Kitabı oku: «Meine Grüne Hausapotheke»

Yazı tipi:

Eva Tragner


Kräuterrezepte einfach selbst gemacht

Leopold Stocker Verlag

Graz – Stuttgart

Umschlaggestaltung: DSR Werbeagentur Rypka GmbH, 8143 Dobl/Graz, www.rypka.at

Titelbild: Mona Lorenz, Gmunden.

Umschlagrückseite: Archiv Eva Tragner.

Bildnachweis: Markus Beren: S. 32 Mitte, S. 43 rechts oben, Mitte oben, Mitte unten, 49 rechts, 51 rechts unten, 52 rechts oben, 54 links unten, 68 rechts 2. Bild von unten, 79 links Mitte, links unten, rechts oben, rechts unten, 86 rechts unten, 89 links unten, Mitte unten, 91 rechts oben, 92 rechts oben, 100 unten, 111 links unten, rechts unten, 131 ganz links oben, links oben, rechts oben, Mitte rechts, 153 links unten, 154 links oben, 158 links unten, rechts oben, 162 rechts unten, 165 Mitte oben, 177 oben, 178 Mitte, 179 oben, 181 Mitte unten, 183 unten, 184 Mitte und unten, 188 oben, 190, 192 oben, 193 oben, 195 Mitte und unten, 196 Mitte, 199 Mitte und unten, 201 oben. Alle übrigen Bilder wurden dem Verlag freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt.

Der Inhalt dieses Buches wurde von der Autorin und vom Verlag nach bestem Gewissen geprüft, eine Garantie kann jedoch nicht übernommen werden. Die juristische Haftung ist ausgeschlossen.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet unter http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Hinweis: Dieses Buch wurde auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Die zum Schutz vor Verschmutzung verwendete Einschweißfolie ist aus Polyethylen chlor- und schwefelfrei hergestellt. Diese umweltfreundliche Folie verhält sich grundwasserneutral, ist voll recyclingfähig und verbrennt in Müllverbrennungsanlagen völlig ungiftig.

Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne kostenlos unser Verlagsverzeichnis zu:

Leopold Stocker Verlag GmbH

Hofgasse 5/Postfach 438

A-8011 Graz

Tel.: +43 (0)316/82 16 36

Fax: +43 (0)316/83 56 12

E-Mail: stocker-verlag@stocker-verlag.com

www.stocker-verlag.com

ISBN 978-3-7020-1787-3

eISBN 978-3-7020-1986-0

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger jeder Art, auszugsweisen Nachdruck oder Einspeicherung und Rückgewinnung in Datenverarbeitungsanlagen aller Art, sind vorbehalten.

© Copyright by Leopold Stocker Verlag, Graz 2020

Layout und Repro: DSR Werbeagentur Rypka GmbH, 8143 Dobl/Graz

Druck und Bindung: Livonia Print SIA, Lettland

Inhalt

Vorwort

„Ich lebe meinen Traum – mein Leben mit Kräutern“

Allgemeines über Kräuter

Das Sammeln

Gemmotherapie – die Knospenmedizin

Basisrezept

Wichtige heimische Knospen und ihre Wirkung und Anwendung in der Knospenmedizin

Sammelhinweis

Beispiele, Methoden, Möglichkeiten und Varianten von Knospenzubereitungen

Gemmomazerat mit „Johannisbeerknospen“

Weidenrindentinktur

Knospenoxymel

Apfelknospenöl

Knospen-Salzverreibung

Heilsalbe mit Pappelknospen

Pappelknospentinktur

Knospensole

Mit Kräutern fit in den Frühling

Die Frühlingskur mit heimischen Wildkräutern

Blutreinigungstee

Frühlingskräfte-Trank

Birkenwasser

Heilendes Birkenelixier

Wildes Kräutermenü

Grüne-Basen-Vitalsuppe

Klare Kräutersuppe

Wermut-Aperitif

Wildkräuter-Frühlingssalat

Wildkräutertoast

Baumsushi

Brennnessel-Laibchen

Sauerrahmdip

Gebackene Himmelschlüssel

Schafgarbeneis

Smoothie – das grüne Kraftgetränk

Chlorophyll als Lichtnahrung

Smoothie-Grundrezept

Zinnello

Antibiotischer Turbomix

Grüne Power

Gelassenheit

Löwenkraft

Basencocktail

Sonnenkuss

Wies´n Colada

Scharfe Versuchung

Tee

Familien-Jahres-Haustee-Mischung – der Tee mit Persönlichkeit

Kräutertee

Frauentee

Ausgleichender Entspannungstee

Entschlackungs-, Nieren-, Blutreinigungstee

Hustentee

Männertee

Lebertee

Grippe- und Erkältungstee

Lymphtee

Herz-Stärkungstee

Tee gegen Halsweh und Heiserkeit

Magen-Darm-Tee

Diabetestee

Einzelkräutertee

Zinnkrauttee

Heilkleidung mit Hilfe von Kräutern selbst herstellen

Detox-Socken

Milch-Auszug

Basisrezept

Lindenmilch

Kohledrink

Ringelblumen-Salbei-Milch

Krampfmilch

Ausleitungsmilch

„Die goldene Tasse“

Vitamin-Milch

Weitere Beispiele

Milchzucker-Verreibung

Basisrezept

Melissenverreibung

Spitzwegerichverreibung

Mädesüßverreibung

Gesunder Geist

Hopfen-Schlafpulver

Blasen- und Nierenstärkung

Hustenzucker

Hustenbonbons

Hustenzuckerl

Salbei-Kräuter-Zuckerl

Sahne-Karamell-Zuckerl

Kräuter-Lolli

Rosenblütenzucker

Früchtezucker

Zuckerpeeling

Medizinalwein – Elixiere

Warmauszug

Basisrezept

Seelenschmeichler – Trank der Gelassenheit

Stärkungstonikum

Magenschmeichler

Trank der Frühlingsfreude

Fit ins Alter

Kaltauszug

Basisrezept

Salbeiwein

Weidenröschen-Heilwein

„Bärenkräfte“

Lebenselixier – der Trank der Hundertjährigen

„Die Göttin“

Trank bei Fallsucht und Krämpfen

Weitere Medizinalwein-Beispiele

Tinkturen, Ur-Tinkturen & Essenzen

Möglichkeiten für die Herstellung einer Tinktur zu Hause

Weitere Verwendungen von einer Tinktur

Ur- Tinktur Basisrezept

Weitere Tinktur-Rezepte

Unterstütztzende Herztinktur „Anti-Stress“

Mein persönliches Lieblingsrezept

Natürliches „Antibiotikum“

Praktisches

Salbeispray

Halswohlspray

Natürliches Aspirin – Mädesüßtinktur

Gänseblümchentinktur

Königskerzentinktur

Hustentropfen

Weitere wohltuende Tinkturen

Pech-Tinktur

Naturarznei bei Migräne und Krämpfen

Blutstillende Hirtentäschel-Tinktur

Zur Gedächtnisstärkung

Tinktur bei Blasenentzündung

Magenbitter-Tinktur

Weitere Tinktur-Beispiele

Herstellung eines Sirups – Hustensirup

Maiwipferlsirup

Spitzwegerich-Hustensirup

Salbeisirup bei Halsschmerzen und Husten

Altes Hustenmittel „Zwiebelsirup“

Lungenhonig

Winterlicher Immunstärkender Honig

Hustenoxymel

Malven- und Rosenblüten-Sirup

Wilde Almkräuter-Limonade

Oxymel aus Essig und Honig

Rezepte für Oxymel

Grundrezept Oxymel

Erkältungsoxymel

Kraft-und-Energie-Oxymel

Ausleitungsoxymel

Beerenoxymel

Aperitif-Beifußoxymel

Limonadenoxymel

Weitere Varianten von Oxymel

Heil- und Medizinalessig

Apfelessig als Naturmedizin – „der Medizinalessig“

Basisrezept

Antibiotischer Medizinalessig

Ausleitungsessig

Räuberessig

Russisches Volksrezept – „Meister Tonikum-Penicillin“

Brennnesselessig

Salbeiessig

Labkrautessig

Gundelrebenessig

Rosmarinessig

Weitere Beispiele für Heil- und Kräuteressige

Salzverreibung

Salzverreibung für die Hausapotheke und als „Mittel zum Leben“

Basisrezept Salzverreibung

Bärlauchsalz

Kapuzinerkressesalz

Liebstöckelsalz

Weitere Salzverreibungen

Mein Lieblings-Blütenkräuter-Jahressalz

Salzverreibung, äußerlich angewandt

Fichtennadel-Badesalz

Erkältungs-Inhalationssalz

Weitere Varianten

Soletinktur

Basisrezept für Sole

Basisrezept für Sole-Tinktur

Weitere Rezepte für Soletinkturen

Rosmarin-Ingwer-Sole

Gierschsole bei Gicht und Rheuma

Einige Kräuter, die sich gut für eine Salz-Sole eignen

Natronsole

Nierenstärkende Goldrutensole

Weitere Varianten für Natronsole

Grünes Nährstoff-Pflanzenpulver

Basisrezept

Schafgarbenpulver

Hier meine persönlichen Lieblingskräuterpulver-Rezepte

Wildes Nährstoffpulver aus Wald und Wiese

Kranewitt und Bibernell

Leberstärkung

Kräuterbitterpulver

Kräuterpulver als Körperpuder

Beispiele für Nährstoffpulver

Baummehle

Vital-Vitaminpulver

Heimische Superfoods

Rezepte mit dem Grünen Nährstoff-Pflanzenpulver

Knäckebrot mit grünem Nährstoffpulver oder frischen grünen Pflanzen

Das basische Pikante Wurzel-Kräuter-Pulver

Suppenwürfel zum Tiefkühlen

Frische Suppenwürze im Glas

Wurzelwürzpulver

Suppenpulver und Suppenwürze selbstgemacht

Pulverisierte Pflanzen- und Baumasche

Detox einmal anders

Herstellung von Asche

Herstellung von Kohle

Aschetinktur

Asche als Zugabe zu Tinkturen - Beispiel

Anwendungen von Asche

Die Wirkung der Asche ergibt sich durch den verwendeten Heilbaum oder die Heilpflanze

