Kitabı oku: «Hamburgische Dramaturgie», sayfa 22
Zweiundsechzigstes Stueck Den 4. Dezember 1767
Der Herzog faehrt hierauf fort, ihm sein Unrecht in einem etwas gelindern Tone vorzuhalten. Er ermahnt ihn, sich eines Bessern zu besinnen; er will es vergessen, was er gehoert habe; er ist versichert, dass Blanca mit dem Grafen nicht einstimmen und dass sie selbst ihm eben das wuerde gesagt haben, wenn er, der Herzog, ihr nicht zuvorgekommen waere. Er schliesst endlich: "Noch einmal, Graf; gehen Sie in sich! Stehen Sie von einem so schaendlichen Vorhaben ab! Werden Sie wieder Sie selbst! Wollen Sie aber meinem Rate nicht folgen: so erinnern Sie sich, dass Sie einen Kopf haben, und London einen Henker!"72—Hiermit entfernt sich der Herzog. Essex ist in der aeussersten Verwirrung; es schmerzt ihn, sich fuer einen Verraeter gehalten zu wissen; gleichwohl darf er es itzt nicht wagen, sich gegen den Herzog zu rechtfertigen; er muss sich gedulden, bis es der Ausgang lehre, dass er da seiner Koenigin am getreuesten gewesen sei, als er es am wenigsten zu sein geschienen.73 So spricht er mit sich selbst: zur Blanca aber sagt er, dass er den Brief sogleich an ihren Oheim senden wolle, und geht ab. Blanca desgleichen; nachdem sie ihren Unstern verwuenscht, sich aber noch damit getroestet, dass es kein Schlimmerer als der Herzog sei, welcher von dem Anschlage des Grafen wisse.
Die Koenigin erscheinet mit ihrem Kanzler, dem sie es vertrauet hat, was ihr in dem Garten begegnet. Sie befiehlt, dass ihre Leibwache alle Zugaenge wohl besetzt; und morgen will sie nach London zurueckkehren. Der Kanzler ist der Meinung, die Meuchelmoerder aufsuchen zu lassen und durch ein oeffentliches Edikt demjenigen, der sie anzeigen werde, eine ansehnliche Belohnung zu verheissen, sollte er auch selbst ein Mitschuldiger sein. "Denn da es ihrer zwei waren", sagt er, "die den Anfall taten, so kann leicht einer davon ein ebenso treuloser Freund sein, als er ein treuloser Untertan ist."74 Aber die Koenigin missbilliget diesen Rat; sie haelt es fuer besser, den ganzen Vorfall zu unterdruecken und es gar nicht bekannt werden zu lassen, dass es Menschen gegeben, die sich einer solchen Tat erkuehnen duerfen. "Man muss", sagt sie, "die Welt glauben machen, dass die Koenige so wohl bewacht werden, dass es der Verraeterei unmoeglich ist, an sie zu kommen. Ausserordentliche Verbrechen werden besser verschwiegen, als bestraft. Denn das Beispiel der Strafe ist von dem Beispiele der Suende unzertrennlich; und dieses kann oft ebensosehr anreizen, als jenes abschrecken."75
Indem wird Essex gemeldet und vorgelassen. Der Bericht, den er von dem gluecklichen Erfolge seiner Expedition abstattet, ist kurz. Die Koenigin sagt ihm auf eine sehr verbindliche Weise: "Da ich Euch wieder erblicke, weiss ich von dem Ausgange des Krieges schon genug."76 Sie will von keinen naehern Umstaenden hoeren, bevor sie seine Dienste nicht belohnt, und befiehlt dem Kanzler, dem Grafen sogleich das Patent als Admiral von England auszufertigen. Der Kanzler geht; die Koenigin und Essex sind allein; das Gespraech wird vertraulicher; Essex hat die Schaerpe um; die Koenigin bemerkt sie, und Essex wuerde es aus dieser blossen Bemerkung schliessen, dass er sie von ihr habe, wenn er es aus den Reden der Blanca nicht schon geschlossen haette. Die Koenigin hat den Grafen schon laengst heimlich geliebt; und nun ist sie ihm sogar das Leben schuldig.77 Es kostet ihr alle Muehe, ihre Neigung zu verbergen. Sie tut verschiedne Fragen, ihn auszulocken und zu hoeren, ob sein Herz schon eingenommen, und ob er es vermute, wem er das Leben in dem Garten gerettet. Das letzte gibt er ihr durch seine Antworten gewissermassen zu verstehen, und zugleich, dass er fuer ebendiese Person mehr empfinde, als er derselben zu entdecken sich erkuehnen duerfe. Die Koenigin ist auf dem Punkte, sich ihm zu erkennen zu geben: doch siegt noch ihr Stolz ueber ihre Liebe. Ebensosehr hat der Graf mit seinem Stolze zu kaempfen: er kann sich des Gedankens nicht entwehren, dass ihn die Koenigin liebe, ob er schon die Vermessenheit dieses Gedankens erkennet. (Dass diese Szene groesstenteils aus Reden bestehen muesse, die jedes seitab fuehret, ist leicht zu erachten.) Sie heisst ihn gehen und heisst ihn wieder so lange warten, bis der Kanzler ihm das Patent bringe. Er bringt es; sie ueberreicht es ihm; er bedankt sich, und das Seitab faengt mit neuem Feuer an.
