Kitabı oku: «Kleines Wörterbuch meiner Aphorismen»
Horst-Joachim Rahn
KLEINES WÖRTERBUCH MEINER APHORISMEN
Engelsdorfer Verlag
Leipzig
2015
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Copyright (2015) Engelsdorfer Verlag Leipzig
Alle Rechte beim Autor
Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)
1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2015
www.engelsdorfer-verlag.de
Inhalt
Cover
Titel
Impressum
Vorwort
A
Abendanzug
Abitur
Aggression
Aktiengesellschaft
Alkoholkonsum
Alter
Anpassungsfähigkeit
Anstand
Aphorismen
Aufgabe
Autofahren
Autorität
B
Barmherzigkeit
Bedürfnis
Begehren
Berufswahl
Bescheidenheit
Besonnenheit
Bestseller
Betrug
Bildung
Bordelle
Bücher
Bundespräsident
C
Charakter
Christentum
Cocktail
Computer
D
Dankbarkeit
Das Böse
Das Gute
Das Schöne
Demokratie
Denken
Dialektik
Dichtung
Diktatur
Du
Dummheit
E
Egoismus
Ehe
Ehre
Ehrgeiz
Ehrlichkeit
Einkommen
Einsamkeit
Eitelkeit
Eltern
Emotionen
Entdeckung
Entschuldigung
Erfahrung
Erfolg
Erziehung
Essen und Trinken
Evolution
F
Familie
Faulheit
Fehler
Fernsehen
Feste
Film
Fleiß
Flugreisen
Folklore
Forschung
Fortschritt
Frau
Frauenquote
Freiheit
Freikörperkultur
Fremdwörter
Freude
Freundlichkeit
Freundschaft
Frieden
Frühaufsteher
Führung
Führungskraft
Fußball
G
Gebet
Geduld
Gefühl
Geist
Geisteswissenschaftliches Universum
Geiz
Geld
Gerechtigkeit
Gerücht
Gesellschaft
Gespräch
Gesundheit
Gewalt
Gewinn
Gewissen
Glaube
Globalisierung
Glück
Gott
Gruppe
Gruppenarbeit
H
Handgeschriebenes
Hausaufgaben
Hauseigentum
Heimat
Hilfsbereitschaft
Himmel
Hoffnung
Höflichkeit
Humor
I
Ich
Ideen
Intelligenz
Internet
Irrtum
J
Jahreszeiten
Journalismus
Jugend
K
Kapital
Kapitalismus
Karriere
Katzen
Kindheit
Kirchenaustritt
Klassengesellschaft
Klassiker
Kleinschreibung
Klugheit
Kommunikation
Kompetenz
Krankheit
Kritik
Kultur
Kunst
L
Latein
Leben
Lebensbewältigung
Lebensgrundsätze
Lebenssinn
Lehren
Leid
Leidenschaft
Lernen
Lesen
Liebe
Literaturkritik
Lob
Lobbyismus
Lüge
M
Macht
Malerei
Mann
Marktwirtschaft
Mäßigung
Medizin
Mensch
Menschlichkeit
Militär und Krieg
Mobbing
Monarchie
Moral
Motorradfahren
Mündliche Prüfung
Musik
Mut
N
Nation und Vaterland
Neid
Not
Numerus clausus
O
Olympische Spiele
Orden und Ehrentitel
P
Parlamentsdebatten
Persönlichkeit
Physik
Planung
Politik
Praxis
Problem
R
Radfahren
Rassentrennung
Rechnen
Recht
Reden
Reisen ins Ausland
Reiten
Religion
Ruhe
S
Schachspiel
Schiffsreisen
Schmerz
Schöpfung
Schreiben
Schriftsteller
Schule
Schulfreier Samstag
Schulnoten
Seele
Selbsterkenntnis
Sex
Sinnbasis, persönliche
Sonntagsarbeit
Sozialismus/Kommunismus
Spielen
Sport
Sportwagen
Sterben
Stilblüten
Stolz
Streit
Strenge
Studium
T
Tadel
Tanzen
Tapferkeit
Technik
Theorie
Tiere
Tod
Todesstrafe
Tötung auf Verlangen
Tugenden
U
Unternehmer
Untugend
V
Verantwortung
Verhalten
Vernunft
Verstand
Vertrauen
Videobeweis (Fußball)
Völlerei
Vorbild
Vorsicht
Vorstandsgehälter
W
Wahlkampf
Wahrheit
Wandern
Weihnachten
Weisheit
Welt
Wirtschaft
Wissen
Wissenschaft
Wollen
Wollust
Z
Zehn Gebote
Zentralisation
Zentralverwaltungswirtschaft
Ziel
Zigaretten
Zorn
Zufriedenheit
Über den Autor
Vorwort
Die Idee für dieses Manuskript basiert auf der Entdeckung, dass sich viele Aphorismen und Zitate zu bestimmten Stichworten als Thesen bzw. Antithesen eignen und im Ergebnis als thematische Synthese präsentierbar sind. Vor allem die Inhalte folgender Bücher haben mich besonders zu diesem Manuskript angeregt: Einerseits das Zitatenhandbuch von Eberhard Puntsch, andererseits das Argumente-Buch (pro und contra) von Rudolf Walter Leonhardt und nicht zuletzt das Werk (Aphorismen & Zitate) von Prof. Dr. H.J. Quadbeck-Seeger. Es reifte in mir der Wunsch, diese Inhalte grundsätzlich zu erweitern und durch zusätzliche Stichworte anzureichern. Hinzu kamen weitreichende Anregungen in 2012 nach Abschluss meiner Veröffentlichung zum „Sinn des Lebens – Erinnerungen und Postulate zur Lebensbewältigung“.
Grünstadt, im Juli 2015
Horst-Joachim Rahn
A
Abendanzug
Ein Abendanzug ist ein besonders elegantes Kleidungsstück als Teil der Abendgarderobe für Herren. Er heißt auch Dinner-Jacket oder Smoking. Während der Smoking als kleiner Gesellschaftsanzug bezeichnet wird, nennt man den Frack auch großen Gesellschaftsanzug. Ein klassisches Smokingjackett hat schwarze oder mitternachtsblaue Farbe und besteht aus einem einreihigen oder zweireihigen Sakko ohne Rückenschlitz. Zu einem Smoking-Jackett wird eine aufgeschlagene Smokinghose aus dem gleichen Stoff getragen. Das passende Smokinghemd ist weiß. Zum Smoking werden eine schwarze Schleife und schwarze Halbschuhe getragen.
„Festliche Kleidung ist etwas Wundervolles: nur so kann man richtig feiern.“
„Der Abendanzug mit Fliege ist eine Frage der Einstellung des Menschen zu den vornehmen Dingen des Lebens.“
„Ich trage meine Fliegen auch gern zu privaten Anlässen.“
Abitur
Das Deutsche Abitur ist die Abschlussprüfung des Gymnasiums, die zur Allgemeinen Hochschulreife führt (Studium). Es wird auch Reifeprüfung (Deutschland), Matura (Österreich) und Matur (Teile der Schweiz) genannt. In den Abiturprüfungen werden die in der Oberstufe des Gymnasiums erworbenen Kenntnisse in vier bis fünf ausgewählten Fächern schriftlich und mündlich geprüft. Fast alle Bundesländer Deutschlands führen heute das Zentralabitur durch (außer Rheinland-Pfalz). Davon grenzt sich das fachgebundene Abitur ab. Das Europäische Abitur ist eine von allen EU-Ländern anerkannte allgemeine Hochschulreife, die an die Absolventen Europäischer Schulen vergeben wird.
