Kitabı oku: «Premiumwanderwege Schwarzwald»

Premiumwanderwege
Schwarzwald
25 ausgezeichnete Wege mit Qualitätsgarantie
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Tourenüberblick
Vorwort
Einleitung
Die Touren
1 Ebersteinburg-Rundweg
Wilde Natur und Murgtalblick
2Der Teinacher
Historische Erinnerungen und wilde Schlucht
3Alde God Panoramarunde
Eine wilde Schlucht und eine alte Sage
4Karlsruher Grat
Fast wie in den Alpen
5Mummelsee – Hornisgrindepfad
Unten See und oben Moor
6Baiersbronner Sankenbachsteig
Vorbei am Karsee
7Baiersbronner Satteleisteig
Durch dichten Wald zum Aussichtsturm
8Durbacher Weinpanorama
Weite Weinberge und ein Schloss
9Kniebiser Heimatpfad
Vorbei an alten Grenzsteinen
10Tannenriesen Freudenstadt
Ihre Stämme waren in Holland begehrt
11Peterstaler Schwarzwaldsteig
Aussichtsreich zum geologischen Highlight
12Hahn-und-Henne-Runde
Auf und ab und viel Aussicht
13Harmersbacher Vesperwegle
Vom Harmersbachtal durch den Wald
14Klösterle-Schleife
Vom Wasserfall zum Kloster
15Himmelssteig
Wiesen, Wald und immer wieder Aussicht
16Schönwald – Genießerpfad Heilklima-Steig
Im Wald Schwarzwaldluft genießen
17Genießerpfad Himmelbergrunde
Blick zu Baar und Schwäbischer Alb
18Feldbergsteig
Hinauf zum Höchsten
19Hochschwarzwälder Hirtenpfad
Wandern mit Geschichte
20Belchensteig
Vielleicht der schönste Schwarzwaldberg
21Genießerpfad Gauchachschlucht
Idyllischer Bach in wilder Natur
22Hochtalsteig Bernau
Hochschwarzwaldlandschaft vom Feinsten
23Menzenschwander Geißenpfad
Ein Wasserfall und Erinnerungen an die Gletscher
24Schluchseer Jägersteig
Steiler Anstieg zum Seenblick
25Ibacher Panoramaweg
Blick zu den Schweizer Alpen
Register
Impressum

3 Die Wege verlaufen auch durch die Weinberge am westlichen Schwarzwaldabhang.

14Wilde Natur am Burgbachwasserfall

20Den Aufstieg zum Belchen kann man sich mit einer Kabinenbahn erleichtern.
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Wandertour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Die Touren im Überblick
1Ebersteinburg-Rundweg
2Der Teinacher
3Alde God Panoramarunde
4Karlsruher Grat
5Mummelsee – Hornisgrindepfad
6Baiersbronner Sankenbachsteig
7Baiersbronner Satteleisteig
8Durbacher Weinpanorama
9Kniebiser Heimatpfad
10Tannenriesen Freudenstadt
11Peterstaler Schwarzwaldsteig
12Hahn-und-Henne-Runde
13Harmersbacher Vesperwegle
14Klösterle-Schleife
15Himmelssteig
16Schönwald – Genießerpfad Heilklima-Steig
17Genießerpfad Himmelbergrunde
18Feldbergsteig
19Hochschwarzwälder Hirtenpfad
20Belchensteig
21Genießerpfad Gauchachschlucht
22Hochtalsteig Bernau
23Menzenschwander Geißenpfad
24Schluchseer Jägersteig
25Ibacher Panoramaweg
Tourenüberblick

| Leicht |
| Mittel |
| Schwer |
| Länge in km |
| Höhenunterschied in m |
| Gehzeit in Std. |
| Einkehr |
| kindergeeignet |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher schattig |
| Sehenswürdigkeit |
| Seilbahn |
| öffentliche Verkehrsmittel |
Vorwort
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
nicht nur Wandern ist »in«, sondern auch »Premiumwandern«. Doch was bedeutet das? Premiumwanderwege sind vom Deutschen Wanderinstitut e. V. nach zahlreichen strengen Kriterien geprüfte und ausgezeichnete Wanderwege. Ein umfangreicher Katalog beinhaltet 34 Kriterien, bei denen für jeden Wegkilometer knapp 200 Merkmale des Weges zu prüfen sind. Dazu gehören die Wegbeschaffenheit, Abwechslung in den Landschaftsformen, Besonderheiten der Natur wie Ausblicke, Wasserläufe, Felsen, kulturelle Sehenswürdigkeiten, beste Wegmarkierung und vieles mehr. Für positive Merkmale gibt es Punkte, für negative wie beispielsweise ein Wegverlauf auf einer Asphaltstraße Abzüge.

Auf bequemen Bänken lässt sich beim Ausruhen die Landschaft am besten genießen.

