Kitabı oku: «Roomie - Zimmergenosse»
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Roomie −Zimmergenosse
Eine erotische Erzählung über Freundschaft und Suche nach Liebe
Georg von Rotthausen
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Georg von Rotthausen
Roomie − Zimmergenosse
Eine erotische Erzählung über Freundschaft und Suche nach Liebe
Mein Name ist Albrand. Albrand H. Asgardsson. Heute habe ich Gäste, um meinen 44. Geburtstag zu feiern. Kein besonderer Geburtstag, aber ich gebe mit meiner lieben Frau und meinen drei Kindern dennoch eine Party.
Geboren wurde ich am 11. Juli 1996, einem Dienstag, Jetzt, im Jahr 2040, ist es ein Mittwoch, und so wurde die Feier auf das darauffolgende Wochenende verschoben, damit alle Gäste auch wirklich kommen können.
Wir haben unsere Eltern und ein paar enge Freunde eingeladen, da am 14. Juli zu unser aller Freude außerdem der 18. Geburtstag meines, unseres Erstgeborenen Thor William zu feiern ist.
Unsere Tochter Shana Louisa ist gerade ebenso süße wie anstrengende 17, und unser Benjamin Robin Adone plagt sich und uns mit seinen jetzt wild pubertierenden 15. Er erlahmt nicht, mindestens einmal pro Woche daran zu erinnern, daß er bald 16 wird, aber das ist eine andere Geschichte.
Meine Eltern werden sicher, wie üblich, als erste eintreffen. Das ist der Pünktlichkeit meiner deutschen Mutter geschuldet − wie üblich. Sie würde gar mit der Sonne eine Diskussion anfangen, ginge sie nicht pünktlich auf oder unter!
Ehe der Trubel losgeht, habe ich mich in mein Arbeitszimmer zurückgezogen und Erinnerungen hervorgekramt, Briefe und eine Menge Photos.
“Daddy …”, geht die Tür nach fast zaghaftem Anklopfen auf. Thor kommt herein. Ich blicke hinter meinem Schreibtisch auf. Mein schöner Sohn steht in Badehose vor mir. “Stör’ ich?”
“Nein, nein. Komm’ ruhig ‘rein. Willst Du noch Deine Tagesbahnen ziehen?”
“Hab’ ich schon.”
Erst da bemerke ich, daß seine knappe neonrote Badeseide naß ist und ihm einige Wassertropfen die Oberschenkel hinabrinnen.
“Ich wollte Dich fragen, ob Du zum Wasserball herauskommst.”
Es ist wohl mein unbändiger Vaterstolz, aber Thor, wie auch seine Geschwister, gefallen mir immer mehr, obwohl ich sie jeden Tag sehe, was bei meinem Großen in naher Zukunft zu Ende sein wird.
“Nein, heute wohl nicht. Ich möchte mir ein paar Erinnerungen ansehen, ehe das Haus richtig unruhig wird.”
“Schade.” Thor wirkt leicht enttäuscht. Aber dann hellt sich sein Gesicht wieder auf.
“Dürfen wir dann nacktbaden? Wenn Oma und Opa da sind, geht das ja ein paar Tage nicht mehr.”
“Klar! Macht Euch doch Spaß, aber legt Eure Badesachen an den Beckenrand, damit Ihr Euch schnell dezent machen könnt, obwohl es ja nicht wirklich viel Stoff ist, bei keinem von Euch drei Banditen.”
“Oh, toll!” Thor küßt mich begeistert auf die Wange. “Dad, Du bist der Größte!”, strahlt er und streift das bißchen Stoff bereits ab, frei und ungezwungen erzogen, wie er ist.
“Kunststück! Ich bin ja auch der Einzige!”, grinse ich. “Und jetzt ’raus! Viel Spaß!”
Thor saust davon, wobei er mal wieder vergißt, die Tür zu schließen.
“Shanee! Robin! Wir dürfen!”, ruft er laut und gleich darauf ist das freudige Geschrei meiner wilden Bande am Pool zu hören, was meine Süße sicher wieder vom Küchenfenster aus lächelnd verfolgt.
Ich mache die Tür zu und lasse endgültig meine Gedanken zurückwandern, als meine eigene wirklich wilde Zeit begann.
Ein erstes Photo setzt mein Kopfkino in Gang. Damals, im Sommer 2017 …
*
Ich stand mit offenem Mund im Türrahmen.
Eigentlich mußte ich pinkeln, aber als ich drauf und dran war, ins Bad einzutreten − die Tür stand bereits halb offen −, blieb ich abrupt stehen und auch der Druck meiner Blase war weg.
Genau vor meinen ungläubigen Augen duschte sich ein Typ ungefähr meines Alters.
Ich habe einige Burschen beim Duschen gesehen und sie waren natürlich alle splitternackt, und Mann! − einige davon waren von exquisitem antik griechischem oder römischen Körperbau, aber dieser war eine Schau unter der Dusche mit einem zur Schau gestellten Zeiger, den ich in meiner Gegenwart gezeigt nie für möglich gehalten hätte!
Und der Zeiger, der mir unter der Dusche gezeigt wurde − der ihn zeigende perfekte Adonis hatte vergessen, nur der Himmel mochte wissen, ob mit Absicht oder Zerstreutheit, die Schiebetür der Duschkabine zu schließen − war nicht nur ein bisher ungesehenes Zentimeterwunder, schlaff baumelnd oder auf “halbmast wehend”, sondern zeigte, als Sonnenuhr betrachtet, eine perfekte 13-Uhr-Stellung!
Ich habe selber das Glück einer, sagen wir mal, nicht ganz schlechten Ausstattung, aber dieser war ein Anblick, der es wert war, das Pinkeln zum Genuß der Schau abzubrechen.
Eine Beschneidung aus medizinischen Gründen ist mir erspart geblieben. Nicht das ich generell etwas dagegen hätte, beschnitten zu sein, ich habe tatsächlich einige dadurch verschönerte Schwänze gesehen, aber sobald ich zu onanieren begann, war es zum Vorteil für mein Vergnügen, das noch zu besitzen, womit Mutter Natur meinen treuesten Freund ausgestattet hat.
Aber dieser unbeschämte Bursche, dem ich an jenem magischen Tag begegnete, erfreute sich einer nicht üblichen Ausstattung zur Perfektion seines Zeigers.
Seine schöne rote Eichel hatte die Größe einer Aprikose! Nicht zu groß, aber ein wenig mehr als Durchschnitt. Und sie war so perfekt geformt, daß sie nichts anderes könnte, als jeden normalen Typen grün vor Neid werden zu lassen!
Ich muß zugeben, dieser Anblick nahm mir den Atem und machte mich sprachlos. Aber mein Anhänglicher wachte auf und ließ meinen Hosenstall sich wölben. Und es war deutlich sichtbar, denn ich trug enge Jeans, keine Unterwäsche − wie üblich während der warmen Jahreszeit − und ein bauchfreies T-Shirt. Es war ein brüllend heißer Tag als ich ankam, und ich mußte genau in diese brandheiße Szene hineingeraten, nachdem ich endlich das Doppelzimmer in dem Studentenheim gefunden hatte, wo ich während des bevorstehenden Semesters an dieser hübschen kleinen Universität wohnen würde.
Ich hatte die leichte Bekleidung gewählt, um nicht dahinzuschmelzen und vor mich hin zu tropfen, aber genau dann brach mir der Schweiß aus jeder Pore aus! Und als wäre dies für den Moment nicht genug gewesen, Mister Clingy war nicht nur neugierig, was außerhalb seiner “Behausung” vor sich ging, sondern er begann, Lusttropfen hervorquellen zu lassen. Ich konnte es deutlich spüren.
Nicht nur, daß mir das nie zuvor passiert war, aber an jenem Tag fühlte es sich an, als hätte jemand ein brennendes Streichholz an eine Sprinkleranlage gehalten, um sie auszulösen.
So total geil wie die ganze Situation war, ich war recht vertraut mit Mister Clingys Flüssigkeitskapazität. Wie könnte ich auch nicht, als sein Herr und Meister. Sie war und ist zu meiner eigenen Überraschung immer noch enorm, seitdem mein erstes Mädchen, meine Jungfernschaft erobernd, sie hervorrief. Und als der hinreißende Alvin sich mit Mister Clingy bekanntmachte, sprudelte es, bevor ich abspritzte, wie manche Tischspringbrunnen es tun. Er war nichts als baff − und das war ich auch.
Es war nicht der richtige Zeitpunkt meine Jeans von innen zu beflecken und damit außen einen sichtbaren Flecken zu verursachen, während ich meinem Zimmergenossen begegnete, dem ich noch nicht einmal vorgestellt war!
Ich hatte das einmal in anderem Zusammenhang mitgemacht und die Peinlichkeit war unbeschreiblich. Meine Errötung war damals von erster Klasse! Hätte ich das auf meiner Bank einzahlen können, hätte ich bis zur Gegenwart von den Zinsen leben können.
All das beschäftigte mich, während dieser göttliche Bursche so damit beschäftigt war, sich einzuseifen, daß er für mindestens zwei Minuten keine Notiz von mir nahm.
Bedachte man seinen Sonnenuhrstand von 13 Uhr, mußte vor seinem Kopfkino ein höllisch gutes Programm ablaufen. Warum sollte er sich auch um mich bekümmern, aber dann …
“Oh! Hi! Ich hab’ Dich gar nicht klopfen hören! Komm’ doch ‘rein. Du brauchst sicher auch eine Dusche, oder?”
Das breitestmögliche Lächeln ging mit seiner Begrüßung einher.
Der Typ verblüffte mich. Er ließ sein Banner wie auf einer Ein-Mann-Parade am 4. Juli mit heruntergelassener Hose wehen, aber kein Ups! sobald ein Zuschauer hinsah. Wirklich eine Type, mein Wort darauf!
Und hatte ich eine Dusche nötig? Das war in der Tat die Frage der Woche. Meine letzte Wasserdusche hatte ich tags zuvor, die letzte mit ganz besonderen Wasserspielen genoß ich drei Monate zuvor, von dem Tag an rückwirkend gerechnet, nachdem Shawna mir den Laufpaß gegeben hatte. Ich suchte Trost in sicherer Entfernung von jedem Mitglied der kichernden Abteilung.
Sky trug seinen Namen zu recht! So hetero wie er war, so himmelhoch schickte er mich. Mister Curiosity war sein Deckname. Seine Freundin hatte ihn für irgendeinen Blödmann verlassen, doch dessen besagte Hengstqualitäten galten als legendär, bis sie herausfand, wie langweilig er im übrigen war.
Nun hatte ich bekommen, was sie verpaßte. Skys aufragender Anhänglicher war ein magischer Speer und meine Behandlung ließ ihn eine Ladung leckerer Sahne abspritzen, die mich mehrfach schlucken ließ. Mochte es sein wie es wollte, seine Ex hatte nicht nur einen heißen Schwanz verloren, sondern einen netten Burschen, die Zeit zu verbringen. Und er war der beste Hündchen-Partner, den ich je gehabt habe, dachte ich, nicht wissend, was vor mir lag.
“Hi! Ich hoffe, ich störe nicht!”
„Nö! Warum solltest Du stören?“ Er fuhr fort, sich einzuseifen. „Du bist sicher mit mir gleichalterig, Du siehst intelligent aus, mir wurde gesagt, ich würde dieses Zimmer mit einem Südstaatenjungen teilen, Dein Akzent ist nicht deutlich, aber hörbar − all das macht mich glauben, Du bist zumindest für ein paar Monate mein Zimmergenosse. Also gehörst Du hierher, schuldlos irgendeines Eindringens.“
Diese lebende Skulptur warf mir ein Lächeln zu, die von meinem Rückgrat bis dahin unbekannte elektrische Schläge durch meinen Körper jagte. “Bist Du mit nackten Typen vertraut?”
Ich war mir für einen Moment nicht sicher, worauf er hinaus wollte. Da ich eine Sekunde stirnrunzelnd zögerte …
„Sind Dir jemals männliche Freunde oder Schulkameraden nackt begegnet? Ich meine in Umkleidekabinen, beim Nacktbaden, bei Wichswettbewerben …?”
Dies Frage erschien überflüssig, da ich ganz sicher nicht den Eindruck irgendeines Hinterwäldlers verströmte, der gerade irgendeiner winzigen Siedlung in den Bergen entkommen war, meinen ersten Tag in der so genannten Zivilisation verbringend − aber Teufel auch! Er war verdammt gerade heraus. Ich fühlte mein Gesicht erröten.
„Sicher! Ich meine, wer hat denn nicht, richtig? Und ich habe zwei jüngere Brüder.”
Ich trat von einem Fuß auf den anderen. War ich nervös oder kam der Drang zu pinkeln zurück? Ich kann mich nicht erinnern.
„Also siehst Du nichts, was Du nicht schon einmal gesehen hast, richtig?”
Ich nickte mit dem Kopf. Sollte ich ihm sagen, daß ich niemals zuvor einen Schwanz wie seinen gesehen hatte? Einschließlich meines eigenen und der meiner Brüder!
„Kein Eindringen, kein Belästigen, wie ich schon sagte. Fühle Dich wie zu Hause und gib Deinem Harndrang nach. Nun, ich meine, sobald Dein bemerkenswerter Ständer es Dir erlauben mag.”
Da war wieder sein Lächeln! Es war nicht dazu geeignet, meinen Hölzernen weicher zu machen, um mein Wasser laufen lassen zu können. Aber der Druck tat bereits weh, und ich mußte es darauf ankommen lassen, Mister Clingy unter seinen Augen wippend zu präsentieren, sobald ich meinen Hosenstall öffnete. Und ich zog den Reißverschluß herunter, denn ein Urinfleck wäre die Peinlichkeit des Jahres gewesen.
„Aber setze Dich bitte auf die Schüssel“, bat er mich. „Ich kann es nicht ausstehen, wenn Urin überall verkleckert wird. Ich wollte von der Studentenheimverwaltung ein Stehurinal installiert haben, aber das haben sie bislang nicht gemacht. Und wage es niemals, ins Waschbecken zu pinkeln! Dann kriegen wir Streit miteinander.” Er zwinkerte mir mit seinem linken Auge zu und fuhr mit dem Einseifen fort.
Das war eine klare Regel, mit der ich einverstanden war. Sauberkeit ist nicht das Schlechteste, wenn man mit jemandem zusammenleben will, und ich unterstütze das bis zum heutigen Tag.
Wie auch immer, ich öffnete meinen Hosenstall, holte Mister Clingy heraus − und fühlte im selben Augenblick, daß mein treuester Freund angestarrt wurde, bevor ich meine Jeans fallenließ und mich niedersetzte, dabei meinen Ständer niederbeugend, um zu verhindern ... Ihr wißt schon, was. Endlich konnte ich es plätschern lassen und schloß im Gefühl meines Wohlbefindens die Augen. Es fühlte sich, als pisste ich die Niagara Fälle heraus. Oh, du liebe Zeit!
Als ich wieder aufstand, war mein Steifer schlaff geworden und ich war nicht in der Gefahr, die Klobrille damit anzuheben und anschließend mit einem Knall fallenzulassen.
Ich wollte gerade meine Jeans hochziehen …
„Willst Du nicht jetzt gleich duschen?”, fragte mein schöner Zimmergenosse, während er den Schaum von sich abspülte. „Es wird nicht lange dauern, meine Haare zu waschen. Er steckte den Duschkopf auf die Halterung und drückte sich einen ordentlichen Klecks Shampoo in seine rechte Handfläche. “Das gibt Dir Gelegenheit. Dich auszuziehen.” Er schloß seine Augen und schäumte sein dichtes schwarzes Haar ein.
Tatsächlich gab mir seine Haarwäsche die Gelegenheit, ihn zu betrachten, ohne des Starrens beschuldigt zu werden. Und er bot viel, um es anzustarren.
Er maß mindestens 1,88 m und wog etwa 77 kg. Seine Haut war makellos von Kopf bis Fuß, während ich mich einer Sommersprossenlinie von einem Augen zum anderen über meine Nase erfreue. Er war, wie ich, glattrasiert. Seine Ohren waren klein und flach, die Ohrläppchen nicht angewachsen, wie auch meine. Seine Augen, wie ich zuvor sehen konnte, waren pechschwarz, meine sind dunkelblau. Seine Wimpern waren die längsten, die ich je bei einem Jungen gesehen habe, was mich etwas neidisch machte. Seine Schultern waren nicht ganz so breit wie bei Schwimmern, aber Mutter Natur hatte mit ihm eine feine Arbeit abgeliefert. Seine Bauch- und Brustmuskeln waren ein Meisterstück. Es war mir klar, daß er der regelmäßige Besucher einer Muckibude war − aber nicht übertrieben.
Ich habe zwei bis dreimal meine Stunden in der Woche mit Hanteln zugebracht, mit täglichen Klimmzügen, Liegestützen, Kniebeugen und leichten Übungen, einschließlich zwei Meilen täglich zu laufen, aber ich kümmere mich mehr um meine geistigen “Muskeln”, als um nutzlos übertriebenen Muskelaufbau − und das bis heute.
Mädchen wie auch Jungs drehen sich immer noch um − manchmal −, wenn ich am Strand entlang laufe oder in einer Sauna entspanne. Und ich erlaube mir, zu glauben, daß das nicht allein durch den Erblicken meines Schwanzes ausgelöst wird.
Aber der Anblick des treuesten Freundes meines Zimmergenossen, ich wiederhole mich, war eine Schau von eigener Qualität.
