnis angelegt sind, geht man im Ayurveda von unterschiedlichen Konstitutions-Typen aus. Diese ermöglichen Aussagen über die individuellen gesundheitlichen Schwächen und Stärken.
Fünf Handlungen zur Pflege der Gesundheit
Alle Behandlungen im Ayurveda zielen darauf ab, die Balance der eben genannten Stützen, der Dosha, zu erhalten oder wiederherzustellen. Dies geschieht zum einen durch pflanzliche Heilmittel. Die Phytotherapie spielt eine Schlüsselrolle im ayurvedischen Behandlungskanon. Die ayurvedischen Pflanzenheilmittel werden nach jahrhundertealten überlieferten Rezepten in traditionellen Verfahren hergestellt. Zum anderen sorgen Reinigungstherapien dafür, dass der Mensch gesund bleibt oder geheilt wird. Die größte Bedeutung haben dabei die Behandlungen des Panchakarma, zu Deutsch „fünf Handlungen“. Diese mittlerweile auch in Europa etablierten und anerkannten Maßnahmen bestehen aus einem fein aufeinander abgestimmten System von Reinigungsbehandlungen und Ölmassagen. Eine davon ist die Gandusha, das ayurvedische Ölziehen.
In der ayurvedischen Heilkunde spielen Kräuter und Öle eine wichtige Rolle in der spezifischen Behandlung.
Wie der Name schon sagt, gliedert sich Panchakarma in fünf Zyklen – jeweils unterteilt in Vorbereitungs- und Ausleitungsphase. Im Zuge der Anwendungen des Panchakarma werden Stoffwechselschlacken und Giftstoffe in den Geweben und Organen zunächst mobilisiert. Anschließend können sie vom Körper ausgeschieden oder abgebaut werden. Dieses „Großreinemachen“ wirkt sich auf allen Ebenen – körperlich, geistig und seelisch – enorm positiv aus. So erhöht sich durch die intensive Entschlackung und Ausleitung schädlicher Rückstände und Schlackenstoffe die Aktivität des Immunsystems. Zudem werden Nerven- und Hormonsystem wieder ausgeglichen. Weiterhin verbessert Panchakarma Kreislauf und Durchblutung und stärkt die Funktionen der Organe. Das sind nur einige der Gründe, weshalb sich diese Behandlungen schon so lange und so gut in der Vorbeugung und Behandlung zahlreicher Erkrankungen bewähren. Warum Therapien zur Entschlackung und Reinigung wie die des Panchakarma und das Ölziehen so gute Wirkungen auf die Gesundheit haben, wird auf den Seiten 19ff. näher ausgeführt.
Die Gandusha
Im Ayurveda wird für das Ölziehen in der Regel erwärmtes Sesamöl oder Ghee, gekochtes Butterschmalz, verwendet. Ayurvedisches Ölziehen unterscheidet sich im Grunde nicht vom Ölziehen, wie wir es hierzulande kennen. Allerdings rät die traditionelle indische Medizin zu einigen Vorbereitungsmaßnahmen. Vor der Gandusha sollte man etwas von dem Sesamöl oder Ghee auf die Handflächen geben und sanft auf Wangen, Nacken und Hals einreiben. Anschließend tränkt man ein kleines Handtuch mit warmem Wasser und nimmt damit das Öl oder Ghee wieder von der Haut ab. Dies bereitet den Organismus auf die Gandusha vor, die so ihre Wirkung voll entfalten kann.
Die Dauer des ayurvedischen Ölziehens kann individuell sehr unterschiedlich sein. Denn als Zeichen dafür, dass es seine Wirkung getan hat, gilt das Tränen der Augen und das leichte Laufen der Nase – das ist beim einen früher und beim anderen später der Fall.
Schlürfen für die Gesundheit
Das Ölschlürfen, wie das Ölziehen auch genannt wird, wird seit langer Zeit auch jenseits der Grenzen Indiens praktiziert. So unter anderem in Tibet, dem Dach der Welt. Auch im Reich der Mitte, um bei den Metaphern zu bleiben, ist diese Behandlung bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt und in Gebrauch. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) setzt das Ölziehen bis heute – ähnlich wie im Ayurveda – zur Vorbeugung wie zur Behandlung ein.
