Kitabı oku: «Die Wander-Bucket-List Baden-Württemberg»
Dieter Buck
Die Wander-Bucket-List
BADEN-WÜRTTEMBERG
25 Touren, die man einfach gemacht haben muss
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de


Der Uracher Wasserfall ist der berühmteste auf der Schwäbischen Alb. (Tour 11)
Inhaltsverzeichnis
Tourenüberblick
Wandern ist schön – in 25 Touren quer durch Baden-Württemberg
Unterwegs auf Tour – zum Wandern mit diesem Führer
In den Norden des Landes – Odenwald, Liebliches Taubertal und Kraichgau
1 Von der »Brunnenstadt« Külsheim in die Weinberge
Aussichtsreich durchs Liebliche Taubertal
2 Rund um den Tauberberg
Das Liebliche Taubertal und seine Weinberge
3 Durch die Margarethenschlucht
Eine (fast) alpine Tour im Odenwald
4 Über den Mannaberg nach Rauenberg
Weinberge und Aussicht
Weitwanderweg: Der Neckarsteig
Von Heidelberg bis Bad Wimpfen
Rund um Stuttgart – im Zentrum des Landes
5 Hoch zu den Hessigheimer Felsengärten
Durch die »schwäbischen Dolomiten«
6 Über die Hörschbachwasserfälle nach Murrhardt
Es rauscht, strudelt und blubbert
7 Zwischen Solitude und Bärenschlössle
Baummethusaleme im Rotwildpark
8 Durch die Weinberge nach Strümpfelbach
Aussicht, Weinberge und Fachwerk
Durchs Ammertal und über die Schwäbische Alb
9 Durch das Ammertal zur Wurmlinger Kapelle
Reiche Geschichte und Aussicht
10 Über die Ruine zum Panoramaweg
»hochgehfestigt« zum Hohenneuffen
11 Zum Uracher und zu den Gütersteiner Wasserfällen
Zwei Wasserfälle auf einen Streich
12 Auf der »Felsenrunde«
Löwenpfad hoch über dem Filstal
13 Felsenpracht im Eselsburger Tal
Zu den Steinernen Jungfrauen
14 Den Schneewalzer tanzen
Bequemer geht’s im Winter kaum
15 Premiumwandern mit dem »Zollernburg-Panorama«
Berühmte Burg, berühmter Anblick
Weitwanderweg: Der Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg HW1
Aussichtsreich entlang des Albrands
Wilde Natur und Aussichten im Schwarzwald und in der Ortenau
16 Vom Hohlohturm über den Hohlohsee zum Wildsee
Ein Aussichtsturm und prächtige Moorseen
17 Auf dem Premiumwanderweg »Durbacher Weinpanorama«
Ein Schloss und herrliche Weinberge
18 Hinauf nach Hohengeroldseck
Burgruine und weite Aussicht
19 Über den Feldberg zum Feldsee
Zum höchsten Berg des Landes
20 Auf dem »Belchensteig«
Einer der schönsten Berge des Schwarzwalds
21 Von St. Blasien in den Hotzenwald
Über den Lehenkopfturm zum Naturschutzgebiet
22 Um das Blütenparadies Eggenertal
Am schönsten im Frühling
Weitwanderweg: Der Westweg
Von Pforzheim bis Basel
Schöner Süden – Oberschwaben und Bodensee
23 Vom Federsee zum Wackelwald
Naturbesonderheiten um Bad Buchau
24 Vorbei am Strand der Höri
Schilf und Aussicht
25 Auf dem Bodensee-Rundweg von Langenargen nach Eriskirch
Schloss, Ried und eine Hängebrücke
Weitwanderweg: SeeGang
Mit See- und Alpenblick
Register
Impressum

Blick von der Felsenrunde ins Filstal. (Tour 12)
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwierig |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Mehrtagestour |
| fahrradtauglich |
| Einkehr |
| kindergeeignet |
| Sehenswürdigkeit |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Seilbahn |
| Bademöglichkeit |
| Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Tour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Tourenüberblick


Wandern ist schön – in 25 Touren quer durch Baden-Württemberg
Wohl selten weist ein Bundesland eine derartige Fülle unterschiedlicher Landschaftstypen auf wie Baden-Württemberg. Da finden wir die idyllischen und teilweise urwaldartigen Altrheinarme im Norden und Westen, die hügelige Kraichgaulandschaft, das Liebliche Taubertal, die dichten Wälder von Odenwald, Schwarzwald und Schönbuch mit Natursehenswürdigkeiten und prächtigen Aussichtspunkten, die manchmal schroffe Schwäbische Alb, die bei Badegästen beliebte Bodenseeregion sowie Oberschwaben, das mit barocker Pracht und einem weiten Himmel entzückt. Mittendrin, im Zentrum des Landes und rund um Stuttgart herum, wiederholt sich die landschaftliche Vielfalt im Kleinen.
Das alles in nur 25 Touren beschreiben und erfassen zu wollen – ein Ding der Unmöglichkeit, dachte ich anfangs. Ich hoffe aber trotzdem, Ihnen aus allen Ecken die schönsten Touren und die prächtigsten Sehenswürdigkeiten aus Natur, Kultur und Geschichte geboten zu haben.
Sie finden in diesem Führer kurze, geruhsame Wanderungen, Genusswanderungen, bei denen man am Ende erholter ist als zu Beginn, aber auch gestandene Touren, die anstrengender sind, jedoch durch die Fülle der Eindrücke bleibende Erinnerungen hinterlassen. Sogar ein für den Winter konzipierter Premiumwanderweg ist enthalten. Wer Gefallen an längeren Wandererlebnissen hat, sollte sich überlegen, ob er nicht die in diesem Buch enthaltenen Mehrtageswanderungen unter die Wanderstiefel nimmt. Sie sind doch etwas ganz anderes als eine Tageswanderung. Auch hier sind kürzere und ganz lange Unternehmungen beschrieben, vom berühmten Westweg im Schwarzwald über den HW1 des Schwäbischen Albvereins bis hin zum Neckarsteig ganz im Norden des Landes und zum kurzen SeeGang entlang des Bodensees im Süden.
Mir bleibt, Ihnen auf Ihren Wanderungen viel Vergnügen, allzeit gutes Wetter und viele angenehme Begegnungen zu wünschen.
Dieter Buck

