Kitabı oku: «Hütten und Almen mit dem Mountainbike Bayerische Hausberge»

Yazı tipi:


Im Karwendel, zwischen Hochalmsattel und Kleinem Ahornboden (Tour 7, Variante)


Die schönsten MTB-Touren

Hütten und Almen mit
dem Mountainbike

Bayerische Hausberge

40 leichte Touren zwischen Garmisch und Salzburg

Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.bruckmann.de


Inhalt

Tourenüberblick

Vorwort

Einleitung

Die Hütten-Kategorien

Werdenfelser Land und Karwendel

1 Hörnlehütte

Kurze Genusstour am Alpenrand

2 Pürschlinghaus

Steile Bike-Rampe mit Gipfelziel für Kraxler

3 Esterbergalm

Rund um den Wank mit Baden im Barmsee

4 Schachenhaus

Auf den Spuren König Ludwigs II. in den Bergen

5 Wettersteinalm

Paradiesische Almwiese unter hohen Felswänden

6 Gasthaus Ferchensee

Gemütliche Runde über Lauter- und Ferchensee

7 Karwendelhaus

Ein Klassiker mit atemberaubendem Panorama

8 Falkenhütte

Sagenhafte Auffahrt mit Blick auf die Laliderer Wände

9 Vereiner Alm

Abwechslungsreiche Tour rund um die Soierngruppe

10 Jocheralm

Einzigartige Tour über dem türkisblauen Walchensee

Um Isar, Mangfall und Inn

11 Blomberghaus

Aussichtsreiche Voralpenrunde mit schattiger Auffahrt

12 Lenggrieser Hütte

Genießerziel im Isarwinkel

13 Rotwandalm

Rundtour mit Panoramablick aufs Hochkarwendel

14 Erzherzog-Johann-Klause

Rund um den Risserkogel

15 Buchsteinhütte

Mit Fußabstecher zum »Adlerhorst« Tegernseer Hütte

16 Aueralm

Klassiker in den Tegernseer Bergen

17 Taubenberghaus

Essen und Aussicht top

18 Stadlbergalm

Im Oberland zwischen Irschenberg und Miesbach

19 Tregler Alm

Aussichtsbalkon über dem Rosenheimer Land

20 Obere Firstalm

Vom Schliersee über den Spitzingsattel

21 Ackernalm

Klassische Rundtour ums Hintere Sonnwendjoch

22 Mariandlalm

Rail & Bike & Hike

23 Brünnsteinhaus

Biken und Baden bei Oberaudorf I

24 Gasthof Bichlersee

Biken und Baden bei Oberaudorf II

25 Schuhbräualm

Steile Bike-Runde über die Vorberge des Wendelsteins

26 Dandlbergalm

Aussichtsterrasse über dem Inntal

27 Daffnerwaldalmen

Almparadies am Heuberg

28 Wagneralm

Gemütliche Alm am Feichteck

29 Schwarzrieshütte

Zwischen Hochries und Spitzstein

Chiemgau

30 Frasdorfer Hütte

Über die »Frasi« auf den Laubenstein

31 Steinlingalm

Klassiker über dem Chiemsee

32 Priener Hütte

Ins Naturschutzgebiet Geigelstein

33 Burger Alm

Almkäserei mit Panoramablick am Wandberg

34 Chiemhauser Alm

Versteckte Idylle an der Gscheurerwand

35 Hochgernhaus

Logenplatz vor großer Bergkulisse

36 Staudacher Alm

Kleine, urige Alm unterm Zwölferspitz

37 Bischofsfellnalm

Griabige Alm auf der Sonnenseite des Hochgern

38 Langerbauer Alm

Hörndlwand-Umrundung mit Schwimmeinlage

39 Reiteralm

Ein feiner Platz zum Genießen und Wohlfühlen

40 Stoißer Alm

Hoch über dem Salzburger Becken

Zugabe

Orts- und Sachregister

Impressum


Im Wettersteingebirge, Blick zum Schachentorkopf (Tour 4)


Kaspressknödel auf der Terrasse der Mariandlalm (Tour 22)


Trinken ist am Berg besonders wichtig.


Bei der Hörnlehütte (Tour 1) – Blick aufs weite Alpenvorland

Piktogramme erleichtern den Überblick


Anfängertouren
mittlere Touren
anspruchsvollere Touren
Streckenlänge
Summe aller bergauf zu fahrenden Höhenunterschiede
Reine Fahrzeit
Einkehr an der Strecke
viel Sonne (Auffahrt)
eher Schatten (Auffahrt)
Bademöglichkeit
Anreise mit Bahn
ergänzende Wandermöglichkeit (Bike & Hike)

Zeichenerklärung zu den Tourenkarten


Fahrtrichtung
Tourenvariante
Wanderstrecke
Ausgangs-/ Endpunkt der Tour
Wegpunkt
Bahnlinie mit Bahnhof
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Rarkmöglichkeit
Hafen
Personenfähre
Flugplatz
Kirche, Kapelle
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation, bewirtschaftete Alm
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

Besonders schöne Aussicht


1 Hörnlehütte
2 Pürschlinghaus
4 Schachenhaus
7 Karwendelhaus
8 Falkenhütte
13 Rotwandalm
16 Aueralm
19 Tregler Alm
23 Brünnsteinhaus
24 Gasthof Bichlersee
26 Dandlbergalm
28 Wagneralm
31 Steinlingalm
33 Burger Alm
35 Hochgernhaus