"Die Koenigin. Toerichte Liebe!—
Essex. Eitler Wahnsinn!—
Die Koenigin. Wie blind!—
Essex. Wie verwegen!—
Die Koenigin. So tief willst du, dass ich mich herabsetze?—
Essex. So hoch willst Du, dass ich mich versteige?—
Die Koenigin. Bedenke, dass ich Koenigin bin!
Essex. Bedenke, dass ich Untertan bin!
Die Koenigin. Du stuerzest mich bis in den Abgrund,—
Essex. Du erhebest mich bis zur Sonne,—
Die Koenigin. Ohne auf meine Hoheit zu achten.
Essex. Ohne meine Niedrigkeit zu erwaegen.
Die Koenigin. Aber, weil du meines Herzens dich bemeistert:—
Essex. Aber, weil Du meiner Seele Dich bemaechtiget:—
Die Koenigin. So stirb da, und komm' nie auf die Zunge!
Essex. So stirb da, und komm' nie ueber die Lippen!"78
(Ist das nicht eine sonderbare Art von Unterhaltung? Sie reden miteinander und reden auch nicht miteinander. Der eine hoert, was der andere nicht sagt, und antwortet auf das, was er nicht gehoert hat. Sie nehmen einander die Worte nicht aus dem Munde, sondern aus der Seele. Man sage jedoch nicht, dass man ein Spanier sein muss, um an solchen unnatuerlichen Kuensteleien Geschmack zu finden. Noch vor einige dreissig Jahre fanden wir Deutsche ebensoviel Geschmack daran; denn unsere Staats-und Heldenaktionen wimmelten davon, die in allem nach den spanischen Mustern zugeschnitten waren.)
Nachdem die Koenigin den Essex beurlaubet und ihm befohlen, ihr bald wieder aufzuwarten, gehen beide auf verschiedene Seiten ab und machen dem ersten Aufzuge ein Ende.—Die Stuecke der Spanier, wie bekannt, haben deren nur drei, welche sie Jornadas, Tagewerke, nennen. Ihre alleraeltesten Stuecke hatten viere: sie krochen, sagt Lope de Vega, auf allen vieren, wie Kinder; denn es waren auch wirklich noch Kinder von Komoedien. Virves war der erste, welcher die vier Aufzuege auf drei brachte; und Lope folgte ihm darin, ob er schon die ersten Stuecke seiner Jugend, oder vielmehr seiner Kindheit, ebenfalls in vieren gemacht hatte. Wir lernen dieses aus einer Stelle in des letztern "Neuen Kunst, Komoedien zu machen"79; mit der ich aber eine Stelle des Cervantes in Widerspruch finde80, wo sich dieser den Ruhm anmasst, die spanische Komoedie von fuenf Akten, aus welchen sie sonst bestanden, auf drei gebracht zu haben. Der spanische Literator mag diesen Widerspruch entscheiden; ich will mich dabei nicht aufhalten.
Dreiundsechzigstes Stueck Den 8. Dezember 1767
Die Koenigin ist von dem Landgute zurueckgekommen; und Essex gleichfalls. Sobald er in London angelangt, eilte er nach Hofe, um sich keinen Augenblick vermissen zu lassen. Er eroeffnet mit seinem Cosme den zweiten Akt, der in dem koeniglichen Schlosse spielt. Cosme hat, auf Befehl des Grafen, sich mit Pistolen versehen muessen; der Graf hat heimliche Feinde; er besorgt, wenn er des Nachts spaet vom Schlosse gehe, ueberfallen zu werden. Er heisst den Cosme, die Pistolen nur indes in das Zimmer der Blanca zu tragen und sie von Floren aufheben zu lassen. Zugleich bindet er die Schaerpe los, weil er zur Blanca gehen will. Blanca ist eifersuechtig; die Schaerpe koennte ihr Gedanken machen; sie koennte sie haben wollen; und er wuerde sie ihr abschlagen muessen. Indem er sie dem Cosme zur Verwahrung uebergibt, koemmt Blanca dazu. Cosme will sie geschwind verstecken: aber es kann so geschwind nicht geschehen, dass es Blanca nicht merken sollte. Blanca nimmt den Grafen mit sich zur Koenigin; und Essex ermahnt im Abgehen den Cosme, wegen der Schaerpe reinen Mund zu halten und sie niemanden zu zeigen.
