Kitabı oku: «Von ihren partnern beherrscht»
Von ihren Partnern beherrscht
Interstellare Bräute® Programm: Band 3
Grace Goodwin

Inhalt
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute® Programm
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Willkommensgeschenk!
Interstellare Bräute Programm
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Von ihren partnern beherrscht Copyright © 2020 durch Grace Goodwin
Interstellar Brides® ist ein eingetragenes Markenzeichen
von KSA Publishing Consultants Inc.
Alle Rechte vorbehalten. Dieses Buch darf ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis des Autors weder ganz noch teilweise in jedweder Form und durch jedwede Mittel elektronisch, digital oder mechanisch reproduziert oder übermittelt werden, einschließlich durch Fotokopie, Aufzeichnung, Scannen oder über jegliche Form von Datenspeicherungs- und -abrufsystem.
Coverdesign: Copyright 2020 durch Grace Goodwin, Autor
Bildnachweis: Deposit Photos: nazarov.dnepr, magann
Anmerkung des Verlags:
Dieses Buch ist für volljährige Leser geschrieben. Das Buch kann eindeutige sexuelle Inhalte enthalten. In diesem Buch vorkommende sexuelle Aktivitäten sind reine Fantasien, geschrieben für erwachsene Leser, und die Aktivitäten oder Risiken, an denen die fiktiven Figuren im Rahmen der Geschichte teilnehmen, werden vom Autor und vom Verlag weder unterstützt noch ermutigt.
Willkommensgeschenk!
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Interstellare Bräute® Programm
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1

Leah
Ich versuchte, meine Gefühle zu unterdrücken. Ich versuchte es wirklich, aber der Schwanz, der mich ausfüllte fühlte sich einfach zu gut an. Ich hatte sogar versucht, ihm zu widerstehen aber das hatte mir nur das Paar Lederhandschellen an meinen Handgelenken eingebracht. Ich befand mich auf allen Vieren, mein Körper lehnte gegen einen eigenartigen, gepolsterten Tisch. Die Handschellen waren tief unten an Ringen befestigt, damit ich mich nicht rühren konnte. Ein oder zweimal zerrte ich an meinen Fesseln, aber sie gaben nicht nach. Mein Hintern ragte steil in die Höhe und der Schwanz meines Partners steckte tief in mir drin. Es war, als hätte man mich an ein merkwürdiges Holzpferd gebunden, während man mich bestieg. Ich war ihm komplett ausgeliefert und konnte nichts anderes ausrichten, als mich der Wucht seines Körpers zu ergeben, während er mich nahm.
Sein Schwanz mochte ein Teil seines Körpers gewesen sein, sein Fleisch und Blut — wenn auch äußerst hart und riesengroß — aber er handhabte ihn wie eine Waffe, die dazu da war, mich zu unterwerfen. Sobald er mich mit seinem Samen ausfüllen würde, sobald seine Essenz mein Inneres auskleiden und meinen Uterus von innen ummanteln würde, gäbe es kein Zurück mehr. Ich würde mich nach seinen Berührungen und seinem Geschmack sehnen. Ich würde ihn brauchen, er müsste mich ausfüllen, nehmen und meinen Körper für immer für sich beanspruchen. In diesem Moment, als er mich gekonnt auseinander dehnte, mein blanker Hintern vor stechendem Schmerz brannte und meine Muschi dank dem gekonnten Schlecken mit seiner virtuosen Zunge in Flammen stand, wollte ich ihm nicht länger widerstehen.
Vorher hatte ich Angst. Jetzt war ich einfach nur hungrig. Begierig.
Sein Vorgehen war aber nicht unbarmherzig; im Gegenteil. Als der Schwanz meines Partners sich in mir bewegte, mich ganz von hinten ausfüllte, bevor er ihn immer wieder herauszog, verlor ich meine Ängste. Ich gehörte jetzt ihm. Er würde mich ganz nehmen, meinen Körper und meine Seele, und er war stark, er war schließlich ein Krieger. Er würde mich beschützen. Und er würde mich ficken. Er würde mir mit seiner starken Hand Einhalt gebieten, aber er würde mich mit ihr auch verwöhnen und mir Sicherheit und ein Zuhause geben. All diese Gedanken kamen mir in den Sinn, als dieser mächtige Krieger mich für immer für sich beanspruchte, als sein Schwanz immer wieder in mich eindrang und ich mich öffnete.
Seine breiten Hände fuhren über meinen Rücken, bevor er sich über mich beugte und mich die Hitze eines gestählten Kriegers bedeckte. Seine Finger ruhten an der Stelle, wo meine Hände an den Tisch gefesselt waren. Je länger er mich nahm, desto fester umgriff er die Tischbeine und desto weißer wurden seine Fingerknöchel.
Seine glatte Brust lag auf meinem Rücken und er presste mich gegen die Bank; ich fühlte mich ihm immer stärker ausgeliefert. Ich konnte nicht einmal seinen schroffen Atemzügen ausweichen, das lustvolle Stöhnen seiner Lippen drang direkt in mein Ohr.
“Spürst du das?” knurrte er hervor, als er den Eingang meiner Gebärmutter mit der festen Spitze seines Schwanzes traf. Er war sehr geschickt darin, die geheimen, empfindlichen Stellen in meinem Inneren zu streicheln und das ließ meinen Körper jedes Mal erbeben. Mein Verstand setzte aus und ich unterwarf mich ihm ohne Widerworte. Niemand sonst konnte mich derartig in den Wahnsinn treiben. Niemand sonst hatte je meinen Körper derartig verwöhnt.
Als ich auf der Bank lag, hingen meine Brüste nach unten und sehnten sich danach, endlich berührt zu werden. Mein Kitzler war angeschwollen und wenn er auch nur mit der Fingerspitze kurz darüber fahren würde, müsste ich kommen. Aber soweit würde es jetzt noch nicht kommen. Er würde mir den Höhepunkt vorenthalten, bis ich es nicht mehr aushalten könnte und bis ich ihn darum anflehen müsste.
Ich konnte mich nicht davon abhalten, meinen Lippen ein gehauchtes “Ja” entweichen zu lassen. Ich konnte hören, wie die feuchten Fickgeräusche—der beste Beweis für meine Erregung—den Raum erfüllten.
“Du hattest Angst vor meinem Schwanz, aber er bringt nichts als Vergnügen. Ich hab’ dir gesagt, dass er passen wird, und dass wir füreinander geschaffen sind.” Er redete, während er mich fickte. Wie kannte er sich mit meinem Körper so gut aus, wenn das unser erstes Mal war? Ich war vorher nie mit einem Schwanz in mir gekommen, sondern nur, wenn ich im Bett meinen Kitzler rieb, und zwar allein. Aber jetzt durfte ich es mir nicht mehr selbst besorgen. Mein Partner bestand darauf, dass ich nie mehr ohne Erlaubnis einen Orgasmus haben durfte. Sollte ich es trotzdem tun, würde ich zur Strafe lange und fest den Arsch versohlt bekommen. Jetzt, wo ich ihm gehörte, würde ich nur noch kommen, wenn er es so wollte und mich mit seiner Zunge, seiner Hand oder seinem riesigen Schwanz zum Höhepunkt bringen würde … oder auch nicht.
“Deine Lust gehört mir.”
“Ja.” antwortete ich.
“Drück meinen Schwanz.”
“Ja.” ich schrie und drückte nochmal seinen Schwanz. Das war alles, was ich entgegnen konnte, denn ich hatte keine Kontrolle mehr. Ich war ihm vollkommen ausgeliefert und würde alles tun, was er von mir verlangte.
“Du wirst nicht kommen, bis ich es dir erlaube.” Er löste seine Hände vom Tisch, um meine Brüste zu streicheln. Zuerst liebkoste er mich nur ganz sanft, danach drückte er so fest zu, dass ich anfing zu wimmern, als er mich schließlich schnell und entschlossen durchknetete. Er entlockte mir eine Mischung aus Schmerz und Genuss und ich stand total darauf. “Du gehörst mir. Deine Muschi gehört mir.”
“Ja.” wiederholte ich unaufhörlich.
