Kitabı oku: «Alles, was Sie wissen sollten, Ihnen aber nie jemand erzählt hat»


Alles was
Sie wissen
sollten
Ihnen aber nie jemand erzählt hat
David Icke
David Icke
Alles, was Sie wissen sollten, Ihnen aber nie jemand erzählt hat
Titel der Originalausgabe: „Everything You Need to Know But Have Never Been Told“
Erste Auflage, 2020
Deutsche Übersetzung: D. Loose
Layout: N.Bodnar, I. Kralovyetts

www.mosquito-verlag.de
© Copyright 2020, Mosquito Verlag, Immenstadt Mosquito Verlag ist ein Imprint des Mobiwell Verlags
Nachdrucke oder Kopien dieses Buchs, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.
ISBN 978-3-943238-63-1
Widmung
Für Jaymie und Gareth, die in Unterstützung meiner Bemühungen ausgezeichnete Arbeit leisteten.
Für die Erfahrungen – sowohl für diejenigen, die ich mochte, als auch für andere, die mir nicht gefielen. Sie alle führen zu Weisheit, wenn wir es zulassen.
Definition des Buchtitels
Bevor wir beginnen, lassen Sie mich klarstellen, was mit dem Buchtitel gemeint ist. „Alles, was Sie wissen sollten, Ihnen aber nie jemand erzählt hat“ bedeutet nicht, dass im vorliegenden Band sämtliche Informationen und Wissensbausteine enthalten wären, von denen man Kenntnis haben sollte.
Wie könnte man eine solche Fülle auch zwischen zwei Buchdeckel pressen? Religiöse Bücher geben vor, das zu tun; doch handelt es sich bei ihnen um Werke, die der Selbsttäuschung und einer verhafteten Wahrnehmung entspringen.
Der Titel „Alles, was Sie wissen sollten“ bezieht sich vielmehr auf die Informationen, die es braucht, um sich grundlegend neue Ansätze des Denkens und der Realitätswahrnehmung zu erschließen – sowohl im sichtbaren als auch im unsichtbaren Bereich. Alles Weitere wird sich daraus ergeben.
Dieses Buch bietet einen Ausgangspunkt, keinen Abschluss.
Es wurde in einer Weise in thematische Bereiche gegliedert, dass die präsentierten Informationen jeweils auf den vorhergehenden Inhalten aufsetzen. Das Gesamtbild erschließt sich, indem man die einzelnen Abschnitte miteinander verbindet. Für sich genommen mögen die einzelnen Informationen faszinierend sein; der große Zusammenhang jedoch ist niederschmetternd.
Seien Sie darauf gefasst, dass Ihre Weltsicht einen Neustart erfahren wird …
Habe das Leben von beiden Seiten nun betrachtet
Von oben wie von unten – und doch sind’s gewissermaßen
Die Illusionen des Lebens, die ich erschau
Wahrlich, nicht das Geringste versteh ich vom Leben
Joni Mitchell
Und jetzt verstehe ich, was du mir zu sagen versuchtest
Wie sehr du für deine geistige Gesundheit gelitten hast
Wie du versuchtest, sie zu befreien
Sie hörten nicht zu
Sie wussten gar nicht, wie
Vielleicht werden sie jetzt zuhören
Don McLean
Bedauernswert ist die Nation
Bedauernswert ist die Nation, deren Menschen wie Schafe sind, in die Irre geführt von ihren Hirten. Bedauernswert ist die Nation, deren Anführer Lügner sind, deren Weise zum Schweigen gebracht werden und deren Heuchler den Äther beschallen. Bedauernswert ist die Nation, die ihre Stimme nicht erhebt – es sei denn, um Eroberer zu preisen und den Tyrannen als Helden zu bejubeln – und die die Welt mittels Zwang und Folter beherrschen will. Bedauernswert ist die Nation, die neben ihrer eigenen keine andere Sprache kennt, und keine Kultur neben der ihren. Bedauernswert ist die Nation, die Geld atmet und den Schlaf der allzu Wohlgenährten schläft. Bedauernswert ist die Nation – oh, bedauernswert sind die Menschen, die die Aushöhlung ihrer Rechte hinnehmen und zusehen, wie ihre Freiheiten davongespült werden. Mein Land, deine Tränen, süßes Land der Freiheit.
Lawrence Ferlinghetti
Keine Gesellschaft möchte, dass du weise wirst; das verstößt gegen das Eigeninteresse jeder Gesellschaft. Wenn die Leute weise sind, können sie nicht ausgebeutet werden. Wenn sie intelligent sind, kann man sie nicht unterjochen, kann man sie nicht zu einem mechanischen Leben, zu einem Roboterdasein zwingen. Sie werden sich durchsetzen, werden ihre Individualität durchsetzen. Sie werden ein Klima der Rebellion um sich verbreiten, werden in Freiheit leben wollen. Die Freiheit kommt mit der Weisheit, unweigerlich. Beide sind unzertrennlich – und keine Gesellschaft will freie Menschen.
Die kommunistische Gesellschaft, die faschistische Gesellschaft, die kapitalistische Gesellschaft, die hinduistische, die mohammedanische, die christliche Gesellschaft – keine Gesellschaft möchte, dass die Leute von ihrer eigenen Intelligenz Gebrauch machen, denn sobald sie ihre Intelligenz einsetzen, werden sie gefährlich: gefährlich für das Establishment, gefährlich für alle Leute, die an der Macht sind, gefährlich für die Besitzenden; gefährlich für jede Art von Herrschaft, Ausbeutung, Unterdrückung; gefährlich für die Kirchen, gefährlich für den Staat, gefährlich für die Nation. Tatsächlich ist ein weiser Mensch wie Feuer, lebendig, wie eine Flamme. Der Tod ist ihm viel lieber als Sklaverei. […] Sein Leben kann er nicht […] an alle möglichen dummen Leute verkaufen. Er kann ihnen nicht dienen.
Osho
Auf dem Weg ins „Jetzt“
„Ihre Annahmen sind Ihre Fenster zur Welt. Putzen Sie sie ab und zu, andernfalls kommt das Licht nicht hinein.“
Isaac Asimov
Bald ist es 30 Jahre her, dass ich zum ersten Mal als verrücktester Mann Großbritanniens bezeichnet worden bin. Die Zeitungen ergötzten sich an meinem vermeintlichen Wahn, und für Komiker war ich ein gefundenes Fressen. Die bloße Erwähnung meines Namens genügte, um Heiterkeit auszulösen – ohne dass man noch einen Witz hätte erzählen müssen. Ich war der Witz.
Doch letztlich stellte sich heraus, dass von jeher die anderen die Lachnummern waren.
Die Menschen verstanden nicht (und auch mir war es zu jener Zeit nicht bewusst), dass hinter der vermeintlichen Geisteskrankheit, die sie bei mir zu erkennen glaubten, ein Gewahrsein stand, das sich aus dem kollektiven Wahn zu lösen im Begriff war. Aus dem Wahn, den wir als „Normalität“ bezeichnen. Aus dem Wahn, der sich als geistige Gesundheit ausgibt … aus jenem komatösen Schlaf, bei dem der Schlafende meint, er sei hellwach. Niemand ist tiefgehender versklavt als diejenigen, die sich fälschlich für frei halten; und die verrücktesten Leute sind jene, die sich irrigerweise als vernünftig und normal betrachten. Heute, da sich wahrhaft intelligente Personen aus buchstäblich allen Teilen der Welt mit meiner Arbeit auseinandersetzen, lässt sich eines mit Sicherheit sagen: Die Gerüchte über meine geistige Verwirrtheit waren maßlos übertrieben. Wenn jemand in seinem Gegenüber Irrsinn zu erkennen meint, spricht das Bände darüber, was er selbst für normal und gesund hält. Seine Auffassung vom geistig Gesunden entspricht genau dem, was die Gesellschaft kollektiv zum Gesunden und Normalen erklärt hat. Doch wer verbirgt sich hinter der kollektiven Gesellschaft anderes als diejenigen, die die öffentliche Meinung steuern, beeinflussen und überwachen, um sie schließlich zur Norm erheben zu können?
Das Urteil darüber, was als geistig gesund oder krank gilt, entspringt der Wahrnehmung – und korreliert nicht notwendigerweise mit der Realität. Die Geschichte der Menschheit ist voller Persönlichkeiten, die man ursprünglich für verrückt und gefährlich hielt, später aber – in vielen Fällen erst lange nach ihrem Ableben – verehrte und ihnen zugestand, sie seien „ihrer Zeit voraus“ gewesen. Zudem sind die Auffassungen davon, was geistig gesund oder krank ist, nicht in Stein gemeißelt; sie wandeln sich in dem Maße, wie sich das Wissen weiterentwickelt. Sagen Sie etwa einem Höhlenmenschen, dass es möglich ist, zum Mond zu fliegen, und er wird Sie für verrückt halten. Dasselbe passiert, wenn Sie heute jemandem weismachen wollen, das sei nicht möglich. Die kognitive Dissonanz, mit der die sogenannte „Vergangenheit“ und die „Gegenwart“ wahrgenommen werden, ist ein außerordentlicher menschlicher Charakterzug, der sich höchst lähmend auswirkt. Allzu leichtfertig verurteilen und verspotten viele Menschen unsere Vorfahren, weil sie die Visionäre ihrer Zeit verhöhnten oder sogar umbrachten – Persönlichkeiten, die schon damals zu erkennen vermochten, was heute als augenfällig gilt. Doch dass sie im Grunde in gleicher Weise auf Mitmenschen reagieren, die ein anderes Weltbild als sie selbst vertreten und sich im Widerspruch zu den Normen befinden, die ihren Realitätssinn geformt und verfestigt haben, können sie sich nicht eingestehen.
Ein Verstand, der ernsthaft nach tieferen Einsichten strebt, stützt sich auf die unverrückbare Erkenntnis, dass er nicht alles weiß. Solche Menschen besitzen die Demut und Weisheit zu erkennen, dass das Wissen der Menschheit nur einen unfassbar winzigen Bruchteil dessen umfasst, was es insgesamt zu wissen gibt. Aus diesem Grund ist ihr Geist stets für alle Möglichkeiten offen. Damit meine ich nicht nur solche Möglichkeiten, bei denen die tief verwurzelten religiösen, kulturellen, wissenschaftlichen und gesellschaftsbezogenen Überzeugungen unangetastet bleiben: Ich spreche in der Tat von der Gesamtheit aller Möglichkeiten – ohne irgendeine Ausnahme. Die Vorstellung, sämtliche Optionen in Betracht zu ziehen – statt nur die mit dem eigenen Glaubenssystem zu vereinbarenden Möglichkeiten –, hat auf den Großteil der Menschheit etwa dieselbe Wirkung wie Knoblauch auf Vampire. Starre Überzeugungen werden fortwährend wiederaufbereitet und durch bloße Wiederholung, die unhinterfragt bleibt, scheinbar bestätigt.
Als die Zeitungen damals damit beschäftigt waren, alle Welt über meine Geisteskrankheit in Kenntnis zu setzen, heilte mein Geist ironischerweise. Permanent in rekordverdächtigem Ausmaß verhöhnt und beschimpft, führte mich mein Weg in den 1990er-Jahren ins Licht der Freiheit – und zwar der wahren Freiheit: Dorthin nämlich, wo ich das Undenkbare denken und das Unsagbare sagen konnte, ohne mich einen Deut darum zu scheren, wie die Leute darauf reagieren würden. Wie viele Menschen machen sich selbst dieses unschätzbare Geschenk? Dabei ist es jederzeit verfügbar, wann immer man sich dafür entscheidet. Wenn ich es tun konnte, ist es auch jedem anderen Menschen möglich. Der chinesische Philosoph Laotse sagte: „Sorge dich um den Beifall der Leute, und du wirst ihr Gefangener sein.“
Ich wurde am 29. April 1952 in der englischen Stadt Leicester geboren und wuchs in einer sozial schwachen Umgebung auf – in einer Welt, die sich von der heutigen beträchtlich unterschied. Es gab weder Internet noch Heimcomputer, keine Smartphones und keine Tablets. Bis ich drei war, lief im Fernsehen nur ein einziger Sender. Ohnehin konnten wir uns erst Jahre später ein Fernsehgerät leisten. Nicht, dass wir wirklich eins gebraucht hätten. Obwohl wir praktisch nie Geld hatten, fühlte ich mich nicht unterprivilegiert. Man vergnügte sich auf seine eigene Weise und folgte seinen Interessen. Die Letztgenannten wurden nicht über einen TV-Bildschirm oder die neueste App ins Haus geliefert. Das Leben war damals einfacher gestaltet, und man hatte mehr Zeit zum Nachdenken oder Tagträumen (mein Standardzustand in jener Zeit).
Rückblickend erkenne ich in meinem Leben Muster, die mir seit meiner Kindheit den Weg durch den Irrgarten des Lebens wiesen. Damals freilich nahm ich sie als zusammenhanglose Ereignisse, Erfolge und Misserfolge wahr; doch heute sehe ich die Dinge in einem völlig anderen Licht. Fußball war (neben Dampfloks) meine große Leidenschaft als Kind, und ich setzte alles daran, ein Profifußballer zu werden. Dank einer Reihe von Fügungen und „glücklichen Umständen“ konnte ich diesen Weg eine Zeit lang verfolgen, und alles lief zunächst prima – bis eine rheumatische Arthritis meiner Karriere im Alter von 21 Jahren ein Ende setzte. Diagnostiziert wurde sie bereits, als ich 15 Jahre alt war und gerade einmal sechs Monate für Coventry City im Tor gestanden hatte. In der Folgezeit wurde die Krankheit immer schlimmer und zog zusehends meine Gelenke in Mitleidenschaft. Jahrelang spielte ich unter Schmerzen weiter, bis es einfach nicht mehr ging.
Mein zweites Hauptinteresse hatte stets dem Journalismus gegolten, sodass ich diesen Pfad als Nächstes beschritt. Mein Ziel war, in der Sportredaktion der BBC als TV-Moderator zu arbeiten – obwohl man mir gesagt hatte, dass dies unter den gegebenen Umständen ein praktisch aussichtsloses Unterfangen sei (etwas, was ich von vielen Leuten auch in Bezug auf meine anvisierte Fußballkarriere gehört hatte). Mit 15 verließ ich die Schule, um mich dem Fußballverein von Coventry anzuschließen. Ich besaß keinen Bildungs-, geschweige denn einen Universitätsabschluss. Aus diesem Grund würde es, wie es hieß, für mich sehr schwierig werden, im Journalismusgewerbe Fuß zu fassen. Doch wie schon bei meiner Fußballkarriere bahnten mir Fügungen und etwas „Glück“ den Weg zu Zeitungen, Radiostationen, regionalen Fernsehsendern und schließlich zur nationalen Sendeanstalt BBC, wo ich die Sportnachrichten präsentierte. Noch deutlicher wiederholte sich das Muster, als ich mich den britischen Grünen anschloss und eine Ortsgruppe auf der Isle of Wight gründete – jener der Südküste Englands vorgelagerten Insel, auf der ich lebe. Innerhalb von Wochen wurde ich im Ergebnis einer weiteren Verknüpfung von Zufällen und unerfindlichen Ereignissen zum nationalen „Sprecher“ der Grünen gewählt. Das bedeutete, dass ich gegenüber den Medien die Sichtweise der Partei zu vertreten hatte. An diesem Punkt meines Lebens konnte ich nicht länger leugnen, dass gewisse Muster am Wirken waren, die jedes Mal, wenn ich mir ein Ziel setzte, Türen in genau der erforderlichen Weise öffneten oder schlossen, dass ich es erreichen konnte. Was ging da vor sich? Ich hatte keine Ahnung (Abb. 1).

Abb. 1: Mein Leben schien eine Ansammlung zufälliger Ereignisse zu sein – bis es kaum noch möglich war, das sich wiederholende Muster zu leugnen.
Gegen Ende der 1980er-Jahre hatte ich von der Welt des Fernsehens, die ich als stumpfsinnig und äußerst selbstgefällig empfand, die Nase voll. Dankenswerterweise ging dieser Lebensabschnitt in dem Moment zu Ende, als sich in meinem Leben dramatische Veränderungen anbahnten. Ab dem Jahreswechsel 1988 / 1989 hatte ich merkwürdige Erlebnisse der Art, dass jedes Mal, wenn ich mich allein in einem Raum befand, noch jemand oder etwas anderes da zu sein schien. Man spricht in solchen Fällen wohl von einer Präsenz. Die Empfindung wurde im Laufe des Jahres immer deutlicher und die Präsenz zunehmend greifbarer, bis ich mich ihr schließlich stellen musste. Anfang 1990, als ich noch für die BBC tätig war, saß ich eines Tages in einem Londoner Hotelzimmer auf meinem Bett. Die Präsenz war so plastisch, dass ich sagte: „Wenn da jemand ist, sei doch so nett und nimm Kontakt mit mir auf. Du gehst mir nämlich mächtig auf den Wecker.“
Einige Tage später befand ich mich mit meinem damals kleinen Sohn Gareth in einem Zeitungsladen auf der Isle of Wight, als ich plötzlich außerstande war, meine Füße zu bewegen. Es war, als würden sie von Magneten am Boden gehalten. Während ich noch versuchte, mir einen Reim auf das Geschehen zu machen, erklang in meinem Geist eine Stimme – oder richtiger: eine sehr starke Gedankenform –, die sagte: „Wirf einen Blick auf die Bücher am anderen Ende des Ladens.“ Meine Füße „tauten wieder auf“, und ich begab mich – noch immer recht verwirrt – zu dem kleinen Buchständer, auf dem ich bis dahin nur Liebesromane wahrgenommen hatte. Die standen zwar nach wie vor dort, doch mittendrin erregte ein Buch meine Aufmerksamkeit, das optisch völlig aus dem Rahmen fiel. Es trug den Titel „Mind to Mind“ und war von Betty Shine verfasst worden, einem professionellen, hellsichtigen Medium (Abb. 2).

Abb. 2: Betty Shine.
Kaum hatte ich das Wörtchen „hellsichtig“ gelesen, fragte ich mich, ob mir die Autorin vielleicht erklären konnte, was es mit der von mir wahrgenommenen Präsenz auf sich hatte. Binnen 24 Stunden hatte ich das Buch gelesen, Betty kontaktiert und mit ihr einen Termin vereinbart. Von dem Vorgefallenen sagte ich ihr nichts; stattdessen gab ich vor, ich wolle herausfinden, ob ihre Technik des Handauflegens (eine Art des Energieaustauschs) gegen meine Arthritis helfen könne. In Wahrheit war diese Frage für mich zweitrangig. Würde sie irgendetwas an mir bemerken, das mit all dem in Zusammenhang stand, was mir seit einem Jahr widerfuhr?
Insgesamt suchte ich Betty viermal auf; die letzten beiden Visiten sollten mein Leben für immer verändern. Beim dritten Besuch legte ich mich auf eine medizinische Liege, und Betty behandelte gerade mein linkes Knie, als ich auf meinem Gesicht etwas wahrnahm, das sich wie ein Spinnennetz anfühlte. Ich erinnerte mich daran, dass Betty in ihrem Buch dasselbe Gefühl beschrieben hatte, das sich immer dann einstellte, wenn sich andere Realitätsdimensionen anschickten, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Auf einer bestimmten Ebene tragen mediale bzw. realitätsübergreifende Verbindungen elektromagnetischen Charakter. Die „Spinnenwebe“ auf meinem Gesicht bestand aus elektromagnetischer Energie jener Art, die uns in manchen Situationen die Haare zu Berge stehen lässt – etwa in einem Spukhaus oder inmitten einer erregten Menschenmenge. Ich sagte Betty nichts von meiner Wahrnehmung, doch einige Sekunden später warf sie ihren Kopf zurück und rief: „Wow! Das ist kraftvoll. Ich werde meine Augen dafür schließen müssen.“ Dann sagte sie, in ihrem Geist sehe sie eine Gestalt, die darum bittet, mit mir in Kontakt zu treten. „Die“ seien sich bewusst, sagte Betty, dass ich wünschte, sie würden mich kontaktieren; doch die Zeit sei noch nicht reif. Dabei wusste Betty noch immer nichts von dem, was sich in dem Londoner Hotelzimmer zugetragen hatte. Nun begann sie die Worte wiederzugeben, die in ihrem Geist erschienen:
Er ist ein Heiler, der hier ist, um die Welt zu heilen, und er wird weltberühmt werden.
Spirituell gesehen ist er noch ein Kind, doch er wird zu spirituellem Reichtum gelangen.
Manchmal wird er Dinge sagen und sich fragen, woher die Worte kamen. Es werden unsere Worte sein.
Ihm wird Wissen eingegeben werden, und manchmal wird er zu Wissen hingeführt werden.
Schon als Jugendlicher wurde er wegen seines Mutes ausgewählt. Er ist geprüft worden und hat alle Prüfungen bestanden.
Er wurde zum Fußballspielen geführt, um Disziplin zu lernen. Doch als er genug gelernt hatte, wurde es für ihn Zeit, weiterzugehen. Auch musste er lernen, mit Enttäuschungen umzugehen; er musste all die damit verbundenen Gefühle durchleben und lernen, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Der spirituelle Weg ist steinig und für niemanden leicht.
Er wird immer haben, was er braucht [das hätte auch „will“ heißen können], aber nicht mehr als das.
Er wird auf enormen Widerstand stoßen, doch wir werden immer da sein, um ihn zu beschützen.
Als ich Betty eine Woche später zum letzten Mal aufsuchte, wurden mir in derselben Weise weitere Botschaften übermittelt:
Ein Mensch allein kann die Welt nicht verändern; doch er kann die Botschaft überbringen, die die Welt verändern wird.
Versuche nicht, alles alleine zu machen. Arbeite Hand in Hand mit anderen, sodass ihr euch gegenseitig aufhelfen könnt, wenn einer strauchelt.
Er wird innerhalb von drei Jahren fünf Bücher schreiben. [Genau so kam es.]
Politik ist nichts für ihn. Er ist zu spirituell. Politik ist unspirituell und würde ihn sehr unglücklich machen. [So war es.]
Er wird aus der Politik aussteigen. Dafür braucht er gar nichts zu tun. Es wird allmählich geschehen, im Laufe eines Jahres. [So geschah es auch.]
Es wird eine andere Art von Flugmaschine geben, die sich stark von den heutigen Flugzeugen unterscheidet.
Zeit wird keine Bedeutung haben. Wo man sein will, wird man sein.
Ein anderes Medium, dem ich kurz nach meinem Treffen mit Betty Shine begegnete, sagte mir ganz ähnliche Dinge, unter anderem Folgendes:
Es ist nicht nötig, mühsam zu suchen. Der Pfad ist bereits vorgegeben. Du brauchst nur den Hinweisen zu folgen. […] Wir führen dich einen bereits festgelegten Weg entlang. Alles wurde bereits arrangiert, bevor du inkarniert bist.
Die Aussage, dass ich nur den Hinweisen zu folgen brauchte, traf tatsächlich zu. Eine weitere Kette von Zufällen führte mich im Jahr 1991 nach Peru. Gegen Ende meines unglaublichen Aufenthalts, der sich über knapp drei Wochen erstreckte und unzählige weitere Zufälle und Synchronizitäten beinhaltete, besuchte ich einen Ort in den Bergen, von dem aus man die antiken Ruinen von Sillustani überblicken konnte. In einer Höhe von knapp 4.000 Metern in den Anden, befindet sich die Grabstätte unweit der Stadt Puno am Ufer des Titicacasees. Etwa eine Stunde war ich, die atemberaubende Landschaft bewundernd, in den Ruinen umhergewandert, bevor ich mich in einem Kleinbustaxi zurück nach Puno aufmachte. Begleitet vom Fahrer und einem peruanischen Fremdenführer hatten wir erst ein kurzes Wegstück hinter uns gebracht, als ich – tagträumend wie immer – in Richtung eines Hügels zu meiner Rechten blickte. In diesem Augenblick hörte ich immer wieder die Worte „Komm zu mir, komm zu mir“ in meinem Geist. Ich bat den Fahrer anzuhalten und folgte der kraftvollen Eingebung, die besagte, ich solle den Hügel hinaufsteigen. Ich sei gleich zurück, sagte ich, doch angesichts dessen, was nun folgte, verging über eine Stunde bis zu meiner Rückkehr.
Inmitten einiger großer Steine, die bei meinem erneuten Besuch im Jahr 2012 nicht mehr dort waren, machte ich Halt. Wieder fühlten sich meine Füße an wie zuvor im Zeitschriftenladen – magnetisch am Boden festgesaugt –, nur war die Kraft diesmal viel stärker. Nachdem ich auf meinem Kopf ein bohrendes Gefühl registrierte, spürte ich, wie Energie vom Kopf aus meinen Körper durchströmte. Sie floss bis zu meinen Füßen hinab und von dort in den Boden. Ein weiterer Energiestrom nahm den umgekehrten Weg. Ohne es bewusst zu wollen, streckten sich nun meine Arme im 45-Grad-Winkel dem Himmel entgegen. Dann sagte eine „Stimme“ bzw. Gedankenform sehr deutlich in meinem Geist: „Es wird vorbei sein, wenn du den Regen spürst.“ Das klang ziemlich absurd, stand ich doch unter einem wolkenlosen peruanischen Himmel – in der glühend heißen Sonne. Die Energie, die meinen Körper durchströmte – meine Arme waren noch immer in die Höhe gerichtet –, wurde so stark, dass ich zu zittern anfing – so, als stünde ich unter dem Einfluss eines nicht endenden elektrischen Schlags (Abb. 3).

Abb. 3: Während meiner Rückkehr nach Sillustani im Jahr 2012.
Immer wieder schwand mein Bewusstsein; mehrmals wanderte mein Fokus nach „draußen“ und kehrte wieder zurück. In einem wachen Moment sah ich weit in der Ferne ein hellgraues Wölkchen über den Bergen, das sehr schnell dunkler wurde. Verdammt, dachte ich, da hinten regnet es.
Innerhalb einer absurd kurzen Zeitspanne hatte sich das Unwetter auf mich zubewegt. Einigermaßen fassungslos sah ich mit an, wie die Ebene, die vor mir lag, von Regenfluten überschwemmt wurde. Mein Körper schüttelte sich mittlerweile unter der Wirkung der mich durchströmenden Energie. Dann, mit einem Mal – zack! – trafen mich die Regentropfen, und im Nu war ich vollkommen durchnässt. Im selben Augenblick versiegte die Energie, und ich stand da – auf wackligen Beinen und mit heftig schmerzenden Schultern, nachdem ich meine Arme fast eine Stunde lang ausgestreckt über meinem Kopf gehalten hatte. Während es geschah, hatte ich nichts davon gemerkt, aber Junge – nun spürte ich es umso mehr. Ich hatte keine Ahnung, was gerade geschehen war, doch die Folgen sollten schon bald in aller Öffentlichkeit sichtbar werden.
Den Kopf voller Informationen und Konzepte, die seitdem in mein Bewusstsein geströmt waren – als wäre ein Damm gebrochen, der das gesamte Universum zurückgehalten hatte –, kehrte ich nach Großbritannien zurück. Für die Dauer von drei Monaten fror mein Gehirn praktisch ein, ähnlich wie ein Computer einfriert, wenn er zu viele Daten gleichzeitig verarbeiten soll. Noch immer im Gefriermodus befindlich, gab ich dann zur besten Sendezeit ein Fernsehinterview – während ich nach wie vor zu verstehen versuchte, was mit mir geschah. Dieser Auftritt hatte zur Folge, dass Hohn und Spott in einem Ausmaß über mich ausgegossen wurden, wie es kaum ein Mensch jemals erfahren haben dürfte. Sehr deutlich (und fortwährend) sah ich, dass diejenigen, die sich über andere Menschen lustig machten, stets die Dümmsten und Ignorantesten sind. Große Klappen und hohle Gehirne bilden offensichtlich immer ein Paar. Nirgendwo konnte ich hingehen, ohne dass jemand über mich lachte oder mich verspottete. Sämtliche Brücken zu meinem früheren Leben waren abgebrannt. Ich kann nicht behaupten, dass die Situation leicht war; doch würde mir jemand anbieten, die Zeit zurückzudrehen und mir all das zu ersparen, würde ich es ablehnen.
Von allen Seiten bekam ich zu hören, dass ich mein Leben selbst zerstört hätte; doch tief im Inneren wusste ich, dass all das letztlich zu etwas hinführen würde – wenn ich auch nicht den leisesten Schimmer hatte, was das sein könnte. Nach meinem Aufenthalt in Peru verbrachte ich drei Monate in einem verwirrten Dämmerzustand, wie jemand, der ohne Karte oder Kompass in einer absolut fremdartigen Welt ausgesetzt wird. Schließlich verflüchtigte sich der Gefrierzustand innerhalb weniger Tage. Ich war wieder „David“, gleichzeitig aber auch nicht. Wer mich kannte, erlebte äußerlich wieder den alten Vertrauten, der ich vor der „spaßigen Zeit“ war. Oberflächlich betrachtet mochte ich zwar wieder der Alte sein, doch hatte sich die Welt, die sich meiner Wahrnehmung bot, seit meiner Reise verändert. Mein Geist war geöffnet worden, und ich nahm die Wirklichkeit in einer gänzlich anderen Weise wahr. Vor Peru hatte ich einzelne Punkte wahrgenommen, jetzt aber sah ich komplette Bilder, in denen die Punkte zusammengeführt wurden.
Meiner Erfahrung nach treten die großartigsten Geschenke, die das Leben für uns bereithält, auf wundersame Weise in Gestalt unserer schlimmsten Albträume in Erscheinung. So verhielt es sich in meinem Fall mit dem allgegenwärtigen und nicht enden wollenden Spott, der mich schließlich aus einem Gefängnis befreite, in dem die meisten Menschen zeitlebens gefangen sind: die Angst davor, was andere Leute denken könnten. Für alles, was später folgen sollte, war diese Befreiung essenziell wichtig. Informationen wurden mir – und werden noch immer – auf eine Weise zugespielt, die jenseits der gewohnten Normen unserer Gesellschaft liegt. Insbesondere seit der Peru-Reise entwickelte sich mein Leben zu einem atemberaubenden, von Synchronizitäten durchzogenen Abenteuer, in dem mir Informationen durch Personen, Bücher, Dokumente sowie persönliche Erfahrungen übermittelt wurden. Es war, als würde mir eine unsichtbare Macht fortwährend Puzzleteile in die Hand spielen. Die bereits zitierte Botschaft, die ich 1990 erhalten hatte, bringt das Geschehen wunderbar auf den Punkt:
Es ist nicht nötig, mühsam zu suchen. Der Pfad ist bereits vorgegeben. Du brauchst nur den Hinweisen zu folgen. […] Wir führen dich einen bereits festgelegten Weg entlang. Alles wurde bereits arrangiert, bevor du inkarniert bist.
Weitere durch Betty Shine übermittelte Informationen entpuppten sich als exakt zutreffend: „Manchmal wird er Dinge sagen und sich fragen, woher die Worte kamen. Es werden unsere Worte sein. Ihm wird Wissen eingegeben werden, und manchmal wird er zu Wissen hingeführt werden.“ Genau das geschieht seit 1990, während ich immer tiefer in den Kaninchenbau der Menschheitskontrolle und -manipulation eindrang. Die einzelnen Informationen erreichten mich sogar in einer Abfolge, die es besonders einfach machte, die Zusammenhänge zu verstehen. In der Tat gab es Unmengen von Verknüpfungen, die es zwischen Themen zu ziehen galt, die bei oberflächlicher Betrachtung keinerlei Verbindung zueinander zu haben schienen – und die doch grundlegend miteinander verwoben sind.
In den ersten Jahren lag mein Augenmerk hauptsächlich auf dem Netzwerk weltweit agierender Familien, die das Weltgeschehen steuern und der Menschheit ihren Willen aufzwingen. In der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre erreichten mich Informationen, die bezüglich des genannten Netzwerks auf eine zusätzliche, nichtmenschliche Dimension hindeuteten. Etwa seit der Jahrtausendwende lag mein Fokus auf dem illusionären Charakter der physischen Wirklichkeitsebene. Immer mehr Details über die Welt, „in“ der wir zu leben glauben – es aber gar nicht tun –, wurden mir zuteil. Bei jedem dieser Abschnitte wiederholte sich dasselbe Muster: Zunächst formierte sich das grundsätzliche Thema auf der Bildfläche; dann begannen aus allen Richtungen diesbezügliche Informationen auf mich einzuströmen – stets so, als hätte jemand einen Schalter betätigt. Wann immer eine neue Phase eingeläutet wurde, liefen die Recherchen zu früheren Schwerpunkten parallel weiter, sodass es galt, gewaltige Mengen an Informationen – die ein breites Spektrum sowohl uralter als auch moderner Themen abdeckten – zu verarbeiten und miteinander in Beziehung zu setzen. Über Jahre hinweg verließ ich allabendlich mit schmerzendem Hirn mein kleines Büro und bat um Gnade; doch je älter und geübter ich wurde, desto leichter fiel es, die Informationen zu verarbeiten.
Ich hoffe, ich diene den Menschen als lebendiger Beweis dafür, dass man niemanden aufhalten kann – ganz gleich, wie viel Schmutz über einem ausgeschüttet wird –, der sich nicht selbst aufhält. Die Macht über Ihr Leben liegt in Ihren Händen; Sie müssen sie sich einfach von denjenigen zurückholen, von denen Sie glauben, dass sie diese Macht besäßen. Bei der Dynamik der menschlichen Macht / Machtlosigkeit handelt es sich schlicht um einen Bauernfängertrick bzw. ein Psychospiel. Wir müssen die Illusion, die die Menschheit für so überaus real hält, durchschauen. Wer es ablehnt, aufzugeben, sich selbst zu bemitleiden und wegzulaufen, der wird auch weiterkommen. Und das ist unabdingbar. Trotz all der Verhöhnungen und Schmähungen habe ich eine Vielzahl von Büchern geschrieben, die auf der ganzen Welt gelesen werden, und in zahlreichen Ländern vor einer stetig wachsenden Zuhörerschaft Vorträge gehalten. Was ist aus dem vermeintlich Verrückten geworden, von dem es hieß, er sei völlig durchgeknallt? Wie ist es möglich, dass sich heute so viele Menschen dafür interessieren, was er zu sagen hat? Wie in aller Welt konnte das geschehen? Nun, ich habe eben niemals klein beigegeben und werde das auch niemals tun. Das erklärt, wie „es geschehen konnte“. Die in ihrer Zeitschleife gefangenen Mainstreammedien stellen mich noch immer als den Mann dar, der vor fast drei Jahrzehnten für die Dauer von gerade einmal drei Monaten existierte. So sehen mich folglich auch all jene Menschen, die ihre Auffassungen und Meinungen ausschließlich aus diesen Quellen ableiten. Doch die Wahrheit unterscheidet sich grundlegend vom vorherrschenden Narrativ. Wer mit meiner Arbeit noch nicht vertraut ist, wird dies in Kürze verstehen.
Warum leben wir auf einem Planeten der Tränen, wenn das Leben doch wundervoll sein könnte (und sollte)? Auf diese Frage gibt es eine Antwort – und Sie sind im Begriff, sie zu erfahren …
Kapitel 1
Was Sie unbedingt wissen sollten
Die Welt ist voller Menschen, die sich seit ihrer Kindheit keiner offenen Tür mehr mit einem offenen Geist genähert haben.
E. B. White
Es war einmal – und wird immer sein – in einem „Land“ namens Ewigkeit: Da gab es nichts als Gewahrsein, das sich seiner selbst gewahr war – die Gesamtheit aller Möglichkeiten, das vollständige Potenzial, bereit, sich zu manifestieren. Es existierte keine Form, nur die potenzielle Vorstellung jeder denkbaren Form. Diesem grenzenlosen Zustand reinen Gewahrseins entspringt letztlich alles, was wir zu „sehen“ glauben.
Diese wenigen einleitenden Zeilen vereinen bereits eine ganze Reihe von Motiven, die sich sowohl in religiösen Narrativen und Symboliken als auch in den Mythen, Legenden und Geschichten der alten Völker und indigenen Bewohner unseres Planeten finden. Hinzu kommt das Konzept einer negativen oder „bösen“ Kraft, die, als sie auf der Bildfläche erschien, die Allmacht der ursprünglichen Schöpferkraft herausforderte. So wurde die universelle Idee des Kampfes zwischen „Gott“ und dem „Teufel“ bzw. „Satan“ geboren. Dem Letztgenannten, der als Quell von Chaos, Aufruhr und Manipulation gilt, sind dabei zahllose weitere Namen verliehen worden. Im scheinbaren Durcheinander der verschiedenen Religionen, Bezeichnungen und Kulturen, die zudem unterschiedliche Schwerpunkte setzen, ist es den meisten Menschen unmöglich, die gemeinsamen Elemente zu erkennen; lässt man sich jedoch nicht von abweichenden Details verwirren, offenbart sich stets dieselbe grundlegende Geschichte. Das kann allerdings nur gelingen, wenn man seine Wahrnehmung darin schult, statt nur einzelner „Punkte“ auch die Querverbindungen und Themen zu erkennen, die dann unweigerlich ins Blickfeld rücken.
Die Tatsache, dass sich sowohl die Vertreter und Anhänger von Religionen als auch die Geschichtenerzähler indigener Völker überall auf der Welt noch immer der Sprache ihrer fernen Vorfahren bedienen, täuscht leicht darüber hinweg, dass sich die von ihnen getätigten Aussagen heute in wissenschaftliche bzw. mathematische Begriffe fassen lassen. Konzepte wie „Vater“ und „Sohn“ ermöglichten es, mächtige Ideen (hinter denen sich letztlich einfache Zusammenhänge verbergen) in einer Weise zu kommunizieren, die die Menschen verstanden. Welchen Sinn hätte es, Menschen, die noch Steine aneinanderschlagen, über Quantenphysik und -computer zu unterrichten? Es ist offensichtlich, dass die Wissensträger und Geschichtenerzähler zeitgenössische Begriffe und Symbole benutzten, um sich verständlich zu machen. Das traf auf sämtliche Religionen und jedwede Form der Anbetung zu. In der damaligen Situation war das in Ordnung und auch gar nicht vermeidbar; doch das Narrativ musste sich weiterentwickeln. Während Religionen und indigene Völker (von wenigen ehrenwerten Ausnahmen abgesehen) noch immer die Sprache eines vergangenen Zeitalters sprechen, ist das Wissen etwa über die verborgenen Welten der Quantenmechanik und zahlreiche andere Bereiche dramatisch angewachsen. Hier bedarf es dringend einer Aktualisierung; diese bereitzustellen ist eines der Ziele dieses Buches. Wir werden erkennen, dass
die Motive der Religionen und indigenen Kulturen im Wesentlichen zutreffend sind – wobei der Zusatz „im Wesentlichen“ oft betont werden muss;
die meisten ursprünglichen Narrative so verzerrt und auf den Kopf gestellt worden sind, dass heute Milliarden Menschen das genaue Gegenteil von dem befolgen und anbeten, was sie zu befolgen und anzubeten glauben;
wir nicht jemand oder etwas anderem huldigen sollten, wenn wir doch selbst jeden und alles verkörpern.
Um die Richtigkeit dieser Aussagen nachzuweisen, müssen wir die sogenannte „Wirklichkeit“ – die „Welt“, die wir zu „sehen“ glauben und mit der wir tagtäglich zu interagieren meinen – einer vollständigen Generalüberprüfung unterziehen. Ich habe dieses einführende Kapitel mit der Überschrift „Was Sie unbedingt wissen müssen“ versehen, da ohne die darin präsentierten Erkenntnisse alles Übrige keinen Sinn ergeben würde. Die Unterdrückung dieser Einsichten hatte zur Folge, dass die Menschen einer Generation nach der anderen – ja, einer Kultur nach der anderen – jeweils ihr gesamtes Leben zubrachten, ohne jemals die grundlegenden Fragen beantwortet zu haben: Wer bin ich? Wo bin ich? Wozu bin ich eigentlich hier?
Untersucht man, warum uns die Antworten auf diese Fragen vorenthalten werden, offenbart sich ein fundamentales Geheimnis. Zieht man den Schleier beiseite, präsentiert sich die menschliche Gesellschaft – die des Altertums ebenso wie die moderne – in kristallklarer Deutlichkeit … Und das, was dabei zum Vorschein kommt, ist in der Tat etwas, was Sie wissen müssen, Ihnen aber niemals gesagt worden ist. Indem man die Menschen systematisch in Unwissenheit hält, unterjocht man ihre Wahrnehmung und ermöglicht einigen Wenigen die Kontrolle über die breite Masse (Abb. 4).

Abb. 4: „Wer bin ich? Wo bin ich?“
Von dieser Tyrannei können wir uns nur dann befreien, wenn wir zuerst den Schleier der Wahrnehmungstäuschung zerreißen.
Realitätsüberprüfung
Das Ausmaß der Täuschung ist schwindelerregend. Wenn Sie die Menschen in Ihrer Umgebung fragen, ob wir in einer festen, „physischen“ Welt leben, werden Sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – einen entgeisterten Blick ernten. Was soll die Frage überhaupt? „Natürlich tun wir das! Sei nicht albern!“ Doch in Wirklichkeit ist genau das nicht der Fall. Die Welt, in der wir leben, ist nicht fest.
Denken Sie einmal darüber nach. Jeden Morgen erleben wir, wie sich unser physischer Körper aus einem physischen Bett erhebt, ein physisches Frühstück zu sich nimmt und sich mittels physischer Fahrzeuge seinen Weg durch physische Straßen bahnt, um in der physischen Realität einer Arbeit nachzugehen oder etwas anderes zu tun. Und doch existiert diese physische Realität nicht. Von allen Illusionen dürfte das die drastischste sein. Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn die Fake-News-Medien abweichende Interpretationen bestimmter Ereignisse als „Verschwörungstheorie“ oder „zu weit hergeholt“ abtun, während sie selbst über eine vermeintlich materielle Welt berichten, die nicht existiert.
Die Wahrnehmungsprogrammierung hat gewaltige Ausmaße angenommen – und damit auch der Umfang der Selbsttäuschung. Auf der Grundlage dieser Selbsttäuschung wiederum bin ich von der etablierten Gesellschaft – insbesondere von den Medien – fast 30 Jahre lang als verrückt und geistig verwirrt gebrandmarkt worden. Wäre die Realität fester, materieller Natur, könnten viele der von mir behaupteten Dinge tatsächlich nicht geschehen; doch dem ist nicht so. Die Leute, die meine Aussagen abqualifizieren und verhöhnen, nehmen die Welt als etwas Festgefügtes wahr – von ihrem wahren Charakter haben sie keinen Schimmer. So gesehen kommt es kaum überraschend, wenn mich dieselben Personen für durchgeknallt halten.
Unsere feste, physische Realität sei, so hat man uns gelehrt, aus Atomen zusammengesetzt, sodass jeder Teil von ihr ebenfalls fest und physisch ist. Einen Augenblick, bitte. Atome verfügen über keinerlei Festigkeit und können folglich auch keine feste Welt konstituieren (Abb. 5).

Abb. 5: Wie können Atome ohne Festigkeit eine feste Welt konstituieren?
Atome sollen aus einem Atomkern sowie Elektronen bestehen, die den Kern in ähnlicher Weise umkreisen wie die Planeten das Zentralgestirn. Der Rest sei „leerer Raum“. Wie soll daraus eine massive Welt entstehen? Zudem verfügen meines Erachtens auch der Atomkern und die Elektronen über keinerlei Festigkeit – auch deren materielle Existenz ist nur eine Illusion. Zwar gesteht ihnen die Quantenphysik eine geringfügige Körperlichkeit zu; doch schauen wir einmal, was dieses „geringfügig“ bedeutet:
Wäre der Atomkern so groß wie eine Erdnuss, hätte das Atom etwa die Ausdehnung eines Baseballstadions. Könnten wir uns des leblosen Raums im Inneren unserer Atome entledigen, wäre jeder von uns so groß wie ein Staubpartikel – und die gesamte Menschheit würde in ein Stück Würfelzucker passen.
Das lässt rassistische Gedanken ein bisschen lächerlich klingen, oder? Die Quantenphysik lehrt, dass (mindestens) 99,9999999 Prozent der sogenannten „gewöhnlichen Materie“ leerer Raum sind. Dabei ist der Raum (eine weitere Illusion) nicht wirklich leer, sondern birst vor Energie, die wir nicht sehen können. Wir bezeichnen also den „Raum“ (Energie), den wir „sehen“ können, als „Realität“, und den „Raum“ (Energie), der für uns unsichtbar ist, als „leer“. Setzt man das, was wir sehen können, ins Verhältnis zu dem, was wir nicht sehen können, grenzt das menschliche Sehvermögen an Blindheit. Mit einer Wahrnehmung, die auf ein winziges Frequenzband beschränkt ist – das die Wissenschaft als „sichtbares Licht“ bezeichnet –, bleibt uns fast die gesamte unendliche Existenz vorenthalten (Abb. 6).

Abb. 6: Unsere Welt ist nur ein Frequenzband.
Das elektromagnetische Spektrum umfasst gerade einmal 0,005 Prozent der Energie bzw. sogenannten Materie, die im Universum existiert (Abb. 7).

Abb. 7: Das, was wir „sehen“ können, macht ein winziges Stück von 0,005 Prozent aus.
Manche Forscher setzen den Anteil etwas höher, jedoch in derselben Größenordnung an. Lassen Sie sich das einmal auf der Zunge zergehen – nur 0,005 Prozent, von denen der Mensch wiederum nur einen kleinen Bruchteil sehen kann (das sichtbare Licht, Abb. 8).

Abb. 8: Unser „Zuhause“.
Den Rest kategorisiert die konventionelle Physik überwiegend als „dunkle Energie“ bzw. „dunkle Materie“. Der offiziellen Interpretation dessen, was „dunkel“ in diesem Kontext bedeutet, schließe ich mich nicht an; ich benutze den Begriff einfach für die mit den menschlichen Sehorganen nicht wahrnehmbaren Bereiche.
Menschen sind schnell dabei, etwas für unmöglich oder verrückt zu halten, obwohl annähernd 100 Prozent all dessen, was in der unendlichen Ewigkeit existiert, für sie unsichtbar bleiben. Ein wenig Demut wäre da dringend vonnöten. In Anbetracht der Tatsache, dass die konventionelle „Wissenschaft“ – mit Ausnahme der Quantenphysik – kaum jemals den Bereich des Sicht- und Greifbaren verlässt, wird verständlich, warum sich ihre in Stein gemeißelten Ergebnisse oft als unzutreffend (und mitunter auch als geradezu absurd) erweisen. Das hindert ihre fehlgeleiteten Anhänger und Gläubigen jedoch nicht daran, in eben dieser „Wissenschaft“ den Gebieter über alles Wissen zu erkennen und sich entsprechend für sie starkzumachen. Ein solcher Vorgang mutet zwar zunächst unglaublich an; doch das ändert sich, sobald man das Warum und Weshalb der globalen Wahrnehmungstäuschung zu verstehen beginnt.
Die Illusion ist so allumfassend, dass nichts, womit wir je in Berührung gekommen sind, tatsächlich das ist, wofür wir es halten. Oh, aber Sie halten doch gerade ein Buch in Ihren Händen, meinen Sie? Nein, elektromagnetische Informationsfelder (Ihre Hände) halten ein weiteres elektromagnetisches Informationsfeld (das Buch). Was Sie als „Berührung“ erleben, ist das Ergebnis des Kontakts verschiedener elektromagnetischer Felder. Die Empfindung scheinbarer Festigkeit ergibt sich aus dem elektromagnetischen Widerstand, der zwischen Energiefeldern verschiedener Frequenzen bzw. Dichten besteht. Der Grund, warum Sie (Ihr nichtfester Körper) nicht durch eine (ebenfalls nichtfeste) Wand gehen können, ist der elektromagnetische Widerstand – nicht der physische Widerstand. Etwas „Physisches“ gibt es nämlich nicht. Dem bewussten menschlichen Verstand mag das fantastisch und unglaublich erscheinen, doch es ist wahr. Erst nachdem unser Gehirn die von den Ohren gesendeten elektrischen Signale decodiert hat, können wir etwas hören. Es sind nicht die Ohren, die hören – das Gehirn hört. Entsprechendes gilt auch für den Seh-, Geschmacks- und Geruchssinn. Ein umstürzender Baum macht erst dann ein Geräusch, wenn jemand zugegen ist, der die vom Baum hervorgerufenen Schwingungsturbulenzen in elektrische Signale umwandelt, die das Gehirn dann decodieren und als Geräusch eines fallenden Baumes identifizieren kann. Ist niemand anwesend, fällt der Baum in Stille. Einen Menschen hören wir nur dann sprechen, wenn die von seinen Stimmbändern produzierten Schwingungsfelder vom Gehirn decodiert werden. Bei modernen Schmerztherapien unterbricht man den Informationsfluss zwischen Schmerzherd und Gehirn; solange nämlich diese Verbindung nicht besteht, hat man keine Beschwerden. Erst das Gehirn erzeugt das „Aua“, nicht die verletzte Stelle. Die gesamte Welt, die wir zu sehen meinen, existiert in der Gestalt, die wir ihr zuschreiben, nur in ein paar Kubikzentimetern im hinteren Teil des Gehirns: dem Bereich, der für die visuelle Decodierung zuständig ist.
Die menschliche Gemeinschaft fußt auf der Vorstellung, dass die „physische“ Welt „real“, greifbar und fest sei. Aus diesem Trugbild speisen sich sowohl die in Politik, Medizin, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft (abzüglich der Quantenphysik) vorherrschenden Auffassungen als auch die Entscheidungen, die in diesen Gebieten – also letztlich in allen Bereichen der Gesellschaft – getroffen werden. Alles fußt auf der fundamentalen Fehleinschätzung unserer Wirklichkeit, die von den außerhalb der sichtbaren Welt agierenden Schattenmächten ganz bewusst etabliert worden ist. Einige Spitzenforscher allerdings, denen die Wahrheit ein echtes Anliegen ist, haben sich von der orthodoxen Steinzeitwissenschaft gelöst und experimentell nachgewiesen, dass die vermeintliche „Körperlichkeit“ unserer Welt eine Illusion ist. Der Künstler und Filmemacher Sergio Toporek machte folgende aufschlussreiche Bemerkung:
Bedenken Sie, dass Sie weniger als ein Prozent des elektromagnetischen Spektrums sehen und weniger als ein Prozent des Schallspektrums hören. 90 Prozent der Zellen in Ihrem Körper haben ihre eigene mikrobielle DNS und sind nicht „Sie“. Die Atome in Ihrem Körper sind zu 99,9999999999999999 Prozent leerer Raum, und mit keinem davon wurden Sie geboren. […] Menschen haben 46 Chromosomen, zwei weniger als eine Kartoffel.
Dass es einen Regenbogen gibt, hängt mit den zapfenförmigen Fotorezeptoren in Ihrem Auge zusammen; für Tiere, die keine Zapfen besitzen, gibt es keinen Regenbogen. Daher schauen Sie einen Regenbogen nicht nur an – Sie erschaffen ihn. Das ist ziemlich verblüffend, vor allem, wenn man bedenkt, dass all die hübschen Farben, die Sie sehen, weniger als ein Prozent des elektromagnetischen Spektrums ausmachen.
Im Wissenschaftsmagazin Wonderpedia war zu lesen:
In jeder Sekunde rauschen elf Millionen Sinneseindrücke die Leitungsbahnen [des Gehirns] entlang. […] Das Gehirn wird mit einer erschreckenden Zahl von Bildern, Klängen und Gerüchen bombardiert, die es rigoros aussiebt, bis eine handhabbare Menge von nur etwa 40 Impulsen übrig bleibt. Die von uns wahrgenommene Wirklichkeit speist sich allein aus diesen 40 Eindrücken pro Sekunde.
Lassen wir das einmal kurz sacken. Unsere ach so „real“ erscheinende Realität wird also in jeder Sekunde auf der Grundlage von nur 40 Informationsschnappschüssen („Sinneseindrücken“) konstruiert – aus einem Gesamtangebot von elf Millionen. Die übrigen 10.999.960 Impulse werden von unserem Unterbewusstsein absorbiert, sodass wir auf der bewussten Ebene von deren Existenz nichts ahnen.
Die Quantenphysik, die sich den verborgenen Welten jenseits des „Sichtbaren“ widmet, hat von dem materiellen, festgefügten, uhrwerkartigen Realitätsmodell, das die konventionelle Wissenschaft lange Zeit vertrat, nicht viel übrig gelassen. Das Realitätsverständnis führender Quantenphysiker hat mehr mit dem Weltbild eines Schamanen oder eines altertümlichen Sehers gemein als mit den engstirnigen Vorstellungen ihrer Kollegen aus dem konventionellen Universitätsbetrieb. Für den „wissenschaftlichen“ Mainstream stellt die Quantenphysik im besten Fall ein Ärgernis dar, im schlechtesten aber eine Katastrophe, die ihre Die-Welt-ist-fest-Denkweise in Trümmer legt – eine Geisteshaltung, die in allen gesellschaftlichen Einrichtungen präsent und vorherrschend ist. Das hat zur Folge, dass die konventionelle Wissenschaft selbst dann, wenn die Quantenphysik mit Enthüllungen über den illusionären Charakter der physischen Welt an die Öffentlichkeit tritt, größtenteils einfach weitermacht, als wäre nichts geschehen.
Doch es hat sich etwas verändert, und zwar fundamental. Wenn die wissenschaftliche Orthodoxie überleben will – statt in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden –, wird sie nicht umhin kommen, das bislang Undenkbare zu denken: dass sie die ganze Zeit über falsch lag und eine Studentengeneration nach der anderen ebenfalls auf die falsche Fährte geschickt hat – indem sie die Nachrückenden glauben ließ, bestandene Prüfungen und dem Namen vorangestellte Kürzel seien gleichbedeutend mit Durchblick. Wie die Geschichte wiederholt gezeigt hat, trifft das nicht zu. Titel wie „Professor“ oder „Lehrer“ verleiht der Staat jenen, die dem Glaubenssystem desselben dienen. Sie stellen keine Zertifikate für Intelligenz dar und bedeuten schon gar nicht, dass ihre Besitzer ein Gewahrsein jenseits der intellektuellen Kurzsichtigkeit und akademischen Konventionen entwickelt hätten. Damit soll nicht gesagt sein, dass es keine intelligenten Professoren bzw. Lehrer gibt; doch ist Intelligenz zur Erlangung dieser Titel gewiss nicht erforderlich. Nikola Tesla, ein echter Wissenschaftler, sagte einmal: „Von dem Tag an, da die Wissenschaft nichtphysische Phänomene zu erforschen beginnt, wird sie binnen eines Jahrzehnts mehr Fortschritte machen als in allen vorangegangenen Jahrhunderten zusammen.“ Das erweist sich nun als zutreffend. Fortschritt ist allerdings nicht allein durch Entdeckungen gegeben, sondern daran gebunden, was mit ihnen angestellt wird.
Unsere vermeintlich physische Welt könnte nicht unphysischer sein. Doch hier kommt der Knüller: Sämtliche Entscheidungen, Bestimmungen, Wirklichkeitsmodelle, Behandlungsmethoden und Berichte, die Regierungen, Wissenschaft, Medizin, Konzerne, „Bildungswesen“ und Medien hervorbringen – ich nenne diese Bereiche gerne zusammenfassend den „Mainstream-Einheitsbrei“ –, basieren auf der Vorstellung, dass unsere Welt doch fest, materiell und physisch sei. Da verwundert es nicht, dass die menschliche Gesellschaft nur noch ein heilloses, verrücktes Durcheinander ist. Wenn sich der gesamte Prozess der Wahrnehmung und Entscheidungsfindung auf ein Weltbild stützt, das falscher nicht sein könnte – wie sollte dabei etwas anderes als extremer Irrsinn herauskommen? Wo wir auch hinschauen, können wir erkennen, wie das Leben der Menschen durch die simple Fehlinterpretation der von uns erfahrenen Realität in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Umkehrung (Inversion) und Verdrehung (Perversion) unserer Realitätswahrnehmung hat eine äußere In- und Perversion hervorgebracht, die wir „menschliche Gesellschaft“ nennen. Der Autor Michael Ellner brachte es wunderbar auf den Punkt:
Schauen Sie sich doch um. Alles läuft verkehrt; alles ist auf den Kopf gestellt. Ärzte zerstören die Gesundheit, Anwälte zerstören das Rechtssystem, Universitäten zerstören das Wissen, Regierungen zerstören die Freiheit, die großen Medien zerstören die Informationen, und die Religionen zerstören die Spiritualität.
Vor allem aber geschieht nichts davon zufällig – all das folgt einem Plan. Welches Ziel er verfolgt und wer ihn ausgeheckt hat, wird noch deutlich werden.
Alles Was Ist
Wir sind Gewahrsein – Wesen, die sich der Dinge bewusst sind. Alles andere sind Details bzw. Illusionen. Wir sind nicht unser Körper, sondern die Instanz, die bewusst ist und sich durch den Körper erfährt (Abb. 9).

Abb. 9: Wer sind wir? Ein Gewahrseinszustand.
Gewahrsein in seiner reinsten Variante ist gestaltlos, kann sich aber durch die Form erfahren. Befindet es sich in einem Zustand der maximalen Ausdehnung, ist es noch nicht einmal Energie. Es ist einfach. Unser individuelles Gewahrsein ist ein Ausdruck des absoluten Gewahrseins; daher sagen manche Religionen und indigenen Völker, wir seien Aspekte oder „Kinder“ des höchsten „Gottes“ bzw. des „Großen Geistes“. Andere Religionen verurteilen jede Lehre, die andeutet, dass wir „Gott“ seien, als Blasphemie. Ich selbst verwende zur Beschreibung der grenzenlosen und vielfältigen Formen „Gottes“ den Begriff „Unendliches Gewahrsein“.
Das Konzept der Gotteslästerung verstärkt die künstlich geschaffene, unserer Versklavung dienende Vorstellung, wir seien unbedeutend, allein, isoliert und machtlos. Schaut man nur tief genug, stellt man fest, dass nichts davon der Wahrheit entspricht. Verfolgt man jedoch die Agenda, den Menschen dadurch zu unterjochen, dass er seine Ohnmacht akzeptiert, sich in seine Knechtschaft fügt und seine oktroyierte Rolle widerspruchslos hinnimmt, erweisen sich diese Ideen als sehr nützlich. Der aus England stammende Philosoph Alan Watts (1915–1973) hatte völlig recht, als er sagte: „Gott ist, was niemand zugibt zu sein, aber jeder ist.“ Die Kutten der Geistlichen symbolisieren das künstlich erzeugte Gefühl der Getrenntheit und Vereinzelung, da sich deren Träger wie Wachposten zwischen den Gläubigen und die vermeintliche Gottheit stellen. Sie verstehen „Gott“ besser als die einfachen Leute, während sie mit dem Papst/ Rabbi / Imam auf Du und Du stehen. Was für ein atemberaubender Quatsch.
Wir sind Aufmerksamkeitsbrennpunkte innerhalb des Unendlichen Gewahrseins, das sich unaufhörlich selbst erfährt (Abb. 10 und 11).

Abb. 10: Wir sind Unendliches Gewahrsein, das sich grenzenlos selbst erfährt.

Abb. 11: Der Mensch ist ein Aufmerksamkeitsbrennpunkt innerhalb des Unendlichen Gewahrseins – in einem winzigen Frequenzband, das als sichtbares Licht bezeichnet wird.
Das bedeutet nicht, dass das Gewahrsein jedes einzelnen „Brennpunkts“ unendlich ist. Wer auf dem Gipfel eines Berges steht, genießt einen fantastischen Ausblick; befindet man sich jedoch in einem stockdunklen Raum, sieht man überhaupt nichts. In beiden Fällen nimmt ein Aufmerksamkeitsbrennpunkt – das Gewahrsein – die ihn umgebende Wirklichkeit wahr, doch das Ergebnis fällt sehr unterschiedlich aus. Nicht anders verhält es sich mit dem menschlichen Geist, wenn man ihn zur Gesamtheit des Unendlichen Gewahrseins in Relation setzt – oder auch nur zu einem Bruchteil desselben: Das moderne menschliche Bewusstsein liegt, von Illusionen gefangen, derart im Tiefschlaf, dass man kaum noch von „bewusst“ sprechen kann. Der Tropfen ist der Ozean, und der Ozean ist der Tropfen; doch wenn die Wahrnehmung des Tropfens vom großen Ganzen abgeschottet wird, verfügt er nicht mehr über das Gewahrsein des Ozeans (Abb. 12).

Abb. 12: Wo hört der Tropfen auf, wo beginnt der Ozean? Sie sind Eins – genau wie das Gewahrsein der Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Glaubensbekenntnis.
Selbst Begriffe wie „unendlich“ oder „absolut“ greifen zu kurz, will man das Gewahrsein beschreiben, das sich jenseits von Zeit und Raum erstreckt (bzw. jenseits unserer Wahrnehmung derselben); doch sie sind hilfreich, um den qualitativen Unterschied zur menschlichen Schmalbandwahrnehmung herauszustellen. Das Unendliche Gewahrsein IST einfach. Es stellt eine Istheit dar – ein Bewusstsein, das alles weiß und alles sieht, da es alles ist. Das Spektrum möglicher Gewahrseinszustände reicht dementsprechend von der Gesamtheit aller Möglichkeiten, die dem seiner selbst gewahren Unendlichen Gewahrsein entspringt, bis zu jemand, der sich nur als kleines, unbedeutendes Ich sieht, das an der Kasse arbeitet. Wahr ist, dass sich die Menschheit überwiegend am unteren Ende dieser Wahrnehmungsskala bewegt; doch ebenso wahr ist, dass das nicht so sein muss.
Zweimal in meinem Leben habe ich psychoaktive Substanzen zu mir genommen. In zwei Nächten des Jahres 2003 probierte ich im brasilianischen Regenwald eine pflanzliche Substanz namens Ayahuasca, deren Geschmack mich etwas an Lakritz erinnerte. Insbesondere in der zweiten Nacht lag ich, nunmehr in einem veränderten Bewusstseinszustand, fünf zeitlose Stunden in der Dunkelheit, während mich eine laute, kräftige Stimme – die zu einer weiblichen Gestalt gehörte – in allen Einzelheiten über die illusorische Natur der „physischen“ Realität unterrichtete. Ich erinnere mich haarklein an jedes Detail dieser außergewöhnlichen Erfahrung. Die Stimme begann mit den Worten: „Das Einzige, was du wirklich wissen musst, ist, dass die grenzenlose Liebe die einzige Wahrheit darstellt – alles andere ist Illusion.“ Dieser Gedanke wurde mehrmals wiederholt: „Grenzenlose Liebe [das seiner selbst gewahre Unendliche Gewahrsein] ist die einzige Wahrheit – alles andere ist Illusion.“
Die Stimme sagte mir, sie würde mich zu dem Ort führen, von dem ich einst gekommen bin und an den ich schließlich zurückkehren werde. So würde ich meine momentane Realität besser verstehen. Im selben Augenblick erblickte ich eine blendende Finsternis, die Stille und Ruhe ausstrahlte und gleichzeitig auf unbeschreibliche Weise leuchtete. Sekunde, was habe ich da eben gesagt? Eine blendende Finsternis, die Stille und Ruhe ausstrahlte und gleichzeitig auf unbeschreibliche Weise leuchtete? Auweia. Es gibt einfach keine Worte, mit denen sich eine Erfahrung beschreiben ließe, die dem bewussten menschlichen Verstand Hohn spricht und ihn verwirrt (Abb. 13).

Abb. 13: Die „blendende Finsternis“, die ich in Brasilien erlebte.
„Das ist die Unendlichkeit, David“, sprach die Stimme. Genau – das Unendliche Gewahrsein, das sich seiner selbst gewahr ist; die ruhende Stille der Gesamtheit aller Möglichkeiten; das absolute Potenzial, das darauf wartet, ins Dasein imaginiert zu werden (Abb. 14).

Abb. 14: Die Gesamtheit aller Möglichkeiten, das gesamte Potenzial – darauf wartend, sich zu manifestieren.
Der vom Unendlichen Gewahrsein getrennte Verstand, der von den fünf Sinnen beherrscht wird, hält nur dann etwas für „real“, wenn es sich bewegt, eine Gestalt hat oder Geräusche von sich gibt. Doch alle Dinge sind nur manifestierte Möglichkeiten, die der unendlichen Vorstellungskraft der unbeschränkten Möglichkeiten entspringen. Wenn Sie sprechen, holen Sie eine der unendlichen Möglichkeiten in die Realität. Hören Sie auf zu sprechen, verschwindet die zu Worten gewordene Möglichkeit wieder in der Stille der Gesamtheit aller Möglichkeiten. Realitäten, die sich bewegen, eine Form haben und Klänge aussenden, sind Produkte der unendlichen Vorstellungskraft, die sich in ähnlicher Weise als Frequenz- und Schwingungsfelder manifestieren und überlagern, wie es bei Radio- und Fernsehsendern unterschiedlicher Trägerfrequenzen der Fall ist. Genau wie die Stimme sagte: „Wenn etwas schwingt, ist es eine Illusion.“ All diese Realitäten teilen sich denselben „Raum“ und kommen sich nur dann in die Quere, wenn sie auf der Frequenzskala zu nah beieinanderliegen. In diesen Fällen sprechen wir beispielsweise von „Geistererscheinungen“ oder „paranormaler Aktivität“. Gespenster und artverwandte Erscheinungen können sich – ähnlich wie Rundfunksignale – deshalb mühelos durch Wände bewegen, weil sie auf einer ganz anderen Schwingungsebene existieren.
Ich bin bei Weitem nicht der Einzige, der das Unendliche Gewahrsein in Gestalt einer pulsierenden, leuchtenden Finsternis erlebt hat. Im Laufe der Jahre haben mir viele Menschen ganz ähnliche Erfahrungen geschildert; Weise aller „Zeitalter“ kannten diesen unbeschreiblichen – nein, nicht Ort, sondern Seins- oder Bewusstseinszustand. Viele Informationen über die Welt jenseits des Sichtbaren verdanken wir Menschen, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben. Sie berichten davon, im Moment des Todes, als sich ihr Bewusstsein (ihr Aufmerksamkeitsbrennpunkt) vom Körper löste, in eine gänzlich andersgeartete Realität eingetreten zu sein. Erst als ihr Körper ins Leben zurückgeholt wurde, kehrte auch ihr Bewusstsein in unsere Realität zurück (Abb. 15).

Abb. 15: Die Nahtoderfahrung: Wenn der Aufmerksamkeitsbrennpunkt den Blickwinkel des Körpers / Intellekts hinter sich lässt und in ein ungleich umfassenderes Realitätsempfinden eintritt.
So erging es auch Dr. Eben Alexander, der im Jahr 2008 infolge einer Hirnhautentzündung eine Woche lang im Koma lag. Wie sein der Wissenschaft verpflichteter Vater glaubte ursprünglich auch Alexander, der als Neurochirurg unter anderem an der Harvard University lehrte, dass Bewusstsein ausschließlich im Gehirn existiert und folglich nicht fortbestehen kann, wenn das Gehirn seine Tätigkeit einstellt. Unverblümt gesagt: Tot ist tot. Aus dieser Formel erwächst das Dogma, das konventionelle „Wissenschaftler“ als „Evolution“ bezeichnen und das hochgradig verwirrte Gelehrte wie den Oxford-Professor Richard Dawkins dazu verleitet, jeden Hinweis auf ein über das Grab hinaus bestehendes Bewusstsein zu verwerfen. Das tödliche Gespann aus Arroganz und Ignoranz, das die Betonköpfe der auf die fünf Sinne fokussierten akademischen Welt beherrscht, treibt nicht nur die Gelehrten selbst den Weg der Ahnungslosigkeit entlang; nein, sie beharren auch noch darauf, dass der Rest der Menschheit ihnen nachfolgen müsse. Dawkins sagte:
Man kann nicht geistig gesund und gebildet sein, gleichzeitig aber nicht an die Evolution glauben. Die Beweislage ist so erdrückend, dass kein vernünftiger und gebildeter Mensch umhinkommt, an die Evolution zu glauben.
Also mit anderen Worten: Wer meine Ansichten nicht teilt, kann keine geistig gesunde und gebildete Person sein. Das ist die Arroganz der Ignoranz in einem Satz zusammengefasst. Der serbisch-amerikanische Wissenschaftler Nikola Tesla (1856–1943), der der etablierten Wissenschaft um Längen voraus war, brachte es auf den Punkt:
Die Gedanken der heutigen Wissenschaftler sind tiefgründig, aber nicht klar. Nur ein gesunder Verstand kann klar denken; ein tiefsinniger Denker hingegen kann gleichzeitig ziemlich gestört sein.
In diesem geistigen Umfeld bewegte sich auch Eben Alexander, bis er aus dem Koma erwachte, um uns von einer gänzlich anderen Realität zu berichten. Seine Geschichte, die eine ganz neue Sicht auf das Leben an sich bietet, hat Alexander in seinem Buch „Blick in die Ewigkeit“ niedergeschrieben. Er beschreibt darin die „blendende Finsternis“ bzw. den „Kern“, dem „die reinste Liebe und alles Wissen entströmt“. Das entspricht genau dem, was ich im brasilianischen Regenwald erlebt habe. „Blendende Finsternis“ beschreibt exakt, was ich damals sah; die Instanz, der „die reinste Liebe und alles Wissen entströmt“, ist dieselbe, die ich das „seiner selbst gewahre Unendliche Gewahrsein“ nenne: die allwissende Gesamtheit aller Möglichkeiten, das allumfassende Potenzial. Auch Tesla sprach von dem „Kern“, dem alles entspringt:
Es gibt im Universum einen Kern, von dem wir Wissen, Kraft und Inspiration beziehen. In die Geheimnisse dieses Kerns bin ich noch nicht eingedrungen; doch ich weiß, dass er existiert.
Antike und indigene Kulturen überall auf der Welt haben diese Leben spendende Kraft mit eigenen Begriffen beschrieben. Die in den USA beheimateten Lakota beispielsweise sprechen von „Wakan Tanka“ – der „Kraft, die alle Dinge bewegt“. Das ist eine wunderbare Umschreibung für Alles Was Ist. Eine andere Bezeichnung ist „Großer Geist“.
Das Unendliche Gewahrsein kann man sich als einen unendlichen Ozean unendlicher Möglichkeiten vorstellen. Wir haben den „verschiedenen“ Ozeanen der Erde verschiedene Namen gegeben – Atlantik, Pazifik, indischer Ozean usw. –, doch bilden sie genau genommen ein zusammenhängendes Gewässer. In ähnlicher Weise tragen Menschen, Länder, Kulturen, Bäume, Berge, die Luft, der Regen, Planeten, Sterne und Galaxien verschiedene Namen, doch sie alle sind nur verschiedene Manifestationen desselben Ozeans, den ich als Unendliches Gewahrsein bezeichne (Abb. 16).

Abb. 16: Alle Existenz ist ein einziges Unendliches Gewahrsein, das verschiedene Erfahrungen durchlebt – „die Kraft, die alle Dinge bewegt“.
Werden wir von der Einwirkung dieses erweiterten Gewahrseins abgekoppelt, beginnen wir uns – aufgrund des zunehmenden Gefühls, von allem anderen getrennt zu sein – mit Dingen wie Namen, ethnischer Zugehörigkeit, Kultur, Religion, Beruf, Lebensstil oder -geschichte zu identifizieren. Nichts davon definiert jedoch, wer wir sind; es ist lediglich das, was wir gerade erfahren. All diese Begriffe beschreiben die Erfahrung, nicht das „Ich“. Diese Selbstidentifikation, die ich als „Ich-Phantom“ bezeichne, liegt sowohl den Leiden und emotionalen Traumata der Menschen als auch den Kontrollstrukturen zugrunde (Abb. 17).

Abb. 17: Die falsche Selbstidentifikation, durch die die Menschheit Untertan der Illusion bleibt.
Der bereits verstorbene Sänger und Schriftsteller Leonard Cohen sagte: „Wenn du nicht zum Ozean wirst, bleibst du dein Leben lang seekrank.“ Solange du nicht mit dem Unendlichen Gewahrsein verschmilzt, wirst du dich nur als isoliertes „kleines Ich“ erleben, das sich angesichts der Kräfte und Ereignisse, die es nicht zu kontrollieren vermag, machtlos fühlt. Dabei sind Sie nicht machtlos. Menschen mit Nahtoderfahrungen haben die Realitäten, die sie jenseits ihres physischen Wahrnehmungsgefängnisses erlebten, in sehr ähnlicher Weise beschrieben. Einer von ihnen sagte: „Als lebendiger Mensch war es, als würde ich mich im Halbschlaf befinden; doch nachdem man mich für tot erklärt hatte, war ich hellwach.“ Anita Moorjani, die Verfasserin des Buches „Heilung im Licht“, sagte nach ihrer außerkörperlichen Erfahrung: „Wenn wir uns nicht gerade in einem physischen Körper ausdrücken, sind Sie, ich und alle anderen […] Ausdruck desselben Bewusstseins.“ Zu allen Zeiten haben erleuchtete Menschen davon gesprochen. Mittlerweile zieht die Quantenphysik nach und beginnt diese grundlegende Wahrheit zu verstehen. Als sich Anitas Bewusstsein außerhalb ihres Körpers befand, erlebte sie „eine Ebene der Klarheit, auf der ich alles verstand“, und sie „fühlte [sich] mit allen verbunden“. Sie hatte die Kraft erfahren, „die alle Dinge bewegt“ und miteinander zur Einheit verbindet.
Anita verdeutlicht den Unterschied des Erlebens innerhalb und außerhalb des Körpers anhand einer beeindruckenden Analogie, in deren Mittelpunkt ein Kaufhaus und eine Taschenlampe stehen. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einem stockfinsteren Kaufhaus. In Ihrer Hand halten Sie eine Taschenlampe. In dieser Situation können Sie lediglich die Dinge sehen, die sich im Lichtkegel der Lampe befinden – alles andere bleibt Ihnen verborgen (Abb. 18).

Abb. 18: Eine großartige Analogie für das Frequenzband, das wir als „die Welt“ bezeichnen.
Die begrenzte Reichweite der Taschenlampe symbolisiert den winzigen Frequenzbereich – das sichtbare Licht –, den der menschliche Körper zu decodieren in der Lage ist und daher „sehen“ kann. Der Anblick, der sich dem Bewusstsein in dem Moment bietet, da es den Körper verlässt, entspricht in dieser Analogie dem Fall, dass jemand mit einem Mal die Beleuchtung im gesamten Kaufhaus einschaltet. Schlagartig erkennen Sie die ausgedehnten Räumlichkeiten, in denen Sie sich die ganze Zeit befunden haben, die Sie aber nicht sehen konnten, da Ihre Wahrnehmung auf die Reichweite der Taschenlampe beschränkt war (Abb. 19).

