Kitabı oku: «"Mein Opa hat 'nen Knall!"»

Yazı tipi:

„Wenn Sie nicht täglich

an Ihren Zielen

wenigstens in kleinsten Einheiten arbeiten,

ist das Verrat an sich selbst!“

Gewidmet meinen Enkeln

Marina, Rebecca, Hakon, Ronja und Raul

Ich danke allen, die mich in Wort und Schrift, Tun oder Unterlassen inspiriert und mir geholfen haben, das Buch zu vollenden. Allen voran meiner Familie. Ohne diese Inspirationen wäre das Buch nicht entstanden. Vielen Dank.

Franz König

„Mein Opa hat ‘nen Knall!“

Ein besseres Leben in kleinen Schritten Impulse/Anregungen/Inspirationen


Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit des Textes verzichtet der Autor auf Schreibweisen wie „Leserinnen und Leser“ oder „Leser*innen“. Das mag heutzutage politisch inkorrekt sein, sollte Sie aber nicht weiter stören.

Franz König

„Mein Opa hat ‘nen Knall!“

Ein besseres Leben in kleinen Schritten

Impulse/Anregungen/Inspirationen

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ISBN E-Book 978-3-96136-082-6

ISBN Print 978-3-96136-081-9

Zitate als Tischauflieger: ISBN 978-3-96136-083-3

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Inhalt

Vorwort

Gewohnheiten

Veränderungen

Mein Weg zu meiner Entscheidung

Jetzt sind Sie dran!

Wo stehen Sie heute und wo zukünftig?

Was sind Ihre Werte?

Wie viel Sinn geben Sie Ihrem Leben?

Übernehmen Sie die volle Verantwortung für sich selbst!

Geben Sie im Beruf alles – wirklich alles?

Wie halten Sie es mit Familie / Freunden / Beziehungen?

Sind Sie bereit, Ihr Wissen bzw. Ihre Bildung zu erweitern?

Was tun Sie für Ihre Gesundheit, Ihre Ernährung, Ihre Fitness?

Und wie steht es um Ihre Finanzen?

Was glauben Sie über sich selbst?

Wie groß ist Ihr Selbstvertrauen?

Wie viel Vorstellungskraft besitzen Sie?

Bringen Sie genügend Willenskraft auf, um Ihre Vorhaben in die Tat umzusetzen?

Halten Sie Ihre Motivation?

Wie viel Disziplin können Sie aufbringen?

Können Sie den Fokus auf einer Sache halten?

Wie beeinflusst Sie Ihr Umfeld?

Was sind Ihre Ziele im Leben?

Haben Sie über Ihren Mut nachgedacht?

Was nun?

Nachwort

Nachwort einer Erst-Leserin

Anhang

Vorwort

„Mein Opa hat ‘nen Knall!“ Diesen Satz hörte ich aus dem Mund meiner damals neunjährigen Enkelin Marina. Es war in einem Supermarkt an der Kasse. Sie erzählte den Wartenden, warum ich einen „Knall“ habe, also „verrückt“ sei. Ihr war nicht verborgen geblieben, dass ich seit einiger Zeit neue Gewohnheiten angenommen hatte, Gewohnheiten, die sie damals nicht so richtig einordnen konnte.

Ich hatte einige Zeit nachgedacht. Ich war unzufrieden. Ein Gefühl, dass ich aus der Routine ausbrechen und mal etwas ganz anderes anfangen möchte, machte sich in mir breit. Ich fühlte mich allzu oft von außen gesteuert und zu sehr an die Erwartungen anderer angepasst. Daran wollte ich etwas ändern.

„Du kannst

ein Problem

nicht

von derselben Ebene

aus lösen,

die das Problem

erschaffen hat.“

(Albert Einstein)

So nahm ich mir vor, unterschiedliche Lebensbereiche anzuschauen und aus der gewonnenen Erkenntnis wollte ich kleine Justierungen vorzunehmen. Es sollten kleine Änderungen in meinem Tagesablauf sein. Neue Routinen galt es zu etablieren, die dann durch Ritualisierung neue Gewohnheiten wurden. Und diese führten dazu, dass ich mich verändert habe. Weil ich z.B. immer zu viele Mails in meinem Posteingang aufbewahrte, löschte ich als erste kleine Gewohnheit fortan täglich 50 Mails.

Achtete ich früher noch stark darauf, was andere Menschen aus meinem näheren und weiteren Umfeld über mich denken könnten, so interessiert mich das jetzt nicht mehr. Nun lebe ich mein Leben und nicht das Leben der Anderen. Ich nehme mir die Freiheit, zu tun und zu lassen, was ich für richtig halte.

Wo gibt’s denn so was, Opa und neue Gewohnheiten? Das war für meine Enkelin unfassbar. Also wollte sie dann auch unbedingt beim ersten Lauftraining ihres Opas, das eine neue Gewohnheit werden sollte, dabei sein und sich persönlich davon überzeugen, was da abgeht.

In diesem Buch lasse ich Sie an meinen Gewohnheiten teilhaben und biete Ihnen die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen. Sie erfahren, wie auch Sie konkret Veränderungen angehen können. Mit minimalem Einsatz.

Diese bescheidenen kleinen Abweichungen zu Ihrem normalen Leben werden Ihnen leichtfallen. Wenn Sie die Anregungen für die kleinen Schritte tagtäglich umsetzen, werden Sie ebenfalls neue Gewohnheiten entwickeln. Sie werden auch Ihr Leben verändern und Veränderungen in Ihrem Verhalten bemerken, die Sie bisher nicht für möglich gehalten haben. Und Sie werden damit ebenso wie ich positive Erfahrungen machen. Davon bin ich überzeugt.

Sie werden entscheiden, welche Schritte Sie ansprechen und welche nicht. Sie werden ein Problem erkennen, vielleicht ist es Ihr Problem. Dann werden Sie eine Entscheidung treffen und sich auf den Weg machen. Unterwegs stoßen Sie auf schwierige Aufgaben, die Sie lösen werden. Immer wieder gilt es neue Aufgaben zu lösen. Auch das werden Sie schaffen. Nach dem Überwinden vieler Hindernisse erreichen Sie schließlich das Ziel. Und das ist Ihr eigenes, selbstgestecktes Ziel.

„Auch der weiteste Weg

beginnt mit einem ersten Schritt.“

(Konfuzius)

Den Ausspruch „Mein Opa hat ‘nen Knall!“, finde ich so gut, dass er nun der Titel dieses Buches ist. Dafür vielen Dank, Marina.

Noch ein Hinweis: Die Darstellung in Textform erfordert, dass ich die Themen nacheinander bearbeite. Sie stellen keine Wertung oder eine Ordnung nach Wichtigkeit dar. Jedes angesprochene Thema hängt mit den anderen zusammen. Die Themen greifen ineinander und bedingen sich gegenseitig.

Das Format dieses Büchleins habe ich so gewählt, dass Sie es immer bei sich tragen können, in der Jackentasche oder in der Handtasche.

Gewohnheiten

Wir haben im Laufe unseres Lebens viele Verhaltensmuster angenommen, gute und schlechte. Diese wurden zu Gewohnheiten und übernehmen einen Großteil unserer täglichen Entscheidungen, damit bei Routineaufgaben das Nachdenken entfallen und das Gehirn Energie sparen kann. Es wäre schier unmöglich, wenn wir alles bewusst und rational denken müssten.

Unsere Gewohnheiten sind entstanden aus Erfahrungen, aus tatsächlich Erlebtem und auch aus Gedanken. Sie werden Teil unseres Unterbewusstseins. Die meisten Denk-, Gefühls- und Verhaltensgewohnheiten liegen dort. Nur wenige registrieren wir und können so unser Verhalten danach ausrichten und sie im Bedarfsfall steuern. Daraus entsteht einerseits Stabilität, gleichzeitig aber auch eine Starrheit. Wir mögen viele Gewohnheiten; sie schützen uns auf verschiedene Weise und sie werden ein wichtiger Bestandteil unserer Komfortzone. Deshalb hängen wir in Gedankenmustern fest, was uns auch daran hindert, anders zu denken.

„Die Gewohnheit

ist ein Seil.

Wir weben jeden Tag

einen Faden,

und schließlich

können wir es

nicht mehr zerreißen.“

(Thomas Mann)

Wenn wir etwas für die Zukunft ändern wollen, müssen wir unsere Gewohnheiten kritisch überprüfen und auch bereit sein, diese zu ändern.

Wie können wir dann auf möglichst viele Muster zurückgreifen, wenn wir sie aufgrund unserer neuen Ziele ändern möchten?

Die schlichte Antwort: Sie müssen unser Unterbewusstsein verlassen und Teil unseres Bewusstseins werden. Erst wenn sie uns bewusst sind, können wir sie kritisch überprüfen. Wir müssen also zum kritischen Beobachter unseres eigenen Tuns werden.

Und wie sollte die Prüfung dann erfolgen? Auch hier eine recht einfache Antwort: Wir müssen uns Fragen stellen.

•Trägt die Gewohnheit zu meinem Wohlbefinden bei?

•Gibt sie mir einen Halt, eine Struktur?

•Ist sie Bestandteil eines angenehmen Miteinanders mit den Ihnen wichtigen Menschen?

•Finden Sie einen Sinn hinter dem gewohnten Tun?

•…

Entstehen dann negative Antworten, so geben uns diese die Richtung vor, wo Änderungen vorrangig vorgenommen werden können.

Vielleicht gilt es, Zwischenmenschliches zu hinterfragen, körperliches Unbehagen zu ergründen oder sinnentleerte Zeiträuber zu entlarven. Ganz gleich, was es sein wird, wir geben uns quasi den Auftrag mit dem neuen Ziel im Visier, alle Art von Änderungen vorzunehmen, ganz gleich wie umfangreich sie sein werden oder wie schwer sie uns fallen könnten.

Sobald eine erste Maßnahme erfolgt ist, wird eine Kettenreaktion vergleichbar mit angestoßenen Dominosteinen in Gang gesetzt. Sehr wahrscheinlich wird nichts mehr so bleiben, wie es einmal war. Daraus entstehen mehr oder weniger große Lücken und die können wir nun füllen. Und hier beginnt unsere Freiheit, neue Gewohnheiten zu etablieren mit Mustern, die Wohlbefinden auslösen.

Möglicherweise werden Sie die eine oder andere Maßnahme, die in eine neue Gewohnheit münden soll, zunächst überprüfen müssen, ob sie wirklich geeignet ist, das neu gesteckte Ziel dadurch erreichen zu können. Haben Sie aber einmal den Entschluss gefasst, das entsprechende Denk-, Gefühls- oder Verhaltensmuster zu ändern, beginnt das Antrainieren durch intensives Wiederholen. Das können nur Sie selbst tun!

Fahrradfahren lernen Sie nicht durch das Anschauen von YouTube-Videos. Wenn Sie schwimmen lernen wollen, müssen Sie selbst ins Wasser.

„Wir sind, was wir immer wieder tun.“

(Aristoteles)

Wenn Sie ein anderes Ergebnis wünschen, müssen Sie ein anderes Vorgehen wählen. Wenn Sie beispielsweise Rot und Gelb mischen, erhalten Sie Orange. Wenn Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, müssen Sie das Mischungsverhältnis ändern, um ein anderes Ergebnis zu erhalten. Das leuchtet ein. Ebenso wird es einleuchten, dass Sie die Handlungen ändern sollten, um andere Ergebnisse zu ermöglichen. Beginnen Sie, das Richtige zu tun.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was Sie Ihre jetzigen Gewohnheiten kosten? Was kostet Sie Ihr Fernsehkonsum, Ihre Zeit auf Facebook, YouTube, Netflix usw.? Was kostet Sie eine ungesunde Ernährung, was das Rauchen?