Er hörte nicht auf mich zu besteigen, mich zu ficken, mich auszufüllen, mich zu nehmen. Mich für sich zu beanspruchen. Ich kam dem Höhepunkt immer näher, bis ich den Kopf vor und zurückwarf und verzweifelt die Griffe der Bank umfasste. Ich fürchtete, dass mein Herz in meiner Brust explodieren würde. Ich bekam keine Luft mehr. Mein Verstand setzte aus. Ich konnte mich nicht länger zurückhalten. Ich war bereit, bereit … zu kommen. Die Hand meines Partners strich über meine Hüfte, sie wanderte über die weichen, fleischigen Rundungen meines Körpers bis sie meinen Kitzler fand. Er kreiste mit den Fingerspitzen um meinen Kitzler herum. Das Geräusch, das meiner Kehle entwich, war das einer gequälten, verzweifelten Kreatur, die keinen Ausweg mehr wusste. Nichts existierte mehr für mich außer seinem Körper, seinem Atem und seinen Berührungen.
“Komm, jetzt.” befahl er mir. Sein Schwanz glich einem Kolben, seine Finger saßen fest und unnachgiebig auf meinem Kitzler.
Mein Orgasmus glich einer Explosion in meinem Inneren, ich hatte keine andere Wahl. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Ich hatte keinerlei Kontrolle mehr. Ich war nicht länger ich selbst, ich gehörte jetzt ihm. Ich schrie vor Erleichterung, mein Körper zuckte um seinen Schwanz herum zusammen und zog ihn tiefer, um ihn ganz in meinem Inneren zu behalten. Es war so, als würde mein Körper nach seinem Samen gieren, als ob er ihn verzweifelt brauchen würde.
Mein Orgasmus ließ ihn ebenfalls kommen und ich spürte, wie er stärker anschwoll und größer wurde, bis er in mein Ohr knurrte und heiße Schwalle seines Samens mich füllten. Begierig molk mein Körper den Samen aus seinem Schwanz und nahm in tief in sich auf.
Genau wie er es mir versprochen hatte, löste sein Samen bei mir eine physische Reaktion aus und zwang mich, ein zweites Mal zu kommen.
“Ja, mein Liebes. Ja, nimm jeden Tropfen. Dein Körper verändert sich. Er kennt mich. Er braucht mich. Du wirst darum flehen, meinen Schwanz zu bekommen; du wirst nach meinem Samen lechzen. Du wirst ihn brauchen, ihn lieben, genau so wie ich dich brauche und liebe.”
“Ja!” ich schrie erneut und wusste, dass er mir die Wahrheit sagte. Eine heiße Woge des Genusses sickerte durch meinen Körper, geradewegs aus meiner Muschi und dann in alle Richtungen. Er hatte Recht; jetzt, als ich seine Macht zu spüren bekam und wusste, was er mir geben konnte, wurde ich zu seiner Sklavin. Ich wurde zu einer Sklavin für seinen Schwanz.
“Miss Adams?”
“Ja.” antwortete ich noch einmal, als ich aus meinem Traum erwachte.
“Miss Adams, ihre Testrunde ist beendet.”
Ich schüttelte mit dem Kopf. Nein. Ich war an einem Sex-Möbel angebunden und wurde gefickt und mit Samen gefüllt. Ich wollte dort nicht weg. Ich wollte … mehr davon.
“Miss Adams!”
Die Stimme war jetzt streng und laut. Ich zwang mich dazu, die Augen zu öffnen.
“Oh Gott.” ich keuchte und versuchte, wieder zu Atem zu kommen, während meine Muschi sich nach den Orgasmen weiter zusammenzog und pulsierte. Ich war aber nicht an einer Bank festgebunden. Und da war kein gestählter, männlicher Körper, der sich gegen meinen Rücken presste. Ich befand mich im Abfertigungszentrum für interstellare Bräute und hatte nur einen Untersuchungskittel an. Meine Handgelenke waren mit medizinischen Handfesseln gesichert, die an den Enden eines unbequemen Untersuchungsstuhles befestigt waren, der so ähnlich wie ein Zahnarztstuhl aussah. Es waren die letzten Vorbereitungen, bevor ich den Planeten verlassen würde. Ich hatte nicht mitbekommen, wie Kabel und Sensoren an mir befestigt worden waren, und dass ich in einem erotischen Traum enden würde. Die Nachwirkungen machten mir noch zu schaffen. Meine Muschi war nass, die Rückseite des rauen Krankenhauskittels war feucht. Meine Nippel waren hart und meine Hände waren zu Fäusten geballt. Ich fühlte mich wie durch die Mangel genommen und verbraucht. Ich war erfüllt.
“Wie ich ihnen bereits mitgeteilt habe ist ihre Testrunde jetzt vorbei.” Vor mir stand die Aufseherin Egara, eine ernste, junge Frau mit dunkelbraunem Haar, die mit Adleraugen über alle Einzelheiten des Auswahlvorgangs wachte. Sie schaute auf ihr Tablet, während ihr Finger darüber glitt. “Sie sind erfolgreich zugeordnet worden.”
Ich befeuchtete meine trockenen Lippen und versuchte, mein wild pochendes Herz zu beruhigen. Schweißnass bekam ich plötzlich eine Gänsehaut. “Dieser Traum … war er echt?”
“Das war kein Traum.” antwortete sie in einem nüchternen Tonfall. “Wir verwenden gespeicherte Daten von früheren Bräuten, um den Auswahlvorgang zu erleichtern.”
“Wie bitte?” Gespeicherte Daten?
“Eine neuronale Verarbeitungseinheit oder NPU, wird in ihren Schädel eingepflanzt, bevor sie die Erde verlassen. Das NPU hilft ihnen mit der Sprache und erleichtert es ihnen, sich in ihrer neuen Welt zurechtzufinden.” Sie grinste und dieser Anblick war zugleich erschreckend und gemein. “Der NPU ist darauf programmiert worden, ihr Paarungsverhalten aufzuzeichnen und die Daten zur Erde zurückzusenden.”
“Ich werde zusammen mit meinem neuen Partner überwacht?”
“Ja. Das Protokoll sieht das so vor. Alle Verpartnerungszeremonien werden überprüft, um sicherzustellen, dass unsere Bräute sicher und ordnungsgemäß vermittelt wurden.” Sie klemmte das Tablet unter ihren Arm und ich bemerkte den steifen Kragen und den gestärkten Rock, der Teil ihrer Uniform war. Sie hatte keine einzige Falte und kein einziges Haar stand von ihrer strengen Duttfrisur ab. Sie sah fast so aus wie ein Roboter. Das Leuchten in ihren Augen aber verriet ihre Leidenschaft und ihre Hingabe für ihren Beruf. Ihre Überzeugung wurde mit den nächsten Worten deutlich. “Wir setzen alles daran, dass unsere Krieger ebenbürtige Bräute bekommen. Sie sind für uns alle da, sie beschützen die Erde und alle Mitgliedsplaneten vor dem sicheren Ende. Das System bedient sich den Reaktionen ihres Körpers, um ihr Unterbewusstes, ihre dunkelsten Fantasien und ihre geheimsten Bedürfnisse zu erforschen. Dinge, für die sie sich nicht interessieren, wurden sofort aus dem Auswahlprogramm entfernt. Die Sinneseindrücke wurden gefiltert, bis wir einen Krieger von einem anderen Planeten fanden, der perfekt zu ihnen passt.”
Das war also mein Partner? Unmöglich. “Ich kann nicht einem Mann zugeteilt werden, der mich fesselt. Das war nicht, was ich mir vorgestellt habe, als ich mich freiwillig gemeldet habe.”
Sie zog ihre dunklen Augenbrauen hoch. “Miss Adams, anscheinend ist das genau das, was sie sich wünschen. Der Test bringt immer die Wahrheit hervor, auch wenn ihr Verstand sich dagegen sträubt.”
Ich grübelte über ihre Worte, während sie um den Tisch herumlief und sich mir gegenüber setzte. Die steife Uniform vom Programm für interstellare Bräute passte zu ihrer kühlen Art. “Sie sind ein ungewöhnlicher Fall, Miss Adams. Wir hatten zwar schon einige Freiwillige, aber wir hatten noch nie eine Braut, die es aus denselben Gründen wie sie tun wollte.”