Die ölige Gesundheitspflege fand auch in die russische Volksmedizin Eingang, vor allem in Weißrussland sowie der Ukraine war und ist sie sehr geschätzt. Was ganz typisch für die Heiltradition in diesen Regionen ist: Gerade in den endlosen Weiten Russlands waren die Menschen seit jeher darauf angewiesen, sich mit einfachen Mitteln zu helfen. Zugang zu Ärzten und Apotheken hatten nur wenige. Darüber hinaus war dieser „Luxus“ ohnehin nur für die Oberschicht erschwinglich. So machte man sich auf die Suche nach anderen Heilmethoden und -mitteln, wobei man darauf achtete, dass diese für jeden leicht zugänglich und erschwinglich waren. Fündig wurden die russischen Heilkundigen wie auch die medizinischen Laien im Volk vor allem in der Natur: im Reich der Flora, der Bienenzucht und der Landwirtschaft wie auch im Erdreich. Daneben nutzte man auch Wasser und Steine sowie Sonne und Luft als „Medizin“. Der Großteil der russischen Volksheilmittel stammt jedoch aus den Küchen. Auf der Basis dessen ist es naheliegend, dass Speiseöle zur Gesundheitspflege herangezogen wurden. Zum Ölziehen steht in der russischen Volksmedizin bis heute das Sonnenblumenöl ganz oben auf der Liste. Doch auch andere Öle eignen sich gut dazu. Mehr dazu lesen Sie ab Seite 40ff.
Rundum wirksam
Dass Ölziehen auf eine so lange Erfolgsgeschichte verweisen kann, hat viele gute Gründe. Ölziehen entfaltet seine gesundheitsfördernden Wirkungen überall im Körper, aber auch im geistigen und seelischen Bereich. Das ist angesichts der Einfachheit des Ölziehens sehr beachtlich.
Warum und wie diese einfache Methode so umfassende Effekte entfalten kann und was sie im Einzelnen vermag, wird im folgenden Abschnitt des Buches gezeigt. Zuvor sollen Sie jedoch erfahren, weshalb Entgiftung und Entschlackung so wichtig für die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit sind.
Regelmäßig entrümpeln stärkt die Gesundheit
Auch wenn keine Giftschlange zugebissen hat und sich keine Prise Arsen im Mittagessen befand, ist das körpereigene Entgiftungssystem dennoch häufig überfordert. Um es zu entlasten, sollte es bei seinen täglichen „Aufräumarbeiten“ regelmäßige Unterstützung erhalten. Zu viele ungesunde Nahrungsmittel, zu viel Alkohol, Stress und vor allem auch viele Umweltgifte fordern irgendwann ihren Tribut. Sehr viele Erkrankungen gehen auf das Konto von über Jahre hinweg im Körper angesammelten Giftstoffen und Schlacken.
Die Putzkolonnen des Körpers
Die zentrale Entgiftungsstation des Körpers ist die Leber. Sie baut Blutalkohol und Stoffwechselprodukte, Medikamentenreste und andere Schadstoffe ab und macht Krankheitserreger und Gifte unschädlich. Alles, was der Körper nicht benötigt oder was ihm schaden könnte, wird von der Leber neutralisiert und über den Verdauungstrakt, die Haut sowie die Atmung entfernt.
Mit von der Partie beim permanenten Reinemachen sind die Nieren. Sie produzieren den Urin und filtern alles aus ihm heraus, was noch wichtig für unseren Körper ist und deshalb nicht in der „Kanalisation“ landen soll.
Leber und Nieren sind jedoch nicht die einzigen Organe, die in unserem Inneren für Ordnung sorgen und uns auf diese Weise gesund halten. Dazu tragen auch der Stoffwechsel sowie das Lymphsystem bei. Das komplexe Räderwerk des Stoffwechsels sorgt zum einen für die Aufnahme und Nutzung von Nährstoffen bei der Verdauung. Aus ihnen produziert unser Körper die Energie, die uns am Leben hält. Zum anderen und nicht minder bedeutsam ist der Stoffwechsel für die Ausscheidung von Gift- und Schadstoffen. Schließlich ist – wie schon erwähnt – auch das Lymphsystem am körpereigenen Reinigungsdienst beteiligt. Denn das fein verzweigte Netzwerk, das unseren gesamten Körper durchzieht, ist ein vielseitig tätiges Transportunternehmen – neben dem Blutkreislauf ist es das zweite wichtige Beförderungssystem. So hilft die Lymphflüssigkeit mit, alle Zellen des Körpers mit Nährstoffen zu versorgen. Noch engagierter ist das Lymphsystem allerdings bei den Aufräumarbeiten: Über die zahllosen Lymphgefäße werden Endprodukte des Stoffwechsels, Gift- und Schadstoffe sowie Krankheitserreger aus unserem Körper entfernt.
