Kitabı oku: «Die Rebellin und ihr Held»

Yazı tipi:

Die Rebellin und ihr Held
Interstellare Bräute Programm: Buch 19
Grace Goodwin


Die Rebellin und ihr Held

Copyright © 2020 durch Grace Goodwin

Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen

von KSA Publishing Consultants Inc.

Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.

Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor

Bildnachweis: Deposit Photos: luislouro, Angela_Harburn

Anmerkung des Verlags:

Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.

Inhalt

Willkommensgeschenk!

Interstellare Bräute® Programm

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

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1


Ivy Birkeland, Transportstation Zenith, Kantine

Ich ließ mich in den Stuhl zurücksinken, den ich in eine dunkle Ecke des Raumes gestellt hatte, und prüfte meine Umgebung auf Bedrohungen. Die großen Männer an der Bar, die ihren eigenen Angelegenheiten nachgingen, ignorierte ich, aber einer von ihnen erregte doch meine Aufmerksamkeit. Für diese Art von Zusammentreffen war ich eigentlich nicht hier, aber er war ein sexy Muskelprotz und ich war eine Frau aus Fleisch und Blut, die wusste, was ihr gefällt. Der scharfe Kerl hatte die Größe eines Atlanen, womit mein übliches Problem, dass ich zu groß war, hinfällig wurde.

Die übergroßen Aliens störte mein Körperbau von 1,80m nicht. Tatsächlich hatte ich in meinen mehr als vier Jahren bei der Koalitionsflotte schon meinen Teil an Angeboten bekommen. Der Job ging jedoch immer vor. Jetzt, da ich aus dem Dienst ausgeschieden war, hatte ich andere Gründe dafür, hier draußen im All unterwegs zu sein. Eine persönliche Mission, um dafür zu sorgen, dass ein Arschloch von Cerberus namens Gerian Eozara Gerechtigkeit erfahren würde.

Ein Streben nach Gerechtigkeit, vor dem ich nicht davonlaufen und das ich nicht verleugnen konnte, ohne meine gefallenen Freunde zu entwürdigen und das Opfer, das sie erbracht hatten. Ihr Andenken. Ihren Dienst.

Mir kamen die Tränen, und ich blinzelte sie mit einem Zorn davon, den ich mir selten erlaubte. Die Legion Cerberus war dafür verantwortlich, dass Quell in meinem Weltraum-Sektor verkauft worden war. Quell war der Grund dafür, dass ich mich auf allen Vieren kriechend im Schlamm von Xerima wiedergefunden hatte, meine Freunde tot, mein Körper gebrochen. Als der Geheimdienst der Koalitionsflotte ein Kopfgeld auf den Verantwortlichen ausgerufen hatte, machte ich es mir zur Aufgabe, Gerian aufzuspüren. Tot oder lebendig. Aber ein rascher Tod war mir für einen Quell-Dealer und seine Handlanger nicht genug. Folter wäre besser für ihn... und für jeden anderen Cerberus-Dreckskerl, der mir in die Finger käme.

Ich zwang mich dazu, die Vergangenheit für ein paar kurze Augenblicke zu vergessen, und guckte mich genüsslich an dem Riesenkerl satt. Seinem knackigen Hintern, den breiten Schultern—ich war vielleicht auf meine Mission konzentriert, aber ich war immer noch eine Frau. Und seine Armbinde war grün. Astra-grün.

Dies ist nicht der Alien, den ihr sucht.

Diese innere Anspielung auf ein Star Wars-Zitat ließ mich grinsen. Ich sammelte mich und blickte mich noch einmal um. Es wurde immer später, und die Kantine füllte sich langsam mit Leuten auf der Suche nach Essen oder Trinken, einem Hauch von Normalität an einem Ort, wo nichts und niemand normal war, zumindest nicht für mich. Mehr als ein Dutzend Unterhaltungen liefen mir durchs Hirn, in ungefähr halb so vielen Sprachen.

Prillonisch.

Atlanisch.

Und meine eigene...

Ich drehte den Kopf nach rechts und entdeckte eine Handvoll frischer Rekruten, die menschlich waren, und die Whiskey aus dem S-Gen runterkippten, als hätten sie gerade erst ihren ersten verseuchten Hive-Soldaten gesehen. Danach zu urteilen, wie ihre Hände zitterten und wie zerbrechlich ihr aufgesetztes Lächeln wirkte, war ihnen anscheinend gerade erst klar geworden, was mit ihnen passieren würde, wenn sie vom Feind erfasst werden sollten. Ich selbst hatte mir nach meiner ersten Mission eine halbe Flasche Space-Tequila reingeschmissen. Mein damaliger Captain, ein italienischer Offizier, der äußerst pragmatisch veranlagt war, hatte uns alle unsere Sorgen im Alkohol ertränken lassen, bis wir uns gegenseitig ins Bett brachten und den Rausch ausschliefen.

Am nächsten Tag hatten wir alle so getan, als wäre nichts passiert. Aber die Wahrheit war nur zu offensichtlich. Höllisch beängstigend. Niemand in meiner Aufklärungs-Einheit—in der gesamten Koalition—wollte von den Hive erfasst werden. Lieber sterben.

Pass auf, was du dir wünscht, Ivy. Die abergläubischen Warnungen meiner Mutter hallten in meinen Erinnerungen nach, und ich rieb mir über die dicke Narbe, die mir vom Schädelansatz in den Nacken lief. Und tiefer. Pass auf, und wie. Es hatte in den letzten sechs Monaten einen ganzen Haufen Nächte gegeben, in denen ich lieber tot gewesen wäre. So wie der Rest meiner Freunde in meiner Einheit. Tot. Fort. Vergessen.

Ich verzog das Gesicht bei dem tristen Gedanken und schwenkte mit meiner freien Hand den dunklen, goldenen Tequila im Glas herum. Eine volle Flasche saß auf dem Tisch vor mir, aber ich hatte sie nicht angefasst. Nicht auch nur einen Schluck. Sie war nur eine Requisite, half mir, unauffällig zu sein. Ich brauchte einen klaren Verstand. Hier war kein Ort, wo ich hervorstechen wollte. Auffälligkeit wäre hier gefährlich.

Nicht zum ersten Mal fragte ich mich, was ich hier draußen im Randgebiet von Sektor 437 verloren hatte, auf dieser Transportstation, wo Verbrecher, Spione und Spezies von allen Planeten unter den strengen Regeln des Koalitions-Geheimdienstes I.C. miteinander interagierten.

Die Regeln waren simpel. Nicht kämpfen. Nicht töten. Keinerlei Gewaltanwendung war innerhalb der Wände der Transportstation Zenith gestattet. Wer sich nicht daran hielt, wurde ohne weitere Fragen hingerichtet—wenn sie erwischt wurden. Ihre Waren wurden beschlagnahmt. Ihre Schiffe auch. Regelbrüche waren selten, und die, die es taten, waren für gewöhnlich verzweifelt und sehr, sehr vorsichtig. Oder sie wollten sterben.

Da die Transportstation sich gerade noch im Sektor des Schlachtschiffs Karter befand, stand sie auch unter der Kontrolle der Koalition, was sie gerade sicher genug machte, um Geschäfte abzuwickeln, und gerade wild genug, um respektable Personen fernzuhalten. Außer sie hatten einen guten Grund, so wie ich.

Ich war mal eine solche Person gewesen. Respektabel. Und jetzt war ich das, was ich einst geschmäht hatte. Ich gehörte nicht länger zur Koalition. Natürlich war ich nach meiner Entlassung nicht zur Erde zurückgekehrt. Auf gar keinen Fall. Ich war eine Weltraum-Rebellin, eine Art Han Solo. Schon witzig, wie reiner Überlebensdrang jemanden dazu bewegen kann, seine Meinung zu so gut wie jedem Thema zu ändern.

Ich war es meiner Einheit schuldig—meinen toten Freunden—diese Sache durchzuziehen. Ich hatte überlebt, und sie nicht. Ich würde jetzt nicht aufgeben. Ich würde mich mit den Abgesandten von Rogue 5 treffen, den Handel abschließen und mir holen, was ich wollte: auf deren Heimatplaneten gelangen, wo ich Gerian Eozara jagen und erlegen konnte wie das Tier, das er war.

Auf der Transportstation Zenith ging es ein wenig grob zu, aber ich wusste, dass das nichts war im Vergleich zu der berüchtigten Mondbasis, von der meine Kontaktpersonen stammten.

Das Treffen fand erst in einigen Stunden statt. Ich hatte Zeit, den riesigen Kerl an der Bar noch ein wenig zu bewundern. Die dunkelgrüne Binde um seinen Bizeps trug in der Mitte das Symbol der Legion Astra. Ich hatte mich über Rogue 5 informiert, kannte seine Geschichte.

Vor Hunderten von Jahren war ein Koalitionsschiff mit ein paar hundert Kämpfern auf Hyperion bruchgelandet, einem Planeten in den äußeren Regionen der Galaxie. Er gehörte nicht zur Koalition; somit fehlte ihm jegliche fortgeschrittene Technologie. Soweit ich es verstanden hatte, war die Urbevölkerung von Hyperion gerade mal ein paar Schritte weiter als Neandertaler, ohne die Fertigkeiten und Fortschritte, die dem Rest des Universums bereits zur Verfügung standen.

Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund gingen einige der Überlebenden des abgestürzten Koalitionsschiffs—Atlanen, Forsianer, Everianer und mehr—Beziehungen mit den Hyperionen ein und pflanzten sich fort. Ihr Schiff wurde irgendwann repariert, und die Überlebenden und deren Nachkommen erhoben sich von der Planetenoberfläche, zumindest einmal bis zum Mond von Hyperion, namens Rogue 5. Dort errichtete die Koalitions-Crew, zusammen mit jenen Hyperionen, mit denen sie sich verpartnert hatten, eine Basis, die ihr neues Zuhause werden sollte.

In den darauf folgenden Jahrhunderten hatten sie durch ihren Grips überlebt. Indem sie taten, was auch immer dazu notwendig war, ihr Zuhause zu verteidigen. Sie waren nicht viel mehr als Piraten, und ließen nur selten Außenseiter in ihre Mitte, aber ihre Herkunft von Koalition und Hyperion beeinflusste sie weiter. Da die Überlebenden isoliert waren, hatte nun so gut wie jeder, der auf Rogue 5 lebte, Hyperion-Blut in sich. Aber sie alle waren Mischlingsköter, und Rogue 5 der Zwinger. Manche von ihnen waren Hyperione und Atlane, Hyperione und Viken, Hyperione und Forsianer, je nachdem, wer sich in ihrer Ahnenreihe mit wem verbunden hatte.