Einen Moment lang blickte ich zu der verschlossenen Tür und dachte, dass sie vielleicht meinen Verlobten angerufen hatte und ihn herbestellt hatte. In schierer Panik zerrte ich an den Fesseln.
“Keine Sorge.” sagte sie und hob eine Hand, um mich zu beruhigen. “Sie sind hier in Sicherheit. Sie haben angegeben, dass die Blutergüsse an ihrem Körper durch einen Sturz herbeigeführt wurden; ich hielt es für notwendig sicherzustellen, dass niemand sie hier besuchen kommen darf, bevor ich sie ins Weltall schicke.”
Offensichtlich glaubte die Aufseherin Egara kein Wort meiner lächerlichen Geschichte, aber die Entschlossenheit, mit der sie mich beschützen wollte, beruhigte mich. Ich war noch nie in meinem Leben Skifahren gewesen. Wo ich lebte, gab es weit und breit keine Berge, aber ich brauchte eine glaubhafte Erklärung für die Verletzungen an meinem Körper und ein Skiunfall war dabei das erste gewesen, was mir in den Sinn gekommen war.
Obwohl ich davon ausgegangen war, dass man die Prellungen entdecken würde, ahnte ich nicht, dass man mich für die medizinischen Tests ganz ausziehen und dann in einen Krankenhauskittel stecken würde, um mir vollkommen unangebrachte Bilder und Videoclips zu zeigen. Ich musste wohl eingeschlafen sein, denn so etwas hätte ich mir niemals ausdenken können.
“Danke sehr.” antwortete ich.
Ich war nicht daran gewöhnt, dass Leute nett zu mir waren. Sie sagte kein Wort, als ob sie darauf warten würde, dass ich ihr die Wahrheit erzählte. Sollte ich ihr wirklich sagen, was ich jetzt alles über meinen Verlobten wusste? Er war so bezaubernd und zuvorkommend gewesen, bis ich die Wahrheit herausfand. Ich hatte mitbekommen wie er einen seiner Männer damit beauftragte, jemanden umzubringen, weil er einen seiner Immobiliendeals hatte platzen lassen. Ich dachte, seine Leute wären nur Mitarbeiter und Bodyguards, aber es waren gewaltsame Vollstrecker. Die Männer schikanierten andere und töteten für ihn. Als ich eingewilligt hatte, ihn zu heiraten teilte er mir zwei seiner Männer als persönliche Bodyguards zu. Selbst zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, dass er einfach nur reich war und ich den extra Schutz benötigte. Ich dachte, er wäre rücksichtsvoll und fürsorglich und würde über mich wachen. Ha! Wie dumm ich damals war. Noch dümmer von mir war, als ich ihm mitteilte, dass ich Zweifel an unseren Hochzeitsplänen hatte. Er rastete aus, packte mich und gab mir zu verstehen, dass er mich niemals gehen lassen würde. Niemals.
Als ich damit drohte ihn zu verlassen, erklärte er mir ruhig und entschlossen, dass ich ihm gehörte. Ich war zu seinem Eigentum geworden, als ich seinen Verlobungsring auf meinen Finger gesteckt hatte. Er würde jeden Mann töten, der es wagen sollte, mich zu küssen und er würden jeden foltern, der es wagen sollte, mich auch nur zu berühren. Und für diese Ärgernisse würde er mich dann bestrafen.
In diesem Moment war mir klar, dass ich abhauen musste, aber ich musste erst einen Weg finden, um zu flüchten. Mit meinem Auto fuhr ich wie immer ins Einkaufszentrum. Die Männer, die mich immer bewachten parkten ihren Wagen neben meinem und folgten mir durch das Einkaufszentrum. Sie ließen mich aber allein in den Geschäften stöbern. Vorsichtshalber drehte ich direkt in Richtung Unterwäscheabteilung ab, weil ich wusste, dass sie mir dorthin niemals folgten. Dann schlängelte ich mich durch einige andere Geschäfte, ließ mein Handy zwischen zwei Kleiderständern liegen und eilte zur Bushaltestelle, um mit dem Bus ans andere Ende der Stadt zu fahren. Von dort aus nahm ich ein Taxi und fuhr direkt zum Abfertigungszentrum für interstellare Bräute.
Ich hatte keine Familie mehr, keine Freunde mehr übrig. Als wir anfingen, miteinander auszugehen, beseitigte er systematisch all die Menschen, die für mich von Bedeutung gewesen waren. Für Einen nach dem Anderen fand er Gründe, warum der Umgang mit ihnen nicht mehr angemessen war, warum der Kontakt mit ihnen nicht mehr zumutbar war. Ich war jetzt vollkommen allein auf der Welt, ich war von ihm abhängig. Er hatte mich sogar davon überzeugt, meinen Job zu kündigen. Also hatte ich auch kein eigenes Einkommen.
Gott stehe mir bei, aber sogar ein Alien wäre besser als ein psychotischer, eifersüchtiger Ehemann dessen Vorstellung von Bestrafung ein aggressives Boxen beinhaltete, und ich sollte dabei als Sandsack herhalten. Ich hatte es einmal über mich ergehen lassen. Nie wieder würde er das mit mir machen. Ich mochte dumm, naiv und vor Liebe blind gewesen sein, aber damit war es jetzt vorbei.
Auf dem gesamten Weg zum Abfertigungszentrum hatte ich besorgt über meine Schulter geschaut, denn ich hatte Angst, dass sie mich verfolgen und abfangen würden, bevor ich das Gebäude erreichte. Im Abfertigungszentrum fühlte ich mich etwas sicherer, aber ich würde ihnen erst dann entkommen, wenn man mich ins Weltall geschickt hatte. Erst dort könnte ich wieder durchatmen, denn mein Verlobter würde mich dann niemals mehr finden können.
Ich hatte vor über einem Jahr vom Programm für interstellare Bräute gehört und wusste, dass die meisten teilnehmenden Frauen Gefängnisinsassen waren, die nach einer Alternative zu ihren harten Gefängnisstrafen Ausschau hielten. Einige von ihnen waren auch Freiwillige, aber keiner Braut war es gestattet, jemals zur Erde zurückkehren. Sobald sie einem außerirdischen Alien zugewiesen und zu ihm ins Weltall geschickt wurden, waren sie nicht länger Bewohner der Erde und konnten daher nicht zurückkehren. Zuerst hörte sich das Ganze beängstigend und ziemlich lächerlich an. Wer würde denn schon freiwillig die Erde verlassen wollen? Wie schlimm musste das Leben sein, um überhaupt auf den Gedanken zu kommen? Jetzt wusste ich es besser. Das Leben einer Frau konnte sich wirklich zum Schlechten wenden.
Ich musste so weit wie möglich von meinem Verlobten wegkommen und ich befürchtete, dass kein Ort auf der Erde ein sicheres Versteck für mich bieten könnte. Er würde mich überall finden und dann …
Ich hatte geglaubt, er wäre meine neue Familie. Familie. Er wollte mich zu seiner Frau machen, weil ich niemand anderen hatte. Ich hatte kein soziales Netz, niemanden, der mich beschützen und davon abhalten würde, dieses Arschloch zu heiraten. Er würde niemals meine neue Familie werden. Niemand auf der Erde liebte mich. Als freiwillige Braut war ich erleichtert zu wissen, dass ich nie mehr zurückkommen würde. Ich wollte nicht länger auf der Erde bleiben. Ich wollte nicht den Rest meines Lebens in Angst verbringen. Deshalb würde ich von der Erde verschwinden, hin zu einem Ort, an dem er mich niemals finden würde. Niemals.
Und nun fand ich mich mit einem kratzenden Krankenhauskittel bekleidet unter dem prüfenden Blick der Aufseherin Egara wieder.
“Haben sie noch Fragen?”
Ich befeuchtete nochmals meine Lippen. “Mein Partner … woher soll ich wissen, dass er … nett sein wird?” Obwohl ich für den Auswahlprozess zahlreiche Tests durchlaufen hatte, war mein einziges Kriterium für meinen zukünftigen Partner, dass er nett sein sollte. Ich wollte nicht mit jemandem verpartnert werden, der mich schlug. Dafür könnte ich auch einfach auf der Erde bleiben und meinen Verlobten heiraten.
