Kitabı oku: «Perry Rhodan Neo 37: Die Stardust-Verschwörung (Leseprobe)»

Yazı tipi:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Traum von den Sternen, das große Abenteuer Zukunft – schon immer haben solche Themen die Menschen fasziniert. Als PERRY RHODAN-Leser können Sie hier garantiert mitfühlen.

Mit PERRY RHODAN NEO startet die erfolgreichste Science-Fiction-Serie der Welt zum zweiten Mal in die Zukunft. Stellen wir uns vor, wie es im Jahr 2037 aussehen könnte, wenn die bisherige Entwicklung unserer Welt so weitergeht: Nehmen Konflikte und Naturkatastrophen zu, wird die Welt weiterhin von Finanzkrisen und dem Terrorismus erschüttert?

Und was wäre, wenn in einer Zeit der Krise und eines drohenden neuen Krieges ein Mann auf Außerirdische treffen würde? Wenn er es schaffen würde, mit diesen fremden Wesen von einem weit entfernten Planeten eine Kooperation einzugehen – und wenn aus dieser Kooperation langfristig eine geeinte Menschheit und ein gemeinsamer Vorstoß ins All werden könnte …

Das ist die Geschichte von PERRY RHODAN NEO – und die vorliegende Leseprobe zeigt ein bisschen etwas vom Band 37. Es sind »nur« Ausschnitte des Anfangs, nicht der fortlaufende Text. Mit dem Roman »Die Stardust-Verschwörung« beginnt die fünfte Staffel der Serie. Handlungszeitraum ist der Februar 2037 …

PERRY RHODAN NEO ist die Chance für alle Leser, das Abenteuer PERRY RHODAN in anderer Weise zu erleben: in einer neuen, noch nicht bekannten Weise, mit frischen Helden und in einer Zukunft, die auch die unsere ist.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit dieser Leseprobe!

Klaus N. Frick
PERRY RHODAN-Redaktion

Teil 1

10. Februar 2037: Ein ferner Traum

Ein Monster, dachte Perry Rhodan. Drei Augen starrten ihn aus schwarzer Gesichtshaut an. Sie formten ein Dreieck, und sie schienen zu glühen. Der drei Meter große Koloss könnte ihn in einem einzigen Augenblick zerfetzen oder ihn unter sich zerquetschen. Noch vor neun Monaten hätte ich ihn für ein Monster gehalten und wäre schreiend davongerannt.

»Toreead«, sagte Rhodan stattdessen zu dem Naat, der soeben von seiner holografisch projizierten Arbeitsstation zu ihm gegangen – eher gestampft – war. Er kam nicht darauf, wonach der Außerirdische roch. Wie herbe Kräuter oder das dumpfe Aroma von Pilzen in feuchtem Unterholz. Es war ihm nie zuvor aufgefallen. »Wie kann ich dir helfen?«

Neben den einander so unterschiedlichen Wesen schwebte ein Hologramm aus flirrendem Licht. Es zeigte die Umgebung ihres Raumschiffs VEAST'ARK. Das arkonidische Schlachtschiff, das sie erst vor Stunden erobert hatten, flog mehr als 400 Lichtjahre von der Erde entfernt im All.

Das All war bei weitem nicht so schwarz und leer, wie man es hätte erwarten können. Vier Schiffe begleiteten die VEAST'ARK, bemannt von Naats wie Toreead, die ein besseres Leben suchten.

»Ich habe das Schiff dem positronischen Autopiloten überlassen, weil ich kurz mit dir sprechen will.« Die Stimme des Naats klang dumpf und rau, aber so gar nicht wie die eines Monsters.

Wieso sollte sie auch? Er war alles andere als das. Perry Rhodan vertraute ihm, mehr als er manchem Menschen der Erde hätte vertrauen können, weil es Wichtigeres gab als die Tatsache, auf welchem Planeten ein Wesen geboren worden war.

Toreead hob die mächtigen Arme vor den Brustkorb und zerteilte dabei den fernen Sternennebel am Rand des Hologramms, der wie ein ätherischer Dunst wallte und neben dem die winzigen Abbilder unendlich weit entfernter Sonnen im tiefen Schwarz des Alls glänzten.

Nun tanzten die unscheinbaren Lichtpunkte auf der dunklen Haut des Außerirdischen. Er bemerkte es noch nicht einmal. Rhodan hingegen glaubte die Sterne zu spüren wie lebendige Wesen, die ihre Gedanken zu ihm sandten.

»Wir werden in Kürze unser Ziel erreichen«, sagte Toreead. »Dein heimatliches Sonnensystem.«

Es tat gut, ihn auf seiner Seite zu wissen. Kein Mensch könnte in einem Zweikampf gegen eine solche Kreatur bestehen. Die Naats sahen aus wie die geborenen Sieger, wie Wesen, die sich rein durch ihre Statur alles untertan machten … und doch traf genau das Gegenteil zu.

Im Kosmos, in dessen Wunder Perry Rhodan in den letzten Monaten einen winzigen Blick geworfen hatte, waren die Naats vor allem eins: Kanonenfutter. Sie dienten den Arkoniden als Soldaten und wurden reihenweise in den Tod geschickt. Der Schein trog, und im All galten andere Gesetze. Es war im wahrsten Sinn terra incognita, unentdecktes Land voller Abenteuer.

