Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil - Kleine Auszeiten Schwäbische Alb»
ZIELE IM ÜBERBLICK
| Aalen / Schwäbisch Gmünd |
| Heidenheim / Giengen / Steinheim |
| Göppingen / Geislingen |
| Westerheim / Laichingen |
| Ehingen / Blaubeuren |
| Nürtingen / Beuren / Neuffen |
| Bad Urach |
| Münsingen / Großes Lautertal |
| Pfullingen / Metzingen / Reutlingen |
| Lichtenstein / Sonnenbühl |
| Zwiefalter Alb / Riedlingen |
| Hechingen / Mössingen |
| Albstadt / Balingen / Meßstetten |
| Sigmaringen |
| Mengen / Meßkirch |
| Schömberg / Dietingen / Rottweil |
| Donautal / Beuron |
| Tuttlingen / Donaubergland |
KLEINE AUSZEITEN
-SCHWÄBISCHE ALB-


INHALT
EINLEITUNG
Baden-Württemberg
Zwischen Stuttgart und dem Bodensee
1 Aalen und Schwäbisch Gmünd
Bei Bergmännern, Römern und Kräuterhexen
2 Heidenheim, Giengen, Steinheim
Tiefe Einblicke und malerische Ausblicke
3 Göppingen und Geislingen
Heilende Quellen und Metallwaren für alle
4 Westerheim und Laichingen
Familienspaß tief im Herzen der Alb
5 Ehingen und Blaubeuren
Die Schöne Lau, Bierkultur und Eiszeitkunst
6 Nürtingen, Beuren und Neuffen
Vielfalt am Fuße der Blauen Mauer
7 Bad Urach, eine Stadt im Ermstal
Wo Wasser sprudelt und fällt
8 Münsingen und das Große Lautertal
Strukturwandel im 21. Jahrhundert
9 Pfullingen, Metzingen und Reutlingen
Zwischen Weinbergen und Unterhosen
10 Lichtenstein und Sonnenbühl
Nudelberge am Kältepol der Alb
11 Zwiefalter Alb und Riedlingen
Himmel und Höhle an der Jungen Donau
12 Hechingen und Mössingen
Auf und ab zwischen Zollern und Streuobst
13 Albstadt, Balingen und Meßstetten
Outdoor Action und historisches Gleichgewicht
14 Sigmaringen, die Stadt im Donautal
Fürstliche Anwesen und hippe Abenteuer
15 Mengen und Meßkirch
Handwerkliche Mühen, Kelten und viele Eier
16 Schömberg, Dietingen und Rottweil
Kristallklare Aussichten und bunte Narren
17 Göttliches im Schwäbischen
Grand Canyon
18 Tuttlingen und Donaubergland
Wo die Alb am höchsten ist
Orts- und Sachregister
Impressum

Auf der Schwäbischen Alb kann man unzählige Burgen und Ruinen erkunden.
BADEN-WÜRTTEMBERG
Zwischen Stuttgart und dem Bodensee

Lieblingsplätze mit toller Aussicht auf die Natur gibt es viele.
Hier befindet sich das Hochplateau der Schwäbischen Alb. Ein Mittelgebirge mit einer Fläche von ca. 6 800 Quadratkilometern, mit unzähligen Streuobstwiesen an der teils schroffen Hangkante und einem riesigen Erlebnisangebot. Wanderfreunde, E-Biker, Entdecker vergangener Kulturen und besonderer Landschaftsformen finden hier ein Paradies. Rau, majestätisch, sonnig und immer wieder geheimnisvoll öffnet sich das »Land des Löwenmenschen« Stück für Stück seinen Besuchern.
Zahlreiche kleine und größere Orte, Burgen, Schlösser, Flüsse, Schauhöhlen, Türme, Heimat- und Urzeitmuseen und Mitmachangebote wie Kletterparks, Thermalbäder, Bobbahnen und multimediale Stadttouren machen die Alb zu einer Reiseregion für die ganze Familie, auch über die Dauer eines Wochenendes hinaus. Es gibt die bekannten Besuchermagnete, die man an sonnigen Sommersonntagen besser meidet, dafür aber auch viele versteckte Perlen.
ENTSTEHUNG UND BESIEDLUNG DER SCHWÄBISCHEN ALB

Einst von Wasser durchflutet, ist das Felsenmeer heute ein Trockental.
Um ein Gefühl für die Region zu bekommen, ist ein Blick in die Entstehung der Alb empfehlenswert. Vor ca. 200 Millionen Jahren war dort, wo wir heute die Alb sehen, ein tropisches Meer mit Korallenriffen, Stränden und Palmen, das sogenannte Jurameer. Das Wasser zog sich über die Jahre zurück und es blieben Ablagerungen aus Kalk, die das Juragestein bilden, aus welchem die Alb zum größten Teil besteht. Immer wieder begegnen uns daher Fossilien im Gestein. Weitere bedeutende Ereignisse der Erdgeschichte waren diverse Vulkanausbrüche und Meteoriteneinschläge. Wegen der Löchrigkeit des Karstgesteins der Alb zählt die Region zu den höhlenreichsten Deutschlands. Viele lassen sich besichtigen, per Boot, zu Fuß, teilweise schwimmend, andere sind nur Höhlenforschern zugänglich. Sechs Höhlen im Lone- und Achtal wurden 2017 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Grund dafür sind zahlreiche Funde von eiszeitlichen Kunstwerken und Werkzeugen, die beweisen, dass bereits vor 40 000 Jahren Menschen in der Region gelebt haben. Diese Funde sind in verschiedenen Museen ausgestellt. Zu ihnen zählt auch der Löwenmensch, welcher für den Tourismusverband der Schwäbischen Alb zum Maskottchen wurde. In Gestalt des Alberich lädt er Familien zu Entdeckertouren ein. Weitere Spuren haben die Kelten, Römer und Alemannen hinterlassen. Auf Basis ihres Lebens gibt es Orte wie das Limesmuseum, die Heuneburg und viele Ausgrabungsstätten zu besichtigen. Von geistlichen Zentren zeugen die Klöster und Kirchen, und auch die beiden Kaisergeschlechter Hohenzollern und die Staufer haben mit zahlreichen Burgen und Schlössern ihre Spuren hinterlassen. Viele davon sind heute entweder als Ruinen oder rekonstruiert für die Öffentlichkeit zugänglich.