Der in einem wilden Tal liegende Menzenschwander Wasserfall strahlt eine romantische Waldstimmung aus.
Hat ein Weg es zum Premiumwanderweg »geschafft«, gilt diese Auszeichnung aber nicht für alle Zeiten: Um zu gewährleisten, dass der Weg dauerhaft seinen hohen Qualitätsstandard behält, wird er laufend nachgeprüft. So können sich Wanderer darauf verlassen, dass ein Premiumwanderweg ständig erstklassige Wandererlebnisse bietet.
In diesem Buch ist eine Auswahl der schönsten Premiumwanderwege im Schwarzwald beschrieben. Es gibt aber viel mehr und es kommen laufend mehr hinzu. Sollten Sie also dieses Buch »durchwandert« haben, finden Sie auf eigene Faust genug weitere schöne Wandermöglichkeiten, die die Prüfungen bestanden haben.
Ich wünsche Ihnen beim Abwandern dieser Premiumwanderwege viele schöne Erlebnisse, allzeit gutes Wetter und viele angenehme Begegnungen.
Dieter Buck

Aussichtspunkt auf dem Feldbergsteig
Einleitung
Über das Wandern auf Premiumwanderwegen
Grundsätzlich unterscheidet sich das Wandern auf Premiumwanderwegen nicht von einer normalen Wanderung. Es ist aber zu beachten, dass bei Premiumwanderwegen die Wegbeschaffenheit ein Kriterium ist. Bevorzugt werden Naturpfade, Abzüge gibt es für Asphaltwege.
Das heißt aber auch, dass der Wanderer auf einem Naturpfad bei feuchter Witterung damit rechnen muss, auf aufgeweichten Wegen zu gehen. Hier besteht also Rutschgefahr. Und da manche der Wege auch an Steilabfällen verlaufen, ist dort äußerste Vorsicht geboten. Deshalb eignen sich die Premiumwanderwege auch nicht für Winterwanderungen bei Eis und Schnee.
Man sollte auf jeden Fall feste Wanderstiefel anziehen, wenn man auf einem dieser Wege unterwegs ist. Empfehlenswert sind auch Teleskopstöcke. Da nicht bei allen Wanderungen damit gerechnet werden kann, dass es unterwegs Einkehrmöglichkeiten gibt, sollte man ausreichend zu essen und vor allem zu trinken mitnehmen.
Gut ist allerdings, dass die Wege vorbildlich beschildert sind. Verirren kann sich dort also eigentlich niemand. Ergiebige Informationen über die Premiumwanderwege findet man im Internet, die Namen der Seiten sind bei den jeweiligen Touren angegeben. Dort kann man in der Regel auch schriftliches Informationsmaterial mit Angabe der technischen Bedingungen und der Einkehrmöglichkeiten sowie mit Kartenausschnitten anfordern.
Hinweis
Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) hat 2018 mit der Herausgabe neuer Wanderkarten im Maßstab 1:25 000 begonnen, welche im Laufe der Jahre die früheren Wanderkarten im Maßstab 1:35 000 ersetzen werden. Da diese nicht mehr erhältlich sind, wurden stattdessen die Freizeitkarten im Maßstab 1:50 000 des LGL für diejenigen Wanderungen empfohlen, bei denen es noch keine neuen Wanderkarten gibt. Lassen Sie sich deshalb in Ihrer Buchhandlung beraten, ob es bereits neue Wanderkarten für das Gebiet gibt, in dem Sie wandern wollen.

Die Klosterruine von Kniebis bietet einen Einblick in die Geschichte der Gegend.
Die Touren

Gemütlich wandern auf dem Menzenschwander Ziegenpfad
1Ebersteinburg-Rundweg
Wilde Natur und Murgtalblick
Mit zwei Burgruinen, dazu den Battertfelsen und der Wolfsschlucht gibt es bei dieser Wanderung sowohl für Naturfreunde als auch für kulturell und historisch interessierte Wanderer viel zu erleben. Auch wandert man durch einen urigen Wald, teils als Bannwald ausgewiesen, teils mit Kastanienbäumen, und hat immer wieder eine herrliche Aussicht.

Tourencharakter: Die Wanderung verläuft auf Pfaden und Forstwegen.
Tourenverlauf: Parkplatz Wolfsschluchtpass – Unterer Felsenweg – Altes Schloss – Oberer Felsenweg – Ebersteinburg – Wolfsschlucht – Parkplatz
Ausgangspunkt: Wolfsschluchtsattel (südlich von Baden-Baden-Ebersteinburg L79a/K9602, Ebersteinburger Straße 6B). GPS-Koordinaten: 48.774216, 8.275847
Anfahrt: A5 und B500 bis Baden-Baden, dann weiter nach Ebersteinburg. ÖPNV: Bahn bis Baden-Baden, Bus bis Ebersteinburg Wolfsschlucht (Info: efa-bw.de)
Einkehr: Altes Schloss, Ruine Alt-Eberstein
Karte: Freizeitkarte F501 Baden-Baden (LGL)
Informationen: www.baden-baden.com

In der Umgebung der Passhöhe bei der Wolfsschlucht an der Abzweigung der K9602 nach Ebersteinburg gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten. Zuerst wandern wir etwas westlich in Richtung Baden-Baden. Gleich danach zweigen rechts zwei Wege ab, wir folgen dem aufwärtsführenden Pfad. Er bringt uns hoch zur Engelskanzel (390 m)
, wo man vom großen Kreuz einen ersten Ausblick über die Wälder hat. Rechts führt der Rundweg weiter, nun etwas abwärts. An einer Verzweigung nehmen wir den rechten, etwas ansteigenden Weg, der an mächtigen Felswänden vorbeiführt. Wo wir auf einen breiten Weg stoßen, wandern wir in Gehrichtung weiter. Gleich rechts befindet sich an der – aus Gehrichtung gesehen – Rückseite eines Felsens die Furtwängler- Gedenktafel, eine Inschrift, die an den Komponisten und Dirigenten Wilhelm Furtwängler erinnert.

