Kitabı oku: «Das Mama-Kochbuch»

DAS
MAMA-KOCHBUCH
REZEPTE & TIPPS
für MAMA und BABY – von der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr
HANNAH SCHMITZ
CALLWEY

INHALT
EINLEITUNG
SCHWANGERSCHAFT
WOCHENBETT
6 WOCHEN – 6 MONATE
6 MONATE – 1 JAHR
REGISTER
DIE AUTORIN / IMPRESSUM
EINLEITUNG
Liebe Mamas, egal ob ihr schwanger seid, euer Baby schon da ist oder ihr bereits mehrere Kinder habt, eins kommt euch allen wahrscheinlich bekannt vor: Plötzlich scheinen die Experten wie Pilze aus dem Boden zu schießen. Jeder hat seine Meinung zu den unterschiedlichsten Themen rund um Schwangerschaft, Baby und natürlich auch Essen. Und jeder hält seine für die richtige. Das ist einerseits sehr schön, weil man sich ja alle Tipps und Tricks aneignen möchte, gucken, wie es bei anderen ist, und austauschen – aber manchmal ist das Ganze auch ziemlich verwirrend. Dabei ist es ganz egal, wie ihr es macht. Stellt euch darauf ein: Nichts und niemand ist perfekt und es gibt bei allem immer Vor-, aber genauso Nachteile. Mama sein ist toll und wunderbar, manchmal jedoch auch ziemlich anstrengend und nervenraubend. Oft alles zusammen innerhalb weniger Minuten. Da bildet auch das Thema „Essen“ keine Ausnahme. Die Fragen, ob man alles „richtig“ macht, gehen los, sobald man erfährt, dass man schwanger ist. Und es hört nicht auf, wenn das Baby älter wird.
Lasst euch von den vielen verschiedenen Ratschlägen nicht verrückt machen. Zugegeben – die Erkenntnis ist nicht die neueste, aber sie bleibt trotzdem unheimlich wertvoll:
Jedes Baby ist einzigartig. Klar. Aber nicht zu vergessen: Jede Mama ist es auch.
Deswegen gibt es nicht den einen richtigen und die anderen falschen Wege. Es gibt nur „anders“. Das gilt natürlich für die Ernährung wie für alles andere auch. Hauptsache, ihr habt Vertrauen in euch. Denn im Endeffekt wisst nur ihr, was das Beste für euch und euer Baby ist.
Tut das, was am wichtigsten ist: Entspannt euch und macht all das, was euch guttut. Esst, was euch schmeckt und wobei ihr euch wohlfühlt. Eine Vielfalt an Rezepten, die Lust am Essen wecken und die man guten Gewissens genießen kann, soll dieses Buch liefern. Aber es soll auch durch die verschiedenen Phasen begleiten, die ihr mit eurem Baby durchlebt, und euch dabei immer wieder bewusst machen: Vertraut eurem Gefühl und eurem Kind. Das, was eure Intuition euch rät, ist gut und richtig.
ANMERKUNGEN & ALLGEMEINES

•Ein Esslöffel fasst 15 ml, ein Teelöffel fasst 5 ml.
•Es werden immer Bio-Eier (Größe L) verwendet.
•Bei den Ofeneinstellungen handelt es sich generell um Umluft. Wer Ober- und Unterhitze verwendet, addiert einfach 20 °C hinzu.
•Gemüse und Obst sollten immer geputzt und gewaschen sein.
•Milch kann in jedem Rezept durch eine vegane Alternative, zum Beispiel Soja- oder Mandelmilch, ersetzt werden.
•Rohes Ei kann, sofern es nicht durchgehend gekühlt wird, zu einer Salmonelleninfektion führen. Es stellt ein besonderes Risiko für Ältere, Schwangere, kleine Kinder und Menschen mit einer Immunerkrankung dar.
•Die altersmäßige Aufgliederung in den Kapiteln orientiert sich an Richtwerten. Abweichungen sind vollkommen normal und kein Grund zur Panik.
•Bei einem individuellen Speiseplan für die Schwangerschaft helfen Hebamme oder Ernährungsberaterin.
Beim Essen kann schon mal das eine oder andere danebengehen. Wenn man aber nach jeder Mahlzeit die Küche grundreinigen muss, schwindet der Spaß an den gemeinsamen Familientischrunden. Jeder entwickelt seine eigene Strategie, um damit fertigzuwerden. Hier kommen meine Tipps zum Thema „Schadensbegrenzung“:
•Angelegt wird ein besonders langes Lätzchen, das man unter den Teller stellt.
•Wenn man auf Nummer sicher gehen will, zieht man darunter ein zweites Lätzchen mit Ärmeln oder man krempelt einfach die Ärmel des Babys hoch.
•Ich setze mich mit einem feuchten und einem trockenen Lappen an den Tisch. Mit dem feuchten Lappen kann ich bei Bedarf zuerst das Kind, dann den Tisch, dann den Stuhl und zum Schluss, wenn das Essen vorbei ist, den Boden abwischen. Mit dem trockenen Handtuch wische ich – falls nötig – nach.
•Wann immer ich Lust und Nerven habe, lasse ich meine Kleine „einfach nur machen“. Ich denke, das macht ihr Spaß, und im schlimmsten Fall stecke ich sie danach in die Badewanne. So what?! Geputzt wird hinterher.
SCHWANGERSCHAFT


