Kitabı oku: «Ich berate - nimmst Du an?»

Yazı tipi:

LIOBANI

Ich berate – nimmst Du an?

Aufklärung und wahre Erzählung

von unserer Göttlichen Schwester

LIOBANI

aus dem Reich Gottes

für Kinder vom 6. bis 12. Lebensjahr

Auch für Erwachsene sehr lehrreich

Gabriele


Der universale Geist

ist die Lehre der Gottes- und Nächstenliebe

an Mensch, Natur und Tieren

2. Auflage Oktober 2005

© Gabriele-Verlag Das Wort GmbH

Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld

Tel. 09391/504-135, Fax 09391/504-133

www.gabriele-verlag.com

Alle Rechte vorbehalten.

Printausgabe: ISBN 978-3-89201-079-X

ISBN 978-3-89201-741-7 (epub)

ISBN 978-3-89201-742-4 (mobi)

Alle Illustrationen: © Gabriele-Verlag Das Wort GmbH

Das Wort Gottes an uns,

offenbart durch

einen Engel des Herrn –

Liobani, unsere göttliche Schwester

Gegeben

durch die Prophetin des Herrn,

Gabriele

Für die Eltern
Erziehung zu freien,
selbstverantwortlichen Menschen

Liebe Brüder und Schwestern!

Ihr seid eingekleidete Geistwesen, ihr seid nur geraume Zeit in einem Erdenkleid.

Die ewige Heimat aller Wesen ist das Licht des ewigen Vaters; es ist das Reich des Inneren.

Liebe Geschwister im Erdenkleid, viele von euch sind oder werden Eltern.

Eure Kinder, die ihr zeugt und gebärt, sind, wie auch ihr, eingekleidete Geistwesen, Kinder Gottes.

Der Mann, der Vater, hat nur die Hülle, den Menschen, gezeugt, und die Frau, die Mutter, trägt unter ihrem Herzen die werdende Hülle, den wachsenden Embryo.

Beide, der Vater wie auch die Mutter, übertrugen dem werdenden Erdenkörper einen Teil ihrer Erbanlagen – nämlich die Teile, die in der Frau, der Mutter, wie auch im Mann, dem Vater, bei der Zeugung und während des Wachstums im Mutterleib aktiv sind; es sind Erbanlagen, die eventuell in diesem Erdenleben ihres Kindes wirksam werden.

Diese Erbanlagen können im Laufe dieses Erdenlebens aktiv werden oder latent bleiben. Die Planetenstrahlung, die die Seele des Kindes zur Inkarnation führt, bewirkt sowohl das eine wie auch das andere.

Liebe Eltern, wie ihr also gehört habt, kommt die Seele in den Erdenkörper. Sie ist im reinen Sein ein Geistwesen – wie auch ihr und ich im geistigen, göttlichen Reich es sind.

Sofern das Geistwesen belastet ist, wird es Seele genannt.

Es hat sich während seiner Inkarnationen belastet und ging nach jeder Entkörperung in eine der vier Seelenreiche in den Stätten der Reinigung. Der Aufenthalt dort erfolgt immer wieder, so lange, bis die Seele geläutert und wieder zum reinen Geistwesen geworden ist.

Liebe Eltern, wenn ihr euer Kind, das nun die ersten Schritte in die Welt tut, belehrt, unterweist und auf viele Dinge und Gegebenheiten in der Welt aufmerksam macht – so denkt immer daran, dass auch euer Kind von Gott den freien Willen bekam.

Nach dem Gesetz des freien Willens dürfen die Eltern den Willen ihres Kindes nicht unterdrücken, indem sie ihm ihre Meinungen, Vorstellungen und Lebensgewohnheiten aufzwingen!

Jeder Mensch hat seine individuelle seelische Belastung.

Entsprechend dieser seelischen Belastung werden Seele und Mensch von der Planetenkonstellation geführt, mit der die Seele schwingungsnah verbunden ist.

Liebe Eltern, beachtet bitte, dass die Seele eures Kindes andere Belastungen, Wünsche, Erinnerungen und Merkmale trägt als eure Seele – selbst wenn sie in einigen seelischen Aspekten den Belastungen eurer Seele gleicht.

Diese gleichen oder ähnlichen Belastungen haben Eltern und Kinder zusammengeführt. Das ist eine Seelenschuld, ein Gemeinschaftskarma, das Eltern und Kinder miteinander verbindet, das sie gemeinsam tragen sollen. Daran denkt, wenn ihr den oftmals störrischen, unfolgsamen Kleinen eine Lektion erteilt, damit ihr den freien Willen nicht unterbindet, indem ihr ihnen euren Willen aufdrängt. Bemüht euch, euer Kind zu führen, nicht zu beherrschen, damit es ein brauchbarer, guter, freier und glücklicher Mensch wird.

Liebe Eltern, wenn das Kind unfolgsam, quengelig und störrisch ist, bitte, ruft das Kind nicht herrisch zur Ordnung, sondern führt es! Das heißt: Geht auf das Kind ein und ergründet die Ursachen für sein Verhalten. In vielen Fällen liegen die Ursachen nicht nur beim Kind, sondern auch in der Erziehung durch die Eltern.

Sowohl für die Erwachsenen als auch für die Kinder ist jeder Tag ein „Schultag“, an dem jeder einzelne Mensch sein Denken und Leben erkennen darf. So dürfen sich die Eltern auch an dem Verhalten ihrer Kinder erkennen. Die Kinder sind für die Eltern ein Spiegel.

Wie die Eltern denken, wie sie miteinander leben, harmonisch oder zänkisch, so wirkt es sich auf ihre Kinder aus. Die Erdentage sind also Tage der Selbsterkenntnis, Schulstunden im Erdenkleid.

Für jeden Menschen – auch für das Kind – sind die einzelnen Tage entsprechend der seelischen Belastung geprägt. Das Energiepotential des Tages strömt jedem Menschen anders zu, entsprechend seiner seelischen Entwicklung und dem, was er am heutigen Tag bewältigen sollte. So ist jeder Tag ein Schultag für jeden Menschen, für den kleinen und für den erwachsenen Menschen.

In jedem Augenblick regt die Tagesenergie über die Empfindungs- und Gedankenwelt – oder über Zweite und Dritte – den Menschen an und sagt ihm, was er heute und jetzt an sich selbst erkennen soll, damit er es sodann entsprechend bereinigt; entweder durch ein Gespräch, durch eine richtige, selbstlose Tat, durch die Bitte um Vergebung oder durch Vergebung.

Die Lehrer eines jeden Tages sind die ungesetzmäßig angewandten Energien, also gegensätzliche Gedanken, Worte und Handlungen, die der Mensch in vorausgegangenen Inkarnationen oder in der derzeitigen Einverleibung seiner Seele auferlegt hat – die aber noch nicht bereinigt sind.

Gleich oder ähnlich schwingende Energien, die die belastete Seele in sich trägt, schwingen auch in den Stätten der Reinigung und in der Atmosphäre. Sie werden gemäß ihrer Aktivität von den Belastungen der Seele – wir nennen sie auch Entsprechungen der Seele – angezogen. Seele und Mensch werden also jeden Tag sowohl von innen – vom Schutzgeist – als auch von gleichschwingenden Energiefeldern berührt und so geführt, dass der Mensch täglich – in jedem Augenblick – erkennen darf, was er heute und nicht erst morgen zu bereinigen hat.

Erkennt also:

Gott, das ewige Gesetz, gibt jedem Menschen täglich so viel Erkenntnisse und zugleich so viel Kraft, um das Erkannte zu bereinigen, damit die freigewordenen negativen Energien in positive, kraftvolle Lebensenergien umgewandelt werden können.

Nützt der Mensch die Tage, Stunden, Minuten und Augenblicke seines Lebens nicht, dann vergeudet er diese Inkarnation. Eventuell belastet er sich in dieser Einverleibung mit einer neuen Seelenschuld, die größer ist als die, welche er in dieses Dasein mitgebracht hat.

Deshalb, liebe Eltern, seid wachsam und erkennt: Auch eurem Kind ist der Tag als „Schultag“ gegeben. Ihr sollt eurem Kind helfen, damit es im Erwachsenenalter froh, glücklich und von seelischen Belastungen – die sich im Körper auswirken – weitgehend frei wird.

Erkennt bitte eure Aufgabe – und damit auch eure Verantwortung Gott gegenüber. Denn euer Kind, das Geistwesen, ist von Gott geschaut, geschaffen und gegeben, und es kehrt wieder zu Gott zurück – wie auch ihr.

Liebe Eltern, viele von euch wissen, dass keine Energie verloren geht – auch nicht die heruntertransformierte göttliche Energie, die zur gegensätzlichen Energie wurde, da viele Menschen nicht gottgewollt gelebt haben und leben.

Trotz alledem schenkt sich Gott den Seinen. Er bemüht sich, dass Seele und Mensch die heruntertransformierten Energien wieder umwandeln in positive Kräfte der Liebe, der Harmonie und des Friedens.

Die heruntertransformierten Energien bleiben so lange wirksam, bis ihr Verursacher, die Seele und der Mensch, sich selbst erkennen und dem Negativen – dem Niederen, dem Ichbezogenen – selbstlose Liebe, Harmonie und Frieden entgegensetzen und sich dem inneren Licht, Christus, ihrem Erlöser, hingeben. Christus wandelt sodann das Negative in positive, also höher schwingende Energien um.

Das Licht des Tages trägt jedem Menschen die Ursachen zu, die er heute bereinigen sollte – das, was eben jetzt und heute ansteht.

Das Licht des Tages bringt jedoch ebenso die positiven Energien zur Erbauung und zur Freude für Seele und Mensch.

Jeder Mensch empfängt jeden Tag, was für seine Seele gut ist.

Jeder Mensch zieht auf diese Weise Tag für Tag das Pensum gegensätzlicher Tagesenergie an, die er – in den Vorexistenzen und in diesem Erdenleben – durch negative Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen geschaffen und in die Seele oder Atmosphäre eingespeichert hat.

Das geschieht so lange, bis der Mensch sich selbst erkennt, seine Fehler bereut und sie dem Christuslicht, dem inneren Licht der Erlösung, übergibt. Der Christusgeist in jeder Seele wandelt die negativen Energien in positive um, wenn der Mensch bereit ist, das Erkannte und Bereute in Christus zu belassen. Wer also das erkannte Menschliche dem Christuslicht übergibt, es in Ihm belässt und fortan unterlässt, der empfängt vermehrt positive Kraft.

Zusätzlich zu der Tagesenergie bringt am frühen Morgen, wenn sich der Erdteil allmählich wieder der Sonne zuwendet, auch die Seele von ihrer nächtlichen Seelenwanderung das Energiepotential mit in ihr Erdenkleid, das sie und der Mensch heute, also an diesem neuen Tag, nicht erst morgen, zu bewältigen hat. Auf ihrer Wanderschaft weg vom schlafenden Körper und wieder zurück zu ihm wird ein Teil der in ihr liegenden Belastungen angeregt. Diese sollen am neuen Tag vom Menschen erkannt, wieder gutgemacht und Gott übergeben werden. Auch das Ober- und Unterbewusstsein spiegelt in den neuen Tag hinein und zeigt dem Menschen über seine Empfindungs- und Gedankenwelt, was er heute und jetzt zu bewältigen hat.

Infolgedessen ist es möglich, dass an einem Tag drei Energiequellen auf den Menschen einwirken: der Tag, die Seele sowie das Ober- und Unterbewusstsein. Alle drei Energiequellen werden vom Gesetz von Saat und Ernte aufeinander abgestimmt, so dass für den Menschen nur so viel zu bewältigen ist, wie er heute zu bewältigen vermag. Die Seele bringt jedoch von ihrer nächtlichen Reise auch Freude, Harmonie und viel Liebe mit in den neuen Tag – so viel, wie ihrem Aufenthaltsort in der Nacht und ihrer Reise entspricht.

Wenn ein noch unruhiger, belasteter Mensch des Nachts schläft, dann hält sich die Seele meist in der Nähe des Körpers auf. Ist der Mensch in der Nacht tätig, so muss die Seele in ihrem menschlichen Körper bleiben. In beiden Fällen kann die Seele über ihre aktiven Entsprechungen, das heißt Belastungen, nur einen Teil aus der Tagesenergie anziehen.

Der Mensch wird oft schon beim Erwachen von seiner Tagesenergie gleichsam überfallen: Es bedrängen ihn Empfindungen und Gedanken.

Ist der Mensch geistig ausgerichtet, dann wird er diesen Tagesenergien erst dann Zeit einräumen, wenn er sich mit der höchsten Energie, mit Gott, verbunden hat.

Ist es ihm möglich, das Gegensätzliche aus seiner persönlichen Tagesenergie, die menschlichen Empfindungen und Gedanken, das, was am Morgen schon in ihm aufsteigt, zu ordnen und Gott, der Urenergie, zu übergeben mit der Bitte um Führung am neuen Tag, dann wird der Tag unter den positiven Kräften Gottes stehen.

Dann wird der gottbewusste Mensch von den göttlichen Energien so geführt, dass ihm seine Tagesenergie, trotz eventueller Schwierigkeiten, ein positives Ergebnis bringt – denn er erkannte im Gegensätzlichen das Positive und verlieh diesem Raum, so dass es wirken konnte.

Ein Mensch, dessen Seele weitgehend licht ist und dessen Ober- und Unterbewusstsein klar sind, der wird Tag für Tag von der ihm innewohnenden göttlichen Kraft so geführt, dass er rechtzeitig die noch vorhandenen Mängel und Schwierigkeiten erkennt und sie mit der göttlichen Kraft löst und bereinigt. Dann werden die Tage weitgehend harmonisch und ausgewogen verlaufen. So manche Schwierigkeit wird sich im positiven Sinne lösen, weil in der Seele des Menschen Gleiches oder Ähnliches kaum mehr schwingt oder nicht mehr vorliegt.

Schwierigkeiten, die der Tag dem einzelnen bringt, können auch die Schwierigkeiten einer Gruppe sein.

Das bedeutet: Eine Gruppe von Menschen hat sich mit gleichen oder ähnlichen Empfindungen, Gedanken und Handlungen belastet und diese Energien in die Atmosphäre projiziert. Werden diese Energien wirksam, dann kann der einzelne damit in Berührung kommen, eventuell gemeinsam mit anderen Menschen.

