Kitabı oku: «Sony Alpha 7C»
Das Handbuch zur Kamera

Frank Exner ist Gründer und Betreiber des beliebten Minolta- und Sony-Forums www.so-fo.de mit ca. 20.000 Mitgliedern. Er verfügt über einen umfassenden Erfahrungsschatz aus über 30 Jahren Fotopraxis. Sein Fachwissen hat er bereits in zahlreichen Sony-Kamerabüchern unter Beweis gestellt. Seine fotografischen Schwerpunkte liegen in der Natur-, Sport- und Porträtfotografie. Beim dpunkt.verlag sind von ihm bisher das Buch zur Sony α7 III, Sony α6100 und zur Sony α6400 sowie mehrere Pocket Guides zu Sony-Kameras erschienen.

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Impressum
Frank Exner
www.frank-exner.com
Lektorat: Rudolf Krahm
Lektoratsassistenz: Julia Griebel
Copy-Editing: Karin Wempe, Hamburg
Satz: Ulrich Borstelmann, www.borstelmann.de
Herstellung: Stefanie Weidner
Umschlaggestaltung: Helmut Kraus, www.exclam.de, unter Verwendung eines Produktfotos der Firma Sony
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN:
Print 978-3-86490-826-2
PDF 978-3-96910-322-7
ePub 978-3-96910-323-4
mobi 978-3-96910-324-1
1. Auflage 2021
Copyright © 2021 dpunkt.verlag GmbH
Wieblinger Weg 17
69123 Heidelberg
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Der Umwelt zuliebe verzichten wir auf die Einschweißfolie.
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Vorwort
Sony bringt mit der α7C eine neue Kategorie ins »Kamerarennen«. Eine Kamera mit Vollformatsensor und dennoch möglichst kompakt – das war das Ziel, welches die Sony-Ingenieure erreichen wollten. Das Ergebnis ist Ihnen gelungen: Die α7C ist kompakt wie eine α6600 und mit einem Vollformat-Bildsensor sowie zahlreichen Funktionen der α7 III ausgestattet. Genau das wünschen sich viele Fotoenthusiasten. Es macht Spaß, mit diesem kleinen Funktionswunder auf Fototour zu gehen. Was mir persönlich besonders gefallen hat, ist das Retrodesign der α7C in der Ausführung schwarz-silber.
Dieses Buches soll Sie dabei unterstützen, Ihre α7C kennenzulernen, und Sie mit diesem Wissen zu überzeugenden Bildergebnissen führen. Doch warum überhaupt ein Buch, wenn es auch eine Bedienungsanleitung gibt? Nun, in diesem Buch werden viele Funktionen, die die Bedienungsanleitung nur anreißt, wesentlich detaillierter erklärt. Sie erhalten vielerlei Hinweise zu Einstellungen für bestimmte Aufnahmesituationen und zahlreiche Tipps für die Fotopraxis. Viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen erleichtern Ihnen das korrekte Einstellen und Anpassen der zahlreichen Funktionen und Menüpunkte. Zudem wird gezeigt, wie Sie mit Ihrer α7C typische, aber auch spezielle Einsatzfälle des Fotoalltags meistern. Außerdem finden Sie in diesem Buch Lösungsvorschläge für schwierige Fotosituationen wie zum Beispiel das Fotografieren bei Nacht oder Gegenlicht. Dabei fließen stets die Erfahrungen aus meiner eigenen Fotopraxis ein, die ich in den letzten 35 Jahren gesammelt habe. Perfektionieren Sie also die eigene Fototechnik, dann steht Ihrer Kreativität bald nichts mehr im Weg und Sie machen überzeugende Fotos.
An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei meinem Lektor Rudolf Krahm und dem Team vom dpunkt.verlag bedanken. Ohne die vielen Menschen, die mich bei diesem Buch fleißig unterstützt haben, wäre das Buch wohl nicht das, was es ist. Außerdem bedanke ich mich bei Herrn David Schwarz von der Agentur haebmau und bei Foto Dinkel für die freundliche Unterstützung.
Wenn Sie sich über meine weitere Arbeit informieren möchten, dann schauen Sie gern auf meiner Website vorbei: www.frank-exner.com.
Ich wünsche Ihnen nun viel Freude und Erfolg bei der Lektüre dieses Buches und beim Fotografieren mit Ihrer Sony α7C!
Ihr Frank Exner
März 2021

35 mm | f5,6 | 1/60 s | ISO 250
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Der perfekte Einstieg
In diesem Kapitel wird Ihnen die Technik der α7C nähergebracht, um Ihnen den Einstieg ins Fotografieren zu erleichtern. Sie lernen wichtige Bedienelemente kennen und erfahren, wie Sie die Kamera für den Fotoalltag vorbereiten. Außerdem finden Sie dort wichtige Details zu Dateiformaten und Bildgrößen.
1.1 Die Technik der α7C im Detail
Mit der α7C schlägt Sony ein neues Kapitel in seiner Fotogeschichte auf. Eine neue Kategorie wird zum Leben erweckt. Ein sehr kompaktes Gehäuse erhält einen Vollformatbildsensor. Sony kommt damit den Wünschen der Fotografen nach kleinen, leichten und kompakten Kameras mit hoher Bildqualität nach. Zudem wurde, zumindest bei dem silbernen Modell, die Optik deutlich aufgewertet, was natürlich Geschmackssache ist.
Lernen Sie die Technik der α7C im nachfolgenden Kapitel kennen. So wird Ihnen der Einstieg ins Fotografieren erleichtert. Wichtige Bedienelemente werden Ihnen nähergebracht und die Kamera wird für den Fotoalltag vorbereitet. Außerdem werden die verfügbaren Dateiformate und Bildgrößen besprochen.
Das Herzstück der α7C: der Bildsensor
Sony nutzt für die α7C den bewährten Bildsensor, welcher auch in der α7III zum Einsatz kommt. Die BSI-Technik (rückwärtige Belichtung) ist für eine sehr gute Lichtempfindlichkeit verantwortlich. Im Fotomodus ist maximal ISO 204.800 einstellbar. Im Videomodus können Sie 4K-Videos mit sehr guter Videoqualität aufnehmen. Hierbei wird der Sensor mit einer Auflösung von 6K ausgelesen und auf 4K-Videos heruntergerechnet.

Abbildung 1.1: Bildsensor der α7C (Bild: Sony)
Im Fotomodus liefert der Exmor R CMOS-Sensor 24,2 Megapixel. Der für die Bildverarbeitung verantwortliche Bildprozessor BIONZ X samt Front-End-LSI macht die hohe Geschwindigkeit bei der Signalverarbeitung – zum Beispiel eine 14-Bit RAW-Ausgabe selbst bei Serienaufnahmen – möglich.
Der Monitor
Der Monitor der α7C hat einen Öffnungswinkel von etwa 176 Grad sowie einen Drehwinkel von 270 Grad. Bodennahes oder Überkopfarbeiten werden so erleichtert. Auch für Selfies (Selbstporträts) und Vlogging (Videoaufnahmen von sich selbst) lässt sich der Monitor gut einstellen. Er ist mit 921.600 Pixeln und 3 Zoll Größe hochauflösend. Die Helligkeit lässt sich manuell in fünf Stufen einstellen. Für sehr helle Lichtverhältnisse kann ein besonders lichtstarker Sonnenscheinmodus gewählt werden, um den Monitor besser ablesen zu können. Die Bedienung der Kamera und das Setzen des Fokuspunktes über den Monitor sind per Fingerdruck möglich.
Sucher
Die α7C verwendet einen elektronischen Sucher (1,0 cm-Diagonale). Er kommt nicht an die Größe zum Beispiel des Suchers der α7III (1,3 cm-Diagonale) heran, was sicherlich der Kompaktheit der Kamera geschuldet ist. Der XGA OLED-»Tru-Finder« stellt 2,4 Megapixel dar und liefert ein sehr scharfes Bild. Die Sucherbildvergrößerung ist 0,59-fach (mit 50-mm-Objektiv bei unendlich). Eine spezielle Beschichtung von Zeiss (T*) reduziert störende Objektivreflexionen auf der Okularlinse deutlich. Auch schnelle Objektbewegungen kann der Sucher flüssig wiedergeben, da er bis zu 120 Bilder pro Sekunde darstellt, was Actionfotografen sicher entgegenkommt.

Abbildung 1.2: Elektronischer Sucher der α7C (Grafik: Sony)
Kabellose Verbindungen
Die α7C verfügt über Bluetooth (4.1). Damit lassen sich zum Beispiel Standortinformationen per Imaging Edge Mobile-App vom Smartphone in die Bilddateien der α7C übertragen. Das macht Sinn, da ein GPS-System relativ viel Strom verbraucht und so den Akku der α7C stark belasten würde. Per Bluetooth lässt sich die Kamera zum Beispiel auch mit einem Aufnahmegriff steuern, was Vlogging-Fans freuen wird.
In der α7C wurde außerdem ein Wi-Fi-Modul (WLAN) verbaut, welches das 2,4- und 5-GHz-Frequenzband unterstützt. Dieses ist IEEE 802.11a/b/g/n/ac kompatibel und gestattet die drahtlose Übertragung der Bilder und Videos auf das Smartphone, den Computer oder den Smart-TV. Zudem steht Ihnen NFC
(Near Field Communication, Nahfeldkommunikation) zur Verfügung. Hiermit lässt sich die α7C schnell und problemlos mit anderen NFC-fähigen Geräten koppeln. Weitere Informationen zu Wi-Fi und NFC finden Sie im Abschnitt »Fernsteuerung per Smartphone« auf Seite 351.
Verschluss
Sony hat an der α7C einen elektronisch gesteuerten, vertikal ablaufenden Schlitzverschluss verbaut. Mit ihm sind Verschlusszeiten von 1/4000 Sekunde im Foto- und im Videomodus möglich. Wird der elektronische Verschluss verwendet, schafft die Kamera beim Fotografieren auch 1/8000 Sekunde. Die kürzeste Blitzsynchronisierungszeit ist 1/160 Sekunde. Deaktivieren Sie den mechanischen Verschluss, so lösen Sie geräuschlos aus. Das ist ein großer Vorteil, wenn Sie zum Beispiel im Theater unterwegs sind, wo Stille herrscht, oder auch, wenn Sie einfach unauffällig fotografieren wollen. Andererseits müssen Sie hier mit einigen Einschränkungen leben: So ist beispielsweise der Einsatz mit Blitzlicht nicht möglich und Sie müssen bei schnellen Kameraschwenks während der Aufnahme mit dem sogenannten Rolling-Shutter-Effekt rechnen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt »Geräuschlos auslösen« ab Seite 52.
Bildstabilisierung
Ein Highlight der α7C ist sicherlich der Bildstabilisator. Er arbeitet in fünf Richtungen, kann also horizontale und vertikale Verwacklungen, aber auch solche durch leichtes Kippen der Kamera nach vorn und hinten ausgleichen. Einem Verwackeln zum Beispiel bei wenig Licht und damit längeren Belichtungszeiten wird damit effektiv entgegengewirkt. Die α7C gewinnt bis zu fünf Blendenstufen Belichtungszeitvorteil. Wo bei anderen Systemen schon die Arbeit mit Stativen notwendig wird, nehmen Sie mit der α7C noch verwacklungsfreie Bilder oder Videos per Hand auf. Detaillierte Informationen zum Bildstabilisator finden Sie im Abschnitt »Mehr scharfe Bilder dank Bildstabilisator« ab Seite 106.
Gehäuse
Das Gehäuse der α7C besteht aus einer leichten stabilen Magnesiumlegierung in Monocoque-Bauweise. Es ist mit einem Staub- und Feuchtigkeitsschutz versehen. Das Objektivbajonett wurde verstärkt ausgeführt, was wichtig ist, wenn Sie Ihre Objektive an der α7C oft wechseln möchten. Mit kleinen und mittelgroßen Händen sollte sich die α7C sehr gut halten und bedienen lassen. Für größere Hände ist sicher ein Kamerabzw. Batteriegriff von Vorteil.

Abbildung 1.3: Das Gehäuse der α7C ist gegen Feuchtigkeit und Staub geschützt (Grafik: Sony).
1.2 Überblick über die Bedienelemente
Wenn Sie zuvor keine Sony-α-Kamera besessen haben, ist es von Vorteil, sich mit den wichtigsten Bedienelementen und Kameraeinstellungen vertraut zu machen.
Zunächst sollen Ihnen die Abbildungen einen Überblick über die Bedienelemente verschaffen. Auf die wichtigsten wird im Anschluss daran genauer eingegangen. Im weiteren Verlauf des Buches erfahren Sie alles zu den Funktionen, welche sich hinter den Begriffen verbergen.
Das Kameragehäuse der α7C ist sehr kompakt. Dennoch hat es Sony geschafft, die wichtigsten Bedienelemente unterzubringen. So sind zum Beispiel die Belichtungskorrektur, der ISO-Wert und der Bildfolgemodus direkt per Drehrad bzw. Taste erreichbar. Außerdem steht eine zusätzlich programmierbare Taste (C) zur Verfügung. Mit der AF-ON-Taste können Sie alternativ zum halb gedrückten Auslöser scharfstellen und damit sofort in den Motiv-Verfolgungsmodus wechseln.

Abbildung 1.4: Die α7C von oben (Foto: Sony)
1
Lautsprecher (mono), welcher den Ton der Videoaufnahmen und die Bediengeräusche wiedergibt.
2
Hier befindet sich die Bildsensorebene. Ab hier gilt zum Beispiel der Mindestfokusabstand, welchen Sie in den technischen Daten der Objektive finden. Wenn Sie dichter an das Motiv herangehen, kann nicht mehr scharfgestellt werden.
3
Moduswahlknopf zum Einstellen der einzelnen Programme und zum Abrufen der Programmspeicherplätze.
4
Mit dem Schalter ON/OFF schalten Sie die Kamera ein bzw. wieder aus.
5
Auslöser zum Scharfstellen (bei halb gedrücktem Druckknopf) und Starten des Auslösevorgangs.
6
Mit dem Drücken der Videotaste
starten Sie die Videoaufnahme. Drücken Sie die Taste erneut, beenden Sie die Aufnahme.
7
Drehrad zur Einstellung der Belichtungskorrektur.
8
Multi-Interface-Schuh zum Anschluss von Zubehör wie Blitzgeräten oder Mikrofonen.

Abbildung 1.5: Rückansicht der α7C (Foto: Sony)
1
Mit dem elektronischen Sucher auf OLED-Basis sehen Sie das Echtzeitbild in 100 %-Größe. Auch bei schwierigen Lichtsituationen wie Gegenlicht haben Sie so alles im Griff.
2
Der Näherungssensor stellt fest, ob sich ein Objekt in der Nähe des Suchers befindet. Das ist im Normalfall das Auge. Die α7C schaltet dann von Monitor- auf Sucherausgabe um.
3
Mit dem Dioptrieneinstellrad stellen Brillenträger ihre Dioptrienstärke ein, falls sie ohne Brille fotografieren möchten.
4
Mit der Taste MENU erreichen Sie das Softwaremenü Ihrer α7C. Hier können Sie die Kamera konfigurieren und Aktionen wie das Formatieren der Speicherkarte auslösen.
5
Drehrad
mit verschiedenen Funktionen wie zum Beispiel Blendenwahl im Modus Blendenpriorität (A) oder Belichtungszeitwahl im Modus Zeitpriorität (S).
6
Mit der AF-ON-Taste können Sie den Autofokus aktivieren, ohne den Auslöser halb durchdrücken zu müssen. Im Wiedergabemodus zoomen Sie ins Bild hinein
.
7
Während der Aufnahme dient die Taste Fn zur Auswahl des Funktionsmenüs. Im Wiedergabemodus können Sie hierüber ein Bild beispielsweise an ein Smartphone senden.
8
Mit dem Einstellrad können Sie zum Beispiel in Menüs navigieren oder direkt Einstellungen vornehmen. Dazu besitzt das Einstellrad vier Tasten
und Sie können den Einstellring drehen. Mit der Taste ISO stellen Sie den ISO-Wert ein, mit welchem Sie die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors anpassen können. Per Taste DISP schalten Sie die unterschiedlichen Anzeigemodi durch. Mit der Taste
/
können Sie den Bildfolgemodus festlegen, also beispielsweise ob Sie Einzel- oder Serienaufnahmen anfertigen wollen. Auch die Selbstauslöservarianten finden Sie hier. Die Mitteltaste
des Einstellrads dient der Bestätigung der Eingaben. Auch die Einstellung des Fokuspunktes (in einigen Fokusfeld-Modi) ist hier zum Beispiel möglich. So können Sie beispielsweise festlegen, an welcher Stelle im Bild scharfgestellt werden soll.
9
Bei der Aufnahme erreichen Sie mit der programmierbaren Taste C standardmäßig die Funktion Weißabgleich. Im Wiedergabemodus können Sie ein Bild bzw. ein Video löschen
.
10
Über die Wiedergabetaste
gelangen Sie zur Ansicht der aufgenommenen Bilder und Videos.
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Touchscreen-Monitor, ausklappbar

Abbildung 1.6: α7C von vorn (Foto: Sony)
1
Die Selbstauslöserlampe blinkt, sobald Sie eines der Selbstauslöserprogramme gewählt und ausgelöst haben. Steht wenig Licht zur Verfügung, kann diese LED-Lampe auch als AF-Hilfslicht-Lampe verwendet werden und so den Autofokus bei wenig Licht unterstützen.
2
Die Mikrofone (stereo) dienen der Aufzeichnung des Tons beim Filmen.
3
Diese Markierung muss beim Ansetzen des Objektivs mit der Markierung am Objektiv übereinstimmen.
4
Der Bildsensor ist für die Aufnahme der Bilder bzw. Videos zuständig. Auf ihm sind bei der α7C auch die Sensoren für die Autofokusphasendetektion untergebracht.
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Die Kontakte für die Spannungsversorgung und Steuerung des Objektivs
6
Per gedrücktem Objektiventriegelungsknopf können Sie das Objektiv entriegeln und dann nach links abschrauben.
Auslöser
Mit dem Auslöser
1
können Sie nicht nur die Bildaufnahme starten, sondern er besitzt noch eine weitere Funktion: Drücken Sie den Auslöser nur halb herunter, erhält die Kamera den Befehl, zunächst nur scharf zu stellen. Wird der Auslöser hingegen durchgedrückt, kann es sein, dass das gewünschte Motiv noch nicht scharf abgebildet wurde (Standardeinstellung). Außerdem wird der Bildstabilisator aktiviert. Die Kamera benötigt zum Scharfstellen etwas Zeit. Kontrollieren Sie diesen Vorgang am besten im Sucher oder auf dem Monitor. Drücken Sie den Auslöser erst dann ganz durch, wenn Sie sicher sind, dass die Kamera nach Ihren Wünschen scharfgestellt hat.

