Kitabı oku: «Zonenfußball - Theorie, Methodik, Praxis»

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NIKLAS LÜDEMANN · FABIAN SEEGER

ZONEN
FUSSBALL

THEORIE, METHODIK UND PRAXIS

200 TRAININGSFORMEN AUF DEM 9ER-FELD


Zonenfußball

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

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© 2020 by Meyer & Meyer Verlag, Aachen

Auckland, Beirut, Dubai, Hägendorf, Hongkong, Indianapolis, Kairo, Kapstadt, Manila, Maidenhead, Neu-Delhi, Singapur, Sydney, Teheran, Wien

Member of the World Sport Publishers’ Association (WSPA)

Gesamtherstellung: Print Consult GmbH, München

ISBN 978-3-8403-7720-4

eISBN 978-3-8403-3740-6

E-Mail: verlag@m-m-sports.com

www.dersportverlag.de

INHALT

Vorwort

1EINLEITUNG

1.1LEGENDE

1.2LESEHILFE

1.3AUTORENKONTAKT

2THEORIE

2.1ALLGEMEINE BEDEUTUNG

2.2SPEZIFISCHE BEDEUTUNG

3METHODIK

3.1DER INDIVIDUELLE ANSATZ

3.2DAS INDIVIDUELLE BESPIELEN DER FELDER MIT BALL

3.3DAS INDIVIDUELLE BESPIELEN DER FELDER OHNE BALL

3.4DAS INDIVIDUELLE BESPIELEN DER FELDER GEGEN DEN BALL

3.5DER GRUPPENORIENTIERTE ANSATZ

3.6DAS BESPIELEN DER FELDER IM TEAM MIT BALL

3.7DAS BESPIELEN DER FELDER IM TEAM OHNE BALL

3.8DAS BESPIELEN DER FELDER IM TEAM GEGEN DEN BALL

4DIFFERENZIERUNG

4.1DER DIFFERENZIERTE ANSATZ

4.2PRÄZISIERUNG DER AKTIONSFELDER

4.3PRÄZISIERUNG DER AKTIONSFELDER

5TRANSFER

5.1DIE UMSETZUNG IN EINZELNEN SPIELFELDZONEN

5.2DIE UMSETZUNG AUF DEM GESAMTEN SPIELFELD

5.3DIE VERBINDUNG MIT SPIELPOSITIONEN

6PRAXIS

6.1DAS TRAININGSKONZEPT

6.2DER TRAININGSAUFBAU

6.3PRAXISBEISPIELE

6.3.1Einfaches 9er-Feld (30 x 30 m)

6.3.2Einfaches 9er-Feld (18 x 18 m)

6.3.3Einfaches 9er-Feld (Minitore)

6.3.4Einfaches 9er-Feld (zentrale Zone)

6.3.5Einfaches 9er-Feld (Farbfelder)

6.3.6Einfaches 9er-Feld (Zoneneinteilung)

6.3.79er-Feld (Zwischenräume)

7AUFWÄRMSPIELE

7.1Laufspiel (Handlungsschnelligkeit)

7.2Laufwettkampf #1

7.3Laufwettkampf #2

7.4Laufwettkampf #3

7.5Laufwettkampf (doppeltes Tic-Tac-Toe)

7.6Laufwettkampf (Zonenspiel)

7.7Fangspiel (1 gegen 1) #1

7.8Fangspiel (1 gegen 1) #2

7.9Fangspiel (Reaktion)

7.10Fangspiel (Zonenspiel) #1

7.11Fangspiel (Zonenspiel) #2

7.12Fangspiel (Zonenspiel) #3

7.13Fangspiel (Farbspiel)

7.14Fangspiel (Koordination)

7.15Fangspiel (Orientierung)

7.16Fangspiel (Durchbrechen)

7.17Fangspiel (Tabuzonen)

7.18Fangspiel (Ballbesitz)

7.19Fangspiel (Dribbling)

7.20Fangspiel (Passspiel)

7.21Pass- und Laufwettkampf #1

7.22Pass- und Laufwettkampf #2

7.23Pass- und Dribblingwettkampf

7.24Lauf- und Dribblingwettkampf (Zonensignal) #1

7.25Lauf- und Dribblingwettkampf (Zonensignal) #2

7.26Lauf- und Dribblingwettkampf (Störspieler)

7.27Lauf- und Dribblingwettkampf (Linienspiel)

7.28Lauf- und Dribblingwettkampf (Ballübergabe)

7.29Jonglage #1

7.30Jonglage #2

Exemplarische Trainingseinheit Thema Dribbling

8ÜBUNGSFORMEN

8.1DIE STEUERUNG VON ÜBUNGSFORMEN

8.1.1Zonenaufgaben

8.1.2Zonenabläufe

8.1.3Wiederholungszahlen in der Dreiergruppe

8.1.4Wiederholungszahlen doppelter Aufbau

8.1.5Wiederholungszahlen dreifacher Aufbau

8.1.6Wiederholungszahlen vierfacher Aufbau

8.1.7Verschachtelung – gleiche Form

8.1.8Verschachtelung – ungleiche Form

8.1.9Verschachtelung – ungleiche Inhalte

8.1.10Verschachtelung von Übungs- und Spielform

8.1.11Wettkampf – Punktewertung

8.1.12Wettkampf – Zeitwertung

8.1.13Homogene Gruppen

8.1.14Coaching im Detail

8.1.15Coaching in Kleingruppen

8.2PASSSPIEL

8.2.1Passwettkampf (Dribbling)

8.2.2Passwettkampf (Ballmitnahme)

8.2.3Passwettkampf (Torhüter)

8.2.4Passwettkampf (Störspieler) #1

8.2.5Passwettkampf (Störspieler) #2

8.2.6Passwettkampf (Störspieler) #3

8.2.7Passwettkampf (Störspieler) #4

8.2.8Passwettkampf (Störspieler) #5

8.2.9Passwettkampf (Störspieler) #6

8.2.10Passwettkampf (Störspieler) #7

8.2.11Passfolge (Positionswechsel)

8.2.12Passfolge (Aufdrehen)

8.2.13Passfolge (Hinterlaufen)

8.2.14Passfolge (Spielverlagerung)

8.2.15Passfolge (Doppelpass) #1

8.2.16Passfolge (Doppelpass) #2

8.2.17Passfolge (Doppelpass) #3

8.2.18Passfolge (Variabilität) #1

8.2.19Passfolge (Variabilität) #2

8.2.20Passfolge (Torhüter) #1

8.2.21Passfolge (Torhüter) #2

8.2.22Passfolge (Diagonalität) #1

8.2.23Passfolge (Diagonalität) #2

8.2.24Passfolge (Diagonalität) #3

8.2.25Passfolge (Spiel über den Dritten)

8.2.26Freies Passen (Positionswechsel)

8.2.27Freies Passen (Zonenspiel)

8.2.28Freies Passen (Variabilität)

8.2.29Freies Passen (Raumverhalten)

8.2.30Freies Passen (Linienspiel)

8.3TORSCHUSS

8.3.1Torschusswettkampf (Störspieler)

8.3.2Torschusswettkampf (Zeitspiel)

8.3.3Torschusswettkampf (Timing)

8.3.4Torschusswettkampf (Flugball)

8.3.5Passkombination mit Torschuss (Spielverlagerung) #1

8.3.6Passkombination mit Torschuss (Spielverlagerung) #2

8.3.7Passkombination mit Torschuss (Spiel in die Tiefe) #1

8.3.8Passkombination mit Torschuss (Spiel in die Tiefe) #2

8.3.9Passkombination mit Torschuss (Flugball)

8.3.10Torschussserie (Variabilität)

8.4DRIBBLING

8.4.1Aufgabenwechsel (Variabilität)

8.4.2Aufgabenkombination (Variabilität)

8.4.3Farbsignale (Handlungsschnelligkeit)

8.4.4Staffelwettkampf (Tempodribbling) #1

8.4.5Staffelwettkampf (Tempodribbling) #2

8.4.6Staffelwettkampf (Tempodribbling) #3

8.4.7Fangspiel (Tempodribbling) #1

8.4.8Fangspiel (Tempodribbling) #2

8.4.9Zonenspiel (Finten) #1

8.4.10Zonenspiel (Finten) #2

8.51 GEGEN 1

8.5.1Einfaches 1 gegen 1 (Torschuss)

8.5.2Doppeltes 1 gegen 1 (Dribbling) #1

8.5.3Doppeltes 1 gegen 1 (Dribbling) #2

8.5.4Doppeltes 1 gegen 1 (Dribbling) #3

8.5.5Doppeltes 1 gegen 1 (Zonenwettkampf)

8.5.6Doppeltes 1 gegen 1 (Zentrumsspiel)

8.5.7Doppeltes 1 gegen 1 (Minitore) #1

8.5.8Doppeltes 1 gegen 1 (Minitore) #2

8.5.9Doppeltes 1 gegen 1 (Variabilität)

8.5.10Doppeltes 1 gegen 1 (Anschlussaktion)

8.5.11Vierfaches 1 gegen 1 (Dribbling)

8.5.12Vierfaches 1 gegen 1 (Minitore)

8.5.13Vierfaches 1 gegen 1 (Variabilität)

8.5.14Vierfaches 1 gegen 1 (Torschuss) #1

8.5.15Vierfaches 1 gegen 1 (Torschuss) #2

8.5.16Vierfaches 1 gegen 1 (freies Passspiel)

8.5.17Vierfaches 1 gegen 1 (Anschlussaktion)

8.5.18Sechsfaches 1 gegen 1 (Chaos)

8.5.19Sechsfaches 1 gegen 1 (Gegner im Rücken)

8.5.20Sechsfaches 1 gegen 1 (Zonenwettkampf)

9SPIELEINSTIEG

9.1Laufeinstieg zum 2 gegen 2

9.2Laufeinstieg zum doppelten 2 gegen 2

9.3Laufeinstieg zum doppelten 3 gegen 3

9.4Laufeinstieg zum 4 gegen 4

9.5Laufeinstieg zum 5 gegen 5

9.6Athletikeinstieg zum 3 gegen 3

9.7Athletikeinstieg zum 4 gegen 4

9.8Polysporteinstieg zum doppelten 2 gegen 2

9.9Polysporteinstieg zum 4 gegen 4 #1

9.10Polysporteinstieg zum 4 gegen 4 #2

9.11Passeinstieg zum 2 gegen 2 plus 1

9.12Passeinstieg zum dreifachen 2 gegen 2

9.13Passeinstieg zum doppelten 3 gegen 3

9.14Passeinstieg zum 4 gegen 4 #1

9.15Passeinstieg zum 4 gegen 4 #2

9.16Passeinstieg zum 4 gegen 4 plus 2

9.17Passeinstieg zum 5 gegen 5

9.18Passeinstieg zum 6 gegen 6

9.19Torschusseinstieg zum 2 gegen 1

9.20Torschusseinstieg zum 3 gegen 3

Exemplarische Trainingseinheit Thema Passspiel

10SPIELFORMEN

10.1STEUERUNG VON SPIELFORMEN

10.1.1Dribbling

10.1.2Ballverarbeitung

10.1.3Passspiel

10.1.4Torschuss

10.1.5Kopfballspiel

10.1.6Flanken

10.1.7Doppelpass

10.1.8Spiel über den Dritten

10.1.9Hinterlaufen

10.1.10Kreuzen

10.1.111 gegen 1 frontal

10.1.121 gegen 1 mit dem Gegner im Rücken

10.1.13Tiefenstaffelung

10.1.14Kettenverhalten

10.1.15Doppeln

10.1.16Abwehrdreieck

10.1.17Nach außen lenken

10.1.18Nach innen lenken

10.1.19Herausspielen von Torchancen über den Flügel

10.1.20Herausspielen von Torchancen über das Zentrum

10.1.21Angriffspressing

10.1.22Mittelfeldpressing

10.1.23Abwehrpressing

10.1.24Seite überlagern

10.2BALLBESITZSPIELE

10.2.12 plus 2 plus 2 gegen 2 (Zonenspiel)

