Kitabı oku: «Kleingebäck vom Ofner»

Yazı tipi:

Christian Ofner

Kleingebäck
vom Ofner

Backen wie der Profi

Vom Salzstangerl übers

Bio-Weckerl bis zu selbst gebackenen

Geschenksideen

Leopold Stocker Verlag

Graz – Stuttgart

Alle Fotos: Kurt Elmleitner (www.kurt-elmleitner.at) Außer: S. 14 (Archiv Leopold Stocker Verlag) und S. 16 unten Mitte (WMF)

Der Inhalt dieses Buches wurde vom Autor und vom Verlag nach bestem Gewissen geprüft, eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Die juristische Haftung ist ausgeschlossen.

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BIBLIOGRAPHISCHE INFORMATION

DER DEUTSCHEN NATIONALBIBLIOTHEK

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ISBN: 978-3-7020-1364-6

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© Copyright: Leopold Stocker Verlag, Graz

8. Auflage 2021

Umschlaggestaltung, Layout und Repro: Werbeagentur Rypka GmbH, A-8143 Dobl/Graz

Unterberg 58-60, www.rypka.at

Inhaltsverzeichnis

Geleitwort

Vorwort

Danksagung

Glossar

Einleitung

Allgemeine Informationen zum Thema Backen

Mehle

Backzutaten

Nützliche Helfer

Die wichtigsten Handgriffe

Ab in den Ofen …

Tipps & Anregungen

Kapitel 1

Klassisches Gebäck für das Körberl

Kaisersemmeln

Steirische Langsemmeln

Salzstangerln

Wachauer Laibchen

Kornstangerln

Gewürzvintschgerln

Käsewurz’n

Speckwurz’n

Laugenstangerln

Laugenbrezeln

Mini-Baguettes

Dinkel-Müsli-Laibchen

Mini-Pizzafladen

Kapitel 2

Süßes Gebäck

Kipferln

Mohnweckerln

Rosinenweckerln

Honigreingerln

Buchteln

Brioche-Kipferln

Brioche-Babys

Brioche-Dreier-Striezerln

Brioche-Topfentascherln

Mohnschnecken

Nusskronen

Topfenstangerln

Polsterzipfel mit Apfelfülle

Kapitel 3

Bio-Vollkorn-Kleingebäck

Bio-Dinkelvollkornlaibchen

Bio-Sonnenblumenweckerln

Bio-Dreikornstangerln

Bio-Zwiebelringe

Bio-Rosmarinfladen

Kapitel 4

Glutenfreies Gebäck

Glutenfreie Semmeln

Glutenfreie Frühstücksweckerln

Glutenfreie Käsefladen

Glutenfreie Rosmarin-Tomaten-Stangerln

Glutenfreie Müslistangerln

Kapitel 5

Backen mit Zuckerersatz

Zucker-Zimt-Schnecken

Frühstückszopf

Gedrehte Mohnstangerln

Brioche-Stangerln

Butterkrapfen

Kapitel 6

Backen für Kinder & mit Kindern

Kinder-Burgerbrötchen

Semmelindianer

Salamiwurm

Zotters Schoko-Stangerln

Kapitel 7

Kreative Geschenksideen

Partystern

Schritt für Schritt zum Partystern

Muttertagsherz

Partybrezel

Brottorte

Geburtstagszahl

Vorwort

Jeder, der einmal die Qualität von frischem, handwerklich produziertem Gebäck entdeckt und schätzen gelernt hat, wird mir zustimmen, dass viele Lebensmittel erst im Zusammenspiel mit dem Duft und dem Geschmack frischer Backwaren so richtig zur Geltung kommen. Das gilt für die fruchtige Frühstücksmarmelade ebenso wie für einen frischen Kräutertopfen oder gereiften Käse.

Ich habe Christian Ofner, den Autor dieses Buches, bei einer Geburtstagsfeier meiner Mutter näher kennengelernt, wo er sich um das Brot-Catering kümmerte. Seitdem schätze ich seine Arbeit und seine Produkte. Einige Zeit später traf ich Herrn Ofner am Rande einer Live-Kochshow in Graz, wo er die VIPs mit seinen Brotwaren nach allen Regeln der Kunst verwöhnte. Das brachte mich auf die Idee, den Backprofi zu einem Backkurs auf die Stromburg einzuladen, damit er meine Köche mit den Grundlagen seines Handwerks vertraut machen konnte. Seitdem schmeckt das Brot aus unserer Burgküche noch besser. Bei unserer Hausparty, die Ende August auf der Stromburg gefeiert wurde, begeisterte der Backprofi aus der Steiermark die mehr als 250 Gäste mit seinen frisch gebackenen Gebäck- und Brotvariationen. Diese Zusammenarbeit gefällt mir, mein Kompliment!


Dieses erste Ofner-Buch will Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit 50 Rezepten und ausführlichen Step-by-Step-Anleitungen in die Kunst des Backens einführen und mit dem erforderlichen Grundwissen ausstatten, das zur Herstellung von Kleingebäck unverzichtbar ist. Sie werden sehen, dass diese Kunst eigentlich ganz einfach ist, wenn man erst einmal verstanden hat, wie das Backen funktioniert.

Ich wünsche Ihnen allen viel Freude beim Ausprobieren der Rezepte und beim anschließenden Genuss der Backwaren aus eigener Küche. Sie werden schon bald bestätigen können, dass herzhaftes und süßes Gebäck dazu beitragen, Ihre Lebensqualität im Alltag deutlich zu steigern.

Herzliche Grüße

Ihr


Johann Lafer


Der Backprofi

Bereits als Bäckerlehrling in einem Zwei-Mann-Betrieb in Eibiswald in der schönen Weststeiermark entdeckte ich die Freude am Backen und die Liebe zu diesem Handwerk. Da ich mein Zimmer über der Backstube hatte, wurde ich frühmorgens vom Brotduft geweckt. Zu meiner Lehrzeit haben wir alles mit der Hand gefertigt, ohne Maschinen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich etwas Besonderes aus meinem Beruf machen wollte. Ich war und bin diesem Beruf verfallen. Backen ist meine Leidenschaft.

