Kitabı oku: «Die Gefährtin des Commanders»
Die Gefährtin des Commanders
Das Interstellare Bräute® Programm, Band 15
Grace Goodwin

Inhalt
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute® Programm
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute® Programm
Bücher von Grace Goodwin
Also by Grace Goodwin
Hole dir jetzt deutsche Bücher von Grace Goodwin!
Grace Goodwin Links
Über Die Autorin
Die Gefährtin des Commanders Copyright © 2020 durch Grace Goodwin
Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen
von KSA Publishing Consultants Inc.
Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.
Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor
Bildnachweis: Deposit Photos: sdecoret, Romariolen
Anmerkung des Verlags:
Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.
Willkommensgeschenk!
Trage dich für meinen Newsletter ein, um Leseproben, Vorschauen und ein Willkommensgeschenk zu erhalten!
http://kostenlosescifiromantik.com
Interstellare Bräute® Programm
DEIN Partner ist irgendwo da draußen. Mach noch heute den Test und finde deinen perfekten Partner. Bist du bereit für einen sexy Alienpartner (oder zwei)?
Melde dich jetzt freiwillig!
interstellarebraut.com
1

Commander Karter, Schlachtschiff Varsten, Sektor 438
„Sie sollten doch gar nicht hier sein, Commander. Ich kann das übernehmen.“ Mein zweiter Befehlshaber, Vice Commander Bard, schritt Schulter an Schulter neben mir wie schon seit über einem Jahrzehnt. Wir waren beide auf Schlachtschiffen geborene Prillon-Krieger, und ich konnte mich darauf verlassen, dass er die Dinge beim Namen nennen würde, auch wenn ich sie nicht hören wollte.
In diesem Moment nannte Bard die Dinge beim Namen. Mich in diesem Schrotthaufen von einem Schlachtschiff aufzuhalten, war nicht die weiseste Entscheidung, die ich je getroffen hatte. Und doch hatte ich keine Wahl. Ich musste mir das Ausmaß der Zerstörung selbst ansehen. Commander Varsten war ein ausgezeichneter Stratege, ein kampferprobter Krieger, und er wurde vermisst. Ich konnte nicht so recht glauben, dass seine halbe Kampfflotte innerhalb nur weniger Stunden vernichtet worden war. Die Kampfgruppe Varsten war dezimiert worden.
„Über den Bildschirm hätte ich keinen getreuen Eindruck von der Situation bekommen.“ Manche Dinge musste man selbst gesehen haben.
Bard stieg über eine angesengte Blutlache auf dem Boden hinweg, und sein ansonsten so ausdrucksloses Gesicht verzog sich. „Nein, das hätten Sie wohl nicht.“
Als die Notrufe der Überlebenden eintrafen, hatte ich ihnen nicht geglaubt. Ich hatte nicht glauben können, dass fast eine gesamte Kampfgruppe einfach so ausradiert worden war.
Doch hier standen wir nun, in den Trümmern eines Schiffes, das einst das Zuhause von fast zweitausend Kriegern, ihren Gefährtinnen und Kindern gewesen war. Draußen waren drei von Varstens Versorgungsschiffen zu einem Haufen Fragmente zerschossen worden, die nun im tiefen Schwarz des Alls herumschwebten. Das Schlachtschiff selbst trieb auf den nächstgelegenen Planeten zu. Die schwachen Triebwerke schafften es nicht so recht, dem unerbittlichen Sog seiner Schwerkraft entgegenzuwirken, da der Hauptantrieb zerstört worden war. Die metallenen Korridore knarrten und ächzten unter unseren Stiefeln, und durch unsere Helme hindurch saugten wir die üblen Gerüche von versengtem Schiff und Tod in unsere Lungen.
Die Verwüstung war umfassend. Die Außenhaut in diesem Abschnitt war nicht mehr intakt, und unsere Sauerstoffhelme waren eine Notwendigkeit, da es keine Atemluft mehr gab. Nur etwa die Hälfte des großen Schiffes war noch intakt, und was übrig war, war leer. Eine Handvoll Leichen war alles, was noch blieb. Ich war höllisch dankbar dafür, dass wir auf unserer Suche bisher noch nicht auf ermordete Frauen oder unschuldige Kinder gestoßen waren. Anscheinend war es den Kriegern, die dieses Schiff ihr Zuhause genannt hatten, gelungen, ihre Familien in Sicherheit zu bringen. Aber wie das alles überhaupt möglich gewesen war, blieb ein Rätsel. Verdammt, diese gesamte Situation war nichts als ein Haufen Fragen, auf die es noch keine Antwort gab.
Wir wandelten durch die Korridore von Commander Varstens Schlachtschiff. Nicht mein Schiff. Nicht meine Leute. Nicht mein Sektor des Weltalls. Aber jetzt gehörten sie alle mir. Die Toten, die in diesen Korridoren lagen und in der kalten Leere des Alls außerhalb des Schiffes trieben, das waren meine Leute. Dieses kaum funktionstüchtige Wrack war nun meine Verantwortung.
Sie gehörten mir. Da ihr Commander verschollen war, waren die Überlebenden, die den direkten Angriff auf dieses Schiff überstanden hatten, sowie auch die anderen Mitglieder der Kampfgruppe, die sich in Sicherheit bringen konnten, nun mir unterstellt. Und es handelte sich um eine schockierende Anzahl von Varstens Leuten, die in den verbleibenden Transport- und Versorgungsschiffen zusammengepfercht auf der anderen Seite des nächstgelegenen Sterns versteckt waren. Es war, als hätte Varsten gewusst, dass der Angriff kommen würde, und sein gesamtes Volk und die halbe Flotte aus der Gefahrenzone geschickt, bevor der Hive zuschlagen konnte.
Aber das ergab keinen Sinn. Warum würde er alles nicht-essenzielle Personal evakuieren und wissentlich ein Schlachtschiff der Eliteklasse in eine Falle manövrieren? Wofür ein Schlachtschiff und mehrere Versorgungsschiffe opfern? Und Sektor 438 der Übernahme durch den Hive ausliefern? Dieser Bereich des Weltraums war ein Nachbargebiet zu meinem eigenen. Varsten und ich hatten uns oft per Kommunikator unterhalten, Strategien und Hive-Aktivität besprochen. Er war ein geduldiger Mann gewesen, mit zwei Jahrzehnten mehr Kampferfahrung als ich. Ein weiser Kommandant. Er würde nichts ohne guten Grund unternommen haben. Herauszufinden, was hier vorgefallen war, war meine oberste Priorität.
Und auch, die Angriffsflotte des Hive aufzufinden und zu zerstören, die diese Verwüstung angerichtet hatte. Ich war gemeinsam mit einem ganzen Geschwader von medizinischem, militärischem und unterstütztem Personal vom Schlachtschiff Karter hierher transportiert, nachdem wir den Notruf von jenen empfangen hatten, die in das sichere Versteck geschickt worden waren. Aber die hatten sich nicht während des Hive-Angriffs gemeldet, sondern erst, nachdem der Angriff vorbei war.
Stunden danach. Dafür hatten wir derzeit noch keine Erklärung.
Sieben Stunden, genau gesagt. Wir hatten einen Kommunikator-Ruf von jenen empfangen, die sich auf den anderen Schiffen versteckt hatten. Leider befanden sich unter ihnen keine hochrangigen Offiziere. Niemand schien zu wissen, was Commander Varsten dazu bewegt hatte, solch radikale und unerklärliche Entscheidungen zu treffen.
Nichts ergab Sinn. Gar nichts.
„Wo ist die Kommando-Crew?“, fragte ich.
„Das wissen wir nicht“, antwortete er, während unsere Stiefel mit jedem Schritt hallten. „Wer von Varstens Kampfgruppe übrig ist, der befindet sich auf der anderen Seite des Sterns. Das radioaktive Feld des Sterns verzerrt unsere Kurzstrecken-Kommunikation, und sie weigern sich, ihre Quanten-Kommunikationsverbindungen zu aktivieren.“
„Wollen Sie mir erzählen, dass er seine gesamte Kampfgruppe minus der Kommando-Crew in ein Versteck geschickt hat, in... was, Sicherheit?“
Er nickte. „Genau so scheint es.“
„Haben wir Schiffe im Sektor 437 zur Verfügung, die hierher kommen und sie sicher durch eine manuelle Evakuierung führen könnten? Die Koalition wird diese Schiffe nicht aufgeben wollen.“ Die anderen Fracht- und Versorgungsschiffe—jene, die sich dem Angriff fernhalten konnten—verfügten über Transporter-Technologie, aber die war nicht dafür vorgesehen, mit dem Transport von fast fünftausend Leuten fertig zu werden.
Das zentrale Schlachtschiff beherbergte eintausendvierhundert Krieger samt Familien und diente außerdem als Landeplatz für kleinere Angriffsschiffe. Das Schiff selbst war schwer gepanzert und mit Blaster-Technologie bestückt, um die kleineren Schiffe im Umfeld verteidigen zu können. Jeder Kommandant einer Kampfgruppe hatte das Kommando über ein Schlachtschiff und zehn bis zwölf kleinere Versorgungsschiffe. Jede Gruppe, die als Kampfgruppe bezeichnet wurde, war nach ihrem Kommandanten benannt und verantwortlich für einen Sektor im Weltraum. Eine vollständig besetzte Kampfgruppe mit allen Schiffen umfasste knapp fünftausend Leute.
