Kitabı oku: «Die Untreue der Frauen»

Yazı tipi:

Emma Gold

Die Untreue der Frauen

Sammelband, Teile 1 bis 4

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Sammelband

Vorwort

1

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3

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5

6

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Impressum neobooks

Sammelband

In diesem Sammelband sind die Teile 1 – 4, Die Untreue der Frauen, enthalten:

Band 1, Die nymphomane Ehefrau (Teil 1)

Band 2, Die nymphomane Ehefrau (Teil 2)

Band 3, Untreu für den Erfolg des Mannes (Teil 1)

Band 4, Untreu für den Erfolg des Mannes (Teil 2)

Vorwort

Ich habe wirklich studiert.

Der Doktortitel, der meinen Namen ziert, ist von mir hart erarbeitet worden. Meine Dissertation trägt den wundervollen Titel: Die Rolle von Neurokinin-Rezeptoren bei der Modulation von Lern- und Gedächtnisprozessen und deren Einfluss auf das cholinerge System im basalen Vorderhirn.

Klingt ziemlich geschwollen, oder? Da bin ich mit euch einer Meinung. Aber der Professor, der meine Dissertation begleitet hatte, fand, dass ein wichtig klingender Name der Arbeit mehr Bedeutung verleihen würde. Blödsinn. Ich habe diesen Mist geschrieben, meinen Doktortitel dafür erhalten und niemand interessiert sich noch für diese Arbeit. Ein cooler Name wäre vielleicht besser in Erinnerung geblieben.

Aber egal. Ich möchte euch damit nicht langweilig. Es war mir ein Bedürfnis, euch gleich zu Beginn darüber zu informieren, dass ich eine praktizierende Psychologin mit einem Doktortitel bin. Ich arbeite in einer hübschen Praxis in München-Schwabing am Englischen Garten. Sollte sich jemand entsprechend auskennen, sagt euch die Königinstraße sicher etwas. Die Lage finde ich wundervoll. Von meinem Arbeitszimmer habe ich einen freien Blick über den Englischen Garten.

Aber das war sicher kein Grund für meinen großen Erfolg. Und ich bin wirklich ziemlich erfolgreich, was sicher nicht an dem bescheuerten Titel meiner Dissertation liegt. Nein. Ich habe mich auf Frauen spezialisiert. Und das hat jetzt nichts mit einer sexuellen Neigung zu tun, sondern ausschließlich damit, dass ich zu Frauen ein besonders enges Vertrauensverhältnis aufbauen kann.

Ich höre regelmäßig von meinen Patientinnen, dass sie lieber mit einer Frau über ihre Probleme reden. Männliche Psychologen sind meistens oberflächlicher und häufig triebgesteuert.

Und damit sind wir bei meiner Kernarbeit angelangt: Ich spreche mit meinen weiblichen Patienten über deren Sexualität. Aber nicht über den normalen Geschlechtsverkehr. Nein. Ich habe mich auf folgende Themen spezialisiert: Untreue, Seitensprung, Nymphomanie.

Und Sie dürfen mir glauben, es gab und gibt sehr viele Frauen in München, die sich über diese Neigungen mit einer Psychologin unterhalten wollten! Hier wird nur selten eine Therapie nötig, meistens reicht schon das Zuhören.

So wurde ich bekannt, berühmt und stark gebucht. Da ich einen absoluten Spitzenpreis für meine Therapien verlange, kamen und kommen meine Patientinnen meist aus der gehobenen Mittelschicht, oder der vermögenden Oberschicht. Mittlerweile ist mein sehr guter Ruf weit über die Stadtgrenzen gedrungen, sodass ich auch Anfragen aus ganz Deutschland, teilweise sogar aus dem Ausland erhalte. Aber dazu später mehr.

Nun werdet ihr euch sicher fragen, warum die nette Frau das alles erzählt. Und das möchte ich gerne beantworten:

Ich habe mich dazu entschieden, über das Leben und die Gesprächsinhalte meiner weiblichen Patienten zu schreiben. Eigentlich unterliege ich der absoluten Schweigepflicht. Richtig. Daher verwende ich für meine Erzählungen erfundene Namen, um die wahre Identität der Damen nicht zu offenbaren. Hier sei angemerkt: Es handelt sich immer um wahre Ereignisse.

Ich hatte ursprünglich die Idee, mit dem Titel: »Die Untreue der Frauen« einen erotischen Roman zu schreiben. Aber schnell erkannte ich, dass einfach zu viele Akten in meinem Schreibtisch waren, um in einem einzigen Roman geschrieben zu werden.

Daher habe ich mich entschieden, die Geschichten meiner weiblichen Patienten als eine Serie zu veröffentlichen. Ich weiß selbst noch nicht, wie viele Teile es werden. Es ist im Grunde erst einmal eine Open-End-Story, denn untreue Frauen in München gab es schon immer, und wird es auch künftig geben. Mein Terminkalender ist voll, daher werden mir nie die Geschichten ausgehen. Ich werde so lange schreiben, wie ich die Lust dazu verspüre.

Da ich das Schreiben als nebenberufliches Hobby betreibe, steht für mich der Spaß im Vordergrund. Ich arbeite weiterhin als Psychologin in München-Schwabing, und würde mich über Kritik und Anregungen in Bezug auf meine Autorentätigkeit sehr freuen.

Habt ihr als Psychologe oder Patient ähnliche Erfahrungen gesammelt, die ihr auch gerne veröffentlichen wollt?

Dann schreibt mir doch, vielleicht können wir diese in einem Gemeinschaftswerk erzählen. Ich würde mich über Post von euch sehr freuen:

emma.gold666@gmx.de

Viel Spaß beim Lesen

Dr. Emma Gold

1

Elvira Bergström wollte nicht einschlafen. Nein!

Heute würde sie solange wach bleiben, bis Philipp nach Hause kam. Aber das könnte lange dauern. Er hatte heute Abend wieder eine Vorstandssitzung. So sagte er zumindest. Wer weiß schon, ob das stimmt. Er war in letzter Zeit oft erst spät nachts heimgekommen. Hatte er eine heimliche Affäre?

Egal. Sie waren jetzt über zehn Jahre verheiratet, und er hatte es nie geschafft, die Ehefrau sexuell zu befriedigen. Aber das schien normal zu sein. Alle Frauen erzählten von dem gleichen Problem.

Dann kam regelmäßig dieser blöde Spruch, der aber auch einen Hauch Wahrheit beinhaltet: Mein Mann und ich haben in unserer Ehe tollen Sex, aber nicht zusammen.

Es geschieht einfach. Die erotische Anziehung lässt nach. Die Männer suchten sich dann eine heimliche Geliebte, und die Ehefrauen perfektionierten die Masturbation, oder gingen ebenfalls fremd.

Elvira Bergström kam damit gut klar. Sie hatte mittlerweile akzeptiert, dass ihr Mann sie nicht befriedigen konnte. Also hatte sie den Weg der ehelichen Untreue betreten und nicht mehr verlassen. Es war okay, wenn nur nicht diese merkwürdigen Träume wären. Philipp meinte sogar, sie solle zu einem Psychiater gehen.

Vielleicht sollte sie das tun. Aber das löste das heutige Problem nicht. Jetzt galt es nur, wach zu bleiben. Bloß nicht wieder in diesem Traum versinken.

Aber es half alles nichts. Weder der Kaffee noch das Fernsehprogramm.

Elvira saß auf der Wohnzimmercouch und schlief ein. Unverzüglich kam wieder der Traum:

Es war erneut dieser Polizist. Der Mann zog sie an sich und schob seine Zunge in ihren Mund. Dann lehnte er sich zurück, führte eine Hand unter ihre Bluse und tastete nach ihrer Brust.

„Drück fester …“, kam ihre Stimme mechanisch.

Das Ding übernahm erneut die Kontrolle und schrie nach Befriedigung!

Der Polizist öffnete ihre Bluse und zog das Kleidungsstück aus. Als nächstes öffnete er den BH und befreite ihre prallen Brüste. Dann rieb er ihre erigierten Nippel mit der einen Hand, während er mit der anderen ihren Rock hochschob.

Ihre Hand machte sich am Reißverschluss seiner Hose zu schaffen. Sie öffnete ihn und fand sein Glied. Der Beamte ließ sich rücklings auf die Couch sinken, während Elvira vor ihm auf die Knie sank. Sie leckte mit der Zungenspitze sanft über die geschwollene Eichel seines Pints.

Er schmeckt salzig, sagte eine dunkel-rauchige Stimme in ihrem Kopf, und sie erschauderte, denn diese seltsame Stimme hatte sie schon jahrelang nicht mehr gehört.

Er schmeckt nach vermodertem Holz, dieser Pint, hörte sie wie aus weiter Ferne erneut die Stimme in ihrem Kopf sagen. Geh weg, schrie Elvira aus den Verliesen ihrer inneren Festung. Geh weg, du Teufelsbraten.

Überall vor ihren Augen sah sie, wie sein Penis sich zwischen ihren Lippen in einen uralten, halb vermoderten und von Schimmel überzogenen Baumstumpf verwandelte.

Dieser Pint ist wie ein Baum, schorfig wie Borke und voller Borsten. Dieser Stab wird uns nicht befriedigen können. Das schafft kein Mann!

Halt den Mund, du Scheusal. Untersteh dich und sag noch einen Ton!

Dieser Pint ist doch ein Mist. Du musst einen anderen suchen. Wir müssen einen finden, der uns endlich richtig befriedigt!

Das Becken des Mannes rotierte im dumpfen Rhythmus seines Verlangens. Seine Wangen waren schlaff, seine Augen geschlossen, sein Mund halb geöffnet. Sein Bauch bebte und er hörte das Blut in seinen Ohren rauschen. Die Zunge in Elviras Mund glitt mit schlangenhafter Behändigkeit unter seine Eichel, sein Bein zuckte.

Sie halluzinierte: Der Mann vor ihr war wieder ein Baum. Plötzlich geriet sie in Panik.

Er schafft es nicht, uns zu befriedigen!

Der Schlimmste von all ihren Alpträumen. Sie sehnte sich nach völliger sexueller Befriedigung, aber kein Mann schaffte das. Aber warum träumte sie von einem Baum?

Du solltest uns einen Baum suchen. Er wird uns befriedigen, immer wieder … immer wieder … immer wieder …

Das Gesicht löste sich auf. Sie griff nach seinen Gesäßbacken und schloss ihren Mund fester um seinen harten Phallus. Der Mann stöhnte und keuchte. Sie registrierte sein pulsierendes Blut an ihrer Zunge, und ihr war, als würde sein Schwanz immer größer, mächtiger, bis sie das Gefühl hatte, dass er ihr im nächsten Augenblick den ganzen Mund zersprengen würde.

„Genug! Hör auf. Ich will noch nicht kommen, ich will dich ficken!“

Seine Stimme war ihr wie ein Donnerschlag ins Ohr gefahren, so nah und so fordernd, dass sie die panische Angst packte, seine Entladung könne sie absaufen lassen wie ein Schlauchboot, aus dem die Luft entweicht.

Schmeiß den Schlappschwanz raus. Er wird uns nicht befriedigen können. Er ist kein Baum!

Ich bring dich um, schrie sie die Stimme an, indem sie stumm mit der Zunge die Worte formte und dem Mann damit das Zeichen gab, das sie mit ihren oralen Zauberkünsten aufhörte.

„Fick mich, bitte ... aber in den Arsch ... ich brauche deinen Schwanz in meinem Hinterstübchen!“, flehte Elvira, drehte sich herum und kniete sich auf den weichen Wohnzimmerteppich. Schnell zog sie den Rock und den Slip herunter und präsentierten dem Mann ihr nacktes Gesäß. Der anale Sex sollte ihr Schmerzen verursachen, damit würde sie die Stimme bestrafen. Vielleicht würde die Stimme auch verschwinden, wenn die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren. Hoffentlich!

„Wie willst du es?“, fragte er und kroch hinter das kniende Mädchen.

„Hart ... ich brauche es hart ...“

„Okay! Kopf runter auf den Boden. Sofort!“, donnerte er.

Sie nickte ergeben, schlug die Augen nach unten und legte das Gesicht auf den Teppichboden. Die köstlichen Halbkugeln ihrer Gesäßbacken ragten verführerisch in die Luft. Der Mann schlug mit der flachen Hand zu.

„Ja! Tu mir weh. Schlag mich. Es ist nötig“, jammerte sie stöhnend.

So würde das Ding mit der hässlichen Stimme erneut eine verdiente Strafe empfangen. Das Ding hatte jeden Schmerz verdient!

Er schlug abermals hart zu. Diesmal ließ er nach dem Treffer seine Hand auf der glatten, erotischen Rundung liegen. Er schob seine Finger in die Kerbe und dann durch die sich öffnenden Beine, bis er ihre klatschnasse Vagina berührte.

Er schlug erneut auf ihre mittlerweile geröteten Pobacken. Als sie noch vor Schmerz zuckte, schob er zwei Finger in ihre Scheide und fingerte sie in einem schnellen und harten Rhythmus. Nach dem nächsten Schlag konnte er erkennen, dass zwischen ihren Schamlippen Feuchtigkeit heraustropfte. Sie lief wirklich aus!

Der Mann grinste. Erneut rammte er zwei Finger in ihre Scheide und fingerte ihr Lustzentrum. Sein Penis ragte steil in die Höhe und zuckte erwartungsvoll. Er wollte jetzt ebenfalls Lust verspüren, daher richtete er sich auf und brachte sich direkt hinter ihren zuckenden Körper in Stellung.

Dann spürte Elvira Druck gegen ihren Anus. Großen Druck! Sie atmete tief ein. Ja, bestrafe das Ding! Tu mir weh! Dann verschwindet die Stimme. Hoffentlich.

Im gleichen Moment, als seine Eichel sich durch ihren Schließmuskel zwängte, schlug er wieder hart auf ihre Gesäßbacken. Dann pfählte er sie bis zu seiner halben Länge. Elvira schrie vor Schmerz und Lust laut auf. Das dicke Ding in ihrem Darm fühlte sich wie eine heiße Lanze an. Es brannte wie Feuer.

Vor Lust atmete sie laut aus, und ihr Anus öffnete seinen Schlund. Der Mann nutzte diesen Moment und schob seinen harten Pfahl noch tiefer in ihre anale Öffnung. Elvira stöhnte laut, gab kurze schluchzende Laute von sich, während seine flache Hand erneut auf ihre Gesäßbacken schlug.

Dann begann er in langsamen und regelmäßigen Bewegungen seinen Schwanz zu bewegen. Sie schnappte nach Luft und bekam keinen Laut mehr raus. Mit jedem Stoß glitt sein Prügel besser rein und raus.

Und dann war er ganz drin! Bis zum Anschlag!

Keuchend hielt er inne und genoss das Gefühl mit einem tiefen Knurren. Dann beugte er sich über die schlanke Frau und begann sie zu ficken. Es folgten tiefe, lange und kräftige Stöße. Er rammte sich in ihren Darm, seine Lenden klatschen gegen ihren Leib.

Sie trieben sich immer weiter, fast in den Wahnsinn. Ihre Vagina, die Brüste, der attraktive schlanke Körper ... alles war vergessen.

Nur noch ihr Arsch existierte auf der Welt!

Der Mann fickte sie wie ein wilder Stier und sie spürte, wie ein Orgasmus durch ihren zuckenden Körper raste. Dann begann er zu bocken und rammte sich tief in ihren Darm. Er krümmte sich über sie, klammerte sich mit einem Arm an sie und stöhnte lange und rau.

