Kitabı oku: «Königin der Sklavinnen»
Christian Bachter
Königin der Sklavinnen
Fantasy für Erwachsene
Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis
Titel
Eine ungewöhnliche Sklavin
Die Besatzung
Die Kämpferin
Das Ritual
Verschleppt
Intim-Begutachtung
Im Untergrund
Der Kampf des Drachen
Der illegale Sklavinnen-Markt
Gefangen im Eisenwagen
Der Plan
Keuschheit
Im Kerker
Die roten Augen
Der Wunsch nach Hitze
Die Verwandlung
Frauenhandel
Eine Sklavin verkauft sich selbst
Flucht
Die Party
Vergeltung
Impressum neobooks
Eine ungewöhnliche Sklavin
Es war warm und ein wenig muffig, obwohl die Fenster weit offen standen. Aber in der Luft hing ein besondere Geruch von frischem, duftigem Schweiß.
Merion ging langsam den Mittelgang entlang. Aus den Augenwinkeln blickte er in die Nischen und Winkel des Gästeraumes. Überall, zwischen den großen Pflanzen lagen und saßen Menschen, die sich miteinander vergnügten. Die Frauen waren meistens komplett nackt, und die Männer auf dem besten Wege dahin.
Merion versuchte desinteressiert zu wirken und ging weiter. Er war auf der Suche.
Eine große Tür führte ins Freie, zur Terrasse und dann weiter in den Garten. Direkt neben der Terrasse war ein großer Pool angelegt. An seinem Rand saßen vier Frauen kichernd zusammen. Merion blickte auf schöne, unterschiedlich geformte Brüste, auf offene Schenkel und auf die nackte Haut. Die vier hielten ihre Beine ins Wasser. Eigentlich war es eine Spur zu kalt um Baden zu gehen.
Eine von Ihnen, ein besonders hübsches blondes Mädchen, blickte zu Merion auf und winkte ihn zu sich heran.
„Komm, zieh dich aus und spring rein! Das Wasser ist warm,“ rief sie.
Merion nickte ihr zu, aber dann schüttelte er den Kopf. „Später vielleicht,“ murmelte er. Dann ging er wieder rein.
Er wusste nicht genau, wonach er suchte. Er fand die Frauen schön und anregend, aber irgend etwas fehlte ihm.
Dann erblickte er sie und er wusste warum er hier war.
Sie saß an einem Tisch, etwas abseits und wirkte so, als ob alles, was um sie herum geschah uninteressant war. Sie schrieb einen Brief – so sah es zumindest aus - und war ganz in ihre Beschäftigung vertieft.
Merion fand sie umwerfend. Der Ausdruck in ihrem Gesicht war einprägsam und tief und sie hatte eine Ausstrahlung, dass es ihm fast den Atem nahm. Sie umgab eine Aura, die verhinderte, dass sie von einem der Männer angesprochen wurde.
Sie trug ein hübsches sandfarbenes Kleid, dass ihr unten herum knapp über die Mitte der Oberschenkel reichte und nach oben hin weitmaschig wurde, so dass ihre Brüste gut zu erkennen waren. Niemand hätte bestritten, dass sie eine umwerfend schöne Figur hatte.
Merion blieb an ihrem Tisch stehen und betrachtete sie ausgiebig. Er sah ihre Hände, die ihm verrieten, das sie eine Spur älter war, als die meisten anderen Frauen hier. Er betrachtete ihre vollen langen dunkelblonden Haare, die ihr offen über die nackten Schultern fielen. Der Ausdruck in ihrem Gesicht veränderte sich nicht, obwohl sie ihn längst bemerkt haben musste. Konzentriert schrieb sie weiter an ihrem Text. Merion erhaschte einen Blick auf das Papier und bemerkte, dass sie in einer Sprache schrieb, die er nicht kannte.
Natürlich ist sie nicht von hier, dachte er. Sonst würde sie jetzt nicht hier sitzen.
Die junge Frau setzte einen Punkt und sah jetzt endlich auf. Merion blickte in zwei wache graublaue Augen, die ihn uninteressiert mustern. Ihr Blick fuhr seinen Körper hinunter und wieder hinauf. Merion bildete sich ein, dass sie jetzt eine Spur von Interesse zeigte.
Die Rollen waren in diesem Spiel klar verteilt, es war also eigentlich egal, was sie dachte. Trotzdem merkte Merion, dass es ihm selber nicht egal war.
Jetzt lehnte sie sich zurück, und blickte ihn weiter direkt in die Augen. Wie selbstbewusst sie war! Merion hätte niemals erwartet, hier eine Frau wie sie zu treffen.
Er sagte nichts. Irgendwie wollte er diesen Augenblick nicht stören.
Sie sagte ebenfalls nichts. Völlig lautlos sahen sie sich an, zehn oder zwanzig ewige Sekunden.
Dann senkte sie den Blick, nahm ihren Brief und lies ihn in einer Schublade unterhalb der Tischplatte verschwinden. Ihre Bewegungen waren präzise und schnell, gleichzeitig aber auch spielerisch leicht. Sie stand auf und war jetzt fast so groß wie er. Merion blickte auf ihre Brustspitzen, die sich durch die Maschen ihres Kleides schoben. Sie hob ihre Hand und hielt ihm ihr Handgelenk hin. Merion ergriff es. Dann führte er sie durch den Raum nach draußen. Er würde sie im Sonnenschein nackt sehen. Schon bei dem Gedanken merkte er, wie sich seine Lenden regten.
Draußen saßen noch drei Mädchen am Pool, die fehlende wurde gerade am Beckenrand von einem jungen Mann gevögelt, den Merion flüchtig von seinem Seminar kannte.
Alle drei blicken zunächst in Marlons Richtung und sahen dann rasch weg, als sie sahen, mit wem er hinaus trat.
Zumindest kam es ihm so vor.
Merion ging in den Garten und führte seine Partnerin hinter sich her. Noch immer sprachen beide kein Wort. Ihm kam der Gedanke, dass sie vielleicht gar kein Samskarisch sprach. War das möglich?
Merion war noch nie in diesem Garten gewesen, aber er wusste ungefähr wie die Gärten der Reichen beschaffen waren. Er führte sie zielstrebig an den Rand des Gartens, an eine Mauer, von der aus sie das Meer und die Hügel davor sehen konnten. Das war die richtige Kulisse.
Die Mauer war hüfthoch und einen Meter breit. Merion fand, dass sich seine Begleiterin sehr gut auf dieser Mauer machen würde, wenn sie sich gleich auszog.
Er lies ihre Hand los, und betrachtete kurz die Aussicht auf das Meer. Dann drehte er sich zu ihr um, um eine noch atemberaubender Aussicht zu genießen. Das Mädchen stand da, mit einer Mischung aus Langeweile und Selbstbewusstsein. Sie war keine Spur nervös oder angespannt. Ruhig blickte sie in seine Richtung und dann weiter zum Meer. Fast beiläufig richtete sie ihr Becken so, dass ihre Taille und ihre Brüste zur Geltung kamen.
Merion griff an seinen Gürtel und lies seine Hose nach unten gleiten. Es war sein einziges Kleidungsstück gewesen. Er sah wie ihr Blick auf seinem Penis ruhte und wie sie dabei zusah, wie er steif wurde.
Dann griff sie sich in den Nacken und öffnete dort einen Knopf. Anschließend lies sie ihr Kleid an sich herunter gleiten. Jetzt trug sie nur noch einen sehr knappen Slip, der sich in ihre Rundungen schmiegte. Ihre Hände glitten an ihren Hüften herunter und im nächsten Augenblick später trug sie nichts mehr am Körper.
Feine blonde Haare schmiegten sich um ihr weibliches Zentrum. Ihr nackter Körper war von einer kalten Schönheit, wie geschliffener Stahl. Nur ihre Haltung drückte Offenheit aus, wärme und Beweglichkeit. Die Aussicht auf Sex.
Merion wartete. Sie wartete auch. Beide betrachteten sie sich, belauerten sich fast ein wenig. Wir sind zwei schweigsame Seelen, dachte Merion.
Irgendwann trat er an sie heran und hob seine Hand. Seine Finger glitten über ihre Nase, die Wange und ihr Kinn. Sie zuckte nicht zurück.
Einer spontanen Eingebung folgend hockte er sich vor ihr hin. Ihre Finger fuhren ihm ins Haar. Er blicke jetzt direkt in ihren weiblichen Hügel.Unterhalb ihrer hellen, krausen Haare öffnete sich ihr Tor, der Eingang zu ihrer Vollkommenheit als Frau. Hier entscheidet sich sein Schicksal, dachte er. Merion hatte schon viele Yonis von Nahen gesehen, und diese hier war nicht so viel anders als andere. Trotzdem war er von der Situation überwältigt, dass auch dieses schöne Wesen die Möglichkeit besaß, die ihn zumindest für den Augenblick glücklich machen konnten. Und dass sie sich ihm schenken würde. Sie wird ihn in sich aufnehmen, weil es heute und jetzt ihre Aufgabe ist, genau das zu tun. Schon bald würde er sie von innen kennen lernen. Und sie wird ihn in sich spüren und vielleicht sogar in sich aufnehmen.
Überwältigt von dieser Vorstellung vergingen die Sekunden. Sie hatte aufgehört sein Haar zu streicheln sondern es jetzt fest gepackt. Und der kaum spürbare Zug mit ihrer Hand lies keinen Zweifel zu, wohin sie ihn jetzt haben wollte.
Merion öffnete seine Mund und versenke seine oberen Lippen in ihre unteren. Er saugte ihre inneren Schamlippen ein und fuhr mit seiner Zunge durch ihre weichen Wogen. Sie packte seine Haare fester, atmete schwer ein und dann hörte er den ersten Ton aus ihrem Mund, ein leises aber wohliges Stöhnen. Dieser kleine Laut machte ihn so rasend vor Lust, dass er so fest saugte, wie er konnte und seine Zunge so tief in sie hineinführte, wie er es nicht für möglich gehalten hatte. Ein leichtes Zittern ging durch ihren Körper. Einen Moment später wurde ihm bewusst, dass sie feucht wurde.
Für Merion war das ein besonderer Augenblick. Es war ein leichtes, mit einer Sklavin zu schlafen. Seit Turya und Mula unterworfen waren, waren weibliche Sklavinnen ein fester und massenhafter Bestandteil der samskarischen Kultur. Sex war für junge Adlige wie ihn immer und überall verfügbar. Keiner seine Bekannten hatte weniger als drei Mal Sex pro Woche, entweder mit ihren Partnerinnen oder mit Sklavinnen oder mit beiden gleichzeitig.
Aber Merion fand es abstoßend, mit einer Frau zu schlafen, die keine Lust verspürte. Und die wenigsten Sklavinnen hatten wirklich Lust auf den Sex mit ihren Besitzern. Deshalb war es für Merion wichtig, die Frauen, mit denen er Sex hatte, soweit erregen zu können, dass sie ebenfalls Spaß daran hatten. Und eine feuchte Yoni war ein sichere Zeichen dafür, dass ihm das gelungen war.
Allerdings war der Staatsbeamter, in dessen Garten sie sich befanden auch berühmt dafür, dass er sich Sklavinnen hielt, die aufgeschlossen waren was das Vögeln anging. Deshalb war Merion auch besonders erfreut gewesen, als er die Gelegenheit bekam, bei dieser Sex-Party dabei sein zu können. Dort dann aber eine solche Schönheit zu treffen, damit hatte er nicht mal in seine kühnsten Träumen gerechnet.
Seine Partnerin schien überrascht zu sein, dass er sie oral befriedigte, bevor er in sie eindrang. Wahrscheinlich war sie so ein Verhalten von den Männern, mit denen sie sonst Sex hatte, nicht gewöhnt.
Jedenfalls übernahm sie jetzt die Initiative. Anscheinend konnte sie es nach diesem Vorspiel kaum abwarten, Merion in sich aufzunehmen.
