Kitabı oku: «Erkenne und heile Dich selbst durch die Kraft des Geistes»

Yazı tipi:

Bruder Emanuel,

der Cherub der Göttlichen Weisheit,

gab 1981 die Offenbarung

Erkenne

und heile Dich selbst

durch die Kraft

des Geistes

Gegeben durch Gabriele,

die Prophetin und Botschafterin Gottes


Der universale Geist

ist die Lehre der Gottes- und Nächstenliebe

an Mensch, Natur und Tieren

10. Auflage Januar 2009

© Gabriele-Verlag Das Wort GmbH

Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld

Tel. 09391/504-135, Fax 09391/504-133

www.gabriele-verlag.com

Alle Rechte vorbehalten.

Printausgabe: ISBN 978-3-89201-298-6

ISBN 978-3-89201-695-3 (epub)

ISBN 978-3-89201-696-0 (mobi)

ZUM GELEIT

Die vorliegende Botschaft aus dem All wurde im Jahr 1980/81 der Menschheit gegeben, durch das Prophetische Wort Gabrieles, der Prophetin und Botschafterin Gottes für unsere Zeit. Damals war die Natur noch weitgehend gesund. Die Natur ist für den Menschen ein Gesundbrunnen, denn der physische Körper besteht aus den vier Elementen dieser Erde, Feuer, Wasser, Erde und Luft genannt. Da also der menschliche Körper ein Naturkörper ist, werden die Kräfte der Natur als Heilkräfte für den Menschen wirksam, der sie für sich erschließt. Wie dies in der rechten Weise geschehen kann, wurde uns in dieser Offenbarung detailliert dargelegt. Doch in der heutigen Zeit (2009) ist sehr vieles in und auf der Erde verunreinigt bzw. aus dem Gleichgewicht geraten. Deshalb können viele Ausführungen zur Wirksamkeit der Gaben der Natur nicht mehr, wie ursprünglich gegeben, umgesetzt werden.

Dennoch kann dieses Buch weiterhin grundsätzlich wertvolle Hinweise geben, besonders hinsichtlich der geistigen Zusammenhänge zwischen dem Denken und Handeln des Menschen und der Gesundheit seiner Seele und seines irdischen Körpers u.v.a.m. Und wir wissen: Diese Zeit wird vergehen. Die Erde wird sich reinigen von dem, was allzumenschliches Denken und Treiben auf ihr angerichtet haben. Eine geistige Zeitepoche bricht an mit Menschen, die mehr und mehr die Gesetze Gottes erfüllen, die das Leben in jeder Form achten, die in Einklang und in Kommunikation stehen mit den Kräften der Natur auf der immer lichter werdenden Erde.

Nehmen wir dieses aus dem Geiste Gottes gegebene Werk als Orientierungshilfe für unseren Alltag an – und als Ausblick für die neue Erde. In und auf der neuen Erde wird es wieder so sein, wie es von Gott, dem Ewigen, vorgesehen war und ist. Die Natur wird gesund sein. Wir können also heute und in späterer Zeit sehen, wie Gott über die Natur für uns, Seine Kinder im Erdenkleid, gesorgt hat.

Im Geiste gibt es keine Zeit. Was sein wird, ist im Geiste bereits heute Gegenwart. So ist dieses Buch schon jetzt ein historisches Werk – auch für die kommende Zeit.

August 2009

VORWORT

Im Namen und nach dem Willen des Herrn, des allmächtigen Geistes, offenbart sich durch die Prophetin des Herrn der Cherub der Göttlichen Weisheit, auf Erden Geistlehrer Bruder Emanuel genannt, der verantwortliche Diener des Herrn in Seinem Heimholungswerk.

Diese vielseitige Schrift gibt der Menschheit einen tiefen Einblick in die Gesetze Gottes.

Die Ätherkräfte*, die gerade in dieser Offenbarung sehr oft genannt werden, sind das Gesetz des Geistes. Das ewige Gesetz des Herrn beruht auf fließendem, ewig geistig-göttlichem Äther. Der göttliche Äther ist zugleich Heil- und Lebenskraft. Er speist sowohl die reinen Wesen als auch die Seelen und Menschen und insbesondere jene, die sich Gott, ihrem Herrn und Vater in Jesus Christus, ihrem Erlöser, zuwenden.

(* Diese werden im Sprachschatz der Yogalehre Kundalinikraft genannt.)

Diese Offenbarung ist sehr ernst zu nehmen. In ihr wird die Aktivierung und Anwendung der göttlichen Ätherkräfte offenbart. Es ist unseren Geschwistern, den Lesern, anzuraten, diese Kräfte nur dann zu beleben, wenn sie auch gewillt sind, ein gottgewolltes Leben zu führen. Wer aber diese Gesetzeskräfte nur für kurze Zeit, das heißt, nur um einen Heilerfolg zu erzielen, aktivieren möchte, demjenigen ist hiervon abzuraten.

Jeder Mensch, der diese Gesetzeskräfte nicht mit Gott und unter Seiner Führung erschließt, eventuell nur im leichtfertigen Tun, dem sei gesagt, dass er darunter, früher oder später, sehr zu leiden haben wird. Wer also ohne ein gesetzmäßiges Leben diese Kräfte mit Techniken und Praktiken zum stärkeren Fließen bringt, der wird den Missbrauch dieser Kräfte entweder schon in diesem oder in einem späteren Leben sehr unangenehm verspüren.

Diese Offenbarung wird willigen Gottsuchern als Geschenk zu geistiger Erkenntnis und Reife gegeben.

Allen Neugierigen, die dieses offenbarte Wissen nur ausprobieren wollen, sei gesagt: Versündigt euch nicht am Gesetz des Herrn, denn jede Aktion zieht eine entsprechende Reaktion nach sich! Sowohl die göttliche Welt, die diese tiefen Wahrheiten offenbarte, als auch die Herausgeber dieses Offenbarungsgutes haften nicht für seelische oder physische Schäden. Diese Schrift ist nur demjenigen zu empfehlen, der sich ernsthaft Gott zuwendet und sein Leben ändern möchte, indem er die Gesetze des Herrn verwirklicht.

Die gezielte Ansprechung der geistigen Ätherkräfte und die damit verbundene Heilweise wird in der 2. Meditationsschulung im Universellen Leben gelehrt. Dort wird durch Tiefenmeditation mit der Ätherkraft, dem Heiligen Geist, und jedem Körperorgan eine enge geistig-seelische Verbindung aufgenommen.

Die göttliche Welt wünscht, dass alle Geschwister ihr Leben ernsthaft ändern und diese inneren Kräfte Gottes nutzen.

Einige der grundlegenden Wahrheiten werden in dieser Offenbarungsschrift wiederholt. Dies geschieht deshalb, weil der Mensch, um das Lebensziel zu erreichen, auf diesen Grundprinzipien des Lebens aufbauen muss. Diese Wiederholungen der geistigen Gesetze sind nötig, damit die Einzelausführungen stets in der richtigen Perspektive gesehen und nicht verselbständigt werden, auf dass jeder Willige die Details erfassen und verstehen kann.

Die Wiederholungen helfen sowohl dem Leser als auch dem Heilung-Suchenden, der das Offenbarte durch ein entsprechendes Leben verwirklichen möchte, zum besseren Verständnis.

1. TEIL Der Mensch als Energiefeld des Geistes – Die rechte Lebensweise, um gesund und geistig rege zu bleiben
Die positive oder negative morgendliche Programmierung ist entscheidend

Der Mensch ist ein schwingender Energiekörper. Auf ihn treffen minütlich Tausende von Strahlen, die ihn entweder gesund erhalten oder aber auch schädigen können. Es kommt ganz darauf an, wie sich der Mensch in seinem täglichen Leben verhält und wie er sich vor allem des Morgens kurz nach dem Erwachen programmiert.

Wir können uns jeden Menschen als Planeten vorstellen, der durch eventuell hohe Kräfte seine umliegenden Planeten, das heißt die Menschen, be­strahlt. Am Morgen begibt sich der Planet »Mensch« auf seine Umlaufbahn. Es kommt dabei ganz darauf an, welche Bahn er wählt. Sobald er erwacht und seine Sinne tätig werden, dringen Tausende von Strahlen verstärkt in ihn ein, weil seine Empfindungswelt diese sofort anzieht. Der Unwissende lässt sich von diesen Strahlen willkürlich lenken. Der Wissende macht sich diese kosmischen Einflüsse zunutze, indem er sie sofort nach seinem Erwachen sortiert und bestimmte Strahlen programmiert, die ihn sodann den ganzen Tag über, entsprechend seiner Programmierung, lenken und führen.

Ich beginne bei einem Menschen, der die lebensverheißenden Strahlen oder die eindringenden gegensätzlichen Strahlungen der Willkür überlässt.

Der unwissende Mensch, der sich nur mit dieser Welt identifiziert, erwacht am Morgen träge und lustlos. Seine Lebensfreude beschränkt sich meist nur auf das Materielle. Alles andere, das rein Göttliche und Geistige, liegt außerhalb seines Denkens und Handelns. Ein solcher Mensch bildet ein Gefäß, in das alle unterschiedlichen Strahlen einfließen. Schon des Morgens, wenn er erwacht, registriert er zuerst sein eigenes Fluidum und die Menschen seiner Umgebung, die momentanen Eindrücke, die Uhrzeit und sein körperliches Befinden. Ein Weltmensch beschäftigt sich sofort mit sich selbst und mit den auf ihn zukommenden täglichen Dingen. Im gleichen Augenblick, in dem er sich mit seinen vergangenen, gegenwärtigen oder zukünftigen Problemen beschäftigt, setzt er ein Bündel von noch nicht voll auf ihn wirkenden Kräften frei.

Es sind vor allem Energien, die ihn schon umgeben und nur auf Abruf warten, um aktiv zu werden. Es sind teilweise Schwingungen, die sich schon in der Aura des Weltmenschen befinden und von ihm – durch sein Nachdenken – in erhöhte Schwingung versetzt werden. Der nach außen Orientierte zieht aber oftmals nicht nur sein eigenes Fluidum, das sich in seiner Aura befindet, an, sondern auch Schwingungen anderer Menschen, an die er am Morgen denkt und deren Probleme mit den seinen in Verbindung stehen. Dadurch programmiert er sich schon für den erwachenden Tag, aber oftmals auch für Tage und Wochen. Die Welt ist mit mehr negativen als positiven Strahlen geschwängert. Diese warten nur darauf, den Menschen zu beeinflussen und ihn zu lenken.

Auch positive Strahlen warten auf den Abruf, um wirksam werden zu können. Sie sind jedoch harmonisierend und aufbauend. Diese hohen Frequenzen können nur von geistig hochschwingenden Menschen abgerufen und nutzbar gemacht werden.

Gerade am Morgen, in den Stunden zwischen vier und sieben Uhr, sind diese geistigen Strahlen sehr aktiv und wollen helfen, lindernd und heilend wirken. Diese Strahlen, auch Odkräfte genannt, bauen sich zwischen 22 Uhr und vier Uhr morgens auf, wenn die menschlichen Sinne ruhen. Auch tagsüber sind diese Odkräfte, auch Odstrahlen genannt, aktiv. Sie werden jedoch im Menschen infolge der unkontrolliert nur nach außen gerichteten fünf Sinne nicht voll wirksam. Diese Odkräfte können sich oftmals dem Menschen nicht nutzbringend erweisen, da dieser sie in sein Leben nicht miteinbezieht. Sie haften daher in verstärktem Maße an Bäumen, Blumen und Sträuchern. Vor allem bleiben diese Odkräfte an Nadelbäumen haften, weil diese durch ihre schon höhere Entwicklung über eine größere magnetische Aufladung verfügen.

Deshalb findet sich auch in waldreichen Gegenden ein hoher Ozongehalt, der, sofern er durch Gedankenkraft oder rechtes Atmen aufgenommen wird, zum Gesundbrunnen für Leib und Seele wird. Ein geistig wissender Mensch bedient sich deshalb schon am frühen Morgen dieser heilenden Kräfte. Der Weltmensch dagegen blockiert diese helfenden geistigen Ätherkräfte, weil seine Gedanken nur mit der Welt in Verbindung stehen.

Wir müssen uns jedes Sonnensystem der Unendlichkeit als eine Batterie vorstellen, die zu bestimmten Zyklen an eine hohe Energiequelle angeschlossen wird. Dementsprechend empfängt dann auch die Erde in erhöhtem Maße die aus der Urkraft hervorgehenden Lebensenergien. Wenn sich ein Erdteil von der Sonne abgewandt hat und die Menschheit zur Ruhe kommt, werden diese Ätherkräfte voll wirksam. Das Einfließen der geistigen Energien geschieht wohl stets. Sie können jedoch nicht immer wirksam werden, weil der Planet »Mensch«, der sich mit seinen Gedanken, Worten und Handlungen nicht auf sie ausrichtet, sie nicht anzunehmen vermag. Jede Strahlung besteht aus bestimmten geistigen Atomarten, die in sich vollkommen sind. Einige dieser hohen, rein kosmischen Kräfte werden durch gegensätzliches Verhalten der Menschheit heruntertransformiert.