“Nett? Miss Adams, ich denke, dass ich den Grund für ihre Besorgnis verstehe, aber ihr Partner hat den gleichen Auswahlprozess durchlaufen. Genau genommen durchlaufen die Krieger noch ausführlichere Tests als unsere Bräute. Haben sie keine Angst vor ihrem Partner, denn ihr Unterbewusstsein ist für die Auswahl des passenden Partners entscheidend. Ihre Wünsche und Bedürfnisse sind genau aufeinander abgestimmt. Allerdings müssen sie sich im Klaren darüber sein, dass auf anderen Planeten auch andere Sitten herrschen. Sie werden sich in einer fremden Kultur wiederfinden. Sie werden sich anpassen müssen und ihre Vorurteile und veralteten Ansichten ablegen müssen. Sie werden ihre Angst vor Männern ablegen müssen. Lassen sie ihre Ängste hier auf der Erde zurück.”
Ihre Worte klangen weise, aber sie ließen sich nicht ganz so einfach umsetzen. Ich würde noch lange Vorbehalte gegenüber Männern hegen, da war ich mir sicher. “Wohin werde ich geschickt?”
“Viken.”
Ich runzelte die Stirn. “Von diesem Planeten habe ich noch nie gehört.”
Sie blickte auf ihr Tablet. “Hmm, sie sind die erste Braut von der Erde, die dorthin entsendet wird. Der Traum, den sie erlebt haben, gehörte zu einer Braut von einem anderen Planeten, die ebenfalls nach Viken gegangen ist. Wie sie sehen konnten, war der Partner ein rücksichtsvoller und dennoch energischer Liebhaber.”
Der Gedanke ließ mich rot anlaufen.
“Dem Testdurchlauf zufolge gehe ich davon aus, dass sie mit ihrem Partner sehr zufrieden sein werden.”
“Und falls nicht?” Was wäre, wenn sie sich irrte und der Typ gemein zu mir sein würde? Er mochte seinen Schwanz wie ein Pornostar herumschwenken, aber was wäre, wenn er mich einfach nur zu seiner Sklavin machen wollte? Was wäre, wenn er mich wie mein Verlobter schlagen würde?
“Sie können es sich dreißig Tage lang anders überlegen.” antwortete sie. “Denken sie daran, dass sie nicht nur zu einem Mann passen, sondern zum gesamten Planeten. Falls sie nach dreißig Tagen ihren Partner nicht wollen, dann können sie einen anderen Krieger anfordern, aber sie werden auf dem Planeten Viken bleiben.”
Das erschien mir fair zu sein. Ich seufzte erleichtert und entspannte mich bei dem Gedanken, dass ich am Ende doch noch ein Wörtchen mitzureden hatte—und nicht zur Erde zurückgeschickt werden würde.
“Sind sie zufrieden?” wollte sie wissen. “Haben sie weitere Fragen? Gibt es irgendwelche Gründe, ihren Transport zu verschieben?”
Sie schaute mich an, als würde sie mir eine letzte Chance geben. Eine Chance, die ich verstreichen lassen würde. “Nein. Es gibt keinerlei Gründe dafür.”
Sie nickte mit dem Kopf. “Ausgezeichnet. Für die Unterlagen, Miss Adams, sind sie verheiratet?”
“Nein.” Wäre ich nicht abgehauen, dann würde ich es bald sein. Nämlich in zwei Wochen.
“Haben sie Kinder?”
“Nein.”
“Gut.” Sie wischte wieder über ihren Bildschirm. “Sie wurden offiziell dem Planeten Viken zugeteilt. Akzeptieren sie die Partie?”
“Ja.” Solange der Typ sich nicht mies verhielt, würde ich überall hingehen, nur um hier raus zu kommen.
“Da sie zugestimmt haben, ist es jetzt offiziell. Sie verlieren damit ihre Bürgerrechte auf der Erde. Sie sind ab jetzt und für den Rest ihres Lebens eine Viken-Braut.” Sie blickte auf ihren Bildschirm und wischte erneut mit dem Finger darüber. “Den Bräuchen des Planeten Viken entsprechend werden an ihrem Körper einige Modifikationen vorgenommen, bevor sie transportiert werden können.”
Die Aufseherin Egara stellte sich neben mich.
“Modifikationen?” Was sollte das heißen? Was würde sie mit mir anstellen?
Sie drückte auf einen Knopf an der Wand über meinem Kopf und die Wand öffnete sich. Ich blickte über meine Schulter nach hinten, konnte aber nichts weiter als ein schwaches, blaues Licht erkennen. Dann bewegte sich ein langer Arm aus Metall aus der Wand heraus, an dem eine Nadel befestigt war. “Was ist das?”
“Keine Angst. Wir implantieren nur die NPU, das ist für alle Bräute so vorgesehen. Halten sie still. Es dauert nur ein paar Sekunden.”
Der Roboterarm bewegte sich auf mich zu und stach mich in den Nacken. Ich zuckte vor Schreck zusammen, aber es tat fast gar nicht weh. Eigentlich war es überhaupt nicht schmerzhaft. Als der Stuhl sich rückwärts in den Raum mit dem blauen Licht bewegte, blieb ich ruhig und entspannt. Ich war schläfrig.
“Sie brauchen jetzt keine Angst mehr zu haben, Miss Adams.” Als der Stuhl sich in das warme Wasser absenkte, fügte sie noch hinzu: “Ihre Abfertigung beginnt in drei … zwei … eins.”
2

Drogan
“Wir waren fast dreißig Jahre lang voneinander getrennt. Ich verstehe nicht, warum wir uns ausgerechnet jetzt zusammenfinden sollen.” Ich verschränkte die Arme vor der Brust, als ich quer durch das Zimmer auf die beiden Männer starrte, die mir zum Verwechseln ähnlich sahen. Es waren meine Brüder. Der Eine hatte langes Haar, das ihm weit bis über die Schultern reichte und der Andere hatte kurz geschorenes Haar und eine Narbe an der rechten Augenbraue, ansonsten aber kam ich mir vor, als ob ich in den Spiegel schauen würde. Ich wusste schon immer, dass ich als Drilling zur Welt gekommen war, ich wusste, dass wir nach der Geburt getrennt worden waren und ich kannte sogar den Grund dafür.
“Als sie geboren wurden, befanden sich die Sektorenkriege im vollen Gange. Nach dem Tod ihrer Eltern wurde beschlossen, sie voneinander zu trennen. Je ein Kind wurde entsendet, um über einen der drei Sektoren zu regieren und mit ihrem königlichen Blut die Machtverhältnisse auszugleichen und den Krieg zu beenden.” Der Regent Bard blickte keinen von uns direkt an. Er war klein und gebrechlich, aber überaus mächtig. Wir hätten ihn mühelos mit unseren bloßen Händen töten können, aber wir wussten, dass sein Tod am Verlauf der Ereignisse nichts ändern würde. Ich wusste es einfach und deswegen war es sinnlos, Blut zu vergießen. Da er noch am Leben war, mussten meine Brüder zu derselben Einsicht gekommen sein. Aber keinem von uns gefiel die Sache.
Neben dem Regenten stand Gyndar, sein Stellvertreter. Der Regent stellte ihn uns nur kurz vor und allem Anschein nach sollte Gyndar einfach die Klappe halten und das tun, was der Regent ihm befahl. Er war kein junger Kavalier mehr, der noch grün hinter den Ohren war, sondern ein älterer Herr mit einer ernsthaften, besonnenen Mine. Man hätte ihn leicht übersehen können und das machte ihn so gut in seinem Job. Meine Spitzel hielten mich über die Machenschaften des Regenten auf dem Laufenden und Gyndar war ein wichtiger Mittelsmann und Verhandlungspartner, der in aller Ruhe und hinter verschlossenen Türen Abkommen aushandelte, während der Regent Bard öffentliche Auftritte absolvierte und die Fassade aufrechterhielt.