Egal ob Essen für euch bisher die Haupt- oder Nebenrolle gespielt hat, in der Schwangerschaft gewinnt es an Bedeutung: Denn alles, was ihr esst, wirkt sich von nun an auf die GESUNDHEIT UND DIE ENTWICKLUNG eures Kindes (bzw. Kinder) aus. Die Zugeständnisse, die euch die nächste Zeit abverlangt, beginnen bereits beim Essen. Kein Rohmilchkäse – also ist der Ziegenbrie gestrichen; kein Koffein – also verzichtet man nicht nur auf den allmorgendlichen Cappuccino, sondern macht sich auch Gedanken, ob der grüne Tee in Kombination mit der Schokotarte das Baby im Bauch zwei Tage nicht schlafen lässt. Alkohol ist sowieso tabu, am besten auch kein Schluck Sekt zum Anstoßen. Sushi? Was für eine Frage! Roher Fisch – offensichtlich ein No-Go! Vorsichtshalber verzichtet man auch auf den Rohschinken und jedes Stück Fleisch muss bis zur Unkenntlichkeit durchgegart werden. Diese VORSICHTS-MASSNAHMEN sind natürlich alle berechtigt und offenbar Grund genug, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, aber dennoch ist die Gratwanderung nicht immer einfach. Denn auch wenn der Prozentsatz von Komplikationen in der Schwangerschaft aufgrund falscher Ernährung (Toxoplasmose oder Listeriose) noch so klein ist, man möchte nicht dazugehören. Wie bei allem geht es um die RICHTIGE BALANCE. Natürlich müssen diejenigen unter euch, die auf Toxoplasmose negativ getestet wurden, etwas mehr aufpassen. Wichtig für eure Gesundheit und die eures Babys ist, dass ihr auf GUTE QUALITÄT der Produkte achtet und abwechslungsreich esst. Auch deshalb, weil wir von der Schwangerschaft an den Geschmacksinn unserer Kleinen prägen. Wem der „sichere“ Ernährungsplan ab und an zu einseitig erscheint, dem hilft manchmal auch ein Blick in die Vergangenheit oder in andere Länder. Was essen Schwangere in Japan oder Frankreich?
Wie war es vor 100 Jahren? Anstatt sich von gut gemeinten Ratschlägen und Tausenden von Ratgebern verunsichern zu lassen, ENTSPANNT EUCH, beachtet ein paar einfache Regeln und – vor allem – hört auf euer BAUCHGEFÜHL!
INHALT
MUNTERMACHER
VIETNAMESISCHER GURKENSALAT
GRÜNER SAFT
REISNUDELSUPPE MIT GARNELEN UND LIMETTE

GUTES GEWISSEN
GEGRILLTER SPARGEL MIT SARDELLENBUTTER
ZUCCHINI-BANANEN-MUFFINS
LINSENSUPPE MIT KUMIN UND GEBRANNTER BUTTER

GELÜSTE
TRÜFFEL-LINGUINE
BANANE IM SPECKMANTEL
EISCREME MIT SNICKERSSAUCE

SODBRENNEN-BLOCKER
SPANISCHE MANDELSUPPE
PELLKARTOFFELN MIT KRÄUTERQUARK
SMØRREBRØD

GEBURTSSPECIAL
GEBURTSPROVIANT FÜR MAMA UND PAPA
HAMSTEREINKÄUFE FÜRS WOCHENBETT
VORRATSLISTE FÜRS WOCHENBETT
KUCHEN BACKEN VOR DER GEBURT: ZITRONENKUCHEN
MUNTERMACHER