Die Leistungsfähigkeit unserer körpereigenen Putzkolonnen ist jedoch nicht unerschöpflich. Das ist ein großes Problem: Was Leber, Nieren & Co. nicht mehr entsorgen können, bleibt zwangsläufig im Körper. Und das hat leider oft negative Konsequenzen.
Fast Food sollte so weit als möglich gemieden werden, da die Kombination von ungünstigen Fetten und Kohlenhydraten den Organismus stark belastet.
Mülldepot im Körper
Unser Körper muss keineswegs nur die Nährstoffe aus dem täglichen Essen verarbeiten. Er hat noch weit mehr zu verdauen: Nahrungsmittelzusatzstoffe, wie etwa Konservierungsmittel, Schwermetalle und Hormone aus der Umwelt und leider auch in Lebensmitteln, bei vielen darüber hinaus Nikotin und Alkohol. Dazu addieren sich Medikamente, eine Unmenge an Säuren sowie zunehmend mehr Umweltschadstoffe. Auch im regen Getriebe des Stoffwechsels sammelt sich so einiges an, was auf Dauer nichts im Körper zu suchen hat.
All das muss die körpereigene Müllabfuhr entsorgen, und zwar rund um die Uhr. Nimmt ihr Arbeitspensum jedoch überhand, kann sie ihren Aufgaben nicht mehr voll gerecht werden. Dann kommt es zu Engpässen in der Verstoffwechselung und Ausscheidung. Dieses Problem löst der Körper erst einmal, indem er alles Überflüssige wegpackt, vorzugsweise dahin, wo es nicht umgehend Schaden anrichten kann: in das Bindegewebe und in die Fettzellen, später auch in Sehnen, Muskeln und Gelenke. Das Wichtigste ist schließlich, die Organe vor Schaden zu schützen. Und so nutzt der Körper weniger fragile Depots für seinen Abfall.
Dieser muss allerdings entschärft werden. Das erledigt der Körper, indem er die Abfall- und Giftstoffe mit basischen Mineralstoffen und Spurenelementen neutralisiert. Auf diese Weise entstehen aus dem, was sich in den Lagerstätten angesammelt hat, die so genannten Schlacken. Sie schlummern im Körper vor sich hin. Jedoch keineswegs friedlich: Werden die Schlacken nicht regelmäßig entsorgt, entwickelt sich der Körper nach und nach zu einer Mülldeponie. Um das zu verhindern, kümmern sich Darm, Haut, Nieren, Leber sowie Atmung um Entgiftung und Ausscheidung des Abfalls. Haben nun Leber, Nieren, Darm, Haut und Atmung zu viel zu tun, werden ihre Kapazitäten überschritten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Aufräumtruppen mit zunehmendem Alter weniger effizient arbeiten. So kann sich immer mehr Müll im Körper anlagern. Auf das Konto einer Überlastung des Körpers mit Stoffwechselschlacken und Giftstoffen gehen zahlreiche gesundheitliche Störungen und Beschwerden: unter anderem Nahrungsmittelunverträglichkeiten, chronische Müdigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, Verdauungsstörungen sowie nachlassende geistige Leistungsfähigkeit und vieles mehr.
Beeinträchtigende Altlasten
Mülldeponien bergen einiges an Gefahren. Davor warnen Umweltschützer, das wurde uns immer wieder erschreckend vor Augen geführt. In unserem Körper ist das leider nicht anders. Auch für ihn sind die Abfalldepots in Bindegeweben, Fettzellen oder Gelenken ein enormes Risiko.