Sie glitt zu ihm herunter. Ihre Blicke trafen sich wieder, diesmal aber nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. Merion konnte nicht anders als ihr auf den Mund zu küssen. Und anschließend konnte er seine Zunge nicht mehr unter Kontrolle bringen. Er saß auf den Fersen und sie hockte breitbeinig auf seinen Schenkel. Während sie sich küssten, griff sie nach seinen Penis und führte ihn mit einer einzige sanften Drehung in sich ein. Ihre Feuchtigkeit umschloss ihn so unvermittelt, dass Merion lustvoll aufstöhnte. Dass schien sie ziemlich an zu machen. Ihre Lippen saugten sich jetzt ihrerseits an seinen Mund fest und ihr Unterleib zitterte, während sie seinen Schwanz tiefer und tiefer in sich aufnahm, bis er ganz in ihr verschwunden war.
Merion verlor alles Zeitgefühl und war fast bewusstlos vor Lust. Mit winzigen, kaum wahrnehmbaren Bewegungen rieben beide ihre Hüften aneinander. Irgendwann lies sie von seinem Mund ab und beugte sich nach hinten. Merion umfasste ihre Rücken, stützte sie ab, während sie ihre schönen festen Brüste nach oben zum Himmel streckte und sie ihren Kopf in den Nacken fallen lies. Merion freie Hand knetete ihren Busen und umschloss ein ums andere Mal ihre steifen Warzen. Dann beugte er sich vor und sein Mund umschloss einen ihrer Nippel und saugte ihn in sich hinein.
Sie fing jetzt an, rhythmisch auf seinen Schoß zu reiten. Aber es war keine statische, steife Bewegung. Ihre Wirbelsäule rollte sich vor und zurück, wie einen Welle. Dabei streckte sie ihre Arme nach oben, jede Faser ihres Körpers war in Bewegung. Merion hatte so etwas noch nie gesehen. Sie schien von unbändiger, archaischer Energie ergriffen zu sein. Er umschloss ihre schlanken Hüften, wie um sie zu mäßigen. Statt dessen wurde sein Körper mit einbezogen, in den Rausch der Bewegung die ihm den letzten Rest Verstand raubte.
Jetzt war für ihn kein Halten mehr. Seine schweigsame Partnerin legte sich mit den Rücken auf den Rasen, streckte ihre Arme und Beine in die Höhe wie ein Käfer und wurde Passiv. Angesteckt von ihrer zuvor noch unbändigen Energie stieß Marlon zappelnd, stöhnend und fast um sich schlagend in ihren Schoß, sein Penis senkte sich in sie mit kurzen, schnellen Stößen.
Irgendwann wurde Merion ruhiger, vergewisserte sich, ob sie noch Spaß hatte und sah, dass sie lachte. Merion legte sich auf sie und sie senkte Arme und Beine. Beide sahen sich direkt in die Augen. Instinktiv streichelte Merion ihre Wangen. Dann küsste er sie erneut. Sie schloss die Augen und erwiderte den Kuss.
Irgendwann wurde es ihr scheinbar doch zu viel. Sie kitzelte Merion an der Hüfte, anscheinend war er ihr zu schwer. Merion setzte sich auf und sein Penis rutschte mit einem schmatzenden Laut aus ihr heraus.
Sie richtete sich ebenfalls auf und sagte mit einer wunderbar süßen Stimme: „Und, bist du schon satt?“
Merion lächelte. „Nein. Ich möchte dich gerne noch weiter genießen.“
„Dann tu das. Aber ohne mich ins Gras zu drücken.“ Sie drehte sich spielerisch um und zeigte Merion die Abdrücke der Grashalme auf ihrem Rücken. Dann drehte sie sich wieder zu ihm um.
Als Merion an sie heran trat, öffnete ihre Beine weit. Gemeinsam gingen sie auf die Knie. Er saß jetzt zwischen ihren Beinen und blickte auf ihre Öffnungen. Sie folgte seinem Blick und öffnete mit Daumen und Zeigefinger ihre Schamlippen. „Da geht noch was. Wir beide sind noch nicht fertig.“
Merion war baff über ihre Offenheit. Er fuhr mit seinem Zeigefinger ihre Lippen entlang und legte dann die Fingerspitze auf ihr Po-Loch. Sie machte keine Anstalten zurück zu zucken sondern sah ihn nur herausfordernd an. Merion fuhr wieder ein wenig höher und senkte seinen Finger in ihre Yoni. Dann machte er eine kreisende Bewegung um möglichst viel von ihrer und seiner Flüssigkeit mit dem Finger aufzunehmen. Da war eine Menge. Anschließend fuhr er wieder nach unten und drang mit dem nun angefeuchteten Zeigefinger in ihren Hintern ein.
Sie stöhnte lustvoll auf und ließ sich auf den Rücken sinken. Merion versenkte seinen Finger bis zum Anschlag in ihren Hintern und massierte sie sanft von innen. Dabei machte sie eine ganze Reihe von Geräuschen, die eher nach einem Tier klangen als nach einem Menschen.
„Du verwöhnst mich,“ sagte sie irgendwann.
„Du hast es verdient,“ sagte er.
„So, habe ich das,“ antwortete sie.
Merion rutschte über sie, ohne sich auf sie zu legen, um ihr ins Gesicht zu schauen. Seinen Finger behielt er in ihrem Hintern.
Er konnte sich die vielen Fragen, die er hatte, nicht länger verkneifen.
„Du bist keine Sklavin oder?“ fragte er sie.
Sie hielt ihre Augen geschlossen und wand sich mit sanften Bewegungen unter seinen Fingerbewegungen wie eine Schlange. „Doch, natürlich. Was denkst du denn.“
„Aber du bist vollkommen anders. So frei. Freier als alle Samskarierinnen die ich kenne. Und du genießt den Sex.“
Jetzt öffnete sie ihre Augen, sah ihn an. Er sah ihren Blick und hörte mit der Finger-Bewegung auf. „Nimm deinen Finger aus meinem Arsch.“ sagte sie zu ihm. Merion zögerte einige Sekunden, dann zog er ihn heraus.
Mit einer geschmeidigen Bewegung richtete sie sich auf und drückte seinen Oberkörper zurück, so dass er jetzt mit dem Rücken auf dem Boden lag. Dann stieg sie verkehrt herum über ihn drüber und saugte seinen Schwanz in ihren Mund. Merion war erneut von ihrer Dynamik überrumpelt. Dann sah er ihre Yoni direkt vor seinem Gesicht und saugte sich gierig hinein.
Sie saugten und leckten einige Zeit aneinander. Dann rutschte sie irgendwann hoch, so dass ihre Köpfe übereinander lagen. Sie küsste erneut auf den Mund.
„Wie heißt du?“ flüsterte er zwischen zwei Küssen.
„Die Antwort auf diese Frage hätte Konsequenzen,“ hauchte sie.
„Ich möchte dich kaufen,“ sagte Merion schließlich. Er glaubte selber kaum, was er da sagte. „Ich kaufe dich und nehme dich zu mir. Ich habe Geld gespart. Du solltest nicht hier bleiben, und dich von den Gästen des Ministers vögeln lassen.“
Sie ließ von ihn ab und lachte lauthals. Er richtete sich auf. Sie saßen jetzt beide nebeneinander und sie hielt sich an seine Schulter fest und kicherte in sich hinein. Es hatte auch etwas von einem Weinen.
„Was ist daran so witzig,“ fragte Merion etwas gekränkt.
Sie führte seine Hand an ihren Busen und küsste ihn auf die Wange. „Du bist echt süß,“ sagte sie. „Wirklich. Du bist so süß, dass ich dein Angebot fast gut fände. Und du bist eine willkommene Abwechslung gegenüber den Greisen, die ihre Schwänze normalerweise in mich stecken.“ Sie nahm seinen Penis und umschloss seine Eichel. „Dein schöner starker Schwanz wird mich gleich noch so lange durchdringen, bis wir beide satt sind. Lass uns unsere Jugend genießen, hier und jetzt. Das ist, was möglich ist. Alles andere ist sinnlose Träumerei.“
„Du bist ein freches Mädchen,“ antwortete Merion und legte die andere Hand, die nicht in ihrem Hintern gewesen war, auf ihren Venushügel. Sein Mittelfinger suchte und fand ihren Kitzler und umkreiste ihn sanft.
„Warum sollte das nicht möglich sein?“ fragte er dabei. „Ich bin zwar Jung, aber Adlig. Meine Familie würde mir erlauben, eine besondere Sklavin wie dich zu kaufen.“
Sie legte einen Finger auf seine Lippen. „Du bist ein Dummerchen. Und du weist nicht, wen du vor dir hast.“
Unvermittelt stand sie auf stellte sich an die Mauer. Der Seewind blies ihr in den Haaren, Die Schatten der Büsche spielten Muster auf ihre Haut.
Nachdem sie einige Augenblicke zur See hinaus geschaut hatte, sah sie zu ihm herunter.
„Du hast dir vorhin keine gewöhnliche Sklavin ausgesucht,“ sagte sie. Es war als hielte sie ihm einen Vortrag. Dabei drehte sie ihren Körper leicht und scheinbar zufällig mal in die eine, mal in die andere Richtung. Die Bewegung machte ihr ganzes Körpergefühl deutlich, dass durchdrungen war von Selbstbewusstsein und Leichtigkeit.
„Eigentlich habe ich auch nicht damit gerechnet, dass ich heute Sex haben werde,“ fuhr sie fort, „obwohl ich für die Mädchen eingesprungen bin, die normalerweise die gewöhnlichen Gäste des Gouverneurs bedienen. Im Augenblick geht die Grippe um und die Hälfte seiner Sklavinnen ist krank. Deshalb musste ich einspringen.“
Sie drehte ihren Körper zur Seite. Merion konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden.
Sie fuhr fort: „Ich habe normalerweise nur mit den hohen Ministern Sex. Dafür bin ich vorgesehen. Jede Woche kommt der Verteidigungsminister, und bespritzt mich mit seinem Sperma. Regelmäßig kommt der Außenminister, um mich zusammen mit zwei anderen Favoritinnen zu ficken. Und einmal im Monat werde ich auf die Burg gebracht,“ sie zeigte in die Richtung, in der die Stadtfestung lag. Merion hielt den Atem an. „Dort steckt dann der Prinz persönlich seinen kleinen Schwanz in meine Muschi und fickt mich bis ihm seine kleine kümmerliche Existenz aus den Ohren quillt.“
Sie kniete sich hin, und stupste Merion mit dem Finger an die Nase. Dann drehte sie sich um und legte sich vor ihm breitbeinig auf den Bauch. Merion ging zu ihr hin und steckte ihr seine Schwanz von hinten in die Möse.
Dann begann er sie sanft zu bearbeiten.
„Das ist natürlich schwierig,“ sagte er halblaut.
„Du hast gerade deinen Schwanz in einer Sklavin, für die letzte Woche fünf A-Sklavinnen geboten wurden,“ murmelte sie. „Und mein Besitzer wollte mich nicht hergeben.“
Merion schüttelte den Kopf. „Dass ist unglaublich. Damit kann man sich ja ein halbes Schloss kaufen. Die jungen hübschen Sklavinnen auf dem Wochenmarkt kosten ein fünftel A-Sklavinnen, wenn es hoch kommt.“
„Wie ist dein Name?“
„Ich heiße Merion.“
„Gut Merion. Ich will, dass du mich jetzt vögelst. Das ist es, was zwischen uns gerade möglich ist. Und alles andere lass uns jetzt vergessen.“
Merion massierte ihre Schultern und fuhr mit seinen Händen ihre warme weiche Haut entlang.
Und dann tat er, was sie sich wünschte.
