Kitabı oku: «Radel dich satt Hamburg & Umgebung»

Der Hamburger Michel
Herbert Rönneburg
Radel dich satt
HAMBURG
& UMGEBUNG
25 leichte Radtouren zu
originellen Restaurants und Ausflugslokalen
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Vorwort
IM INNEREN
1Durch Parks an die Elbe
24 km
Schlemmen auf der Elbe
2Kleine Hafenrundfahrt
18 km
Hafenromantik im Sonnenuntergang auf Brücke
3Auf Parkwegen durch die Stadt
23 km
Eine Überraschungstour
4Urbanes Hamburg
11 km
Eine Stadtteiletour abseits der Touristenpfade
5Sightseeing mit Sundowner
10 km
Eine Tour zu einigen Sehenswürdigkeiten
6Feierabendtour
8/12 km
Zu einem gemütlichen Biergarten
7Von der Dove Elbe zum Hafen
24 km
Zur kultigen Fischgaststätte
8Fernweh inklusive
24 km
Auf grünen Wegen zum Café Himmelsschreiber
IM SÜDEN
9Wo Hamburg Berge hat
18 km
Zum Freilichtmuseum Kiekeberg
10In die Heide
43 km
Schlemmen im Lieblingsplatz und im Schafstall
IM WESTEN
11Zu Wasser und zu Land
38/46 km
Eine Picknicktour
12In Marsch und Geest
38 km
Vom Norden das Beste
13Durch Wald und Moor
26 km
Grüne Wege zur Kultur
IM OSTEN
14Zum Lütjensee
33 km
Schlemmen in der Fischerklause
15Durch Wald und Flur
23 km
Schlemmen in einem stylischen Reetdachhaus
16Eine Landpartie
39 km
Wochenendausflug auf Bahntrassenwegen
17Im wilden Billetal
15 km
Auf neuen, grünen Wegen von Bergedorf nach Aumühle
18Ins Ländliche
42 km
Schlemmen in einem großen Landgasthof
19Vom Öjendorfer Park zur Glinder Au
20 km
Edel speisen in Glinde
20Auf verschlungenen Wegen zum
17 km
Café im Biohofladen
21Wo die Segelflieger starten
26 km
In ein einzigartiges Naturschutzgebiet
IM NORDEN
22An Bächen nach Langenhorn
28 km
Schlemmen in mediterranem Garten
23In den Knicks
27 km
Zu einem ehemaligen Gut mit Wassermühle
24Naturromantik im Norden
32 km
Schlemmen in einem alten Schulgebäude
25Wo die Hirsche röhren
18 km
Eine Tour de Natur vom Feinsten
Bruckmanns Tourenfinder
Nachschlag
Register
Impressum/Bildnachweis

Der Kibbelsteg über dasBrooksfleet (TOUR 5).

Terrasse der Aalkate auf dem Pinnaudeich (TOUR 12)

Schloss Reinbek mit seinem Terrassencafé (TOUR 17)

Am Nienwohlder Moor (TOUR 24)
PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK
| leicht |
| mittel |
| schwer |
| Dauer |
| Streckenlänge |
ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN
| Wandertour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Vorwort
Hamburg ist eine Großstadt! Wer einmal mit dem Auto die scheinbar unendlich langen Ausfallstraßen Hamburgs bis zum Stadtrand gefahren ist, kann sich vielleicht nicht vorstellen, dass man vom inneren Stadtbereich sehr schnell auf verkehrsfreien Wegen und naturnah dem Großstadtgetümmel entfliehen kann.
Hamburg hat ein Netz von grünen Adern So nenne ich die lauschigen, naturnahen Wege abseits des motorisierten Verkehrs, die meist an Flüsschen und Bächen entlanglaufen und die es einem erlauben, mitten in der Stadt der Stadt zu entfliehen. Auf solchen Wegen kann man ohne große Vorplanung einen schönen Radferientag einlegen. Diese grünen Schleichwege miteinander zu verbinden, habe ich mir zur Pfadfinderaufgabe gemacht.
Radel dich satt Manche sagen, das schönste an einer Radtour sei die Einkehr. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber unbestritten steigert eine schöne Pause mit Einkehr den Genuss einer Radtour und kann sie unvergesslich machen. Die meisten Radtouren in diesem Band sind nicht so lang, sodass viel Zeit für die Einkehr bleibt. Wenn es irgendwie ging, habe ich den Teil nach der Einkehr kürzer angesetzt. Zusätzlich haben viele Touren auch noch eine Verkürzungsmöglichkeit.
Restaurantauswahl Natürlich gibt es eine unübersehbare Anzahl an Restaurants in Hamburg. Die vorgestellten in diesem Radführer sind meine ganz persönliche Auswahl. Sie mussten gut in die Tour passen, sich in vertretbarer Entfernung befinden und auch schöne Außenplätze bieten. So ist ein Kaleidoskop verschiedener Lokalitäten entstanden: vom klassischen Ausflugslokal im Grünen sowohl hin zu Restaurants der gehobenen Klasse als auch zu einfachen, originellen Imbissen. Lassen Sie sich überraschen!
Alle Touren sind an den Nahverkehr angebunden Im Gegensatz zum weitverbreiteten Nahverkehrs-Bashing bin ich vom Hamburger Verkehrsverbund begeistert. Der vollständige Ausbau aller Stationen mit Liften wird vorangetrieben. Die Regionalbahnen haben meistens Wagen mit Zugängen auf Bahnsteigkantenniveau. In den U-/S-/A-Bahnen ist die Mitnahme von Fahrrädern kostenlos und werktags außerhalb der Hauptverkehrszeiten erlaubt (Sperrzeiten 6–9 Uhr bzw. 16–18 Uhr; Sa und So ganztägig, in den Hamburger Schulsommerferien auch werktags frei). In den Regionalbahnen ist die Mitnahme ganztägig erlaubt, braucht aber ein extra Fahrrad-Tagesticket. Auf den Hafenfähren ist die Mitnahme kostenfrei und ganztägig erlaubt. Zu bedenken ist, dass an schönen Sonn- und Feiertagen die Schiffe meist recht voll sind – auch mit Fahrrädern.

