Kitabı oku: «Wild Swimming Kroatien und Slowenien»
Hansjörg Ransmayr
WILD SWIMMING
KROATIEN UND SLOWENIEN
ENTDECKE DIE SCHÖNSTEN QUELLEN, FLÜSSE, WASSERFÄLLE, SEEN UND STRÄNDE IN KROATIEN & SLOWENIEN

INHALT
Eintauchen in faszinierende Wildswimming-Welten
Empfehlungen für den Umgang mit H2O
Wildswimming-Zubehör
Wie finden Sie das? GPS-Erklärung
KROATIEN & SLOWENIEN
Alle Spots
Spots nach Gewässertyp
Give me five
SLOWENIEN
Der Norden Sloweniens
Der Süden Sloweniens
Flussporträt: Die Soča
KROATIEN
Istrien & der Norden Kroatiens
Die Mitte Kroatiens
Der Süden Kroatiens
Flussporträt: Die Cetina
Sehenswert, aber nicht (mehr) beschwimmbar
Alles eine Frage der Zeit?!
Packrafts
Über den Autor

EINTAUCHEN IN FASZINIERENDE WILDSWIMMING-WELTEN
Für ein genussvolles Eintauchen ins Wildswimming scheinen Kroatien und Slowenien prädestiniert. Von alpin bis mediterran, von Idylle bis Abenteuer, von Süß- über Brack- bis Salzwasser präsentiert sich die Palette der schwimmerischen Möglichkeiten. Mehr als nur eine angenehme Begleiterscheinung ist auch die große Bandbreite des kulturellen wie kulinarischen Angebots, welches von der kleinen Bergkapelle bis zur mächtigen Zitadelle, von der Bleder „Kremsnita“, einer besonderen Cremeschnitte, bis zum Neretva-typischen „Brodet“, einem Eintopf aus Frosch und Aal, reicht. Selbst für Wein-Aficionados-Liebhaber haben diese beiden Länder viel zu bieten. In Slowenien sind es vorwiegend Weißweinsorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot gris, Rébula und Malvasia und die traditionelle Rotweinsorte Teran, die Kenner mit der Zunge schnalzen lassen. In Istrien gedeihen Malvazija Istarska und Merlot, im kontinentalen Kroatien dominieren Riesling und Graševina, während es in Dalmatien der schwere Rotwein Dingač zu Weltruhm gebracht hat.
Als Entdeckungsreisender unterwegs zu sein, setzt ein gewisses Maß an gesunder Neugierde und die Bereitschaft, ausgetretene Pfade zu verlassen, voraus. Wer sich darauf einlässt, wird als Wildswimming-Fan in diesen beiden Ländern reichlich mit neuen Erkenntnissen belohnt. Etwa, dass Slowenien nicht nur aus den Julischen Alpen und der kalten Soča besteht, sondern auch wunderbare Meeresbuchten und eine Fülle familienfreundlicher, wohltemperierter und sauberer Flussbadestellen aufweist. Oder dass Kroatien weit mehr zu bieten hat als romantische Inseln und herrliche Felsstrände, nämlich auch riesige Urwälder mit versteckten Wassertümpeln, Steppenseen mit einzigartiger Fauna und Flora sowie Karsthochebenen, aus denen plötzlich „blaue Augen“ hervorblitzen.
Tatsächlich gibt es in Kroatien und Slowenien eine derartige Fülle potenzieller Wildswimming-Spots, dass einem als Autor die Qual der Wahl nicht erspart bleibt. Mein Ziel war aber nicht, die „Unendliche Geschichte“ zu verfassen, sondern einen möglichst, bunten und informativen Ratgeber für Wildswimming-Enthusiasten und alle, die es noch werden wollen, zusammenzutragen. Mir ist sehr wohl klar, dass es außer den hier vorgestellten Spots noch sehr viel mehr zu entdecken gibt. Deshalb verstehe ich mein Buch auch in erster Linie als Anregung. Als Anregung, Wildswimming mit Herz, Hirn und Respekt als „gentle art of swimming“ zu praktizieren. Als Anregung, Gewässer und Umwelt aktiv zu schützen, statt hemmungslos zu nutzen. Und als Anregung, neugierig und genussvoll zu bleiben. Ich bleibe es jedenfalls und wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Vergnügen mit diesem Buch!


