Kitabı oku: «Ihr perfektes Match»
Ihr perfektes Match
Interstellare Bräute® Programm, Band 16
Grace Goodwin

Inhalt
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute® Programm
Über Ihr perfektes Match
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Epilog
Willkommensgeschenk!
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Über Die Autorin
Ihr perfektes Match Copyright © 2020 durch Grace Goodwin
Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen
von KSA Publishing Consultants Inc.
Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.
Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor
Bildnachweis: Deposit Photos: frenta, STYLEPICS
Anmerkung des Verlags:
Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.
Willkommensgeschenk!
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Interstellare Bräute® Programm
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Über Ihr perfektes Match
Eine Frau. Zwei Männer. Zwei Welten. Wie wird sie sich entscheiden?
Miranda Doyle hat monatelang einem geheimnisvollen Doktor vom Planeten Trion in den Armen gelegen. Seine geschickten Hände sind zwar nicht nur im Heilen versiert, aber das lockere, unverbindliche Arrangement zwischen den beiden reicht Miranda nicht. Sie will alles und das Programm für interstellare Bräute garantiert ihr nicht nur einen Mann, sondern ein perfektes Match.
Doktor Valck Brax ist in Miranda verliebt, eine Frau von der Erde, die sich wie keine andere seinen Berührungen hingibt. Als er endlich bereit ist sie für immer für sich zu beanspruchen, kündigt er seinen Posten und kehrt mit dem passenden Verpartnerungsschmuck zu ihr zurück. Aber es ist zu spät. Miranda ist verschwunden und hat auf der anderen Seite des Universums einen Prillonischen Krieger für sich gefunden.
Captain Trist Treval von der Kampfgruppe Zakar ist ein abgebrühter Krieger. Er hat sein gesamtes Leben im Krieg verbracht und ist berüchtigt für sein erbarmungsloses Wesen und seine berechnende Art. Sie haben ein Match lauten die Worte, die alles für ihn verändern. Er wird alles und jeden zerstören, der ihm seine reizende neue Partnerin wegnehmen möchte, einschließlich des törichten Trionischen Doktors, der auf dem Schlachtschiff aufkreuzt und behauptet, sie würde ihm gehören.
Sie hat zwar ein eindeutiges Match, aber wen der beiden wird sie als Partner auswählen?
1

Miranda Doyle, Xalia City, Südlicher Kontinent, Planet Trion
Sanfte Finger wanderten durch meine dunkle Mähne, als Brax sie zähmte und zu einem langen Zopf flocht. Ich kniete auf dem Bett, schloss meine Augen und genoss seine Aufmerksamkeit. Auch wenn die Geste nicht erotisch gemeint war, so war sie in ihrer Einfachheit doch ziemlich erregend. Ich kam mir vor wie in einem Film, den ich vor meinem Transport hierher gesehen hatte—einem Film, in dem der Protagonist seiner Geliebten erst die Haare geflochten und sie dann in einen speziellen Raum voller Sextoys geführt hatte.
Ja. Genauso fühlte es sich an. Denn ganz sicher würde Brax, einmal mit mir fertig, stundenlang mit mir spielen.
Ich hatte wochenlang auf diese Nacht, auf seine Rückkehr gewartet. Doktor Valck Brax war auf Trion ein gefragter Mann. Jeder in der Stadt wusste, dass er ein brillanter Arzt und der engste Berater von Senator Roark war. Was viele ignorierten war, dass Brax regelmäßig auf gefährliche Missionen geschickt wurde, über die er mir nichts verraten konnte.
Er war oft abwesend und ich war nicht die Einzige, die ein Stück von dem prächtigen Mann abhaben wollte. Seine dunklen Haare, seine noch dunkleren Augen und sein verschmitztes, verheißungsvolles Lächeln gehörten aber ganz mir … zumindest für ein oder zwei Tage. Dann würde er wieder zum Dienst gerufen werden, seine Uniform überstreifen und wieder Militärspion und Arzt werden. Nackt gehörte er mir. Angezogen war er ein pflichtbewusster Trionischer Krieger, der treu seinem Senator diente.
Seine Finger zogen straff meine Haare zurück, dann rubbelte er meiner Schläfen, um ihnen die Spannung zu nehmen. Ich wollte zu einer Pfütze dahinschmelzen und ihn anbetteln, damit er stundenlang weitermachte, aber uns lief die Zeit davon. Ich wollte keinen einzigen Moment davon vergeuden. Meine Anspannung aber hatte mich verraten. Ich konnte nicht aufhören über die Vergangenheit nachzudenken. Meine Vergangenheit.
Ich war quer durchs Universum auf diesen fremden Planeten gereist, weil es auf der Erde keine Perspektive mehr für mich gab. Ich hatte willentlich meinen Ex-Mann zurückgelassen und mehrere Lichtjahre zwischen uns gelegt. Er wollte mich die ganze Zeit bekehren und hatte mir eingeredet, dass ich vom Teufel besessen war, weil ich Sex brauchte oder auch nur daran gedacht hatte. Nach dem Akt war er jedes Mal praktisch unter die Dusche gerannt. Ich hatte mich oft gefragt, ob er sich im Dunkeln nicht den kleinen Zeh stoßen musste—schließlich hatten wir es nie bei Licht gemacht. Er hatte mich überzeugt, dass irgendetwas mit mir nicht in Ordnung war. Dass ich irgendwie verdorben war. Pervertiert. Schmutzig sogar. Jetzt allerdings wusste ich, dass mit ihm etwas nicht gestimmt hatte.
Die Scheidung war mir leicht gefallen. Zusammen mit Natalie und Baby Noah nach Trion zu kommen war mir sogar noch leichter gefallen. Ich hatte mich damals nach etwas gesehnt, aber ich hatte nicht gewusst, was es war. Heute, nach Monaten mit Brax, wusste ich es endlich. Ich wollte das, was Natalie hatte. Ich wollte einen Partner wie Roark. Ich wollte ein eigenes Baby. Eine Familie. Sicherheit. Schutz.
Ich sehnte mich nach Zugehörigkeit.
Nach meiner Ankunft war ich vollends damit beschäftigt gewesen, mich um Noah zu kümmern und Natalie den Rücken freizuhalten. Noah war jetzt zwei—und kein kleines Baby mehr. Und ich hatte mich langsam erholt. Ich hatte mir immer einen Ehemann gewünscht, nach der Scheidung aber war ich noch nicht bereit gewesen, mich auf einen anderen Mann einzulassen.
Ich war hierher auf einen fremden Planeten gekommen, um mich zu finden.
Ich hatte so viele Fragen. Zum Beispiel warum ich den einfachen Blümchensex mit meinem Ex nie besonders prickelnd gefunden hatte. Warum er mich erniedrigt und beschimpft hatte, weil ich Dinge wollte, die er einfach nicht nachvollziehen konnte. Die nicht einmal ich verstehen konnte. Ich wusste nicht, was ich denken sollte. Oder wie ich mich fühlen sollte. Oder was ich wollte.
Bis ich Brax getroffen hatte. Bis er mir die Augen geöffnet und mir gezeigt hatte, was genau ich wollte. Was ich brauchte. Wonach ich mich verzehrte.
An den Haaren ziehen.
Fesseln.
Der scharfe Stich nach einer Runde Arsch versohlen.
Die heftige Stöße eines enormen Schwanzes, der mich von hinten ausfüllte, während ich hilflos und gefesselt war.
Das neue Selbstbewusstsein, das ich in den letzten Monaten entdeckt hatte, hatte ich Brax zu verdanken. Aber heute Abend würden wir entweder einen Neuanfang wagen oder die Sache beenden. Das unverbindliche Arrangement, das wir seit Beginn unserer Beziehung pflegten, reichte mir nicht mehr. Ein paar wilde Tage, sobald er in der Stadt war, konnten mich nicht mehr zufriedenstellen. Oh, sicher, er würde mir Orgasmen bescheren und mich zu einem verschwitzten Häufchen Elend machen, aber ich wollte mehr von ihm, als nur Sex.
Ich war endlich wieder bereit mein Herz zu verschenken—und Brax war bereits auf halbem Wege dabei, es für sich zu beanspruchen.
Ich wollte all das, was Natalie hatte, und das war auch der Grund gewesen, warum ich ihr nach Trion gefolgt war. Ich passte liebend gerne auf Noah und seine neugeborene Schwester auf, aber als Natalie ein zweites Kind bekommen hatte—ein kleines Mädchen, das nur wenige Tage alt war—hatte ich zum ersten Mal seit Jahren echte Sehnsucht verspürt. Ich musste sie nur auf dem Arm halten und hatte praktisch einen Eisprung.