»Ich danke dir für die Erklärung.« Das konnte noch nicht alles sein. Um diese Information auszutauschen, hätte sich der Naat auch per Funk melden oder ihm die Worte quer durch die Zentrale zurufen können. Also wartete Rhodan ab und schaute Toreead auffordernd an.

»Ich weiß nicht, was geschehen soll, wenn wir dort sind«, sagte der Naat. »Wie andere Menschen auf mich reagieren werden.«

»Das kann ich dir leider nicht sagen. Ich bin mir nur in einem sicher, und das verspreche ich dir – die Zukunft wird besser als die Vergangenheit. Deine Zeiten als …« Er stockte.

»Sprich es ruhig aus. Kanonenfutter.«

Rhodan nickte. »Diese Zeiten sind vorbei. Was immer die Arkoniden dachten, wie sie dich und dein gesamtes Volk auch behandelt haben … du bist viel mehr wert als das.«

Toreead gab ein grollendes Geräusch von sich, das Rhodan als Zustimmung interpretierte, und ging zurück zu seinem Kommandantenplatz. Seine bullige Gestalt verschwand teilweise hinter den flirrenden Lichteffekten der holografischen, seiner Körpergröße angepassten Bedienpulten.

Einige Menschen arbeiteten an weiteren Stationen in der Zentrale der VEAST'ARK und kümmerten sich um tausend Details, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan.

»Ist der Rest von dir auch angekommen, ja?«, wollte Reginald Bull wissen.

Rhodan hatte seinen alten Freund gar nicht kommen sehen. »Was meinst du damit?«, fragte er.

»Na, dein Körper steht hier schon seit einer Minute in der Gegend herum, aber deine Gedanken waren sichtlich woanders, Herr Sofortumschalter.«

»Ich bin wieder da. Es läuft doch alles bestens, oder?«

»Klar. Wir haben alles im Griff.« Bull wusste so gut wie Rhodan, dass es eigentlich gar nicht ihre Aufgabe war, alles im Griff zu haben. Schließlich waren nicht sie die Kommandanten dieses Schiffes, sondern der Naat Toreead, dessen dicke Arme sich jetzt wieder erstaunlich elegant über die Schalt- und Sensorflächen bewegten. Teilweise schwebten die sehr materiell aussehenden Eingabedisplays der Steueranlage in der Luft und gaben den Blick auf die stämmigen Beine frei.

Ein wenig wirkte Toreaad wie der Dirigent eines unsichtbaren Orchesters, nur dass sich dieses aus den Maschinen und der Technologie des Raumschiffs VEAST'ARK zusammensetzte. Vor dem Kopf des Naats schwebte ein Holofeld, auf dem Reihen von Zahlen abliefen, wohl Messwerte, Berechnungen und Ortungsergebnisse.

»Toreead hat angekündigt, dass die Regenerationsphase der Struktufeldkonverter in Kürze abgeschlossen sein wird. Das heißt, wir können in Kürze den zweiten und letzten Transitionssprung wagen.« Dabei legte die VEAST'ARK in einem einzigen Augenblick eine unbegreiflich weite Strecke in einer anderen Ebene der physikalischen Realität zurück.

Der erste Sprung hatte sie vor wenigen Stunden über 700 Lichtjahre versetzt; noch vor kurzem wäre es ein unvorstellbarer, ja lächerlicher Traum gewesen, an solche Entfernungen auch nur zu denken.

»Der zweite Sprung wird uns«, fuhr Reg fort, »bis direkt in unser Sonnensystem bringen, in die Nähe der Marsbahn, wenn alles klappt.«

»Natürlich wird das gutgehen«, sagte Rhodan gelassen. »Hast du denn kein Vertrauen?«

Bull verzog das Gesicht und wies die Positroniksteuerung der VEAST'ARK an, den Bildausschnitt des Hologramms zu verändern, so dass es nicht nur ihre aktuelle Situation, sondern auch ihr Ziel – die Heimat – anzeigte. Es war, als rase die Kamera unendlich schnell davon. Das dreidimensionale Abbild zeigte nun keine einzelnen Sterne mehr, sondern nur noch winzige, zusammengeballte Punkte, die unbegreiflich blieben.

Zwei leuchtend rote Symbole markierten 400 Lichtjahre auseinanderliegende Positionen. Der Maßstab schien willkürlich, weil es nichts mehr gab, das man damit vergleichen konnte. Es sprengte jede Vorstellungskraft.