Abbildung 1.7: Der Auslöser
1
der α7C (Foto: Sony)
Wichtig ist auch, den Auslöser nicht durchzureißen, sondern gefühlvoll durchzudrücken. Ansonsten müssen Sie allein durch den Auslösevorgang mit verwackelten Aufnahmen rechnen.
Im Menü
1/AF1/PriorEinstlg bei AF-S bzw. PriorEinstlg bei AF-C können Sie die Reaktion der α7C beim Drücken des Auslösers beeinflussen. Hier stehen Ihnen jeweils drei Einstellungen zur Verfügung. Wählen Sie AF, löst die α7C erst aus, wenn sie den Autofokus bestätigen kann. Die Option Auslösen gibt Ihnen die Möglichkeit, jederzeit, auch ohne dass die α7C scharf gestellt hat, auszulösen. Die dritte Variante Ausgew. Gewicht. (Standardeinstellung) stellt einen Kompromiss zwischen AF und Auslösen dar. Drücken Sie hier den Auslöser durch und halten Sie ihn gedrückt, dann geht die α7C davon aus, dass für Sie die Fotosituation so wichtig ist, dass Sie unbedingt auslösen möchten.
Die Kamera wartet dann nur kurz, um die Schärfe zu finden. Das heißt, auch wenn die Schärfe noch nicht bestätigt wurde, löst die Kamera aus. In den meisten Fällen sitzt hier sogar die Schärfe bereits. Aber eben nicht immer auf den Punkt. Gute Erfolge erzielen Sie hier, wenn Vor-AF (Menü
1/AF2) eingeschaltet ist. Die α7C fokussiert dann bereits vor, ohne dass der Auslöser halb gedrückt wurde. Bedenken Sie aber den etwas höheren Stromverbrauch durch das Vorfokussieren.
Drehräder
Die Drehräder
1
und
2
nehmen aufgrund der vielfältigen Funktionen eine wichtige Rolle ein. Sie dienen zur Verstellung der Blende bzw. der Belichtungszeit, abhängig vom gewählten Programm. Mit ihnen können Sie zudem im Menü navigieren und im Ansichtsmodus von einem Bild zum nächsten springen. Das Einstellrad
2
hat weitere Aufgaben, dazu etwas später mehr.

Abbildung 1.8: Vielseitig in der Funktion: die Drehräder (Foto: Sony)
Moduswahlknopf
Den Moduswahlknopf
1
finden Sie an der rechten Oberseite der α7C. Bevor Sie mit dem Fotografieren beginnen, prüfen Sie hier den eingestellten Modus. Es kann durchaus vorkommen, dass sich der Wahlknopf versehentlich einmal verstellt hat.
Über den Moduswahlknopf sind die Programmautomatik P, die Vollautomatik
(AUTO), die Video- sowie die Kreativprogramme (M, S, A) anwählbar. Über S&Q gelangen Sie zu den Zeitlupen- bzw. Zeitrafferprogrammen. Außerdem stehen drei Einstellungsspeicherplätze (1, 2, 3) zur Direktwahl zur Verfügung. Vier weitere Speicherplätze (M1, M2, M3, M4) sind per Menü erreichbar und werden auf der Speicherkarte hinterlegt.
Die Vollautomatik ist vorrangig für Fotografieanfänger oder sehr spontane Aufnahmegelegenheiten gedacht. Der Umstieg auf die Kreativprogramme ist schon anspruchsvoller. Und es bedarf etwas Einarbeitungszeit, aber die Mühe wird sich für Sie lohnen. Aufnahmen mit maximaler Einflussnahme durch den Fotografen werden so erst möglich.

Abbildung 1.9: Moduswahlknopf der α7C (Foto: Sony)
Das Einstellrad
Das Einstellrad der α7C dient in erster Linie zur Steuerung oder Navigation in den Kameramenüs bzw. bei der Bildwiedergabe zur Wahl des nächsten (bzw. vorherigen) Bildes. Außerdem besitzen die Tasten des Einstellrads Funktionen zur Direktwahl. Mit der oberen Taste (DISP) wechseln Sie die Monitoranzeige. Mit der rechten Taste (ISO) gelangen Sie ins Menü zur Wahl der ISO-Empfindlichkeit. Zur Bildfolgewahl gelangen Sie über die linke Taste
. Die untere Taste
ist standardmäßig mit dem Bildindex während der Wiedergabe belegt und hat während der Aufnahme keine Funktion. Sie kann aber im Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1/BenutzerKey für das Fotografieren, Filmen und Wiedergeben (wie übrigens auch die anderen Tasten bis auf die DISP-Taste) Ihren Wünschen entsprechend angepasst werden.
Mit der Mitteltaste
des Einstellrads bestätigen Sie die gewählten Einstellungen, sollten Sie sich in einem Auswahlpunkt befinden.

Abbildung 1.10: Einstellrad der α7C mit Direktwahlfunktionen (Foto: Sony)
Funktionstaste Fn
Der Schnellzugriff per Funktionstaste Fn
1
hilft Ihnen dabei, die Kamera noch bequemer zu bedienen. So sind bis zu zwölf Funktionen schnell erreichbar. Die verwendeten Funktionen lassen sich zudem Ihren Wünschen entsprechend anpassen (Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1/Funkt.menü-Einstlg.).
In einigen Modi, wie beispielsweise der Vollautomatik, ist die Auswahl an Funktionen stark eingeschränkt, da hier die Kamera selbstständig alle erforderlichen Einstellungen für Sie vornimmt (siehe Abschnitt »Der Automatikmodus – geeignet für viele Situationen« ab Seite 182).

Abbildung 1.11: Schnell auf wichtige Funktionen zugreifen: das gelingt Ihnen mit der Fn-Taste
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(Foto: Sony).
Die Schnellauswahl per Fn-Taste
1
Fn-Taste verwenden
Auf der Rückseite der α7C finden Sie die Fn-Taste. Nach Drücken dieser Taste stehen die einzelnen Optionen unten auf dem Monitor zur Auswahl. Wechseln Sie zwischen den Optionen mit den Tasten
des Einstellrads
. Um die einzelnen Optionen zu ändern, drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads. Wählen Sie dann mit den Tasten
die gewünschte Option aus. Eine Bestätigung der Einstellung per Mitteltaste
des Einstellrads ist nicht notwendig. Erscheint der neue Wert orangefarben, ist er gespeichert und wird verwendet. Sie können sofort mit der Aufnahme beginnen.

2
Andere Funktionen zuweisen
Drücken Sie die MENU-Taste, um ins Menü zu gelangen. Mit den Tasten des Einstellrads navigieren Sie ins Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1. Hier wählen Sie die Option Funkt.menü-Einstlg.

3
Wahl der Funktionen
Hier stehen Ihnen zwei Auswahlebenen zur Verfügung: zum einen die obere und zum anderen die untere Ebene (jeweils für den Foto- und Videomodus). Drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads, um die einzelnen Funktionen 1 bis 6 beider Ebenen aufzurufen. Zwischen den Ebenen wechseln Sie mit den Tasten
und
des Einstellrads. Mit den Tasten
und
des Einstellrads wählen Sie nun die Funktion an, welche Sie anpassen möchten. Nach dem Drücken der Mitteltaste steht Ihnen die mögliche Auswahl der zuzuweisenden Kamerafunktionen zur Verfügung. Navigieren Sie mit den Tasten
und
des Einstellrads und wählen Sie Ihre gewünschten Funktionen aus. Mit der Mitteltaste bestätigen Sie Ihre Auswahl.

Die MENU-Taste
Das Softwaremenü der α7C erreichen Sie über die Taste MENU
1
. Hier finden Sie allgemeine Kameraeinstellungen wie Sprache, Datum, Uhrzeit oder auch Optionen zur Einstellung von Signaltönen. Andererseits werden Sie vermutlich das Menü regelmäßig für die Wahl der Bildqualität und anderer Aufnahmebedingungen verwenden.

Abbildung 1.12: Die Kameraeinstellungen erreichen Sie über die Taste »MENU« (Foto: Sony).
Um Ihnen die Kameraeinstellung zu erleichtern, hat Sony das Menü in sechs Kategorien unterteilt.
Kamera-einstlg.1
1 beinhaltet für Fotoaufnahmen notwendige Einstellungen.
Kamera-einstlg.2
2 enthält die Einstellungen für Filmaufnahmen und zur Anpassung der α7C an die Wünsche der Benutzer.
Netzwerk
bietet die Einstellungen für Wi-Fi- und Bluetooth-Verbindungen mit der α7C.
Wiedergabe
enthält Funktionen für die Wiedergabe von Fotos und Videos sowie dem Drucken der Fotos.
Einstellung
beinhaltet wesentliche Kamerafunktionen wie Energiesparmodus, Monitorhelligkeit, Datum und Uhrzeit. Auch die Firmwareversion Ihrer α7C können Sie hier ermitteln.
Mein Menü
: Hier können Sie sich ein eigenes Menüsystem anlegen, um die Kamera noch effektiver nutzen zu können (weitere Infos finden Sie ab Seite 65).
Sucher und Monitor
Ambitionierte Fotografen werden den Sucher wohl bevorzugt benutzen, wenn es darum geht, Schärfe und Bildausschnitt zu prüfen.
Neben dem Sucher befindet sich die Möglichkeit, einen Dioptrienausgleich einzustellen. Weitsichtige Fotografen drehen das Einstellrad in Richtung Plus (nach unten), kurzsichtige in Richtung Minus (nach oben).
Am Rand des Suchers und des Monitors können wichtige Informationen angezeigt werden. Auf diese Weise sind Sie jederzeit zum Beispiel über die Belichtungszeit oder die gewählte Blende unterrichtet.
Im Wiedergabemodus stehen Ihnen drei verschiedene Anzeigen mit unterschiedlichen Informationsgehalten zur Verfügung. Im Aufnahmemodus sind es standardmäßig drei im Sucher und fünf auf dem Monitor. Zwischen diesen können Sie wechseln, indem Sie die DISP-Taste
1
drücken.

Abbildung 1.13: Die Taste »DISP« dient dem Durchschalten unterschiedlicher Informationsumfänge im Sucher bzw. Monitor (Foto: Sony).
Fotografieren Sie Motive, die sich schnell bewegen, bietet es sich an, die Bildwiedergabefrequenz des Suchers zu erhöhen. Sie erhalten so ein flüssigeres Sucherbild. Im Menü
2/Anzeige/Bildkontrolle1/Sucher-Bildfreq. können Sie die Einstellung vornehmen. Wählen Sie hier FPS HI. Im Standardmodus FPS STD werden 60 Bilder pro Sekunde und im FPS HI-Modus 120 Bilder pro Sekunde wiedergegeben. Während der Wiedergabe und bei einer HDMI-Verbindung wird nur FPS STD verwendet. Wird die Kamera zu warm, schaltet sie ebenfalls in den weniger Ressourcen verbrauchenden Standardmodus.

Abbildung 1.14: Für Actionfotografen von Vorteil: Der Hochfrequenzmodus »FPS HI« des Suchers

Abbildung 1.15: Die verschiedenen Monitoranzeigen im Vergleich:
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Grafikanzeige: es wird zusätzlich eine Grafik für Blende und Belichtungszeit eingeblendet;
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Alle Infos anz.: hier erhalten Sie den maximalen Informationsgehalt;
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Daten n. anz.: nur die nötigsten Informationen werden angezeigt;
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Histogramm: ein Histogramm wird unten rechts eingefügt;
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Neigung: eine Wasserwaage wird eingeblendet;
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Für Sucher: hier werden Informationen ohne Live-View-Bild angezeigt.
Im Menü
2/Anzeige/Bildkontrolle1/Taste DISP können Sie für den Sucher und den Monitor getrennt festlegen, welche Anzeigen beim Durchschalten mit der DISP-Taste erscheinen sollen.

Abbildung 1.16: Sie können selbst festlegen, welche Infos nach Drücken der Taste »DISP« erscheinen sollen. Mindestens ein Eintrag muss hier aber sinnvollerweise gewählt werden.
Die Anzeigeinformationen im Aufnahmemodus
Haben Sie im Aufnahmemodus bei der Wahl der Monitoreinstellung Alle Infos anz. gewählt, stehen Ihnen alle erdenklichen Informationen direkt auf dem Monitor zur Verfügung. Diese Ansicht sollten Sie aber nicht unbedingt permanent eingeschaltet lassen, da hier der Blick auf das eigentliche Motiv eingeschränkt ist. Ab und zu ist es allerdings von Vorteil, auf die Einstellungen zu schauen und zu prüfen, ob noch alles Ihren Vorstellungen entspricht. Nachfolgend werden die einzelnen Piktogramme erläutert.

Abbildung 1.17: Monitoranzeige im Aufnahmemodus mit der Option »Alle Infos anz.«
1
Das gewählte Aufnahmeprogramm (per Moduswahlknopf einstellbar).
2
Speicherkartensymbol für Speicherkartenplatz mit Anzahl der Fotos, die noch auf die Speicherkarte passen (geschätzt). Falls keine Speicherkarte eingelegt wurde, erscheint NO CARD.
3
Bei Blitzgerätnutzung wird hier die Blitzladung angezeigt. Während das Blitzgerät lädt, blinkt der gelbe Punkt.
4
Das Symbol erscheint bei aktiviertem Autofokushilfslicht.
5
Das eingestellte Seitenverhältnis der Fotos.
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Hier wird die Bildgröße angezeigt (nur bei Wahl eines der JPEG-Einstellungen, bei RAW wird keine Bildgröße angezeigt).
7
Zeigt an, ob der Bildstabilisator beim Fotografieren oder beim Filmen eingeschaltet ist.
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Bei der Option Bildqualität haben Sie die Wahl zwischen Rohdatenformat (RAW) oder drei unterschiedlich stark komprimierten JPEG-Formaten (hier: FINE = Fein).
9
Akkustandsanzeige als Grafik in 25 %-Schritten.
10
Akkustandsanzeige als Prozentsatz.
11
Die Belichtungsmessmodi arbeiten mit der sogenannten Objektmessung. Zur Auswahl stehen die Mehrfeld-, die mittenbetonte Integral- und die Spotmessung (siehe Seite 96).
12
Die Blitzbelichtungskorrektur beeinflusst, wie stark das Blitzlicht des Blitzgerätes aufleuchtet (siehe Seite 215).
13
Der Weißabgleich kann von der Kamera automatisch durchgeführt werden, lässt sich aber auch von Hand einstellen (siehe Seite 159).
14
Hier finden Sie die Anzeige für die Dynamikbereichoptimierung DRO bzw. den HDR-Modus. Beide dienen dazu, den Kontrastumfang zu optimieren (siehe Seite 155).
15
Über die Option Kreativmodus haben Sie Einfluss auf die kamerainterne Bildaufbereitung. Hier können Sie beispielsweise den Kontrast oder die Farbsättigung anpassen (siehe Seite 170).
16
Mit der Option Bildeffekt können Sie vorgefertigte Filter auf die Bilder anwenden. Das sind zum Beispiel High-Key-Filter oder auch (siehe Seite 195).
17
Hier wird die ISO-Einstellung angezeigt (siehe Seite 119).
18
Mit der Belichtungskorrektur nehmen Sie Einfluss auf die Bildhelligkeit. Das ist beispielsweise bei Aufnahmen mit Schnee wichtig (siehe Seite 135).
19
Die Blende des Objektivs hat Einfluss darauf, wie viel Licht zum Sensor gelangt, und beeinflusst die Schärfentiefe auf dem Foto (siehe Seite 113).
20
Hier wird Ihnen die Belichtungszeit angezeigt. Zu lange Belichtungszeiten können bei Freihandaufnahmen zu Verwacklungen führen (siehe Seite 104).
21
Zeigt an, dass die Funktion AF-ON aktiviert ist.
22
Mit den Fotoprofilen können Sie beim Filmen Farbanpassungen vornehmen (siehe Seite 337).
23
Mit der Option Fokusfeld können Sie Bereiche bzw. Punkte festlegen, auf die die Kamera scharfstellen soll (siehe Seite 75).
24
Hier wird der gewählte Fokusmodus dargestellt. Sie haben die Wahl zwischen drei Automatiken (AF-S, AF-A, AF-C), einer Halbautomatik (DMF) und einem reinen manuellen Modus MF (siehe Seite 73).
25
Mit der Option Blitzmodus können Sie einstellen, wie das interne bzw. externe Blitzgerät arbeiten soll (siehe Seite 206 ff).
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Die Option Bildfolgemodus legt fest, wie die Kamera reagiert, wenn Sie die Kamera auslösen. Hier können Sie beispielsweise zwischen Einzelaufnahme, Serienaufnahme oder auch Selbstauslöser wählen.
Die Anzeigeinformationen im Wiedergabemodus
Im Wiedergabemodus bietet die α7C drei unterschiedliche Anzeigemodi an. So steht Ihnen ein Anzeigemodus ohne jegliche Information zur Verfügung. Dieser ist für Präsentationen der Bilder zum Beispiel an einem größeren externen Monitor gedacht, oder auch, um sich die Bilder auf der α7C anzusehen. Des Weiteren gibt es einen Modus mit eingeblendeten Informationen zum Bild und einen Modus mit Histogrammanzeige. Hier werden neben dem Gesamthelligkeitshistogramm auch die roten, grünen und blauen Tonwerte des Bildes angezeigt. Weitere Informationen zum Histogramm finden Sie auf Seite 130. Die drei Anzeigemodi erreichen Sie nach Drücken der Taste
, wenn Sie jeweils die Taste DISP drücken.

