Kitabı oku: «Bruckmann Reiseführer: Ab in die Ferien Teneriffa. 50x Urlaubsspaß für die ganze Familie.»

Yazı tipi:

Edda Schubert

Ab in die Ferien
Teneriffa

51x Urlaubsspaß für die ganze Familie


Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.bruckmann.de


Inhalt

Vorwort

Tipps zu Teneriffa

DER NORDEN

Teneriffas grüner Norden

Die schönsten Strände

1Chinamada im Anagagebirge

Wo Menschen noch in Höhlen leben

2Icod de los Vinos

Zum tausendjährigen Drachenbaum

3Sendero Las Aguas

Entspannte Wanderung entlang der Küste

4Meeresschwimmbecken in Garachico

Baden in bizarren Lavamulden

5Caldera de Aguamansa

Grillen und Wandern im Vulkankessel

6Cueva del Viento

Vulkanisches Höhlenlabyrinth

7Loro Parque

Besuch im exotischen Tierpark

8La Suerte Parque

Toben im Hüpfburgenpark

9Minigolfclub in Puerto de la Cruz

Familienspaß über 18 Löcher

10Teide-Nationalpark

Reise auf den »Mond«

11Schlechtwettertipp: Museo de la Ciencia y el Cosmos

Weltall zum Anfassen

12Schlechtwettertipp: ARTlandya

Finca der Puppen und Teddys

13Schlechtwettertipp: Schmetterlingspark Mariposario

Falter in einer bunten Oase

14Schlechtwettertipp: Museo Guanche

Auf den Spuren der Ureinwohner Teneriffas

15Elterntipp: Altstadt von La Orotava

Kanarische Balkone und Kunsthandwerk

16Elterntipp: Altstadt von La Laguna

Reise durch die Geschichte

17Elterntipp: Per Seilbahn zum Teide

Auf den höchsten Berg Spaniens

18Elterntipp: Jardín Botánico in Puerto de la Cruz

Meer an Farben

19Elterntipp: Garachico

Schicksalsgezeichnete Stadt

HAUPTSTADT SANTA CRUZ

Hauptstadt Santa Cruz

20Rastro und Mercadillo

Marktbesuche

21Hafen von Santa Cruz

Luxusliner und Segelboote

22Castillo San Juan Bautista

Die schwarze Burg

23Plaza de España

Action auf der Promenade

24Rambla

Sehenswerte Flaniermeile

25Stadtpark García Sanabria

Faszinierende Blumenuhr

26Palmetum

Palmenoase mitten in der Stadt

27César-Manrique-Freizeitpark

Badeparadies mit Kulturgenuss

28Schlechtwettertipp: Karting Indoor Tenerife

Rennen fahren wie ein Weltmeister

29Schlechtwettertipp: Museo de la Naturaleza y el Hombre

Schmetterlinge aus aller Welt

30Schlechtwettertipp: Jumpo Park

Freizeitpark mit Trampolinen

31Schlechtwettertipp: Canaryvirtual

Virtual-Reality-Spieleraum

32Elterntipp: Auditorium

Architektur und internationale Klassik

33Elterntipp: Messezentrum Recinto Ferial

Plattform für internationale Messen und Künstler

34Elterntipp: Shoppingcenter Meridiano

Großes Einkaufsvergnügen

DER SÜDEN

Teneriffas karger, wüstenhafter Süden

Die schönsten Strände

35Masca-Schlucht

Wandern und Bootfahren

36Bootfahren in Los Cristianos

Zu Walen und Delfinen

37Güímar

Pyramiden und Botanischer Garten

38Monkey Park Tenerife

Ein Nachmittag bei den Affen

39Siam-Park Adeje

Spektakulärer Wasserpark

40Jungle Park Arona

Raubvögel, Seelöwen und Co.

41Karting Club Tenerife

Rennspaß für die ganze Familie

42Forestal Park Tenerife

Größter Abenteuerspielplatz der Kanaren

43Kamelpark

Trekking auf Wüstenschiffen

44Piscinas El Laguillo in Los Gigantes

Planschvergnügen

45Finca Granja El Carretón

Ein ökologischer Bauernhof

46Schlechtwettertipp: Bowlingcenter Megabowl

Zehn Pins gegen Regen

47Schlechtwettertipp: Völkerkundemuseum in Güímar

Reise zu fremden Kulturen

48Schlechtwettertipp: Barranco del Infierno

Wanderung durch eine Höllenschlucht

49Elterntipp: Playa de las Américas bei Nacht

Nightlife mit Musik und Tanz

50Elterntipp: San Telmo in Los Cristianos

Bummel durchs Vergnügungszentrum

51Elterntipp: Light and Music Fountain in Playa de las Américas

Abendspaziergang mit Wasserspielen

Kanarische Feste

Register und Bildnachweis

Impressum


Teneriffa ist voller Gegensätze: sanfte Strände und zerklüftete Felsmassive.