EMPFEHLUNGEN FÜR DEN UMGANG MIT H 2 O
H2O ist die einzige chemische Verbindung auf der Erde, die in der Natur als Gas, Festkörper und Flüssigkeit vorkommt. Mit letztgenanntem Aggregatszustand, der landläufig auch als „Wasser“ bezeichnet wird, wollen wir uns hier beschäftigen und den geneigten Leser*innen für den gefahrlosen Umgang mit selbigem Folgendes mit auf den Weg geben:
INFORMIEREN …
… Sie sich vor Ort bei Einheimischen über Schwimmspots und deren unmittelbare Umgebung. Gibt es Verbote, Gefahren, Tipps?
RESPEKTIEREN …
… Sie Schwimmverbote, Schutzzonen, Brut- und Laichgebiete.
… Sie die Umwelt. Lassen Sie nichts zurück, verwenden Sie im Wasser keine Sonnencreme.
… Sie die Interessen Ihrer Mitmenschen. Seien es Angler, Paddler oder Fotografen.
… Sie Ihre eigenen Grenzen, widerstehen Sie gegebenenfalls Gruppendruck.
BEAUFSICHTIGEN …
… Sie Ihre Kinder am Wasser ständig, selbst wenn sie Schwimmhilfen tragen.
… Sie bei längeren Touren, zu Wasser wie zu Lande, immer die Leistungsschwächsten einer Gruppe.
… Sie sowohl Wetter- als auch Wasserstandsentwicklung.

EMPFEHLENSWERTES
WILDSWIMMING-ZUBEHÖR
SWACK – eine beim Autor erhältliche Kombination aus Wanderrucksack und Schwimmboje. Damit kann man nicht nur sein Gepäck inklusive Handy, Kamera und Autoschlüssel übers Wasser bringen, sondern der SWACK bringt im Notfall auch genügend Auftrieb mit, um den Schwimmer mühelos über Wasser zu halten. Außerdem ist man durch die Leuchtfarbe für Bootsbesatzungen viel besser zu sehen.


PACKRAFTS – sind leichte und kompakte Rucksackboote, die auch kombinierte Swim-Raft-Touren ermöglichen. Siehe dazu auch Seite 314.

WILDSWIMMING-PONCHO – gibt es in einer leichteren Sommer- und in einer wärmenden Winterausführung. Die ärmellosen Ponchos sind, speziell wenn man nass oder wenn es kalt ist, sehr viel leichter und schneller anzuziehen als Wärmejacken und -mäntel. Außerdem sind sie – gerade auch im urbanen Bereich – eine ausgezeichnete Umziehhilfe.

BADESCHUHE – spitze Steine, Glasscherben oder anderer Zivilisationsmüll machen manchmal den Einstieg ins Wasser gefährlicher als das anschließende Schwimmen. Für größere Unternehmungen und Schluchtbegehungen empfehlen sich festere Canyoning-Schuhe mit rutschfester Vibramsohle.

THERMOSKANNE MIT INGWERTEE – um sich nach längerem Aufenthalt in kaltem Wasser rasch wieder aufzuwärmen, hat sich heißer Ingwertee (einfach Ingwerstückchen mit heißem Wasser übergießen, eventuell Zitrone und etwas Honig dazugeben) bestens bewährt. Alkohol ist dagegen wirklich kontraproduktiv.

FAHRRAD – speziell für die „last mile“ sehr empfehlenswert. So kann man das Auto abseits stehen lassen und oft Parkgebühren vermeiden. Außerdem ist man an großen Gewässern bei der Suche nach der besten Einstiegsstelle viel mobiler.

WIE FINDEN SIE DAS?
SO FUNKTIONIERT DAS GLOBAL POSITIONING SYSTEM (GPS)
Hunderte Satelliten umkreisen unsere Erde und senden permanent ihre Position und eine sehr präzise Zeitangabe. Hat er Kontakt mit mindestens vier Satelliten, kann ein GPS-Empfänger aus diesen Daten seine Position berechnen, und zwar umso genauer, je mehr Satelliten er empfangen kann.
(K)EINE FRAGE DES FORMATS
GPS-Koordinaten können in verschiedenen Formaten empfangen, aufgezeichnet und kommuniziert werden.
Auf der Nordhalbkugel wird zuerst immer der Nord- und als zweites der Ostwert angegeben. In diesem Buch wird dazu das Dezimalformat verwendet, das durch verschiedene – auch online verfügbare Tools – jederzeit in andere Formate konvertiert werden kann.