„Wie heißt du?“ flüsterte er in ihr Ohr. „Sag mir, wie die Frau heißt, der ich mein Leben widmen will.“
Sie antwortete lange nicht, sondern genoss seine Penetration. Kurz bevor sie kam sagte sie: „Serena. Und diesen Namen solltest du schnell wieder vergessen, wenn du nicht in den Kerkern meines Herrn landen willst.“
Dann erlebten beide einen einzigartigen Orgasmus.
Die Besatzung
Der Wind blies durch die Wipfel der Tannen in den Hängen. Hier unten gab es keinen Schnee mehr um diese Jahreszeit. Durch den wilden Tannenwald ritt eine Frau auf einem Pferd. Sie kam sehr schnell voran - offensichtlich eine gute Reiterin. Ihre Haare wehten im Wind.
In der Grenzregion zwischen den hohen Bergen von Akasha und den fruchtbaren Niederungen von Mula lebte so gut wie keine Menschen, dafür aber zahlreiche wilde Tiere. Die Reiterin schien das nicht zu stören, sie ritt zielstrebig und geschwind weg von den Bergen, hin zu den flacher werdenden Ebenen.
Der Name der Reiterin war Phenoma – Herrin von Phen. Sie lebte in Akasha, dem alten Reich in den Bergen. Aber wie alle Bewohner dort war sie nicht dort geboren. Vor 20 Jahren war sie als junge Frau aus Samskara aufgebrochen, um in Akasha ihre Bestimmung zu finden. Jetzt kehrte sie nach Samskara zurück.
Allerdings wählte sie nicht den direkten Weg. Samskara grenzte genau wie Mula an da Hochgebirge, in dem Akasha lag. Wenn Phenoma direkt geritten wäre, hätte sie zwei Tage Wegzeit gespart.
Aber sie zog es vor, über Mula nach Samskara zu reisen. Die Grenze zwischen Samsaka und Akasha wurde schwer bewacht, seit es dort vor einigen Wochen zu einem Überfall gekommen war. Der Überfall war der Grund für Phenomas Reise und er war der Grund, warum sie es vorzog, heimlich nach Samskara zu gelangen.
Die Grenze zwischen Mula und Akasha war dagegen völlig frei. Und erst hier unten in den Niederungen traf sie vereinzelt auf Menschen.
Phenoma dachte mit gemischten Gefühlen an die kommenden Wochen. Sie wusste nicht, wie lange sie in Samskara bleiben musste, bis ihre Mission erfüllt war. Unter Umständen wird es sehr lange dauern.
Und sie durfte von den Samskarischen Wächtern und Häschern nicht entdeckt werden, denn sie reiste in feindlicher Absicht.
Mehr noch, sie war eine gefährliche Feindin des Samskarischen Reiches geworden. Und eine begehrte Gefangene, falls sie in die Hände des dort herrschenden Komitees fallen sollte.
Phenoma hatte die Berge und damit die Wildnis jetzt endgültig hinter sich gelassen. Vor ihr begannen sich endlose Felder zu erstrecken, angebaut mit unterschiedlichen Kulturpflanzen und Getreide. Mula war ein Agrarstaat. Hier wuchsen die Nahrungsmittel für zahlreiche weitere Länder.
Phenoma ritt nun auf Feldwegen weiter. Ab und zu sah sie Landarbeiter auf den Feldern, Männer und Frauen. Später kamen die ersten Gehöfte und vereinzelte Dörfer. Es wurde Zeit, sich ein unauffälligeres Fortbewegungsmittel zu suchen. Noch war sie keinen Offiziellen begegnet, aber Mula war ein besetztes Land, es stand unter Samskarischer Herrschaft. Irgendwann würden die ersten Posten kommen, die ersten Knotenpunkte der Fremdherrschaft. Und spätestens dann würde sie, als einsame Frau auf einem Pferd, auffallen und die Aufmerksamkeit der Offiziellen auf sich ziehen.
Phenoma ritt nun eine befestigte Straße entlang. Sie hatte sich die Karte der Gegend gut eingeprägt. Im nächsten Dorf gab es eine Kontaktperson. Sie würde ihr bei der Weiterreise helfen.
Ashoka hatte ein altes Netz aus Kontakten in allen Ländern. Die Samskarischen Kontakte sind inzwischen in den Untergrund gegangen, aber in den besetzten Ländern sind die Kontaktpersonen den Offiziellen meistens nicht bekannt.
Phenoma erreichte das Dorf wie geplant am Mittag, während kaum jemand auf der Straße war. Der Ort bestand aus 6 alten Bauernhäusern. Etwas Abseits hinter einen kleinen Weiher fand sie das gesuchte Gebäude. Sie stieg vor dem Haus ab und band ihr Pferd an einen Baum. Dann ging sie zur knorrigen alten Eingangstür und klopfte.
Lange Zeit geschah nichts, dann hörte sie ein Geräusch aus dem Innern des Hauses. Phenoma klopfte erneut, diesmal lauter.
Die Tür wurde mit einem Ruck aufgerissen, und vor ihr stand eine alte Frau. Sie sah sie zunächst mit einem mürrischen Gesichtsausdruck an, dann stutzte sie. „Wer bis du?“ fragte sie mir einer rauen Stimme.
„Ich bin eine Gesandte aus Ashoka und bitte um Unterstützung.“
Die alte Frau riss die Augen auf. Dann trat sie heraus und sah sich prüfend um. Schließlich zeigte sie zum Pferd und sagte: „Bring deinen Gaul in die Scheune, dort gibt es Heu. Und dann komme schnell herein, bevor dich jemand sieht.“
In dem Haus war es geräumig und gemütlich. Im Küchenherd brannte ein Feuer und es roch nach Frühlingskräutern. Die Frau wies auf eine Bank neben dem Herd, und setzte sich selber leicht keuchend auf einen Stuhl gegenüber.
„Lange Zeit war niemand mehr aus Ashoka hier“, sagte sie. „Seit die Samskarier gekommen sind nicht.“
Sie goss sich und Phenoma einen Tee ein, den diese dankend entgegen nahm. „Mein Sohn wird sich um dich kümmern, wenn er wieder da ist. Im Augenblick ist er auf den Feldern.“
Phenoma nickte. „Ich danke dir für deine Gastfreundschaft. Wie ist dein Name?“
„Mein Name, ach, wem interessiert das. Früher wurde ich Enna die Flinke genannt, als die Weisen noch die Länder regierten und jeder Mensch einen Platz hatte in der Welt.“ Plötzlich rollte ihr Tränen über die Wange. „Heute ist alles anders. Heute haben wir nur noch zu funktionieren.“
Phenoma stand auf und legten einen Arm um sie. Ihr fiel keine Antwort ein.
„Ihr habt uns allein gelassen!“ rief Enna und weinte in Phenomas Armen. „Ihr habt uns ausgeliefert.“
Phenoma wusste immer noch keine Antwort. Aber sie war nicht einverstanden mit den Worten der Alten. Was hätten sie den tun sollen? Ashoka hatte Einfluss, aber es war genau genommen kein Staat. Wie hätten sie die Armeen der Samskarier aufhalten sollen, nachdem die Offiziellen dort die Macht übernommen hatte?
Sie rechtfertigte sich nicht, obwohl es ihr auf der Zunge brannte. Sie lies Enna weinen. Nach einigen Minuten hatte diese sich gefangen und erhob sich. „Ich habe noch etwas Arbeit, bevor die Männer wieder nach Hause kommen. Du kannst dir oben ein Zimmer zurecht machen.“
„Ich plane möglichst bald, vielleicht schon heute Abend weiter zu reisen,“ bemerkte Phenoma. Die Alte winke ab. „Egal, ich will dich hier unten nicht sehen. Bitte gehe nach oben, bis die Männer nach Hause kommen.“
Phenoma sagte nichts weiter und ging die massive Holztreppe nach oben. Sie fragte sich, ob dieser erste Kontakt mit Menschen außerhalb von Ashoka stellvertretend war für die weitere Reise.
Als es dunkel wurde hörte Phenoma wie unten Menschen eintrafen. Sie hatte sich inzwischen damit abgefunden, die Nacht in den Haus zu verbringen und erst am nächsten Tag weiter zu reisen, und hatte sich oben ein Platz zum Schlafen zurecht gemacht. Nun ging sie nach unten.
Es waren zwei Personen gekommen, ein Mann im mittleren Alter und ein Junge von vielleicht 11 Jahren, offensichtlich sein Sohn. Beide trugen die grobe Kleidung der Landarbeiter und sahen erschöpft vom Tag aus. Als sie Phenoma sahen, wich der erschöpfte Gesichtsausdruck einen puren Staunen. Phenoma übernahm die Initiative „Hallo, die Hausherrin hat mich freundlicherweise eingelassen. Ich komme aus den Bergen und bin auf Durchreise.“
Der Mann reichte ihr die Hand wie in Mula üblich. Dann sagte er zu seinem Sohn. „Dies ist ein besonderer Augenblick Genson. Zum ersten Mal stehst du vor einer echten Drachenreiterin.“
Genson schaute etwas verängstigt. „Dann reichte er ihr ebenfalls die Hand. „Wo ist dein Drache?“ fragte er.
Phenoma lachte. „Meinen Drachen konnte ich nicht mitnehmen, da ich heimlich reise. Ich hoffte, das ich bei euch einen Tipp bekomme, wie ich unbemerkt nach Samskara komme.“
Der Mann nickte, sein Sohn zuckte bei dem Namen das Ziels ein wenig zusammen.
Dann rief Enna aus der Küche „So kommt endlich rein, was steht ihr da auf dem Flur herum? Das Essen ist fertig.“
Das Essen bestand aus einer reichhaltigen Gemüsesuppe mit Kartoffeln. Phenoma hatte großen Hunger und aß mehrere Teller. Sie aßen schweigend.
„Wie sieht es aus in Akasha?“ fragte der Mann als sie fertig waren. Er hatte sich ihr als Ronnert vorgestellt.
„Der Orden der Drachenreiterinnen hat beschlossen in den Krieg einzugreifen.“ antwortete Phenoma.
Alle drei sahen sie erstaunt an. „Das sind ja unglaubliche Neuigkeiten,“ Ronnert wirkte erleichtert.
„Darauf haben wir 6 Jahre gewartet,“ brummte Enna zustimmend.
Phenoma nickte: „Es war keine leichte Entscheidung. Wir Drachenreiterinnen waren immer politisch neutral. Dies war ein Teil unseres Selbstverständnisses. Aber wie sich die Dinge entwickelt haben, konnten wir nicht länger neutral bleiben.“
„Was ist denn passiert?“ fragte Ronnert.
„Samskara hat Shashastra angegriffen.“
„Das ist keine neue Nachricht. Der Angriff war seit Jahren im Gespräch und vor 6 Monaten habe ich gehört, dass die Gefechte beginnen.“
Phenoma nahm sich noch einen von den auf den Tisch liegenden Äpfeln. „Ja, aber jetzt sah es so aus, als wenn Samskara gewinnen würde. Sie haben in der letzten Zeit beträchtliche technische Fortschritte gemacht und setzen neuartige Maschinen ein.“
„Und was hat das mit Ashoka zu tun?“
„Wir haben ein besonderes Verhältnis zu Shashastra. Die dortige Gesellschaft ist uns sehr verbunden. Sie wird von Frauen dominiert. Eine Niederlage würde ein Ende dieser Kultur bedeuten.“
„Als Mula besetzt wurde war es euch egal,“ schnaubte Enna. „Und jetzt, wo die Grazien dran glauben sollen, überlegt ihr es euch plötzlich anders.“
„Es war uns nie egal,“ antwortete Phenoma. „Wir haben gehofft, dass sich die Situation von alleine klärt. Akasha war immer schon politisch neutral. Dies aufzugeben ist für uns ein schwerer und gefährlicher Schritt.“
„Den ihr nur geht, weil mit den Fall von Shashastra eure eigene Existenz in Frage gestellt werden würde,“ schloss Ronnert und sah sie spöttisch an.