Waldromantik zwischen den Ruinen
Nach einem querenden Schotterweg nehmen wir an der Verzweigung den rechten, ansteigenden Weg, der uns in einer Rechts-, später Linkskurve durch den Bannwald führt und zu einer Kreuzung bringt. Hier steht rechts ein Holzpavillon; an ihm vorbei führt später unser Weg weiter. Vorerst halten wir uns aber links und folgen dem Unteren Felsenweg.
Auf der Rückseite eines Felsmassivs entdecken wir eine Inschrift zum Bau des Felsenwegs 1839. Später kommen wir an einer Blockhalde
vorbei, über der sich die Battertfelsen erheben. Schließlich erreichen wir die Mauern des Alten Schlosses Hohenbaden
. Das Zeichen weist uns schon vor dem Schloss nach rechts, wir gehen aber geradeaus weiter und dann rechts in die Schlossanlage hinein.
Wenn wir geradeaus weiter ansteigen, treffen wir nach dem Schloss wieder auf den Ebersteinburg-Rundweg. Zuerst sollten wir aber die Schlossruine besichtigen. Hierzu biegen wir neben dem Restaurant rechts ab. In der Anlage folgen wir einfach den Treppen, um zur höchsten Stelle der Ruine auf einem Turm zu gelangen. Danach kehren wir wieder zurück zu dem ansteigenden Weg, halten uns rechts und treffen nach der Anlage auf den Rundweg.
Altes Schloss Hohenbaden
Das Alte Schloss wurde auf einem großen Porphyrfelsen an der Südwestspitze des Battert erbaut. Die Oberburg (Hermannsbau) wurde im 12. Jahrhundert von Markgraf Hermann II. (1074–1130) – er nannte sich 1112 erstmals Markgraf von Baden – und vielleicht seinen Nachfolgern gleichen Namens (bis Hermann VI.) errichtet und im 13. Jahrhundert ausgebaut. Über den unteren Burghof gelangt man zur Unterburg im Süden der Anlage, die 1390 bis 1400 vom Markgrafen Bernhard I. (1364–1431) errichtet wurde. Hier steht der Bernhardsbau genannte Palas. Sein Sohn Jakob I. (1407–1453) hat zum letzten Mal Erweiterungs- und Verschönerungsarbeiten vorgenommen, indem er den väterlichen Bau mit der Oberburg verband und mit dem Jakobsbau den unteren Burghof nach Osten abschloss. 1479 verlegte Markgraf Christoph I. die Residenz in das Neue Schloss in der Stadt. Das Alte Schloss diente noch als Witwensitz. 1599 brannte es ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Nun wandern wir hinauf zum Pavillon auf der Ritterplatte
, wo wir nicht nur wieder einmal eine herrliche Sicht auf Baden-Baden und den Merkur haben, sondern wo wir auch eine Trockenmauer sehen.
Danach folgen wir an der Verzweigung dem linken, leicht ansteigenden der beiden weiterführenden Wege. Nach einer Weile steigen wir auf Treppenstufen nach rechts an. Auf der Höhe angekommen, wandern wir vorerst eben über den Kamm des Battert.
Vom Oberen Battertweg werden wir nach rechts auf den Oberen Felsenweg verwiesen. Immer wieder kommen wir an Aussichtspunkten vorbei, von denen aus man einen weiten Blick hat, und wir erreichen die Bergwachthütte und die Falkenwand. Etwas später zieht der Weg nach rechts abwärts und bringt uns wieder zum bekannten Unteren Felsenweg. Etwas weiter links steht der Pavillon.
Wir wandern auf dem Bienenwaldweg rechts am Pavillon vorbei, wieder durch einen Bannwald, bis der Franzosenweg scharf rechts abzweigt. Auf ihm gehen wir hinab zum Ortsanfang von Ebersteinburg. Wir folgen der Straße nach rechts bis zur Durchgangsstraße, halten uns links und biegen kurz darauf rechts ab in die Straße Brunnenlinde.

Die Ruine Hohenbaden ist eine der mächtigsten Anlagen im Land.