Darüber hinaus erblickte ich einen weiteren Augenfänger. Könnt Ihr Euch vorstellen, daß ein männliches Wesen einen Bauchnabel sein Eigen nennt, der fast hinreißender ist als von irgendeinem Mädchen, das man je gesehen hat? Habe ich bis nur in zwei Fällen − und bei unserer Shana. Und stelle man sich einen Happy Trail vor, der dort beginnt. Eine dunkle, schmale, dichte Linie, die sich zu einem schwarzem Dreieck erweitert und in einer dicken, dichten, lockigen Scham endet, aus der heraus seine Salzstange Flaggenmast spielte, als wäre weich und schlaff ein Fremdwort für seinen Meister. Seine Jungs waren sauber rasiert, eine rosige Einladung, zu liebkosen − von wem auch immer.
Er war schön sonnengebräunt und trug keine “weißen Hosen”. Er mußte irgendwie eine Möglichkeit gefunden haben, sich irgendwo nackt zu sonnen.
Meine “weißen Hosen” waren knapp in jenem Jahr, aber trotzdem weiß wie Milch.
Während ich ihn betrachtete, sandten meine Augen Signale an Mister Clingy, erneut strammzustehen. Au weia! Was für eine Wirkung!
Ehe mein Zimmergenosse den Schaum von seinem Kopf spülte, verließ ich das Bad, um mich auszuziehen und meinen kecken Schwanz wenigstens auf halbmast zu bringen. Und dann kam mir in den Sinn, daß ich bis jetzt seinen Namen nicht kannte. Ich hatte mir alle seine körperlichen Vorzüge gemerkt, aber ich wußte nicht, wie ich ihn anreden könnte, außer Alter oder Sonnenschein! Ulkig!
Als ich mit einem großen Badetuch über der Schulter zurückkehrte, hatte mein Zimmergenosse die Duschkabine verlassen und trocknete sich mit einem großen hellblauen Frotteetuch ab.
„Du bekommst recht leicht einen Ständer“, merkte er mit einem unwiderstehlichen Lächeln an, während er sich weiter abtrocknete. Er verschlang uns beide mit seinen Augen.
Ich lief krebsrot an, aber ich muß zugeben, daß ich mich gleichzeitig geschmeichelt fühlte.
Wer würde das nicht, dem gesagt wird, daß sein Ständer optisch gefällt? Wir fühlten uns beide wohl, zu zeigen, was wir hatten. Mein Zimmergenosse war völlig unbeschämt, und ich fühlte mich mehr und mehr behaglich damit.
„Du machst das aber auch sehr gut! Mir scheint, Du stehst auf du und du mit dem Gott Priapos, oder?“, warf ich ein.
„Könnte sein“, lächelte er. „Aber Du bist es auch, richtig? Ich denke, der antike griechische Bursche ist sehr großzügig mit uns.”
„Glaub‘ ich auch, …”
„Oh! Garry heiße ich. Garry Tegan Flensburger. Und Du bist …?”
„Albrand Halldór Asgardsson. Nett, Dich kennenzulernen.”
Wir lächelten einander zu und zeigten unsere glänzend weißen Zähne. Unser Händeschütteln war zu meiner Erleichterung ein fester. Ich hätte keinen eines Schlaffis haben wollen.
„Flensburger? Hört sich deutsch an, oder nicht?“
„Es hört sich nicht nur deutsch an, es ist deutsch. Meine Großeltern kamen vor dreißig Jahren aus Norddeutschland herüber. Und wir alle sprechen immer noch Deutsch. Das macht es einfacher mit unseren Verwandten in Ostholstein zu kommunizieren. Opa Frerk und Oma Berit sprechen sogar bis heute Plattdeutsch. Ich verstehe unglücklicherweise nur was sie sagen, ohne es selbst zu sprechen. Es hört sich zum Teil wie Englisch an, wird aber ganz anders ausgesprochen. Großvater macht sich immer noch einen Spaß daraus, Engländer zu necken, daß die Briten nur einen deutschen Dialekt sprechen, denn Angeln und Sachsen waren und sind deutsche Stämme die zu den Angelsachsen wurden, als sie die Inseln besiedelten. Aber sag’. Dein Name hört sich skandinavisch an, isländisch oder norwegisch, nicht wahr?”
„Zum Teil. Ich habe isländische, schwedische und deutsche Vorfahren. Meine Mutter ist tatsächlich eine Deutsche von Hamburg, und ich spreche auch Deutsch. Das macht es einfacher, Geschichte und Politikwissenschaft zu studieren. Was sind denn Deine Fächer?”
„Jura, Politikwissenschaft und Germanistik.”
„Prima! So teilen wir eine Menge mehr als diese kleine Appartement, nicht wahr?“
„Sicher! Aber klar können wir das! [deutsch]”, stimmte Garry zu. Und wir beide hatten noch mehr im Sinn gemeinsam zu teilen. Seine Augen sagten es und meine taten es sicher auch, nur unsere Münder drückten es noch nicht aus, bis auf ...
„Und tun teilen wir die Dusche als erstes von vielem das noch kommt!”, klopfte Garry auf meine Schulter. „Du bist schweißgebadet. Nimm eine kalte Dusche, außer Du fürchtest die Schrumpfung Deiner aufragenden Pracht …”, lächelte Garry schelmisch und gab mir einen freundschaftlichen Stups gegen meine Brustmuskeln. Das ließ einige köstliche Wellen durch meinen Körper laufen. Und er setzte noch eins darauf.
„Es sieht irgendwie hübsch aus, Deine blonde Mähne und Dein schwarzer Buschen. Wirklich eine witzige Laune von Mutter Natur. Und Deine Haarnaht ist auch schön. Ganz zu schweigen von Deinem Gehänge.”
Ich errötete. Garry war wirklich geradeaus. Wäre ich ein Pferd gewesen, hätte ich mich wohl mitten in einer Körung befunden. Und einen Schwanz wie ein Hengst zu haben, … na ja! „Und Du rasierst Dir auch Deine Jungs wie ich. Hübsch! Wirklich hübsch, aber jetzt geh’ unter die Dusche, um einen Hitzschlag zu vermeiden. Würde Dich nicht gern im Krankenhaus sehen und mich stattdessen mit einer langweiligen Gesellschaft als Zimmergenosse!”
Ein weiterer freundlicher Klaps, und er setzte das Abtrocknen fort, während ich in die Duschkabine stieg. Es juckte mich, ihn aufzureizen ... ich ließ die Schiebetür mit Absicht offen. Als ich den Kaltwasserhahn aufdrehte …
„Huch!” Das kalte Wasser war kalt, aber zugleich eine wirkliche Erfrischung. Ich hielt meinen Kopf unter den Wasserstrahl und ließ meine Finger durch meine Mähne gleiten. Und Schrumpfung? Kein bißchen! Mister Clingy wurde stahlhart! Ich hatte schon öfter dieses Resultat, wenn ich eine kalte Dusche nahm, oder war es eine Folge dessen, daß Garry mir zusah? Es scherte mich in dem Moment überhaupt nicht. Ich fühlte das Glück, ihn getroffen zu haben und keinen tödlich langweiligen oder verklemmten Kameraden, der mir die Tür vor der Nase zuschlüge, nur weil ich ihn nackt erwischt hätte. Es war offensichtlich, daß wir aufeinander standen, und das war eine wunderbare Grundlage, sich anzufreunden − und möglicherweise mehr.
*
Nachdem ich unter der Dusche fertig war, einschließlich der Haarwäsche, trocknete ich mich auf dem Weg zurück in unser “Wohnzimmer” ab, wo ich Garry wieder angezogen glaubte, aber ich sollte überrascht werden.
Er hatte sich auf sein Bett geflezt, splitternackt, und erfreute sich offensichtlich einer guten Lektüre. Garrys Schwanz war ein perfekter Ansager.
„Guter Stoff?”, fragte ich, während ich meinen Rücken abtrocknete. Die Bewegung ließ meinen enthärteten Mister Clingy deutlich baumeln. „Der Armeekadett“, von … konnte ich noch erhaschen, bevor Garry aufsah und das Taschenbuch beiseite legte und mich betrachtete. Der Glanz in seinen Augen zeigte an, daß er mochte was er sah.
„Eine erotische Erzählung. Wirklich faszinierend.„ Er lächelte vielsagend. Oh ja! Seine Männlichkeit war der perfekte Ausplauderer.
„Darf ich es lesen, wenn Du damit durch bist?”
„Sicher! Aber sei Dir völlig bewußt, daß die Geschichte die Garantie für einen Dauerständer ist!”, war Garry ein einziges Lächeln, und er leckte seine Lippen voller Erwartung. „Wenn Du so weiterhin so enge Jeans trägst, kannst Du nur in einem übergroßen Schlabber-T-Shirt über die Straße gehen, um es zu verdecken. Dein brandheißes bauchfreies reicht dann nicht mehr, weißt Du”, schmunzelte er.
Typen scheren sich normalerweise überhaupt nicht darum, was andere Burschen an Kleidung tragen. Unsere Augen konzentrieren sich eher darauf, was Mädchen tragen − oder, genauer gesagt, was sie nicht tragen, besonders während der warmen Jahreszeit. Garry war anders. Er war überhaupt anders.
Er sah umwerfend aus, er war unverblümt, wirklich nicht schüchtern, das zu sagen, was ihm in den Sinn kam, unbeschwert, soweit ich es an jenem ersten Tag von ihm mitbekam, recht pfiffig, und ein Vergnügen, um sich zu haben. Ich spürte seine Sinnlichkeit, um nicht zu sagen, Fleischeslust.
Garry war die personifizierte männliche Erotik. Jeder Bildhauer, schätzte ich, wäre bereit gewesen, zu töten, um ihn in sein oder ihr Atelier zu locken, um einen neuen David zu schaffen oder womit immer man die Welt zum Staunen bringen könnte. Ich fragte mich, ob er Angebote in diese Richtung bekommen hatte.
Mädchen, vermutete ich, mußten vor seinem Elternhaus Schlange gestanden haben, mindestens seit er 15 war und ihre Hormone zum Kochen gebracht hatte. Nachhilfelehrer mußten in der Nachbarschaft seiner High School ein Vermögen gemacht haben, seine weiblichen Schulkameraden zu unterrichten, denn sie hatten ohne Zweifel alles verpaßt, was ihre Lehrer versuchten, in ihre dummen kleinen Köpfe zu hämmern, da sie den Überblick verloren hatten, kaum, daß sie ihn erblickten. In der Tat war ich erstaunt, daß unser Doppelzimmer nicht von einer Armee kreischender Schönheiten belagert war, nachdem die Nachricht sich verbreitet hatte, Garry sei im Studentenheim!
Aber einen Augenblick später kam mir der Gedanke, daß das auch in die andere Richtung gehen könnte − und das möglicherweise immer noch. Könnte er vielleicht schwul sein? Sein strahlendes Lächeln, sein göttlicher Körperbau, geeignet, jeden von den Füßen zu holen, gar nicht zu reden von seinem Schwanz − eine perfekte Leimrute für Angehörige beider Geschlechter, die auf Schönheit standen!
Augenblicklich stellte ich mir trielende Jungs vor, die auf unserem Flur auf und ab paradierten, heulend, wie Wölfe, Leitern an unsere Fenster stellend, hinaufkletternd, um wenigstens einen kurzen Blick von ihm zu erhaschen, wenn er nackt herumliefe …
Für einen Moment machte ich mich selbst verrückt. Ich wußte gar nicht, warum. Da waren keine Mengen kreischender Mädchen vor unserer Tür, keine verrückten Jungs, die ihre Ständer auf unserem Flur vorzeigten, keine Leitern, die an unsere Fensterbretter klackten, keine blutunterlaufenen Augen spähten durch eines unserer Fenster ... Da war nur ich und dieser freundliche Bursche Garry, der kaum einen Gedanken daran verschwendete, daß er splitternackt auf seinem Bett lag, eine erotische Erzählung lesend, sich eines Ständers erster Klasse erfreuend, mich das ansehen lassend und mich betrachtend, der ich auch nackt war. Wen kümmert’s!
Ich verbannte den Gedanken, er könnte schwul sein. Vielleicht stand er zusätzlich temporär auf Jungs, so wie ich damals. Ein Sexleben lebend à la carte. In dem Moment fühlte ich mein heißes Blut in meinen Schwanz fließen − 14 Uhr!
„Du ebenfalls“. hörte ich mich selber zugeben. Etwas voreilig, das zu sagen, aber nun waren die Worte heraus. Keine Chance, sie zurückzunehmen. Einen Moment war ich besorgt über die Folge, doch im nächsten verwarf ich es mit Scheißegal. Aber ich sah ihm geradewegs in die Augen und er erwiderte es. Es zog mir sehr angenehm durch meine Magengrube. Und Garry warf mir ein Lächeln zu … ich konnte einfach nicht widerstehen! Ich verfiel ihm!
Das war der magische Moment aller denkbaren magischen Momente! Hätte mir jemand morgens beim Aufstehen gesagt, daß das geschehen würde, ich hätte ihm wahrscheinlich einen Vogel gezeigt.
„Verrückt, oder was?”
Und da war ich, mich abtrocknend in der Gemütlichkeit einer Schlafraum-Studier- und Wohnzimmer-Kombination, bestimmt, mein Zuhause bis zu den Sommersemesterferien zu sein, in der intimen Nachbarschaft mit einem unbeschämten Kumpel, den jedermann augenblicklich als den Mädchenschwarm des Kreises, des Staates, der Nation, wenn nicht der nördlichen Hemisphäre bezeichnet hätte − aber war ich ein Mädchen? Ganz sicher nicht, dem Himmel sei Dank!
Ich habe allerdings daran genascht, mit einem Jungen zusammen zu sein als ich 16 war, weil ich wissen wollte, wie es sich anfühlte, einen Schwanz zu lutschen, und ich wollte wissen, ob da ein Unterschied sei, von einem Mädchen oder einem Jungen geblasen zu werden. Und an meinem 17. Geburtstag hatte ich wirklich Spaß daran, es mit Darion auszuführen …
Das Fußballtraining war an jenem Tag wirklich hart. Meine Annahme, unser Trainer würde nicht so streng sein wie üblich, da es Darions und mein Geburtstag war, war die Fehleinschätzung des Monats! Danach schafften wir es kaum in den Jungensumkleideraum. Wir waren einfach erledigt. Kaum fähig, uns auszuziehen, schleppten wir uns hustend in die Dusche. Menschenskinder! Trainer Delainy hatte uns fertiggemacht. Vielleicht hatte es ihm einen Spezialständer gemacht oder einen Megaorgasmus verursacht, so wie er uns behandelt hatte. Welchen Grund er immer haben mochte, uns fix und fertig zu machen, das Ergebnis war ein Haufen von kaputten männlichen Teenagern, die nach Atem rangen. Seine Umkleideansprache hätte uns warnen sollen. Für mich unbegreiflich war, daß die meisten von uns beim Duschen immer noch stehen konnten, einigen bekamen gar beim Einseifen eine halbe Latte. Christian und Tyler waren gar der Hammer des Tages. Sie begannen ein Wichsen − und Tyler gewann, seine Ladung sechsfach abschießend. Diesem Wettbewerb zusehend, wiederbelebte Darions und meine Lebensgeister, aber wir blieben auf dem gekachelten Boden unter den erfrischenden Wasserstrahlen unserer nebeneinander liegenden Duschen sitzen. Die anderen lächelten schelmisch beim Zusehen, zwei bekamen selber hübsche Ständer, lebten es aber nicht aus. Nach und nach gingen die Jungs, bis Darion und ich allein waren. Wir wußten, daß keine andere Mannschaft eingeplant war. So konnten wir bleiben, ohne befürchten zu müssen, daß Dritte uns stören könnten.
„Das war wirklich eine Schau“, bemerkte Darion. „Das war sie ganz sicher”, bestätigte ich seine Einschätzung. „Und Deine halbe Latte ist es jetzt“, grinste ich. „Du hast in den letzten Monaten zugelegt, stimmt‘s?” Darion war nicht im Geringsten verlegen. Er lächelte und fühlte sich ganz offensichtlich geschmeichelt. „Könnte sein! An Körpergröße habe ich fünf Zentimeter zugelegt und Freddy Lance baut jetzt 20 auf. … Wie sieht’s bei Mister Clingy aus?” Das Grinsen war nun auf seiner Seite. „Fast 22,5.” Mein treuester Freund ragte wie zur Bestätigung auf. Wir klatschten die hohe Fünf. Dann entschieden wir uns, uns einzuseifen und gegenseitig unsere Rücken, bevor wir in die Umkleide zurückkehrten. Während wir tropfnaß zurückgingen, stellten wir fest, daß wir in der Tat allein waren. Das Gebäude war verlassen. Nachdem wir uns abgetrocknet und angezogen hatten, wollten wir gehen − aber die Eingangstür war abgeschlossen! Mein Handy funktionierte nicht, da der Akku leer war und Darion konnte seine Eltern nicht erreichen. So kehrten wir in die Umkleide zurück und pfefferten unsere Taschen in die Ecke. „Rasend toll!”, schimpfte ich. „Wer schließt denn überhaupt die Tür ab, wenn noch Leute drin sind?” „Frag‘ mich ‘was Leichteres“, zuckte Darion mit den Schultern. Wir ließen uns auf der mittleren Bank nieder und überlegten, was zu tun sei. Ich teilte das letzte Sandwich mit meinem Freund. Und wir hatten Glück, daß ich noch eine Flasche Mineralwasser in meiner Tasche mit mir führte. So sahen wir uns weder dem Verhungern, noch vor Durst zu sterben gegenüber, aber was für eine nette Geburtstagsparty stand uns bevor! Darion streckte sich auf der Bank aus und schloß seine Augen.
