Kitabı oku: «Classic Cocktails»

CLASSIC COCKTAILS

REZEPTE & TECHNIKEN
für die besten Drinks

CIHAN ANADOLOGLU
FOTOS VON DANIEL ESSWEIN


Inhalt

Vorwort
Die Geschichte des Cocktails
Cocktails, Longdrinks & Spirituosen around the clock
Gläser-Guide

GIN-COCKTAILS
VODKA-COCKTAILS
WHISKEY-COCKTAILS
TEQUILA-COCKTAILS
RUM-COCKTAILS
COGNAC- & BRANDY-COCKTAILS
SAKE- & SHOCHU-COCKTAILS
PISCO- & CACHAÇA-COCKTAILS
CHAMPAGNER-COCKTAILS
LIQUEUR-COCKTAILS

Sirups & Säfte
Ausstattung
Techniken an der Bar

Service
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Impressum
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Vorwort

Die Kunst und die Zukunft der Barkultur aufzuzeigen, das war das Ziel unserer »Bar Bibel«, die 2017 erschienen ist. Es hat mir große Freude bereitet, Recherchen, Rezepturen und Kunst in diese Veröffentlichung einfließen zu lassen und Ihnen einen Überblick über klassische Cocktails ebenso wie über meine Kreationen zu geben, die einige neue Trends der Barkultur aufgegriffen haben.
Lag der Schwerpunkt der »Bar Bibel« noch auf den Eigenkreationen, so beleuchtet dieses Buch nun speziell die klassischen Cocktails, die jeder Bartender beherrschen muss, und zwar jederzeit. Cocktails, an denen niemand vorbeikommt und die als Basis aller weiteren Erfindungen gelten. Daher machte ich mich daran, die wichtigsten auszusuchen und mit dem Fotografen Daniel Esswein gemeinsam zu shooten.
Dass der Gin nicht nur ein Trend ist, wissen wir mittlerweile – er hat sich in die Seele der Gäste eingebrannt, ist weiterhin in jeder Bar die meistverkaufte Spirituose und wird auch immer gern zu Hause getrunken. Nicht umsonst ist eines meiner Lieblingsgetränke der Gin & Tonic. Aber auch dieser Drink kann variiert werden, weshalb ich ein etwas umfassenderes Kapitel über Gin geschrieben habe. Ja, ich mag alle anderen Spirituosen genauso gerne … Cognac zum Beispiel zählt zu meinen Favoriten – für mich die am meisten unterschätzte Spirituose überhaupt.
Ich liebe den Beruf des Bartenders nicht nur deshalb, weil ich jeden Abend Gäste bewirte und glücklich nach Hause oder in eine andere Bar schicke. Nein, es fasziniert mich ebenso, was alles dahintersteckt und wie lange schon: Alkohol, Destillation, Cocktails aus dem 19. Jahrhundert, wie und warum sie so gemixt wurden und werden; oder die Frage, wie der Beruf des Bartenders früher war und heutzutage ist. Ich finde es schade, dass viele gute Bartender die klassischen Cocktails vergessen (haben). Das ist so, als ob ein exzellenter Koch keine anständige Sauce béarnaise oder keine klassischen Gerichte zubereiten kann, die doch jeder Koch beherrschen sollte. Gleiches gilt für uns Bartender: Wer die Cocktail-Klassiker nicht kennt oder nicht zubereiten kann, wird die Kunst des Bartendings niemals vollständig erlernen oder verstehen.
Wer gerne den einen oder anderen Cocktail zu Hause zubereiten möchte, kann auf den kunstvollen Bildern sehr schön erkennen, wie die Cocktails auszusehen haben bzw. in welche Richtung es gehen sollte.
Ich freue mich auf dieses zweite Bar-Buch mit dem Callwey Verlag und wünsche Ihnen allen viel Spaß beim Lesen und Zubereiten.
MUCH LOVE
Cihan Anadologlu