Besonders gutes Essen


3 Esterbergalm
6 Gasthaus Ferchensee
10 Jocheralm
11 Blomberghaus
12 Lenggrieser Hütte
15 Buchsteinhütte
17 Taubenberghaus
18 Stadlbergalm
20 Obere Firstalm
21 Ackernalm
27 Daffnerwaldalmen
29 Schwarzrieshütte
30 Frasdorfer Hütte
32 Priener Hütte
40 Stoißer Alm

Besonders urige Hütten


5 Wettersteinalm
9 Vereiner Alm
14 Erzherzog-Johann-Klause
22 Mariandlalm
25 Schuhbräualm
34 Chiemhauser Alm
36 Staudacher Alm
37 Bischofsfellnalm
38 Langerbauer Alm
39 Reiteralm

Tourenüberblick



Der Autor in den Schlierseer Bergen (Tour 29)

Vorwort

Wer auf dem Mountainbike mit offenen Augen in den Bayerischen Alpen unterwegs ist, wird begeistert sein von der vielfältigen Natur und der weiten Sicht übers Land. Vielerorts fühlt man sich hier wie auf einem großen Aussichtsbalkon. Der Blick von dort oben reicht weit übers Alpenvorland – bei guter Sicht bis zum Böhmerwald. Und im Süden zieht der Alpenhauptkamm mit seinen noch vergletscherten Dreitausendern die Blicke auf sich.

Zum Gesamterlebnis gehört aber ganz wesentlich auch das Einkehren in den Almen, Hütten und Berggasthäusern, die diese Region so sehr bereichern. Schon beim Bergaufradeln kann die Vorfreude auf eine Stärkung und einen Durstlöscher ein Erlebnis für sich sein. Lange Speisekarten darf man zwar nicht erwarten, was unter den oft schwierigen Bedingungen angeboten wird, ist aber meist mit Liebe zubereitet. Und schnörkellose, authentische, oft aus regionalen Produkten zubereitete Almkost kann einem aufmerksamen Gaumen durchaus mehr Genuss bereiten als so manches aus der Standard-Restaurantkost. Wobei auf einigen Almen und Hütten durchaus auch kulinarisch herausragendes Engagement anzutreffen ist. Dank der meist ungezwungenen, lockeren Atmosphäre in und vor den Hütten kommt man zudem mit anderen Bergfreunden leicht ins Gespräch.

Die Mehrzahl der vorgestellten Touren sind eher kürzere »Idealtouren«. Darüber hinaus sind aber auch einige Touren beschrieben, die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind, weil man zum Beispiel ein Stück schieben muss – doch so ein vermeintliches Manko bedeutet meist geringeren Andrang, was Freunde einsamer Touren wiederum erfreuen wird.


Die Autorin neben einem grazilen Nostalgie-Drahtesel beim Forsthaus Aquila (Tour 13)

Die Wegbeschreibungen sind so ausführlich wie nötig und so knapp wie möglich. Komplizierte, schlecht markierte Streckenverläufe werden also detaillierter beschrieben, während bei verlässlich beschilderten, einfachen und logischen Wegführungen auch für längere Strecken auf entbehrliche Textbegleitung verzichtet wird. Auf eine detaillierte Kilometrierung von Teiletappen wird bewusst verzichtet – eine übertriebene Fixierung auf Zahlen würde nur ablenken von Wichtigerem: sich zu spüren, die Landschaft zu genießen und das Gefühl zu entwickeln, mit der Natur eins zu sein. Solches Empfinden stärkt wohl bei den meisten Menschen den Respekt vor der Großartigkeit der Natur – und damit auch das Bewusstsein für die Bedeutung umweltschonenden Verhaltens.

»Das Beste steht nicht immer in den Büchern, sondern in der Natur.«

Adalbert Stifter

Viel Freude mit diesem Buch, sowohl bei der Auswahl und Planung der Touren als auch unterwegs in den herrlichen Bayerischen Alpen.

Rosenheim, im Frühjahr 2021

Eva-Maria und Gerhard Hirtlreiter

Einleitung
Tourenauswahl und -planung

Alle in diesem Buch vorgestellten Touren sind auf ihre jeweils eigene Art attraktiv – allerdings nicht für jeden und nicht unter allen Umständen. Um eine Tour als angenehm und reizvoll erleben zu können, ist es wichtig, die gerade »richtige« Tour auszuwählen: eine Tour, die passt – zu einem selbst und den Tourenpartnern (Erfahrung, Kondition, Können?), zur Jahres- und Tageszeit (Exposition zur Sonne?), zum Wetter (Gewittergefahr am Nachmittag?) und zu den aktuellen Wegverhältnissen (Nässe, Altschnee?). Wichtig ist dazu das Anspruchsniveau der Tour.

Die in diesem Buch vorgestellten Touren im insgesamt leichteren Spektrum sind naturgemäß nicht alle gleichermaßen leicht. Die Summe der Anforderungen, die eine Tour unter normalen Bedingungen stellt, drückt sich in den drei folgenden Stufen aus, die wir unterscheiden:

»Leichte Touren« – was heißt das konkret?