„Das Abitur berechtigt zu allen Studiengängen und ist deshalb immer noch die Krone der Schulabschlüsse.“
„Mit dem Abitur erarbeitet sich der Mensch ein fundiertes Allgemeinwissen.“
Aggression
Eine Aggression ist ein affektbedingtes Angriffsverhalten des Menschen gegen Mitmenschen, Tiere, Organismen oder Gegenstände. Sie geschieht in vielen Fällen in der Absicht, anderen Menschen zu schaden, z. B. als verbale Diffamierung, Ausgrenzung oder als tätlicher Angriff, z. B. in Form von Gewalt. Aggression hat viele Ursachen. Sie kann auch eine Reaktion auf die Bedrohung der eigenen Machtsphäre sein. Zum Teil ist sie auf Frustrationen oder auch auf milieubedingte Verhaltensprägungen zurückzuführen, z. B. auch auf Alkoholeinfluss. Bei Tieren ist die Angriffsbereitschaft gegen Rivalen weit verbreitet, z. B. im direkten Wettbewerb um Ressourcen, um Nahrungsaufnahme oder wenn es um die Fortpflanzung geht. Aggressionen können auch mit Angriffshandlungen eines Staates gegen einen anderen Staat verbunden sein.
„Viele Kinder werden falsch erzogen, weil die Eltern zu viel durchgehen lassen und in ihrer Erziehung nicht konsequent sind.“
„Wer Kindern locker zugesteht, ihre Wut massiv an Anderen auszulassen, lässt den Ungehorsam galoppieren.“
„Die Erziehungskatastrophe trifft später keinen der Erzieher, sondern die ehemaligen Kinder.“
„Wer Aggression toleriert oder gar säht, wird weitere Aggression ernten.“
„Aggressives Verhalten macht Menschen krank und ist zu bekämpfen!“
Aktiengesellschaft
Die Aktiengesellschaft (AG) ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital beteiligt sind. In Deutschland gibt es heute knapp 8.000 Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien. Rechtsgrundlage ist das Aktiengesetz (AktG). Das Grundkapital beträgt als gezeichnetes Kapital mindestens 50.000 €. Die Firma wird ins Handelsregister eingetragen und benötigt den Zusatz „Aktiengesellschaft“ bzw. „AG“. Organe der AG sind der Vorstand, Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Die dreißig größten deutschen Aktiengesellschaften sind im Aktienindex DAX aufgelistet.
„Die Aktiengesellschaft ist eine der größten Erfindungen der Ökonomie.“
„Die Aktiengesellschaft ist durch ihre Kapitalkraft die bedeutendste Rechtsform der Gesellschaftsunternehmen.“
Alkoholkonsum
Alkoholkonsum ist das Trinken ethanolhaltiger Getränke von Menschen zu Genuss- und Rauschzwecken. Beispielsweise ein Glas Sekt oder ein Glas Wein kann dem Menschen schöne Stunden bringen und ihn äußerst fröhlich stimmen. Aber nicht wenige Menschen übertreiben den Konsum des Alkohols: Nach den Ergebnissen einer Studie der Weltgesundheitsorganisation starben 2004 über zwei Millionen Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums.
„Wer täglich zu viel Scharfes trinkt, die Leber außer Fassung bringt.“
„Wer regelmäßig Alkohol konsumiert, sollte immer wieder regelmäßige Pausen einlegen, dass sich die Leber erholen kann.“
Alter
Das Alter des Menschen ist ein Lebensabschnitt zwischen dem mittleren Erwachsenenalter und dem Tod. Das Altern ist ein Prozess, der mit nachlassender Aktivität und körperlichen Problemen verbunden ist, z. B. ab 60 Jahre. Interessant ist, dass in Deutschland nach einer Meldung vom Februar 2013 schon 17.000 Menschen über 100 Jahre und älter sind, wobei die Tendenz steigernd ist. Die besten Aussichten auf ein langes Leben haben gut ausgebildete Frauen: Heute ist die Zahl der hundertjährigen Frauen knapp viermal so hoch wie die der Männer. Die heute älteste Frau der Welt ist Japanerin und 117 Jahre alt.
„Alter bedeutet Erfahrung, Gelassenheit, Einsicht und Erinnerung.“
„Dem Alter ist mit Respekt und Ehrerbietung zu begegnen.“
„Wer schon in jungen Jahren maximalen Erfolg hat, wird selten alt.“
„Ich bin nicht mehr Ich. Du bist nicht mehr Du. Wir sind nicht mehr Wir. Er ist nicht mehr Er, das macht mir das Alter schwer.“
„Ein ausschweifendes Leben verkürzt das Alter.“
„Kein älterer Mensch darf davon ausgehen, dass er im Alter seine verdiente Ruhe hat!“
„Zur Bewältigung des Lebenssinns gehört auch, im Alter nach Zufriedenheit zu streben, was gar nicht so einfach ist.“
„Das Alter hat auch schöne Seiten: Wir brauchen diese Zuversicht, sonst schaffen wir das Leben nicht!“
Anpassungsfähigkeit
Die Anpassungsfähigkeit ist das Verhalten des Menschen, sich auf geänderte Anforderungen und Gegebenheiten einer Umwelt einzustellen. Sie ist mit Flexibilität verbunden und hat sowohl im Privatbereich als auch im Berufsleben hohe Bedeutung. Anpassungsstörungen können sich in Partner- und Familienproblemen, Lebensenttäuschungen, Schwierigkeiten im Beruf, finanziellen Einbußen und Gesundheitsproblemen äußern. Der Begriff Anpassung ist eng mit dem Lernen verwandt. Bei einfachen Verhaltensverstärkungen wird von Sensitivierung gesprochen und das Gegenteil ist die Gewöhnung. Die sensible Anpassung ist im Leben notwendig. Andererseits ist die Totalanpassung als Unterwürfigkeit gefährlich, wie es uns auch unsere deutsche Geschichte leider gezeigt hat.
„Wer Kindern zu viele Freiheiten gestattet, der riskiert, dass sie sich nicht anpassen lernen, sondern zum totalen Widerstand neigen!“
„Sensible Anpassung an die Mitmenschen macht uns Menschen das Leben leichter.“
„In der Umgebung von Menschen, die uns akzeptieren, fühlen wir uns sicher und geborgen.
„Für junge Menschen ist wichtig, dass sie lernen, sich dem Druck der Schule bzw. der Ausbildung anzupassen.“
„Wer nicht bereit ist, sich anzupassen, kann schnell zum Außenseiter werden.“
„Wer es gelernt hat, nicht anzuecken, hat größere Entwicklungschancen als ein Quertreiber!“
„Die Fähigkeit der sensiblen Anpassung hat nichts mit Speichellecken zu tun!“
„Wer Widerstand zeigt, dient eher dem Fortschritt. Mitläufer sein ist einfach, begründet dagegen zu sein, ist schwieriger.“
„Wer überhaupt nicht anpassungsbereit ist, wird in der Regel im Leben scheitern.“
„Jeder Mensch muss für sich selbst einen angemessenen Weg zwischen der Anpassungsfähigkeit und dem Widerstand finden.“
„Nur wer seine eigenen Kräfte richtig einschätzt, wird Veränderungen bewirken können.“
Anstand
Anstand ist das durch Konvention geregelte Verhalten eines Menschen, das sich z. B. im guten Benehmen in der Gesellschaft zeigt. Der Zweck dieser Konvention besteht darin, den richtigen Umgang miteinander durch Zügelung der individuellen Willkür und durch grundlegende Wertvorstellungen zu vermitteln. Der anständige Mensch respektiert die Persönlichkeit des Anderen und achtet darauf, dass dieser nicht bloßgestellt, gedemütigt oder benachteiligt wird. Die Basis des Anstands bildet die Einhaltung gewisser Regeln. Gute Umgangsformen sollten vor allem durch das Elternhaus verbreitet werden. Manche Menschen nehmen diese Regeln allerdings überhaupt nicht ernst.