Dank ehrenamtlichem Engagement konnten Burgruinen erhalten werden.
GEOPARK UND BIOSPHÄRENGEBIET SCHWÄBISCHE ALB
Seit 2005 ist die Alb Europäischer und Globaler UNESCO Geopark. Zum Geopark werden Regionen ernannt, die ein besonderes geologisches, archäologisches sowie kulturhistorisches Erbe tragen. Im Vordergrund steht die Bewusst- und Erlebbarmachung dieses Erbes für die Bevölkerung und für Gäste. Dafür werden sogenannte Geopoints geschaffen, die Wissenswertes über spezielle Themen vermitteln.
Ausgehend vom ehemaligen Truppenübungsplatz bei Münsingen wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit einer Größe von 850 Quadratkilometern 2009 von der UNESCO zertifiziert und 2010 das Biosphärenzentrum geschaffen. Ziel ist die Vernetzung und dadurch der Schutz der einzigartigen Kulturlandschaft für die heutige und nächste Generation. Der Slogan »Modellregion für nachhaltige Entwicklung«, ökologische, ökonomische und soziale Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der Löwenmensch

Viele Türme kann man besteigen
Schafe sind maßgeblich für die Erhaltung der Landschaftsform Wacholderheide.
SCHÄFEREI UND WACHOLDERHEIDEN
Eine für die Alb typische Landschaftsform ist die Wacholderheide. Sie besteht aus dunklem Wacholder, Weidbuchen und kargen Weideflächen und ist durch die Nutzung der Albhochflächen für die Schäferei entstanden. Da das Schafmaul wählerisch ist, lässt es alles stehen, was stachelig, nicht bekömmlich oder giftig ist. So wachsen in dieser Landschaftsform zum Beispiel die Silberdistel, Enzianarten, Thymian, die Küchenschelle oder die Zypressen-Wolfsmilch. Bleibt die Schäferei aus und kümmert sich auch sonst niemand um den Erhalt dieser Flächen, so siedeln sich rasch andere Sträucher und Bäume an und die Verwaldung nimmt zu. Daher ist die Schäferei so essentiell und damit verbunden auch die Nutzung der Schafprodukte, sei es Wolle oder das Fleisch der Tiere.
EINKEHREN AUF DER ALB
Natürlich dürfen Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle, Maultaschen, Wurstsalat und Zwiebelrostbraten auf der Speisekarte einer schwäbischen Wirtschaft nicht fehlen. Wer Wert auf Regionalität bei der Auswahl der verarbeiteten Zutaten legt, der kann sich an dem Markenlogo »Schmeck den Süden« orientieren. Gastronomen, die sich den Kriterien der Auszeichnung verschrieben haben, erkennt man an den Löwensymbolen am Eingang und in der Speisekarte. Zwischen einem und drei Löwen werden vergeben.
WANDERN AUF DER SCHWÄBISCHEN ALB
Die Alb hält eine Vielzahl an zertifizierten Wanderwegen bereit. Auf allen kann man sich darauf verlassen, dass die Wege in beide Richtungen begehbar und ausgeschildert sind. Die Wege haben meist am Start eine Tafel mit der Erklärung des Weges und einer Karte. Man findet Parkmöglichkeiten und GPX-Tracks auf den jeweiligen Websites. Grund für diese Touren ist die Besucherlenkung. Durch die Vielfalt der Wege soll für jeden etwas dabei sein, der Wanderer soll eine schöne Zeit erleben, muss keine Karten wälzen, kommt an Gasthäusern vorbei und die Natur wird nur an bestimmten Orten vom Mensch besucht – Thema Naturschutz. Daher ist es wichtig, sich an die Wege zu halten!
Eine Wanderweg-Marke, die das komplette Biosphärengebiet umfasst, sind die »hochgehberge«: 21 Prädikatswander- und Spazierwege sorgen für höchsten Wandergenuss. Die meisten anderen Marken beziehen sich jeweils auf einen Landkreis.

Wanderwege sind meist gut markiert und ohne Karte zu finden.

Heil- und Gewürzpflanze – der Wacholder

Das Symbol der Alb – die Silberdistel
Verantwortlich für die Pflege und Beschilderung aller Wanderwege sind zum Teil die Touristikorganisationen und der Schwäbische Albverein. Unzählige ehrenamtliche Wegewarte schneiden Wege frei und sind dankbar für jeden Tipp, wo etwas gemacht werden sollte, wo beispielsweise Schilder fehlen. Zusätzlich zu den Wanderwegen verfügen viele Ortschaften über Themenrundwege, die mit einem gelben Ring markiert sind.
ALBCARD – DIE GÄSTEKARTE DER SCHWÄBISCHEN ALB
Seit 2020 bekommen alle Übernachtungsgäste (ab sieben Jahren) bei teilnehmenden Gastgebern (auch Betreibern von Wohnmobilstell- und Campingplätzen) die AlbCard geschenkt. Sie berechtigt zur kostenfreien Nutzung des ÖPNV und zum kostenfreien oder vergünstigten Eintritt zu vielen Attraktionen. Beispiele sind das Steiff-Museum, die Burg Hohenzollern, eine Tour in die Falkensteiner Höhle, das Limesmuseum und der Campus Galli. Weitere Informationen findet man unter www.albcard.de.
PRAKTISCHE REISETIPPS
ÜBERNACHTEN: Die Alb bietet zahlreiche Wohnmobilstellplätze für autarke Camper. Die Anzahl der Campingplätze mit sanitären Einrichtungen ist begrenzt. Die Stellplätze sind nicht immer zentral gelegen, daher bietet es sich an, ein Fahrrad oder E-Bike (wegen der Höhenunterschiede) mitzunehmen, um nicht überall mit dem WoMo hinfahren zu müssen.
MUSEEN, WANDERHEIME, TÜRME UND HÖHLEN: Viele Ziele werden von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern betreut und haben daher nur am Wochenende geöffnet. Die Öffnungszeiten sollte man unbedingt vorab prüfen. Manchmal kann man auch an zentralen Stellen einen Schlüssel für eine Turmbesteigung ausleihen.
HÖHLEN: Da viele Höhlen Winterquartier für Fledermäuse und andere Tiere sind, bleiben sie von Oktober/November bis April/Mai für Besucher geschlossen.
REGIONALE PRODUKTE KAUFEN: Unter der Marke »Albgemacht« haben sich einige Erzeuger aus dem Biosphärengebiet zusammengeschlossen und vermarkten ihre Produkte. Zusätzlich gibt es sehr viele kleine regionale Erzeuger, die ihre Produkte ab Hof verkaufen, von denen einige hier im Buch genannt sind. Während die Läden geschlossen haben, stehen mancherorts Produkte in Regiomaten (Automaten) zum Kauf bereit.