Der Mensch kann innerhalb und außerhalb seines Körpers sowohl die positiven, geistigen als auch die negativen, weltlichen Kräfte ansprechen. Dadurch bringt er bestimmte Atomarten zum Schwingen. Diese Schwingungen dringen entweder über die Aura des Menschen in sein Inneres ein, oder sie befinden sich schon in seinem Gemüt und lösen in seinem Inneren die entsprechenden Resonanzen aus. Die gegensätzlichen Schwingungen belasten den Menschen, die positiven stimulieren ihn und schenken dem positiv eingestellten Menschen Frieden und Gesundheit.

Schon ein Gedanke kann, gleich, welche Schwingungszahl er hat, sowohl eine Kette von positiven als auch von negativen Kräften auslösen, die den Menschen schon bald berühren, sein Gemüt und seinen ganzen Körper beeinflussen und steuern. Auch von Menschen schon abgegebene, aber noch in der Aura ruhende Gedanken, die sich bereits in der Auflösung durch die Ätherkräfte befinden, können vom Urheber immer noch zurückgerufen und wieder aktiv werden. Bereits längst Vergessenes, das sich eventuell sogar schon in der Ätherchronik und auch dort schon in der Auflösung befindet, kann im letzten Moment durch Gedankenkräfte eines Menschen wieder abgerufen und in Aktion gebracht werden. Dadurch treffen oftmals wieder Dinge in das Erscheinungsbild der Menschheit, die schon längst der Vergangenheit angehörten. Allein durch die Gedankenkraft eines einzelnen Menschen kann dies bewirkt werden. Schon längst vergangene Streitigkeiten, Hassgefühle, Unruhen und sogar Krankheiten und dergleichen können durch Gedankenkräfte wieder herbeigeholt werden. Solche gesetzwidrigen Gedankenaktionen können sodann bei gegensätzlich denkenden Menschen oder in Ländern mit einer sehr negativen Landesaura in Bewegung kommen und schlimme Folgen nach sich ziehen. Durch Gedankenkräfte wird alles gesteuert, da alles auf Schwingung beruht.

Ein unwissender Mensch, der sich ganz auf das materielle Leben ausgerichtet hat, wird auch seiner Umwelt entsprechend denken, handeln und leben. Der Weltmensch genießt einen langen Schlaf und lässt sich tagsüber – schon allein durch seine morgendliche weltliche Programmierung bedingt – auf dem Ozean dieser Welt treiben. Erst wenn ihn seine Schicksalsschläge ereilen, dann wird er eventuell nachdenklich, oder er hadert mit seinem Gott und greift zur nächsten Pillendose.

Sofern die Morgenstunden im Sinne des Göttlichen genützt werden und eine entsprechende morgendliche Programmierung vorgenommen wird, so ist dies die beste Medizin. Die kosmischen Kräfte sind hohe Energiequellen und können besonders in den Morgenstunden gut aufgenommen werden, wenn sich der Körper noch in Harmonie befindet. Sie strömen aus der Apotheke Gottes und sind für jede Zelle des Körpers das Lebenswasser. Du, o Mensch, darfst sie empfangen!

Der richtige Gebrauch dieser kostbaren Arznei liegt in der rechten Einstellung zum geistig-göttlichen Leben. Dein erster morgendlicher Gedanke wird Seele und Mensch entweder für diese Lebenskraft öffnen oder verschließen. Dein erster Gedanke und somit deine Ausrichtung auf die bestehenden und auf den Abruf wartenden Lebenskräfte ist wesentlich.

Viele Menschen erwachen mürrisch. Entweder haben sie schlecht geschlafen, oder sie wurden des Nachts von Träumen geplagt, die ihr Lebensbild widerspiegeln. Es treten eventuell da und dort körperliche Beschwerden auf, wodurch der Tag für sie schon schlecht beginnt. Gedankliche Störungen, sowohl des Nachts als auch am Tage, sind nichts anderes als die Folge einer täglichen gegensätzlichen Programmierung. Der Mensch, der sich nur mit materiellen Dingen beschäftigt, kann seinen Gedankenwald nicht mehr verlassen. Was ihn am Morgen bewegt oder schmerzt, nimmt er mit in das Tagesgeschehen hinein und des Nachts mit in den Schlaf. Durch diese falsche Lebensweise ist er ständig von seiner selbstgeschaffenen Schwingungswelt umgeben. Diese in ihm entstandenen Schwingungen schaffen auch in seiner äußeren Lebenssphäre, in der Welt, ihre Resonanzen.

Ein solch negativ gepolter Mensch lässt nicht nur seinen von ihm geschaffenen Schwingungen freien Lauf, sondern er erweckt diese zugleich in dem Nächsten, der auf derselben Schwingungsebene liegt, oder er projiziert sie in den atmosphärischen Raum. Von dort ausgehend, werden sie ihn dann sicherlich wieder treffen. Durch eine unkontrollierte Lebensweise verbleibt der Mensch in dem Energiefeld von gegensätzlichen Kräften, die mehr und mehr seinen Nerven und Körperzellen schaden. Diese ständig gegensätzlichen Resonanzen schwächen den Körper und führen zu Krankheiten. Früher oder später, eventuell erst in weiteren Leben, machen sich diese menschlichen Denk- und Handlungsweisen bemerkbar. Diese Gegensätzlichkeiten führen auch zu Aggressionen und Ausschreitungen, welche der Seele schaden. Diese ständigen Zuwiderhandlungen schaffen die Einhüllungen der Seele. Eine Seele kann mehrere Inkarnationen durchlaufen, bis sich diese Seelenhüllen lösen und der irdische Körper die Seelenbelastung zu verspüren bekommt.

Der Mensch erkennt durch diese Ausführungen, wie ausschlaggebend die ersten Gedanken beim Erwachen sind. Deshalb prüfe dich und halte täglich Selbstkontrolle. Übe dich, in rechter Weise zu denken und zu handeln, dann wirst du auch an Leib und Seele keinen Schaden nehmen. Hohe und edle Gedanken sind aufbauende Ätherkräfte, die dich dein ganzes irdisches Leben lang gesund und kräftig erhalten. Die Ätherkräfte sind die beste Arznei. Sowohl deine Zellen als auch deine Nerven, dein Herz und dein Kreislauf, deine gesamten Organe lechzen nach diesen hohen, göttlichen Schwingungen. Dein Körper ist nicht nur, so wie viele glauben, auf rechte Nahrung angewiesen, sondern vor allem auf positive, aufbauende, ätherische Gedanken. Jede Zelle deines Körpers ist ein Kind, das liebevoll behandelt werden möchte, auf dass es entsprechend reagieren und leben kann. Deshalb schenke deinen Zellen, deinen Körperkindern, positive Gedanken. Sie werden es dir, sowohl des Nachts als auch am Tage, lohnen, da sie im Rhythmus der hohen Ätherkraft schwingen.

Durch eine positive morgendliche Programmierung kommen in dir die ätherischen Kräfte zur Entfaltung. Sobald sich der Mensch einen göttlichen, das heißt gesetzmäßigen Lebensrhythmus anerzogen hat, stellen sich auch seine Essensgewohnheiten um. Der Körper reagiert mehr auf die harmonischen Ätherkräfte als auf die Weltenkräfte, die Gegensätzliches verlangen, den Menschen unruhig stimmen und ihn in die Tiefen des Niederen hinabziehen.

Programmiere dich des Morgens in der Weise, dass du zuerst ein Gebet sprichst. Allerdings muss es aus Überzeugung an eine höhere Macht gesprochen werden, die in dir selbst, in deiner eigenen Seele lebt und wirkt. Diese innere Macht ist der göttliche Äther, der Seelenfunke, der alle kosmisch aufbauenden Kräfte für ein harmonisches Leben trägt. Wenn du betest, dann denke an den, der dein Gebet erhören soll. Wisse: Jeder Gedanke kann dir Leid oder Freude bringen. Deshalb bete aus der Tiefe deines Herzens zu Gott, deinem Herrn, damit Er dein Lenker im täglichen Leben wird. Gott ist dein Vater. Er, der Herr, möchte Seinem Kind nur Gutes und Liebes angedeihen lassen. Gott, dein Vater, steht über den weltlichen Dingen. Er, der Herr, weiß und schaut alles. Dein Vater kennt deine Seelenbeschaffenheit. Er sieht die Gefahren, die auf dich lauern. Er, der Herr, dein Vater, überschaut dein ewiges Leben. Der Herr allein kann dich führen, beschützen und gesund erhalten. Er, dein Vater, ist die größte Macht in der Unendlichkeit. Wovor fürchtest du dich, wenn Gott, der Geist, dein Vater, in dir lebt?

Fürchte dich, o Mensch, vor dir selbst, vor deinem niedrigen Denken und Tun. Deine selbst hervorgerufenen Gedankenkräfte bringen dir Wohl oder Weh. Wenn du also selbst die Ursache deines Leidens bist, dann sieh den Feind in dir. Dein derzeitiges Denken, Leben und Wirken bestimmen deine Zukunft. Sie kann dir zum Fluch oder zur Seligkeit werden. Kein Mensch kann dir etwas zuleide tun, wenn du dich mit der größten Macht in dir, mit deinem himmlischen Vater, in absoluter Harmonie befindest. Deine eigenen gottlosen Gedanken setzen Kräfte frei und ziehen niedere Gegensatzkräfte an, die dir mehr schaden als nützen können. Deshalb wisse, o Mensch, dass beim Erwachen ein Herzensgebet die in dir schlummernden heiligen Kräfte erweckt und diese dich den ganzen Tag über positiv beeinflussen werden, sofern du sie tagsüber immer wieder in dein Leben mit einbeziehst.

Der Geist deines ewigen Vaters befindet sich in jeder Zelle deines Körpers und auch in jeder Zelle deines Nächsten. Sofern der Mensch diese heiligen Kräfte aktivieren kann, schafft er ein Fluidum, das unzerstörbar ist, das ihn, sofern es für sein Leben und vor allem für seine Seele gut ist, vor allen negativen Einflüssen, vor Krankheiten und weltlichen Gegensatzkräften schützt.

Hast du nun gebetet und dich mit Gott, deinem Vater, dessen Geist im Inneren deiner Seele wohnt, verbunden, so programmiere deine Gehirnzellen. Sprich mit diesem Zellenheer, und richte es auf die positiven, hohen Schwingungen des Geistes aus.

Sprich sinngemäß folgendermaßen: »Ich spreche nun mit den Zellen meines Körpers«. Beginne bei den Gehirnzellen. Sprich mit ihnen und meine es auch so. Nur ein lauer Versuch, hinter dem kein Nachdruck eines guten Willens ist, spricht das Zellenheer nicht an. Bedenke, o Mensch: In jeder Zelle ist die Kraft der Absolutheit, die Kraft des Gesetzes. Nur gemäß dieser Kraft willst du heute denken. Gott, der Herr, sprach: »Du sollst wie dein Vater im Himmel vollkommen werden.« Diese Aussage, o Mensch, sollte dein Maßstab sein. In deinen Gehirnzellen sollten keine negativen Gedanken mehr Raum finden. Allen Aggressionen, einerlei, woher sie auch kommen, widerstehe, und programmiere dein Zellenheer mit der Aussage: »Ich bin die Stille.« Schütze dich vor jeder Aufregung und Hektik, einerlei, woher diese auch kommen mag, von Menschen oder von der Technik.

Denke immer wieder: »Es gibt nichts, wovor ich mich fürchte, weil der Gottesgeist in jeder einzelnen Zelle meines Körpers ist. Seiner allmächtigen Führung unterstelle ich mich.«

Zu deinem Herzen, zum Kreislauf und zu allen übrigen Zellen und Organen sprich:

»Jede Zelle möge mit dem Unendlichen in Harmonie kommen und bleiben.

Keine Krankheitserreger treffen mich, weil der Unendliche in jeder Zelle meines Körpers wirksam ist. Meinem Magen befehle ich, sich nur nach gesunder Nahrung zu sehnen und sich darauf auszurichten.

Dem Gaumen befehle ich, sich nur zu regen, wenn der Körper tatsächlich der Nahrung bedarf und dann auch nur eine den Gesetzen entsprechende Nahrung zu verlangen.

Meine Hormone und Drüsen mögen nach dem Rhythmus, den der Unendliche in mir anzeigt, wirken und nicht auf äußere Einflüsse reagieren.

Während des ganzen Tages verbleibe ich in Harmonie. Widerwärtigkeiten nehme ich nicht in mich auf.

Der Herr in mir soll mein Führer sein.

