Kitabı oku: «Arbeiten mit Geschichten»

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ISBN 978-3-944 708-32-4
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ISBN 978-3-944 708-33-1 (eBook)
| Verlag: | ZIEL – Zentrum für interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen GmbH Zeuggasse 7 – 9, 86150 Augsburg, www.ziel-verlag.de 1. Auflage 2016 |
| Grafik und | Stefanie Huber, Friends Media Group GmbH |
| Layoutgestaltung: | Zeuggasse 7, 86150 Augsburg |
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ICH SUCHE NICHT – ICH FINDE
Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen
und ein Finden-Wollen
von bereits Bekanntem im Neuem.
Finden – das ist das völlig Neue!
Das Neue auch in der Bewegung.
Alle Wege sind offen
und was gefunden wird,
ist unbekannt.
Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!
Die Ungewissheit solcher Wagnisse
können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen,
die in die Ungewissheit,
in die Führerlosigkeit geführt werden,
die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen,
die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht
– menschlich beschränkt und eingeengt –
das Ziel bestimmen.
Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis
im Außen und Innen:
Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen,
der in aller Angst des Loslassens
doch die Gnade des Gehaltenseins
im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.
Pablo Picasso
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Warum Geschichten?
Bedeutung der narrativen
Psychologie Metaphern und Symbole
Die Heldenreise als inneres Prinzip einer Geschichte
Praktische Überlegungen zu den Geschichten
Die Übungen
Tipps
Übersicht der Geschichten
Geschichten mit Gesprächsleitfaden und Übungen
Abschluss
Literaturtipps
Links
Bildnachweis
Autorin
Einleitung
Warum Geschichten?
Geschichten können:
Visionen, Werte und Arbeitsweisen vermitteln,
eine Gruppe darin unterstützen, verstecktes Wissen zutage zu fördern und Erfahrungen und Fähigkeiten zu teilen,
neue Arbeitsweisen oder Konzepte bekanntmachen,
aufzeigen, wie andere Menschen Problemstellungen gelöst haben,
aufzeigen, wie wir Dinge tun und wie wir Dinge besser nicht tun sollten,
Situationen außerhalb der Person lokalisieren, anschauen und mögliche Lösungswege integrieren,
kreative Gedanken, Handlungen und Alternativen stimulieren,
Erfolge deutlich machen,
neue Einstellungen, Visionen oder Blickwinkel erzeugen,
eigene Geschichten anbahnen,
aufzeigen, was wir bereits wissen.
Es gibt keinen einzigen korrekten Weg, sondern alle Wege sind offen und möglich.
Bedeutung der narrativen Psychologie
Der narrative Gesprächsansatz basiert auf dem Gedanken, dass wir durch die Geschichten, die wir über uns selbst und über andere in uns tragen, unserem Leben Sinn geben.
Diese Geschichten können motivierend und stärkend sein, aber auch problematisch und einschränkend. Dabei ist die zugrundelegende Metapher, dass Menschen das eigene Leben in Geschichten organisieren. Egal ob in tatsächlichen Anekdoten, die wir erzählen, in Briefen oder in alltäglichen Gesprächen, immer interpretieren wir unser Leben auf bedeutsame Weise und wählen dafür bestimmte Aspekte unseres Erlebens aus.
In der narrativen Therapie wird die „Problemgeschichte“, die Klienten erzählen, durch die Fragen der Therapeutin angereichert und erweitert mit mehr Details, sodass die Geschichte näher an die Realität kommt. Dahinter steckt die Idee, dass die Problemgeschichte wichtige Aspekte auslässt, die aber hilfreich zu sehen sind: Widerstand gegen das Problem, biographische Gründe für das Fehlverhalten, ein gesellschaftlicher Hintergrund einer schwierigen Zeit, moralische Werte die erklären, warum man ist, wie man ist. So ist es möglich, eine neue Haltung zu sich selbst und dem Problem zu finden, die umfassender als die ursprüngliche Erzählung ist.
Eine wichtige Technik dabei ist die Externalisierung, d.h. man unterscheidet zwischen dem Menschen und seinem Problem. Der Mensch ist nicht das Problem, sondern er hat ein Problem. Damit muss er nicht mehr in die Rolle der Selbstverteidigung gehen und ist offen für Veränderungen. Durch diese Verlagerung entsteht ein Perspektivenwechsel, der es ermöglicht, objektiver auf eine Situation zu schauen. Das Problem kann mit Abstand wahrgenommen werden und fehlende oder ergänzende Aspekte können hinzugefügt werden. Neue Möglichkeiten können erkannt und ins eigene System integriert werden.
In der narrativen Kunsttherapie wird mit Bild-Geschichten gearbeitet.
Die in diesem Buch ausgewählten Geschichten bieten ein Spektrum an Möglichkeiten, um zu den unterschiedlichsten Themen wie Mut, Vertrauen, Angst, Durchsetzungskraft uvm. im Sinne der narrativen Gesprächsführung zu arbeiten.
Metaphern und Symbole
Metaphern
Können wir als Geschichten mit einem Symbolgehalt verstehen, in denen Personen Charakterzüge und Eigenschaften haben, in denen sich der Zuhörer spiegeln kann. Sie enden oft mit einem „Aha“- Erlebnis, sind humorvoll und regen zum Nachdenken und zum Gespräch an.
In unserem Sprachgebrauch kennen wir die Metapher auch als Bild im übertragenen Sinne, um eine Situation genau zu benennen, wie z.B. eine „Sternstunde“ – als besondere Zeit, die „rosarote Brille“ als gutgläubige Wahrnehmung, die „Nussschale“ als kleines Boot usw.
Symbole
Sind Bildträger und Erkennungszeichen, die in einer Kultur eine gemeinsame Gültigkeit haben. Geschichten mit Symbolgehalt fungierten über Jahrhunderte hinweg zur Weitergabe von Erfahrungen, Werten und Überzeugungen.1
Die Heldenreise als inneres Prinzip einer Geschichte