Abbildung 1.18: In der Monitoranzeige »Histogramm« werden neben vielen allgemeinen Informationen zum aufgenommenen Bild auch vier Histogramme angezeigt.
1.3 Die α7C für den Fotoalltag vorbereiten
Die α7C bietet ausgereifte Automatikfunktionen, mit denen Ihnen bereits vorzeigbare Ergebnisse gelingen werden. Allerdings können diese kleinen Helfer nicht alle Situationen vorausahnen. Viele Bilder werden, je mehr Sie sich mit der Fotografie beschäftigen, vermutlich nicht mehr Ihren Vorstellungen entsprechen. Denn nicht nur die Kamera macht das Bild, sondern auch (oder gerade) die Person hinter der Kamera. Also trauen Sie sich ruhig, manuelle Einstellungen an Ihrer α7C vorzunehmen und so kreativen Einfluss auf das Bildergebnis zu nehmen. Ganz am Anfang steht natürlich die Vorbereitung Ihrer neuen Kamera.
Den Akku laden und einlegen
Im Lieferumfang Ihrer α7C befindet sich ein leistungsstarker Lithium-Ionen-Akku (Typ: NP-FZ100). Dieser ist bereits etwas vorgeladen und sollte vor dem ersten Gebrauch komplett geladen werden. Er liefert 16,4 Wh Energie, womit etwa 600 Bilder oder insgesamt bis zu 120 Minuten Video (je nach Einsatzzweck) möglich sind, bis die α7C wieder an die Ladestation muss. Für eintägige Fototouren wird die Kapazität des Akkus sicher ausreichen. Es kann aber nichts schaden, einen oder zwei Ersatz-Akkus dabei zu haben, vor allem, wenn Sie intensiv fotografieren oder länger unterwegs sind.
Stromzufuhr per Smartphone-Ladegerät
Der Akku kann auch, während er in der Kamera steckt, über ein Ladegerät (Powerbank) mit USB-Kabel, wie es auch bei Smartphones üblich ist, geladen werden. Dieses Kabel muss dem aktuellen Standard mit Micro-USB-Anschluss (am Anschluss Multi) bzw. USB-C (Buchse USB-C) entsprechen.
Leider wird die α7C ohne ein externes Ladegerät ausgeliefert. Somit bleibt Ihnen nur das Laden des Akkus in der Kamera per USB-Kabel und Netzteil bzw. PC-USB-Anschluss. Alternativ können Sie sich natürlich auch das Sony-Ladegerät BC-QZ1 zulegen, was mit etwa 100 Euro zu Buche schlägt.

Abbildung 1.19: Das Sony-Ladegerät BC-QZ1 muss zur α7C zusätzlich erworben werden. Eine Akkuladung, bei leerem Akku, dauert etwa 2,5 Stunden (Foto: Sony).
Unterwegs haben Sie die Möglichkeit, über ein mobiles Ladegerät (Powerbank) zu laden. Sind Sie länger mit der Kamera unterwegs oder möchten Sie intensiv Filmen, ist das sicher von Vorteil, da die Kapazität des Akkus doch recht beschränkt ist. Einige dieser Ladegeräte besitzen auch zwei (oder mehr) Ladeausgänge. So können Sie gleichzeitig Ihr Smartphone und Ihre α7C laden. Wählen Sie am besten ein Gerät mit einer Kapazität von etwa 70 Wh.
USB-Laden aktivieren
Standardmäßig ist das Laden per USB-Stromzufuhr aktiv. Sollte das Laden per USB-Anschluss einmal nicht funktionieren, schauen Sie bitte im Menü
/Einstellung4/USB-Stromzufuhr nach, ob die Option Ein aktiv ist.

Abbildung 1.20: Möchten Sie den Akku per USB-Anschluss laden, sollte bei »USB-Stromzufuhr« die Option »Ein« gewählt werden. Standardmäßig ist hier »Ein« voreingestellt.
Sollten Sie Ihre α7C bzw. einen Ersatz-Akku über längere Zeit nicht nutzen, kann es zu Tiefentladungen kommen, die den Akku schädigen können. Aus diesem Grund sollte er regelmäßig, spätestens alle vier bis sechs Monate, für einige Zeit auf ca. 50 % aufgeladen werden. Zu tiefe oder zu hohe Temperaturen können den Akku ebenfalls schädigen bzw. die Kapazität beeinträchtigen. Im Winter, bei Minustemperaturen, sollten Sie den Akku am Körper transportieren. Am besten nehmen Sie die Kamera komplett unter Ihre Jacke und holen sie nur zum Fotografieren heraus. Liegt der Akku bzw. die α7C in der prallen Sonne, können Temperaturen entstehen, die im Akku chemische Reaktionen auslösen, was zu dauerhaften Schäden führen kann.
Akkus von Drittanbietern
Immer wieder hört man von Billig-Akkus oder sehr günstigen Plagiaten, die unter anderem im Internet angeboten werden. Hier wird häufig aus Kostengründen auf bestimmte Schutzmechanismen wie den Überspannungs- und den Kurzschlussschutz verzichtet. Überhitzungen und sogar das Austreten von Säure – mit entsprechenden Folgeschäden – könnten die Konsequenz sein. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten. Nicht wenige dieser Akkus sind gefährlich. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob die Kapazitätsangaben, meist höher als die Originalkapazität, wirklich realistische Werte darstellen. Auch wurde in unterschiedlichen Foren berichtet, dass Fremd-Akkus nach wenigen Lade- und Entladezyklen sehr viel weniger Energie lieferten oder gar ganz den Dienst quittierten, was auf eine sehr schlechte Zyklenfestigkeit schließen lässt. Zudem schwankt bei Billig-Akkus die Passgenauigkeit. Ist der Akku nur minimal größer als das Original, bekommen Sie ihn entweder gar nicht erst ins Akkufach hinein bzw. später nur schwer wieder heraus. Andererseits können kompatible Akkus von seriösen Herstellern mit dem Original durchaus mithalten. In diesem Zusammenhang kann zum Beispiel die Firma Ansmann genannt werden. Erkundigen Sie sich aber in jedem Fall vor dem Kauf, ob der Akku in Ihrer α7C tatsächlich funktioniert.
Die richtigen Speicherkarten für Ihre α7C
Die α7C besitzt einen Speicherkartensteckplatz. Zur Speicherung Ihrer Bilder verwendet die α7C sogenannte SecureDigital-Karten (SD, SDHC, SDXC). Diese müssen Sie getrennt zur Kamera erwerben. Mit einem entsprechenden Adapter sind auch die Micro-Varianten der vorgenannten Speicherkarten einsetzbar. Empfehlenswert für die α7C sind SDXC-Karten mit 64 bzw. 128 GByte mit einer Geschwindigkeitsklasse U1 oder höher mit mindestens 100 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Wenn Sie die Option 100 Mbps (bei XAVC S 4K, XAVC S HD) beim Filmen verwenden wollen, benötigen Sie allerdings mindestens eine Speicherkarte mit einer Geschwindigkeitsklasse von U3 mit mindestens 100 MB/s Schreibgeschwindigkeit.
Aber auch für die Zukunft mit noch mehr Speicherbedarf ist schon gesorgt. Karten mit der Kennzeichnung SDXC werden später einmal einen Speicherplatz bis zu zwei TB zur Verfügung stellen können. Im Moment gibt es diese Karten mit einem Speicherplatz bis zu einem TB.
Auf einer 64-GB-Karte können Sie etwa 6000 Bilder unterbringen, wenn Sie JPEG-Bilder im Feinmodus erstellen. Im RAW-Modus (RAW komprimiert) reduziert sich die speicherbare Bilderzahl deutlich. Hier bleiben aber immerhin noch etwa 2000 Bilder zum Speichern, und das wird für einen durchschnittlichen Fototag sicher ausreichen, auch wenn viel fotografiert wird.
Im Videomodus der α7C passen ca. 60 Minuten auf eine 64-GB-Karte, wenn Sie 4K-Videos der besten Qualitätsstufe (XAVC S 4K 30p 100M/25p 100M) verwenden. Sie merken daran, dass hier relativ viel Speicherplatz benötigt wird. Planen Sie also das Aufnehmen vieler Videosequenzen, dann rüsten Sie sich mit Karten entsprechender Kapazität aus.
Speicherkarten unterscheiden sich nicht nur durch ihre Speicherkapazität, sondern es gibt zum Teil erhebliche Unterschiede bei der Geschwindigkeit, also wie schnell eine Karte beschrieben und ausgelesen werden kann. Tabelle 1.1 gibt Ihnen einen Überblick, welche Karte für welches Aufnahmeformat sinnvoll ist.

Tabelle 1.1: Empfehlenswerte Speicherkartentypen für die jeweilige Aufnahmesituation
Möchten Sie die Vorteile schneller Karten auch am Computer nutzen, benötigen Sie einen entsprechend schnellen Kartenleser, ansonsten wird die Datenübertragung ausgebremst.

Abbildung 1.21: Kartenlesegerät von Sony, MRW-S1, ca. 30 Euro. Voraussetzung dafür, dass die Daten von der Speicherkarte mit hoher Geschwindigkeit auf den Computer gelangen, ist ein schneller Kartenleser (Foto: Sony).
Das Fach für die Speicherkarte finden Sie an der α7C an der linken Seite. Schieben Sie die Speicherkarte wie gezeigt in den Schacht, bis sie einrastet.

Abbildung 1.22: Das Fach für die Speicherkarte finden Sie an der linken Seite der α7C.
Möchten Sie die Speicherkarte wieder entnehmen, drücken Sie auf die Speicherkarte, bis Sie ein leichtes Klicken hören. Danach ist die Karte freigegeben und kann entnommen werden.
Wichtig ist, dass Sie die Speicherkarte nur entnehmen, wenn gerade kein Kopiervorgang der Bilddateien auf die Karte am Laufen ist. Anderenfalls könnten Ihre Bilddateien verloren gehen. Sie können dies überprüfen, indem Sie auf die Zugrifflampe
1
achten. Leuchtet diese, findet gerade noch ein Kopiervorgang statt.

Abbildung 1.23: Leuchtet die LED-Zugrifflampe, sollten Sie die Speicherkarte auf keinen Fall entfernen, da gerade ein Speicher- oder Lesevorgang vonstattengeht.
Wird der Schiebeschalter
2
an der Seite der Speicherkarte heruntergedrückt, können keine Daten mehr von der Speicherkarte gelöscht werden. Gleichzeitig kann die Karte aber auch nicht mit neuen Bildern beschrieben werden. Das Auslesen des Karteninhaltes ist hingegen möglich. Auf der Abbildung ist die Speicherkarte mit dem Schiebeschalter in der Position »Beschreibbar« dargestellt.
Speicherkarte formatieren
Um sicherzugehen, dass Ihre Bilder korrekt auf der Speicherkarte landen, sollte sie an Ihre α7C angepasst werden. Hierfür ist vor der ersten Benutzung eine Formatierung der Speicherkarte durchzuführen. Auf die gleiche Weise können Sie schnell alle Bilder auf der Speicherkarte löschen.

Abbildung 1.24: Speicherkarte mit Schiebeschalter in der Stellung »Beschreibbar«
1
Aufrufen des Menüs
Drücken Sie die MENU-Taste und wechseln Sie mit den Tasten
des Einstellrads
ins Menü
/Einstellung5/Formatieren. Drücken Sie nun die Mitteltaste
des Einstellrads.
2
Formatieren der Speicherkarte
Es erscheint eine Sicherheitsabfrage, ob wirklich alle Daten auf der Karte gelöscht werden sollen. Wechseln Sie zu Eingabe und drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads. Nun beginnt der Formatierungsvorgang. Danach steht die Speicherkarte für Aufnahmen bereit.

Abbildung 1.25: Denken Sie daran, dass Sie bei der Formatierung der Speicherkarte alle Daten löschen. Der Akku sollte zum Formatieren geladen sein.
Achtung
Beim Formatieren werden alle Daten auf der Speicherkarte unwiederbringlich gelöscht. Das heißt, auch geschützte Bilder und die Einstellungen im Benutzerspeicher M1 bis M4 werden gelöscht.
Wechselobjektive anbringen
Grundsätzlich können an der α7C alle Sony-Objektive mit E-Bajonett zum Einsatz kommen. Sony liefert aber auch Objektive mit A-Bajonett aus. Diese können Sie nicht direkt an Ihrer α7C verwenden. Weitere Einzelheiten dazu und zu den E- und FE-Objektiven erfahren Sie im Kapitel »Der Objektivratgeber zu Ihrer α7C« ab Seite 301.
1
Kamera und Objektiv klarmachen
Schrauben Sie die am Kamerabajonett befestigte Schutzkappe in Linksdrehrichtung ab. Auch am Objektiv befindet sich eine Schutzkappe zum Schrauben. Schrauben Sie auch diese Schutzkappe in Linksdrehrichtung ab.
2
Objektiv anbringen
Verbinden Sie nun das Objektiv mit dem Bajonett der Kamera. Hierbei müssen die weißen Markierungen
1
und
2
am Kameragehäuse und am Objektiv übereinanderliegen. Drehen Sie dann das Objektiv bis zum Einrasten nach rechts.

Abbildung 1.26: Die beiden weißen Punkte müssen zum Ansetzen des Objektivs an der Kamera übereinanderliegen.
3
Brennweite wählen (Zoomen)
An Zoomobjektiven besteht die Möglichkeit, einen unterschiedlichen Bildausschnitt zu wählen. Hierzu drehen Sie am Zoomring des Objektivs. Die Brennweiteneinstellung können Sie näherungsweise an der Markierung am Objektiv ablesen.
4
Objektiv abnehmen
Um das Objektiv wieder abnehmen zu können, drücken Sie den Objektiventriegelungsknopf
3
und halten diesen gedrückt. Damit wird das Objektiv entriegelt und Sie können es entgegen dem Uhrzeigersinn wieder abschrauben. Geben Sie dem Staub erst gar keine Chance und versehen das Objektiv mit der Schutzkappe. Das Gleiche gilt natürlich für die Kamera. Setzen Sie ein anderes Objektiv an oder benutzen Sie die Schutzkappe.

Abbildung 1.27: Objektiventriegelungsknopf, um das Objektiv freizugeben
Vorsichtsmaßnahmen gegen Staub
Bei jedem Objektivwechsel werden Innenteile der Kamera und des Objektivs für Staub zugänglich. Im schlimmsten Fall landet dieser auf dem Bildsensor und erzeugt so Flecken auf Ihren Bildern. Sicher kann man den Staub auf dem Sensor wieder entfernen und auch auf den Bildern lassen sich die Stellen retuschieren. Das ist natürlich auch immer mit Arbeit verbunden, welche man aber im Rahmen halten kann. Am besten halten Sie die Kamera beim Wechsel des Objektivs immer nach unten und achten auf die Windrichtung, sodass eventueller Staub schwerer ins Innere gelangen kann.
1.4 Dateiformate und Bildgrößen
Neben der Aufnahme ist die Datenspeicherung der Fotos ein wichtiger Aspekt in der digitalen Fotografie. Auf der einen Seite steigt von einer Kamerageneration zur nächsten die Pixelanzahl und somit das Datenvolumen an. Auf der anderen Seite fallen glücklicherweise die Preise für den Speicherplatz kontinuierlich. Das betrifft die Speicherkarten und auch die Speichermedien des Computers. Große Bilddateien verbrauchen zum einen relativ viel Speicherplatz und benötigen zum anderen auch die meiste Zeit, um beispielsweise auf die Festplatte des Computers kopiert zu werden. Auch die Datensicherung ist entsprechend aufwendig. Andererseits würde für den Einsatzzweck vielleicht ein kleines Format ausreichen, wie zum Beispiel für Onlineauktionen bei reiner Bildschirmbetrachtung. Im Folgenden soll Ihnen dabei geholfen werden, das optimale Bildformat für den jeweiligen Anwendungsfall zu finden.
Die Vorteile des JPEG-Formats nutzen
In den Qualitätsstufen Extrafein, Fein und Standard speichert die Kamera die Bilddateien im JPEG-Format ab. Die Bilder sind sofort fix und fertig entwickelt. Das heißt, Schärfe, Kontrast, Sättigung und viele weitere Einstellungen werden durch die Kamera angewendet. Sie können die Dateien sofort am Bildschirm betrachten, ins Internet stellen oder ausdrucken. All diese Medien verstehen dieses Bildformat. Das JPEG-Format ist wohl das am weitesten verbreitete Grafikformat überhaupt. Es stellt ein Verfahren zur verlustbehafteten bzw. fast verlustfreien Speicherung von Bilddateien dar. Die Bilddateien werden hier komprimiert gespeichert. Das spart Speicherplatz und so gelangen weit mehr Bilder auf eine Speicherkarte als im RAW-Format. In allen Programmen Ihrer α7C steht Ihnen dieses leicht einsetzbare Format zur Verfügung.
Halten Sie den Auslöser im Serienbildmodus im JPEG-Format gedrückt, können Sie – im Vergleich zum Fotografieren im RAW-Format – weit mehr Bilder durchgängig aufnehmen. Das hängt damit zusammen, dass der Pufferspeicher der Kamera eine begrenzte Größe besitzt und hier eben mehr kleinere JPEG-Dateien hineinpassen als die weit größeren RAW-Dateien (siehe Tabelle 1.2). Erst nachdem die Bilddateien aus diesem Pufferspeicher auf die Speicherkarte übertragen worden sind, kann mit normaler Geschwindigkeit weiterfotografiert werden.

