Kitabı oku: «»Hochgehberge« zum Runterkommen»
Die schönsten Touren
»Hochgehberge«
zum Runterkommen
Wandern im und um das
Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.j-berg.de

Inhalt
Tourenüberblick
Vorwort
Wandern in den »hochgehbergen«
Die Touren
1 hochgehblickt
Blick über den Neckar zur Schwäbischen Alb
2 hochgehadelt
Über die Teck zum Breitenstein
3 hochgehnießen
Rund um die alten Bauernhöfe
4 hochgehlegen
Für historisch interessierte Wanderer
5 hochgehfestigt
Über die größte Burgruine zu den Weinbergen
6 hochgehkeltert
Durch Wiesen und Weinberge zur Burgruine
7 hochgehsiedelt
Kelten, Aussicht und eine Burgruine
8 hochgehflogen
Aussichtspunkte und Höllenlöcher
9 hochgehwachsen
Bäche und ein See
10 hochgehtürmt
Aussichtsturm und Aussichtsfels
11 hochgehkämpft
Hinauf zum Aussichtsturm
12 hochgehträumt
Zur Nebelhöhle und zum Schloss Lichtenstein
13 hochgehhütet
Herrliche Natur auf dem Beutenlay
14 hochgehsprudelt
Aussichtsturm und Wacholderheide
15 hochgehgrenzt
Hoch zu einer Burgruine
16 hochgehbürzelt
Aussichtspunkt hoch über der Lauter
17 hochgehswiggert
Zwei Burgruinen auf einen Streich
18 hochgehlautert
Drei Ruinen und ein herrliches Tal
19 hochgehackert
Durchs idyllische Tiefental
20 hochgehschätzt
Mit dem Nachen in die Höhle
21 hochgehpilgert
Barockmünster und Nachenfahrt
Register
Impressum

5 Blick über die Weinberge auf Beuren

10 Vom Wackerstein hat man einen prächtigen Blick ins Albvorland.
20 Idylle im Glastal
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Wandertour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |

Die Ruine Hohengundelfingen hoch über dem Lautertal ist heute noch eine beeindruckende Anlage.

Besonders schön im Frühling: Blick über das Freilichtmuseum Beuren zur Ruine Teck.
Tourenüberblick

| Leicht |
| Mittel |
| Schwer |
| Länge in km |
| Höhenunterschied in m |
| Gehzeit in Std. |
| Einkehr |
| kindergeeignet |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher schattig |
| Sehenswürdigkeit |
| Bademöglichkeit |
| öffentliche Verkehrsmittel |
Vorwort
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
mit den hier vorliegenden Wanderungen der »hochgehberge« werden Sie in und durch den vielleicht schönsten Teil der Schwäbischen Alb geführt. Die Wandermarke »hochgehberge« ist ein Zusammenschluss des Landes Baden-Württemberg, vertreten durch die Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb (UNESCO-Biosphärenreservat), mit den Landkreisen Esslingen und Reutlingen, der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb im Landkreis Reutlingen e. V. sowie 19 Kommunen von Beuren bis Zwiefalten.