»Leichte Touren« im Buchtitel bedeutet, dass es hier um die leichtere Hälfte des Spektrums an Möglichkeiten geht, die Berge mit einem Mountainbike zu erleben. Es werden daher nicht vorgestellt:

• lange Touren,

• Touren in weglosem Gelände,

• Touren, die überwiegend auf Wanderwegen und -pfaden verlaufen,

• Touren mit längeren Singletrails in steinigem bzw. verblocktem Gelände,

• Touren durch hochalpines Steilgelände,

• Touren, bei denen für Biker eine ernste Absturzgefahr besteht.

Anfängertouren (Leicht) erfordern nur eine solide Alltags-Fahrradkompetenz. Sie verlaufen überwiegend auf geschotterten Alm- und Forststraßen, streckenweise auch auf Asphalt; Steigungsstrecken verlangen etwas Ausdauer, halten sich aber in Grenzen. Kurze Abschnitte auf leichten Wanderwegen können vorkommen. Mittlere Touren (Mittel) erfordern eine einigermaßen gute Ausdauer für längere Anstiege sowie die Fähigkeit, auf abschüssigen Schotterstraßen mit beherrschtem Bremsen die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Kurze Abschnitte auf Wanderwegen können vorkommen.


Brotzeit

Anspruchsvollere Touren (Schwer) erfordern Kondition und Kraft für steilere, auch längere Anstiege sowie eine solide Bike-Beherrschung (aufwärts wie abwärts) für Streckenabschnitte auf rauem Untergrund. Kürzere Abschnitte können auch auf Singletrails verlaufen.


Erfrischung vom Feinsten


Eine Gams beim Karwendelhaus

Wichtig: Wie anspruchsvoll eine Tour wahrgenommen wird, hängt naturgemäß stark von den konditionellen und fahrtechnischen Voraussetzungen ab, die ein Biker mitbringt. Bei der Schwierigkeitsbewertung gehen wir von Mountainbikern aus, die ihr Fahrrad in alltäglichen Situationen routiniert beherrschen – samt Schalten und Bremsen auf losem Untergrund. An den spezifischen Herausforderungen im Gebirge kann man dann mit zunehmender Schwierigkeit kontinuierlich wachsen. Wer jedoch im Alltag jeden Meter mit der Benzinkutsche zurücklegt und hofft, dank E-Motor gleich die Berge auf einem Zweirad erobern zu können, könnte schon bei den Anfängertouren an seine Grenzen stoßen. Also besser zuerst viel im Alltag radeln, sich dann an die MTB-Technik gewöhnen und schließlich mit den Herausforderungen des Gebirges vertraut werden!

»Man lerne von der Natur, wie langsam vieles sich entfalte, und wie spät das Edelste reife.«

August Hermann Niemeyer

Weitere Infos zur Tourenauswahl und -planung

Zu jeder Tour sind in der linken Randspalte nützliche Anhaltspunkte zur Tourenvorbereitung zusammengefasst, unter anderem:

FahrzeitHier ist die reine Fahrzeit ohne Pausen, einschließlich der Zeiten für die Abfahrten, angegeben. Die Angaben gelten für unmotorisierte Bergradler mit gesunder Ausdauer. Gut trainierte Sportler werden schneller sein, E-Biker sowieso (zumindest bergauf).

StreckenlängeBei Stichtouren ist die Summe aus Hin- und Rückweg angegeben.

HöhenmeterHier ist die Summe der aufwärts zurückgelegten Höhemeter angegeben. Bei Touren ohne jegliche Zwischenab-/auffahrten ist der Wert identisch mit der Höhendifferenz zwischen Ausgangspunkt und höchstem Punkt. Meist sind aber Aufstiege durch Zwischenabstiege »garniert« – dann übersteigt der angegebene akkumulierte Höhenunterschied die reine Höhendifferenz.


Wohin des Weges …?

TourencharakterDer Wegcharakter, die Anforderungen bzw. die Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, werden hier beschrieben. Für die Bewertung können naturgemäß nur weitgehend unveränderliche Größen berücksichtigt werden: die Art, Untergrund, Steilheit und Breite des Weges. Zu den Anforderungen, denen man unterwegs dann tatsächlich gewachsen sein sollte, können aber zusätzlich auch variable Größen beitragen: Hitze, Nässe, Altschneereste im Frühjahr, Vereisung im Herbst, Zustand des Weges (nach Gewittern mit Starkregen kann ein Weg durch Erosion bzw. Vermurung auch ganz unterbrochen sein). So können die technischen Schwierigkeiten und konditionellen Anforderungen auf einer Tour ggf. höher sein als angegeben.

Ausrüstungs-Checkliste

• Technisch fittes Mountainbike (Kauf nur mit eingehender Fachberatung!)