Die Zeit vor dem Fernseher mit Serienkonsum oder die Zeit auf den Plattformen der sozialen Medien könnten Sie einschränken und sinnvoller nutzen. Ich kenne ein Ehepaar, das sich in seiner arbeitsfreien Zeit überwiegend mit einem Computerspiel beschäftigt. Dafür haben sie sich mehrere Nutzerkonten angelegt. Aus meiner beschränkten Sicht ist die Zeit, die sie mit dem Computerspiel verbringen, fehlinvestiert. Aber zumindest hatten sie neulich die Erkenntnis „irgendetwas falsch zu machen“. Noch fehlt aber die Einsicht, dass sie die Zeit sinnvoller verbringen könnten.

Machen Sie sich bewusst: Ihre Gewohnheiten haben Sie dahin gebracht, wo Sie jetzt stehen. Wenn Sie das Resultat nachdenklich macht, könnten Sie die Entscheidung treffen, sich mal andere, förderliche Gewohnheiten zuzulegen.

„Von Natur aus

sind die Menschen

fast gleich;

erst die Gewohnheiten

entfernen sie voneinander.“

(Konfuzius)

Prüfen Sie also Ihre Gewohnheiten. Legen Sie sich welche zu, die Sie unterstützen und Ihr Wohlbefinden steigern. Legen Sie ebenso diejenigen ab, die Sie stören oder ungesund sind. Trennen Sie sich von Angewohnheiten, die schädlich für Sie und für Ihre Mitmenschen sind.

Vielleicht möchten Sie zunächst keine radikalen Änderungen. Fangen Sie mit etwas an, was Sie bereits können, etwas, was alles andere danach einfacher macht.

Lösungen, wie Sie Ihre Gewohnheiten dauerhaft ändern können, habe ich in den nachfolgenden Kapiteln dieses Buches erläutert. Sie sind das Ergebnis meiner eigenen Erfahrungen und mögen als Anregungen gelten. Es sind keine Aufforderungen, es genauso zu machen. Jeder wird eigene Erfahrungen sammeln und eigene Erkenntnisse gewinnen. Aber warum nicht ein paar dieser Vorschläge mal ausprobieren?!

Den Abschluss jedes Kapitels bilden fokussierende Fragen. Auch diese stellen keineswegs den Anspruch auf Ausschließlichkeit, sondern sind als eine Art der Zusammenfassung gedacht.

•Über welche Gewohnheiten haben Sie bewusst nachgedacht?

•Wie viel Zeit nehmen bestimmte Gewohnheiten in Anspruch?

•Welche Ihrer Gewohnheiten machen Sinn und welche nicht?

•Welche Gewohnheiten, die Ihnen in Ihrem Bekanntenkreis aufgefallen sind, möchten Sie gerne übernehmen?

Veränderungen

Es ist ein altbekanntes Phänomen, meistens zu Silvester oder zum Geburtstag, sich etwas vorzunehmen. Das, was als Unart, schlechte Gewohnheit oder sogar als mehr oder weniger große Gefahr für die Gesundheit entlarvt worden ist, wollen wir ändern. Wir sind in den meisten Fällen davon überzeugt, dass unser Wille ausreichen wird, die Änderung auch herbeiführen zu können. Und doch müssen sehr viele Menschen nach nur wenigen Tagen erkennen, dass von den guten Absichten nichts mehr übrig geblieben ist.

Da auch ich zu diesen Menschen gehörte, ließ mich die Frage nicht mehr los, warum das so ist. Ist es eine Art Resignation? Sind es die Ablenkungen des Alltags? War die Formulierung der Änderung zu unpräzise? Reicht das umfangreiche Wissen nicht aus, um mit Kompetenz das Durchhalten zu stärken? Was könnte der Auslöser gewesen sein, damit der Veränderungswunsch nicht weiter verfolgt wurde?

Es dauerte einige Zeit, in der ich mir auch zusätzlichen Input holen musste, um die Zusammenhänge zu begreifen. Das Vornehmen allein reicht nicht aus. Klarheit galt es zu schaffen, warum und wozu ich diese Änderung vornehmen wollte. Es ist dieser starke Beweggrund, der letztlich den großen Antreiber spielen muss. Und so bin ich auf den Sinn gestoßen, der mich zum Handeln bringen wird. Wenn ich einen starken Beweggrund hatte, kam ich ins Handeln. Er wurde zum Auslöser für meine Motivation, konnte mich dauerhaft animieren, den Weg zur Änderung auch vollständig bis ans Ende zu gehen.

Trotzdem wurde mir nach ein paar fehlgeschlagenen Versuchen bewusst, dass auch die Sinnhaftigkeit alleine nicht ausreicht, um dauerhaft zur Tat zu schreiten. Musste ein gewisser Druck erzeugt werden? Kann es nur der Druck von außen sein? Oder muss nicht vielmehr auch ein Schub von innen kommen, der ein Handeln täglich neu auslöst? Sind es rationale Prozesse oder eher emotionale, die den Zündfunken entstehen lassen?

Sehr wahrscheinlich ist es in den meisten Fällen eine Kombination von beiden. Die rationale Komponente wird sich auf die Konsequenzen konzentrieren, die emotionale auf die Vermeidung von Schmerz und ähnlich gelagerten Gefühlen wie das Erreichen von Freude. Sind beide Komponenten groß genug, kommt es zu einem Handeln. Erst dann entsteht eine Form von Stärke, die uns die Bequemlichkeit überwinden lässt. Ein Aufschieben wird als Risiko empfunden, schürt Ängste und aktiviert so neue Energiequellen. Die Vermeidung von Schmerz zeigt dabei mehr Wirkung wie der Weg zur Freude hin. Denken Sie zum Beispiel an die Abgabe einer Steuererklärung. Die Aussicht auf eine Steuererstattung motiviert nicht so sehr wie die Vorstellung, dass man die Steuererstattung verwirken könnte. Im Prinzip muss der Druck sehr groß werden, zumindest groß genug, damit eine Sache erledigt wird.

Wie können wir nun ohne äußeren Druck zu einem eigenverantwortlichen Handeln kommen, das uns den Weg ebnet, Veränderungen in unserem Leben möglich werden zu lassen?

Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kraft der Bilder die maßgebliche ist. Es sind die Vorstellungen, die Sie mit einer Veränderung verbinden.

Sehr wirkungsvoll ist die Vorstellung von Schmerz, der nicht mehr aushaltbar ist und der Sie zwingt, tätig zu werden. Solange die Schmerzen bzw. die zu erwartenden Nachteile nicht groß genug sind, sorgt die Bequemlichkeit dafür, dass alles so bleibt, wie es ist. Möglichst nicht jetzt etwas verändern, es hat ja noch Zeit. Die Bilder eines Verlustes bringen Sie stärker und nachhaltiger in die Veränderung als die Vorstellung eines Nutzens, auf den Sie deshalb verzichten könnten, weil Sie ihn noch nicht realisiert haben.

Bedenken Sie: Alles im Leben geschieht, um Schmerz zu vermeiden und Freude zu erhalten. Wenn der Leidensdruck groß genug ist und Sie in Ihren Vorstellungen die alten Gewohnheiten mit genügend Schmerz verbinden, werden Sie bereit sein, sie zu ändern. Wenn Sie konsequent an den neuen Gedanken festhalten und von der Notwendigkeit der Umsetzung überzeugt sind, werden Sie nicht mehr zweifeln. Verbinden Sie starke Emotionen mit Ihren neuen Vorstellungen und Sie werden Ihre neuen Überzeugungen festigen.

Nutzen Sie die schönen, positiven Seiten der Vorstellung. Denn damit können auch Sie Ihr Ziel förmlich zeichnen. Sie kreieren es, Sie werden schöpferisch tätig und gestalten den nun in Gang gesetzten Prozess. Dieses Visualisieren füllen Sie mit positiven Elementen, es wird ein buntes, lebendiges Werk, das Schwingungen erzeugt. Verstärken Sie Ihre Bilder im Kopf durch positiv aufgeladene Eindrücke und machen Sie diese deutlich größer und lebendiger als die vielleicht vorhandenen negativen Vorstellungen.

Die neuen Vorstellungen werden Sie auf ungeahnte Weise mobilisieren, um die ins Auge gefassten Veränderungen auch vornehmen zu können. Mit etwas Übung gelingt Ihnen das!

Hinzu kommt aus meiner Sicht eine Beschäftigung mit den sogenannten Glaubenssätzen. Ich nenne diese verinnerlichte, recht kurze und plakative Denkmuster, die uns über viele Jahre aus dem Unterbewusstsein heraus begleiten, in den allermeisten Fällen schon seit unserer frühen Kindheit. Wir haben sie von den uns prägenden Menschen übernommen, haben sie mit zunehmendem Alter mit unseren Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen verknüpft. Und so wurden sie als einzelne Elemente fast unsichtbar, drangen aber tief in unser Unterbewusstsein.

Es gilt auch hier, Bewusstsein zu schaffen, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Überzeugungen, wie wir uns und die Welt sehen, basieren auf unseren Glaubenssätzen. Und wollen wir von nun an die Welt mit dem Blick auf unsere neuen Ziele sehen, die wir nur durch Veränderungen realisieren können, so werden wir neben der Visualisierung auch neue Glaubenssätze schaffen müssen. Wir wollen uns Räume erschließen für mehr Freude, mehr Leichtigkeit, mehr Ausgeglichenheit, mehr Zufriedenheit und mehr Sinnhaftigkeit in unserem Leben. Und nur, wenn wir das Alte eliminieren, wird die Größe des Raumes reichen, um das große Neue mit entsprechender Kraft, Energie und Motivation leben zu lassen. So heißt es nun: Schenken Sie sich Zeit, um neue Glaubenssätze zu formulieren. Dabei mögen Sie besondere Aufmerksamkeit darauf lenken, dass die Worte in ihrer Kombination gute Gefühle auslösen. Es reicht nicht, dass sie keine schlechten erzeugen. Das wird weder in Summe noch auf Dauer genügen.

Haben Sie hier dann Ergebnisse geschaffen, auf die Sie mit großer Euphorie schauen können, ist der Moment des Handelns gekommen. Denn nur durch unser Tun, werden wir Veränderungen herbeiführen können. Gedanken und die daraus entstandenen Ideen alleine reichen nicht aus.

Ein kontinuierliches Tun mit einer starken Fokussierung führt unweigerlich zu neuen Gewohnheiten. Denn jede Wiederholung festigt und stärkt das Verhaltensmuster. Es geht uns förmlich in Fleisch und Blut über und wird so zu unserem wichtigsten Instrument, um die Veränderungen zu etablieren.