»Wir springen über einen ewigen Abgrund, Perry. Wenn die Naats sich ein klein bisschen verrechnet haben, werden wir …«

»Das werden sie nicht«, unterbrach Rhodan. »Sie haben Erfahrung. Eine Menge davon.«

Bull winkte ab. »Wie geht es dir, wenn du an die Erde denkst? Wir waren lange weg. Einen Monat.«

»Sie war in dieser ganzen Zeit nur ein ferner Traum«, meinte Rhodan. »Aber zugleich bildete sie immer mein wahres Ziel. Ich wusste, dass wir zurückkehren werden, ganz egal was passiert.«

»Was glaubst du erwartet uns zuhause?«

Wenn ich das nur wüsste! Sie waren vor einem Monat aufgebrochen, um nach Arkon vorzustoßen, der Heimat von Crest und Thora und dem geheimnisvollen Mann namens Atlan da Gonozal, der offenbar seit Jahrtausenden – seit dem Untergang des nach ihm benannten Atlantis – auf der Erde lebte. Dieser Plan war gescheitert; sie waren nicht einmal in die Nähe von Arkon gelangt, dem Machtzentrum eines gigantischen Sternenreiches.

Einen Monat lang waren sie unterwegs gewesen. In dieser Zeit hatte er überdeutlich erlebt, wie grausam der Krieg zwischen den Sternen war und über welche verheerenden Möglichkeiten technisch hochstehende Kulturen verfügten. Und die Erde war schutzlos geblieben. Alles konnte dort inzwischen geschehen sein …

»Keine Antwort, Perry?« Reg grinste. »Was sollst du auch sagen? Ich weiß nur eins – wenn wir zurück sind, warten eine Menge Entscheidungen auf uns. Was tun wir mit diesem Atlan? Zum Beispiel … Wie bauen wir die neuen Kontakte ins All aus? Und verdammt noch mal, wie schützen wir uns vor dem Krieg dort draußen?«

Das war eine gute Liste. Rhodan hätte ihr einige Punkte hinzufügen können, doch Toreead begann mit einem Countdown.

Irritierenderweise startete er bei »Sieben«, was menschlichen Gewohnheiten völlig widersprach. Die VEAST'ARK beschleunigte mit Höchstwerten, was Rhodan jedoch nur wusste. Er fühlte in der Zentrale nichts davon, der Andruck wurde von der Technologie neutralisiert.

»Sechs … fünf …«

Perry Rhodan schloss die Augen und wappnete sich auf den Sprung. Mit einer Transition ging bei der Wiederverkörperlichung ein starker Schmerz einher. Er atmete tief und ruhig. Trotzdem fühlten sich seine Handinnenflächen feucht an. Er schwitzte und schaute sich rasch um. Es gab keine Möglichkeit zum Sitzen. Er bezwang die leise aufsteigende Unruhe, ja Panik. Mit einem Mal überfiel ihn ein ungutes Gefühl. War er zu sorglos gewesen, einfach wegzugehen? Die Erde zurückzulassen?

»… vier … drei …«

Noch immer schwebte neben ihm das Hologramm. Es zeigte wieder das ursprüngliche Bild – den Weltraum rund um die VEAST'ARK, ein ewiges Nichts, in dem in der Ferne Sonnen wie winzige Punkte in dunklem Samt glitzerten. Am Rand der Wiedergabe strahlte der violette Sternennebel.

In diesem Hologramm würde er hoffentlich bald den Mars sehen.

Und die Erde.

Rhodan fühlte sich hin und her gerissen. Es war ein gutes Gefühl, heimzukehren, aber …

»… zwei … eins … Sprung.«

Übelkeit drehte ihm den Magen um. Ein Feuer lief durch seine Organe, und sein Blut rauschte überlaut in den Ohren.

Doch es traf ihn inzwischen nicht mehr unvorbereitet. Der Schmerz währte nur einen Augenblick lang. Man gewöhnt sich an alles, dachte er halb sarkastisch und fühlte sich zum ersten Mal wie ein echter Raumfahrer. Wie jemand, für den es … normal war, fremde Sonnensysteme zu bereisen.

Dann sah er das holografische Bild des herrlichen blau-weißen Balls im All. Die Erde sah wundervoll aus, wie sie im ewigen Schwarz hing. Ein Feuerarm schob sich aus dem gigantischen Glutball der Sonne; die Protuberanz schien aus Rhodans Blickwinkel den Heimatplaneten fast zu berühren.

Der Anblick vertrieb die Reste der Schmerzen; er vergaß sie einfach. Es war so leicht gewesen. So schnell gegangen. Und obwohl er es im Vorfeld gewusst hatte, überwältigte es ihn. Sie hatten einen kosmischen Abgrund übersprungen, vorbei an Millionen Sonnen und wohl ungezählt vielen bewohnten Planeten.

Mehr als 400 Lichtjahre, ging es ihm noch durch den Sinn, ehe er das … das riesige Ding sah, das über der Erde hing, und eiskaltes Entsetzen ihm die Kehle zuschnürte.

»Was zum Teufel ist das?«, rief Bull.

Einen Monat ohne Schutz, dachte Rhodan noch und wollte Alarm auslösen, doch Toreead war schneller.

Teil 2

10. Mai 2036: Der Arkonide und der Astronaut

Die Bilder meiner Träume vermischen sich, wie sie das so gerne tun im jahrelangen Schlaf. Ich kann es fühlen, kann es sehen. Wahrscheinlich wache ich bald auf. Ich spüre es: Die Maschinen arbeiten nicht mehr.

Eine andere Erinnerung steigt aus dem diffusen Nichts in meine Träume. Sie ist viel lebendiger, glühender, und sie kitzelt mich näher ans Erwachen heran.