Die Absolutheit möge mich mein ganzes Leben bewusst begleiten und mich auf alle noch bestehenden Fehler aufmerksam machen, bis mein Herz vollkommen in Gott, meinem Vater, ruht.«

Wer sich jeden Morgen mit diesen hohen Gedankenkräften umgibt und sich tagsüber immer wieder an diese erinnert, indem er durch ein kurzes, aber inniges Dankgebet mit dem Unendlichen Kontakt aufnimmt, wird ein geistig wissender Mensch, der die Morgenstunden zwischen vier und sieben Uhr bewusst in seinen Tagesablauf mit einbezieht. Einem solchen Menschen dienen die inneren und äußeren Kräfte.

Der geistig wissende, positiv eingestellte Mensch

Was geschieht, wenn sich der Mensch am Morgen in die göttliche Kraft begibt?

Zum ersten erweckt er die in ihm befindlichen Geisteskräfte, und zum zweiten zieht er auch die in der Nacht aufgebauten Odkräfte an. Diese Kräfte strömen ihm von der Lebenssphäre der Natur zu. Sie kräftigen seinen Organismus und verleihen dem Menschen noch einen zusätzlichen Schutz. Sowohl die Urkraft im Innersten der Seele als auch die Odkräfte der Natur sind bereit, dem Menschen zu dienen. Die innere Kraft verbindet sich mit den Naturkräften und schafft ein geistiges Fluidum, eine Schutzhülle für den positiv programmierten Menschen. Die negativen Kräfte werden durch die hohen Geistgaben ferngehalten, wodurch die gesamte Zellstruktur des Körpers in höhere Schwingung gelangt.

Durch eine solche positive Einstellung kommt der Mensch mit dem Unendlichen in Harmonie, wodurch er mit seinen Kräften so haushaltet, dass er nur noch wenige Stunden des Schlafes bedarf. Durch dieses Haushalten mit den Kräften des Geistes kommt im Laufe der Zeit die ganze Zellstruktur des Körpers auf eine hohe, göttliche Schwingung. Dadurch kann der Körper in wenigen Nachtstunden die am Tage gesetzmäßig abgegebenen Kräfte wieder empfangen.

Solange der Mensch seine Gedanken noch nicht ganz bezähmen kann und sein menschliches Temperament mit ihm hin und wieder durchgeht, sollte er sich öfters am Tage programmieren, eventuell vormittags, wenn möglich kurz vor dem Mittagsmahl, so dass er auch bei Tisch nur Speisen aufnimmt, die seinem Körper dienlich sind und auch seinen Organismus nicht überlasten.

Auch eine abendliche Programmierung wäre anzuraten, sofern der Mensch sehr unruhig und nach außen gekehrt ist. Diese sollte schon am frühen Abend oder kurz vor dem Zubettgehen erfolgen. Der Mensch sollte erneut zu seinen Zellen reden. Wenn du mit deinen Körperzellen sprichst, so sprichst du auch zugleich mit deiner Seele. Denn sowohl die Körperzellen als auch die Seele reagieren auf Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen. Erkläre, o Mensch, deinem Zellenstaat, dass die Ruhe heilig ist und du ihm einen aufbauenden Schlaf wünschst. Lobe deinen Zellenstaat und auch deine Organe. Der gesamte Organismus wird es dir danken.

Bete zu Gott, deinem Vater, dessen Geist in deiner Seele und auch in jeder Zelle deines Körpers wohnt, und danke Ihm vor allem für Seinen täglichen Beistand und Schutz. Bitte deinen Vater, dessen Geist in dir wohnt, um weitere, die Seele aufbauende Kräfte, damit du Ihm, dem Herrn des Lebens, täglich näherkommst.

Denke nicht nur an deinen irdischen Leib, sondern vor allem an deinen Seelenkörper, denn eine gesunde Seele besitzt auch einen gesunden Körper.

Das Reifen deiner Seele verläuft folgendermaßen: Wenn der Mensch den Unendlichen, den Vater, um den seelischen Aufbau bittet, so werden vor allem des Nachts die seelischen Kräfte vermehrt. Der Wesenskern im Innersten der Seele, der aus zwei aktiven Lichtkräften (dem positiven und negativen Teilchen) besteht, kommt durch die Gebetsansprechung in Bewegung, wodurch er aus den reingeistigen Bereichen der Schöpfung vermehrt Ätherkräfte anzieht. Diese energetischen Kräfte strömen sodann über die beiden Teilchen, über den Wesenskern, in die Seelenpartikel ein und versuchen, sie von den Belastungen dieser Welt zu reinigen. Durch diese energetische Kräfteabgabe kann ein in der Seele befindliches Karma gelöst werden. Ist es eine geringe Seelenschuld, so fließt sie während des Schlafes durch die Träume aus. Möglicherweise kann die Seele Teile davon mit in das Wachbewusstsein nehmen. Deshalb sollte sich ein wahrer Gottsucher über unschöne und erregende Träume keine Gedanken machen. Es kann auf diesem Wege eine Seelenreinigung geschehen.

Durch diese energetische Schubkraft kann aber auch ein schweres Karma, eine schwere Seelenschuld, gelöst werden. Du wachst des Morgens auf und fühlst dich unpässlich und krank. Ein Gottsucher, der schon geistiges Wissen hat, wird darüber nachdenken und seine Körperzellen nicht in Aufruhr bringen, indem er mürrisch reagiert und den erwachenden Zellenstaat mit niederen Gedanken beeinflusst und ihn dadurch passiv stimmt. Bete zu Gott, deinem Vater. Bedanke dich für alles, gleich, was auch mit deinem Körper des Nachts geschehen ist. Diese ausfließende Seelenschuld sandte dir nicht der Geist der Liebe. Dieses Karma hast du dir in diesem oder in früheren Leben selbst auferlegt. Sprich mit deinem Zellenheer und rege es durch aufmunternde Gedanken oder Worte zur Gegenwehr an. Durch die immer wieder aufmunternde Ansprechung deiner Zellen förderst du in deinem Körper die Widerstandskräfte, es sind die Poli­zisten des Körpers. Sofern es der Wille des Herrn ist, werden sie in deinem Körper aufmarschieren und die Krankheit bekämpfen.

Jesus sagte einst sinngemäß: »Gehe hin und sündige fortan nicht mehr!« Damit meinte der Herr die Sündhaftigkeit in Gedanken, Worten und Werken. Denke allezeit positiv und aufbauend. Dann wird dir Gutes und Göttliches dienen. Es heißt: Sofern ein Mensch an Gott glaubt und Seine Gebote hält, steht er unter dem Strom des Heiligen Geistes. Durch den Heiligen Geist des Inneren kann jedes Karma gelindert oder geheilt werden.

Wenn nun des Nachts der Wesenskern der Seele aktiv war und ein Karma aus der Seele in den Körper entbunden hat, so werden sofort das Zellenheer und die Polizisten deines Körpers aktiv, falls du diese aufmunternd ansprichst, denn der Geist Gottes wirkt in jeder Zelle deines Körpers.

Wenn das Kind Gottes, der Mensch, nicht mürrisch reagiert, sondern liebevoll seinen Zellenstaat anspricht, mit dem tiefen Wissen beseelt, dass sich der Geist Gottes in jeder Körperzelle befindet, so spricht er zugleich die darin befindliche Geisteskraft an. Daraufhin können folgende Zusammenhänge wirksam werden: Durch das aufmunternde Gespräch mit den Körperzellen ziehen diese, ausgelöst durch die positiven Gedanken, die des Nachts aufgebauten und aktiven Odkräfte an. Dadurch werden nicht nur die inneren Heilkräfte wirksam, sondern auch die von außen einströmenden Odkräfte. Diese ätherischen Kräfte wirken über die Aura des Menschen belebend und aufbauend. Die aktiven Körperzellen ziehen gemäß ihrer Schwingungszahl diese Ätherkräfte an. Sie helfen sodann bei der Abwehr der in den Körper eingedrungenen Krankheitserreger.

Alles beruht auf Schwingung. Sowohl das feinstoffliche als auch das grobstoffliche Universum bestehen aus Schwingung. Sofern die Zellkinder für die Abwehr der Krankheitserreger entsprechende Odkräfte von Tannen oder Wiesen benötigen, je nach Art der Viren oder Bakterien, so werden diese Odschwingungen von dem Zellenstaat angezogen und den erkrankten Körperzellen zugeführt. Vermag sich ein Mensch vertrauensvoll ganz seinem Gott und Vater hinzugeben, so kann das Zusammenwirken der inneren Kräfte mit den äußeren Odkräften zu einem wesentlich schnelleren Heilerfolg führen.

Die ganze Schöpfung, sowohl die geistige als auch die materielle, schwingt und pulsiert. Jedes Kräutlein, sämtliche bestehenden Lebensformen sind mit einem geistigen Fluidum umgeben, mit den Odkräften, die auch Ätherkräfte genannt werden. Diese können von einem Menschen auf dem Gottespfad, dessen Ziel der Herr ist, abgerufen werden, sofern er die Gesetze des Herrn beachtet.

Bedarf der Zellenstaat der aufbauenden Kräfte der Kräuter, z.B. des Löwenzahns oder des Spitzwegerichs, so können von einem durchlichteten Menschen allein schon durch Gedankenkraft die um diese Pflanzen schwingenden Odkräfte abgerufen werden. Die magnetische Seele zieht diese Odkräfte an. Die positiv beeinflussten Zellkinder nehmen die Odkräfte der Pflanzen dankbar an und wirken mit dieser Odschwingung auf die durch die Krankheit erschlafften Zellgeschwister ein.

Wenn der Mensch nach innen gekehrt ist und seinen göttlichen Vater als den Lenker und Leiter seines Lebens walten lässt, dann können sogar die Drüsen und Hormone die kräftigenden Mondpartikel aufnehmen. Einige Tage vor Vollmond sind gerade die Mondstrahlen sehr aktiv.

In dieser Zeit erfolgt eine sehr hohe Aussendung von Mondpartikeln. Auf diese hochschwingenden Kräfte, die von positiv eingestellten Menschen ebenfalls durch die Gedankenkraft angezogen werden können, reagieren die Drüsen und Hormone.

Lebt der Mensch beständig in der göttlichen Verbindung, so besteht zu dem inneren Arzt, zum Geist Gottes, eine ständige Wechselwirkung. Durch diese Geistverbindung ist es dem Menschen möglich, mit den äußeren positiven Kräften fortwährend in Harmonie zu leben. Es bedarf dann im Laufe der Zeit nicht mehr der irdischen Medizin für deinen Körper, denn in allen Zellen, Drüsen und Hormonen ist dann der Geist deines Vaters voll wirksam. Bist du mit dem Göttlichen in Harmonie, so kann dir der innere Arzt hilfreich zur Seite stehen. Auf den inneren Arzt, o Mensch, kannst du dich verlassen. Er, der Herr, dessen Geist in dir lebt, ist allwissend und weiß somit auch über dich Bescheid. Die Dosis, die der innere Arzt für dich bestimmt, ist die genaueste. Sie dient zu deinem Wohl. Jammere nicht und beschuldige auch deine Zellkinder nicht. Dadurch werden sie nur müde und lustlos.

Erkenne dich selbst als deinen größten Feind. Denn durch die Unwissenheit, Aussendung unedler Empfindungen und Gedanken und durch gegensätzliches Handeln hast du dein Zellenheer geschädigt. Bereue deine Fehler und Schwächen, und sündige fortan nicht mehr, weder in Empfindungen, Gedanken, Worten und Werken. Dann kommst du mit dem Unendlichen, mit Gott, deinem Vater, mit dem inneren Arzt und Heiler, in Harmonie.

Denn der in allem bestehende Geist möchte insbesondere Seinen schönsten Geschöpfen, Seinen Kindern, dienen. Die gesamte Schöpfung neigt sich vor den schönsten Geschöpfen, den Kindern Gottes. Die Mineral-, Pflanzen- und Tierreiche möchten dem großen Licht, dem Kind Gottes, dienen. Erst wenn dein Licht größer ist als das all dieser Reiche, dann befindest du dich mit Gott und Seinen Lebensformen in beständiger Harmonie. Dadurch wird es dir möglich sein, sowohl die Odkräfte als auch die inneren Kräfte gesetzmäßig anzusprechen und diese auch deinem Nächsten zu übertragen.

Gesetz und Wirkung der heiligen, göttlichen Ätherkräfte

Die Ätherkraft ist die ewig bestehende Geistkraft. Ihr Ausgangspunkt sind die beiden Urkräfte der Schöpfung, die zwei Teilchen. Aus diesen beiden Teilchen, Plus und Minus oder Positiv und Negativ genannt, entstand die gesamte Schöpfung. Der Äther ist die Geistsubstanz und der Träger des gesamten Lebens. Die beiden Urkräfte bilden in allen bestehenden Seinsformen den Kern des Lebens, den Wesenskern. Die beiden Teilchen sind die kraftvollsten Ätherkräfte. Durch ihre Liebekraft atmet die gesamte Schöpfung. Ohne die beiden Teilchen gäbe es kein Leben. Sie bilden das Fundament des Ganzen, das Fundament aller geistigen und materiellen Welten. Sie sind der Wesenskern, die Kraftausschüttung in allen geistigen Atomen, welche die Bausteine allen Lebens sind.