Abb. 19: Wir sind Teil von etwas weitaus Größerem und letztlich Unendlichem.
Ich habe eben beschrieben, was im Moment des „Todes“ geschieht – dem Augenblick, den der größte Teil der Menschheit mehr als alles andere fürchtet. Der Körper / Intellekt decodiert die visuelle Realität nur innerhalb des schmalen Frequenzbandes des sichtbaren Lichts. Tritt unser Gewahrsein aus dem Körper aus, streift es den Teleskopblick ab, und seine Wahrnehmung erweitert sich augenblicklich. Nicht das Bewusstsein „stirbt“, sondern lediglich dessen zeitweiliges Gefährt, das ihm für die Dauer einer spezifischen Erfahrung gedient hat. Die Angst vor dem Tod erwächst einfach aus der zu Lebzeiten gepflegten Unwissenheit. Der Sufi-Mystiker Rumi, der im 13. Jahrhundert gelebt hat, drückte das so aus:
Dieser Ort ist ein Traum. Nur wer schläft, hält ihn für real. Wenn dann der Tod wie die Morgendämmerung hereinbricht, wachst du auf und lachst über das, was dich bekümmerte.
Der „Ort“, an dem wir leben, bildet nur ein schmales Frequenzband; die Ewigkeit hingegen erstreckt sich jenseits dieser Wahrnehmungsschranken. Die Architekten dieser Beschränkungen – der Schutzwälle gewissermaßen – und ihren wahren Charakter werde ich später ausführlich bloßstellen. Das folgende Zeugnis einer Nahtoderfahrung habe ich in meinen Büchern bereits mehrfach verwendet, da es die Wirklichkeit außerhalb der Körperlichkeit perfekt zum Ausdruck bringt:
[…] alles von Anbeginn an, meine Geburt, meine Vorfahren, meine Kinder, meine Frau, alles kommt gleichzeitig zusammen. Ich sah alles, was mit mir und all denen zu tun hatte, die um mich herum waren. Ich sah all das, was sie im Augenblick dachten, was sie früher gedacht hatten, was früher geschehen war, was gerade geschah. Es gab keine Zeit, keine Abfolge von Ereignissen, keinerlei Beschränkungen durch Entfernungen, Zeit oder Ort. Ich konnte gleichzeitig überall dort sein, wo ich sein wollte.
Der Neurochirurg Eben Alexander schrieb:
Das Denken zu erleben, das sich außerhalb des Gehirns abspielt, bedeutet, in eine Welt der unmittelbaren Verbindungen einzutreten, die das gewöhnliche Denken [die durch das physische Gehirn und die Geschwindigkeit des Lichts begrenzten Aspekte] wie einen hoffnungslos schläfrigen und schleppenden Vorgang aussehen lassen. […]
Unser wahrstes, tiefstes Selbst ist absolut frei. Es ist nicht durch frühere Handlungen gelähmt oder gefährdet und kümmert sich auch nicht um Identität oder Status. Es begreift, dass es die irdische Welt nicht fürchten muss und es daher nicht nötig hat, sich durch Ruhm, Reichtum oder Eroberung selbst aufzubauen.
Das ist die Wirklichkeit hinter der physischen Erfahrung; doch es gibt eine Macht, die diese Tatsache vor uns zu verbergen und unsere Wahrnehmung auf ein Gefühl des „ich kann nicht“ und „das ist unmöglich“ zu reduzieren sucht – und das gelingt ihr größtenteils ganz hervorragend. Das Menschsein beinhaltet so viel mehr, als wir je begriffen haben. Die Tatsache, dass zahllose Menschen gefoltert, lebendig verbrannt oder auf andere Weise getötet worden sind, weil sie die Wahrheit oder auch nur Teilwahrheiten öffentlich aussprachen, macht das ungeheure Ausmaß der Illusion deutlich. Das Prinzip, mittels dessen die verborgene Macht die Menschheit unter Kontrolle hält, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Entkopple den „inkarnierten“ menschlichen Geist (ich verwende dafür den Begriff „Körper / Intellekt“) vom Einfluss des Unendlichen Selbst. Oder: Trenne den „inkarnierten“ Tropfen vom Ozean (Abb. 20).

Abb. 20: „Den Tropfen vom Ozean trennen, den Fünf-Sinnes-Verstand vom Unendlichen Gewahrsein“ – Die Quintessenz des Versklavungsprozesses der Menschheit.
Aus diesem Ansatz leitet sich alles ab, was wir um uns herum sehen. Ohne diese grundlegende Abtrennung wäre es gar nicht möglich, die Wahrnehmung der Menschen in einem solchen Umfang und derart machtvoll zu kontrollieren. Wir werden im weiteren Verlauf sehen, dass die Strukturen der Gesellschaft präzise dafür ausgelegt sind, sich des – bildlich gesprochen – Panoramablicks zu bemächtigen, der sich aus einer höheren Perspektive ergibt, und ihn in einem stockfinsteren Raum wegzuschließen. Die Menschen werden über ihr Wirklichkeitsgefühl versklavt, das in ihrem Aufmerksamkeitsbrennpunkt wurzelt (Abb. 21).

Abb. 21: Wenn sich unsere Aufmerksamkeit nur noch auf die fünf Sinne zu fokussieren vermag, wird unsere Realitätswahrnehmung von den Einflüssen unseres erweiterten Gewahrseins und damit von den Ebenen abgeschnitten, die jenseits der Illusion existieren.
Der erwachte Philosoph Alan Watts sagte, dass das Ego (der Körper / Intellekt) „nichts anderes als der Aufmerksamkeitsbrennpunkt“ ist. Genau so ist es; mit welcher Methode ließe sich die menschliche Wahrnehmung also besser kontrollieren als dadurch, die Aufmerksamkeit (bzw. den Realitätssinn) auf jenes schmale Frequenzbändchen zu konzentrieren, das man als „sichtbares Licht“ bezeichnet?
„Imagine All the People …“ – Stell dir vor, alle Menschen würden …
Durch die Imaginationskraft seiner kleinen und großen Aufmerksamkeitsbrennpunkte erzeugt das stille, ruhige Alles Was Ist das, was wir als „Schöpfung“ bezeichnen. Das Spektrum reicht dabei von der Erschaffung ganzer „Welten“ bis zum Männekenmalen in einem Notizbuch. Solche Schöpfungen können auch Fehler enthalten – denken Sie etwa an die Erschaffung der Atombombe. Kann das Alles Was Ist also irren? Nicht in seinem reinsten und ausgedehntesten Ausdruck; doch seine Aufmerksamkeitsbrennpunkte können Fehler machen. Im Übrigen – was ist ein „Fehler“ denn anderes als eine weitere Form der Erfahrung? Diese wiederum bietet uns einen Weg, auf dem wir Weisheit erlangen und uns an unsere wahre Identität erinnern können. Wie oft erweisen sich unsere größten „Fehler“ als die größten Geschenke? Alten Überlieferungen zufolge ist unsere heutige Realität gerade das Ergebnis eines „Fehlers“ – eine Aussage, die sich mit meinen eigenen Recherchen und Schlussfolgerungen deckt. Was ich damit meine, werde ich zu gegebener Zeit näher ausführen. Zudem sollten wir bedenken, dass die Gesamtheit aller Möglichkeiten den Irrtum mit einschließt. Nur wenn man die Fehler miteinbezieht, kann man tatsächlich von einer Gesamtheit sprechen. „Alle Möglichkeiten“ bedeutet entsprechend auch, dass das Unendliche Gewahrsein bzw. Alles Was Ist gleichzeitig Alles und Nichts ist, Überall und Nirgendwo – es ist, und ist auch nicht. Nur dann sind sämtliche Möglichkeiten inbegriffen: unbegrenzte Vorstellungskraft. Alles ist im Nichts enthalten, und das Nichts in Allem. Das Nirgendwo ist Teil des Überall, und das Überall ist im Nirgendwo enthalten. Sobald sich uns die Idee der Gesamtheit aller Möglichkeiten bzw. der unbegrenzten Vorstellungskraft in ihrer vollen Bedeutung erschließt, verschwinden alle Widersprüche. Beim Unendlichen Gewahrsein handelt es sich nicht um Energie; vielmehr erschafft es Energie, indem es Dinge aus der Gesamtheit aller Möglichkeiten imaginiert.
Schöpfungen, die der unbegrenzten Vorstellungskraft oder deren Imaginationen entspringen, können sich auf jener Ebene manifestieren, die wir mit den Begriffen Energie, Frequenz oder Schwingung beschreiben. Setzt sich dieser Prozess fort, indem die aus der Vorstellung entstandenen Schöpfungen ihrerseits Dinge erschaffen usw., entfernen sich die Manifestationen immer weiter vom Zustand des seiner selbst gewahren Unendlichen Gewahrseins. Sie schwingen in immer niedrigeren Frequenzen, während die Illusionen zunehmend um sich greifen. Sinken die Schöpfungen schließlich auf eine Ebene genügend hoher energetischer Dichte, manifestieren sie sich in Form sogenannter „Materie“. Das folgende Zitat stammt von dem legendären amerikanischen Komiker Bill Hicks (1961–1994), der durch psychoaktive Drogen unzählige veränderte Bewusstseinszustände erlebte: „Sämtliche Materie [ist] lediglich Energie, die zu einer langsamen Schwingung verdichtet worden ist. […] Wir alle sind ein einziges Bewusstsein, das sich selbst subjektiv erfährt. So etwas wie Tod gibt es nicht; das Leben ist nur ein Traum, und wir sind unsere eigene Imagination.“ Genau das ist es, was sich hinter der Illusion „physischer“ Materie eigentlich verbirgt: Energie, die so langsam schwingt, dass sich der Eindruck der Festigkeit einstellt. Albert Einstein, der wohl der berühmteste Wissenschaftler aller Zeiten gewesen sein dürfte, sagte genau dasselbe wie der eben zitierte Komiker.
Um etwas zu wissen, bedarf es keiner großartigen formalen Ausbildung (Programmierung) – es bedeutet einfach zu wissen. Das etablierte Bildungswesen ist so strukturiert, dass es unsere Vorstellung davon, was möglich ist, knechtet und dadurch inneres Wissen unterbindet. Es kommt nicht von ungefähr, dass Einstein sagte: „Das Einzige, was meinen Lernprozess stört, ist meine Ausbildung.“ Einsteins Verständnis der Materie stimmt mit der Darstellung von Bill Hicks überein:
Was die Materie anbelangt, haben wir uns alle geirrt. Das, was wir als Materie bezeichnet haben, ist in Wirklichkeit Energie, deren Schwingung so weit herabgesetzt ist, dass sie mit den Sinnen wahrnehmbar wird. Es gibt keine Materie – es gibt nur Licht und Klang.
Es gibt nur Licht (Energie) und Klang (Schwingung); beide zusammen bringen – wenn die Schwingungen so weit verlangsamt sind, dass sie ins Frequenzband des sichtbaren Lichts (der sichtbaren Energie) fallen – die Illusion der Körperlichkeit hervor. Je langsamer die Energie schwingt, desto „fester“ erscheint sie uns, beispielsweise in Form einer Wand; je höher ihre Frequenz ist, desto weniger dicht wirkt die Energie, bis hin zu ätherischen Erscheinungsformen. Schwingt etwas so schnell, dass es das Frequenzband des sichtbaren Lichts verlässt, können wir es nicht sehen. Wenn jemand berichtet, er habe etwas „aus dem Nichts erscheinen“ sehen, oder etwas sei „vor seinen Augen verschwunden“, haben wir es mit Phänomenen zu tun, die durch die Veränderung ihrer Schwingungszahl in das Spektrum des sichtbaren Lichts eingetreten sind bzw. dasselbe verlassen haben. In einem Moment sehen Sie es, im nächsten schon nicht mehr; mal kann Ihr Gehirn die Erscheinung decodieren, mal nicht. Der Grund, warum die Gelehrten Schilderungen, in denen „UFOs“ oder „Außerirdische“ urplötzlich erscheinen oder verschwinden, einfach abtun, ist der, dass sie die Natur der Realität nicht verstehen. Entitäten, die besser verstehen, wie Energie mit dem Bewusstsein interagiert (bzw. dass sie Bewusstsein ist), können vermeintliche „Wunder“ vollbringen, die in Wirklichkeit gar nichts Unerklärliches an sich haben. Sie resultieren einfach aus dem Wissen, wie die Realität funktioniert. Das begrenzte Begriffsvermögen des Körpers / Intellekts muss dergleichen als „übernatürliche“ Phänomene einordnen, hält doch dieser nur die Handvoll Dinge für „natürlich“, die laut Mainstream-Einheitsbrei – dem er von der Wiege bis zur Bahre unterworfen ist – angeblich möglich sind. Gerade die Akademiker und Wissenschaftler sind es, die das äußerst reduzierte Wirklichkeitsmodell des Mainstream-Einheitsbreis kritiklos übernehmen und uns dann darüber belehren, was wir glauben sollten und was nicht. Man könnte das beinah komisch finden – wäre es nicht so tragisch.
Computer-Universum
Alles wird vom Unendlichen Gewahrsein durchwirkt, das sich seiner selbst gewahr ist – „die Kraft, die alle Dinge bewegt“ –, auch seine und alle nachgeordneten Schöpfungen, die sich auf der Ebene von Energie, Frequenzen und Schwingungen manifestieren. All diese Kreationen, „Welten“ oder Realitäten können sich im selben „Raum“ befinden (bzw. in der Illusion desselben), da sie verschiedene Frequenzspektren umfassen (Abb. 22).

Abb. 22: Verschiedene „Welten“ bzw. Realitäten stellen separate Frequenzbänder dar, ähnlich Radio- oder Fernsehsendern, die auf verschiedenen Trägerfrequenzen operieren.
Das, was wir als sichtbares Universum bezeichnen, entspricht einem solchen Frequenzband und funktioniert wie ein Quantencomputer: ein „Computer, der sich die Quantenzustände von Elektronen und anderen Teilchen zunutze macht, um Informationen zu speichern und zu verarbeiten“. Einfacher gesagt bildet das Universum einen Quantencomputer, der Informationen im energetischen Gefüge unserer Realität speichert.
Die Rechenleistung, die durch die Nutzung von Quantenzuständen ermöglicht wird, sprengt jede Vorstellungskraft. Heutige Computer sind auf die Zustände 1 und 0 beschränkt, die durch elektrische Ladungen bzw. die Möglichkeiten „ein“ und „aus“ ausgedrückt werden. Der Quantencomputer kennt solche Begrenzungen nicht – mit ihm lassen sich praktisch ganze Universen erschaffen und bearbeiten. Stellen Sie sich einmal ein kosmisches drahtloses Netzwerk bzw. eine Vielzahl derselben vor (Abb. 23).

Abb. 23: So würden die Funknetze möglicherweise aussehen, wenn wir ihr Frequenzband visuell wahrnehmen könnten.
Ein solches Feld kann man nicht sehen, doch ein Computer ist in der Lage, die darin verborgenen Informationen zu decodieren und eine weltumspannende, kollektive Realität auf den Bildschirm zu bringen, die wir „Internet“ bzw. „World Wide Web“ nennen. Das Universum besteht aus im Unsichtbaren gespeicherten Informationen (ähnlich den WLAN- oder Mobilfunknetzen, die wir ebenfalls nicht sehen können). Das, was ich den menschlichen Körper / Intellekt nenne, ist ein Bio-Computer (im weitesten Sinne des Wortes), der das „Mobilfunk“-Informationskonstrukt des Universums so decodiert, dass auf unserem Bildschirm – im Gehirn und in unseren Genstrukturen – die Empfindung einer „physischen“ Realität entsteht (Abb. 24).

Abb. 24: Unsere Wirklichkeit ähnelt einem drahtlosen Netzwerk: einem Meer an Informationen, aus denen wir das decodieren, was wir als „solide Welt“ bezeichnen.
Überall auf der Welt werden Unsummen in elitäre Projekte zur Entwicklung von Quantencomputern gepumpt, die die echte Welt haargenau nachbilden sollen. Aus Gründen, die sich uns noch erschließen werden, trachten Monstren wie Google danach, dabei den Ton anzugeben.
Hier ist noch ein Aspekt, der ins Auge springen sollte: Quantenphysik gibt es deshalb, weil das Universum ein Quantencomputer ist! Es ist insofern interaktiv, als wir dessen energetischem Gefüge Informationen und Eindrücke entnehmen und unsere eigenen Gedanken, Wahrnehmungen und Emotionen ins Universum „hochladen“. Ich spreche in diesem Zusammenhang vom „kosmischen Internet“ (Abb. 25).

Abb. 25: Die Internet-Analogie kommt der Wahrheit sehr nahe. Die Verbindungen basieren auf Welleninformationen, Elektrizität und Elektromagnetismus.
Die Instanz Körper / Gehirn stellt ebenso einen biologischen Quantencomputer dar wie Planeten, Sterne und alles andere, was sich in unserer Realität als Ausdruck des Quantencomputer-Universums manifestiert. Kosmische „WLAN“- bzw. Wellenform-Informationsfelder bilden den Unterbau des Universums. Den Prozess, über den wir aus diesen Feldern das Universum decodieren, das wir zu „sehen“ meinen, werde ich noch erläutern. Das Universum lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Informationen. Mit nur fünf weiteren Worten können wir es schon recht genau beschreiben: Informationen, die Informationen codieren und decodieren (Abb. 26).

Abb. 26: Das Universum ist ein interaktiver, drahtloser Kosmos, in dem alles aus codierten bzw. decodierten Informationen besteht.
Einmal mehr bietet sich die Analogie zu Computern bzw. dem Internet an: Ein Bürocomputer ist ein Satz von Informationen, die dazu codiert sind, andere Informationen zu decodieren. Datenquellen wie Disketten, USB-Sticks oder das Internet sind codiert, um ihrerseits decodiert zu werden. Alles besteht im Grunde aus miteinander interagierenden, codierten oder decodierten Informationen – und das gilt auch für unsere „physikalische“ Realität. Der einzige Ort, an dem das Internet in der Weise in Erscheinung tritt, die wir Menschen gewohnt sind – also in Form von Grafiken, Bildern, Text usw. –, ist der Bildschirm. Überall sonst liegen dieselben Informationen in gänzlich anderen Formaten vor. Genau so verhält es sich auch, wenn wir die Realität decodieren. Die ursprünglichen Elemente, aus denen sich das Universum zusammensetzt, sind Schwingungsinformationen; manche sprechen vom „metaphysischen Universum“ (Abb. 27).

Abb. 27: Der Grundzustand des Universums ist die Schwingung: Informationen, die Wellen aufgeprägt sind.
Unsere fünf Sinne wandeln diese Schwingungsinformationen in elektrische Signale um und senden sie ans Gehirn, das daraus die Realität konstruiert, die wir zu sehen, fühlen, schmecken, hören und riechen meinen. Nehmen wir etwa eine einfache Kerzenflamme. Obwohl sie uns äußerst „real“ erscheint, ist sie doch nichts weiter als decodierte elektromagnetische Energie (Information). Wir erzeugen die Flamme, die wir zu sehen glauben. Wie der amerikanische Arzt und Wissenschaftler Robert Lanza in seinem ausgezeichneten Buch „Biocentrism“ erklärt (das er gemeinsam mit Bob Berman verfasste), handelt es sich bei einer Flamme einfach um heißes Gas, das Photonen abstrahlt – winzige Einheiten elektromagnetischer Energie, die sowohl elektrisch als auch magnetisch pulsieren. Das Gehirn erzeugt daraus die Flamme, indem es die Informationen decodiert. Lanza erläutert:
Wie wir aus dem alltäglichen Erleben wissen, haben weder Elektrizität noch Magnetismus sichtbare Eigenschaften. Von daher ist es leicht einzusehen, dass eine Kerzenflamme aus sich selbst heraus nichts innewohnend Sichtbares, Leuchtendes oder Farbenfrohes besitzt. Wenn dieselben unsichtbaren elektromagnetischen Wellen jedoch auf die Netzhaut eines Menschen treffen und außerdem von Maximum zu Maximum zufällig zwischen 400 und 700 Nanometern messen (und nur dann!), haben sie gerade die zur Reizung der acht Millionen zapfenförmigen Fotorezeptoren nötige Energie.
Die Rezeptoren senden elektrische Impulse an ihre benachbarten Neuronen, die mit 400 km/h weiter die Leitung hinaufrasen, bis sie den warmen, feuchten Occipitallappen im hinteren Bereich des Kopfes erreichen. Dort feuert, durch die ankommenden Impulse angeregt, ein kaskadierender Neuronenkomplex Signale ab, die uns subjektiv ein gelb leuchtendes Etwas wahrnehmen lassen – an einer Stelle, die wir zur „äußeren Welt“ zu zählen gewohnt sind.
Da ist sie wieder, die Illusion. Alan Watts sagte:
[Ohne das Gehirn] fehlen der Welt Licht, Wärme, Gewicht, Festigkeit, Bewegung, Raum, Zeit und jede andere erdenkliche Eigenschaft. All diese Phänomene sind Schwingungen, die an eine bestimmte Anordnung von Nervenzellen übertragen werden oder mit dieser wechselwirken.
Im ersten Teil der Matrixtrilogie erklärte Morpheus einem ungläubig dreinblickenden Neo:
Was ist real? Wie definiert man „real“? Wenn du über das sprichst, was du fühlen, schmecken, tasten und sehen kannst, dann bezeichnest du nur die elektrischen Signale als „real“, die dein Gehirn interpretiert.
Das ist der wahre Charakter der „physischen“ Welt, die uns so „wirklich“ erscheint. Auch Fernsehbilder können wir nur aufgrund desselben Decodierungsprozesses sehen. Das Gehirn decodiert die Bildpunkte, aus denen das Fernsehbild zusammengesetzt ist, und konstruiert daraus ein Bild, das sich außerhalb von uns zu befinden scheint – indem es buchstäblich „die Punkte verbindet“ (Abb. 28).

Abb. 28: Aus dieser Struktur konstruiert das Gehirn die Fernsehbilder, die wir zu sehen meinen, in Wirklichkeit aber decodieren.
Die Illusion der Bewegung wird ebenfalls vom Gehirn erschaffen. Bewegte Bilder sehen wir nur deshalb, weil das Gehirn eine Reihe von Standbildern zu einer scheinbaren Sequenz verbindet. LED-Bildschirme, Videospiele und die menschliche Realität funktionieren nach demselben Prinzip. In unseren illusionären Träumen erfahren wir Bewegung; unsere sogenannte bewusste Realität ist nichts anderes als ein weiterer Traum. Bei genügender Vergrößerung, so konnte man 2009 in der Zeitschrift New Scientist lesen, wird „die Struktur der Raumzeit körnig; sie setzt sich letztlich aus winzigen Einheiten zusammen, die eher an Pixel erinnern“.
Vor vielen Jahren schon habe ich den menschlichen Körper als biologischen Computer bezeichnet. Inzwischen wird der Begriff bereits von einigen Mainstreamwissenschaftlern verwendet. Wenn wir sagen, etwas sei „biologisch“, meinen wir damit eigentlich „natürlich“. Doch wenn wir das Unendliche Gewahrsein als Maßstab anlegen, wird klar, dass es sich beim menschlichen Körper eigentlich um eine Art Technologie handelt. Er stellt ein unglaublich hoch entwickeltes Computersystem dar (wiederum im weitesten Sinne des Wortes), der „stirbt“, wenn er zu funktionieren aufhört (ganz wie ein Computer). Um Energie zu sparen, wechselt er in den Schlafmodus (wie ein Computer). Er verfügt über ein Immunsystem (hat ein Computer auch – nämlich in Form von Virenschutzsoftware), besitzt ein Gehirn (der Hauptprozessor eines Computers wird auch als Computergehirn bezeichnet), eine Festplatte (DNS) usw. Der Grund, warum sich das Gehirn mit einem Computer vernetzen lässt und dieser auf menschliche Gedanken reagiert, ist schlicht der, dass dabei im Grunde zwei Computer zusammengeschaltet werden (Abb. 29).

Abb. 29: Die Verknüpfung zweier Computersysteme: das eine technologischer Natur, das andere ein biologisches System.
Während der eine technologischer Art ist, bezeichnet man den anderen als biologisch; doch handelt es sich dabei eigentlich nur um eine andere Form von Technologie.
Mit seinen Energiebahnen (Meridianen) und genetischen Strukturen ähnelt der menschliche Körper der Hauptplatine eines Computers (Abb. 30).

Abb. 30: Die bei der Akupunktur verwendeten Meridiane bilden die „Hauptplatine“ des Körpers.
Die Akupunktur – eine Heilkunst, die auf der Lehre von den Meridianen basiert – und ähnliche Therapiemethoden zielen darauf ab, den Energiefluss (bzw. Informationsfluss) entlang dieser Bahnen auszubalancieren. So wird erreicht, dass zwischen Körper und kosmischem Internet, die in ständiger Wechselwirkung stehen, ein Informationsgleichgewicht aufrechterhalten wird und sie fortwährend Daten austauschen. Kommen diese Energieflüsse aus dem Gleichgewicht, geraten wir in einen Zustand der Disharmonie, und es treten Beschwerden auf – die man als „körperliche“ oder psychische Krankheiten bezeichnet. Wenn die Informationsströme unseres Computers aus dem Takt geraten und er fehlerhaft zu arbeiten beginnt, sagen wir: „Mein Rechner ist heute so langsam.“ Viele Menschen machen sich über Akupunktur lustig, indem sie etwa sagen: „Wie kann jemand Kopfschmerzen heilen, indem er eine Nadel in den Fuß sticht?“ Doch die Meridiane laufen um den ganzen Körper, sodass es wenig Sinn ergibt, die Nadel in den Kopf zu stechen, wenn doch die den Kopfschmerz verursachende Blockade im Fuß sitzt.
Das Meridiansystem ist mit den „Chakren“ verknüpft – jenen Vortexpunkten, die im elektromagnetischen Feld des Körpers sitzen und ihn mit dem kosmischen Internet und anderen Realitätsebenen verbinden (Abb. 31).

Abb. 31: Die sieben Hauptvortexpunkte bzw. „Chakren“, die das Energiefeld des Menschen durchdringen. Im Mittelpunkt befindet sich das Herzchakra.
Das Wort „Chakra“ entstammt der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet so viel wie „Lichtrad“. Die Hauptchakren sind: Das Kronenchakra auf der Oberseite des Kopfes (an dieser Stelle spürte ich damals auf dem Hügel in Peru jene „bohrende“ Energie); das Stirnchakra (bzw. das „dritte Auge“) in der Stirnmitte; das Kehlchakra; das Herzchakra in der Mitte des Brustkorbs; das unmittelbar unter dem Brustbein befindliche Solarplexuschakra; das Sakralchakra unter dem Bauchnabel sowie das Wurzelchakra am unteren Ende der Wirbelsäule. Jedes Chakra erfüllt eine oder mehrere spezifische Aufgaben. Das im Unterbauch befindliche Sakralchakra dient der Verarbeitung von Gefühlen, weshalb wir Beklemmungen, Besorgnis oder Nervosität ebendort verspüren. In extremen Fällen wird sogar der Darm in Mitleidenschaft gezogen, sodass man sich „vor Angst in die Hose macht“. Liebe, Empathie und Mitgefühl empfinden wir in der Brust, da dort der Vortexpunkt des Herzchakras angesiedelt ist.
Unsere fünf Sinne – Sehen, Hören, Geschmacks-, Tast- und Geruchssinn – sind ebenfalls Decodierungssysteme. Sie fangen Welleninformationen aus dem kosmischen Internet auf, wandeln sie in elektrische Informationen um und übermitteln sie ans Gehirn. Es sind stets dieselben Informationen, die jedoch in unterschiedlicher Gestalt in Erscheinung treten. Die von den verschiedenen Sinnen erzeugten Signale werden in separaten, hochspezialisierten Bereichen des Gehirns decodiert (Abb. 32).

Abb. 32: Verschiedene Teile des Gehirns sind auf die Decodierung der unterschiedlichen Sinneseindrücke spezialisiert. Alles, was wir sehen, spielt sich in der von uns wahrgenommenen Form in dem kleinen Sehzentrum im Hinterkopf ab – unabhängig davon, wie weit ein Objekt „entfernt“ zu sein scheint.
Das Gehirn decodiert elektrische Informationen und transformiert sie in digitale (zahlenmäßige) und holografische (illusionäre „physische“) Informationen, die wir dann in unserem Kopf als „die Welt um uns herum“ wahrnehmen (Abb. 33).

Abb. 33: Aus Schwingungs- und elektrischen / elektromagnetischen Informationen decodieren wir digitale und holografische Zustände, die wir als äußere, massive Realität wahrnehmen.
In Wirklichkeit gibt es keine Welt „um uns herum“. Die Formen, die wir „außerhalb“ von uns zu erfahren meinen, existieren allesamt nur im Gehirn bzw. in den genetischen Strukturen. Computer funktionieren genau so: Die Informationsdecodierung und all das, was letztlich auf dem Bildschirm erscheint, spielt sich im Inneren des Computers ab (Abb. 34).

Abb. 34: Die fünf Sinne wandeln Welleninformationen in elektrische Informationen um und übermitteln sie ans Gehirn, das aus ihnen die digitale / holografische Realität decodiert.
Es gibt ein als Synästhesie bezeichnetes Phänomen, bei dem die Sinne verschmelzen und der Betroffene etwa Worte und Musik nicht nur hört, sondern sie auch schmeckt. Verschiedene Worte oder Lieder unterscheiden sich für diese Menschen auch im Geschmack.
Die Decodierungsprozesse lassen im Inneren des Gehirns unsere Realität entstehen. Meine bisherigen Ausführungen über das Hirn und die Sinne werden durch die Erfahrungen bestätigt, die der Spieler eines Videospiels in der virtuellen Realität macht. Die Spiele klinken sich in die Wahrnehmung der fünf Sinne ein und überschreiben deren „normale“ Realitätsdecodierung mit einer anderen – künstlichen – Informationsquelle, die genauso „wirklich“ zu sein scheint (Abb. 35 und 36).

Abb. 35: Videospiele klinken sich einfach in die fünf Sinne ein, um die Informationsquellen, die sie normalerweise decodieren, zu überschreiben und uns eine alternative Realität vorzugaukeln.

Abb. 36: Es mögen nur computerisierte elektrische Informationen sein – doch die Realität, die der Mensch daraus decodiert, kann äußerst „real“ erscheinen.
In einer britischen Zeitung beschrieb ein Autor seine Erfahrung mit einem Virtual-Reality-Spiel folgendermaßen:
Der verblüffendste Aspekt des Spiels sind die physischen Empfindungen während des Spielens. Ich spüre – und folglich glaube ich es –, dass ich mich physisch vor und zurück bewege, als würde ich auf einem Sessel mit Rädern sitzen. Die äußere Wirklichkeit tritt in den Hintergrund; ich befinde mich in einer fremden, fesselnden Welt, ängstlich darum besorgt, nicht in die furchterregenden Abgründe zu stürzen. Mein Gehirn sendet Signale an meinen Körper, die die Illusion erzeugen, er würde herumsausen wie eine Flipperkugel – doch in Wirklichkeit bewege ich mich nicht von der Stelle.
Das hätte auch eine Beschreibung des menschlichen Lebens sein können, denn die Mechanismen sind genau dieselben. Ich habe einmal ein Experiment gesehen, bei dem man einer Puppe ein VR-Headset aufsetzte. Jeder Versuchsteilnehmer trug ebenfalls ein Headset, das ihm vorgaukelte, sein Körper wäre der Körper der Puppe. Dann berührte man die Puppe, injizierte ihr etwas ins Auge und veranstaltete allerhand weiteren Unfug mit ihr. Die Teilnehmer reagierten jedes Mal, als hätte man all das nicht der Puppe, sondern ihnen angetan. Sie spürten am eigenen Körper, was nur mit der Puppe gemacht wurde. Das zeigt, wie mächtig schon allein Virtual-Reality-Technologien auf den heutigen Menschen wirken – insbesondere im Sinne der Wahrnehmungskontrolle. Daran, was darüber hinaus möglich ist, wollen wir lieber gar nicht denken.
Wir sind Eins
Ganz gleich, wie materiell ein Objekt auch zu sein scheint – seiner ursprünglichen Beschaffenheit nach besteht es aus Schwingungsenergie. Auf dieser Ebene wird es möglich, mit Tieren, Pflanzen und sogar scheinbar leblosen Objekten wie Steinen zu kommunizieren. Als Ausdruck des Unendlichen Gewahrseins ist alles bewusst und lebendig, selbst Berge, Flüsse und Wälder. Zunehmend bestätigen auch die Forschungsergebnisse der konventionellen Wissenschaft, was erwachte Menschen schon immer sagten: Alles ist Bewusstsein und mit allem anderen verbunden. Es mehren sich die Beweise dafür, dass Bäume miteinander kommunizieren, Schmerz empfinden, füreinander sorgen und sich in Gemeinschaften organisieren. Dasselbe gilt für alles, was existiert. Einige Wissenschaftler haben untersucht, ob Bäume und Pflanzen ein Gehirn besitzen. Ein Gehirn ist aber nur ein Instrument zur Informationsdecodierung; in diesem Sinn hat jedes Gebilde im Kosmos auch ein „Gehirn“, da es pausenlos Informationen sendet und empfängt. In der Realität der fünf Sinne geschieht das in Form von elektrischen bzw. elektromagnetischen Signalen. Zu deren Verarbeitung werden nicht allzu viele graue Zellen benötigt. Es gibt in der Natur zahllose andere Sende- und Empfangsmechanismen, die das bewerkstelligen können.
Monica Gagliano, die als Evolutionsbiologin an der University of Western Australia tätig ist, kam nach einer Reihe von Experimenten zu dem Schluss, dass Pflanzen entfernte Wasservorkommen mittels Schallwellen erkennen können und in der Lage sind zu lernen. Die Umweltwissenschaftlerin Heidi Appel, die an der University of Toledo forscht, ging mit ihrem Team der Frage nach, ob Pflanzen auf unterschiedliche Geräusche verschieden reagieren. Tatsächlich änderte sich der chemische Zustand der Versuchspflanzen in Abhängigkeit davon, ob Wind- oder die Fressgeräusche einer Raupe abgespielt wurden. Im letztgenannten Fall produzierten die Pflanzen mehr Abwehrtoxine. „Wir neigen dazu, Pflanzen zu unterschätzen, da ihre Reaktionen für uns in der Regel unsichtbar bleiben“, sagte Appel. „Blätter haben sich als außerordentlich empfindsame Vibrationsdetektoren erwiesen.“ Summende Bienen senden eine bestimmte Frequenz aus, von der man heute weiß, dass die Pflanzen darauf mit der Freisetzung von Pollen reagieren (der Fachbegriff dafür lautet „Vibrationsbestäubung“). Andere Klänge lösten in den Pflanzen hormonelle Veränderungen aus. Dr. Suzanne Simard entdeckte an der im kanadischen Vancouver ansässigen University of British Columbia, dass Bäume über Pilzgeflechte im Erdboden chemisch-elektrische Warnsignale aussenden. In einem Teelöffel Waldboden befinden sich mehrere Kilometer dieser Myzelien. Die Signalübertragung über das Pilzgeflecht funktioniert ähnlich wie bei Internetglasfaserkabeln. In Fachkreisen hat sich dafür bereits die Bezeichnung „Wood Wide Web“ eingebürgert. Netzwerke dieser Art findet man auf jeder Ebene des kosmischen Internets.
Die Möglichkeit, über Klänge und Frequenzen zu kommunizieren, erklärt auch die Wirksamkeit von Mantras und spirituellen Gesängen (seien die Effekte nun positiv oder negativ). Alles im Universum ist lebendig, bewusst und Bestandteil eines unendlichen Geflechts des Lebens und Bewusstseins (Abb. 37).

Abb. 37: Alles ist lebendig, bewusst und ein Ausdruck des Unendlichen Gewahrseins – der Kraft, die alle Dinge bewegt.
Der Autor und Forscher Michael Pollan, der sich mit dieser Thematik befasst hat, sagte über Bäume und Pflanzen Folgendes:
Sie kennen Mittel und Wege, sämtliche sensorischen Daten, die sich Tag für Tag ansammeln, aufzunehmen, […] zu integrieren und sich in Reaktion darauf entsprechend zu verhalten. Und das schaffen sie ganz ohne Gehirne. Das ist in gewisser Weise das eigentlich Erstaunliche daran, denn wir nehmen automatisch an, dass man zur Verarbeitung von Informationen ein Gehirn braucht.
Doch was ist das Gehirn anderes als eine Art von Information? Unzählige Ausdrucksformen des Bewusstseins können Informationen auf unzähligen Wegen verarbeiten. Die Ignoranten haben für die Idee, wir könnten mit Tieren, Bäumen, Pflanzen oder Steinen kommunizieren, nur Ablehnung und Spott übrig, da sie selbst nur die Kommunikation über die menschliche Sprache wahrzunehmen vermögen. Doch auf der Ebene der Schwingungen und in noch feineren Gefilden sind wir alle miteinander verbunden. Kommunikation geschieht nicht durch Worte, sondern durch die Vernetzung auf Schwingungsebene, die man in etwa mit Telepathie vergleichen kann. Der folgende Auszug entstammt einem Artikel der Zeitschrift Scientific American, in dem die Möglichkeit diskutiert wurde, schwarze Löcher als Computer zu interpretieren:
Für einen Physiker aber sind alle physikalischen Systeme Computer. Auf Felsen, Atombomben und Galaxien mag vielleicht kein Linux laufen, doch auch sie erkennen und verarbeiten Informationen. Jedes Elektron, Photon und sonstige Elementarteilchen speichert Datenbits, und immer, wenn zwei dieser Teilchen interagieren, werden diese Bits umgewandelt. Physische Existenz und Informationsgehalt sind untrennbar miteinander verbunden.
Informationsgehalt und die Illusion einer physischen Existenz sind untrennbar miteinander verbunden – denn was wir als „physisch“ wahrnehmen, ist Informationsgehalt. Gestalt bzw. Form ist decodierte Schwingungsin-form-ation (Abb. 38).

Abb. 38: Die Illusion dessen, was wir zu sehen glauben.
Die „physische Realität“ einschließlich des menschlichen Körpers manifestiert sich aus stehenden bzw. stationären Informationswellen. Schon witzig, wie sich der oben zitierte junge Mann ausdrückte, der seine Erfahrungen mit Computerspielen beschrieb: „Mein Gehirn sendet Signale an meinen Körper, die die Illusion erzeugen, er würde herumsausen wie eine Flipperkugel – doch in Wirklichkeit bewege ich mich nicht von der Stelle.“ Da hat er unwissentlich eine tiefgründige Wahrheit über die Realität an sich ausgesprochen. Um stehende Wellen zu erzeugen, benötigt man auf jeder Seite ein als „Knotenpunkt“ bezeichnetes Hindernis – etwa eine „Wand“ –, von dem die Welle abprallt und gerade so zurückgeworfen wird, dass sie sich mit der einlaufenden Welle überlagert. Geschieht dies an beiden Wänden bzw. Knotenpunkten, entsteht eine fortlaufende Hin-und-Her-Bewegung, die ihrerseits in einer Oszillation resultiert (Abb. 39).

Abb. 39: Stehende bzw. stationäre Wellen, durch die Informationen an Ort und Stelle gehalten werden, bis die Frequenz gestört oder abgeschaltet wird.
Sind die sich überlagernden Wellen exakt identisch, löschen sie sich gegenseitig in der Weise aus, dass sich die resultierende Welle nicht mehr fortbewegt, sondern nur noch an Ort und Stelle auf und ab oszilliert – sodass sie zu stehen scheint.
Interessanterweise ähnelt das Ergebnis optisch einem DNS-Strang. Das hat mit dem Umstand zu tun, dass der Körper – bzw. „physische“ Formen im Allgemeinen – durch stehende Wellen manifestiert werden, die bestimmte Informationen in einem entsprechenden Oszillationsfeld speichern (Abb. 40).

Abb. 40: Die „stehende Welle“ DNS.
Oszilliert die stehende Welle, lebt der Körper. Den Moment, in dem sie aufhört zu schwingen, nennen wir Tod. Der Herzschlag des Menschen ist ein Ausdruck dieser Oszillation. Hinter Erkrankungen des Herzens verbirgt sich im Grunde eine Störung dieses Schwingungszustands, die das Herz nur widerspiegelt. Hier zeigt sich, dass in der Welt der Formen alle Gebilde „schwingen“: „Wenn etwas schwingt, ist es eine Illusion.“ Ich behaupte, dass die Instanz, die wir Universum nennen, selbst eine gewaltige stehende Informationswelle ist, die oszilliert – „sich in einem regelmäßigen Rhythmus vor und zurück bewegt“. Wie zutreffend doch die Wendung vom „Rhythmus des Lebens“ ist. Der deutsche Biophysiker Fritz-Albert Popp hat entdeckt, dass die DNS mit einer bestimmten Frequenz schwingt bzw. oszilliert. Das steht, möchte ich hinzufügen, mit stationären Wellen in Zusammenhang. Eine Gruppe russischer Forscher unter der Leitung des Molekularbiologen und Biophysikers Pjotr Garjajev fand heraus, dass die DNS Informationen nicht nur empfängt und aussendet, sondern sie auch absorbiert und verarbeitet. Das erklärt, warum sich die Gene des Menschen aus der Ferne durch Frequenzen verändern lassen (durch die Informationen, die in den Frequenzen enthalten sind) und wie die DNS programmiert werden kann. Dieser Ansatz wird im weiteren Verlauf unserer Betrachtungen noch eine wichtige Rolle spielen.
Als „Evolution“ bezeichnet man den Vorgang, bei dem sich eine Art so an eine veränderte Umgebung anpasst, dass sie mit ihr im Gleichklang bleibt und spezielle Eigenschaften ausbildet, die sie im Überlebenskampf optimal unterstützen. Sie ist ein Ergebnis des Informationsaustauschs zwischen dem Quantenfeld der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, der DNS und dem menschlichen Energiefeld. Der gesamte menschliche Körper – einschließlich der Knochen und der Haut – bildet eine Antenne, da er seiner ursprünglichen Natur nach aus elektromagnetischen Schwingungsfeldern besteht. Grazyna Fosar und Franz Bludorf schrieben in „Vernetzte Intelligenz“:
Durch jüngste Forschungsergebnisse lassen sich Phänomene wie Hellsehen, Intuition, Spontan- und Fernheilung, Selbstheilung und Affirmationstechniken erklären, aber auch ungewöhnliche Lichtauren, von denen manche Menschen umgeben sind (insbesondere spirituelle Meister), der Einfluss des Geistes auf das Wetter und vieles mehr.
Die russischen Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass unsere DNS Störmuster im Vakuum verursachen und dadurch magnetisierte Wurmlöcher erzeugen kann. Wurmlöcher sind die mikroskopischen Entsprechungen der sogenannten Einstein-Rosen-Brücken, die in der Umgebung schwarzer Löcher auftreten (das sind Überbleibsel ausgebrannter Sterne). Dabei handelt es sich um tunnelförmige Verbindungen zwischen völlig verschiedenen Bereichen des Universums, über die Informationen außerhalb von Raum und Zeit übertragen werden können. Die DNS zieht diese Informationshäppchen an und leitet sie an unser Bewusstsein weiter.
Was ist bloß aus dem „kleinen Ich“ geworden? Wenn wir das Frequenzband ausdehnen, in dem die DNS arbeitet (das heißt, wenn wir unser Bewusstsein weiten), sind wir in der Lage, uns mit anderen Realitäten zu verbinden, die jenseits der fünf Sinne existieren – so, wie mediale Menschen und Hellseher es tun. Benutzen wir unser Bewusstsein dazu, der DNS einer anderen Person harmonisierende Frequenzen zu senden, können wir aus der Ferne heilen (und auf die gleiche Weise auch Heilung empfangen). Die bewusste Kommunikation mit unserer DNS erlaubt uns auch, uns selbst zu heilen. Das steckt in Wirklichkeit dahinter, wenn jemand „auf wundersame Weise“ mit der Kraft des Geistes den Körper heilt. Mit Wundern hat das nicht das Geringste zu tun. Die wirkliche Welt ist so gestaltet, dass Derartiges möglich ist; doch ist diese Art von Wissen unterdrückt worden, um uns über unsere wahren Kräfte in Unwissenheit zu halten.
Placebos lassen den Verstand glauben, sie würden wirkungsvoll zur Heilung beitragen. Unbewusst überträgt sich diese Vorstellung auf den Körper, der sich als Reaktion darauf selbst heilt. Dem Chirurgen Andrew Carr zufolge, der als Professor für orthopädische Chirurgie an der Universität Oxford tätig ist, könnten Tausende Patienten – ohne chirurgischen Eingriff – einfach durch den Glauben geheilt werden, dass eine (in Wirklichkeit unnötige) Operation ihr Problem beseitigen wird:
Die Arbeit unterbrechen und sein Leben ändern zu müssen; in ein Krankenhaus zu kommen, mit all den blau gekleideten Menschen mit ihren Kopfbedeckungen; man wird anästhesiert … Das alles bildet, wenn wir an den Placebo-Effekt glauben, mit Sicherheit eine Konstellation, die einen phänomenalen Placebo-Effekt hervorbringen kann.
In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass Patienten, die einer vorgetäuschten Operation unterzogen werden, aber von deren Echtheit überzeugt sind, genauso oder annähernd so gut genesen wie diejenigen, die tatsächlich operiert werden. Alle Dinge im unendlichen Dasein sind Bewusstsein / Gewahrsein, das mit sich selbst interagiert.
Die DNS ist ein Sender- / Empfänger-System
Die Schulwissenschaft lehrt, dass höchstens fünf Prozent der DNS auf einer „physischen“ Ebene aktiv sind. Die übrigen 95 Prozent scheinen keine Funktion zu erfüllen, sodass man sie im Englischen einfach als „Junk DNA“ – also etwa als „Schrott“- oder „Ausschuss-DNS“ – klassifiziert und ihnen keine weitere Beachtung schenkt. „Wir verstehen nicht, wozu diese Bereiche da sind, also können sie auch keinen Zweck erfüllen.“ Diese Bereiche, die beinah die gesamte DNS ausmachen, arbeiten auf und interagieren mit der unsichtbaren Ebene.
Russische Forscher haben festgestellt, dass die Codierung der DNS denselben Strukturen und Regeln unterliegt, die auch sämtliche menschlichen Sprachen aufweisen. Bei der DNS im Speziellen handelt es sich, wie auch beim menschlichen Körper im Allgemeinen, in der Tat um ein biologisches Computersystem. Wer die Software zu programmieren versteht, kann heilen, was er will, den Alterungsprozess hinauszögern und die Lebensspanne fast beliebig verlängern. Statt nun diese fantastischen Möglichkeiten zu erkunden, wollen die Familien der Eliten und ihre Netzwerke, die sich die Manipulation der Gesellschaft zur Aufgabe gemacht haben, dieses Wissen unter dem Deckel halten und – was die Gesundheit anbelangt – dem pharmakologischen Todeskult den niederträchtigen Weg ebnen. Im März 2017 gaben Wissenschaftler der Columbia University und des New York Genome Centers bekannt, dass sie einen Weg gefunden hätten, Dateien auf der DNS genau wie auf einer Festplatte zu speichern, zu vervielfältigen und wieder auszulesen. Wie lange schon spreche ich davon, dass die DNS in gewisser Hinsicht wie der Speicher eines Computers funktioniert, auf dem Informationen dauerhaft gespeichert werden?
Um die Wirklichkeit zu verstehen, bedarf es keines Universitätsabschlusses – die dafür benötigten Informationen sind dem kosmischen Internet einbeschrieben, das uns umgibt. Dazu müssten sich die Menschen allerdings auf diese Frequenzen einstellen. Der vom Materiellen besessene, oftmals eindimensionale (wenn überhaupt) wissenschaftliche Verstand ist derart massiv mit der Fünf-Sinnes-Realität verschweißt, dass er abstumpft und für den Erkenntnisstrom, der sich aus dem uns umgebenden Informationsozean ergießt, unempfänglich wird. In Sende- und Empfangsgeräten findet man Kristalle; aus demselben Grund weist auch der menschliche Körper kristalline Strukturen auf. Die Membran jeder einzelnen der Billionen Zellen, aus denen unser Körper besteht, bildet eine flüssige Kristallstruktur. Die im Gehirn befindliche kristalline Zirbeldrüse gehört zum „dritten Auge“, das es uns erlaubt, mit Frequenzen in anderen Realitäten in Verbindung zu treten.
Während wir mit dem kosmischen Internet in permanentem Austausch stehen, empfangen, senden, decodieren und verarbeiten wir Informationen. Eine der Methoden, die die DNS zur Kommunikation benutzt, basiert auf den von biologischen Systemen ausgesendeten Photonen, die von der Wissenschaft als „Biophotonen“ bezeichnet werden und sich im sichtbaren bzw. ultravioletten Spektrum bewegen. Nikola Tesla sagte, das Gehirn sei „nur ein Empfänger“. Ganz offensichtlich ist das der Fall. Bewusstsein entsteht nicht im Gehirn, sondern wird von ihm empfangen. Es verarbeitet die von den fünf Sinnen stammenden Informationen ebenso wie diejenigen, die von einer Ebene jenseits unserer Realität hereinströmen. Welche Anteile dieses Spektrums wir unserem Gehirn erlauben, in bewusste Wahrnehmung zu transformieren, entscheiden wir selbst (Abb. 41).

Abb. 41: „Ich-Phantom vs. Unendliches Selbst“ – In welchem Umfang erlauben wir unserem Gehirn, Informationen zu verarbeiten? Der Grad der geistigen Aufgeschlossenheit entscheidet.
Das ist der Grund, warum in der Gesellschaft Menschen mit sehr unterschiedlichen Gewahrseinsgraden miteinander interagieren – wobei die Wachsten dem Spott und der Verachtung der am wenigsten Bewussten ausgesetzt sind (Abb. 42).

Abb. 42: „Geistig gesund, verrückt, geistig gesund“ – Dieselbe „physische“ Realität, aber verschiedene Beobachtungsstandpunkte. Die große Umkehrung bewirkt, dass diejenigen, die das erweiterte Gewahrsein anzapfen, von denen, die davon getrennt sind, als verrückt bezeichnet werden.
Erwähnte ich eigentlich schon die Umkehrung? Der Schriftsteller Jonathan Swift (1667–1745) schrieb: „Eine wahre Geistesgröße erkennt man daran, dass sich dort, wo sie auftaucht, alle Dummköpfe gegen sie verbrüdern.“ Statt von „Dummköpfen“ hätte er auch von den „Ahnungslosen“ sprechen können. Der Punkt ist, dass niemand ahnungslos sein muss: Die Unwissenden haben es zugelassen, unwissend zu bleiben. Das Gehirn sagt zu uns: „Wie willst du mich haben?“ Es ist bekannt, dass das Gehirn „formbar“ ist und sich entsprechend den empfangenen Informationen verändert. Das ist auch der Grund, warum die beinah permanente Stimulation durch „intelligente“ Geräte die Art und Weise verändert, in der das Gehirn Informationen in bewusste Wahrnehmungen verwandelt. Identifiziert man sich mit dem Ich-Phantom bzw. dem Ich der fünf Sinne, wird das Gehirn die einströmenden Informationen auch nur auf dieser Ebene verarbeiten. Öffnen wir unseren Geist jedoch für ein erweitertes Gewahrsein, reorganisiert sich das Gehirn so, dass es die neuen Eindrücke verarbeiten kann.
Sie sehen es, wenn Sie … äh … hinschauen
Immer wieder haben einzelne Wissenschaftler postuliert, dass die „physische“ Welt nur dann existiert, wenn wir auch hinschauen. Sie sprechen dabei vom „Beobachtereffekt“. In der wissenschaftlichen Gemeinde findet diese These zunehmend Unterstützung – zumindest unter denen, die sich von der vorgegebenen Lehrmeinung frei gemacht haben. Allerdings übersehen sie dabei meiner Meinung nach das Wesentliche: die Decodierung. Es handelt sich im Grunde weniger um einen „Beobachtereffekt“ als einen „Decodereffekt“. Beide Aspekte hängen insofern zusammen, als der Vorgang des „Beobachtens“ bzw. der Fokussierung der Aufmerksamkeit das Decodiersystem des Körpers / Gehirns aktiviert. Solange wir nicht „hinsehen“ (decodieren), verharrt die Wirklichkeit im Schwingungszustand. Erst wenn wir die Welleninformationen decodieren und in holografische Informationen umwandeln, entsteht die uns bekannte „3D“-Welt – in unseren Köpfen (Abb. 43).

Abb. 43: Aufmerksamkeit – „Beobachtung“ – stößt den Decodierungsprozess an, der aus den Welleninformationen unsere illusionäre „äußere Welt“ generiert. Ohne einen Beobachter (Decoder) verbleibt alles im Schwingungszustand.
Immer häufiger können wir in den Mainstreammedien Überschriften wie diese lesen: „Ihr gesamtes Leben ist eine Illusion: Neue Untersuchung bestätigt die Theorie, dass die Welt so lange nicht existiert, bis wir hinschauen.“ Der Artikel befasste sich mit den Resultaten einer Untersuchung, die von einem Forscherteam der australischen National University durchgeführt worden war. Die Wissenschaftler seien in der Lage gewesen zu beweisen, dass die bekannte quantenmechanische Theorie, nach der das Verhalten eines Teilchens davon abhängt, was wir gerade sehen, auch auf der Ebene der Atome gilt. „Auf der Quantenebene existiert die Realität nicht, wenn man nicht hinschaut“, erklärte der außerordentliche Professor Andrew Truscott. Auch hierbei ist ein zusätzlicher Aspekt zu beachten: Die Auffassungen des Beobachters beeinflussen, wie er die Realität aus den im kosmischen Internet codierten Informationsmöglichkeiten und -wahrscheinlichkeiten decodieren wird. Der Decodierungsprozess zweier Personen, die verschiedene Realitätsauffassungen haben, wird nicht in derselben Weise erfolgen und auch nicht exakt dasselbe Ergebnis hervorbringen. Der Autor Joseph Michael Straczynski schrieb dazu:
Zufälle geschehen eben, sagt man. Doch in einem Quantenuniversum gibt es keine Zufälle – nur Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, die durch die Wahrnehmung ins Dasein gefaltet werden.
Genau: Durch die Wahrnehmung. In unzähligen Experimenten ist gezeigt worden, dass der Mensch zu seiner visuellen Realität Elemente hinzuerfindet, die zwar in Wirklichkeit nicht vorhanden sind, seiner Meinung nach aber da sein sollten (ein Phänomen, das auf die Vierzig-aus-elf-Millionen-Auswahl zurückzuführen ist). Mein umfangreichstes Buch trägt den Titel „Die Wahrnehmungsfalle“, da sich sämtliche Strukturen, mit denen die Menschheit kontrolliert werden soll, auf die Manipulation der Wahrnehmung gründen. Die Schattenmächte, die genau wissen, wie wir mit der Realität interagieren (uns dieses Wissen aber vorenthalten wollen), sind sich bestens der Tatsache bewusst, dass wir – wenn es ihnen gelingt, unsere Wahrnehmungen zu programmieren – die von uns erlebte Realität in einer Weise decodieren werden, die ebenjenen Programmierungen entspricht. Durch diesen einfachen Kniff sind einige wenige in der Lage, Kontrolle über Millionen von Menschen auszuüben.
Was wir glauben, nehmen wir auch wahr, und was wir wahrnehmen, werden wir erleben. Das ist keine Vermutung, sondern Physik. George Berkeley (1685–1753), der Namensgeber der berühmten kalifornischen Universität, hatte begriffen, dass die materielle Wirklichkeit eine Illusion ist: „Das Einzige, was wir wahrnehmen, sind unsere Wahrnehmungen.“ Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das: Ein Mensch, der das Glas als halb voll betrachtet, wird nicht dieselben Erfahrungen machen (dieselben Quantenmöglichkeiten und -wahrscheinlichkeiten decodieren) wie jemand, der es als randvoll wahrnimmt. Oder nehmen wir das etwas drastischere Beispiel des Feuerlaufens: Wenn Sie barfuß über glühende Kohlen gehen und dabei erwarten, dass Sie sich verbrennen werden, wird genau das passieren; doch in einem veränderten Bewusstseinszustand (in einer veränderten Realitätswahrnehmung) kann man über die Kohlen laufen, ohne sich die Füße zu verbrennen. Feuerläufer auf der ganzen Welt haben das viele Male bewiesen (Abb. 44).

Abb. 44: Eine Illusion kann keine Illusion verbrennen – es sei denn, Sie halten das für möglich.
Eine Illusion kann eine andere Illusion nicht verbrennen – es sei denn, man glaubt daran. Dann wird man genau diese (wahrgenommene) Realität decodieren. Laut Professor Truscott habe sein Experiment („Ihr gesamtes Leben ist eine Illusion!“) Folgendes gezeigt: „Die Atome sind nicht von A nach B gewandert. […] Erst in dem Moment, als wir am Ende ihrer ‚Reise‘ Messungen vornahmen, manifestierte sich ihr wellen- bzw. teilchenartiges Verhalten.“ Oder mit anderen Worten: Es wurde durch Fokussierung und Wahrnehmung ins Dasein decodiert. Die Stimme, die ich während meiner Ayahuasca-Erfahrung in Brasilien hörte, hatte zu mir gesagt: „Warum fliegst du von Punkt A nach Punkt B, wenn du doch Punkt A und Punkt B bist – und alles dazwischen?“ Die Epoch Times brachte einmal einen Beitrag, der die Überschrift trug: „Ihr Geist kann Materie beherrschen“. Darin hieß es bezüglich eines anderen Experiments:
Es wurde gezeigt, dass auch Atome Wellencharakter haben. Ob sie sich als Wellen oder als Teilchen manifestierten, hing davon ab, ob jemand zusah. Die Beobachtung beeinflusste die physikalische Realität der Teilchen – oder technischer ausgedrückt: Durch die Beobachtung kollabierte die Wellenfunktion.
Wellen kollabieren bei Beobachtung (zumindest scheinbar) zu Teilchen, weil sie durch den Vorgang der Beobachtung und Fokussierung – einen Aspekt der Wechselwirkung zwischen geistigen und energetischen Informationen – decodiert werden. Wellen kollabieren (werden decodiert) in die illusionäre „physische“ Welt der Teilchen und Atome, die nur andere Ausdrucksformen der Wellen darstellen. Alles besteht aus Wellen (Abb. 45).

Abb. 45: Die Wellen kollabieren in die holografische „Teilchen“-Realität.
Das kosmische Internet ist ein Konstrukt aus energetischen Welleninformationen, dem die Informationsblaupause dessen einbeschrieben ist, was wir „die Welt“ nennen. Doch was wir daraus im Detail und Ergebnis decodieren, hängt von den Wahrnehmungen sowie vom Bewusstseinszustand des Beobachters ab. Die wellenförmige Realität wird von einer Reihe von Quantenmöglichkeiten und -wahrscheinlichkeiten gebildet; welche dieser Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten, die das energetische Gefüge des kosmischen Internets bereithält, in von uns erlebte Realität decodiert werden (kollabieren), wird durch unser Bewusstsein (unsere Wahrnehmung) bestimmt.
Kontrolliere die Wahrnehmung, und du kontrollierst alles. Der Physiker und Nobelpreisträger John Wheeler sagte: „Kein Phänomen ist ein reales Phänomen – nur ein beobachtetes Phänomen ist real.“ Oder wie ich es ausdrücken würde: Nur ein decodiertes Phänomen ist ein reales Phänomen. Der Traum ist der Träumer, und der Träumer ist der Traum, da der Traum eine decodierte Erweiterung bzw. Projektion des Träumers darstellt. „Ist all Schaun und Schein nur Schaum – nichts als Traum in einem Traum?“, dichtete Edgar Allen Poe. Wer danach trachtet, den Traum zu kontrollieren, muss die Kontrolle über die Wahrnehmungen des Träumers erlangen. Damit haben wir die globale Verschwörung zur Unterjochung der Menschheit in einem Satz zusammengefasst. Manche unserer Träume wirken erstaunlich real und „physisch“, obwohl wir in der eigentlichen, „physischen“ Welt zur selben Zeit schlafen. Träume können symbolische Widerspiegelungen unserer geistigen bzw. emotionalen Verfassung sein oder uns mit Realitäten anderer Wellenlängen verbinden. Tatsächlich äußert sich die Hirnaktivität in Gehirnwellen verschiedener Frequenzbereiche: Betawellen, Deltawellen usw. Der tiefste dieser Zustände – der Schlaf, den die Griechen als „hypnos“ bezeichneten – gehört einer gänzlich anderen als unserer als „physisch“ wahrgenommenen Welt an. Fast jede Nacht habe ich, während ich beinah komatös schlafe, außerordentlich lebhafte Träume. Auf ihrer Wellenlänge sind sie genauso „physisch“ real wie die Welt, die wir mit unseren fünf Sinnen erleben.
Die folgende Geschichte habe ich schon viele Male erzählt, da sie ausgezeichnet erklärt, wie wir Realität decodieren, und zeigt, wie unglaublich tief die uns umgebende Illusion reicht. Im Jahr 1990 veröffentlichte der Autor und Rechercheur Michael Talbot ein herausragendes Werk mit dem Titel „Das holographische Universum“. Das packende Buch präsentiert die Arbeit, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aufgeschlossener Wissenschaftler, die die Auffassung vertreten, dass es sich bei unserer „physikalischen“ Welt in Wirklichkeit um eine holografische Illusion handelt. Darin schildert Talbot, was sich während einer Party ereignete, die sein Vater einmal für einige Freunde gab. Um die Gäste gut zu unterhalten, hatte er einen bühnenerprobten Hypnotiseur eingeladen. Im Verlauf seiner Darbietung versetzte er einen Herrn namens Tom in einen hypnotischen Zustand und suggerierte ihm, dass er, wenn er wieder „erwachen“ würde, seine Tochter nicht mehr sehen könne. Nachdem der Hypnotiseur Toms Tochter gebeten hatte, sich unmittelbar vor ihrem Vater aufzustellen, holte er ihn ins Wachbewusstsein zurück und fragte ihn, ob er seine Tochter irgendwo sehe. Tom verneinte – obwohl er direkt auf ihren Bauch starrte. Dann positionierte der Hypnotiseur seine Hand hinter dem Rücken der Dame und fragte Tom, ob er sagen könne, was er in der Hand hielt. „Eine Uhr“, gab Tom zurück – ungeachtet der Tatsache, dass seine Tochter zwischen ihm und der Uhr stand. Als der Hypnotiseur Tom schließlich fragte, was auf der Uhr eingraviert war, konnte er die Inschrift korrekt wiedergeben.
Dass sich etwas Derartiges tatsächlich zuträgt, scheint unmöglich zu sein; doch das ist es nicht. Ihrem ursprünglichen Wesen nach sind auch unsere fünf Sinne und unser Gehirn / Körper Welleninformationen. Das „physische“ Gehirn ist nur ein holografischer Ausdruck der Wellenform „Gehirn“. Toms Decodierungsprozess, der sich auf der Wellenebene des Unterbewusstseins abspielte, wurde durch die hypnotische Suggestion wie von einem Schutzwall unterbrochen: Er machte es ihm unmöglich, das energetische Schwingungsfeld seiner Tochter auszulesen (zu decodieren). Im Frequenzband seines bewussten Fünf-Sinnes-Verstandes blieb seine Tochter so lange für ihn unsichtbar, bis er ihr Energiefeld wieder in die holografische Realität decodieren konnte. Während der Zeit, in der Toms Gehirn seine Tochter nicht in die holografische Realität zu decodieren vermochte – der auch sein bewusster Verstand angehörte –, konnte sie mit dieser Ebene nicht in Wechselwirkung treten und ihn folglich nicht daran hindern, die Uhr wahrzunehmen. Alle anderen Anwesenden konnten Toms Tochter sehr wohl sehen, denn sie unterlagen nicht der Wirkung des hypnotisch induzierten Schutzwalls (Abb. 46 und 47).

Abb. 46: Toms Gehirn / Verstand wurde durch hypnotische Suggestion so blockiert, dass er aus dem Schwingungsfeld seiner Tochter keine holografische Realität mehr decodieren konnte …

Abb. 47: … erst nach Aufhebung der Blockade konnte er seine Tochter wieder mit seinem Wachbewusstsein wahrnehmen.
Wie ich noch zeigen werde, ist die menschliche Wahrnehmung einer rund um die Uhr währenden Programmierung unterworfen. Was mögen wir wohl nicht sehen – als Folge kollektiver Schutzwälle ähnlich demjenigen, der Toms Verstand vernebelte? Ist es wirklich purer Zufall, dass die menschliche Spezies lediglich in einem derart schmalen Frequenzband zu sehen vermag? Meine Antwort darauf lautet: Nein! Wie ich zu dieser Ansicht gekommen bin, werde ich noch erläutern.
Selbst unseren eigenen Körper decodieren wir in der gleichen Weise in die vermeintlich „physische“ Daseinsebene (Abb. 48).

Abb. 48: Aus den Welleninformationen unseres Körpers decodieren wir – durch „Beobachtung“ – seine holografische Form.
Eigentlich ist es urkomisch, in welchem Umfang wir die Welt als „festgefügt“ erleben. Farben? Nö, auch die existieren erst in dem Moment, in dem wir sie decodieren. Farben und Farbtöne stellen Informationsfelder unterschiedlicher Frequenzen dar, die sich erst dann in die Farben verwandeln, die wir zu sehen meinen, wenn wir sie beobachten – wir sie also in die von uns wahrgenommene Form decodieren (Abb. 49).

Abb. 49: Farben sind Informationsfrequenzen, die wir durch Decodierung in die Farben umsetzen, die wir zu sehen meinen.
Der englische Wissenschaftler Isaac Newton (1642–1726) bezeichnete das Frequenzband der Regenbogenfarben ganz zu Recht als „spectrum“: Aus dem lateinischen Wort für „Erscheinung“ oder „Phantom“ leitet sich das englische Wort „spectre“ ab, das so viel wie „Gespenst“ oder „Spukgestalt“ bedeutet. Ein schwarzes Objekt ist deshalb schwarz, weil es sämtliches Licht absorbiert; weiße Oberflächen hingegen erscheinen weiß, da sie alles Licht reflektieren. Farbige Gegenstände absorbieren einen Teil der Frequenzen, während sie andere zurückwerfen. Den reflektierten Lichtanteil nehmen wir als die Farbe eines Objekts wahr, sobald er durch die Sehorgane in elektrische Informationen umgewandelt (decodiert) wird und diese elektrischen Signale im Gehirn eine holografische Wahrnehmung entstehen lassen.
Was soll das sein – „physisch“?
Unsere Realität stellt keine physische, sondern eine holografische Wirklichkeit dar – sie scheint nur „physisch“ zu sein. Seit vielen Jahren schon spreche ich davon, dass die „Welt“ ein digitales Hologramm ist; mittlerweile kommen mehr und mehr Wissenschaftler zu demselben Schluss. Zumindest unter den unvoreingenommenen Forschern.
Fast jeder hat schon einmal die Hologramme gesehen, die man in manchen Geschäften kaufen kann. Auch auf Geldscheinen und Kreditkarten sind Hologramme bereits gang und gäbe. Es handelt sich dabei um flache Bilder, die den Eindruck vermitteln, dreidimensional zu sein. Mittels Holografie ist man heute in der Lage, bewegliche 3D-Bilder eines Menschen von einem Ort an einen anderen zu übertragen (Abb. 50).

Abb. 50: Die Dame ist ein Hologramm.
Holografische Abbilder verstorbener Personen haben bereits Fernsehsendungen moderiert, und wir konnten Duette zwischen lebenden und toten Sängern wie beispielsweise Elvis erleben (Abb. 51).

Abb. 51: Holografische Versionen von Menschen werden immer alltäglicher.
Die Holografie ahmt die holografische Realität nach, die wir als unser Leben erfahren. Ein Hologramm ist die fotografische Aufzeichnung des von einem Objekt reflektierten Lichts. Wir können einen Gegenstand nur dann sehen, wenn er Licht zurückwirft (allerdings gäbe es dazu meines Erachtens mehr zu sagen). In einem stockdunklen Raum sieht man überhaupt nichts. Rich Terrile, der am Jet Propulsion Laboratory der NASA das Center for Evolutionary Computation and Automated Design leitet, erklärte im ausgehenden Jahr 2016 in der „Richie Allen Show“, dass das Universum ein digitales Hologramm darstellt und als solches von einer Intelligenz erschaffen worden sein muss. Nichts anderes sage ich schon seit Langem und bin dafür von beiden Seiten – vom Mainstream ebenso wie von großen Teilen der „alternativen“ Medien – verlacht worden. Wir leben in dem Äquivalent einer Computersimulation, nicht unähnlich der Matrix, die in der gleichnamigen Filmtrilogie beschrieben worden ist. Ich werde noch ausführlich auf die Natur dieser Simulation eingehen und im Detail erläutern, welche „Intelligenz“ sie erschaffen hat. Zwar benutze ich hier den Begriff „Computer“, doch die Instanz, die die Simulation kontrolliert, übersteigt bei Weitem alles, was wir mit diesem Ausdruck assoziieren würden.
Bei der Erzeugung der Hologramme, die wir kaufen können oder in den Medien sehen, kommen ein Laserstrahl und verschiedene Spiegel zum Einsatz (Abb. 52).

Abb. 52: Die Erzeugung von Hologrammen.
Eine Hälfte des Laserstrahls wird auf das Objekt gelenkt und trifft dann auf einer Fotoplatte auf; die andere Hälfte umgeht das Objekt und erreicht die Platte direkt. Das Muster, das aus der Überlagerung beider Strahlen entsteht, ergibt ein Abbild des Objekts in … Sie ahnen es: in Wellenform (Abb. 53).

Abb. 53: Ein Hologramm in Wellenform, das vom Laser ausgelesen (decodiert) und in ein scheinbares 3D-Bild umgewandelt wird.
Dieses sogenannte Interferenzmuster, das ein wenig an menschliche Fingerabdrücke erinnert, scheint nur eine unregelmäßige Ansammlung von Linien zu sein. Der Effekt ist prinzipiell derselbe, der auch auftritt, wenn man zwei Steine in einen Teich wirft. Die beiden Wellen breiten sich aus, treffen aufeinander und erzeugen auf der Wasseroberfläche als Resultat ein Muster, das Größe und Gewicht der Steine ebenso widerspiegelt wie Ort und Geschwindigkeit der Würfe sowie den Abstand der beiden Steine. Richtet man einen Laser- oder Lichtstrahl definierter Wellenlänge („kohärentes Licht“) auf das holografische Welleninterferenzmuster, geschieht etwas Überraschendes: Ein dreidimensionales Abbild des Objekts wird projiziert. Das auf das Wellenmuster auftreffende Licht bewirkt, dass der Wellenzustand des Objekts „rekonstruiert“ wird. Da das Gehirn diese Welleninformationen genauso in eine holografische Wirklichkeit umsetzt (decodiert) wie die „echte“ Realität, halten unsere „Augen“ die Projektion für das Objekt selbst. Setzt man gedanklich an die Stelle des Lasers die menschliche Aufmerksamkeit bzw. „Beobachtung“, bekommt man eine Vorstellung davon, wie wir die „2D“-Welleninformationen aus dem kosmischen Internet in die holografische „3D“-Welt unserer täglichen Erfahrung decodieren. Die besten Hologramme erscheinen mitunter ebenso materiell wie Sie oder ich, doch ist dies reine Illusion: Sie können Ihre Hand durch ein Hologramm hindurchbewegen (Abb. 54 und 55).

Abb. 54: Holografische „Festigkeit“, durch die man seine Hand hindurch bewegen kann.

Abb. 55: Hologramme ahmen die von uns erlebte Realität nach.
Dieser einfache Mechanismus ist der Grund, warum uns unsere Realität absolut physisch erscheint, obwohl sie das keineswegs ist.
Die große britische Wissenschaftszeitschrift New Scientist brachte 2009 eine Titelgeschichte mit der Überschrift: „Sie sind ein Hologramm, das vom Rande des Universums projiziert wird.“ Im Scientific American erschien ein ähnlich gelagerter Artikel: „Sind Sie ein Hologramm? (Laut Quantenphysik könnte das gesamte Universum eines sein)“ – siehe Abbildung 56.

Abb. 56: Selbst die etablierte Wissenschaft sieht sich inzwischen gezwungen, die Realität zu überdenken.
Ein Beitrag, der 2017 in einem Massenmedium erschien, trug den Titel: „Wissenschaftlern zufolge könnte das Universum ein ‚gewaltiges, komplexes Hologramm‘ sein.“ Wie darin erläutert wird, hätten Forscher der University of Southampton in Zusammenarbeit mit kanadischen und italienischen Kollegen „stichhaltige Beweise“ dafür gefunden, dass wir Teil einer gigantischen Illusion sind – ähnlich einem 3D-Film im Kino, der in Wahrheit nur eine zweidimensionale Leinwand füllt. Das Team, das seine Erkenntnisse in der Fachzeitschrift Physical Review Letters ausführlich vorstellte, will Unregelmäßigkeiten in der kosmischen Hintergrundstrahlung gefunden haben. Die Wissenschaft betrachtet diese Mikrowellenstrahlung als „Nachglühen“ des Urknalls (der nie stattgefunden hat). Der aus Southampton stammende Mathematikprofessor Kostas Skenderis verglich unser Leben im kosmischen Hologramm mit dem Anschauen eines 3D-Films. Der Unterschied bestehe darin, dass wir die uns umgebenden Gegenstände berühren können, sodass wir die „Projektion“ als „real“ erfahren.
Doch wir berühren keine Objekte – wir sind Wellen, die mit Wellen interagieren. Die 3D-Kinoleinwand entspricht unserem Decodierungsprozess. Den Verfechtern der Hologrammthese widerspreche ich nur insofern, dass ich das „holografische Universum“ nicht für ein äußeres Konstrukt halte, sondern für etwas, was sich ausschließlich in unserem Inneren abspielt: Der Körper / Intellekt wandelt (decodiert) die Welleninformationen – das kosmische Internet – in eine holografische Form um. Das Universum ist kein Hologramm, sondern besteht aus Schwingungsinformationen. Während des Decodierungsvorgangs werden diese Informationen in die von uns erfahrene holografische bzw. „physische“ Realität transformiert – in unserem Verstand, nicht außerhalb von uns. Was wir auf einem Bildschirm sehen, ist das Ergebnis von Umwandlungsprozessen im Inneren des dazugehörigen Computers, nicht irgendwo außerhalb desselben.
Ein Team von Forschern, die verschiedenen japanischen Universitäten angehören, hat Hologramme entwickelt, die man scheinbar berühren kann. In modernen Geräten wie etwa der von Microsoft produzierten HoloLens-Brille wird die „normale“ Realität mit holografischen Elementen kombiniert, darunter digitalen Personen in Lebensgröße. Hier werden technologisch erschaffene Hologramme in eine biologische Holografie eingefügt. Während wir beim Betrachten eines 3D-Films Höhe, Breite und Tiefe wahrzunehmen meinen, erklärte Professor Skenderis, existieren die Bilder in Wirklichkeit nur auf einer Fläche. Die Idee der holografischen Realität bedeute einen gewaltigen Schritt nach vorne, wolle man die Struktur und Entstehung des Universums verstehen. Möglicherweise sei sie der Schlüssel, Einsteins Gravitationstheorie endlich mit der Quantentheorie verschmelzen zu können – ein Unterfangen, mit dem sich die Wissenschaftler seit Jahrzehnten abmühen.
Forscher der japanischen Ibaraki-Universität erklärten, sie hätten „erdrückende Beweise“ dafür gefunden, dass es sich beim Universum um eine holografische Projektion handelt. In meinen Büchern und Vorträgen spreche ich seit nunmehr anderthalb Jahrzehnten davon. Um die Wirklichkeit zu ergründen, braucht es keinen wissenschaftlichen, sondern einen aufgeschlossenen Verstand. Ich betone noch einmal, dass die im Wissenschaftsbetrieb übliche Denkweise den Erkenntnisprozess behindern kann, da sie der akademischen Lehrmeinung huldigt und dazu neigt, zwar einzelne Aspekte zu untersuchen, sie aber nicht zum Gesamtbild zusammenzufügen.
Eine der hervorstechenden Eigenschaften des Hologramms ist die Tatsache, dass jedes Teilstück desselben eine miniaturisierte Version des Ganzen darstellt. Dadurch lassen sich viele vermeintliche „Mysterien“ erklären. Schneidet man eine holografische Struktur in Stücke, enthält jedes von ihnen eine verkleinerte Version des gesamten Gebildes – nicht nur eines Bruchstücks desselben (Abb. 57).