Am Elbedeich bei Haseldorf
Fahrrad ausleihen Das öffentliche Ausleihsystem »Stadtrad« in Hamburg ist ein sichtbarer Erfolg. Im Februar 2019 ist die zweite Generation an Rädern an den Start gegangen. Hamburger, die mit Gästen von außerhalb zusammen eine Radtour planen, können sich registrieren und dann unkompliziert per App an allen Ausleihstationen ein oder zwei Fahrräder greifen: und schon steht der gemeinsamen Erkundung Hamburgs per Rad nichts mehr im Wege. Besucher ohne Freunde in Hamburg können ohne Registrierung ein 24- oder 72-Stunden-Ticket erwerben. Informationen und Buchung unter: https://stadtrad.hamburg.de/de/tarife
Orientieren Am bequemsten haben es natürlich diejenigen Nutzer dieses Radführers, die die Tracks der Touren auf ein Navigationsgerät laden können (gps.bruckmann.de). Das könnte ein Navigationsgerät sein, das GPX-Dateien laden und lesen kann oder ein Mobiltelefon mit einer Karten-App, auf die man ebenfalls als Overlay die Trackdateien laden kann. Gut wäre es, wenn eine Karte von Hamburg dann schon offline auf dem Mobiltelefon abgespeichert ist: So schont man das Gebührenkonto und auch die Akkuleistung.
Wer diese elektronische Möglichkeit nicht hat, sollte unbedingt mithilfe der Tourenbeschreibung den Weg zum Beispiel auf dem Hamburger Radatlas vorab markieren: So kommt man gut durch die kleinteilige Wegführung der Schleichwege in einer Großstadt: Bikeline Radatlas Hamburg 1:20 000, Bikeline Radkarte Hamburg und Umgebung 1: 75 000.
Im Inneren

Relaxen im Wohlers Park TOUR 4

an der Ericusspitze, TOUR 2

das Wasserschloss in der Speicherstadt, TOUR 2

das Theaterschiff auf dem Isebekkanal, TOUR 3
1 Durch Parks an die Elbe
Schlemmen auf der Elbe
Auf einer herrlichen Tour durch Kleingärten und Parks kommen wir zur Elbe und schlemmen auf einem Ponton mit einem Weitblick auf den großen Strom. Auf dem Prachtboulevard der Hamburger geht es dann zu den Landungsbrücken.

Tourencharakter
Leichte Tour auf festen Wegen mit einer 1 km langen Schiebestrecke an der Elbe
Ausgangspunkt
U-Bahn Hoheluftbrücke
GPS-Daten
53.578135, 9.976212
Endpunkt
U- und S-Bahn Landungsbrücken, Lifte vorhanden
Anfahrt
Mit der U 3 zur Station Hoheluftbrücke, Lift vorhanden
Abkürzung nach der Einkehr
Zurück zur S-Bahn Klein Flottbek (1,7 km)

Durch Kleingärten und Parks An der U-Bahn Hoheluftbrücke wenden wir uns nach Verlassen des Fahrstuhls nach links und fahren an der Fahrradstation links, parallel zum Isebekkanal. Nach Querung der Mansteinstraße führt rechts eine Fahrradbrücke zur Goebenstraße. Wir befinden uns auf der Ham- burger Veloroute 3, der wir über den Ring 2 hinüber durch die Unnastraße, den Eidelstedter Weg und die Stresemannallee folgen. Die jetzt verschlungene Wegführung macht eine kleinteilige Beschreibung notwendig. Hinter der kleinen Straße Herlingsburg biegen wir links ein in das Grün der Kleingartenwege. Der Weg führt uns zu einem Rechtsknick, wo wir aber an einem Drängelgitter wieder aus der Anlage herausfahren und dann zwischen den Häusern nach 150 Metern einen Plattenweg nach rechts entdecken. Dem folgen wir mit seinem Linksknick, überqueren den Lenzweg, um gegenüber parallel zur U-Bahn wieder in ein Kleingartengelände einzutauchen. Der erste Weg nach links bringt uns zur Hagenbeckstraße, wo gegenüber etwas nach rechts versetzt das nächste Kleingartengelände auf uns wartet. Am Vereinshäuschen vorbei fahren wir später an einer Einmündung nach rechts in die Högenstraße. Hinterm Spannskamp wird daraus ein Weg, der bald eine kleine Rechts-links-Verschwenkung macht. An seinem Ende landen wir an einem Drängelgitter am Platz vor der Feuerwache Basselweg. Gegenüber durchfahren wir die Jugendstraße und überqueren an der Fußgängerampel die tosende Kielerstraße. Direkt gegenüber führt uns ein Weg in die Johann-Wenth-Straße. An deren Ende geht es zwischen zwei Friedhofsteilen nach links, um in der folgenden Kehre des Eschenholt rechts zur Randstraße vorzufahren, wo wir rechts einbiegen. Kurz danach erreichen wir den Vorplatz der S-Bahnstation Stellingen, wo dieser Abschnitt auf Straßen ein Ende hat.

Der Elbhöhenweg auf dem Altonaer Balkon
Auf dem Grünen Ring Ab hier könnten wir bis Teufelsbrück statt dieser Beschreibung auch einfach den grünen Banderolen der Markierungen des Grünen Rings folgen. Unter den Gleisen und der Autobahn führt ein breiter, motorverkehrsfreier Weg später über zwei Brücken zum Volkspark mit seinem Stadion. Hinter den Brücken – an der Einmündung in einen Querweg – biegen wir nach rechts, queren wiederum auf einer Brücke und folgen dem Weg bis zum Zusammentreffen dreier Straßen. Gegenüber nach rechts nehmen wir nun den rechten von zwei Wegen durch bewaldetes Gebiet, biegen an einer Wegeinmündung wieder rechts auf einen Halbrundweg ein, der uns zum Abzweig nach rechts zum Dahliengarten bringt, wo auch etwas zugewachsen ein Radwegweiser steht. An der Stadionstraße fahren wir nach links bis zur Einmündung vor, überqueren an der Fußgängerampel die große Verkehrsachse und setzen geradeaus gegenüber auf dem Weg an den Wohnheimen vorbei fort. Im Blomkamp geht nach 50 Metern links ein Weg hoch in ein wildes Gebiet, wo unter der Erde der Ringbeschleuniger der Forschungsstätte Desy liegt. Oben halten wir uns rechts und fahren immer geradeaus, bis der Weg zwischen Etagenhäusern und Friedhof nach links abknickt und uns zur Osdorfer Landstraße führt. An der Ampel überqueren wir die belebte Verkehrsachse und setzen drüben nach rechts durch einen kleinen Park fort. Die Radwegweisung führt uns nach links und wieder nach rechts zur Heinrich-Plett-Straße. Gegenüber an Kleingärten entlang schwenken wir später an einer Wegeinmündung nach links. Versteckt eingebettet sehen wir bald rechts den idyllischen Ziegeleiteich, ein möglicher Platz für eine Pause.