Abbildung 1.28: Sind beispielsweise bei bedecktem Himmel nur mäßige Kontraste vorhanden und muss nicht mit Überstrahlungen gerechnet werden, ist das JPEG-Format problemlos einsetzbar.
300 mm | f5,6 | 1/320 s | ISO 3200

Tabelle 1.2: Dateigrößen (ca.) bei den unterschiedlichen Qualitäts- und Bildgrößeneinstellungen. RAW-Dateien besitzen eine Dateigröße von ca. 24–52 Mbyte.
Das JPEG-Format ist wie bereits erwähnt auch das richtige Format neben GIF und PNG, wenn es darum geht, Bilder für das Internet zu speichern. Hierfür sollte allerdings die Bildgröße entsprechend verkleinert und eine recht starke Komprimierungsstufe im Bildbearbeitungsprogramm eingestellt werden, um zu lange Downloadzeiten zu verhindern. Alternativ können Sie dies auch gleich an der Kamera einstellen, was nachfolgend erläutert wird (siehe Abschnitt »Für jeden Zweck die richtige Bildgröße« auf Seite 39).
Grenzen und Nachteile des JPEG-Formats
Ein Nachteil des JPEG-Formats ist, dass mit jedem Speichervorgang Bildinformationen verloren gehen, da die Komprimierung jedes Mal von Neuem beginnt. Sie nehmen so später bei der Bildbearbeitung unter Umständen Qualitätsverluste in Kauf. Umgehen können Sie dieses Problem teilweise, indem Sie das Bild im Bildbearbeitungsprogramm zunächst in einem verlustfreien Format, wie TIFF oder PSD (Adobe Photoshop), abspeichern und dann bearbeiten. Erst im letzten Schritt speichern Sie das Bild als JPEG-Datei ab, wenn dieses Format gewünscht ist.
Was zum einen ein großer Vorteil des JPEG-Formates ist, dass Sie nämlich fertige Bilder erhalten, kann zum anderen als Nachteil gesehen werden: Die Bilddateien lassen sich nur noch in einem relativ geringen Umfang verbessern bzw. verändern. Hier können Sie mit dem RAW-Format entgegenwirken (mehr dazu im Abschnitt »Für mehr Spielraum: das RAW-Format« auf Seite 41).
Für jeden Zweck die richtige Bildgröße
Die α7C bietet die Möglichkeit, die Aufnahmen im JPEG-Format auf drei unterschiedliche Bildgrößen zu skalieren: Large (L, Groß), Medium (M, Mittelgroß) und Small (S, Klein) stehen Ihnen hier zur Verfügung.
Zu dieser Auswahl gelangen Sie, wenn Sie die Taste MENU drücken und im Menü
1/Qualität/Bildgröße1 die Option JPEG-Bildgröße auswählen. Mit den Tasten des Einstellrads gelangen Sie zur gewünschten Bildgröße. Bestätigen Sie die Auswahl mit der Mitteltaste
des Einstellrads.

Abbildung 1.29: In allen Programmen der α7C stehen Ihnen die unterschiedlichen Bildgrößen zur Verfügung.

Tabelle 1.3: Bildgrößen der α7C im Vergleich und empfohlene Ausgabegrößen. Bei der Option Seitenverhält. 16 : 9 und bei Aufnahmen im APS-C-Format weichen die Pixelangaben ab.
Zudem können Sie zwischen drei Kompressionsstufen bei der JPEG-Dateispeicherung wählen: Die Einstellung Extrafein liefert gegenüber Fein und Standard eine geringere Kompression. Das heißt, sie liefert etwas mehr Details und feinere Farbübergänge. Andererseits benötigen diese Bilddateien auch mehr Speicherplatz.

Abbildung 1.30: Die Einstellungen »Extrafein«, »Fein« und »Standard« sind für das Abspeichern der Bilddateien im JPEG-Format zuständig. »Extrafein« liefert die höchste Bildqualität, benötigt aber auch den meisten Speicherplatz.
Es stehen Ihnen somit drei Bildgrößen mit jeweils drei Komprimierungsstufen plus RAW-Format zur Verfügung. Das hört sich vielleicht zunächst etwas verwirrend an und man könnte sich fragen, wozu das Ganze. Später können Sie ohnehin in jedem beliebigen Bildbearbeitungsprogramm die Bildgröße und den Komprimierungsgrad noch nachträglich verändern. Warum also nicht gleich mit dem größten Bildformat und der kleinsten Packungsdichte arbeiten, was Extrafein und L bedeuten würde.
Wie schon erläutert nimmt diese Einstellung auch den meisten Speicherplatz in Anspruch. Stellen Sie zum Beispiel auf einer Veranstaltung fest, dass die Speicherkarte langsam an ihr Speicherlimit gerät und Sie aber gern weiterfotografieren würden, dann können Sie immer noch von Extrafein und L beispielsweise auf Standard und M umschalten und so noch mehr Fotos auf der Speicherkarte unterbringen. Diese Lösung ist weit besser, als eventuell auf ein paar schöne Fotoszenen verzichten zu müssen. Auch gibt es Situationen, in denen eine hohe Auflösung der Bilder überhaupt nicht notwendig ist. Zum Beispiel benötigen Sie für Internetauktionen maximal die Bildgröße S und auch die Bildqualität Standard ist hier mehr als ausreichend. Die Bilddateien fallen so recht klein aus, lassen sich, falls nötig, schnell in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten und landen dann fix auf dem Server des Internetauktionshauses. Das erspart Ihnen unnötige Wartezeiten.
Selbst für die Darstellung der Bilder auf einem Full-HD-Bildschirm reicht die kleinste Bildgröße S aus. Das gilt natürlich erst recht für die kleinen, geringer auflösenden digitalen Bilderrahmen. Für die Anzeige auf 4K- oder gar 8K-Bildschirmen wiederum wird die Bildgröße M für 4K und L für 8K benötigt, um ein Maximum an Bildqualität zu erreichen.
Sind Sie sich hingegen noch nicht sicher, für welche Einsatzfälle die Bilder benötigt werden, ist es sinnvoll, immer mit der Bildgröße L und Bildqualität Extrafein zu arbeiten. Hiermit sind Ausdrucke in hoher Qualität bis DIN-A2 und das Verkleinern der Bilder jederzeit per Bildbearbeitungsprogramm möglich.

Abbildung 1.31: Vergleich der unterschiedlichen Bildgrößen:
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6000 × 4000 Pixel,
2
3936 × 2624 Pixel,
3
3008 × 2000 Pixel
Für mehr Spielraum: das RAW-Format
Starkes Gegenlicht, komplizierte Mischlichtsituationen oder auch generell hohe Kontraste können dem Fotografen zu schaffen machen. Oft werden hier viele Einstellungen und Messungen notwendig, um ein optimales Bildergebnis zu erreichen. Das kann eine Menge Zeit kosten, welche in vielen Situationen einfach nicht vorhanden ist. Abhilfe schafft hier das RAW-Format.
Das RAW-Format ist kurz gesagt das Rohdatenformat der Bildinformationen, die der Bildsensor über den Analog-Digital-Wandler der Kamera zur Verfügung stellt. Das heißt auch, dass hier noch so gut wie keine Bearbeitung durch die Kamera stattgefunden hat. Alle Einstellungen wie Schärfegrad, Farbsättigung, Weißabgleich etc. werden nachträglich am Computer per RAW-Konverter vorgenommen. Auch alle Informationen des Bildsensors sind noch vorhanden. Entsprechend groß sind allerdings auch die Bilddateien im Vergleich zu Bilddateien im JPEG-Format.
Sicherlich ist es etwas aufwendig, jedes Bild im RAW-Konverter am Computer zu »entwickeln«. Das dahintersteckende Potenzial lohnt sich aber für Sie sicherlich zumindest bei wichtigen Bildern.

Abbildung 1.32: Möchten Sie das Rohdatenformat verwenden und die Bilder selbst am Computer entwickeln, wählen Sie die Option »RAW«.
Um das RAW-Format einzustellen, wählen Sie das Menü
1/Qualität/Bildgröße1/Dateiformat. Mit den Tasten des Einstellrads wechseln Sie zu RAW und bestätigen die Einstellung mit der Mitteltaste
des Einstellrads.
8 oder 14 Bit
Warum sind 14 Bit Farbtiefe im RAW-Format besser als die 8 Bit des JPEG-Formats? Durch die Reduzierung der Farbtiefe von 14 auf 8 Bit gehen Informationen verloren. Möchte man die Dateien nachträglich bearbeiten, ist es wichtig, möglichst viele Informationen zur Verfügung zu haben. Das heißt, die Datei sollte zunächst mit den maximal verfügbaren Informationen bearbeitet werden. Erst im nächsten Schritt wird auf die 8 Bit des JPEG-Formats heruntergerechnet.
Die α7C verwendet im Normalfall 14-Bit-RAW-Dateien. Allerdings gibt es bei den drei Optionen Langzeit-RM, BULB und Serienaufnahme (bei Komprimiert) eine Ausnahme: Hier werden nur 12-Bit-RAW-Dateien gespeichert. Qualitativ wirkt sich das allerdings nicht stark aus.
Mit dem RAW-Format hohe Kontraste meistern
Bei Aufnahmen mit hohen Kontrasten kann es im JPEG-Format schon mal in den Schattenbereichen bzw. in den sehr hellen Bereichen dazu kommen, dass keine Zeichnung mehr erkennbar ist. In diesem Fall ist das Bild unter- bzw. überbelichtet, sodass bei JPEG-Bildern meist keine Details mehr gerettet werden können. Anders verhält es sich beim Fotografieren im RAW-Format. Im RAW-Konverter können Sie, falls die Belichtung nicht zu stark danebenlag, meist wieder alles geraderücken. Auch wenn der automatische Weißabgleich der Kamera nicht Ihren Vorstellungen entspricht, können Sie diesen, ohne Qualität zu verlieren, anpassen.

Abbildung 1.33: Die JPEG-Aufnahme
1
wirkt flau und im Vordergrund finden sich dunkle Stellen ohne Zeichnung. Mit der RAW-Datei
2
der Aufnahme konnten der Dunst entfernt, die Klarheit erhöht und die Zeichnung wiederhergestellt werden. Außerdem wurde per Objektivkorrektur die Randabdunklung reduziert.
12 mm | f8 | 1/320 s | ISO 100
Mit dem RAW-Format können Sie so Lichtstimmungen, wie Sie sie am Aufnahmeort vorgefunden hatten, verlustfrei in den Bildern nachstellen.
Beide Formate gleichzeitig nutzen
Auch für den, der beides möchte, stellt die α7C eine entsprechende Option zur Verfügung. Im Aufnahmemenü können Sie die parallele Speicherung von RAW- und JPEG-Dateien wählen. Leider wird damit der Speicherbedarf weiter erhöht. Die doppelte Speicherung ist vor allem auch dann sinnvoll, wenn Sie zunächst schnell fertige Bilder zur Verfügung haben wollen, um sie beispielsweise auf einer Veranstaltung sofort auf einem Monitor zeigen zu können. Wenn Sie dann später noch einige Aufnahmen nachbearbeiten möchten, um ein Maximum an Bildqualität zu erhalten, steht dem nichts im Wege.

Abbildung 1.34: Haben Sie »RAW & JPEG« gewählt, speichert die Kamera das Rohdatenformat und eine weitere Datei im JPEG-Format ab.
Die RAW-Datei wird entweder komprimiert oder nicht, je nachdem was Sie unter RAW-Dateityp gewählt haben. Die gewünschte Qualitätsstufe der JPEG-Datei stellen Sie unter JPEG-Qualität ein.
Dateiformat für Fotografieeinsteiger
Sind Sie Fotografieeinsteiger und sich nicht sicher, welches Format Sie wählen sollen, verwenden Sie am besten RAW & JPEG und JPEG in der JPEG-Qualität Fein. So können Sie zunächst das einfach zu händelnde JPEG-Format nutzen und später, wenn Sie tiefer in die Fotografie eingestiegen sind, haben Sie die RAW-Dateien für eine aufwendigere Bearbeitung in petto.
Komprimierte und unkomprimierte RAWs
Die α7C bietet Ihnen die Möglichkeit, die RAW-Dateien komprimiert bzw. unkomprimiert abzuspeichern. Diese Optionen können Sie im Menü
1/Qualität/Bildgröße1 bei RAW-Dateityp wählen. Möchten Sie maximale Bildqualität, ist die Option Nicht komprimiert die richtige Wahl. Nutzen Sie diese Option, wenn Sie wirklich alles im RAW-Konverter aus den Fotos herausholen wollen und eine starke Bearbeitung notwendig ist. Denken Sie hier zum Beispiel an die Astrofotografie. Bedenken Sie aber, dass Sie es nun mit Dateigrößen um die 50 MB zu tun haben. Entsprechend hohe Anforderungen werden an Speichermedien und Computer gestellt. In den meisten Fällen ist die Verwendung der Option Komprimiert zu empfehlen. Sony verwendet hier einen annähernd verlustfreien Algorithmus, bei dem so gut wie keine relevanten Informationen verloren gehen und Qualitätsverluste so gut wie nicht auftreten. Die Dateigröße wird dabei in etwa halbiert. Das macht sich beispielsweise auch bei Serienaufnahmen positiv bemerkbar: So passen doppelt so viele Bilder in den Zwischenspeicher der α7C (bei Hi, 10 Bilder/Sek., komprimiert etwa 80 Bilder, unkomprimiert etwa 40 Bilder), bevor die Kamera langsamer wird, da sie die Dateien auf die Speicherkarte übertragen muss.

Abbildung 1.35: Die α7C bietet die Möglichkeit, auch unkomprimierte RAW-Dateien zu verwenden.

400 mm | f5,6 | 1/1250 s | ISO 400
2
Die wichtigsten Funktionen im Kameramenü
Dieses Kapitel erläutert Ihnen, welche grundsätzlichen Einstellungen – beispielsweise Datum und Uhrzeit, akustische Signale, Monitoreinstellungen oder Tastenkonfigurationen – an der Kamera erforderlich sind, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten.
2.1 Voreinstellungen optimieren
Für den perfekten Einstieg sind an Ihrer α7C noch einige wichtige Grundeinstellungen notwendig, die nichts direkt mit der Bildaufnahme zu tun haben, sondern die Kamera einrichten. Auf diese wird nachfolgend eingegangen.
Der erste Schritt: Datum und Uhrzeit einstellen
Schalten Sie Ihre α7C zum ersten Mal ein, werden Sie zur Eingabe der Sprache, des Datums und der Uhrzeit aufgefordert. Nehmen Sie sich ruhig die Zeit und geben hier gleich die richtigen Werte ein. So haben Sie von Anfang an die korrekten Daten zu Ihren Bildern mitabgespeichert. Später werden Sie Ihre Bilder anhand des Datums leichter finden können und auch das Sortieren nach diesem Kriterium wird vereinfacht. Wichtig ist Datumsangabe auch, falls Sie später den Bildern GPS-Daten zuordnen wollen, die Sie zum Beispiel mit einem GPS-Tracker aufgezeichnet haben. Mit den Tasten des Einstellrads wechseln Sie zur gewünschten Eingabeposition. Nach Drücken der Mitteltaste
des Einstellrads können Sie die Werte ändern. Die Taste
erhöht und die Taste
verringert die Werte.

Abbildung 2.1: Schalten Sie die α7C das erste Mal ein, werden Sie nach der Menüsprache gefragt.
Sind alle Eingaben vorgenommen worden, drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads. Daraufhin erscheint eine Bestätigungsanzeige. Durch erneutes Drücken dieser Taste schließen Sie den Vorgang ab und die Werte werden übernommen.
Datum und Uhrzeit nachträglich ändern
Natürlich können Sie das Datum und die Uhrzeit auch nachträglich ändern. Das ist immer dann notwendig, wenn Sie in eine andere Zeitzone reisen. Drücken Sie dazu die Taste MENU und wechseln Sie zum Menü
/Einstellung4.