„Im Extrem sind die einen hemdsärmelig-frech und die anderen neigen zur Vornehmheit.“
„Echter Anstand mündet in Vertrauen.“
„Anstand kokettiert zuweilen mit Abstand.“
„Die Pflege des Anstands ist für jede gute Gesellschaft unentbehrlich. Anstand vereinfacht das Zusammenleben der Menschen.“
„Wer anständig ist, drängt sich nicht vor und handelt sich dadurch mitunter Nachteile ein.“
„Heute muss man annehmen, dass Menschen den Anstand für etwas halten, bei dem es nicht auf das Benehmen ankommt, sondern auf den Ansitz des Jägers beim Schießen.“
„Wer nur aus Berechnung anständig ist, der ist ein Tor!“
„Verlogenheit, Fremdenhass und mangelnde Barmherzigkeit sind mit Anstand nicht vereinbar.“
Aphorismen
Ein Aphorismus ist als Sinnspruch eine knappe Formulierung einer Lebensweisheit. In ihm kommt eine Einsicht kurz und prägnant zum Ausdruck. Der erste Aphoristiker war Hippokrates. Als Meister der Aphorismen galten im 17. Jahrhundert z. B. Rochefoucould und Bruyére, im 18. Jahrhundert Vauvenargues und Lichtenberg, im 19. Jahrhundert Nietzsche, Schopenhauer und im 20. Jahrhundert Brecht, Hesse und Kafka.
„Außergewöhnliche Aphorismen sind kurz gefasste Weisheiten zum Nachdenken.“
„Viele Aphorismen sind geistreiche pro-/contra-Argumente und/oder zur Synthese geboren.“
„Wenn man spontan spritzige Aphorismen entdeckt, weiß man, was echte Freude ist.“
„Wer geistreiche Aphorismen sammelt, besitzt den größten Schatz der Welt.“
„Je umfassender der Aphorismus, desto geringer der Genuss.“
„Das Forschen nach außergewöhnlichen Aphorismen ist und bleibt eine Sisyphus-Arbeit.“
„Zuweilen kann ich über sehr gelungene, originelle und weise Gedankensplitter, Sentenzen und Bonmots nur anerkennend staunen.“
„Für Lebensweisheiten sind wir Menschen ach so dankbar. Nur zu lang sollten sie nicht sein, denn „in der Kürze liegt die Würze!“
„Mit guten Aphorismen ist es wie mit der Liebe: man bekommt nicht genug davon!“
Aufgabe
Eine Aufgabe ist eine dauerhaft wirksame Aufforderung an einen Aufgabenträger als Menschen bzw. Handlungsträger, eine vorgegebene Handlung wahrzunehmen. Die Aufgabe leitet sich aus Zielen ab. Zur Beschreibung einer Aufgabe ist es organisatorisch nicht notwendig zu verdeutlichen, welche Person die Aufgabe erfüllen soll, denn die Aufgabe besteht unabhängig von dem, der sie ausführt. Es können persönliche (z. B. eine Lebensaufgabe), gruppenbezogene, organisationsbezogene und gesellschaftliche Aufgaben unterschieden werden. Im Rahmen der Übertragung von Zuständigkeiten der Aufgabenträger ist auf die Übereinstimmung von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung zu achten.
„Eine Aufgabe ist auch dann gegeben, wenn jemand etwas aufgibt.“
„Auch im Alter braucht der Mensch noch Aufgaben, die ihn reizen.“
„Drum prüfe – bevor man sich ewig schindet, ob sich nicht was andres findet.“
Autofahren
Das Autofahren ist die Fortbewegung mit einem Kraftwagen, der durch eine(n) Kraftfahrzeugführer(in) gelenkt wird. Dazu ist eine Fahrerlaubnis und ein dem Fahrzeug entsprechender Führerschein nötig. Erstaunlich: In Saudi-Arabien ist das Autofahren nur Männern gestattet. Bertha Benz war 1886 der erste Mensch, der eine Langstreckenfahrt von Mannheim nach Pforzheim (über 100 Kilometer) vollzogen hat. Unter den Möglichkeiten uns zu Lande, zu Wasser oder in der Luft zu bewegen, können wir nicht immer frei wählen. Bei Urlaubsfahrten sind wir aber in der Wahl des Verkehrsmittels verhältnismäßig frei.
„Im eigenen Auto ist der Mensch ungestört von anderen Mitmenschen“.
„Autofahren ist anstrengend, zumal der Verkehr auf den Straßen immer mehr zunimmt.“
„Beifahrer wissen alles besser.“
Autorität
Autorität ist die anerkannte Fähigkeit einer Person, einer Gesellschaft oder einer Institution, auf andere Menschen einzuwirken, um sie einem bestimmten Ziel näher zubringen. Autorität ist durch Einfluss, Macht und/oder Können erworbenes Ansehen. Dieses Erziehungsmerkmal kann sich durch gegebenen Sachverstand (z. B. des Wissenschaftlers), durch einen Status (z. B. des Gelehrten), durch das das formale Amt begründen. Der Führende kann sich nicht auf Amt und Status (formale Autorität) berufen, sondern seine Anerkennung muss sich vielmehr auf die fachliche und persönliche Autorität der Persönlichkeit stützen.
„Autorität ist eine ganz besondere Fähigkeit. Sie ist mit positiver Ausstrahlung und Disziplin verbunden.“
„Unfähige Teamleiter verursachen Autoritätsprobleme.“
„Die Erzieherrolle kommt der Lehrkraft zu, wobei die Schüler niemals als Untergebene behandelt werden dürfen.“
„Jede Lehrperson sollte beherzigen, dass sie beim Betreten des Klassenraums eine Autoritätsperson darstellt.“
„Eine professionelle Lehrer-Schüler-Beziehung wird nicht nur durch eine positive Balance zwischen Nähe und Distanz, sondern auch durch Abwesenheit von Macht und Gleichgültigkeit geprägt.“
„Ob eine Lehrperson von Schülern als Autorität wahrgenommen wird, entscheidet sich tendenziell schon in der ersten Unterrichtsstunde.“
„Heute ist eine Autorität nicht autoritär, sondern kooperativ.“
B
Barmherzigkeit
Die Barmherzigkeit ist die Tugend, das Leid anderer Menschen gewahr zu werden und sich seiner durch Hilfe anzunehmen. Barmherzigkeit ist die Quelle sozialer Gerechtigkeit. In den Religionen hat die Barmherzigkeit einen hohen Stellenwert. Im Christentum und Judentum ist sie eine herausragende Eigenschaft Gottes (z. B. 2. Mose 34, 6). Aus Barmherzigkeit rettet Gott die Menschen aus ihrer Verstrickung in ihre Schuld. Die von Gott erfahrene Barmherzigkeit wird für gläubige Menschen zur Motivation und steht in enger Verbindung zu Nächstenliebe, Menschenliebe, Hilfsbereitschaft und Humanität.