Das waren zu viele, um sie in kurzer Zeit transportieren zu können. Die Kurzstrecken-Angriffsschiffe vom Schlachtschiff Karter waren nicht dafür geeignet, es ohne Hilfe in den Sektor 438 zu schaffen, und die Schiffe, die sich noch hier im Dock von Schlachtschiff Varsten befanden, waren alle zerstört.
Die beste Option war es, so viele Leute wie möglich in die Kampfgruppe Karter zu transportieren und die restlichen Fracht- und Versorgungsschiffe aus Varstens Flotte umgehend auf einen Kurs zu setzen, der sie zu einem Treffpunkt mit der Karter bringen würde. Aber das würde bedeuten, dass die kleineren Schiffe aus Varstens Gruppe unbegleitet und einem Angriff ausgeliefert sein würden. Und selbst das setzte voraus, dass Primus Nial und die anderen Flottenkommandanten einwilligen würden, diesen Sektor des Weltalls aufzugeben.
Und das war unwahrscheinlich. Vielmehr ging ich davon aus, dass Primus Nial mir auftragen würde, meine Flotte und Ressourcen aufzuteilen und beide Sektoren 437 und 438 zu halten, bis Ersatz für Commander Varstens Flotte und Personal gefunden worden war. Primus Nial würde ein neues Schlachtschiff in Betrieb nehmen lassen und einen neuen Kommandanten in diesen Bereich abbestellen. Doch das würde Zeit brauchen.
Und diese Zeit würde uns der Hive wohl nicht geben.
Bard klang so grimmig, wie ich mich fühlte. „Ein paar. Wenn die Überlebenden jetzt gleich aufbrechen, könnten sie in etwa sechsunddreißig Stunden mit unseren Versorgungsschiffen zusammentreffen. Aber die Piloten von Varsten weigern sich, sich in Bewegung zu setzen. Sie sagen, dass sie strikte Anweisungen von Commander Varsten haben, sich nicht vom Fleck zu rühren, aber sie wissen nicht, warum.“
„Und wo zur Hölle ist Commander Varsten?“ Das war die Frage, auf die ich am dringlichsten eine Antwort brauchte. Wo war mein alter Freund, und was zum Geier hatte er sich dabei gedacht?
Bards Lippen pressen sich zu einem dünnen Strich zusammen. „Tot. Sie fanden seine Leiche im Pilotensitz eines Angriffs-Shuttles. Er flog Unterstützungsmanöver, beschützte das Hauptschiff. Und er war alleine.“
„Kein Co-Pilot?“ Er war tot, und damit scheinbar auch meine Hoffnungen darauf, Antworten zu finden.
„Niemand. Kein Navigator. Kein Funktechniker. Er war solo unterwegs.“
Noch ein Rätsel, für dessen Lösung ich keine Zeit hatte. Knapp fünftausend Leute waren derzeit auf Schiffen gestrandet, die nur für halb so viele Passagiere ausgestattet waren. Und ihr Schlachtschiff war weg. Nun ja, wir standen auf dem, was davon übrig war. Nicht funktionstüchtig und nicht bewohnbar. Selbst wenn der Rest von Varstens Kampfgruppe sich hinter dem Stern hervortrauen würde, würden sie kein Schlachtschiff haben, das sie beschützte. Wenn sie überhaupt zurückkehrten... wenn wir sie hier zurückließen, alleine und ungeschützt, würden sie fette Beute für den Hive sein. Und das bedeute fünftausend weitere Hive-Drohnen, Soldaten, Brutkörper.
Nein.
„Wie viele Überlebende auf den anderen Schiffen? Haben wir eine Opferzahl?“, fragte ich. Nur eine Handvoll toter Krieger, über die Korridore verstreut. Ich wollte gar nicht daran denken, dass der Hive sich womöglich den Rest geholt hatte. Es schien nicht möglich zu sein. Andererseits hatte ich schon Schlimmeres gesehen.
Bard blickte auf das Tablet hinunter, das er bei sich trug. „Nur drei Überlebende bisher. Wir haben zwanzig Tote gezählt, einschließlich Commander Varsten, aber wir haben noch nicht das ganze Schiff abgesucht.“
„Was zur Hölle hat er sich dabei gedacht?“
Vice Commander Bard antwortete nicht auf meine Frage. Ich wusste, dass er die Antwort darauf auch nicht kannte. Stattdessen sagte er: „Zwei Mitglieder seiner Kommandocrew sind zu den ReGen-Kapseln auf der Karter transportiert worden.“
Die Götter seien verdammt, vielleicht würden die ja wissen, was hier vor sich ging. „Und der dritte Überlebende?“
Als mein Vize nicht sofort antwortete, blieb ich stehen. Das zwang ihn dazu, ebenfalls anzuhalten. Er war ein starker Prillon-Krieger, und ich vertraute auf sein Urteilsvermögen und seinen Instinkt. In diesem Fall löste sein Schweigen in mir die Alarmglocken aus. Als wäre die Auslöschung von fast einer gesamten Kampfgruppe nicht schlimm genug. Die Kampfgruppe Varsten schützte Sektor 438 schon, seit ich ein kleiner Junge war. Die Zerstörung um mich herum war unvorstellbar. Wie auch Varstens Tod.
„Er ist vom I.C., und er weigert sich, zu reden.“
Ich schloss einen Moment lang die Augen und ließ diesen zusätzlichen Irrsinn auf mich wirken. Intelligence Core. Der Geheimdienst der Koalition. Die dunkle Seite der Flotte. „Verdammte Scheiße. Wo ist er? Ich bringe ihn schon zum Reden.“
Bard zog eine Braue hoch. „Sollten wir Commander Phan dazu holen?“ Er grinste, und seine kupferfarbene Haut und Bronze-Augen waren gespannt auf meine Antwort. „Ich bin mir sicher, dass sie einem der Ihren nur liebend gern auf den Zahn fühlen würde.“
Vor ein paar Jahren wäre das noch zutreffend gewesen. Inzwischen war die Erdenfrau Mutter geworden. Eine Gefährtin. Und dauerhaft in meinem Kommando. Sie hatte vor kurzem erst meine gesamte Kampfgruppe gerettet, als sie mit einem verseuchten Biest aufgetaucht war und ein ganzes Netzwerk von unsichtbaren Minen, die der Hive im All verteilt hatte, entschärft hatte. Diese Minen hatten meine sämtlichen Schiffe in der Mangel gehabt. „Sie ist zu wertvoll. Ich werde es nicht riskieren, sie hierher zu bringen.“
Das Zischen von geborstenen Abluftrohren, das Ächzen von Metall, das sich nach der Explosion verzog, die tiefen Stimmen, die in der Ferne Anweisungen gaben, Aufgaben verteilten, um diesen Scheißhaufen aufzuräumen, umgaben uns. Zerstörung war mir nichts Neues, aber das hier war...persönlich. Zu nahe, zumindest so nahe, wie man es in einer verdammten Kampfgruppe haben konnte.
„Sie sind doch hier“, entgegnete er.
„Ich bin niemand“, sagte ich schlicht.
Bard öffnete den Mund und wollte widersprechen, dann schloss er ihn wieder. Er wusste, wie ich darüber dachte. Ich war in allererster Linie ein Krieger. Ich kämpfte. Ich tötete. Ich beschützte meine Leute, das Volk, das durch den Hive-Angriff meines geworden war. Und wenn ich starb? So sei es. Ein anderes Mitglied meiner Militärfamilie, oder ein anderer würdiger Prillon-Krieger, würde das Kommando übernehmen. Ich war ein Rädchen im Getriebe der Koalitionsflotte. Ich war ein Krieger. Nichts weiter.
„Chloe ist beim I.C., Karter“, fuhr er fort. „Sie kann auf sich aufpassen.“ Ich fragte mich oft, wie intelligent diese Truppe wirklich sein wollte, wo sie uns doch die meiste Zeit mehr Scherereien einbrockte, als hilfreich zu sein. Aber dann kam doch immer wieder mal jemand wie Commander Chloe Phan daher und rettete uns allen den Arsch. Ich hasste ihre Geheimniskrämerei, aber wie alle Krieger musste ich anerkennen, dass Spione und verdeckte Operationen ein notwendiges Übel waren. Kein Schlachtkommandant konnte einen Krieg gewinnen, ohne Informationen über den Feind zu haben. Und die knallharten Mistkerle, die im I.C. dienten, waren die besten. Einschließlich Commander Phan von der Erde. Aber es war auch meine Aufgabe, sie zu beschützen. Sie war die Gefährtin von zwei meiner besten Kriegern, und Mutter ihrer Kinder. Es bestand kein Bedarf, ihr Wohlergehen in diesem Chaos hier aufs Spiel zu setzen, besonders, da wir überhaupt keine Antworten hatten. Einen I.C.-Kommandanten mit verschlossenen Lippen konnte ich auch alleine verprügeln.
„Sie ist eine Mutter“, sagte ich.
Bard grinste. „Ich werde sie wissen lassen, dass Sie das gesagt haben.“
„Warum erklären Sie Dara und ihrem kleinen Brüderchen nicht, dass Sie das Leben ihrer Mutter zu Ihrer Belustigung aufs Spiel gesetzt haben?“ Jetzt war ich mit Grinsen an der Reihe, und ich sorgte dafür, dass er jeden Zentimeter meiner Zähne sehen konnte—damit ich Bard besser die Kehle rausreißen konnte. „Wenn Sie meine Dara zum Weinen bringen, werde ich Sie zermalmen.“
Wir schritten weiter.