„In der Tat ist es unser Anliegen, dass die weibliche Macht auch im weltlichen Bereich nicht verschwindet,“ Phenoma war der Verlauf des Gespräches unangenehm. Auf der anderen Seite konnte sie die Argumente ihrer Gastgeber gut verstehen.
Trotzdem war sie der Meinung, dass der Orden, der Akasha seit Anbeginn regierte, richtig gehandelt hatte. Es war nicht die Aufgabe der Drachenhüterinnen, politische Systeme zu beeinflussen. Erst als die eigene Existenz tatsächlich bedroht war, war ein Eingreifen gerechtfertigt.
„Ich hoffe, dass ihr von einer möglichen Wende im Krieg profitiert. Die Armee der Samskarier ist jedenfalls durch den Angriff der Drachen ins Stocken geraten.“
Diese Aussage sorgte für sichtbare Erleichterung am Tisch.
„Vielleicht kommt Mutter dann bald zurück,“ meinte Genson, der sich bisher nicht in das Gespräch eingemischt hatte. Phenoma sah ihn fragend an.
„Meine Frau wurde nach dem Einmarsch der Samskarier verschleppt“ erklärte Ronnert. „Wir haben seit acht Jahren nichts mehr von ihr gehört.“
„Oh, das tut mir leid.“ Damit erklärte sich auch die Verbitterung der Mutter. „Wo könnte sie sein?“
„Sie ist in Samkara. Wenn sie Glück hat muss sie nur arbeiten, aber wahrscheinlich wird sie als Prostituierte missbraucht.“ Enna beugte sich mit einem wilden Blick über den Tisch. „Ich habe die Männer gesehen, die Samskarischen Soldaten, als sie hier von Tür zur Tür gingen, ich habe ihre Blicke gesehen. Sie haben nur die schönsten Frauen mitgenommen. Und einige kräftige Männer für die Minen.“
Phenoma schluckte. Sie hatte davon gehört, dass zahlreiche Männer und Frauen aus den unterworfenen Ländern zum Arbeiten nach Samskara verschleppt worden waren. Aber es war etwas ganz anderes, den Betroffenen zu begegnen. „Das tut mir leid,“ wiederholte sie.
Alle schwiegen einen Augenblick. Dann sagte Phenoma: „Ich habe vor nach Samskara zu gehen, heimlich, um einen Auftrag für unsere Seite durchzuführen. Ich wünsche mir eure Unterstützung bei der Einreise.“
„Wir werden dir helfen,“ sagte Ronnert. „Wir haben uns zur Hilfe für die Drachenreiterinnen verpflichtet und dabei bleibt es. Ich hoffe, ihr werdet es uns nicht vergessen.“
„Wir können mit unseren Drachen das Voranschreiten der Samskarischen Armee aufhalten. Was wir nicht können, ist Samskara mit Waffengewalt zu unterwerfen. Das kann im Augenblick niemand.“
„Ich möchte irgendwann meine Frau wieder in den Armen halten.“ antwortete Ronnert. „Und mein Sohn hat verdient, dass er seine Mutter wieder sieht. Ich möchte, dass du darüber nachdenkst, wie du oder wie Akasha uns helfen kann.“
Phenoma biss sich auf die Lippe. Dann nickte sie. „Ich kann nichts versprechen, aber ich werde darüber nachdenken.“
Das musste ja so kommen, dachte sie bei sich. Zuerst treten wir in den Krieg ein, und dann sollen wir alle Sklaven befreien.
„Mit deinem Pferd kannst du nicht weiter reisen.“ unterbrach Ronnert ihre Gedanken. „Frauen reisen nicht mehr allein durch Mula und erst recht nicht durch Samskara. Du würdest sehr schnell Ärger bekommen.“
Phenoma nickte.
„In der Poststation in der Bezirksstadt geht jeden Morgen eine Kutsche nach Samskara. Ein guter Freund von mir ist für die Beladung zuständig. Er könnte dich dort einschleusen.“ Phenoma nickte erneut.
„Ich weiß nicht, wie die Kontrollen an der Grenze zwischen Mula und Samskara sind. Wenn du Glück hast, kommst du glatt durch bis Ashwini.“
„Das hört sich gut an.“ Phenoma verschwieg, dass sie einen gefälschten Passierschein für die Grenze dabei hatte.
„Ich bringe dich morgen früh in die Stadt und werde alles arrangieren. Danach bist du auf dich allein gestellt.“
„Gut. Ich danke dir.“
„Denke an unsere Vereinbarung.“
„Das werde ich.“
Die Kämpferin
Phenoma wachte auf und war sofort hellwach. In ihrem Zimmer stand eine Person und betrachtete sie. Zunächst konnte sie nur den Schatten erkennen, aber ihr war sofort klar, dass sie es mit einer Frau zu tun hatte.
Einer Kämpferin.
Sie war gekleidet wie eine Reiterin aus der alten Zeit. Hier und dort lies der Stoff Stellen an ihrer Haut frei. Dadurch konnte Phenoma sehen, dass sie jung war.
Zu jung, um übrig geblieben zu sein. Sie war noch nicht geboren, als die Ausbildung der Reiterinnen eingestellt wurde.
Ihr Gesicht war hinter einem Stofftuch verborgen, dass den Teil ihres Gesichtes ab der Nasenwurzel frei lies. Phenoma sah ihre Augen funkeln.
Sie sagte immer noch nichts. Auch Phenoma verhielt sich still.
Draußen dämmerte der neue Tag. In Kürze war es Zeit um aufzubrechen. Aber ihre Besucherin schien nicht darauf bedacht zu sein, sie einfach gehen zu lassen.
Von unten kamen Geräusche. Offensichtlich war den Besitzern des Hauses nichts passiert.
Erst jetzt sah Phenoma, dass die Kämpferin mit einem Schwert bewaffnet war. Es hing griffbereit an ihrem Gürtel, halb verdeckt von der Kleidung. Es war nicht ihres, Phenoma erkannte an dem Griff, dass es das Schwert war, was unten in der Wohnung an der Wand gehangen hatte. Aber die Art, wie sie es trug lies vermuten, dass sie wusste, wie man damit umgeht.
Phenoma schlug die Decke zur Seite und stand auf. Sie hatte nackt geschlafen, aber es war ihr egal, was die fremde Frau von ihr dachte. Sie stellte sich vor ihr hin und wartete. Endlich fing die Kämpferin an zu sprechen: „Ich bin hier, um eine Drachenreiterin abzuholen. Zu meiner Herrin.“
Ihre Stimme wies sie als junge Frau aus, Phenoma schätzte sie auf Mitte Zwanzig.
Sie hat Mut. Und ist taff.
„Wer ist deine Herrin?“ fragte Phenoma.
„Wer bist du?“ fragte die Kämpferin.
Phenoma kam die Begegnung surreal vor. Einerseits war sie hier mitten im Feindesland mit weiblichen Machtstrukturen konfrontiert. Andererseits könnte es das gar nicht geben. Die Samskarier hatten doch den Rat der Weisen ausgeschaltet. Entweder war eine dritte Macht am Werk oder es war eine Falle.
„Ich beantworte keine Fragen von jemanden, der sein Gesicht verdeckt und sich nicht vorstellt.“
Die junge Frau zog das Tuch herunter und ihr Gesicht kam zum Vorschein. Dann sagte sie, „Ich bin nur eine Novizin, mein Name ist nicht wichtig. Aber meine Herrin wünscht dich zu sehen. Im Namen des Weisen Rates von Mula.“
Dann gibt es also doch eine Untergrundbewegung.
Phenoma betrachtete die Frau genauer. Wie sie gedacht hatte war sie kaum älter als 25, aber das konnte auch täuschen. Zwischen den Tuch, das sie trug lugte ihre rechte Brustspitze heraus. Aus irgendwelchen Gründen trug sie nichts darunter. Ihr Gesicht drückte die Entschlossenheit eines Menschen aus, der schon viel von der Welt erfahren hat. Phenoma war sich relativ sicher, dass sie kein Spitzel der Samskarier war.
„Der Weise Rat hat sich gut versteckt.“ sagte Phenoma. „Wir haben seit 6 Jahren nichts mehr von ihm gehört.“
„Nur so konnten wir unerkannt bleiben. Meine Herrin hat all die Jahre darauf gewartet, dass sie Besuch aus Ashoka bekommt. Anscheinend ist es jetzt soweit.“
Das war gelinde gesagt eine Frechheit. Aber Phenoma lies sich nicht darauf ein.
„Ich habe eine Mission in Samskara. Dort muss ich schnellstmöglich hin. Der Rat der Weisen von Mula muss andere Wege finden, um mit Ashoka zu kommunizieren.“
Das Gesicht der Kämpferin wurde fest. „Aber die bist ein Drachenreiterin, oder nicht? Wie lautet dein Name?“
„Ich bin Phenoma, Herrin von Pern, und ja, ich bin eine Drachenreiterin.“
Das schien Eindruck auf sie zu machen. Ihre Züge entspannten sich wieder. „Kannst du mir das beweisen?“
„Warum sollte ich?“
Die Kämpferin machte eine Andeutung mit der rechten Hand in Richtung des Schwertgriffs, die kaum wahrnehmbar war. Phenoma wartete. Sie würde sich nicht einschüchtern lassen.
„Meine Herrin wird in der Lage sein, das zu überprüfen,“ sagte die junge Frau schließlich. „Sie könnte hier her kommen, um sich mit dir zu treffen. Ein Tag und eine Nacht Wartezeit müsstest du dafür einplanen. Anschließend helfen wir dir dabei, sicher nach Samskara zu kommen.“
Schau an, sie weiß offensichtlich doch etwas mehr als eine einfache Novizin.
Phenoma war zu neugierig, um dieses Angebot abschlagen zu können. Sie wollte wissen, mit wem sie es wirklich zu tun hatte. Und sie war immer noch gut im Zeitplan, einen Tag Pause sollte möglich sein.
„Gut, ich bin einverstanden. Das heißt du wartest mit mir hier?“
Die Kämpferin nickte.
„Dann möchte ich jetzt wissen, mit wem ich es zu tun habe.“
Sie zögerte und schien mit sich zu ringen. Ihr Gesicht blieb dabei ausdruckslos. „Ich bin Lyam,“ sagte sie schließlich. „Lyam von Coes“
Phenoma dachte nach. Dann sagte sie: „Coes, dass ist eine bekannte Familie. Lass mich raten: deine Mutter war Ministerin im Rat der Weisen?“
Lyam sah nicht wirklich glücklich aus über diese Frage. Aber sie nickte.
„Dann warst du mit im Palast als Mula fiel.“
Jetzt drückte ihr Gesicht offenes Missfallen aus. „Ich war dabei, ja.“
Phenoma trat einen Schritt zurück und betrachtete Lyam noch mal von oben bis unten. Ihr Interesse war jetzt vollends geweckt. Unmerklich spürte sie, wie sich in ihr etwas regte.
Der Drachen erwacht.
„Ich muss jetzt meiner Herrin Bescheid geben, dass sie heute Nacht kommen soll.“ Lyam wandte sich zur Treppe. Dort drehte sie sich noch einmal um. „Draußen sind die Häscher des Feindes unterwegs. Bleibe bitte heute den ganzen Tag hier im Zimmer. Moja wird dir Essen aufs Zimmer bringen.“
„Moja? Du meinst Enna.“
„Moja ist der Name, der ihr die Macht gibt.“
Phenoma nickte langsam. Lyam ging und Phenoma setzte sie sich auf das Bett und dachte angestrengt nach. Schließlich ging sie in das Bad neben an, um sich zu waschen und anzuziehen.
Moja entschuldigte sich bei Phenoma, als sie ihr zwei Stunden später das Essen hoch brachte. „Ich wollte dich nicht hintergehen,“ sagte sie. „Aber ich hatte den eindeutigen Befehl von Java, dass ich Bescheid sage, wenn eine Drachenreiterin auftaucht. Und ich wusste ja nicht, ob ich dir trauen kann, deshalb habe ich nichts gesagt.“
Phenoma nickte. „Schon gut. Wer ist Java?“
Moja schaute verblüfft. „Hat dir Lyam nicht von ihr erzählt? Java ist unsere Herrin. Sie ist die letzte freie Frau des Weisen Rates.“
So kommen wir der Sache langsam näher.