“Wir brauchen keine Nachhilfe in Geschichte, Herr Regent. Uns ist bewusst, dass wir der Grund für das Friedensabkommen und das Ende des Krieges waren.” sagte Tor.
Es war merkwürdig, als meine Stimme aus einem anderen Mund zu sprechen schien. Sein langes Haar und der dicke Mantel waren Anzeichen dafür, dass er in dem kälteren Sektor Nummer Eins lebte. Ich war nie dort gewesen und hatte keinerlei Interesse daran, mich der klirrenden Kälte auszusetzen.
“Für sie war es ein ziemlicher Glücksfall, dass wir als Drillinge zur Welt kamen, nicht wahr, Herr Regent?” fügte Lev hinzu. Er ging zu einem Stuhl mit einer großen Lehne. Sein kurzes Haar und sein wütender, finsterer Blick ließen ihn kaltherziger als Tor erscheinen, aber ich wusste, dass das eine falsche Annahme war. Meine Brüder waren beide gestandene Krieger und sie herrschten über ihre Sektoren, so wie ich über meinen Sektor herrschte. Dass sie diese drei Jahrzehnte überhaupt überlebt hatten, war ein ausreichender Beweis für ihre Stärke und ihre Intelligenz.
Ich erkannte Ähnlichkeiten zwischen Lev und mir. Genau wie er lümmelte ich gerne mit meinen langen Beinen weit von mir gestreckt. Ich sah Levs geschwungene Augenbrauen und abgesehen von der Narbe war es, als würde ich in einen Spiegel blicken. Wir teilten auch dieselbe Abneigung und Gleichgültigkeit gegenüber den manövrierenden und durchtriebenen Machenschaften der Politik. Genau wie mir gefiel keinem meiner Brüder diese Zusammenkunft. Es war uns lästig und wir mussten da jetzt einfach durch.
Der ältere Herr nickte zustimmend. “Ich glaube, das Schicksal wollte es so, dass durch ihre Geburt der Frieden auf Viken wiederhergestellt wurde.”
Ich schaute zu meinen Brüdern, bevor ich antwortete. “Und trotzdem herrscht für uns noch kein Friede. Wir werden uns mit einer Frau von einem anderen Planeten verpartnern. Wir sollen unsere Heimat, unser Volk, unser Leben hinter uns lassen, um zusammen zu leben und uns eine Braut miteinander zu teilen? Wir haben unser gesamtes Leben in verschiedenen Sektoren zugebracht; das ist zu viel verlangt.”
“Herr Regent, wir mögen als Brüder zur Welt gekommen sein, aber jetzt sind wir Feinde.” fügte Tor hinzu. Ich nickte und Lev tat es mir gleich. Ich hatte kein Verlangen danach, durch den Raum zu preschen und meine Brüder zu ermorden, aber meine Loyalität galt den Leuten meines Sektors und die Loyalität meiner Brüder galt den Leuten in ihren Heimatsektoren. Wir waren als Brüder geboren, aber unsere Treue galt unserer Heimat und den Leuten, für die wir verantwortlich waren. Unser Volk benötigte unseren Schutz und unsere Fürsorge.
“Feinde?” Regent Bard hakte nach. “Nein. Sie sind Brüder. Identische Drillinge mit der gleichen DNA, die jetzt eine Partnerin nehmen werden und mit dieser einen Nachkommen zeugen werden.”
“Ihnen geht es also gar nicht um uns.” Lev faltete seine Hände. Obwohl er gelassen wirkte, wusste ich, dass er alles andere als entspannt war. Woher ich das so genau wusste, war mir nicht ganz klar, aber ich spürte Dinge in diesen beiden Männern, die ich in anderen Leuten nicht spüren konnte. War das etwa so, weil wir Drillinge waren oder herrschte noch irgendeine andere Verbindung zwischen uns? “Es geht um das Kind, das wir zeugen werden.”
Der alte Mann hielt nichts dagegen. “Ja. Dieses Kind wird die drei Sektoren wieder miteinander vereinen, es wird alleinig über sie herrschen, gleichberechtigt und vereint. Der Planet Viken wird sich wieder vereinen und einen Alleinherrscher haben. Der Krieg wird ein für alle Mal enden.”
“Erstens, ich möchte keine außerirdische Braut. Wenn die Einheit des Planeten ihr Ziel ist, dann sollte unsere Partnerin vom Planeten Viken kommen” sprach Tor, als er sich gegen eine Wand lehnte.
Wir befanden uns auf Viken United, einer kleinen Insel, auf der sich eine handvoll Regierungsgebäude befanden. Alle interstellaren Besucher trafen an diesem Ort ein und alle offiziellen Zusammenkünfte zwischen den Vertretern der Sektoren wurden hier abgehalten. Das riesige, weiße Zentralgebäude mit seinen steilen Spitztürmen hatte Statuen, die allen drei Sektoren gewidmet waren—nämlich Pfeil, Schwert und Schild—und es war der einzige Ort, der von allen drei Sektoren als neutrales Territorium angesehen wurde.
Waffen wurden an der Grenze zurückgelassen. Es war ein sicheres Gebiet, eine friedliche Zone, in der Konflikte gelöst werden konnten.
Obwohl der Krieg seit Jahrzehnten vorbei war, blieb die Kluft zwischen uns weiterhin groß. Unsere Kulturen waren verschieden. Ich konnte meine Brüder schon aus Prinzip nicht ausstehen. Ich wusste nichts über sie, außer, wie sie aussahen. Unsere Körper waren absolut identisch und daher wusste ich, dass Tors Schwanz sich nach links neigte und dass Lev ein Geburtsmal am oberen Rücken hatte. Abgesehen davon waren wir Wesen, die ihrem Volke gehörten und ihren Sektoren dienten.
“Auf Viken gibt es keine einzige Frau, die durch und durch neutral ist.” Er schaut durch uns hindurch. “Wer von ihnen würde eine Partnerin aus einem fremden Sektor für sich beanspruchen wollen?”
Alle drei schüttelten wir energisch mit dem Kopf. Es wäre unvorstellbar, eine Frau aus einem anderen Sektor zu nehmen und sie zu ficken. Sie würde mich hassen und ich würde sie ertragen müssen. So konnte eine Verpartnerung nicht funktionieren und wir alle wussten das. Wir benötigten eine echte, starke Verbindung. Nach der Verpartnerung war diese Verbindung mächtiger als alles andere auf Viken.
“Aus diesem Grund wurden sie einer Frau von einem anderen Planeten zugeteilt. Einer Frau vom Planeten Erde.”
“Wer von uns?” wollte ich wissen. “Wir müssen nicht alle drei dabei mitmachen. Sicherlich kennt sich einer meiner Brüder genug mit Frauen aus, um sie zu schwängern.”
Die Männer hatten keine Einwände. Sollten sie auch nur ein kleines bisschen Ähnlichkeit mit mir haben, dann dürfte es kein Problem für sie sein, eine Frau zu begatten.
“Einer von ihnen reicht leider nicht aus.” Ich hätte schwören können, dass Regent Bard kurz innehielt, um seinen Worten mehr Gewicht zu verleihen. “Sie müssen sie alle drei begatten. Und es muss sofort hintereinander geschehen, im Abstand von wenigen Minuten. Sie alle müssen die gleiche Chance haben, das Kind zu zeugen.”
Wir blickten uns flüchtig an, aber keiner von uns sagte ein Wort. Ich wusste aber, dass sie am Überlegen waren. Ich könnte ihre exakten Worte nicht hören, aber ich wusste, dass wir das gleiche dachten. “Ich teile meine Braut nicht, Herr Regent. Wenn sie darauf bestehen, dann werde ich eine Partnerin nehmen, aber ich werde sie niemals teilen.”