Piktogramme erleichtern den Überblick


Wandern
Essen und Trinken
Tiere
Spielplatz
Besichtigung draußen
Besichtigung drinnen
Wissen
Baden
Freizeitpark
Schifffahrt
Aussicht
Schlechtwettertipp

Zeichenerklärung


Wandertour mit Laufrichtung
Tourenvariante
Ausgangs-/Endpunkt
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Seilbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Auto-/Personenfähre
Flugplatz
Kirche/Kloster
Burg/Schloss/Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Wasserfall
Randhinweis

Vorwort

Sie verstehen sich als Reisende und wollen Urlaub mit mehr als nur Sonne, Strand und Meer? Sie wollen mit der ganzen Familie in den Ferien richtig was erleben? Sie möchten ganz bewusste Momente mit Ihren Kindern haben, aber auch Raum für erholsame Zweisamkeit lassen? Dann ist Teneriffa Ihre Insel! Bei einer das ganze Jahr über gleichbleibenden Temperatur von etwa 25 Grad Celsius bietet dieser Miniaturkontinent alles, was das kleine und große Abenteurerherz begehren. Dabei kommt garantiert keine Langeweile auf, und fast jeder Urlaubstraum ist erfüllbar.


Atlantischer Ozean, so weit das Auge reicht

Dieser Reiseführer soll Ihnen interessante Anregungen für die ganze Familie geben, abseits der Informationen, die Sie mit Sicherheit per Internet selbst finden, oder gleich vor Ort am Flughafen oder an der Rezeption erhalten. Die Qual der Wahl kann Ihnen niemand abnehmen, aber dieses Buch wird Sie auch zu ausgefallenen Orten geleiten, Ihnen und Ihren Kindern Land und Leute näherbringen, und natürlich hoffentlich Ihren Urlaub auf Teneriffa zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Teneriffa ist eine wunderbare Wahl, wenn Sie Erholung mit Abenteuer und Entspannung suchen. Sie ist mit 83 Kilometer Länge und bis zu 54 Kilometer Breite die größte der sieben Kanareninseln (mit eigener Verwaltung), der glückseligen »Inseln des ewigen Frühlings«, und bietet sämtliche Klimazonen von Wüste bis Hochgebirge. Gelegen mitten im tiefblauen Atlantik etwa 250 Seemeilen vor der afrikanischen Saharaküste, befindet sich auf ihr der mit 3718 Metern höchste Berg Spaniens: der Teide. Die Kanaren gehören also geografisch zu Afrika und politisch zu Spanien. Teneriffa bildet mit den Inseln La Gomera, La Palma und El Hierro die kanarische Westprovinz, deren Hauptstadt Santa Cruz mit gut 200 000 Einwohnern auf Teneriffa liegt.

Ich lebe seit 28 Jahren hier, und fühle mich immer noch wie »Alice im Wunderland«. Seit 17 Jahren begleitet mich dabei mein Sohn. Deswegen freue ich mich darauf, Ihnen die schönsten Punkte der Insel näherzubringen, insbesondere, wenn Sie mit Kindern reisen. Lassen Sie sich bezaubern.

Tipps zu Teneriffa
Land und Leute

Die Menschen auf Teneriffa sind extrem kinderfreundlich, sehr liebenswürdig, lustig und sie lassen keine Feier aus. Mit ihnen und ihrem sonnigen Gemüt haben Sie garantiert auch ohne Spanisch-Sprachkenntnisse jede Menge Spaß. Die Feste sind zahlreich, und so wird in irgendeinem Dorf immer gefeiert. Das Leben außerhalb der großen Touristengebiete ist beschaulich und entspannt. Kinder, egal welchen Alters, sind stets mit von der Partie und herzlich willkommen. Sehr angenehm ist, dass sich alle gemeinsam um alle Kinder kümmern und auf sie achten, egal, wo Sie hinkommen.


Traditionen und Trachten werden auf Teneriffa von Generation zu Generation weitergegeben.

Am Strand von Puerto de la Cruz herrscht zur Fiestazeit auch nachts reges Treiben.

Sicherlich wird Ihnen beim Lesen auffallen, dass viele Ausflüge mit Tipps zur Einkehr verbunden sind. Das ist der typische Lebensstil der Einheimischen. Man unternimmt nichts, ohne da und dort eine kleine Tapa (eine kleine Vorspeise), einen Cortado (eine Art Mini-Cappuccino) oder ein Erfrischungsgetränk einzunehmen. Nicht umsonst finden sich an allen Ecken und Enden der Insel Terrassen mit angeschlossener Küche und so manche windschiefe Bar. Haben Sie keine Angst, die Optik des Lokals hat oft nichts mit der Qualität der Speisen zu tun. Zeigen Sie Experimentierfreudigkeit und kehren Sie am besten dort ein, wo Sie die meisten Einheimischen sitzen sehen. Dort kann man meist gut und günstig essen. So mancher Picknickkorb mit selbst gemachten Wurstbroten käme Sie unter Umständen teurer. Genießen Sie diesen Luxus!

Gastfreundlichkeit

Die Einheimischen sind sehr gesellig und gastfreundlich. Viele keltern ihren eigenen Wein oder machen ihren eigenen Schafs- und Ziegenkäse, sind stolz auf ihre Erzeugnisse und geben Vorbeikommenden gern eine Kostprobe. An den Wochenenden bevölkern die großen Familien die zahlreichen öffentlichen Grillplätze in den Wäldern, und am Ende isst jeder vom Teller des anderen, egal, welcher Nationalität. Ein Grillausflug oder die Teilnahme an einem Dorffest ist auf jeden Fall eine gute Gelegenheit, die Canarios und ihre liebevolle Lebensart näher kennenzulernen.