Dara war wunderschön, mit schwarzen Haaren und grünen Augen, genau wie ihre Mutter. Ich liebte sie, als wäre sie meine eigene Tochter. Sie war klein, aber furchtlos. Und die Momente, in denen sie ihre kleine Hand in meine legte, waren die einzigen, in denen ich mich als mehr fühlte als nur eine Killermaschine. Ich würde nichts unternehmen, was ihrem kleinen Herzen Schmerz bereiten konnte. Dazu gehörte, das Leben ihrer Mutter aufs Spiel zu setzen, wenn es nicht absolut notwendig war. Ihr kleines Brüderchen Christopher war voller Feuer und Neugier, ein aufgewecktes Kerlchen. Aber es war Daras süße Unschuld, die mich bei Verstand hielt, mir einen Grund gab, weiter zu kämpfen.
Bard verspottete mich mit einem Lachen, aber er behielt seine weiteren Ansichten für sich. Er brachte mich zu dem einzigen Überlebenden, auf der Kommandobrücke eines kleinen Frachtschiffes. Wir stiegen unterwegs über Leichen, und eine mörderische Wut wallte mit jedem Tropfen Blut, der an meinen Stiefeln klebte, höher auf.
„Warum haben sie die Toten zurückgelassen?“, fragte Bard.
Ein Hive-Angriff endete für gewöhnlich in einem Komplettverlust jeglicher Besatzung. Keine Leichen. Keine Überlebenden. Die Koalitionsflotte war bisher davon ausgegangen, dass der Hive etwas Unappetitliches mit den Toten anstellte, aber das hatte ich den I.C. nie gefragt. Ich hatte kein Bedürfnis danach, die Antwort zu kennen. Was sie mit den Lebenden anstellten, war schrecklich genug, und ich hatte schon so genug Albträume. „Das weiß ich nicht. Vielleicht hat der I.C.-Offizier Antworten für uns.“
Antworten, die ich gar nicht wollte. Aber wollen war ein Luxus, den ich schon vor Jahren aufgegeben hatte.
Wenige Minuten später fuhren wir im verbleibenden funktionstüchtigen Fahrstuhl auf die Kommandobrücke des Schlachtschiffs und betraten sie durch eine Not-Luftschleuse, die meine Crew aufgebaut hatte. Sobald wir eingetreten waren, nahmen Bard und ich unsere Helme ab und blickten uns um. Ein Prillon-Krieger saß im Sitz des Navigators, den Kopf in die Hände gestützt. Sein Haar war von hellem Gold, und seine Haut war hell. Er war groß, sein Körper ein wahrer Berg in dem kleinen Sitz. Aber als er mir sein Gesicht zuwandte, erstarrte mein Körper vor Schreck.
2

Erica Roberts, Abfertigungszentrum des Interstellaren Bräute-Programms, Erde
Es war dunkel, aber ich konnte hören, wie meine Krieger sich näherten, mich umringten, mich berührten.
Mich für sich wollten.
Ich wartete schon wochenlang auf diesen Moment. Hatte mich danach gesehnt, dass sie endlich einwilligten und mich gemeinsam vor den Zeugen nahmen...
Der Gedanke ließ mich erstarren, und mein Herz raste. Die harte Erinnerung an den Test-Stuhl im kalten, klinischen Zimmer im Bräute-Testzentrum drang in mein Bewusstsein ein. Mein Herz pochte, aber nicht aus Angst, sondern aus Vorfreude.
Denn so sehr das Hirn dieser Frau, wer immer sie war, diese Besitznahme begehrte—ich begehrte sie ebenso. Das hier war nicht mein Körper. In einem weit entfernten, rationalen Teil meines Ichs wusste ich das. Aber es fühlte sich echt an.
Es war ein Traum, aber auch wieder nicht. Aber es fühlte sich verdammt echt an. Für sie war es echt, und irgendwie teilte ich dieses Erlebnis mit ihr.
Als eine große Hand mich im Nacken packte und die warme Brust meines Gefährten sich an meinen nackten Rücken presste, schlüpfte ich wieder in den Traum hinein, oder in die Halluzination—was immer es war. Mir war völlig egal, ob es echt war oder nicht. Ich brauchte die Berührung meiner Gefährten.
Der Krieger hinter mir hob mein Kinn hoch. Die warme Hand um meinen Hals signalisierte mir deutlich, wer das Sagen hatte. Um uns herum hörte ich einen Sprechgesang von männlichen Stimmen, mindestens sechs, vielleicht sieben. Die Zuseher.
Nein, die Zeugen dieser Besitznahme. Die handverlesenen Ehrenträger meiner Gefährten, die sich meinem Schutz verschworen hatten. Sie würden zusehen...
Bevor meine Gedanken diesem Pfad folgen konnten, schob der Mann hinter mir einen Finger in meine sehnsüchtige Pussy, und ich keuchte auf, drückte mich ihm entgegen.
„So feucht, Gefährtin. Bist du für uns bereit?“ Seine Freude über meine Willigkeit pochte über unsere Verbindung, den Gefährtenkragen, den ich um meinen Hals spürte. Irgendwie verband dieser Kragen uns. Uns alle drei. Wie? Das wusste ich nicht. Ich spürte es nur.
Mein Verstand trat wieder an die Oberfläche, und wie durch einen wirren Nebel hindurch versuchte ich, die Gedanken der anderen Frau zu verarbeiten. Alle drei? Ich hatte zwei Gefährten? Wollte ich überhaupt zwei Gefährten? Zwei Münder. Vier Hände.
Zwei Schwänze.
Und einer von ihnen hatte einen Finger in meiner Pussy.
Gott, ja. Ich konnte an nichts anderes mehr denken, schmolz zu einer Pfütze von Lust zwischen zwei harten Prillon-Kriegern. Meinen Kriegern.
Und so wusste ich auch, dass mein primärer Gefährte uns beobachtete, sein Schwanz hart und schwer vor Verlangen. Er hielt sich zurück, um die Lust dieses Augenblickes hinauszuzögern. Seine Emotionen, seine Lust, ertränkten mich, überwältigten uns beide über die Kragen, während mein sekundärer Gefährte mit seinen dicken Fingern in meiner Pussy ein und aus pumpte. Ich wollte, dass sie mich fickten, in Besitz nahmen, mich zu ihrem Eigentum machten. Auf der Stelle. Ich war bereit, mich hinzugeben. Ihnen alles zu geben. Vor dem gesamten verdammten Schiff vor Lust zu schreien, wenn es sein musste.
Ich brauchte sie. In mir. Ich brauchte einen Orgasmus.
Brauchte. Wollte. Begehrte.
Begierig wollte ich nach ihm greifen, aber ich stellte fest, dass meine Arme lose über meinem Kopf zusammengebunden waren, nicht gestreckt, nur... aus dem Weg geräumt. Es ergab keinen Sinn, aber es schien, als war mir keinerlei Kontrolle erlaubt.
Ich brauchte es, zu spüren. Sonst nichts.
Ich war nackt, und die warme Luft blies sanft über meine Haut, kühl an der nassen Hitze meiner offenen Pussy. Ich war so positioniert, als würde ich auf einem Stuhl sitzen, aber es gab keine Sitzfläche. Meine Beine waren weit zu beiden Seiten gespreizt, meine Schenkel und mein Gewicht auf etwas gestützt, das ich nicht sehen konnte, und mein Hintern hing...über einer Schaukel. Offen und nackt. Eine Schaukel? Ich verstand es nicht, aber das musste ich auch nicht.
„Nimmst du meine Besitznahme an, Gefährtin? Gibst du dich mir und meinem Sekundär frei hin, oder wünscht du, einen anderen primären Gefährten zu wählen?“ Gott, das Brummen in dieser Stimme brachte mich alleine schon fast zum Kommen. Mein sekundärer Gefährte hörte auf, seine Finger zu bewegen, und packte meinen Hals fester, gerade richtig. Meine Pussy krampfte sich um seine Finger zusammen, und ich stöhnte. Ich brauchte mehr.
Ich leckte mir über die Lippen. „Ich nehme eure Besitznahme an, Krieger.“ Und beeilt euch doch verdammt noch mal, bitte! Ich wusste, dass sie meine Begierde über unsere Gefährtenkragen spüren konnten. Die telepathische Verbindung verband uns auf eine Weise, die ich nicht verstand. Ich konnte ihr Begehren spüren, als wäre es mein eigenes. Ihre Lust. Besitzgier.
Liebe.
Gott, ja, da war Liebe.
Und mit einem Mal existierte Erica Roberts von der Erde nicht mehr. Ich gab mich völlig hin, versank tiefer in dem Traum. Spürte. Ich wollte diesen Ort nicht verlassen, diese Krieger. Dieses Gefühl. Ganz und gar nicht.
„Dann nehme ich dich in Besitz, durch das Ritual der Benennung. Du gehörst mir, und ich würde jeden anderen Krieger außer meinem Sekundär töten, der es wagt, dich anzufassen.“ Mein primärer Gefährte sprach den Schwur mit einem Tonfall, den ich noch nie zuvor gehört hatte. So feierlich. Er meinte seine Worte absolut ernst. Er würde töten, um mich zu beschützen.