Aber so wollte er nicht kommen!

„Dreh dich um!“, befahl er.

Elvira gehorchte.

„Öffne deinen Mund!“

Sie tat, was er forderte. Er schob seinen harten Penis in ihren geöffneten Mund, immer tiefer, bis seine Eichel gegen ihr Rachenbändchen stieß. Dann konnte er sich nicht länger beherrschen. Sein Höhepunkt ließ seinen gesamten Körper erzittern. Sein Saft schoss wie Wasser aus einer geplatzten Rohrleitung, ein zähflüssiger Strom, an dem sie zu ersticken drohte.

Wir sind nicht befriedigt worden. Er hat es nicht geschafft. Kein Mann ist dazu in der Lage. Du musst einen Baum suchen!

Sein Erguss spülte ihre Gurgel hinunter, aber sie behielt seinen Pint im Mund und saugte ihn wie eine Brustwarze ab, bis er schrumpfte und hinausgezogen wurde.

„Er schrumpft! Nein. Das darf er nicht. Ich brauche noch mehr … noch viel mehr … ich bin nicht befriedigt worden … noch lange nicht … gib mir mehr … mehr … mehr … mehr …“

Und in dieser Sekunde wachte sie auf. Es war Philipp, ihr Ehemann, der sie an den Schultern gepackt hielt und sanft schüttelte.

„Wach auf, Elvira. Du träumst schon wieder. Und morgen wirst du einen Termin bei einem Psychiater ausmachen. Versprich es mir!“

Und Elvira Bergström nickte, während Tränen über ihre Wangen liefen.

2

Dr. med. Emma Gold

Praxis für Psychotherapie – Paar und Sexualtherapie

Königinstraße 27, 80539 München

Freitagnachmittag, 15 Uhr, München und Föhn, Augusthitze und in den Augen der hochbeinigen Schönen, die durch den Englischen Garten flanierten, die flimmernde Erwartung erotischer Erfüllung. Es war so heiß, dass die entblößten Schultern der Mädchen glänzten.

Mir gefiel der Anblick. Ich fand schon immer, dass Menschen, die nichts verbergen brauchten, das auch zeigen konnten. Aber jetzt musste ich mich konzentrieren. Meine Patientin erwartete meine volle Aufmerksamkeit. Das ist manchmal nicht einfach, aber dafür wurde ich bezahlt.

Ich musterte meine Patientin. Elvira Bergström war eine sehr anziehende Frau; sensibler, schöner Mund, warme, klare Augen, samtige, gepflegte Haut, weiblicher, schlanker, sportlich trainierter Körper. Die Augen schienen weinen zu können, der Mund sah aus, als sei er zu keiner Lüge fähig, und der Körper versprach die sensible Reaktion der Feinsinnigen.

Sie hatte volle Lippen, und trug ihre langen, blauschwarzen Haare streng nach hinten gebunden. Diese Mischung aus markanten Zügen, schmaler Nase, großen Augen und zarter Haut, verlieh ihrem Gesicht eine besondere Klasse.

Elvira Bergström hob ihren Kopf, und blickte mir in die Augen. Sie hatte leuchtende grüne Pupillen, deren Außergewöhnlichkeit, mich sofort faszinierte.

„Ich möchte, dass Sie sie mir vom Leib halten“, sagte Elvira Bergström in einem trotzigen, kindlichen Ton.

„Ich? Wie kann ich das tun?“, erwiderte ich fragend. „Schließlich ist es Ihre Stimme, und sie sitzt in Ihrem Kopf.“

„Mein Ehemann bezahlt Ihnen zweihundertzwanzig Euro pro Stunde! Also verdienen Sie sich das Geld. Ich will sie nicht mehr hören.“

„Hören Sie sie im Augenblick?“, wollte ich wissen, ohne auf ihren Vorwurf näher einzugehen.

Ehe sie antwortete, wartete Elvira, als horche sie in weite Fernen. „Nein.“

„Was war das für eine Stimme? Wie hat sie geklungen?“

„Winselnd, vorwurfsvoll, das alte Luder. Ich hasse sie! Töten Sie sie!“

„Wann haben Sie diese Stimme zum ersten Mal gehört?“

„Vor Jahren.“

„Und gestern Nacht in Ihrem Traum wieder?“

„Ja.“

„Was haben Sie getrieben, als Sie sie zum ersten Mal gehört haben?“

„Warum interessiert Sie das?“, hakte Elvira Bergström nach und zog die rechte Augenbraue empor.

„Ich bin ein weiblicher Voyeur.“

„Ich bin verdammt nochmal nicht zum Vergnügen hier. Ich habe Angst. Ich will, dass Sie diese Stimme wegmachen.“

„Ich sage Ihnen die Wahrheit“, erklärte ich. „Auf meine Art bin ich ebenso verrückt wie Sie es sind. Ich bin ein Voyeur. Es macht mir Spaß, in schmutziger Wäsche herumzuwühlen. Was glauben Sie, warum ich Psychiaterin geworden bin? Nur, um meinen lieben Mitmenschen zu helfen? Niemand tut irgendetwas ausschließlich aus humanitären Gründen. Da ist immer noch etwas Anderes im Spiel, ein zusätzlicher Kitzel.“

Ich war mit Elvira Bergström vollkommen offen. Ich belog meine Patienten nie, und schizoide Patienten schon gar nicht, weil ich genau wusste, wie empfindlich sie auf Lügen reagierten.

„Ein Test für die normale oder psychotische Veranlagung ist das Maß an gegebener oder nicht gegebener Verständigungsmöglichkeit zwischen zwei Personen, von denen die eine das ist, was man gemeinhin als »normal« bezeichnet. Von diesem Test ausgehend, kann ich Sie unmöglich als verrückt und mich selbst als geistig gesund bezeichnen. Ich bin ebenso verrückt wie Sie es sind. Nur dass ich persönlich gelernt habe, normal zu funktionieren. Die Schizophrenie ist ein geistiges Land, und ich bin dort gewesen und zurückgekehrt - eine Reisende, die sich auskennt. Das ist der Grund, warum mir Ihr Ehemann dieses Honorar bezahlt. Ich bin eine Reiseführerin, die große weiße Jägerin des Geistes, die alle Fluchtwege kennt.“

Ich lachte vergnügt über meine Metapher und ließ einen schwarzen Kugelschreiber durch meine Finger rollen. Während meiner Gespräche musste ich immer etwas in der Hand halten. Meist war es ein Kugelschreiber, aber die Dinge wechselten. Okay, ich gebe es zu. Auch ich würde einen Therapeuten benötigen. Aber den brauchten alle Psychiater, sonst wären sie keine Psychiater geworden.

„Sie reden wie ein unreifes, eitles Kind!“, sagte meine Patientin geradeheraus.

„Und? Ich bin eingebildet und eitel, aber ich kann funktionieren. Ich habe die Splitter meiner Schizophrenie gebündelt. Ich halte sie fest und Sie fallen auseinander. Wenn Sie dieses Auseinanderfallen verhindern wollen, müssen Sie mir sagen, was ich wissen will. Wenn nicht, dann verschwinden Sie. Ich brauche Sie nicht. Für einen Patienten der geht, finde ich im Handumdrehen ein Dutzend neue!“

„Warum haben Sie mich als Patientin überhaupt angenommen?“ Ihre Stimme war unbewegt, aber in ihren Augen zuckte es.

„Weil Sie ein Verrückte unter Verrückten sind. Ich könnte Ihren Fall in einem Bericht für eine Fachzeitschrift abhandeln. Sie sind etwas Besonderes. Nicht die Geist-Körper-Trennung. Die ist das Übliche. Das Ungewöhnliche an Ihrem Fall ist der Keil, der die Trennung zwischen Ihrem Geist und Ihrem Körper herbeigeführt hat, der physiologische Faktor, der hier mitspielt. Sie besitzen das, was wir in der Ausbildung feixend einen Expressauslöser genannt haben. Der flüchtigste klitorale Reiz führt in ihrem Traum zu einem Orgasmus. Sie kommen in weniger als zehn Sekunden zum Höhepunkt und erzielen über eine unabsehbare Zeitdauer auch danach noch eine Reihe weiterer Orgasmen. Sie können nie genug Sex bekommen.“

„Diese Schlampe, diese ekelhafte. Sie ist durch und durch schlecht.“

„Seien Sie kein Narr. Die meisten Frauen würden ihre beiden Brüste hergeben, wenn sie dadurch die Fähigkeit erwerben könnten, so schnell und so häufig wie Sie zu kommen. Es ist ein physischer Vorzug, keine Verpflichtung, aber statt ihn zu genießen, haben Sie ihn irgendwo auf halber Strecke unterbrochen, oder ausgeschaltet, oder von Ihrem Verstand abgetrennt. Aber das kommt Sie teuer zu stehen. Geist und Körper sind symbiotisch. Jeder ist für den anderen lebensnotwendig. Das ist der Grund, warum Sie eine Stimme hören. Es ist die Stimme Ihres Körpers, der sich wieder mit ihrem Geist verbinden möchte. So erscheint Ihnen diese Sehnsucht nach Verbindung ständig im Traum.“

Elvira Bergström gab keinerlei Anzeichen, ob sie verstanden hatte, was ich sagte. Das überraschte mich nicht. Einem Patienten zu erklären, was nicht in Ordnung war, war als Therapie ungefähr so wirksam wie der Versuch, Warzen mit Zaubersprüchen zu beseitigen. Der Trick – und ich betrachtete es als Trick, eine Fähigkeit, die manche Analytiker besaßen und andere nicht -, war, in den Kopf des Patienten einzusteigen und in den Landschaften seines Geistes spazieren zu gehen. Dann konnte man die Auswege finden, falls es welche gab. Aber um das zu bewerkstelligen, musste man wissen, wie sie die Realität sahen. Und um zu verstehen, wie sie die Realität sahen, musste man wissen, wie ihre Realität aussah. Ich musste erfahren, was meine Patienten getan hatten, oder immer noch tun, um diese Trennung von Körper und Geist herbeigeführt zu haben.

„Sie müssen mir etwas mehr erzählen, wenn Sie wollen, dass ich Ihnen helfe!“

„Über was?“, fragte Elvira im gleichen, ausdruckslosen Ton.

„Über diese Stimme in ihren Träumen. Ja, über die Stimme möchte ich mehr wissen.“

„Sie können Sie sich ja ansehen. Alle haben sie gesehen. Aber das ist schon lange her.“

„Sie weichen schon wieder aus. Das sind typische paranoide Fluchtversuche. Und obendrein sind sie kindisch. Wenn Sie mich nicht verstehen können oder wollen, dann müssen Sie bitte einen anderen Psychiater aufsuchen.“

Sie klimperte mit den Augen. „Was wollen Sie wissen?“, fragte sie.

„Ich möchte mit dem Ding sprechen.“

„Ich werde mich schön hüten, sie hochkommen zu lassen.“

„Dann ist es also eine »sie«?“

Für den Bruchteil einer Sekunde erschien auf Elviras Gesicht ein Ausdruck, in dem Groll und Bewunderung sich die Waage hielten. Dann wurde ihr Blick wieder öd.

Ich zog nachdenklich die Augenbrauen hoch. „Hat sie einen Namen?“

„Ja“, sagte Elvira.

„Wie heißt sie?“

„Luder. Schlampe. Dreckige Hure.“

„Nein, ich meine, wie ist ihr Name?“

„Das sage ich Ihnen nicht.“

„Was haben Sie getrieben, als Sie ihre Stimme zum ersten Mal gehört haben, zum allerersten Mal?“

„Das haben Sie schon einmal gefragt!“

„Ja, aber Sie haben nicht geantwortet.“

„Das werde ich jetzt auch nicht tun.“

„Hatten Sie das erste Mal Geschlechtsverkehr?“

„Ich kann mich nicht entsinnen.“

„Was war das für ein Gefühl, als Sie zum ersten Mal mit einem Mann geschlafen hatten?“

„Es nicht gereicht. Nie. Und sie will, dass ich dafür einen Baum suche.“

„Einen Baum?“

„Ja. So ein Luder. Was soll ich mit einem Baum?“

„Lassen wir kurz den Baum. Was spüren Sie nach dem Akt? Wenn der Mann ejakuliert hat?“

„Nichts! Ich spüre gar nichts.“

„Kommen Sie. Sie müssen etwas spüren, sonst könnten Sie keinen heißen Kaffee trinken, ohne sich die Zunge zu verbrennen. Sie könnten nicht laufen, wenn Ihre Füße nicht den Boden spüren würden. Irgendwelche sensorischen Informationen müssen immer aufgenommen und verarbeitet werden.“

„Nein.“

„Schmecken Sie Dinge? Schmecken Sie, ob etwas süß oder sauer oder salzig ist?“

„Nein. Das Ding schmeckt. Ich weise es an, zu kauen und zu schlucken. Ich sage ihm, wie es sich in einem Restaurant zu verhalten hat und wie man Suppe isst, ohne zu schlürfen.“

„Elvira Bergström fühlt überhaupt nichts?“

Es schoss aus ihr heraus: „Nein!“

Ich lachte, um die Sache zu verharmlosen. „Das ist gelogen. Elvira Bergström empfindet etwas. Das ist der Grund, warum sich ihr Körper so sehr nach der Sexualität sehnt. Warum Sie ständig Sex brauchen. Sie kennen und verstehen die sexuelle Lust und den intensiven Schmerz.“

„Schmerz ist gut für das Ding. Das lehrt es, sich zu benehmen.“

„Irrtum. Schmerz ist gut für Elvira Bergström. Schmerz zeigt ihr, dass sie immer noch existiert, in einem Körper existiert.“

„Ich empfinde nichts. Ich lebe an einem kühlen, trockenen Ort.“

„Wo ist dieser kühle, trockene Ort? Wie sieht er aus? Wie schaut er aus, die Topographie. Sind Sie innerhalb oder außerhalb, ist es Winter oder Sommer?“

„Ich lebe in einer Burg, einer Festung.“

„Ist diese Festung von einem Graben umgeben?“

„Ja! Woher wissen Sie das?“

„Festungen sind von Gräben umgeben. Ein beliebtes Traummotiv. Sagen Sie, hat diese Festung oder Burg ein Fallgatter?“

„Was ist das?“

„Eine Eisentür, die man herunterlassen kann, um Eindringlinge abzuwehren.“

„Ja.“

„Führt eine Zugbrücke über den Graben?“

„Nein.“

„Wie kommt man dann über den Graben? Irgendein Weg muss doch hinüberführen, richtig?“

„Man muss schwimmen!“

Die Stimme, die aus ihrer Kehle drang, klang tiefer, sonorer. Die neue Stimme ließ gut zehn Sekunden lang ein höhnisches Glucksen vernehmen, dann streckte sich ihr Körper, als hätten unsichtbare Hände ihn in ihrem Sessel aufgerichtet.

Als sie jetzt fortfuhr, hatte ihre Stimme wieder ihr übliches Timbre.

„Das Scheusal lebt dort, in dem Graben, wo es hingehört. Im Morast! Ich lebe drinnen, wo es sauber und trocken ist. Die Mauern sind dick und fest. Da kommt niemand rein.“

„Ja, und raus kommt auch niemand“, erklärte ich und spielte unverändert mit dem Kugelschreiber.