10.2.2Dreifaches 2 gegen 2 plus 2 (Ballzirkulation)

10.2.33 gegen 3 plus 3 (Freilaufverhalten) #1

10.2.43 gegen 3 plus 3 (Freilaufverhalten) #2

10.2.53 gegen 3 plus 3 (Schnittstellenpass)

10.2.63 gegen 3 auf 3 gegen 3 plus 3 (Schnittstellenpass)

10.2.73 gegen 3 plus 5 (Ballzirkulation)

10.2.83 gegen 3 plus 7 (Ballzirkulation)

10.2.94 gegen 2 auf 4 gegen 2 (Schnittstellenpass) #1

10.2.104 gegen 2 auf 4 gegen 2 (Schnittstellenpass) #2

10.2.114 plus 2 gegen 4 plus 2 (Positionswechsel)

10.2.124 gegen 4 (Zonenspiel)

10.2.134 gegen 4 plus 1 (Verteidigungsverhalten)

10.2.144 gegen 4 plus 4 (Ballzirkulation)

10.2.155 gegen 3 (Spielverlagerung)

10.2.165 gegen 5 (Zonenspiel) #1

10.2.175 gegen 5 (Zonenspiel) #2

10.2.185 gegen 5 plus 5 (Ballzirkulation) #1

10.2.195 gegen 5 plus 5 (Ballzirkulation) #2

10.2.206 gegen 6 (Defensivzonen)

Exemplarische Trainingseinheit Thema Torschuss

10.3SPIELFORMEN AUF TORE

10.3.12 plus 2 gegen 2 plus 2 (Positionswechsel)

10.3.22 plus 2 gegen 2 plus 3 (Positionsspiel)

10.3.33 gegen 3 (Umschaltspiel)

10.3.43 gegen 3 (variable Minitore) #1

10.3.53 gegen 3 (variable Minitore) #2

10.3.63 gegen 3 (Zonenspiel)

10.3.73 gegen 3 plus 4 (Überzahlspiel)

10.3.84 gegen 4 (Ballbesitz vs. Torerfolg)

10.3.94 gegen 4 (variable Torwertung) #1

10.3.104 gegen 4 (variable Torwertung) #2

10.3.114 gegen 4 (Passspiel)

10.3.124 gegen 4 (Zonenspiel) #1

10.3.134 gegen 4 (Zonenspiel) #2

10.3.144 gegen 4 (Linienspiel) #1

10.3.154 gegen 4 (Linienspiel) #2

10.3.164 gegen 4 (Linienspiel) #3

10.3.174 gegen 4 (Flügelspiel vs. Zentrumsspiel)

10.3.184 gegen 4 plus 2 (variable Minitore)

10.3.194 gegen 4 plus 4 (Positionswechsel)

10.3.205 gegen 5 (Offensivzonen)

10.3.213 gegen 3 (Umschaltspiel)

10.3.223 gegen 3 (Linienspiel)

10.3.233 gegen 3 (Diagonalität)

10.3.244 gegen 2 (Ballzirkulation)

10.3.254 gegen 4 (Bonusball)

10.3.264 gegen 4 (Dribbling)

10.3.274 gegen 4 (Passspiel und Dribbling)

10.3.284 gegen 4 (Abschlusszonen)

10.3.294 gegen 4 (Farbsignale)

10.3.304 gegen 4 (Spiel in die Tiefe)

10.3.313 gegen 3 (Torhüterspiel)

10.3.323 gegen 3 plus 3 (Spezialspieler)

10.3.333 gegen 3 plus 2 (Linienspieler)

10.3.343 gegen 3 auf 2 gegen 2 (Zonenspiel)

10.3.354 gegen 2 (Zentrumsspiel)

10.3.364 gegen 4 (Zentrumsspiel)

10.3.374 gegen 4 (Spielverlagerung)

10.3.384 gegen 4 plus 2 (Diagonalität)

10.3.394 gegen 4 plus 2 (Torschuss) #1

10.3.404 gegen 4 plus 2 (Torschuss) #2

Buchserie

11WEITERFÜHRUNG

11.1KOGNITIVES TRAINING IM 9ER-FELD

11.1.1Orientierung und Wahrnehmung

11.1.2Dribbling (Markierungshütchen)

11.1.3Freilaufbewegung

11.1.4Fangspiel

11.1.5Dribbling (Spielfeldlinien)

11.1.6Variable Torwertung

11.2DIDAKTISCHE ANSÄTZE IM KINDERFUSSBALL

11.3DAKTISCHE ANSÄTZE IM JUGEND- UND ERWACHSENENFUSSBALL

12PLANUNGSVORLAGEN

12.1VORLAGEN ZUR TRAININGSPLANUNG

12.2VORLAGEN ZUR WETTKAMPFPLANUNG

Anhang

1LITERATURHINWEISE

2BILDNACHWEIS

VORWORT

Das vorliegende Buch Zonenfußball versucht, einen Beitrag zur Verbesserung der technischen, taktischen und kognitiven Leistungsfähigkeit von Fußballern beizusteuern. Die Autoren setzen die langjährige Arbeit mit innovativen Spielflächen in immer wieder neuen Gewändern fort und unterstreichen den Spaß und die Lust an der Verbindung von verschiedenen Zonen mit unterschiedlichen Spielregeln. Das variantenreiche und abwechslungsreiche Bespielen von quadratischen Zonen steht im Mittelpunkt. Die Zusammenstellung ausgewählter Trainingsformen bildet eine sehr gute Zugriffsmöglichkeit für Trainer, die sich ebenfalls an den aktuellen Trends des Fußballs orientieren mögen.

Die vorgestellten Trainingsformen wurden in unterschiedlichsten Altersklassen und Spielniveaustufen umgesetzt und versuchen, bei den Spielern Spielfreude und Spielwitz zu entfachen. Dieser Spielwitz versucht ganz grundsätzlich auf Aspekte wie Motivation, Leidenschaft und Anstrengungsbereitschaft einzuwirken. Es geht um sich stetig verändernde Spiele – des schönsten Spiels wegen!

Im Trainingsaufbau des 9er-Felds ist vielseitiges Handeln, Üben in Wettbewerben und Spielen in zigfacher Varianz möglich. Die anspruchsvollen Aufgabenstellungen sprechen die Orientierungsfähigkeiten der Spieler an und stellen durch kunterbunte Spielfeldaufbauten motivierende Herausforderungen in den Bereichen Wahrnehmung und anschließender effizienter Entscheidungsfindung dar.

Mich freut besonders, dass einem, aus der engen Zusammenarbeit im Hamburger Fußball-Verband e. V. entsprungenen Impuls folgend, die Möglichkeiten des Quadrates und weiterführend auch des 9er-Felds erfasst wurden und um viele Varianten erweitert werden konnten. Dieses Buch ist ein weiterer Beitrag, um die kognitiven Spielleistungen zu erhöhen, sodass in den Spielflächen und Zonen qualitativ technische Handlungen angesteuert werden können und auch taktische Ziele des Spiels im 11 gegen 11 hier in kleineren Einheiten abgebildet werden.

So ist es meines Erachtens ein wichtiges Trainingsprinzip, mit den geometrischen Formen einen Teil des großen Spiels indirekt anzusteuern, was auch von den Spielern schnell erfasst wird, wenn in einer Spielphasenpause ein konkreter Dialog geführt wird. Darin steckt dann auch der Glaube an die Wirksamkeit dieser teilweise komplexen Spielformen, denn sie werden jeden Spieler verbessern und sie im großen Spiel später handlungsvariabler und spielkompetenter machen.

Insbesondere das 9er-Feld kann zur systematischen Zusammenführung von Teams eingesetzt werden. Darin steckt, dass die Distanzen zueinander laufend in den Räumen bespielt werden und zu einer Kompaktheit beitragen können. Das Timing von Kleingruppen wie auch von Mitspielern zueinander wird innerhalb der Zonen verbessert und technisch-taktische Verläufe im Zusammenspiel synchronisiert.

Zonenfußball vernetzt Spieler und Spielhandlungen miteinander, schafft eine starke Verbundenheit des Zusammenspiels und damit des Teamgedankens. Es fordert, permanent effektive Lösungen umzusetzen und dabei auf Mitspieler zu achten sowie zielführend und schnell zu agieren.

Je nach Einsatz und Leistungsniveau lassen sich auch konditionelle Verbesserungen mittels dieser Formen erzielen. Die durch quadratische Zonen organisierten Spielformen schulen auch gewandte Bewegungsabläufe. Das logisch aufgebaute Raster eines 9er-Felds bietet demnach alle Facetten von diagonalen Läufen, Bogenläufen und schnellen Richtungsänderungen. Gerade hier hat der Fußball in den letzten Jahren auf Topniveau hohe Anforderungen entwickelt, denen aufstrebende Nachwuchsfußballer über variable Motorik gerecht werden sollen.

Den Lesern wünsche ich mit diesem Buch viel Spaß beim Ausprobieren der Formen im Training und auch bei der Erschaffung neuer Variationen. Der Fußball hat noch viele Facetten für Training und Wettkampf parat, die es zu entdecken gilt – er ist noch nicht fertig!


Stephan Kerber

Hamburger Fußball-Verband e.V.

Verbandssportlehrer

Fußballlehrer

1EINLEITUNG

Die Zielsetzungen von Fußballtrainern im Rahmen ihrer Arbeit mit der eigenen Mannschaft können sehr unterschiedlich sein. Sie können sich an Leistungsniveaus, Altersbereichen oder Spielklassenzugehörigkeiten ausrichten. Die Ziele eines im Breitensport aktiven Trainers können sich stark von den Zielen eines Trainers unterscheiden, der im leistungsorientierten Bereich oder gar im Spitzenfußball aktiv ist. Außerdem gelten in den jeweiligen Altersbereichen bis hin zum Erwachsenenfußball höchst verschiedenartige Voraussetzungen und Gegebenheiten.

Je nach Altersstufe der eigenen Trainingsgruppe besitzen die Spieler entsprechend unterschiedliche physische und psychische Merkmale, die wiederum Einfluss auf die erwähnten Zielsetzungen eines Trainers haben können. Zudem hat, unabhängig vom Leistungsniveau oder Altersbereich, jeder Trainer eine individuelle Sicht auf den Fußball und das Training, entwickelt eigene Herangehensweisen, Methoden sowie Konzepte und bildet seine eigene Trainerpersönlichkeit aus. Weitergedacht agiert jeder Trainer gemäß einer ganz eigenen und sehr individuellen Ausbildungsoder Spielphilosophie.