Vom Zeller Horn hat man den wohl schönsten (und bekanntesten) Blick zur Burg Hohenzollern. (Tour 15)
Unterwegs auf Tour – zum Wandern mit diesem Führer
In diesem Buch sind 25 Wanderungen in ganz Baden-Württemberg beschrieben, gleichzeitig finden Sie auch Erklärungen über die Sehenswürdigkeiten unterwegs – nach dem Motto: »Man sieht nur, was man weiß«.
Zu den Wanderungen Die Zeitangaben der Strecken wurden in der Regel aus Komoot oder Outdooractive entnommen und mit der althergebrachten Formel kontrolliert: Für vier Kilometer wurde eine Stunde angesetzt und für Anstiege wurden Zuschläge gemacht, wobei von 400 Metern Höhe, die in einer Stunde zu bewältigen sind, ausgegangen wurde. Bei den Angaben zur Länge und Dauer der Strecke und den Höhenunterschieden handelt es sich um ungefähre Zahlen, individuelle Abweichungen sind natürlich möglich. Da jeder sein eigenes Gehtempo hat, sehen Sie bereits nach den ersten Touren, ob Sie die Zeiten über- oder unterschreiten, und können sich bei weiteren Wanderungen darauf einstellen. Die genannten Zeiten sind natürlich reine Gehzeiten. Pausen, Besichtigungen, Fotostopps, das Überprüfen des Wegverlaufs auf der Karte oder andere Verzögerungen sind darin nicht enthalten.
Die Wanderungen sind bis auf den Hochwinter fast ganzjährig möglich (eine Ausnahme ist der Premium-Winterwanderweg »Schneewalzer«). Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass im eher schattigen Wald im Frühjahr der Schnee länger liegen bleibt als im Freien und die Wege deshalb zuweilen auch vereiste, glatte Stellen aufweisen können. Man sollte sich daher mit geeigneten Schuhen ausrüsten. Auch Schuhspikes oder Wanderstöcke sind da sehr nützlich. Bei feuchtem Wetter sollte man Routen bevorzugen, die auf festen Wegen verlaufen, denn unbefestigte sind bei Feuchtigkeit schmierig, glitschig und schlecht zu begehen.
Die Wanderungen sind in die Kategorien leicht, mittel und schwer eingeordnet. Im Prinzip ist das aber individuell unterschiedlich, je nach Erfahrung und Kondition. Jeder weiß selbst am besten, was für ihn machbar ist.
Sicher wandern Wichtig ist, dass man seine eigene Leistungsfähigkeit kritisch betrachtet: Bewältigt man die Strecke und die Höhenmeter? Schlappmachen unterwegs oder total erschöpft ankommen möchte man ja nicht, das hinterlässt auch keine guten Erinnerungen an die Tour. Auch sollte man berücksichtigen, dass man an heißen Sommertagen schneller an seine Grenzen kommt als an kühleren Tagen. Gerade dann ist es wichtig, immer genügend zu trinken dabeizuhaben, und auch bei kürzeren Touren ist ein kleiner Vorrat an Essbarem zu empfehlen.

In den Weinbergen des Remstals um Strümpfelbach und Stetten (Tour 8)
Besser als alleine zu wandern ist es, wenn man mindestens zu zweit unterwegs ist. So kann im Fall des Falles immer einer Hilfe holen. Für Alleinwanderer ist es empfehlenswert, irgendwo eine Nachricht zu hinterlassen, wo und wie lange man unterwegs sein will.
Um Hilfe herbeizurufen ist ein Handy nützlich. Das hat heute wohl jeder dabei. Allerdings kann der Empfang in bestimmten Gebieten, sowohl in den Tälern wie auch auf den Höhen, schlecht sein. Kann man die Notrufnummer 112 nicht anwählen, sollte man zuerst ein wenig umhergehen, vielleicht ist in kurzer Entfernung doch ein Empfang möglich. Ansonsten sollte man das Handy ausschalten und beim Wiedereinschalten, anstatt sich in sein eigenes Netz einzuwählen, gleich 112 eintippen. Wenn man Glück hat, sucht sich das Gerät das nächste verfügbare Netz.
Die richtige Ausrüstung Was braucht man zum Wandern? Eigentlich nichts Besonderes. Man zieht sich wandergeeignete Kleidung an: gut waschbar, bequem und je nach Wetter wind- und regendicht, aber auch atmungsaktiv. Da man im Wald auch manchmal auf engen Wegen geht, in die vielleicht dornige und stachelige Zweige ragen, sollte der Stoff fest sein und nicht gleich kaputtgehen, wenn man mal von einer Brombeere »angegriffen« wird.