Liebe Eltern, bitte beachtet diesen Abschnitt über die Tagesenergie. Damit erlangt ihr auch für euer Kind Verständnis, das ebenfalls täglich sein Tagespotential an positiver und negativer Energie anzieht.

Sagt jedoch nicht sogleich entschuldigend: „Das war die Tagesenergie des Kindes“, wenn es z.B. heute schmollt und gar nicht zugänglich ist, wenn es viel weint und mürrisch ist oder gar streitsüchtig und zerstörerisch. Sondern stellt euch selbst die Frage, ob nicht ihr, liebe Eltern, an den Vortagen zänkisch und mürrisch gewesen seid, ob nicht ihr miteinander gestritten oder über Menschen, Dinge und Angelegenheiten gesprochen habt, die euer Kind nicht verarbeiten und verstehen konnte. Dieser noch schwingende und ausschwingende Energiekomplex ist dann im Ober- und Unterbewusstsein eures Kindes wirksam und bestimmt seinen Tag.

Liebe Eltern, zwingt eurem Kinde nicht euren Willen auf. Führt es so, wie ihr geführt werden wollt: nicht in der Zwangsjacke menschlicher Vorstellungen, nicht im Panzer von Traditionen und vererbtem Gedankengut, wie z.B.: „Weil es unsere Vorfahren so gehalten haben, deshalb müssen es unsere Kinder auch so halten.“

Denkt daran: Jeder Mensch hat sein Eigenleben, geprägt von seinem Gedankengut.

Den Eltern obliegt die Aufgabe – und die Pflicht! –, ihre Kinder zu behüten, zu beschützen und sie im selbständigen, gerechten Denken, Reden und Handeln zu erziehen, so dass sie geistig wache und rege Erwachsene werden, die ihr Leben meistern und in Harmonie mit ihren Mitmenschen sind.

Wache, geistige Menschen sehen die Dinge und Geschehnisse in der Welt so, wie sie sind, nicht, wie sie durch die Brille der Weltmenschen gesehen werden, die von Kindheit an die enge Zwangsjacke und den Panzer von Vorstellungen und Traditionen der Vorfahren und Eltern tragen.

Erzieht eure Kinder zu freien Menschen! Seid ein lebendiges Vorbild, so dass sie eure guten Ratschläge bejahen, annehmen und eventuell umsetzen, wenn sie ihrem Lebensrhythmus entsprechen.

Sind eure Kinder nicht gewillt, eure Erkenntnisse und Ratschläge anzunehmen, dann belasst sie in ihrem Gedankengut und bei ihren Wünschen. Bleibt ihnen jedoch liebevoll und gütig gewogen.

Sprecht bitte nicht so lange auf eure Kinder ein, bis sie resignieren und daraufhin „ja“ sagen und tun, was ihr wollt. Damit habt ihr nur scheinbar etwas erreicht. Früher oder später werden sie verstockt und lehnen euch beide oder einen Elternteil ab.

Liebe Eltern, euer Leben ist nicht das Leben eures Kindes.

Euer Kind hat ein Recht, sich frei zu entfalten und von seinen Eltern behütet, beschützt und richtig, das heißt souverän, geführt zu werden.

Sind Eltern und Familie in Harmonie, bestehen unter ihnen Vertrauen und selbstlose Liebe, dann werden die Eltern auch ihr Kind verständnisvoll anleiten und durch die Kinderjahre geleiten.

Liebe Eltern, so wie ihr denkt und lebt, so werdet ihr auf eure Kinder einwirken und auf sie zugehen.

Seid ihr Eltern oder einer von euch bestimmend, also autoritär, dann können sich eure Kinder nicht frei entfalten, und die negativen Erbanlagen, die ihr dem Erdenkörper, eurem Kind, als Erbgut übertragen habt, beginnen, sich rascher zu entfalten, und vergrößern ihre Intensität. Sie zeigen sich sodann verstärkt im Kind und überlagern die positiven Seiten, die inneren Werte eures Kindes.

Die aktiven gegensätzlichen Erbanlagen können auf Belastungen der Seele einwirken, sich verstärken und das Tagesgeschehen eures heranwachsenden Kindes trüb und schmerzvoll gestalten. Sie prägen unter Umständen den Jugendlichen und den Erwachsenen, der sodann Nachahmer seiner Eltern wird, der keine eigene Empfindungs- und Gedankenwelt hat, sondern eine Marionette seiner Eltern ist als Folge der autoritären Erziehung.

Bitte, liebe Eltern, erzieht eure Kinder nicht autoritär, sondern seid Autoritäten, positive Vorbilder!

Der Autoritäre ist der Ungelenke, der Besserwisser.

Die Autorität ist Vorbild, hat Verständnis, ist tolerant, wohlwollend, nachsichtig und gütig.

Menschen, die von ihren Eltern geprägt sind, die kaum sich selbst erfahren, müssen unter Umständen viel leiden, weil sie ihre persönliche Tagesenergie, das, was der Tag für sie selbst bringt, nicht erkennen, einordnen und bewältigen können. Sie werden von den Vorfahren und Eltern gelebt, das heißt, ihnen wurde das Weltbild der Vorfahren und Eltern aufoktroyiert, das Gedankengut, die Tradition und vieles mehr.

Dadurch wird ihre Entfaltung gehemmt, und sie tun sich oftmals sehr schwer, aus der Zwangsjacke und dem Panzer der Vorstellungen und Meinungen anderer wieder herauszufinden, da ihr ganzes bisheriges Denken und Leben davon geprägt wurde. Solche Menschen wurden und werden von den Tagesenergien anderer gelebt. Sie sind nicht sie selbst. Sie sind das Ergebnis der Wünsche und Vorstellungen, des Gedankenguts der Vorfahren und Eltern.

Solche Menschen leben an ihrem eigenen Leben vorbei. Sie nehmen die Chance ihrer Inkarnation nicht richtig wahr und nützen sie nicht, sondern bauen vielmehr mit ihren Eltern ein Gemeinschaftskarma auf, das sie entweder in diesem oder in einem der nächsten Leben wieder gemeinsam abtragen müssen.

Die Eltern haben sich dabei stärker belastet, weil sie ihrem Kind ihre Vorstellungswelt aufgezwungen haben und das Kind nicht zur Eigenentfaltung führten.

In der Folge belastet sich der Jugendliche oder spätere Erwachsene durch falsches Denken und Handeln, das auch auf die falsche Erziehung zurückgeführt werden kann. Hinzu kommt noch die eigene seelische Belastung, die er nicht erkennen konnte, weil er in der Zwangsjacke und dem Panzer des menschlichen Denkens und Wollens seiner Eltern verharrte.

Die richtige Lebenseinstellung sowohl von Eltern als auch Kindern wäre: Einer ist dem anderen Spiegel; einer erkennt sich im anderen, und jeder hilft, die Last des Nächsten mitzutragen.

Das macht frei und führt zur selbstlosen Liebe, nicht zu einem autoritären Verhalten, sondern zu einem echten Vorbild. Das ist wahres christliches Zusammenleben.

Die echte Lebensgemeinschaft bedeutet: Steht euch untereinander bei, und erfüllt die Gesetze des Ewigen.

Der erwachsene Mensch wird vom Gesetz Gottes selbst berührt und geführt. Das Kind wird, in vielen Fällen über seine Eltern, von Gott geführt. Deshalb haben die Eltern eine große und hohe Aufgabe für ihre Kinder übernommen.

Gott versucht, Sein Menschenkind immer wieder so zu führen, dass es die alten Gewohnheiten ablegen, die Zwangsjacke ausziehen und den Panzer menschlichen Ichs, die Vorstellungen und Traditionen, sprengen kann.

Wer jeden Tag nach den Gesetzen Gottes richtig zu nützen weiß, der begibt sich allmählich auf den Inneren Weg. Dieser führt zur Befreiung vom menschlichen Ich und in die Einheit mit Gott, der Sein Kind, das Geistwesen, frei geschaffen hat und der ihm immer wieder die Möglichkeit gibt, in Ihm zu leben und den Tag als seinen Tag mit Ihm zu begehen.

Das Kind
von sechs bis neun Jahren

Liebes Kind, das du meine Schwester oder mein Bruder bist! Ich bin Liobani, ein göttliches Wesen, das dich auf deinem weiteren Lebensweg beraten möchte.

Du hast richtig gehört, ich möchte dich ausschließlich beraten und nicht etwas anordnen oder dir gar verordnen, das du nicht anerkennen und auch nicht tun möchtest.

Wisse, liebes Kind, ich bin ein freies Wesen der Himmel und deshalb an keine menschlichen Wünsche und Ansichten gebunden.

Licht und Schatten
in Seele und Mensch

Auch du wirst wieder ein freies himmlisches Wesen werden, weil Gott dir die Kraft gab, deine menschlichen Sinne, deinen Seh-, Gehör-, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn so zu verfeinern, dass deine Seele die Heimat wieder schauen kann, Gott und die Wesen der Liebe wieder hören, die himmlischen Düfte riechen, die feinen ätherischen Substanzen in naturgerechter Nahrung wieder schmecken kann und du auch die Lebensformen bewusst, das heißt in der Erkenntnis, dass alles Leben ist, betasten kannst.

Sicher stellst du nun deinen Eltern die Frage, was die Sinne sind und wie sie wirken. Ich möchte dir das gerne erläutern:

Über dein Empfinden, Denken, Sprechen und Handeln zeigt deine Sinneswelt deine Licht- und Schattenseiten in deinem Leben.

Licht und Schatten sind sowohl in deiner Seele als auch in deinem Körper. Sie bilden jetzt dein Bewusstsein.

Deine Gehirnzellen nehmen auf, was du gestern empfunden und gedacht hat, was du heute und jetzt empfindest und denkst; sie spiegeln diese Empfindungen und Gedanken in die Seele. Von dort wirken Licht und Schatten in deine Sinnesorgane ein und weiter wiederum auf dein Empfinden, Denken, Sprechen und Handeln.

Du musst erkennen, eines wirkt auf das andere ein: Deine Empfindungen und Gedanken wirken auf die Sinne ein, und deine Sinne regen wieder deine Empfindungen und Gedanken an. Licht und Schatten, deine Sinne, dein Empfinden, Denken, Sprechen und Handeln, steuern deine Augen; sie wirken auf den Gehör-, den Geruchs-, Geschmacks- und den Tastsinn ein. Was du z.B. an Nahrung, an Düften und Gerüchen möchtest, steuert die Riechmembranen in deiner Nase; sie wirken sich auch in deinem Gaumen aus, denn Riech- und Geschmacksorgane liegen nahe beisammen.

Alles, was du bisher empfunden, gedacht, gesagt und getan hast, wirkt in deiner Seele und in deinem Gehirn als Licht oder Schatten. Ebenso regt umgekehrt alles, was in der Seele und im Gehirn gespeichert ist – auch das Unbewusste, das, was du scheinbar schon vergessen hast –, wiederum deine Sinne, Empfindungen und Gedanken an.

Solange deine Empfindungen und Gedanken nicht selbstlos, das heißt liebevoll, hilfsbereit und wohlwollend sind, wirst du von den Schatten deiner Seele gesteuert. Sind die Schatten deiner Seele, also die Belastungen deiner Seele, sehr groß, dann wirst du gleichsam getrieben. Dann bist du in vielen Fällen nicht mehr Herr deiner Sinne. Die Schatten deiner Seele äußern sich z.B. in Angst, Hass, Neid, Zorn.

Dagegen will das Licht in deiner Seele und in deinen Gehirnzellen dich führen und bemüht sich, dass du aus der Abhängigkeit von deinen Sinnen und deinen negativen Empfindungen, Gedanken, Worten und Handlungen, von deinen Schatten also, frei wirst, um dann im Lichte zu leben.

Sind deine Gefühle und Gedanken liebevoll, dann schaut allmählich durch deine irdischen Augen dein wahres Wesen, das Geistwesen, das du im Himmel gewesen bist und das auf der Erde, im Erdenkörper, jetzt als Seele lebt, um wieder engelgleich, also frei und rein, zu werden.

Ist deine Seele licht und hell, dann werden deine Sinne nicht mehr von den vielen menschlichen Wünschen, von Neid, Hass und streitsüchtigen Gedanken getrieben, sondern deine fünf Sinne reagieren auf feinere Strahlsphären.

Zum Beispiel fällt die Neugierde von dir ab; du wirst mit Kindern zusammentreffen, welche eine gleiche oder ähnliche Strahlsphäre haben wie du, die ebenfalls, wie du, mit den Spielkameraden, den Schulkameraden und den Geschwistern friedlich leben, spielen oder Schularbeiten machen, die mit ihren Geschwistern liebevoll sind.

Die unsichtbaren Gedankenwesen

Die Sinne können auch mit kleinen Antennen oder Fühlern verglichen werden. Ich erinnere dich an eine Schnecke. Wenn die Schnecke fühlt, dass Gefahr droht, dann zieht sie ihre Fühler, die ihre Antennen sind, ein. Die Schnecke spürt mit ihren Fühlern voraus und nimmt damit ihre Umgebung wahr.

Ähnlich ist es beim Menschen.

Ist in der Seele eines Menschen viel Licht und sind seine Gedanken liebevoll, dann wird er lichte und reine Gedanken und Gefühle auf sich lenken, und ebenso werden seine Sinne lichte Menschen anziehen.

Gefühle, Empfindungen und Gedanken können mit kleinen Wesen verglichen werden, wir nennen sie die unsichtbaren Gedankenwesen. Sie schwingen in der Atmosphäre der Erde und auf der Erde und werden von den Sinnen jenes Menschen angezogen, der entsprechende, z.B. lichte, liebevolle Gedanken und Worte aussendet und dessen Handlungen gut sind.

Das gleiche gilt, wenn der Mensch lieblos, gehässig und zornig ist. Dann zieht er mit seinen Sinnen kleine, unsichtbare, lieblose, gehässige, zornige Gedankenwesen an. Sowohl die lichten als auch die dunklen Gedankenwesen werden von den Antennen, den Sinnen eines Menschen, aufgenommen entsprechend der Beschaffenheit der Seele des Menschen.