Neben den unterschiedlichen Zielsetzungen und verschiedenen Vorgehensweisen bestehen aber auch Aspekte, die viele Trainer aufweisen. So sind das Training konditioneller Komponenten, die Optimierung von Bewegung und Technik oder die Verbesserung taktischer Verhaltensweisen grundlegende Themenschwerpunkte, mit denen sich viele Trainer im Trainingsalltag wiederkehrend beschäftigen. Mit diesen Inhalten wird auf die Verbesserung einzelner Spieler oder der gesamten Mannschaft abgezielt. Letztlich besteht das Bestreben, dass die Spieler in die Lage versetzt werden, Gelerntes unter Spieldruck anzuwenden. Das Handeln des Trainers dient schließlich der Optimierung von Spieler- und Spielverhalten.

In diesem Kontext helfen den Spielern konkrete Handlungsmuster und klar definierte Verhaltensweisen. In diesem Sinne werden Spieler in ihrem Verhalten gelenkt und geführt. Es können Vorgaben für ausgewählte Spielsituationen gelten, die optimales oder Erfolg versprechendes Spielhandeln beschreiben. Das Spiel stellt den Spieler allerdings auch vor unterschiedlichste Probleme und oftmals verändern sich Spielsituationen, sind unübersichtlich oder eher zufällig.

Neben den wiederkehrenden Spielsequenzen sollen die Spieler aber eben auch auf die Variabilität des Spiels reagieren können und sinnvolle Lösungen in unvorhersehbaren Spielsituationen finden. Es geht also in erster Linie auch darum, mündige und vor allem auch spielfähige Spieler zu entwickeln, die situationsadäquat Erfolg versprechende Lösungsstrategien entwickeln und eigenständig umsetzen können.

Mithilfe von Zonen ist es möglich, dass auf der einen Seite Spielverhalten strukturiert und gelenkt wird, aber auf der anderen Seite trotzdem Freiheitsgrade bestehen. Das Verhalten einzelner Spieler, Spielergruppen oder der gesamten Mannschaft kann über Zonen und Regeln manipuliert werden, ohne dabei den Lösungsweg alternativlos vorzugeben. Ganz im Gegenteil können Zonen helfen, um zielgerichtetes und Erfolg versprechendes Spielverhalten zu begünstigen und dabei Freiräume für unterschiedliche Handlungswege offenzulassen.

Die quadratische Eckzone des Strafraums kann als ein Raum definiert werden, welcher für einen offensiven Flügelspieler als besonders reizvoll eingestuft wird. Dieser Spieler wird grundsätzlich in Richtung des Strafraumecks geführt und versucht, in die definierte Zone einzudringen. Somit ist eine individuelle Zielzone definiert, welche als Prinzip die Bedrohung des Zentrums interessanter als ein Dribbling in Richtung Eckfahne einstuft.


Abb. 1: Strafraumecke

Im Umkehrschluss stellt die gleiche Eckzone des Strafraums für einen Defensivspieler einen unbedingt zu verteidigenden Raum dar. Der Defensivspieler kann über die Definition dieser Zone dazu aufgefordert werden, das Eindringen des Offensivspielers zu verhindern, dadurch mutig nach vorne zu verteidigen, den Angreifer bereits außerhalb des Strafraums zu stellen und im Optimalfall fern des Zentrums zu halten oder in Richtung Seitenlinie abzudrängen.

Im gruppentaktischen Kontext hilft die Definition von horizontalen und vertikalen Ebenen in Themenschwerpunkten wie Kettenverhalten, Verschiebetätigkeit oder Freilaufverhalten. Die Abstimmung von mehreren Offensivspielern im Sinne getimter Freilaufbewegungen kann über die Provokation von Laufwegen in andere Ebenen verdeutlicht und angelegt werden. In diesem Zuge lassen sich tiefe und entgegenkommende Läufe aufeinander abstimmen. Gleiches gilt für gruppentaktische Verhaltensweisen im Defensivverbund. Durch nebeneinander definierte Zonen lässt sich Einfluss auf die Abstände zwischen einzelnen Spielern und die lückenlose Verschiebetätigkeit nehmen.


Abb. 2: Verschiebe- und Freilaufbewegungen

Die großflächige Strukturierung und Einteilung des Spielfelds ermöglicht die Einflussnahme auf das Verhalten des kompletten Teams. Durch diagonal angelegte Spielfeldbegrenzungen und die Aussparung der Eckbereiche lässt sich Offensivverhalten grundsätzlich in Richtung des gegnerischen Tors ausrichten. Auf der anderen Seite bedeutet es für den Defensivverbund das trichterförmige Fallen und die Torsicherung im zentralen Bereich. Durch eine einfache Zonengestaltung lässt sich die Aufmerksamkeit der Spieler offensiv und defensiv auf entscheidende Spielräume und Handlungsmuster fokussieren.


Abb. 3: Grundordnung

Die komplette Strukturierung des Strafraums hilft im Rahmen von Standardsituationen. Für die Erfolg versprechende Ausrichtung indirekter Freistöße oder Eckbälle lassen sich Zielzonen definieren, die es im Ballbesitz anzulaufen und zu bespielen gilt oder die es im Defensivbereich zu besetzen und zu verteidigen gilt. Mit einer klaren Bezeichnung lassen sich die spielentscheidenden Räume identifizieren und mit eigenen Spielern besetzen.


Abb. 4: Strafraumzonen

Der Gedanke des Zonenfußballs bezieht sich zunächst auf das Training. Im Training können mit Zonen konkrete Verhaltensweisen mit bestimmten Spielfeldbereichen verknüpft werden und spielorientiert verbunden werden. Durch Zonentraining können die in einem Raum besonders gewinnbringenden Handlungen besonders provoziert und begünstigt werden. Dieses Vorgehen beschränkt sich nicht nur auf die Verhaltensweisen eines einzelnen Spielers, sondern bezieht die Einflussnahme auf das Verhalten einer gesamten Mannschaft mit ein. Als Weiterführung findet das Gelernte dann Anwendung im Spiel oder im Wettkampf. Das angelegte Verhalten durch Zonentraining soll im Optimalfall in den Wettkampf überführt und transferiert werden.


Abb. 5: Trichter und Sanduhr

Der Zonengedanke lässt sich auf das gesamte Spielfeld ausweiten. Die Einteilung des kompletten Spielfelds in verschiedene Zonen kann nicht nur dem einzelnen Spieler helfen, sondern lässt sich auch für die Vermittlung gruppen- oder mannschaftstaktischer Inhalte nutzen. Die Einteilung des Spielfelds in verschiedene Bereiche erfährt eine inhaltliche Erweiterung, indem die Zonen konkrete Namen bzw. Bezeichnungen erhalten, die das jeweils in der Zone zum Erfolg führende Spielverhalten beschreiben und für die Spieler verdeutlichen.

Dabei versucht dieser Ansatz, keine universelle Erklärung für das Spiel zu liefern, sondern soll den Spielern als Hilfestellung und Orientierung dienen. Es geht um die Formulierung von Prinzipien und um die Definition von Erfolg versprechendem Spielverhalten in bestimmten Spielräumen. Der zonenorientierte Ansatz lässt dabei Freiheit für die persönliche Trainerhandschrift und die eigene Ausbildungs- und Spielphilosophie. Es obliegt dem handelnden Coach, wie Zonen räumlich definiert werden und welches Spielverhalten in den einzelnen Zonen provoziert werden soll.

Die in diesem Buch vorgestellten theoretischen und praktischen Gedanken sind als Impulse und Anregungen zu verstehen, die zwar in der aufgeführten Form direkt in die Arbeit mit der eigenen Trainingsgruppe überführt werden können, aber viel mehr bei der Umsetzung eigener Gedanken helfen und unterstützen sollen.


Abb. 6: Diagonalzonen, einfarbig


Abb. 7: Diagonalzonen, mehrfarbig

Die langjährige Arbeit mit Kindern und Erwachsenen auf unterschiedlichen Leistungsniveaus hat gezeigt, dass sich Lernen individuell unterschiedlich vollzieht und jeder Spieler und auch jede Gruppe andere Lernwege beschreitet. Die Strukturierung des Spielfelds in Kombination mit konkreten Verhaltensweisen mag bestimmten Spielern als wertvolle Hilfestellung dienen und Verstehensprozesse begünstigen. Die vorgestellten Ideen des Zonentrainings sollen letztlich dabei helfen, dass Trainer ihre persönlichen Zielsetzungen erreichen und ihre Spieler und Mannschaften besser machen. Das methodische Zonentraining und die didaktische Herangehensweise ist als ein weiteres Tool zu verstehen, welches dem Trainer helfen soll, um Spieler und Mannschaften spielkonzeptionell auszurichten, ohne Kreativität und Spielfreude einzuschränken.


Oliver Dittberner

1.1LEGENDE


Abb. 8: Legende

1 – Laufweg (gestrichelte Linie)

2 – Dribbling (geschwungene Linie)

3 – Passweg (durchgezogene Linie)

4 – Schuss (durchgezogene Linie)

5 – Sprunglauf (gebogene Linie)

6 – Vorwärtsrolle (kreisrunde Linie)

7 – Der Spieler wirft einen Ball zu einem Mitspieler (durchgezogene Linie).

8 – Der Spieler hält ein Markierungsleibchen in der Hand.

9 – Der Spieler hält ein Markierungshütchen in der Hand.

10 – Ein Bonusball wird auf einem Markierungshütchen platziert.

11 – Der Trainer bringt einen neuen Ball ins Spiel.

12 – Der Trainer gibt ein visuelles Signal.

13 – Der Trainer gibt ein akustisches Signal.

14 – Minitore mit Farbmarkierung

15 – Aktionszone (klein)

16 – Aktionszone (groß)

17 – Aktionslinie

1.2LESEHILFE

Das 9er-Feld als Spielfläche bietet zahllose Möglichkeiten im Rahmen der Trainingspraxis. Dabei ist der organisatorische Aufwand gering und vor allem der Aufbau mit wenig Materialeinsatz sehr schnell umgesetzt. Die trainerfreundlichen Anwendungsmöglichkeiten vermeiden zeitraubende Umbauphasen und steigern somit unmittelbar die Trainingsqualität, indem Wartezeiten verkürzt werden, ein höherer Trainingsfluss entsteht und die Trainingszeit optimal genutzt werden kann. Darüber hinaus erlaubt der Verbleib in einem Trainingsaufbau eine erhöhte Orientierung und Fokussierung der Spieler auf das entsprechende Trainingsthema.