Abbildung 2.2: Wenn Sie Ihre neue α7C das erste Mal einschalten, werden Sie auch nach der Zeitzone, nach Sommer- oder Winterzeit sowie dem Datum und der Uhrzeit gefragt.
Auswahl der Sprache
Sollte es einmal notwendig werden, auf eine andere Menüsprache umzustellen, dann navigieren Sie ins Menü
/Einstellung4. Wählen Sie hier gleich den letzten Menüpunkt mit der Taste
aus und drücken Sie die Mitteltaste
des Einstellrads. Mit den Tasten
/
des Einstellrads können Sie nun die benötigte Sprache auswählen. Bestätigen Sie den Vorgang durch Drücken der Mitteltaste des Einstellrads. Das Menü verlassen Sie nach erneutem Drücken der Taste MENU oder Sie tippen den Auslöser leicht an.

Abbildung 2.3: Wird Ihre α7C mit einer anderen Menüsprache als Deutsch ausgeliefert, können Sie diese leicht auf »Deutsch« umstellen.
Stromverbrauch optimieren
Die α7C verfügt über eine sehr effiziente Stromsparfunktion. Diese schaltet die Kamera nahezu komplett ab, sobald die eingestellte Zeit ohne Benutzung der Kamera abgelaufen ist. Vergessen Sie zum Beispiel, die Kamera über Nacht abzuschalten, wird durch die automatische Abschaltung der Akku über Nacht so gut wie nicht weiter entladen. Da die α7C sehr schnell wieder aus diesem Stand-by-Modus erwacht, kann der Standardwert von zwei Minuten ruhig eingestellt bleiben.
Möchten Sie Strom sparen und somit die Akkulaufzeit verlängern, so bietet die α7C zwei Möglichkeiten: Zum einen können Sie die Rückschauzeit (Bildkontrolle) und zum anderen die Autoabschaltung variieren. Außerdem lässt sich mit der Helligkeitseinstellung des Monitors bzw. des Suchers nochmals Sparpotenzial aktivieren. Bedenken Sie auch, dass der elektronische Sucher etwas mehr Strom verbraucht als der Monitor.
Drücken Sie die Taste MENU und wechseln Sie mit den Tasten
/
ins Menü
2/Anzeige/Bildkontrolle2. Mit der Taste
gelangen Sie zum Menüpunkt Bildkontrolle. Drücken Sie die Mitteltaste
des Einstellrads. Hier stehen Ihnen vier Optionen zur Verfügung. Wenn Sie Strom sparen wollen, wählen Sie Aus bzw. 2 Sek.. Ansonsten empfiehlt sich die Einstellung 10 Sek.. So haben Sie genügend Zeit, Ihr aufgenommenes Bild zu betrachten. Andererseits können Sie jederzeit die Bildvorschau durch Antippen des Auslösers unterbrechen.

Abbildung 2.4: Wenn Sie die Bildwiedergabezeit nach der Aufnahme abschalten, können Sie den Akku schonen.
Stellt die α7C fest, dass sie nicht verwendet wird, schaltet sie sich automatisch in den Stand-by-Modus, um Strom zu sparen. Die Zeit bis zur automatischen Abschaltung können Sie im Menü
/Einstellung2/Energiesp.-Startzeit festlegen. Mit der Taste
wählen Sie die Option Energiesp.-Startzeit. Nun drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads und können dann Ihre Auswahl treffen. Als guter Kompromiss hat sich die Wahl von zwei Minuten erwiesen. Stromsparen und angenehme Performance halten sich hier die Waage. Die α7C lässt sich jederzeit wieder zum Leben erwecken, indem Sie den Auslöser kurz antippen. Sollten Sie ein Objektiv mit Motorzoom verwenden, denken Sie daran, dass dieses in die Ruheposition gefahren wird. Im schlimmsten Fall kann die Kamera umkippen, wenn sich der Schwerpunkt verlagert und die Kamera ungünstig steht.

Abbildung 2.5: Wollen Sie Strom sparen, wählen Sie eine kurze Zeit bis zur Autoabschaltung der α7C.
Bei der Wiedergabe ist die Stromsparfunktion deaktiviert
Während der Wiedergabe ist die Stromsparfunktion deaktiviert. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass sich die Kamera beispielsweise bei einer Bildershow abschaltet. Das Gleiche gilt, wenn die α7C per USB-Anschluss mit Strom versorgt wird, während einer Filmaufnahme oder bei Anschluss am Computer bzw. bei einer Verbindung per HDMI-Anschluss zum Beispiel am Fernsehgerät.
Monitor und Sucher stromsparend einstellen
Durch die Einstellung der Monitor- bzw. Sucherhelligkeit kann der Stromverbrauch deutlich beeinflusst werden. Stellen Sie beispielsweise für den Monitor den höchsten Wert (Sonnig) ein, müssen Sie mit einem sich recht schnell leerenden Akku rechnen. Andererseits kann es notwendig sein, den Maximum-Wert zu verwenden, wenn Sie zum Beispiel bei starkem Sonnenschein fotografieren.
Im Allgemeinen ist es am sinnvollsten, mit der automatischen Helligkeitssteuerung zu arbeiten. Dies funktioniert an der α7C nur mit dem Sucher. Für den Monitor wählen Sie am besten die Standardeinstellung 0. Bei Bedarf passen Sie diese entsprechend an. Wechseln Sie hierzu ins Menü
/Einstellung1 und wählen die Option Monitor-Helligkeit. Drücken Sie dann die Mitteltaste
des Einstellrads und anschließend die Taste
. Nun können Sie mit den Tasten
die Helligkeit einstellen. Möchten Sie die Option Sonnig wählen, drücken Sie die Taste
, um wieder zur Option Helligkeit zu gelangen. Nach Drücken der Mitteltaste des Einstellrads können Sie nun zwischen Manuell und Sonnig wählen. Bestätigen Sie die Auswahl per Mitteltaste des Einstellrads.
Akustische Signale verwenden
In der Standardeinstellung bestätigt die α7C einige Funktionen mit einem Signalton. Sie erhalten so ein akustisches Feedback, beispielsweise wenn die Kamera die Schärfe gefunden hat oder der Counter des Selbstauslösers läuft. Dies kann in einigen Situationen, zum Beispiel bei der Konzert- oder Tierfotografie, stören. Über das Menü lassen sich die Signaltöne aber leicht abschalten. Eine Bestätigung, dass der Autofokus die Schärfe gefunden hat, erhalten Sie weiterhin durch kurzes Aufleuchten des entsprechenden Messfeldes und über die leuchtende Fokusanzeige im Sucher bzw. auf dem Monitor.

Abbildung 2.6: Wenn Sie es wünschen, lassen sich die Signaltöne der α7C abschalten.
Drücken Sie die Taste MENU und wechseln Sie ins Menü
2/Benutzerdef. Bedienung2. Unter der Option Signaltöne können Sie diese nun deaktivieren. Im Fokusmodus AF-C erhalten Sie übrigens sinnvollerweise kein akustisches Signal zur Schärfebestätigung.
Geräuschlos auslösen
Die α7C bietet Ihnen die Möglichkeit, völlig geräuschlos zu fotografieren. Das ist zum Beispiel in Kirchen sehr praktisch oder wenn Sie unauffällig arbeiten möchten. Dabei verwendet die α7C nur den elektronischen Verschluss. Bedenken Sie dabei, dass es bei bewegten Motiven oder schnell geschwenkter Kamera unter Umständen (abhängig von Brennweite und Belichtungszeit) zu verzerrten Bildern kommen kann. Auch können Streifen auf den Bildern auftreten, wenn bei (flackernden) Leuchtstofflampen fotografiert wird. Das hängt mit dem Ausleseverfahren des Bildsensors der α7C zusammen. Im Normalfall arbeiten der mechanische und der elektronische Verschluss zusammen, um dieses Problem zu verhindern. Im Menü
2/Verschluss/SteadyShot unter Geräuschlose Auf. können Sie auf geräuschlos umschalten. Einige Funktionen der α7C sind in diesem Fall allerdings nicht verfügbar. Dazu zählen unter anderem Auto HDR, Bildeffekte, Fotoprofil, Langzeit-RM und BULB-Aufnahme. Die Funktion Geräuschlose Auf. steht Ihnen nur in den Programmen P, A, S und M zur Verfügung.

Abbildung 2.7: Ob Sie ein Verschlussgeräusch zulassen oder nicht, ist sicherlich Geschmackssache. Bedenken Sie aber, dass es bei abgeschaltetem mechanischen Verschluss bei bewegten Motiven zu Verzerrungen und Streifen auf dem Bild kommen kann.
ISO-Einstellung optimieren
Standardmäßig ist die α7C auf ISO AUTO eingestellt, das heißt, sie wählt je nach eingestelltem Programm ISO-Werte zwischen ISO 100 und 12800. Da das Rauschen mit dem ISO-Wert steigt, sollten Sie die Einstellung nicht unbedingt der Kamera überlassen. Die α7C tendiert zwar zur Wahl eines möglichst geringen ISO-Werts, jede Situation kann sie aber nicht vorausahnen und den ISO-Wert entsprechend optimieren. Das sollte der Fotograf besser selbst vornehmen. Die Einstellung des ISO-Werts erreichen Sie über die Taste ISO am Einstellrad. Hier stellen Sie zunächst einen ISO-Wert von ISO 100 ein und passen ihn, wenn nötig, den Bedingungen an. Die α7C erreicht bei ISO 100 ihr Maximum an Dynamikumfang und Rauscharmut. Mehr zum ISO-Wert erfahren Sie im Abschnitt »Den optimalen ISO-Wert finden« ab Seite 119.

Abbildung 2.8: Möchten Sie möglichst rauschfreie Bilder, stellen Sie an der α7C ISO 100 ein.
Den ISO-Wert möglichst immer prüfen
Vor jeder Nutzung der Kamera bietet es sich an, den ISO-Wert zu überprüfen. Haben Sie eventuell bei der letzten Fototour einen sehr hohen ISO-Wert eingestellt, weil die Lichtbedingungen es nicht anders zuließen, würden Sie sich in der aktuellen Situation vielleicht ärgern, da weit niedrige ISO-Werte ausreichten und hierdurch weniger oder gar kein Rauschen aufträte.
Strukturiert mit Dateinamen und Ordnern arbeiten
Möchten Sie Ihre Aufnahmen nach einem eigenen System strukturiert speichern, besitzt die α7C hierfür zwei Optionen: Zunächst können Sie im Menü
/Einstellung5/Datei/OdrnEinst./Dateinummer wählen, ob der Dateiname fortlaufend nummeriert werden soll, auch wenn die Speicherkarte bzw. der Speicherordner gewechselt wurde, oder ob jeweils die Nummerierung neu beginnen soll. Im Normalfall ist eine Neunummerierung wenig sinnvoll, da es hierbei zu Speicherkonflikten beim Übertragen der Dateien auf den Computer kommen kann, wenn der Dateiname bereits vorhanden ist.
Für die Ordner stehen zwei Optionen zur Wahl. Im Normalfall wird immer derselbe Ordner zum Abspeichern der Bilder gewählt. Über die Option Ordnername im Menü
/Einstellung5/Datei/OrdnEinst. haben Sie aber die Möglichkeit, einen Datumsordner zu wählen. Für jeden Tag, an dem Aufnahmen mit der α7C gemacht werden, wird ein separater Ordner eingerichtet, in den die Dateien entsprechend einsortiert werden. Da das Datum zu jedem Bild mitgespeichert wird und die gängigen Bildbearbeitungsprogramme die Sortierung nach Datum erlauben, kann aber auf diese Option in den meisten Fällen verzichtet werden.

Abbildung 2.9: Sie haben die Wahl zwischen einem Ordner für alle Aufnahmen und nach Datum erstellten Ordnern.
Zusätzlich können Sie über die Option Neuer Ordner im Menü
/Einstellung5 einen neuen Ordner anlegen. Dabei wird die Nummer im Ordnernamen um eins höher gesetzt als beim vorhergehenden Ordner. Über die Option REC-Ordner wählen kann dieser Ordner dann zum Speichern gewählt werden.
2.2 Individualfunktionen gekonnt einsetzen
Die Struktur zur Bedienung der α7C lässt sich relativ einfach und intuitiv erfassen. Schon nach recht kurzer Zeit ist man mit den wichtigsten Funktionen vertraut. Zudem lässt sich die α7C an die Belange des Fotografen individuell anpassen. Im Folgenden finden Sie ein paar Empfehlungen, die die Bedienung noch weiter erleichtern können.
SteadyShot
Der Bildstabilisator des Objektivs der α7C kann grundsätzlich eingeschaltet bleiben. Bei Nutzung eines Dreibeinstativs hingegen sollten Sie ihn deaktivieren, da hier die Wirkung des SteadyShot zu geringer Unschärfe auf den Bildern beitragen kann. Weitere Informationen zum Bildstabilisator finden Sie ab Seite 106.

Abbildung 2.10: Im Menü können Sie den Bildstabilisator SteadyShot abschalten. Das ist zum Beispiel empfehlenswert, wenn Sie ein Dreibeinstativ verwenden.
Einstellung
Wirkung
Ein
Kameraverwacklungen werden durch die Kamera bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen (ca. 4–5 Blendenstufen je nach Objektiv).
Aus
Der Bildstabilisator ist deaktiviert.
AF-Hilfslicht
Die α7C besitzt zur Unterstützung des Autofokus die Möglichkeit, ein integriertes Hilfslicht zu nutzen. Das Motiv wird dabei mit einem roten Licht ausgeleuchtet. Bei einigen Funktionen der Kamera kann das AF-Hilfslicht nicht verwendet werden: so zum Beispiel im Filmmodus, im Modus Zeitlupe&Zeitraffer, wenn als Fokusmodus AF-C oder AF-A eingestellt wurde, bei der Szenenwahl Landschaft, Sportaktion und Nachtszene. Verwenden Sie einen Objektiv-Mount-Adapter, um ein Objektiv ohne E-Mount an die α7C anzuschließen, wird das AF-Hilfslicht ebenfalls deaktiviert. Das Gleiche gilt bei Verwendung der Funktion Fokusvergrößerung. Im Menü
1/AF2 können Sie unter der Option AF-Hilfslicht das AF-Hilfslicht, falls gewünscht, auch abschalten.

Abbildung 2.11: Das AF-Hilfslicht können Sie im Menü
»1/AF2« abschalten, wenn es Sie stört.
Einstellung
Wirkung
Auto
Das Hilfslicht wird über die internen LEDs bereitgestellt. Ist ein externer Blitz vorhanden, wird das Hilfslicht dieses Blitzes genutzt.
Aus
Das Hilfslicht wird nicht genutzt.
Langzeit-RM
Um das Rauschen bei längeren Belichtungszeiten als einer Sekunde zu vermindern, nimmt die α7C zusätzlich mit identischer Belichtungszeit ein Dunkelbild auf, bei dem nur das Rauschen aufgezeichnet wird. Softwaretechnisch wird dieses Bild dann vom tatsächlichen Bild abgezogen. Diese Einstellung ist recht effektiv und sollte in den meisten Fällen beibehalten werden. Standardmäßig ist Langzeit-RM eingeschaltet. Im Menü
1/Qualität/Bildkontrolle2 unter der Option Langzeit-RM können Sie die Funktion abschalten.

Abbildung 2.12: Bei Belichtungszeiten über einer Sekunde kommt die Rauschminderung »Langzeit-RM« zum Einsatz.
In diesem Zusammenhang sollten Sie darauf achten, dass nicht die Serienbild- bzw. Serienreihenaufnahmefunktion ausgewählt wurde, da hier die Rauschminderung inaktiv ist.
Einstellung
Wirkung
Ein
Die Rauschminderung ist ab 1 Sekunde Belichtungszeit aktiv.
Aus
Rauschminderung inaktiv.
Hohe ISO-RM
Sony setzt an der α7C eine zusätzliche Rauschminderung für die JPEG-Dateien ein, denn ab ISO 3200 kann das Rauschen recht auffällig werden. Wählen Sie die Option Aus, wenn Sie lieber nachträglich am Computer mit einem speziellen Rauschminderungsprogramm das Rauschen gezielt reduzieren möchten. Im Menü
1/Qualität/Bildgröße2 finden Sie die entsprechende Einstellung unter Hohe ISO-RM. In den Aufnahmemodi Auto und Szenenwahl können Sie diese Option nicht wählen. Auf RAW-Bilder hat Hohe ISO-RM keine Auswirkung.

Abbildung 2.13: Bei höheren ISO-Werten verringert die Option »Hohe ISO-RM« das Rauschen in den Bildern der α7C.
Einstellung
Wirkung
Normal
Stärkerer Eingriff in die Bildbearbeitung. Details können verloren gehen.
Niedrig
Standardrauschminderung. Einige Details können verloren gehen. Die Kamerasoftware greift nur sehr milde ein.
Aus
Die Rauschminderung ist deaktiviert.
2.3 Benutzeranpassungen vornehmen
Auslösen auch mit Adaptern
Die α7C besitzt die Möglichkeit, die eingebaute Auslösesperre – falls kein Objektiv angesetzt wurde – zu umgehen. Das kann notwendig werden, wenn Sie zum Beispiel Adapter verwenden wollen, die keine Datenverbindung zur Kamera unterstützen. So können Sie beispielsweise auch Teleskope, Objektive in Umkehrstellung und Objektive mit Adapter benutzen. Die Optionen finden Sie im Menü
2/Verschluss/SteadyShot/Ausl. ohne Objektiv. Im Normalfall brauchen Sie hier nichts zu ändern und belassen es bei Aktivieren.

