Kitabı oku: «Radtouren am Wasser Rhein-Main»

Yazı tipi:


Radlpause am Main mit Blick auf die Metropole samt Westhafen Tower (Tour 15)

Christoph Gocke

Radtouren am Wasser

RHEIN-MAIN

30 Touren entlang von Main,

Rhein und Nebenflüssen

Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.bruckmann.de


Inhalt


Radlparadies Rhein-Main

Wissenswertes

RHEIN-MAIN HEUTE UND FRÜHER

1An Seen zur Grube Messel30 km

Auf der Fahrradautobahn in die Urzeit

2Alte Rennbahn im Wald22 km

Opel-Tour rund um Rüsselsheim

3Zum keltischen Grabhügel25 km

Büdingen und der Seemenbach

4Karben und Nidderau32 km

An Streuobstwiesen in der Wetterau

5Wald und Welt33 km

Flughafenumrundung im Grünen

6Taunusüberquerung46 km

Von Bad Camberg nach Frankfurt-Höchst

RUNDTOUREN AN RHEIN, MAIN UND NIDDA

7Zur Mainspitze24 km

An Rhein, Altrhein und Main

8Limes und Hohe Straße42 km

Auf den Spuren der Römer

9Bizarre Felsen22 km

Zu den Dietesheimer Steinbrüchen

10Kiesgrubenlandschaft27 km

Von Hattersheim rund um Flörsheim

11Hinauf zur Kaiserpfalz40 km

Rheinhessische Reben und Obstbäume

12Kloster Eberbach32 km

Im Meer des Rheingauer Rieslings

IM HERZEN VON RHEIN-MAIN

13Grünes Frankfurt25 km

Kleines Main-Nidda-Dreieck

14Goethe und Hölderlin36 km

Großes Main-Nidda-Dreieck

15Frankfurt ohne Ampel33 km

Südlicher Grüngürtel und Mainufer

16Rund um Offenbach25 km

Auf dem Grünring und am Main

17Zum Opel-Zoo31 km

Von Rödelheim in den Taunus

KURBÄDER, FREIBÄDER, BADESEEN

18Kurbäder am Taunus34 km

Bad Soden – Bad Homburg – Bad Vilbel

19Frankfurts Ostrand27 km

Vom Römerbrunnen zum Main

20Wald- und Wiesentour33 km

Heusenstamm, Kelten und Langener Waldsee

21Im Hessischen Ried36 km

Von Groß-Gerau zum Kühkopf-Reservat

22Rodgau-Wälder31 km

Schlössertour an Rodau und Bieber

23Rund um Wiesbaden36 km

Wo die Römer baden gingen

FLUSSTOUREN AN DER PERIPHERIE

24An Usa und Wetter33 km

Durch den Taunus nach Friedberg

25Idyllisches Modautal29 km

Vom Odenwald ins Rheintal

26Auf der Via Regia47 km

Barbarossas Erbe an der Kinzig

27Durchs Niddatal29 km

Von der Wettermündung nach Osten

28An der Mümling31 km

Durch den Odenwald nach Bayern

29Im Selztal56 km

Von Alzey nach Ingelheim

30Im Kahlgrund45 km

Zum tiefsten Punkt Bayerns

Bruckmanns Tourenfinder

Nachschlag

Register

Impressum

Die Spitzen des Luftbrückendenkmals am Frankfurter Flughafen weisen nach Berlin (Touren 5 und 20).


Der beschauliche Hafen am Altrheinarm in Ginsheim (Tour 7)

In der Sommerresidenz der deutschen Kaiser: Schloss Homburg (Tour 18)


Traditionsreiche Gastronomie in der Untermühle an der Selz bei Köngernheim (Tour 29)

PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK


leicht
mittel
schwer
Dauer
Streckenlänge

ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN


Tour
Tourenvariante
Richtungspfeil
Ausgangs-/ Endpunkt der Tour
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

TOURENÜBERBLICK


22 km2 Alte Rennbahn im Wald
22 km9 Bizarre Felsen
24 km7 Zur Mainspitze
25 km3 Zum keltischen Grabhügel
25 km13 Grünes Frankfurt
25 km16 Rund um Offenbach
27 km10 Kiesgrubenlandschaft
27 km19 Frankfurts Ostrand
29 km25 Idyllisches Modautal
29 km27 Durchs Niddatal
30 km1 An Seen zur Grube Messel
31 km17 Zum Opel-Zoo
31 km22 Rodgau-Wälder
31 km28 An der Mümling
32 km4 Karben und Nidderau
33 km5 Wald und Welt
32 km12 Kloster Eberbach
33 km15 Frankfurt ohne Ampel
33 km20 Wald- und Wiesentour
33 km24 An Usa und Wetter
34 km18 Kurbäder am Taunus
36 km14 Goethe und Hölderlin
36 km21 Im Hessischen Ried
36 km23 Rund um Wiesbaden
40 km11 Hinauf zur Kaiserpfalz
42 km8 Limes und Hohe Straße
45 km30 Im Kahlgrund
46 km6 Taunusüberquerung
47 km26 Auf der Via Regia
56 km29 Im Selztal

Radlparadies Rhein-Main

Entdecken Sie ganz entspannt das Radelparadies an Main und Rhein! Es ist wie geschaffen für zwei topaktuelle Trends: Radeln in der Region und am Wasser. Große Flüsse haben die Besiedlung bestimmt: Frankfurt am Main und Mainz am Rhein. Die Furt der Franken wurde zu Frankfurt.