Die Battertfelsen sind seit langer Zeit bei Kletterern beliebt.
Auf ihr wandern wir durch das Wohngebiet hinauf zum Wald und nach links zur Ruine Alt-Eberstein
. Wo wir auf eine Mauer und einen rechts liegenden Parkplatz treffen, führt unser Weiterweg links der Mauer hinab. Zuerst gehen wir aber durch den Parkplatz nach rechts und hinauf zur Ruine. Hier sollte man den Turm besteigen (geöffnet zu den Öffnungszeiten des Restaurants).
Ebersteinburg
Die 1197 erstmals als »castrum Eberstein« genannte heutige Ruine Ebersteinburg war der Stammsitz der Grafen von Eberstein. Die Familie, ältestes Dynastengeschlecht der Gegend, stieg durch vornehme Heiraten im 13. Jahrhundert in den Grafenstand auf; die Ebersteiner erwarben Besitz von der Ortenau bis in den Kraichgau. Im 15. Jahrhundert diente die Burg als Witwensitz, bis Karl I. sie 1473 seinem Haushofmeister Hans von Bergen als Wohnsitz übergab. Im Süden der Hauptburg steht die Schildmauer (um 1100), über ihr der Bergfried (13. Jh.). Auf dem Turm erklären Tafeln die Aussicht; man sieht zum Beispiel das Rheintal, das Murgtal und den Nordschwarzwald mit den markanten Punkten Teufelsmühle, Kaltenbronn, Hohlohturm, Badener Höhe und Hornisgrinde.
Danach folgen wir an der Mauer dem zu einem Sattel hinabführenden Pfad. Dort gehen wir am Wanderschild Burgweg (450 m) geradeaus weiter, nun vorerst wieder ansteigend. Gleich dar auf liegt links ein Aussichtspunkt. Jetzt wandern wir eben weiter bis zu einer Straße. Etwas nach links versetzt geht unser Wanderweg weiter.
Der Battert
Der Battert ist das größte und eindrucksvollste Felsmassiv des Schwarzwalds. Der einen Kilometer lange Felsriegel liegt in einem 35 Hektar großen Naturschutzgebiet. In dem beliebten Klettergebiet stehen Dutzende von bis zu 50 Meter hohen Felstürmen und Felswänden. Der Felsriegel aus Porphyr, einem rotbraunen Gestein vulkanischen Ursprungs, ist rund 300 Millionen Jahre alt. Das umliegende weichere Gestein wurde nach der Hebung des Schwarzwalds abgetragen, die härteren Felsen blieben übrig.
Etwas später folgen wir dem querenden Forstweg nach links. Er bringt uns zum Schild Forsthaus (440 m), wo wir die Straße überqueren. Dahinter geht es kurz hinab zu einer Verzweigung. Wir nehmen den rechten, abwärtsführenden Pfad der beiden links abgehenden Wege.
Nach einer Felsnase werden wir nach links verwiesen. Wir steigen etwas an und gehen vor den Kleingärten am Waldrand rechts weiter. Nach einer Weile führen Stufen hinab zur Lukas-Hütte, wo wir die letzte Aussicht dieser Tour haben.

Blick vom Weg über die Battertfelsen zu den Ausläufern des Schwarzwalds
Hier biegen wir rechts ab und wandern bis zu einem Querweg mit dem Schild Wolfsschluchtfußweg (350 m). Nun geht es etwas nach rechts versetzt auf der anderen Seite weiter. Wir wandern etwas abwärts zu der beeindruckenden Wolfsschlucht
, die auf einer Brücke überquert wird. Dann steigen wir hinauf zum Schild Wolfsschlucht (360 m). Nach links bringt uns der Forstweg zur L79a, wo wir nach rechts zu unserem Ausgangspunkt zurückgehen.
2Der Teinacher
Historische Erinnerungen und wilde Schlucht
Dieser Premiumwanderweg ist zwar nicht allzu lang, mit seinem ständigen Auf und Ab verlangt er dem Wanderer aber trotzdem etwas ab. Dafür bietet er die herrliche Nordschwarzwaldlandschaft, immer wieder Aussichten, mit dem Rötenbach einen Schwarzwaldbach, wie er im Buche steht, und die sehenswerte Ruine Zavelstein.

Tourencharakter: Wir wandern auf Pfaden und Treppenstufen, aber auch auf Forstwegen. Bei Regen und Schnee ist die Tour nicht zu empfehlen. Bademöglichkeit im Freibad und Thermalbad in Bad Teinach.
Tourenverlauf: Bad Teinach/Freibadparkplatz – Jahrhundertbank – Verkehrtes Häusle – Emberg – Wolfsschlucht – Zavelstein – Adolfshöhe – Bad Teinach
Ausgangspunkt: Bad Teinach (Freibad, Badstraße), GPS-Koordinaten: 48.689311, 8.692576
Anfahrt: A81 bis Ausfahrt Gärtringen, dann B296 bis vor Stammheim und K4302 ins Nagoldtal. Dort B463 in Richtung Calw, dann links ab nach Bad Teinach. ÖPNV: Bahn bis Weil der Stadt oder Bad Teinach, weiter mit dem Bus bis Bad Teinach Freibadparkplatz (Info: efa-bw.de)
Karte: Freizeitkarte F502 Pforzheim (LGL)
Informationen: www.teinachtal.de/premiumweg