• Rahmengröße und -geometrie müssen zur Statur passen

• Lenker, Bremshebel und Sattel müssen optimal eingestellt sein

• Für Anfänger statt Click-Pedalen solche mit seitlich offenen Pedalhaken

• Gefüllte Trinkflasche in passender Halterung am Fahrradrahmen

• Leichter Fahrradhelm, mit Schild (Blendschutz)

• Sonnenbrille/Fahrradbrille

• Fahrradhandschuhe mit Polsterung

• MTB-Schuhe oder leichte Trekkingschuhe mit berggerechter Profilsohle

• Sportsocken

• MTB-Funktionsshirt mit langem, hochschließendem Reißverschluss

• MTB-Hose mit Polsterung (im Sommer kurz)

• MTB-Rucksack mit Regenhülle

Rucksackinhalt:

• Kleines Erste-Hilfe-Set mit Alu-Rettungsdecke

• Sonnencreme & Lippenschutz

• Wechselgarnitur, Buff/Halstuch

• Wind- bzw. Regenjacke

• Leichte, lange Überziehhose für kühle Abfahrten (bei angezogener kurzer Hose)

• Leichte Steckbeleuchtung, Reflektorbänder

• Reparaturset (Werkzeug, Flickset, Schlauch), kleine Pumpe (passend zum Ventil!)

• Leichtes Fahrradschloss

• Energiereiche Snacks für zwischendurch (Powerriegel, Nüsse, Schokolade, Obst)

• Karte, aufgeladenes Smartphone (ggf. GPS-Gerät, ggf. Fotoausrüstung)

• Geld, Schlüssel, Ausweise (ggf. DAV, Bergungskosten-/Krankenversicherung)

• Benachrichtigungsnummer für Notfälle


Nach dem Abgang einer Mure kann auch eine leichte Forststraße eine alpine Herausforderung bereithalten. Umkehren kann in so einem Fall eine nötige Option sein.

Ausgangs-/EndpunktZum sicheren Auffinden des richtigen Ausgangspunkts sind hier die Adressdaten zur Eingabe in das Navi oder die Smartphone-App angegeben. Wo sich der Ausgangspunkt an einer Stelle befindet, die nicht über eine Adresse zu erreichen ist, sind alternativ die GPS-Koordinaten angegeben.

AnfahrtNeben der Anfahrt mit dem Auto wird dort, wo eine Anreise mit der Bahn sinnvoll ist, die Entfernung des Startpunkts zum nächsten Bahnhof angegeben.

Bike & HikeWo es attraktive Möglichkeiten gibt, die Radtour mit einer Wanderung – meist einer Gipfelbesteigung – zu Fuß zu krönen, weisen wir mit einigen kompakten Informationen darauf hin. Es sind überschaubare Wanderungen und Bergtouren auf Wegen, Steigen und Pfaden, die streckenweise steil, schmal und rau sein können. Stellenweise ist Trittsicherheit erforderlich. Der Gebrauch der Hände kann an einzelnen Passagen zur Unterstützung des Gleichgewichts nötig sein (auch an kurzen gesicherten Stellen). Etwas Orientierungssinn kann auf einigen undeutlichen Pfaden hilfreich sein. Für diese Fußabstecher sollte man Schuhe mit profilierter Bergsohle tragen (also keinesfalls Rennradschuhe).

Gefahren

Die offensichtlichste Gefahr ist die Sturzgefahr. Wer noch nie auf Schotter bergab gefahren ist, sollte sich intensiv mit der zu Untergrund, Steilheit und Fahrsituation passenden Verteilung der Bremskraft auf Vorder- und Hinterrad beschäftigen (blockierendes Vorderrad führt zum Sturz, blockierendes Hinterrad reißt den Untergrund auf). Gewitter sind nicht nur wegen möglicher Blitzschläge gefährlich, sondern auch wegen Steinschlag und Murabgängen infolge von Starkregen. Durch gute Zeitplanung und Wetterbeobachtung sollte man versuchen, vor einem Gewitter im Tal oder in einer Hütte zu sein. Erschöpfungszustände vermeiden! Sich und andere nicht überfordern und viel trinken – am besten Wasser, bei kühler Witterung warmen Tee.

»Alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt!«

Johann Wolfgang von Goethe

Notfall/Bergrettung

Wenn etwas passiert ist: ruhig und überlegt handeln! Wer allein ist, versucht besser, Hilfe herbeizurufen, statt sich verletzt weiterzubewegen. Leisten Sie Erste Hilfe nach Ihren Möglichkeiten! Sorgen Sie vor allem für Kälteschutz (Alu-Rettungsdecke)!

Alarmieren Sie den Rettungsdienst (112) und melden Sie den Vorfall mit präziser Ortsangabe. Besteht keine Möglichkeit für eine Funk-/Telefonverbindung, verwenden Sie das alpine Notsignal, um auf sich aufmerksam zu machen. Es besteht aus einem hör- oder sichtbaren Zeichen – z. B. Rufen, Pfeifen, Blinken –, das innerhalb einer Minute sechsmal abgegeben wird. Wiederholen Sie das Signal jeweils nach ca. einer Minute Pause. Erhalten Sie darauf ein dreimaliges Zeichen innerhalb einer Minute, ist Ihr Notruf angekommen und die Bergrettung wurde/wird verständigt.

GPS-Tracks

Zu diesem Bike-Führer stehen auf der Internetseite des Verlags GPS-Daten zum kostenlosen Download bereit.