„Und Java kommt? Ist das nicht zu gefährlich? Wie könnt ihr überhaupt mit ihr kommunizieren?“
„Wir nehmen mit ihr Kontakt auf, so wie die Frauen es schon immer getan haben,“ Moja tippte sich an die Stirn.
Mentale Übertragung. Sie sind also immer noch im Besitz von weiblicher Magie.
Phenoma war nun wirklich verblüfft.
In diesem Augenblick bemerkte sie Lyam, die auf der Treppe gestanden hatte und sie beobachtet hatte.
„Moja, du redest zu viel,“ sagte sie als sie die letzten Stufen hoch kam.
Moja winkte ab. „Entweder alles oder gar nichts. Was soll diese Geheimniskrämerei? Ist sie jetzt eine Drachenreiterin, oder nicht?“
„Ich weiß es nicht, aber ich werde es gleich wissen. Lass uns bitte allein.“
Mürrisch ging Moja die Treppe herunter und schlug unten die Tür zu.
Lyam stellte sich in die Mitte des Raumes, dort wo sie am Morgen schon gestanden hatte als Phenoma aufgewacht war.
„Ich habe mit meiner Herrin gesprochen,“ sagte sie.
Phenoma wartete.
„Sie wird sich heute Abend auf dem Weg machen und wird dann beim Morgengrauen hier sein.“
„Warum erst heute Abend?“
Statt einer Antwort geschah etwas merkwürdiges. Das Licht im Zimmer veränderte sich. Phenoma spürte plötzlich eine tiefe, dunkle Präsenz, die augenblicklich ihre Drachenenergie aufweckte. Allerdings hatte sie sie gut genug unter Kontrolle, um sich nichts anmerken zu lassen.
Das Phänomen verschwand so schnell, wie es gekommen war. Aber Lyam schien irgendwie verändert zu sein.
„Du bist eine Dunkle,“ erkannte Phenoma.
Lyam nickte.
„In welche Gestalt verwandelst du dich?“
„In eine Krähe. Wir alle verwandeln uns in Krähen, auch meine Herrin.“
Phenoma verstand. „Aber nur Nachts. Deshalb kann sie erst heute Abend aufbrechen.“
Lyam nickte.
„Und so bist du auch letzte Nach gekommen.“
„Ich erzähle dir das alles, weil meine Herrin eine Bitte an dich hat, bevor sie nachher losfliegt.“
Phenoma hob abwehrend die Hand. „Warte noch einen Augenblick. Ich muss das gerade sortieren. Ihr verfügt über alte, weibliche Macht, von der ich nicht wusste, dass es sie überhaupt noch gibt.“
Lyam schwieg. Phenoma stand auf und trat vor sie. „Trotzdem konntet ihr die Samskarier nicht besiegen! Wieso?“
Lyam schaute plötzlich unglücklich. „Sie haben unsere Kraft gebrochen. Wir wissen nicht wie. “
Dann sprudelte es aus ihr heraus: „Sie waren einfach schneller und stärker, mit ihrer Technik und diesen Maschinen. Und sie hatten Verbündete überall. Die Männer – einige hielten nicht mehr zu uns. Erst fiel ihnen die ländlichen Gebiete von Mula in die Hände. Das war vor acht Jahren. Zwei Jahre später nahmen sie sich dann die Hauptstadt. Ventura fiel und alle Frauen des Weisen Rates wurden versklavt. Ich war dabei als es geschah.“
„Erzähle mir davon, Lyam,“ forderte Phenoma sie auf. Sie glaubte einen Anflug von Tränen in den Augen der jungen Frau zu erkennen.
Laym schüttelte den Kopf. „Nein, du kannst meine Herrin selber fragen. Sie war drei Jahre lang die persönliche Sex-Sklavin der Stadthalter von Ventura, bevor sie sich befreien konnte und in den Untergrund ging.“
Phenoma trat einen Schritt zurück. Die letzte Neuigkeit schockierte sie. Dann fiel ihr etwas ein. „Du sprachst von einer Bitte. Was wünscht sich Java?“
Lyam hob ihre Hände und schob das Tuch zurück, das bisher ihren Kopf bedeckt hatte. Lange blonde Dreadlocks kamen zum Vorschein, die ihr bis zur Hüfte gingen.
Sie trägt die Haare einer Führerin.
Phenoma war einen kurzen Augenblick erschlagen von ihrer Schönheit.
„Meine Herrin wünscht sich, dass du mich als deine Novizin aufnimmst und mich zu einer Drachenreiterin machst,“ erklärte Lyam. „Dadurch weiß sie, dass du tatsächlich diejenige bist, für die du dich ausgibst. Außerdem haben wir dann eine eigene Drachenreiterin in Mula und können uns besser gegen die Samskarier verteidigen.“
Phenoma war zunächst sprachlos. Dann dachte sie angestrengt nach. Den Wunsch von Java konnte sie gut nachvollziehen. Ihre eigene Führerin hatte ihr tatsächlich ein umfassendes Mandat mitgegeben. Seit Ashoka in den Krieg eingegriffen hatte, ging es um die Existenz ihres Ordens. Was vorher undenkbar war, war nun möglich: Sie konnte eine Novizin aufnehmen, wenn sie es für sinnvoll hielt. Aber war dies der richtige Ort und Zeitpunkt? Und war Lyam wirklich geeignet?
Diese Frage stellt sich nicht. Sie ist geeignet.
Phenoma spürte das Feuer bereits in ihrem Becken. Es traf seine eigenen Entscheidungen. Und diesmal hielt sie es nicht zurück.
Aber da gab es noch etwas, was geklärt werden musste.
„Deine Herrin kann sich das wünschen, aber willst du es selber auch? Bist du dir darüber im Klaren, was das bedeutet?“
Lyam schüttelte den Kopf. „Nein, bin ich nicht. Aber ich bin eine Kämpferin des Weisen Rates und ich werde alles auf mich nehmen, was nötig ist, um Mula zu befreien.“
„Lyam, hier geht es nicht um Mula sondern um dein Leben. Wenn die Drachenenergie einmal geweckt ist, wirst du sie nicht mehr los. Sie bricht die Macht der Dunkelheit, du wirst dich also nie mehr verwandeln können.“
Phenoma trat jetzt dicht an Lyam heran. Ihre Hand berührte ihr Kinn, dann strichen ihre Hände über ihre Wange. „Außerdem wirst du keinen Sex mehr mit Männern haben können. Sex ist die Waffe der Drachenfrauen. Sie bricht die Macht der Männer. Aber du, als Drachenreiterin, wirst dir keinen Mann suchen können. Dein Mann wird ein Drache sein, ein Tier ohne menschliches Bewusstsein. Du wirst keine Kinder haben, keine Familie gründen. Deshalb frage dich jetzt aufrichtig selber, willst du das wirklich?“
Die beiden Frauen sehen sich an. Phenoma sah an ihrem Blick, dass sie zweifelte. Aber sie sagte etwas anderes.
„Ich bin bereit.“
Das innere Feuer kehrte zurück. Phenoma ging zwei Schritte von Lyam weg und sagte: „Zieh dich aus.“
Die Kämpferin zögerte nicht. Sie legte das Schwert ab und lies das lange Tuch, dass sie umhüllte herunter gleiten. Darunter trug sie nichts.
Natürlich, sie war als Krähe gekommen. Sie kann keine Kleidung mitnehmen. Das Tuch wird Moja ihr gegeben haben. Ihr Körper war schlank aber nicht dürr. Sie war kräftig und strahlte die jugendliche Attraktivität aus, die ihrem Alter und ihrem Selbstbewusstsein entsprach.
Phenoma betrachtete die junge stolze Schönheit mit den Augen der Liebenden und heizte damit die Glut an. Sie füllte jetzt ihr ganzes Inneres aus. Das bedeutete, dass sich ihre Augen rot einzufärben begannen. Langsam ging sie um Lyam herum und betrachtete sie von allen Seiten. Die junge Frau stand still, erwartungsvoll, entschlossen. Ihr Blick folgte der Bewegung der Drachenreiterin.
Diese wies schließlich auf den kleinen Tisch vor ihrem Bett. „Lege dich hier drauf. Ich werde dich auf den Tisch nehmen.“
Lyam zögerte nur kurz. Vielleicht war sie auf diesen Augenblick vorbereitet worden.
Aber von wem?
Sie legte sich auf den Tisch, hob die Arme über den Kopf und öffnete ihre Beine weit. Phenoma hockte sich hin, und fuhr mit ihren Händen die Innenseite ihrer Oberschenkel hoch. Dann drückte sie die Handfläche ihrer rechten Hand in die offene Glut von Lyams Schoß und begann sie zu massieren.
„Entspanne dich. Öffne dich. Ohne Lust ist die Übertragung nicht möglich.“
„Ich habe Lust,“ protestierte Lyam.
Phenoma musste innerlich grinsen. „Wie oft hattest du schon Sex?“ fragte sie, während ihre linke Hand an Lyams Körperseite hoch fuhr und eine ihrer Brüste umkreiste.
Lyam war schlau genug um zu schweigen. Statt dessen begann sie, sich in den Druck von Phenomas Hand hinein zu winden. Ihr Atem begann schwerer zu werden.
Phenomas Augen strahlten inzwischen so rot, dass sie den roten Schein auf Lyams Haut sehen konnte. Sie und ihr Drache wollten dieses Mädchen jetzt ficken. Schnell zog sie sich ebenfalls aus und legte sich in das Bett. „Komm her zu mir, dass mit dem Tisch war nur eine Zwischenlösung.“
Lyam huschte zu ihr ins Bett und die beiden Frauen begannen sich wie zwei Schlangen zu umringen. Lyam übernahm mehr und mehr die Initiative, was Phenoma sehr recht war, dann konnte sie mehr Drachenenergie sammeln, bevor es zum Ausbruch kam. Irgendwann hatten sich dann ihre beiden Yonis gefunden und ließen sich nicht mehr los. Phenoma verlor schrittweise die Kontrolle. Ihr ganzer Körper war erfüllt von Lust, Lust auf diesen weiblichen Körper, der sich ihr hingab. Beide ließen sich jetzt Zeit. Nur um Nuancen wurden ihre Bewegungen schneller, Sekunde um Sekunde stieg die Temperatur. Phenoma wusste, dass jetzt auch ihre Haut rot zu leuchten begann, ausgehend von ihrem Schoß. Lyams Unterleib schluckte dieses Leuchten und sog es begierig in sich auf. Dann begann sie extatisch zu zittern. Sie kam. Sie schrie. In diesem Augenblick nahm Phenoma das ganze Ausmaß der alten weiblich-magischen Energie wahr, die sich in ihr versteckt hatte. Es dauerte nur wenige Augenblicke, dann war es von der Feuerkraft des Drachens ausgelöscht. Beide Frauen waren jetzt leuchtend rot, und sie wanden sich weiter in die Extase. Lyam hatte mehrere Orgasmen hintereinander, schüttelte sich und hätte fast um sich geschlagen, wenn Phenoma sie gelassen hätte. Aber sie lies sie nicht, sie umschloss sie und gab ihr, wonach sie verlangte.
Die Bettdecke färbte sich Schwarz von der Hitze. Es rauchte. Phenoma war unfähig darauf zu achten. Sie kam jetzt ebenfalls und stieß mit kleinen festen Stößen ihre Schoß in den Schoß von Lyam. Sie empfing. Bevor die Bettdecke richtig Feuer fangen konnte war es vorbei. Beide Frauen lagen erschöpft aufeinander, im Rauch der verschmorten Decke, die sich langsam wieder abkühlte. Das Rote verschwand aus Phenoma Augen, so wie es gekommen war. Bevor es ganz verschwunden war, sah sie Funken in Lyams Augen blitzen, und sie wusste, dass der Beginn des Prozesses geglückt war.