Etwa fünf Minuten später wollte ich ihn gerade fragen, was wir unternehmen sollten, denn ich war nicht darauf erpicht, die Nacht im Umkleideraum zu verbringen, als ich bemerkte, daß sich sein Hosenstall wölbte. Und ich bemerkte noch etwas mehr. Da er die Arme unter seinem Kopf verschränkt hatte, war sein ohnehin kurzes T-Shirt nach oben gerutscht und gab seinen flachen Bauch frei. Ich hatte ihn so oft nackt gesehen, aber dieser Anblick war reizvoll. Ganz plötzlich sah sein sinnlicher Nabel zum Küssen einladend und sein Happy Trail sehr sinnlich. Aber das Größte war, daß Freddy Lance seinen “Kopf” heraussteckte − und ein glänzender Lusttropfen aus seiner Spitze hervorquoll! Darion trug eine bequeme Gummizughose und wie ich keine Unterwäsche. Darum hatte Mister Lance so leicht den Weg nach draußen gefunden, ohne gezwungen zu sein, seinen Hals seitwärts nach links oder rechts zu verdrehen.
„Was geht Dir um Kopf ‘rum, Alter?“, fragte ich ihn vorsichtig.
„Christians und Tylers Wichswettbewerb war schon eine Schau, nicht wahr?”, murmelte er. Darion erfreute sich offenbar einer Wiederholung dieser lasziven Vorstellung vor seinem geistigen Auge.
„Das war sie sicher. Und Tylers Abspritzen war geil. Sechs Mal, und Christian schoß fünffach. Wirklich toll.”
„Schade, daß wir bis jetzt nicht wettgeeifert haben, oder?”
Darions Lusttropfenerguß wurde ein Rinnsal. Und ich fühlte meinen ebenfalls kommen.
„Ganz sicher.” Ich nickte mit dem Kopf, obgleich Darion es nicht sehen konnte, denn er erfreute sich immer noch der Wiederholung. „Aber könnten wir nicht etwas dagegen tun?”, fragte ich wagemutig. Darion öffnete seine Augen und stützte sich auf seine Ellbogen. „Du meinst … Hier und jetzt?”
„Ja, warum eigentlich nicht!” Ich fühlte ein deutliches Erröten meiner Wangen.
Darion errötete auch, aber gleichzeitig lächelte er breit, mir seine strahlend weißen Zähne zeigend. Er war darauf aus, so wie auch ich.
„Aber ein bloßes Abwichsen ist nicht genug an unserem Geburtstag, denke ich. Wir sollten das richtige Ding machen.”
„Du meinst heiße 69, spreizen und den Hündchen-Mambo?“
Darion glühte vor Erwartung. Ich hatte bis dahin gedacht, er sei so hetero, wie man nur hetero sein konnte. Ich selbst hatte nur einmal von der anderen Tasse genascht und war nicht regelmäßig auf Jungs aus gewesen. Ich habe nie herausgefunden, was seinen Sinn geändert hat. Vielleicht war er nur bi-neugierig in jenen Tagen und ließ es als sein besonderes Geburtstagsgeschenk hervorbrechen − unser besonderes Geburtstagsgeschenk. Gelegenheit macht Liebe, nicht nur den Dieb in jedem Fall. Es hätte auch passieren können, während wir unsere Hausaufgaben machten, nachdem wir bemerkt hätten, daß niemand in unserem Haus wäre oder beim Nacktschwimmen in unserem nahegelegenen See, wissend, daß der Sheriff anderweitig beschäftigt sei. Aber es geschah im verlassenen Umkleideraum unserer Turnhalle, eingeschlossen von einem übereifrigen Typen.
Nach einigen Blicken der gegenseitigen Verständigung standen wir auf, zogen uns im Handumdrehen nackt aus, und dann vollführten wir 69, als hätten wir es geprobt. Wir beide hatten das Glück, keinen Würgereflex zu haben. Es war ein Spaß, den zu erleben, wir niemals erwartet hatten, und wir genossen ihn in vollen Zügen. Darions bemerkenswerte Ladung ließ mich mehrfach schlucken und über meine konnte er sich nicht genug wundern. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir uns erholt, dann stieß ich ihn nach Hündchenart, was er besonders genoß. Danach ritten wir einander abwechselnd zu einem überragenden gemeinsamen Höhepunkt. Nach mehr als zwei Stunden brauchten wir eine weitere Dusche bevor wir uns schließlich anzogen und nach einem Ausgang suchten.
Wir schafften es, durch ein offenes Fenster zu entkommen, herzlich lachend. Unser beider Eltern waren recht erstaunt, wie viel zu essen wir an jenem Tag in der Lage waren.
Wir hatten nie wieder Sex miteinander, aber wir sind bis heute eng befreundet. Darion ist nun in der Navy und wurde gerade kürzlich zum Kapitänleutnant befördert, als er auf einen unserer mächtigen Flugzeugträger versetzt wurde.
Aber an dem Tag, an dem ich Garry begegnete, wurde meine Welt endgültig auf den Kopf gestellt.
Ich war dabei, eine Grenze zu überschreiten, und ich hatte überhaupt nichts dagegen.
Mein Zimmergenosse in meinem ersten Studienjahr war ein netter, bebrillter Bursche aus Washington, D.C., der es endlich geschafft hatte, seinen überfürsorglichen Eltern zu entkommen. Sie hatten beinahe seine Persönlichkeit vernichtet. Er war so eifrig, seine Freiheit zu genießen, daß das Lernen seine einzige und darum wichtigste Aufgabe war, um sich seine Freiheit nach den Examen wirtschaftlich zu erhalten. Er nahm nie an einer Party teil, noch habe ich je mit einem Mädchen die Hauptstraße entlang spazieren sehen. Ich glaube immer noch, daß er eine Jungfrau in Hosen war. Mädchen spielten in seinem Leben keine Rolle soweit ich es mitbekam. Ich habe das nicht verstanden, da er ein gutaussehender Bursche war. Vielleicht hielten seine Hormone Winterschlaf. Tatsächlich habe ihn nicht einmal beim Onanieren erwischt. Er war entweder das fähigste Individuum, es zu verbergen, oder seine Eltern hatten ihm beigebracht, daß wichsen Gehirnschäden verursache und er immer noch befürchtete, durch ein elterliches „Tz-tz-tz-tz!” zu erstarren. Aber man konnte sich gut mit ihm unterhalten, und er war ein allgemein netter Umgang.
Um es noch einmal zu sagen − Garry war anders. Und ich freute mich darauf, mehr über ihn zu erfahren.
Seine attraktive Erscheinung war außergewöhnlich, aber nur eine Seite seiner Persönlichkeit. Würde sie mit seinen inneren Werten übereinstimmen?
Ich hatte gutaussehende Typen und äußerlich hübsche Mädchen kennengelernt, die sich als geistige Tiefflieger oder arrogant oder egozentrisch herausstellten − und einige hatten sogar nach allen drei dieser armseligen, um nicht zu sagen üblen Charakterzügen gerufen. Die schlimmsten waren jene mit stinkreichen Eltern oder Onkeln in ihrem familiären Hintergrund − absolut schwer zu ertragen. Dem Himmel sei Dank, daß ich niemals eine Unterkunft mit einem davon teilen mußte. Der Schlimmste, mit dem ich zusammen zu sein hatte, war ein schnarchender Bursche, den ich schließlich hinausgeekelt habe. Tut mir leid, aber selbst Ohrstopfen konnten meinen Nachtschlaf nicht retten. Und er entwickelte ein krasses Schmatzen nach jeder Schnarchrunde. Es war unbeschreiblich.
Aber da war ich nun. Diesem in herrlicher Weise gutaussehenden Exemplar meines Geschlechts gegenüberstehend, das meinen Kopf verwirrte, Gedankenwirbelstürme verursachte, Vermutungen, Wiederaufrufe, mit denen ich fertig werden mußte − und Mister Clingy wurde priapeisch in zu meiner Unterhaltung vorteilhaftester Weise und ebenso zu meiner tiefen Besorgnis.
Würde ich mich jemals der Ruhe und inneren Entspannung erfreuen, um die strengen Anforderungen meines Lebens als Student erfüllen zu können? Ich war an Einsen und Zweien gewöhnt und war nicht scharf darauf, eine Fünfer- und Sechser-Depression kennenzulernen. Auf der anderen Seite, eine Verbesserung meines Sexlebens war auch willkommen. Bis dahin war es mir gut ergangen, trotz einiger nicht so guter Erfahrungen, außer meiner Wichszeit bevor ich meine Jungfernschaft verlor und nach Shawna …
„Gehst Du fest?”, hörte ich mich fragen.
„Nicht, daß ich wüßte”, lächelte er, von seiner Lektüre aufsehend. „Weder Mädchen noch Junge. Beantwortet das Deine Besorgnis?” Sein strahlendes Lächeln war überwältigend.
„Ich bin nicht besorgt, ich frage nur”, antwortete ich, ein wenig rot werdend, und setzte mich auf die Kante meines Bettes. Das Handtuch legte ich beiseite.
„Ich frage mich, was Sigmund Freud dazu gesagt hätte“, überlegte er laut zu meiner defensiven Antwort und kraulte sein Kinn. Und recht hatte er, ich war zugegebenermaßen besorgt, er würde in einem Verhältnis leben, aber auf der anderen Seite − was ging es mich an, ob er in festen Händen war oder nicht. Aber dann gab er meine Frage zurück ...
„Und Du? Streichelt jemand Deine Seele und Deine Kronjuwelen?”
Da war wieder! Herr Unverblümt! Aber scheißegal! Er gab mir eine Antwort und ich ihm.
„Nein, da ist niemand. Ich habe mit meiner letzten Freundin vor drei Monaten Schluß gemacht”, log ich. „Sie war nicht die Richtige für eine dauerhafte Beziehung. Ihre Fingernägel bedeuteten ihr mehr als ich. Wer braucht das, ich frage Dich!”
„Niemand”, versicherte er mir. „Aber ist das Teil der Erklärung, daß Dein Ständer nicht nachläßt?”, lächelte Garry schelmisch.
„Ha, ha! Guck mal wer da spricht!”, gab ich zurück.
„Hm, dagegen müssen wir wirklich ‘was tun, aber nicht jetzt.” Das Funkeln in seinen Augen war vielversprechend. „Aber jetzt muß ich mich einen Moment ausruhen. Und Du solltest das auch tun. Wir müssen uns diesen Nachmittag für unsere Kurse einschreiben, und danach sollten wir uns um etwas zu essen kümmern. Dein Magen knurrt bereits und meiner tut es auch!”
Garry legte sein Buch auf einen kleinen Nachttisch und lag einen Augenblick später auf dem Bauch.
Ich brachte das feuchte Handtuch zurück und haute mich rücklings aufs Bett. Für ein paar Minuten wippte Mister Clingy noch vor meinen Augen. Ich verschränkte die Arme unter meinem Kopf, wodurch mein Rippen-Xylophon sichtbar wurde.
Was für ein Tag das war! Aber dann beruhigte ich meine Gedanken, drehte mich schließlich auf meine rechte Seite und döste ein.
*
Nachdem wir mit unserem Einschreibungsgeschäft durch waren, entschieden wir uns, die Umgebung zu erkunden und nach einer netten Gelegenheit nebst der Mensa zu essen zu suchen und für irgendwelche Jobangebote zusätzlich zu unserer elterlichen Unterstützung.
Wir fanden für uns einen perfekten Diner und nahmen eine Kleinigkeit zu uns. Da wir beide jenseits unseres 21. Geburtstages waren, konnten wir auch jeder einen halben Pint Lagerbier bestellen, um unsere Mahlzeiten herunterzuspülen.
Die diensthabende Kellnerin war eine Süße. Deborah errötete, als sie kam, um nach unserer Bestellung zu fragen, und sie zitterte leicht, als sie unsere Mahlzeiten servierte.
Sie war etwa 1,72 m groß und wog maximal 55 kg, ihre schwarze Mähne war zu einem Pferdeschwanz gebunden. Ihre schönen Hände waren zart und mit ihren strahlenden braunen Augen warf sie uns beiden schüchterne Blicke zu. Ihre Stimme war sanft und angenehm anzuhören. Und ich konnte mir nicht helfen, sie mir in einem brennend heißen, knappen Bikini vorzustellen, der jeden Strand zum abrupten Stillstand brächte, sobald sie auftauchte. Mister Clingy stimmte meiner Einschätzung zu. Ich vermutete, daß Debby mit uns gleichaltrig war, was ich später bestätigt fand.
Um festzustellen, wie Garrys Reaktion auf ihren Anblick war, ließ ich “ungeschickt” meine Serviette fallen, um unter dem Tisch nach seinem Hosenstall zu gucken. Es war keine übertrieben deutliche Beule zu sehen, außer, daß sein Schwanz offensichtlich ein Rechtsträger war.
Als ich meine Serviette wieder zurechtgelegt hatte, bemerkte ich Garrys Grinsen …
„Was?”, zuckte ich mit den Achseln.
„Zufrieden?”
„Ich weiß nicht, was Du meinst …”
Garry erhob sein Glas …
„Einen Toast auf den guten alten Priapos!” Sein Lächeln war umwerfend.
Ich stieß mit ihm an und nahm einen langen Zug. Als ich den Krug abstellte, kam mir der Gedanke …
„Wie wäre es, nach einem Job zu fragen? Vielleicht brauchen sie hier einen Tellerwäscher.”
„Nur zu! Frage”, ermutigte Garry mich und schob sich eine Gabel Gemüse in den Mund.
Ich rief nach Debby, was sie wieder erröten machte.
„Sag‘, wo ist der Besitzer des Diner, und ist er oder sie anwesend?”
Debby beugte sich zu mir herunter.
„Mrs. Shuster, die Vollbusige an der Kasse. Suchst Du einen Job”, fragte sie leise.
Ich nickte mit dem Kopf.
„Student im zweiten Studienjahr. Du verstehst?”
Debby lächelte, und was für ein Lächeln das war!
„Es ist Dein Glückstag. Sie sucht gerade nach jemandem. Entschuldige bitte …” Sie folgte dem Ruf eines anderen Gastes.
Ich stand auf, brachte mein bauchfreies T-Shirt in Ordnung und stellte sicher, daß Mister Clingy nicht zu frech daherkam. Ich hatte übrigens ein hellblaues Bauchfrei-Top gewählt, bei dem nur etwas über zehn Zentimeter Haut bis zur Gürtellinie zu sehen waren, und ging auf die Wirtin zu.
Sie vermittelte den Eindruck, eine starke Persönlichkeit zu sein, aber zugleich die eines mütterlichen Charakters. Als ich sie ansprach, warf sie mir einen warmen Blick zu und fünf Minuten später hatte ich meinen ersten Job. Acht Stunden an den Wochenenden Geschirrwaschen, 6,50 $ die Stunde. Und sie erkundigte sich, ob ich auch Gäste bedienen würde, anfangs für 7,50 $ plus Trinkgeld. Ich stimmte freudig für Freitagabende zu. Wir besiegelten die Vereinbarung per Handschlag.
„Aber ich muß kein rosa Kellnerinnenkleid wie Deborah tragen, mit gerüschter Schürze und so, oder, Ma‘am?”
„Natürlich nicht, mein Hübscher“, sagte Martha Shuster lachend. „Trag‘ Du nur, was Du gerade an hast, und vor allem meine weiblichen Gäste werden Dich lieben … so wie ich!”
Sie lachte herzlich, was ihren bemerkenswerten Busen hüpfen ließ. Für einen Moment befürchtete ich, sie könnte mich herzhaft umarmen, aber ein gnädiges Schicksal bewahrte mich davor, zwischen diesen gigantischen Brüsten begraben zu werden. Glücklicherweise beließ sie es bei einem mütterlichen Tätscheln gegen meine Schulter.
„Und nenne mich einfach ,Mami’, wie das jeder hier macht. Ma’am gebührt der First Lady. Und was Ihr beide hattet, geht aufs Haus!” Sie tätschelte liebevoll meine Wange, als wir durch den Ruf Dritter unterbrochen wurden. Ich schaffte es kaum, meinen, äh, unseren Dank zum Ausdruck bringen.
Bevor wir gingen, konnte ich Debby fragen, warum Mami Shuster so äußerst freundlich zu mir, äh, uns war.
„Sie hat ihren einzigen Sohn vor mehr als dreißig Jahren bei einem Autounfall verloren. Martin war ein Jurastudent an unserer Universität. Um seinen Tod zu kompensieren, beförderte sie sich selbst zur Mutter aller Studenten. Arme alte Seele. Meine Mutter bediente bei Mami vor etwa 20 bis 25 Jahren …”, flüsterte sie, als sie von einem älteren Gast gerufen wurde. „Ich muß. Der Bürgermeister, Du verstehst. Tschüs!”
Sie fingerwinkte mir zu, während ihr wunderschön geformtes Gesicht leicht errötete, und warf mir einen letzten schüchternen Blick zu. Ich räusperte mich, bevor ich zu unserem Tisch zurückkehrte.
„Hab‘ den Job“, sagte ich meinem Zimmergenossen, während ich mich setzte.
„Glückspilz!” Garry stupste meine Brustmuskeln und lächelte.