Wir überqueren auf der Stadtseite des Parkplatzes am Wanderschild Bad Teinach Freibad-Parkplatz (390 m) die Teinach. Dahinter folgen wir dem aufwärts ziehenden Weg nach rechts. An der nächsten Verzweigung halten wir uns links und spazieren oberhalb des Minigolfplatzes weiter; jetzt haben wir auch einen schönen Blick auf Bad Teinach, die Kirche, das Bad und das riesige Mühlrad an der Teinach. Auch ein kleiner, künstlicher Wasserfall liegt an unserem Weg. Wir gehen am Dr.-Wurm-Stein (405 m) geradeaus weiter, nun oberhalb der Sprudelfabrik. An der Verzweigung beim Martin-Luther-Stein halten wir uns rechts und erreichen bald die Jahrhundertbank
. Bei dieser wurden in Abständen von Jahrhunderten Gedenksteine von dankbaren Kurgästen errichtet. Der erste Stein ist mit 1687 datiert, weiter mit 1798, 1887 – dies war der damalige Reichskanzler Bismarck – und 1987. Die deutsche Übersetzung der jeweiligen lateinischen Inschriften steht dabei.
Felsklötze
Die Felsklötze in der Gegend wurden durch das Auswaschen des weicheren Erdreichs freigelegt. Man sieht auf dieser Tour immer wieder derartige Felsen, die teilweise ein recht bizarres Aussehen mit Rillen und Löchern aufweisen. Auf dem Weg kommen wir an einigen davon vorbei.

Die Jahrhundertbank erinnert seit 1687 an berühmte Gäste.
Danach kommen wir an einem weiteren Gedenkstein, anschließend am Mooshäusle vorbei. Wir folgen dem Weg bis zum Verkehrten Häusle
bei dem wir nach rechts hinab zur Teinach verwiesen werden.
Wir sehen zwar die steinerne Brücke, unser Überweg führt aber etwas rechts davon auf Trittsteinen über das Flüsschen; für ängstliche Gemüter ist eine Seilsicherung angebracht. Anschließend überqueren wir die L347, danach geht es steil hinauf zur K4329.
Dort gehen wir am Schild Neuer Damm (440 m) nach rechts weiter. Wir treffen auf ein Asphaltsträßchen, halten uns links und gehen gleich darauf nach rechts bergab. Direkt im Anschluss, vor der Straße
, geht es nach links hinauf. Kurz darauf sehen wir den Turm der Ruine Zavelstein vor uns.

Hier wird man daran erinnert, dass der Bad Teinacher Sprudel bekömmlich und erfrischend ist.
Am Wanderschild Teinacher (430 m)
steht eine Bank mit einem integrierten Getränkeangebot der Sprudelfabrik; hier biegen wir links ab. Gleich darauf nehmen wir an der Kreuzung mit dem Schild Mathildenanlage (430 m) den rechten, steil ansteigenden Pfad Richtung »Mathildenstaffel«. Königin Charlotte Mathilde von England (1766–1826), nach der die Mathildenanlage benannt wurde, war die Frau von König Friedrich I. von Württemberg (1754–1816). Nach kurzem Anstieg gehen wir an der Kreuzung auf dem rechten Weg weiter, der nur noch mäßig ansteigt. Nun wandern wir an drei steinernen Bänken vorbei bis zum Schild Mathildenstaffel Felsenweg (467 m). Wir halten uns links, dann gleich wieder rechts und folgen der steinernen Treppe, die mit über 600 Stufen steil bergauf führt. Bald kommen wir an einem mächtigen Felsklotz vorbei.
Danach überqueren wir einen Forstweg – ein weiterer folgt – und steigen weiter auf einer Treppe steil bergauf zum Schild Mathildenhöhe (492 m). Nach ihm erreichen wir eine Wiese. Wir folgen kurz dem linken Waldrand, dann werden wir nach rechts zu einer bereits sichtbaren Bank
am Beginn einer Feldhecke verwiesen.
Nach der Bank folgen wir der Hecke, danach geht es noch kurz in Richtung der Häuser von Emberg bis zum Schild Emberg Burgblick (603 m). Hier biegen wir rechts ab und gehen hinab zum Wald. Dort geht es nach links hinab zu einem Forstweg, ihm folgen wir nach links. Wo beim Schild Winterhalde (560 m) ein Forstweg einmündet, wandern wir hinter diesem auf dem Pfad weiter. Nun wandern wir hinab zum oberen Teil der Wolfsschlucht
, nach dem Bach wieder hinauf zu einem Forstweg.
Er bringt uns nach rechts zum Schild Berghütte (520 m). Die Berghütte
liegt ein paar Schritte links oberhalb; es lohnt sich, zu ihr hinzugehen. Man kann hier gut rasten und hat einen prächtigen Blick auf Bad Teinach, die Wälder und durch das Teinachtal auf die Höhen des Heckengäus.

Die dichten Wälder schützen vor Regen ebenso wie vor der Sonne.
Danach gehen wir zurück zum Schild und weiter steil abwärts in die Wolfsschlucht
. In dieser finden wir eine fast märchenhafte Atmosphäre; hier hängen Moose und Flechten von den Bäumen, was auf eine reine Luft und hohe Feuchtigkeit hinweist. Die Schlucht selbst bietet mit ihrem Steinbrocken ebenfalls ein idyllisches Bild. Ein Zickzackweg bringt uns hinab zu dem die Schlucht durchfließenden Rötenbach, dem wir nach links abwärts folgen.