Und Sprachbarrieren gibt es hier nicht. Wozu hat man schließlich Hände und Füße? Die Bevölkerung ist überaus herzlich. Spätestens beim zweiten Zusammentreffen, wenn Sie die Hand höflich zum Gruß ausstrecken, werden Sie von den Einheimischen bereits eifrig mit einer Umarmung, einem Schulterklopfer und einem Wangenkuss links und rechts begrüßt.

Beste Reisezeit

Die Kanarischen Inseln sind allesamt Miniaturkontinente, auf denen sich auf einer Strecke von zehn Kilometern die gleichen klimatischen Veränderungen zeigen, wie auf dem europäischen Kontinent auf 100 Kilometern. Um mit Kindern auf Teneriffa Urlaub zu machen, gibt es keine beste Reisezeit, nur einfach immer etwas anderes zu erleben. Das Klima ist das ganze Jahr über frühlingshaft bis sommerlich, mit circa 350 Sonnentagen. Allgemein gilt: Der Süden ist wärmer, der Norden ist grüner. Regen fällt angenehmerweise meist nachts. Bis 10 Uhr am Morgen ist alles aufgetrocknet, und die Sonne scheint.


Rund 350 Sonnentage im Jahr garantieren Urlaubsspaß für die ganze Familie.

Überall ist es im Sommer etwas wärmer, und im Winter braucht man schon mal ein Jäckchen, besonders gegen Abend und je höher man fährt. Im Winter gibt es Schnee auf dem Vulkan Teide, was nicht heißt, dass man nach einer Schneeballschlacht auf fast 4000 Meter Höhe nicht an der Küste baden kann. Was nicht vorhersehbar ist, sind die speziellen Wetterphänomene der Kanarischen Inseln. Es gibt hier zwei Wetterlagen, die alles verändern können. Da wäre zum einen der Scirocco, ein heißer Wüstenwind mit sehr hohen Temperaturen, der Sand von der Sahara bringt. So kann es gut und gerne mal über 40 Grad Celsius mitten im Winter zum Dreikönigstag haben, so passiert im Jahre 2002 beim historischen Scirocco auf den Kanarischen Inseln. Die Inseln versanken in orangefarbenem Nebel, verbunden mit Wind und Sandpartikeln wie aus dem Sandstrahlgebläse. Es herrschte totale Stille, weil der Sand alle Geräusche dämmte. Das Phänomen war sogar auf Satellitenbildern der NASA zu sehen. So extrem passiert es natürlich selten. Dennoch, ein paarmal im Jahr bläst der Scirocco, was dann ein bis drei Tage dauern kann. Ausläufer des Wetterphänomens kennen Sie sicher aus Deutschland. Eine andere Wettererscheinung ist die Wetterlage Calima, auch Bruma genannt. Dann legt sich dichter Nebel über die Inseln, die Luftfeuchtigkeit verringert sich extrem und die Sicht ist getrübt. Es ist absolut windstill, die Luft ist trocken und die Temperaturen sind drückend schwül, sogar nachts. Auch diese Wetterlage schickt uns die Sahara. Auf diese Art und Weise kann es auch mal mitten im Monat Februar zu Temperaturen um die 30 Grad Celsius kommen. Dieses Phänomen kann manchmal eine Woche dauern, gerne zur Osterzeit.

Verkehr und Anreise

Je nach Rückenwind und Ausgangsflughafen erreichen Sie die größte der Kanarischen Inseln, Teneriffa, nach vier bis fünf Flugstunden, sofern Sie einen Direktflug nehmen. Es gibt zwei Flughäfen (Nord und Süd), wobei Auslandsflüge meist im Süden landen. Abstecher über Barcelona, Madrid oder Las Palmas de Gran Canaria sind möglich. Eine Schiffsreise, z. B. von Portugal aus über Madeira, ist sehr charmant, besonders, wenn Sie Teneriffa im eigenen Wohnmobil oder Auto erkunden möchten.

Auf der Insel sind Sie mit einem Mietwagen gut beraten, den Sie am günstigsten und zu den vorteilhaftesten Bedingungen vor Ort bekommen, z. B. unter www.autos-mertens.com. Die Firma bringt Ihnen das Auto sogar zum Flughafen, wo Sie es auch wieder abgeben können. So sparen Sie Transferkosten zu Ihrer Unterkunft. Aber auch mit öffentlichen Bussen erreichen Sie alle Attraktionen problemlos. Über www.titsa.com bekommen Sie alle Fahrpläne und Informationen, nebst Handy-App, die Sie auch über die aktuellen Ankunftszeiten der Busse an den einzelnen Haltestellen stets auf dem Laufenden hält (Englisch und Spanisch).

Essen

Die einheimische Küche ist deftig und schmackhaft. Sie können alles probieren, es gibt nichts, was wir, anders zubereitet, zu Hause nicht auch essen würden. Knoblauch ist an fast allem. Kartoffeln werden traditionell mit der Schale gegessen. Sie bekommen aber auch deutsche Küche in zahlreichen Restaurants, die Sie leicht am Namen erkennen werden, sowie so ziemlich alle deutschen Produkte in den Supermärkten.


Der Tisch ist gedeckt – worauf warten Sie noch?