So wirken unsichtbare Gedankenwesen auf den Körper und auf die Seele der Menschen ein, ob sie nun im Licht oder im Schatten stehen, ob sie Licht oder Schatten in ihrer Seele haben: Lichte Gedankenwesen wirken auf lichte Menschen und lichte Seelen ein, dunkle Gedankenwesen auf lichtarme, schattenreiche Seelen und düster denkende Menschen. Deshalb heißt es: Was der Mensch denkt und spricht, das ist er.

Wie alle Tiere ist die Schnecke nicht verschattet. Entsprechend ihrer Lebensform empfindet sie lichtvoll; das heißt, ihre zarten Empfindungen sind reine, schöpferische Liebe.

Schöpferische Liebe, Liebeempfindungen, sind Einheitsempfindungen. Die Schnecke und alle Tiere sind in der Einheit mit der Natur.

Die Schnecke, die in Harmonie mit der Schöpfung ist, zieht jedoch sofort ihre Fühler ein, wenn sie disharmonische Schwingungen registriert. Für sie bedeutet das Gefahr. Auf diese Weise schützt sie sich vor Gefahren. Ein lichter Mensch, der liebevoll empfindet und denkt, wird sich ähnlich verhalten wie die Schnecke: Wird Unschönes und Liebloses gesprochen, werden z.B. Mitmenschen abgewertet oder wird gar über sie bösartig gesprochen, dann verschließt der lichtvolle Mensch die Sinne vor diesen negativen, disharmonischen Schwingungen. Er lässt also diese dunklen Gedankenwesen, diese negativen Kräfte, nicht in seine lichte Seele und in seine auf das Gute eingestimmten Gehirnzellen. Er schützt sich davor, indem er seine Sinnesantennen auf die Liebe des Vaters ausgerichtet hält, auf die Kraft, die in seiner Seele, in jeder Zelle seines Leibes, aber auch im Baum, im Blatt, in jeder Blume, im Strauch und in jedem Tier wirkt. Diese eine Lebenskraft wirkt in jedem Menschen, in jedem Himmelskörper, in der ganzen Unendlichkeit.

Die Inkarnationen der Seele

Liebes Kind, wenn ich von dem Leben spreche, meine ich nicht nur dein jetziges irdisches Leben, sondern alle deine irdischen Leben, weil eine Seele im Wechsel von Geburt und Tod immer wieder einen neuen menschlichen Körper aufsucht, sich also immer wieder in einen neuen irdischen Leib einverleibt.

Deine Seele, die in deinem irdischen Körper wohnt, geht nach dem Tod dieses Körpers in andere Strahlsphären.

Ist sie sehr belastet, sind die Schatten also sehr dicht, dann kommt sie wieder zur Erde und begibt sich wieder in einen Körper. Das kann mehrmals geschehen, so lange, bis Seele und Mensch die dichten Schatten durchlichtet haben, bis die Seele also heller geworden ist.

Bei der Geburt des Kindes schlüpft die Seele, der geistige Leib, in den irdischen Körper, in den Säugling. Der Mensch kann diese Vorgänge nicht sehen, weil die Seele mit den menschlichen Augen nicht wahrzunehmen ist.

Stirbt der irdische Körper, der Mensch, dann verlässt die Seele den toten Körper. Sie ist in den Geist unseres ewigen Vaters eingebettet, der das Leben der Seele und des Leibes ist. Die Seele geht, wie ich schon erwähnt habe, in andere Strahlsphären, dorthin, wo andere Seelen, ihrem Seelenzustand entsprechend, leben, entweder in lichte oder in dunkle Seelenreiche.

Eine verschattete Seele geht also dorthin, wo Seelen leben, die gleich oder ähnlich verschattet sind wie die ankommende Seele, die soeben ihren toten Körper verlassen hat. Lichte Seelen gehen zu ebenfalls lichten Seelen. Nach dem Gesetz der Anziehung heißt es: Dunkle Seelen zu dunklen Seelen und lichte Seelen zu lichten Seelen.

Seelen mit großen Belastungen, mit dichten Schatten, drängen oftmals wieder zur Einverleibung in einen Erdenkörper. Viele dieser dicht verschatteten Seelen sehnen sich wieder nach einem menschlichen Körper, weil sie glauben, die Erde und ein menschlicher Leib wären ihr wahres Zuhause.

Das Erdenleben ist die geistige Schule der Seelen. Wer in der geistigen Schule freundlich, liebevoll und verständnisvoll ist, durchlichtet seine Schatten, und seine Seele wird lichter und heller werden. Dies geschieht, wenn der Mensch seine Zornesausbrüche und seine Bosheiten als einen Teil von sich selbst erkennt und solche unschönen menschlichen Gedankenwesen dem himmlischen Vater übergibt mit der Bitte, ihm beizustehen, nicht mehr zornig und boshaft zu sein. Kann der Mensch sein Ich überwinden, dann wird er freundlicher, liebevoller und verständnisvoller empfinden, denken, sprechen und handeln. Sofern es gut für die schon helle Seele ist, wird sie nach dem irdischen Tod nicht mehr auf die Erde in einen menschlichen Körper zurückkehren, sondern sich in lichten Strahlsphären weiter bemühen, immer selbstloser und liebevoller zu werden, bis sie wieder engelgleich ist.

Ist die Seele vollkommen licht und hell, liegt kein Schatten mehr auf ihr, dann ist sie wieder ein Engel, so rein, wie die Engel im Himmel sind und auch ich, die ich ein Engel der Himmel bin.

Nur durchlichtete Seelen
nehmen die höchsten Strahlsphären wahr

Sicher interessiert es dich, warum du mich nicht sehen und auch nicht hören kannst.

Ich will dir antworten: Siehe, liebes Kind, ich lebe in feinen, himmlischen, lichten Strahlsphären. Diese Strahlsphären können mit den menschlichen Augen nicht gesehen werden. Somit kannst auch du mich nicht sehen.

Und hören kannst du mich erst, wenn du dem engelgleichen Bewusstsein wieder nahe bist; denn Gleiches verbindet sich nur mit Gleichem.

Du hast von den fünf Sinnen gehört, die wie Antennen sind. Wenn die Empfindungen und Gedanken der Menschen licht sind, die Sinne verfeinert und auf die höchsten Strahlsphären ausgerichtet, dann empfindet und denkt der Mensch freundlich, gut und liebevoll. Seine Worte sind verbindend, nicht trennend.

Ist das Empfinden und Denken des Menschen licht, freundlich und liebevoll, dann sind auch seine Handlungen gut, das heißt selbstlos. Ein solcher Mensch erwartet für sein Tun weder Dank noch Anerkennung. Das zeigt, dass seine Sinne fein und auf die höchsten Strahlsphären ausgerichtet sind. Einem solchen Menschen ist es möglich, in seiner lichten Seele Gott, unseren Vater, zu erfahren und auch die lichten Wesen, die in den himmlischen Strahlsphären leben.

Damit du jedoch meine Botschaft mit deinen menschlichen Sinnen empfangen kannst, bediene ich mich der Sprache eines Menschen, der die Botschafterin Gottes und Prophetin Christi genannt wird. Es ist deine Schwester, auf Erden „Gabriele“ genannt.

Die Strahlsphären, von denen du gehört hast, sind ganz feine Liebeschwingungen oder Liebeströme, die von menschlichen Augen nicht gesehen und von menschlichen Ohren nicht wahrgenommen werden können.

Unsere Schwester Gabriele jedoch kann mich in sich, in ihrer lichten Seele, vernehmen, weil sie mit ihren feinen Sinnen auf die höchsten Strahlsphären, die feinen Liebeschwingungen, ausgerichtet ist. Sie sah mich auch schon im Reich des Inneren, in einer feinen Strahlsphäre. Von dort aus übermittelte ich ihr die Körperübungen für Erwachsene und Jugendliche. Sie bemühte sich, die von mir gezeigten Körperübungen nachzumachen, um sie ihren Menschengeschwistern weiterzugeben. Auf diese Weise kamen die Körperübungen in die materiellen Strahlsphären, also auf diese Erde, in diese Welt.

Materielle Strahlsphären gibt es also auch. Sie bestehen aus unzähligen Schwingungen. Sie bilden das Menschheitsbewusstsein.

Das gesamte irdische Strahlennetz wird zusammengefasst „die materielle Strahlsphäre“ genannt. Jeder Mensch hat einen anderen Bewusstseinsstand, und jeder strahlt entsprechend seinem Empfinden, Denken, Sprechen und Handeln aus.

Jeder hat einen anderen Bewusstseinsstand

Du stellst sicher die Frage, was Bewusstsein oder Bewusstseinsstand ist.

Ich, Liobani, möchte dir das erklären:

Das geistige Bewusstsein ist in der Seele. Es ist das, was die Seele und der Mensch schon verwirklicht haben.

Verwirklichung heißt, das Unschöne und Lieblose in Gutes und Reines umzusetzen. Das bedeutet, dass der Mensch die unschönen Gedanken der Angst, des Neides, der Wut, des Zornes und die unschönen Worte immer wieder dem Christusgeist im Innersten seiner Seele übergibt. Der Christusgeist in dir wandelt sodann das Menschliche wie Neid, Wut, Hass, Habgier, Zorn und alles, was du Ihm übergibst und bei Ihm belässt, in feine Schwingungen um. Dann wirst du tolerant und warmherzig, liebevoll und verständnisvoll. Das ist sodann Verwirklichung: Die groben, düsteren Schwingungen wie Neid, Hass, Wut sind umgewandelt in feine Schwingungen des Wohlwollens, der Güte und der selbstlosen Liebe; dann bist du gütig und liebvoll geworden.

Ein Beispiel:

In dir steigt plötzlich Zorn gegen deinen Bruder auf. Du erkennst, dass du nur deshalb zornig bist, weil dein Bruder ein Spielauto besitzt, das du auch gerne möchtest, jedoch nicht bekommen kannst. Wenn du dann innehältst und zu dir selbst sagst: „Nein, ich darf nicht neidisch und zornig sein. Es gehört meinem Bruder, und ich gönne es ihm von Herzen“, so bereust du den Zornesausbruch. Am Abend übergibst du dann den Zorn im Gebet deinem himmlischen Vater mit der Bitte: „Vater, mach Du alles wieder gut.“ Und wenn du am nächsten Tag zu deinem Bruder sagst: „Gestern wollte ich dein Spielzeug. Ich hatte einen heftigen Zorn auf dich, weil du es hattest und ich es nicht bekam“, dann hast du es bereut. Und was bereut ist, wird in feine Schwingungen umgewandelt!

Du kannst dann noch zu deinem Bruder sagen: „Heute freue ich mich, dass du dieses Spielauto besitzt und ich es dir so sagen kann. Ich hab dich lieb, bitte vergib mir, dass ich nicht gut war.“

Wenn dann alles wieder gut ist und die Zorneswolken verraucht sind, weil der himmlische Vater sie in Licht- und Liebeschwingungen umgewandelt hat, dann wird es in deiner Seele heller. Das heißt, dein Bewusstsein wird größer, also die Seele lichter.


Der Bewusstseinsstand ist der Stand des einzelnen Menschen. Das Wort „Stand“ sagt folgendes aus: Du stehst im Geiste dort, wo du dich selbst hingestellt hast: entweder bei Kindern, die zornig, neidisch, lieblos und zänkisch sind – so wie du auch –, oder bei Kindern, die sich bemühen, zu ihren Geschwistern und Spielkameraden gut zu sein, die sich bemühen, gemeinsam zu spielen und zueinander freundlich zu sein – so wie du auch.

Jeder Mensch wird von den Menschen angezogen, die ähnlich oder gleich empfinden und denken, und jeder Mensch zieht wiederum Menschen an, die so empfinden, denken, sprechen und handeln wie er. Das geistige Gesetz der Anziehung bewirkt nämlich, dass Gleiches wieder Gleiches anzieht.

Dein Bewusstseinsstand entspricht also deinem Empfinden und Denken, deinen Worten und Werken, deiner Warmherzigkeit oder Lieblosigkeit.

Bist du mit Kindern zusammen, die Gleiches oder Ähnliches denken, entweder warmherzig oder zornig sind, so ist das dein und deren Bewusstseinsstand.

Wie der Mensch denkt, spricht und handelt, so ist seine Wesensart – das gilt auch bei dir. Das ist dein und sein Bewusstseinsstand.

Du wirst im Laufe deines Wachstums und deiner Reifejahre erkennen, dass jeder Mensch anders denkt und spricht und dass kein Mensch dem anderen aufs Haar gleicht. So ist es auch mit dem Bewusstsein, mit der Wesensart deines Nächsten. Jeder hat seinen eigenen Bewusstseinsstand und somit eine andere Wesensart.

Liebe Geschwister, weil jeder Mensch seinen eigenen Bewusstseinsstand hat und deshalb auch jeder meine Worte, das von mir Offenbarte, wieder anders auffasst und versteht und weil jeder von Gott den freien Willen zur Entscheidung mitbekommen hat – und daher wählen kann, ob er das Dargereichte nun glauben und annehmen mag oder nicht –, deshalb werde ich eure Eltern und euch nur beraten. Ich werde ihnen und dir die ewigen Gesetze unseres himmlischen Vaters erläutern. Ob deine Eltern und du diese befolgen, das überlasse ich deinen Eltern und auch dir.

Du weißt nun: Alle Geistwesen, Seelen und auch Menschen haben von Gott den freien Willen erhalten. Der freie Wille ist ein Teil des absoluten, universellen Gesetzes. Er ist unantastbar. Das heißt, weder Geistwesen noch Seelen und Menschen können daran etwas ändern.

Deine Eltern und auch du entscheiden, ob ihr die Gesetze des ewigen Vaters annehmen und im täglichen Leben verwirklichen möchtet oder nicht.

Ich berate nur.

Der freie Wille ist nach der göttlichen Liebe das höchste Gut.

Er führt den Menschen zur inneren geistigen Freiheit, lässt den zu Gott Strebenden die Wahrheit erkennen und führt Seele und Mensch zur göttlichen Weisheit.

Die göttliche Liebe ist die Erhalterin des freien Willens und der Weisheit.