Sobald man herausgefunden hat, dass man schwanger ist, geht es bei der ein oder anderen auch schon los: plötzliche ÜBELKEITSATTACKEN bei Gerüchen, SCHNAPPATMUNG nach zehn Stufen, das andauernde Gefühl, zwei Liter Sauerkrauteintopf verputzt zu haben. RÜCKENSCHMERZEN, als ob ihr bereits eine große Kugel vor euch hertragen würdet. Übertrieben? Vielleicht, aber den meisten kommt das ein oder andere Wehwehchen bekannt vor. Komisch, man kann doch von außen noch gar nichts sehen? Als ob der Körper einem sagen will: „Hallo, hier passiert gerade was, schenk mir Aufmerksamkeit!“ Den Grund dafür liefern die HORMONE. Die Produktion läuft nämlich bereits auf Hochtouren. Schließlich seid ihr gerade dabei, die Batterie (Plazenta) fürs Baby aufzubauen. Und das braucht ENERGIE. Für diese Phase der Schwangerschaft sind leichte, bekömmliche Gerichte voller VITAMINE und FOLSÄURE genau das Richtige. Here we go!

Vietnamesischer Gurkensalat
Diesen Salat hat meine Mutter oft für uns beide zwischendurch oder als knackige Beilage zu einem Wok-Gericht zubereitet. Bis heute einer meiner Sommerfavoriten! Eine erfrischende Wohltat bei den drückenden und feuchten Wetterverhältnissen. Er bringt einen aber genauso gut im Winter wieder hoch. So einfach und so lecker! Das Rezept reicht für zwei Personen als Snack und für vier Personen als Beilagensalat.
FÜR 2–4 PERSONEN
1 Gurke
1 Zwiebel
Saft von 1 Limette
2 Esslöffel Reisessig
2 Esslöffel Zucker
2 Esslöffel Fischsauce (Nam Pla)
1 kleines Bund Minze, grob gehackt
2 Esslöffel gesalzene und geröstete
Erdnüsse, grob gehackt
Gurke gut waschen und der Länge nach halbieren. Messer oder Hobel schräg ansetzen und die Hälften in dünne, längliche Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und eine Hälfte in hauchdünne Halbmonde aufschneiden. Die restliche Zwiebel in Folie schlagen und im Kühlschrank für einen anderen Zweck verwahren.
In einer Salatschüssel Limettensaft, Reisessig, Zucker und Fischsauce verquirlen. Gurke und Zwiebel hinzugeben und gut vermischen.
Auf Teller verteilen und mit Minze und Erdnüssen bestreuen.
MAMA-TIPP:
Gurke wirkt entwässernd und Erdnüsse sind voller Folsäure. Aber falls ihr keine Bio-Gurke verwendet, schält bitte die Gurke vor dem Schneiden.

Grüner Saft, der Erste
Das sogenannte „Juicen“ war und ist in New York ein Riesending. Saftbars gibt es an jeder Ecke. Im Supermarkt und in den Cafés. Ein großer Trend, dem man scheinbar nicht entkommen kann. Ich war am Anfang eher skeptisch. Warum das ganze Zeug entsaften und die Hälfte wegschmeißen? Wenn man das Obst oder Gemüse einfach so isst, hat man doch viel mehr davon. Bis ich mich eines Tages dazu hinreißen ließ und mir einen sündhaft teuren „Green Juice“ bestellte. Ich muss zugeben, dass mir der Saft nicht nur schmeckte, er wirkte sogar wie ein kleiner Kick. In der Schwangerschaft gönnte ich mir hin und wieder mal einen Saft „to go“. Aber da mir dieses Vergnügen auf Dauer zu teuer wurde, kaufte ich mir einen Entsafter. Sozusagen als Investition in die Zukunft.
ERGIBT CA. 0,75 LITER
½ Gurke
1 Zitrone
3 grüne Äpfel
200 g Stangensellerie ohne Blätter
Alle Zutaten im Entsafter entsaften, umrühren und am besten sofort trinken. Oder in Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Der nächste Ausflug kommt bestimmt!


Grüner Saft, der Zweite
Eine beliebte Variante des „Green Juice“. Dem Grünkohl werden in New York fast schon magische Kräfte zugesprochen. Also nichts wie ran an die Entsafter.
Juice it, Baby!
ERGIBT CA. 0,75 LITER
100 g Grünkohl
½ Gurke
1 Limette
100 g Ananas
Alle Zutaten im Entsafter entsaften, umrühren und am besten sofort trinken. Oder in Flaschen abfüllen und für den nächsten Ausflug im Kühlschrank aufbewahren.
MAMA-TIPP:
Entwarnung! Man kann frischen Saft zu Hause auch ohne Entsafter genießen. Dazu alle Zutaten mit einem Mixer und einem Schuss kaltem Wasser pürieren. Ein feines Sieb mit einer Stoffwindel auskleiden und eine Schüssel darunterstellen. Die Saftbasis hineingießen und mithilfe eines Löffels die Mischung durch das Sieb drücken. Der letzte Rest Flüssigkeit lässt sich auch aus dem Tuch herauswringen. Die Gemüserückstände kann man aufheben und unter Backwaren, wie z. B. Muffins, mischen.