Aber Brax wollte keine Kinder. Er wollte keine Partnerin. Er wollte nur ein bisschen Spaß haben. Ich war ihm nicht böse. Ich hatte auch nicht mehr gewollt … bis sich das geändert hatte. Und das war nicht seine Schuld.
“Du bist stiller als sonst, Miranda.” Brax band das Zopfende zusammen und senkte seine Lippen an meine nackte Schulter. Die weiche, hitzige Berührung glühte wie Feuer auf meiner Haut.
“Verzeihung, Master.” In diesem Zimmer, seinem Schlafzimmer, sprach ich ihn nie mit seinem Namen an. Das war nicht erlaubt. Sobald wir zusammen waren, war er in jeder Hinsicht mein Master und ich hatte gelernt, dass meine Unterwürfigkeit mir erstaunliches Vergnügen bereitete.
Er kam näher und ich musste keuchen, als seine nackte Brust sich an meinen Rücken schmiegte. Ich trug so gut wie nichts, nur eine sexy Schicht aus hauchdünner Seide, die weder seine Hände, seinen Mund oder seinen Schwanz daran hindern würde irgendeinen Teil von mir zu erkunden. Das Outfit war so hübsch; fast schon dekadent. Ein schimmernder Stoff, der wie durchsichtiger, flüssiger Opal leuchtete. Auf der Erde hatte ich nichts Vergleichbares gesehen und ich hatte zwei Wochen meines Gehalts von meinem Job im Jugendcenter aufgebracht, um es heute Abend für Brax zu tragen.
“Möchtest du mir erzählen, was dich bedrückt?” Seine Hände verweilten auf meiner Taille und ich konnte seine Geduld spüren. Ich konnte sie im sanften Tonfall seiner Stimme hören. Er würde warten. Er würde zuhören. Aber das war es nicht, was ich von ihm brauchte, denn die Antwort kannte ich bereits. Wir hatten ausgemacht, dass das hier nichts Ernstes werden würde und genau so hatten wir es auch gehandhabt. Ein paar wilde Nächte und dann würde er sich wieder verabschieden. Es war heiß, einfach und unkompliziert.
Bis es plötzlich nicht mehr so einfach war. Nicht in meinem Kopf … und auch nicht mehr in meinem Herzen. Scheiße. Ich würde auf keinen Fall unsere gemeinsame Zeit ruinieren und ihm sagen, dass ich mehr wollte, dass ich unsere Abmachung ändern wollte. Das war ihm gegenüber nicht fair, besonders, da ich seine Antwort bereits kannte. Er war zufrieden so. Und aus diesem Grund sagte ich nichts. Ich wollte nicht noch einmal von ihm hören, wie sehr er seinem Volk verpflichtet war. Dass er Roark gegenüber loyal war. Ich wollte keine endlos lange Liste an Gründen hören, warum er nicht bereit war, eine Partnerin zu nehmen. Warum er es nicht konnte. Ich wusste bereits, was er sagen würde.
Nein. Ich wollte vergessen—und spüren. Und wenn es das letzte Mal sein sollte, dann sei es so.
“Nein, Master.”
“Dann sag mir, was du brauchst.”
Das sanfte Säuseln seiner Stimme durchdrang mich, es drang bis ins Innerste meines Wesens vor. Diese leise Bitte öffnete Pforten in meinem Verstand, die zuvor noch keiner durchdrungen hatte. Vor Brax war ich viel zu verängstigt gewesen, um überhaupt einen Blick darauf zu werfen. Aber jetzt verstand ich es. Ich musste mich hingeben. Ich musste mich sicher fühlen und jemand anderes die Kontrolle überlassen. Ich musste darauf vertrauen, dass er sich um mich kümmern würde. Dieses Bedürfnis zwang mich in die Knie, es brachte mich dazu, ihn Master zu nennen und ihm alles zu geben, was er wollte. Und zwar, weil ich darauf vertraute, dass er sich meiner annehmen würde. Mein ganzes Leben lang hatte ich Angst gehabt. Mit Brax gehorchte ich … und ich war frei. Ich mochte mich zwar unterwerfen, aber er würde jeden meiner Wünsche erfüllen. Und im Moment gab es nur eine Sache, die ich wollte. Die ich brauchte.
“Dich.”
Das Wort war kaum mehr als ein Seufzen und so sprichwörtlich wahr, dass er es wohl kaum begreifen konnte. Immerhin hatte ich den ersten Schritt gemacht. Vor fast zwei Jahren war ich mit Natalie und Noah nach Trion gekommen. Damals war ich noch nicht bereit gewesen. Aber vor sechs Monaten dann war ich zu Brax gegangen und hatte ihm meinen Körper angeboten, hatte ihn gebeten mit mir zu schlafen. Zuerst hatte er abgelehnt. Gott sei Dank hatte er mich nicht ausgelacht oder mich dafür gedemütigt. Er hatte mich mit seiner intensiven Art angesehen und dann hatte er mich aufgefordert ihm zu erklären, warum ich unbedingt gefickt werden wollte. Von ihm. Einem Fremden.
Trion war anders. Gott, so unglaublich anders. Die Männer auf Trion waren so ganz anders als die Männer auf der Erde, allen vorweg mein Ex. Mein Ex hätte mich verhöhnt und mich eine Schlampe genannt. Brax aber hatte gespürt, dass es einen guten Grund für meine Bitte gab, dass ich ihn nicht einfach nur gefragt hatte, weil ich es besorgt kriegen wollte oder weil ich einen finsteren Dämon in mir hatte.
Also war ich das größte Risiko meines Lebens eingegangen und hatte ihm die Wahrheit gesagt. Ich hatte ihm von meinem Ex erzählt, von meiner Vergangenheit und dass ich nicht wusste, was mein Körper wirklich brauchte, dass ich jedoch … irgendetwas vermisste. Ich hatte zugegeben, dass ich seit Monaten die Frauen auf Trion beobachtet hatte. Dass ich ihren Schmuck und ihre schimmernden Gewänder bewundert hatte. Sie waren schamlos. Gewagt. Sie unterwarfen sich ihren Männern mit beneidenswerter einer Ruhe und Bereitwilligkeit. Sie waren zufrieden, glückselig, dreist und sinnlich. Trionische Frauen baten nicht um Sex. Sie strahlten ihn aus.
Zu dieser Zeit hatte ich nichts anderes ausgestrahlt als anhaltende Zweifel über meine misslungene Ehe. Und genau das war es, was Brax auch aufgefallen war. Und dann hatte er meine Einstellung so rücksichtslos eindringlich hinterfragt, dass ich ihn einfach nur bewundern konnte. So rücksichtslos er mit seinen Fragen über meine Vergangenheit gewesen war, so gnadenlos hatte er auch von mir gefordert, diese zu überwinden.
Einen Arzt als Liebhaber zu haben brachte gewisse Vorteile mit sich. Per Injektion hatte er sich um die Verhütung gekümmert und mich über den Tisch gebeugt und mir befohlen stillzuhalten, während er mich untersuchte. Besser gesagt hatte er mich überall berührt—und ich meine wirklich überall—und herausgefunden, was mich heiß machte.
Heilige Scheiße, kein Wunder, dass Trionische Männer so … scharf waren. Sie nahmen sich, was sie wollten, im Gegenzug aber gaben sie umso großzügiger, weil—hoppla!—ich hatte herausgefunden, dass ich liebend gerne vorne über gebeugt und so lange bearbeitet wurde, bis ich ein verschwitztes, zufriedenes Durcheinander war. Ich liebte die Gewissheit, dass mein Körper ihn antörnte, dass er mich am allerliebsten nackt sah. Er liebte mich so sehr nackig, dass er mich nie lange Kleider tragen ließ, wenn wir zusammen waren.
Und jetzt nutzte er all das, was er über mich erfahren hatte und strich mit der Handfläche über meinen Rücken und beugte mich vorwärts. Ich folgte seiner Anweisung und bückte mich vor, dann ging ich runter auf alle viere, während er hinter mir meine Arschbacken massierte. Er zog sie auseinander und sah sich dort satt. “Du hast eine hübsche Pussy.”
Seinem gründlichen Blick ausgeliefert zu sein beschämte mich nicht im Geringsten; im Gegenteil, es machte mich heiß. Feucht. Ich erschauderte und wünschte, er würde seine Finger in meine feuchte Hitze hineinschlüpfen lassen, meinen Kitzler anfassen. Mich lecken. Alles. Das Warten war die reinste Qual und ich winselte.