Cosme hat, unter seinen andern guten Eigenschaften, auch diese, dass er ein Erzplauderer ist. Er kann kein Geheimnis eine Stunde bewahren; er fuerchtet ein Geschwaer im Leibe davon zu bekommen; und das Verbot des Grafen hat ihn zu rechter Zeit erinnert, dass er sich dieser Gefahr bereits sechsunddreissig Stunden ausgesetzt habe.81 Er gibt Floren die Pistolen und hat den Mund schon auf, ihr auch die ganze Geschichte von der maskierten Dame und der Schaerpe zu erzaehlen. Doch eben besinnt er sich, dass es wohl eine wuerdigere Person sein muesse, der er sein Geheimnis zuerst mitteile. Es wuerde nicht lassen, wenn sich Flora ruehmen koennte, ihn dessen defloriert zu haben.82 (Ich muss von allerlei Art des spanischen Witzes eine kleine Probe einzuflechten suchen.)
Cosme darf auf diese wuerdigere Person nicht lange warten. Blanca wird von ihrer Neugierde viel zu sehr gequaelt, dass sie sich nicht, sobald als moeglich, von dem Grafen losmachen sollen, um zu erfahren, was Cosme vorhin so hastig vor ihr zu verbergen gesucht. Sie koemmt also sogleich zurueck, und nachdem sie ihn zuerst gefragt, warum er nicht schon nach Schottland abgegangen, wohin ihn der Graf schicken wollen, und er ihr geantwortet, dass er mit anbrechendem Tage abreisen werde: verlangt sie zu wissen, was er da versteckt halte? Sie dringt in ihn; doch Cosme laesst nicht lange in sich dringen. Er sagt ihr alles, was er von der Schaerpe weiss; und Blanca nimmt sie ihm ab. Die Art, mit der er sich seines Geheimnisses entlediget, ist aeusserst ekel. Sein Magen will es nicht laenger bei sich behalten; es stoesst ihm auf; es kneipt ihn; er steckt den Finger in den Hals; er gibt es von sich, und um einen bessern Geschmack wieder in den Mund zu bekommen, laeuft er geschwind ab, eine Quitte oder Olive darauf zu kauen.83 Blanca kann aus seinem verwirrten Geschwaetze zwar nicht recht klug werden: sie versteht aber doch so viel daraus, dass die Schaerpe das Geschenk einer Dame ist, in die Essex verliebt werden koennte, wenn er es nicht schon sei. "Denn er ist doch nur ein Mann", sagt sie. "Und wehe der, die ihre Ehre einem Manne anvertrauet hat! Der beste ist noch so schlimm! "84—Um seiner Untreue also zuvorzukommen, will sie ihn je eher je lieber heiraten.
Die Koenigin tritt herein und ist aeusserst niedergeschlagen. Blanca fragt, ob sie die uebrigen Hofdamen rufen soll: aber die Koenigin will lieber allein sein; nur Irene soll kommen und vor dem Zimmer singen. Blanca geht auf der einen Seite nach Irenen ab, und von der andern koemmt der Graf.
Essex liebt die Blanca: aber er ist ehrgeizig genug, auch der Liebhaber der Koenigin sein zu wollen. Er wirft sich diesen Ehrgeiz selbst vor; er bestraft sich deswegen; sein Herz gehoert der Blanca; eigennuetzige Absichten muessen es ihr nicht entziehen wollen; unechte Konvenienz muss keinen echten Affekt besiegen.85 Er will sich also lieber wieder entfernen, als er die Koenigin gewahr wird: und die Koenigin, als sie ihn erblickt, will ihm gleichfalls ausweichen. Aber sie bleiben beide. Indem faengt Irene vor dem Zimmer an zu singen. Sie singt eine Redondilla, ein kleines Lied von vier Zeilen, dessen Sinn dieser ist: "Sollten meine verliebten Klagen zu deiner Kenntnis gelangen: oh, so lass das Mitleid, welches sie verdienen, den Unwillen ueberwaeltigen, den du darueber empfindest, dass ich es bin, der sie fuehret." Der Koenigin gefaellt das Lied; und Essex findet es bequem, ihr durch dasselbe, auf eine versteckte Weise, seine Liebe zu erklaeren. Er sagt, er habe es glossieret86 und bittet um Erlaubnis, ihr seine Glosse vorsagen zu duerfen. In dieser Glosse beschreibt er sich als den zaertlichsten Liebhaber, dem es aber die Ehrfurcht verbiete, sich dem geliebten Gegenstande zu entdecken. Die Koenigin lobt seine Poesie: aber sie missbilliget seine Art zu lieben. "Eine Liebe", sagt sie unter andern, "die man verschweigt, kann nicht gross sein; denn Liebe waechst nur durch Gegenliebe, und der Gegenliebe macht man sich durch das Schweigen mutwillig verlustig."