Blühende Gärten in Övelgönne
Ja, wo laufen sie denn? Der Weg aber führt uns weiter geradeaus über den Hemmingstedter Weg am Rand des Botanischen Gartens entlang. Rechts liegt die Poloarena, wo man an manchen Tagen auch ein Spiel beobachten kann. Am Ende in der Kehre der Straße Am Heesen biegen wir rechts ein und sehen die Gleise der S-Bahn wie einen Sperrriegel vor uns liegen. Etwas links versetzt führt eine Rampe unter den Gleisen hindurch. Auf der anderen Seite führt uns unsere Tour – etwas nach links versetzt – nach rechts in den nächsten Park. Links von uns liegt die Springderby-Arena. An der nächsten Wegeeinmündung biegen wir nach rechts und wieder links ab, folgen dem Weg, überqueren die Straße Quellental und nehmen den linken der gegenüberliegenden Parkwege. In rasanter Fahrt führt dieser Weg durch den Park, halblinks dann an Villen vorbei und bringt uns schlussendlich nach Teufelsbrück und zu unserem Schlemmerziel Café-Restaurant Engel auf dem Anleger.

Kapitänshäuser an der Schiebestrecke in Övelgönne
Prächtige Ausblicke Nach der Einkehr fahren wir auf dem Elberadweg nach rechts Richtung Stadtmitte immer an der Uferkante entlang. Dieser Weg ist am Wochenende sehr frequentiert. Er ist so schön, dass ich immer wieder begeistert bin. Wir kommen bald zur kontrovers diskutierten Schiebestrecke in Övelgönne (1 km). Es ist wunderbar, hier den Blick zwischen den alten Häusern und den Gärten schweifen zu lassen. Im Frühling genießt man die Blütenpracht.
Alte Schiffe Am Ende der Schiebestrecke beim Museumshafen wird es touristisch: Ein Restaurant reiht sich an das nächste. Die alten Schiffe im Hafen sind einen Blick wert. Für weiter- hin schöne Ausblicke von einer hohen Warte fahren wir gleich den Elbhang hoch. Dazu folgen wir der hier beginnenden Straße 250 Meter bis zu der leichten Verschwenkung und folgen dort nach links einem schmalen Weg zwischen den Häusern. Keine Angst: Kurz vor der Treppe geht etwas versteckt nach rechts eine Rampe hoch in den Elbpark.
TIPP
Wer es etwas rustikaler mag, der findet auf dem Ponton Teufelsbrück auch einen Imbiss.
Höhepunkte Dieser Parcours ist jetzt ein weiterer Höhepunkt: Oben auf halber Höhe angelangt, folgen wir nach rechts dem Schopenhauerweg immer geradeaus. Nie müssen wir eine Treppe nehmen. Es geht am Ende etwas aufwärts zur Sackgasse Rainvilleterrasse, wo aber gleich nach wenigen Metern rechts der Weg weitergeht und uns auf einer Brücke über die Straßenschlucht der Kaistraße führt.
Auf dem Altonaer Balkon Jetzt landen wir auf dem Altonaer Balkon mit einer wunderbaren Aussicht auf den Strom und die Hafenanlagen. Wir folgen weiter dem gewundenen, asphaltierten oberen Weg, bis uns eine Treppe zwingt, nach links abzuknicken und nach rechts in die Straße Palmaille einzubiegen. Aber gleich nach 50 Metern rechts bringt uns die Sägemühlenstraße wieder zum Weg zurück, auf dem wir nach links stetig abwärts unseren Höhenweg an der Carsten-Rehder-Straße beenden. Wir fahren nach links zur Freifläche des Fischmarkts hoch. Am unteren Ende der Marktfläche überqueren wir an einer Ampel die Große Elbstraße, wo wir dann auf dem Radweg auf der Flutschutzmauer bis zu den Landungsbrücken radeln können.

Der Findling »Alter Schwede« am Elbstrand
Das Restaurant – Café Engel
liegt in Teufelsbrück auf dem Anleger – also einem Ponton – und ist quasi ein schwimmendes Haus. Wenn gerade ein Schiff anlegt und Wellen aufwühlt, kann der Boden schon einmal leicht schwanken. Die Lage ist einfach einmalig: der Blick durch den lichtdurchfluteten Raum auf den großen Strom und die dicken Pötte, die vorbeigleiten. Überwältigend, wenn man dort abends sitzt und im Westen über dem Strom die Sonne untergeht. Und die Küche kann sich sehen lassen: Es ist Tarik Rose, der für sie verantwortlich ist. Das ist eher gehobene Kulinarik – nicht gerade billig, aber den Preis allemal wert. 2020 war die Tageskarte etwas schmal besetzt. Aber Tarik Rose will die Entwicklung in der Coronakrise abwarten und dann eventuell später das wunderbare Mittagsmenü wieder mit hereinnehmen – ein kleines Dreigänge-Menü inklusive Wasser und Kaffee. Das umfangreichere Abendangebot wird zurzeit ab 17 Uhr serviert.
www.restaurant-engel.de · tägl.13–22 Uhr




2 Kleine Hafenrundfahrt
Hafenromantik im Sonnenuntergang auf Brücke 10
Für diese kleine Tour durch die Hafencity und den ehemaligen Freihafen empfiehlt sich ein warmer, sommerlicher Abend, der auf Brücke 10 bei Sonnenuntergang mit einem knusprigen Fischbrötchen und einem erfrischenden Getränk ausklingt.

