Kitabı oku: «Nautische Reisetipps Ijsselmeer mit Markermeer»
Nautische Reisetipps Ijsselmeer
mit Markermeer
Die schönsten Häfen für Segler und Motorbootfahrer.
Von der Redaktion Fahrtensegeln.de
Ertay Hayit
Herausgeber und Autor
Verlag Hayit Medien, Köln

Hinweise
Die Informationen in diesem Buch sind mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengetragen. Bei der Vielzahl der Informationen kann es sein, dass sich von heute auf morgen konkrete Angaben wie Preise, Zeiten, Tiefgang, Nautisches usw. ändern. Das sollten Sie unbedingt beachten.
Für die Richtigkeit der Angaben wird vom Autor und vom Verlag keine Gewähr und/oder Haftung übernommen. Es liegt in der eigenen Verantwortung der Leserinnen und Leser, sich vor Ort verbindlich zu informieren. Dies entspricht im nautischen Bereich auch den Gepflogenheiten der guten Seemannschaft.
Koordinaten: Alle angegebenen Längen- und Breitengrade sollen nur zum schnelleren Auffinden und nicht zur Navigation dienen. Die Koordinaten beziehen sich jeweils auf die Mitte der Hafeneinfahrt des Ortes oder auf die Hafeneinfahrt des Yachthafens, wenn es in einem Ort mehrere Yachthäfen gibt. Die Redaktion hat alle Angaben mehrmals überprüft. Für die Richtigkeit wird aber keine Gewähr übernommen.
Wir freuen uns über Ihre Anregungen, Ergänzungen und Kommentare zu diesem Buch, die Sie gerne per Post, Fax oder per E-Mail senden können: redaktion@fahrtensegeln.de
Sofern wir Ihre Informationen in einer der nächsten Auflagen verwenden, werden wir Sie gerne im Impressum bei einer Neuauflage namentlich nennen.
Kartenübersicht
Ijsselmeer Übersichtskarte
Den Oever
Enkhuizen
Hoorn
Makkum
Stavoren
ISBN
Printausgabe: ISBN 978-3-87322-192-5
E-Book pdf: ISBN 978-3-87322-193-2
E-Book epub: ISBN 978-3-87322-194-9
E-Book mobi: ISBN 978-3-87322-195-6
Impressum
Herausgeber und Autor: Ertay Hayit, M.A.
Redaktionelle Mitarbeit (in alphabetischer Reihenfolge):
Louise Fiedel, M.A.
Birte Kurbjeweit
Cindy Saleschke, M.A.
Stefan Schüller
Britta Schultz, B.A.
Katharina Teschner, M.A.
Sarah Walter, B.A.
Schluss-Redaktion: Louise Fiedel, M.A.
Lektorat: Ute Hayit
Foto Cover: Yachtfernsehen.com. Der Leuchtturm von Marken: Paard van Marken
Karten: Jochen Fischer, Aichach (Kartographiestudio.de) Produktion: Mundo Marketing GmbH, Köln (Mundo-Marketing.de)
Besten Dank für Ergänzungen und Anregungen:
H.-Jürgen Bürgers, Krefeld
6. Auflage 2020 / 2021
© copyright 2013–2020 Mundo Marketing GmbH, Köln
6.0
Alle Rechte vorbehalten, © All rights reserved.
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jedliche Vervielfältigung und Verwertung ist nur mit Zustimmung des Verlages zulässig. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen und für das öffentliche Zugänglichmachen, z.B. über das Internet.
Verlag
Hayit Medien, eine Unit von Mundo Marketing GmbH
kontakt@hayit.de www.hayit.de
Redaktion
Fahrtensegeln.de redaktion@fahrtensegeln.de
Über den Autor / Herausgeber
Ertay Hayit, Jahrgang 1954, studierte Kommunikationswissenschaften. Er ist Journalist, Verleger und Geschäftsführer einer Werbe- und PR-Agentur in Köln. Mehrere hundert Sach- und Ratgeberbücher hat er als Herausgeber oder Verleger betreut. Ungezählt seine Artikel und Beiträge für Zeitschriften oder in den letzten 15 Jahren für Webmagazine. Als Chefredakteur und Verleger betreut er unter anderem die Internet-Magazine Fahrtensegeln.de und Fernweh.de.
Vorwort
Ertay Hayit, Herausgeber und Autor
Ijsselmeer – Markermeer: Wo es nie langweilig wird
Wassersport auf dem Ijssel- oder Markermeer, das ist Eintauchen in eine andere Welt. Eben erst der Hektik der Großstadt oder der Autobahnen entkommen, kann man kurze Zeit später schon auf dem Wasser sein. Plötzlich sind viele Dinge, die Minuten vorher noch sehr wichtig waren, vollkommen unwesentlich. Und man beschäftigt sich mit Wetter, Wind und Wellen. Oder atmet einfach mal tief durch.
Die vielen Gesichter des Ijsselmeers machen die Faszination dieses Wassersportreviers aus. Nirgendwo sonst findet man so viele verschiedene Orte und Marinas so nah beieinander wie hier. Und jeder Ort hat seine eigene, lange Geschichte. Seine Blütezeiten, seine Niedergänge, seinen Wohlstand und seine Armut. Jeder Ort ist auf seine Weise provinziell, klein, eng und begrenzt auf der einen Seite. Auf der anderen Seite waren viele Orte an der ehemaligen Zuiderzee (heute: Ijssel- und Markermeer) Ausgangspunkte für eine Globalisierung der alten Art. Für Handel und Schifffahrt der Niederlande mit Europa, Asien, Afrika und der Karibik. Man sollte diese alte Zeit nicht verherrlichen, geht sie doch einher mit Kriegen, Sklavenhandel und Unterdrückung in der damaligen „neuen“ Welt. Aber man spürt die Geschichte und auch den Widerspruch zwischen Provinziellem und Internationalem fast in allen Orten.
Auf dem Ijsselmeer segele ich seit mehr als 40 Jahren. Und dennoch ist es mir dort nie langweilig geworden. Ob als junger Mann mit Geschwistern und Freunden, mit meiner Frau und den kleinen und später großen Töchtern, mit einer Männergruppe oder jetzt oft mit meiner Frau alleine: Ich glaubte alles zu kennen und entdecke doch immer wieder etwas Neues. Und in den letzten 40 Jahren hat sich für Wassersportler einiges getan. Moderne Marinas mit allem erdenklichen Komfort sind entstanden. Sie sind oft groß und gut besucht. Tausende neuer Liegeplätze wurden geschaffen. Wenn man aber nicht so viel Komfort und mehr Ruhe möchte, dann findet man immer auch kleinere Häfen oder Anlegestellen, wo die Zeit still zu stehen scheint. Und wer ganz alleine sein mag, der ankert an einer ruhigen Stelle.
An Wochenenden oder im Jahresurlaub: Mit der Yacht unterwegs zu sein, bedeutet, bei normalen Wetterverhältnissen schon den nächsten Ort sehen zu können. Wer nicht viel Zeit hat oder nicht weit segeln oder fahren möchte, findet schon nach 5, 10 oder 15 Seemeilen den nächsten Hafen. Und wem es auf dem großen „Binnenrevier“ doch zu langweilig ist, der startet vom Ijsselmeer in die Wattensee, auf die Nordsee und von dort in die weite Welt hinaus.
Harmlos und friedlich wirkt das Ijssel- und Markermeer oft. Böse und zerstörerisch kann es aber sein, wenn die Wetterlage sich ändert. Und das passiert hier oftmals sehr schnell. Skipper, egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittene, sollten sich deshalb nach allen Regeln einer sorgfältigen Seemannschaft in diesem Revier bewegen. Dazu gehört neben einem seetauglichen Schiff mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen auch eine vorausschauende Tourenplanung mit immer aktuellen Wetterinformationen.
Zu diesem Buch
Das vorliegende Buch soll ein nützlicher Begleiter zur Planung und Vorbereitung für Revier-Neulinge sein. Und ein Nachschlagewerk für Skipper mit Erfahrung auf dem Ijsselmeer und dem Markermeer. Aber nicht nur praktische oder nautische Informationen möchte ich vermitteln. Sondern auch im Sinne eines kleinen Reiseführers erklären, was hier einmal gewesen und was heute in den Orten los ist. Damit man mehr sieht und mehr weiß.
Nicht alle Zeilen in diesem Buch stammen aus meiner Feder. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei dem Redaktionsteam von Fahrtensegeln.de bedanken, das mich bei Recherche, Update der Informationen und Schreiben unterstützt hat. Die Namen aller Beteiligten sind im Impressum aufgeführt.
Wir haben wissentlich keine Routen- oder Reisevorschläge ausgearbeitet. Das mag jede Leserin und jeder Leser für sich nach Lust und Laune und vor allen Dingen nach Wetterverhältnissen und nach Zeitbudget selbst entscheiden. Deshalb sind die Ortschaften und Häfen in zwei Bereiche eingeteilt: Ijsselmeer und Markermeer. Innerhalb dieser Bereiche haben wir die Orte alphabetisch sortiert. Zusätzlich wurden das Kapitel „Extra: Amsterdam“ aufgenommen.
Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wünsche ich eine wunderbare Zeit am Ijssel- und Markermeer. Wie das Wetter dort auch sein mag, genießen Sie die Zeit. Denn dass Sie in einer anderen Welt waren, werden Sie auf jeden Fall dann spüren, wenn Sie Ihr „normaler“ Alltag wiederhat.