In vielen von Einheimischen frequentierten Lokalen gibt es neben der regulären Speisekarte auch aktuelle Tagesgerichte (menu del dia), nach denen Sie den Kellner fragen sollten. Das ist vor allem interessant bei fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten. Die günstigen Preise, vor allem in den weniger touristisch frequentierten Zonen, erlauben diesen Luxus. Das macht sich in Ihrer Urlaubskasse positiv bemerkbar.

Die kanarischen Portionen sind reichlich. Oft sagen Ihnen die Kellner, wenn Sie genug bestellt haben. Das Gute ist, dass Sie sich von vielen Gerichten und Tapas eine media ración (halbe Portion) bestellen können. Kinderteller erübrigen sich somit, und Sie können von allem etwas bestellen, sodass für jeden was dabei ist. In die Mitte des Tisches gestellt, und los geht das Picken von den gemeinschaftlichen Tellern! Das macht vor allem Kindern einen Riesenspaß!

Und noch ein Tipp für Erwachsene: Es gilt als sehr unhöflich, dem Kellner das Trinkgeld in die Hand zu drücken oder zu sagen »Stimmt so«. Trinkgeld wird auf dem Tisch liegen gelassen, und es ist Ehrensache, dass es niemand anderes klaut.


Typische Hausfassade: Was sich wohl im Inneren verbirgt?

Einkauf und Zoll

Nutzen Sie die steuerlichen Sonderkonditionen, die die Kanarischen Inseln bieten. Für Alkohol, Zigaretten, Zigarren und Parfümerieartikel bezahlen Sie besonders günstige Preise, preiswerter als im Duty-free-Shop am Flughafen oder in der Maschine selbst. Beachten Sie die Ausfuhrgrenzen von einer Flasche Alkohol und einer Stange Tabak pro Erwachsenem.


Exotische Pflanzenwelt – schön anzusehen, aber bitte nicht mitnehmen!

Ganz oben: In Teneriffas Shoppingmalls finden sich auch gute Mitbringsel für die Lieben zu Hause.

Die Kanarischen Inseln gehören zwar zum Zollgebiet der EU, nicht aber zum Steuergebiet für Verbrauchssteuern und Mehrwertsteuern. Aus diesem Grunde gelten die zollrechtlichen Bestimmungen für die Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat.

Lavagestein sollten Sie käuflich erwerben, denn dann ist das Produkt aus genehmigtem Gestein gefertigt und die Ausfuhr erlaubt. Verboten ist es, Steine, besonders auch Obsidiane, aufzuheben und mitzunehmen. Die Unterscheidung zwischen der erlaubten und der verbotenen Sorte ist für den Laien kaum möglich.

Eines gilt ganz besonders: Finger weg bei allem, das mit dem Artenschutz in Konflikt kommen könnte! Das gilt für getrocknete oder ausgestopfte Tiere und Gegenstände, die aus Tierteilen hergestellt wurden, sowie für Pflanzen. Teneriffa ist ein Paradies an exotischen Pflanzen, die Sie vielleicht als harmloses Urlaubsmitbringsel ansehen. Zu Hause beim Zoll kann Ihnen diese Naivität nicht nur ziemlichen Ärger einbrocken, sondern auch empfindliche Geldstrafen. Haben Sie auch ein Auge auf Ihre Kinder, damit nicht aus Versehen deren gesammelte Schätze im Koffer landen, zum Beispiel ein getrockneter toter Gecko oder ein geschütztes Teide-Veilchen oder Teide-Edelweiß. Alle Infos rund um Zoll und Einfuhrbestimmungen finden Sie unter www.zoll.de.

Unbesorgt können Sie angebrochene Säuglingsnahrung und aus medizinischen Gründen erforderliche Spezialnahrung in ungeöffneten Verkaufspackungen bis zu zwei Kilogramm bei sich führen.

Gewöhnlich haben Läden, Supermärkte und Lokale in den Urlaubsgebieten den ganzen Tag geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen. Aber in den verträumten kleinen Orten außerhalb der touristischen Metropolen muss man sich umstellen. Hier gelten die normalen spanischen Öffnungszeiten mit einer Siesta zwischen circa 13 und 17 Uhr für die Läden, und zwischen 16 und 20 Uhr für Lokale.

Gefahren durch Tiere und das Meer

Auf den Kanarischen Inseln ist das gefährlichste Tier an Land die Stechmücke. Das ist ernst gemeint! Sie können sich also überall gefahrlos und völlig frei bewegen. Aufpassen sollten Sie, wenn Sie an felsigen Stränden unterwegs sind. Da kann schon mal der eine oder andere Seeigel sein Plätzchen haben. Badeschuhe wären angebracht, denn das Hineintreten kann schmerzhafte Entzündungen hervorrufen. Wenn das Meer stürmisch ist, kann es sein, dass Quallen mit der Strömung an die Küste gespült werden. Keine Gefahr für Sie, denn bei solchen Wetterlagen hat sowieso niemand etwas im Meer zu suchen! Sollten Sie zufällig eine angeschwemmte Qualle am Ufer liegen sehen, sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder sie nicht anfassen. Das Berühren kann zu Nesselfieber führen.