Abbildung 2.14: Möchten Sie zum Beispiel Fremdobjektive an der α7C verwenden, dann sollte bei »Ausl. ohne Objektiv« die Option »Aktivieren« gewählt werden.
Einstellung
Wirkung
Aktivieren
Die Kamera überprüft die Verbindung zum Objektiv nicht. Somit können z. B. rein mechanische Adapter zwischen Kamera und Objektiv zum Einsatz kommen.
Deaktivieren
Die Kamera löst nur aus, wenn ein kompatibles Objektiv korrekt an der Kamera angeschlossen ist.
Taste MOVIE konfigurieren
Es kann durchaus schon mal passieren, dass Sie unbeabsichtigt während des Fotografierens die Taste MOVIE
drücken und damit die Aufzeichnung eines Films starten. Den aufgezeichneten Film selbst können Sie sicherlich schnell wieder löschen, um den Speicherplatz auf der Speicherkarte freizugeben. Andererseits wird aber durch diesen Vorgang auch der Akku belastet, was hier mehr ins Gewicht fallen sollte und ärgerlich ist. Wenn Sie also darauf verzichten können, schnell mal während des Fotografierens ein paar Filmaufnahmen zu machen, dann deaktivieren Sie die Taste einfach. Das können Sie im Menü
2/Benutzerdef. Bedienung2 unter MOVIE-Taste tun, indem Sie dort die Option Nicht festgelegt wählen. Wenn Sie den Moduswahlknopf auf Filmen
oder auf S&Q (Zeitlupe/Zeitraffer) stellen, ist die Taste MOVIE natürlich trotzdem aktiv. Da die α7C kaum Tasten zum Programmieren besitzt, kann es sinnvoll sein, diese Taste für eine andere Funktion zu nutzen. Wie Sie Tasten programmieren, erfahren Sie ab Seite 63.

Abbildung 2.15: Deaktivieren Sie die Taste »MOVIE«, um nicht versehentlich eine Filmaufnahme zu starten. Oder belegen Sie die Taste mit einer anderen Funktion.
Erweiterte Zoomfunktionen
Klarbild-Zoom ist ebenso wie Digitalzoom eine Funktion, die Sony von ihren Kompaktkameras übernommen hat. Hier soll eine Möglichkeit geschaffen werden, das gewünschte Motiv noch dichter heranzuholen. Das heißt: Kommen Sie mit Ihrem Zoomobjektiv im Telebereich an die Grenzen, können Sie mit diesen Funktionen eine Art Software-Telekonverter hinzuschalten. Beide Funktionen beschneiden nicht einfach das Bild, um den Teleeffekt zu erzielen. Hier werden die Bilder stattdessen hochskaliert, also Pixel dazugerechnet. Ihre Bilder werden mit der gleichen Pixelanzahl ausgegeben wie bei nichtgenutzter Zoomfunktion.
Natürlich kann man von solchen Funktionen keine Wunder erwarten, da die dazugewonnenen Pixel ja nur geschätzt (interpoliert) sind.
In praktischen Tests zeigt sich, dass Klarbild-Zoom bei gleichem Zoomfaktor etwas schärfere Ergebnisse liefert als Digitalzoom. An die Ergebnisse eines optischen Zooms reichen sie natürlich nicht heran. Für die Wiedergabe der Bilder im Internet sind beide Funktionen aber durchaus brauchbar.
Mit Klarbild-Zoom können Sie maximal zweifach vergrößern, wenn Sie die JPEG-Bildgröße L verwenden. Im Unterschied zu Klarbild-Zoom können Sie mit Digitalzoom eine vierfache Vergrößerung (bei JPEG-Bildgröße L) erzeugen. Bedenken Sie hierbei: Je stärker die Vergrößerung, umso größer der Qualitätsverlust.
Digitalzoom können Sie wie Klarbild-Zoom nicht in allen Modi der α7C verwenden. Das betrifft zum Beispiel die Bildqualitätseinstellungen RAW und RAW & JPEG sowie die Aufnahmeeinstellungen 120p/100p. Das Gleiche gilt, wenn Gesichtsprior. bei AF, AF-Verriegelung und GesPrior b. M-Mess. verwendet werden oder Sie Zeitlupen- oder Zeitrafferaufnahmen bei einer Bildfrequenz von 120 fps bzw. 100 fps erstellen wollen.
Zoomen können Sie standardmäßig nur nach Aufruf des Menüs unter Menü
2/Zoom/Zoom. Das ist nicht sehr praktisch. Belegen Sie lieber eine programmierbare Taste mit der Funktion (siehe Seite 63), falls Sie sie öfter verwenden wollen.

Abbildung 2.16: Mit »Klarbild-Zoom« und »Digitalzoom« können Sie Objekte näher heranholen. Allerdings müssen Sie Abstriche bei der Bildqualität machen.

Abbildung 2.17: Mit »Klarbild-Zoom« holen Sie das gewünschte Motiv näher heran – und das ohne großen Qualitätsverlust.

Abbildung 2.18: Mit optischem Zoom gemachte Aufnahme

Abbildung 2.19: Mit Klarbild-Zoom (1,4-fach) gemachte Aufnahme

Abbildung 2.20: Mit Klarbild-Zoom (2-fach) gemachte Aufnahme

Abbildung 2.21: Mit Digitalzoom (4-fach) gemachte Aufnahme
Alle vier Aufnahmen mit Objektiv Sony FE 24–70 mm F4 ZA OSS bei 70 mm und f10. Der Fokus liegt auf dem Auge.

Tabelle 2.1: Zoomfaktoren bei den jeweiligen JPEG-Bildgrößen im 3 : 2-Format
Smart-Zoom
Zusätzlich zu den vorgenannten Zoommöglichkeiten bietet die α7C den sogenannten Smart-Zoom an, wenn Sie Bildgröße M oder S einstellen. Allerdings wird hier nur ein Beschnitt des Bildes durchgeführt. Beim Filmen können Sie den Smart-Zoom generell nicht verwenden.
Radsperre aktivieren
Auf Fototouren kann es schon mal passieren, dass im Eifer des Gefechts, zum Beispiel beim Herausnehmen oder Hineinstecken der Kamera aus bzw. in die Fototasche, sich das Einstellrad oder auch das Drehrad verstellen und damit andere Werte als gewollt eingestellt werden. Das können Sie verhindern, indem Sie eine Sperre aktivieren. Diese Sperre wird per Taste Fn (etwa 3–4 Sekunden gedrückt halten) aktiviert bzw. deaktiviert. Stellen Sie dazu im Menü
2/Benutzerdef. Bedienung2/Regler-/Radsperre die Option Sperren ein. Haben Sie AF-Felder programmiert und steht AF-Feld-Registr. auf Ein, wird die Sperre aufgehoben.

Abbildung 2.22: Das Einstellrad und den Drehregler können Sie gegen unbeabsichtigtes Verstellen sichern.
Tastenprogrammierung
Die Tasten der α7C lassen sich sehr individuell mit Funktionen ausstatten. Mit der Grundeinstellung haben Sie schon mal eine gute Grundlage. Möchten Sie allerdings einige spezielle Funktionen per Direktwahl über eine Taste erreichen, so können Sie dies einstellen. Wählen Sie dazu das Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1/
BenutzerKey für Aufnahmefunktionen bzw. Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1/
BenutzerKey für Wiedergabefunktionen. Die Programmierung für die Filmfunktion stellen Sie im Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1/
BenutzerKey ein.
Als Beispiel soll die Funktion Geräuschlose Aufnahme auf die MOVIE-Taste gelegt werden. Gehen Sie wie folgt vor: Navigieren Sie zum Menü
2/Benutzerdef. Bedienung1/
BenutzerKey und drücken Sie die Mitteltaste
des Einstellrads. Betätigen Sie die Taste
, um zur Optionsauswahl unter MOVIE-Taste zu gelangen, und drücken Sie dann die Mitteltaste des Einstellrads. Navigieren Sie nun mit der Taste
zur Option Geräuschlose Auf. (Menüunterpunkt Verschluss/SteadyShot). Zum Bestätigen der Auswahl drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads.

Abbildung 2.23: Die Tasten der α7C lassen sich nach Ihrem persönlichen Geschmack mit Funktionen versehen.
Kameraeinstellungen speichern
Mit der α7C lassen sich drei selbst erstellte Kamerakonfigurationen direkt in der Kamera speichern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, hierfür auch die Speicherkarten zu verwenden. Pro Speicherkarte stehen Ihnen nochmals vier Speicherplätze (M1 bis M4) zur Verfügung. Hierin werden alle Einstellungen der Menüs
1 und
2 berücksichtigt, außerdem der eingestellte Aufnahmemodus, die Blende und die Verschlusszeit.
Um Ihre aktuellen Einstellungen zu speichern, gehen Sie wie folgt vor: Wählen Sie das Menü
1/Aufnahme-Modus/Bildfolge. Dort navigieren Sie zum Punkt Speicher und drücken die Mitteltaste
des Einstellrads. Mit den Tasten
und
des Einstellrads bestimmen Sie einen der sechs Speicherplätze zum Speichern. Drücken Sie die Mitteltaste, um die Auswahl zu bestätigen. Die drei Speicherplätze 1, 2 und 3 können Sie direkt per Moduswahlknopf abrufen. Die Daten der Speicherplätze M1 bis M4 werden auf der Speicherkarte gespeichert und können über den Menüpunkt Menü
1/Aufnahme-Modus/Bildfolge/Abruf aktiviert werden. Einfacher geht es per Moduswahlknopf. Stellen Sie diesen auf 1, 2 oder 3, so können Sie mit den Tasten
auch jeden belegten Speicherplatz wählen.
Falls Sie die Speicherkarte formatieren, bedenken Sie, dass in diesem Fall auch die Speicherplätze M1 bis M4 gelöscht werden.

Abbildung 2.24: Mit der Einstellung »1«, »2« bzw. »3«
am Moduswahlknopf rufen Sie Ihre eigenen Kameraeinstellungen ab. Ihnen stehen bis zu sechs Speicherplätze für Kameraeinstellungen zur Verfügung (linkes Bild: Sony).
Mein Menü
Die Menüstruktur der α7C ist relativ komplex. Viele Menüpunkte werden aber von Ihnen in der Regel nur sehr selten genutzt. Da macht es Sinn, sich ein eigenes Menüsystem aufzubauen, das nur die persönlich bevorzugten Menüpunkte enthält. Sie können so einen schnelleren Zugriff und eine bessere Übersicht erreichen. Hier kommt die Funktion
Mein Menü ins Spiel. Darüber stehen Ihnen 30 Speicherplätze zur Verfügung, was im Regelfall ausreichen sollte.
Um einen Menüpunkt in den Bereich
Mein Menü abzulegen, gehen Sie wie folgt vor: Drücken Sie die MENU-Taste und navigieren Sie zu der
Mein Menü-Einstellung. Hier wählen Sie Einheit hinzufügen und dann die gewünschte Einstellung mit den Tasten
aus. Bestätigen Sie die Auswahl mit der Mitteltaste
des Einstellrads. Nun wählen Sie eine der fünf Mein Menü-Seiten per Tasten
aus. Mit den Tasten
können Sie die Position für die Einstellung auf dieser Seite wählen. Drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads, um die Position zu bestätigen. Es erscheint kurz der Hinweis Hinzugefügt. Damit ist die Funktion abgespeichert. Nachträglich können Sie sortieren (Einheit sortieren), löschen (Einheit löschen), eine Mein Menü-Seite löschen (Seite löschen) oder auch alle Mein Menü-Seiten löschen (Alles löschen).

Abbildung 2.25: Legen Sie nach Ihren Wünschen Funktionen im Bereich »Mein Menü« ab.

Abbildung 2.26: Vorschlag für eine »Mein Menü«-Seite. Es stehen Ihnen fünf Seiten mit jeweils sechs Funktionen zur Verfügung. Die Auswahl ist natürlich von den individuellen Einsatzzwecken der Kamera abhängig.
Touch-Bedienung
Die α7C lässt sich zum Teil über den Monitor bedienen. Dazu gehören die Funktionen Touch-Tracking, Touch-Auslöser und Touch-Fokus.
Voreingestellt ist an der α7C die Funktion Touch-Fokus und ebenfalls die Freigabe zur Touch-Bedienung (Menü
Einstellung2/Berührungsmodus). Um die Funktion nutzen zu können, darf als Fokusfeld nicht Flexible Spot oder Erweit. Flexible Spot eingestellt sein. Berühren Sie nun den Monitor an einer Stelle, wird die α7C versuchen, an dieser Stelle das Motiv scharfzustellen, wenn Sie den Auslöser halb drücken. Es erscheint das Symbol
auf dem Monitor. Unterbrechen können Sie den Touch-Fokus, indem Sie dieses Symbol berühren oder die Mitteltaste
des Einstellrads drücken.
Im manuellen Fokusmodus können Sie die Fokuslupe einschalten, wenn Sie auf den Monitor doppelt tippen. Erneutes Doppeltippen deaktiviert die Fokuslupe.
Im Menü
2/Benutzerdef. Bedienung2 unter BerührModus-Funkt. können Sie auch den Touch-Auslöser anstatt des Touch-Fokus wählen. Nun fokussiert die α7C automatisch auf den angetippten Punkt, versucht scharfzustellen und löst dann aus.
Um die Funktion einzuschalten, tippen Sie auf das Symbol auf dem Monitor. Links von dem Symbol
wird die graue Markierung orangefarben und Sie können nun per Fingertipp auslösen. Tippen Sie erneut auf das Symbol oder drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads, um die Funktion wieder auszuschalten. Es gibt einige Einstellungen der α7C, bei denen Sie den Touch-Auslöser nicht verwenden können, so zum Beispiel im Serienbildmodus oder im Filmmodus.
Die dritte Touch-Funktion der α7C ist Touch-Tracking, die Sie ebenfalls im Menü
2/Benutzerdef. Bedienung2 unter BerührModus-Funkt. auswählen können. Hiermit ist es möglich, ein Objekt per Fingertipp auszuwählen. Die Kamera versucht nun permanent, den Autofokus auf das sich bewegende Objekt scharfzustellen. Das funktioniert auch im Filmmodus.
Ausgelöst wird das Tracking durch den Fingertipp am Monitor auf ein Objekt im Bild. Die künstliche Intelligenz der α7C macht es möglich, Objekte im Fokus zu behalten, auch wenn diese kurzzeitig den Bildbereich verlassen. Ist das Objekt wieder im Bildbereich erkennbar, stellt sie in den meisten Fällen wieder darauf scharf. Abschalten können Sie das Tracking, indem Sie auf das Symbol
tippen oder die Mitteltaste des Einstellrads drücken.

300 mm | f5,6 | 1/500 s | ISO 320
3
Jederzeit gekonnt scharfstellen
In diesem Kapitel lernen Sie den Autofokus der α7C kennen und erfahren, wie Sie ihn je nach Motiv konfigurieren und treffsicher Ihr Motiv scharfstellen.
Die α7C unterstützt Sie bei der Fokussierung mit verschiedenen Techniken, die im Folgenden genauer betrachtet werden. Hierbei wird auch auf deren Vor- und Nachteile eingegangen. Wie der Live-View für noch mehr Schärfe sorgt oder wie Sie selbst ins Bild kommen, wird ebenfalls erläutert. Die α7C verwendet ein leistungsfähiges automatisches Scharfstellsystem – den Autofokus –, das sehr schnell und treffsicher den gewünschten Schärfepunkt findet.
In der Kamera stehen hierfür 693 Phasendetektions- und 425 Kontrastdetektions-Messsensoren (Hybrid-Autofokus) zur Feststellung des Schärfepunkts zur Verfügung. Die Kamera entscheidet je nach Lichtverhältnissen und Motivsituation, welches der beiden Messverfahren zum Einsatz kommt, und kann auf diese Weise die Autofokusgeschwindigkeit insgesamt deutlich erhöhen. So kommt bei wenig Licht und wenig Kontrast der Phasendetektionsfokus zum Einsatz, während bei genügend Licht und guten Kontrasten der präzisere Kontrastautofokus verwendet wird.
Sobald Sie den Auslöser halb durchdrücken, beginnt die Kamera mit der Suche nach dem richtigen Fokus. Bei eingestelltem Schärfesignal ertönt ein Signalton, um die erfolgreiche Fokussierung zu bestätigen. Drücken Sie anschließend den Auslöser komplett durch, haben Sie das scharfe Foto auf Ihrer Speicherkarte.

Abbildung 3.1: Kann die α7C den Fokus bestätigen, leuchtet der Fokusindikator auf
. Zusätzlich wird angezeigt, welches
bzw. welche Fokusfelder die Schärfe erkannt haben.
3.1 Fokusprobleme erkennen
Erhalten Sie von der Kamera kein Signal, dass die Schärfe gefunden wurde, wenn Sie den Auslöser halb durchdrücken, oder fährt der Autofokusantrieb permanent hin und her, kann das mehrere Ursachen haben. Eventuell sind Sie zu dicht am Motiv oder das Motiv ist relativ kontrastlos. Abhilfe schafft hier das leichte Entfernen vom Motiv bzw. das Anvisieren einer kontrastreicheren Stelle in der Nähe des Motivs. Auch im Dunkeln schafft es der Autofokus teilweise nicht, immer scharfzustellen. Hier kommt die Rolle des Hilfslichts
ins Spiel, was noch genauer erläutert wird.