Quelle: www.heldenprinzip.de
Der Mythenforscher Joseph Campbell (1904 – 1987) entdeckte, dass in allen Religionen, Sagen, Mythen und Geschichten universell gültige Erfahrungsmuster verborgen liegen, die sich auch in der Struktur der menschlichen Psyche wiederfinden. Jeder Lebensweg und jede Heldenreise beinhaltet 11 Krisen, 11 Situationen oder Stationen, die mit entsprechenden Wandlungen verbunden sind. Die zwölfte Station ist immer der Status Quo und der Ausgangspunkt für neue Abenteuer und Entscheidungen.
Somit hat jeder Mensch auf seiner persönlichen, individuellen Heldenreise mit den gleichen Abläufen zu tun: Er ist mit der momentanen Situation unzufrieden, ignoriert aus Angst oder Bequemlichkeit den Ruf zur Veränderung, macht sich dann doch auf den Weg, trifft Unterstützer und Verbündete, erprobt seine Fähigkeiten, erkennt seinen größten inneren Feind, entreißt ihm in einem Kampf auf Leben und Tod ein Elixier (Wissen, Erkenntnis), wird bei der Rückkehr von seinem inneren Feind verfolgt und besiegt ihn endgültig (Transformation). Er kehrt als „Herr zweier Welten“ (Alltagsleben und neues Wissen) mit seinem Elixier in seine Welt zurück und lässt die Welt an seinem neuen Wissen teilhaben. Beispiele für diese Reise sind z.B. „Die unendliche Geschichte“, „Herr der Ringe“, „Jim Knopf“ oder Filme wie „Star Wars“.
Die in diesem Buch gesammelten Geschichten beinhalten jeweils einen Aspekt dieser Heldenreise. Sie können sowohl einzeln besprochen werden als auch in den Gesamtkontext mit den anderen Aspekten gestellt werden, um einen Überblick über die vollständige Reise und Zielfindung zu geben.
Praktische Überlegungen zu den Geschichten
Herkunft der Geschichten
Die hier gesammelten Geschichten stammen aus aller Welt und wurden zum größten Teil mündlich überliefert. Die Inhalte sind als Ur-Bilder und Archetypen auf der ganzen Welt ähnlich und werden je nach Kultur und Gemeinschaft in unterschiedlichen Bildern vermittelt.
Welche Wirkung hat eine Geschichte?
Es findet eine Rekonstruktion von Begegnungen und der damit verbundenen Selbsterfahrung statt
Vergangenes und Zukünftiges wird in der Imagination und Sprache neu geformt
Eine Erzählung ist keine Realität, sondern eine Neuschöpfung, in die u.a. Emotionen, Assoziationen, Imaginationen und innere Bilder mit einfließen
Erlebnisse werden lösungsorientiert verarbeitet und neue Verhaltensmöglichkeiten werden angebahnt
Das gemeinsame Erarbeiten einer Geschichte ist ein sinnstiftender Prozess
Universelle Werte und Ziele werden aufgezeigt und verglichen, dadurch können Respekt, Toleranz und Verständnis entstehen
Wie wähle ich eine Geschichte aus?
Aktuelle Themen in der Gruppe haben immer Vorrang. Es gilt für den Gesprächsleiter, abzustimmen, ob die Geschichte das Thema direkt oder indirekt aufgreifen oder von einer ganz anderen Seite beleuchten soll. Der Vorteil der direkten Ansprache ist, dass die Gruppe tatsächlich konzentriert und ohne Abschweifungen an diesem Thema arbeitet. Wenn eine Gruppe mehr Zeit hat und regelmäßig zusammenkommt, können Themen in Ruhe und organisch entwickelt werden. Indirekt auf ein Thema zuzusteuern bewirkt, dass die Teilnehmer sich nicht überfordert oder angegriffen fühlen und ihrem eigenen Rhythmus entsprechend auf das Thema einlassen können. Die Selbststeuerung und Selbstregulierung einer Gruppe können dabei eine wertvolle Erfahrung und neue Lernmöglichkeit sein.
Erfahrungsgemäß werden die Themen, die die Gruppe bewusst oder unbewusst beschäftigen, im Laufe des Gespräches von selbst angesprochen. Jeder Teilnehmer identifiziert sich in der Regel mit einer Rolle oder einem bestimmten Aspekt in der Geschichte. Die Interpretationen einer Geschichte können somit sehr unterschiedlich sein. Der Gesprächsleiter hat hierbei nun die Aufgabe, allen Perspektiven Raum zu geben und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.
Für welche Gruppe ist sie geeignet?
Jede Geschichte ist für Menschen ab 5 Jahre geeignet! Das Gesprächsniveau sollte dem Alter der Teilnehmer angepasst werden.
Unter welchen Bedingungen wird eine Geschichte am besten erzählt?
Wichtig ist eine offene Atmosphäre, in der jeder Teilnehmer die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und Gedanken zu äußern, ohne dass sie kommentiert oder bewertet werden. Jede Aussage hat ihre Berechtigung und Gültigkeit und kann in den Raum gestellt werden.
Die Gespräche werden nicht ziel- oder ergebnisorientiert geführt, sondern sollten als Anregung und Inspiration verstanden werden. Respektvolles und achtsames Zuhören als innere Haltung erschaffen gleichzeitig einen vertrauensvollen Rahmen.
Als äußerer Rahmen eignet sich besonders das Kreisgespräch. Dabei wird die Gleichstellung aller Gesprächsteilnehmer am besten sichtbar und erfahrbar. Bewährt hat sich in der Mitte ein Symbol – z.B. ein Blumenstrauß, ein Objekt, eine Skulptur, eine Kerze oder einen Gegenstand, der die Gruppe gerade beschäftigt zu platzieren und somit den Fokus immer wieder auf die Mitte und das Gemeinsame zu richten. Gespräche am Lagerfeuer sind natürlich auch eine wunderbare Möglichkeit, um eine entspannte Atmosphäre zu kreieren.
Das offene Gespräch – philosophieren mit kleinen und großen Menschen
Die offenen Fragen dienen nur als Gesprächsleitfaden und sind als Anregung gedacht. Es werden sich sicherlich daraus viele weitere Fragen ergeben, die alle in einem lebendigen Gespräch ihren Platz haben können.
Die Fragen kreisen zunächst um die Geschichte selbst. Dann wird versucht, die Fragestellung, die Botschaft und das Muster zu erkennen. Nun bezieht man die Geschichte auf die Gesprächsteilnehmer selbst: Wie sind ihre konkreten Erfahrungen, Gedanken und Gefühle dazu. Welche Lösungsansätze gibt es?
Schließlich wird der Bogen zu allgemeingültigen, universellen Werten wie Freundschaft, Treue, Hoffnung, Glaube, Wahrheit etc. gespannt und der Blick auf die Gesellschaft, in der wir leben, und die ganze Welt geöffnet.
Die Übungen
Im Praxisteil werden Übungen vorgestellt, die das Thema verdeutlichen, sichtbar und erfahrbar machen sollen. Wichtig dabei ist, dass der Gesprächsleiter offen und aufmerksam dafür ist, wenn sich nun Gespräche zu dem Thema anbahnen. Es empfiehlt sich, eine Abschlussrunde und Möglichkeiten zur Reflektion des Erlebten anzubieten.
In vielen Bereichen wie der Kinder- und Jugendarbeit, der Gestaltung von Ethikunterricht oder Kindergottesdiensten, im Bereich Hospiz- und Palliativpflege, in der Geriatrie, im Coaching und anderen Gruppenprozessen ist immer die grundlegende Frage, wie der Gesprächsleiter an ein Thema herangehen soll. Die Erfahrung zeigt, dass eine offene Grundhaltung für das, was mir im Kontakt mit anderen Menschen begegnet, der wichtigste Baustein für ein gelungenes Gespräch ist. Dieses Buch möchte versuchen, durch ausgewählte Geschichten einen Anker für Themen anzubieten, denen die Gruppe sich dann entweder zunächst praktisch durch die Übungen und Spiele nähern kann oder das Thema zunächst im Gespräch erörtern und dann praktisch vertiefen kann.
Oft zeigt sich auch, dass während einer praktischen Übung ein Gespräch viel leichter und wie von selbst entsteht. Diese Situation kann natürlich immer aufgegriffen und vertieft werden. Bei dynamischen Spielen ist es sinnvoll, nach einer Weile eine kurze Pause zu machen und das Erlebte zu reflektieren, um dann mit neuen Impulsen in die zweite Phase gehen zu können.
Die Ideen sind hierbei als Möglichkeiten gedacht und wir hoffen, dass sie zu einem lebendigen, intensiven und humorvollen Austausch führen.2
Tipps
Alle Linien können in Räumen gut mit Kreppband oder Klebeband gemacht werden.
Zahnstocher-Spiele können auch anstelle von Knete mit Marshmallows gemacht werden.
Als Figuren bei Gestaltungen eignen sich sehr gut kleine Figuren für Modelleisenbahnen.
Bauholz aus Paletten gibt es oft kostenlos im Gewerbe- oder Industriegebiet deiner Stadt
1 Literaturempfehlung: „Der Mensch und seine Symbole“ von C. G. Jung Verlag Patmos – broschiert, 25.9.2012
2 Weiterführende Literatur zur Methodik und Didaktik: Handbuch der Psychomotorik, von Prof. Dr. Renate Zimmer, Verlag Herder 2010, ISBN 9783451266218