Beginnen wir im Darm, der Wurzel der Gesundheit, der durch Körpermüll besonders belastet wird. In seinen vielen Vertiefungen und Windungen lagern sich reichlich Schlacken ab. Die Darmzotten, die die Aufgabe haben, Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei aufzunehmen, werden dadurch in ihrer Arbeit behindert. Das kann auf Dauer zu Engpässen in der Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen führen. Darüber hinaus stellen die abgelagerten Abfallstoffe einen fatalen Nährboden für krankmachende Keime und Pilze dar. Diese gedeihen, zunächst noch unbemerkt vor sich hin. Nach und nach untergraben sie aber unsere Gesundheit und Vitalität.
„Wurzel der Gesundheit“
…nannte der österreichische Arzt Franz Xaver Mayr (1875–1965) den Darm. Mayr wurde vor allem durch die von ihm entwickelte Franz-Xaver-Mayr-Kur bekannt. Dass ein gesunder Darm und infolgedessen eine gute Verdauung Voraussetzung für unser Wohlbefinden sind, ist seit dem Altertum bekannt. So stellten bereits die antiken griechischen Ärzte fest, dass „alles Übel im Darm wohnt“.
Im Darm finden krankmachende Stoffe ausreichend Platz: Stattliche sieben Meter misst dieses wichtige Organ. Könnten wir die zahllosen Ausstülpungen und Zotten seiner Schleimhaut ausbreiten, ließe sich damit ein halbes Fußballfeld bedecken. Angesichts solcher Dimensionen kann man sich gut vorstellen, wie wichtig die Prozesse sind, die hier ablaufen. Prozesse, die keineswegs nur im Dienste des Sattwerdens, sondern generell zur Erhaltung der Gesundheit stattfinden. Unter anderem ist unser Darm ein wichtiger Mitstreiter des Immunsystems: Die Schleimhaut, die den gesamten Verdauungstrakt auskleidet, trägt entscheidend zur Abwehr von Krankheiten bei.
Auswirkungen auf das Immunsystem
Auch das Immunsystem leidet unter einem Übermaß an Körpermüll, weil das Lymphsystem, das auch – wie bereits dargestellt – für die Abfallentsorgung zuständig ist, nicht mehr nachkommt. Da dieses Transportsystem nun auch ein entscheidender Bestandteil unseres „Verteidigungsministeriums“ ist, wird die Schlagkraft der körpereigenen Abwehrtruppen entscheidend geschwächt. Die Folgen sind ebenso prekär wie bei einem übermäßig verschlackten Darm, und sie beeinträchtigen gleichfalls den gesamten Organismus.
Was Schlacken en gros in Muskeln und Gelenken anrichten können, zeigt sich unter anderem an Arthrose und hartnäckigen Muskelverspannungen. Sie sind keineswegs allein einer Abnutzung oder Überbelastung geschuldet. Auch die Überbesetzung in den Mülldepots trägt entscheidend dazu bei, dass zum Beispiel die Gelenke schmerzen und die Muskeln spannen.
Nicht zuletzt sorgen die Schlackenablagerungen im Bindegewebe für Unbill. Cellulite mit ihren gefürchteten – allseits bekannten – Begleitern ist eine der Folgen, wenn das Bindegewebe mit Schlacken „zugemüllt“ ist. Eine weitere Folge ist die Beeinträchtigung der Weiterleitung von Informationen von Nervenzelle zu Nervenzelle.
Wir sollten mithin alle Möglichkeiten nutzen, unserem Körper krankmachenden Müll zu entziehen. Eine der wirksamsten Methoden, die uns dabei zur Verfügung steht, ist das Ölziehen.

Lymphgefäßsystem
Gesund auf allen Ebenen
Ölziehen wirkt sich vielfältig sowohl auf die körperliche, geistige wie seelische Gesundheit aus. Worauf beruhen diese positiven Effekte?
Effizientes Zusammenspiel
Die endgültige wissenschaftliche Klärung dessen, was genau hinter der umfassend entgiftenden und reinigenden Wirkung des Ölziehens steckt, steht bislang noch aus, d. h. es gibt keine Studien und Untersuchungen nach den Kriterien moderner Forschung, die den Effekt des Verfahrens erklären könnten.