„Und was ist mit Dir? Deckt Deine elterliche Unterstützung Deine Ausgaben oder mußt Du noch anderen Ortes nach Goldklumpen graben?”, leerte ich mein Glas Lager.
„Oh, meines Vaters Monatsscheck würde die nötigsten Bedürfnisse abdecken, aber ich möchte den Adler nicht so lange in meiner Tasche behalten müssen, daß er gegen die Sonne blinzeln muß, wenn ich ihn endlich fliegen lasse”, lachte er leise. „Ich habe vielmehr ein hübsches Zubrot, ein, zweimal im Monat.”
„Du machst nicht den Escort-Boy, oder?“, hatte ich stirnrunzelnd den Verdacht.
Garry lachte herzhaft.
„Nein, mache ich nicht. Aber lasse mich davon in der Privatheit unseres kleinen Zuhauses berichten, Wir haben hier zu viele aufmerksame Zuhörer.”
Als ich bemerkte, daß er Debby zum Bezahlen rufen wollte, sagte ich ihm, daß wir von Mami eingeladen waren.
„Wie großzügig für den Anfang“, murmelte er, zog einen Fünfer als Trinkgeld hervor, klemmte ihn unter seinen Krug, nachdem er ihn ausgetrunken hatte, und stand auf.
Wir suchten Augenkontakt mit Debby, winkten ihr zum Abschied, verneigten uns beide und Mamis Richtung und warfen ihr eine Kußhand zu. Es ließ sie tatsächlich rot werden.
„Ich sehe Dich spätestens am nächsten Samstag, Hübscher. 16 Uhr“, rief sie lachend, und ihr mütterlicher Busen hüpfte.
Garry, Debby, und Mami − meine Güte, was für ein Tag!
*
Auf unserem Rückweg suchten wir einen Lebensmittelmarkt auf und kauften uns einigen Proviant. Wir hatten das Glück, eine Küchenzeile in unserem kleinen Appartement genießen zu können, einschließlich eines Kühlschranks. So waren wir nicht vollends auf die Mensa angewiesen. Und eine deutsche Bäckerei zu finden, machte unseren Tag einfach perfekt. Unsere Wahl fiel auf zwei Brezel, einen Laib schwäbisches Halbweißes und westfälisches Schwarzbrot, mein Lieblingsbrot mit Tilsiter, seit ich ein kleiner Junge war.
Meine deutsche Mutter hat nie verstanden, wie Amerikaner jemals mit diesem labbrigen Zeug genannt “Brot” aufwachsen können. Größenwahnsinnige Watte nennt sie es bis zum heutigen Tag und nimmt es widerstrebend nur für Sandwiches. Berkant William und Frederic Walter, meine jüngeren Brüder, mögen es sehr. Und sie maßen mit 17 fast 1,82 m, erfreuten sich eines phantastischen Körperbaus, 15-cm-Zeiger eingeschlossen. Sie sind eineiige Zwillinge, einfach prachtvolle Burschen. Sie sind jetzt 1,89 m groß, und sind ins Auge fallende, schöne Kerle − beide, versteht sich von selbst.
*
Als Garry und ich zu unserer Studentenheimwohnung zurückkamen, schlossen wir die Tür ab, um ungebetene Gäste fernzuhalten, verstauten unsere Lebensmittel und legten wie auf stilles Kommando unsere Kleidung ab, stillschweigend übereinstimmend.
Es war wirklich ein heißer Tag, und so nahm Garry eine kalte 30-Sekunden-Dusche, während ich einen in kaltem Wasser getränkten Waschlappen benutzte, um mich zu erfrischen und den Schweiß von Gesicht und Körper abzuwischen. Als ich Garry bat, mir den Rücken abzureiben, wählte er den einfachen Weg und benutzte den Duschkopf!
Ein netter Kreischer entfuhr meinem Mund, denn ich hatte nicht damit gerechnet, aber ich zögerte nicht, es ihm zurückzugeben. Ein schneller Griff, der Duschkopf war meiner − und ich kühlte ich ihn gründlich ab, außer seinen Schwanz! Das eiskalte Wasser hatte genau den gegenteiligen Effekt − genau wie in meinem Fall. Seltsam, interessant, reizvoll!
„Du hast mit dem Chaos angefangen“, schalt ich ihn, jedoch lächelnd. „Also wirst Du den Boden aufwische, okay?”
„Jawoll, Sir! Studentenheim-Oberst!”, machte er sich lustig über mich und sich selbst. Es war ein lustiger Anblick, beide in Habt Acht!-Stellung …
*
„Möchtest Du frischen Orangensaft haben? Ich könnte uns welchen auspressen”, fragte ich. Garry nickte mit dem Kopf. Er hatte sich, aufs Bett gelümmelt, zwei Kissen unter den Kopf gestopft.
Während ich die Orangenpresse hervorholte und sechs Orangen halbierte, kam ich auf seinen bisher geheimgehaltenen Job zu sprechen, nicht ahnend, wieder überrascht zu werden.
„Nun ja, ich arbeite tatsächlich von Zeit zu Zeit als Model. Teure Unterwäsche und Badehosen. Wird richtig gut bezahlt. Übernächstes Wochenende habe ich einen Job in San Diego.”
„Toll!” Ich machte mit dem Ausdrücken weiter, wobei ich mich kurz umdrehte, um mit großen Augen meine staunende Überraschung auszudrücken.
„Und zwei Wochen später muß ich für eine Badehosen-Photostrecke nach Hawaii fliegen. Willst Du nicht mitkommen? Ich wage zu behaupten, daß Du ihren Ansprüchen genügen würdest. Vielleicht gibt es einen spontanen Vertrag per Handschlag. Ich strecke Dir die Flugkosten vor und Du zahlst zurück, wenn Du erfolgreich warst. Einverstanden?“
Was für eine Frage! Ich stimmte sofort zu, so erstaunt ich war.
„Und Du denkst, Dein Auftraggeber wird nichts dagegen haben? Ich meine, ohne Agenten?”
„Überlasse das mir. Das ist meine Sache.”
Ich reichte ihm sein Glas mit O-Saft als ich mich mit meinem auf seine Bettkante setzte, und wir stießen auf unsere wundervolle Abmachung an.
Garry leerte sein Glas in einem Zug − nur um mich noch mehr zu überraschen.
„Da Du einen phantastischen Körperbau hast, einschließlich Deines Anhänglichen, ist es Dir da nie in den Sinn gekommen, zu modeln? Ich meine, sie Dich selber an! Wäre ich der Besitzer einer Modelagentur oder ein Porno-Headhunter, ich würde Dich auf der Stelle schnappen, mein Wort darauf!“ Modeln? Meine Eltern hätten nie zugestimmt. Mir wurde erzählt, daß die immer noch in Hamburg lebende Schwester meiner Mutter einstens negative Erfahrungen damit in Mailand und Paris machen mußte. Das tötete das Thema in meiner Familie auf Dauer. Sie hätte mit ihrem Aussehen und ihrer Ausstrahlung ein Vermögen machen können. Aber irgendein mieser Agent und ein noch schlimmerer Photograph mißverstanden ihr Lächeln und ihre phantastische Bikinifigur als Freibrief für sexuellen Mißbrauch und verdarben es ein für allemal. Sie ist mit einem reichen Augenarzt verheiratet seit sie 22 war und nun vierfache Mutter, zwei Jungs und zwei Mädchen, die die nettesten Cousins und Cousinen sind, und ich könnte ehrlich nicht sagen, wer von ihnen mehr von der Schönheit der Mutter geerbt hat Albert, Benedict, Christiane, nur Crissy gerufen, und Della sind jeder umwerfend.
Aber wie kam er dazu, Porno zu erwähnen? Er selbst hätte auf jedem Gebiet dabei ein Vermögen verdienen können − hetero, bi und homo.
Nun, da ich etwas über 21 war, könnte ich jedwedes schlechte Angebot, jedwede schlechte Behandlung abwehren, mit 16 war ich viel zu unerfahren für das Geschäft. Und Badehosen − warum nicht? Garry würde für das Flugticket bezahlen, daß ich in meiner Tasche behielt, um dem irgendwo Verlorengehen vorzubeugen. Und sollte sich irgendein aufdringlicher Photograph unerwünschte Freiheiten herausnehmen, zöge ich im Nu meine Hosen hoch − und tschüs!
Aber Porno? Natürlich habe ich mir welche angesehen, eine knisternde Erfahrung, muß ich zugeben − hetero, bi und homo. Aber sobald ich erkannt hatte, wie weit diese Welt von der Realität entfernt war, wurde sie langweilig für mich. Laß das ganze Geschäft Milliarden von Dollars machen − es ist nicht mein Ding, die Wichsvorlage für andere zu sein und Mister Clingy auf zahllosen Bildschirmen spazierengehen zu lassen. Wenn andere das mögen, meinetwegen! Ich habe eher etwas für schön geschriebene erotische Erzählungen übrig, die mein ganz eigenes Kopfkino auslösen. Und darum …
„Wie kommt es, daß Du Porno erwähnst? Hast Du es je versucht?“, fragte ich geradeheraus.
„Passiv oder aktiv?”, fragte Garry mit todernstem Gesicht im Gegenzug.
„Wie bitte?” Ich stutzte über seine Reaktion.
Er grunzte anfänglich ein wenig, sein wachsendes Lächeln reichte von einem Ohr zum anderen − und schließlich brach er in Gelächter aus.
„Alter Schwede! Du hättest eben Dein Gesicht sehen sollen! Schade, daß ich gerade keine Kamera zur Hand habe, um Deinen Gesichtsausdruck festzuhalten!”
Ich legte stirnrunzelnd meinen Kopf schräg.
„Menschenskinder! Ich frage mich, was passiert wäre, hätte ich zugeben müssen, daß ich im Pornogeschäft wäre und mein Gehänge über Milliarden Bildschirm tanzen ließe! Du wärest nicht dadurch aus unserem Appartement hinausgescheucht worden, oder, Alter?” Garry versuchte, wieder zu Atem zu kommen.
„Na ja, ich denke, Du hättest mich nicht in die Flucht getrieben, aber ich hätte ganz sicher jedwede nähere Beziehung abgesagt, ich meine, körperlich …”
Mist! Ich redete mich selbst in Schwierigkeiten. Ich konnte meine Augen nicht davon abhalten, zu “sprechen” und Mister Clingy war zugegebermaßen der niedlichste aller “Verräter” − aber warum in alles auf der Welt konnte ich meine Klappe nicht halten …!? Ich nannte mich selbst einen verdammten Narren.
Aber was machte Garry? Er lächelte wie ein Honigdachs, der in einem hohlen Baumstamm ein Bienennest mit randvollen Honigwaben für sich gefunden hatte!
„Was grinst Du so? Habe ich etwas lustiges gesagt?”, beschwerte ich mich, stirnrunzelnd, errötend ... und zum Teufel was sonst noch! − meine Arme verschränkend.
„Nein, aber Du bist ganz sicher der goldigste Typ, der seine Klappe nicht halten konnte, dem ich je begegnet bin!” Er warf mir ein Lächeln zu, das angenehmste Wellen durch meinen Körper schickte. „Wir beide sind volljährige Typen, richtig?” Ich nickte zustimmend. „Warum können wir nicht einander eingestehen, daß wir uns mögen, daß wir einander gefallen? In unserem Alter müssen wir uns keine Gedanken machen, wir könnten eine Gelegenheit verpassen …” Ich lächelte breit, „… aber ich sehe auch keinen Grund, warum wir eine nicht ergreifen sollten, wenn sie vorbeikommt …,” machte er eine Kunstpause, „… die so attraktiv ist, wie Du es bist, nicht?” Er legte schelmisch lächelnd seinen Kopf schräg. Garry machte bereits mit mir herum … und ich mit ihm. „Ich bin definitiv nicht die Sorte Typ, die die Tür eintritt ohne vorher höflich anzuklopfen, aber …”, er setzte plötzlich ein ernstes Gesicht auf, „aber man kann nie wissen, wann der Vorhang fällt, richtig?” Er senkte seinen Blick, bevor er mir geradewegs in die Augen sah. Da war eine Traurigkeit in seinen schönen schwarzen Augen, die mich antrieb, ihn zu umarmen.
Obgleich unsere erste Umarmung nicht durch Leidenschaft, sondern durch Mitempfinden ausgelöst worden war, so ließ sie doch die erneut köstlichsten Gefühle durch meinen Körper strömen. Seine samtene Haut war warm, sie fühlte sich gut an, ich spürte seinen Herzschlag − und mir schlug das Herz bis zum Hals. Garry zitterte leicht, wie ich deutlich spürte. Ein elektrischer Schlag raste meine Wirbelsäule auf und ob. Dann fühlte ich etwas auf mein rechtes Schulterblatt tropfen …
Wir sahen einander wortlos an. Eine einzelne Träne war seine linke Wange heruntergelaufen. Er wischte eilig eine zweite fort. Es schoß mir durch den Kopf, daß irgendeine schmerzliche Erinnerung wieder in ihm hochgekommen sein mußte. Sein Mund war verschlossen, aber er lächelte tapfer. Mein unverblümter Garry war ein empfindsames Wesen. Genau in dem Moment verliebte ich mich heillos in ihn.
*
Obgleich es wie eine Ewigkeit erschien, so hatten wir unsere Stirn für gerade einmal ein oder zwei Minuten aneinander gelehnt. Das genügte, um Garry Halt zu geben. Der Schatten über seinem Kopf verschwand und der Schimmer von Sonnenschein kam auf sein Gesicht zurück. Ich versuchte nicht einmal, den Grund seiner plötzlichen Traurigkeit aus ihm herauszukitzeln. Die Zeit würde kommen, würde er es erzählen wollen.
Was war noch gleich seine letzte vergnügte Aussage? Richtig! Er fand mich ein attraktives, vorbeischwimmendes Boot, äh, Gelegenheit − auf eine Art um Erlaubnis bittend, an Bord kommen zu dürfen. Und ich war bereit, ihn mit Pfeifensignal an Bord zu begrüßen.
„Du denkst, ich sei attraktiv?”, fragte ich errötend mit leiser Stimme. Ich schlug meine Augen nieder, aber nur für einen kurzen Moment, um nicht seine Antwort per Blick zu verpassen.
Er nickte − und ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
„Warum küßt Du mich dann nicht?“, hörte ich mich selber sagen. Mein Puls beschleunigte sich, meine Schläfen klopften. Und fragt mich nicht, was Mister Clingy in seiner Erwartung tat!
Als sich unsere Lippen zum ersten Mal trafen, wußte ich nicht, was stärker war: das Ziehen durch meine Magengrube, mein Herzklopfen, die schlagenden Trommeln in meinem Kopf − oder der spontane Orgasmus, der durch meinen gesamten Körper rauschte und eine Samenfontäne auslöste, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt hatte, obwohl wir weder durch Lutschen noch Wichsen meine Sahne losgetreten hatten. Während meiner Eruption ließen wir nicht voneinander ab − bis ich durch meine benebelte Wahrnehmung bemerkte, daß wir gemeinsam zum Höhepunkt kamen. Garry war ein wirklicher Sahnespender! Absolut erstaunlich!
Sobald wir wieder bei Atem waren, sahen wir uns tief in die Augen, umarmten uns, streichelten unsere Nacken und Rücken, als Garry plötzlich zu kichern begann …
„Wir pappen irgendwie zusammen, oder, Albrand?”
Wir lösten uns aus unserer engen Umarmung. Ich liebte es, wie er meinen Namen aussprach.
„Schätz‘ ich auch, daß wir nun zusammenkleben“, lächelte ich ihn an.
„Ich hoffe es doch sehr”, sagte Garry, „aber was ich tatsächlich meine, ist, daß wir klebrig sind. Ein wenig mehr von Deiner Ladung und wir wären jetzt zusammengeleimt!”
Ich betrachtete ihn, und dann mich selbst. Ich konnte nichts anderes als lächeln.
„Deine Jungs haben mächtig gut abgeliefert“, stellte ich fest. „Vor diesem magischen Tag hätte ich eine Ladung wie Deine nicht für möglich gehalten. Du wirst damit in die Geschichte eingehen, Sonnenschein! And mit Dir zusammengeleimt zu sein … ich kann mir ein schlimmeres Schicksal als das vorstellen!” Ich gab ihm einen Kuß auf die Lippen. “Aber laß uns jetzt unter die Dusche gehen.”
Ich nahm ihn bei der Hand und zog ihn mit mir. Er folgte mir willig.
„Übrigens, wie ist sein Name?“, erkundigte ich mich lächelnd.
„Captain Apricot.”
*
Garry war bestens ausgestattet. Meine Güte, nicht was Ihr denkt! Das ist bereits in günstiger Weise erzählt worden. Ich spreche von seiner technischen Ausrüstung … Jetzt hört auf damit, jeder von Euch! Da gibt es nichts zu kichern! Okay, seine Schoßausstattung ist auch irgendwie technisch, wenn man sie als Zündungsanlage dafür ansieht, seine oder meine Rakete hochgehen zu lassen, aber das ist nicht, was ich meine.
Er hatte angenehmerweise sein eigenes Fernsehgerät und einen DVD-Abspieler mitgebracht! Und er war ein HBO-Kunde.
Während ich uns ein paar leckere Sandwiches machte und eine Kanne Grünen Tees aufbrühte, sah er das Fernsehprogramm durch und machte seine Vorschläge, welchen Spielfilm zuerst anzuschauen.