Vierundsechzigstes Stueck
Den 11. Dezember 1767
Der Graf versetzt, dass die vollkommenste Liebe die sei, welche keine Belohnung erwarte; und Gegenliebe sei Belohnung. Sein Stillschweigen selbst mache sein Glueck: denn solange er seine Liebe verschweige, sei sie noch unverworfen, koenne er sich noch von der suessen Vorstellung taeuschen lassen, dass sie vielleicht duerfe genehmiget werden. Der Unglueckliche sei gluecklich, solange er noch nicht wisse, wie ungluecklich er sei.87 Die Koenigin widerlegt diese Sophistereien als eine Person, der selbst daran gelegen ist, dass Essex nicht laenger darnach handle: und Essex, durch diese Widerlegung erdreistet, ist im Begriff, das Bekenntnis zu wagen, von welchem die Koenigin behauptet, dass es ein Liebhaber auf alle Weise wagen muesse; als Blanca hereintritt, den Herzog anzumelden. Diese Erscheinung der Blanca bewirkt einen von den sonderbarsten Theaterstreichen. Denn Blanca hat die Schaerpe um, die sie dem Cosme abgenommen, welches zwar die Koenigin, aber nicht Essex gewahr wird.88
"Essex. So sei es gewagt!—Frisch! Sie ermuntert mich selbst. Warum will ich an der Krankheit sterben, wenn ich an dem Hilfsmittel sterben kann? Was fuerchte ich noch?—Koenigin, wann denn also,—
Blanca. Der Herzog, Ihre Majestaet,—
Essex. Blanca koennte nicht ungelegener kommen.
Blanca. Wartet in dem Vorzimmer,—
Die Koenigin. Ah! Himmel!
Blanca. Auf Erlaubnis,—
Die Koenigin. Was erblicke ich?
Blanca. Hereintreten zu duerfen.
Die Koenigin. Sag ihm—Was seh' ich!—Sag ihm, er soll warten.—Ich komme von Sinnen!—Geh, sag ihm das.
Blanca. Ich gehorche.
Die Koenigin. Bleib! Komm her! naeher!
Blanca. Was befehlen Ihro Majestaet?—
Die Koenigin. Oh, ganz gewiss!—Sage ihm—Es ist kein Zweifel mehr!– Geh, unterhalte ihn einen Augenblick,—Weh, mir!—Bis ich selbst zu ihm herauskomme. Geh, lass mich!
Blanca. Was ist das?—Ich gehe.
Essex. Blanca ist weg. Ich kann nun wieder fortfahren,—
Die Koenigin. Ha, Eifersucht!
Essex. Mich zu erklaeren.—Was ich wage, wage ich auf ihre eigene
Ueberredung.
Die Koenigin. Mein Geschenk in fremden Haenden! Bei Gott!—Aber ich muss mich schaemen, dass eine Leidenschaft so viel ueber mich vermag!
Essex. Wenn denn also,—wie Ihre Majestaet gesagt, und wie ich einraeumen muss,—das Glueck, welches man durch Furcht erkauft,—sehr teuer zu stehen koemmt; wenn man viel edler stirbt:—so will auch ich,—
Die Koenigin. Warum sagen Sie das, Graf?
Essex. Weil ich hoffe, dass, wann ich—Warum fuerchte ich mich noch?– wann ich Ihre Majestaet meine Leidenschaft bekannte,—dass einige Liebe—
Die Koenigin. Was sagen Sie da, Graf? An mich richtet sich das? Wie?
Tor! Unsinniger! Kennen Sie mich auch? Wissen Sie, wer ich bin?
Und wer Sie sind? Ich muss glauben, dass Sie den Verstand verloren.—"
Und so fahren Ihre Majestaet fort, den armen Grafen auszufenstern, dass es eine Art hat! Sie fragt ihn, ob er nicht wisse, wie weit der Himmel ueber alle menschliche Erfrechungen erhaben sei? Ob er nicht wisse, dass der Sturmwind, der in den Olymp dringen wolle, auf halbem Wege zurueckbrausen muesse? Ob er nicht wisse, dass die Duenste, welche sich zur Sonne erhueben, von ihren Strahlen zerstreuet wuerden?—Wer vom Himmel gefallen zu sein glaubt, ist Essex. Er zieht sich beschaemt zurueck und bittet um Verzeihung. Die Koenigin befiehlt ihm, ihr Angesicht zu meiden, nie ihren Palast wieder zu betreten und sich gluecklich zu schaetzen, dass sie ihm den Kopf lasse, in welchem sich so eitle Gedanken erzeugen koennen.89 Er entfernt sich; und die Koenigin geht gleichfalls ab, nicht ohne uns merken zu lassen, wie wenig ihr Herz mit ihren Reden uebereinstimme.
Blanca und der Herzog kommen an ihrer Statt, die Buehne zu fuellen. Blanca hat dem Herzog es frei gestanden, auf welchem Fusse sie mit dem Grafen stehe; dass er notwendig ihr Gemahl werden muesse, oder ihre Ehre sei verloren. Der Herzog fasst den Entschluss, den er wohl fassen muss; er will sich seiner Liebe entschlagen: und ihr Vertrauen zu vergelten, verspricht er sogar, sich bei der Koenigin ihrer anzunehmen, wenn sie ihr die Verbindlichkeit, die der Graf gegen sie habe, entdecken wolle.