“Dann wird es wieder Krieg geben.” Als der Regent diese Worte aussprach, veränderte Lev seine Körperhaltung und Tors finsterer Blick wurde noch bedrohlicher. “Sie sind die letzten Nachkommen der Königsgeschlechter. Der gesamte Planet billigt ihren Anspruch auf Vikens Thron. Sie müssen gemeinsam eine Braut nehmen. Sie müssen ihre Streitigkeiten beiseitelegen und ihr Volk in eine neue, friedliche Ära führen. Wir müssen aufhören, uns gegenseitig zu bekriegen und unsere Anstrengungen auf die interstellaren Kampftruppen lenken. Wir können uns jetzt nicht mehr wie kleine Kinder gegenseitig bekämpfen. Der außerirdische Feind rückt näher und unsere Krieger beteiligen sich nicht am Kampf. Stattdessen bleiben sie zu Hause und überfallen sich gegenseitig, wie ein paar verwöhnte Gören.”
Der Regent atmete tief durch. Ich hatte diese Standpauke schon mehrmals gehört. Der Gesichtsausdruck meiner Brüder ließ darauf schließen, dass auch sie diese Worte nicht zum ersten Mal hörten. “Sie alle drei sind in jeder Hinsicht identisch. Ihr Samen ist identisch, deswegen wird ein Kind, welches aus der Verpartnerung resultieren sollte, sie drei und alle drei Sektoren repräsentieren.”
“Also müssen wir es nicht gemeinsam zeugen.” sagte ich. “Einer von denen beiden kann die Frau bekommen.” Ich deutete mit dem Kopf in Richtung meiner Brüder.
Ich wollte bloß nicht derjenige sein, bei dem die Frau landete. Ich brauchte keine. Die Viken behüteten ihre Frauen und Kinder, aber da ich mir keine Sorgen darum machen musste, eine Frau zufrieden zustellen oder sie im Zaum zu halten war mein Leben so viel einfacher. Wenn ich mir eine Frau in meinem Bett wünschte, dann nahm ich mir eine. Wenn ich fertig war, lebte sie ihr Leben weiter und ich tat dasselbe. Es gab für mich keinen Grund, warum ich eine Frau begatten sollte. Kinder bedeuteten viel Verantwortung und sie brauchten eine Familie, die ich nicht gründen wollte. Unsere Eltern hatten allem Anschein nach eine liebevolle Partnerschaft, aber was hatte ihnen das nur eingebrockt. Sie waren tot. Ich wollte nicht eine Frau nach Viken holen, wenn man sie dann aus politischen Gründen umbringen würde.
“Ich will keine Partnerin.” sagte Tor. “Er kann sie haben.” Er deutete auf Lev.
“Ich? Ich will keine Partnerin.”
Der Regent blieb überaus ruhig. Er war entschlossen, vor seinem Tod Ordnung auf dem Planeten zu schaffen. Er war alt und zerbrechlich. Im Gegensatz zu uns hatte er Zeiten gesehen, in denen auf Viken Frieden herrschte. “Es ist zu spät. Sie wurde jedem von ihnen zugeteilt. Als Viken sind sie sich ihrer Verantwortung bewusst.”
Verantwortung. Die hatte man mir schon in einem sehr jungen Alter aufgezwungen. Es bestand die eine Verantwortung, den Planeten zu führen, aber es gab keine Verantwortung, zusammen mit meinen entfremdeten Brüdern eine Frau gemeinsam zu begatten.
“Wir haben nicht darum gebeten.” sagte ich und sprach damit gleichzeitig auch für meine Brüder. Sie nickten und es war vielleicht das erste Mal, dass wir uns in einer Sache einig waren.
“Würde denn jeder von ihnen das Kind ihres Bruders als ihren rechtmäßigen Nachfolger anerkennen?”
“Nein.” Lev zog wieder die Augenbraue nach oben.
“Niemals.” Tor ballte die Hände zu Fäusten.
Ich sagte nichts, denn meine Antwort war dieselbe. Nein. Niemals. Ich würde nie mein Volk dem Nachkommen eines anderen Mannes überlassen. Mein Volk war mein Volk. Mein Kind würde das heilige Amt des Souveräns erben.
“Sie haben verstanden. Sie alle müssen sie begatten.” Der Regent hob seine Hand, als ich dazu ansetzte, mit ihm zu diskutieren. “Niemand hat sie darum gebeten, als Herrscher über diesen Planeten geboren zu werden. Niemand hat sie gefragt, als sie als Kleinkinder voneinander getrennt wurden. Sie waren dazu bestimmt, als eine Einheit zusammen zu bleiben. Sie wurden geboren, um zu herrschen, aber ihr Leben war und wird immer mit Opfern verbunden sein. Im Namen des Planeten und im Namen der zukünftigen Generationen müssen sie endlich Frieden schließen. Unsere Krieger müssen wieder der interstellaren Koalition dienen. Wir müssen unseren Planeten vor den Hive schützen, anstatt uns gegenseitig zu bekriegen. Falls wir ein weiteres Mal unsere Quote für Krieger nicht erfüllen, dann werden wir von der Koalition nicht länger geschützt werden. Mir wurde mitgeteilt, dass wir achtzehn Monate lang Zeit haben, um unseren Verpflichtungen nachzukommen, um unseren Beitrag zum Bräute-Programm zu leisten und um Krieger zu stellen oder Viken wird nicht mehr von der Koalition geschützt werden. Ich möchte Viken vereint und stark wissen. Stolz und in Sicherheit. Vor meinem Ableben müssen wir dafür sorgen, dass Viken wieder seinen Platz als wirksame Kraft im Kampf gegen die Hive einnimmt.”
Die Hive waren eine Rasse künstlicher Wesen, die auf ihrer Suche nach Rohstoffen und neuen, biologischen Lebewesen für ihr Kollektiv willkürlich tötete. Sie bedienten sich aller natürlichen Lebensformen und implantierten diese mit Technik, Neuro-Prozessoren und Steuerungsmechanismen, die den Kreaturen den Verstand und die Seele raubten. Alle Mitgliedsplaneten der interstellaren Koalition steuerten Geldmittel, Raumschiffe und Krieger im anhaltenden Kampf gegen die Hive und ihre willkürliche Boshaftigkeit bei.
Die Hive mussten gestoppt werden. Und der Regent hatte vollkommen Recht. Viken hatte seit Jahren nicht mehr die entsprechende Anzahl an Kriegern oder Bräuten gestellt. Ich war noch nicht einmal auf den Gedanken gekommen, dass man uns dafür eventuell fallen lassen würde. Die Bedrohung für den Planeten war real und nicht hinnehmbar. Zwei Sonnenzyklen waren kaum genügend Zeit, um eine Frau zu begatten und das Kind auf die Welt kommen zu sehen. Was bedeutet, dass wir wirklich keine Zeit und keine andere Option mehr hatten. Ich hasste ihn dafür, dass er uns die Wahrheit sagte. Aber mir war klar, was getan werden musste, auch wenn mir der Gedanke daran nicht sonderlich behagte.
“Bis jetzt haben sie sich nie mit interstellarer Politik befasst. Nun aber müssen sie ihrer Rolle gerecht werden und die Verantwortungen akzeptieren, die ihnen in die Wiege gelegt wurden. Der gesamte Planet Viken muss beschützt werden. Wir müssen vereint werden. Viken muss stark sein. Das ist die Wahrheit und das ist auch der Traum, für den ihre Eltern ihr Leben geopfert haben.”
Lev knurrt. “Sie starben nicht für den Frieden, sondern aufgrund des Krieges. Die Rebellengruppen haben sie in einem Wettlauf zur Macht gejagt und ermordet. Der Bürgerkrieg auf Viken wurde beendet, weil sie uns aufgeteilt haben, nicht weil wir zusammen geblieben sind.”
“Damals, als Babys, konnten sie noch nicht anführen.” fügte der Regent hinzu. “Jetzt aber sind sie nach Viken United, dem zentralen Sektor unseres Planeten zurückgekehrt, um Frieden zu schließen. Und zwar nicht nur vorübergehend, wie es durch ihre Platzierung in den einzelnen Sektoren bewirkt wurde, sondern für immer. Sie drei müssen ihre Streitigkeiten beiseitelegen und sich zu einer echten Front vereinen. Zusammen werden sie große Macht erlangen. Drei Brüder. Ein Kind. Eine Zukunft.”