Nach jahrelanger Erfahrung bei namhaften Bäckereien in unterschiedlichsten Aufgabengebieten reifte die Idee, die alte Kunst des Brotbackens auch anderen beizubringen und viele Menschen an meinem Wissen teilhaben zu lassen.

Brot als unser wichtigstes Grundnahrungsmittel verliert in der Bevölkerung immer mehr an Stellenwert. Heutzutage gibt es unzählige Backfabriken, die Teiglinge herstellen, die jede Menge Zusatzstoffe beinhalten. Dabei ist es keine große Sache, sein eigenes Brot und Gebäck herzustellen.

Der Vorteil von hausgemachtem Brot und Gebäck liegt klar auf der Hand: Mit einfachen Zutaten wie Mehl, Wasser, Salz, Hefe und Gewürzen können Sie schmackhaftes Brot und Gebäck zubereiten. Der Aufwand ist gering, das Ergebnis ist beachtlich – und vor allem sehr kostengünstig!

Indem Sie regionale und frische Produkte verwenden, das Getreide direkt beim Bauern oder bei der Mühle Ihres Vertrauens kaufen, wissen Sie immer, welche Zutaten wirklich im Gebäck enthalten sind. Außerdem bleibt Selbstgebackenes länger frisch und schmeckt besser.

Mit frischem, selbst gebackenem Frühstücksgebäck werden Sie Ihre Lieben und Ihre Gäste begeistern. Bei Festen und Feiern können Sie ab nun mit originellen Backideen punkten. Und mit eigenhändig gebackenen Geschenken können Sie Ihre Freunde und Bekannten überraschen.

Für jene, die an Glutenunverträglichkeit leiden, gibt es ein eigenes Kapitel mit glutenfreiem Gebäck. Und nicht nur Kinder werden sich über die lustigen und kreativen Gebäck-Ideen freuen.

Auf diesem Wege möchte ich meine Liebe zu selbst gebackenen Produkten und mein Wissen weitergeben.

Nehmen Sie in Zukunft Ihr Brot selbst in die Hand!

Ihr


Christian Ofner

Danksagung

Mein Freund Kurt ist mir bei meinem ersten Buchprojekt unermüdlich zur Seite gestanden. Ihm möchte ich hiermit herzlichen Dank aussprechen.

Besonderer Dank gilt aber vor allem meiner lieben Frau Michaela, die mich trotz der wochenlangen, chaotischen Zustände in der privaten Küche stets unterstützt und mit netten Worten aufgeheitert hat.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, danke ich schon im Voraus für Ihr Feedback zu Ihren Backergebnissen! Ich freue mich auf Ihre Zuschriften unter: office@derbackprofi.at

Werfen Sie einen Blick auf meine Webseite, hier finden Sie zahlreiche Lernvideos und weitere Rezepte sowie alle Termine zu den Brotbackkursen in Österreich & Deutschland: www.derbackprofi.at

„Übersetzung“ österreichisch – deutsch


Biskotten Löffelbiskuit
Brösel Krümel
Buchtel gefülltes Hefegebäck
Dampfl in Milch und etwas Zucker aufgelöste Hefe, diese Mischung lässt man gehen, bevor man sie zu den übrigen Zutaten für einen Hefeteig mischt
Eidotter Eigelb
Eiklar Eiweiß
Flesserl auf bestimmte Art und Weise geflochtenes Brötchen
Germ Hefe
Geselchtes Geräuchertes
Golatsche viereckiges Gebäckstück, das gefüllt und von den Ecken her diagonal zusammengeklappt wird
Kipferl Hörnchen
Krapfen Berliner
Kren Meerrettich
Kristallzucker Zucker
Maizena Maisstärke
Marillenmarmelade Aprikosenkonfitüre
Mehltypen siehe Erklärungen auf den Seiten 10 und 11
Obers Sahne
Oberskren Meerrettich mit Sahne
Polster Kissen
Reingerl gefülltes und gerolltes, in einem „Reindl“ (= kleiner Kochtopf) oder in einer kleinen Backform gebackenes Gebäckstück
Schopf Nacken
Semmel Brötchen
Staubzucker Puderzucker
Tascherl Täschchen
Topfen Quark
Vintschgerl Brötchen
Weckerl Brötchen
Wurz’n Wurzel
Zipfel Ecke

Einleitung

Allgemeine Informationen zum Thema Backen

Mehle

In meinem Backbuch verwende ich handelsübliche Mehle wie Weizenmehl, Roggenmehl, Dinkelmehl bzw. glutenfreie Mehlmischungen.

»Mehl ist die wichtigste Zutat für jedes Brot und Gebäck. Achten Sie deshalb auf gute Qualität!«

Alle Rezepte können auch durch Vollkornmehle ausgetauscht werden. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Wassermenge um etwa 5 % erhöhen müssen, sofern Sie das Vollkornmehl frisch vermahlen.

Weizenmehl Type 480 Universal

Dieses Mehl verwende ich bei fast allen Rezepten. Ob bei süßen Germteig-Variationen oder einem klassischen Weißbrotteig – mit einem Universal Mehl können Sie alle Teige gut zubereiten, und Sie müssen nicht unbedingt drei verschiedene Mehlsorten zu Hause haben.

Roggenmehl Type 960

Das klassische Roggenmehl zum Backen von Brot oder dunklen Gebäcksorten. Die Zugabe von Sauerteig ist hier aber immer zwingend erforderlich, da Roggen alleine nicht backfähig ist und versäuert werden muss.

Dinkelmehl bzw. Dinkelvollkornmehl

Dinkel eignet sich hervorragend zum Backen von Kleingebäck. Der leicht nussige Geschmack sowie der gute Nährwert sind tolle Kriterien für die Verwendung von Dinkelmehl zum Backen.