Die meisten Menschen neigen aber zu „Aufschieberitis“ und verschieben vieles auf später. Sie scheuen sich aus unterschiedlichen Gründen, etwas in ihrem Leben zu verändern, trauen sich vielleicht etwas nicht zu oder sind plötzlich der Ansicht, dass es sowieso nichts bringen würde, werden von ihrem Umfeld von der Umsetzung der Idee abgebracht, lassen sich überwiegend von Bedenkenträgern beeinflussen und geben zu viel auf die Meinung anderer. Und so wird verschoben, weggeschoben und aufgeschoben. Morgen. Morgen, nur nicht heute beginnen. Die Zukunft dieser Menschen muss wunderbar werden, bei all dem, was so im Leben aufgeschoben wird. Machen Sie damit Schluss. Treffen Sie eine Entscheidung und seien Sie bereit, Veränderungen einzuleiten.

„Das Geheimnis des Erfolges:

Ausdauer und Entschlossenheit.“

(Leo Tolstoi)

Mir wurde rasch bewusst, dass viele Gefahren in den Einflüssen von außen liegen. Besonders Ihr Umfeld, das sich an Sie und Ihre Funktionalität mit Ihren alten Verhaltensmustern gewöhnt hat, wird zahlreiche Versuche unternehmen, um Sie davon abzubringen, sich neu zu positionieren. Vielleicht werden Sie mit Unmöglichkeitsszenarien konfrontiert, möglicherweise wird versucht werden, durch Verbalangriffe Ihr Selbstbewusstsein auf ein Minimum zu reduzieren oder Sie erhalten mehr oder weniger deutlich artikulierte Drohungen, Ihnen die Sozialkontakte zu entziehen, um leidvolle Gefühle des Isoliertseins auszulösen.

Ich will keine fiktiven Ängste erzeugen, lediglich Elemente erwähnen, gegen die Sie gewappnet sein sollen, falls diese auftauchen.

Nur dann können Sie den verschiedenen Bedenkenträgern ausweichen oder begegnen, ohne sich von Ihrem Weg abbringen zu lassen. Die sogenannte „Aufschieberitis“ wird bei Ihnen kaum Chancen haben, in Ihre Verhaltensmuster einzudringen.

Aufschieben ist nicht die Lösung. Es ist nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Absicht in die Tat umzusetzen, geringer wird, je länger Sie das Beginnen hinausschieben. Fangen Sie deshalb mit der Umsetzung Ihres Vorhabens innerhalb von 72 Stunden nach einer Entscheidung an und bleiben Sie mit wenig Aufwand dran. Das ist ein Richtwert. Wenn Sie nicht innerhalb dieser Zeit beginnen, werden Sie Ihr Vorhaben vermutlich nicht weiterverfolgen. Sie werden es deshalb aufschieben oder das Begonnene abbrechen, weil es Ihnen schlichtweg nicht wichtig ist. Wenn Sie sich dann etwas anderes „Wichtiges“ vornehmen und beginnen wiederum nicht, ist auch der neue Vorsatz nicht wichtig. Wenn Sie öfter so verfahren, werden Sie sich daran gewöhnen, nichts zu beginnen bzw. Begonnenes wieder abzubrechen. Wenn Sie nichts beginnen, bringen Sie auch nichts zu Ende. Ohne Beginn und das nötige Dranbleiben wird sich auch in Ihrem Leben nichts ändern. So einfach ist das.

„Jeder Erfolg

beginnt mit einer Sehnsucht.“

(Napoleon Hill)

Immer wenn Sie etwas Neues anfangen, werden Sie sich bewusst damit beschäftigen und Ihr Unterbewusstsein wird sich bemerkbar machen. Für die angestrebten Veränderungen ist es nun der Saboteur, der alle Vorsätze angreift und Sie schließlich überzeugen möchte, es doch nicht zu tun. Er will Sie nur schützen und glaubt nicht, dass Veränderungen für Sie gut sind.

Dieser Besserwisser begleitet Sie schon Ihr ganzes Leben und kennt Sie gut. Deshalb müssen Sie diesen Bedenkenträger überzeugen, nicht ignorieren. Hören Sie ihn an und tun Sie es dann trotzdem. Er kann Sie ja auf Ihrem Weg begleiten. Und wenn der Saboteur merkt, dass es Ihnen ernst ist, akzeptiert er auch Ihren neuen Weg. Diese Überzeugungsarbeit wird Ihnen am besten gelingen, wenn Sie dieses Teufelchen nicht überrumpeln, sondern ihn langsam und in kleinen Schritten an die Veränderungen gewöhnen. Wenn Sie das lange genug betreiben, wird sich auch Ihr Besserwisser wohlfühlen und Sie nicht mehr boykottieren. Im Gegenteil, dieser Begleiter lernt, dass es Ihnen guttut und wird Sie sogar unterstützen.

„Man braucht nicht viel Licht,

um die Dunkelheit zu vertreiben.“

(Anthony Robbins)

Ich habe in meinem 64. Lebensjahr den Entschluss gefasst, Veränderungen herbeizuführen, nichts mehr aufzuschieben.

•Was macht Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?

•Worüber ärgern Sie sich?

•Was hätten Sie gern geändert?

Mein Weg zu meiner Entscheidung

Im Laufe meines Lebens habe ich mich mit unterschiedlichen Themen beschäftigt, las schon viele interessante Bücher. Motivationsbücher waren auch darunter.

Mit fortschreitendem Lebensalter machte sich eine unbestimmte Unzufriedenheit in mir breit. Da draußen musste es noch etwas geben, was ich noch kennenlernen möchte. Zunehmend hatte ich das Gefühl, von den Meinungen anderer Menschen bestimmt zu sein. Weil mich dieses störte, kam der Wunsch nach Selbstverwirklichung immer stärker zutage. Ich hatte es satt, mein Leben von anderen bestimmen zu lassen. Deren Einflussnahme wollte ich deutlich einschränken. Ich habe dabei realisiert, dass ich in meinem eigenen Glaubenssystem gefangen war. Und das wollte ich ändern. Aber wie? So habe ich mich seit einigen Jahren mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt und bin dabei auch auf Neurolinguistische Programmierung (NLP) aufmerksam geworden. Das ist eine Methode, mit der man Vorgänge im Gehirn mit systematischen Handlungsanweisungen „umprogrammieren“ kann.

Irgendwann las ich etwas über den Motivationstrainer Jürgen Höller. So nahm ich am 26. September 2015 am „Europäischen Motivationstag“ in Nürnberg teil. Ich weiß nicht mehr, was konkret der Anlass war, mich zu dieser Veranstaltung anzumelden. Vermutlich war es meine Neugierde.

Mitten in der Nacht fuhr ich los, um unter den ersten zu sein, die in die Arena Nürnberger Versicherung eingelassen werden. Als ich ankam, warteten schon Hunderte darauf, dass sich die Tore öffneten.

Eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung begann der Einlass. Interessant, wie die Teilnehmer erwartungsvoll in die Arena strömten, wie sich die Plätze füllten und wie die Besucher im Vorprogramm auf den Tag eingestimmt wurden. Interessiert, aber reserviert nahm ich ziemlich weit hinten Platz, obwohl zu dieser Zeit weiter vorne noch genügend freie Plätze vorhanden waren.

An diesem Tag wurde eine beeindruckende Atmosphäre und eine Show mit Uri Geller geboten. Es passte alles. Die Arena war mit ca. 6500 Personen gefüllt. Die Stimmung unter den Event-Teilnehmern war mit Energie geladen. Jürgen Höller mit seinem gesamten Team, Mike Dierssen und die anderen Redner sorgten für einen erlebnisreichen Tag. Stellenweise fragte ich mich, ob ich auch so „bekloppt“ sein solle, als ich meinem Nachbar den Nacken massieren und mich an den gymnastischen Übungen mit Hüpfen und Abklatschen beteiligen sollte, angefeuert von Jürgen Höller und seinem Team. Diese Anteile in einem Seminar waren für mich befremdlich, so etwas kannte ich nicht. Und mit dem Klopfen auf die eigene Brust, verbunden mit lauten „Chi-Ka“-Rufen konnte ich nichts anfangen. Nicht nur mir erging es so. Dennoch verschloss ich mich nicht und ließ mich von der Stimmung und der Unbefangenheit einfangen.

Die Vorträge waren äußerst spannend, einige sogar mitreißend und rhetorisch geschickt. Einer der Redner, der bei mir einen besonderen Eindruck hinterließ, war Dirk Kreuter. Er sprach übers Verkaufen, emotional vorgetragen, mit vielen neuen Impulsen. Abends bin ich dann zurückgefahren und war nach Mitternacht wieder zu Hause. Schlafen konnte ich nicht. Die Fahrt hatte mich nicht angestrengt, aber die Inhalte der Vorträge gingen mir durch den Kopf.

So besuchte ich etwas später in Bielefeld die Powerdays von Jürgen Höller, wollte mehr aus den Inhalten lernen. Diesmal war ich allerdings in der Stadthalle schon mittendrin und ich machte ohne Zögern mit. Die Aktivitäten kamen mir nicht mehr komisch vor. Es machte Spaß, bei einer vollgefüllten Stadthalle Teil einer La-Ola-Welle zu sein.

Für mich gab es dort einen besonderen Höhepunkt: das Zerbrechen eines Pfeils am eigenen Hals. Bei dieser Übung wird die Metallspitze eines Pfeils, wie er beim Bogenschießen verwendet wird, auf die weiche Stelle oberhalb des Schlüsselbeins gelegt. Ein Partner hält das andere Ende des Pfeils fest. Er bewegt sich nicht von der Stelle. Auf Kommando geht derjenige, der die Pfeilspitze am Hals hat, auf den Partner zu. Der Pfeil wird zerbrechen und sich nicht durch den Hals schieben. Mir machte es eindrücklich klar, dass es nicht gefährlich sein konnte, aber das Selbstvertrauen heben würde. Wer diese Übung mitgemacht hat, traut sich auch andere Sachen zu. Als Symbol ist sie geeignet, Zweifel zu überwinden und ins Handeln zu kommen.

Da ich meine Visitenkarte beim Motivationstag in Nürnberg am Stand von Dirk Kreuter eingeworfen hatte, erhielt ich nun regelmäßig Mails von seinem Team. In einer dieser Infos wurde ich auf Christian Bischoff aufmerksam. Ich war motiviert, 2016 in Bielefeld an einem Zweitagesseminar teilzunehmen. Meine damals noch 12-jährige Enkelin Rebecca konnte ich überzeugen, mit mir gemeinsam am Seminar teilzunehmen. Wir hatten viel Spaß. Und sie hatte sich erstaunlicherweise auch viel mitgeschrieben. Von den 1500 Teilnehmern quer durch alle Altersschichten war sie die Zweitjüngste und die Einzige, die von ihrem Opa begleitet wurde. Auch hier nahm ich mir vor, mich mit einer einzigen Sache aus dem Seminar näher zu beschäftigen, eine Empfehlung herauszupicken, die ich umsetzen würde. Aus dem Seminar „Die Kunst, Dein Ding zu machen“ wählte ich den Inhalt zum Vortrag „Gesetz der Minimalkonstanz“. Im Vortrag ging es darum, durch kleine Änderungen, die dauerhaft in den eigenen Tagesablauf integriert werden, Veränderungen im Leben zu bewirken.

Ich überlegte mir folgende Methode: Ich wollte in jedem Monat eine neue Kleinigkeit ändern und diese in den ausgewählten Lebensbereichen integrieren. So würde nach Ablauf eines Jahres mein Leben mit zwölf neuen Elementen gefüllt sein. Diese Elemente verknüpfte ich mit Vorstellungen, wie diese mein neues Leben bereichern würden. So machte ich mich motiviert an die Arbeit und begann mit der regelmäßigen Löschung von Mails.