Entdeckertour mit Maskottchen Alberich

Steine und Fossilien zum Verlieben
BRAUCHTUM UND FESTE: Wenn die Schwaben feiern, dann sind die jeweiligen Orte außer Rand und Band und mit der Ruhe ist es vorbei. Daher ist es ratsam, sich vorab zu informieren und zum Beispiel Bad Urach während des Schäferlaufs, Ulm in der Schwörwoche, Neuhausen ob Eck während des Southside Festivals und die Karnevalshochburgen zu Jahresbeginn zu meiden oder gerade deswegen zu besuchen. Außerdem finden unzählige Stadt- und Weinfeste statt.
SPRACHLICHE HINWEISE: Trifft man auf einen Schwaben, ist es möglich, dass man kein Wort versteht. Dann hilft nur nachfragen und hoffen, dass man nicht auf einen »Bruddler« (mürrischer und wenig gesprächiger Mensch) getroffen ist. Generell verkürzen die Schwaben, wo es geht. So wird aus Schwäbische Alb nur noch Alb. Ein paar Vokabeln, auf die man als Gast treffen kann: Weckle = Brötchen, Gsälz = Marmelade, Hocket(s)e = Dorffest, Fasnet = Fastnacht, Leisa = Linsen, Wengerter = Winzer. Zur Reisevorbereitung oder zum Nachschauen bietet die Website www.schwaebisch-schwaetza.de einen großen Fundus an schwäbischem Vokabular.
AALEN UND SCHWÄBISCH GMÜND
Bei Bergmännern, Römern und Kräuterhexen

Knapp 40 Meter hoch: Aussichtsturm Himmelsstürmer bei Schwäbisch Gmünd
1
Aalen bietet die meisten Schlechtwetter-Attraktionen der Alb. Auf den Spuren des römischen Grenzwalles Limes kann in die Geschichte sowie in Thermalwasser eingetaucht werden. Das Sonnenschein-Pendant bietet Schwäbisch Gmünd mit dem Himmelspark, schmucken Gebäuden, dem Weleda Erlebniszentrum und dem archäologischen Wanderweg.
ZEITREISEN IN AALEN
Beginnt man die Erkundung der Stadt an der Tourist-Information am Marktplatz, kann man direkt eintauchen in die Urgeschichte der Alb. Information sowie das Urweltmuseum befinden sich im Alten Rathaus. Seit 1977 wird hier, im größten städtischen Museum für Geologie und Paläontologie in Baden-Württemberg, der Aufbau des schwäbischen Schichtstufenlandes vorgestellt. Zahlreiche Ausstellungsstücke wie Fischsaurier, Ammoniten, Seeigel, Seesterne, Tintenfische und Korallen sind Relikte des einstigen Urmeeres, welches die Alb überzog. Fast alle Ausstellungsstücke wurden im Aalener Raum vom Amateurgeologen Fritz Sauter gesammelt.
Zurück im Aalen des 21. Jahrhunderts kann man durch die Gassen schlendern, shoppen und schlemmen. Dabei begegnen einem der Marktbrunnen mit der Figur des Kaisers Joseph I., beim Blick nach oben der Spionturm auf dem historischen Rathaus (genau hinschauen, über der Uhr zieht er seine Grimassen) und unzählige Fachwerkhäuser zum Beispiel in der Radgasse. Dort befindet sich die älteste Fachwerkfassade der Stadt aus den Jahren um 1660.
Weiter geht die Zeitreise zu den Römern. Nur wenige Kilometer von Aalen entfernt, verlief der 550 km lange Obergermanisch-Raetische Limes – die Außengrenze des Römischen Reiches. Seit 2005 zählt dieser zum UNSECO Welterbe. In Aalen haben die Römer besondere Spuren hinterlassen: das größte Kastell, in dem vor 1800 Jahren 1000 Reitersoldaten mit ihren Pferden stationiert waren. Auf diesem Gelände wurde das bedeutendste Limesmuseum Süddeutschlands angelegt. Hier kann man sich über den Aufbau des Limes mit seinen Türmen und Kastellen informieren, etwas über das Leben am Grenzwall sowie das römische Militär lernen und im archäologischen Park selbst mitten in der Rekonstruktion einer Reiterkaserne samt Pferdestall und Wohnstube stehen.
Die Museums-Trilogie rundet das explorhino Science Center auf dem Campus der Hochschule Aalen ab. Hierbei handelt es sich um ein Mitmachmuseum für alle Altersklassen. Es geht um Fragen des Alltags und um naturwissenschaftliche, mathematische und technische Phänomene. Auf 1200 Quadratmetern kann man erkunden und ausprobieren.
KRAFT SCHÖPFEN UND ENTSPANNEN
Zur Verarbeitung all dieser Eindrücke und des Wissens bietet sich ein Aufenthalt in den Limes-Thermen an. Der im römischen Stil gehaltene Badetempel mit Schwimmbecken, Saunen, Solarien, Dampfbad, Kneippanlage und Lichttherapieraum liegt etwas oberhalb der Stadt und bietet Wohnmobilisten sogar das Übernachten »vor der Tür« auf einem Stellplatz ohne Infrastruktur. Zwei fluoridhaltige Calcium-Natrium-Sulfat-Thermen aus 650 Metern Tiefe mit 36,4 °C warmem Wasser tragen zur staatlichen Anerkennung als Heilquellen teil.