GOOGLE MAPS IST AUCH OFFLINE HILFREICH
Will man auf Nummer sicher gehen, weil man befürchtet, dass am Zielort keine Internetverbindung aufgebaut werden kann, empfiehlt es sich, die benötigten Kartenkacheln schon zu Hause herunterzuladen und zu speichern. Dann hat man diese Kartenausschnitte vor Ort offline, z. B. auf dem Smartphone, zur Verfügung und kann sich mit ihnen im Gelände orientieren. Gelegentlich kann es sinnvoll sein, die Kartenausschnitte zu Hause auszudrucken, sie im Idealfall zu folieren und im Rucksack mitzuführen.
WORAUF BEZIEHEN SICH DIE KOORDINATEN?
Nicht metergenau, aber schwerpunktmäßig auf die Einstiegsstelle des Bade- oder Schwimmspots, also zumeist auch auf die Stelle, an der die meisten Schwimmfotos aufgenommen wurden. Über die Routing-Funktion kann dann zu diesem Punkt navigiert werden.
GOOGLE MAPS MACHT’S MÖGLICH
Natürlich gibt es auch andere hochspezialisierte Lösungen für die digitale Tourenplanung und das Routing. Im Allgemeinen reicht jedoch das gratis verfügbare Google Maps dafür vollkommen aus. Einfach am Computer oder Smart-Device die GPS-Koordinaten eingeben und sich gegebenenfalls über die Routing-Funktion dorthin führen lassen. Dabei auswählen, ob man sich aktuell mit Auto, öffentlichem Nahverkehr, Fahrrad oder zu Fuß bewegt.

KROATIEN & SLOWENIEN
EINE BETRACHTUNG ÜBER DAS SCHWIMMEN IN QUELLEN, HÖHLEN, WASSERFÄLLEN, MÜHLEN & BUCHTEN

QUELLEN
Seit jeher üben Quellen auf uns Menschen eine Faszination aus. In fast allen Kulturkreisen erfreu(t)en sich Quellgötter ganz besonderer Beliebtheit. Oftmals sind Quellen bevorzugter Aufenthalts- und Wirkungsort von Wassergeistern, Feen und Nymphen. Vielen Quellen werden Heilkräfte zugeschrieben, und selbst wenn diese oftmals nicht medizinisch belegt sind, Kraftorte sind Quellen allemal. In alpinen Regionen kommen Quellen zumeist als eher kleine Rinnsale daher, deren eigentlicher Ursprung gar nicht so genau auszumachen ist. Erst durch Zustrom werden sie im weiteren Lauf zu „ernst zu nehmenden“ Gewässern. In Slowenien und Kroatien gibt es, Karst sei Dank, aber noch ganz andere Phänomene: Quellseen, in denen eiskaltes, kristallklares Wasser von Anfang an mit großartiger Fülle zutage tritt. Dem alten Sprichwort folgend, „das Wasser ist am besten an der Quelle“, ist ein Bad in diesen „blauen Augen“ ein einzigartiges sinnliches Erlebnis, nach dem man sich absolut energetisiert, wenn nicht gar um Jahre verjüngt fühlt.