Die Übungs- und Spielformen im 9er-Feld können im Sinne eines Bausteinprinzips verstanden werden und je nach Themenschwerpunkt miteinander kombiniert werden. Auf den Seiten 77, 183 und 219 in diesem Buch befinden sich exemplarische Trainingseinheiten zu den Trainingsschwerpunkten Dribbling, Passspiel und Torschuss. Diese kompletten Trainingseinheiten bestehen aus einem Aufwärmen, einem Hauptteil und einem Schlussteil und sollen einen Eindruck vermitteln, wie die einzelnen Trainingsformen aus diesem Buch miteinander kombiniert werden können. Alle dargestellten Trainingsformen stammen aus den einzelnen Kapiteln des Buchs und können über eine angefügte Seitenangabe entsprechend zurückverfolgt werden. Die Einheiten sind als Denkanstoß für Trainer zu verstehen, sodass eigene Trainingseinheiten entstehen, die sich an einem Themenschwerpunkt ausrichten und in einem Aufbau umgesetzt werden können.

1.3AUTORENKONTAKT

Die Autoren stehen in regelmäßigem Austausch zu zahlreichen Trainerkollegen und Trainerkolleginnen. Dieser inhaltliche Austausch ist sehr gewinnbringend für die Trainingsarbeit auf dem Platz und hat darüber hinaus wichtige Denkanstöße für das Verfassen dieses Buchs gegeben.

Vielen Dank für die interessanten Diskussionen und Anregungen!

Die Autoren sind sehr an Rückmeldungen zu den in diesem Buch Zonenfussball vorgestellten Inhalten interessiert. Sofern inhaltliche Fragen auftreten oder weiterführende Gedanken entstehen, besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme per E-Mail: zonenfussball@web.de. Die Autoren freuen sich auf das Leserfeedback!


Niklas Lüdemann und Fabian Seeger

Kontakt: zonenfussball@web.de

2THEORIE

Der theoretische Grundgedanke befasst sich mit einer Strukturierung der Spielfläche. Das Spielfeld wird zu diesem Zweck in unterschiedliche Zonen eingeteilt. Die Übungs- und Spielformen werden im strukturierten Spielfeld umgesetzt. Die einzelnen Zonen, Felder oder Bereiche werden mit Regelvariationen und Handlungsaufgaben verbunden. So bietet die einfache Zonenstruktur einen sehr vielschichtigen Erfahrungsraum und differenzierte Handlungsmöglichkeiten.

2.1ALLGEMEINE BEDEUTUNG » RÄUME ERKENNEN » ZONEN BESPIELEN » TORE ERZIELEN

Der Begriff 9er-Feld beschreibt eine Spielfläche, welche aus neun quadratischen Zonen besteht. Diese neun Felder werden durch Markierungshütchen definiert. Im klassischen 9er-Feld grenzen die neun Quadrate unmittelbar aneinander und ergeben zusammengefasst eine große und ebenfalls quadratische Spielfläche. Die große Quadratfläche wird in Kombination mit den kleineren Quadratzonen für das Training als sehr variabel einsetzbarer Handlungsraum genutzt.

Im 9er-Feld lassen sich zahlreiche Übungs- und Spielformen durchführen. Der Aufbau des 9er-Felds kann je nach Schwerpunkt variiert werden, sodass zahlreiche Trainingsthemen angesteuert werden können. Während des Trainings werden die einzelnen Quadrate des 9er-Felds in unterschiedlicher Art und Weise belaufen und bespielt. Der Trainer kann die Felder mit verschiedenen Aufgaben und Zielsetzungen belegen und ihnen eine spezifische Bedeutung zukommen lassen.

Die Spieler sind dann aufgefordert, die Zonen den Vorgaben entsprechend zu bespielen. Somit richten die Spieler ihre Aktionen und ihr Verhalten ganz konkret an den Feldern und der entsprechenden Bedeutung aus. Die Aktionen der Spieler können individuell oder durch das Zusammenwirken mehrerer Akteure geprägt sein. Darüber hinaus kann das Bespielen und damit Schließen eines einzelnen Felds mit nachfolgenden Handlungen und Spielaktionen in anderen Feldern kombiniert werden oder mit Anschlussaktionen auf Tore verbunden werden.

Das 9er-Feld gibt einzelne Zonen als vielschichtiges Raster vor. Die Spieler können und sollen ihr Spielverhalten präzise an den Zonen ausrichten. Die Zonen gelten als markante Orientierungspunkte und lenken die Aufmerksamkeit der Spieler auf entscheidende Spielfeldbereiche. Das Training mit und im 9er-Feld basiert auf dem Gedanken, das Fußballfeld in bestimmte Bereiche zu untergliedern. In diesem Sinne wird eine grundsätzliche Einteilung in Quadrate und Rechtecke vorgenommen. Die Einteilung und Definition verschiedener Bereiche soll ermöglichen, dass bestimmte Handlungsmuster oder Technikaktionen mit ganz konkreten Spielfeldbereichen verbunden werden können.

Das Training im 9er-Feld zielt konsequenterweise auf eine Transferleistung und Anwendung im Wettkampf ab. Das im Training erworbene Spielverhalten in Verbindung mit Räumen, Zonen und Feldern soll letztlich auf das große Spiel übertragen und im Wettkampf angewendet werden.

2.2SPEZIFISCHE BEDEUTUNG » TECHNIKAUFGABEN ERFÜLLEN » TAKTIKVORGABEN UMSETZEN

Die Einteilung der Spielfläche als 9er-Feld in neun Quadrate gilt als konzeptionelle Grundlage zur Steuerung des Spielerverhaltens. Mithilfe der Zonen können technisch-taktische Handlungen ausgerichtet und abgefragt werden. Die neun Zonen dienen als Ausgangspunkt, um spezifische Technikaktionen, wie Dribblings, Finten, Richtungswechsel oder Pässe, und gruppentaktische Verhaltensweisen, wie Doppelpässe, Hinterlaufen oder das Spiel über den Dritten zu generieren. In den Spielformen rufen die offensiven Verhaltensweisen eine defensive Reaktion hervor, sodass im 9er-Feld auch defensive Handlungen trainiert und in bestimmten Räumen angelegt werden können.

Das Training im 9er-Feld beeinflusst grundlegend die Wahrnehmung der Spieler und versucht, eine grundsätzliche Fokussierung auf interessante, strategische und spielentscheidende Räume zu entwickeln. Einzelne Zonen werden als Zielräume definiert, sodass offensive und defensive Handlungen zielgerichtet durchgeführt werden müssen. Somit kann abgestimmtes Anbiet- und Freilaufverhalten, Timing im Zusammenspiel oder gemeinsames Entscheiden gefördert werden. Weiterführend können mithilfe der Felder konkrete Passrichtungen definiert, Dribblingwege vorgegeben, Passdistanzen angelegt und über die begrenzenden Markierungshütchen fiktive Gegenspieler symbolisiert werden.

Die spezifische Bedeutung der einzelnen Felder ist sehr variabel. Das 9er-Feld bietet zahlreiche Möglichkeiten, hält vielschichtige Zielsetzungen und differenzierte Aufgabenstellungen bereit. Die unzähligen Möglichkeiten gilt es, mit Blick auf das gewünschte Spielerverhalten, einzugrenzen und im Rahmen des aktuellen Trainingsthemas auszuschöpfen.

3METHODIK

Das 9er-Feld bietet vielschichtige Möglichkeiten. Die neun quadratischen Zonen können individuell, in kleinen Gruppen oder in größeren Teams bespielt werden. Die möglichen Handlungen umfassen das Spiel mit Ball, das Spiel ohne Ball und das Spiel gegen den Ball. Gemäß dieser Kategorisierung finden technische Aktionen mit Ball wie Dribblings, Finten, Pässe oder Schüsse statt, zeigt sich Anbiet- und Freilaufverhalten ohne Ball im Sinne der Ballerwartung und ist Defensivverhalten als Reaktion auf die Vorhaben der Offensive gefordert.

Eine ähnliche Gliederung und Hierarchie kann auch für Spielhandlungen vorgenommen werden, an denen mehrere Spieler beteiligt sind. Diese komplexeren Abläufe greifen einzelne Aspekte der gruppentaktischen Angriffsmittel, wie Doppelpässe, Hinterlaufen oder Passkombinationen über Dritte, auf. Im Defensivspiel erfordern die komplexen Spielaktionen abgestimmtes Verteidigen durch Kettenverhalten, Tiefenstaffelung oder Pressingverhalten.

Zur Verdeutlichung des Potenzials im Rahmen der Trainingsgestaltung und Erläuterung methodischer Herangehensweisen blicken wir auf ausgewählte Anwendungsbeispiele. Die Anwendungsbeispiele im Sinne einer exemplarischen Feldnutzung sollen einen Eindruck zu möglichen Spieleraktionen liefern. Das geforderte Spielerverhalten kann gleichermaßen als Baustein oder Element in Übungs- und Spielformen integriert werden.

3.1DER INDIVIDUELLE ANSATZ » TECHNIKORIENTIERUNG

Der erste methodische Schritt legt den Fokus auf das Bespielen einer einzelnen Zone. Das einzelne Quadrat wird in diesem Sinne individuell von einem einzelnen Spieler in Ballbesitz bespielt. Hierbei geht es in erster Linie um das Dribbling, das Passspiel und die Ballmitnahme. Dieser individuelle Ansatz orientiert sich vorrangig an Techniken und Bewegungsaufgaben mit Ball. Im Training bieten sich technikorientierte Übungsformen an, welche die gewünschten Techniken häufig generieren und wiederholen lassen.

3.2DAS INDIVIDUELLE BESPIELEN DER FELDER MIT BALL » GRUNDLEGENDE TECHNIKEN

Auf der individuellen Ebene geht es in erster Linie um schnelle Dribblings, Tempo- und Richtungsveränderungen, gerade und diagonale Pässe sowie beidfüßige Ballmitnahmen. Das Regelwerk zum Bespielen der Felder muss entsprechende Vorgaben machen, die das gewünschte Verhalten provozieren. Spielerverhalten im Sinne variabler Dribblings zeigt sich, wenn die Spieler als Vorgabe zwei parallele Linien mit Ball am Fuß (vgl. Abb. 9: Tempodribbling) oder zwei angrenzende Linien (vgl. Abb. 10: Dribbling mit Richtungswechsel) überqueren müssen.

Das Passspiel wird angesteuert, indem ein Pass über zwei parallele Linien (vgl. Abb. 11: Gerader Pass) oder ein Pass über zwei angrenzende Linien (vgl. Abb. 12: Diagonaler Pass) gespielt werden muss. Als Kombination von Dribbling und Pass kann die Aufgabenstellung so angepasst werden, dass nach dem Dribbling in eine Zone ein direkt anschließender Pass aus der Zone heraus (vgl. Abb. 13: Dribbling mit Anschlussaktion) oder nach einem Passerhalt in einer Zone das sofortige Dribbling aus der Zone heraus (vgl. Abb. 14: Passerhalt mit Anschlussaktion) erfolgen muss.