Das Radlparadies zieht sich nicht nur am Main entlang von Bayern durch das Herz von Hessen nach Rheinland-Pfalz. Auch kleinere Flüsse wie Nidda, Kinzig, Usa, Kahl, Selzig und Modau sind gesäumt von traumhaften Radwegen. Dazu Moore, Badeseen, Spaß- und Kurbäder. Eine Region sprudelt voller attraktiver Radrouten. Die Strecken werden immer besser präpariert. Erste Abschnitte der Fahrradschnellwege sind freigegeben. Die Beschilderung wird ausgebaut.

Bei jeder Tour wiederholt sich das gleiche Wunder: Trotz dichter Besiedlung und Verkehrsinfrastruktur tauchen wir nach wenigen Metern auf dem Rad ein in die Natur. Romantisches Dahingleiten zwischen Wäldern, Feldern und Streuobstwiesen. Rund um Mainhatten finden sich dafür optimale Voraussetzungen.


An der Nidda rollt man meist auf Asphalt (Tour 19).

Dieses Buch ist eine Option für das Genussradeln, für das Funradeln, für Radllust aufs Lustradeln. Bewegung ohne Quälerei! Die Idee: gesund, happy und locker ans Ziel kommen. Hier finden Sie ausgesuchte Lieblingsstrecken, perfekt portioniert für launig-lauschige Touren am Wochenende oder nach Feierabend. Tolle Geheimtipps und bewährte Routen auf aktuellstem Stand.

So gut wie alle Start- und Zielbahnhöfe sind in maximal einer Stunde vom Frankfurter Hauptbahnhof aus zu erreichen. Hessische, rheinhessische und bayerische Gastronomie laden am Wegrand dazu ein, den Landschaftsgenuss im Biergarten zu vertiefen. Motto: Es ist nie zu früh für eine Pause.

Lassen Sie sich vom Main-Stream mitreißen! An Wasserrouten entlang zur Wellness. Einfach losfahren. Und genießen.

Wissenswertes


Auf dem Holbeinsteg kann man in Frankfurt nach Sachsenhausen radeln (Touren 13 und 14).

Wir wollen die Touren genießen. Deshalb führen sie, soweit möglich und sinnvoll, von West nach Ost. So fahren wir meist mit Rückenwind, weil der Wind in der Region überwiegend aus dem Westen weht. Im Umfeld des Frankfurter Flughafens gilt: Flugzeuge landen gegen den Wind und erzeugen dabei vermehrt Lärm. Bei Westwind sind deshalb Routen westlich vom Flughafen ruhiger. An den rund 100 Tagen im Jahr mit Ostwind ist es umgekehrt.

Soweit die Touren ein Gesamtgefälle haben, starten sie eher am höheren Punkt. Bei Rundtouren finden sich größere Steigungen eher am Anfang. Auch hier die Idee: Stressfrei und mit Spaß ans Ziel kommen. Die reine Fahrtzeit pro Tour liegt bei etwa zwei bis sechs Stunden, wird aber individuell variieren.

Orientierung

Mit der ausführlichen Streckenbeschreibung und detaillierten Karte sollte jeder zuverlässig ans Ziel kommen. Wer mit GPS fahren möchte, kann sich zusätzlich die Routen kostenlos unter gps-bruckmann.de downloaden. Karten-Apps auf Smartphone oder Tablet helfen zusätzlich, Sehenswürdigkeiten und Biergärten schnell zu finden. Das Buch versteht sich auch als Quelle für persönliche Varianten. Willkommen zum Routen-Patchwork. Viele Touren lassen sich sehr gut variieren und miteinander kombinieren.

Radwegbeschilderung

Neben den üblichen grün-weißen Radwegschildern führen in Hessen die gut gepflegten Fernradwege R 1 bis R 9 durchs Land. Der R 3 führt an Main und Rhein entlang, R 4, R 6 und R 8 ziehen sich in Nord-Süd-Richtung durchs Rhein-Main-Gebiet. Der hessische Regionalverband Frankfurt RheinMain hat mit seinem Regionalparkkonzept vielerorts eine Parallelstruktur in der Beschilderung geschaffen. Sein Radlogo, eine rot-weiß gestreifte Pyramide, ziert die rund 200 Kilometer lange Regionalpark-Rundroute und viele kürzere Radwege, wie die Nidda-Flussroute. Auch der rund 65 Kilometer lange GrünGürtel-Radweg rund um Frankfurt wird vom Regionalverband betreut. Neuerdings hat der auch die Verantwortung für die »Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenrouten« übernommen. Die sollen jetzt neu konzipiert werden. Momentan stößt man sehr oft auf deren meist ausgeblichenes quadratisches Apfellogo. Nur der Zweck ist meist nicht mehr erkennbar. Gelegentlich trifft man auf die zwölf Routen Rhein-Main-Vergnügen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Auf deren Beschilderung kann man sich meist gut verlassen. Die Grenzen des Rhein-Main-Gebiets sind übrigens nicht klar definiert.