Tourencharakter
Leichte Tour auf festen Wegen, teilweise durch Hafenindustriegebiet
Ausgangspunkt
Hamburg Hauptbahnhof
GPS-Daten
53.553538, 10.007140
Endpunkt
U- und S-Bahn Landungsbrücken, Lifte vorhanden
Anfahrt
Anfahrt mit allen Schnellbahnen zum Hauptbahnhof, Lift vorhanden
Abkürzung nach der Einkehr
Keine

In die historische Speicherstadt Wir starten unsere Hafentour am Hauptbahnhof, vorzugsweise zwei bis drei Stunden vor Sonnenuntergang. Wir fahren am Ausgang Glockengießerwall nach links hinunter und landen an der gigantischen Kreuzung mit den Deichtorhallen und fahren halbrechts über die Oberbaumbrücke, überqueren hier die Straße und umrunden einmal die Ericusspitze mit schönen Ausblicken auf den Oberhafen und die Oberhafenbrücke. Nach der Umrundung fahren wir gegenüber über die Poggenmühlenbrücke in die historische Speicherstadt, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Schon auf der Brücke haben wir ein traumhaftes Postkartenmotiv: Das Wandrahmfleet teilt sich in zwei Arme und zeigt an seiner Teilung das Restaurant Wasserschloss mit seiner Terrasse.
Wir nehmen jetzt kurz das Kopfsteinpflaster in Kauf, biegen hinter der Brücke links in den Alten Wandrahm und an der nächsten Möglichkeit wieder links auf die Wandrahmsfleetbrücke. Hier müssen wir einfach die Kamera herausholen! Jetzt haben wir das Wasserschloss von vorn. Für die Weiterfahrt biegen wir dann nach rechts auf Holländischer Brook ein und an der nächsten Möglichkeit rechts über die Kornhausbrücke und aus der Speicherstadt heraus. Von der anderen Seite des Zollkanals können wir jetzt die Bauten der Speicherstadt bewundern, ohne uns von dem Kopfsteinpflaster weiter durchschütteln zu lassen. Nach links fahren wir immer an der Wasserseite auf einem erhöhten Radweg bis zur Niederbaumbrücke an der U-Bahnstation Baumwall. Im vorderen Teil des Kanals ist der Hafen für die Binnenschiffe. Vorher, beim Überqueren des Nicolaifleets, können wir von der Brücke und in der Deichstraße einen Blick auf die wenigen vom großen Hamburger Brand verschonten historischen Gebäude werfen.
TIPP
Wer die Plaza der Elbphilhamonie noch nicht kennt, sollte die Fahrräder anschließen und schauen, ob er (wegen der Zugangslimitierung) ein kostenloses Ticket erwerben kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft gegen eine Gebühr am Tag vorher online einen Timeslot. Damit kann man für fantastische Ausblicke auf den Umgang in halber Höhe fahren.

Das Wasserschloss am Wandrahmsfleet
TIPP
Wer die Hafenrundfahrt tagsüber macht und viel Zeit hat, kann das Hafenmuseum in seiner Gänze besichtigen (Mi–Mo 10–17 Uhr, Sa, So bis 18 Uhr).
In die neue Hafencity Nach links über die Niederbaumbrücke führt uns der Radweg über die Kehrwiederspitze nach rechts über die Mahatma-Gandhi-Brücke zur Elbphilharmonie. Wenn wir keine Pause machen wollen, rollen wir über den Vorplatz und setzen unsere Tour nach links unten an der Wasserkante des Grasbrookhafens fort und an dessen Ende nach rechts über die Marco-Polo-Terrassen zu einem Ausblick auf die Norderelbe. Weiter geht es wegen Baustellen im Zickzack: zurück, dann nach rechts in die Hübenerstraße, dann links in die San-Francisco-Straße und rechts in die Überseeallee und wieder links in die Osakaallee. Die Hälfte der neuen Hafencity wird sicher noch geraume Zeit Baustelle bleiben. Weiter hinten führt uns eine Rampe zu einer Fußgängerbrücke über den Magdeburger Hafen. Links liegt dann das Maritime Museum. Wir fahren geradeaus vor bis zum Lohsepark, den wir nach rechts durchqueren. Kurz können wir die Gedenkstätte Hannoverscher Bahnhof besichtigen.
Zum Baakenhafen Nach der Durchquerung finden wir auf der gegenüberliegenden Seite eine gewundene Rampe, die uns zum Versmannkai herunterbringt. Wir biegen links ein und fahren unter der Brücke, im Folgenden durch historische Hafenkräne hindurch und überqueren den Baakenhafen auf einer Fußgängerbrücke zum Park gegenüber und halten uns links. Der Park ist bereits fertig gestaltet, links und rechts des Hafenbeckens ist jedoch – jedenfalls 2020 – noch alles Baustelle. Die Hafencity ist das größte innerstädtische Entwicklungs-projekt in Europa: die Fertigstellung dauert! Nach der Querung des Parks – dann mit seiner markanten Pyramide im Rücken – kommen wir zur Kirchenpauerstraße, fahren nach links an den Wohnheimen vorbei und biegen an der Einmündung links ab. An der zweiten Einmündung nach rechts fahren wir in einem großen Bogen zwischen den neuen Schnellbahnstationen Elbbrücken durch auf die Freihafenelbbrücke. Wieder so ein markanter Fotopunkt!
Routenalternative ab 2022
Während der Grundsanierung der Freihafenelbbrücke ab 2022 wird es eine temporäre Fußgängerpassage geben, die aber nur 1,30 m breit sein wird. Wer diesen Weg nicht wagen will, biegt in die erste Straße nach rechts zur Unterführung ab und fährt über die parallele Nordereblbrücke auf die Veddel. Am dann kommenden Platz kann man hinter der Bahnunterführung links hoch fahren und kommt so direkt zur Sachsenbrücke.
Rund um den ehemaligen Freihafen Hinter der Brücke fahren wir geradeaus und biegen nach 600 Metern an einer Ampel nach rechts auf die Sachsenbrücke ab und dann sofort links in die Dessauer Straße. Es wird einem klar, dass von der Straßenseite ein Hafen nur ein riesiges Gewerbegebiet mit Wasseranschluss ist! Mich fasziniert es dennoch (Hier auf dem kleinen Grasbrook wird ab 2023 ein neuer Stadtteil gebaut werden). Wir haben dann von der folgenden Hansabrücke einen schönen Ausblick auf den Saalehafen und den Hansahafen. Die Straße führt uns wieder zurück zur Hafenumrundungsstraße nach rechts, die jetzt Veddeler Damm heißt. Danach kommt der Kai des Hansahafens mit den Schuppen des Hafenmuseums in Sicht. Hier verlassen wir kurz den Veddeler Damm und machen einen Schlenker, um später auf ihn zurückzukommen. Rechts tut sich ein kleiner Fußweg auf zur Australiastraße. Wir können durch ein Fluttor zum Kai des Hansahafens abbiegen und uns die Museumsexponate ansehen, die am Kai vertäut sind. Wir müssen auf jeden Fall wieder zurück zum Veddeler Damm und ihn weiter durchfahren. Auf der linken Seite die unendlichen Gleise der Hafenbahn mit unterschiedlichem Wagenmaterial. Später fahren wir halbrechts den Reiherdamm zur Argentinienbrücke hoch. Auf der Brücke hat man einen wunderbaren Überblick. Wenn wir wieder unten sind, geht es gleich rechts in den Ellernholzdamm. Die Hälfte dieser holprigen Straße fahren wir auf dem Fußweg auf der linken Seite. Hinter der Grevenhofkanalbrücke wird der Straßenbelag besser und wir können auf der Straße fahren. In diesem Gewerbegebiet ist man vor Überraschungen nicht sicher: Plötzlich zeigt sich eine schmucke, alte Backsteinvilla zwischen den Hallen oder schwankende Gabelstaplerungetüme, die hoch über unseren Köpfen Container transportieren, können unseren Weg kreuzen, und am Grevenhofkanal sieht man dann kleine Schiffe ankern. Kurz vor dem Rechtsknick der Straße biegen wir links in den Rohrweg, wo es gleich rechts auf den Parkplatz der Musicaltheater geht und zum wunderbaren Boulevard an der Wasserkante mit einem grandiosen Blick auf die Skyline.

