Kitabı oku: «LIOBANI: Ich erkläre - machst Du mit?»
LIOBANI
Ich erkläre –
Machst Du mit?
Gabriele

Der universale Geist
ist die Lehre der Gottes- und Nächstenliebe
an Mensch, Natur und Tieren
2. Auflage 2011
© Gabriele-Verlag Das Wort GmbH
Max-Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld
Tel. 09391/504-135, Fax 09391/504-133
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Skateboarder © Biletzskiy Evgeniy Fotolia.com
Jugendlicher mit Geige © Thomas hammer Fotolia.com
Junge mit Hund © Fotoimpressionen Fotolia.com
Hausaufgaben © Kitty Fotolia.com
Printausgabe: ISBN 978-3-89201-336-5
ISBN 978-3-89201-663-2 (epub)
ISBN 978-3-89201-686-1 (mobi)
Gehst du den Weg der Freude und Heiterkeit bis ins hohe Lebensalter?
Dann nimm an die geistigen Lehren und Wegweisungen für Jugendliche von zwölf bis achtzehn Jahren, offenbart von Liobani, einem Engel des Herrn, durch Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes.
Einführung
Die göttliche Welt ist jenen Menschen sehr nahe, die sich täglich bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen.
Diese Offenbarung wurde den Jugendlichen vom 12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr gegeben.
Erwachsene, die noch lernen möchten, werden für ihr Leben ebenfalls das finden, was sie auf dem Wege zu Gott weiterbringt. Auch den Eltern werden diese Wahrheiten eine Hilfe sein, denn sie werden für ihre heranwachsenden Kinder mehr Verständnis bekommen – ob diese noch in der Schule sind oder schon im Berufsleben stehen.
Die Kinder dieser Erde wachsen heran; sie werden Jugendliche und Erwachsene. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollten sich mehr und mehr bewusst werden, dass sie nur Gast auf dieser Erde sind. Jeder Gast auf Erden sollte sich so verhalten, wie es sich der Gastgeber, Gott, unser Vater, von Seinen Menschenkindern wünscht.
Gott, das Gesetz der Liebe, hält den Menschen an, so zu denken und zu leben, wie es das Gesetz, Gott, der Gastgeber der Liebe, von Seinen Menschenkindern wünscht – damit diese wieder ihr Erbe der Unendlichkeit antreten können. Dieses Erbe ist die gesamte reine kosmische Strahlung der Unendlichkeit. Jedes Geistwesen ist die Essenz daraus. Alles reine Sein ist reine kosmische Strahlung, das Gesetz der ewig selbstlosen Liebe.
In jedem Menschen befindet sich ein geistiger Leib, der – solange er sich im materiellen Körper befindet – Seele genannt wird. Der reine geistige Leib kommt aus dem reinen Sein, von Gott.
Die Seele ist unterschiedlich belastet, also verschattet. Somit ist die Seele im Menschen als Gast auf dieser Erde; sie kehrt zu Gott, ihrem Ursprung, zurück, wenn ihre Belastungen, ihre Sünden, bereinigt sind. Ist sie geläutert, also wieder rein, dann kehrt der reine geistige Leib zu Gott zurück in die ewige kosmische Strahlung.
Der Mensch besteht aus drei unterschiedlich schwingenden Energien, die eine Drei-Einheit bilden. Er besteht aus dem unbelastbaren Geist, Gott, dem Gesetz der Liebe, aus der Seele und aus dem materiellen Körper.
Der unbelastbare Wesenskern, der Geist, Gott, wird umschlossen vom geistigen Leib, dem Ätherleib, der mit seiner Umhüllung Seele genannt wird. Der materielle Leib, der menschliche Organismus also, umschließt wiederum den Seelenleib. Daher besteht der Mensch aus Geist, Seele und materiellem Leib.
Während der Wanderschaft über diese Erde befindet sich die Seele also in einem menschlichen Körper. Beide, Seele und Mensch, haben auf dieser Wanderschaft über diese Erde – auf der sie nur Gast sind – die Aufgabe, die ewigen göttlichen Gesetze zu verwirklichen und ein gottgewolltes Leben zu führen.
Bemüht sich der Gast auf der Erde, der Mensch, die göttlichen Gesetze zu erfüllen, dann wird die Seele wieder rein und der Geistleib wieder universelles Sein, also das Gesetz der Liebe selbst. Das Geistwesen, der reine Ätherleib, ist wieder bewusst das Kind, der Sohn oder die Tochter, Gottes.
Wer sich bemüht, die Gesetze Gottes in sich zu entfalten, das heißt, sein geistiges Wesen, den Geistleib, wieder erstrahlen zu lassen, der ist auch von lichten, göttlichen Kräften umgeben.
Die Seele des Menschen ist mit einem großen Magneten vergleichbar. Die Seele, der Magnet, zieht das an, was der Mensch empfindet, denkt und spricht. Auch die Taten des Menschen werden von ihr registriert, ebenso seine Handlungsweise.
Das bedeutet: Die Seele im Menschen ist das Buch des Lebens. Sie registriert sowohl das Positive als auch das Negative. Somit geht alles, was vom Menschen ausgeht, wieder in ihn, das heißt in seine Seele, ein. Es bleibt also alles in der Seele verzeichnet, was sie auf ihren Erdenwanderungen an Menschlichem empfunden, gedacht, gesprochen und getan hat, und somit auch alles, was nicht vergeben und daher auch nicht gelöscht ist.
Durch gute, selbstlose Empfindungen, Gedanken, Worte und Werke wird es in der Seele hell. Die Seele empfängt Licht und Kraft – und der Mensch, die Hülle der Seele, wird gesund, glücklich und froh.
Sowohl die positiven Kräfte formen und gestalten den Menschen als auch die negativen Kräfte. Die positiven Kräfte bewirken eine feinere Körperstruktur. Die Sinne des Menschen werden verfeinert, seine ganze Ausstrahlung wird reiner und schöner. Auch wenn der irdische Leib welkt, bleibt die Ausstrahlung jugendlich, weil die Seele von Licht und Kraft durchdrungen ist. Wenn auch der Körper im Alter welkt – der Mensch behält die jugendliche Frische.
Was in der Seele ist, Licht oder Schatten, strahlt durch den Organismus des Menschen und prägt ihn. Äußere Zeichen einer reifen, vom Lichte Gottes durchdrungenen Seele sind harmonische Gesten, ein aufrechter Gang, ein freies, leuchtendes Antlitz, eine ausgewogene Sprache, in der Liebe und Friede schwingen. Auch wie und was der Mensch isst, wie und was er trinkt oder wie er sich kleidet – alles deutet darauf hin, ob ihn das Licht durchdringt oder ob er im Schatten seines Fehlverhaltens lebt.
Das wahre Leben ist im Menschen und nicht außerhalb von ihm. Deshalb sollte der Mensch schon von Kindheit an entsprechend belehrt und erzogen werden, um dieses innere Leben zu entwickeln.
Schon in frühester Kindheit sollten die Eltern dem Kind nahebringen, warum es auf der Erde ist und dass es aus der Drei-Einheit besteht: aus Geist, Seele und Körper. Das Kind sollte das Gesetz von Saat und Ernte kennen – und wissen, dass Schicksale nicht von außen über uns kommen, sondern aus der eigenen, belasteten Seele, dass äußere Dinge nur die Anstöße geben. Das Kind sollte auch von dem Gesetz der Wiederverkörperung wissen; es sollte wissen, dass die Seele so lange in das Fleisch geht, bis sie sich von ihrer Bindung an die Materie, von ihren Wünschen und Sehnsüchten, gelöst hat. Auch über die Wirkung ungesühnter Ursachen sollte das Kind unterwiesen werden: Die Seele ist so lange an eine andere Seele gebunden und kann mit dieser so lange zusammengeführt werden, bis beide durch Vergebung, Bitte um Vergebung und Wiedergutmachung bereinigt haben, was in ihren Seelen an Belastung lag.
Die Eltern haben Gott und ihren Kindern gegenüber eine große Verantwortung. Ihnen obliegt die Pflicht, ihre Kinder nicht nur nach den göttlichen Gesetzen zu erziehen und sie zu lehren, was Gott, unser himmlischer Vater, von ihnen wünscht; beide tragen auch die Verantwortung – jeder Elternteil für sich –, ihren Kindern echte Vorbilder zu sein, nicht nur theoretische Lehrmeister! Erst wenn die Eltern selbst das verwirklicht haben, was sie ihre Kinder lehren, werden diese die Hinweise ihrer Eltern gern annehmen und auch befolgen.
Wer aus der eigenen Verwirklichung heraus seine Kinder unterweist und führt, ist gütig und verantwortungsbewusst. Er spürt jeweils den rechten Augenblick, um seinem Kind das zu sagen, was für dieses gerade wesentlich, heilsam und gut ist. Eltern, die aus dem Schatz der eigenen Verwirklichung ihre Kinder führen und leiten, empfinden auch, wenn sich diese gegen einen Hinweis verschließen; sie wissen auch, wie sie ihr Kind unterweisen sollen, damit ihr Rat in das Herz des Kindes fällt, von ihm angenommen und auch befolgt werden kann.
Aus dem ewigen göttlichen Reich übermittle ich, Liobani, nun die ewigen Gesetze, die Botschaft der selbstlosen Liebe, und das Gesetz von Saat und Ernte. Für meine Menschengeschwister nenne ich mich Liobani. Ich bin eine himmlische Schwester und übermittle die ewige Wahrheit allen willigen, zu Gott strebenden Menschen, insbesondere den jungen Geschwistern vom 12. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Jedoch auch jenen Menschen, die nach dem irdischen Naturgesetz schon älter sind, kann die ewige Wahrheit eine tiefe Bereicherung für ihr Erdenleben sein.
Im Universellen Leben, dem Erlöserwerk Christi für alle Menschen, wird die innere Lebensschule gelehrt. Sie umfasst alle sieben Entwicklungsstufen — bis hin zur Vollendung, zum Urquell, Gott. Viele Erwachsene gehen schon diesen Inneren Weg der Liebe zu Gott.
Manchen Erwachsenen fällt es sehr schwer umzudenken, die alten, eingefahrenen Geleise zu verlassen, die alten Schablonen ihres menschlichen Ichs abzulegen und statt dessen gesetzmäßig zu empfinden, zu denken, zu sprechen und zu handeln.
Wir können den Menschen mit einem sogenannten Computer vergleichen. Wenn die Daten und somit die Programme schon lange im älteren Menschen eingespeichert sind, bedarf es unter Umständen eines großen Zeitaufwandes und vieler Mühe, das alte Programm zu löschen. Dagegen hat es der Jugendliche um vieles leichter. Zwar hat auch seine Seele Licht und Schatten mit in das Erdenleben gebracht, jedoch sind seine Gehirnzellen noch nicht mit menschlichen Denkmustern, mit alten Gewohnheiten und Wünschen programmiert.
Der junge Mensch ist wie ein junger Baum. Er lässt sich noch leicht biegen. Ein alter Mensch ist wie ein alter Baum, der schon jahrezehntelang an seinem Platz fest verwurzelt ist und sich nicht mehr biegen lässt; er fährt in seinen eingefahrenen Geleisen, aus denen er nur schwer herauskommt. Das heißt: Es fällt ihm in vielen Dingen sehr schwer umzudenken, den alten, menschlichen Mustern nun göttliche Gedanken entgegenzusetzen, um Vergebung zu bitten und zu vergeben.
Die Liebe und Gnade unseres himmlischen Vaters in Christus macht es jedoch jedem Menschenkind möglich, die alten Einengungen, die alten Muster, zu sprengen, die alten Gewohnheiten aufzugeben, aus den menschlichen Denkschablonen herauszufinden und die göttlichen Gesetze zu verwirklichen. Der Herr des Lebens vermag alles, wenn der Mensch bereit ist umzudenken. Dann findet er vom menschlichen, ichbezogenen Denken zum universellen Denken – zu Liebe, Frieden und Harmonie. Dann findet auch er in jedem Menschen das Gute, da in allem Gegensätzlichen der gute Kern ist.
Liebes Geschwister, das du noch jung an irdischen Jahren bist, ich offenbare mich durch einen Menschen, den unser ewiger Herr Seine Prophetin und Botschafterin nennt. Durch sie übermittelt Er dir die göttliche Wahrheit, das ewige Gesetz.
Wohlgemerkt, ich übermittle dir nur die ewige Wahrheit und erkläre, wie du sie erlangen kannst. Denn wisse: Gott gießt Sein ewiges Gesetz, die ewige Wahrheit, in die Materie; doch Er respektiert den freien Willen Seiner Kinder. Deshalb ist es dir überlassen, ob du meine Erklärungen annimmst und dich bemühst, sie zu verwirklichen, oder ob du sie ablehnst.