Seine Hand setzte mit einem lauten Klatscher auf meinem Arsch auf, sodass meine Brüste unter mir nur so wackelten. Noch ein Hieb. Das Stechen breitete sich in meinem Körper aus und wanderte direkt in meine Mitte. “Ich habe dir ein Kompliment gemacht. Was sagt man darauf?”
Ich hisste, als die Hitze sich in mir ausbreitete. “Danke, Master.”
Zufrieden beugte er sich nach vorne und presste seine Lippen auf meinen jetzt knallroten Hintern. “Ein hübsches Kleid, Miranda. Hast du es für mich angezogen?”
“Ja, Master.” Was für eine Frage. Ich wollte ihn um den Verstand bringen. Damit er sich auf mich stürzte und mich durchfickte, bis ich nicht mehr geradeaus gucken konnte. Er sollte einen Blick auf mich werfen und beschließen, dass er schließlich doch eine Partnerin brauchte. Aber ich hätte es besser wissen sollen. Brax hatte nie die Beherrschung verloren. Nicht ein einziges Mal.
“Ich habe auch ein Geschenk für dich.” Die Art, wie er diese Worte sagte, fühlte sich in meinem Kopf bereits wie Sex an. Die gemeinsamen Stunden waren ein Geschenk, das ich mir einmal im Monat machte, wenn er von seiner letzten, hochriskanten Geheimmission zurückkehrte. Er mochte zwar ein Arzt sein, aber er diente in weit gefährlicheren Missionen als die anderen Krieger, die in der Hauptstadt Xalia stationiert waren. Diese Einsätze waren seinen Worten nach der Grund, warum er sich keine Partnerin nehmen konnte. Der Grund, warum er darauf bestanden hatte, dass diese Sache zwischen uns nur vorübergehend war, eine lockere Vereinbarung unter Freunden.
Zuerst hatte er sich darauf konzentriert jede mentale Barriere einzureißen, die mein Ex mir in den Kopf gepflanzt hatte. Er hatte mich an Orten berührt, an denen ich noch nie berührt worden war. Mich gezwungen mich selbst zu berühren. Ihn zu berühren. Er hatte jede meiner Grenzen ausgetestet, bis ich keine mehr hatte. Und als er mich in eine unverhohlen sexuelle Kreatur verwandelt hatte, hatte unsere Beziehung sich verändert. Jetzt erfüllten wir unsere gegenseitigen Bedürfnisse. Körperliche Bedürfnisse.
Jetzt waren wir Fickfreunde. Ein Stelldichein. Freunde mit einem gemeinsamen Interesse.
Ich wollte aber nicht seine Fickfreundin sein. Nicht mehr jedenfalls. Ich wollte sein Ein und Alles sein. Ich war wieder bereit für eine Partnerschaft. Ich wollte jemanden an meiner Seite haben. Ich war bereit mein Herz zu verschenken, aber ich wollte keinen Fehler machen. Nicht dieses Mal. Also würde ich einfach akzeptieren, was Brax heute Abend zu bieten hatte, schließlich war es so verdammt gut und mit dem Rest meines Lebens würde ich mich später befassen.
“Danke, Master.”
Er schmunzelte und ich schloss genüsslich die Augen. Es kam selten vor, dass ich ihn zum Lachen brachte. “Möchtest du nicht wissen, was ich dir gekauft habe, ehe du dich bei mir bedankst?”
Das wollte ich. Aber ich schwieg, blickte nicht über meine Schulter, um zu sehen, was es sein könnte. Bis ich spürte, wie seine Finger auf der Suche nach meinem Kitzler zwischen meine Beine schlüpften. Erst dann riss ich den Kopf hoch. Ich hisste, als etwas Festes auf dem empfindlichen Stück Fleisch andockte und stöhnte überrascht auf, als ich einen leichten Schmerz verspürte. Binnen Sekunden aber wandelte sich der Schmerz in lustvolle Wonne und ich keuchte nur so. “Danke, Master.”
Seine Hand strich einmal mehr über meinen Rücken, sie kreiste beruhigend, während ich mich an den festen Druck an meinem Kitzler gewöhnte. “Ich hab’ noch zwei andere, Miranda. Setz dich auf und zeig mir deine Brüste.”
Ich setzte mich auf die Fersen zurück und ging wieder in Hockstellung. Er kam herum und blickte runter zwischen meine gespreizten Schenkel, auf den Schmuck, der jetzt von meiner Pussy baumelte. Oh ja, Trionische Männer liebten es, ihre Frauen zu schmücken. Sie zu verzieren und sie sogar noch ansehnlicher zu machen. Noch erregter.
Ich sah zu, wie er meinen Nippel zupfte und zwickte bis er hart wurde, dann befestigte er die geschmückte Klammer. Der Stich war sofort zu spüren und mein gesamter Körper erschauderte vor Lust, als er sich an dem anderen Nippel zu schaffen machte. Ich brauchte das hier, das Stechen, den Schmerz, den Schock, der meine Pussy regelrecht triefen ließ.
Ich schaute nach unten und sah, dass grüne Edelsteine von den festen Klammern baumelten. Mit jedem hastigen Atemzug schwankten sie hin und her. Ich fühlte mich schön. Besonders. Wie der Mittelpunkt seines Lebens. Ich wollte alles, was er mir geben konnte … und mehr.
Ich war noch nicht sicher, was genau dieses mehr war, aber ich spürte es in mir, wie ein immer wiederkehrender Gedanke. Egal, wie viele Male Brax mich zum Höhepunkt brachte, ich brauchte noch etwas anderes; es war eine tiefe Sehnsucht, die ich fast jeden Tag meines Lebens verspürt hatte. Aber dieses seltsame Gefühl der Leere war so tief in mir vergraben, dass ich es nicht einmal benennen konnte. Diese leere Stelle schmerzte die ganze Zeit, als ob meine Seele verletzt worden war und sich niemals erholt hatte.
Zuerst hatte ich das schmerzende Gefühl der Einsamkeit ignoriert und die Schwärze als jugendliche Angst abgetan. Später, nachdem ich geheiratet hatte, hatte ich angefangen zu glauben, dass das Gefühl womöglich eine permanente Nebenwirkung meines gefühlskalten, rigiden Ex war. Jetzt aber war ich mir da nicht mehr so sicher. Er hatte mir das Gefühl gegeben, als ob mit mir irgendetwas nicht in Ordnung war, als ob ich abartig wäre. Ein Monster.
Das hatte ich auch geglaubt, bis Brax mich aus meinem sexuellen Gefängnis befreit hatte. Und wenn mein Ex mich jetzt sehen könnte? Nackt bis auf einen seichten Stoff, klitschnass und völlig verzweifelt nach einem Alien, der meinen Kitzler und meine Nippel mit Klammern versehen hatte? Er würde mich überhaupt nicht wiedererkennen. Und doch, ich wollte mehr. Sooo viel mehr.
Irgendwie wusste Brax genau, was mich wuschig machte, was mich antörnte. Er konnte mich genauso leicht kommen lassen, wie er mich küssen konnte. Mit ihm zusammen konnte ich die Orgasmen gar nicht mehr zählen, konnte ich gar nicht mehr sagen, wo er mich überall berührt hatte. Und trotzdem reichte es nicht. Die Klammern waren der Beweis seiner Dominanz, aber insgeheim sehnte ich mich nach mehr. Ich brauchte etwas, war aber nicht in der Lage es zu benennen.
Mein Körper war nicht kaputt. Das Vergnügen, das er mir bereitete, war der Beweis dafür. Es gab da aber ein tiefes sexuelles Verlangen in mir, das selbst er noch nicht erreicht hatte. Was zum Teufel war nur los mit mir? Was fehlte mir noch?
Brax berührte mich und ich erzitterte. Mein Körper war wieder ganz. Aber mein Geist? Mein Herz? Meine Seele? Da war ich mir nicht so sicher. Und vielleicht war das auch der Grund, warum es zwischen uns nicht mehr geben konnte. Nicht mehr als Sex. Rohen, heißen, unverbindlichen Sex.
Urplötzlich tat sich in meinem Geiste ein quälender Schmerz auf, wie eine Explosion Feuerwerkskörper, aber ich unterdrückte ihn, zwang ihn in seinen Käfig zurück. Es war nicht die richtige Zeit oder der richtige Ort. Ich wollte diese Dinge jetzt nicht durchleben. Ich wollte nicht an die Vergangenheit oder die Zukunft denken.