Das Meer hat an manchen Stellen nicht zu unterschätzende Unterströmungen. Sollten Sie in diese geraten, kann es schwierig werden, wieder an Land zu kommen. In einer solchen Situation empfiehlt es sich, auch für gute Schwimmer, nicht dagegen anzuschwimmen, sondern ruhig zu bleiben und die Kraft der Wellen zu nutzen. Der Atlantik produziert immer Sets aus sieben Wellen, wobei die erste die kleinste und die siebte die höchste ist. Geraten Sie nicht in Panik, sondern lassen Sie sich möglichst an der Wasseroberfläche treiben und warten Sie ab, dass die größeren Wellen Sie peu à peu wieder ans Ufer tragen.

Zur Sicherheit wehen an den Badestränden die Grüne Flagge (gefahrloses Schwimmen), die Gelbe Flagge (nur für geübte Schwimmer) und die Rote Flagge (Badeverbot). Beachten Sie diese Hinweise unbedingt.


Possierliche »zugereiste« Inselbewohner

Ganz oben: Wer findet Flipper?

Kriminalität

Teneriffa ist ein sehr sicheres Reiseziel. Das einzige, worauf Sie achten sollten, ist, dass Sie Ihre Habseligkeiten nicht offen sichtbar im abgestellten Auto liegen lassen. Passen Sie vor allem an Aussichtspunkten sowie bei Strandgängen auf. Einen Moment die Fotokamera gezückt, die Wagentüren mal für ein paar Minuten nicht abgeschlossen oder die Tasche nicht im Blick gehabt – und schwupps, ist die Geldbörse weg. Gelegenheit macht Diebe. Deswegen ist es besser, Gegenstände im Kofferraum zu lagern.

Allerdings ist auch da Vorsicht geboten. Lesen Sie genau Ihre Mietkonditionen bezüglich des Versicherungsschutzes durch. Sollten Ihnen Gegenstände aus dem Wagen gestohlen werden und dabei das Fahrzeug beim Einbruch zu Schaden kommen, ist es möglich, dass Sie vom Vermieter zur Kasse gebeten werden, und eine eventuell von Ihnen hinterlegte Kaution einbehalten wird. Empfehlenswert ist immer der Abschluss einer Vollkaskoversicherung (Colission Damage Waiver, kurz CDW) ohne Selbstbeteiligung. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Egal, ob Sie einen Unfall melden möchten, bestohlen wurden, die Polizei oder einen Notarzt brauchen, rufen Sie auf jeden Fall den internationalen Notruf unter der Nummer 112 an. Der Service funktioniert 24 Stunden am Tag und ohne die spanische Landesvorwahl 0034 vorwählen zu müssen.

DER NORDEN


Wandern im Teide-Nationalpark

Teneriffas grüner Norden

Viele Touristen genießen ihren Urlaub an den endlosen Sandstränden im Süden Teneriffas, aber um die wahre Schönheit der Insel kennenzulernen, ist der Norden ihr Ziel. Der nördliche Teil Teneriffas beeindruckt mit üppigen Wäldern und saftigem Grün.


Der Teide und seine karge Mondlandschaft

Ganz oben: Meer bis zum Horizont

Es herrscht eine unglaubliche Pflanzenvielfalt. Der Norden besticht mit seinen prächtigen kanarischen Lorbeerwäldern und der kanarischen »Pinie« (pino canario), die eigentlich eine Kiefer ist. Schuld an der üppigen Vegetation sind die Passatwinde, unter deren Einfluss der Norden steht. Sie sorgen für einen Feuchtigkeitsanstieg und fördern das Wachstum von Blumen, Bäumen und Pflanzen. An den Hängen des Teide gibt es eine Besonderheit: das in vielen Farben blühende Teide-Veilchen, das nur in höheren Lagen Spaniens ab 3000 Metern wächst. Das Gleiche gilt für das zarte Teide-Edelweiß. Beide stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden.

Auch die Kanarische Kiefer ist außergewöhnlich. Sie hält das Ökosystem am Laufen, indem sie das Wasser aus den Wolken aufsaugt und es in den Boden abgibt. Die hier herrschenden Passatwinde verursachen eine klimatische Trennung zwischen Nord und Süd und lassen das Wetter und die Vegetation ganz unterschiedlich ausfallen. Wenn es im Süden heiß und trocken ist, kann es sein, dass im Norden die Wolken hängen.

Das bedeutet aber nicht, dass es kalt wird und kein Badewetter ist. Es hat nur zur Folge, dass weniger Sonneneinstrahlung herrscht wegen der Passatwolken, die trotz gleichbleibender Wärme aufziehen, aber keinen Regen bringen. Sie bleiben bloß am Teide hängen. Angesichts der Wolkenbildung müssen sich Kinder und Erwachsene mit Sonnenallergien oder sehr heller Haut weniger Sorgen machen. Für sie ist dieses Strandwetter mit Wolken ideal.

Das verträglichere Klima und die sanfteren Temperaturen wirken sich vor allem positiv auf andere Aktivitäten als Sonne, Strand und Meer aus. Das Wandern wird hier zum Vergnügen, weil man nicht mit drückender Hitze kämpfen muss. Den Norden zeichnet zudem aus, dass er mehr Berge und Felsmassive als der Süden hat. Sie bilden eine wunderschöne Kulisse und wollen alle entdeckt werden.