Er trat zwischen meine gespreizten Beine, und mein sekundärer Gefährte zog seine Finger aus meiner Pussy hervor und nutzte die nassen Fingerspitzen, um damit meine Pussylippen zu spreizen, mich für den Schwanz meines primären Gefährten zu öffnen. Während der erste mich füllte, sprach der Gefährte in meinem Rücken seinen eigenen Schwur. „Du gehörst jetzt uns. Du gehörst mir, und ich gehöre dir. Ich würde sterben, um dich und deine Nachkommen zu beschützen. Töten, um dich zu beschützen. Meins. Für immer, Gefährtin.“
Ich schrie auf, als der erste Mann vorwärts stieß, sein Weg erleichtert durch meine Begierde und die Hilfestellung meines sekundären Gefährten. Ich wurde weit gedehnt, gefüllt. Als er völlig eingedrungen war, tief und dick, wanderte die Hand meines sekundären Mannes an meinen Hintern und zerrte sanft an dem Stöpsel, den ich bisher noch nicht bemerkt hatte. Wie war mir etwas so Wollüstiges entgangen? So... verwegen. Das Teil glitt mit Leichtigkeit heraus, und mein sekundärer Gefährte schob seine Finger tief in meinen Hintern. Ich keuchte über das Eindringen, darüber, mich so voll zu fühlen. Bisher hatte noch nie jemand mit meinem Hintern gespielt, geschweige denn ihn gefüllt. Und das nicht nur mit einem kleinen Stöpsel oder einem Finger, sondern gleich mehreren.
Ich krampfte zusammen, atmete tief in die Intensität hinein.
Ich war nass dort, und welches Gleitmittel er auch eingesetzt hatte, es funktionierte so gut, dass ich geradezu darum betteln wollte, dass er mich endlich fickte. Ich hatte keine Ahnung, dass es sich so gut anfühlen konnte.
Aber ich wollte nicht seine Finger; ich wollte seinen Schwanz. Ich wollte sie beide in mir. Tief. Gemeinsam. Mich fickend. Mich zu ihrem Eigentum machend. „Bitte. Bitte. Ich brauche euch.“ Ich bettelte. Es war mir egal. Sie gehörten mir, wahrlich und wahrhaftig mir. In mir war keine Scham, keine Zurückhaltung. „Biiiiiitteeeee.“ Ich riss an den Fesseln um meine Handgelenke, zog die Muskeln in meiner Pussy kräftig um den riesigen Schwanz in mir zusammen.
Der Sprechgesang verklang. Ich hatte unsere Zeugen ganz vergessen, war zu abgelenkt gewesen von meinen Gefährten, um auf etwas anderes zu achten als auf uns. „Mögen die Götter euch bezeugen und beschützen.“,
Die Worte drangen kaum zu mir durch, bevor der Gefährte vor mir meine Lippen eroberte, mich küsste, als wollte er mich verschlingen.
Das wollte ich ebenso.
Zur gleichen Zeit positionierte mein zweiter Gefährte seinen Schwanz an meinem Hintereingang, vorsichtig, aber bestimmt. Er presste vorwärts, öffnete mich. Füllte mich.
Ich stöhnte in den Kuss hinein, rückte die Hüften so zurecht, oder versuchte es zumindest, dass ich vor und zurück wippen konnte. Mich selbst auf ihren beiden harten Schwänzen ficken.
Zu groß, zu viel. Mehr.
Stattdessen packte mich mein erster Gefährte um die Taille und hielt mich still. Mein zweiter Gefährte hatte immer noch eine Hand um meinen Hals gelegt, und ich liebte es. Seine andere wanderte an meine Brust, an meinen Nippel, und drückte ihn. Zupfte daran.
Ich war umringt. In Besitz genommen. Geschützt. So voll Schwanz, dass ich schreien würde, wenn sie sich nicht bald bewegten. Jetzt gleich.
Als hätten sie erkannt, dass sie mich an den Rand des Wahnsinns getrieben hatten, bewegten sie sich, zugleich, fuhren gemeinsam ein und aus. Langsam. Fickten mich zusammen. Füllten mich.
Sex fühlte sich gut an. Oh ja, einfach nur gut. Für gewöhnlich. Für mich zumindest, die einfache Erica von der Erde.
Rein. Raus. Reibung. Streicheln. Liebkosen. Orgasmen, von Hand gemacht... also buchstäblich. Das alles war gut. Schon wieder dieses Wort. Nun ja, es war nun mal gut. Nichts weiter.
Bis jetzt zumindest.
Bis zu dem hier.
Heilige Scheiße, DAS HIER.
3

Commander Karter, Schlachtschiff Varsten, Sektor 438
„Ronan? Scheiße, ich dachte, du bist tot. Vor fünf Jahren auf Latiri 4 umgekommen.“
Mein alter Freund erhob sich, und ich sah die zerfetzten Überreste seiner Uniform, das Blut an seiner Schläfe und seiner Brust. Er war der Schlacht nicht unversehrt entkommen, was hieß, dass er auf diesem Schiff gewesen war, als es angegriffen wurde. Warum war er hier gewesen, und warum war er jetzt hier? „Warum hat der Hive die Toten zurückgelassen? Und wie hast du überlebt?“
Er machte einen Schritt auf mich zu, und Bard trat zwischen uns, seine Ionenflinte in der freien Hand gezückt. Ronan zog die Brauen hoch, und ich sah Härte in seinen goldenen Augen.
Ronan hob langsam die Arme zur Seite, um zu zeigen, dass seine Hände leer waren und er keine Bedrohung darstellte. „Im Ernst? Du wirst ihm den Befehl geben, mich zu erschießen?“
Ich rührte mich nicht, zuckte mit keiner Wimper. Ich hatte schon Dinge gesehen, die er sich gar nicht vorstellen konnte.
Aber inzwischen konnte er das ja vielleicht.
„Ich habe dich fünf Jahre lang nicht gesehen“, entgegnete ich und hob das Kinn. Egal, wie erfreut—und erstaunt—ich darüber war, ihn lebend vorzufinden: es musste einen Grund für sein Verschwinden geben. „Du bist als auf Latiri 4 gefallen verzeichnet worden. Es kann sein, dass du verseucht bist, vom Hive kontrolliert, dein Verstand nicht dein eigener. Es kann sein, dass du voller Hive-Implantate bist. Und in dem Fall würdest du nicht zögern, uns alle zu töten und dein eigenes Volk zu verraten.“
Er nickte knapp. „Das ist nur zu wahr. Ich kann es dir nicht vorwerfen, alter Freund, nicht nach dem, was hier gerade vorgefallen ist.“ Das Feuer wich aus seinem Blick, und er sackte zusammen, setzte sich wieder hin und ignorierte die Ionenpistole, die auf ihn gerichtet war.
Bard ließ seine Waffe sinken, aber er trat nicht zurück sondern blieb einsatzbereit. Bei all dem Scheiß um uns herum waren wir alle angespannt, auf der Hut, auf weitere Zerstörung gefasst.
„Was ist hier vorgefallen, Ronan? Wie zum Teufel ist der Hive so nahe an ein Schlachtschiff herangekommen?“
Es war zwar jedes Schiff in einer Kampfgruppe ein potenzielles Angriffsziel für den Hive, aber noch nie zuvor war ein Schlachtschiff so tief im Raum der Koalition angegriffen worden. Nicht so. Die übliche Orbit-Distanz war—zumindest bisher—zu groß gewesen, als dass Hive-Waffen wirksam eingesetzt werden konnten. Die Abwehranlagen in unseren Außenzonen machten es zusammen mit unseren Angriffsschiffen schwierig, wenn nicht unmöglich, den Hauptkern unserer Flotten anzugreifen. Bis jetzt zumindest.
Ronan fuhr sich mit der Hand durchs Haar und musterte das Blut, das danach seine Handfläche bedeckte. Starrte auf den dunklen Fleck. „Sie sind nicht durch das Verteidigungsnetz gekommen. Keines der vorausfliegenden Späher-Schiffe war angegriffen worden. Es gab keine Warnung. Keine Schiffe. Gar nichts. Der Hive war nicht mal hier, Kaed.“
Er verwendete meinen Spitznamen. Einen, den ich schon lange nicht mehr gehört hatte. Niemand nannte mich je bei meinem Geburtsnamen, Makaed. Nicht mehr. Schon seit Jahren nicht. Jener Name gehörte einem ehrgeizigen, hoffnungsvollen jungen Prillon-Mann, der, wie es sich anfühlte, schon in einem früheren Leben vernichtet worden war.
„Der I.C. weiß, dass der Hive an einer Art Langstreckenwaffe arbeitete, aber wir wussten nicht, was sie war. Oder wo sie sich befand.“
Ich verzog das Gesicht, stemmte die Hände in die Hüften. „Eine Langstreckenwaffe? Was redest du da? In den Kommandoberichten stand nichts von einer neue Bedrohung.“ Diese Berichte kamen direkt von Prillon Prime und wurden täglich an die aktiven Flottenkommandanten verschickt, manchmal sogar zweimal täglich, je nachdem, wie heiß es auf den Schlachtfeldern zuging.
„Das hier ist nicht die erste Attacke. Sie haben vor zehn Tagen schon die gesamte Kampfgruppe Hyrad ausradiert. Jedes einzelne Schiff.“ Ronan schüttelte den Kopf. „Der I.C. hatte nicht genug Informationen, um etwas zu berichten oder irgendeine neue Vorgehensweise zu empfehlen.“
„Was?“ Eine gesamte Kampfgruppe war zerstört worden, und ich wusste nichts davon? „Ihr müsst das den Flottenkommandanten doch melden. Erst Hyrad, und nun Varsten. Ihr setzt tausende Leben in den anderen Kampfgruppen aufs Spiel, wenn ihr sie nicht mit akkuraten Informationen versorgt.“ Mein Zorn auf den I.C. und ihre ständigen Spielchen brodelte heiß. „Ich werde das Primus Nial melden. Dafür wirst du hingerichtet.“
„Primus Nial weiß Bescheid. Er war es doch, der mich hierher geschickt hat.“ Er blickte zu mir hoch, und diesmal lag Reue in seinen Augen. Der I.C. hatte es vermasselt, und zwar gewaltig. Und das wusste er.