Wenn du jedoch mit vielen Menschen den selbstlosen Weg der Liebe wandelst, wenn du also mitmachst, dann freut sich der ganze Himmel. Christus, dein Erlöser, ist der gute Hirte. Er freut sich über jedes Schaf, das zu Seiner Herde findet. Und wir göttlichen Geschwister freuen uns mit Ihm.
Liobani,
eine Schwester aus dem Lichte
Der geistige Leib der Kinder Gottes – Die geistigen Atome der Seele – Jede Energie hat ihre eigene Farbe – Das Lichtfeld der Seele, die Aura des Menschen
Lieber Bruder, liebe Schwester!
Es ist mein Wunsch, dich als meinen Bruder oder als meine Schwester ansprechen zu dürfen.
Ich freue mich darüber, wenn du diese Bezeichnung als Gruß aus den Himmeln gerne annimmst. Im Geiste Gottes bist du mein Bruder oder meine Schwester. Im Reiche Gottes sind wir alle Geschwister, da wir einem himmlischen Vater angehören, der uns auch Mutter ist. Es ist der Vater-Mutter-Gott, der unseren geistigen Leib geschaut und geschaffen hat.
Wir sind Geschwister – ob du dich im Erdenkleid befindest oder ich im Geistkleide bin, also nicht verkörpert. In Gott sind wir eins. Ob wir uns sehen oder nicht sehen können, ist unwesentlich. Durch die Kraft Gottes sind wir verbunden und Geschwister.
Wisse: Solange die Seele, der geistige Körper, sich im Erdenkleid befindet, schaut sie durch die Augen des Menschen und sieht oftmals nur das, was der Mensch zu sehen vermag.
Du wirst dich über diese Aussage wundern: Die Seele sieht nur das, was der Mensch zu sehen vermag. Ich möchte sie dir näher erklären:
Der geistige Leib, der in deinem materiellen Körper wirkt, ist von feinen, ätherischen Hüllen umgeben. Diese Hüllen nennen wir auch die Aura des Menschen.
In deinem geistigen Leib, deiner Seele, ist alles gespeichert, was du in deinen irdischen Vorleben und in diesem irdischen Dasein empfunden, gedacht und gesprochen hast. Auch all dein Handeln ist in deiner Seele registriert. Was du an Menschlichem* noch nicht bereinigt hast, das strahlt nun aus deiner Seele in deinen Erdenkörper. Davon ist der Mensch geprägt; es wirkt auch auf seine Sinne ein. Deine Seele speichert auch weiterhin alles, was du empfindest, denkst, sprichst und tust, solange du auf der Erde als Mensch lebst.
(* Gemeint ist das niedere Menschliche, das Allzumenschliche.)
Die Augen der Seele blicken licht oder dunkel. Es kommt ganz darauf an, was der Mensch in seiner Seele an Licht oder Schatten gespeichert hat. Die Seele schaut durch den Menschen hindurch; sie registriert nur so viel, wie seine Augen zu sehen vermögen und seine anderen Sinne zu erfassen imstande sind.
Des Menschen Sinne werden entweder von dem Licht seiner Seele geführt oder von ihren Belastungen gesteuert. Der Mensch sieht nur entsprechend seinen Licht- und Schattenseiten, gemäß seinen Gedanken, Worten und seinen Handlungen. Ein gütiger Mensch findet in allem das Gute. Ein negativ gepolter Mensch sucht in allem das Negative.
Dich interessiert gewiss, wie der geistige Leib aufgebaut ist und auf welche Weise der menschliche Körper entstanden ist. Du musst wissen: Der irdische Leib besteht aus kompakter Energie. Sie bildet die Zellen, Knochen, Sehnen, Muskeln, Bänder, Drüsen, Gefäße und alles, woraus sich der Organismus zusammensetzt. Im Vergleich zum geistigen Leib ist der irdische Körper massiv, fest und unflexibel.
Der geistige Leib dagegen ist ein vollflexibles Gebilde, denn er hat weder Knochen noch Sehnen und Muskeln; er hat weder Drüsen noch Gefäße; er hat weder Blut noch sonstige Stoffe. Der geistige Leib besteht durch und durch aus geistigen Partikeln. Du kannst dir die geistigen Partikel wie Bienenwaben vorstellen oder wie die Schuppen eines Fisches. In vielen Schichten reihen sich die Partikel aneinander und sind – ähnlich wie die Schuppen beim Fisch – übereinander gelagert.
Ich wiederhole: Die geistigen Partikel sind ähnlich angeordnet wie die Schuppen beim Fisch. Sie liegen schichtweise übereinander. Jede Schicht von Partikeln – auch Partikelfeld, Partikeleinheit oder Partikelbereich genannt – fasst in sich einen großen Bewusstseinsbereich der Unendlichkeit: z.B. den Bewusstseinsbereich der Mineralien, der Pflanzen, der Tiere, der Naturwesen, der vier geistigen Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft und nicht zuletzt das gesamte kosmische Geschehen in der Schöpfung und in den unzähligen Strahlenwegen der ewigen Heimat. Das alles in allem ist das Gesetz Gottes.
Die Partikel des ganzen Geistkörpers enthalten also alle Bewusstseinsbereiche der Unendlichkeit. Jedes Partikelfeld ist Bewusstsein der Unendlichkeit. Der ganze Geistkörper besteht somit aus sämtlichen Bewusstseinsbereichen des reinen Seins, des universellen Lebens.
Der Geist des Vater-Mutter-Gottes ist strömende Energie. Diese ist der Luft vergleichbar, die du atmest. Sie enthält viele Bestandteile, die dein Körper benötigt. Auf ähnliche Weise wird das Geistwesen von der geistigen Energie, Gott, durchdrungen, also beatmet – und es atmet den Odem Gottes, die strömende Energie, Gott. Dein Körper wird von der Luft und von der Nahrung versorgt, dein geistiger Leib von der Energie, Gott.
Das Geistwesen wird also von der Gottesenergie durchatmet; es lebt von der ewig strömenden Gottesenergie, die alles mit Kraft und Licht erhält. Auf Erden dagegen wird alles von Feststoff erhalten, wie z.B. von den Früchten des Feldes und des Waldes.
Die Energie, Gott, das Leben des Ganzen, wird auch der strömende göttliche Äther genannt. Das Geistwesen bedarf nicht der grobstofflichen Nahrung wie der menschliche Leib. Es lebt von der Gottesenergie, dem universellen Äther, der alle Partikel durchströmt und ernährt.
Ich fasse zusammen: Solange du Mensch bist, brauchst du die irdische Nahrung, die Früchte des Feldes. Der geistige Leib hingegen wird von dem universellen Äther, Gott, erhalten.
Du wirst nun die Frage stellen, was sich wohl in den geistigen Partikeln deines Geistleibes befindet und womit diese Partikel aufgebaut sind.
Die geistigen Partikel selbst und ihr Inhalt bestehen aus unzähligen geistigen Atomen. Die geistige Welt besteht aus geistiger, feinstofflicher Energie, aus geistigen Atomen – so, wie die Materie aus grobstofflicher Energie besteht, aus materiellen Atomen. Die ganze Unendlichkeit, alles Sein, ist aus den wohlgeordneten fünf geistigen Atomarten aufgebaut.
In den geistigen Atomen wirkt auch das Schöpfungsprinzip. Es sind die vier Elementarkräfte Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst, die Schöpfungs- und Schaffungsenergien.
Im Zentrum dieser kosmisch-atomaren Schöpfungs- und Schaffungsenergien ist eine mächtige Pulsationsenergie, wir könnten auch sagen ein Atom im Atom. Diese mächtige Pulsationsenergie – auch das Pulsationsatom genannt – besteht aus den drei Kindschaftskräften. Es sind die Liebe, die stärkste Kraft in der Unendlichkeit und in den Kindern Gottes, des weiteren die Kräfte der Sanftmut, auch Geduld genannt, und die Barmherzigkeit, auch Güte und Demut genannt.
Jene fünf geistigen Atomarten, von denen du gehört hast, sind im Einzelnen die Pulsationsatome, die Fruchtbarkeitsatome, die Trägeratome, die Schaffungsatome und die Entwicklungsatome. Aus diesen fünf geistigen Atomarten ist die ganze Unendlichkeit aufgebaut. Auch im Geiste ist alles von atomarer Struktur.
Jedes geistige Atom in den einzelnen Partikeln des Geistleibes sowie in der ganzen Unendlichkeit ist auf das Zentralgestirn der Unendlichkeit, die Urzentralsonne, ausgerichtet und auf deren Prismensonnen, die das Licht der Urzentralsonne in Spektrallichter zerlegen und in die Unendlichkeit strahlen.
Die Urzentralsonne ist das Vater-Mutter-Geist-Prinzip, das spendende und empfangende Prinzip. Das Vater-Mutter-Prinzip, die Urzentralsonne, speist durch sieben Prismensonnen – auch zweite Ursonnen genannt – die ganze Unendlichkeit.
So kann auch das materielle Leben nur durch das Licht aus Gott existieren. Alle Lebensformen, wie z.B. Steine, Mineralien, Pflanzen und Tiere, sind Bewusstseinsformen. Sie erhalten vom Schöpfergeist Licht und Kraft, entsprechend ihrem Bewusstseinsstand.
Der Bewusstseinsstand ist mit einer Schale zu vergleichen. Sie fasst nur entsprechend ihrer Größe. So empfängt auch jede einzelne Lebensform Licht und Kraft immer nur entsprechend ihrer geistigen Entwicklung, ihrer geistigen Größe.
Der geistige Leib der Kinder Gottes, also auch dein geistiger Leib, ist eine ausgereifte, d.h. voll entwickelte geistige Form. Jede ausgereifte Form – jedes Kind Gottes also – besitzt sämtliche kosmischen Kräfte. Diese unzähligen Bewusstseinsfelder oder Bewusstseinskräfte sind im Geistkind als Ganzes vereint. Das bedeutet: Das Kind Gottes, das vollkommene Wesen, ist das göttliche Gesetz.
Der geistige Körper, also auch dein geistiges Wesen, baute sich auf über die Mineralien, Pflanzen, Tiere und Naturwesen. Das geschah nicht auf der Materie, sondern in den Entwicklungsbereichen Gottes, also in den Himmeln.
Du hast sicher schon in der Offenbarung »Ich berate – nimmst Du an?« für Kinder von 6 bis 12 Jahren gelesen, dass ein ausgereiftes Naturwesen zur Kindschaft Gottes erhoben wird und dass das heranreifende Gotteskind die drei Kindschaftseigenschaften Geduld, Liebe und Barmherzigkeit, also Sanftmut, Liebe und Demut, allmählich voll entwickelt und dadurch die Vollreife erlangt, also zum Gesetz Gottes selbst wird.
Wenn also das Geistkind voll entwickelt ist, dann wird es von der gesamten Urenergie beatmet und durchdrungen. Alle fünf geistigen Atomarten sind voll entwickelt und voll in Aktion. Die geistigen Partikel atmen also den Odem Gottes.
Ist ein Geistwesen voll entwickelt, dann ist in ihm auch das Vater-Mutter-Prinzip ausgereift. Es ist die geistige Zeugungskraft, die aus den drei Kindschaftseigenschaften hervorgeht.
Auch in den vier Schöpfungskräften Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst ist das Vater-Mutter-Prinzip enthalten, weil Geduld, Liebe und Barmherzigkeit als Pulsationskraft in jedem geistigen Atom enthalten ist. Jedoch erst, wenn das geistige Kind die Vollreife erlangt hat, also zum Gesetz Gottes geworden ist, sind diese drei Kräfte voll aktiv.
Wird in den himmlischen Welten ein ausgereiftes Naturwesen durch geistige Zeugung zur Kindschaft Gottes erhoben, dann werden die Vater-Mutter-Kräfte in ihm aktiviert und vervollkommnet. Das ausgereifte Geistwesen kann alle Kräfte der Unendlichkeit anwenden, daraus schöpfen und formen.
Die fünf geistigen Atomarten sind im ausgereiften Geistwesen voll aktiv und auf die Urkraft ausgerichtet. Daher strahlt das Geistwesen alle sieben Grundkräfte der Unendlichkeit aus und kann diese auch entsprechend einsetzen. Es schaut nicht nur die ewigen Gesetze und weiß nicht nur die Dinge und Geschehnisse in der Unendlichkeit – es kann diese auch nach dem ewigen Gesetz bewegen, weil es selbst zum Gesetz geworden ist.