„Wer andern gegenüber nicht hilfreich ist, der kann nicht sein ein guter Christ.“
„Wir sprechen zwar ernsthaft über Barmherzigkeit, aber wir tun in unserer Bequemlichkeit zu wenig.“
„Da die Barmherzigkeit eine Eigenschaft Gottes ist, ist sie in ihrer Gesamtheit für uns Menschen wohl niemals erreichbar.“
Bedürfnis
Ein Bedürfnis ist das Empfinden eines Mangels, verbunden mit dem Wunsch, ihn zu beheben. Es stellt einen Beweggrund für menschliches Handeln dar. Die Bedürfnisse sind Motive, die uns Menschen antreiben. Sie sind praktisch unbegrenzt, die Mittel zu ihrer Befriedigung aber knapp. Die Bedürfnisse können vielfältiger Art sein, z. B. primäre Bedürfnisse (z. B. Hunger, Durst) und sekundäre Bedürfnisse, z. B. geistig-kulturelle Bedürfnisse. Es gibt soziale Bedürfnisse (z. B. Kontakt-, Geltungsbedürfnisse) und ökonomische Bedürfnisse, z. B. Kaufbedürfnisse. Es können auch individuelle und kollektive Bedürfnisse (z. B. Wunsch nach Verkehrssicherheit) unterschieden werden. Die Bedürfnispyramide zeigt die hierarchische Ordnung der Bedürfnisse.
„Je größer die Bedürfnisse, desto höher die Wahrscheinlichkeit von Unzufriedenheit.“
„Mit der Befriedigung unserer Bedürfnisse sollten wir es nicht übertreiben. Ein gewisses Maß an Bescheidenheit scheint gerade für unser heutiges Leben notwendig.“
Begehren
Das Begehren kennzeichnet den gezielten Antrieb des Menschen zur Behebung eines Mangels mit einem damit verbundenen Bedürfnis, den Mangel zu beseitigen. Es wird auch als Begierde bezeichnet, wobei hier mehr körperliche Aspekte in den Vordergrund treten, z. B. Trieb, Lust, Wolllust. Das Begehren des Menschen kann sich nicht nur auf körperliche, sondern auch auf geldliche Aspekte richten.
„Wer alles begehrt wird unzufrieden.“ Andererseits:
„Wer keine Wünsche mehr hat, der ist ein armer Kerl.“
Berufswahl
Die Berufswahl ist die Entscheidung über den auszuübenden Beruf oder für die Aufnahme einer Berufsausbildung. Diese Entscheidung hängt von persönlichen Einflussfaktoren (z. B. Geschlecht, Alter, Eignung, Neigung, Verantwortungsfähigkeit) und von äußeren Faktoren ab, z. B. Eltern, Lehrer, Verwandte, Bekannte, Mitschüler, Freunde bzw. Arbeitsmarktlage. Die theoretischen Auswahlmöglichkeiten sind groß: Es gibt Berufe im naturwissenschaftlichen Bereich, im kaufmännischen Bereich, handwerkliche Berufe, Berufe im juristischen Bereich, Berufe im Öffentlichen Dienst, Berufe im pädagogischen Bereich, Berufe im Sozialbereich, Berufe im künstlerischen Bereich, journalistische Berufe, und Informatikberufe.
„Unsere jungen Menschen sollten frühzeitig getestet werden, für welchen Beruf sie geeignet sind, um daraus die frühe Entscheidung für den Eintritt in die richtige Schule abzuleiten.“
„Jeder Mensch hat etwas in seiner Natur, was kein anderer hat: das gilt es herauszufinden.“
Bescheidenheit
Die Bescheidenheit ist eine Tugend des Menschen, die sich in einem genügsamen, zurückhaltenden bzw. anspruchslosem Verhalten äußert. Bescheidenheit ist der Verzicht auf etwas zugunsten anderer Menschen. Bescheidene Menschen beanspruchen von etwas Gegebenem nur wenig für sich selbst, selbst dann, wenn die Möglichkeit der Vorteilnahme besteht. Demut ist demgegenüber eine Verhaltensweise gegenüber Gott. Das Gegenteil von Bescheidenheit ist Größenwahn, beispielsweise im Rahmen kapitalistischer Völlerei: Grenzenlose Wachstumserwartungen befördern die Gier nach Kapital, während arme Menschen das teilen, was sie haben.
„Bescheidenheit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit.“
„Anspruchslosigkeit und Zurückhaltung werden in unserer satten Gesellschaft leider immer seltener.“
„Bescheidenheit ist für den beruflichen Erfolg und für die Selbstverwirklichung des Menschen mitunter hinderlich.“
Besonnenheit
Die Besonnenheit ist die Haltung der Gelassenheit eines Menschen, insbesondere in schwierigen Situationen selbstbeherrscht, vernünftig, abwägend bzw. distanziert zu handeln und die Vernunft walten zu lassen. Dabei gilt es, Geduld zu zeigen und vorschnelle bzw. unüberlegte Handlungen zu vermeiden. Die Besonnenheit zählt zu den Kardinaltugenden des Menschen wie Weisheit, Tapferkeit und Gerechtigkeit. Im Gegensatz zur Besonnenheit steht die menschliche Impulsivität, bei dem der Mensch spontan und ohne jeden Einbezug von Konsequenzen reagiert.
„Sei besonnen, aber warte nicht, bis es zu spät ist!“
„Einseitige, unkritische Besonnenheit gleitet in die Tatenlosigkeit ab.“
Bestseller
Ein Bestseller ist ein Buch, dessen Absatzzahlen im Buchmarkt während einer Saison überdurchschnittlich hoch sind. Die Zahlen werden in sog. Bestsellerlisten veröffentlicht. Der 4. Band von J.K. Rowling über „Harry Porter“ startet mit einer Erstauflage von einer Million Exemplaren. Weltweit wurden diese Bücher bis 2002 über 450 Millionen Mal (!!!) verkauft und als erfolgreichstes Jugendbuch aller Zeiten in 47 Sprachen übersetzt. Als Bestseller gilt ein Buch, das ab 100.000 verkaufte Exemplare der Originalausgabe erreicht.
„Bestseller muss man schreiben können. Wenn das alles wirklich so einfach wäre, hätten wir nur Bestseller.“
„Ich vermag mit Buchinhalten wenig anzufangen, die zwar verschiedentlich intelligent aufgemotzt bzw. unterhalb oder oberhalb der Gürtellinie, aber ohne roten Faden gestrickt sind!“
Betrug
Der Betrug ist nach dem Strafgesetzbuch ein Vermögensdelikt. Den begeht derjenige, der das Vermögen eines anderen in der Absicht beschädigt, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen. Dies geschieht dadurch, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch die Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält (§ 263 Abs. 1 StGB). Betrug kann mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren, in schweren Fällen bis zu 10 Jahren bestraft werden. Das Gegenteil von Betrug ist z. B. Redlichkeit bzw. Ehrlichkeit.