Die Geschichte des Cocktails

1803 kam das Wort »Cocktail« zum ersten Mal in der Zeitung Farmer's Cabinet vor. Drei Jahre später wurde im Balance & Columbian Repository beschrieben, dass der sogenannte »Bittered Sling« der Name eines Cocktails sei. Als Antwort auf einen Leserbrief schrieb Harry Croswell die Definition des Wortes nieder: »Cock Tail then, is a stimulating liquor, composed of spirits of any kind, sugar, water and bitters, it is vulgary called a bittered sling.«
Nun, es gibt viele weitere Geschichten, die sich um das Wort »Cocktail« und den Ort seiner Entsteh ung ranken …
Sie kennen sicher die Hahnenkampf-Variante? Einwanderer aus Mexiko und Südamerika haben ihre Hähne kämpfen lassen, den Hahnenschwanz des unterlegenen Hahnes dem Gewinner gewidmet und dabei den Sieger mit »on the Cock’s Tail« gerühmt und dabei getrunken. Könnte gut möglich sein, dass auch das Wort »Cocktail« hierbei eine Rolle gespielt haben kann – ist aber eher unwahrscheinlich.
Auch das französische Wort »coquetier« soll in die Geschichte des Cocktails involviert sein: Aus einem »coquetier« (dt. »Eierbecher«) hat man früher seinen Drink getrunken.
Um es kurz zu halten: Keiner kann wirklich behaupten zu wissen, wo der Cocktail seinen Ursprung hat. Doch steht seit den neuesten Recherchen und Gesprächen mit Historikern fest: Cocktails haben ursprünglich etwas mit Pferden zu tun.
Um die Gesundheit eines Pferdes festzustellen, steckte man früher dem Pferd einen mit Ingwer eingeriebenen Stock in den After. Sofort öffnete der Gaul das Maul und die Zähne traten hervor, sodass er vor einem Verkauf begutachtet werden konnte. »On the Cock’s Tail« wurde darauf getrunken, wenn der Handel zustande kam und gebührend gefeiert wurde. Dies ist die letzte, wichtigste und wahrscheinlich eheste Version des Ursprungs des Begriffs »Cocktail«, den Historiker noch vor allen anderen Theorien bewiesen haben.
Der Cocktail ist per definitionem eigentlich eine Untergruppe der Misch- und Mixgetränke – so wie Juleps, Slings und Toddies. Leider verbindet man damit bis heute einen Oberbegriff für alle Mischgetränke.
Als der Cocktail Mitte des 19. Jahrhunderts weltweit bekannt wurde, bekam der Beruf des Bartenders immer mehr Beachtung und wurde durch geschicktes Entertainment auch lukrativ. Immer mehr Leute fingen an, »Cocktails« zu trinken, die ursprünglich als morgendliche Medizin vorgesehen waren.
In den letzten 15 Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Bar ein Treffpunkt für alle. Das Wort »Bar« leitet sich übrigens von »Barriere« ab, die den Bartender vom Gast trennen sollte. Ein Mindestalter für das Trinken gab es damals nicht, wer über die Barriere schauen konnte, durfte trinken. Frauen war es nicht erlaubt, die »Bar« zu betreten – sie wurden nur zum Zweck der »Unterhaltung« zugelassen.
Einer der bekanntesten Bartender zu seiner Zeit und Autor des ersten Cocktail-Buches war Jerry Thomas. Sein Klassiker How to Mix Drinks – The Bonvivant’s Companion erschien im Jahre 1862. Er verdeutlichte hier die verschiedenen Getränkekategorien und ebenso die Gruppe des Cocktails. Nun fingen immer mehr Bartender an, Cocktail-Bücher zu schreiben, die in der heutigen Zeit sehr schwer auffindbar sind, aber die Grundlage unseres Berufes darlegen. Dies war der Grundstein der Cocktail-Geschichte.
Der erste bekannte Cocktail war ein Gemisch aus Gerste, Weinsäure, Honig und Apfelsaft, das in einem ca. 5000 Jahre alten Tongefäß am Ufer des Tigris zwischen Iran und Irak gefunden wurde.
Um 1930 gab es eine ausgesprochen etablierte Barkultur in Deutschland wie hier auf dem Passagierdampfer Hamburg.
Mit der Destillierung mehrerer Spirituosen und Exporten von Alkoholika in alle Welt wurden die Klassiker erfunden und gemixt. Die Rezepturen von damals sind nicht wirklich genießbar, und die Mengenangaben mussten erst recherchiert werden, um den Cocktail an sich zu verstehen. Nun, ab Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde der Cocktail immer populärer, und immer mehr Menschen tranken ihn.
Dies führte von 1919 bis 1933 zur Prohibition. Das 14 Jahre währende Alkoholverbot veränderte die Cocktail- und Barkultur grundlegend. Sogenannte Speakeasy Bars etablierten sich überall in den USA, genossen sie doch den Ruf, geheim zu sein und nicht jedem Eintritt zu gewähren. Die bekanntesten waren der 21 Club in Manhattan sowie der Green Mile Club in Chicago. Ebenso kamen die sogenannten Bootlegged Cocktails auf, die in Flachmännern unter der Kleidung getragen wurden. Geheime Destillerien verdienten sich eine goldene Nase damit, Alkohol herzustellen, wurden immer wieder von der Polizei »ausgehoben«, und der Alkohol wurde vernichtet. Eine Legende in der damaligen Szene war Al Capone, der durch den Schmuggel von Alkohol reich wurde. 1933 endete die Prohibition, und Franklin D. Roosevelt – der damalige Präsident der USA – war der Erste, der mit einem Cocktail darauf anstieß.
In dieser Zeit wurde in Europa natürlich weiterhin Alkohol konsumiert, und viele bekannte Bartender erfanden weitere Klassiker. Einer der renommiertesten Barmänner war Frank Meier aus dem Ritz Hotel in Paris mit seinem Buchklassiker The Artistry of Mixing Drinks.
Nun war auch die Geburtsstunde der Tiki-Cocktails gekommen. Gerade wie Zombi oder Mai Tai hielten den Siegeszug in die Bars, und alte Klassiker gerieten in Vergessenheit. Diese Zeit war bekannt als die Zeit der bunten Säfte und likörhaltigen Cocktails. Es wurden nicht mehr Cocktails und Drinks getrunken, die einen Mengeninhalt von 6 bis 8 cl hatten und aus Spirituosen bestanden. Stattdessen hielten verrückte Namen wie Ladykiller, Blue Lagoon usw. Einzug in die Cocktail- und Barkarten der damaligen Zeit.
Erst im 21. Jahrhundert fand die Renaissance der Cocktails statt, und Bartender aus New York und London gruben die »verlorenen« Rezepte wieder aus. Auch in Deutschland trug man einen großen Teil dazu bei, die Barkultur zu fördern und eine andere Richtung einzuschlagen.
Das Ergebnis ist bekannt, nicht nur Spirituosenunternehmen haben den Trend erkannt und vergessene Alkoholika wieder auf den Markt gebracht, auch Bartender haben die Rezepte aus den alten Büchern neu aufgesetzt und teilweise weiterentwickelt.
»Viele Cocktails und deren geschichtliche Hintergünde zu kennen ist unglaublich wichtig und für einen Bartender nur von Vorteil.«
Cihan Anadologlu
Immer mehr Küchengeräte sind mittlerweile Teil der Barkultur, und selbst die Medizintechnik bleibt nicht verschont. Infusionen, Essenzen, sogar destillierte Spirituosen sowie Bitters und hochwertige Liköre sind nur einige der Materialien, mit denen Bartender heutzutage arbeiten.
Sous-vide-Geräte, die vorwiegend in der Küche benutzt werden, gehören mittlerweile zur Grundausstattung jeder professionellen Cocktailbar. Auch frische Säfte, hochwertige Spirituosen und Liköre sind Teil der Grundausstattung. Diese und viele andere Stoffe mixen die Bartender bis zur Perfektion; und damit sind Eigenkreationen ebenso wie die klassischen Rezepte in aller Munde – und mit ihnen auch ihre Erfinder.
»Ein guter Bartender sollte sich in erster Linie immer darum bemühen, seine Gäste zufriedenzustellen, indem er auf ihre Wünsche eingeht. Wenn er bisher noch nicht ausreichend viel gelernt hat, sollte er höflichst und zuvorkommend fragen, wie die Gäste gern ihre Getränke serviert bekommen möchten. Auf diese Weise wird er beliebt werden und zu Erfolg kommen.«
Jerry Thomas