Um den Norden Teneriffas zu beschreiben, kommt man um den Namen Alexander von Humboldt (1769-1859) nicht herum. Der deutsche Naturforscher und Botaniker war im Jahr 1799 eine Woche zu Forschungszwecken im Norden Teneriffas. Mit Eseln und teilweise zu Fuß erreichte er das Orotavatal von seinem Ankunftshafen in Santa Cruz aus. Humboldt war sofort verzaubert und unzählige Publikationen folgten.

Zu seinem Gedenken sitzt heute lässig seine Skulptur auf der Mauer am Aussichtspunkt Mirador de Humboldt, gelegen an der Landstraße oberhalb von La Orotava (TF-21, Kilometer 1). Der Ausblick ist hier so spektakulär, dass Sie selbst spüren werden, was der Forscher fühlte. Das Orotavatal liegt Ihnen zu Füßen, Sie sehen Bananenplantagen, Puerto de la Cruz, La Orotava, Los Realejos und sogar die Vulkane El Fraile und Las Arenas sowie den bombastischen Teide. Das sind einzigartige Impressionen, die Eltern wie auch Kinder fesseln. In Worten unbeschreiblich, das müssen Sie selbst gesehen haben.


HEY KIDS,

habt ihr schon mal mit Badehose bekleidet Schnee gesehen? Im Winter könnt ihr vom Strand aus den schneebedeckten Teide aus der Ferne bewundern.

Die schönsten Strände

Teneriffas Strände sind genauso vielseitig wie der Rest der Insel: Es gibt weiße Sandstrände neben schwarzen Lavasandstränden, ebenso wie Kiesel- oder Felsstrände, und natürliche oder angelegte Meeresschwimmbecken. Fast jeder Küstenort hat einen eigenen Strand, aber hier möchte ich nur die Badestrände nennen, die besonders für einen Besuch mit Kindern geeignet sind.

Die Wege zu den playas sind ziemlich flächendeckend ausgeschildert oder per GPS zu finden. Öffentliche, kostenlose Parkplätze sind an allen genannten Stränden vorhanden – allerdings im Sommer und an den Wochenenden oft nicht genug. Den Kampf um freie Parkplätze kann man umgehen, wenn man auf den Linienbus umsteigt.

Die Playa de las Teresitas, nördlich von Santa Cruz, wartet mit einem weißen Sandstrand auf. Große Palmen und Baumgruppen sorgen für Schatten. Liegen und Sonnenschirme gibt es zu mieten, Toiletten und Umkleiden sind vorhanden. Das Meer ist sehr ruhig und lange gerade mal knietief, sodass auch Kleinkinder unbesorgt am Wasserrand spielen können. Kleine Fischschwärme im flachen Wasser sorgen bei Kindern für spannende Unterhaltung. In einer Strandbar bekommen Sie Getränke und kleine Snacks.

Gleich dahinter liegt die Playa de las Gaviotas (Zufahrt über die TF-121), nur fünf Fahrminuten von Las Teresitas entfernt und ein echter Insidertipp, obwohl die Bucht keinerlei Komfort bietet. Der Strand wird eher von Einheimischen besucht und ist selten überfüllt. FKK ist erlaubt, aber kein Muss. Die windgeschützte Bucht mit schwarzem Vulkansand symbolisiert Freiheit und Naturverbundenheit gepaart mit exotischer, einzigartiger Schönheit. Der Wellengang ist perfekt, die Klippen sind spektakulär. Eine Bushaltestelle liegt an der Hauptstraße (Linie 945 ab Busbahnhof Santa Cruz). Allein der Gang zu diesem abgelegenen Strand, unterhalb des Anagamassivs, ist atemberaubend. Hier befindet sich die Bar El Kraken – ein Ort mit einzigartiger Strandatmosphäre.

Wenn man in Richtung Taganana fährt, erreicht man nach einer atemberaubenden Serpentinenfahrt durch den Wald mit herrlichen Ausblicken die Playa del Roque de las Bodegas. Fahren Sie immer in Richtung Taganana/Almáciga und Benijo, dann sehen Sie die Playa schon von weit her im Tal. Ihr Sand ist schwarz kieselig und sie gilt bei den Einheimischen als Insider-Surfspot, weil sie wegen ihrer kurz brechenden Wellen für Anfänger geeignet ist, während sie gleichzeitig an Fortgeschrittene noch Herausforderungen stellt. Vom Baden hungrig, ist für das leibliche Wohl in Taganana bestens gesorgt. Zahlreiche Restaurants bieten fangfrischen Fisch an, z. B. die Bar Playa Casa Africa. Wenn Sie Glück haben, bekommen Sie noch gratis eine folkloristische Musikeinlage einer kleinen, lustigen parranda (Musikgruppe) – meist spontan.

Zu Tacoronte gehören die beiden pittoresken Buchten von Mesa del Mar und El Pris. Die kleinen Fischerdörfchen erreicht man per Auto oder Bus. Sie können aber auch von einem zum anderen Strand über den einen Kilometer langen Küstenweg in 15 Minuten hinüberwandern. In beiden Buchten sind die natürlichen Strände ein Gemisch aus Sand und Steinen, und man braucht schon eine dickere Unterlage, um bequem zu liegen. Es gibt aber in beiden Orten auch öffentliche, kostenlose Meeresschwimmbecken. In El Pris finden Sie zusätzlich urige Fischrestaurants mit Terrassen zum Meer unter schattigen Bäumen. In Tacoronte folgen Sie einfach der Beschilderung, um dorthin zu gelangen.


