Kitabı oku: «My Little Pony – Prinzessin Luna und das Wintermondfest»

Yazı tipi:
Saga

My Little Pony – Prinzessin Luna und das Wintermondfest übersetzt aus dem Englischen von Bettina Seifried nach Princess Luna and the Festival of Winter Moon


HASBRO und das Logo MY LITTLE PONY sowie alle dazugehörenden Charaktere sind Markenzeichen von Hasbro und werden mit Zustimmung verwendet. © 2019 Hasbro. Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 9788726220858


1. E-Book-Ausgabe, 2019

Format: EPUB 3.0


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Für Meghan, mit der meine Träume wahr wurden



Kapitel 1

Der Sonne zum Ruhm

Die Türme des Schlosses waren in Dunkelheit gehüllt, es war Nacht über dem Königreich. Hell schimmerndes Mondlicht beschien die Gebäude und Gassen von Canterlot. Die malerische Schönheit der nächtlichen Landschaft wirkte beruhigend. Normalerweise war das die Lieblingsstunde des anmutigen blauen Alihorns, aber in dieser Nacht war alles anders. Heute standen gesellschaftliche Pflichten an. „Ich tu’s für Celestia“, flüsterte Prinzessin Luna. Dann holte sie tief Luft und lugte um die Ecke des Hintereingangs vom Schloss. Hunderte von Ponys hatten sich auf dem Rasen vor dem Schloss versammelt. Sie waren aus allen Teilen Equestrias in die Hauptstadt gepilgert, um die Nacht des Jahres zu begehen, die Luna am unangenehmsten war: die Sommersonnenfeier. Die Ponys freuten sich wie jedes Jahr auf dieses große Ereignis.

Und sie hatten allen Grund zum Feiern, denn in dieser Nacht war auch Luna vor vielen Monden aus ihrem langen Exil als Nightmare Moon zurückgekehrt und hatte zu ihrem wahren Selbst zurückgefunden. So jedenfalls erzählte es Prinzessin Celestia. Doch das Fest führte Prinzessin Luna vor allem die Fehler ihrer Vergangenheit vor Augen. Sie hatte wenig Lust, daran erinnert zu werden.

Zwar wusste Luna, dass es die Sommersonnenfeier schon vor ihrer Rückkehr gegeben hatte, ursprünglich als Triumph ihrer Schwester Celestia über sie als Nightmare Moon, doch seit sie selbst wieder Regentin von Equestria war, musste auch sie ehrenhalber an der Feier teilnehmen. Die Ponys ihres Landes erwarteten, dass sie lächelte und ihnen zuwinkte und wenigstens einmal im Jahr leibhaftig vor ihnen stand, und ihnen nicht nur in ihren Träumen erschien.

Palastwachen trabten heran, um Luna abzuholen. Sie konnte es nicht länger aufschieben. Der Moment war gekommen. Luna musste sich der Menge stellen, auch wenn es ihr davor graute. „MAN GELEITE MICH GEFÄLLIGST RASCH ZUR FESTBÜHNE!“, brüllte sie die Garde an. Die Ponys wandten ihr erstaunt die Köpfe zu, und die blauen Federn an ihren Helmen wippten und tanzten… Luna räusperte sich verlegen, weil sie selbst über ihren biestigen Ton überrascht war. Sie senkte den Kopf und ihre blaue Mähne fiel ihr ins Gesicht. „Verzeihung, vergebt mir, gute Wachen. Bei offiziellen Anlässen bricht bei mir öfter die Königliche Befehlsstimme durch. Schlechte Angewohnheit…“ Sie zwang sich zu einem freundlichen Lächeln. Die Gardeponys lächelten zurück, doch man sah ihnen an, dass sie ziemlich erschrocken waren. Das darf nicht wieder passieren, dachte Luna.

„Ist schon vergessen, Prinzessin“, sagte Glimmering Shields und verneigte sich vor ihr. „Wenn Ihr uns nun folgen wollt?“ Luna nickte ihm dankbar zu, sagte aber kein weiteres Wort. Heute Nacht wollte sie keine Ponys mehr scheu machen. Dass Glimmering Shields nun auf dem Weg zur Bühne ständig ängstlich über seine Schulter zu ihr hinblickte, war ihr peinlich genug. Im Umgang mit anderen Ponys war sie einfach nicht geschickt genug. Ganz anders als Prinzessin Celestia. Als hätte sie Lunas Gedanken erraten, stand sie plötzlich vor ihr. „Schwesterherz!“, rief sie fröhlich und ihre Augen leuchteten. Das hochgewachsene Alihorn mit dem goldenen Krönchen auf dem Haupt war voller Vorfreude. Kein Wunder, denn es war ja ihr Festtag. „Sei herzlich willkommen zur Sommersonnenfeier! Die Ponys freuen sich schon, einmal einen Abend mit dir verbringen zu dürfen.“