NUR ETWA ZWEI KILOMETER Fußweg entfernt, befindet sich der 21 Meter hohe Aussichtsturm Aalbäumle. Er wurde 1992 als bereits dritter Turm an dieser Stelle erbaut. Die Aussicht von 702 Meter ü. NN auf die Stadt und das Umland ist fantastisch. Den Namen bekam der Turm von der einst auf der kahlen Höhe gepflanzten Fichte, die den Wanderern als Schattenspender diente.

Archäologischer Park des Limesmuseums

Limes-Thermen im römischen Stil
Im historischen alten Rathaus befindet sich das Urweltmuseum.

Vom Aalbäumle hat man eine prima Aussicht.

Unter Tage im Besucherbergwerk
GLÜCK AUF – TIEFER STOLLEN MIT HEILKRÄFTEN
Der Tiefe Stollen, das einzige Besucherbergwerk der Alb, befindet sich im Braunenberg von Wasseralfingen. Hier wurde von 1608 bis 1939 Eisenerz abgebaut. Um 1865 lieferten die hiesigen Hüttenwerke 80 Prozent der Landesproduktion an Eisen und somit trug das Wasseralfinger Erz maß-geblich zur industriellen Revolution Württembergs bei. Heute kann man mit der Grubbahn in die Schächte und Gänge hineinfahren und sich bei einer Führung über die frühere, sehr harte Arbeit informieren. Die kühlen 11 °C sorgen an warmen Sommertagen für Erfrischung und die hohe Luftfeuchtigkeit sowie die nahezu völlige Staubfreiheit im Stollen begünstigen zusätzlich die Gesundheit der Atemwege und der Haut, die Stärkung der Abwehrkräfte und die Entspannung. Darum wird ein Teil des Stollens als Heilstollen im Kurbetrieb genutzt.
Nach dem Besuch das Stollens kann man die Themenwege des Bergbaupfads erwandern. Die Kombination der drei Runden ist 5,6 Kilometer lang, hält 23 Infotafeln und verfallene Grubeneingänge parat und führt am Waldgasthof Erzgrube vorbei.
Marktbrunnen von Aalen mit Kaiser Joseph I. und Spionturm

Imposante Felsenkapelle St. Salvator in Gmünd

Rokokoschlösschen im Stadtgarten
DER LIMES TRENNTE, DER LIMES VERBINDET
Folgt man dem Deutschen Limes-Wanderweg im Ostalbkreis Richtung Westen, so gelangt man nach Schwäbisch Gmünd. Am Wanderparkplatz Rotenbachtal kann man sich in einem Informations-Pavillon ausgiebig belesen und die Nachbauten des Obergermanischen Limes aus Holz-Palisaden und des Raetischen Limes aus Stein anschauen. Auf einem Wanderweg ca. 900 Meter ins Tal hinein wurden Nachbildungen bedeutender römischer Steindenkmale aufgestellt und man stößt auf die einstige Provinzgrenze am Limes. Nur wenige Schritte entfernt, befinden sich das Kleinkastell Freimühle sowie das Kleinkastell Kleindeinbach. Auf der anderen Rems-Seite zeugen das Lager Schirenhof und ein Badegebäude von den früheren Bewohnern der Region. Folgt man dem knapp acht Kilometer langen archäologischen Rundwanderweg mit dem Römerhelm als Wegmarkierung, kommt man an allen genannten Sehenswürdigkeiten vorbei.
ERLEBNISSE FÜR DIE GANZE FAMILIE IN WETZGAU
Auf dem ehemaligen Gartenschaugelände von Schwäbisch Gmünd mit dem Namen Himmelsgarten warten unzählige Attraktionen. Besonders stechen der Aussichtsturm Himmelsstürmer mit seinen über 124 Fenstern auf 38,6 m Höhe und die Carina-Vogt-Schanze heraus. An der Schanze startet die Waldkugelbahn, die in den 3,3 Kilometer langen ErlebnisWaldpfad mündet. An 33 Stationen kann hier gespielt und viel über den Wald gelernt werden. Auch der LebensWeg mit sieben Kunstinstallationen startet im Himmelsgarten, führt hinab zur Felsenkapelle St. Salvator und über den Kreuzweg in die Innenstadt von Schwäbisch Gmünd.
Am Himmelsgarten haben außerdem Blumenfreunde und Wasserspieler ihre Freude. Eine Minigolfanlage und ein Kiosk runden das Freizeitangebot ab. Für die »großen« Kinder und sportliche Gäste bietet der Skypark epia Kletterwald spannende Herausforderungen.
Direkt angrenzend befindet sich das Weleda Erlebniszentrum. Hier kann man nicht nur Kosmetik-Artikel einkaufen, sondern auch an Workshops und Führungen in Europas größtem biologisch-dynamischen Heilpflanzengarten teilnehmen.