Birkenasche-Tinktur

Birken-Zwetschken-Holzasche

Herstellung von Ölauszügen

Kaltauszug – Mazeration

Sonnenmethode

Warmauszug – schneller Ölauszug

Rosmarinöl

Bohnenkrautöl

Chiliöl

Salbeiöl

Zahnöl

Sinnliches Duft- und Massageöl

Lungenöl

Beruhigendes Bäuchleinöl

Nachtkerzenöl

Weitere Ölauszüge

Johanniskrautöl

Hautstraffendes Celluliteöl

Hauswurzöl – „die heimische Aloe Vera“

Steinkleeöl

Sanddornöl

Anti-Age-Serum – Quitten-Apfel-Öl

Petersilien-Öl

Kapuzinerkresse-Öl

Salben

Grundrezept für Salben

Basissalbe

Rezepte für Salben

Beinwell-Knochensalbe

Wärmende Muskel- und Gelenkssalbe

Ringelblumenbalsam

SOS-Stift

Universalsalbe

Pechsalbe von Wald und Wiese

Altes Wissen – Anwendungen aus dem Alpenraum

„Pechpflaster“

Lärchenpech und Butter

„Lungenfleck“

Bettlersalbe

Wurzelsalbe für Sehnen

Vogelmierebalsam

Thymian-Bronchitisbalsam

Engelwurz-Majoran-Schnupfensalbe

Schneller Schnupfen- oder Hustenbalsam

Fieberblasensalbe

Einreibungen, Sprays

Basisrezept

Wald-und-Wiesenfranzbranntwein aus Omas Hausapotheke

Arnika-Einreibungstinktur

Beinwell-Einreibung

Leichte-Beine-Spray – Venen-Einreibung

Rheuma-Einreibung

Problemhaut-Einreibung

Schöllkraut-Warzen-Einreibung

Anti-Mücken-Spray

Kopf-und-Konzentrations-Stift

„Frisch und Fit“-Roll-on

„Sinnliche Verführung“

Gel

Bindemittel für Gele (je nach Verfügbarkeit)

Basisrezept

Rezepte für Gele

Juckreizstillendes Spitzwegerich-Insektenstichgel

Malvengel

Ringelblumengel

Nachtkerzengel

Rosenblütengel

Schmerz-Trauma-Gel

Arnikagel

Venengel

Alte Hausmittel

Apfelessig

Topfen (Quark)

Kartoffel

Kren

Kohl

Knoblauch

„Der Arterienputzer“

Knoblauchtinktur

Zwiebel

Honig

Holzkohle, Asche, Heilerde

Wichtige Kräuter und Heilpflanzen für unseren Körper von Kopf bis Fuß

Kopf

Hals

Immunsystem

Lunge

Herz

Nervensystem

Haut

Leber, Galle

Magen, Darm

Frauen

Männer

Nieren, Blase

Knochen, Bewegungsapparat

Venen, Beine, Füße, Lymphe

Die Organ-Uhr

Top 10 Wichtiges, kurz zusammengefasst

Grundbedarf für die Herstellung der Hausapotheke

Die wichtigsten Kräuter für die Hausapotheke

Die wichtigsten Helfer am Wegesrand

Wichtiges aus der Vorratskammer

Pflanzlich-antibiotisch wirkende Pflanzen

Natürliche Schmerzmittel

Natürliche Energiemittel

Natürliche Entzündungshemmer

Natürliche Wundheiler

Natürliche Bitterstoffe für eine bessere Verdauung

Natürliche Immunstärkung

Natürliche Mineralstoffe

Der Kräutergarten – alle Kräuter kennenlernen

Quellen, Lektüren, Nachschlagewerke & Lehrbücher

Danksagung


Vorwort
„Ich lebe meinen Traum – mein Leben mit Kräutern“

Meine ganz besondere Begeisterung gehört den Wildkräutern, „die Apotheke Gottes“. Und das sind alles Pflanzen, die ohne unser Zutun, ohne Gießen, ohne Jäten, ohne Pflege wachsen, die jeden Tag, jede Woche, jedes Jahr immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen und nur darauf warten, dass wir ihre Talente, ihre Kräfte entdecken! Einen Spaziergang durch die Natur, die Wiesen und Wälder zu machen, den ganzen Reichtum um uns, alle diese Geschenke wahrzunehmen, sie zu sehen und dankbar dafür zu sein – das ist Wertschätzung für unsere Schöpfung. Ich bin glückselig, diese kleinen Wunder täglich rund um mich sehen zu dürfen.

Ich, Eva Tragner, bin aufgewachsen als Älteste von 4 Kindern auf einem Bio-Bauernhof am Fuße des Zirbitzkogels. Somit wurde mir die Liebe zur Natur in die Wiege gelegt. Ich bin verheiratet und habe 2 wunderbare Kinder und wir leben in dem idyllischen kleinen Dorf „Glein“ in St. Margarethen bei Knittelfeld. Ich liebe die Natur mit all ihren wunderbaren Schätzen. Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit Kräutern und mit der Pflanzenheilkunde. Ich experimentiere täglich aufs Neue und kreiere neue Rezepte und Produkte. Ich versuche, dieses wertvolle alte Wissen unserer Vorfahren unseren heutigen Bedürfnissen anzupassen und zu optimieren. Ich halte Kräuter- und Naturseminare, bin in Natur- und Erwachsenenbildung tätig, organisiere regionale Kräutertreffs, mache Kräuterführungen, Almwanderungen und verschiedenste Workshops zum Thema Kräuter, Natur, altes Heilpflanzenwissen sowie Seminare zum Thema Grüne Kosmetik „natürlich schön“.

www.eva-sonnengarten.at

Mein Wissen eignete ich mir durch verschiedene Kräuterausbildungen und meine täglichen Erfahrungen aus dem Leben mit Kräutern an.

Diplomierte „FNL“-Kräuterexpertin

Zertifizierte Kräuterpädagogin

Zertifizierte Grüne-Kosmetik-Pädagogin

Sehr gerne teile ich mein Wissen und meine Begeisterung an der Natur und unseren heimischen Heilpflanzen mit meinen Mitmenschen. Ich sehe mich als Vermittler aus dem Reich der Mutter Erde, den Pflanzen, den Menschen und dem Wissen unserer Ahnen und Vorfahren.

Besonders wichtig erscheint mir der fließende Übergang unserer Heilmittel „nährend – pflegend – heilend“.

Man kann es nicht voneinander getrennt sehen, dann werden sich auch unser Körper, unser Geist und unsere Seele im harmonischen Einklang befinden.

Ich zeige in diesem Buch Basisrezepte und die einfache Verarbeitung der heilenden Kräuter für uns und unsere Grüne Hausapotheke. Wir stellen in über 170 Rezepten heilende Salben, verschiedene Medizinalzubereitungen und Tinkturen her, ebenso alte Spezialrezepturen von natürlichen Antibiotika und Schmerzmitteln, Medizinalwein, Oxymel, Wald- und Wiesenfranzbranntwein, Hustensirups, Ausleitungsessige, Einreibungen und Gele. Es ist ein Streifzug entlang der Wegrandapotheke mit den wichtigsten Heilkräutern von Kopf bis Fuß. Dieses Buch soll ein Nachschlagewerk für jeden Haushalt, für „Jung und Alt“, für Kräuterkenner und Neueinsteiger zur einfachen Herstellung von Hausmitteln für die Hausapotheke ohne viel Materialaufwand und großen Einkaufsbedarf sein – zur Gesundheitserhaltung und Gesundheitsvorsorge.

Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit, auf gemeinsame Kräuterstunden, auf die Entdeckungsreise voller Inspirationen entlang der heimischen Wegrandapotheke – der Apotheke Gottes.

Ihre Eva Tragner

„Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben.“


Allgemeines über Kräuter
Das Sammeln
Die richtigen Kräuter

Am besten mit wenigen oder gängigen Kräuter beginnen, die man gut kennt (z. B. Brennnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen), und jedes Jahr drei neue Pflanzen dazulernen.

Oft wachsen unsere Heilkräuter ganz nahe in unserer Umgebung. Ein alter schamanischer Spruch lautet: „Zeig mir deinen Garten und ich sag dir, was dir fehlt.“ Das heißt, wir schauen mal ganz genau in unsere Umgebung oder unseren Garten. Welche Pflanze wächst im Überfluss? Welche Pflanze war im Vorjahr noch gar nicht zu sehen? Meist wird sie in unserem Umfeld von jemandem benötigt. Nach meiner Erfahrung stimmt das fast immer überein. Ein Beispiel möchte ich dazu kurz erwähnen: Bei einem Spaziergang entdeckten wir in einem Garten mitten im schönen Blumenbeet unzählige Pflänzchen Weidenröschen. Da die Besitzerin gerade um die Ecke blickte, kam ich mit ihr ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie und Ihre vier Töchter mehrmals jährlich eine Blasenentzündung hatten. Sie staunten nicht schlecht, als ich ihnen sagte, dass genau dieses „Unkraut“ ihnen helfen könnte. Ein anderes Mal war es der Hohlzahn bei Keuchhusten, der Giersch bei Rheuma oder die Käsepappel bei Magenproblemen usw.

Wichtig!

Nur Kräuter sammeln, die man genau kennt und bestimmen kann!

Der richtige Platz

Kräuter nicht an stark befahrenen Straßen, neben stark gedüngten Wiesen oder an einer beliebten Hunde-Gassi-Stelle sammeln, weil die Kräuter dort verschmutzt sind und folglich die Qualität schlechter ist.

Das richtige Verhalten

Pflanzen nicht ausreißen, sondern mit einem Messer oder einer Schere abschneiden.

Nicht alle Pflanzen auf einem Platz plündern.

Nur so viele Pflanzen sammeln, wie Sie wirklich für den nächsten Winter benötigen. Man lässt sich oft dazu verleiten, auf die Quantität statt auf die Qualität zu setzen. Bei Kräutern passt das Motto „Weniger ist mehr“.

Keine Pflanzen sammeln, die unter Naturschutz stehen (lieber in der Apotheke besorgen oder im eigenen Garten pflanzen). Ein guter Kräutersammler hinterlässt keine Spuren.

Eine gute Stimmung beim Sammeln und Verarbeiten bewirkt eine gute Information in den Pflanzen, so entstehen beste Heil-, Pflege- und Lebensmittel.

Die richtige Beförderung

Eine schöne alte Tradition ist es, die gesammelten Kräuter in einem Korb zu transportieren. Auch Stoff- oder Papiertaschen sind optimal.


Trocknen

Die Kräuter werden an einem sonnigen Tag geerntet, nicht gewaschen (Gefahr von Schimmelbildung), luftig, vor direkter Sonne geschützt, auf einem Leinentuch oder in Kartons, die mit Butterpapier ausgelegt wurden (die lassen sich sehr gut stapeln, das ist für ein kleines Platzangebot optimal), getrocknet. Wenn die Kräuter rascheltrocken sind, in Papiersäckchen oder in großen Glasdosen aufbewahren, dunkel und trocken lagern. Beschriften nicht vergessen.

Der richtige Zeitpunkt

Die beste Tageszeit zum Sammeln von Kräutern ist der späte Vormittag gegen Mittag und bei Sonnenschein, vor allem bei Kräutern mit ätherischen Ölen. Ideal wäre die Ernte nach zwei sonnigen Schönwettertagen, damit sich Aroma und Inhaltsstoffe gut entwickeln können.

Darauf achten, zu welcher Jahreszeit die Pflanzen die gewünschten Inhaltsstoffe in welchem Pflanzenteil enthalten, wie z. B.:

Die Knospe im Frühling vor dem Austrieb der Pflanze

Die Rinde im Frühling vor dem Blattaustrieb

Blätter und ganze Pflanzen vor Beginn der Blütezeit, wenn sich die Pflanze im Vollwachstumsstadium befindet. Als Wildgemüse sind sie in der ersten Jahreshälfte besonders zart und eiweißreich, im Hochsommer mineralstoffreicher, intensiv an Wirkstoffen.