In der Ruine Zavelstein – von ihrem Bergfried bietet sich eine prächtige Aussicht.
An einer engen Kurve stoßen wir auf einen Forstweg. Hier gehen wir rechts weiter. Gleich darauf am Schild Stauwehr (475 m) zweigen wir links ab. Nun wandern wir entlang des nun friedlicheren Baches bis zum Schild Feierabendbrückle (430 m). Wir halten uns links, überqueren den Bach und gehen hinauf zum Schild Friedhof (440 m)
.
Dort orientieren wir uns links. Gleich darauf am Schild Schlossberghütte (440 m) kann man entweder geradeaus einen Abstecher zur bereits sichtbaren Hütte machen und einkehren oder gleich rechts abbiegen. Wir wandern nun oberhalb des Friedhofs zu einem querenden Weg. Nach links bringt er uns zur Landstraße und dem Schild Weihreute (455 m).
Wir überqueren die Straße, dahinter steigen wir, teilweise auf Stufen, auf einem von Felsbrocken gesäumten Weg zu einem querenden Weg vor den oberhalb sichtbaren Häusern von Zavelstein. Wir biegen links, dann gleich rechts ab und kommen hinauf zum Marktplatz des kleinen Ortes. Beim Schild Marktplatz (465 m) biegen wir rechts ab und wandern durch die Straße Im Städtle zur Kirche und weiter zur Burgruine Zavelstein
.

Das »Städtle« von Zavelstein besteht aus einer Straße mit alten Fachwerkhäusern.
Gleich nach dem Burggraben gehen wir durch die linke Toröffnung. Wir kommen zu einer Wiese auf der Rückseite der Ruine, danach im Zickzack hinab zu einem querenden Weg. Hier biegen wir links ab. Vorbei am Schild Burgweg (505 m) folgen wir diesem ein paar Minuten, dann nehmen wir an einer Kreuzung den rechten Weg, der uns an einem Lehrpfadschild vorbeiführt.
Nach einem Lehrpfadschild werden wir bei einem historischen steinernen Wegweiser nach rechts verwiesen
. Ein paar Minuten später nehmen wir den scharf links abzweigenden Pfad, der uns hinab zu einem querenden breiten Weg bringt. Ihm folgen wir nach links. Etwas später werden wir nach rechts auf einen Pfad gewiesen. Am nächsten Querweg halten wir uns links und kommen zur Adolfshöhe
.
Zavelstein
Zavelstein war früher die kleinste Stadt Württembergs – zeitweise sogar Deutschlands – und bestand eigentlich nur aus einer Straße mit 14 Häusern. Die Stadt wurde der Sage nach von Graf Eberhard II. (dem Greiner) 1367 zum Dank dafür, dass er und sein Sohn Ulrich nach dem Überfall »im Wildbad« in ihren Mauern Zuflucht fanden, zur Stadt erhoben. Ein Hirte hat den alten Grafen hierhergeführt, als Aufständische unter Ritter Reinhard II. von Windeck und Graf Wolf von Eberstein sich Wildbad näherten. Der Ort gehörte ursprünglich den Grafen von Calw und kam über die Grafen von Berg-Schelklingen und die Pfalzgrafen von Tübingen Anfang des 14. Jahrhunderts an Württemberg. Ab 1461 bildete er ein eigenes Amt. Dieses »Ämbtlein Zavelstein« wurde erst aufgehoben, als Herzog Friedrich II. von Napoleon die Königswürde erhielt und die altlandständische Verfassung Württembergs aufhob. Die kurze »Hauptstraße« des Ortes ist ein Sträßchen mit Kopfsteinpflaster aus rotem Schwarzwaldbuntsandstein. Die Bevölkerung musste 1692 im pfälzischen Erbfolgekrieg auf Befehl von General Mélac ihre Häuser selbst in Brand setzen. Vermutlich um 1695 wurden sie wieder aufgebaut. Auf dem Marktplatz fand ganz früher ein Flachsmarkt und bis in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg ein Ochsenmarkt statt. Bekannt ist die Stadt vor allem durch ihre Krokusblüte – an den Krokuswiesen kommt man bei dieser Wanderung aber nicht vorbei.
Die um 1200 errichtete Burg Zavelstein war erst eine Stauferburg, dann eine Vogtsburg der Grafen von Calw und ihrer Nebenlinie, den Grafen von Vaihingen. Danach gehörte die Anlage verschiedenen Herren als Eigentum, Pfand oder Lehen. Die Württemberger erwarben 1345 Ort und Burg. 1612 erhielt sie der Kriegsrat des Herzogs Johann Friedrich, Freiherr Benjamin Bouwinghausen von Wallmerode (†1635 an der Pest). Er ließ die Burg von dem herzoglichen Baumeister Heinrich Schickhardt zu einem Renaissanceschloss umbauen. Der Alte Bau besaß einen großen Weinkeller; in seinem Kellergewölbe hatten 15 Fuder Wein Platz (ein württembergisches Fuder entsprach 1750 bis 1950 Liter). Der zwischen Vor- und Hauptburg stehende 28 Meter hohe Bergfried wurde vermutlich im 13. Jahrhundert aus Buckelquadern errichtet. Unter ihm befand sich früher das Verlies.