Wir einigten uns auf “McLintock!” und lachten uns schlapp, als der Duke am Ende Miss O’Hara mit einer guten amerikanischen Kohlenschaufel den Hintern versohlte − wissend, daß er nicht nur so tat, sondern sie wirklich verklopft hatte, wie diese große Schauspielern später einmal erzählte. Ihr Hinterteil sei damals danach wirklich grün und blau gewesen!
Danach sahen wir die DVD mit “An Affair To Remember” − eine romantische Schose, die wir beide goutierten. Uns tat Gary Grant alias Nickie Ferrante so leid, als er bei einem Unwetter auf dem Empire State Building auf seine bezaubernde Terry McKay wartete, dargestellt von der wunderschönen Deborah Kerr. Und wir konnten uns nicht helfen, bei ihrer dramatischen Wiedervereinigung zu weinen. Danach machten wir uns lustig über unser “Buh-huh-huh”, aber wir brauchten jeder auch nur ein Papiertaschentuch, während Mädchen derer mindestens drei benötigen, wenn nicht gar eine ganze Kiste davon − ehrlich!
Nach einem letzten schnell getrunkenen Glas Milch, entschieden wir uns, in die Falle zu gehen. Nach dem letzten Pinkeln und dem gründlichen Putzen unserer Zähne, küßten wir uns “Gute Nacht” − französisch natürlich. Wir blieben getrennt in unseren Betten, denn ein Zusammenkuscheln hätte das Spazierengehen auf der Sexallee die gesamte Nacht über bedeutet. Schläfrig in unseren Kursen zu erscheinen, war nicht wirklich das, was wir unseren Professoren als Anblick bieten wollten.
*
Der nächste Tag.
Da wir die Rolläden in der Nacht zuvor nicht komplett heruntergelassen hatten, erfüllte goldenes Morgensonnenlicht unser kleines Studentenwohnheimparadies, und wir wachten allmählich auf.
Nach einem wohligen Strecken und einigem Gähnen, daß mich beinahe dazu gebracht hätte, im Bett zu bleiben, warf ich mein dünnes Zudeck zur Seite − und Mister Clingy wünschte mir “Guten Morgen” auf seine Weise. Mein lieber treuer Freund hatte mich mit seiner Geysir-Vorstellung in einer Weise überrascht, die ich immer noch mit Unglaube ansah.
Ich hatte nie Probleme mit vorzeitigem Ejakulat, wirklich nicht − na ja, um ehrlich zu sein, einmal ist es mir passiert, aber nur einmal. An jenem glorreichen Tag habe ich ein für allemal meine Jungfernschaft verloren. Das überflüssigste Ding im Leben − Jungfernschaft!
Meine Güte, was hatte ich nicht alles unternommen, um diese unsichtbare Last eines männlichen Teenagerlebens loszuwerden. Unsichtbar, natürlich, aber trotzdem benimmt sie sich, als wäre dieses Schreckenswort Jungfernschaft mit Leuchtbuchstaben in jemandes Gesicht geschrieben.
Wenn man Glück hat, denken die Mädchen, du seiest süß, andere sehen dich an wie eine Gottesanbeterin “mich zu stoßen wird dich deinen Kopf kosten”. Wirklich nette Aussichten! Und dann siehst du dich der Art Mädchen gegenüber, die absolut riechen können, daß du unerfahren bist, als würden jungfräuliche Jungs irgendeinen verräterischen Duft verströmen. Sie werfen dir Blicke voller Mitleid und Zurückweisung zu “arme nutzlose Drohne − sieh mich nie wieder an bis der Flurfunk mitgeteilt hat, daß du in der Lage bist, auf der Kätzchengasse spazierenzugehen!“.
Das ist ebenso komisch, als bewerbe man sich um einen Job, und du wirst gefragt, ob du eine Wohnung als feste Adresse gemietet hättest, oder du bewirbst dich um eine Wohnung, die du nicht bekommst, bis du einen Arbeitsvertrag unterschrieben hast!
Du siehst entweder umwerfend aus oder du hast Glück und begegnest einer armen Seele ebenso unerfahren wie du selbst und spielst Minus plus Minus gibt Plus.
Jungs, die auf Jungs stehen, sind definitiv in sozialer Hinsicht orientiert. Da trifft das Wissen aufeinander, welch verdammt miserable Situation es ist, eine unerfahrene Jungfrau zu sein − da kommt männliche Solidarität ins Spiel. Zeigt mir, daß ich mich irre!
Ich hatte das Glück, Adella zu treffen. Sie war ein umwerfendes kleines Ding, eine süße Person, braunhaarig, freundliche braunen Augen, 1,64 m groß, eine schlanke Bikinifigur, die alle Sinne weckte, absolut gescheit und von wirklich nettem Charakter. Der einzige Grund, warum sie nicht fest ging, war ein Satz Zahnspangen, die ihr unverdientermaßen einigen Spott eintrugen.
Sie lebte in meiner Nachbarschaft, so konnten wir uns treffen, ohne überwacht zu werden, sprachen ab, unsere Hausaufgaben gemeinsam zu machen − vorgebend, wir seien nur sozial entfernte Schulkameraden.
Unser Privatleben war ein wenig anders, und ich muß zugeben, daß tatsächlich Adella die Initiative ergriff. Sie war der wissenschaftliche Typ. Biologie war ihr besonderes Interessengebiet. Und sie suchte die Kenntnis meiner persönlichen Biologie, sozusagen.
An einem extrem warmen Tag saßen wir in meinem Zimmer und brüteten über einen Aufsatz über die Schlacht von Queenston Heights am 13. Oktober 1812. Wir ließen einfach die Würfel entscheiden, wer sich mit Generalmajor Stephen Van Rensselaer III beschäftigen und wer mit Generalmajor Sir Isaac Brock KB − ich gewann den unglücklichen Sieger. Großartig!
Ganz plötzlich − ich wechselte gerade mein durchgeschwitztes T-Shirt − fragte Adella in die Stille meines Zimmers, ob ich jemals den Kampf mit einem Mädchen gewonnen hätte!
Vor meinem Kleiderschrank stehend, drehte ich mich langsam herum und starrte sie an.
„Wie meinen?”
Ich schaffte es kaum zurück zu meinem Stuhl und vergaß, mein frisches T-Shirt überzustreifen, so baff war ich.
„Warum guckst Du so dumm aus der Wäsche, Al? Hast Du noch kein Kätzchen geküßt?” Sie legte leicht ihren Kopf schräg und sah mich mit einem Lächeln an, das ich mein Lebtag nicht vergessen werde. Ich hätte einige Mädchen benennen können, die ich damals für fähig und wagemutig genug gehalten hätte, so zu reden, aber Adellas Name hätte ganz sicher nicht auf dieser Liste gestanden!
Mir blieb die Luft weg und ich mußte mich erst einmal deutlich räuspern. Würde Erröten einen Raum erleuchten, wir hätten die Rolläden herablassen können − es wäre immer noch taghell gewesen! Ich rede von meinem Erröten! Adella errötete zwar auch ein wenig, aber im übrigen erschien sie gefaßt wie ein General, der sich auf eine Schlacht vorbereitet. Sie war nicht nur auf der Jagd, sie war auf ein sexuelles Abenteuer aus! Ich machte meine Hausgaben neben einem schlafenden Vulkan, bereit zum Ausbruch!
Plötzlich stand sie auf. Sie kam näher, strich mit ihrem rechten Zeigefinger über meinen Nasenrücken, drückte einen Kuß auf meine Lippen − noch nicht französisch −, kraulte meinen Nacken und küßte meinen Haaransatz. Mister Clingy war bereits lebendig geworden, und als Adella mit ihrer Zungenspitze über meinen Rücken wanderte, wobei sie hörbar meinen Körpergeruch erschnüffelte, verlor ich meine Ladung in meine Jeans. Adella bemerkte mein Zittern vor Erregung und tröstete mich.
„Mach‘ Dir keine Gedanken! Das ist meinem älteren Bruder mindestens zwei Mal passiert. Er hat ein wenig geflucht, aber eine halbe Stunde später war seine Nachladung fertig, und Du hättest seine Sahnefontäne nach seinem Kommen beim Wichsen sehen sollen! Meine Güte, was für ein Anblick!“
„Du hast ihm heimlich zugesehen?”, wunderte ich mich.
„Ja klar! Wie hätte ich sonst wissen können, wie Jungssexualität aussieht? Dümmliche Filme im Netz? Nee!“
Sie zuckte “unschuldig” mit den Achseln.
Ich war sprachlos. Adella war eine getarnte Sexgöttin! Und sie fuhr fort, mich in Erstaunen zu setzen.
„Jetzt ziehst Du Deine versahnte Jeans aus, wäschst Dich, wirst mein Kätzchen züngeln und mein Knöpfchen verwöhnen. Und falls Du mich erfolgreich erfreut hast, darfst Du meine Jungfernschaft erobern.“ Da ich zögerte … „Jetzt mach‘ schon!“
Zwei gute Stunden später gehörte die Jungfernschaft zweier Jungfrauen der Geschichte an.
Glücklicherweise waren wir an jenem magischen Nachmittag allein in meinem Elternhaus. Papa war noch nicht von der Arbeit zurück und Mama hatte den Arzt aufgesucht. Meine Zwillingsbrüder hatten etwas Komisches gegessen. Und vorzeitiger Samenerguß war nie wieder mein persönliches Problem! Nach und nach trainierte ich mich selbst − entweder onanierte ich oder tanzte einen horizontalen Mambo − meine Sahne für bis zu 90 Minuten zu halten bevor ich abspritzte. Keine Angabe, reine Tatsache!
Spannung aufzubauen und sie bis zu einem Punkt zu halten, an dem du glaubst, den Verstand zu verlieren, wenn du nicht im nächsten Moment alles auslöst − das ist eine Herausforderung, die ich goutiere. Und bis dann hatte ich keine Ahnung, ob ich das bei jemand anderem erleben würde.
Aber am Tag zuvor hatte ich das Blitzspritzen am eigenen Leib als eine willkommene Sensation erlebt, ausgelöst durch ein sensationelles menschliches Wesen und einzig seinen sinnlichen Kuß! Und ich löste seinen unglaublichen Geysir ebenfalls aus. Menschenskinder!
7.12 Uhr. Ich stand nach all diesen Erinnerungen und Überlegungen, die mir durch den Kopf gesaust waren, endlich auf. Witzig genug, daß ich in einem Einführungsseminar über den “Krieg von 1812” in Neuerer Geschichte gelandet war, was möglicherweise eine Gelegenheit bot, ein wenig mit meinen Kenntnissen über Sir Isaac Brock und seinen Nachfolger auf dem Schlachtfeld zu renommieren. “Der Deutsch-französische Krieg von 1870/71” war meine zweite Wahl, und in Politikwissenschaft nahm ich an einem Seminar über “Die Wiedereinrichtung der Regierungsgewalt im Nachkriegsdeutschland 1919 und 1945” und über “Das Gouverneursamt in den Vereinigten Staaten von Amerika” teil. Je eine Vorlesung über die Auswahl von Offizieren für die westdeutschen Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg und die Vertragspolitik zwischen dem Königreich Preußen und den USA 1785-1917 machten meinen Stundenplan komplett.
Da mein erster Kurs um 10 Uhr beginnen würde, hatte ich den Luxus, langsam in den Morgen gehen zu können.
Toilettensitzung, kaltes Wasser ins Gesicht, zwanzig Kniebeugen als Anfang, meine tägliche Banane zu essen − und Garry aus dem Bett zu werfen. Um es ihm leichter zu machen, zog ich ihm das Zudeck weg.
„Guten Morgen, Schlafmütze! Raus aus den Federn, Du und Deine Morgenpracht!”, tätschelte ich sanft seine Bauchmuskeln.
Ein grummelnder Protest hob an.
„Wer stört mich mitten in der Nacht? Und wer zum Teufel hat meine Bettdecke weggenommen?”
Garry blinzelte und versuchte, nach seinem Zudeck zu greifen, wo keines mehr war.
„Mitten in der Nacht! Von wegen! Hast Du schon mal mitten in der Nacht die Sonne scheinen sehen? Komm schon, Du fauler Knochen, steh’ auf! Letzte Nacht hast Du zugestimmt, bei meinen Morgenübungen mitzumachen.”
„Ich habe was?”, runzelte Garry die Stirn.
Es kam mir in den Sinn, ich könnte bei einem Morgenmuffel als Zimmergenosse gelandet sein. Ach, du liebe Zeit!
„Mach schnell, Alter! Vergeude nicht Deine Zeit − und meine!”, gab ich ihm einen ordentlichen Knuff gegen die Rippen bevor ich mir Shorts und ein bauchfreies T-Shirt aussuchte und hineinschlüpfte. „Bin ich über Nacht in ein Militärlager versetzt worden und Du bis jetzt mein Exerziermeister?” Er schaffte es immerhin, sich mit verzogenem Gesicht auf seine Ellbogen zu stützen.
„Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, jemanden zu wecken, dem man zugeneigt ist, und Du wählst die Drill-Sergeant-Variante! Zum Kuckuck!”
„Hätte stattdessen auch einen Eimer eiskalten Wassers nehmen können! Das beschleunigt es und spart Zeit, keine Dusche mehr nötig”, neckte ich ihn grinsend, aber dann hatte ich nur eine Sekunde, Schutz im Bad zu suchen, die Tür zuzuschlagen und so schnell abzuschließen, wie ich nur konnte. Garry war wie Raubtier aus dem Bett gesprungen, das seine Beute verfolgt.
„Ich werd’ Dich lehren …”, rief er und schlug mit seiner Handfläche gegen die Tür. Einen Augenblick später stimmte er in das Gelächter mit ein, als er meinen Lachausbruch hörte.
„Du verrückter Kerl … komm’ schon! Mach’ auf!”
„Nur wenn Du nett zu mir bist, Sonnenschein …”
Ich hörte ihn seufzen.
„Komm‘ schon! Sei lieb … Al!! Ich muß pinkeln!”
Ich öffnete vorsichtig die Tür …
Garry trat nervös von einem Fuß auf den anderen ...
“Grüß Gott, tritt ein, bring Glück herein …[deutsch]“, neckte ich ihn, leise lachend. Er sagte kein Wort, sein Gesichtsausdruck war vielsagend, aber die Schüssel zu erreichen war ihm wichtiger, als mich, was auch immer, zu lehren.
Niagara Fälle!
Es kam mir vor, als hätte er am Tag zuvor ein Bierfäßchen ausgetrunken und nicht nur einen Krug. „Mein lieber Scholli! Du pißt wie ein Pferd”, lächelte ich. “Aber Pferd wem Pferd gebührt”, fügte ich kichernd hinzu.
„Wie großzügig von Dir“, verdrehte er die Augen.
Ich verpaßte ihm eine besondere Spülung …
Garry war augenblicklich hellwach − und ich konnte nichts als rennen, und ich meine RENNEN!
*
Vorsichtshalber drehte ich mich immer wieder um, denn während ich in dem dem Studentenheim benachbarten Park mein Lauftraining unternahm, rechnete ich damit, daß Garry mich jeden Moment wie ein Panther, nach einem Stück frischen Fleisches für das Frühstück greifend, von hinten anspringen könnte …
Zusammenstoß!
„Mann! Kannst Du nicht aufpassen, wo Du hintrittst? Wie kann jemand bei hellem Tageslicht so blind sein?“, schimpfte eine Baritonstimme mit mir.
Ich hielt meinen Kopf. Es schmerzte wirklich. Mein Gegenüber ansehend, mußte ich gegen die Sonne blinzeln.
Ich hatte meinen Kopf angeschlagen … gegen den Kopf eines Typen ganz sicher meines Alters. Ich beschattete meine Augen mit meiner rechten Hand ...
„Mist! Wo kommst Du denn her? Ist hier ein unsichtbarer Fahrstuhl, der mit Expreßgeschwindigkeit unter diesem Weg hochrauscht oder so ’was?”
Dann wurde mir plötzlich schwindelig. Ich hörte ihn durch meine nebelige Wahrnehmung etwas sagen, dann drehte sich alles vor mir − und ich fiel hin.
Das Nächste, das ich wahrnahm, war, daß meine Wangen getätschelt wurden und eine Baritonstimme mich wiederholt fragte, ob ...
„Kannst Du mich hören? … Scheiße, muß mir das ausgerechnet heute passieren!?”
„Was ist passiert?”, murmelte ich. Mein Kopf schmerzte, als wäre er mit einem Hammer gekämmt worden.
„Wir sind zusammengerasselt und haben uns die Köpfe gestoßen, und Du bist zu Boden gegangen.”
„Was für eine nette Begegnung, den Tag zu beginnen”, versuchte ich bereits, mich über den Zusammenprall lustig zu machen. Au weia, mein Kopf tat weh!
„Alter, Du bist vielleicht eine Type! Erst versuchst Du, unschuldige Leute von den Füßen zu holen, und danach machst Du Späße darüber!”
Ich sah mich um.
„Habe ich irgend jemand sonst zu Boden geschickt?“
„Nein, Du hast es nur bei mir versucht, aber nicht geschafft. Aber sag’, wie fühlst Du Dich? Bist in der Lage, wieder auf Deinen eigenen Füßen zu stehen?”
„Hhmm, laß’ es mich versuchen. Gib mir bitte mal die Hand und hilf mir hoch.”
Während er tat, worum ich ihn bat, sprach uns ein älterer, distinguiert aussehender Herr an.
„Kann ich irgendwie helfen? Ich bin Arzt.”