„Und was heißt das nun, Doktor Gold?“

„Sie werden mir aus Ihrem Leben erzählen müssen. Ich muss wissen, wie es zu Ihrer sexuellen Gier kam. Zu Beginn Ihrer Ehe waren Sie noch glücklich, oder?“

„Ja. Aber er konnte mich nie sexuell befriedigt.“

„Dann beginnen wir mit der Zeit, in der sie selbst merkten, dass Ihnen etwas fehlt.“

„Das war bereits in unserer Hochzeitsnacht!“

„Dann fangen Sie mit dieser Nacht an.“

„Aber das ist eine lange Geschichte.“

„Ich nehme mir die Zeit. Nur wenn ich Ihr Leben kenne, kann ich Ihnen helfen.“

„Es wird aber nicht mit einem Termin getan sein.“

„Wir vereinbaren so viele Termine, wie sie benötigen, um mir alles erzählen zu können, was Sie bedrückt, was Sie erlebt, und was sie erlitten haben.“

Elvira Bergström lehnte sich zurück, sah mir noch einmal direkt in die Augen.

Dann begann Sie zu erzählen:

3

Im gleichen Augenblick, als er das steife Ding in mich hineinschob wusste ich, dass es so wie immer sein würde ... nämlich, dass im Grunde genommen gar nichts passieren würde.

Ich wollte aber, dass etwas passiert!

Und wie ich das wollte!

Ein Mann kann sich gar nicht vorstellen, was in einer Frau vorgeht, wenn sie erregt und bereit ist, wenn ihr ganzer Körper bebt und sich nach einer Erfüllung sehnt, die ihr nur ein großer Penis schenken kann.

Wenn er dann endlich in sie eingedrungen ist, muss sie erkennen, dass er sie nicht zu befriedigen vermag. Sie muss ganz im Gegenteil feststellen, dass ihr sexueller Hunger danach noch größer ist als zuvor.

Nein, das kann sich ein Mann nicht vorstellen, beim besten Willen nicht!

Ich weiß es seit jenem ersten Mal, als ich mit Philipp geschlafen hatte. Damals hatte ich in keiner Weise das Gefühl, dass ich in sexueller Beziehung etwas mit mir nicht in Ordnung wäre. Philipp brauchte mich nur zu berühren, und schon stand ich in hellen Flammen.

Ich dachte mir nichts weiter dabei, denn ich glaubte damals, zu Beginn unserer Ehe, dass es bei allen Frauen so wäre. Besonders bei dem Mann, den man liebt.

Und dann kam unser erstes Mal. Wir saßen nebeneinander auf dem Sofa. Ich kuschelte mich dicht an ihn. An diesem Abend, als wir ganz allein im Haus waren, erkannte ich, dass wir beide füreinander bestimmt waren.

Ich glaubte, er nahm es zuerst gar nicht richtig war, dass seine Finger meine Brüste berührten. Nicht dass er mich dadurch provozieren wollte, es war purer Zufall.

Doch für mich war es kein Zufall, denn mein Körper reagierte auf Anhieb!

Kaum hatten seine Finger meinen Pullover berührt, als meine Brustwarzen auch schon hart wurden. Es war ein Gefühl, als ob einem der Wind durch die Zähne streicht. Ich konnte kaum noch an mich halten.

Ich sagte zwar kein Wort zu Philipp, aber ich wich auch nicht zurück, als seine Finger mit festerem Druck über meinen Busen glitten. Meine Erregung wurde immer unerträglicher. Mein Körper überzog sich mit einer Gänsehaut. Zwischen meinen Schenkeln wurde es feucht.

Ich schloss die Augen, legte den Kopf auf seine Schulter und gab mich diesem wundervollen Gefühl hin.

Während ich so neben ihm auf dem Sofa saß, entstanden vor meinem geistigen Auge allerlei erotische Situationen. Ich malte mir aus, wie er mir den Pulli über den Kopf streifen und anschließend den BH abnehmen würde, so dass er ganz nach Belieben mit meinen nackten Brüsten spielen konnte.

Dann würde er mir langsam den bereits feuchten Slip ausziehen und Besitz von meinem nackten Unterleib ergreifen.

Oh, es war wundervoll, sich diese Situationen in allen Einzelheiten auszumalen. Die Bilder versetzten mich in eine solche Erregung, dass ich kaum noch stillsitzen konnte.

Impulsiv kroch ich auf seinen Schoss, und meine Lippen suchten seinen Mund.

Das war genau der Augenblick, auf den wir gewartet hatten. Unsere Zungenspitzen begegneten sich, und unsere feuchten Lippen trachteten, die aufsteigende Erregung zu vertiefen.

Schon nach wenigen Minuten schlugen die Wellen der Leidenschaft über uns zusammen.

Ich spürte seine Erektion, als ich mich fester gegen seinen Schoss drückte. Das erigierte Glied war hart und steif. Bislang war Philipp stets verlegen geworden, und er hatte krampfhaft versucht, dieses Anzeichen seiner Erregung vor mir zu verbergen. Trotzdem hatte ich es jedes Mal deutlich gespürt. Für mich war es ein Beweis der Macht, die ich über ihn hatte.

Doch diesmal versuchte er erst gar nicht, seine Erregung vor mir zu verbergen. Er ließ mich sogar gewähren, als ich die Hand über seinen Schoss schob und das harte Ding in seiner Hose streichelte.

Das war für mich der ausschlaggebende Beweis dafür, dass wir in dieser Nacht die letzte Grenze überschreiten würden. Wenn ich den Zauber dieser Stunde nicht gebrochen hätte, wäre es auch höchstwahrscheinlich soweit gekommen.

Doch ich konnte es einfach nicht länger ertragen. Mein ganzer Körper stand in hellen Flammen und sehnte sich nach Sex. Ich wusste nur, wie sehr ich mich danach sehnte, dass er dieses harte, steife Ding in mich hineinschob.

In blinder Erregung sprang ich von seinem Schoss und streckte ihm die Hand entgegen. Ich wollte ihn in mein Zimmer führen, wo wir uns ausziehen und unsere nackten Körper aneinanderschmiegen konnten. Ich wollte mich aufs Bett legen und die Beine breitmachen, um ihm alles zu bieten.

Doch sobald ich den körperlichen Kontakt zu ihm löste, erwachte in ihm das Gewissen. Er erklärte mir, dass er mich besitzen wollte, und der traurige Unterklang seiner Stimme zeigte mir, dass es stimmte. Aber er sagte, es wäre ein Fehler, wenn wir uns jetzt hinreißen ließen. Er konnte mir das nicht näher erklären und beteuerte nur, dass es jetzt und heute ein Fehler wäre.

Ich wusste natürlich nicht, warum es ein Fehler sein sollte, aber ich bemühte mich, ihn zu verstehen. Während mein Körper vor Sehnsucht nach der körperlichen Vereinigung bebte, ließ ich es mir von ihm ausreden.

In den restlichen Stunden des Abends waren wir beide sehr unglücklich, und wir atmeten erleichtert auf, als er sich endlich verabschiedete und ging. Es wäre unerträglich gewesen, noch länger bei ihm zu sitzen, ohne endlich zu ficken.

Die Haustür fiel hinter ihm ins Schloss, und ich war allein. Ich lehnte mich an den Türpfosten, denn meine Knie schlotterten, und die Beine drohten mir den Dienst zu versagen.

Ich ging sofort ins Bett, aber ich konnte nicht einschlafen. Wie hätte ich auch Schlaf finden können, wenn mein Körper noch immer vor Verlangen vibrierte?

Ruhelos warf ich mich im Bett herum. Unwillkürlich fragte ich mich, ob Mädchen derartige Entwicklungsphasen durchmachen müssten. Je länger meine Gedanken um dieses Thema kreisten, desto schlimmer wurde es.

Schließlich konnte ich es nicht länger aushalten. Irgendwie musste ich mir Erleichterung verschaffen.

Ich zog meinen Slip langsam herunter, legte mich im Bett zurück und spreizte meine Beine. Mit der linken Hand begann ich durch mein weiches, schwarzes Schamhaar zu streichen, mit der rechten Hand knetete ich meine erregten Brustwarzen. Lustvoll rieb ich über meinen angeschwollenen Kitzler und stemmte meinen Unterleib meinen Fingern entgegen. Ich presste die Fußsohlen fest auf das Bett und drückte meine Knie nach außen. So öffneten sich sanft meine feuchten Schamlippen. Langsam schob ich einen Finger in meine gierige Spalte. Ich stöhnte und bewegte meinen Finger. So steigerte ich permanent meine Erregungskurve.

Wenig später erreichte ich meinen Höhepunkt.

Aber auch nach dem Masturbieren sehnte ich mich noch nach Philipp. Ich war nicht befriedigt. Allerdings hielt ich das für normal.

Ich glaubte, es wäre bei jedem Mädchen so.

Erst nach der Hochzeitsnacht sollte ich eines Besseren belehrt werden.

Endlich kam der langersehnte Hochzeitstag, und wir beide waren noch immer schüchtern. Doch das war wohl nur natürlich. Während des ganzen Trubels an diesem Tag und selbst während der feierlichen Zeremonien beherrschte uns nur der eine Gedanke, dass wir in dieser Nacht zum ersten Mal intime Beziehungen zueinander aufnehmen würden. Diese Vorstellung zerrte naturgemäß an unseren Nerven und machte uns kopfscheu.

Ich zog mich im Badezimmer aus, und als ich in meinem hauchdünnen, durchsichtigen Negligé ins Schlafzimmer kam, stieß Philipp einen bewundernden Pfiff aus. Er hatte die Bettdecke bis zum Kinn hinaufgezogen und blickte mir mit einem lüsternen Lächeln entgegen.

Ich wusste nicht, ob er sich schon ausgezogen hatte oder nicht. Während ich langsam auf das Bett zutrat, kam mir der Gedanke, dass wir jetzt zum ersten Mal unsere nackten Körper sehen würden. Die bloße Vorstellung jagte mir einen Schauer über den Rücken.

Ich konnte es kaum noch erwarten, und als ich ins Bett kletterte, schloss ich die Augen, um nicht zu sehen, ob er einen Pyjama anhatte oder nicht. Ich wollte, dass alles geheimnisvoll und erregend blieb.

Er zog mich an sich, und vorbei war es mit der geheimnisvollen Atmosphäre. Im nächsten Augenblick war ich komplett nackt.

Wir umklammerten uns, es war ein völlig neues Gefühl. Meine Brüste schmiegten sich an seinen breiten Brustkasten und ich spürte die gewaltige Erektion zwischen seinen Schenkeln. Es war ein herrliches Gefühl und bedurfte keines weiteren Vorspiels, um mich in Erregung zu versetzen.

Dennoch ließ ich es zu, dass er mit meinem Körper spielte. Ich legte mich auf den Rücken und stieß die Bettdecke mit den Füßen zurück, damit er meinen nackten Körper sehen konnte. Er sollte mit mir tun, worauf er Lust hatte.

Mit einem heiseren Aufschrei beugte er sich über mich. Sein Mund fand meine erigierten Brustwarzen, und ich erschauerte unter seinen zärtlichen Berührungen. Obwohl ich eben erst geduscht hatte, war mein Körper im Handumdrehen in Schweiß gebadet. Behutsam drückte er die flache Hand gegen meine schwarzbehaarte Vagina, und ich bäumte mich ein wenig auf. Ich umklammerte seine Hand mit beiden Händen und drückte sie fester gegen meine zuckenden Schamlippen. Er sollte spüren, wie mich das Begehren verzehrte.

Er streichelte meinen ganzen Körper, bis ich es nicht länger ertragen konnte. Ich wollte einfach nicht länger warten!

„Gib ihn mir! Oh, gib ihn mir!“, röchelte ich zu meiner und Philipps Überraschung. „Fick mich endlich, ich warte bereits so lange auf deinen Schwanz.“

Ich spürte, wie er sich zwischen meine gespreizten Schenkel schob. Er kam näher und näher, dann spürte ich die erste Berührung seiner Erektion an meiner Haut. Sein harter Penis fand den Weg zu meinen zuckenden Schamlippen, verharrte dort einen Augenblick und drang dann behutsam in meine Vagina ein. Wenige Sekunden später war der Penis der ganzen Länge nach in mich eingedrungen.

Ein unbeschreibliches, wundervolles Gefühl!

Ich umklammerte ihn, als fürchtete ich, dass er mich verlassen könnte. Seine Stöße wurden länger und wilder. Ich spürte den Druck seines Bauches, und sein Hodensack klatschte im Rhythmus seiner Stöße gegen mein Hinterteil. Alles war fast so, wie ich es mir immer in meinen Träumen ausgemalt hatte.

Fast, aber nicht genauso!

Ich weiß selbst nicht, was ich eigentlich erwartete. Wahrscheinlich malte ich mir aus, dass ich völlig außer mir geraten würde. Natürlich empfand ich die Wellen der Wollust, doch es fehlte noch immer ein bisschen an der vollkommenen Befriedigung, als hätte ich noch etwas Anderes erwartet. Irgendwie hatte ich mir vorgestellt, dass die Wucht dieser Empfindungen mich in eine ganz andere Welt versetzen würde.

Aber es war nicht so. Ich will keinerlei Missverständnisse aufkommen lassen! Natürlich war es gut. Sehr gut sogar.

Mein Körper gab sich diesen ungeahnten Empfindungen voll hin. Meine Lenden standen in hellen Flammen, und ich war nicht mehr Herr über meine Sinne.

Meine Schenkel zuckten, und ich warf den Kopf von einer Seite auf die andere, als würde er von unsichtbaren Bändern gezogen werden. Meine Finger waren in Philipps Rücken verkrallt und spornten ihn zu wuchtigeren Stößen an.

Ich spürte, dass ich unmittelbar vor dem Orgasmus stand. Es konnte sich nur noch um Sekunden handeln. Dieser harte Kolben musste die Fähigkeit haben, mich in eine andere Welt zu versetzen.

Doch der Augenblick der Erlösung kam nicht!

Gerade als mein Körper bereit war, vor Wollust zu zerfließen, spürte ich, wie der dicke Penis zu zucken begann. Ich sperrte die Augen auf und starrte verständnislos in Philipps verzerrtes Gesicht.

Natürlich merkte ich, was mit ihm los war. Er konnte sein Begehren nicht länger zügeln. Dabei wünschte ich mir so sehr, dass er auf mich wartete!

Instinktiv spürte ich, dass für mich alles vorüber wäre, wenn er erst mal den Orgasmus erreicht hatte.

Für mich gab es keine Möglichkeit, ihm Einhalt zu gebieten. Er bäumte sich noch einmal auf und spritzte. Die volle Ladung seines Saftes schoss in meine zuckende Liebesgrotte.

Das war ein gewiss erregendes Erlebnis für mich, aber irgendwie konnte ich nicht verstehen, dass sein Begehren damit völlig abflaute.

Ich lag unter ihm und nahm alles in mir auf, was er zu bieten hatte. Meine Schenkel zuckten, und unsere Körper waren in Schweiß gebadet.

Ich klammerte mich an ihn und flüsterte ihm verständnisvolle Worte zu, weil ich glaubte, dass er das von mir erwartete. Ich hatte gehört, dass junge Männer oftmals Schwierigkeiten mit ihrem Orgasmus hatten.

Doch das Verständnis machte die Sache für mich auch nicht leichter. Es war keine Befriedigung für mein brennendes Verlangen. Alles in mir sehnte sich nach Erfüllung. Damals dachte ich noch, es würde an den Aufregungen des Hochzeitstages liegen, dass mir die effektive Befriedigung dieses Geschlechtsaktes versagt blieb.

Elvira Bergström kam mit ihren Gedanken zurück in die Gegenwart. Sie blickte mich direkt mit ihren leuchtend grünen Pupillen an.

„Sie können sich erstaunlich gut an den Beginn Ihrer Ehe mit Philipp erinnern“, sagte ich und spielte erneut mit dem Kugelschreiber zwischen meinen Finger.