Chillout an der Kaikante von Brücke 10
Durch den Alten Elbtunnel zu den Landungsbrücken Für den Abschluss unserer Tour fahren wir weiter auf dem Rohrweg, schlängeln uns dem Straßenverlauf folgend über die Norderlochbrücke und fahren dann rechts in die Hermann-Blohm-Straße, die uns zum Alten Elbtunnel führt. Abends muss man die zwei großen Personenaufzüge links und rechts in Selbstbedienung benutzen. Die kultigen, ehemaligen Fahrzeuglastenaufzüge werden nur tagsüber bedient. Drüben angekommen fahren wir nach links am Parkdeck vorbei und nehmen die letzte Brücke zu den Landungspontons, die Brücke 10. Eine versteckte Rampe führt uns hinunter zum Fischimbiss Brücke 10. Für den Rückweg fahren wir zurück zum Alten Elbtunnel und sehen nicht weit vor uns die U- und S-Bahnstation Landungsbrücken.

Panorama mit Elbphilharmonie
Der Fischbrötchenimbiss Brücke 10
Die Hamburger Landungsbrücken sind lang und mit kleinen Restaurants und Fischbrötchenimbissen gepflastert. Warum dann der Fischbrötchenimbiss Brücke 10?
Zum einen die Lage: Er liegt am äußersten westlichen Rand und bietet einen unverstellten Blick auf die Elbe und die untergehende Sonne. Und hier dünnt sich der Trubel auch etwas aus. Gute Voraussetzung für einen romantischen Abend mit sehnsüchtigen Blicken auf die Wasserfläche und den Schiffen darauf. Unterstützt wird dies durch die lockere Stimmung der Crew und der Gäste.
Und zweitens die Frische! Tatsächlich sind die Brötchen hier ganz frisch gemacht und richtig kross! Das habe ich so bisher noch nicht erlebt. Dazu ein Glas Grauburgunder oder ein Astra aus der »Knolle«: einfach herrlich! Den Status »Kultimbiss« trägt die Brücke 10 zu recht!
www.bruecke10.com
April–Okt. 10–22 Uhr, Nov.–März 10–20 Uhr




3 Auf Parkwegen durch die Stadt
Eine Überraschungstour
Diese Tour ist ein Überraschungspaket: Für unseren Weg durch die Stadtteile von West nach Ost finden wir überraschend viele grüne, angenehme Parkwege. Und bei meinem Lieblingsitaliener gibt es dann ein erstaunliches Überraschungsmenü.

Tourencharakter
Eine innerstädtische leichte Tour auf Rad- und Parkwegen und einigen Straßen
Ausgangspunkt
U-Bahn Christuskirche
GPS-Daten
53.569602, 9.962358
Endpunkt
U- und S-Bahn Ohlsdorf, Lifte vorhanden
Anfahrt
Mit der U2 zur Station Christuskirche, Lift vorhanden
Abkürzung nach der Einkehr
Keine

Am Isebekkanal Wir starten an der U-Bahnstation Christuskirche. Am Ausgang queren wir die Fußgängerampel nach links, rollen in den Weidenstieg hinein und dann nach rechts auf den Zweirichtungsradweg zwischen Kanal und Schwimmbad – ein Eimsbüttler Schmuckstück mit viel Radverkehr. Am Ende des Radweges an der Hoheluftbrücke queren wir selbige und fahren auf der anderen Uferseite im Lehmweg weiter. An der Klosteralleebrücke vorbei biegen wir danach rechts in die Hegestraße und folgen ihr immer geradeaus in die Verlängerung Loehrsweg. Die Sackgasse führt uns in den kleinen Kellinghusenpark.
An der Alster Am Ende fahren wir rechts unter den Hochbahnbrücken hindurch und durchfahren die gegenüberliegende Kunhardstraße zur Heilwegstraße, in die wir links einbiegen, und dann hinter der schönen Fachwerkkirche St. Johannis nach rechts die Alster auf der Winterhuder Brücke überqueren. Sofort danach wechseln wir an der Fußgängerampel die Straßenseite zum gegenüberliegenden Winterhuder Kai. Kurz werden wir von der Alster begleitet mit schönen Blicken auf das Alsterbecken am Haynspark und schönen Villen in exklusiver Lage. Nach einem Rechtsknick biegen wir links in die Bebelallee auf einen Radweg auf der Fahrbahn. Schon nach 200 Metern fahren wir nach rechts unter den Hochbahngleisen hindurch und danach nach rechts zur Alsterdorfer Straße. Gleich die erste nach links, die Himmelstraße, führt uns auf gut zu befahrendem Kopfsteinpflaster zum Stadtpark.