Indessen steht fest, dass beim Ölziehen mehrere Faktoren zusammenspielen: Ebenso wie diese Behandlung auf allen Ebenen ihre gesundheitsfördernden Hebel ansetzt, ist auch ihre Wirkung nicht auf einen einzigen Aspekt zurückzuführen. Vielmehr tragen mehrere Faktoren zu der umfassenden Wirkung dieser Behandlungsmethode bei, wie dies bei Naturheilmitteln, besonders bei Heilpflanzen, der Fall ist. Dieser multifaktorielle Wirkmechanismus, wie die Wissenschaft dies nennt, sei im Folgenden dargestellt.
Die Wirkung im Mund
Der Mund stellt den „Ort des Geschehens“ dar, und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen erfolgt das Ölziehen, wie bereits erwähnt, im Mundraum, zum anderen spielt die Mundschleimhaut eine wichtige Rolle für die Entschlackung. Generell hat sie die Aufgabe, die Nahrung mit dem Schleim aus den Drüsen zu befeuchten. Zudem gibt sie Enzyme ab, die für den ersten Schritt auf dem Weg der Verdauung zuständig sind. Die Mundschleimhaut macht aber noch etwas anderes, entscheidend Wichtiges: Sie sondert über ihre Drüsen auch Schlacken sowie Schad- und Giftstoffe ab. Diese gelangen entweder über Blut und Lymphe aus dem Körper oder über die Atemluft in den Mundraum.
Wie bedeutsam die Mundschleimhaut für die Entgiftung und Reinigung ist, zeigt sich auch beim Fasten. Im Zuge des Verzichts auf Nahrung werden Gift- und Abfallstoffe aus den Geweben und Fettzellen freigesetzt. Was damit auf Fahrt geht, sammelt sich auch auf der Zunge an: gut sichtbar als mitunter richtig dicke, schleimige Ablagerung. Sie lässt sich abschaben, was eine wichtige Maßnahme zur Gesundheitspflege darstellt. Mehr dazu auf S. 69. Der Zungenbelag ist ein untrügliches Zeichen für die Aktivität der Mundschleimhaut bei der körpereigenen „Müllabfuhr“. Denn auch unsere Zunge ist mit Schleimhaut überzogen.
Öl zieht Schädliches aus dem Körper
Der Begriff „Ölziehen“ trifft in zweierlei Hinsicht zu: Zum einen wird das Öl bei dieser Behandlung zwischen den Zähnen und im gesamten Mundraum hin- und hergezogen. Zum anderen zieht das Öl dabei – ganz praktisch, im tatsächlichen physikalischen Sinn – Schlacken, Gift- und Abfallstoffe aus dem Körper. Denn Öl besitzt die Fähigkeit, Stoffe – nicht nur schädliche – an sich zu binden. Das gilt besonders für fettlösliche Substanzen. Doch auch Wasserlösliches nimmt das Öl mit sich. Das liegt daran, dass es durch das Hin- und Herbewegen im Mund emulgiert. Dabei lagert es winzige Wassertröpfchen ein, und es entsteht dabei ein Öl-Wasser-Gemisch, eine so genannte Emulsion. Dank dieser transportiert das Ölziehen auch wasserlöslichen Unrat aus unserem Körper ab.
Alles, was die Mundschleimhaut über ihre Drüsen absondert, wird also vom Öl aufgenommen und so endgültig entfernt. Nicht umsonst wird auch empfohlen, das Ölziehen gleich morgens nach dem Aufstehen durchzuführen. Denn über Nacht gelangt der Körpermüll in konzentrierter Form zur Mundhöhle, da in dieser Zeit die Ausscheidungsarbeiten auf Hochtouren laufen.
Tiefgehende Sogwirkung
Mit dem Öl, das durch den Mundraum gezogen wird, befreien Sie sich aber keineswegs nur von dem, was sich gerade aktuell in Ihrer Mundschleimhaut tummelt. Durch das intensive Bewegen des Öls im Mund werden die Drüsen in der Mundschleimhaut erheblich besser durchblutet, ihre Aktivität wird deutlich angeregt. Auf diese Weise können noch mehr schädliche Stoffe aus dem Körper befördert werden. Das Ölziehen setzt also eine Art Sogwirkung in Gang, dank derer auch tiefer gelagerte Schad- und Giftstoffe in den Mundraum gelangen und dann ausgeschieden werden. Die Reinigungswirkung wird somit deutlich erhöht.