HÖHLEN
Ähnlich wie Quellen sind auch Höhlen häufig Schauplätze von allerlei Sagen und Mythen, zumal wenn sie, was in Karstgebieten recht oft vorkommt, Wasser führen oder gar Quellen in ihnen entspringen. Es ist allerdings nicht jedermanns Sache, unter Tage zu schwimmen, erst recht nicht, wenn man gewisse klaustrophobische Neigungen hat. Jedenfalls bedarf es einigen Aufwands sowie einer gewissen Vorbereitung und Ausrüstung, auch sollte man derartige Vorhaben klarerweise nie alleine umsetzen. Benötigt man künstliche Lichtquellen, immer auf ausreichend Reserven, also zumindest eine, besser zwei Backup-Lampen, achten. Bei ausgiebigeren Schwimmeinheiten ist eine Bootsbegleitung sinnvoll. Hervorragend dafür geeignet sind wegen ihres geringen Packgewichts bzw. -Volumens sogenannte Packrafts, die gern von erfahrenen Höhlentauchern genutzt werden.
Fürs Schwimmen unter Tage müssen es nicht immer natürliche Höhlen sein. In Slowenien gibt es etwa die Möglichkeit, in einem „abgesoffenen“ Bergwerk (01) zu schwimmen. In Kroatien können einige U-Boot-Bunker (84, 93) beschwommen werden. Gut (durch-)geführt kann einem diese Art des Schwimmens einen echten Kick geben!
MÜHLEN
Klappern gehört zum Handwerk: Mühlen waren die ersten und von der architektonischen Umsetzung her gelungensten „Wasserkraftwerke“, die menschlicher Erfindungsgeist hervorgebracht hat. Was dem Romantiker recht ist, ist dem Wildschwimmer billig, denn unsere Zunft profitiert an so manchem Fluss von der Bauweise der Wassermühlen. Bestes Beispiel dafür ist die Kolpa, deren schönste Schwimmstellen sich zu einem großen Teil an Mühlen befinden. Durch Steinschüttungen wurden hier schon recht früh sogenannte Stauwehre geschaffen, die dem Müller von anno dazumal die Nutzung einer konstanten Wassermenge ermöglichen. An manchen Mühlen bietet sich der ausgeleitete Mühlkanal zum Schwimmen an. Da dieser zumeist nicht allzu tief ist, sind auch Kinder hier gut aufgehoben.
WASSERFÄLLE
Manche Wasserfall-Tosbecken sind so klein, dass sie gerade für einen Dip reichen, in anderen kann man hingegen richtig schwimmen. Anregend ist so ein Wasserfallbad in jedem Fall. Je nach Wucht und Menge des herabfallenden Wassers kann man sich mehr oder weniger weit an oder unter den Strahl begeben und die Massage von oben und unten genießen. Ein gewisses Auge fürs Wasser, entsprechende Erfahrung oder noch besser einen Mentor sollte man für die ersten Versuche allerdings mitbringen. Leider ist seit Herbst 2020 eine der beliebtesten und spektakulärsten Badestellen an einem Wasserfall, Skradinski buk im kroatischen Nationalpark Krka, gesperrt. Auch an anderen populären Wasserfällen könnte dies früher oder später drohen, also bitte immer auch vor Ort informieren! Mitunter muss man eben auch einmal aufs Schwimmen verzichten, besuchenswert sind Wasserfälle jedenfalls immer …
STRÄNDE
Speziell in Kroatien gibt es eine Fülle sehr bekannter Strände. Aber es gibt in beiden Ländern noch „hidden beaches“, die nicht allzu bevölkert sind. Richtig voll sind dagegen zumeist die „convenience beaches“, also jene, die leicht zu erreichen und mit einer gewissen Infrastruktur ausgestattet sind. Gerade wenn man bereit ist, die Küsten abzuwandern oder per Boot abzufahren, kann man durchaus noch einsame Buchten und Strände für sich entdecken. Wie so oft kann bei diesen Entdeckungsreisen auch die Erkundung mittels Mountainbike ratsam sein. Dann sollte man allerdings daran denken, auch ein solides Fahrradschloss mitzuführen, da es speziell an Steilküsten oft nötig ist, sein Rad oberhalb der Klippen zurückzulassen. Auch Packrafts haben sich bei diesen „hybriden Unternehmungen“, also der Kombination aus Hike-, Bike- und Swim-Tour, bestens bewährt. Bei ruhiger See oder wenn die Strecke zum Schwimmen zu weit ist bzw. mehr Gepäck mitgeführt werden soll, ist damit sogar „Island-Hopping“ möglich.
Also, Sportsfreundinnen und Sportsfreunde, viel Vergnügen an den herrlichen Quellen, Höhlen, Wasserfällen, Mühlen und Buchten Kroatiens und Sloweniens!
Tauchen Sie ein!