Wer seinen Nächsten selbstlos liebt, ohne von ihm etwas zu erwarten, und wer seine Mitmenschen nicht gängelt, der schaut tiefer in das göttliche Geschehen. Er wird ein wissender und weiser Mensch, der alle Wesen – Menschen und alle Lebensformen wie Pflanzen, Tiere, Steine und Gestirne – selbstlos liebt, weil er Gottes Liebe und Sein Walten in allem erkennt.

Du wirst mich sicher fragen, was es heißt, in das göttliche Geschehen zu schauen.

Du musst wissen, dass sich Gott jeden Augenblick offenbart. Meistens bemerkst du das nicht, weil deine Sinne unkontrolliert umherschweifen. Wenn du jedoch weißt, dir also bewusst wurde, dass jede Blume, jeder Grashalm, jedes Blatt, das Tier, der Stein und jeder Sonnenstrahl ein Ausdruck der göttlichen Kraft ist, dann wirst du allmählich mit den geistigen Sinnen das göttliche Walten empfinden, es anerkennen und staunend die Vielfalt aus Gott bewundern – und dann Gott, unseren Vater, lieben lernen, der uns die Essenz der Unendlichkeit geschenkt hat.

Wenn sich z.B. ein Blatt im Wind bewegt, so ist auch das ein göttliches Geschehen, ein Vorgang, der vom Geist deines himmlischen Vaters ausgelöst wurde. Im Blatt und im Wind ist des Vaters Gegenwart, Sein Odem, Sein Geist. Betrachtest du die Gestirne, dann sollst du wissen, dass auch sie göttliche Kräfte, Werke Gottes, sind.

Der Geist des Vaters ist Licht und Kraft; es ist des Vaters Liebe, die sich in dieser Welt vielfältig zeigt und offenbart.

Nichts, was Gott geschaffen hat, ist starr. Alles ist Bewegung, weil die göttliche Kraft immer tätig ist.

Alles, was lebt, hat in sich den Geist Gottes, das Leben.

Wer das Reine und Schöne in Gott, unserem Vater, erkennt als Seine Kraft, der schaut immer tiefer in das Walten Gottes, unseres geliebten himmlischen Vaters.

Die geistige und die irdische Schule

Liebes Kind, es gäbe noch viel zu berichten, doch ich möchte nun allmählich zu meiner Aufgabe kommen, deine Eltern und dich zu beraten. – Nimmst du an?

Zu den Darlegungen der göttlichen Gesetze werde ich dir jedoch immer wieder aus dem Leben in der ewigen Heimat berichten, das unser wahres Zuhause ist.

Liebes Kind, du bist auf Erden, um deine seelische Belastung, die Schatten deines geistigen Körpers, der in deinem menschlichen Leib lebt, immer mehr zu durchlichten. Du sollst die Schatten mit lichten Empfindungen, Gedanken, Worten und einem regen geistigen, selbstlosen Tun auflösen.

Dann wird anstelle der Schatten helles, strahlendes Gotteslicht leuchten. Dann hast du dein Bewusstsein erweitert, und du bist dadurch auch näher bei Gott, unserem himmlischen Vater.

Du gehst auf der Erde in eine geistige Schule.

In deinem Erdenleben, auf dem Weg ins himmlische Vaterhaus, lernst du, wie der Mensch göttlich denken, sprechen und handeln, das heißt leben soll. Das ist die geistige Schule für alle Menschen. Jeden Tag bekommst du von Gott, deinem Vater, kleinere und größere Aufgaben. Sie werden dir von Gott und deinem Schutzengel entsprechend deinem irdischen Lebensalter gestellt. Der Geist unseres himmlischen Vaters und dein Schutzengel helfen dir, das Erkannte zu verwirklichen und zu erfüllen.

Wenn du z.B. wütend bist, dann sagt dein Gewissen: „Das ist nicht gut, wie du jetzt denkst und sprichst. Du bist wütend, weil du dies oder jenes nicht bekommst. Das ist nicht gut.“ Oder du bist wütend, weil dir dein Geschwister auf deine Frage eine Antwort gab, die du nicht hören wolltest. Dein Gewissen fragt dich: „Warum wolltest du diese Antwort nicht hören?“ Oder du möchtest noch nicht schlafen gehen, oder du wurdest gar geschlagen, dann frage dich: „Warum ist das geschehen?“ Wenn du wütend reagierst, so hat das immer einen oder mehrere Gründe. Hast du sie gefunden, dann weißt du, was in dir vorgeht. Das Gewissen ist entweder der Geist deines Vaters in dir – denn du bist das Haus, der Tempel, in dem der Geist unseres himmlischen Vaters wohnt –, oder es ist dein unsichtbarer Begleiter, der Schutzengel, der dich ermahnt.

Liebes Kind, du hast gehört, dass Gleiches immer wieder Gleiches anzieht. Deshalb gibt es keine Zufälle im Leben.

Treffen zwei gleich schwingende unschöne und hässliche Gedankenwesen zusammen, dann wirkt sich das wie bei einer Explosion aus: Der Mensch ist wütend; er explodiert und spricht unschöne Worte oder schlägt um sich.

Wenn du also wütend bist, dann sendest du unschöne und lieblose Gedankenwesen aus und setzt mit Worten weitere gegensätzliche Energien frei.

Dieser Wutausbruch kam unter Umständen deshalb zustande, weil die Schatten deiner Seele das angezogen haben, was dein Nächster ausgesandt hat.

Den Wutausbruch hat also nicht nur dein Freund ausgelöst. Durch sein Verhalten berührte er den Schatten deiner Seele. Dieser begann, verstärkter zu schwingen, und brach als Wut aus dir heraus.

Vor dieser Ausbruchsphase, während und nach der Wut bemühten und bemühen sich der Geist deines himmlischen Vaters und dein Schutzgeist, dich mit folgenden Liebeempfindungen aufzuklären:

„Liebes Kind, sieh erst einmal bei dir selbst nach, bevor du in der Wut deinem Freund oder scheinbaren Feind die Schuld gibst. Sieh bei dir nach, ob du nicht etwas von ihm erwartest – oder ob du wütend bist, weil er dir nicht die Antwort gab, die du gerne gehört hättest. Vielleicht wolltest du eine Schmeichelei hören?“

Oder wenn dich dein Freund oder dein scheinbarer Feind geschlagen hat, frage dich, wie du dich selbst verhalten hast, welche Gedanken du gegenüber deinem Nächsten, deinem Freund oder scheinbaren Feind, hattest. Waren deine Gedanken liebevoll oder gehässig? Suche also zuerst den Schatten bei dir und nicht bei deinem Freund oder scheinbaren Feind.

Siehe, liebes Geschwisterchen, das ist die Lebensschule des himmlischen Vaters für Seine Erdenkinder. Der Geist unseres Vaters und der Schutzgeist ermahnen, helfen und schützen je nach dem Verhalten des Kindes. Die Lebensanweisungen unseres himmlischen Vaters und deines Schutzengels sind sehr umfangreich.

Es ist möglich, dass in deiner Seele mehrere Schatten sind, die der Geist deines himmlischen Vaters und dein Schutzengel gemeinsam mit dir durchlichten möchten, so dass deine Seele immer lichter und heller wird. Wenn du also auf dein Gewissen achtest und die guten und liebevollen Empfindungen und Gedanken befolgst – oder die liebevollen Worte und Ermahnungen deiner Eltern beachtest, die ja ebenfalls von Gott für dich erwählt sind, dich zu beschützen, zu betreuen, dir zu helfen und dich zu führen auf dem Weg ins Jugend- und Erwachsenenalter –, wenn du also gehorsam bist – das heißt nicht unterwürfig – und deine Eltern dich nach den Gesetzen der selbstlosen Liebe beschützen, betreuen und führen, dann bist du in der besten Obhut.

Denn Gott, dein Schutzgeist und deine Eltern sorgen für dich.

So bekommst du viel Hilfe in der geistigen Lebensschule. Auch deine Großeltern und Verwandten können dir so manchen guten Rat geben.

Neben all dieser selbstlosen Fürsorge wirst du auch die irdische Schule besuchen, in der du deine geistigen und menschlichen Fähigkeiten entwickeln kannst.

Nach dem Gesetz Gottes gilt für jeden Menschen folgender Merksatz: „Lebe, um zu lernen“ – und nicht: „Lerne, um zu leben“.

Lass dir diese Aussage von deinem Vater erklären. Er weiß sicher, was sie zu bedeuten hat.

Liebes Schuldkind, du machst nun den ersten Schritt in die Welt: Du kommst in die Schule.

Wenn das Kind ein bestimmtes Alter hat, dann ist es nach dem Gesetz eures Landes Pflicht, dass das Kind eine irdische Schule besuchen muss.

Warum muss das sechs- bis siebenjährige Kind in die irdische Schule gehen? Zum einen, weil der Mensch seine geistigen Fähigkeiten im irdischen Leben gebrauchen soll. Und zum anderen soll der Mensch das Gesetz „Bete und arbeite“ in rechter Weise erlernen und in die Tat umsetzen.

Obwohl du in der geistigen Schule bist, ist auch die irdische Schule nötig, denn als Menschenkind brauchst du auch das materielle Brot und die materiellen Dinge.

Was der Mensch benötigt, das erarbeitet er sich – wiederum mit der Kraft Gottes. Denn was der Mensch vollbringt, vermag er nur durch die inwendige Kraft, den Geist des Vaters in der Seele des Menschen.

Du darfst also den Eintritt in die irdische Schule nicht verweigern. Du kannst wohl sagen: „Dieser Lehrstoff gefällt mir nicht, ich möchte was anderes lernen“, doch wenn der Lehrstoff vorgeschrieben ist, wirst du dich eben fügen müssen.

Der Lehrstoff ist für die jeweilige Schulklasse gegeben, und der Lehrer muss die Schüler diesen Unterrichtsstoff lehren und sich bemühen, dass der Schüler den jeweiligen Unterrichtsstoff auch versteht.

Du kannst also für den Lehrstoff nicht den Lehrer verantwortlich machen. Du solltest dich nun in die Situation hineinfinden.

Wie kannst du dich am schnellsten hineinfinden?

Wenn du alles bisher in der geistigen Schule Gelernte in rechter Weise in den Unterrichtsstunden anwendest, dann fällt es dir viel leichter, beim Unterricht mitzumachen und auch den Lehrer oder die Lehrerin zu verstehen. Sie sind im Geiste dein Bruder oder deine Schwester. Sie bemühen sich, dir den Lehrstoff zu erklären, damit du dich in dieser Welt richtig auszudrücken lernst und verstehen kannst, was für das irdische Leben notwendig ist.

Der erste Schultag bringt dir sicher große Freude.

Vielleicht bekamst du ein neues Kleid oder einen neuen Pullover, eine neue Jacke oder einen neuen Mantel. Auch deine Schultasche ist entweder neu, oder sie ist frisch hergerichtet, wenn du sie von einem deiner Geschwister übernommen hast. Am ersten Schultag werden dich wohl Vater oder Mutter oder beide begleiten.

Deine Eltern, die selbst erfolgreich in der geistigen Schule lernen und verwirklichen, um wieder engelgleich zu werden, werden dich nach den göttlichen Gesetzen unterweisen und dir sagen, wie du dich deinen Schulkameraden gegenüber verhalten sollst, um mit ihnen in Frieden zu leben. Sie werden dir auch raten, dich deinem Lehrer anzuvertrauen, wenn du Schwierigkeiten hast. Und sie werden dir erklären, warum du deinen Lehrer achten sollst. Er bemüht sich, dir die ersten schulischen Kenntnisse und Aufgaben zu vermitteln.

Du wirst gewiss fragen, warum du in die irdische Schule musst, wenn es doch die geistige gibt.

Liebes Schulkind, unterscheide die beiden Begriffe „geistige Schule“ und „irdische Schule“:

In der geistigen Schule lernst du, wie du deine Seele von ihren Schatten befreien kannst.

In der irdischen Schule lernst du malen, lesen und schreiben und rechnen. Du lernst Heimatkunde, Naturkunde und Erdkunde, und in der Gemeinschaft lernst du, nach welchen Regeln und Gesetzen ein Bürger des irdischen Staates leben soll. Im weiteren schulischen Verlauf lernst du Geschichte und Kunstgeschichte. In der irdischen Schule werden auch deine praktischen Fähigkeiten und Talente geweckt.

Die Unterrichtsstunden werden dir nicht allzu schwer fallen, wenn du dich bemühst, alles, was du bisher in der geistigen Schule gelernt hast, richtig anzuwenden, denn die göttlichen Gesetze unseres himmlischen Vaters sollten auch in der Welt, in der irdischen Schule, beachtet und angewendet werden.

Ein tüchtiger und brauchbarer Mensch werden

Der menschliche Körper hat viele, viele Zellen. Und jede Zelle deines Körpers ist in beständiger Vibration, immer in Aktion und Reaktion. Deine Körperzellen brauchen jeden Tag gesunde und aufbauende Nahrung. Deine Gehirnzellen benötigen Nahrung und Schulung.

Es ist richtig, wenn dich die Lehrer unterweisen und dir das Lernen beibringen, damit du im Jugend- und Erwachsenenalter ein tüchtiger und brauchbarer Mensch bist. Nun, das ist zu bejahen, was die Lehrer und Lehrerinnen sagen.

Doch „tüchtig“ und „brauchbar“ sind dehnbare Begriffe. Damit du verstehen kannst, was der Ausdruck „dehnbarer Begriff“ bedeutet, erinnere ich dich an ein Gummiband. Du kannst von einem Gummiband sagen: „Es ist zu kurz.“ Ziehst du das Gummiband auseinander, dann sagst du: „Es ist lang.“

Liebes Schuldkind, so ist auch die Aussage der Pädagogen „Du sollst ein tüchtiger und brauchbarer Mensch werden“ ein dehnbarer Begriff. Denke an den Vergleich mit dem Gummiband!

Ein Mensch ist nur dann ein guter und gütiger Mensch und ein echter Weiser, wenn er die irdischen Gesetze in Übereinstimmung mit den göttlichen Gesetzen bringt.