Gebietsreform

Eine regionale Tücke geht auf die hessische Gebietsreform in den 1970er-Jahren zurück. Damals wurden Ortschaften unter neuen Namen vereint. Städte wie Rodgau, Breuberg, Nidderau und Niddatal wird man aus Radlerperspektive nie durchfahren, sondern immer nur deren Teilorte. Das kann gelegentlich für Verwirrung sorgen.


Die Radwegbeschilderung im Rhein-Main-Gebiet ist sehr vielfältig.

Rad der Wahl

Ich bin diese Touren mit ganz verschiedenen, einfachen Rädern gefahren: Tourenrad, Faltrad, E-Bike. Die Strecken sind überwiegend flach und größtenteils asphaltiert. Hier kommt man mit jedem Rad ans Ziel. Nur für das Rennrad sind kurze Passagen im Wald oder auf dem Feldweg vielleicht nicht ideal. Bequem sollte das Rad sein. Lenker und Sattel in der richtigen Höhe helfen dabei. Wer sich auf seinem Rad wohlfühlt, ist dort auch sicherer aufgehoben. Helm oder Fahrradairbag schaden nicht. Zu Stürzen kommt es eher gegen Ende der Touren, wenn Konzentration und Kräfte nachlassen. Am häufigsten bringen einen übrigens Mitfahrer zu Fall.

Accessoires

Echte Pannen sind selten. Flickzeug und Luftpumpe reichen als Werkzeug aus. Andere Radler helfen gern. Gegen Wind und Feuchtigkeit sollte man kleidungsmäßig gewappnet sein. Der Sonne ist man auf dem Rad stärker ausgesetzt, als man merkt. Deshalb eher mehr Sonnencreme auftragen. Fast alle Touren bieten Bademöglichkeiten. Daher: Badesachen nicht vergessen! Auch bei Radtouren am Wasser sollte ein Getränk immer an Bord sein. Ansonsten gilt: Selfcatering hat seinen Reiz, die regionaltypische Gastronomie auch. Für Kleinigkeiten ist eine Fahrradtasche angenehmer als ein Rucksack. Es sei denn, man kann ihn in den Fahrradkorb legen.


Die Fahrradmitnahme in Nahverkehrszügen ist meistens unkompliziert.

Anfahrt und Fahrradmitnahme

Alle Touren starten und enden an Bahnhöfen, die mit S-Bahn oder Nahverkehrszügen gut zu erreichen sind. Durch das dichte Zugnetz kann man viele Touren aufteilen oder abkürzen. Mit RMV-App oder DB-Navigator hat man schnell Verbindungen und Tickets beisammen. Oft sind RMV-(Gruppen-) Tageskarte oder Hessen-Ticket eine günstige Wahl. Die Fahrradmitnahme ist im RMV in Straßen-, U- und S-Bahnen sowie Nahverkehrszügen kostenlos. In vielen Zügen ist die Zahl der Räder pro Waggon begrenzt und außen angezeigt. Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen haben Vorrang. Das Fahrpersonal entscheidet im Einzelfall. In Rheinland-Pfalz ist die Fahrradmitnahme ebenfalls kostenlos. Für die hier vorgestellten Strecken in Bayern nach Schöllkrippen und Wörth am Main gilt das montags bis freitags ab 9 Uhr und am Wochenende auch.

Schwierigkeitsgrad

Die Einstufung als leicht , mittel und schwer dient als einfacher Vergleichsmaßstab zwischen den Radtouren auf Grundlage von Streckenlänge und Steigungen.

Noch mehr Infos

Zu Laura Bachmanns Buch aus diesem Verlag Radtouren für Langschläfer Frankfurt gibt es kaum Überschneidungen. Daher eignet es sich gut als Ergänzung. Online-Tourensammlungen können eine weitere Anregung sein. Mir fällt es dort oft schwer festzustellen, welche Tour wirklich gut ist. Auch den Radroutenplaner-Hessen im Netz fand ich nicht sehr hilfreich. Sehr gutes Infomaterial bekommt man in den Besucherzentren der Regionalpark Portale an den Weilbacher Kiesgruben bei Hattersheim und im Offenbacher Wetterpark. Gute Fahrt!

Rhein-Main heute und früher


In der Guten Gasse von Nidderau-Windecken (Tour 4).


Am Adolfplatz von Idstein (Tour 6).