Ganz nebenbei leistet die Anregung der Speicheldrüsen in der Mundschleimhaut dem Immunsystem tatkräftige Unterstützung. Im Speichel sind nämlich Eiweißkörper enthalten, die für die Abwehr von Krankheitserregern notwendig sind.
Das Mikroskop bringt es ans Licht
Wie effektiv alles Schädliche und Überflüssige mit dem Ölziehen entfernt wird, zeigt der Blick durchs Mikroskop: Nimmt man die Flüssigkeit, die ausgespuckt wurde, unter die Lupe, zeigen sich darin beachtliche Mengen an Schadstoffen, Bakterien und anderen Krankheitserregern. Wie wissenschaftlich belegt werden konnte, wirkt Ölziehen zum Beispiel gegen das Bakterium Streptococcus mutans, das für die Entstehung von Karies verantwortlich ist. In dem Öl, das zum Ziehen verwendet wurde, konnte eine große Anzahl Karies-Erreger nachgewiesen werden.
Bakterien unter dem Elektronenmikroskop in stark vergrößerter Form; Bakterien sind Lebewesen und kommen in ganz unterschiedlichen Formen vor.
Dazu gehören unter anderem das Immunglobulin-A, das sich an alle Arten krankmachender Keime heftet, und Lysozyme, welche die Wand von Bakterien auflösen und sie auf diese Weise unschädlich machen. Je mehr von diesen und anderen Schutztruppen mit dem Speichel im Mund unterwegs sind, desto besser sind wir gegen Krankmacher gewappnet.
Freisetzung von Enzymen
Ein weiterer Weg, den das Ölziehen für seine außergewöhnlichen Wirkungen beschreitet, zieht quer durch den Körper. Denn die intensiven Mundspülungen mit Öl haben nämlich auch eine Fernwirkung auf andere Bereiche des Körpers: Die Anregung der Drüsen in der Mundschleimhaut setzt Enzyme frei, welche die Funktionen der Organe und Gewebe im Körper direkt aktivieren. Damit wird auch deren Entgiftungsarbeit intensiviert. Der Mund kann also mit dem Ölziehen ein wirksames Signal zur Altlastenentsorgung an alle anderen Bereiche des Körpers senden. Dies leitet zu einem weiteren Aspekt über, der ebenso zur Wirkung der Ölzieh-Kur beiträgt, nämlich der engen Beziehung zwischen den einzelnen Körperbereichen sowie zwischen den Organen und dem Mundraum.
Allianz zwischen Körper und Zähnen
Dass unsere Zähne mit bestimmten Organen und Körperteilen in direkter Verbindung stehen, ist bekannt. Die ganzheitliche Zahnheilkunde nutzt diesen Umstand, indem sie über die Zähne und deren Zustand die entsprechend zugeordneten Körperbereiche therapeutisch beeinflusst. Dass diese Allianz zwischen Körper und Zähnen keineswegs abwegig ist, zeigt sich bereits darin, dass das Nerven- und Blutgefäßsystem der Zähne direkt mit dem des Körpers verbunden ist. In jeden einzelnen Zahn treten über seinen dünnen Wurzelkanal Nerven und Blutgefäße aus dem Kieferbereich ein. Das Wissen um die Beziehungen zwischen Körper und Mundraum wurzelt übrigens in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Angesichts ihrer ganzheitlichen Prinzipien ist das naheliegend. Zusätzlich zu den Zähnen wird in der TCM der gesamte Mundraum mit in den Zusammenhang einbezogen. Die TCM ordnet die Organe und alle Körperteile in verschiedene Funktionsbereiche ein, die energetisch miteinander verbunden sind. Diese Bereiche können gezielt durch Behandlungsmethoden wie Akupunktur und Akupressur sowie durch Qi Gong wirksam heilend und die Gesundheit erhaltend beeinflusst werden. Bis auf zwei besitzen alle Funktionsbereiche, welche die TCM unterscheidet, ihre Entsprechungen im Mundraum. Das gilt allen voran für die Zunge, die von der TCM in Reflexzonen unterteilt wird – ganz so, wie Sie es möglicherweise von den Fußreflexzonen und deren Massage kennen.