Reisnudelsuppe mit Garnelen und Limette
Ich liebe diese Suppe. Mir macht das Pulen der Garnelen nichts aus, falls es euch in diesem Punkt anders geht, schält sie am besten vor dem Blanchieren. Oder ihr kauft bereits geschälte Exemplare, ganz wie ihr wünscht.
FÜR 1 HUNGRIGE PERSON ODER 2 PERSONEN
100 g Reisnudeln (ich bevorzuge hier dickere Bandnudeln, Vermicelli eignen sich aber genauso)
500 ml Wasser
1 Pho-Ga-Hühnersuppenbrühwürfel (aus dem Asiamarkt)
100 g Garnelen
1 milde Chilischote, in feine Ringe geschnitten
2 Zweige Koriander, Blätter gezupft
2 Zweige Minze, Blätter gezupft
½ Limette, geviertelt
Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Reisnudeln nach Packungsanleitung gar kochen. In der Zwischenzeit einen mittleren Topf mit 500 ml Wasser zum Kochen bringen und den Brühwürfel darin auflösen, anschließend auf kleinster Stufe simmern lassen. Kurz vor Ende der Garzeit der Nudeln die Garnelen hinzugeben und 1 Minute mitkochen lassen. Alles durch ein Sieb gießen und in eine Schüssel geben. Mit der heißen Brühe übergießen und mit Chili, Koriander, Minze und Limette servieren.
MAMA-TIPP:
Bitte Garnelen von guter Qualität kaufen. Die anderen sind einfach zu stark mit Antibiotika und vielen anderen Zusätzen belastet.

GUTES GEWISSEN

Es ist ja nur logisch, dass eine gesunde Ernährung auch eine gesunde Schwangerschaft unterstützt. Viel frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch von GUTER QUALITÄT und natürlich jede Menge Hülsenfrüchte – das klingt nicht nur toll, sondern tut euch auch gut. Ganz wichtig und in aller Munde, sobald man schwanger ist: die FOLSÄURE. Sie ist besonders in grünem Gemüse, wie z. B. Spinat, aber auch in weißen Bohnen und Erdnüssen vorhanden. Darf ich vorstellen: MRS VITAMIN und MR PROTEIN. Zusammen sind sie ein echtes Traumpaar und haben für euch folgende Gerichte vorbereitet.

Gegrillter Spargel mit Sardellenbutter
Spargel führt nicht nur die Hitliste der folsäurehaltigsten Lebensmittel an (und die ist ja jetzt bekanntlich besonders wichtig), sondern wirkt auch noch entwässernd. Yeah! Wem die Zubereitungsmethode des Eigelbs zu kompliziert ist oder wer sich bei dem flüssigen Eigelb nicht wohlfühlt, der brät sich einfach eins dazu in der Pfanne. Dem Gargrad seines eigenen Sicherheitsbedürfnisses entsprechend. Ich jedenfalls habe dieses Gericht während meiner Schwangerschaft geliebt.
FÜR 1 PERSON
1 Ei
250 g grüner Spargel
1 Teelöffel Olivenöl
1 Esslöffel Butter
2 eingelegte Sardellenfilets
1 reife Avocado, entkernt
Salz
2 Scheiben Landbrot, frisch getoastet
In einen kleinen Topf kaltes Wasser füllen und darin ein kaltes Ei aufsetzen. Unbedeckt bei mittlerer Hitze zum Simmern bringen. Zudecken und von der Kochstelle nehmen. Das Ei für 6 Minuten im heißen Wasser lassen. Dann kalt abschrecken. Holzige Enden beim Spargel abschneiden und das untere Drittel mit einem Spargelschäler von der Schale befreien. In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und den Spargel bei mittlerer Hitze 3 Minuten pro Seite goldbraun braten. Hitze reduzieren, Butter mit Sardellenfilets hinzufügen und erhitzen, bis die Butter zerläuft und die Sardellenfilets in der Butter schmelzen. Die Avocado mithilfe einer Gabel zerdrücken und mit 1 Prise Salz würzen. Avocadocreme und Spargel auf einem Teller verteilen. Zum Schluss das Ei über der Spüle aufbrechen. Das Eiweiß durch die Finger gleiten lassen und das Eigelb auf den Teller geben. Mit getoastetem Landbrot servieren.
MAMA-TIPP:
Ja, ich esse mein Ei weich gekocht, auch wenn ich schwanger bin. Hier geht es nicht um die gefürchteten Listerien, sondern um Salmonellen. Die führen zwar im schlimmsten Fall zu einer unangenehmen Salmonellenvergiftung, schaden aber dem Baby nicht unmittelbar. Mit frischen Eiern, die ich nicht noch zwei Stunden in der Sonne stehen lasse, habe ich immer gute Erfahrungen gemacht.