»Atlan«, haucht sie. »Was für ein seltsamer Name.« Sie kichert, und ich frage mich, warum ich mich dazu habe hinreißen lassen, meinen echten Namen zu nennen.

Sie macht mich ganz verrückt. Es ist, als würde sie mir den Verstand aussaugen. Mein Gedankenbruder setzt zu einem spöttischen Kommentar an, aber ich unterdrücke ihn schon im Ansatz – ich habe weitaus Besseres zu tun.

»Lisa del Giocondo ist ebenfalls recht klangvoll, meine Verehrteste«, schmeichle ich. Sie kommt näher, und ich weiß nicht, was reizvoller ist: ihr nackter Körper oder ihr geheimnisvolles Lächeln. Ihre Haut fühlt sich warm an, warm wie das Blut des Soldaten, das aus seinem zerfetzten Kehlkopf direkt in mein Gesicht spritzt. Das Schwert durchbohrt seinen Leib von schräg oben, und die Klinge reißt auch mir noch eine kleine Wunde, ehe …

Ich fühle den Schmerz sogar im Traum, die Assoziationen vermischen sich und wirbeln die Bilder der Erinnerungen durcheinander. Lisa del Giocondo und die bestialische Schlacht gegen das römische Heer lagen jahrhundertelang auseinander. Vielleicht war der Verstand eines Arkoniden nicht dafür geschaffen, solche Zeiträume zu durchleben, genauso wenig wie der eines Menschen dieser Welt, auf der ich seit Tausenden von Jahren festsitze.

Mit diesen Gedanken wache ich auf, und die Erinnerung an die nackte, geheimnisvolle Frau verweht ebenso wie die an den Tod und die Schreie der Verwundeten auf dem Schlachtfeld.

Stattdessen schaut mich ein Gesicht an, das allzu vertraut ist. »Du bist wach«, sagt Rico, mein treuer Begleiter. Er ist getarnt, sieht aus wie ein Mensch der Erde, aber ich erkenne ihn sofort. Seine Augen sind braun. Haselnussbraun. Er lächelt. »Das ist gut.«

Ich höre die Worte nur verschwommen. »Wie lange?«, versuche ich zu sagen, doch meine Lippen sind so trocken. Ich gebe nur einen krächzenden Laut von mir.

Rico versteht mich trotzdem, weil er mich kennt. Seit Jahrtausenden. »Du hast vierundsiebzig Jahre geschlafen«, sagt er. Irgendetwas stimmt daran nicht, und das …

… riss mich endgültig aus dem Schlaf. Ich setzte mich auf, zu schnell nach der langen inaktiven Phase. Mein Kreislauf revoltierte, dunkle Flecken tanzten mir vor den Augen. Mir wurde übel, ich musste würgen, und bittere Magensäure brannte mir in der Kehle. Hastig schluckte ich, und ich hatte viel zu wenig Speichel, um das Brennen loszuwerden.

Ruhig, alter Narr!, verlangte mein Gedankenbruder. Mach langsam! Bist du nicht oft genug hier in deiner Schlafkammer erwacht, um zu wissen, dass sich dein Körper erst an das Erwachen anpassen muss?

Doch, das war ich. Ungezählte Male. Aber an manches gewöhnte man sich eben nie, wenn man kein Roboter war. Wie Rico, der zugleich noch viel mehr als das war. Das Rätsel, das ihn umgab, hatte ich nie völlig lösen können. Aber eins wusste ich: Er war mir ein wertvoller Begleiter.

Rico war tatsächlich perfekt getarnt, sah aus, als wolle er sofort aufbrechen, um sich unter die Menschen zu mischen.

Oder als wäre er schon dort gewesen.

Er trug eine alt und verwaschen aussehende Hose aus dunkelblauem Stoff, die eng an seinen Beinen lag. Im Gegensatz dazu schlackerte ein dunkelrotes, ärmelloses Shirt um den Oberkörper.

Der Roboter stand zwischen mir und der zweiten Tiefschlafliege in dem engen Nebenraum, der zu meiner Geheimkammer in der unterseeischen Kuppel vor den Azoren gehörte. Stumm hielt er mir einen Becher hin. Ich nahm ihn und trank vorsichtig von dem klaren, köstlichen Wasser. Es belebte die Zunge und spülte die saure Wunde in meinem Hals davon. Am liebsten hätte ich alles gierig ausgetrunken, aber ich riss mich zusammen. Ein Tropfen perlte auf meiner Lippe.

Es kitzelte, und es kam mir vor, als hätte ich etwas so Wundervolles seit Jahren nicht mehr empfunden. Genau so war es auch. Die Luft roch frisch und nach einem Hauch von vergangenen Abenteuern. Ich bewegte die Finger. Die Muskeln schmerzten, es knackte leise. Die Vielzahl der Sinneseindrücke überwältigte mich schier. Kein Wunder, denn ich hatte seit 74 Jahren nichts mehr empfunden.

»Warum hast du mich jetzt schon geweckt?«, fragte ich, denn es war ein Jahr zu früh; normalerweise weckte mich Rico nach einer Schlafepoche von 75 Jahren.