Weil ich bisher eher ein Sportverweigerer war, gliederte ich als Letztes wenige sportliche Aktivitäten ein. So stehe ich seit dem 1.4.2017 morgens um 05:15 Uhr auf, mache im Badezimmer 15 Liegestütze und jogge zwei Kilometer. Abends vor dem Schlafengehen sind es dann nochmals zehn Liegestütze. Mehr Sport will ich nicht machen.

All das nahm meine Enkelin Marina mit Erstaunen zur Kenntnis und lief beim ersten Lauftraining sogar mit. Das brachte sie dazu, beim Einkaufen den Wartenden an der Supermarktkasse von ihrem Opa zu erzählen.

„Wer tut, was alle tun,

bekommt das,

was alle bekommen.“

(Bodo Schäfer)

Inzwischen habe ich diverse Seminare zu allen möglichen Themen besucht und es tut mir gut. Die zweitägige Vertriebsoffensive von Dirk Kreuter habe ich mehrmals besucht. Auch, weil ich wissen wollte, wie er es schafft, innerhalb von einem Jahr die Teilnehmerzahl bei diesem Seminar von ca. 3500 auf 15000 zu erhöhen.

Die Veranstaltungen werden inszeniert, bieten viel Unterhaltungswert und erleichtern es, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Auf diesen Seminaren treffe ich Gleichgesinnte. Alle sind motiviert, hören interessiert zu, erfahren vieles über Veränderungsmöglichkeiten, wollen etwas umsetzen. Wenn ich den einen oder anderen Teilnehmern allerdings später wieder auf einer anderen Veranstaltung treffe, stelle ich fest, dass die anderen weniger konsequent bei der Umsetzung sind als ich. In diesem Moment war die Idee geboren, ein Buch zu schreiben. Meine Erfahrungen möchte ich weitergeben und wünsche mir, dass Sie bereit sind, über einige Abschnitte im Buch nachzudenken. Natürlich hoffe ich auch, dass Sie die eine oder andere Anregung tatsächlich aufgreifen. Lassen Sie sich von den eingestreuten Zitaten ebenfalls inspirieren.

Ich möchte Sie mitnehmen auf meine Reise zu meinen Veränderungen und lade Sie ein, an meinen Gedanken teilzuhaben. Sie können Ihnen als Anreiz dienen, sich ebenfalls mit den Themen zu beschäftigen. Sie werden letztlich merken, dass die Umsetzung leichter ist, als es zunächst anmutet. Missionieren möchte ich nicht, sondern zum Nachdenken anregen, um eigene Lösungen finden zu können. Dann werden sie eigenmotiviert die notwendigen Schritte für die Veränderungen machen. Tun Sie danach die Schritte, die nötig sind, um Veränderungen zu ermöglichen. Eine Auflistung meiner kleinen Veränderungen finden Sie übrigens im Anhang des Buches.

Vielleicht sind Sie aber hier an dieser Stelle des Buches angekommen, an der Sie die Erkenntnis haben, nichts ändern zu wollen, weil alles bei Ihnen zum Besten bestellt ist und Sie mit Ihrer Persönlichkeit keine Weiterentwicklung benötigen. Es ist Ihr Leben mit Ihren Zielen und den passenden Wegen. Es ist Ihre Entscheidung, nun das Buch weglegen zu wollen. Nur eine Überlegung möchte ich noch ergänzen: Was halten Sie davon, „entwickeln“ so zu verstehen, dass das „Eingewickelte“ freigelegt werden sollte? Vergleichbar mit der Aussage von Michelangelo: „Sein David sei schon immer im Marmorblock enthalten gewesen. Er habe ihn nur freigelegt.“

•Haben Sie auch manchmal das Gefühl, es könnte im Leben etwas besser für Sie laufen?

•Wo drückt der Schuh?

•Welche Veränderungen möchten Sie vornehmen?

•Wann beginnt die Reise bei Ihnen?

Jetzt sind Sie dran!

Wenn Sie den Willen haben und ernsthaft Veränderungen in Ihrem Leben wollen, sich ein Ziel setzen, wissen, warum Sie genau das erreichen wollen und konsequent den Weg gehen, werden Sie dauerhaft etwas verändern. Sie werden überrascht sein, wie wirklich einfach Sie dies mit ein paar Kleinigkeiten zu Wege bringen.

Sie werden an einen Wendepunkt in Ihrem Leben kommen, wenn Sie über Ihr Leben nachdenken. Wenn Sie sich dann daran orientieren, was erfolgreiche und glückliche Menschen tun, werden auch Sie erfolgreich und glücklich.

„Arbeiten Sie härter

an sich selbst

als an Ihrem Job.“

(Jim Rohn)

Schon Aristoteles erkannte das Gesetz von Ursache und Wirkung. Ihre Gedanken schaffen Ihnen Tatsachen. Sie werden das, woran Sie denken. Was Sie mit Inbrunst glauben, wird Realität werden. Was Sie mit Zuversicht erwarten, wird sich wie bei einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung entwickeln. Bringen Sie also Ihr Denken unter Kontrolle. Lernen Sie, sich mit positiven Gedanken zu beschäftigen. Sie werden Realität. Negative ebenso. Wenn Sie sich nur mit Sorgen beschäftigen, werden Sie feststellen, dass Ihre Befürchtungen wahr werden. Also fokussieren Sie sich auf die Gedanken, die Sie im Leben glücklicher machen.

„Glück hängt nicht

von äußeren Umständen ab,

sondern von unserem inneren Zustand.“

(Dale Carnegie)

Sie müssen nicht alles, was Sie hier lesen im Detail nachvollziehen können, um Ihren persönlichen Nutzen zu finden. Beim Autofahren müssen Sie auch nicht wissen, was sich unter der Motorhaube abspielt. Beschäftigen Sie sich lieber mit der Frage, warum Sie etwas verändern möchten. Nehmen Sie sich Zeit, um die Antwort zu finden. Dann treffen Sie mit sich selbst eine Vereinbarung. Machen Sie es einfach! Seien Sie es sich wert. Das „Wie“ kommt automatisch, wenn Sie Ihr „Warum“ geklärt haben. Finden Sie Ihre Idee, machen Sie einen kurzen Plan und legen Sie los. Und Sie werden auch Glück haben, denn das Glück begünstigt immer diejenigen, die vorbereitet sind.

„Wer ein Warum

im Leben hat,

kann jedes Wie

ertragen.“

(Friedrich Nietzsche)

Wenn Sie nichts ändern wollen, nichts ändern werden, hilft Ihnen dieses Buch allerdings nichts. Verschenken Sie es an jemanden, von dem Sie glauben, dass deroder diejenige es im dargelegten Sinne verwenden wird. Sollten Sie es gekauft haben, um Ihre Neugierde zu befriedigen, sollten Sie es als Fehlinvestition sehen. Wenn Sie aber zu der Erkenntnis kommen, dass Sie selbst für Ihr Leben verantwortlich sind und Ihnen lediglich die Umsetzung schwerfällt, dann werden Sie hier einige Anregungen finden. Finden Sie heraus, womit Sie sich anfreunden können.

„Immer das Gleiche

zu tun und auf

Veränderungen zu hoffen

ist Wahnsinn.“

(Albert Einstein)

•Können Sie mit sich die Vereinbarung treffen, das Buch zu Ende zu lesen?

•Haben Sie Lust, Neues zu entdecken?

Wo stehen Sie heute und wo zukünftig?

Läuft es gut in Ihrem Leben? Sind Sie mit sich selbst und Ihrem Leben zufrieden? Könnte manches nicht etwas besser sein? Oder ist alles so in Ordnung, wie es ist? Können Sie behaupten, dass Sie ein erfülltes Leben haben und mit allem zufrieden sind? Ich kann das von mir nicht behaupten – noch nicht.

Ich bin zwar zufrieden, gebe mich aber nicht zufrieden. Das ist für mich kein Widerspruch. Ich bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Ich bin zufrieden, wenn ich an das denke, was ich bin, was ich habe. Ich bin zufrieden, weil ich mich nicht damit beschäftige, was mir fehlt. Aber muss ich deshalb stehenbleiben? Ich denke, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Ich liebe Herausforderungen, wachse an den Lösungen und den gemachten Erfahrungen. Deshalb gebe ich mich nicht zufrieden. Ich sehe die Möglichkeiten im Leben und will mich damit beschäftigen, immer wieder Neues zu wagen. Ich gehe weiter, weil ich mir sicher bin, dass die beste Zeit noch vor mir liegt. Fortschritt und Wachstum ist meiner Meinung nach immer nur durch das Werk der „Unzufriedenen“ und das Arbeiten im Unbekannten möglich gewesen. Die Erfolgreichen sind immer diejenigen gewesen, die mehr wollten.

Das Leben ist für mich ein Prozess, der immerfort verändert und angepasst wird. Wie ein Schiff, das auf den Meeren unterwegs ist. Es kommt nur ans Ziel, wenn der Kurs ständig korrigiert wird. So ist es auch in der Natur. Entweder es wächst oder es stirbt ab. Stillstand gibt es nicht. Wasser fließt in einem Gewässer und solange es fließt, ist Leben darin. Ein Gewässer ohne Austausch wird irgendwann kein Leben ermöglichen. Soll deshalb ein lebenslanges Lernen für mich nicht mehr gelten, nur weil ich ein bestimmtes Alter erreicht habe?

Ich kann mich mit dem Status Quo nicht zufriedengeben. Ich möchte Aufgaben und ich möchte diese meistern. Das ist meinem Ehrgeiz geschuldet. Und ich kann mich tierisch freuen, wenn mir wieder mal etwas gelungen ist. Die Freude ist besonders groß, wenn die Besserwisser aus meinem Umfeld gewusst hatten, dass es nicht funktionieren würde. Es ist für mich selbstverständlich, dass ich meine Füße nicht hochlege und mich nicht auf dem Erreichten ausruhe. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass ich schon am Ende meines Lebens angekommen bin und das vorherrschende Altersbild akzeptieren müsse. Ich bin noch nicht müde.

Zufrieden bin ich mit dem, was ich bisher erreicht habe. Aber ich habe noch viel vor. Meine Vorstellungen treiben mich voran und bringen mich durchs Leben. Da muss ich auch mal Risiken eingehen. Der Weg ist das, was mir Freude macht.

Nun möchte ich an etwas arbeiten, was mich überdauern wird, etwas, das von mir übrig bleiben wird. Ich will etwas Großes machen. Noch bin ich auf der Suche, aber ich glaube zu wissen, was es sein wird. Es hängt damit zusammen, etwas für andere zu tun, nämlich Menschen bei der Gründung eines Unternehmens zu unterstützen. Wenn sich das gefestigt hat, weiß ich, was mich für den Rest meines Lebens anspornen wird.

„Der Weg ist das Ziel.“

(Laotse)

Was kommt heraus, wenn Sie auf Ihr bisheriges Leben, das mögen viele oder wenige Jahre sein, zurückschauen? Wo sind Ihre Träume geblieben? Abgelegt oder vergessen? Holen Sie sie hervor. Träumen Sie und lassen Sie zu, in Ihren Wünschen zu schwelgen. Damit Sie Ihre Wünsche und Träume an das Leben nicht vergessen, schreiben Sie sie auf. Was möchten Sie noch sehen, was noch erleben? Wo möchten Sie in Ihrem Leben hin? Was würde Ihnen eine besondere Freude bereiten? Was würden Sie gern mit Ihrem Partner unternehmen? Was können Sie sich vorstellen? Was haben Sie bisher immer wieder aufgeschoben oder für später aufbewahrt?