Natürlich freue ich mich über Ihr Feedback zu diesem Buch. Klar, dass ich positive Zuschriften lieber habe, aber das Buch lebt in den nächsten Auflagen auch von Ihrer konstruktiven Kritik. Schreiben Sie mir einfach.
Ihr
Ertay Hayit
Traditionssegler vor der Ansteuerungstonne Hindeloopen / Workum
Allgemeine praktische Reise-Informationen
Steckbrief Niederlande: Das Wichtigste in Kürze
Niederlande: Königreich der Niederlanden (Koninkrijk der Nederlanden); mit den Karibikinseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba
Fläche: Ca. 41.500 qkm
Grenzen: Die Niederlande werden im Norden und Westen durch die Nordsee, im Süden durch Belgien und im Osten durch Deutschland begrenzt.
Höchste Erhebung: Festland: Vaalserberg (322 m); Insel: Mount Scenery (877 m)
Staatsform: Die Niederlande sind eine parlamentarische Monarchie, deren Staatsoberhaupt der König oder die Königin ist. Er oder sie hat repräsentative Aufgaben und ernennt formell die Ministerpräsidenten und Minister. Das Parlament wird zum Teil von Provinzparlamenten und zum Teil vom Volk gewählt.
Verwaltung: Die Niederlande sind in 12 Provinzen gegliedert: Nordholland, Südholland, Nordbrabant, Zeeland, Gelderland, Friesland, Limburg, Overijssel, Drente, Flevoland, Utrecht und Groningen. Hauptstadt ist Amsterdam (rund 821.000 Einwohner, Stand 2015), der Regierungssitz befindet sich hingegen in Den Haag (rund 508.000 Einwohner).
Bevölkerung: Die Einwohnerzahl der Niederlande steigt stetig an, etwa 17,2 Millionen Einwohner leben dort (Stand: 2016). Ein Großteil der Bevölkerung ist im stark besiedelten Westen des Landes zu finden.
Religion: Die meisten Niederländer sind konfessionslos. Den größten Teil der Gläubigen machen Katholiken und Protestanten aus.
Sprache: Die offizielle Amtssprache ist Niederländisch, in der Provinz Friesland gilt aber auch Friesisch als offizielle Sprache.
Wirtschaft: Für die niederländische Wirtschaft ist vor allem der Dienstleistungssektor mit den Bereichen Finanzen und Transport wichtig. Ein weiterer großer Wirtschaftsbereich ist die Landwirtschaft mit dem Anbau von Getreide, Gemüse, Früchten und Blumen sowie Milchviehhaltung und Käseherstellung. Auch Fischerei wird in den Niederlanden betrieben. Hinzu kommen Lebensmittel, Chemie, Erdöl und Elektronik. Der Tourismussektor macht ebenfalls einen wichtigen Teil der niederländischen Wirtschaft aus.
Gesundheitswesen
Man wünscht es sich zwar nicht, doch jeder kann im Urlaub einmal krank werden oder einen Unfall haben. Allerdings hat jedes Land auch sein eigenes Gesundheitssystem, sodass man sich schon vor der Reise auf den möglichen Ernstfall vorbereiten sollte.
Ärztliche Versorgung
Die medizinische Versorgung in den Niederlanden entspricht europäischem Standard. EU-Bürger, die sich vorübergehend in den Niederlanden aufhalten, können nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht Leistungen nach niederländischem Recht in Anspruch nehmen. Dazu wird als Nachweis eine europäische Versichertenkarte verlangt, die vor der Reise bei der deutschen Krankenkasse beantragt werden sollte.
Die Krankenkassen geben auch Auskünfte über die aktuellen Regelungen im medizinischen Notfall. Die meisten Krankenkassen bieten Reisenden eine Liste mit Vertrauensärzten an. Auch der ADAC kann erste Informationen bereitstellen und der Fremdenverkehrsverein VVV (Vereiniging voor Vremdelingenverkeer) steht Reisenden vor Ort zur Verfügung.
Apotheken
In den Niederlanden findet man nicht viele öffentliche Apotheken (farmacie/apotheek). Der Großteil von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln wird jedoch in Drogeriemärkten verkauft. In ländlichen Gebieten sind Medikamente hingegen vor allem über die Ärzte selbst zu beziehen.
Krankenhäuser rund um das Ijsselmeer
Almere:
Flevoziekenhuis Almere
Hospitaalweg 1
1315 RA Almere
Tel. +31-36-8688888
Fax +31-36-8688655
communicatie@flevoziekenhuis.nl www.flevoziekenhuis.nl
Amsterdam:
Sint Lucas Andreas Ziekenhuis
Jan Tooropstraat 164
1061 AE Amsterdam
Tel. +31-20-5108911
ziekenhuis@slaz.nl www.sintlucasandreasziekenhuis.nl
Bovenij Ziekenhuis
Statenjachtstraat 1
1034 CS Amsterdam
Tel. +31-20-6346346
www.bovenijziekenhuis.nl
Den Helder:
Gemini Ziekenhuis
Huisduinerweg 3
1782 GZ Den Helder
Tel. +31-223-696969
www.gemini-ziekenhuis.nl
Dronten:
MC Dronten
Het Zwarte Water 77
8253 PD Dronten
Tel. +31-320-271888
www.mcdronten.com
Emmeloord:
Antonius Ziekenhuis Emmeloord
Urkerweg 4
8303 XB Emmeloord
Tel. +31-527-620460
www.mijnantonius.nl
MC Emmeloord
Urkerweg 1
8303 BX Emmeloord
Tel. +31-527-637637
www.mcemmeloord.com
Enkhuizen:
West Fries Gasthuis Polikliniek Enkhuizen
Molenweg 9b
1601 SR Enkhuizen
Tel. +34-228-312345
enkhuizen@westfriesgasthuis.nl www.westfriesgasthuis.nl
Heerenveen:
Ziekenhuis Tjongerschans, Heerenveen
Thialfweg 44
8441 PW Heerenveen
Tel. +31-513-685685
Fax +31-513-685686
www.tjongerschans.nl
Hoorn:
Westfriesgasthuis
Maelsonstraat 3
1624 NP Hoorn
Tel. +31-229-257257
www.westfriesgasthuis.nl
Lelystad:
MC Zuiderzee
Ziekenhuisweg 100
8233 AA Lelystad
Tel. +31-320-271911
www.mczuiderzee.com
Sneek:
Antonius Ziekenhuis Sneek
Bolswarderbaan 1
8601 ZK Sneek
Tel. +31-515-488888
www.mijnantonius.nl
Automobilclubs
Der größte Automobilclub der Niederlande ist der ANWB (Algemene Nederlandse Wielrijders Bond). Seinen Hauptsitz hat er in Den Haag (Wassenaarseweg 220, Tel. +31-88-2693170). Der ANWB informiert über alle wichtigen Themen rund um Reise und Verkehr und vermittelt darüber hinaus interessante Reiserouten für Wanderer und Radfahrer. Der Club mit den charakteristischen gelben Autos betreibt natürlich auch einen Pannendienst („Pechhulp“), den man vor Ort unter Tel. +31-88-2692888 jederzeit erreichen kann. Autofahrer, die Mitglied in einem Partnerclub wie dem deutschen ADAC, dem österreichischen ÖAMTC oder dem TCS aus der Schweiz sind, erhalten in den Niederlanden nicht nur Rabatte, sondern auch kostenfreie Pannenhilfe. www.anwb.nl
Deiche
Die Niederlande haben ihren Namen nicht von ungefähr. Das Land ist sehr flach, ein Teil liegt sogar unterhalb des Meeresspiegels. Daher sind Deiche von enormer Wichtigkeit, um die tiefer gelegenen Gebiete vor Sturmfluten zu schützen. Dass dies in der Vergangenheit nicht immer gelungen ist, zeigen die „versunkenen“ Dörfer Westerburen auf Schiermonnikoog und West-Vlieland auf Vlieland. Im Norden der Inseln gibt es große Dünenketten, im Süden weite Salzwiesen (Kwelder). Die Trockenlegung der Salzwiesen diente nicht nur zum Schutz vor Sturmfluten, sondern schuf gleichzeitig auch Weideflächen für das Vieh der Küstenbauern.
Die niederländischen Ingenieure sind heute Meister des Deichbaus. Genaue Berechnungen und eine regelmäßige Überprüfung der Standfestigkeit sind unabdingbar. Deiche bestehen in der Regel aus einem Sandkern, der mit Kleiboden bedeckt ist. Zur Befestigung des Materials und zum Schutz vor den Einflüssen der Natur wird der Deich mit Gras bepflanzt. Damit das Gras kurz bleibt und der Boden sich verdichtet, wird häufig auf eine Beweidung mit Schafen gesetzt – schweres Ackergerät würde dem Deich schaden.
Einkaufen
In den Niederlanden macht Einkaufen Spaß. Man findet viele Supermarkt-und Bekleidungsketten. Abgesehen davon sind die Niederlande bekannt für ihre etwas abseits der Stadtzentren gelegenen Shoppingcenter und Outlets.
Mindestens genauso beliebt sind Antiquitätenläden, in denen so manche alte Schätze schlummern. Regelmäßig finden in den meisten Orten auch Wochen- und Flohmärkte statt.