»Es gibt einen guten Grund«, sagte Rico. »Die Menschheit hat Fortschritte gemacht, seitdem du zum letzten Mal die Kuppel verlassen hast, Atlan.«

»So? Haben sie noch bessere Waffen entwickelt, um sich gegenseitig umzubringen?« Ich wollte trocken lachen, doch es war wohl im wahrsten Sinn des Wortes etwas zu trocken, und ich musste husten. Als es vorüber war, trank ich vorsichtig noch ein paar Schlucke. Ich spürte die Kühle des Wassers die Speiseröhre hinunterrinnen und bis in den Magen hinein.

»Das haben sie in der Tat. Auf diesem Gebiet sind sie erstaunlich erfinderisch.«

Ich fragte mich, ob Rico diese Worte spöttisch aussprach, oder voller echter Bewunderung. »Aber?«

»Aber deshalb habe ich dich natürlich nicht geweckt. Eine Notsituation erfordert dein Eingreifen.«

»Und zwar?« Ich stand auf. Der ganze Boden schwankte. Die schlichten Metallwände drehten sich, als meine Knie gaben nachgaben; die beiden Tiefschlafliegen krochen die Wände hinauf.

Natürlich bildete ich mir das nur ein. Ich war es, der kippte. Ricos Arm schoss vor, er stützte mich. »Es ist soweit«, sagte er.

Die Worte brachten augenblicklich meine Augen zum Tränen. »W… was?« Sollte das etwa bedeuten, dass …

»Die Menschheit stößt ins All vor.« Rico klang völlig emotionslos, als würde er mir mitteilen, welches Wetter weit oben über der Meeresoberfläche herrschte.

»Sie haben ein Raumschiff gebaut?«

»Eine Rakete«, schränkte er ein. »Ein zerbrechliches Ding, von dem sie hoffen, dass es ihren Mond erreicht.«

Ich schüttelte seinen Arm ab. Die Nachricht gab mir Kraft. Von diesem Punkt der Entwicklung aus trennten die Menschen im wahrsten Sinn des Wortes noch Welten von echten interstellaren Reisen … aber es war ein Anfang, auf den ich bereits lange wartete.

Seit 10.000 Jahren.

»Genauer gesagt«, fuhr Rico fort, »ist ihnen das von einigen Jahrzehnten sogar schon gelungen. Sie waren damals auf dem Mond.«

»Warum hast du mich zu diesem Zeitpunkt nicht geweckt?«, begehrte ich auf. »Ich hätte …«

»Was macht es für einen Unterschied? Gewiss, du träumst davon, eines Tages nach Arkon zurückkehren zu können. Aber eine Rakete, mit denen sie mit viel Glück und Wagemut ihren Trabanten erreicht haben, hilft dir dabei nicht weiter.«

»Gut. Und warum hast du mich jetzt geweckt?«

»Es geht nicht um die Rakete, sondern um etwas anderes. Um jemand anderen.«

»Wenn ich Kraft hätte«, sagte ich zu Rico, »würde ich dich packen und durchschütteln, um dir nicht jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen zu müssen! Sei froh, dass mein Körper noch halb im Tiefschlaf steckt …«

Dieses Mal streckte der Roboter die linke Hand aus. Darin hielt er ein flaches Metallplättchen, auf dem ein winziger Speicherkristall lag. Rico fuhr über ein Sensorfeld auf dem Plättchen, und vor seiner Hand formte sich eine frei in der Luft schwebende Holografie.

Zuerst tanzten nur einige sprühende Funken in der Luft, wie umherwirbelnder Staub, der in einem grellen Sonnenstrahl glänzte. Einen Augenblick später bildeten sich Konturen heraus, eine abenteuerliche, bleistiftförmige Rakete in einem gewaltigen Trägergestell. Die Rakete startete …

… und explodierte.

Trümmerteile rasten umher und zerschmetterten den Asphalt des Startfelds. Metallteile bohrten sich tief in die Erde, schnitten metertiefe Krater. Ein gezacktes Stück der Außenhülle mit mehreren Metern Durchmesser schmetterte in ein Gebäude, zerfetzte das Dach, rasierte ein ganzes Stockwerk ab. Brände loderten auf, das Trägergestell knickte ein, brach ab und donnerte auf.

Alles geschah in der Wiedergabe völlig lautlos, geradezu gespenstisch.

»Was ist das?«, fragte ich.

Rico schaute mich an, mit ausdruckslosem Gesicht. Er ist ein Roboter, rief ich mir in Erinnerung, und wenn er noch so lebendig wirkt.

»Was das ist?«, wiederholte er. »Das, Atlan, ist dein Ziel …«

Eine Stunde später wusste ich mehr und verließ die Tiefschlafkammer. Draußen, in der größeren Kammer, atmete ich auf. Es tat gut, sie wieder zu sehen. Mein Portal in die Welt.

Ich schaute zum Becken am anderen Ende des Raums, fast dreißig Meter entfernt. Das Tauchboot lag darin und wartete auf uns. Ricos Erklärungen hatten mich überzeugt. In der Tat, ich musste eingreifen. Die Dinge spitzten sich zu, nach all den Jahrtausenden, in denen ich die Entwicklung dieser Art beobachtet und in meinem Sinn beeinflusst hatte.