Zucchini-Bananen-Muffins
Normalerweise schmecken Muffins ofenfrisch am besten, aber diese Exemplare könnt ihr auch noch drei Tage danach ohne Einbußen genießen. Das Geheimnis dieser saftigen und gesunden Muffins sind Bananen, die für eine angenehme Süße sorgen, und Zucchini, die ihnen eine herrliche Feuchtigkeit verleihen, ohne dass man viel Fett verwenden muss. Naschen mit gutem Gewissen. Yippie!
ERGIBT 12 MUFFINS
180 g Weißmehl
60 g Vollkornmehl
200 g brauner Zucker
2 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz
1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
½ Teelöffel Zimtpulver
1 Ei
60 ml mildes Olivenöl
220 g Joghurt
1 reife Banane, zerstampft
1 mittlere Zucchini, fein gerieben
Ofen auf 160 °C vorheizen. In einer großen Schüssel Mehl, Vollkornmehl, Zucker, Backpulver, Salz, Muskatnuss und Zimt vermischen. In einer anderen Schüssel ein Ei verschlagen und mit Olivenöl, Joghurt, Banane und Zucchini mischen. Die Zucchinimischung unter die Mehlmischung heben. Den Teig nur so lange rühren, bis sich alles gerade so vermischt hat.
Eine Muffinform mit Fett einreiben und zu ⅔ mit dem Teig füllen. In den Ofen schieben und 15–20 Minuten backen. Mindestens 15 Minuten vor dem Verzehr auskühlen lassen.

Linsensuppe mit Kumin und gebrannter Butter
Ein türkischer Klassiker. Am Düsseldorfer Worringer Platz konnte man sicher sein, für kleines Geld einfache, frische und ehrliche Küche zu bekommen. Der perfekte Mitternachtssnack nach einer Party – und damit meine ich nicht nur den allseits beliebten Döner, sondern vor allem: Petersiliensalat, Adana Kebap mit gerösteter Aubergine und Joghurtsuppe mit Reis. Die Partynächte sind seltener geworden. Also gibt’s als Andenken diese türkisch inspirierte Linsensuppe.
FÜR 4 PERSONEN
2 Esslöffel Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel, in Würfel geschnitten
2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
1 Teelöffel Kumin (Kreuzkümmel)
1 Prise Zimt, gemahlen
1,25 Liter Hühnerbrühe
200 g rote Linsen, gewaschen
1 Stich Butter
1 Handvoll frische Minze, gehackt
Salz und Pfeffer
1 Zitrone, geviertelt
In einen großen Topf Olivenöl geben und Zwiebeln und Knoblauch 5 Minuten lang bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Kumin und Zimt hinzugeben und 30 Sekunden mitrösten. Mit Hühnerbrühe ablöschen und die Linsen untermengen. Zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Butter in einem kleinen Topf zerlassen. Minze hineinstreuen und 5 Minuten lang rösten, bis die Minze knusprig und die Butter braun karamellisiert ist. Suppe mit dem Pürierstab cremig mixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In Schalen füllen und mit knuspriger Minze bestreuen. Mit Zitronenspalten servieren und genießen.
MAMA-TIPP:
Ja, Linsen sind sehr gute Nährstofflieferanten, mit denen man nichts falsch machen kann. Sie stecken voller Folsäure, Proteine und Eisen!