„Ein kleiner Kopfschwindel, nichts ernstes. Vielleicht bin ich am Morgen zu schnell aufgestanden, Doc, äh, Sir“, spielte ich die Sache herunter.
„Lassen Sie mich einen Blick auf Ihre Augen werfen”, gab er Anweisung für eine kurze medizinische Überprüfung. Dann entdeckte er die Beule an meiner Stirn.
„Nichts ernstes, junger Mann. Aber nehmen Sie meinen Rat. Seien Sie etwas vorsichtiger mit dem Lauftraining am Anfang eines weiteren sehr heißen Tages, wenn Sie es überhaupt machen. Und vermeiden Sie Materialüberprüfungen Ihrer Schädel, Sie beide, verstanden?” Er lächelte wissend. „Ein paar kalte Umschläge werden Ihnen gut tun, Ihnen beiden. Guten Morgen, meine Herren!” Er deutete eine Verbeugung an und setzte lächelnd seinen Weg fort.
„Junge Burschen, in der Tat. Markieren auf Hengst, aber ein kleiner Kopfstoß holt sie von den Füßen …”, murmelte er hörbar und schüttelte den Kopf.
„Vielen Dank, Sir”, rief ich.
Er hob winkend seine rechte Hand, ohne sich umzudrehen.
Ich wandte mich schließlich meinem “Zusammenstoß-Partner” zu.
„Tut mir leid, so unaufmerksam gewesen zu sein, äh …”
„Oh, Du bist der mit der großen Beule, obgleich auch ich mein Teil abgekriegt habe, und ich heiße Talyr. Talyr Tate Drummond.”
Ich ergriff seine dargebotene Hand. Und es war ein fester Händedruck.
„Albrand Halldór Asgardsson. Freue mich, Dich kennenzulernen, obgleich es eingangs etwas holprig war …” Wir wechselten ein breites Lächeln.
„Könnte man so sagen”, rieb Talyr seine Stirn, und ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
„Auch im zweiten Studienjahr?”, erkundigte ich mich.
„Ja, bin ich. Und was sind Deine Fächer?”
Ich sagte es ihm. Seine waren die gleichen wie meine, und er war dabei, auch an zwei von meinen Kursen teilzunehmen. Was für ein netter Zufall. Aber gibt es überhaupt Zufälle?
Ich musterte Talyr kurz. Er maß etwa 1,83 m, wie ich, und wog um die 75 kg. Er hatte gewellte braune Haare, eine im Nacken kurz geschnittene Mähne, sein freundliches Gesicht war in der angenehmsten Weise fein geschnitten, mit hohen Wangenknochen, dazu eine perfekt passend schmale Nase, kleine flache Ohren, freie Ohrläppchen, nicht so perfekt wie Garrys’, aber wirklich hübsch. Talyr trug einen Drei-Tage-Bart, der ihn recht männlich erscheinen ließ. Seine Augen waren hellbraun, wie funkelnde Sterne. Seine Stirn war mit einer sichtbaren Beule “verschönert” … tat mir so leid!
Er trug blaue Shorts und ein gelbes Bauchfrei-T. Sein Bauch war schön flach, kein Happy Trail führte von seinem perfekten Nabel hinunter zu ... Ihr wißt schon, wohin! Und er war barfuß!
„Komm, Albrand, ich bringe Dich nach Hause”, sagte er. „Will nicht schuldig sein, daß Du die ersten kostbaren Worte und Sätze unseres renommierten Professors Ernest F. Shultsenheimer IV verpaßt. Er spricht immer noch Deutsch, obwohl es sein Urgroßvater Ernst Friedrich Schultzenheimer war, der aus Preußen über den Ozean kam, und er liebt es, es zu gebrauchen, wenn er unterrichtet.
„Oh, das mache ich auch, ich meine, Deutsch zu sprechen, obwohl ich in Pennsylvania geboren wurde, aber New Orleans aufgewachsen bin”, warf ich ein.
„Mach Sachen!”, staunte er. „Das erklärt Deinen leichten Dixie-Akzent. Beneide Dich um die Kenntnis einer solch schwierigen Sprache. Ich versuche tatsächlich, sie zu lernen. Ich selbst wurde in San Francisco geboren, mit schottischen Vorfahren. Aber sag, in welchem Studentenheim wohnst Du?”
„Gleich da drüben, im Chestertonbau.”
Auf unserem nun gemeinsamen Weg sagte er mir, daß er eigentlich auf dem Weg zum Frühstück in der Mensa war. So lud ich ihn ein, zum Ausgleich zu uns zu stoßen. Und er fragte mich, ob ich etwas für Bowling und Beachvolleyball übrig hätte. Er schaue nach Partnern, um zu beidem eine Mannschaft zu bilden. Ich war gleich dabei.
„Und Du trägst gern keine Unterwäsche, richtig?”, lächelte er.
Ich blieb abrupt stehen.
„Woher willst Du das wissen?“, wunderte ich mich.
„Würfest Du Unterwäsche träge, und sei es nur der knappste Slip, würde Dein offensichtlich bemerkenswerter Schwanz nicht so deutlich sichtbar baumeln, weißt Du. Deine Art, Werbung zu machen?”, grinste er schelmisch.
Ich fühlte ein Erröten über mein Gesicht blitzen, sah ihm aber direkt in die Augen.
„Irgendwie schon, und ich hasse es, meine Kostbarkeiten unnötig gequetscht zu sehen.” Ich richtete mein Augenmerk auf seinen Schritt. „Aber mir scheint, Du goutierst diese Art von Freiheit auch, oder?”
„Gut beobachtet, gesagt und pariert“, antwortete er. „Ich mag Dich bereits sehr, außer für die Beule natürlich.” Er machte eine Kunstpause. „ Auf der anderen Seite, ohne unseren Zusammenprall hätten wir vielleicht nie Notiz voneinander genommen. Ich hätte Dich vielleicht aus der Entfernung für einen gutaussehenden Typen gehalten, und Du hättest mich vielleicht überhaupt nicht wahrgenommen“, zuckte er mit den Achseln.
„Die Zeit würde es gebracht haben“, machte ich nur eine kurze Bemerkung. „Ich denke, man trifft immer einander, wenn das Schicksal es so will.“
Ich gab ihm einen freundlichen Klaps gegen die Schulter. Dann machten wir uns endgültig auf den Weg zurück zu meiner Studentenheimunterkunft.
*
Als ich die Tür unseres kleinen Appartements öffnete, war ich nicht wenig überrascht − und Talyr war es auch.
„Weniger als keine Unterwäsche! Ihr habt hier drin schon eine außergewöhnliche Kleiderordnung!“ lächelte er. Und ich bemerkte, daß Talyrs Shorts sich leicht wölbten. Ich konnte verstehen, warum. Garry stand an der Küchenzeile und machte Sandwiches und mehr für unser Frühstück. Während meiner kurzen Abwesenheit hatte er es nicht für nötig befunden, sich anzuziehen.
„Garry, ich habe Gesellschaft mitgebracht”, warnte ich ihn, aber mein unbeschämter Zimmergenosse war offensichtlich in keiner Weise ängstlich, komplett nackt erwischt zu werden.
„Hi! Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, daß ich meinen Geburtstagsanzug trage, oder?”, drehte Garry sich kurz um.
„Hi! Ganz sicher nicht. Das ist Euer Appartement. Meinetwegen. Ich goutiere unkomplizierte Leute. Wenn ich da an meinen Zimmergenossen denke …!”
Garry wusch und trocknete seine Hände bevor er auf Talyr zum Willkommenshändedruck zutrat.
„Das Frühstück ist fast fertig. Möchtest Du uns Gesellschaft leisten? Tee, Milch, O-Saft oder schlichtes Mineralwasser? Kaffee ist aus, fürchte ich.”
„Sehr gern, und O-Saft wäre großartig”, nahm Talyr die Einladung an.
Während ich ihm anbot, auf meinem Bett Platz zu nehmen, das ich schnell gemacht hatte, holte ich Geschirr und Besteck heraus und deckte zum Frühstück auf meinem Schreibtisch.
Garry hatte sich endlich eine Shorts geholt, um sich dezent zu machen. Er hatte einige leckere Sandwiches zubereitet und etwas Obst geschält. Er servierte Milch für uns und O-Saft für Talyr, wie erbeten.
Während unserer leichten Unterhaltung wurde Garry gefragt, woher er gekommen sei.
„San Diego, Kalifornien. Hillcrest, um genau zu sein. Meine Großeltern haben dort eine Schneiderei für Marineuniformen gegründet, und meine Familie ist seither dort im Geschäft.
Ich richtete meine Ohren auf. War Garry möglicherweise von seinem eigenen Familienunternehmen für den Photoauftrag gebucht worden? Er hatte aber von Unterwäsche gesprochen, oder nicht? Ich würde es bald herausfinden.
Nach dem Frühstück verabschiedete Talyr sich für den Moment, da er sich umziehen und seine Sachen für den Geschichtskurs holen mußte. Das galt auch für uns.
Während wir uns umkleideten, nachdem Talyr gegangen war, fragte Garry mich, wo ich auf unseren Frühstücksgast gestoßen sei. Nachdem ich es ihm erzählt hatte, brauchte ich für den Spott nicht zu sorgen.
Wenn wir nur etwas mehr Zeit gehabt hätten, würde ich ihm die richtige Antwort gegeben haben, außer ihm meine Klamotten an den Kopf zu werfen, aber ich mußte es auf eine passendere Gelegenheit verschieben. Ich hatte bereits etwas im Sinn …
*
Als ich Talyr das nächste Mal traf, sah er um einiges schicker aus. Er trug ein kurzärmeliges gelbes Hemd, lange hellbeige Leinenhosen mit einem gelben Gürtel, braune Sandalen, keine Socken, zu meiner Erleichterung, und führte eine Aktenmappe bei sich.
Ich hatte mich in lange blaue Jeans gekleidet, ein weißes T-Shirt, um sichtbare Schweißflecken zu vermeiden, und ein hellblaues kurzärmeliges Hemd, und ich trug blaue Leinenhalbschuhe.
Der Kurs war nicht übermäßig belegt. Meist männliche Teilnehmer, nur einige wenige Mädchen. Talyr und ich nahmen nebeneinander stehende Stühle. Wir fragten uns flüsternd, was für eine Art Mädchen wohl Interesse an Militärgeschichte haben könnte.
„Ihr Typen solltet die Gewohnheit Eurer altmodischen Denkweise auf den Müll werfen, wir Mädchen könnten mit Euresgleichen nicht in jedem Fach oder Handwerk mithalten“, rügte uns eine blonde Schönheit und beschoß uns mit bösen Blicken.
„Ouuuh! Ruf’ den Arzt, Al, ich bin tödlich verwundet, direkt durch mein Herz, vollführte Talyr theatralischen Spott.
Das blonde hübsche Mädchen streckte ihm die Zunge heraus. Wenn Blicke töten könnten!
Talyr und ich lächelten uns schelmisch an, aber bevor wir über irgendeine Antwort nachdenken konnten …
„[deutsch] Mister Drummond, wir werden auch die Situation der Verwundeten während des Deutsch-Französischen Krieges besprechen, aber ich schlage vor, Sie schließen mit Ihrer Kommilitonin bis dahin einen vorübergehenden Waffenstillstand! Guten Morgen allerseits!”
Professor Shultsenheimer hatte unsere kurze Unterhaltung mitgehört während er sich an das Pult setzte.
Allgemeines Lächeln.
Talyr und die selbstbewußte Schöne warfen einander Blicke mit gerümpften Nasen und verzogenen Kinnen zu.
Sie sah trotzig drein, Talyr amüsierte sich königlich. Sie streckte ihm erneut die Zungenspitze heraus.
„Ich schlage vor, daß sie, Mister Drummond, und Sie, Miss Rassondale, uns mit einer schwungvollen gemeinsamen Abhandlung über die deutsch-französischen Friedensverhandlungen hoch erfreuen werden, die zum Vorfrieden von Versailles und zum Frieden von Frankfurt geführt haben, sagen wir, in vier Wochen ab jetzt.” Er macht eine Kunstpause. „Wie ich Ihren Gesichtern ansehen kann, stimmen Sie beide begeistert zu. Und vielleicht können wir nun friedvoll mit diesem Kurs beginnen.“
Ich hatte meine Schwierigkeiten, nicht in Gelächter auszubrechen. Dieses Rassondale Mädchen sah aus, als hätte es in die gesamte spanische Zitronenjahresernte gebissen. Talyrs Gesichtsausdruck war schwer zu beurteilen.
„Versteht irgendjemand von Ihnen Deutsch oder spricht es gar?”, sah Professor Shultsenheimer sich fragend um.
Drei Kurzteilnehmer meldeten sich, mich eingeschlossen.
„[deutsch] Großartig! Sie fertigen für uns die Übersetzungen der wichtigsten Dokumente.”
Heilige Scheiße! Ich hatte mir meine erste Zusatzarbeit eingefangen!
„Wer ist interessiert an den biographischen Skizzen König Wilhelms I., des Königlich Preußischen Generalfeldmarschalls Kronprinz Friedrich Wilhelm, Kaiser Napóleons III., des Königlich Preußischen Generalfeldmarschalls Hellmut von Moltke, des Königlich Preußischen Generalfeldmarschalls und Kriegsministers Albrecht von Roon, des Kaiserlich Französischen Marschalls von Frankreich Patrice Graf von Mac-Mahon, Herzogs von Magenta …“
Der gute alte Shultsenheimer zählte noch einige Namen mehr von damals wichtigen Persönlichkeiten auf, die alle ihre Biographen fanden. Ich meldete mich für Moltke, den absolut faszinierenden Sieger in drei Kriegen während seines langen Amtes als Chef des Königlich Preußischen Generalstabes, der erst mit 90 seinen Abschied nahm!
Dieses Semester würde mich sehr geschäftig halten, das war von Anfang an sicher. Ich hatte zumindest einen Job zu bewältigen und Sportaktivitäten − und ich wollte meinen Zeitanteil mit Garry!
Garry!
Ich konnte die Stunde unseres Wiedersehens kaum erwarten. Würde es zu lang für ihn sein? Würde er Sehnsucht nach mir haben?
So viel lag vor mir, wovon ich noch nichts wußte. Ich hatte keine Ahnung, was kommen würde. Hätte ich gewußt, wie viel Liebe mir gegeben und wie viel Liebe ich zurückgeben würde, ich hätte die gesamte Welt umarmt! Aber es war nicht nur Garry, mit dem ich das teilte!
Doch zur gegenwärtigen Stunde hatte ich Ernest Shultsenheimer zuzuhören. Er war ein Mann besten Humors, und er war ebenso streng. Aber zumindest Talyr und Miss Rassondale erschloß sich sein Humor nicht von Anfang an.
*
Als ich auf einen Imbiß bei Mami vorbeisah, wollte ich auch meine Stunden als Tellerwäscher neu ordnen.
Ich freute mich, Deborah wiederzusehen. Sie war so süß anzuschauen. Und wieder errötete sie leicht, als sie an meinen Tisch kam.
„Hi! Wie geht’s Dir?”
„Prima! Und Dir?”
„Danke der Nachfrage. Dein Besuch rettet meinen Tag!” Ihr strahlendes Lächeln war nichts als bezaubernd. „Was möchtest Du haben, Albrand?”
„Nur einen einfachen Hamburger, einen gemischten Salat und ein Ginger Ale mit zwei Eiswürfeln, wenn Du das möglich machen kannst.”
„Wenn nicht möglich, werde ich es für Dich möglich machen.“ Deborahs Lächeln war vielversprechend. Ich fühlte ein angenehmes Ziehen in der Magengegend.
„Übrigens, ist Mami zugegen?”
Deborah schaute sich um.
„Sie muß in der Küche sein. Soll ich sie für Dich rufen?”
„Das wäre nett von Dir.”
Etwa eine Minute später fühlte ich meine Schulter sanft getätschelt.
„Hi, mein Hübscher! Schön, Dich wiederzusehen!”
Ich stand schnell auf.
„Hi, Ma’am, äh, Mami. Es ist schön, Sie wiederzusehen!” Ich drückte ihr einen Kuß auf die Hand − und Martha Shuster wurde rot wie ein Teenagermädchen! Du meine Güte, was für ein süßer Anblick!
„Du wolltest mit mir sprechen, sagte Debby.” Mami nahm mir gegenüber Platz. “Du willst doch Deinen Job nicht absagen, oder?”, sah sie mich besorgt an.
„Bin ich verrückt?”, schüttelte ich meinen Kopf. „Falls jemals, so gehöre ich durchgeprügelt. Nein! Ich wollte nur fragen, ob meine Stunden am Wochenende auf die Wochenabende und Nachmittage während der Woche verschoben werden könnten. Ich würde Sie mindestens einen Tag vorher anrufen. Falls Sie mich bräuchten, könnte ich auch wenigstens eine Stunde pro Tag länger bleiben. Wäre das in Ordnung für Sie? Ich meine, Sie sind die Chefin, oder?”
„So lange Du Deinen per Handschlag bestätigten Vertrag erfüllst, ist das in Ordnung für mich. Aber lasse mich nicht hängen, wenn ich Dich brauche, mein hübscher Junge! Ich könnte Dir eine Bärenumarmung verpassen …!” Sie lachte herzlich und gab mir einen guten Stups gegen meine Brustmuskeln. Ich fragte mich, ob ich in der Erwartung, zwischen diesen gigantischen Brüsten wie in einer Schraubzwinge zu enden, verängstigt ausgesehen habe. “Aber am nächsten Wochenende kommst Du doch wie festgelegt, okay?”