Hier ist die letzte Rast vor dem Gipfel möglich: das Belchenhaus. (Tour 20)
Zur wichtigsten Ausrüstung gehören aber die Schuhe. Wer hier sparen will, macht es am falschen Platz. Man sollte sich, optimalerweise im Fachgeschäft mit guter Beratung, geeignete Wanderschuhe aussuchen. Sie sollten wasserdicht sein, sodass man auch einfach mal durch eine Pfütze gehen kann, knöchelhoch und mit einer Sohle, mit der man problemlos über Wurzeln und Steine steigen kann. Am besten probiert man das Schuhwerk am Nachmittag oder Abend an, wenn die Füße ohnehin etwas dicker sind. Dazu gehören aber auch geeignete Socken, besser keine aus Wolle oder Baumwolle. Es gibt spezielle Wandersocken ausschließlich aus Kunstfaser oder zumindest mit einem hohen Anteil. Dadurch ist gewährleistet, dass die Feuchtigkeit nach außen transportiert wird und der Fuß trocken bleibt. Somit ist die Gefahr der Blasenbildung verringert. Manche schwören auch auf zwei Paar Socken, da dann die Socke nicht an der Haut, sondern Socke an Socke reibt. Wer dies machen möchte, sollte es allerdings bei der Größe der Schuhe berücksichtigen.
Ganz brauchbar sind immer wieder ein Taschenmesser, eine Schnur und eine Tüte (für den Abfall, aber auch zum Sammeln irgendwelcher Fundstücke – vor allem wenn man Kinder dabeihat). Und man sollte auch – selbst wenn es nicht schön ist – an mögliche Verletzungen denken. Gerade auf Pfaden hat man sich im Nu den Fuß vertreten. Eine elastische Binde kann dann Wunder wirken und zumindest den Weg zurück zum Ausgangspunkt ermöglichen. Einen Schnitt, einen Riss oder eine aufgeschürfte Stelle hat man sich auch schnell zugezogen. Hier sind Pflaster oder ein Verband und Desinfektionsmittel im Rucksack hilfreich. Empfehlenswert ist es auch, immer Blasenpflaster dabeizuhaben. Gegen Insektenstiche gibt es ebenfalls Abhilfen, etwa Geräte, mit denen man einen Stachel oder das Gift in der Stichstelle entfernen kann, oder Mittel und Salben, um den Juckreiz zu mildern.

Auf dem Premium-Winterwanderweg »Schneewalzer« (Tour 14)
Im Wald – gibt es unterwegs Gefahren? Löwen, Tiger und giftige Spinnen treffen wir in unseren Wäldern zwar nicht an, aber es gibt ein paar Dinge, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben und über die man sich Gedanken machen sollte.
Waldgebiete sind immer auch Zeckengebiete. Und ein Zeckenbiss kann schwere Komplikationen verursachen, von einer Hirnhautentzündung bis hin zur Borreliose. Es empfiehlt sich dringend, geschlossene Kleidung zu tragen und die Hosenbeine in die Schuhe zu stopfen, um den Beißern die Angriffsflächen nicht gerade auf dem Silbertablett anzubieten. Nach der Tour sollte man sich absuchen, am besten sogar duschen, und bei Zeckenbissen in den nächsten Tagen auf Rötungen um die Bissstelle achten. Gegen Hirnhautentzündung kann man sich impfen lassen.
Gefahr besteht auch durch den Fuchsbandwurm, einen Parasiten, der auch den Menschen befallen kann. Geschädigt werden vor allem die Leber, manchmal auch Lunge und Gehirn. Dass man befallen ist, wird oft so spät bemerkt, dass keine Hilfe mehr möglich ist. Vorsorgen kann man, indem man keine Beeren im Wald isst, zumindest keine in Bodennähe. Auch sein Vesperbrot sollte man nicht ins Gras legen. Händewaschen, wenn möglich unterwegs, auf jeden Fall aber daheim, ist hier angesagt.

Von den Hessigheimer Felsengärten und den Weinbergen der Umgebung hat man einen prächtigen Blick hinab auf den Neckar. (Tour 5)
Ursache für eine Erkrankung durch das Hantavirus sind oft Rötelmäuse bzw. deren Ausscheidungen. Sie werden beim Wandern zum Beispiel im trockenen Laub aufgewirbelt und der Erreger eingeatmet. Besonders hoch ist die Infektionsgefahr von April bis in den Herbst.
Tetanus (Wundstarrkrampf) kann man sich durch eine Verletzung (Stich, Biss, Schnittwunde) und die Verunreinigung der Wunde holen. Die meisten Menschen sind dagegen geimpft. Eine weitere Gefahr ist eine Blutvergiftung (Sepsis), die man sich ebenfalls durch eine Verletzung zuziehen und die unbehandelt zum Tod führen kann.
Besonders schön: mit Kindern unterwegs Kinder sind normalerweise begeisterte Wanderer, gibt es hier doch immer viel zu sehen, zu beobachten und zu spielen. Geht man mit Kindern zum Wandern, ist es immer sinnvoll, etwas zum Transport von Fundstücken (Tannenzapfen, Samen, Versteinerungen etc.) dabeizuhaben. Schnur, Taschenmesser, Malsachen etc., bei kleineren Kindern auch Spielfiguren, machen eine Wanderung für den Nachwuchs interessant, sodass man zu einer Wiederholung vermutlich keine großen Überredungskünste braucht.