Die Ruine Hohenneuffen ist die größte der Schwäbischen Alb.
Von den 21 Wanderwegen der »hochgehberge« in der Region Mittlere Alb, Albtrauf und Biosphärengebiet Schwäbische Alb sind 14 vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderwege, sechs als Premiumspazierwanderwege und einer vom Deutschen Wanderverband e. V. als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. Sie laden zum Erkunden dieser Albregion ein und eröffnen Zugänge zu ganz unterschiedlichen Landschaften: Wälder, Blumenwiesen, Auenlandschaften, Felsformationen, Felder und Hügel – die »hochgehberge« bieten Wanderungen je nach persönlicher Vorliebe und Kondition. Durch die perfekte Ausschilderung und die Möglichkeit, sich die Tracks zur Navigation herunterzuladen, kann man sich praktisch nicht verlaufen.
Traumhafte Aussichten mit Blicken über die Schwäbische Alb, ins Albvorland und an einzelnen Stellen bei geeigneter Wetterlage sogar zu den Alpen belohnen die Wanderer nach dem Hochgehen. Die Wanderwege führen durch beeindruckende, schützenswerte Natur und vorbei an Burgen und Festungen, die Geschichten der Vergangenheit erzählen. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe und Gastronomen der Region stehen als Garant für eine gepflegte Einkehr nach der Wanderung und für den Kauf gesunder und regionaler Lebensmittel.
Bei allen Touren wünsche ich Ihnen frohe Wandertage, allzeit schönes Wetter und viele angenehme Begegnungen.
Dieter Buck
In der Gruppe ist Wandern doch am schönsten.
Wandern in den »hochgehbergen«
Die »hochgehberge«, die in einem der schönsten und am besten erschlossenen Wandergebiete der Schwäbischen Alb liegen, stellen keine außergewöhnlichen Ansprüche an die Wanderer: Gute Wanderschuhe, geeignete Kleidung und Orientierungssinn genügen, um die vorbereiteten Touren begehen zu können (weitere Informationen unter www.hochgehberge.de).
Orientierung
Die Wege sind bestens markiert, und wer sich auf sein Smartphone eine der üblichen Navigationsapps lädt oder ein Navigationsgerät besitzt, kann sich sogar digital leiten lassen. Die auf www.hochgehberge.de hinterlegten Tracks sind die Originaltracks. Bei Touren, die in diesem Buch an einem alternativen Ausgangspunkt beginnen oder den Wegverlauf etwas variieren, sollte man sich am Text orientieren. Auch die Karten im Buch zeigen den Wegverlauf an.
Mächtige Felsbrocken aus Kalkgestein sind typisch für die Schwäbische Alb.
Bei den hier beschriebenen Touren handelt es sich teilweise um längere Wanderungen, zum Teil aber auch um kürzere Runden und Spaziergänge. Gerade bei Letzteren ist es praktisch, dass man sie problemlos miteinander zu einer längeren Wanderung zusammenfassen kann.
Essen, Trinken und Pflaster
Grundsätzlich sollte man an die Verpflegung denken. Etwas zu trinken dabeizuhaben ist vor allem an heißen Sommertagen unbedingt empfehlenswert. Essen ist nicht ganz so wichtig, vor allem bei kurzen Touren – es ist schließlich noch niemand verhungert, der mal ein paar Stunden nichts gegessen hat. Aber gegen eine gemütliche Vesperpause ist trotzdem nichts einzuwenden.
Auch wenn in der Überschrift nur von Pflastern die Rede ist: Damit allein ist es noch nicht getan. Man verdrängt es zwar gerne, aber Verletzungen sind immer möglich. Gegen Risse, Kratzer und dergleichen sind Pflaster im Rucksack sowie ein Desinfektionsmittel nützlich. Schlimmer ist es aber, wenn man sich einen Fuß vertreten hat. Hat man eine elastische Binde dabei, schafft man vielleicht zumindest noch den Weg zurück zum Ausgangspunkt.
Immer wieder kommen auch Insektenstiche vor. Hierzu gibt es Geräte, mit denen man den Stachel oder das Gift entfernen kann, sowie Salben, um den Juckreiz zu mildern.
Gut kombinierbare Touren
• »hochgehnießen« & »hochgehlegen«
• »hochgehnießen« & »hochgehfestigt«
• »hochgehfestigt« & »hochgehlegen« (Achtung: zweimaliger Anstieg)
• »hochgehfestigt« & »hochgehkeltert« (Achtung: zweimaliger Anstieg)
• »hochgehkeltert« & »hochgehsiedelt«
• »hochgehfestigt« & »hochgehsiedelt«
• »hochgehswiggert« & »hochgehbürzelt«
• »hochgehbürzelt« & »hochgehgrenzt«
• »hochgehpilgert« & »hochgehschätzt«
Einstufung der Touren
Als leicht gelten wirklich leichte, also relativ kurze Touren ohne oder mit ganz wenig Höhenunterschied und gut zu gehendem Weg. Ist die Wanderung etwas länger oder bringt sie einen mäßigen Höhenunterschied mit sich, wird sie als mittelschwer eingestuft. Als schwer eingeordnet sind lange Touren mit großen Höhenunterschieden, vor allem, wenn sie auf eher schwierig zu gehenden Pfaden verlaufen.
Sicherheit auf der Wanderung
Gut ist es immer, wenn man seine eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzt – und die der Mitwanderer natürlich auch! Eine Kette ist immer nur so stark wie das schwächste Glied, und auf Begleitpersonen, die nicht mehr weitergehen können, ist unbedingt Rücksicht zu nehmen. Also heißt es überlegen: Schafft man die angegebene Strecke und die Höhenmeter oder nicht? Man sollte immer auch bedenken, dass man an heißen Sommertagen schneller an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommt als an kühleren Tagen. Auf jeden Fall sollte man stets genügend zu trinken dabeihaben, und etwas zu essen ist auch bei kürzeren Touren kein Fehler.
Ein kleiner Unfall ist schnell passiert, und wenn es auch »nur« ein verknackster Fuß ist, kommt man oft nicht mehr weiter. Empfehlenswert ist es, wenn man sich mindestens zu zweit auf die Socken macht. Alleinwanderer sollten immer eine Info hinterlassen, wo und wie lange sie unterwegs sein werden.
Hilfe herbeirufen kann man mit dem Handy, wobei der Empfang manchmal schlecht ist. Kann mit der Notrufnummer 112 keine Verbindung aufgebaut werden, sollte man das Handy ausschalten und bei Wiedereinschalten gleich die 112 eintippen, anstatt sich in sein eigenes Netz einzuwählen. Mit etwas Glück sucht sich das Gerät das nächste verfügbare Netz. Oft nützt auch ein Standortwechsel.