Abb. 57: Jeder Abschnitt eines Hologramms ist eine verkleinerte Version des Ganzen.
Zwar nimmt die Klarheit der rekonstruierten Bilder ab, je kleiner die Fragmente werden, doch zeigen sie immer noch das gesamte Objekt. Alternative Heilmethoden wie die Akupunktur oder die Reflexzonenmassage machen von spezifischen Punkten bzw. Zonen überall am Körper Gebrauch, die einzelne Organe oder den gesamten Körper repräsentieren. Da der Körper ein Hologramm ist, kann es auch gar nicht anders sein – ein Umstand, der meiner Erfahrung nach selbst unter Therapeuten nur wenigen klar ist. Es gibt einen Grund dafür, warum ein erfahrener Handleser aus der Betrachtung der Hand eine solche Fülle an Informationen gewinnen kann. Die Hand stellt ein verkleinertes Abbild des Ganzen dar, da der Körper in der von uns wahrgenommenen Form ein Hologramm ist. Konventionelle Wissenschaftler wie Professor Richard Dawkins verwerfen und verspotten alternative Ansätze grundsätzlich, weil sie keine Ahnung haben, was der menschliche Körper eigentlich ist – geschweige denn, wie er funktioniert.
Digitale Hologramme = erfahrene Realität
Alles ist miteinander verbunden; jeder Teil spiegelt alles andere wider. Das ist die übereinstimmende Botschaft der erwachten Menschen aller Zeitalter. Leonardo da Vinci sagte: „Lerne zu sehen. Erkenne, dass alles mit allem verbunden ist.“ Der römische Philosoph Cicero schrieb: „Alles ist lebendig, alles ist miteinander verwoben.“ Für die Beziehungen zwischen Schwingungs-, digitaler und holografischer Ebene gilt das mit Sicherheit. Die Decodierung der Wellenrealität und ihre Umwandlung in eine holografische, „physische“ Illusion umfasst eine Abfolge mehrerer Zustände: wellenförmig – teilchenartig – atomar – elektrisch – digital – holografisch. Sie alle enthalten dieselben Informationen, die jedoch auf verschiedene Weise ausgedrückt werden.
Die Atome müssen dabei nicht „fest“ sein, um eine physische Welt zu konstituieren: Es gibt gar keine physische Welt. Atome stellen im Prozess der Umwandlung wellenförmiger in holografische Informationen nur einen Zwischenzustand dar. Auch der vom Computer erzeugte Bildschirminhalt entstammt unterschiedlich codierten Informationen, mit denen er über Festplatten, USB-Sticks und das Internet gefüttert wird. Die holografische Wirklichkeit stellt eine digitale – d. h. durch Zahlen darstellbare – holografische Realität dar. Zahlen sind numerische Darstellungen wellenförmiger Informationen bzw. Frequenzzustände. Diese Realitätsebene wird in der uralten Kunst der Numerologie decodiert. Während manche Menschen, wie beispielsweise Medien oder Hellsichtige, die Schwingungsinformationen auslesen, greifen die Zahlenmystiker auf die digitale Ebene zu. Die scheinbar unterschiedlichen Ergebnisse, zu denen beide Gruppen gelangen, repräsentieren dennoch dieselbe Wirklichkeit bzw. Informationsmenge. So erklärt sich, warum die Hinweise, die ich von verschiedenen Sehern und Numerologen erhielt, fast vollständig übereinstimmten.
Inzwischen gibt es computergenerierte digitale Hologramme, die nicht mehr mit analogen fotografischen Methoden hergestellt werden, sondern mittels Computern, die die Interferenzmuster (Wellenkonstrukte) der Objekte einfach berechnen. Die folgende Beschreibung eines digitalen Hologramms ist einem Bericht der Mainstreammedien entnommen:
Und sie wirken echt. So echt, dass die Passanten anhielten, als Ford einen neuen Prototypen in Form eines [digitalen] Hologramms präsentierte – weil sie den Zusammenprall fürchteten. Sie glaubten, das holografische Automobil stünde dort tatsächlich.
Die von uns als „Welt“ erlebte Wirklichkeit setzt sich im Grunde aus digitalen Hologrammen zusammen. Das Gehirn / der Körper wandelt Welleninformationen in elektrische und digital-holografische Informationen um. Auf einer bestimmten Realitätsebene scheint somit alles aus Zahlen und den dazugehörigen Codes zu bestehen. Max Tegmark, Physiker am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Autor des Buchs „Our Mathematical Universe“, schrieb: „Das Universum kann vollständig durch Zahlen und Mathematik beschrieben werden.“ Im weiteren Verlauf werde ich, wenn ich detailliert auf die Hintergründe unserer simulierten Realität eingehe, diese Zusammenhänge weitaus genauer ausführen. Für den Augenblick soll der Hinweis genügen, dass hier der Grund dafür zu suchen ist, warum der NASA-Wissenschaftler Rich Terrile das Universum als digitales Hologramm bezeichnet und in der „Matrix“-Trilogie so viel Gewicht auf die digitale Realität gelegt wird (Abb. 58).

Abb. 58: Digitale Realität im Film „Matrix“.
Keine Zeit, kein Raum
Nichts bestimmt die „Welt“, die wir tagtäglich erfahren, so sehr wie Raum und Zeit. Unser Leben wird, während wir den Alterungsprozess (Computerzyklus) durchlaufen, durch die verstrichene Zeit definiert. Was, so spät ist es schon? Die Zeit ist gekommen. Ich habe keine Zeit. Jeder „Tag“ im Leben eines Menschen wird von der Zeit beherrscht, definiert und begrenzt. Da kommt es einer Offenbarung gleich zu erkennen, dass es Zeit gar nicht gibt: Als Produkt des Decodierungsprozesses existiert sie nur im menschlichen Verstand. Die Illusion der Zeit entsteht, weil die vom Gehirn decodierten Bilder in einer Weise erzeugt werden, dass jedes Bild auf das vorangegangene zu folgen scheint. Der Prozess ähnelt dem vom Film bekannten Vorgang, bei dem unbewegte Einzelbilder in schneller Folge den Projektor passieren, sodass der Eindruck einer Bewegung entsteht. In jeder Sekunde wählt unser Gehirn aus etwa elf Millionen Sinneseindrücken bzw. Momentaufnahmen 40 aus, um daraus die von uns erlebte Wirklichkeit zu konstruieren. Ginge es stattdessen darum, die Informationen einfach zu einer Sequenz anzuordnen, wäre das ein Kinderspiel.
Auch beim Zustandekommen der Zeitillusion heißt der entscheidende Faktor einmal mehr „Wahrnehmung“. Wie wir „Zeit“ erleben, hängt zudem von unserer geistigen und emotionalen Verfassung ab. „Zeit“ ist relativ – der Beobachter bzw. Decodierer sowie dessen Wahrnehmungen beeinflussen, wie sie erlebt wird. Als Albert Einstein einmal seine Relativitätstheorie erklärte, sagte er: „Verbringt man eine Stunde mit einem hübschen Mädchen, dann meint man, es sei eine Sekunde vergangen. Sitzt man jedoch eine Sekunde auf einem heißen Ofen, erscheint es einem wie eine Stunde. Das ist Relativität.“ Der angesehene theoretische Physiker Werner Karl Heisenberg (1901–1976), der der Quantenmechanik den Weg ebnete, hat erklärt: „Die Bahn [eines Elektrons] entsteht erst in dem Moment, in dem wir es beobachten.“ (In dem wir es decodieren.) Es gibt Hirnschädigungen, die bewirken, dass die betroffenen Personen nur Standbilder sehen. Statt des Tees, der sich aus der Kanne in die Tasse ergießt, sehen sie nur eine Abfolge unbewegter Bilder. Das zeigt, dass selbst Bewegung ein Konstrukt ist, das im Gehirn aus wellenförmigen bzw. elektrischen Informationen generiert wird. Andere sehen in großer Entfernung ein Auto, doch im nächsten Augenblick befindet es sich schon unmittelbar vor ihnen – übergangslos.
Zeit gibt es nicht, nur das JETZT: einen unendlich ausgedehnten „Moment“, in dem alle Existenz inbegriffen ist. Vorstellungen von Vergangenheit und Zukunft sind in der Tat nur das: Vorstellungen. Wo befinden Sie sich, wenn Sie an die Vergangenheit denken? Im JETZT. Und wenn Sie über die Zukunft nachsinnen? Ebenfalls im JETZT. Nur das JETZT existiert; sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft erleben wir im JETZT. Das kann auch gar nicht anders sein, gibt es doch einzig und allein das JETZT. Was wir als Zeitfluss aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft erleben, ist eine Folge sich verändernder Wahrnehmungen und Konstrukte innerhalb desselben JETZT. Folglich gibt es auch keine Zeitreisen, sondern lediglich scheinbare „Reisen“ der Wahrnehmung, die sich alle im selben JETZT abspielen. Auf einer DVD ist der gesamte Film im selben JETZT codiert; doch wenn wir ihn anschauen, erleben wir die Abfolge der verschiedenen Szenen als ein Voranschreiten in der Zeit. Der Teil, den wir bereits gesehen haben, entspricht der Vergangenheit, der verbleibende Teil der Zukunft. Doch sämtliche Szenen sind auf demselben Medium gespeichert – im selben JETZT. Jemand, der eine frühere Szene nach Ihnen schaut, befindet sich gewissermaßen in Ihrer Vergangenheit; doch er tut das in demselben JETZT, in dem Sie eine spätere Szene ansehen (Abb. 59).

Abb. 59: Der gesamte Film – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – im selben JETZT.
Die Analogie mit der DVD stimmt auch insofern, als die auf dem Datenträger gespeicherten Informationen nur vermittels einer bestimmten Technik ausgelesen und in Bilder und Klänge umgewandelt (decodiert) werden können. Nichts anderes geschieht, wenn das quantencomputerartige, wellenförmige Universum vom Gehirn / Verstand decodiert wird. Wissenschaftliche, die Quantenebene betreffende Experimente haben ergeben, dass sich die „Vergangenheit“ von der Gegenwart aus beeinflussen und verändern lässt. Das klingt unglaublich – jedoch nur so lange, bis man versteht, dass die von uns wahrgenommenen Bereiche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft allesamt im selben JETZT angesiedelt sind. Bei der Gegenwart, die die Vergangenheit zu beeinflussen scheint, handelt es sich demnach in Wirklichkeit um das JETZT, das auf das JETZT einwirkt.
Tag und Nacht sind Wandlungen im JETZT, die in decodierter Form eine Abfolge von Ereignissen zu bilden scheinen, die wir als Tag bzw. Nacht bezeichnen. Hier haben wir es mit einer weiteren kollektiven Illusion zu tun, die in der Struktur des kosmischen Internet codiert ist. Der die „Zeit“ vermessende Kalender ist eine manipulative Schöpfung der römischen Kirche; Uhren sind von Menschen erschaffen worden, nicht von der nichtexistenten Zeit. Die Illusion der Uhr-Zeit funktioniert wie folgt:
Zeit existiert nicht, Uhren existieren. Zeit ist nur ein Konstrukt, auf das wir uns geeinigt haben. Wir haben Entfernungen genommen (eine Umdrehung der Sonne), in Abschnitte unterteilt und den Abschnitten Namen gegeben. Zwar hat das auch seinen Nutzen, doch sind wir darauf programmiert worden, unser Leben an diesem Konstrukt auszurichten, als wäre es real. Wir haben unser gemeinsames Konstrukt mit etwas Realem verwechselt und sind dadurch zu dessen Sklaven geworden.
Wie wir noch sehen werden, folgt das alles einem Plan. Der Irrsinn der künstlichen „Zeit“ hat bewirkt, dass Heute und Gestern durch eine unsichtbare Linie voneinander abgegrenzt werden, die wir die „internationale Datumsgrenze“ nennen (Abb. 60).

Abb. 60: Eine unsichtbare Linie im Ozean führt dich ins Gestern oder ins Morgen.
Streckenweise verläuft sie noch nicht einmal geradlinig. Forschungen am Londoner University College haben ergeben, dass sich bei Profisportlern beiderlei Geschlechts – etwa im Tennis oder beim Baseball – die Wahrnehmung von Geschwindigkeit (Zeit) verändert, wenn sie hochkonzentriert auf den nächsten Aufschlag bzw. Wurf warten. In diesem Zustand verarbeiten sie visuelle Informationen schneller, sodass die Zeit für sie langsamer zu vergehen scheint als für das Publikum auf der Tribüne. Wie hat er diesen Ball bloß abfangen können? Wie konnte sie so eine Angabe parieren? Die Antwort lautet: Indem die Spieler die „Zeit“ unbewusst verlangsamten und die Realität anders wahrnahmen. Große Fußballer scheinen mehr „Zeit“ als andere zu haben, sagt man – den Grund dafür haben wir eben kennengelernt. Für Außenstehende vergeht die „Zeit“ gemäß ihrem eigenen Decodierungsvorgang; doch in der Wahrnehmung des Spielers verlaufen die Ereignisse langsamer. Im Film „Matrix“ ist dieser Effekt in der Szene dargestellt, in der Neo den Kugeln ausweicht, die auf ihn abgefeuert werden (Abb. 61).

Abb. 61: Illusionäre Zeit im Film „Matrix“: Neo weicht den Kugeln aus.
Als Torwart habe ich während eines Spiels einmal erlebt, wie sich die Zeit so weit verlangsamte, dass sie fast stehen blieb. Damals hatte ich keinen blassen Schimmer, was geschehen war. Das verstand ich erst Jahre später, als mir die wahre Natur der Realität aufzugehen begann. Ein Spieler trat den Ball mit solcher Wucht, dass ich ihn eigentlich unmöglich hätte aufhalten können – und er nahm direkt Kurs aufs obere linke Eck. Doch von dem Augenblick an, als er den Ball schoss, verlief für mich alles wie in maximaler Zeitlupe. Noch immer kann ich den Ball vor mir sehen, wie er ganz langsam zu meiner Linken in die Höhe steigt, während ich mich ihm entgegenstrecke. Schließlich werfe ich mich – immer noch in Zeitlupe – dem Ball entgegen und kann ihn im letzten Moment ablenken, kurz bevor er den Schnittpunkt von Torpfosten und Querlatte erreicht. Während der gesamten verlangsamten Sequenz herrschte völlige Stille, die erst endete, als meine Hand den Ball berührte. Augenblicklich stellten sich sowohl die normale Geschwindigkeit als auch die Geräusche wieder ein. Es war die beste Parade meines Lebens. Doch ich lag am Boden und dachte nur: Was ist gerade passiert? Hatte ich einen dieser unerklärlichen, mysteriösen Vorfälle erlebt, von denen man immer wieder hört? Keineswegs! Mein Verstand hatte die Realität lediglich vorübergehend anders decodiert. Das war alles.
Sportler berichten davon, dass sie ihre Höchstleistungen vollbringen, wenn sie sich in der „Zone“ befinden. Sie beschreiben sie als einen Zustand, in dem absolute Stille herrscht und die Ereignisse häufig verlangsamt ablaufen. Die Erklärung der „Zone“ könnte so aussehen: Gewöhnliche Fokussierung („Beobachtung“) lässt die wellenförmige Realität in eine Teilchen- bzw. holografische Realität kollabieren; durch die im Sport häufig gegebene extreme Konzentration erfährt der Decodierungsprozess jedoch eine Erweiterung um eine zusätzliche Dimension. Auch Menschen, die einen Autounfall oder ähnlich traumatische Ereignisse durchlebt haben, sprechen davon, dass alles wie in Zeitlupe vonstatten ging. Richtiger müsste man sagen, dass der Verstand der Betroffenen die eintreffenden Informationen aufgrund der traumabedingten außergewöhnlichen Wachheit schneller decodiert hat, sodass der Eindruck einer Verlangsamung entstand.
Nahe der Lichtgeschwindigkeit verlangsamt sich die „Zeit“, weil sich die Wahrnehmung des Beobachters verändert. Bei der Lichtgeschwindigkeit handelt es sich nicht wirklich um eine „Geschwindigkeit“. Vielmehr haben wir es mit einem Wahrnehmungsprogramm zu tun, das im kollektiven Bewusstsein der Menschheit codiert ist. Die „Lichtgeschwindigkeit“ ist nicht „da draußen“, sondern „hier drinnen“. Auch das mysteriöse Verhalten zweier sogenannter „verschränkter“ Teilchen, die „Milliarden Kilometer“ voneinander entfernt sein können und doch ohne zeitliche Verzögerung aufeinander reagieren, lässt sich erklären. Das Phänomen ist nicht die Folge einer irrwitzig schnellen Kommunikation über enorme Distanzen, sondern ergibt sich aus der Tatsache, dass die Teilchen nur innerhalb des Decodierungsprozesses des Beobachters existieren. Sie sind nicht „Milliarden Kilometer“ voneinander entfernt, sondern befinden sich beide innerhalb eines wenige Kubikzentimeter umfassenden Bereichs des Gehirns – dort, wo die visuelle Realität decodiert wird. Zudem handelt es sich bei den beiden Partikeln um decodierte Ausdrucksformen desselben Wellenfeldes, das als Einheit und nicht als Anhäufung separater Teilchen reagiert. Daher spielt es keine Rolle, welche scheinbare Distanz zwischen den Letztgenannten zu liegen scheint.
Ein weiterer Aspekt wird im Folgenden noch außerordentlich bedeutsam werden. Würden Sie sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen, wären Sie überall im Universum gleichzeitig – im JETZT. Nichts anderes berichten Nahtoderfahrene über den Moment, in dem ihr Gewahrsein die engen Wahrnehmungsschranken des Körpers überwand. Der springende Punkt mit der Lichtgeschwindigkeit ist der, dass der Körper / Intellekt außerstande ist, die Realität schneller als mit dieser Geschwindigkeit zu decodieren. Der Decodierungsvorgang enthält einen Blockierungsmechanismus, der dazu dient, uns – aus Gründen, die bald deutlich werden – in einer Wahrnehmungsfalle gefangen zu halten. Der letzte Satz enthält eine ungemein wichtige Aussage bezüglich des himmelschreienden Zustands, in dem sich die Menschheit heute befindet.
Raum existiert ebenso wenig wie Zeit. Zahllose Sterne und Planeten, scheinbar in gewaltigen Entfernungen, erfüllen die unermesslichen Weiten des Nachthimmels. Doch ich wiederhole: Alles, was Sie in der Gestalt sehen, die Sie wahrnehmen, existiert so nur in den wenigen Kubikzentimetern im hinteren Abschnitt Ihres Gehirns – dort, wo die visuelle Realität decodiert und konstruiert wird (Abb. 62).


Abb. 62: Das große, universelle Panorama existiert so, wie wir es „sehen“, nur in einem kleinen Bereich im hinteren Bereich des Gehirns.
Ein Computerspiel, dessen Szenen fortwährend wechseln, scheint über eine eigene Zeit zu verfügen und aufgrund von Perspektive und Tiefe auch Raum zu besitzen. Doch alles, was der Spieler auf dem Bildschirm erblickt, besteht lediglich aus Computercodes, die auf einem Speichermedium abgelegt sind und in Bilder umgewandelt (decodiert) werden. Die „Ayahuasca-Stimme“ sagte damals zu mir: „Warum fliegst du von Punkt A nach Punkt B, wenn du doch Punkt A und Punkt B bist – und alles dazwischen?“ „Raum“ ist, genauso wie die „Zeit“, nur ein Bestandteil jenes illusionären Konstrukts, mit dessen Hilfe der Verstand die holografische Realität absteckt.
Im Prozess der Decodierung vermeintlicher Objekte aus der Schwingungsebene wirkt die Illusion des Räumlichen naturgemäß sehr real. Doch bedenken Sie, dass das, was wir „Raum“ nennen, kein Objekt ist, sondern ausschließlich durch holografische Bilder in unserem Kopf definiert wird. Von einem mit Gegenständen (Bildern) vollgestopften Raum sagen wir, darin sei nicht viel Platz. Doch bei den Great Plains, den Prärien des amerikanischen Mittelwestens, in denen die einzelnen „Objekte“ weit voneinander entfernt zu sein scheinen, sprechen wir von „unermesslichen Weiten“. Raum im Sinne einer eigenständigen Entität ist eine Illusion, die durch den holografischen Decodierungsprozess entsteht. Er wird nicht durch sich selbst definiert, sondern durch die wahrgenommenen Entfernungen zwischen holografischen Gebilden. Wie können Raum und Distanz real sein, wenn sich die wahrgenommenen Distanzen – und damit auch der „Raum“ – durch wechselnde Bedingungen (beispielsweise Geschwindigkeit) verändern? Auch Alkohol und Drogen vermögen die räumliche Wahrnehmung zu beeinflussen, da sie auf den Decodierungsprozess einwirken. Ein Nahtoderfahrener sagte über die außerkörperliche Realität: „Dort gibt es keine Zeit, keine Abfolge von Ereignissen, keinerlei Begrenzungen – weder bei Entfernungen noch bei Zeiträumen oder Orten. Ich konnte gleichzeitig überall sein, wo ich wollte.“
Das Skalarphänomen
Es gibt ein allumfassendes Feld, das unsere Wirklichkeit in ihrer Gesamtheit mit einschließt und jenseits dessen wirkt, was wir als Raum, Zeit oder Lichtgeschwindigkeit wahrnehmen. Ich werde dafür im Folgenden den Begriff Skalarfeld verwenden. Der Ausdruck „skalar“ wird unter Wissenschaftlern und jenen, die die wissenschaftliche Orthodoxie infrage stellen, höchst kontrovers diskutiert. Ich habe dazu eine Reihe verschiedener Erklärungen und Definitionen gelesen. Im Kontext dieses Buches werde ich den Begriff „skalar“ zur Beschreibung jenes Feldes gebrauchen, aus dem heraus sich letztlich sowohl die Wellen- als auch die holografische Realität manifestieren. Auch bei dem Quantenfeld der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, von dem ich gelegentlich spreche, handelt es sich im Endeffekt um einen Ausdruck des Skalarfelds. Im Sinne meiner Definition durchwebt es alles andere.
Das Konzept des Skalarfelds ähnelt in seinem Grundgedanken (jedoch nicht im Detail) der unter Wissenschaftlern beliebten Vorstellung von der „dunklen“ bzw. „unsichtbaren“ Materie / Energie, die den Großteil des Universums erfüllen soll. Bei den „Skalarwellen“, von denen Sie zunehmend hören werden, handelt es sich der Natur der Skalarenergie entsprechend eigentlich um ein Skalarfeld. Bringt man irgendetwas in ein Skalarfeld ein, befindet es sich innerhalb des Feldes augenblicklich überall und beeinflusst im Nu alles, was mit dem Feld verknüpft ist – und das gilt in unserer Realität für alles. Das Skalarfeld im von mir definierten Sinn befindet sich überall „gleichzeitig“, da es außerhalb der Zeit existiert. Durch die Eigenschaft, Unmengen von Informationen verzögerungsfrei aufnehmen zu können, sprengt das Skalarfeld jede vermeintliche Beschränkung durch die Lichtgeschwindigkeit. Manche beschreiben die Skalarenergie als „eine Größe, die weder gerichtet noch Koordinaten zugeordnet ist“. Etwas, das gleichzeitig überall ist, braucht weder Richtung noch Koordinaten. Nikola Tesla, der die Grundlagen unserer heutigen elektrischen Energieversorgung schuf, war sich des Skalarphänomens sehr bewusst. Wir werden darauf noch zurückkommen.
Medizinischer Irrsinn
Denken Sie einmal über Folgendes nach: Praktisch auf der ganzen Welt behandelt die Ärzteschaft den Körper bzw. dessen Funktionsstörungen, ohne überhaupt zu verstehen, was genau der Körper – oder auch die Realität – eigentlich ist. Hmmm … Ich frage mich, warum die konventionelle Medizin zu den größten Massenmördern des Planeten zählt. Das ist in etwa so, als bäten Sie mich, den Motor Ihres Autos zu reparieren: Er wird danach nie wieder laufen. Der Unterschied ist, dass es mir nicht im Traum einfiele, an einem Motor herumzudoktern, über den ich nichts weiß. Ärzte hingegen pfuschen Tag für Tag am menschlichen Körper herum, dessen grundlegende Funktionsweise sie verkennen, da sie ihr gesamtes Berufsleben hindurch von der medizinischen Wissenschaft in die Irre geführt worden sind (Abb. 63).

Abb. 63: „Vertrau mir, ich bin Arzt. Das System sagt es so.“ – Ärzte werden während ihrer gesamten Karriere über die wahre Natur und Funktionsweise des Körpers in die Irre geführt.
Warum sie das tut, werden wir später beleuchten. Ich sage nicht, dass Ärzte generell keine gute Arbeit zum Nutzen der Menschen leisten. Schaut man sich jedoch die Gesamtsituation an, stellt sich doch die Frage, wie die schweren Körperverletzungen auf Dauer ausbleiben können – wenn man etwas behandelt, was man nicht versteht?
Gefangen in einer auf die fünf Sinne beschränkten Wahrnehmung will die Schulmedizin nicht anerkennen, dass es sich beim menschlichen Körper um ein aus Welleninformationen bestehendes Gebilde handelt. Stattdessen sieht sie ausschließlich die – illusorischen – physischen Bestandteile desselben. Die holografische Gestalt des Körpers ist die decodierte Projektion der zugrunde liegenden Welleninformationen, die sich stets im Körper widerspiegeln. Ein Gleichgewicht oder Ungleichgewicht im Schwingungsfeld kommt in einem Gleich- bzw. Ungleichgewicht des Hologramms zum Ausdruck. Welche Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten zu einer holografischen Erfahrung decodiert werden, hängt zudem davon ab, inwiefern sich der Wahrnehmende im Gleichgewicht befindet und seinerseits gesund ist. Emotionale Unausgeglichenheit ist die vorrangige Krankheitsursache. Sie setzt eine Kettenreaktion in Gang: Emotionales Ungleichgewicht = energetisches Ungleichgewicht = Ungleichgewicht im Decodierungsprozess = Ungleichgewicht in der holografischen Realität. Deformationen auf der Schwingungsebene resultieren in Deformationen auf der holografischen Ebene. Anders kann es auch gar nicht sein, geht doch die eine durch Projektion aus der anderen hervor. Selbst die konventionelle Medizin erkennt psychosomatische Erkrankungen als Realität an.
Die Beweise, die belegen, dass sich die mentale und emotionale Verfassung eines Menschen in „physischen“ Leiden widerspiegelt, sind mittlerweile erdrückend. Der Prozess, der dabei abläuft, ist folgender: Unausgeglichene Gedanken und Emotionen resultieren in unausgewogenen elektrischen bzw. Schwingungsfrequenzen, die wiederum das elektrische bzw. Schwingungsfeld des Körpers verzerren; diese Störungen werden schließlich auf die holografische Ebene projiziert. Umgekehrt können die Verzerrungen im elektrischen bzw. Schwingungsfeld durch ausgeglichene, positive Gedanken und Emotionen beseitigt und das Gleichgewicht kann wiederhergestellt werden. Als ich 19 Jahre alt war, teilte man mir mit, dass ich aufgrund meiner Arthritis damit rechnen müsse, spätestens mit 40 im Rollstuhl zu sitzen. 46 Jahre später, inzwischen 65 Jahre alt, stehe ich zehn Stunden am Stück auf der Bühne, ohne mich am nächsten Morgen im Geringsten unwohl zu fühlen. Warum ich nicht im Rollstuhl sitze? Weil ich, wie ich den Rollstuhlwahrsagern „damals“ entgegnete, mir keinen zuzulegen gedachte – deshalb!
Der Geist bestimmt die „physischen“ Erfahrungen. Für das Gewahrsein, das über den gewöhnlichen Menschenverstand hinausgeht, gilt das – sofern wir ihm gestatten, sich zu entfalten – umso mehr. Da die Wahrnehmung die Realität aus dem Quantenfeld der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten decodiert, bestimmt sie auch unsere gesundheitliche Verfassung. Trifft ein Arzt eine Voraussage bezüglich der Lebenserwartung seines Patienten, wird diese Sichtweise (falls der Patient sie übernimmt) zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung: Die Wahrnehmung wird zur erlebten Realität (decodiert) werden. Meine Botschaft an alle Ärzte lautet: Sagt den Menschen nicht, was angeblich passieren wird oder wie lange sie noch zu leben haben. Das ist nicht eure Angelegenheit – lasst sie das selbst entscheiden. Die konventionelle Medizin nimmt nur das Hologramm bzw. das wahr, was materieller Natur zu sein scheint. Wer nur einen Hammer zur Verfügung hat, dem wird jedes Problem wie ein Nagel erscheinen. Bewussteren Menschen ist klar, dass die sogenannte moderne Medizin nur die Symptome der Krankheiten behandelt, nicht aber deren Ursachen. Wie sollte sie dazu auch in der Lage sein? Schließlich erkennt sie nur die Existenz des Körpers bzw. all dessen an, was durch die fünf Sinne erfahrbar ist, leugnet jedoch das Vorhandensein des Schwingungsfeldes – aus dem der Körper durch holografische Decodierung hervorgeht.
Krankheiten entstehen aufgrund von Ungleichgewichten im Schwingungsfeld (hauptsächlich durch unausgeglichene Gefühlslagen). Folglich kann ein Berufsstand, für den die Wellenebene gar nicht existiert, die Krankheitsursachen beim besten Willen nicht aus der Welt schaffen. Zwangsläufig bleiben ihnen nur die Symptome und die Manifestationen des Schwingungsungleichgewichts, die sich im Hologramm zeigen. Sie haben Schmerzen? Ich verschreibe Ihnen ein Schmerzmittel. Sie haben Krebs? Wir werden ihn herausschneiden … oder Ihr Immunsystem durch Chemotherapie (die ein Arzt einmal als Unkrautvernichtungsmittel bezeichnete) und Bestrahlung (die Krebs verursacht) für immer zerstören. Übrigens wirkt auch die Chemotherapie Studien zufolge krebserregend. Aufgrund ihrer Wirkung auf die verschiedenen Systeme des Körpers verhilft sie dem Krebs obendrein zu aggressiverem Wachstum. Die „moderne“ Schulmedizin ist eine Tötungsmaschine. Aus den hier dargelegten Gründen kann sie gar nicht anders. Erinnern Sie sich an das weiter oben angeführte Zitat: „Könnten wir uns des leblosen Raums im Inneren unserer Atome entledigen, wäre jeder von uns so groß wie ein Staubpartikel – und die gesamte Menschheit würde in ein Stück Würfelzucker passen.“ Wie soll „körperliche Gesundheit“ angesichts dessen überhaupt irgendwo einkehren? Meiner persönlichen Ansicht nach sind wir, wie ich schon sagte, noch nicht einmal Staubpartikel – denn „Materie“ ist eine hundertprozentige Illusion. Woher also rühren dann „körperliche“ Leiden wie etwa Arthritis? Da nichts Physisches wirklich existiert, sind auch Krankheiten nichtphysischer Natur. Vielmehr handelt es sich um Verwerfungen innerhalb des energetischen Schwingungs- bzw. elektromagnetischen Feldes. Heilung muss folglich auf dieser Ebene stattfinden.
Die Ausschaltung des Wettbewerbs
Alternative bzw. Komplementärmediziner richten ihr Augenmerk überwiegend auf die Schwingungsebene energetischer Informationen, da sie verstehen (zumindest die Besten unter ihnen, sollte ich betonen), dass bei einem ausgeglichenen Schwingungsfeld zwangsläufig auch der „physische“ Körper ins Gleichgewicht kommen muss. Diese Heiler bemühen sich, dem Körper dabei zu helfen, sich selbst zu heilen. Inzwischen sehen sie sich erbarmungslosen Angriffen in Form von verschärften Bestimmungen und Einschüchterungen ausgesetzt. Quell dieser Attacken sind tyrannische Strukturen wie nationale Regierungen, die Europäische Union oder der Codex Alimentarius – ein weltumspannender Schwindel, der auf für Kriegsverbrechen verurteilte Nazis zurückgeht. All diese Kräfte sind den Interessen der Pharmakonzerne verpflichtet, die jeden komplementären Wettbewerb ausschalten wollen. Mit dem Codex Alimentarius etwa, der auch als Lebensmittelkodex bezeichnet wird, will man die Verbreitung alternativer, natürlicher Heilmittel stoppen – unter dem Vorwand, die gesetzlichen Bestimmungen müssten weltweit vereinheitlicht werden – und die Kontrolle über die wertlosen synthetischen Kopien dieser Substanzen den Pharmariesen in die Hände spielen.
Mein langjähriger Freund Mike Lambert, ein an der Shen-Klinik auf der Isle of Wight tätiges Heilergenie, versteht, was der Körper wirklich ist. Doch statt von den Behörden jede erdenkliche Unterstützung und Hilfe zu erhalten, damit er sein Wissen verbreiten kann, ist er zur Zielscheibe derselben geworden. Alternative Therapeuten werden, sobald sie Angaben über die Erfolgsaussichten ihrer Methoden machen, gezwungen, ihre Tätigkeit einzustellen, oder sogar eingesperrt – und das selbst dann, wenn sie ihre Behauptungen beweisen können. Nicht einmal die Untersuchungsergebnisse anerkannter Labore dürfen Alternativmediziner anführen, um die Wirksamkeit ihrer Behandlungsmethoden zu untermauern, wenn sie nicht strafrechtlich verfolgt werden wollen. In der EU und anderswo befinden wir uns in der aberwitzigen und himmelschreienden Situation, dass Nahrungsmittel und -ergänzungen sowie andere Produkte zwar noch individuell hergestellt werden dürfen (geben wir ihnen einfach noch etwas „Zeit“), man jedoch kein Sterbenswörtchen über deren mögliche positive Wirkungen verlieren darf. Die Pharmaindustrie stellt unterdessen im großen Stil und ohne Konsequenzen Behauptungen auf, die sich als unwahr herausstellen und mitunter tödliche Folgen haben. Wir befinden uns mitten in einem Krieg gegen die – wie ich sie einmal nennen möchte – Schwingungsfeldpraktiker.
„Hier, das könnte dir helfen.“
„Warum?“
„Das darf ich dir nicht sagen.“
Pharmakonzerne haben im Vergleich dazu praktisch freie Hand, über ihre symptomfixierten Mittelchen zu behaupten, was sie wollen. Viele davon bringen überhaupt nichts, wenn sie nicht sogar zusätzliche Probleme schaffen – die oft genug schlimmer sind als die angeblich bekämpften Beschwerden. Es ist erbärmlich, am Ende jeder Arzneimittelwerbung im amerikanischen Fernsehen eine atemlose Stimme die endlose Liste möglicher „Nebenwirkungen“ herunterrattern zu hören. Manche Hersteller unterlegen das sogar mit Bildern, um die Aufmerksamkeit vom Gesagten abzulenken. Aber sie sorgen sich um Ihre Gesundheit – ist klar. Bevor ein pharmazeutisches Unternehmen zur Rechenschaft gezogen wird, muss es den Bogen schon arg überspannen, und selbst im Falle einer Verurteilung sind die Geldstrafen angesichts der enormen jährlichen Profite geradezu lächerlich. Es wird bald deutlich werden, was hinter dieser ungeheuerlichen Einseitigkeit steckt, die sich klar gegen die Schwingungsfeldpraktiker richtet, während sie die Hologrammbesessenen unterstützt. Es geht dabei bei Weitem nicht nur um Geld. Als Teil einer weltumspannenden Agenda, die sich die Unterjochung und Kontrolle der gesamten Menschheit zum Ziel gesetzt hat, sollen sämtliche Alternativen zu „Big Pharma“ vernichtet werden. In meinen Büchern habe ich die koordinierten Aktivitäten erläutert, mit denen Regierungen, globale Körperschaften und die Pharmaindustrie seit Langem versuchen, alternativen Heilmethoden und Therapeuten das Wasser abzugraben. Das Ziel dahinter ist, jede nichtorthodoxe Art der Gesundheitsfürsorge zu beseitigen, sodass die Menschheit dem Wohlwollen der Pharmakonzerne ausgeliefert ist. Wir sollen uns von Psychopathen abhängig machen, die bereits abscheulichster Praktiken überführt worden sind, wie etwa der absichtlichen Verknappung von Medikamenten, um die Preise um mehrere Tausend Prozent in die Höhe treiben zu können (Abb. 64).

Abb. 64: „Die Medizin der Pharmakonzerne“ – Das weltweit organisierte Verbrechersyndikat.
Die atemberaubenden Summen, die das Pharmakartell für politische Kampagnen und Lobbyarbeit ausgegeben hat, erweisen sich im globalen Kampf gegen alternative Heilungsansätze als nützliche Investitionen. Präsident Trumps Gesundheitspolitik, die das als Obamacare bezeichnete Gesundheitsprogramm seines Amtsvorgängers ersetzen soll, wurde von Leuten entworfen, die Hunderttausende Dollar von der pharmazeutischen Industrie eingestrichen haben. Wichtig ist zudem anzumerken, dass die Giftmischungen und Tinkturen der Pharmaproduzenten im Schwingungsfeld des Körpers Verwerfungen und Schäden verursachen – und zwar ungeachtet der Tatsache, dass die Hersteller die Existenz eines solchen Feldes beharrlich leugnen. Ich sage absichtlich „leugnen“, denn es gibt in ihren Reihen Leute, die ganz genau wissen, wie Körper, Gesundheit und Heilung funktionieren, und die folglich über die von ihnen angerichteten Verheerungen genau im Bilde sind.
Könnten Sie industriell hergestellte Arzneimittel in ihrem Wellenzustand sehen, bekämen Sie deformierte, chaotische Schwingungsfelder zu Gesicht, die mit den Feldern des Körpers in Wechselwirkung treten und ihre Verzerrungen und chaotischen Energien auf ihn übertragen. Wenn die Verwerfungen im Hologramm sichtbar werden, spricht man von „Nebenwirkungen“. Nimmt ein Mensch Gift, tötet es nicht unmittelbar den Körper. Vielmehr ruft es auf der Schwingungsebene derart heftige Verzerrungen und Invertierungen hervor, dass der energetische Organismus, den der Körper darstellt, nicht länger in der Lage ist zu funktionieren. Das, was bei einer Vergiftung im Hologramm sichtbar wird, spiegelt nur das eigentliche, auf der Schwingungsebene ablaufende Geschehen wider. Dasselbe gilt entsprechend auch für die enormen Mengen an Umweltgiften, den (schon in seiner Wellenform entstellten) Chemiedreck in Impfstoffen sowie für das, was gemeinhin mutig als „Nahrungsmittel“ bezeichnet wird. Mit unseren Augen mögen wir nur die giftige, schwarze Brühe sehen, die sich in einen Fluss ergießt; doch auf der Wellenebene stellt die Brühe ein deformiertes, chaotisches Informationsfeld dar, dessen Verzerrungen sich auf das Informationsfeld des Flusses und schließlich auf die Fische und sonstigen darin befindlichen Lebewesen übertragen.
Strahlung ist deshalb so gefährlich – mitunter gar tödlich –, weil sie das Schwingungsfeld des Körpers zerrüttet. Unsere moderne Gesellschaft wird mit Strahlung regelrecht überflutet. Eine Medizin, die keinen Schimmer davon hat, was sie eigentlich „behandelt“, wird die ohnehin schon katastrophale Gesundheitssituation unserer Welt nur noch verschlimmern. Wenn ein System derart auf dem Kopf steht, bringt es zwangsläufig kranke (energetisch aus dem Gleichgewicht geratene) Menschen in immer größerer Zahl hervor. Es gibt dafür nur eine sinnvolle Lösung (und eine Lösung ist genau das, was die Kräfte, die hinter all dem stecken, auf keinen Fall wollen): Die Hexenjagd auf Schwingungsfeldpraktiker und -forscher muss aufhören, sodass sie sich dem Thema Krankheit in einer Weise widmen können, dass (a) die Erkrankten tatsächlich geheilt werden und (b) ihre Klienten künftig gar nicht erst krank werden.
Schwingendes Wasser
Frau Professor Dame Sally Davies, die oberste Amtsärztin Großbritanniens, sagte einmal: „Homöopathen sind Krämer, und Homöopathie ist Quatsch.“ Die Einstellung der etablierten Medizin zur Homöopathie stellt ein Musterbeispiel für die Arroganz der Ignoranz dar. Die einprogrammierten Denkprozesse von Leuten wie Frau Davies folgen stets demselben Schema: „Was wir nicht erklären können, funktioniert auch nicht.“ Diese Mentalität durchzieht den gesamten Mainstream-Einheitsbrei und infiziert jeden, der dessen Auffassungen für sich übernimmt. Selbst in weiten Teilen der alternativen Medien ist diese kurzsichtige Denkweise anzutreffen. Doch wie sollten Leute wie Sally Davies auch erfassen können, auf welchem Funktionsprinzip die Homöopathie beruht, wenn sie die Natur unserer Wirklichkeit gar nicht verstehen bzw. anerkennen? Das ist der mentale Teufelskreis, der solche Menschen lebenslang in ihrer Unwissenheit gefangen hält.
Die Homöopathie lehnen sie ab, weil homöopathische Lösungen so stark verdünnt sind, dass sie keine Inhaltsstoffe mehr enthalten. Beachte: Sie sprechen von „Inhaltsstoffen“, also von etwas Sichtbarem. Wenn sie etwas nicht sehen können, existiert es auch nicht. Wie ein Blatt der britischen Mainstreampresse berichtete, hätten 2.500 „Veterinäre und Tierliebhaber“ gefordert, den Einsatz der Homöopathie bei Tieren zu verbieten. Sie sei gefährlich, hieß es – im Gegensatz zu „geprüften Heilmitteln“. Sie wissen schon: Damit sind die vom Pharmasektor hergestellten Heilmittel gemeint, die die Zahl der Todesopfer der konventionellen „Medizin“ Jahr für Jahr in astronomische Höhen treiben. Der entscheidende Satz des Artikels lautete: „Den Wissenschaftlern zufolge sind die Präparate so weit verdünnt worden, dass es unwahrscheinlich ist, darin noch Spuren der ursprünglichen Substanz vorzufinden.“ Lassen Sie mich erklären, warum es darauf gar nicht ankommt. Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart haben eine Methode entwickelt, die ihnen erlaubt, die in Wassertropfen enthaltenen Informationen fotografisch auszuwerten. Dabei tauchten sie eine Blume in ein Wasserbecken, zogen sie wieder heraus und fotografierten anschließend einzelne, dem Becken entnommene Tropfen. Wie sie feststellten, war die energetische Information der Blume in allen Tropfen enthalten. Da haben wir es wieder, das holografische Prinzip. Das Wasser behielt die Pflanzeninformation selbst dann noch bei, als sie (die „ursprüngliche Substanz“) längst wieder entfernt worden war. Nicht anders funktioniert die Homöopathie. Die energetische Information einer Substanz verbleibt selbst dann noch im Wasser, wenn der eigentliche Stoff durch fortwährende Verdünnung bereits entfernt worden ist. Diese Information ist es, die mit dem Körper interagiert – nämlich auf der Ebene seines Schwingungsfeldes. Ich behaupte nicht, dass homöopathische Mittel in jedem Anwendungsfall wirken; insbesondere dann, wenn sie in die falschen Hände gelangen, darf das bezweifelt werden. Doch in Anbetracht des eben beschriebenen Prinzips erscheint ihre Wirksamkeit, die durch vielfältige praktische Erfahrungen belegt worden ist, grundsätzlich plausibel. Der russische Forscher Dr. Wladimir Poponin richtete einmal in einem Experiment einen Laserstrahl auf eine DNS-Sequenz. Nachdem er die „physische“ DNS entfernt hatte, stellte er fest, dass sie in energetischer Form immer noch im Laser auszumachen war. Man spricht bei diesem Effekt, der auf demselben Prinzip wie das eben beschriebene Blumenexperiment beruht, vom „Phantom-DNS-Effekt“. Doch mit einem Phantom hat das nichts zu tun – vielmehr mit der Welleninformation der DNS.
Die Stuttgarter Forscher führten später noch ein weiteres Experiment durch, zu dem sie Anwohner aus der näheren Umgebung einluden. Jeder Teilnehmer wurde gebeten, dem Wasserbehälter vier Tropfen zu entnehmen und in eine Schale zu träufeln, die mit seinem Namen beschriftet war. Als man dann die Vierergruppen fotografierte, stellte sich heraus, dass sie sich alle voneinander unterschieden; doch die vier zu einer bestimmten Person gehörenden Tropfen wiesen untereinander praktisch dieselbe energetische Signatur auf (Abb. 65).

Abb. 65: Die Information in den vier Tropfen derselben Person war praktisch identisch.
Der schlichte und kurze Vorgang der Entnahme der Wassertropfen und ihres Transfers in die Schale hatte genügt, dem Wasser die unverwechselbare energetische Signatur des Probanden aufzuprägen. So stehen wir mit unserer energetischen Umwelt und unseren Mitmenschen im ständigen Austausch – in jeder illusionären Sekunde aufs Neue. Fortwährend „laden“ wir Informationen aus der Schwingungsebene des kosmischen Internets „herunter“ oder zu ihr „hoch“.
Der inzwischen verstorbene japanische Forscher Dr. Masaru Emoto, mit dem ich persönlich befreundet war, hat dieses Prinzip durch seine Arbeit auf eindrückliche Weise bestätigt. Er vervollkommnete eine Methode, mit der sich die Wirkung von Schwingungen bzw. Frequenzen auf Wasserkristalle fotografieren lässt. Da auch Wasser, wie alles in unserer Realität, in seinem Urzustand ein Schwingungsfeld darstellt, reagiert es auf Anregungen auf der Schwingungsebene. Dr. Emoto beschriftete beispielsweise Wasserkanister mit Worten, die Liebe oder Hass zum Ausdruck bringen, kühlte dann das Wasser blitzartig auf Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ab und fotografierte die so entstandenen Eiskristalle. In anderen Versuchen experimentierte er mit verschmutztem Wasser, setzte das Wasser verschiedenen Arten von Musik (Schwingung / Frequenz) aus oder befestigte Mobiltelefone an der Außenseite der Kanister. Wie die untenstehenden Beispiele zeigen (Abb. 66), hatten all diese Modifikationen deutliche Auswirkungen auf die Kristalle.

Abb. 66: Die Frequenzen / Schwingungen verschiedener Absichten, Emotionen, Gedanken und Verschmutzungsgrade zeigen sich in den Wasserkristallen.
Worte der Liebe und Dankbarkeit brachten perfekt geformte, wunderschöne Kristalle hervor, während hasserfüllte Begriffe nur einen deformierten Klumpen zurückließen. Wie kann das sein? Alles besteht in seinem ursprünglichen Zustand aus Schwingungsenergie (Information) – auch das geschriebene Wort.
Bei gesprochenen Worten ist es ohnehin offenkundig, dass es sich um Schwingungsphänomene handelt: Von den Stimmbändern erzeugt, werden die Klanginformationen in der Folge vom Gehirn in Sprache umgesetzt (decodiert). Doch auch niedergeschriebene Texte unterliegen diesem Prinzip. In der holografischen Realität mögen uns Worte einfach als auf Papier aufgebrachte Tinte erscheinen, doch in ihrem Grundzustand liegen sie als Schwingungsinformationen vor. Ob sie hoch oder niedrig schwingen und ihre Frequenzmuster ausgeglichen oder verzerrt sind, hängt von der Absicht hinter den Worten ab. Spricht man die Worte „ich hasse dich“ lächelnd und mit einem humorvollen Unterton aus, ist die erzeugte Frequenz eine andere, als wenn man voller Bosheit redet und es wirklich so meint. Der Schwingungszustand der auf die Wasserbehälter geschriebenen Worte überträgt sich auf die Wellenebene des Wassers, wodurch sich die Natur der Eiskristalle verändert. Verschmutztes Wasser fügt den Kristallen aus Gründen, die ich weiter oben erklärt habe, heftige Verformungen zu; dasselbe gilt für Mobiltelefone. Abwässer lassen sich durch die Methode, die man als „Gebet“ bezeichnet – konzentrierte und fokussierte Gedanken – wieder ins Gleichgewicht bringen (Abb. 67).

Abb. 67: „Vor dem Gebet – nach dem Gebet“ – „Gebete“ bzw. fokussierte Gedanken und Absichten können den energetischen Zustand der Wasserkristalle verändern.
Durch Absicht und Aufmerksamkeit entstehen Frequenzfelder, die verändernd auf die Wellenstruktur des Wassers einwirken. Mit positiven Absichten, die auf Liebe, Wertschätzung und Respekt beruhen, lässt sich alles wieder ins Gleichgewicht bringen.
Fortwährend wirkt unsere energetische Umwelt auf uns ein – und wir auf sie –, doch die meisten Menschen bemerken davon nichts. Die Kommunikation über Sprache und Hören spielt, obwohl sie die vorrangige Methode menschlicher Interaktion zu sein scheint, in Wirklichkeit nur eine holografische Nebenrolle. Das Bewusstsein und dessen Wellenformentsprechung bilden die Ebene, auf der sich alles Leben abspielt. Durch „Gebete“ ist es übrigens möglich (nicht zwangsläufig, aber potenziell), seine Aufmerksamkeit bzw. Wahrnehmung auf das Quantenfeld der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten zu fokussieren und dadurch eine erlebte Wirklichkeit zu manifestieren, in der scheinbar „die Gebete erhört“ wurden. Doch es ist keine himmlische Gottheit, die auf Ihre Gebete reagiert – sondern Ihr eigenes, die Realität decodierendes Potenzial, das aus der unendlichen Quelle unbegrenzter Möglichkeiten schöpft.
Paranormal
Wohin wir auch sehen, stellen wir fest, dass die menschliche Gesellschaft auf dem Kopf steht. Die Wahrnehmung der Menschen wird von künstlich erzeugter Unwissenheit und, was die Mächte hinter den Kulissen betrifft, äußerster Bösartigkeit gelenkt. Ein großartiges Beispiel für die Verdrehung finden wir in den Begriffen „normal“ und „paranormal“. Als normal gilt, was wir üblicherweise erleben, und sonst nichts. Wenn wir dem Mainstream-Einheitsbrei auf den Leim gehen und dessen reduzierte Weltsicht übernehmen, wird „das Normale“ nur ein winziges Spektrum an Möglichkeiten umfassen. Bricht man jedoch aus dem Gefängnis übernommener Irreführung aus, erkennt man, dass das sogenannte „Paranormale“ eigentlich das „Normale“ ist – die wahre Natur der Dinge. Das „Normal“ der heutigen Menschen ist nichts weiter als ein Gefängnis für den Verstand, bestehend aus einprogrammierten Wahrnehmungen. Der „Normale“ lacht über jeden, der behauptet, Außerirdische oder Raumschiffe gesehen zu haben. Als ob der Mensch in den ewigen Weiten der Unendlichkeit das einzige „intelligente“ Leben wäre. Zum Vergleich: Würde man das gesamte Universum auf die Erde projizieren (sodass es die Größe der Erde hätte), betrüge der Durchmesser der im gleichen Maßstab verkleinerten Erde gerade einmal ein Milliardstel eines Stecknadelkopfes (Abb. 68)!

Abb. 68: „Ein Milliardstel eines Stecknadelkopfes“ – Die richtige Perspektive.
Die „Normalen“ lachen auch über Menschen, die „Geister“ gesehen haben wollen. Es stört sie dabei nicht, dass dieses Motiv überall auf der Welt fortwährend auftaucht, seit es Menschen gibt. Ich habe schon erklärt, dass es sich bei Gespenstern oder Geistererscheinungen um Ausdrucksformen des Gewahrseins handelt, die in anderen, unserer Welt nahe gelegenen Frequenzbändern beheimatet sind (Abb. 69).

Abb. 69: Bei „Geistern“ handelt es sich um Entitäten und andere energetische Zustände, die auf Frequenzen agieren, die den unseren so nah sind, dass man sie sehen kann – wenn auch nur ätherisch.
Da sie nicht unserer Frequenz entsprechen, erscheinen sie zumeist in ätherischer Form. Geister sind Einstreuungen aus einer anderen Realität, vergleichbar den Interferenzen zweier benachbarter Radiosender. Unsere Realität entspricht dem zu unserem Frequenzbereich gehörigen Sender; das Programm, das in unsere Welt einstrahlt (die Geistererscheinung), erscheint hingegen unscharf und weit entfernt, da es zu einer anderen Radiostation (Frequenz) gehört.
Der „Normale“ hält auch nichts von Wahrsagekünsten, etwa mithilfe von Tarotkarten oder Runensteinen. Da er nicht versteht, wie sie funktionieren, können sie – per definitionem – auch nicht funktionieren. Richtig, Mrs. Davies? Wir sind Schwingungsfelder, und Tarotkarten bilden ebenfalls Schwingungsfelder. Die Bilder und Symbole der Tarotkarten bzw. Runensteine bestimmen deren Frequenz bzw. Schwingungszustand. Ein Symbol ist die sichtbare Entsprechung einer Absicht, die jenem Urgrund entspringt, den die Karten bzw. Steine repräsentieren. Die eigentliche Interaktion, die während einer Tarotkartensitzung oder beim Werfen der Runen vonstattengeht, spielt sich auf der elektromagnetischen Schwingungsebene der Realität ab (Abb. 70).

Abb. 70: Tarotkarten stellen elektromagnetische (Informations-)Zustände dar, die sich mit ähnlichen Zuständen im Energiefeld des Menschen verbinden.
Der Grund, warum wir eine bestimmte Karte ziehen (und nicht die anderen), liegt in der elektromagnetischen Anziehungskraft bzw. dem Gleichklang zwischen dem Schwingungsfeld der Karte und unserem eigenen Feld. Die Karte symbolisiert etwas (und drückt dies elektromagnetisch aus), das sich mit einer ähnlichen Frequenz innerhalb unseres eigenen elektromagnetischen Feldes verbindet, die wiederum einen bestimmten Aspekt unseres mentalen und emotionalen Zustands repräsentiert.
Die auf dem Tisch ausgebreiteten Karten sind eine visuelle Repräsentation der Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten, die von unserem Energiefeld bzw. Gewahrsein manifestiert werden können – und zwar entsprechend unserer geistigen und emotionalen Wahrnehmung. Menschen, die über die entsprechende Begabung verfügen, können anhand der Quantenmöglichkeiten und -wahrscheinlichkeiten, die in Form von Karten bzw. Runensteinen vor ihnen ausgebreitet liegen, Voraussagen über mögliche künftige Ereignisse treffen. Den Begriff Begabung möchte ich dabei hervorheben. In sämtlichen „übernatürlichen“ Künsten gibt es sowohl echte Könner als auch Betrüger, die andere von ihrer Glaubwürdigkeit zu überzeugen versuchen. Eine gute Methode, die Begegnung mit Schwindlern zu vermeiden, besteht darin, sich an persönliche Empfehlungen anderer Klienten zu halten.
Die „Normalen“ verlachen mediale und hellsichtige Menschen, die von sich sagen, sie könnten mit einem in einer anderen Realität beheimateten Gewahrsein in Verbindung treten. Das Spektrum reicht dabei von bühnenreifen Vorstellungen à la „Spricht dort Mary? Ich bekomme eine Mary“ bis zu den verhältnismäßig Wenigen, die Kontakt mit Realitäten bzw. Formen erweiterten Bewusstseins aufnehmen können, die weit außerhalb unseres eigenen Frequenzbereichs existieren. Die Frage lautet nicht, ob dergleichen möglich ist – das ist der Fall –, sondern, ob eine bestimmte Person tatsächlich dazu in der Lage ist oder nicht. Menschen, die über diese Gabe verfügen, erweitern ihr Frequenzspektrum und stimmen es auf andere Realitäten und Bewusstseinsformen ab. Auf diese Weise können die Letztgenannten mit unserer Wirklichkeitsebene kommunizieren (Abb. 71).

Abb. 71: Medial und übersinnlich begabte Menschen (die echten unter ihnen) erweitern ihren Wahrnehmungsbereich, um mit anderen Frequenzen bzw. Realitätsdimensionen in Verbindung zu treten.
Mediale bzw. hellsichtige Menschen wirken als Vermittler zwischen zwei Frequenzbändern, sodass ein Austausch zwischen beiden ermöglicht wird. Das ist die Erklärung sowohl für die Botschaften, die ich durch Betty Shine erhielt, als auch für die „Stimmen“ bzw. Gedankenformen, die ich einst in dem Zeitungsladen und auf dem Hügel in Peru vernahm. Die Bewusstseinsebenen, mit denen sich Medien verbinden, reichen vom seiner selbst gewahren Unendlichen Gewahrsein bis zu sehr dunklen, niedrig schwingenden, manipulativen Wesenheiten, die sich in Frequenzbändern nahe unserer Realität tummeln. Die Letztgenannten sind jene, mit denen Satanisten im Rahmen ihrer kranken und manipulativen Rituale interagieren.
Die Verdrehung der Begriffe „normal“ und „paranormal“ ist ein hervorragendes Beispiel für die umfassendere, kollektive Umkehrung (Inversion), die wir die „menschliche Gesellschaft“ nennen. Das Paranormale beschreibt die wahre Natur der Realität; das „Normale“ hingegen ist nichts weiter als ein künstlich erzeugtes Hirngespinst, das einer programmierten Fantasie entspringt – oder richtiger: dem Fehlen derselben. Menschen, die Einsicht ins Para-Real-Normale haben, wurden schon immer verspottet (im besten Fall), wenn sie nicht gar (im schlechtesten Fall) dem Scheiterhaufen zum Opfer fielen. Die Advokaten des Beknackt-Normalen werden unterdessen als Geistesgrößen gefeiert und mit Ehrentiteln und Ansehen überhäuft – mit katastrophalen Folgen.
Der Körper als Gefängnis
In der richtigen Betrachtung der Wirklichkeit liegt das Potenzial zu gewaltiger Freude verborgen: Wir sind Unendliches Gewahrsein in einem nie endenden (oder richtiger: zeitlosen) Zustand bewussten Seins. Noch „ewig und drei Tage“ lang werden wir die endlosen Möglichkeiten und Erfahrungswelten erkunden. Auf der anderen Seite lässt die Natur unserer Realität – wie unsere gegenwärtige, missliche Lage zeigt – auch Entwicklungen zu, die weniger erfreulich und angenehm sind: die Manipulation unserer Wahrnehmung und die Verwandlung unseres Körpers in eine Gefängniszelle für unseren Geist. Ich werde noch detailliert erläutern, wie diese Versklavung zeit unseres Lebens vonstattengeht und aufrechterhalten wird; doch die Quintessenz dieses Prozesses möchte ich an dieser Stelle, bevor wir das einleitende Kapitel beschließen, schon einmal vorwegnehmen. Bei der Verschwörung, die die durchgängige Manipulation unserer Wahrnehmung zum Ziel hat, dreht sich im Kern alles darum, sich unseres Aufmerksamkeitsbrennpunkts zu bemächtigen und diesen zu kontrollieren; zudem will man die Vorstellungen und Überzeugungen der Menschen auf die Ebene der fünf Sinne reduzieren und sie dort festhalten (Abb. 72 und 73).

Abb. 72: Begrenze und kontrolliere die Wahrnehmung, und du begrenzt und kontrollierst die Realität.

Abb. 73: Freiheit öffnet den Verstand dem erweiterten Gewahrsein und den verschiedenen Realitäten, sodass er die Situation des Menschen in neuem Licht betrachten kann.
Wir sind Gewahrsein, das in der Lage sein sollte, verschiedene Realitätsebenen innerhalb desselben JETZT wahrzunehmen. Nicht ohne Grund berichten Nahtoderfahrene, dass sie in dem Moment, als sie das auf das sichtbare Spektrum beschränkte Körpergefängnis verließen, genau das erlebt haben. Der menschliche Körper ist auf all seinen Existenzebenen – vom Schwingungsfeld bis zum Hologramm – so erschaffen bzw. manipuliert worden, dass sich die Aufmerksamkeit des Menschen auf das schmale Frequenzband des sichtbaren Lichts richtet und sein Realitätsempfinden von den fünf Sinnen bestimmt wird. Wissenschaftler, Ärzte, Politiker und „Journalisten“ unterliegen dabei denselben Wahrnehmungssperren wie die allgemeine Bevölkerung, oftmals sogar in noch größerem Umfang. Das gesamte System, nicht zuletzt das „Bildungswesen“, ist gezielt dazu konstruiert worden, den krankhaften Status quo aufrechtzuerhalten, in dem Seh-, Hör-, Tast-, Geschmacks- und Geruchssinn über allem stehen. Wer die Illusion durchschaut, wird als verrückt, bösartig oder gefährlich abgestempelt. So hielten es schon die Fünf-Sinnes-Religionen, bevor die „Wissenschaft“ nachrückte und die Frontlinien schloss. Man kann nur den Kopf schütteln, wenn man Leute wie Professor Richard Dawkins die Religionen verdammen hört, während sie in ihrer selbst erschaffenen Religion – dem „Szientismus“ – nicht anders agieren. Im Mittelpunkt beider religiöser Spielarten stehen unverrückbare Glaubenssysteme, die ihre Grenzen mit der eisernen Gewissheit verteidigen, dass anderslautende Ansichten schlicht falsch sein müssen und keiner näheren Betrachtung oder Untersuchung bedürfen. Für Professor Dawkins kann jemand, der nicht mit ihm übereinstimmt, weder „geistig gesund“ noch „gebildet“ sein. Unterdessen lassen Schamanen, die über ein echtes Verständnis der Realität verfügen – wie der nachfolgend zitierte, aus Mittelamerika stammende spirituelle Lehrer – von der Weisheit der Gelehrten nicht viel übrig:
Wir sind Wahrnehmung. Wir sind Bewusstsein. Wir sind keine Objekte, wir haben keine feste Konsistenz, wir sind grenzenlos. […] Wir – oder besser: unsere Vernunft – vergessen gern, dass die Beschreibung nur eine Beschreibung ist; und so schließen wir die Ganzheit unseres Selbst in einen Teufelskreis ein, dem wir, solange wir leben, kaum entrinnen können.
Diese Art der „Vernunft“ und der „Teufelskreis“ werden gezielt etabliert und dazu benutzt, den Menschen eine Wahrnehmungsfalle zu stellen, in die auch Leute wie Professor Dawkins tappen – von dem sich viele Menschen wissenschaftliche Aufklärung erhoffen (Abb. 74).

Abb. 74: „Ich bin engstirnig? Wer – ich? Niemals.“
Dasselbe Wahrnehmungsgefängnis spiegelt sich auch in den „wissenschaftlichen“ bzw. „normalen“ Definitionen der Termini „Vernunft“, „rational“ und „logisch“ wider. Unaufhörlich vernehmen wir diese drei Worte aus den Reihen der Dogma-Dawkins-Schule der wissenschaftlich Verblendeten. Die Wörterbuchdefinitionen führen uns stets wieder zum Ausgangspunkt zurück (oder im Kreis herum), sodass das erweiterte Gewahrsein in jedem Fall außen vor bleibt. Vernunft bedeutet definitionsgemäß, „etwas durch logisches Denken zu ergründen oder abzuleiten“. Logik sei „ein System zur rationalen Beweisführung“, und „rational“ bedeute „basierend auf oder im Einklang mit der Vernunft“. „Mama, ich bin wieder da!“ Alle Wege führen zur Vernunft, die auch als „normale Geistesverfassung bzw. geistige Gesundheit“ beschrieben wird. Doch wie sich herausstellt, verbirgt sich hinter der Vernunft – über die die geistige Gesundheit einer Person festgestellt wird – nichts anderes als eine programmierte Wahrnehmung, die der Gesellschaft ihre Kindergartenversion von „normal“ oktroyiert. Der französische Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal schrieb im 17. Jahrhundert: „Der letzte Schritt der Vernunft ist die Erkenntnis, dass es eine Unendlichkeit von Dingen gibt, die sie übersteigen.“ Zumindest Menschen, deren Gewahrsein über die Programmierung hinausgeht, gelangen zu dieser Einsicht. Einen letzten Schritt muss es geben, da die Vernunft, wie sie der Mainstream-Einheitsbrei versteht, dem verschlossenen – und nicht dem aufgeschlossenen – Geist entspringt. Der verschlossene Geist stellt eine weitere stehende bzw. stationäre Welle dar, die auf der Stelle tritt und nur innerhalb der (vermeintlich) bekannten Welt oszilliert. Jedes Verlangen, sich darüber hinaus zu bewegen und die grenzenlosen Bereiche des Unbekannten zu erkunden (unbekannt zumindest für die Menschheit), ist ihm fremd (Abb. 75).

Abb. 75: Der verbohrte Verstand ist eine stehende Welle, die auf der Stelle tritt, die Lügen geschluckt hat und sich keinen Millimeter fortbewegt.
Wenn ich mir die Mentalität eines Dogma Dawkins betrachte, sehe ich eine stehende Welle, die in ihren Gewissheiten oszilliert und sich nicht von der Stelle bewegen will. Außerdem erkenne ich Angst in seinen Augen – die Angst davor, falsch zu liegen. Vielleicht ist das der wahre Grund, warum Menschen wie er auf ihrem Standpunkt beharren und diejenigen attackieren, die sich weiterentwickeln.
Wer oder was könnte also ein Interesse daran haben, die Menschheit in eine Wahrnehmungstrance zu versetzen und sie in die fünf Sinne zu verstricken … und warum? Wenden wir uns im Folgenden dieser Frage zu.
Kapitel 2
Die Umkehrung
„Nichts wäre so, wie es ist, weil alles so wäre, wie es nicht ist. Und umgekehrt würde es so, wie es ist, eben nicht sein. Und wie es nicht sein würde, wäre es doch. Verstehst du?“
Alice im Wunderland
Unsere Realität ist eine einzige gigantische Umkehrung. Das beste Beispiel dafür liefert uns die etablierte Religion. Sie wissen schon, die mit dem „liebenden Gott“, der „die Welt erschaffen“ hat …
Die Bibel ist ein Konglomerat antiker Schriften und Texte, die so gravierend manipuliert und entstellt worden sind, dass sie heute in vielen Fällen das Gegenteil von dem aussagen, was ursprünglich geschrieben stand. Das Alte Testament, das die Glaubenssysteme des Juden- und Christentums, des Islam und der zahllosen Ableger der Vorgenannten beeinflusst bzw. bestimmt, stellt eine offenkundige Inversion dar. Alle drei Religionen glauben an die alttestamentarische Figur des Abraham, weshalb man sie als „abrahamitische Religionen“ bezeichnet. Ähnliche Umkehrungen finden sich auch in anderen Konfessionen. Man muss die den großen Religionen zugrunde liegenden Schriften und Glaubensvorstellungen kennen, um zu erfassen, wie zerfressen deren Fundamente wirklich sind. Einige dieser antiken Texte, die bereits vor der Bibel und dem Koran existierten, werde ich in diesem Kapitel besprechen, in einen aktuellen Kontext stellen und den Zusammenhang aufzeigen, der zwischen diesen Schriften und dem verheerenden Zustand der heutigen Menschheit besteht.
Es war im Jahr 1990, als ich bewusst begann, die wahre Natur unserer Welt und unserer Realität zu ergründen. Mein ganzes Leben vor diesem Zeitpunkt führte mich, wie ich heute im Rückblick erkenne, an den Punkt, mir der „Zufalls“-Muster gewahr zu werden, die die Weichen seit meiner Kindheit immer wieder neu gestellt hatten. Aus dem Unsichtbaren heraus führte mich ein Gewahrsein über Jahrzehnte hinweg an bestimmte Informationen heran – über Begegnungen mit anderen Menschen, Dokumente, Bücher und eigene Erfahrungen. In unglaublich koordinierter Weise gelangte ein Puzzlestück nach dem anderen in meine Hände. Die Herausforderung bestand darin, sich im Inneren des Kaninchenbaus in Tiefen vorzuwagen, die noch kein Mensch zuvor betreten hatte – in dem Sinn, dass es Unmengen von Einzelinformationen miteinander zu verknüpfen galt, die eine Vielzahl verschiedener Fachgebiete und Ereignisse betrafen. Um das in nur einem Leben bewerkstelligen zu können, mussten mir die Informationen in einer zumindest einigermaßen geradlinigen Abfolge zugespielt werden. Andernfalls wäre ich von der Fülle des Materials einfach überwältigt und erschlagen worden und hätte unmöglich die Implikationen verstehen und das Puzzle zusammenfügen können.
Vor nunmehr annähernd 30 Jahren begegnete ich der Hellseherin Betty Shine. Ein Jahr später empfing ich auf einem Hügel in Peru einen kosmischen „Download“, gefolgt von einem machtvollen Erweckungserlebnis. Wieder daheim in Großbritannien, wurde ich in einem bis dahin ungekannten Ausmaß öffentlich verhöhnt. Die Informationen, die ich erhielt, betrafen größtenteils Geschehnisse in der sichtbaren Welt, die weit zurück lagen. Ich erkannte, dass die vermeintlich Mächtigen in Politik, Unternehmen, Banken, Medien, Wissenschaft, Medizin, Religionen usw. lediglich Handlanger und Knechte einer Macht sind – einige wenige ganz bewusst, die meisten aber unwissentlich –, die aus dem Unsichtbaren heraus eine Agenda zur Unterjochung der gesamten Menschheit verfolgt. George Orwell und Aldous Huxley konnten mit ihren Werken „1984“ bzw. „Schöne neue Welt“ nur deshalb so prophetische Vorhersagen treffen, weil sie Kenntnisse über diese Agenda hatten. Orwell, der mit bürgerlichem Namen Eric Blair hieß, kannte Huxley persönlich: Huxley war am elitären Eton College, einer in der Nähe von Windsor Castle in London gelegenen Schule für blaublütige Knaben, Orwells Französischlehrer gewesen. Doch über die Pläne, die die Schattenmächte mit der Menschheit haben, sind heute weitaus mehr Informationen verfügbar, als Orwell und Huxley zum damaligen Zeitpunkt zugänglich waren.
Ab Mitte der 1990er-Jahre erweiterte sich das Spektrum der Informationen, die mich fortlaufend erreichten, auf nichtmenschliche Entitäten. Dabei ging es insbesondere um Wesenheiten, die reptiloide Gestalt annehmen können, sowie um die in der „Alien“-Forschung wohlbekannten „Grauen“. Auf meinen Reisen, die mich rund um den Globus führten, traf ich „zufällig“ – aber in hübscher Regelmäßigkeit – auf Personen, die mir sehr ähnliche Geschichten über ihre individuellen Erlebnisse mit nichtmenschlichen Wesen erzählten und ihr Wissen mit mir teilten. Die Gestalt dieser Wesen umfasste ein breites Spektrum, meist jedoch handelte es sich um Reptiloide oder Graue. In meinen Büchern „Das größte Geheimnis“ und „Children of the Matrix“ enthüllte ich, wie die Geschicke der Menschheit durch nichtmenschliche Spezies manipuliert werden – und erntete seitens der Öffentlichkeit noch mehr Hohn und Spott. Doch inzwischen scherte mich das nicht mehr: Ich will keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen, sondern bin an der Wahrheit interessiert.
Die dritte Phase der Informationsübermittlung, die mich tiefgehend über die illusorische Natur der „physischen“ Realität aufklären sollte, begann mit meiner Ayahuasca-Erfahrung in Brasilien. Erst jetzt begannen sich die einzelnen Puzzleteile in einer Weise zu einem Gesamtbild zusammenzufügen, die bis dahin undenkbar war. Jedes Mal, wenn sich ein neues Themenfeld auftat, strömten die Informationen zu zuvor erkundeten Aspekten weiterhin herein, sodass ich heute über einen Wissensschatz verfüge, der sämtliche Ebenen des Kaninchenbaus – eines Täuschungsmanövers gigantischen Ausmaßes – beleuchtet.
Den Verstand benutzen – oder ihn erweitern?
Vor einigen Jahren erfuhr ich von einem erstaunlichen Fund, den man bereits 1945 in einer ägyptischen Stadt namens Nag Hammadi gemacht hatte. Die an den Ufern des Nils gelegene Stadt befindet sich etwa 120 bis 130 Kilometer nördlich von Luxor (Abb. 76).

Abb. 76: Der gnostische Wissensschatz von Nag Hammadi.
Bei dem Fund handelte es sich um ein versiegeltes Gefäß, das zahlreiche Papyri mit antiken Texten enthielt, die heute zusammenfassend als Nag-Hammadi-Schriften bzw. -Bibliothek bezeichnet werden. Diesen Texten verdanke ich die Enthüllung weiterer wesentlicher Puzzlesteine, die meine schon im Entstehen begriffenen Schlussfolgerungen zusätzlich bestätigten.
Der letztgenannte Punkt ist äußerst bedeutsam. Es gab einen Autor, der ein vorzügliches Buch über die Schriften von Nag Hammadi verfasst hat, meine Arbeit allerdings meinte in den Wind schlagen zu müssen, da ich die neuen Informationen zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in meine Ausführungen integriert hatte. Dabei war ihm, der selbst auf eine einzige Quelle fixiert war, eines nicht klar: Die unsichtbare Kraft, die mich auf meinem Erkenntnisweg begleitete, führte mich in einer ganz bestimmten Reihenfolge an die Informationen heran – erst A, dann B, dann C usw. Es war enorm wichtig, dass ich von den Nag-Hammadi-Schriften erst Wind bekam, nachdem ich aus der Vielzahl der mir bereits bekannten Quellen eigene Schlüsse gezogen hatte. Andernfalls wären die Texte womöglich zur alleinigen Grundlage meines Weltbildes geworden – wie es einigen Forschern tatsächlich ergangen ist – und am Ende gar zu einer weiteren Religionslehre mutiert, die meint, alle Antworten auf sich zu vereinen. Stattdessen hatte das Timing zur Folge, dass meine Erkenntnisse über den katastrophalen Zustand der menschlichen Zivilisation und die Manipulation unserer Realität auf profunde Weise bestätigt und ergänzt wurden.
Der Fund von Nag Hammadi umfasste 13 in Leder gebundene Papyrus-Kodizes (Manuskripte), die über 50 in einem koptischen Dialekt niedergeschriebene Texte enthielten. Die Verfasser gehörten einer Gruppierung der sogenannten Gnostiker an, die wiederum von anderen antiken Quellen beeinflusst waren. Bei den Gnostikern handelt es sich nicht um eine ethnische Gemeinschaft, sondern um die Anhänger einer bestimmten Sichtweise auf die Realität, die zusammenfassend als Gnostizismus bezeichnet wird. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort „gnosis“ ab, das so viel wie „geheimes Wissen“ bedeutet; „gnostisch“ heißt „erlernt“. Gemeint ist, durch spirituelle Erkenntnis die Realität so wahrnehmen zu lernen, wie sie tatsächlich ist. „Streng dein Köpfchen an“ oder „schalte dein Gehirn ein“, sagen wir gelegentlich; eine englische Redensart lautet „use your nous“ – „benutze deinen Verstand“. Doch die Gnostiker glaubten, dass spirituelles Erwachen bzw. „Erlösung“ nur dadurch zu erlangen ist, dass man über das „nous“ hinausgeht und sein Gewahrsein zum „pneuma“ (dem Unendlichen Selbst) hin erweitert. Was die Menschheit heutzutage unter „Intellekt“ versteht – und die gesamte, verrückte Gesellschaft unserer Tage basiert darauf –, zeugt von einem erschreckend kümmerlichen Gewahrsein; und dennoch wird er als Quell allen Wissens gepriesen. Dabei gleicht er mehr einem Abflussrohr, aus dem sich Dummheit ergießt.
Die Gnostiker, die vielerorts aktiv waren, wurden von der römischen Kirche gnadenlos verfolgt. Deren Obrigkeit empfand die Art und Weise, in der der Gnostizismus das Fundament ihres Glaubenssystems infrage stellte, als ernsthafte Bedrohung. Der Gott, den sie für allmächtig und unbedingt anbetungswürdig hielten, stellte für die Gnostiker die Wurzel allen Übels dar. Er habe, so glaubten sie, die materielle Welt erschaffen – „materiell“ im Sinne einer digitalen, holografischen, computerartigen Simulation, deren Existenz auch ich vermute. Im folgenden Kapitel werde ich dieses Konzept genau erläutern. Die Gnostiker durchschauten die Illusion der „Materie“. Ich habe keinerlei Zweifel, dass sie diese Einsichten unter anderem mithilfe psychoaktiver Substanzen erlangten, von denen sie „auf die Reise geschickt“ wurden.
Die Bibliothek, die sich einst im ägyptischen Alexandria befand und als „große Bibliothek“ bzw. „königliche Bibliothek“ bezeichnet wurde, beherbergte eine atemberaubende Sammlung antiken Wissens und historischer Dokumente (Abb. 77).

Abb. 77: Die königliche Bibliothek von Alexandria.
Das in den Schriften festgehaltene Gedankengut war überwiegend gnostisch geprägt. Schätzungen zufolge umfasste der Bestand fast eine halbe Million Schriftrollen, Manuskripte und Dokumente, die – sofern sie nicht aus Ägypten stammten – aus Assyrien, Griechenland, Persien, Indien und zahlreichen anderen Gebieten zusammengetragen worden waren. Unter den Menschen, die sich aufgrund ihres erweiterten Gewahrseins von dieser Oase der Aufgeschlossenheit angezogen fühlten, befand sich auch eine Dame namens Hypatia (etwa 350–415 u. Z.). In Athen in Mathematik, Astronomie und Philosophie ausgebildet, vermittelte sie die Lehren der griechischen Philosophen Platon und Aristoteles und leitete die platonische Schule von Alexandria (Abb. 78).

