Kitabı oku: «Erlebnis-Wanderungen in und um Garmisch»
Unvergessliche Touren
Erlebnis-Wanderungen
in und um Garmisch
30 Touren am Wasser, durch malerische Täler und auf die schönsten Gipfel
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.j-berg.de

Inhalt
Tourenüberblick
Vorwort
Praktische Informationen
Garmisch-Partenkirchen und Grainau
1 Um den Eibsee
Bequeme Runde in Bilderbuchlandschaft
2 Über den Badersee zur Neuneralm
Gemütlich, zauberhaft und mystisch
3 Über den Höhenrain
Schlendern mit traumhafter Sicht
4 Über das Hupfleitenjoch
Vom Kreuzeck ins Höllental
5 Auf die Alpspitze
Garmisch-Partenkirchens Wahrzeichen
6 Zum Bernadeinkopf
Gipfelwiese unter der Alpspitze
7 Rießerseer Höhenweg
Aussichtsreich mit Alm und Bobbahn
8 Über den Eckbauer
Eindrucksvoller Weg durch die Partnachklamm
9 Philosophenweg
Wandern, Wallfahren und Weitsicht
10 Der Wank
Panoramaweg und Abstieg vom Sonnenberg
11 Über den Hohen Fricken
Steil und eindrucksvoll im Estergebirge
12 Der Krottenkopf
Höchster Gipfel im Estergebirge
13 Oberauer Höhenweg
Oberhalb der Loisach zum Estergebirge
14 Kramerplateauweg
Exkursion zu bayerischen Wirtschaften
15 Auf die Kramerspitz
Aussichtsbalkon gegenüber der Zugspitze
16 Auf die Zugspitze
Zwei Tage durchs Höllental
Ehrwalder Becken
17 Zur Gamsalm
Abenteuer am Fuß der Zugspitze
18 Zum Seebensee
Malerischer Hochgebirgssee in der Mieminger Kette
19 Über das Hintere Tajatörl
Bilderbuchtour im Reich des Drachen
20 Auf die Tuftlalm
Die Magie des Panoramas
21 Der mächtige Daniel
Traumtour mit Zugspitzblick
22 Zum Grünen Ups
Aussichtsreicher Sattel am Daniel
23 Über die Schellschlicht
Abenteuer über Griesen
Rund um Mittenwald
24 Auf den Schachen
Königshaus, Pavillon und Berghütte
25 Über den Hohen Kranzberg
Mittenwalder Paradegipfel
26 Die Leutascher Geisterklamm
Stürzendes Wasser und wilde Geister
27 Panoramaweg am Karwendel
Fernrohr und Tunnelweg
28 Über die Buckelwiesen
Auf den Spuren der Eiszeit und der Römer
29 Um den Krüner Stausee
Isarkiesel und Karwendelspitzen
30 Der Krepelschrofen
Unverhoffter Blick aufs Werdenfelser Land
Zugabe
Register
Impressum

11 Gipfelpanorama vom Hohen Fricken

16 Auf der Zugspitze

18 Der idyllische Seebensee

24 Schachen mit Königsschloss vor dem Wetterstein

30 Isar bei Wallgau
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwierig |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Einkehr |
| kinderfreundlich |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Bademöglichkeit |
| Seilbahn |
| Klettersteig |
| Anreise mit ÖPNV |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Tour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Tourenüberblick

Vorwort
Garmisch-Partenkirchen gehört sicherlich zu den beliebtesten Urlaubsorten und Naherholungszielen in Süddeutschland. Alleine schon Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, lockt jedes Jahr unzählige Besucher an. Aber nicht nur die Zugspitze lohnt einen Besuch. Das Wettersteingebirge ist ein eindrucksvolles Gebirge mit vielfältigen Möglichkeiten für erlebnisreiche Wanderungen. Hier findet jeder seine Tour – von der einfachen Hüttenwanderung bis zum anspruchsvollen Gipfelweg. Aber nicht nur das Wettersteingebirge zieht Erholungssuchende in die Region um Garmisch-Partenkirchen. Auch die waldreichen Ammergauer Alpen und das Estergebirge locken mit vielen interessanten Erlebnistouren.
Wir möchten aber nicht nur Wanderungen direkt von Garmisch-Partenkirchen aus vorstellen. Für uns gehört zur Wanderregion Garmisch-Partenkirchen auch der Bereich nach Osten bis nach Mittenwald und zum Karwendel. Genauso möchten wir noch die westliche, die Tiroler Seite der Zugspitzregion von Ehrwald und Lermoos miteinbeziehen. In beiden Richtungen gibt es grandiose Wandermöglichkeiten wie den gemütlichen Hohen Kranzberg, das Königshaus am Schachen, den mächtigen Daniel oder den Seebensee und das Tajatörl. So wäre es schade, wenn man bei einem Urlaub oder bei Tagesausflügen rund um Garmisch-Partenkirchen nicht auch Exkursionen in die angrenzenden Berggebiete unternehmen würde.