Aussichtsplattform an der Grube Messel (Tour 1).


Die Nidda bei Burg-Gräfenrode (Tour 4).

1 An Seen zur Grube Messel

Auf der Fahrradautobahn in die Urzeit

Wir rollen auf den ersten Kilometern des Radschnellwegnetzes im Rhein-Main-Gebiet in die Waldschneisen nach Messel und zu seiner Grube. UNESCO-Weltnaturerbe! Zum entspannten Baden lädt dann die Grube Prinz von Hessen. Krönung der Tour ist Schloss Kranichstein.


Tourencharakter

Überwiegend Waldwege in unterschiedlicher Qualität, aber auch einige Asphaltstrecken, davon vier Kilometer Radschnellweg

Ausgangs-/Endpunkt

Bahnhof Erzhausen; barrierefrei, kostenlose Autoparkplätze

GPS-Daten (Startpunkt)

49.950737, 8.650425

Anfahrt

S 3 von Bad Soden via Frankfurt/Langen bzw. von Darmstadt nach Erzhausen

Karte

ADFC-Regionalkarte 1:50 000, Blatt Frankfurt a. M., Wiesbaden/Darmstadt

Abkürzung(en)

Wer schon vom Bahnhof Wixhausen zurückfährt, spart fünf Kilometer.

Einkehr

Restaurant Charlottenhof mit Biergarten (restaurantcharlottenhof.de)

Restaurant Kavaliersbau mit Gartenterasse (www.hoteljagdschloss-kranichstein.de)

Zum alten Forsthaus Kalkofen (kalkofen.com)


Pionier auf dem Radschnellweg Das Bahnhofsgebäude von Erzhausen ist mit seinem Fachwerkteil ein sehenswertes Kulturdenkmal. Wir überqueren den Bahnübergang. Auf der anderen Seite der Schienen fahren wir links auf der Keimzelle des Fahrradautobahnnetzes im Rhein-Main-Gebiet. Radschnellweg lautet die offizielle Bezeichnung, Autobahnschilder in Grün markieren die neue Epoche des Radelns. Auf dem allerersten, 2019 freigegebenen Teil der Verbindung zwischen Darmstadt und Frankfurt fahren wir Richtung Egelsbach im Norden und am Ende der Tour von Wixhausen zurück nach Erzhausen.


Fahrradautobahn bei Erzhausen

Mit Flutlicht! Fußgänger dürfen den Weg mitbenutzen. Links liegt jenseits der Bahnstrecke der Flugplatz Egelsbach. Nach den Drive-along-Papierkörben geht es an der Radschnellweg-Reparaturstation rechts: Goodbye Fahrradautobahn!

Zum Herz der Hegbachaue Kurz danach links und jetzt geradeaus durch die Ausläufer von Egelsbach mit Aussiedlerhöfen und per Ampel über die B 3. Am Ende an den Sitzkieseln rechts dem Schild Messel folgen. Vorbei am ehemaligen Forsthaus Krause Buche, umgeben von Buchen mit gekräuselten Blättern, gehts in den Wald. In dem fahren wir an der ersten größeren Kreuzung links und folgen dem Regionalparkschild zum Ernst-Ludwig-Teich. Beim nächsten Schild geht es rechts. Aber dann Achtung: die nächste links. Hier gibt es nur zwei winzige Regionalparkschilder, die in der Botanik versteckt sind. Der Weg wird nun etwas schmaler. Schon bald geht es rechts, wieder deutlicher beschildert, direkt zu einer Bank am Ufer. Der Teich ist nach Landgraf Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt (1667–1739) benannt und künstlich angelegt, was nicht im Entferntesten zu ahnen ist. Seerosen verteilen sich auf der Oberfläche, über der Graureiher ihre Kreise ziehen – das Herz des Naturschutzgebiets Hegbachaue.

Alternativer Startpunkt

Wer bequemer mit der RB 75 von Aschaffenburg bzw. Wiesbaden/Mainz anreist, kann die Tour vom Bahnhof Messel aus starten.

Nach Messel Zurück an der Wegkreuzung radeln wir rechts, weiter dem Weg folgend, den wir gekommen sind. Am Ende rechts. Nun überqueren wir den Hegbach, die Lebensader des Feuchtgebiets. An der nächsten Kreuzung treffen wir wieder auf die Beschilderung nach Messel, der wir nach links folgen. Von der einen Waldschneise in die nächste, weiter Richtung Messel. Am Ende rechts und bald wieder links. Das letzte Schild nach Messel führt rechts zur Landstraße, die wir dann unterqueren. Nun die zweite Abbiegemöglichkeit rechts in den Ort hinein auf der Hanauer Straße. Schon bald kommt linker Hand neben der Kirche das tolle Fossilienmuseum im alten Rathaus. Hier sind Fundstücke aus der Grube Messel in einer Ausstellung zur Erdgeschichte des Mittleren Eozäns vor etwa 56 bis 34 Millionen Jahren zu sehen. Dazu gehört eine Rekonstruktion des damals hier herrschenden subtropischen Klimas.