Übersicht der Geschichten
Alles ist relativ
Thema: Authentizität, Ehrlichkeit, Glauben an Obrigkeiten
Das Gasthaus
Thema: Menschenkenntnis, Schadenfreude, neue Ideen ausprobieren
Das Gerücht
Thema: Lügen und Wahrheit, Wiedergutmachen
Das Größte auf der Welt
Thema: Abstraktes Denken, Philosophische Fragen, Relativität von „groß“ und „klein“
Das Kätzchen
Thema: Neugier, Mut, Hoffnung, Durchhaltekraft
Das Wunder
Thema: Gottvertrauen, mit den Möglichkeiten arbeiten, die man hat
Dattelesser
Thema: Man sollte nur von anderen verlangen, was man selbst einhalten kann
Der alte Baum
Thema: Umgang mit Problemen
Der Unterschied
Thema: Unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten
Der Adler
Thema: Freiheit, Wer bin ich wirklich?
Der beste Sohn
Thema: Ideen, abstrakte Begriffe umsetzen
Der Diamant
Thema: Den Schatz erkennen, der direkt vor uns liegt
Der Duft von Brot
Thema: Sich mit einer Sache verbinden und identifizieren
Der Fluss
Thema: Komplizierte und einfache Lösungsmöglichkeiten
Der richtige Wunsch
Thema: Was braucht der Mensch wirklich?
Der Samen
Thema: Was mache ich aus den Möglichkeiten, die ich habe?
Der Schmuggler
Thema: Ehrlichkeit, Schlauheit
Der Seestern
Thema: Wann lohnt es sich, zu helfen?
Der Wettkampf
Thema: Schwäche in Stärke verwandeln
Die drei Siebe
Thema: Ist das, was ich sage, wahr, gut und nötig?
Die fromme Schlange
Thema: Gutmütigkeit, sich wehren können und dürfen
Die Kraft von Worten
Thema: Die Kraft und die Wirkung von Worten
Die Parabel vom Schmetterling
Thema: Hindernisse überwinden macht uns stark
Die Schule der Tiere
Thema: Unterschiedliche Talente, mit dem gleichen Maß zu messen kann ungerecht sein
Die Statue des Michelangelo
Thema: Möglichkeiten erkennen, Visionen
Die wichtigen Dinge
Thema: Was ist das Wichtigste im Leben?
Die Taube
Thema: Empathie, Mitleid, Ehrlichkeit
Flug der Gänse
Thema: Zusammenhalt in der Gruppe
Motivation
Thema: Motivation für die gleiche Sache aus verschiedenen Perspektiven
Spuren im Sand
Thema: Vertrauen
Wie man guten Mais anbaut
Thema: Gutes miteinander teilen
Zufriedenheit
Thema: Was braucht ein Mensch, um glücklich zu sein?
Der Wal
Thema: Belohnen und Bestrafen
Leuchtturm
Thema: Unter allen Umständen Recht haben wollen
Der Schäfer
Thema: Kompetenz
Die richtige Einstellung
Thema: Unter den gleichen Umständen reagiert jeder anders
Die Suche
Thema: Am richtigen Platz suchen, Ursprung und Ursache
Das Fest
Thema: Jeder trägt seinen Teil zum Gelingen bei
Schlüssel zum Herzen
Thema: Verbindung mit Gott, Verantwortung
Mullah Nasrudin
Thema: Was ist richtig und falsch?
Verzeihen
Thema: Potentialorientiert oder Defizitorientiert?
Die Alternative
Thema: Lösungsmöglichkeiten und Alternativen
Himmel und Hölle
Thema: Sich gegenseitig unterstützen und helfen
Der zehnte Esel
Thema: Was hindert mich wirklich?
Die Blinden und der Elefant
Thema: Wahrnehmung und Realität
Licht
Thema: Woher kommt das Licht?
Das weiße Pferd
Thema: Wer weiß, wofür etwas gut ist?
Brüderlichkeit
Thema: Hilfsbereitschaft, Großzügigkeit, Selbstlosigkeit
Gottes Hilfe
Thema: Hilfe annehmen
Zeichen auf dem Weg
Thema: Was hinterlasse ich im Leben?
TN = Teilnehmer
SL = Spielleiter