Ob man sie nun als Kunstwerke, Besinnungsobjekte oder einfach nur als Spielerei ansieht – die immer häufiger zu sehenden Steinmännchen sind stets eine willkommene Abwechslung im Wald.
Wir wandern in Gehrichtung weiter, stoßen auf einen Forstweg und folgen ihm weiter in Gehrichtung. Nach ein paar Minuten werden wir nach einer Rechtskurve nach rechts auf einen Pfad geschickt, der recht steil abwärts führt. Danach folgen wir einem nach links sanft ansteigenden breiten, aber unbefestigten Weg, bis uns die Beschilderung wieder nach rechts auf einen Pfad weist.
Adolfshöhe
Das Adolfshöhe genannte Gebäude wurde 1895 mit einer Stiftung des Badbesitzers Adolf Bronn erbaut. Das aus Sandstein errichtete Haus erweckt den zeittypischen Eindruck einer Villa oder eines Schlösschens, eine Mischung aus Historismus und Jugendstil. Man sollte auch den aufwendig gebauten Dachstuhl beachten. Tische und Bänke laden zu einer Rast.
Er führt wieder steil bergab, wir kommen am Schillerhäuschen
vorbei und stoßen schließlich nach weiterem Bergab auf die Straße. Wir halten uns links, folgen den Wanderzeichen und kommen zur Brücke. Auf der anderen Seite am Schild Langsches Brückle (370 m) 14 weist uns ein Schild Wanderweg nach rechts. Ein Pfad führt uns nun erst parallel zur Teinach, später steigt er etwas an, verläuft aber immer noch neben dem Fluss. Schließlich erreichen wir das Schild Sprungschanze (402 m), wo wir nach rechts zum Freibad verwiesen werden. Dort finden wir unseren Ausgangspunkt.
3Alde God Panoramarunde
Eine wilde Schlucht und eine alte Sage
Die erste Attraktion durchwandern wir gleich zu Anfang: die Gaishöllwasserfälle. Danach kommen wir an einer alten Bauernmühle vorbei. Die Tour führt durch Waldstücke, am schönsten sind aber die Partien durch die Baumwiesen und Weinberge, über die man einen herrlichen Ausblick in die Runde und ins Rheintal hat.

Tourencharakter: Wir wandern auf Pfaden und festen Forst- und Wirtschaftswegen. Einen Alternativparkplatz findet man am Kurhaus; von dort führt ein bezeichneter Weg über das aussichtsreiche »Badisch Bänkl« durch die Weinberge zur Gaishölle.
Tourenverlauf: Sasbachwalden – Gaishölle – Kapelle – Straubenhöf-Mühle – Bildstock Alde God – Sasbachwalden
Ausgangspunkt: Sasbachwalden (Straße Murberg). GPS-Koordinaten: 48.618949, 8.135778
Anfahrt: A5 bis Ausfahrt Achern, dann über diese Stadt nach Sasbachwalden. ÖPNV: Bahn und S-Bahn bis Achern, dann Bus bis Sasbachwalden Gaishölle (Info: efa-bw.de)
Karte: Freizeitkarte F501 Baden-Baden (LGL)
Einkehr: Weingut Schelzberg, Sasbachwalden
Informationen: www.sasbachwalden.de

Einen öffentlichen Parkplatz finden wir am Ortsende von Sasbachwalden in der Straße Murberg. Von dort gehen wir kurz geradeaus in den Wald, zweigen am Schild Gaishölle Einstieg (340 m) rechts ab in den Wald und sind nun in der Gaishölle
.
Immer parallel zum Bach mit seinen Wasserfällen und Brücken steigen wir aufwärts, vorbei an den Schildern Gaishölle unten (350 m), wo man vom Kurhaus kommend eintrifft, Gaishölle Mitte (435 m) zum Schild Gaishölle oben (493 m). Dort halten wir uns auf der Straße kurz rechts und zweigen gleich danach links ab.
An der Verzweigung hinter der querenden Straße folgen wir der Straße »Am Schloßberg Haus Nr. 6, 8, 10«. An der nächsten Kreuzung halten wir uns links, gehen durch die Restaurantanlage hindurch und dann nach links versetzt hinauf zu der Kapelle
. Links von ihr steigen wir auf einem Pfad hinauf zu einem Forstweg.
Auf ihm wandern wir eben, später etwas fallend, nach rechts weiter. Schließlich knickt der Pfad rechts ab und führt uns steil hinab zu einer Straße. Wir halten uns links. Kurz danach werden wir zu einem rechts parallel der Straße verlaufenden Pfad verwiesen, der uns zur Straubenhof-Mühle
bringt.
Die Premiumwanderwege sind alle bestens markiert, sich zu verlaufen ist fast unmöglich.
Gaishölle
Die Schlucht der Gaishölle ist 600 Meter lang und überwindet einen Höhenunterschied von 150 Metern. Der Bach stürzt in unzähligen kleinen Kaskaden zu Tal. In seinem Bett sehen wir rund 5 Meter hohe Granitblöcke, die mit dicken Moospolstern oder Farnen bewachsen sind. Sie weisen die typische Form der »Wollsackverwitterung« auf, denn sie sehen wie gestapelte Wollsäcke aus. Die Steine wurden vor den Eiszeiten geformt, als ein extrem feucht-warmes Klima herrschte. Damals drang Wasser in die Klüfte des Granits ein und löste durch chemische Prozesse den Gesteinsverband auf, sodass nur die »Kerne« der Felspartien übrig blieben. Da die großen Flächen stärker angegriffen wurden, entstanden die rundlichen Formen. Die Wasserfälle wurden bereits früh erschlossen. So schrieb das Großherzogliche Bezirksamt Achern 1880 an Straßenmeister Frey: »Zur Verschönerung der Gegend und Hebung des Fremdenbesuches wird beabsichtigt, einen bequemen Fußpfad zur sogenannten Gaishöhle bei Sasbachwalden herzustellen und die bereits vorhandenen Waßerfälle soweit ohne große Kosten möglich beßer hervortreten zu laßen.«