GELÜSTE

EISCREME UND SAURE GURKEN – es gibt wohl nichts, das mehr mit den Essgelüsten einer Schwangeren assoziiert wird. In Wahrheit kenne ich niemanden – mich eingeschlossen –, der darauf Lust hatte. Aber wenn ich auf etwas Appetit bekam, dann musste es her, und zwar SOFORT. Ansonsten war ich richtig schlecht gelaunt. Ich erinnere mich, dass sich mein Mann einmal um 22:20 Uhr auf den Weg machen musste, um mir zwei California Rolls zu besorgen. Erst danach war ich wieder besänftigt und konnte weiterschlafen. Trotzdem: Es ranken sich viele Mythen und Märchen um die Essgelüste von Schwangeren. Die meisten haben so etwas wie eine fleischfressende Pflanze im Kopf, die schonungslos Tonnen von irgendwas in riesigen PORTIONEN und unmöglichsten KOMBINATIONEN verschlingt. Als ob die Schwangere vom Geschmack und Appetit des Babys fremdgesteuert wird. Das variiert natürlich je nach Typ und Veranlagung, aber Essen und das Verlangen nach bestimmten Dingen spielen eine große Rolle. Für Außenstehende mag das Ganze seltsam erscheinen: Da gibt man sich große Mühe, möglichst gesund zu essen, um dann in süßen oder cremigen Sphären zu schwelgen. Aber genau darum geht es doch. Man muss während der Schwangerschaft einfach hin und wieder nach Herzenslust schlemmen und sich dabei denken: Ich darf das. ICH ESS JA JETZT FÜR ZWEI.

Trüffel-Linguine
Ich war in der ersten Schwangerschaft regelrecht süchtig danach. Sahnig-cremig und wohltuend. Wobei ich gestehen muss, dass ich mir nur in den seltensten Fällen echten Trüffel dazu gegönnt habe. Ein gutes, weißes Trüffelöl war für mich völlig ausreichend.
FÜR 2 PERSONEN
250 g Linguine auf Eierbasis
125 g Crème double
1 Handvoll Parmesan, gerieben
Trüffelöl nach Belieben
Salz und Pfeffer
Frischer Trüffel nach Belieben
Nudeln in reichlich sprudelndem Salzwasser, das nach Meer schmeckt, al dente kochen. In der Zwischenzeit die Crème double in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur langsam erhitzen. Die Nudeln abgießen und dabei eine gute Tasse von dem Nudelwasser auffangen. Die Crème double unter die Pasta mischen und dabei immer wieder etwas von dem Nudelwasser hinzufügen, bis die Pasta schön glänzt und gleichmäßig überzogen ist. Parmesan und Trüffelöl nach Belieben hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Teller geben und frischen Trüffel darüberreiben. Sofort genießen.
MAMA-TIPP:
Falls es einen überkommt, ohne dass man Crème double zur Hand hat, kann man auch 200 ml Sahne in einem kleinen Topf bei geringer Hitze auf 125 ml Flüssigkeit reduzieren. Und achtet beim Trüffelkauf auf Qualität. Lieber einen kleinen Trüffel für 11 Euro kaufen anstatt drei für denselben Preis. Letztere schmecken nämlich nach gar nichts und da ist jeder Cent zu viel bezahlt. Ganz nach dem Motto „wenn schon, denn schon“. Ansonsten nehmt nur mit Trüffelöl vorlieb. Ist zwar geschummelt, aber immer noch ehrlicher als diese enttäuschenden „Fake-Trüffel“.

Banane im Speckmantel
Das mag sich erst mal seltsam anhören, ist aber fantastisch! Die perfekte Symbiose aus süß und salzig. Knusprig und cremig-weich. Elvis hätte es auch geliebt. Einfach mal ausprobieren!
FÜR 1 PERSON
1 große reife Banane
3–4 Scheiben Speck oder Pancetta
Ketchup oder Hot-Chilisauce (ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich besser finde)
Banane schälen und in 3 gleich große Teile schneiden.
Jedes Stück jeweils mit 1 Scheibe Speck umwickeln und bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Pfanne knusprig braten. Heiß mit Ketchup oder Hot-Chilisauce genießen.
MAMA-TIPP:
Schon eine Banane am Tag deckt unseren Bedarf an Vitamin B6 und beugt damit Müdigkeit und Übelkeit vor. Allerdings wirken Bananen leicht verstopfend, deswegen vielleicht nicht unbedingt in rauen Mengen essen. Auch Toxoplasmose negativ getestete Mamas dürfen hier durchatmen: Erstens werden die Erreger beim Braten abgetötet und zweitens sind luftgetrockneter Rohschinken und Co. (z. B. Parma, Serrano und Pancetta) durch den langen Reifungsprozess nur mit einem geringen Risiko behaftet.