Denken die Pädagogen jedoch nur an die Schulbildung des Menschen, dann ist ihr Blick kurz. Sie sind für die übergeordnete Wahrheit, für die göttlichen Gesetze, kurzsichtig, weil sie glauben, der Mensch sei nur dann tüchtig und in der Welt brauchbar, wenn er seine Gehirnzellen mit vielem menschlichen Wissen, mit Ansichten und Theorien voll stopft, damit er in der Welt richtig und gut arbeiten und leben kann und ein brauchbarer Mensch ist.

Menschen, die das irdische Leben als ihr wahres Leben sehen und nur die Erde als ihre wahre Heimat anerkennen, sind aber begrenzte Menschen.

Begrenzt heißt, sie sind kurzsichtig. Ihr Blick ist eingeengt. Sie haben ein so genanntes „Schmalspurdenken“. Schmalspurdenken heißt: Sie verfolgen nur ein Ziel, von dem sie glauben, dass es für sie selbst gut wäre und für die Menschen, die so wie sie denken und leben. Solche Menschen glauben nur das, was sie hören und sehen können, und weisen das von sich, was nicht auf den ersten Blick zu erkennen und zu durchschauen ist.

Die göttliche Wahrheit ist dem Menschen so lange verborgen und von den Schatten, den Belastungen der Seele, abgedeckt, bis der Mensch den Sinn seines Erdendaseins erkennt und höhere Ideale und Werte anstrebt. Diese sind zunächst nur in ihm selbst zu finden.

Die Kurzsichtigkeit, die nicht über irdische Erkenntnisse und Dinge hinausblickt, macht viele Menschen arrogant und ichbezogen. Auf lange Sicht gesehen werden solche Menschen neidisch, zänkisch und streitsüchtig, weil sie nur darauf bedacht sind, ihre Meinung und ihr kleines, menschliches Ich, ihren Schmalspurglauben, den menschlichen Glauben, zu verteidigen. Sie wollen unbedingt recht bekommen und bekämpfen daher mit allen Mitteln und Methoden, die ihnen zu Gebote stehen, jene Menschen, die ihre Ansichten nicht teilen. Sie kämpfen mit Gedanken des Hasses und des Neides – und machen unter Umständen sogar falsche Aussagen, um sich selbst, ihr Ich, aufzuwerten.

Durch ein solches falsches Verhalten kam und kommt Streit und Hass in diese Welt. Daraus entstanden und entstehen immer wieder Feindschaft und Neid.

Der Mensch muss sich ändern, damit Friede, Hoffnung und Zuversicht in die Welt kommen.

Der Mensch soll verbindlich sein, nicht andere binden durch Hass, Neid, Streit und Rechthaberei.

Wer seinen Nächsten mit diesen Menschlichkeiten an sich bindet und ihn zwingt, das zu denken und zu tun, was er für richtig hält, der sät Unfrieden.

Der Unfriede bewirkt wieder Unfreundlichkeit und Lieblosigkeit, also Trennendes, das Dein und Mein.

Wer auf sich bezogen ist, grenzt sich ab gegenüber allen anderen, anstatt sich mit ihnen zu verbinden. Das ist nicht selbstlose Liebe zum Nächsten.

Wisse, lieber heranwachsender junger Mensch, allein schon unfreundliche und lieblose Blicke auf andere Menschen können viel Unheil anrichten!

Oftmals will der eine, was der andere besitzt, und wenn er es nicht haben kann, gleich aus welchen Gründen, so wird er neidisch und intolerant.

Wer intolerant ist, der spricht seinem Nächsten viel ab, sich selbst aber viel zu, er wertet sich also auf: Er redet z.B. über seinen Nächsten in der Erregung und beschuldigt ihn etwa der Dummheit, der Faulheit oder der Unehrlichkeit. Er weiß ja alles besser und ist klüger als seine Mitmenschen.

Ein solcher Mensch zeigt mit seiner Erregung und durch seine Rede, was er denkt. Und was der Mensch denkt, das ist er! Nicht allein der andere, dem er dies alles zuspricht, ist so, sondern auch er, der ihm in der Erregung Unschönes, Gehässiges sagt. Das ist lieblos und intolerant, niemals edel und geistig.

Menschen, die ihrem Wesen nach kurzsichtig sind und andere abwerten, haben große Probleme und Sorgen, weil sie in ihrem Leben entweder das nicht erreichen, was sie wollen – oder weil ihr Nächster anders denkt und handelt, als sie es wollen.

Dadurch beschäftigt sich der Mensch in seinen Gedanken zu viel mit seinem Nächsten anstatt mit dem Tagesgeschehen; er ist also „abwesend“ oder grübelt sogar noch über seine eigenen Sorgen und Probleme.

Dabei übertönt er sein Gewissen und übersieht möglicherweise eine Gefahr, die auf ihn lauert, weil er unkontrolliert und unkonzentriert ist.

Aus solchen Verhaltensweisen ergeben sich Unfälle und Schicksalsschläge. Krankheiten und mitunter schwere Leiden können die Folge sein.

Du hast gehört:

Wenn die Schatten in der Seele, die Belastungen, stärker ausstrahlen oder wenn sie von außen durch irgendwelche Ereignisse, durch Worte, Bilder oder anderes angestoßen werden, dann kommen Teile dieser Seelenschatten in Schwingung, und der Mensch zieht das an, was in ihm gleichschwingt. Wenn z.B. zwei Menschen heftig miteinander streiten, dann schwingen die Schatten der Seele nicht nur in einem der Streitenden, sondern in beiden. Gleichartige Seelenschatten, auch Schwingungen genannt, treffen aufeinander; dabei werden Heftigkeit und Streit ausgelöst, und eine explosionsartige Auseinandersetzung entsteht.

Du siehst also: Was in der Seele liegt, das zeigt sich im Äußeren!

Wenn der Seelenschatten stärker in den Körper eindringt, so wirkt er dort als Krankheit, das heißt, der Mensch wird krank. Du weißt: Alle diese Schatten wurden durch das Fehlverhalten des Menschen – entweder in früheren Leben oder in diesem Dasein – dem inneren Körper, dem Geistkörper, der Seele, auferlegt.

Du hast schon erfahren: Die Seele im Menschen ist auf Erden, um wieder göttlich zu werden – um ihre Schatten abzulegen in einem gesetzmäßigen, selbstlosen Leben der Liebe nach dem Willen Gottes.

Du bist nun ein Schüler. Wenn ein Schüler nur einseitig Wissen sammelt und bestrebt ist, in der Welt groß zu werden und Ansehen zu erlangen, dann ist er in Wirklichkeit klein, denn er hat das geistige Leben nicht in sein Denken und Leben einbezogen! Er ist einseitig orientiert, und da er alle Dinge und Geschehnisse von seinem Standpunkt aus betrachtet, nämlich von der Welt, der Materie aus, wird er rechthaberisch. Deshalb bleibt sein geistiges Bewusstsein klein; er lebt an der Wahrheit vorbei und kann daher auch das Göttliche nicht in sein Denken und Handeln einbeziehen.

Menschen, die nur weltlich orientiert sind, denken selten an ihre Seelenschatten, an ihre seelischen Belastungen, die entweder schon heute oder morgen oder erst in Jahren oder in einem anderen Erdenleben aufbrechen können und dann oft alles zunichte machen, was sich der Mensch, z.B. aufgrund seiner Habgier, mühsam erworben hat. Ein Schicksalsschlag kann plötzlich, unerwartet, einen angesehenen Menschen auf das Krankenlager bannen, oder er verliert, durch irgendwelche Umstände, sein Hab und Gut oder seinen guten Arbeitsplatz.

Die Erde ist der Aufenthaltsort für Bettler und Könige, für Reiche und Arme. Die Schicksale in der Welt sind vielseitig und verschieden, und für die meisten Menschen, so kann zu Recht gesagt werden, ist die Erde ein Jammertal.

Bettler und Könige, Reiche und Arme sind auf der Erde, um das zu bereinigen und zu bewältigen, was sie verursacht haben und wieder gutmachen wollen, oder auch um ihren Nächsten zu dienen und zu helfen.

Lieber heranwachsender junger Mensch, vieles müsste in der Welt nicht sein!

Würden die Menschen die geistige Lebensschule beachten und ihr Leben Gott anvertrauen, würden sie die göttlichen Gesetze befolgen und ihr irdisches Leben und ihre irdische Arbeit mit den göttlichen Gesetzen in Übereinstimmung bringen, dann gäbe es unter den Menschen immer weniger Neid, Hass, Streit, Feindschaft, Kriege oder Probleme, Nöte und Krankheiten. Die Menschen wären freundlicher und liebevoller zueinander, und einer würde dem anderen beistehen.

Liebes Kind, du sollst ein tüchtiger Mensch werden, der auch in der Welt Erfolg hat durch seine Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und selbstlose Liebe, der jedoch seinen Erfolg nicht als sein Verdienst ansieht, sondern weiß, dass Gottes Liebe und Weisheit ihn zum Erfolg führte – vielleicht auch, um den kleinen Geschwistern, wie du noch eines bist, in Liebe und Verständnis beizustehen, damit sie im Geiste, in der selbstlosen Liebe, heranwachsen und gute, tüchtige Erwachsene werden, die nicht einseitig ausgerichtet, nicht auf sich bezogen sind, sondern für alle Menschen da sind, die das Gemeinwohl vor das Eigenwohl stellen.

Selbstlosigkeit dient dem Gemeinwohl, und Gemeinwohl führt zur Einheit mit Gott und allen Menschen.

Einheit mit Gott und allen Menschen wiederum bewirkt selbstlose Liebe, Freiheit, Größe und Wohlwollen allen Menschen gegenüber.

Möchtest du ein großer, geistiger Mensch werden, der weise ist, der das geistige, göttliche Gesetz, die Liebe unseres himmlischen Vaters, in das irdische Leben, in sein Denken, Sprechen und Handeln, mit einbezieht – dann nimm an und verwirkliche, was ich dir nun weiter erkläre.

Der Schutzengel, den dir dein himmlischer Vater zu deinem Schutz an deine Seite gestellt hat, hilft dir, deine Gedanken zu ordnen, sie auf das Gute, Edle und Feine einzustimmen.

Nach dem ewigen Gesetz steht er dir auch bei, wenn du in die Schule gehst und deine Schularbeiten machst. Er steht dir bei beim Spielen. In allen Lebenslagen hilft dir dein guter, unsichtbarer Freund, dein Begleiter, dein Schutzengel.

Damit er dich mit seinen liebenden und mahnenden Worten, die feine Schwingungen sind, erreicht, solltest du ihm eine Gedankenbrücke bauen: Die Gedankenbrücke besteht aus deinen selbstlosen Gedanken der Liebe, der Freundschaft und des rechten Verstehens gegenüber deinen Eltern, Großeltern, Verwandten, Lehrern, Schulkameraden, deinen leiblichen Geschwistern und allen Menschen – wer sie auch sind, wie sie aussehen oder was sie denken und sprechen.

Wer so empfindet, denkt und lebt, der hat die Hilfe von Gott und von seinem Schutzengel, der ist ganz eng mit seinem Schutzgeist, seinem unsichtbaren Freund, verbunden.

Was du deinem Nächsten zufügst,
das fügst du dir selbst zu

Liebes Schuldkind, du hast wieder einmal die Schulstunden hinter dir. Sie waren vielleicht anstrengend, denn du warst sehr aufmerksam dabei, hast dich konzentriert und auch gut mitgearbeitet. Du gehst nach Hause.


Auf dem Weg zum Elternhaus beginnt schon die Entspannung: Hüpfe, lache und freue dich. Spiel mit, wenn deine Schulkameraden irgendwelche Spiele machen, und seien es nur Grimassenspiele oder Kasperlspiele, indem ihr von einem Fuß auf den anderen hüpft und dabei von Herzen lacht oder die Backen hochschiebt und die Augen zusammenkneift, um die Welt ganz klein zu sehen.

Vergiss jedoch nicht, auf den Straßenverkehr zu achten oder auf die Passanten; es sind deine Mitmenschen. Stoße sie in deinem kleinen Übermut nicht an, und behindere sie auch nicht anderweitig. Du möchtest sicher auch nicht gestoßen oder gar auf deinem Schulweg durch Unachtsamkeit deiner Mitmenschen behindert werden.

Merke dir diesen Satz: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu.“

Wer ist der andere?

Er ist dein Nächster. Es sind alle Menschen, die Großen und Kleinen, die Älteren und Jüngeren.

Wisse: Der Geistleib im Menschen ist immer jung, weil er ewiges Leben hat. Nur die Hülle, der Mensch, welkt in den irdischen Jahren.

Der geistige Leib besitzt ewiges Leben. Nur die Hülle vergeht, also der Mensch, das Fleisch und die Knochen. Die Seele wandert stufenweise – dem entsprechend, wie der Mensch denkt und lebt – wieder zu Gott zurück.

Wer ist dein Nächster?

Alle Menschen sind deine Nächsten: deine Eltern, deine Großeltern, Verwandten, Lehrer, deine leiblichen Geschwister und deine Schulkameraden; nicht nur dein Freund ist dein Nächster, sondern auch der gegen dich ist.

Die Liebe Gottes ist das ewige Gesetz. Es wirkt in jeder Seele und in jedem Menschen, in der ganzen Unendlichkeit.

Da in jedem Menschen die gleiche Liebe Gottes, das Gesetz, wirkt, deshalb ist dein Nächster auch ein Teil von dir. Alles Reine, die Liebe Gottes, die gleiche Liebekraft, ist in allem enthalten. Deshalb ist jedes Wesen ein Teil dieser Gottesliebe, dein Nächster ebenso wie du.

Wenn du nun deinen Nächsten hasst, mit ihm streitest oder über ihn unfreundlich, lieblos denkst und sprichst, dann wirst du die Liebekraft des himmlischen Vaters in deinem Nächsten, über den du lieblos denkst und sprichst, nicht verkleinern oder dieses Liebelicht der Seele auspusten. O nein! Du verkleinerst in dir selbst, in deiner Seele, das Licht, die Liebekraft des himmlischen Vaters. Die Folge ist, dass die Schatten in deiner Seele dichter und größer werden.

Weil alles in allem enthalten ist, lautet das Liebegesetz: „Was du deinem Nächsten zufügst, das fügst du dir selbst zu.“

Du verkleinerst also durch dein liebloses Verhalten das Gotteslicht, die Liebekraft, in dir, wodurch die Schatten in deiner Seele größer werden.