Gibt es etwas, das Sie heute schon bereuen nicht getan zu haben? Denken Sie mal darüber nach. Die meisten Menschen bereuen am Ende ihres Lebens nicht das, was sie getan haben, sondern sie bedauern die Dinge, die sie nicht getan haben. Nicht den Mut gehabt zu haben, die Meinung zu sagen, nicht den Mut gehabt zu haben, sich mit einer Idee selbstständig gemacht zu haben. Nicht den Mut gehabt zu haben, einen eigenen Weg zu gehen. Nicht den Mut gehabt zu haben, das eigene Leben zu leben. Nicht den Mut gehabt zu haben … Nicht die Zeit für die Familie gehabt zu haben, sich zu viel aufgeregt zu haben. „Ach, hätte ich doch!“ und „Wenn ich noch mal die Gelegenheit hätte …“ oder „Jetzt ist es eh zu spät!“ Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären am Ende Ihres Lebens angekommen und müssten feststellen, dass Sie eigentlich nicht gelebt haben. Keine schöne Vorstellung.

„Ohne Begrenzung des Lebens

macht die Ausgestaltung keinen Sinn.“

(René Borbonus)

Wollen Sie am Ende Ihres Lebens feststellen, dass Sie gern vieles anders gemacht hätten? Jetzt haben Sie die Gelegenheit und noch die Zeit, etwas zu ändern. Schreiben Sie Ihre persönliche Liste mit Ihren Wünschen, die Sie noch erfüllt haben möchten, was Sie noch unternehmen möchten. Es dürfen auch Positionen auf dieser Liste enthalten sein, die aus heutiger Sicht unrealistisch sind. Auch wenn Ihre Liste zweihundert Positionen und mehr enthält. Egal, schreiben Sie Ihre Wünsche und Träume auf. Machen Sie daraus eine sogenannte „Löffelliste“, also eine Liste mit all dem, was Sie noch erleben, noch erreichen möchten, bevor Sie „den Löffel abgeben“, bevor Sie sterben. Und wenn Sie Wünsche auf der Liste abgestrichen haben, weil das schon in Ihr Leben getreten ist, fügen Sie neue Wünsche und Träume hinzu. Der Weg ist das Ziel!

Schreiben Sie in einer zweiten Liste auch auf, was Sie nicht mögen. In dieser Liste sollte alles enthalten sein, was Ihnen keine Freude bereitet, womit Sie sich nicht mehr beschäftigen möchten, was Sie belastet, was Sie nicht mehr tun möchten. Könnte sich um solche Dinge fortan jemand anderes kümmern? Treffen Sie eine Entscheidung. Lernen Sie, etwas loszulassen.

Schauen Sie sich die unterschiedlichen Lebensbereiche an:

•Beruf • Beziehungen • Gesundheit

•Finanzen • Bildung/Wissen • Sinn • …

Die Reihenfolge bzw. die Wichtigkeit in Ihrem Leben bestimmen Sie selbst. Es ist egal, ob es weniger oder mehr Lebensbereiche sind. Sie können einzelne Lebensbereiche aufsplitten, z.B. Gesundheit in Ernährung und Fitness unterteilen, Beziehungen in Partnerschaft, Familie, Kollegen, Freunde, Netzwerk usw. Aber machen Sie sich Gedanken darüber, wo Sie stehen. Blenden Sie kein Thema aus. Alle Lebensbereiche sind wichtig, alles ist miteinander verbunden und steht in Abhängigkeit zueinander. Wenn Ihre Partnerschaft problembehaftet ist, wird sich das auf Ihren Beruf auswirken. Wenn Sie nichts für Ihre Gesundheit tun, wird sich das auch auf Ihre Beziehungen ausdehnen. Wenn Sie sich nicht weiterbilden, werden Sie uninteressant für Ihren Arbeitgeber. Wenn Ihnen der Blick auf Ihre Finanzen keinen Spaß bereitet, sind die anderen Lebensbereiche ebenfalls betroffen. Die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.

„Alles ist miteinander verbunden

und hat einen Sinn.

Obwohl dieser Sinn

meist verborgen bleibt, wissen wir,

dass wir unserer wahren Mission

auf Erden nah sind,

wenn unser Tun von der Energie

der Begeisterung durchdrungen ist.“

(Paulo Coelho)

Ich habe für mich entschieden, dass ich meine Zeit nicht mehr vor dem Fernseher verbringen werde. Das umzusetzen war schon ein einschneidender Schnitt, denn ich habe gern die Krimis gesehen und mich manchmal auch geärgert, wenn plötzlich ein anderer Täter aus dem Hut gezaubert wurde. Manchmal habe ich mich auch bei leichter Unterhaltung entspannt. Jetzt schauen nur noch meine Frau und meine Enkel Fernsehen – in begrenztem Umfang. Ich halte das Fernsehen bis auf wenige Ausnahmen für eine Verdummungsmaschine. Dauerfernsehen ist für mich keine Option. Und manchmal glaube ich, die Intension der Programmmacher von Talkrunden zu erkennen. „Fernseh-Diät“ mache ich auch, weil ich mich der Manipulation entziehen möchte. Kochsendungen haben für mich ebenfalls kaum einen Wert. Und Sendungen, die vermutlich nur produziert werden, um Werbung zu platzieren, kommen für mich sowieso nicht in Frage. Seit ich abgeschaltet habe, ärgere ich mich auch nicht mehr über das Fernsehprogramm. Auch Sie müssen sich nicht über das angebotene Programm ärgern. Bedienen Sie den Knopf am Gerät und schalten öfter aus oder trennen sich ganz vom Fernseher. Nutzen Sie die gewonnene Zeit für Ihre Weiterbildung mit Podcasts, Bücher lesen, gemeinsame Zeit für die Familie. Ihnen wird schon etwas einfallen.

Wem nützt es, wenn Sie sich über steigende Spritpreise aufregen? Sie ändern nichts daran. Also akzeptieren Sie, was Sie nicht ändern können. Da Sie am Wetter nichts ändern können, lernen Sie, damit zu leben. Das Leben ist zu schade, um sich mit Dingen zu beschäftigen, die Sie nicht ändern können. Sich darüber aufzuregen nützt nichts und schadet Ihnen möglicherweise.

Schenken Sie Ihre Aufmerksamkeit lieber den Dingen, bei denen Sie selbst die Handlung bestimmen können. Sie haben es in der Hand, sich um Ihre Angelegenheiten und um sich selbst zu kümmern. Werden Sie Experte in eigenen Angelegenheiten. Damit haben Sie genug zu tun.

Ziehen Sie Bilanz in allen Lebensbereichen. Ich wage die Behauptung, dass Sie erkennen werden, dass es nicht in allen Lebensbereichen optimal bestellt ist. Nehmen Sie das nicht hin, weil Sie denken „das ist eben so“. Nein, es ist eben nicht so. Realisieren Sie für sich, warum Sie da stehen, wo Sie jetzt sind: Sie sind dort, weil Sie vor Jahren Entscheidungen getroffen oder sie nicht getroffen haben! Sie tragen die Verantwortung dafür. Ich vermute, dass Sie gern etwas ändern möchten. Tun Sie es! Nur Sie selbst können an Ihrer Situation etwas ändern, denn Sie haben die Gestaltungsfreiheit. Sie sind kein Opfer! Wenn Sie jetzt etwas ändern, werden Sie sich später über die Ergebnisse freuen können. Sie ernten, was Sie säen.

Bestimmen Sie Ihren derzeitigen Stand im Leben und dann die Stelle, an der Sie in drei, in fünf oder gar in zehn Jahren sein möchten. Wer sind Sie heute und wer möchten Sie zukünftig sein? Stellen Sie sich Ihr Ziel genau vor. Visualisieren Sie, wohin Sie möchten und gehen Sie los. Schritt für Schritt! Dazu reichen kleine Schritte. Werfen Sie einen Blick in die Zukunft. Je klarer Sie sich das vorstellen können, je mehr Emotionen Sie in Ihr Zukunftsbild legen können, desto einfacher kommen Sie mit den Hinweisen und Empfehlungen in diesem Buch zurecht.

Machen Sie sich Ihre aktuelle Lage bewusst. Treffen Sie eine Entscheidung. Planen Sie Ihre eigenen kleinen Schritte und setzen Sie diese um! Handeln Sie!

„Die einzige Möglichkeit,

die Zukunft zu beeinflussen,

besteht darin,

Versprechen zu machen

und diese einzulösen.“

(Hannah Arendt)

•Welche Lebensbereiche hat Ihre Liste?

•Welches Verbesserungspotenzial haben Sie bei sich ausgemacht?

•Wo wollen Sie hin?

•Was werden Sie verändern?

•Welchen kleinen Schritt werden Sie konkret in jedem Ihrer Lebensbereiche tun, um aus Ihrem Vorhaben eine Gewohnheit zu machen?

•Was werden Sie loslassen?

•Was möchten Sie in der Zukunft nicht bedauern?

•Worauf möchten Sie stolz sein?

Was sind Ihre Werte?

Wofür stehen Sie im Leben und wofür nicht? Wie „ticken“ Sie? Für mich sind beispielsweise Respekt, Leistungswille und Hilfsbereitschaft drei wichtige Werte. Ich glaube, dass sie mich ausmachen. Andere Werte sind mir auch wichtig, doch sagt mir eine innere Stimme, dass ich mich in den genannten drei Werten im Moment wiederfinde.

Ich bin gegenüber anderen respektvoll und erwarte das auch von meinen Mitmenschen, nicht nur mir gegenüber. Mit respektlosen Personen habe ich nichts zu tun. Sollten irgendwann welche in meinen Bekanntenkreis auftauchen, werde ich sie sicherlich identifizieren. Sie werden nicht lange in meinem Bekanntenkreis bleiben. Respekt ist für mich ein wichtiger Wert.

Wer mich kennt, weiß um meine Leistungsbereitschaft und den Willen, mehr zu leisten als andere. Ich erwarte auch, dass meine Mitmenschen den Willen haben, Leistung in ihrer Sache zu zeigen. Deshalb kommt man mit mir sehr gut klar, wenn ich Leistungsbereitschaft erkennen kann. Mit Menschen, die ich als „faul“ einstufen könnte, kann ich nichts anfangen. Fehlende Leistungsbereitschaft führt bei solchen Menschen irgendwann zu Neid und einem Gejammer, was ich nicht ertragen will. Zu meinem eigenen Schutz muss ich mich von Leistungsfernen trennen.

„Ich nenne den Menschen faul,

der Besseres leisten könnte.“

(Sokrates)

Wichtig für mich ist auch die Hilfsbereitschaft. Ich helfe gern, lasse mich aber nicht ausnutzen. Entweder es will jemand etwas lernen, dann bin ich dabei und bereit, dafür Zeit zu investieren. Wenn aber die Lernbereitschaft nicht vorhanden ist und man beim „Ich kann das nicht“ bleiben möchte, hört auch meine Hilfsbereitschaft auf. Es wäre für mich vertane Lebenszeit, jemandem Hilfe zu gewähren, der diese offensichtlich nicht benötigt. Hilfe zur Selbsthilfe ist für mich in Ordnung.