Die Liebesinsel im Stadtpark

Im Stadtpark – die Sichtachse aufs Planetarium
Im vielfältigen Stadtpark Wir queren die Ohlsdorfer Straße zum Eingang des großen Stadtparks. Der Stadtpark ist ein fantastisches Areal mit großen Freiflächen, Sportanlagen, einem Schwimmbad, wilden und kultivierten Gartenflächen, Skulpturen und Gastronomie. Als Erstes fahren wir auf dem zweiten Weg nach links auf das imposante Gebäude des Planetariums zu. Eine riesige Sichtachse öffnet sich Richtung Stadtparksee. Wir fahren diese Achse ein Stück hinunter und biegen kurz vor der querenden Straße in einen Weg rechts ein. Im Wegegewirr halten wir uns an einer Gabelung links und am folgenden Wegeknoten geradeaus: so kommen wir zu einem Café in einem historischen Gebäude, das in seiner Entstehungszeit eine Halle für Trinkkuren war. Nach einer eventuellen Kaffeepause fahren wir mit der Trinkhalle im Rücken den ersten Weg rechts aus dem Areal heraus, überqueren die Otto-Wels-Straße, umrunden einen kleinen Brunnen zur Hälfte, bleiben geradeaus und erreichen nach einer Wegegabelung nach rechts dann die große Stadtparkwiese. An ihrem rechten Rand fahren wir auf einem breiten Weg herunter, biegen vor dem Stadtparksee nach rechts und gleich wieder links ab. Wir passieren eine Brücke zu einer kleinen Insel linker Hand mit einem Bootsverleih und einem Kiosk: ein schöner Ort. Unser Weg führt uns jetzt parallel zum Südring zum südöstlichen Ende des Parks. Bevor wir den nordöstlichen Zipfel des Parks ansteuern, bummele ich gern noch ein bisschen im Park herum, erfreue mich an den Gärten und den Skulpturen. Meine Orientierung bleibt die Saarlandstraße am östlichen Rand des Parks.
Der Vorzeigeradweg zum Pergolenviertel
Auf dem Vorzeigeradweg An deren Ende in ihrer leichten Linkskurve überqueren wir sie und radeln auf dem neu gebauten Vorzeigeradweg durchs Pergolenviertel – ein allerdings kurzes Vergnügen. Zuerst unter der Jahnbrücke hindurch, fahren wir später noch vor der nächsten Unterführung unter der Hebebrandstraße rechts hoch auf Straßenniveau. Wir überqueren die S-Bahnbrücke und fahren unmittelbar danach nach rechts auf die umgenutzte Schalterhalle der Station Rübenkamp zu, die jetzt ein nettes Café mit Außenplätzen ist. Links neben dem Café können wir unsere Tour weiter geradeaus auf einem langen, geraden Weg zwischen Kleingärten fortsetzen. Am Ende haben wir ein paar flache Stufen zu überwinden, um uns dann nach links über die Kreuzung dem Grünstreifen der Straße Hartzloh zuwenden zu können.

Die historische Trinkhalle im Stadtpark
In Barmbek Wir weichen einem Spielplatz auf die Straße aus, überqueren die Fuhlsbüttler Straße, fahren vor bis kurz vor die Kirche St. Gabriel und biegen dann nach rechts in die Otto-Speckter-Straße ein. An der folgenden Ampel halb links gegenüber tauchen wir jetzt wieder ein ins Grün der Parks. Wir queren eine Straße, passieren einen Teich auf seiner linken Seite und erreichen die Seebek nach dem weiteren Queren einer Straße.
An der Seebek Die Seebek leitet uns jetzt. Sie fließt durch den Appelhoffweiher, den wir links- oder rechtsherum passieren können. Am Ende folgen wir wieder der Seebek an ihrem linken Ufer. Nach der Querung der Steilshooper Allee kommen wir bald zu einem Brückchen über die Seebek, wo wir sie verlassen und nach rechts den Park hochfahren, bis wir auf die Hauptverkehrsachse Bramfelder Chaussee treffen. Links schräg gegenüber liegt unser Schlemmerziel Ristorante Cristinas, das wir gefahrlos erreichen können, wenn wir weiter rechts die Fußgängerampel an der Kreuzung nutzen. Nach dem üppigen Mittagessen fahren wir zurück zur Seebek. Wir haben jetzt noch ausgesprochen schöne 7 Kilometer vor uns. Hinter dem Brückchen über die Seebek fahren wir nach rechts, wechseln bei der nächsten Brücke die Uferseite und nach Querung der Straße Leeschenblick noch einmal. So kommen wir zum Quellsee der Seebek, dem Bramfelder See. Wir können den schönen See einmal umrunden oder einfach geradeaus weiterfahren.
TIPP
Für 2 Euro kann man im Planetarium die Aussichtsplattform erklimmen – für einen beeindruckenden Rundumblick von dieser hohen Warte!
Der größte Parkfriedhof der Welt Wir kommen zu einem Rondeel am Eingang zum größten Parkfriedhof der Welt, dem Ohlsdorfer Friedhof. Ähnlich wie beim Stadtpark ist es hier verlockend, in allen Ecken herumzustöbern, wenn wir nur am Ende den westlichen Haupteingang gegenüber der Schnellbahnstation Ohlsdorf erreichen. Mein Vorschlag ist, die am Rondeel beginnende Kirschenallee hochzufahren und an der Mittelallee mit dem Grünstreifen in der Mitte nach links abzubiegen. Wenn wir rechts einen Teich sehen, biegen wir davor auf den Weg nach rechts und sehen vor einem Brückchen links eine Bank mit einem schönen Blick auf den kleinen See. Hier haben wir sogar einmal einen Eisvogel gesehen. Es gibt viele solche Plätze auf diesem einmaligen Friedhof. Zurück auf der Mittelallee könnten wir ihr folgen bis zum Haupteingang – es sei denn, wir möchten noch weitere Erkundungen vornehmen: Wir müssen dann nur die Richtung beibehalten. Schräg gegenüber vom Haupteingang ist der Bahnhof Ohlsdorf.