UNESCO-Weltnaturerbe: Blick in die Grube Messel

Grube Messel Museum und Grube verbindet ein Zeitstrahlweg, auf dem man in 5000 Schritten die gesamte Erdgeschichte vom Urknall, am Museum, zur Gegenwart, an der Grube, ablaufen und abradeln kann. Nur der letzte Schritt steht für die Geschichte des Menschen. Auf dem Weg sind Steine mit einem stilisierten Dinosaurierskelett in den Boden eingelassen. Durch einen Torbogen geht es die Bahnhofstraße hinunter. Kurz nach Überquerung der Gleise führt der Zeitstrahlweg rechts ab als Waldweg. Man kann auch auf dem asphaltierten Radweg an der Straße bleiben. Am Ende gehts nach links zur Grube, einem stillgelegten Ölschiefertagebau. Der sollte nach Ende des Abbaus als Mülldeponie dienen. Eine Bürgerinitiative verhinderte das in einem langen Kampf. Vor rund 48 Millionen Jahren, kurz nach dem Ende der Dinosaurier, setzten sich Tier- und Pflanzenreste am Boden des Vulkansees ab. Wegen der hervorragenden Qualität der Fossilien wurde die Grube 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Betonbau des Besucherzentrums ist der Ölschieferschichtung nachempfunden. In ihm kann man die Erdschichten durchwandern. Wenige Meter weiter steht eine kostenlos zugängliche Aussichtsplattform mit grandiosem Blick. Grubentouren und Ausstellungsführungen sollte man vorher reservieren.


Das Besucherzentrum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


An der Grube Prinz von Hessen gibt es viele lauschige Plätzchen.

Badesee Prinz von Hessen Zurück an der Straße fahren wir links auf dem Radweg weiter und an der Kreuzung rechts. Der Radverkehr wird über die Straße auf die andere Seite weitergeleitet. Es geht weiter bis zu einer Bushaltestelle. Links kommt man dort zur Grube Prinz von Hessen, ebenfalls eine ehemalige Ölschiefergrube. Sie ist zu einem beliebten, am Wochenende bewachten Badesee geworden. Ideal für eine Pause. Zurück an der Bushaltestelle überqueren wir die Straße und folgen der Waldschneise durch das Wildtor.

Jagdschloss Kranichstein An der nächsten Kreuzung folgen wir links dem Wegweiser Kranichstein. Am Ende des Wegs stoßen wir auf die Rückseite des barocken Jagdschlosses. Linksherum kommt man zum Jagdmuseum mit Dauer- und Sonderausstellungen und zum Restaurant mit Gartenterrasse. Wir folgen rechts dem hessischen Radweg R8 nach Norden durch die Jagdschneise, halb links vorbei am Jagdpavillon Dianaburg. Am Forsthaus Kalkhof mit Freiflugvoliere und Teichanlage radeln wir links und folgen nun den Schildern nach Wixhausen. Am S-Bahnhof beginnt aktuell die Fahrradautobahn, die an der Bahnstrecke entlang bequem zurück nach Erzhausen führt.


Einer der wenigen erhaltenen barocken Jägerhöfe: Jagdschloss Kranichstein

2 Alte Rennbahn im Wald

Opel-Tour rund um Rüsselsheim

Opel prägt Rüsselsheim. An Werk, Mausoleum und Opelvillen entlang radeln wir auf Schleichwegen zur Ruine der Alten Opel-Rennbahn im Wald. Am Mainufer entdecken wir eine Kultkiste als Denkmal – den Opel Manta in Beton. Übrigens: Adam Opel war nicht Auto-, sondern Fahrradfabrikant.


Tourencharakter

Sehr flache Strecke fast ausschließlich im Grünen; viel Asphalt, einige gut befestigte Wege

Ausgangspunkt

Bahnhof Mainz-Bischofsheim; mit Lift

GPS-Daten (Startpunkt)

49.993223, 8.358259

Endpunkt

Bahnhof Nauheim bei Groß-Gerau; barrierefrei

Anfahrt

S 8/S 9 von Frankfurt/Hanau bzw. Wiesbaden/Mainz nach Bischofsheim; RB 75 von Darmstadt/Aschaffenburg bzw. Mainz hält am Ausgangs- und Endpunkt.