Der Mond … für die Menschheit mochte es ein gewaltiger Schritt sein, für mich nur ein winziges Tapsen in Richtung Arkon. So durfte es nicht weitergehen! Ich rief mir die Bilder der explodierenden Rakete in Erinnerung. Mein Ziel, hatte Rico es genannt.

»Also los!«, forderte ich meinen Begleiter auf.

»Bald«, herrschte mich der Roboter an, viel schärfer, als ich es von ihm gewohnt war. »Oh«, sagte er und murmelte eine Entschuldigung. »Ich war abgelenkt. Ehe wir aufbrechen, will ich dir noch einige Eindrücke aus dem Leben auf diesem Planeten vermitteln. Alles hat sich verändert, seit du zum letzten Mal draußen warst. Aber zuerst sollte dich warnen.« Seite an Seite durchquerten wir die Halle. Unsere Schritte hallten in dem weiten Raum. »Das Tauchboot hat gelitten seit der Zeit, als du es zuletzt genutzt hast.«

»Wie das?«

Er winkte ab. »Ich musste die Kuppel verlassen und noch einige Dinge regeln, die nach deiner … Intervention offen geblieben sind.«

»Du warst allein unterwegs?«

Rico nickte. »Nicht der Rede wert. Ich konnte die anfallenden Nacharbeiten selbst erledigen und musste dich nicht stören. Du erinnerst dich an deine letzte Mission?«

Selbstverständlich tat ich das. Es war das Jahr 1962 gewesen, im Oktober. Die Medien hatten das weltpolitische Problem Kubakrise genannt, und die Menschen hätten sich damit fast selbst in den Untergang gerissen. Ich hatte einige unschöne Dinge tun müssen, um den Dritten Weltkrieg zu verhindern. Es war noch schwerer als sonst gewesen, hinter den Kulissen lenkend und beschwichtigend einzugreifen. Ich mochte sie ja, die Menschen, aber die meisten waren erbärmliche Dickköpfe, von einem umfassenden Egoismus angetrieben.

Und damit unterscheiden sie sich ja so sehr von uns Arkoniden, lästerte mein Gedankenbruder. Ein Einwurf, dem ich nicht widersprechen konnte.

»Seitdem hat es eine rasante technologische Entwicklung in allen Alltagsgebieten gegeben«, erläuterte Rico. »Hin und wieder könnte man den Eindruck gewinnen, die Menschen wären in vielerlei Hinsicht von ihren technischen Errungenschaften abhängig.«

Er schaute mich mit undeutbarer Mimik an – oder einfach ausdruckslos, wie man es bei einem Roboter auch erwarten könnte. Nur dass mein Begleiter ein ganz besonderer Roboter war; einer, dessen Geheimnisse ich in 10.000 Jahren nicht hatte enträtseln können.

Eine ausladende Bewegung mit den Armen folgte. »Sieh her!«

Hologramme ploppten rund um uns auf, fünf, zehn, zwanzig, immer mehr; es war, als würde ich mitten in einem Kommunikationszentrum stehen und durch Kameras in Dutzende Winkel der Welt hineinblicken.

Ich schaute die Holos an, nacheinander, viel zu schnell, die Bilder rauschten durch meinen Verstand. Langsam, alter Narr!, herrschte mich der Logiksektor an, meine innere Stimme, die nach dem langen Schlaf offenbar keine Schwierigkeiten hatte, zur gewohnten Form zurückzufinden.

Eine Kolonne aus schwitzenden Männern mit stoppelkurzen Haaren wuselte um gigantische Metallteile und das Skelett eines riesigen Meeresschiffes; sie erinnerten mich an einen Insektenstaat inmitten einer gewölbten Halle mit Blick durch ein weites Tor auf einen überfüllten Hafen. Graue Dämpfe wallten in der Luft, und metallene Robotarme bewegten schwere Lasten.

Im Bild daneben erstreckte sich eine Wüste unter tiefblauem, wolkenlosem Himmel. Nein, keine herkömmliche Wüste, dies war ein Meer aus verdorrten Büschen und abgeholzten Bäumen; dem Durchmesser der Stümpfe nach mussten es wahre Urwaldriesen gewesen sein. Irgendwo weit hinten wälzten sich Maschinen am Rand der Ödnis.

Ein Strand, sonnenhell und mit Horden von nackten Menschen bevölkert, die schwammen, lachten, rannten oder auf Liegen lagen. Ich sah ein wenig genauer hin. Sie waren nur fast nackt. Dennoch wäre das bei meiner letzten Wachphase undenkbar gewesen. So änderten sich die Zeiten. Etwas Gutes musste Fortschritt ja haben.

Das nächste Bild: Menschen in einer Stadt, überfüllte Gehwege, Autokolonnen. Dann eine weite, einsame Ebene mit wenigen Häusern; ein Wirbelsturm am Horizont. Und ein Gebäude, das sich wie eine organisch gewachsene Riesenschnecke ins Wasser eines Naturhafens schmiegte. Ein Hubschrauber landete darauf. Ein Zug raste am Fuß eines Berges entlang, hinein in einen gewaltigen Tunnel. Eine Frau blickte mich an, mit asiatisch schmalen Augen und unwirklich vollen Lippen. Dann ein Kind, nackt bis auf ein Stück Stoff zwischen den Beinen, und dürr wie ein Skelett.