Eiscreme mit Snickerssauce
Nein, hier kommt kein Snickers zum Einsatz, aber die Mischung aus Erdnussbutter und Schokolade erinnert an den beliebten Schokoriegel. Für mich eine der befriedigendsten Kombinationen aus der Dessertwelt, die es gibt. Süß – salzig, heiß – kalt: Gegensätze ziehen sich an. Auch beim Nachtisch!
FÜR 2 PERSONEN
100 ml Milch
50 g Erdnussbutter (ohne Stückchen)
50 g Zartbitterschokolade, gehackt
2 Esslöffel Agavendicksaft
4 Kugeln Vanilleeis
2 Esslöffel geröstete und gesalzene
Erdnüsse, grob gehackt
In einem kleinen Topf Milch mit Erdnussbutter, Schokolade und Agavendicksaft vermischen. Bei mittlerer Temperatur erhitzen, bis sich alles miteinander verbunden hat. Nicht kochen lassen. Eis auf zwei Becher verteilen, mit warmer Sauce übergießen, mit den gehackten Erdnüssen bestreuen und es sich sofort damit gut gehen lassen.
MAMA-TIPP:
Erinnert ihr euch noch daran, dass Erdnüsse zu den folsäurehaltigsten Nüssen überhaupt gehören? Also ein guter Grund mehr, das Dessert mal auszuprobieren.

SODBRENNEN-BLOCKER

Ganz ehrlich: Sodbrennen ist eine echt fiese Sache. Zum Ende der Schwangerschaft hin wird es immer intensiver. Klar, der Platz wird weniger, es wird ENGER und da kann es schon mal vorkommen, dass einem der Magen brennt. Mandeln, die man langsam im Mund zerkaut, können helfen, aber wenn das nicht reicht, brauchen wir jetzt Supergerichte mit vielen BASISCHEN Zutaten, die die SÄURE REGULIEREN. Und wir brauchen Gerichte, die im Nu verdaut werden. Denn dann ist im Bauch schneller wieder Platz und wir können beruhigt durchatmen.

Spanische Mandelsuppe
In der traditionellen Variante der spanischen „Ajoblanco“ kommen Trauben, Essig und Knoblauch zum Einsatz. Nicht gerade hinderlich für Sodbrennen. Deshalb verzichte ich auf Essig und verwende statt der Trauben milde Birne.
FÜR 4 PERSONEN
100 g weiche Birne, entkernt und geschält
Optional: ¼ Knoblauchzehe, geschält
100 g Weißbrot vom Vortag, ohne Rinde, in Würfel geschnitten
100 g Mandeln, geschält
100 ml Mandelmilch
½ Teelöffel Salz
150 ml Wasser
5 Esslöffel Olivenöl
In einer großen Schüssel Birne, optional den Knoblauch, Brot, Mandeln, Mandelmilch und Salz mischen. Abgedeckt für mindestens 4 Stunden, oder besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen.
Suppenbasis in einen Standmixer geben und pürieren, bis sich alles verbunden hat. Wasser hinzugießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Während der Mixer mixt, das Öl hinzugeben und weitermixen, bis sich alles verbunden hat. Kalt servieren.
MAMA-TIPP:
Wenn ihr – wie ich – auf den Knoblauch nicht ganz verzichten wollt, achtet beim Einkaufen auf jungen, frischen Knoblauch, der noch nicht gekeimt hat. Er ist deutlich milder und besser verträglich.

Pellkartoffeln mit Kräuterquark
Kennt ihr den „Ah ja, das könnt’ ich auch mal wieder machen“-Moment beim Kochbuchdurchblättern? Genau darauf hatte ich es abgesehen, als ich das Gericht mit ins Buch nahm. Zugegeben, Pellkartoffeln mit Quark sind nicht die Ausgeburt der Kreativität. Jeder kennt sie und jeder hat sie auch schon mal gegessen. Aber sie sind ein bisschen in Vergessenheit geraten und allein deswegen schon wert, hier zu stehen.
FÜR 2 PERSONEN
700 g Frühkartoffeln mit dünner Schale
Salz
250 g Quark (Halb- oder Vollfett)
½ Teelöffel Kümmel
2 Teelöffel Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
1 Teelöffel frischer Oregano Pesto nach Belieben
Kartoffeln gründlich waschen. Kartoffeln und 1 Prise Salz in einen mittleren Topf geben, knapp mit kaltem Wasser bedecken. Mit geschlossenem Deckel aufkochen und bei mittlerer Hitze zugedeckt 20–25 Minuten garen.
Inzwischen in einer Schale Quark, Kümmel, Schnittlauch und Oregano verrühren und mit Salz abschmecken. Die Pellkartoffeln abgießen und mit Quark anrichten. Mit viel frischen Kräutern und Pesto servieren.
MAMA-TIPP:
Kartoffeln und Quark haben basische Eigenschaften und regulieren die Magensäure.