Um das Ganze noch komplizierter zu gestalten, war die Mondbasis in fünf Legionen unterteilt. Und jeder gehörte einer Legion an. Auf der Transportstation Zenith—wahrscheinlich der einzige Ort, wo sie sich unter andere Völker mischten—war ich schon dutzenden Mitgliedern von allen Legionen begegnet und kannte sie anhand ihrer Uniform-Farben und Abzeichen auseinander. Astra gehörte bezüglich ihrer Gesetzlosigkeit zu den respektableren. Styx und Kronos ebenfalls. Aber die anderen beiden Legionen—Cerberus und Sirena? Die waren skrupellos. Auftragskiller. Mörder. Diebe. Sie handelten von Waffen bis Sklaven mit allem, ohne Reue und Gewissen. Ich vermutete, dass die Abgesandten, mit denen ich verabredet war, die Abzeichen von einer dieser beiden tragen würde.

Der Astra-Legionär an der Bar war eine verbotene Frucht, die ich plötzlich nur allzu gerne kosten wollte. Vielleicht hatte ich ja unrecht. Vielleicht konnte ich mir vor meinem Treffen ja doch noch ein wenig Vergnügen gönnen. In der Koalitionsflotte war uns immer eingetrichtert worden, dass wir uns von Rogue 5-Einwohnern fernhalten sollten, egal aus welcher Legion. Sie waren Rogues, also Abtrünnige, wie der Name ihrer Mondbasis schon sagte. Wilde. Auf der Erde würde man sie als schlechten Umgang ansehen. In dieser Hinsicht standen sie jedenfalls schlechter da als die Koalitionsvölker.

Aber wenn es um Sex ging? Scheiß auf die Regeln und Vorschriften. Ich hatte keinen Zweifel, dass er genauso wild sein würde wie seine Heimatwelt. Der schlechte Umgang von Rogue 5 war da bestimmt richtig gut. Und ich hatte keinen Zweifel, dass auch er sich gerne ein wenig Vergnügen gönnen würde. Einen Quickie. Es war schon eine Weile her, dass ich einen Orgasmus durch einen Mann gehabt hatte, und ich ging davon aus, dass seine Größe proportional verteilt war. Überall. Meine Pussy zog sich bei dem Gedanken zusammen.

Als wüsste er, dass ich über ihn nachdachte—und darüber, was er anstellen könnte, wenn wir die nächstgelegene horizontale Oberfläche erreichten—drehte er sich herum und traf meinen Blick.

Mein Atem stockte, und eine Hitzeflut wallte in mir hoch, als hätte ich mir gerade ein paar Tequila-Shots reingekippt. Verdammte Scheiße, war der scharf.

Ich schätzte ihn auf etwa zwei Meter fünf. Problemlos. Er war stämmig, der größte Mann, den ich je gesehen hatte, und ich hatte schon neben Atlanen im Bestien-Modus gekämpft. Er stellte Football-Spieler, Strongman-Teilnehmer, verdammt, selbst sagenumwobene Wikinger in den Schatten. Er hatte schwarzes Haar und so dunkle Augen, dass ich den Unterschied zwischen Iris und Pupillen nicht sehen konnte. Selbst hier am anderen Ende des Raumes entgingen mir die scharfen Wangenknochen und das kantige Kinn nicht. Eine königliche Nase. Volle Lippen. Würde er Brille und Krawatte tragen, würde ich sein Hemd zerreißen und darunter ein riesiges S-Symbol auf einem schimmernden Superhelden-Trikot finden. Seine Superkraft wäre Höschen-Zerstörer, denn meines war ruiniert.

Auf der Erde war gerade erst die letzte Version eines Superhelden-Films rausgekommen, als ich mich zur Koalition meldete und die Erde hinter mir ließ. Dieser Kerl wäre ein perfekter, dunklerer, Alien-Doppelgänger meines Lieblingshelden gewesen.

Er würde mich ficken. Da war ich ausgesprochen zuversichtlich. Abgesehen von meinen weiblichen Instinkten wandte er den Blick nicht ab, wanderte mir weiter über Gesicht, Mund, und was er sonst noch von mir sehen konnte, während ich am Tisch saß.

Nur ein Blick von ihm, und Lust loderte in mir, bis ich zitterte. Ich hatte auf der Erde schon mit Männern am anderen Ende eines Raumes Blicke ausgetauscht. Mit ihnen geflirtet. Und sie gefickt. Ich war eine Frau und ich hatte Bedürfnisse, und dafür schämte ich mich nicht. Aber ich war stärker davon erregt, diesen Alien auch nur anzublicken, als ich es je von einem Kerl auf meinem Heimatplaneten gewesen war. Verdammt, je von einem Kerl, mit dem ich geschlafen hatte.

Der Alienmann war... wirkungsstark, und das aus zwanzig Schritt Entfernung. Wenn er mich erst anfasste...

Ich leckte mir über die Lippen und versuchte, mir vorzustellen, wie er auf meiner Zunge schmecken und sich unter meinen Händen anfühlen würde. Das kleine Zucken meiner Zunge über meine Lippen ließ ihn die Augen zusammenkneifen, und er kam auf mich zu, als hätte ich ein Lasso um ihn geworfen und würde daran ziehen. Kräftig.

Niemand kam ihm in die Quere. Niemand wagte es.

Er blieb am anderen Ende des Tisches stehen. Blickte auf mich herab. Er verströmte eine ganze Wolke Pheromone. Er verströmte puren Sex, roch sogar danach, und ich musste die Fußsohlen mit aller Kraft in den Boden stemmen, um nicht sofort aufzustehen. Denn Aufstehen würde bedeuten, dass ich mich bewegte. Und wenn ich mich bewegte, würde ich in unter einer halben Sekunde um ihn gewickelt sein. Ich würde ihn beklettern wie ein Affe, und das war nicht gerade die Art, wie man hier unbemerkt blieb.

„Du solltest nicht hier sein, Weib.“ Das tiefe Brummen seiner Stimme lief mir über die Haut wie Basstöne aus einem Lautsprecher, und meine Nippel waren sofort hart wie Stein.

Wie man auf der Erde sagte, das war eine harte Ansage. Nun, da ich aus der Koalition draußen war, konnte mir niemand mehr vorschreiben, was ich zu tun hatte.

„Ich kann schon auf mich aufpassen“, schnappte ich zurück und beäugte ihn. Verdammt, ich fickte ihn mit den Augen. Ich ließ mir Zeit, begutachtete jeden perfekten Zentimeter. Diese Lippen. So voll. So fest. Sein missbilligender Blick stachelte mich an, ihm nur noch mehr zu widersprechen. Ich sah keine Fangzähne, aber soweit ich gehört hatte, kamen die nur hervor, wenn die Hybriden von Rogue 5 eine Gefährtin nahmen. Da ich ganz bestimmt nicht seine Gefährtin war—ich gehörte niemandem—würde ich nicht in den Genuss dieser Erfahrung kommen, und das passte mir ganz gut. Ich mochte Sex auch ein wenig wilder, aber Fangzähne und Bisse?

Er musterte mich wortlos, und ich starrte zurück. Ich weigerte mich, den Blick abzuwenden. Das Kräftemessen machte meine Pussy feucht und heiß.

„Hey, Leutnant? Alles in Ordnung?“, rief einer der menschlichen Kämpfer aus der Aufklärungseinheit am Nebentisch, und ich verzog das Gesicht. Verdammt. Ich war ehrenhaft aus der Koalitionsflotte entlassen worden, aber meine Neuro-Implantate waren immer noch aktiv. So konnte ich von anderen Kämpfern gescannt werden, wenn sie ihre Flotten-Uniform mit der notwendigen Technik trugen. In den neuesten Uniformen scannte diese Technik laufend die Umgebung auf Freund wie Feind, und spürte auch die geringsten Hive-Frequenzen auf.

Nachdem Prime Nial von Prillon Prime, der Anführer der Koalition der Planeten und oberster Befehlshaber des gesamten Militärs, erlassen hatte, dass auch von Hive-Technologie verseuchte Veteranen wieder nach Hause zurückkehren durften - tja, da wurde es für den Geheimdienst der Koalition ziemlich schnell zur obersten Priorität, herauszufinden, wer gefährlich sein würde und wer nicht. Niemand wollte, dass bei einem Krieger, Kämpfer oder Kampflord mit Implantaten die Hive-Signale anklingelten und ihn auf Amoklauf schickten.

Und so hatten die neuesten Uniformen Scanner, und alle Militärbediensteten hatten Transmitter unter die Haut gepflanzt, die von diesen Uniform-Scannern gelesen werden konnten. Und das kam mir im Moment ungelegen. Hier draußen galt: einmal ein Leutnant, immer ein Leutnant, auch wenn ich die Uniform abgelegt hatte.

Bevor ich antworten konnte, knurrte der riesige Alienmann vor mir. Eine hörbare, sanfte Warnung an alle, denen vielleicht einfallen könnte, sich einzumischen.

Das Aufklärungsteam stand gesammelt auf und legte die Hände an ihre Kanonen, bereit, es für mich mit einem Alien von Rogue 5 aufzunehmen. Was ihren Tod bedeuten würde.

Tapfer, aber dämlich. Zweifellos hatte auch der Whiskey inzwischen ihre Sinne in gefährlichem Ausmaß benebelt.

Ich stand auf und wandte dem Alien den Rücken zu. Ein kalkuliertes Risiko, das meine Haut kribbeln ließ, und mein ganzer Körper wollte vor Lust heulen. Vielleicht würde er mir ja den Arm um den Hals schlingen und mich an sich reißen. Vielleicht würde er mir die Beine spreizen und mich von hinten nehmen, während alle zusahen. Irgendwann in den letzten paar Jahren waren meine Phantasien düster und gierig geworden. Voller Tabus, für Erdenverhältnisse. Zu wild.

Ich schob diese Gedanken beiseite und streckte dem Tisch voller ehrenhafter Kämpfer, die lediglich eine der Ihren beschützen wollten, die Handflächen entgegen. Sie konnten nichts dafür. „Nur die Ruhe, meine Herren von der Aufklärung. Alles in Ordnung hier. Brechen Sie bloß nicht meinetwegen die Regeln der I.C.-Station.“

Der Mann, der gesprochen hatte, legte den Kopf schief und blickte über meinen Kopf hinweg abschätzend auf den Mann von Rogue 5. „Sind Sie sicher, Leutnant?“

Ich machte mir nicht die Mühe, ihm zu sagen, er solle mich nicht so nennen. Er würde nicht darauf hören. „Ganz sicher. Vielen Dank. Genießen Sie Ihren Feierabend.“ Ich streckte den Daumen über meine Schulter und grinste, als würde ich ihm ein Geheimnis verraten. „Das hier ist ein Freund von mir.“

Das brachte mir eine Runde Gelächter von der Gruppe ein und einen großen, neidvollen Blick von der einzigen Frau unter ihnen. „Verdammt aber auch. Guter Fang, Mädel.“ Sie grinste mir zu und hob mir ihr Glas entgegen. Plötzlich legte sich eine ausgesprochen große Hand auf die Rundung meiner Hüfte. Seine Hand. Seine warme, schwere, noch größer als ich sie mir vorgestellt hatte, Hand. Gott, ja.

Ich grinste zu ihr zurück, legte meine Hand so gut ich konnte um das große, männliche Handgelenk hinter mir, und schleppte den Alienmann blind auf die nächstgelegene Tür zu.