Rast mit Blick zur Ruine Hohenneuffen
Tiere und andere Gefahren
Es braucht bei uns zwar niemand Angst vor hungrigen Löwen oder giftigen Spinnen zu haben, aber es gibt trotzdem ein paar Tiere, vor denen man Respekt haben sollte.
Das sind zuerst einmal die Zecken. Die Schwäbische Alb ist zwar nicht als ausgesprochenes Zeckengebiet bekannt, aber es ist trotzdem nicht schlecht, wenn man sich nach einer Wanderung auf Zecken absucht. Ein Zeckenbiss kann schließlich schwere Komplikationen verursachen, von einer Hirnhautentzündung bis hin zur Borreliose. Noch größer ist die Gefahr, die vom Fuchsbandwurm ausgeht. Er wird vom Menschen meist durch den Verzehr niedrig hängender Beeren oder den Kontakt mit infizierten Haustieren aufgenommen und schädigt vor allem die Leber, manchmal auch Lunge und Gehirn.
Eine weitere Gefahr ist das Hantavirus. Es wird durch Rötelmäuse beziehungsweise deren Ausscheidungen übertragen. Wenn man beim Wandern zum Beispiel trockenes Laub aufwirbelt, kann man den Erreger einatmen.
Die Touren

Hoch über Beuren thront die Ruine Hohenneuffen
1 hochgehblickt
Blick über den Neckar zur Schwäbischen Alb
Wald, Felder, Streuobstwiesen, beste Aussicht über den Neckar zur Schwäbischen Alb sind die passenden Charakteristika dieser Tour. Sie führt uns von der Hölderlinstadt Nürtingen durch einen prächtigen Park im Stil englischer Landschaftsgärten hinauf auf die Höhe.

Tourencharakter: Rundwanderung auf guten Wegen.
Tourenverlauf: Nürtingen – Oberensingen – Villa Rustica – Wald – Hochen – Galgenberg – Neckarhausen – Nürtingen
Ausgangspunkt: Nürtingen, Hallenbad, Galgenbergstraße, 270 m, GPS-Koordinaten: 48.628309, 9.331633
Höchster Punkt: Am Waldrand nach Alpakafarm, 368 m
Einkehr: Nürtingen
Karten: Wanderkarte Kirchheim unter Teck, 1:25 000, Hrsg. Schwäbischer Albverein e. V., Kartographie: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL); Wanderkarte mit Radwegen 52-539, Stuttgart Südost NaturNavi
Informationen: www.nuertingen.de

Durch den Galgenbergpark zum römischen Gutshof Wir gehen auf dem Hallenbadparkplatz an die westliche Ecke des Hallenbads und zu dem Schild Hallenbad Nord (271 m) und danach zwischen Spielplatz und Sportplatz zum Galgenbergpark. Durch diese schöne Parkanlage mit den prächtigen alten Bäumen steigen wir nun parallel zur Galgenbergstraße hinauf zum Schild Galgenbergpark (308 m)
. Nun enden die Schilder »Zuwegung«, der eigentliche Wanderweg beginnt. Hier biegen wir rechts ab in Richtung »römischer Gutshof«. Vorbei an einem Mammutbaum verlassen wir den Park und spazieren mit weitem Blick über Nürtingen nach rechts bis zu den Häusern von Oberensingen
. An der querenden Straße zweigen wir am Schild Friedrich-Glück-Straße (306 m) links ab. Kurze Zeit darauf stehen wir vor dem römischen Gutshof Oberensingen (313 m)
. Der Gutshof, von dem heute noch etliche Mauerreste gut erhalten sind, ist durch Tafeln ausführlich erklärt.