„Ihr könnt den Menschen

nie auf Dauer helfen,

wenn Ihr für sie tut,

was sie selbst tun sollten und könnten.“

(Abraham Lincoln)

Natürlich habe ich noch andere Werte, eine ganze Menge sogar. Die haben aber eine andere Rangfolge in meinem Leben und belegen zur Zeit nicht die Spitzenpositionen. Meine Werte unterliegen selbstverständlich auch Veränderungen, weil sich ja auch meine Ziele und meine Ansichten ändern können und damit andere Werte auf meiner Prioritätenskala die erwähnten drei ablösen.

„Wer neue Antworten will,

muss neue Fragen stellen.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

Seit ich über meine Werte nachgedacht habe, bin ich auch ganz klar positioniert. Das mag man mögen oder auch nicht. Das interessiert mich aber nicht. Ich richte mein Leben jetzt nicht mehr nach den Wünschen anderer aus. Vorbei ist die Zeit, in der ich mich wie eine Marionette meiner Mitmenschen fühlen musste. Ich lebe mein eigenes Leben, folge meinen Interessen. Das ist kein Egoismus, sondern eine klare Positionierung. Es interessiert mich zwar, was andere denken, das muss aber nicht dazu führen, dass ich mich anpassen muss, nur weil es erwartet wird.

Durch das Reduzieren der Werte auf einige wenige stehen für mich meine wichtigsten Werte eindeutig fest. Diese bilden die Grundlage für mein Handeln. Bei meinen Mitmenschen beurteile ich, ob deren Werte zu meinen passen. Meine Werte müssen mit den Werten anderer und diese wiederum mit meinen Werten harmonieren. Wenn es bei den Werten keine Resonanz gibt, würde es schwierig mit einer dauerhaften Verbindung werden. Das möchte ich mir selbst nicht antun, möchte mir selbst keine Steine in den Weg legen und mich nicht verbiegen müssen. So würde ich keine Mitarbeiter beschäftigen, die meine Werte torpedieren. Auch privat würde ich das „Problem“ lösen, wenn ich meine Wertevorstellungen nicht in meiner Umgebung finden würde.

Selbstverständlich habe ich die Toleranz, die Werte meiner Mitmenschen anzuerkennen. Jeder Mensch lebt nach Werten und für jeden sind aus der Vielzahl von Werten eben andere Werte wichtig. Das akzeptiere ich. Sie müssen nur zu meinen Werten in Einklang zu bringen sein.

Was ist mit mir nicht zu machen? Nun, ich trage niemand zum Jagen. Für mich ist völlig klar, dass ich nie jemanden in den Wald tragen werde, damit er dort jagen kann, um das bildlich auszudrücken. Übersetzt heißt das, dass ich für andere nichts in der Wiederholung machen werde, wenn diese selbst in der Lage sind, es zu tun oder nach Anleitung tun könnten.

Wie steht es mit Ihnen? Machen Sie sich Gedanken darüber, was Ihre Werte sind, was Sie ausmacht! Handeln Sie nach Ihren Werten und Sie werden feststellen, dass diese ein solides Fundament darstellen. Sie werden sich nicht wie ein Fähnlein im Winde drehen oder Ihre Meinung anpassen müssen. Stehen Sie zu Ihren Werten und man wird das akzeptieren. Wenn nicht, sollte Ihnen das nichts ausmachen. Haben Sie es nötig, anderen nach dem Mund zu reden? Müssen Sie sich des lieben Friedens willen ärgern? Sagen Sie Ihre Meinung!

„Werte sind wertlos,

wenn sie lieblos sind.“

(Ernst Ferstl)

Erinnern Sie sich an einen Ihrer besten Tage in Ihrem Leben? Sie werden feststellen, dass dies ein Tag war, an dem Sie mit Ihren Werten im Einklang waren. Gestalten Sie Ihr Leben jetzt so, dass Sie möglichst viele solcher Tage erleben.

Listen Sie Ihre Werte auf, so wie es Ihnen gerade einfällt. Jeder Mensch hat Werte, nach denen er handelt und sein Leben ausrichtet. Vielleicht haben Sie sich bisher nur noch nicht ausführlich damit auseinandergesetzt.

Was ist für Sie besonders wertvoll, wonach wollen Sie streben? Welche Prinzipien oder Lebensregeln haben Sie? Woran orientieren Sie sich im Leben? Nach Ihren Werten haben Sie vermutlich einfach unbewusst gelebt, aber nie konsequent darüber nachgedacht.

„Ein jeder

ist so viel Wert,

wie die Dinge wert sind,

um die es ihm ernst ist.“

(Marc Aurel)

Haben Sie schon mal Entscheidungen getroffen, bei denen Sie Ihr Bauchgefühl zweifeln ließ? Das ist ein Hinweis darauf, dass Ihre jeweilige Entscheidung nicht auf Ihren Werten beruht hatte. Leben Sie nach Ihren Werten und Sie werden auch mehr Glücksgefühle haben.

Achten Sie darauf, dass es Ihre eigenen Werte sind, denn die meisten Werte wurden uns über unsere Erziehung und dem sozialen Miteinander vermittelt. Was für unsere Eltern und Lehrer galt, war ihnen so wichtig, dass sie es weitergegeben haben. Angepasst wurden wir von den Menschen um uns herum. Wenn Sie ein ausgeglichenes und glückliches Leben haben wollen, müssen Sie diese Werte überprüfen, sich Ihrer eigenen Wertevorstellungen bewusst werden und die wichtigsten Werte aktiv in Ihr Leben integrieren. Leben Sie ausschließlich nach Ihren eigenen Werten.

„Im Stande sein,

nach seinen

inneren Werten zu leben

und sich dabei

wohl zu fühlen,

das ist wahrer Wohlstand.“

(Manfred P. Zinkgraff)

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Worten, die Ihnen bei der Findung Ihrer Werte helfen können. Markieren Sie sich die Werte, mit denen Sie spontan etwas anfangen können. Die Werte lassen Interpretationen zu.

Abenteuer, Abwechslung, Achtsamkeit, Achtung, Ästhetik, Agilität, Aktivität, Aktualität, Akzeptanz, Altruismus, Andersartigkeit, Anerkennung, Anmut, Anpassungsfähigkeit, Ansehen, Anstand, Arbeit, Aufgeschlossenheit, Aufmerksamkeit, Aufrichtigkeit, Augenblick, Ausdauer, Ausgeglichenheit, Ausgewogenheit, Authentizität, Autonomie, Barmherzigkeit, Bedeutung, Begeisterung, Behaglichkeit, Beharrlichkeit, Beliebtheit, Benehmen, Berühmtheit, Bescheidenheit, Besonnenheit, Beständigkeit, Bildung, Brüderlichkeit, Bewusstheit, Dankbarkeit, Demut, Dienen, Disziplin, Effektivität, Effizienz, Ehrenamt, Ehrgeiz, Ehrlichkeit, Eigeninitiative, Eigenständigkeit, Einfachheit, Einfallsreichtum, Einfluss, Einstellung, Einzigartigkeit, Empathie, Energie, Engagement, Erfolg, Ethik, Entscheidungsfreude, Entschlossenheit, Entspannung, Erfahrung, Fairness, Familie, Fantasie, Fitness, Fleiß, Flexibilität, Fortschritt, Freiheit, Freude, Freundlichkeit, Freundschaft, Frieden, Fröhlichkeit, Frohsinn, Fülle, Fürsorglichkeit, Geben, Geduld, Gefühle, Gelassenheit, Gemeinsinn, Gemütlichkeit, Genügsamkeit, Genuss, Gerechtigkeit, Geschicklichkeit, Geselligkeit, Gesundheit, Gewissenhaftigkeit, Glaube, Glaubwürdigkeit, Gleichheit, Glück, Gradlinigkeit, Großzügigkeit, Güte, Haltung, Harmonie, Heiterkeit, Herzensbildung, Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, Hingabe, Höflichkeit, Hoffnung, Humor, Idealismus, Identität, Initiative, Innovation, Interesse, Integrität, Intuition, Kinder, Klarheit, Klugheit, Können, Kommunikationsfähigkeit, Kompetenz, Kontrolle, Kraft, Kreativität, Kundenzufriedenheit, Lachen, Lebendigkeit, Lebensfreude, Lebenskraft, Lebenslust, Leichtigkeit, Leidenschaft, Leistung, Lernen, Liebe, Liebenswürdigkeit, Loyalität, Macht, Maßhalten, Menschlichkeit, Mentalität, Mitgefühl, Moral, Motivation, Mut, Nachhaltigkeit, Nächstenliebe, Neugierde, Neutralität, Offenheit, Optimismus, Ordnung, Orientierung, Partnerschaft, Persönlichkeit, Pflichtgefühl, Präsenz, Präzision, Professionalität, Pünktlichkeit, Qualität, Realismus, Recht, Redlichkeit, Respekt, Risikobereitschaft, Rücksichtnahme, Ruhe, Sanftmut, Sauberkeit, Schönheit, Sehnsucht, Selbstakzeptanz, Selbstachtung, Selbstbewusstsein, Selbstdisziplin, Selbstentwicklung, Selbstliebe, Selbstlosigkeit, Selbstvertrauen, Selbstwert, Sensibilität, Seriosität, Sex, Sicherheit, Sitte, Solidarität, Sorgfalt, Sozialkompetenz, Sparsamkeit, Spaß, Spiritualität, Standfestigkeit, Status, Stille, Stolz, Strebsamkeit, Sympathie, Tapferkeit, Tatkraft, Teamgeist, Teilen, Toleranz, Tradition, Transparenz, Treue, Tüchtigkeit, Tugend, Umweltschutz, Umsetzungswille, Unabhängigkeit, Unbestechlichkeit, Unterstützung, Veränderung, Verantwortung, Verbundenheit, Vergebung, Verlässlichkeit, Vernunft, Verständnis, Vertrauen, Verzeihen, Vitalität, Vorurteilsfreiheit, Wachsamkeit, Wachstum, Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Weisheit, Weitsicht, Wertschätzung, Willenskraft, Willensstärke, Wissen, Wohlbefinden, Wohlstand, Work-Life-Balance, Würde, Zielstrebigkeit, Zivilcourage, Zufriedenheit, Zugehörigkeit, Zuneigung, Zusammenarbeit, Zuverlässigkeit, Zuversicht …

Auf Sie werden auch viele Werte zutreffen. Da die Liste nur eine Auswahl darstellt, sind Ihre Werte möglicherweise nicht enthalten. Nehmen Sie die fehlenden mit auf. Sie müssen allerdings die Anzahl der Werte reduzieren, damit Sie sich darüber Klarheit verschaffen, wofür Sie stehen. Finden Sie die 3-5 Werte, mit denen Sie sich absolut identifizieren können und schreiben Sie auf, was Sie damit meinen. Hören Sie in sich hinein, was Ihnen wichtig ist und was wichtiger als die anderen Werte, schließlich, was Ihnen am Wichtigsten ist. Keine leichte Aufgabe, die Werte gegen einander abzuwägen und auf eine Handvoll zu reduzieren.

•Nach welchen Prinzipien sind Sie im Leben unterwegs?

•Welche Einstellungen wollen Sie auf den Prüfstand stellen?

•Welche Werte machen Sie aus?

•Was verbinden Sie mit Ihren Werten?