Die Koenigin kommt bald, in tiefen Gedanken, wieder zurueck. Sie ist mit sich selbst im Streit, ob der Graf auch wohl so schuldig sei, als er scheine. Vielleicht, dass es eine andere Schaerpe war, die der ihrigen nur so aehnlich ist.—Der Herzog tritt sie an. Er sagt, er komme, sie um eine Gnade zu bitten, um welche sie auch zugleich Blanca bitte. Blanca werde sich naeher darueber erklaeren; er wolle sie zusammen allein lassen: und so laesst er sie.
Die Koenigin wird neugierig, und Blanca verwirrt. Endlich entschliesst sich Blanca, zu reden. Sie will nicht laenger von dem veraenderlichen Willen eines Mannes abhangen; sie will es seiner Rechtschaffenheit nicht laenger anheimstellen, was sie durch Gewalt erhalten kann. Sie flehet die Elisabeth um Mitleid an: die Elisabeth, die Frau, nicht die Koenigin. Denn da sie eine Schwachheit ihres Geschlechts bekennen muesse: so suche sie in ihr nicht die Koenigin, sondern nur die Frau.90
Fuenfundsechzigstes Stueck Den 15. Dezember 1767
Du? mir eine Schwachheit? fragt die Koenigin.
"Blanca. Schmeicheleien, Seufzer, Liebkosungen, und besonders Traenen, sind vermoegend, auch die reinste Tugend zu untergraben. Wie teuer koemmt mir diese Erfahrung zu stehen! Der Graf—
Die Koenigin. Der Graf? Was fuer ein Graf?—
Blanca. Von Essex.
Die Koenigin. Was hoere ich?
Blanca. Seine verfuehrerische Zaertlichkeit—
Die Koenigin. Der Graf von Essex?
Blanca. Er selbst, Koenigin.—
Die Koenigin (beiseite). Ich bin des Todes!—Nun? weiter!
Blanca. Ich zittere.—Nein, ich darf es nicht wagen—"
Die Koenigin macht ihr Mut und lockt ihr nach und nach mehr ab, als Blanca zu sagen brauchte; weit mehr, als sie selbst zu hoeren wuenscht. Sie hoeret, wo und wie der Graf gluecklich gewesen;91 und als sie endlich auch hoeret, dass er ihr die Ehe versprochen, und dass Blanca auf die Erfuellung dieses Versprechens dringe: so bricht der so lange zurueckgehaltene Sturm auf einmal aus. Sie verhoehnet das leichtglaeubige Maedchen auf das empfindlichste und verbietet ihr schlechterdings, an den Grafen weiter zu denken. Blanca erraet ohne Muehe, dass dieser Eifer der Koenigin Eifersucht sein muesse: und gibt es ihr zu verstehen.
"Die Koenigin. Eifersucht?—Nein; bloss deine Auffuehrung entruestet mich. —Und gesetzt,—ja gesetzt, ich liebte den Grafen. Wenn ich,—ich ihn liebte, und eine andere waere so vermessen, so toericht, ihn neben mir zu lieben,—was sage ich, zu lieben?—ihn nur anzusehen,—was sage ich, anzusehen?—sich nur eine Gedanke von ihm in den Sinn kommen zu lassen: das sollte dieser andern nicht das Leben kosten?—Du siehest, wie sehr mich eine bloss vorausgesetzte, erdichtete Eifersucht aufbringt: urteile daraus, was ich bei einer wahren tun wuerde. Itzt stelle ich mich nur eifersuechtig. Huete dich, mich es wirklich zu machen!"92
Mit dieser Drohung geht die Koenigin ab und laesst die Blanca in der aeussersten Verzweiflung. Dieses fehlte noch zu den Beleidigungen, ueber die sich Blanca bereits zu beklagen hatte. Die Koenigin hat ihr Vater und Bruder und Vermoegen genommen: und nun will sie ihr auch den Grafen nehmen. Die Rache war schon beschlossen: aber warum soll Blanca noch erst warten, bis sie ein anderer fuer sie vollzieht? Sie will sie selbst bewerkstelligen, und noch diesen Abend. Als Kammerfrau der Koenigin muss sie sie auskleiden helfen; da ist sie mit ihr allein; und es kann ihr an Gelegenheit nicht fehlen.—Sie sieht die Koenigin mit dem Kanzler wiederkommen und geht, sich zu ihrem Vorhaben gefasst zu machen.