Der Blick eines reinen Wesens ist nicht von sogenannten Seelenhüllen, also von Belastungen, getrübt. Es lebt im Absoluten und gibt aus dem Absoluten, dem ewigen Gesetz.
Wie ist es nun beim Menschen? Wenn der Mensch in seinen Vorexistenzen, das heißt in den früheren Einverleibungen der Seele, und in diesem Erdendasein gegen das göttliche Gesetz verstoßen und dies noch nicht bereinigt hat, dann haben sich die geistigen Atome der Seele von dem Gesetz Gottes, der Urkraft, abgewandt.
Erkenne: Jede Empfindung, jeder Gedanke, jedes Wort und jedes Handeln des Menschen, sowohl im Positiven, also Gesetzmäßigen, als auch im Negativen, im Ungesetzmäßigen, bewirkt eine Reaktion in der Seele.
So kannst du mit Recht sagen: Auf jede Aktion – sei sie positiv oder negativ – folgt die entsprechende Reaktion.
Wenn der Mensch nach dem göttlichen Gesetz lebt, dann sind die geistigen Atome seiner Seele auf die Urkraft ausgerichtet. Dann empfangen sowohl die Seele als auch der Körper des Menschen viel Lebensenergie. Dann schaut der Mensch die Dinge und Geschehnisse so, wie sie wirklich sind – nicht, wie sie sich in der materiellen Welt zeigen.
Er durchschaut auch seine Mitmenschen und weiß, was diese empfinden und denken. Er schaut also, wie der Mensch ist – nicht, wie er vorgibt zu sein. Er schaut die Natur und sich als ein Ganzes. Er schaut jede Lebensform als einen Teil in Gott und weiß, dass auch er in Gott lebt als ein Tropfen im Ozean Gott, der Einheit.
Sind hingegen sein Denken und Verhalten negativ, dann verstößt der Mensch gegen Gottes Gesetze. Er ist dann nicht mehr für seine Mitmenschen, sondern gegen alle, die ihm unangenehm sind und seinen Willen nicht erfüllen. Dadurch wertet er seine Nächsten ab; er richtet, urteilt und verurteilt sie – und lehnt sie somit ab.
Wer jedoch gegen seine Mitmenschen ist, wer sie ablehnt, der ist damit auch gegen Gott und versündigt sich. Dadurch wenden sich die geistigen Atome der Seele von der Urkaft, dem Licht und der Kraft Gottes, ab und wenden sich der Welt zu – die Seele und der Mensch werden ärmer an Licht und Kraft.
Jede Belastung, also jede Sünde, ist ein Verstoß gegen das ewige Gesetz. Das wirkt sich in den geistigen Atomen aus, die sich sodann allmählich von der Urkraft abwenden. Entsprechend verschatten – »ent-lichten« – sich die geistigen Partikel der Seele, weil sie die Ursachen aufnehmen, die der Mensch sät.
Eure Wissenschaft hat erkannt, dass alles Energie ist und dass keine Energie verlorengeht. Wenn der Mensch also empfindet, denkt, spricht und handelt, setzt er ebenfalls Energien frei.
Empfindet, denkt und spricht er selbstlos, begegnet er seinem Nächsten wohlwollend und friedvoll, so entwickelt er positive, gesetzmäßige Kräfte. Sie stärken seine Seele und seinen Leib: Seele und Mensch empfangen dann vermehrt Gottes Licht und Kraft, weil sich dabei die geistigen Atome der Urenergie zuwenden. Sein gesetzmäßiges Handeln wird vom ewigen Gesetz unterstützt, so dass dem lichten Menschen das gelingt, was er im Namen Gottes ausführt.
Du hast von den Lichtspektren aus Gottes Prismensonnen gehört. Diese reinen Urlichter sind die feinen Lebensenergien für Mineralien, Pflanzen, Tiere, Naturwesen, Geistwesen – und auch für den Menschen. Sie sind für ihn Licht, Kraft, Gesundheit und Hilfe in jeder Situation. Wenn der Mensch sich von diesen reinen und feinen Lichtspektren abwendet, belastet er sich; die weitere Folge ist schließlich, dass er leidet.
Mit seinem falschen Verhalten schafft der Mensch seine eigenen Energien, die entsprechende Farben haben. Alle Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen haben ihre speziellen Farben.
Negative Empfindungen, Gedanken, Worte und Taten verdunkeln die Seelenpartikel; diese nehmen also die Farbe der Energien, die Schwingung, an, die der Mensch aussendet. Lichte, selbstlose Empfindungen, Gedanken, Worte und Taten des Menschen erhellen die Seelenpartikel. Die geistigen Atome wenden sich sodann immer mehr dem Urlicht, der Urzentralsonne, zu.
Beide, sowohl das Licht als auch der Schatten, wirken sich im Körper des Menschen aus. Die Gegensätzlichkeiten verschatten also nicht nur die Partikel der Seele, sondern strahlen ihre Farbintensität auch durch den Körper. Was in den Seelenpartikeln aufgezeichnet ist, Licht oder Schatten, das strahlt wiederum durch den Menschen und umstrahlt ihn.
Was der Mensch also in die Seelenpartikel gesät hat, das strahlt aus; das ist dann das Lichtfeld der Seele, die Aura des Menschen. Sie ist eine sich ständig bewegende und pulsierende Energie, die verschiedene Farben ausstrahlt.
Das Gesetz Gottes besteht aus den sieben Grundkräften: Ordnung, Wille, Weisheit, Ernst, Geduld, Liebe und Barmherzigkeit. Da jede Kraft in der anderen enthalten ist, sind es sieben mal sieben energetische Kräfte, die das Gesetz Gottes bilden.
Hat der Mensch gegen dieses Gesetz Gottes verstoßen, dann wirkt sich dies in seiner Seele und auch in seinem Körper aus, denn jede Ursache strahlt aus. Dadurch bildet sich, wie du schon gelesen hast, das Lichtfeld der Seele, die Aura des Menschen.
Somit befindet sich jeder Mensch in dem Lichtfeld, das er sich selbst geschaffen hat und schafft: Er steht entweder im Lichte Gottes, wenn er seine Seele weitgehend rein hält oder reinigt, indem er gütig, liebe- und verständnisvoll ist, für alles Menschliche* um Vergebung bittet und vergibt. Oder seine Aura, das Lichtfeld seiner Seele, ist dunkel, von dunklem Rot bis zu dunklem Grün, dunklem Violett, von Grau bis hin zu Schwarz.
(* Gemeint ist das niedere Menschliche, das Allzumenschliche.)
Es ist die Aufgabe der Seele, im menschlichen Körper rein zu werden, ihre Belastungen mit Christus, ihrem Erlöser, abzubauen und ein friedvolles Leben zu führen. Dann lösen sich die Seelenhüllen, die sich durch Verstöße gegen das göttliche Gesetz gebildet haben, auf, und Gottes Leben und Kraft strahlt wieder unmittelbar durch die Seele in und durch den Körper des Menschen. Dann ist der Mensch von innen heraus schön, auch wenn der irdische Leib welkt. Er ist göttlich eingestimmt, verfeinert. Seine Sprache ist Harmonie, und seine Gesten sind edel.
Wirken jedoch die Seelenhüllen auf den Körper des Menschen ein, dann zeigt sich auch der Mensch entsprechend: Er ist neidisch, gehässig, zänkisch, streitsüchtig. Er urteilt und verurteilt. Er richtet, ist unehrlich und auf sich selbst bezogen. Er erwartet ständig etwas von seinem Nächsten, ist jedoch selbst ungern bereit, sich selbstlos einzubringen.
Die Seelenhüllen wirken auf alle fünf Sinne: Der Mensch sieht und hört nur das, was in seinen Seelenhüllen ist, was er durch seine Seelenhüllen zu sehen und zu hören vermag; er riecht und schmeckt nur, was in seinen Seelenhüllen ist und was er durch seine Seelenhüllen zu riechen und zu schmecken vermag; er tastet nur, was seine Seelenhüllen ihm vorgeben.
Die Menschen werden also von ihren eigenen Denkmustern, Wünschen und Leidenschaften gesteuert. Der Mensch sieht, hört, riecht, schmeckt und betastet nur das, was in ihm selbst liegt, was in ihm aktiv ist und vorgeht. Wie du also denkst, wie du dich verhältst, das bist du selbst:
Wie reagierst du, wenn du Unangenehmes siehst?
Wie reagierst du, wenn du Unangenehmes hörst?
Wie reagierst du, wenn du Unangenehmes riechst und schmeckst?
Wie reagierst du, wenn du etwas betastest, das dir unangenehm ist?
Ich wiederhole: Was du also daraufhin denkst und wie du dich daraufhin verhältst, das bist du selbst!
Erkenne: Selbstlose, positive Gedanken und Verhaltensweisen kommen aus den tiefen, lichten Bereichen deiner Seele. Negative Regungen und Gedanken und die sich daraus ergebenden Körperbewegungen kommen aus der belasteten Seele, aus den verschatteten Seelenpartikeln.
Die mittelbare und die unmittelbare Führung Gottes auf den verschiedenen Bewusstseinsstufen – Mittelbare Führung über Geschehnisse, Menschen, Schicksalsschläge und die Tagesenergie
Gott ist Geist und wohnt tief in deiner Seele. Der Geist Gottes ist der unbelastbare Teil deiner Seele. Wir nennen Ihn auch den Wesenskern der Seele.
Gott kann nur jenen Menschen unmittelbar führen, der sich Ihm auch rechtzeitig zuwendet. Was heißt, sich Gott zuzuwenden?
Wenn du merkst, dass du dich zu erregen beginnst, dass Wut hochsteigt, dass du poltern, schimpfen, streiten und gar um dich schlagen möchtest, dann wende dich noch rechtzeitig Gott zu: Sprich zu Ihm! Sage Ihm, dass du in dir einen Ärger aufkommen spürst oder sage Ihm auch, dass du dich vor Wut kaum beherrschen kannst.
Sprich zu Ihm – und dann stelle dir vor, dass aus dir heraus Wärme und Liebe strahlen. Lasse diese Strahlen auch in dir wirken. Denke: »Gott umfängt mich. Gott bereinigt, worüber ich mich erregen wollte.«
Lasse diese wärmenden Strahlen weiter in dir wirken. Stelle dir die Sonne vor. Du liegst in der Sonne. Die Sonne wärmt dich. Ihr Glanz beruhigt dich. Sie leuchtet das Dunkle aus, und alles ist hell. Du bist still und ruhig. Das Licht bringt alles an den Tag.
Vertraue darauf, dass Gott alles an den Tag bringen wird, und gehe mit Gott an deine Aufgabe, die dir der Tag stellt. Dann kannst du auch deinem Nächsten vergeben und für deine unschönen Gedanken um Vergebung bitten.
Was aus der Tiefe der Seele, aus dem unbelastbaren Wesenskern, aus Gott, strahlt, das ist die unmittelbare Kraft: Gott. Aus ihr kommt die unmittelbare Führung durch Gott.
Bitte Gott immer wieder um Seine unmittelbare Führung. Dann wirst du auch rechtzeitig gemahnt werden, wenn Ärger, Wut, Aggressionen, Neid, Angst, Streit, Eifersucht oder anderes Negative emporsteigt. Gott ruft dich rechtzeitig nach innen, um dir zu helfen und dich immer besser, also unmittelbarer, führen zu können. Dann reinigst du viel rascher deine Seele, und Gott strahlt immer stärker durch die größer werdenden reinen Bereiche deiner Seele.
Es gibt auch die mittelbare Führung Gottes. Sie ist die Führung über das Gesetz von Saat und Ernte. Dieses lautet: Was der Mensch sät, das wird er ernten – wenn er nicht rechtzeitig bereinigt, was er verursacht hat. Was der Mensch an Negativem gesät hat und was davon aktiv ist, das wirkt auf seinen Körper ein.
Mittelbare Führung heißt: Gott strahlt in deine Seele. Doch Er kann dich nicht unmittelbar anstrahlen, sondern Er strahlt deine Belastungen, deine Ursachen, an, entweder damit du sie bereinigst – oder damit sie durch Schicksalsschläge und Krankheit bereinigt werden können, so dass dich Gott dann wieder unmittelbar anzustrahlen vermag.