Früchte zur Vollreife

Samen und Körner voll ausgereift

Die Wurzeln haben die meiste Kraft im Herbst nach dem Einziehen der Blätter oder vor dem Austrieb im Frühjahr. Wurzeln von 2-jährigen Pflanzen im Herbst des ersten Jahres oder im Frühjahr vor der Blüte ernten (z. B. Karde, Engelwurz), da die Pflanzen nach der Blüte bzw. Samenbildung absterben und keine Wirkstoffe mehr in der Wurzel enthalten.

Auch dem Einfluss des Mondes und der Tierkreiszeichen wird eine starke Wirkung nachgesagt. Es gibt hierfür spezielle Ratgeber. Dennoch gibt es eine einfache Regel zur Anwendung: Alles, was dem Körper guttut, aufbaut und nährt, ist bei zunehmendem Mond zu verwenden, alles, was entgiftet, reinigt, ausleitet und vom Körper entfernt werden soll, bei abnehmendem Mond.

Hinweis

Diese Kräuterempfehlungen, Rezepte und Informationen beruhen zum Teil auf eigener Erfahrung und sind zum Teil Überlieferungen aus der Volksheilkunde.

Sie ersetzen keinen Arzt oder Apotheker! Gehen Sie daher bei gesundheitlichen Problemen immer zuerst zu einem Arzt!

Diese Hinweise, Rezepte, Empfehlungen bieten eine wertvolle Information zur Gesunderhaltung. Jeder sollte in Eigenverantwortung selbst handeln. Naturmittel und Heilkräuter sollen in erster Linie unser Wohlbefinden fördern.

Viel Freude mit der Natur und den Kräutern. Ich wünsche allen viel Spaß beim Nachschlagen, Schmökern, Lesen und ein gutes Gelingen beim Ausprobieren der eigenen Zubereitungen!

Alles Liebe, herzlichst Eva Tragner


Gemmotherapie – die Knospenmedizin

Beinahe in Vergessenheit geraten ist die Verwendung von Knospen (gemma bedeutet Knospe). Sie gelten als Symbol der puren Lebenskraft und der Vitalität. Die Kräfte der Knospen sind schon sehr früh von Menschen, wie Galenos von Pergamon (129–201), Hildegard von Bingen (1098–1179), Leonhard Fuchs (1501–1566), Rudolf Steiner (1861–1892), entdeckt und als Naturarzneien eingesetzt worden. Ich durfte sie durch Gabriela Nedoma kennenlernen.

Die Gemmotherapie ist eine ganz besondere Form der Natur- und Kräuterheilkunde und wurde vom belgischen Arzt und Begründer Dr. Henry Pol (1918–1988) untersucht und erforscht.

Sie wird auch Knospenmedizin genannt und steht für Verjüngung, Erneuerung, Regeneration, Selbstheilung, Gesundheit und Vitalität. Die pflanzlichen Stammzellen (Meristeme) sowie die pflanzlichen Hormone (Gibberelline, Cytokinnine, Auxine) können die Pflanzen und Bäume in wenigen Stunden um ein Vielfaches wachsen lassen, sie können ihre Reparaturprogramme aktivieren und so auch unsere Selbstheilungskräfte anregen und unterstützen. Ein Baum kann, auch wenn er 300 Jahre alt ist, durch seine Triebspitzen, Knospen und jungen Blätter Jahr für Jahr wieder neue junge, gesunde Pflanzenteile hervorbringen.

Die häufigste und bekannteste medizinische Form der Knospenzubereitung ist das Gemmomazerat, das mit jeder gewünschten Knospe zubereitet werden kann.


Basisrezept

1 Teil Knospen • 3 Teile Alkohol, 80–90 Vol.-% • 3 Teile pflanzliches Glycerin • 3 Teile Wasser

Oder

10 g Knospen • 30 g Alkohol, 80–90 Vol.-% • 30 g pflanzliches Glycerin • 30 g Wasser

Die frischen Knospen werden mit einem Messer klein geschnitten oder gemörsert, in ein Schraubglas gegeben und mit der Alkohol-Glycerin-Wasser-Mischung übergossen. Vor direktem Sonnenlicht geschützt nun täglich schütteln und nach 4 Wochen filtrieren, abfüllen, beschriften, kühl und dunkel lagern.

Dieses Muttermazerat kann für den privaten Gebrauch pur ohne Verdünnung verwendet werden.

Die Anwendung erfolgt mindestens ½ Stunde vor oder nach dem Essen. Mit einem Sprühaufsatz wird das Gemmomazerat bei Bedarf 2–3-mal täglich mit 1–3 Sprühstößen in den Mund gesprüht. Im Akutfall kann die Einnahme auf bis zu 10-mal am Tag oder alle 30 Minuten 1 Sprühstoß erhöht werden. Für Kinder reicht normalerweise 2-mal 1 Sprühstoß.

Die Wirkstoffe werden durch den Zerstäuber in Mund und Rachen feinst verteilt und über die Mundschleimhaut sehr gut aufgenommen. Auch aus einer Pipettenflasche anwendbar: 2-mal täglich 5–10 Tropfen in etwas Wasser tropfen und langsam trinken.

Auch eine Verdünnung als homöopathische Potenz D1 kann hergestellt werden.

Dazu wird 1 Teil dieses Muttermazerates mit 9 Teilen des Auszugsmittels (Alkohol, Wasser, Glycerin) weiterverdünnt, verschüttelt (30-mal in die Handfläche schlagen) und abgefüllt.

Verdünnung D1 des Gemmomazerats

10 ml Muttermazerat

30 ml Alkohol, 80–90 Vol.-%

30 ml pflanzliches Glycerin

30 ml Quellwasser


Übersicht über die wichtigsten heimischen Knospen


Ahorn

kühlend


Apfel

vitalisierend


Birke

ausleitend


Brombeere

mineralisierend


Eiche

stärkend


Erle

entgiftend


Esche

ausleitend


Fichte

durchblutungsfördernd


Hainbuche

entzündungshemmend


Hasel

lungenstärkend


Heidelbeere

blutzuckerunterstützend


Himbeere

hormonausgleichend


Holunder

stoffwechselanregend


Hundsrose

immunstärkend


Johannisbeere

kortisonwirksam


Kiefer

regenerierend


Linde

beruhigend


Pappel

schmerzstillend


Preiselbeere

regenerierend


Rosskastanie

venenwirksam


Sanddorn

vitalisierend


Tanne

knochenstärkend


Wacholder

entgiftend, ausleitend


Walnuss

ausleitend


Weide

antirheumatisch


Weinrebe

gefäßstärkend


Zirbe

entschleunigend

Wichtige heimische Knospen und ihre Wirkung und Anwendung in der Knospenmedizin

Ahornknospen: kühlend, entzündungshemmend, fiebersenkend, zusammenziehend, bei trockener schuppiger Haut. Sie unterstützen den Haut- und Leberstoffwechsel und bei rheumatischen entzündlichen Beschwerden.

Apfelknospen: immunstärkend, aufbauend, vitalisierend, entgiftend und stoffwechselanregend, unterstützend bei Nikotinentzug, regulieren das Hormonsystem bei Mann und Frau, bei Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen und sexueller Unlust, entspannen das ganze Nervensystem bei Stress und Anstrengung, magen-, darm- und milzstärkend.

Birkenknospen: entgiftend, reinigend, ausleitend, antibakteriell, antitoxisch, befreien den Körper von zurückgebliebenen Giftstoffen, wirken entsäuernd, gute leber-, blut- und nierenreinigende Funktion. Sie fördern das Knochenwachstum und helfen bei Gelenks- sowie Wachstumsschmerzen, unterstützen die Einlagerung und Aufnahme von Kalzium bei Osteoporose.

Brombeersprossen: regen den Knochenaufbau bei Alt und Jung an, regenerieren den Gelenksknorpel, unterstützen bei Knochenbrüchen, Osteoporose, Sehnenentzündungen, wirken unterstützend bei Diabetes Typ 2 und stärken das Lungengewebe.

Eichenknospen: für die Vitalität des Mannes, stärkend bei allgemeiner Schwäche, Potenzschwäche, regen die Produktion von Sexualhormonen an und erhöhen die Fruchtbarkeit.

Erlenknospen: stark immunregulierende entzündungshemmende Wirkung, regen die Bildung von Cortisol an, helfen bei Allergien in der Akutphase, bei akutem Hautausschlag, bei Magen-Darm-Entzündungen, für die Durchblutung der Herzkranzgefäße und zum Schutz der Gefäßwände.

Eschenknospen: entgiftend, kraftgebend und ausleitend, wirken schmerzstillend bei chronischen Schmerzzuständen, bei akuter und chronischer Gicht, Rheuma, erhöhter Harnsäure, erhöhtem Cholesterin, Kreuzschmerzen, Gelenkssteifigkeit, für die Elastizität der Bänder und Sehnen und wirken dort entzündungshemmend.

Fichtenknospen: bei Erkältung, Lungenbeschwerden, Bronchitis, durchblutungsfördernd und unterstützend für den Bewegungsapparat bei chronischem Rheumatismus, Hüft-, Kniegelenks- und Rückenwirbelarthrose (Schmerzen der großen Gelenke).


Ahorn


Fichte


Brombeere

Hainbuchenknospen: antiallergisch bei akuten Entzündungen der Schleimhäute im HNO-Bereich, bei rinnender Nase, Schnupfen, bei Histaminunverträglichkeit, sie werden gerne mit anderen Allergiemitteln kombiniert.

Haselknospen: bei chronischen Lungenerkrankungen, Asthma, Bronchitis, Emphysem, COPD, Erkrankung der Luftwege, allgemein stoffwechselanregend, aktivieren Säuren aus Gewebe und scheiden diese über die Lungen aus, für mehr Gefäßelastizität und regulieren die Blutgerinnung.

Heidelbeer-Triebspitzen: haben eine stark zellschützende Wirkung, stärken den Blutzuckerstoffwechsel (Diabetes Typ 2) und deren Folgeerkrankungen, augenstärkend, bei Lichtempfindlichkeit, Netzhauterkrankungen, Nachtblindheit und Vorbeugung von Grauem und Grünem Star. Halten die Gefäßwände elastisch und sind ein ausgezeichnetes Mittel für Magen und Darm (bei Geschwüren, Entzündungen, Sodbrennen).

Himbeersprossen: regulieren Störungen im Hormonhaushalt von der Pupertät bis zu den Wechseljahren, schwangerschafts- und geburtsbegleitend, bei Menstruationsproblemen sowie bei allen Frauenleiden und Frauenthemen jeden Alters.

Holundersprossen: allgemein entgiftend, regen die Lymph- und Nierentätigkeit an, bei Hautproblemen, häufigem Schwitzen, bei Allergien, stärken das Immunsystem, bei Heuschnupfen, Nebenhöhlenentzündungen.