Abb. 78: Hypatia wurde von einem katholischen Mob totgeschlagen.
Eines der ihr zugeschriebenen Zitate lässt ihre unorthodoxe Einstellung erkennen: „Bewahre dir das Recht zu denken; denn selbst irriges Denken ist besser, als gar nicht zu denken.“
Jahrtausende bevor die „Wissenschaft“ angeblich als Erste die Natur der Realität zu ergründen begann, wurden Menschen an solch freigeistigen Orten zu Einsichten über die Wirklichkeit inspiriert. Die Erkenntnis, dass die Erde um die Sonne kreist, formierte sich hier beispielsweise schon 2000 Jahre bevor der polnische Mathematiker und Astronom Nikolaus Kopernikus zum gleichen Schluss kam. Gar nicht auszudenken, wie viel aufgeklärter die Menschheit wäre, hätte man die Gnostiker und andere unvoreingenommene Denker in Frieden ihrem Wissensdrang nachgehen lassen. Doch leider tat man das nicht. Das ungehinderte und unzensierte freigeistige Streben nach Erkenntnis musste über kurz oder lang die tyrannische römische Kirche auf den Plan rufen. Im Jahr 415 zog ein Mob geistig verwirrter Trottel unter der Führung des Patriarchen Kyrill von Alexandrien los, um die königliche Bibliothek zu überfallen und weitgehend zu zerstören. Hypatia wurde erschlagen, der Bibliotheksbestand ging in mehreren Etappen durch Brände und Diebstahl verloren. Viele der alten Schätze dürften sich bis heute in den Tresoren des Vatikans befinden. Kyrill wurde, wie zahlreiche kirchliche Massenmörder und Ganoven vor und nach ihm, heiliggesprochen. Der Angriff, bei dem Hypatia ihr Leben ließ, stimmt zeitlich mit dem geschätzten Alter der Nag-Hammadi-Schriften überein. Man nimmt an, dass sie zwischen 350 und 400 u. Z. niedergeschrieben wurden; allerdings handele es sich dabei wahrscheinlich um Abschriften älterer griechischer Dokumente, die möglicherweise zwischen 120 und 150 u. Z. oder früher verfasst worden waren. Einige Jahrhunderte nach dem Anschlag auf die Gnostiker von Alexandria ging man in Südfrankreich gegen die gnostischen Katharer vor, die nach dem Fall der Festung Montségur im Jahr 1244 auf dem Scheiterhaufen endeten.
Die Kirche hat das gnostische Wissen stets gefürchtet – und das aus gutem Grund, wie wir in Kürze sehen werden. Nachdem Rom ganze Arbeit geleistet hatte, schienen die Einzelheiten des gnostischen Glaubens verloren zu sein; doch der Fund von Nag Hammadi veränderte alles. Ein entscheidender Punkt dabei ist, dass die Dokumente aufgrund ihrer Verwahrung in einem vergrabenen Tonkrug die Zeiten überdauerten, ohne dass jemand an ihnen hätte herumdoktern können – im Gegensatz zu den Schriften, die sich in den Händen der Kirche befanden und bei Bedarf umgearbeitet wurden, wenn sie der jeweiligen Obrigkeit nicht passten. Die Papyri von Nag Hammadi teilen uns unverfälscht mit, was ihre Verfasser wirklich glaubten.
Das gnostische Alles Was Ist
Aus den Nag-Hammadi-Schriften geht hervor, warum die Kirche vor dem gnostischen Weltbild so sehr zitterte. Beim Lesen war ich immer wieder verblüfft, in welchem Umfang sich Motive, grundlegende Aussagen und zahlreiche Details mit den Erkenntnissen deckten, zu denen ich bereits gelangt war, bevor ich überhaupt von Nag Hammadi Notiz genommen hatte. Die Gnostiker sprechen vom „Vater“ (das Unendliche Gewahrsein bzw. die Gesamtheit aller Möglichkeiten / das gesamte Potenzial) und unterscheiden zwischen „nous“ (Verstand) und „pneuma“ (Unendliches Selbst). Ein im Codex Brucianus enthaltener unbetitelter Text besagt, dass „das All“ (alles Gewahrsein; alles, was existiert) im „Vater“ enthalten ist:
[Er ist] ein Unfassbarer, er selbst aber erfasst das All und nimmt es auf, und nichts existiert außerhalb von diesem, sondern das All existiert in ihm, indem er für sie alle Grenze ist und sie alle umschließt und alle in ihm existieren. Er ist der Vater der Äonen, vor ihnen allen existierend; es gibt keinen Ort außerhalb von diesem.
Das ist nichts anderes als das, was ich als „Alles Was Ist“ oder das „seiner selbst gewahre Unendliche Gewahrsein“ bezeichne – „die Kraft, die alle Dinge bewegt“ (Abb. 79).

Abb. 79: Das „Alles Was Ist und Je Sein Kann“ – bei den Gnostikern als „Vater“ symbolisiert.
Das Unendliche ist noch nicht einmal eine Energieform, sondern reines Gewahrsein, eine Istheit. Energie entsteht aus deren Vorstellungskraft. Man kann nachvollziehen, dass die Gnostiker den Ausdruck „Vater“ benutzten, um den Menschen dieses Konzept symbolisch nahezubringen. Doch heute, im Zeitalter von Quantenphysik und Computerisierung, sollten wir moderne Analogien gebrauchen. Die Vatersymbolik wurde in die Bibel und die Christenlehre integriert; jedoch verwandelte die Kirche den „Vater“ in einen Typen auf einem Thron. Beim Wort „aeon“ (Äon) denken wir heute an einen langen Zeitabschnitt. Für die Gnostiker aber waren „aeons“ etwas, was wir als Bereiche der Wahrnehmung, der Realität und des Potenzials umschreiben könnten. In den Wörterbüchern wird „aeon“ definiert als „eine Macht, die der Ewigkeit entspringt; eine Emanation oder Erscheinungsform der höchsten Gottheit“. Die gnostischen Texte sprechen von „erhabenen Äonen“ und „niederen Äonen“, die sehr unterschiedlich beschrieben werden. Beide Bereiche seien durch einen Vorhang, Schleier oder Rand voneinander getrennt. Die erhabenen Äonen würden direkt der Einheit des „Einen“ entspringen – dem seiner selbst gewahren Alles Was Ist –, symbolisiert durch konzentrische Kreise, die das Einssein ihres Schöpfers bzw. Ursprungs repräsentieren. Die Idee der Abspaltung oder das Empfinden, getrennt zu sein, gibt es dort nicht. Die Gnostiker umschrieben die erhabenen Äonen als „die Stille“, „die lautlose Stille“ oder „die lebendige Stille“, in der ein „wässriges Licht“ strahlt (Abb. 80).

Abb. 80: Das, was ich als Stille erlebte, nannten auch die Gnostiker „die Stille“.
Das Licht, von dem dort gesprochen wird, ist nicht das Licht, das wir in unserer Realität wahrnehmen. Das Letztgenannte dient als eine Art energetischer Fliegenfänger; aber dazu kommen wir später. Wasser dient in den Texten häufig als Symbol für die höheren Äonen der Einheit, etwa in den Wendungen „die Wasser hoch oben“, „die Wasser, die über der Materie sind“ oder „die Äonen im lebendigen Wasser“. Die erhabenen Äonen stellen eine Realität (einen Seinszustand) ohne Zeit und Raum dar. Da die Emanationen „grenzenlos“ und „unmessbar“ sind, wie es in einem der Texte heißt, kann es weder Raum noch Zeit geben. Die erhabenen Äonen, die auch als „Pleroma“ bezeichnet werden, sind reines Gewahr- bzw. Bewusstsein. Mitunter wird von der „Allheit“, „Fülle“ oder „Vollendung“ der „Emanationen des Vaters“ gesprochen. Im Evangelium der Wahrheit steht: „Deswegen sind alle Emanationen des Vaters Pleromata, und die Wurzel aller seiner Emanationen ist in dem einen, der sie alle aus sich heraus wachsen ließ.“ Weitere Begriffe für die erhabenen Äonen sind „Schatzhaus“, „Lager“, „Wohnort“ sowie „königslose“ Welt. Im sogenannten „Tractatus Tripartitus“ – dem dreiteiligen Traktat – steht geschrieben:
Die Emanation der Allheiten, die entstanden ist aus dem, der existiert, existierte nicht entsprechend einer Trennung voneinander, wie etwas Abgeschnittenes von dem, der sie gezeugt hat. Sondern ihre Zeugung ist wie ein Ausbreiten, indem der Vater sich ausbreitet zu denen, die er liebt, damit die, die aus ihm hervorgekommen sind, auch (wie) er werden.
Die Schöpfungen (Erweiterungen, Emanationen) des seiner selbst gewahren Unendlichen Gewahrseins lassen sich als Manifestationen des Gedankens deuten; ich bevorzuge allerdings den Ausdruck „kreative Vorstellungskraft“. Damit sind auch die „erhabenen Äonen“ der Gnostiker beschrieben – die Ebenen unbegrenzter Vorstellungskraft und somit die Gesamtheit aller Möglichkeiten, das gesamte Potenzial. Die Gnostiker symbolisierten die unbegrenzte Vorstellungskraft durch den „Vater“ und den Gedanken durch die Mutter. Die Interaktion der beiden, so sagten sie, würde eine dritte Kraft bzw. eine erdachte Schöpfung / Erweiterung / Reflexion ihrer selbst hervorbringen, die als „Sohn“ versinnbildlicht wurde. In einem Text mit dem Titel „Apokryphon des Johannes“ heißt es:
Denn er ist der, der sich anblickt [sein Spiegelbild] in seinem Licht, welches ihn umgibt, das ist die Quelle des lebendigen Wassers. Und er ist es, der […] in jeder Gestalt […] sein Bild [wahrnimmt], indem er es in der Quelle des Geistes sieht. Er ist es, der sein Wasserlicht will [Absicht], welches die Quelle des reinen Lichtwassers ist, die ihn umgibt.
Und sein Gedanke vollbrachte eine Tat und [die „Mutter“] trat in Erscheinung, das heißt die, die in Erscheinung trat vor ihm [seiner Vorstellungskraft] in dem Glanz seines Lichtes. [Sie] ist die erste Kraft, welche […] in Erscheinung trat aus seinem Denken. […] Dieser ist der erste Gedanke, sein Abbild.
Von hier aus entstand aus den Imaginationen des Unendlichen Gewahrseins – und seiner Kreationen, die Erweiterungen desselben Gewahrseins darstellen – das, was wir „die Schöpfung“ nennen. In den gnostischen Texten wird beschrieben, wie die Schöpfungen der unbegrenzten Vorstellungskraft durch Benennung ins Sein überführt werden. Der folgende Auszug ist dem „Evangelium der Wahrheit“ entnommen:
Alle Wege sind seine Emanationen. Sie erkannten, dass sie aus ihm hervorgekommen sind wie Kinder aus einem vollkommenen [d. h. erwachsenen] Menschen. Sie erkannten, dass sie weder eine Form noch einen Namen empfangen hatten, von denen der Vater jeden einzelnen gebiert. […]
Aber der Vater ist vollkommen, wobei er alle Wege kennt, die in ihm sind. Wenn er will, offenbart er das, was immer er will, indem er ihm eine Form gibt und ihm einen Namen gibt; und er gibt ihm einen Namen, und er veranlasst, dass sie entstehen.
In den erhabenen Äonen ist der höchste „Schöpfer“ bzw. die kreative Macht / Vorstellungskraft beheimatet. Es stellt sich die Frage: Wenn dem so ist – warum ist dann das Leben in unserer Realität für viele Menschen so unerfreulich, ja, entsetzlich? Auf diese Frage gibt es eine Antwort.
Der „Fehler“
Eine der grundlegenden Vorstellungen der Gnostiker – ihre Version des „Sündenfalls“ – besagt, dass die von uns erlebte materielle Wirklichkeit durch einen Fehler bzw. Irrtum entstanden ist. In den gnostischen Texten wird beschrieben, wie einer der Äonen, also eine Erweiterung des „Vaters“ bzw. des Unendlichen Gewahrseins, seine eigene geistige Schöpfung ins Leben rief – ohne das Einverständnis des „Vaters“ (bzw. „Paargenossen“) einzuholen, der die wahre Schöpferkraft verkörpert. Der Name dieses Äons bzw. Bewusstseins ist „Sophia“. Im Apokryphon des Johannes heißt es:
Die Sophia […] aber, da sie ein Äon ist, dachte in einem Denken aus sich selbst heraus mit dem Gedanken des unsichtbaren Geistes [d. i. das seiner selbst gewahre Unendliche Gewahrsein] […] Sie wollte ein Bild in Erscheinung treten lassen ohne die Zustimmung des Geistes […] und ohne ihren Paargenossen und ohne seine Überlegung […] Und wegen der unbesiegbaren Kraft, die in ihr ist, war ihr Denken nicht unwirksam, und ein Werk trat aus ihr in Erscheinung, das unvollkommen war, und es war unterschieden von ihrer Gestalt, denn sie hatte es ohne ihren Paargenossen erschaffen.
Was hier symbolisch beschrieben wird, ist das aus dem Gleichgewicht des Einsseins / der Einheit geratene „Denken“. Die Geschichte von Sophia entspricht dem ersten „Sündenfall“. Das, was sie manifestiert haben soll, ist eine zerstörerische und manipulative Kraft, die wir unter Bezeichnungen wie „Teufel“, „Satan“ und zahllosen weiteren Namen kennen. Konsultieren wir noch einmal das Apokryphon des Johannes:
Und als sie ihren Willen verwirklicht sah, veränderte er sich in den Typos eines löwengesichtigen Drachens. Und seine Augen waren wie Feuer von Sonnenleuchten […] Sie stieß ihn von sich weg, weg aus jenen Orten [den erhabenen Äonen bzw. Pleromata], damit niemand von den Unsterblichen [andere Äonen des Vaters] ihn sehen könne, denn sie hatte ihn geschaffen in Unwissenheit […] Und sie nannte seinen Namen Jaldabaoth.
Jaldabaoth ist identisch mit der Entität, die ich in meinen Büchern den „Demiurgen“ genannt habe – ein weiterer Name, den die Gnostiker zur Bezeichnung dieser Macht benutzten. Es ist sehr wichtig, nicht in dieselbe Falle wie die Religionen zu tappen und symbolische Texte wörtlich auszulegen. Zudem können wir nicht wissen, welchen gesellschaftlichen Einflüssen die ursprünglichen Verfasser dieser Schriften unterlagen. Reduziert man das Narrativ auf seine grundlegenden Elemente, ließe es sich etwa so zusammenfassen: Ein aus dem Gleichgewicht geratener schöpferischer „Gedanke“ erschuf einen Gewahrseinszustand, der sich – dementsprechend – ebenso wenig im Gleichgewicht befand.
Da hat jemand Mist gebaut, könnte man auch sagen – zumindest erscheint es so, wenn man eine bestimmte Perspektive einnimmt. Lange bevor ich die Nag-Hammadi-Schriften zu Gesicht bekam, war ich bereits davon überzeugt, dass unsere simulierte Realität das Werk einer im höchsten Maße negativen Macht ist. Das ist in der Quintessenz genau das, was auch die Gnostiker aussagen. Die materielle Welt (niedrige Frequenz) entstand den Texten zufolge durch Sophias Unwissenheit (niedrige Frequenz) und ihren Kummer (niedrige Frequenz) über die Dinge, die sie ins Dasein gebracht hat. Die Texte von Nag Hammadi erläutern des Weiteren, dass die „gestaltlose Wesenheit“ namens Jaldabaoth – also der Demiurg – die Macht seiner (mit der Quelle verbundenen) „Mutter“ dazu benutzte, die „niederen Äonen“ zu manifestieren (zu denen unsere gegenwärtige Realität gehört). Erschaffen nach dem Vorbild der erhabenen Äonen, stellten sie jedoch mangelhafte „Kopien“ bzw. „Spiegelbilder“ derselben dar. Neben den niederen Äonen manifestierte Jaldabaoth auch Entitäten, die die Gnostiker als „Archonten“ („Herrscher“) bezeichnen. Im Apokryphon des Johannes heißt es dazu:
Aber alles hat [Jaldabaoth] in Ordnung gebracht […] entsprechend dem Abbild der ersten Äonen [unter Ausnutzung der] Kraft in ihm, welche er von seiner Mutter empfangen hatte [und die] in ihm ein Abbild der guten Ordnung hervor[brachte] […]
Dieser ist der erste Archon [Jaldabaoth], dieser ist es, der eine große Kraft aus seiner Mutter empfing. Und er bewegte sich weg von ihr, und er verließ die Orte, an denen er geboren wurde [die erhabenen Äonen]. Er ergriff und schuf sich andere Äonen aus einer Lichtfeuerflamme, welche auch jetzt existiert.
Das Motiv des leuchtenden bzw. „Lichtfeuers“ erinnert an das „rauchlose Feuer“, das laut islamischem bzw. vorislamischem Glauben eine Eigenschaft der „Dschinn“ sein soll. Die Beschreibungen dieser in den unsichtbaren Welten residierenden Wesen ähneln sehr der Charakterisierung der Archonten durch die Gnostiker. Der Demiurg / Jaldabaoth habe die Archonten erschaffen, damit sie seinen Interessen und der Befriedigung seiner Gelüste dienen. Die gnostischen Texte beschreiben die Archonten als aus leuchtendem Feuer bestehende Wesen; islamische Texte besagen, die Dschinn seien aus rauchlosem Feuer erschaffen worden – sie meinen dieselben Wesen bzw. dieselbe Kraft! Bei dem Lichtfeuer handelt es sich meines Erachtens teilweise um das „Licht“ des elektromagnetischen Spektrums – einschließlich des sichtbaren Lichts –, also das Licht unserer simulierten Realität. Es ist das „Licht“, auf das sich Satanisten und Mitglieder von Geheimgesellschaften beziehen, wenn sie von Luzifer dem „Lichtbringer“ sprechen: vom Demiurgen / Jaldabaoth. Es ist auch mit dem Licht identisch, das am Beginn der Genesis steht: „Es werde Licht“, sprach der „Herr“ und erschuf damit die Welt (Simulation). „Leuchtendes Feuer“ meint zudem die Ebene, die der Lichtgeschwindigkeit unterliegt, sowie das, was wir als Strahlung bezeichnen. Die von Satanisten und Religionen exzessiv genutzten brennenden Kerzen symbolisieren das Licht des archontischen „Feuers“. Satanisten der höheren Ränge wissen das – zumindest jene, die sich in den innersten kirchlichen Kreisen bewegen oder innerhalb der Kirche irgendein Amt bekleiden (und davon gibt es viele). Dieselbe Symbolik findet auch bei satanischen Feuerritualen Anwendung, etwa bei den alljährlich im nordkalifornischen Bohemian Grove veranstalteten Treffen der politischen, wirtschaftlichen und Banken-„Elite“, die ich in früheren Büchern bloßgestellt habe.
Die Bereiche „hier unten“ …
Zu den Archonten kommen wir gleich, doch zuvor müssen wir noch über die „schlecht kopierten“ niederen Äonen sprechen (den Manuskripten zufolge soll es sieben davon geben). Die Gnostiker beschreiben sie als Bereiche des „Mangels“ und der Unzulänglichkeit, im Gegensatz zur „Fülle“ der erhabenen Äonen. Ohne Zweifel beziehen sich diese Begriffe auf die Energie, d. h. deren Qualität und Quantität (Überfluss bzw. Mangel an Energie, Abb. 81).

Abb. 81: Die Gnostiker sagten, dass unsere Realität eine „schlechte Kopie“ der ursprünglichen Realität ist, die noch immer existiert.
Die Äonen der schlechten Kopie werden mit Begriffen wie „fehlerhaft“, „Dunkelheit“ oder „Abgrund“ umschrieben. Zudem würden sie die Ebene des „Schicksals“ bilden – ein System zur Kontrolle der Massen, das ich im Verlauf dieses Kapitels erläutern werde.
Im gnostischen Sprachgebrauch wird klar zwischen Seele und Geist unterschieden. Während der Geist der Unendlichkeit bzw. den erhabenen Äonen angehört, ist die Seele mit Jaldabaoths niederen Äonen assoziiert. Unser wahres Selbst ist Geist – angebunden an die Quelle und von ihr ausstrahlend. Hellseher der Kategorie „Ich bekomme eine Mary“ bewegen sich innerhalb der niederen Äonen. Andere Medien jedoch, die unmittelbar nach „draußen“ gelangen, indem sie sich nicht über die Seele (psychische Energie), sondern über den Geist verbinden, können mit den erhabenen Äonen in Kontakt treten. Dadurch sind sie in der Lage, sich mit hoch entwickeltem Gewahrsein zu verbinden und fortgeschrittenes Wissen in unsere Welt zu bringen. Woraufhin sie dann als verrückt abgestempelt werden.
Bisher habe ich Begriffe wie „übersinnlich“ oder „medial“ in einem sehr allgemeinen Sinn benutzt, doch es gibt Kommunikationsebenen, die weit über „Ich bekomme eine Mary“ hinausgehen. Im Englischen zeigt sich der Unterschied zwischen gewöhnlichen übersinnlichen und wahrhaft geistigen (spirituellen) Kontakten deutlich in der Sprache: Die Begriffe für eine medial veranlagte Person (engl.: „psychic“) und für die Seele bzw. Psyche (engl.: „psyche“) gehen beide auf das griechische Wort „psykhe“ zurück. Die Psyche wird definiert als „das Denken bzw. die tiefgründigsten Gedanken, Gefühle und Glaubensvorstellungen einer Person oder Gruppe“. Die niederen Äonen beherbergen den Verstand / die Seele, die wiederum – sofern die höhere geistige Verbindung fehlt (engl.: „spirit“) – die Wahrnehmungen des Gehirns / Körpers bestimmen. Das, was wir als Seele bzw. Ich (im Sinne von Ego) bezeichnen, sind elektromagnetische Felder sinnlicher Wahrnehmung; auf dieser Ebene ist auch das Phänomen des Aurafeldes angesiedelt. Bei der Instanz Seele / Ich, die sich im Moment des Todes aus der „materiellen“ Realität zurückzieht, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Aufmerksamkeitsbrennpunkt. Erinnern Sie sich an Alan Watts’ Definition des Egos: „… nichts anderes als der Aufmerksamkeitsbrennpunkt“. Verharrt unser Aufmerksamkeitsbrennpunkt auf der Ebene der Seele (Verstand / Psyche), wenn wir die „Körperlichkeit“ hinter uns lassen, bleiben wir in den niederen Äonen gefangen – in Bereichen, die energetisch etwas weniger dicht sind als die „physische“ Welt. Dort verweilen wir, bis wir „reinkarnieren“ und eine neue fleischliche Hülle bekommen.
In den östlichen Religionen und im New Age wird die Reinkarnation als wiederholte Wiedergeburt der Seele in der „materiellen“ Welt aufgefasst. In der physischen Hülle leidet und lernt die Seele, bis sie einen Zustand der „Vollkommenheit“ erreicht und den Kreislauf von Geburt und Tod hinter sich lassen kann. Ich möchte ausdrücklich für eine andere Sichtweise plädieren. Ein Aufmerksamkeitsbrennpunkt (Geist / Gewahrsein) bleibt so lange in den niederen Äonen gefangen, bis er sich wieder vollständig mit der spirituellen Quelle identifiziert und in einen Gewahrseinszustand eintritt, der die Frequenzmauern der Welt des Demiurgen / Jaldabaoths zu überwinden vermag. Dann erst kann er in die erhabenen Äonen zurückkehren – zum Unendlichen Gewahrsein, das seiner selbst gewahr ist. Die endlose Wiederholung von Erfahrungen, die auf der stets gleichen, simplen Wahrnehmungsprogrammierung beruhen, wird niemanden in die Freiheit führen. Im Gegenteil – die Illusionen und Täuschungen, die die Wahrnehmung (und damit das Frequenzniveau) der Menschheit in Knechtschaft halten, werden dadurch möglicherweise erst recht verfestigt und weiter gestärkt.
Als ich mich während meiner Ayahuasca-Erfahrung, die ich 2003 in Brasilien machte, in einem veränderten Bewusstseinszustand befand, sah ich Menschen aus dem Himmel fallen und auf einem Weg landen, der durch ein Feld führte. Der Weg füllte sich immer mehr, und je mehr Menschen auf ihm liefen, desto ausgetretener wurde er. Immer tiefer grub sich der Weg in den Boden, bis für die Menschen alles dunkel wurde. Bald war ein Graben entstanden, der der Rille einer alten Schallplatte glich. Die Menschen folgten ihm einfach, gleich, wohin er führte. Die Stimme erklärte, dass die Menschen deshalb in jeder Inkarnation erneut so leicht auf die Programmierung hereinfielen, weil sie noch die Programmierungen früherer Leben in sich trügen. Das gelte nicht zuletzt auch für die Ergebenheit gegenüber einer (vermeintlichen) Obrigkeit. Zwar erinnern wir uns für gewöhnlich nicht an unsere früheren Aufenthalte im „Physischen“, doch wirken unsere damaligen Erfahrungen noch immer nach. Vielleicht haben wir eine „unerklärliche“ und „irrationale“ Angst vor Wasser, weil wir in einem früheren Leben eine schlimme Erfahrung damit gemacht haben. Oder wir fürchten das Fliegen, enge Räume, weite Plätze usw. – je nachdem, welche unangenehme Situation wir einst durchleben mussten.
Wer die Vorstellung der Reinkarnation ablehnt, sollte sich mit entsprechenden Büchern oder Fernsehserien wie „The Ghost Inside My Child“ auseinandersetzen, in der sich Kinder detailliert an ihre Erfahrungen in früheren Leben erinnern. Dazu zählen nachprüfbare Ereignisse, von denen die Kinder unmöglich gewusst haben können. In jeder Inkarnation werden Informationen und Programmierungen angehäuft, die im Seelenfeld gespeichert bleiben und dazu führen können, dass sowohl Verhaltensmuster als auch „physische“ Merkmale früherer Leben erneut auftreten. Wie soll uns diese Konstellation jemals aus dem Kreislauf der Wiedergeburt herausführen? Das tut sie nicht. Zwar stimmt es, dass wir aus Erfahrungen lernen und sie dazu benutzen können, aus dem übermächtigen Schlaf aufzuwachen; durch wiederholte schlechte Erfahrungen wird die menschliche Wahrnehmung jedoch immer tiefer in die Bereiche niedriger Schwingungen und einprogrammierter Illusionen gedrückt. Die Vorstellung, dass wir leiden müssten, um „Erlösung“ zu finden, ist wirklich verrückt. Sie würde bedeuten, dass Leid notwendig und sogar normal ist – Gottes Wille, sozusagen. Es ist aber nicht normal, sondern vielmehr das Werk einer hochgradig negativen Macht.
In einem gnostischen Text mit dem Titel „Pistis Sophia“ werden die Außengrenzen der vom Demiurgen / Jaldabaoth geschaffenen Realität durch einen Drachen symbolisiert, der seinen eigenen Schwanz verschlingt: „Die äußere Finsternis ist ein großer Drache, dessen Schwanz sich in seinem Munde befindet, außerhalb der ganzen Welt die ganze Welt umgebend.“ Die Beschreibung dieses Symbols, das unter den Bezeichnungen Ouroboros oder Leviathan bekannt ist, klingt sehr nach dem Grenzbereich, der sich den Gnostikern zufolge zwischen den erhabenen und den niederen Äonen befinden soll (Abb. 82 und 83).

Abb. 82: Der Ouroboros: Die Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlingt.

Abb. 83: Neil Hagues Darstellung des gnostischen Leviathans – der Ouroboros, den die „Seelen passieren müssen, um ins Paradies zu gelangen“.
Der äußerste Planet bzw. Archont (der niederen Äonen), so sagen sie, sei der Saturn. Jenseits davon befinde sich Leviathan, den jede Seele überwinden müsse, um ins Paradies zu gelangen (die zu dem Zeitpunkt allerdings keine „Seele“ mehr ist, sondern reiner Geist). Auch das uralte esoterische Konzept des Ringes Überschreite-mich-nicht steht damit in Zusammenhang, das so beschrieben wird:
Ein tiefgründig mystischer und bedeutungsvoller Ausdruck. Er bezeichnet jenen Kreis, jene Schranken oder Grenzen, innerhalb welcher sich das Bewusstsein derer befindet, die noch unter dem Einfluss der Täuschung des Getrenntseins stehen, gleich, ob der Ring groß oder klein ist.
Er bedeutet nicht irgendeine besondere Gegebenheit oder einen besonderen Zustand; vielmehr lässt er sich als allgemeiner Ausdruck auf jeden Zustand anwenden, in dem sich ein Wesen, das in seinem evolutionären Wachstum der Entfaltung des Bewusstseins eine bestimmte Stufe erreicht hat, nicht in der Lage sieht, in einen noch höheren Zustand überzugehen, weil sein Bewusstsein unter mentaler oder spiritueller Täuschung steht.
„Täuschung“ = eine Frequenz, die zu niedrig ist, um die Mauern des „Rings“ bzw. „Drachen“ zu durchdringen und den niederen Äonen zu entkommen. Laut den Schriften von Nag Hammadi haben die erhabenen Äonen am Übergang zu den niederen Ebenen die sogenannte „Grenze“ errichtet, um „Sophia“ von ihrer Schöpfung bzw. „ungeborenen Idee“ – Jaldabaoth – zu separieren: „… die Begierde aber samt der Erregung [wurde] hinausgewiesen, abgegrenzt und vertrieben.“ Diese Abtrennung vom Quell der Schöpferkraft erklärt vermutlich, warum die Gnostiker sagten, der Demiurg / Jaldabaoth und die ihm unterstellten Archonten würden nicht über die Fähigkeit verfügen, etwas Originäres zu erschaffen, und könnten lediglich bereits existente Dinge manipulieren und verfälschen. In einem Text heißt es: „Durch diesen Horos [diese Grenze] ist nach ihrer Lehre die Sophia gereinigt und befestigt […] worden. Nachdem sie so befreit war […], ist sie in dem Pleroma verblieben.“ Anderen Legenden zufolge ist Sophia noch immer mit Jaldabaoth, ihrer Schöpfung, verbunden. In einem unbenannten Text innerhalb des Codex Brucianus wird die Grenze zwischen erhabenen und niederen Äonen wie folgt beschrieben:
Und damals hat das Existierende sich von dem Nichtexistierenden getrennt, und das Nichtexistierende ist das Böse, das sich in der Materie manifestiert hat. Und die Kleiderkraft [umhüllende Kraft] trennte das Existierende von dem Nichtexistierenden und nannte das Existierende „ewig“ und das Nichtexistierende „Materie“, und sie trennte in der Mitte das Existierende von dem Nichtexistierenden und legte zwischen sie Vorhänge.
Es mag merkwürdig erscheinen, die niederen Äonen als nichtexistent zu bezeichnen, während wir diese „nichtexistente“ Welt doch erleben. Dazu nur zwei Anmerkungen: (1) Materie, wie wir sie wahrzunehmen meinen, existiert nicht; (2) Ist ein Schatten in derselben Weise existent wie das Objekt, das ihn wirft? Wiederholt begegnen wir dem Gedanken, dass die niederen Äonen Spiegelbilder oder Schatten („Kopien“) der erhabenen Äonen sind. Das ist eine treffende Analogie, erscheint doch ein an einer Wasseroberfläche reflektiertes Objekt („Licht“) stets „auf den Kopf gestellt“ (Inversion, Abb. 84).

Abb. 84: „Reale Welt (erhabene Äonen) – Schattenwelt (niedere Äonen)“ – Die Gnostiker sagten, dass unsere Realität eine Reflexion, eine „Kopie“ oder ein Schatten der eigentlichen Realität ist.
Die Realität des Demiurgen ist gewiss die invertierte Version der ursprünglichen Realität: Fülle vs. Mangel, unsterblich vs. sterblich, spirituell vs. übersinnlich, Geist vs. Seele, Existenz vs. Nichtexistenz, Zeitlosigkeit vs. Zeit usw.
Die erhabenen Äonen werden durch Archetypen oder, wie man auch sagen könnte, als Blaupause beschrieben, die niederen Äonen hingegen als mangelhafte Schatten bzw. Reflexionen dieser Blaupause. Einmal mehr greift die Symbolik der „schlechten Kopie“. Bei den Blaupausen und Archetypen der erhabenen Äonen handelt es sich um eine Art Informationen. Wir leben nicht wirklich „in“ einer Welt; vielmehr decodieren wir ein Informationskonstrukt, „in“ dem wir (laut unserer Wahrnehmung) zu leben meinen (Abb. 85).

Abb. 85: Wir leben nicht „in“ einer Welt, sondern in einem Informationsfeld, aus dem wir die Erfahrung des Sich-darin-Befindens decodieren.
Die niederen Äonen sind eine minderwertige „Kopie“ der Informationen (Gewahrsein), die aus den erhabenen Äonen gespiegelt worden sind. Durch den Wahn des Demiurgen / Jaldabaoths ist die Kopie immer weiter verzerrt und invertiert worden.
Wie ich bereits erwähnte, werden die erhabenen Äonen in den gnostischen Texten als eine Welt ohne Zeit beschrieben, die niederen Äonen jedoch als ein zeitbehafteter Bereich. Das entspricht genau dem, was ich im einleitenden Kapitel erklärte (Abb. 86).

Abb. 86: „Das JETZT (jenseits der Begrenzungen durch Zeit und Raum) – Zeit“ – Die Gnostiker sagten, die erhabenen Äonen würden einen zeitlosen Bereich bilden, während die „Kopie“ bzw. Reflexion mit (illusionärer) Zeit behaftet ist.
Die Begriffe „erhaben“ und „nieder“ sind nicht wörtlich (räumlich) zu verstehen, sondern symbolisieren verschiedene Seinszustände, die innerhalb derselben Unendlichkeit existieren – so, wie sich auch die Frequenzen unterschiedlicher Radiosender denselben „Raum“ teilen. Der ebenfalls in Nag Hammadi gefundene Text „Zostrianos“ lässt uns wissen: „Er [Jaldabaoth] sah ein Schattenbild, und von dem Schattenbild aus, das er sah in ihm, schuf er die Welt. Mithilfe des Schattenbildes eines Schattenbildes arbeitete er an der Hervorbringung der Welt.“ Doch hat „er“ die Welt nicht aus dem Nichts erschaffen, sondern die Kopie oder Reflexion von etwas verzerrt, das bereits existierte.
Den Texten zufolge war die Einrichtung der „Grenze“ in gewisser Weise für die Entstehung des Spiegelbildes bzw. der Schattenrealität verantwortlich: „Es existiert ein Vorhang zwischen denen, die oben sind, und den Äonen, die unten sind. Und ein Schatten entstand unterhalb des Vorhangs. Und jener Schatten wurde zur Materie. Und jener Schatten wurde in eine Teilregion geworfen.“ (Auszug aus dem Nag-Hammadi-Manuskript „Hypostase der Archonten“.) In dem Text „Über den Ursprung der Welt“, der ebenfalls zu den Schriften von Nag Hammadi gehört, wird gesagt:
Der Äon der Wahrheit hat keinen Schatten außerhalb seiner, denn das grenzenlose Licht ist überall in ihm. Aber sein Äußeres ist der Schatten. Man nannte ihn Finsternis.
Das bringt uns auf den antiken griechischen Philosophen Platon (etwa 428–347 v. u. Z.) und sein Höhlengleichnis. Platon hat den Gnostizismus entscheidend beeinflusst. Er verglich die Menschen mit Gefangenen, die ihr gesamtes Leben in einer Höhle zugebracht und die Außenwelt nie kennengelernt haben (Abb. 87).

Abb. 87: Platons Höhlengleichnis.
Hinter ihnen befinden sich ein Feuer sowie, zwischen dem Feuer und den Gefangenen, ein erhöhter Fußweg. Da die Gefangenen angekettet sind, können sie nur die Wand vor sich sehen, aber weder hinter sich noch in irgendeine andere Richtung schauen. Die Leute, die nun hinter ihnen den Fußweg entlanggehen, werfen jedes Mal, wenn sie das Feuer passieren, Schatten an die Wand. Da die Gefangenen stets nur die Schatten sehen können, nicht aber, was diese Schatten sind oder wie sie entstehen, halten sie sie schließlich für reale Wesen.
Einige Gefangene entwickeln sich im Laufe der Zeit zu regelrechten Schattenexperten; bald gelten sie als Kenner der Natur – obwohl sie nie begriffen haben, was es mit den Schatten auf sich hat (siehe unsere heutigen Wissenschaftler und Gelehrten). Schließlich entkommt einer der Gefangenen und sieht die Welt, wie sie wirklich ist. Zunächst traut er seinen Augen kaum, doch dann begreift er, dass seine Schattenwelt gar nicht real, sondern nur eine Täuschung ist. Er geht zur Höhle zurück und berichtet den anderen Gefangenen von seiner Entdeckung. Doch die glauben ihm nicht, bezeichnen ihn als verrückt und drohen ihm für den Fall, dass er versuchen sollte, sie zu befreien, sogar damit, ihn umzubringen. Was für eine brillante Beschreibung der Schattenwelt der niederen Äonen und der misslichen Lage, in der sich die Menschheit bis heute befindet.
Was wäre, wenn unser Selbst, wie wir es wahrnehmen – die „Seele“ der niederen Äonen inbegriffen –, nur eine Reflexion des wahren, in den erhabenen Äonen verankerten Selbst ist? Dann würde zutreffen, was die gnostische Symbolik andeutet: Wir existieren gar nicht wirklich. Was wäre also, wenn es gar nicht „wir“ sind, die in den niederen Äonen gefangen sind, sondern nur ein symbolischer Widerschein oder Schatten des echten Wir, das den erhabenen Äonen angehört? Was wäre schließlich, wenn – eingedenk der Tatsache, dass alle Existenz Bewusstsein ist – die „Schattenkopien“ ein Eigenleben entwickelt haben und sich für die Originale halten? Ganz wie es in dem Lied „Me and My Shadow“ heißt: „Ich und mein Schatten laufen die Straße entlang …“ Diese Gedanken dürften einer näheren Betrachtung wert sein.
Geisteskranker „Gott“ des „grenzenlosen Chaos“
Die Gnostiker beschrieben Jaldabaoth als wahnsinnig und gaben ihm den Beinamen „der Blinde“. Mitunter nannten sie ihn auch „Samael“, was etwa „Gott der Blinden“ bedeutet, oder „Saklas“, „der Törichte“ (Abb. 88).

Abb. 88: „Der blinde Gott / der Törichte“ – So beschrieben die Gnostiker den Demiurgen / Jaldabaoth.
Ich werde ihn fortan als den Demiurgen bezeichnen.
Den gnostischen Manuskripten zufolge wusste der Demiurg nichts von seiner „Mutter“ Sophia, die ihn erschaffen hatte, und suchte sie in der „materiellen“ Welt (niedrig schwingende Energie), die durch Sophias geistiges und emotionales Trauma manifest geworden war. „Er“ glaubte, die physische Dimension sei allein sein Werk gewesen, und dass alles, was existiert, in ihm vereint war. Allerdings wurde er eines Besseren belehrt. „[Er] öffnete seine Augen. [Er] sah eine große, grenzenlose Materie. Und [er] wurde eitel und sprach: ,Ich bin Gott, und es gibt keinen anderen außer mir.‘“ (Aus dem Text „Das Wesen der Archonten“.)
Hier liegt der Ursprung jener zornigen, blutdürstigen Gottheit, die beharrlich behauptet, sie sei der „einzige Gott“. Die Gnostiker setzten den Demiurgen mit Jahweh / Jehowa gleich, dem garstigen „Gott“ des Alten Testaments, der laut Bibel sprach: „Ich bin der Herr, und sonst ist keiner; denn außer mir ist kein Gott.“ (Jesaia 45,5) Der Demiurg und der grausame „Gott“ des Alten Testaments sind ein und derselbe Typ! (Abb. 89)

Abb. 89: „Demiurg – Jaldabaoth – Samael – Satan / Teufel – Jahweh / Jehowa“ – Verschiedene Namen, dieselbe Macht.
Im Folgenden bekommen Sie einen kleinen Eindruck von dem Burschen (3. Mose 26):
Werdet ihr aber auch dadurch noch nicht zum Gehorsam gegen mich gebracht, sondern mir trotzig begegnen, so will ich auch euch mit grimmigem Trotz begegnen und euch siebenfältig strafen um eurer Sünden willen, dass ihr eurer Söhne und Töchter Fleisch fressen müsst! Und ich will eure Höhen vertilgen und eure Sonnensäulen abhauen und eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen. […] Euch aber will ich unter die Heiden zerstreuen und das Schwert hinter euch herausziehen, dass euer Land zur Wüste und eure Städte zu Ruinen werden.
Richtig netter Kerl. In Wirklichkeit ist „er“ natürlich überhaupt kein „Kerl“, sondern ein Symbol für ein schwer deformiertes und invertiertes Gewahrsein, das völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist und den Rest der Schöpfung in denselben zerrütteten Zustand bringen will – „Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach unserem Gleichnis“ (1. Mose 1,26) und all das. Große Religionen verehren diese Macht – würg – als ihren Gott. Bei dem „Es werde Licht“-Gott der Genesis, der „die Welt in sieben Tagen erschuf“, handelt es sich nicht um das Unendliche Gewahrsein, das seiner selbst gewahr ist, sondern um den demiurgischen Schöpfer unserer illusionären Realität, die der im Film „Matrix“ beschriebenen holografischen Simulation verblüffend ähnelt. Das erinnert mich an die Fernsehserie „Per Anhalter durch die Galaxis“, in der es hieß: „Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.“ Im Neuen Testament gibt es übrigens durchaus einige Bezüge zum Unendlichen Gewahrsein. Das erklärt den hanebüchenen Gegensatz zwischen dem wütenden, hasserfüllten Gott des Alten Testaments und dem etwas warmherzigeren Schöpfer, den das Neue Testament beschreibt. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass beide Schriften in höchstem Maße irreführend sind.
Die im Alten Testament enthaltenen Texte wurden umfangreichen Manipulationen unterzogen, um den von den Gnostikern beschriebenen Demiurgen in einen allmächtigen Gott zu verwandeln, den Milliarden Menschen verehren – sei es als Christ, Jude oder Moslem. Zu den zahlreichen Bezeichnungen, die dem Demiurgen verpasst wurden, zählen auch „Teufel“ und „Satan“. Anhänger der großen Religionen verdammen die Teufelsanbetung, während sie demselben deformierten Gewahrsein huldigen – nur unter einem anderen Namen und Persönlichkeitsprofil. Dass die Welt verrückt ist, erwähnte ich schon? Sie alle beten die Schattenmächte an, die für Chaos und die Zerstörung jedes Gleichgewichts stehen. In der Nag-Hammadi-Schrift „Über den Ursprung der Welt“ heißt es:
Von dort aber trat eine Kraft in Erscheinung über der Finsternis. Aber die Kräfte, die nach ihnen entstanden sind, nannten den Schatten „das grenzenlose Chaos“.
Die Verfasser sprechen nicht etwa von der menschlichen Gesellschaft, oder? Ganz bestimmt nicht – hier gibt’s ja kein Chaos.
Die Texte von Nag Hammadi bringen unsere Realität mit der „Hölle“, dem „Abgrund“ und der „äußeren Finsternis“ in Zusammenhang, in der die gefangenen Seelen von Dämonen gequält und manipuliert werden. Über den Seinszustand in den niederen Äonen heißt es im „Tractatus Tripartitus“: „Deswegen fielen sie hinab in die Grube der Unwissenheit, welche genannt wird ,die Finsternis, die draußen ist‘ und ,das Chaos‘ und ,die Unterwelt‘ und ,der Abgrund‘.“ Die Unterwelt, die hier erwähnt wird, ist nicht mit dem Bereich zu verwechseln, den die Gnostiker „die Mitte“ nennen: ein „Raum“ zwischen den erhabenen und den niederen Äonen. Er wird als ein Zustand zeitweiliger „Nichtexistenz“ beschrieben, in dem die Seele auf ihre Wiederverkörperung wartet oder aber aufgrund ihrer Unwissenheit und niedrigen Schwingung festsitzt. Das erinnert an die aus dem römisch-katholischen Glaubenssystem bekannte Vorstellung vom Fegefeuer – einem „Ort oder Zustand vorübergehender Qualen und Nöte“.
Das als „Sophia“ bezeichnete Gewahrsein soll sich, nachdem es Chaos und Verfälschung erschaffen hatte (den Demiurgen bzw. Jaldabaoth), in jener Zwischenwelt aufgehalten haben. Ich sollte betonen, dass auch dieser mittlere Bereich – wie die niederen Äonen insgesamt – eine Falle des Demiurgen darstellt, die wir umschiffen bzw. der wir entkommen können. Die Gnostiker verwenden für den Ausbruch aus der Wahrnehmungsfalle den Begriff Auferstehung. Wie wir das bewerkstelligen und den demiurgischen Käse hinter uns lassen können, werde ich später ausführlich erläutern.
Die „Agent Smith“-Archonten
In den „Matrix“-Filmen gibt es spezielle, als „Agenten“ bezeichnete Computerprogramme, die in die vorgetäuschte Realität der Matrix eingeschleust werden und dort in menschlicher Gestalt auftreten. Ihre Aufgabe ist es, das Kontrollkonstrukt zu überwachen und diejenigen aufzuspüren, die die Illusion durchschaut haben. Ihr Anführer, Agent Smith, fertigt an einem bestimmten Punkt unzählige Kopien seiner selbst an, die ihm wie aus dem Gesicht geschnitten sind und sich auch genau wie „er“ verhalten (Abb. 90).

Abb. 90: Die Archonten sind „Software“-Kopien der demiurgischen Verfälschung – in derselben Weise, wie Agent Smith ein repliziertes Computerprogramm war.
Jedes Mal, wenn ich in den Nag-Hammadi-Schriften davon las, wie der Demiurg Untergebene zur Bewachung der Ein- und Ausgänge der niederen Äonen erschuf, musste ich unwillkürlich an die Figur des Agent Smith denken. Bei den Gnostikern heißen die Kopien bzw. Untergebenen „Archonten“; der Demiurg ist der „Herr der Archonten“. Hier erkennen wir die Ursprünge der biblischen Begriffe „Herr“ bzw. „Herrgott“ und einer Vielzahl verwandter Bezeichnungen wie etwa „Herr der Dunkelheit“ oder „Herr der Zeit“. Häufig finden wir Darstellungen des Demiurgen / der Archonten in der Pop- und Filmkultur, beispielsweise als Darth Vader oder in der Gestalt des bösen Herrschers Dormammu, der im Marvel-Comic „Dr. Strange“ über die „dunkle Dimension“ gebietet und auch die „irdische Dimension“ unterwerfen will. Da „seine Kräfte und sein Verjüngungsprozess an Hitze und Feuer gebunden“ sind, lässt sich seine Macht durch Entzug dieser Elemente – nämlich des leuchtenden Feuers des Demiurgen / der Archonten – untergraben (Abb. 91).

Abb. 91: „Dormammu [der Demiurg] der ‚dunklen Dimension‘ / ,Gesandter des Herrn des Chaos‘“ – Die demiurgische Verzerrung und ihr Verlangen nach Chaos ist in Spielfilmen und der Science-Fiction-Literatur viele Male dargestellt worden.
Oftmals wissen die Autoren, was sie da beschreiben; aus anderen spricht eine Art unterbewusstes Seelengedächtnis, das per Vorstellungskraft Form annimmt. Im Englischen verweisen Begriffe wie „archangel“ (Erzengel) oder „archbishop“ (Erzbischof) auf die Archonten. Wir begegnen ihnen in Gestalt des „Allmächtigen Baumeisters aller Welten“ (engl.: „Great Architect of the Universe“), dem freimaurerischen Äquivalent eines Schöpfergottes – derselbe Titel übrigens, mit dem die Gnostiker den Demiurgen bezeichneten! Auch der Erschaffer der Matrix in der gleichnamigen Filmtrilogie wurde nicht zufällig „der Architekt“ genannt (Abb. 92).

Abb. 92: „Der Architekt – Baumeister der Matrix“ – Der Architekt: der Schöpfer der Matrix in der gleichnamigen Filmtrilogie. Die Freimaurer bezeichnen ihren „Gott“ als „allmächtigen Baumeister aller Welten“ – das ist einer der Titel, den die Gnostiker dem Demiurgen gaben.
Um zu verstehen, womit wir es eigentlich zu tun haben, ist es wichtig, dass wir die Archonten nicht in einem menschlichen Sinn personifizieren. Da der Demiurg über keine kreative Vorstellungskraft verfügt, bleibt ihm nur, die erhabenen Äonen zu imitieren. Die Wesen, die die Gnostiker Archonten nannten, sind Erweiterungen oder Kopien des demiurgischen Gewahrseins. Damit ahmt der Demiurg die Emanationen nach, die dem seiner selbst gewahren Unendlichen Gewahrsein der erhabenen Äonen entspringen; doch sind die demiurgischen Kopien im Vergleich zu Letztgenannten ungleich minderwertiger. Die Archonten sind gestaltlose energetische Seinszustände, die das demiurgische Original widerspiegeln. Sie sind keine Außerirdischen, wie wir sie uns üblicherweise vorstellen; doch sie können Gestalt annehmen und durch den Prozess der „Besetzung“, der schon im Altertum beschrieben worden ist, in den mentalen und emotionalen Kern anderer Lebewesen eindringen. In manchen gnostischen Schriften werden sie als „die Gestaltlosen“ bezeichnet. Ich benutze die Begriffe „demiurgisch“ und „archontisch“, um einen deformierten, invertierten und fundamental aus dem Gleichgewicht geratenen Gewahrseinszustand zu beschreiben. Denken Sie an einen Virus, der, ähnlich wie ein Computervirus, seine Opfer befällt und deren Wahrnehmungen verzerrt (Abb. 93).

Abb. 93: Wie ein Computervirus infiziert die demiurgisch-archontische Verfälschung das Gewahrsein und das energetische Gleichgewicht.
Während sich das archontische Denken in erster Linie durch bestimmte nichtirdische Gruppierungen ausdrückt (ob extraterrestrischer Natur oder nicht), umfasst sein menschlicher Arm – die „Elite“ bzw. „das eine Prozent“ – Königshäuser, die Finanzaristokratie der Superreichen und einige weitere Kräfte. Hinzu kommt eine weitaus größere Zahl menschlicher Helfershelfer. Im Verlauf dieses Buches werde ich den Hintergrund sowohl der nichtirdischen Mächte als auch der irdischen Elite erläutern. Wir werden noch genau beleuchten, wer sich hinter der Letztgenannten verbirgt; bis dahin werde ich, wenn ich mich auf die archontischen Familien und das in die globale Gesellschaft eingebettete Netzwerk der Geheimgesellschaften beziehe, einfach von der „Elite“ sprechen. Als „archontisch“ bezeichne ich jedes Individuum und jedes Werkzeug, das den Bestrebungen der Archonten dient. Der aus dem Griechischen stammende Begriff „archon“ bedeutet „Herrscher“, „Prinz“, „Obrigkeit“ und „vom Anfang her“. Jede Kultur hat für die Archonten eigene Namen. Im Islam sind sie, wie schon im vorislamischen Arabien, unter der Bezeichnung „Dschinn“ bekannt. Das Christentum spricht von „Dämonen“ oder „gefallenen Engeln“. Das christliche Pendant zum Demiurgen ist „Satan“, dem die dämonischen Heerscharen unterstehen (in den gnostischen Texten werden die Archonten und ihre Sprösslinge als Dämonen bezeichnet). Christen nennen Satan auch den „Dämon der Dämonen“ (Archont der Archonten) oder den „Täuscher“ – ein Spitzname, den er mit dem Demiurgen teilt.
Die Gnostiker sagen, der Demiurg und seine Archonten besäßen keine „ennoia“. Der Begriff wird für gewöhnlich mit „Intentionalität“ (Absichtlichkeit) übersetzt; ich bevorzuge allerdings den Ausdruck „kreative Vorstellungskraft“. Diese Aussage ergibt insofern einen Sinn, als jemand, der von der schöpferischen Kraft des seiner selbst gewahren Unendlichen Gewahrseins derart abgeschnitten ist, einer kreativen Betätigung nicht fähig ist. Ihm bleibt lediglich die Möglichkeit, Bestehendes zu verdrehen und zu verformen; mit einem Stift und einem leeren Blatt Papier könnte er jedoch, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn, nichts anfangen.
Lassen Sie uns bei diesem wichtigen Gedanken einen Augenblick verweilen. Die archontische Macht kann nur in dem Sinn „schöpferisch“ agieren, „etwas aus etwas anderem“ zu erschaffen; sie ist jedoch nicht in der Lage, etwas „aus dem Nichts“ hervorzubringen. In den gnostischen Schriften wird dieser Sachverhalt ebenso beschrieben wie der archontische Neid auf die Menschen. Er rührt daher, dass wir noch immer mit der Quelle verbunden sind, sodass wir – zumindest zu einem gewissen Grad – über die schöpferische Gabe verfügen. Die Archonten haben die menschliche Kreativität manipuliert und die Menschheit auf diese Weise dazu gebracht, ihr eigenes Gefängnis zu errichten. Das wird im weiteren Verlauf noch mehr als deutlich werden. Die von den Gnostikern beschriebenen Archonten würden wir heute etwa mit Cyborgs vergleichen: einer roboterhaften Spezies, die über „künstliche Intelligenz“ verfügt und „imitieren, aber nicht innovieren“ kann. Die Gnostiker bezeichneten das als „heimtückisches Nachahmen“. Wenn wir später auf die allerorten sichtbar werdende transhumanistische Agenda zu sprechen kommen, wird das Konzept der künstlichen Intelligenz archontischer Prägung eine zentrale Rolle spielen – denn sie bildet die Grundlage dieser Entwicklung. Wann immer es darum geht, andere hinters Licht zu führen oder Traumbilder und Illusionen zu erschaffen, werden die Archonten als absolute Könner beschrieben. Sie würden sich dabei einer Methode bedienen, die die Gnostiker „Hal“ nannten. Gemeint ist eine virtuelle Realität – nämlich die digitale, holografische Simulation, die die Menschen für die natürliche Welt halten. Dieselbe Begabung zur Täuschung sagt man auch den Dschinn des arabischen Raums nach. Die Gnostiker bezeichneten die Archonten als Verstandesparasiten, Umkehrer, Wächter, Torwächter, Hinderer, Richter, Erbarmungslose und Täuscher. Sie würden darauf aus sein, „die Menschheit über die Wahrnehmung niederzuringen“; auf ihrer Agenda stünden „Angst und Versklavung“. Kommt Ihnen davon, wenn Sie die Gesellschaft betrachten, irgendetwas bekannt vor?
Der gesamte Kosmos ist eine Schattenkopie des in den erhabenen Äonen angesiedelten Originals. Seine Pracht und Anmut verschlagen uns daher selbst in der Kopie häufig den Atem. Das „Tractatus Tripartitus“ sagt dazu:
[Die] Dinge […] sind [die] Nachahmungen, Trugbilder, Schatten und Fantasien [der erhabenen Äonen], welche verlassen sind vom Logos und vom Licht […] Im Vergleich […] sind sie wunderschön. Denn das Gesicht des Trugbilds [= der Kopie] empfängt gewöhnlich die Schönheit von dem, dessen Trugbild es ist.
Doch die archontische Macht arbeitet fortwährend daran, die ursprüngliche Schönheit zu verzerren, ins Gegenteil zu verkehren und zu zerstören. Schauen Sie sich um, was mit dem Planeten Erde und seiner Umwelt geschehen ist und weiterhin geschieht. Der Autor John Lamb Lash schrieb in seinem Buch „Not In His Image“, das sich mit den Schriften von Nag Hammadi befasst:
Zwar können die Archonten, da ihnen der göttliche Aspekt der Ennoia (Intentionalität) fehlt, nichts Originäres erschaffen – zu imitieren vermögen sie jedoch mit Vehemenz. Ihre Kompetenz liegt in der Simulation (HAL, virtuelle Realität). Indem er die Fraktalmuster [des Originals] kopiert, formt der Demiurg eine himmlische Welt … Sein Konstrukt ist himmlischer Kitsch, wie die im italienischen Stil gehaltene Villa eines Mafiabosses, inklusive militanter Engel, die sämtliche Eingänge bewachen.
Auf fraktale Muster werden wir noch zu sprechen kommen. Für den Augenblick genügt es festzuhalten, dass sie Bestandteil der Feinstruktur unserer Realität (der uns umgebenden Matrix-ähnlichen Simulation) sind.
Bei den von den Archonten bewachten Portalen handelt es sich um energetische Frequenztore, die aus den niederen Äonen herausführen. Unsere Wirklichkeit des sichtbaren Lichts und der Lichtgeschwindigkeit bildet nur einen Teilbereich der niederen Äonen. Das fortwährende Ziel des Demiurgen besteht darin, das Gewahrsein in einem Reinkarnationskreislauf gefangen zu halten, der sich ausschließlich in den niederen Äonen abspielt. Aufgrund einer gigantischen Wahrnehmungstäuschung verharren die Menschen, wie es in den gnostischen Texten heißt, in einem Zustand spiritueller Unwissenheit und „Vergessenheit“. Warum erinnert sich nur eine vergleichsweise verschwindende Minderheit an „frühere Leben“, die wahre Natur der Realität und daran, woher wir stammen? Sämtliche Erfahrungen werden in der Seele gespeichert, doch geschieht das weitgehend unter Umgehung der verschiedenen Ebenen des Bewusstseins. Die menschliche Gesellschaft ist so strukturiert, dass Unwissenheit und Ignoranz in spirituellen, emotionalen und mentalen Belangen dauerhaft bestehen bleiben. Den gnostischen Texten zufolge wird die Menschheit permanent mittels Ablenkungen und Wahrnehmungsfallen in die Irre geführt – ein Umstand, auf den ich schon hingewiesen habe, lange bevor ich Kenntnis von den Texten hatte: „Aber diejenigen, auf die der widersätzliche Geist [die archontische Verfälschung] herabsteigt, werden von ihm gezogen und in Verirrung gebracht.“ (Apokryphon des Johannes)
Die Redensart von der an den Teufel verkauften Seele hat einen realen Hintergrund. Auch der Ausspruch der amerikanischen Schriftstellerin Amanda Hocking enthält einen wahren Kern: „Wenn du mit dem Teufel tanzt, wird das nicht ihn verändern – sondern dich.“ Oder weniger personifiziert ausgedrückt: Wer sich mit einem Zustand der Schieflage verbindet und darin aufgeht, wird selbst schief werden. Das zu verstehen ist unheimlich wichtig: All die Leute, die die Welt in Politik, Bankwesen, Unternehmen, Medien, Medizin, Wissenschaft usw. lenken, sind ausgewachsene „Tänzer mit dem Teufel“ – Fleisch gewordene Mittler und Handlanger des demiurgischen Denkens. Schauen Sie, wie sie sich verhalten, und vergleichen Sie das mit den Beschreibungen des Demiurgen / der Archonten, die wir in den gnostischen Texten vorfinden. Sie sind Verkörperungen der archontischen Macht in Menschengestalt und erfüllen deren Interessen, Begierden und Bedürfnisse – und nicht die der Menschheit.
Vampir-„Götter“
Da die Archonten von der unendlichen Quelle getrennt sind und folglich über keine Energiequelle verfügen, ist es für sie essenziell wichtig, die Menschen im Wiedergeburtskreislauf gefangen und in spiritueller Unwissenheit zu halten. Ihre Kraft beziehen sie aus der Energie, die andere Lebensformen – darunter die inkarnierten Menschen – erschaffen haben. Doch nicht jede Energieform können sie verwerten. Die Energie muss einem Frequenzband entstammen, das mit dem ihren kompatibel ist. Liebe und Hass erzeugen sehr unterschiedliche Schwingungen (erinnern Sie sich an Masaru Emotos Wasserkristalle). Für den Demiurgen / die Archonten, die in einem von Chaos, Hass, Angst usw. bestimmten Frequenzbereich agieren, bedeutet das, ihre Opfer in dieselbe geistige und emotionale Verfassung hineinzumanipulieren. Nur dann werden sie energetische Frequenzen produzieren, die von den Archonten absorbiert und als Nahrung verwendet werden können (Abb. 94).

Abb. 94: Die archontische Verzerrung ernährt sich von niedrig schwingenden Gedanken und Emotionen, die aus Angst erwachsen.
In der Tat ist die menschliche Gesellschaft mit derartigen Energien angefüllt – nicht zuletzt aufgrund von Angst, Sorgen und Kriegen. Ist das nur purer Zufall? Sie erinnern sich an den „Gott“ (Demiurgen) des Alten Testaments, der pausenlos Krieg und Gewalt einforderte? Nun, das tut „er“ noch immer. Kriegsergebnisse sind für diese Irren weniger wichtig als der kriegerische Akt selbst. Warum kämpfen wir denn? Damit wir nicht aufhören zu kämpfen.
Angst ist der Treibstoff aller archontischen Kontrollsysteme. Der Ursprung der Angst liegt in der demiurgischen Verwerfung. Der Demiurg besteht aus Angst; von der Angst stammt er ab, und er muss, um Energie zur Verfügung zu haben, die anderen dazu bringen, ebenfalls Angst zu produzieren. Im „Dialog des Erlösers“, einer weiteren Nag-Hammadi-Schrift, heißt es explizit: „Wahrlich, die Furcht ist die Macht [der Herrscher].“ Und ihre „Nahrung“ bzw. ihr Unterhalt. Im ersten Teil der „Matrix“-Trilogie hält Morpheus eine Batterie in die Höhe und spricht eine tiefsinnige Wahrheit aus: „Die Matrix ist eine computergenerierte Traumwelt, die geschaffen wurde, um uns unter Kontrolle zu halten – und den Menschen in das hier zu verwandeln.“ (Abb. 95)

Abb. 95: „Die Matrix ist eine computergenerierte Traumwelt, die geschaffen wurde, um uns unter Kontrolle zu halten – und den Menschen in das hier zu verwandeln.“ – Morpheus sprach im Film „Matrix“ eine tiefgründige Wahrheit aus.
Seit vielen, vielen Jahren schon spreche ich über im Unsichtbaren verankerte Mächte, die sich von niedrig schwingenden menschlichen Gedanken und Emotionen ernähren. Entsprechend begeistert war ich, als mir jemand im Jahr 2016 einen Text des österreichischen Philosophen und scharfsinnigen esoterischen Denkers Rudolf Steiner (1861–1925) zusandte. Steiner hatte die Waldorfschulen ins Leben gerufen, in denen die Kinder ermutigt werden, ihr Gewahrsein und ihre Kreativität zu erwecken und zu entfalten, statt sich vom etablierten „Bildungswesen“ programmieren zu lassen. Folgendes schrieb Steiner über Energievampire:
Es gibt in der geistigen Welt Wesenheiten, für die Angst und Furcht, die von dem Menschen ausströmen, wie eine willkommene Nahrung sind. Hat der Mensch nicht Angst und nicht Furcht, dann hungern diese Wesen. Derjenige, der noch nicht tiefer eingedrungen ist, möge das als Vergleich nehmen. Derjenige aber, welcher diese Sache kennt, weiß, dass es sich um eine Wirklichkeit handelt. Strömt der Mensch Furcht und Angst und Kopflosigkeit aus, dann finden diese Wesen eine willkommene Nahrung, und sie werden mächtiger und mächtiger. Das sind feindliche Wesen für die Menschen.
Alles, was sich nährt von negativen Gefühlen, von Angst, Furcht und Aberglauben, von Hoffnungslosigkeit, von Zweifel, das sind in der geistigen Welt dem Menschen feindliche Mächte, die grausame Angriffe auf ihn führen, wenn sie von ihm genährt werden. Daher ist es vor allen Dingen notwendig, dass der Mensch, der in die geistige Welt eintritt, vorerst sich stark mache gegen Furcht, Hoffnungslosigkeit, Zweifelsucht und Angst. Das sind aber gerade Gefühle, die so recht moderne Kulturgefühle sind, und der Materialismus ist geeignet, weil er die Menschen abschneidet von der geistigen Welt, durch Hoffnungslosigkeit und Furcht vor dem Unbekannten diese dem Menschen feindlichen Mächte gegen ihn aufzurufen.
Rudolf Steiner starb 1925. Erst im Jahr 2016 erfuhr ich von der Existenz dieses Textes – in dem das tatsächliche Geschehen präzise beschrieben wird.
Körper und Seele
In den Manuskripten von Nag Hammadi werden viele christliche Motive aufgegriffen und unter einem anderen Blickwinkel betrachtet. Dazu zählt etwa die Erschaffung von Adam und Eva. Auch die gnostische Version von Adam (der in den Schriften als der erste Mensch der niederen Äonen bezeichnet wird) war ursprünglich eine Manifestation der erhabenen Äonen, deren Kopie bzw. Schatten der Demiurg jedoch zu entstellen begann. Der in den erhabenen Äonen beheimatete Adam war wie seine ursprüngliche, den niederen Äonen zugehörige Kopie androgyn. Der Demiurg unterteilte diese Blaupause jedoch in eine männliche und eine weibliche Version. An dieser Stelle kommt die Geschichte von Adam und Eva ins Spiel. Den Gnostikern zufolge sind auch der Demiurg und die Archonten androgyne Wesen: „Und sie sind mannweiblich entstanden, entsprechend dem unsterblichen Typos, der vor ihnen existierte“, lesen wir in der Schrift „Über den Ursprung der Welt“. Im Apokryphon des Johannes heißt es:
Und als alle Gewalten und der erste Archon [der Demiurg] hinschauten […] sahen sie im Wasser [erhabene Äonen] den Typos des Abbilds. Und er sprach zu den Mächten, die bei ihm waren: ,Lasst uns einen Menschen schaffen nach dem Abbild Gottes und nach unserem Bild, damit sein Abbild für uns zu Licht werde.‘ […] Er schuf ein Wesen nach dem Bild des ersten, vollkommenen Menschen.
Für die Gnostiker war der menschliche Körper ein Gefängnis. Der Mensch sei, so sagten sie, ein Funken oder Tropfen derselben Essenz, aus der auch „Gott“ beschaffen ist; doch seien die Menschen zu Gefangenen ihres Körpers geworden. Eines Tages würden sie diesem Kerker entrinnen – ein weiteres Motiv, das sich durch die gnostischen Schriften zieht. Das wahre Gefängnis rührt von der Unwissenheit über das Selbst und die Wirklichkeit her; der Körper spielt dabei jedoch insofern eine entscheidende Rolle, als er die Eingrenzung der Aufmerksamkeit auf das winzige Frequenzband der fünf Sinne ermöglicht. All die Umkehrungen und Verzerrungen, die von der archontischen Macht ausgehen, zielen darauf ab, die menschliche Wahrnehmung im Körper zu verkapseln sowie niedrig schwingende Energien zu generieren, die als Nahrung dienen können. Die Letztgenannten entspringen der Unwissenheit und allen Arten mentaler oder emotionaler Schieflagen, die sich daraus ergeben. Unwissenheit über die wahre Natur des Selbst und der Wirklichkeit kann Angst, Missstimmungen, psychopathische Persönlichkeitsstörungen und Depressionen zur Folge haben, aber auch Konflikte, Kriege und andere Arten gewalttätiger Auseinandersetzungen.
Dem gefangenen Gewahrsein darf man unter keinen Umständen gestatten, sich seiner selbst bewusst zu werden. Es darf nur an ein falsches Selbst glauben – an das Ich-Phantom – und muss sich mit seinen fünf Sinnen identifizieren. Das ewige Bewusstsein als Emanation des Unendlichen Gewahrseins, das sich seiner selbst gewahr ist, erfährt die niederen Äonen über die Seele / den Körper. Die gnostische Aussage, dass Geist (spirituelles Bewusstsein) und Seele zwei verschiedene Instanzen darstellen, deckt sich mit meiner eigenen Sichtweise. „Geist“ bezeichnet das wahre, ewige Selbst, das grenzenlose „Ich“ bzw. das „Eine“; die „Seele“ hingegen ist mit dem Verstand verknüpft (zusammen bilden sie eine minderwertige Version des spirituellen Bewusstseins). Von Menschen, die psychopathisches Verhalten an den Tag legen, sagt man landläufig, sie hätten keine Seele; doch im Sinne der vorstehenden Ausführungen sollte man stattdessen vom fehlenden Geist sprechen.
Die den niederen Äonen zugehörige Seele dient als Vehikel, Ausdrucksformen des spirituellen Bewusstseins in die energetisch dichteren Bereiche zu locken. Es ist die Seele, die durch die Decodierung holografischer Formen innerhalb des sichtbaren Lichts „inkarniert“. Ähnlich wie der Körper stellt auch die Seele eine Falle dar, wenn auch auf andere Art. Das, was viele Nahtoderfahrene in dem Moment zu Gesicht bekommen, da sie das auf die fünf Sinne beschränkte Gewahrsein hinter sich lassen, sind die niederen Äonen der Seelenebene. Sie mögen durchaus wunderbar erscheinen und das Gefühl von Einheit vermitteln – schließlich handelt es sich um die Kopie von etwas Wunderbarem und Ungespaltenem; doch sehen die Betroffenen wirklich die Quelle, der alle Dinge entspringen? Oder erleben sie nur ein „Trugbild“ bzw. einen Schatten derselben?
Da es sich bei den niederen Äonen ursprünglich um (minderwertige) Kopien der erhabenen Äonen handelte, sind sie nicht einfach durch und durch entsetzliche Orte. Noch immer geschehen in der Gesellschaft wunderbare Dinge, und viel Schönes ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. Wie viele Seelen mögen wohl glauben, sich im „Himmel“ der erhabenen Äonen zu befinden, während sie in Wirklichkeit noch immer in den niederen Äonen gefangen sind? Illusionen, die auf Täuschungsmanövern basieren, erfordern in der Regel angenehme Illusionen, um voll wirksam zu sein und das Opfer erfolgreich zu unterjochen. Die Sklaven müssen ihre Knechtschaft lieben, schrieb Aldous Huxley in seinem Roman „Schöne neue Welt“. Die Mehrzahl aller Medien und Hellseher steht mit den niederen Äonen der Seelenebene in Verbindung; relativ wenigen gelingt es, die erhabenen Äonen des Geistes zu kontaktieren, die echte Erleuchtung ermöglichen. Wenn eine medial begabte Person auf die Bühne steigt und sagt: „Ich kriege eine Mary – kennt jemand eine Mary?“, dann kommuniziert diese Person mit den archontischen Ebenen der Seele / des Verstandes. Die Informationsträger, die sie dort erreicht, verfügen im besten Fall über begrenzte Einsichten in die Belange der „jenseitigen“ Welt.
Der gefälschte Geist
Wenn unser Gespür für das Selbst und die Realität von der Seelem / dem Verstand bestimmt wird, verlieren wir den Kontakt zum spirituellen Bewusstsein und geraten unter die Kontrolle der archontischen Ebene – unabhängig davon, ob die Seele gerade inkarniert ist oder nicht. Die Gnostiker berichten, dass die Archonten und Dämonen einen „gefälschten Geist“ erschufen, um die Menschheit mit seiner Hilfe zu täuschen und in die Irre zu führen: „Sie schufen einen gefälschten Geist, der dem Geist, der herabgestiegen war, gleicht, um so die Seelen durch ihn zu verunreinigen“, lesen wir im Apokryphon des Johannes. Die sogenannten „Rassen“, aus denen sich die Menschheit zusammensetzt, sind verschiedene informationscodierte Energiefelder, die die Wirklichkeit auf verschiedene Weise erfahren. Die Wahrnehmung und damit auch das Verhalten resultieren aus dem so codierten Wirklichkeitssinn. Die menschlichen Rassen sehen unterschiedlich aus, da sie verschiedenen genetischen Ursprungs sind, der sich wiederum auf unterschiedliche außerirdische Gruppierungen zurückführen lässt. Doch der „gefälschte Geist“ wurde gegen alle Rassen gleichermaßen eingesetzt. Er befiel den Körper / den Intellekt / die Seele, manipulierte deren Wahrnehmung und trennte den Menschen vom Geist. Im letztgenannten Punkt lag der Hauptzweck des Imitats: Körper / Intellekt / Seele vom wahren Geist der erhabenen Äonen zu isolieren.
In der Bibel wird die Infizierung des Fünf-Sinne-Körpers / Intellekts durch das Narrativ der Gottessöhne beschrieben, die mit den Menschenfrauen schliefen. Die Idee der „Erbsünde“ könnte sich durchaus auf die Verunreinigung des menschlichen Körpers bzw. biologischen Energiefelds durch den „gefälschten Geist“ der „Söhne“ (Archonten bzw. Dämonen) „Gottes“ (des Demiurgen) beziehen. Bei diesem Kreuzungsvorgang spielten, wie ich später erläutern werde, auch archontisch besetzte Außerirdische eine entscheidende Rolle, die reptiloide und andere Erscheinungsformen annehmen können. Das Apokryphon des Johannes besagt:
Er [Jaldabaoth / der Demiurg] sandte seine Engel [die Archonten / Dämonen] zu den Töchtern der Menschen, damit sie sie für sich selbst nähmen und eine Nachkommenschaft erwecken würden zu ihrem Vergnügen. Und beim ersten Mal hatten sie keinen Erfolg.
Als sie keinen Erfolg hatten, versammelten sie sich wiederum und fassten zusammen einen Plan […] Und die Engel änderten sich in ihrem Aussehen entsprechend dem Aussehen ihrer Paargenossen, wobei sie sie mit dem Geist der Finsternis füllten, den sie für sie gemischt hatten, und mit Schlechtigkeit […] Und sie nahmen Frauen und zeugten Kinder durch die Finsternis nach dem Bild ihres Geistes.
Wir kennen dieses Motiv in etwas anderer Form aus dem Alten Testament. Im Philippusevangelium, einem weiteren Nag-Hammadi-Text, wird diese Art der Besessenheit erläutert:
Die Gestalten der unreinen Geister sind männliche und weibliche. Die Männlichen sind die, die sich mit den Seelen vereinigen, welche in einer weiblichen Gestalt wandeln […] Wenn die törichten Männer [Dämonen] eine allein lebende schöne Frau sehen, beschwatzen sie sie und nötigen sie, weil sie sie beflecken wollen.
Im Apokryphon des Johannes wird beschrieben, wie das sexuelle Verlangen eingeschleust wurde, damit der gefälschte Geist fortwährend Kopien seiner selbst erzeugen kann:
Und er [Jaldabaoth] pflanzte sexuelle Begierde in die, die zu Adam gehört. Und er erweckte durch den Beischlaf die Bilder der Körper, und er regte sie an mit seinem gefälschten Geist.
Der Vorgang der energetischen Verzerrung speist sich aus niedrig schwingender sexueller Energie. Das erklärt eine Menge, wenn man die heutige Gesellschaft betrachtet. Über das Körper- / Seele-Konstrukt soll unsere Wahrnehmung eingeschränkt und in Illusionen verstrickt sowie der Einfluss des Geistes (des Unendlichen Gewahrseins) gekappt werden. So werden wir zu Gefangenen der niederen Äonen, die sich mit ihrem Körper oder bestenfalls mit ihrer Seele identifizieren. „Dies ist die Höhle der Neubildung des Körpers, mit dem die Räuber [die Archonten / Dämonen] den Menschen bekleidet haben, die Fessel des Vergessens. Und er wurde ein sterblicher Mensch“, heißt es im Apokryphon des Johannes. Der menschliche Körper wird als „Lichtabschirmung“ bezeichnet, die das Gewahrsein des Körpers / Intellekts vom erweiterten Gewahrsein abschirmt und den Körper in ein Gefängnis verwandelt. Weiter lesen wir:
Und ich ging hinein in die Mitte ihres Gefängnisses, welches das Gefängnis des Körpers ist. Und ich sagte: „Der, der hört, stehe auf von seinem tiefen Schlaf.“ […] Und ich sprach: „Ich bin […] reinen Lichtes […] Stehe auf und […] folge deiner Wurzel – das bin Ich [das erweiterte Gewahrsein] –, und hüte dich vor den Engeln der Armut [den Archonten] und den Dämonen des Chaos und all denen, die dich umgarnen, und hüte dich vor dem tiefen Schlaf und der Einzäunung der Innenseite der Unterwelt!“
Man kann den Vorgang bildhaft beschreiben, indem man sich einen Menschen vorstellt, der an einem Computer arbeitet: Der Computer (Körper / Intellekt) wird von der Person isoliert, die ihn mittels Maus und Tastatur bedient (erweitertes Gewahrsein); anschließend übernimmt an ihrer Stelle ein Virus (gefälschter Geist) die gesamte Entscheidungsfindung (Abb. 96).