Staubmehl

Zum Einschlagen von Kaisersemmeln oder zur Herstellung steirischer Langsemmeln verwende ich immer so genanntes Staubmehl. Dieses besteht aus 50 % Roggenmehl und 50 % Kartoffelstärke.

Austausch von Weizen- gegen Dinkelmehl

Gerne können Sie nach Belieben Weizenmehl gegen Dinkelmehl 1:1 auswechseln. Bei der Verwendung von Vollkornmehlen ist eine höhere Wasserzugabe von ca. 5 % erforderlich.

Andere Mehle und Mehlmischungen

Gut geeignet zum Backen sind auch Buchweizenmehl, Maismehl oder gemahlene Hirse. Allerdings sollte man diese Mehle nicht allein verwenden, sondern immer nur gemischt mit dem im Rezept empfohlenen Mehl (nicht mehr als max. 10–20 %).

Glutenfreies Mehl von Mantler

Immer mehr Menschen leiden an Zöliakie (Glutenunverträglichkeit). Oft ist es für Betroffene – vor allem auf dem Land – gar nicht so einfach, in Supermärkten oder bei Bäckereien Brot zu erhalten, das glutenfrei ist. Der einzige Ausweg ist daher, selbst Brot zu backen. Mehl- und Backmischungen, die keine Gluten enthalten, sind in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Ich habe ein ganzes Kapitel diesem Thema gewidmet, und mit glutenfreien Backmischungen von Mantler können Sie wunderbares Kleingebäck für Zöliakie-Betroffene backen!

»Schon seit Urzeiten wird aus Mehl brotähnliches Gebäck hergestellt. Als gesundes Grundnahrungsmittel und wichtiger Kohlenhydrat-Lieferant wird Brot nie aus dem Alltag wegzudenken sein.«

Mehltypen nach DIN 10355

Typenzahlen

Die Typenzahlen sind in Österreich und Deutschland unterschiedlich; bei der Verwendung von deutschen Mehlen sollten Sie die Rezeptur ganz genau beibehalten und nur die Mehle 1:1 austauschen. Den bei den Rezepten angegebenen österreichischen Mehlen entsprechen in Deutschland folgende Typen:


ÖSTERREICH DEUTSCHLAND BACKEIGENSCHAFTEN
WEIZENMEHL
Type W480 Universal Type 405 bevorzugtes Haushaltsmehl, gute Backeigenschaften
Type W700 Type 550 backstark für feinporige Teige und als Vielzweckmehl verwendbar
Type W1600 Type 1050 für Mischbrote oder Backwaren im Haushalt
Weizenvollkornschrot bzw. Weizengrahamschrot Weizenbackschrot Type 1700 ohne Keimling
ROGGENMEHL
Type R500 („Vorschuss“) Type 815 wird nur selten verwendet, meist in Süddeutschland und Österreich für helle Roggenbrote
Type R960 Type 997 für Mischbrote, regional unterschiedlich verbreitet
Roggenvollkornschrot Roggenbackschrot aus dem ganzen Korn
Type R2500 („Schwarzroggen“) in Deutschland schwer erhältlich wird nur anteilsmäßig unter das übrige Mehl gemischt (10 % der gesamten Roggenmehlmenge)
DINKELMEHL
Type 700 glatt Type 630 entspricht Weizenmehl Type W480 (bzw. 405)

Backzutaten

In meinen Rezepten werden Sie drei spezielle Backzutaten finden, die immer wieder zum Einsatz kommen:

•Backprofis Bio-Malz

•Backprofis Bio-Roggenvollkornsauerteig

•Backprofis Bio-Brotgewürz

Backprofis Bio-Gerstenmalzmehl

Hierbei handelt es sich um ein reines Gerstenmalzmehl. Dieses Malz wird aus gemälzter Gerste hergestellt, die aus biologischem Anbau stammt. Zur Herstellung von Backprofis Bio-Malz wird das Gerstenmalz schonend vermahlen. Bei der Malzherstellung wird die Gerste zum Keimen gebracht und anschließend wieder getrocknet.

Durch die Zugabe von Backprofis Bio-Gerstenmalzmehl bekommt Ihr Gebäck

•eine bessere Triebeigenschaft (der Teig kann besser aufgehen)

•eine schöne, goldgelbe Kruste beim Backen

•eine zarte Rösche (d. h., es wird resch und knusprig)

•ein köstliches Aroma und einen feinen Geschmack.

Der Einsatz von Backprofis Bio-Malz ist nicht zwingend erforderlich, aber durch die Zugabe wird das Gebäck qualitativ deutlich hochwertiger, schmeckt besser und bekommt eine knusprige Kruste!


»Ich verwende das Bio-Malz in fast allen Rezepten, da es wunderbare Backeigenschaften hat. Alternativ können Sie auch Honig, Zucker oder Rübensirup in derselben Menge verwenden.«


AT-BIO-902 EU Landwirtschaft

Backprofis Bio-Roggen-Vollkornsauerteig

Backen mit Sauerteig ist sehr oft mit viel Aufwand verbunden – und es können viele Fehlerquellen auftauchen. Daher habe ich einen eigenen, getrockneten Bio-Vollkornsauerteig entwickelt.

Backprofis Bio-Roggenvollkornsauerteig wird nach seiner natürlichen Reifung schonend getrocknet. Man gibt den getrockneten Sauerteig direkt zum Mehl. Daher ist kein Ansetzen oder Anrühren des Sauerteiges mehr nötig. Roggenvollkornsauerteig versäuert den Teig auf natürliche Weise. Dadurch entsteht im Brot eine aromatische Säure, das Gebäck hat eine sehr gute Schnittfestigkeit und hält sich lange frisch.


»So einfach: kein Anrühren, kein Ansetzen, sofort verfügbar – ohne großen Aufwand! Gerne können Sie auch handelsüblichen Sauerteig verwenden. Die Dosierung lt. Hersteller beachten!«


AT-BIO-902 Österreich Landwirtschaft

Backprofis Bio-Brotgewürz

Durch die Zugabe von Backprofis Bio-Brotgewürz bekommt Ihr Gebäck einen unverwechselbaren, einzigartigen, aromatischen Geschmack.