Hundsrosenknospen und -triebspitzen: stärken das Immunsystem und sind besonders für Kleinkinder, die immer kränkeln, empfehlenswert. Bei Schnupfen, Nebenhöhlenentzündungen, Mandeln-, Ohren- und Halsschmerzen und trockenem Hustenreiz. Sie wirken schmerzstillend und stark entzündungshemmend, aktivieren die Nebennierenrinde und erhöhen somit das körpereigene Cortisol. Gute Erfolge bei Neurodermitis, vor allem auch bei jugendlichen Hautproblemen, Spannungskopfschmerz, sie regen das Knochenwachstum und den Knochenaufbau wieder an.


Kiefer


Wacholder


Weinrebe


Pappel

Johannisbeerknospen: stärken die Abwehrfunktion und regulieren das Hormon- und Immunsystem, wirken abschwellend bei Nebenhöhlenproblemen, chronischem Schnupfen sowie auch bei Heuschnupfen. Wirken stark entzündungshemmend bei Arthrosen und Entzündungen der Sehnen, Bänder und Gelenke. Sie stärken und regen die Entgiftungsfunktion der Nieren an, lösen Stoffwechselendprodukte aus der Zelle und wirken ausleitend. Durch die Anregung der Nebennierenrinde erhöht sich das körpereigene Cortisol (= kortisonähnliche Wirkung), dadurch wirken sie immunstärkend, bei Allergien, allergischen Schüben und Reaktionen sowie auch bei Neurodermitis.

Kiefernknospen: bei immer wiederkehrenden Infekten der Bronchien, durchbluten den ganzen Bewegungsapparat, regen die Knochenbildung an, bei Arthrose, Arthritis, Rheuma, regenerieren das Knochen- und Knorpelgewebe, außerdem stoffwechselanregend und bei hohem Cholesterin wirksam.

Lindenknospen: bringen alles in Balance und beruhigen das Nervensystem, bei Herzbeschwerden, traumatischen Erfahrungen, gelten als Seelentröster bei Trauer, Traurigkeit und Liebeskummer, bei innerer Unruhe, Angst bei Kindern, Hyperaktivität und besonders bei Schlaflosigkeit, fördern die Geselligkeit, regen außerdem den Stoffwechsel bei Übersäuerung und hohem Cholesterin an.

In der Kosmetik wirken die Knospen feuchtigkeitsspendend und beruhigend bei irritierter und trockener Haut.

Pappelknospen: hochwertiges grünes „Propolis“, wundheilend, desinfizierend, entzündungshemmend, immunstärkend, antiviral und antibakteriell. Sie gelten als gutes Mittel für die Wundheilung und Arterien, besonders in den Beinen, verbessern die Durchblutung, bei Venenproblemen, Blasenentzündung, bestes Narben- und Hautpflegemittel, bei Verbrennungen, begleitend bei Borreliose, Gicht, regen den Stoffwechsel an und leiten Säuren über die Nieren aus.

Preiselbeerknospen: sind das Mittel für die Blase, stärken die Harnwege, haben eine starke Wirkung auf das Hormonsystem der reifen Frau, bei Wechseljahrsbeschwerden, fördern die Kalziumaufnahme und regulieren den Knochenstoffwechsel, scheiden überschüssige Säuren über die Nieren aus dem Körper aus, als zellschützendes und zellaktivierendes Mittel verzögern sie so den Alterungsprozess.

Rosskastanienknospen: werden bei allen Stauungen sämtlicher Körperflüssigkeiten eingesetzt, regen den Blut- und Lymphfluss an, sind venenwirksam, bei venösen Zirkulationsstörungen, reinigen und stärken die Gefäße, bei Krampfadern, Hämorrhoiden sowie bei müden Beinen und regen die Schleimhäute an, verflüssigen und lösen den festsitzenden Schleim bei einer Verkühlung.

Sanddornknospen: wirken als Jungbrunnen für unsere Zellen, stark antioxidativ, vitalisierend, verjüngend, mineralisierend, immunstärkend, entzündungshemmend, erhöhen die Stresstoleranz, wirken nervenstärkend bei allgemeiner Schwäche, Altersschwäche, Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Frühjahrsmüdigkeit, nach längerer Krankheit aufbauend, bei nachlassender Sehkraft augen- und netzhautstärkend und gelten als wertvoller Vitamin-B-Lieferant.

Tannenknospen: vitalisierend, blutbildend, mineralisierend bei Osteoporose, wirken auf das gesamte Knochensystem aufbauend und knochenstärkend, bei Bandscheibenproblemen, bei Wachstumsschmerzen bei Kindern, bei Zahnkaries, unterstützen die Bronchien und wirken schleimlösend.

Wacholdersprossen: gelten als Ausleitungsmittel, wirken stark stoffwechselanregend mit entschlackender, reinigender Wirkung, unterstützen die Funktion und Regenerierung von Leber, Milz und Nieren und haben eine entzündungshemmende Wirkung bei rheumatischen Beschwerden und Gicht.

Walnussknospen: wichtiges Ausleitungsmittel, wirken entgiftend, allgemein für den Leberstoffwechsel und die Bauchspeicheldrüse anregend, unterstützen bei Diabetes Typ 2, bei Pankreasentzündung, Fettleber, bei chronischen Ekzemen und Hauterkrankungen sowie bei Akne, unterstützen das Lymphsystem, Toxine werden ausgeleitet und regulieren die Darmflora (nach Antibiotikakur), Bakterien oder Pilze im Magen-Darm-Trakt, bei Darmparasiten oder allgemein bei erhöhter Neigung zu Pilzinfektionen.

Weidenknospen: schmerzstillend und entzündungshemmend, bei rheumatischen Beschwerden wie Arthrose, Muskel- und Rückenschmerzen, Ischias-Beschwerden, stärken das Nervensystem und wirken beruhigend, fiebersenkend und kühlend, nehmen die innerliche Hitze, enthalten Salicin als pflanzliches Aspirin.

Weinrebenknospen: wirken entzündungshemmend, antioxidativ und immunstärkend, durchblutungs- und lymphflussfördernd, gefäßstärkend, antirheumatisch, bei Arthritis, Arthrosen sowie bei Schmerzen der kleinen Gelenke und Finger-Polyarthritis, verzögern Gelenksverformungen, regen außerdem den Leberstoffwechsel an. Als Zusatzpflege in der Kosmetik wirken sie verjüngend und gelten als Enzymnahrung für die Haut.

Weißdornknospen: herzstärkend, verbessern die Durchblutung der Herzkranzgefäße, schützen die Gefäßinnenwände, bei Arterienverkalkung (beugen der Verklumpung der Blutblättchen vor), stärkend und aufbauend nach einem Herzinfarkt, bei Unruhe, blutdruckausgleichend und bei Herz-Kreislauf-Schwäche.


Weißdornknospe

Zirbenknospen: für mehr Ausdauer und bessere Anpassungsfähigkeit, Kraft und Erdung, bei Konzentrationsschwäche, bei innerer Unruhe, für mehr Gelassenheit, entschleunigen, stabilisieren den Kreislauf und senken die Herzfrequenz und den Puls, für besseres Durchschlafen, unterstützen die Bronchien und das Immunsystem, bei chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates und der Muskeln.

Baumknospen: sind eine pure Energiequelle und man kann sie durchaus als heimisches Superfood bezeichnen. Sie sind geballte, mit höchster Energie geladene Kraftpakete. Die Knospe kennt keine Alterung, nur gesundes, junges, vitales Wachstum.

Ihre enthaltenen Embryonalzellen, Meristeme, Phytohormone und viele weitere wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe sind jung, gesund, vital und auf eine gesunde Zellvermehrung ausgerichtet. Sie wirken allgemein verjüngend, immunstärkend, mineralisierend und vitalisierend.

Sammelhinweis

Richtiger Zeitpunkt zum Sammeln der Knospen ist ein trockener sonniger Vormittag (man sollte Knospen sofort verarbeiten), von Jänner bis März je nach Witterung, Höhenlage und Art.

Wir beobachten die Knospen, um dann den optimalen Zeitpunkt, in dem sie die höchste Konzentration an Meristemen enthalten, zu erkennen, sie zu ernten und zu verarbeiten. Das ist der Moment, in dem sich die Knospe von der schlafenden Winterknospe zu der sich öffnenden, lebendigen Frühlingsknospe wandelt. Man sieht und spürt sichtlich das beginnende Leben!

Nur ganz wenige Knospen pro Baum oder Strauch sammeln, man sagt, die Knospen sammelt man im Fingerhut, damit der Baum selbst noch genug Knospen zum Wachsen und Gedeihen hat.

Im Frühling kann man die Knospen auch von den gerade beim frischen Baumschnitt angefallenen Ästen verwenden.

Knospen, die aus einem gemeinsamen Umfeld – einem so genannten „gemeinsamen Pflanzenbiotop“ – kommen, kann man auch miteinander kombinieren, da diese sich auch in der Natur oft ergänzen.

Wichtig

Bevor man auf Knospensuche geht, muss man ganz sicher sein, dass man den gewünschten Baum, Strauch oder die Pflanze zu 100 % erkennt. Am besten im eigenen Gartenareal beginnen oder im Sommer bereits Ausschau nach den gewünschten Bäumen halten und diese markieren. Bei mangelhaften Pflanzen- oder Baumkenntnissen kann es durchaus zu Verwechslungen kommen.

Beispiele, Methoden, Möglichkeiten und Varianten von Knospenzubereitungen

Gemmomazerat mit "Johannisbeerknospen“ -

„natürliches Kortison“

1 Teil Knospen (Schwarze Johannisbeere) • 3 Teile Alkohol, 80–90 Vol.-% • 3 Teile pflanzliches Bio-Glycerin • 3 Teile Wasser

Wasser, Alkohol und Glycerin vermischen und über die gut zerkleinerten Knospen gießen. 4 Wochen (eine Mondphase) dunkel ausziehen und immer wieder gut schütteln. Filtrieren, evtl. verdünnen und in eine dunkle Pipettenflasche oder in eine Sprayflasche einfüllen und beschriften.

Bei Bedarf 2–3-mal täglich 1–3 Sprühstöße in den Mund sprühen oder im Akutfall alle 30 Minuten einen Sprühstoß nehmen. Die Wirkstoffe werden über die Mundschleimhaut sehr gut aufgenommen.

Mit einer Pipettenflasche 2-mal 10 Tropfen in etwas Wasser langsam trinken.