Ein typischer Baralltag in Harry’s Bar in Venedig um 1948/50. An Orten wie diesem wurden heutige Klassiker kreiiert und für die Gäste gemixt.
Cocktails, Longdrinks & Spirituosen
AROUND THE CLOCK


Gläser-Guide
Die Wahl der passenden Gläser zu den Getränken ist essenziell. Man muss nun aber nicht gleich losziehen und Unmengen an Gläsern in allen möglichen Formen für die verschiedensten Cocktails kaufen und horten.
Das, was heutzutage in einer modernen Cocktailbar an Gläsern verwendet wird, hat jeder Glashandel oder Haushaltswarenladen im Sortiment – auch Marmeladengläser, Teetassen, sogar Untertassen und andere coole Utensilien. Womöglich findet sich ja direkt zu Hause etwas Passendes? Vielleicht auch bei den Großeltern? Dort gibt es sicherlich ein paar tolle Schätze zu entdecken, wenn man lange genug sucht und nachfragt.
Mein Lieblingsladen für Gläser ist das Sokichi in Tokio. Wer mal nach Tokio kommt, sollte unbedingt einen Abstecher in diesen etwas abgelegenen Shop oder in die Kappabashi Street machen, wo man Unmengen an Gläsern und anderen Haushaltswaren für den persönlichen wie professionellen Bedarf findet. Mit Verhandeln schaut es aber schlecht aus: Wir sind dort nicht auf dem Basar. Alle Preise sind Fixpreise – egal, wie viel man kaufen will.
Auch wenn die Auswahl an Gläsern unüberschaubar wirkt: Mit den nachfolgend dargestellten Ausführungen ist der Haushalt schon bestens eingedeckt, um eine professionelle Hausbar zu betreiben und einen Großteil aller Cocktails servieren zu können.
LONGDRINKGLÄSER sind geeignet, um Highballs, Cocktails und ähnliche Getränke zu servieren. Unterschiedlichste Arten von Drinks werden darin meist mit einem Filler oder mit Saft aufgefüllt. Hinzu kommen häufig auch Eiswürfel.

Highball- oder Collins-Glas
Sling-Glas
Pint-Glas
Marmeladenglas
Weinglas
Diese GLÄSER MIT STIEL werden niemals mit Eis befüllt und sollten stattdessen eiskalt aus der Tiefkühltruhe kommen. Sti(e)l hat, wenn man so will, in dem Zusammenhang auch die Bedeutung, dass die Damen und Herren wissen sollten, wie das Glas zu halten ist, um genüsslich daraus trinken zu können. Diese Kategorie Gläser ist mein absoluter Favorit, doch sie müssen behutsam behandelt werden, da die Bruchgefahr hier eindeutig höher als bei anderen Glasvarianten liegt.