Der Kanzler haelt verschiedne Briefschaften, die ihm die Koenigin nur auf einen Tisch zu legen befiehlt; sie will sie vor Schlafengehen noch durchsehen. Der Kanzler erhebt die ausserordentliche Wachsamkeit, mit der sie ihren Reichsgeschaeften obliege; die Koenigin erkennt es fuer ihre Pflicht und beurlaubet den Kanzler. Nun ist sie allein und setzt sich zu den Papieren. Sie will sich ihres verliebten Kummers entschlagen und anstaendigern Sorgen ueberlassen. Aber das erste Papier, was sie in die Haende nimmt, ist die Bittschrift eines Grafen Felix. Eines Grafen! "Muss es denn eben", sagt sie, "von einem Grafen sein, was mir zuerst vorkoemmt!" Dieser Zug ist vortrefflich. Auf einmal ist sie wieder mit ihrer ganzen Seele bei demjenigen Grafen, an den sie itzt nicht denken wollte. Seine Liebe zu Blanca ist ein Stachel in ihrem Herzen, der ihr das Leben zur Last macht. Bis sie der Tod von dieser Marter befreie, will sie bei dem Bruder des Todes Linderung suchen: und so faellt sie in Schlaf.
Indem tritt Blanca herein und hat eine von den Pistolen des Grafen, die sie in ihrem Zimmer gefunden. (Der Dichter hatte sie, zu Anfange dieses Akts, nicht vergebens dahin tragen lassen.) Sie findet die Koenigin allein und entschlafen: was fuer einen bequemem Augenblick koennte sie sich wuenschen? Aber eben hat der Graf die Blanca gesucht und sie in ihrem Zimmer nicht getroffen. Ohne Zweifel erraet man, was nun geschieht. Er koemmt also, sie hier zu suchen; und koemmt eben noch zurecht, der Blanca in den moerderischen Arm zu fallen und ihr die Pistole, die sie auf die Koenigin schon gespannt hat, zu entreissen. Indem er aber mit ihr ringt, geht der Schuss los: die Koenigin erwacht, und alles koemmt aus dem Schlosse herzugelaufen.
"Die Koenigin (im Erwachen). Ha! Was ist das?
Der Kanzler. Herbei, herbei! Was war das fuer ein Knall in dem Zimmer der Koenigin? Was geschieht hier?
Essex (mit der Pistole in der Hand). Grausamer Zufall!
Die Koenigin. Was ist das, Graf?
Essex. Was soll ich tun?
Die Koenigin. Blanca, was ist das?
Blanca. Mein Tod ist gewiss!
Essex. In welcher Verwirrung befinde ich mich!
Der Kanzler. Wie? der Graf ein Verraeter?
Essex (beiseite). Wozu soll ich mich entschliessen? Schweige ich: so faellt das Verbrechen auf mich. Sage ich die Wahrheit: so werde ich der nichtswuerdige Verklaeger meiner Geliebten, meiner Blanca, meiner teuersten Blanca.
Die Koenigin. Sind Sie der Verraeter, Graf? Bist du es, Blanca? Wer von euch war mein Retter? wer mein Moerder? Mich duenkt, ich hoerte im Schlafe euch beide rufen: Verraeterin! Verraeter! Und doch kann nur eines von euch diesen Namen verdienen. Wenn eines von euch mein Leben suchte, so bin ich es dem andern schuldig. Wem bin ich es schuldig, Graf? Wer suchte es, Blanca? Ihr schweigt?—Wohl, schweigt nur! Ich will in dieser Ungewissheit bleiben; ich will den Unschuldigen nicht wissen, um den Schuldigen nicht zu kennen. Vielleicht duerfte es mich ebensosehr schmerzen, meinen Beschuetzer zu erfahren, als meinen Feind. Ich will der Blanca gern ihre Verraeterei vergeben, ich will sie ihr verdanken: wenn dafuer der Graf nur unschuldig war."
Aber der Kanzler sagt: wenn es die Koenigin schon hierbei wolle bewenden lassen, so duerfe er es doch nicht; das Verbrechen sei zu gross; sein Amt erfodere, es zu ergruenden; besonders da aller Anschein sich wider den Grafen erklaere.
"Die Koenigin. Der Kanzler hat recht; man muss es untersuchen.—Graf,—
Essex. Koenigin!—
Die Koenigin. Bekennen Sie die Wahrheit.—(Beiseite.) Aber wie sehr fuerchtet meine Liebe, sie zu hoeren! War es Blanca?
Essex. Ich Ungluecklicher!
Die Koenigin. War es Blanca, die meinen Tod wollte?
Essex. Nein, Koenigin; Blanca war es nicht.
Die Koenigin. Sie waren es also?
Essex. Schreckliches Schicksal!—Ich weiss nicht.
Die Koenigin. Sie wissen es nicht?—Und wie koemmt dieses moerderische Werkzeug in Ihre Hand?—"
Der Graf schweigt, und die Koenigin befiehlt, ihn nach dem Tower zu bringen. Blanca, bis sich die Sache mehr aufhellet, soll in ihrem Zimmer bewacht werden. Sie werden abgefuehrt, und der zweite Aufzug schliesst.