Ich schloss die Augen. Es waren zu viele Eindrücke, ich glaubte Lachen zu hören und Weinen. Das ist das Leben, dachte ich, anders als damals und doch genauso wie schon immer.

»Gehen wir weiter!«, forderte ich, und diesmal widersprach Rico nicht. Vielleicht erahnte er meine Gedanken.

Kurz darauf staunte ich darüber, in welch schlechtem Zustand das Tauchboot im Wasserbecken tatsächlich war. Trotz der Ankündigung meines Begleiters hatte ich damit nicht gerechnet. Aber es war noch fahrtüchtig, immerhin das. Wir verließen die Kuppel und rasten in den Tiefen des Meeres unserem Ziel entgegen.

Amerika.

Ich war gespannt, wie sich das Land in den letzten 74 Jahren verändert hatte. Ich gierte darauf, es nicht nur in Hologrammen anzuschauen, sondern es selbst zu erleben.

Es stank nach Schweiß – das war mein erster Eindruck von der Bar, die ich elf Tage später betrat. Ansonsten gefiel sie mir. Die Stühle wirkten bequem, und die Frauen trugen erfreulich kurze und dünne Kleidung. Dazu das eine oder andere Gläschen Wein – was wollte man mehr.

Falls es Wein war, was die Leute rundum tranken; die Gläser sahen zum Teil mehr als seltsam aus. In den letzten Tagen auf dem Weg der Nachforschungen und Recherchen, die mich schließlich hierher führten, waren mir allerdings so viele merkwürdige Dinge begegnet, dass ich längst nichts mehr hinterfragte, sondern es einfach hinnahm. In Verhältnis zu früheren Wach- und Schlafphasen hatte sich dieses Mal alles rasant verändert. Mir schwirrte noch immer der Kopf von der Hektik dort draußen. So etwas war ich seit 10.000 Jahren nicht mehr gewöhnt.

Es war nicht einfach gewesen, den Mann zu finden, den ich nun vor mir sah. Auf den ersten Blick wirkte er fast ein wenig unscheinbar, doch ich musste ihm nur ins Gesicht sehen, um zu erkennen, dass er etwas Besonderes war. Auch wenn er dieses Gesicht dem Barkeeper zuwandte, »noch einen« rief und auf sein leeres Glas deutete.

Er war drahtig, hatte graublaue Augen und dunkelblonde Haare. Geboren in Connecticut, wie ich wusste. Absolvent der University of Berkeley, erst Testpilot der Air Force, dann Astronaut bei der NASA.

Das also war er.

Der Mann, der schon bald in die STARDUST steigen sollte, um den Mond zu erreichen. Natürlich nicht allein, sondern gemeinsam mit drei anderen, aber er war der Kommandant dieses zerbrechlichen Monstrums von einer Rakete.

Das war Perry Rhodan. Er stand am Tresen, und ich stellte mich zu ihm.

Er sah nicht her, sondern blickte ins Leere. Wahrscheinlich in die Zukunft. Vielleicht fragte er sich, ob es überhaupt eine Chance gab, den Höllenritt in der STARDUST zu überleben, der in Kürze beginnen sollte. Dabei ahnte er noch nicht einmal, dass es eine völlig andere Gefahr gab als die, die er vermutete. Es ging nicht nur darum, dass die Rakete beim Start explodieren oder beim mörderischen Flug durch die Atmosphäre und danach im freien All bis zum Mond zerbrechen könnte.

Ich schloss die Augen und sah die Bilder der Simulation vor mir, die Rico mir gezeigt hatte. Die STARDUST explodierte. Feuerflammen rissen das halbe Startgelände Nevada Fields in den Untergang. Trümmerteile flogen Hunderte Meter weit, bohrten sich in die Gebäude und zerschmetterten Fahrzeuge.

Meine Augen tränten. Ich wischte darüber. »Trockene Luft«, sagte ich, wie um meine Handlung zu entschuldigen. Würde ich ihm erklären, dass ich ein durch Verkleidung und diverse kosmetische Tricks getarntes Wesen von einem fremden Planeten war, dem bei innerer Erregung das Wasser aus den Augen drang, hätte er mich wohl für irrsinnig gehalten.

Rhodan reagierte mit einem abwesenden Nicken und trank einen Schluck.

»Schmeckt das Bier hier in diesem Laden?«, fragte ich.

»Ist alkoholfrei.« Seine Stimme klang eher unauffällig. Und leise. Wie die eines Mannes, der nicht gestört werden und schon gar keine belanglose Konversation mit einem Fremden führen wollte. »Wahrscheinlich nicht das, was Ihnen vorschwebt, wenn Sie …«

»Doch, doch«, unterbrach ich. »Ich muss mir das Zeug auch reinwürgen. Sechzig Tage, und Sie?« Natürlich wusste ich, dass Rhodan kein trockener Alkoholiker war, dass er nicht mühsam die Tage zählte, in denen er nicht rückfällig wurde und sich auch nicht jede Woche eine Plakette bei seinen anonymen Treffen abholte. Aber irgendwie musste ich mit ihm ins Gespräch kommen.