„Ganz sicher.”
Ich hätte mich gern Garry zu seinem Unterwäsche Phototermin zugesellt, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Mami klopfte mir zum Abschied auf die Schulter, als Debby mit meiner Bestellung kam.
„Alles in Ordnung?”, fragte sie, sich Gedanken machend, worüber wir gesprochen hatten.
„Ja, alles perfekt. So perfekt, wie Du es bist“, hörte ich mich selber sagen. Warum hatte ich das gesagt? Ich hatte keine Vorstellung, außer, daß sie tatsächlich perfekt aussah.
Sie stellte errötend meine Mahlzeit und mein Getränk ab und räusperte sich.
„Guten Appetit!”
Deborah sauste davon, dem Ruf eines anderen Gastes folgend. Ich konnte ihr nur mit den Augen folgen. Mister Clingy sandte mir Signale, er mochte sie auch!
Etwa zehn Minuten später zahlte ich meine Rechnung an Mamis Kasse. Einen halben Dollar Trinkgeld hatte ich unter meinem Glas auf dem Tisch zurückgelassen.
„Darf ich Sie ‘was fragen?”
„Nur zu, mein Hübscher.”
Mami sah mich erwartungsvoll an. Ich beugte mich vor.
„Ist sie vergeben?”, fragte ich mit leiser Stimme, vorsichtig in Deborahs Richtung deutend.
„Nicht, daß ich wüßte”, lächelte sie. „Aber warum fragst Du sie nicht selbst?”
„Zu früh, Mami, zu früh”, erwiderte ich ihr Lächeln.
Deborah bediente gerade einen älteren Gast, aber als ich ging, spürte ich deutlich in meinem Rücken, daß sie mir nachsah.
*
Auf meinem Weg zurück nach Chesterton, hielt ich an einer Buchhandlung an, um nach guten Werken zum Deutsch-Französischen Krieg zu fragen.
Ich hasse es, Bücher von einer Bibliothek zu leihen, so lange ich es mir leisten kann, Exemplare, die ich brauche, zu kaufen, seien es neuere Publikationen oder antiquarische. Die Ausleihfrist ist in den meisten Fällen zu kurz. Wenn man es gerade geschafft hat, alles einmal durchzulesen, mit all seinen Lesezeichen darin, und man will das Ganze noch einmal lesen − dann ruft der Bibliothekar die Bücher zurück, wie, um dich mit Vorsatz zu piesacken!
Ich konnte nichts geeignetes finden und entschied, mir passende Titel zum Verkauf im ZVAB durchzusehen. Als ich dabei war, die Buchhandlung zu verlassen, bemerkte ich plötzlich Garry, der die Regale nach juristischer Literatur durchsah.
Ich schlich mich von hinten an ihn heran ...
„Suchst Du nach etwas interessantem?“, räusperte ich mich spielerisch. „Dreh‘ Dich einfach um und erfreue Dich …”
Er wirbelte herum, total überrascht, aber im nächsten Moment war sein Gesicht ein einziges Lächeln.
„Al! Wie schön, Dich hier zu sehen!”
Wir umarmten uns. Wir freuten uns, uns beide körperlich und geistig zu spüren. Mister Clingy und Captain Apricot wurden beide deutlich lebendig. Garry und ich sahen uns beide direkt in die Augen. Die Entscheidung war gegenseitig.
*
Eine halbe Stunde später kamen wir in unserem Studentenwohnheimappartement an. Das Abschließen der Tür, uns im Nu nackt auszuziehen und unsere Lippen zu einem französischen Kuß treffen zu lassen, war beinahe eine einzige Bewegung. Und wie französisch es war! Wir verschlangen einander, als würde es am nächsten Tag verboten werden. Meine Sonnenuhr deutete 13 Uhr an, Garrys gar die “Mittagszeit”, als wir uns kurz voneinander lösten. Er war wirklich etwas Besonderes.
Wir legten uns nebeneinander auf mein Bett und zungenküßten uns in der zärtlichsten Weise. Meine Schläfen klopften, mein Herz schlug bis zum Hals, und ich spürte deutlich Garrys Herzschlag.
Ewigkeiten später begannen wir, uns zu streicheln und stimulierten unsere treuesten Freunde, die im Überfluß Lusttropfen hervorquellen ließen.
Ich hatte keine Vorstellung, wie lange wir das taten, aber plötzlich konnte ich die Spannung nicht mehr ertragen und ließ Captain Apricot in meinen Mund eintauchen. Garry stieß ein lautes Luststöhnen aus. Seine Eichel zu genießen und seinen Schaft langsam in meinem Mund und tief in meiner Kehle auf ab gleiten zu fühlen, war die faszinierendste Empfindung in meinem bisherigen jungen Leben, bildete ich mir ein − neben dem Loswerden meiner Jungfräulichkeit. Garry hatte sich in voller Körperlänge ausgestreckt, schließlich die Arme unter seinem Kopf verschränkt und genoß einfach nur. Als er begann, leichtes Horizontalbumsen zu vollführen, ließ ich ihn nur wenige Stöße tun, ehe ich mich zurückzog und ihn mich verwöhnen ließ.
Seine Augen waren bereits glasig geworden, aber er wußte immer noch, was zu tun war. In dem Moment, in dem er Mister Clingy schluckte, dachte ich, ich werde verrückt.
Die Art, wie er meisterlich meine Eichel mit seiner Zunge streichelte, wie er sie mit seinen warmen Lippen umfaßte − ich hatte Schwierigkeiten, meine gesamte Ladung nicht vorzeitig auszulösen. Und die Art, wie er mich saugte! Mister Clingy war stahlhart! Stöhnen war die einzige Melodie, die ich in der Lage war, zu summen.
Nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit änderten wir unsere Position und vollführten unser erstes Neunundsechzig.
Ich lutschte lustvoll Captain Apricot und stieß sanft in Garrys Mund − während er meine Jungs und den Eingang meiner Ein-Kegel-Bahn kraulte.
Ich war an jenem Nachmittag noch nicht bereit, ihn das Ein-Kegel-Spiel spielen zu lassen, noch willig, ihn mit “Hündchen” zu verwöhnen, denn die Gefühlswallungen, die ich durchlebte, waren überreichlich und überwältigend. Gewisse Dinge muß man schluckweise genießen, immerhin war Captain Apricot ganz sicher ein verdammt ordentlicher Schluck − aber hallo!
Wir kamen fast zeitgleich zum Höhepunkt! Ich erstickte beinah an Garrys Ladung, aber ich schaffte es, sie ohne Hustenanfall zu schlucken.
Nachdem sein Ausschleudern beendet war und sein Zittern sich entspannte, rieb ich sanft seinen Schaft und ließ meine Zunge zärtlich über die gesamte Länge wandern, ehe ich mich auf meine Seite drehte und meinen Zimmergenossen ansah.
Garry setzte sich auf und lehnte sich gegen die Wand. Er hielt seine Augen geschlossen, wie für eine Wiederholung vor seinem geistigen Auge, während ich es genoß, ihn anzuschauen.
Sein ebenso stählerner Schaft enthärtete such nach und nach, ohne komplett schlaff zu werden. Ein erstaunlicher Anblick. Mister Clingy war schon erledigt seit − einer halben Stunde ... Ich konnte nicht anders, als zu lächeln.
Was für eine Veränderung in meinem Leben in so kurzer Zeit.
Die Woche zuvor war ich der Überzeugung, daß zu onanieren wohl das Beste sei, was ich haben könnte, denn mein Sexleben war an einem Punkt angelangt, an dem Mister Clingy und ich uns von beiden Geschlechtern hinsichtlich der Überlegungen, sich mit uns zu befassen, aussortiert fühlten.
Shawna hatte sich zu meiner großen Enttäuschung als die Königin aller Zicken herausgestellt. Wir waren kurz vor unserem ersten Jahrestag, als sie ihre Einstellung mir gegenüber änderte.
Sie war fast ein Jahr jünger als ich. Ihr Zwillingsbruder Shawn wäre auch eine Sünde wert gewesen, aber er ging fest mit einem sehr netten 19jährigen Mädchen namens Vanessa. Einige Blicke, die er mir zuwarf, sagten mir zwar, daß er nicht abgeneigt gewesen wäre, es mit mir zu treiben − aber leider! Er war entweder ein wenig ängstlich oder er wollte es nicht wirklich tun, zumindest am Anfang. Und ich bin nicht der Typ, der sich in dritte Beziehungen hineindrängt. Shawna hielt mich zudem ganz schön auf Trab. Sie war sexhungrig.
Ihr Körperbau machte es meinen Augen leicht, Signale an Mister Clingy zu übermitteln, die ihn in dem Moment geil machten, in dem sie auftauchte. Wann immer wir konnten, tanzten wir den horizontalen Mambo zweimal am Tag − Quickies inbegriffen. Und sie liebte die “Blasmusik”.
Du liebe Zeit, es geschah nicht selten, da ich dachte, sie könnte meinen Schwanz abbeißen! Und ihr salziges Kätzchen war ein Fest für meine Zunge und alle Sinne, wann immer …
Aber aus heiterem Himmel lief irgendetwas falsch, zumindest für mich. Immer und immer wieder suchte sie Streit, und vor etwa drei Monaten erhielt ich ein Elektrogramm, lapidar mitteilend, “Ich kündige” − als wäre ich ihr Arbeitgeber gewesen. Das stelle man sich mal vor!
In einer ausgefallenen erotischen Novelle hätte ich wohl einfach zu Shawn gewechselt, aber wie ich schon sagte, er war in festen Händen und keine Trennung in Sicht … aber auf der anderen Seite …
Eine Woche nach Shawnas stilloser Abfuhr traf ich ihn in unserer örtlichen Therme, in der Sauna, um genau zu sein. Ihn zum ersten Mal splitternackt zu sehen, wusch eine angenehme Gefühlswelle durch meinen Körper.
„Hi, Al!”
„Hi, Shawn!”
Wir klatschten unsere Hände seitwärts und betrachteten uns ganz unverhohlen. Sein Körperbau war äußerst anziehend. Nicht nur für mich. Ich bemerkte, daß er auch von anderen beiderlei Geschlechts beäugt wurde. Vielleicht galt das auch für mich, aber niemand machte uns an.
Ich hatte vorher nicht gewußt, daß Shawn beschnitten war, wie konnte ich auch, da ich ihn bis dahin nur in seinen knappen Slips und Badehosen gesehen hatte. So war ich nur gewahr gewesen, daß mit der Wölbung, die er zeigte, seine Männlichkeit bemerkenswert war. Die Notwendigkeit der Beschneidung war offensichtlich. Seine schön geformte Eichel war ein wenig breiter als sein etwa 15-cm-Zeigerschaft. Neben seinen physischen Qualitäten war Shawn nichts als ein sehr netter Kerl.
„Vergiß sie!”
„Sag’das noch einmal!” Ich war baff. Ich hätte nie erwartet, daß er das sagen würde.
„Ich liebe meine Schwester, aber ich bin nicht einverstanden damit, wie sie Dich behandelt”, versicherte er mir, über Shawnas Benehmen nicht gerade begeistert zu sein. „Weil ich Dich sehr mag”, gestand er und errötete leicht dabei. „Und vielleicht ein wenig mehr als das“, fügte Shawn hinzu und senkte kurz seinen Blick.
„Ich mag Dich auch sehr”, gab auch ich zu, „und vielleicht ein wenig mehr als das.” Ich senkte meinen Blick nicht und sah ihm geradewegs in die Augen. Ein gewisses Funkeln sagte mir ...
„Warum hast Du mir das nicht früher gesagt?” Shawn war in der Klemme.
Ich veranlaßte ihn, mir zu einem nicht so vollen Poolbereich zu folgen, wo wir uns hinsetzen konnten und unsere Füße im warmen Wasser baumeln ließen.
„Wie kam es, daß Shawna so zickig mit Dir war?”. erkundigte sich Shawn − und er sah ein wenig traurig aus.
„Ich weiß es einfach nicht”, zuckte ich mit den Achseln. „Wir hatten eine großartige Zeit, das Bumsen war großartig. Die Orgasmen explodierten im Überfluß, und sogar das Reden miteinander war großartig.”
Shawn schüttelte seinen Kopf.
„Ich verstehe nicht, was in sie gefahren ist.” Er dachte für einen Moment nach. „Oder hat irgendein anderer Typ seine Qualitäten unter ihrer Nase vorgeführt? Ich weiß, daß sie hin und wieder allein hier war, aber mit einer engen Freundin von ihr, Shailene.”
Ich zuckte erneut mit den Achseln. Ein anderer Typ? War ich so arrogant, zu glauben, ich wäre der Inbegriff eines Burschen, mit dem man zusammen sein könnte?
„Wenn man vom Teufel spricht …“, sagte Shawn plötzlich. „Da kommt sie“, deutete er mit seinem Kinn.
„Wer kommt? Shawna?” Ich sah mich nervös um.
„Nein! Shailene! … Gleich da drüben. Der sommersprossige Rotschopf.”
Ich hatte sie mit einem Blick. Einen Rotschopf kann man schwer verfehlen.
„Soll ich sie rufen?”, fragte Shawn.
„Warum nicht? Ich habe nichts zu verlieren.”
Shawn stand auf und näherte sich der Schönheit. Ein kurzer Wortwechsel nach einer freundlichen Begrüßung − und sie folgte ihm. Während sie durch das Becken näherkam, durchsuchte ich mein Gedächtnis nach ihrem Bild − ich hatte sie dort zu meiner Überraschung noch nie gesehen. Sie schwebte anmutig wie ein Schwan durch das Wasser, das ihr bis zum Nabel reichte; ihre lockige Mähne fiel über ihre Schultern.
„Hi! Ich bin Shailene. Und Du mußt Albrand sein, richtig?”
„Hi! Nett, Dich kennenzulernen. Aber klar doch, ich bin Albrand, Shawnas Ex.”
Wir gaben uns die Hände. Sie hatte schon einen guten Griff, wenn man bedachte, daß sie ein schlankes Mädchen mit zierlichen Fingern war. Ihre apfelförmigen Brüste waren eine Schau, muß ich zugeben. Shailenes grüne Augen versprühten ein verführerisches Funkeln!
Shawn setzte sich wieder neben mir hin. Unsere Haut berührte sich. Es fühlte sich gut an und verursachte mir eine angenehme Gänsehaut. Und er zitterte! Schwach, aber spürbar. Irgendwie interessant.
Shawn ergriff das Wort. Er kam direkt auf den Punkt.
„Irgendeine Vorstellung, Shai, warum meine Schwester mit Al Schluß gemacht hat?“ Er sah ihr direkt in die Augen.
„Ehrliche Antwort?”
„Nur zu”, sagte ich. Ich war bereit, mich den Tatsachen zu stellen.
„Du bist zu nett. Darum”, spuckte sie ihre enthüllende Antwort aus, mit der ich nie gerechnet hätte.
„Zu nett? Ich?”, rief ich aus. “ICH BIN ZU NETT? Hätte ich sie eher jeden Tag verprügeln sollen als zu bumsen?”, runzelte ich die Stirn. Das war unglaublich.
„Nicht wirklich”, lächelte Shailene. „Aber ein paar mehr Neins hätten ihr besser getan, als alle Deine Jas, ganz sicher!”
Ich traute meinen Ohren nicht. Was zum Teufel war daran falsch, nett zu sein, um Himmels willen? Weiß ein Mädchen irgendwann mal, was es will?
Vögelst du sie nur einmal die Woche − zickig. Bumst du sie zweimal am Tag − zickig. Läßt du sie mit ihren Freundinnen ausgehen − zickig. Ist man selbst mit den Jungs weg − zickig. Schickt man ihr Blumen „Warst du zu müde, den Strauß selbst vorbeizubringen?” − zickig. Läuft man in seinem Geburtstagsanzug herum, um ihr zu gefallen „Zieh dich an! Ich will deinen Baumler nicht immer baumeln sehen. Das macht mich unpassend geil!” − zickig. Ich brach nicht in tosenden Applaus aus wegen ihres neuen Bikinis, bekam ja nur den Ständer des Jahres „Du liebst mich nicht mehr, buh-huh-huh!” − zickig. Ich habe mich fast umgebracht, um ihr zum Geburtstag die feinsten belgischen Pralinen zu besorgen „Du willst nur, daß ich fett werde! Pfui!” − zickig! Ich fragte mich und ich frage mich noch, warum ich ihr nie den Hals umgedreht habe!
Shailene zuckte mit den Achseln, ich tat ihr leid. Dann riefen einige bemerkenswerte Exemplare des männlichen Geschlechts nach ihr und sie winkte Shawn und mir Tschüs!
Shawn!
Habe ich schon erzählt, daß er eine Sünde oder zwei wert gewesen ist? Laßt mich Euch ein Geheimnis enthüllen, da wir gerade entre nous sind. Aber sagt es nicht weiter …!
*
Zwei Wochen nach unserem zufälligen Treffen in der Sauna, hatten Shawn und ich unsere zweite Begegnung.
Ich verbrachte ein faules Wochenende bei meinen Eltern. Meine Brüder waren mit ihrer Jungenclique fort, irgendein Bowlingwettbewerb, unsere Eltern waren auf Besuch bei Freunden von uns. Ich genoß die Ruhe des Hauses und lag in einem unserer Sonnenstühle in unserem großen Garten, lesend und träumend.