Diese beiden Teilchen brachten die ewige Seinsschöpfung hervor. Aus ihnen traten die noch in unkontrollierten Bahnen laufenden Ätherkräfte hervor. Sie wurden von den beiden Urkräften geordnet. Dadurch entstanden die geistigen Atome, das heißt, die unterschiedlichen Äther- oder Energieströme, die sich präzis um den alles ordnenden und erhaltenden Wesenskern gruppierten.

In jeder Frucht ist der Kern oder sind die Kerne, welche die Lebensträger sind. In jedem Kern ist die jeweilige Art enthalten. Hierbei denke ich an einen Apfel oder an eine Pflaume oder an jede beliebige andere Frucht. Der Keimling birgt für die jeweilige Art die absolute Kraft. Das Fleisch bringt das neue Leben nicht hervor, jedoch der Kern.

Deshalb muss nach den Gesetzen des geistigen Reiches auch der Lebenskern Gottes, es ist die Urkraft in jedem geistigen Atom, angesprochen werden, wenn sich die grundlegenden Kräfte im Menschen entfalten sollen. Die göttlichen Elemente antworten nur, wenn der Wesenskern angesprochen wird. Das Gesetz Gottes und damit dessen Kräfte können nur erkannt und erfahren werden, wenn der Betreffende die Liebe praktiziert. Denn der Wesenskern ist die Liebe, die größte Kraft im Universum.

Um die Elemente zu beherrschen, auf dass sie jedem Einzelnen und der Gesamtheit dienen, muss die Liebe zu allen bestehenden göttlichen Lebensformen verwirklicht werden, da die Liebe in der Schöpfung der grundlegende Gedanke, die grundlegende Kraft ist. Um sich die Himmel und die Erde in rechter Weise untertan zu machen, muss jedes Geschöpf die rechte Liebe zur gesamten Schöpfung und vor allem zu Gott, seinem Schöpfer, haben. Wer also die Elemente beherrschen und sich das gesamte Leben untertan machen möchte, der muss das eherne Gesetz, die Liebe, leben, und zwar zu sämtlichen Menschen, Seelen, Wesen und Lebensformen. Die Lebensformen sind die Mineral-, Pflanzen- und Tierreiche. Vor allem aber muss er seinen himmlischen Vater über alles lieben, welcher der Lebenskern allen Seins ist.

Infolgedessen bedarf es der Erkenntnis, dass alles Bestehende schöpfungsbedingt ist und dass der Schöpfer, unser Herr und Gott, der die Kraft zum Beherrschen der Elemente gibt, dem Kind nur antwortet, wenn sich das Kind Gottes Ihm, dem Wesenskern des Lebens, zuwendet und sich zu Ihm bekennt. Erst dann werden die Elemente dem Menschen gehorchen.

Was müsste der Mensch tun, um diese beherrschen zu können? Das Wesentliche und ewig Bestehende ist das Gebot oder auch das Gesetz, die Liebe. Ohne Liebe zur gesamten Schöpfung und vor allem zum Schöpfer-Gott ist nichts möglich und dadurch nichts von Dauer. Wer nicht mit den göttlichen Elementen und somit mit dem Unendlichen, mit seinem Vater, in Harmonie lebt, wird sich selbst und auch seine Umwelt zerstören. Das von ihm Geschaffene hat keinen dauerhaften Bestand. Schon während es geschaffen wird, unterliegt es dem Zerfall und der Zerstörung. Deshalb kann die von den Fallwesen geschaffene Materie nicht in Ewigkeit bestehen, weil der Schöpfer-Gott und das ewige Reich feinstofflich sind, schwerelos, licht und absolut ätherisch, wir könnten sagen, vollkommen strahlungsaktiv, da im Reiche des Lebens alles auf der reinen Ätherkraft beruht.

Die Seele des Menschen ist, wie auch der ätherische Körper der reinen Geistwesen, die Trägerin aller Bausteine des Universums. Nach Gott, ihrem Vater, besitzt die Seele daher die höchsten geistigen Kräfte. Das Kind Gottes ist das höchste und schönste Geschöpf im Universum. Es vereint in sich die gesamten geistig-energetischen Kräfte.

In allen ätherisch-reinen Geistwesen ist jedes geistige Atom voll ausgebildet und aktiv. Die Seele des Menschen ist ein Geistwesen der Himmel, nur inkarniert und von Gegensätzlichkeiten belastet. Deshalb wird der Ätherleib Seele genannt, weil er sich mit seinen Schicksalshüllen umgab, wodurch der Ätherleib, die Seele, unwissend und vermenschlicht wurde. Durch diese Einhüllung der Seele, das heißt durch das gegensätzliche Denken und Handeln des Geistwesens, das den Fall zur Verdichtung einleitete, wurde der Geistkörper mehr und mehr verhüllt. Zuletzt wurde er zum verkleinerten Gebilde, das sich mit seinen selbstgeschaffenen Gegensätzlichkeiten ummantelt hat. Diesen grobstofflichen Mantel nennen wir den materiellen Körper.

Um die Geistkraft, die Ätherkraft, zu aktivieren, muss der Mensch den Geist in sich wirken lassen, indem er dem Geist die Herrschaft gibt. Erst wenn im Menschen der Geist, der Wesenskern, die Materie beherrscht, erlebt der Mensch die Durchlichtung seines Körpers, wodurch er nach und nach zum Gottmenschen werden kann. Diesem gehorchen die Elemente, weil es ihm durch ein gesetzmäßiges Leben möglich ist, jedes Element, das heißt jedes geistige Atom, anzusprechen.

Solange die Menschheit in ihrem Denken und Tun gegen das ewig bestehende Gesetz verstößt, wird sie ihr selbstauferlegtes Schicksal immer wieder ereilen. Durch die gegensätzlichen Handlungen der Menschheit kann sich diese nicht von ihrem Joch erheben. Sie begibt sich dadurch immer tiefer in ihren materiellen Zerfall. Die mit ihren technischen Errungenschaften lebende Menschheit glaubt, sie sei gebildet und wissend. Sie prahlt mit ihren Errungenschaften und glaubt, sie habe in den letzten Jahrhunderten viel erreicht.

Im Vergleich zu den Ätherkräften, die jeder Einzelne in sich hat und bei einem Leben nach den Gesetzen Gottes auch anwenden könnte, entspricht die heutige menschliche Zivilisation vergleichsweise noch den Errungenschaften des Steinzeitmenschen. Wie ein Geistmensch leben und wirken könnte, ist der Menschheit noch unbekannt. Der Mensch muss im Einzelnen schwer arbeiten, um den Unterhalt für sich selbst und für ein ganzes Volk zu schaffen.

Der Herr sprach: »Bete und arbeite!« In weiser Voraussicht sprach er aber auch: »Im Schweiße deines Angesichtes wirst du dein Brot verdienen.« Das heißt, wenn du die Ätherkräfte nicht anwendest, wirst du schwer, sehr schwer arbeiten müssen. Wer jedoch richtig beten kann und sein Leben auf das Göttliche ausrichtet, dem dienen vermehrt die Ätherkräfte, sofern seine Seele weit genug gereinigt ist.

Schon des Öfteren wurde vom Geist der Wahrheit gesagt, der Mensch nähme Massenverlagerungen vor und baute geräuschstarke Maschinen. Auch wenn er glaubt, seine Technik wäre geräuscharm, so ist dies nur ein Trugschluss, da er um die stillen, friedvoll schwingenden Kräfte des Geistes wenig weiß. Jeder Geräuschpegel, sogar die Worte des Menschen, stört die kosmische Harmonie und verhindert, dass sich die grobstoffliche Struktur, die Materie, verfeinern kann.

Das gleiche gilt auch für den Menschen. Viel unkontrolliertes Reden und Gestikulieren stören die Seele und führen in der Seele und in der Zellstruktur des Körpers zu Spannungen. Die Ätherkräfte, das ewig bestehende Gesetz, und die Ätherformen des Geistes sind sanft fließende, geräuschlose Kräfte. Keines der reinen Geistwesen gestikuliert wie der Mensch und gibt derart disharmonische Laute von sich. Die ewigen Wesen haben die Lichtsprache, das heißt, sie drücken sich über Empfindungen aus. Deshalb ist im ewigen Sein die ewige Stille. Kein disharmonischer Laut stört das kosmische Wirken und die fortwährend fließenden, in Harmonie befindlichen Ätherkräfte. Alle vier bestehenden Elemente sind harmonisch aufeinander abgestimmt und bringen Farben und gesetzmäßige Formen hervor, die von ewiger Dauer sind.

Je geräuschvoller und lauter sich die Menschheit benimmt und der von ihr geschaffene Geräuschpegel ist, umso mehr verdrängt sie die heiligen Ätherkräfte, die auf die gegensätzlichen Schwingungen aller Geräusche reagieren und sich dadurch entweder zurückziehen oder latent verhalten. Es geht jedoch keine ausgesandte Schwingung verloren. Sowohl die positiven als auch die negativen Schwingungen finden ihren Widerhall. Die positiv ausgesandten Ströme verbinden sich mit den göttlichen Ätherkräften. Die negativen Schwingungen bleiben in der Atmosphäre, lähmen die Geistkraft und fallen wieder auf die Urheber zurück und nehmen immer mehr Gestalt an.

Der Eigenwille des gefallenen Geistwesens führte zur Verdichtung der Materie, zum Menschen mit seinen Krankheiten und Schicksalsschlägen

Diese gegensätzlichen Kräfte trugen bereits zur Bildung der Materie bei. Sie verringerten die hohen geistigen Ätherkräfte, machten diese weitgehendst wirkungslos und hielten sie latent. Durch Jahrmilliarden gegensätzlichen Wirkens der gefallenen Geistwesen entstand die höchste Verdichtung des Äthers, die Materie. Der Eigenwille der gefallenen Geistwesen, die sich mehr und mehr verdichteten, schuf Zeit und Raum. Der Gottesgeist beachtet den freien Willen Seiner Kinder. Über die Erkenntnis der selbstgeschaffenen Ursachen setzt die Reue ein, worauf sich sodann das göttliche Leben wieder aufbauen kann.

Ich sprach schon des Öfteren: Alles beruht auf Schwingung. Solange sich die Menschheit nicht auf das ewig bestehende Gesetz Gottes ausrichtet, wird sie sich von ihren Plagen, Krankheiten und Schicksalsschlägen nicht befreien können. Wenn auch der Mensch krampfhaft seine Krankheiten zu bekämpfen sucht, indem er in Laboratorien die Krankheitserreger untersucht und analysiert, um ein Gegenmittel zu finden, so ist dies alles nur eine Täuschung.

Hierzu ein Gleichnis: Wir denken an einen porösen Wasserschlauch, der an verschiedenen Stellen durchlässig ist. Der Mensch versucht, diese schadhaften Stellen zu verschließen. Das ist aber nur ein Scheinerfolg. Früher oder später bricht der poröse Wasserschlauch erneut, meist an einer anderen Stelle.

Der feinstoffliche Körper der gefallenen Geistwesen verpuppte sich in Jahrmilliarden mehr und mehr, das heißt, er verdichtete sich immer stärker und transformierte sich dadurch zum Menschen herunter. Die Zellen und Organe, der gesamte menschliche Körper, sind verdichtete Schwingungsfelder, verpolte geistige Atome, die nach und nach die Ummantelung der materiellen Form annahmen.

Wenn nun der Mensch in seinen Laboratorien ein neues Medikament für diese oder jene Krankheit gefunden hat, so flickt er damit im kranken Körper nur ein Organ. Die Krankheit bricht jedoch oftmals in einer anderen Zellverbindung wieder auf. Sie tritt eventuell mit ganz anderen Symptomen auf. Dagegen gibt es wieder Medikamente, wieder einen Flicken, bis diese Krankheit, die möglicherweise eine in den Körper ausfließende Seelenschuld war, durch das Medikament noch einmal in die Seele, in den Seelenkörper, zurückgedrängt wird und diesen erneut für das Geistige unempfindlich macht, weil ein gesetzwidriger Flicken, die irdische Medizin, die allwissende, weise und heilende Ätherkraft nicht wirken lässt.

Der nur scheinbar geheilte Mensch glaubt, er habe für seinen Körper alles getan, da er, so wie es momentan den Anschein hat, gesund geworden ist. Der Arzt freut sich, die Wissenschaftler rühmen sich, da sie glauben, ein wirksames Medikament gefunden zu haben, das die Krankheitsursachen bekämpft. Es war jedoch nur ein Flicken auf einem schon sehr porösen Schlauch.