Die Ruine Reußenstein ist eine Bilderbuch-Ritterburg-Ruine. (Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg HW 1)
Orientierung ist wichtig Die im Buch abgebildeten Karten sind schon alleine sehr hilfreich. Dazu ist immer eine extra Wanderkarte empfohlen. Sehr nützlich sind auch Apps für das Smartphone. Gut geeignet finde ich hierzu die kostenlosen Apps MapsMe und PhoneMaps, die einem recht zuverlässig anzeigen, wo man sich gerade befindet. Auch mit Komoot habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Anfahrt Bei jeder Tour ist sowohl der passende Parkplatz aufgeführt als auch die umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, also mit Bus oder Bahn.
Meist verlängert sich die Wanderung durch die Strecke vom Bahnhof oder von der Bushaltestelle jedoch ein wenig. Auskunft über die Verbindungen und Fahrpläne erhält man außer bei den regionalen Verkehrsunternehmen für ganz Baden-Württemberg hier: www.efa-bw.de.
In den Norden des Landes – Odenwald, Liebliches Taubertal und Kraichgau

Blick auf dem Weg zur Margarethenschlucht hinab ins Neckartal. (Tour 3)

1Von der »Brunnenstadt« Külsheim in die Weinberge
Aussichtsreich durchs Liebliche Taubertal
Im nicht umsonst sogenannten Lieblichen Taubertal gibt es viele markierte Rundwanderwege, die gut beschildert sind – der Weg »wasser.wein.weite« ist einer der schönsten davon. Das Wasser wird bereits gleich zu Anfang durch die Brunnen der Stadt abgehandelt, Wein erleben wir in Form von Weinbergen und mit Weite sind die herrlichen Aussichten gemeint.
Darum einzigartig
Eine Pracht sind die weiten Weinberge, durch die man wandert, insbesondere die Weinberglage »Hoher Herrgott«. Hier können wir das prächtige Caravaca-Kreuz bewundern. Eine weitere Besonderheit erleben wir gleich zu Anfang der Tour, nämlich die vielen Brunnen, für die Külsheim bekannt ist.
Durch die Brunnenstadt Mit dem Schloss im Rücken halten wir uns rechts in Richtung »Roter Rain Hoher Herrgott«. Gleich darauf gehen wir nach rechts die Treppe hinunter zu dem prächtigen Brunnen und dem Fachwerkhaus. Dahinter behalten wir unsere Richtung bei. Wir wandern in der Hauptstraße auf den Brunnen und die Katharinenkapelle zu, danach spazieren wir geradeaus durch den Ort hindurch. An der querenden Straße (links Hardheimer Straße/rechts Bronnbacher Straße) geht es etwas nach rechts versetzt im Steinbacher Weg weiter.
Gleich darauf nehmen wir die rechts abgehende Pappelallee. Wo links die Straße Zentgraben abgeht, wandern wir geradeaus weiter. Nachdem rechts die Straße Unterm Weinberg abgegangen ist, biegen wir links ab. Nach der zweiten Holzhütte zweigen wir rechts ab und gehen auf einem unbefestigten Weg hinauf bis zu einer Bank mit dem Schild »Blick vom Galgenberg«. Hier halten wir uns rechts.
Zuerst durch Felder und Wald … Wir queren das Gebüsch und kommen zu einer Gruppe von Holzhütten. Das Zeichen weist uns nach links. Nach einer ausgeprägten Rechtskurve biegen wir scharf links ab. Nun geht es auf einem Wiesenweg entlang des Dorzengrabens weiter. Wir dürfen nicht verpassen, dass wir nach einer Weile nach rechts verwiesen werden. An dem Gehölz vor dem Graben halten wir uns rechts und kommen zu einem Asphaltsträßchen. Nach links bringt es uns in die Ansiedlung Roter Rain.

Herbstlicher Blick über die Weinberge beim Caravaca-Kreuz
An deren Ende bei dem Bildstock zweigen wir rechts ab. Es geht an einer Kapelle vorbei, danach wandern wir immer geradeaus am Waldrand entlang, bis wir auf ein Sträßchen treffen, das geradeaus in den Wald hineinführt. Wir müssen aber mit dem Zeichen nach rechts am Waldrand entlang durch die Schneise weiter. Später weist uns ein Schild nach links in den Wald. Kurz danach können wir nach rechts einen Abstecher zu keltischen Hügelgräbern machen, spazieren aber anschließend geradeaus weiter bis zu einem Forstweg. Ihm folgen wir nach rechts.
… danach in die Weinberge Kurz danach biegen wir rechts ab in den Steinbruchweg. Später halten wir uns an einer Verzweigung links in Richtung »Hoher Herrgott«. Es geht etwas bergauf, dann gelangen wir zum Waldrand, einer Schutzhütte und den davor liegenden Weinbergen. Auch hier haben wir wieder eine prächtige Sicht. Nun befinden wir uns in der Weinberglage »Hoher Herrgott«. Der Name steht in Zusammenhang mit dem im Weinberg stehenden Caravaca-Kreuz. Dieses Kreuz mit doppeltem Querbalken ist nach der spanischen Stadt Caravaca de la Cruz benannt, wo ein angeblich echter Partikel des Kreuzes Jesu in Form eines Jerusalemer Kreuzes verehrt wird. Die danach benannten Kreuze sollen vor Blitz, Hagel und Unwetter bewahren. Nun haben wir genau die Hälfte der Wanderung hinter uns.
Wir biegen links ab und wandern weiter mit prächtigem Blick entlang der Weinberge, bis Wald und Weg rechts abknicken. Es geht hinab zu einem Sträßchen, wo wir uns links halten. Weiter entlang der Weinberge kommen wir bald in den Wald. Dort biegen wir scharf rechts ab. Nach dem Wald wandern wir entlang der unteren Grenze der Weinberge, bis ein Asphaltweg links abgeht. Am nächsten querenden Weg zweigen wir rechts ab.