ALLE SPOTS

Der Norden Sloweniens
01Mežica
02Učja
03Nadiža
04Wasserfall Globoški Potok
05Sušec-Wasserfälle
06Kozjak-Wasserfall
07Krampež-Wasserfall
08Kanal ob Soči
09Soča, Lepena
10Šunikov-Wasserpark
11Stausee Most na Soči
12Idricja im Oberlauf
13Bača pri Modreju
14Soča-Quelle
15Savica-Wasserfall
16Wocheiner See
17Wocheiner Save bei Polje
18Gremčica-Wasserfall
19Wocheiner Save Nomenj
20Bleder See
21Radovna
22Wocheiner Save bei Radovljica
23Dovžan-Schlucht
24Lomščica-Wasserfall
25Stegovnik-Wasserfall
26Kokra-Tal
27Ank-Wasserfälle
28Planšarsko-See
29Rinka-Wasserfall
30Repov-Wasserfälle
31Savinja
32Smartno-See
33Blaguš-See
Der Süden Sloweniens
34Mondbucht Strunjan
35Debeli Rtič
36Vipava
37Bela
38Planina-Höhle
39Unica
40Feentümpel Škocjan
41Zirknitzer See
42Ljubljanica
43Podpeško-See
44Krka in Žužemberk
45Bergwerksee Kočevje
46Krupa
47Kolpa Podzemlj
48Kolpa Otok
49Kolpa Griblje
50Kolpa Domačija Kuzma
51Kolpa Adlešiči
Istrien & der Norden Kroatiens
52Butori-Wasserfall
53Buzet-Wasserfallweg
54Kotli
55Wasserfall Zarečki Krov
56Gologorički-Wasserfall
57Sopot-Wasserfall
58Das blaue Auge am Raša
59Sentonina staza
60Saccorgiarna-Bucht
61Kap Kamenjak
62Havišće-Strand
63Lepenica-See
64Zeleni Vir
65Stadtstrand Korana
66Brisalo-Wasserfall
67Jarun-See
68Bundek-See
Die Mitte Kroatiens
69Javna-Strand
70Mrežnica
71Korana, Rastoke
72Slunjčica
73Halbinsel Lopar
74Lukovo
75Pudarica
76Zavratnica
77Tovarnele
78Olib
79Gospa od Zečeva
80Paklenica-Schlucht
81Berberov Buk
82Einstiegsstelle Zrmanja
83Krupa
84Dugi Otok
85Karišnica
86Vrana-See
87Krčić-Wasserfall
88Krčić-Tal
89Cetina-Quelle
90Peruća-See
91Torak-See
92Čikola-Quelle
Der Süden Kroatiens
93U-Boot-Bunker Šibenik
94Veliko jezero, Šibenik
95Grab
96Ruda
97Drachenaugensee
98Stružica
99Blato an der Cetina
100Dva Oka
101Nugal-Strand
102Blauer See
103Baćina-Seen
104Das blaue Auge von Desne
105Duba-Bucht
106Pijavičino-Bucht
107Vučine-Bucht
108Veliko jezero, Mljet
109Sutmholjska-Strand
110Odysseus-Grotte
111Mala Saplunara
112Brana
113Šunj
114Insel Koločep
115Zaton
116Ombla
117Dubrovniks Strände an der Stadtmauer
118Lokrum
119Kupari-Bucht
120Pasjača-Strand
SPOTS NACH GEWÄSSERTYP
AN BÄCHEN & FLÜSSEN
SLOWENIEN
02Učja
03Nadiža
04Wasserfall Globoški Potok
05Sušec-Wasserfälle
06Kozjak-Wasserfall
07Krampež-Wasserfall
08Kanal ob Soči
09Soča, Lepena
10Šunikov-Wasserpark
12Idrijca im Oberlauf
13Bača pri Modreju
15Savica-Wasserfall
17Wocheiner Save bei Polje
18Gremčica-Wasserfall
19Wocheiner Save Nomenj
21Radovna
22Wocheiner Save bei Radovljica
23Dovžan-Schlucht
24Lomščica-Wasserfall
25Stegovnik-Wasserfall
26Kokra
27Ank-Wasserfälle
29Rinka-Wasserfall
30Repov-Wasserfälle
31Savinja
36Vipava
37Bela
39Unica
42Ljubljanica
44Krka in Žužemberk
47Kolpa Podzemlj
48Kolpa Otok
49Kolpa Griblje
50Kolpa Domačija Kuzma
51Kolpa Adlešiči
KROATIEN
52Butori-Wasserfall
53Buzet-Wasserfallweg
54Kotli
55Wasserfall Zarečki Krov
56Gologorički-Wasserfall
57Sopot-Wasserfall
59Setonina Staza
65Stadtstrand Korana
66Brisalo-Wasserfall
70Mrežnica
71Korana, Rastoke
72Slunjčica
80Paklenica-Schlucht
81Berberov Buk
82Einstiegsstelle Zrmanja
83Krupa
85Karišnica
87Krčić-Wasserfall
88Krčić-Tal
95Grab
96Ruda
98Stružica
99Blato an der Cetina
116Ombla

AM MEER
SLOWENIEN
34Mondbucht Strunjan
35Debeli Rtič
KROATIEN
60Saccorgiarna-Bucht
61Kap Kamenjak
62Havišće-Strand
69Javna-Strand
73Halbinsel Lopar
74Lukovo
75Pudarica
76Zavratnica
77Tovarnele
78Olib
79Gospa od Zečeva
84Dugi Otok
101Nugal-Strand
105Duba-Bucht
106Pijavičino-Bucht
107Vučine-Bucht
109Sutmholjska-Strand
110Odysseus-Grotte
111Mala Suplanara
113Šunj
114Insel Koločep
115Zaton
117Dubrovniks Strände an der Stadtmauer
118Lokrum
119Kupari-Bucht
120Pasjača-Strand