Smørrebrød
Smørrebrød heißt eigentlich nichts anderes als Butterbrot auf Dänisch. Mit Pumpernickel und Hüttenkäse als Grundlage bietet es eine Vielzahl von Variationen. So wird’s dank verschiedener säureregulierender Zutaten nicht langweilig. Egal ob zum Frühstück, als Mittagssnack oder als leichtes Abendessen: Das Smørrebrød geht immer. Hier kommen meine liebsten Kombinationen:
FÜR 1 BROT MIT KARTOFFEL, GURKE UND MINZE
1 Scheibe Pumpernickel
1 Esslöffel Hüttenkäse
1 mittelgroße Pellkartoffel
1 Esslöffel Gurke, in Würfel geschnitten
Einige Minzblättchen
1 Teelöffel Kresse
Salz und Pfeffer
Pumpernickelscheibe mit Hüttenkäse bestreichen. Pellkartoffeln in Scheiben schneiden und das Brot damit belegen. Gurkenwürfel, Minze und Kresse darübergeben. Salzen, pfeffern und genießen.

FÜR 1 BROT MIT AVOCADO, GARNELEN UND EI
½ Avocado
1 Scheibe Schwarzbrot
1 wachsweich gekochtes Ei (6-Minuten-Ei)
3–4 Garnelen, geschält und Darm entfernt
1 Teelöffel Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
Salz und Pfeffer
Avocado grob zerdrücken und Schwarzbrotscheibe damit bestreichen. Ei pellen und vierteln. Das Brot mit Garnelen und Ei belegen. Schnittlauch darüberstreuen. Mit Salz und Pfeffer würzen und essen.

FÜR 1 BROT MIT ROTE BETE, BIRNE UND DILL
1 Scheibe Pumpernickel
1 Esslöffel Hüttenkäse
½ Rote Bete, geschält und gekocht
¼ Birne
1 Teelöffel Dill, grob gehackt
Salz und Pfeffer
Pumpernickelscheibe mit Hüttenkäse bestreichen. Rote Bete und Birne in dünne Scheiben schneiden und Brot damit belegen. Dill darüberstreuen. Mit Salz und Pfeffer würzen und genießen.

GEBURTSSPECIAL

Immer wieder spielt man im Kopfkino alles durch. Man möchte für alle Eventualitäten gerüstet sein. Am Ende kommt eh alles anders, als man denkt. Die kulinarische Versorgung bei der Geburt ist dennoch nicht zu unterschätzen. Denn eine Geburt dauert meist lange und ist anstrengend. Ihr braucht KRAFT und ENERGIE. Wenn euch danach ist, sollt ihr essen, was ihr wollt. Das schadet nicht und kann das WOHLGEFÜHL während der Geburt steigern. Ein Kreißsaal, der euch das verbietet, sollte noch mal kritisch unter die Lupe genommen werden. Und selbst wenn euch nicht nach Futtern ist, freut sich Papa während des Prozederes bestimmt über den ein oder anderen SNACK. Und wenn ihr grad dabei seid, den GEBURTSPROVIANT zu besorgen, kauft auch gleich fürs WOCHENBETT ein.
GEBURTSPROVIANT FÜR MAMA UND PAPA:
•Stillkugeln (siehe Rezept S. 66)
•Smørrebrød-Sandwiches (siehe Rezept S. 44), Knäckebrot, Zwieback
•Bananen, Datteln
•Erdnussbutter (ein Löffel kann wahre Wunder wirken)
•zimmerwarmer Kräutertee, stilles Wasser, säurearme Säfte (z. B. Birne, Aprikose)

HAMSTEREINKÄUFE FÜRS WOCHENBETT

Nutzt die Wochen vor der Entbindung zum VORKOCHEN und friert euch eure VORRÄTE ein. Schaut schon mal in das Kapitel Wochenbett. Gerichte, die sich zum Einfrieren eignen, sind bereits markiert. Auf jeden Fall solltet ihr euch um die Hühnerbrühe, die Stillkugeln und die Pestosorten kümmern. Die letzten Wochen sind eh vom Warten geprägt und eine Kochsession ist eine willkommene Abwechslung.
Nutzt eurem NESTTRIEB und steckt einfach einen Teil eurer Energie statt in perfekte Babyzimmer in perfekt ausgestattete Vorratsschränke. Bringt sie auf Vordermann, sortiert, was das Zeug hält, und schmeißt weg, was abgelaufen ist.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.