In den meisten Geschäften kann man mit Kreditkarten bezahlen. Die Geschäfte sind in der Regel werktags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. In den größeren Städten und in touristischen Gebieten besonders in der Sommersaison sind die Läden an bestimmten Wochentagen auch bis 21 Uhr offen. Die großen Einkaufszentren können meist zwischen 7 und 22 Uhr besucht werden. Sehr häufig finden in den Niederlanden auch verkaufsoffene Sonntage statt, an denen man zwischen 12 und 17 Uhr nach Herzenslust shoppen kann.
Essen und Trinken
Es gibt eine Vielzahl von niederländischen Köstlichkeiten. Immer gut für zwischendurch sind die vielen kleinen Imbissbuden, in denen man Pommes mit Frietsaus (einer gewürzten Mayonnaise), Pommes speciaal (mit Zwiebeln) sowie Kaassouffle (mit Käse gefüllte panierte Teigtaschen) oder Frikandel bekommt. Besonders in Küstennähe empfehlen sich Fischgerichte in Form von Matjes oder frittierten Fischfilets wie Kibbeling oder Lekkerbekje mit Remouladensoße. In vielen Städten findet man die Pannekoekenhuizen, in denen süße und herzhafte Pfannkuchen serviert werden.
Besonders bei Kindern beliebt sind Hagelslag (Schokoladenstreusel), Pindakaas (Erdnussbutter) und Poffertjes (kleine Küchlein mit Puderzucker).
Die Niederlande haben eine lange Brautradition. Heineken, Amstel und Grolsch sind hier die bekanntesten Marken. Wer es gerne hochprozentiger mag, kann Genever probieren, der aus Gersten- oder Roggenmalz hergestellt wird und in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist: jonge (junger) und oude (alter) Genever sowie als süßen Beeren-Genever. Ein Kopje Koffie (eine Tasse Kaffee) bekommt man in den Niederlanden rund um die Uhr und auch Tee ist sehr beliebt.
Gesetzliche Feiertage
Gesetzlich festgelegte Feiertage in den Niederlanden sind Neujahr, Karfreitag sowie Ostersonntag und Ostermontag, der Königstag (seit 2014: 27. April), der Befreiungstag (5. Mai), Christi Himmelfahrt sowie Pfingstsonntag und Pfingstmontag und Weihnachten (25. und 26. Dezember). An diesen Tagen haben alle Geschäfte und Banken geschlossen. Auskünfte zu Feiertagen und Ladenöffnungszeiten erteilen auch der VVV und die niederländischen Fremdenverkehrsbüros.
Geschwindigkeitsbegrenzung auf Straßen
Sowohl für Pkw als auch für Gespanne liegt die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts bei 50 km/h und außerorts bei 80 km/h. Auf gekennzeichneten Strecken dürfen Pkw außerorts bis zu 100 km/h schnell fahren. Auf Autobahnen gilt in der Zeit zwischen 6 und 19 Uhr die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Außerhalb dieser Zeit sind 130 km/h erlaubt. Gespanne sollten außerhalb geschlossener Ortschaften 80 km/h und auf Autobahnen 90 km/h nicht überschreiten. Die Strafen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen sind deutlich drastischer als in Deutschland.
Das Klima rund um das Ijsselmeer
Das Klima am Ijsselmeer ist ähnlich wie in den übrigen Küstenregionen der Niederlande: Die Winter sind mild, die Sommer lau. Im Frühjahr und Herbst treten sehr oft – bedingt durch Atlantiktiefs – Regen und heftige Stürme auf. Bei starkem Wind kann es auf dem Ijsselmeer wegen seiner geringen Wassertiefe schnell sehr steile Wellen geben und auch plötzlich aufziehender Nebel ist dort nicht ungewöhnlich. Der Sommer hingegen ist meist lauwarm und trocken. Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt bei ca. 20 °C. Der kühle Wind, der nahezu ständig vom Meer hereinweht, sorgt im Sommer für eine angenehme Luft. Im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt. Regen oder Graupel, gepaart mit eisigem Wind, können einen Aufenthalt im Freien ohne die richtige Kleidung aber sehr ungemütlich werden lassen. Schnee fällt am Ijsselmeer eher selten und bleibt meist auch nicht lange liegen.
Lufttemperatur im Durchschnitt
Monat: Grad Celsius durchschnittlich, gemessen in Stavoren
Januar: 2,8 °C
Februar: 2,6 °C
März: 5,3 °C
April: 8,6 °C
Mai: 12,6 °C
Juni:15,2 °C
Juli: 17,7 °C
August: 17,7 °C
September: 14,9 °C
Oktober: 11,0 °C
November: 6,8 °C
Dezember: 3,3 °C
(Datenquelle: Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut)
Windstärke im Durchschnitt
Monat: in Meter pro Sekunde / Knoten, gemessen in Lelystad
Januar: 5,9 m/s; 11 kn
Februar: 5,5 m/s; 11 kn
März: 5,4 m/s; 13 kn
April: 4,8 m/s; 10 kn
Mai: 4,4 m/s; 9 kn
Juni: 4,2 m/s; 9 kn
Juli: 4,1 m/s; 8 kn
August: 4,0 m/s; 8 kn
September: 4,1 m/s; 8 kn
Oktober: 4,7 m/s; 9 kn
November: 4,9 m/s; 10 kn
Dezember: 5,1 m/s; 10 kn
(Datenquelle: Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut www.knmi.nl)
Naturschutz und Naturschutzgebiete
In den Niederlanden wird ständig daran gearbeitet, die bestehenden Naturschutzflächen auszuweiten und miteinander zu verbinden. Auch rund um das Ijsselmeer gibt es sie. Die Naturschutzgebiete bestehen aus Wasser, Dünen oder Gras-, Wald- und Moorlandschaften. In der Provinz Flevoland befinden sich die Bereiche Noordoostpolder mit dem Kuinderbos und Oostvaardersplassen, in dem Rothirsche, Konik-Pferde und Heckrinder leben. Außerdem liegen in Flevoland das Schutzgebiet Randmeerbossen und die Stadtwälder von Almere und Lelystad, die zu einem Spaziergang oder zu einer Tour mit dem Fahrrad einladen. Ein Großteil der niederländischen Naturschutzgebiete wird von der Organisation „Staatsbosbeheer“ verwaltet; www.staatsbosbeheer.nl.
Notfall
In Notfällen gilt wie in jedem anderen Land auch: Ruhe bewahren, erste Hilfe leisten und für Sicherheit sorgen. Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr sind rund um die Uhr über die Telefonnummer 112 zu erreichen.
Touristen-Informationen (VVV)
Gibt es im Urlaub Probleme oder treten Fragen auf, helfen die jeweiligen Touristen-Informationen (VVV) weiter. Hier gibt es Informationen zu Hotels, Kartenmaterial, Freizeitgestaltung und vielem mehr.
Niederländische Touristeninformationen im Ausland
Deutschland:
Niederländisches Büro für Tourismus und Convention
Richmodstraße 6
50667 Köln
Tel. 0221-92571713
Fax 0221-92571739
www.holland.com
Österreich:
Niederländisches Büro für Tourismus
Schwarzenbergplatz 10/1
1040 Wien
Tel. +41-1-5043319
Die wichtigsten VVVs rund um das Ijsselmeer:
Almere/Muiderzand:
VVV Almere
De Diagonal 199
1315 XM Almere
Tel. +31-6-5485048
info@vvvalmere.nl www.vvvalmere.nl
Amsterdam/Durgerdam/Muiden:
VVV Amsterdam
Stationsplein 10
1012 AB Amsterdam
Tel. +31-20-7026000
info@iamsterdam.com www.iamsterdam.com
Andijk:
VVV Andijk
Proefpolder 4
1619 EH Andijk
Tel. +31-228-592944
vvvenkhuizeneo@hetnet.nl www.vvvhartvannoordholland.nl
Broekerhaven / Enkhuizen:
VVV Enkhuizen
Tussen Twee Havens 1
1601 EM Enkhuizen
Tel. +31-228-313164
info@vvvenkhuizen.nl www.vvvenkhuizen.nl
Den Oever:
VVV Den Oever
Havenweg 1
1779 XT Den Oever
Tel. +31-223-674600
denoever@vvv-tvh.nl www.vvvtopvanholland.nl
Edam:
VVV Edam
Damplein 1 (Stadhuis)
1135 BK Edam
Tel. +31-299-315125
info@vvv-edam.nl www.vvv-edam.nl
Harlingen:
VVV Harlingen
Grote Bredeplaats 12
8861 BB Harlingen
Tel. +31-517-430207
toerismeharlingen@hetnet.nl www.harlingen-friesland.nl
Hindeloopen:
VVV Hindeloopen
Nieuwstad 26
8713 JL Hindeloopen
Tel. +31-514-851223
info@touristinfohindeloopen.nl www.touristinfohindeloopen.nl
Hoorn:
VVV Hoorn
Schuijteskade 1
1621 DE Hoorn
Tel. +31-229-855761
info@vvvhoorn.nl www.vvvhoorn.nl
Lelystad:
VVV Batavia Stad
Bataviaplein 60
8242 PN Lelystad
Tel. +31-320-292900
info@vvvlelystad.nl www.vvvlelystad.nl
Lemmer:
VVV Lemmer
Nieuwburen 1
8531 EE Lemmer
Tel. +31-514-534550
lemmertourist@live.nl www.touristinfolemmer.nl
Makkum:
VVV Makkum
Suderseewei 11
8754 GK Makkum
Tel. +31-6-55784959
www.vvvzuidwestfriesland.nl
Medemblik:
VVV-Informatiepunt
Pekelharinghaven 50
1671 HM Medemblik
Tel. +31-6-12335841
info@vvvmedemblik.nl www.vvvmedemblik.nl
Monnickendam:
VVV Informatiepunt Monnickendam
Zuideinde 2
1141 VJ Monnickendam
Tel. +31-299-820046
info@onswaterland.nl www.vvvwaterland.nl
Stavoren:
TIP Stavoren
Stationsweg 7
8715 ES Stavoren
Tel. +31-514-682424
tip@stavoren.nl www.stavoren.nl
Urk:
Tourist Info Urk
Wijk 2-2
8321 EP Urk
Tel. +31-527-684040
info@touristinfourk.nl www.touristinfourk.nl
Volendam:
VVV Volendam
Zeestraat 37
1131 ZD Volendam
Tel. +31-299-363747
info@vvv-volendam.nl www.vvv-volendam.nl
Idyllische Lage: im Makkumer Stadthafen
Die Geschichte des Ijsselmeers
Noch vor 100 Jahren bildeten die heutigen Binnenseen Ijsselmeer und Markermeer die salzige Zuiderzee. Seit 1932 trennt der Abschlussdeich die Zuiderzee bzw. das Ijsselmeer von der Nordsee ab. Im 17. Jahrhundert, dem „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande, fuhren von hier Handels- und Forschungsschiffe über alle Weltmeere nach Brasilien, Nieuw Amsterdam (das heutige New York), Westafrika, Australien, zu den Antilleninseln und in die niederländische Kolonie Ostindien (das heutige Indonesien). Durch den Handel mit Waren, die die Seefahrer von dort mitbrachten, entstanden rund um die Zuiderzee blühende Handelsstädte. Auch heute noch zeugen viele prächtige Gebäude von dem damaligen Reichtum.