Abb. 9: Tempodribbling


Abb. 10: Dribbling mit Richtungswechsel


Abb. 11: Gerader Pass


Abb. 12: Diagonaler Pass


Abb. 13: Dribbling mit Anschlussaktion


Abb. 14: Passerhalt mit Anschlussaktion

Die Zonen sind demnach als einzelne Aktionsfelder zu verstehen. Den Spielern werden konkrete und klar definierte Handlungen vorgegeben. In diesem Kontext lässt sich die einzelne Zone auch als Passfeld, Schussfeld, Fintenfeld oder Mitnahmefeld bezeichnen. Die Spielaktionen mit Anschlusshandlung oder Passempfänger verlassen teilweise die individuelle Ebene und münden im gemeinsamen Bespielen der Felder im Rahmen von Spielerpaaren oder kleineren Gruppen. Außerdem entsteht bereits eine erste Annäherung an das aufeinanderfolgende Bespielen mehrerer Zonen.

3.3DAS INDIVIDUELLE BESPIELEN DER FELDER OHNE BALL » EINFACHES ANBIET- UND FREILAUFVERHALTEN

Im Sinne der methodischen Reihe richtet sich der Blick im zweiten Schritt auf das Spielerverhalten ohne Ball. Um Anschlussaktionen der ballbesitzenden Spieler zu ermöglichen und um optimale Spielfortsetzungen generieren zu können, ist das Laufverhalten ohne Ball entscheidend. Die Spieler richten ihr Anbiet- und Freilaufverhalten am Ballbesitzer, an der aktuellen Aufgabe und dementsprechend unmittelbar an den Zonen aus. Dabei werden die Zonen gerade oder diagonal belaufen. Zudem positionieren sich die Spieler an den Rändern der Felder oder laufen sich parallel an den Seiten frei.

In diesem Sinne lassen sich die Zonen optimal nutzen, um das Anbiet- und Freilaufverhalten grundsätzlich anzulegen, zu strukturieren und letztlich zu verbessern. Dabei sind die Spieler gemäß der aktuellen Vorgabe im Spiel auf die Felder aufgefordert, offene Spielstellungen einzunehmen, Gegnerdruck zu entfliehen oder auf direktem Wege anspielbar zu sein. Das einfache Lösen aus der Tiefe von einem Gegenspieler kann ebenso wie das Verlassen des Deckungsschattens als Bogenlauf oder im Sinne seitlichen Absetzverhaltens trainiert werden.

Das individuelle Freilaufverhalten muss dabei stets im Timing mit einem Mitspieler umgesetzt werden. So zielt das Freilaufverhalten je nach aktueller Aufgabe auf einen Passerhalt in einer bestimmten Zone, auf das bewusste Freilassen eines entscheidenden Felds oder auf das Freiziehen eines Felds durch Binden eines Gegners ab.


Abb. 15: Einfaches Entgegenkommen


Abb. 16: Einfacher Bogenlauf


Abb. 17: Anbieten auf Lücke


Abb. 18: Tiefe Läufe


Abb. 19: Timing des Passempfängers


Abb. 20: Timing des Passgebers

Die Vorgaben zum Bespielen der Felder generieren im Rahmen des Anbiet- und Freilaufverhaltens Spielaktionen, die lineares Entgegenkommen in eine Zone (vgl. Abb. 15: Einfaches Entgegenkommen) oder bogenförmiges Lösen vom Gegner (vgl. Abb. 16: Einfacher Bogenlauf) beinhalten, um einen Passerhalt innerhalb einer Zone zu realisieren. Das Passspiel über längere Distanzen durch die Zonen akzentuiert seitliches Absetzverhalten in der Tiefe mit Distanz zum Passgeber (vgl. Abb. 17: Anbieten auf Lücke) oder tiefe Läufe in freie Räume (vgl. Abb. 18: Tiefe Läufe).

Das Bespielen der Felder erfordert zudem optimales Timing, um im richtigen Moment eine Passoption zu schaffen (vgl. Abb. 19: Timing des Passempfängers) oder Zonen nur mit geringem Gegnerdruck (vgl. Abb. 20: Timing des Passgebers) bespielen zu können.

3.4DAS INDIVIDUELLE BESPIELEN DER FELDER GEGEN DEN BALL » EINFACHE DEFENSIVAKTIONEN

Die Vorgaben für einen Ballbesitzer zum Bespielen der Zonen nehmen nicht nur Einfluss auf das Anbiet- und Freilaufverhalten möglicher Mitspieler und potenzieller Passempfänger, sondern bedingen in Spielformen zeitgleich auch das Verhalten der Defensivspieler. Die Defensivaktionen richten sich nach der Aufgabe und den Lösungswegen der Offensive und versuchen, das Vorhaben zu unterbinden.

Das Spielfeld mit der Einteilung in Zonen fordert den Defensivspieler ständig zur Überprüfung seines individuellen Stellungsspiels auf. Um auch in der Defensive hohe Handlungsfähigkeit zu generieren, ist das Einnehmen von strategisch entscheidenden Spielpositionen (vgl. Abb. 21: Stellungsspiel) entscheidend.

Der einzelne Spieler sollte in Abstimmung mit seinen Teamkollegen möglichst in viele Zonen vorstoßen können, um diese im Bedarfsfall anzulaufen und zu verteidigen. Die Vorgaben für die Offensive begünstigen das Antizipieren von Pässen. Gemäß des Offensivspiels in Richtung einer bestimmten Zone bestehen für die Defensivspieler gute Möglichkeiten, einzelne Pässe vorauszuahnen und abzufangen (vgl. Abb. 22: Zuspiele unterbinden).

Wenn spielentscheidende Zonen identifiziert oder offensive Spielvorhaben schon im Ansatz erkannt werden können, dann entsteht durch das Stellungsspiel der Defensive das frühzeitige Verhindern von Offensivhandlungen und eine bestmögliche Positionierung zur Balleroberung (vgl. Abb. 23: Zonen zulaufen).


Abb. 21: Stellungsspiel


Abb. 22: Zuspiele unterbinden


Abb. 23: Zonen zulaufen

Die Vorgaben für einen ballbesitzenden Spieler oder ein ballbesitzendes Team im Spiel in Bezug auf die Zonen ist also nicht nur zur Provokation offensiver Spielhandlungen zu verstehen. Vielmehr kann direkt und unmittelbar erwünschtes Defensivverhalten erzeugt und trainiert werden.

3.5DER GRUPPENORIENTIERTE ANSATZ » TAKTIKORIENTIERUNG

Neben individuellen Handlungen hält die Einteilung des 9er-Felds und das Bespielen der einzelnen Zonen auch Spielaktionen bereit, an denen mehrere Spieler gemeinsam beteiligt sind. In diesem Sinne werden gruppentaktische Verhaltensmuster betrachtet. Dafür ist es denkbar, dass die unterschiedlichen Spielhandlungen auf individueller Ebene miteinander kombiniert werden. Die Zonen des 9er-Felds eignen sich, um die klassischen Aspekte gruppentaktischer Angriffsmittel und gruppentaktischer Abwehrstrategien herauszuarbeiten.

Grundsätzlich bauen auch im Kontext des 9er-Felds die gruppentaktischen Elemente auf den individuellen Handlungen auf. Im gruppentaktischen Kontext geht es also darum, dass einzelne Spieler abgestimmt mit ihren Mitspielern agieren, Zonen gemeinsam bespielen oder verteidigen und das Zonenspiel im Verbund angehen.

3.6DAS BESPIELEN DER FELDER IM TEAM MIT BALL » GRUPPENTAKTISCHE ANGRIFFSMITTEL

Durch sinnvoll gewählte Vorgaben während des Übens und Spielens im 9er-Feld können methodisch gestufte Elemente der offensiven Gruppentaktik wie Übergeben und Übernehmen (vgl. Abb. 24: Übergeben und Übernehmen), Hinterlaufen (vgl. Abb. 25: Hinterlaufen), Doppelpässe (vgl. Abb. 26: Doppelpass), doppelte Doppelpässe (vgl. Abb. 27: Doppelter Doppelpass) oder wie enges oder weiträumiges Spiel über den Dritten (vgl. Abb. 28: Spiel über den Dritten 1 und Abb. 29: Spiel über den Dritten 2) angelegt und trainiert werden.

Um diese Handlungen zu erzeugen, kann der Trainer vorgeben, dass ein Balltausch in einer Zone erfolgen soll, zwei Pässe über zwei verschiedene Linien einer Zone erfolgen müssen oder ein Quadrat mit drei Spielern komplett umspielt werden muss. Diese Art von Vorgaben provoziert die erwünschten Angriffshandlungen.


Abb. 24: Übergeben und Übernehmen


Abb. 25: Hinterlaufen


Abb. 26: Doppelpass


Abb. 27: Doppelter Doppelpass


Abb. 28: Spiel über den Dritten 1


Abb. 29: Spiel über den Dritten 2

3.7DAS BESPIELEN DER FELDER IM TEAM OHNE BALL » KOMPLEXES ANBIET- UND FREILAUFVERHALTEN

Auch im Bereich der gruppentaktischen Abläufe lassen die Vorgaben zum Bespielen der Felder entsprechend notwendiges Anbiet- und Freilaufverhalten entstehen. Im Rahmen der Spielformen müssen mehrere Spieler abgestimmtes und zielorientiertes Positionsspiel vollziehen, um die gestellten Aufgaben im Verbund zu meistern. Die Komplexität der Spielformen wirkt mit hoher Intensität auf das Anbiet- und Freilaufverhalten.

Um einzelne Zonen zu bespielen, ist es häufig wichtig, unterschiedliche Anspielmöglichkeiten zu bieten. Somit bilden die Spieler vermehrt Dreiecke für variable Passoptionen (vgl. Abb. 30: Dreiecke bilden). Die Einteilung im 9er-Feld bietet sich weiterführend auch für sehr komplexe Spielhandlungen, wie das Besetzen unterschiedlicher Ebenen (vgl. Abb. 31: Ebenen besetzen) oder das Öffnen von Passwegen (vgl. Abb. 32: Passwege öffnen), an.


Abb. 30: Dreiecke bilden


Abb. 31: Ebenen besetzen


Abb. 32: Passwege öffnen

3.8DAS BESPIELEN DER FELDER IM TEAM GEGEN DEN BALL » KOMPLEXE DEFENSIVAKTIONEN

Neben den aufgezeigten Mitteln mit Ball ergibt sich durch die Einteilung des 9er-Felds differenziertes Defensivverhalten. Es zeigen sich über die offensivtaktischen Verhaltensweisen hinaus im Sinne einer effektiven Zonenverteidigung unterschiedlichste Defensivstrategien. Das Defensivverhalten in der Gruppe beinhaltet Spielelemente wie gestaffeltes Kettenverhalten (vgl. Abb. 33: Kettenverhalten), Schaffung von Überzahlsituationen in einzelnen Spielfeldbereichen (vgl. Abb. 34: Verdichten) oder Pressingverhalten (Abb. 35: Pressingzonen) in ausgewählten Räumen.


Abb. 33: Kettenverhalten


Abb. 34: Verdichten


Abb. 35: Pressingzonen

4DIFFERENZIERUNG

Die einzelnen Zonen im 9er-Feld enthalten, wie beschrieben, zahlreiche Ansätze zur Trainingsgestaltung. Weiterführend besteht die Möglichkeit, dass Zonen auf einer nächsten Ebene untergliedert werden, geteilt markiert werden oder einzelnen Linien und Flächen eine besondere Bedeutung gegeben wird.