Martini-Cocktail-Glas
Coupette
Champagnerglas
Sour-Glas
Diese „ALTMODISCHEN“ GLÄSER eignen sich vor allem für Cocktails mit wenigen oder gar keinen Säften sowie wenigen Inhaltsstoffen. Auch gemeinsam mit Eiswürfeln ergibt sich die genaue Menge an Zutaten, um einen Short-Cocktail aus diesen Gläsern genießen zu können. Selbstverständlich kann man darin auch Spirituosen pur verkosten.

Old-Fashioned-Glas
Rocks-Glas
Absinth-Glas
Tumbler
GLÄSER MIT HENKEL sind speziell für heiße Getränke zu empfehlen. Besonders in den kalten Monaten hilft der angebrachte Griff, um sich beim Halten nicht die Hände zu verbrennen. Populär sind momentan Kaffee- und Tee-Cocktails, aber auch andere Heißgetränke kann man in diesen Gläsern zu sich nehmen.

Toddy-Glas
Irish-Coffee-Glas
Etwas teurer in der Anschaffung, aber definitiv ihr Geld wert sind diese Gefäße. Früher aus den USA importiert, sind sie mittlerweile überall erhältlich und zudem eine Augenweide. Verschiedene Verzierungen machen die BECHER manchmal sogar zu kleinen Kunstwerken.

Mint-Julep-Becher
Moscow-Mule-Becher
Das TYPISCHE SHOT-GLAS, am besten aus der Tiefkühltruhe. Damit kann man leckere Shooter-Cocktails und auch andere Arten von Alkohol servieren.

Shot-Glas
Ein PUNSCHGEFÄSS eignet sich wunderbar, um größere Getränkemengen zuzubereiten – alkoholfreie oder alkoholische Cocktails, Punsche und Bowlen. Ein Eisblock, in der Mitte der Punch Bowl platziert, hält den Inhalt über lange Zeit kühl.

Punch Bowl
Gin-Cocktails

Im Jahr 1714 wurde Gin das erste Mal schriftlich in dem Buch The Fabel of the Bees: or Private Vices, Public Benefits erwähnt. Seit Jahren ist er die Trendspirituose schlechthin und als Hauptbestandteil vieler Cocktails und Longdrinks ein Must-have, das auch in Zukunft nicht aus der Mode kommen wird. Gewonnen wird der feine Brand meist aus Getreide oder Melasse und verfeinert mit Noten von Wacholder sowie anderen Gewürzen. Der König unter den Cocktails ist der Martini Cocktail – ursprünglich mit Genever zu einem Martinez Cocktail gemixt, eroberte er in Begleitung des Gins die Barkarten. Ein zweiter Klassiker unter den Longdrinks ist der Gin & Tonic. Ein bekannter Bartender-Freund sagte einmal: »Selbst wenn du in Jeans und T-Shirt in eine Bar gehst, du dir aber einen Gin & Tonic bestellst, hast du einen inneren Smoking an.« Ich persönlich liebe Gin und habe eine tolle kleine Auswahl bei mir daheim. Dabei folge ich aber keinem Trend, sondern teste viele verschiedene Produkte – was mich hier überzeugen kann, ist allein der Geschmack.
Gin-Fakten
Es gibt viel über den Gin zu erzählen, weshalb ich ihm gleich ein ganzes Kapitel widme. Und zwar nicht, weil er gerade im Trend liegt, sondern weil die Spirituose viel mehr als nur Martini Cocktail und Gin & Tonic ist – wobei beide zu den besten Getränken überhaupt in einer Bar zählen. Nein, es gibt noch viel mehr über den Gin zu erfahren: seine Geschichte, die unterschiedlichen Gin-Arten, die Destillation und die benutzten Rohstoffe – ein sehr interessantes Feld.
In der Tat hat der Gin den Vodka verdrängt, obwohl dieser seit einiger Zeit auch wieder stark an Bedeutung gewinnt. Es ist generell schön zu sehen, dass sich viele Menschen näher mit dem Thema Alkohol und vor allem mit bestimmten Spirituosen befassen, darüber lesen und dazulernen. Umso mehr muss natürlich auch der Bartender über solches Fachwissen verfügen, um bei Fragen Rede und Antwort stehen zu können.
GIN-DESTILLATION
Die Aromatisierung kann sowohl während der Destillation als auch nachträglich erfolgen. Es gibt je nach Aromaträger zwei übliche Destillationsverfahren, die nebeneinander oder gleichzeitig angewendet werden: Entweder werden die Alkoholdämpfe direkt über die Gewürze geleitet und nehmen dabei die Aromen mit, oder die Gewürze werden in den Rohalkohol eingelegt und mit diesem destilliert (Mazeration).
Beim Compound Gin genügt es, beim Verfahren Neutralalkohol mit Aromaessenzen zu vermischen, ohne erneut zu destillieren.
GIN-SORTEN
London Gin
•Mind. 37,5 % vol / Methanolgehalt max. 5 g/hl
•Max. 0,1 g Zucker pro Liter
London Gin darf neben den pflanzlichen Stoffen keine sonstigen zugesetzten Zutaten außer Wasser enthalten. Die Bezeichnung »London Gin« kann durch den Begriff »dry« ergänzt werden, wenn keinerlei süßende Erzeugnisse zugesetzt werden.
New Western Style Gin
New Western Gins sind weder gesetzlich geregelt noch klar definiert. Sie stammen meist aus den USA, werden aber auch in Europa hergestellt. Typische Aromen, die nicht bei traditionellen Abfüllungen zu finden sind, sind zum Beispiel Gurke, Rose, Safran oder Lavendel.
Old Tom Gin
Ganz einfach ein gesüßter Gin, der vor allem im 19. Jahrhundert getrunken wurde und in vielen klassischen Cocktails Verwendung findet.
Compound Gin
Die erste und einfachste Variante zur Herstellung von Gin heißt Cold Compound (Kaltauszug). In Alkohol werden die Pflanzen ausgezogen (mazeriert) und die festen Bestandteile anschließend herausgefiltert. Das entstandene Produkt wird auf Trinkstärke herabgesetzt und dann abgefüllt.