„Sag mir, dass du lügst. Warum würde er es dem I.C. gestatten, so etwas vor uns zu verheimlichen?“ Uns, also den Kommandanten in der Koalitionsflotte. Den Kriegern, die dafür verantwortlich waren, über zweihundert Planeten mit Milliarden von Leben zu beschützen. Ohne verlässliche Geheimdienst-Informationen konnten wir nichts zum Schutz dieser Leute beitragen. Dieses Schiff, das kaum noch in einem Stück war, war ein perfektes Beispiel dafür, was alles passieren konnte.
„Er hat mich hierher geschickt, weil sie Hinweise darauf hatten, dass Varsten als nächstes drankommen würde. Wir hatten gehofft, den Hive in eine Falle locken zu können.“
Ich verlor die Beherrschung, und ich verlor sonst nie die Beherrschung. Ich war durchs Zimmer geflogen und hatte nun Ronans Kehle fest in der Hand. Als ich ihn hochhob, kippte sein Stuhl um. Ich drehte mich herum und knallte seinen Rücken gegen die nächste Wand. Ich hob ihn in die Luft hoch und drückte zu.
„Commander Karter.“ Mein zweiter Befehlshaber Bard legte mir seine Hand auf die Schulter und zog mich zurück. Ronan war mein ältester Freund. Wir waren die Korridore in der Kampfgruppe Karter rauf und runter gelaufen, als mein Großvater das Schiff kommandierte. Wir hatten geschworen, Brüder zu sein, einander den Rücken freizuhalten. Er hatte gelobt, mein Sekundär zu werden, sollte ich mir je eine Gefährtin nehmen.
Den Göttern zum Dank war das nie geschehen, und das würde es auch nicht. Nicht jetzt. Ich war schon vor Jahren für eine Braut getestet worden. Und keine Braut war je erschienen. Inzwischen war ich mir sicher, dass das auch nie passieren würde. Ich war ein beschädigter Mann, meine Gefährtin war die Schlacht. Der Krieg. Ich lebte, aß und atmete, um mein Volk zu retten, und nicht, um sie für irgendeine unbekannte Hive-Waffe zu opfern. Und doch standen wir nun hier, Tod und die Nachwirkungen übelster Taten lagen vor unseren Füßen.
Ich lockerte meinen Griff, aber ich gab Ronan nicht frei. „Erzähle mir jedes Detail, und dann bringe ich dich vielleicht nicht um.“
Sein Gesicht war lila angelaufen, und dennoch lächelte er. Aber es lag kein Humor darin. „Commander Varsten wusste alles“, sagte er, die Stimme tief und kratzig von meinem Griff. „Er kannte die Risiken, und genau deswegen hatte er dieses Schiff als Köder auserwählt. Deswegen flog er. Er fasste diesen Entschluss. Das taten sie alle. Sie blieben, und wir schickten so viele wie möglich in ein Versteck.“
Varsten wusste, dass sein Schlachtschiff angegriffen werden würde? Ich dachte an den verwegenen alten Prillon-Kommandanten. Er hatte zwei Söhne und eine Tochter großgezogen, war schon viele Jahre lang Gefährte. Er war so stur wie Eisenerz, und unzerbrechlich. Wenn Ronan sagte, dass er Bescheid gewusst hatte, dann war das so. Das Risiko würde ihn nicht abgeschreckt haben. Und diese Information erklärte so einiges. „Ist deswegen der Großteil seiner Flotte am anderen Ende dieses Sternensystems?“
Ronan nickte. „Varsten hat das Hauptschiff verlassen“—er winkte durch die Luft, um dieses nun tote Schiff anzudeuten—„um mit einem Späher-Schiff in den Angriff zu fliegen. Er hat nach meiner Ankunft die gesamte nicht-essenzielle Besatzung wegtransportiert. Alle Gefährtinnen und Kinder, Zivilisten und Mediziner. An Bord dieser paar Späher-Schiffe war nur noch das Skelett einer Crew. Vielleicht fünfzig Krieger. Auf den meisten Schiffen waren nur noch die Piloten und Waffenstationen besetzt. Alles Freiwillige. Wir haben ihnen alles gesagt, Kaed. Wir brauchten genügend Schiffe, um den Hive zu einem Angriff zu ködern.“
Ich blickte zu Bard, und meine Gedanken wirbelten. Er zuckte die Schultern, dachte sichtlich nach. „Es würde die geringe Opferzahl erklären, und den Grund, warum der Hive die Toten zurückließ.“
„Der Hive war nie hier“, sagte Ronan noch einmal. „Der Schlag kam von der anderen Seite des Sterns. Wir hätten gar nicht wissen sollen, was uns da traf.“
„Aber das tust du?“, fragte ich und setzte ihn langsam auf die Füße ab, ohne aber meine Hand von seinem Hals zu nehmen. Ich spürte das Pochen seines Blutes durch die Schlagader unter meiner Handfläche, spürte seine Lebensessenz. Nach all diesen Jahren war er wahrhaftig am Leben. „Bitte sag mir, dass all diese Krieger nicht umsonst gestorben sind. Dass Commander Varsten nicht umsonst gestorben ist.“
„Ich weiß nicht, welche Waffe der Hive da einsetzt. Aber Commander Varsten hat vor dem Angriff eine I.C.-Sonde ausgesandt. Sie sollte alles aus sicherer Entfernung aufgezeichnet haben.“
„Und wo ist diese Sonde jetzt?“, fragte ich, und meine Gedanken blitzten zu den Daten, die geborgen werden könnten. Daten, die mit vielen verlorenen Leben bezahlt worden waren.
Er zuckte mit den Schultern. „Sie sitzt an ihren zugewiesenen Koordinaten, aber sie sendet nicht. Wir müssen ein Tarnkappen-Schiff schicken, klein und schnell, etwas, nach dem der Hive nicht suchen wird, um die Sonde zu bergen. Wenn wir ihren Quantenkommunikator aus der Ferne aktivieren, wird der Hive sie in Stücke schießen, bevor wir an die Daten herankommen.“
Er hatte recht. Welche Informationen auch immer sich auf dieser Sonde befanden, sie mussten um jeden Preis geborgen werden, und doch äußerst sorgsam. Commander Varsten hatte dafür sein Leben gelassen. Fast fünfzig tapfere Krieger waren bereit gewesen, sich dafür zu opfern, diese Informationen zu sammeln. Ein gesamtes Schlachtschiff war zerstört worden, war nun ein treibendes Wrack. Ich ließ ihn los, drehte mich herum und setzte den Helm wieder auf. „Ich hasse diesen verdammten I.C.“
„Es ist der Krieg, den du hasst, Bruder“, sagte Ronan. „Nicht mich.“
In seinen Worten lag so viel Schmerz, dass ich sie nicht ignorieren konnte. Er war mein Bruder, wenn auch nicht im Blut. Und er hatte nur seine Arbeit getan. So wie ich meine tun musste. Ich blickte zu Bard, der seine Waffe gesenkt hatte. „Setzt den Rest von Varstens Flotte in Bewegung. Versichert euch, dass sie sich außer Reichweite dieser Waffe befinden, was immer es für eine ist, bevor wir noch mehr Leute verlieren.“
Bard nickte. „Was ist mit Ihnen, Commander?“
Ich blickte zu Ronan. „Wir haben eine Sonde aufzuspüren.“
Bard öffnete den Mund, um zu widersprechen, aber ich hob die Hand, um die Argumente aufzuhalten, die ich mir schon denken konnte. „Gehen Sie zurück auf die Karter. Ich brauche Sie dort. Wir haben eintreffende Crew, Schiffe und Verteidigungsvorrichtungen zu koordinieren. Ich habe so das Gefühl, dass wir unsere Ressourcen über beide Sektoren verteilen werden müssen. Primus Nial wird diesen Sektor nicht aufgeben wollen. Er liegt zu nahe an bevölkerten Planeten. Wir werden ihn halten müssen. Und wir müssen das alles an die restlichen Flottenkommandanten weiterleiten.“
„Nein. Nicht, bevor wir wissen, womit wir es hier zu tun haben.“ Ronan ignorierte die drei Männer aus meiner Besatzung, die ins Zimmer gekommen waren, vermutlich, um sich neue Befehle zu holen. Sie richteten ihre Waffen auf ihn, den Unbekannten. Ronan ignorierte sie alle und kam auf mich zu, bis wir Nasenspitze an Nasenspitze dastanden. „Gib mir zwölf Stunden. Dann hab ich diese Sonde, und wir haben Antworten.“
Ich starrte in die Augen des Mannes, den ich liebte wie einen Bruder, um dessen Tod ich mehr getrauert hatte als um jeden anderen, außer den meines Vaters. Und ich hasste ihn dafür, dass er wissentlich Leben riskiert hatte. Dass er gewusst hatte, dass ein Angriff bevorstand, und diese Krieger trotzdem geopfert hatte. Hasste, dass er verschwunden war, gestorben, und dann wieder aufgetaucht war. Hasste ihn dafür, zu viele Geheimnisse zu kennen. Dafür, dass er gesagt hatte, was immer es war, um Commander Varsten dazu zu überreden, geradewegs in eine Hive-Falle zu fliegen.
Verdammte Scheiße.