Alles ist relativ
Albert Einstein zog mit seiner wissenschaftlichen Erkenntnis von einer Universität zur anderen, um seine Theorie zu erläutern. Er wurde stets von seinem Fahrer begleitet, der bei jeder Präsentation in einer Ecke saß, mit seiner Chauffeursmütze in der Hand und so immer wieder seinem Chef bei dessen Vortrag über die Relativitätstheorie zuhörte.
Nachdem er den Vortrag viele Male gehört hatte, kannte er ihn beinahe auswendig. Schließlich sagte der Fahrer zu Einstein: „Ihre Präsentation, Ihr Vortrag und auch Ihre Theorie sind so einfach, dass ich nicht verstehe, warum so viele Menschen hier herkommen und ihr Interesse daran zeigen, warum das Fernsehen da ist und Bilder von Ihnen macht.“ Einstein entgegnete: „Sie glauben also, dass meine Theorie einfach ist?“ „Ja“, sagte sein Fahrer, „sehr einfach sogar. Ich selbst könnte diesen Vortrag halten und Ihre Theorie an der Universität erklären.“ Da sagte Einstein zu ihm: „Gut, das nächste Mal werden wir den Vortrag an der Universität von Utah machen und Sie werden ihn halten.“ „In Ordnung“, meinte der Fahrer. Er trat an besagtem Ort mit seinen Folien für die Leinwand-Projektion an das Rednerpult. Einstein saß in der Ecke und tat so, als ob er der Fahrer sei; er hielt dabei die Mütze seines Fahrers in der Hand. Sein Fahrer hielt einen exzellenten Vortrag. Alle Menschen im Saal applaudierten stürmisch und hielten sich mit Bravorufen nicht zurück. Ein besonders eifriger Student wollte wissen, ob er eine Frage stellen dürfe. Der Fahrer bejahte selbstsicher. Daraufhin stellte der Studiosus eine äußerst knifflige Frage und der Fahrer wusste absolut nicht, was er darauf antworten sollte. Geistesgegenwärtig sagte er schließlich: „Die Antwort auf Ihre Frage ist doch so einfach, dass sogar mein Fahrer sie Ihnen geben kann …!“
Offene Fragen:
Wie findest du die Geschichte?
War der Fahrer nicht etwas zu voreilig?
Warum hat Einstein ihm gestattet, den Vortrag zu halten?
Was wäre passiert, wenn es schief gegangen wäre?
Glaubst du, dass Einstein die Frage in der Rolle des Fahrers tatsächlich beantwortet hat?
Wie ehrlich war der Vortrag des Fahrers den Zuhörern gegenüber?
Kommt es oft vor, dass Menschen die Ideen von anderen als ihre eigenen ausgeben?
Wie kann man das erkennen?
Kennst du Beispiele dafür?
Prüfst du selbst die Aussagen von anderen auf ihren Wahrheitsgehalt hin, bevor du sie übernimmst?
Wie könnte die Geschichte weitergehen?
| Thema: | Authentizität, Ehrlichkeit, Glauben an Obrigkeiten |
Kleider machen Leute
Verkleidet euch als verschiedene Berufe oder bekannte Persönlichkeiten und erratet es gegenseitig.
| Material: | Verkleidungsutensilien |
Streifenspiegel
Stellt euch zu zweit gegenüber, jeder hat ein Stück Spiegelfolie in der Hand. Experimentiert miteinander, wie nehmt ihr euch wahr?
| Material: | Eine Rolle Spiegelfolie |
Mit Hand- und Fingerabdrücken malen
| Material: | Wasserfarben |