Das Bio-Brotgewürz ist fein vermahlen und besteht aus Bio-Kümmel, Bio-Fenchel und Bio-Koriander.

All diese Zutaten können Sie ganz einfach über meinen Webshop bestellen: www.derbackprofi-shop.at


»Natürlich können Sie die angegebenen Gewürze oder auch andere Gewürze einzeln bzw. nach eigenem Geschmack gemischt verwenden.«


AT-BIO-902 Nicht-EU-Landwirtschaft







Gewürze und Kräuter, Körner und Nüsse etc.: das verleiht Geschmack!

Es gibt eine Vielzahl an Gewürzen, Körnern und Kräutern, die sich wunderbar zum Backen von Kleingebäck eignen. So können Sie durch die Zugabe von verschiedenen Gewürzen stets neue Variationen kreieren, aber auch durch die Zugaben von Kürbisoder Sonnenblumenkernen zum Teig (oder als Dekor) verschiedene Geschmacksrichtungen ganz nach Ihrem Belieben herstellen.

Ob Wal- oder Haselnüsse, frische Kräuter aus dem Garten wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin, ob Oliven oder getrocknete Tomaten, ob Käse oder Speckwürfel –die Möglichkeiten, Ihrem Kleingebäck einen unverwechselbaren Geschmack zu verleihen, sind äußerst vielseitig.

Zucker

Für das Backen zu Hause können Sie verschiedene Zuckerarten verwenden. Vom klassischen Feinkristallzucker bis hin zum Rohrzucker oder auch braunen Zucker können Sie die Teige für Ihre Gebäckstücke ganz nach Belieben süßen. Einfach die Dosierung wie im Rezept genau einhalten. Als Dekor eignet sich Hagelzucker besonders gut. Dieser muss vor dem Backen auf das Kleingebäck gestreut werden. Hierbei ist es aber erforderlich, das Gebäckstück zuvor mit einer Ei-Milch-Mischung gut zu bestreichen.

Birkenzucker (Xylit, Xylitol)

Falls Sie Ihren Zuckerverbrauch verringern möchten, ohne künstliche Süßstoffe zu benutzen, können Sie dafür z. B. Birkenzucker verwenden. Dieser natürliche Zuckeraustauschstoff wird z. B. aus den nährstoffreichen Fasern der Birkenrinde gewonnen, kann aber auch aus anderen Holzrinden und faserreichen Gemüsesorten und Früchten hergestellt werden. Birkenzucker sieht fast so aus wie Kristallzucker und schmeckt auch so. Deshalb kann bei süßen Backwaren herkömmlicher Zucker 1:1 durch Xylit ersetzt werden. Birkenzucker hat 40 % weniger Kalorien als normaler Zucker und ist erwiesenermaßen NICHT kariesfördernd, weil Bakterien aus Xylit keine Säure bilden können. Im 5. Kapitel in diesem Buch finden Sie süße Rezepte mit Birkenzucker.

Nützliche Helfer

Diese nützlichen Helfer gehören beim Backen von Kleingebäck einfach in jede Küche!

All diese Produkte können Sie im Webshop bestellen: www.derbackprofi-shop.at

»Kontrollieren Sie vor dem Backbeginn, ob Sie alle notwendigen Küchenutensilien haben. Gutes „Werkzeug“ erleichtert das Arbeiten ungemein!«


Küchenwaage

Damit alle Zutaten stets genau eingewogen werden können und Sie immer dasselbe Backergebnis erzielen, ist der Einsatz einer Küchenwaage zwingend erforderlich.

Außerdem müssen auch alle Teigstücke genau gewogen werden, denn nur, wenn sie gleich schwer sind, ist auch die Backzeit für alle Gebäckstücke gleich.

Am besten funktionieren digitale Haushaltswaagen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass auch Kleinstmengen wie 1 g abgewogen werden können.


Teigthermometer

Wichtigstes Kriterium zum Backen von qualitativ hochwertigen Backwaren ist eine optimale Teigtemperatur. Diese wird durch die Temperatur der Flüssigkeit, welche dem Teig zugegeben wird, gesteuert.

Ist die Wassertemperatur zu hoch, ist in Folge auch der Teig zu warm, und die Hefe verbraucht bereits am Anfang der Teigentwicklung ihre ganze Kraft.

Ist das Wasser zu kalt, hat die Hefe auch keine optimalen Bedingungen („zu wenig Nahrung“), um sich im Teig zu vermehren, was sich wiederum negativ auf die Qualität der Backwaren auswirkt.

Sie finden bei jedem Rezept die genaue Temperaturangabe, wie warm das Wasser bzw. die Milch sein soll. Mit einem Teigthermometer können Sie die Temperatur der Flüssigkeit perfekt kontrollieren, sodass Sie in weiterer Folge ein perfektes Backergebnis erzielen können. Außerdem kann man mit Hilfe eines Teigthermometers die Temperatur des Teiges sowie die Kerntemperatur von gebackenem Brot und Gebäck messen. Die optimale Teigtemperatur für einen Semmelteig z. B. beträgt 25–27 °C, Teige mit Vollkornmehl wie z. B. Vintschgerln sollten nach dem Kneten eine Temperatur von 28–30 °C haben.


Teigkarte und Teigmesser

Zum Abstechen von Teigstücken ist eine Teigkarte ein sehr nützlicher Helfer in der Küche zu Hause. Mit einem Teigmesser kann man z. B. Mini-Baguettes perfekt schneiden.


Rund- oder Rollholz

Ob beim Ausrollen von Teigstücken oder zum Drücken einer steirischen Langsemmel – ein kleines Rundholz (Rollholz) ist der ideale Helfer beim Backen von Kleingebäck.


Messbecher

Das Wasser sollte zwar stets abgewogen werden, aber mit einem Messbecher kann man die Menge zumindest schon einmal vorab bemessen.