„Hol diese Sonde. Wenn all diese Krieger umsonst gestorben sind, Ronan, dann bringe ich dich höchstpersönlich um.“
„Wenn es umsonst war, sind wir sowieso alle tot“, entgegnete er mit grimmiger Stimme.
Die Endgültigkeit seiner Worte jagte mir einen eiskalten Schauer durch die Adern. Ich kannte diesen Mann, wusste, wie stark er immer schon gewesen war. Er war ein genialer Schlacht-Stratege und einer der härtesten Brocken, die es gab. Ich hatte noch nie Angst gehabt, zu sterben, aber er sprach nicht vom Tod. Er sprach von Ausrottung, und Schlimmerem. Assimilierung. Verlust des Selbst. Milliarden von Leben auf hunderten von Welten, die am Ende unter der Hive-Bedrohung fallen würden, die wir schon seit Jahrhunderten bekämpften.
Bis jetzt hatte ich nie befürchtet, dass wir diesen Krieg verlieren könnten. Und Furcht war kein Gefühl, das ich je wieder empfinden wollte. „Hol diese Scheiß-Sonde. Dann reden wir weiter.“
Er nickte, und dann ertönte ein Summen im System des Schiffs.
„Commander Karter, hier Schlachtschiff Karter. Bitte antworten.“
„Karter spricht“, schnappte ich in meinen Helm.
„Sir, Sie müssen so schnell wie möglich für einen eintreffenden Transport in den Transporterraum kommen.“
Ich blickte zu Bard, der den Kopf schüttelte. Wir waren uns einig.
„Ich sagte doch, keine eingehenden Transporte. Dieses Schiff läuft auf Energiesparmodus und ist immer noch in Gefahr.“ Als die Stimme am Kommunikator schwieg, sprach ich weiter. „Erklären Sie es denen. Die Varsten wurde angegriffen. Die gesamte Kampfgruppe ist kompromittiert. Das Schiff ist nicht sicher für nicht-essenzielles Personal. Ich wiederhole, niemand kommt hierher außer Krieger und medizinisches Personal, wie befohlen.“
„Verstanden, Commander, aber das Transportersystem ist noch betriebsfähig. Ich bedaure, ich konnte sie nicht aufhalten.“
Wen nicht aufhalten? „Wovon reden Sie? Kommen Sie zum Punkt. Ich bin beschäftigt.“
„Ich habe versucht, sie aufzuhalten, Sir, aber es war zu spät.“
„Zu spät?“ Als Kommandant hatte ich gelernt, diese Worte zu fürchten. „Zu spät, um was aufzuhalten?“
„Ihre Braut, Commander. Das Interstellare Bräute-Programm auf der Erde hat Ihre Position über das Transporter-System aufgespürt und automatisch den Transport auf das Schlachtschiff Varsten initiiert. Ihre Braut befindet sich mitten im Transport. Ich kann sie nicht umleiten, ohne ihr Leben zu riskieren.“
„Meine was?“ Mein Verstand weigerte sich, seine Worte zu verarbeiten. Es war ganz einfach nicht möglich.
„Ihre Interstellare Braut, Commander. Gratulation, Sir. Sie wird in den nächsten paar Minuten eintreffen.“
4

Erica Roberts, Abfertigungszentrum des Interstellaren Bräute-Programms, Erde
Es war, als wäre ich eine Sexgöttin, und sie würden mich anbeten.
Es war wie eine Kombination aus einem Hallelujah-Chor und einem Porno, und dazu haufenweise Wein. Ich war entspannt und verschwitzt, und da waren mehrere Hände und Münder und Schwänze. Ein Mund saugte an meinem Nippel. Ein Schwanz war tief in meiner Pussy vergraben und füllte mich, nur einen Hauch von „zu viel“ entfernt. Ich hatte einen Schwanz in meinem Hintern, der mich dort fickte.
Ich erkannte, dass das seltsame Wimmern, das ich hörte, von mir kam.
„Nur die Ruhe, Gefährtin“, sagte die tiefe Stimme. „Wir geben dir schon, was du brauchst.“
Das war gut so, denn was ich brauchte, war ein Orgasmus. Richtig heftig und jetzt sofort. Ich war noch nie so aufgeheizt gewesen, so... von Leidenschaft erfüllt. Aggressiv. Verzweifelt. Außer Kontrolle.
Oh mein Gott. Kein Wunder, dass Sex bisher nur gut gewesen war. Mir hatte etwas gefehlt... und zwar ein zweiter Mann.
Ich konnte ihn nicht sehen. Keinen der beiden. Es war mir egal. Es war ein Traum, das wusste ich. Ein wunderbarer Traum, aus dem ich niemals nicht aufwachen wollte. Zumindest nicht, bevor sie mich zum Kommen gebracht hatten. Und das würden sie.
„Mehr. Härter.“ War das meine Stimme, so atemlos und fordernd?
Als mich Hände an den Hüften packten und ein Schwanz in mich stieß, wie ich es gefordert hatte, schrie ich auf, und der Ton vermischte sich mit dem Klatschen von Fleisch auf Fleisch.
„Wenn du kommst, Gefährtin“, sagte die Stimme des Gefährten hinter mir, denn der andere war zu sehr damit beschäftigt, meinen Mund zu erobert, mich zum Schweigen zu bringen, meine Lustschreie zu schlucken. „Dann wird deine Pussy ihm den Samen aus dem Schwanz melken. Er wird dich als sein Eigentum markieren und dich so sehr füllen, dass es keine Chance gibt, dass du nicht schwanger wirst.“ Ein weiterer kleiner Biss in meine Schulter, und ich keuchte auf. „Du wirst morgen mit unserem Baby in deinem Bauch aufwachsen.“
Ich—sie—bebte. Ein Baby?
Wollte ich das denn? Diese Frau wollte das. Gott, wie sehr sie es wollte. Der Dirty Talk brachte mich—sie—immer näher an den Abgrund. Und doch, das war nicht ich. Das hier war nicht ich. Die Frau war jemand anderer, und diese Gefährten, die gehörten ihr. Sie gehörten nicht mir, aber ich konnte ihr Verlangen spüren, teilte ihre Lust. Wusste, wie gut es mit meinen eigenen Gefährten werden würde. Es war, als hätte ich ihr Lustspiel an mich gerissen. Als wäre ich in einem interaktiven Porno.
Die Hände an meinen Hüften packten fester zu, fast schmerzhaft, und das Tempo des Fickens wurde intensiver und schneller. Mein primärer Gefährte unterbrach den Kuss und grollte mir ins Ohr. „Keine Sorge, meine Eier sind so voller Samen für dich. Wir sind gerne die ganze Nacht lang an dir zugange, wenn das notwendig ist. Du willst mein Baby, Gefährtin. Die Kragen lügen nicht. Ich werde dich mit meinem Samen füllen. Du gehörst uns, Gefährtin. Komm für uns, nimm dir, was du willst, nimm alles.“
Ich tat es, und der Orgasmus war so intensiv, dass ich gar nicht schreien konnte, mich nicht bewegen, und meine Muskeln ganz angespannt waren. Wie ein Bogen. Der Schwanz pumpte in mich hinein und ich molk ihn tatsächlich, wollte ihn noch viel tiefer in mich hineinziehen, was gar nicht möglich war. Ihn in mir behalten, als gehörte er dorthin. Ich brauchte seinen Samen, seine Besitznahme, sein Baby.
Ich hörte das besitzergreifende Knurren, als er kam. Ich spürte die Hitze seines Samens, als er mich füllte. Es ging weiter und weiter, als wäre seine Lust ebenso intensiv wie meine.
Hinter mir kam auch mein sekundärer Gefährte, füllte auch meinen Hintern mit seinem Samen, markierte mich ebenso gründlich wie sein Gegenüber.
Ich keuchte, bebte, und die Nachbeben des Orgasmus zuckten in mir. Ich wollte mehr. Mehr Orgasmen, mehr Küsse. Mehr. Einfach mehr.
Stattdessen verblassten sie, und ihre Berührungen wurden, obwohl sie mich weiter fickten, weniger intensiv. Das Feuer war fort. Dann der Druck. Keine Schwänze mehr, die mich füllten. Keine Hände. Ich konnte sie nicht mehr hören, und die Verbindung zu ihnen verblasste, bis ich wieder alleine in meinem Kopf war.
Alleine. Wie immer.
Aber nun wusste ich, was mir fehlte, und die einsame Leere in meinem Körper krachte mit der zehnfachen Kälte über mir zusammen, nachdem ich erst vor wenigen Sekunden noch so heiß gelaufen war.
„Nein.“ Ein kläglicher Protest, nur ein trockenes Flüstern, das ich aus meiner Kehle hervorbrachte. Aber ich musste protestieren. Ich wollte zurück. Ich wollte so begehrt werden. So gebraucht. Brauchte es, dass man sich so nach mir verzehrte. Mich so liebte.
„Miss Roberts, Ihr Test ist abgeschlossen.“
Diese Stimme. Verdammt, ich kannte diese Stimme, aber ich wollte nicht zurückkehren. Ich wollte bei meinen Gefährten bleiben. „Meine Gefährten.“ Ich hasste den erstickten Schmerz, den ich in meiner Stimme hören konnte, aber ich konnte den Protest nicht unterdrücken. Niemand hatte mich je so berührt, mir so sehr das Gefühl gegeben, dass ich seine Welt war, nein, ihre Welt.