Das Gasthaus „Zu den fünf Glocken“
Es war einmal ein Gasthaus, das hieß „Zum Silberstern“, Der Gastwirt tat alles, um Gäste zu gewinnen – er richtete das Haus gemütlich ein, sorgte für gute Speisen und freundliche Bedienung und hielt die Preise in vernünftigen Grenzen. Trotzdem kam das Geschäft nicht so richtig in Schwung. In seiner Verzweiflung fragte er einen weisen Mann um Rat. Dieser meinte: „Ganz einfach, ändere den Namen deines Gasthauses“. „Unmöglich“, sagte der Gastwirt, „seit Generationen heißt es Silberstern und ist unter diesem Namen bekannt“. „Nein“, sagte der Weise bestimmt, „du musst es nun ‚Zu den 5 Glocken‘ nennen und über dem Eingang sechs Glocken aufhängen“. Der Gastwirt hielt den Rat zwar für absurd, doch in seiner Verzweiflung tat er, wie ihm geheißen. Binnen kurzer Zeit ging fast jeder Reisende, der an dem Gasthaus vorbeikam, hinein, um auf den Fehler aufmerksam zu machen. Jeder war überzeugt, dass er der erste war, der ihn bemerkt hatte. Wenn sie erst einmal in der Gaststube waren, fühlten sie sich sehr wohl und blieben gerne, um etwas zu bestellen. Somit hatte der Weise recht behalten und der Gastwirt war fortan glücklich und zufrieden.
Offene Fragen:
Wie findest du die Geschichte?
Findest du die Idee klug, den Namen zu ändern?
Hättest du noch eine andere Idee, damit das Gasthaus wieder mehr Gäste bekommt?
Warum reagieren die Reisenden auf den falschen Namen?
Welcher Charakterzug steckt dahinter?
Den Fehler beim anderen sehen, aber den Balken im eigenen Auge nicht sehen wollen – trifft das hier zu?
Oder gehen die Reisender mit einer guten Absicht in das Gasthaus?
War diese Manipulation ein faires Mittel, um seine Geschäfte zu verbessern?
Warum wusste der weise Mann, wie die Menschen auf den falschen Namen reagieren würden?
Wie könnte die Geschichte noch weitergehen?
| Thema: | Menschenkenntnis, Schadenfreude, neue Ideen ausprobieren |
Perspektive
Was siehst du?
| Material: | Vorlagen kopieren |

Wasserklangschale
| Material: | Wasserklangschale nach Hugo Kükelhaus oder Besuch z.B. im Schloss Freudenberg, Rüttihubelbad oder Park der Sinne und ähnlichen Einrichtungen |