„Ich werde es nie vergessen, Doktor Gold.“

„Leider ist die Zeit schon um. Wir müssen einen neuen Termin vereinbaren.“

„Wie? Die Zeit ist aber schnell vergangen.“

„Das liegt daran, dass Sie durch Ihre Reise in die Vergangenheit jegliches Zeitgefühl verloren haben.“

„Ich möchte kurzfristig einen weiteren Termin. Es ist derzeit alles so präsent.“

„Vereinbaren Sie mit Sarah, meiner Sprechstundenhilfe, einen neuen Termin, Frau Bergström.“

Sie nickte, stand auf und verließ mein Zimmer.

Das war der erste Termin, bei dem ich das Gefühl gehabt hatte, wir würden Fortschritte machen. Elvira hatte sich geöffnet, von ihren Gefühlen und Bedürfnissen erzählt. Hoffentlich würde sie diese Form von Ehrlichkeit beibehalten.

4

Bereits zwei Tage später saß Elvira Bergström wieder vor meinem Schreibtisch und blickte mir mit diesen intensiven grünen Pupillen in die Augen.

Wie sie es geschafft hatte, so kurzfristig einen weiteren Termin zu erhalten, war mir ein Rätsel. Normalerweise waren meine Tage ausgefüllt. Hatte sie meine Sprechstundenhilfe bestochen? Ich sollte mal ein ernstes Wort mit Sarah sprechen.

Aber egal. Elvira Bergström saß erwartungsvoll vor mir.

„Was glauben Sie, Frau Bergström, gab es eine entscheidende Wendung in Ihrer Ehe?“

„Nach sieben Jahren“, kam die schnelle Antwort.

„Sie können sich so genau daran erinnern?“

„Ja, Doktor Gold.“

„Warum?“

„Das ist schwer, in wenigen Worten zu beschreiben. Ich müsste das ausführlich erzählen.“

„Dann beginnen Sie an der Stelle, die Sie für die entscheidende Wendung ansehen.“

Und Elvira Bergström begann zu erzählen:

Inzwischen waren sieben Jahre verstrichen, und als Philipp nun sein hartes, steifes Glied in mich eindringen ließ, wusste ich, dass mir die Befriedigung wieder versagt bleiben würde.

Es würde kein bisschen anders werden als bei den vielen hundert Akten, die ich nun schon mit Philipp durchgeführt hatte. Nach seinem Orgasmus würden wir uns keuchend und bebend aneinanderklammern, doch der Hunger in mir war immer noch nicht gestillt.

Ich konnte mir nicht erklären, was in mir vorging, aber ich konnte anderseits auch nicht einfach darüber hinweggehen. Schließlich ging es um die Tatsache, dass mein eigener Mann mich nicht zu befriedigen vermochte!

Das war der schlimmste Punkt von allen, dass Philipp mich nicht befriedigen konnte. Dabei war er bestimmt ein guter Liebhaber, gütig und rücksichtsvoll. Die Frauen der Nachbarschaft, fast ausnahmslos in meinem Alter, erzählten oft, wie ihre Männer sich im Bett verhielten, und im Vergleich zu ihnen war mein Philipp der reinste Don Juan.

Warum aber konnte er mich nicht befriedigen?

Es schaffte es nie!

Zumindest nicht vollkommen. Wie sehr sehnte ich mich danach, dass es ihm einmal gelingen würde. Vom frühen Morgen an, wenn wir die Augen aufschlugen bis zum Abend, wenn er nach der Arbeit heimkam. Er hatte zwischenzeitlich Karriere gemacht, war in den Vorstand einer großen Firma berufen worden.

Ich wusste natürlich, dass er nicht so auf Anhieb bereit war wie ich. Ich merkte es, wenn ich aufwachte und von Sehnsucht gequält statt ihn behutsam wach zu küssen oder an der Schulter zu rütteln, mit seinem Glied zu spielen begann, bis es sich hart aufrichtete. Ich war dann stets bereit, und meine Brustwarzen stellten sich wie harte Knospen auf.

Wenn er dann aufwachte, rieb er sich die Augen und starrte verdutzt auf den steifen Penis in meiner Hand. Ehe wir uns versahen, lag er auf mir, und unsere Körper vollzogen die Vereinigung. Ich war dann meistens schon so in Fahrt, dass wir den Höhepunkt zusammen erreichten. Das waren ekstatische Augenblicke.

Doch sobald es vorüber war, regte sich in mir schon wieder dieser unstillbare sexuelle Hunger.

Bald kamen jene Morgen, da Philipp hastig aus dem Bett sprang und murmelte, er könne sich diese Liebesspiele am frühen Morgen nicht länger leisten, weil sie seine Schaffenskraft für seine Arbeit unterhöhlten. Er bat mich um Verständnis. An diesen Tagen zählte ich die Minuten, bis er abends heimkam. Dann erwartete ich ihn splitternackt an der Wohnungstür!

Beim ersten Mal sperrte er bei diesem Anblick die Augen auf, und innerhalb von Sekunden lagen wir auf dem Teppich des Wohnzimmers, und ich bäumte mich auf, um seine Stöße möglichst tief in mich eindringen zu lassen.

Vielleicht lag es am Reiz der neuen Stellung, dass mich dieses erste Mal mehr befriedigte, als es seit vielen Monaten der Fall gewesen war. Daher kam es wohl auch, dass ich dieses Spiel am nächsten Abend wiederholte. Und am übernächsten. Bis Philipp eines Abends heimkam und mich vertröstete. Er sagte, er hätte einen anstrengenden Tag hinter sich und wäre nicht in der rechten Stimmung. Dann fügte er hinzu, dass es im Leben schließlich noch andere Dinge als Sex gäbe.

Ich kam mir völlig gebrochen vor. Es konnte im Leben nichts Wichtigeres als Sex geben! Für mich bestimmt nicht.

Als er mir diese Worte an den Kopf schleuderte, wurde ich stocksauer und schwor mir, ihn dafür büßen zu lassen. Doch ich wusste natürlich genau, dass ich mich damit nur selbst um das ersehnte Vergnügen bringen würde. Ich brauchte ihn ja, um mein immerwährendes Verlangen zu stillen.

Als wir an jenem Abend ins Bett gingen, wollte ich ihn zeigen, wie falsch seine Ansicht war. Ich nahm mir vor, ihm ein Liebeserlebnis zu vermitteln, das er so schnell nicht vergessen sollte. Wenn ich mit ihm fertig war, sollte er um Gnade bitten!

Ich wartete nicht erst, bis er sein Schlafshirt anzog. Während er an der Bettseite stand, streckte ich die Hand aus und schob sie zwischen seine Schenkel.

Mit einem überraschten Brummen ließ er sich auf die Matratze drücken, während ich mich auf ihn schwang. Als er die Hände nach meinen Brüsten ausstreckte, stieß ich ihn zurück. Er sollte sich auf den Rücken legen und alles voll auskosten.

Meine Hände drückten seine Schultern in die Kissen zurück, und er starrte mich mit einem Ausdruck an, den ich nicht deuten konnte. Ich kniete neben ihm und war bereit.

Sanft streichelte ich seinen gesamten Körper mit den Fingerspitzen und Lippen. Das gefiel ihm! Ich spürte es an der Art, wie er sich diesen Liebkosungen hingab. Das konnte mir nur recht sein, um ihm zu zeigen, wie unbeschreiblich schön so etwas sein kann.

Langsam schob ich den Kopf weiter nach unten. Bei der ersten Berührung meiner Lippen jagte ein Schauer durch unsere Körper. Dabei war es keinesfalls ein neuartiges Erlebnis für uns, denn wir liebten Fellatio. Unser schönstes sexuelles Erlebnis war zweifellos jener Abend gewesen, da wir uns gegenseitig mit dem Mund befriedigten. Auf diese Weise reißt der eine Partner den anderen mit.

Während meine Zungenspitze jetzt spielerisch an dem harten Penis entlangglitt, erinnerte ich mich unwillkürlich an jene Nacht und spürte ein wohliges Rieseln auf der Haut.

Allerdings war mir bald aufgefallen, dass Philipp sich immer erst ein wenig überwinden musste, ehe er bereit war, mir einen derartigen Liebesdienst zu erweisen. Sobald er merkte, dass ich mich danach sehnte, zog er sich merklich zurück. Ich überlegte, ob er den Geruch oder Geschmack meiner Intimzone nicht mochte, fand aber keine Antwort. Vielleicht lag es einfach nur an seiner Veranlagung, dass er es nicht mochte, eine Frau oral zu befriedigen.

Ich beugte mich tiefer über seinen Unterkörper, umspannte seinen Hodensack mit der Hand und ließ meine Lippen auf dem steifen Glied tanzen. Er zog die Knie ein wenig an. Meine andere Hand streichelte seinen flachen Bauch und spielte mit seinem buschigen Schamhaar. Ich ließ seinen Schwanz allmählich immer tiefer in die Mundhöhle eindringen und die Zungenspitze ununterbrochen einen verrückten Tanz der Wollust aufführen.

Er begann zu stöhnen und verhalten zu protestieren, als könnte er diese wollüstigen Empfindungen nicht länger ertragen. Doch das spornte mich nur an, mit allen Raffinessen weiterzumachen. Seine Hände umspannten meine Schultern, um mich wegzudrücken, aber ich gab keinen Millimeter seines dicken Gliedes preis.

Unvermittelt setzte er sich im Bett auf, und mein Blick fiel auf sein verzerrtes Gesicht. Ich wusste, dass er sich jetzt nicht mehr lange zurückhalten konnte und spannte die Lippen noch fester um den harten Penis, während die Zungenspitze emsig über die lustvoll geschwollene Eichel huschte. Er sollte merken, dass ich den Samen mit dem Mund aufnehmen wollte. Es musste gleich soweit sein!

Er schrie leise auf. Mir kam eine Idee. Ich hob den Kopf, drehte mich schnell herum und kletterte auf ihn. Er starrte mich an, als wüsste er nicht, was mir nun wieder eingefallen war. Erst als ich den steifen Schwanz mit der Hand umspannte und zwischen meine Schamlippen führte, ließ er sich wieder in die Kissen fallen. Auf diese Weise wollte er mich wissen lassen, dass ich mit ihm anstellen konnte, was ich wollte.

Mit geschlossenen Augen rutschte ich an dem harten Glied nach unten, bis es in voller Länge in mich eingedrungen war. Dann konnte ich nicht länger an mich halten und sank über ihn.

Unsere beiden Körper waren durch diesen harten Schaft verbunden, und wir begannen zu keuchen. Ich geriet in Ekstase, wie ich sie in dieser Nacht noch nie kennengelernt hatte.

In diesem Augenblick war ich überzeugt, das richtige Mittel gefunden zu haben, um meine Probleme ein für alle Mal zu lösen. Ja, davon war ich überzeugt. Ich spürte, wie sich die langersehnte Erleichterung in meinen Lenden sammelte. Ich wusste, dass es jetzt nur noch Sekunden dauern konnte, bis ich endlich die erhoffte Befriedigung fand, und ich glaubte, dass sie diesmal vollkommen sein würde. Im Gegensatz zu allem, was bisher gewesen war.

Aber es kam nicht dazu!

Philipp war diesem Ansturm wollüstiger Gefühle nicht lange gewachsen. Nach dem Liebesdienst, den ich ihm so zärtlich erwiesen hatte, konnte er sich nicht länger zurückhalten.

Ich spürte seinen Höhepunkt.

Der Saft, den er mir tief in die Spalte spritzte, erhöhte momentan meine Wollust, doch seltsamerweise schien diese Entladung meine eigene Befriedigung zu ersticken. Das orgastisch zuckende Glied ließ meine Leidenschaft verebben. Deutlich spürte ich den Samenerguss, aber aus irgendeinem unerklärlichen Grund war ich plötzlich eiskalt.

Als dann für ihn alles vorüber war und ich auf sein nunmehr völlig entspanntes Gesicht hinunterblickte und sein befriedigtes Aufatmen hörte, schoss mir blitzartig ein beängstigender Gedanke durch den Kopf.

Es war ein Gedanke, den ich auf der Stelle wieder verdrängen wollte, aber nicht konnte.

Während ich jetzt von ihm herabrollte und mich neben ihm im Bett ausstreckte, während mein Körper sich unsagbar nach Erfüllung und Befriedigung sehnte, wusste ich, dass der Tag nicht mehr fern war, an dem ich meinen Körper einem anderen Mann anbieten würde!

Elvira Bergström lächelte und ergriff das Glas Mineralwasser, das auf meinem Schreibtisch für sie bereitstand. Sie nahm einen großen Schluck und blickte mich durchdringend an.

„In diesem Moment beschlossen Sie, fremdzugehen?“, erkundigte ich mich.

„Ja, Doktor Gold.“

„Haben Sie den Plan in die Tat umgesetzt?“

„Ja.“

„Es wurde auch zu einem wichtigen Bestandteil Ihrer Geschichte, nehme ich an.“

„Sie haben recht, Doktor Gold. Haben wir noch Zeit?“

„Es ist noch keine halbe Stunde vergangen.“

„Dann erzähle ich Ihnen von meinem ersten ehelichen Seitensprung.“

„Nur zu …“

Und Elvira Bergström erzählte weiter:

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich den Mut dazu aufbrachte, aber mir blieb ja gar keine andere Wahl. Mein Körper verlangte ganz einfach und unwiderstehlich danach. Ich brauchte einen anderen Mann, der es schaffen sollte, das Feuer in mir zu löschen.

Wenn eine Frau sich, aus welchem Grund auch immer, vornimmt, mit einem anderen Mann zu schlafen, so ist das leichter gesagt als getan. Natürlich bereitet es keine Schwierigkeit, einen Mann fürs Bett zu finden.

Das weiß jede Frau. Es ist kein Kunststück, sich von einem Mann vernaschen zu lassen. Männer für solche Zwecke findet man massenhaft im Internet.

Obwohl mein Entschluss feststand, musste ich mich noch zur Verwirklichung durchringen. Ein Ehebruch lässt sich nun mal nicht so ohne weiteres durchführen. Es wäre viel leichter gewesen, wenn ich Philipp nicht geliebt und es nur auf einen kleinen Seitensprung abgesehen gehabt hätte. Oder wenn Philipp mich nicht geliebt hätte und mir gegenüber nicht stets so gütig und rücksichtsvoll gewesen wäre. Aber wir liebten uns nun mal, und daran war nicht zu rütteln.

Es gab nur eine Sache zwischen uns, die nicht ganz funktionierte. Philipp war ein fabelhafter Liebhaber, kaum zu überbieten. Wenn also trotzdem etwas nicht ganz stimmte, konnte es nur an mir liegen. Und wie soll man etwas kurieren, von dem man selbst nicht genau weiß, was es ist?

In seinem fieberhaften Hunger nach Befriedigung sucht man nach irgendeinem Ventil, bei mir handelte es sich um einen anderen Sexualpartner. Doch das macht die Sache keineswegs einfacher.

Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, wanderte ich während der ersten Wochen durch die Münchner Innenstadt. Ich wollte mich bei keinem Internet Seitensprung Portal anmelden, sondern dem Menschen direkt in die Augen sehen. Wenn ich keine Verbindung über die Augen, den Geruch oder die Ausstrahlung aufbauen konnte, würde ich auch keinen Sex mit dem Mann haben wollen. Okay, ich gebe es zu, wir Frauen sind beim Fremdgehen anspruchsvoll.