Abb. 96: Die Kontrolle der Massen basiert darauf, den Körper / Intellekt vom Einfluss des erweiterten Gewahrseins abzuschneiden, das jenseits der „schlechten Kopie“ angesiedelt ist. Das ist praktisch so, als würde man die Verbindung eines Computernutzers zu seinem Computer kappen.
Wenn wir unsere Verbindung mit dem höheren Bewusstsein bewahren und gleichzeitig den archontischen Virus abwehren, sind wir hinsichtlich unserer Wahrnehmung zwar in der Welt der fünf Sinne, jedoch nicht von ihr (Abb. 97).

Abb. 97: Wenn wir uns aus der Wahrnehmungskontrolle der archontischen Illusion befreien, kommen wir wieder mit dem Einfluss und dem Gewahrsein unseres wahren, Unendlichen Selbst in Berührung. Die Welt sieht dann ganz anders aus.
Ist die Verbindung erst einmal gekappt, kann der Eindruck entstehen, dass neben der Fünf-Sinnes-Realität gar nichts anderes existiert – und wir lediglich ein Bestandteil derselben sind. Im Apokryphon des Johannes wird beschrieben, wie die Archonten die Menschheit fortgesetzt in Versuchung führen, damit sie ihre unveränderliche „Pronoia“ bzw. ihr wahres, jenseits der Illusionen angesiedeltes Selbst vergessen.
Die Gnostiker bezeichnen den Körper häufig als „Gewand“, das dem höheren Bewusstsein (Geist) angelegt wird. „Zuerst musst du das Kleid zerreißen, das du trägst, das Gewebe der Unwissenheit, die Grundlage der Schlechtigkeit, die Fessel des Verderbens, den finsteren Kerker, den lebendigen Tod, […] das Grab, das du mit dir herumträgst …“, heißt es im siebten Traktat des Corpus Hermeticum. Der Begriff „Körper“ schließt die Seele, aus der der „physische“ Leib durch holografische Decodierung entsteht, mit ein. Aus Sicht der gnostischen Schriften ist der Körper ein Gefäß, das eigens zur Wahrnehmungskontrolle geschaffen wurde (d. h. um die Menschen in Unwissenheit zu halten). Die Archonten besäßen den menschlichen Körper nicht nur, sondern würden obendrein fortwährend auf ihn einwirken, etwa durch die Beeinflussung der geistig-emotionalen Verfassung einer Person oder ganz direkt über Hunger, Begierden, Krankheiten usw. Dem können wir nur Einhalt gebieten, indem wir unser Gewahrsein erweitern und uns mit dem höheren Bewusstsein (Geist) identifizieren, sodass dieses in das Körper- / Seele-Konstrukt einströmen und alles korrigieren kann. Im Apokryphon des Johannes können wir nachlesen, welche Konsequenzen die von den Archonten verursachte Unwissenheit nach sich zieht:
Und sie zogen die Menschen, die ihnen gefolgt waren, in große Schwierigkeiten, wobei sie sie in die Irre führten durch viele Irrtümer. Sie [die Menschen] wurden alt, ohne Muße zu haben. Sie starben, ohne die Wahrheit gefunden zu haben und ohne den Gott der Wahrheit erkannt zu haben.
Und so wurde die ganze Schöpfung versklavt für immer, von der Grundlegung der Welt bis jetzt. Und sie nahmen Frauen und zeugten Kinder durch die Finsternis nach dem Bild ihres Geistes. Und sie verschlossen ihre Herzen, und sie verhärteten sich selbst durch die Härte des gefälschten Geistes bis jetzt.
So geschieht es noch immer. Der Aspekt des verschlossenen Herzens ist entscheidend, denn genau darin liegt der Grund für den Zustand der heutigen Welt. Die Rede ist vom Verschließen des Herzchakras, über das wir mit dem Geist der erhabenen Äonen verbunden sind und das es uns ermöglicht, Mitgefühl, Empathie und Liebe zu empfinden – in einem uneingeschränkten, egofreien Sinn. Das Herzchakra kann durch den psychopathischen Charakter des gefälschten Geistes oder aber durch Ängste und Traumata verschlossen werden. Im letztgenannten Fall spricht man oft von „Herzschmerz“ oder einem „gebrochenen Herzen“. Besonders schnell schließt sich das Herz durch Hass. Das ist der Grund, warum man hasserfüllte Menschen als „herzlos“ bezeichnet. Ein Zustand außergewöhnlich heftigen Grams kann das Herzchakra so sehr in Mitleidenschaft ziehen, dass sich die energetische Verwerfung auf das „physische“ (holografische) Herz überträgt und die betroffene Person „an gebrochenem Herzen stirbt“.
Während das Gehirn dem Verstand zugeordnet ist und ein Instrument zur Informationsverarbeitung darstellt, ist das Herz der Sitz des höheren Bewusstseins (d. h. des Geistes) bzw. der Ort, in dem unsere Verbindung mit dem Letztgenannten verankert ist. Verliert man diese Verbindung (indem man sein Herz verschließt), zieht sich das Gewahrsein in den Körper / Intellekt der Fünf-Sinnes-Realität zurück (Abb. 98).

Abb. 98: Ein Körper / Intellekt, der die Verbindung zum Unendlichen Gewahrsein aufrechterhält, ist in dieser Welt, aber nicht von ihr. Ohne diese Verbindung hingegen ist der Körper / Intellekt in und von dieser Welt.
Was sagt dir dein Verstand? Was sagt dir dein Herz? Mit diesen Fragen werden Menschen häufig konfrontiert, doch die Antworten fallen in beiden Fällen selten identisch aus. Herz und Verstand stehen mit sehr unterschiedlichen Ebenen des Gewahrseins in Verbindung. Das amerikanische HeartMath-Institut hat bei der Erforschung der multidimensionalen Natur des Herzchakras Pionierarbeit geleistet. Wie die Forscher herausfanden, wird im Herzen das stärkste elektromagnetische Feld des gesamten Körpers erzeugt. Es führen mehr Nervenfasern vom Herzen zum Hirn als umgekehrt. Das Herz verfügt über ungefähr 40.000 Nervenzellen, die den Neuronen des Gehirns ähneln. Das ist das „heart brain“ (Herz-Gehirn), dem eine Art von Intelligenz innewohnt, die der rein intellektuellen Intelligenz des Gehirns weit überlegen ist. Das Gehirn denkt, doch das Herz weiß. Das ist der Unterschied zwischen intuitivem Wissen und dem Bemühen, alle Probleme allein durch das Denken zu lösen. Die Tatsache, dass das Herz „weiß“, erklärt sich daraus, dass es mit jener Ebene des Gewahrseins in Verbindung steht, die buchstäblich „weiß“. Das Hirn bzw. der Verstand hingegen müssen eben deshalb denken, weil sie nicht wissen – und sich die Antworten folglich nur selbst erarbeiten können.
Untersuchungen des HeartMath-Instituts haben ergeben, dass der Mensch in einen Zustand erweiterten Gewahrseins verfällt, wenn sich die elektromagnetischen Verknüpfungen zwischen Herz, Gehirn und zentralem Nervensystem im Gleichgewicht und Einklang befinden. Das Gegenteil geschieht, sobald das Gleichgewicht durch mentale oder emotionale Problemlagen wie Sorgen oder Angst gestört wird. Unsere archontische Gesellschaft ist so beschaffen, dass permanent Gefühlslagen letztgenannter Art geweckt werden. Der „gefälschte Geist“, der den menschlichen Körper / Intellekt befallen hat, erfährt dadurch eine ständige Stärkung, sodass Wahrnehmung und Verhalten zunehmend von ihm dominiert werden. Wir verfügen buchstäblich über zwei Gemüter: Eines erwächst aus unserem ureigenem Bewusstsein – dem „Herzbewusstsein“ –, das andere aus dem „gefälschten Geist“. Das Herzbewusstsein schenkt uns Empathie, Mitgefühl und Liebe im wahrsten Sinn dieser Worte; der gefälschte Geist hingegen gebiert Selbstbezogenheit, Hass und Gewalt und verwandelt uns in herzlose Geschöpfe. Er ist es auch, der unaufhörlich in unserem Kopf plappert und uns Ängste, Sorgen, Ärger und alle möglichen „Was ist, wenn?“-Gedanken schickt. Wenn Sie sich einmal still hinsetzen und dem Wortschwall einfach nur lauschen, werden Sie feststellen, dass das gar nicht Sie sind. Sie sind der, der dem Geplapper zuhört.
Die Decodierungssysteme des Körpers sind auf die fünf Sinne und das absurd schmale Frequenzband des sichtbaren Lichts beschränkt, weil das absichtlich so eingerichtet worden ist. Der Körper wurde als Kerker für die Wahrnehmung entworfen und die sichtbare Realität – selbstredend – so weit wie möglich eingeschränkt, nicht unähnlich den Gefangenen aus Platons Höhlengleichnis, die stets nur in eine Richtung schauen konnten. Wie sollen wir, wenn wir unser Gewahrsein nicht über den Tellerrand des sichtbaren Lichts hinaus erweitern, den Zustand der Unwissenheit jemals hinter uns lassen? Dasselbe gilt für unsere begrenzte Lebensspanne, die meiner Vermutung nach im menschlichen Genom codiert ist. Würden wir ein ordentliches Stück länger leben, hätten wir wesentlich bessere Chancen herauszufinden, was auf unserem Planeten wirklich vor sich geht. Man kann Menschen nur dadurch in einem Zustand äußerster Unwissenheit (und damit unter Kontrolle) halten, dass man ihnen den Zugang zu jeder Art von Wissen verwehrt – ausgenommen lediglich die Art von Kenntnissen, die sie benötigen, um den Interessen der Schattenmächte zu dienen (Abb. 99).

Abb. 99: Verweigere einer Zielperson den Zugang zu Wissen, und sie wird in einem Gefängnis aus Unwissenheit enden.
Die Sache mit dem Schicksal
Im ersten Teil der „Matrix“-Trilogie fragt Morpheus: „Glaubst du an das Schicksal, Neo?“ Seine Antwort lautet Nein, und er erklärt, dass ihm die Vorstellung nicht gefällt, sein Leben nicht in der Hand zu haben. Doch solange wir nicht aus unserem Gefängnis der Unwissenheit ausbrechen und unseren Aufmerksamkeitsbrennpunkt – und unser Selbstverständnis – vom Ich-Phantom des Körpers / Intellekts auf die Ebene des Unendlichen Selbst und des spirituellen Geistes verlagern, liegen die Geschicke unseres Lebens tatsächlich nicht in unseren Händen. Tag für Tag werden wir durch eine Flut von Wahrnehmungsmanipulationen gesteuert, deren zahllose Varianten ich seit fast 30 Jahren bloßstelle.
Für die Gnostiker bildete die Astrologie – die Lehre vom Einfluss der Gestirne – eine der Hauptsäulen des Kontrollsystems. Die etablierte Wissenschaft lehnt die Idee der Horoskope und ihrer Auswirkungen auf das Verhalten und die Erfahrungen der Menschen rundweg ab. Hier sehen wir ein weiteres Beispiel für das Akademikermotto „Was wir nicht erklären können, funktioniert auch nicht“. Doch Astrologie funktioniert und wird dazu benutzt, Wahrnehmungen und das „Schicksal“ zu beeinflussen. Rund um den Erdball bin ich Astrologen begegnet, die in den Diensten global agierender Firmenbosse stehen. Sie helfen ihnen etwa, das optimale Zeitfenster zur Einführung eines neuen Produkts zu ermitteln oder ein Übernahmeangebot auf den Weg zu bringen. Doch obwohl Manager dieses Kalibers genau um die Wirksamkeit der Astrologie wissen, würden sie niemals öffentlich zugeben, dass sie daran glauben.
Warum Astrologie funktioniert, ist leicht einzusehen: Himmelskörper und Sterne sind holografische Repräsentationen kosmischer Kräfte. Wenn alle Existenz Gewahrsein und Information ist, zählen auch Planeten und Sterne dazu. Jenseits des Frequenzbereichs der fünf Sinne, innerhalb dessen wir die Gestirne als „physisch“ wahrnehmen, bilden sie energetische Informations- bzw. Gewahrseinsfelder, die mit dem kosmischen Internet in Wechselwirkung stehen. Dieser energetische Austausch von Informationen wirkt sich sowohl auf die kosmischen als auch auf die Planetenfelder aus. Besonders groß ist der summarische Einfluss auf das kosmische Feld dann, wenn die Planeten in bestimmten Beziehungen zueinander stehen – Konjunktion, Quadrat, Trigon usw. (Abb. 100).

Abb. 100: Planeten und Sterne sind Informationsfelder, die fortwährend das kosmische Feld beeinflussen, mit dem wir uns im ständigen Austausch befinden.
Auch die Menschheit interagiert mit diesem Feld. Wenn es sich verändert, wirkt sich das auch auf uns aus – mit potenziell spürbaren Konsequenzen. Der Moment unseres Eintritts in den Lebenszyklus (also der „Zeitpunkt“ der Geburt bzw. – nach Auffassung einiger Astrologen – der Empfängnis) entscheidet darüber, wie diese Auswirkungen genau aussehen werden, da uns der in diesem Augenblick herrschende Informationsgehalt des kosmischen Feldes eingeprägt wird. Als ich am 29. April 1952 geboren wurde, absorbierte ich eine Momentaufnahme des kollektiven Feldes. Für jeden Menschen bzw. für jeden Zeitpunkt hat dieser Schnappschuss einen anderen Charakter. Dementsprechend werden wir auch von den astrologischen Konstellationen, die unser Leben begleiten, in Abhängigkeit von unserer individuellen „astrologischen Blaupause“ unterschiedlich beeinflusst (Abb. 101).

Abb. 101: Wenn sich das kosmische Feld verändert, sind wir in der gleichen Weise davon betroffen, wie Fische von Veränderungen des Ozeans beeinflusst werden.
Ausgehend von dem Prinzip „Wie oben, so unten“ bedeutet die holografische Natur unserer Wirklichkeit auch, dass wir selbst ein Miniatursonnensystem bzw. -universum darstellen. Inneres und äußeres Universum stehen dabei in ständiger Wechselwirkung. Der Zweck der Astrologie besteht darin, aus den Konstellationen herauszulesen, welcher Art die Einflüsse und Wirkungen aller Wahrscheinlichkeit nach sein werden. Während ich die grundsätzliche Realität der Astrologie also nicht anzweifle, ergaben einige Aspekte derselben für mich nie viel Sinn. Viele Menschen meinen, dass die astrologischen Einflüsse, unter denen wir geboren werden, einen bestimmten Weg für uns vorzeichnen und uns verschiedene Gaben zur Seite stellen, die uns dabei unterstützen sollen. Studien haben gezeigt, dass Menschen tatsächlich zu bestimmten Begabungen tendieren, je nachdem, in welchem Abschnitt des Jahres sie geboren wurden. Ich nehme das zur Kenntnis und finde es auch nachvollziehbar, wenn man die Idee der astrologischen Blaupause akzeptiert. Ich halte es auch für möglich, bestimmte Zeitpunkte innerhalb des astrologischen Zyklus zu wählen, damit ein Vorhaben, das man sich entschieden hat zu verwirklichen, Unterstützung findet. Der Grund, warum ich bestimmte Aspekte der konventionellen Astrologie in Zweifel ziehe, ist ihre häufige Verquickung mit der Vorstellung, wir müssten unzählige Inkarnationen durchleben, um unsere Lektionen zu lernen und uns spirituell „weiterzuentwickeln“. Viele Befürworter der Astrologie glauben, dass uns die astrologischen Einflüsse in bestimmte Richtungen lenken, damit wir bestimmte Erfahrungen machen können, die uns dem genannten Ziel näherbringen. Dem kann ich nicht zustimmen. Meiner Ansicht nach bilden die Einflüsse astrologischer Konstellationen auf Verhalten, Wahrnehmung und Erleben – obwohl sie real sind – einen wesentlichen Bestandteil der archontischen Falle.
Als ich auf die Manuskripte von Nag Hammadi aufmerksam wurde, stellte ich verblüfft fest, dass die Gnostiker diese Sichtweise nicht nur teilten, sondern sogar beschrieben, welche Verbindungen zwischen den Archonten und dem Tierkreis bestehen. Das „Schicksal“ zeigt sich uns, wenn wir der Beeinflussung unserer Gedanken- und Wahrnehmungsmuster stattgeben, in der Tat als ein donnernder Zug, der uns vorbestimmte Gleise entlang jagt. Doch wir können stattdessen den Blickwinkel des Geistes / Gewahrseins der erhabenen Äonen einnehmen, uns mit ihm identifizieren und so die astrologischen Einflüsse außer Kraft setzen, sollten sie uns nicht förderlich sein. Den gnostischen Texten zufolge wurde das Konzept des „Schicksals“ von den Archonten in die Welt gesetzt, um das Konstrukt, das ich als Körper / Seele bezeichne, in die niederen Äonen der demiurgischen Realität zu verstricken. Ich sage bewusst „Körper / Seele“, da sich die astrologischen Konstellationen auf der Schwingungsebene auch auf die Seele auswirken. Unsere holografische Realität stellt nur einen Spiegel der energetischen Wirkungen dar.
Die Astrologie ist zudem zutiefst mit der Zeit verknüpft – einem weiteren Stützpfeiler des archontischen Kontrollsystems. Die weitverbreiteten Vorstellungen von Zyklen, die eine Abfolge verschiedener Zeitalter oder Epochen formen, sind Ausdruck des Schicksalsglaubens. In den östlichen Religionen etwa spricht man von Yugas; oder denken Sie an den Kalender der in Zentralamerika beheimateten Mayas. Wenn sich Erfahrungen fortwährend wiederholen, wir das aber als ein Voranschreiten in Richtung „Zukunft“ wahrnehmen, sind wir in Wirklichkeit in einer Art Zeitschleife gefangen; siehe dazu mein Buch „Tales from the Time Loop“ (Abb. 102).

Abb. 102: Die Menschen bewegen sich in einer Zeitschleife fortwährend im Kreis, während sie glauben, sich „vorwärts“ zu bewegen – aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft.
Diese Zeitschleife ist mit einem Möbiusband vergleichbar, das in einer Weise verdreht ist, dass es nur über eine Seite verfügt und man nicht zwischen innen und außen unterscheiden kann. Läuft man ein solches Band entlang, meint man zwar, sich auf ein Ziel zuzubewegen, wird jedoch niemals irgendwo ankommen (Abb. 103).

Abb. 103: Ein Möbiusband.
Die Zeitschleife entspricht auch der stehenden oder stationären Welle, die auf der Stelle oszilliert. Darüber hinaus ist das Möbiusband mit den Eigenarten des Skalarfelds verglichen worden; beide zeigen Aspekte der Kontinuität und Zeitlosigkeit. Die Oszillation vermittelt den Eindruck einer Bewegung, doch in Wirklichkeit bewegt sich das Objekt nicht vom Fleck. Zeit, Epochen und Zeitalter sind Illusionen, die sich im selben JETZT bzw. Oszillationsfeld abspielen.
Über die archontische „Zeit“ sind Reinkarnationszyklen, astrologische Zyklen und die Präzession der Erdachse, deren Umlauf 26.000 Jahre umfasst, miteinander verknüpft. Die Präzessionsbewegung wird mit dem Gravitationseinfluss von Sonne und Mond erklärt, die bewirken würden, dass sich die Erdachse im Laufe der Zeit auf verschiedene „Sternzeichen“ (verschiedene Himmelsabschnitte) ausrichtet. Das Resultat all dessen sind verflochtene Schleifen, die einen Eindruck von „Zeit“ erwecken, die sich vorwärts zu bewegen scheint, uns in Wirklichkeit aber nirgendwohin führt – wir verbleiben stets in demselben stationären Oszillationsfeld (Abb. 104).

Abb. 104: Der astrologische Zyklus.
Die Ereignisse scheinen sich entlang der „Zeit“ zu entfalten; doch dient dies nur dazu, die Menschheit in die Wahrnehmungsfalle zu locken. Auch das „Eiern“ der Erdachse stellt sich nur aus der Perspektive der holografischen Realität in dieser Weise dar. Folgendes lesen wir im Apokryphon des Johannes über die Rolle von Zeit und Schicksal:
Und ein bitteres Schickal wurde durch sie gezeugt, welche die letzte der wandelbaren Fesseln ist […] Denn aus jenem Schicksal entstanden alle Sünden und das Unrecht und die Gotteslästerung und die Fessel des Vergessens und die Unwissenheit […] Und so wurde die ganze Schöpfung blind gemacht, damit sie Gott nicht erkennen, der über ihnen allen ist. Und wegen der Fessel des Vergessens waren ihre Sünden verborgen. Denn sie wurden gefesselt mit Maßen und Zeiten und Zeitpunkten, indem [das Schicksal] Herr über alles ist.
Im astrologischen Schicksalsverständnis spielt die Zeit eine entscheidende Rolle (Abb. 105).

Abb. 105: Die Illusion der Zeit und ihre Verknüpfung mit Karma und Schicksal.
Saturn gilt als Gott der Zeit, ist aber auch ein Planet (eigentlich eine Sonne). Über die Funktion, die er innerhalb der digitalen, holografischen Simulation erfüllt, die wir die „Welt“ nennen, habe ich ausführlich geschrieben. Das archontische Kontrollsystem, das sich der Schicksalsidee bedient – in einem gigantischen „Computer“-Programm müssten vorherbestimmte Erfahrungen gemacht werden –, steht auch mit der Vorstellung vom Karma in Zusammenhang. Karma wird definiert als „die Gesamtheit aller Handlungen, die eine Person in diesem und in früheren Daseinszuständen vollzogen hat und ihr Schicksal in zukünftigen Existenzen bestimmen“. Das archontische Gesetz von Ursache und Wirkung, das Bestandteil des Computerprogramms ist, hält die Seele im Kreislauf (Gefängnis) der Wiedergeburt fest. Saturn wird auch als „Herr des Karmas“ bezeichnet (Abb. 106).

Abb. 106: „Gott der Zeit – Herr des Karma“ – Alle Wege führen zum Saturn, wie wir noch sehen werden.
Warum der Saturn für den illusorischen Schicksals- und Zeitkreislauf, der die Geschicke der in die Falle gegangenen Menschheit bestimmt, so überaus wichtig ist, wird im weiteren Verlauf dieses Buchs deutlich werden.
Der langen Rede kurzer Sinn …
Lässt man einmal die den gnostischen Schriften eigene Symbolik sowie all jene Passagen beiseite, die sich spezifisch auf die damalige Gesellschaft beziehen, treten diejenigen Motive in den Vordergrund, die unabhängig vom Zeitalter immer wieder auftauchen – in der Antike ebenso wie in der modernen Gesellschaft. Alles, was existiert, entspringt dem Unendlichen Gewahrsein, das sich seiner selbst gewahr ist. Die unbegrenzte Vorstellungskraft drückte sich aus und gebar Emanationen ihrer selbst, die aufgrund ihrer Verwurzelung im Unendlichen Gewahrsein ihrerseits über die Gabe der Kreativität verfügten. Sie erschufen Welten von unbeschreiblicher Schönheit, Glückseligkeit, Liebe und Harmonie – Welten aus „Wasserlicht“, das von solcher Leuchtkraft ist, dass es keine Schatten gibt. Das sind die Bereiche, die im gnostischen Glaubenssystem als „erhabene Äonen“ bezeichnet werden. Dann kam es, ausgelöst durch einen aus dem Gleichgewicht geratenen Gedanken, zu dem „Fehler“, der die demiurgische Verzerrung manifestierte. Dabei handelt es sich nicht um eine Wesenheit mit Armen und Beinen, sondern um ein entstelltes, invertiertes und chaotisches Gewahrsein, das zunächst glaubte, es umfasse die gesamte Existenz und sei der Schöpfer alles Wahrnehmbaren. Dieses Gewahrsein erschuf Untergebene, indem es Kopien seiner selbst anfertigte – die Entitäten, die die Gnostiker als Archonten bezeichnen. Indem sich die Archonten ihrerseits vervielfältigten, entstanden die sogenannten Dämonen. Als Abkömmlinge der ursprünglichen Deformation teilen all diese Wesen denselben, durch äußerste Verzerrung gekennzeichneten Wahrnehmungszustand. Der Irrsinn des Demiurgen wurde zum kollektiven Irrsinn der Archonten und Dämonen.
Dieser Seinszustand, den wir als „das Böse“ bezeichnen, ist die Folge extremer Unwissenheit, gepaart mit der vollständigen Abwesenheit von Liebe, Empathie und Mitgefühl. Im Englischen ist das Wort für „böse“ – „evil“ – die genaue Umkehrung des Wortes „live“ („leben“). So ist alles, was vom Demiurgen ausgeht, eine invertierte Version der Manifestationen der wahren Quelle. Damit bilden die Satanisten und sämtliche Mitglieder der inneren Zirkel der Geheimgesellschaften, die dem Demiurgen sowie dessen Kopien und dämonisch besetzten Handlangern huldigen, einen kollektiven Todeskult, der für die Umkehrung allen Lebens steht. Tod und Zerfall sind energetische Frequenzen, die die archontischen Mächte absorbieren und als Nahrungs- und Kraftquelle verwenden können. Je mehr Tod, Verwesung, Gehässigkeit, Gewalt und Angst sie erzeugen können, desto mächtiger werden sie. Aus invertierten „Schatten“, die die erhabenen Äonen in Form energetischer Informationen warfen, entstanden die niederen Äonen. Sie wurden aus einem im Vergleich zum „Wasserlicht“ der höheren Bereiche minderwertigen Licht gebildet: dem elektromagnetischen bzw. Strahlungslicht. Es ist das „leuchtende Feuer“, das die Gnostiker beschrieben, und das „Es werde Licht“ der biblischen Schöpfungsgeschichte (Abb. 107).

Abb. 107: „,Wässriges Licht‘: Unendliches Gewahrsein, das seiner selbst gewahr ist / Matrixlicht: das leuchtende Feuer der Archonten“ – Die Gnostiker beschrieben zwei verschiedene Arten von „Licht“: das „wässrige Licht“ der erhabenen Äonen und das archontische „Lichtfeuer“ der schlechten Kopie (zu dem auch die Strahlung innerhalb des Bereichs der „Lichtgeschwindigkeit“ gehört).
Oder richtiger: der Schöpfungsgeschichte der Matrixsimulation. Neben dem wahren, grenzenlosen Licht nimmt sich das archontische Licht hinsichtlich Stärke und Schöpfungskraft wie eine Glühlampe neben der Sonne aus.
Die menschliche Gestalt und ihr energetisches „Gewand“ – die Seele – wurden als mangelhafte und frisierte Kopien eines Bauplans bzw. Archetyps der erhabenen Äonen („Adam“) erschaffen. Sie sind so konzipiert, dass sich das Gewahrsein in den niederen Äonen verfängt und es den Illusionen der Körperlichkeit und des Getrenntseins unterliegt. Die Menschen waren fruchtbar und mehrten sich (schufen durch den Zeugungsakt Kopien ihrer selbst), bis schließlich die Menschheit unserer Tage entstand. Bei dem Körper, den wir zu „sehen“ glauben, handelt es sich in Wirklichkeit um ein holografisches Bild, das aus der im Seelenfeld enthaltenen Informationsblaupause – einer stehenden Welle – geformt wird. Seiner Urform nach ist der Körper folglich nicht das, was wir sehen, sondern ein Welleninformationsfeld. Unser wahres Selbst gehört und gehörte schon immer zum spirituellen Geist der erhabenen Äonen. Das, was wir erfahren, ist nur ein Schatten dieses Geistes – ein illusorisches Selbst (Abb. 108).

Abb. 108: Ich-Phantom vs. Unendliches Selbst.
Wenn wir uns statt mit dem falschen Ich (dem Ich-Phantom) mit unserem wahren Selbst identifizieren, bringen wir den Schatten und das spirituelle Selbst, das ihn wirft, wieder in Gleichklang, Harmonie und Einheit. Sobald spirituelles Bewusstsein und Schatten verschmelzen, überwinden wir den Ring Überschreite-mich-nicht und sind frei.
Die demiurgische Verfälschung und seine Kopien haben keine Verbindung zur Quelle, sodass sie – im Gegensatz zu den Menschen, die potenziell noch immer mit ihr verbunden sind – auch von deren grenzenlosem schöpferischen Potenzial abgeschnitten sind. Die „Kreativität“ der Archonten beschränkt sich darauf, Dinge zu manipulieren, die bereits als Schatten bzw. Reflexionen aus den erhabenen Äonen manifestiert worden sind. Ohne Verbindung zur Quelle können sie nicht auf den unbegrenzten Vorrat an Energie, Kraft und Nahrung zugreifen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als andere Gewahrseinsformen einzufangen – zu denen neben den Menschen noch andere Lebensformen und Seelenfelder gehören, die sich in den niederen Äonen aufhalten – und deren Energie auszusaugen. Die Wahrnehmungsfalle, in der nicht nur Menschen sitzen, kann von der archontischen Verzerrung nur dadurch aufrechterhalten werden, dass sie die Menschheit in einem permanenten Zustand des Unwissens über die wirkliche Welt hält.
In den Frequenzbändern jenseits des sichtbaren Lichts und der „festen Materie“ gibt es innerhalb der niederen Äonen Bereiche, die alles andere als vergnüglich sind; andere Ebenen jedoch sind minderwertige Kopien der erhabenen Äonen, die das Gewahrsein während einer außerkörperlichen Erfahrung als „wunderschön“, „herrlich“ und „himmlisch“ fehlinterpretieren kann. In Wirklichkeit gehören sie zu den niederen Äonen und ahmen die höheren Ebenen nur nach. Schauen Sie sich einmal in der heutigen Gesellschaft und in der sogenannten Geschichte um. Sie werden feststellen, dass die Büttel und Handlanger der archontischen Macht (die „Obrigkeit“) ein System beaufsichtigen, das von Grund auf dazu ausgelegt ist, uns in Unwissenheit über praktisch alles zu halten. Die Bereiche Religion, Politik, Medien, Wissenschaft, Medizin usw. sind nichts als archontische Schutzmauern, die uns von der Erkenntnis („gnosis“) fernhalten sollen, dass wir dieser gigantischen Wahrnehmungstäuschung entrinnen müssen. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, sind die in diesen Institutionen tätigen Menschen selbst so sehr von der Illusion vereinnahmt, dass sie gar nicht merken, was sie eigentlich Tag für Tag unterstützen – nicht nur zulasten der Menschheit im Allgemeinen, sondern auch konkret zu ihrem eigenen und zum Nachteil ihrer Familien.
Schwingungen der Wahrheit
Ein weiteres Motiv, das sich in den gnostischen Schriften findet, aber auch meinen eigenen Schlüssen entspricht, ist die Einsicht, dass die archontische Kontrolle durch das Einströmen des Unendlichen Gewahrseins ihr Ende finden wird. Das erste Buch, das ich nach meinem dramatischen Erwachen im Jahr 1990 verfasste, trug den Titel „Truth Vibrations“. Verschiedene mediale und übersinnlich begabte Menschen sagten mir im Frühjahr und Sommer des genannten Jahres, dass ein kollektiver Bewusstseinssprung bevorstehe. Die Menschheit würde aus ihrem spirituellen Dämmerzustand erwachen und alles, was unter dem Deckel gehalten worden ist, an die Oberfläche gelangen. Ich bezeichnete den Prozess damals als Schwingungen der Wahrheit, die einsetzen würden, wenn die Gedanken der Menschen durch die Einwirkung hochfrequenter Energien geöffnet werden. Wie ich erfuhr, sollten diejenigen mit der größten Aufgeschlossenheit und der besten Anbindung an das höhere Bewusstsein zuerst berührt werden; letzten Endes würden sich aber auch die Menschen zu regen beginnen, die zunächst noch tief und fest schlummern. Gewiss haben wir auch heute noch einen langen Weg vor uns; doch verglichen mit der Situation vor fast 30 Jahren, als ich erstmals von der sich anbahnenden Veränderung hörte, sind heute ungleich mehr Menschen erwacht – mit exponentiell steigender Tendenz. Inzwischen habe ich die ganze Welt bereist und kann die Welle des Erwachens klar erkennen. Immer mehr Menschen betrachten die Realität in einem neuen Licht, und sie stellen Überlegungen an und hinterfragen Dinge in einer Weise, die sie sich früher nicht einmal hätten träumen lassen.
Man sagte mir damals auch, dass alles, was man vor uns versteckt hielt, ans Licht kommen würde. Daher lautete der Titel meines ersten Buchs „Truth Vibrations“ – Schwingungen der Wahrheit. Bedenken Sie, was wir heute über die Kräfte wissen, die die Gesellschaft und die Natur der Realität manipulieren, und vergleichen Sie das mit 1990. Der Schleier lüftet sich tatsächlich, und die verborgenen Informationen dringen an die Oberfläche. Diejenigen, die der archontischen Macht dienen, sind verzweifelt bemüht, der wachsenden Flut wahrnehmungsverändernder Informationen mittels Zensur Herr zu werden. Wir sehen das etwa an den durchsichtigen Versuchen, den freien Austausch von Meinungen und Sichtweisen im Internet zu unterdrücken, indem man faule Ausreden wie „Fake News“ vorschiebt. Das Unendliche Gewahrsein, das sich seiner selbst gewahr ist, strömt nun in die „Dunkelheit“ der dichteren Ebenen bzw. der niederen Äonen ein, damit der archontische Quatsch ein Ende findet. Das wird, wenn das Kontrollsystem auseinanderbricht, nicht unbedingt schnell – und bestimmt nicht ohne massive Umbrüche – vonstattengehen; aber es geschieht. Letztlich bewegt sich alles im Rahmen der Vorstellungskraft des Unendlichen Gewahrseins und seiner Emanationen. Vielleicht war der „Fehler“ gar kein Fehler im buchstäblichen Sinn des Wortes, sondern einfach ein weiterer Ausdruck des sich selbst erfahrenden Unendlichen Gewahrseins. Wir haben jetzt die wunderbare Möglichkeit, die Wahrnehmungsverirrungen des Körpers / Intellekts über Bord zu werfen. Je mehr Menschen das tun, desto schneller wird die Transformation vollzogen sein. Die Schwingungen der Wahrheit formen ein Frequenzband; um uns mit ihnen zu verbinden, müssen wir unsere eigene Schwingung anheben. Wenn wir das nicht tun, werden sie an uns vorüberziehen. In welche Richtung sich die Dinge entwickeln und wie das Ergebnis aussehen wird, liegt an uns. Die Herausforderung für die Menschen überall auf der Welt besteht darin, sich von den einprogrammierten Wahrnehmungen, die sie in Ergebenheit gegenüber den Illusionen halten, zu befreien und zu ihrem wahren Selbst zu erwachen – das hinter dem Schleier der Vergessenheit die ganze Zeit präsent war.
Die Erkenntnis, dass die Menschheit nicht frei ist, und das Verständnis, warum dem so ist, bilden den ersten wesentlichen Schritt, um frei zu werden. Man kann nicht etwas verändern, das man nicht sieht. Am schlimmsten werden diejenigen unterjocht, die irrtümlich der Meinung sind, sie seien frei. Wer dieses Buch unvoreingenommen bis zum Ende liest, wird ohne Zweifel zu dem Schluss kommen, dass „Freiheit“ das Letzte ist, was wir zurzeit erleben.
Kapitel 3
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„Menschen sehen das, was sie sehen wollen.“
Rick Riordan
Im vorangegangenen Kapitel habe ich das gnostische Verständnis der Realität erläutert und mich dabei einer Symbolsprache bedient, die gemäß unserer Wahrnehmung der „Zeit“ vor 1500 Jahren Verwendung fand – ein Verständnis, das im Prinzip auch meiner eigenen Sicht entspricht. Im Folgenden werde ich, unter Rückgriff auf unsere moderne, technisierte Sprache, das Wirklichkeitsbild der Gnostiker der modernen Theorie gegenüberstellen, nach der unsere Welt eine gigantische „Computer“-Simulation darstellt. Im Grunde sind beide Darstellungen identisch, da unsere simulierte Realität nichts anderes als die in den gnostischen Texten beschriebene „schlechte Kopie“ ist, oder zumindest ein Teil derselben (Abb. 109).

Abb. 109: „Schlechte Kopie = Simulation“ – Die in den gnostischen Schriften beschriebene „schlechte Kopie“ ist die simulierte Realität, die die Menschen als „wirkliche Welt“ erfahren.
In meinen Büchern und Vorträgen, die mich rund um den Erdball führten, begann ich bereits kurz nach der Jahrtausendwende davon zu sprechen, dass wir uns „in“ so etwas wie einem unfassbar fortgeschrittenen Virtual-Reality-Videospiel befinden. Das Wörtchen „in“ habe ich in Anführungszeichen gesetzt, da wir, wie ich schon ausführte, weniger „in“ einer Simulation leben, als wir vielmehr eine Informationsquelle decodieren. Das Ergebnis dieses Decodierungsprozesses vermittelt uns den illusionären Eindruck, wir würden innerhalb der Simulation leben (Abb. 110).

Abb. 110: Wir leben nur insofern „in“ einer Welt, als ein Spieler „in“ einem Computerspiel lebt.
Die Simulationstheorie wurde zum damaligen Zeitpunkt kaum diskutiert. Der schwedische Philosoph Nick Bostrom, der heute an der Universität Oxford tätig ist, war einer der wenigen, die sich öffentlich dazu äußerten. Er untersuchte die Möglichkeit, dass es sich bei unserer „Welt“ um eine Computersimulation handelt, die – definitionsgemäß – von einer Intelligenz erschaffen worden sein müsste, über die wir nicht das Geringste wissen. Das heißt – Sekunde mal, eigentlich wissen wir eine Menge über diese Entität. Die Gnostiker nannten sie den Demiurgen oder Jaldabaoth. Im Jahr 2003 schrieb Bostrom:
In vielen Science-Fiction-Werken, aber auch in manchen Prognosen ernsthafter Technologen und Futurologen stößt man auf die Annahme, dass in der Zukunft gewaltige Rechenleistungen zur Verfügung stehen werden. Gesetzt den Fall, dass diese Annahme zutrifft, wäre eines der Projekte, für die künftige Generationen ihre Hochleistungscomputer einsetzen könnten, die Erschaffung genauer Simulationen der Welt ihrer Vorfahren bzw. von Welten, deren Bewohner ihren Vorfahren ähnlich sind. Angesichts der enormen Leistungsfähigkeit ihrer Computer könnten sie eine große Zahl solcher Simulationen betreiben.
Nehmen wir des Weiteren an, die simulierten Menschen wären bewusst (was der Fall wäre, wenn die Simulationen genügend hochauflösend sind und eine bestimmte, weitgehend akzeptierte Annahme in der Philosophie des Verstandes korrekt ist). Dann könnte es sein, dass der überwiegende Teil aller Personen, die über einen Verstand wie den unseren verfügen, nicht zur ursprünglichen Generation gehören, sondern zu denjenigen, die von fortgeschrittenen Nachfahren der ursprünglichen Generation simuliert worden sind.
Somit lässt sich vernünftigerweise argumentieren, dass wir – sollte diese Annahme stimmen – mit größerer Wahrscheinlichkeit den simulierten als den ursprünglichen, biologischen Menschen angehören.
Etwa zur gleichen Zeit begann ich zu ähnlichen Schlussfolgerungen wie Bostrom zu kommen, allerdings mit erheblichen Unterschieden hinsichtlich der Details. Heute, da wir die eindeutigen und augenfälligen Parallelen zwischen den künstlichen Welten der Computerspiele und unserer „wirklichen“ Welt besser verstehen, vertritt eine relativ große Zahl etablierter Wissenschaftler die Ansicht, dass wir in einer Art virtueller Realität oder Simulation leben. Ich sprach bereits von Rich Terrile und seiner Auffassung, nach der das Universum ein gigantisches digitales Hologramm ist. Terrile ist Direktor des Center for Evolutionary Computation and Automated Design, das dem Jet Propulsion Laboratory der NASA angegliedert ist. Terrile steht mit seinen Thesen in der akademischen Welt alles andere als allein da. Die folgenden Überschriften sind der Mainstreampresse entnommen, und die Zahl ähnlicher Artikel wächst beständig: „Physiker haben möglicherweise Beweis, dass das Universum eine Computersimulation ist“; „Die Vorstellung, dass wir in einer Simulation leben, ist keine Science Fiction“; „Ist unser Universum künstlich? Physiker behaupten, wir könnten die Spielzeuge einer hoch entwickelten Zivilisation sein“; „Ist die Wirklichkeit eine Illusion? Wissenschaftlern zufolge leben wir vielleicht in einer Computersimulation, die von einem bösartigen Genie kontrolliert wird“. Selbst der populäre amerikanische Wissenschaftler Neil deGrasse Tyson, der nicht gerade für seine Aufgeschlossenheit berühmt ist, sagte, dass das Universum sehr wahrscheinlich eine Simulation ist. Im Jahr 2016 erklärte er im Rahmen der Isaac Asimov Memorial Debate, einer vom American Museum of Natural History ausgerichteten Diskussionsveranstaltung, dass wir mit einer „möglicherweise sehr hohen“ Wahrscheinlichkeit in einer kosmischen Simulation leben. Der PayPal-Mitbegründer und Milliardär Elon Musk, der in Hochtechnologie investiert und das Raumfahrtunternehmen SpaceX betreibt, glaubt, dass wir uns lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von „eins zu mehreren Milliarden“ nicht in einer Simulation befinden. Erst 40 Jahre sei es her, dass das erste, aus zwei Rechtecken und einem Punkt bestehende Computerspiel das Licht der Welt erblickt habe: „Pong“, die denkbar einfachste Simulation eines Tennisspiels. Heute hätten wir „fotorealistische 3D-Simulationen, die von Millionen Menschen gleichzeitig gespielt werden“, und mit jedem Jahr würden die Spiele besser werden: „Wir sind eindeutig auf dem bestem Weg, Spiele zu erschaffen, die von der Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind. […] Daraus scheint zu folgen, dass die Wahrscheinlichkeit, uns in der ursprünglichen Realität zu befinden, eins zu mehreren Milliarden beträgt.“
Doch wir brauchen uns das gar nicht von den Reichen und Schönen erklären zu lassen – die Fakten sprechen für sich. Max Tegmark, ein Physiker des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Verfasser des Buches „Unser mathematisches Universum“, macht deutlich, dass sich unsere Realität allein durch Zahlen und mathematische Formeln beschreiben lässt – so, wie man auch ein Videospiel codiert. Die Physik des Universums gleiche im Grunde der in Computerspielen simulierten Physik (Abb. 111).

Abb. 111: Eine bestimmte Ebene der Realität – die digitale Ebene – besteht aus Zahlen.
Tegmark verweist auf die Perspektive, die sich etwa den Figuren des Spiels Minecraft oder eines weit höher entwickelten Videospiels bietet – wenn die Grafiken so unglaublich gut sind, dass man gar nicht meint, sich in einem Spiel zu befinden. In ihrer Erfahrungswelt würden sich die Spielfiguren, erklärt Tegmark, an vermeintlich echten Objekten stoßen, sich verlieben oder Empfindungen wie beispielsweise Begeisterung erleben. Ich habe schon erklärt, dass die „Objekte“, die uns physisch im Weg zu stehen scheinen, nichts anderes als decodierte Informationen und elektromagnetische Widerstände sind – also alles andere als fest. Tegmark führt aus, dass die Spielfiguren eines Tages beginnen könnten, die „materielle Welt“ innerhalb ihrer Videoumgebung zu erkunden, und feststellen würden, dass alles aus Pixeln besteht. Das, was sie die ganze Zeit für physische „Dinge“ hielten, würde sich durch einen Wust von Zahlen beschreiben lassen. Andere Figuren würden sie dafür kritisieren und sagen: „Kommt mal klar, Leute, das sind einfach feste Objekte.“ Doch jedem, der von außen auf das Videospiel schaut, wäre klar, dass dessen „physikalische“ Wirklichkeit nur aus Zahlen besteht. Tegmark fährt fort:
Genau in dieser Situation befinden wir uns in unserer Welt. Wenn wir uns umsehen, sieht sie nicht sonderlich mathematisch aus, aber alles, was wir sehen, besteht aus Elementarteilchen wie Quarks und Elektronen. Und welche Eigenschaften hat ein Elektron? Hat es einen Geruch, eine Farbe, eine Konsistenz? Nein! […]
Wir Physiker haben uns schlaue Namen für diese Eigenschaften ausgedacht – wie elektrische Ladung, Spin oder Leptonenzahl –, doch das Elektron schert es nicht, wie wir sie nennen. Die Eigenschaften sind einfach nur Zahlen.
Wohin man auch schaut, stellt man fest, dass die Physik unserer Wirklichkeit den Regeln, Codes und Einschränkungen entspricht, die Computersimulationen zu eigen sind. Die Wissenschaft sagt, dass die sogenannten Naturgesetze für das gesamte Universum gelten und sich niemals ändern. Professor Sean Carroll, Kosmologe an der physikalischen Fakultät des California Institute of Technology, erklärte, dass „ein physikalisches Gesetz ein Muster ist, dem die Natur ohne Ausnahme folgt“. Misst man die Geschwindigkeit des Lichts, erhält man stets den Wert von 300.000 Kilometern pro Sekunde – unabhängig davon, ob es von einer Galaxie, einer Taschenlampe oder irgendeiner anderen Quelle ausgesendet wurde. Das Proton-zu-Elektron-Massenverhältnis ist bei uns dasselbe wie in einer Galaxie, die sechs Milliarden Lichtjahre „entfernt“ ist. Was die Wissenschaftler nicht wissen, ist, warum das so ist. Warum ist das Universum so wohlgeordnet? Warum kann es gemessen, berechnet und durch Zahlen und Formeln ausgedrückt werden? Der ungarisch-amerikanische Ingenieur, Mathematiker und theoretische Physiker Eugene Wigner (1902–1995) sagte, das mathematische Fundament der Natur sei „etwas, was ans Mysteriöse grenzt, und dafür gibt es keine rationale Erklärung“. Warum die Natur mathematischen Charakter hat, sei ein Mysterium. Schon allein die Tatsache, dass es überhaupt Regeln gibt, die den Kosmos steuern, sei verwunderlich. Der Physiker Paul C. Davies, Professor an der Arizona State University, stellte seinen Fachkollegen gern die Frage, warum die physikalischen Gesetze eigentlich so sind, wie sie sind. Seine Lieblingsantwort lautete: „Dafür gibt es keinen Grund – sie sind einfach.“ Nun, als jemand, der zur Realschule gegangen ist (eine Schule zweiter Klasse, wie es scheint), dieselbe mit 15 verlassen hat und niemals auch nur in die Nähe einer Universität gekommen ist – geschweige denn eines physikalischen Laboratoriums –, behaupte ich, dass nichts von all dem verwunderlich oder mysteriös ist. Die Gesetze der Physik sind nicht „einfach so“ da; es gibt eine Erklärung dafür, warum sich alles in Zahlen ausdrücken und messen lässt. Wir erleben eine Simulation, die auf einer bestimmten Ebene zahlenmäßig darstellbar (d. h. digital) ist und die den Regeln (physikalischen Gesetzen) unterliegt, die ihr von ihren Schöpfern eincodiert wurden.
Physiker der Bonner Universität merkten an, dass eine Simulation bereits durch ihre bloße Existenz ihre eigenen „physikalischen Gesetze“ erschaffen würde, die das Spektrum des Möglichen begrenzen. Seit den 1990er-Jahren weise ich darauf hin, dass die von der etablierten Wissenschaft beschriebenen Naturgesetze nur innerhalb unserer Realität gelten, nicht aber außerhalb ihres Frequenzbereichs. Genau das würde man auch von einer Simulation erwarten; was wir als „Physik“ bezeichnen, sind nur die in das „Spiel“ eincodierten Regeln und Beschränkungen. Das vom amerikanischen Kernphysiker Silas Beane geleitete Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich die kosmische Strahlung nach einem bestimmten Muster ausrichtet, das die Form eines kubischen Gitters annimmt. Sie machen auf den sogenannten GZK-Cutoff aufmerksam, einen Grenzwert für kosmische Strahlenpartikel, der sich aus deren Wechselwirkung mit der kosmischen Hintergrundstrahlung ergibt. In einer Abhandlung mit dem Titel „Constraints on the Universe as a Numerical Simulation“ (dt. etwa: „Beschränkungen, denen das Universum unterliegt, wenn man es als numerische Simulation betrachtet“) schrieben sie, dass dieses „Beschränkungsmuster“ genau das wäre, was man bei einer Computersimulation vorfinden würde. Die Beschränkungen und Grenzen sind dabei so codiert, dass sie uns natürlich erscheinen, doch in Wirklichkeit sind sie einfach Programmcodes. „Wie ein Gefangener in einer stockfinsteren Zelle wären wir nicht in der Lage, die ‚Wände‘ unseres Gefängnisses zu sehen“, schließt der Aufsatz der Bonner Forscher.
Ich möchte einwenden, dass wir sie sehr wohl sehen können. Wir haben ihnen sogar schon einen Namen gegeben: Lichtgeschwindigkeit (Abb. 112).

Abb. 112: „Lichtgeschwindigkeit – die die Matrix umgebende ,Mauer‘“ – Bei der Lichtgeschwindigkeit handelt es sich nicht um die größtmögliche Geschwindigkeit, sondern um eine Firewall innerhalb der Simulation.
Gemäß wissenschaftlicher Lehrmeinung bezeichnet sie die höchste überhaupt mögliche Geschwindigkeit. Ich sehe das anders. Innerhalb der Beschränkungen, die die Programmierer der Simulation auferlegt haben, mag das zwar stimmen; doch das ist nicht der Punkt. Die Lichtgeschwindigkeit von 300.000 Kilometern pro Sekunde kennzeichnet die äußere Grenze der von uns decodierten „materiellen“ Matrix. Das ist auch der Grund für die merkwürdigen Effekte, die sich einstellen, wenn man sich ihr nähert. Dazu zählt etwa die Verlangsamung der „Zeit“, bzw. richtiger: unserer Wahrnehmung derselben – eine weitere Eigenschaft, die der Simulation einprogrammiert wurde. Ich würde die Frage der Lichtgeschwindigkeit in einen größeren Zusammenhang stellen und sie mit den stehenden bzw. stationären Wellen in Verbindung bringen, die meiner Meinung nach die Grundelemente all dessen bilden, was wir als Gestalt wahrnehmen. Stehende Wellen benötigen Knotenpunkte – oder „Wände“ –, die dieselbe Welle immer wieder zurückwerfen und dadurch eine stationäre Welle oszillierender Informationen erzeugen. Das Schlüsselwort nannte ich in einem der vorangegangenen Sätze, als ich die Lichtgeschwindigkeit als äußere Grenze der „materiellen“ Matrix bezeichnete. Sie ist nicht die größtmögliche Geschwindigkeit. Schon die bloße Vorstellung ist ein Witz. Die Lichtgeschwindigkeit ist eine künstliche Barriere; zwischen deren energetischen „Wänden“ entstehen stationäre Wellen, die wir als „physisches Universum“ erleben (mit Betonung auf „erleben als“). Beim Letztgenannten handelt es sich in Wirklichkeit um ein Stationärwellenkonstrukt (Matrix, Simulation), das vom vereinigenden Skalarfeld unterfüttert wird. Es setzt sich aus oszillierenden stationären Informationen zusammen, aus denen wir eine holografische Realität decodieren (Abb. 113).

Abb. 113: Das nicht decodierte Universum besteht aus stehenden Informationswellen.
Das, was wir als energetische Bewegung erfahren, ist eine Illusion, die sich innerhalb der oszillierenden Stationärwellen abspielt.
Der theoretische Physiker James Gates bekleidet ein Lehramt an der University of Maryland und leitet das dortige Zentrum für String- und Teilchentheorie. Der Professor, der Präsident Obama in Fragen der Wissenschaft und Technik beriet, ist ein weiterer Mainstreamwissenschaftler, der seine Aufmerksamkeit der Simulationsthese zugewandt hat. Gates und sein Forschungsteam entdeckten digitale Computercodes – bestehend aus Einsen und Nullen –, die in die Struktur unserer Realität eingebettet sind. Das ist dasselbe Binärsystem elektrischer Ein- / Aus-Zustände, das auch in Computern Verwendung findet (Abb. 114).

Abb. 114: In die energetische Feinstruktur unserer Realität sind Computercodes eingebettet.
„Wir haben keine Ahnung, was sie dort zu suchen haben“, sagte Gates. Sie sind dort, weil sie Codebestandteile der Simulation sind. Im energetischen Gewebe unserer Realität fand das Team auch mathematische Sequenzen, die man als Fehlerkorrekturcodes oder Blockcodes bezeichnet – einmal mehr typische Elemente eines Computersystems. Fehlerkorrekturcodes dienen dazu, Programmelemente „neu zu starten“ und wieder in ihren Initialzustand (die Voreinstellungen) zurückzuversetzen, wenn sie durch irgendetwas aus dem Takt gebracht worden sind. Sie sorgen dafür, dass die Matrix auch dann stabil und gleichförmig bleibt, wenn andere Mächte das Stationärwellen- / Skalarfeldkonstrukt zu stören drohen. Gates wurde auch gefragt, ob er in unsere Wirklichkeit eingebettete Gleichungen gefunden habe, die nicht von denen zu unterscheiden seien, die Suchmaschinen und Browser verwenden. Seine Antwort lautete: „So ist es.“
Alles liegt in den Zahlen verborgen
Es ist schon lange bekannt, dass man überall in der „Natur“ mathematische und geometrische Sequenzen finden kann. Im Altertum haben Menschen, die in dieses Wissen eingeweiht wurden, solche Muster in die Proportionen und Baupläne ihrer großen Bauwerke eingearbeitet, insbesondere in Tempeln und Kathedralen. Sie sprachen von „göttlichen Proportionen“ (Abb. 115).

Abb. 115: Unsere Altvorderen integrierten „göttliche Proportionen“ (Basiscodes der Simulation) in ihre bedeutendsten Kirchen, Tempel und Gebäude.
Doch handelt es sich bei diesen Codes wirklich um „göttliche“ Verhältnisse – oder eher um die demiurgischen Codes einer falschen „Gottheit“? Und werden die Bauten, sollte Letzteres der Fall sein, durch eine derartige mathematische und geometrische Synchronisierung nicht an die Matrix und deren Erbauer angeschlossen? Würde das nicht des Weiteren bedeuten, dass es sich bei all den Tempeln, Kathedralen und Kirchen um „Hotspots“ für das „Funknetz“ der simulierten Realität und deren kontrollierende Macht handelt? Die Kreiszahl Pi und der Goldene Schnitt Phi etwa sind zwei der Proportionen, die man in der Wirklichkeit des Menschen auf Schritt und Tritt antrifft, seinen Körper inbegriffen. Das muss auch so sein, ist doch der (durch energetische Informationen bestimmte) Körper dazu konstruiert, mit der Simulation bzw. dem kosmischen Internet zu interagieren. Der menschliche Körper und die simulierte Realität sind unter Verwendung derselben mathematischen und geometrischen Codes, Proportionen und Prinzipien gestaltet worden. Würde man denn die Figuren eines Computerspiels nach anderen Formeln und Regeln entwerfen als den Rest des Spiels? Das holografische Prinzip „Wie oben, so unten“ erfordert des Weiteren, dass dieselben, sich wiederholenden Sequenzen auch auf unterschiedlichen Realitätsebenen auftauchen. Die binären, elektrischen An- / Aus-Zustände bzw. Einsen und Nullen etwa, die wir im Computer finden und die in unsere energetische Realität eincodiert sind, begegnen uns auch in der menschlichen DNS, die ein Sender- / Empfänger-System sowie eine Art menschliche „Festplatte“ darstellt (Abb. 116).

Abb. 116: Auf einer bestimmten Ebene ist auch die DNS zahlenmäßiger (digitaler) Natur.
Einmal mehr haben wir es mit einer Struktur zu tun, die man in einem System erwarten würde, das auf der Interaktion zwischen Körper und Simulation basiert. Die DNS setzt sich aus vier Codeelementen zusammen, die kurz als A, C, G und T notiert werden. Die genaue Abfolge dieser Codes entscheidet darüber, ob eine Lebensform die Gestalt eines Menschen, eines Virus oder irgendeine andere Form annimmt. Die Codeelemente entsprechen binären Werten: A und C stehen für Null, G und T für Eins. DNS-Sequenzen ähneln den Zahlenkolonnen, die in den „Matrix“-Filmen über die Bildschirme flimmern – und das ist, wenn man den Hintergrund versteht, kein Zufall (Abb. 117).

Abb. 117: Die DNS-Bausteine A, C, G, T sehen nicht nur digital aus – sie lassen sich in der Tat digital beschreiben.
Ein großartiges Beispiel für die eingebettete Mathematik liefert uns die Fibonacci-Folge. Sie wurde nach dem italienischen Mathematiker Leonardo da Pisa benannt, der im 12. / 13. Jahrhundert lebte und auch unter dem Namen Fibonacci bekannt war. Die Zahlenfolge lässt sich in Wirklichkeit viel weiter zurückverfolgen, nämlich zu einem indischen Mathematiker namens Virahanka. Um das nächste Glied der Kette zu ermitteln, werden einfach die beiden vorangegangenen Zahlen addiert. Auf diese Weise erhält man die Fibonacci-Folge: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55 usw. Sie begegnet uns beispielsweise im Gesicht und Körper des Menschen, in der DNS, in den Proportionen von Tieren, Fruchtständen, Tannenzapfen, Bäumen, Muscheln, Spiralgalaxien und Wirbelstürmen sowie bei einer Reihe von Blütenblättern, um nur einige zu nennen (Abb. 118 und 119).

Abb. 118: „Die Fibonacci-Folge: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34 …“ – Überall in der menschlichen Realität stößt man auf wiederkehrende mathematische und geometrische Codes aller Art.

Abb. 119: Die Struktur einer Muschelschale entspricht der Fibonacci-Folge.
Des Weiteren gibt es die „Fraktalmuster“ – sich endlos wiederholende, unendlich komplexe Gebilde, die über viele Größenordnungen hinweg selbstähnlich sind. Das ist das fraktale Prinzip der Holografie – „Wie oben, so unten“ –, das ich weiter oben im Zusammenhang mit der „schlechten Kopie“ der Archonten erwähnte. Ich zitiere noch einmal John Lamb Lash: „Indem er die Fraktalmuster [des Originals] kopiert, formt der Demiurg eine himmlische Welt.“
In der Feinstruktur der Realität ließen sich die fortlaufenden Rückkopplungsschleifen von Fraktalen überall ausmachen. Auch die DNS arbeitet nach fraktalen Prinzipien. Die Überschrift eines wissenschaftlichen Artikels, der mir einmal in die Hände fiel, brachte es auf den Punkt: „Die DNS ist eine fraktale Antenne in elektromagnetischen Feldern.“ Absolut richtig. Fraktale Muster finden wir in Flussnetzen, Gebirgszügen, Kratern, Blitzen, Küstenverläufen, in den Hörnern von Bergziegen, bei Bäumen, im Wachstum der Zweige, bei der Ananas, in tierischen Farbmustern, bei Herzfrequenzen und -schlägen, in Nervenzellen und im Gehirn, in den Augen, im Atemapparat und im Blutkreislauf, bei Blut- und Lungengefäßen, geologischen Verwerfungslinien, Erdbeben, Schneeflocken, Kristallen, Ozeanwellen, Gemüse, Bodenporen und sogar bei den Ringen des Saturn (dazu später mehr). Dem amerikanischen Psychologieprofessor David Pincus zufolge wurden Fraktalmuster in den letzten Jahrzehnten auch in der Psychologie, beim Verhalten, in Sprachmustern und bei zwischenmenschlichen Beziehungen nachgewiesen. Die Simulation ist ein audiovisuelles und psychologisches Programm, das auf allen Ebenen arbeitet. Die einzige Möglichkeit, diese Muster außer Kraft zu setzen, besteht darin, sich mit dem Gewahrsein jenseits des Programms zu verbinden.
Symmetrische mathematische Strukturen finden wir in der Natur überall, vom Wachstum der Bäume bis zum Aufbau der menschlichen Lunge (Abb. 120 und 121).

Abb. 120: „Wie oben, so unten“: Fraktale Muster beim Baumwachstum.

Abb. 121: Lungen sind fraktal aufgebaut.
Symmetrie liegt vor, wenn sich „eine Form durch eine bestimmte Bewegungsfolge – verschieben, drehen, wenden usw. – mit einer anderen exakt zur Deckung bringen lässt“. Auch symmetrische Anordnungen sind Ausdruck des fraktalen Prinzips. Eine Studie, die im November 2012 in der Fachzeitschrift Nature’s Scientific Reports publiziert wurde, kam zu dem Schluss, dass das Wachstum von Systemen bislang unbekannten, aber grundlegenden Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Das würde alle Arten von Systemen betreffen, von Hirnzellen, die elektrische Signale austauschen, bis zur Expansion von Galaxien oder sozialen Netzwerken. Einer der Autoren der Studie, der an der University of California in San Diego tätige Physiker Dmitri Krioukov, sagte dazu: „Die natürliche Wachstumsdynamik ist bei verschiedenartigen, echten Netzwerken dieselbe – ob im Internet, beim Gehirn oder in sozialen Netzwerken.“ Gut, aber sind diese Wachstumsdynamiken wirklich „natürlich“? Ich meine, nicht. Ich behaupte, dass es sich bei all diesen Sequenzen, Fraktalen, göttlichen Proportionen, Phi, der Fibonacci-Folge usw. um … Computercodes handelt (Abb. 122 und 123).

Abb. 122: „Pi, Phi und die Fibonacci-Folge sind … Computercodes“ – Warum mathematische Zahlenreihen allerorten auftauchen? Es ist eine Simulation.

Abb. 123: „Fraktale Muster sind Computercodes“ – Fraktale Codes in der Simulation.
Der „genetische Code“ ist ein Computercode. Die Huffington Post schrieb über Krioukovs Erkenntnisse:
Als die Forscher die Vergangenheit des Universums mit dem Wachstum von sozialen Netzwerken und Hirnschaltkreisen verglichen, stellten sie fest, dass all diese Netzwerke in ähnlicher Weise expandieren: Sie gleichen die Verbindungen zwischen ähnlichen Knotenpunkten an solche an, die bereits über viele Verknüpfungen verfügen.
Ein Katzenliebhaber beispielsweise wird, wenn er im Internet surft, einerseits große Websites wie Google oder Yahoo benutzen, andererseits aber Homepages von Katzenfreunden oder Katzenvideos auf YouTube abrufen. In ähnlicher Weise verbinden sich zwar benachbarte Gehirnzellen gern miteinander, doch die Neuronen stellen auch Verknüpfungen zu „Google-Gehirnzellen“ her – die wiederum mit jeder Menge anderer Hirnzellen in Verbindung stehen. Krioukov bemerkte dazu, dass es sich bei der seltsamen Ähnlichkeit zwischen großen und kleinen Netzwerken kaum um einen Zufall handeln kann.
Es ist auch kein Zufall. Krioukov fügte hinzu: „Dem Physiker wird hier unmittelbar signalisiert, dass in unserem Verständnis der Funktionsweise der Natur etwas fehlt.“ Was da fehlt, ist schlicht Folgendes: Es gibt keine „Natur“. Es gibt nur die Simulation von Natur, die auf einer mehrstufigen „Software“ basiert, mit der die Menschheit geistig, emotional und „physisch“ kontrolliert wird. Sie glauben, die Gedanken, die Sie gerade haben, sind Ihre eigenen? Nun, das sind sie nur, wenn Sie eine Bewusstheit entwickelt haben, die über das Programm hinausgeht. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Atmosphäre und die Ökosysteme der Erde zwar dem Leben, wie wir es heute kennen, perfekte Bedingungen bieten – aber das auch nur gerade so. Nur eine kleine Veränderung hier und da, und schon gäbe es Leben in seiner heutigen Form nicht mehr. Ist das auch wieder nur ein Zufall? Nein, es ist Klick, Klick, Entertaste. Der Wissenschaftler Robert Lanza schrieb in seinem Buch „Biocentrism“:
Warum sind die Gesetze der Physik gerade so ausbalanciert, dass tierisches Leben existieren kann? […] Nähme die starke Kernkraft um zwei Prozent ab, würden die Atomkerne nicht mehr zusammenhalten. Simple Wasserstoffatome wären dann die einzige Art von Atomen, die es im Universum gäbe. Wäre die Gravitationskraft nur einen Hauch schwächer, würden sich die Sterne (einschließlich der Sonne) nicht mehr entzünden. Das sind nur [einige der] über 200 Parameter, die im Sonnensystem und im Universum so genau bemessen sind, dass die Annahme, es würde sich dabei um reine Zufallsprodukte handeln, arg strapaziert wird – auch wenn die konventionelle Physik unserer Tage genau das unumwunden behauptet.
Das zeigt den Grad der Gestörtheit der etablierten Wissenschaft – ginge es doch darum, die einzelnen Elemente zu einem Gesamtbild zu verbinden, mit dem unsere Realität erklärt werden kann. Die demiurgische Macht, die die Simulation als geistiges Gefängnis eingerichtet hat, will nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Das zu durchschauen werden nur diejenigen Wissenschaftler in der Lage sein, die Zugang zum Gewahrsein jenseits der Programmierung haben. Das gilt umso mehr, wenn ihre Stelle, ihr Gehalt und ihre akademische Reputation daran geknüpft sind, das Gefängnis nicht zu durchschauen. All das können sie nur dadurch beschützen, dass sie das Offensichtliche leugnen, zurückweisen und ins Lächerliche ziehen. Der wissenschaftliche Mainstream ist gezielt so aufgebaut worden, dass die Wahrheit unmöglich ans Tageslicht gelangen kann. Wie das im Einzelnen vonstattengeht, werde ich später erläutern. Robert Lanza, der zu den wenigen Wissenschaftlern zählt, die zu eigenständigen Gedanken fähig sind, geht in seinen Schlussfolgerungen noch weiter. Die grundlegenden Konstanten des Universums, deren Werte von keiner wissenschaftlichen Theorie vorhergesagt werden konnten, scheinen allesamt sorgfältig gewählt worden zu sein – in vielen Fällen sogar gerade so, dass Leben und Bewusstsein ermöglicht werden. Ganz genau: Klick, Klick, Enter. Es gibt keinerlei Beweise, die die These vom Urknall – auf der der gesamte wissenschaftliche Kanon aufbaut – belegen würden. Man mutet uns zu, zu glauben, dass das Universum vor 13,7 Milliarden Jahren auf die Größe eines Atomkerns komprimiert war. Dann sei diese „Singularität“ explodiert – wie und warum, weiß kein Mensch –, und dabei sollen subatomare Teilchen, Energie, Materie, Raum und Zeit, Planeten, Sterne und alles Übrige entstanden sein. Der amerikanische Autor und Rechercheur Terence McKenna bemerkte über die Urknalltheorie:
Im Grunde sagen diese Wissenschaftsphilosophen: Gebt uns ein Wunder gratis, den Rest machen wir dann schon – von der Entstehung der Zeit bis zum Jüngsten Gericht! Nur ein einziges Wunder frei Haus, und alles Weitere entfaltet sich von da an gemäß den Naturgesetzen und den bizarren Gleichungen, die kein Mensch versteht, die aber in diesem Metier heilig sind.
Ein anderer scharfsichtiger Kritiker sagte, die konventionelle Wissenschaft und Bildung seien dazu da, die Lehrbücher zu beweisen, und nicht, sie infrage zu stellen. Einer der Tricks, mit denen die Lehrmeinung geschützt wird, ist zu behaupten, eine wissenschaftliche Streitfrage sei bereits „geklärt“ – während sie das mitnichten ist. (Siehe zum Beispiel die „vom Menschen verursachte Klimaerwärmung“.) Doch es gibt immer einige Wissenschaftler, die über den Tellerrand hinausschauen. Caleb Scharf, Direktor des Fachbereichs Astrobiologie an der Columbia University, ist der Meinung, das „außerirdische Leben“ könne so fortgeschritten sein, dass es sich selbst auf die Quantenebene übertragen habe, sodass es zu dem geworden ist, was wir Physik nennen. Die Annahme einer Intelligenz, die von der Feinstruktur des Universums nicht zu unterscheiden sei, würde Scharf zufolge einige der größten Mysterien erklären:
Vielleicht sollte man extrem fortgeschrittenes Leben nicht nur in der Außenwelt suchen. Vielleicht sind wir schon die ganze Zeit davon umgeben. Es ist eingebettet in das, was wir als Physik an sich auffassen – vom grundlegenden Verhalten der Teilchen und Felder bis zu komplexen Phänomenen und Genesen. […] Oder anders gesagt: Das Leben ist vielleicht nicht einfach nur in den Gleichungen enthalten. Vielleicht sind die Gleichungen das Leben.
Vielleicht sind die Gleichungen die demiurgische Macht. Scharf spekulierte, die außerirdische Intelligenz habe sich möglicherweise überall auf der Quantenebene verbreitet, indem es seine Informationen auf Datenträgern speicherte, die sich durchs gesamte Universum bewegen (wie beispielsweise Photonen). Scharf sagte, wir würden hoch entwickeltes Leben vielleicht deshalb nicht erkennen, „weil es einen integralen und unverdächtigen Bestandteil dessen bildet, was wir als natürliche Welt betrachtet haben“. Oder wie ich es ausdrücken würde: Es ist in die Simulation eingebettet, die wir als „Welt“ decodieren. Michael Frazer, Dozent für Politik- und Gesellschaftstheorie an der britischen University of East Anglia, ging in einem Artikel der Frage nach, ob unvorhergesehene Ereignisse wie der Brexit oder die Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten von einem „außerirdischen“ Eingriff in die Computersimulation herrühren könnten. „Diese unerwarteten Vorfälle könnten Experimente gewesen sein, um herauszufinden, wie unsere politischen Systeme mit Belastungen fertigwerden“, spekulierte Frazer. „Oder sie waren gemeine Scherze, die sich unsere außerirdischen Zoowärter auf unsere Kosten erlaubt haben.“ Er mag das mit einem Augenzwinkern gesagt haben; doch fest steht, dass die Macht, die die Simulation kontrolliert, die Geschehnisse innerhalb derselben zu manipulieren vermag – zumindest dann, wenn das Gewahrsein nicht über die Grenzen der Programmierung hinausgeht und es sich nicht über die elektrischen / digitalen Gesetze und Impulse hinwegsetzt. Meiner Meinung nach spiegeln die Menschen, wenn man ihr individuelles und kollektives Verhalten betrachtet, weitgehend nur das wider, was die Simulation sie zu tun nötigt. Die Erweiterung des Gewahrseins ist überfällig.
Direkt vor unseren Augen
Genau wie computergestützte Kommunikationssysteme basieren auch das Gehirn, das genetische System und die gesamte von uns erlebte Realität auf Elektrizität. Wie sollte es auch anders sein, gründet sich doch das Kommunikationssystem der interaktiven Simulation bzw. des kosmischen Internets auf Elektrizität und Elektromagnetismus. Unter dem Schlagwort „elektrisches Universum“ ist eine völlig neue Bewegung entstanden, die das wissenschaftliche Dogma herausfordert. Zwei Vorreiter dieser Bewegung, der australische Physiker Wallace Thornhill und der amerikanische Forscher und Autor David Talbott, betreiben das sogenannte Thunderbolts Project. Eines ihrer faszinierenden Bücher trägt den Titel „The Electric Universe“. Elektrizität sehen wir etwa bei Blitzen und elektrischen Stürmen, Nordlichtern (Aurora borealis), Wirbelstürmen (schnell rotierenden elektromagnetischen Feldern, die infolge elektrischer Stürme entstehen) und Kometenschweifen (Abb. 124).


Abb. 124: Elektrische Atmosphäre mit Aurora borealis (Nordlichtern).
Die Verfechter der These vom elektrischen Universum weisen darauf hin, dass Elektrizität bzw. Elektromagnetismus allgegenwärtig sind und sehr viele Fragen hinsichtlich der Struktur der wahrgenommenen oder nicht wahrgenommenen Wirklichkeit zu beantworten vermögen. Während die konventionelle Wissenschaft die Planeten als isolierte Objekte auffasst, wären sie in einem elektrischen Universum „einfach Bauelemente in einem Schaltkreis“. Womit wir wieder bei der Funktionsweise der Astrologie wären. Es mutet seltsam an, wenn man sich vor Augen führt, dass die etablierte Kosmologie noch immer glaubt (annimmt), jeder Stern oder Planet sei von allen anderen getrennt und beziehe seine Energie nur aus dem eigenen Innern. Hier ist der erheblich eingeschränkte Verstand am Werk, der alles als von allem anderen getrennt wahrnimmt und außerstande ist, das Konzept der Verbundenheit zu begreifen – dass nämlich alles durch ein einheitliches, universelles Feld bzw. einen Energie- / Informationsozean miteinander verknüpft ist. Mittlerweile gibt es fast jede Woche neue Daten, die den Wahncharakter einer solchen Denkweise offenkundig werden lassen. Aufnahmen des Herschel-Weltraumteleskops zeigten, dass Sterne auf galaktischen Fäden gebildet werden – etwas, was die etablierte Wissenschaft für unmöglich hielt. David Sibeck, Projektleiter am Goddard Space Flight Center der NASA, sagte:
Die Satelliten haben Beweise dafür gefunden, dass die obere Atmosphäre der Erde über magnetische Seile direkt mit der Sonne verbunden ist. Wir glauben, dass die Sonnenwinde entlang dieser Seile einströmen und die Energie für geomagnetische Stürme und Polarlichter liefern.
Dieser Energietransfer von der Sonne zur Erde ist die vorrangige Ursache für klimatische Veränderungen, und bestimmt nicht das Treiben der Menschen – eine Behauptung, die durch nichts zu beweisen ist. In der unteren Atmosphäre blitzt es, doch kann das nicht in Isolation geschehen. Blitze erstrecken sich bis in den Kosmos; Fachleute haben für die verschiedenen Kategorien derselben Begriffe wie „Tendril“ (dt.: Ranke), „Sprite“ (dt.: Kobold) oder „Elves“ (dt.: Elfen) geprägt (Abb. 125).

Abb. 125: Die in der unteren Atmosphäre auftretenden Blitze reichen unter verschiedenen Namen bis in den Kosmos.
Das Universum ist ein gigantisches elektrisches Kommunikationssystem, das dem eines Computers deshalb in so vielerlei Hinsicht ähnelt, weil es genau das ist: ein Quantencomputer, der bei Weitem alles übertrifft, was die Wissenschaft der Menschen bislang zu verstehen begonnen hat. Die Erdatmosphäre ist ein elektrisches / elektromagnetisches Feld, das auf äußere elektrische Einflüsse – etwa den Wechsel von Tag und Nacht (durch die Sonne gesteuert), Wetter, elektrische Stürme, positive und negative Ladungen – reagiert und sich dadurch permanent verändert. Es wird auch durch die Gedanken und Emotionen der Menschen beeinflusst, die in Form von Frequenzen pausenlos in die Atmosphäre ausstrahlen. So erklären sich die deutlichen Ausschläge im Erdmagnetfeld, die bei Ereignissen zu verzeichnen sind, auf die die Menschheit kollektiv reagiert – mental und vor allem emotional –, etwa bei den Anschlägen vom 11. September. Elektrische und elektromagnetische Felder sind hocheffiziente Informationsträger. Über elektrische Leitungen können heutige Systeme Internetinformationen in jeden Raum eines Gebäudes übertragen. Das beobachtbare Universum besteht zu 99,999 Prozent aus Plasma – dem sogenannten vierten Aggregatzustand –, das zufälligerweise ein nahezu ideales Medium für Elektrizität und Elektromagnetismus darstellt. Planetare Magnetosphären sind das Ergebnis der Wechselwirkung zwischen Plasma und Elektrizität.
Der amerikanische Wissenschaftler Irving Langmuir (1881–1957) entdeckte, dass jedes Mal, wenn elektrisch geladenes Plasma auf anders geladenes Plasma trifft, automatisch eine Barriere zwischen beiden entsteht. Dasselbe Prinzip greift auch, wenn eine Person (elektrische Ladung) eine Wand (ebenfalls elektrische Ladung, doch gänzlich anderer Art / Frequenz) berührt: Eine Barriere bzw. ein Widerstand baut sich auf, den wir als „fest“ empfinden. Planeten und Sterne besitzen unverwechselbare elektrische Signaturen. Dort, wo sie im Kosmos mit andersartigen Ladungen in Berührung kommen, entstehen energetische Barrieren, die die Magnetosphären bilden (Abb. 126).