Autowaschanlage
Ein TN liegt auf dem Bauch, die anderen massieren ihn mit den Händen, mit Farbrollen, Pinseln u.ä. Dazu wird erzählt, wie das Auto durch die Waschanlage fährt und was dabei alles gemacht wird – z.B. bei Unterbodenwäsche ein wenig kitzeln …
| Material: | Hände und Gegenstände aus dem Raum und dem Baumarkt |
Das Gerücht
Ein Mann hatte über seinen Nachbarn schlecht geredet. Dieser hatte von den Gerüchten gehört und stellte ihn zur Rede. „Ich werde es bestimmt nicht wieder tun“, versprach der Mann. „Ich nehme alles zurück, was ich über dich erzählt habe.“ Der Nachbar schaute sein Gegenüber ernst an. „Ich habe keinen Grund, dir nicht zu verzeihen“, erwiderte er. „Jedoch verlangt deine Tat eine Wiedergutmachung.“ „Ich bin gerne zu allem bereit“, sagte der Mann zerknirscht. Der Nachbar erhob sich, ging in sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück. „Trag dieses Kissen bis zu dem Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht“, sagte er. „Dann schneide ein Loch in das Kissen und komme wieder zurück, indem du unterwegs immer eine Feder nach rechts und eine Feder nach links wirfst. Das ist der erste Teil der Wiedergutmachung“. Der Mann tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor dem Nachbarn stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: „Und was ist der zweite Teil der Wiedergutmachung“? „Gehe jetzt den Weg zum Haus zurück und sammle alle Federn wieder ein“.
Der Mann stammelte verwirrt: „Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich habe sie wahllos verstreut, mal eine hierhin, mal eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie jemals alle wieder einfangen“? Der Nachbar nickte ernst. „Das wollte ich hören! Genauso ist es mit der Nachrede und der Verleumdung. Einmal ausgestreut, fliegen sie durch alle Winde, wir wissen nicht, wohin. Und man kann sie nicht wieder zurückholen.“
Offene Fragen:
Wie findest du die Geschichte?
Kannst du dir vorstellen, was mit den Federn passiert?
Wie findest du die Reaktion des Nachbarn?
Ist das gerecht?
Wie hätte er sonst noch reagieren können?
Hat über dich auch schon einmal jemand schlecht geredet?
Wie hast du dich gefühlt, als du es erfahren hast?
Was hast du dann gemacht?
Hast du selbst auch schon einmal schlecht über andere geredet?
War es gerechtfertigt?
War es auch wirklich wahr?
Warum hast du die Person nicht direkt angesprochen, sondern hinter ihrem Rücken geredet?
Was kann daraus entstehen, wenn jeder heimlich über einen anderen redet?
Hast du so etwas schon einmal in der Klasse oder einer Gruppe erlebt?
Wer übernimmt die Verantwortung in solchen Situationen?
| Thema: | Lügen und Wahrheit, Wiedergutmachen |
Haltet den Garten sauber
Eine Gruppe steht in der Mitte des Raumes und hat auf einer Matte oder in einem Kastenteil oder Korb viele Bälle. Die andere Gruppe ist im Raum verteilt. Auf „Los“ versucht die erste Gruppe, alle Bälle auf das Spielfeld zu werfen, die anderen versuchen die Bälle so schnell wie möglich wieder einzusammeln und in den Korb zu legen.
| Material: | Viele verschiedene Bälle, Matte, Korb oder anderer Behälter |
Pendel mit Kugeln
Experimentieren und Beobachten – wie verhalten sich die Kugeln?
| Material: | Kugelpendel |

Sandbild mit Geigenbogen
Chladnische Klangformen: Wie verhält sich der Sand, wenn ich mit dem Geigenbogen am Rand entlang streiche?
| Material: | Metallform, Sand, Geigenbogen |

Das Größte auf der Welt
Einmal fragte ein Lehrer seine Schüler: „Was ist das Größte auf der Welt“? „Ein Elefant“, antwortete ein Junge. „Ein Berg“, sagte ein anderes Kind. Ein Mädchen gab zur Antwort: „Mein Auge ist das Größte auf der Welt“! „Wie meinst du das“? fragte der Lehrer, der genauso erstaunt war wie die Kinder. „Ja“, sagte das Mädchen, „mein Auge kann den Elefant und den Berg sehen, sogar viele Berge und andere große Dinge. Da dies alles in meine Augen passt, müssen sie das Größte auf der Welt sein“!
Offene Fragen:
Was ist für dich das Größte auf der Welt?
Findest du, dass das Mädchen recht hat?
Welche Antwort hat der Lehrer eigentlich erwartet?
Muss man Dinge sehen können, damit sie Gültigkeit haben?
Welche abstrakten Begriffe fallen dir noch ein, wenn es um Größe geht?
Wie funktioniert unser Auge eigentlich?
Welche Rückschlüsse kann man daraus ziehen?
Welche Beispiele fallen dir dazu ein? Aus dem Bereich Philosophie? Der Religion? Der Kunst? Der Musik?
Wie empfindet jemand, der nicht sehen kann, das Wort „groß“?
Wie könnte die Geschichte noch weitergehen?
| Thema: | Abstraktes Denken, Philosophische Fragen, Relativität von „groß“ und „klein“ |
Dalli-Klick
Schneide ein Blatt Papier in unterschiedliche Stücke und decke damit ein Foto ab. Um zu erraten, was auf dem Foto ist, wird immer ein Stück Papier weggenommen.
| Material: | Fotos, Papier, Schere |
Ereignis-Spiegel
Ein TN erzählt einem anderen ein Ereignis. Dieser trägt es dann der Gruppe vor, so wie er es verstanden und interpretiert hat. Perspektivenwechsel und neue Aspekte!
Schneeflocken unter Mikroskop
Schaut euch Schneeflocken unter dem Mikroskop an und bestaunt die Vielfalt!
| Material: | Mikroskop, Schnee – ihr könnt Schnee auf Vorrat einfrieren, wenn es schneit, dann habt ihr ihn immer griffbereit! |