Backofenthermometer

Ein sehr nützliches Utensil zur Überprüfung der tatsächlichen Hitze im Backofen. Vor allem bei älteren Haushaltsbacköfen stimmt die angezeigte Temperatur manchmal nicht mit der tatsächlichen Temperatur im Backofen überein. Mit einem Backofenthermometer kann man vor dem Backen ganz einfach die tatsächliche Temperatur messen und wenn nötig korrigieren.



Sprühflasche

Für das Backen zu Hause ist eine Sprühflasche ein sehr wichtiges Utensil. Gebäckstücke werden regelmäßig mit Wasser besprüht, damit der Teig nicht austrocknet. Vor dem Backen müssen Gebäckstücke auch großteils angesprüht werden, und in diesem Fall ist eine Sprühflasche ein sehr praktisches Werkzeug in der Küche.

Die wichtigsten Handgriffe

Bis ein knuspriges, frisches Gebäckstück im Körberl liegt, bedarf es einiger Arbeitsschritte. Diese werden hier genau erklärt.

Backzutaten vorbereiten

Achten Sie darauf, dass die verwendeten Backzutaten stets Raumtemperatur haben. Vor allem Butter sollten Sie nicht direkt aus dem Kühlschrank verwenden, sondern schon 1–2 Stunden vor dem Backen bei Raumtemperatur weich werden lassen. Arbeiten Sie stets genau mit den angegebenen Mengen, und Sie werden sehen, das Backergebnis spricht für sich.

Einwiegen

Zum Abwiegen der Backzutaten ist eine genaue Küchenwaage sehr wichtig. Ich wiege immer alle Zutaten nacheinander direkt in die Rührschüssel ein. Man kann die Backzutaten jedoch auch separat abwiegen und erst dann zusammenmischen. Vor allem bei Salz ist es ratsam, dieses nicht gleich direkt hinzuzufügen, denn wenn man zu viel Salz eingewogen hat, kriegt man dies sehr schwer wieder aus der Rührschüssel raus.

Trockenhefe bzw. frische Hefe

Ich verwende bevorzugt Trockenhefe bei meinen Rezepten. Diese muss nicht gekühlt werden, ist jederzeit „einsatzbereit“ und hat eine lange Haltbarkeit. Sehr gerne können Sie aber natürlich frische Hefe verwenden. Damit sich die frische Hefe im Teig gut auflösen kann, empfehle ich, diese im Wasser (welches in den Teig kommt) zu verrühren. Bei den Rezepten finden Sie immer die Menge für Trockenhefe oder frische Hefe.

Dampfl und Vorteig

Ein Dampfl dient vor allem dazu, um zu überprüfen, ob die Hefe noch gut ist und funktioniert. Diese Art der Herstellung ist aber nicht mehr zeitgemäß, da es heutzutage keine qualitativ schlechte Hefe mehr auf dem Markt gibt. Wie schon erwähnt, bin ich ein großer Freund von Trockenhefe. Bei schweren Teigen (z. B. Briocheteig) muss man lediglich darauf achten, den Teig etwas wärmer zuzubereiten, weshalb die Milch lauwarm sein soll. Ein Dampfl sieht zwar nett aus, ist aber eigentlich nur zusätzlicher Aufwand und gleichzeitig mögliche Fehlerquelle.

»Am besten richten Sie die benötigten Zutaten schon einige Zeit vor der Zubereitung des Teiges her, damit diese auch sicher Raumtemperatur haben.«



»Geben Sie dem Teig die nötige Zeit: Wann der Teig perfekt ausgeknetet ist, erkennt man daran, wenn er sich vom Kesselrand leicht löst.«

Ein Vorteig im Vergleich dazu ist schon was anderes. Es gibt verschiedene Arten von Vorteigen. Durch die Zugabe z. B. eines Weizenvorteiges hält sich Brot und Gebäck länger frisch und hat außerdem mehr Geschmack. Vorteige werden meist mit etwas Hefe angesetzt und dann zwischen 12 und 24 Stunden gelagert.

Kneten

Das Zubereiten eines Teiges ist heutzutage kinderleicht. Wo früher die Oma noch mit Kochlöffel und großer Schüssel den Teig geschlagen hat, sind es heute hochmoderne Küchenmaschinen, die uns diese Arbeit abnehmen. Damit sich die Zutaten beim Kneten gut vermengen, ist es empfehlenswert, zuerst das Wasser in die Rührschüssel zu geben und dann erst das Mehl und die anderen Zutaten.

Kneten mit der Hand

Wenn man weder eine Küchenmaschine noch einen Handmixer besitzt, kann man den Teig mit der Hand kneten. Das Problem hierbei ist lediglich, dass man versuchen sollte, mit so wenig zusätzlichem Mehl wie möglich auszukommen.

Um einen Teig mit der Hand ordentlich auszukneten, muss man diesen mindestens 10 Minuten intensiv kneten, bis er ganz glatt ist. Bei sehr weichen Teigen (z. B. Germteig) empfiehlt sich das Rühren (Schlagen) mit einem großen Kochlöffel.



Kneten mit dem Handmixer

Mit den Knethaken des Handmixers lassen sich Teige gut kneten. Hierbei kann es aber immer wieder vorkommen, dass der Mixer heiß wird und nach kurzer Zeit nicht mehr ordentlich rührt. Falls so was passiert, die Zutaten zuerst mit dem Handmixer gut zu verrühren und anschließend den Teig mit der Hand fertig kneten.

Kneten mit der Küchenmaschine

Die ersten 2–3 Minuten sollte die Maschine in der Regel nur langsam rühren, damit sich die Zutaten gut vermengen und das Mehl das Wasser langsam binden kann.

Die restliche Zeit den Teig dann etwas intensiver kneten. Aber auch hier reicht es vollkommen aus, die Küchenmaschine nur ganz wenig schneller zu schalten. Ein Teig braucht seine Zeit, bis er gut durchgeknetet ist. Im Schnitt sind das etwa 8–10 Minuten. Auf keinen Fall bei höchster Stufe kneten!