Während ich durch Schwabing schlenderte, betrachtete ich fast jeden Mann, der mir begegnete, und fragte mich insgeheim, wie er wohl im Bett sein mochte. Junge Männer, alte, dicke, dünne, stattliche und hässliche. Es genügte mir vollkommen, dass sie Hosen trugen.

Ich weiß selbst nicht, wie ich zu dieser Unverschämtheit kam, aber nach einer Weile blickte ich überhaupt nicht mehr in ihre Gesichter oder auf ihre Gestalt, sondern nur noch auf die Konturen, die sich hinter der Hose abzeichneten.

Eine innere Stimme sagte mir, dass ich einen Mann mit einem großen Penis brauchte, größer als der von Philipp, der diesbezüglich mit seinen fünfzehn Zentimetern nur durchschnittlich bestückt war. Ich bildete mir ein, dass mir nur ein großer Phallus mit mindestens zwanzig Zentimeter die erhoffte sexuelle Befriedigung bringen könnte. Bald kam ich mir wie eine Expertin vor, die einen Mann lediglich nach der Wölbung seiner Hose beurteilte. Denn auf den Penis hatte ich es nun mal in erster Linie abgesehen.

Schließlich kam mir der Gedanken, in den Englischen Garten an die Isar zu gehen. Es war zwar erst Mai, aber in der hippen bayrischen Landeshauptstadt gab es bereits genug Sonnenanbeter, die gerne die Hüllen fallen ließen. Schon bald hielt ich mich die ganze Zeit am Isarufer auf und tat, als wollte ich die Sonnenstrahlen genießen. In Wirklichkeit zog ich jedoch in Gedanken jedem einzelnen Mann die Badehose aus.

Ich fragte mich, wie ich es wohl anstellen sollte, mit einem dieser Männer im Bett zu landen. Je länger ich die halbnackten Körper betrachtete, desto schlimmer wurde es. Bald wusste ich nicht mehr, was nun Wirklichkeit war und was nur in meiner Einbildung existierte.

Ich lag auf meiner Decke, stützte das Kinn in die Hände, schmiegte den Bauch auf den Rasen des Englischen Gartens und betrachtete durch meine dunkle Sonnenbrille der Reihe nach alle Männer, bis ich einen entdeckte, der meinen hohen Ansprüchen zu genügen schien.

Dann ließ ich ihn nicht mehr aus den Augen. Ich studierte ihn in allen Einzelheiten. Insgeheim hoffte ich auf irgendeine Bewegung von ihm, die es mir gestatten würde, einen Blick auf die Wölbung seiner Shorts zu werfen. Ich wollte unbedingt sehen, wie er da unten gebaut war.

Ich wusste natürlich, dass ich mir da eine scheußliche Sache hatte einfallen lassen, aber es war immer noch besser, als daheim auf dem Bett zu liegen und zu masturbieren.

Dieser Aufenthalt im Englischen Garten brachte mich in Erregung. Meine Brustwarzen wurden hart und drückten so gegen das Oberteil meines Bikinis, dass es schmerzte. Meine Lenden begannen zu vibrieren. Es machte alles nur noch schlimmer, dass der Mann, den ich gerade im Auge hatte, überhaupt nichts davon wusste.

Zumindest glaubte ich, dass er nichts davon merkte. Eines Tages merkte ich jedoch, dass meine Annahme falsch war. Ich hatte ihn schon wiederholt beobachtet. Ein großer, blonder Bursche mit muskulösen Armen und Beinen, und mit Konturen in der Badehose, bei deren Anblick ich unwillkürlich den Atem anhielt.

Er erschien jedoch gewöhnlich in Begleitung eines zierlichen, dunkelhaarigen Mädchens, und ich beneidete sie um diesen Freund. Gleichzeitig wollte ich meine Hoffnungen begraben.

Umso überraschter war ich, als er sich an einem wolkenverhangenen Tag neben mich ins Gras setzte.

„Hallo, Schönheit“, meinte er. „Haben wir uns hier nicht schon gesehen?“

Ich war so verdattert, dass ich nur mit einem kurzen „Ja“ auf seine Frage eingehen konnte. Das hielt ihn aber nicht davon ab, munter von diesem und jenem zu plaudern.

Ich wollte mich eigentlich nach seiner dunkelhaarigen Freundin erkundigen, fürchtete aber, dass ich ihn dadurch vertreiben könnte und ließ es lieber bleiben. Ich beschränkte mich auf die Rolle der aufmerksamen Zuhörerin. Meine Blicke wurden wie magnetisch von seinem Unterleib angezogen. Vermutlich hatte er keine Erektion, aber was sich meinen Blick darbot, war bereits eine ganze Menge.

Das alles hätte zu gar nichts geführt, wenn in diesem Augenblick nicht die ersten Regentropfen gefallen wären. Nach wenigen Minuten tropfte das Wasser nur so an uns herunter. Hastig rafften wir unsere Sachen zusammen und eilten auf meinen Wagen zu, der in der Lerchenfeldstraße parkte. Plötzlich hielt er mich am Arm fest, und zog mich eine ruhige Seitenstraße. Er erklärte mir, dass er hier eine kleine Wohnung besaß und lud mich ein, mit zu ihm zu kommen und mich gründlich abzutrocknen.

Ein Blick in seine Augen genügte, mir zu zeigen, dass er weitaus mehr im Sinn hatte, als mir ein Handtuch und eine Tasse Kaffee anzubieten.

Dieser Ausdruck in seinen Augen bewog mich, ihm die Treppe hinauf zu folgen.

Ich erkannte auf den ersten Blick, dass es die typische Wohnung eines Münchner Singles war, und fragte mich, in welchem Verhältnis er wohl zu dem zierlichen, dunkelhaarigen Mädchen stehen mochte. Dieser Mann, sein Name war übrigens Bernd, machte mir ganz und gar nicht den Eindruck, dass er sich an ein einziges Mädchen fesseln würde, und das machte ihn mir noch sympathischer. Irgendwie widerstrebte es mir, eine andere Frau von ihrem Platz zu verdrängen, obwohl ich selbst glücklich verheiratet war.

„Was wird Ihr Mann dazu sagen?“, hörte ich ihn von der anderen Seite des Raumes fragen. Er lehnte lächelnd am Türrahmen und hielt in beiden Händen eine Tasse dampfenden Kaffee.

„Wie meinen Sie das?“, stammelte ich verlegen.

„Nun, dass Sie sich hier allein mit einem fremden Mann in seiner Wohnung aufhalten.“

Das ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig, und um Zeit zu gewinnen, nippte ich an meiner Tasse.

„Wir wollen uns nicht lange mit dem Vorgeplänkel aufhalten“, sagte er. „Ich weiß genau, warum du hier bist.“

Plötzlich war er von der formellen Ansprache zur persönlichen gewechselt. Auf meinen nackten Armen bildete sich eine Gänsehaut, und ich wagte ihm nicht in die Augen zu sehen.

„Du bist doch wegen ihm in meine Wohnung gekommen, richtig?“

Ich wusste nicht, was er meinte und drehte mich rasch um. Um ein Haar hätte ich die Tasse fallen lassen. Er hatte die Hose abgesteift und stand komplett nackt vor mir. Sein Penis entsprach genau meinen Erwartungen.

Ich setzte zu einem Protest an, um ihn scharf zurechtzuweisen. Aber er hörte überhaupt nicht auf mich. Er kam einfach auf mich zu, und ich konnte den Blick nicht von seinem Schwanz abwenden, der zwischen seinen Schenkeln baumelte.

Er blieb unmittelbar vor mir stehen und legte die Hände auf meine Schultern.

„Du willst dich doch hier nicht etwa als anständige Ehefrau aufspielen, was?“, fragte er spöttisch.

Ich zitterte vor Erwartung und Furcht. Aus Unerfahrenheit und Nervosität vor meinem ersten Seitensprung fauchte ich ihn an.

„Sie haben wirklich Nerven!“

Ich holte sogar mit meiner Hand aus, um ihn ins Gesicht zu schlagen. Er fing mein Handgelenk ab, und lachte.

„Hör mal, Mädchen! Ich erkenne es sofort, wenn einer Frau die Möse juckt. Du bist seit Tagen im Englischen Garten und hast dich in Gedanken von jedem einzelnen Mann ficken lassen, richtig?“

Ich kam mir gedemütigt vor und ließ den Kopf hängen. Hatte man es mir denn so deutlich ansehen können? Ich wagte noch immer nicht, den Kopf zu heben, denn natürlich hatte er recht.

„Schon gut“, meinte er sanft. „Ich verstehe dich doch. Es gibt viele Ehefrauen, denen es nicht anders geht als dir. Entweder sie werden daheim von ihrem Mann nicht richtig gevögelt, oder sie sind mit dem, was sie bekommen, nicht zufrieden. Da sehen sie sich eben woanders um. Und dann springen eben Männer wie ich ein. Ich glaube, wir sind so eine Art notwendiges Übel, um manche Ehe zusammenzuhalten.“

Er lachte dazu, und ich begann ihn zu hassen. Gerade wegen dieses Hasses war ich plötzlich bereit, mit ihm ins Bett zu gehen. Denn wenn man jemanden hasste, kam der Umstand, dass man mit ihm ins Bett ging, keine weitere Bedeutung zu.

Ich fühlte, wie er mich am Handgelenk zu einer Tür führte, und stemmte mich ein wenig dagegen, aber das war mehr oder weniger Show. Ich wusste nur zu gut, was hinter der Tür wartete und was sich dort abspielen würde. Meine Erwartungen stiegen mit jedem einzelnen Schritt.

Ich wartete gar nicht erst, bis er die Tür hinter uns schloss, sondern zog mein Shirt über den Kopf und öffnete mein Bikinioberteil. Als nächstes öffnete ich meine Hose und stieg heraus. Als letztes streifte ich mein Höschen ab. Dann stand ich völlig nackt vor ihm und sah ihn forschend an.

„Du hast wirklich eine klasse Figur. Alles so, wie es sich ein Mann wünscht.“

Ich warf einen langen Blick auf seinen prächtigen Penis.

„Verstehst du auch mit dem Ding umzugehen?“

Mein forsches Auftreten fuhr ihm sichtlich in die Glieder. Er fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen und nickte nervös. Ich trat mit übertrieben wippenden Hüften und Hinterteil auf das Bett zu. Dort setzte ich mich auf die Bettkante und blickte zu ihm auf. Langsam legte ich mich auf den Rücken, spreizte einladend meine Schenkel und streckte die Arme aus.

Mit einem heiseren Aufschrei fiel er über mich her, presste den Mund auf meine geöffneten Lippen und drückte seine Zunge tief in meine Mundhöhle.

Mein Begehren war schon bei den ersten Worten erwacht, die wir im Englischen Garten gewechselt hatte, und sein stürmischer Kuss brachte mich fast um die Besinnung.

Ich wusste, welche Befriedigung ich ihm verschaffen konnte. Das kam einfach so aus mir heraus. Die Berührung seiner Hände an meinen Brüsten ließ meinen Körper erbeben, und ich wand mich unter ihm hin und her. Überrascht hob er den Kopf und betrachtete meinen zitternden Leib.

„Du bist ja ziemlich geil, was?“, fragte er. „Du brauchst kein langes Vorspiel, richtig?“

„Dann fick mich endlich!“

Ich hatte es weder auf eine Konversation noch auf eine Diskussion abgesehen. Mir ging es einzig und allein um Sex. Reinen, direkten, harten Sex, wie die Natur ihn geschaffen hat.

Um endlich zum Ziel zu kommen, streckte ich die Hand aus und ergriff seinen großen Schwanz. Gleichzeitig schloss ich die Augen. Ich spürte seine Erektion, und mein Atem wurde schneller. Ich konnte es kaum erwarten, dieses steife, harte Ding in mir zu spüren.

Er spielte mit meinen Brüsten und bearbeitete meine harten Nippel mit den Fingerspitzen und mit der Zunge. Seine Finger spielten in meinem seidigen, schwarzen Schamhaar.

Er verstand es, mich immer mehr auf Touren zu bringen. Ich konnte mich kaum noch beherrschen. Ich biss ihm in die Arme und Schultern und spielte unablässig mit seinem harten Glied. Tränen traten mir in die Augen, und ich sehnte mich nach Erfüllung.

„Fick mich“, keuchte ich. „Verdammt, steck ihn mir endlich rein!“

Ich zog ihn fest zu mir herunter und machte die Beine breit. Meine Schultern waren fest gegen die Kissen gedrückt, und ich hob den Unterleib an. Ich spürte den harten Schaft zwischen meinen Schamlippen eindringen. Weiter und immer weiter, bis er tief in meiner Vagina steckte.

Mein ganzer Körper schien vor Wollust zu zerfließen. Meine Fingernägel bohrten sich in seinen Rücken. Es war mir völlig egal, dass ich mich in seinen Armen wie eine Verrückte gebärdete. Ein derart intensives Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr gespürt. Es war, als wollte er mit jedem einzelnen Stoß neues Leben in meinen ausgehungerten Körper schießen.

„Fester! Fester! Immer fester!“, keuchte ich wie eine Besessene. Ich versank in einem unendlichen Meer der Wollust.

„Oh, warte auf mich ... warte auf mich ... warte doch auf mich!“, wimmerte ich.

Sein gewaltiger Penis schien mit jedem einzelnen Stoß immer tiefer in meine nasse Scheide einzudringen. Deutlich spürte ich, wie sein Glied zu zucken begann. Ich geriet in Panik, denn er sollte auf keinen Fall vor mir zum Orgasmus kommen und mich um meinen Höhepunkt betrügen. Ich rutschte, so gut es ging, von unten her an seinem Schaft hinauf und wieder hinunter. Auf keinen Fall durfte er zu früh kommen!

Dennoch war ich nicht darauf vorbereitet, als es passierte. Ich wusste selbst nicht, was ich eigentlich erwartete. Es war, als wäre ich von seinem dicken Schwanz aufgespießt. Die Empfindungen, die mich in diesen Augenblicken beherrschten, waren nicht zu beschreiben.

Ich wusste nicht, was in ihm vorging, das kümmerte mich herzlich wenig. Ich ging vollkommen in meinen eigenen Empfindungen auf. Flammen der Wollust und Leidenschaft verzehrten mich. Es war, als würden sich an meinem ganzen Körper scharfe Pinzetten in die Haut bohren. In meinem Kopf war nur noch Raum für den einen Gedanken, dass ich endlich, endlich die langersehnte Befriedigung finden würde.

Ebenso plötzlich wie alles begann, war es auch schon wieder vorbei. Ich sackte unter ihm zusammen und stemmte die Hände gegen seine Schultern. Ich war völlig erschöpft, und was mir eben noch Freude bereitet hatte, war jetzt Schmerz. Ich konnte sein Gewicht nicht länger auf mir ertragen. Seine ganze Männlichkeit war mir plötzlich aus tiefstem Herzen zuwider.

„Geh ... geh weg!“, stöhnte ich schwach. „Geh einfach weg.“

Und dann war alles vorüber.

Ich lag auf dem verschwitzten Bettlaken und hörte meine hohlen Atemzüge. Er lag noch immer auf mir.

In diesem Augenblick dachte ich zum ersten Mal an Philipp. Ich schämte mich. Oh, wie ich mich schämte!

Diesen Fehltritt würde ich unter keinen Umständen rechtfertigen können. Ich hasste meinen Ehemann, weil er mich zu diesem Abenteuer gezwungen hatte. Ich redete mir ein, dass alles die Schuld von Philipp war. Wenn er mich nur richtig befriedigt und nicht so unausgefüllt gelassen hätte.