Du hast erfahren, dass du die Wirkungen deiner Ursachen nicht als Krankheiten oder Schicksalsschläge erdulden musst, wenn du rechtzeitig auf dein Gewissen hörst. Es ermahnt dich und gibt dir Hinweise, bevor Erregungen, Ärger, Wut, Hass, Neid und dergleichen hochsteigen, wenn du Gott in dir aufsuchst und zu Ihm sprichst, wenn du Ihn dir als die Sonne der Liebe und Wärme vorstellst, die dich wärmt und alles von dir nimmt, was dunkel ist.
Wenn Gott dich unmittelbar führen kann, dann strahlt Er durch die vier schon weitgehend gereinigten, nun feinen und lichten Seelenhüllen oder dann durch die drei feinen Erinnerungshüllen – falls du die ersten vier Seelenhüllen schon abgelegt hast und im Lichte der Erfüllung stehst.
Die drei feinen Erinnerungshüllen sind die Vorbereitungskräfte für das absolute Leben in Gott. Diese Lichthüllen haben die Schwingung der drei Vorbereitungsebenen, der drei Lichtebenen vor dem Himmelstor. Wie ich dir schon offenbarte, lernst du dort das Absolute Gesetz anzuwenden, bis du wieder absolut bist. Das ist dir schon als Mensch möglich, wenn du dich rechtzeitig Gott zuwendest und dich von seiner Liebe- und Wärmestrahlung einhüllen, durchdringen und führen lässt. Wenn du dich Gott immer und immer wieder anvertraust und Ihm in jeder Situation dein Vertrauen schenkst, dann strahlt Er über die drei feinen Lichtebenen in deine Gedankenwelt und bereitet dich mehr und mehr für das absolute Leben in Ihm vor.
Die Seelenhüllen sind gewissermaßen die Sprossen auf der Leiter zum göttlichen Leben. Diese Sprossen werden auch Bewusstseinsstufen genannt. Wenn du die ersten vier Bewusstseinsstufen auf der Leiter zum ewigen Leben hinter dir hast, wenn sich also die vier dunklen Seelenhüllen gereinigt oder gar aufgelöst haben, weil in ihnen keine Schatten mehr liegen – da du dein Leben, das heißt dein Denken, Sprechen und Handeln, auf Gott ausgerichtet hast –, dann erlangst du immer mehr die unmittelbare Führung durch Gott. Du lebst dann in der feinen Strahlung der Geduld, Liebe und Barmherzigkeit, in den Vorbereitungskräften vor dem Himmelstor, vor dem ewigen Sein, und stehst dann in Gottes unmittelbarer Führung.
Diese drei feinen Seelenhüllen bergen alles das als Erinnerung, was du in den vier Reinigungsebenen an Entsprechungen abgebaut hast. Wenn du in der feinen Strahlung der drei Seelenhüllen Geduld, Liebe und Barmherzigkeit lebst, also in den Vorbereitungskräften für das reine Leben in Gott, dann hast du keine Entsprechungen mehr. Das Sündhafte ist überwunden. Jedoch wie du es überwunden hast, bleibt noch als Erinnerung in diesen drei feinen Hüllen.
Wenn nun eines deiner Geschwister Hilfe braucht oder einen guten Rat, um sein Leben positiver zu gestalten – und du hast Gleiches oder Ähnliches schon überwunden –, dann werden die entsprechenden Erinnerungen in den drei feinen Hüllen deiner Seele aktiv; sie kommen ins Schwingen und schwingen in deine Gedanken ein. Du weißt plötzlich, wie du deinem Nächsten selbstlos helfen kannst oder was du ihm sagen sollst, damit er durch den guten, selbstlosen Rat wieder auf seine richtige Lebensbahn findet. Du erinnerst dich, wie du deine Entsprechungen, die Belastungen deiner Seele, angepackt hast, wie oft du deinem Ich unterlegen warst und wie groß oder klein der Kampf war, bis du davon frei geworden bist. So kannst du nun mit den Erinnerungen – mit dem, was du einst verursacht und schon überwunden hast – Gott und deinem Nächsten fortan selbstlos dienen. Wer sich durch die Kraft des Christus besiegt hat, wer also in dieser feinen Erinnerungsstrahlung lebt und daher aus dem göttlichen Gesetz empfängt und gibt, der ist zum wahren Gefäß der Liebe Gottes geworden und ist selbstlos.
Wisse, liebes Geschwister: Die Erinnerungen an Überwundenes müssen bleiben. Mit ihrer Hilfe kannst du nicht nur deine Mitmenschen verstehen, die noch in gleicher oder ähnlicher Situation sind, wie du einst warst – du kannst ihnen auch selbstlos dienen und helfen.
Gott, unser himmlischer Vater, und dein Schutzgeist können auch dich selbst über deine Erinnerungen sehr schnell ermahnen, nicht noch einmal Gleiches oder Ähnliches zu tun, wie du es einst verursacht hast. In deinem Inneren erwacht plötzlich der Gedanke: »Halt, nicht so! Falle nicht wieder zurück in das, was du schon abgelegt hast. Es ist nur noch als Erinnerung in dir!«
Wisse, Gott, unser himmlischer Vater in Christus, deinem Erlöser, ist bestrebt, über deine Erinnerungen anderen Menschenkindern beizustehen. Er kann Menschen, die mit Sorgen, Problemen, Nöten und Krankheiten beladen sind, zu dir führen, oder Er führt dich zu ihnen, wenn du Gleiches oder Ähnliches bereits überwunden hast. Dann kannst du aus der eigenen Erfahrung sprechen und helfen.
Ich wiederhole: Gott regt also in dir Erinnerungen an, die in einer der drei Vorbereitungshüllen liegen. Du erinnerst dich dann, wie du das Problem oder die Krankheit überwunden und gemeistert hast. Und du spürst, wie du deinem Nächsten helfen kannst oder was du ihm sagen musst, damit er aus seiner Situation herausfindet, in der er augenblicklich steht; denn du erinnerst dich, dass einst auch du in einer gleichen oder ähnlichen Situation gestanden hast – und wie du diese gemeistert hast. Plötzlich findest du die rechten Worte, oder du weißt, welche Hilfe du deinem Nächsten nach dem Gesetz des Lebens geben darfst. Du weißt also in der Situation das rechte Wort und in der Ausweglosigkeit einen gangbaren Weg.
Erkenne: Das war dann die Hilfe von Gott durch dich für deinen Nächsten. Das ist doch wunderbar, so unmittelbar von Gott geführt zu werden! Voraussetzung ist jedoch, dass du eine gleiche oder ähnliche Situation mit Gottes Hilfe oder der Hilfe eines geistigen Menschen, durch den Gott wirkt, schon selbst durchlebt und gemeistert hast.
Je mehr Menschliches du überwunden hast durch die Hilfe des Herrn, um so reicher bist du an geistigen Erfahrungen. Wenn es heißt, Gott habe in dieser Welt keine anderen Hände als die deinen, so soll damit ausgedrückt werden: Wenn du weitgehend rein bist, kann Gott durch dich wirken.
Die Erinnerungen in deinen feinen Seelenhüllen, in dieser feinen, lichten, gesetzmäßigen Strahlung, sind also Transformatoren der göttlichen Kraft. Über das von dir Überwundene, das in dir noch als Erinnerung ist, wirkt Gott in dieser Welt, um Seinen Menschenkindern beizustehen und ihnen zu helfen. Für dich ist das die unmittelbare Führung, und für deinen Nächsten, den Gott durch dich anspricht und dem Er durch dich Hilfe zuteil werden lässt, ist das die mittelbare Führung.
Wie geschieht das? Hat ein Mensch Schwierigkeiten und ist in Not, du jedoch hast Ähnliches schon überwunden, dann führt dir Gott diesen Menschen zu — oder Er bewirkt, dass du zu ihm gehst, wenn es für den Betreffenden gut ist. Seine Schwierigkeiten gehen als Schwingungen von ihm aus und treffen auf deine Erinnerungen. Deine Erinnerungen schwingen in dein Oberbewusstsein und werden in deinen Gedanken lebendig. Diese teilen dir mit, wie du deinem Nächsten helfen kannst – oder was du sagen sollst, damit er aus seiner augenblicklichen Situation herausfindet.
Das Erinnerungsfeld in deiner Seele begann also stärker zu schwingen. Die geistigen Atome deiner Seele, die auf die Urkraft, auf den göttlichen Wesenskern, ausgerichtet sind, ziehen sodann aus dem ewigen, allumfassenden Gesetz die gesetzmäßige Antwort für den betreffenden Menschen an. Oder das ewige Gesetz, Gott, zeigt dir ein inneres Bild, wie du helfen kannst oder was der Betreffende tun müsste, damit ihm Hilfe zuteil wird. Das ist die Hilfe von Gott durch dich – und für dich die unmittelbare Führung.
In eine weitgehend rein gewordene Seele strömt viel Gottesenergie. Infolge des vermehrten Einströmens göttlicher Kraft schaut der göttliche, durchstrahlte Mensch seinen Nächsten, wie er ist – nicht, wie er sich gibt. Er empfindet, was sein Nächster nicht ausspricht, und erkennt, was er eventuell mit seinen Worten verschleiern möchte.
Wenn deine Seele weitgehend licht ist, dann schaust du auch in die Gesten und die Mimik deines Nächsten und liest aus seinem Gesichtsausdruck, seiner Körperform, seiner Körperhaltung und auch aus seiner Kleidung, wer er ist. Dein Nächster braucht nicht zu sprechen – du schaust ihn.
Geistige Menschen, welche die vier Reinigungsebenen weitgehend überwunden haben und in der feinen Strahlung leben, kennen die Körpersprache ihrer Mitmenschen. Dem Reinen bleibt nichts verborgen. Er ist in Gott – und Gott wirkt durch ihn und offenbart ihm alle Dinge. Menschen, die sich nur noch in dieser feinen Strahlung, also im Gesetz der Liebe, befinden, das heißt, sich in reinen Empfindungen, Gedanken, Worten und Handlungen bewegen, sind selbst göttliches Bewusstsein geworden.
Der Mensch, der in der feinen Strahlung des Göttlichen lebt, muss nicht mehr erhorchen, was Gott ihm zuspricht. Er ist weitgehend göttlich geworden. Und wer weitgehend göttlich geworden ist, muss nicht mehr fragen: Er weiß. Er muss nicht mehr sehen: Er schaut. Er muss nicht mehr horchen: Er hört. Erkenne die feinen Nuancen vom Menschlichen zum Göttlichen!
Gelangen Seele und Mensch allmählich in die feine Strahlung, in die drei feinen Seelenhüllen, dann spricht Gott zum Menschen immer deutlicher. Was Gott Seinem Kind sagt, ist jedoch nicht für Zweite oder Dritte bestimmt, sondern allein für das Kind selbst!
Wenn der Mensch noch das Wort erhorchen muss, das Gott ihm zuspricht, dann ist die Seele noch nicht eins mit Gott. Sie ist jedoch auf dem Weg, hin zur klaren göttlichen Quelle und zum Ursprung der Quelle. Gott spricht also zum Menschen durch seine noch verschatteten Seelenhüllen, um ihm zu sagen, was er an sich selbst verwirklichen soll. Die Belastungen der Seele dürfen dann jedoch nicht mehr schwerwiegend sein; sonst wären die Nebel um das Licht Gottes zu dicht. Denn jede Belastung ist ein Schatten vor dem Lichte Gottes. Sind die Schatten, die vor dem Lichte liegen, noch sehr dicht, dann kann der Mensch nur bedingt Gottes Wort als Licht und Kraft empfangen. Er hört und vernimmt dann nur seine eigenen Geräusche, sein menschliches Ich, und vermischt sie mit den feinen Impulsen Gottes. Will er für sich etwas erhorchen und auch das Erhorchte seinem Nächsten mitteilen, dann vermischt er die feinen, mittelbaren Impulse mit den Geräuschen seines menschlichen Ichs.
Das Erhorchen Gottes ist die mittelbare Führung, bei der die Impulse durch die noch verschatteten Seelenhüllen kommen. Sie ist nur dann möglich, wenn der Mensch sich tagtäglich bemüht, das an sich selbst Erkannte, das, was es für ihn noch zu bereinigen gilt, zu beheben: entweder durch die Übergabe an Christus oder durch Wiedergutmachung mit der Kraft Christi und durch Vergebung und Bitte um Vergebung. *
(* Das Erhorchen von Gottes Wort ist nur in Seinem Willen, wenn der Gott zustrebende Mensch auf der dritten Stufe, der Stufe der Weisheit, steht, also Ordnung und Wille weitestgehend verwirklicht hat und somit selbstlos für Christus und mit Christus tätig ist; das heißt, er erfüllt auch das Gesetz „Bete und arbeite“. Die tagtägliche Verwirklichung des Erkannten ist entscheidend! Nur dann ist das Hineinhören zum Inneren Helfer und Ratgeber im Gesetz Gottes.)