Das „Goldene Zeitalter“
Im Verlauf des Unabhängigkeitskrieges von der Besatzungsmacht Spanien bildeten 1581 sieben nördliche Provinzen der Niederlande die Utrechter Union. Die daraus gebildete Republik der Sieben Vereinigten Provinzen war zwar föderalistisch strukturiert, aber von Holland dominiert. Mit dem Modell einer von reichen Kaufleuten – also von Bürgerlichen, statt von Adeligen – bestimmten Stadtkultur galt die Republik im 17. Jahrhundert als modernster Staat Europas.
Das 17. Jahrhundert wird auch als „Goldenes Zeitalter“ der Niederlande bezeichnet. Es war besonders für die nördlichen Provinzen der Republik um das Ijsselmeer die kulturelle und ökonomische Blütezeit. Eine tragende Rolle dabei spielte die 1602 gegründete Vereinigte Ostindische Kompanie (VOC). Ihr Monopol war Indonesien und sie wurde vor allen Dingen durch den Handel mit Gewürzen reich. In den Lagerhäusern um die Zuiderzee wurden zum Beispiel jährlich mehrere Millionen Pfund Pfeffer umgeschlagen.
In den Städten herrschte außer dem Seehandel ein florierendes, weiterverarbeitendes Gewerbe mit Diamantschleifern, Gold- und Silberschmieden, Buchdruckern und Kunsthändlern. In vielen Städten am Ijsselmeer, zum Beispiel in Enkhuizen, Hoorn, Edam und Monnickendam, ist der Reichtum von damals noch heute präsent. In Edam ließ im 17. Jahrhundert der berühmte Admiral De Ruyter seine Flotte bauen. Aus Hoorn stammte Jan Coen, der 1619 Jakarta gründete.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde es für die Republik immer schwieriger, ihre Vormachtstellung zu behaupten. Die Pest und Kriege gegen England und Frankreich schwächten die einst mächtigste Flotte. England gewann zunehmend an Bedeutung als weltweite Seemacht.
Eindeichung der Zuiderzee
Jahrhundertelang waren die Städte um die Zuiderzee immer wieder von Sturmfluten verwüstet worden. Einerseits waren dadurch tiefe Rinnen ins Fahrwasser gegraben worden, wodurch der Handel bekräftigt wurde, andererseits hatte die See auch immer wieder viele Opfer gefordert. Zwar waren bereits um 900 n. Chr. erste Deiche gebaut worden, doch die waren bei Sturm gegen die Wassermassen nutzlos. Ende des 19. Jahrhunderts trieb der Ingenieur Cornelius Lely das Projekt der Eindeichung der Zuiderzee besonders energisch voran. Nach seinen Plänen wurde 1932 der Abschlussdeich fertiggestellt, der seitdem die Zuiderzee von der Nordsee trennt. In nur wenigen Jahren wurde aus dem Binnenmeer ein Süßwassersee. Für die Fischer hatte das verheerende Folgen.
Durch die Eindeichung sollten die Städte an der Zuiderzee nicht nur vor Überschwemmung geschützt, es sollte auch neues Land gewonnen werden. Das erste Stück Land, das praktisch vom Meeresgrund aufstieg, war der Wieringerpolder bei Den Oever. Im Jahr 1942 wurde außerdem der Noordoostpolder um die ehemaligen Inseln Urk und Schokland trockengelegt. Die rein künstliche und neueste Provinz der Niederlande, Flevoland, entstand aus dem Oostelijk und Zuidelijk Flevolandpolder. Der erste hatte sich bis 1957 gebildet. Der südliche Polder entstand bis 1968 nach dem Bau des Houtribdeiches, der von Lelystad nach Enkhuizen führt. Der Houtribdeich teilt das Ijsselmeer in einen nördlichen und einen südlichen Teil, wobei der südliche Teil Markermeer genannt wird. Ursprünglich wollte Lely, der Namensgeber des Städtchens Lelystad, das gesamte Markermeer trockenlegen lassen. Der vehemente Protest der Bevölkerung, die das gesamte Projekt kritisch betrachtete, verhinderte dies jedoch.
Kleine Fischkunde
Ob gekocht, gegrillt, gebraten, frisch oder tiefgekühlt – Fisch ist vielfältig genießbar und allseits beliebt. Dennoch bringt der Fischverzehr ein gewisses Maß an Verantwortung für den Verbraucher mit sich. Die Weltmeere gelten als überfischt, sodass viele Fischarten heute aus Zuchtgewässern auf den Tisch kommen.
Fischfang in den Niederlanden
In den Niederlanden hat der Fischfang naturgemäß eine lange Tradition. Anfangs wurde hauptsächlich Binnenfischerei betrieben und die Bewohner der Küstenregionen konnten nahezu ausschließlich von der Fischerei leben. Heute konzentriert sich der Fischfang in den Niederlanden auf Hochsee- und Küstenfischerei. Im Wattenmeer wird außerdem Schalentierzucht betrieben. Die Niederlande zählten – dank ihrer zahlreichen Küstenregionen – lange Zeit zu den größten Fischfangnationen der Welt. Zwar wird der meiste Fisch heute im Großraum Asien gefangen, dennoch spielen die Niederlande noch immer eine wichtige Rolle in der internationalen Fischwirtschaft. Rund 70 % der gesamten in den Niederlanden erzeugten Fischmenge werden exportiert. Der Exportwert liegt bei 2,5 Milliarden Euro (Quelle: Niederländisches Fischbüro).
Fischfang im Ijsselmeer
Im Ijsselmeer wurde seit jeher Fischfang betrieben. Im Jahre 1932 wurde die Fischerei dort jedoch stark eingeschränkt. Viele Fischer mussten sich mit einer staatlichen Abfindung zufrieden geben, während andere Betriebe auf die nahe gelegene Nordsee auswichen. Im Ijsselmeer selbst kommen hauptsächlich Süßwasserfische wie Zander und Aal sowie anpassungsfähige Salzwasserfische wie die Scholle vor.
In vielen alten Fischerdörfern am Ijsselmeer kann man noch heute den Charme vergangener Tage erleben, so zum Beispiel in Volendam und Urk. Dort werden hauptsächlich Scholle und Seezunge verkauft. Dennoch lebt heute in den Regionen rund um das Ijsselmeer kaum noch jemand allein von der Fischerei. Tourismus – insbesondere der Wassersport-Tourismus – haben dort inzwischen einen höheren Stellenwert.
Ökologische Aspekte
Das größte Problem der Fischerei ist die Überfischung der Meere. Schuld ist daran nicht nur die starke Fischwirtschaft, sondern auch die hohe Beifangrate. Zu kleine Fische, Jungfische oder die „falsche“ Fischart können sich ebenso in den Netzen verfangen wie der eigentlich beabsichtigte Fang. Unerwünschte Tiere werden aussortiert und häufig verletzt oder bereits tot ins Meer zurückgeworfen. In ganz Europa gelten daher inzwischen einheitliche Regelungen für den Fischfang. Die „Gemeinsame Fischereipolitik“ (GFP) soll dafür sorgen, dass Überfischung verhindert wird und sich die Fischbestände wieder erholen können. Neben dem Umweltschutz kontrolliert sie die Größe und Wirtschaftlichkeit der Fischereiflotte und sorgt dafür, dass der Fisch zu einem fairen Preis an den Verbraucher gelangt.