Nach dem Galgenberg bietet sich ein prächtiger Blick über Nürtingen zur Schwäbischen Alb.
Anfahrt
Auto: A8 bis Ausfahrt Wendlingen, dann auf der B313 nach Nürtingen. Auf der Straße bleiben bis zum rechts liegenden Hallenbad und der abgehenden Galgenbergstraße. Wenn man der Galgenbergstraße etwas hinauf folgt bis zum Ende des Parks, kann man das Auto ebenfalls abstellen; ÖPNV: Bahn bis Nürtingen, Bus ab Bahnhof bis Nürtingen Mühlstraße oder Neckarbrücke (www.efa-bw.de).
Durch Streuobstwiesen und Wald zur Alpakafarm Wir gehen links an ihm vorbei, danach etwas abwärts bis zum Schild Aichhalde Ost (308 m). Jetzt wandern wir geradeaus weiter, und kommen an Streuobstwiesen vorbei. Am Schild Aichhalde Nordost (307 m) werden wir nach links und kurz aufwärts verwiesen. Bald kommen wir in den Wald und dort nach einiger Zeit am Schild oberhalb Aichbrücke (316 m) vorbei. Danach werden wir am Schild Bauernwald Mitte (337 m)
scharf nach links verwiesen. Nach einem kurzen Anstieg verlassen wir den Wald und steuern auf die Alpakafarm zu.
Am Waldrand entlang zum Wildrosenlehrpfad Noch vor dem Gebäude werden wir am Schild nördlich Alpakafarm (369 m)
nach rechts geleitet. Am Waldrand biegen wir an der Beschilderung nordwestlich Alpakafarm (368 m) nach links ab, dann werden wir beim Schild westlich Alpakafarm (369 m) nach rechts verwiesen. Im Prinzip folgen wir nun immer dem Waldrand. Es geht am Schild Hochen West (366 m) vorbei, dann verlassen wir vorübergehend den Waldrand und gehen durch die Felder. Gleich am nächsten Querweg halten wir uns aber rechts und erreichen beim Schild Lauch Nord (368 m) wieder den Waldrand. Hier geht es nach links weiter.
Nach einem Linksknick erreichen wir einen Schotterweg, wo sich uns ein erster Blick zum Neckar bietet
. Wir halten uns am Schild Wildrosenlehrpfad (363 m) rechts und spazieren an zwanzig verschiedenen Sorten von Wildrosen entlang weiter.
Rastam Römischen Gutshof
Immer mit Blick zum Neckar und zur Schwäbischen Alb Etwas später biegen wir am Ende des Lehrpfads bei dem Schild Wildrosenlehrpfad West (365 m)
links ab. Gleich darauf treffen wir beim Schild Urhöld Südwest (368 m) auf einen Feldweg. Ihm folgen wir nach links. Ab jetzt begleitet uns immer der Blick über Streuobstwiesen hinab zum Neckar und zur dahinterliegenden Schwäbischen Alb. Markant stechen dort der Hohenneuffen (links) und die Achalm (rechts) heraus. Der Weg führt anschließend am Wengert-Häuschen (354 m), danach am Hirschbrunnen vorbei. Kurz vor einer Scheune treffen wir auf einen querenden Feldweg, ihm folgen wir nach rechts. Vor den ersten Häusern von Neckarhausen werden wir auf einem Wiesenweg nach links verwiesen
. Gleich darauf biegen wir rechts in einen Feldweg ein. Am Schild Steigäcker Mitte (357 m) überqueren wir einen asphaltierten Weg und wandern geradeaus weiter. Am nächsten Asphaltweg biegen wir, diesmal ohne Zeichen, erst rechts
und dann gleich wieder links auf den Wiesenweg ein. An einem kreuzenden Wiesenweg halten wir uns rechts und gelangen zu einem Sträßchen. Hier biegen wir zunächst links ab, gleich darauf zweigen wir aber rechts ab
.
Weiter geht es durch Streuobstwiesen und mit Blick zur Schwäbischen Alb zum Ortsrand von Nürtingen. Dort weist ein Schild zur »Schillerhöhe«, als Entfernung werden 200 Meter angegeben. Folgt man dem Abstecher, erwartet uns auf der Schillerhöhe bei den mächtigen Bäumen wieder ein Ausblick bis zur Schwäbischen Alb, außerdem gibt es dort einen Grillplatz. Ansonsten gehen wir links der Straße auf bekanntem Weg durch den Galgenbergpark zurück zum Ausgangspunkt.
2 hochgehadelt
Über die Teck zum Breitenstein
Die geschichts- und aussichtsreiche Ruine Teck ist das erste Ziel dieser Tour. Mit weiteren Aussichtspunkten wandern wir über den Sattelbogen und die Ruine Rauber zum Breitenstein. Besonders schön ist es im Frühjahr, wenn die Obstbäume einen weißblühenden Gürtel um die Berge spannen.