Nicht umsonst wird Külsheim auch »Brunnenstadt« genannt.
Informationen zur Erdgeschichte Noch vor dem Wald biegen wir am Schild »Zeugenberg« links ab, danach noch einmal links und dann wieder rechts. Wir kommen zu einem Parkplatz mit dem Dinosaurierstein als Ausgangspunkt des Geologisch-naturkundlichen Wanderwegs. Hier biegen wir links ab, überqueren die Straße und folgen auf ihrer rechten Seite dem Weg. Etwas später werden wir nach rechts auf einen Wiesenweg verwiesen. Wir wandern nun eine Weile entlang von Weiden. Bald steigt es wieder etwas an und schließlich müssen wir nach links steil hinab zum Amorsbach gehen.
Am querenden Weg auf der anderen Seite des Bächleins halten wir uns rechts. Nach den ersten Häusern werden wir nach links bergauf verwiesen. Kurz darauf gehen wir auf einem Wiesenweg nach rechts weiter. Bald dürfen wir das nach links weisende Zeichen nicht verpassen. Wieder geht es kurz hinauf, dann wandern wir nach rechts weiter. Dieser Weg bringt uns direkt zum Schloss. Wir spazieren in die Anlage hinein, müssen aber das Schlossgebäude rechts umgehen, bis wir auf einer Treppe zum Parkplatz hinaufsteigen können.
Nicht versäumen
Die 18 Brunnen in Külsheim sind einen Rundgang wert, dabei kann man sich auch einige bemerkenswerte Gebäude, die rebenumrankte Mariensäule, die als größter Bildstock in Franken gilt, sowie die Katharinenkapelle ansehen.

Hier geht’s lang
Ausgangs- und Endpunkt: Külsheim, Platz vor dem Schloss, Kirchbergweg, GPS: 49.670908, 9.522250
Tourencharakter: Die Wanderung verläuft auf festen Wegen sowie Pfaden. Das Zeichen des Wanderwegs LT6 ist fast an allen wichtigen Stellen zu sehen.
Karte: Freizeitkarte F512 Unteres Taubertal, 1:50 000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL)
Bahn/Bus: Bahn bis Tauberbischofsheim, weiter mit dem Bus
Auto: Auf der A81 bis Ausfahrt Tauberbischofsheim, dann vor dieser Kreisstadt links halten nach Külsheim. Dort findet man beim Schloss und bei der Kirche genügend Parkmöglichkeiten.
Einkehr: Bodenständige Küche bietet das Gasthaus zum Speer in Külsheim (www.gasthaus-zum-speer.de).
Information: www.kuelsheim.de, www.liebliches-taubertal.de

Mitten in den Weinbergen steht das Caravaca-Kreuz.

2Rund um den Tauberberg
Das Liebliche Taubertal und seine Weinberge
Weikersheim ist sicherlich der kulturelle Höhepunkt dieser Tour. Eine Besichtigung des prächtigen Schlosses und des berühmten Schlossgartens ist unbedingt zu empfehlen, und auch sonst bietet sich die Stadt mit sehenswerten Häusern, Museum und Einkehrmöglichkeiten zu einem Aufenthalt an. Ansonsten wandern wir durch das treffend bezeichnete Liebliche Taubertal und über die Höhe.
Darum einzigartig
Außer der herrlichen Taubertäler Landschaft sind Markelsheim und natürlich Weikersheim mit seinem Schloss gute Argumente für diese Tour.
Von Markelsheim nach Elpersheim Wir spazieren vom Bahnhof zuerst durch die dort abgehende Tauberbergstraße, später Hauptstraße, in den Ort hinein. Nach der Tauber wandern wir an einem Bildstock vorbei, im Ort selbst an sehenswerten Häusern. Vorbei an der links oben liegenden Kirche kommen wir zu einer Verzweigung vor dem Friedhof.
Nun biegen wir mit dem Zeichen des Württembergischen Weinwanderwegs links ab in die Rüsselshauser Straße. Nach dem links liegenden Wohngebiet und vor dem Flurkreuz zweigen wir links ab auf den Feldweg. Er bringt uns, erst hinab zu Fischteichen und über einen Bach, nach Elpersheim. Dort gehen wir bis zu einer Querstraße, in die wir links einbiegen.
Weiter nach Weikersheim Wir überqueren die Tauber und kommen zur L2251; hier befindet sich auch eine Bahnstation, wo man die Tour ebenfalls beginnen könnte. Wir halten uns auf der anderen Straßenseite rechts und folgen dem ansteigenden Weg, der gleich darauf links abzweigt.
Vor einer Hütte biegen wir mit den Wanderzeichen rechts ab und wandern hinauf bis zu einem Parkplatz. Hier werden wir nach rechts verwiesen. Der Feldweg zieht gleich darauf nach links; nun kommen wir an einigen landschaftstypischen Steinriegeln vorbei. Die Tour führt uns durch eine recht ursprüngliche Natur und bald haben wir auch einen schönen Blick hinab ins Taubertal und auf Weikersheim.