Das Gemmomazerat hat eine kortisonähnliche Wirksamkeit, da im Körper die eigene Cortisol-Ausschüttung angeregt wird, man kann das Gemmomazerat gut als SOS-Spray verwenden, bei allergischen Reaktionen, es stärkt die Abwehrfunktion bei Infektionskrankheiten und wirkt allgemein immunstärkend. Bei chronischem Schnupfen, Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Nebenhöhlenentzündungen (Sekrete können besser abfließen und das Druckgefühl lässt nach), es lässt die Schwellungen abklingen, hemmt Entzündungen der oberen Schleimhäute und des Atemsystems. Bei ersten Anzeichen von Mittelohrentzündungen oder Halsschmerzen, Hals und Lunge, bei schwerer Atmung mit Schleimbildung, Fieberblasen und Migräne. Es bringt Linderung bei Neurodermitis, Ekzemen, bei Hautjucken wirkt es juckreizmindernd. Durch die stoffwechselanregende Funktion ist es entgiftend und ausleitend, außerdem stärkt es die Blasen- und Nierenfunktion. Es gilt als wichtigstes Gemmopräparat und es verstärkt die Wirkung anderer Knospenzubereitungen.

Baum-Homöopathikum

Ich spreche hier von einer sehr einfachen und wirkungsvollen Anwendung: Einfach die Knospe vom Baum pflücken und direkt in den Mund nehmen, gut einspeicheln und langsam kauen, damit die Enzyme und deren Wirkung über die Mundschleimhaut aufgespalten werden und so wirken können.

Nicht alle Knospen sind für diesen rohen Verzehr bekömmlich (aufgrund der Harze und Gerbstoffe schmecken diese sehr eigen), sehr gut geeignet sind Knospen der Linde, Johannisbeere, Apfel, Sanddorn, Rose, Holunder, Lärche, Tanne, Ginkgo. Lindenknospen beispielsweise sind ein Balsam für die Schleimhäute, man kaut unterwegs einfach eine Knospe als Halswehzuckerl.

Als Dosierung des Baum-Homöopathikums reichen 2–3 Knospen am Tag.

Anfangs sollte man immer etwas Wasser in der Nähe haben, um notfalls einen kleinen Schluck trinken zu können.

Weidenrindentinktur-

„das natürliche Schmerzmittel“

1 Teil Weidenrinde mit Knospen • 2 Teile Alkohol, 40 Vol.-%

Frische Rinde schälen und gut zerkleinern. Einige zerkleinerte Knospen in ein Glas geben (bis ca. zur Hälfte), das restliche Glas mit Alkohol auffüllen und eine Mondphase dunkel ausziehen lassen, währenddessen immer wieder schütteln. Anschließend filtrieren und in dunkle Flaschen abfüllen. Als natürliches Schmerzmittel bei Bedarf 2-mal täglich (um 9 und um 17 Uhr) ca. 5–30 Tropfen über einen längeren Zeitraum in etwas Wasser einnehmen.

Weidenrindentinktur ist fiebersenkend, kühlend, desinfizierend, schmerzstillend, entzündungshemmend und ausleitend. Mit Wasser verdünnt als Spülung bei Entzündungen im Mundraum, bei Zahnschmerzen, bei unreiner Gesichtshaut sowie bei Akne hilfreich. Innerlich und äußerlich als Schmerzmittel für den Bewegungsapparat, bei Ischiasproblemen, bei rheumatischen Beschwerden, Fieber und Migräne anzuwenden. Bei allen Entzündungen, wo Hitze ein Problem darstellt, auch verdünnt als Wickel anzuwenden. Aber auch bei Nieren-, Blasen- und Prostataentzündungen.

Knospenoxymel

3 Teile Honig • 1 Teil Essig • 1 Teil Knospen (siehe Tabelle, S. 16)

Knospen gut zerkleinern und ins Glas füllen. Honig und Essig verrühren und auf die Knospen gießen. Ca. 1 Monat kühl und dunkel ausziehen lassen, zwischendurch öfters schütteln. Abseihen und in dunklen Flaschen lagern.

1 TL verdünnt mit 250 ml Wasser als Medizin einnehmen (mind. 30 Minuten vor dem Essen) oder je nach Bedarf zwischendurch als isotonisches Getränk zum Stärken und Kräftigen trinken. Für eine optimale Haltbarkeit ist es besser, nur kleinere Mengen (Gläser) zuzubereiten. Manchmal lasse ich die Knospen auch im Glas und gebe sie zum Salat dazu.

Allgemein ist Knospenoxymel entgiftend, ausleitend, entschlackend, regenerierend, aufbauend, mineralisierend, wundheilend, verdauungsregulierend, basenbildend und immunsystemstärkend.

Die Hauptwirkung ergibt sich aus den jeweilig verwendeten Knospen!

Ich verwende gerne Kombinationen aus:

Johannisbeer-, Sanddorn-, Hundsrosenknospen

Birken-, Hasel-, Erlenknospen

Apfel-, Himbeer-, Kirschknospen

Fichten-, Tannen-, Zirbenknospen

Wacholder- und Walnussknospen immer einzeln verwenden, da sie sich in der Natur auch gerne einzeln behaupten.

Oxymel, als isotonisches Getränk mit Wasser verdünnt getrunken, unterstützt unseren Kreislauf und fördert ein ausgezeichnetes Wohlbefinden.

Apfelknospenöl

1 Fingerhutvoll Apfelblütenknospen • 100 ml Traubenkernöl

Die Knospen gut zerkleinern, vielleicht etwas mörsern, mit Öl bedecken und ca. 1 Woche ausziehen lassen. Anschließend filtern und in einer dunklen Flasche kühl aufbewahren.

Von diesem Knospenöl 1 Teelöfferl einnehmen oder kulinarisch verwenden, es stärkt so das Immunsystem, unterstützt den Verdauungstrakt und besonders Milz, Leber, Magen und Darm, aber es aktiviert auch sanft das Hormonsystem.

Das Apfelknospenöl ist zart pflegend und reinigend und für die empfindliche, trockene Haut bestens geeignet. Es wird auf die noch feuchte Haut aufgetragen, da es dann noch besser einzieht.


Gemmomazerat S. 21


Weidenrindentinktur


Haselknospe


Johannisbeerknospe


Knospenoxymel

Außerdem wurde es in der Volksheilkunde äußerlich bei Kopfweh empfohlen.

Als Pflegeserum „Deluxe“ gebe ich gerne noch Knospen z. B. von Johannisbeere, Weinrebe und Linde hinzu, das nährt die Haut nach der trockenen Heizungsluft im Winter und bereitet sie auf die wunderbaren Frühlingsstunden vor. Durch die enthaltenen Schleimstoffe und Enzyme wirkt das Knospenöl aktivierend und zellerneuernd, antibakteriell, klärend, straffend und unterstützt die Regeneration der Haut.

Knospen-Salzverreibung

1 EL Tannenknospen • 1 EL Birkenknospen • 1 EL Brombeersprossen • ca. 50 g Natursalz

Die Knospen und das Salz in den Mörser geben. 10 min. verreiben, anschließend in ein Glas füllen und verschließen.

Täglich eine Prise dieser Salzverreibung in 500 ml Wasser trinken oder die Speisen damit würzen und mineralisieren.

Dieses Knospensalz wird als Würzsalz empfohlen, um unsere Speisen z. B. bei Osteoporose und Kalziummangel aufzuwerten. Es unterstützt die Knochenbildung und ist knochenstärkend, aufbauend für Gelenksknorpel und Bandscheiben, bei Wachstumsschmerzen von Kindern und bei Karies. Zur allgemeinen Stärkung und Vitalisierung sowie zur Kräftigung der Lunge, Atemwege und Bronchien.

Tipp

Verdünnt (1 : 10) mit etwas Quellwasser, eignet sich diese Knospensalzverreibung auch zum Zähneputzen, als Mundspülung, als Deo sowie als Fußbad.

Heilsalbe mit Pappelknospen

1 Fingerhutvoll Pappelknospen (Schwarz- oder Balsampappel) • 1 EL Vogelmiere, zerkleinert 1 Prise Salz • 100 ml Öl • 10 g Bienenwachs

Die Pappelknospen zerkleinern, mit der Vogelmiere, Salz und dem Öl einmal aufwallen lassen und ca. 1 Std. oder über Nacht ausziehen lassen. Nochmals erwärmen, den Ölauszug abseihen und das Bienenwachs im Öl schmelzen lassen. In saubere Gläser abfüllen und kühl lagern.

Diese Pappel-Heilsalbe wirkt desinfizierend, entzündungshemmend, wundheilend, schmerzstillend, antibiotisch, antibakteriell, abschwellend, zusammenziehend.

Bei Verbrennungen, Wunden, Akne, Geschwüren, Ausschlag, Ohrenschmerzen, Hämorrhoiden, venenstärkend, zur allgemeinen Schmerzlinderung, bei Halsweh, bei Infektionskrankheiten.


Apfelknospenöl S.23


Knospen-Salzverreibung


Pappelsalbe


Pappelknospentinktur

Pappelknospentinktur

als „natürliches Propolis“

2 EL Balsam- oder Schwarzpappelknospen • 200 ml Alkohol, 90 Vol.-%

Die Knospen gut zerkleinern oder mit einem Teil Alkohol vermörsern, dann den restlichen Alkohol aufgießen. Dunkel und bei Zimmertemperatur ausziehen lassen, gelegentlich schütteln und nach ca. 4 Wochen filtrieren, abfüllen und beschriften.

Als Tinktur innerlich 2–3-mal täglich 10 Tropfen mit etwas Wasser einnehmen.

Diese Pappeltinktur ist besonders schmerzstillend, entzündungshemmend sowie immunstärkend und gilt als Propolisersatz.

Als natürliches Antibiotikum, als Schmerzmittel, bei Blasenentzündung und Erkältungen, weiters ist die Pappeltinktur venenwirksam, nervenberuhigend und harnsäurelösend. Verdünnt mit Wasser bei Entzündungen im Mund- oder im Halsbereich zu verwenden.

Äußerlich (mit Wasser verdünnt auf ein Leinentüchlein geben und als Kompresse auflegen) bei alten und neuen Narben, Wunden und Geschwüren, Gesichtsrosen und Akne, bei Rheuma und Gicht, Schwellungen sowie bei Schmerzen im Bewegungsapparat.

Tipp zur Nachhaltigkeit

Für uns und für unsere Nachkommen setzen wir so eine wunderbar duftende Pappel in unsere Nähe. Sie wird uns in Zukunft ein treuer Helfer und eine gute Apotheke sein.

Knospensole

1 EL Knospen (z. B. Sanddornknospen) • 100 ml Quellwasser • 50 g Salz

Die Knospen mit einem Keramikmesser gut zerkleinern, in ein Schraubglas geben und mit Salz und Wasser auffüllen. Oder die Knospen direkt mit dem Salz vermörsern und mit Wasser aufgießen, das Glas verschließen und immer wieder schütteln. Ein sicheres Zeichen für gute Haltbarkeit und Sättigung der Sole ist, wenn am Glasboden etwas unaufgelöstes Salz zu sehen ist.

Man kann sie bereits nach 3 Tagen verwenden oder aber nach ca. 1 Monat abseihen und abfüllen.

Als Heilsole mit Wasser verdünnt trinken oder zum Würzen in der Küche verwenden. Zum Zähneputzen oder verdünnt als Mundspülung verwende ich gerne die stark entzündungshemmende Pappel- oder Weidenknospensole. Ca. 1 Jahr haltbar.