Ich wollte etwas empfinden und er machte einen hervorragenden Job. Ich hechelte und versuchte mit der Hitze klarzukommen, dem Brennen, dem beißenden Schmerz. Dem lieblichsten Vergnügen.
Braxs Handfläche berührte meine Wange und erst dann wurde mir klar, dass ich die Augen zugemacht hatte. Sein Daumen strich liebevoll eine einzelne Träne weg, die aller Beherrschung zum Trotz entronnen war.
“Bist du sicher, dass du hier sein möchtest, Miranda? Deine Pussy ist zwar vor Verlangen klitschnass, aber du bist … so still. Wir können auch aufhören.” Braxs Stimme war sanft, aber er meinte es ernst. Wir hatten eine Vereinbarung, uns gegenseitig Vergnügen zu bereiten, mehr nicht. Ich würde ihm nicht alle meine Ängste mitteilen. Er wusste schon mehr als genug über meine Vergangenheit. Mehr als irgendjemand sonst auf diesem Planeten. Sogar mehr als Natalie.
“Nein, Master. Ich möchte nicht aufhören. Ich brauche es. Ich brauche dich.”
Brax beugte sich nach unten und küsste mich zärtlich. Seine Berührung war voller Billigung und ich wusste, dass er meine Worte akzeptieren und nicht auf Antworten drängen würde. Schließlich verlangte ich auch keine Antworten über seine Missionen, darüber, wann er zurückkehren würde oder ob er noch jemand anderes fickte. Er war schließlich nicht mein Partner.
Der Kuss wurde immer heißer und ich zitterte. Ich lehnte mich nach vorne und konnte spüren wie die Edelsteine hin und her schwankten. Ich hob meine Arme an seine Brust und stahl jene Berührung, von der ich wusste, dass er sie mir später verweigern würde.
Er umpackte meine Handgelenke und hob meine Hände über meinen Kopf; er ließ es nicht zu.
“Komm, Miranda.” Brax verwendete nie den Ausdruck, den andere Männer mit ihren Frauen verwendeten, Gara. Es gab keine wörtliche Übersetzung für den Begriff und meine NPU ließ ihn einfach stehen, sobald er aufkam. Er musste so etwas wie Liebste bedeuten. Als ich Roark danach gefragt hatte, hatte er gesagt, dass das Wort buchstäblich einen Teil seiner Seele bezeichnete. Es war so romantisch und eine weitere Erinnerung daran, was Brax und ich einander bedeuteten. Wir kümmerten uns um die sexuellen Bedürfnisse des anderen, aber wir waren nicht eine Seele.
Nicht einmal annähernd. Und deswegen hatte ich nie diesen Ausdruck aus seinem Munde gehört.
Voller Gehorsam stand ich auf und folgte ihm zu einer gepolsterten Bank, wie sie in den Privatquartieren der Männer auf Trion üblich war. Brax besaß zwei solcher Bänke, eine war schmal wie ein Sägebock und er konnte mich darüber beugen und meine Handgelenke und Knöchel fesseln, sodass meine Pussy und mein Arsch zur Schau gestellt wurden. Die andere war eine gepolsterte Schaukel mit Plätzen für meinen Rücken, Arme und Beine, damit er mich festgeschnallt in der Luft baumeln lassen und mit mir machen konnte, was er wollte.
Ich liebte alle beide.
Heute Abend führte er mich zur Schaukel und ich musste mich vor Ungeduld zusammenreißen, als er meine Arme und Beine in die Ledergurte schnallte, die an langen Ketten von der Decke runter hingen. Einmal gefesselt schob er meine Knöchel weit auseinander und klappte meine Pussy auf, dann ließ er mich langsam nach hinten sinken bis meine Füße vom Boden abhoben und ich mit dem Gesicht nach oben in der Luft schwang. Er stellte sich zwischen meine gespreizten Beine und türmte sich wie ein Sexgott über mir auf und meine Pussy zog sich freudig zusammen.
“Möchtest du denn nicht wissen, was dein Schmuck sonst noch so kann?” fragte er, als er mich betrachtete. Er konnte meine zusammengekniffenen Nippel sehen, die prallen Spitzen waren jetzt ein sattes Rot. Meine Pussy war kahl und für ihn geöffnet, sie war mit einem grünen Edelstein gekrönt, der an meinem Kitzler zog. Er konnte sehen, wie feucht ich war, wie meine Pussy—und mein Arsch—sich vor geiler Vorfreude zusammenzogen. Ich fragte mich, ob er mich auf der Stelle ficken würde oder ob er mir erst noch ein Toy in den Arsch einführen und dann meine Pussy nehmen würde. Ich liebte alles. Wollte alles auf einmal.
“Ja, Master. Bitte.” Ich wusste bereits, was die Schmuckstücke so auf dem Kasten hatten. Von den speziellen Geschmeiden, mit denen die Männer dieser Welt die Körper ihrer Frauen versahen, hatte ich schließlich schon gehört. Schmuck, der vibrierte und stimulierte und die Frauen an den Rand des Wahnsinns trieb. Er konnte mich gerne in den Wahnsinn treiben, ich war mehr als bereit. Die Klammern waren anscheinend nur der Anfang.
Wenn sie doch nur dauerhaft wären.
Wenn ich sie doch nur immer tragen könnte.
Mit einem nur allzu vertrauten Grinsen berührte er einen großen Fingerring an seiner rechten Hand. Ein kleiner Dreh und schon wurden mein Kitzler und meine Nippel von winzigen Elektroschocks durchgerüttelt, gefolgt von einer Vibration, die mich den Rücken durchdrücken und nach Luft schnappen ließ.
“Meine Fresse, was ist das?” keuchte ich. Er grinste. Ich wollte die Hüften verlagern, aber die Schaukel hielt mich fest und mir blieb nichts anderes übrig, als seine Zuwendungen über mich ergehen zu lassen. “Ich muss kommen, Master.”
“Nein, wirst du nicht.” Seinem Einwand folgte ein Schlag auf meinen Innenschenkel, er schlug gerade fest genug zu, um mich wieder abzukühlen. “Du kommst erst, wenn ich es dir erlaube.”
Ich stöhnte, gehorchte ihm aber und kämpfte gegen die unerwartete Hitze, die durch meine Adern strömte.
Für ihn würde ich mich zurückhalten, denn letztendlich würde meine Selbstbeherrschung reichlich belohnt werden.
Brax beugte sich über mich, seine dunklen Augen verweilten auf den Juwelen, die von meinen Nippeln baumelten. Dann strich er mit dem Finger über meine inneren Schamlippen und zupfte sanft an dem Schmuckstück dort.
Ich musste stöhnen.
“Eines Tages wirst du wunderschön aussehen, Miranda, wenn dein Partner dich gebührend schmücken wird.” Seine Fingerspitzen zeichneten von einer Brust zur anderen eine Linie. “Hier wird eine Kette hängen.” Sein Finger fuhr bis zu meinem Kitzler runter und ich kämpfte mit der Schaukel, um mich ihm entgegenzupressen. “Und hier wird es auf deiner Haut hell erleuchten. Niemand wird daran zweifeln, dass du beansprucht worden bist.”
Er spreizte meine Schamlippen auseinander und legte seinen enormen Schwanz an meinem Eingang an. Die Schaukel hatte genau die richtige Höhe, damit er direkt in mich hinein gleiten konnte. “Ich werde dich jetzt ficken. Du wirst erst kommen, wenn ich tief in dir drinstecke.”
Er stieß gemächlich nach vorne, sodass sich meine Wonne in die Länge zog. Ein weiterer Fingertipp auf den Ring—es war die kleinste Fernbedienung, die ich je gesehen hatte—und ein weiterer Blitzschlag durchfuhr meinen Körper.
Sein Schwanz stieß in mir auf Grund, er dehnte mich aufs Äußerste und füllte mich komplett aus. Machte mich ganz. Dann langte er wie erwartet unter mich und führte zwei Finger in mein Poloch ein, er dehnte mich dort, während er mit seinem Schwanz in mich hineinstieß. Ich war rappelvoll und das leichte Brennen der Invasion bewirkte, dass ich am liebsten aufgeschrien hätte. Ich konnte nicht mehr und der Orgasmus überrollte mich, als jede Zelle meines Körpers sich zu verkrampfen schien.
Diese Ekstase, dieses Vergnügen, das er mir bereitete, war wie eine Droge. Ich war süchtig und nicht sicher, wie ich einem weiteren Fix widerstehen sollte. Aber das würde ich. Ich musste es, denn ich gehörte nicht zu ihm.