Teigruhe/ rasten lassen

Den Teig sollte man nach dem Kneten immer rasten lassen, und das am besten zugedeckt, damit er an der Oberfläche nicht austrocknet.

Es reicht vollkommen aus, wenn dies bei normaler Raumtemperatur geschieht. Bei Kleingebäck liegt die Rastzeit im Schnitt bei 15–20 Minuten. Brotteige kann man ohne weiteres bis zu 30 Minuten rasten lassen. Während dieser Teigruhezeit kann sich der Teig entspannen und Geschmacks- und Aromastoffe bilden.








Schleifen

Ausgangsbasis von jedem selbst geformten Kleingebäck ist eine runde Teigkugel. Um diese Teigkugel herzustellen, muss man den Teig in Stücke teilen (das sind dann die Teiglinge) und diese schleifen bzw. rund formen. Das funktioniert sehr gut auf einer bemehlten Arbeitsplatte oder auch zwischen den bemehlten Händen. Hier ist aber etwas Übung auf jeden Fall von Vorteil.

Verwenden Sie nicht zu viel Mehl beim Schleifen der Teiglinge. Am Anfang mit etwas mehr Druck das Teigstück kreisförmig bewegen. Anschließend den Druck reduzieren und locker in der Hand laufen lassen, bis die Oberfläche schön glatt ist. Die Teigkugel aber nicht „überschleifen“. Mit etwas Übung benötigt man im Schnitt pro Teigling 4–6 Sekunden.

»Die verschiedenen Arten, ein Gebäckstück zu formen, werden im Rezeptteil mit Anleitungsbildern genau erklärt.«

Bei sehr weichen Teigen können Sie gerne mehr Mehl zum Schleifen verwenden. Hierfür empfehle ich, die Teigkugeln in der Hand zu schleifen – so, als ob Sie einen Knödel formen würden.

Formen

Kleingebäck gibt es ja in den verschiedensten Formen. Ob geflochten, gedreht, gewickelt, in Stangerl- oder Weckerlform, als Schnecke oder Brezel – die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und werden bei den einzelnen Rezepten mit Anleitungsfotos genau beschrieben.

Wickeln

Wenn Sie gewickelte Produkte wie z. B. ein Salzstangerl herstellen möchten, müssen Sie zuerst eine runde Teigkugel schleifen. Diese dann unbedingt mindestens 10 Minuten zugedeckt rasten lassen, damit sich der Teig entspannen kann.

Nach dieser kurzen Teigruhe am besten mit einem kleinen Rundholz zu länglichen Teigfladen ausrollen, zuvor die Teigkugel in etwas Mehl wälzen. Mit großem Druck von beiden Seiten schön gleichmäßig ausrollen. Beim Wickeln selbst den unteren Teigteil locker hochheben und während des Einrollens leicht anziehen, dadurch entsteht die schöne, typische Wicklung.


Füllen

Achten Sie stets darauf, dass die Fülle wie z. B. Mohn- oder Haselnussfülle nicht zu fest abgerührt wird. Mit Hilfe von Milch kann man diese streichfähig machen. Ist die Fülle zu weich, kann man mit süßen Bröseln (z. B. von Biskotten) die Fülle etwas binden. Sie können auch jede Fülle in größerer Menge zubereiten, portionieren und einfrieren. Somit haben Sie immer einen Vorrat auf Lager.

Wälzen in Körnern oder anderen Zutaten

Damit Saaten und Körner, Hagelzucker, Kokosette o. Ä. auf Ihrem Kleingebäck gut haften bleiben, besprühen Sie die geformten Teiglinge unbedingt zuvor gut mit Wasser oder bestreichen Sie diese mit einer Mischung aus verquirltem Ei und Milch. Wälzen Sie dann die Teigstücke ordentlich in den Körnern.

Gehzeit / aufgehen lassen

Nach dem Formen der Gebäckstücke müssen diese unbedingt nochmals aufgehen, bevor sie in den Backofen geschoben werden. Das ist ganz wichtig, damit das Gebäck schön locker und flaumig wird. Der Bäcker hat hierfür einen richtigen Gärraum, wo das Gebäck bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufgehen kann. Zu Hause können Sie Ihr Kleingebäck bei Raumtemperatur gehen lassen. Achten Sie stets darauf, dass Sie das Gebäck mit einem Geschirrtuch abdecken und gegebenenfalls mehrmals leicht mit Wasser besprühen. Dies bewirkt, dass die Oberfläche der Teigstücke nicht austrocknet. Zugluft verhindern! Bei schweren Teigen mit hohem Zuckergehalt empfiehlt es sich, den Teig im Backrohr bei etwa 35–40 °C gehen lassen.

Wenn Sie sich genau an meine Angaben bezüglich der Wassertemperatur halten, ist der Teig auf keinen Fall zu warm. Wundern Sie sich also nicht, wenn das Gebäck beim zweiten Gehenlassen nicht das doppelte Volumen bekommt. Wenn der Teig etwas kühler zubereitet wird, hat die Hefe im Backofen noch genügend Kraft, um einen optimalen Trieb zu erzeugen. Hierbei spricht man vom so genannten „Ofentrieb“. Sie werden bemerken, dass Ihr Gebäck im Backofen wunderbar aufgehen wird.




»Lassen Sie die geformten, mit Wasser besprühten Teigstücke unter einem Geschirrtuch bei gleich bleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit nochmals gehen – die beste Voraussetzung für flaumiges, lockeres Gebäck!«

Ab in den Ofen …

Die richtige Backdauer bei optimaler Temperatur ist ein wichtiges Kriterium für goldgelbes, knuspriges und flaumiges Gebäck. Daher bitte die angegebenen Zeiten und Temperaturen unbedingt einhalten!


Backen mit Heißluft

Heißluft eignet sich zum Backen von Kleingebäck besser als Ober- und Unterhitze. Durch die Zirkulation im Backrohr verteilt sich die Hitze besser. Durch das Backen bei höherer Temperatur, dafür aber nicht so lang, wird das Gebäck nicht so trocken.