Diese Knospensole dient zur Kreislaufbelebung, besseren Konzentration wirkt als Jungbrunnen für unsere Zellen, stark antioxidativ, vitalisierend, verjüngend, mineralisierend, immunstärkend, wirkt nervenstärkend bei Erschöpfung und Abgeschlagenheit, Frühjahrsmüdigkeit, nach längerer Krankheit aufbauend, bei nachlassender Sehkraft augen- und netzhautstärkend und gilt als wertvoller Vitamin-B-Lieferant.


Mit Kräutern fit in den Frühling -
Die Frühlingskur mit heimischen Wildkräutern

Wann immer uns etwas plagt, beginnen wir zuerst mit einer gründlichen Reinigungs- und Entgiftungskur, damit unser Körper wieder die nötige Energie bekommt um seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Tipp

Vielleicht sind wir träge, weil unser Körper voller Schlackenstoffe ist?

Oder sind wir voll von diesen Schlackenstoffen, weil unser Organismus nicht die nötige Kraft hat, diese Giftstoffe auszuleiten?

Die Frühlingskräuter helfen uns, mit vitaler kraftvoller Energie diesen Kreislauf zu durchbrechen.

Schon unsere Vorfahren genossen jedes Frühjahr, sobald der Schnee geschmolzen war und das erste Grün sich zeigte, Wildkräuter.

Mit jungem Brennnesselspinat, Löwenzahnsalat, einer grünen Kräutersuppe, einem Kräuteraufstrich oder Wildkräutersalat nähren und reinigen wir unseren Körper nach einem langen Winter.

Der Körper braucht nun vitale, frische, energiereiche und von neuem Leben strotzende Pflanzen, um sich von Stoffwechselendprodukten zu befreien und nun so wieder in seine ganze Kraft zu kommen.



Himmelschlüssel

Übersicht über die wichtigsten Frühlingskräuter


Bärlauch

gefäßreinigend


Birke

nierenanregend


Brennnessel

blutbildend


Brunnenkresse

stoffwechselaktivierend


Gänseblümchen

blutreinigend


Giersch

harnsäureausleitend


Gundelrebe

schwermetallausleitend


Labkraut

lymphanregend


Löwenzahn

leberentgiftend


Schafgarbe

mineralisierend


Spitzwegerich

lungenstärkend


Vogelmiere

vitalisierend

Bärlauch

(lat. Allium ursinum)

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Allicin, Aminosäuren, Flavonoide, Enzyme, Mineralstoffe, Magnesium, Eisen, Mangan, Senfglykoside, Schwefel, Chlorophyll.

Wirkung: Der Bärlauch ist ein naher Verwandter des Knoblauchs mit der gleichen Wirkung gegen die Verkalkung, er erweitert die Blutgefäße, besonders die der Beine und des Gehirns. Bärlauch regt Leber, Galle und die ganze Verdauung an, desinfiziert und reinigt Magen und Darm. Besonders bei hohem Blutdruck und bei zu hohem Cholesterin ist er zu empfehlen. Er ist als Ausleitungspflanze bei Schwermetallbelastung sehr gut geeignet.

Achtung!

Es besteht die Verwechslungsmöglichkeit mit Herbstzeitlose und Maiglöckchen!

Birke

(lat. Betula pendula)

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Gerbstoffe, Saponine, Mineralstoffe, wie Kalzium und Eisen, ätherische Öle, Salicylsäure-Verbindungen.

Wirkung: Die Birke regt Niere und Blase an, ohne Sie zu reizen, vermehrt den Harnfluss, um schädliche Stoffe aus dem Körper zu treiben (Vorsicht bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit), durch das Lösen von Harnsäure wird der Steinbildung vorgebeugt. Die Ausscheidung von Giftstoffen ist auch wichtig bei Rheuma, Gicht und Arthritis, ebenso bei Harnsäure und Hautproblemen. Die Birke reguliert außerdem den Kalziumhaushalt und mineralisiert, was wiederum für unsere Knochen und bei Osteoperose hilfreich ist. Auch das Birkenwasser ist sehr zu empfehlen. Aus der Birkenrinde (Betulinsäure) wird eine Spezialsalbe bei weißem Hautkrebs hergestellt.

Brennnessel

(lat. Urtica dioica)

Inhaltsstoffe: Chlorophyll, Vitamin C, Ameisensäure, Mineralstoffe, Kieselsäure, Histamin, Serotonin, Carotinoide usw.

Wirkung: Die Brennnessel regt den ganzen Körperstoffwechsel an, ist durchblutungsfördernd (äußerlich als Reiztherapie), ein wichtiges Heilkraut für den arteriellen Blutkreislauf, regt die Blutbildung an (hoher bioverfügbarer Eisengehalt). Die Brennnessel als Tee ist ein typisches Entwässerungskraut, sie ist harnsäureausleitend und reinigend bei rheumatischen Beschwerden oder Gicht, aber auch als ein Detox-Entgiftungsfußbad ist sie empfehlenswert, da man über die Fußreflexzonen sehr gut die Entgiftung anregen kann. Brennnesselkuren gelten als bestes Basenmittel (der Körper ist weniger sauer) und dienen zur allgemeinen Anregung des Stoffwechsels. Die Brennnessel gilt als vitalisierend und aktivierend für Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle. Die Wurzel ist stärkend und kraftgebend, aber auch für die Kopfhaut und das Haarwachstum wirkt sie sehr anregend. Außerdem unterstützt sie bei Prostataproblemen. Die Brennnesselsamen sind sehr mineralstoffreich, energie- und kraftspendend sowie vitalisierend und gut fürs Hormonsystem.

Brunnenkresse

(lat. Nasturtium officinale)

Inhaltsstoffe: Senfglykoside, Vitamine A, C, D, Jod, Mineralien, wie Mangan und Zink, Bitterstoffe und Chlorophyll.

Wirkung: die Brunnenkresse als Vitamin- und Mineralstoffspender im Frühling bringt als klassischer Reiniger den gesamten Stoffwechsel in Schwung. Zur Entgiftung bei rheumatischen Beschwerden und unreiner Haut, bei träger Verdauung, zur Aktivierung des gesamten Drüsensystems und speziell unterstützend bei Schilddrüsenunterfunktion. Wie andere Kreuzblütler (Kohl, Brokkoli …) sagt man ihr eine gute unterstützende Wirkung als Krebsprophylaxe nach.

Achtung!

Bei Magen-Darm-Geschwüren wirken zu große Mengen reizend.


Bärlauch


Löwenzahn


Giersch


Brennnessel


Gänseblümchen

Gänseblümchen

(lat. Bellis perennis)

Inhaltsstoffe: Saponine Einfachzucker, Flavonoide, Bitterstoffe, Mineralstoffe, ätherisches Öl, Inulin.

Wirkung: Das Gänseblümchen regt den Stoffwechsel an, ist blutreinigend, unterstützt die Bronchien beim Abtransport von Rückständen (sanfter als andere Lungenkräuter), wirkt gut bei Erkältung und Hautproblemen, auch sagt man ihm eine Linderung bei Kopfschmerzen, die von einer schlecht arbeitenden Leber kommen, nach. Man nennt das Gänseblümchen auch Arnika der Gebärmutter oder Wiesenarnika. Man soll jeden Tag ein Gänseblümchen essen, denn die enthaltenen Saponine ermöglichen eine bessere Nährstoffaufnahme im Körper.

Giersch

(lat. aegopodium podagraria)

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Magnesium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Silicium, Chlorophyll, organische Säuren.

Wirkung: Giersch gilt als wertvoller Vitaminspender, der den Körper reinigt, entsäuert und entgiftet. Als Gicht- und Rheumapflanze ist der Giersch, auch Erdholler genannt, bekannt. Bei Gichtknoten (podagra = Gicht) kann man ihn walken und auflegen oder aber ein Fußbad oder einen Wickel damit machen. Ich finde, die Wurzel und Stängelübergänge sehen wie verformte Gichtknoten aus. Wer viel von ihm in seinem Garten hat, der sollte täglich davon essen. Er wirkt säureausleitend und besonders basenbildend. Der frische junge Giersch schmeckt herrlich nach Petersilie. Man kann ihn roh in Smoothie oder Salat, aber auch zu Grüner Suppe, Kräuterlasagne und in Palatschinkenteig verarbeiten.

Gundelrebe

(lat. Glechoma hederacea)

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Mineralstoffe, wie Kalium, Saponine, Chlorophyll, verschiedene organische Säuren.

Wirkung: Die Gundelrebe wird bei langwierigen Stoffwechselkrankheiten und zur Frühlingsreinigung für Magen und Darm, Lunge und Bronchien, Harnblase, Nieren, Galle und Leber verwendet. „Gund“ ist eine alt germanische Bezeichnung für Eiter, somit ist sie hilfreich bei allen schlecht heilenden, eiternden Wunden sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt. Die Gundelrebe wurde schon seit ihren ersten Aufzeichnungen zur Ausleitung von Schwermetallen und Blei verwendet (so schrieben es Maler und Büchsenmacher in ihren Tagebüchern), dazu hat man einen Zweig Gundelrebe in der Suppe oder in Milch gekocht und täglich getrunken.

Löwenzahn

(lat. Taraxacum officinale)

Inhaltsstoffe: verschiedene Bitterstoffe, wie Taraxin, Cholin, Inulin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Vitamin C, Carotinoide, Flavonoide, Chlorophyll, viele Spurenelemente und Mineralstoffe, wie Eisen und Kalium usw.

Wirkung: Der Löwenzahn ist eines der besten heimischen Leberkräuter. Er gilt als ein gutes Blutreinigungsmittel und reinigt unseren ganzen Organismus. Der Löwenzahn (Blatt, Wurzel, Blüte) unterstützt die Fettverdauung, aktiviert Galle und Leber, damit sie Giftstoffe besser lösen kann, und erleichtert die Arbeit der Bauchspeicheldrüse, unterstützt die Milz und verbessert die Nierentätigkeit. Fördert den Schlackenabtransport aus Haut und dem Bindegewebe, wie bei Cellullite. Im Frühjahr besonders empfehlenswert ist die Löwenzahnkur: 3 Wochen täglich Löwenzahn in Form von Löwenzahnsalat, Blättersmoothie etc. zu sich nehmen, auch Blätter und Wurzeln in der Suppe mitkochen, Tee trinken, Löwenzahnessig oder Löwenzahnpulver wären eine Möglichkeit.

Labkraut

(lat. Galium mollugo)

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Saponine, Kieselsäure, Gerbstoffe, Cumarine, Chlorophyll, ätherisches Öl, Mineralstoffe, Aucubin.

Wirkung: Labkraut ist ein ganz wunderbares Reinigungsmittel für unseren ganzen Körper. Es aktiviert das Lymphsystem und unterstützt den Abtransport von Gift-, Stoffwechsel- und Schlackenstoffen in unserem Körper. Bei Stauungen, Wasseransammlungen und geschwollenen Lymphknoten hilft ein Tee, eine Tinktur, ein Umschlag, ein Frischpflanzensaft. Das Labkraut regt die Drüsentätigkeit in unserem Körper an, wie z. B. die Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Lymphdrüse, Hirnanhangdrüse. Und gilt als stark zellschützend und krebsfeindlich. Labkraut frisch in der Hautpflege wirkt zellerneuernd, regenerierend und somit Hautalterung und Altersflecken entgegen.

