Kitabı oku: «Превращение / Die Verwandlung. Уровень 3», sayfa 11

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In den ersten vierzehn Tagen konnten es die Eltern nicht über sich bringen, zu ihm hereinzukommen. Er hörte oft, wie sie die jetzige Arbeit der Schwester völlig erkannten. Nun warteten oft beide, der Vater und die Mutter, vor Gregors Zimmer, während die Schwester dort aufräumte. Kaum war sie herausgekommen, musste sie ganz genau erzählen, wie es in dem Zimmer aussah, was Gregor gegessen hatte,wie er sich diesmal benommen hatte63. Vielleicht war eine kleine Besserung? Die Mutter übrigens wollte Gregor besuchen, aber der Vater und die Schwester hielten sie zurück. Gregor hörte das sehr aufmerksam zu.

Später aber musste man sie mit Gewalt zurückhalten, und wenn sie dann rief:

«Laßt mich doch zu Gregor! Er ist ja mein unglücklicher Sohn! Begreift ihr es denn nicht, dass ich zu ihm muß?«

Dann dachte Gregor, dass es vielleicht doch gut ist, wenn die Mutter hereinkommt. Nicht jeden Tag natürlich, aber vielleicht einmal in der Woche. Sie verstand doch alles viel besser als die Schwester, die doch nur ein Kind war.

XI

Der Wunsch Gregors, die Mutter zu sehen, ging bald in Erfüllung. Während des Tages wollte Gregor auf seine Eltern sich nicht beim Fenster zeigen. Aber kriechen auf den paar Quadratmetern des Fußbodens konnte er auch nicht. Das ruhige Liegen ertrug er schon während der Nacht schwer. Das Essen machte ihm bald nicht mehr das geringste Vergnügen. So nahm er zur Zerstreuung die Gewohnheit an,kreuz und quer64 über Wände und Plafond zu kriechen. Besonders oben auf der Decke hing er gern. Es war ganz anders, als das Liegen auf dem Fußboden. Man atmete freier. Ein leichtes Schwingen ging durch den Körper. Dann konnte er sich losließen und auf den Boden klatschten.

Nun hatte er natürlich seinen Körper ganz anders in der Gewalt als früher. Beschädigte er sich selbst bei einem so großen Falle nicht. Die Schwester nun bemerkte sofort die neue Unterhaltung, die Gregor für sich gefunden hatte. Da wollte sie ihm helfen. Die Möbel, die es verhinderten, wollte sie wegschaffen.

Aber könnte sie dies allein nicht tun. Den Vater wagte sie nicht um Hilfe zu bitten. Das Dienstmädchen wird ihr ganz gewiss nicht helfen. So blieb der Schwester also nichts übrig, als einmal die Mutter zu holen.

Mit Ausrufen erregter Freude kam die Mutter auch heran. Aber verstummte sie an der Tür vor Gregors Zimmer. Zuerst sah natürlich die Schwester nach, ob alles im Zimmer in Ordnung war. Dann erst ließ sie die Mutter eintreten. Gregor hatte in größter Eile das Leintuch noch tiefer und mehr in Falten gezogen.

Gregor wollte nicht spionieren. Er verzichtete darauf, die Mutter schon diesmal zu sehen. Er war nur froh, dass sie nun doch gekommen war.

«Komm nur, man sieht ihn nicht«, sagte die Schwester.

Sie führte die Mutter an der Hand. Gregor hörte nun, wie die zwei schwachen Frauen den immerhin schweren alten Kasten von seinem Platze rückten. Er hörte, wie die Schwester immerfort den größten Teil der Arbeit für sich beanspruchte. Es dauerte sehr lange. Wohl nach schon viertelstündiger Arbeit sagte die Mutter:

«Man soll den Kasten doch lieber hier lassen. Er ist sehr schwer. Und es ist doch gar nicht sicher, dass Gregor mit der Entfernung der Möbel ein Gefallen hat. Mir bedrücke das Herz der Anblick der leeren Wand. Warum soll auch Gregor diese Empfindung haben? Da ist er doch an die Zimmermöbel gewöhnt«.

«Und ist es dann nicht so«, sagte die Mutter ganz leise,»und ist es nicht so, als ob wir durch die Entfernung der Möbel zeigten, dass wir jede Hoffnung auf Besserung aufgeben und ihn rücksichtslos sich selbst überlassen? Es ist das beste, wir suchen das Zimmer genau in dem Zustand zu erhalten, in dem es früher war, damit Gregor, wenn er wieder zu uns zurückkommt, alles unverändert findet«.

Beim Anhören dieser Worte der Mutter erkannte Gregor, dass der Mangel jeder unmittelbaren menschlichen Ansprache, im Laufe dieser zwei Monate seinen Verstand verwirren hat. Anders konnte er es sich nicht erklären, dass er ernsthaft wollte, dass sein Zimmer ausgeleert war. Er hatte wirklich Lust, das warme Zimmer in eine Höhle verwandeln zu lassen. Er wird freilich nach allen Richtungen ungestört kriechen!

63.wie er sich diesmal benommen hatte – как он на этот раз себя вел
64.kreuz und quer – вдоль и поперек