Doch je länger ich daran dachte, in welcher Form sich unser Liebesakt regelmäßig abspielte, desto weniger schämte ich mich. Die Scham wurde durch ein anderes Gefühl ersetzt ... ein Gefühl sexueller Erregung.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, mein Hunger nach Befriedigung war trotz eben erfolgten Geschlechtsverkehrs noch nicht gestillt. Ich sehnte mich nach wie vor nach allem, was ein Mann mir bieten konnte. Es war das gleiche Gefühl, das mich beherrschte, bevor ich unter diesem Mann die Beine breitgemacht hatte.

Ich schlug die Augen auf und sah ihn forschend an.

„Ich dachte, du könntest mit dem Ding zwischen deinen Beinen umgehen“, meinte ich mit einem ironischen Unterton.

Seine Überraschung tat mir gut. Ich hatte sein Selbstvertrauen erschüttert. Um mir zu beweisen, wie sehr ich mich getäuscht hatte, stützte er sich auf die Ellbogen und drückte seinen bereits wieder harten Penis mit einer kurzen Bewegung aus den Hüften tief in meine Liebesspalte.

Das verschlug mir den Atem, und meine Beine spreizten sich wie von selbst. Im nächsten Augenblick schwamm ich erneut auf den Wellen der Leidenschaft.

Diesmal ging er ohne die geringste Spur von Rücksicht vor. Seine Stöße wurden immer wilder, und sein Körper lastete schwer auf mir. Und es war noch immer nicht genug.

Ich gab mir die größte Mühe, mitzumachen und es dadurch für uns beide zu erleichtern. Doch so sehr ich mich auch abmühte, es wollte einfach nicht klappen. Mein Körper war nicht zum Mitmachen zu bewegen. Die Leidenschaft, die sich zu Anfang geregt hatte, ebbte rasch wieder ab, und es gab nicht das geringste Anzeichen dafür, dass ich diesmal Befriedigung finden würde.

Da begann ich, ihm etwas vorzuspielen. Meine Hand umspannte seinen Hodensack, mein Zeigefinger bohrte sich in seinen Anus, und ich knabberte an seinem Ohr. Irgendwie musste es mir gelingen, diesen toten Punkt zu überwinden. Aber es war nichts zu machen. Bernd dagegen kam voll auf seine Kosten.

Und wie er auf seine Kosten kam!

Er drängte mich in die Rolle der Schwarzen Witwe, die ihrem Männchen während des Paarungsaktes das Leben aus dem Körper saugte.

Unvermittelt verlor er die Beherrschung und stieß zu, als ginge es wirklich um sein Leben. Er strebte der vollen Befriedigung zu. Sein verzerrtes Gesicht zeigte mir, welche Macht ich in diesen Augenblicken über ihn hatte. Er stand unmittelbar vor dem Orgasmus.

Doch aus irgendeinem Grund wollte ich nicht, dass er seine Ladung in mich schoss. Das hatte nichts mit Angst vor einer etwaigen Schwangerschaft zu tun, denn ich nahm ja regelmäßig die Pille. Irgendwie ekelte mich die Vorstellung an, dass er seinen Samen in meine Vagina pumpte.

Als ich spürte, dass sein steifer Penis zu zucken begann, drückte ich Bernd hoch. Dabei ließ ich sein Glied aus meiner Spalte gleiten und schob mich nach unten, so dass sein Schwanz in der Kluft zwischen meinen Brüsten lag. Mit beiden Händen drückte ich meine Titten zusammen, und hielt so die dicke, blaugeäderte Eichel und ein Teil des Schafts gefangen.

Er spritzte mir über die Brüste, den Hals und sogar mein Gesicht. Ich stieß einen erstickten Schrei aus. Die Neuartigkeit dieser Erlebnisse machte alles wahrscheinlich viel erregender, als es in Wirklichkeit war.

Unwillkürlich streckte ich die Hand aus und ergriff seinen Hodensack. Da spürte ich die ganze Wucht seines Orgasmus. Das harte Glied bäumte sich noch einmal auf und erschlaffte dann mehr und mehr.

Mit einem tiefen Seufzer rollte Bernd auf die Seite. Ich wartete, bis er sich ein wenig erholt hatte und begann dann seine Lenden zu streicheln. Ungläubig schlug er die Augen auf und schüttelte, als er meinen Gesichtsausdruck sah, betroffen den Kopf.

„Nein, nein“, murmelte er. „Noch nicht ... bitte noch nicht.“

Ich lachte ihn aus und erwiderte: „Was ist denn los mit dir? Ich dachte, du wärest ein so vortrefflicher und unermüdlicher Liebhaber!“

Er stützte sich auf den Ellbogen und starrte mich fassungslos an.

„Aber ... aber ich kann nicht mehr“, sagte er kleinlaut. „Ich bin noch nicht bereit. Du verstehst das doch, oder?“

Um mir zu zeigen, wie er das meinte, blickte er auf seinen schlaffen Penis hinunter.

Aber ich verstand nicht! Besser gesagt, ich wollte nicht verstehen. Ich war einfach unersättlich. Mein Körper sehnte sich nach Erfüllung.

Voller Trotz drehte ich mich im Bett herum, so dass meine gespreizten Schenkel unmittelbar vor seinem Gesicht lagen.

„Dann leck mich, schließlich gibt es mehr Möglichkeiten als deinen Schwanz. Ich brauche jetzt endlich meine Befriedigung!“

Er starrte wie gebannt auf meine schwarzbehaarten, geschwollenen Schamlippen, als könnte er sich nicht vom Anblick meiner feuchten Weiblichkeit losreißen. Dann schüttelte er langsam und betont den Kopf.

„Ich ... äh, will nicht mehr. Meine Lust auf Erotik ist komplett verschwunden. Außerdem gefällt es mir nicht, eine Frau zu lecken“, erklärte er.

Ich schnaubte ihm verächtlich ins Gesicht, und er zuckte erschrocken.

„Es ist mir völlig egal, was dir gefällt oder nicht. Ich brauche jetzt endlich meine Befriedigung, als fang an, und bemüh dich!“

Ich wusste selbst nicht, was ihn plötzlich veranlasste, sich von mir beherrschen und herumkommandieren zu lassen. Langsam schob er das Gesicht zwischen meine gespreizten Schenkel, und ich spürte seine Wangen an den Innenseiten der Oberschenkel. Ich hob den Körper ein wenig an und spürte seinen Mund an den Schamlippen. In diesem Augenblick entspannte ich mich.

Schon die erste Berührung seiner Zungenspitze zeigte mir, dass er die Wahrheit gesagt hatte. Diese Art Liebesdienst gefiel ihm wirklich nicht. Viele Männer wollen geblasen werden, sind aber nicht bereit, eine Frau zu lecken. So ein Exemplar schien auch Bernd zu sein.

Er begann so zögernd und zurückhaltend, dass ich ihn anschrie, die Hände in seinen Nacken legte und seinen Kopf fester gegen meinen Unterkörper presste. Oh, ich handelte wie in einem Fieberwahn. Ich wollte, dass er mir auf diese Weise zu der ersehnten Befriedigung verhalf.

Irgendwie brachte er zusätzlich seine Hand ins Spiel. Ich spürte den Druck seiner streichelnden Finger und wand mich wollüstig von einer Seite auf die andere. Ich wusste selbst nicht warum, aber die bloße Vorstellung, dass mir sein Mund den Orgasmus verschaffen würde, heizte mir mehr ein als seine mehr oder weniger ungeschickten Bemühungen.

Das wusste er natürlich nicht. Ich übrigens zu dem Zeitpunkt auch noch nicht, aber es dauerte nicht lange, bis ich den Höhepunkt erreichte. Ich war eben nicht nur physisch, sondern auch psychisch darauf vorbereitet.

Unter Bernds widerstrebenden Bemühungen mit Mund, Zunge und Fingern kam ich recht schnell zum Orgasmus. Meine Liebesgrotte zuckte wie verrückt, und ich drückte seinen Kopf noch fester an meinen Unterleib. Er verkrallte die Finger in meinen Oberschenkeln, um mich zurückzudrücken, aber mein Orgasmus hatte bereits eingesetzt, und ich war nicht mehr zu halten.

Als alles vorüber war, sank ich kraftlos in die Kissen zurück und wartete ab, bis mein immer noch bebender Körper sich entspannte.

Er dachte wohl, dass er seine Pflicht vollauf erfüllt hätte, denn ich sah, wie er sich aufrichtete und die Beine über die Bettkante baumeln ließ. Blindlings packte ich ihn am Arm und zog ihn zurück aufs Bett. Er sah mich unsicher an und nagte an der Unterlippe.

In diesem Augenblick wusste ich, dass er mir hilflos ausgeliefert war! Wie ein Sklave. Lachend deutete ich zwischen seine Schenkel, wo sich sein Penis wieder langsam aufrichtete.

„Du willst doch nicht etwa gehen? Du sagtest vorher, ich soll dir etwas Zeit lassen, bis du wieder ficken kannst. Na, schön, jetzt bist du wieder bereit, und ich ebenfalls! Lass uns weiter vögeln.“

Er konnte es nicht fassen. Selbst dann noch nicht, als ich mich umdrehte und auf allen Vieren auf dem Bettlaken hockte und ihn lasziv anlächelte. Ich schob die Hand zwischen meine Schenkel und deutete erwartungsvoll auf seinen Penis.

Vermutlich glaubte er, dass ich ihn zu einem Analverkehr ermuntern wollte, denn ich hörte sein erleichtertes Aufatmen, als ich die Stellung einnahm, in der sein Schwanz am tiefsten in meine Spalte eindringen konnte.

Um den Akt in dieser Stellung durchzuführen, musste er über mir kauern, und der Druck seiner Schenkel an meinem gerundeten Hinterteil war ein völlig neues Gefühl für mich.

Meine Hand lag noch immer zwischen meinen Schenkeln, und als er zuzustoßen begann, regte sich bereits wieder das Nähern des Orgasmus´ in meinen bebenden Flanken.

Vielleicht lag es an dieser Stellung, bei der ein Mann den geringsten Widerstand bei der Frau zu überwinden hat, um ganz tief einzudringen, jedenfalls kam es mir bei jedem Stoß vor, als würde er direkt in den Gebärmuttermund eindringen. Meine auf dem Venushügel liegende Hand spürte die Härte seines steifen Gliedes. Meine Wollust kannte keine Grenzen.

Ich stieß bei jedem Stoß einen kleinen Schrei aus, und fiel von einer Ekstase in die andere. Diesmal hielt mein Orgasmus viel länger an als zuvor. Es war, als würde ich über den Wolken schweben, um nie wieder zur Erde zurückzukehren. Und diesmal wartete ich auch gar nicht auf seinen Höhepunkt. Es bedurfte nicht seiner Einladung, um mich anzuspornen.

Da schoss er auch schon ab, und ich spürte jeden einzelnen Tropfen seiner Entladung. Als er endlich ausgelaufen schien, ließ ich mich kraftlos zur Seite fallen.

Er lag noch immer auf mir, und ich bebte unter seinem Gewicht. Insgeheim wünschte ich mir, dass er auch in dieser Stellung Besitz von mir ergreifen könnte, aber das war natürlich rein anatomisch gesehen unmöglich.

Und plötzlich durchzuckte es mich! Ich war immer noch nicht befriedigt. Zumindest nicht vollkommen. Tief in meinem Innersten flackerte noch immer ein Rest von Sehnsucht. Es war wie eine offene Wunde, die der Versorgung bedurfte. Aber niemand schien zu wissen, wie sie versorgt werden konnte ... am allerwenigsten ich selbst.

Wütend wand ich mich unter ihm hervor. Ich war wütend auf mich selbst, weil ich keine Befriedigung finden konnte, und auf Bernd, weil er mir keine verschaffen konnte. Mein Körper war in Schweiß gebadet, und auf meinen Schenkeln waren die Spuren seiner Zähne zu sehen.

Ich setzte mich auf die Bettkante und stützte den Kopf in die Hände. Meine Gedanken kreisten unablässig um die eine Frage, auf welchem Weg und in welcher Stellung ich endlich die erträumte Befriedigung und Erfüllung finden könnte.

Ich wandte den Kopf, warf schaudernd einen Blick auf seinen geschrumpften Penis und schüttelte niedergeschlagen den Kopf.

„Wie bald, Bernd?“, fragte ich. „Wann ist er wieder hart? Ich würde gerne gefickt werden.“

Wieder trat jener ungläubige Ausdruck in seine Augen. Diesmal schüttelte er den Kopf.

„Das kann doch nicht dein Ernst sein“, meinte er. „Du machst Spaß!“

Mein Gesicht muss ihm wohl die Wahrheit gezeigt haben, denn er sprang mit einem hysterischen Auflachen vom Bett und eilte auf die Tür des Badezimmers zu. Dort drehte er sich noch einmal um, betrachtete mich kopfschüttelnd und murmelte traurig: „Such dir einen anderen Mann.“

„Warum? Was ist mit dir los? Hast du keine Lust mehr auf mich? Ich brauche noch viel Sex. Ich bin noch lange nicht befriedigt!“, antwortete ich.

Meine Worte prallten von ihm ab.

„Ich habe immer davon geträumt, mit einer Frau wie dir im Bett zu liegen. Ich glaube, davon träumt jeder Mann. Aber nach den Erfahrungen der vergangenen Stunde ... nein, danke sehr.“

„Wie ... wie meinst du das?“, fragte ich verständnislos.

„Hör zu“, erklärte er mit einem verächtlichen Unterton in der Stimme. „Kein Mann kann eine Nymphomanin befriedigen, und genau das bist du. Eine Nymphomanin!“

Ich saß wie betäubt auf der Bettkante und hörte das Rauschen der Dusche hinter der Tür.

Eine Nymphomanin!

Das war mein einziger Gedanke. Ich wusste, was er damit meinte. Eine Frau mit einer unstillbaren, sexuellen Gier, die niemals genug bekommt. Ich hatte schon darüber gelesen und mir vorzustellen versucht, wie es in einer solchen Frau aussehen mochte.

Damals hatte ich mir das wunderbar vorgestellt ... eine Frau, die immer einen Mann um sich haben musste. Aber natürlich hatte ich nicht daran geglaubt. Niemand konnte so beschaffen sein.

Doch nun begann ich es zu glauben. Ich wusste sogar, dass es stimmte. Ich wusste jetzt, was ich war. Eine Nymphomanin!

Elvira Bergström öffnete die Augen und blickte mich mit ihren faszinierenden Pupillen an. Ich konnte mir gut vorstellen, was in dem Mann vorgegangen war. Er hatte alles gegeben, aber es war nicht genug gewesen.

Elvira öffnete den Mund und flüsterte: „Oh Gott, was soll ich machen, Frau Doktor? Bin ich wirklich eine Nymphomanin?“

„Um das beurteilen zu können, müsste ich noch mehr aus Ihrem Leben hören.“

„Das Erzählte reicht noch nicht?“

„Nein, Frau Bergström. Sind Sie bereit, sich noch mehr zu öffnen?“

„Noch mehr?“

„Ja. Sie müssen mir alles offen und ehrlich erzählen, was sich seit diesem ersten Seitensprung in Ihrem Leben ereignet hat. Erst wenn ich alles weiß, kann ich mir eine Meinung bilden und über die weiteren Schritte nachdenken.“

„Ich bin dazu bereit, Doktor Gold.“

„Ehrlich, offen und wahrheitstreu?“

„Ja.“

„Gut. Dann vereinbaren Sie mit meiner Sprechstundenhilfe einen weiteren Termin“, sagte ich.