Wildes Wasser in der Gaishölle
An der Mühle knickt der Weg rechts ab und verläuft parallel zum Bach. Kurz danach gehen wir nach links über die Straße und steigen nach ihr hinauf zu einem Haus. Es geht an ihm vorbei zum nächsten Haus. Wir lassen es rechts liegen und kommen auf Baumwiesen. Jetzt haben wir den ersten prächtigen Ausblick dieser Tour.
Bei der Skulptur eines Pärchens auf einer Bank biegen wir rechts ab, auch an der Verzweigung gleich darauf halten wir uns rechts. Der Weg fällt etwas und bringt uns zu einem Asphaltweg. Wir folgen ihm nach rechts, gehen an einem Hof vorbei und dort, wo nach dem Hof das Sträßchen nach rechts zieht, geradeaus weiter in die Weinberge hinein.
Nach etwas Bergab entlang der Weinberge knickt der Weg rechts ab, zieht nach links und führt dann rechts hinab zu einem Asphaltweg. Wir überqueren ihn und wandern geradeaus weiter, später in einer Art Hohlweg zu einem überdachten Vesperplatz.

Der Weg führt an der Straubenhof-Mühle, einer alten Bauernmühle, vorbei.

Sasbachwalden ist von seinen Weinbergen umgeben. Im Hintergrund sieht man die Höhen des Schwarzwalds.
Weiter wandern wir durch die Weinberge, dann durch ein Waldstück bergab zu einer Straße. Hinter ihr fällt er noch etwas, dann zieht unser Weg nach links durch Weinberge zum Weingut Königsrain. Nach diesem folgen wir dem Sträßchen kurz nach links, werden aber gleich nach rechts verwiesen.
Vorbei am Tennisplatz kommen wir zur Talstraße, danach geht es geradeaus, dann mit einem Rechts-links-Bogen zum Weingut Schelzberg. In diesem Hof biegen wir links ab und wandern etwas durch Weinberge, bis wir scharf nach rechts verwiesen werden. Es geht kurz hinauf, dann sind wir am Rastplatz Münsterblick
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Danach fällt der Weg ein wenig und bringt uns zu einer querenden Asphaltstraße beim Schild Schlierhöfel (245 m) und einem Bildstock. Wir halten uns links, gleich wieder rechts und wandern erneut bergauf. Kurz danach werden wir nach rechts verwiesen. Bald erreichen wir beim Schild Alde God Bildstöckel (301 m) eine Terrasse mit Tisch und Bänken und dem Bildstock Alde God
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Hier gehen wir geradeaus auf einem Wiesenweg zum Waldrand und weiter auf einem Pfad in den Wald. Kurz darauf kommen wir nach rechts wieder in die Weinberge. Bald geht es scharf nach links wieder in den Wald, bergab und in einem Mix aus Waldstücken und Baumwiesen bis zu einem Waldrand, wo nach links anfangs eine Treppe hinaufführt.
Alde God
Vom Bildstock Alde God wird folgende Sage erzählt: Auch die Gegend um Sasbachwalden war nach dem Dreißigjährigen Krieg ausgestorben. Es lebte hier aber noch ein junger Mann, der sich einsam fühlte. So zog er umher, um eine Gefährtin zu suchen. Schließlich traf er auf einem Hügel ein junges Mädchen, das ihn zu dem Ruf »Der alte Gott lebt noch!« inspirierte. Die beiden fanden Gefallen aneinander, heirateten und ließen sich in der Gegend nieder. An der Stelle, wo sie sich zum ersten Mal erblickten, ließen sie einen Bildstock mit der Inschrift: »Der Alde Gott lebt noch« aufstellen.
Nach etwas Bergauf knickt der Weg rechts ab, gleich danach geht es links weiter. Nun steigt es an und wir kommen am Aussichtspunkt Obere Langert vorbei. Nach weiterem kurzem Anstieg treffen wir auf ein Sträßchen. Hier gehen wir nach rechts bergab. Wir orientieren uns an den Wanderzeichen und kommen mit Auf und Ab und einigen Windungen zu einem Sträßchen. Nach rechts gelangen wir hinab zum Ausgangspunkt.

Romantisches Häuschen in den Weinbergen
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