Und so sehr ich mir auch etwas anderes erhofft hatte, seine Worte ließen meinen Körper auflodern und brachen mir gleichzeitig das Herz. Ich gehörte nicht zu ihm. Und er gehörte nicht mir.
2

Doktor Valck Brax
Miranda war wunderschön, sie hatte alles um sich herum vergessen, als ich sie durch die ersten orgasmischen Zuckungen fickte. Sie war so heiß, so eng und die Art, mit der sich ihre Pussy beim Kommen um meinen Schwanz kräuselte, würde mein Verderben sein. Beim ersten Mal würde ich mich rasch erleichtern, meine Eier waren einfach zu voll, aber es würde nicht dabei bleiben. Ich würde sie heute Nacht noch oft durchnehmen und das hier war nur der erste von vielen Orgasmen. Das würde uns einige Wochen lang reichen müssen; bis ich wieder vom Dienst zurückkehren würde.
Ihr Anblick aber würde mich in langen, kalten Nächten wärmen und mir ein Bild vor Augen halten, wenn ich während meiner Abwesenheit meinen Schwanz umpacken und mir selber Erleichterung verschaffen würde. Das mehrschichtige Gewand, das sie trug, sah aus wie eine Geschenkpapierschleife aus lauter Prismen. Und in diesem Geschenk befand sich eine warme, feuchte Frau, die nur allzu begierig meinen Schwanz reiten wollte. Mit den Edelsteinen und Klammern, die aus den Stofffalten heraus lugten … fark, ich musste schon wieder kommen.
Die Juwelen, die dunkelgrüne Farbe schmiegte sich perfekt an ihre Haut. Ich hatte sie sorgfältig ausgewählt und hatte mich selbst als Narren beschimpft, als ich mir vorgestellt hatte, wie ich sie wahrhaftig ausschmücken würde. Sie für mich beanspruchen würde. Sie an ihrem empfindlichen Körper zu bewundern und mitanzusehen, wie mein Schwanz in ihrer feuchten Pussy ein und ausglitt, während sie keuchend um mehr bettelte, ließ mich einsehen, dass ich mich in ihr verloren hatte. Ich gehörte ihr. Ich konnte nicht länger dagegen ankämpften. Nicht mehr.
Das Problem aber war, dass sie mich nicht wollte. Sie wollte überhaupt keinen Partner. Sie war misshandelt worden und hatte kein Vertrauen mehr darin, dass ein Partner für sie da sein würde. Ich war sehr, sehr vorsichtig vorgegangen und hatte peinlichst darauf geachtet, dass ich es außerhalb des Schlafzimmers nicht zu weit mit ihr trieb. Drinnen allerdings gehörte sie mir. Sie beugte sich meinem Willen und bot mir ihren unterwürfigen Leib an, um sich von mir verwöhnen zu lassen. Außerhalb des Schlafzimmers aber? Sie war unbeugsam. Still. Zugeknöpft. Selbst hier musste sie weinen und würde ihren Kummer trotzdem nicht mit mir teilen.
Sollte ich aufdringlich werden, dann würde sie davonrennen, genau wie sie ihrem ersten Partner davongerannt war.
Sie hatte ihn auf der Erde zurückgelassen und wollte so verzweifelt weg von ihm, dass sie quer durch die Galaxie auf einen fremden Planeten gereist war.
Zu mir.
Und ich wollte sie nicht wie dieser Idiot verlieren.
Miranda war vor einigen Monaten zu mir gekommen und hatte mir von ihren Schwierigkeiten erzählt, wenn es darum ging körperliche Lust zu empfinden, vom mangelnden Geschick ihres vorherigen Partners, der seine Frau einfach nicht befriedigen konnte. Dieser Volltrottel. Sie hatte sich für sein Unvermögen selbst die Schuld gegeben, aber ich wusste, was wirklich dahintersteckte. Ihr Partner war einfach nur faul gewesen. Egoistisch. Er hatte sie nicht wirklich wertgeschätzt, um herauszufinden, was sie glücklich machte. Um sie mit jeder seiner Berührungen zum Winden, Kreischen und Erschaudern zu bringen.
Ich hatte seine Dummheit mehr als wieder gut gemacht und jeden Moment davon genossen. Jetzt, als mein Schwanz tief in ihr vergraben war und sie ihre zarte Haut zur Schau stellte, bedauerte ich sowohl den Umstand, dass Miranda mich nicht wollte als auch die Tatsache, dass ich mir keine Partnerin nehmen konnte. Mein Job war zu gefährlich und ich weigerte mich schlichtweg, eine Frau wochenlang allein zu lassen.
Aber ich konnte nicht einfach aussteigen. Meine Dienste im Auftrag von Senator Roark waren zu bedeutsam, um die Sicherheit unseres Volkes zu garantieren.
Jedes Mal, wenn ich mit Miranda zusammen war, war ich hin- und hergerissen. Ich wollte bei ihr bleiben und sie endgültig schmücken, sie zu meiner Partnerin machen. Und doch wollte ich sie auf Abstand halten. In Sicherheit und weit weg von meinem Job und der ständigen Gefahr, der ich ausgesetzt war. Sie hatte den ersten Schritt gemacht und mir ihren Körper angeboten. In dieser Zeit hatte sie nie darum gebeten meine Partnerin zu werden und für immer beansprucht zu werden. Sie hatte auch keine Forderungen gestellt. Sie genoss einfach das Vergnügen, das ich ihr bereitete, genau wie ich.
Ich konnte jetzt nicht länger darüber nachdenken, denn mein Schwanz steckte tief in ihr drin und ihre inneren Wände packten zu und melkten mir praktisch den Samen aus den Eiern. Ein guter Liebhaber dachte an nichts anderes als die liebliche Ekstase eines Frauenkörpers. Ich war ein aufmerksamer Liebhaber und das würde ich ihr auch beweisen.
Den Rest der Arbeit überließ ich einfach der Schaukel. Ich umfasste die Ketten, die von der Decke hingen und stieß. Sie rutschte von meinem Schwanz runter, bis allein meine Eichel sie offen hielt, dann ließ ich los, damit die Schwerkraft sie wieder zurück gleiten ließ. Wieder und wieder schaukelte sie auf meinem Schwanz auf und ab, bis sie völlig außer Atem war. Schweiß perlte auf ihrer Haut. Ihre Pussysäfte beschmierten meine Eier. Ihre geschmückten Brüste wurden ganz rot. Wie ein gutes Mädchen hielt sie ihren zweiten Orgasmus zurück. Sie wartete.
“Komm,” knurrte ich, als ich es nicht länger aushielt. Meine Wirbelsäule kribbelte und er platzte aus mir heraus, als dicke Spermaschwalle sie ausfüllten. Sie kam schreiend im selben Moment und nahm sich mit ungehemmter Leidenschaft alles, was ich ihr zu geben hatte, mit großzügigstem Herzen, mit dem willigsten Körper.
Ich drückte die Beine durch, damit ich nicht zu Boden sackte. Ihre bloße Lust hätte mich töten können, aber ich musste mich ihrer annehmen, ihre Bedürfnisse vor meine eigenen stellen, sie von der Schaukel losmachen und zurück zum Bett tragen. Ich würde vorsichtig die Klammern entfernen und all jene Stellen küssen, die so betörend gefoltert worden waren. Dann würde ich so lange ihren Kitzler lecken, bis sie erneut kommen musste.
Lange Minuten später, als der Job getan war, schmiegte ich sie an mich. Ihr Aroma lag auf meiner Zunge, ihre Säfte bedeckten meinen Schwanz. Fark.
Miranda lag völlig erschöpft in meinen Armen. Fix und fertig. Verschwitzt, zufrieden und vom Sex wie vernebelt.
Ich liebte die Art, wie sie sich an mich kuschelte. Wie sie mir vertraute. Ihre vollen Lippen bogen sich an den Mundwinkeln leicht nach oben und ich musste ebenfalls lächeln. Ich war … glücklich. Zufrieden. Das Gefühl war normalerweise genauso flüchtig wie ein Orgasmus, aber die Genugtuung, die ich mit ihr empfand, hatte sich auf das hier aufgeweitet … Kuschelzeit, wie sie es genannt hatte.
Ich konnte sie genauso wenig an meiner Seite halten, wie ich die Gefühle, die sie meinem Körper entlockte, festhalten konnte. Und so zwangen mich mal wieder die Umstände dazu, das Ganze zu beenden. Normalerweise verweilte ich nach einer Mission mehrere Tage in der Stadt; eine Auszeit, die ich damit verbringen würde meinen Schwanz in Miranda zu vergraben und sie so lange kommen zu lassen, bis es ihr die Sprache verschlagen hatte.