„Sind wir heute schon fertig?“

„Ja. Die Stunde ist bereits um. Wir sprechen uns bald wieder.“

Sie nickte, stand auf und verließ mein Zimmer. Ich war neugierig, was noch alles kommen sollte.

5

Bis zum nächsten Termin mit Elvira Bergström verging eine Woche. Diesmal hatte die Frau es nicht geschafft, sich früher in meinen Kalender zu mogeln.

Bei diesem dritten Termin trug sie ein exklusives Chanel Kostüm. Wollte sie mich mit dem materiellen Reichtum, indem sie lebte, etwa beeindrucken? Vielleicht war das auch ihre Art, mit der Unsicherheit, die in ihrem Leben herrschte, umzugehen.

Sie nahm vor meinem Schreibtisch Platz, goss sich ein Glas Mineralwasser ein und lächelte.

„Es tut mir gut.“

„Das Mineralwasser?“, hakte ich nach und spielte diesmal mit einer Goldmünze, die ich zwischen meinen Fingern rollte.

„Nein! Unsere Gespräche.“

„Sie reden, und ich höre zu.“

„Das ist gut so. Es scheint mir zu helfen.“

„Wie kommen Sie darauf?“

„Ich habe schon lange nicht mehr so erholsam geschlafen, wie in den letzten Tagen. Das ist doch ein gutes Zeichen, oder?“

„Wir sollten weiter daran arbeiten. Ich vermute, wir sind auf dem richtigen Weg, Frau Bergström.“

„Wie geht es nun weiter?“

„Sie beginnen an dem Punkt Ihrer Geschichte, an dem Sie geendet haben.“

„Nach Bernd?“

„Ja.“

„Einverstanden.“

Und Elvira Bergström begann zu erzählen:

Seit jener Episode in Schwabing mit Bernd habe ich mit mir leben müssen, ohne die Wahrheit länger abstreiten zu können.

Zunächst hielt ich es für einfach. Ich brauchte ja nur heimzufahren und meinem Ehemann die Wahrheit zu sagen. Aber als ich die Wohnungstür öffnete und sein geliebtes Gesicht sah, konnte ich es einfach nicht.

Wie soll man seinem Mann anvertrauen, dass man gerade mit einem anderen Kerl gerade gefickt hat?

Wie soll man ihm einen sexuellen Zwang erklären, der einen nicht verlässt?

„Wo bist du gewesen? Es ist fast sieben Uhr!“

Er war wütend ... oh ja, er war ziemlich wütend!

„Ich bin aufgehalten worden.“

„Wie? Wo? Von wem?“

„Der Wagen ... ja, das blöde Auto. Ich hatte einen platten Reifen.“

Er wusste, dass ich log. Ich erkannte es an der Art, wie er die Augen zusammenkniff und wie seine Nasenflügel bebten. Ich konnte mir vorstellen, was in seinem Kopf vorging.

Anscheinend wollte er die Situation nicht dramatisieren. Vielleicht fürchtete er sich vor der Wahrheit. Seine Wut verrauchte, und er war nur noch enttäuscht.

Wir standen uns gegenüber und musterten uns mit forschenden Blicken. Jeder wartete auf ein gutes Wort des anderen, um eine Brücke zur Verständigung zu bauen.

Als das ausblieb, wandte ich mich um, ging ins Schlafzimmer und drückte die Tür hinter mir fest ins Schloss. Ich wollte allein sein, denn ich musste über so viele Dinge nachdenken.

Ich lag der Länge nach auf dem Bauch im Bett und stützte das Kinn in die Hände. Ich versuchte, mit der Realität fertig zu werden. Was, um alles in der Welt, konnte ich nur anfangen?

Ich hatte gerade meinen Ehemann betrogen. Aus freien Stücken. Niemand hatte mich verführt. Ich war auch nicht betrunken und demzufolge in meiner Widerstandskraft gelähmt gewesen. Ich hatte heute früh unsere Wohnung mit der Absicht verlassen, eine Männerbekanntschaft zu machen. Und ich hatte einen Kerl zum ficken gefunden.

Während des intimen Beisammenseins hatte ich dann die Wahrheit über mich selbst entdeckt. Diese Wahrheit sagte, dass ich auch weiterhin Ausschau nach Männern halten würde.

Ich spielte mit dem Gedanken, einfach zu Philipp zu gehen und ihm die Scheidung vorzuschlagen. Ich wusste, welche Qualen er erleiden musste, und ich konnte ihm das nicht länger zumuten.

Ich sonnte mich in dem Gedanken, wie tapfer das von mir wäre, doch im Grunde meines Herzens wusste ich nur zu gut, dass ich mir etwas vorgaukelte. Den Gedanken, allein zu sein, konnte ich einfach nicht ertragen. Ich konnte mich nicht in die Rolle einer geschiedenen Frau hineindenken.

Aber was sollte ich ihm sagen?

Wie sollte ich mich verhalten?

Was sollte ich machen?

Ich wandte den Kopf, als ich ihn leise die Tür öffnen und wieder schließen hörte. Er lehnte mit dem Rücken am Türpfosten, und sein Gesicht war ausdruckslos. Er wartete auf ein Wort von mir, und ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich zermarterte mir den Kopf nach ein paar passenden Worten, um zwischen uns wieder alles in Ordnung zu bringen.

Doch ich brachte keinen Ton hervor. Nach einer ganzen Weile kam er seufzend ans Bett, setzte sich auf die Kante und blickte auf mich herunter.

„Du hast wirklich ein hübsches Hinterteil“, sagte er beiläufig, und ich spürte, wie sich meine Muskeln spannten.

Als hätte er mit dieser Feststellung eine überaus wichtige Entdeckung gemacht, legte er die Hand unvermittelt auf meinen Hintern. Um meine sofortige Reaktion vor ihm zu verbergen, drückte ich das Gesicht ins Kopfkissen. Ich hielt den Atem an und fragte mich unwillkürlich, ob es wohl so mit mir bleiben würde. Die bloße Berührung einer Männerhand, und schon war ich bereit, die Beine breit zu machen und mich ficken zu lassen.

Er saß eine Weile regungslos da. Dann machte er mit der Hand leise, kreisende Bewegungen. Meine Sinne waren entflammt, und ich drückte den Körper fester an die Matratze. Unter der Berührung seiner Hand begannen meine Schenkel zu beben.

Plötzlich hielt er inne. Ich drehte mich auf den Rücken und konnte mich nicht länger beherrschen.

„Bitte fick mich, Schatz. Du musst ihn sofort tief in mich hineinstoßen!“

Während ich ihn anflehte mich zu befriedigen, fragte ich mich, ob ich denn schon so tief gesunken war, und ob dies der Anfang eines langen Weges wäre, der früher oder später im Nichts enden musste.

Er blickte auf mich herab, und ich sah den ungläubigen Ausdruck in seinen Augen. Er verstand mich nicht, aber wie sollte er auch?

Es war mir egal, ob er mich verstand, ob er meine obszönen Worte akzeptierte. Mein Körper bebte vor fieberhafter Erwartung. Meine Brustwarzen waren hart und aufgerichtet. Meine Vagina zuckte, als wollte sie zerspringen. Alles in mir sehnte sich nach einem harten Penis, der mich befriedigte. Oh, Gott, wie sehr ich Sex brauchte!

Endlich konnte ich nicht länger warten. Ich wusste nicht, was in seinem Kopf vorging, und es interessierte mich auch gar nicht. Ein Verhungernder fragt nicht lange, woher die rettenden Lebensmittel kommen, wenn sie vor seinen Augen auftauchen. Mein Körper verzehrte sich in einer wilden Glut, die nur seine steife Männlichkeit zu löschen vermochte.

Da ich einfach nicht länger warten konnte, streckte ich mit einem verzweifelten Aufschrei die Hand nach seiner Hose aus, öffnete den Reißverschluss und ergriff seinen Penis. Die bloße Berührung seiner Männlichkeit jagte einen Schauer durch meinen ganzen Körper.

Ich glaube, in diesem Augenblick hasste ich jeden einzelnen Mann auf der Welt, weil er ein Organ hatte, das mich befriedigen konnte.

Er reagierte sofort, denn es blieb ihm gar nichts anderes übrig. Mein hungriger Mund und meine suchenden Lippen gaben ihn nicht mehr frei. Erst als er die volle Erektion erreicht hatte, ließ ich ihn auf mich hinauf. Erst dann ließ ich den Kopf wieder ins Kissen sinken und spreizte in unverhohlener Einladung die Beine.

Ich glaube, er fürchtete sich ein wenig vor meinem ungestümen Vorgehen. Es war diesmal so ganz anders als bisher. Sonst waren immer liebevolle und zärtliche Gefühle im Spiel gewesen. Doch diesmal war es ganz anders. Es ging einzig und allein um die Wollust. Nur das Lustgefühl zählte und sonst gar nichts ... irgendwie war es animalisch ...

Als ich sein Zögern bemerkte, schlug ich den Rock bis zu den Hüften hoch, streifte das Höschen ab und warf es achtlos zu Boden. Ich schob mir ein Kissen unters Hinterteil und legte seine Hand auf mein blondes Schamhaardreieck.

Meine Augen zeigten ihm, dass er sich nicht lange mit einem zärtlichen Vorspiel aufzuhalten brauchte, denn ich wollte unverzüglich hart gefickt werden. Er brauchte sich nur auf mich zu werfen und in mich hineinzustoßen.

Ohne mich auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen, stand er langsam auf und ließ die Hose fallen. Dann zog er Schuhe und Strümpfe aus und streifte die Unterhose ab. Seine langsamen, betulichen Bewegungen zerrten an meinen Nerven.

„Verdammt!“, herrschte ich ihn an. „Worauf wartest du denn noch? Du sollst mich endlich ficken!“

Meine eigenen Worte brachten mich zur Besinnung, und ich fürchtete, alles falsch gemacht zu haben. Er nagte nervös an der Unterlippe und wusste nicht recht, wie er sich verhalten sollte.

Er hatte mich noch nie in einem solchen Zustand gesehen, und das verwirrte ihn. Doch sein natürliches Begehren gewann die Oberhand.

Inzwischen habe ich durch Erfahrung gelernt, dass es bei einem Mann große Willenskraft bedarf, sich einer Frau zu verweigern, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich dachte, in sexueller Beziehung wäre es bei Männern nicht viel anders als bei Frauen.

Jedenfalls bin ich nie einem Mann begegnet, der dem verlockenden Anblick einer entblößten Vagina widerstehen konnte.

Philipp ließ sich lieblos zwischen meine Schenkel fallen. Oh, Gott ... tat das gut! Endlich hatte ich wieder einen Schwanz in meiner zuckenden Vagina. Dann noch sein Mund, seine Lippen, seine Zunge.

Ich war bereit, alles von ihm in mir aufzunehmen. Er sollte ein Teil von mir werden. Als seine Hand sich dann unter mein Hinterteil stahl und ich die kitzelnden Finger spürte, fürchtete ich vor lauter Wollust zu sterben.

Mein Körper schien zu explodieren, und ich erlebte den Höhepunkt an seinem Gesicht. Er krallte die Hände in meine Oberschenkel und drückte mich auf die Matratze hinunter. Ich versuchte, seinen Griff zu lockern.

„Lass los! Lass mich los! Genug! Genug!“

So war es zwischen uns noch nie gewesen. Ich meine, nicht so schnell und auch nicht so durchdringend intensiv. Die Art, wie ich diesmal reagierte, war ein Schock für ihn. Er wusste nicht, was er davon halten sollte.

Ich merkte, wie er den Kopf anhob, und ich starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen ängstlich an.

„Geh nicht weg!“, wimmerte ich. „Geh nicht weg!“

Er konnte meine Verzweiflung nicht verstehen. Wie sollte er auch?

„Nein, nein“, beruhigte er mich. „Ich bleibe ja hier bei dir.“

Mir war, als läge ich in einem Fieberwahn, dem ich nicht entrinnen konnte. Mein ganzer Körper war in Schweiß gebadet. Durch den Nebelschleier meines Begehrens hörte ich seine Stimme an mein Ohr dringen.

„Was ist denn?“, fragte er besorgt. „Was ist mit dir los?“

„Schieb ihn mir ganz tief rein! Fick mich, besorg es mir hart!“

Der Bann war erst gebrochen, als er meine Bitte erfüllte. Ich spürte sein hartes Glied immer tiefer eindringen und gab mich dem wohligen Gefühl hin. Meine Beine spannten sich um seine Hüften, und ich rutschte an dem steifen Penis hinauf, bis ich sein Schamhaar am Venushügel spürte.

Ich merkte es seinen Bewegungen an, dass er noch immer viel zu besorgt um mich war, um an seine eigene Befriedigung zu denken. Er stimmte seine Stöße genau auf den Rhythmus ab, den ich von unten vorlegte. Sobald er den Penis der ganzen Länge nach hineingestoßen hatte, verharrte er in dieser Stellung, bis ich wieder hinunterglitt. Dann holte er zu einem neuen, kräftigen Stoß aus und versetzte mich auf diese Weise von einer Ekstase in die andere.

So war es am Anfang. Aber es blieb nicht so!

Zu irgendeinem Zeitpunkt gingen die so lange unterdrückten Gefühle mit mir durch. Ich merkte ihm die plötzliche Änderung natürlich an. Zwar war er noch immer um mich besorgt, doch jetzt geriet er mehr und mehr in den unwiderstehlichen Strudel seiner eigenen Empfindungen.

Als ich das spürte, an seinen härteren Stößen, an dem wilden Klatschen seines Hodensacks an meinem Hinterteil, an der Art, wie er in mir rumorte, da brach mein eigenes Begehren, das schon unmittelbar an der Schwelle der Erfüllung gestanden hatte, wieder in sich zusammen.

Das alles lässt sich nur sehr schwer erklären. Ich weiß nur, dass ich in dem Augenblick, wo der Mann unmittelbar vor dem Orgasmus steht, das Interesse an meiner eigenen Befriedigung verliere. Dann wird es ein rein physischer Akt wie alle anderen ... etwa das Atmen, Gehen, Lachen oder Weinen.

Ich konzentrierte mich auf seinen bevorstehenden Orgasmus. Sein Körper wurde plötzlich steif, und er verzerrte das Gesicht. Im nächsten Augenblick kam sein Abschuss, und er spritzte seinen heißen Saft tief in mich hinein.

Und es bedeutete mir gar nichts!

Auch dann nicht, als er völlig ausgepumpt und erschöpft auf mir zusammenbrach. Ich empfand überhaupt nichts für ihn. Näher kann ich das beim besten Willen nicht erklären.

Alles in mir sehnte sich nach Erfüllung. Der sexuelle Hunger zerrte an meinen Nerven und drohte mich um den Verstand zu bringen.

Irgendwie fürchtete ich mich vor mir selbst. Mit einem erstickten Schluchzen wand ich mich unter Philipps Körper hervor. Als ich die Beine über die Bettkante schwang, hielt er mich am Ellbogen fest. Die Berührung seiner Hand jagte mir einen Schauer über den Rücken.

„Was ist denn los, Elvira?“

„Ich ... ich weiß es nicht.“

„Irgendetwas ist doch nicht in Ordnung, nicht wahr?“

Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Die Wahrheit konnte ich ihm nicht sagen, was also sonst?

„Ich werde schon darüber hinwegkommen.“

„Aber du könntest mir doch dein Herz ausschütten. Dafür ist der Ehemann nun mal da.“

„Unter anderem.“

Er sah mich skeptisch an. Dann wurde er sich plötzlich seiner Nacktheit bewusst und kroch hastig unter die Bettdecke.