Tipps für Feinschmecker
Aal (Paling)
Der Aal ist ein schlangenförmiger Fisch mit dunkelgrünem bis braunem Rücken. Der Bauch bei geschlechtsreifen Tieren kann weiß bis gelb verfärbt sein. Das Fleisch des Aals weist einen sehr hohen Fettgehalt auf. Das macht ihn zu einem beliebten Räucherfisch. Vorsicht ist allerdings beim Kontakt mit Aalblut geboten. Es enthält das Gift Ichthyotoxin, das eine blutzersetzende Wirkung hat. In offenen Wunden kann es zu örtlichen Lähmungen, bei Verschlucken zu Brechdurchfall führen. Durch Kochen oder Räuchern wird das Gift aber unschädlich gemacht.
Zubereitung: Neben geräuchertem Aal kann man den Fisch am Spieß oder als Suppe genießen. Aromatisch wird er, wenn er im Sud gegart oder in Wein und kräftigen Kräutern geschmort wird.
TIPP: Aal ist besonders in den Regionen in der Nähe des Ijsselmeers beliebt. Es gibt zahlreiche Aalräuchereien (palingrokerijen), in denen man auch gut speisen kann.
(Nordsee-)Garnele (Garnaal)
Garnelen sind beliebt und auf der Speisekarte häufig zu finden. Oft werden sie allerdings mit Krabben verwechselt. Der Unterschied liegt darin, dass Garnelen einen langen Schwanz besitzen, der sehr wohlschmeckend ist. Die Nordseegarnele, oft auch als Nordseekrabbe bezeichnet, ist eine der bekanntesten Garnelenarten. Da die Meeresfrüchte nur kurz haltbar sind, werden sie meist schon auf See gekocht. Man erhält Garnelen aber auch roh – mit oder ohne Kopf. Kauft man sie frisch, sollte darauf geachtet werden, dass sie einen festen Panzer und einen typischen „Seegeruch“ aufweisen.
Zubereitung: Bei der Zubereitung ist es wichtig, den Rücken der Garnele mit einem Messer aufzuschneiden und den Darm zu entfernen.
Hering (Haring)
Der Eiweiß- und Fettgehalt im Hering variiert je nach Saison. Er ist ein Fisch mit festem Fleisch, von kräftigem Geschmack und mit vielen kleinen Gräten. Frische Heringe – auch grüne Heringe genannt – kommen von Juli bis Dezember in den Handel. Als Matjes bezeichnet man einen Fisch, der noch nicht gelaicht hat. Er wird von Mai bis Juli gefangen und ist sehr fetthaltig.
Zubereitung: Am besten schmeckt er gebraten oder in einem Kräuterbzw. Weinsud gegart. Der Fisch wird auch mariniert als Rollmops, Bismarckhering, Brathering und Bratrollmops angeboten. Beliebt sind außerdem Heringsfilets in Tomaten- und anderen Saucen. Leicht gesalzene Heringe, die im Ganzen geräuchert werden, bezeichnet man als Bückling.
TIPP: In den Niederlanden gilt der erste Heringsfang (nieuwe haring) als Attraktion. Am letzten Maitag werden die noch jungen Tiere gefangen und dann am 1. Juni verkauft. Traditionell wird der Fisch zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und dann verzehrt, indem man den Kopf in den Nacken legt. Dazu werden Zwiebeln, Salz und Pfeffer serviert.
Kabeljau (Kabeljauw)
Gelangt der Kabeljau als Jungfisch in den Handel oder stammt er aus der Ostsee, heißt er Dorsch. Meistens wird er als Frischfisch angeboten. Sein Fleisch ist mit 0,2 % Fett sehr mager, zart und mild im Geschmack. Kabeljau ist einer der jodreichsten Seefische. Bereits mit 125 g deckt man den Tagesbedarf an Jod.
Zubereitung: Die Zubereitungsmöglichkeiten für Kabeljau sind vielfältig. Man kann ihn in Butter braten, grillen oder dünsten. Ausgenommener und getrockneter Kabeljau ist unter dem Namen Stockfisch erhältlich. Ist er zusätzlich gesalzen, nennt man ihn Klippfisch.
Krabbe (Krab)
Im Gegensatz zu Garnelen sind Krabben kurzschwänzige Krebse. Im Handel sind viele verschiedene Arten von Krebsen erhältlich, zum Beispiel der 30 cm große Taschenkrebs oder der bis zu 60 cm große Königskrebs. Wegen ihrer begrenzten Haltbarkeit werden die Krabben meistens schon auf den Krabbenkuttern vorgekocht.
Zubereitung: Krabben schmecken frisch am besten mit einer leichten Joghurtsauce oder mit Zitronensaft. Als Suppeneinlage oder Salatbeilage sind sie ebenfalls sehr beliebt.
Scholle (Zode)
Die Scholle – auch Goldbutt genannt – gehört zu den bekanntesten und meistgekauften Plattfischen. Gut erkennbar ist die Scholle durch ihre hervorstechenden roten Punkte auf der braunen Augenseite. Das Fleisch ist weiß und fein. Es weist viele Gräten auf, die sich aber leicht entfernen lassen. Jung gefangen, wird sie unter dem Namen „Maischolle“ angeboten. Sie wird frisch oder tiefgekühlt, im Ganzen oder filetiert angeboten.
Zubereitung: Besonders lecker schmeckt die Scholle, wenn sie goldbraun in Butter gebraten wird.
Seezunge (Tong)
Seezunge gehört zu den feinsten und wertvollsten Plattfischen und gilt deshalb als Delikatesse. Frisch wird Seezunge im Ganzen oder als Filet angeboten. Sie kommt aber auch gefroren auf den Markt. Mit nur 1,4 % Fett ist sie ein sehr fettarmer Fisch. Am besten schmecken Seezungen, die im Winter gefangen werden.
Zubereitung: Um den zarten Geschmack nicht zu zerstören, sollte die Seezunge nicht allzu kräftig gewürzt werden.
Zander (Snoekbaars)
Der Zander ist ein Süßwasserfisch, der warme und trübe Gewässer bevorzugt. Er hat eine schlanke Körperform und eine grau-fleckige Färbung. Charakteristisch ist das große Maul mit den spitzen Fangzähnen. Zander hat weißes, wohlschmeckendes und recht fettarmes Fleisch, daher ist er vor allem in der gehobenen Gastronomie sehr beliebt.
Zubereitung: Zander ist vielfältig: Er schmeckt gekocht, in Folie gedünstet, frittiert oder gegrillt.
Das sollte man als Skipper/in wissen: Nautische Infos
Ein Muss für jeden Skipper: der Wateralmanak
Den Wateralmanak vom niederländischen ANWB sollte jeder Segler an Bord haben. Er ist ein in niederländischer Sprache verfasstes Handbuch mit allen Regeln der Schifffahrt sowie wichtigen Tipps für das Befahren von Gewässern in den Niederlanden und Belgien. Band 1 beinhaltet die aktuell geltenden Schifffahrtsregelungen sowie Hinweise zum Thema Seefunk. Er erscheint alle zwei Jahre. Der zweite Band liefert wissenswerte Daten über Wasserwege und Häfen. Er kommt in jährlichem Rhythmus auf den Markt.
Wateralmanak Band 1: Regelgeving en Tips
Ein Muss für jeden Segler ist der erste Teil des Wateralmanaks mit dem Titel „Regelgeving en Tipps – Nederland-België.“ Es ist Pflicht, diesen Band immer an Bord mitzuführen. Er fasst alle wichtigen Vorschriften für das Befahren niederländischer und belgischer Gewässer zusammen. Dazu zählen unter anderem die Binnenschifffahrtspolizeiverordnung (Binnenvaartpolitiereglement – BPR), ein Auszug aus der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung (Rijnvaartpolitiereglement – RPR) sowie die Schifffahrtsregelwerke für die Maas, den Kanal von Gent nach Terneuzen, die Westerschelde und Eemsmonding (Emsmündung). Vorfahrtsregeln, Informationen zum Befahren von Schleusen sowie Zeichen, mit deren Hilfe in der Schifffahrt kommuniziert wird, zählen zum Inhalt des Almanachs.
Beigefügt ist dem ersten Band auch ein Handbuch für den Seefunk in der Binnenschifffahrt. Darin werden Abkürzungen erklärt und das Funkalphabet aufgelistet. Außerdem wird beschrieben, wie ein Funkspruch richtig durchzuführen ist. Beispiele von Funkdurchsagen, Zeichnungen von Fahrmanövern sowie Lichtzeichen-, Flaggen- und Schildererklärungen vervollständigen das Regelwerk.
Wateralmanak Band 2: Vaargegevens
Der zweite Band des Wateralmanaks „Vaargegevens – Nederland-België“ ist zwar kein vorgeschriebenes Regelwerk, dennoch empfiehlt es sich, auch ihn stets an Bord zu haben. Wie der Name schon sagt, liefert das Buch nützliche Informationen über alle Fahrwege sowie Häfen und Wassersportanlagen in Belgien und den Niederlanden. Zu den Fahrwegen werden z. B. Größe und Abmessungen, Tiefgang und Tempolimits angegeben. Des Weiteren enthält er Wissenswertes zu Brücken und Schleusen, Tankmöglichkeiten und Anlegeplätzen.
Auch Wassersporteinrichtungen und Häfen sind im Wateralmanak mit ihrer genauen Lage inklusive Telefonnummer und – sofern vorhanden – Website und E-Mail-Adresse aufgelistet. Hinzu kommen Symbole für die Ausstattung der jeweiligen Orte: in der Nähe liegende Betriebe, Basis- und Technikeinrichtungen. Ebenso ist angegeben, wie hoch die Kosten für Liegeplätze, Duschen oder Trinkwasser sind.