•Was haben Ihre bisherigen Werte mit Ihnen gemacht?

•Wie wird sich Ihr Leben mit Ihren Werten verändern?

Wie viel Sinn geben Sie Ihrem Leben?

Je älter ich werde, umso mehr denke ich über den Sinn des Lebens, den Zweck meines Daseins, nach. Sind wir frei in unseren Entscheidungen, ist nicht alles Zufall? Woher kommen wir, wer sind wir, wohin werden wir gehen? Tod und was kommt danach? In jungen Jahren war bei mir dafür kein Platz. Die Antworten auf manche Fragen habe ich auch als Spinnerei abgetan. Jetzt mache ich mir so meine Gedanken.

Ist es erforderlich, Ordnung in mein Innenleben zu bringen, damit mein Außenleben folgen kann? Was blockiert mich und ist das Vergeben wirklich nötig? Welche Bedürfnisse habe ich?

Nach der Maslowschen Bedürfnispyramide geht es den Menschen um Bedürfnisse in fünf Stufen: Physiologische Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlaf, Sex, ausreichende Bezahlung. Auf der zweiten Stufe stehen die Sicherheitsbedürfnisse, wie der Wunsch nach Geborgenheit, Schutz der Person, sicherer Arbeitsplatz, Altersversorgung. Wenn diese Bedürfnisse befriedigt sind, gilt es, die sozialen Bedürfnisse zu decken: Zugehörigkeit, Freundschaft, Arbeitskollegen, Kommunikation. Auf der vierten Stufe steht die Wertschätzung, der Wunsch nach Anerkennung, Lob, Status, bessere Bezahlung. Erst wenn diese Bedürfnisse befriedigt sind, kommen Wünsche zu Selbstverwirklichung, Selbstachtung, Mitbestimmung, Einfluss, Freizeit hinzu. Erst dann sind Kapazitäten zur Findung der Wahrheit und Schönheit vorhanden.

Danach bin ich in der Pyramide schon weit gekommen. Ich arbeite an der Entwickelung meiner Persönlichkeit, beschäftige mich mehr mit mir selbst. Ich lerne, mich selbst zu erkennen und so anzunehmen wie ich bin. Ich achte mich selbst und trainiere, immer da zu sein, wo ich gerade bin, nicht beim Frühstück schon in Gedanken bei der Arbeit und während der Arbeit nicht an deren Ende denken! Ich lebe weniger im Außen und investiere keine Zeit, um damit Likes von anderen zu erhalten. Das ist mir zu oberflächlich.

Auch Sie haben viele gute Eigenschaften. Erkennen Sie den Kern in sich und bleiben Sie ganz bei sich selbst. Folgen Sie Ihrer Sehnsucht.

„Wir können mehr bekommen,

als wir jetzt haben,

weil wir mehr aus uns machen können,

als wir jetzt sind.“

(Jim Rohn)

Denken Sie manchmal darüber nach, was Erfolg ist oder warum andere Erfolg haben oder erfolgreicher als Sie sind? Das Nachdenken ist ja gut, denn es bringt Sie nach vorne. Aber warum setzen Sie sich dem Vergleich aus? Ein solcher Vergleich führt zwangsläufig zu einem Fokus von sich weg und richtet das Augenmerk auf andere. Er bringt Sie weg von der eigenen Verantwortung und Sie berauben sich um Ihr eigenes Glück. Der Vergleich ist des Glückes Tod. Vergleichen sollten Sie sich ausschließlich mit sich selbst und sich fragen, was Sie heute besser gemacht haben.

„Persönlichkeit fängt dort an,

wo der Vergleich aufhört.“

(Karl Lagerfeld)

Denken Sie auch darüber nach, was Ihr Beruf aus Ihnen macht. Sind Sie in einer Position, in der Menschen Angst vor Ihnen haben? Wenn Sie feststellen, dass Ihnen die Menschlichkeit abhandengekommen ist, ändern Sie das, allein schon für Ihre eigene Gesundheit und die Ihres engsten Umfeldes.

Definieren Sie Ihren eigenen Erfolg und wägen Sie das Erreichte mit Ihren eigenen Ergebnissen aus der Vergangenheit ab. Es kommt nur darauf an, was Sie für sich als Erfolg definieren. Erfolg ist etwas ganz Individuelles. Als besonders erfolgreich fühle ich mich, wenn ich das tun kann, was mir Spaß macht und ich davon leben kann.

„Es gibt nur einen Erfolg:

nach seinen eigenen Vorstellungen

leben zu können.“

(Christopher Morley)

Wenn Sie den Blick immer auf andere richten und feststellen, dass andere höher, weiter kommen oder mehr haben, werden Sie Komplexe aufbauen und diese kultivieren. Das ist für Ihren eigenen Erfolg mehr als hinderlich.

Was andere erreicht haben, sollte Ihnen nicht wichtig sein. Es kommt nur auf Sie an, auf das, was Sie selbst als Erfolg sehen. Und wenn Sie bei Ihrem Tun die Welt ein bisschen besser machen und Sie stets Ihrem Herzen folgen, ist das Erfolg. Was immer das sei. Wenn Sie verzeihen und vergeben können, ist das für Sie Erfolg. Wenn Sie vergeben können, tragen Sie ganz wesentlich zu Ihrem Glücklichsein bei. Erfolg ist letztlich das, wenn das eintritt, was Sie möchten.

Wenn Sie mehr in der Vergangenheit gefangen sind als genießend in der Gegenwart, stehen Sie sich selbst im Weg. Denken Sie mal über Vergebung nach. Vergeben Sie offenen Herzens allen Menschen, von denen Sie glauben, sie hätten Ihnen Schaden zugefügt. Wenn Sie mit diesen Menschen sprechen, werden Sie feststellen, dass Sie sich über etwas ärgern, was dem anderen vielleicht gar nicht bewusst war, Sie aber den Gedanken unter Umständen Jahrzehnte mit sich herumtragen und sich damit belasten. Vergeben Sie allen voran Ihren Eltern, Ihrem Partner oder Ex-Partner und letztlich sich selbst. Klären Sie Ihre Vergangenheit. Ihre Eltern haben sich bemüht, Ihnen alles Mögliche beizubringen oder von Ihnen fernzuhalten, aber nie in der Absicht, Ihnen zu schaden. Und bedenken Sie, sie hatten nach dem Stand ihrer Kenntnisse gehandelt.

Ich hatte vor vielen Jahren mit einem Mietnomaden zu tun. Er hatte meiner Familie großen Schaden zugefügt. Als ich ihn und seine Familie endlich loswurde, habe ich ihn verfolgt und an jedem neuen Wohnort die Nachbarn und den Vermieter informiert. Ich wollte, dass er ebenfalls mit einem Schaden aus dieser Sache hervorgeht. Ich wollte Rache und habe viel Energie in seine Verfolgung gesteckt. Das war rückwärtsgewandt. Den angerichteten Schaden konnte ich dadurch nicht ausgleichen. Die Vergangenheit kann ich nicht verändern. Es hat lange gedauert, bis ich das kapiert und ihm verziehen hatte. Seit ich das getan hatte, ärgere ich mich auch nicht mehr über den Urheber des mir zugefügten Schadens. Ich habe erkannt, dass der entscheidende Fehler bei mir lag. Ich hätte meinen Mieter besser auswählen sollen. Nun schaue ich nicht mehr im Groll zurück, sondern mit besseren Erkenntnissen in die Zukunft. Nun, so merkwürdig das klingen mag, kann ich die Frage stellen, was gut daran war? Ich bin eine Erfahrung reicher und mache es künftig besser. Ich habe außerdem gelernt, einige meiner Emotionen zu beherrschen und das Leben im Griff zu behalten. Ich habe dadurch gelernt, dass ich durch das Vergeben in erster Linie mir selbst geholfen habe.

Sie sind nicht verantwortlich für das was passiert ist, wohl aber für Ihre Reaktion auf ein Ereignis. Es sind nicht die Ereignisse, die Sie fertig machen, es sind die Bedeutungen, die Sie den Ereignissen beimessen und die Gefühle, die Sie zulassen. Also nicht das, was Ihnen im Leben passiert, bestimmt, was Sie fühlen, sondern Ihre eigenen Gedanken und Schlussfolgerungen zu den Ereignissen. Wenn Sie die Verantwortung für Ihre Interpretationen und Reaktionen übernehmen, haben Sie es selbst in der Hand, welche Gefühle Sie zulassen.

Achten Sie auf Ihre Emotionen. Gewöhnen Sie sich positive Gewohnheiten an und tauschen Sie noch vorhandene negative Gedanken in positive. Es kommt nicht darauf an, was Ihnen passiert, sondern darauf, wie Sie darauf reagieren.

Seit ich abends bewusst der Frage nachgehe, wofür ich an diesem, nun vergangenen Tag dankbar bin, kann ich gut schlafen. Ich freue mich darüber, wenn mir etwas gelungen ist. Das muss nichts Großartiges sein. Ich mache mir das Gelungene bewusst und bin dafür dankbar. Ich bin dankbar für Glücksmomente, freue mich an vielem aus meinem Alltag. Ich bin dankbar für das Erlebte, für das, was ich habe und für das, was ich bin. Da gibt es immer etwas, wofür ich dankbar sein kann. Das wird auch bei Ihnen so sein. Wenn Ihnen mal nichts einfallen sollte, seien Sie dankbar dafür, dass Sie aufgewacht sind, atmen können, gesund sind, zumindest gesünder als viele andere, eine gute Partnerschaft haben, einem freundlichen Menschen begegnet sind, einem, dem Sie ein Lächeln schenken oder dem Sie helfen konnten. Vielleicht können Sie sich auch an einem Sonnenaufgang oder an einem Regenbogen erfreuen und dafür dankbar sein.

Seien Sie für alles, was Ihnen seit Ihrem Aufwachen widerfahren ist, dankbar. Sie werden den Tag zufrieden abschließen können und viel Selbstvertrauen aufbauen. Ein Schicksalsschlag kann Sie dann nicht aus der Fassung bringen, denn Sie entwickeln durch Ihre Dankbarkeit ein Urvertrauen in sich selbst.

Dankbarkeit stärkt nachgewiesenermaßen das Immunsystem und beschleunigt Heilungsprozesse. Wenn Sie mögen, legen Sie sich ein Heft an und schreiben Sie jeden Tag auf, wofür Sie an diesem Tag besonders dankbar sind. Sammeln Sie die Momente, die Ihnen Freude gemacht haben. Wenn es Ihnen mal nicht so gut geht – auch solche Momente sind normal – nehmen Sie Ihre Aufzeichnungen zur Hand und freuen Sie sich über all das, worauf Sie stolz und dankbar gewesen sind.

Dankbarkeit lenkt Ihre Gedanken in eine positive Wahrnehmung Ihres Lebens. Stellen Sie sich die Situationen aus Ihren Aufzeichnungen plastisch als Film vor, holen Sie aus Ihrer Erinnerung heraus, was Sie mit dem Eintrag verbinden und Sie werden sehen, dass es Ihnen schlagartig besser geht. Sie werden sich freuen und nicht mehr niedergeschlagen sein, denn Sie können nicht zwei Gedanken gleichzeitig denken.

„Denke lieber an das, was du hast,

als an das, was dir fehlt!