Das Kätzchen
Auf einem Bauernhof stand ein Eimer mit Sahne. Da kam ein junges Kätzchen vorbei und dachte: Oh, wie lecker, da möchte ich doch gleich ein wenig probieren. Mit einem Sprung war es oben am Rand des Eimers angelangt, aber – oh weh – es konnte sich nicht richtig festhalten und landete mit einem Plumps in der Sahne.
Es waren aber in dem großen Eimer viele Liter Sahne, zu viele für das kleine Kätzchen. Es strampelte verzweifelt mit den Pfoten herum, um Halt zu bekommen und aus dem Eimer hinauszukommen, aber es gelang ihm nicht. „Ich gebe nicht auf,“ ermutigte sich das Kätzchen selbst und versuchte weiterhin mit aller Kraft, Boden unter den Füßen zu bekommen. Und siehe da: Nach einer Weile bemerkte es etwas Hartes, einen Klumpen, noch nicht genug, um darauf zu stehen. Aber dann, noch einer und noch einer. Je mehr das Kätzchen weiter in der Sahne herumzappelte, desto mehr Halt bekam es mit der Zeit.
Was war denn geschehen? Ihr wisst es sicher schon:
Da das Kätzchen nicht aufgegeben hatte, hatte es in wenigen Minuten aus der Sahne Butter gemacht und konnte nun wieder aus dem Eimer herausspringen.
Offene Fragen:
Was hätte das Kätzchen noch tun können, nachdem es in den Eimer gefallen war?
Woher hat das Kätzchen die Kraft genommen, um weiterzumachen?
Wie fühlt sich das Kätzchen wohl, nachdem es aus dem Eimer wieder herausgeklettert war?
Warst du auch schon einmal in einer Situation, in der du nicht mehr wusstest, wie du herauskommst?
Was hast du dann gemacht? Hat dir jemand dabei geholfen? Woher kam die Idee?
Kennst du eine Situation, in der es tatsächlich schiefgegangen ist?
Woher nimmt man die Kraft, um durchzuhalten? Wie kann man es üben oder trainieren?
Was gefällt dir an dieser Geschichte?
Würdest du sie gerne weitererzählen? Wenn ja, wie könnte sie weitergehen?
| Thema: | Neugier, Mut, Hoffnung, Durchhaltekraft |
Butter machen
Dazu braucht ihr Schlagsahne und einen Schneebesen, Quirl oder ein Handrührgerät. Beobachtet genau, was passiert! Wann wird aus der Sahne Butter? Viel Spaß!
| Material: | Milch, Topf, Quirl |

Gletscherspalte
Zwei Gruppen, jede hält eine Weichbodenmatte aufrecht, die dicht nebeneinander stehen. Ein Kind darf versuchen, sich durch die „Gletscherspalte“ hindurchzuzwängen. Die Gruppe darf den Druck auf die Matte variieren, je nachdem, wie schwierig es für das Kind sein darf.
| Material: | 2 Weichbodenmatten |
Filzen
Aus Filzwolle mit Seifenwasser einen kleinen Ball formen. Wie lange braucht man, bis aus Wolle Filz geworden ist?
| Material: | Filzwolle, Seife, Wasser, Schale |

Das Wunder
Einst geschah in einem Dorf ein Wunder: Der Fluss trat über die Ufer, doch das Wasser, das alles zu zerstören drohte, was sich ihm in den Weg stellte, machte wundersamer Weise am Rand des Dorfes halt, ohne irgendeinen Schaden anzurichten. Der Rabbi des Dorfes dankte Gott für das Wunder und dieser antwortete: „Es ist Samuels Bittgebeten zu verdanken, denn sie haben mich gerührt.“ Der große Rabbi ging zu Samuel, den alle für den Dorfnarren hielten und fragte ihn: „Welches Gebet hast du denn an Gott gerichtet, als der Fluss über die Ufer trat?“ „Ich wusste nicht, welche Worte ich wählen sollte“, sagte Samuel, „Ich hatte mein Gebetbuch nicht dabei und ich hätte auch nicht gewusst, welches ich auswählen sollte … . Also betete ich das ABC herunter und sagte zu Gott: Herr, hier sind alle Buchstaben. Sortiere sie doch bitte und forme aus ihnen das beste Gebet, um dieses Dorf zu schützen.“
Offene Fragen:
Wie findest du die Geschichte?
Was hättest du an Samuels Stelle gemacht?
War die Idee schlau oder dumm?
Wie wichtig ist es, immer die richtigen Worte zu wählen?
Wann ist ein Wort falsch?
Wer beurteilt das? Wer bestimmt das?
Reden ist Silber – Schweigen ist Gold: Ist das deiner Meinung nach richtig?
Wie können Worte wirken?
Ist das immer absichtlich oder auch unabsichtlich?
Kannst du Beispiele nennen?
Hättest du eine Idee, wie diese Geschichte noch weitergehen könnte?
| Thema: | Gottvertrauen, mit den Möglichkeiten arbeiten, die man hat |
Baumstammrollen
Die TN legen sich auf den Rücken nebeneinander, ein TN legt sich längs darüber. Auf Kommando drehen sich alle in die gleiche Richtung, der „Baumstamm“-TN wird weitergerollt.
Himmeli basteln
Strohhalme werden auf die gewünschte Länge geschnitten, mit Nadel den Faden durch den Halm führen und an der gewünschten Stelle festknoten. Alle Formen und Größen sind möglich!
| Material: | Strohhalme, Schere, Faden, Nadel |

Barfußpfad blind
Geht zu zweit einen Weg barfuß, einer hat die Augen zu. Am besten in der Natur, sonst auch im Raum mit Hindernissen.