Karte

ADFC-Regionalkarte 1:50 000, Blatt Frankfurt a. M., Wiesbaden/Darmstadt

Einkehr

Restaurant Opelvillen Rüsselsheim mit Außenbereich (www.restaurant-opelvillen.de)

Hessischer Hof Nauheim mit griechischer und regionaler Küche sowie Biergarten (www.hessischer-hof-nauheim.de)


Spektakulärer Opelsteg Auf der Fußgängerbrücke über den Gleisen von Mainz-Bischofsheim, dem höchsten Punkt der sehr flachen Tour, wenden wir uns nicht zum Bahnhofsgebäude, sondern zum Nordausgang. Am Ende der Bahnhofsanlage links, an der Kreuzung rechts fahren. Wir rollen getrennt von den Autos hinunter. Noch vor der Straßenkreuzung folgen wir links dem Fahrradzeichen und danach geradeaus dem Schild Mainz-Kostheim/Gustavsburg. So wird man durchs Grüne hinter den Häusern der Flörsheimer Straße geführt. Am Ende rechts, sofort zweimal links und schon fährt man auf den Maindeich zu. An dessen Fuß wenden wir uns rechts nach Westen Richtung Opelfabrik. Vor dem Werkszaun gehts seit wenigen Jahren links ab direkt ans Mainufer. Der Opel-Steg macht's möglich. Auf der spektakulären Stahlkonstruktion an der Spundwand des Opelhafens radelt man über dem Wasser und genießt den Blick auf die andere Rheinseite.


Romantische Fahrt über dem Wasser auf dem Opel-Steg


Die Opelvillen im Frühling

Mausoleum und Denkmal Bei Interesse kann man am Ende des Stegs rechts hinter dem Deich zum Alten Seilfurter Friedhof. In dem Park steht das Opel-Mausoleum, ein neoklassizistischer Bau mit Gräbern von Adam Opel (1837–1895) und Angehörigen. Das Innere ist nicht zugänglich. Wer ein Denkmal des Industriepioniers sehen möchte: Auf dem Bahnhofsplatz vor dem Opel-Hauptportal steht es in Überlebensgröße.

Opel Manta in Beton Wir bleiben am Main. Eine Bronzeskulptur erinnert am neu gestalteten Landungssteg an die Zeit der Leinreiter, als Schiffe vom Leinpfad aus mit Pferden flussaufwärts gezogen wurden. In der letzten Box auf dem Parkplatz steht die graue Betonskulptur Dauerparker von 2018: ein Opel Manta B. Manta-Filme und Manta-Witze haben ihn zu Opels prägnantestem Modell gemacht, meint der Künstler Matthias Braun.

Opelvillen und Festung Der Radweg bleibt am Main, wo die Opelvillen über den Deich ragen. Die beiden von Friedrich Opel 1931/32 erbauten Villen sind mit einem Zwischenbau verbunden und werden für Ausstellungen genutzt. Auch das Restaurant samt Terrasse lohnt den Weg auf den Deich. Direkt daneben liegt, von Wällen und Gräben umgeben, die Festung Rüsselsheim mit dem Stadt- und Industriemuseum. Schwerpunkt ist die Geschichte der Firma Opel. Adam Opel produzierte zunächst Nähmaschinen, 1886 kamen Fahrräder hinzu. Erst nach dem Tod des Firmengründers begann die Autoproduktion. Aus allen Produktionsepochen gibt es Ausstellungsstücke zu sehen.

Erholung in der Natur: das Waldschwimmbad in Rüsselsheim

Opelbrücke Nun radeln wir oben auf dem Deich oder direkt am Fluss unter der Opelbrücke hindurch. Der Vorgängerbau wurde 1927/28 von Opel mitfinanziert, um Mitarbeitern von der anderen Mainseite die Fahrt mit der Fähre zu ersparen. Nach der Unterführung weist eine der Regionalparkrouten etwas unscheinbar rechts ab. Der Radweg führt unter der B 43 und einem Laubengang von Hainbuchen hindurch. An der Fußgängerampel überqueren wir die Hauptstraße und fahren dann links kurz auf dem Radweg parallel zur Mainzer Straße. Achtung: Schon bald weist ein Radwegschild geradeaus, das kleinere Regionalparkschild nach rechts in unsere Richtung.


Bronzestandbild von Adam Opel in Überlebensgröße vor dem Werkstor

Ringweg am Horlachgraben Wir biegen links in eine junge Allee ein, der Beginn der Parkanlage Sainer. An einem Rondell stehen Bänke um einen natürlich entstandenen Flussstein. Der erinnert daran, dass der Main vor seiner Begradigung das gesamte Gebiet bestimmte. Wir folgen der Regionalparkroute. Achtung nach der Bahnunterführung: oben rechts, wieder rechts und links am Bahndamm entlang. Kurz nach dem verwunschenen Teich im Beinesgraben führt der Weg über den Graben, der nun zum Horlach(e)graben wird. Er begleitet uns als wunderschöner grüner Ringweg um den Südosten von Rüsselsheim. Links lädt das Waldschwimmbad im Sommer zum Baden ein. Wenn es vom rechten ans linke Ufer der Horlache zurückgeht, direkt bis zur Straße durchfahren. Hier trennt sich die Regionalparkroute vom Graben, weil es keine Unterführung unter der Autobahn gibt. Nun rechts auf der Straße die Autobahn überqueren.