So handelt die gesamte Menschheit auch mit ihrer Erde. Die Geräusche und Detonationen bilden die Löcher in dem porösen Schlauch Erde, Gebetsgedanken von guten, in Gott lebenden Menschen legen Flicken darauf. Die Mehrzahl der Menschheit ist jedoch durch ihr gegensätzliches Leben ständig dabei, die Erde und sich selbst mit niedrigen Schwingungen zu umgeben, wodurch die poröse Erde, der symbolisch gedachte Schlauch, an anderen Stellen aufbricht. Dann spricht der Mensch von Naturkatastrophen oder von der göttlichen Rache. In Wirklichkeit ist er derjenige, der die Ursachen schuf und die Wirkung vorantrieb.

Erst durch die Veredelung der Menschheit, jedes einzelnen Menschen, könnten die Erde und das gesamte Sonnensystem gesunden. Erst wenn die Menschheit von innen heraus, von der Seele her, vom Wesenskern, der sich in jeder Seele und in jedem Menschen befindet, gesundet, könnte auch der Wohnplanet Erde durch eine verfeinerte Schwingung, die vom Menschen ausgehen müsste, gehoben werden. Sie würde in höhere Schwingung gebracht werden, wodurch Mensch und Sonnensystem in einen gesetzmäßigen Rhythmus einbezogen werden könnten und die Rückbildung des Grobstofflichen in das Feinstoffliche gesetzmäßig ablaufen könnte. Durch diese Verfeinerung würden die Krankheiten und Schicksalsschläge der Menschen und die Erdkatastrophen abnehmen, weil die ewig bestehenden Ätherkräfte, das eherne Gesetz Gottes, durch vermehrte Intensität das Grobstoffliche verfeinern könnten.

Gesetzmäßiges Denken und Wirken führen in das Kraftfeld des göttlichen Geistes zurück

Was müsste der Mensch tun, um sein Leben zu ändern und die Elemente ansprechen zu können? Sowohl das Gute als auch das Böse geht vom Menschen und seiner belasteten Seele aus. Dieses Gegensätzliche brachte in einem Teil der Schöpfung die Disharmonie. Es sind die gefallenen Geistwesen, die sich durch ihr Denken und Wirken mit den von ihnen selbst geschaffenen Kräften ummantelten und nach und nach zu der erstarrten Form des Menschen wurden. Die Bosheit und Unwissenheit, die dem menschlichen Ich entsprangen, nimmt die entkörperte Seele mit in die Reiche der Reinigung hinüber. Von dort aus wirkt sie auf jene Menschen ein, die ihr schwingungsmäßig gleich sind und deshalb für ihre Einflüsterungen ansprechbar sind. Dadurch bleibt das Betätigungsfeld solcher Seelen die Erde. Sie läuterten als Mensch ihre Sinne nicht und stießen in dasselbe Horn wie viele unserer unwissenden und hartnäckigen verkörperten Brüder und Schwestern.

Jedem Menschen wird in seinem Leben durch den Geist mehrmals die Möglichkeit gegeben, sein derzeitiges Leben zu erkennen und zu ändern. Der träge Mensch jedoch nimmt den Fingerzeig seines eigenen Schicksals selten wahr, da er umkehren und sich anstrengen müsste. Das heißt, er müsste sich selbst läutern, bevor er seinen Mitmenschen gute Ratschläge erteilt.

Durch ein gesetzmäßiges Denken und Wirken jedes einzelnen Menschen würden auch die Umwelt und die Erde in das rechte Lot kommen und den Menschen dienen. Die Seelen und die Stätten der Reinigung müssten sich dadurch ebenfalls eines Besseren besinnen, da das Objekt ihrer Beeinflussung, der Mensch, nicht mehr auf ihre gegensätzlichen Einflüsterungen hören würde.

Was könnte geschehen, wenn sich die gesamte Menschheit änderte und das Gute, Gesetzmäßige anstrebte? Zuerst würde sich der Mensch von allen niederen Trieben reinigen. Dadurch käme seine Seele in immer höhere Schwingung. Die Kraft, die dies ermöglicht, ist die Geistkraft, der Äther, der die geläuterte Seele immer stärker durchdringt. Durch die Hinwendung zum Guten und Gesetzmäßigen könnte die ewig bestehende Ätherkraft allmählich die Herrschaft über die Menschen gewinnen. Durch dieses erhöhte Kräftepotential würde der Mensch mehr und mehr durchlichtet. Das heißt, seine Gesinnung dem Nächsten gegenüber wäre gut und könnte zum weiteren Aufstieg beitragen. Durch ein gesetzmäßiges Leben kämen sich die Menschen immer näher und würden zu wahren Brüdern. Mit der Zeit gäbe es keine Landesgrenzen mehr, da in den Menschen der ewige Geist, die Ätherkraft, als beherrschendes Bewusstsein wirken könnte. Sobald der Geist die Herrschaft über einen Menschen gewinnt, ändert sich dieser von innen heraus, das heißt vom Wesenskern der Seele aus. Das verläuft folgendermaßen:

Sobald ein Mensch den Fingerzeig seines eigenen Schicksals erkennt, der ein Fingerzeig Gottes ist, und sich dadurch eines Besseren besinnt, beginnt der Wesenskern der Seele intensiver zu pulsieren.

Der Geist macht den Menschen behutsam auf die Fehler und Schwächen aufmerksam. Hierbei wirken der Geist Gottes und der Schutzgeist eng zusammen. Die Aufbereitung des Menschen für das Gute beginnt über das Gewissen. Im Großhirn, gleich unter der Schädeldecke, befinden sich viele hochempfindliche Zellmembranen, die viel leichter und schneller zum Schwingen kommen als die übrigen Gehirnzellen. Diese Zellen bilden das Gewissen. Sie werden vom Geist Gottes, dem Wesenskern, und dem Schutzgeist zuerst berührt, wodurch sie gleichsam zu Polizisten des Menschen werden. Sobald sich der Mensch dem Guten und Absoluten zuwenden möchte, werden diese Zellen umgepolt, das heißt auf die fließende Ätherkraft ausgerichtet. Dadurch ist es dem Geist Gottes möglich, den Menschen immer wieder auf seine Gegensätzlichkeiten aufmerksam zu machen.

Durch die schon erwähnte Hinwendung zum Guten wird der in der Seele bisher weitgehend latente Wesenskern, die Urkraft, aktiv. Diese zieht zuerst des Nachts, wenn der Mensch schläft, vermehrt Ätherkräfte aus der Unendlichkeit an. Ätherkräfte sind Geist- oder Gotteskräfte. Diese Gotteskräfte fließen sodann in die Seele ein und verströmen sich über die seelisch-körperlichen Bewusstseinszentren in den Menschen.

Hört nun der Mensch auf sein Gewissen und befolgt er das Gute, so steigert sich die Zufuhr der Ätherkräfte. Wird der gute Wille zur Tat, indem der Mensch durch Gedanken, dann durch Handlungen gute Kräfte aussendet, so kommen diese Gehirnzellen, das Gewissen, in noch höhere Schwingung, denn alles, was schwingt, erzeugt Resonanzen. Hierzu ein Beispiel:

Wirfst du einen Stein ins Wasser, so löst du im Wasser Schwingungen aus, die wiederum ihre Kreise ziehen. So ist es auch, wenn in den Menschen durch ein an das Gute und Gesetzmäßige hingegebenes Leben verstärkt Geistkraft fließt. Sobald die Gewissenszellen die entsprechende Schwingung haben, wird diese Schwingung durch die fortwährend einfließende Geistkraft auf die tiefer liegenden Zellschichten, vor allem auf die des Großhirns, übertragen. Ist auf diese Weise ein Teil der Gehirnmasse gereinigt, dann hat der Mensch die ersten großen Anstrengungen hinter sich. Durch diese heilige Schubkraft wurde der Mensch bereits teilweise auf das Gute umgepolt und reagiert besser auf die einfließende Ätherkraft und die mahnende Stimme des Schutzgeistes. Bleibt der Mensch auf diesem gesetzmäßigen Lebenspfad, so wird er zu einem geistigen Menschen, der immer mehr Neigungen zum Guten zeigt.

Wer ist also der auslösende Faktor in diesem Geschehen? Der Mensch! Er muss sich zuerst den Ätherkräften, dem Gesetz Gottes, zuwenden und nach ihren Weisungen handeln. Erst wenn der Mensch um die Beständigkeit zum Guten bittet und die geistigen Gesetze, die auch für das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich gelten, verwirklicht, empfängt er in stets sich erhöhendem Maße Geistkraft. Durch diese erhöhten göttlichen Gaben erweitert sich auch die Seelenmasse, die sich sodann, nach und nach, über das Haupt des Menschen stülpt und die obere Gesichtshälfte bedeckt. Das hat zur Folge, dass sich auch die im Menschen befindlichen Bewusstseinszentren erweitern. Dies beginnt beim untersten Zentrum, beim Bewusstseinszentrum der Ordnung, das in der Steißbeinregion verankert ist.

Je mehr sich der Mensch im Laufe dieses Umpolungsprozesses Gott hingibt, umso mehr Geistkraft fließt in seine Seele und in die Gehirnzellen ein. Wird die Resonanz dieser Vorgänge in der Seele und in den Gehirnzellen nach und nach auf die gesamte Zellstruktur des Menschen übertragen, so pulsiert und schwingt alles Sein. Das heißt, durch die Kommandostelle, das Gehirn, das auf die hohen Energien des Geistes reagiert, kommt nach und nach der gesamte Körper in die geistig-göttliche Schwingung. Die Gehirnzellen, die den Körper des Menschen steuern, signalisieren sämtlichen Organen nur Positives, das heißt Gutes. Dadurch reagieren im Laufe des menschlichen Lebens alle Zellen und Organe des Körpers.

Dann erfüllt sich das Gesetz, und der Geist Gottes beherrscht die Materie, den Menschen. Dadurch verändern sich die im menschlichen Körper befindlichen Bewusstseinszentren, die sich am Ende dieses geistigen Prozesses nach und nach auflösen. An ihre Stelle treten die bis dahin nur in der Seele aktiven, höheren Geistkräfte, die ebenfalls Bewusstseinskräfte sind. Dies sind höchste Ätherkräfte, die nicht mehr als Bewusstseinsräder in Erscheinung treten, sondern als fließende Energien, welche sich immer stärker in die sich erweiternde Seele und in den Körper als hochpotenzierte Ätherkräfte verströmen. Diese hochpotenzierten Ätherkräfte bilden in der Nähe der Steißbeinregion eine Art weiße Ätherflamme, die die Wirbelsäule entlangzüngelt und sich mit dem Wesenskern in der Seele vereint.

Über die Reinigung der Seele und Vergrößerung des Ätherkörpers zur Entfaltung des Gottmenschen

Zu diesen eben geschilderten Vorgängen, die den Gottmenschen hervorbringen, möchte ich eine noch weiter in die Einzelheiten gehende Aufschlüsselung geben:

Die Struktur des Ätherleibes ist vollkommen anders als die Anatomie des irdischen Körpers. Der Ätherkörper besitzt sieben Kraftzentren, die Prismenkräfte sind, welche das von der Urkraft in der Seele, dem Wesenskern, ausgehende weiße Licht in Spektren zerlegen. Diese Spektralkräfte sind die Lebensbahnen des Ätherkörpers, die mit den Kräften der himmlischen Ebenen in absoluter Harmonie stehen. Das heißt: Der Geistkörper, sofern er absolut rein ist, ist eins mit der gesamten Schöpfung. Das besagt wiederum: Der Ätherkörper hat denselben Aufbau wie das gesamte Universum. Dieser Mikrokosmos reagiert wie der Makrokosmos, wie die gesamte Schöpfung. Jede Lichtbahn und jede Ätherkraft des Universums ist auch im Mikrokosmos, im reinen Geistkörper, voll aktiv und kann über den Wesenskern und die jeweiligen Prismenkräfte in erhöhte Aktion gebracht werden.

Die im menschlichen Körper befindlichen Bewusstseinsräder sind nichts anderes als die sieben Hüllen, mit denen sich die Seele durch ihr gegensätzliches Leben umkleidet hat. Die ersten vier Hüllen sind die Reinigungsbereiche, die weiteren drei sind Vorbereitungsebenen. Auch die Seelenpartikel tragen die Belastung dieser sieben Gewänder, denn die Seele ist das Buch des Lebens. Erst wenn sich diese Hüllen nach und nach auflösen, reinigen sich auch die Seelenpartikel, wodurch sich die Seele vergrößert, da sie durch die Reinigung vermehrt Geistkräfte empfängt. Wenn die Seele inkarniert ist, bilden diese sieben Gewänder der Seele die im Menschen befindlichen Bewusstseinsräder. Sie entstehen nach und nach im neugeborenen Menschen und nehmen, unmerklich für den Menschen, ihre Funktion auf.