Die alphabetische Sortierung sowie ein Register am Ende des Buches helfen, die gesuchten Orte schnell im Almanach zu finden.
Schleusen - problemlos und einfach: 7 Regeln
Ums Schleusen kommt man im Revier Ijsselmeer und Markermeer kaum herum. Ijsselmeer und Markermeer sind durch Schleusen getrennt. Viele Binnenliegeplätze in Friesland erreicht man ebenfalls nur über Schleusen. Und da sind noch die großen Schleusen am Abschlussdeich, wenn man in das Wattenmeer oder die Nordsee schippern möchte.
Aber keine Angst. Auch Einsteiger können problemlos und stressfrei schleusen. Man braucht nur etwas Geduld und Ruhe. 7 Tipps für stressfreies Schleusen:
1. Die Berufsschifffahrt hat Vorrang. Lassen Sie als Sportschiffer immer die Berufsschiffe zuerst in die Schleuse einlaufen, außer der Schleusenmeister weist etwas anderes an. Man sollte sich dabei Zeit lassen, denn ein großes Schiff hat einen langen Auslauf und braucht Zeit, um festzumachen. Sobald das Berufsschiff festgemacht hat, darf eigentlich nach den Schleusen-Regeln dessen Schiffsschraube nicht mehr laufen, um unnötige Strudel in der Schleuse zu vermeiden. Kommt man während eines Anlege-Manövers in den Strudel des Schraubenwassers, kann man schnell die Kontrolle über das eigene Schiff verlieren. Das gilt besonders für kleinere Yachten. Deshalb sollte man geduldig warten bis das Berufsschiff fest ist.
2. So nah wie möglich heranfahren. Man sollte so nah wie erlaubt und möglich an die Schleuse heranfahren, um ein zügiges Einlaufen in die Schleuse zu gewährleisten. Die meisten Schleusen haben für die Freitzeitschifffahrt spezielle Warte- und Anlegebereiche eingerichtet. Sobald man sich dem Wartebereich der Schleuse nähert, ist Überholen - oder gar Vorbeidrängeln - nicht erlaubt.
3. Leinen nicht fest belegen. Das Boot sollte in der Schleuse vorne und hinten gesichert werden. Dabei sollen die Leinen auf keinen Fall fest belegt und auch nicht zu eng in der Hand gehalten werden, damit man diese fieren (lose geben) oder anholen kann, wenn das Wasser in der Schleuse fällt oder steigt. Die Schiffsschraube darf nach dem Anlegen in der Schleuse nicht mehr drehen.
4. Befolgen der Anweisungen. Der Schleusenmeister hat das Sagen vor und in der Schleuse. Man sollte seinen Anweisungen unbedingt folgen. Er meldet sich entweder über die Lautsprecher an der Schleuse und ist auf jeden Fall auch über UKW-Funk zu erreichen. Deshalb sollte der jeweilige Schleusenkanal mitgehört werden, sofern UKW-Funk an Bord installiert ist.
5. Berufsschifffahrt zuerst raus. Wie beim Einlaufen fährt auch beim Auslaufen die Berufsschifffahrt zuerst aus der Schleuse. Außer der Schleusenmeister ordnet etwas anderes an. Manchmal verständigen sich aber auch Berufs- und Freizeitskipper per Handzeichen. Dann winkt der Berufsskipper Yachten durch, weil er für sein Schleusenmanöver Platz braucht.
6. Hilfreiche Hände. An vielen stark frequentierten Schleusen werden in der Sommer-Hochsaison Schleusen-Stewardess und -Stewards eingesetzt. Die weisen den richtigen Platz in der Schleusenkammer zu und helfen der Yachtcrew beim Anlegen. Das ist sehr angenehm für Yachties und ermöglicht vielen Skippern ein stressfreies Schleusen.
7. Lichter wie auf der Straße. Ein rotes Licht bedeutet, dass man warten muss. Zwei rote Lichter übereinander bedeuten, dass diese Schleuse / Brücke zur Zeit nicht bedient wird. Schalten die Ampeln auf Rot / Grün, dann bedeutet das, dass die Schleuse / Brücke bald geöffnet wird. Skipper müssen noch auf grünes Licht warten, können aber mit Vorbereitungen zum Passieren beginnen. Grünes Licht bedeutet freie Fahrt.
Seekarten
Wer mit seinem Boot auf dem Wasser unterwegs ist, gleich ob er das Gewässer wie seine Westentasche kennt oder nicht, braucht immer eine gedruckte Seekarte. Das Hydrographische Büro (Hydrografisch Bureau) der Königlichen Marine (Koninklijke Marine) der Niederlande erstellt solche Karten anhand von Messungen und Datenbanken der eigenen Flotte. Darüber hinaus erstellen private Verlage eigene Karten. Alle hier vorgestellten Karten sind im Handel erhältlich.
Ijsselmeer met Randmeren en Noordzeekanaal NL 1810
Speziell für die Freizeitschifffahrt entlang der niederländischen und belgischen Küste sowie für den Bereich Zeeland und das Watten- und Ijsselmeer wurde die „1800-Serie“ dieser Kartensammlung entwickelt. Es handelt sich dabei um einzelne, doppelseitig bedruckte Kartenblätter, die die jeweiligen Gewässer und ihre Hafengebiete mit allen wichtigen Angaben maßstabgetreu wiedergeben. Leider erscheint die Karte nicht - wie bisher - jährlich, sondern in unregelmäßiger Folge.
Die Karten mit der Nummer 1810 befassen sich mit dem Ijsselmeer und den daran angrenzenden Häfen und Schleusen. Gebäude, Brücken und Kontrollpunkte sind ebenso eingezeichnet wie Bojen und Lichtsignale. Man findet auch Informationen über natürliche Gegebenheiten wie Strömungsverhältnisse, die Beschaffenheit des Seebodens, die Wassertiefe und die Küstenlinie. In den Karten sind ebenfalls Grenzen und abgetrennte Gebiete wie z. B. Wasserskibereiche sowie mögliche Hindernisse unterhalb der Wasseroberfläche dargestellt. Ebenso findet man Radarstationen, den jeweiligen Standort der Küstenwache sowie allgemeine Hinweise zu den Fahrwegen. An einigen Stellen wird auf die weiterführenden Blätter der Serie sowie zu den Wasserkarten des ANWB verwiesen. Die angegebenen Werte richten sich nach dem World Geodetic System (WGS) 84, einem System für einheitliche Positionsangaben. Je nach Karte liegt der Maßstab zwischen 1:10.000 und 1:100.00. Dieser ist aber immer mit angegeben.
Die Karte 1810.1 bietet eine Übersicht über das gesamte Ijsselmeer und die umliegenden Städte. Die Bereiche, die auf den Folgeseiten detaillierter dargestellt werden, sind hier bereits markiert. Auf der Karte findet man auch die Telefonnummer der Zentralen Meldestelle (Centrale Meldepost) des Ijsselmeers. Auf der Rückseite dieser Karte ist der Nordseekanal zu sehen. Ijmuiden, Houthaven, Het Ij inklusive Oranjesluizen und Zaandam sind als vergrößerte Ausschnitte noch einmal separat aufgeführt.
Das darauf folgende Kartenblatt ist unterteilt. Die Karte 1810.3 zeigt das Markermeer, von den Oranjesluizen bis zur Stichtse Brug. Auch hier gibt es wieder kleinere Ausschnitte der Hafengebiete von Uitdam und Durgerdam, Muiden und Naarden, Muiderzand und Huizen sowie von Almere und der Hollandse Brug. Auf der nächsten Karte ist noch einmal das gesamte Ijsselmeer mit detaillierten Informationen zu sehen. Alle wichtigen Häfen, darunter Makkum, Lemmer, Lelystad und Enkhuizen, sind dabei hervorgehoben. Die Karte 1810.5 stellt die Randmeere (Randmeren) von der Stichtse Brug bis Harderwijk dar. Hinzu kommen Eemmond, Nijkerk, Harderwijk, Wolderwijd, Zeewolderhoek, Spakenburg und Nulde in vergrößerter Form.
Auf der nächsten Karte sind weitere Teile der Randmeere dargestellt. Die Karte 1810.6 zeigt den Bereich von Harderwijk bis zur Roggebotsluis, die Karte 1810.7 von der Roggebotsluis bis nach Ijsseloog und Hasselt. Besonders hervorgehoben sind auf der einen Seite Elburg und Flevostrand sowie die Bremerbergse Hoek, Flevostrand, Riviera Beach und die Roggebotsluis. Auf der anderen Seite sind Kampen, Hasselt, Schokkerhaven, Kettelmond und die Zwartsluis noch einmal detaillierter aufgeführt.
Das letzte Kartenblatt zeigt das Ijsselmeer mit den Houtribsluizen bis Urk und Ijsseloog. Dieser Teil ist auf Karte 1810.8 zu sehen. Die Städte Urk, Lelystad und Houtribhoek sind noch einmal gesondert aufgeführt. Auf der Rückseite, Karte 1810.9, findet man das Markermeer mit Hoorn, Broekerhaven, Volendam, Gouwzee, Monnickendam, Marken und Edam.
NV.Atlas Nederland IJsselmeer en Randmeren, NL3
Der norddeutsche Seekarten-Verlag NV.-Verlag hat sein Kartenprogramm in den letzten Jahren erheblich erweitert. Auch für die Niederlande für die Serie "NL" entwickelt. Dabei beruhen die Daten für das Kartenwerk auf der Grundlage der Daten des Hydrographischen Büros der Niederlande.