Die unmittelbare Führung beginnt, wenn deine Seele in der feinen Strahlung lebt, in den drei Vorbereitungsebenen zu den Himmeln, die auch Kindschaftsebenen genannt werden: Geduld, Liebe und Barmherzigkeit.
Wer dagegen noch fest im Gesetz von Saat und Ernte verwurzelt ist, das in den vier Reinigungsebenen gilt, der trägt noch viele Entsprechungen in sich, also verschieden schwere Belastungen. Einen solchen Menschen kann Gott nur über seine Belastungen führen, über das Gesetz von Saat und Ernte. Das heißt, er muss das Erkannte bereinigen und ablegen und nicht mehr tun. Auch das kannst du – wie schon gesagt – mittelbare Führung nennen.
Gott, das ewige Licht, spricht aus unzähligen Mündern zu den Menschen. Über die Tagesenergie spricht Gott dir das zu, was du heute bereinigen sollst. Gott spricht zur belasteten Seele und zum Menschen auch durch die Tagesereignisse. Gott lässt an jedem Tag für den Menschen das Quantum an Selbsterkenntnis zu, das dieser bewältigen kann. Gott spricht zur Seele und zum Menschen durch Begebenheiten und z.B. auch durch Menschen, die noch im Gesetz von Saat und Ernte stehen. Er lässt uns in ihren Worten und an unseren eigenen Aussagen uns selbst erkennen.
Das alles ist noch mittelbare Führung Gottes: Über Geschehnisse, Dinge, Menschen, über Schicksalsschläge und Krankheiten spricht Gott die Seele und den Menschen mittelbar an.
Alles, was dir widerfährt an Problemen, Nöten, Sorgen, Krankheiten und Schicksalsschlägen, kommt nicht von Gott. Du hast es selbst verursacht; es ist dein Fehlverhalten gegenüber Gott, dem Gesetz der Liebe und des Lebens.
Gott, unser himmlischer Vater, und auch dein Schutzgeist ermahnen alle Menschen rechtzeitig – so auch dich –, bevor eine Krankheit ausbricht oder ein Schicksalsschlag auf sie zukommt. Bevor also die Wirkung auf eine vom Menschen gesetzte Ursache ausbricht, regen der Geist Gottes und der Schutzgeist seine Gedanken und Sinne an. Wenn der Mensch nicht auf die Stimme seines Gewissens hört, auch nicht auf die Mahner von außen, wenn er weiter sündigt in Empfindungen, Gedanken, Worten und Handlungen, dann werden seine selbstgeschaffenen Ursachen ausfließen – der Mensch muss sie als Wirkungen tragen.
Doch auch in den Wirkungen sprechen Gott und der Schutzgeist zum Menschen, also in das Gewissen ein, wie z.B.: »Denke um, vergib, und bitte um Vergebung. Dann wandeln sich in deiner Seele die Schatten um, die in deinem Körper wirken, und die geistigen Atome richten sich auf die Urkraft aus, so dass deine Seele und dein Leib Mein helfendes und heilendes Licht empfangen können.«
Du erkennst: Gott wirkt! Auch dein Schutzgeist ist dir sehr nahe und spricht in dein Gewissen ein. Auch er ist ein Mahner, der von außen einiges zulässt, damit du in deinem Inneren erwachst.
Liebe Geschwister, nichts könnte ohne die positive Kraft bestehen, auch nicht das Negative. So ist in allem Negativen auch das Positive. Das heißt: In allen Niederlagen, in Krankheit und in Not ist auch die positive Kraft, Gott.
Wenn wir sie ansprechen, sowohl in Krankheit als auch in Not und Schicksalsschlägen, indem wir nicht klagen, sondern auf Gott bauen und innig zu Gott beten, dann wird im Negativen – in Krankheit, in Not, im Schicksal – die positive Kraft aktiv und wandelt das Negative, also Krankheit, Not und Schicksal, in Positives um, in Gesundheit, Glück, Freude und Gemeinsamkeit. Die positive Kraft in allem stärkt, hilft und heilt.
Das setzt jedoch voraus, dass du dich in allen menschlichen Situationen Gott zuwendest, indem du deine Fehler bereust, indem du vergibst, um Vergebung bittest und dich bemühst, die erkannten Fehler nicht mehr zu tun. Dadurch wendest du dich Gott, unserem Vater, zu.
Wenn du dich also Gott hingibst, in vollem Vertrauen und Glauben an Ihn – durch Wiedergutmachung, durch Vergebung und Bitte um Vergebung –, dann wenden sich die geistigen Atome in den Partikeln deiner Seele der Urkraft, dem unbelastbaren Wesenskern, zu. Über diesen strömt dir sodann vermehrt Lebens- und Lichtkraft zu, und du empfängst von Gott viel Licht, Hilfe und Heilung – wenn es zum Wohle deiner Seele ist. »Wenn es zum Wohle deiner Seele ist«, bedeutet: Gott kennt dich und weiß, ob du deine Worte an Ihn auch hältst. Nach deinem zukünftigen Verhalten wird Gott dir das schenken, was für dein weiteres irdisches Leben gut ist.
Bleibst du in Gottes Liebe und begehst du die alten Fehler nicht mehr, so kannst du sicher sein: Worum du Gott gebeten hast, das ist in deiner Seele schon erfüllt. Deine Bitten sind also schon erhört. Gott ist schon aktiv in deiner Seele, löst die Schatten und strahlt dir vermehrt Licht zu; vorausgesetzt, wie schon dargelegt, dass du dein Versprechen hältst: dich fortan zu bemühen, die erkannten Fehler – das, was wider Gott ist – nicht mehr zu tun. Allein schon die Bemühungen werden von Gott, unserem himmlischen Vater, belohnt. Das ist Seine Gnade für Sein Kind.
Du erkennst nun, was mittelbare und unmittelbare Führung ist.
Der Tag, dein Freund: die Tagesenergie – Die Seele geht nachts auf Reisen – Vergeudete Tage – Der Tagesbeginn – Das Tagebuch – Horchen und Hören, Sehen und Schauen
Der Weg zu Gott kann mit einer Leiter verglichen werden. Vielleicht hast du schon von der Jakobsleiter gehört, die mit vielen Sprossen bis in den Himmel hineinragt. Wie kannst du dich prüfen, auf welcher Sprosse oder geistigen Stufe du stehst?
Nimm jeden Tag als deinen guten Freund an! Wisse: Das Licht des Tages ist Energie. Jede Frequenz der Tagesenergie hat ihre Farbschwingung und ihren Ton.
Der Tag bringt unzählige Frequenzen, also Farbschwingungen und Töne, mit sich. Hast du in deiner Seele einige oder mehrere gleiche oder ähnliche Frequenzen, also Farbschwingungen und Töne, die aus deinem Inneren strahlen, dann beginnen die Kräfte zu fließen. Wir nennen das Fließen der Kräfte Kommunikation.
Wenn eine Kommunikation entsteht, schwingen die Frequenzen in dein Oberbewusstsein, also in deine Gehirnzellen. Dort kommen sie als Empfindungen und Gedanken an. Es ist dein guter Freund, der Tag, der dabei zu dir spricht. Er sagt dir, was du heute noch an Menschlichem bereinigen sollst. Er sagt dir auch, wie du eine Situation meistern kannst. Er zeigt dir z.B. die Schönheiten des Tages, damit du dich daran erfreuen kannst. Oder er ermahnt dich, zu deinen Eltern und zu allen Menschen gut zu sein. Er lässt dich auch mal stolpern oder gar hinfallen, damit dein Gedankenkarussell unterbrochen wird und du nachdenkst, welche Gedanken du hattest und ob sie Gott, unserem himmlischen Vater, gefallen würden.
Dein guter Freund, der Tag, zeigt dir unendlich vieles. Und aus allem kannst du lernen und an allem dich selbst erkennen. Über die Tagesenergie zeigt dir Gott einen Teil deiner lichten Seiten. Darüber freust du dich gewiss. Jedoch Er zeigt dir ebenso einen Teil deiner Schattenseiten, die du heute überwinden sollst.
Der Tag, dein guter Freund, bringt dir die Kraft, das Menschliche zu überwinden, es Christus zu übergeben, deinen Nächsten um Vergebung zu bitten und ihm zu vergeben.
Vieles, was du verursacht hast, liegt unter Umständen Jahre zurück und ist noch nicht bereinigt. Wenn also noch etwas ansteht – damit du dich darin erkennst und es dann nicht mehr tust –, dann führt es dir dein guter Freund, der Tag, zu, und du darfst dies noch heute bereinigen.
Hast du deine Vergangenheit weitgehend bereinigt, so bleiben solche früheren Vorfälle nur noch als Erinnerungen in dir. Du denkst z.B. an Menschen, die dir vor Jahren unrecht getan haben. Wenn du nun Empfindungen des Friedens, des Einklangs und der Liebe ihnen gegenüber hast, wenn du ohne inneren Vorbehalt auf sie zugehen kannst, dann ist das, was war, vergeben. Das Negative ist in positive Kraft umgewandelt. Du erkennst dies an deinen Empfindungen des Friedens, also an Reaktionen wie Wohlwollen und Liebe. Die ehemaligen Entsprechungen sind zu Erinnerungen geworden.
An den vielen Begebenheiten, die der Tag dir bringt, erkennst du, auf welcher Sprosse der Jakobsleiter, also auf welcher geistigen Stufe, du stehst.
Auf dem Weg zur Schule oder an deinem Arbeitsplatz siehst und hörst du mancherlei. Dann überprüfe deine Empfindungen und deine Körperreaktionen! Was zeigt sich in und an dir? Ist es Gelassenheit oder Unmut? Du erkennst daraus, wo du in deiner geistigen Entwicklung stehst, und du erkennst, wofür du Gott um Hilfe und Beistand für deinen Nächsten bitten sollst. Bete für deinen Nächsten in jeder Situation! Ob du Gleiches oder Ähnliches schon gemeistert hast oder ob in dir noch Entsprechungen aufflammen und du dich über deinen Nächsten erregst: bete!
Wenn dich immer wieder Wünsche bedrängen, dann ist etwas noch nicht überwunden; klingen die Wünsche nur noch an – und du sagst dir: »Eines Tages werden sie erfüllt werden, wenn es Gott will« –, dann drängen sie nicht mehr, da du geistig gereift bist.
All dies hat dir etwas zu sagen. Der Tag führt es dir zu, damit du erkennst, was noch zu bereinigen ist oder was du schon bereinigt hast – und damit du daran siehst, auf welcher Sprosse zum göttlichen Bewusstsein du stehst. Gott sagt dir also über die Tagesenergie, über deinen guten Freund, den Tag, was du heute überwinden sollst und was du schon überwunden hast.
Liebe Schwester, lieber Bruder, erkenne: Das Leben im Erdenkleid ist jeden Tag neu. Denn an jedem Morgen, kurz bevor du erwachst, kommt deine Seele von einer Reise in ihr Erdenkleid zurück.
Wenn du während der Nacht erwachst, dann glaubst du, deine Seele sei bei deinem Körper gewesen, während du geschlafen hast. Oder am Morgen, wenn du erwachst, glaubst du, die Seele sei immer bei deinem Körper und in ihm, weil du deine Augen aufschlägst und wieder die gleiche Umgebung wahrnimmst wie am Tag zuvor. Und doch ist es anders.
Obwohl dein guter Freund am neuen Tag der Gleiche geblieben ist, bringt er für dich wieder ganz andere Ereignisse und Eindrücke mit als am vorangegangenen Tag. Denn du empfindest und denkst heute nicht Gleiches wie am Tag zuvor.
Das Heute also, der neue Tag, hält wieder andere Frequenzen und Töne für dich bereit. Gleiches oder ähnlich Schwingendes liegt in dir. Wieder regt der Tag diese Seelenschwingungen an – und schon beginnt für dich das neue Tagesprogramm: Die für dich gedachten Tagesfrequenzen regen dein Seelenprogramm, also verschiedene Seelenschwingungen, in dir an, wodurch eine Kommunikation entsteht. Diese schwingt wieder in deine Gehirnzellen, in deine Gedankenwelt, ein, und du vermagst dann wahrzunehmen, was Gott und dein Schutzgeist dir über deinen guten Freund, den Tag, sagen möchten.