Also, liebes Kind, achte darauf.

Rechtzeitiges Erkennen der Fähigkeiten und Talente, der Schwierigkeiten und Probleme

Du kommst nun aus der Schule heim ins Elternhaus zu deinen Eltern. Du betrittst das Haus oder die Wohnung.

Wie verhält sich ein artiges, wohlerzogenes geistiges Kind, das sowohl in die geistige als auch in die irdische Schule geht?

Begrüße deine Eltern und leiblichen Geschwister freundlich und herzlich.

Sicherlich hat dir die Mutter eine Vesper gerichtet, oder du kommst gerade recht zum Mittagessen: Gewöhne dir an, für die Nahrung – ob es die Vesper oder das Mittagsmahl ist – Gott zu danken, für Seine Liebegabe.

Du hast von mir gehört, dass alles, was lebt, Gott, die Kraft, die Liebe, ist.

Du übst auf deinem Schulweg, die Menschen, die Pflanzen, die Tiere und Steine, alles als einen lebendigen Ausdruck Gottes zu sehen.

Auch die Nahrung birgt in sich das Leben aus Gott. Deshalb danke dem ewigen Vater, der dich liebt.

Gott zeigt den Menschen jeden Augenblick, dass Er sie liebt. Denn Er schenkt sich selbst durch Seinen Geist. Dieser ist Leben, also Energie, in der Nahrung ebenso wie im Wasser, in der Luft und im Feuer.

Danke also, und freue dich über die Nahrung und die Getränke, über die Gaben aus Gott, die du nun zu dir nimmst.

Iss bewusst, das heißt: Sprich nicht, während du isst. Trinke nicht, wenn dein Mund noch voll Speise ist. Iss nicht hastig, sondern ruhig, und freue dich, dass es gut schmeckt.

Hast du gegessen, dann danke dem Vater für die Liebegaben, die nun deinen Körper stärken. Danke, dass du wieder Kraft bekommen hast.

Du wirst nun eine geraume Zeit in deinem Zimmer ausruhen, spielen oder gleich die Schularbeiten machen. Die Wahl sei dir überlassen, womit du beginnen möchtest.

Liebe Eltern, ein guter Rat von Liobani:

Wenn euer Kind nach Hause kommt, dann überfallt es nicht mit Fragen, wie es in der Schule war und welche Aufgaben heute anstehen.

Bemüht euch, eurem Kind zu zeigen, dass ihr seinen Willen respektiert und es wie einen geistig reifen Menschen achtet. Das allein schon bewirkt im Kind Selbstsicherheit, Dynamik und Kraft.

Hat sich das Kind akklimatisiert, also umgestellt von der Schule auf die Familie, dann könnt ihr wohlbedacht die Frage an euer Kind richten, ob es sofort essen oder zuerst über den Schulunterricht berichten möchte.

Stellt die Frage so, dass das Kind spürt, euch, liebe Eltern, ist beides recht.

Auf diese Weise erzieht ihr euer Kind zur Offenheit, zur Sicherheit, zur inneren Freiheit und auch zur Entscheidungsfähigkeit und Entscheidungskraft.

Wenn euer Kind in die erste und zweite Schulklasse geht, dann ist es in vielen Fällen noch angebracht, auf seinen Stuhl oder Essplatz die Katze, den Teddy oder die Puppe zu setzen – eben das Lieblingstier oder die Lieblingspuppe, mit dem das Kind am Morgen als erstes gesprochen hat.

Betritt das Kind nach der Schule das Elternhaus und kommt so in die gewohnte Atmosphäre, dann ist es möglich, dass der kleine Schüler der ersten und zweiten Schulklasse auf das Lieblingstier oder die Lieblingspuppe zugeht, es in den Arm nimmt und dem Teddy oder der Puppe erzählt, wovon sein Herz voll ist.

Es ist auch möglich, dass sich das Kind beim Anblick seines Lieblings an das morgendliche Gespräch erinnert, das es z.B. mit dem Teddy geführt hat. Durch diese Erinnerung kann sich im Kind so manches lösen: Auch grüblerische und ängstliche Gedanken können z.B. durch den Anblick des Teddys aufgelöst werden. Kinder vergessen leicht. Durch die Anwesenheit des Teddys ziehen die dunklen Wolken am Horizont des Kindes vorbei. Es ist alles wieder gut; das Kind ist wieder lustig und froh.

Dieser kleine Liebedienst der Eltern, die Katze, die Puppe oder den Teddy an den Essplatz zu setzen, bewirkt auch mit der Zeit, dass die Eltern rechtzeitig aus dem, was ihr Kind seinem Liebling erzählt, erfahren, mit welchen Schwierigkeiten und Problemen ihr Kind zu tun hat, um sie dann behutsam mit ihm zu lösen.

Angeregt durch den Liebling, durch den Teddy, die Puppe oder die Katze, können auch Fähigkeiten und Talente in der Seele und im Unterbewussten aufbrechen, die von den Eltern dann erkannt werden. Sie können von den Eltern und den Pädagogen sodann gefördert werden. Solche Erkenntnisse und Hilfen sind besonders für die weiteren Lebensjahre wichtig, eventuell für die Einstufung in eine höhere Schule oder für die Wahl eines Berufs, zu dem der junge Mensch Freude haben soll.

Das Kind kann so ohne größere Schwierigkeiten und Probleme in das Jugend- und Erwachsenenalter hineinreifen, sich selbst erkennen lernen, seine eigenen Erfahrungen machen und nach seinen Fähigkeiten und Talenten den Beruf wählen, der ihm liegt und Freude bereitet.

Der Mensch ist vergesslich. Deshalb, liebe Eltern, wäre es gut, wenn ihr das Verhalten eures Kindes in seinem Lebensbuch notieren würdet. Macht auch Notizen über die Reaktionen und Antworten, wenn es unmittelbar nach der Schule die Wohnung betritt. All das gibt Aufschlüsse über das Innenleben des Kindes und ist für die Zukunft des Kindes von großer Bedeutung.

Erziehung zum positiven Denken

Liebe Eltern, bemüht euch, euer Kind ernst zu nehmen, dass es spürt, es wird akzeptiert und in der Familie für voll genommen.

Sagt zu eurem Kind nicht: „Du verstehst dies und jenes nicht“, wenn es sich an einem Gespräch beteiligen möchte, und schiebt es nicht ab mit der Begründung: „Das ist ein Gespräch für Erwachsene, das versteht die kleine Antje oder der kleine Albert nicht.“ Durch solche Bemerkungen bereitet ihr den Boden für Minderwertigkeitskomplexe, die sich oft erst in späterer Zeit bemerkbar machen; dann, wenn der Erwachsene auf eigenen Füßen stehen und sich im Beruf bewähren soll.

Meidet vor eurem Kind Gespräche über eure Mitmenschen, Gespräche über Arbeitskollegen, Nachbarn, Verwandte und Bekannte. Sowohl positive als auch negative Gespräche, insbesondere über die unmittelbaren Nächsten, prägen sich intensiv in das wache und aktive Reaktionsvermögen des Kindes ein. In späteren Jahren stellt es dann über andere Menschen Vergleiche an und glaubt, so wie die Eltern Verwandte, Freunde und Bekannte schilderten, so müssten nun auch jene sein, die dem nun jugendlichen oder erwachsenen Menschen gut, weniger gut oder gar gegensätzlich gesonnen sind. Menschen, die im Kindheitsalter viel Negatives über ihre Mitmenschen gehört haben, sind dadurch negativ programmiert.

Die Materie ist von Gegensätzlichkeiten durchdrungen. Jeder Mensch ruft sowohl positive als auch negative Kräfte ab, ganz nach seiner Programmierung und seinem aus den Vorleben mitgebrachten Reisegepäck. Es ist eine große Hilfe für den Menschen, wenn die Eltern dem Kind immer wieder das Positive nahe bringen, ihm auch das Positive in den Menschen zeigen, die den Eltern und ihren Kindern nicht wohlgesonnen sind. Wer das vermag, schafft sowohl in sich selbst als auch in seinen Kindern Raum für Verständnis, Wohlwollen und Toleranz. Der Mensch wird positiv; das Negative, das die Seele aus den Vorleben mitgebracht hat, schwindet allmählich unbemerkt.

Negativ geprägte Menschen werden oftmals große Pessimisten, die alles abwerten, was nicht ihrem anerzogenen Denkmuster und ihrem Schema entspricht.

Liebe Eltern, das ist ein Hinweis, der, sofern er beachtet wird, dem Kind viel ersparen und helfen kann. Und auch ihr werdet das Negative mit den Augen eines verstehenden, toleranten Menschen betrachten, der die Situation überschaut.

Wenn Eltern streiten

Gibt es unter euch Streit, so tragt den Zwist und die Streitereien nicht vor eurem Kind oder vor euren Kindern aus. Das Registriervermögen eurer Kinder nimmt, wie schon offenbart, die feinsten Nuancen der Streitgespräche wahr. Es fühlt sich sodann nicht mehr daheim und nicht mehr euch zugehörig. Es ist verunsichert und weiß nicht, welchem Elternteil es recht geben soll, denn es liebt beide Eltern. Es kann so weit kommen, dass das Kind zuletzt nicht mehr weiß, zu welchem Elternteil es gehen soll, wenn es Fragen hat oder wenn es sich zu seinen Eltern hingezogen fühlt und sich hinkuscheln möchte, um die heimatliche Nestwärme zu fühlen, die Geborgenheit, die das Kind so notwendig braucht.

In den Kleinen ist noch viel Gerechtigkeitssinn. Sie möchten keinen Elternteil bevorzugen oder benachteiligen. Die Folge ist, dass sich das Kind auf sich selbst zurückzieht und verstockt wird.

Kinder, denen die Nestwärme fehlt, werden, je nach ihren seelischen Belastungen, entweder verstockt, verängstigt, oder sie schmollen bei jeder Situation, die sie an die häusliche Atmosphäre erinnert. Die weiteren Folgen können Aggressionen sein, weil sich das Kind ausgestoßen fühlt.

Liebe Eltern, ist zwischen euch eine Distanz, gleich, welche Ursachen sie auch hat, dann klärt euer Kind auf, jedoch nicht, ohne auch das Positive, das Hoffnungsvolle anzusprechen. Lasst in dem Kind nicht die Sorge aufkommen, es könne unter Umständen zwischen euch nicht mehr gut werden.

Gerade zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr rufen elterliche Schwierigkeiten sehr große innere Widerstände im Kind hervor. Leben Kinder in einem solchen Milieu, dann lehnen sie sich in späteren Jahren unter Umständen gegen die Eltern, die Gesellschaft und gegen alle Menschen auf, die ähnlich denken und leben wie ihre Eltern.

Ich wiederhole, weil es für die heranwachsenden Jugendlichen sehr wichtig ist:

Wenn euer Kind eure Streitigkeiten erlebt oder davon auch nur einen Teil mitbekommen hat, dann klärt es über den Inhalt eures Streitgespräches auf; sagt ihm, warum es Auseinandersetzungen gab.

Wichtig ist dabei, dass ihr das Positive heraushebt, denn in jedem Streit kann auch das Positive wirksam werden, das Klärende für die Eltern, sofern sie guten Willens sind. Wenn nun die Eltern ihrem Kind die im Streit gemachten Fehler sagen und ihre Erkenntnis daraus für den gemeinsamen weiteren Lebensweg erklären, dann fühlt sich das Kind aufgenommen und spürt, trotz allem, die Nestwärme und die Liebe der Eltern.

Wenn ein Kind in dieser Welt in alle Geschehnisse der Familie einbezogen wird, so bewirkt dies im Kind Festigkeit und das Gefühl der Zugehörigkeit. Dann kann es ein gefestigter und freier Mensch werden und auch seinen Mitmenschen offen und frei begegnen.

Freie, dynamische Menschen können in rechter Weise auf ihre Nächsten zugehen und im Gespräch auf sie eingehen, weil sie nicht mit sich selbst beschäftigt und ohne Minderwertigkeitskomplexe sind. Deshalb können sie sich auch entsprechend konzentrieren. Das sind dann freudige Menschen. Freudige, freie, positiv eingestimmte Menschen sind oftmals geniale Denker, weil sowohl ihr geistiges Bewusstsein als auch ihr Ober- und Unterbewusstsein nicht mit unwesentlichen und ichbezogenen Gedanken und Wünschen voll gestopft ist.

Liebe Eltern, erkennt bitte eure Verantwortung euren Kindern gegenüber. Seid da nicht gleichgültig.

Was ihr an eurem Kind versäumt, weil ihr euch selbst nicht zurücknehmen wollt und nur euer eigenes Leben euch wichtig ist und weil ihr euer Kind eventuell nur als Anhängsel behandelt – dafür werdet ihr nach dem Gesetz von Saat und Ernte zur Verantwortung gezogen werden.

Sowohl der Mann, der das Kind gezeugt hat, als auch die Frau, die es unter ihrem Herzen trug, sind von der ersten Stunde an, in der sie beide wissen, dass ein Embryo im Leib der Mutter heranwächst, für das Leben des Embryos ebenso verantwortlich wie nach der Geburt für das Leben des Kindes.

Liebe Eltern, die materielle Hülle eures Kindes ist ein Teil von euch. Der ihr innewohnende geistige Leib ist von Gott geschaffen und gegeben. Helft eurem Kind, soweit es in euren Kräften steht, damit es ein tüchtiger Mensch wird; doch überfordert es nicht. Eltern, welche die göttlichen Gesetze verwirklichen, spüren genau, was das Kind an Hilfen und entsprechenden Worten zum Geleit in den verschiedenen Situationen seines Lebens benötigt.

Liebe Eltern, helft eurem Kind auch bei den Schulaufgaben, besonders in den ersten Schuljahren.

Lieblingstier und Lieblingspuppe

Ist das Kind mit seinen Schulaufgaben beschäftigt, dann sollte nicht nur ein Elternteil anwesend sein, sondern auch das Lieblingstier oder die Lieblingspuppe. Das Tier oder die Puppe, dem am Morgen das Kind schon vieles mitgeteilt hat, erinnert es an manche Aussage, die im Augenblick der Schularbeiten wesentlich sein kann.