Für das Ijsselmeer, Markermeer und die Randmeere gibt es die Ausgabe NL3. Es handelt sich dabei um ein am Rücken geheftetes Booklet (Verlagsbezeichnung: Atlas) im Format 29,5 cm breit x 42 cm hoch. Insgesamt besteht die Kartenausgabe aus 44 Seiten plus Umschlag. Das Kartenmaterial ist sehr umfangreich und enthält Übersichtskarten und 53 Küsten- und Detailkarten. Die grafische und farbliche Darstellungsform ist an dem in den Niederlanden üblichen Kartendesign der 1800er-Karten-Serie des niederländischen Hydrographischen Büros angepasst. Die Karten erscheinen jährlich am Anfang des Jahres und sind gültig jeweils für ein Kalenderjahr.
Das Gute: Im Kartensatz sind auch Karten von Teilen der friesischen Seen enthalten. So kann man – z.B. bei schlechtem Wetter – von Stavoren oder Lemmer nach Sneek oder Heeg fahren, ohne dass man sich zusätzliche Karten kaufen muss.
Das Beste: Alle Karten sind auch digital erhältlich. Und das ohne Aufpreis. Man lädt sich auf seinen PC über die Homepage des Verlages www.nvcharts.com kostenfrei eine App auf seinen Computer. In den gedruckten Karten befindet sich im Format DIN A6 ein Lizenzblatt mit einer versteckten Produkt-ID. Diese Produkt-ID muss man frei rubbeln und kann dann den 16-stelligen Code auf dem Computer eingeben. Dies ermöglicht den Download des gekauften Kartensatzes. Das ist sehr praktisch, wenn man zuhause planen oder wenn man die Karten auf dem Notebook an Bord mitführen möchte.
Auch für Tablet und Smartphone aller Art gibt es eine App, die man sich kostenfrei installieren kann. Die Karten können dann ebenfalls mit der oben beschriebenen Produkt-ID heruntergeladen werden. Sie stehen danach offline zur Verfügung, so dass man navigieren kann, ohne dass man eine Internet-Verbindung benötigt. Die App ist sehr umfangreich: Es steht ein Routenplaner zur Verfügung, es wird der eigene Schiffsort, ebenso die Navigationsdaten wie Kurs und Geschwindigkeit usw. angezeigt. Es gibt sogar eine AIS-Anzeigefunktion. Und sehr praktisch: Man kann Wetterdaten in die Karten mit Windrichtung und -geschwindigkeit eintragen lassen. Die Wetterdaten können alle 6 Stunden automatisch aktualisiert werden. Auch positiv: Man kann die App und den Kartensatz an 5 mobilen Geräten aktivieren.
Für die gedruckte Version bietet der Verlag einen Berichtigungsservice im Zeitraum von April bis Oktober an, der per E-Mail an registrierte Benutzer versendet wird.
Fazit: Zwar sind die Kartensätze des NV.-Verlages etwas teurer als die Mitbewerber. Dafür sind sie innovativ, umfangreich und bieten aufgrund der vielen digitalen Möglichkeiten doch sehr viel mehr. Aus diesem Grund ist dieser Kartensatz die eindeutige Empfehlung unserer Redaktion.
Weitere Kartensätze des NV.-Verlages für die Niederlande: Wer das Ijsselmeer verlassen möchte, erhält in der oben beschriebenen Qualität weitere Kartensätze der NV.-Verlages:
NL1: Oostende bis Borkum
NL2: Waddenzee
NL4: Rijn en Maas Delta
NL5: Ooster- en Westerschelde
Weitere Informationen: nvcharts.com/shop
ANWB Waterkaart Ijsselmeer Markermeer
In Ergänzung zum Wateralmanak 2 gibt der ANWB alle zwei Jahre eine Faltkarte zum Ijsselmeer Markermeer heraus. Der Maßstab beträgt 1:100.000. Die Hafenpläne haben einen Maßstab von 1:50.000 oder 1:25.000.
Digitale Seekarten
Die Firma Stentec in Heeg (Harinxmastrjitte 29, 8621 BJ Heeg, Niederlande, Tel. +31-515-443515) bietet die Karte 1810 auch als digitale Seekarte an. Weitere Infos: www.stentec.com
Zentrale Meldestelle (Centrale Meldpost)
Ein eigener Funkkanal für das Ijsselmeer: Speziell für das Ijsselmeer gibt es – neben den gängigen Seefunkkanälen – einen eigenen UKW-Funkkanal.
Die Zentrale Meldestelle (Centrale Meldpost) Ijsselmeer hat ihren Sitz in Lelystad. Sie gibt stündlich, immer 15 Minuten nach der vollen Stunde, einen Bericht inklusive einer Wettervorhersage ab. Diese können über den UKW-Sprechfunk (marifoon) auf Kanal 1 abgehört werden. Außerdem ist die Meldestelle jederzeit für Notfälle und Informationen rund um die Schifffahrt zu erreichen. Da das Mobilfunk-Netz innerhalb der Niederlande flächendeckend und meistens auch auf dem Ijsselmeer gut funktioniert, kann die Centrale Meldpost Ijsselmeer auch telefonisch unter +31-320- 261111 erreicht werden.
Wetterberichte
Wer auf See unterwegs ist, sollte über ein UKW-Funkgerät verfügen. Das gilt auch für das Ijsselmeer. Per Funk können Notrufe abgesetzt, aber auch wichtige Informationen abgehört werden. Auf dem Wasser ist man z. B. auf einen zuverlässigen Wetterbericht angewiesen. Gerade das Ijsselmeer ist dafür bekannt, dass das Wetter dort von einem Moment auf den anderen umschlagen kann. Schwere Gewitter oder plötzlich aufziehender Nebel sind keine Seltenheit.
UKW-Funk
Vom Küstenwachtzentrum in Den Helder aus werden die Wettervorhersagen für die niederländische Nordsee und die niederländischen Binnengewässer (inklusive Ijsselmeer) und deren Randgebiete versendet. Diese können über die UKW-Arbeitskanäle 23 und 83 empfangen werden.
Zeiten (lokale Zeit): 08.05 Uhr, 13.05 Uhr, 19.05 Uhr und 23.05 Uhr.
Starkwindwarnung ab 6 Windstärken Beaufort wird zusätzlich auf Kanal 16 angekündigt (Securité) und dann auf den beiden Arbeitskanälen 23 und 83 gesendet.
Auf Kanal 1 sendet der Centrale Meldpost Ijsselmeer 15 Minuten nach jeder Stunde (00.15 bis 23.15) Wettervorhersagen für das Ijsselmeer.
Radio
Im Radio werden die Wetterberichte über die Mittelwellenfrequenz 3673 Khz gesendet.
Zeiten: 09.40 Uhr und 21.40 Uhr.
SMS / Telefon
Das Wetterbüro HWS ermöglicht es, die Wetterinformationen über das Telefon abzufragen.
Waterweerlijn (Wetter auf dem Wasser): +31-900-4008003 (0,70 Euro / Min.)
Weerlijn (allgemeiner Wetterbericht): +31-900-9725 (0,55 Euro / Min.)
Um die neuesten Wetterinformationen per SMS zu empfangen, kann man unter www.weerplaza.nl eine App herunterladen.
Internet
Meteorologisches Institut (KNMI) mit umfangreichen Wetterinformationen: www.knmi.nl
Regenradar: www.buienradar.nl
TIPP: Sehr detaillierte Wetterinformationen: www.windfinder.com. Für Smartphones gibt es auch eine entsprechende App.
UKW-Funk (niederländisch: VHF) allgemein
Während im UKW-Seefunk der Kanal 16 als allgemeine Anrufkanal gilt, ist dies auf Binnenschifffahrtsstraßen der Kanal 10. Das Ijsselmeer und das angrenzende Wattenmeer gelten als Binnenschifffahrtsstraße. Sofern man ein UKW-Funkgerät an Bord hat, ist man verpflichtet auf dem Ijsselmeer den Kanal 10 abzuhören.
Fährt man in ein „Blockgebiet“ ein, so muss dort der entsprechende Kanal abgehört werden. Blockgebiete sind Bereiche oder Strecken, in denen der Schiffverkehr besonders überwacht wird. Sie sind mit VHF-Tafeln mit dem entsprechend vorgeschriebenen UKW-Kanal (VHF) am Ufer deutlich ausgeschildert.
Verläßt man ein Blockgebiet so muss man wieder auf Kanal 10 oder auf den Kanal eines etwaigen neuen Blockgebietes umstellen.
Für den privaten Schiff-Schiff-Funk sind ausschließlich die UKW-Kanäle 72 und 77 erlaubt.
Wichtig im gesamten Binnenverkehr ist, dass die ATIS-Nummer (Automatic Transmitter Identification System) mitgesendet wird.
Im Gegensatz zu Deutschland sind in den Niederlanden UKW-Handfunksprechgeräte an Bord von Sportbooten erlaubt. In Deutschland ist dies erst ab einer Schiffslänge von über 20 Metern zulässig.
Auf und ab: die Schleusen rund ums Ijsselmeer
Abschlussdeich
Den Oever – Stevinsluizen
Lage Die Stevinsluizen ist ein Schleusenkomplex im Abschlussdeich bei Den Oever im Nordwesten des Ijsselmeers am südwestlichen Ende des Deiches. Benannt wurde die Schleuse nach Hendrik Stevin, der im Jahre 1667 den ersten Plan erarbeitete, die Zuidersee durch einen Deich abzuriegeln.