Distilled Gin
Von Distilled Gin spricht man, wenn der Alkohol unter Zugabe der Pflanzen ein zweites Mal destilliert wird, was zu einer Intensivierung der Geschmäcker führt. Im Anschluss darf das Ergebnis mit weiterem Alkohol und Aromen verfeinert werden.
Plymouth Gin
Herkunftsbezeichnung, muss aus Plymouth, Grafschaft Devon stammen, früher Standard bei der Royal Navy auf „Navy Strength“ 57 % vol. Der Plymouth Gin ist weich und hat ein dezentes Wacholderaroma.
Sloe Gin & Pink Gin
Sloe Gin – auch als Schlehenlikör bekannter aromatisierter und gesüßter Gin ohne vorgegebenen Alkoholgehalt. Wird meist in Cocktails benutzt und hat einen sehr süßlichen Geschmack.
Pink Gin (Rosé Gin)
Bezieht sich auf seine rosa Farbe und ist zurzeit sehr angesagt. Er wird meistens mit Beerenfrüchten aromatisiert. Eine Definition des Pink Gins fehlt bisher.
Die Geschichte des Gins
Gegen Ende des Mittelalters freute man sich, den Wacholder, der meistens als Heilmittel eingesetzt wurde, auch zur Branntweinherstellung verwenden zu können.
Wortherkunft: Das lateinische »juniperus« bedeutet Wacholder, »Juniper« wird zum niederländischen »Genever«, woraus wiederum der »Gin« entstand.
Die ältesten Quellen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ordnen einen Wacholderschnaps namens Genever dem deutschen Arzt und Wissenschaftler Franciscus Sylvius (bzw. Franz de le Boë) zu, der aus Wacholder eine Mixtur hergestellt haben soll, um Nierenleiden zu bekämpfen.
Als Wilhelm III. von Oranien-Nassau 1689 den englischen Thron bestieg, brachte er den Genever aus seiner niederländischen Heimat mit. Unter ihm wurde die Produktion von Wacholderschnaps steuerfrei, der Import französischer Alkoholika hingegen mit hohen Steuern belegt. Englische Soldaten, die Wacholderschnaps auf die Insel brachten, gaben ihm den Namen Gin. Ein Gesetz von 1690 legte fest, dass Gin nur aus englischem Getreide destilliert und produziert werden darf.
Um das 18. Jahrhundert destillierte man in England viele harte und raue Brände mit hohem Alkoholgehalt unter der Bezeichnung »Gin«. Da Gin billig hergestellt werden konnte, war er in den unteren Gesellschaftsschichten sehr beliebt – die Menschen fingen an, so viel Gin zu trinken, dass ein normales Leben nicht mehr möglich war. Immer häufiger waren sie betrunken und konnten ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Teilweise überstieg die Sterberate sogar die Geburtenrate. Durch diese »Gin-Krise«sah sich die Regierung gezwungen einzugreifen, indem sie die Steuern anhob und die Produktion des Getränks sowie seinen Konsum künstlich verteuerte.