Wie ich schon erwähnte, schafft das Kind um das Lieblingstier oder die Lieblingspuppe eine Aura, einen Energiekokon. Er besteht aus den Liebe-, Wunsch- und Sehnsuchtsgedanken des Kindes, aus Gedanken der Hoffnung und Zuversicht; auch gute Einfälle bilden den Energiekokon mit. Jedoch sind auch Gedanken und Worte der Sorge, der Ängste und der Verzweiflung in den Kokon mit einbezogen.

Diese gedachten oder gesprochenen Energien kreisen um die Puppe, das Lieblingstier oder einen anderen Gegenstand, den das Kind liebt. Dadurch wird die Puppe, das Tier oder der Gegenstand für das Kind lebendig, da es unbewusst mit diesen von ihm ausgesandten Energien kommuniziert. Für das Kind ist somit der Teddy oder die Puppe lebendig. Steigen im Kind ähnliche Empfindungen oder Gedanken hoch wie am Morgen oder nach der Schule, als das Kind zu Hause Teddy oder Puppe auf seinen Stuhl setzen durfte, dann beginnen diese aufgestiegenen Empfindungen und Gedanken mit dem Energiefeld – Aura oder Kokon der Puppe genannt – zu kommunizieren. Das regt die Lebendigkeit des Bewusstseins an. Es ist möglich, dass das Kind wieder zu Teddy oder Puppe spricht oder die Gedanken dem Elternteil mitteilt, der bei den Schulaufgaben zugegen ist.

Daraus ersehen sodann die Eltern, womit sich das Kind gedanklich beschäftigt, und können eventuell auftretende Schwierigkeiten rechtzeitig erkennen und Abhilfe schaffen.

Bei diesen Begegnungen und Kommunikationen mit dem Lieblingstier oder der Lieblingspuppe öffnet sich das Kind, wodurch tiefe Einblicke in sein Innenleben möglich sind.

Der wache, liebevolle Beobachter erkennt die inneren Vorgänge im Kind, seine Freuden und Leiden, seine Sorgen und Nöte. Jedoch werden ebenso die schlummernden Fähigkeiten und Talente erkennbar. Sie können sodann in entsprechenden Schulen oder Lehrstätten mehr und mehr geweckt, gefördert und aufgebaut werden.

Es ist ratsam, die besonderen Reaktionen des Kindes im Lebensbuch festzuhalten. Auch Unpässlichkeiten und Krankheiten sollten im Lebensbuch des Kindes aufgezeichnet werden.

Dieses wird zu einem kostbaren Nachschlagewerk und hilft später dem erwachsenen Menschen, Klarheit über manche seiner Verhaltensweisen zu bekommen, die eventuell erst im Erwachsenenalter auftreten.

Lieber heranwachsender junger Mensch, du hast gehört: Wer nicht mit unwesentlichen, lieblosen Gedanken umwölkt, also umgeben ist, dem kann der Schutzengel helfen – auch dann, wenn es um die Bewältigung der Schulaufgaben geht. Denn der himmlische Vater möchte, dass du ein tüchtiger Mensch wirst, der die geistigen Qualitäten, Fähigkeiten und Talente mit den irdischen verbindet, um so zum Wohle vieler Menschen beizutragen.

Bevor du nun mit deinen Schulaufgaben beginnst, konzentriere dich nach innen, wo der Geist unseres Vaters wirkt, und bete, denn du hast gehört, dass jeder Mensch der Tempel – oder das Haus – des Heiligen Geistes ist. Bitte Gott, unseren Vater, dass Er dir beisteht und dass Er dir auch über deinen Schutzgeist Hilfe für die Bewältigung der Schulaufgaben zuteil werden lässt. Bitte also um Konzentration und Fröhlichkeit. Wer von Herzen frohgemut ist, der lernt leichter.

Sicher haben dir Teddy, Katze oder Puppe auch einiges zu sagen, oder du hast ihnen etwas mitzuteilen.

Was haben sie dir zu sagen?

Was möchtest du ihnen erzählen?

Ist alles ausgesprochen?

Auch das, was dir vielleicht am Herzen liegt und was du Vater und Mutter berichten möchtest?


Hast du dein Herz noch nicht geöffnet, dann tue es gleich!

Dadurch wirst du innerlich frei, und du kannst dich besser auf deine Schulaufgaben konzentrieren.

Nun erledigst du mit Hilfe deiner Mutter oder deines Vaters und mit Teddy, Katze oder Puppe deine Schularbeiten.

Du bekommst dabei auch Hilfe von deinem himmlischen Vater und deinem Schutzengel.

Sind die Schularbeiten gemacht, dann hast du die weiteren Stunden zu deiner Verfügung.

Sicher hast du dir schon überlegt, wie du den Rest des Tages verbringen wirst, mit Schulkameraden oder -kameradinnen, mit Freunden oder allein.

Wenn ich sage „allein“, so meine ich dich als Menschen im Sichtbaren. Du weißt ja aus dem Buch „Ich erzähle – hörst Du zu?“, dass der Mensch nie allein ist.

Wenn der Mensch liebevoll und freundlich ist und mit allen Mitmenschen in Frieden und Freundschaft lebt, dann strahlt er auch tiefen Frieden aus. Wer tiefen Frieden ausstrahlt, der strahlt auch selbstlose Liebe aus. Selbstlose Liebe und tiefer Friede, die vom Menschen ausgehen, ziehen wiederum Kräfte der Liebe und des Friedens an und lichte, unsichtbare Wesen und Menschen, die ebenfalls selbstlos lieben und tiefen Frieden haben.

Friedvolle, selbstlos liebende Kinder ziehen z.B. Naturwesen an. Wir wollen diese kleinen Helfer der Natur, die Natur- und Elementarwesen, nicht vergessen. Sie werden von den Menschen Wichtel, Zwerge, Gnomen, Elfen, Feen und Nixen genannt. Du, liebes Kind, bist, wie alle guten Menschen, von ihnen umgeben.

Wenn dir danach ist, von ihnen zu hören, dann will ich, Liobani, dir über unsere Schwester Gabriele erzählen, was sie so alles machen und warum sie in der Natur, in der Luft und im Wasser leben und wirken und auch unter den Kindern und Erwachsenen sind, die lichte, helle Gedanken haben, die selbstlos lieben und Frieden ausstrahlen, die sich freuen und lachen. Auch die Naturwesen freuen sich, wenn die Kinder hüpfen und spielen, wenn sie sich bewegen, ein Ringelreihenspiel machen oder andere lustige, harmonische Spiele.

Die Naturwesen spielen gern mit den Kindern, die Frieden halten.

Sie sprechen auch zu ihnen. Hörst du sie?

Wenn nicht, dann will ich dir von ihnen erzählen.

Erzählung von Liobani
Die unsichtbaren Helfer,
die Naturwesen und Elementargeister –
ihr Evolutionsweg, ihr Aussehen und Wirken

Du hast gehört, jeder Mensch hat drei Bewusstseinsbereiche: ein geistiges Bewusstsein – das Bewusstsein der Seele – und das Unter- und das Oberbewusstsein des Körpers.

Alle drei Bewusstseinsbereiche sind aktiv. Entsprechend der Entwicklung des geistigen Bewusstseins ist der Bewusstseinsstand des einzelnen Menschen.

Liebe Geschwister, sowohl in den göttlichen Welten, im reinen Sein, wie in der ganzen Unendlichkeit und auch auf der Erde sind alle Lebensformen in beständiger Evolution, das heißt in der Entwicklung und Entfaltung ihres geistigen Bewusstseins.

Alles, was lebt, ist Bewusstsein, auch Steine, Mineralien, Pflanzen und Tiere.

Alle geistigen Lebensformen entwickeln sich aus einem geistigen Atom, das in sich das absolute, göttliche Bewusstsein birgt und damit die ganze Schöpfung.

Wenn sich aus einem geistigen Atom eine geistige Form herauszukristallisieren beginnt, dann wird von dem allumfassenden Bewusstsein nur das Teilchen manifestiert – das heißt, es wird Form –, das für das niederste Bewusstsein, das eines Steines, vorgesehen ist. Die einfachen Steine haben also die kleinsten Bewusstseinskörper. Sie sind Ein-Partikel-Bewusstsein.

Die universelle Energie, Gott, bringt in einem mächtigen Lichtrhythmus das kleinste Einpartikelbewusstsein in Evolution. Das Einpartikelbewusstsein ist nur ein geistiges Partikelchen. Infolge der Einstrahlung der Urenergie werden dann aus einem geistigen Partikel immer mehr, bis schließlich ein geistig vollkommener Lichtkörper entstanden ist: das Geistwesen.

Ein Vergleich:

Ähnlich ist es mit der Eizelle im Körper der Frau. Wird die Eizelle in einem von der Natur vorgegebenen Rhythmus befruchtet, dann wächst allmählich im Leib der Frau und Mutter ein Kind heran.

Die geistigen Formen gehen also aus einem geistigen Atom hervor, das ein Partikel wird – das Kind dieser Welt, der Mensch, aus einer Eizelle.

Alle Geistkörper besitzen eine Partikelstruktur; man könnte sie mit kleinen Bienenwaben vergleichen.

Die materiellen Formen, der Mensch, die irdischen Tiere und Pflanzen, bestehen aus vielen, vielen Zellen.

Da also auch im Geiste alles Evolution, das heißt Entwicklung ist, erweitert sich auch das geistige Bewusstsein: Das geistige Bewusstsein des einfachen, schlichten Steines wird zum Mineralbewusstsein, zur nächsthöheren Form.

Sowohl die Steine als auch die Mineralien, die Pflanzen und die Tiere, die Naturwesen und Geistkinder, stehen also in der Evolution, in der Entwicklung.

Aus dem ausgereiften geistigen Stein- und Mineralbewusstsein entsteht die geistige Pflanzenwelt.

Aus der geistigen Pflanzenwelt die Tierwelt.

Und aus den ausgereiften Tierformen die Naturwesen.

Aus den ausgereiften Naturwesen die Geistkinder. Die Geistkinder werden zu voll ausgereiften Geistwesen.

Die vollkommenen Geistwesen sind ausgereift, nehmen jedoch durch die beständige Evolution immer weiter an Licht und Kraft zu.

Der einfache Stein birgt also in sich ein großes Entwicklungspotential.

Das ist die Evolution im göttlichen Reich.

So wie beim Embryo im Leibe der Mutter immer mehr Zellen entstehen, entstehen im Laufe der Entwicklung immer mehr geistige Partikel. Daraus ergeben sich die Geistformen und in ihrer ausgereiften Form die Geistwesen.

Nun gehe ich wieder zum Menschen zurück.

Der Mensch entsteht aus einer Eizelle. Aus ihr bilden sich immer mehr Zellen, bis es ein menschlicher Körper ist.

Du siehst also, dass sich auch der menschliche Körper allmählich entwickelt, ähnlich wie die geistigen Formen.

Ich wiederhole: Hat sich im geistigen Reich das Steinbewusstsein als Form ganz aufgebaut, dann geht dieses Steinbewusstsein, die Form, über in das Mineralbewusstsein. Dort baut es sich wieder auf. Dann geht es weiter in das Pflanzenbewusstsein. Die Form der Mineralien wird zur Pflanze.

Auch innerhalb des Pflanzenbewusstseins – auch Pflanzenkollektiv genannt – werden die verschiedenen Pflanzenarten in Form von geistigen Partikeln entwickelt. Somit nimmt die Energie Form an und ist dann formgewordene Energie.

Die Bewusstseinserweiterung erstreckt sich also über sämtliche Stein-, Mineralien- und Pflanzenarten, dann weiter über die Tierarten, bis hin zu den Arten der Naturwesen. Auch die Naturwesen haben unterschiedliche Bewusstseinsgrade. Deshalb haben sie auch unterschiedliche Formen und sehen ihrem Bewusstseinsstand entsprechend aus. Auch das Bewusstsein der Naturwesen wächst weiter durch den vorgegebenen ewigen Lichtrhythmus.

So gibt es unter den Naturwesen die so genannten Gnomen, die Schollenwesen – auch Schollenmännlein genannt –, die Waldwesen – von Menschenkindern die Waldwichtel genannt – und die Elfen, welche die weiblichen Prinzipien sind.

Du wirst nun fragen, was Prinzipien sind.

Siehe, liebes Geschwisterchen, im göttlichen Reich gibt es nicht die zwei Geschlechter wie auf der Erde. Im göttlichen Reich gibt es Prinzipien: Das männliche Prinzip, also den Mann, und das weibliche Prinzip, die Frau.

Die Geschlechter gibt es bei den Menschen, weil der irdische Leib wieder einen irdischen Leib für die sich einverleibende Seele zeugen muss, also einen Menschen, in den sich eine Seele inkarnieren kann.

Im göttlichen Reich wird kein Geistkörper gezeugt – sondern er baut sich auf über ein geistiges Atom, über Steine, Mineralien, Pflanzen, Tiere, Geistkinder und Geistwesen.

Du erkennst also den Unterschied: Im geistigen Reich gibt es die Prinzipien, unter den Menschen die Geschlechter.

Liebes Kind, auf der Erde ist das Geistige vom Materiellen umhüllt, deshalb bedarf es auch der geistigen Pfleger, die vorwiegend die geistigen Substanzen, also die geistigen Formen oder Strahlen, in den materiellen Formen pflegen.

Daher gibt es die unsichtbaren Pflanzen- und Tierpfleger: die Naturwesen. Im kosmischen Geschehen wirkt jedes Naturwesen entsprechend seinem Bewusstseinsstand.

Diese unsichtbaren Helfer in der Natur sind also die Naturwesen. Da du aus dem geistigen Reich kommst, sollst du wissen, dass die ganze Schöpfung – die reingeistige, für dich unsichtbare Schöpfung und die sichtbare – auf drei Verbindungskräften aufgebaut ist. Diese Verbindungskräfte werden auch Kommunikationskräfte genannt. Es sind dies die Polarität, die Mentalität und Dualität. In allen Formen – auch schon im einfachsten Bewusstsein – ist auch schon das männliche oder das weibliche Prinzip angedeutet.