Abendstimmung am Meeresschwimmbecken von El Pris

In der Touristenmetropole Puerto de la Cruz befindet sich die Playa Jardin an der Punta Brava. An dem 700 Meter langen Lavasandsand, der in einem tropischen Garten liegt, finden Sie auf mehreren Terrassen neben Spielplätzen auch viele Bars jeder Kategorie. Öffentliche Toiletten, Umkleiden und Duschen sorgen für Bequemlichkeit. Sonnenliegen und Schirme kann man mieten. Auf der ganzen Länge des Strandes kann man unterschiedliche Wassersportarten ausüben. Am Anfang der Bucht, wo auch die alte Wehranlage, das castillo, liegt, ist das Wasser eher für größere Kinder geeignet. Hier ist der Atlantik wilder, sodass man z. B. Wellenreiten kann. Für kleine Kinder eignet sich der ruhigere, hintere Teil. In Icod de los Vinos befindet sich die ruhige Bucht Playa San Marcos mit eigener Abfahrt und guter Infrastruktur. Direkt am familiären Strand mit weißem Sand gibt es Duschen, mehrere Bars und Restaurants mit Sicht auf das Meer. Durch die Muschelform ist die kleine Bucht windgeschützt und das Wasser schön glatt und ruhig. Es ist ein idealer Platz zum Relaxen für die ganze Familie. Viele Bars und Restaurants liegen direkt am Sand, hier können Eltern entspannen und haben ihre Kinder trotzdem immer im Blick.

Im Küstenort Los Silos erwartet die Charco de la Araña den Badegast. Das Dorf liegt nicht nur am Meer, sondern auch inmitten einer atemberaubenden Bergwelt. An der Charco de la Araña kann man schnorcheln am Kieselstrand mit natürlichen Schwimmbecken, die, je nach Ebbe und Flut, mit Wasser gefüllt sind. Zugang gibt es unter anderem über Holzterrassen, die auch als Liegeflächen dienen. An der Küste entlang liegt eine Promenade zum Schlendern und Sportmachen an vielen Gratis-Freiluft-Fitnessgeräten. Im Sommer öffnet auch ein öffentliches Freibad direkt am Meer mit allen Annehmlichkeiten, von der Liege bis zur Pommesbude, seine Pforten. Ein imposantes Walskelett steht an der Promenade, die zur Playa la Araña führt. Diese Attraktion sollten Sie Ihren Kindern nicht vorenthalten. Der riesige Pottwal mit 15 Meter Länge war im Jahre 2011 tot an den Strand geschwemmt worden. Er war offenbar an einer Infektion gestorben und konnte sich nicht mehr ins lebenswichtige Meer retten. Hier gedenkt man ihm und seinen Artgenossen.

Die Playa de las Arenas ist eigentlich die Verlängerung der Strände in Los Silos, und von dort auch zu Fuß zu erreichen. Ansonsten kommt man an diesen 150 Meter langen und 50 Meter breiten Strand über die Straße in Richtung Punta de Teno, wenn man in Buenavista del Norte die ausgeschilderte Abfahrt zum campo de golf (Golfplatz) nimmt. Das Interessante an diesem Strand ist, dass er im Sommer ein Sandstrand ist, im Winter ein Felsstrand. Die Gezeiten nehmen den Sand über die Wintermonate mit in den Atlantik und bringen ihn über die Sommermonate zurück. Neben einer Imbissbude gibt es dort ein sehr schönes Restaurant der etwas gehobeneren Preisklasse.

Die Playa Punto de Teno liegt an der Nordwestspitze Teneriffas und ist ein Schnorchelparadies. Der Strand offeriert eine einzigartige Klippenlandschaft, die durch erkaltete Lavaströme geprägt ist. Im glasklaren Wasser finden Sie jede Menge exotische Fische. Die Anfahrt in das Naturschutzgebiet ist ein bisschen abenteuerlich, aber es lohnt sich. Die Panoramastraße windet sich entlang der Steilklippen durch verwunschen wirkende Tunnel. Neben einem kleinen Sandstrand liegt der Leuchtturm (Faro de Teno). Diverse Felsbuchten laden zum Sonnenbaden ein. Um von dort ins Wasser zu gehen, empfehlen sich eine Luftmatratze oder ein Bodyboard. Von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen ist der Strand ab 10 Uhr morgens nur mit dem Bus zu erreichen (Fahrpreis einfach 1 € mit dem Shuttlebus der Linie 369 ab Buenavista del Norte). Vor 9 Uhr ist die Straße frei passierbar, und zurückfahren darf man immer. An dem Traumstrand ist das Schwimmen in der imposanten Lavalandschaft ein wahres Vergnügen. Man kann Fischerboote beobachten und bei klarer Sicht die Nachbarinsel La Gomera sehen. Nehmen Sie Proviant mit, denn hier gibt es keine Bars. Das Naturschutzgebiet war übrigens Schauplatz für berühmte Filmproduktionen. Die spektakulären Auto-Verfolgungsszenen von Fast & Furious 6 mit halsbrecherischen Geschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern wurden hier gedreht. Auch für den Fantasyfilm Kampf der Titanen diente die Punta de Teno als natürliche Kulisse.