1791 regulierte der sogenannte Gin Act nicht nur dessen Qualität und Herstellung, sondern brachte den Gin auch in die Kreise der Oberschicht. Zahlreiche Destillerien tüftelten an neuen Rezepturen, vor allem im Vorort Finsbury. Gerade dort, wo es klares Quellwasser gibt, entwickelte sich auch der London Dry Gin, der durch eine vierfache Destillation in Kupferkesseln seinen runden und trockenen Geschmack erhält.
Und so entwickelte sich der Gin zu einer hochwertigen Spirituose, deren Erfolgsgeschichte bis heute fortgeschrieben wird – wie man an den unzähligen Sorten gut erkennen kann. Er fördert den Geschmack anderer Cocktail-Zutaten und ist durch seine Vielseitigkeit meiner Meinung nach mit dem Whiskey zusammen die wichtigste Spirituose in jeder Bar.
Gin-Rohstoffe
Der Agraralkohol für die Herstellung von Gin wird aus beliebigen kohlenhydrathaltigen Ausgangsstoff en gebrannt, meist Getreide oder Melasse. Der charakteristische Geschmack entsteht aus der Aromatisierung mit Gewürzen, darunter vor allem Wacholderbeeren und Koriander. Der Name leitet sich indirekt vom botanischen Namen des Wacholders, »Juniperus« ab; als Herkunftswort des Gin werden manchmal »juniper berries« genannt, der Großteil bezieht sich aber auf das niederländische Vorläufergetränk, den Genever.
Weitere Bestandteile sind von Hersteller zu Hersteller verschieden, etwa Ingwer, Muskat, Orangenschalen (Flavedo) oder Paradiesapfelkerne (vom Calville-Apfel). Insgesamt können bei der Gin-Herstellung etwa 120 verschiedene Zutaten als Aromen und Wirkstoffe zum Einsatz kommen*.
*Definition Gin – Verordnung EG Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates.

Gin – Ursprung & Herstellung
–Eine Spirituose mit Wacholdergeschmack, die durch Aromatisieren von Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, der entsprechende sensorische Eigenschaften aufweist, mit Wacholderbeeren (juniperus communis) gewonnen wird.
–Der Mindestalkoholgehalt von Gin beträgt 37,5 % vol.
–Bei der Herstellung von Gin dürfen nur natürliche und/oder naturidentische Aromastoffe gemäß Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe b Ziffern i und ii der Richtlinie 88/388/EWG und/ oder Aromaextrakte gemäß Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe c der genannten Richtlinie verwendet werden, wobei der Wacholdergeschmack vorherrschend bleiben muss.

Negroni
»Einen Americano mit ein paar Spritzern Gin, bitte.« So begann die Erfolgsgeschichte eines der beliebtesten Aperitif-Cocktails der Welt – des Negroni. Graf Camillo Luigi Manfredo Negroni saß in seiner Lieblingsbar, dem Caffé Casoni in Florenz, und wollte eines Tages seinen Americano etwas kräftiger zubereitet haben, weshalb er Gin verlangte. Der damalige Bartender Fosco Bruno Sabatino Scarselli kam diesem Wunsch gerne nach, und von da an nannte man den Drink nach dem Grafen – Negroni.

3 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl Campari
3 cl Belsazar Red Vermouth
•
GARNITUR
Orangenzeste
•
ZUBEREITUNG Im Tumbler ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren. Orangenzeste über dem Drink ausdrücken und ins Glas geben.
•
Glas: Tumbler – Old-Fashioned-Glas

Caffé Casoni, Florenz; benannt nach dem Grafen Camillo Negroni
Martini Cocktail Original
Der Großvater des Martini Cocktail – der Martinez – hat seinen Ursprung in den USA. Zubereitet wurde dieser mit süßem Wermut, dem obligatorischen Maraschino sowie Gin und Orange Bitters. Daraus entwickelte sich höchstwahrscheinlich der König der Cocktails, der Martini Cocktail. Trockener Wermut trifft auf Gin mit ein paar Spritzern Orange Bitters. Gerührt und nicht geschüttelt sowie mit einer Zitronenzeste, ist er der Drink, an dem sich die Besten messen lassen.

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl Belsazar Dry Vermouth
2 dashes The Bitter Truth Orange Bitters
•
GARNITUR
Zitronenzeste
optional: Oliven an der Seite
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen. Zitronenzeste über dem Drink ausdrücken und ins Glas geben.
•
Glas: Coupe-Glas

Vermutlich Harry Johnson, Bartenders’ Manual

Gin Fizz
Sommer, Sonne, Sonnenschein und dazu einen der besten Erfrischungsdrinks überhaupt: einen Gin Sour, verlängert im Highball-Glas und mit frischem Sodawasser. Nein, dies ist kein Tom Collins, denn der wird in einem größeren Glas mit mehr Soda und mehr Zitrone serviert – gerührt und nicht geschüttelt wie der Gin Fizz.