Nach den geistigen, ewigen, kosmischen Gesetzen ziehen einander gleiche Kräfte, gleiche Bewusstseinsschwingungen, an.

Sind sich z. B. zwei Wesen oder Menschen in ihrem Bewusstsein sehr ähnlich, dann haben sie gleiche oder ähnliche Eigenschaften, Anlagen und Ziele.

Diese übereinstimmenden Eigenschaften, Anlagen und Ziele sind Energien: Jede Energie kommuniziert mit gleich oder ähnlich schwingender Energie.

Im göttlichen Reich bewirken die gemeinsamen Eigenschaften und Anlagen den Gleichklang der Kräfte, das heißt Harmonie und Übereinstimmung.

Das Gleiche ist auch unter den Menschen möglich, wenn zwei oder mehrere Menschen ihre Eigenschaften, Anlagen und Ziele in den selbstlosen Dienst stellen und ihre Arbeit und Tätigkeit gemeinsam und freudig erfüllen.

Unter den Naturwesen finden ebenfalls die gleichschwingenden Kräfte zusammen, also Naturwesen mit gleichem oder ähnlich entwickeltem Bewusstsein.

Auch männliche und weibliche Naturwesen, also Wichtel und Elfen, verbinden sich. Sie bilden eine Mentalitätsschwingung und wirken im großen kosmischen Geschehen.

Der jeweilige Bewusstseinsstand des geistigen Lebens, das sich in der Evolution befindet, zeigt sich in seiner geistigen Form. Sowohl Steine und Mineralien als auch Pflanzen und Tiere zeigen ihren Bewusstseinsstand in ihrer Form.

Der geistig Weise erkennt auch an der materiellen Lebensform den geistigen Bewusstseinsstand.

Auch die Naturwesen, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann – da es geistige Körper sind –, zeigen ihren Bewusstseinsstand in ihrer Form. Diese Formen der Natur können Elementargeister oder Wesen der Natur genannt werden. Ich will hier keinen großen Unterschied zwischen den Formierungen der einzelnen Bewusstseinsstufen machen, weil jedes geistige Element im anderen enthalten ist. Solange die Bewusstseinsformen noch nicht den Ausdruck eines vollentwickelten Geistwesens erlangt haben, sind es Entwicklungsformen, die ich entweder Elementargeister, Elementarwesen oder Naturwesen nenne.

Auch der Bewusstseinsstand des Menschen zeigt sich im materiellen Körper, seine Licht- und Schattenseiten.

Die Denk- und Handlungsweise des Menschen wirkt sich also im und am menschlichen Körper aus. Wenn du einige Jahre älter bist, wirst du dies besser verstehen.

Ich will dir das geistige und materielle Geschehen allumfassender, also ausführlicher erklären, wenn du es richtig zu verstehen vermagst.

Die geistigen Formen, wie z.B. die Naturwesen, können sich nicht belasten, das heißt, sie können ihren geistigen Leib nicht verschatten.

Naturwesen wirken meist zusammen. So sind gleiche oder ähnliche Bewusstseinsschwingungen z.B. für die Pflege der geistigen Substanzen der Steine und Mineralien tätig oder für die geistigen Substanzen der Tiere, für die Teilseelen der Tiere.

Das Bewusstsein der Gnomen ist noch nicht so weit entwickelt wie das der Naturwesen, die z.B. als Natur- und Tierpfleger wirken. Das hat jedoch nichts mit Schatten oder Belastungen des werdenden Geistkörpers zu tun. Wie ich dir schon erklärte, können sich die unsichtbaren Wesen der Natur nicht belasten, weil sie noch nicht das Bewusstsein eines Geistwesens haben.

Nur ein Geistwesen kann sich in einen Menschenkörper einverleiben und belasten.

Liebes Kind, es ist für dich noch etwas schwer, die geistige Entwicklung, die Evolution, zu begreifen. Ich bringe dir einen Vergleich, damit du mich besser verstehen kannst:

Wenn z.B. die Liebegefühle des Mannes in der Frau wirksam werden und beide sich ein Kind wünschen, dann wächst erst das Kind unter dem Herzen der Mutter.

Ein reifes Ei im Körper der Frau wird von den Liebeempfindungen des Mannes befruchtet. Es wird belebt. Es beginnt, sich zu teilen. Und daraus ergeben sich immer mehr Zellen, die sich zusammenfügen und allmählich den irdischen Körper für die Seele bilden.

Ist die Zeit gekommen und das Kind ist so weit gereift, dass es ein selbständiger Erdenkörper ist, dann wird es von der Mutter entbunden.

Auch bei den Tieren kannst du das erleben und beobachten: Auch das Tierkind wird nicht in den Schoß des weiblichen Tieres gelegt, sondern die Eizelle im weiblichen Tierkörper wird zuerst von den so genannten Spermien – es sind männliche Kräfte – berührt und zur Zellteilung angeregt.

Die belebte Eizelle ist ein Einzeller. Sie hat noch ein Zellbewusstsein. Die befruchtete Eizelle beginnt, sich zu teilen. Immer wieder erfolgt die Teilung der Zellen, bis das Kind im Leibe der Mutter – oder beim Tier, im Leibe der Tiermutter – so weit gereift ist, dass es sich von der unmittelbaren Ernährung durch den Mutterleib trennt und ein Einzelkörper wird.

Die Form und Gestalt des Kindes ist wohl noch klein. Doch in und am Körper sind sämtliche Körperteile und Funktionen vorhanden. Der kleine Mensch oder das kleine Tier baut sich weiter auf und wächst und erhält seine Energie aus Nahrung, Luft und Sonne.

Siehe, liebes Kind, Ähnliches vollzieht sich im geistigen Reich, in den Himmeln. Wir nennen das geistige Wachstum Evolution. Evolution heißt Entwicklung.

Im geistigen Reich nimmt die strömende Kraft dann Form an, wenn vorbestimmte geistige Atomarten in dem Maße aktiv werden, dass der erste geistige Partikel entsteht, der die Form eines Steines hat.

Aus dem ersten geistigen Partikel kommen immer mehr geistige Partikel heraus und fügen sich zu einer geistigen Form.

Bei Gott, unserem himmlischen Vater – also im ewigen Licht – vollzieht sich die geistige Evolution, das Wachstum, aus einem geistigen Partikel. Der erste Evolutionsprozess ist die Formierung zum Stein, dann zu Mineralien, dann zu den Pflanzenarten, dann zu den Tierarten, dann zum Naturwesen, bis hin zum Geistwesen. Auch innerhalb der Gattungsformen gibt es noch einmal die Evolution.

Somit ist z.B. der Gnom erst am Beginn des Daseins eines Naturwesens. Er betreut die noch nicht weit entwickelten Pflanzenarten und Tiergattungen, insbesondere die Tiere, die tief unten im Erdreich leben und die nur dann das Tageslicht sehen, wenn ein mächtiger Bagger die Erde umschichtet. Die in der Erde lebenden Tiere können nicht auf der Erde leben. Daher leiden sie große Pein, wenn sie ans Tageslicht gebracht werden. Die Gnomen, die in ihrem äußeren Aussehen einer Erdscholle gleichen, helfen diesen Erdtieren. Sie stehen ihnen mit den Kräften bei, die sie aus dem Kosmos anziehen. Ähnlich wie beim geistigen Heilen übertragen sie diese den Tierformen und helfen und dienen ihnen auf diese Weise.

Die Talente und Fähigkeiten der Gnomen liegen eben darin, diesen Tierformen zu dienen und zu helfen, da sie mit ihrem entwickelten Bewusstsein, mit ihrer Ausstrahlung, diesen Lebensformen in ihrer Schwingung am nächsten sind.

Du hast doch gehört: Gleiches zieht Gleiches oder Ähnliches an. Dieses geistige Gesetz gilt im ganzen Universum.

Obwohl das Bewusstsein der Gnomen schon einige Lichtenergien weiter entwickelt ist als das Bewusstsein der Pflanzen- und Tierarten, so ist doch noch eine Ähnlichkeit zur Pflanzen- und Tierwelt vorhanden. Dadurch sind sie noch stark mit diesen Entwicklungsformen verbunden. Da sich Gleiches oder Ähnliches anzieht, so dienen die Gnomen allen jenen Lebensformen, die ein oder mehrere Lichtkräfte unter ihrem Entwicklungsstand stehen. Das größere Bewusstsein dient immer dem noch darunter liegenden. Deshalb sind Naturwesen, die ihre Kräfte für höher entwickelte Pflanzen und Tiere einsetzen, schon weiterentwickelt. Auch sie arbeiten mit den kosmischen Kräften, helfen der geknechteten Natur und den hilfsbedürftigen Tieren.

Die unsichtbaren Helfer der Natur stehen z.B. auch den am Wegrand halb vertrockneten Blumen bei. Denn auch Blumen haben Bewusstsein und empfinden.

Liebes Kind, die ganze Natur und die Tiere empfinden, auch die guten und weniger guten Menschen. Sie empfinden ihre ausstrahlende Energie.

So empfindet jede unscheinbare Blume deine Ausstrahlung.

Deine Ausstrahlung ist das, was du empfindest, denkst und sprichst.

Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen sind Energien, also ausstrahlende Kräfte.

So, wie das Licht strahlt – du kannst es besonders in der Nacht sehen, wenn ein Licht brennt und seinen Schein verbreitet –, ähnlich ist es mit deinem Körper. Auch dein Körper strahlt dein Empfinden und deine Gedanken aus, auch was du sprichst und tust.

Deine Ausstrahlung hat viele Farben, und jede Nuance deutet auf deine Empfindungs- und Gedankenwelt hin.

Auch deine Worte und Handlungen, alle Bewegungen sind Strahlung und Farbe. Das ist sodann deine ausstrahlende Energie. Du willst z.B. eine Blume abbrechen oder abreißen und gehst mit diesem Vorsatz – mit deinen Gedanken also, die ausstrahlen – auf die Blume zu, dann nimmt das Bewusstsein der Blume deine ausstrahlenden Gedanken auf. Die Blume empfindet also dein Vorhaben.

Daraufhin sendet sie feine Schwingungen aus, die sagen: Bitte, quäle mich nicht; ich möchte hier im Blumenbeet oder in der Blumenwiese oder am Wegrand weiterblühen, bis ich welke. Denn das ist mein Leben – so wie du das deine hast.

Liebes Geschwisterchen, möchtest du, dass ein Mensch kommt, der dir das Bein oder die Hand abschlägt? Möchtest du, dass er dich tötet? Du sagst, das ist dein Leben, und kein Mensch darf in dein Leben eingreifen. Das ist richtig. Das gleiche gilt jedoch auch für Pflanzen und Tierreiche. Kein Mensch darf mutwillig in die Pflanzen- und Tierwelt eingreifen. Der Mensch macht es jedoch sehr oft – ohne zu ahnen, dass auch Pflanzen und Tiere ihn spüren und empfinden.

Die Übernächsten sind die untergeordneten Lebensformen.

Untergeordnet heißt, sie sind noch nicht vollkommen entwickelt wie die Geistwesen.

Die Übernächsten sind die Tiere, Pflanzen und auch die Steine. Jjede Lebensform empfindet, weil der ewige Geist, die strömende Urenergie, die jeweilige Bewusstseinsform durchströmt. Somit empfindet jeder Stein, weil er zum Steinbewusstsein gehört.

Bewusstseinsformen sind gebündelte Energien. Jede geistige Form ist Leben und empfindet.

Du selbst kennst das Empfinden. Du empfindest Freude und Schmerz, Leid, Not, Hoffnung und Zuversicht, das alles und weit mehr empfindest du.

Deine Übernächsten, die Tiere, die Pflanzen und Steine, empfinden ähnlich wie du.

Wenn du z.B. mutwillig eine Blume abreißt oder abknickst, dann hast du sie frühzeitig von ihrer Lebenskraft getrennt. Von dem Menschen um ihr Leben gebracht, welkt sie schmerzlich dahin. Sie empfindet, dass sie ihr Blumenleben nicht voll hat leben dürfen, weil der Mensch in ihr Leben eingegriffen hat.

Wenn es dich treibt, einfach Blumen bewusst zu knicken oder abzubrechen, dann denke daran, dass alles Leben empfindet.

Erkenne: Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füge auch keinem anderen zu.

Wenn eine Blume oder mehrere Blumen, auch Gräser, Sträucher und Bäume von Menschen misshandelt wurden und werden, dann sendet ihr geistiger Leib zarte Hilfeempfindungen aus.

Ich will dir kurz das Wort „misshandelt“ erklären:

Wenn ein Mensch etwas misshandelt, dann tut er es bewusst. Er will zerstören.

Wird es unbewusst getan, das heißt wenn der Mensch über Wiesen oder durch Wälder geht und da und dort dabei mit dem Fuß

Blumen und Gräser knickt oder auf Tiere tritt, dann geschieht dies nicht absichtlich. Die Lebensformen empfinden das, und ihr Schmerz wandelt sich in Verständnis für den Wanderer.

Du musst wissen, das geistige Bewusstsein besteht aus feinen Liebeströmen. Diese sind zu einem Liebestrom gefasst, da jede Lebensform verschieden zusammengesetzt und wirksam ist, entsprechend dem Bewusstseinsstand der Lebensform.

Die feinen geistigen Ströme, die Hilfeimpulse, die aus den mutwillig geknickten oder abgerissenen Blumen, Pflanzen, Halmen und Sträuchern entströmen, wenden sich an die zuständigen Naturwesen. Die feinen geistigen Empfindungen der leidenden Übernächsten bitten um Hilfe.

Siehe, im ewigen göttlichen Gesetz hat alles seine Ordnung.

So sind auch die Naturwesen, entsprechend ihrem Bewusstseinsstand, ihren Talenten und Fähigkeiten, in Reservate eingeteilt. Reservate sind vorgegebene große Bereiche, in denen sie helfen und Sorge tragen, dass die Blumenkinder, die Pflanzen, die Gräser, die Sträucher und Bäume geistige Pflege erhalten.

Naturwesen, die für ein bestimmtes Naturgebiet vorgesehen sind, registrieren die feinen Hilferufe der Übernächsten. Sie kommen dann und helfen z.B. der abgeknickten oder am Wegrand lieblos zurückgelassenen Blume.

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22 aralık 2023
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