Un intento tan indigno,
Corresponded a quien sois,
Y sino bastan avisos,
Mirad que hay Verdugo en Londres,
Y en vos cabeza, harto os digo.
Hasta que el suceso mismo
Muestre como fueron falsos
De mi traicion los indicios,
Y que soy mas leal, cuando
Mas traidor he parecido.
Podra ser, que alguno de ellos
Entregue al otro; que es llano,
Que sera traidor amigo
Quien fue desleal vasallo.
Dar a entender, que los Reyes
Estan en si tan guardados
Que aunque la traicion los busque,
Nunca ha de poder hallarlos;
Y asi el secreto averiguee
Enormes delitos, cuando
Mas que el castigo, escarmientos
De ejemplares el pecado.
Se el suceso de la guerra.
Una inclinacion tan fuerte,
Sin que te hayas ayudado
Del deberle yo la vida?
Rein. Que ciego—Cond. Que temerario—
Rein. Me abates a tal bajeza—
Cond. Me quieres subir tan alto—
Rein. Advierte, que soy la Reina—
Cond. Advierte, que soy vasallo—
Rein. Pues me humillas al abismo—
Cond. Pues me acercas a los rayos—
Rein. Sin reparar mi grandeza—
Cond. Sin mirar mi humilde estado—
Rein. Ya que te miro aca dentro—
Cond. Ya que en mi te vas entrando—
Rein. Muere entre el pecho, y la voz.
Cond. Muere entre el alma, y los labios.
befindet.
El Capitan Virues; insigne ingenio,
Puso en tres actos la Comedia, que antes
Andaba en cuatro, como pies de nino,
Que eran entonces ninas las Comedias,
Y yo las escribi de once, y doce anos,
De a cuatro actos, y de a cuatro pliegos,
Porque cada acto un pliego contenia.
De decirlo, y lo callaba.
Y como me lo entrego,
Ya por decirlo reviento,
Que tengo tal propiedad,
Que en un hora, o la mitad,
Se me hace postema un cuento.
Sera persona mas grave—
No es bien que Flora se alabe
Que el cuento me desfloro.
La purga.—
O que regueeldos tan secos
Me vienen! terrible aprieto.—
Mi estomago no lo lleva;
Protesto que es gran trabajo,
Meto los dedos.—
Y pues la purga he trocado,
Y el secreto he vomitado
Desde el principio hasta el fin,
Y sin dejar cosa alguna,
Tal asco me dio al decillo,
Voy a probar de en membrillo,
O a morder de una accituna.—
Que a un hombre fio su honor,
Siendo tan malo, el mejor.
No subas tanto, busquemos
Mas proporcionada esfera
A tan limitado vuelo.
Blanca me quiere, y a Blanca
Adoro yo ya en mi dueno;
Pues como de amor tan noble
Por una ambicion me alejo?
No conveniencia bastarda
Venza un legitimo afecto.
Mote.
Si acaso mis desvarios
Llegaren a tus umbrales,
La lastima de ser males
Quite el horror de ser mios.
Glosa.
Aunque el dolor me provoca
Decir mis quejas no puedo,
Que es mi osadia tan poca,
Que entre el respeto, y el miedo
Se me mueren en la boca;
Y asi no llegan tan mios
Mis males a tus orejas,
Porque no han de ser oidos
Si acaso digo mis quejas,
Si acaso mis desvarios.
El ser tan mal explicados
Sea su mayor indicio,
Que trocando en mis cuidados
El silencio, y vos su oficio,
Quedaran mas ponderados:
Desde hoy por estas senales
Sean de ti conocidos,
Que sin duda son mis males
Si algunos mal repetidos
Llegaren a tus umbrales.
Mas ay Dies! que mis cuidados
De tu crueldad conocidos,
Aunque mas acreditados,
Seran menos adquiridos.
Que con los otros mezclados:
Porque no sabiendo a cuales
Mas tu ingratitud se deba
Viendolos todos iguales
Fuerza es que en comun te mueva
La lastima de ser males.
En mi este afecto violento
Tu hermoso desden le causa;
Tuyo, y mio es mi tormento;
Tuyo, porque eres la causa;
Y mio, porque yo le siento:
Sepan, Laura, tus desvios
Que mis males son tan suyos,
Y en mis cuerdos desvarios
Esto que tienen de tuyos
Quite el horror de ser mios.
Es muessen aber eben nicht alle Glossen so symmetrisch sein als diese. Man hat alle Freiheit, die Stanzen, die man mit den Zeilen des Mote schliesst, so ungleich zu machen, als man will. Man braucht auch nicht alle Zeilen einzuflechten; man kann sich auf eine einzige einschraenken und diese mehr als einmal wiederholen. uebrigens gehoeren diese Glossen unter die aelteren Gattungen der spanischen Poesie, die nach dem Boscan und Garcilasso ziemlich aus der Mode gekommen.