Aber nicht dieses Mal. Ich war nur für eine Nacht in der Stadt, denn der nächste Einsatz rief. “Morgen früh muss ich wieder los.”
Sie verspannte sich, ihr Körper wurde vor Schreck ganz steif, als ob sie sich plötzlich unwohl fühlte, aber sie hob nicht den Kopf von meiner Brust. “So früh schon?”
“Senator Roark schickt mich in den Süden, damit ich mich um ein Problem dort kümmere.”
Sie entspannte sich wieder und ich zog das weiche Laken nach oben, um uns zuzudecken. Ihre zarte Haut sollte auf keinen Fall auskühlen. “Brax, glaubst du, dass du je mit diesen Einsätzen aufhören wirst? Dass du dich je mit einer Partnerin niederlassen wirst?”
Jetzt war ich an der Reihe zu erstarren. Was sagte sie da? War sie dabei mich zu fragen, ob ich ihr Partner werden wollte? Sie hatte gefragt, ob ich mir je eine Partnerin nehmen würde, nicht, ob ich sie zu meiner Partnerin machen würde. Mein Herz setzte einen Schlag aus, dann fing es aufgeregt zu hämmern an. Eine Sehnsucht nach etwas, das ich früher nie gewollt hatte. “Willst du … willst du damit sagen, dass ich mit dir zusammenbleiben soll, Miranda? Als dein Partner? Und meinen Dienst aufgeben?”
Sie wandte den Kopf und blickte zu mir auf. “Was? Nein. Das würde ich nie von dir verlangen. Ich würde dich niemals unter Druck setzen.”
So schnell wandelte sich meine Freude in Enttäuschung. Vielleicht hatte ich sie nicht ausreichend gut befriedigt. Vielleicht wollte sie einfach nicht für immer mit mir zusammen sein. Sie war mit einem Objektiv zu mir gekommen, nämlich um herauszufinden, ob ihr Körper normal war. Um zu wissen, ob sie Lust erfahren konnte. Vielleicht hatte sie nichts anderes von mir gewollt, als eine Antwort auf diese Frage zu erhalten. Oh, ich hatte sie ihr ganz gut beantwortet. Wenn sie noch irgendwie an ihrem leidenschaftlichen Wesen zweifeln sollte oder daran, wie wunderschön und fantastisch sie war, wenn sie sich dem Vergnügen hingab oder wie scharf mich die Gewissheit machte, dass ich es war, der sie in diesen Zustand versetzte … dann würde ich ihr den Arsch versohlen, bis sie eine Woche lang nicht mehr sitzen konnte.
“Solange Roark mich braucht, werde ich ihm dienen.” Ich sprach gleichmäßig und verbat mir jegliche Emotionen. Ich schob sie weg.
“Natürlich.” Sie kuschelte sich an mich und drehte den Kopf, um meiner Brust einen Kuss zu verpassen. Einen Kuss, der mein Herz auf bisher ungekannte Weise schmerzen ließ. “Ich würde nie von dir verlangen, das du meinetwegen irgendetwas aufgibst. So hatten wir es nicht abgemacht.”
Nein, hatten wir nicht, aber ich hatte daran geglaubt—nein, ich hatte darauf gehofft. Ich hatte gehofft, dass ich sie nach Ende meiner Kriegerzeit zu meiner Partnerin machen würde. Sie erobern würde. Ihr meine Kinder schenken und sie mit Gold und Juwelen schmücken würde, wie es sich für einen richtigen Partner gehörte. Ich hatte gelogen, als ich ihr verkündet hatte, dass die Juwelen, mit denen ich ihren üppigen Körper verziert hatte ein Geschenk für sie waren.
Sie waren ein Geschenk für mich gewesen. Ich musste einfach einen Beweis dafür sehen, dass sie mir gehörte, auch wenn es nur eine Lüge war. Selbst, wenn der Schmuck nur vorübergehend war. Trotzdem.
Erdenfrauen waren ein Mysterium. Ich hatte nur Natalie, also Roarks Partnerin kennengelernt und das war nicht besonders hilfreich gewesen, um ihr Denken in Sachen Partnerwahl zu verstehen.
Aber Roark und Natalie waren über das Programm für interstellare Bräute verpartnert worden. Vielleicht waren sie deshalb so nahtlos aufeinander abgestimmt, als ob sie ein und dieselbe Person waren. Eine Seele.
Ich würde nie von dir verlangen, dass du meinetwegen irgendetwas aufgibst.
Niemals.
Das war eine verdammt lange Zeit.
Ich ignorierte den Schmerz, der sich in meiner Brust breit machte und strich ihr über die Schulter und küsste ihren Scheitel. “Morgen früh breche ich in den Süden auf. Ich werde mehrere Wochen lang dort bleiben. Ich möchte, dass du das weißt.”
“Okay.”
Sie hatte verstanden und war mir nicht böse. Den Erdenausdruck hatte ich in den letzten beiden Jahren von ihr und Natalie aufgeschnappt. Ich hatte verstanden. Aber dieses einzelne Wort der Zustimmung tat gleichzeitig weh.
Meine Lippen verweilten in ihrem Haar, ihre dunkle Geschmeidigkeit war wie Balsam auf meiner Haut. Ich hätte für immer so bleiben und sie in den Armen halten können. Aber das Schicksal hatte andere Pläne. Am Morgen musste ich wieder aufbrechen, der vermehrte Waffenhandel an der Südküste verlangte meinen Einsatz. Roark hatte mich gebeten, mich persönlich darum zu kümmern.
In den kleineren Städten gab es immer wieder Tote, die den Territorialkriegen der Schmugglerfraktionen zum Opfer fielen. Das musste aufhören.
Ein Soldat würde mühelos identifiziert und getötet werden, sollte er versuchen einer Schmugglerbande beizutreten.
Ein Mediziner aber? Sie würden mich rekrutieren. Mich in ihren inneren Zirkel lassen. Ihre Frauen und Kinder versorgen und ihre Verletzungen behandeln lassen.
Erst, wenn es bereits zu spät war, würden sie die Bedrohung erkennen.
Wie es aussah, wurde ich unterschätzt. Jedenfalls von den Schmugglern. Und von der Frau, die in meinen Armen eingeschlafen war. Meine Brust unter ihren Augen war nass, ein Zeichen für noch mehr Tränen.
Selbst in dieser Sache vertraute sie mir nicht. Miranda hatte geweint und doch vertraute sie mir nicht mit der Wahrheit. Ihren Sorgen. Nur mit ihrem Körper. Alles, was ich ihr bedeutete war … okay.
Sobald ich von meiner nächsten Mission zurückkommen würde, würde ich alles in meiner Macht Stehende tun, um sie zu überzeugen, dass okay mir nicht ausreichte. Ich wollte sie für mich haben. Ich wollte ein Ja von ihren Lippen hören, aber nicht nur, wenn ich sie zum Höhepunkt brachte, sondern wenn ich sie fragen würde, ob sie meine Partnerin werden würde. Im Bett und außerhalb. Und wenn ich sie dafür fesseln und ihr tausend Orgasmen besorgen müsste, wenn ich ihre Barrieren einreißen müsste, bis sie schluchzend, durchgeschwitzt und erschöpft nur noch dieses eine Wort hervorbrachte; ich würde es tun.
Sie gehörte mir. Sie wusste es nur noch nicht.
3

Miranda, Privatquartier, Xalia City, Fünf Wochen später
“Na schön, Mädel, ich hab’ Wein mitgebracht.”
Natalie hielt eine Flasche blasser Flüssigkeit hoch und kam in mein Quartier gelaufen. Ich hatte ihr eine Nachricht geschickt und sie war in weniger als einer Stunde aufgetaucht—zum Glück nicht mit leeren Händen. Mit einem Neugeborenen, einem Kleinkind und einem überaus aufmerksamen Mann war ich beeindruckt, dass sie sich so schnell losreißen konnte.
Die Tür zu meinem Wohnzimmer schob sich geräuschlos wieder zu und ich folgte ihr in den kleinen Küchenbereich. Zum Glück gab es selbst auf Trion so etwas wie beste Freundinnen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn ich ohne sie auf der Erde zurückgeblieben wäre. Hier, auf einem neuen Planeten, brauchten wir uns einfach viel zu sehr. Sie hatte natürlich noch ihren Partner Roark. Und den kleinen Noah, der jetzt dank Roarks Genen gar nicht mehr so klein war. Und Baby Talia. Ich grinste, als ich daran dachte, wie viel Ärger Roark schon bald ihretwegen bekommen würde. Sie war erst fünf Wochen alt und das kleine Mädchen hatte ihren Papa bereits ordentlich um den Finger gewickelt, genau wie ihre Mama.