Die Playa de Teno mit ihren heimeligen Buchten

Ganz oben: Über diese Straße gelangt man zur Playa San Marcos.


HEY KIDS,

haltet Ausschau, an der Playa de las Teresitas treibt im Meer oft noch eine aufblasbare Hüpfburg.


1Chinamada im Anagagebirge

Wo Menschen noch in Höhlen leben

Kids, wollt ihr mal einen verzauberten Wald sehen? Die gibt’s nur in Märchen, glaubt ihr? Dann müsst ihr mitkommen. Es geht in ein Gebirge, wo Menschen noch in Höhlen wohnen. Rundherum liegt ein Märchenwald, bei dem man nie weiß, ob ein Prinz oder eine Hexe sich hinter einem Baum versteckt. Eure Freunde werden euch um das Erlebnis beneiden!


GEFÜHRT WANDERN

Mit Heidis Wanderclub steht Ihnen ein verantwortungsvolles und erfahrenes Team für organisierte geführte Wanderungen in deutscher Sprache zur Verfügung: egal ob zu den Höhlenwohnungen im Anagagebirge, zum Teide-Nationalpark oder durch die berühmte Masca-Schlucht im Tenogebirge. Dieser Wanderclub ist zertifiziert und staatlich anerkannt. Ihren Ausflug zahlen Sie am Ende einer Tour direkt an den Wanderführer in bar. Kinder bis zu 12 Jahren zahlen nur die Hälfte, Einkehrkosten werden direkt vor Ort bezahlt. Informationen bei Heidis Wanderclub www.heidis-wanderclub.de.

Der MERCEDESWALD nennt sich mit Recht Märchenwald Teneriffas. Hier kann man sehen, welche Früchte der Passatwind trägt, der dieses Gebiet mit Feuchtigkeit versorgt. In diesem Biotop finden Sie riesige Lorbeerbäume. Das Klima ist vergleichbar mit dem eines feuchtwarmen Tropenwaldes mit Lorbeerbäumen, grünem Moos, Farnen und Lianen. Die knorrigen Bäume sind von Flechten bewachsen. Wenn Sie Glück haben, können Sie sogar gelben Enzian oder Glockenblumen entdecken. Teilweise wachsen die andersartigen Bäume so dicht, dass ihr Bewuchs ein Dach über dem Kopf bildet und man den Himmel gar nicht mehr sehen kann. Dazu kommen oft noch Nebelschwaden. Es ist eine Welt voller Mystik, auch ein bisschen unheimlich, aber wunderschön. So muss ein Märchenwald einfach aussehen. Und die Ausblicke über das zerklüftete Anagagebirge sind phänomenal.


Das Höhlendorf liegt in einem verwunschenen Märchenwald.

Wenn Sie durch das beeindruckende Gebirge fahren, geht es über Las Mercedes, und Sie biegen von dort nach Las Carboneras ab. Die Straße endet in dem Ort Chinamada, der sich auf 500 Metern inmitten des Anagagebirges in der Gemeinde La Laguna befindet. In diesem alten Dorf leben die Menschen noch in HÖHLEN – so wie ihre Vorfahren, die Guanchen (Ureinwohner Teneriffas). Ihre Häuser sind in die Gebirgsfelsen geschlagen worden. Aber keine Sorge, die Menschen leben hier nicht rückständig. Die Höhlenwohnungen bieten oft erstaunlichen Komfort und halten eine immer gleichbleibende Temperatur. Davon können Sie sich selbst im Restaurant La Cueva (»die Höhle«) überzeugen und gleichzeitig Ihren Hunger mit typisch kanarischen Gerichten stillen. In diesem Ambiente und der gesunden Bergluft schmeckt das Essen doppelt so gut. Es gibt auch ein paar Höhlen, die unbewohnt sind. Da darf man einfach so reingehen.


Der Weg ist das Ziel.

Danach starten wir von hier aus unsere Wanderung. Alle Wanderwege sind gut gekennzeichnet, und deutschsprachige Führungen sind möglich. Es bietet sich die ROUTE TF-10.1 von Las Escaleras bis Las Carboneras an. Dabei handelt es sich um einen kurzen Wanderweg von circa einer Stunde mit leichtem Schwierigkeitsgrad. Zurückzulegen sind dabei rund 3,1 Kilometer.

Es gibt aber auch eine Alternativroute für kleinere Kinder. Für die Minis ist der Wanderweg CRUZ DEL CARMEN super geeignet. Der Zugang erfolgt über die TF-12 von La Laguna in Richtung Las Mercedes. Kinder können dort ohne jedes Risiko und ohne große Anstrengung den Weg begehen und die Geheimnisse des Waldes auf angenehme, einfache und interaktive Weise kennenlernen. Es gibt auch noch eine bequeme Option: Fahren Sie mit dem Auto bis zu den Höhlenwohnungen von Chinamada. Ab hier können Sie auf einem 10-minütigen Fußmarsch den Aussichtspunkt Mirador de Ahuaide erreichen.

Beindruckende Vulkanklippen kann man bei einer Wanderung aus der Nähe bewundern.


HEY KIDS,

zupft doch mal einen der netten Bewohner am Ärmel und fragt, ob er euch in seine Höhle schauen lässt.

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
Hacim:
309 s. 266 illüstrasyon
ISBN:
9783734319631
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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