4.1DER DIFFERENZIERTE ANSATZ » DETAILLIERTE ZONENNUTZUNG

Die Ausdifferenzierung und Unterteilung einzelner Zonen bietet zusätzliche Möglichkeiten zur Umsetzung sehr präziser Technikaktionen oder für taktisches Detailcoaching. Die Differenzierung der Zonen und die damit verbundene Steigerung technisch-taktischer Anforderungen kann somit auch intensiver auf die kognitive Ebene einwirken. Dadurch können einzelne Komponenten der Handlungsschnelligkeit wie Wahrnehmung, Antizipation, Reaktion oder Entscheidungsfindung akzentuiert werden. Die Teilung einer Zone kann durch das Hinzufügen von Markierungshütchen entstehen. Diese Markierungen können sich in Größe, Form und Farbe von den vier Eckmarkierungen unterscheiden. Weiterführend sind Slalomstangen, Dummys oder Koordinationsreifen denkbar.

4.2PRÄZISIERUNG DER AKTIONSFELDER » TECHNIKORIENTIERUNG

Die Gliederung einzelner Zonen bietet sich an, um enge Ballführung, Technikabläufe in Feinform oder Technik mit Präzisionsdruck zu trainieren. Die Verfeinerung der Zonen kann feinste Technikelemente und präzises Laufverhalten erzeugen. Durch das Training mit Übungsformen lassen sich diese Technikaktionen häufig und wiederholend implementieren.

Der mögliche Detailreichtum in einer Zone kann ebenso für Spielformen mit technischen Schwerpunkten genutzt werden. Die Differenzierung der einzelnen quadratischen Zone kann in Form einer Unterteilung mithilfe einer geraden Mittellinie (vgl. Abb. 36: Raumenge – Richtungswechsel) oder durch eine diagonale Trennungslinie (vgl. Abb. 37: Raumenge – Aufdrehen) vorgenommen werden. Außerdem ist eine Gliederung der Begrenzungslinien (vgl. Abb. 38: Liniennutzung – Fußwechsel) denkbar, sodass kürzere Schrittfolgen und vermehrte Fußarbeit provoziert werden können.


Abb. 36: Raumenge – Richtungswechsel


Abb. 37: Raumenge – Aufdrehen


Abb. 38: Liniennutzung – Fußwechsel

4.3PRÄZISIERUNG DER AKTIONSFELDER » TAKTIKORIENTIERUNG

Die einzelnen Eckpunkte, Linien oder Teilfelder der Zonen können auch spieltaktisch genutzt werden. Ihnen kann eine strategische Bedeutung gegeben werden, indem taktische Spielziele festgelegt werden. Somit kann der Trainer taktisch schulen und im Detail coachen. In diesem Sinne wird der Fokus auf optimiertes Timing und schnelle Entscheidungsfindung im Rahmen komplexer Offensiv- und Defensivhandlungen gelegt.

Für das Training dieser spieltaktischen Verhaltensweisen bieten sich komplexe Spielformen mit gruppen- oder mannschaftstaktischen Schwerpunkten an. Die Umsetzung dieser Trainingsschwerpunkte kann durch das Regelwerk unter Einbindung der Linien und Zonen organisiert werden. Eine einzelne Linie kann sowohl für einen ballbesitzenden Offensivspieler als auch für einen gegen den Ball agierenden Defensivspieler bedeutungsvoll sein.

So können hinsichtlich einzelner Linien konkrete Spielziele formuliert werden, die einen Ballbesitzer zum Dribbling über eine bestimmte Linie anhalten (vgl. Abb. 39: Durchbrechen) oder einen Defensivspieler auffordern, den ballbesitzenden Gegner über eine vorgegebene Linie abzudrängen (vgl. Abb. 40: Abdrängen). Durch Verbotszonen können komplette Teams oder ganze Mannschaften in ihrer grundsätzlichen Spielanlage angesprochen sein und auf entscheidende Spielfeldbereiche konzentriert werden (vgl. Abb. 41: Tabuzone).


Abb. 39: Durchbrechen


Abb. 40: Abdrängen


Abb. 41: Tabuzonen

5TRANSFER

Das Trainingskonzept des 9er-Felds zielt auf eine Verbesserung der technisch-taktischen Spiel- und Wettkampfleistungen ab. Der Einfluss der Zonen auf das Spielerverhalten soll eine Transferleistung berücksichtigen, die es dem einzelnen Spieler erlaubt, das trainierte Verhalten unter Wettkampfbedingungen anzuwenden. Weiterführend soll auch das abgestimmte Verhalten mehrerer Spieler in verbesserte Spielleistungen münden. Das Training im 9er-Feld ist demnach als grundsätzliche Orientierungshilfe für das große Fußballspiel im 11 gegen 11 angelegt.

5.1DIE UMSETZUNG IN EINZELNEN SPIELFELDZONEN » GRUPPENTAKTISCHE ANWENDUNG

Im Rahmen gruppentaktischer Abläufe kann das Training im 9er-Feld helfen, dass mehrere Spieler als Verbund agieren und gemeinsam Offensiv- und Defensivhandlungen umsetzen. Dabei hilft das Zonentraining beim aufeinander abgestimmten Timing, beim Einhalten von Abständen, beim Anwenden von Schnittstellenpässen, beim Besetzen und Belaufen mehrerer Ebenen, beim Schließen von Lücken, beim Schaffen von Überzahlsituationen, beim Bilden von Abwehrdreiecken, beim Einnehmen von diagonalen Stellungen oder bei der Tiefenstaffelung (vgl. Abb. 42: Offensivverhalten und Abb. 43: Defensivverhalten). Die Markierungshütchen können zusätzlich als fiktive Gegenspieler fungieren, konkrete Orientierungspunkte darstellen und den Bezug zur realen Spielsituation vereinfachen.


Abb. 42: Offensivverhalten


Abb. 43: Defensivverhalten

5.2DIE UMSETZUNG AUF DEM GESAMTEN SPIELFELD » MANNSCHAFTSTAKTISCHE ANWENDUNG

Das 9er-Feld und dessen Differenzierung und Erweiterung kann im weiter gefassten Kontext als umfangreiche Schablone für das gesamte Spielfeld verstanden werden (vgl. Abb. 44: Abwehrzonen, vgl. Abb. 45: Mittelfeldzonen und Abb. 46: Angriffszonen). In diesem Sinne hat der Zonenaufbau unmittelbaren Spielbezug und berührt die grundlegende Struktur der Mannschaftstaktik.

Die im Training genutzten Ausschnitte werden an den tatsächlichen Ort des Spielgeschehens während des Wettkampfs gebunden. Die im Training bespielten Zonen und das daraus entstandene Spielverhalten wird nun auf den Wettkampf übertragen. Optimalerweise zeigen sich die im Training angelegten Mechanismen über diesen Weg zielgerichtet und effizient im 11 gegen 11.


Abb. 44: Abwehrzonen


Abb. 45: Mittelfeldzonen


Abb. 46: Angriffszonen

5.3DIE VERBINDUNG MIT SPIELPOSITIONEN » POSITIONSSPEZIFISCHE ANWENDUNG

Im Rahmen der Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffszonen können einzelne Bereiche mit konkreten Spielpositionen in Verbindung gebracht werden. Über diesen Weg können einzelne Spieler ihr Positionsspiel schärfen, Spiel- und Laufrichtungen konkret vorgegeben werden oder positionsspezifische Techniken und Verhaltensweisen in bestimmten Spielfeldbereichen automatisiert werden (vgl. Abb. 47: Abwehrpositionen, Abb. 48: Mittelfeldpositionen und Abb. 49: Angriffspositionen).


Abb. 47: Abwehrpositionen


Abb. 48: Mittelfeldpositionen


Abb. 49: Angriffspositionen

6PRAXIS

Das 9er-Feld bietet im Rahmen der Trainingsgestaltung zahlreiche Möglichkeiten. Das 9er-Feld lässt sich in allen Altersbereichen einsetzen und ist für alle Leistungsniveaus geeignet. Entscheidend ist die inhaltliche Ausgestaltung durch Formulierung der spezifischen Aufgaben, durch das Aufstellen von Spielzielen und durch das Coachingverhalten des Trainers. Die Komplexität der Trainingsformen im 9er-Feld sollte sich am tatsächlichen Können der Spieler orientieren und entsprechend angepasst werden. Im zweiten Schritt kann sich die inhaltliche Ausgestaltung an einer Spielphilosophie oder Spielanlage orientieren. Grundsätzlich können im 9er-Feld nahezu alle Inhalte des modernen Fußballs trainiert werden.

6.1DAS TRAININGSKONZEPT » FELDFORMEN » ZONENREGELN » FARBMARKIERUNGEN

Die Trainingsplanung mit dem 9er-Feld kann zahlreiche Elemente beinhaltet. Entsprechend viele Schwerpunkte und Inhalte können trainiert werden. Der Ausdifferenzierung von Übungsformen zum Technikerwerb oder Spielformen zur Taktikschulung sind wenig Grenzen gesetzt. Grundsätzlich kann der Trainer einige zentrale Komponenten steuern, um die Zonengestaltung am Trainingsschwerpunkt auszurichten (vgl. Abb. 50 bis 73).

So können bestimmte Zonen mit farbigen Markierungshütchen abgesteckt werden, um diese mit unterschiedlichen Aufgaben zu belegen und für die Spieler leicht ersichtlich voneinander zu trennen. Die Farbigkeit einzelner Zonen oder Eckpunkte kann kreativ weiterentwickelt werden und mit Mini-, Klein- oder Großtoren kombiniert werden. Mithilfe von Farbsignalen können die farbigen Zonen optimal genutzt werden, um handlungsschnelle Verhaltensweisen oder komplexe Spielmomente zu erzeugen.


Abb. 50: Standard-9er-Feld


Abb. 51: Farbfeld 1


Abb. 52: Farbfeld 2


Abb. 53: Farbfeld 3


Abb. 54: Großtore


Abb. 55: Minitore


Abb. 56: Kombination


Abb. 57: Farbzuordnung


Abb. 58: Zwischenräume


Abb. 59: Anordnung 1


Abb. 60: Anordnung 2


Abb. 61: Anordnung 3


Abb. 62: Reduktion Quadrat


Abb. 63: Reduktion Schlauch


Abb. 64: Reduktion 5er-Feld


Abb. 65: Erweiterung 16er-Feld


Abb. 66: Zonen 1


Abb. 67: Zonen 2


Abb. 68: Feldzonen


Abb. 69: Hallenzonen


Abb. 70: Festlegung Spieler 1


Abb. 71: Festlegung Spieler 2


Abb. 72: 1-gegen-1-Zonen


Abb. 73: Tabuzonen

Das Entzerren der Zonen mit unterschiedlicher Anordnung lässt Zwischenräume für weiteren Spielraum entstehen. Das Bespielen von quadratischen oder rechteckigen Teilbereichen des 9er-Felds ist eine ähnliche Variationsmöglichkeit wie die Reduzierung in weniger Zonen oder die Erweiterung um zusätzliche Felder. Die fortschreitende Erweiterung des Zonenprinzips umfasst den Einsatz von kleineren Feldern innerhalb einzelner Zonen, den Einsatz von Hilfsmitteln oder Geräten und das Aufstellen von Zonenregeln, für einzelne Spieler oder komplette Teams. In diesem Kontext können einzelne Spieler auf bestimmte Zonen festgelegt, permanente 1-gegen-1-Situationen in bestimmten Zonen angelegt oder nicht zu belaufende Tabuzonen eingerichtet werden.