Ich stieß sie auf und zog ihn hindurch—mir war völlig klar, dass das nur möglich war, weil er es zuließ—ließ sie hinter uns zukrachen und aktivierte die Verriegelung. Zum Glück waren wir in einem leerstehenden Spielzimmer gelandet, mit über einem Dutzend leerer Tische, Stühle und der Weltraum-Version von Billard.

Als ich mich wieder herumdrehte, fand ich ihn auf mich hinunter grinsend vor. Sein Schwanz war eine gut sichtbare Beule von beachtlicher Größe unter seiner Uniform. Ich hatte recht gehabt, seine Größe war proportional verteilt.

„Bist du sicher, dass ich nicht hier auf der Zenith-Station sein sollte? Es wäre doch richtig hart“—ich blickte auf seinen harten Schwanz hinunter, auf den ich seine Gedanken richten wollte—“für dich, mich zu ficken, wenn ich nicht hier wäre. Und es wird regelrecht unmöglich sein, das zu tun, während du deine Hose noch trägst.“ Ich drückte meinen Rücken an die Tür, um jegliche Flucht unmöglich zu machen.

Eine seiner dunklen Augenbrauen hob sich, aber er sagte nichts. Er ging nirgendwo hin. Oh, er war groß genug, mich zu packen und problemlos aus dem Weg zu schieben, aber das würde er nicht tun. Nicht, während sein Schwanz sich dick und lang gegen den schwarzen Stoff drückte, und vor meinen Augen nur noch größer wurde. Wie war er damit noch durch die Kantine gelaufen? Wie war es möglich, dass er noch nicht aus den Nähten platzte?

Ich leckte mir über die Lippen, als mir klar wurde, dass das alles nur für mich war. Wegen mir.

Meine eigene Begierde war nicht ganz so offensichtlich, aber wäre er ein Jäger von Everis, der die Erregung einer Frau riechen konnte, dann wüsste er, dass meine Pussy heiß, feucht und für ihn bereit war. Er konnte zweifellos sehen, wie hart meine Nippel waren. Weltraum-BHs waren kein Vergleich zu dem Hauch von Spitze und Satin, den ich auf der Erde getragen hatte. Aber nach vier Jahren bei der Koalitionsflotte und den letzten sechs Monaten als Kopfgeldjägerin, die sich in den von den Rogue kontrollierten Grenzbereichen des Alls herumtrieb, hatte ich gelernt, dass sich ein Weltraumkerl—ein Alien—keinen Deut um Reizwäsche scherte. Oder Körpergewicht. Oder Körpergröße. Oberweite. Stöckelschuhe. Schminke. Frisur, oder welche Designer-Handtasche eine Frau am Arm hatte. Nichts von dem, was mir als wichtig anerzogen worden war, und das ich angeblich pflegen oder ändern musste.

Koalition hin oder her, diese Aliens wollten eine Frau willig. Nackt. Feucht. Bereit. Und wenn sie diese drei Dinge nicht erfüllte, und er sie begehrte, dann würde er dafür sorgen, dass es dazu kam.

Dieser Mann würde schon bald erfahren, dass ich in der Hinsicht keinerlei Hilfe brauchte. Außer vielleicht fürs Nacktsein. Willig, feucht und bereit war ich schon.

Vorspiel war mir auch egal, und seinen Namen wollte ich nicht wissen. Nichts davon war notwendig. Verdammt, mir dieses Prachtexemplar eines Fremden auch nur anzusehen, war alles, was ich an Aufwärmübung brauchte. Denn, wow. Ich wollte heißen, wilden Sex ohne Bindung. Ich wollte ihn. Auf der Stelle.

„Und es wird mir auch unmöglich sein, diese Pussy zu lecken, während du deine noch trägst.“ Das tiefe Knurren seiner Stimme hatte sich draußen in der Kantine wie eine Herausforderung angefühlt. Hier drin stellten seine Worte einen Satz Vorspiel dar. Aber das Versprechen, das ich in seinem Blick sah, und der Gedanke daran, was er mit mir anstellen würde, ließ mir ein Wimmern über die Lippen treten.

Er hörte es, und sein Mundwinkel wanderte nach oben.

Verdammt und heilige Scheiße, er war zu gutaussehend, um wahr zu sein. Aber er war hier, lebendig, atmend, mich mit den Augen fickend.

Wahr oder nicht, ich wollte, dass er mir die Pussy leckte. Gott, ja. Ich war geil. Ich schämte mich nicht. Ich war Single. Alleine im Weltraum. Ich wollte eine Portion Schwanz, und die würde ich auch bekommen. Mein Abendessen von vorhin hatte meinen Körper gefüllt. Ich hatte Essen begehrt, und es hatte mich gesättigt. Und nun begehrte ich ihn, und ich wollte, dass er meinen Körper füllte. Er würde mich auch sättigen, aber auf völlig andere Weise.

„Du bist ja immer noch angezogen“, sagte ich.

Sein Blick wurde finster, und seine Stimme verfiel in ein Knurren. Eine weitere Herausforderung, die meine Knie schlackern ließ. „Du ja auch.“

Für zwei Leute, die Sex wollten, waren wir noch nicht besonders weit. Wir waren an einem Bekleidungs-Schachmatt angekommen. Wir hatten uns aufgestellt, maßen unsere Kräfte, testeten, wer dominieren würde. Derzeit hatten wir Gleichstand.

Das gefiel mir. Sehr. Aber ich wusste, dass er sich zurückhielt; dass er mich jede Sekunde herumdrehen und an die Tür gedrückt nehmen konnte. Ich wusste, dass ich wollte, dass er mich nahm, mich wild machte, mir keine Wahl ließ, als loszulassen und mich der Lust hinzugeben.

Aber das würde ich niemals eingestehen, nicht einem dominanten, herrischen Alienmann wie ihm gegenüber. Denn wenn ich das tat, würde er mich besitzen wollen. Stattdessen würde ich ihm grünes Licht geben, seinen Schwanz in mich bekommen, und zum Himmel hoffen, dass er auch so wild war, wie er aussah.

Unsere Hände gingen gleichzeitig an unsere Klamotten. Es war, als hätten wir beide die Kippe des Begehrens erreicht, und keiner von uns wollte auch nur einen Augenblick lang weiter so tun, als ob.

Ich ließ die Welt außen vor, meine Mission, meine Vergangenheit. Alles außer diesen Moment, dieses winzige Bruchstück Zeit. Ich fokussierte mich auf ihn, bis ich nichts anderes mehr sah. Und nichts anderes mehr wollte. Und dabei waren wir immer noch nicht beim Hauptprogramm angelangt.

Mein Shirt flog durch die Gegend. Seine Stiefel prallten von der Wand ab, gegen die er sie schleuderte. Hosen fielen zu Boden. Wir beide waren innerhalb weniger Sekunden nackt, unsere Bekleidung um uns herum verstreut wie am Flohmarkt. Uns trennte nur eine verriegelte Tür von der Kantine. Dieses Wissen, der Rausch, dass jemand uns erwischen könnte, machte das alles nur noch schärfer.

Die Luft war kühl auf meiner heißen Haut. Als sein Blick über meinen Körper fuhr, jeden Zentimeter aufsog, zitterte ich. Ich war nicht perfekt. Ich hatte jeden weiblichen Selbstzweifel, den die Kultur auf der Erde einer Frau einimpfte. Ich war kein Supermodel, schon vor dem Unfall nicht, und ganz bestimmt nicht danach. Eine Narbe lief mir vom Hals über die halbe Wirbelsäule. Eine große Narbe, riesig neben dutzenden kleinerer Kampfwunden, die ich mir auf die harte Tour verdient hatte. Ein ReGen-Tank konnte vieles heilen, aber nicht, wenn es zu lange dauerte, bis man in ihm war. Nicht, nachdem der Körper schon begonnen hatte, sich selbst zu heilen. Selbst nach zehn Stunden im Tank waren meine Narben noch da gewesen, und ich wartete ab, bis er die noch sichtbaren Schnitte auf meinen Schenkeln, meinem Bauch und meinen Schultern sehen würde. Wartete auf irgendeine Art Reaktion.

Er starrte mich zwar an, aber sein Blick zog über die Narben hinweg, als wären sie gar nicht da. Stattdessen lag sein Fokus auf all den richtigen Stellen, und zwar auf sehr wertschätzende Weise. Für ihn war ich gerade groß genug. Ich selbst fand meine Brüste zu groß, meine Hüften breit. Mein Hintern... nun tja, mein Hintern war fabelhaft. Er war das Prunkstück meiner eitlen Gedanken.

So, wie er sich die Lippen leckte, schien es, als gefiele ihm noch eine Menge mehr an mir als mein Hintern.

Und er? Heilige Scheiße. Er war wie eine Mischung aus Michelangelos David und einem riesigen Prachtexemplar eines Aliens. Schichtenweise Muskeln. Schultern so breit wie Texas. Wespentaille. Schmale Hüften. Diese V-Form, bei der mir der Mund wässrig wurde. Und zwischen diesem V... Pornostars würden sich vor seinem Schwanz verneigen.

Er war nicht so groß, dass es mir Angst machte—immerhin, wer wollte schon von einem Wasserrohr gefickt werden? Aber er war groß. Die Größe, die mich weit dehnen und vielleicht auch ein wenig weh tun würde. Meine Pussy zuckte vor Vorfreude auf dieses Meisterwerk vor mir zusammen. Dick genug, dass er mich weit öffnen würde, über jeden Hot Spot reiben, den ich hatte, und womöglich auch ganz neue da drin entdecken, von denen ich gar nichts wusste. Lang, aber nicht so lang, dass es mich zerreißen würde. Ich würde ihn zur Gänze aufnehmen können, gerade mal so.

Der Gedanke gefiel mir. Sehr sogar.

„Ich will dich in mir, jetzt sofort“, sagte ich.

Er schüttelte den Kopf und kam langsam näher. Sein Schwanz wippte hart und steif vor ihm. Auf mich gerichtet, zielend, als wüsste das Ding, dass ich seine nächste Eroberung sein würde.

„Nein.“

Nein? Oh verdammt, ja. Ich zitterte. Seine Verweigerung schoss mir wie ein elektrischer Schlag durch den Körper.

2


Ivy

Er war nackt, er war auf mich zugekommen, und jetzt sagte er Nein?

„Jetzt sofort, Weib, werde ich diese Pussy lecken, bis du schreist.“

Oh. Ich wich zurück, lehnte meinen Rücken wieder an die Tür. Und mit diesem einen Schritt flackerte in seinen Augen Triumph auf. Er hatte hier seine Dominanz erwiesen. Aber als er auf die Knie fiel und mit seinen Händen meine Innenschenkel weit spreizte, war mir das egal.

„Du hast Narben“, bemerkte er, während seine Hände das entstellte Gewebe befühlten. Sein Blick strich über die rosigen und weißen Linien, die sichtbaren Spuren meiner persönlichen Albträume.