„Unter anderem“, wiederholte er, und ich schämte mich plötzlich.

Nach einer Weile stand er auf und verschwand im Badezimmer. Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, ließ ich den zurückgehaltenen Tränen freien Lauf.

Was bedeuteten diese Tränen?

Wut?

Scham?

Frustration?

Verzweiflung?

Ich wusste es nicht. Wahrscheinlich war von allem ein wenig dabei.

An diesem Abend redeten wir kaum miteinander. Es war wie ein Waffenstillstandsabkommen. Wir saßen im Wohnzimmer und gaben uns den Anschein, so sehr in das Fernsehprogramm vertieft zu sein, dass wir gar nicht an Unterhaltung dachten.

Doch wir spürten es beide, das wusste ich genau. Alle unausgesprochenen Worte standen zwischen uns.

Während ich da in meinem Sessel saß und kaum auf die flimmernde Mattscheibe achtete, spürte ich das Verlangen in mir. Ich wusste nur zu gut, was jetzt kommen würde ... wusste, dass ich wieder ziellos durch die Münchner Innenstadt wandern würde. Immer auf der Suche und mit der Hoffnung auf eine neue Erfüllung.

Dann war ich wieder für jeden Mann zu haben.

Dabei hätte sich mir an jenem Abend die beste Gelegenheit geboten, mich Philipp anzuvertrauen und ihm die ganze Wahrheit zu sagen. Von meinen Gefühlen und Sehnsüchten zu sprechen. Ihm zu erklären, dass ich zu allem bereit war, um nur die ersehnte Befriedigung zu finden. Doch dazu fehlte mir der Mut.

Mitunter wurde mein sexuelles Verlangen so übermächtig, dass ich nicht mal den Druck der Unterwäsche an meinem Körper vertragen konnte. Dann floh ich auf die Straßen und wanderte planlos herum. Ich sah mir jeden Mann an, dem ich begegnete, und wartete auf ein geheimes Zeichen, das mir zeigen würde, bei ihm könnte ich die erhoffte sexuelle Erfüllung finden.

Natürlich fehlte es nicht an Gelegenheit. München war ein Single Stadt. Hier war eine Vielzahl von Männern verfügbar. Irgendwie sehen die Männer es einer Frau an, wenn sie sexuell ausgehungert ist. Ich weiß nicht, woran sie es erkennen, vielleicht an meinem Blick oder an einem Ausdruck meines Körpers. Jedenfalls scheinen manche Männer einer Frau die Gier nach sexueller Befriedigung anzusehen.

Wenn sie es richtig angefangen hätten, wäre ich vermutlich mit diesem oder jenem mitgegangen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich innerlich noch immer davor zurückschreckte. Ich wollte nicht so tief sinken, dass ich schon auf den leisesten Wink eines Mannes hin die Beine breitmachte.

Als mir diese Spaziergänge durch Schwabing immer mehr zum Hals heraushingen, suchte ich nach einem anderen Ausweg und begann ins Kino zu gehen. Hier konnte ich mich einerseits vom Film ablenken lassen und anderseits unter den vielen Zuschauern sicher fühlen.

Manchmal schloss ich im verdunkelten Raum die Augen und gab mich meinen eigenen Vorstellungen hin. Dabei malte ich mir alles lebhaft aus, von romantischen Abenteuern bis zu den gewagtesten sexuellen Szenen.

Ich betrat den dunklen Zuschauerraum jedes Mal mit der geheimen Vorstellung, dass ich hier mit einem Mann verabredet wäre, der alle Voraussetzungen mitbrachte, um mir endlich die langersehnte Erfüllung zu bringen.

Die Wirklichkeit sah natürlich ganz anders aus.

Aber es verlieh mir ein Gefühl der Sicherheit, und deshalb ging ich immer wieder in ein Kino. Zuerst setzte ich mich auf einen möglichst abgelegenen Platz. Doch das änderte sich recht schnell, und bald setzte ich mich direkt neben andere Menschen.

Mittlerweile war ich so frustriert, dass ich mir zum fünften Mal den gleichen Film ansah. Ich war wirklich sehr verzweifelt.

Nachdem ich die Handlung bereits kannte, achtete ich stets auf die Zuschauer in meiner Nähe. Nach einiger Zeit malte ich mir aus, irgendwie mit diesen Menschen in Beziehung zu stehen. Es war ja dunkel, so dass sie nur undeutlich und schemenhaft auszumachen waren. Diese Dunkelheit machte alles noch geheimnisvoller und erregender. In meiner Vorstellung war jeder dieser Männer groß, hübsch und ungemein vital. Alles in allem also ein Liebhaber, der keine Wünsche unerfüllt ließ.

Alle diese eingebildeten Vorstellungen waren so stark und nahmen mich so mit, dass ich dann mit butterweichen Knien aus dem Kino wankte, völlig aufgelöst.

Ich wusste, dass ich mich selbst damit quälte. Aber ich konnte es nicht ändern. Obwohl ich mir kaum etwas von diesen Kinobesuchen versprach, ging ich immer wieder hin. In der Dunkelheit konnte ich zumindest meinen wilden, erotischen Träumen freien Lauf lassen.

Ich hatte mich also längst damit abgefunden, dass meine Träume unerfüllt bleiben würden. Sollte ich die Technik der Selbstbefriedigung verbessern? Vielleicht würden übergroße Dildos mir die ersehnte Erfüllung bescheren.

Als ich mir gerade vorstellte, einen dicken fleischfarbigen Vibrator einzuführen, geschah doch etwas.

Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, als er sich neben mich setzte. Ich spürte nur instinktiv, dass er noch jung war, vielleicht knapp zwanzig. Aufgrund der Nähe zur Universität könnte es ein Student sein. Im ersten Augenblick fragte ich mich, was er um diese Zeit im Kino suchen mochte und warum er gerade den Platz neben mir ausgewählt hatte, obwohl der Raum nur schwach besucht war.

Ich wagte nicht zu glauben, dass ein junger Mann es ausgerechnet auf mich abgesehen haben mochte. So saßen wir denn eine ganze Weile Schulter an Schulter. Ich spürte den Druck seines Armes auf der Lehne zwischen beiden Sitzen und wartete gespannt auf die weitere Entwicklung der Dinge. Ich wollte, dass er irgendetwas unternahm, wusste jedoch nicht, was ich erwartete. Seine körperliche Nähe war so erregend, dass ich völlig vergaß, wo ich mich gerade befand.

Um ein Haar hätte ich einen Schrei ausgestoßen, als er unvermittelt meine Hand ergriff und sie auf seinen Schoß drückte. Mein erster Impuls war, die Hand hastig zurückzuziehen und um Hilfe zu rufen.

Aber das ließ ich schön bleiben.

Als er merkte, dass ich mich nicht zur Wehr setzte, gab er meine Hand auf seinem Schoß frei. Vor lauter Verwirrung wusste ich nicht recht, was ich anfangen sollte. Erst als er tiefer ins Polster rutschte, erkannte ich seinen Wunsch.

Dann spürte ich den harten Druck seines erigierten Penis, und da konnte ich die Hand überhaupt nicht mehr wegziehen.

„Nur zu!“, flüsterte der junge Mann. „Hol ihn doch raus.“

Wie in einem willenlosen Dämmerzustand zog ich den Reißverschluss seiner Hose herunter und schob meine Hand in die Öffnung. Er trug keine Unterhose. Meine Hand ertastete sein steifes Glied, und er hielt hörbar den Atem an.

Je fester mein Griff wurde, desto stärker stemmte er sich dagegen. Erst in diesem Augenblick kam mir voll zu Bewusstsein, was ich da eigentlich anstellte.

Ich masturbierte für ihn!

Ich wurde von Ekel gepackt und wäre um ein Haar von meinem Platz aufgesprungen, um das Kino zu verlassen. Doch er schien diesen Fluchtinstinkt von mir zu spüren, und umklammerte mein Handgelenk. Sein Phallus wuchs weiter an, und entwickelte eine prächtige Größe und Härte. Schon nach wenigen Sekunden brauchte er mich nicht mehr festzuhalten.

Seine Hand tastete sich unter mein Kleid und glitt an meinen Schenkeln entlang. Jetzt war ich an der Reihe, tiefer auf den Sitz herunterzurutschen, und jetzt merkte ich auch, warum er das zuvorgetan hatte. Auf diese Weise war der Zugang zu den Genitalien wesentlich einfacher. Mit einer geschickten Bewegung streifte er meinen Slip hinunter und legte die Hand auf meinen nackten Unterkörper.

Ich schloss die Augen und stellte mir unser Treiben in der Dunkelheit des Raumes vor. Mit den Fingern versetzten wir uns gegenseitig in Ekstase.

So etwas hatte ich noch nie getan!

Ich hatte nicht mal in meinen kühnsten Träumen damit gerechnet, dass ich mal so etwas tun würde. War die bloße Vorstellung schon erregend, um wie viel mehr dann erst die Wirklichkeit.

Während seine Finger unablässig mit meinen bereits sehr feuchten Schamlippen spielten, strebte ich mehr und mehr dem Höhepunkt zu. Meine Brüste mit den harten Knospen sehnten sich nach zärtlichen Berührungen, aber daran war hier im Zuschauerraum natürlich nicht zu denken.

Als dann die Wellen des Orgasmus über meinem Kopf zusammenschlugen, musste ich an mich halten, um mich nicht durch einen wilden Aufschrei zu verraten. Ich legte den Kopf an seine Schulter und kostete das wollüstige Gefühl bis zur Neige aus. Meine Zehen zogen sich in den Schuhen zusammen, und meine Nackenhaare stellten sich auf. Mein Körper streckte sich in die Länge, als wollte er sich irgendwo anhängen.

Erst in diesem Augenblick wurde mir wieder bewusst, dass ich ja etwas in der Hand hielt. Etwas, an dem ich mich anhängen konnte.

Ich fragte mich, wie lange er sich wohl noch zurückhalten könnte. Wie lange er den Orgasmus unterdrücken konnte, denn an seiner Erregung konnte nicht der geringste Zweifel bestehen. Doch gleich darauf verlor ich schon wieder alles weitere Interesse an seinen Reaktionen, denn ich geriet selbst wieder in Ekstase.

Er hatte sehr flinke Finger und beherrschte meinen Körper, wie ein Musiker sein Instrument. Er penetrierte mich mit zwei Fingern, sodass ich bereits wenige Augenblicke später nur noch Sterne sah. In schneller Reihenfolge erlebte ich einen Höhepunkt nach dem anderen, und das brachte mich völlig außer Atem.

Um keinen Preis wollte ich mir diese wollüstigen Empfindungen entgehen lassen. Seine spielenden, suchenden und stoßenden Finger sollten unablässig weitermachen.

Während ich immer wieder an einem Höhepunkt erschauerte, wichste ich sein steifes Glied immer weiter. Ich wollte in der Explosion seiner Empfindungen untergehen und mich davon mitreißen lassen.

Irgendwie spürte ich in der Dunkelheit, dass die Manipulationen meiner Hand ihn nicht befriedigen konnten. Kurzentschlossen beugte ich mich über die gepolsterte Armlehne zwischen unseren Sitzen und machte mich mit dem Mund an die Arbeit.

Er legte mir die Hand in den Nacken und drückte mein Gesicht fest gegen seinen Unterkörper. Gleichzeitig drückte er seinen harten Penis soweit es ging in meine Mundhöhle. Meine Hände umfassten seinen Hodensack, und ich führte die Lippen in rhythmischen Bewegungen an dem Glied hin und her.

Doch er kam noch immer nicht zum Höhepunkt!

Ich gab mir die größte Mühe und versuchte es mit allen möglichen Raffinessen. Endlich konnte ich nicht länger und hob den Kopf.

„Was ist denn?“, fragte ich flüsternd. „Warum kommst du nicht? Du kannst mir gerne in den Mund spritzen, ich schlucke alles.“

Ich spürte, wie er die Schultern zuckte.

„Ich weiß es nicht ... ich kann einfach nicht ... das ist alles ... ich kann nicht ...“

Ich sah ihn mitleidig an, denn ich konnte mir gut vorstellen, was der arme Junge durchmachen musste. Litt er nicht an den gleichen Symptomen wie ich? Blieb ihm, genau wie mir, die letzte Erfüllung versagt?

„Hey, ihr beiden! Was, zum Teufel, treibt ihr denn hier?“

Die Stimme schmetterte wie eine Fanfare in meinen Ohren. Ich sah auf und blickte in das wütende Gesicht des Platzanweisers. Sein Blick streifte meinen nackten Unterleib und richtete sich auf das steife Glied, das ich noch immer in der Hand hielt.

„Ich sollte euch auf der Stelle wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses anzeigen! Verschwindet hier, ehe ich die Polizei hole!“

Der Schreck fuhr mir so in die Glieder, dass ich mir nicht mal Zeit nahm, meinen Slip hochzustreifen. Ich zog mein Höschen komplett aus und stopfte es in die Handtasche.

Mit hängendem Kopf strebte ich dem Ausgang zu. Mir war, als würde ich durch ein Kreuzfeuer empörter Blicke der anderen Zuschauer Spießruten laufen.

Draußen im hellen Sonnenschein hastete ich blindlings über die Straße. Oh, Gott, was war nur los mit mir? Wie tief war ich gesunken?

Die Gedanken überschlugen sich in meinem Kopf. Scham und Angst zerrten an meinen ohnehin angeknackten Nerven. Ich weiß nicht, wie lange ich so gelaufen bin. Als ich völlig außer Atem war, lehnte ich mich keuchend an eine Hauswand.

Ich fürchtete mich entsetzlich. Erst jetzt kam mir zu Bewusstsein, wie sehr ich mich auf der Suche nach sexueller Erfüllung hatte hinreißen lassen. Ich war zu allem bereit gewesen, und das in der Öffentlichkeit!

Als ich mich etwas ruhiger auf den Heimweg machte, schwor ich mir, dass sich so etwas nie wiederholen sollte.

Ich wusste zwar noch immer nicht, wie ich meinen sexuellen Hunger stillen könnte, aber ich wollte mich nie wieder auf eine solche Weise gehen lassen.

Blindlings eilte ich durch die Münchner Innenstadt. Tränen der Scham und Frustration trübten meinen Blick. Ich konnte mich kaum zu einem klaren Gedanken durchringen.

Denn wenn ich es auch nicht vor mir selbst eingestehen wollte, so war ich trotz allem bereit, jedes Risiko einzugehen, um die ersehnte Befriedigung zu finden.

Allmählich begann ich zu begreifen, dass es für mich nie eine vollkommene und tiefe Befriedigung geben würde.

Aber ich konnte es wenigstens versuchen!

„Und Sie haben es versucht, Frau Bergström, richtig?“, fragte ich, als meine Patientin eine kurze Pause einlegte.

„Ja. Es wurde immer schlimmer und wilder. Ich versuchte es mit Frauen, mit Gruppensex und SM Praktiken.“

„Auch das gehört zu Ihrem Leben.“

„Ich weiß.“

„Davon werden Sie mir bei unserem nächsten Termin erzählen.“

„Oh. Ist die Zeit bereits wieder vorbei?“

„Ja. Die Stunde ist um.“

„Wie geht es weiter?“

„Sie erzählen mir von den Frauen und dem Gruppensex. Wir müssen zu den Wurzeln vordringen, um das Problem zu erkennen.“

Sie nickte, ergriff ihre Handtasche und verließ meine Praxis. Ich war neugierig, was ich bei den nächsten Terminen noch alles erfahren sollte.

Ende Teil 1

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9783748563143
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