6.2DER TRAININGSAUFBAU » FELDGRÖSSEN » ZONENMASSE » MARKIERUNGSHINWEISE

Die Größe von Spielfeldern und Spielflächen richtet sich in erster Linie nach dem Alter der Spieler und weiterführend auch am spezifischen Trainingsinhalt aus. In diesem Sinne wird auch das 9er-Feld bezüglich der Trainingsgruppe und des Trainingsthemas angepasst. Je jünger und entsprechend kleiner die Spieler sind, desto kleiner wird der Trainer das 9er-Feld anlegen. Über die Maße der Zonen nimmt er Einfluss auf Trainingsaspekte wie Zeitdruck, Raumdruck, Präzisionsdruck, Gegnerdruck, Laufstrecken oder Passdistanzen. Diese sind für die Erreichung der technisch-taktischen Trainingsziele entscheidend.

Als durchschnittliche Orientierungshilfe gilt ein 9er-Feld mit einer gesamten Seitenlänge von 30 x 30 Metern. Die einzelnen Zonen in diesem 9er-Feld besitzen entsprechende Seitenlängen von 10 x 10 m. Mit diesen Abmessungen lässt sich ein mittelgroßes 9er-Feld aufbauen, welches, wie beschrieben, je nach Bedarf verkleinert oder vergrößert werden kann. Im Rahmen dieser durchschnittlichen Größenordnungen können zusätzliche Formen mit ungefähren Seitenlängen von 3 x 3 m vorgeschlagen werden (vgl. Abb. 74: Feldgrößen).

Optimalerweise werden die verwendeten Markierungselemente, wie Hütchen, Pylonen oder Pads, ebenfalls altersgerecht und themenorientiert verwendet. Es bietet sich an, dass mit jüngeren Kindern mehrere Markierungen gesetzt werden, damit den Kindern das Erkennen der Zonen erleichtert wird. Mit Blick auf das themenspezifische Bespielen der Zonen und vor allem der Linien mit Ball können Störgrößen durch die sinnvolle Auswahl verschiedener Markierungselemente minimiert werden (vgl. Abb. 75: Markierungen).


Abb. 74: Feldgrößen


Abb. 75: Markierungen

6.3PRAXISBEISPIELE
6.3.1EINFACHES 9ER-FELD (30 x 30 m)


Abb. 76: Einfaches 9er-Feld (30 x 30 m), Praxis


Abb. 77: Einfaches 9er-Feld (30 x 30 m), Vergleich

6.3.2EINFACHES 9ER-FELD (18 x 18 m)


Abb. 78: Einfaches 9er-Feld (18 x 18 m), Praxis


Abb. 79: Einfaches 9er-Feld (18 x 18 m), Vergleich

6.3.3EINFACHES 9ER-FELD (MINITORE)


Abb. 80: Einfaches 9er-Feld (Minitore), Praxis


Abb. 81: Einfaches 9er-Feld (Minitore), Vergleich

6.3.4EINFACHES 9ER-FELD (ZENTRALE ZONE)


Abb. 82: Einfaches 9er-Feld (zentrale Zone), Praxis


Abb. 83: Einfaches 9er-Feld (zentrale Zone), Vergleich

6.3.5EINFACHES 9ER-FELD (FARBFELDER)


Abb. 84: Einfaches 9er-Feld (Farbfelder), Praxis


Abb. 85: Einfaches 9er-Feld (Farbfelder), Vergleich

6.3.6EINFACHES 9ER-FELD (ZONENEINTEILUNG)


Abb. 86: Einfaches 9er-Feld (Zoneneinteilung), Praxis


Abb. 87: Einfaches 9er Feld (Zoneneinteilung), Vergleich

6.3.79ER-FELD (ZWISCHENRÄUME)


Abb. 88: 9er-Feld (Zwischenräume), Praxis


Abb. 89: 9er-Feld (Zwischenräume), Vergleich

7AUFWÄRMSPIELE

Aufwärmspiele als Startsequenz einer Trainingseinheit sind in vielschichtiger Hinsicht sinnvoll. Neben der reinen muskulären Erwärmung, der Aktivierung des Kreislaufs sowie der Anbahnung von ersten kognitiven Prozessen zielen Aufwärmspiele auf einen positiven, motivationalen Trainingsstart ab und sollen die Sportler auf die anschließenden Trainingsschwerpunkte optimal vorbereiten. Vor diesem Hintergrund werden vorrangig Laufwettkämpfe und Fangspiele mit und ohne Ball bemüht. Die individuell angelegten Laufwettkämpfe zielen auf die Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten und allgemeinmotorischer Prozesse ab. Die in Gruppen organisierten Laufwettkämpfe versuchen darüber hinaus, die Orientierung zu schulen und das Zusammenwirken mit den Mitspielern zu fördern.

Im Rahmen der Fangspiele werden ebenfalls verschiedene und abwechslungsreiche Bewegungs- und Ballaufgaben angeboten, welche die Sportler einerseits zum Sprinten und Jagen bringen und andererseits laufend Bewegungen mit Gegner-, Zeit- und Raumdruck kombinieren. Zur hauptteilorientierten Hinführung bieten die Aufwärmspiele zudem diverse fußballspezifische Bewegungen des Dribbelns und des Passens, die zur weiteren Sensibilisierung der Sportler für die anschließenden Aufgaben beitragen.

Die angeführten Übungen unterscheiden sich grundlegend in Laufwettkämpfe, Fangspiele und bereits fußballspezifische Aufgaben, wobei es in allen Bereichen zu Überschneidungen kommt. Die Übungen lassen die Spieler oftmals aus der freien Bewegung starten oder setzen diese sogar voraus. Andere Übungen sehen Startpositionen vor. Bei nahezu allen Aufwärmspielen kann die Anzahl der Spieler, die Größe des Felds und die Aufgabenstellung im Vergleich zu der Grafik verändert und individuell angepasst werden. Oftmals agiert der Trainer als Signalgeber für den Start oder eine spezifische Aufgabe innerhalb der Übung. Das Signal kann sowohl akustisch als Rufen, Klatschen oder Pfeifen gegeben werden als auch auf visuellem Wege übermittelt werden. In diesem Falle bieten sich Signale wie der gehobene Arm, ein aufgeprellter Ball oder ein gezeigtes Markierungshütchen an. Optimalerweise werden vorrangig visuelle Signale gesetzt, da die Spieler auch im Spiel vorrangig visuelle Signale wie Mitspieler, Gegner oder das Ballverhalten wahrnehmen müssen.

7.1LAUFSPIEL (HANDLUNGSSCHNELLIGKEIT)


Durchführung

Jeder Spieler hält ein Leibchen in der Hand und bewegt sich frei im Feld. Es sind Leibchen in vier verschiedenen Farben im Umlauf, sodass vier Teams bestehen (vgl. Team GELB, Team WEISS, Team BLAU und Team SCHWARZ). Die Spieler tauschen ständig ihre Leibchen. Auf ein akustisches oder visuelles Trainersignal (vgl. 1) laufen die Spieler so schnell wie möglich an ein äußeres Markierungshütchen (vgl. 2). Die äußeren Markierungshütchen entsprechen farblich den Leibchen. Nach dem Trainersignal müssen die Spieler zu dem Markierungshütchen laufen, welches ihrer eigenen Leibchenfarbe entspricht (vgl. 2, Team GELB). Nachdem alle Spieler ihre äußere Position gefunden haben, startet ein neuer Durchlauf.

Varianten

Nach dem Trainersignal umlaufen die Spieler zunächst ein Hütchen, welches ihrer Leibchenfarbe entspricht, um sich im Anschluss an einem Zielhütchen zu sammeln (vgl. 3, Team WEISS).

Während des Leibchentauschs werden vier Bälle im Dribbling und Passspiel bewegt. Nach dem Trainersignal muss jedes Team einen Ball haben und mit zum Zielhütchen führen (vgl. 4).

Jeder Spieler führt einen eigenen Ball und bewältigt die Aufgaben im Dribbling (vgl. 5).

7.2LAUFWETTKAMPF #1


Durchführung

Die Spieler positionieren sich im zentralen Feld mit Blickrichtung nach außen. Spieler A blickt in Richtung Feld 3, Spieler B blickt in Richtung Feld 4, Spieler C blickt in Richtung Feld 1 und Spieler D blickt in Richtung Feld 2. Mit einem akustischen oder visuellen Trainersignal (vgl. 1) startet ein Laufwettkampf (vgl. 2). Über verschiedene Signale (hier VORNE) entscheidet der Trainer über die Laufrichtung. Mit dem Signal VORNE laufen die Spieler um das vor ihnen liegende Feld (vgl. 3), durchqueren die Mitte und umlaufen dann das diagonal gegenüberliegende Feld (vgl. 4). Anschließend kehren sie schnellstmöglich in das zentrale Feld zurück (vgl. 5). Welcher Spieler ist am schnellsten?

Weitere Trainersignale

HINTEN: Die Spieler umlaufen zunächst das hinter ihnen liegende Feld und im Anschluss über die Mitte das diagonal gegenüberliegende Feld, um anschließend das zentrale Zielfeld anzusteuern.

LINKS: Die Spieler umlaufen zunächst das links liegende Feld und im Anschluss über die Mitte das diagonal gegenüberliegende Feld, um anschließend das zentrale Zielfeld anzusteuern.

RECHTS: Die Spieler umlaufen zunächst das rechts liegende Feld und im Anschluss über die Mitte das diagonal gegenüberliegende Feld, um anschließend das zentrale Zielfeld anzusteuern.

7.3LAUFWETTKAMPF #2


Durchführung

Die Spieler werden in zwei Teams eingeteilt (vgl. Team BLAU und Team GRÜN) und positionieren sich an den entsprechenden farbigen Markierungshütchen. Die Spieler A und F halten je ein Markierungsleibchen in der Hand. Auf ein akustisches oder visuelles Trainersignal (vgl. 1) starten Spieler A und Spieler F einen Laufwettkampf (vgl. 2). Spieler A berührt zwei gelbe Markierungshütchen mit der Hand und übergibt das Leibchen dann an Spieler B. Spieler B berührt ebenfalls zwei gelbe Markierungshütchen und übergibt das Leibchen dann an Spieler C (vgl. 3), der nach zwei mit der Hand berührten Markierungshütchen das Leibchen an Spieler D übergibt (vgl. 4) und damit den Durchgang beendet. Alle Spieler besetzen die jeweils nächste Startposition und Spieler D beginnt nach dem Trainersignal den nächsten Durchgang. Team GRÜN setzt zeitgleich denselben Ablauf um.

Varianten

Durchführung als Wettkampf: Welches Team realisiert zuerst 10 Durchgänge?