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl frisch gepresster Zitronensaft
2 cl Zuckersirup (siehe Seite 187) 6–8 cl Sodawasser
•
GARNITUR
¼ Zitrone
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln, mit Soda auffüllen und ins Glas abseihen. Zitronenspalte in den fertigen Cocktail geben.
•
Glas: Longdrinkglas
•
VARIATIONEN:
Silver Fizz – mit einem zusätzlichen Eiweiß Sloe Gin Fizz – mit Gin, in dem Schlehen eingelegt sind Grand Royal Sloe Gin Fizz – mit Gin, in dem Schlehen eingelegt sind, einem zusätzlichen ganzen Ei und Champagner statt Sodawasser
Clover Club
1882 traf sich im Bellevue Stratford Hotel in Philadelphia die Elite, um über die Zukunft der Wirtschaft zu entscheiden. Im Frühling servierte man hier einen Gin-Cocktail, der mit Himbeersirup gesüßt wurde – den Clover Club. Wer keinen Sirup zur Hand hat, kann frische Himbeeren nehmen und sich seinen eigenen Sirup zubereiten bzw. die Himbeeren direkt im Shaker zerstoßen und Zuckersirup hinzufügen.

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl frisch gepresster Zitronensaft
2 cl Himbeersirup
½ Eiweiß
•
GARNITUR
Himbeeren
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln, in einen zweiten Becher abseihen und weitere ca. 10 Sekunden ohne Eis »dry« shaken. Mit Himbeeren garnieren.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Albert Stevens Crockett, The Old Waldorf-Astoria Bar Book

Last Word
Der Last Word hatte ein kurzes Leben, das später aber neu erweckt wurde. 1916 in Detroit erfunden, 1918 kam die Prohibition in Michigan an und verwehrte dem Last Word den Siegeszug. Wer ihn erfunden und verbreitet hat, ist umstritten; sicher ist jedoch, dass er im Detroit Athletes Club zum ersten Mal serviert wurde. Seine Wiederentdeckung erlebte er erst ca. 50 Jahre danach.

2 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl Chartreuse Verte
2 cl Maraschino
2 cl frisch gepresster Limettensaft
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Ted Saucier, Bottoms Up
Gimlet
Er war Admiral der Royal Navy – Thomas Gimlette, der seinen Matrosen anordnete, puren Limettensaft zu trinken. Natürlich kam man auf die Idee, dass dieser mit Gin und Zucker viel besser schmeckte, und so war der Gimlet geboren. Fruchtig, frisch und süß zugleich und mit einer ordentlichen Portion Power, ist er ein sehr ausgewogener Gin-Cocktail, der seinesgleichen sucht.

5 cl Tanqueray No. 10 Gin
5 cl Rose’s Lime Juice
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Harry MacElhone, Harry’s ABC of Mixing Cocktails

Hanky Panky Cocktail
Die legendäre Barfrau Ada »Coley« Coleman und das Savoy Hotel in London: Geburtsstunde des Hanky Panky. Der Clou: zwei Spritzer Fernet Branca. »By Jove. That is the real Hanky Panky«, schrie Schauspieler Charles Hawtrey, als er diese neue Mixtur von Coley serviert bekam und damit nicht nur sich, sondern bald auch viele Gäste mit dem Cocktail infizierte.

4 cl Tanqueray No. 10 Gin
4 cl Belsazar Red Vermouth
1 cl Fernet Branca
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen.
•
Glas: Martiniglas

Harry Craddock, The Savoy Cocktail Book
White Lady
Bartender Harry MacElhone hatte die White Lady bereits im Ciro’s Club in London kreiert, die Rezeptur des Drinks dann aber in Harry’s New York Bar in Paris umgeschrieben. Er verwendete zuvor Crème de Menthe anstelle von Gin, was bei den Gästen jedoch keinen Anklang fand. Eiweiß tauchte erst Jahre später in der Zutatenliste der White Lady auf und verlieh ihr dadurch eine angenehme Fluffigkeit.

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl frisch gepresster Zitronensaft
1 cl Zuckersirup (siehe Seite 187) 2 cl Triple Sec 1 Eiweiß • GARNITUR keine •
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Harry MacElhone, Harry’s ABC of Mixing Cocktails

Ramos Gin Fizz
(auch bekannt als New Orleans Fizz)
Angeblich der Cocktail, der wie eine Blume schmeckt … Ob ich die Blume schmecke, weiß ich nicht, aber ich schmecke einen der leckersten Cocktails der Welt, wenn er richtig zubereitet ist. Es heißt, der Drink soll zehn Minuten lang von auszubildenden Bartendern geschüttelt worden sein, während der Chef-Bartender nur die genaue Menge ins Shakerglas gab und zusah. Mit Orangenblütenwasser und Soda getoppt – ein blumiges Gedicht.

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
1,5 cl frisch gepresster Zitronensaft
1,5 cl frisch gepresster Limettensaft
2 cl Zuckersirup (siehe Seite 187) 1 cl Sahne 1 Eiweiß • TOPPING 6–8 cl Sodawasser 6 dashes The Bitter Truth Orange Flower Water • GARNITUR keine
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln, mit Soda auffüllen und die Schaumkrone mit dem Orangenblütenwasser beträufeln.
•
Glas: Longdrinkglas

Henry C. Ramos, New Orleans
Bramble
Den Bramble soll laut Espresso Martini der 2016 verstorbene Dick Bradsell erfunden haben. Heute Pflicht auf jeder Cocktailkarte, trat der Bramble zunächst seinen Siegeszug in England und den USA an und eroberte mit dem Gin-Hype auch Deutschland, wo er sich für viele verschiedene Zubereitungsarten eignet. Mir persönlich gefällt die Variante mit den frischen Brombeeren, zerstoßen, geschüttelt und doppelt abgeseiht.