Die Almen – Kleinode naturangepasster Landwirtschaft

Zur Anziehungskraft und zum Reiz der Bayerischen Alpen trägt wesentlich die naturangepasste, relativ kleinräumig gegliederte Landwirtschaft bei, ganz besonders auch in Form der Almwirtschaft. Sie wird betrieben, um im Sommer die Hochlagen viehwirtschaftlich nutzen zu können. Viele der gemütlichen Hütten, auf denen wir heutzutage gerne einkehren, wurden eigentlich für das Personal zur Viehbetreuung (Sennerinnen und Senner) gebaut. Bei so manchen Almen trägt heute das »Zubrot« aus der Bewirtung dazu bei, dass sich der aufwendige Erhalt der abgelegenen Almweiden und -hütten noch einigermaßen rechnet.

Wetter und Klima

Die Bayerischen Alpen sind aufgrund ergiebiger Niederschläge bei Nordstaulagen, teils auch wegen starker Gewitterregen, ziemlich niederschlagsreich – wenn man die Menge des Jahresniederschlags betrachtet (1000 mm in Bad Tölz, über 2000 mm in den Hochlagen). Da die einzelnen Niederschlagsereignisse aber oft intensiv sind (»Wenn’s schüttet, dann g’scheit«), bleibt dazwischen viel Zeit für lange Phasen mit traumhaftem Wetter zum Biken.


Einfaches kann so kunstvoll sein.


Einfaches kann so kunstvoll sein.

Die Hütten-Kategorien

Die Charakterisierung einer Hütte auf ein Symbol zu reduzieren, geht zwangsläufig mit Unschärfen einher. Oftmals könnten nämlich auch alle drei Symbole vergeben werden. Trotzdem versuchen wir eine Festlegung auf Schwerpunkte:


Hütten und Almen in besonders aussichtsreicher Panoramalage
Hütten und Almen, die »gschmackiges« und liebevoll zubereitetes Essen anbieten, oft unter Verwendung hauseigener und regionaler Produkte
Hütten und Almen, die »griabig« sind, wo also Gebäude wie Menschen authentisch, sympathisch und gemütlich sind

Mountainbiking – mit Vorsicht und Rücksicht

Sicheres, umwelt- und sozialverträgliches Mountainbiking sollte ohnehin jedem von uns ein Anliegen sein. Es hilft auch, weitere pauschale Einschränkungen unserer Sportart zu vermeiden. Dazu hat der Deutschen Alpenverein (DAV) eine Liste von Regeln und Empfehlungen aufgestellt:

Die 10 Empfehlungen des DAV

1. Gesund aufs RadMountainbiken ist Ausdauersport. Die positiven Belastungsreize für Herz, Kreislauf und Muskulatur setzen Gesundheit und eine realistische Selbsteinschätzung voraus. Vermeide Zeitdruck und steigere Intensität und Länge deiner Touren langsam.

2. Sorgfältig planenFachliteratur, Karten, Internet und Experten sind wertvolle Hilfsmittel bei der Wahl einer Biketour, die deiner Fitness und deinem Können entspricht. Touren immer auf die Gruppe, den Wetterbericht und die aktuellen Verhältnisse abstimmen. Achtung Alleinfahrer: Bereits kleine Zwischenfälle können zu ernsten Notlagen führen.

3. Nur geeignete Wege befahrenFahre nicht querfeldein, um Erosionsschäden zu vermeiden. Benütze nur geeignete Straßen und Wege und respektiere lokale Sperrungen und Regelungen, um Konflikten mit Grundeigentümern, Wegehaltern und anderen Naturnutzern vorzubeugen.

4. Check dein BikeKontrolliere vor jeder Fahrt Bremsen, Luftdruck, den festen Sitz der Räder, Federung und Schaltung deines Bikes. Den technisch einwandfreien Zustand sichert die jährliche Wartung durch den Fachbetrieb. Achte auf eine gesundheitsschonende Sitzposition.

5. Vollständige AusrüstungWärmende Kleidung, Regen- und Windschutz, Reparaturset und Erste-Hilfe-Paket gehören in den Rucksack, ebenso Mobiltelefon (Euro-Notruf 112), Licht und ausreichend Essen und Trinken. Handschuhe und Brille schützen deine Hände und Augen. Karte oder GPS sind wertvolle Orientierungshilfen.

6. Immer mit HelmBergauf und bergab, immer mit Helm! Im Falle eines Sturzes oder einer Kollision kann ein Helm Kopfverletzungen verhindern oder sogar dein Leben retten. Protektoren können vor Verletzungen schützen.

7. Fußgänger haben VorrangNimm Rücksicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger, indem du dein Kommen frühzeitig ankündigst und das Tempo reduzierst. Halte nötigenfalls an. Ein freundlicher Gruß fördert die Akzeptanz. Fahre in kleinen Bike-Gruppen und meide von Wanderern stark frequentierte Wege.


Wanderer und Biker – ein gutes Miteinander freut alle, hier bei der Daxkapelle nahe Garmisch-Partenkirchen (Tour 3).

8. Tempo kontrollierenPasse deine Geschwindigkeit der jeweiligen Situation an. Fahre aufmerksam und bremsbereit, da jederzeit mit unerwarteten Hindernissen zu rechnen ist. Fahr- und Bremstechnik lernst du in Mountainbike-Kursen.

9. Hinterlasse keine SpurenDurch kontrolliertes Bremsen ohne blockierende Räder verhinderst du Bodenerosion und Wegeschäden. Nimm deinen Abfall mit und vermeide Lärm.