Sobald sich also die Seele reinigt, vergrößert sich dieser Ätherkörper und beginnt, sich mehr und mehr über das Haupt des Menschen zu stülpen. Je stärker sich die Seele reinigt, umso mehr erweitert sich auch das göttliche Bewusstsein. Es sind hochpotenzierte Ätherkräfte, auch Prismenkräfte genannt, die erhöht wirksam werden. Die bestehenden Hüllen, die sich im menschlichen Körper als Bewusstseinsräder gebildet haben, lösen sich in dem Maße auf, in dem sich die Seele vergrößert und sich von oben, vom Haupt her, über den Menschen stülpt. Diese sieben im Menschen befindlichen Bewusstseinszentren werden durch die erhöhten Geistkräfte immer lichter.

Zuerst löst sich das Bewusstseinszentrum in der Steißbeinregion ganz auf. An seine Stelle tritt die erste Prismenströmung, die sich nach und nach zu einer Flamme ausbildet, da sich auch die Seelenmasse mehr und mehr erweitert. Diese Prismenkräfte sind Lichtzentren im Ätherkörper, in der Seele. Wenn sich die Seele zunächst über die obere Gesichtshälfte ausbreitet, sodann das ganze Gesicht einnimmt, sich weiter über den Hals und über die Brust erweitert und sich zuletzt über den ganzen Menschen stülpt, so ist für den Menschen trotzdem nur der Körper sichtbar, da ja die Seele Äther ist. Diese Vorgänge jedoch, die sowohl außerhalb als auch im menschlichen Körper ablaufen, können von dem werdenden Gottmenschen sehr deutlich wahrgenommen werden. Durch diesen Umpolungs- und Umstülpungsprozess wird der Mensch von der göttlichen Ätherkraft immer stärker durchflutet. Je mehr sich die Seele erweitert, umso stärker treten die Prismenkräfte in Aktion. Die Bewusstseinszentren, die Hüllen der Seele, lösen sich nach und nach auf, wodurch sich im und am Menschen eine vollkommen veränderte Strömung bemerkbar macht.

Solange die Bewusstseinsräder aktiv waren, bemerkte der reifende Mensch in seinem Körper die fließende Energie des Geistes. Er verspürte, wie die Geistkraft hinabfloss, wie die Bewusstseinsräder rotierten und die Geistkraft wieder zum Wesenskern zurückfloss. Er nahm auch da und dort die Geistkräfte in den Organen wahr, später sodann in seinem Körper das Wehen des Heiligen Geistes.

Sobald sich aber die Seele erweitert und sich der Geistleib herauskristallisiert, bemerkt der werdende Gottmensch andere Vorgänge, nämlich die Strömungen des Geistes als erweiterte Kraftbahnen und das Hinaufzüngeln der Flamme.

Diese Vorgänge musste ich etwas ausführlicher offenbaren, weil diese, wie dargelegt, den Menschen zum Gott-Menschen machen. Er hat gelernt, sich selbst zu beherrschen, die Elemente innerhalb seines Körpers ebenso wie auch die Elemente im Kosmos.

Diese Vorgänge bilden die Metamorphose vom Menschen zum Gottmenschen. Für Außenstehende sind diese nicht sichtbar, für den unmittelbar Betroffenen jedoch fühlbar. Dem Menschen, dem sein Körper gehorcht, weil er seine Seele voll zur Entfaltung gebracht hat, dienen die gesamten Geistkräfte des Mineral-, Pflanzen- und Tierreichs, und auch die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft gehorchen ihm. Diese eben geschilderten Vorgänge bilden einen sehr langsamen Prozess, der von demjenigen, der den Weg der absoluten Selbstaufgabe und der Hinwendung zur Gottheit beschreitet, deutlich beobachtet werden kann. Die Kräfte dienen dem Menschen, die Elemente gehorchen ihm.

Segen und Wohlergehen durch die Kraft der Gedanken

Das Leben Gottes ist ewig bestehende Kraft.

Diese Kraft entspringt den geistigen Atomen, die sofort wirksam werden, wenn der Mensch den Willen Gottes befolgt. Der Wille Gottes ist das treibende Element. Der Wille, eine Wesenheit des Absoluten, der auch als Bewusstseinskraft im Menschen wirkt, versucht diesen fortwährend zu lenken, damit er hohe Gedanken entwickelt und auch entsprechend handelt.

Sofern der Mensch sich dieser göttlichen Schulung seines Willens hingibt und seine Lebensweise ändert, führt dies zur geistigen Reife und immerwährenden Aktivität der göttlichen Kräfte. Die Lebensgewohnheiten des auf dem geistigen Weg befindlichen Menschen, seine Denk- und Handlungsweisen, auch seine Charaktereigenschaften werden sich vollkommen ändern. Müdigkeit und Trägheit lassen nach. Der Mensch wird selbstlos und gottergeben. Krankheiten werden durch die innere Kraft geheilt oder gelindert. Die Essensgewohnheiten verändern sich, der Mensch meidet nach und nach alle tierische Nahrung, er verringert auch seine Nahrungsmenge und bleibt trotz allem frisch, gesund und elastisch. Auf dem Weg der geistigen Bewusstwerdung ordnet der Mensch mehr und mehr seine Gedanken, wird hilfsbereit, zufrieden und still. Sein ganzer Körper kommt in Harmonie, sein Schreiten ist ausgewogen, seine Gestik harmonisch, das Verständnis gegenüber seiner Umwelt wächst. An die Stelle der Eigenliebe und Selbstsucht treten Gottesliebe, Verständnis und Liebe für den Nächsten, und der Wunsch, zu lindern und zu helfen, wird immer größer. Ein solcher Mensch, der von der inneren Kraft aufbereitet wird, lernt diese auch anzuwenden. Er erlebt, dass der Gottesgeist Energie ist, die er durch die Schulung seines Willens empfangen darf.

Sobald sich der Mensch der Führung Gottes anvertraut, machen sich im Menschen die geistigen Ströme, es sind die Ätherkräfte, bemerkbar, welche zum Führer und Lenker des physischen Körpers werden. Die im Körper wirkenden Ätherkräfte sind bei vielen Menschen im hohen Maße latent, das heißt, ihre Funktion ist sehr gering, weil sie vom Menschen nicht angesprochen werden können. Bei einem Gottsuchenden nehmen diese heiligen Kräfte Form und Gestalt an, indem sie den inneren Seelenkörper erweitern und sich dadurch nicht nur als Lenker des physischen Körpers zeigen, sondern auch als Kräfte, die den irdischen Leib einhüllen und schützen. Sie machen den Menschen zum wahren Kind Gottes, nämlich zum Gottmenschen, der sich nach und nach zu beherrschen gelernt hat und wahrlich der Menschheit dienen kann. Ein solcher Mensch könnte die Welt zum Gesundbrunnen Gottes führen, sofern die Weltlinge ihm Gehör schenken würden. In dieser Vater-Kind-Verbindung wirkt nicht mehr der Mensch selbst, sondern es ist der Geist Gottes, der Vater aller Kinder, der durch Sein williges Instrument wirkt. Einem solchen Menschen dienen die Kräfte und Elemente des Universums.

Die Gedanken sind die größten Kräfte der Schöpfung. Als Gott die himmlischen Welten schuf, war das »Wort«, das heißt: der Gedanke. In Wirklichkeit war es Seine Allmachtsempfindung. Er, der Herr, sah Sein Werk schon vollendet.

Jeder Gedanke sollte absolut sein und nur Vollkommenes hervorbringen. In einem solchen göttlichen Gedanken liegt die Kraft zur Vollendung. Je höher ein Lichtgedanke schwingt, umso größer ist die sich daraus ergebende positive Wirkung. Ein göttlich reiner Gedanke ist schöpferisch und findet zuerst in der Seele seinen Widerhall, bevor er in den Menschen eindringt. Deshalb ist es für den Menschen nie zu früh, mit der Überwachung von Empfindungen und Gedanken zu beginnen, sie abzuwägen und zu prüfen und den durch die Schulung auf die göttlichen Gesetze ausgerichteten Willen zu stählen, damit ihm der göttliche Strom dienen kann.

Hier möchte ich noch einmal wiederholen, und das ist sehr wesentlich: Der Mensch muss lernen, sich auf Gott und Seinen Willen auszurichten. Schult der Mensch jedoch seinen Eigenwillen, den er für Selbstzwecke einsetzen möchte, so programmiert er dadurch sein Unterbewusstsein. Das sind bestimmte Gehirnzellen, die vermehrt im Kleinhirn vorhanden sind. Durch diese nicht gesetzmäßige Programmierung kann der Mensch in den Astralbereich abgleiten. Er zieht dadurch nicht göttliche Kräfte an, sondern Astralwesen, das heißt Seelen noch auf die Erde ausgerichteter verstorbener Menschen. Diese versuchen, ihm zu dienen und seine Wünsche zu erfüllen. Solche noch mit niederen Neigungen behafteten Seelen verfügen über wenig eigene Kräfte. Da sie im Erdbereich verbleiben und tätig werden wollen, versuchen sie, magnetisch anderweitig Kräfte herbeizuziehen. Sie nehmen diese entweder von willensschwachen Menschen oder aus dem atmosphärischen Raum, aus der Ätherchronik. Diese Energien übertragen sie dann solchen Menschen, die ihr Unterbewusstsein für selbstsüchtige Zwecke programmiert haben. Diesbezüglich ist also Vorsicht geboten.

Wer nicht diese Astralkräfte, sondern die reinen Gotteskräfte erbittet, muss ein selbstloses, hingebungsvolles Leben führen, damit ihm diese heiligen Geistkräfte dienen können. Die aus den atmosphärischen Bereichen angezogenen Astralkräfte sind nur momentan scheinbar nützlich, sie dienen nur für kurze Zeit materiellen Zwecken. Diese gegensätzlichen Kräfte sind der Seele nicht förderlich, sondern stimmen sie eher überheblich und geltungssüchtig, was einst von der Seele abgetragen werden muss. Jene unlauteren und niederen Kräfte sind keine Gotteskräfte, sie schaden dem Menschen, der sie anfordert oder annimmt.

Der Mensch selbst erkennt nicht, was für ihn gut und heilsam ist. Er kann dies nur erkennen durch die allwissenden Ätherkräfte, das allumfassende Gesetz Gottes, das lenkend in ihm fließen möchte. Deshalb, o Mensch, kommt es auf die Ausrichtung an, bedenke dies!

Die geistigen Kräfte sind auch Heilkräfte, die jeder Mensch erbitten kann

Die gesetzmäßigen Kräfte des Geistes sind auch Heilkräfte, die in einem geistig aufbereiteten Menschen verstärkt fließen und anderen Heilung-Suchenden übertragen werden können, sofern diese hierfür aufgeschlossen sind. Bei dieser Kräfteübertragung findet ein Kontakt zwischen dem Christusheiler und dem Heilung-Suchenden statt, der durch den Wesenskern, der in jeder Seele ist, ausgelöst wird. Deshalb legen die wahren Christusheiler zuerst ihre Hände auf den Hinterkopf des Heilung-Suchenden, um mit der im Menschen fließenden Gotteskraft in Berührung zu kommen.

Verharrt der Heilung-Suchende während der Christusheilung willenlos und passiv, ohne Glauben an den inneren Arzt und Heiler, an das in ihm fließende Gesetz Gottes, so findet kein enger Zusammenschluss dieser geistigen Kräfte statt. Das heißt, die Energie kann nur sehr gering oder gar nicht vom Christusheiler zum Heilung-Suchenden fließen. Deshalb sagte Jesus: »Nach deinem Glauben wird dir gegeben!« Das bedeutet also: Wenn der Mensch an den Christus­Gottes-Geist in seinem Innersten glaubt und sich Ihm hingibt, indem er sich auf Ihn ausrichtet, so findet der geistige Kontakt zwischen dem Christusheiler und dem Heilung-Suchenden statt.

Jesus sprach aber auch noch sinngemäß: »Gehet hin und sündigt fortan nicht mehr.« Das soll heißen: Wenn der Mensch wieder in seine alten Gewohnheiten und Laster zurückfällt und sich aufs neue durch die Abwendung von der Gotteskraft belastet, indem er erneut gesetzwidrigen Ideen nachhängt und seine Gedanken unkontrolliert lässt, so reduziert er die ihm übertragene oder durch das Gebet und die eigene Hinwendung erhaltene Geistkraft. Dadurch können seine alten Leiden und Gewohnheiten oder noch weit größere Unannehmlichkeiten auftreten, da er durch gesetzwidrige Denk- und Handlungsweise diese Geistkraft, die Heilkraft, erneut reduziert.