“Verdammt.” flüsterte Tor. Ich hatte den gleichen Gedanken. Es gab keine andere Lösung, als das, was der Regent uns vorgetragen hatte. Wir mussten unser Volk vor den Hive und vor den Rebellengruppen auf unserem Planeten schützen. Die Rebellen wollten zur alten Stammesordnung zurückkehren, mit hundert verschiedenen Sektoren, die jeweils einen eigenen Anführer hatten und eigene Ziele verfolgten. Sie wollten die Lebensweise der Viken wie sie vor hunderten Jahren üblich war wiederbeleben, bevor wir Mitglied der interstellaren Gemeinschaft wurden, bevor Viken ein Planet unter vielen wurde.
Die Rebellengruppen gierten nach Krieg und Konflikten, sie wollten alle über ihr kleines Königreich herrschen, und zwar mit absoluter Macht und eiserner Hand. Sie wollten sich allmächtig wissen und es den Göttern gleichtun.
Diese veralteten Ideen waren die Überbleibsel einer jahrtausendealten Kultur. In der neuen Welt gab es dafür keinen Platz mehr. In der neuen Welt könnten die Hive innerhalb weniger Wochen die gesamte Bevölkerung unseres Planeten auslöschen, wenn wir sie wie ein paar Dummköpfe ohne Schutz dastehen lassen würden. Unsere Krieger wurden im Weltall gebraucht, auf den Schlachtschiffen, nicht bei Streitereien über Ernteerträge und Frauen.
“Sie hätten uns über die Forderungen der Koalition, über die unerfüllten Krieger-Quoten informieren können.” sagte ich. “Sie hätten uns in ihren Plan einweihen und uns von unserer Braut berichten können.”
Meine Brüder verschränkten die Arme vor der Brust und nickten einstimmig.
Der alte Mann zog eine seiner ergrauten Augenbrauen hoch. “Hätten sie mir denn zugestimmt? Hätten sie sich dem Auswahlprozess für die Verpartnerung unterzogen?” Der Regent neigte den Kopf beiseite und schaute erleichtert. Wir hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen. Er hatte recht. Ich war nicht vollkommen unvernünftig und wie es schien, fehlte es auch meinen Brüdern nicht an Einsicht. Wir hatten uns noch nicht geeinigt, aber wir lauschten mit offenen Ohren.
Tor rieb an seinem Unterkiefer. “Wie haben sie einen von uns verpartnert? Und wem wurde die Braut zugewiesen?”
Der Regent war tatsächlich peinlich berührt, nie hatte ich beobachtet, wie sein runzliges Gesicht rosafarben anlief. “Die Routineuntersuchung, die sie letzten Monat durchlaufen haben, war ein Trick, um sie zu testen. Wir haben sie alle drei betäubt und die Tests durchgeführt, während sie geträumt haben. Bei einigen Test hatten sie vollkommen das Bewusstsein verloren.”
Als ich das hörte, zuckte ich zusammen. Ich wusste genau, wovon er redete. Ich war für die allgemeinmedizinische Untersuchung gekommen und wachte schweißgebadet und mit klopfendem Herzen wieder auf. Die Untersuchung war ungewöhnlich verlaufen. Nie zuvor war ich auf der Krankenstation mit einem fetten Ständer aufgewacht. Nichts konnte ihn wieder runter bringen. Ich musste mich beim Doktor entschuldigen und meine Hand zur Hilfe nehmen, um das Unbehagen zu mildern. Ich hatte eine Art Traum gehabt, der so intensiv gewesen war, dass ich mehr als einfach nur erregt wurde. Wenn ich mich nur daran erinnern könnte, was ich damals geträumt hatte. “Wer von uns ist also ihr Partner?” wollte ich wissen. Ich musste es wissen. Ich wollte nicht eine Frau ficken, die nicht mir gehörte. Wenn nötig würde ich es einmal machen, um den Planeten zu schützen, aber ich würde keine Gefühle für sie entwickeln, ich würde mir nicht gestatten, mich um sie zu sorgen, wenn sie nicht mir gehörte.
Der Regent kicherte nur. “Sie alle drei. Wir haben ihre Profile im Programm miteinander kombiniert und sie wurde ihnen zusammen zugeteilt. Sie wird nicht nur jeden von ihnen mit seinen Macken akzeptieren, sondern sie wird jeden von ihnen brauchen, um wirklich glücklich zu sein. Jeder von ihnen verfügt über eine Charaktereigenschaft, die sie braucht, nach der sie sich sehnt und die sie benötigt, um zufrieden zu sein.” Der Regent schritt auf und ab, seine festen, grauen Stiefel lugten unter seinem Gewand hervor, als er lief. Er trug eine weiche Robe mit festen Stiefeln, die mit eingebetteten Klingen versehen waren. Sanfte Worte, gefolgt von der Härte eines eisernen Willens. Der Look passte zu ihm. “Ich wollte sie nicht hier versammeln, bevor ihre Braut ausgewählt wurde und bis der Transfer stattfinden würde. Ich wollte nicht riskieren, dass einer von ihnen sie ablehnen würde.”
Da er damit offensichtlich Recht hatte, antwortete keiner von uns.
“Meinetwegen.” Tor lenkte schließlich ein. “Und jetzt sollen wir diese Frau ficken, bis sie schwanger wird? Im selben Zimmer? Zur gleichen Zeit?” wollte er wissen.
Der Regent zuckte mit den Achseln. “Sie können sie teilen oder sie können sie nacheinander nehmen. Wie genau sie es anstellen, überlasse ich ihnen.”
Tor nickte. “Gut. Dann wird sie von Sektor zu Sektor reisen und wir werden sie nacheinander ficken.”
Der Regent erhob wieder seine Hand. “Wie ich ihnen gesagt habe, muss jeder von ihnen sie kurz hintereinander nehmen, um sicherzustellen, dass ihr Samen sich vermischt und sie alle die gleiche Chance erhalten, einen Nachkommen zu zeugen. Sie müssen sie nicht alle drei gleichzeitig ficken, aber die Verpartnerungsregeln sehen vor, dass—”
Lev legte eine Hand an den Nacken und erhob sich, um auf und ab zu schreiten. “Meinen sie das ernst?”
Tor löste sich von der Wand. “Wir können uns kein bisschen ausstehen und sie verlangen von uns, dass wir gleichzeitig mit dieser Frau zum Höhepunkt kommen?”
Zorn erfüllte den Raum, als der Regent seine Forderung stellte. Uns abzuwechseln war eine Sache, aber sie gleichzeitig zu ficken? Wir hatten uns dreißig Jahre lang aus den Augen verloren und jetzt sollten wir mal eben gemeinsam eine Frau ficken?
Der Regent erhob wieder seine Hand. “Das Gesetz ist eindeutig. Wie sie wissen, müssen sich bei einer Verpartnerungszeremonie alle Teilnehmer miteinander vereinen. In ihrem Falle sind sie alle drei die Partner der Frau, und sie müssen sie gleichzeitig für sich beanspruchen. Andernfalls ist die Verbindung nicht rechtmäßig und sie wird für immer von der Gemeinschaft ausgestoßen.”
Tor verkrampfte sich und verschränkte die Arme vor der Brust. Ohne Zweifel gefiel ihm dieser Gedanke überhaupt nicht. “Sie wird das Kind gebären, welches den Planeten wieder vereinen wird. Wieso sollte sie verbannt werden?”
“Wenn sie die Zeremonie nicht ordnungsgemäß durchführen, dann wird ihre Partnerin nur dazu dienen, das Kind auf die Welt zu bringen, sonst nichts. Sie wird nicht als Mutter des Souveräns anerkannt werden oder als Partnerin des Sektorenherrschers. In ihrem Falle, als Partnerin der Herrscher über alle drei Sektoren. Dem Gesetz und dem Brauch nach wird sie von ihrem Partner geächtet werden. Sie wird verbannt werden.”
Ich blickte zu meinen Brüdern und dann zum Regenten. “Wir waren unser gesamtes Leben lang Feinde und jetzt erwarten sie von uns, dass wir gleichzeitig ihren Mund, ihre Muschi und ihren Arsch in der Verpartnerungszeremonie nehmen?” Meine Brüder musterten mich neugierig; sie wollten wissen, was in mir vorging. Der Gedanke war ziemlich anregend, aber ich müsste die Frau zusammen mit zwei Männern aus den anderen Sektoren ficken, die ich schon aus Prinzip nicht ausstehen konnte. Lev und Tor waren meine Brüder, aber die Bewohner des ersten Sektors waren mein Blut, mein Schweiß und meine erste Wahl.