»Muss mich gerade fit halten«, erwiderte er. »Für … ach, ich arbeite an einem wichtigen Projekt, da gilt es, mich zu konzentrieren, sagen wir es so. Wenig Freizeit, und Alkohol ist völlig tabu.«

Er war ehrlich. So ehrlich, wie er einem Fremden in der Bar gegenüber sein konnte.

Ich lachte. »Ich habe Sie angelogen! War nie Alkoholiker, also zähle ich auch nicht die Tage. Ich wollte mich ein bisschen einschmeicheln und Sie nicht in Versuchung führen, Mister …« Ich hob meine Stimme beim letzten Wort, wie man es tat, wenn man den Namen seines Gegenübers herauszufinden versuchte.

Rhodan reagierte nicht darauf. »Aha«, sagte er.

»Aber eins stimmt«, fuhr ich fort. »Bier mag ich tatsächlich nicht. Dabei ist es mir völlig egal, ob es alkoholfrei ist oder nicht. Ich bevorzuge Wein. Roten, wenn's geht, und echten. Kein synthetisch hergestelltes Kunstzeug.« Von dieser Unsitte hatte ich in den letzten Tagen gehört – eine Schande!

Ich schaute mich im Raum um.

Und stockte.

Du hast sie ebenfalls bemerkt, nicht wahr?, schickte mir mein Gedankenbruder einen Gedankenimpuls. Aber als Logiksektor hatte er mehr Details aus meinem scheinbar flüchtigen Eindruck gefischt. Etwa, dass diese Frau – zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Jahren, tiefschwarzes Haar, mindestens zu einem Viertel europäische Wurzeln, etwa ein Meter siebzig – eine schlanke Waffe in einem winzigen Holster unter der dunkelblauen Weste trug. Die Ausbeulung war eindeutig.

Ich beschloss, sie im Auge zu behalten, und das nicht nur wegen ihrer Figur. Sie schaute nämlich rüber. Zu Rhodan. Und das konnte kein Zufall sein.

Über einen kleinen Empfänger im Ohr hörte ich Ricos Stimme. »Du hast sie ebenfalls bemerkt, nicht wahr?«, fragte er vom anderen Ende der Bar. Wie verrückt, dass er genau dieselben Worte benutzte wie mein Gedankenbruder vor wenigen Augenblicken. »Ich habe ihr Äußeres bereits mit einer Datenbank abgeglichen. Sie ist eine der bestbezahlten Profikiller der westlichen Welt. Die Waffe trägt sie nur für den Notfall bei sich. Sie nutzt präzisere Methoden. Bessere. Sie ist eine geniale Chemikerin und versteht sich außerdem auf perfekt inszenierte Hightech-Unfälle. Perry Rhodan ist schon so gut wie tot.«

Nicht, wenn ich es zu verhindern wusste. »Sie können nicht?«, sagte ich zu Rhodan. »Dann tut es mir leid, dass ich Sie gestört habe.«

»In Ordnung«, sagte er und schaute mich nicht einmal richtig an.

Welch ein enttäuschendes Ende für ein Treffen, auf das ich tagelang hingearbeitet hatte. Ich würde das Gespräch nachholen. Zunächst gab es Wichtigeres. Zum Beispiel, diesem mir völlig fremden Mann, der vielleicht das Schicksal der Welt in den Händen hielt, das Leben zu retten.

Ich wandte mich ab, ging zum Tisch der Killerin und setzte mich unaufgefordert zu ihr. Mit schönen Frauen umzugehen, darin hatte ich nicht erst seit 10.000 Jahren Erfahrung. Eine Profikillerin war zwar noch nie darunter gewesen, aber einmal war immer das erste Mal. Ich schaute sie an und lächelte.

Gespannt darauf, wie es weitergeht?

Wer mehr wissen möchte: PERRY RHODAN NEO können Sie überall im Zeitschriftenhandel kaufen – oder auch bestellen. Der Roman »Die Stardust-Verschwörung« ist seit dem 15. Februar 2688 im Handel.

»Die Stardust-Verschwörung« gibt es darüber hinaus als E-Book bei den meisten E-Book-Partnern, unter anderem bei Beam-E-Books, Amazon.de oder dem iBookstore. Unser Partner Eins A Medien bietet darüber hinaus ein ungekürztes Hörbuch zu »Die Stardust-Verschwörung« an.

Weitere Informationen: www.perry-rhodan.net

Impressum

EPUB-Version: © 2013 Pabel-Moewig Verlag GmbH, PERRY RHODAN digital, Rastatt.

Chefredaktion: Klaus N. Frick.

ISBN: 978-3-8453-9957-7

Originalausgabe: © Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt.

Internet: www.perry-rhodan.net und E-Mail: mail@perry-rhodan.net

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
18+
Litres'teki yayın tarihi:
26 aralık 2025
Hacim:
21 s. 1 illüstrasyon
ISBN:
9783845399577
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

Benzer kitaplar