AN DER FELSENKAPELLE kann man in den Sommermonaten am Wochenende auf ein kühles Bier in der Salvator Klause (www.salvator-freundeskreis.de) einkehren. Geschützt unter großen Schirmen sitzend, genießt man die herrliche Aussicht auf Gmünd.
EINE STADT MIT LANGER GESCHICHTE
Nach Aalen ist Schwäbisch Gmünd die zweitgrößte Stadt im Ostalbkreis und die älteste Stauferstadt. Geprägt wird das Stadtbild von Gebäuden aus acht Jahrhunderten und durch Handwerke verschiedenster Art. In die Welt der Silberwarenherstellung kann man im Silberwaren- und Bijouteriemuseum eintauchen. Im Jahr 1793 waren 250 Gold- und Silberschmiedemeister in Gmünd ansässig. Hübsche Sitzmöglichkeiten laden an der Rems zum Verweilen ein, der Stadtgarten besticht durch sein Rokokoschlösschen und das Museum im Dominikanerkloster zeigt Kunstwerke aus diversen Epochen.
AUF EINEN BLICK
Info
LANDKREIS: Ostalb
BESTE REISEZEIT: Ganzjährig
OPTIMALE REISEDAUER: 3–4 Tage
TOURISTINFO: Reichsstädter Str. 1, 73430 Aalen, Tel. 07361/52 23 58, www.aalen-tourismus.de Marktplatz 37/1, 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. 07171/6 03 42 50, www.schwaebisch-gmuend.de
SEHENSWÜRDIGKEITEN
LIMESMUSEUM AALEN: St.-Johann-Str. 5, 73430 Aalen, Tel. 07361/5 28 28 70, www.limesmuseum.de
LIMES-THERMEN AALEN: Osterbucher Platz 3, 73431 Aalen, Tel. 07361/9 49 30, www.limes-thermen.de
URWELTMUSEUM AALEN: Reichsstädter Str. 1, 73430 Aalen, Tel. 07361/5 28 28 70
EXPLORHINO AALEN: Beethovenstr. 12, 73430 Aalen, Tel. 07361/5 76 18 00, www.explorhino.de
BESUCHERBERGWERK WASSERALFINGEN: Erzhäusle 1, 73433 Aalen, Tel. 07361/97 02 49, www.bergwerk-aalen.de
WELEDA ERLEBNISZENTRUM SCHWÄBISCH GMÜND: Am Pflanzengarten 1, 73527 Schwäbisch Gmünd, Tel. 07171/9 19 80 11, www.weleda.de
CAMPINGPLATZ HIRTENTEICH
ADRESSE: Hasenweide 2, 73457 Essingen-Lauterburg, Tel. 07365/2 96, www.hirtenteich.camp
ANFAHRT: Aus Richtung Essingen kommend der L1165 folgen und gegenüber vom Friedhof Lauterburg nach rechts abbiegen
GPS: N 48°47‘9.762‘‘, E 9°58‘52.053‘‘
Der Campingplatz liegt ruhig in der Natur und bietet somit ausreichend Möglichkeiten für Entspannung. Auch als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Aalen, Schwäbisch Gmünd und Highlights der Heidenheimer Brenzregion (Region 2) ist der Platz bestens geeignet. Die Stellplätze für Touristen befinden sich am Rande des Platzes, der über zwei Sanitärhäuser, Sauna, Freibad, Spielplatz, Restaurant sowie eine Grillstelle verfügt.

Campingplatz Hirtenteich

Stellplatz auf dem Schießtalplatz in Gmünd
WOHNMOBILSTELLPLATZ SCHIESSTALPLATZ
ADRESSE: Schießtalstr. 27/1, 73525 Schwäbisch Gmünd
ANFAHRT: Aus Aalen auf der B29 kommen, diese in die Herlikofer Straße verlassen, links halten und am Schießtalplatz bis zum Ende vorbeifahren, dann aus nördlicher Richtung auf Platz einfahren
GPS: N 48°48’19.387’’, E 9°48’46.194’’
Der Stellplatz bietet Platz für acht WoMos einschließlich Stromversorgung, Frischwasserversorgung, Abwasserentsorgung. Der Schotterplatz liegt ca. zehn Gehminuten von der Innenstadt und 50 Meter vom Freibad entfernt am Rande eines Festplatzes. Finden Veranstaltungen statt, kann der Platz nicht genutzt werden.
WOHNMOBILSTELLPLATZ AM HIRSCHBACH
ADRESSE: Hirschbachstr. 68, 73431 Aalen
ANFAHRT: Der Hirschbachstraße bis zum Freibad folgen, dann rechts halten. Der Stellplatz befindet sich im hinteren Teil des Freibadparkplatzes.
GPS: N 48°50’46.357’’, E 10°6’37.805’’
Die zwölf Stellplätze liegen ruhig und umgeben von Natur auf Schotter. Frischwasser und die Möglichkeit der Abwasserentsorgung stehen zur Verfügung. Nur wenige Meter entfernt befinden sich das Freibad und das Gasthaus im Hirschbachtal. Für Erkundungen der Region wandernd oder per Rad ist der Platz bestens geeignet.
HEIDENHEIM, GIENGEN, STEINHEIM
Tiefe Einblicke und malerische Ausblicke