Backen mit Dampf

Beim Großteil meiner Rezepte finden Sie in der Backanleitung den Hinweis: „Mit viel Dampf backen“. Durch das Backen mit Dampf bekommt Ihr Gebäck eine glänzende Farbe, kann besser aufgehen, wird saftiger und bekommt eine zarte Kruste (Rösche) mit mehr Geschmack. Wenn Sie ohne Dampf backen, wird das Gebäck sehr trocken und bekommt eine harte, raue Oberfläche. Backen mit Dampf ist ganz einfach: Sobald Sie den Backofen vorheizen, stellen Sie ein hitzebeständiges Gefäß in den Backofen. Wenn Sie das Backgut in den Ofen schieben, gießen Sie Wasser in das aufgeheizte Gefäß. Sie können ruhig eine große Menge Wasser verwenden (optional können Sie auch Eiswürfel verwenden). Vor dem Backen ist es aber zusätzlich noch ratsam, wenn Sie das Gebäck gut mit Wasser besprühen.

Bestrichenes Kleingebäck

Bei Gebäckstücken, die mit einer Ei-Milch-Mischung bestrichen werden, benötigen wir keinen Dampf. Damit das Gebäck eine glänzende Farbe bekommt und beim Backen nicht zu schnell dunkel wird, empfiehlt es sich, die Backofentür mit Hilfe einer Gabel oder eines Löffels einen Spalt zu öffnen. Dabei kann die scharfe Hitze entweichen und das Gebäck glänzt wunderschön.

Backen im Dampfgarer

Backöfen neuerer Generation können auch bereits automatisch Dampf beim Backen auslösen. Verwenden Sie hierbei entweder 2–3 Dampfstöße oder backen Sie mit 100 % Feuchte. Sie werden vom Ergebnis begeistert sein.

Wenn Sie einen Einbau-Dampfgar-Ofen besitzen, können Sie auch zu Hause wie ein Profibäcker backen! Diese Geräte bieten während des Backprozesses im ganzen Backraum optimale Bedingungen, was Hitze und Feuchte betrifft.

Klopfprobe

Wenn Sie vorsichtig auf die Unterseite von fertig gebackenem Gebäck klopfen, muss sich das Geräusch hohl anhören. Wenn das nicht der Fall ist, dann noch einmal bei gleichbleibender Temperatur nachbacken oder das Kleingebäck auf dem Backblech umdrehen und mit der Unterseite nach oben kurz in den Backofen schieben.

Backbleche mit Löchern

Diese eignen sich hervorragend zum Backen von Kleingebäck. Dadurch kommt mehr Hitze von der Unterseite an das Gebäckstück, was sich positiv auf die Kruste auswirkt. Sehr gut geeignet zum Backen zu Hause sind auch Pizzasteine. Diese unbedingt bei hoher Hitze gut vorheizen.

Auskühlen von Kleingebäck

Wenn Sie das Kleingebäck aus dem Backofen nehmen, immer gut auskühlen lassen. Am besten legen Sie die Brötchen auf einen Rost, so dass von unten Luft an die Gebäckstücke kommt. Wenn Sie Ihre Backwaren auf dem Backblech auskühlen lassen, kann es vorkommen, das die Rösche rasch verloren geht, da die fertigen Gebäckstücke zu schwitzen beginnen (sie werden an der Unterseite feucht).





»Frisches Brot zu backen macht mir große Freude – und die teile ich gerne mit anderen.«


Rösche

Als Rösche bezeichnet man die Kruste, die beim Hineinbeißen oder auf Druck hörbar knusprig splittert. Wenn Sie Backprofis Bio-Malz verwenden, wird Ihr Gebäck wunderbar resch! Ansonsten sind viele Voraussetzungen nötig, um eine optimale Rösche bei Gebäckstücken zu erhalten. Sie reichen von der sorgfältigen Teigbereitung genau nach der Backanleitung über das richtige Backen bis hin zur korrekten Lagerung des fertigen Gebäcks.

Aufbewahrung von Kleingebäcken

Für die Lagerung von Kleingebäck empfiehlt sich eine Brotdose. Geben Sie ein Stück Küchenrolle in die Brotdose, so dass auftretende Feuchte aufgesaugt werden kann.

Auf keinen Fall Kleingebäck im Kühlschrank lagern. Hierbei baut die Stärke sehr rasch ab und Ihr Gebäck wird schnell alt und trocken.


Tipps & Anregungen

Mit den folgenden Ratschlägen komme ich zum Ende des allgemeinen Teils. Sollten beim Backen meiner Rezepte weitere Fragen auftauchen, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren!

E-Mail: office@derbackprofi.at

Einfrieren von Kleingebäck

Geben Sie das Kleingebäck nach dem Auskühlen in einen Gefrierbeutel. Diesen gut verschließen! Anschließend im Tiefkühlfach oder in der Gefriertruhe lagern. Länger als maximal 2–3 Monate sollten Sie Gebäck auf keinen Fall tiefkühlen, da es im Tiefkühler nach längerer Zeit austrocknet.

Auftauen von Kleingebäck

Geben Sie tiefgefrorenes Kleingebäck am besten am Vorabend aus dem Tiefkühler und legen es in eine Brotdose, die mit einer Küchenrolle ausgelegt ist. Während Sie schlafen, kann das Kleingebäck in aller Ruhe auftauen. Wenn es knackig sein soll, können Sie das Gebäck nochmals 2–4 Minuten bei 200 °C in den Backofen schieben. Ein rascher Verzehr ist aber anschließend empfehlenswert, da aufgetautes Kleingebäck rasch trocken wird.


Einfrieren von Teig

Es ist nicht unbedingt ratsam, Teige, die Triebmittel enthalten, einzufrieren. Die Hefe baut im Tiefkühler ab. Daher ist es möglich, dass der Teig anschließend nicht mehr gut aufgehen kann, da die Hefe beim Einfrieren an Wirkung verloren hat.