Willkommen in der Freien Welt.
Es dämmerte bereits als Java eintraf. Phenoma hatte mit ihr gerechnet und merkte diesmal die Magie, die sich dem Haus näherte. Einen Augenblick später hörte sie, wie unten im Haus die Türen knarrten und eine Reihe von Personen Geräusche auf den Holzdielen verursachten. Natürlich war Java nicht alleine gekommen. Sie wird einige ihrer Kämpferinnen mit gebracht haben, Kämpferinnen wie Lyam.
Tatsächlich kamen sie jetzt die Treppe hinauf. Lyam erhob sich von dem Bett und stellte sich mit gerader Wirbelsäule vor das Bett auf. Phenoma musste unwillkürlich lächeln, wie sie Lyam nackt dort stehen sah. Sie spürte den Sex mit ihr in all ihren Zellen. Und sie bekam Lust auf einen Nachschlag. Aber erst Mal gab es jetzt wichtigeres.
Phenoma blieb in ihrem Stuhl sitzen als fünf nackte Frauen den Raum betraten. Sie nickten Lyam zu, warfen einen Blick auf Phenoma und stellte sich dann der Reihe nach auf, wie Kriegerinnen. Phenoma konnte sehen, dass einige von ihnen angespannt waren. Zwei von ihnen machten einen entspannten Eindruck. Alle waren sie so jung wie Lyam oder noch jünger, möglicherweise gerade erst volljährig. Es war schön, ihre Körper zu sehen, es schien ihnen nichts aus zu machen. Dies waren keine Sklavinnen der Samskarier. Sie waren die nächste Generation Kämpferinnen, die bereit waren, sich und ihre Körper einzusetzen.
Als Java den Raum betrat, erhob sich Phenoma von ihrem Stuhl. Die ehemalige Herrscherin über Mula hatte sich von unten im Haus ein Tuch geben lassen, das sie um sich geschlungen hatte. Sie war bestimmt doppelt so alt wie ihre Kämpferinnen, also etwa so alt wie Phenoma. Ihre Gesichtszüge hatten etwas verhärmtes, aber ihr Körper war jung geblieben.
Phenoma verhielt sich solidarisch mit den Kämpferinnen und blieb nackt.
„Du musst Java sein,“ begrüßte sie sie und gab ihr die Hand.
Java sah sie misstrauisch an. „Wie lautet dein Name?“
„Ich bin Phenoma, Herrin von Pern.“
Java wich einen Schritt zurück. „Pern. Ein Drachenname. Dann stimmt es also?“
Sie wandte sich Lyam zu. „Hat die Drachenreiterin dich geritten?“
Lyam nickte. „Ja Herrin. Ich kann das Feuer spüren. Und meine Nachtmagie habe ich bereits verloren. Phenoma meint allerdings, dass meine Ausbildung noch lange dauern wird. Weitere vier Einweihungen sind nötig.“
„Die ich leider nicht vornehmen kann, da ich mich nur vorübergehend hier aufhalte,“ ergänzte Phenoma. „Lyam wird sich andere Lehrerinnen suchen müssen, um ihre Ausbildung zu beenden. In dieser Zeit ist sie sehr verletzlich, kann also nicht für den Kampf eingesetzt werden.“
Java blickte sie unwirsch an. Dann sagte sie: „Kannst du sie nicht mitnehmen auf deine Mission in Samskara?“
Sie weiß also schon Bescheid. Nun gut.
„Nein, leider nicht. Lyam, ich nehme nicht an, dass du Samskarisch sprichst, oder?“
Lyam schüttelte den Kopf.
„Ich benötige aber die Tarnung, um meinen Auftrag zu erfüllen. Das geht nur mit Personen, die akzentfrei Samskarisch sprechen. Ihr müsst eine andere Lösung finden.“
Das hättet ihr euch eben vorher überlegen müssen.
Java wurde wütend.
„Da kommt also eine Drachenreiterin sechs Jahre nachdem wir von den Männern erniedrigt und geknechtet wurden durch unser Land spaziert, nimmt meiner beste Kämpferin ihre Kraft und lässt mich anschließend schwächer zurück als zuvor!“ sie blitzte Phenoma böse an.
„Es war eure Entscheidung. Ihr wolltet einen Beweis.“ Phenoma war unbeeindruckt.
Lyam mischte sich ein: „Herrin, ich werde eine Drachenreiterin werden. Glaubt an mich! Zur Not gehe ich selber durch die Berge bis nach Ashoka, wenn es denn sein muss. Und dann komme ich zehnmal stärker zurück.“
Phenoma nickte Java zu. „Deine Kämpferin hat die richtige Einstellung.“
„Warum kommt ihr erst jetzt? Sechs Jahre zu spät?“ fragte eines der Mädchen.
Erstaunt blickte Phenoma sie an. Sie kam ihr noch sehr jung vor. Fast zu jung. „Wie heißt du?“ fragte Phenoma.
„Ich bin Daisan,“ sagte das Mädchen.
„Es war nicht unsere Aufgabe, uns in den Krieg einzumischen,“ erklärte Phenoma. „Zumindest dachten wir das. Die Einschätzung hat sich verändert.“
„Weißt du denn, was wirklich vor sechs Jahren passiert ist?“ fragte Daisan.
Phenoma blicke zu Lyam, die ein Gesicht machte, als würde sie schmollen. Dann blickte sie zu Java, die wütend zu Boden sah und in ihren eigenen Gedanken zu hängen schien.
„Na gut, vielleicht erzählt ihr es mir jetzt, damit ich es verstehe. Java, was genau ist dir vor sechs Jahren, bei der Machtübernahme, passiert?“
Das Ritual
Java setzte sich aufs Bett.
Sie muss erschöpft sein, schließlich ist sie die ganze Nacht geflogen.
„Sie kamen in der Nacht nach Vollmond. Einige unserer Wächter hatten uns verraten. Wir fühlten uns sicher in dem Palast und hatten noch einige Pläne, wie wir die Männer in ihren Streitwagen aufhalten wollten. Erst später begriffen wir, dass unsere Magie fast vollständig versagt hatte.“
„Wie war das möglich?“ fragte Phenoma.
„Wir wissen es bis heute nicht. Es ist, als wäre die weibliche Kraft durch ein grundsätzliches Ereignis geschwächt. Alle berichten davon, die ich seit dem getroffen habe. Die Samskarier haben unsere Macht auf unbekannte Art und Weise gebrochen. Nicht nur hier in Mula, auch anderswo.“
Ja, so ist es. Das ist einer der Gründe für meine Mission.
„Was geschah dann?“
„Alle Frauen des Weisen Rates waren zu dem Zeitpunkt der Erstürmung im Palast gewesen. Wir wurden komplett überrascht, keine konnte fliehen. Der Rat war erst zwei Jahre vorher, nach dem ersten Angriff der Samskarier neu inthronisiert worden, wir waren alle recht jung und offensichtlich zu unerfahren. Wir wussten nicht, was wir gegen die eindringenden Männer machen sollten.
Sie brachten uns und alle unsere Dienerinnen, Beraterinnen, den kompletten Hofstaat in den großen Saal und fesselten uns.“
Phenoma setzte sich auf den Sessel und schlug die Hände vor den Munde. Das war weitaus schlimmer, als sie gedacht hatte.
„Niemand half. Die Kinder wurden weggebracht. Die Männer waren gefangen im Kerker oder übergelaufen. Im Turmzimmer, in dem immer der höchste Rat der Frauen getagt hatte, waren die Kamine entzündet. Die höchsten Vertreterinnen des Mulanischen Reiches waren dabei: Ich, die als Präsidentin den Rat führte und meine drei höchsten Ministerinnen: Maluria, Ministerin für Ernte und Wohlstand, Farienne, Ministerin für Magie und Heilung und Broa, Ministerin für Auswärtige Angelegenheiten. Mit im Raum waren außerdem noch zwanzig oder dreißig weitere Frauen, Mitarbeiterinnen aus dem Ministerien. Ich kannte sie alle.
Sie zogen uns die Kleidung vom Leib, bis wir alle nackt waren. Vielen waren die Hände auf dem Rücken gebunden, andere waren in Ketten gelegt und an diversen Ringen und Schlaufen an den Wänden festgebunden, oder mit den Armen über dem Kopf. Ich und meine drei Ministerinnen standen in der Mitte des Raumes, Rücken an Rücken, die Arme über den Kopf gebunden.
Dann kamen ihre Führer in den Raum.
Der Samskarische Kriegsrat bestand aus 5 Männern unterschiedlichen Alters. Ihnen war ihr Triumph anzusehen. Auf den Tischen des Raumes wurden üppige Speisen und Getränke aufgetragen, samskarische Dienerinnen, nur mit durchsichtigen Tüchern bekleidet, so wie es in Samskara üblich war, füllten die Gläser und kümmerten sich um das Essen. Die Männer bedienten sich ausgiebig, die gefangenen Frauen schauten zu. Zwar wurde mir und den anderen Essen angeboten, aber wir wollten uns nicht mit gefesselten Händen füttern lassen.
Nachdem die Kämpfer des Kriegsrates satt waren, trat Bronior, ihr Anführer, vor mich. Natürlich konnte er kein Mulanisch sondern sprach Samskarisch.
„Eure Niederlage wird besiegelt durch Verfügbarkeit eurer Dienerinnen für unserer siegreichen Kämpfer. Die Frauen die du hier siehst,“ er mache eine weite Geste mit dem Arm und zeigte auf die vielen gefangenen Frauen, „sind unsere Beute. Wir werden sie mit nach Samkara nehmen und sie werden dort für uns arbeiten und unsere Betten wärmen.“
Er zeigte auf eine Ecke des Raumes, in der besonders junge Frauen standen. „Es ist ein Privileg, mit uns zu gehen. Wir nehmen die schönsten Frauen mit. Alle anderen müssen entweder in den Mienen oder in Samskara für uns arbeiten. Wiederum andere können auch hier in Mula bleiben.“
Ich sah in die verängstigten Augen der Frauen, auf die er gezeigt hatte. „Was wird dann mit ihnen geschehen?“ fragte ich ihn.
„Nichts,“ Bronior nahm sich noch eine Feige von einem der Körbe und biss hinein. „Sie können in Mula bleiben und machen was sie wollen. Die von uns ausgewählten allerdings werden wir mitnehmen.“ Er stand auf und trat zu einer Gruppe von Frauen heran, die für Broa im Auswärtigen Dienst gearbeitet hatten und berührte eine von ihnen, die ihm den Rücken zu wandte, am Hintern. „Sie werden unser Volk verdoppeln und Teil unserer Gesellschaft werden. Ihre Söhne werden als Soldaten aufwachsen, ihre Töchter werden gefügige Ehefrauen oder Sklavinnen wie sie.“
Die von ihm berührte Frau drehte sich um, wobei sich ihre gefesselten Arme verdrehten. Sie sprach ihn auf Samskarisch an. „Nehmt mich an Stelle meiner Herrin. Lasst sie frei!“
Bronior betrachte die dunkelhaarige Schöne, dann wandte er sich seinen Soldaten zu. „Bringt diese Sklavin in die Kerker zu den anderen Aufmüpfigen. Bevor sie abtransportiert werden, sollen sie schon mal einen Vorgeschmack bekommen, was sie erwartet.“
Der Soldat nickte, löste die Ketten der Betroffenen, kettete ihre Handgelenke auf dem Rücken zusammen und führte sie aus dem Raum. Bronior wandte sich wieder mir zu. „Unsere Gesetze verlangen von uns, dass unsere Sklavinnen zustimmen müssen, bevor sie von unserem Sperma kosten.“
Er trat an mich heran, und nahm mein Kinn in die Hand. „Hier und jetzt werdet ihr eure Lippen öffnen. Alle sollen sehen, was wir mit Frauen machen, die ein Land beherrschen und es nicht ihren Männern überlassen. Eure Magie ist erloschen. Ihr seit in unserer Hand. Zeige den Frauen, die für dich gekämpft haben, dass du dich für die Hingabe an uns samskarische Männer entscheidest, damit keine mehr Widerstand leistet!“
Mit diesen Worten fuhr seine Hand an meinem Körper herunter, umspielte meine Brüste und legte sich dann auf meinen Oberschenkel. Ich sagte nichts, aber zum Entsetzen der Mehrheit der anwesenden Frauen nickte ich.