Durchführung als Wettkampf: Für jeden gewonnenen Durchgang erhält das Siegerteam einen Punkt. Welches Team realisiert zuerst fünf Punkte?

Die Strecke zwischen den gelben Markierungshütchen muss in einem vorgegebenen Laufstil bewältigt werden (Rückwärtslauf, Seitwärtslauf oder Einbeinlauf).

Durchführung mit Ball. Alle Strecken werden im Dribbling absolviert.

7.4LAUFWETTKAMPF #3


Durchführung

Die Spieler werden in zwei Teams eingeteilt (vgl. Team BLAU und Team GRÜN) und positionieren sich an den entsprechenden farbigen Markierungshütchen. Die Spieler A halten jeweils ein Markierungsleibchen in der Hand. Auf ein akustisches oder visuelles Trainersignal (vgl. 1) starten die Spieler A einen Laufwettkampf (vgl. 2). Spieler A berührt ein gelbes Markierungshütchen mit der Hand und übergibt das Leibchen dann an Spieler B. Spieler B berührt ebenfalls ein gelbes Markierungshütchen und übergibt das Leibchen dann an Spieler C (vgl. 3). Der Ablauf setzt sich so nach dem gleichen Schema mit Spieler C, D und E fort (vgl. 4, 5 und 6). Der Durchgang gilt als beendet, wenn das Markierungsleibchen bei Spieler F angekommen ist. Alle Spieler besetzen die jeweils nächste Startposition und Spieler F beginnt, nachdem er die Position von Spieler A eingenommen hat, mit dem nächsten Durchgang. Team GRÜN setzt zeitgleich denselben Ablauf um.

Varianten

Durchführung als Wettkampf: Welches Team realisiert zuerst 10 Durchgänge?

Durchführung als Wettkampf: Für jeden gewonnenen Durchgang erhält das Siegerteam einen Punkt. Welches Team realisiert zuerst fünf Punkte?

Durchführung mit Ball. Alle Strecken werden im Dribbling absolviert.

7.5LAUFWETTKAMPF (DOPPELTES TIC-TAC-TOE)


Durchführung

Die Spieler werden in vier Teams unterteilt (vgl. Team BLAU, Team GRÜN, Team WEISS und Team GELB). Die Spieler positionieren sich gemäß ihrer Teamfarbe an den Markierungshütchen. Die Teams sind mit je drei Markierungshütchen entsprechend der Teamfarbe ausgestattet. Auf ein akustisches oder visuelles Trainersignal (vgl. 1) startet der Trainer einen Laufwettkampf, bei dem es darum geht, die eigenen Markierungshütchen in einer zusammenhängenden horizontalen, vertikalen oder diagonalen Reihe in den Feldern abzulegen. Dabei spielen die gegenüberliegenden Teams gegeneinander. Team BLAU spielt gegen Team WEISS und Team GRÜN spielt gegen Team GELB. Die Spieler starten mit einem Markierungshütchen in das Feld (vgl. 2) und platzieren es in einem Feld (vgl. 3). Anschließend kehren die Spieler zur Ausgangsposition zurück, um den nächsten Spieler per Handschlag zu aktivieren. Sind alle Markierungshütchen der eigenen Farbe gelegt, so kann die Position der bereits liegenden eigenen Markierungshütchen verändert werden.

7.6LAUFWETTKAMPF (ZONENSPIEL)


Durchführung

Die Spieler werden in vier Teams eingeteilt (vgl. Team GELB, Team BLAU, Team GRÜN und Team WEISS). Die Spieler positionieren sich gemäß ihrer Teamfarbe an den Markierungshütchen. Jedem Team stehen 12 Markierungshütchen zur Verfügung. Diese Markierungshütchen liegen bei der Startposition des jeweiligen Teams und werden beim Laufen in der Hand getragen. Mit einem akustischen oder visuellen Trainersignal (vgl. 1) startet ein Laufwettkampf. Die Zielsetzung besteht in der Besetzung der kleinen 36 Felder mit den eigenen Markierungshütchen. Die Spieler starten mit einem Markierungshütchen in der Hand in das Feld (vgl. 2) und platzieren dieses in einem der Kleinfelder ihrer Wahl (vgl. 3). Anschließend kehren die Spieler wieder zu ihrer Startposition zurück (vgl. 4) und aktivieren per Handschlag einen nächsten Spieler. Der Wettkampf ist beendet, wenn alle Felder mit einem Markierungshütchen belegt sind. Gewonnen hat das Team, welches die meisten Markierungshütchen in den verschiedenen Feldern platziert hat. In einem Feld kann jeweils nur ein Markierungshütchen platziert werden.

Varianten

Bei jedem vierten Lauf wird ein Markierungshütchen eines Gegners entfernt.

Variation im Sinne von „vier gewinnt“ durch das Legen einer geraden oder diagonalen Reihe.

Durchführung mit Ball im Dribbling (Dribbling links/rechts).

7.7FANGSPIEL (1 GEGEN 1) #1


Durchführung

An jedem Feld befinden sich zwei Spieler, die ein 1-gegen-1-Duell gegeneinander führen. Die Spieler starten an den gegenüberliegenden Seiten des Felds. Auf ein Startsignal laufen die Spieler in der gleichen Richtung um das Feld herum und versuchen, den jeweils anderen einzuholen (vgl. Spieler A). Der Trainer ändert durch ein akustisches oder visuelles Signal die Laufrichtung.

Varianten

Die Spieler prellen den Ball während des Laufens (vgl. Spieler B).

Die Spieler dribbeln um das Feld herum (vgl. Spieler C). Als zusätzliche Schwierigkeit können die Spieler bei jeder Kurve und bei jedem Richtungswechsel eine Finte durchführen.

7.8FANGSPIEL (1 GEGEN 1) #2


Durchführung

In jedem Feld stehen sich zwei Spieler gegenüber (vgl. 1). Der am roten Hütchen startende Spieler (vgl. D) löst das Fangspiel aus, indem er ins Feld hineinstartet. Er hat nun die Aufgabe, auf einer von zwei blauen Hütchen begrenzten Seite des Felds hinauszulaufen, ohne von dem zweiten Spieler (vgl. C) mit der Hand berührt zu werden (vgl. 2).

Varianten

Der Spieler am roten Hütchen prellt einen Ball beim Laufen (vgl. F) und versucht, aus dem Feld zu entfliehen, ohne dass der Fänger den Ball mit der Hand berührt (vgl. 3). Alternativ kann das Duell auch mit einem Wurf von Spieler E zu Spieler F gestartet werden.

Der Spieler am roten Hütchen führt einen Ball am Fuß (vgl. G) und versucht, aus dem Feld zu entfliehen, ohne dass der Fänger den Ball mit erobert (vgl. 4). Alternativ kann das Duell auch mit einem Pass von Spieler H zu Spieler G gestartet werden.

7.9FANGSPIEL (REAKTION)


Durchführung

Die Spieler teilen sich an die vier Startpositionen auf und werden mit Leibchen gekennzeichnet (vgl. Team GELB und Team BLAU). Auf ein akustisches oder visuelles Trainersignal (vgl. 1) startet je Startposition ein Spieler der vom Trainer genannten oder gezeigten Farbe (vgl. Spieler A) und hat die Aufgabe, durch ein Viereck seiner Leibchenfarbe aus dem Feld zu entfliehen. Zeitglich startet der gegenüberliegende Spieler der nicht genannten Farbe (vgl. Spieler B) und hat die Aufgabe, den eingestarteten Spieler vorher mit der Hand zu berühren (vgl. 2).

Variante

Der Spieler der genannten Farbe läuft vor dem Start ins Feld um eines der Hütchen neben ihm (vgl. Spieler C) Der entsprechende Fänger auf der gegenüberliegenden Seite muss um das Hütchen auf der jeweils anderen Seite laufen (vgl. Spieler D) und darf dann den einstartenden Spieler abschlagen.

7.10FANGSPIEL (ZONENSPIEL) #1


Durchführung

Vier Spieler befinden sich in den gekennzeichneten Feldern (vgl. 1, Team BLAU) und haben das Ziel, hindurchlaufende Spieler mit der Hand zu berühren. Alle übrigen Spieler (vgl. Team GELB) können Punkte erlangen, indem sie durch eines der Felder laufen, ohne vom Fänger berührt worden zu sein (vgl. 2). Die Spieler müssen stets das jeweilige Feld komplett durchlaufen und dürfen nie ein Feld zweimal hintereinander durchlaufen.

Varianten

Die Fänger haben weiterhin keinen Ball, alle anderen Spieler prellen den Ball während des Laufens (vgl. C) und können Punkte erlangen, indem sie den Ball durch ein Feld prellen, ohne vom Fänger berührt worden zu sein (vgl. 3).

Die Fänger haben weiterhin keinen Ball, alle anderen Spieler führen den Ball am Fuß (vgl. D) und können Punkte erlangen, indem sie den Ball durch ein Feld dribbeln, ohne vom Fänger berührt worden zu sein (vgl. 4).

7.11FANGSPIEL (ZONENSPIEL) #2


Durchführung

Im Zentrum und im äußeren Bereich des Spielfelds werden jeweils vier Startpositionen markiert. An jeder Startposition befindet sich ein Spieler (vgl. Spieler A, B, C, D, E, F, G und H). In den Eckbereichen befinden sich vier quadratische Zonen mit jeweils zwei Ziellinien pro Feld (vgl. Linien A, B, C und D). Jedem Spieler im Zentrum ist ein äußeres Feld zugeordnet (vgl. Spieler A/Feld A). Im Vorfeld sind vier unterschiedliche Startsignale festgelegt. Der Trainer entscheidet sich für ein Startsignal, ruft dieses auf und startet damit den Wettkampf. Mit dem Trainersignal beginnen insgesamt vier 1-gegen-1-Situationen. Die Spieler im Zentrum (vgl. Spieler A, B, C und D) versuchen, je nach Trainersignal, eine der Ziellinien zu erreichen, ohne von den Spielern außen (vgl. Spieler E, F, G und H) gefangen und mit der Hand berührt zu werden. Je nach Trainersignal müssen die Spieler im Zentrum und die Gegner außen schnell reagieren und das durch das Trainersignal definierte Zielfeld ansteuern. Trainersignal 1: Die Spieler im Zentrum versuchen, über eine Ziellinie des ihnen zugeordneten Felds zu laufen (vgl. 2), ohne vom Gegner berührt zu werden. Trainersignal 2: Die Spieler im Zentrum können zwischen den jeweils vor ihnen positionierten Feldern wählen (vgl. Spieler B/Feld B und C). Trainersignal 3: Die Spieler im Zentrum drehen sich um und wählen zwischen den hinter ihnen positionierten Feldern (vgl. 4). Entsprechend ist der Außenspieler im Rücken der aktuelle Gegner (vgl. Spieler C/Gegner E). Trainersignal 4: Der Außenspieler versucht, über eine der entfernten Ziellinien zu laufen (vgl. Spieler H/Felder B/C). Die Spieler im Zentrum agieren als Gegner (vgl. 5).

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Yaş sınırı:
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Litres'teki yayın tarihi:
16 aralık 2025
Hacim:
433 s. 356 illüstrasyon
ISBN:
9783840337406
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