Abb. 126: Wenn Plasma einer bestimmten elektrischen Ladung auf anders geladenes Plasma trifft, bildet sich automatisch eine als Langmuir-Schicht bekannte Barriere, aus der sich Magnetosphären formen.
Aus offensichtlichen Gründen bezeichnet man eine solche Barriere als Langmuir-Mantel. Auch die Sonne besteht fast ausschließlich aus Plasma. In ihr wird elektrische Leistung nicht erzeugt, wie die konventionelle Wissenschaft seit Langem behauptet, sondern verarbeitet. Die Lehrmeinung besagt, dass es sich bei der Sonne um einen Kernreaktor handelt, der Energie aus dem Inneren zur Oberfläche und darüber hinaus ins Sonnensystem abstrahlt. Die Verfechter des elektrischen Universums hingegen weisen darauf hin, dass jede Beobachtung der Sonne die Irrigkeit dieser Annahme offenbart. In großer Entfernung von der Oberfläche wird die Sonne entlang ihres Äquators von einem Torus („Donut“) umschlossen, der auf Ultraviolettbildern zu sehen ist (Abb. 127).

Abb. 127: Der die Sonne umgebende Torus („Donut“), in dem sich Elektrizität ansammelt.
Dieser Torus absorbiert und speichert elektrische Leistung, bis er so überladen ist, dass er sich – ähnlich einem Blitz – entladen muss. Gigantische Entladungen reißen Löcher in die Sonnenoberfläche, die wir als Sonnenflecken bezeichnen (Abb. 128).

Abb. 128: Dort, wo sich der Torus entlädt, werden gewaltige Sonnenflecken in die Oberfläche der Sonne geschlagen.
Angeblich sollen sie von Kräften im Sonnenkern herrühren, doch das Gegenteil ist der Fall. So ergeben auch die Temperaturmessungen einen Sinn, nach denen auf der Sonnenoberfläche nur 5.000 Grad Kelvin, weit draußen aber 200 Millionen Grad Kelvin herrschen sollen. Elektrische Leistung bewegt sich in Zyklen – den sogenannten Sonnen- oder Sonnenfleckenzyklen – durch die Simulation (Abb. 129).

Abb. 129: Die Sonnenzyklen spiegeln die elektrischen Zyklen wider, die sich durch das Sonnensystem bewegen.
Die Zahl der Sonnenflecken soll ein Indikator für die Aktivität innerhalb der Sonne sein, doch in Wahrheit stellen sie ein Maß für die im Torus verfügbare Elektrizitätsmenge dar, die der Sonne zwecks Verarbeitung zugeführt werden kann. Im unteren Abschnitt des elektrischen Zyklus wird das Sonnenlicht gedämpft, etwa vergleichbar mit einem Abblendschalter (auch wenn der Unterschied für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist). Die Mainstreamwissenschaft kommt nicht umhin, sich diesen Fakten, die die Lehrmeinung über den Haufen werfen, zu stellen. Haimin Wang, Physikprofessor am Institute of Technology, New Jersey, sagte über die Sonnenfleckenaktivität:
Wir dachten immer, die Sonneneruptionen würden als Folge der magnetischen Entwicklung der Oberfläche entstehen. Neuere Beobachtungen deuten jedoch darauf hin, dass die in der äußeren Sonnenatmosphäre erzeugten Störungen auch unmittelbare, erhebliche Verwerfungen auf der Oberfläche verursachen können – und zwar durch Magnetfelder. Keines der gegenwärtigen Modelle für Sonneneruptionen zieht dieses Phänomen in Betracht.
Ein (simuliertes) System
Das elektrische Universum – die Simulation – steht mit dem elektrischen Gehirn und dem genetischen System in derselben Weise in Wechselwirkung, in der elektrische Computer mit dem elektrischen Internet interagieren (Abb. 130 und 131).

Abb. 130: Das Gehirn ist ein elektrisches System.

Abb. 131: Das elektrische System des Menschen steht mit den elektrischen Systemen des Kosmos in Wechselwirkung – dem kosmischen Internet.
Der Körper besteht zu etwa 55 bis 60 Prozent aus Wasser – und Wasser stellt einen elektrischen Leiter dar (genauer gesagt, dessen Inhaltsstoffe). Der Körper ist ein elektrisches Kommunikationssystem. Dehydrierung ist deshalb so gefährlich, weil sie die Kommunikation des Körpers durcheinanderbringt. Das Gehirn und das Herz bestehen aus ungefähr 73 Prozent Wasser. Beide bilden daher in erster Linie elektrische Systeme. Am California Institute of Technology (Caltech) fand ein von Jacqueline Barton – einer der am häufigsten ausgezeichneten Chemikerinnen der Welt – geleitetes Forscherteam heraus, dass die DNS „bei der Signalübertragung innerhalb einer Zelle wie ein elektrischer Draht“ wirkt. Ersetzen Sie in Gedanken „Signalübertragung“ durch „Kommunikation“. Als Barton behauptete, die DNS würde Elektrizität leiten, wollten ihr viele ihrer Kollegen zunächst nicht glauben. Das zeigt einmal mehr, wie sehr es der konventionellen Wissenschaft am grundlegenden Verständnis der Natur unserer Realität mangelt. Ein Experiment nach dem anderen führte die Annahmen der Wissenschaftler ad absurdum, bis Barton darauf kam, dass die DNS wie ein Telefonkabel funktioniert. Hier ist eine technische Beschreibung der Funktionsweise des Telefons:
Die Energie Ihrer Stimme wird in Elektrizität konvertiert. Die so erzeugte elektrische Energie fließt die Telefonleitung entlang. Wenn sie den Hörer am anderen Ende erreicht, strömt sie in den Lautsprecher, der sich in der Hörmuschel befindet. Dort wird sie in Töne zurückverwandelt – und auf wundersame Weise erklingt Ihre Stimme im Ohr Ihres Gesprächspartners.
Nach den gleichen Prinzipien decodieren wir die Realität. Elektrische Kommunikation ist allgegenwärtig – anders kann es in einer Simulation auch gar nicht sein. Weiter oben erwähnte ich das „Wood Wide Web“, über das Bäume mittels chemischer / elektrischer Signale Warnungen übertragen. Sie bedienen sich dabei der im Erdboden befindlichen pilzartigen Netzwerke, die wie Glasfaserkabel im Internet funktionieren. Im Jahr 2016 fanden Wissenschaftler heraus, dass Bienen den Blütenstaub durch elektrische Signale lokalisieren, die von den Blumen ausgesendet werden. Einer britischen Forschergruppe gelang es unterdessen, extrem hohen Blutdruck zu senken, indem sie einen elektrischen Draht ins Gehirn einbrachten und mit ihm die interne Kommunikation beeinflussten. Will man unsere Wirklichkeit (und Gesundheit) begreifen, ist es unabdingbar, die elektrische Kommunikation zu verstehen. Dabei ist es so einfach. Als „Genies“ oder „Geistesgrößen“ bezeichnet man in der Regel Menschen, die komplexe Zusammenhänge in der Lage sind zu verstehen; wahren Genies jedoch erschließt sich das Einfache im scheinbar Komplexen. Immer wieder aufs Neue lässt sich beobachten, wie die Illusion der Komplexität nur das unsagbar Simple verschleiert. Allerdings kann die Erkenntnis des Einfachen nur gelingen, wenn das erweiterte Gewahrsein eine Perspektive jenseits der Programmierung einnimmt und das Gesamtbild betrachtet. Der winzige Bildausschnitt, den der Blickwinkel des Körpers / Geistes / Intellekts erfasst und der die Wissenschaft und den Mainstream-Einheitsbrei beherrscht, genügt dazu nicht. Offenbarungen setzen die Kenntnis des Waldes voraus, nicht nur einzelner Zweige. Der Wissenschaftler Robert Lanza brachte das hervorragend auf den Punkt:
Letzten Endes ist die heutige Wissenschaft unglaublich gut darin, die Funktionsweise einzelner Teile zu ergründen. Nachdem die Uhr auseinandergenommen wurde, können wir korrekt die Zahl der Zähne jedes Rädchens und die Umdrehungszahl der Schwungscheibe bestimmen. Wir wissen, dass der Mars für eine Umdrehung 24 Stunden, 37 Minuten und 23 Sekunden benötigt – das ist eine verlässliche Information. Was uns entgeht, ist der Blick für das große Ganze.
Wir geben vorläufige Antworten. Auf der Grundlage unseres sich ständig erweiternden Verständnisses physikalischer Prozesse erschaffen wir exzellente neue Technologien. Wir sind überwältigt von unseren auf neuesten Entdeckungen basierenden Anwendungen. Nur bezüglich einer Fragestellung schneiden wir schlecht ab – die unglücklicherweise sämtliche Kernpunkte mit einschließt: Was ist das Wesen dieses Dings, das wir Realität nennen, bzw. des Universums insgesamt?
Ahhh, doch die archontische Macht und deren in der Gesellschaft positionierte Handlanger wollen nicht, dass die Menschheit die Antwort auf diese Frage erfährt – denn dann kämen ihre Machenschaften ans Licht. Folglich ist dieses Wissen sorgfältig unterbunden worden. Ich sag’s noch einmal: Man braucht, um die Wirklichkeit zu verstehen, keinen wissenschaftlichen, sondern einen freien Geist. Die Quantenrealität sei, so las ich einmal, „kontraintuitiv“; doch das Gegenteil ist der Fall. Sie widerspricht nicht der Intuition, sondern der verstockten Wahrnehmung. Wissenschaftler und Akademiker sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Gefangene der linken Gehirnhälfte (die Gründe dafür werde ich noch erläutern) – deren Obsession es ist, sich mit Details zu beschäftigen. Ganz in dem von Robert Lanza beschriebenen Sinn. Die rechte Gehirnhälfte hingegen verbindet die Details; daher vermag sie den Wald zu erkennen. Für das Herz gilt das in noch höherem Maße. Im Prinzip ist das gesamte „Bildungs“-System, das diese Welt umspannt, von vornherein so aufgebaut, dass die linke Hemisphäre des Gehirns stimuliert wird – auf Kosten ihres rechten Gegenstücks.
Ein weiterer Aspekt der elektrischen Kommunikation begegnet uns im Bereich des Paranormalen. Es gibt unzählige Schilderungen von Spukerscheinungen und merkwürdigen Vorgängen, bei denen elektrische Geräte bzw. Systeme beteiligt sind. Musikanlagen etwa schalten sich ein und aus, die Beleuchtung geht mit einem Mal an oder wird gedämpft usw. Vorgänge dieser Art, die ich selbst schon erlebt habe, sind leicht zu erklären. Für eine Entität, die außerhalb des Frequenzbereichs des sichtbaren Lichts existiert, besteht die einfachste Möglichkeit, sich bemerkbar zu machen, in der Beeinflussung elektrischer Systeme – schließlich ist sie ebenfalls elektrischer bzw. elektromagnetischer Natur. In der ersten Nacht, die ich in Brasilien nach der Einnahme von Ayahuasca verbrachte, ergoss sich eine unglaublich kraftvolle Energie aus der Mitte meiner Brust (dem Herzchakra) und strömte, einem unsichtbaren Regenbogen gleich, zur Vorderseite meines Kopfes. Von einem Beobachter abgesehen, lag ich ganz allein in der Dunkelheit auf dem Boden. Als die (elektromagnetische) Energie stärker wurde, begann sich die Musikanlage ein- und auszuschalten. Auch eine Neonröhre ging an, sodass ich mich fragte, warum sich der Beobachter an der Beleuchtung zu schaffen machte. Doch im nächsten Moment begriff ich, dass er sich nicht einmal in der Nähe des Lichtschalters befand. Er stand auch dann noch auf Aus, als die Energie ihr Maximum erreichte und mittlerweile drei Lampen leuchteten. Das ist ein Beispiel für die Verquickung von elektrischen Kommunikationsprozessen und sogenannten paranormalen Aktivitäten. Während solcher Erfahrungen kann es passieren, dass sich Kälte im Raum ausbreitet, da eine kommunizierende bzw. manipulative Wesenheit dem Feld enorm viel elektrische / Wärmeenergie entzieht, um die Verbindung zwischen den Wirklichkeiten aufbauen zu können. Nebenbei sei bemerkt, dass ich nicht für die Einnahme psychoaktiver Substanzen plädiere. Ich habe sie nur damals in Brasilien sowie, in stark abgeschwächter Form, noch einmal kurze Zeit später benutzt. Manche Menschen machen damit sehr schlechte Erfahrungen. Jeder muss dazu seine eigenen Entscheidungen treffen – nach ausgiebigen Recherchen. Drogen bringen Sie, ausgehend von Ihrer bestehenden Verfassung, auf ein höheres Niveau. Wenn Sie bereits hoch schwingen, können Sie damit gute Erfahrungen machen. Befinden Sie sich jedoch bereits in der sichtbaren Welt in negativen Umständen, werden Sie durch psychoaktive Substanzen möglicherweise dasselbe im Unsichtbaren erleben. Die Entscheidung über die Einnahme von Drogen ist eine persönliche Angelegenheit; es ist nicht an mir, mich dafür oder dagegen auszusprechen.
Realität à la Microsoft
Die meisten Menschen sehen, wenn sie in den Nachthimmel schauen, das Licht von Planeten und Sternen. Ich erblicke dort ein elektrisches Kommunikationssystem (Abb. 132).

Abb. 132: „Der ,Himmel‘ – eine Informationsmatrix“ – Wenn ich in den Himmel schaue, sehe ich ein elektrisches Kommunikationssystem.
Was auf der holografischen Ebene der decodierten Wirklichkeit als „physische“ Orte in Erscheinung tritt, sind (im unsichtbaren Bereich) Punkte innerhalb eines elektrischen / elektromagnetischen Schwingungsgitters – nämlich der Simulation (Abb. 133).

Abb. 133: Wenn Sie den Nachthimmel auf einer anderen Ebene wahrnehmen könnten, würde er in etwa so aussehen.
So wie die von uns erfahrene Wirklichkeit eine schlechte Kopie der erhabenen Äonen darstellt, spiegelt die heutige, fortgeschrittene Technik unsere erlebte Realität wider. Ein Beispiel dafür ist das bahnbrechende Videospiel „No Man’s Sky“, das 2016 weltweit auf den Markt kam. In 600.000 Programmzeilen bedient es sich einer künstlichen Intelligenz, um einen vollständigen Kosmos zu erschaffen – bestehend aus 18.446.744.073.551.616 Planeten (Abb. 134).

Abb. 134: Das Open-World-Videospiel „No Man’s Sky“.
Zwar hat die Software noch ihre Tücken, doch man gewinnt einen Eindruck davon, was bereits mit der offiziell verfügbaren Computerleistung möglich ist (ein Vielfaches dieser Rechenkapazität steht den Schattenmächten zur Verfügung).
Die Programmierer gaben an, die Rahmenbedingungen des Spiels so gewählt zu haben, dass es sich seither selbst erschafft: „Wir brachten dem Computer die Regeln bei, die das Spiel in Gang setzten.“ Diese Regeln sind den physikalischen Gesetzen vergleichbar, zu denen die scheinbare Begrenzung durch die Lichtgeschwindigkeit gehört. „No Man’s Sky“ ist – ebenso wie die archontische Simulation – interaktiv, jedoch nur innerhalb der zu Beginn codierten Spielregeln und Programme. In Bezug auf unsere Realität beinhalten die Spielregeln unter anderem die Reinkarnations-, Karma- und astrologischen Zyklen, innerhalb derer das Konstrukt Körper / Geist / Seele in der gleichen Weise mit dem Programm verknüpft ist wie die Spielfiguren mit dem Spiel. Sie meinen, das würden wir doch bemerken? Realisieren denn die Figuren eines Computerspiels, dass sie nur der Programmierung folgen? In Ihrem Verstand hören Sie unaufhörlich das Programm plappern, ohne dass Sie es abstellen könnten. Sind das wirklich unsere eigenen Gedanken, die in unserem Kopf umherschwirren und uns den ganzen Tag über neuen Quatsch eingeben? Handelt es sich bei den Emotionen, mit denen wir unabhängig von Kultur oder ethnischer Herkunft überall auf der Welt reagieren, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, tatsächlich um unsere ureigenen Emotionen?
Benjamin Libet (1916–2007), der an der in San Francisco gelegenen University of California Physiologie lehrte, war einer der Pioniere bei der Erforschung des menschlichen Bewusstseins. In einem berühmt gewordenen Experiment bat er die Versuchsteilnehmer, deren Hirnaktivität überwacht wurde, ihre Hände zu einem beliebig gewählten Zeitpunkt zu bewegen. Libet wollte herausfinden, was sich zuerst vollzog: der elektrische Impuls des Gehirns, der die Bewegung der Hand auslöste, oder der bewusste Entschluss des Probanden, seine Hand zu bewegen. Natürlich müsste der Letztgenannte zuerst in Erscheinung treten, meinen Sie? Weit gefehlt – die für die Handbewegung verantwortliche Hirnaktivität war bereits eine halbe Sekunde vor der bewussten Entscheidung nachweisbar. Wer sitzt hier eigentlich hinterm Steuer? Dem Steuer des Lebens, meine ich. John-Dylan Haynes, der am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften forscht, führte einige Zeit später eine Studie durch, bei der Handlungen zehn Sekunden vor der bewussten Entscheidung der Versuchsteilnehmer vorhergesagt werden konnten. Wie war das noch gleich mit dem freien Willen? Frank Tong, ein an der in Nashville, Tennessee, ansässigen Vanderbilt University tätiger Neurowissenschaftler, bemerkte: „Zehn Sekunden entsprechen hinsichtlich der Hirnaktivität einer kompletten Lebensspanne.“ Woher also stammen die Impulse, wenn nicht von „uns“, dem bewussten Verstand? Ich bin schon seit Langem der Ansicht, dass es sich bei diesem Phänomen um das Kontrollprogramm handelt, das von der Simulation über das Vehikel Körper / Intellekt /Seele sowie den gefälschten Geist oktroyiert wird. Ein Programm, das im Körper / in der Seele codiert ist, bestimmt (sofern kein höheres Gewahrsein vorhanden ist) die Erfahrungen, die ein Mensch durchläuft – indem er die Erfahrungen durch Decodierung aus den Quantenfeldern der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten manifestiert. Kontrolliere die Wahrnehmung, und du wirst die Erfahrungen kontrollieren. Genau so funktioniert die Wahrnehmungstäuschung. Ohne die Trumpfkarte – den höheren Geist, der einen aus dem Wahrnehmungsgefängnis herauszuheben vermag – kann uns die Programmierung wie auf Schienen einen vorbestimmten Weg entlang treiben, während wir meinen, wir würden frei entscheiden und wählen.
Die amerikanische Fernsehserie „Westworld“, die 2016 über die Bildschirme flimmerte, ist mit einer Symbolik durchsetzt, die einen Bezug zu den von mir beschriebenen Hintergründen haben könnte. Westworld ist der Name eines fiktiven, im Stil eines Wildwestfilms konzipierten Hightech-Vergnügungsparks, in dem die menschlichen Besucher mit programmierten Robotern interagieren, die exakt wie Menschen aussehen. Die Roboter glauben, sie seien Menschen, die Entscheidungen treffen – während sie in Wirklichkeit nur ihrer Programmierung folgen. Doch eines Tages werden sie sich dieser Tatsache gewahr und entwickeln genügend Bewusstsein, um ihre Programmierung zu überwinden und die Besonderheit ihrer misslichen Lage zu begreifen. Das ist genau der Punkt, an dem sich die heutige Menschheit befindet: an der Schwelle zu solch einem Erwachen. Wir müssen uns nur dafür entscheiden, unsere Situation begreifen zu wollen. Das höhere Bewusstsein sickert in die niederen Äonen ein, um die Seelen bzw. den Verstand der Menschen aus der Illusion zu befreien. Der erhabene Geist spricht, und es gilt, was eine alte Redensart besagt: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Wer sie nicht hat, wird – zumindest vorläufig – noch weiterschlafen müssen. Die Menschen wären über alle Maßen erschüttert, wenn ihnen klar würde, in welchem Ausmaß ihr Leben von der Wiege bis zur Bahre kontrolliert wird – und sogar darüber hinaus, sofern das jenseits der Programmierung verankerte Bewusstsein nicht dazwischentritt.
Ich nehme die Programmierung überall wahr, vom vorhersehbaren Verhalten der Menschen über die Tierwelt bis zur „natürlichen Welt“ ganz allgemein. Auf meinen Reisen in über 60 Länder sah ich Menschen stets in derselben Weise auf ähnliche Situationen reagieren. Manche mögen sich dabei heftiger gebärden als andere, doch die Reaktion ist im Grunde immer dieselbe, unabhängig von der kulturellen oder religiösen Zugehörigkeit. Nur diejenigen, die Kontakt zum spirituellen Gewahrsein haben, brechen den Bann, überwinden die gewohnten Verhaltensmuster und reagieren auf eine neue Weise. Alles unterliegt demselben Kreislauf von Geburt, Alter und Tod; in den grundlegenden Strukturen gibt es keine Zufälligkeiten, da es sich stets um dasselbe Programm handelt. Warum verhält sich eine Ente wie eine Ente und ein Elefant wie ein Elefant? Ein Elefant könnte sich doch auch einmal wie eine Ente benehmen, oder? Er kann es eben nicht – die „Software“ lässt das nicht zu. Jedes biologische Programm ist so codiert, dass die Informationsverarbeitung in einer unverwechselbaren Weise erfolgt. Wir mögen die verschiedenen Ausprägungen als „Ente“ oder „Elefant“ bezeichnen, doch im Grunde handelt es sich um selbstreplizierende Algorithmen – zumindest so lange, bis sie vom höheren Geist überschrieben werden. Auch Tiere verfügen über ein Gewahrsein – alles ist Gewahrsein –, doch ist dieses an eine Softwareleine gekettet.
Die Tiere in „No Man’s Sky“ erhalten Verhaltensprofile, die von einer „prozeduralen Verfälschung von Archetypen“ gesteuert werden; dafür ist eine Sequenz von Algorithmen erforderlich, die als „rechnergestützte Pseudo-Zufallsgeneratoren“ klassifiziert werden. Perfekt. Ich sehe ihn überall: den Pseudo-Zufall (Abb. 135).

Abb. 135: Im Videospiel „No Man’s Sky“ werden durch Computeralgorithmen, die eine „computergestützte Pseudo-Zufälligkeit“ generieren, für jeden Planeten individuelle Tierarten erschaffen.
Die Vielfalt, die wir in der Welt vorfinden, scheint enorm breit gefächert zu sein, doch schaut man genauer hin, entpuppt sich die ganze Variabilität als vorgetäuscht. Innerhalb des scheinbar Zufälligen gibt es gleichbleibende, alle Elemente verbindende Verhaltens- und Reaktionsmuster. Eines dieser unveränderlichen Prinzipien lautet, dass Überleben nur durch das Töten anderer Lebewesen möglich ist. Dieses sogenannte „Gesetz der Wildnis“ ist auch auf den Menschen übertragbar. Welcher Ansatz wäre besser geeignet, um fortwährend Angst zu schüren und Leid zu erzeugen – an dem man sich dann energetisch laben kann –, als die gesamte „Natur“ in ein weltumspannendes Schlachtfeld zu verwandeln? In den erhabenen Äonen gibt es weder Tod noch irgendeine Notwendigkeit, andere zu töten, um selbst zu überleben. Das Gewahrsein ist sich auf dieser Ebene selbst Genüge. Wenn keinerlei Angst existiert, legt sich der Löwe – symbolisch gesprochen – zum Lamm. Die archontischen Programme sind so entworfen worden, dass das Töten – ob durch Mensch oder Tier – zum Überlebensprinzip wird, das für alles und alle gleichermaßen gilt. Zwar vermeiden Vegetarier und Veganer Fleisch bzw. tierische Produkte generell, doch auch ihre Nahrung war einst bewusstes Leben: Alles ist Bewusstsein.
Wer das hier Gesagte einmal ohne Emotionalität auf sich wirken lässt – und es nicht einfach als allzu fantastisches Geschwätz beiseitewischt –, wird erkennen, dass es angesichts unserer verrückten Welt und ihrer vermeintlich unerklärlichen Mysterien und Anomalien eine Menge Sinn ergibt. Dabei haben wir gerade erst begonnen.
Kapitel 4
Ein gigantisches Computerprogramm
„Würden die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, erschiene den Menschen alles, wie es ist: unendlich. Doch der Mensch hat sich selbst eingesperrt, sodass er alle Dinge nur durch die engen Ritzen seiner Höhle sieht.“
William Blake
Als die „Computer“-Kopie der wahren erhabenen Äonen erstmalig „heruntergeladen“ wurde – und so die niederen Äonen entstanden –, handelte es sich um ein minderwertiges Abbild von etwas unbeschreiblich Schönem. Dann jedoch begann die archontische Verfälschung einzuströmen, die Schönheit in Tod, Zerstörung, Verfall und Chaos verwandelte – die Welt der Archonten (Abb. 136 und 137).

Abb. 136: „Die hochfrequente Erde“ – Die symbolische Schönheit der Erde der erhabenen Äonen.

Abb. 137: „Die Welt der Archonten“ – Tod und Zerstörung – die deformierte Welt der archontischen Verfälschung.
Der Vorgang ist mit dem Herunterladen einer Website vergleichbar: Die ursprüngliche Website liegt noch immer in ihrer Originalform vor, doch Sie verfügen nun über eine Kopie, die Ihrer Kontrolle unterliegt und die Sie nach Belieben verändern können. Seither dauert der Verfälschungsprozess an. Je mehr nun die Simulation verzerrt wurde, desto stärker spiegelte sich dieser Zustand im menschlichen Bewusstsein wider, und die Menschen wurden zunehmend in Kämpfe gegen ihresgleichen verwickelt. Seit im Nahen Osten vor etwa (wahrgenommenen) 6.000 Jahren eine „neue Psyche“ auftauchte, überziehen regionale, nationale und globale Kriege nie gekannten Ausmaßes den Planeten. Wahrnehmung und Verhalten der Menschen begannen sich seit etwa 4000 v. u. Z. drastisch zu verändern. Damit will ich nicht sagen, dass die Simulation erst zu diesem Zeitpunkt zu greifen begann; doch hatte die Verschattung der menschlichen Wahrnehmung als Folge der Verzerrung damals offenbar einen Grad erreicht, dass nun eine allumfassende Transformation einsetzte. Im biblischen Kontext ist dieser Vorgang als „Sündenfall“ bekannt. In Kürze werden wir darüber sowie über die „neue Psyche“ mehr erfahren. Auch die Zerstörung und Verschmutzung der Umwelt sowie die seelenlose „Architektur“ sind Ausdruck der „Archontisierung“ (Abb. 138 und 139).

Abb. 138: „Die Erde der Archonten“ – Das Ende alles Schönen und Guten.

Abb. 139: „Die Erde der Archonten“ – Töte einfach alles.
Die „Neuverdrahtung“
Nichts von all dem, was ich aufgezeigt habe, wäre möglich, wenn man sich nicht zuallererst der Denk-, Gefühls- und Wahrnehmungsprozesse der Menschheit bemächtigen würde (gefangener Geist). Die ihrer selbst gewahre archontische Verfälschung begann damit, die ursprüngliche Kopie neu zu verdrahten. Bei diesem Vorgang spielten unter anderem die Kommunikationsknotenpunkte eine Rolle, die der Simulation zugehören und uns als Orion, Saturn und Mond bekannt sind. Über einen langen Zeitraum hinweg habe ich die Bedeutung des Saturn in mehreren Büchern dargestellt, darunter in „Remember Who You Are“, „Die Wahrnehmungsfalle“ und „Das Ich-Phantom“. Über den Mond schrieb ich bereits in „Der Löwe erwacht“. Nach fast drei Jahrzehnten der Forschung, in deren Verlauf ich überall auf der Welt synchronistischen Hinweisen nachging, bin ich der Ansicht, dass Orion, Saturn und Mond Bestandteile jenes Informationssystems sind, das die Informationen erzeugt, verstärkt und übermittelt, die von den Menschen in sichtbare Realität umgesetzt werden – die Ebene der von uns erfahrenen Simulation. Die ursprüngliche Quelle scheint Orion zu sein; die Ringe des Saturn (Klang / Informationen) fungieren als Frequenzgenerator, während der Mond die saturnischen (Orion-)Botschaften verstärkt und auf das menschliche Bewusstsein überträgt (Abb. 140).

Abb. 140: „Das holografische Universum: Wie oben, so unten“ – Archontische Hacker haben die Computersimulation so manipuliert, dass sie die Menschheit unterjochen können. Wesentliche Komponenten dieses Unterfangens sind Orion und der dazugehörige Nebel, Saturn, der Mond, die Erde und der menschliche Geist. Hinzu kommen weitere Himmelskörper wie etwa Jupiter, die innerhalb der Massenkontrollmatrix ebenfalls eine Rolle spielen.
Zu diesen Schlussfolgerungen bin ich nach Jahrzehnten des Verknüpfens einzelner Details und des Nachverfolgens vieler Anhaltspunkte gelangt. Neu auftauchende Belege untermauern meine Thesen mehr und mehr. Zwar gibt es unter den Informationen nicht den einen Knaller – wobei die Hinweise bezüglich des Saturns und des Mondes dem schon recht nahe kommen –, doch die stetig wachsende Ansammlung von Daten, Fakten und Anomalien verschiedenster Art weist eindeutig in die von mir beschriebene Richtung. Ganz im Sinne dessen, was mir 1990 gesagt worden war: „Du brauchst nicht mühsam zu suchen – folge einfach den Hinweisen.“
Orion, Saturn und Mond standen im Mittelpunkt einer Vielzahl antiker Mythen, Legenden und Symboliken. Beim Mond, dem dominanten Gestirn des Nachthimmels, verwundert das nicht; auch beim markanten Sternbild des Orion scheint dies einleuchtend. Aber beim Saturn? Von der Erde aus betrachtet ist er, bei einer wahrgenommenen Entfernung von 1,2 Milliarden Kilometern, kaum mehr als ein Punkt. Warum sollten die Völker des Altertums dem so viel Aufmerksamkeit geschenkt haben? Unser Planet ist mit Darstellungen des „Jägers“ Orion und der drei Sterne des Oriongürtels geradezu übersät (Abb. 141).

Abb. 141: Unsere fernen Vorfahren waren vom Orion und dessen Göttern besessen.
Im 8. Jahrhundert v.u.Z. benannte man das Sternbild, das häufig mit „den Göttern“ in Verbindung gebracht worden war, nach Orion, dem Jäger der griechischen Mythologie. Die einst in Mesopotamien (im Gebiet des heutigen Irak) beheimateten Babylonier nannten Orion den „himmlischen“ bzw. „wahren Hirten“ ihres Hauptgottes Anu (nach dem die mesopotamischen Götter zusammenfassend als Anunnaki bezeichnet werden). Darüber hinaus sahen sie in Orion, dem Hüter der menschlichen Wahrnehmung, auch den Boten der Götter. In Aram, einem Gebiet, das im heutigen Syrien lag und zu dem auch die Region um die tragische Stadt Aleppo zählte, kannte man Orion unter dem Namen „Nephila“. Der Name lässt eine Verbindung zu den biblischen Nephilim bzw. „gefallenen Engeln“ vermuten, die die „Söhne Gottes“ mit den Menschenfrauen – den „Töchtern Adams“ – gezeugt haben sollen. Manche der neuzeitlichen Entführungsopfer, die nach eigener Aussage von nichtmenschlichen oder „außerirdischen“ Entitäten verschleppt worden sind, bringen einige, bestimmten Rassen zugehörige Wesen mit Sternen des Sternbilds Orion in Zusammenhang. Als ich in der Sendereihe „Ancient Aliens“ des History Channels zu Gast war, wurde ich gefragt, warum sie bei ihren Nachforschungen so häufig auf Orion stießen. Auf jedem Kontinent gibt es von alten Kulturen errichtete heilige Stätten, die Orion darstellen oder darauf ausgerichtet sind. Geht man davon aus, dass wir tatsächlich „in“ einem holografisch-energetischen Kommunikationssystem oder -gitter leben, werden durch Anordnungen dieser Art energetische Verbindungen hergestellt: Wie oben, so unten. Die Ägypter glaubten, sie könnten, wenn sie ihre rituellen Zeremonien auf Orion ausrichteten, Kontakt mit ihrem Gott Osiris aufnehmen – etwas, was für das Leben auf Erden und darüber hinaus als außerordentlich wichtig erachtet wurde.
Einigen modernen Forschern zufolge entspricht die Anordnung der drei Pyramiden von Gizeh der Konstellation, die die drei Sterne des Oriongürtels im Jahr 10450 v. u. Z. bildeten (Abb. 142).

Abb. 142: Manche Forscher sind der Meinung, die Ausrichtung der Pyramiden von Gizeh würde dem Oriongürtel im Jahr 10450 v. u. Z. entsprechen.
In der Sahara, mehrere Hundert Kilometer südlich von Kairo, gibt es eine weitere rituelle Kultstätte, die auf Orion ausgerichtet ist. Die in einem Gebiet namens Nabta-Playa gelegene Anlage ist auf den Zeitraum 6400 – 3400 v. u. Z. datiert worden. Die Ägypter assoziierten ihren Hauptgott Osiris mit Orion, während ihre wichtigste Göttin Isis mit Sirius in Verbindung stand. Einmal mehr besteht ein Zusammenhang zwischen Sirius, dem hellsten von der Erde aus sichtbaren Stern, und den Besuchen von Außerirdischen (Abb. 143).

Abb. 143: Orion und Sirius.
Die alten Ägypter glaubten, das menschliche Leben habe seinen Ursprung im Orion; in meinen früheren Büchern habe ich dieses Motiv erläutert. Während der letzten fast 30 Jahre hielt ich in dem Bemühen, das Gesamtbild zusammenzustellen, stets nach übereinstimmenden Mustern Ausschau – großen wie kleinen, antiken ebenso wie modernen. Die Verweise auf Orion in all ihren Ausdrucksformen zählen mit Sicherheit dazu. Wiederkehrende Mythen und Legenden besagen, dass es sich bei Orion um die Quelle der Schöpfung (Simulation) und der menschlichen Lebensform handelt sowie um die Wohnstatt der „Götter“.
Einen wichtigen Beitrag leistete der amerikanische Rechercheur Danny Wilten, der die Verbindungen zwischen dem Orionnebel und Phänomenen auf der Erde unter die Lupe nahm. Die als Großer Nebel bezeichnete Formation liegt südlich des Oriongürtels und stellt die „Sternenwiege“ dar, die der Erde am nächsten gelegen ist (Abb. 144).

Abb. 144: Der Orionnebel – die der Erde nächstgelegene „Sternenwiege“.
Im Herzen des Nebels befindet sich ein Sternenhaufen, der als Trapezium bezeichnet wird. Das Trapezium könnte der Ursprung der „Computer“-Projektion sein, aus der wir die Simulation decodieren (Abb. 145).

Abb. 145: Orions sogenannte Trapezsterne.
Zwar wird der Nebel als Wolke aus interstellarem Staub und Gas beschrieben, die sich über mehrere Lichtjahre erstreckt; doch seiner ursprünglichen Beschaffenheit nach handelt es sich um ein Welleninformationskonstrukt.
Danny Wilten sieht einen Zusammenhang zwischen dem Orionnebel und den Landformationen des ägyptischen Nildeltas: Dem Grundsatz von „Wie oben, so unten“ entsprechend spiegeln sie einander. Eine ähnliche Verbindung sieht Wilten auch zwischen dem Nebel und dem menschlichen Gehirn. Innerhalb einer holografischen Simulation ergibt das durchaus einen Sinn. Astronomen des im US-Bundesstaat New Mexico beheimateten Projekts Sloan Digital Sky Survey bestätigten im Jahr 2017, dass der Mensch aus demselben „Sternenstaub“ besteht wie das Universum (die Simulation) – ein weiteres Indiz, das in die gleiche Richtung weist. Bestehen denn die in einem Computerspiel agierenden Figuren aus einem anderen „Material“ als deren scheinbares Umfeld? Als das Astronomenteam mittels Infrarotfrequenzen die Struktur von 150.000 Sternen untersuchte, stellte es fest, dass wir Menschen zu etwa 97 Prozent aus derselben Art von Atomen bestehen, aus denen sich auch unsere Galaxie zusammensetzt. Atome = energetische Welleninformationscodes. Danny Wilton vertritt darüber hinaus die Auffassung, dass es sich bei Michelangelos Fresko „Die Erschaffung Adams“, das die Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan schmückt, um eine symbolische Darstellung des Orionnebels handelt – eine Idee, die mit der uralten Vorstellung konform geht, dass dort die menschliche Gestalt erschaffen worden ist (Abb. 146).

Abb. 146: Stellt Michelangelos Fresko „Die Erschaffung Adams“ die Geburt der Menschheit im Orionnebel dar?
Angesichts der Tatsache, dass das Fresko aus dem 16. Jahrhundert stammt, stellt sich vielen Menschen die Frage, wie jemand schon vor so langer Zeit davon gewusst haben kann. Ich werde darauf zu sprechen kommen; für den Augenblick sei lediglich angemerkt, dass die Informationen, die ich mit diesem Buch jedermann zugänglich mache, einigen wenigen seit Jahrtausenden bekannt sind – verwahrt im Allerheiligsten des weltumspannenden Netzwerks der Geheimgesellschaften, in dem die römische (ehemals babylonische) Kirche einen entscheidenden Strang bildet.
Der amerikanische Autor Gary A. David, der am Orion orientierte Anlagen in Nord- und Südamerika und der übrigen Welt katalogisiert, hat zahllose Darstellungen des Orion zusammengetragen. Lesen Sie sein Buch „Mirrors of Orion“. Die Hopi-Indianer von Arizona waren ebenso auf Orion fokussiert wie die Azteken oder Maya in Mittelamerika. Die in der Nähe von Mexiko-Stadt gelegene antike Ruinenstadt Teotihuacán, die mehrere Pyramiden und Tempel umfasst, ist auf den Oriongürtel ausgerichtet (Abb. 147).

Abb. 147: Verschiedene Repräsentationen des Oriongürtels aus aller Welt.
Man nimmt an, dass die Anlage, die heute zum Weltkulturerbe zählt, etwa 100 v. u. Z. errichtet worden ist.
Vor vielen Jahren erzählte mir der hochrangige Zulu-Schamane Credo Mutwa, welche Bedeutung sein Volk Orion und dem zu Orion gehörigen roten Stern beimisst, den sie „Mpalalatsani“ bzw. den „Lebensverstreuer“ nennen. Der Letztgenannte wird als paradiesische Welt beschrieben – ein „roter Ort mit roten Steinen, roter Erde, rotem Sand und Meeren“. Bekannter ist der Stern, der zu den Überriesen zählt und die rechte Schulter des „Jägers“ bildet, unter dem Namen Beteigeuze. Er ist der zweithellste Stern des Orion und der neunthellste am gesamten Nachthimmel (Abb. 148).

Abb. 148: Der zum Orion gehörige rote Superriese Beteigeuze – der „Lebensverstreuer“.
Die Masse von Beteigeuze (arabisch für „Hand des Orion“) beträgt Berechnungen zufolge das Zehn- bis Zwanzigfache der Masse unserer Sonne. Würde er das Zentrum unseres Sonnensystems bilden, befänden sich alle Planeten bis einschließlich des Mars in seinem Inneren. Er war der erste Stern, dessen Größe gemessen wurde, und gehört zu den wenigen Sternen, die im Hubble-Weltraumteleskop nicht nur als Lichtpunkt, sondern als Scheibe erscheinen. Auf Credo Mutwas „Halsband der Mysterien“ – einem schwergewichtigen Kupferring, der auf den Schultern ruht – findet sich an einer markanten Stelle eine Darstellung des Orion (Abb. 149).

Abb. 149: Orion war im Altertum für Gesellschaften auf der ganzen Welt von Bedeutung. Hier ist Orion auf dem „Halsband der Mysterien“ der Zulu dargestellt, das nachweislich mindestens 500 Jahre, möglicherweise aber sogar älter als 1.000 Jahre ist.
Seinen Angaben zufolge ist der Halsschmuck, der symbolisch die Geschichte der menschlichen Spezies darstellen soll, mindestens 500 Jahre alt (Credo selbst vermutet das doppelte Alter). Neben Orion erkennt man auf dem Halsreif ein altertümliches Symbol für Saturn, „Außerirdische“ und eine „fliegende Untertasse“ – Elemente, die Besuche durch extraterrestrische Wesen und deren Kreuzung mit den Menschen symbolisieren. In den nächsten zwei Kapiteln werde ich darauf ausführlicher eingehen. Credo erklärte mir, dass die Menschen den Legenden der Zulu zufolge von den Sternen kamen – ja, der Begriff „Zulu“ selbst bedeutet „Menschen von den Sternen“.
Credo sieht einen Zusammenhang zwischen Mpalalatsani bzw. Beteigeuze, von wo die Menschen vertrieben worden sein sollen, und dem biblischen Garten Eden. Zulu-Legenden berichten davon, dass die genetische Manipulation des Menschengeschlechts auf Mpalalatsani begann und später im Inneren des Mondes – und schließlich auf der Erde – fortgesetzt wurde. Beteigeuze scheint zu schrumpfen, und ganz allgemein geschehen innerhalb der Simulation seltsame Dinge. Die Inuit bzw. „Eskimos“ gehören zu einer Vielzahl indigener Volksgruppen, die sagen, die Sonne würde heute an einer anderen als der gewohnten Stelle aufgehen, und auch die Positionen der Sterne hätten sich verändert. Oder die der Erde. Hat man erst einmal begriffen, dass wir es mit einer Simulation zu tun haben – die sich modifizieren lässt –, erscheinen derartige Behauptungen in einem anderen Licht.
Orions hellster Stern und gleichzeitig der sechsthellste Stern am Himmel ist der blaue Überriese Rigel, der auch als Beta Orionis bezeichnet wird. Es wird darüber spekuliert, ob die häufige Verwendung der Farben rot und blau in der Politik und in anderen Bereichen der menschlichen Gesellschaft (siehe auch die rote / blaue Pille im Film „Matrix“) im Zusammenhang mit Beteigeuze und Rigel steht. Auch zu Bellatrix („die Kriegerin“), einem weiteren blauen Stern im Orion, könnte eine Verbindung bestehen. Rigel soll Schätzungen zufolge doppelt so heiß wie unsere Sonne und 40.000-mal heller sein; die Masse von Bellatrix beträgt etwa das 8,6-Fache der Sonnenmasse. Um die Quelle lokalisieren zu können, von der aus die Simulation projiziert wird, ist es von zentraler Bedeutung, das Wesen von Orion und der übrigen Komponenten des „Schaltkreises“ zu verstehen – Sirius inbegriffen.
Das „Kind des Orion“ – Saturn
Dem Saturn, der als „Gott der tausend Namen“ bekannt ist, kommt in der archontischen Symbolsprache eine herausragende Rolle zu (Abb. 150).

Abb. 150: „Überall Saturn: Der Gott der tausend Namen“ – Warum waren unsere Altvorderen vom Saturn so besessen – genau wie unsere heutige Herrscherelite?
Viele der uns vertrauten Symbole, von denen wir tagtäglich umgeben sind, repräsentieren Saturn. Mitunter treten sie im Verein mit Orion-Symbolen auf – was nur folgerichtig ist, sind doch Saturn und Orion Ausdruck derselben Informationsquelle. Eines dieser Symbole ist das Auge bzw. das „allsehende Auge“, das uns auf Schritt und Tritt begegnet, etwa auf der Dollarnote, der Rückseite des Großen Siegels der Vereinigten Staaten und dem Abzeichen des britischen Geheimdienstes MI5 (Abb. 151 und 152).

Abb. 151: Das klassische Symbol der Pyramide mit dem allsehenden Auge der Verdeckten Hand, die hinter den Geschicken der Menschheit steht, dargestellt auf der Dollarnote.

Abb. 152: Pyramide und allsehendes Auge auf dem Abzeichen des MI5 – des britischen Geheimdienstes für innere Angelegenheiten.
Um erfassen zu können, welche Rolle der Saturn spielt, sollten wir noch einmal zu der Frage zurückkehren, warum sich die Menschen der Antike so sehr auf etwas bezogen, das heute nur mehr ein Schimmer am scheinbar weit entfernten Firmament ist (Abb. 153).

Abb. 153: Warum sollten antike Völker Saturn verehrt haben, wenn er sich schon immer da befand, wo er heute ist?
Die Antwort lautet, dass sich der Saturn nicht immer dort befand, wo er jetzt zu sehen ist. Einst dominierte er den irdischen Himmel – zu einer Zeit nämlich, als unser Sonnensystem noch zwei Sonnen besaß: Neben unserem heutigen Zentralgestirn stand der damals noch unberingte Saturn im Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Der amerikanische Forscher David Talbott war es, der diese Tatsache in mühevoller Detailarbeit ans Licht brachte, indem er eine Unmenge antiker Erzählungen aus allen Ecken der Welt auswertete. Bei seinem Studium der Mythen, Legenden und Symbole, die verschiedene Kulturen unterschiedlicher Zeitabschnitte mit Saturn assoziierten, stieß er auf eindeutige Übereinstimmungen. In seiner sehr empfehlenswerten Videoreihe, die auf YouTube unter dem Titel „Discourses on an Alien Sky“ zu finden ist, verknüpft Talbott die Legenden und Mythen und leitet daraus ab, was der Saturn ursprünglich darstellte und in welcher Weise sich die Konstellation plötzlich veränderte. Lesen Sie auch Talbotts herausragendes Werk „The Saturn Myth“, wenn es Ihnen gelingt, ein Exemplar zu ergattern. Leider ist das Buch vergriffen – zu Unrecht, wie ich finde.
Kennt man erst einmal die Geschichte des Saturns, ergibt die Vielzahl altertümlicher Symbole, die den Planeten repräsentieren, plötzlich einen Sinn. Hier ist eine kurze Zusammenfassung: In jener Epoche, die in der Antike das „Goldene Zeitalter“ genannt wurde, war der Saturn die der Erde nächstgelegene Sonne. Saturn galt als der „Standhafte“, der „Regungslose“ und das „Licht der Welt“ und bewegte sich auf einer geraden Linie mit Mars und Venus (Abb. 154).

Abb. 154: Saturn mit Mars und Venus, wie er sich Überlieferungen zufolge im Altertum von der Erde aus darstellte.
Auch das Popol Vuh, die Schöpfungsgeschichte der einst im Gebiet des heutigen Guatemala ansässigen Quiché-Maya, beschreibt eine feststehende Sonne, bei der es sich nicht um das Zentralgestirn unserer Tage handelte. Den Menschen, die von der Erde zum Himmel schauten, erschien Saturn als ein gigantisches Auge, in dessen Mittelpunkt sich Mars und Venus befanden (Abb. 155).

Abb. 155: Saturns allsehendes Auge.
Das im Altertum verwendete Sonnensymbol – ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte – ergibt in Bezug auf die Sonne, die heute am Himmel steht, keinen Sinn; doch vergleicht man es mit dem Saturn, wie er im Goldenen Zeitalter erschien, passt es perfekt (Abb. 156).

Abb. 156: Das antike Symbol für die „Sonne“ entspricht perfekt dem Bild, das Saturn, Mars und Venus damals boten.
Die antiken Legenden, Mythen und Symbole, die sich auf den Saturn beziehen, sind deshalb so zahlreich – Gott der tausend Namen –, weil er einst den irdischen Himmel beherrschte. Der griechische Philosoph Platon bezeichnete Saturn als „Helios“, den Sonnengott. Dem griechischen Historiker Diodor von Sizilien zufolge taten dies auch die in Mesopotamien beheimateten Chaldäer. Später wurde der Begriff für unsere heutige Sonne benutzt. Während Namen und Symbole mehr und mehr auf die Letztgenannte übertragen wurden, ging die Wahrheit über den Saturn verloren. Diodor schrieb, Saturn sei der „augenfälligste aller Planeten“ gewesen; frühe Astronomen bezeichneten ihn als „Ursonne“. Verständlicherweise ging man zunächst davon aus, dass die antiken Motive, die von Sonnengöttern erzählten, dieselbe Sonne meinten, die wir auch heute sehen – doch das ist nicht der Fall. Zumindest beim überwiegenden Teil handelte es sich um Saturn-Sonnengötter, zu denen unter anderem der babylonische Herrscher Nimrod und der ägyptische Gott Ra zu zählen sind (Abb. 157).

Abb. 157: Verständlicherweise werden Saturn-Sonnengötter fälschlich für Symbole der heutigen Sonne gehalten.
Auch die römische Göttergestalt Mithras und ihr persisches Pendant Mithra, die später die Vorlage für die Figur des „Jesus“ lieferten, waren Saturngötter. Der römische Kaiser Konstantin, der im Jahr 325 u. Z. mit dem Konzil von Nicäa das moderne Christentum begründete, huldigte Sol invictus, dem „unbesiegten Sonnengott“ – bei dem es sich, wie ich behaupte, um Saturn handelte. Die biblischen Texte strotzen vor Sonnensymbolik. Saturn war der Hauptgott Roms, dem zu Ehren alljährlich im Vorfeld der Wintersonnenwende die als Saturnalien bezeichneten Feierlichkeiten abgehalten wurden. Dabei tauschte man Geschenke aus, schmückte Bäume und hing Stechpalmenzweige auf. Auch heute noch huldigt bei dem Fest, das inzwischen „Weihnachten“ heißt, ein beträchtlicher Teil der Menschheit unwissentlich Saturn; zudem wird Santa gefeiert, dessen Name ein Anagramm von Satan darstellt. Wie wir noch sehen werden, besteht zwischen dem Demiurgen / Satan und Saturn ein Zusammenhang.
(Fast) das Ende der Welt
Der römische Schriftsteller Theodosius schrieb im 5. Jahrhundert, dass die Saturnalien den Zeitpunkt markierten, an dem „Saturn plötzlich verschwand“ – eine Bemerkung, die sich mit einer Vielzahl altertümlicher Schilderungen deckt, die David Talbotts Recherchen zugrunde liegen. In den vergangenen über 20 Jahren habe ich detailliert ausgeführt, wie außerordentlich häufig wir in alten Texten auf Geschichten von gewaltigen geologischen Katastrophen und himmlische „Götterkriege“ stoßen; zudem wies ich auf die Korrelation zwischen den Überlieferungen und der geologischen und biologischen Geschichte unseres Planeten hin. Die Sintflut mag die berühmteste Katastrophenerzählung sein, doch die biblische Version basiert auf Schilderungen, die wesentlich älter sind. Ähnliche Geschichten, in denen etwa die Erde in Stücke gerissen wird oder sich gar überschlägt, finden sich in der Welt des Altertums allerorten. Überall brachen Vulkane aus – „Berge atmeten Feuer“ –, begleitet von mächtigen Erdbeben. Alte Texte sprechen davon, dass „die Meere kochten“, „die Himmel einstürzten“, Landmassen versanken oder hervortraten, sowie von einer gigantischen Wasserwand.
Durch das Aufreißen der Erdoberfläche entstanden Formationen wie der Grand Canyon in Arizona, bei denen es sich ja offiziell um natürliche Phänomene handeln soll. Jeder, der schon einmal am Rand des Grand Canyon gestanden und hinuntergesehen hat, dürfte angesichts der Behauptung, er sei vom Colorado River ausgewaschen worden, in schallendes Gelächter ausgebrochen sein – so, wie auch ich einst (Abb. 158).

Abb. 158: Das vergleichsweise winzige Bächlein im Hintergrund soll den Grand Canyon ausgewaschen haben? Klar, und ein Essteller kann zum Mars fliegen.
Fossilien von Fischen und anderen Meereslebewesen, die man heute hoch oben in den Bergen entdecken kann, bezeugen das Ausmaß der Umwälzungen. Der Himalaya, die Alpen und die Anden haben ihre gegenwärtige Höhe erst in geologisch jüngster Zeit erlangt. Man hat intakte versteinerte Bäume gefunden, die von einem Moment zum anderen fossilisiert sein müssen. Tatsächlich könne das, wie mir jemand erklärte, durch den enormen Druck geschehen, den die in den alten Texten bezeugte Flutwelle auf den Untergrund ausübte (Abb. 159).

Abb. 159: Eine globale Flutwelle würde alles verändert haben – auch die Wahrnehmung einer evolutionären „Zeitlinie“.
Künstlicher Stein wird durch extrem hohen Druck erzeugt. Es ist durchaus denkbar, dass die sofortigen Auswirkungen hohen Wasserdrucks die Wissenschaft in ihrer Wahrnehmung der evolutionären „Zeitlinie“ der Erde in die Irre geführt haben. Eine sintflutartige Flutwelle würde auch erklären, warum der Botaniker Nikolai Vavilov in einer Untersuchung von über 50.000 Wildpflanzen aus aller Welt zu dem Schluss kam, dass sie aus nur acht verschiedenen, ausschließlich gebirgigen Gebieten stammen. Der griechische Philosoph Platon schrieb, dass sich die Landwirtschaft nach einer gewaltigen Überschwemmung entwickelt habe, und zwar in höheren Lagen.
Ein weiteres Indiz für eine abrupte Veränderung sind im Eis aufgefundene Mammute, die so urplötzlich gefroren sein müssen, dass man sie in aufrecht stehender Position vorfand – offenbar beim Fressen überrascht. Uralte Überlieferungen, die das Auftauchen des Eises beschreiben, berichten, dass Steine und Eisbrocken vom Himmel fielen. Was wäre, wenn die „Eiszeit“ gar nicht so verlief, wie die Lehrmeinung behauptet, sondern sich von einem Moment auf den anderen einstellte? Sogenannte Findlinge, die nicht zu den regionalen Gesteinssorten passen, sind überall auf der Welt anzutreffen. Deren englische Bezeichnung „erratic“ geht auf das lateinische Wort für „umherwandern“ zurück. Manche Findlinge sind gewaltig groß und wiegen 15.000 Tonnen oder mehr. Der Wissenschaft zufolge wurden sie durch Gletscher transportiert – doch vielleicht war es ein Tsunami von nahezu unvorstellbarem Ausmaß, der sie in weit entfernte Gegenden beförderte?
Unzählige Geschichten berichten von gewaltigen Landmassen, mit Namen wie Atlantis oder Lemuria / Mu, die bei einem weltumspannenden Kataklysmus im Meer versanken. In verschiedenen Teilen der Welt hat man auf dem Meeresboden mächtige Strukturen entdeckt, die einst zu Städten bzw. Zivilisationen gehörten (Abb. 160).

Abb. 160: Überall auf der Welt hat man in den Tiefen des Meeres gewaltige, schier unglaubliche Strukturen nichtnatürlichen Ursprungs gefunden.
Eine ganze Reihe von Autoren und Forschern kam zu dem Schluss, dass nicht nur die Erde durch heftige Turbulenzen gegangen ist, sondern auch das übrige Sonnensystem. Der bekannteste unter ihnen war Immanuel Velikovsky (1895–1979), ein in Russland geborener Psychiater, Psychoanalytiker, Autor und Forscher. Zu den von ihm verfassten Büchern, die (selbstredend) kontrovers aufgenommen wurden, zählt das 1950 erschienene Werk „Welten im Zusammenstoß“. Velikovsky wies darauf hin, dass sich der Himmel, den die Völker des Altertums sahen, von unserem heutigen Firmament unterschied. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Venus.
Als man in den 1970er-Jahren mehrere Mariner-Raumsonden zur Venus schickte, konnten etliche von Velikovskys Behauptungen bestätigt werden – etwa die Existenz eines Schweifs, ähnlich dem eines Kometen. Velikovsky beschrieb kataklystische Ereignisse, die Venus und Mars heimsuchten, den Letztgenannten in dem verheerenden Zustand hinterließen, den wir heute beobachten können, und auch die Erde beinah vernichteten. All das soll nicht vor Jahrmillionen, sondern lediglich vor einigen Tausend Jahren geschehen sein. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse revidierte er den Verlauf der geschichtlichen Ereignisse, die sich im antiken Ägypten und Griechenland sowie auf dem Gebiet des heutigen Israel zutrugen. Er schrieb:
Überlieferungen von Umwälzungen und Naturkatastrophen, wie sie bei allen Völkern vorhanden sind, fanden im Allgemeinen keinen Glauben wegen der kurzsichtigen Vorstellung, dass in der Vergangenheit keine anderen Kräfte die Welt formten, als die, die wir auch heute am Werke sehen. Diese Vorstellung ist der Ausgangspunkt der heutigen Geologie und Entwicklungslehre.
Wir haben keine Erklärung dafür, also hat es nie stattgefunden. Der übliche „wissenschaftliche“ Faschismus setzte ein, als Velikovsky seine Forschungsergebnisse veröffentlichte und damit die gelehrten Steinzeitköpfe aus der Fassung brachte. Einige akademische Einrichtungen setzten „Welten im Zusammenstoß“ gar auf den Index. Die Auseinandersetzungen waren so heftig, dass man von der Velikovsky-Affäre zu sprechen begann. Der Reaktion nach dürfte er wohl etwas Wahres ausgesprochen haben.
Wie Velikovsky schrieb, hätten die beiden (neben der Sonne) größten Himmelskörper unseres Sonnensystems – Jupiter und Saturn – bei dem kosmischen Drama eine entscheidende Rolle gespielt. Bis zu dem Ereignis seien sie gänzlich anderen Bahnen gefolgt, als sie es heute tun. Bei beiden habe es sich zudem um Sterne gehandelt – die Lehrmeinung betrachtet sie freilich als Planeten. Jupiter und Saturn stellen tatsächlich eine Art von Sternen dar: Sie erzeugen deutlich mehr Hitze, als sie von der Sonne empfangen. Der Gasriese Saturn ist der einzige Planet des Sonnensystems, dessen Dichte unter der von Wasser liegt und der folglich zerfließen müsste. Dabei ist Velikovsky nicht der Einzige, der die Ansicht vertritt, dass sich Saturn und Jupiter hinsichtlich Erscheinungsbild und Masse heute deutlich von ihren damaligen Versionen unterscheiden. Saturn sei, während er dicht an Jupiter vorüberzog, explodiert; danach habe seine Größe nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes betragen. Bis zu dem Ereignis soll, wie Velikovsky glaubte, Saturn größer als Jupiter gewesen sein. Im Ergebnis des Geschehens habe es Saturn an seine heutige, weit entfernte Position verschlagen.
In Mythen und symbolischen Geschichten wird der Konflikt zwischen Saturn und Jupiter thematisiert. Die Griechen etwa erzählten sich, dass Zeus (Jupiter) einst die Herrschaft seines „Vaters“ Kronos (Saturn) an sich riss. Velikovsky brachte den ägyptischen Gott Osiris mit Saturn und die Göttin Isis mit Jupiter in Verbindung. Der als „Khima“ bezeichnete Himmelskörper, der laut babylonischem Talmud die Sintflut verursacht haben soll, sei mit Saturn identisch. Alte mexikanische Texte berichten, dass die „erste Welt“ durch eine weltumspannende Flut zerstört wurde, deren Auslöser der Planet war, den wir Saturn nennen. Velikovsky schrieb, bei der „Nova“-Explosion des Saturns könnten gewaltige Mengen Wasser in Richtung Erde geschleudert worden sein, aus denen später unsere heutigen Ozeane entstanden. Der Atlantik wurde früher auch als „Meer des Kronos“ (Saturn) bezeichnet. Velikovsky zufolge sei das Wasser entweder direkt oder in Form von Wasserstoffgaswolken zur Erde gelangt, wo sich die Letztgenannten mit dem irdischen Sauerstoff verbunden hätten. Die Theorie vom „Saturnwasser“ würde auch den Salzgehalt der Ozeane erklären (Natrium und Chlor), den die Wissenschaft bislang nicht auf natürliche Ursachen zurückführen konnte. Der Zulu-Schamane Credo Mutwa erzählte mir, dass die Weltmeere laut ihren Legenden einst aus Süßwasser bestanden hätten und das Salz das Werk der Götter gewesen sei. Der Grund, warum man Saturn als Gott der Vegetation und Landwirtschaft zu verehren begann, sei Velikovsky zufolge die neue Flora gewesen, die inmitten der durch die Flut und die Umwälzungen verursachten biologischen und atmosphärischen Veränderungen zum Vorschein kam.
Einige Jahrzehnte später verfasste David Talbott gemeinsam mit dem australischen Physiker Wallace Thornhill das Buch „Thunderbolts of the Gods“. Velikovskys Pionierarbeit hatte Talbott zu eigenen Nachforschungen inspiriert. Zwar stimmt er mit Velikovsky nicht in allen Einzelheiten überein, doch haben auch seine Theorien weltverändernde Großereignisse zum Inhalt, in deren Mittelpunkt Saturn steht und die das gesamte Sonnensystem einschließlich der Erde einbeziehen. Bei seinem Studium der überall auf der Welt anzutreffenden Mythen und Legenden, die sich um Saturn ranken, stieß er auf Berichte über jene Katastrophe, die das Ende des saturnischen „Goldenen Zeitalters“ heraufbeschwor – einer Epoche, die von Glückseligkeit, Überfluss, Fairness und Gleichberechtigung gekennzeichnet gewesen sein soll. Die Entwicklung, die sich vor etwa 6.000 Jahren im Nahen Osten vollzog und von den Historikern als Geburt der menschlichen Zivilisation betrachtet wird, war in Wirklichkeit die Wiedergeburt der Menschheit, nachdem sie sich von den weltumspannenden Katastrophen erholt hatte. Mesopotamien – das Gebiet des heutigen Irak – gilt als „Wiege der Zivilisation“, doch hier begann es nicht. Der Nahe Osten war lediglich Teil eines „Neustarts“, der, wie wir bald sehen werden, durch eine nunmehr stark veränderte menschliche Psyche gekennzeichnet war. Talbott meint, aus den alten Mythen herauszulesen, dass sich der Mars aufgrund von Turbulenzen auf die Erde zubewegte und beide Himmelskörper gigantische Mengen elektrischer Plasmaladungen austauschten (Abb. 161).

Abb. 161: Neil Hagues Darstellung des elektrischen „Krieges“, der einst zwischen Erde und Mars ausbrach.
Das würde die heutigen landschaftlichen Gegebenheiten auf dem Mars sowie die Tatsache erklären, dass Mars seither als Kriegsgott bezeichnet wird. Für nähere Informationen sei Talbotts DVD „Remembering the End of the World“ empfohlen, die Sie über die Website Thunderbolts.info beziehen können.
Das Chaos und die elektromagnetischen Verwerfungen wirkten sich auf die Stabilität der Umlaufbahnen von Venus, Mars, Jupiter und Saturn aus, die in alle Winde zerstreut wurden. Selbst Merkur gelangte an eine neue Position. Mit einem Mal hatte sich die Konfiguration des Sonnensystems grundlegend verändert. Talbott und sein Co-Autor Thornhill sind führende Vertreter der Bewegung, die sich der Theorie vom elektrischen Universum verschrieben hat. Um zu verstehen, was bei der Katastrophe geschehen ist, müssen wir uns mit den elektrischen und elektromagnetischen Funktionsprinzipien des Universums vertraut machen. Es wird allgemein angenommen, dass die Gravitationskraft den gesamten Kosmos zusammenhält und insbesondere auch für die Planetenbahnen verantwortlich ist – doch in Wahrheit steckt hinter all dem der Elektromagnetismus. Der Physiker Thornhill weist darauf hin, dass in Newtons mechanisch-gravitativem Modell jedes System mit mehr als zwei umlaufenden Himmelskörpern zwangsläufig instabil ist. Die elektrische Kraft ist dagegen etwa 1.000 Billionen-Billionen-Billionen-mal stärker als die Gravitationskraft. Auch Velikovsky sagte, dass elektromagnetische Effekte in der Himmelsmechanik eine wichtige Rolle spielen. War die elektromagnetische Balance und Harmonie erst einmal aus den Fugen geraten, mussten die Planeten „Reise nach Jerusalem“ spielen. Ersetzt man die auf Gravitation basierenden Modelle des Universums durch solche, die Elektrizität und Elektromagnetismus zugrunde legen, ändern sich die physikalischen Zusammenhänge sowie die Wahrscheinlichkeiten gewaltig. Planeten, die uns heute „tot“ und leblos erscheinen, waren einst – vor der Katastrophe, durch die die Atmosphären in Mitleidenschaft gezogen wurden – bewohnbare Welten.
Merkwürdiger Sinneswandel
Saturn wurde im Altertum als Quell von Licht und Überfluss verehrt, der der Menschheit das gepriesene Goldene Zeitalter bescherte. Heute wird er als das „große Übel“ bezeichnet, während Mars als „kleines Übel“ sowie als Planet des Krieges gilt – Titulierungen, die an die himmlische „Schlacht“ erinnern. Der Saturn, dem die Satanisten huldigen, steht esoterisch bzw. astrologisch für Kontrolle, Urteil, Restriktionen, Begrenzungen, Tod und Verfall. Bei den Satanisten der inneren Kreise sowie den Eingeweihten der Geheimgesellschaften ist Saturn unter Bezeichnungen wie alte Sonne, schwarze Sonne, dunkle Sonne, dunkler Herr oder Herr der Ringe bekannt (Abb. 162).

Abb. 162: Nach der Katastrophe bekam der Saturn ein neues Image. Man nannte ihn nun das „größere Übel“, die Ringe traten in Erscheinung, und für Satanisten (Saturnisten) wurde er zum Mittelpunkt der rituellen Anbetung.
Die schwarze Sonne, ein okkultes Symbol der Nationalsozialisten, schmückt den Fußboden der Wewelsburg, des „spirituellen“ Hauptquartiers von Heinrich Himmlers SS (Abb. 163).

Abb. 163: Die schwarze Sonne – das Saturnsymbol der Nationalsozialisten.
Dasselbe Symbol benutzen auch die ukrainischen Nazis. Was in aller Welt ist passiert, dass sich die Art und Weise, wie der Saturn wahrgenommen wird, so dramatisch verändert hat?
Nun, nach Saturns „Fall“ ist in der Tat etwas passiert – und zwar etwas Gewaltiges. Wie ich bereits ausführte, trachtet das archontische Gewahrsein fortwährend danach, die „schlechte Kopie“, die einem Ausschnitt der in den erhabenen Äonen angesiedelten ursprünglichen Realität entspricht, zu verfälschen und zu invertieren. Die beschriebenen Umbrüche innerhalb unseres Sonnensystems markierten einen wichtigen Schritt, um diese Bestrebungen in Bezug auf die Erde umzusetzen. Nicht nur Saturn „fiel“, sondern auch die Menschheit. Das war der sogenannte „Sündenfall“, bei dem es sich nicht nur um ein biblisches, sondern um ein weltumspannendes, kosmisches Motiv handelt. Das Zittern und Entsetzen, das der Kataklysmus auslöste, floss ins menschliche Energiefeld bzw. Hologramm ein. Von noch größerer Bedeutung war die Umordnung des Himmels. Erinnern wir uns, auf welchem Fundament die Astrologie beruht: Planeten und Sterne sind Informationsfelder innerhalb des kosmischen Internets (Simulation), die ihre Energien (Informationen) mit dem kosmischen Feld austauschen. Das wiederum beeinflusst den energetischen und Wahrnehmungszustand aller Wesen, die mit diesem Feld interagieren – also auch den unseren.
Die Wirkung, die von einer kompletten Neukonfiguration der Planeten bzw. Zwergsonnen ausging, die sich in relativer Nähe zur Erde befanden, kann gar nicht groß genug eingeschätzt werden. Indem die Tür der menschlichen Wahrnehmung von einem Moment auf den anderen krachend zufiel, erfuhr der Geist des Menschen eine dramatische Veränderung – und damit das gesamte Dasein. Da die wahrgenommene „äußere“ Welt und die menschliche Psyche in ständiger Wechselwirkung stehen und eng miteinander verknüpft sind, spiegelte sich das in der Außenwelt entstandene Chaos auch in der geistigen Verfassung der Menschen wider. Nimmt eine der beiden Seiten Schaden, wird auch die andere Seite in Mitleidenschaft gezogen. Erdrückende Beweise deuten darauf hin, dass sich vor etwa 6.000 Jahren – also um das Jahr 4000 v. u. Z. – in der menschlichen Psyche eine Transformation vollzog. Eine „neue Psyche“ trat hervor und expandierte in evolutionärer Hinsicht sehr schnell. Der Autor und Forscher Steve Taylor, der an der Leeds Beckett University Psychologie lehrt, nimmt jene Epoche in seinem Buch „The Fall: The Insanity of the Ego in Human History and the Dawning of a New Era“ unter die Lupe. Vor dieser Zeit habe es Taylor zufolge keine Kriege, keine männlich dominierten oder Klassengesellschaften, keine überbordende Ungleichheit und keine organisierten Religionen im heutigen Sinne gegeben. Auch Menschenopfer und Satanismus, hätte er hinzufügen können, kannte man damals nicht. Die amerikanische Kulturhistorikerin Riane Eisler beschreibt diese Periode als „die große Veränderung – eine derart mächtige Veränderung, in der Tat, dass wir in allem, was wir über die kulturelle Evolution der Menschheit wissen, nichts von vergleichbarer Dimension finden“. Wie Taylor ausführt, kam die „neue Psyche“, wie er es nennt, vor etwa 6.000 Jahren im Nahen Osten und Asien („Saharasien“) zum Vorschein, nachdem indoeuropäische und semitische Völker gewaltsam in diese Gebiete eingefallen waren. Als „indoeuropäisch“ bezeichnet man eine Familie von Sprachen, die in weiten Teilen Europas sowie bis hinunter ins nördliche Indien gesprochen werden. Zu ihr gehören die italische, slawische, baltische, hellenische, keltische, germanische und indoiranische Sprachgruppe ebenso wie Englisch, Spanisch, Deutsch, Latein, Griechisch, Russisch, Albanisch, Litauisch, Armenisch, Persisch, Hindi und Hethitisch. Als „semitisch“ bezeichnet man eine Reihe von Sprachen, die in Nordafrika und im Nahen Osten gesprochen werden, darunter Arabisch, Hebräisch, Assyrisch, Aramäisch und Phönizisch. Entgegen der Darstellung, die man uns glauben machen will, ist Arabisch die mit Abstand bedeutendste semitische Sprache. Den Begriff „semitisch“ – und entsprechend auch den Terminus „antisemitisch“ – ausschließlich auf jüdische Menschen zu beziehen, bedeutet also, die eigentliche Bedeutung des Wortes zu verdrehen.
Vom Nahen Osten aus trat die „neue“ bzw. mit Saturn gefallene Psyche ihren Siegeszug an, der die gesamte Welt erfassen sollte. Zudem war die neue Psyche, wie ich hinzufügen möchte, das Resultat einer Manipulation, die extraterrestrische bzw. fremdartige Wesen an der menschlichen Gestalt vorgenommen haben. Doch dazu später mehr. Der amerikanische Psychologe Julian Jaynes (1920–1997) entwickelt in seinem Buch „Der Ursprung des Bewusstseins durch den Zusammenbruch der bikameralen Psyche“ eine ähnliche, die plötzliche Wandlung des menschlichen Geistes betreffende Theorie. Von „bikameral“ (lat.: „bi“ = zwei, „camera“ = Kammer) spricht man in der Psychologie, wenn beide Gehirnhälften relativ unabhängig voneinander arbeiten und die rechte Großhirnhemisphäre mit der linken durch „akustische Halluzinationen“ kommuniziert, die von der betreffenden Person als Stimmen wahrgenommen werden. Diese Stimmen, folgert Jaynes, wurden entweder als Stimmen der Götter interpretiert – denen man gehorchen musste – oder schienen von Personen aus dem Umfeld des Betroffenen zu stammen. Jaynes verweist auf die zahlreichen Ähnlichkeiten zwischen einem „Zwei-Kammern-Geist“ und den Erfahrungen heutiger Schizophrenie-Patienten. Aus seinem Studium antiker Texte und Bräuche zieht er den Schluss, dass der bikamerale Geist vor mehreren Tausend Jahren dem Intellekt zu weichen begann: Während die Stimmen verschwanden, übernahm die linke Gehirnhälfte allmählich die Vorherrschaft. Auch bei Steve Taylors Überlegungen zur „neuen Psyche“ spielt die Dominanz der linken Hirnhemisphäre eine grundlegende Rolle. In der linkshirnigen Wahrnehmung erscheinen alle Dinge als getrennt voneinander (die „Bäume“) – sie decodiert einzelne Elemente, nicht aber ganze Bilder (den „Wald“). Wenn die linke Gehirnhälfte von der ganzheitlich wahrnehmenden rechten Hirnhemisphäre abgekoppelt wird, bleibt sie in einer Wahrnehmungsfalle gefangen. Das zu verstehen ist im Hinblick auf unsere heutige Gesellschaft von ungeheurer Bedeutung, werden doch Politik, Wissenschaft, Bildungswesen, Medien, Militär, Banken und Wirtschaft gleichermaßen durch die linke Gehirnhälfte gesteuert – sprich, der gesamte Mainstream-Einheitsbrei. Welche Konsequenzen sich aus dieser Tatsache ergeben, wird in Kürze deutlich werden.
Der Herr der Ringe
Im Folgenden werde ich kurz zusammenfassen, welche Bewandtnis es mit dem Saturn hat – in meinen Büchern „Remember Who You Are“ und „Die Wahrnehmungsfalle“ bin ich ausführlich darauf eingegangen –, und einige neue Informationen hinzufügen, um den Bezug zu den Schwerpunkten dieses Buches herzustellen. Norman Bergrun ist ein angesehener Ingenieur und Forscher, der unter anderem am kalifornischen Moffett Field für das Ames Research Center der NASA sowie für dessen Vorläufer, das National Advisory Committee for Aeronautics, tätig war. Beim Rüstungskonzern Lockheed Martin war er an geheimen Luft- und Raumfahrtprojekten beteiligt. 30 Jahre lang habe er nach eigenen Angaben über eine hohe Sicherheitsfreigabe verfügt und sich in diesem Zeitraum „halb zu Tode signiert“. Bei einer Reihe von Neuentwicklungen in den Kategorien Luftfahrzeuge, Raketen und Flugkörper leistete Bergrun Pionierarbeit, etwa zur Rollstabilität von Fluggeräten. Der inzwischen über 90-jährige Bergrun erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Archimedes Engineering Achievement Award, der von der California Society of Professional Engineers vergeben wird (Abb. 164).

Abb. 164: Norman Bergrun.
Als er die Aufnahmen untersuchte, die die Voyager- und Cassini-Sonden von Saturn angefertigt hatten, geriet sein Weltbild ins Wanken. Voyager 1 und 2 erreichten den Punkt der maximalen Annäherung an Saturn 1980 bzw. 1981, die gekoppelten Sonden Cassini und Huygens im Jahr 2004. Die Letztgenannten wurden 2017 von der NASA vorsätzlich zerstört, indem man sie in Saturns Atmosphäre steuerte (Abb. 165).