So können sie dir sagen, es wäre gut, dieses und jenes zu bereinigen. Du spürst es in deinem Gewissen und vernimmst es in deinen Gedanken. Du tust es und empfindest: »Das hast du gut gemacht; das war selbstlos. Freue dich darüber!«
Der gute Freund hilft dir auch bei den Schularbeiten. Bist du klar und hast du keine wirren, das heißt unwesentlichen, Gedanken, dann kannst du die unzähligen Hilfen wahrnehmen, die der Tag dir bringt. Es ist Gott, dein himmlischer Vater, und dein Schutzgeist, die über deinen guten Freund, den Tag, wirken.
Für die Tagesenergie, für den Verlauf jedes Tages, ist es wesentlich, in welchen jenseitigen Bereichen sich deine Seele aufhielt, während dein Körper im Tiefschlaf lag.
In der Nacht, wenn dein Körper tief schläft, geht deine Seele auf Reisen. Wohl ist sie mit deinem Körper verbunden durch das sogenannte Silber- oder Informationsband. Dieses hält die Verbindung des Seelenleibes zu deinem schlafenden Körper aufrecht, während deine Seele nicht in deinem Körper ist.
Merke dir: Dein menschlicher Körper kann nur dann einschlafen, wenn sich die energiereiche Seele, die deinen Körper mit Energie versorgt, langsam aus dem Körper herauszieht. Entsprechend ihrem allmählichen Heraustreten schläfst du dann ein. Die Energien gehen zurück, und deshalb schläft der Körper. Wenn du tief schläfst, dann kann deine Seele ganz aus deinem Körper treten. Doch sie bleibt mit ihm verbunden. Wenn du jedoch nur einen seichten Schlaf hast, ist es ihr nicht möglich, ganz aus dem Körper herauszutreten.
Es kommt darauf an, wie du dich am Tag verhalten hast. Warst du tagsüber sehr nervös und du kommst darum nicht in den Tiefschlaf, dann kann die Seele nicht ganz aus deinem Körper heraustreten. Hast du jedoch deinen Tag harmonisch und bewusst gelebt, ist dir die Tagesarbeit gelungen, weil dein guter Freund, der Tag, dir helfen konnte, dann gehst du auch ruhig schlafen, und die Seele kann sich ganz aus deinem Körper herausziehen, während dieser in einem tiefen Schlaf liegt. Je tiefer du also schläfst, um so weiter kann sich die Seele von ihrem Körper entfernen.
Ich wiederhole: Hast du dich am Tag körperlich überanstrengt oder dich mit vielen unwesentlichen Dingen und Gedanken beschäftigt, dann bist du nervös und hast einen seichten Schlaf, weil nicht nur dein Oberbewusstsein, sondern auch dein Unterbewusstsein mit Ereignissen und unbewältigten Dingen belastet ist. Das bedeutet: Deine Seele tritt nur teilweise aus deinem Körper heraus, gelangt also nicht in andere Welten – weil du nicht tief genug geschlafen hast.
Sicher hast du schon erlebt, dass du dich beim Einschlafen plötzlich ruckartig bewegst. Es ist ein heftiges Zucken deines Körpers, und plötzlich bist du wieder hellwach. Das ist der Moment, in welchem deine Seele wieder rasch in deinen Körper eintritt. Diese ruckartigen Bewegungen zeigen dir, dass deine Seele sich wohl teilweise außerhalb deines Körpers befunden hat, sich jedoch noch nicht von dir entfernt hatte. Kurz bevor du wieder ganz wach geworden bist, ist sie sodann rasch zurück in deinen Körper geschlüpft. Dieses Zucken deines Leibes tritt nur dann auf, wenn du nicht tief schläfst – beim Einschlafen z.B. oder bei einem sehr seichten Schlaf.
Es kann jedoch auch der Fall sein: Wenn keine weiteren Störungen mehr auftreten, so kannst du beim Einschlafen ebenfalls das Zucken bemerken – doch du schläfst ruhig weiter. Dann hast du bemerkt, dass deine Seele ausgetreten ist. Deine Seele spürte, dass du weiterschläfst und sie daher auf Reisen gehen kann.
Störungen können nicht nur von außen kommen, sondern auch über dein Unterbewusstsein. Wenn sich die Seele vom Körper zu lösen beginnt – nämlich dann, wenn du einschläfst –, kann sich kurzzeitig in deinem Unterbewusstsein etwas bewegen. Werden dabei Ereignisse angesprochen, die in deinem Oberbewusstsein ankommen, so wirst du dadurch vom Einschlafen zurückgeholt. Dann schlüpft die Seele rasch wieder in ihren Körper. Immer bleibt jedoch deine Seele mit deinem Körper durch das Informationsband verbunden – einerlei, wo sie sich befindet.
Wenn du nach einem längeren tiefen Schlaf erwachst, dann spürst du sehr selten diese ruckartigen Bewegungen, weil der Körper das allmähliche Erwachen rechtzeitig der wandernden Seele über das Silberband mitgeteilt hat und die Seele bereits im Körper ist, wenn du die Augen öffnest. Du erwachst dann ruhig, ohne zu wissen, wo deine Seele sich aufgehalten hat.
Du magst sagen: »Es wäre doch interessant, mitzuerleben, wo sich die Seele nachts befindet, was sie tut, welche Eindrücke sie mitbringt.« Nun, diese Vorgänge müssen dir nicht verborgen bleiben – wenn du deine Seele von den Schatten deines Fehlverhaltens reinigst und du auch dein Ober- und dein Unterbewusstsein von größeren Belastungen, von menschlichen Gedanken und körperlichen Erregungen, weitgehend freihältst. Wenn du also gelöst und weitgehend frei bist von drängenden Wünschen, von Sorgen und Problemen und von menschlichen Gedanken, die du dir über deine Nächsten machst, dann kann deine Seele ihre Eindrücke in deinen Menschen spiegeln: Dein freies Ober- und Unterbewusstsein nimmt sodann die Eindrücke der Seele, die sie aus anderen Welten mitgebracht hat, in der bildhaften Sprache der Seele auf. Du erlebst dann die Einspiegelungen als Wahrtraum oder auch im Wachzustand kurz nach dem Erwachen. Du weißt dann, dass es so ist. Denn oftmals ist beim Wahrtraum zugleich die Erkenntnis für dich dabei.
Wahrträume nennen wir auch Wach- oder Klarträume. Sie zeigen dir u.a. auch, auf welcher Sprosse der Leiter zum Bewusstsein Gottes die Seele steht oder woran die Seele an sich selbst arbeitet, was dem Menschen noch verborgen ist.
Die Einspiegelungen der Seele sind Symbole, also Bilder, denn die Sprache der Seele ist eine bildhafte Sprache – es ist die Bewusstseinssprache. Deshalb kannst du in der Symbolik eines Wahrtraumes erkennen, auf welchem Bewusstseinsstand du stehst. Die Seele spiegelt auch ihre innere Befreiung oder ihre noch bestehenden Bindungen an äußere Dinge und Menschen in dich ein.
Es lohnt sich, die Gesetze Gottes zu beachten und zu erfüllen und den Tag dankbar anzunehmen. Seine Energie ist der Inspirator, der dich erkennen lässt, was du in deinem irdischen Leben heute zu bereinigen hast. Die Tagesenergie ist auch der Transformator für die Mahnungen des Göttlichen und des Schutzgeistes.
Der Tag ist also dein guter Freund. Einerlei, was er dir bringt – ob es deine Erinnerungen sind, damit du deinem Nächsten gesetzmäßig beistehen kannst, oder deine Entsprechungen, damit du heute bereinigst, was ansteht –, Christus, dein Erlöser, steht dir bei!
Das Leben schenkt dem Menschen viele Erfahrungen und macht ihn im Inneren reich, wenn er die Tagesimpulse aufnimmt und danach lebt.
Liebe Schwester, lieber Bruder, schon viele gehen den Weg zu Gott. Möchtest du dabeisein? Dann mache mit: Nimm diese Erklärungen an, und erprobe sie zuerst – denn wer selbst Erfahrungen gemacht hat, der geht freudig den Inneren Weg. Viele Menschen können die Gaben Gottes aus dem Gesetz der Liebe erst dann annehmen, wenn sie eigene Erfahrungen gemacht haben. Gott, unser himmlischer Vater, hilft auch denen, die zuerst eigene Erfahrungen brauchen, um dann bewusster und zielstrebiger den Weg zu Ihm zu gehen.
Erprobe und erfahre an dir selbst, was ich dir nun erklären werde. – Zuerst bespreche ich einen Tagesablauf, wie ihn viele Menschen erleben:
Viele nehmen die Zügel für ihr Denken und Handeln nicht in die Hand und vergeuden dadurch die Tage. Sie lassen die Tage kommen und wieder gehen – ohne darauf zu achten, was sie ihnen mitbrachten, sagen wollten und sagen wollen. Sie nehmen die Tage als selbstverständlich hin: Sie erwachen, stehen auf und denken, denken – unkontrolliert.
Während der Mensch seinen Körper reinigt und sich ankleidet, denkt, denkt und denkt er über alles Mögliche nach, was ihm gerade in den Sinn kommt. Er wälzt wesentliche und unwesentliche Gedanken. So gerät er schon am Morgen in ein Gedankenkarussell. Es dreht und bewegt sich alles mögliche, und er ist sich dessen oft gar nicht bewusst. Er lässt sich von vielerlei Gedanken und Wünschen steuern.
Beim Frühstück redet und redet er sodann mit seiner Familie oder mit denen, die mit am Tisch sitzen. Er beachtet nicht, dass seine Nächsten eventuell einen ganz anderen Tagesrhythmus haben als er. Er möchte sich immer im Mittelpunkt sehen und redet, was ihm gerade in den Sinn kommt und auf der Zunge liegt. Er ärgert oder freut sich, je nachdem, was er dachte oder an wen er dachte.
Wer sein Leben so verbringt, dessen Unter- und Oberbewusstsein ist angefüllt mit unkontrolliertem Denken und Reden.
Auf dem Weg zur Schule oder zum Arbeitsplatz läuft das Gedankenkarussell weiter. Geht er zu Schul- oder Arbeitskollegen, dann redet, redet und redet er – ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob das, was er sagt, wesentlich oder unwesentlich ist, ob es seinen Nächsten interessiert oder nicht. Er redet nur aus seinem Ich.
Wer sich so verhält, dessen Ober- und Unterbewusstsein ist vollgestopft mit allen möglichen Dingen, Gedanken oder Wünschen – und verstopft für gute und gesetzmäßige Eingaben, für die Impulse aus dem Tag. Aus ihm fließt nur sein Ich heraus. Deshalb kann er auch von den göttlichen Impulsen und dem Schutzgeist kaum geführt werden, und es wird ihm wenig aus dem Tagespensum bewusst, das er heute umsetzen sollte. Er redet nur aus dem, was er sich selbst eingegeben hat, aus seinem Ich.
Die Folge ist, dass er sowohl in der Schule als auch am Arbeitsplatz an dem weiterdenkt, was sich im Ober- und Unterbewusstsein bewegt. Er kann deshalb das Arbeitspensum in Schule oder Beruf nicht so erfassen und umsetzen, wie es sein sollte, denn sein Ober- und Unterbewusstsein und seine Seelenhüllen sind gefüllt mit seinen eigenen Denkschablonen, Wünschen und Vorstellungen.
Schon am Vormittag sieht er die Sonne nicht mehr vor lauter ichbezogenen Wolken. Das heißt: Er empfängt nicht, was der Tag ihm sagen möchte. Er denkt an die Vergangenheit; er denkt an die Zukunft; er denkt über seine Probleme nach und über den Ärger mit dem Partner oder der Partnerin, mit den Kindern oder den Großeltern, den Schul- oder Arbeitskollegen. Nebenbei verrichtet er so recht und schlecht seine Arbeit, die ihn letztlich wenig interessiert, weil er ja beständig über sich selbst nachdenken muss oder darüber, was dieser oder jener ihm angetan hat oder antun könnte.
Das Mittagessen verläuft dann ähnlich wie das Frühstück: Er denkt und denkt; er redet und redet. Ähnliches geschieht auch in den Abendstunden: Er denkt, denkt, redet, redet – und schließlich bringt ihn dann eine Fernsehsendung auf andere Gedanken.
Was hat ein solcher Mensch wohl erlebt? Nur sich selbst! Doch das ist ihm meist gar nicht bewusst. Was hat er erkannt und bereinigt? Wenig oder gar nichts. Er hat also den Tag nicht genützt. So können wir sagen: Die Vergangenheit sowie seine Wünsche und Vorstellungen haben ihn gelebt. Er hat seine Entsprechungen durch sich leben lassen – und diese zugleich noch verstärkt, weil er nur über seine Angelegenheiten nachdachte und redete. Gedanken und Worte sind Kräfte. Er hat mit ihnen seine menschlichen Programme und Belastungen weiter aufgebaut und somit verstärkt. Deshalb hat er auch sein Arbeitspensum nicht in dem Maß erfüllt, wie er es hätte tun können, wenn er seine Gedanken gezügelt und bei der Arbeit gehabt hätte, anstatt seine Probleme zu wälzen.