Tourencharakter: Rundwanderung mit Anstiegen auf guten Wegen. Das Stück am Steilabhang kann auch umgangen werden.
Tourenverlauf: Bissingen – Hörnle – Teck – Sattelbogen – Ruine Rauber – Ochsenwang – Breitenstein – Bissingen
Ausgangspunkt: Bissingen an der Teck, Wanderparkplatz Am See, 423 m, GPS-Koordinaten 48.594524, 9.491675
Höchster Punkt: Breitenstein (812 m)
Einkehr: Ruine Teck, Bissingen
Karten: Wanderkarte Kirchheim unter Teck, 1:25 000, Hrsg. Schwäbischer Albverein e. V., Kartographie: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL); Wanderkarte mit Radwegen 54-539 Göppingen Kirchheim unter Teck, 1:25 000, NaturNavi
Informationen: www.owen.de, www.bissingen-teck.de
Hinweis: In der Ruine Teck sollte man auf den Aussichtsturm hinaufsteigen.

Durch Streuobstwiesen hinauf Ab dem Wanderparkplatz in Bissingen folgen wir der Seestraße aus dem Ort hinaus. Am Schild beim Schützenhaus (458 m) biegen wir rechts ab. Danach halten wir uns am Schild Hau Südwest (451 m) rechts zu der Scheune. Beim Schild Hau Nordwest (449 m) überqueren wir eine Brücke und kommen zu einer Ansammlung von Kunstwerken.
Wir gehen noch geradeaus weiter, halten uns aber gleich danach links, im Anschluss rechts und wandern bis zum Schild Runsäcker Nordwest (442 m)
vor den Häusern. Nun geht es nach links geradeaus hinauf bis zum Schild südwestlich Neuberg (496 m). Hier führt unser Weg zwar rechts weiter, zuerst sollten wir aber nach links zu dem kleinen Bleicherhäusle (509 m)
gehen. Seine Geschichte steht auf einer Tafel und von der Bank aus hat man nicht nur einen schönen Überblick über die Gegend, sondern kann sich auch vom Anstieg erholen.
Anfahrt
Auto: A8 bis Kirchheim/Teck Ost, dann auf der B465 ins Lenninger Tal und gleich links über Nabern nach Bissingen; ÖPNV: Regionalbahn oder S-Bahn bis Kirchheim/Teck, weiter mit dem Bus bis Bissingen, Haltestelle See (www.vvs.de).

Vom Tal aus hat man bereits die Ruine Teck im Blickfeld.

Auf der Ruine Teck lädt ein Wanderheim zur Einkehr. Auch übernachten kann man hier. Auf jeden Fall sollte man aber den Aussichtsturm besteigen.
Danach folgen wir dem Weg weiter. Als Wiesenweg bringt er uns zu einem Feldweg. Hier geht es mit einem Rechts-links-Knick weiter. Gleich darauf, am Schild Roßwasen Ost (492 m), biegen wir links ab. Nun folgen ein paar steile Minuten. Es geht am Schild Roßwasen Mitte (524 m) vorbei zum Schild Roßwasen Nordwest (552 m). Hier zieht der Weg nach links. Nach ein paar Dolinen kommen wir zum Waldrand, hier gehen wir nach rechts zu der Bank und dort nach links in einem Schlussanstieg hinauf zum Schild Am Hörnle (590 m). Nun haben wir den ersten Teil geschafft und uns eine Pause verdient. Dazu gehen wir nach rechts zum Aussichtspunkt
, wo eine Bank und ein Denkmal auf uns warten.
Über die Burg Teck und den Gelben Fels zum Sattelbogen Im Anschluss gehen wir zurück zum Parkplatz und zu dessen Einfahrt mit dem Schild Parkplatz Hörnle (605 m). Von dort führt der Weg in den Wald, in dem es weiter ansteigt. Wir passieren das Schild Roßwasen Nord (672 m) und eine Hütte, danach das Schild Roßwasen (683 m). Am Schild bei der Burg Teck (744 m) machen wir einen Abstecher von 200 Metern nach rechts zur Burg Teck
, wo man einkehren kann; auch den Turm sollte man besteigen. Vor dem Eingang geht es nach rechts hinab zur Sibyllenhöhle.
Anschließend gehen wir wieder zurück zum Abzweig und halten uns rechts. Gleich danach nehmen wir am Schild Teck West (744 m) den linken Pfad. Er führt uns vorbei am ehemaligen Segelfliegerstartplatz Gelber Fels zum aussichtsreichen Gelben Fels
. Danach fällt der Weg ab und bringt uns zum Sattelbogen (604 m)
, den wir nach einem Grillplatz erreichen. Dort halten wir uns links. Gleich darauf folgen wir am Schild Sattelbogen (604 m) dem nach rechts ansteigenden Pfad zur »Ruine Rauber«.