AN SEEN & STAUSEEN
SLOWENIEN
11Stausee Most na Soči
16Wocheiner See
20Bleder See
26aSchwarzsee
28Planšarsko-See
32Smartno-See
33Blaguš-See
40Feentümpel Škocjan
41Zirknitzer See
43Podpeško-See
45Bergwerksee Kočevje
KROATIEN
63Lepenica-See
67Jarun-See
68Bundek-See
86Vrana-See
90Peruća-See
91Torak-See
92Čikola-Quelle
94Veliko Jezero, Šibenik
97Drachenaugensee
100Dva Oka
102Blauer See
103Baćina-Seen
104Das blaue Auge von Desne
108Veliko jezero, Mljet
112Brana

AN QUELLEN
SLOWENIEN
14Soča-Quelle
46Krupa
KROATIEN
58Das blaue Auge am Raša
64Zeleni Vir
89Cetina-Quelle
91Torak-See
92Čikola-Quelle
100Dva Oka
104Das blaue Auge von Desne

UNTER TAGE
SLOWENIEN
01Mežica
38Planina-Höhle
KROATIEN
64Zeleni Vir
93U-Boot-Bunker Šibenik
114Koločep-Grotten

GIVE ME FIVE
DIE 5 FAMILIENFREUNDLICHSTEN SPOTS
SLOWENIEN
07Krampež-Wasserfall
28Planšarsko-See
KROATIEN
56Gologorički-Wasserfalll
75Pudarica
99Blato an der Cetina
DIE 5 AUSSERGEWÖHNLICHSTEN SPOTS
SLOWENIEN
37Bela
38Planina-Höhle
KROATIEN
93U-Boot-Bunker Šibenik
97Drachenaugensee
102Blauer See
DIE 5 ENTLEGENSTEN SPOTS
SLOWENIEN
04Wasserfall Globoški Potok
34Mondbucht Strunjan
KROATIEN
91Torak-See
110Odysseus-Grotte
120Pasjača-Strand
DIE 5 FOTOGENSTEN SPOTS
SLOWENIEN
03Nadiža
09Soča, Lepena
KROATIEN
57Sopot-Wasserfall
81Berberov Buk
89Cetina-Quelle
DIE 5 URBANSTEN SPOTS
SLOWENIEN
20Bleder See
44Krka in Žužemberk
KROATIEN
65Stadtstrand Korana
67Jarun-See
117Dubrovniks Strände an der Stadtmauer

WENN WIR UNS JETZT AUFLÖSEN, SIND WIR MEHR, ALS WIR JEMALS WAREN.
(„Die Toten Hosen“)

SLOWENIEN
LIEBESERKLÄRUNG AN EIN KLEINES, GROSSARTIGES LAND
I FEEL SLOVENIA lautet der absolut passende Slogan der slowenischen Tourismuswerbung. Eine Aussage, der wohl auch jeder ambitionierte Outdoor-Schwimmer zustimmen wird. Die Vielfalt der Landschaftsformen und Gewässer, die geringe Bevölkerungsdichte und der große Waldreichtum lassen das Herz jedes Naturliebhabers höher schlagen. Slowenien ist sich der natürlichen Perlen, die das Land im touristischen Wettbewerb zu bieten hat, durchaus bewusst und versucht, diese bestmöglich zu schützen. Dies zeigt sich auch darin, dass dieses wohlhabendste Land des ehemaligen Vielvölkerstaats Jugoslawien an die 36 Prozent seiner Staatsfläche als schützenswertes Natura-2000-Gebiet ausgewiesen hat. Deutschland und Österreich bringen es hingegen im Vergleich auf einen nur etwa 15-prozentigen Anteil.
20.000 km2 Staatsfläche klingen vielleicht gar nicht viel für ein Urlaubsland. Aber gerade dieser Umstand und die damit einhergehenden relativ geringen Entfernungen zwischen den einzelnen Spots machen es nicht nur für Wildschwimmer zu einem ganz großartigen Erlebnis.