10. Rücksicht auf TiereDie Dämmerungsphase ist für Wildtiere die Zeit der Nahrungsaufnahme. Fahre daher bei Tageslicht, um Störungen zu vermeiden. Nähere dich Tieren im Schritttempo und schließe Weidezäune nach der Durchfahrt.

Werdenfelser Land und Karwendel


Auffahrt zur Falkenhütte im Karwendel, die sagenhaften Lalidererwände vor Augen

1 Hörnlehütte
KURZE GENUSSTOUR AM ALPENRAND

Dank der überschaubaren Dauer der Tour bleibt viel Zeit für einen Wanderabstecher auf das aussichtsreiche Hintere Hörnle und für eine Einkehr in der gemütlichen Hörnlehütte. Kurze Trail-Abschnitte bei der Abfahrt runden das Erlebnis ab.


SchwierigkeitMittel

Fahrzeit1:45 Std.

Streckenlänge9,5 km

Höhenmeter530 m

TourencharakterKonditionell einfache Rundtour über Schotterstraßen; die Abfahrt über den etwas groben und steilen Wanderweg erfordert Erfahrung und Konzentration.

E-BikeGeeignet; auf dem Wanderweg-Abschnitt der Abfahrt ist die Beherrschung eines schweren Bikes etwas herausfordernder.

Ausgangs-/EndpunktOberer Parkplatz unter der Hörnlebahn (930 m, Navi: Tourenparkplatz, Stickelsgrabenstraße 2, 82433 Bad Kohlgrub)

AnfahrtVon der A 95 über Murnau nach Bad Kohlgrub, nach Ortskern links in die Badstraße; 1,5 km vom Bahnhof Bad Kohlgrub

Bike & HikeAbstecher aufs Hintere Hörnle (40 Min. Auf- und Abstieg)

Tourist-InfoBad Kohlgrub, Tel. 08845/742 20, ammergauer-alpen.de


Vom oberen Ende des Hörnlebahn-Parkplatzes fahren wir auf das nach rechts, also gen Westen führende Sträßchen. Bei der kommenden T-Kreuzung biegen wir links ab und befinden uns damit auf der überwiegend schattigen Forststraße Richtung Hörnle. Bei der ersten Rechtskehre und der bald folgenden Linkskehre ignorieren wir abzweigende Wege. Auf dem breiten Hauptweg bleibend gewinnen wir eine lichte Anhöhe (1440 m), auf der sich der tolle Blick zum Wettersteingebirge auftut.

Am Südhang des Hinteren Hörnles: Blick über Oberammergau zur Zugspitze (rechts im Hintergrund)

Von dort lohnt sich ein Wanderabstecher auf das besonders aussichtsreiche Hintere Hörnle (1548 m) links über uns.

Mit dem Bike geht es in die entgegengesetzte Richtung zur kleinen bewirtschafteten Hörnlealm (1431 m). Wir rollen weiter über einen kleinen Sattel (1435 m) zwischen Mittlerem und Vorderem Hörnle, bis wir schließlich zur Hörnlehütte am 1404 Meter hohen Zeitberg gelangen.

Nach der Einkehr und dem schönen 360-Grad-Blick von der Gipfelkuppe neben der Hütte beginnen wir die Abfahrt auf dem Fahrweg, der südlich unterhalb der Hütte gen Westen führt. Diesem folgen wir, mehrmals die Wiesen der Skipiste querend, talabwärts. Auf Höhe einer Lift-Talstation halten wir uns links. Bei der Weggabelung unterhalb der Bergwachthütte rollen wir geradeaus in den Wald hinein und ignorieren den links abgehenden Weg. Kurz danach gelangen wir auf freier Wiese zur nächsten Verzweigung, an der wir nach links fahren. Dieser Wanderweg verläuft knapp 500 Meter steil und steinig durch den Wald (vorsichtig und rücksichtsvoll fahren!). Nach dem rauen Abschnitt halten wir uns rechts und rollen den zur Schotterstraße mutierenden Weg bis zum Ortsteil Sonnen hinab. Dort biegen wir nach rechts in die Sonnenstraße ab, die wir kurz darauf nach links zum Parkplatz hin verlassen.

HÜTTENSTECKBRIEF

Höhe1390 m

HüttenwirteFamilie Schwinghammer

KontaktTel. 08845/ 229, hoernle-huette.de

BewirtschaftetTäglich 8–22 Uhr (März und November geschlossen), Auszeichnung »So schmecken die Berge« für regionale und ökologische Speisen und Getränke, Übernachtung möglich

Gut geschmeckt hat …der Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln

Weitere EinkehrmöglichkeitHörnlealm (1431 m)

2 Pürschlinghaus
STEILE BIKE-RAMPE MIT GIPFELZIEL FÜR KRAXLER

Das Pürschlinghaus lockt mit toller Lage, großartiger Aussicht und dem Teufelstättkopf als spektakulärem Hike-Ziel. Trotzdem wird die Hütte nicht für jeden Radler zum Lieblingsziel werden. Der Weg ist nämlich steil und durchaus fordernd – aufwärts wie abwärts.


SchwierigkeitSchwer

Fahrzeit2:45 Std.

Streckenlänge10 km

Höhenmeter660 m

TourencharakterKurze, anspruchsvolle Stichtour über steiles Versorgungssträßchen; überwiegend Schotter, abschnittsweise befestigt

E-BikeGeeignet; Motorunterstützung bei der Auffahrt besonders vorteilhaft; trotzdem stellt die Steilheit hohe Anforderungen an die Fahrtechnik – vor allem bei der Abfahrt.