Arbeiten mit Lauge

Wenn Sie Laugenbrezeln oder Laugenstangerln herstellen möchten, müssen Sie mit einer Lauge arbeiten. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine ätzende Lauge handelt und tragen Sie immer Schutzhandschuhe und Schutzbrille! Beim Backen wird die Lauge dann neutralisiert. Für Kinder unerreichbar aufbewahren!

Ein Teig – viele Variationen

Die Grundrezepte vom Weißbrotteig (Kapitel 1) bzw. vom süßen Germteig (Kapitel 2) eignen sich wunderbar für viele verschiedene Gebäckkreationen. Dies hat auch den großen Vorteil, dass man aus einem Teig mehrere verschiedene Kleingebäcksorten backen kann. Vor allem für den Frühstückstisch kann man so eine variantenreiche Vielzahl von Gebäckstücken selbst herstellen.


»Zu viel Gebäck kann man gar nie machen, denn man kann es perfekt einfrieren und wieder auftauen – oder ganz einfach an Freunde und Nachbarn als kleine Aufmerksamkeit verschenken.«

Klassisches
Gebäck
für das Körberl
Kapitel 1


Kaisersemmeln

(Weißbrotteig)

Knetzeit:

3 Minuten langsam

5 Minuten etwas intensiver

Gesamt 8 Minuten

Teigruhe nach dem Kneten:

15 Minuten

Teiggewicht pro Stk.: 75 g

Gehzeit:

15–20 Minuten

+ 25–35 Minuten

Backzeit:

ca. 16 Minuten

bei 220 °C Heißluft

Zutaten für ca. 11 Stück


500 g Weizenmehl Type 480 Universal
10 g Salz
10 g Backprofis Bio-Malz
5 g Feinkristallzucker
18 g Butter (handwarm)
1 Pkg. Trockenhefe oder ½ Würfel frische Hefe
60 g Milch (kühl)
220 g Wasser (23 °C)

Zubereitung

1.Alle Zutaten genau einwiegen und den Teig wie angegeben kneten.

2.Anschließend 15 Minuten zugedeckt rasten lassen.

3.Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und Teigstücke zu je 75 g auswiegen.

4.Teigstücke rund formen (schleifen) und mit Staubmehl* gut bemehlen.

5.Teigkugeln mit einem Geschirrtuch abdecken und weitere 15–20 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.

6.Teigkugeln mit der Hand etwas flach drücken.

7.Den Teig fünfmal einschlagen** (siehe Anleitungsbilder 1–5) und zu Kaisersemmeln formen.

8.Mit der Sternform nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und zugedeckt etwa 25–35 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen, davor leicht mit Wasser befeuchten.

9.Den Backofen auf 210 °C Heißluft vorheizen.

10.Semmeln vor dem Backen vorsichtig umdrehen, gut mit Wasser besprühen und in den Backofen schieben.

11.Mit viel Dampf (während des Backens ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser oder Eiswürfeln in den Ofen stellen!) goldbraun backen.

* Staubmehl zum Stauben von Semmeln besteht aus 50 % Kartoffelstärke und 50 % Roggenmehl.

** Ein ausführliches Backvideo zum Einschlagen von Kaisersemmeln finden Sie auf www.derbackprofi.at



Steirische Langsemmeln

(Weißbrotteig)

Knetzeit:

3 Minuten langsam

5 Minuten etwas intensiver

Gesamt 8 Minuten

Teigruhe nach dem Kneten:

15 Minuten

Teiggewicht pro Stk.:

75 g

Gehzeit:

5 Minuten

+ 25–35 Minuten

Backzeit:

ca. 16 Minuten

bei 210 °C Heißluft

Zutaten für ca. 11 Stück


500 g Weizenmehl Type 480 Universal
10 g Salz
10 g Backprofis Bio-Malz
5 g Feinkristallzucker
18 g Butter (handwarm)
1 Pkg. Trockenhefe oder ½ Würfel frische Hefe
60 g Milch (kühl)
220 g Wasser (23 °C)

Zubereitung

1.Alle Zutaten genau einwiegen und den Teig wie angegeben kneten.

2.Anschließend 15 Minuten zugedeckt rasten lassen.

3.Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und Teigstücke zu je 75 g auswiegen.

4.Teigstücke rund formen (schleifen) und danach zu länglichen Stangerln formen (ca. 8–10 cm, Bild 1).

5.Mit Staubmehl* bestauben und nochmals ca. 5 Minuten zugedeckt gehen lassen.

6.Mit einem Rundholz in der Mitte gut durchdrücken** (siehe Anleitungsbilder 2–4)

7.Die Langsemmeln verkehrt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwas befeuchten.

8.Langsemmeln 25–35 Minuten bei Raumtemperatur zugedeckt gehen lassen.

9.Den Backofen auf 210 °C Heißluft vorheizen.

10.Semmeln vor dem Backen vorsichtig umdrehen, gut mit Wasser besprühen und in den Backofen schieben.

11.Mit viel Dampf (während des Backens ein hitzebeständiges Gefäß mit Wasser oder Eiswürfeln in den Ofen stellen!) goldbraun backen.

* Staubmehl zum Stauben von Semmeln besteht aus 50 % Kartoffelstärke und 50 % Roggenmehl.

** Ein ausführliches Backvideo zur Herstellung von Langsemmeln finden Sie auf www.derbackprofi.at



Salzstangerln

(Weißbrotteig)

Knetzeit:

3 Minuten langsam

5 Minuten etwas intensiver

Gesamt 8 Minuten

Teigruhe nach dem Kneten:

15 Minuten

Teiggewicht pro Stk.:

90 g

Gehzeit:

15–20 Minuten

+ 25–35 Minuten

Backzeit:

ca. 17–18 Minuten

bei 210 °C Heißluft

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Yaş sınırı:
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Hacim:
157 s. 129 illüstrasyon
ISBN:
9783702019617
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