Bogenschießen im Stadtpark?
Das Ristorante Cristinas …
… ist mein Lieblingsitaliener, der in einem kleinen, aber sehr schön gestalteten Ladenlokal residiert. Lieblingsitaliener heißt nicht, dass wir es mit sterneverdächtiger Küche zu tun haben oder dass hier neue, innovative Konzepte ausprobiert werden. Nein, hier handelt es sich um schlichte sizilianische Alltagsküche in ihrer so unendlich leckeren, gemüsebetonten Vielfalt. Mit dem Olivenbaum am Eingang und der Gemüseauslage auf der Kühltruhe hat man das Gefühl, in einer Markthalle zu sein. An der Stirnseite ist ein bemehltes Brett, auf dem der Pastateig ausgerollt und geschnitten wird, der dann fünf Minuten später auf dem Teller landet. Auf meine interessierten Nachfragen bekam ich einmal ein Packung Semola zur Eigenherstellung geschenkt. Der eigenwillige sizilianische Koch Francesco kommt ab und zu vorbei und greift sich an der Gemüseauslage eine Zutat: Unser Schlemmertermin ist eine Lehrstunde der Frischeküche! Man muss dazu sagen, dass man bei Francesco keine Wahl hat: Es gibt nur ein Überraschungsmenü für 19,90 Euro – jeden Tag ein anderes. Dabei kommen unter Umständen schon einmal acht Teller zusammen! Aber keine Angst: Man ist am Ende sehr zufrieden und kann trotzdem noch Rad fahren!
www.facebook.com/RistoranteCristinas · tägl. 12–15 und 18–22 Uhr


4 Urbanes Hamburg
Eine Stadtteiletour abseits der Touristenpfade
Diese Tour auf angenehmen Wegen abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten zeigt uns das Leben in verschiedenen Stadtteilen. Am Ende besuchen wir das Café der einzigartigen Biokonditorei Hamburgs in Eimsbüttel: ein einmaliger Genuss!

Tourencharakter
Eine leichte innerstädtische Tour auf Rad- und Parkwegen und Straßen mit vielen Haltepunkten
Ausgangspunkt
Bahnhof Altona
GPS-Daten
53.551983, 9.934592
Endpunkt
U-Bahnstation Christuskirche, Lift vorhanden
Anfahrt
Mit der S1, S3, S31 zum Bahnhof Altona, Lift vorhanden
Abkürzung nach der Einkehr
Keine

Originelles Ottensen Unsere Tour beginnt mit einem Bummel durch Ottensen am Bahnhof Altona. Am Ausgang Ottensen biegen wir nach rechts in den Hahnenkamp, halten uns an der Gabelung links, fahren über die kommende Kreuzung hinweg und biegen später rechts in die Abbestraße. An der Zeißstraße angekommen, fahren wir zuerst links zur Nr. 28, wo ein kleiner Gang zu einem der vielen Hinterhöfe mit dem Stadtteilarchiv Ottensens führt. Danach drehen wir um und wenden uns beim Grünareal an der Osterkirche nach links. Überall gibt es schöne und überraschend gestaltete Hinterhöfe! An der Gaußstraße biegen wir links ein und in den Nernstweg wieder links. An der Einmündung betrachten wir das Haus links an der Ecke, wenden uns nach rechts und halten dann nach rechts auf der belebten Bahrenfelder Straße auf das traditionsreiche Kulturzentrum Fabrik zu, das an der nächsten Kreuzung liegt.

»Industriekunst« vor dem Eingang der Fabrik
Sichtbare Spuren der Industrievergangenheit in den Zeisehallen
Fabriken werden Kulturzentren Nomen ist hier Omen: Es ist eine ehemalige Fabrikhalle. Der historische Kran vor dem Eingang verdeutlicht das auch. Danach fahren wir die Bahrenfelder Straße wieder zurück, biegen am dreieckigen Alma-Wartenberg-Platz zweimal rechts ab zur Friedensallee und entern kurz danach links die Zeisehallen: auch ein schönes Beispiel für umgenutzte Industriebebauung. Innen müssen wir kurz schieben und verlassen nach einem Rundumblick die Hallen wieder auf der gegenüberliegenden Seite, halten uns geradeaus zwischen den Häusern und biegen in die erste Straße nach links.
Kleine Fachgeschäfte in Ottensen Durch den Kemal-Altun-Platz fahren wir schräg hindurch und erreichen links abbiegend die Ottenser Hauptstraße mit den vielen Cafés und kleinen Fachgeschäften. Am Spritzenplatz biegen wir nach rechts, die nächste wieder rechts und die Eulenstraße ebenfalls ein paar Meter nach rechts, um kurz danach durch eine Pforte links vom Spielplatz einen Weg zur Sackgasse Am Pflug zu finden. Zurück an der Bahrenfelder Straße fahren wir wieder rechts, queren die Arnoldstraße, biegen in die nächste nach rechts. Hier passieren wir die innen und außen schön geschmückte Weinstube Zur Traube. Wir halten uns danach links, überqueren den Ottenser Marktplatz und fahren auf den Kirchhof der sehr schönen, markanten Christianskirche mit dem Grab Klopstocks davor.
Der Altonaer Balkon Wir verlassen den Kirchhof auf der Stirnseite – zum Rathaus hin, biegen nach rechts, überqueren die Straßen an den Fußgängerampeln zur schräg gegenüberliegenden Seite für den Aussichtspunkt Altonaer Balkon. Hier gibt es Bänke für eine kleine Pause mit einem wunderbaren Blick auf den Hafen: ein Platz zum Träumen! Weiter geht unsere Fahrt nach links auf dem geteerten Höhenweg. Abwärts gehende Wege mit Treppen ignorieren wir. Der Weg endet an der Straße Palmaille, wo wir uns zweimal nach rechts wenden zur Sägemühlenstraße, deren Sackgasse uns nach links zum Höhenweg zurückführt. Der geht langsam abwärts bis zur Carsten- Rehder-Straße, wo wir nach links zum Fischmarkt hoch fahren. An der Marktfläche rechts unten überqueren wir die Große Elbstraße und fahren nach links auf die Kaikantenpromenade.