„Na und?“, fragte ich aufmüpfig. Nur gut, dass er meinen Rücken noch nicht gesehen hatte. Wenn ihm nicht gefiel, was er sah, dann konnte er einfach zum Teufel gehen.

„Und da, wo ich herkommen, sind die ein Zeichen von Tapferkeit. Von Erfahrung mit dem Leben. Von Ehre.“

Er blickte, immer noch vor mir kniend, zu mir hoch.

Ich hatte keine Ahnung, was ich dazu sagen sollte, denn damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Ich wollte diesen Kerl nicht mögen; ich wollte ihn nur ficken.

„Du redest zu viel. Weniger Reden, mehr Lecken“, befahl ich.

Keine Frau mit Herzschlag würde Nein dazu sagen, dass dieser Typ sie leckte. Ich war vielleicht verwegen, aber ich war nicht dämlich. Und auf Selbstverleugnung stand ich auch nicht.

Ich wollte diese Lippen auf mir. Ich wollte diese Zunge. Diese Hände. Die langen Finger. Ich wollte nicht für meine Ehre komplimentiert werden.

Und als er mir plötzlich alle diese Dinge auf einmal gab, da schrie ich. Ein genüssliches Gleiten seiner Zunge an meinem Spalt entlang. Hände an meinem Hintern, die mich näher an ihn drückten. Finger, die sich in meine Hüften krallten, damit ich wusste, dass es mir nicht gestattet sein würde, mich zu rühren. Dass er nicht die Absicht hatte, mich loszulassen, bis ich in seinem Gesicht explodierte.

Sein Mund legte sich an meinen Kitzler, saugte, seine Zunge wirkte Wunder. Meine Augen fielen zu, aber er hob den Kopf und sagte: „So gierig.“

Meine Finger wickelten sich in sein Haar, zogen ihn wieder an mich heran. Ich spürte sein Lächeln an meinen unteren Lippen. Meine Not amüsierte und befriedigte ihn.

„Ich habe dich immerhin hier rein gezerrt, nicht wahr?“, keuchte ich und legte den Kopf in den Nacken, während er mich weiter ohne nachzulassen bearbeitete. Mein Orgasmus näherte sich rasch; er hatte Talent. Oder ich war einfach notgeil. Oder beides.

Er knurrte, drehte den Kopf zur Seite und biss sanft in meinen rechten Schenkel. Ich presste heiße, verschwitzte Handflächen an die Tür hinter mir, suchte Halt. „Da du immer noch sprechen kannst, sehe ich, dass du mit meinen Zuwendungen noch nicht zufrieden bist. Das werde ich nun beheben.“

„Ach du Scheiße“, wimmerte ich, und dann nichts mehr. Es war, als hätte er den Schalthebel auf die höchste Pussy-Leck-Stufe gestellt.

Danach konnte ich tatsächlich nicht mehr sprechen, nur noch stöhnen, betteln, wimmern. Sein Mund war an meinem Kitzler, ein Finger in meiner Pussy und wirkte dort irgendwelche Zauber an meinem G-Punkt. Der Daumen der Hand, die meinen Hintern umfasste, drückte gegen meinen Hintereingang und brachte mir somit zusätzliche Empfindungen, die ich noch gar nicht kannte.

„Mehr“, sagte ich, und er presse den Daumen tiefer, bis er in mich eingedrungen war, bis er beide meiner Löcher fingerte. Das hatte noch nie jemand bei mir getan, und ich wusste gar nicht, dass ich es wollte. Bis jetzt zumindest. Ich musste mich nicht schüchtern stellen oder verletzlich, oder, verdammt, überhaupt nachdenken. Wenn ich seinen Daumen in meinem Hintern wollte, dann würde ich ihm einfach sagen, er solle ihn dorthin stecken.

Ich brauchte mir bei ihm um nichts Gedanken zu machen, denn ich kannte nicht einmal seinen Namen. Die Sache hier war anonym. Heiß. Verrückt. Perfekt.

Ich nahm die Hände von der Tür, an die sie noch gepresst waren, und umfasste meine Brüste, zupfte an den Nippeln. Ich brauchte noch mehr Stimulation, und ich gab sie mir. Die Kombination seiner Kunstfertigkeit und meiner Hände, die mich an die Kippe brachten, ließ mich aufkeuchen. Mich winden. Etwas Scharfes ziepte an meiner Haut, nur ein bisschen. Kurz und scharf, wie ein elektrischer Schlag, der direkt in meinen Kitzler fuhr.

Ich kam mit einem Schrei. Meine Knie gaben nach, meine Hände klatschten an die Tür, als würde sie mich aufrecht halten können.

Ich hörte, wie Gegenstände klappernd zu Boden geworfen wurden, und kurz darauf wurde mein Rücken auf eine flache Oberfläche gelegt. Ich hatte nicht viel von dem Raum mitbekommen, als wir hereinkamen—ich hatte kaum an dem riesigen Alien vorbei gesehen—aber ich wusste, dass er einen Spieltisch abgeräumt hatte und die Dinge darauf nun über den Boden rollten und sprangen, während ich vollauf damit beschäftigt war, Luft zu holen.

Er kam langsam auf mich zu, und auf seinem Mund glitzerte noch meine Erregung. Er kniff die Augen zusammen. Seine Wangen waren vor Lust gerötet. Und sein Schwanz auch. Er war kein Atlane, aber in diesem Moment sah er wie einer aus. Als steckte eine Bestie unter seiner Oberfläche, das nur darauf wartete, hervorzubrechen und meine Pussy zu verwüsten.

Aber die Bestie dieses Typen hing zwischen seinen Beinen, und es bestand kein Zweifel daran, dass sie meine Pussy erobern würde.

„Deine Lustschreie bereiten mir Freude“, sagte er, legte seine Finger um meine Schenkel und zog mich langsam an die Tischkante heran. „Zweifellos weiß nun jeder in der Kantine, wie gut ich dich befriedigen konnte.“

Gott, das hätte mich vor Scham erstarren lassen sollen, dass ich mich ihm so sehr hingegeben hatte, dass ich vergessen hatte, wo ich war. Es hätte mir peinlich sein sollen, dass jeder in der Kantine genau wissen würde, wie er mir diesen Schrei entlockt hatte. Dass er stolz darauf war, seine Eroberung mit der gesamten Raumstation teilen zu können. Stattdessen fand ich den Unanständigkeits-Faktor scharf. Wenn er das alleine schon mit seinem Mund anstellen konnte, dann würde ich lieben, was er mit seinem Schwanz anrichten würde.

Der Tisch war wie für uns geschaffen. Gerade hoch genug, um die begierige Mitte meines Körpers nahe an ihn heran zu lassen. An seinen Schwanz. Er hatte die richtige Höhe dafür, dass er nur seine Knie ein wenig beugen musste, um auf gleicher Höhe zu sein.

„Wie dein Körper sich zusammenzog und anspannte. Das Hervorquellen deines Nektars.“ Er leckte sich über die Lippen.

„Bist du ein Dichter?“, fragte ich, stützte mich auf meine Ellbogen, streckte den Arm aus und packte seinen Schwanz—so gut ich konnte—mit meiner Hand. Ich zog daran, streichelte an ihm entlang. Spürte, wie weich die Haut war, und wie hart das Darunter. Wie lang. Dick. Pulsierend heiß.

Er zischte auf.

„Ich bin männlich, und erfreut darüber, wie mein weibliches Wesen hier auf meine Berührung reagiert hat.“

Das ließ mich erstarren. „Ich bin nicht dein weibliches Wesen. Das hier ist eine einmalige Geschichte.“

Da grinste er, animalisch und breit.

„Ähm...was soll das denn?“, fragte ich, und mein Blick fiel scharf auf die Spitzen seiner Eckzähne. Heilige Kacke, er war zum Teil Forsianer. Ein Kerl von Rogue 5 mit forsianischer Abstammung. Und genau, wie ich über Forsianer gelernt hatte—ich hatte mich ordentlich über die Planeten schlau gemacht, nachdem ich die Koalition verlassen hatte—hatte er Vampirzähne. Die waren nun sichtbar, und der Gedanke, von ihm gebissen zu werden, war ganz und gar nicht so abschreckend, wie ich gehofft hätte.

„Fangzähne.“

Ich schüttelte den Kopf. „Wage es nicht, mich zu beißen. Ich will heißen Sex, aber Beißen? Keine Chance. Ich will keinen Gefährten.“

Er strich mir sanft eine Haarsträhne hinters Ohr, was im krassen Gegensatz zu allem stand, was wir bisher getan hatten. „Ich werde dich nicht beißen. Wie du schon sagtest, wir sind zum Vergnügen hier zusammen. Nichts weiter. Die hier“—er fuhr sich mit der Zunge über die scharfen Spitzen—“sind nur dafür, eine Gefährtin in Besitz zu nehmen.“

Ich leckte mir über die Lippen und setzte mich auf. Er stand zwischen meinen gespreizten Knien. Er würde nicht in mich kommen, bevor ich nicht genau wusste, was Sache war. Auf der Erde würde es um Safer Sex gehen. Darum, ein Kondom zu benützen, zum Schutz. Verhütung. Aber darum hatte sich bei mir die Koalition schon gekümmert. Babys würden keine passieren, bis ich dafür bereit war.

Aber Beißen? Das hier war wohl die seltsamste Unterhaltung aller Zeiten.

„Sorge dich nicht, Weibchen. Um eine Gefährtin in Besitz zu nehmen, muss ich sie gleichzeitig beißen und ficken.“

Sein Schwanz stand bereit, lang und dick.

„Das macht doch keinen Unterschied“, entgegnete ich. „Der Plan war, dass ich diesen riesigen Schwanz in mich bekomme, aber woher kann ich wissen, dass du mich nicht beißen wirst?“

Er zuckte leicht die Schultern. „Ich habe meine Fangzähne bereits über deinen Innenschenkel gleiten lassen.“

„Heilige Scheiße, du hast mich gebissen?“ Ich legte die Hand auf die Stelle, erinnerte mich daran, wie köstlich es sich angefühlt hatte.

„Nein. Wenn ich dich beiße, dann wirst du das wissen.“

„Du wirst mich nicht beißen“, entgegnete ich.

Er neigte den Kopf. „Du würdest es wissen, wenn ich dich beißen würde. Aber das werde ich nicht. Ich gebe dir mein Wort. Ich verspreche es. Ich schwöre, dich nicht zu beißen.“

„Warum hast du dann an meinem Schenkel geknabbert?“

Er lächelte, und diese Fangzähne sahen lang und tödlich aus. „Weil ich es wollte.“

Oh Gott. Das war scharf. Zu scharf. Seine Brust war hart und riesig und direkt vor mir. Sein Schwanz war heiß und einsatzbereit, und meine Beine waren um seine Hüften gespreizt. Ich musste ihn nur noch nehmen. „Aber—“

„Ich werde meinen Schwanz in dich bringen, wie du es begehrst“, unterbrach er mich. „Das wird passieren, Menschenfrau, aber selbst wenn du danach betteln würdest: meine Fangzähne bekommst du nicht. Das wäre zu gefährlich.“ Seine Hände strichen über meinen Körper bis an meine Mitte, wo seine Finger über meine empfindlichen Furchen glitten und mit Leichtigkeit in mich eindrangen, da ich so nass war.