„Der Betrug ist Ausbund des Bösen.“
„Wer Freude am Betrügen hat, der ist nicht sauber.“
„Wahrhaftigkeit, Ethik und Anstand sind besser als Betrug und Lügen.“
„Kapitalistische Völlerei ist unchristlich.“
„Es wird Zeit, dass sich die Politik etwas einfallen lässt, sonst hängt sich der Kapitalismus auf Grund des Verhaltens von Betrügern selbst auf!“
Bildung
Die Bildung als die Formung des Menschen im Hinblick auf seine Fähigkeiten ist der zentrale Grundbegriff der Pädagogik in Deutschland. Die Bildung kann als Prozess (der Mensch bildet sich) oder als Ergebnis gesehen werden. Da sich in diesem Begriff das jeweilige Selbst- und Weltverständnis des Menschen widerspiegelt, lässt er sich nicht zeitlos definieren. Als Arten der Bildung können heute die Allgemeinbildung und die Berufsbildung genannt werden.
„Bildung ist mehr als Aus- und Fortbildung.“
„Bildung bringt Einsichten bzw. Erkenntnisse, Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten und führt zur Synthese von Wissen und Haltung.“
Bordelle
Bordelle sind Freudenhäuser, in denen Dirnen sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt anbieten, z. B. in Eros-Centern, Massage-Salons, Bordellstraßen und Nachtclubs. Einzelne Bordelle verfügen über eine Kontaktstraße oder einen Kontakthof, wo die Prostituierten ihre sexuellen Aktivitäten anbahnen. Schon immer gab es Freudenhäuser. Bei unserem Besuch in Ephesus (2013 in der Türkei) war zu lesen, dass gegenüber der berühmten Celsus-Biliothek im Altertum ein Freudenhaus existierte, das auch durch einen unterirdischen Gang von der Bibliothek aus erreichbar war und mancher „Bibliotheksbesuch“ ein eigentlich ganz anderes Ziel hatte: Die Biliothek hatte hier für Männer bisweilen eine Alibifunktion.
„Manche arme Kerle haben Kontaktprobleme oder leben in Verhältnissen, wo sie Liebeserlebnisse nie haben könnten.“
„Oft wird das Ganze teurer als vereinbart und nicht selten werden Freier betrogen.“
„Wenn Menschen nicht über den natürlichen Weg zur „richtigen“ Liebe zueinander finden, dann ist eigentlich ein sehr bedauernswerter Vorgang.“
Bücher
Ein traditionelles Buch ist eine Sammlung von bedrucktem, teilweise auch aus leeren Blättern bestehendem Papier. Heute sind elektronisch gespeicherte Buchtexte als digitale Bücher auf dem Vormarsch. Sie werden auch als E-Books bezeichnet. Eine moderne Variante des Buches ist das Hörbuch. Wenn Bücher nicht auf Nachfrage stoßen, werden sie nicht nur für den Verleger, sondern auch für den Autor zum Risiko, denn der Zeitaufwand für ein gutes Buch ist nicht zu unterschätzen. Es gibt u. a. Sachbücher (z. B. Fachbuch, Lexikon, Wörterbuch), Belletristik (z. B. Romane, Gedichtbände), Kinder-, Jugend- und Bilderbücher zu unterscheiden.
„Wenn man sich in einer großen Bibliothek aufhält, dann ist man in einer wundervollen Welt.“
„Wenn der Akku leer ist oder der Strom ausfällt, sind keine Informationen mit E-Book beschaffbar.“
„Für mich ist es hinsichtlich der Entscheidung über ein Buch oder ein E-Book nicht die Frage nach dem entweder – oder, sondern des sowohl als auch!“
„Wer als Schriftsteller tätig ist, muss – was Honoraransprüche angeht – Idealist sein!“
Bundespräsident
Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Er wird von der Bundesversammlung auf fünf Jahre gewählt. Die Wählbarkeit ist ab dem 40. Lebensjahr möglich. Er kann an eine Wahlperiode anschließend einmal wieder gewählt werden (Art 54 GG). Bisherige Amtsträger waren T. Heuss, H. Lübke, G. Heinemann, W. Scheel, C. Carstens, R.v. Weizsäcker, R. Herzog, J. Rau, H. Köhler, C. Wulff und heute ist es J. Gauck. Zu den vorrangigen Aufgaben eines Bundespräsidenten gehört es, zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen zu vermitteln, Rivalitäten abzubauen, Gräben zu überwinden und den Zusammenhalt des Ganzen zu fördern. Zu bestimmten Anlässen muss ein Bundespräsident öffentlich Zeichen setzen und an Verantwortung, an Ethik und Moral appellieren. Er sollte ein Sprachrohr der Bevölkerung sein.
„Sehr sensible Menschen sollten die große Politik meiden.“
„Das Amt des Bundespräsidenten sollte unbedingt erhalten werden, denn wir brauchen ein Staatsoberhaupt, das die Bundesrepublik Deutschland angemessen repräsentiert.
„Das deutsche Volk sollte seinen Bundespräsidenten selbst wählen können. Das Ganze sollte aber so organisiert werden, dass der zu wählende Präsident nicht zum Wahlkampfmanöver wird.“
C
Charakter
Der Charakter (griech.: Prägung) ist die typische Eigenart einer Person, Sache oder Gesamterscheinung, z. B. einer Landschaft. Im Hinblick auf die Menschentypen ist nach Hippokrates zwischen melancholischen (Schwermut), sanguinischen (Heiterkeit), cholerischen (Reizbarkeit) und phlegmatischen (Ruhe) Charaktertypen zu unterscheiden. Aristoteles spricht von Verstandestugenden, die durch Belehrung erworben wurden, und von Charaktertugenden, z. B. Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit. Auch Toleranz ist ein Charaktermerkmal. In der Lebenspraxis unterscheiden wir zwischen gut- bzw. bösartigen Charaktertypen.
„Ein gutartiger Charaktertyp ist u. a. gefühlvoll, dankbar, tapfer, besonnen, gerecht, ehrlich, hilfsbereit, barmherzig, geduldig, bescheiden, zurückhaltend, höflich und glaubwürdig.“
„Ein Mensch muss Charakter haben, um sein wahres Ich zu erkennen.“
„Manchmal müssen wir auch nachgiebig sein und manches ganz einfach vergessen können.“
Christentum
Das Christentum ist mit ca. 2,1 Milliarden Christen die zahlenmäßig bedeutsamste Religion der Welt, der ungefähr ein Drittel aller Menschen auf der Welt angehören. Die Anhänger des Christentums bezeichnen sich als Christen, benannt nach Jesus Christus. Das Christentum ging aus dem Judentum hervor. Die Römisch-katholische Kirche, die als die größte christliche Konfession mit etwa 1,3 Milliarden Menschen weltweit vertreten ist, bekennt sich zum Papst als dem Oberhaupt der Katholischen Kirche. Der aktuelle und 266. Papst Franziscus als „Bischof der Armen“ (Jorge Mario Bergoglio) ist Argentinier. Sein Vorgänger war Papst Benedikt XVI.