Abbildung 3.2: Das AF-Hilfslicht kann den Autofokus bei schlechten Lichtverhältnissen unterstützen.
Besonders schwierig wird es auch dann für den Autofokus, wenn sich Motive schnell bewegen und permanent ihre Entfernung zur Kamera ändern. Die α7C muss in solchen Fällen, den eingestellten Nachführ-AF (AF-C) vorausgesetzt, ständig den Fokus neu berechnen und das Objektiv entsprechend scharfstellen. Wenn Sie nun den Auslöser drücken, ist das Motiv noch nicht so scharfgestellt, wie Sie es sich vermutlich gewünscht haben. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie im Menü
1/AF1/PriorEinstlg bei AF-C die Option AF wählen. Mit dieser Einstellung wartet die α7C bei durchgedrücktem Auslöser, bis sie die Schärfe bestätigen kann, und löst erst dann aus. Allerdings können Ihnen hierdurch auch Aufnahmen entgehen, die vielleicht nicht 100-prozentig scharf gewesen wären, aber trotzdem ihren Weg ins Fotoalbum gefunden hätten.

Abbildung 3.3: Möchten Sie, dass die α7C erst auslöst, wenn der Fokus gefunden wurde, wählen Sie hier AF.

Abbildung 3.4: Bei sich sehr schnell auf die Kamera zu- und von ihr wegbewegenden Motiven hat es der Autofokus der α7C schwerer, präzise scharfzustellen.
100 mm | f3,5 | 1/320 s | ISO 800
Mindestmotivabstand
Je nach verwendetem Objektiv schwankt der Mindestabstand zum Motiv. Schauen Sie dazu in den technischen Daten des Objektivs nach. Unterschreiten Sie diese Mindestdistanz (Naheinstellgrenze), kann die Kamera nicht mehr scharfstellen.
Befinden sich Gegenstände zwischen der Kamera und dem eigentlichen Motiv, wird es für den Autofokus besonders schwer. Das können beispielsweise Äste sein wie in Abbildung 3.5. Hier ist dann wirklich Feinarbeit per manuellem Fokus angesagt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt »Handarbeit im manuellen Modus« ab Seite 82.

Abbildung 3.5: Da der Haubentaucher von Ästen und Schilf verdeckt wird, ist es hier sinnvoller, manuell scharfzustellen oder ein kleines AF-Feld zu verwenden.
300 mm | f5,6 | 1/500 s | ISO 640
Autofokusmodus wählen
Die Autofokusmodi Ihrer α7C erreichen Sie in den Programmen AUTO, P, A, S, M, indem Sie die Fn-Taste drücken und mit den Tasten des Einstellrads zur Option Fokusmodus navigieren. Alternativ können Sie die Einstellungen auch im Menü
1/AF1/Fokusmodus vornehmen.

Abbildung 3.6: Selbst in den Automatikprogrammen (»AUTO«) lässt sich der Fokusmodus frei wählen.
Sie haben die Wahl zwischen drei automatischen Scharfstellmodi (AF-S, AF-A, AF-C), einem halbautomatischen (DMF) und einem rein manuellen Modus (MF). Diese werden nachfolgend genauer beleuchtet.
3.2 Bewegungslose Motive einfangen
Der sogenannte Einzelbild-AF (AF-S) ist ideal für unbewegte Motive. Ist also die Nachführung der Schärfe nicht notwendig oder auch nicht gewünscht, wählen Sie im Menü
1/AF1/Fokusmodus die Option AF-S.

Abbildung 3.7: Im Menü
1/AF1/Fokusmodus finden Sie die Option »Einzelbild-AF«.
Ideal ist dieser Modus zum Beispiel für Architekturaufnahmen. Wurde der Schärfepunkt durch die Kamera gefunden, wird er gespeichert. Erst wenn der Auslöser wieder losgelassen wird, beginnt die Suche nach dem Schärfepunkt von Neuem.

Abbildung 3.8: Unbewegte Objekte nehmen Sie am besten mit dem »Einzelbild-AF« auf.
24 mm | f9 | 1/30 s | ISO 100
Auch im Einzelbild-AF-Modus können Sie festlegen, wann die α7C bei gedrücktem Auslöser ein Foto aufnimmt. Im Menü
1/AF1/PriorEinstlg bei AF-S können Sie zwischen drei Optionen wählen: Standardmäßig ist Ausgew. Gewichtet eingestellt. Hier löst die Kamera aus, auch wenn der Schärfepunkt noch nicht 100-prozentig gefunden wurde. Wählen Sie die Option AF, wartet die α7C so lange mit dem Auslösen, bis die Schärfe sitzt. Der umgekehrte Fall ist die Option Auslösen. Hier löst die Kamera aus, ohne auf den Fokus zu achten.
Automatischer Autofokus
Der Modus Automatischer AF (AF-A) kombiniert den Einzelbild-AF und den Nachführ-AF. Die Kamera entscheidet hier je nach Motivsituation, welcher dieser Modi verwendet wird. Drücken Sie den Auslöser halb durch, speichert die α7C zunächst den Fokus. Sie verwendet also den Einzelbild-AF. Registriert die Kamera aber eine Bewegung des Motivs, schaltet Sie auf Nachführ-AF um. Verwenden Sie einen Serienaufnahmemodus, schaltet die α7C ab der zweiten Aufnahme ebenfalls in den Modus Nachführ-AF.
Richtige Fokusfeldwahl in jeder Situation
Die α7C besitzt mehrere Optionen (Breit
, Feld
, Mitte
, Flexible Spot
, Erweit. Flexible Spot
) zur Bestimmung, auf welche Bereiche im Bild scharfgestellt werden soll. Im Modus AUTO ist die α7C auf Breit eingestellt, was sich auch nicht ändern lässt.
Im Automatikmodus Breit
überlassen Sie der Kamera die Wahl des Messfelds. Sie wird dabei vorrangig das Messfeld für die Erkennung des Hauptmotivs benutzen, von dem die Kamera annimmt, dass es das Objekt mit dem kürzesten Aufnahmeabstand ist. Das ist auch der Normalfall. Denn meist befindet sich das Hauptobjekt im Vordergrund. Dabei sind die Sensoren so angeordnet, dass sich das Hauptobjekt nicht zwangsläufig im mittleren Bereich befinden muss, was der Bildgestaltung entgegenkommt. Bei eingestellter Belichtungsmessung Multi
geht der Bereich um den aktiven Sensor besonders hoch bewertet in die Belichtungsmessung ein. Das garantiert eine optimale Belichtung des Hauptobjekts.

Abbildung 3.9: Mit der Standardeinstellung »Breit« für »Fokusfeld« überlassen Sie der Kamera die Entscheidung darüber, welches Messfeld zum Scharfstellen verwendet wird.
Für durchschnittliche Anwendungen, zum Beispiel für das Fotografieren einer Landschaft oder Person, die sich im Vordergrund befindet, ist die automatische Fokusmessfeldwahl Breit
sehr gut geeignet. Natürlich gibt es aber auch Situationen, in denen man der Kamera diese Entscheidung gerne abnehmen möchte – eben wenn sich beispielsweise das Hauptobjekt nicht im Vorder-, sondern im Hintergrund befindet.
Hierfür bietet Ihnen die α7C mehrere Möglichkeiten an. Mit der Fokusfeldoption Feld
wird ein Bereich aus neun Fokusfeldern zum Scharfstellen verwendet. Feld können Sie unter Menü
1/AF1/Fokusfeld wählen. Der Bereich mit den neun Feldern lässt sich verschieben. Dazu drücken Sie die Mitteltaste
des Einstellrads. Mit den Tasten
können Sie nun den Bereich nach Ihren Wünschen verschieben. Drücken Sie die Mitteltaste des Einstellrads erneut, um die Einstellung zu speichern. Feld bietet sich an, wenn Sie auf größere Bildbereiche scharfstellen und diesen Bereich selbst vorgeben möchten.

Abbildung 3.10: Neun Fokusfelder werden mit der Option »Feld« zu einem Fokusfeldbereich zusammengeschaltet.
Eine weitere Option ist Mitte
. Hier blendet die α7C einen Fokusfeldrahmen in der Mitte des Bildes ein. Wenn Sie den Auslöser nun halb drücken, wird nur auf diesen Bereich des Motivs scharfgestellt. Solange Sie den Auslöser gedrückt halten, wird der Schärfepunkt gespeichert (im AF-S-Modus). Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die Kamera für die Bildkomposition zu schwenken.
Fokus und Belichtung speichern
Standardmäßig speichert die α7C neben dem Fokus automatisch auch die Belichtung, sobald Sie den Auslöser halb gedrückt halten. Überprüfen Sie dazu die Einstellung im Menü
1/Belichtung2/AEL mit Auslöser. Hier sollte die Option Auto bzw. Ein angezeigt werden. Anderenfalls kann es, vor allem bei der Belichtungsmessmethode Spot, zu Fehlbelichtungen kommen. Alternativ können Sie natürlich auch die Funktion AEL einer programmierbaren Taste zuweisen, um die Belichtung zu speichern. Im Serienbildmodus wird die Belichtung nicht gespeichert, sondern permanent neu berechnet.

Abbildung 3.11: Möchten Sie nur auf den Bereich in der Mitte scharfstellen, wählen Sie die Fokusfeldoption »Mitte«.
Außerdem können Sie einzelne Fokusfelder auswählen und deren Größe festlegen. Wählen Sie dazu im Menü
1/AF1/Fokusfeld die Option Flexible Spot. Hier haben Sie die Wahl zwischen drei unterschiedlich großen Fokusfeldern. Mit den Tasten
und
können Sie hier zwischen den Optionen (
: kleiner Rahmen,
: mittelgroßer Rahmen,
: großer Rahmen) navigieren. Am besten wählen Sie den Rahmen so groß aus, dass er das Objekt, auf das Sie scharfstellen wollen, möglichst abdeckt. Je kleiner der Rahmen, umso genauer können Sie Details im Bild richtig scharfgestellt festhalten. Sobald der Fokus bestätigt werden kann, leuchtet auch hier das Fokusfeld grün auf.

Abbildung 3.12: Wenn Sie auf eine beliebige Stelle im Bild scharfstellen möchten, wählen Sie »Flexible Spot« aus. Drei Größen sind hier wählbar.

Abbildung 3.13: Im Automatikmodus (»Breit«
) hätte die α7C vermutlich auf die Bäume im Vordergrund scharfgestellt. Wählen Sie selbst ein Fokusfeld, dann können Sie festlegen, was scharf werden soll, wie hier die Kirche.
300 mm | f5,6 | 1/500 s | ISO 250
Die Option Erweit. Flexible Spot stellt eine Verfeinerung von Flexible Spot dar. Mit dieser Option wird eine Kombination aus dem Fokusfeld Flexible Spot S und einem etwas größeren Fokusfeld eingeschaltet. Wird der Fokus im Fokusfeld Flexible Spot S nicht gefunden, probiert es die α7C mit dem größeren Fokusfeld. Die Option kann Sinn machen, wenn sich ein sehr kleines Objekt bewegt, auf das Sie scharfstellen möchten.

Abbildung 3.14: Die Option »Erweit. Flexible Spot« stellt gleichzeitig zwei unterschiedliche Fokusfelder zur Verfügung. Das äußere Feld hat dabei untergeordnete Priorität.
Eine weitere Option steht Ihnen mit Tracking zur Verfügung. Hier versucht die Kamera einem sich bewegenden Motiv automatisch zu folgen. Auch hier stehen Ihnen jeweils die drei Rahmengrößen von Flexible Spot und Erweit. Flexible Spot zur Verfügung. Ebenso können Sie die Rahmen nach Ihren Wünschen verschieben und so den Startpunkt der Nachführung wählen. Hat die α7C an dieser Stelle die Schärfe gefunden, versucht sie, das Objekt zu verfolgen und passt den Fokus entsprechend an. Das funktioniert sogar meist dann, wenn Sie das Objekt kurz aus dem Bildfeld verlieren und es dann wieder ins Bildfeld eintritt. Voraussetzung für diese Funktion ist die Wahl des Nachführautofokusmodus AF-C.

Abbildung 3.15: Mit der Option »Tracking« können Sie die α7C Objekte verfolgen lassen. Dabei versucht die Kamera permanent, den Fokus auf dem zu verfolgenden Objekt zu halten.
Richtige AF-Felder bei Hoch- oder Querformat
Verwenden Sie die α7C im Hoch- und im Querformat, kann es vorkommen, dass die AF-Felder jeweils auf unterschiedlichen Motivbereichen liegen. Ist das nicht gewünscht, wählen Sie im Menü
1/AF1 die Option V/H AF-F.wechs. aus. Mit der Einstellung Aus (Standard) werden die AF-Felder beim Wechsel vom Hoch- zum Querformat nicht angepasst. Mit Nur AF-Punkt wird die Position des Fokussierrahmens angepasst. AF-Punkt + AF-Feld bewirkt zusätzlich die Anpassung des Fokusfelds. Die α7C erkennt dabei, ob Sie die Kamera nach links oder nach rechts ins Hochformat bringen.

Abbildung 3.16: Arbeiten Sie oft im Wechsel zwischen Quer- und Hochformat, verwenden Sie die Option »V/H AF-F. wechs.«, um den Fokussierrahmen und das Fokusfeld entsprechend anpassen zu lassen.
3.3 Bewegte Motive scharf einfangen
Bewegte Objekte in der gewünschten Form auf den Sensor zu bannen, fordert Fotograf und Kamera in gleicher Weise recht stark. Ihre α7C hat zum Glück auch hierfür einen entsprechenden AF-Modus, der dabei hilft, diese Situationen zu meistern.
Im Nachführ-AF-Modus (AF-C) folgt der Autofokus der Objektbewegung oder auch der Abstandsänderung, falls man sich selbst bewegt.
Dieser Modus wurde speziell für sich schnell bewegende Objekte entwickelt. Die Schärfe wird permanent nachgeregelt oder sogar vorausberechnet, solange der Auslöser angedrückt ist. Vorausberechnet deshalb, weil doch einige Zeit vom Auslösen bis zum Öffnen des Verschlusses vergeht. In dieser Zeit könnte sich das Objekt weiterbewegt haben. Vor allem bei Objekten, die sich auf den Fotografen zu- bzw. von ihm wegbewegen, macht sich dies bemerkbar.

Abbildung 3.17: Den »Nachführ-AF« können Sie im Menü
1/AF1/Fokusmodus wählen.
Die α7C weist zwar durch Aufleuchten des Fokuspunkts
auf eine durch sie bestätigte Schärfe hin, allerdings dauert das Aufleuchten in solchen Situationen immer nur kurz an. Das akustische Schärfebestätigungssignal ist in diesem Modus abgeschaltet.

Abbildung 3.18: Ist der Nachführ-AF aktiv und der Schärfepunkt gefunden, erscheint das Symbol
.
Ohnehin hat man in solchen Situationen mehr mit dem Objekt zu tun, um es wie gewünscht im Sucher einzufangen. Sie können sich hier ruhig auf Ihre α7C verlassen. Es empfiehlt sich, den Serienbildmodus einzuschalten. Sie erhalten so sicher eine gute Auswahl an scharfen Bildern. Dass der Nachführ-AF aktiv ist, wird über zwei Klammern um den Fokuspunkt
dargestellt. Wenn der Fokuspunkt leuchtet, hat die α7C den Fokus gefunden. Blinkt er, dann kann die Schärfe nicht bestätigt werden. Erscheint kein Fokuspunkt, versucht die Kamera gerade scharfzustellen.
Standardmäßig leuchten auch immer zusätzlich die Fokusfelder grün auf, welche die Schärfe bestätigen können. Empfinden Sie das als störend, wählen Sie im Menü
1/AF3/Nachführ-AF-B. anz. die Option Aus.
Erhöhter Strombedarf
Das ständige Nachführen der Schärfe kostet nicht unerheblich Strom. Haben Sie geplant, die Tagestour mit dem Fotografieren von bewegten Motiven zu verbringen, dann kann es nicht schaden, ein oder zwei Ersatz-Akkus mit in die Fototasche zu packen.

Abbildung 3.19: Der AF-C-Modus und die Serienbildfunktion waren hier Voraussetzung, um diesen Graureiher scharf einzufangen.
300 mm | f5,6 | 1/4000 s | ISO 400
Feintuning im AF-C-Modus
Im Menü
1/AF2/AF-Verfolg. empf. können Sie der α7C mitteilen, wie feinfühlig sie Objekte im Fokus halten soll. Hierfür stehen fünf Empfindlichkeitsstufen (1–5) zur Verfügung. Die Einstellung 3 (Standard) können Sie in vielen Fällen beibehalten, etwa wenn Sie einen Vogel in freier Wildbahn im Flug aufnehmen möchten oder ein Motocross-Bike verfolgen. Experimentieren Sie mit Stufe 4 oder 5 (Reaktionsfähig), wenn beispielsweise wie beim Handball der Ball schnell den Spieler wechselt. Wird das Umfeld ruhig, zum Beispiel beim Curling, stellen Sie 1 oder 2 ein. Die Verfolgung des Spielers bzw. Steins wird dann stabiler und die Kamera stellt vorrangig auf diesen Bereich scharf und beachtet weniger das Umfeld.