„Alles schön der Reihe nach, Miss Roberts.“ Dieser sachliche Ton brachte mich vollständig in die Realität zurück, und mir wurde der vertraute harte Teststuhl unter mir bewusst. Dieser Ort, es war wie ein Besuch beim Zahnarzt. Ein notwendiges Übel. Aber es handelte sich nicht um einen gewöhnlichen Zahnarztstuhl. Ich war festgeschnallt, an Handgelenken, Taille und Knöcheln mit gepolsterten Riemen gefesselt, als wäre ich eine gefährliche Kriminelle.
Aber manche der Frauen, die in diesem Stuhl landeten, waren tatsächlich Kriminelle. Nur ich nicht. Ich war eine Freiwillige. Ich hatte nichts mehr, was mich auf diesem Felsbrocken namens Erde noch hielt. Nachdem ich meinen Ex-Verlobten mit meiner Mitbewohnerin im Bett erwischt hatte, hatte ich den Arsch abserviert und einen neuen Job an einer Sternwarte auf Hawaii angenommen. Ich dachte, dass die Sterne, die ich so sehr liebte, mich davon ablenken würden, was für einen armseligen Verlierer ich da fast geheiratet hätte.
Stattdessen hatten diese kleinen funkelnden Lichter nach mir gerufen. Ich blickte schon in die Sterne, so lange ich mich erinnern konnte. Die Faszination hatte mich nie verlassen, nicht einmal, nachdem ich nach dem Uni-Abschluss meine Karriere als Astronomin begonnen hatte. Vor fünfzehn Jahren, als ich mein erstes Teleskop zum Geburtstag bekam, gab es noch nicht die Möglichkeit, da raus zu fliegen. Weltraumreisen gab es nicht. Keine Aliens. Gar nichts. Wir waren alleine gewesen im Universum.
Aber jetzt? Jetzt kannten wir Menschen die Wahrheit. Die Erde war nur einer von fast dreihundert Planeten unter dem Schutz der Interstellaren Koalitionsflotte. Ohne die Koalition würde die Erde dem Hive zum Opfer fallen, einer verdammt furchteinflößenden Rasse von irren biosynthetischen Cyborgs, die neue Rassen und Planeten verschlangen, um ihre unendliche Gier nach Expansion zu sättigen. Sie wollten sich ausdehnen. Erobern.
Sie erinnerten mich an die Borg aus Star Trek, aber diese Meinung behielt ich im Büro für mich. Oder eigentlich überall. Die Hälfte der Menschheit dachte, dass die ganze Sache nur eine Riesen-Verschwörung war, um die Menschen davon zu überzeugen, Opferlämmer für irre Alien-Zuchtprogramme ins All zu schicken, oder als entbehrliche Soldaten für nichts als Selbstmordmissionen.
Ich glaubte den Verschwörungstheorien im Internet nicht. Nicht nur, weil meine Mutter NASA-Technikerin war und mehr als die meisten anderen darüber wusste, was wirklich ablief, sondern auch, weil es eine Handvoll Krieger gab, die nach ihren zwei Jahren Dienstzeit wieder nach Hause gekommen waren. Ich folgte ihrem Werdegang, las Interviews mit ihnen, besuchte so viele von ihnen, wie ich konnte. So viele, wie mit mir reden wollten. Ich wollte mehr über die anderen Welten erfahren. Wie war die Tierwelt, die auf diesen unbekannten Planeten kreuchte und fleuchte? Was für Pflanzenarten und Landschaften würde ich dort sehen? Wie sahen die Aliens aus, die diese Welten bewohnten? Was aßen sie? Was hatten sie für Bräuche? Ich wollte alles wissen.
Aber sie redeten nie über etwas anderes als den Krieg. Ganz massives posttraumatisches Syndrom. Was auch immer da draußen war, es war schlimm. Diejenigen, die mit mir reden wollten—sobald ich sie dank meiner Universitäts-Ausbildung davon überzeugt hatte, dass ich nicht nur ein Fanatiker oder eine einfache Irre war—sprachen von wenig anderem als den Schlachtfeldern und dem Feind.
So furchterregend der Hive auch klang, ich wollte auch alles andere wissen. Ich wollte vor allem wissen, wie die anderen Koalitionsrassen lebten, und nicht nur, wie sie starben. Krieg war Krieg. Er war scheiße. Aber wofür kämpften all diese Alien-Krieger, was schützten sie?
Das würde ich nun wohl herausfinden, wenn dieser Test funktioniert hatte. Das wollte ich verdammt nochmal auch hoffen. Ich war nicht klein, was mein Ex gerne bei jeder Gelegenheit erwähnte. Ich war von vornherein schon recht groß, so groß wie viele Männer, und ja—ich hatte vielleicht auch ein wenig extra auf den Rippen. Aber ich liebte meinen Körper. Wie weich mein Bauch war, wie extra-groß meine Brüste. Dürre Mädels hatten einfach nicht diese Ausstattung, und ich hatte reichlich davon. Titten. Arsch. Das volle Programm. Ich wollte nicht nach Hause zurück, zur Arbeit, zu meinem normalen Leben. Ich würde nie wieder die Gleiche sein, nicht nach dem hier. Nicht nach ihnen. Den beiden Gefährten in meinem Traum. Sie gehörten zwar nicht mir, aber trotzdem. Wow.
Nun war ich süchtig, brauchte zwei Männer, zwei Schwänze. Dirty Talk und vier Hände und hartes, scharfes Ficken. Und haufenweise Samen, der dafür sorgen würde, dass ich—
Scheiße.
„Miss Roberts? Können Sie mich hören?“ Sie klang nun ungeduldig, die Frau, die sich über mich beugte. Sie war nicht forsch, nur... effizient. Ich wollte an jenem magischen Ort verweilen, vollgestopft mit zwei harten Schwänzen und mehr Liebe, als ich in meinem ganzen Leben je...
„Erica, brauchen Sie einen Arzt?“
Verdammt. „Nein, es geht mir gut.“ Ich öffnete die Augen und blinzelte, ließ das Testzimmer auf mich einwirken. Meine Haut war schweißüberzogen. Der Orgasmus, der nur ein Traum gewesen war, schwang immer noch nach. Meine Haut war warm, meine Nippel hart, mein Herz raste.
Aber ging es nur um den Sex?
Nein. Meine Gedanken drehten sich hartnäckig darum, was genau diese Krieger ihrer Gefährtin versprochen hatten. Samen. Ein Baby.
Auf der Erde konnte ich nicht mal einen Mann finden, der mit mir Sex haben wollte. Diejenigen, die von meiner Größe nicht abgeschreckt waren, wurden in Angst und Schrecken versetzt von meinen...
„Erica, sind Sie sicher, dass es Ihnen gut geht?“, fragte Aufseherin Egara und trat vor mich. „Sie brauchen ein wenig länger als andere, um aus der Testphase herauszukommen.“
Testphase? So nannten sie hier also intensive Orgasmen?
„Tut mir leid, ich wollte einfach noch nicht so recht zurückkommen. Es ist doch gerade erst so richtig gut geworden.“ Lügen haben kurze Beine.
„Das ist absolut verständlich. Ihre erreichte Zuordnung ist außergewöhnlich hoch. Neunundneunzig Prozent.“
Dem Himmel sei Dank. Ich würde nicht zu meinem alten Leben zurückkehren müssen. Und das war gut so, denn ich hatte bereits meinen ganzen Krempel verkauft, und meine Mitbewohnerin hatte mein Zimmer bereits zum doppelten Preis weitervermietet. Höchst unwahrscheinlich, dass sie mich zurückhaben wollte.
„Also habe ich einen guten Partner gefunden?“ Ein kleines Zittern zuckte durch meine Arme und wanderte dann zu meinen Beinen weiter. Das zweckdienliche Krankenhaus-Hemd, das ich trug, bot nicht gerade viel Wärme. Und wir waren zwar in Florida, aber das hieß nur, dass die Klimaanlage auf höchster Stufe lief und warmblütige Kreaturen wie ich Wintermäntel und Decken brauchten, um in Gebäuden überleben zu können, selbst wenn ich die letzten paar Jahre auf Hawaii gelebt hatte.
„Oh ja. Sie sind auf Prillon Prime zugewiesen worden.“ Ihr Lächeln war aufrichtig, wenn auch ein wenig traurig. „Das ist zufällig mein persönlicher Favorit.“
„Sie waren schon mal dort? Da draußen?“ Du liebe Scheiße. War diese Frau wirklich im Weltraum gewesen?
„Ja. Ich war selbst zwei Prillon-Kriegern als Gefährtin zugewiesen worden. Vor vielen Jahren.“
Vor Jahren? So alt sah sie gar nicht aus. Vielleicht dreißig. In meinem Alter. Ihr dunkles Haar war zu einem strengen Knoten hochgesteckt, aber das betonte nur, wie hübsch sie war. Das dunkle Grau der IBP-Uniform stand ihr nicht besonders gut, aber sie hatte es ja nicht an, um mit Freundinnen in eine Bar zu gehen. Vor dem Test hatte ich mich gefragt, ob sie verheiratet war oder einen Freund hatte. Jetzt wollte ich mehr über ihre Gefährten erfahren, aber ich fragte nicht. Wenn sie hier war, und die Männer nicht, dann hatte ich das Gefühl, dass die Antwort nicht so gut sein würde.
„Also warum waren da zwei Gefährten?“ Ich wusste aus meinem Traum, dass es zwei waren, aber ich war auf eine Erklärung aus. Und sie hatte soeben bestätigt, dass auch sie zwei Gefährten gehabt hatte.