Die Entsprechungen der Funktionsbereiche im Mund
► Blase: obere und untere Schneidezähne
► Dickdarm: obere und untere erste Mahlzähne
► Dünndarm: Weisheitszähne
► Gallenblase: obere und untere Eckzähne sowie die Zungenseiten
► Herz: Zunge, besonders deren Spitze
► Leber: beide Seiten der Zunge
► Lunge: obere und untere zweite Mahlzähne, Zungenspitze und der Bereich der Kehle
► Magen: obere und untere zweite Backenzähne, Zungenmitte und Zahnfleisch
► Milz: obere und untere erste Backenzähne sowie die Zungenmitte
► Nieren: obere und untere zweite Schneidezähne sowie die Zungenwurzel
In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden aufgrund der ganzheitlichen Betrachtungsweise die Zähne bestimmten Organen, Schmerzen und sogar Gefühlen zugeordnet.
Man geht heute davon aus, dass das intensive Hin- und Herbewegen des Öls im Mundraum Reize auslöst, die auf die entsprechend zugeordneten Körperbereiche und Organe einwirken – ebenso wie bei Akupunktur und Akupressur, bei denen die Stimulation bestimmter Punkte auf den Leitungsbahnen in weiter entfernt liegenden Regionen zu therapeutischen Wirkungen führt.
„Zeitbomben“ im Mund entschärfen
Zeitbomben im Mundraum ticken leise und lange Zeit unbemerkt, und sie sind unsichtbar, die so genannten Zahnherde, die zu massiven Störungen der Gesundheit führen können. Dabei handelt es sich um Keim- und Entzündungsherde, die tief in den Kieferknochen sitzen. Sie bilden sich an den Zahnwurzeln, die weit in die knöchernen Kieferregionen und deren Hohlräume hineinreichen. In diesen Bereichen ist die Durchblutung schlecht, und die körpereigenen Abwehrtruppen gehen hier auch nur selten auf „Patrouille“. Insofern finden hier schädliche Keime und Bakterien ideale Bedingungen, sich anzusiedeln und schädigende Wirkungen auszuüben. Gift- und Schadstoffe aus dem Stoffwechsel sowie Rückstände von Medikamenten können sich ebenfalls gut anlagern und zu Entzündungsherden der Zähne führen. Daneben entsteht die Zeitbombe im Mund gern nach der Extraktion einer Zahnwurzel, wenn versehentlich Reste davon im Kieferknochen verbleiben.
Vom Zahnarzt nicht erkannt, schädigen Zahnherde die umliegenden Zähne und belasten mit ihren fortwährenden giftigen Absonderungen und schädlichen Keimen den Stoffwechsel und das Immunsystem. Darüber hinaus beeinträchtigen die Zahnherde über die Blut- und Nervenbahnen sowie über die Lymphflüssigkeit massiv auch weiter entfernt liegende Organe und Gewebe: So führen diese Störzonen im gesamten Körper zu einer anhaltenden Reizung und Irritation, welche die Gesundheit dauerhaft belasten und sie irgendwann erheblich beeinträchtigen können. Nicht von ungefähr misst die ganzheitliche Zahnmedizin und die Naturheilkunde dem Sanieren solcher Zahnherde eine große Bedeutung bei.
Dagegen kann das Ölziehen seine umfassende Wirkung entfalten. Es kann die Zeitbomben im Mund wirksam entschärfen. Mit dem Öl werden schädliche mikrobielle Ausscheidungen aus dem gesamten Mund- und Rachenraum abtransportiert. Damit wird auch das Gefahrenpotenzial der Zahnherde erheblich gesenkt. Denn das, was sie auf die Reise in unseren Körper schicken möchten, wird vom Ölziehen gleich an der Wurzel – in diesem Fall an der Zahnwurzel – gepackt und unschädlich gemacht.
Röntgenbilder sind ein wichtiges Hilfsmittel, um Erkrankungen der Zähne erkennen und behandeln zu können.
Ölziehen ist in aller Munde...