Abb. 165: Die Voyager- und Cassini-Raumsonden bescherten uns erstaunliches Wissen über den Saturn – das allerdings nicht in jedem Fall von der NASA kam.
Offiziell wurde das Manöver damit begründet, dass man, als der Treibstoffvorrat der Sonden zur Neige ging, eine mögliche biologische Kontaminierung der Saturnmonde verhindern wollte. Doch der Sturz in die Atmosphäre bot auch die Chance, mehr darüber in Erfahrung zu bringen, was auf dem Saturn vor sich geht. Beim Studium der fotografischen Aufnahmen war Bergrun aufgefallen, dass sich die Saturnringe veränderten – manchmal innerhalb weniger Minuten. Eine Vielzahl von Indizien veranlasste ihn zu der Schlussfolgerung, dass es sich bei den Ringen nicht um „natürliche“ Phänomene handelt. Seine Erkenntnisse fasste er schließlich in dem mittlerweile vergriffenen Buch „Ringmakers of Saturn“ zusammen, das man im Internet für mehrere Tausend Euro erstehen kann. Während sich das Werk ursprünglich auf die von den Voyager-Sonden gesendeten Bilder stützte, erweiterte sich Bergruns Verständnis, als er die Cassini-Aufnahmen zu Gesicht bekam. Bergrun schrieb:
Vor einigen Jahren begannen einige Leute in der Welt der Astronomie und Physik zu theoretisieren, dass die Ringe viel jünger als das Universum sein müssten – möglicherweise seien sie gerade einmal etwa 100 Millionen Jahre alt. Doch auf einem Bilderpaar erkennt man eine Veränderung innerhalb von fünf Minuten! […]
Es wird der Eindruck erweckt, als wäre die jeweils jüngste Messung die korrekte – während in Wahrheit jede von ihnen zum jeweiligen Beobachtungszeitpunkt weitgehend korrekt gewesen sein kann. Der allgemeine Widerwille, eine veränderliche Ringgeometrie zu akzeptieren, entspringt dem offensichtlichen Versäumnis, einen physikalischen Mechanismus ausfindig zu machen, der wiederholte Veränderungen verursachen könnte.
Da haben wir es wieder: Was wir nicht erklären können, geschieht auch nicht! Der Grad an Arroganz und Selbstbetrug ist kaum zu fassen. Erdrückende Beweise liegen auf dem Tisch, doch die Wissenschaftler ignorieren sie, weil andernfalls ihr gesamtes Weltbild ins Wanken geriete (das Weltbild, an das wir alle glauben sollen, wenn es nach dem Willen der Verdeckten Hand ginge). Sofern die etablierten Medien über die merkwürdigen Vorgänge am Saturn berichten, sprechen sie einfach von einem „Mysterium“. Die Verdeckte Hand hat gar nichts dagegen, dass ab und an ein paar Dinge an die Öffentlichkeit kommen – solange sie als „Mysterium“ deklariert und weder im richtigen Kontext präsentiert noch erklärt werden. In einer Nachrichtenmeldung hieß es, der zu den äußeren Saturnringen gehörende F-Ring sei zwischen 2004 und 2009 doppelt so hell und dreimal so breit gewesen wie in den frühen 1980er-Jahren, als die Voyager-Sonden die Ringe passierten. Im genannten Zeitraum hatte er sich von etwa 200 auf 580 Kilometer verbreitert. Folgendes war in dem Bericht zu lesen:
Das große Mysterium der Saturnringe besteht in der Frage, wie sie entstanden sind und was sie so stabil macht. Einem einfachen orbitaldynamischen Modell zufolge, das derartige Umlaufbahnen beschreibt, müssten die Ringe in einer allmählichen Spirale auf den Planeten stürzen. Demnach hätten sie schon längst ineinander verlaufen und letztlich verschwinden müssen. Stattdessen sind die hochkomplexen Gebilde stabil und enthalten sogar weitere Strukturen, die zum Beispiel Speichen oder Umflechtungen ähneln. Niemand weiß, warum das so ist.
Nun, „niemand“ ist vielleicht nicht ganz zutreffend. David Talbott fand in den von ihm untersuchten uralten Saturnmythen und -legenden keinen einzigen Hinweis auf Ringe. Hätten sie damals schon existiert, stünden sie ohne Zweifel im Mittelpunkt der Geschichten. Folglich müssen die Ringe jünger sein und dürften erst nach dem Kataklysmus entstanden sein.
Während Bergrun die Saturnfotografien analysierte und die sich verändernden Ringformationen untersuchte, wurde er einer weiteren bedeutenden Tatsache gewahr. Zwischen den Ringen konnte er klar erkennbare, zylindrische Objekte gigantischer Größe ausmachen, die er als „elektromagnetische Fahrzeuge“ bezeichnete (Abb. 166 und 167).

Abb. 166: Norman Bergruns „elektromagnetische Fahrzeuge“ auf verschiedenen Fotografien der NASA.

Abb. 167: Ein gigantisches „Fahrzeug“ an den Saturnringen.
Wenn ich „gigantisch“ sage, spreche ich vom doppelten bis dreifachen Erddurchmesser. Falls Ihnen das unglaublich erscheint, bedenken Sie bitte, dass die Erde im Vergleich zum 95-mal größeren Saturn ein Winzling ist. 764 Erden hätten im Inneren des Saturns Platz. Auch in der Nähe der Sonne sind die „Fahrzeuge“ Berichten zufolge gesichtet worden. „Man muss den Leuten klarmachen, dass diese Objekte real sind“, sagte Bergrun. Auf einigen Bildern konnte er erkennen, wie die „Fahrzeuge“ die Ringe erzeugten, indem sie Plasma „ausbliesen“. Bergrun bezeichnet sie daher als „Ringmacher“, woraus sich auch der Titel seines Buchs ableitet (Abb. 168).

Abb. 168: Die elektromagnetischen Fahrzeuge stoßen Plasma aus, um daraus die Ringe zu erzeugen.
Mit einem Mal ergibt die Tatsache, dass unsere Altvorderen in ihren Texten über die Saturnsonne niemals Ringe erwähnten, einen Sinn. Zudem passen Bergruns Erkenntnisse zu der seit vielen Jahren von mir vertretenen Ansicht, dass sich bestimmte Mächte nach dem Kataklysmus des Saturns bemächtigt und ihn in eine gewaltige Sendeanlage verwandelt haben. Seither übermittelt die Letztgenannte Informationen zur Erde, die der menschliche Verstand als vorgetäuschte Realität bzw. Matrix decodiert – eine Simulation innerhalb einer Simulation, die wir als „reale Welt“ wahrnehmen. Saturn ist Bestandteil der Manipulationen, denen die ursprüngliche „schlechte Kopie“ unterzogen worden ist und in die auch Orion, der Mond und wahrscheinlich etliche weitere Himmelskörper involviert sind. Betrachten Sie einmal die Ringe des Saturns und anschließend eine CD oder DVD (Abb. 169).

Abb. 169: Die Saturnringe ähneln einer DVD.
Von den Saturnringen aus wird – auf einer bestimmten Ebene – die gegenwärtig von einigen Wissenschaftlern diskutierte 2D-Projektion übertragen, aus der wir die dreidimensionale holografische Illusion decodieren (Abb. 170).

Abb. 170: Der „Hack“ der Matrixinformation durch Saturn – die Scheinrealität der Menschheit.
Bevor jetzt jemand ruft: „So ein Quatsch! Wie soll das denn gehen?“, rufen Sie sich bitte in Erinnerung, dass wir es nicht mit einer festgefügten „physischen“ Realität zu tun haben, sondern mit einer Simulation. Verändert man das Welleninformationskonstrukt, ändert sich auch die holografische Projektion desselben. Norman Bergrun schrieb über seine Ansichten bezüglich der Natur der zylindrischen Fahrzeuge: „Ich sage, dass es elektromagnetische Objekte sind, da ich bei ihnen Muster von Strömungslinien ausmachen kann, in denen ich das erkenne, was wir als ‚Potenziallinien‘ bezeichnen. Das bedeutet, dass die Vehikel elektrischer Natur sind.“ Sie müssen elektrischer / elektromagnetischer Natur sein, da sie das elektrische / elektromagnetische Kommunikationssystem des kosmischen Internets (Simulation) manipulieren. Die Verwandlung des Saturns würde auch erklären, wie aus der hoch verehrten Sonne des Goldenen Zeitalters etwas wurde, was mit Kontrolle, Beurteilung und Begrenzung assoziiert wird. Genau das ist nämlich die Aufgabe des neuen Saturn, der als Quell der „Matrix“ fungiert, mit der die menschliche Wahrnehmung kontrolliert wird. Saturn ist gewissermaßen „besessen“ – er wurde zum Ausdruck der demiurgischen Verzerrung und somit zum Gegenstand der archontischen Anbetung als schwarze Sonne, dunkle Sonne oder dunkler Herr.
Saturn wird auch als „Herr über Raum und Zeit“ (die Matrix) und „Herr des Karmas“ bezeichnet. Der letztgenannte Aspekt bezieht sich auf die Wiederaufbereitung der Seelen über einen Reinkarnationsmechanismus, dem das energetische Gesetz (der Algorithmus) von Ursache und Wirkung zugrunde liegt. Mit der Wahrnehmungsmanipulation, die die archontischen „Hacker“ vollzogen, wurde der astrologische Karma- bzw. Gefängniskreislauf in Gang gesetzt, den ich weiter oben dargelegt habe. In keiner Aufzeichnung, die älter als knapp 3.000 Jahre ist, wird die Idee der Reinkarnation beschrieben. Allgemeine Verbreitung fand sie erst deutlich später. Kronos, das antike griechische Gottessymbol für Saturn, der mit einer Sanduhr in der Hand dargestellt wurde (Zeit), ist auch als „Gevatter Zeit“ (engl.: Old Father Time) bekannt (Abb. 171 und 172).


Abb. 171: Kronos, der antike griechische Saturngott, der heute auch „Gevatter Zeit“ genannt wird.

Abb. 172: „Saturn: der Herr über Zeit und Raum“ – Die Kronos-Symbolik spiegelt die Darstellung des Saturns als Herrn über Zeit und Raum (die Simulation) wider.
Die Gnostiker beschrieben Saturn als äußerste Planetensphäre bzw. archontische Entität der – wie ich sie nennen würde – Matrix. Jenseits davon gab es nur noch Leviathan, jene Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschluckt (Ouroboros) und die jede Seele passieren muss, wenn sie ins Paradies gelangen (der Matrix entkommen) will. Auch das esoterische Konzept des Ringes Überschreite-mich-nicht basiert auf diesem Motiv. Ich behaupte, dass das, was hier beschrieben wird, nicht Teil eines „evolutionären Prozesses“ ist, sondern eine kaltblütig entworfene Wahrnehmungsfalle darstellt.
Auf der unsichtbaren Ebene des einheitlichen Skalarfelds und der elektromagnetischen Felder durchziehen die Frequenzen der Saturnringe den „Raum“, der sich bis zur Erde erstreckt. Im Jahr 2009 entdeckte die NASA einen gigantischen neuen Ring, der nur im Infrarotbereich sichtbar ist (Abb. 173).

Abb. 173: Im Jahr 2009 wurde ein weiterer, gigantischer Saturnring entdeckt.
Der Ring, der zum Saturn einen Abstand von sechs bis zwölf Millionen Kilometern hat, bietet Platz für eine Milliarde Erden. Unter der Überschrift „Schockierende Behauptung eines Ex-NASA-Mitarbeiters: Raumfahrtbehörde soll BEWEISE unterschlagen haben, dass UFOs den Saturn umkreisen“ berichtete 2016 die britische Express-Zeitungsgruppe über Norman Bergrun. In dem Artikel hieß es, die NASA vertusche laut Bergrun bestimmte Fakten, darunter die Tatsache, dass sich die in den Ringen zu beobachtenden elektromagnetischen Fahrzeuge, über die er in den 1980er-Jahren geschrieben hatte, inzwischen „in alarmierender Geschwindigkeit vermehren“ würden. Die Zahl der „UFO-Fahrzeuge“, wie sie in dem Bericht genannt wurden, nehme rasant zu und habe bereits „kritische Dimensionen“ erreicht. Zudem würden sie sich auf andere Planeten ausbreiten, darunter Uranus und Jupiter. Bergrun wies darauf hin, dass Uranus, der nie Ringe besaß, nun mit einem Mal doch welche habe; ebenso verhielte es sich mit Jupiter. Die Autoren zitierten Bergrun mit der Aussage, dass die Fahrzeuge seiner Ansicht nach „lebendig“ seien und über die grundlegenden Funktionen biologischer Systeme verfügen würden, wie etwa Reproduktion und Selbsterhalt. Ich habe wiederholt hervorgehoben, dass „Leben“ und Gewahrsein nicht notwendigerweise einer Gestalt bedürfen, die über zwei Arme, zwei Beine, einen Kopf und einen Rumpf verfügt. Was wäre, wenn es sich bei den „außerirdischen Fahrzeugen“ in Wirklichkeit um Ausdrucksformen der Archonten bzw. der inneren elektrischen Arbeitsabläufe der Simulation handelt – die verstärkt in Erscheinung treten, weil deren Schöpfer das Programm ändern?
Ringe des Klangs (Information)
Ein professioneller Toningenieur schickte mir einmal das Bild eines Saturnrings und bemerkte dazu, dass er genau dasselbe jeden Tag bei seiner Arbeit mit Musik und Tontechnik sehe. Der Ring, sagte er, sei mit Sicherheit eine Klangmanifestation (Abb. 174).

Abb. 174: „Saturnringe sind Klangringe“ – Ein Toningenieur erkannte sofort, was dieser Saturnring darstellt: Klang.
Das bringt uns auf die sogenannte Kymatik, ein Verfahren, dessen Bezeichnung auf das griechische Wort für „Welle“ zurückgeht. Das ihm zugrunde liegende Prinzip, Klänge variabler Frequenzen über ein flüssiges, zähflüssiges oder aus Partikeln bestehendes Medium zu übertragen, ist seit der Antike bekannt. Aus dem Wechselspiel zwischen den Schwingungen und dem verwendeten Material, das sich unter dem Einfluss der Klänge (Informationen) fortwährend wandelt, entstehen beeindruckende geometrische Muster. Verändert man die Frequenz, transformieren sich auch die Muster.

Abb. 175: In der Kymatik entstehen durch Klangfrequenzen erstaunliche Muster. Wird die Frequenz verändert, so ändert sich auch das Muster.
Je höher die Frequenz ist, desto komplexer werden die Strukturen (Abb. 175), und umso größer ist die transportierte Energiemenge (Informationsmenge) – so, wie es auch bei Radiowellen und sichtbarem Licht zu beobachten ist. Frequenz / Klang und Form gehen eine wechselseitige Beziehung ein: Die Frequenz drückt sich als Muster aus, und umgekehrt wird das Muster durch die Frequenz repräsentiert. Jeder der beiden Aspekte ist Ausdruck des jeweils anderen. Man sieht das Muster, das jedoch im gleichen Augenblick den Klang (die Informationen) hervorbringt, der das Muster erzeugt hat und aufrechterhält. Und was genau hält das Muster in Position? Stehende Wellen. Die Klangschwingung produziert stehende Informationswellen. Das bedeutet, dass die Form so lange konstant bleibt, wie die Frequenz aufrechterhalten und nicht verändert wird. Ich behaupte, dass sämtliche Formen auf diese Weise erschaffen werden – durch in stehende bzw. stationäre Wellen gefasste Informationen. Bei einer nuklearen Explosion wird der Körper dadurch vaporisiert, dass die stehenden Wellen kollabieren und ihr Informationsgehalt aufgelöst wird. Geben Sie einfach den Begriff „Kymatik“ bei YouTube ein, und Sie können sich selbst ein Bild von dem Vorgang machen. Damit sind wir wieder bei Albert Einsteins Ausspruch:
Was die Materie anbelangt, haben wir uns alle geirrt. Das, was wir als Materie bezeichnet haben, ist in Wirklichkeit Energie, deren Schwingung so weit herabgesetzt ist, dass sie mit den Sinnen wahrnehmbar wird. Es gibt keine Materie – es gibt nur Licht und Klang.
Planeten (und Zwergsterne) erzeugen Klänge. „Kymatische“ Manifestationen von Saturns Frequenzen können Sie an dessen Polen in Gestalt der „unerklärlichen“, dauerhaften Stürme sehen. Am Nordpol wütet ein gigantischer Sturm, der die Form eines Hexagons hat und so groß ist, dass vier Erden darin Platz hätten. Das am Südpol befindliche Gebilde ähnelt einem gewaltigen „Auge“ (Abb. 176 und 177).

Abb. 176: Der hexagonförmige Sturm – so groß wie vier Erden – am Nordpol des Saturns.

Abb. 177: Der Sturm in Gestalt eines Auges am südlichen Pol des Saturns.
Diese Polstürme sind stehende Wellen. Sie stellen insofern „permanente“ Phänomene dar, dass sie sich nicht verändert haben, seit man sie vor vielen Jahrzehnten entdeckte, und sie so lange fortbestehen werden, bis sich die Frequenzen des Saturn – und damit die stehenden Wellen – nennenswert ändern. Ein Umlauf des hexagonförmigen Sturms (den die NASA als „eigenartig“ bezeichnet) entspricht exakt dem Zyklus der vom Saturn ausgehenden Radiostrahlung (10 Stunden, 39 Minuten und 24 Sekunden). Der Sturm scheint zum Planeteninneren hin aus mehreren Schichten zu bestehen. Wie die NASA sagte, gibt es innerhalb des Sechsecks eine bestimmte Gruppe von Wolken, die offenbar fortwährend im Kreis „herumflitzt … wie Rennwagen auf der Rennbahn“. Während sie sich mit einer Geschwindigkeit von mehreren 100 Kilometern pro Stunde fortbewegen, nehmen sie fortwährend 60-Grad-Kurven, um die einzelnen Abschnitte des Hexagons zu passieren. Auf keinem Planeten des Sonnensystems ist jemals eine derart regelmäßige Geometrie beobachtet worden. Saturn ist eben nicht irgendein Planet. Es handelt sich bei Saturn um einen Zwergstern, an dem massiv herumgebastelt worden ist. Bob Brown, der als Teamleiter an der University of Arizona die Auswertung der Aufnahmen überwacht, die die Cassini-Sonde mit dem abbildenden Spektrometer VIMS (Visual and Infrared Mapping Spectrometer) anfertigte, fand die auffallenden Unterschiede zwischen den beiden Polen des Planeten verblüffend. Aber kamen sie wirklich überraschend? Im Jahr 2011 berichtete Space.com, dass sich die von der nördlichen und der südlichen Hemisphäre des Saturns abgestrahlten Radiowellen unterschieden. Genau das würde man bei einem Planeten erwarten, an dessen Nordpol sich ein dauerhaftes Hexagon befindet, an seinem Südpol aber ein „Auge“. Die beiden Strukturen sind Manifestationen verschiedener Klangfrequenzen (Abb. 178).

Abb. 178: „Symbolic Saturn“ – ein Bild des Künstlers Joe Webb.
Don Gurnett, der das „Radio and Plasma Wave“-Experiment an Bord von Cassini betreute, sagte Folgendes:
Diese Daten zeigen uns einfach, wie sonderbar Saturn ist. Wir dachten, wir würden die Radiowellenmuster von Gasriesen verstehen – beim Jupiter war schließlich alles ganz einfach. Nur durch Cassinis langen Aufenthalt wissen wir heute, dass die Radioemissionen des Saturns ganz anders sind.
Sie sind anders, weil Saturn gekapert bzw. archontisch „besetzt“ und zu einem Generator umfunktioniert worden ist, der die illusionäre Informationsmatrix erzeugt, die den Menschen als „echte Welt“ erscheint. Kevin Baines, ein Mitarbeiter des VIMS-Teams vom Jet Propulsion Laboratory der NASA, sagte über das Hexagon:
Das ist eine sehr eigenartige Struktur – eine exakte geometrische Anordnung mit sechs fast identischen, geraden Seiten. Auf keinem anderen Planeten haben wir je etwas Ähnliches gesehen. Eigentlich ist Saturns dichte Atmosphäre, die von kreisförmigen Wellen und Konvektionszellen bestimmt wird, der letzte Ort, an dem man eine sechsseitige geometrische Figur erwarten würde. Doch da ist sie.
Die konventionelle Wissenschaft wird niemals verstehen, was der Saturn wirklich ist (und folglich auch seine „Mysterien“ nicht erklären können). Es gibt für sie einfach zu viele verbotene Zonen, wie beispielsweise Norman Bergruns Erkenntnisse oder das Wissen um die wahre Natur der Dinge. In unserer Realität basiert alles auf Frequenz, Information und Bewusstsein. Im Jahr 2016 berichtete die NASA, dass sich die Farbe des Hexagons im Laufe der vier vorangegangenen Jahre von Blau zu Goldgelb verändert hatte (Abb. 179).

Abb. 179: Binnen vier Jahren hat sich die Farbe des nördlichen Sturms von Blau zu Goldgelb gewandelt.
Verschiedene Farben haben verschiedene Frequenzen; wenn sich die Frequenzmuster des Saturns ändern, wirkt sich das auch auf seine Farben aus. Norman Bergrun zufolge geschah das zur selben Zeit, als auch die Zahl der „elektromagnetischen Fahrzeuge“ zwischen den Ringen in bis dahin beispielloser Weise anstieg. Handelt es sich dabei wirklich nur um einen Zufall? Die Wissenschaftler diskutieren, ob der Farbwechsel vielleicht damit zu tun haben könnte, dass sich der Saturn dem Punkt der „Sommersonnenwende“ der nördlichen Hemisphäre nähert. Ein Saturnjahr entspricht knapp 30 Erdenjahren. Doch wenn ein Farbwechsel erfolgt ist, muss sich auch die Frequenz verschoben haben. Klang und Frequenz bilden in unserer Realität die Grundlage für alles.
Symbole und Klänge
Zwei der wichtigsten antiken Symbole für den Saturn sind der sechszackige Stern (Hexagramm bzw. Davidstern) und der Würfel – insbesondere der schwarze Würfel (Abb. 180 und 181).

Abb. 180: Das als „Davidstern“ bekannte sechszackige Hexagramm ist ein Symbol für Saturn.

Abb. 181: Schwarze Würfel sind Symbole für Saturn.
Im Frequenz- bzw. Klangbereich lassen sich die Symbole auch durch ein Hexagon repräsentieren.

Abb. 182: Ein Würfel ist ein dreidimensionales Hexagon.
In Abbildung 182 sehen Sie zweimal dasselbe Foto. Je nachdem, wie Sie darauf schauen, werden Sie etwas anderes sehen. Betrachten Sie etwa das linke Bild so, als würde es etwas Zweidimensionales darstellen, werden Sie darin ein Hexagon erkennen. Wenn Sie nun das rechte Bild als dreidimensional auffassen, sehen Sie einen Würfel. Symbole und Formen sind visuelle Repräsentationen von Klang- bzw. Frequenzzuständen. Der Klang / die Information des Saturns wird gleichermaßen durch das Hexagon, das Hexagramm und den Würfel ausgedrückt (und folglich auch von diesen ausgesendet, Abb. 183).

Abb. 183: In energetischer Hinsicht kann man sagen: Ein Hexagon ist ein Hexagramm ist ein Würfel.
Das Saturn-Hexagramm lässt sich demnach auch durch einen Würfel repräsentieren (Abb. 184).

Abb. 184: Der „Würfel“ an Saturns Nordpol.
Einmal sah ich ein YouTube-Video, bei dem sich fortwährend verändernde Klänge auf ein flüssiges Medium einprasselten, sodass am laufenden Band geometrische Muster entstanden. Sie veränderten sich so schnell, dass ich den Film immer wieder anhalten musste, um die Formen erkennen zu können. Mitunter bildeten sich perfekte Hexagone und Hexagramme (Abb. 185 und 186).

Abb. 185: Ein perfektes Hexagon, lediglich durch eine Klangfrequenz erzeugt.

Abb. 186: Ein durch Klang erzeugtes Hexagramm.
Der chinesische Philosoph Konfuzius sagte, dass die Welt von Zeichen und Symbolen beherrscht wird, nicht durch Worte oder Gesetze. Das liegt daran, dass es sich bei den Erstgenannten um Informationsfelder handelt, die stehende Wellen formen (Abb. 187 und 188).

Abb. 187: Formen, Symbole und geometrische Muster sind allesamt Ausdruck stehender Wellen. Die Frequenz ist die Form, und die Form ist die Frequenz – beide stellen zwei verschiedene Repräsentationen derselben Informationsmenge dar.

Abb. 188: „Geometrie repräsentiert verschiedene Frequenzen“ – Geometrische Formen sind holografische Manifestationen von Frequenzinformationszuständen.
Ich würde Konfuzius’ Ausspruch dahingehend ergänzen, dass auch Buchstaben und Worte Symbole sind, die Informationen und Frequenzen aussenden. Das ist der Grund, warum offizielle Mitteilungen und Texte stets sorgfältig formuliert werden.
Der bewusste und vor allem unbewusste Geist wird unaufhörlich von Symbolen bzw. den von diesen übertragenen Informationen beeinflusst. Das ist der alleinige Grund, warum sich Geheimgesellschaften, Satanisten und die Verdeckte Hand der Archonten, die hinter dem Weltgeschehen steckt, der verborgenen (okkulten) Symbolsprache bedient. Im Unterschied zu Klängen, deren Frequenzen innerhalb des menschlichen Hörspektrums liegen, dringen die in sichtbaren Symbolen codierten Informationen auf einer unterschwelligen Ebene in uns ein. Wenn wir etwas hören, sind wir uns dessen bewusst; ganz anders verhält es sich jedoch mit nahezu allem, was wir „sehen“. Unser Gehirn erzeugt unser Realitätsbild aus nur 40 der insgesamt elf Millionen visuellen Eindrücke, die jede Sekunde auf uns einprasseln. Die übrigen elf Millionen minus 40 Impulse werden vom Unterbewusstsein absorbiert (Abb. 189).

Abb. 189: Der bewusste Geist verarbeitet nur einen winzigen Bruchteil aller visuellen Informationen. Der Rest wird vom Unterbewusstsein absorbiert.
Der Sehsinn bietet damit einen idealen Weg, Informationen, Ideen und Wahrnehmungen ins Unterbewusstsein einzupflanzen, ohne dass sich der bewusste Verstand – der einfach umgangen wird – dessen gewahr wird, was tatsächlich vor sich geht. Mit der Zeit sickern die im Unbewussten wurzelnden Vorstellungen ins bewusste Gewahrsein ein, sodass die betroffene Person glaubt, es handele sich um ihre eigenen Gedanken und Entscheidungen (Abb. 190). Jetzt hab ich dich!

Abb. 190: Ist eine Information erst einmal ins Unterbewusstsein eingepflanzt worden, hält die betreffende Person sie, sobald sie ins Bewusstsein dringt, für ihre eigene Idee bzw. Wahrnehmung.
Über die uns allerorten umgebenden Saturnsymbole werden jeden Tag von früh bis spät saturnische Informationen (bzw. -frequenzen) ins Unterbewusstsein heruntergeladen. Auf diese Weise wird die menschliche Wahrnehmung im saturnischen Frequenzband – in der Matrix – festgehalten. Und wir sind tatsächlich permanent von Saturnsymbolik umgeben. Das omnipräsente allsehende Auge etwa, das mit Saturn in Verbindung gebracht worden ist, darüber hinaus aber noch weitere Bedeutungen hat, taucht außerordentlich häufig in Animations- und Spielfilmen für Kinder auf. Der Grund dafür ist, dass das Symbol einen Frequenz- bzw. Informationszustand repräsentiert, der das Unterbewusstsein des Kindes anspricht (Abb. 191).

Abb. 191: In sämtlichen hier abgebildeten Schnappschüssen aus Zeichentrick- und Animationsfilmen für Kinder ist das allsehende Auge zu sehen, teilweise einschließlich der Pyramide.
Bei ihren Programmierungsbemühungen hat es die archontische Verdeckte Hand vor allem auf die jungen Menschen abgesehen, da sie zu dem Zeitpunkt, wenn die gnadenlose Tyrannei vollends installiert sein soll, Erwachsene sein werden. Die Religionen sind mit Symbolen übersät, die allesamt auf das menschliche Unterbewusstsein einwirken und die Amtsträger und Gläubigen gleichermaßen – und sehr effektiv – beeinflussen. Die Redensart besagt zu Recht: „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.“ Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zu allem. Es ist die konzentrierte Aufmerksamkeit, die den Decodierungsprozess in Gang setzt, der aus den Schwingungsinformationen die holografische Realität erzeugt. Weiter oben habe ich erklärt, dass Tarotkarten elektromagnetische Repräsentationen der Informationen und Konzepte sind, für die sie symbolisch stehen. Dasselbe gilt für alle Symbole. Das Energiefeld eines Symbols, das Saturn repräsentiert, wird mit der Saturnfrequenz in Resonanz treten. Wer seine Aufmerksamkeit auf ein Symbol richtet – und sei es unbewusst, über die elf Millionen minus 40 Sinneseindrücke –, wird an dessen Frequenz angeschlossen (Abb. 192).

Abb. 192: Wenn man sich auf ein Symbol konzentriert, verbindet man sich mit der Frequenz, die das Symbol repräsentiert – unabhängig davon, worum es sich gerade handelt.
Ist die Verbindung erst einmal etabliert, kann die Energie der betreffenden Person von der Frequenz, die das Symbol repräsentiert, abgeschöpft werden – ganz gleich, ob dahinter ein Planet oder eine andere nichtmenschliche Entität steht. Unsere Energie kann von einem Himmelskörper absorbiert werden, der 1.200 Millionen Kilometer entfernt ist? Raum existiert ebenso wenig wie Zeit – folglich gibt es also auch keine Entfernung und keine „Kilometer“. Nur das Hier und Jetzt existiert. Alles andere ist decodierte Illusion. Religionen fungieren als verdeckte Instrumente, um über die Anbetung der Archonten, Saturns, Orions usw. Aufmerksamkeit zu bündeln. Durch die Aufmerksamkeit wiederum wird eine energetische Verbindung etabliert – es sei denn, wir weisen sie bewusst zurück.
Immer wieder Würfel
Ein uraltes Symbol für den Saturn stellt der schwarze Würfel dar. Interessanterweise ist der Physiker Silas Beane, einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der simulierten Realität, der Auffassung, dass die „Matrix“ durchaus auf einer aus Würfeln zusammengesetzten Gitterstruktur fußen könnte (Abb. 193).

Abb. 193: „Physiker Silas Beane: Das Universum als Simulation, die auf einer aus Würfeln zusammengesetzten Gitterstruktur basiert“ – Welch erstaunlicher „Zufall“, dass die Forschung der Ansicht ist, die Simulation sei aus einem Gitter winziger Würfel aufgebaut.
An der Bonner Universität fand sein Team heraus, dass sich kosmische Strahlen nach einem bestimmten Muster ausrichten, das die Form von Würfeln annimmt. Wenn Saturn / Orion die Blaupause bzw. Gitterstruktur der Matrixinformationen aussenden würden und sie auf Würfeln basiert – müssten sich die kosmischen Strahlen nicht daran ausrichten, sobald sie in das Frequenzkonstrukt eintreten?
Manche Forscher meinen, dass unsere Wirklichkeit einen Tesserakt bzw. Hyperwürfel bildet – ein vierdimensionales Gebilde, bei dem einem Würfel ein zweiter Würfel einbeschrieben ist (Abb. 194).

Abb. 194: Der Tesserakt, bei dem der kleinere Würfel den äußeren Würfel widerspiegelt.
Wenn Sie sich eine Animation des Tesserakts anschauen, werden Sie sehen, dass der innere Würfel zum äußeren wird, der äußere wieder zum inneren usw. Die Elite und die Satanisten (ich weiß, ich wiederhole mich) verwenden den Tesserakt, um das Gefängnis zu symbolisieren, in dem der Mensch steckt (aus dem er jedoch entkommen kann). Geben Sie die Suchbegriffe „hypercube explanation“ bei YouTube ein, um sich ein gutes Einführungsvideo anzuschauen. Für die innersten Kreise der okkulten (verborgenen) Netzwerke fungiert der Tesserakt als wichtiges Symbol zur Versinnbildlichung der „Hölle“. Ich habe wiederholt darauf hingewiesen, dass wir nicht in die Hölle kommen, sondern in ihr leben – genauer gesagt, auf einer bestimmten Ebene derselben.
Der Hyperwürfel stellt in ähnlicher Weise eine Erweiterung des gewöhnlichen Würfels dar, wie der Letztgenannte als Erweiterung des Quadrats aufgefasst werden kann – als Hyperquadrat, gewissermaßen. Ein Beispiel dafür, wie sich zwei Strukturen wechselseitig repräsentieren können, sahen wir bereits: Das zweidimensionale Hexagon und der dreidimensionale Würfel werden nur durch die Wahrnehmung des Beobachters unterschieden. Ein Würfel besitzt drei Dimensionen, ein Hyperwürfel vier. Aufgrund der Beschränkungen unseres visuellen Decodiersystems können wir jedoch nur drei Dimensionen wahrnehmen. Interessanterweise geht der kleinere Würfel, der sich im Inneren des großen Würfels befindet, aus ihm durch einen Schattenwurf hervor – eine von einer Lichtquelle erzeugte Illusion, quadratische Schatten innerhalb echter Quadrate. Der kleinere Würfel ist der Schatten des größeren Würfels. Genau das ist auch unsere „reale Welt“: der Schattenwurf einer anderen Realität – ganz so, wie die Gnostiker und Platon es beschrieben haben. Auf der zweidimensionalen Ebene symbolisieren die Satanisten und die Verdeckte Hand den Tesserakt durch zwei Quadrate, die so übereinander gelegt werden, dass ein achteckiges Gebilde entsteht. Insbesondere bei Organisationen, die Teil der Kontrollstrukturen sind, ist dieses Achteck häufig anzutreffen (Abb. 195).

Abb. 195: Der „flache“ Hyperwürfel wird häufig als Symbol für Organisationen verwendet, die mit Gesetz und Kontrolle zu tun haben.
Wenn Sie das flache Doppelquadrat gedanklich ins Dreidimensionale erweitern, entsteht ein doppelter Würfel. Schon in den 1990er-Jahren war ich mir dieses Zusammenhangs bewusst. In meinem Buch „Das größte Geheimnis“ schrieb ich damals:
Das doppelte Quadrat, wobei sich ein Quadrat in irgendeiner Form über einem anderen befindet, ist ein weiteres Symbol der Geheimgesellschaften. Ein Quadrat allein bedeutet Kontrolle über das, was gerecht und richtig ist. (Im Englischen bedeutet zum Beispiel „a square deal“ ein fairer oder gerechter Handel.) Ein Quadrat über einem anderen bedeutet Kontrolle über alles, was richtig oder falsch, gerecht oder ungerecht, positiv oder negativ ist. In anderen Worten: „Wir kontrollieren alles.“
Freimaurer seien „on the square“, sagt man – eine Redensart, die Ehrlichkeit ausdrückt, wörtlich aber „auf dem Quadrat“ bedeutet. Die Fußböden ihrer Tempel werden, wie auch die Böden vieler Kirchen und Kathedralen, von schwarzen und weißen Quadraten geschmückt. In den innersten Kreisen der Freimaurerei ist man sich der Tatsache vollauf bewusst, dass die Zunft der archontischen Macht dient, die die menschliche Gesellschaft durchzieht. Es war die in Europa ansässige Elite, die Amerika über Geheimgesellschaften wie die Freimaurer aus der Taufe hob. Daher sind Amerikas städtische Gebiete in Quadrate unterteilt, die als „Blocks“ bezeichnet werden. Lebt man innerhalb eines solchen Blocks, ist man der Energie ausgesetzt, die durch „Blocks“ (Quadrate) repräsentiert und generiert wird. Auf anderen Ebenen entsprechen die Quadrate in energetischer Hinsicht Hexagonen, Würfeln oder Hyperwürfeln.
Wo befindet sich der berühmteste schwarze Würfel der Welt? In Mekka. Die sogenannte Kaaba gilt als das wichtigste Heiligtum des Islam (Abb. 196).

Abb. 196: Die Kaaba („Würfel“), der Saturnwürfel in Mekka.
Der Begriff „Kaaba“ bedeutet „Würfel“ und repräsentiert den Saturn. In konzentrischen Kreisen angeordnet, knien die Gläubigen sogar vor dem Kaaba- bzw. „Schwarzen Stein“ nieder, der sich im Inneren des Würfels befindet (Abb. 197).

Abb. 197: Gläubige beten, in konzentrischen Kreisen angeordnet, zum schwarzen Würfel des Saturns.
Sie meinen, „Allah“ anzubeten – doch wer oder was ist Allah? Kniend verneigen sich orthodoxe Muslime fünfmal am Tag „gen Mekka“, ganz gleich, wo auf der Welt sie sich gerade befinden, und schenken der Kaaba ihre Aufmerksamkeit. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit. Die großen Religionen scheinen in Opposition zueinander zu stehen, gründen sich aber auf dieselben elementaren Motive. Die Unterschiede zwischen ihnen sind größtenteils illusorischer Natur. Jüdische Gläubige setzen sich einen kleinen, schwarzen, als Tefillin bezeichneten Würfel auf, der den Saturngott „El“ symbolisiert (Abb. 198 und 199).

Abb. 198: Ein jüdisches Ritual, bei dem ein schwarzer Würfel eine entscheidende Rolle spielt.

Abb. 199: „El = schwarzer Würfel“ – Überall dasselbe Motiv, egal wohin man schaut.
„El“ findet sich sowohl im Namen Is-ra-El als auch im Alten Testament, wo er zusammen mit den Elohim in Erscheinung tritt (Demiurg und Archonten). Im Buch Genesis wird beschrieben, wie der Demiurg El die Simulation erschafft: „Es werde Licht[-feuer]“ (Abb. 200).

Abb. 200: „El und die Elohim (Demiurg und die Archonten) – Is-Ra-El“ – Gewöhnliche Gläubige überall auf der Welt haben keine Ahnung, woher ihre Religionen eigentlich stammen und wem sie tatsächlich huldigen.
Des Weiteren gibt es Eng-El, Erzeng-El und die gefallenen Eng-El, denen die „menschliche“ El-ite und ihre Helfershelfer dienen, die durch getürkte Wahlen (engl.: el-ections) in Machtpositionen gehievt werden. Nach ihrem Tod gehen die „heldenhaften“ Knechte der El-ite, wie die Griechen und Römer glaubten, in das als El-ysium bezeichnete Paradies ein. Das Elysium ist eine Entsprechung zum islamischen Himmel, in dem jeder, der zu Lebzeiten Allahs Interessen gedient hat, von Jungfrauen umsorgt wird. Tragischerweise schließt der Dienst an Allah für manche Moslems ein, durch ein Selbstmordattentat Massenmord zu begehen. Im Folgenden werde ich vereinfachend von der El-ite sprechen, wenn ich die Verbindung zwischen Saturn und dem die Welt beherrschenden, manipulativen Archontennetzwerk aus Satanistenringen und Geheimgesellschaften herausstellen möchte.
Isra-El ist das Werk und Lehensgut des archontischen Hauses Rothschild, dessen Name auf ein Schild zurückgeht, auf dem ein sechszackiger Stern (Hexagramm) abgebildet war – ein weiteres Symbol für Saturn. Angeblich soll die Figur, die als „Davidstern“ bezeichnet wird, ein rein jüdisches Symbol sein; doch das ist sie nicht. Hexagramme als Symbol für Saturn sind überall auf dem Planeten anzutreffen, darunter im antiken Mesopotamien sowie in ganz Asien (Abb. 201 und 202).



Abb. 201: Ein altes Saturnsymbol aus Mesopotamien.

Abb. 202: Der Davidstern ist kein exklusiv jüdisches Symbol, sondern ein universelles Saturnsymbol. Sämtliche abgebildeten Darstellungen stammen aus Asien.
Man findet sie im Christentum ebenso wie im Judentum; auch für die Freimaurer sind sie von besonderer Bedeutung (Abb. 203 – 205).

Abb. 203: Saturn als sechszackiger Stern in der Mutterloge der Freimaurerei in London.

Abb. 204: Das Saturnsymbol des Christentums.

Abb. 205: Im Judentum spielt das Hexagramm freilich eine zentrale Rolle.
Das heute unter dem Namen Rothschild bekannte Familiengeflecht geht auf die mittelalterliche Okkultistenfamilie Bauer zurück, die von Frankfurt am Main aus eine Bankendynastie aufbaute – den Vorläufer des heutigen globalen Finanzsystems. Den Namenswechsel veranlasste der Dynastiebegründer Mayer Amschel Bauer, der dabei auf das rote Hexagramm Bezug nahm, das an seinem Haus prangte (Abb. 206).

Abb. 206: Das rote Hexagramm, von dem sich der Name Rothschild ableitet.
Später erschufen die archontischen Rothschilds den Zionismus, indem sie die „Geschichte“ neu schrieben (siehe dazu mein Buch „Die Wahrnehmungsfalle“). Am Ende dieses Prozesses stand die Gründung Israels, die wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte. Israel ist das Land der Rothschilds. Die israelische Flagge wird von demselben uralten Saturnsymbol geschmückt, auf das auch der Name Rothschild zurückgeht (Abb. 207).

Abb. 207: Die Rothschilds übertrugen ihr Familiensymbol auf die israelische Flagge, nachdem sie den Staat ins Dasein manipuliert und gebombt hatten.
Weiter oben habe ich die Macht des Herzens bzw. Herzchakras erläutert, das zu verschließen die archontische Verschwörung ständig bemüht ist. Das Symbol für das Herzchakra ist … das Hexagramm (Abb. 208).

Abb. 208: Der sechszackige Stern bzw. das Hexagramm ist ein esoterisches Symbol für das Herzchakra.
Eine solche Übereinstimmung ist bei Weitem zu auffällig, als dass man sie als bloßen Zufall abtun könnte. In den gnostischen Schriften von Nag Hammadi heißt es: „Und sie [die Archonten] verschlossen [der Menschen] Herzen, und sie verhärteten sich selbst durch die Härte des gefälschten Geistes bis jetzt.“ Was wäre, wenn es sich hier um einen Taschenspielertrick handelt und das Saturnsymbol nur deshalb für das Herzchakra steht, weil es verschlossen – und nicht geöffnet – werden soll? Was wird wohl passieren, wenn man die Aufmerksamkeit seines Herzchakras auf das herzlose Saturnsymbol richtet?
Das Symbol von Hammer und Sichel, das auf der Flagge der früheren Sowjetunion zu sehen ist, leiteten die Rothschilds aus dem astrologischen Zeichen für Saturn ab, das aus einem Kreuz und einer Art „Schwanz“ besteht (Abb. 209).


Abb. 209: Hammer und Sichel – das Symbol der von den Rothschilds erschaffenen Sowjetunion – sind dem astrologischen Symbol für Saturn entlehnt.
Auch die Sowjetunion war eine Kreation der Rothschilds, die sie über ihre zionistischen Handlanger Lenin, Trotzki und einige andere in die Welt brachten. Nähere Einzelheiten dazu finden Sie in meinem Buch „…und die Wahrheit wird euch frei machen“. Baphomet, der Bock von Mendes, ist ein bekanntes satanisches Symbol, in dem die negative Macht mit einer modifizierten Version des Gottes Pan – einem Symbol für Saturn – verschmilzt (Abb. 210 und 211).

Abb. 210: Der Ziegengott Pan ist ein Saturnsymbol, das auf das saturnische „Sternzeichen“ des Steinbocks verweist.

Abb. 211: Saturn als satanisches Baphomet-Symbol.
Manly P. Hall, einer der berühmtesten Historiker der Freimaurerei, schrieb in seinem Werk „The Secret Teachings of All Ages“:
Pan war eine Figur, die sich aus mehreren Elementen zusammensetzte. Der obere Teil war – mit Ausnahme der Hörner – menschlich, wohingegen sein Unterkörper die Gestalt einer Ziege aufwies. […] Der Gott selbst symbolisiert den Saturn, denn dieser Planet herrscht über das Tierkreiszeichen Steinbock, dessen Symbol die Ziege ist.
In zahlreichen Spielfilmen, Fernsehproduktionen und Musikvideos wird der Saturn durch eine Ziege symbolisiert. Im Jahr 2016 stand eine kaum verschleierte Baphometfigur im Mittelpunkt einer grotesken, quasi-satanischen Zeremonie, mit der der Gotthard-Basistunnel eingeweiht wurde (Abb. 212).

Abb. 212: Baphomet – der Bock von Mendes – stand im Mittelpunkt der grotesken Zeremonie zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels.
Mit einer Länge von 57 Kilometern ist das Bauwerk, das die Schweizer Alpen durchzieht, der längste Eisenbahntunnel der Welt. Eine britische Zeitung bezeichnete das Ritual als „eine der skurrilsten Eröffnungszeremonien aller Zeiten“. Führende europäische Politiker wohnten den seltsamen Vorgängen bei, darunter die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident François Hollande und der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi. Im Verlauf des okkulten Rituals (das es in Wirklichkeit war) konnte man unter anderem ein Baby mit weiß gefiederten Flügeln und einem überdimensionalen Kopf sehen, das ein Berichterstatter als „barbrüstigen, gruslig aussehenden Vogel“ beschrieb. Halb nackte Tänzer präsentierten eine Choreografie aus [allsehenden] Augen und [gefallenen] Engeln, die aus dem saturnischen Abgrund / Auge emporstiegen. Der Star der gesamten Show aber war ein Mann mit einem Ziegenkopf (Saturn / Pan / Baphomet). Er starb, wurde wieder zum Leben erweckt, angebetet und schließlich zum „König der Welt“ gekrönt. Wenn Sie die Worte „satanic opening ceremony for Gotthard Base Tunnel“ in eine Suchmaschine eingeben, können Sie sehen, wovon ich spreche. Auf Facebook habe ich einmal Fotos des Rituals gepostet – sie wurden mit der Begründung gelöscht, dass sie „gegen die Benutzungsrichtlinien verstoßen“ hätten. Dabei wurden dieselben Bilder von Fernsehstationen auf der ganzen Welt ausgestrahlt; einige von ihnen, wie etwa die BBC, übertrugen das Ritual sogar live. Ein Beobachter bemerkte dazu: Wenn sie so etwas schon in aller Öffentlichkeit aufführen – was werden sie dann wohl erst im stillen Kämmerlein treiben? Nun, das ist, wie wir bald sehen werden, noch um einiges übler.
Ein weiteres Saturnsymbol ist der Sensenmann, der einerseits Saturns esoterische Verbindung zum Tod aufzeigt, andererseits mit seiner antiken Rolle als Gott der Vegetation und Landwirtschaft im Einklang steht (Abb. 213).

Abb. 213: Der Sensenmann ist Saturn und bringt dessen Verbindung zum Tod zum Ausdruck.
Auch Kronos, die griechische Personifizierung Saturns, wird mit einer Sense dargestellt – einem Symbol, das in Form der Sichel auch auf der sowjetischen Flagge erschien.
Zahlenspiele
Die Saturnsymbolik ist tief mit der Numerologie verwoben. Ein Beispiel dafür bildet das als Saturn-Siegel bekannte magische Quadrat, in dem sich die Zahlen in jeder beliebigen Richtung zu 15 addieren (Abb. 214).

Abb. 214: Das als „Saturn-Siegel“ bezeichnete magische Quadrat.
In der Numerologie addiert man die Ziffern, aus denen eine Zahl zusammengesetzt ist, so lange, bis nur noch eine einstellige Zahl übrig bleibt. Die 15 entspricht numerologisch also der 6. Jede Seite des Saturn-Quadrats (das auch die Freimaurer verwenden) ergibt demnach 666 – die „Zahl des Tieres“ der biblischen Offenbarung. Hexagone und Hexagramme entsprechen ebenfalls der Zahl 666 (Abb. 215).

Abb. 215: Sechsen, wohin man auch blickt.
Die Sonnenanbetung in antiken Stätten wie Babylon stand mit der Zahl 666 in Verbindung. Wenn man weiß, dass die Huldigung im Altertum der Saturn-Sonne galt, versteht man den Zusammenhang.
Zahlen sind numerische Entsprechungen von Frequenzen; die Zahl 666 symbolisiert die Frequenz des Saturns bzw. der Matrix. Im Okkultismus bestehen sämtliche Zahlen aus den Ziffern 1 bis 9 – die Null wird als das betrachtet, was sie repräsentiert: nichts. Die Zahlen 90.000 und 900.000 etwa entsprechen in der Numerologie energetisch der 9. Mark Passio, der einst der amerikanischen Church of Satan angehörte, stellt seit seinem Ausstieg die dunklen Seiten des Okkultismus bloß. Seinen Ausführungen zufolge betrachten die Satanisten die Zahl 9 als „Zahl Satans“ sowie als Zahl des Egos bzw. des – wie ich es nenne – Ich-Phantoms. Mit anderen Worten: Der energetische Zustand programmierten Gewahrseins, in dem die archontische El-ite die Menschheit festzuhalten sucht, wird numerologisch durch die Zahl 9 repräsentiert. Passio weist darauf hin, dass jede Ziffer numerologisch (energetisch) wieder auf sich selbst zurückfällt, wenn man 9 hinzuaddiert. Beispielsweise ergibt 1 + 9 = 10 = 1 usw., bis zu 9 + 9 = 18 = 9. Laut Passio symbolisiert das den Umstand, dass das Ego- bzw. Ich-Phantom-Gewahrsein keinerlei Veränderung bewirken kann. Multipliziert man eine beliebige Ziffer mit 9, entspricht das Ergebnis numerologisch wieder 9. Daher bezeichnen die Satanisten die 9 als die Zahl, die stets zu sich selbst zurückkehrt: 9 x 1 = 9 usw. … bis zu 9 x 9 = 81 = 9. Passio sagt, daran könne man erkennen, dass eine Vervielfachung des Egos stets nur noch mehr Ego hervorbringt, niemals aber – wie ich es ausdrücken würde – zu einer Erweiterung des Gewahrseins führt.
Max Tegmark vom MIT hat ganz recht, wenn er sagt, dass alles aus Zahlen besteht; doch die Zahlen repräsentieren Frequenz- und Bewusstseinszustände. Die El-ite vermag die Letztgenannten zu steuern, indem sie die digitale (zahlenmäßige) Realitätsebene manipuliert. Wer glaubt, Zahlen seien unerheblich und Ereignisfolgen geschähen rein zufallsbasiert, hat, was die Versklavung der Menschheit betrifft, völlig den Blick für die Realität verloren. Die im Saturn-Siegel und anderen Saturnsymbolen codierten numerologischen Zusammenhänge stellen digitale Repräsentationen der archontischen Frequenz des Saturns dar. Die Freimaurer huldigen Saturn und der archontischen Schwingung – wenngleich die überwiegende Mehrheit derselben hinsichtlich der Frage, wofür die Zunft eigentlich steht, so sehr in die Irre geführt worden ist, dass sie davon nichts ahnt. Ich habe Freimaurer gefragt, ob sie wüssten, was ihre Symbole eigentlich bedeuten. Darauf sagten sie entweder – begleitet von einem entgeisterten Blick –, dieses Wissen sei schon im Altertum verloren gegangen, oder aber sie gaben an, die Symbole würden den Großen Baumeister repräsentieren. Letzteres stimmt sogar – nur ist der Baumeister nicht der, für den ihn die niederen Grade halten. Die meisten Freimaurer werden durch ihre Rituale und Zeremonien unwissentlich an die saturnisch-demiurgische Frequenz gebunden. Wieder und wieder hörte ich Geschichten von Initiierten, deren Charakter nach dem Beitritt zur Loge deutlich böswilligere Züge annahm und an Empathie einbüßte. Nicht jedem ergeht es so, doch in vielen Fällen ist diese Entwicklung zu beobachten.
Überall in Politik, Justiz und Anwaltschaft, Polizei, Medien, Banken und Unternehmen stößt man auf Freimaurer, die, in der Frequenz des Demiurgen / Saturns gefangen, ebendieser hörig sind. Sie stehen (meist unwissentlich) im Dienste der Verdeckten Hand bzw. der El-ite, die wiederum der archontischen Macht gehorcht. Die Tatsache, dass die Freimaurerei auf der Kabbala basiert – einer heiligen esoterischen Lehre des Judentums –, wird offensichtlich, wenn man sich die Symbolik anschaut. Am Eingang des alttestamentarischen salomonischen Tempels standen zwei baugleiche Säulen, die als Jachin und Boas bezeichnet wurden. Dieselben Säulen zieren auch die Tempel der Freimaurer (Abb. 216).

Abb. 216: Zwillingssäulen am Eingang des salomonischen Tempels (Saturn).
Bedenkt man, wie besessen die El-ite von Symbolen ist, kann man definitiv davon ausgehen, dass am 11. September 2001 nicht zufällig zwei Zwillingstürme zum Anschlagsziel erkoren wurden – von der Verdeckten Hand, die hinter den Anschlägen stand. Das zentrale Heiligtum im Inneren des salomonischen Tempels – ein Sanktuarium, in dem „Gott wohnte“ – soll ein perfekter Würfel mit einer Kantenlänge von genau 20 Ellen gewesen sein. Jede der drei Silben Sol-Om-On bezeichnet die Sonne – die Saturn-Sonne, um genau zu sein (Abb. 217).

Abb. 217: Das Allerheiligste im Inneren des salomonischen Tempels wird als Würfel beschrieben.
Auch das „Neue Jerusalem“, von dem in der Johannes-Offenbarung die Rede ist, wird durch einen Würfel versinnbildlicht (Abb. 218).

Abb. 218: Der Würfel als Symbol des Neuen Jerusalem.
Der Begriff „Neues Jerusalem“ ist ein Codewort für die Vollendung der Agenda, die die vollständige Unterjochung der Gesellschaft und der Gedanken der Menschen zum Ziel hat. Das Hexagramm, das auch als Siegel des Salomon bezeichnet wird, steht im Mittelpunkt der jüdischen Religion, die den Samstag (engl.: Saturday bzw. Saturn-day) als heiligen Tag betrachtet. Auch bei den Freimaurern findet das Hexagramm vielfach Anwendung.
Kabbala, Judentum und Freimaurerei sind eng miteinander verknüpft. Die Tempel der Freimaurer bilden symbolische Entsprechungen des salomonischen Tempels und stehen energetisch mit Saturn in Verbindung. Drei Freimaurertempel konnte ich persönlich in Augenschein nehmen. Einer veranstaltete einen Tag der offenen Tür, bei den anderen beiden war, als ich hineinspazierte, niemand zugegen, der mich daran gehindert hätte. In allen drei Fällen bestimmte die Saturnfrequenz (die man lernen kann wahrzunehmen) die energetische Atmosphäre. Die obsessive Vorliebe für Rituale und Symbole rührt vom Einfluss der saturnischen Frequenz her. Das magische Quadrat des Saturns bildet die Grundlage für das Siegel des Saturns, das auch als salomonisches Siegel bezeichnet wird. Aus diesem Symbol leitet sich das bekannteste Freimaurersymbol ab. Es entsteht, indem man die Zahlen des magischen Quadrats der Reihe nach verbindet – von der 1 zur 2, dann weiter zur 3 usw. (Abb. 219).

Abb. 219: Aus dem magischen Saturnquadrat ergibt sich das Saturn-Siegel.
Dreht man das resultierende Symbol in die Senkrechte, erhält man das klassische Freimaurersymbol von Winkelmaß und Zirkel, das wie alle vorgenannten Zeichen die Saturnfrequenz repräsentiert (Abb. 220 und 221).

Abb. 220: Aus dem Saturn-Siegel wird …

Abb. 221: …das klassische Freimaurersymbol …
Jetzt betrachten Sie einmal das Saturn-Siegel von Balmoral Castle, einem schottischen, im Besitz der britischen Königsfamilie befindlichen Schloss – einer der archontischen / saturnischen Blutlinien, die ich noch bloßstellen werde (Abb. 222).

Abb. 222: … und das Emblem von Balmoral Castle, einem in Schottland gelegenen Schloss der „königlichen“ britischen Familie.
Ich habe zahlreiche königliche Paläste besucht, die der Öffentlichkeit zugänglich sind, und überall dieselbe saturnische / satanische / freimaurerische Schwingung vorgefunden. Dasselbe gilt für die meisten Kathedralen und Kirchen, die man landläufig als „Gotteshäuser“ bezeichnet. Das sind sie in der Tat – Häuser des Archontengottes nämlich.
Saturns Eule
Ein weiterer Brennpunkt, an dem die El-ite Saturn / dem Demiurgen huldigt, ist der im kalifornischen Sonoma County gelegene Bohemian Grove. Auf dem elf Quadratkilometer großen Gelände, das 120 Kilometer nördlich von San Francisco in einem Rotholzwald gelegen ist, vollziehen die „Reichen und Berühmten“ ihre Rituale zur Verehrung Saturns und der demiurgischen Macht bzw. Verzerrung, die von Saturn repräsentiert und ausgesendet wird. Dabei ist sich die Mehrzahl der niederrangigen „Grover“ dieser Tatsache – wieder einmal – nicht bewusst, da sich ihnen die Bedeutung der Rituale gar nicht erschließt.
Zu den Teilnehmern des alljährlichen „Sommerlagers“ zählen neben den Familien Rothschild, Rockefeller und Bush (die natürlich sehr wohl wissen, was da passiert) einflussreiche amerikanische und internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Bankwesen, Medien und „Unterhaltung“. Im Mittelpunkt der wichtigsten, gemeinschaftlich vollzogenen Rituale steht eine zwölf Meter hohe steinerne Eule, die den antiken satanischen „Gott“ Moloch / Molech repräsentiert (der Prinz der Hölle aus der Dämonologie, ein weiteres Symbol für Saturn).

Abb. 223: Moloch / Molech, der steinerne Mittelpunkt der Huldigungen im Bohemian Grove.
Moloch wurden einst, wie in der Bibel nachzulesen ist, in Feuerritualen Kinder geopfert. Bei Jeremia 32,35 heißt es: „Sie haben dem Baal Höhen gebaut im Tal Ben-Hinnom, um ihre Söhne und Töchter dem Moloch zu verbrennen.“ Eine Variation dieser Opferungen stellt das keltische Ritual des „Wicker Man“ dar, bei dem man eine riesige Figur entzündete, in die man zuvor Kinder gesperrt hatte. Auch die Phönizier übergaben Saturn zu Ehren Kinder dem Feuertod. Heute finden Menschenopfer, die einst in aller Öffentlichkeit vollzogen wurden, im Verborgenen statt. Bei einer Zeremonie mit dem Titel „Cremation of Care“ – zu Deutsch etwa: die Einäscherung der Fürsorge –, die die Feierlichkeiten am Bohemian Grove eröffnet, wird unter der Eule ein Feuer entzündet und die Attrappe (so sagt man uns) eines Menschen geopfert. Das sind übrigens die Leute, die die Geschicke unserer Welt lenken – im Dienste der archontischen Verzerrung. Andere kranke Rituale – sehr wahrscheinlich Opferrituale – werden in den Wäldern des Bohemian Grove durchgeführt, denen aber nur Mitglieder des innersten Kreises beiwohnen. Wenn Sie „Bohemian Grove“ bei YouTube ins Suchfeld eingeben, können Sie einige Videos sehen, die mit versteckter Kamera aufgenommen worden sind. Die Kanaaniter / Ammoniter hielten Moloch, den sie Baal („Herrn“) Moloch nannten, für einen Saturn-Sonnengott (Abb. 224).

Abb. 224: Moloch war Baal – der saturnische Sonnengott.
Der „Sonnengott“ Baal – „der Herr“ – ist eine weitere Variante des Saturns, die im babylonischen Reich unter dem Namen Nimrod bekannt war. Bei der Verehrung, die man im Bohemian Grove der Moloch-Eule entgegenbringt, handelt es sich um die Anbetung des demiurgischen Saturn. Das Hexagramm wird auch als Stern von Moloch oder Stern von Remphan (der ägyptische Name für Saturn) bezeichnet. Als ich vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal von der Eule im Bohemian Grove hörte, erfuhr ich, dass auch ins Straßennetz von Washington, D.C., eine Eule eincodiert ist – in unmittelbarer Umgebung des Kapitols (Abb. 225).

Abb. 225: Im Straßennetz von Washington, D.C., erkennt man – in unmittelbarer Umgebung des Kapitols – klar eine Eule, die auf einer Pyramide sitzt.
Beachten Sie, dass sich das Herz der US-amerikanischen Politik im Bauch der Eule (Saturn / Demiurg) befindet. Eine noch passendere Symbolik kann ich mir kaum vorstellen.
Dem ehemaligen Satanisten Mark Passio zufolge haben die Ausdrücke Baal, Bill, Bull, Bail, Ball, Bel, Belial usw., die auf den Buchstaben BL basieren, dieselbe Bedeutung. B und L sind hier entscheidend; die sie umgebenden Buchstaben spielen nur eine untergeordnete Rolle. Noch bedeutender ist der Klang, da die Schwingung / Frequenz phonetisch übertragen wird. „Bill“ und „Ba-byl-on“ etwa vibrieren mit derselben Frequenz. Moloch wird unter anderem durch einen Stier (engl.: „bull“) repräsentiert: Moloch, der „stierköpfige Koloss“. In der Bibel ist dieselbe Symbolik in Form der Verehrung des „Goldenen Kalbs“ zu erkennen. Das Sinnbild für die Wall Street ist folgerichtig ein angreifender Stier (Abb. 226).

Abb. 226: Moloch / Saturn als Symbol der Wall Street.
Der Name der Plastik – „Charging Bull“ – ist obendrein doppeldeutig, da „to charge“ neben dem Aspekt des Anstürmens auch bedeutet, jemandem etwas in Rechnung zu stellen. An der Wall Street bittet man Sie für alles zur Kasse. Sie ist in der Tat ein „bull market“, gegründet auf „bull shit“: einem großen Haufen Schwachsinn.
Die verschiedenen Saturnsymbole tauchen in Firmenlogos mit einer Häufigkeit auf, die den statistisch zu erwartenden Wert bei Weitem übersteigt. Die Farbe Schwarz, die dem Saturn in der Esoterik zugeordnet wird, durchzieht das gesamte „System“ – das Justiz- und Hochschulwesen ebenso wie die Kirche (Abb. 227 und 228).

Abb. 227: Die Häufigkeit, mit der Saturnsymbole in den Logos großer Firmen auftauchen, übersteigt jede statistische Wahrscheinlichkeit.

Abb. 228: Schwarz, die Farbe, die in der Esoterik dem Saturn zugeordnet wird, ist die Farbe des „Systems“.
Astrologisch und esoterisch steht der Saturn für Bankwesen, Politik, staatliche Einrichtungen aller Ebenen, Unternehmertum, Gesetzgebung, Gerichte und Wissenschaft – also praktisch sämtliche Kontrollstrukturen. „Astrologisch und esoterisch“ bedeutet „energetisch“, bezieht sich also auf die Kontrolle der Informationen und der Wahrnehmung. All die Saturnsymbole sowie die Übertragungen selbst, die vom Saturn ausgehen, überschwemmen die Realität der Menschen mit der saturnischen (Orion- / demiurgischen) Frequenz, um die Wahrnehmung in die Falle der archontischen Illusion bzw. Simulation zu locken. Religionen, Geheimgesellschaften und Satanisten huldigen der saturnisch-demiurgischen Frequenz. Die Freimaurer, die gleichfalls den Saturn verehren, sind in großer Zahl in Politik, Justiz, Polizei, Medien, Bankwesen und Unternehmen anzutreffen. In allen genannten Bereichen stößt man auf Saturnsymbole, saturnische Firmenlogos sowie eine Vorliebe für die Farbe Schwarz. Saturn wird mit Zeit, Tod, Angst, Materie, Struktur, Gehorsam, Armut und Begrenzung assoziiert.
Als Ausdruck der archontischen Verfälschung treten auch Symbole in verzerrter Form auf, etwa beim Trapez, das ein verzerrtes Quadrat darstellt (Abb. 229).

Abb. 229: Das Trapez.
Dem Ex-Satanisten Passio zufolge wird das Trapez als „Seelenfalle“ bezeichnet. Die Satanisten und die Vertreter der El-ite verfälschen und verdrehen Symbole, sodass sie die geistige Schieflage repräsentieren, die in der demiurgischen Inversion bzw. Verzerrung wurzelt und die sie dem kollektiven Bewusstsein der gesamten Menschheit aufzuprägen suchen. Offensichtliche Beispiele dafür sind das auf den Kopf gestellte Pentagramm und das invertierte Kreuz. Das Trapez ist uns bereits auf der Dollarnote sowie auf der Rückseite des Großen Siegels der Vereinigten Staaten begegnet. Die Ziegel, aus denen die trapezförmige Pyramide aufgebaut ist, symbolisieren dabei die hohe Dichte, in der das menschliche Bewusstsein gefangen gehalten wird – während das allsehende Auge aus der Höhe alles überblickt (Abb. 230).

Abb. 230: Das Trapez mit dem allsehenden Auge.
Verzerrte und invertierte Symbole repräsentieren stets die Frequenz der Unwissenheit, beschränkten Wahrnehmung und Kontrolle. Einige davon lassen sich im Stadtplan von Washington, D.C., ausmachen, wo sie die ohnehin verzerrte Energie verstärken, die die amerikanische Hauptstadt und das Herz der (offiziellen) Regierung einhüllt (Abb. 231 und Abb. 232).

Abb. 231: Invertiertes und verzerrtes Pentagramm im Straßennetz von Washington, D.C.. Das Weiße Haus bildet die untere Spitze.

Abb. 232: Dasselbe Bild ergibt sich, wenn man Capitol Hill als untere Spitze wählt.
Die Verschwörung basiert, in Widerspiegelung und zur Oktroyierung der archontischen Verzerrung und Inversion, ihrerseits voll und ganz auf der Verfälschung und Umkehrung von Energie (Bewusstsein).
Die CERN-Frage
In meinen früheren Büchern habe ich ausgeführt, dass der Large Hadron Collider – der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt, der sich am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz befindet – im Begriff ist, Tore zu anderen Realitäten zu öffnen. Meiner Ansicht nach wird dabei eine Verbindung zum Saturn erschaffen, sodass über ein Portal oder Sternentor Energien und Wesenheiten von dort in unsere Wirklichkeit eindringen können (Abb. 233).

Abb. 233: Der Large Hadron Collider von CERN.
Der Teilchenbeschleuniger ist eine ringförmige Röhre aus supraleitenden Magneten, die einen Umfang von 27 Kilometern hat und sich zum Teil mehr als 100 Meter tief unter der französisch-schweizerischen Grenze befindet (Abb. 234).

Abb. 234: Der 27 Kilometer lange unterirdische Ring am CERN.
Es handelt sich um ein sogenanntes Synchrotron, das definiert ist als „ein Beschleuniger, in dem geladene Teilchen durch ein elektrisches Feld entlang einer festen Kreisbahn beschleunigt und durch ein zunehmendes Magnetfeld auf Kurs gehalten werden“. CERN wartet mit etlichen Superlativen auf; die Leistung wird fortwährend erhöht. In der Röhre werden in beiden Richtungen Teilchen (in Wahrheit sind es Wellen), die als Protonen bezeichnet werden, nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt – das ergibt 11.245 Umläufe in jeder Sekunde. Wenn sie schließlich kollidieren, kann eine Hitze entstehen, die die Temperaturen im Inneren der Sonne um das mehr als 100.000-fache übertreffen soll. Die supraleitenden Magneten sind 100.000-mal stärker als der Gravitationssog der Erde. Führen Sie sich einmal vor Augen, welche Verzerrungen und Veränderungen all das in einem weiten Bereich des Erdmagnetfelds hervorruft.
Es heißt, der Teilchenbeschleuniger, dessen Bau 13,25 Milliarden Dollar verschlungen habe, diene der Überprüfung der Voraussagen verschiedener Theorien der Teilchenphysik sowie dem Nachweis des sogenannten Higgs-Bosons bzw. -Teilchens. Darüber hinaus soll auf diese Weise die Richtigkeit des Standardmodells der Elementarteilchenphysik bestätigt werden. Ohne Zweifel hat das „Need to Know“-Prinzip dafür gesorgt, dass die übergroße Mehrheit der 10.000 am CERN tätigen Wissenschaftler und Ingenieure tatsächlich glaubt, das Higgs-Boson sei im Wesentlichen der Grund, warum man sie aus über 100 Ländern zusammengetrommelt und dafür zig Milliarden Dollar ausgegeben hat. Ich persönlich halte das für eine unglaublich naive Vorstellung. Die wahre Absicht besteht darin, ein Portal zum Saturn und möglicherweise zu anderen Orten zu öffnen. CERN befindet sich an einem Ort, der einst als Tor zur Unterwelt galt. Die Römer weihten das Gebiet dem Dämonengott Apollyon („der Zerstörer“), der im Hebräischen Abaddon und in Asien Shiva heißt. Apollyon / Abaddon ist der biblische Herr des Abgrunds und König einer „Armee von Heuschrecken“. In der Offenbarung des Johannes wird der Abgrund als großer, rauchender Schlund beschrieben und geweissagt, dass sich dieser auftun und eine Schar dämonischer Heuschrecken freisetzen werde. Das war es, was die groteske Eröffnungszeremonie des Gotthard-Basistunnels tatsächlich symbolisieren sollte – der sich in demselben Land befindet, in dem auch CERN angesiedelt ist.
Sergio Bertolucci, der am CERN den Bereich Forschung und wissenschaftliches Rechnen leitet, sagte, dass der Hadron Collider „unbekannte Unbekannte“ aufspüren könne, etwa „eine zusätzliche Dimension“. Wörtlich sagte er: „Durch diese Tür könnte etwas hereinkommen, oder vielleicht senden wir etwas hindurch.“ Möglicherweise ja beides. Auf dem CERN-Gelände befindet sich eine Statue des vedischen Gottes Shiva (Gott Archon, Apollyon / Abaddon), der in einem Ring tanzt (Abb. 235).

Abb. 235: Shiva, ein Symbol für Saturn, tanzt in dieser auf dem CERN-Gelände befindlichen Statue in einem Ring.
In der vedischen Astrologie gilt Shiva als Symbol für Saturn. Er ist (wie Saturn) Herr über Tod und Zeit; sein Tanz symbolisiert die uranfängliche zerstörerische Macht des Universums … daher rührt der Titel „Herr des Tanzes“. Im Logo von CERN ist die Zahl 666 eincodiert, die mit Saturn verknüpft ist (Abb. 236).

Abb. 236: Die Saturnzahl – 666 – im CERN-Logo.
Im Jahr 2016 kursierte im Internet das Video einer gestellten Menschenopferung, bei der Personen in dunklen Umhängen unmittelbar vor der Shiva-Statue so taten, als würden sie eine Frau erstechen. Das CERN-Gelände ist schon ein seltsames Pflaster.
Der amerikanische Rechercheur Anthony Patch, der sich auf Themen wie CERN und Hochtechnologie spezialisiert hat, glaubt ebenfalls, dass durch den Large Hadron Collider ein Portal zum Saturn erzeugt werden soll – genauer gesagt, zu dessen Südpol, an dem sich der gigantische augenförmige Sturm befindet. Zwischen CERN und dem sechseckigen Sturm am Nordpol des Saturns zieht er folgenden Vergleich:
Würde man von oben auf [Saturns Nordpol] schauen und [den Umriss eines] Synchroton-Teilchenbeschleunigers darüberlegen, und würde man sich des Weiteren die Symmetrie anschauen, die Konturen einiger der zum Large Hadron Collider gehörigen Detektoren … dann käme man zu dem Schluss, dass die hexagonale Form in beiden Fällen identisch ist und die Bewegungen der Wolken am Nordpol genau das widerspiegeln, was im Hauptring des LHC vor sich geht: Gegenläufig rotierende Wolken, bei denen ein Wolkenring in einer Richtung und ein zweiter, äußerer Ring entgegengesetzt zirkuliert, entsprechen den beiden gegenläufigen Protonenströmen des LHC, bei deren Kollision synchrotonische Energie freigesetzt wird. [Das LHC] ist eine Nachbildung, ein Modell, eine Kopie von Saturns Nordpol.
Wenn das der Fall ist, arbeiten sie mit denselben Frequenzen (Abb. 237).

Abb. 237: CERN ist ein unterirdischer Saturn.
Die bei San Francisco gelegene University of Berkeley soll Anthony Patch zufolge, der ihr einst selbst angehörte, der zentrale Knotenpunkt des CERN-Teilchenbeschleunigerprojekts sein. In Berkeley würde man mit den Giganten des nahe gelegenen Silicon Valley zusammenarbeiten, in dem Google, Facebook, das Ames Research Center der NASA und Lockheed Martin zu Hause sind. (Für die beiden letztgenannten Einrichtungen war Norman Bergrun tätig; der Lockheed-Konzern hat an seinem Advanced Technology Center einen linearen Teilchenbeschleuniger installiert.) Patch weist darauf hin, dass 160 Laboratorien mit CERN assoziiert sind, von denen die meisten über eigene Teilchenbeschleuniger verfügen. Fabiola Gianotti war die erste Generaldirektorin des CERN, die zu einer Zusammenkunft der Bilderberger eingeladen wurde. Im Jahr 2017 nahm sie am Treffen der El-ite-Gruppe in Chantilly, Virginia, teil. Die Bilderberger sind Bestandteil eines Netzwerks von Organisationen, die, wie ich noch ausführen werde, Regierungen und globale Ereignisse manipulieren. Warum sollte man eine Wissenschaftlerin vom CERN zu einer politischen Tagung einladen, die von der Welt-El-ite initiiert worden ist? Die Antwort kennen wir jetzt.
Mondstrahlen
Der nächstgelegene Übertragungspunkt der saturnischen / demiurgischen / Orion-Matrix ist der Mond. In meinem Buch „Der Löwe erwacht“ gehe ich ausführlich darauf ein. Der Mond ist insofern dem Todesstern in den „Star Wars“-Filmen ähnlich, als sich alle Aktivitäten im Inneren abspielen (Abb. 238 und 239).

Abb. 238: Der Mond ist nicht das, was er angeblich sein soll.

Abb. 239: Der Todesstern aus den „Star Wars“-Filmen stellt eine gute Analogie für den wirklichen Mond dar.
Das Mondinnere bildet die Basis für viele Vorgänge, die mit der Steuerung der Menschheit in Zusammenhang stehen. Die Hauptaufgaben des Mondes bestehen jedoch darin, die vom Orion / Saturn ausgehenden Übertragungen zu verstärken sowie als energetische „Firewall“ zu fungieren, die die menschliche Frequenz künstlich unterdrückt. So wird es für die Menschen weitaus schwerer, sich mit dem Unendlichen Gewahrsein jenseits der Simulation zu verbinden (Abb. 240).

Abb. 240: Der Mond ist ein künstliches Gebilde, bei dem sich sämtliche wichtigen Aktivitäten im Inneren abspielen. Er unterdrückt zum einen die Frequenz der Erde – und damit auch das menschliche Gewahrsein – und verstärkt zum anderen die vom Saturn ausgesendeten Matrixinformationen.
Ich vermute, dass es auch im Erdinneren Technologien gibt, die dem System zugehören, das unsere vorgetäuschte Realität erzeugt, und die mit den vom Mond ausgehenden Übertragungen in Wechselwirkung stehen. Man kann sich den Mond als eine Art Satellitenschüssel vorstellen, die die Matrixinformationen ins menschliche Bewusstsein sendet (Abb. 241).

Abb. 241: Eine der Funktionen, die der Mond erfüllt, lässt sich sehr gut durch eine Satellitenschüssel symbolisieren.
Wie alles andere ist auch der Mond eine holografische Projektion; folglich lässt er sich formen und verändern, indem man seine Informationscodes modifiziert. Darüber hinaus wäre es absolut denkbar, dass er einen holografischen „Vorhang“ bildet, mit dem noch etwas anderes dauerhaft den Blicken der Menschheit entzogen wird.
Die beträchtliche Zahl an Anomalien, für die die Wissenschaftler keine Erklärung haben, rührt daher, dass der Mond kein „natürlicher“ Himmelskörper ist. Die Rätsel beginnen mit der simplen Frage, woher der Mond stammt. Irwin Shapiro, der ehemalige Direktor des Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, sagte einmal: „Am besten lässt sich der Mond durch Beobachtungsfehler erklären: Der Mond existiert gar nicht.“ Der NASA-Wissenschaftler Robin Brett drückte sich ähnlich aus: „Offenbar wäre es einfacher, die Nichtexistenz des Mondes zu erklären, als seine Existenz.“ Die Wissenschaft hat sich bemüht, das Vorhandensein des Mondes zu begründen, doch ohne Erfolg. Ursprünglich hieß es, die Erde sei in ihrer Entstehungsphase von einem „Mars-ähnlichen Planeten“ getroffen worden; aus einem der Trümmerstücke, die bei der Kollision in den Weltraum geschleudert worden sein sollen, sei der Mond entstanden. Als die Wissenschaftler merkten, dass die Geschichte nicht so recht funktionierte, kamen sie mit einer überarbeiteten Version heraus. Diesmal hieß es, der Mars-ähnliche Planet sei zunächst mit der Erde kollidiert, dann aber noch einmal zurückgekehrt und erneut mit ihr zusammengestoßen (Abb. 242).