Er hatte recht, dass unsere Magie erloschen war. Allerdings beruht alle Magie auf Sex und weibliche Sexualität wird immer stärker und mächtiger bleiben als männliche. Ich entschied mich dafür, den Männern Offenheit zu heucheln, im Vertrauen, dass sie irgendwann an sich selber scheitern werden.“
Phenoma nickte. „Das war der richtige Weg.“
Java fuhr fort: „Daraufhin öffnete er die Kette, die meine Handgelenke über ihren Kopf festgehalten hatte, und führte mich zu einem der Tische, auf denen eben noch Essensreste lagen, der nun aber sauber gewischt worden war. Ich lies mich führen.
Bronior sagte dabei: „Du bist die Erste und du wirst von mir persönlich genommen. Betrachte es als eine Ehre.“
„Du musst nicht weiter erzählen,“ sagte Phenoma dumpf. „Den Rest kann ich mir denken.“
Aber Java fuhr fort.
„Es war ein Ritual. Sie machten ein Ritual daraus. Dies ist die feierliche Übernahme der Macht, rief Bronior. Er wandte sich an die Anwesenden und machte eine Ansprache: Eure Führerin opfert sich für euch. Das ist Nobel von ihr. Mit meinen Eindringen in ihr weibliches Tor besiegel ich die Besetzung eures Reiches durch Samskara. Indem ich meinen Samen in sie spritze, befruchtet unserer Besatzung eure Gesellschaft, auf dass Samskara und Mula nie mehr getrennt sein mögen, sondern Mula immer unter der Herrschaft und dem Wohlwollen von Samskara erblühen möge, von jetzt an und für alle Zeit.“
„Ja, so denken die Männer,“ bestätigte Phenoma. „In Wirklichkeit ist es ein Geben und Nehmen. Ihr vergossener Samen macht sie gleichzeitig zu Knete in unseren Händen.“
Java schwieg jetzt. Phenoma wusste, was danach geschehen war.
„Sie haben auch mich geholt, an jenem Abend,“ sagte Lyam in die Stille hinein. „Ich musste mich zu Java legen. Auf sie drauf. Die alte Herrscherin und ihre Nachfolgerin. Er nahm uns beide gleichzeitig. Anschließend stürzten sich die Männer des Samskarischen Kriegsrats auf die restlichen Frauen. Von hinten, von vorne, von allen Seiten. Sie nannten uns Stuten, die sich nach ihrem Hengst sehnen. Zwischendurch gaben sie uns ein paar kräftige Klapse auf den Hintern. Sie glaubten wir hätten alle darauf gewartet, dass sie kommen, ums uns in Besitz zu nehmen.“
„Ich lies meiner Lust freien Lauf, wohl wissend, dass von diesem Tiefpunkt aus nur noch ein zukünftiger Anstieg möglich war,“ sagte Java. „Ich hatte keinen Hass, keine Wut. Die kam erst später. Dies war der Beginn der Rebellion, der Nullpunkt. Bis es besser wurde, verging allerdings noch eine lange Zeit. Und jetzt müssen wir heraus finden, woran unsere Macht zugrunde gegangen war, die so lange für Frieden und Freiheit gesorgt hatte.“
Phenoma wartete. Aber Java hatte nichts mehr zu sagen.
„Sie lebte drei Jahre in Sklaverei, bis sie endlich mit Lyams Hilfe fliehen konnte,“ sagte Daisan in die Stille hinein. „All die Jahre bis jetzt haben wir uns gefragt, warum uns Ashoka nicht beistand in dieser schweren Zeit.“
Phenoma stand auf. „Ich wusste nicht, dass es so schlimm um euch stand,“ sagte sie. „Niemand in Ashoka wusste es. Aber das ist jetzt vorbei. Wir stehen an eurer Seite.“
Sie ging die Reihen der Mädchen ab, die nackt und stolz vor ihr standen, und blieb bei Lyam stehen, die ruhig und sogar leicht schelmisch in ihre Augen blickte. Beide hatten sie voneinander gekostet. Phenoma lies sich eine Sekunde treiben, bevor sie sich in ihre Rolle zurück versetzte, die sie zu spielen hatte. „Ich verspreche euch, dass ich nicht Ruhen werde, bis in dieser Sache Gerechtigkeit eingekehrt ist.“
Sie wandte sich wieder Java zu. „Überall auf der Welt gab es eine Angriff auf die subtile weibliche Kraft, die bisher alles im Gleichgewicht hielt. Anschließend begann der Eroberungsfeldzug der samskarischen Machthaber. Wir wissen nicht, welche Kraft sich gegen uns und auf die Seite der Samskarier gestellt hat. Wenn wir verhindern wollen, dass alle Frauen versklavt werden, müssen wir es bald herausfinden. Das ist einer der Gründe, warum ich nach Samskara aufbreche.“
Phenoma zeigte auf Lyam. „Ich kann Lyam jetzt nicht mitnehmen, dafür ist meine Mission zu heikel. Aber sie kann nach einiger Zeit nachkommen. Ich denke, dass ich zunächst in Ashwini bleiben werde. Wenn ihr in drei Wochen nichts von mir hört, kannst du dich auf den Weg machen,“ sie wandte sich Lyam zu. „Schleuse dich in Samskara ein und gebe den Frauen Mut. Sorge dafür, dass kein Mann dich anfasst, damit du nicht frühzeitig entdeckt wirst. Wir sind jetzt miteinander verbunden. Du wirst mich in Ashwini finden und dann nehme ich deine Ausbildung wieder auf.“
Lyam nickte. „Gut. Ich werde kommen.“ Sie wandte sich an die anderen Kämpferinnen. „Wer von euch wird mit mir gehen?“
Vier von den fünf Frauen traten vor, darunter Daisan, die Phenoma angesprochen hatte.
„Gut,“ sagte Phenoma. „Dann lasst uns runter gehen und auf unsere gemeinsamen Ziele trinken.“
Hoffentlich habe ich nicht erneut zu viel versprochen.
Verschleppt
Der Tag war schon etwas fortgeschritten, als Phenoma zusammen mit Ronnert ihre Reise fortsetzte. Sie ritten zusammen auf Phenomas Pferd, er würde anschließend alleine zurück reiten. Sie brauchte es jetzt nicht mehr.
„Ich bin schon Mal einer Drachenreiterin begegnet,“ sagte er. „In dem Jahr als ich meine Frau kennen lernte. Sie war auch mit dabei.“
„Wo war das?“ fragte Phenoma.
„Hier in Mula. Vor dem Krieg.“ Er drehte sich um und sah Phenoma in die Augen. Dann sagte er: „Sie hatte ein rotes Schimmern in den Augen. Und sie sagte, sie sei vom Drachen geküsst.“
Phenoma nickte. „Ja, dass passiert bei machen von uns.“
„Aber nicht bei dir?“
„Mit den Jahren nimmt es ab. Nur noch bei besonderen Gelegenheiten werden meine Augen rot.“
Sie schwiegen eine Weile.
„Ich habe dir vorgestern Abend nicht die Wahrheit gesagt.“ gestand Ronnert. „Ich weiß ungefähr wo meine Frau sich aufhält. Aber ich behalte es für mich, aus Rücksicht vor Genson.“
Phenoma schwieg und wartete auf die Fortsetzung.
„Im Nachbarbezirk gibt es eine Frau, die zusammen mit Serena verschleppt wurde. Sie konnte fliehen und hat mir ihre Geschichte erzählt.“
„Und wo ist deine Frau?“
„Sie arbeitet als Sklavin für eine Familie in einem Ort an der Küste. Er heißt Manipura.“
Phenoma nickte. „Ich kenne diesen Ort“
Er sah sie verwundert an. Dann nickte er. „Ich vergaß, dass du selber aus Samskara kommst.“
„Ich habe unsere Vereinbarung nicht so verstanden, dass ich deine Frau von dort retten soll. Dazu habe ich nicht die Mittel und Möglichkeiten. Vielmehr sehe ich es als meine Aufgabe an, auf die Gesellschaft von Samskara so einzuwirken, dass ein Umdenken stattfindet.“
Jetzt war Ronnert ziemlich verblüfft. Dann sagte er „Das kommt mir ziemlich unrealistisch vor.“
„Ich werde tun was ich kann.“
Sie ritten einen Augenblick schweigend weiter. Dann sagte er: „Die verschleppten Frauen müssen in Samskara Arbeitsdienste machen, sie werden aber auch als Lustsklavinnen missbraucht.“
Phenoma nickte. Das wusste sie inzwischen.
„Es gibt dort große Sklavenmärkte, wo Frauen verkauft werden.“
„Wie konnte deine Gesprächspartnerin fliehen?“
„Sie wurde auf einen der Märkte zusammen mit meiner Frau verkauft. Während des Transportes nach Mulandara gelang ihr die Flucht. Die genauen Umstände weiß ich nicht. Anschließend ist sie den ganzen Weg von dort durch die Wildnis von Samskara gelaufen, immer auf der Flucht vor ihren Häschern. Nach einigen Monaten konnte sie dann heimlich über die Grenze und ist in ihr Dorf zurück gekehrt.“
„Die Rückkehr ist niemanden von den Besatzern aufgefallen?“
„So stark ist die Kontrolle nicht. Es gibt keine Personenverzeichnisse, die Verschleppungen sind völlig willkürlich.“ Ronnert zögerte kurz. Dann fügte er düster hinzu: „So war es zumindest bisher.“
Ronnert kannte nicht nur den Kutschenmeister sondern noch eine Reihe anderer Personen, die in der Poststation arbeiteten. Alle waren offensichtlich sofort bereit, ihr zu helfen. Die Abneigung gegen die Besatzer saß tief, auch wenn sie nicht in konkreten Widerstand mündete. Dazu war das Kräfteverhältnis zu unausgeglichen.
Phenoma wusste, dass Mula ein reiner Agrarstaat war. Es gab keine Metallvorkommen und daher auch keine Möglichkeit, an Waffen zu kommen. Ronnert hatte ihr während des zweistündigen gemeinsamen Ritts in die Stadt berichtet, wie die Samskarier die Mulaner klein hielten. Für diese gab es keine höheren Schulen. Sie waren allesamt mehr oder weniger Sklaven in ihrem eigenen Land. Und fast jede Familie hatte Verschleppungsopfer zu beklagen, und hielten still um nicht Anlass für weitere Raubzüge zu geben.
Phenoma bekam einen Platz in der Kutsche und einen gefälschten Passierschein. Darin war zu lesen, dass sie als Frau eines samskarischen Großgrundbesitzers die Ländereien in Mula begutachtet hatte, und sich nun auf der Rückreise befand. Der Mann, der ihr im Beisein von Ronnert den Schein aushändigte glaubte nicht, dass es Probleme geben würde. „Schließlich bist du Samskarierin. Das sieht ja jeder.“ In der Tat gab es deutliche optische Unterschiede zwischen den Menschen der einzelnen Länder. Als Samskarierin würde sie in Samskara nicht weiter auffallen. Das war der Grund, weshalb sie für diese Mission ausgewählt worden war.