Schafgarbe

(lat. Achillea millefolium)

Inhaltsstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Cumarine, Chlorophyll, ätherisches Öl, viele Mineralstoffe, besonders Kalium.

Wirkung: Die Schafgarbe, unser Mineralstoffspender (sie enthält fast alle Schüsslermineralsalze), wächst bereits im Frühling, sobald der Schnee geschmolzen ist. Man kann zur optimalen Mineralisierung täglich 1 Blatt kauen oder ein Nährstoffpulver oder Kräutersalz aus den Schafgarbenblättern bereiten. Sie ist bei allen Frauenleiden ein guter Unterstützer und leistet seit Generationen bei Frauen mit Menstruationsschmerzen und Unterleibsproblemen gute Dienste. Die Schafgarbe wirkt kräftigend, krampflösend, entzündungshemmend und unterstützt das venöse Gefäßsystem. Durch die enthaltenen Bitterstoffe aktiviert sie die Bauchspeicheldrüsen- sowie Leberfunktion, fördert den Gallenfluss und ist wohltuend für den Magen und die gesamte Verdauung.

Spitzwegerich

(lat. Plantago lanceolata)

Inhaltsstoffe: Schleimstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Kieselsäure, Aucubin, Mineralstoffe, Chlorophyll …

Wirkung: Der Spitzwegerich ist ein wichtiges Husten- und Lungenheilmittel, die Kieselsäure kräftigt, festigt und stärkt das Lungengewebe. Besonders empfehlenswert für Menschen und vor allem Kinder, die häufig unter Bronchialkatarrhen leiden oder viel husten, aber auch für Raucher ein wichtiges lungenstärkendes Kraut. Aufgrund seiner antibiotischen, antibakteriellen sowie entzündungshemmenden Wirkstoffe sehr gut für Blutreinigungskuren geeignet. Im Frühling, so oft es geht, frisch konsumieren, denn nur im frischen Zustand enthält der Spitzwegerich seine antibiotische Wirkung.


Schafgarbe

Spitzwegerich


Frühlingskräfte-Trank

Zubereitungsmöglichkeit z. B. als grünes Getränk, Smoothie, kleingehackt im Salat, als Topfenaufstrich oder als Pesto. Als Wiesenpflaster nach einem Insektenstich das Blatt frisch zerquetschen und auflegen.

Vogelmiere

(lat. Stellaria media)

Inhaltsstoffe: Vitamin C, Rutin, viele Mineralstoffe, wie Eisen, Kalium, Magnesium usw.

Wirkung: Die Vogelmiere ist ein wunderbarer Vitamin- und Mineralstoffspender. Sie ist sehr stark blutreinigend und das darin enthaltene Chlorophyll aktiviert müde Lebensgeister, bringt neue Energie in unseren Körper und in unsere Zellen, wirkt somit antioxidativ. Das enthaltene Rutin stärkt bei vermehrter Kapillarbrüchigkeit und bei Venenproblemen. Vogelmiere erinnert im Geschmack an junge Erbsen und schmeckt wunderbar als Smoothie, Kräuteraufstrich, Kräutersuppe und als Pesto. Äußerlich macht man aus der Vogelmiere eine sehr gute hautpflegende Salbe, die besonders bei unreiner, juckender Haut und Neurodermitis angewendet wird.

Blutreinigungstee

je 1 Handvoll frische Frühlingskräuter (Löwenzahn, Brennnessel, Birke, Gundelrebe …) miteinander vermischen und zum Bevorraten trocknen lassen.

Täglich 1 EL dieser Teemischung mit 1 Liter Wasser aufgießen, 5–8 Minuten ziehen lassen und ca. 2 Wochen lang über den Tag verteilt trinken. Optimal wäre eine Kur bei abnehmendem Mond.

Frühlingskräfte-Trank

1 Handvoll frische Frühlingskräuter (Löwenzahn, Brennnessel, Birke, Gundelrebe …) • 1 l Weißwein • 2 Gewürznelken • 1 Zimtrinde

Für Kräutertee-„Muffel“ ist dieser Heilwein eine gute Alternative.

Die frischen Frühlingskräuter im Weißwein mit Gewürznelken und Zimtrinde ansetzen. 2 Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen, dann filtrieren, im Kühlschrank lagern und täglich 2 Likörgläschen davon trinken.

Dieser Trank aktiviert, reinigt und entgiftet den Körper von Stoffwechselendprodukten, die sich über den Winter angesammelt haben, und unterstützt den Körper bei der Ausscheidung.

Birkenwasser

Im Frühjahr, bevor die Birke ihre Blätter austreibt, kann man den Stamm anbohren. Dabei wird ein feines Loch am unteren Teil des Stammes bis unter die Rinde gebohrt und ein Strohhalm hineingesteckt. Ans andere Ende des Strohhalmes wird eine Glasflasche gehängt, dabei immer wieder kontrollieren, ob die Flasche voll ist. Das kann in einer Stunde sein oder in ein bis zwei Tagen, je nachdem, wie viel Wasser der Baum geben kann. Wir bedanken uns und schließen das Loch mit einem feinen Ästchen. Im Kühlschrank aufbewahren und täglich 1–2 Stamperl davon trinken. Der frische Birkensaft kann Schlackenstoffe und angesammelte Gifte aus dem Körper leiten. Weiters ist er blutbildend, entgiftend, entsäuernd, mineralisierend, vitalisierend, entzündungshemmend und abschwellend bei Gicht und Rheuma, hilft bei Knochenabbauprozessen, Gelenksbeschwerden, hat eine klärende, entgiftende Anti-Age-Wirkung für die Haut. Wirkt haarstärkend: Als Haartonikum in die Haarwurzeln einmassieren, aktiviert die Kopfhaut und reduziert so Haarausfall. Als Haarspülung macht Birkenwasser mit etwas Essig ein fülliges glänzendes Haar.

Um Birkenwasser haltbar zu machen, gibt man es in Eiswürfelformen zum Einfrieren oder man kann ein Birkenelixier daraus zubereiten (siehe unten).

Heilendes Birkenelixier

150 ml Birkenwasser • 150 ml Alkohol, 40 Vol.-% • 1 Handvoll junge Birkenblätter und Birkenkätzchen • 1 EL weiße Birkenrinde

Alle Zutaten gemeinsam in eine Flasche geben und kühl und dunkel stellen und öfters schütteln. Nach 4 Wochen kann filtriert werden.

Als Kur täglich 10 Tropfen in gutem Quellwasser genießen.


Birkenwasser gewinnen


Heilendes Birkenelixier


Natürliches Antibiotikum: Kapuzinerkressebrot mit Blüten


Grüne-Basen-Vitalsuppe

Wildes Kräutermenü

Eine der besten Möglichkeiten, Kräuter und Heilkräuter zu konsumieren, ist, diese frisch zu sich zu nehmen oder sie in den Speiseplan einzubauen.

Grüne-Basen-Vitalsuppe

1 Zwiebel, klein geschnitten • 2 Kartoffeln, klein geschnitten • 1 EL Öl • 1 l Gemüsebrühe • 1–2 Handvoll Kräuter, zerkleinert (z. B. Giersch, Wegerich, Brennnessel, Gänseblümchen, Vogelmiere, Schafgarbe, Löwenzahnblätter, Labkraut, Brunnenkresse)

Die Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, die Kartoffel mitdünsten, mit der Gemüsebrühe aufgießen, die klein geschnittenen Kräuter dazugeben, 10 Minuten mitdünsten lassen und mit dem Mixstab kurz mixen (bei Wunsch kann man die Suppe noch durchpassieren). Fertig! Diese wunderbar schmeckende Basensuppe, mit einigen Frühlingsblüten garniert, servieren. Mahlzeit!

Diese Grüne-Basen-Vitalsuppe eignet sich als stärkende Mahlzeit oder als entschlackende Fastensuppe im Frühling, um den Körper von alten Schlacken zu reinigen.

Im Frühling wurde schon immer eine Kräutersuppe (meist aus 9 Kräutern, je nachdem, welche man gerade findet) gekocht, um den Körper mit Vitalität und neuer frischer Lebensenergie zu versorgen. Eine weitere Variante ist die Klare Kräutersuppe (siehe S. 36).

Klare Kräutersuppe

1 Handvoll Kräuter, wie Spitzwegerich, Löwenzahn mit Wurzel, Brennnessel, Gundelrebe, Giersch, Liebstöckel • 1 Handvoll kleingeschnittenes Wurzelgemüse, wie Sellerie, Karotte und Petersilienwurzel • 1 l Wasser

Das Wurzelgemüse etwas anrösten, mit dem Wasser aufgießen und kochen lassen. Die Kräuter hinzugeben, ca. 5 Minuten mitkochen lassen und alles abseihen, abschmecken und als klare Suppe oder mit einer Suppeneinlage nach Wahl und mit frischem Schnittlauch servieren.

So hat die ganze Familie (anstatt eines Kräutertees) die guten Wirkstoffe in der Suppe, was vor allem dann hilfreich ist, wenn heikle Personen am Mittagstisch sitzen, die kein Kräutlein sehen möchten. Diese klare Suppe kann man nun auch zum Kochen von Reis verwenden.

Tipp! Kräuterbutter

Kräuterbutter ist im Frühling eine wohlschmeckende Zubereitung und erfreut alle Sinne.

Die kalte Butter zwischen zwei Frischhaltefolien legen und ausrollen. Mit gehackten Kräutern und Blüten (evtl. Kräutersalz) der Saison bestreuen und einrollen. Anschließend kühlstellen und in Scheiben schneiden.

Oder Kräuter, Butter, Salz und evtl. Knoblauch mit dem Mixstab mixen, mit einem Spritzsack portionieren und bis zum Verwenden tiefkühlen.


Kräuterbutter


Wermut-Aperitif


Wildkräuter-Frühlingssalat

Wermut-Aperitif

100 ml gekühlter Wermuttee • 10 ml Himbeersirup • 100 ml gekühlter Orangensaft

Für den Wermuttee 1 TL Wermut mit 250 ml kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Als Bitter-Aperitif Wermuttee und Orangensaft in ein Glas geben, vorsichtig den Himbeersirup dazu gießen, damit der Farbeffekt erhalten bleibt, mit einem Blatt Minze verfeinern und vor dem Essen genießen. Dies hat eine sehr anregende und verdauungsunterstützende Wirkung.