Es el que en si mismo quieto
Descansa, sin atender
A mas paga, o mas intento:
La correspondencia es paga,
Y tener por blanco el precio
Es querer per granjeria.—
––
Dentro esta del silencio, y del respeto
Mi amor, y asi mi dicha esta segura,
Presumiendo tal vez (dulce locura!)
Que es admitido del mayor suieto.
Dejandome enganar de este concepto,
Dura mi bien, porque mi engano dura;
Necia sera la lengua, si aventura
Un bien que esta seguro en el secreto.—
Que es feliz quien no siendo venturoso
Nunca llega a saber, que es desdichado.
Puedo morir de remedio,
Digo pues, ea, osadia,
Ella me alento, que temo?—
Que sera bien que a tu Alteza—
(Sale Blanca con la banda puesta.)
Bl. Senora, el duque—Cond. A mal tiempo
Viene Blanca. Bl. Esta aguardando
En la antecamara—Rein. Ay, cielo!
Bl. Para entrar—Rein. Que es lo que miro!
Bl. Licencia. Rein. Decid;—que veo!—
Decid que espere;—estoy loca!
Decid, andad. Bl. Ya obedezco.
Rein. Venid aca, volved. Bl. Que manda
Vuestra Alteza? Rein. Ei dano es cierto.
Decidle—no hay que dudar—
Entretenedle un momento—
Ay de mi!—mientras yo salgo—
Y dejadme. Bl. Que es aquesto?
Y voy. Cond. Ya Blanca se fue,
Quiero pues volver—Rein. Ha celos!
Cond. A declararme atrevido,
Pues si me atrevo, me atrevo
En fe de sus pretensiones.
Rein. Mi prenda en poder ajeno?
Vive Dios, pero es vergueenza
Que pueda tanto un afecto
En mi. Cond. Segun lo que dijo
Vuestra Alteza aqui, y supuesto,
Que cuesta cara la dicha,
Que se compra con el miedo,
Quiero morir noblemente.
Rein. Porque lo decis? Cond. Que espero
Si a vuestra Alteza (que dudo!)
Le declarase mi afecto,
Algun amor—Rein. Que decis?
A mi? como, loco, necio,
Conoceisme? Quien soy yo?
Decid, quien soy? que sospecho,
Que se os huyo la memoria.—
Y agradeced el que os dejo
Cabeza, en que se engendraron
Tan livianos pensamientos.
No a la voluntad mudable
De un hombre este yo sujeta,
Que aunque no se que me olvide,
Es necedad, que yo quiera
Dejar a su cortesia
Lo que puede hacer la fuerza.
Gran Isabela, escuchadme,
Y al escucharme tu Alteza,
Ponga aun mas que la atencion,
La piedad con las orejas.
Isabela os he llamado
En esta ocasion, no Reina,
Que cuando vengo a deciros
Del honor una flaqueza
Que he hecho como mujer,
Porque mejor os parezca,
No Reina, mujer os busco.
Solo mujer os quisiera.—
rein. y vino a verte? bl. pluguiera
a dios, que no fuera tanta
mi desdicha, y su fineza.
vino mas galan que nunca,
y yo que dos veces ciega,
por mi mal, estaba entonces
del amor, y las tinieblas—
anadiendole una letra.
rein. que decis? bl. senora, que
si acaso posible fuera,
a no ser vos la que dice
esas palabras, dijera,
que eran celos. rein. que son celos?
no son celos, es ofensa
que me estais haciendo vos.
supongamos, que quisiera
al conde en esta ocasion;
pues si yo al conde quisiera
y alguna atrevida, loca
presumida, descompuesta
le quisiera, que es querer?
que le mirara, o le viera;
que es verle? no se que diga.
no hay cosa que menos sea—
no la quitara la vida?
la sangre no le bebiera?—
los celos, aunque fingidos,
me arrebataron la lengua,
y dispararon mi enojo—
mirad que no me deis celos,
que si fingidos se altera
tanto mi enojo, ved vos,
si fuera verdad, que hiciera—
escarmentad en las burlas,
no me deis celos de veras.
conde, vos traidor? vos, blanca? el juicio esta indiferente, cual me libra, cual me mata. conde, bianca, respondedme! tu a la reina? tu a la reina? oid, aunque confusamente: ha, traidora, dijo el conde. blanca, dijo: traidor eres. estas razones de entrambos a entrambas cosas convienen: uno de los dos me libra, otro de los me ofende. conde, cual me daba vida? blanca, cual me daba muerte? decidme!—no lo digais, que neutral mi valor quiere, per no saber el traidor, no saber el inocente. mejor es quedar confusa, en duda mi juicio quede, porque cuando mire a alguno, y de la traicion me acuerde, a pensar, que es el traidor, que es el leal tambien piense. yo le agradeciera a blanca, que ella la traidora fuese, solo a trueque de que el conde fuera el, que estaba inocente.—