„Die Männer auf Prillon Prime sind Krieger, üblicherweise an vorderster Front der Kämpfe. Meistens haben sie ihre Bräute auf den Schlachtschiffen bei sich, wo immer sie auch dienen. Die Krieger verbringen den Großteil ihres Lebens im Weltraum. Sie nehmen sich immer paarweise eine Gefährtin, falls einer von ihnen im Kampf umkommt. So kann der überlebende Mann entweder einen weiteren Sekundär wählen, wenn die Frau zustimmt, oder in den Ruhestand gehen und mit seiner Familie auf Prillon Prime ziehen. So oder so bleibt ein Gefährte zurück, um sich um die Frau und Kinder zu kümmern.“
„Das erklärt die zwei Männer in meinem Traum.“
Sie blickte mich an und zwinkerte mir zu. Ich errötete. „Ganz schön toll, nicht wahr?“
Vergiss Erröten, ich lief knallrot an, die Hitze wie ein Flammenwerfer unter meiner Haut. „Nun, es war ganz nett, aber zwei?“ Meine Großmutter würde sich im Grab umdrehen und mit unzähligen „Ave Marias“ anfangen. Ich würde in die Hölle kommen. Schnurstracks. In. Die. Hölle.
Oder auf Prillon Prime.
„Sie klingen nicht besonders erfreut darüber.“ Das Logo des Interstellaren Bräute-Programms war als Muster in den Stoff ihrer Uniform eingewebt, nicht, dass ich sonst vergessen würde, wo ich war. Ich war auf den Stuhl festgeschnallt, aber ich zerrte an den Fesseln.
Ich zog eine Braue hoch. „Zwei Gefährten? Ich... darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich schätze, ich habe gewusst, dass es möglich ist, ich meine, ich habe gehört, dass Bräute, die nach Viken gehen, drei Männer bekommen.“
„Drei Gefährten. Es sind keine Menschen, Miss Roberts. Aber das stimmt.“ Ihr Grinsen wurde breiter, aber sie blickte auf ihr Tablet hinunter, um ihre Reaktion auf meine Bemerkung zu verbergen. „Drei. Können Sie sich das vorstellen.“
Gott stehe mir bei, das konnte ich. Und das war nicht gut. Ich war begierig darauf, so schnell wie möglich wieder in die Mitte eines Prillonen-Sandwichs zu kommen. Ich konnte es nicht brauchen, dass sie mir jetzt Fragen darüber stellte, wo meine Gedanken gerade waren, denn ich wusste es nicht. Meine Vagina schien das Sagen zu haben. Und ich wollte gar nicht an die Nässe denken, die das Nachthemd unter meinem Hintern durchtränkte. Oder die kleinen elektrischen Zuckungen, die immer noch gelegentlich durch meine Pussy blitzten. Und meinen Hintern.
„Ich muss Ihnen nur noch ein paar Fragen stellen, bevor wir mit Ihrer Abfertigung anfangen können.“
„Schießen Sie los.“
„Ich muss Sie auf Ihre Rechte hinweisen, Miss Roberts. Das hier wird aufgezeichnet.“ Sie starrte mich an, den Kopf ungeduldig schiefgelegt, Augen weit offen, als würde sie wollen, dass ich mich beeilte.
„Ich verstehe.“
„Ausgezeichnet. Miss Roberts, als Interstellare Braut dürfen Sie eine Welt nennen, wenn Sie das wünschen, und wir werden Ihren Gefährten anhand der Ergebnisse Ihrer Einstufung von dieser Welt auswählen. Oder Sie verzichten auf das Recht der Nennung und akzeptieren das Ergebnis des psychologischen Einstufungsprozesses. Wenn Sie diese Option wählen, werden sie zu der Welt und dem Gefährten geschickt, der am besten auf Ihr psychologisches Profil abgestimmt ist. Wenn Sie wünschen, Ihren wahren Gefährten zu finden, empfehle ich stark, dass Sie die zweite Option wählen und die Empfehlung der Zuordnungs-Prozessoren annehmen. Wir ordnen Bräute und Gefährten bereits seit hunderten Jahren zu.“
„In Ordnung.“ Als ich nicht mehr sagte, spitzte sie die Lippen, aber fuhr fort.
„Sind Sie derzeit verheiratet?“
„Nein.“
„Haben Sie biologische oder adoptierte Kinder, die Sie zurücklassen würden?“
„Nein.“ Um Kinder zu haben, braucht man zuerst jemanden, der gewillt wäre, zu...
„Nennen Sie fürs Protokoll bitte Ihren Namen.“
„Erica Elaine Roberts.“
„Gut. Gut.“ Ihre Finger flitzten über das Tablet, während wir sprachen, als würde sie Kästchen auf einem Prüfungsbogen abhaken. Scheinbar hatten selbst Aliens Bürokratie und haufenweise Papierkram. „Es freut mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, Miss Roberts, dass das System sie erfolgreich zuordnen konnte, und dass Sie auf das Schlachtschiff Varsten geschickt werden, um dort ihren Gefährten kennenzulernen. Und ich nehme an, auch seinen Sekundär. Als Braut kann es sein, dass Sie nie mehr zur Erde zurückkehren, da die Reisebedingungen sich nach den Gesetzen und Bräuchen Ihres neuen Planeten richten und von dort bestimmt werden. Sie geben hiermit den Status als Erdenbürger auf und werden offiziell zu einer Bürgerin auf Ihrer neuen Welt.“
Ach du Scheiße, jetzt war ich offiziell ein Alien?
Ich blickte an meinem Körper hinunter, auf die überschüssigen Kurven und weichen Stellen, die anscheinend niemand wollte, und dachte mir, was solls? Ich fühlte mich die halbe Zeit sowieso schon wie ein Alien. „Ich verstehe.“
Die Wand hinter mir begann, in einem hübschen Blau zu leuchten, und das Licht warf Schatten auf das Gesicht der Aufseherin, die sie irgendwie zu quälen schienen. Und doch lächelte sie. „Sie haben dreißig Tage Zeit, zu entscheiden, ob der primäre Kandidat akzeptabel ist. Wenn Sie nach dreißig Tagen mit Ihrem Gefährten nicht zufrieden sind, wird Ihnen ein anderer Gefährte auf derselben Welt zugewiesen, und sie werden transferiert. Sie haben dreißig Tage lang Zeit, jeden Kandidaten anzunehmen oder abzulehnen, bis sie mit einem Gefährten zufrieden sind.“
Wenn die auch nur annähernd so waren wie die Männer in meinem Traum, dann würde es keinen Bedarf geben, sie gegen neue einzutauschen. Ich würde ausgesprochen zufrieden sein. Ich konnte es gar nicht erwarten. „In Ordnung.“ Das schien mein Satz des Tages zu sein.
Aufseherin Egara stupste seitlich an meinen Stuhl, und er glitt auf die Wand zu, in der sich eine große Öffnung auftat. Ich bewegte mich mitsamt dem Stuhl wie auf Schienen direkt auf den gerade erschienenen Raum auf der anderen Seite der Wand zu.
Das blaue Zimmer war klein und strahlte. Die Farbe kam von einer Reihe heller blauer Lampen. Mein Stuhl hielt an, und ein Roboterarm mit einer großen Nadel näherte sich lautlos meinem Hals. Ich zuckte zusammen, als etwas meine Haut durchbohrte.
Ach ja. Die NPU, oder Neuroprozessor-Unit, über die ich im Handbuch gelesen hatte. Eine Art Universalübersetzer, der dafür sorgte, dass ich mich mit meinen Gefährten verständigen konnte. Ihnen sagen konnte, was ich wollte.
Wo sie mich berühren sollten.
Es würde mir nicht viel nutzen, sie anzubetteln, wenn sie nicht verstanden, was ich sagte.
Vielleicht sollte ich mir zwei davon bestellen. „Wie lange braucht dieses Übersetzungsding, bis es einsatzbereit ist?“, fragte ich mit lauter Stimme, da Aufseherin Egara jetzt im anderen Zimmer war und mir schon ein wenig schwummrig wurde.
„Sie werden möglicherweise leichte Kopfschmerzen haben, aber Ihr Transport geht über eine ziemlich weite Strecke. Die NPU sollte schon vor Ihrer Ankunft vollständig integriert sein.“
Fein. Heiße, sexy Aliens treffen. Sie dazu kriegen, sich Hals über Kopf zu verlieben und mich für immer in ihren Besitz zu nehmen. Kein Problem.
Außer, sie wollten keine großen, schönen Frauen von der Erde. Oder kluge Frauen. Oder Frauen mit starken Meinungen. Oder große Frauen. Oder Frauen, die sich nicht gerne wie Fußabstreifer behandeln lassen.
Dann war ich aufgeschmissen.
Die Einstichstelle kribbelte, und ein Gefühl von Lethargie und Wohbefinden ließ meinen Körper erschlaffen. Die Injektion war wohl mehr gewesen als nur ein Alien-Computerchip. Drogen? Gute Drogen jedenfalls. Etwas, das mich ausgesprochen schläfrig und zufrieden machte. Aber egal. Ich fühlte mich zu gut, als dass ich mir darüber Sorgen machen wollte. Ich wurde in eine Wanne voll mit einer warmen, blauen Flüssigkeit hinabgesenkt. Mir war so warm, ich fühlte mich so taub...
„Entspannen Sie sich, Erica. Sie reisen an einen guten Ort.“ Ihr Finger berührte das Display in ihrer Hand, und ihre Stimme erreichte mich wie aus weiter Ferne. „Ihre Abfertigung beginnt in drei... zwei... eins...“
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.