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl frisch gepresster Zitronensaft
1,5 cl Crème de Mure (Brombeerlikör)
1 cl Zuckersirup (siehe Seite 187) 4 Brombeeren • GARNITUR Brombeeren Puderzucker •
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und in den Tumbler auf crushed ice abseihen. Brombeeren mit Puderzucker bestäuben und obendrauf geben.
•
Glas: Tumbler

Dick Bradsell, Fred’s Club Soho, London

Gin-Cocktails
Alaska

4 cl Tanqueray No. 10 Gin
1 cl Chartreuse Jaune
1 dash The Bitter Truth Orange Bitters
1 dash Amontillado Sherry
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Alexander

3 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl Crème de Cacao weiß
3 cl Sahne
•
GARNITUR
Muskatnuss
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und ins Glas abseihen. Muskatnuss über den fertigen Drink reiben.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Hugo Ensslin, Recipes for Mixed Drinks

Aviation

5 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl frisch gepresster Zitronensaft
1,5 cl Maraschino
1 BL The Bitter Truth Crème de Violette
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Hugo Ensslin, Recipes for Mixed Drinks

Bijou

3 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl Chartreuse Verte
3 cl Vermouth Rosso
1 dash The Bitter Truth Orange Bitters
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Harry Johnson, Bartenders’ Manual

Bronx

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl Belsazar Dry Vermouth
2 cl Belsazar Red Vermouth
2 cl frisch gepresster Orangensaft
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

William Boothby, The World’s Drinks and how to mix them

Claridge

4,5 cl Tanqueray No. 10 Gin
4,5 cl frisch gepresster Zitronensaft
1,5 cl Orangenlikör oder Triple Sec
1,5 cl The Bitter Truth Apricot Brandy
•
GARNITUR optional: Zitronenzeste •
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen. Optional mit Zitronenzeste garnieren.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Harry Craddock, The Savoy Cocktail Book

Dirty Martini

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
1 cl Vermouth Dry
4 dashes Olivenlake
•
GARNITUR
1 Olive oder mehrere (nach Belieben)
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen. Mit Olive garnieren.
•
Glas: Martiniglas

Franklin D. Roosevelt hat mit dem Dirty Martini auf das Ende der Prohibition angestoßen.

Dry Martini Cocktail

8 cl Tanqueray No. 10 Gin
1 cl Belsazar Dry Vermouth
•
GARNITUR
mittelgroße grüne Olive mit Stein
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen. Olive dazugeben.
•
Glas: Martiniglas


Gibson

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
1 cl Vermouth Dry
•
GARNITUR
1 Perlzwiebel oder mehrere (nach Belieben)
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen. Mit Perlzwiebel garnieren.
•
Glas: Martiniglas

William Boothby, The World’s Drinks and how to mix them

Gin & It

6 cl Tanqueray No. 10 Gin
3 cl Vermouth Rosso
•
GARNITUR
⅛ Orange
•
ZUBEREITUNG Im Martiniglas auf Eis ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren. Orangenspalte über dem Drink auspressen oder hineingeben.
•
Glas: Martiniglas

Wurde früher als Sweet Martini in New Yorker Bars getrunken.

Gin & Sin

4 cl Tanqueray No. 10 Gin
4 cl Orangensaft
2 cl Zitronensaft
1 cl Zuckersirup (siehe Seite 187) 1 dash Grenadine
•
GARNITUR
keine
•
ZUBEREITUNG Im Shaker ca. 10 Sekunden auf Eiswürfeln kräftig schütteln und ins Glas abseihen.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Income Tax Cocktail

3 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl Belsazar Dry Vermouth
2 cl Belsazar Red Vermouth
3 cl frisch gepresster Orangensaft
2 dashes The Bitter Truth Aromatic Bitters
•
GARNITUR
Orangenzeste
•
ZUBEREITUNG Im Shaker auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden kräftig schütteln und ins Glas abseihen. Orangenzeste über dem Drink ausdrücken und ins Glas geben.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Dieser Cocktail wurde als Adaption des Bronx Cocktail erfunden.

Journalist

4 cl Tanqueray No. 10 Gin
2 cl Belsazar Dry Vermouth
2 cl Belsazar Red Vermouth
1 cl Zitronensaft
1 cl Triple Sec oder Orangenlikör
2 dashes The Bitter Truth Aromatic Bitters
•
GARNITUR
Zitronenzeste
•
ZUBEREITUNG Im Rührglas auf Eiswürfeln ca. 10 Sekunden vorsichtig verrühren und ins Glas abseihen. Zitronenzeste über dem Drink ausdrücken und ins Glas geben.
•
Glas: Cocktailschale – Coupe

Harry Craddock, The Savoy Cocktail Book

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