... hoffentlich! Denn Ölziehen ist eine der besten Maßnahmen zur Gesundheitspflege, Vorsorge und Erhaltung des Wohlbefindens. Gemeinsam ist allen Faktoren, die zur Wirkung des Ölziehens betragen, dass sie die Fähigkeit unseres Körpers unterstützen, sich selbst zu heilen. Darauf bezog sich einst auch Dr. Karach in seinem berühmten Vortrag:
„Die eigentliche Heilung wird vom Körper selbst in die Wege geleitet. Auf diese Weise ist es möglich, Zellen, Gewebe und alle Organe gleichzeitig zu heilen.“ Das Erstaunliche am Ölziehen ist, dass es nicht nur vorbeugend wirkt. Auch wenn sich bereits Erkrankungen aufgrund der übermäßigen Belastung durch Schadstoffe und Schlacken manifestiert haben, greift diese Heilmethode. Die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte ist sowohl bei akuten Beschwerden wie bei chronischen Erkrankungen erfolgreich: ob Sie ein gesundheitliches Problem behandeln wollen, das gerade im Moment besteht, oder eine Beschwerde, die Sie schon lange beeinträchtigt.
Ölziehen ist kein Wundermittel
Die Liste der Beschwerden, bei denen das Ölziehen nachhaltig erfolgreich ist, kann sich sehen lassen. Davon können Sie sich anhand der Übersicht der Heilanzeigen selbst überzeugen. Dennoch ist diese naturheilkundliche Behandlungsmethode kein Wundermittel und soll es auch nicht sein. Auch wenn Ölziehen bei vielen gesundheitlichen Störungen wirksam ist und auch wenn Dr. Karach meinte, durch das Ölziehen könne es gelingen, das Leben zu verlängern. Ein Alter von über hundert Jahren, so glaubte er, sei durchaus möglich. Ob das jemals durch regelmäßiges Ölziehen gelungen ist, lässt sich nicht belegen. Was wir jedoch wissen, ist, dass das Ölziehen sehr vielen Menschen bei vielen Beeinträchtigungen ihres Befindens geholfen hat. Nicht umsonst kann es – wie eingangs dargestellt – auf eine so lange Geschichte seiner Anwendung zurückblicken. Wir wissen auch, dass das Ölziehen keinen Arzt und keinen Besuch bei ihm ersetzen kann. Auch das kann und soll nicht das Ziel dieser altbewährten Methode sein. Sie hat ihre Grenzen, ebenso wie jedes andere Behandlungsverfahren.
Die Basis der Wirkungen
Das Ölziehen hat so umfassend positive Wirkungen auf die Gesundheit, weil es
► den Körper intensiv und nachhaltig entgiftet und entschlackt,
► die körpereigenen Abwehrkräfte mit Langzeitwirkung stärkt,
► die Selbstheilungskräfte des Körpers stark anregt und
► das körperliche, geistige und seelische Befinden dauerhaft steigert.
Dagegen kann Ölziehen helfen:
► Abwehrschwäche
► Akne
► Allergien
► Amalgambelastung
► Aphten
► Appetitlosigkeit
► Arthritis
► Arthrose
► Augenleiden
► Beschwerden in den Wechseljahren
► Bindehautentzündung
► Blähungen
► Blasenentzündung
► Blasenschwäche
► Blutarmut
► Bluterkrankungen
► Bronchitis
► Chronische Müdigkeit
► Darmerkrankungen
► Depressive Verstimmung
► Durchblutungsstörungen
► Ekzeme
► Entzugserscheinungen, vor allem von Nikotin
► Entzündungen
► Erschöpfungszustände
► Grippale Infekte
► Gynäkologische Erkrankungen
► Hals-Nasen-Ohren-Beschwerden
► Halsschmerzen
► Heiserkeit
► Herpes
► Herzleiden
► Husten
► Karies
► Konzentrationsstörungen
► Kopfschmerzen
► Lähmungserscheinungen
► Leberleiden
► Lockere Zähne
► Lungenerkrankungen
► Magen-Darm-Beschwerden
► Magengeschwüre
► Magenschleimhautentzündung
► Mandelentzündung
► Menstruationsbeschwerden
► Migräne
► Nachlassende Sehfähigkeit
► Nervenerkrankungen
► Nervös bedingte Beschwerden
► Neurodermitis
► Nierenbeschwerden
► Ohrenschmerzen
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