„Meinst du das ernst?“, fragte Luna, während ihr Blick über die riesige Menge schweifte. Die meisten Ponys schienen nur Augen für Celestia zu haben. Sie trugen blaue, grüne und lila Bänder in den Mähnen und schwenkten freudig kleine Wimpel, die den berühmten Schönheitsfleck ihrer Schwester – eine goldene Sonne – trugen. Sobald ihre Blicke auf Luna fielen, mischte sich Furcht, aber auch Neugier hinein.

„Aber sicher“, sagte Celestia und deutete mit ihrem goldenen Huf auf die Menge. „Wann haben die Ponys schon einmal eine Chance, uns beide gemeinsam zu erleben? Sie wundern sich auch jedes Jahr, warum du der Großen Galoppgala fernbleibst…“ Wenn Celestia lachte, bildeten sich kleine Fältchen um ihre Mandelaugen. „Das hat mich doch noch nie interessiert“, erwiderte Luna, ebenfalls lächelnd. „Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.“ Sie hörte zwar die Geschichten gern, die Celestia von der Gala erzählte, war aber froh, dass sie ihre nächtliche Arbeit als Grund für ihr Fernbleiben vorschieben konnte. Belangloses Herumplaudern in rauschenden Festroben war einfach nicht ihr Ding. Allerdings musste sie zugeben, dass die Geschichte damals, als Discord auf der Gala in Begleitung vom Smooze aufgetaucht war, ziemlich unterhaltsam geklungen hatte.

Das Raunen der Menge, die sich auf Canterlots Innenhof versammelt hatte, wurde lauter. Die Spannung wuchs. Bald würde Celestia die Morgenröte auslösen und die Sonne aufgehen lassen. Dann würde sie ihre Flügel spreizen und sich in die Lüfte erheben, um den Ponys ihre magischen Kräfte zu beweisen. Bis es soweit war, musste Luna nun gute Miene machen zu der Tatsache, dass die Zeit, die normalerweise ihr allein gehörte – die stille, friedliche Nacht – so lärmend und fröhlich gestört wurde. Zum Glück kam das nur einmal im Jahr vor.

„Gleich ist es soweit.“ Prinzessin Celestia knuffte Luna in die Flanke. „Bist du bereit, Schwesterherz?“

„STARTKLAR UND BEREIT, UM MIT DIR DEINE SOMMERSONNENFEIER ZU ERÖFFNEN!“, polterte Luna los. Dann traten die Schwestern auf die Festbühne und waren überwältigt vom Anblick der vielen jubelnden Bewohner und Bewohnerinnen ihres Königreichs. Und von den vielen glitzernden, funkelnden Sterne am Himmel über ihnen.

Kapitel 2

Eine Königliche Angelegenheit

Die drei Fohlen blickten Applejack mit erwartungsvollen Augen an. Gespannt traten sie von einem Huf auf den anderen. „Wozu wollt ihr jetzt unbedingt mit dem Zug nach Canterlot fahren?“ Applejack mit ihrem braunen Cowpony-Hut über der gelben Mähne betrachtete sie mit einem Gesichtsausdruck, den nur große Schwestern hinbekamen.

„Aber wir müssen doch mit Prinzessin Celestia reden“, quengelte Apple Bloom. Dann seufzte sie und fing an, ungeduldig vor ihren beiden Freundinnen Scootaloo und Sweetie Belle hin und her zu trippeln. Ihre kleinen Hufe machten Klippklapp auf dem Holzboden des Bauernhauses auf Sweet Apple Acres, und ihr pinkfarbenes Schleifchen in der Mähne hüpfte dabei auf und ab. „Es muss sein, es ist echt richtig wichtig!“

„Pass bloß auf, dass sich dein Zaumzeug nicht noch vor Aufregung verheddert“, sagte Applejack und kippte einen Korb Golden Delicious in ein Fass. Mit viel Plumps und Rums prasselten die Früchte hinein. „Müsst ihr das unbedingt mit ihr persönlich besprechen? Ihr könnt doch auch einen Brief schreiben…“

„Das lässt sich nur von Angesicht zu Angesicht klären“, wieherte Sweetie Belle. „Eine wichtige königliche Angelegenheit!“ Mit ernstem Gesicht nickte sie energisch, während ihre rosa- und lilafarbene Mähne ganz puschelig wurde. Scootaloo unterstützte sie mit ebenfalls kräftigem Nicken.