Blick auf Weikersheim
Der Weg fällt langsam ab bis zur Landstraße, die wir nach ein paar Wohnhäusern erreichen. Rechts sehen wir einen großen Parkplatz. Der Weg von hier ins Zentrum, zu Schloss und Schlossgarten, ist ausgeschildert. Wer übrigens Weikersheim lieber als Ziel dieser Wanderung planen möchte, weil er sich anschließend den alten Ort, das Schloss und den Schlossgarten ansehen will, beginnt die Tour statt in Markelsheim einfach hier.
Über den Wartturm und den Tauberberg Ansonsten folgen wir der Landstraße kurz nach links zum Kreisverkehr, dort zweigen wir scharf links ab in die Straße Am Schmecker. Jetzt steigt es eine Weile steil an. Zwischen den Weinbergen und den Baumwiesen folgen wir den Wanderzeichen nach rechts und wandern weiter aufwärts bis zum Wartturm. Gleich nach ihm biegen wir mit den Zeichen links ab auf einen Pfad, treffen bald wieder auf den breiten Forstweg und wandern geradeaus weiter. An einem querenden Weg bei einer dreieckigen »Verkehrsinsel« gehen wir hinter dem Querweg auf dem unbefestigten Weg durch den Wald des Winterbergs. Am Waldrand biegen wir rechts, kurz darauf links und am Asphaltweg am Waldrand noch einmal links ab. Nun geht es immer geradeaus weiter. Wir ignorieren den mit verschiedenen Markierungen rechts abgehenden Wanderweg und kommen in den Wald.

Im Weikersheimer Schlossgarten
Jetzt wandern wir geradeaus und leicht fallend durch den Wald über den Tauberberg. Kurz vor dem Waldende fällt der geradeaus führende Weg steil ab, wir zweigen aber links ab. Gleich darauf nehmen wir das rechts abgehende Sträßchen. Nun haben wir einen schönen Blick auf Igersheim, die Ruine Neuhaus und Markelsheim. Wir wandern im Zickzack durch die Weinberge hinab zur L2251. Auf der anderen Straßenseite gehen wir entlang der Straße zurück zum Bahnhof von Markelsheim.
Nicht versäumen
In Weikersheim kann man zwei Museen besuchen, das Stadtmuseum und vor allem das beeindruckende Tauberländer Dorfmuseum, in welchem man ins Hofleben vergangener Zeiten eintauchen kann.

Hier geht’s lang
Ausgangs- und Endpunkt: Bad-Mergentheim-Markelsheim, Bahnhof, GPS: 49.478080, 9.835329; Großparkplatz beim ehemaligen Frohnhof/Zehntscheune, heute Feuerwehrgerätehaus, am Nordende der Engelbergstraße, (GPS: 49.475375, 9.834811). Auch Elpersheim und Weikersheim bieten sich als Ausgangsorte an.
Tourencharakter: Wir wandern meist auf festen Wegen, ein Stück aber auch auf einem Naturpfad, der bei feuchtem Wetter recht schmierig sein kann. Die Wanderung ist als LT18 durchgehend markiert.
Karte: Wanderkarte W208 Bad Mergentheim, 1:25 000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein e. V.
Bahn/Bus: Bahnverbindung nach Markelsheim oder Weikersheim
Auto: A81 bis Ausfahrt Boxberg, weiter auf B292 und B19 über Bad Mergentheim
Einkehr: Gut isst man in der Weinstube Lochner in Markelsheim. Hier kann man auch übernachten (www.weinstube-lochner.de).
Information: www.bad-mergentheim.de, www.weikersheim.de, www.lieblichestaubertal.de

3Durch die Margarethenschlucht
Eine (fast) alpine Tour im Odenwald
Eine der wildesten Schluchten nicht nur im Odenwald, sondern in ganz Baden-Württemberg, ist die Margarethenschlucht bei Neckargerach. Sie liegt zwar direkt oberhalb des eigentlich eher lieblichen Neckartals, hat es aber wegen ihres alpinen Charakters in sich. Davor haben wir ab und zu einen Tiefblick ins Neckartal und sehen zur Minneburg auf der anderen Talseite.
Hoch über dem Neckar An der Bahnstation überqueren wir die Gleise – man sollte hier die prächtigen Mammutbäume in der Treppenanlage beachten – zur Nordseite der Bahnstrecke. Hier werden wir schon nach rechts zur »Margarethenschlucht« verwiesen.