Die Ruine Rauber liegt gut versteckt mitten im Wald.
Über die Ruine Rauber nach Ochsenwang Erst geht es weiter mäßig hinauf bis vor die Ruine Rauber, die sich vor uns wie ein großer dunkler Schiffsbug erhebt. Nun steigt es etwas steiler an. Unter der Brücke hindurch gelangen wir hinauf zum Eingang der Ruine Rauber (740 m)
.
Nach einer Rast folgen wir weiter dem Weg, der erst entlang mächtiger Felsen verläuft. Schließlich erreichen wir am Schild Friedhof Diepolzburg (769 m)
den kleinen Privatfriedhof des Hofguts Diepolzburg, auf dem einige Mitglieder der Familie Rall bestattet liegen; der Friedhof steht unter Denkmalschutz.
Hier haben wir zwei Möglichkeiten. Die einfachere, dafür aber 800 Meter längere wäre, geradeaus weiterzugehen. Nach dem Hofgut zieht die Straße nach links bis zum Parkplatz. Mit »Trittsicherheit erforderlich« ist der am Friedhof links abgehende Pfad markiert. Dies bezieht sich darauf, dass er an einigen Stellen direkt am Steilabfall entlangführt. Bei Feuchtigkeit, Eis und Schnee sollte man ihn nicht begehen und lieber den längeren Weg nehmen.
Ruine Teck
Die um 1150 erbaute Burg Teck geht vielleicht auf Herzog Konrad von Zähringen (1122–1152) zurück, dem nach den Welfen und Staufern einflussreichsten Fürsten in Süddeutschland. Die Burg wurde 1152 in einem Vertrag zwischen König Friedrich I. Barbarossa und dem Sohn Konrads, Herzog Berthold von Zähringen, erstmals erwähnt. 1519 hielt sie dem Ansturm des Schwäbischen Bundes gegen Herzog Ulrich nicht stand und wurde 1525 im Bauernkrieg zerstört. Interessant ist, dass das englische Königshaus über Herzog Alexander die Herzöge von Teck zu seinen Vorfahren zählen kann. 1888 war die Ruine Anlass zur Gründung des Schwäbischen Albvereins, denn der Verschönerungsverein Kirchheim übernahm sich beim Bau des Teckturmes finanziell. Er bat die benachbarten Verschönerungsvereine um Spenden. Aus einem daraufhin folgenden Treffen im Waldhorn in Plochingen ging dann der am 13. August 1888 gegründete Schwäbische Albverein hervor.

Der Breitenstein ist einer der schönsten Aussichtsberge am Albtrauf.
Am Schild Parkplatz Diepolzburg (780 m)
vereinigen sich beide Wege wieder. Wir gehen erst links der Straße nach links. Am Schild südöstlich Kennberg (788 m) überqueren wir die Straße zum Schild nordwestlich Bruckener Hörnle (788 m); nun wandern wir rechts der Straße weiter. Nach dem Wald biegen wir am Schild nordwestlich Afterleder (789 m) rechts ab, gleich danach folgen wir dem Asphaltweg nach links. Vorbei am Schild nordöstlich Hinterer Bühl (798 m) steuern wir auf den Wasserbehälter zu. Vor ihm zieht der Weg nach links und wir gehen links des Behälters etwas bergab. Hier sehen wir einige markante Weidbäume. Unterhalb vom Wasserbehälter zieht der Weg etwas nach rechts und bringt uns dann hinab nach Ochsenwang
.
Zum aussichtsreichen Breitenstein und hinab nach Bissingen Dort überqueren wir die Straße und spazieren in der Eduard-Mörike-Straße in den Ort hinein. Rechts liegt die Kirche, ihr gegenüber links der Straße das Mörike-Museum. Kurz danach erreichen wir am Schild Ochsenwang (769 m) eine Hüle, an der eine Skulptur eines Bauern mit seinem Ochsen steht.