Die Tour als Rundtour

Wer nach der Alten Opel-Rennbahn an der Bahnstrecke rechts (statt links) fährt, kommt mit drei Kilometern mehr auf einer Rundtour zurück zum Ausgangspunkt in Bischofsheim.

Alte Opel-Rennbahn Kleine Wege führen zum Horlachgraben zurück und noch einmal an ihm entlang. Die Regionalradroute überquert die Landstraße. Danach radeln wir rechts und wieder links durch die Felder geradeaus Richtung Wald. Am Boxer-Club fahren wir geradeaus hinein in den Wald und noch vor der nächsten Landstraße links. Am Ende stößt man auf eine überhöhte Steilkurve der Alten Opel-Rennbahn. Das verwunschene Betonoval von 1919 diente einst als Test- und Rennstrecke. Rundum ist alles zugewachsen, auf einer Aussichtsplattform sind historische Fotos zu sehen. Der Weg führt links am Oval entlang, von dem man im weiteren Verlauf kaum etwas erkennt, bis zur Bahnstrecke. An dieser fahren wir links auf traumhaften Waldwegen bis zum Zielbahnhof Nauheim. Gegenüber dem Bahnhofsgebäude bietet der Hessische Hof regionale und griechische Küche – auch in einem Biergarten. Auf der anderen Seite der Bahnstrecke führt der Radweg bei Bedarf sechs Kilometer weiter nach Groß-Gerau. Am Bahnhof Dornberg halten dort S 7 und RE Richtung Frankfurt.


Aussichtsplattform am Betonoval der Alten Opel-Rennbahn

3 Zum keltischen Grabhügel

Büdingen und der Seemenbach

Auf dem Glauberg in Glauburg fand man vor Kurzem ein faszinierendes, 2500 Jahre altes keltisches Fürstengrab. Das daraufhin gebaute visionäre Museum ist Ziel der pittoresken Tour durch die grüne, leicht hügelige Umgebung ins mittelalterliche Bündingen und am Seemenbach entlang.


Tourencharakter

Fast durchgehend asphaltiert; kurze Anstiege im ersten Teil und zuletzt ein mittellanger zur Keltenwelt am Glauberg

Ausgangs-/Endpunkt

Bahnhof Glauburg-Stockheim; Gleis 1 von/nach Bad Vilbel/Frankfurt barrierefrei; Züge nach Gießen/Gelnhausen von Gleis 2/3 nur per Treppe zu erreichen

GPS-Daten (Startpunkt)

50.326998, 9.009793

Anfahrt

Niddertalbahn (RB34) von Bad Vilbel/Frankfurt oder Lahn-Kinzig-Bahn (RB46) von Gelnhausen bzw. Gießen nach Glauburg-Stockheim

Karte

ADFC-Regionalkarte 1:75 000, Blatt Vogelsberg, Wetterau

Einkehr

Wild Stubb Aulendiebach mit Biergarten (www.wildstubb.de); Museumsbistro Keltenwelt am Glauberg (www.keltenweltglauberg.de)

Biergarten Kulturrampe Stockheim (www.kulturhallestockheim.de)


Bleichenbachtal Der Bahnhofstraße folgen wir kurz nach Süden und links über die Gleise. Bald geht es wieder links mit dem Radwegweiser Richtung Bleichenbach und Büdingen. Am Ende rechts nur kurz die Vogelbergstraße hinunter, links in die Vordergasse und sofort wieder links weiter in der Vordergasse. Bevor der Schotter beginnt, fahren wir rechts mit dem Radschild hinunter zum Bleichenbach. An dem entlang führt links ein asphaltierter Wirtschaftsweg durch das wunderbare grüne Hügelland bis zum gleichnamigen Ort. Schilder Richtung Büdingen führen uns kurz entlang der B 457, die wir beim Kachelofenhändler nach links verlassen. Mit einem kleinen Anstieg geht es aus dem Bleichenbachtal. Nach der Fahrt hinab nach Aulendiebach können wir uns in der Wild Stubb ein wenig stärken, bevor die stärkste Steigung der Tour ansteht.


Am Froschbrunnen im Fachwerk-Eldorado Büdingen

Keltenpfad bei Dudenrod Zur Not muss man ein bisschen schieben, um durch eine romantische hohle Gasse zum vorerst höchsten Punkt der Tour zu kommen. Kurz vor der Kuppe bietet sich links ein Abstecher zum Keltenpfad bei Dudenrod an. Mit insgesamt fünf zusätzlichen Kilometern erreicht man am Dorfgemeinschaftshaus einen kulturhistorischen Rundweg. Dieser zeigt neben Hügelgräbern auch ökologische und geologische Besonderheiten wie vulkanischen Basalt und Buntsandstein. Am besten geht man dort zu Fuß und radelt danach auf der anderen Seite des Wolfsbachs wieder zurück zur Hauptstrecke. Diesen Punkt erreichen wir nach Überquerung der Kuppe jetzt mit fantastischem Weitblick über Felder und Wälder hinab nach Wolf.