Jakobswegle in Giengen-Hürben: 2500 Kilometer pilgern in unter einer Stunde.
2
Eine Region für vielfältige Erlebnisse: Im Norden entspringt die Brenz, nach kurzer Fließzeit wird sie zu einem wunderschönen See aufgestaut und im Süden trifft man auf das imposante Schloss Hellenstein, Pilgerwege, eine Tropfsteinhöhle und das Lonetal, wo die Wiege der Menschheit zu stehen scheint.
Rund um Heidenheim wurde der 158 Kilometer lange Albschäferweg angelegt, der in zehn Etappen Einblicke in die Arbeit der Schäfer bietet und an unzähligen (Natur-)Highlights vorbeiführt. Zusätzlich, passend für einen Kurzurlaub, gibt es sogenannte Zeitspuren. Das sind thematische Rundwanderwege mit einer Länge zwischen ca. sechs und 20 Kilometer.
ENTSPANNT ANKOMMEN AM ITZELBERGER SEE
Ein wunderbarer Ort, um nach einer Arbeitswoche die Seele baumeln zu lassen, ist der Itzelberger See. Dieser wurde im 15. Jahrhundert von den Mönchen des Königsbronner Klosters als Fischteich angelegt. Heute ist er Naherholungsgebiet und Heimat für viele Vogelarten, zum Beispiel den Eisvogel.
Zur Einstimmung nach der Ankunft bietet sich eine Runde zu Fuß um den See an. Wer in der Abenddämmerung ankommt, hat die Chance auf wunderbare Lichtstimmungen zum Sonnenuntergang. Der Weg um den See ist lediglich 1,5 Kilometer lang. Unterwegs kann man sich über die Freizeitaktivitäten informieren. So passiert man einen Minigolfplatz, einen Spielplatz, einen Biergarten und einen Bootsverleih. Außerdem kommt man am Café Seeblick vorbei.
Wer gleich Lust auf einen längeren Spaziergang hat, kann den Weg erweitern und die Zeitspur Brenzquellrunde gehen. Diese ist 5,9 Kilometer lang, führt um den See, zur Ruine Herwartstein und weiter nach Königsbronn zum Brenztopf.
Tipp
Rätselspaß und Informatives über Natur und Kultur am Wegesrand der Brenzquellrunde bietet die Quiztour-App fürs Smartphone. Infos gibt es hier: www.die-brenz.de/die-brenz/ quiztouren. Gut vorbereitet ist, wer die App bereits daheim installiert und den Akku des Smartphones aufgeladen hat.
Sonnenuntergang am Itzelberger See

Rathaus von Königsbronn
KÖNIGSBRONN, WO DIE BRENZ IHREN URSPRUNG HAT
Entweder auf der Brenzquellrunde oder einfach gemütlich mit dem Rad an der Brenz entlang, kommt man zu dem Ort, an dem die Brenz ihren Ursprung hat. Die Karstquelle ist in einem Topf eingefasst. Außerdem sehenswert in Königsbronn sind das Rathaus und die Georg Elser Gedenkstätte. Letztere ist in dem Haus untergebracht, in dem der einstige Widerstandskämpfer seine Jugend verbrachte. Er war der Mann, der am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller das Attentat auf Hitler verübte. Wandelt man weiter auf historischen Spuren, so kommt man an Gebäuden des ehemaligen Zisterzienserklosters vorbei und lernt, dass die Mönche bereits 1365 das Recht zur Eisenverhüttung erhielten und 1529 mit den Hüttenwerken der heute älteste Industriebetrieb Deutschland entstand.
VOR 15 MILLIONEN JAHREN SAH ALLES ANDERS AUS
… damals schlug nämlich beim heutigen Steinheim ein Meteorit ein. Welche Auswirkungen dies hatte, erfährt man am besten im Meteorkrater Museum in Sontheim im Stubental. Besonders an diesem Einschlag ist der heute noch erkennbare Zentralhügel inmitten des Einschlagbeckens. Um das komplette Gebiet zu erkunden, gibt es den 20 Kilometer langen Meteorkrater-Rundwanderweg. Wem die Wanderung zu lang ist oder wer direkt vom WoMo-Stellplatz aus starten möchte, der kann mit dem Fahrrad der Meteor & Wälder Tour folgen. Dieser 42 Kilometer lange Radweg führt nicht nur durch Steinheim, sondern auch durch das Wental mit seinen bekannten Felsformationen und dem Felsenmeer. Eigentlich führt die Tour zwar am Wental vorbei, doch man findet die Alternativroute sehr gut. Auf dem Rückweg passiert man Zang, wo man im Gasthaus Widmann’s Löwen traditionell schwäbisch speisen kann.
Tipp
Unterwegs passiert man den Schafhof Smietana (www.schafhof-steinheim.de) am Rande von Steinheim, wo man köstliche Wurst- und Fleischwaren sowie Felle und Socken erwerben kann. Die Familie Smietana züchtet Merinoschafe und gehört der Initiative »Ostalb Lamm« an. Dieses Gütesiegel steht für artgerechte Haltung und ausgezeichnete Fleischqualität. Hat der Hofladen nicht geöffnet, kann man sich am immer zugänglichen Regiomat selbst bedienen.
EIN BISSCHEN STADTFEELING IN HEIDENHEIM
Heidenheim ist mit seinen knapp 50 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in der Region Ostwürttemberg. Besonders schön ist es, durch den Brenzpark zu flanieren, der im Rahmen der Landesgartenschau 2006 neuen Schwung bekam. Viele Blumen, ein Kulturprogramm und ein Kinderspielparadies laden ein. Nach all der Natur kann man gemütlich durch die Einkaufsstraßen schlendern und schließlich durch die Parkanlage des Schlossberges zum Schloss Hellenstein aufsteigen. Von oben lässt sich die Aussicht wunderbar genießen.