“Die Flasche sieht etwas anders aus als auf der Erde, aber der Wein schmeckt genauso,” erklärte Natalie und griff nach zwei Gläsern auf dem Tresen. Sie hatte zwei Kinder und sah trotzdem umwerfend aus. Sie war das ganze Gegenteil von mir … groß, blond, verdammt hübsch.
Ich hatte langweilig braune Haare und unscheinbare Gesichtszüge. Ich war nicht sonderlich hübsch, meine Nase war zu lang, mein Kinn war zu spitz, mein linkes Auge war etwas größer als das rechte und ich war nie aus meiner schlaksigen Teenagerphase herausgewachsen. Eine Laseroperation kurz nach Ende der High School hatte meine Kurzsichtigkeit behoben, aber selbst ohne die Brille, die ich fast mein gesamtes Leben lang getragen hatte, fühlte ich mich wie ein neugeborenes Fohlen, das sich mit wackeligen Beinen im Laufen übte. Mit dem Selbstvertrauen hatte es bei mir nie so richtig geklappt. Seit ich Brax kannte, ging es etwas besser, aber ich war immer noch ich.
Mein gutes altes Ich.
“Ich bezweifle, dass eine Flasche reichen wird.”
“So schlimm, hm?” Natalie neigte verständnisvoll den Kopf zur Seite und verzog das Gesicht. “Also ich weiß, wo der Koch den Vorrat aufbewahrt. Aber erst musst du mir verraten, was los ist.”
Natalie machte eine Faust und streckte den kleinen Finger raus. “Schwörst du?”
Ich musste lachen. “Ich schwöre.”
Wie überkreuzten unsere kleinen Finger und besiegelten den Schwur. Zum Glück wusste sie, dass Alkohol nötig war, wenn ich bei ihr einen Notruf absetzte. Genau das brauchte ich jetzt. Eine große Flasche Wein und eine feste Schulter zum Anlehnen, Heulen, Kreischen und Betrinken. Wir waren bereits auf der Erde befreundet gewesen. Nach ihrer Verpartnerung mit Roark war ich ihr dann nach Trion gefolgt. Natalie hatte darauf bestanden, dass ich sie und Noah begleitete. Da Roark ein Senator war, hatte er den Transfer sofort abgesegnet. Ich lebte seit zwei Jahren mit Natalie auf dem Planeten und konnte jetzt Cookies und Eiscreme in der S-Gen-Anlage herstellen. Zwar trieb ich Natalies Mitarbeiter damit in den Wahnsinn, aber ich liebte es, einfach zu backen und hatte sogar gelernt, wie man Kuchenteig und die Zutaten für Schokoladenkekse oder Snickerdoodles—es gab einen guten Grund, warum ich Noahs Lieblingstante war—fermentieren und aufgehen ließ, allerdings hatte ich nicht dasselbe Gespür für guten Alkohol. Den echten Alk. Das flüssige Gold, das sie gerade großzügig in die Gläser schenkte. Gott sei Dank.
Ich brauchte einen ganzen Eimer voll davon. Eine Infusion direkt ins Herz.
Wie eine Gastgeberin reichte sie mir ein reichlich gefülltes Glas. Auf Trion wuchsen keine Weintrauben, jedoch gab es hier eine Frucht mit einem seltsamen Namen, die vergoren wurde. Ich war zwar alles andere als ein Weinkenner, der rauchige Noten und sonst was identifizieren konnte, aber meine Geschmacksknospen erkannten einen guten Wein, wenn sie einen schmeckten und dieses Zeug hatte es in sich.
Natalie nahm ihr eigenes, fast randvolles Glas und ließ sich aufs Sofa plumpsen. “Okay. Jetzt spuck mal aus.”
Ich ließ mich neben ihr aufs Sofa fallen und wir beide wussten, dass sie nicht den Wein damit meinte.
Ich seufzte, winkelte die Knie an und setzte mich in den Schneidersitz. Mehr als ein Monat war vergangen, seit ich Brax das letzte Mal gesehen hatte und ich vermisste ihn. Schrecklich sogar. “Es ist wegen Brax.”
“Schon klar.” Natalie warf mir einen mitleidsvollen Blick zu. “Hast du heute mit ihm geredet? Was hat er gesagt? Ich erwürge den Idioten, wenn er dich schlecht behandelt.”
“Was? Wann? Ich dachte, er ist noch auf Mission.” Wovon zur Hölle redete sie da? Brax war hier? In der Stadt?
Und er hatte mich nicht angerufen?
Natalie, die von meinem Schmerz nichts mitbekommen hatte, redete weiter: “Gestern Abend war er hier und hat seinen Bericht abgeliefert. Ich dachte, er hat dir gesagt, er müsste morgen wieder aufbrechen und dass du deswegen traurig bist.” Ihre hochgezogenen Augenbrauen und sachlicher Tonfall fühlten sich an wie eine kalte Dusche. Brax war hier gewesen … in der Stadt? Er war lebendig und wohlauf und hatte mich wochenlang nicht gesehen.
Ich schüttelte den Kopf und spülte einen Schluck Wein runter. “Nein, das ist es nicht.”
Vielleicht wäre es so gewesen, wenn er mich kontaktiert hätte.
Aber er hatte nicht angerufen. Nicht ein Mal. Keine Nachricht. Keine Kommunikation. Nichts. Ich hatte seit fünf Wochen nichts mehr von ihm gehört und war krank vor Angst gewesen, hatte aber versucht mich auf meine kleinen Schüler zu konzentrieren und mir immer wieder vorgestellt, wie er mitten in der Wüste tot im Sand vor sich hin rottete. Ich hatte mir vorgestellt, wie ihm Skorpione aus den Augenhöhlen kletterten—dabei gab es auf Trion gar keine Skorpione. Ich hatte mich vor lauter Sorge fast verrückt gemacht und gedacht, dass ich letztes Mal einen Fehler gemacht hatte, dass ich ihn missverstanden hatte. Ich konnte es kaum erwarten, bis er wieder nach Hause kommen würde und ich ihn ein für allemal fragen konnte, ob er mein Partner sein wollte. Und er war hier gewesen? In der Stadt? OHNE mich anzurufen?
“Scheiße.” Normalerweise fluchte ich nicht, jedenfalls nicht laut, aber das hier war einfach zu viel auf einmal, als dass ich auch noch meine Zunge hätte im Zaum halten können.
Das letzte Mal mit Brax war ich selig in seinen Armen eingeschlafen, nachdem die Orgasmusschaukel mir ein bisschen zu viel abverlangt hatte. Als ich aufgewacht war, war auch er eingeschlafen. Er hatte gesagt, dass wir nicht viel Zeit hätten, dass er am Morgen wieder losmusste.
Die Vorstellung, dass er verschwinden würde—schon wieder—, war einfach zu viel gewesen. Ich hatte es einfach nicht ausgehalten, mich von ihm zu verabschieden. Schon wieder.
Und nach dem, was er gesagt hatte, als ich an die Schaukel geschnallt war und er mich gefickt hatte—eines Tages wirst du wunderschön aussehen, Miranda, wenn dein Partner dich gebührend schmücken wird—, war klar, dass ich nicht bleiben konnte. Dass ich ihn nicht verabschieden konnte. Mir war klar geworden, dass er keinerlei Absicht hatte irgendwann mein Partner zu werden. Er hatte offen von einem anderen Mann gesprochen, der diese Rolle übernehmen würde, und zwar während er bis zu den Eiern in mir vergraben gewesen war.
Es sah mich mit einem anderen Partner. Nicht mit ihm.
Und so hatte ich mich mitten in der Nacht hinaus geschlichen. Zum ersten Mal seit Monaten hatte ich mich hinterher geschämt. Unser einvernehmliches Arrangement war mir irgendwie billig vorgekommen.
Ich nahm einen großen Schluck Wein. Dann noch einen.
“Na guuut.” Natalie zog das Wort in die Länge. “Was ist also los?”
“Ich glaube, du hattest recht,” sprach ich schließlich.
Ihr Mund stand offen und sie starrte mich mit großen Augen an. “Wie spät ist es?”
“Was?” fragte ich und runzelte die Stirn. “Halb neun vielleicht? Warum?”