Suche von den Dingen, die du hast,

die besten aus und bedenke dann,

wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest,

wenn du sie nicht hättest.“

(Marc Aurel)

Ebenso können Sie Ihre Erfolge aufschreiben. Legen Sie sich auch dazu eine Kladde an und notieren Sie darin Ihre Erkenntnisse und Ihre Lernerfolge. Schreiben Sie alles auf, weil das Aufschreiben das Erlebte und Gedachte in den entsprechenden Gehirnregionen verankert. Das Notieren auf Papier ist deshalb besonders wichtig.

Üben Sie sich in Achtsamkeit. Nehmen Sie Ihre Mitmenschen wahr und seien Sie freundlich zu Ihnen. Nehmen Sie sich Zeit, extra mal ohne Hektik einzukaufen. Es zwingt Sie doch niemand, durchs Leben zu hetzen. Ich stelle mich beim Einkaufen immer an der Kasse mit der längsten Schlange an. Wenn ich mit meiner Enkelin Marina unterwegs bin, hat sie das schon übernommen. Sie zieht mich an die entsprechende Kasse. Probieren Sie es aus und Sie werden feststellen, dass Sie nicht mehr genervt sind, wenn es an der Kasse nicht vorangeht, weil z.B. jemand das passende Kleingeld zusammensucht oder die Kassiererin sich noch mit den Kunden unterhält. Sie haben bewusst das Langsame gewählt. Außerdem kommen Sie mit anderen Kunden ins Gespräch, besonders, wenn Sie nur wenige Teile haben und sich trotzdem hintanstellen. Und Sie können Studien betreiben, wenn Sie in den Einkaufswagen anderer Leute schauen und Ihre Schlüsse ziehen. Interessant, was die Menschen so aufs Band legen. Bei der Gelegenheit entdecke ich immer wieder, wie neugierig ich doch bin.

Lernen Sie, Ihren Ärger loszulassen. Loslassen bedeutet, dem Glück den Weg bereiten. Buddha schreibt man folgenden Satz zu: „An Ärger festhalten ist wie, wenn Du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen – derjenige, der sich dabei verbrennt, bist Du selbst.“

„Mit dem Glück von heute

das Glück von morgen mehren.“

(Richard Koch)

Vermeiden Sie Ärger und Groll. Und wenn er schon da ist, denken Sie einen Moment darüber nach. Lassen Sie ihn los. Tragen Sie die negativen Gedanken nicht den ganzen Tag mit sich herum.

Dazu fällt mir eine Geschichte ein: Zwei Mönche eines Schweigeordens sind bei Sonnenaufgang unterwegs. Sie kommen an einen Fluss, an dem eine Frau keinen Weg findet, um auf die andere Flussseite zu kommen. Einer der Mönche schnappt sich wortlos die Frau und trägt sie zum anderen Ufer. Dort setzt er sie ab und die Mönche gehen schweigend des Weges. Der zweite Mönch schaut immer wieder grimmig zum anderen Mönch. Nach Einbruch der Dunkelheit kann er seine Vorwürfe endlich loswerden. Der kritisierte Mönch antwortete „Ich habe die Frau schon am Morgen abgesetzt, aber Du trägst sie immer noch mit Dir herum.“ Loslassen. Dauerhafter Ärger wird sich in Ihr Gesicht eingraben. Das können Sie nicht wollen.

„Das Leben ist zu kurz,

um sich über Nebensächlichkeiten aufzuregen.“

(Benjamin Disraeli)

Warum lächeln Sie sich selbst nicht an? Mögen Sie sich nicht? Es kann für Sie eine gute Übung sein, jedes Mal, wenn Sie an einem Spiegel vorbeikommen, darauf zu achten, dass Sie Ihren Gesichtsausdruck korrigieren. Lächeln Sie! Wenn Sie sich das wegen der Leute noch nicht zutrauen, fehlt es Ihnen an Selbstbewusstsein – noch! Lächeln Sie wenigstens bei sich im Badezimmer, wenn niemand zuschaut.

Nehmen Sie sich selbst wahr. Lernen Sie, sich selbst anzunehmen. Es sollte Sie nichts daran hindern, sich selbst sympathisch zu finden. Wenn Sie selbstbewusst in den Spiegel schauen, werden Sie auch im Alltag häufiger als freundlich und selbstbewusst wahrgenommen. Man wird Ihnen das ansehen. Eine Volksweisheit besagt, Gott habe Ihnen zwar ein Gesicht gegeben, Sie allerdings selbst müssten lächeln. Tun Sie es einfach! Achten Sie auf Ihren freundlichen Gesichtsausdruck und lernen Sie, sich selbst zu mögen.

Beobachten Sie häufiger die Menschen, die Ihnen begegnen. Viele haben vielleicht nichts zu lachen, haben die Mundwinkel nach unten hängen, den Blick zu Boden gesenkt, Frust im Beruf, Stress mit dem Partner, haben zu wenig Geld, keinen Glanz in den Augen. Lächeln Sie verständnisvoll diese Menschen an und irgendwann lächelt jemand zurück. Grüßen Sie freundlich beim Betreten eines Geschäftes und Sie werden freundlich bedient. Denken Sie immer daran, dass Sie das erleben werden, was Sie mit Ihrem Gesicht ausdrücken. Man wird es Ihnen spiegeln.

„Ein Lächeln bereichert den Empfänger,

ohne den Geber ärmer zu machen.“

(Dale Carnegie)

Alles, was Sie wahrnehmen, ist ein Spiegel dessen, was Sie selbst in Ihre Umwelt geben. Das ergibt sich aus dem sogenannten Gesetz der Resonanz. Betreten Sie missgelaunt ein Geschäft, werden Sie das dem Personal ansehen. Sind Sie genervt, werden Sie andere als nervig wahrnehmen. Wenn Sie wütend sind, provozieren Sie mit Ihrem Gesichtsausdruck Ihr Gegenüber. Bevor Sie also auf den Splitter im Auge Ihres Gegenübers zeigen, sollten Sie das Brett vor dem eigenen Kopf sehen. Ziehen Sie es weg.

Meditieren Sie ein paar Minuten, in dem Sie sich nur auf Ihren Atem konzentrieren. Nehmen Sie eine angenehme Sitzposition ein, spüren Sie Ihren Herzschlag und atmen Sie mehrmals tief ein und aus. Das mag Ihnen etwas spirituell vorkommen, hilft Ihnen aber trotzdem, weil das richtige Atmen großen Einfluss auf Ihre Gesundheit hat. Probieren Sie es einfach aus und denken Sie dann darüber, was Sie wollen. Eine Minute volle Konzentration auf Ihren Atem – eine kurze, aber wertvolle Zeit für Ihre Lebenskraft. Führen Sie als Anregung folgende Atemübung durch: Atmen Sie im Rhythmus 4-4-4-4. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden den Atem halten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden ohne Atmen, dann wiederholen, insgesamt viermal und das dann jeden Tag, eventuell auch mehrmals am Tag. Sie können auch vier Sekunden einatmen, 16 Sekunden den Atem halten und acht Sekunden ausatmen. Das versorgt Ihr Blut mit Sauerstoff und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen über das Lymphsystem. Sie fokussieren sich auf das Atmen und beim Zählen werden Sie sich kaum auf etwas anderes konzentrieren können. Sie werden beim Meditieren feststellen, dass Sie Stille zulassen können und Sie mit etwas Übung die Fähigkeit bekommen, negative Gedanken abzuschalten. Gönnen Sie sich solche Übungen und verweilen Sie öfters im Augenblick, zumindest einmal am Tag und sei es abends, wenn Sie zu Bett gehen.

Denken Sie daran, dass andere nicht schuld an Ihrer Lage sind. Sie haben sich selbst durch Ihre Entscheidungen dahin manövriert wo Sie jetzt sind. Da, wo Sie jetzt stehen sind Sie hingekommen, weil Sie selbst sich immer dazu mitgenommen haben. Wer die Schuld zu anderen schiebt, gibt auch die Macht ab. Bekennen Sie sich dazu, dass Sie früher falsche Entscheidungen getroffen haben und stehen Sie zu den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Ändern Sie Ihre Entscheidungen und Ihr Leben wird sich verändern. Dazu hilft es Ihnen, wenn Sie die Perspektive wechseln. Sie werden die Welt mit anderen Augen sehen.

Finden Sie Ihren Lebenszweck. Finden Sie das in sich, was Sie ausmacht. Womit können Sie anderen helfen, damit diese größer werden? Was tun Sie für das Gemeinwohl? Zeigen Sie soziales Engagement. Wenn Sie anderen Menschen helfen, ihre Stärken zu entwickeln, wird Ihnen das auch zugutekommen, denn Sie werden die Dankbarkeit spüren. Wichtig ist nur, dass andere etwas davon haben, was Sie machen! Und es wird Sie glücklich machen, wenn Sie sich darüber freuen können, einem Menschen geholfen zu haben. Eine Lebensweisheit besagt, dass nicht der glücklich ist, der viel hat, sondern derjenige, der wenig braucht und anderen gibt. Das bezieht sich nicht nur auf Materielles. Sie bekommen zurück, was Sie geben, wenn Sie mit dem Herzen geben. Geben Sie aus Freude am Geben und das kommt in Ihr Leben, was Sie von Herzen anderen gönnen. Haben Sie Freude am Geben!

„Frage nicht,

was Dein Land

für Dich tut,

frage Dich,

was Du

für Dein Land tust!“

(John F. Kennedy)

John Strelecky stellt in seinem Buch „Das Café am Rande der Welt“ die Frage, warum wir hier sind. Was ist der Zweck unserer Existenz? Denken Sie darüber nach! Womit machen Sie die Welt ein bisschen besser? Wer sind Sie und weshalb sind Sie hier? Welche Rolle wollen Sie in Ihrem Leben ausfüllen?

Sie sind geboren und irgendwann werden Sie sterben. Welchen Sinn haben Sie Ihrem Leben in der Zwischenzeit gegeben? Was macht Sie wertvoll? Wie helfen Sie anderen? Machen Sie den Unterschied zu denen, die nur reden. Handeln Sie.

„Das zu sein, was wir sind,

und das zu werden,

was wir in der Lage sind zu werden,

ist der einzige Zweck des Lebens.“

(Baruch Spinoza)

Nutzen Sie Ihre Handlungsmöglichkeiten, die Welt zu einem schöneren Ort zu machen, um sie eines Tages in einem besseren Zustand zu verlassen, als Sie hineingeboren wurden. Das hört sich gewaltig an. Aber fangen Sie mit kleinen Schritten an. Fangen Sie bei sich an! Immer wenn Sie etwas übernehmen, haben Sie die Wahl, es zu verbessern und verbessert weiterzugeben. Was hindert Sie zum Beispiel daran, eine gemietete Wohnung nach der Übernahme zu verbessern und in einem verbesserten Zustand nach dem Auszug zurückzugeben? Schließlich wohnen Sie selbst darin. Machen Sie die Welt ein bisschen besser. In seinem Buch „The Big Five for Life“ gibt Strelecky ein einprägsames Bild: Stellen Sie sich vor, nach Ihrem Lebensende wären Sie für alle Ewigkeit der Führer durch Ihr eigenes Museum. Was würden Sie zeigen bzw. zeigen müssen?

Was sind übrigens Ihre Big Five for Life? Die fünf großen Dinge, die Sie im Leben erreichen wollen?

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
18+
Hacim:
182 s. 5 illüstrasyon
ISBN:
9783961360826
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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