Die Kutsche war in Zweisitzer-Abteile aufgeteilt. Außer ihr gab es keine weiteren Passagiere, was sich aber nach Aussage des Kutschers bald ändern würde. Da die Kutsche bis nach Ashwini fährt, würden nach und nach Samskarier zusteigen. Phenoma sah den Kontakt mit ihren Landsleuten mit gemischten Gefühlen entgegen.
Samskara war schon damals als sie dort noch lebte eine zutiefst patriarchale Gesellschaft. Diese Tendenz hatte sich offensichtlich weiter verstärkt. Dies stand in einem krassen Gegensatz zu dem Alltag in Akasha – der Drachenreiter-Orden, der die Regierung stellte, bestand - wie der ehemalige Weise Rat der Mulaner - ausschließlich aus Frauen. Und auch in Shashastra waren überwiegend Frauen in den wichtigen Ämtern. Diese beiden Gesellschaften unterschieden sich so diametral, dass der derzeitige Konflikt fast unausweichlich schien.
Für sie war es jetzt wichtig nicht aufzufallen und unbehelligt Ashwini, die Hauptstadt von Samskara, zu erreichen. Dort würde sie dann Kontakt zu einer Widerstandsbewegung aufnehmen, die mit Akasha in Verbindung stand.
Sie verabschiedete sich von Rennart und umarmte ihn lange. „Nur Mut,“ sagte sie zum Abschied. Er nickte. Dann stieg sie in die Kutsche und fuhr ab.
Phenoma wusste, dass sie jetzt zwei Tage in der Kutsche reisen würde und richtete sich es an ihrem Platz ein wenig ein. Sie besaß eine kleine Tasche, die sie unter ihrer Kleidung verstecken konnte. Sie hatte sich von Ronnert versichern lassen, dass sie mit ihrer Kleidung als Samskarische Reisende durchgehen würde. Sie trug den Temperaturen hier oben im Norden entsprechend feste Stiefel, eine Lederhose und eine Tunika. Ansonsten hatte sie kein weiteres Gepäck. Den ganzen ersten Tag fuhr sie durch eine endlose Agrarlandschaft, überall arbeiteten Menschen auf den Feldern. Alles sah sehr idyllisch aus, fast konnte man denken, dass es keine Konflikte und keinen Krieg gab, Nur Menschen, die die Felder bestellten und ab und zu ein Dorf.
Gegen Abend fiel ihr auf, dass die Besiedlung zunahm, sie befanden sich mittlerweile im Zentrum des Landes. Noch immer hatte sie keinen einzigen Soldaten oder Waffen tragende Menschen gesehen.
Der Kutscher verabschiedete sich von ihr als es dunkel wurde, und wünschte ihr noch viel Glück. Jemand anderes übernahm die Zügel, die Pferde wurden gewechselt und die Fahrt ging weiter. Anfangs konnte Phenoma nicht einschlafen, aber irgendwann wiegte sie das Rattern der Räder in den Schlaf.
Als sie aufwachte dämmerte es bereits. Die Kutsche muss die ganze Nacht hindurch gefahren sein. Draußen hatte sich das Bild verändert. Sie waren in einer Stadt.
Phenoma sah die endlosen Reihen von Häusern und die Straßen. Dies musste Ventura sein, die Hauptstadt von Mula, in der Grenzregion zu Samskara gelegen. Menschen waren noch wenige unterwegs, aber das änderte sich je heller es wurde. Andere Kutschen kamen vorbei oder überholten ihre. Vereinzelt sah sie Uniformierte an den Kreuzungen stehen, offensichtlich Wächter, die ein Auge auf die Bevölkerung richten.
Dann sah sie in einer Seitenstraße einen Eisenwagen. Diese Gefährte waren einer der Gründe für die die technische Überlegenheit der Samskarier. Der Wagen sah riesig und furchterregend aus. Phenoma hatte schon einige gesehen, aber immer nur von Oben, von ihren Drachen aus.
Ihre Kutsche bog jetzt von der großen Straße, die offensichtlich die Hauptstraße war, in eine kleinere ein und nach ein paar Minuten kamen sie auf einen größeren Platz, auf dem schon viele Kutschen standen – offensichtlich ein Ort zum Umsteigen und einsteigen. Ihre Kutsche hielt an einem Steig auf dem einige Frauen und Männer mit allerlei Gepäckstücken warteten. Überall standen in kleinen Gruppe bewaffnete Männer herum, und sahen aufmerksam allen Treiben zu. Am Rande des Platzes sah Phenoma eine Gruppe von Menschen, die auf unnatürliche Art ihre Arme hinter den Rücken verschränkt hatten. Erst auf dem zweiten Blick sah sie, dass alle einen breiten Gürtel um die Taille trugen und offensichtlich an den Händen und zum Teil auch aneinander gefesselt waren.
Phenoma wollte sich heraus beugen, wurde aber abgelenkt weil die Wartenden begannen, ihre Gepäckstücke auf ihre Kutsche zu verladen. Anschließend ging ihre Tür auf, und eine Samskarierin stieg zu ihr rein. Sie begrüßte sie förmlich und setzte sich ihr gegenüber.
„Sie Arme, sie scheinen ja von weiter her zu kommen“ sagte sie.
Phenoma antwortete nicht gleich sondern betrachtete ihre neue Mitfahrerin. Sie war so alt wie sie selber, mit sehr gepflegten Äußeren, außerdem relativ stark geschminkt, so dass man aus ihrem Gesicht schlecht lesen konnte. Sie umgab eine gefühlskalte Aura. Phenoma beschloss auf der Hut zu sein.
„Ja, ich war im Landesinneren unterwegs,“ sagte sie leichthin, und sah dann demonstrativ aus dem Fenster, so als wäre sie nicht länger an einem Gespräch interessiert. Der Samskarierin war das offensichtlich recht, sie begann sich in ihrem Sitz einzurichten, und einige kleine Taschen, die sie dabei hatte, zu verstauen.
Phenoma betrachtete interessiert, was draußen vor sich ging. Wie sie vermutet hatte, waren die gefesselten Personen eine Gruppe von Mulaner, die möglicherweise nach Samskara verschleppt werden sollten. Genau hinter ihrer Kutsche war eine zweite vorgefahren, die aber keine Fenster hatte, sondern kleine vergitterte Scharten. Offensichtlich ein Gefährt für Gefangenen-Transporte.
Phenoma sah, wie die Mulaner von drei bewaffneten Samskariern vor ihren Fenster vorbei zu hinteren Kutsche geführt wurden. Die Gefangenen waren zwei Männer und vier Frauen, alle recht jung. Einer Frau war ihre Verzweiflung anzusehen, die anderen wirkten gefasst.
Aus ihrem Blickwinkel sah Phenoma gerade noch, wie an der hinteren Kutsche die Türen aufgingen. Dann lösten die Bewacher zunächst von der vordersten Gefangenen die Fesseln und führten sie in den Wagen. Anschließend wiederholte sich dass mit allen anderen. In eine der vorderen Türen stiegen Samskarier in das Gefährt, die davor gewartet hatten.
Phenomas Mitfahrerin hatte ihre Blicke offensichtlich richtig gedeutet. „Mein Mann ist Sklavenhändler,„ sagte sie. „Wir haben hier einige sehr hübsche Mädchen bekommen, und auch zwei Männer für die Minen.“
Phenoma war sprachlos.
Die Samskarierin fuhr fort. „Die Mularierinnen sind wunderschön. Kein Wunder, dass das Komitee Mula überfallen hat. Wunderschöne Gesichter. Und schlank, wahrscheinlich durch das gesunde Land-Essen. Überhaupt ihre Körper, ein Traum, elegant und sinnlich. Haben sie schon mal eine Mularierin nackt gesehen?“
Phenoma hatte sich wieder gefangen. Sie nickte. „Ja, vor kurzem.“ Sie konnte die Wärme von Lyam noch auf ihrer Haut spüren. Und ihre Feuchtigkeit zwischen den Beinen.
„Mein Mann und meine Tochter fahren hinten in der Sklavenkutsche mit und machen dort die Begutachtung,“ erzählte die Samskarierin munter weiter. „In der Öffentlichkeit hier in den besetzten Gebieten kann man das ja nicht machen.“ Dann lachte sie schnippisch und schlug Phenoma auf den Oberschenkel. „Ich glaube mein Mann hat auch schon einen Blick auf eine der Frauen geworfen, und würde sie am liebsten selber behalten. Wenn sie zustimmt, bin ich ihn erst mal für zwei Monate los.“
Phenoma betrachtete sie konsterniert. Die Samskarierin schien jetzt endlich zu merken, dass sie irgendetwas an ihren Worten befremdlich fand. „Was ist mit ihnen. Sie machen auf mich den Eindruck, als hätten sie keine Sklaven.“
Phenoma beschloss, dass es kein Sinn machte, an dieser Stelle zu lügen. „Das ist richtig,“ erwiderte sie.
Die Samskarierin winkte ab. „Zu denen gehören sie also.“ Dann sagte sie mit förmlichen Unterton: „Wenn sie erst mal Sklavinnen in ihrem Haus haben, werden sie sehen, wie viel leichter ihr Leben wird. Und für die Wirtschaft unseres Landes ist es auch gut. Bedenken sie, wie es uns vor der Einführung der Sklaverei ging! Was für ein Unterschied zu heute.“
Phenoma schwieg.
„Gerade für uns Frauen,“ fuhr die Samskarierin fort, „gibt es nur Vorteile. Ganz abgesehen von der vielen Arbeit, die wir nun nicht mehr machen müssen: Welche Frau möchte schon ständig ihrem Mann zur Verfügung stehen? Außer vielleicht wenn man jung ist und frisch verliebt.“
„Ständig zur Verfügung stehen?“ wiederholte Phenoma. „Erwartet das ihr Mann von ihnen?“
„Ich kenne keinen Mann, der das nicht erwartet,“ lautete ihre Antwort. „Deshalb hoffe ich, das das Mädchen, das mein Mann so anregend findet, von Anfang an der Verfügbarkeit als Lustsklavin zustimmt. Dann kann er sich noch während der Fahrt an ihr austoben.“ Sie lächelte, offensichtlich ausgelöst durch bestimmte Bilder in ihrem Kopf. Dann wandte sie sich von Phenoma ab, und gab ihr damit zu verstehen, dass eine Fortsetzung des Gespräches nicht in ihrem Interesse war.
Phenoma hatte zwar noch viele Fragen, war aber auch ganz zufrieden, dass die Samskarierin so uninteressiert an ihr schien. Wahrscheinlich hätte ihre Unkenntnis irgendwann im Laufe der Unterhaltung ihr Misstrauen geweckt.
Die Kutschen fuhren den ganzen Tag durch relativ dicht besiedelte Landschaften. Nach wie vor gab es keine Fabriken, keine Rauchsäulen, nur weite Felder, Äcker und ab und zu ein wenig Wald. Zum Abend hin wurde die Landschaft wilder und ursprünglicher. Daran merkte man die sich nähernde Grenze nach Samskara.
Als es Dunkel wurde, hielten die Kutschen an einer Art Herberge. Hier gab es die Möglichkeit, eine Kleinigkeit zu Essen und Toiletten zu benutzen. Alle Samskarier aus den Kutschen kehrten dort ein, Phenoma zog es vor, nichts zu essen. Dadurch blieb ihr Geist klar und wachsam. Außerdem schlug ihr die Fahrt in der Kutsche auf die Verdauung.
Sie ging zu den Frauentoiletten und machte sich frisch. Als sie am Becken stand und sich wusch ging die Tür auf und eine nackte junge Frau kam herein. Sie betrachtete Phenoma mit erschrockenem Blick und ging schnell an ihr vorbei zu den Toiletten. Phenoma sah mit einen Blick, wie hübsch sie war. Vor der Außentür stand ein Mann. Phenoma konnte ihn sehen, kurz bevor die Tür sich geschlossen hatte. In den Händen hatte er einen Strick und an seiner Hüfte erkannte sie ein Schwert. Es war einer der Samskarischen Wachleute, die mit ihnen unterwegs waren.
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