DER NORDEN
SLOWENIENS
Hierunter fallen alle Spots nördlich der Hauptstadt Ljubljana, sie werden von Westen nach Osten und von Norden nach Süden beschrieben.
Während im Nordwesten die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen verlaufen, ist der Nordosten von hügeligen Mittelgebirgen, die in die Pannonische Tiefebene übergehen, geprägt. Die unterschiedlichen Landschaftsformen werden selbstverständlich auch von unterschiedlichen Gewässertypen durchzogen. Im Nordwesten sind das viele Wasserfälle, Gebirgsbäche und Bergseen, während im Nordosten eher breitere Ströme sowie Steppen- und Waldseen vorherrschen und der Karst im Zentralbereich wieder ganz eigene Phänomene hervorbringt. Vorweg schon einmal so viel: reizvoll sind sie alle miteinander …

Der Norden Sloweniens
01Mežica
02Učja
03Nadiža
04Wasserfall Globoški Potok
05Sušec-Wasserfälle
06Kozjak-Wasserfall
07Krampež-Wasserfall
08Kanal ob Soči
09Soča, Lepena
10Šunikov-Wasserpark
11Stausee Most na Soči
12Idricja im Oberlauf
13Bača pri Modreju
14Soča-Quelle
15Savica-Wasserfall
16Wocheiner See
17Wocheiner Save bei Polje
18Gremčica-Wasserfall
19Wocheiner Save Nomenj
20Bleder See
21Radovna
22Wocheiner Save bei Radovljica
23Dovžan-Schlucht
24Lomščica-Wasserfall
25Stegovnik-Wasserfall
26Kokra-Tal
27Ank-Wasserfälle
28Planšarsko-See
29Rinka-Wasserfall
30Repov-Wasserfälle
31Savinja
32Smartno-See
33Blaguš-See


| 01 | STOLLENSCHWIMMEN –Mežica |
| SLOWENIEN NORDEN |
Das Bergmassiv der Petzen liegt in den Karawanken an der österreichisch-slowenischen Grenze und ist seit jeher für seine Erzvorkommen bekannt. Auf slowenischer Seite wurden von Mežica aus in über drei Jahrhunderten 19 Millionen Tonnen an Blei- und Zinkerz abgebaut und beinahe 1000 km an Stollen gegraben. Seitdem vor mehr als 20 Jahren wegen Unrentabilität die Bergwerkstätigkeit und damit auch der Betrieb der wasserableitenden Pumpen eingestellt wurde, stehen weite Stollenabschnitte unter Wasser und können mit dem Kajak befahren werden.
Im Rahmen von vom Autor organisierten und geführten Touren ist es seit Kurzem auch möglich, gewisse Abschnitte zu beschwimmen.
Dazu geht es zuvor in einer viertelstündigen Fahrt mit dem Knappenzug in den Berg. In einer als Umkleideraum fungierenden Kaverne kann man sich umziehen und bei Bedarf auch einen wärmenden Neoprenanzug überziehen. Während hartgesottene Wildschwimmer darauf verzichten werden, kann das für alle anderen schon eine Option sein, da das kristallklare Wasser nur eine Temperatur von ca. 8°C aufweist. Zur Sicherheit wird mit Schwimmboje, mit Licht und in Bootsbegleitung geschwommen. Anschließend kann man sich noch bei einer Bergwerksjause unter Tage stärken, bevor es nach einem kurzen, recht interessanten Stollenaufstieg wieder ans Tageslicht geht.
So kommt man hin: Entweder auf slowenischer Seite entlang des Meža-Tales über Prevalje oder Črna oder von Österreich über Bleiburg.
GPS: 46.51242, 14.85735


| 02 | GRENZNAH PLANTSCHEN –Učja |
| SLOWENIEN NORDEN |
In den westlichen Julischen Alpen am Monte Musi entspringt die Učja in einem Gebiet, das als niederschlagreichstes Gebiet Italiens gilt, weshalb der Wildbach zumeist auch noch im Sommer eine gute Wasserführung aufweist. Auf ihrem Weg Richtung Osten überquert sie nach 8 km in der Nähe des Ortes Uccea die Grenze nach Slowenien.
Im Oberlauf befindet sich am linken Ufer ein kleines Almgebiet. Die Učja weist hier noch kein allzu starkes Gefälle auf und ist von der Straße relativ leicht erreichbar. Bald danach fließt sie durch eine enge, unzugängliche Schlucht und mündet beim Ort Žaga in die Soča. Von diesem Talort aus gelangt man auf einer spektakulären und aussichtsreichen Gebirgsstraße über den Sedlo Učja zu den schönen Gumpen, die im Gegensatz zu den im Unterlauf befindlichen offen und sonnig sind.
So kommt man hin: Aus dem Soča-Tal kommend bei Žaga Richtung Italien abbiegen und bis zur letzten Straßenbrücke vor der verlassenen Grenzstation den Pass hochfahren. Die schönste Badestelle befindet sich etwa 200 m unterhalb der Brücke.
GPS: 46.30589, 13.4188