Wilde Natur in der Margarethenschlucht
Nun geht es an Hausgärten und parallel zur Bahnlinie weiter. Nach dem Ort haben wir einen schönen Blick auf das Neckartal und zur Minneburg, die sich auf der anderen Neckarseite hoch oben auf dem Berg befindet.
Darum einzigartig
Die Margarethenschlucht ist ein Stück wilde Natur, wie man es vor allem in den Alpen findet. Im nördlichen Baden-Württemberg gibt es kaum etwas Vergleichbares.
Hinauf in alpiner Manier Schließlich kommen wir im Wald zu einer Hütte. Hier beginnt die Margarethenschlucht. Jetzt geht es nach links auf einem steilen und seilgesicherten Steig durch die Schlucht hinauf. Verlaufen kann man sich nicht, denn es gibt nur diesen Weg.
Nach dem wilden Teil der Wanderung oben angelangt, treffen wir auf ein querendes Sträßchen, dem wir nach rechts folgen.

Der Ausgangspunkt ist auch gut mit der Bahn erreichbar.
Wir kommen an verschiedenen Höfen vorbei, die Zufahrtsstraße zieht erst nach links, dann nach rechts und nach dem letzten Haus wieder nach links. Nun spazieren wir links am Wald entlang zur Landstraße. Auf ihrer anderen Seite, etwas nach rechts versetzt und rechts neben dem Waldstück, gehen wir wieder in den Wald hinein. Dort biegen wir an einer Kreuzung links ab, verlassen den Wald und wandern durch die Wiesen und Felder abwärts auf Reichenbuch zu.
Zurück zwischen Feld und Wald Bald treffen wir auf einen Feldweg, dem wir nach rechts zur Landstraße folgen. Dort biegen wir links ab. Kurz danach nehmen wir den links abzweigenden, mit der roten Raute markierten Weg, der in den Wald hineinführt. Am Waldrand knickt er links ab. Wir überqueren bald eine Landstraße und treffen rechts des Sportplatzes auf den Wald, in den wir nach rechts hineingehen. An den verschiedenen Verzweigungen folgen wir mit der roten Raute immer dem abwärts führenden Weg. Schließlich knickt er rechts ab, etwas später bringt er uns nach links hinab zu einem Sträßchen bei der Laufertsmühle. Hier biegen wir mit dem Wanderzeichen, einem umgedrehten »T«, links ab.

Blick vom Wanderweg hinab zum Neckar und nach Guttenberg
Kurz danach weist uns das Wanderzeichen nach links. Hinter einem idyllischen Waldsee, einer Hütte und einem Grillplatz steigen wir mit dem Wanderzeichen auf einem Pfad im Wald im Zickzack hoch bis zu einem querenden breiten Weg. Ihm folgen wir nach rechts.
Bald kommen wir zu den ersten Häusern von Neckargerach. Wir biegen vor der Schule rechts ab und gehen steil hinab zur Landstraße. Auf ihrer anderen Seite spazieren wir links des Spielplatzes hinab zur S-Bahn-Station.
Nicht versäumen
Etwas Besonderes sind die Mammutbäume am Bahnhof, die bestens in die Architektur eingebunden sind. So schöne Exemplare dieses eigentlich aus Amerika kommenden Baumes sieht man selten.

Hier geht’s lang
Ausgangs- und Endpunkt: Neckargerach, Bahnstation, GPS: 49.398570, 9.074702, Ausweichparkplätze gibt es am Ortsanfang aus Richtung Mosbach oder beim Friedhof. Zuweg zur Bahnstation: Vom Ortsanfang folgen wir rechts von der Kirche dem schmalen Weg (Zeichen umgedrehtes »T«) in Richtung »S-Bahn«, gehen hoch zum Friedhof und zur Friedhofstraße und geradeaus weiter zur S-Bahn-Station.
Tourencharakter: Wir wandern meist auf festen Wegen und Pfaden, durch die Schlucht auf einem Steig. Der Abschnitt durch die Schlucht setzt fast alpine Erfahrung voraus. Man sollte trittsicher und schwindelfrei sein und berggeeignetes Schuhwerk anhaben. Eine Seilsicherung hilft beim Aufstieg und gibt Sicherheit. Bei Eis, Schnee und Regen nicht empfehlenswert.
Karte: Freizeitkarte F514 Mosbach Buchen, 1:50 000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL)
Bahn/Bus: S-Bahn nach Neckargerach
Auto: Von Süden ab Neckarsulm auf der B27 und der B37, von Heidelberg auf der B37 und der B45
Einkehr: Gasthof Grüner Baum, Neckargerach, griechische Küche und Übernachtungsmöglichkeit (www.gruenerbaum-neckargerach.de).
Information: www.neckargerach.de

4Über den Mannaberg nach Rauenberg
Weinberge und Aussicht
Weinberge, vor allem im Herbst, gehören zu den schönsten Landschaftselementen. Das merken wir an dieser Wanderung, denn sie führt uns fast ständig durch die sanft-hügelige Kraichgaulandschaft mit ihren weiten Weinbergen. Außerdem können wir uns an der weiten Aussicht über das »Land der 1000 Hügel« erfreuen.
Darum einzigartig
Weinberge sind immer Gewähr für eine schöne Landschaft. Dazu kommt meist auch eine herrliche Aussicht, wenn man sich auf der Höhe befindet. Am schönsten ist es natürlich im Herbst.
Durch die Weinberge Wenn wir vor dem Winzerkeller stehen, nehmen wir den Weg, der links an dem großen Gebäude vorbeiführt. Es steigt erst leicht an, dann folgen wir dem Wanderzeichen blaues »W« nach links.
Gleich darauf biegen wir vor einer Baumwiese rechts ab. Etwas später sind wir an einem Pavillon, dem Bussier Häusel. Hier finden wir die humoristische Skulptur des »Speedy Gonzales«; eine Erklärung, was es mit ihr auf sich hat, steht dabei.