„Obgleich ich als evangelisch Gläubiger Protestant bin, verehre ich aktuell sowohl den intellektuellen als auch den bescheidenen Papst.“
„Das Christentum gibt unserem Leben einen Sinn und erleichtert das Zusammenleben in großen Gemeinschaften, z. B. gibt es uns Heimat, Geborgenheit und Hoffnung.“
„Der höhere Sinn des Lebens besteht für den Christen in der Gemeinschaft mit Gott bzw. untereinander und in der Achtung der Zehn Gebote.“
„Das Christentum gibt den Menschen Halt, hilft bei der Bewältigung des Lebenskampfes und ist Kraft des Lebens.“
„Für das Christentum gelten alle Vorteile einer Religion.“
„Auch bei Christen ist der eigene Anspruch oft weit von der Realität entfernt: wir sind alle nur Menschen.“
„Die Trennung der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche sollte abgeschafft werden, weil wir Christen heute ganz andere Sorgen haben.“
„Jeder Christ sollte sich aber zum Christentum bekennen, auch wenn man heute mitunter milde belächelt und als Clown oder Traumtänzer abgetan wird, wenn man offen zu verstehen gibt, dass man jeden Tag aufrichtig das Gebet zu Gott sucht. Man muss es nicht hinnehmen, dass ein Christ als analytisch ungeschult, theoretisch ungebildet und relativ leicht beeinflussbar hingestellt wird. Dagegen muss man sich wehren, ebenso dagegen, dass die Inhalte der Zehn Gebote mitunter verunglimpft werden.“
„Das Christentum ist eine bedeutende Religion, die auch durch negative Aussagen manch kluger Köpfe nicht abwertbar ist.“
„Bei aller Unterstützung des Christentums sollten wir niemals vergessen, dass wir zuerst vor unserer eigenen Tür kehren müssen, bevor wir über andere richten.“
Cocktail
Ein Cocktail ist ein alkoholisches Mixgetränk, das aus verschiedenen Zutaten besteht, z. B. mindestens eine Spirituose wie Gin, Whisky, Rum, Weinbrand oder Wodka. Im Cocktailshaker werden die Zutaten mit Eis gemischt, frisch zubereitet, im dazu passenden Glas sofort serviert und getrunken. Jedes Cocktail-Getränk hat einen eigenen Namen, z. B. Bloody Mary, Kir Royal, Hugo, Manhatten, Tequila Sunrise, Americano, Dry Martini, Margarita, Ginn Fizz, Campari Orange.
„Ein Kir Royal ist als Apéritiv unvergleichlich gut.“
„Ein Whisky in kühlem Cola ist an einem milden Sommerabend ein Hochgenuss.“
„Geschieht der Alkoholkonsum in Maßen, dann wird er uns wohl auch nicht schaden.“
Computer
Ein Computer ist eine programmgesteuerte, elektronische Anlage zur Datenverarbeitung und -speicherung sowie zur Steuerung von Geräten und Prozessen. Während die Hardware gerätetechnische Einrichtungen umfasst, besteht die Software aus programmtechnischen Mitteln. Alle Computer besitzen mehrere Eingabe- und Ausgabegeräte, die über Kanäle mit der Zentraleinheit verbunden sind. Die Eingabe von Daten geschieht meist über eine Tastatur und/oder eine Maus. Der Datenausgabe dienen z. B. Bildschirme und Drucker. Mit Computern beschäftigen sich die Informatik bzw. die Wirtschaftsinformatik.
„Über das Wissensportal Wikipedia sind heute fest alle Daten abrufbar.“
„Mit dem Computer sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, man kann z. B. Bilder entwerfen.“
„Computer werden für kriminelle Zwecke missbraucht, z. B. Probleme durch Betrug beim Homebanking.“
„Das Arbeiten und Spielen am Computer kann süchtig machen und persönliche Beziehungen können leiden.“
D
Dankbarkeit
Dankbarkeit ist eine Tugend bzw. eine Haltung des Menschen in Anerkennung einer erhaltenen positiven Zuwendung. Sie zeigt sich im Dank als der wohlwollenden Erwiderung von empfangener Hilfe bzw. von anderen Leistungen. Dankbare Menschen fühlen sich subjektiv gesehen besser und sind zufriedener mit ihrem Leben. Dankbarkeit kann sogar glücklich machen und hat somit durchaus etwas Mächtiges. Die Dankbarkeit setzt voraus, dass der Nehmer einer Wohltat etwas bekommt, was er nicht fordern kann. Von Dank ist das Wort „danke“ abgeleitet. Das Gegenteil von Dank ist der Undank als das Fehlen von Dankbarkeit. Viele Menschen sind dankbar, andere leider nicht!
„Sie bitten zwar inständig, wenn sie aber ihr Ziel erreicht haben, reagieren sie falsch.“
„Wer Dankbarkeit als Last empfindet, hat charakterliche Probleme.“
„Wer für seine guten Taten Dank erwartet, wird leider oft enttäuscht.“
„Aber das sollte uns nicht abhalten, auch ohne Dank weiterhin Gutes zu tun.“
„Heute gewinnt man vielfach den Eindruck, als wenn alles selbstverständlich sei und vor allem bei noch jungen Menschen mitunter die Wahrnehmung der Rechte gegenüber den Pflichten dominiere.“
Das Böse
Das Böse ist die Kraft, die den Menschen zum moralisch falschen Handeln antreibt, z. B. zur Sünde, Lüge, Angeberei, zum Egoismus und/oder Verbrechen. Das Böse ist eine Herausforderung für Philosophie und Theologie. Was ist das Böse? Überall gibt es Lug und Trug, Mord und Totschlag. Das Böse ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Natur. Durch seine zerstörerische Haltung ist das Böse wohl auch ein Phänomen der Leiderfahrung. Der Seelenzustand kann sich vom Bösen zum Guten entwickeln, aber auch umgekehrt.
„Wenn wir in diesem Augenblick wüssten, was alles Schlechtes in der Welt geschieht, würden wir nicht mehr an das Gute glauben. Trotzdem sollten uns nicht vom Guten abbringen lassen.“
„Will das Böse dich besiegen, dann lass dich ja nicht unterkriegen; genieße, was dir Gott beschieden, dann macht das Gute dich zufrieden.“
Das Gute
Das Gute umfasst traditionell besondere moralische und ethische Werte, z. B. Bescheidenheit, Selbstlosigkeit, Höflichkeit, Ehrlichkeit, Edelmut, Hilfsbereitschaft und Demut. Der Mensch hat die Freiheit, gut oder böse zu handeln. Allerdings nimmt die Seele des Menschen – mit einem Chip vergleichbar – gutes und böses Verhalten stetig und unbemerkt auf: Wer sich niederträchtig verhält, löst damit negative Festschreibungen in seiner Seele aus, die in zunehmendem Maße eine Tendenz zur Unzufriedenheit bewirken. Wer sich im Sinne der Zehn Gebote verhält, wird positive Seelen-Aufzeichnungen haben. Diese zeigen das Gute, machen eher zufrieden und bringen uns dem Glück näher.
„Wer das Gute anstrebt, ist auf dem richtigen Weg zur Zufriedenheit.“
„Alles was gut ist, ist zeitlos.“
„Wir sollten im Leben versuchen, das Gute anzustreben bzw. zu bewirken und das Böse zu meiden bzw. zu bekämpfen.“
Das Schöne
Das Schöne ist für uns Menschen ein gefühlter ästhetischer Zustand. Das Schöne und das Hässliche durchlaufen den gleichen Klassifizierungsprozess wie auch das Harmonische und Disharmonische. Doch währen das Harmonische höchstens Wohlgefallen in uns auslöst, kann das Schöne mehr, denn es erweckt Assoziationen, spricht unsere Gefühle an bzw. bewegt unsere Triebe und Instinkte. Das Gegenteil des Schönen ist das Hässliche.