Ausgangs-/EndpunktParkplatz beim Gasthof Schleifmühle (880 m; Navi: Liftweg 2, 82497 Unterammergau)

AnfahrtVon der B 23 (Saulgrub–Oberammergau) südlich der Unterammergauer Ortsumgehung in die Dorfstraße und gleich danach links in den Liftweg abbiegen; 1,5 km vom Bahnhof Unterammergau (830 m)

Bike & HikeVon der Hütte auf Wanderweg ansteigen (im Wald abschüssig!), bei Verzweigung rechts, an Sicherungen über steilen Fels auf den Teufelstättkopf (1758 m, insgesamt 1 Std. Auf- und Abstieg, nur für Geübte)

Tourist-InfoUnterammergau, Tel. 08822/64 00, ammergauer-alpen.de


Vom Parkplatz folgen wir der ansteigenden Pürschlingstraße taleinwärts. Die Rechtsabzweigung zum unteren Eingang der Schleifmühlklamm ignorieren wir; die Infotafel zur Entstehung, zum Abbau und zur Nutzung der dort gewonnenen Wetzsteine lohnt aber einen kurzen Halt. Nach 700 Meter Strecke, bei einer Linkskurve (990 m), lohnt es sich erneut, das Radl kurz abzustellen: Dort zweigt nämlich der obere Eingang des spektakulären Weges durch die Schleifmühlklamm ab. Schon nach wenigen Metern zu Fuß stehen wir auf einer Brücke über dem eindrucksvollen Wasserfall, mit dem die Schleifmühlenlaine in die Tiefe rauscht. Wer will, kann auf einem gesicherten Steig auch noch ein Stück weiter absteigen.


der Teufelstättkopf, das Gipfelziel für Radl- und Kraxelfreunde

Zurück beim Radl, fahren wir erst mal geradeaus. Wo ein rauer Weg (Fußweg zum Pürschling) weiter geradeausführt, folgen wir unserem Kiessträßchen nach rechts und anschließend in kurvigem Verlauf über eine Geländestufe. Auf dem folgenden Flachstück ignorieren wir zwei Rechtsabzweigungen. Auf einem weiteren Flachstück im Langenthalgraben lassen wir den Weg zum Kolbensattel links zurück. Bei der gleich folgenden Verzweigung (1181 m) halten wir uns links und kurbeln nun kraftvoll bergauf. Für eine kurze Pause bieten sich die Josefskapelle und die dortigen Rastbänke an. Das finale, teils befestigte Wegstück ist dann so knackig steil, dass sich kein Biker schämen muss, wenn er hier auch mal schiebt.

Das Pürschlinghaus mit der Zugspitze rechts im Hintergrund

Das Hüttenziel (1554 m), das mit vollem Namen August-Schuster-Haus heißt, bietet eine Terrasse mit Blick nach Westen – an Nachmittagen ein warmes Platzl zum Genießen. Wer Schuhwerk mit reibungsstarker Bergsohle anhat sowie bergerfahren, trittsicher und schwindelfrei ist, sollte noch den Fußabstecher auf den Teufelstättkopf (1758 m) dranhängen. Der steile Kalkklotz bietet einen rassigen Anstieg und eine grandiose Aussicht ins Alpenvorland.

Die Radlabfahrt sollte man schon nach wenigen Metern, in der ersten Linkskurve, unterbrechen: Nahe einem Kreuz und einer Rastbank öffnet sich an der Hangkante (Vorsicht!) ein herrlicher Blick ins Graswangtal hinab. Im Bereich der steilen Abschnitte der weiteren Abfahrt ist eine besonders beherrschte – hier auch langsame – Fahrweise angesagt.

HÜTTENSTECKBRIEF

Höhe1554 m

HüttenwirtHubert Spindler

KontaktTel. 08822/ 35 67, august-schuster-haus.de

BewirtschaftetHüttentypische Kost, bei Wasserknappheit im Sommer/Herbst evtl. eingeschränkte Bewirtschaftung, Übernachtung möglich

Gut geschmeckt hat …das feine Hefeweißbier von Hacker-Pschorr

3 Esterbergalm
RUND UM DEN WANK MIT BADEN IM BARMSEE

Ungewöhnlich steile Abschnitte bei der Auffahrt von Partenkirchen werden durch Schmankerl auf der Alm belohnt, schön gelegene Karrenwege führen uns zur Abkühlung am Barmsee und beim Zurückrollen dürfen wir den Blick aufs Zugspitzmassiv genießen.


SchwierigkeitSchwer

Fahrzeit4:00 Std.