| 03 | ROMANTIK PUR –Nadiža |
| SLOWENIEN NORDEN |
Die Bela (weiße) Nadiža ist einer der zwei Quellflüsse, dieses in Italien Natisone genannten Grenzflusses. Nahe des kleinen Ortes Breginj wird der glasklare, aber im Gegensatz zur Soča weit wärmere Gebirgsbach von der sogenannten Napoleonbrücke überspannt. Maurermeister aus dem in Julisch Venetien gelegenen Ort Cembola sollen die Brücke um das Jahr 1812 errichtet haben. Weil zu dieser Zeit die Eroberungszüge des französischen Kaisers stattfanden, trägt die Brücke, wie viele ähnlich gebaute Brücken der Region, dessen Namen.
Von Mitte Juni bis Ende August ist an dieser äußerst romantischen und entsprechend beliebten Badestelle der Nadiža (wie an den anderen Nadiža-Badestellen auch) eine Parkgebühr zu entrichten. Von Kobarid aus kann man aber für eine stressfreie An- und Abreise gegen eine geringe Gebühr den empfehlenswerten Hopon-Hop-off-Bus benützen. Dieser hält auch an der für Familien mit Kleinkindern geeigneteren Nadiža-Badestelle bei Robič.
So kommt man hin: Von Kobarid über die 102 Richtung Italien bis zum Kreisverkehr bei Staro Selo, hier die zweite Straße rechts abbiegen, über Podbela Richtung Logje bis zum kleinen Parkplatz vor der Brücke.
GPS: 46.229, 13.43898


| 04 | KLEINER POOL, GROSSES KINO –Wasserfall Globoški Potok |
| SLOWENIEN NORDEN |
Schon seit Jahrhunderten verwendeten die Einheimischen quer über den Učja-Canyon gespannte Seile, um das Heu von den unzugänglichen Weiden der Hochalmen ins Tal zu bringen. Heute überspannen sechs 250 bis 400 m lange Stahlseile die Schlucht und ermöglichen über die längste Zipline Europas unvergessliche Talfahrten. Theoretisch könnte man sich auch dieses Hilfsmittels bedienen, um den Weg zu den beeindruckenden Globoški-Potok-Wasserfällen abzukürzen. Zumeist wird man aber wohl den Wanderweg wählen, der vom Dorf Žaga heraufführt. Ab dem Gasthaus der Wegweisung folgend, erreicht man nach etwa 20 Min. eine große Almwiese mit drei steinernen Hütten und einem Brunnen. An einem der Ankunftspunkte der Zipline vorbei führt der Weg jetzt leicht abfallend zum einladenden, wenn auch relativ kleinen Tosbecken des untersten Globoški-Potok-Wasserfalls. Wählt man für den Rückweg den schwierigeren Weg durch den unteren Schluchtteil, kann man zusätzlich noch den einen oder anderen Gumpen der Učja nutzen.
So kommt man hin: Im Soča-Tal aus Richtung Kobarid kommend die Brücke der Učja überqueren und gleich dahinter beim Gasthaus Pri Mostu abbiegen und parken. Aus Richtung Boveč kommend vor der Brücke links entlang der Straße oder ebenfalls beim Gasthaus parken.
GPS: 46.31124, 13.46182


| 05 | IDEAL FÜR EINEN QUICK-DIP ODER FÜRS CANYONING –Sušec-Wasserfälle |
| SLOWENIEN NORDEN |
Viel unkomplizierter kann Wasserfallbaden gar nicht sein. Das Tosbecken des untersten Sušec-Wasserfalls ist ein echter „Convenience-Spot“ und deshalb während der Hauptsaison entsprechend frequentiert. Dafür sind aber weniger die Wildschwimmer verantwortlich als die von lokalen Sportagenturen geführten Canyoning-Gruppen. Denn der Sušec-Bach hat in die nördlichen Abhänge des Stol-Gebirges eine schöne Miniaturschlucht mit zahlreichen Gumpen, Wasserfällen, Rutschrinnen und Abseilstellen geschnitzt.
Für einen mühelosen Quick-Dip im untersten Pool reichen hier ausnahmsweise sogar Badeschlappen, da man ohne nennenswerte Erschwernisse oder Steigungen ans Wasser kommt. Nach dem Dip kann man dann meistens noch den Canyoning-Gruppen bei ihren letzten Abseilaktionen, Sprüngen oder Rutschen zusehen.
So kommt man hin: Von der Hauptstraße Bovec–Kobarid zweigt nahe des Dorfs Žaga gegenüber der Kajak-Einsatzstelle Srpenica I eine ca. 300 m lange Schotterstraße zum Parkplatz ab.
GPS: 46.2953, 13.48922

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