„Das Schöne in der Kunst, Kultur und in der Natur ist nicht einfach in Worte zu fassen: man muss es genießen.“
„Das Schöne eröffnet sich eher dem Guten als dem Bösen.“
„Leider lässt der Alltag für uns Menschen viel Schönes zur Gewohnheit werden.“
„Das Schönste ist immer viel zu schnell vorbei!“
„An das Edle und das Schöne, möcht’ ich mich so gern gewöhne’; doch der Alltag ist viel stärker, bringt mir immer wieder Ärger!“
„Lasst uns in einer zunehmend kalten Gesellschaft ein wenig heile Welt erhalten!“
Demokratie
Die Demokratie (griech.: Volksherrschaft) ist ein politisches System, bei dem das Volk eine mitbestimmende Funktion einnimmt, z. B. im Rahmen freier Wahlen, Entscheidungen nach dem Mehrheitsprinzip, Respektieren der Opposition und Beachtung des Schutzes der Grund- und Menschenrechte. Die heutige Demokratie ist eine vorwiegend repräsentative Demokratie, in welcher der Wille des Volkes durch eine Volksvertretung repräsentiert wird. Die Demokratie steht im Gegensatz zur Diktatur. Der Weg zur Demokratie ist nicht einfach. Demokratische Systeme sind weniger anfällig gegen Machtmissbrauch als Diktaturen. Die Politiker müssen sich in der Demokratie um die Bürger bemühen, um sie für sich zu gewinnen. Freie Wahlen geben dem Bürger die Entscheidungsfreiheit für eine Partei. Es erfolgt in der Regel keine Politik gegen den mehrheitlichen Willen des Bürgers. Es gibt auf Landes- und kommunaler Ebene Volksbegehren und Volksentscheide. Dadurch wird die Gefahr reduziert, dass sich Politiker zu weit von den Bürgern entfernen. Das Parlament ist der Ort politischer Auseinandersetzung der Parteien (Diskussionen). Ausufernder politischer Gewalt (z. B. Nationalsozialismus) wird in der Demokratie der Boden entzogen. In demokratischen Systemen sind Bürger besser informiert als in totalen Systemen. Die Bürger haben die Möglichkeit, für ihre Anliegen auch in großer Anzahl gewaltfrei zu demonstrieren. Die Demokratie steht für Freiheit (der Presse, der Berufswahl usw.), auch wenn diese leider manchmal ausgenutzt wird.
„Nicht alles, was sich demokratisch nennt, ist demokratisch.“
„Entscheidungen der pluralistischen Demokratie sind mitunter faule Kompromisse.“
„Eine kleine Partei die mit einer großen koaliert, hat mehr Einfluss als angemessen ist.“
„Volksbegehren und Volksentscheide können zur Unbeweglichkeit des Systems beitragen.“
„Bei der Gesetzgebung wünsche ich mir künftig mehr Klasse als Masse.“
„Wir sollten die Vorteile der Demokratie nicht verspielen, denn mit der Freiheit ist es wie mit den Eltern. Was man an ihnen hatte, weiß man erst, wenn sie nicht mehr da sind.“
„Demokratie funktioniert nur in wirtschaftlich guten Zeiten; wenn es den Menschen schlecht geht, rufen sie nach Korrekturen durch Zwang.“
„Die heutige deutsche Demokratie ist es wert, dass wir uns zu ihr bekennen.“
Denken
Das Denken ist jedes aktive kognitive Verhalten des Menschen. Damit ist es ein wesentliches Elemente des psychischen Systems Geist. Denken prägt den Verstand als Fähigkeit bzw. Tätigkeit, sich mit einer Menge von Informationen über Wirklichkeiten auseinanderzusetzen, sie zu bestimmten Zwecken zu unterscheiden und mit Informationen zu vergleichen, zu werten, zu ordnen und zu speichern. Das Denken ist auch mit Problemlösen verbunden. Zu dem, was Denken heißt, gelangen wir, wenn wir selbst denken lernen. Denken ist also mit Lernen verbunden.
„Denken blüht in der Stille.“
„Wer mundfaul ist, kann trotzdem denkfleißig sein!“
„Das Denken ist als Arbeit des Geistes etwas Wunderbares, vor allem, wenn es zum Erfolg führt.“
Dialektik
Der Begriff Dialektik wird in der philosophischen Literatur sehr unterschiedlich verwendet. Johann Gottlieb Fichte spricht 1794 das erste Mal von einem synthetischen Verfahren, welches die Vereinigung der Gegensätze von These und Antithese zum Zweck hat. Der Philosoph F. W. J. Schilling behauptet, dass die Triade als Dreiheit von These-Antithese und Synthese der Entwicklung in Natur und Geschichte entspricht. Dabei ist die These eine allgemeine Aussage, die das Wesentliche aus einem Aussagenkomplex zur Geltung bringen soll. Thesen sind als Pro-Argumente zu verstehen, die jeweils zeigen sollen, was für das jeweilige Argument spricht. Die Antithese ist die auf das Wesentliche begrenzte Gegenbehauptung zu einer These. Die Antithesen sind Contra-Argumente, die detailliert angeben, was gegen das jeweilige Argument spricht. Die Synthese bildet den Versuch einer sinnvollen Verknüpfung von These bzw. Antithese und bildet dabei die Conclusio als Schlussfolgerung, die z. B. von einem persönlichen Standpunkt getragen wird und im Ergebnis als subjektiv zu interpretieren ist.
„Die Dialektik mit ihren Thesen bzw. Antithesen und Synthese soll die Leser zum Genießen, zum Nachdenken, und zur vertiefenden Diskussion anregen.“
„Die dialektische Methode gewinnt nicht nur für den Dialektiker eine gewisse Faszination.“
Dichtung
Die Dichtung ist ein künstlerischer Prozess, der sich insbesondere auf die poetische Gattung der Lyrik bezieht. Dieser Kulturbereich betrifft sowohl die sog. schöne Literatur als auch auf die in Verse gegliederten Texte. Poesie ist die Kunst des Dichtens: Die Dichtkunst ist dabei immer auf ein Sprachkunstwerk bezogen. Von anderen Künsten grenzt sie sich durch ihre Bindung an das Medium Sprache ab. Vereinfachend werden Lyrik (z. B. die Ballade), Epik (z. B. das Märchen) und Drama (z. B. die Tragödie) unterschieden. Die Sprache der Dichtung kann sich mehr oder weniger von der Alltagssprache entfernen.
„Die Dichtung ist voller Lebensweisheit.“
„Während sich die Dichtung in den Geisteswissenschaften mehr mit dem Geist als mit der Materie beschäftigt, ist es in den Naturwissenschaften umgekehrt.“
Diktatur
Die Diktatur ist eine Herrschaftsform, an deren Spitze ein Diktator oder eine regierende Gruppe mit unbeschränkter politischer Macht steht. Die Konzentration der öffentlichen Gewalt liegt also in der Hand von nur wenigen Menschen. Ideologie, Feindbilder und viel Propaganda bestimmen den Alltag. Die Problematik der Diktatur liegt vor allem darin, dass die Freiheit des Individuums nicht gegeben ist und das Volk unterdrückt wird. Der Staat gibt vor, besser zu wissen, was für den Bürger gut ist. Im Gegensatz dazu steht die Demokratie.