“Einverstanden, aber nur für die Verpartnerungszeremonie. Nicht, um sie zu begatten. Jeder von ihnen muss ihre Muschi mit Samen füllen. Zumindest, bis sie offiziell schwanger ist. Wenn das erreicht wurde, dann können sie mit ihr verfahren, wie sie es wünschen. Aber um das zu erreichen und um sie glücklich zu machen, müssen sie ihre Konflikte lösen.”
Wir zogen alle drei die rechte Augenbraue nach oben und funkelten den alten Herren an. Eine Frau glücklich zu machen gehörte zum Ehrenkodex eines jeden Kriegers. Anzudeuten, dass wir, die Anführer des Planeten nicht in der Lage wären, die Bedürfnisse unserer Braut zu erfüllen war schlichtweg beleidigend. “Sie haben uns in verschiedene Sektoren gesteckt, um den Frieden zu sichern und nicht, um uns Toleranz zu lehren. Sie haben dafür gesorgt, dass wir unser ganzes Leben lang voneinander getrennt waren und jetzt sollen wir so tun, als wären wir froh darüber, zusammen eine Frau zu ficken, damit sie nicht in der Verbannung landet? Wir sollen eine Braut miteinander teilen?”
“Drogan hat Recht. Eine Frau wird die uralten Probleme zwischen den Sektoren nicht beseitigen. Ein Kind wird das auch nicht können.”
“Nun, geehrte Sektorenführer, ich schlage ihnen vor, dass sie einen Weg finden, um die Sektoren wieder miteinander zu vereinen oder der gesamte Planet wird den Hive zum Opfer fallen. Sie werden alles verlieren. Wie bedeutungslos werden ihnen die Streitigkeiten zwischen den Sektoren erscheinen, wenn sie dermaßen viele Neuro-Prozessoren in ihre Gehirne eingepflanzt bekommen, dass sie sich nicht einmal mehr an ihren eigenen Namen erinnern werden können.” Es war mir ein Rätsel, wie der Regent weiterhin die Ruhe bewahren konnte. Alleine dafür wollte ich ihm eine verpassen. Ich wollte ihn für das, was er von uns verlangte, am liebsten verprügeln … es war purer Wahnsinn. Er zwang uns in eine unmögliche Situation. Er verheimlichte uns die gefährliche Wahrheit über unseren Konflikt mit der interstellaren Koalition.
“Weiß unsere Partnerin, dass sie drei Männern zugewiesen wurde?” fragte Lev.
Das war eine gute Frage und ich blickte zum Regenten.
“Sie weiß es nicht. Sie wurde einem kombinierten Profil zugeteilt, genau wie jeder von ihnen—” Er deutete auf jeden von uns. “—ihrem Profil zugeteilt wurde. Als Drillinge mit derselben DNA wurde sie ihnen dreien zugewiesen.”
“Um es also zusammenzufassen, Herr Regent,” sprach Tor. Er benutzte seine Finger, um die einzelnen Punkte abzuhaken. “Wir haben eine Partnerin, die nicht weiß, dass sie zu drei Kriegern gehört. Wir müssen sie davon überzeugen, mit jedem von uns zu ficken. Wir müssen sie so schnell wie möglich schwängern, um den Planeten zu vereinen. Und wir müssen die Sektoren stabilisieren, damit mehr Krieger und Bräute zur Koalition gesendet werden oder wir werden von den Hive überrannt werden.”
“Ja. Die Koalition hat uns zehn Monate gegeben, um mehr Leute zu entsenden.”
Das war kaum genug Zeit, um unsere neue Braut zu schwängern und ein neues Baby auf allen Vieren krabbelnd zu sehen. Das Kind würde nicht einmal das Laufen gelernt haben und trotzdem würde es bereits als Herrscher über alle drei Sektoren anerkannt werden.
Ich stöhnte. “Wir müssen unsere Braut außerdem überzeugen, unseren Samen zu akzeptieren, und zwar zur gleichen Zeit, damit die Verpartnerung anerkannt wird. Ich werde nicht zulassen, dass meine Partnerin verbannt wird.” Sie zu schwängern war noch das Einfachste an der ganzen Sache. Wir konnten sie ficken, wie sie es wollte, aber für die Verpartnerungszeremonie mussten wir ihre drei Öffnungen gleichzeitig ficken. Ich war kein netter Typ, aber ich würde es niemals zulassen, dass eine Frau verbannt wird. Sie konnte schließlich nichts für meine Vorbehalte, sie zusammen mit meinen Brüdern zu ficken.
Ich würde eine Frau auch nicht zu irgendetwas zwingen. Eine unwillige Frau davon zu überzeugen, mit drei Männern gleichzeitig zu ficken, würde nicht einfach werden. Vielleicht wäre es einfacher, sich den Hive zu stellen.
“Ich werde es auch nicht zulassen.” raunzte Lev.
Tor streckte seinen letzten Finger aus. “Und wir müssen dreißig Jahre des Hasses überkommen und den Planeten davon überzeugen, zusammen zu halten.”
Als Tor das alles erläuterte, schien es eine Aufgabe der Unmöglichkeit zu sein.
“Woher sollen wir wissen, dass sie nicht mit jemanden anderes verpartnert wurde und sie uns damit nur manipulieren wollen, um die Machtverhältnisse zwischen den Sektoren zu stören?” fügte ich hinzu.
Bei dieser Frage zogen meine Brüder die Schultern zurück und türmten sich bedrohlich über dem Mann auf.
“Wie sie wissen würde ihr Heimatplanet sie nicht hierher entsendet haben, wenn das Verpartnerungsprotokoll keine Übereinstimmung festgestellt hätte.” Er seufzte. “Wenn ihnen das so wichtig ist, dann werde ich einige weitere Männer in diesen Raum holen damit sie gezwungen ist, sie aus der Gruppe auszuwählen.”
“Sie soll nur einen von uns wählen.” wandte ich ein, um sicher zu gehen, dass die Frau eine eindeutige Wahl treffen konnte. Falls sie tatsächlich einem von uns zugeteilt worden war, dann würde die Verbindung eindeutig und unverzüglich sein. Das hatte ich vergessen, es gab also Hoffnung, dass sie sofort unserem Wunsch nachkommen würde, mit ihr zu ficken. Ich würde dieser Verpartnerung nicht trauen, bis unsere Braut bewiesen hatte, dass sie in der Lage war, diese gegenseitige Verbindung zu spüren.
Der Regent beugte als Zeichen des Respekts seinen Kopf nach unten. “Gut. Da sie glaubt, dass sie nur einem Mann zugeteilt wurde, müssen sie nur noch entscheiden, wer von ihnen mit in der Reihe stehen soll. Und vergessen sie nicht, sie richtig zu beanspruchen. Sie müssen sie alle drei mit ihrem Samen ausfüllen. Ohne die bindende Kraft ihres Samens werden andere Männer sie nehmen wollen. Man wird versuchen, sie von ihnen zu stehlen.”
Sobald der Samen eines Mannes die Muschi einer Frau füllte, begann die gegenseitige Bindung. Die chemischen Substanzen im Samen eines Viken-Mannes waren überaus mächtig. Unsere Braut würde sich danach sehnen, sie würde unseren Samen brauchen. Im Gegenzug würde der Mann, an den sie sich gebunden hatte, einen fortwährenden Drang verspüren, sie zu nehmen, sie zu beschützen und die Verbindung immer wieder zu erneuern. Das war die normale Verbindung zwischen einem Viken-Mann und seiner Partnerin. Wenn die Frau aber einige Monate lang nicht den Chemikalien im Samen des Mannes ausgesetzt war, dann würde ihr Körper für das Verlangen eines anderen Mannes empfänglich werden.
Keine Frau würde jemals unter dem Verlust meines Samens leiden. Ich würde sie oft und anständig durchficken. Ich würde ihre Muschi schmecken, während mein Samen ihre Kehle füllte. Ich würde ...
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