Abbildung 3.20: Die α7C bietet die Möglichkeit, die Objektverfolgung per Autofokus über Empfindlichkeitsstufen anzupassen.
Tracking
Die α7C besitzt zwei Möglichkeiten, die Objektverfolgung, also das Tracking, einzuschalten: Zum einen können Sie wie auf Seite 78 beschrieben ein Fokusfeld auf Tracking setzen. Die Objektverfolgung startet, sobald Sie den Auslöser halb herunterdrücken. Die zweite Möglichkeit ist, einfach die AF-ON-Taste zu drücken. Standardmäßig ist diese Taste so programmiert, dass der Autofokus und das Tracking eingeschaltet werden.
3.4 Handarbeit im manuellen Modus
Stellen Sie fest, dass der Autofokusmotor hin- und herfährt und keinen Schärfepunkt findet, ist dies ein Fall für den manuellen Scharfstellmodus (Manuellfokus MF).

Abbildung 3.21: Wählen Sie den »Manuellfokus«, wenn der Autofokus der α7C an seine Grenzen gerät.
Es gibt immer wieder Situationen, in denen Sie – trotz des sehr guten Autofokussystems der α7C – manuell ins Geschehen eingreifen sollten, um den optimalen Fokuspunkt zu finden. Es kommt sogar vor, dass das Scharfstellen überhaupt nur manuell möglich ist. Dies ist beispielsweise bei kontrastlosen Motiven der Fall. Einige Szenarien wurden bereits zu Anfang des Kapitels (Seite 71) besprochen. Und speziell auch im Bereich der Makrofotografie ist es oft vorteilhafter, manuell zu fokussieren. Die Schärfentiefe fällt hier teilweise so gering aus, dass es sinnvoller ist, den Fokuspunkt von Hand festzulegen.

Abbildung 3.22: Für Makroaufnahmen ist der »Manuellfokus« meist erste Wahl. Die Schärfe lässt sich so exakt auf die gewünschte Motivpartie, hier auf den mittleren Bereich der Blüte, legen.
90 mm | f3,5 | 1/500 s | ISO 100
Dann ist die feinfühlige Hand des Fotografen gefragt, um die Schärfe visuell treffsicherer und schneller als jede Automatik zu finden. Der Fokussierweg ist hier minimal. Kleinste Veränderungen am Drehring des Objektivs reichen aus, um den Schärfebereich zu verlassen.
Im Menü
1/AF1/Fokusmodus wählen Sie die Option Manuellfokus, um die manuelle Kontrolle über die Scharfstellung zu übernehmen.
Kameraunterstützung beim manuellen Fokussieren
Der α7C wurde eine Hilfe zum leichten Auffinden des Schärfepunkts mitgegeben. Die sogenannte Kantenanhebung (auch Focus Peaking genannt) verstärkt die Umrisse an den Stellen, auf die der Fokus gelegt wurde. Sie können so leichter feststellen, ob Sie richtig fokussiert haben und die Schärfe dort sitzt, wo Sie sie haben möchten. Aktivieren lässt sich die Kantenanhebung im Menü
1/Fokushilfe/Kantenanh.-Einstlg/Kantenanheb.anz., indem Sie hier Ein wählen.
Im Menü
1/Fokushilfe/Kantenanh.-Einstlg/Kantenanheb. stufe stehen Ihnen drei Stufen (Niedrig, Mittel und Hoch) zur Verfügung. Befinden sich im Motiv bzw. an der Stelle, auf die Sie scharfstellen möchten, viele feine kontrastreiche Stellen, dann belassen Sie die Einstellung auf Niedrig. Wollen Sie hingegen auf relativ kontrastarme Motive scharfstellen, dann bietet es sich an, die Kantenanhebung zu verstärken und Mittel bzw. Hoch zu wählen.

Abbildung 3.23: Die Funktion »Kantenanhebung« kann beim manuellen Fokussieren eine große Hilfe sein. Ihnen stehen dabei drei unterschiedlich starke Varianten zur Verfügung.
Dabei können Sie vier unterschiedliche Farben (Kantenanheb. farbe) wählen und so auf das Motiv abstimmen. Ist im Motiv zum Beispiel viel Rot vorhanden, wählen Sie besser Weiß, Gelb oder Blau, um ein stärkeres Abheben vom Motiv zu erreichen.

Abbildung 3.24: Bei der Wahl der Farbe für die Kantenanhebung orientieren Sie sich am besten am Motiv. Wählen Sie eine Farbe aus, die sich besonders gut vom Motiv abhebt.
Die Verstärkung der Kanten funktioniert allerdings auch nur dort, wo kontrasthaltige Kanten vorhanden sind. Auf ebenen und kontrastlosen Flächen etwa nützt diese Funktion weniger. Schließen Sie ein Gerät an den HDMI-Ausgang der α7C an, wird die Funktion Kantenanhebung deaktiviert.
Kontrastreiche Darstellung für RAW-Fotografen
Arbeiten Sie vorwiegend im RAW-Modus, dann bietet es sich an, in den Kreativmodus Schwarz/Weiß (Menü
1/Farbe/WB/Bildverarbeitung1/Kreativmodus) zu wechseln. Stellen Sie nun noch Rot als Kantenanhebungsfarbe ein, dann erhalten Sie ein Maximum an Überprüfbarkeit und können den Schärfepunkt sehr genau festlegen. Und da sich die Kamera im RAW-Modus befindet, erhalten Sie am Computer im RAW-Konverter trotzdem ein Bild in Farbe, auch wenn Ihnen die α7C im Sucher bzw. auf dem Monitor ein Schwarz/Weiß-Bild zeigt. Übrigens funktioniert die Kantenanhebung nicht nur im manuellen, sondern auch im DMF-Modus, der nachfolgend im Abschnitt »Automatisch und manuell kombinieren: DMF« ab Seite 87 genauer beschrieben wird.

Abbildung 3.25: Die Kantenanhebung erkennt man hier sehr gut an den roten Kanten. Damit wird angezeigt, dass die α7C dort den Fokus gefunden hat.
Hilfe beim Fokussieren per Lupe
Im Manuellfokus-Modus ist standardmäßig eine Bildvergrößerung eingestellt. Sobald Sie am Objektiv die Schärfe einstellen, vergrößert die α7C das Bild. Ob der Fokus gefunden wurde, können Sie so noch besser einschätzen. Die Vergrößerung ist dabei zunächst 5,9-fach. Wenn Sie die Mitteltaste
des Einstellrads drücken, erhalten Sie eine noch stärkere, nämlich 11,7-fache Vergrößerung. Mit den Tasten
am Einstellrad können Sie im Bild navigieren, um die für Sie interessante Stelle scharfzustellen. Sobald Sie den Auslöser antippen, schaltet sich die Lupe ab. Möchten Sie, dass sich die Lupe selbst abschaltet, gibt es hierfür zwei Optionen: Im Menü
1/Fokushilfe/Fokusvergröß.zeit können Sie neben dem Standardwert Unbegrenzt noch 2 Sek. und 5 Sek. als Abschaltzeit wählen. Möchten Sie, dass die Lupe nicht erscheint, lässt sich diese im Menü
1/Fokushilfe/MF-Unterstützung auch ausschalten.

Abbildung 3.26: Menü zur Einstellung der Fokusvergrößerungszeit

Abbildung 3.27: Ist MF-Unterstützung eingeschaltet, vergrößert die α7C das Bild. Das soll Sie beim Finden des exakten Schärfepunkts unterstützen.
Automatisch und manuell kombinieren: DMF
Mit der α7C haben Sie, neben den bereits beschriebenen Varianten zum Scharfstellen, noch eine weitere Möglichkeit, den genauen Fokus zu finden. Dieser Modus nennt sich DMF (Direct Manual Focus). Drücken Sie den Auslöser halb, beginnt der Autofokus zu arbeiten. Kann die α7C die Schärfe bestätigen, schaltet sie automatisch in den manuellen Modus um. Nun können Sie die Schärfe manuell am Objektiv nachstellen. Wichtig ist dabei, dass der Auslöser halb gedrückt bleibt. Sinnvoll ist der DMF-Modus, wenn Sie die α7C zunächst vorfokussieren lassen wollen, um dann final die Schärfe endgültig zu wählen. Als Beispiel kann man hier Porträtaufnahmen nennen: Lassen Sie die α7C zunächst auf das Gesicht fokussieren und legen dann per Hand die Schärfe genau auf das Auge der/des Porträtierten. Den DMF-Modus (Direkt. Manuelf.) können Sie im Menü
1/AF1/Fokusmodus wählen.
Ein Stativ kann sicherlich von Vorteil sein, um nicht beim manuellen Fokussieren am Objektiv die Aufnahme zu verwackeln.

Abbildung 3.28: Sehr interessant ist der »DMF«-Modus. Hier stellt die Kamera zunächst automatisch scharf. Danach haben Sie die Möglichkeit, selbst noch Feinarbeit zu leisten.
Das pfiffige Augen-Start-System
Nähert man sich dem Sucher der α7C, wird über die Entfernungsmessung eines Infrarotsenders/-empfängers
die Augen-Start-Automatik aktiviert. Das heißt, der Autofokus und die Belichtungsmessung beginnen zu arbeiten. Die Sensorik ist ebenfalls für das Abschalten des Monitors der α7C zuständig, damit Sie beim Blick durch den Sucher nicht geblendet werden. Im Menü
2/Anzeige/Bildkontrolle1/ unter der Option Finder/Monitor können Sie festlegen, ob die Kamera automatisch zwischen Sucher und Monitor wechselt. Hier lässt sich auch einstellen, dass entweder nur der Sucher oder nur der Monitor verwendet wird.

Abbildung 3.29: Augen-Start-Infrarotsystem 
Ständiges Scharfstellen unterbinden
Tragen Sie die Kamera gern um den Hals, kann es bei eingeschalteter Kamera zum ständigen Scharfstellen kommen. Dies ist nicht unbedingt akkuschonend. In diesem Fall schalten Sie die Automatik besser ab. Alternativ können Sie auch eine Taste der α7C so programmieren, dass Sie mit dieser zwischen Monitor und Sucher umschalten können. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt »Tastenprogrammierung« auf Seite 63.
Auf sich selbst scharfstellen
Meistens ist es so, dass man als Fotograf selbst kaum auf den eigenen Bildern vorkommt. Die Selbstauslöser-Funktionen der α7C bieten Ihnen hier die Möglichkeit, auch einmal allein oder in der Gruppe mit aufs Bild zu kommen. Zwischen dem Auslösen und der eigentlichen Aufnahme stehen Ihnen zwei Zeitfenster zur Verfügung: So haben Sie zwei oder zehn Sekunden Zeit, um sich in Aufnahmeposition zu bringen.

Abbildung 3.30: Bei »Selbstaus(Serie)« können Sie wählen, ob nach zehn, fünf oder zwei Sekunden Vorlaufzeit drei oder fünf Bilder aufgenommen werden sollen.
Meist ist es nicht mit einem Bild getan, um eine schöne Aufnahme auf den Sensor zu bannen. Die α7C hat hierfür eine erweiterte Funktion in petto, denn mit ihr können Sie Selbstauslöserfotos in Kombination mit Reihenaufnahmen machen.
Sie haben sechs Optionen: Nach zehn
10s, fünf
5s oder zwei Sekunden
2s Vorlaufzeit werden entweder drei (C3) oder fünf (C5) Bilder in Serienbildgeschwindigkeit aufgenommen.

Abbildung 3.31: Bei diesem Selbstauslöserbild wurde die Schärfe manuell eingestellt, die Kamera stand auf einem Stativ. Nach dem Auslösen blieben noch zehn Sekunden Zeit, um den richtigen Standort einzunehmen.
70 mm | f4 | 1/500 s | ISO 125
Die Selbstauslöservarianten der α7C im Einsatz
1
α7C vorbereiten
Legen Sie Ihre α7C auf einen passenden Untergrund wie etwa eine Mauer, einen Tisch oder dergleichen. Haben Sie ein Dreibeinstativ dabei, ist das natürlich die beste Wahl.
2
Option wählen
Richten Sie die Kamera entsprechend aus. Drücken Sie die Taste Bildfolge
auf dem Einstellrad. Wählen Sie aus den Optionen mit den Tasten
und
Selbstauslöser: 10 Sek, Selbstauslöser: 5 Sek oder Selbstauslöser: 2 Sek und drücken die Mitteltaste
des Einstellrads.

Abbildung 3.32: Es stehen Ihnen drei Selbstauslöservarianten zur Verfügung: zehn Sekunden, fünf Sekunden und zwei Sekunden.
3
Scharfstellen
Wenn noch weitere Personen mit auf das Bild sollen, stellen Sie auf diese per Autofokus scharf. Möchten Sie sich nur allein porträtieren, schalten Sie in den Manuellfokus MF, um die Entfernung zum Porträtierten einzustellen. Befindet sich ein Gegenstand in der gleichen Ebene wie der Porträtierte, können Sie auch auf diesen per Autofokus scharfstellen.
Die α7C mit dem Smartphone auslösen
Komfortabel ist das Auslösen per Smartphone, das Sie so in der Hand halten können, dass es später nicht auf dem Bild erscheint. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt »Fernsteuerung per Smartphone« auf Seite 351.
4
Auslösen
Wenn Sie nun den Auslöser durchdrücken, läuft die eingestellte Zeit ab. Begeben Sie sich zu Ihrem gewählten Standpunkt. Die Kamera gibt, während die Zeit abläuft, einen Signalton ab und es leuchtet die Selbstauslöserlampe. Kurz vor der Aufnahme blinkt die Lampe in kürzeren Abständen und auch der Signalton ertönt schneller.
Für mehr Bildschärfe: der 2-Sekunden-Selbstauslöser
Nicht nur für Selbstporträts und Ähnliches ist die Funktion sehr hilfreich. Arbeiten Sie zum Beispiel mit einem Dreibeinstativ und streben höchste Bildschärfe an, bietet es sich an, den 2-Sekunden-Selbstauslöser zum Auslösen zu verwenden. Denn schon allein durch den Fingerdruck auf den Auslöser sind Verwacklungen möglich. Diese Gefahr umgehen Sie durch Verwendung des Selbstauslösers.
Gerade ziemlich angesagt sind Selfies, also Aufnahmen von sich selbst – allein oder zusammen mit anderen Personen. Diese werden direkt aus der Hand des Porträtierten geschossen. Hierzu drehen Sie die Kamera um und schauen selbst ins Objektiv.

Abbildung 3.33: Die drei Selbstporträts der Fotografin entstanden mit der Selbstauslöserfunktion für Reihenaufnahmen.
330 mm | f5,6 | 1/750 s | ISO 800
Intervallaufnahmen
Die α7C bietet von Haus aus eine Intervallaufnahmefunktion (Timelapse) an. Hiermit können Sie Bildfolgen mit mehreren Bildern in unterschiedlichen Zeitabständen anfertigen. Denken Sie dabei beispielsweise an einen Sonnenaufgang, den Sie in mehreren Bildern, mit unterschiedlichen Sonnenständen, festhalten wollen.
Navigieren Sie zum Menü
1/Aufnahme-Modus/Bildfolge und wählen Sie die Option IntervAufn.-Funkt. aus. Mit Intervallaufnahme schalten Sie die Funktion ein. Beim nächsten Auslösen der α7C beginnt sie mit der Intervallaufnahme. Möchten Sie die Intervallaufnahme unterbrechen, drücken Sie einfach nochmals den Auslöser. Mit Aufnahmestartzeit können Sie festlegen, wie lange die α7C den Start der Intervallaufnahme verzögern soll, nachdem der Auslöser gedrückt wurde. Standard und Mindestwert ist hier 1 s. Maximal sind 99 min und 59 s möglich.
Mit Aufnahmeintervall legen Sie den Abstand zwischen den Auslösungen der α7C fest. Hier sind 1 s bis 60 s möglich. Bei Anzahl der Aufnahmen können Sie einstellen, wie viele Aufnahmen die α7C insgesamt durchführen soll. Die Option AE-Verf.empfindl. legt fest, wie schnell die Belichtungsautomatik eine neue Belichtungseinstellung bei Änderung der Umgebungs- bzw. Motivhelligkeit durchführt. Niedrig bedeutet hier eine geringere und Hoch eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Helligkeitsänderungen. Standard ist hier Mittel. Welche Einstellung Sie wählen sollten, hängt stark vom Motiv und der Stärke der Helligkeitsänderung ab. Machen Sie am besten vorab einige Versuche. Mit der Option GeräuschlAufn.Intv. können Sie wählen, ob die Aufnahme geräuschlos erfolgen, oder ob auch der mechanische Verschluss verwendet werden soll. Wenn Sie die geräuschlose Aufnahme verwenden wollen, müssen Sie mit den Nachteilen des rein elektronischen Verschlusses (siehe Seite 14) leben. Mit Aufn.interv.-Prior. legen Sie fest, was Vorrang hat: das Aufnahmeintervall oder die von der Kamera ermittelte Belichtungszeit bei eingestellter Programmautomatik P oder Blendenprioritätsmodus A. Diese Option wird wichtig, wenn die Belichtungszeiten über einer Sekunde liegen. Achten Sie darauf, dass die Belichtungszeit kürzer als der Zeitabstand zwischen zwei Intervallen ist, um korrekt belichtete Aufnahmen zu erhalten. Wählen Sie hier Ein, wenn die Zeit zwischen den Intervallen wichtiger ist als die richtige Belichtung.
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