Der Mensch bedarf nicht unbedingt eines Übermittlers der Geistkraft, eines Christusheilers. Sofern er sich durch göttliche Schulung seines Willens und das tiefe Herzensgebet auf eine höhere geistige Ebene begeben konnte, in der die Geistkraft ohne das Zutun eines Zweiten oder Dritten wirksam wird, so kann unmittelbar die göttliche Hilfe über das Innerste der Seele erfolgen. Wie ich soeben offenbarte, können diese göttlichen Heilkräfte vom Menschen selbst erbeten werden, da in jedem Menschen der Mikrokosmos, die Seele, ist, die aus dem Makrokosmos, dem großen Ganzen, hervorgegangen ist.

Vom rechten Gebrauch der göttlichen Ätherkräfte, die alle Lebensformen durchdringen

Einem geistig hochstehenden Menschen, der diese Ätherkräfte zu lenken weiß, fließen sie nicht nur von innen, sondern auch von außen über die Odkräfte zu, denn alles Sein beruht auf Energie.

Es ist sehr wesentlich, welche Energie der Mensch erbittet und auf welche Kräfte er sich ausrichtet. Die Ätherkräfte sind um und in jeder Lebensform. Jede reine Lebensform ist bereit, dem Nächsten zu dienen, da das Dienen am Nächsten gesetzmäßig ist. Die reinen Seinsformen verwirklichen das allumfassende, dienende Gesetz Gottes. Auch die Mineralien, Pflanzen- und Tierreiche möchten dem Menschen dienen. Da aber der nach außen gekehrte Mensch um die göttlichen Gesetzmäßigkeiten wenig weiß und sie auch nicht annehmen möchte, schändet er diese Lebensformen, nicht zum Heil und Wohl seiner selbst, sondern zum Weh und Ach seines eigenen Körpers und seiner Umwelt.

»Gott, unser Herr, ließ die Kräuter zum Wohle der Menschheit wachsen«, so sagt der Mensch. Durch die Kräuter jedoch gehen gesetzmäßige Gottesströme, die im geistigen Reich, in den Entwicklungsbereichen, ihre wahre Aufgabe haben. Nach dem Plan der Schöpfung enthalten die Heilkräuter Ansprechungskräfte, auf die sich der kranke Mensch gedanklich ausrichten sollte, um deren Heilkräfte, ohne sie zu pflücken, empfangen zu können. Da der Mensch diese Einheitsverbindung mit allem Sein verloren hat, sind die Heilkräuter Gnadengaben des Geistes, die er zur Herbeiführung seiner Heilung ernten darf. Jede Nahrungsaufnahme ist nur ein Hilfsmittel, weil die Aktivität des Geistkörpers im Menschen nicht voll wirksam ist.

Die unwissende Menschheit beutet die Erde aus. Sie bedarf der Rohstoffe, der Mineralien und dergleichen. Nach dem Gesetz Gottes sind diese nur Ansprechungskräfte, da ihre Geistkraft in der Seele jedes Menschen vorhanden ist. Um positiv wirken und schaffen zu können, bedarf es der Wechselwirkung zwischen der jeweiligen Substanz in der Seele und in der Außenwelt. Sowohl im Mineral als auch im Pflanzen- und Tierreich befinden sich die zurückgezogenen Ätherkräfte. Diese Ansprechungskräfte sind nur deshalb dem Menschen nicht zugänglich, weil die Kinder Gottes diese hohen Schöpferkräfte unbeachtet ließen und die Welt nach ihren, im Unwissen geborenen Vorstellungen gestalteten. Die Materie ist nichts anderes als ein niedrig schwingendes Energiefeld, welches das geistig hohe Energiepotential weitgehend verdrängt hat und dieses mit geringen Energien umhüllte.

Erst wenn sich der einzelne Mensch Gott zuwendet und die Gesetzmäßigkeiten Gottes befolgt, sich alles in Liebe untertan macht, werden sich die Ätherkräfte wieder vollkommen entfalten können, wodurch das schon Offenbarte in Erscheinung treten könnte. Der geistige Leib, der Ätherleib, wird dadurch nach und nach wieder voll wirksam werden und sowohl den Menschen als auch die Materie einhüllen. Dann erst kann zu Recht gesagt werden: Der Geist beherrscht die Materie.

Was sich in und um den Menschen zutragen kann, das könnte in den gesamten materiellen Bereichen geschehen, sowohl in den Mineral- als auch in den Pflanzen- und Tierreichen. Die innere, die geistige Struktur müsste sich nach außen kehren, um die Materie zu beherrschen. Dadurch würde das gesamte Sonnensystem nach und nach in eine höhere Schwingung gelangen, wobei sich die Materie nach und nach auflösen würde und sich der Urzustand, das rein Feinstoffliche und Geistige, herausbilden könnte. Dann gäbe es kein Sterben mehr, kein Abwerfen der Hülle, sondern die Umwandlung vom Grobstofflichen in das Feinstoffliche. Das alles müsste aber vom Menschen aus geschehen, weil der Mensch der Urheber dieses enormen Verdichtungsgrades ist.

Sämtliche Lebensformen reagieren auf die Ätherkräfte. Wenn sich der Mensch dieser hohen Kräfte bedienen würde, so könnten von ihm hohe Lichtkräfte ausgehen, welche die Umwelt verfeinern würden, in dem Grade, in dem sich der Mensch selbst verfeinert. Einem Gottmenschen, der die inneren Ätherkräfte anzuwenden weiß, dem dienen sie auch.

Schon ein gesetzmäßiger Gedanke stellt zum All-Leben eine Verbindung her, sei es zu einer Pflanze, zum Mineral- oder Tierreich, wodurch die entsprechenden Ätherkräfte fließen und den Menschen dienen. So würde es keiner Erdverlagerungen zum Erlangen von Rohstoffen bedürfen und auch keines Pflückens von Heilkräutern. Auch ein übermäßiger Anbau von Obst und Gemüse wäre nicht erforderlich. Die Geistsubstanzen, die Ätherkräfte, sind sowohl in der Unendlichkeit als auch im Menschen vorhanden. Es bedarf nur der rechten Ansprechung, und sie dienen ihm. Feuer, Wasser, Erde und Luft sind sowohl geistige als auch irdische Elemente. Bedienst du dich der geistigen Elemente, so wird sich durch dich alles vollziehen, sofern du mit Gott, deinem Vater, in Harmonie bist. Es ist vom Geiste aus nicht notwendig, Erdverlagerungen vorzunehmen, um beispielsweise Metalle zu entnehmen, weil die im Erdreich bestehenden Substanzen auch in dir, in deiner Seele sind. Es wäre nicht unbedingt erforderlich, Kräuter zu pflücken, weil die geistige Substanz in der Seele vorhanden ist. Sofern du diese erwecken kannst, wird sie dir dienen. Der Mensch müsste weder frieren noch im Schweiße seines Angesichtes das Brot verdienen.

Alles, was du brauchst, o Mensch, ist in dir. Der rechte Gebrauch dieser Kräfte würde alles hervorbringen.

Alles Verdichtete muss umgewandelt werden

Viele, die diese Offenbarung lesen und unwissend sind, werden sagen, das sei Utopie und wäre nicht real. O erkennt: Was der Mensch tut, ist nicht gesetzmäßig und hat in der göttlichen Wirklichkeit keinen Bestand.

Gott, euer Vater, ist die Liebe.

Was der Mensch nicht aus dieser absoluten Liebe tut, kann auf die Dauer nicht bestehen. Die nur menschliche Denk- und Handlungsweise schafft Krankheiten, Nöte, Bedrängnisse, und zuletzt ist immer wieder der Zerfall als Ende angezeigt. Deshalb ist die Materie nicht ewig existent. Diese Struktur wird der Expansion und Auflösung anheimfallen, weil sich der Geist, die Ätherkraft, nicht entfalten kann, um den Menschen, seine Erde und das ganze Sonnensystem auf eine hohe Schwingung zu bringen, um sie umzuwandeln.

Der Mensch, der Urheber aller Gegensätzlichkeiten, ändert sein Leben nicht. Er gehorcht nicht der Ätherkraft, dem Geist Gottes, seinem Vater. Dadurch können sich diese heiligen Kräfte nicht entfalten. Die Menschheit verstößt täglich gegen diese ewig bestehende, heilige Ätherkraft und hindert sie, die Assimilation vorzunehmen. Da aber alles einem gesetzmäßigen Ablauf unterliegt und alles wieder dem ursprünglichen, ewig reinen Zustand zugeführt werden muss, strömen nun aus der Urzentralsonne über die sieben Prismensonnen umwandelnde Ätherkräfte in sämtliche verdichteten Bereiche ein, um die Verfeinerung und die Assimilierung an das ewig Göttliche herbeizuführen. Weil die Menschheit jedoch weiterhin gegensätzlich denkt und wirkt und nicht bereit ist, diese göttlichen Kräfte zuerst in sich selbst wirksam werden zu lassen, so wird auch diese Erde, wie die Seele des Menschen, entbunden werden müssen. Das heißt, die Erdseele wird die Verdichtung, ihre materielle Umhüllung abwerfen, so wie die Menschenseele ihren Körper. Das wird große Katastrophen mit sich bringen. Diese Ausbrüche der Erde sind die Krankheiten des großen Erdmenschen, der Erde. Das letzte Aufbäumen der Erde wird geschehen, wenn das Wassermannzeitalter zu Ende geht.

Dann kann das ewig Bestehende, das Gesetz der Liebe, voll wirksam werden.

Dasselbe gilt beim Menschen. Auch der kranke Mensch lehnt sich gegen seine Krankheit und gegen Gott auf, bis er nach dem letzten Aufbäumen seines Körpers zusammenbricht und daraufhin die Seele entweicht. Diese muss sich jedoch in den Reinigungsebenen von ihren Gegensätzlichkeiten befreien. Erst wenn sie geläutert ist, kann in ihr das Gesetz der Liebe vollkommen wirksam werden. Durch die Schubkraft des Christusgeistes, der der gesamten Menschheit aus Seiner Kraft der Barmherzigkeit Auferstehungskräfte verlieh, wären dem Menschen Möglichkeiten gegeben, dies zu verhindern.

Wenn der Mensch jedoch diese Kraft nicht erbittet, indem er ein gottgewolltes Leben führt, so wird er seinem Trugbild unterliegen und unsagbares Leid erdulden müssen.

Der Mensch ist ein Kind Gottes, und des Menschen Seele ist unsterblich. Früher oder später muss sich dieses ewige schöpferische Gebilde, die Seele, der Läuterung unterziehen. Jede Seele wird einst die in ihr existenten Ätherkräfte beleben müssen, um ein wahres und rein göttliches Kind zu werden. Die verstärkte Wiederbelebung und Entwicklung dieser Urkräfte kann für eine sehr belastete Seele zum Leidensweg werden. Diese Erde wurde durch die Opfertat von Jesus Christus zur Schulungs- und Bewährungsstätte für Seelen und Menschen. In dieser Lebensschule wird der ehrlich suchenden Seele und dem nach Gott strebenden Menschen die Möglichkeit gegeben, die Seele wesentlich schneller als in den Läuterungsstätten zu reinigen, da auf der Erde die Ätherkräfte wirksam werden, sofern der Mensch im Gesetz des Herrn lebt und diese Kräfte erbittet, um die Materie durch den Geist Gottes beherrschen zu können.

Um sich dieser heiligen Kraft bewusst zu werden, bedarf es des rechten Denkens und Handelns.

Wer in das Reich Gottes eingehen möchte, muss den Himmel mitbringen

Es wurde bereits offenbart, dass der Mensch, der sich einer göttlichgeistigen Schulung unterziehen möchte, um ein wahrer Christ, ein Christ des Inneren, zu werden, lernen muss, seinen Körper zu beherrschen. Das geschieht am besten jeden Morgen durch die Programmierung von Gehirn und Seele auf Gott. Diese Programmierungen sollten während des Tages wiederholt werden.

Auch wird der wahrhaft strebsame Gottsucher durch die Erkenntniskräfte des Geistes nach und nach lernen, welche Nahrung für ihn gut und heilsam ist. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Mensch vor allem die Selbstkontrolle und die Selbstzucht übt und nicht nur auf seine Nahrung achtet. Dabei ist die Überwachung der Empfindungen und Gedanken wichtig, denn ein niederer Gedanke schadet dem Menschen mehr als eine schlechte, nicht im Gesetz Gottes schwingende Ernährungsweise. Durch gegensätzliche Gedanken bauen sich in der Seele und im Menschen tierische Neigungen auf, die ihn zu Niederem veranlassen.

Der Geist des Lebens unterweist die Menschheit immer wieder in der positiven Denk- und Handlungsweise, denn sowohl eine negative Empfindung als auch ein entsprechend negativer, das heißt unreiner Gedanke bilden die Ursachen vieler Übel. Die Nahrungsaufnahme sei hierbei erst an zweiter Stelle genannt, obwohl sie auch entscheidend mit zur Gesetzeserfüllung beiträgt.