Brenztopf – eine der stärksten Quellen Deutschlands

Felsenmeer im Wental
Warum das Schloss eher an eine Burg erinnert, erklärt sich damit, dass es ursprünglich in den Jahren zwischen 1130 und 1145 als Stauferburg erbaut wurde. 1530 brannte diese jedoch bis auf den Rittersaal ab. Herzog Friedrich I. von Württemberg ließ vor den mittelalterlichen Gebäudekomplex ein Renaissanceschloss bauen. Im 18. Jahrhundert verfiel die Festungsanlage und wird seit 1837 saniert. Im Fruchtkasten des Schlosses kann man heute Kutschen, Chaisen und Karren ansehen. Auf vier Etagen wird hier die Geschichte des südwestdeutschen Landverkehrs dargestellt. Im Rittersaal mit Buckelquadermauerwerk finden jährlich Oper-Air-Aufführungen der Opernfestspiele Heidenheim statt. Auch Informationen zum 1666 erbauten Kindlesbrunnen gibt es nachzulesen.
DIE WIEGE DER TEDDYBÄREN
Wer von Giengen an der Brenz hört, denkt sicherlich gleich an Teddybären, denn hier hat das Unternehmen Steiff seinen Sitz. Seit 2005 kann man sich im Museum »Die Welt von Steiff« in einen Zoo aus Kuscheltieren begeben und bei der Schaufertigung zusehen, wie die Tiere entstehen. Natürlich kann man im Shop auch erwerben, was das Herz begehrt.
PILGERN IM SAUSESCHRITT – 2 500 KM/H
In Giengen-Hürben befindet sich das Jakobswegle. Dieser 2,5 Kilometer lange »Streckenwanderweg« stellt den 2500 Kilometer langen Jakobsweg von Giengen nach Santiago de Compostela im Maßstab 1:1000 mit 14 Schautafeln dar. Eine schöne Einstimmung für alle, die sich einmal auf den Weg machen wollen. Von der Reisemobilstation Charlottenhöhle kann man direkt in den Rundwanderweg einsteigen, der insgesamt 4,2 Kilometer lang ist. Auf den ersten Metern bis zum Start des Jakobswegles erfährt man einiges über die Geschichte des Weges und des Pilgerns.
EINTAUCHEN IN DIE TIEFEN DER ALB
Die Alb ist von Höhlen durchzogen. Wie diese entstanden, welche Tiere darin leben und viel mehr über die Vergangenheit der Menschen in der Region erfährt man in der HöhlenErlebnisWelt. Möchte man die Ausstellung ansehen und später die längste Schauhöhle Süddeutschlands mit einem Höhlenführer erkunden, lohnt sich ein Kombiticket. Die Charlottenhöhle wurde nach Königin Charlotte von Württemberg benannt und bietet einen Einblick in die Tropfsteinwelt. Der Höhlen- und Heimatverein Giengen-Hürben hat die Höhle mit Lichtinstallationen besonders hübsch in Szene gesetzt, und an heißen Sommertagen bieten die konstanten 9 °C eine willkommene Abkühlung.
Schloss Hellenstein thront über der Stadt Heidenheim.

Eselsburger Tal
Tipp
Wem es nach der Höhle kalt ist, der sollte die ca. 500 Meter zur Ruine der Kaltenburg aufsteigen. Diese wurde erstmals 1356 urkundlich erwähnt und Teile von ihr bis zur Zeit um 1900 bewohnt. Von hier oben hat man eine wunderbare Aussicht zum Beispiel auf den Zusammenfluss der Hürbe und der Lone. Anschließend lockt ein kühles Bier im HöhlenHaus. Kinder können dort auf dem Abenteuer- und Wasserspielplatz ausgiebig toben.
AUF DEN SPUREN UNSERER VORFAHREN
Wie lebten die Menschen wohl vor 40 000 Jahren? Antworten darauf findet man im Archäopark Vogelherd. In der Vogelherdhöhle wurde zum Beispiel die Figur eines Pferdchens aus Mammutelfenbein gefunden, und es wird weiter gegraben und geforscht. Bei einer Führung am Sonntag oder einem individuellen Rundgang auf dem Hermann-Mohn-Rundweg kann man sich ausführlich informieren.
ABSTECHER MIT AUSSICHT
Wer vom Wental verzaubert ist, der sollte unbedingt noch im Eselsburger Tal einen Stopp einlegen. Oberhalb vom Ort Eselsburg befindet sich ein großer Parkplatz, von dort aus kann man der Ortsstraße folgend ins Tal hinabsteigen, in der Talschenke einkehren und dann, am besten bei Sonnenuntergang, am Fluss entlang zu den Felsformationen seinen Verdauungsspaziergang machen. Hier ist sogar das Klettern an einigen Felsen erlaubt, obwohl man sich im Naturschutzgebiet befindet.
AUF EINEN BLICK
Info
LANDKREIS: Heidenheimer Brenzregion
BESTE REISEZEIT: April–Oktober
OPTIMALE REISEDAUER: 3–4 Tage
TOURISTINFO: Hauptstr. 34, 89522 Heidenheim an der Brenz, Tel. 07321/3 27 49 10, www.heidenheimer-brenzregion.de
SEHENSWÜRDIGKEITEN
METEORKRATERMUSEUM: Hochfeldweg 5, 89555 Steinheim-Sontheim im Stubental, Tel. 07329/96 06 11, www.steinheim-am-albuch.de
SCHLOSS HELLENSTEIN: 89522 Heidenheim, Tel. 07321/4 33 81
HÖHLENERLEBNISWELT UND HÖHLENHAUS: Lonetalstr. 61, 89537 Giengen an der Brenz, www.hoehlenerlebniswelt.de
ARCHÄOPARK VOGELHERD: Am Vogelherd 1, 89168 Niederstotzingen-Stetten o. L., Tel. 07325/9 52 80 00, www.archaeopark-vogelherd.de
WOHNMOBILSTELLPLATZ ITZELBERGER SEE
ADRESSE: Kapellenstr., 89551 Königsbronn-Itzelberg, Tel. 07328/9 62 50, www.koenigsbronn.de

Im Schloss Hellenstein kann man Kutschen und Karren aus vergangener Zeit bewundern.