„In einer Diktatur gibt es keine freien Wahlen, d. h. es besteht keine Entscheidungsfreiheit der Bürger.“
„Wer sich als Bürger nach einer Diktatur sehnt, hat nicht genug über sie nachgedacht.“
Du
Als „Du“ wird in der Sozialphilosophie ein anderes Subjekt oder ein Dialog-Partner bezeichnet, das mit dem „Ich“ nicht identisch ist, das aber auch kein Fremder ist. In der praktischen Anwendung wird vom Dutzen gesprochen. Im praktischen Leben werden Minderjährige bzw. Familienangehörige und Freunde mit „Du“ angesprochen. Der Übergang von „Sie“ zum „Du“ setzt unter Erwachsenen meistens eine Vereinbarung voraus. Der Rückgang zum „Sie“ ist meist durch eine Verschlechterung der Beziehungen verbunden. Während die Japaner etwa 23 verschiedene Anreden kennen, haben die Italiener drei, Engländer und Amerikaner aber nur eine Anrede („you“). Es ist herrschende Meinung, dass der Ranghöhere dem Rangniedrigeren, der Ältere dem Jüngeren und die Frau dem Mann das „Du“ zuerst anbietet.
„Im Geschäftsleben ist das Sie am weitesten verbreitet und im privaten Bereich gibt es Du und Sie.“
„Wenn man einem Menschen das Du anbietet und dieser lehnt das aber ab, dann ist das eine Beleidigung mit Folgen.“
Dummheit
Die Dummheit bezeichnet allgemein sprachlich einen Mangel an Intelligenz bzw. eine geringe Begabung bzw. eine törichte Handlung eines Menschen. Sie umfasst auch die Einstellung, etwas nicht wahrnehmen zu können bzw. etwas nicht erfassen zu wollen und die mangelhafte Fähigkeit, aus Wahrnehmungen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Bezeichnung Dummheit ist eine starke Wertung oder eine Beleidigung sowie Herabminderung, sobald sie im Zusammenhang mit Personen verwendet wird. Betrachtungen zur Dummheit bringen oft Subjektives mit sich.
„Wir sollten damit vorsichtig sein, anderen Menschen vorschnell Dummheit zu unterstellen.“
„Der Dumme hat mitunter Glück.“
„Ein hohler Kopf unterschätzt die Größe seines Vakuums.“
„Manche mogeln sich hindurch und kommen dabei oft weiter als man denkt.“
„Arroganz und Beleidigung haben nicht nur in der Pädagogik keinen Platz.“
E
Egoismus
Der Egoismus ist eine Handlungsweise des Menschen, bei der die Verfolgung eigener Zwecke vor anderen Zwecken als das zentrale Motiv gesehen wird. Es geht hier um Antriebe und selbstsüchtige Strebungen. Hartnäckigkeit, Zielstrebigkeit und Unermüdlichkeit sind aber nicht mit dem Egoismus identisch. Biologisch gesehen beruht der Egoismus auf dem Selbsterhaltungstrieb. Verwerflich wird er, wenn er sich im Geltungs- und Machtstreben zur Selbstsucht und Rücksichtslosigkeit steigert. Überzogener Egoismus ist auch ein Problem der Interessengruppen in unserer Gesellschaft. Das Gegenteil vom Egoismus ist der Altruismus (Selbstlosigkeit).
„Wer sich selbst zu wichtig nimmt, menschlich immer tiefer sinkt.“
„Mangelhafte Gesundheit und Einsamkeit sind der Preis für grenzenlosen Egoismus.“
„Kranker Egoismus favorisiert die Rücksichtslosigkeit des Ellenbogens.“
„Mit der Verherrlichung des Egoismus und der Ignoranz seiner potentiellen Nachteile helfen wir unserer Gesellschaft in keiner Weise.“
„Ein gesunder Egoismus ist heute zweifellos für das Überleben in unserer Gesellschaft notwendig, aber kranker Egoismus ist verabscheuenswert.“
„Wer den Altruismus übertreibt, wird ebenso untergehen, wie derjenige, welcher der Ichsucht verfällt.“
Ehe
Die Ehe ist eine rechtlich anerkannte, dauerhafte Verbindung von Personen zu einer Lebensgemeinschaft. Sie kommt als Eheschließung durch eine vertragliche Vereinbarung zustande und stellt ein Dauerrechtsverhältnis dar. Ihr Zweck ist die eherechtliche Lebensgemeinschaft. Die Partner werden auch als Eheleute, Ehegatten und Ehepartner bezeichnet. Millionen von Ehen halten 30 Jahre und länger. Auch die zahlreichen Ehescheidungen sprechen nicht gegen die Institution Ehe, denn oft sind beide Geschlechter bald wieder mit anderen Partnern verheiratet. Abreden der Partner über Getrenntleben oder über die Erlaubnis intimer Beziehungen zu anderen Personen sind für eine Ehe unwirksam. Die rechtsgültige Beendigung der Ehe ist die Scheidung.
„Einen passenden Partner zu finden, ist vor allem heute ein Griff in die Lostrommel.“
„Man darf auch von der Ehe nicht zu viel erwarten und muss es im Leben nehmen, wie es kommt: nach dem Ärger kommen schönere Tage, wo man wieder zufriedener wird!“
„In einer guten Ehe rauft man sich doch immer wieder zusammen.“
„Eheliche Treue ist unverzichtbar, denn Ehe ist nicht teilbar mit anderen Menschen.“
Ehre
Die Ehre ist die Achtung, die einer Person entgegengebracht wird, z. B. Verehrung und dann der Ruhm. Die Wahrung seiner Ehre ist sich der Mensch als moralischer Person schuldig. Die innere Ehre meint die dem Menschen zukommende Würde und die äußere Ehre betrifft die gegenseitige Anerkennung unter Menschen, z. B. in einer gesellschaftsbezogenen Begebenheit. Im System der Werte hat die Ehre heute noch ihren Stellenwert. Das Gegenteil der Ehre ist die Schande, z. B. als Verlust der Ehre oder eine persönliche Blamage.
„Man sollte sich selbst nicht zu wichtig nehmen, aber immer Gutes tun.“
„Heute ist man oben, morgen unten.“
„Die Grenzen zwischen Verehrung und Verachtung sind fließend.“
Ehrgeiz
Ehrgeiz ist das Streben des Menschen, andere an Geltung, Ehre oder Macht zu übertreffen. Ein normaler Ehrgeiz ist meistens mit einem Bedürfnis nach Anerkennung verbunden und wird als Antrieb in pädagogischer Sicht überwiegend positiv beurteilt. Es gibt aber auch den krankhaften Ehrgeiz. Wenn die Hierarchie neue Möglichkeiten des Aufstiegs eröffnet, dann strebt ein Ehrgeizling sein Weiterkommen mit oft nicht mehr vertretbaren Mitteln an. Er neigt auch zum Perfektionismus. Der Ehrgeizling merkt mitunter nicht mehr, dass sein Verhalten im Team als abstoßend empfunden wird.
„Ganz ohne Ehrgeiz schaffen wir das Leben nicht.“
„In gruppenpsychologischer Sicht sind Ehrgeizlinge Streber, die mit ihrem extremen Ehrgeiz der Gruppe schaden können.“
„Das große Wunschpotenzial des Ehrgeizlings ist seine Karriere.“
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