Parkplatztipp

Direkt am Bahnhof Glauburg-Stockheim gibt es genügend Parkplätze, sodass man zu dieser Rundtour auch gut mit dem Auto anreisen kann.

Mittelalterliches Büdingen Auf der Hauptstraße fahren wir kurz links und nach Überquerung des Wolfsbachs wieder rechts auf den Büdinger Weg. Der führt uns aus dem Ort hinaus nun sehr viel flacher durch die Felder. Landschaftsgenuss pur. Schon beginnt die nächste Abfahrt. An der Kreuzung ohne Schild radeln wir nicht geradeaus auf den Feldweg, sondern folgen rechts dem Asphalt hinab ins Tal. An der nächsten Kreuzung mit zwei sich widersprechenden Radschildern geht es links weiter abwärts. Am Ende rechts auf der Vogelsbergstraße. Wenn die unten an der Bahnhofstraße endet, fahren wir links in Richtung der Altstadt von Büdingen. Die Straße verengt sich und stimmt mit Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster auf die grandiose Altstadt ein. Wir erreichen sie durch das Jerusalemer Tor von 1503. Eine Brücke führt über den Graben zum Untertor der Stadtbefestigung. Fischblasenmaßwerk säumt den oberen Rand der Doppelturmanlage über den Schießscharten. Innerhalb der Stadtmauern radeln wir zunächst durch die Neustadt und kommen am neuen Froschbrunnen rechts fahrend über den Marktplatz in die Altstadt. Links liegt das Schloss. Es gibt viele gastronomische Angebote, das geschichtliche Heuson-Museum, das Sandrosenmusem und ein »50er-Jahre-Museum«. Auch eine Minigolfanlage innerhalb und ein Freibad außerhalb der Stadtmauern sind verlockend.

Mittelalterliche Doppelturmanlage: das Jerusalemer Tor in Büdingen

Seemenbach Vom Marktplatz fahren wir weiter, am Steinernen Haus rechts über den Seemenbach aus der Altstadt heraus und rechts auf die Hauptstraße. Von dieser kommen wir an der Ampel rechts über die Brunostraße zurück zur Bahnhofstraße. Auf der links bis zum Kreisverkehr. Hier nicht geradeaus den Schildern nach Düdelsheim und Büches folgen, sondern im Kreisverkehr links, über die Bahngleise und direkt danach rechts fahren. Hier ist auch Büches ausgeschildert entlang des neuen, perfekt asphaltierten Radwegs direkt am Seemenbach, einem Nebenfluss der Nidder. Der Radweg schwenkt zur Bahnstrecke. In Büches führt er dabei zunächst unter einer nagelneuen Umgehungsstraße hindurch. Bald darauf quert er sie auf einer Fußgängerbrücke und führt so wieder näher an den Bach. Ein winziger Anstieg führt auf einen künstlich angelegten Deich. Der Düdelsheimer Staudamm bildet ein riesiges Rückhaltebecken für den Seemenbach. Bei Hochwasser ist der Radweg entsprechend hier unterbrochen.

Das wehrhafte Schloss Büdingen geht auf eine staufische Wasserburg zurück.

Keltenwelt am Glauberg In Düdelsheim fahren wir zunächst geradeaus auf die Hauptstraße und gleich wieder links mit den Radwegschildern Richtung Glauburg. Nun die nächste rechts, wo auch die »Keltenwelt am Glauberg« ausgeschildert ist. Im Bogen führt die Schulstraße zur B 521. Nach deren Überquerung am Fachwerkhaus radeln wir halb links mit dem Radwegschild eine Art Rampe hinauf. Dann geht es bald rechts zum höchsten Punkt der Tour: 210 Meter über dem Meeresspiegel. Scheinbar schwebend ragt der preisgekrönte Museumsbau von 2011 zu dem davor rekonstruierten keltischen Grabhügel auf. Bei Ausgrabungen in der Nähe war zuvor ein 2500 Jahre alter keltischer Fürstengrabhügel entdeckt worden. Die dort entdeckte, bis auf die Füße vollständig erhaltene, lebensgroße Steinfigur eines Kriegers ist im Museum zu sehen, Kopien stehen davor. Seine Kopfbedeckung hat die Form eines Mistelblatts. Die Mistel besaß bei den Kelten kultische Bedeutung. Auch vom Bistro aus kann man die Aussicht genießen.


Nachbildung: keltische Krieger am Glauberg

Biergarten Kulturrampe Auf der Straße geht es nun bergab zum Ort Glauberg, aber 200 Meter vor dem Kreisel rechts in den Düdelsheimer Weg. Über Hauptstraße, Bahnstrecke und Nidder hinweg fahren wir zum Vulkan- und Bahnradweg Hessen. So kommen wir zurück zum Stockheimer Bahnhof mit seinem Biergarten Kulturrampe.

Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
Hacim:
329 s. 300 illüstrasyon
ISBN:
9783734322143
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

Benzer kitaplar