“Weil du sonst nie sagst, dass ich recht habe. Das muss ich festhalten.”
Ich verdrehte die Augen und lachte, dann nahm ich noch einen Schluck. “Egal. Ich bin fertig.”
“Fertig? Womit?”
“Mit unserem Arrangement.”
Ihr schien ein Licht aufzugehen. “Warum? Ist der Sex nicht mehr gut?”
Ich dachte an Brax und die Art, wie er die Hüften schwang. Wie er auf magische Art die Zunge kreisen ließ, bis ich schielte. Die Art, wie er mich ausfüllte und sich Zeit ließ, bis er mich in jeder Hinsicht erobert hatte. Vorne, hinten und von der Seite. Er kannte jeden Zentimeter meines Körpers, bis ins intimste Detail. Meine Pussy zog sich zusammen, als ich an ihn dachte. Meine Nippel waren tagelang wund gewesen, nachdem er mir die edelsteinbesetzten Klemmen angelegt hatte. Nachdem er mich damit geschmückt hatte. Er hatte gesagt, dass er den Schmuck gerne an mir sah, dass er ein Geschenk für mich war. Und doch hatte ich sie auf seinem Nachttisch liegen lassen. Für die nächste Frau, die sein Bett teilen würde.
So wie beim Anlegen der Dinger sein Schwanz steif geworden war, hatte ihm der Anblick gefallen, hatte er die Wirkung auf mich genossen. Er wusste, dass sie mich heiß machten, dass sie mich feucht werden und um mehr betteln ließen. Ich wollte es wild und ungezügelt.
“Hallo? Erde an Miranda?” Natalies amüsierter Blick verriet mir, dass sie genau wusste, woran ich eben gedacht hatte.
“Nein, der Sex ist nicht das Problem,” erwiderte ich etwas betreten. Das kleine sexy Outfit, das ich in der Nacht getragen hatte, lag jetzt in einer Schublade verstaut. Heute Abend hatte ich ein paar weite Trionische Hosen an und ein gutes altes T-Shirt von der Erde. Mein Haar hatte ich zu einem lockeren Knoten hochgebunden. “Gott, sollte er noch besser werden, dann würde ich das womöglich nicht überleben.”
Natalie grinste. Wir redeten nicht oft über ihr Sexleben; Roark war lächerlich eifersüchtig, aber ich wusste, dass sie auf ihre Kosten kam. Sie hatte gerade ein Baby bekommen und eigentlich müsste sie jetzt noch auf einer Eispackung sitzen und versuchen sich an ihre letzte Dusche zu erinnern. Im Gegensatz zur Erde gab es auf Trion aber diese tollen ReGen-Tanks. Zwei Stunden nach ihrer Entbindung war sie wieder völlig gesund gewesen. Bestimmt waren sie und Roark bereits dabei für Baby Nummer drei zu üben.
Und trotzdem fehlte mir ein Mann, der mehr als bloß Sex von mir wollte. Sicher, ich hatte Brax um unsere Abmachung gebeten, damit ich mir nicht ausgenutzt vorkam. Verdammt, ich hatte Braxs Schwanz genauso benutzt wie er mich. Aber ich war nicht seine Partnerin und war nur vorübergehend von ihm geschmückt worden. Natalie dagegen trug den üblichen Schmuck für eine Trionische Partnerin. Nippelringe—und nicht nur verzierte Nippelklammern, wie Brax sie mir angelegt hatte—und eine dünne Kette zwischen den Brüsten mit Roarks Medaillon. Sie waren zwar unter ihrer Kleidung versteckt, aber manchmal waren die Umrisse der Verzierungen darunter sichtbar. Und zu besonderen Anlässen trug sie speziell gefertigte Kleider, die ihren Nippelschmuck zur Geltung brachten. Verführerische, wallende Gewänder, in denen sie wie eine Sexgöttin aussah.
Wenn es darum ging, so sexy wie eine Trionische Frau auszusehen, dann hatte Natalie es auf jeden Fall drauf.
Wären wir nicht dabei, auf einem fremden Planeten Sex mit Aliens zu haben, dann hätte ich gedacht, dass wir in einer Art Wüstenporno für Scheiche lebten. Wir müssten nur noch in den Außenposten Zwei, also mitten in die Wüste gehen, um das Szenario komplett zu machen. Dorthin, wo die Regierenden des Kontinents sich für ihre Meetings einfanden. Roark hatte uns einmal mitgenommen. Genauer gesagt hatte er darauf bestanden, dass Natalie und Noah ihn begleiteten. Mich hatten sie nur mitgeschleift. Und um ehrlich zu sein, hatte ich die Zelte und die Piercings—oder Verzierungen—richtig geliebt. Sie waren intim und tabu und überaus erotisch. Der Sand aber? Ähm … nee. Auf den Sand konnte ich gerne verzichten.
Egal. Wie sich herausgestellt hatte, fand ich den Scheich-Porno gar nicht so schlecht, besonders mit meinem mega-sexy, super-dominanten Scheich. Oder Doktor.
“Sex reicht mir nicht mehr,” sprach ich, leerte mein Glas und griff nach der Flasche, um nachzufüllen.
Sie blickte mich schief an. Ihr Glas war immer noch voll. Ich war nicht sicher, ob sie trinken und gleichzeitig stillen durfte, aber womöglich hielt sie das Glas ja nur, um mir Gesellschaft zu leisten, denn sobald ich mit der Flasche fertig war, würde ich ihr Glas auch noch runterkippen. Damit auch ja nichts verschwendet wurde.
“Du hast dich in ihn verliebt.” Das kam nicht als Frage.
“Hättest du dich denn nicht verliebt?” konterte ich und nippte an meinem Wein. So langsam setzte die Wirkung ein, meine Gliedmaßen wurden schwer, Wärme sickerte durch meine Adern.
Sie neigte den Kopf zur Seite. “Ich verstehe. Ich habe Roark. Und nein, Sex allein würde mir nicht reichen. Ich wollte alles.”
“Und das hast du bekommen.” Meine Worte waren nicht abfällig oder mit Eifersucht gespickt, aber ich wollte dasselbe, was sie hatte. Einen eigenen Partner, der nach der Arbeit zu mir nach Hause kam. Der mit mir kuschelte. Mit dem ich Kinder bekommen konnte. Ein Mann, der mich hüten und beschützen würde. Ein Partner, der mich mit echten Nippelringen schmücken würde. Und Ketten. Und vielleicht sogar mit einem Klitorispiercing. Ich musste mich winden.
War mir überhaupt bewusst, dass die Gedanken, die mir da durch den Kopf jagten, total verrückt waren? Ja. Aber ich wollte das Zwicken in meinen Nippeln spüren, wenn mein Partner unterwegs war. Ich wollte das sanfte Ziehen spüren und wissen, dass der Mann, der sie mir angelegt hatte, zurückkehren würde. Der Schmuck war auf Trion ein Symbol der Liebe. Des Respekts. Der Eroberung. Er machte eine Frau noch hübscher und gab ihr das Gefühl etwas Besonderes zu sein. Und schön. Und obendrein waren die Schmuckstücke eine Bindung. Eine formelle Bindung.
Permanent. Real.
Und genau das sagte ich Natalie. “Als er mir die Nippelklammern angelegt hat, ist mir klar geworden, was mir fehlt. Dass unsere Abmachung nur vorübergehend ist.” Seufzend lehnte ich mich zurück und mir war klar, dass sie die Enttäuschung aus meiner Stimme heraushören konnte. Wie zum Teufel konnte ich mich nur in einen Mann verlieben, der mich gar nicht wirklich wollte … schon wieder. “Er ist wundervoll, aber sobald er mir nach dem Sex die Nippelklammern abgenommen hat, hat er sich davon gemacht.”
“Er ist ein sehr beschäftigter Doktor,” entgegnete sie, als ob sein Job sein mangelndes Engagement entschuldigte.
“Er ist mehr als nur ein Doktor, das weißt du genau.” Ich starrte sie an und hoffte, dass sie etwas über seine strengen geheimen Missionen wusste, schließlich war sie mit dem Senator verpartnert. Aber sie schwieg.
Ich seufzte. “Roark ist ein Senator. Er hat unglaublich viel zu tun, aber für dich findet er immer Zeit. Für Noah und jetzt auch für Talia. Er nimmt sich die Zeit.” Als sie etwas sagen sollte, redete ich weiter. “Roark investiert sich in die Dinge, die er will. Dinge, die ihm wichtig sind. Dinge, die Priorität haben.”
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.