Skulptur am Spritzenplatz in Ottensen
Alternative Hafenstraße Am Ende der Promenade überqueren wir an der Fußgängerampel die viel befahrene Straße und fahren ein paar Meter zurück, um den Beginn der Hafenstraße zu finden, die im spitzen Winkel die Geestkante hoch geht und zu Anfang entgegen ihres Namens nur ein Fußweg ist. Die Hafenstraße war in früheren Zeiten umkämpftes Gebiet zwischen Hausbesetzern und den Staatsorganen und ist jetzt ein pittoreskes Biotop der alternativen Szene. Wir kommen zum Park Fiction mit wunderbarer Aussicht auf die Elbe. Vom Park aus das Rotlichtviertel zu erkunden, steht jedem frei. In unserem Rücken versteckt sich die Sankt-Pauli-Kirche mit ihrem Kirchhof. Wir können die Kirche einmal umrunden oder direkt geradeaus weiter den Pinasberg herunterfahren.
Parks zwischen Stadtteilen Wir queren etwas nach rechts versetzt die Hauptstraßenmündung zum gegenüberliegenden Park, um auf schönen Parkwegen bis in das Szeneviertel Schanze zu fahren. Unser Parkweg mündet gleich in einen anderen, wo wir nach rechts einbiegen. Wir folgen diesem Weg immer geradeaus, lassen die Trinitatiskirche links liegen, überqueren die Königstraße und Nobistor, setzen etwas nach rechts versetzt an einem Holzhaus vorbei geradeaus fort, queren die Louise-Schroeder- Straße (etwas rechts an der Bushaltestelle ist eine bequeme Auffahrt) und nehmen direkt gegenüber unseren Weg im Park zwischen den Etagenhäusern auf.
Ein Park zum Relaxen Der schöne Weg führt auf eine Brücke über die Holstenstraße und endet gegenüber dem ehemaligen Friedhof Norderreihe, der jetzt als Wohlers Park eine innerstädtische Erholungsoase ist und von Anwohnern gern genutzt wird. Diesen durchfahren wir durch ein Torhaus und finden den Ausgang an der gegenüberliegenden Seite, wo uns eine Rampe die Treppe vermeiden lässt. Vor der Kulturkirche St. Johannis biegen wir rechts ab in den Dohrnweg, passieren den Paulsenplatz an der rechten Seite und kommen an der Stresemannstraße heraus.

Grandiose Aussicht vom Altonaer Balkon
Szeneviertel Schanze Über die Fußgängerampel rechter Hand kommen wir in die Juliusstraße, die uns zum Schulterblatt ins Herz des Schanzenviertels bringt. Dort können wir ein wenig verweilen: Auch tagsüber pulsiert hier das Leben. Wir verlassen die Schanze auf dem Schulterblatt nach links, biegen hinter den Bahnbrücken an der Kreuzung nach rechts ab und überqueren auf der Höhe der Bartelsstraße die Fahrbahn, um in den gegenüberliegenden Lindenpark zu kommen, einem Beispiel für die urbane Nutzung der Flächen zwischen der dichten Bebauung.
Im Lindenpark Wir folgen dem geteerten Weg über die Amandastraße hinüber, umfahren beim Brunnen den Spielplatz und biegen am Ende nach rechts in die interessante Bellealliancestraße ein, die uns zur großen Kreuzung an der U-Bahnstation Christuskirche bringt.

Im Hinterhof beim Stadtteilarchiv in Ottensen
Am Kaiser-Friedrich-Ufer Gegenüber rollen wir in den Weidenstieg und fahren kurz danach nach rechts auf den Zweirichtungsradweg zwischen Kanal und Schwimmbad. An der folgenden Fußgängerampel biegen wir nach links über die Brücke und sehen nach der Querung des Eppendorfer Weges gegenüber unser Schlemmerziel, die Biokonditorei Eichel. Nach unserem Cafébesuch fahren wir zurück zur U-Bahnstation Christuskirche.
Die Biokonditorei Eichel …
… in der Osterstraße 15 ist einzigartig in Hamburg. Das unscheinbare Äußere täuscht: Dies ist eine allererste Genussadresse! Die Verwendung von ausschließlich biozertifizierten Zutaten ist nur das Tüpfelchen auf dem I des Genusses. Angelockt vom verführerischen Geruch frischer Backwaren, betritt man dieses Café, wo im hinteren Teil sichtbar gearbeitet wird. Auch vegane Genießer werden hier fündig. Vorn befindet sich der Kühltresen, wo die köstlichen Torten erst nach einem Kniefall zu besichtigen sind. Die Entscheidung fällt schwer, weil sich für eine Torte zu entscheiden heißt, alle anderen nicht probieren zu können. Mein persönlicher Favorit ist die Schwarzwälder Kirschtorte, die ein sensationelles Geschmackserlebnis bietet: wunderbar abgeschmeckt mit der Süße der Schokosahne und der Säure der Kirschen, dezent ausgewogene Kirschwasserbeigabe, ein zartknuspriger Boden und ein unvergleichliches »mouth feeling«. Andere wiederum schwärmen von der Rumkugel, normalerweise ein Abfallprodukt der Kuchenherstellung. Auch die trockenen Gebäcke wie die Kekse und besonders die Nussecken sind lecker. Aber der Hammer ist die Schokolade mit kandierten Ingwer- oder Orangenstücken!
www.biokonditorei-eichel.de
Di–So 11:30–18:00 Uhr


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