Stellplatz in Heidenheim

Stellplatz an der Charlottenhöhle
ANFAHRT: Von der B19 aus Richtung Königsbronn kommend nach dem Ort rechts in Richtung Itzelsberger See abbiegen und links halten
GPS: N 48°44’3.879’’, E 10°8’0.054’’
Der WoMo-Stellplatz liegt direkt am See, jedoch versperren Büsche den Blick. Vier Stellplätze mit Stromanschlüssen stehen zur Verfügung. Ver- und Entsorgungsstation für Strom, Wasser und Abwasser sind vorhanden. Hier kann man entweder am See die Seele baumeln lassen oder man radelt zum Beispiel zum Steinheimer Becken oder erkundet Königsbronn.
WOHNMOBILSTELLPLATZ IN DEN SEEWIESEN
ADRESSE: In den Seewiesen, 89520 Heidenheim
ANFAHRT: Von der B19 kommend in die Straße In den Seewiesen einbiegen; gegenüber von Industrieanlagen befindet sich der Stellplatz hinter Hecken.
GPS: N 48°41’41.037’’, E 10°9’49.785’’
22 WoMos finden hier auf dem Schotteruntergrund Platz. Die Strom- und Frischwasserversorgung sowie die Abwasser-, Müll- und Fäkalienentsorgung werden durch einen Automaten geregelt. Der Stellplatz eignet sich perfekt zur Erkundung der Stadt Heidenheim oder für eine Radtour.
REISEMOBILSTATION CHARLOTTENHÖHLE
ADRESSE: Lonetalstr. 61, 89537 Giengen-Hürben, Tel. 07324/98 71 46, www.hoehlenerlebniswelt.de
ANFAHRT: Auf der Lonetalstraße K3020 aus Richtung Giengen-Hürben kommend nach dem Parkplatz der HöhlenErlebnisWelt links auf den schmalen Feldweg abbiegen und links halten
GPS: N 48°35’4.356’’, E 10°12’39.614’’
Der Stellplatz ist sehr ruhig gelegen und optimaler Ausgangspunkt zur Erkundung der HöhlenErlebnisWelt und des Lonetals. 15 geschotterte Stellplätze stehen zur Verfügung. Während der Öffnungszeiten kann man die sanitären Einrichtungen im HöhlenHaus nutzen. Es gibt Stromanschlüsse sowie eine Wasserver- und -entsorgungsstation.
GÖPPINGEN UND GEISLINGEN
Heilende Quellen und Metallwaren für alle

Herrliche Aussichten auf dem 13 Kilometer langen Löwenpfad Felsenrunde
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Thermalbäder und weltweit bekannte Unternehmen sind hier daheim. Alle kennen wir sie und jetzt ist es an der Zeit, die Orte der Herkunft von WMF-Messern und Märklin-Eisenbahnen zu erkunden. Wandern steht hier in der Region ganz oben auf der Aktivitätenliste und auch Radfahren wird großgeschrieben.
Ob im Wappen der Herrscherdynastie oder als Symbol für zahlreiche Wander- und Radwege, der Löwe begegnet einem im Landkreis Göppingen immer wieder. Viele Geschichten erzählt man sich über den König der Tiere. Einige davon kann man auf den Löwenpfaden erkunden. Als zweitschönster Wanderweg Deutschlands wurde 2018 die Felsenrunde bei Bad Überkingen prämiert.
GÖPPINGEN, DIE STADT DES LÖWEN UND DER MODELLEISENBAHNEN
Wer sich bei Göppingen auf den Pfad aufmachen möchte, der fährt in den Teilort Hohenstaufen. Von dort aus kann man in die Staufer- und die Spielburg-Runde einsteigen. Und auch ohne Wanderambitionen ist Hohenstaufen eine Reise wert. Hier befindet sich der Hausberg der Stadt – der Hohenstaufen (684 Meter), einer der drei Kaiserberge. Diese sind sogenannte Zeugenberge der Alb. Auf dem Hohenstaufen befindet sich die Ruine der Burg, in der die Staufer ihren Stammsitz hatten. Der Ausblick ist sagenhaft und ein Lokal zum Einkehren gibt es auch. Die Bezeichnung »Stauf« kommt übrigens von der kegelartigen Form des Berges, die an einen umgekehrten Kelch erinnert.
Die Kaiserberge kann man mit dem Rad erkunden. Die ausgeschilderte 3-Kaiserbergroute führt auf einer Länge von 51 Kilometern von Göppingen über Süßen, Donzdorf mit hübschem Schloss und Schlossgarten, Lauterstein an den Rand des Kalten Feldes und schließlich zu den Bergen Stuifen, Rechberg und Hohenstaufen. Auch ein Besuch der Burg Wäscherschloss in Wäschenbeuren lässt sich in diese Radtour integrieren.
Doch kommen wir gedanklich zurück in die Stadt, durch die es sich zu schlendern lohnt. Zahlreiche kleine Läden, Cafés und Parks laden zu einem Stadtbummel ein. Im imposanten Fachwerkhaus aus dem Jahre 1536, dem ältesten Wohnhaus der Stadt, ist das Museum im Storchen untergebracht. Der Name stammt von einer früheren Weinwirtschaft, die sich im Haus befand. Im Museum sind auf fünf Etagen Ausstellungen der Stadt- und Kulturgeschichte zu sehen. Hier trifft man auf Perltaschen, Arbeiten von WMF und Spielsachen von Märklin. Für Kinder sind verschiedene Mitmachstationen eingerichtet.
Göppingen ist wohl allen Fans von Modelleisenbahnen ein Begriff, denn hier ist der Sitz von Märklin. Seit über 160 Jahren stellt man weltweit bekanntes hochwertiges Metallspielzeug her. Neu ist das Märklineum, das eine Besucherausstellung, die 400 Quadratmeter große Modellbahnanlage, ein Bistro und einen Laden verbindet.

STADTBUMMEL MACHEN HUNGRIG: Im bayrischen Andechser (www.andechser-goeppingen.de) kommen alle, die es deftig mögen, auf ihre Kosten, und im Café Berner (www.cafe-berner.de) kann man Leckereien wie das Göppingerle schlemmen. Hierbei handelt es sich um eine Soufflémasse, die auf Makronenboden gespritzt und mit Schokolade überzogen wird.

Im Museum im Storchen taucht man ein in die Stadtgeschichte von Göppingen.
Aussicht auf die 5-Täler-Stadt Geislingen von der Burg Helfenstein

Der Andechser serviert Klosterbiere in Göppingen.

Ruine der Burg Helfenstein
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