Mein Rücken streckte sich durch. Er spielte mit mir. Bearbeitete meinen Körper, damit mein Verstand vergessen würde.

Es funktionierte.

„Ich werde nicht die Kontrolle verlieren. Du hast mir deine Orgasmen anvertraut. Vertraue mir auch hiermit.“

Es war die Art, wie er mich berührte. Beinahe andächtig, so gar nicht zu dem passend, wie wir uns bisher benommen hatten. Schließlich nickte ich. Ich kannte ihn nicht, aber in dieser Hinsicht vertraute ich ihm. Warum? Ich hatte nicht die geringste Ahnung, aber es schien, als wollte er einen wilden Ritt von kurzer Dauer, keine Gefährtin fürs Leben.

„Wir haben schon zu viel geredet“, sagte er und zog seine Hand aus mir hervor. Er hob die Finger und leckte sie sauber.

Ich wimmerte wieder, als ich seine Berührung verlor; darüber, wie unverhohlen er in seiner Sexualität war, und wie er auch meine hervorlockte.

Er trat noch näher heran, sodass mein Schwanz an meinen Bauch gepresst war. „Ich habe nur noch wenig Zeit, bevor ich dich verlassen muss. Wünschst du, zu reden oder meinen Schwanz zu nehmen?“

Ich legte mich wieder hin und setzte erst einen Fuß auf den Tisch, bis die Zehen sich um die Kante krümmen konnten, dann den anderen.

Er knurrte bei dem Anblick von mir, so offen und bereitwillig vor ihm liegend.

Er könnte sich über mich beugen und mich beißen, aber auf diese Art konnte er mich ficken und seinen Abstand wahren. Das letzte, was ich wollte, war, an einen fremden Außerirdischen mit Fangzähnen gebunden zu sein. Egal wie glorreich sein Schwanz war. Und ich wusste, dass er die Wahrheit sagte. Er war ein Forsia-Hybride, genau wie Makarios von Kronos. Das, was ich zum Handel mit meiner Kontaktperson von Rogue 5 hierher gebracht hatte, würde ihm später zu Gute kommen, wenn ich weg war. Der Gedanke gefiel mir. Und in Wahrheit hatte ich gar keine Angst vor seinem Biss. Er würde mich nicht umbringen, wie er das dachte. Ich war nicht gerade eine normale Menschenfrau. Aber ich wollte keinen Gefährten, das war schon mal sicher.

Ich hatte noch Dinge zu erledigen, Leute zu treffen, Probleme zu lösen.

Ich brauchte keinen Superman in meinem Leben, und ich wusste genug über die Forsia-Hybriden—Halb-Forsianer, Halb-Hyperionen, die Rogue 5 bevölkerten—um zu wissen, dass er nach nur einem Biss mit diesen Fangzähnen denken würde, dass ich für immer ihm gehörte.

Nein danke. Ich war nicht der Typ Frau, die sesshaft wurde. Noch nicht zumindest. Ich hatte eine Mission, eine höchst gefährliche, höchst persönliche Mission zu erledigen, bevor ich an etwas Festes auch nur denken konnte. Rache. Vergeltung. Genugtuung. Ich hatte aufgehört, mich zu fragen, warum ich das hier zu Ende bringen musste, und hatte akzeptiert, dass ich nicht in der Lage sein würde, aufzuhören, bis der Verbrecher, der meine gesamte Aufklärungseinheit umgebracht hatte, tot war.

Tot oder lebendig. Tot war mir lieber, aber das Kopfgeld, das vom Geheimdienst der Koalition ausgesetzt worden war, hatte das nicht festgelegt. Tot oder lebendig war die offizielle Richtlinie. Aber diese Entscheidung war für später. Ich würde meine Kontaktleute von Rogue 5 treffen, mit ihnen darüber verhandeln, mein mitgebrachtes Gut gegen eine Reise zu ihrer Mondfestung einzutauschen, dort Gerian Eozara aufspüren und der Sache ein Ende bereiten.

Das bedeutete nicht, dass ich in der Zwischenzeit nicht ein wenig Spaß haben konnte. Und dieser massive Mann war genau das, was meine sexverhungerte innere Göttin wollte. Groß. Hart. Willig.

Und ohne Bindung. Ausnahmsweise einmal schien ich das Schicksal auf meiner Seite zu haben.

Seine Hand wanderte an den Ansatz seines Schwanzes und bewegte ihn, sodass die Spitze an meinem Schlitz auf und ab glitt. Ich keuchte auf, hob die Hüften an, wollte mehr.

„Gut so?“, fragte er, und sein Blick traf meinen.

„Steck mir deinen Schwanz rein, Forsianer. Sofort“, knurrte ich.

Er grinste animalisch und stieß kräftig zu.

Mein Rücken bog sich, mein Körper bebte und dehnte sich, um ihn aufzunehmen.

„Scheiße“, stöhnte ich.

Er zog sich langsam heraus, hämmerte tief hinein. „Ja, Weib, jetzt ficken wir.“

Seine Stöße waren so kräftig, dass er seine Hände an meine Hüften legte, damit ich nicht über den Tisch rutschte. Einen Moment lang oder zwei war er sanft gewesen, aber damit war es vorbei.

Er war intensiv, gewaltig, sein Blick auf mir, sah meinen Brüsten zu, wie sie wippten, meinem Mund, wie er sich zum Keuchen öffnete. Wie mir der Schweiß auf die Haut trat. Wie ich mich an die Tischkante krallte, als müsste ich mich festhalten oder davonfliegen.

„Ja“, bettelte ich.

Sein Tempo war kontrolliert, fokussiert, als füllte mich sein Schwanz mit jedem Stoß mit vollem Bewusstsein. Die Bewegung, der Winkel, das Tempo, völlig unter Kontrolle. Er packte einen Knöchel und schlang sich mein Bein um die Hüfte. Ich verstand den Wink und verhakte beide Füße hinter seinem Rücken. Das wäre mir gar nicht gelungen, wenn ich nicht so lange Beine hätte. Er war so groß.

Nun waren wir vereint, von mir zusammengeschweißt, und seine Bewegungen waren durch die Umklammerung eingeschränkt. Eine Hand packte mich am Rücken und hob mich hoch, sodass ich auf seinem Schwanz aufgespießt war. Er drehte sich herum, drückte mich and die Wand.

Ich konnte nirgendwo hin, es gab keinen Bewegungsspielraum. Nichts zu tun, als die Stöße einzustecken, die er mir austeilte. Er traf tief, strich über Stellen, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie hatte.

Mein Atem kam stoßweise, und mit jedem Atemzug nahm ich seinen Duft auf. Schweiß, wilder Mann, und wilder Sex. Seine Haut war heiß und verschwitzt.

Wegen seiner Größe hatte er den Rücken gebeugt, seinen Mund an meinem Ohr.

„Du willst es.“

„Ja“, antwortete ich, und meine Augen fielen zu.

„Dann nimm es.“

„Tue ich“, knurrte ich.

„Menschenweib, schau mich an.“

Ich tat es, verlor mich in der bodenlosen Tiefe seines Blickes. Wie er seinen Kiefer anspannte, wie die Fangzähne zwischen seinen Lippen hervorlugten. Die Schweißperle, die ihm über die Stirn lief. Das Gefühl seiner Hände an meinem Hintern. Die Stöße... Scheiße, die tiefe Penetration seines Schwanzes. Er war in mir. Um mich herum. Überwältigend. Nehmend.

„Du wirst kommen, wenn ich es sage.“

Ich schüttelte den Kopf. Mein Haar glitt über die Wand. „Du kontrollierst mich nicht“, keuchte ich.

Er lächelte verschmitzt, beugte sich zu mir herunter und ließ seine Zähne an meinem Hals entlang gleiten. Ich konnte die scharfen Spitzen spüren, wusste, er musste nur ein wenig fester drücken, um zu beißen. Aber das tat er nicht.

Ich zitterte.

„Nicht? Warum bist du dann noch nicht gekommen?“

Ich drückte gegen seine Brust, aber er war wie die Wand hinter mir: nicht zu bewegen. „Hör zu, du Neandertaler—“

„Du bist auf meinen Schwanz aufgespießt. Du kannst nirgendwo hin. Meine Fangzähne sind einen Zentimeter von deinem Hals entfernt. Deine Pussy saugt an mir, begierig darauf, dass ich meine Eier entleere. Du bist auf meinem Mund gekommen, und du wirst auf meinem Schwanz kommen. Nicht, weil du es so willst, sondern weil ich es dir gebiete.“

„Mir gebieten?“ Ich fauchte und versuchte, mich von ihm zu heben, was seinen Schwanz nur noch mehr in mir bewegte. „Wir sind mitten im Ficken. Warum diskutieren wir?“

„Weil du dich weigerst, dich zu unterwerfen.“

Da zeigte ich meine Zähne, fauchte ihn geradezu an. „Niemals.“

Das war ein dummer Schwur, denn er hatte recht. Er war größer als ich, stärker. Ich war auf seinem Schwanz gefangen. Ich konnte aus diesem wilden Ritt nicht aussteigen, außer, er ließ es zu.

„Wenn du das hier nicht wolltest, würdest du mir nicht gerade auf die Eier triefen. Dir gefällt, was ich mache.“

„Wie du vorhin schon sagtest: wenn ich noch reden kann, machst du etwas falsch.“

Seine Augenbraue schwang sich hoch.

Er entwirrte meine Beine, beuge die Knie, bis meine Füße am Boden auftrafen, und zog sich aus mir heraus. Bevor ich ihn fragen konnte, was zum Teufel er tat, hatte er mich herumgewirbelt, an der Taille gepackt und mich auf den nächsten Tisch gehoben, über den ich nun gebeugt lag. Die kalte Oberfläche ließ mich aufkeuchen. Meine Beine baumelten nach unten, denn der Tisch war so hoch, dass meine Füße den Boden nicht berührten. Eine Hand lag auf meinem Rücken und drückte mich nach unten.

Wieder wartete ich auf ein Zeichen seiner Ablehnung. Nun hatte er meine Narben voll im Blick. Ich spannte mich an, rechnete damit, dass er die Fragen stellte, die ich nicht beantworten wollte. Oder noch schlimmer, sich davonmachen.

„Menschenfrau, du hast viel erlebt“, raunte er, während seine Handfläche über meine Wirbelsäule glitt, an der Narbe entlang. „So tapfer, so stark. Scheiße, ich könnte glatt davon kommen, mir die Narbe auch nur anzusehen.“

Ich hatte keine Ahnung, was das bedeuten sollte. Was für einem Kerl ging wegen abscheulich entstellter Haut einer ab?

Stattdessen stupste ein dicker Schenkel meine auseinander, und eine große Hand fuhr auf meinen Hintern herunter. Der Klaps brannte, aber tat nicht weh. „Du zweifelst an mir“, bemerkte er.