Idylle in den Streuobstwiesen – die Gegend gehört zum Schwäbischen Streuobstparadies.
Danach zieht die Straße nach rechts, wir gehen aber geradeaus weiter und aus dem Dorf hinaus.
Es geht am Schild Breitensteinweg (767 m) vorbei, danach knickt der Weg rechts ab und wir kommen zum Schild Pfähling Nordost (771 m). Hier folgen wir dem Asphaltweg nach links. Am Schild nordwestlich Stellhecke (784 m) quert ein Weg. Er bringt uns nach rechts zum Schild südöstlich Breitenstein (789 m). Nach links ginge es zum Parkplatz, wir wandern aber geradeaus zum Breitenstein (807 m). Hier bietet sich eine herrliche Aussicht zur Teck und ins Voralbland. Wir halten uns am Trauf rechts und gehen am Schild Breitenstein Ost (775 m) vorbei zum gleichnamigen Schild vor einem festen Weg. Hier biegen wir links ab in Richtung »Schützenhaus«
.
Weiter geht es in Serpentinen steil hinab zum Schild nördlich Breitenstein (628 m). Wir überqueren den Forstweg und kommen über das Schild Schaftrieb Südwest (590 m) zur Straße. Etwas nach rechts versetzt geht es weiter bergab
. Rechts sehen wir einen Hügel, hier stand die Ruine Hahnenkamm.
Nun wandern wir durch einen recht urtümlich wirkenden Wald mit viel Totholz bergab. Beim Schild Melkersteich Nordost (556 m) kommen wir aus dem Wald hinaus. Vorbei an den Schildern Melkersteich Nord (532 m), Melkersteich Nordwest (495 m) und Enzenwiesen Süd (495 m) erreichen wir am Schild beim Schützenhaus (458 m) einen asphaltierten Weg. Nach rechts gelangen wir nun in wenigen Minuten zurück zum Ausgangspunkt.

Der letzte Abschnitt führt durch eine eher karge Landschaft – aber wieder mit Blick zur Teck.
3 hochgehnießen
Rund um die alten Bauernhöfe
Diese Wanderung führt meist durch Streuobstwiesen, was insbesondere im Frühjahr zur Blüte ein wunderbares Erlebnis ist. Unterwegs haben wir immer einen Blick über die Landschaft und zu den Ruinen Hohenneuffen und Teck und können abschließend das Freilichtmuseum besuchen.

Tourenverlauf: Beuren/Freilichtmuseum – Blumentobel-Hütte – Breitenlau-Hütte – Hohenneuffen-Blick – Wanderparkplatz Zwetschgenwäldle – Engelberg – Freilichtmuseum
Ausgangspunkt: Beuren, Freilichtmuseum, Engelbergweg, 485 m, GPS-Koordinaten: 48.574168, 9.412302
Höchster Punkt: Aussichtspunkt Engelberg, 494 m
Einkehr: Freilichtmuseum; Beuren
Karten: Wanderkarte Kirchheim unter Teck, 1:25 000, Hrsg.: Schwäbischer Albverein e. V., Kartographie: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL); Wanderkarte mit Radwegen 52-538, Reutlingen Bad Urach, 1:25 000, NaturNavi
Informationen: www.beuren.de, www.freilichtmuseumbeuren.de