Streckenlänge32 km

Höhenmeter800 m

TourencharakterLängere Rundtour über Asphalt-, Schotter- und Karrenwege; kurze Abschnitte auf Wanderwegen, teils sehr steile Auffahrt, evtl. kurzes Schieben notwendig

E-BikeGeeignet; Motorunterstützung bei der steilen Auffahrt besonders hilfreich

Ausgangs-/EndpunktParkplatz Wankbahn (730 m, Navi: Wankbahnstraße 2, 82467 Garmisch-Partenkirchen)

AnfahrtAuf B 2 nach Partenkirchen, bald nach dem Ortseingang links in die Münchner Straße und gleich wieder links in die Wankbahnstraße; Bahnhof Garmisch-Partenkirchen 2,6 km entfernt

Tourist-InfoGarmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/18 07 00, gapa.de


Vom Parkplatz der Wankbahn starten wir auf die bergan führende Teerstraße. Nachdem wir unter der Seilbahn durchgefahren sind, halten wir uns bei der folgenden Verzweigung links. Vorbei an einem Kletterwald, folgt nun eine längere, ansteigende Querung. Steil hinaufschwitzend können wir schon erste Blicke über die Ammergauer Alpen jenseits des Loisachtals erhaschen. Nach 230 anstrengenden Höhenmetern erreichen wir die Daxkapelle (964 m), einen schönen Ort für eine kurze Trink- und Verschnaufpause. Auf teils asphaltiertem, teils geschottertem Weg fahren wir weiter bergauf, immer am Hauptweg bleibend. Wer die ein oder anderen sehr steilen Stücke schiebt, ist hier sicherlich nicht der einzige – außer man ist mit dem E-Mountainbike unterwegs, dann kann man die Vorzüge der Motorunterstützung so richtig auskosten! Nach dem Sattel zwischen Wank (rechts) und Fricken (links) folgt eine kurze, sanfte Abfahrt. Wir passieren eine Senke, in der sporadisch der Esterbergsee entsteht – bis sein Wasser durch das Höhlensystem des verkarsteten Estergebirges wieder abfließt. Über eine ebene Weide kommen wir schließlich an unser Einkehrziel, die Esterbergalm (1262 m).


Die Esterbergalm


Blick übers Loisachtal auf den Kramer


Lüftlmalerei am Schweizer Bartl

HÜTTENSTECKBRIEF

Höhe1262 m

HüttenwirteAnton und Heidi Simon

KontaktTel. 08821/ 32 77, almgasthof-esterberg.de

BewirtschaftetBis auf November ganzjährig 10–17 Uhr, Di und Mi Ruhetag, Almspeisen überwiegend aus regionalen Quellen

Gut geschmeckt hat …das Hirschgulasch mit Spätzle und Salat – und das Ettaler Helle

Weitere EinkehrmöglichkeitenZum Schweizer Bartl in Kaltenbrunn, zahlreiche Gasthäuser in Partenkirchen

Bei Gerold, links die Zugspitze

Weiter geht es Richtung Nordosten. Wir kommen an der Farchanter Alm (Hintere Esterbergalm) vorbei. Eine Abzweigung nach links hinauf ignorieren wir. Bald nach dem höchstgelegenen Abschnitt der Tour (1300 m) überqueren wir auf rauem Weg den Höllenbach, welcher weiter unten in den Finzbach mündet. Dessen Verlauf folgen wir talauswärts zu einer Brücke. Diese nutzen wir jedoch nicht, sondern folgen dem kleinen Karrenweg auf der linken Uferseite zur neu errichteten Finzalm. Im weiteren Verlauf ergeben sich eindrucksvolle Blicke ins tief eingeschnittene Bachbett, bevor wir ins Wallgauer Becken hinabrollen. Nach Querung des meist trockenen Flussbetts kommen wir auf einer Wiese zu einer Kreuzung. Dort biegen wir rechts ab und strampeln zum Barmsee (885 m). Dessen mooriges Wasser kommt gerade recht für einen genussvollen Badestopp. Danach halten wir uns rechts und entfernen uns so vom Seeufer. Auf einem teils matschigen Pfad (bitte besondere Rücksicht auf Wanderer nehmen) gelangen wir am Wagenbrüchsee (auch Geroldsee genannt) vorbei nach Gerold. Dort biegen wir an einer T-Kreuzung links ab. Bei der nächsten Abzweigung fahren wir nach rechts. Bei Annäherung an die B 2 nehmen wir die zweite Abzweigung nach links, die uns durch eine Unterführung auf die andere Seite der Bundesstraße führt. Vor einem Bahnübergang folgen wir dem parallel zur B 2 führenden Radweg gen Westen, bis wir in Kaltenbrunn wieder die Straßenseite wechseln. 300 Meter nach dem schmucken Gasthaus zum Schweizer Bartl führt der Radweg mit einer Rechts-links-Kombination in den Wald. Bei einer Weggabelung wenige Meter später halten wir uns links. Parallel zur Bundesstraße gelangen wir einen knappen Kilometer weiter zu einem abzweigenden Sträßchen, auf welchem wir leicht bergauf nach rechts fahren. Nach an ein paar Häusern zweigen wir links ab und dürfen nun die Gsteigstraße bis ins Zentrum von Partenkirchen (710 m) hinunterrollen. In der historischen Ludwigstraße angekommen, staunen wir über die mit Lüftlmalereien verzierten Fassaden der Altstadt. Am Sebastianskircherl rechts vorbei folgen wir der Münchner Straße. Nach einer Rechts-links-Kombination verlassen wir sie schließlich rechts in die Wankbahnstraße, welche uns zurück zum Parkplatz bringt.


Die Ludwigstraße in Partenkirchen

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
12 kasım 2024
Hacim:
247 s. 229 illüstrasyon
ISBN:
9783862467938
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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