Ich schüttelte den Kopf. Ich wollte nicht mehr über die verdammte Narbe sprechen. „Fick mich.“

Er versetzte mir noch einen Klaps, aber hob die Hand nicht wieder ab. Stattdessen packte er die rechte Backe und zog sie auseinander.

„Pussy oder Hintern, Menschenweib?“

Ich blickte über meine Schulter zu ihm. Er sah meine Narben nicht mal mehr an. Sein Blick hielt meinen, mit einer Lust und Begierde darin, die er vor mir nicht einmal zu verbergen versuchte. Gott, er war so scharf. Sein Körper bestand zur Gänze aus straffen Linien, sein Schwanz war dunkel angeschwollen und glänzte davon, in mir gewesen zu sein.

Er wartete, was lachhaft war, denn er musste Schmerzen erleiden vor Not, wieder in mir sein zu wollen.

„Pussy“, hauchte ich, als mir klar wurde, dass er nichts tun würde, bis ich geantwortet hatte. Ich hatte noch nie mit meinem Hintern experimentiert, und würde in einem solchen Moment auch nicht damit anfangen. Nicht bei dem riesigen Schwanz und ohne Gleitmittel. Außerdem war er so schon so herrisch, dass ich mich nicht noch weiter unterwerfen musste.

Scheiße, war er dominant. Und in dieser Position—

„Oh mein Gott“, keuchte ich, als er mit einem bedächtigen, tiefen Stoß in mich fuhr.

Eine Hand packte meine Schulter, die andere verblieb auf meinem Hintern, während er mich nahm. Ich konnte nichts anderes tun, als es hinzunehmen.

Er beugte sich vor, und ich spürte seine straffen Muskeln, seine Hitze.

„Du wirst kommen, wenn ich es sage, und nicht davor.“

Ich knirschte mit den Zähnen, wollte ihn zurechtweisen, aber konnte es nicht. Das hier gefiel mir. Ich liebte es. Ich musste nicht denken, mir keine Sorgen machen, mich nicht fragen, ob ihm mein Körper gefiel. Ob er meine Liebeskünste als zu viel oder zu wenig einstufte. Ob ich zu viel Lärm machte, oder nicht genug. Ob ich zu dreist war. Verwegen. Ob ich zu vernarbt war, um schön zu sein. Ich hatte nichts anderes zu tun, als einfach nur zu nehmen, was er mir geben wollte, und es würde mir gefallen. Nein, ich würde es lieben.

Sein Daumen fand wieder meinen Hintereingang. Umkreiste ihn, spielte damit. Ich zog mich dort zusammen.

„Meine Eier sind begierig darauf, sich zu entleeren. Du wirst mit mir kommen.“

Ich schüttelte den Kopf, starrte leer in das Zimmer vor mir, aber ich widersprach nicht. Ich... gab nach.

Noch ein Stoß, dann noch einer, und es war um mich geschehen. Und um ihn auch.

Sein Grollen erfüllte die Luft, zerriss die Stille wie seine Fangzähne wohl meine Haut zerreißen würden. Aber er biss mich nicht. Während er mich kontrollierte, hatte er auch sich selbst unter Kontrolle. Ich konnte mich fallenlassen, mich jedem meiner niedrigsten Instinkte hingeben, aber er konnte das nicht.

Dieser eine Gedanke war es, der mich über die Grenze brachte—zusätzlich zu dem riesigen Schwanz, dem Daumen, der in meinen Hintern drückte, dem Gefühl, ihn hinter mir zu haben—und ich schrie erneut, diesmal lautlos.

Ich war verloren. Wild. Der Orgasmus war so intensiv, so mächtig, dass kein Mucks hervorkam, nur Empfindung. Ich bäumte mich unter ihm auf, völlig außer Kontrolle. Seine große Hand drückte mich nach unten, flach auf den Tisch, während er in mich pumpte, mich durch meinen Höhepunkt hindurch fickte, und diesen mit jedem harten Stoß in meine empfindliche, geschwollene Pussy in die Länge zog. Er bewegte sich weiter, bis ich nicht mehr konnte.

Ich sackte auf den Tisch zusammen. Ich war fertig.

Ich hörte seinen stockenden Atem, spürte, wie er sich hervorzog, und mich dann hochhob, damit ich stehen konnte. Wenn auch auf wackeligen Beinen.

Wir sprachen nicht, während wir uns anzogen. Mir tat alles weh. Ich fühlte mich auf die beste Weise benutzt. Meine Muskeln waren schlaff, mein Hirn war Brei. Er hatte alles getan, was ich mir von einem schnellen Fick wünschen konnte, und noch einiges mehr. Ich musste mich fragen, ob alle anderen damit für mich ruiniert waren.

Ich räusperte mich, dachte an den Tequila. Ich konnte nun gut ein Gläschen vertragen. Oder fünf.

„Danke“, sagte ich. Nach dem, was sich gerade zugetragen hatte, brauchte ich mir um Small Talk keine großen Sorgen zu machen. Wir waren ja kein Paar. Ich war nicht seine Gefährtin, und er nicht mein Gefährte. Tatsache war, ich würde ihn wahrscheinlich nie wieder sehen.

Er blickte mich an, während er sich die Hosen zuknöpfte. Es war eine Schande, einen so prächtigen Schwanz wegzupacken.

Ich drehte mich herum, entriegelte die Tür, und ging. Es war vorbei. Fünfzehn, zwanzig Minuten des wildesten Sex meines Lebens. Aber mehr war es nicht. Ein Quickie in einem leeren Zimmer. Gemeinsame Orgasmen. Welten bewegt.

Mission erfolgreich. Jetzt war es an der Zeit, zur nächsten überzugehen: die Kontaktleute von Rogue 5 zu finden und den Handel abzuschließen.

3


Zenos, Legion Astra, Transportstation Zenith

Die Tür glitt lautlos auf, und ich betrat eine der opulentesten Suiten auf der Raumstation. Vor mir saß Astra, unsere Anführerin, umringt von mehreren anderen Mitgliedern der Legion. Sie verriet niemandem ihr Alter, aber wir alle nahmen an, dass es irgendwo in der Mitte ihrer vierten Dekade lag. Ihr langes Haar war zu einem strengen Zopf geflochten. Die Strähnen waren mit Grau durchwachsen, und jedes Kleidungsstück, das sie trug, enthielt das dunkle Grün der Legion Astra. Sie wirkte leger, in seidigen Hosen, einer Tunika und Stiefeln mit weichen Sohlen, aber ich wusste, dass das Fassade war. Irgendwo in den Falten ihrer Kleidung versteckten sich ein Blaster sowie mehrere Klingen.

Astra hatte nicht zwanzig Jahre lang die Herrschaft über die Legion behalten, indem sie unnötige Risiken einging. Ich hatte sie töten gesehen, mit einer Effizienz, um die viele sie beneideten. Aber stets für ihr Volk, ihre Legion. Und deswegen waren wir loyal zu ihr. Sie hatte sich das Recht, uns anzuführen, verdient. Ihre Hingabe und ihr Schutz waren ebenso unerbittlich wie die eines jeden Mannes. Vielleicht noch mehr, da sie weiblich war, eine Matriarchin, die ultimative Beschützerin. Niemals stellte sie ihre eigenen Bedürfnisse über die ihres Volkes. Niemals.

Sehr zur Enttäuschung von Barek. Der wollte Astra zur Gefährtin. Die anderen männlichen Forsia-Hybriden waren sich dieser Tatsache bewusst. Astra jedoch schien von seinem Interesse keine Ahnung zu haben, selbst während er nun neben ihr saß. Oder vielleicht gab sie Unwissenheit vor, um die unvermeidliche Konfrontation mit dem zu vermeiden, was niemals sein durfte.

Schließlich würden sie niemals zusammen sein können. Nicht, wenn nur ein Biss von ihm sie töten konnte.

Ich trat ein und kniete mit geneigtem Haupt ein paar Schritte vor ihrem Sitzplatz hin. Ich wartete auf ihre Fragen und die Erlaubnis, vollständig in ihren Raum eintreten zu können, ohne dass der riesige Forsia-Mann an ihrer Seite mir den Kopf abriss. Sie waren keine Gefährten, aber Barek beschützte sie, wie es nur ein wahrer Gefährte tun würde. Ohne Gnade oder geteilte Loyalitäten. Er wich nicht von ihrer Seite. Nicht zum Essen. Nicht zum Schlafen. Nicht zum Ficken. Er schlief auf einer dünnen Matte vor ihrer Tür, wachte selbst über ihren Schlummer. Er gehörte ihr.

Alle anderen saßen um Astra herum an einem kleinen Tisch. Sie spielten. Tranken. Schlugen die Zeit tot und lenkten ihre Gedanken von der Mission vor uns ab. Ich war für einen Drink in die Kantine gegangen, um die Stimmung auf der Transportstation auszukundschaften. Um mich umzuhören, was um uns herum so vor sich ging. Astra hatte mich geschickt, da ich von uns allen der Subtilste war. Was völlig absurd war. Der Trupp von der Legion Astra war aus einem Grund hier, und keinem anderen: um das Gegenmittel für den Biss eines Forsia-Hybriden zu beschaffen.

Ich war alles andere als subtil, und die scharfe Menschenfrau, deren Geschmack ich noch auf der Zunge hatte, wusste das nur zu gut.

„Wo zum Geier warst du so lange?“, fragte Barek.

Ich beneidete ihn nicht um seine Hingabe zu diesem Weib. Sein Paarungsinstinkt, fast so stark wie das Fieber eines Atlanen, hatte ihn in den letzten paar Monaten stark beeinträchtigt. Wenn er in diesem Zustand seinen Schwanz in einem willigen weiblichen Wesen jeglicher Art vergraben würde, würde er sie damit wahrscheinlich umbringen. Wenn nicht mit dem Gift in seinem Biss, dann mit der schieren Kraft seines Körpers. Und da sein Schwanz Astra begehrte, würde er nicht nur irgendeine Frau töten, sondern die Anführerin der Legion Astra.

Ein paar von uns auf Rogue 5 Geborenen hatten einen tödlichen Cocktail von Hyperion-Abstammung gemischt mit forsianischer DNA geerbt. Und das Ergebnis war ein Segen und ein Fluch, den wir mit uns herumtrugen. Wir waren größer und stärker als jeder andere auf der Mondbasis, sogar größer als die paar Atlanen-Hybriden. Aber es hatte sich herausgestellt, dass der Forsia-Teil unserer Physiologie sich nicht gut mit dem Paarungsgift eines Hyperion-Mannes vertrug. Ein reinrassiger Hyperione auf dem Planeten unter Rogue 5 würde seine Partnerin beißen, um einen Zustand von Ekstase und Fruchtbarkeit hervorzurufen und ihre Lustempfindungen zu steigern. Aber beim Mischen mit forsianischen Blutlinien war das Paarungsgift tödlich geworden.