Infos Die Kammer der Schleuse ist 74 x 9 Meter groß. Tiefgang: max. 3,50 Meter. Von der Schleuse aus werden auch zwei Drehbrücken bedient. Die jeweilige Durchfahrtshöhe wird dort auf einem Display angezeigt.
Öffnungszeiten Die Schleuse wird in der Sommersaison von Mo bis Fr von 06.00 bis 22.00 Uhr bedient. Eine Bedienung zu den Nachtzeiten ist nach vorheriger Absprache möglich.
UKW-Kanal Die Schleuse ist über den UKW-Kanal 20 erreichbar. Ruf: Stevinsluizen.
Kornwerderzand – Lorentzsluizen
Lage Die Lorentzsluizen ist ein Schleusenkomplex im Abschlussdeich bei Kornwerderzand im Nordosten des Ijsselmeers in der Nähe des Städtchens Makkum gelegen.
Infos Die Schleuse regelt neben der Stevinsluizen den Wasserstand des Ijsselmeers. Benannt wurde sie nach dem Physiker Hendrik Lorentz. Nach seinen Berechnungen wurde einst die Lage des Abschlussdeichs geplant, die den Gefahren durch Stürme vermindern sollte. Die Schleuse wurde 1933 in Betrieb genommen.
Die Schleuse besteht aus zwei Komplexen: einer Spülschleuse, die das Wasser aus dem Ijsselmeer in die Waddenzee spült, und einer Schiffsschleuse für die Schifffahrt. Die Einfahrt bei beiden Schleusenkammern wird durch Lichtzeichen geregelt. Die Schleusenkammern sind unterschiedlich groß: 149 Meter lang und 14 Meter breit sowie 74 Meter lang und 9 Meter breit.
Tiefgang max. 3,50 Meter
Nördlich der Schleuse befinden sich die Drehbrücken der A 7. Die Anlegestege vor den Schleusen dürfen nur als Wartestege und nicht zum Übernachten genutzt werden.
Öffnungszeiten Die Schleuse wird ganzjährig 24 Stunden bedient und darf kostenlos passiert werden.
UKW-Kanal Die Schleuse ist über den UKW-Kanal 18 erreichbar. Ruf: Lorentzsluizen.
Houtrib-Deich
Enkhuizen – Navidukt und Krabbergatsluizen
Lage Das Navidukt von Enkhuizen ist eine Art Aquädukt, in dem sich eine Schleuse befindet; es wurde im Jahre 2003 eröffnet. Seit 1975 wird das Markermeer vom Ijsselmeer durch den Houtribdijk getrennt.
Zurück aus der Waddenzee: Lorentzsluizen in Kornwerderzand
Infos Durch die Schnellstraße über die Krabbergatsluizen kann es in der Hochsaison immer wieder zu langen Staus kommen wegen des hohen Verkehrsaufkommens. Deshalb entschied man Mitte der 90er Jahre, das Navidukt zu errichten. Heute dient die Krabbergatsluizen ausschließlich der Berufsschifffahrt. Freizeitskipper müssen das Navidukt ansteuern.
Das Navidukt ist in einen speziell angelegten Polder eingebaut, in dem der Grundwasserspiegel verlegt worden ist, um Überflutungen zu vermeiden. Der Autoverkehr wird durch einen Tunnel geleitet.
Die Schleuse hat eine Länge von 125 Metern und eine Breite von 12,5 Metern. Der Tiefgang liegt bei 4,50 Metern.
Öffnungszeiten Täglich von 06.00 bis 22.00 Uhr (April bis Oktober). Zwischen 22.00 und 06.00 Uhr müssen sich Schiffe mindestens vier und maximal 12 Stunden vorher unter der Nummer +31-517-578173 anmelden.
UKW-Kontakt Erreichbar ist die Schleuse unter der Nummer +31-228- 531253 oder dem UKW-Kanal 22. Schiffe, die aus dem Norden ansteuern, melden sich mit „Naviduct Noordzijde“, Schiffe aus dem Süden mit „Naviduct Zuidzijde.“
Lelystad - Houtribsluizen
Lage Die Houtribsluizen liegt bei Lelystad im Houtribdijk und trennt das Markermeer vom Ijsselmeer. Die Gemeinde Lelystad bezeichnet die Straße über den Houtribdijk als Markerwaarddijk.
Infos Die Schleusenkabinen haben eine Länge von 190 Metern und eine Breite von 18 Metern. Der maximale Tiefgang beträgt 3,50 Meter. Das Schleusen ist kostenfrei.
Die Einfahrt der Schleusen wird durch Lichtzeichen geregelt. Während der Stoßzeiten kann es vorkommen, dass Freizeitskipper durch die Schleusen für die Berufsschifffahrt geleitet werden.
Öffnungszeiten Die Schleuse wird durchgehend bedient. Während der Hauptverkehrszeiten zwischen 07.00 bis 09.00 Uhr und 16.00 bis 18.00 Uhr kann es zu Wartezeiten kommen.
Amsterdam
Oranjesluizen
Lage Bei den Oranjesluizen handelt es sich um einen Schleusenkomplex zwischen dem „Binnen-IJ“ und dem „Außen-IJ“ in Amsterdam. Dieser trägt nicht nur dazu bei, dass der Wasserstand im Nordseekanal gleich bleibt, sondern auch dass nicht zu viel Süßwasser aus dem Nordseekanal in das Ijsselmeer gelangt.
Der Schleusen-Komplex besteht aus drei kleinen Schleusen und einer großen Schleuse. Die große Schleuse wurde 1995 in Dienst gestellt, ist nach König Willem Alexander benannt und dient ausschließlich der Berufsschifffahrt. Die kleinen Schleusen teilen sich in Nord-, Mittel- und Südschleuse. Die Sportschifffahrt wird meistens über die Nordschleuse (Maße: 14 x 67 Meter) geführt.
Infos Freizeitskipper mit Booten von bis zu 20 Metern Länge müssen vor der Einfahrt auf beiden Seiten der Schleuse an den dafür vorgesehenen und für die Sportschifffahrt beschilderten Wartestegen festmachen. Dies soll vorzugsweise an der Nordseite geschehen, denn die Südseite der Wartestege ist für die Berufsschifffahrt bestimmt.
Tiefgang max. 3,50 Meter
Öffnungszeiten Täglich von 06.00 bis 22.00 Uhr. Von 22.00 bis 06.00 Uhr wird eine der drei Schleusen fernbedient. Die anderen beiden Schleusen bleiben dann geschlossen. Die Einfahrt der Schleusen wird durch rote und grüne Lichter und teilweise durch Lautsprecherdurchsagen geregelt. Ausfahren darf man erst, wenn das rote Licht erloschen ist.
UKW-Kontakt Die Oranjesluizen sind telefonisch unter +31-20-6946161 und über UKW-Kanal 18 erreichbar.
Brücke Schellingwouderbrug
Lage 500 Meter östlich von den Oranjesluizen befindet sich die Schellingwouderbrug. Für Yachten, die vom Markermeer kommen, ist sie somit vor den Oranjesluizen zu passieren. Die Brücke wird von den Oranjesluizen aus fernbedient. Ab Windstärken von 7 Beaufort wird sie nicht mehr geöffnet.
Nördlich von dem beweglichen Teil der Brücke verläuft ein Fahrwasser für Sportboote mit einer maximalen Durchfahrtshöhe von 2,60 Metern.
Für den beweglichen Teil der Brücke ist eine Fahrrinne eingerichtet, die mit „Sport“ gekennzeichnet ist. Für die Sportschifffahrt gibt es eine grünweiße Betonnung, die eine Fahrwassertiefenlinie von 2 Metern kennzeichnet.
Öffnungszeiten Mo bis Fr 0.00 bis 7.00 Uhr, 9.00 bis 16.00 Uhr und 18.00 bis 24.00 Uhr. Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 0.00 bis 24.00 Uhr.
Die Brücke wird nur alle 20 Minuten bedient, beginnend zur vollen Stunde .00, .20, .40. Ausnahme: keine Bedienung um 7.00 Uhr und um 16.00 Uhr, sondern hier 5 Minuten früher, um 6.55 Uhr und um 15.55 Uhr.
Kontakt: telefonisch über die Oranjesluizen +31-20-6946161.
Sieht man häufig auf dem Ijsselmeer: Plattbodenschiffe
Orte und Häfen am Ijsselmeer
Sie liegen gut verteilt rund ums Ijsselmeer, die hübschen kleinen Städtchen und Orte, die jede Menge Sehenswertes zu bieten haben. Aber vor allem gut geschützte Häfen und Marinas, die ausreichend Platz für Besucherboote auch in der Hochsaison bereitstellen. Einige Marinas sind sehr komfortabel eingerichtet – mit hochwertigen sanitären Anlagen, Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangeboten – dann aber auch zu relativ hohen Gebühren. Aber es gibt auch Liegeplätze mit einfacher Ausstattung, die oft nicht minder schön und auf jeden Fall preiswerter sind. Wer möchte, kann auch mit Blick auf die Ortschaften an geschützten Stellen ankern, muss dafür aber auch in einigen Städten bezahlen.
– Andijk
– De Kreupel (Insel) / Naturhafen
– Den Oever
– Enkhuizen
– Hindeloopen
– Lemmer
– Makkum
– Medemblik
– Stavoren
– Urk
– Workum
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