Er hat also wenig oder gar nichts erkannt im Vergleich zu einem Menschen, der wach ist für die Tagesimpulse und der bereinigt, was ansteht. Mit einem solchen Menschen ist weder der Lehrer noch der Arbeitgeber zufrieden – gleich, welchen Beruf er ausführt, ob er Schüler, Angestellter, Arbeiter, Arzt, Ingenieur oder Handwerker ist. Solche Menschen, die wegen ihres eingeengten Bewusstseins nur über sich selbst nachdenken, sind in der Schule und in den Betrieben, gleich, an welchem Platz sie stehen, oftmals die schwarzen Schafe, die viel reden, doch wenig vollbringen.
Lieber Bruder, liebe Schwester, überprüfe du am Abend, ob dein Tag ähnlich wie geschildert verlaufen ist. Deine Empfindungen und dein Gewissen sagen es dir!
Jeder Tag ist interessant, wenn sich der Mensch für ihn interessiert, wenn er ihn nützt, ihn beachtet, ihn am Morgen schon als einen guten Freund annimmt und Gott dankt, dass der neue Tag wieder zu ihm kommt.
Zu jedem Menschen, der am Morgen erwacht, kommt der Tag zuerst als verhüllte Gestalt. Unter seiner Verhüllung birgt er das, was jeder Mensch heute erledigen und bereinigen sollte, ob im privaten Leben, in der Schule oder am Arbeitsplatz. Der Freund hilft auch, das Tagespensum zu erfüllen, und gibt gute, ja sehr gute Denkanstöße.
Du weißt inzwischen: Es gibt keine Zufälle. Alles ist vorgegeben und gesteuert durch die mittelbar oder unmittelbar wirkende Energie – durch deine Saat, die ebenfalls Energie ist, oder die unmittelbare Gottesenergie. Die unmittelbare Gottesenergie führt Seele und Mensch, die mittelbare Energie, deine Saat, steuert sie.
Jeder Mensch wird entweder mittelbar durch das Gesetz von Saat und Ernte gesteuert, nämlich von den Programmen oder der Saat, die er selbst in seine Seele eingebracht hat – oder er wird unmittelbar geführt von Gott, dem Inneren Leben, ohne Zwischenschaltung des Gesetzes von Saat und Ernte.
Du hast schon gelesen und in dich aufgenommen, dass die unmittelbare Führung nur dann möglich ist, wenn du das Gesetz von Saat und Ernte verlassen hast und deine Seele die lichte Gottesenergie aufzunehmen vermag. Die mittelbare Führung oder auch Steuerung geschieht über die Saat, über deine selbstgeschaffenen Ursachen, die als Programme in deiner Seele sind.
Sei wachsam für die Impulse des Tages! Erlebe und erfahre dich in ihnen – und du wirst dich selbst erkennen.
Liebe Schwester, lieber Bruder, erwirb dir ein Notizbuch, das du als Tagebuch verwenden kannst. Es soll so handlich sein, dass du es bei dir tragen kannst, der Junge im Anzug, das Mädchen in der Umhängetasche oder in der Schul- oder Arbeitstasche. Wo du es aufbewahrst, ist ganz dir überlassen. Das Tagebuch wird interessant, wenn du es gewissenhaft führst!
Es ist möglich, dass deine Eltern für dich bis zum 12. Lebensjahr schon ein Erkenntnisbuch geführt haben. Wenn ein solches vorliegt und du es als Tagebuch weiterführen möchtest, kannst du es tun, wenn du es möchtest.
Bitte deine Eltern, das Erkenntnisbuch abzuschließen und, wenn du willst, dir eine Widmung hineinzuschreiben mit ihren Erkenntnissen über dich, ihr Kind. Das wäre sicherlich ein schöner Abschluss der Kinderzeit und zugleich für dich das Fundament, auf dem du aufbauen und woraus du ersehen kannst, was noch zu bereinigen ansteht, welche Stärken, jedoch auch Schwächen du in der Kinderzeit hattest und eventuell noch hast.
Du beginnst nun mit deinem Tagebuch. Am Morgen findet das erste Tageserlebnis statt: Deine Seele nahm eine kleine Reinkarnation vor; sie kam aus einer anderen Welt wieder zurück in ihren Körper. Du bist also wieder erwacht. Hast du geträumt? Weißt du noch den Traum? Erscheint er dir wesentlich? Wenn ja, dann mache einige Notizen in dein Tagebuch!
Das Erste nach dem Erwachen sollte dein Dank an Gott sein für den neuen Tag. Bitte Gott, unseren himmlischen Vater, und deinen Erlöser, Christus, dass du den Tag so annehmen kannst, wie er zu dir kommt und wie er sich auch zeigen wird. Denke im Gebet auch an die Menschen, von denen du weißt, dass du ihnen heute begegnest. Es sind deine Eltern, Geschwister oder Großeltern. Wenn du noch zur Schule gehst, sind es deine Lehrer und Mitschüler. Bist du schon berufstätig, dann sende gute Gedanken zu den Arbeitskollegen und zu den Verantwortlichen oder zum »Chef«.
Sende gute Gedanken auch zu all jenen Menschen, denen du heute auf der Straße begegnen wirst und über die du dir eventuell Gedanken machst. Es gibt keine Zufälle! Wisse: Wenn dir ein Straßenpassant auffällt, dann will dir dies etwas sagen. Entweder sollst du auf deine Entsprechungen achten, oder du sollst dem Passanten verbindende Gedanken zusenden. Dadurch kann sich sowohl in deiner Seele als auch in der Seele deines Nächsten das lösen, was euch vielleicht noch aneinander gebunden hat. Deine Gedanken sagen aus, ob du mit deinem Nächsten seelisch noch im Unreinen bist. Oder du kennst die Seele aus den Seelenreichen – oder deine Seele erinnert sich an das Geistwesen, das jetzt im Menschen ist, das im Himmel mit dir vielleicht sehr eng verbunden war und ist.
Auf diese Weise nimmst du den noch verschleierten Tag an.
Im Laufe deiner irdischen und geistigen Entwicklung wird dir jeder Tag ein guter Freund werden. Denn er bringt dir nicht nur Erkenntnisse bezüglich deines Menschlichen, sondern er sagt dir auch, wie du es anpacken sollst, um es zu überwinden. Lerne, auf deinen Freund zu hören, und er wird dir auch Berater und nicht nur Künder sein.
Wenn du nicht nur horchst, was deine Nächsten sagen, wenn du nicht nur siehst, was dir ins Blickfeld kommt – wenn du also nicht nur Äußeres registrierst –, sondern dir angewöhnst zu hören, was dir dein Freund, der Tag, durch Menschen, Dinge, Geschehnisse und Ereignisse sagen möchte; und wenn du nicht nur siehst, was vor Augen ist, sondern schauen lernst – wenn du also das, was du gehört und gesehen hast, erst einmal auf dich wirken lässt, indem du richtig hinhörst und auch richtig hinschaust, dann wirst du hören, was dir dein Freund, der Tag, sagt, und schauen, was dir dein Freund aus dem übermittelt, was dein Nächster nicht ausspricht.
Wisse: Die meisten Menschen horchen nur auf die Worte und hören nicht hinter das Wort oder in das Wort hinein. Die meisten Menschen sehen nur auf den Menschen und schauen nicht, wie er wirklich ist. Du erkennst also den feinen Unterschied zwischen Horchen und Hören, zwischen Sehen und Schauen.
Der Horcher ist ein neugieriger Mensch oder ein Mensch, der alles mit seinem Intellekt erfassen möchte. Er erhorcht nur das Gesprochene und hört nicht das Unausgesprochene. Er kann nicht hinter die Worte hören oder in die Worte hineinhören und das heraushören, was unausgesprochen bleibt.
Wer nur sieht, der erkennt und erfasst nur, was ihm seine eigenen Seelenhüllen, seine Entsprechungen, und die Inhalte seines Ober- und Unterbewusstseins übermitteln. Daher sieht er nur den Schein, also das, was scheinbar offensichtlich ist, aber nicht die Wirklichkeit. Er sieht an der Wirklichkeit vorbei.
Der Schauende lässt zuerst die Situation und Angelegenheit auf sich wirken. Er reagiert deshalb nicht spontan, sondern lässt alles erst einmal an sich herankommen, um das Ganze richtig zu betrachten. Das heißt: Er nimmt die augenblickliche Situation und Angelegenheit erst einmal in sich auf. Daraus ergibt sich dann eine Kommunikation dieser Eindrücke mit dem Göttlichen in ihm.
Diese Kommunikation aktiviert sodann die geistigen Kräfte in der Seele des Menschen. Sie schwingen in das Oberbewusstsein, und der Gott Zugewandte schaut, was andere nicht sehen; er hört, was andere nicht hören – und weiß dadurch, wie er die Situation und Angelegenheit meistern kann.
Das bedeutet: Denke und sprich nicht bereits beim Hören und beim Schauen über eine Situation und Angelegenheit, sondern lasse diese erst einmal in dir wirken.
Gott, das Leben, sagt dir also über deinen guten Freund, den Tag, wie du in den verschiedenen Situationen und Angelegenheiten reagieren sollst, wie du sie anpacken oder bewältigen sollst und du somit die Augenblicke des Tages richtig nützest.
In dem Augenblick, da du am Morgen erwachst, also die Augen aufschlägst, kommt schon der gute Freund, der Tag, mit den ersten Gedanken auf dich zu. Er bringt schon einige wesentliche Gedanken, die für den Tag bestimmend sind. Du erkennst sie daran, dass sie dich erfreuen und du sofort weißt, was ansteht. Diese Gedanken notiere sofort in dein Tagebuch.
Die unwesentlichen Gedanken – wir nennen sie auch die Gedankenvagabunden –, die so zwischendurch anfliegen und dich beeinflussen wollen, dich umwölken, also unklar machen wollen, übergib sofort Christus, deinem Erlöser. Bete sogleich inbrünstig und danke von ganzem Herzen für die vergangene Nacht, für den neuen Tag und für deine Gesundheit. Sollten dir während der morgendlichen Toilette weitere wesentliche Gedanken kommen, dann halte sie ebenfalls in deinem Tagebuch fest.
Danach, wenn möglich noch vor dem Frühstück, setze dich ruhig und aufrecht auf einen Stuhl und bete von Herzen zu Gott. Danke für dein irdisches Leben. Danke für das morgendliche Erwachen. Danke abermals für den neuen Tag, den du aus Gottes Hand dankbar angenommen hast. Danke für die neuen Kräfte und für die Geborgenheit innerhalb der Familie. Danke für deine Eltern, die sich um dich sorgen, die dich als Kind behütet haben und auch jetzt noch behüten. Denke im Gebet auch an alle Menschen auf der Erde, an Not und Krankheit, an Licht und Dunkelheit.
Nach dem Gebet oder nach dem Frühstück – dann, wenn du noch ein wenig Zeit hast – überdenke die von dir notierten Gedanken. Höre in die Worte, in das von dir Aufnotierte, hinein und empfinde, was dir dein guter Freund, der Tag, damit sagen wollte. Er möchte dir nämlich sagen, wie du das von dir Notierte aufnehmen und verwirklichen kannst.
So haben z.B. Gedanken an die Schule oder Gedanken über deinen Beruf ihre Antwort schon in sich. Der Freund, der Tag, hilft dir, in die Antwort hineinzuhören und hineinzuschauen, damit du erfährst, was in dir selbst vorgeht und vorliegt und wie du es bewältigen kannst.
In jedem Hinweis ist die Lösung enthalten; sie wartet nur darauf, aufgenommen und verwirklicht zu werden. Auch liegt in jeder Frage eine gesetzmäßige Antwort, weil in allem Gottes Kraft, Liebe und Weisheit sind. Somit enthält jede Frage und jede Antwort zugleich auch die Lösung.
Erkenne: Auch im Gegensätzlichen ist die Lösung, das Positive. In jedem Problem, in jeder Schwierigkeit, in allem, was geschieht, ist Gottes Geist, Seine Hilfe – und somit die Lösung. Das ist doch wunderbar!
Ich wiederhole: Die Lösung, das Positive, das Gute ist in allem. Es ist der Geist Gottes, unser himmlischer Vater, der um alle Dinge weiß, der dich kennt, weil du Sein Kind bist.