Wir paar wenigen Forsia-Hybriden, die auf Rogue 5 überlebt hatten, waren doppelt verflucht: mit dem Haken-Mechanismus des forsianischen Paarungsschwanzes, und dem instinktiven hyperionischen Bedürfnis, unsere Frauen zu beißen. Diese beiden Instinkte waren so tief in unserer Natur verankert, dass die meisten Frauen auf Rogue 5 das Risiko nicht eingingen, mit uns überhaupt ins Bett zu steigen. Nicht einmal für vereinzelte lustvolle Nächte. Wenn wir mal eine Frau fanden, die tapfer genug—oder abenteuerlustig genug—war, um Interesse zu bekunden, beendeten wir die Sache stets nach einer oder zwei Sex-Sessions. Wir ließen niemals ein weibliches Wesen über einen längeren Zeitraum an uns heran. Wir Forisa-Hybriden gingen immer auf Distanz, bevor der Instinkt, unsere Sexualpartnerin permanent an uns zu binden, überhandnahm und unsere Selbstbeherrschung überwältigte.

Ehrenvoll zu sterben war uns lieber, als eine Frau durch eine fehlgeschlagene Paarung zu töten. In meinem ganzen Leben hatte ich noch von niemandem unserer Art gehört, der eine Frau erfolgreich in Besitz genommen hatte. Abgesehen von Makarios aus der Legion Kronos. Ich hatte Horrorgeschichten aus der Vergangenheit gehört, von Frauen, die unter Höllenschmerzen starben, während die Männer, die sie liebten, hilflos zusehen mussten und mit der Schuld dessen fertigwerden mussten.

Darüber, dass sie sie gebissen hatten. Ihr Gift eingespritzt hatten. Die Kontrolle verloren hatten.

Mehr als eine Frau war über die Jahre schon versehentlich von ihrem Liebhaber getötet worden. Diejenigen unter uns, die Ehre besaßen, nahmen eine Frau nicht ins Bett, bis wir uns nicht ganz sicher sein konnten, dass wir den Drang zu beißen unter Kontrolle hatten. Den Drang, eine Gefährtin zu nehmen. Sie in Besitz zu nehmen.

Und das war einer der Gründe, warum die Forsia-Hybriden auf Rogue 5 ausstarben. Es gab nur solche, die aus jenen bissfreien One-Night-Stands hervorgingen. Ohne wahren Vater. Ohne Eltern, die einander zum Gefährten hatten. Die meisten Forsia-Hybriden verweigerten es, mit einer Frau zu schlafen, aus Angst, die Kontrolle zu verlieren. Aber neuerdings war Makarios von Kronos zu einer Legende unter uns geworden. Er war verschwunden, dann lebendig auf der Kolonie wieder aufgetaucht, sein Körper mit Hive-Technologie verstärkt. Das waren die Fakten, die uns bekannt waren. Abgesehen davon wussten wir nichts. Waren es die Hive-Integrationen gewesen, die ihn verändert hatten? Hatten die Hive dafür gesorgt, dass Makarios nicht länger das Gift in seinen Fangzähnen hatte? Oder, wie Gerüchte besagten, hatte seine Frau, eine Menschenfrau, tatsächlich ein Gegenmittel für das Gift entwickelt? Hatte sie das Serum gefunden, das dem Gift in meinen Fangzähnen entgegenwirken konnte? In den Fangzähnen von Barek? In den Fangzähnen all der verzweifelten Forsia-Hybriden, die noch übrig waren?

Wir waren hier, um genau dies herauszufinden. Erwarteten gespannt das bevorstehende Treffen. Um endlich dieses angebliche Gegengift in die Finger zu bekommen.

Eine Fremde zu ficken, machte es einfacher, dem Basis-Instinkt zu widerstehen. Aber es fiel trotzdem schwer. Und die Frau, die ich noch immer riechen konnte? Noch immer schmecken?

Die Götter mögen mir helfen, mir waren noch nie zuvor beim Sex die Fangzähne hervorgetreten.

Ich wollte sie. Gewaltig. Und mehr als nur einmal. Mein Schwanz war immer noch steif und begierig nach ihr. Ihre Weigerung, mir ihren Namen zu nennen, machte sie mir nur noch begehrlicher. Ich fühlte mich wilder als sonst. Die Hyperion-DNA machte uns alle wilder und schwieriger zu kontrollieren. Wir hatten Fangzähne, jeder einzelne von uns. Wir bissen. Wir kämpften. Wir wüteten. Und unser neues Volk passte nicht so recht in die Welten der Koalition. Ganz besonders die paar von uns, die tödliches Gift in uns hatten, noch zusätzlich zu unseren Ionenpistolen und den tödlichen Klingen.

Ich war ein Hybriden-Freak, der niemals einen Fuß auf den Planeten Forsia setzen würde. Ich war gesegnet und verflucht. Barek und ich, und die anderen Forsia-Hybriden wie wir, waren nicht dafür gebaut, eine Gefährtin zu haben. Und doch begehrten wir, was alle Männer begehrten: heiße, nasse Pussy. Sanfte Lustschreie von einer willigen Frau. Erlösung.

Inneren Frieden.

Mit der Menschenfrau hatte ich das für kurze Zeit erfahren dürfen. Trotz meines begierigen Schwanzes waren meine Eier entleert und mein Körper entspannt, zum ersten Mal seit Ewigkeiten. Sie war unersättlich gewesen. Leidenschaftlich. Hatte genau gewusst, was sie wollte. Und mir das mitgeteilt, mit Worten, mit ihrem Körper. Sie war keine everianische Jungfrau. Sie war nicht das, was ich mir unter einer Menschenfrau vorgestellt hatte, denn die waren klein und schwach.

Aber sie nicht.

Nein. Sie hatte alles genommen, was ich ihr gegeben hatte, und ich war nicht sanft mit ihr umgegangen. Das lag nicht in meiner Natur. Ich fickte wild. Ich fickte hart. Ich fickte so, dass ich sicher sein konnte, dass sie mich tagelang spüren würde.

Und sie hatte nicht nur vor Lust geschrien, sie hatte mehr gefordert. Hatte all das gebraucht, was ich ihr zu geben hatte.

Mit meiner Rückkehr in die Suite fing die gesättigte Freude, die ich genossen hatte, zu verblassen an. Die Wirklichkeit kehrte wieder, und ich bemerkte, wie Astra mich mit hochgezogenen Brauen anblickte. Bis mir auffiel, dass ich Bareks hitzige Frage noch nicht beantwortet hatte. „Nun? Wo warst du, Zenos? Ich habe dich vor zwei Stunden an die Bar geschickt.“

„Ich habe getrunken.“ Meine Antwort war kurz, aber ich wusste, dass sie ausreichen würde. Niemand würde annehmen, dass ich mit einer Frau zusammen gewesen war. Nicht ich. Nicht dieses Tier von einem Hyperion-Hybriden, das von beiden Seiten das Schlimmste mitbekommen hatte: einen Schwanz, der in unseren Frauen anschwoll und sich in ihnen verfing. Einen Paarungsinstinkt, der so stark war, dass er uns in den Wahnsinn treiben konnte. Und Gift in unseren hyperionischen Fangzähnen, das gefährlich genug war, um mit nur einem Biss zu töten.

„Lüg mich nicht an.“ Astra sprach mit strenger Stimme, auch wenn sie mich ignorierte und stattdessen auf die kleinen, quadratischen Karten in ihren Händen starrte. „Du riechst nach Sex.“

„Ja. Eine kleine Ablenkung, die mir dabei half, die Zeit zu vertreiben.“ Es hatte keinen Sinn, es zu leugnen. Gerüchten zufolge hatte Astra das Blut der Everis-Jäger in ihren Adern. Die Götter wussten, dass sie besser riechen konnte, als jedes Lebewesen es sich je wünschen würde. Ich mochte meine Giftzähne nicht, aber Gerüche so scharf aufnehmen zu können wie sie, würde ich hassen. Und Sex an einem anderen riechen zu können? Nein danke.

„Hast du sie umgebracht?“

Praktisch veranlagt. So war unsere Astra. Unsere Anführerin. Ich kannte ihren wahren Namen nicht—den, den sie von ihrer Mutter verliehen bekommen hatte. Wer die Führung einer Rogue 5-Legion übernahm, verkörperte alles, wofür wir standen, einschließlich des Namens. An jenem Tag, als ich noch ein kleiner Junge war, war sie schlicht zu Astra geworden. Sie führte uns an. Nicht wie die Koalition, wo es eine Befehlskette gab, sondern wie eine große Familie. Eine Art Bruderschaft, geleitet von einer Matriarchin. Wir lebten nach einem Kodex, ihrem Kodex, einem ethischen Regelwerk—was manche vielleicht heuchlerisch finden könnten. Ob die Koalition der Planeten etwas als illegal ansah, berührte uns nicht. Was die anderen Legionen taten, berührte uns nicht. Wir taten, was für unsere Legion das Beste war, für unsere Leute, unser gemeinsames Wohl. Wir bekämpften nicht die Hive. Wir bekämpften stattdessen die anderen Legionen auf Rogue 5. Kämpften ums Revier, ums Überleben. Die Legion Astra betrieb keinen Sklavenhandel. Handelte nicht mit Quell. Schaltete nicht erst nach dem Töten das Hirn ein, wie etwa die Legionen Cerberus und Sirena. Dafür war Astra zu klug.

Aber das bedeutete nicht, dass wir nicht gefährlich waren. Als Anführerin war Astra die tödlichste. Gerissen. Brutal. Sie wurde von den anderen Legionen gefürchtet, und das zurecht.

„Sie lebt“, antwortete ich. „Ich habe ihr kein Leid zugefügt.“ Sie würde womöglich blaue Flecken auf ihrer zarten Haut haben, weil ich sie so fest gepackt hatte, während ich sie fickte. Aber nichts, das nicht verblassen würde. Nichts, auf das sie blicken würde und daran erinnert werden, wie ich sie zum Schreien gebracht hatte. Es bestand kein Zweifel, dass sie mich noch tagelang spüren würde. Mein Samen sickerte wohl noch in diesem Moment aus ihrer gut durchgefickten Pussy hervor.

Die Frau hatte mich fasziniert, und ich wusste, dass ich noch oft an sie denken würde. Mich fragen, wie sie sich die prachtvolle Narbe eingehandelt hatte, die ihr über den ganzen Rücken lief. Die Narbe hatte sie gestört, sie war nicht stolz auf sie gewesen. Vielleicht war es ein menschlicher Instinkt, die Narbe als Verunstaltung anzusehen, anstatt Vollkommenheit. Die Dicke und Größe der Narbe hatte mich dazu bewegt, sie noch härter zu ficken. Schneller. Tiefer. Dieses Abzeichen von Kraft und Mut, von Überleben, hatte meine Instinkte zum Brüllen gebracht, sie in Besitz zu nehmen. Sie zu beißen. Sie zu behalten.

„Es ist nicht weise, die Götter herauszufordern, Zenos.“ Barek wies mich zurecht, doch ich antwortete nicht. Ich wusste, welche Schlacht er mit jedem Tag ausfocht, an dem Astra in seiner Nähe war. Die Worte waren für ihn selbst, zur Erinnerung, noch mehr als für mich.