Ausschlaggebend sind jedoch die Empfindungen und Gedanken. Der Mensch kann sich den Himmel weder erlesen noch durch Vegetarismus eressen. Ebenso ausschlaggebend ist die Entwicklung der Ätherkräfte im Menschen durch eine Lebensweise nach den Gesetzen Gottes. Einzig an der Verwirklichung dieser Gesetze wird die Seele gemessen.

Wer in das Reich Gottes eingehen möchte, der muss den Himmel mitbringen. Der Himmel ist die gereinigte Seele. Die Seele regeneriert sich nur, wenn der Mensch das Lebensgebot, das Gebot aller Gebote, die Liebe, in allen Einzelheiten beachtet. Der Himmel ist die Absolutheit, der Ausdruck des Höchsten und Reinsten, er hat die höchste Schwingungszahl. Diese Schwingung muss deine Seele durch eine entsprechende Lebensweise erreichen und mitbringen, um in das Vaterhaus, die Himmel, eingehen zu können.

Vor allem das Herzensgebet in Verbindung mit positiver Denk- und Handlungsweise führt eine hohe Seelenschwingung herbei. Auch harmonische Musik und leichte Körperübungen erhöhen die Schwingung der Seele. Der Berufstätige sollte auch an seinem Arbeitsplatz den Mitmenschen selbstlos begegnen und beistehen und die ihm übertragene Arbeit gut und zum Wohle der Allgemeinheit ausführen. Dieses edle Wirken schafft Zufriedenheit, Selbstsicherheit und Harmonie. Durch eine solche Handlungsweise ermüdet der Körper nicht so schnell, wodurch der Feierabend weitere Stunden in Harmonie bringen kann. Das Abendgebet wird fruchtbar werden und weitere Geistkräfte anziehen. Diese dienen sodann dem ruhenden und schlafenden Körper und der auch des Nachts aktiven Seele.

Die Auswirkungen negativer Gedanken und menschlicher Vorstellungen

Oftmals wird die Frage gestellt: »Was ist ein negativer Gedanke?« Schon allein, wenn der Mensch glaubt, dass das von ihm erworbene Hab und Gut sein Eigentum sei, ist dies eine negative Empfindung oder ein negativer Gedanke. Die wenigsten Menschen wissen, dass ihre Habe, die sie meinen sich geschaffen zu haben, in Wirklichkeit nicht ihr eigen ist, sondern die Folge der Gnade Gottes. Der Herr verlieh dem Menschen die Kraft zur Arbeit. Wer anders denkt, hat sich schon mit den ersten gegensätzlichen Gedanken umwölkt und seine Seele auf Selbstsucht programmiert. Seine Seele haftet an dem erworbenen Gut, und sie wird dadurch an diese Welt gebunden. Der Mensch sollte das ihm verliehene Gnadengeschenk gut verwalten und ein unbeschwertes Menschenkind bleiben, das sich an nichts bindet, da es weiß, dass alles Hab und Gut nur eine kurze Zeit Leihgabe Gottes ist.

Die Gedankenwelt des Menschen kreist meist um seine eigenen Belange. Der Weltmensch ist meist nur mit sich selbst beschäftigt. So überlegt er, was er sich heute oder morgen gönnen könnte, um sein Wohl zu fördern. Sein Bestreben liegt darin, herauszufinden, welche Nahrung, welches Kräutlein und Medikament seinen Körper elastisch, frisch und gesund erhalten könnten. Diese Denkweise trägt bereits zur Reduzierung der Ätherkräfte bei, die ihm alles schenken könnten, was er für sein irdisches und geistiges Wohl benötigt. Der Geist, die ewig bestehende Ätherkraft in der Seele und im Menschen, könnte der Ernährer und Heiler sein.

Durch negative, das heißt unlautere Gedanken und menschliche Vorstellungen erlahmt der Wille zum Guten. Dadurch mindert sich die göttliche Willenskraft, wodurch die Seele nicht auf den Weg zur Gottheit findet. Das Geistwesen, das in Jahrmilliarden zum Menschen wurde, erkennt nicht mehr die Macht und die Wirkung der Gedanken. Durch niedere Gedanken, die das Geistwesen und den Menschen einengten, entstand die Vorstellung von Zeit und Raum. Als Folge dieser Begrenzung erlahmte der Weitblick für das Zeit- und Raumlose. Dadurch erfolgte die Verschattung des Geistkörpers und die Einengung der Seele und der menschlichen Vorstellungs- und Erkenntnisfähigkeit.

Vom menschlichen Gehirn aus wird alles gesteuert, so auch die Augen. Die Augen sahen nur noch die sich mehr und mehr verdichtenden Schwingungen, aus denen sich der Raum herauskristallisierte und unweigerlich die Zeiteinheiten entstanden. Das Auge spiegelt nur das im Gehirn Programmierte wider. Schon allein durch die Vorstellung der Menschheit von Zeit und Raum, die sich auf alle materiellen und teilmateriellen Bereiche übertrug, erfolgte die Reduzierung der heiligen Kräfte, wodurch der Geistleib und später der Mensch in seiner Beweglichkeit erlahmte und seine Verbindung mit der kosmischen Einheit verlor. Infolge dieser Begrenztheit ist es deshalb dem Menschen nicht mehr möglich, in den sieben göttlichen Dimensionen zu denken, sondern nur noch – seiner Einschränkung entsprechend – in dem dreidimensionalen Raum und in der Zeit. So unvorstellbar dies für den Menschen auch klingen mag, es ist die Wahrheit, da alles auf Schwingung beruht.

Wenn der Mensch glaubt, Gott sei außerhalb seines Selbst, so wird ihm Gott niemals als Gott des Inneren bewusst werden, weil ihm hierfür das Empfinden fehlt. Durch Unwissenheit und falsches Denken baute sich der Mensch eine Märchenwelt auf, in der er Gott als einen alten, gestrengen Herrn, über den Wolken thronend, glaubt, der in einer unermesslichen Entfernung, getrennt von Seinen Kindern, lebt und auf diese streng herabblickt, um sie nach dem Gewicht ihrer Fehler zu bestrafen.

Die Reaktion der Körperzellen auf negative Gedanken und Medikamente

Erkenne, o Mensch, Gott ist Geist, und der Geist wohnt in dir. In jeder Zelle deines Körpers befindet sich Seine dynamische Kraft. Wenn der Mensch jedoch seine Körperzellen mit niederen Gedanken, Worten und mit gegensätzlicher Nahrung speist, so werden seine Körperzellen zu rein materiellen Zellkindern. Die Zellstruktur reagiert, so wie die Seele, auf jede Regung, sowohl positiver als auch negativer Art. Deshalb sollte der Mensch bestrebt sein, nur hochschwingende Gedanken zu entwickeln und eine dem Gesetz des Herrn entsprechende Lebensweise zu führen. Durch unbedachtes Denken und Handeln beginnt der Mensch die in seinen Körperzellen befindlichen Ätherkräfte zu mindern, wodurch die Zellkinder, es sind die Zellen des Körpers, immer schwächer werden und zuletzt erkranken. Sind die Körperzellen noch nicht an pharmazeutische Medikamente gewöhnt, so bringt allein schon der Gedanke »Ich nehme eine Medizin« die Zellkinder in Aufruhr.

Die Macht der Gedanken wurde von der Menschheit noch nicht erforscht. Deshalb kann der Mensch weder einen positiven noch einen negativen Gedanken analysieren, und er vermag somit nicht zu sagen, welche Resonanzen Gedanken sowohl im seelischen als auch im physischen Bereich auslösen. Durch den Gedanken an ein Medikament gibt der Mensch dem inneren Arzt, der Ätherkraft, nicht mehr die Möglichkeit, zu wirken und zu heilen. Weil der Mensch die göttlichen Ätherkräfte nicht erbittet, zieht sich der innere Arzt zurück, oder er verbleibt weitgehend in den Zellen des menschlichen Körpers latent. Sobald die Ätherkraft zurückweicht, sehnen sich die schwachen Zellkinder vermehrt nach Lebensenergie. Sie öffnen ihre Zellmünder, das heißt, sie richten sich nun nicht mehr auf die Ätherkraft aus, sondern auf das ihnen zugedachte Medikament, das sie gierig aufnehmen. Haben sie eine bestimmte Dosis erhalten, so sind sie zufrieden, solange die betäubende Wirkung des Medikamentes oder dessen äußerer Energiestoß anhält. Diese Kraftzufuhr ist jedoch nicht nachhaltig, weil alles, was von außen geschieht, nur von kurzer Dauer ist.

Was tun sodann die kranken, nun aufs Neue ermüdeten Zellkinder? Sie erbitten durch Schmerzen, Ermüdungserscheinungen oder Gaumenlust immer mehr. Der Mensch möge jedoch bedenken, dass die natürlichste Medizin edle Gedanken sind. Je göttlicher die Gedanken sind, umso lichter und gesünder ist auch der Leib des Menschen. Gegensätzliches, das heißt animalisches Empfinden und Denken führt zu einer Verringerung der Seelenschwingung, und der Körper wird mehr und mehr anfällig für Krankheiten und Schicksalsschläge.

Durch ein ständiges Fehlverhalten des Menschen verlangen die Zellen und Organe immer mehr Medikamente und auch Nahrung. Der Mensch könnte mit einer weit geringeren Nahrungsmenge seinen Körper gesund und kräftig erhalten. Durch eine falsche Lebensweise programmiert der Mensch seine Organe und den gesamten Körper gegensätzlich. Der Blutkreislauf, die Zellen, Hormone und Drüsen werden durch ein Denken und Handeln, das nicht den Gesetzen Gottes entspricht, in niedere Schwingung versetzt, das heißt auf die Erscheinungsformen dieser Welt ausgerichtet. Dadurch kann sich im Laufe der Zeit in der Seele eine Belastung, ein Karma, aufbauen, das in späteren Lebensjahren oder erst in einer weiteren Einverleibung (Inkarnation) zum Ausbruch kommt.

Durch die falsche Programmierung der Zellen, Hormone und Drüsen verlangt der Körper immer mehr nach Nahrung und Medikamenten. Die tierischen Neigungen und Gelüste verstärken sich. Die Folge davon ist, dass die Menschheit mehr und mehr auf kulinarische Genüsse sinnt und dadurch die Zellen des Körpers verunreinigt.

Gegensätzliche Auswirkungen durch die Ausbeutung der Erde und die technischen Errungenschaften

Es steht sinngemäß geschrieben: »Mach dir die Erde untertan!« Es heißt jedoch nicht: »Beute sie aus.« Der Herr sprach wohl: »Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot verdienen.« Der allwissende und weise Gott sprach diese Worte zu einer verrohten Menschheit, die Sein Gesetz missachtete, nach mehr und mehr gierte und dadurch die Erde verunreinigte, den Mutterboden weitgehend unfruchtbar machte und den gesamten Planeten in eine gegensätzliche Schwingung brachte. Der im Sterben begriffene Erdmensch, die Erde, kann die Menschen nicht mehr rein und nach dem Willen des Herrn ernähren. Der unwissende Mensch handelt weiterhin lieblos und nur auf sich selbst bedacht. Durch Nichtbeachtung der göttlichen Gesetze entzieht er seiner Mutter Erde die letzte Kraft. Die durch künstliche Düngemittel aufbereitete Erdscholle wird in sich leblos, weil die Kleinsttiere, welche die Scholle aufbereiten sollten, durch diese Düngemittel in hohem Maße getötet werden. Die Erde wird in kommender Zeit der Menschheit immer weniger Nahrung schenken.

Die vom Menschen hochgezüchteten Produkte enthalten nur noch geringe kosmische Kräfte und werden daher vom Geist Gottes die künstliche Nahrung genannt. Diese vom Menschen mit viel Anstrengung erzeugte Nahrung trägt nicht den Segen aus dem Gesetz des Herrn. Die künstliche Düngung der Erdscholle wird der Menschheit zum Verhängnis werden.

Das Gleiche gilt für die vom Menschen konstruierten Maschinen, Flugzeuge und Motoren. Der Mensch glaubt, durch diese Errungenschaften Fortbewegungsmittel geschaffen zu haben, mit denen er die Entfernungen in kurzer Zeit bewältigen kann. In Wirklichkeit sind dies alles nur Hilfsmittel, die sich der Mensch erdachte, weil seine Seele durch räumliches und zeitliches Denken erlahmte und eine für den Menschen unüberbrückbare Kluft zum Zeit- und Raumlosen schuf, in welchem es keine Entfernungen gibt, die zu überbrücken wären.

Diese Kluft zum Zeit- und Raumlosen wird so lange bestehen, bis sich der Mensch und des Menschen Seele in die Gesetzmäßigkeit Gottes begeben haben. Erst dann wird sich die Seele ihres ursprünglichen Lebens im Zeit- und Raumlosen bewusst. Die technischen Hilfsmittel stören das Naturgeschehen im Räumlich-Zeitlichen und binden die Seele noch stärker an die irdischen Erscheinungen und Wissensbereiche.

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22 aralık 2023
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