Dattelesser
Eine Frau kam mit ihrem kleinen Sohn zu dem weisen Ali. „Meister“, sprach sie, „mein Sohn ist von einem widerwärtigen Übel befallen. Er isst Datteln von morgens bis abends. Wenn ich ihm keine Datteln gebe, schreit er, dass man es bis in den siebenten Himmel hört. Was soll ich tun, bitte hilf mir!“ Der weise Ali schaute das Kind freundlich an und sagte: „Gute Frau, geht nach Hause und kommt morgen zur gleichen Zeit wieder!“
Am nächsten Tag stand die Frau mit ihrem Sohn wieder vor Ali. Der große Meister setzte den Jungen auf seinen Schoß, sprach freundlich zu ihm, nahm ihm schließlich die Dattel aus der Hand und sagte: „Mein Sohn, erinnere dich der Mäßigkeit. Es gibt auch andere Dinge, die gut schmecken.“ Mit diesen Worten entließ er Mutter und Kind. Etwas verwundert fragte die Frau: „Großer Meister, warum hast du das nicht schon gestern gesagt, warum mussten wir den langen Weg zu dir noch einmal machen?“ „Gute Frau“, antwortete Ali, „gestern hätte ich deinem Sohn nicht überzeugend sagen können, was ich ihm heute sagte, denn gestern hatte ich selber die Süße der Datteln genossen!“
Offene Fragen:
Hat der weise Ali deiner Meinung nach richtig gehandelt?
Was hättest du getan?
Ist es richtig, immer nur das zu fordern, was man selbst auch halten kann?
Wie ist das bei dir?
Kannst du Beispiele dazu nennen?
Was beobachtest du bei anderen?
Was hätte die Mutter noch tun können?
Wo holst du dir Rat, wenn du ein Problem hast?
Ist das dann auch immer eine richtige und gute Lösung?
Wie geht die Geschichte nun wohl für den Jungen weiter?
| Thema: | Man sollte nur von anderen verlangen, was man selbst einhalten kann |
Handdance You Tube.: „Upandover“
Schaut euch das Video an und überlegt euch selbst eine eigene Choreografie!
Zwillings-Parcour
Ein TN läuft vor, der andere TN muss alles nachmachen. Verschiedene Gangarten, Geräusche und Hindernisse mit einbauen.
Schneekristalle aus Papier basteln
| Material: | Papier, Schere |

Der alte Baum
In einem Dorf stand einmal ein alter, starker Baum. Eines Tages wurden alle Dorfbewohner eingeladen, Ihre Sorgen, Probleme und Nöte gut verpackt an diesen Baum zu hängen.
Die Bedingung bestand allerdings darin, dafür ein anderes Paket mitzunehmen. Zu Hause öffneten sie die fremden Pakete. Doch nun machte sich Bestürzung breit, denn die Sorgen und Probleme der anderen schienen deutlich größer zu sein als die eigenen. Und so liefen alle wieder zurück zu dem alten Baum und nahmen statt der fremden rasch die eigenen Pakete wieder an sich und gingen zufrieden nach Hause.
Offene Fragen:
Findest du die Geschichte lustig?
Mit welcher Erwartung haben die Dorfbewohner ihre Probleme zunächst an den Baum gehängt?
Unter welchem Aspekt haben sie ein anderes Paket gewählt?
Warum waren die Probleme der anderen größer als ihre eigenen?
Welche Lösung hätte es noch gegeben, anstatt sie zurückzubringen?
Wer könnte die Probleme lösen?
Man selbst oder ein anderer?
Warum erscheinen manche Probleme größer als andere?
Für wen besteht das Problem?
Hat jeder Mensch die gleichen Probleme?
Glaubst du, dass die Menschen nun auf Dauer glücklicher sind?
| Thema: | Umgang mit Problemen |
Wunschbaum mit Zettel
Schreibt eure Wünsche auf einen Zettel und hängt sie an einen Baum oder Zweig. Im Raum könnt ihr die Zettel an einer Schnur aufhängen. Wenn ihr wollt, könnt ihr tatsächlich einen anderen Zettel nehmen und lesen und schauen, was die Probleme und Wünsche von anderen sind.
| Material: | Schere, Papier, Stifte, Schnur |

Traumfänger basteln
Für einen Indianer-Traumfänger werden biegsame Zweige zu einem Kreis gebunden und danach mit Federn, Perlen, Muscheln etc verziert.
| Material: | Zweige, Naturmaterial |

Im Wollfäden-Parcour blind im Wald
Mit Wollfäden wird ein Weg im Gelände markiert. Ein TN hat die Augen verbunden, der andere führt ihn.
| Material: | Wolle |

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