Wildkräuter-Frühlingssalat

1 Handvoll junge Blätter von Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe • 1 Handvoll junge Baumblätter von Birke, Weißdorn, Linde • 1 Handvoll Frühlingblüten, wie Himmelschlüssel, Veilchen, Gänseblümchen • 1 Apfel, kleinwürfelig geschnitten • 1 Orange, kleinwürfelig geschnitten • 1 EL Zitronensaft oder Apfelessig • 1 EL Leinöl • ½ TL Honig • 1 Prise Salz • 1 EL Walnüsse, gehackt

Kräuter und Baumblätter waschen, abtropfen lassen. Für die Marinade Essig oder Zitronensaft mit dem Öl, Honig und Salz in einer Glasschüssel verrühren. Die kleinwürfelig geschnittenen Äpfel und Orangenstücke zur Marinade geben, die Blätter hinzufügen und gut durchrühren.

Nun den Salat auf die vorbereiteten Teller anrichten, mit den Blüten dekorieren und die gehackten Nüsse darüberstreuen.

Dieser leichte Frühlingssalat schmeckt so wunderbar und ist ein wahrer Genuss für die Sinne. Er kann als Vorspeise oder als leichte Mahlzeit genossen werden.

Wildkräutertoast

1 Zwiebel • 1 EL ÖL • 1 Handvoll Kräuter (Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Bärenklau) • 4 Stück Toastbrot • 2 Tomaten oder 2 EL Tomatensauce • 2 EL Sauerrahm • 2 EL Käse, gerieben (Bergkäse, Mozzarella, Schafkäse)

Die Zwiebel klein schneiden, in etwas Öl anrösten. Brennnessel, Giersch, Löwenzahn und Bärenklau klein schneiden und mitrösten. Den Sauerrahm dazugeben, würzen. Den Vollkorntoast mit etwas Tomaten belegen oder mit Tomatensauce bestreichen, die Kräutermischung daraufgeben und mit Käse bestreuen. Im Rohr goldbraun backen.

Baumsushi

8 Lindenblätter • 1 Scheibe Lachs, in Streifen geschnitten • 2 EL Oberskren

Die Lindenblätter mit dem Oberskren bestreichen, mit den Lachsstreifen belegen.

Die Blätter einrollen, den Teller dekorieren und servieren.

Brennnessel-Laibchen

2 Eier • 1 Prise Salz • 1 Zwiebel • 4 Champignons • etwas Öl • 8 Handvoll Brennnesseln 1 Handvoll Semmelwürfel • Semmelbrösel zum Wenden

Die Brennnesseln kurz blanchieren, in kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen, mit Küchenrolle abtrocknen und feinst schneiden. Zwiebel und Champignons fein schneiden, in Öl anbraten.

Die Brennnesseln dazugeben, mitrösten, würzen und abkühlen lassen. Semmelwürfel und Eier dazugeben und Laibchen formen. Die Laibchen in den Bröseln wenden und in der Pfanne mit Öl knusprig braten.

Sauerrahmdip

1 Becher Sauerrahm oder Crème fraîche • 1 Handvoll Kräuter der Saison • Kräutersalz nach Geschmack • Knoblauch nach Geschmack

Alle Kräuter, wie Melise, Giersch, Petersilie uvm., kleinhacken und mit den weiteren Zutaten verrühren. Etwas ziehen lassen und zu den Brennnessel-Laibchen dazu servieren.

Gebackene Himmelschlüssel

2 Eier • ca. 1/8 l Milch (Mineralwasser, Bier nach Bedarf) • 100 g Mehl • Salz nach Geschmack • Öl zum Herausbacken • 8 große Himmelschlüsselblätter (alternativ: Brennnesselblätter) • Zimt und Zucker zum Bestreuen

Aus den Zutaten einen dickflüssigen Backteig bereiten, die Himmelschlüsselblätter durchziehen und in dem heißen Öl kurz anbraten. Als Süßspeise mit Zimt und Zucker bestreuen und genießen.

Schafgarbeneis

1 Handvoll Kräuter (Schafgarbe, Minze) • 1 Becher Sahne oder Joghurt • 1 EL Zucker oder Ahornsirup • 1 Becher tiefgekühlte Früchte (Erdbeeren oder Himbeeren)

Die Kräuter fein hacken und die Früchte tiefgekühlt dazugeben. In einem guten Mixer oder einer Moulinette (das Gerät muss dafür geeignet sein!) gemeinsam mixen. Die Sahne oder das Joghurt dazugeben und mit Zucker oder Ahornsirup süßen. Nochmals gut durchrühren oder mixen. Bis zum Servieren kühl stellen. Evtl. mit Rosenblüten und Minzeblättern, in Schokolade getunkt, garnieren.


Wildkräutertoast


Wildkräuter-Frühlingssalat


Baumsushi


Brennnessel-Laibchen mit Sauerrahmdip


Gebackene Himmelschlüsselblätter


Schafgarbeneis


Smoothie – das grüne Kraftgetränk
CHLOROPHYLL als LICHTNAHRUNG

Chlorophyll ist die grüne Powernahrung für uns Menschen.

Chlorophyll führt Licht und Sauerstoff in die Zellen, wirkt lebensfördernd, erhöht die Lebendigkeit und Ordnung.

Chlorophyll ist sehr wertvoll, es wirkt entgiftend, regenerierend, vitalisierend, antibakteriell und zellgewebserneuernd auf den menschlichen Körper.

Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin und der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll sind in ihren Strukturen verwandt und bis auf eine chemische Verbindung gleich aufgebaut. Hämoglobin enthält Eisen (= Rot) und das Chlorophyll eine Magnesiumverbindung (= Grün) deshalb kann unser Körper auch die Wirkstoffe der Pflanzen so gut aufnehmen.

Smoothie-Grundrezept

1 Handvoll Kräuter • 1 Handvoll Obst • 1 l Wasser, Buttermilch, Mandel- oder Haferdrink, je nach Geschmack

Alle Zutaten in ein Mix-Glas geben, mixen, auf Wunsch filtrieren und Schluck für Schluck genießen. Die Rückstände gleich in der Küche weiterverarbeiten.

Alle essbaren Wildkräuter sind geeignet, wie z. B. Brennnessel, Giersch, Melde, Minze, Vogelmiere, Löwenzahn, Lindenblätter, Melisse usw.

Als Obst oder Gemüse eignen sich z. B. Apfel, Birne, Orange, Himbeeren, Bananen, Ananas, Stangensellerie, Rote-Beete-Blätter, Kohlrabiblätter.

Im Winter bieten sich z. B. Brombeerblätter, Kohlblätter, Vogerlsalat usw. an.

Zinnello

1 Handvoll frisches Zinnkraut • ½ Zitrone, ausgepresst • 500 ml Wasser • 1 TL Honig

Alle Zutaten im Mixglas mixen, filtern und in Gläser anrichten und trinken.

Zinnkraut enthält Kieselsäure, die sehr wichtig für Nägel, Haare, Bindegewebe, Knochen und Zähne ist und zu mehr Spannkraft der Haut beiträgt. Deshalb gleich eine kleine Portion als Gesichtstonic beiseite stellen und täglich verwenden.

Für einen Aperitif oder als Cocktail mit Freunden serviert man den Zinnello mit etwas Holunderblütensaft und Prosecco.

Antibiotischer Turbomix

5 Blätter Spitzwegerich • 1 Glas Orangensaft • 1 TL Honig

Den Spitzwegerich mit dem Apfelsaft mixen und öfters am Tag ein kleines Gläschen trinken. Er wirkt lungenstärkend, hilft bei Husten, Halsweh und bei einer Erkältung im Sommer. Besonders Kinder lieben ihn. Als Erfrischungsgetränk mit etwas Mineralwasser aufgießen.

Grüne Power

5–10 Blätter Brennnesseln • 250 ml Wasser • eventuell etwas Zitrone • 1 TL Honig

Die Zutaten gemeinsam in einem Mixglas oder mit einem Stabmixer mixen. Diesen Powerdrink für mehr Energie und Kraft zwischendurch trinken.

Die Brennnessel aktiviert unseren Stoffwechsel, füllt unseren Eisenspeicher auf und macht aktiv.

Zur Abwechslung auch andere Pflanzen verwenden, wie Löwenzahn, Kohldistel, Petersilie, Kohlblätter, Melisse, Melde, Labkraut, Zinnkraut, Johannisbeerblätter usw.

Gelassenheit

1 Handvoll Melisse • 1 Handvoll Lindenblätter • 2 EL Haferflocken • 1 Liter Wasser (oder 1 Liter Haferdrink) • 1 Banane • 1 Dattel • 1 Prise dunkler Kakao

Alles gemeinsam mixen, anrichten, mit Kakao bestreuen und schluckweise trinken. Oder aber als Dessert oder Zwischenmahlzeit löffeln.

Stärkt die Nerven und wirkt bei Unruhe, Nervosität und Schlaflosigkeit beruhigend.

Löwenkraft

3–5 Blätter Löwenzahn • 250 ml Wasser • 1 Apfel

Alle Zutaten mixen und täglich schluckweise zur Aktivierung des Stoffwechsels, der Verdauung und Leberfunktion trinken.


Löwenkraft


Zinnello

Melisse


Lindenblatt

Spitzwegerich

Zinnkraut


Grüne Power


Scharfe Versuchung


Wies’n Colada


Giersch


Sonnenkuss

Basencocktail

5 Blätter Giersch • 5 Stängel Petersilie • 1 Liter Wasser • ½ Zitrone

Alle Zutaten miteinander vermixen und trinken.

Macht basisch, mineralisiert, leitet Säuren aus, entgiftet und hilft beim Abnehmen.

Sonnenkuss

3 EL frische Sanddornbeeren (oder als Direktsaft aus dem Reformhaus) • 1 Karotte • 1 Orange 3 Ringelblumenköpfchen • 2–3 Datteln • 1 TL Leinöl • 1 Liter Wasser

Alles gemeinsam vermixen und schluckweise genießen.

Der Sonnenkuss ist zellschützend, antioxidativ, regenerierend, vitalisierend, aktivierend, von innen sonnenschützend, immunstärkend, hautschützend, augenstärkend, wundheilend und er schmeckt so herrlich erfrischend.

Wies´n Colada

100 ml Ananassaft • 100 ml Orangensaft • 1 Handvoll Kräuter (Schafgarbenblätter, Melde, Minze, Colakraut = Eberraute)

Alles gemeinsam mixen, evtl. filtrieren und trinken.

Dieser Smoothie ist stark nährend, mineralisierend, verdauungsfördernd, erfrischend, krampflösend und kreislaufunterstützend.

Scharfe Versuchung

300 ml Granatapfelsaft • 6 Erdbeeren • 6 Himbeeren • etwas Vanille, Chili, Pfeffer, Rosmarin 1 EL Brennnesselsamen • 1 EL Honig

Alles gemeinsam mixen, auf Wunsch abseihen und als anregenden und vitalisierenden Cocktail zu zweit genießen. Man kann ihn auch mit etwas Prosecco oder Wodka und Eis servieren.

Er wärmt den Unterleib und das gesamte Becken, durchblutet, macht Feuer, aktiviert Energie und Sinnlichkeit.

Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Hacim:
477 s. 430 illüstrasyon
ISBN:
9783702019860
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

Benzer kitaplar