Die Wanderung startet am Freilichtmuseum Beuren, das hinterher einen Besuch lohnt.
Vom Freilichtmuseum in die Streuobstwiesen Wir gehen vom oberen Parkplatz am Freilichtmuseum vorbei zum unteren Parkplatz, dort führt ein schmaler Pfad über einen kleinen Steg auf die beiden Hügel Spitzberg und Engelberg zu. Am Ende des Wiesenpfades zweigen wir rechts auf einen Schotterweg ab. Auf ihm wandern wir nun sanft abwärts. Wo nach einem querenden Bach der Wald rechts an den Weg heranrückt, biegen wir links ab (Herbstwiesen)
.
Vorbei an zwei Hütten Wir bleiben zunächst auf diesem Weg, gehen aber dort, wo er nach links abknickt, geradeaus auf einem Wiesenweg weiter. Vorbei an einem eingezäunten Gelände kommen wir in den Wald. Am Tor des Zauns
biegen wir links ab und verlassen den Wald.
Anfahrt
Auto: A8 bis Ausfahrt Kirchheim/Teck, dann auf der B465 ins Lenninger Tal bis Owen. Dort rechts abbiegen in Richtung Beuren; ÖPNV: S-Bahn oder Regionalbahn bis Neuffen oder Owen. Weiter mit dem Bus. Info: www.vvs.de
Nun folgen wir dem nach rechts ziehenden Weg, bald wieder durch Streuobstwiesen. Rechts sehen wir bald die Blumentobel-Hütte, etwas später erreichen wir die Straße. Nach einem kurzen Stück biegen wir rechts ab und wandern rechts an der Breitenlau-Hütte
vorbei. Am Waldrand orientieren wir uns links und folgen ihm, später steil bergab. Wir haben nun einen schönen Blick zur Ruine Hohenneuffen und geradeaus zum ehemaligen Steinbruch am Hörnle. Wo der Wald rechts aufhört, biegen wir links ab
.
Nach einem querenden Asphaltweg gehen wir unbefestigt weiter. Der Weg knickt erst links, dann rechts ab und zieht durch die Streuobstwiesen bis zu einem Sträßchen. Etwas rechts davon sehen wir den Wanderparkplatz Zwetschgenwäldle
.
Auf dem Bodenlehrpfad Hier orientieren wir uns links, wo uns nun einige Stationen des interessanten Bodenlehrpfads begleiten. Bald werden wir nach rechts verwiesen. Der Weg knickt links ab und wir wandern etwas aufwärts bis vor den Hügel Engelberg
. Hier halten wir uns links und umrunden den bewaldeten Hügel. Wo die Bäume links des Weges aufhören, haben wir einen weiten Blick über die Landschaft. Nun biegen wir rechts ab und wandern auf einem Wiesenweg bis oberhalb des Sträßchens beim Freilichtmuseum.
Tourencharakter
Wir wandern auf festen und Naturwegen. Die Tour kann mit den Wanderungen »hochgehlegen« oder »hochgehfestigt« kombiniert werden. Ebenso mit der Tour »hochgehkeltert«, dann aber mit zweimaligem Anstieg.
Wir gehen nach rechts hinab zu dem Sträßchen und spazieren nach rechts zurück zum Parkplatz. Anschließend bietet sich ein Besuch des interessanten Bauernhofmuseums an; ein Besuch ist für alle Altersklassen ein bleibendes Erlebnis.
Freilichtmuseum Beuren
Wie alle Freilichtmuseen ist auch das Freilichtmuseum Beuren ein Paradies für Jung und Alt, die die Luft der Vergangenheit – sei sie nun schöner oder härter gewesen – schnuppern wollen. Manche Ältere finden Gegenstände oder Einrichtungen, die sie noch von früher kennen, und sei es von Besuchen bei den Großeltern. Und die Kinder staunen, wenn ihnen die Erwachsenen das erzählen. Wie sie vielleicht am gleichen Küchentisch bei der Oma gesessen sind, vielleicht dasselbe Küchengerät benutzt haben. In Beuren werden zahlreiche original wiederaufgebaute Gebäude des ländlichen Raumes aus dem Mittleren Neckarraum und der Schwäbischen Alb gezeigt. Es gibt unter anderem einen Hausgarten, einen Museumsacker und den nach der letzten Inhaberin benannten Tante-Helene-Laden. Der große Renner dort sind außer verschiedenen Spielsachen die Himbeerbonbons in offenen Gläsern, die abgewogen und dann in Papier-Spitztüten verpackt werden. Einen guten Einblick in die Atmosphäre dieses dörflichen Ladens geben die folgenden Sätze in einem Werbebrief zum sechzigjährigen Jubiläum an die Lieferanten: »Es war einmal … Die Ladenglocke bimmelt, die Kundschaft hat »das gewisse Etwas von gestern« wiederentdeckt. Sie liebt die Sinnlichkeit des Suchens und Findens, kein Laserstift kontrolliert die Ehrlichkeit, sondern das Auge von Tante Helene. Die Kunden schwärmen vom Duft der heilen Welt. …«. Aber Kinder waren auch damals schon Kinder und zu Streichen aufgelegt: So landete nicht selten auch eine Stinkbombe im Laden.
Im Freilichtmuseum gibt es ein reiches Besucherprogramm mit vielen Veranstaltungen. Kinder werden sich an den hier gehaltenen Nutztieren erfreuen; zu bestimmten Zeiten finden auch Fütterungen statt. Die Schafe mit ihren Lämmchen oder die Kaninchen sind auch außerhalb dieser Zeiten an etwas frischem Gras oder Löwenzahnblättern interessiert. Ein Parcours mit 20 Stationen lädt dazu ein, die Landschaft mit anderen Augen zu betrachten.
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