Astra schnaubte und legte ihre Karten ab, woraufhin die anderen murrten und ihr Geld zuschoben. Drei Forsia-Hybriden befanden sich in diesem Raum, und es gab weniger als zwanzig von uns in der ganzen Galaxie. Und wir alle waren der Legion Astra verschworen. Ausgenommen Makarios von der Legion Kronos. Außenstehende glaubten, dass es nur drei oder vier Forsia-Hybriden unter Astras Kommando gab, und unserer Anführerin war das so ganz recht.

Makarios hatte sich schon vor Jahren von der Gruppe gelöst und diente der Legion Kronos. Aber er war älter als der Rest von uns. Als er Kronos seine Treue geschworen hatte, war er nur ein Junge gewesen, und der Anführer von Astra ein brutaler Arsch. Aber dann war Makarios den Hive in die Hände gefallen und verloren geglaubt. Ein weiterer Irrtum. Er war auf der Kolonie wiederaufgetaucht, ausgestattet mit Cyborg-Teilen. Er war vorher schon stark gewesen. Ich konnte mir nicht einmal vorstellen, was die Hive da erschaffen hatten. Er musste jeden Augenblick gehasst haben, umgeben von Koalitionskämpfern, der Einzige von Rogue 5.

Und jetzt? Jetzt war er eine wahre Legende. Mit einer Menschenfrau als Gefährtin, die eine Nexus-Einheit getötet und ein Schiff gestohlen hatte. Makarios hatte Rogue 5 verlassen, keine Spur von ihm auf allen Raumstationen von hier bis Xerima. Die Koalition jagte nach ihm. Wir jagten nach ihm. Die anderen Legionen jagten nach ihm. Ich hatte gehört, dass sogar die Hive nach ihm jagten... oder nach seiner Frau.

Wir alle hatten Geschichten von seiner Menschenfrau gehört. Dass sie angeblich eine von denen war, dass sie sich in eine der blauen Kreaturen verwandeln konnte, die die Hive anführten: die Nexus-Einheiten. Ich hatte keine Ahnung, ob das stimmte, und Astra war es scheißegal, ob sie blau, lila oder menschlich war. Sie wollte das Gegengift, das Makarios‘ Gefährtin angeblich hergestellt hatte. Sie war zu seiner wahrhaften Gefährtin geworden. Hatte seinen Biss überlebt. Wir alle brauchten Gefährtinnen, damit wir überleben konnten. Um Astras Legion bei Kräften zu halten. Astra wollte dieses Gegengift für ihre Hybriden. Wir verloren zwar nicht den Verstand wie die Atlanen in ihrem Paarungsfieber, aber ohne Gefährtinnen litten wir ebenso wie sie. Wir Hybriden waren aber dazu gezwungen, mit dem Schmerz in unseren Körpern zu leben.

Es wäre fast schon eine Erleichterung, Atlane zu sein und zu wissen, dass es ein Ende für den Hunger und den Wahnsinn gab. Zu wissen, dass wir ohne Gefährtin, die uns bei Sinnen halten konnte, aus dem Verkehr gezogen würden. Aber wir hatten kein solches Glück wie die Atlanen. Und ich hatte keine Lust, zu sterben.

Ich wollte das Gegengift. Das taten wir alle. Wenn ich es hätte, wäre ich nicht auf der Grenze zum Wahnsinn geritten, während mein Schwanz diese köstliche Menschenfrau gefüllt und gefickt hatte. Ihre Haut war auf meiner Zunge so süß gewesen. Und ihre Pussy auch. Ich war mit den Fangzähnen über ihre zarte Haut gestreift, und das Verlangen in mir hatte mich dazu gedrängt, sie ebenso tief in sie zu stecken wie meinen Schwanz. Ich hatte einen so verzweifelten Drang verspürt, sie unter mir stöhnen und ächzen zu sehen, aber aus einem völlig anderen Grund. Ich hatte beinahe die Kontrolle verloren.

Beinahe.

Ich hatte mich gerade so zurückgehalten. War bei Sinnen geblieben. Gerade so. Es gefiel mir, dass sie meinetwegen lebte, keuchte und stöhnte, wimmerte und schrie. Aus Lust. Nicht aus Schmerz.

Wäre ich dazu in der Lage gewesen, hätte ich sie mit eingehaktem Schwanz stundenlang mit Samen vollgepumpt, sie über und über mit meinen Bissen übersät. Sie als mein Eigentum markiert—egal, was ich ihr gesagt hatte—und mich später um ihren Zorn darüber gekümmert. Aber das war für mich keine Option. Für keinen von uns.

Wir waren stark. Fies. Größer als alle anderen Rassen, und verbissen loyal. Wenn Astra—die Frau, nicht die Legion—uns verlor, würde ihre Machtposition auf Rogue 5 in großer Gefahr sein. Die Mitglieder der Legion wären in Gefahr. Zweifellos würden Cerberus oder Sirena sofort zum Angriff übergehen, während die Legion geschwächt war. Sie würden die Frauen und Kinder der Legion Astra rauben und unser Volk als Sklaven oder Söldner verkaufen.

Astra schien sich mit meiner Antwort zufriedenzugeben. „Irgendwelche ungewöhnlichen Vorkommnisse? Irgendetwas zu berichten?“

„Nichts. Alles scheint normal. Ich glaube nicht, dass wir in eine Falle tappen.“

Sie deutete mit dem Kopf auf eines der Schafzimmer. „Geh und mach dich sauber. Wir brechen bald auf.“

Ich schnaubte und setzte mich in Bewegung, ihrem Befehl nachzukommen. Ich wusch mich in einer Duschkabine und hasste es, dass ich den Duft der Frau von meinem Körper spülen musste. Ihren Geschmack von meinem Mund. Ihr sanftes Wimmern von meinen Gedanken.

Nein, die würde ich nie vergessen.

Als ich kurz darauf wieder heraustrat, war ich in voller Legionsrüstung. Gestohlen von der Koalition—wir holten uns immer wieder ihre neuesten Technologien und passten sie an unsere Bedürfnisse an. Anstatt grau und schwarz hatten wir die Farben auf schwarz und dunkelgrün geändert, und das Emblem der Legion Astra auf Schulter und Brust gebrannt. Unsere dunkelgrünen Armbinden, die wir zu Hause oder über traditioneller und legerer Kleidung trugen, waren in die Uniform integriert, nicht nur ein Zierelement. Die Rüstung konnte Schüsse von kleineren Ionenkanonen abwehren und diente als Schutzanzug im Fall einer Evakuierung, die uns ins Dunkel des Weltraums befördern könnte.

Jede weitere Schutzschicht, die ich um meinen Körper legte, entfernte mich weiter von der Frau und konzentrierte mich stärker auf meine Mission. Wir hatten ein Treffen mit einem Koalitionskämpfer, der behauptete, das Gegengift zu haben. Astra würde den Handel abschließen, und wir würden wieder gehen. Es gab keine Alternative. Nicht, wenn ich und meine Brüder, die anderen Forsia-Hybriden, je Gefährtinnen wollten, Kinder. Frieden. Einen Grund, weiterzumachen.

Astra hatte sich auch umgezogen. Ihre weich fließende Tunika hatte sie gegen ihre eigene, viel kleinere Kampfuniform getauscht. Wir wussten nicht, was uns bevorstand, und wir wussten nicht, wem wir trauen konnten. Für Außenstehende schienen wir oft wild und desorganisiert, aber davon waren wir weit entfernt. Es herrschte keine Uneinigkeit in den Rängen. Unter den Anwesenden in diesem Raum gab es keine Ränge. Wir alle dienten Astra, und wir brauchten das Gegengift. Dafür arbeiteten wir alle zusammen. Ein gemeinsames Ziel, ein gemeinsamer Zweck.

Astra musterte mich. Die kleinen Falten um ihre Augen und ihren Mund verliehen ihr einen kämpferischen Ausdruck. „Wir werden nicht in dieses Zimmer zurückkehren. Das wagen wir nicht. Nevuh und Rhord sind bereits los, um das Schiff startklar zu machen. Barek und du werden mich zu diesem Treffen begleiten. Wir reisen um jeden Preis mit dem Gegengift ab. Haben das alle verstanden?“

Barek und ich antworteten gemeinsam. „Ja, Astra.“

Wir würden unsere Trophäe um jeden Preis erwerben. Selbst, wenn das hieße, uns zu nehmen, was wir wollten, und den Kontaktmann der Koalition tot zurückzulassen.

Barek nahm seine übliche Position vor Astra ein, und ich reihte mich hinter ihr ein. Es würde schon eine kleine Armee brauchen, um an uns vorbei zu kommen. Und selbst wenn es jemandem gelingen würde, zu unserer Anführerin vorzudringen—sie war auf ihre eigene Art tödlich.

Wir erreichten das leere Besprechungszimmer lange vor dem Eintreffen unserer Kontaktperson, genau, wie wir geplant hatten. Ich nahm meinen verborgenen Posten in den Schatten ein, während Astra sich an den einzelnen langen Tisch setzte. Barek stand mit verschränkten Armen hinter ihr. Wir alle waren schwerst bewaffnet. Die Kanonen an unserer Seite täuschten. Es waren die in unseren Rüstungen verborgenen Messer, die wir bevorzugt für Ehrentötungen verwendeten.

Lange Minuten verstrichen, und wir warteten schweigend. Als sich die Tür zum Zimmer endlich öffnete, blieb mein Blick auf Astra gerichtet. Sie würde ein Signal geben, wenn sie mein Erscheinen wünschte. Bis dahin hatte ich im Verborgenen zu bleiben. Sie wollte die Kontaktperson der Koalition nicht verschrecken. Astra wollte das Gegengift, und es wäre ihr lieber, dafür nicht töten zu müssen. Nicht hier. Selbst Astra würde vor der Rechtsprechung des Geheimdienstes nicht gefeit sein, sollten wir auf ihrer Raumstation die Regeln brechen. Falls wir töteten, würden wir uns den Weg zu unserem Schiff erkämpfen müssen.

Ich sah zu, wie Barek vortrat. „Setzen Sie sich.“

Sein Befehl war klar.

„Ich denke, ich bleibe lieber stehen, mein Großer. Aber danke schon mal.“

Als diese Stimme erklang, krampfte meine Brust zusammen. Mein Schwanz sprang unverzüglich zum Leben, hart wie Stein.

„Setzen Sie sich!“, bellte Barek, aber ich wusste jetzt schon, wie das ausgehen würde. Ich wusste ganz genau, wer gerade den Raum betreten hatte. Ich kannte ihre Stimme. Ihre keuchenden Lustschreie. Den Schrei an ihrem Höhepunkt. Und ich wusste, noch bevor Barek die Fäuste an seinen Seiten geballt hatte, dass diese spezielle Menschenfrau sich ihm widersetzen würde.

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Litres'teki yayın tarihi:
11 kasım 2025
Hacim:
226 s. 11 illüstrasyon
ISBN:
9783985223923
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Telif hakkı:
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