Zusammenhänge zwischen Seele, feinstofflichen Gestirnen und materiellen Gestirnen – Einflüsse von Energiefeldern in der Erdatmosphäre und von erdgebundenen Seelen – Wende dich Christus, deinem Erlöser, zu!
Gott, unser himmlischer Vater, möchte dir beistehen und dir helfen, damit du nicht in die Irre gehst und nicht in die Irre geführt wirst.
Gott, dein himmlischer Vater, und dein Schutzgeist bemühen sich auf vielfältige Art und Weise, dich vor deinem eigenen Fehlverhalten zu bewahren und auch davor, dass du z.B. durch deine Mitmenschen in die Irre geführt wirst, womöglich sogar angehalten wirst, Dinge zu tun, die ungesetzmäßig, also sündhaft, sind.
Wer gegen das göttliche Gesetz handelt oder seine Mitmenschen dazu verführt, der belastet seine Seele. Und auch jene belasten sich, die hörig waren, die ausgeführt haben, was eventuell du ihnen aufgezwungen hast. Daher sei wachsam!
Der Verursacher – in diesem Falle du – belastet sich stärker. Die Ausführenden belasten sich ebenfalls, entsprechend ihrem geistigen Wissen, ihrer geistigen Verantwortung und ihrem Tun. Wegen ihrer Verstöße gegen das göttliche Gesetz, wegen ihrer Belastung also, bist sodann du – als Anstifter – und die Ausführenden mit dem Kausalband aneinander gebunden. Das Kausalband ist ein unsichtbares Band, das jene Menschen, die gemeinsame Ursachen geschaffen haben, im Gesetz von Saat und Ernte aneinander bindet.
Daher achte auf dein Verhalten und zwinge niemals deinem Nächsten deinen Willen auf – dass er tun soll, wovon du glaubst, dass es richtig sei! Denke daran: Jedes Wort und jede Tat, die ungesetzmäßig ist, also nicht im göttlichen Gesetz, kann dir zum Verhängnis werden. Die Wirkung erfährst du oft nicht sogleich.
Der Speicher, deine Seele, registriert sowohl dein gesetzmäßiges, dein selbstloses, göttliches Verhalten als auch dein gegensätzliches, ungöttliches, dein allzumenschliches Verhalten. Was die Seele speichert, das Positive sowie das Negative, registrieren ebenfalls feinstoffliche Gestirne, die Reinigungsplaneten. Du hast gehört, dass sich im Geiste Gleichschwingendes anzieht. Entsprechend ihrer Schwingung nehmen feinstoffliche Gestirne jene Seelen auf, die ihren irdischen Leib abgelegt haben, und sind vorübergehend deren Wohnstätte.
Du hast auch schon gelesen, dass der Mensch so lange von Gott mittelbar geführt wird, wie er im Gesetz von Saat und Ernte lebt.
Das Gesetz des ewigen Vaters ist die Liebe. Die Liebestrahlung, das ewige Gesetz, erhält alle Seelen und Menschen – und auch alle Gestirne in der ganzen Unendlichkeit. Gottes Liebegesetz strahlt auch in jene Gestirne ein, die deine positiven und deine negativen Eigenschaften gespeichert haben. Trifft ein Gottesstrahl auf eine deiner Ursachen, die in einem Planeten registriert sind, dann wird zugleich auch in deiner Seele die Ursache aktiv. Bevor sie jedoch ausbricht, mahnen dich Gott, dein himmlischer Vater, und dein Schutzgeist – über die Ereignisse des Tages.
Ich wiederhole: Wenn Gott, unser Herr, dich mittelbar führt, also über den Tag, durch Worte, Gesten und Handlungen von Menschen oder durch sogenannte Zufallsbegebenheiten, dann leitet dies Gott, das Absolute Gesetz, das Liebegesetz, über die Gestirne ein.
Alle Menschen und alle Seelen, die noch im Gesetz von Saat und Ernte leben, stehen unter der Einwirkung der materiellen Gestirne und werden mehr oder weniger – je nach Seelenbelastung – über sie geleitet.
Du kennst die Sternbilder und hast sicher schon von den Konstellationen der Sterne gehört. Die Konstellationen der materiellen Gestirne sind Transformatoren jener Energien, die von den feinstofflichen Planeten kommen, von den Seelenreichen also, in denen deine Ursachen – ähnlich wie in deiner Seele – gespeichert sind.
Nun verstehst du dies: Jede Seele, auch die einverleibte, die sich im Körper des Menschen befindet, ist durch ein sogenanntes Strahlen- oder Informationsband mit den Reinigungsplaneten verbunden, in denen ihre Ursachen gespeichert sind. Das Licht einer Seele reicht nur so weit, wie ihr Bewusstsein entwickelt ist; dementsprechend werden Seelen und Menschen geführt.
Viele belastete Seelen und Menschen stehen in enger Kommunikation mit Energiefeldern, die sich in der Atmosphäre der Erde befinden. Von dort rufen sie Informationen ab. Diese Energiefelder können auch von den feinstofflichen Reinigungsplaneten bewegt werden, in denen die Ursachen gespeichert sind, die im Gesetz von Saat und Ernte geschaffen wurden.
Wer sein Leben nicht auf Gott ausrichtet, sondern auf außerirdische Kräfte, der zieht auch jenseitige Seelen an, die dann durch ihn ihre Interessen ausführen – welche letztlich auch in ihm als Entsprechungen liegen. Beeinflussen können auch Seelen, deren Interessen mit den entsprechenden Energiefeldern gleichschwingen.
Steht die Seele eines Menschen unter den Einflüssen dieser Kräfte, so ist auch der Mensch erdverhaftet, weil sich seine Seele nicht himmelwärts orientiert, sondern sich mit Einstrahlungen aus solchen Bereichen begnügt. Ebenso ist auch die Seele eines sehr erdverhafteten Menschen an die Erde gebunden, wenn er nur auf sein materielles Wohl bedacht ist.
Wenn eine erdgebundene Seele ihren hinscheidenden Körper verlässt, dann kann sie nicht in das Licht Gottes eingehen. Sie wird so lange erdgebunden bleiben, bis sie in Christus erwacht und durch Christus aufersteht.
Auf der Erde befinden sich viele solcher Seelen; sie sind für menschliche Augen unsichtbar. Diese Seelen können erdverhaftete Menschen beeinflussen, also solche Menschen, deren Sinnen und Trachten auf die Materie bezogen ist, die nur eingestellt sind auf das, was sie sehen, horchen, riechen, schmecken und betasten können. Es sind Menschen, die ihr niedriges, menschliches Ich pflegen und ihre Mitmenschen beeinflussen – auf sie also bestimmend einwirken – und von ihnen Dinge fordern, die ungesetzmäßig sind.
Sie streben nur nach Besitz, Sein und Haben. Diese Menschen können also von negativen Energiefeldern oder von erdgebundenen Seelen beeinflusst werden. Auch starke Raucher, Trinker, Völler, also genusssüchtige Menschen, auch Rauschgiftsüchtige oder sehr stark sexuell veranlagte Menschen können von atmosphärischen Energiefeldern oder von erdgebundenen Seelen beeinflusst werden.
Aus diesen Gefahren herausführen und vor solchen Einflüssen beschützen kann dich nur die selbstlose Liebe, die Gottes- und Nächstenliebe. Daher sollte es für dich und letzten Endes für jeden Menschen oberstes Gebot sein, die selbstlose Liebe zu entwickeln – das Gesetz Gottes, das zur inneren Freiheit und Unabhängigkeit führt.
Christus, der Sohn Gottes, dein Erlöser, hat sich durch das Golgatha-Opfer jeder Seele und jedes Menschen angenommen. Er hat bei Seinem »Vollbracht« einen Teil der Urenergie, Sein göttliches Erbe, aus der Urzentralsonne gelöst, es aufgeteilt und jeder Seele davon einen Funken übertragen. Dadurch hat sich jede Seele stabilisiert. Das heißt: Sie kann sich nicht so weit herunterentwickeln, dass sie sich eventuell in Tiere einverleiben muss oder gar zur Strahlung von Pflanzen oder Steinen wird.
Einige Religionen lehren, dass sich Seelen in Tiere, Pflanzen oder Steine einverleiben können. Das entspricht nicht dem universellen Gesetz Gottes – die Finsternis wollte dies. Christus jedoch hat es durch Seine Erlösertat verhindert.
Aus dem Buch »Ich berate – nimmst Du an?« weißt du: Steine, Pflanzen und Tiere sind Leben aus Gott. Sie sind noch im Evolutionsprozess hin zu einem vollkommenen Geistkörper, der zur Kindschaft Gottes erhoben wird. Steine, Pflanzen und auch die niederen Tierarten haben keine Seele. Sie stehen in einem sogenannten Kollektiv-Verbund. Das heißt: Sie werden als gleichentwickelte Arten vom Licht Gottes bestrahlt und belebt und auch vom ewigen Gesetz weiterentwickelt.
Da jede Seele durch das Golgatha-Opfer aus dem göttlichen Erbe des Erlösers Christus die Kraft erhielt, welche ihr Stabilität verleiht und die Kindschaft erhält, kann sie niemals so weit fallen, dass sie sich über Tiere, Pflanzen und Steine zurückentwickelt, um zuletzt nur noch ein Strahl zu sein, der wieder von neuem den Evolutionsweg nehmen muss: vom Stein über die Pflanze zum Tier und zum Naturwesen bis hin zum Gotteskind.
Zu deiner Erkenntnis wiederhole ich: Eine Seele kann sich weder in ein Tier noch in eine Pflanze oder in einen Stein einverleiben. Die Erlöserkraft hat sie davor bewahrt. Christus hat durch Seine Erlösertat alle Seelen und Menschen angenommen.
Sicher wirst du fragen, wann dich Christus aufnehmen kann. Er kann dich dann aufnehmen, wenn du dich von Ihm aufnehmen lässt. Das heißt: wenn du dich deinem Erlöser, dem Gotteslicht in dir, zuwendest – wenn du dich also bemühst, selbstlos zu werden.
Selbstlos werden heißt: allein Gott gefallen zu wollen, indem du mit deinen Mitmenschen Frieden hältst, sie nicht beschimpfst, sondern Verständnis für sie hast, indem du liebevoll und gütig denkst und sprichst und den Menschen hilfst, die der Hilfe bedürfen – ohne nach Lohn und Anerkennung zu fragen. Das ist Selbstlosigkeit.
Gott, unser himmlischer Vater in Christus, und dein Schutzgeist helfen dir, selbstlos zu werden. Sie führen dich mittelbar und zeigen dir, ob du schon selbstlos bist oder woran du noch arbeiten sollst.
Wie du nun weißt, erlebst du die vielfältige mittelbare Führung durch den Geist Gottes über die Tagesenergie – also über die Tagesereignisse, über Menschen, denen du begegnest, auch über deine Eltern, Großeltern, Verwandten, Lehrer, Arbeitskollegen und -kolleginnen oder über deinen Chef in deinem Betrieb. Du erlebst, ob du selbstlos bist oder woran du noch arbeiten sollst — über Straßenpassanten, spielende Kinder und alle Menschen und Dinge, die dir auffallen und dir Denkanstoß sind. Auch dein Gehör-, Geruchs-, Geschmacks- und dein Tastsinn können in dir Gedanken auslösen, die dir sagen, was in dir schon bereinigt oder aber noch nicht bereinigt ist und zur Verwirklichung ansteht.
Sei wachsam und bemühe dich, das Menschliche zu bereinigen, indem du um Vergebung bittest und vergibst, wenn du beispielsweise einen heftigen Wortwechsel hattest oder dich gar geschlagen hast. Wenn du dann gleiche oder ähnliche Ursachen nicht mehr schaffst, dann bist du von Christus aufgenommen.
Durch dein positives, gesetzmäßiges Leben erweiterst du dein Bewusstsein. Das Christuslicht in dir beginnt stärker zu leuchten und dich zu durchstrahlen. Du schaust mehr und mehr die Dinge und Geschehnisse im rechten Licht. Wenn du dann deiner geistigen Entwicklung gemäß empfindest, denkst, sprichst und handelst, dann wirst du durch Christus und in Christus auferstehen.
Nach deinem Leibestode bist du dann keine erdgebundene Seele mehr. Deine lichte Seele geht zu den lichten, feinstofflichen Planeten, welche die gleiche Schwingung haben wie du. Wisse: Die Hilfe ist in dir. Es ist der Christus-Gottes-Geist, dein Erlöser.
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