„Eine königliche Angelegenheit? Dann geht damit doch zu Twilight.“ Applejack schüttelte den Kopf. „Die wohnt hier gleich um die Ecke.“

„Geht nicht“, rief der Schönheitsfleckenclub wie aus einem Munde und sie schauten sich vielsagend an. Irgendwas verbargen sie vor Applejack. Die hob argwöhnisch eine Braue. „Und warum nicht, wenn ich fragen darf?“

„Weil Twillight gesagt hat, dass wir damit zu Prinzessin Celestia müssen“, log Apple Bloom. „Und wir dürfen dir nicht sagen, worum es geht.“

„Noch nicht“, verbesserte Scootaloo. „Noch nicht.“

Applejack sah in die erwartungsvollen, unschuldigen Gesichter der Fohlen und gab nach. Ihre kleine Schwester schaffte es doch immer wieder. „Also gut. Meinetwegen. Aber ihr geht mir keinesfalls alleine nach Canterlot. Granny würde mir schneller an den Hals gehen als ich eine Apfelkernrassel schütteln kann, um Baumbären zu verjagen.“

„Das haben wir uns schon gedacht“, sagte Apple Bloom mit triumphierendem Lächeln. „Deshalb haben wir Big Mac gebeten, als Aufpasser mitzukommen und er meinte –“

„Jepp“, unterbrach sie Big Mac mit einem Grinsen, der nun seinen Kopf zur Tür hereinstreckte. Dann trottete der kräftige rote Junghengst in den Raum. Er starrte vor Dreck und Staub, schien aber sehr erfreut über die Aussicht, eine Reise zu unternehmen.

Applejack seufzte leise grinsend. „Na dann, mein Lieber, geh dich mal waschen und bring diese drei jungen Damen nach Canterlot, und dann schwing pronto die Hufe zurück, damit du hier die Pflanzungen auf dem neuen Stück Land zu Ende bringen kannst.“

„Juhuuu!“, jubelte Apple Bloom. „Wir treffen uns in zehn Minuten am Bahnhof!“, rief Sweetie Belle, und schon waren die drei Freundinnen zur Tür hinaus geschwirrt.

Während der Freundschaftsexpress in Richtung Hauptstadt quer durch Equestria tuckerte, drückte Sweetie Belle sich die Nüstern an der Scheibe platt, um die Landschaft zu betrachten. Grüne Felder mit bunten Flecken dazwischen flitzten an ihnen vorbei. Sweetie Belle überlegte, wie es nachts wohl da draußen aussah. Wahrscheinlich war alles stockdunkel und unheimlich. Aber zum Sterne-am-Himmel-Gucken schien der Ort wie geschaffen. Sie notierte ihn sich im Geiste als möglichen Veranstaltungsort für eine Party. „Meint ihr, Prinzessin Luna wäre uns böse, wenn sie wüsste, dass wir ein Fest hinter ihrem Rücken planen?“, flüsterte Scootaloo leise. Allerdings war das gar nicht nötig, denn Big Mac hörte bestimmt nichts. Er war schon gleich nach Ponyville in einen Tiefschlaf gesunken. Sein lautes Schnarchen übertönte alles.

„Keine Ahnung“, sagte Apple Bloom. Sie wirkte etwas bekümmert. „Vielleicht schon. Als wir sie bei der letzten Gruselnacht trafen, schien sie tatsächlich ein bisschen verärgert.“

„Ich verstehe nur nicht, warum“, sagte Sweetie Belle. „Eine Überraschungsfeier ist doch eine tolle Idee. Es gibt die Sommersonnenfeier für Celestia, warum also nicht auch eine Mondfeier für Luna?“ Das kleine Fohlen war aufgesprungen und blickte entschlossen drein. „Außerdem sind wir der Schönheitsfleckenclub, und es ist unsere Pflicht, anderen Ponys zu helfen, ihr wahres Selbst zu erkennen.“

„Genau!“, riefen Scootaloo und Apple Bloom gleichzeitig. Alle drei klatschten sich mit den Hufen ab.

„Jepp!“, schaltete sich nun auch Big Mac ein, weil er durch sein eigenes Schnarchen kurz aufgewacht war. Er sah sich verwirrt um. Die Fohlen blickten sich kichernd an. Na bitte, auch Big Mac war ihrer Meinung, sogar noch im Halbschlaf! Nun mussten sie nur noch Prinzessin Celestia in den Plan einweihen und hoffen, dass sie mitmachte. Nichts einfacher als das!

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