Herbstliche Farbenpracht in den Weinbergen
Wir orientieren uns links und erreichen bald ein Wetterkreuz mit einer Andachtsstätte, die sich für eine erste Rast anbietet. Gleich danach folgen wir dem querenden Weg nach rechts. Er bringt uns zur Johann-Philipp Bronner-Hütte. Von hier aus hat man nicht nur einen prächtigen Blick über die Weinberge, sondern auch nach Rauenberg, das auf der anderen Talseite liegt.
Nun biegen wir links ab. Der Weg verläuft eine längere Strecke geradeaus und wir passieren einige Ruhebänke, das Drei-Länder-Eck (176,3 m), und vor einem querenden Weg ein ausdrucksstarkes Kruzifix. Nun biegen wir rechts ab und kommen vor die Autobahn. Hier geht es nach links weiter.
Hoch zur Kapelle auf dem Mannaberg Wo wir auf eine Straße treffen, halten wir uns rechts. Wir unterqueren die Autobahn und gehen nach der Brücke auf der linken Seite der Straße weiter. Diese Richtung behalten wir bei, überqueren die Straße Hasselbach und gehen weiter, bis uns nach eingezäunten Grundstücken und einem Gehölz das Wanderzeichen nach links weist.
Jetzt geht es hinauf zum Mannaberg. An der folgenden Kreuzung nehmen wir den nach links ansteigenden Weg. Oben angelangt, zieht er nach rechts, danach biegen wir an der nächsten Kreuzung links und gleich wieder rechts ab. Bald folgt ein u-förmiger Bogen, in dem wir um den Mannaberg wandern. Wo der Weg eine Linkskurve beschreibt, sehen wir links oben die Michaelskapelle. Zeit für eine Pause, vielleicht auch eine Andacht. Aussicht bietet sich uns hier leider nicht.
Weitere Parkplätze
Die Parkmöglichkeiten am Winzerkeller sind begrenzt. Sollte man dort keinen Parkplatz finden, gibt es als Ausweichparkplatz noch den Parkplatz Angelbachtal/Tierpark Rauenberg (GPS: 49.265043, 8.709573), der die Wanderung unwesentlich verlängert. Er liegt am südlichen Ende der Bahnhofstraße in Rauenberg. Von ihm aus wandert man in der Bahnhofstraße nach Norden, biegt dann rechts ab in die Hauptstraße und links in die Dielheimer Straße. Oder man geht noch etwas weiter in der Dammstraße und hält sich dann rechts in die Diehlheimer Straße. Ihr folgt man kurz, bis von rechts der Kapellenweg einmündet. Dort geht man geradeaus weiter und wandert dann wie oben beschrieben die Runde; am Ende geht es auf bekanntem Weg wieder zurück zum Parkplatz Angelbachtal/Tierpark Rauenberg.
Hinab nach und durch Rauenberg Deshalb folgen wir mit dem blauen »W« dem rechten Weg bergab. Er bringt uns nach einer Linkskurve zu einem Querweg. Hier biegen wir rechts ab und wandern hinab nach Rauenberg. Dort halten wir uns in der querenden Dielheimer Straße rechts.
Blick nach Rauenberg
Bald erreichen wir einen Kreisverkehr. Hier geht es in der ersten Straße nach rechts in Richtung »Autobahn« weiter, nach wie vor in der Dielheimer Straße. Bald darauf vor dem Kruzifix von 1892 verzweigt sich der Weg. Nun wandern wir in der linken Straße Stockswiesen weiter. Bald folgt ein weiterer Kreisverkehr. Wir gehen geradeaus in der Straße In der Landschaft weiter, unterqueren die Autobahn und folgen dem Sträßchen. Nach einiger Zeit kommen wir zu der mächtigen Anlage des Winzerkellers. Wir wandern im Bögnerweg links an ihr vorbei. Nach den Gebäuden biegen wir rechts in die Straße Im Grassenberg ab.
Nicht versäumen
Der Tierpark in Rauenberg liegt unweit der Wanderstrecke. Er ist für mitwandernde Kinder sicher ein interessantes Zwischenziel vor der letzten Etappe.

Hier geht’s lang
Ausgangs- und Endpunkt: Wiesloch, Winzerkeller, Bögnerweg, GPS: 49.285773, 8.699659
Tourencharakter: Die Wanderung verläuft auf festen Wegen, nur kurze Abschnitte sind unbefestigt. Sie ist überwiegend mit dem Zeichen »Blaue Traube in weißem Ring auf gelbem Grund« des Weinwanderwegs Mannaberg und dem blauen »W« des Weinpfads Kraichgau beschildert. Da die Beschilderung aber teilweise fehlt, muss man gut aufpassen.
Karte: Freizeitkarte F513 Mannheim Heidelberg, 1:50 000, Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL)
Bahn/Bus: Bahn bis Wiesloch-Walldorf, dann mit dem Bus nach Wiesloch oder Rauenberg
Auto: Auf der B3 bis Wiesloch
Einkehr: Gute deutsche Küche sowie Burgervariationen gibt es im Restaurant Linde in Rauenberg (www.altes-kino-rauenberg.de).
Information: www.wiesloch.de

Humorvolle Zwischenstation: »Speedy Gonzales«
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