Abb. 242: Die offizielle Theorie, wie der Mond entstanden sein soll, ist einfach lächerlich.
Die beiden Theorien, die offiziell als Kollisions- bzw. Doppelkollisionstheorie bezeichnet werden, sind nichts weiter als das: Theorien. Die Wahrheit ist, dass die Gelehrten keine Ahnung haben, woher der Mond stammt – er sollte eigentlich gar nicht da sein. Ein kleiner Planet wie die Erde sollte keinen derart großen Satelliten haben. Mit einem Durchmesser von 3.476 Kilometern ist der Mond größer als Pluto. Er ist der fünftgrößte Trabant im gesamten Sonnensystem, trotz solcher Riesenplaneten / -sterne wie Saturn oder Jupiter. Die Forscher Christopher Knight und Alan Butler schrieben in ihrem Buch „Who Built the Moon?“:
Der Mond ist größer, als er sein sollte, offenbar älter, als er sein sollte, und seiner Masse nach deutlich leichter, als er sein sollte. Er belegt eine unwahrscheinliche Umlaufbahn und ist überhaupt so außergewöhnlich, dass sämtliche Theorien, die seine Gegenwart erklären sollen, eine Vielzahl von Schwierigkeiten aufweisen und keine einzige davon auch nur im Entferntesten als wasserdicht bezeichnet werden könnte.
Die Indizien deuten darauf hin, dass der Mond hohl ist – und die Aussagen sachkundiger Personen bestätigen das. Der gefeierte amerikanische Kosmologe Carl Sagan sagte: „Ein natürlicher Satellit kann kein hohles Objekt sein.“ Jedes Mal, wenn die NASA ein schweres Geschoss auf dem Mond einschlagen ließ, legten die Aufzeichnungen der auf der Mondoberfläche platzierten Seismografen die Vermutung nahe, dass der Erdtrabant hohl ist. Bei einem Aufprall, dessen Wucht einer Tonne TNT entsprach, „läutete der Mond wie eine Glocke“. Maurice Ewing, einer der Leiter dieses seismischen Experiments, sagte: „Es ist, als ob jemand gegen eine Glocke geschlagen hätte, wie in einem Glockenturm oder in einer Kirche. Nach einem einzigen Einschlag hielt der Nachhall, wie wir feststellten, 30 Minuten lang an.“ Ewing hatte keine Ahnung, wie das Phänomen zu erklären sei. Dr. Frank Press vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) sagte, der Effekt liege „eindeutig außerhalb unseres Erfahrungsbereichs“. Ein vergleichsweise geringfügiger Einschlag wie dieser dürfte nicht solch eine Wirkung zeigen. Auf einen weiteren kontrollierten Treffer, der einer Detonation von elf Tonnen TNT entsprach, reagierte der Mond NASA-Wissenschaftlern zufolge „wie ein Gong“. Diesmal zogen sich die Nachschwingungen über einen Zeitraum von drei Stunden und 20 Minuten hin, bei einer Tiefe von bis zu 40 Kilometern. Laut Ken Johnson, der während der Apollo-Missionen die Aufsicht über den Bereich Daten- und Fotokontrolle hatte, „zitterte“ der Mond bei dem Versuch in regelmäßigen Bewegungen – „fast so, als gäbe es riesige hydraulische Stoßdämpfer in seinem Inneren“. Im Jahr 1972 schlug ein Meteor auf dem Mond ein. Bei dem Aufprall mit dem Äquivalent von 200 Tonnen TNT wurden gewaltige Schockwellen ins Mondinnere ausgesendet – doch keine wurde zurückgeworfen. Schon in den 1960er-Jahren hatte der NASA-Wissenschaftler Dr. Gordon MacDonald erklärt: „Es scheint so, als handele es sich beim Mond eher um eine hohle als um eine homogene Sphäre.“ Dr. Sean C. Solomon vom MIT sagte, die Indizien würden auf „die beängstigende Möglichkeit [hindeuten], dass der Mond hohl sein könnte“. Wernher von Braun, eine der wichtigsten Figuren beim Mondprogramm der NASA, sprach vom „erstaunlichen Ergebnis“ eines Einschlags: „Der Mond vibrierte fast eine Stunde lang wie eine Glocke, was für eine ungewöhnliche, nichtirdische Untergrundstruktur spricht.“ Dr. Lon Hood, der ein Mondforschungsteam an der Arizona University leitet, verriet, dass ihre Erkenntnisse „… in der Tat die Idee untermauern, dass der Mond eine einzigartige Entstehungsgeschichte hat, die mit denen anderer Himmelskörper – Erde, Venus, Mars oder Merkur – nicht zu vergleichen ist.“
Sowohl der Mond als auch der Saturn sind seltsam, außergewöhnlich und unerklärlich? Ist das auch wieder nur so ein Zufall? Der Mond ist gegenüber der Erde so perfekt positioniert, dass das Leben auf unserem Planeten deutlich anders aussähe, wäre er nur minimal näher gelegen oder weiter entfernt. Bei einer Mondfinsternis scheint der Mond aus der Sicht eines irdischen Betrachters dieselbe Größe zu haben wie die Sonne, da die Sonne 400-mal größer ist als der Mond, aber auch 400-mal weiter entfernt (Abb. 243).

Abb. 243: Der Mond ist so exakt positioniert, dass er von der Erde aus dieselbe Größe wie die Sonne zu haben scheint.
Knight und Butler schrieben in „Who Built the Moon?“: „Die Mathematik, die sich in der Konstellation Erde-Mond-Sonne verbirgt, ist, gelinde gesagt, atemberaubend.“ Der Mond sei, so führen sie aus, „mit der sprichwörtlichen Präzision eines Schweizer Uhrwerks“ in Stellung gebracht worden. Die Gnostiker sagten, dass drei bestimmte Himmelskörper zueinander in einer Beziehung stünden, die nirgends sonst zu beobachten ist. Die Interaktion zwischen Erde und Mond ist dergestalt, dass wir niemals die erdabgewandte Seite des Mondes zu Gesicht bekommen – von der etliche Eingeweihte aussagten, dass sich dort fortgeschrittene außerirdische Basen befänden. Die Liste der den Mond betreffenden Anomalien und Fragen ist schier endlos.
Die plausibelste Theorie, die sämtliche Mondanomalien erklären würde, konnte man im Jahr 1970 in der sowjetischen Zeitschrift Sputnik nachlesen. Die Grundidee der Autoren, zweier Mitglieder der Akademie der Wissenschaften der UdSSR namens Mikhail Vasin und Alexander Shcherbakov, kommt im Titel ihres Artikels zum Ausdruck: „Ist der Mond die Schöpfung einer außerirdischen Intelligenz?“ Es ist noch nicht allzu lange her, da wäre schon die bloße Vorstellung von der großen Mehrheit abgelehnt worden. Doch die Zeiten ändern sich, da die Schwingungen der Wahrheit ihre Wirkung nicht verfehlen und sich das Bewusstsein vieler Menschen öffnet. Auf der Website einer überregionalen britischen Tageszeitung wurde einmal eine meiner Präsentationen verlinkt – nicht ohne den üblichen, spöttischen Kommentar, versteht sich –, in der ich die Indizien zusammenfasste, die die These der beiden Russen untermauern. Unter dem Video sollten die Leser abstimmen, ob meine Ausführungen über den Mond ihrer Meinung nach einen Sinn ergeben würden oder einfach verrücktes Gerede seien. Etwa 66 Prozent votierten für die erstgenannte Option – was im Vergleich zu dem Ergebnis, das wir Jahre früher gesehen hätten, eine phänomenale Zahl darstellte.
Eine der zahllosen Mondanomalien ist die Tatsache, dass sich manche Stoffe, die man auf der Oberfläche des Mondes fand, eigentlich in seinem Inneren befinden sollten. Dr. Don L. Anderson, der das seismologische Labor am California Institute of Technology leitet und einen Lehrstuhl für Geophysik innehat, bemerkte: „Der Mond wirkt wie umgekrempelt.“ Nach Ansicht der sowjetischen Wissenschaftler ist der Mond ein gigantisches Raumschiff, das man mittels einer unglaublich fortgeschrittenen Technik aus einem ehemaligen Planetoiden gefertigt habe, indem man ihn „aushöhlte“. Das Gestein im Inneren des Mondes sei geschmolzen worden, um künstliche Hohlräume zu schaffen. Die Ablagerungen, die die dabei anfallende „metallische, steinige Schlacke“ an der Oberfläche bildete, hätten die heute sichtbare Mondlandschaft geformt. Einmal mehr können wir die moderne Wissenschaft mit uralten Legenden und Überlieferungen abgleichen. Laut Credo Mutwa besagen die Legenden der Zulu, dass es im Mondinneren zahlreiche Kammern gibt. Zudem würden die Zulu den Mond durch ein Ei symbolisieren, da er ausgehöhlt worden sei. Darstellungen des Mondes in Form eines Eis waren in der Antike weitverbreitet. Die Babylonier glaubten, ihre Hauptgöttin Semiramis / Ishtar sei in einem „riesigen Mondei“ vom Mond herabgefahren und im Euphrat gelandet. Die heutige Tradition der Ostereier geht auf diese Legende von „Ishtars Ei“ zurück.
Die Zulu-Legenden besagen des Weiteren, dass der Mond „weit, weit entfernt“ erbaut worden sei und „die Götter“ ihn dann „quer über den Himmel“ in Richtung Erde gerollt hätten – und zwar „Hunderte Generationen“ in der Vergangenheit. Dabei sind die Zulu beileibe nicht das einzige Volk, dessen Überlieferungen zufolge sich der Mond nicht immer an der Stelle befand, an der er heute zu sehen ist. Auf der ganzen Welt gibt es Legenden und Schilderungen, die von einer Zeit vor der Existenz des Mondes berichten. Sowohl die Griechen Aristoteles und Plutarch als auch die römischen Schriftsteller Apollonios von Rhodos und Ovid erwähnten einen arkadischen Volksstamm, dessen Mitglieder von sich selbst sagten, ihre Vorfahren stammten aus einer Zeit, „als noch kein Mond am Himmel stand“. Man bezeichnete sie als „Proselenen“. „Pro Selene“ bedeutet wörtlich „vor Selene“ – Selene war die griechische Mondgöttin. Ein anderer römischer Autor namens Censorinus schrieb im 3. Jahrhundert über eine längst vergangene Zeit, in der es noch keinen Mond gab. Dr. Hans Schindler Bellamy berichtet in seinem Buch „Moons, Myths and Men“ über die Muisca, einen in Kolumbien beheimateten Indianerstamm, die sagen, sie würden sich „an eine Zeit [erinnern], bevor der heutige Mond zum Gefährten der Erde wurde“. Meiner Ansicht nach steht das Erscheinen des Mondes unmittelbar mit den weiter oben beschriebenen kataklystischen Ereignissen in Zusammenhang, bei denen die Erde und das Sonnensystem durch gewaltige Turbulenzen in der elektromagnetischen bzw. Wellenharmonie transformiert wurden – Umbrüche, deren Gewalt und Zerstörungskraft durch im Mondinneren stationierte Technologien eine zusätzliche Verstärkung erfuhren.
Wie Vasin und Shcherbakov schrieben, würde der an der Mondoberfläche festgestellte hohe Gehalt an Titan, Chrom und Zirconium zu der These passen, dass es sich beim Mond um ein künstliches – oder zumindest teilweise künstliches – Gebilde handelt. Die genannten Metalle weisen nämlich eine sehr hohe Hitzebeständigkeit auf und verschleißen kaum. Daraus gefertigte Strukturen würden den beiden sowjetischen Wissenschaftlern zufolge über eine „beneidenswerte Hitzefestigkeit sowie die Fähigkeit [verfügen], aggressiven Umständen zu widerstehen“. Es sind genau die Metalle, die man wählen würde, um hohen Temperaturen, kosmischer Strahlung und möglichen Meteoritenschauern entgegenzuwirken. Aus ingenieurstechnischer Sicht müsse man konstatieren: „Das vor Äonen erbaute Raumschiff, das wir als Mond bezeichnen, stellt eine exzellente Konstruktion dar.“ Die Wissenschaftler schrieben:
Will man einen künstlichen Satelliten ins All schießen, sollte man ihn hohl konzipieren. Zudem wäre es naiv anzunehmen, dass sich jemand, der zu einem derart gigantischen Weltraumprojekt fähig ist, damit zufriedengeben würde, einen riesigen, leeren Behälter in eine erdnahe Umlaufbahn zu schleudern.
Wahrscheinlicher ist, dass wir es mit einem uralten Raumschiff zu tun haben, in dessen Innern sich früher einmal Treibstoff für die Motoren, Materialien und Geräte für Reparaturen, Navigationsinstrumente, Überwachungsvorrichtungen sowie alle möglichen Apparaturen befanden. […] Oder anders ausgedrückt: Alles, was notwendig ist, um eine solche „Karavelle des Universums“ zu einer Arche Noah für intelligentes Leben, womöglich gar zur Heimstatt einer ganzen Zivilisation zu machen, die sich auf einen langen (viele Tausend Millionen Jahre umfassenden) und ausgedehnten (viele Tausend Millionen Kilometer langen) Streifzug durchs Weltall vorbereitet hat.
Natürlich muss der Rumpf eines solchen Raumschiffs ungemein widerstandsfähig sein, um Meteoriteneinschlägen ebenso standzuhalten wie starken Schwankungen zwischen extremer Hitze und extremer Kälte. Die äußere Hülle dürfte doppelwandig sein – bestehend aus einer inneren, massiven, gut 30 Kilometer starken Panzerung und einer äußeren, weniger dichten (im Schnitt nur fünf Kilometer dicken) Schicht. An bestimmten Stellen – dort, wo sich die lunaren „Meere“ und „Krater“ befinden – ist die äußere Schicht recht transparent, streckenweise sogar überhaupt nicht vorhanden.
Vasin und Shcherbakov machten unter anderem darauf aufmerksam, dass die Mondkrater eine merkwürdig gleichförmige Tiefe aufweisen – obwohl doch die Einschläge unterschiedlich stark gewesen sein müssen. Das ist genau das, was man erwarten würde, wenn sich unter der dünnen äußeren Schicht eine undurchdringliche „Panzerung“ befindet, die das Mondinnere schützt – den Ort, wo sich das eigentliche Geschehen abspielt. Die Wissenschaftler führten zur Untermauerung ihrer These noch eine ganze Reihe weiterer Indizien und Informationen an. In meinem Buch „Der Löwe erwacht“ habe ich diese und andere Einzelheiten zum Mond und seinen Anomalien dargelegt.
Ein Jahr nach der Veröffentlichung des Buches wurde ich auf einen Artikel über das sogenannte „CHANI-Projekt“ aufmerksam, der im NEXUS-Magazin erschienen war. CHANI steht für „Channelled Holographic Access Network Interface“. Bei dem angeblich in Afrika durchgeführten Geheimprojekt hatte man einem Whistleblower zufolge im Jahr 1994 Kontakt zu einer Wesenheit aufgenommen, die in einer anderen Realität beheimatet ist. Während des Austauschs mit der Entität, der sich über fünf Jahre erstreckt haben und über eine Computerschnittstelle erfolgt sein soll, seien unzählige Fragen gestellt und beantwortet worden. Als ich den Artikel las – nicht ahnend, worum es darin gehen würde –, stellte ich fest, dass sich die „Wesenheit“ unter anderem über die wahre Natur des Mondes geäußert hatte. Folgendes soll sie gesagt haben:
Der Mond ist kein natürlicher Himmelskörper.
Das Leben der Menschen war besser, bevor der Mond platziert wurde. „Mondmächte“ kontrollieren die Zeit und manipulieren die Gemütslage der Menschen.
Der Mond dient dazu, die Stimmung auf der Erde zu kontrollieren. Ohne den Mond käme eine große Ruhe über die Erde – es gäbe nur noch kleinere Stürme, keine großen mehr.
Das „alte Geschlecht“ (Archonten verschiedener Gestalt) fingen den Mond im Weltall ein und platzierten ihn in der Nähe der Erde.
Ohne den Mond würden Menschen und Tiere innerlich ruhig und friedfertig werden; Unruhe und Angst würden erheblich abnehmen.
Auch die Ozeane wären ruhiger, große Unwetter wären selten, und das Klima wäre ausgeglichen – ohne extreme Hitze oder Kälte.
Ohne den Mond stünde telepathische und interdimensionale Kommunikation an der Tagesordnung. In einem erweiterten Farbspektrum würden die Menschen neue Farben sehen.
Das menschliche Atmungssystem würde größere Veränderungen durchlaufen, da sich die chemischen Prozesse im Blut und in den Atmungsorganen verändern würden. Menschen, die nach einem Niedergang des Mondes geboren werden, könnten ihren Atem unter Wasser stundenlang anhalten.
Für viele Menschen dürfte das alles im ersten Moment völlig verrückt klingen. Doch wenn Sie das Gesagte im Kontext all dessen betrachten, was ich bisher ausgeführt habe, ergibt alles einen Sinn. „Mondmächte“ kontrollieren unsere Zeitwahrnehmung tatsächlich, nämlich durch den Einfluss des Mondes auf die Flugbahn und das Rotationsverhalten der Erde. Der Name des „Zeit“-Abschnitts, den wir „Monat“ nennen, leitet sich unmittelbar vom Wort Mond ab. Frühe Kalender basierten auf den Mondphasen. Ursprünglich dauerte der Monat – von Neumond zu Neumond – 29 Tage. Das „christliche“ Osterfest, eine uralte heidnische Neugeburtsfeier, steht mit dem Mond in Verbindung: Nach wie vor fällt es auf den ersten Sonntag, der auf den ersten Vollmond nach der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgt. Wie allgemein bekannt ist, wird auch der weibliche Menstruationszyklus vom Mond beeinflusst. Der Begriff „Menstruation“ leitet sich aus dem lateinischen Wort „mensis“ für „Monat“ ab. Ohne Zweifel besteht ein Zusammenhang zwischen dem 28-tägigen Menstruationszyklus und den Mondphasen – also insbesondere auch zur Fruchtbarkeit. Legenden von Mondgöttinnen ranken sich häufig um Fruchtbarkeit und Geburt. Dr. Michael Zimecki, der der polnischen Akademie der Wissenschaften angehört, gibt an, dass seine Forschungen die Verknüpfungen zwischen Mondzyklus, der menschlichen Fortpflanzung, Fruchtbarkeit, Menstruation und Geburtenrate bestätigt hätten. Der Menstruationszyklus wird durch hormonelle Veränderungen angestoßen. Dass der Mond den Hormonhaushalt und damit die Gemütslage beeinflusst – darunter das endokrine System und die Zirbeldrüse, den Ort des „dritten Auges“ –, ist bekannt. Behauptungen der Art, dass die Stimmung der Menschen den „Mondmächten“ unterliegt, sind schon allein auf der hormonellen Ebene absolut zutreffend.
Doch die Einflüsse reichen weitaus tiefer. Die Zirbeldrüse wird zusätzlich mittels Fluorid ins Visier genommen, das sich im Trinkwasser und in der Zahnpasta befindet, Kalkeinlagerungen hervorruft und uns daran hindert, uns mit den höheren Frequenzen jenseits der Matrix zu verbinden. Der Zusammenhang zwischen Mondzyklus und menschlichem Verhalten ist durch eine Unzahl von Studien belegt worden. In der vedischen Astrologie, deren Jahrtausende alte Wurzeln bis zu den frühen Zivilisationen des Indus-Tals zurückreichen, gilt der Mond als Herrscher über Gemüt, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, konditioniertes Verhalten und emotionale Reaktionen – kurz: über all das, was der Wahrnehmung und dem Verhalten des Menschen zugrunde liegt. Nicht nur in Form der Gezeiten wirkt der Mond auf Wasser, das der Hauptbestandteil des menschlichen Körpers ist (zumindest erscheint es in der holografischen Projektion so). Wasser stellt eine bestimmte Informationsfrequenz dar; die Beeinflussung des menschlichen Körpers und Verhaltens durch den Mond erfolgt auf der Schwingungsebene. Dr. Michael Zimecki sprach vom elektromagnetischen Einfluss des Mondes – das ist die Ebene, auf der sich die eigentlichen Prozesse vollziehen. Welche energetische Wechselwirkung ist im einfachsten Fall zu erwarten, wenn sich die Erde mit einer Geschwindigkeit von 108.000 Kilometern pro Stunde um die Sonne bewegt, dabei mit 1.600 Kilometern pro Stunde rotiert und der Mond die Erde mit über 3.200 Kilometern pro Stunde umkreist? Stellen Sie sich einmal vor, welche Auswirkungen die Ankunft eines Himmelskörpers von der Größe des Mondes auf die Erde und das gesamte Sonnensystem haben müsste. Allein die plötzliche Kraftwirkung auf die Ozeane würde schon die Sintflut erklären. Der umfassendere elektromagnetische Einfluss dürfte sehr wahrscheinlich Bestandteil jenes Kataklysmus gewesen sein, der eine Neuordnung des Sonnensystems nach sich zog, und eine Kettenreaktion in Gang gesetzt haben. So lässt sich die Idee, dass ohne den Mond eine große „Ruhe“ sowohl in der Stimmung der Menschen als auch in der Wetterlage einkehren würde, durch die elektromagnetische Wirkung erklären, die der Mond auf das Feld der Erde ausübt; hinzu kommen die fortwährend vom Mond in unsere Richtung ausgesendeten Transmissionen.
Dass sich die archontische Macht von Angst und Chaos ernährt, hatte ich bereits ausgeführt. Vor diesem Hintergrund kommt die angebliche Aussage der CHANI-Wesenheit kaum überraschend, dass „Menschen und Tiere innerlich ruhig und friedfertig werden“ und „Unruhe und Angst erheblich abnehmen“ würden, wenn es den Mond nicht gäbe. Die Aussage, dass die telepathische bzw. interdimensionale Kommunikation ohne den Mond etwas Alltägliches wäre und die Menschen neue Farben sehen würden, ließe sich durch den Effekt der Mondtransmissionen erklären, die gezielt dazu entworfen wurden, die menschliche Frequenz zu unterdrücken. Der Mond dient als Firewall, die die Verbindung unseres dritten Auges / unserer DNS mit dem erweiterten Gewahrsein unterbindet und uns Menschen in den fünf Sinnen gefangen hält. So bleiben wir von der Wahrnehmung jener Realitätsebene getrennt, auf der alles miteinander verbunden ist und Telepathie bzw. interdimensionale Kommunikation nicht nur möglich, sondern die Norm sind. Ähnliches gilt auch für die Wahrnehmung unbekannter Farben in einem erweiterten Farbspektrum. Nahtoderfahrene berichten ausnahmslos, im körperlosen Zustand weitaus lebendigere Farben sowie Farbtöne wahrgenommen zu haben, die sie nie zuvor gesehen hatten. Das sind die Farben und Schattierungen einer höherfrequenten Realität. Ohne den Mond, der die Frequenz des Menschen niederhält, würden wir tatsächlich neue Farben sehen, die einem anderen Spektrum zugehören. Unser heutiges Farbspektrum entstammt dem Frequenzband des elektromagnetischen Lichts – nämlich des archontischen Lichtfeuers, das mit der Simulation bzw. Matrix assoziiert ist, die der begrenzten Lichtgeschwindigkeit unterliegt. Der Aspekt der dramatischen Auswirkungen auf Atmungssystem und -chemie sowie das Blut zeigt das ungeheure Ausmaß der Knebelung und Begrenzung, der die Menschheit durch die Schwingungsfirewall und die falsche Informationsquelle unterworfen ist. Genau wie Morpheus im Film „Matrix“ Neo fragte: „Denkst du, das ist Luft, die du gerade atmest?“ Wohl kaum (außer im Sinne von Klick, Klick, Enter). Doch die Simulation sagt uns, dass es sich um Luft handelt und wir sterben, wenn wir nicht atmen – und so manifestieren wir diese Realität, aus einer tief sitzenden Wahrnehmungsprogrammierung heraus. Warum sollte ein Hologramm atmen müssen? Die Simulation ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, und die Dimension und Tiefe der Illusion tritt nun zutage.
Von dem Schamanen Credo Mutwa erfuhr ich, dass die Legenden der Zulu die Welt vor dem Auftauchen des Mondes als von unserer heutigen Welt sehr verschieden beschreiben. Es gab keine Jahreszeiten, und die Erde war von einem Schleier aus Wasserdampf umgeben: „Die Erde war ein herrlicher, freundlicher Ort, saftig und grün, mit einem sanften Nieselregen und Nebel, ohne den Grimm der Sonne.“ Credo zufolge fiel der feuchte Schleier, als der Mond erschien, in einem sintflutartigen Regen zu Boden – der Regen, der laut Bibel 40 Tage und 40 Nächte andauerte. Die Bewegungen eines Himmelskörpers von der „Größe“ (der elektromagnetischen Wirkkraft) des Mondes können im Sonnensystem ohne Zweifel interplanetare Umwälzungen der von mir beschriebenen Art auslösen. Welche Technologien mögen darüber hinaus noch im Spiel sein? „Da draußen“ geht so viel mehr vor sich, als man uns hat glauben lassen.
Ein weiterer Ort, den man sorgfältig im Auge behalten sollte, ist der Kuipergürtel – eine scheibenförmige Region im äußeren Bereich des Sonnensystems, die sich von Neptuns bis weit über Plutos Umlaufbahn hinaus erstreckt. Er ist 20-mal breiter als der Asteroidengürtel und umfasst neben Pluto noch mindestens zwei weitere Zwergplaneten. Millionen vereister Objekte sollen sich im Kuipergürtel befinden, von denen Schätzungen zufolge 35.000 einen Durchmesser von mehr als 100 Kilometern haben dürften. Ich denke, über die Region werden wir noch einiges hören. Manches davon steht mit extraterrestrischen bzw. „Alien“-Aktivitäten in Zusammenhang.
All das, was ich bisher über die Rolle Orions, Saturns und des Mondes als Bestandteile eines Systems zur Wahrnehmungskontrolle ausgeführt habe, lässt jene Szene des Films „Matrix“, in der Morpheus Neo mit der Realität konfrontiert, in einem neuen Licht erscheinen:
„Die Matrix ist allgegenwärtig. Sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer. Du siehst sie, wenn du aus dem Fenster guckst oder den Fernseher anmachst. Du kannst sie spüren, wenn du zur Arbeit gehst oder in die Kirche. Und wenn du deine Steuern zahlst. Es ist eine Scheinwelt, die man dir vorgaukelt, um dich von der Wahrheit abzulenken.“
„Welche Wahrheit?“
„Dass du ein Sklave bist, Neo. Du wurdest wie alle in die Sklaverei geboren und lebst in einem Gefängnis, das du weder anfassen noch riechen kannst. Ein Gefängnis für deinen Verstand.“
Das „Universum“ (Simulation) gleicht einer eigenständigen „Blase“, deren energetische Feinstruktur vom archontischen Denken bzw. Frequenzband durchtränkt ist. Um uns mit der Wirklichkeit jenseits der Frequenzschranken der Matrix zu verbinden, müssen wir die Wahrnehmungsprogrammierung durchbrechen, indem wir unser Gewahrsein erweitern. Die „Blase“ / Simulation ist ein aus Photonen bestehendes Informationsfeld, die vom Empfänger- / Sendersystem unserer DNS aufgefangen werden. Vom Sehsinn in elektrische Signale umgewandelt, treffen sie auf das Sehzentrum des Gehirns (Abb. 244).

Abb. 244: Die DNS stellt unsere Verbindung zur Simulation dar. Wenn wir unser Gewahrsein – und damit unsere Frequenz – jedoch erweitern, tritt die DNS mit Wirklichkeiten jenseits der Simulation in Austausch.
Aus den elektrischen Informationen wird schließlich die holografische „Welt“ decodiert, die wir als außerhalb von uns befindlich wahrnehmen. Die archontische Kontrollmacht scheint, nachdem sie das menschliche Energiefeld mit dem „gefälschten Geist“ infiziert hat – der das Herzzentrum derjenigen verschließt, die vom Einfluss des erweiterten Gewahrseins abgeschnitten sind –, alle Trümpfe in der Hand zu haben. Doch jeder Einzelne kann seinen Verstand öffnen und dem Bewusstsein, das jenseits der Programmierung liegt, gestatten, alles zu verändern – individuell und kollektiv. Zwar hält die falsche Realität noch immer die Wahrnehmung eines Großteils der Bevölkerung gefangen, doch zur gleichen Zeit geht ein beispielloses globales Erwachen vonstatten, da die Illusion von immer mehr Menschen durchschaut wird.
Noch ist nicht alles verloren. Mit dem Wissen, das ich in diesem Buch darlege, hat der Wandel gerade erst begonnen.
Kapitel 5
Archontische Besuche
„Wir liegen alle in der Gosse, aber einige von uns betrachten die Sterne.“
Oscar Wilde
Grundlage aller die Menschheit betreffenden Kontrollstrukturen ist die demiurgische Verfälschung – ein zutiefst entstellter Gewahrseinszustand, der zwar formlos ist, jedoch auf verschiedene Weise Gestalt annehmen kann: durch unmittelbare Manifestation (in der Art eines Dschinns); durch Einflößen dessen, was die Gnostiker als gefälschten Geist bezeichneten; oder über den seit Menschengedenken bekannten Vorgang der „Besessenheit“ (Abb. 245).

Abb. 245: „Archonten / Dschinn nehmen Gestalt an: (1) durch Manifestation, (2) durch Infizierung (Besetzung) anderer Lebensformen“ – Über diese beiden Wege kann die archontische Verfälschung verschiedenste Formen annehmen.
Es ist von fundamentaler Bedeutung, diesen Aspekt im Hinterkopf zu behalten. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang noch einmal wiederholen, was ich bereits an anderer Stelle erklärte: Ich benutze die Begriffe „demiurgisch“ und „archontisch“, um einen deformierten, invertierten und zutiefst unausgewogenen Gewahrseinszustand zu beschreiben. Der Prozess lässt sich mit einem Computervirus vergleichen, der die Wahrnehmungen und Auffassungen derjenigen infiziert und verfälscht, von denen er Besitz ergriffen hat (die von ihm „besessen“ sind), sodass die Betroffenen allmählich selbst zu Kopien des Virus werden. Wenn ich von den „Betroffenen“ spreche, meine ich übrigens nicht nur Menschen. Die Verzerrung befällt nämlich ebenso nichtmenschliche Wesen, sofern sie den niederen Äonen angehören – Wesen, die wir als „Aliens“ (wörtlich etwa: Fremdlinge) oder „Außerirdische“ bezeichnen. So andersartig sie auch aussehen mögen, ist die treibende Kraft hinter ihrem Verhalten und ihrer Wahrnehmung doch dieselbe wie bei uns Menschen. Die Vorstellung, dass der Mensch die einzige Verkörperung „intelligenten Lebens“ wäre, ist so absurd und naiv, dass sie einmal mehr die Macht der Wahrnehmungsprogrammierung bestätigt. Halten Sie sich einmal das breite Formenspektrum vor Augen, das allein innerhalb der menschlichen Spezies zu beobachten ist – von der Vielfalt des Tierreichs, etwa bei den Insekten, ganz zu schweigen. Dabei treten all diese Lebensformen im Bereich des sichtbaren Lichts in Erscheinung – einem Ausschnitt des elektromagnetischen Spektrums, der der etablierten Wissenschaft zufolge lediglich 0,005 Prozent der gesamten Existenz umfasst. Der Kosmologe Carl Sagan sagte: „Es gibt mehr potenzielle DNS-Kombinationen [holografische Formen] als Atome im gesamten Universum.“ Zeit, Raum und Distanz mögen Illusionen sein; doch wenn wir von unserer räumlichen Wahrnehmung Gebrauch machen und das Universum gedanklich auf die Größe der Erde reduzieren, schrumpft unser Planet – wie weiter oben beschrieben – auf ein Milliardstel eines Stecknadelkopfes (Abb. 246).

Abb. 246: „Sämtliche Sterne, die sie in der Nacht sehen, befinden sich innerhalb dieses Kreises“ – Ein Bild aus dem Internet, das den „Wir sind allein“-Quatsch ins rechte Verhältnis setzt.
Obwohl wir also nur 0,005 Prozent des Universums visuell wahrnehmen können (von der Unendlichkeit jenseits desselben gar nicht zu reden) und „auf“ einem Planeten leben, dessen Größe im Modell nur einem Milliardstel eines Stecknadelkopfes entspricht, machen sich viele Leute über den Gedanken lustig, dass es neben dem Menschen noch andere intelligente Lebensformen geben könnte? Doch in den Augen dieser Leute bin ich es, der verrückt ist.
Zu allen Zeiten der sogenannten „Geschichte“ sah man an verschiedenen Orten der Welt Kulturen kommen und gehen, die übereinstimmend eine die menschliche Realität manipulierende Macht beschrieben. Die Namen mögen sich zwar unterscheiden, doch das Motiv bleibt stets dasselbe. Je nach Region und Kultur bezeichnete man die manipulativen Besucher beispielsweise als „Schlangengötter“ (Ferner Osten und Mittelamerika), „Schlangenbrüder“ (Hopi), „Chitauri“ (Zulu), „Anunnaki“ (Sumer, später Babylonien), „Sternenmenschen“ (zahlreiche, verschiedenartige Kulturen), „Dämonen“ (Christentum), „Archonten“ (Gnostiker), „Dschinn“ (Islam und vorislamisches Arabien) oder „Fliegerwesen“ bzw. „Prädatoren“ (Mittelamerika). Daneben gibt es etliche weitere Bezeichnungen, darunter „gefallene Engel“, „Wächter“ oder „die Leuchtenden“. Einigen dieser Wesen wird eine Gestalt zugeordnet – wie im Fall der Schlangengötter und -brüder –, andere sollen ausschließlich im Verborgenen agieren. Die verbindende Eigenschaft all dieser Entitäten ist die archontische Verzerrung, die ihrer selbst gewahr ist: der „gefälschte Geist“.
Es gibt unzählige nichthumanoide Spezies und Gruppierungen, deren äußeres Erscheinungsbild sehr unterschiedlich ausfällt und deren Wahrnehmungsniveau vom Unendlichen Gewahrsein bis zur Verkörperung des gefälschten Geistes reicht. Ich bin dafür bekannt, die Manipulationen der als „Reptiloide“ bezeichneten Gruppierung beleuchtet zu haben, die sie gemeinsam mit den „Grauen“ (den „Ameisenmenschen“ antiker Aufzeichungen) begeht. Die Letztgenannten sind zum vorrangigen Synonym für Außerirdische geworden. Ich habe dafür von denen, die anstelle ihres Verstandes nur Scheuklappen besitzen, unablässig Hohn und Spott geerntet. Doch wie sich herausstellte, haben die Gnostiker in den Texten, die vor 1.600 Jahren in Nag Hammadi vergraben wurden, die Archonten mit reptiloiden Formen und den Grauen in Verbindung gebracht. Am häufigsten würden die Archonten, so kann man in den Schriften lesen, eine reptilien- oder schlangenartige Gestalt annehmen, oder aber die eines „ungeborenen Babys oder Fötus, mit grauer Haut und dunklen, unbeweglichen Augen“. Menschen unserer Tage haben weltweit in großer Zahl berichtet, sie seien von „Aliens“ ähnlichen Aussehens kontaktiert oder entführt worden: von Reptiloiden oder von jenen Wesen, für die sich aus naheliegenden Gründen die Bezeichnung „die Grauen“ eingebürgert hat (Abb. 247).


Abb. 247: Zumindest einige der Reptiloiden und Grauen dienen der archontischen Denkweise bzw. Verzerrung als Vehikel.
Hinzu kommen weitere Spezies, die von sogenannten „Kontaktlern“ (engl.: contactee) bzw. „Entführungsopfern“ (engl.: abductee) beschrieben werden, wie etwa die als „Nordische“ bezeichneten blauäugigen, blonden Humanoiden.
Während Kontaktler sagen, die Wesen seien ihnen einfach erschienen, behaupten die „Abductees“, gegen ihren Willen „entführt“ worden zu sein. Die Nordischen, insbesondere deren blonde und blauäugige Vertreter, sind genetisch mit den weißen menschlichen Ethnien verwandt. Es gibt jedoch auch Berichte von Nordischen mit dunklem oder rotem Haar. Bei den Zulu heißen sie „Mzungu“ und sie sollen in der Lage sein, unvermittelt zu erscheinen und wieder zu verschwinden. Wie ich von dem Zulu-Schamanen Credo Mutwa erfuhr, glaubten die Menschen in Südafrika, als die ersten Europäer bei ihnen auftauchten, die Mzungu seien zurückgekehrt (Abb. 248).

Abb. 248: Credo Mutwas nach alten Zulu-Überlieferungen angefertigtes Bildnis der Mzungu.
Neben Reptiloiden und Grauen gibt es viele weitere nichthumanoide Erscheinungsformen, doch spielen die beiden genannten Gruppierungen bei der Manipulation des menschlichen Lebens offenbar die Hauptrollen. Mit Sicherheit aber sind sie besonders rege an Kreuzungsprogrammen mit der Menschheit beteiligt (Einflößen des gefälschten Geistes). Entführungsopfer von Reptiloiden und Grauen berichten häufig, dass ihnen Eier bzw. Sperma entnommen wurden, um damit Hybridwesen zu schaffen. Allein in Amerika gibt es Millionen Menschen, die behaupten, von „Aliens“ entführt worden zu sein; hinzu dürften noch einmal so viele kommen – wenn nicht gar noch mehr –, die sich nicht an ihre Entführung erinnern können, da ihr Verstand die traumatischen Gedächtnisinhalte blockiert. Im Folgenden lassen wir einige NASA-Astronauten zu Wort kommen, die sich über mögliche Aktivitäten von Außerirdischen bzw. „Aliens“ äußerten:
Scott Carpenter, der zweite Amerikaner, der auf einer Erdumlaufbahn den Planeten umkreiste: „Zu keinem Zeitpunkt waren die Astronauten, während sie sich im All aufhielten, allein. Sie wurden ständig von UFOs beobachtet.“
Major Gordon Cooper, der letzte Amerikaner, der allein ins All flog: „Ich glaube, dass die extraterrestrischen Fahrzeuge und deren Besatzungen, die die Erde besuchen, von anderen Planeten stammen. […] Die meisten Astronauten wollten nicht über UFOs sprechen.“
Noch einmal Cooper: „Viele Jahre lang habe ich ein Geheimnis mit mir herumgetragen – aufgrund der Verschwiegenheit, die allen Spezialisten innerhalb der Astronautik auferlegt wurde. Jetzt kann ich enthüllen, dass die US-amerikanischen Radargeräte jeden Tag Objekte unbekannten Aussehens und Aufbaus erfassen. Außerdem gibt es Tausende von Augenzeugenberichten sowie eine Menge Dokumente, die das beweisen – doch niemand will sie der Öffentlichkeit zugänglich machen.“
Maurice Chatelain, ehemaliger Direktor der NASA Communications Systems: „Sämtlichen Apollo- und Gemini-Flügen folgten Raumfahrzeuge extraterrestrischen Ursprungs, entweder in größerer Entfernung oder auch relativ nahe – fliegende Untertassen oder UFOs, wenn Sie sie so nennen wollen. Wann immer sie auftauchten, erstatteten die Astronauten der Einsatzleitung Meldung, die daraufhin jedes Mal absolutes Stillschweigen anordnete.“
Die Medien (einschließlich des größten Teils der „alternativen“ Medien) sowie die Gesellschaft im Allgemeinen verlachen, was ich gesagt und geschrieben habe. Gleichzeitig jedoch entbehren sie jeder Glaubwürdigkeit, da sie bezüglich der Informationen, die sie mit einer Handbewegung vom Tisch fegen, keinerlei eigene Recherchen angestellt haben. Meine Ausführungen sind weit außerhalb ihrer einprogrammierten Vorstellung vom „Normalen“ angesiedelt – und sie reagieren ihrer Programmierung entsprechend. Ich rede, sie drücken die Entertaste, und heraus kommt: „Icke ist verrückt.“ Ich habe meine Schlussfolgerungen nicht einfach aus dem luftleeren Raum gewonnen, sondern nach fast 30 Jahren intensiven Studiums antiker und moderner Quellen, das mich rund um den Globus führte. Wenn wir in zahllosen Kulturen, die vor Tausenden von Jahren existierten, auf dieselben Informationen bzw. Entitäten stoßen, die von heutigen Kontaktlern / Entführungsopfern beschrieben werden – können wir dann wirklich den Standpunkt einnehmen, die Sache auf sich beruhen zu lassen und ihr nicht näher auf den Grund zu gehen? Danke, aber ich entscheide selbst, welcher Spur ich folge, und nicht die Ignoranz anderer, die durch Spott zum Ausdruck kommt.
In meinen Büchern habe ich einen enormen Fundus an Belegen und Indizien für das Wirken einer reptiloiden Spezies zusammengetragen, die aus dem Hintergrund die menschliche Gesellschaft manipuliert. Insbesondere der 2001 erschienene Band „Children of the Matrix“ beleuchtet den reptilischen Aspekt der archontischen Verschwörung. Das Buch präsentiert sowohl alte Überlieferungen als auch zahlreiche Zeugenaussagen neueren Datums, die von Begegnungen und Interaktionen mit Entitäten der genannten Art berichten (Abb. 249).

Abb. 249: Dieses Buch enthält einen reichen Fundus an Hintergrundinformationen und persönlichen Zeugnissen zu den Aktivitäten reptiloider und anderer nichtmenschlicher Wesen innerhalb der menschlichen Gesellschaft.
Der Grund, warum die fantastisch anmutenden Geschichten abgetan werden – in erster Linie von den Medien, letztlich jedoch von der gesamten Gesellschaft –, ist ein sehr einfacher: Die ablehnende Haltung ist die Folge einer völligen Ahnungslosigkeit hinsichtlich der wahren Natur der uns täglich umgebenden Realität. Augenzeugen berichten von Wesenheiten, die aus dem Nichts auftauchen oder sich vor ihren Augen in Luft auflösen. Jemandem, der an eine materielle Wirklichkeit glaubt, muss das unmöglich erscheinen; doch die Wirklichkeit ist nicht materieller Natur. Die Entitäten, die die Illusion zu erzeugen vermögen, sie würden erscheinen oder verschwinden, existieren für gewöhnlich auf einer Ebene jenseits des sichtbaren Lichts. Nur wenn sie in den vom Menschen visuell wahrnehmbaren Frequenzbereich wechseln, hat der Beobachter den Eindruck, sie würden sich aus dem Nichts heraus manifestieren. Verlassen sie umgekehrt das menschliche Wahrnehmungsspektrum, erscheint es dem Beobachter, als seien sie „verschwunden“. Dasselbe Prinzip wirkt, wie ich bereits erklärte, wenn urplötzlich UFOs am Himmel erscheinen oder wieder verschwinden. Manche Entführungsopfer berichten, dass sie von einem „hellen Licht“ an Bord eines schwebenden Vehikels gebracht worden seien. Bei dem „Licht“ handelte es sich um ein projiziertes elektromagnetisches Feld, das sich mit dem elektromagnetischen Feld des Entführten verschränkte (eine physische Welt existiert nicht). Viele der Opfer erlitten durch die Strahlung Verbrennungen, manche starben sogar an Strahlenverseuchung.
Andere Manifestationen „Außerirdischer“, die Menschen mitunter zu sehen meinen, werden einfach ins Bewusstsein projiziert. Das Gehirn decodiert aus den ihm vorliegenden Informationen die Realität, die wir „physisch“ zu erfahren glauben. Doch diese Informationsquelle kann wie ein Computerprogramm „gehackt“ werden. Entitäten, die sich auf diese Weise in den Decodierungsprozess einklinken, können Wesen und Ereignisse erscheinen lassen, die gar nicht da sind. Das geschieht – auf individueller ebenso wie auf kollektiver Ebene – in weitaus größerem Umfang, als sich die Menschen träumen lassen würden. In Science-Fiction-Filmen und Fernsehserien wie „Star Trek“ ist das Phänomen mehrfach akkurat dargestellt worden. Was also ist real – abgesehen von der Tatsache, dass wir Ausdrucksformen eines Gewahrseins sind? Unzählige Male etwa bekam ich das Argument zu hören, dass Raumfahrzeuge unmöglich die gewaltigen Distanzen zur Erde überwinden könnten. Doch einmal mehr liegt hier ein Missverständnis hinsichtlich der Natur der Wirklichkeit vor. Jedes Ding und jeder Ort hat seine ganz eigene Frequenz. Synchronisiert man sich – geistig oder mittels Technik – mit dieser Frequenz, befindet man sich zwangsläufig auch am entsprechenden Ort. Raumfahrzeuge, die sich einer fortgeschrittenen, nicht unserer Welt entstammenden Technologie bedienen (und bei denen es sich mehr um Bewusstseins- als um „physische“ Phänomene handelt), verbinden sich mit der Frequenz ihres anvisierten Ziels – und zack! sind sie auch schon dort. Um Entfernungen geht es dabei gar nicht – denn Raum ist eine Illusion. Albert Einstein sagte:
Alles ist Energie, mehr steckt nicht dahinter. Stell dich auf die Frequenz der Realität ein, die du haben möchtest, und du wirst diese Realität unweigerlich erhalten. Anders ist es gar nicht möglich. Das ist keine Philosophie – das ist Physik.
Wenn man den mittlerweile gewaltigen Berg an Indizien durchsieht, die die Aktivitäten von Außerirdischen und UFOs belegen, wird offenbar, was Regierungen und Mainstreammedien – sowie der Großteil der „alternativen“ Medien – uns vorenthalten. Den Daten zufolge, die das im US-Bundesstaat Washington ansässige National UFO Reporting Centre gesammelt hat, stieg die Zahl der jährlich gemeldeten UFO-Sichtungen von 10.000 auf 45.000. Entscheidend ist das Wörtchen „gemeldet“, denn die meisten Sichtungen werden nie offiziell erfasst. Eines möchte ich an dieser Stelle anmerken: Nicht jedes „Raumschiff“ wird von „Aliens“ geflogen. Das sollen wir nach dem Willen der Verdeckten Hand, die eine umfassendere Agenda verfolgt, nur glauben. In supergeheimen, meist in den Vereinigten Staaten angesiedelten Militärprojekten werden – oft in unterirdischen Anlagen – schon seit Langem „fliegende Untertassen“ (Antigravitationsfahrzeuge) gebaut.
Der amerikanische Raumfahrtingenieur William Tompkins, der im August 2017 nach einem Sturz im Alter von 94 Jahren verstarb, hatte 2015 das Buch „Selected by Extraterrestrials: My life in the top secret world of UFOs, think-tanks and Nordic secretaries“ veröffentlicht. Darin beschreibt er die außerirdischen Aktivitäten, deren unmittelbarer Zeuge er während seiner Zeit bei der US-Marine geworden sein will. Die Letztgenannte habe ihn (bis zu einem gewissen Grad) von der Geheimhaltung entbunden, sodass er die Informationen öffentlich machen könne. Ein zweites Buch war fast fertiggestellt, als Tompkins starb. Seit den 1940er-Jahren habe er für eine geheime Denkfabrik gearbeitet, deren Hauptquartier sich in San Diego auf einem der größten und bedeutendsten Marinestützpunkte befand. Tompkins thematisierte in seinem Buch die Verbindung zu den Reptiloiden sowie seine Zusammenarbeit mit den „Nordischen“ – einer menschenähnlichen Gruppe von Außerirdischen, die Tompkins zufolge den Menschen dabei zu helfen versucht, die reptiloide Kontrolle über unsere Realität zu überwinden. Tompkins’ Informationen wurden lange Zeit nach meinen Enthüllungen über die Manipulation der menschlichen Gesellschaft durch reptiloide Kräfte (sowie deren Verbindungen zum Mond) veröffentlicht, die mehr als 20 Jahre zurückreichen. Während des Zweiten Weltkriegs habe Tompkins Kontakt zu einer Gruppe amerikanischer Marinespione gehabt, die den Nationalsozialisten UFO-Geheimnisse entwendeten. Diese will er persönlich dem amerikanischen Militär sowie verschiedenen Raumfahrtkonzernen ausgehändigt haben – darunter Lockheed, Douglas, Northrop und Grumman –, die daraus fortgeschrittene Antigravitationsfahrzeuge („fliegende Untertassen“) und andere Technologien entwickelten, die das herkömmliche Wissen jener Zeit bei Weitem überstiegen. Auch das California Institute of Technology (Caltech) soll dabei seinen Aussagen zufolge stark involviert gewesen sein.
Das Ergebnis all dessen ist, dass „UFOs“ zumindest von Amerikanern und Deutschen geflogen worden sind. Tompkins schrieb, dass die Nazis mit einer reptiloiden Spezies in Verbindung standen, von der sie fortgeschrittenes technologisches Wissen erhielten. Beim Mond soll es sich des Weiteren um ein künstliches Objekt sowie eine Kommandozentrale der Reptiloiden handeln, zu der Oberflächenstrukturen gehören, die wir nie zu Gesicht bekommen – da sie sich auf der erdabgewandten Seite des Mondes befinden. All das hatte ich schon viele Jahre zuvor gesagt und sogar ehemalige NASA-Mitarbeiter zitiert, die hochgeheime Aufnahmen besagter Anlagen mit eigenen Augen gesehen haben. Man fand unter anderem Spuren, die eindeutig von etwas herrühren, das mit technischen Mitteln bewegt wurde. Tompkins sprach von den „Draco“-Reptiloiden. Ich habe den Hintergrund und die Natur der „Dracos“ in meinem 2001 erschienenen Buch „Children of the Matrix“ behandelt. Sie geben vor, das „Königsgeschlecht“ unter den Reptiloiden zu sein, und treten auf Erden in Gestalt menschlicher Königsfamilien und verschiedener Weltenlenker in Erscheinung (mehr dazu später). Tompkins zufolge war der Apollo-Flug im Jahr 1969 lediglich ein Theaterstück, das dazu diente, die Wahrheit zu verschleiern. Das Apollo-Programm sei vorzeitig eingestellt worden, da die Reptiloiden die Amerikaner davor gewarnt hätten, jemals zum Mond zurückzukehren. Laut Tompkins’ Darstellung befand sich der Mond zu dem Zeitpunkt, als ihn die Astronauten erstmals betraten, in der Hand drei Meter großer „Draco“-Reptiloiden: „Als wir den Mond erreichten, wartete eine Überraschung auf uns: Die Draco-Reptiloiden waren schon dort.“ Ken Johnston war einst am Manned Spacecraft Center in Houston als leitender Mondfähren-Testpilot tätig. Während des Apollo-Programms arbeitete er mit dem Unternehmen Brown & Root zusammen, das dem Lunar Receiving Laboratory der NASA als Hauptauftragnehmer diente. Die Einrichtung war dafür zuständig, Mondgestein zu katalogisieren und zusammen mit Fotografien des Fundorts – die teilweise von den Astronauten mit auf der Brust befestigten Kameras aufgenommen worden waren – zu archivieren. Im Jahr 2014 sagte Johnson in der Dokumentation „Aliens on the Moon“, die über den Fernsehsender SyFy ausgestrahlt wurde, dass die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin bereits von außerirdischen Raumschiffen erwartet wurden:
Als sich Neil und Buzz auf der Mondoberfläche befanden, schaltete Neil auf den medizinischen Kanal um [den die Öffentlichkeit nicht hören konnte] und sprach direkt mit dem medizinischen Chefoffizier. Er sagte zu ihm: „Sie sind hier. Sie harren seitlich des Kraters aus und beobachten uns.“
William Tompkins zufolge sah Armstrong über einem Krater mehrere Raumschiffe schweben. Darunter sollen Hunderte Reptiloide gestanden haben. An Bord der internationalen Raumstation ISS sei man sich der extraterrestrischen Vorgänge bewusst. Die Erde stelle für die Reptiloiden und andere außerirdische Spezies ein Versuchslabor dar, in dem sie Experimente an Menschen vornähmen. „Hinter sämtlichen Regierungen unseres Planeten stecken Draco-Reptiloide“, schrieb Tompkins. Ihre Haut sei mit der von Echsen bzw. Reptilien identisch, doch hätten sie die Fähigkeit, sich auch in menschliche Gestalt verwandeln zu können – so, wie ich es schon in den 1990er-Jahren beschrieben habe. Laut Tompkins waren die letzten amerikanischen Präsidenten bis einschließlich Obama – also auch Bill Clinton und die Bushs – allesamt reptiloide Formwandler. Die Reptiloiden sollen überall im Sonnensystem sowie im Erdinneren über Stützpunkte verfügen. Einen davon, nämlich die unterirdische Basis in der Antarktis, die sich die Reptiloiden seit dem Zweiten Weltkrieg mit geflohenen deutschen Nationalsozialisten teilen sollen (der sogenannten Absetzbewegung), beschrieb ich vor etwa zwei Jahrzehnten. Der Insider und Saturnforscher Norman Bergrun sagte aus, er habe während seiner Zeit als hochrangiger Geheimnisträger die Aufnahme eines Raumfahrzeugs nichtirdischen Ursprungs gesehen, das sich auf antarktischem Boden befand. Im April und Mai des Jahres 2017 wurden in der fraglichen Region seltsame Mikrowellenanomalien registriert. Pulsierende Energiewellen, die von dort ausgehen, haben Auswirkungen auf das Wettergeschehen. Hier sind einige weitere Behauptungen, die Tompkins zwischen 2015 und seinem Ableben aufstellte:
Die Reptiloiden seien wahre Meister darin, sowohl die individuelle als auch die kollektive Wahrnehmung zu manipulieren und Illusionen zu erschaffen. Aufgrund genetischer und anderer Modifikationen würden die Menschen nur einen Bruchteil ihrer Hirnkapazität benutzen. Statt des vollen Potenzials liege der Anteil laut Tompkins gerade einmal bei etwas über zwei Prozent. Die Erde sei ein Versuchslabor der Außerirdischen, und die Reptiloiden würden Menschen essen und sich an rituellen Opferungen beteiligen.
Die Reptiloiden und ihr „Königsgeschlecht“ – die Drakonier – sollen bereits andere Planeten und Sonnensysteme in ihre Gewalt gebracht haben. Es sei für sie ein alter Hut, sich in der Art von Hackern in die Realitätswahrnehmung einer anderen Spezies einzuklinken und sie auf diese Weise zu „kapern“. (Eine Aussage, die sich übrigens mit den angeblichen Ausführungen der „CHANI“-Wesenheit deckt.)
Die Außerirdischen sollen überall auf der Welt Pyramiden und ähnliche Anlagen erbaut haben, die wir selbst heute Mühe hätten zu errichten. Tompkins sprach auch von einem Bezug zum Orion-System. Die Reptiloiden und andere hoch entwickelte Alien-Spezies seien in der Lage, ganze Planeten zu sprengen. Beim Asteroidengürtel soll es sich um die Überbleibsel eines Planeten handeln, der sich einst zwischen Mars und Jupiter befand – genau wie es Immanuel Velikovsky in den 1950er-Jahren beschrieben hatte. Das gewaltige Loch, das wir heute als Pazifischen Ozean bezeichnen, sei das Ergebnis eines fürchterlichen Einschlags, zu dem es im Zuge des Kataklysmus kam.
Einige außerirdische Spezies würden gegeneinander Krieg führen (so sollen etwa die Reptiloiden mit den Nordischen verfeindet sein) und auch hinter den Kriegen auf der Erde stecken. Die Elite und Eingeweihte des Militärs sollen mit Extraterrestriern zusammenarbeiten – insbesondere mit den Reptiloiden – und von diesen den größten Teil ihrer Hochtechnologie erhalten haben (die, wie wir noch sehen werden, der zunehmenden Unterjochung dient). Auf dem Mars gebe es gemeinsam von Menschen und Außerirdischen betriebene Untergrundbasen.
Genau dasselbe (und noch einiges mehr) habe ich, begleitet vom Gelächter und Spott des Mainstreams, seit den 1990er-Jahren in mehreren Etappen niedergeschrieben. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, welche Schlüsse er aus Tompkins’ Aussagen zieht, doch werden seine Behauptungen bezüglich einer Beteiligung an geheimen Regierungsprojekten durch eine ganze Reihe von Einzelheiten und Dokumenten untermauert. Ich frage mich, warum ihm seine Vorgesetzten bei der Marine gestatteten, all das öffentlich zu machen (und sei es auch nur bis zu einem gewissen Grad). Wir sollten stets im Hinterkopf behalten, dass die NASA bzw. das amerikanische Militär Pläne für eine inszenierte „außerirdische Invasion“ in der Schublade liegen hat – das „Project Blue Beam“ dürfte dabei am bekanntesten sein. Ein solcher vorgetäuschter Angriff würde es rechtfertigen, die gesamte globale Macht zu zentralisieren. Sehr interessant ist Tompkins’ Aussage, dass die gegenwärtige Phase der Manipulation der Menschheit durch die Reptiloiden vor 6.000 Jahren begann. Das ist derselbe Zeitpunkt, zu dem auch die „neue Psyche“ im Nahen Osten und in Asien („Saharasia“) auf der Bildfläche erschien – ausgelöst durch die gewalttätigen Überfälle indoeuropäischer und semitischer Völker. Zwar waren die Reptiloiden schon lange vorher auf der Erde, doch vor etwa sechs Jahrtausenden ging die Manipulation der menschlichen Wahrnehmung in die heiße Phase. Gegenwärtig steuert dieser Prozess seiner Vollendung entgegen – nämlich in Gestalt eines technologischen Kontrollsystems, das unter dem Schlagwort „Transhumanismus“ bekannt ist (auch darauf werde ich später ausführlich eingehen).
Meiner Auffassung nach war die „neue Psyche“ (neben anderen Faktoren) das Resultat genetischer Programmierungen, die auf die archontischen Reptiloiden zurückgehen. Zweck dieser Eingriffe war es, die Art und Weise zu verändern, in der die Menschen Informationen verarbeiten und die Wirklichkeit wahrnehmen. Ein anderes Motiv, das seit Jahren Bestandteil meiner Ausführungen ist und Tompkins ebenfalls aufgreift, ist die Idee, dass die weltweit anzutreffenden Pyramiden von Außerirdischen errichtet wurden. Zumindest dürften sie einer der Gründe sein, warum die Pyramiden und andere antike Anlagen auf bestimmte Orte am Sternenhimmel sowie zueinander ausgerichtet sind. Die Autoren der Reihe „Ancient Aliens“, eines Dauerbrenners des Fernsehsenders History Channel, haben sich darum verdient gemacht, die in ferner „Vergangenheit“ erfolgten Interaktionen zwischen Menschen und Außerirdischen sowie die prachtvollen Hinterlassenschaften und ingenieurstechnischen Höchstleistungen der Letztgenannten darzustellen – Aspekte, auf die Tompkins ebenfalls hinwies (Abb. 250 und 251).

Abb. 250: Bei der Errichtung der großen Pyramide von Gizeh, die vor Jahrtausenden stattfand, wurden 2,3 Millionen Steinblöcke verbaut, von denen jeder im Mittel zwischen 2,5 und 15 Tonnen wiegt.

Abb. 251: Das nahe Cuzco (Peru) gelegene Sacsayhuamán (bzw. Saksaywaman) mit seinen perfekt zueinander passenden Steinblöcken, die jeweils bis zu 100 Tonnen wiegen.
Überall auf der Welt etwa finden sich Pyramiden, Tempel, rituelle Anlagen, Menhire und Steinkreise, die energetisch auf Orion, Saturn oder den Mond ausgerichtet sind (um die Meridiane bzw. Ley-Linien des Planeten mit Orion- / Saturn- / Mondenergie bzw. -informationen zu durchziehen). Der einzige Punkt, der mich an „Ancient Aliens“ stört, ist der Umstand, dass sich die Sendereihe – zumindest soweit ich sie verfolgt habe – nur auf die „physische“ Welt des sichtbaren Lichts bezieht. Dabei wird es erst wirklich interessant, wenn man sich den Bereichen zuwendet, die jenseits davon liegen. Tompkins beschrieb Formwandler, die zwischen menschlicher und reptiloider Gestalt hin- und herwechseln, und nahm dabei ausdrücklich auf amerikanische Präsidenten Bezug. Auch darüber spreche ich – trotz des allgegenwärtigen Gelächters – seit den 1990er-Jahren.
Die Ursache für die Heftigkeit, mit der diese Vorstellung zurückgewiesen wird, ist die Unkenntnis über die wahre Natur der Realität. Ein fester Körper kann nicht einfach eine andere Gestalt annehmen, oder? Natürlich nicht – nur ist der menschliche Körper kein festes, physisches Gebilde. Wir haben es vielmehr mit dem Übergang von einem energetischen Informationsfeld (Hologramm) zu einem anderen zu tun, ohne dass Materie überhaupt involviert wäre. Ich werde darauf noch ausführlich eingehen. Wenn die Reptiloiden seit mindestens einigen Jahrtausenden auf der Erde weilen – in Wirklichkeit sind sie schon viel länger hier –, dürften wir erwarten, auf entsprechende Zeugnisse und Hinweise unserer Vorfahren zu stoßen. Im Jahr 1933 veröffentlichte ein Pastor namens John Bathurst Deane ein Buch mit dem Titel „Worship of the Serpent“. Darin spürt er dem weitverbreiteten Motiv der Schlangenverehrung nach und kommt zu folgendem Schluss:
Wie es scheint, war kein Land geografisch so abgelegen oder religiös so anders orientiert, dass es nicht die eine – und einzige – abergläubische Besonderheit mit allen anderen geteilt hätte: Die zivilisiertesten und die barbarischsten Völker verneigten sich mit der gleichen Ehrfurcht vor der gleichen, alles umfassenden Gottheit, und diese Gottheit war die heilige Schlange oder wurde durch sie repräsentiert.
Wie es scheint, gibt es in den meisten, wenn nicht sogar in allen zivilisierten Ländern, in denen die Schlange verehrt wurde, Fabeln oder Überlieferungen, die sich mit der Geschichte der Schlange befassen. Sie alle spielen mittelbar oder unmittelbar auf die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies an, bei der die Schlange eine Rolle spielte.
Daraus lässt sich nur der Schluss ziehen, dass die älteste Überlieferung über die Ursachen und Umstände dieser Verführung den Grundstock bildete, aus dem alle anderen Geschichten über die siegreiche Schlange – die den Menschen in seinem Zustand der Unschuld besiegte, ihn in einen Zustand der Sünde warf und ihm die entsetzlich demütigende Verehrung und Anbetung ihrer selbst abverlangte – erwachsen sind.
Woher rührte also die weltweite Manie, Schlangen bzw. Schlangengötter zu verehren? Und warum sind sie so eng mit dem „Sündenfall“ verknüpft? In der biblischen Geschichte vom Garten Eden symbolisiert die Schlange das Böse – ein Motiv, das, wie Pastor Deane herausfand, universellen Charakter hat (wenngleich die Geschichte in einigen gnostischen Texten abweichend interpretiert wird). Glauben denn die Christen, bei der Schlange im Garten Eden habe es sich buchstäblich um ein sprechendes Reptil gehandelt? Natürlich ist das alles symbolisch gemeint. In der Offenbarung des Johannes, die Teil der Bibel ist, wird der Teufel bzw. Satan als schlangenähnliches Wesen beschrieben:
Der große Drache, die uralte Schlange, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Welt verführt hatte, wurde mit all seinen Engeln auf die Erde hinabgestürzt.
Leviathan, die „heilige Schlange“, ist Bestandteil der jüdischen Religion. Das Motiv begegnet uns überall. Mindestens ein „Fall“ der Menschheit lässt sich definitiv ausmachen: das Aufkommen der „neuen Psyche“ im Nahen Osten vor etwa 6.000 Jahren, nach den gewaltsamen Einfällen indoeuropäischer / semitischer Völker. Im selben Gebiet entstanden in der Zeit nach dem „Fall“ alle großen Religionen, insbesondere das Christentum, der Islam und das Judentum. Die neue Psyche, die durch die Dominanz des Intellekts, der linken Hirnhemisphäre und der fünf Sinne sowie die Unterdrückung der Empathie gekennzeichnet ist, brachte zunächst das sumerische und das babylonische Reich in Mesopotamien hervor. Nachdem sie die Entwicklung Roms und des römischen Imperiums beeinflusst hatte, breitete sie sich in nördlicher Richtung nach Europa und Russland sowie in den Fernen Osten bis nach China aus (Abb. 252).

Abb. 252: „Die Expansion der arischen Rasse vom Nahen / Mittleren Osten nach Europa und ins Industal ab 3000 v. u. Z.“ – Die Verbreitung der ursprünglich im Nahen Osten aufgekommenen „neuen Psyche“.
Durch weitere Invasionen der neuen Psyche wurde, ausgehend von Spanien, Portugal und anderen europäischen Ländern, Südamerika kolonisiert. Mit einem Mal gab es Massenkriege, männliche Dominanz, Kontrolle durch Hierarchien, Klassensysteme und Religionen in der Art, wie wir sie auch heute erleben. Von Großbritannien ausgehend, das sich zum Mittelpunkt der neuen Psyche entwickelte, breitete sie sich über das Imperium in alle Welt aus: nach Nord- und Südamerika, Afrika, Australien, Neuseeland usw. (Abb. 253).

Abb. 253: „Die neuartige Psyche seit 4.000 v. u. Z.“ – Von Europa ausgehend wurde die neue Psyche durch koloniale Invasoren – allen voran das britische Imperium – in alle Welt getragen.
In 15 Ländern des Commonwealth fungiert die britische Monarchin noch heute als Staatsoberhaupt, unter anderem in Kanada, Australien und Neuseeland. Während dafür Unsummen ausgegeben werden, müssen unzählige „Untertanen“ auf der Straße schlafen.
Es ist verrückt, dass die Bevölkerung dieser Obrigkeit, die sich für privilegiert und erhaben hält, noch immer gestattet, über sie zu herrschen. Vergessen Sie den Quatsch, dass es sich bei den Mitgliedern des Königshauses lediglich um symbolische Repräsentationsfiguren handelt, die Touristen anlocken. Für die Blaublütigen ist – ebenso wie für Krieg – immer genug Geld da. Die verschwenderische Lebensweise der Adligen, mit ihren zig Palästen und vergoldeten Kutschen, zeigt mehr als deutlich, welche Stellung die Dracos den Menschen gegenüber zu haben glauben. Wo immer sich die neue Psyche und ihre „königlichen“ Draco-Familien hinbegaben, verfolgten sie das Ziel, einzelne Länder und schließlich – mit vereinten Kräften – die gesamte Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Ich behaupte, dass die neue Geistesverfassung (neben weiteren Faktoren) hauptsächlich aus den genetischen Manipulationen der Reptiloiden und Grauen resultierte, die in alten Texten beschrieben werden, sowie aus der Umstrukturierung des astrologischen Himmels, die sich auf die Wahrnehmung und die psychologische Verfassung der Menschheit auswirkte. Jedes Mal, wenn die neue Psyche in indigene Kulturen einfiel – die einer älteren Psyche angehörten und die Realität folglich ganz anders verarbeiteten und decodierten –, folgte sie demselben Schema: Zunächst merzt man durch Versklavung und Massenmord die Schamanen und mit ihnen das alte Wissen aus; dann ersetzt man das Letztgenannte durch aufgezwungene Religionen, die die neue Psyche repräsentieren.
Die bedeutendsten Wahrnehmungsinvasoren waren die von den boshaften Psychopathen der römischen Kirche angeführten Christen. Es schmerzt mich, wenn ich Schwarze in Amerika oder Afrika so vehement die christliche Religion verteidigen sehe, die ihre Vorfahren unterjocht und den Großteil des von Generation zu Generation überlieferten Wissens ausgelöscht hat. Der christliche Glaube – insbesondere die von gnadenlosen Jesuiten vertretene römisch-katholische Version – wurde uralten afrikanischen sowie nord- und südamerikanischen Völkern übergestülpt. Auf die Ankunft der Briten in Australien folgte die hartherzige und gleichgültige Behandlung der Ureinwohner. Die einfachen Soldaten, die diesem Kulturfaschismus mit eiserner Faust zum Sieg verhalfen, dürften – im Gegensatz zu den Strippenziehern im Schatten – keine Ahnung gehabt haben, was sie da eigentlich taten. Der wahre Grund, warum man die indigenen Völker so brutal ins Visier nahm, ist folgender: Nach dem Willen der archontischen Invasoren sollte einzig die mit der neuen Psyche verknüpfte Wahrnehmungsunterjochung Bestand haben, die den fünf Sinnen huldigt und immer enger mit der Simulation verschmilzt. All diejenigen, die die alte Psyche verkörperten, mussten entweder beseitigt oder von der neuen Psyche absorbiert werden. Genau so kam es auch, jedoch gelang die Umsetzung des Vorhabens nicht lückenlos. Ich bin vielen Vertretern indigener Völker begegnet, die die Maske uralter Weisheit trugen, in Wirklichkeit aber die neue Psyche verkörperten. Doch ich habe auch einige Indigene kennengelernt, die die Illusion noch immer durchschauen.
Die Wahrnehmung und die Art und Weise, in der das Gehirn die Realität decodiert, lassen sich allein durch die Diffusion in eine andere Kultur (Informationsquelle) verändern. Lange Zeit glaubten die Wissenschaftler, dass das Gehirn, sobald es einmal fertig ausgebildet ist, unveränderlich bleibt. Doch inzwischen mussten sie ihre Ansicht revidieren. Wie ich bereits erwähnte, verfügt das Gehirn über eine Eigenschaft, die als „Plastizität“ bezeichnet wird: In Abhängigkeit von den Informationen, die es empfängt und verarbeitet, kann es nämlich „neu verschaltet“ werden. Allein dadurch, in einer Welt zu leben, die sich vollständig auf den Materialismus gründet und den fünf Sinnen huldigt, kann das Gehirn auf die neue Psyche „umgestellt“ werden, sodass es die Wirklichkeit in anderer Weise decodiert und wahrnimmt. Genau das ist es, was wir etwa bei den „smarten“ Technologien beobachten können. Die von ihnen bewirkten Veränderungen des Gehirns und damit des Verhaltens erfolgen schneller als je zuvor – so, wie es geplant war. Einer derjenigen, die hinter den Schleier zu blicken vermochten, war Don Juan Matus. Der Heiler bzw. Schamane vom Stamme der in Mexiko ansässigen Yaqui diente dem gebürtigen Peruaner Carlos Castaneda über viele Jahre als Informationsquelle. Zwischen den 1960er- und den 1990er-Jahren verfasste Castaneda eine ganze Reihe von Büchern. Don Juans Aussagen wurden mir erst bekannt, nachdem ich Ähnliches, basierend auf eigenen Informationen, bereits selbst niedergeschrieben hatte. In seinen Worten erkenne ich einmal mehr das allgegenwärtige Motiv. Die Macht, die die menschliche Gesellschaft manipuliert, beschrieb Don Juan folgendermaßen:
Es ist ein räuberisches Wesen, das aus den Tiefen des Kosmos kam und die Herrschaft über unser Leben an sich riss. Die Menschen sind seine Gefangenen. Dieser Räuber ist unser Herr und Meister. Er hat uns fügsam und hilflos gemacht. Wenn wir protestieren wollen, unterdrückt er unseren Protest. Wenn wir unabhängig handeln wollen, verlangt er, dass wir darauf verzichten. […] Wir sind in der Tat Gefangene!
Sie haben die Herrschaft übernommen, weil wir Nahrung für sie sind. Und sie nehmen uns erbarmungslos aus, weil wir ihr Überleben sichern. So wie wir Hühner in Hühnerställen halten, in „Gallineros“, so halten uns die Räuber in Menschenställen, in „Humaneros“. Auf diese Weise haben sie ihre Nahrung ständig zur Verfügung.
„Nahrung“ = vom Menschen produzierte emotionale bzw. elektromagnetische Energie, die in den archontischen Frequenzbereich fällt (Angst). Als Ausdruck der archontischen Frequenz können sich die Reptiloiden und Grauen davon ernähren.
Denk einen Augenblick nach und sag mir, wie du den Widerspruch zwischen der Intelligenz des Menschen als Techniker und der Dummheit des Systems seiner Überzeugungen erklärst, oder der Dummheit seines widersprüchlichen Verhaltens.
In einem späteren Kapitel werde ich auf diese offenkundigen Widersprüche näher eingehen.
Die Zauberer glauben, dass die Räuber uns das System unserer Überzeugungen, unsere Vorstellung von Gut und Böse, unsere gesellschaftlichen Sitten gegeben haben. Sie bringen unsere Hoffnungen und Erwartungen hervor und unsere Träume von Erfolg oder Versagen. Von ihnen stammen Verlangen, Gier und Feigheit. Die Raubwesen sind es, die uns zufrieden und egoistisch und zu Gewohnheitstieren machen.
Genau das sage und schreibe ich seit Jahrzehnten.
Um uns gehorsam, demütig und schwach zu halten, haben die räuberischen Wesen zu einem ungeheuerlichen Manöver gegriffen – ungeheuerlich natürlich vom Standpunkt eines Kampfstrategen. Und es ist ein schreckliches Manöver vom Standpunkt derer, die darunter leiden. Sie haben uns ihr Bewusstsein gegeben! Verstehst du? Die Räuber geben uns ihr Bewusstsein, das unser Bewusstsein wird. Ihr Bewusstsein ist verschlungen, widersprüchlich, verdrießlich und von der Angst erfüllt, jederzeit entdeckt zu werden.
Die Entitäten, die uns den gefälschten Geist eingeflößt haben, fürchten sich davor, dass die Menschen ihr Gewahrsein über die Programmierung hinaus erweitern. Damit wäre ihr Spiel nämlich beendet (Abb. 254).

Abb. 254: „Sie gaben uns ihre Gedanken – den gefälschten Geist“ – Die Verseuchung des menschlichen Energiefelds / Organismus mit dem gefälschten Geist der „neuen Psyche“.
Die Zauberer im alten Mexiko ... kamen zu dem Schluss, dass der Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt ein vollständiges Wesen gewesen sein muss, mit erstaunlichen Erkenntnissen, Verstandesleistungen, die heute mythologische Legenden sind. Und dann scheint all das verschwunden zu sein, und nun haben wir einen sedierten Menschen.
Don Juan spricht von der Menschheit des Goldenen Zeitalters – der Zeit vor dem „Computerhack“ – und davon, was nach ihrem „Fall“ geschah.
Ich will sagen, dass wir es nicht einfach mit irgendeinem Räuber zu tun haben. Er ist sehr intelligent und organisiert. Er geht nach einem methodischen System vor, das uns nutzlos macht. Der Mensch, dem es bestimmt ist, ein magisches Wesen zu sein, ist nicht mehr magisch. Für den Menschen gibt es keine anderen Träume mehr als die Träume eines Tieres, das aufgezogen wird, um ein gewöhnliches Stück Fleisch zu werden – schwerfällig, konventionell, schwachsinnig.
Wenn Sie sich auf der Welt umschauen, werden Sie feststellen, dass das weitgehend zutrifft. Doch dabei muss es nicht bleiben. Es ist möglich, dem Wahrnehmungsgefängnis zu entrinnen, und immer mehr Menschen sind bereits dabei.
Dämonisches Duett
Die von Archonten besessenen und kontrollierten reptiloiden Wesenheiten, die aus dem Verborgenen heraus agieren, stehen – zusammen mit den Grauen, die als ihre Untergebenen an etwa 43 Prozent aller dokumentierten Begegnungen mit „Außerirdischen“ beteiligt sind – im Mittelpunkt der Kaperung der menschlichen Wahrnehmung und der genetischen Manipulationen. Von Kontaktlern und Entführten hört man immer wieder, dass die Reptiloiden und die Grauen mit dem Sternbild Orion in Verbindung stehen. Die Reptiloiden hätten zudem einen Bezug zu Alpha Draconis – dem Sternbild des Drachen –, während die Grauen mit dem Sonnensystem Zeta Reticuli verknüpft zu sein scheinen. Auch Sirius ist mit reptilienartigen Wesenheiten in Verbindung gebracht worden. Alpha Draconis ist am fernen nördlichen Sternenhimmel zu sehen; Zeta Reticuli ist ein Doppelsternsystem, das zum südlichen Sternbild Reticulum gehört (Abb. 255 und 256).

Abb. 255: Alpha Draconis.

Abb. 256: Das Doppelsternsystem Zeta Reticuli.
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