Ich war mit der knappsten nur möglichen Badehose bekleidet, lachsfarben. Ich liebe es, nackt zu sein wann immer möglich, aber unsere Nachbarschaft, durchaus nette Leute, war etwas prüde, um es milde auszudrücken.
Auf der anderen Seite, der gute alte Horatius Jacobus Zickendrath, ein pensionierter Kapitän der Handelsmarine, hatte die beste Zeit des Jahres, wenn das Busenwunder Peppa Selina Waggle ihre Sonnenbräune in ihrem Garten neben seinem und unserem verbesserte, nur bekleidet mit einem winzigkleinen Bikini verschiedener Farben. Kleine Flammen schlugen jedes Mal aus seinem Fernglas, wenn er sie aus seinem rückwärtigen Fenster beobachtete. Ich frage mich immer noch, was Mrs. Zickendrath davon hielt. Sie war entweder im Übermaß tolerant oder sie hatte einfach aufgegeben. ihren alten Lustmolch davon abzuhalten, seine “Meerjungfrau” zu beobachten − oder sie ließ es ihn tun, um sich auf eine nette Herzattacke freuen zu können, die sie von ihm befreite…! Vielleicht hatte sie diese Art von schwarzem Humor, denn sie war Engländerin … Aber ich war Peppa sehr dankbar, und bin es immer noch, denn sie war verantwortlich für meinen ersten anhaltenden Ständer − Menschenskinder! Das war sensationell!
„Al! Bist Du da?”
Ich setzte mich auf.
„Irgendjemand zu Hause?”
Es war Shawn, der rief.
„Ich bin hier, hinten im Garten”, antwortete ich vernehmlich und erhob mich.
Sekunden später stand Shawn strahlend vor mir. Er hatte unser Anwesen durch das Gartentor betreten und sein Fahrrad geschoben.
Er war in blaue Jeans und ein schlabberiges graues Bauch-T und braune Sandalen gekleidet. Und er trug eine goldene Halskette mit einem goldenen S als Anhänger. S für Sensation ... ?
Es war so gut, ihn zu sehen!
Wir umarmten uns, und ich spürte, das ich nicht der Einzige war, der körperliche Wärme genoß.
„Wie schön, Dich zu sehen, Kumpel! Wie kommt‘s, daß Du vorbeischaust?“, freute ich mich.
„Fühlte mich irgendwie allein, weißt Du, und während ich nachdachte, was ich tun könnte, außer mir ordentlich einen ‘runterzuholen, kam es mir in den Sinn, daß da noch ein anderer einsamer Tiger herumstreicht, der vielleicht gern Gesellschaft hätte.“ Er wurde leicht rot.
„Wichsen? Hat Vanessa mit Dir Schluß gemacht?“, legte ich stirnrunzelnd leicht meinen Kopf schräg.
„Nein! Hat sie nicht, aber sie besucht ihre 95jährige Großtante in Vermont für zwei Wochen, und das macht mich einsam und traurig”, verzog er sein Gesicht und begann, spielerisch an meiner Schulter zu “heulen”. „Buh-huh-huh!”
„Du bist solch ein Witzbold, Shawn!” Ich stupste leise lachend auf beiden Seiten seine Rippen.
Er hörte augenblicklich mit seinem witzigen Geheule auf, sah mir direkt in die Augen und zeigte mit einem breiten Lächeln seine strahlend weißen Zähne.
„Aber Du telephonierst jetzt nicht wegen meines Versuches, ein wenig Mitleid zu erhaschen, mit dem Sheriff, oder?” Er sah mich fragend an.
„Nö, natürlich nicht, Du lustiger Affe. Genau genommen, freue ich mich sehr, daß Du hereingeschneit bist. Wir haben viel zu wenig Zeit miteinander verbracht, um uns besser kennenzulernen. Denkst Du das nicht auch?”
„Du hast verdammt recht, Al!”, nickte er mit seinem Kopf. „Vanessa ist ein lieber kleiner Schatz, aber manchmal habe ich einfach genug, all diesem Mädchenkram zuzuhören. Und sobald zwei beisammen sind, übertönt ihr Plappern das Geschnatter einer ganzen Gänseschar.“
Wir lachten herzlich.
Dann bemerkte ich, daß ihm Schweißperlen auf der Stirn standen. Es war ein weiterer heißer Tag.
„Magst Du etwas Eistee oder O-Saft?”, fragte ich. Genau genommen, brauchte ich selber welchen. Der Schweiß tropfte auch von meiner Stirn.
„Oh ja, sehr gern“, wischte er sich die Stirn ab.
„Und leg’ wenigstens das Bauch-T ab, forderte ich ihn auf, sich wenigstens teilweise zu entkleiden. „Du bist ja schweißgebadet! Zu schnell Rad gefahren, wie?”
„Könnte so sein”, sagte er lächelnd und zog sein schlabberiges Oberteil aus, das er wie ein Handtuch benutzte.
„Komm! Wir nehmen erst eine erfrischende Dusche, ehe wir unseren Durst löschen”, lud ich ihn ein, mir ins Haus zu folgen. Und es war nicht nur der Drang, meinen Wasserhaushalt aufzufüllen, sondern ein anderes Verlangen, das ich spürte.
*
Fünf Minuten später war Shawn nackt und betrat die Duschkabine. Er hatte die Schiebetür geschlossen und jauchzte vor Freude, als ihn der kalte Wasserstrahl traf. Die Abkühlung tat ihm sehr gut, und währenddessen saß ich auf der Toilette und pinkelte.
„Hast Du ‘was dagegen, wenn ich hier drinnen pisse?“, fragte er durch das Wasserrauschen.
„Nee. Mach’ einfach. Das Spülen ist beim Duschen inklusive”, lachte ich in mich hinein. Warum sich anstellen? Ich machte es, meine Brüder machten es, ich hörte gar meinen Vater es tun − es war nur besser, daß Mama nichts davon mitbekam, zumindest offiziell.
Ein wenig später trat Shawn aus der Kabine heraus. Den Tropfnassen zu betrachten, war irgendwie verwirrend. Ich konnte mir nicht helfen, den Rinnsalen über seinen Körper zu folgen, bis hinunter zu seinem, ähm …
Shawn bemerkte es, ein wenig errötend, bevor ich ihm ein großes Frotteetuch reichte.
Ich stieg in die Dusche, ließ die Schiebetür aber offen. Ich holte tief Luft, als ich das kalte Wasser auf meiner Haut spürte, aber dann genoß ich es in vollen Zügen, und Mister Clingy stand stramm!
In meinem Augenwinkel bemerkte ich, daß Shawn es bemerkte, während er sich abtrocknete, und sein bester Kumpel spielte Sonnenuhr, während Shawny mich, äh, Mister Clingy beäugte. Ich fühlte ein angenehmes Ziehen in meiner Magengrube. Als ich die Duschkabine verließ …
„Wie heißt er?”, grinste ich schelmisch und sah mich nach einem Handtuch um.
Shawn wurde rot und schaute kurz seinen wippenden erotischen Stab an.
„Mister Shannon”, enthüllte er und wirkte dabei etwas verlegen. „Irgendwie seltsam, wie?”
„Warum seltsam? Nur weil er nach dem längsten irischen Fluß genannt ist? Paßt schon!”
Er strahlte, ich lächelte, und wir klatschten die “hohe Fünf“. Nach dem Abtrocknen wanden wir uns große Handtücher um die Hüften und gingen in die Küche. Ich sagte ihm, daß wir allein im Haus seien und nackt herumlaufen könnten, aber er war immer noch etwas ängstlich, daß die Eingangstür auffliegen, meine gesamte Familie und alle Nachbarn hereinstürmen und Mister Shannon anstarren und rufen könnten Gute Güte! Was für ein Süßer! Nein so was!
Aber ich spürte, daß ich auf Shawn scharf war. Das war angenehm und überhaupt nicht unerwartet.
*
Ich öffnete den den Kühlschrank, holte einen Krug Tee und eine große Flasche Orangensaft heraus und goß jedem von uns davon ein.
Shawn war wirklich durstig und leerte sein Glas in einem Zug. Ich stellte mein Glas ab. Es war goldig, zuzusehen, wie sein Adamsapfel tanzte, während er seinen Tee hinunterschüttete. Als er sein Glas absetzte ...
„Mann, das hab’ gebraucht! Darf ich noch etwas haben? Er leckte seine Lippen. Magengrubensignal!
„Sicher!”
Ich füllte sein Glas bis zum Rand auf und leerte mein eigenes.
„Was hast Du in Deiner Freizeit gemacht, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben und Vanessa Dich sozusagen zum grünen Witwer machte? Ich meine, außer rund um die Uhr zu wichsen?”
Ich nippte von meinem O-Saft und beobachtete ihn über den Glasrand hinweg. Shawny errötete wieder. Bingo!
„Äh, ich bin noch einmal in die Sauna gegangen, hab’ mir mehrere DVDs angesehen, hab’ viel gelesen und, äh…” Er zögerte.
„jede Menge gewichst”, vervollständigte ich seinen Satz, grinste und nippte wieder am O-Saft.
Shawn versteckte sein Gesicht hinter seinem Glas, nahm einen langen Zug und spielte auf Zeit. Als er sein Glas hinstellte …
„Klar“, sagte er, „oder kennst Du eine andere Möglichkeit, Deiner dicken Eier quitt zu werden, wenn keine erotische Allee in Sicht ist, auf der Du die Jungs spazieren führen kannst, wie?”
„Ganz sicher nicht”, gluckste ich.
„Wie oft hast Du … ich meine, seit Shawna Dir den Laufpaß gegeben hat?“, erkundigte er sich unverblümt.
„Zwei- oder dreimal am Tag. Hängt davon ab, wie beschäftigt ich sonst bin. Warum?” Ich stand auf, obwohl mein Frotteetuch sich ein wenig wölbte, und ging zum Kühlschrank.
„Da hast Du aber ein paar gute Jungs als Partner“, sagte er bewundernd.
„Kann mich nicht beschweren.” Ich öffnete den Kühlschrank. „Magst Du Eiscreme?”
„Sicher. Was hast Du da?”
„Schokolade, Vanille und Stracciatella zur Auswahl.”
„Ich nehm’, was Du nimmst”, überließ er die Auswahl mir. Also Schokolade und Stracciatella. Ich nahm die Dosen heraus und bat ihn, zwei Glasschalen, den Portionierer und Löffel aus dem Küchenschrank zu holen. Als ich die Portionen fertig hatte, gingen wir auf mein Zimmer.
„Nimm den O-Saft und die Gläser, bitte.” Ich wandte mich ihm kurz, zurückschauend, zu.
Sein Frotteehandtuch wölbte sich deutlich …
*
Nachdem ich die Eisschüsselchen abgestellt hatte, nahm ich schließlich mein großes Handtuch ab − dabei war es mir egal, meine Halbsonnenuhr zu zeigen. Es amüsierte mich aber, daß Shawn sich darauf konzentrierte und seine Knie an einem meiner Stühle stieß.
„Autsch!”
„Wehgetan?”, fragte ich lächelnd.
„Nein. Ich ,autsche’ nur so zum Spaß!”, rieb er sich mit leicht verzogenem Gesicht die Knie.
„Komm‘ schon! Sei nicht weinerlich, Shawny, und mach’ es Dir bequem. Fühl’ Dich wie zu Hause!”
Ich weiß nicht, wie er so schnell den O-Saft und die Gläser abstellen konnte, und …
„Wer ist weinerlich?”, beschwerte sich Shawn, nahm sein Handtuch und schnalzte mir kräftig eins gegen meine Kehrseite.
Nun lag das Autsch! bei mir.
„Willst wohl ‘nen Ringkampf?” Ich rieb mir den Hintern, leckte meine Lippen und schubste ihn derart, daß er rückwärts taumelte und auf mein Bett fiel. In Nullkommanichts war ich über ihm und in wenigen Sekunden hatte ich Shawn niedergerungen. Ich faßte seine Hände mit doppeltem festem Griff an den Gelenken und bog sie über seinen Kopf. Wir atmeten beide schnell. Ich fühlte, daß Mister Clingy und Mister Shannon lebendig wurden − und einen Augenblick später fanden sich unsere warmen Lippen zum ersten Mal. Unsere stürmischen Zungen begannen miteinander zu tanzen − ich hatte keine Vorstellung für wie lang. Ehrlich, ich weiß es nicht. Wir verloren beide das Zeitgefühl. Als wir genug hatten, setzte ich mich rittlings auf ihn. Seine Brust hob und senkte sich vor Aufregung, so wie meine. Als er wieder bei Atem war ...
„Meine Schwester ist so dumm, Dich aus ihrem Leben gestoßen zu haben! Sie wird es schon bald bedauern! Verlaß Dich drauf!” Er atmete tief ein. „Und ich will noch mehr …” Zungentanz zweiter Teil. Und unsere treuesten Freunde sabberten im Überfluß!
*
„Du ißt regelmäßig Honig, nicht wahr?“, fragte ich, während ich rücklings neben Shawn lag. Wir hatten eine erfolgreiche 69.
„Ja, das mache ich. Wie kommt‘s, daß Du es weißt, äh, fragst?“, sah er mich verwundert an und wischte sich die Stirn ab.
„Deine Sahne schmeckt danach, deshalb“, lächelte ich.
„Ist das so? Vanessa hat es nie erwähnt.” Er schüttelte leicht den Kopf. “Frage mich, warum.” „Oder lehnt sie es ab, Deine Ladung zu schlucken?“, erkundigte ich mich.
„Da fragst Du mich ‘was! Vielleicht war ich immer zu vernebelt, wenn ich kam.” Shawn hielt nachdenkend ein. „Aber Du hast verdammt recht! Ich war immer mit meiner Wichse bedeckt, außer wenn ich nach meinem Spaziergang auf der Kätzchengasse kam!”
„Da hast Du es!”, stellte ich fest. „Sie mag ganz sicher Deinen Schwanz, so oder so, und wer würde es nicht”, grinste ich, „aber Deine Sahne ist nicht ihr Ding. Der Himmel weiß, warum.”
Shawn schaute enttäuscht drein, faßte sich aber binnen weniger Augenblicke.
„Wie wär‘s mit ‘ner anderen Sahne?“, fragte er und deutete auf unsere Eisschalen, während er sich auf die Seite legte.
Ach du meine Güte! Wir hatten die Eiscreme ganz vergessen! Ich stand auf und sah nach …
„Wie wär‘s damit, die Eiscreme zu trinken?“, gluckste ich, als ich ihm zeigte, was aus den Eiskugeln in beiden Schalen geworden war.
„Ich wußte es bereits”, grinste er schelmisch. „Es ist zu heiß hier drin! … Aber ich wüßte, was ich damit täte, würdest Du hier liegen statt meiner …”
Sein Lächeln war einfach nur einladend, als er die Arme unter seinem Kopf verschränkte!
Ich stellte eine Schale zurück auf den Tisch und verschmierte den Inhalt der anderen über Shawns gesamten köstlichen Körper, Mister Shannon eingeschlossen.
Shawn schloß seine Augen und stöhnte, als ich begann, alles abzulecken, und er zog seinen Bauch ein, als meine Zunge seinen Nabel stimulierte. Und als ich bemerkte, daß Mister Shannon wieder zu sabbern begann, konnte ich mich nicht mehr bremsen …
*
Der Nebel meiner köstlichen Erinnerungen hob sich und ich war “zurück” in meinem kleinen Studentenwohnheimappartement − unserem kleinen Studentenwohnheimappartement.
Garry!
Während ich tagträumte, hatte er sich in ganzer Länge ausgestreckt, dabei sein rechtes Bein angewinkelt. Er tagträumte offensichtlich selber. Seine Augen waren geschlossen. Ich genoß es, ihn zu betrachten. Was ich sah, war für mich ein Augenschmaus, ein Fest für meine Seele, für alle meine Sinne.
Er atmete ruhig, seine Brust hob und senkte sich ruhig. Ich konnte seinen Puls regelmäßig am Hals klopfen sehen.
Captain Apricot ruhte auf Garrys flachem Bauch, völlig entspannt, aber immer noch beeindruckend anzuschauen.
Ich begann vorsichtig, Garrys Brustmuskeln und seine rosigen Nippel zu liebkosen. Die zärtliche Nähe erregte Mister Clingys Aufmerksamkeit wie auch die Captain Apricots, und Garry begann, wohlig zu brummen. Es machte mich lächeln.
In was für einer friedvollen Szene befand ich mich doch! Ich fragte mich, was ein Maler oder Photograph aus diesem Anblick gemacht haben würde. „Two lovers at ease”, „Calm before the eruption”, „After male lava flow“, „The perfect match”, „Four friends resting” − was auch immer.
Vielleicht hätte ich selbst einige Aufnahmen mit Selbstauslöser gemacht, aber ich hatte dafür keine Vorbereitungen getroffen. Darüber nachdenkend, kam ich zu dem Schluß, daß das etwas verfrüht sei. Ich entschied, es Garry vorzuschlagen, wenn wir uns ein wenig besser kennen würden.
Auf der anderen Seite, danach, was er mir von seinen Modeljobs erzählt hatte, war er es ganz sicher gewohnt, photographiert zu werden. Mich fragend, ob er es immer hübsch angezogen in Unterwäsche oder Badehosen getan habe oder auch nur seinen Geburtstagsanzug “tragend”, begann ich, ihn zärtlich berührend, seine samtene Haut zu genießen. Mister Clingy wurde wieder stahlhart!
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.