»Aussichtskino« am Wank (Tour 10)
Wir wünschen nun viel Spaß mit diesem Buch, sei es bei der Almwanderung, der Hüttentour, der Seeumrundung oder der anspruchsvollen Gipfeltour. Uns hat das Wandern in dieser Region zum wiederholten Male viel Freude bereitet.
Janina und Markus Meier
Lisa und Wilfried Bahnmüller
Praktische Informationen
Die Tourenvorschläge in diesem Buch führen zwar nicht in alpine Hochgebirgsregionen (mit Ausnahme der Zugspitze), trotzdem wandern wir in den Alpen, und das nicht immer nur auf breiten Wanderwegen, sondern auch auf schmalen und steinigen Pfaden. Es sind also keine Spaziergänge, die man mit leichtem Schuhwerk starten sollte. Zweimal geht es sogar über Klettersteige, die eine entsprechende Ausrüstung erfordern. Wer mehr gute und allgemeine Tipps über das Wandern im Gebirge sucht, findet sie auf der Homepage des Deutschen Alpenvereins (www.alpenverein.de). Wir haben hier nur die für dieses Buch wesentlichen Informationen zusammengestellt.
Anforderungen, Kondition und Fitness
Selbstverständlich wissen wir, dass jeder die Anforderungen an Kondition oder alpine Erfahrung bei einer Wanderung unterschiedlich stark empfindet. Wir haben die vorgeschlagenen Touren in die Schwierigkeitsbereiche leicht (
), mittel (
) und schwer (
) eingeteilt. Dabei orientieren wir unsere Einstufung an den leichtesten Wanderungen. Das bedeutet, dass Touren, die in die Höhe führen und automatisch mehr Kondition erfordern, hier als schwieriger eingestuft werden.
Der trainierte Wanderer mag womöglich bei einer »mittleren« Bergtour über diese Einstufung schmunzeln, aber grundsätzlich gilt: Lieber mit den einfachen Touren beginnen! Steigern kann man sich immer. Und wer sich eine schwere Tour alleine nicht zutraut, der kann auch einen Bergführer engagieren. Unter der Information »Tourencharakter« geben wir zudem eine genauere Beschreibung der Wegbeschaffenheit und der gegebenenfalls zu erwartenden Schwierigkeiten.

Aufstieg zum Seebensee und zur Coburger Hütte (Tour 19)

Heldenkreuz oberhalb von Oberau (Tour 13)
Gehzeiten und Höhenunterschiede
Alle bei den Touren aufgeführten Zeiten beziehen sich auf die reine Gehzeit. Für Pausen auf dem Gipfel oder in der Alm, für Fotostopps oder Besichtigungen muss man also extra Zeit einplanen. Die Gehzeit-Angaben verstehen sich als hilfreiche Richtlinien und können in Abhängigkeit von der individuellen Kondition oder von äußeren Bedingungen natürlich variieren.
Die angegebenen Höhenunterschiede umfassen die Summe der zu bewältigenden Höhenmeter im Verlauf einer Tour inklusive Gegensteigungen.
Ausrüstung
Feste Wanderstiefel oder Trekkingschuhe sind Grundvoraussetzung für sicheres Wandern. Falsches Schuhwerk (Halbschuhe, Turnschuhe etc.) bieten niemals genügend Halt und sind immer wieder Auslöser für Unfälle. Wasserabweisende Schuhe sind auch im Sommer ideal. Teleskopstöcke sind vor allem beim Abstieg von den Bergen bequem und entlasten die Gelenke. Gut ist, wenn sie klein und leicht sind und so bei Nichtgebrauch an den Rucksack gebunden werden können. Bei der Wahl des Rucksacks raten wir, nicht zu sparen und sich ein wirklich gut sitzendes Modell von einem Fachhändler empfehlen zu lassen.

Das »Brett« auf der Höllentalroute zur Zugspitze (Tour 16)
Bequeme Wanderkleidung aus technischem Funktionsmaterial ist praktisch und trocknet schneller. Grundsätzlich gilt das »Zwiebelprinzip« mehrerer Schichten: Unterhemd – T-Shirt – Bluse/Hemd – Pullover – Jacke. Vor allem letztere Schicht, eine wärmende Jacke wie z.B. ein Windstopper oder eine Wetterschutzjacke, darf unterwegs in unseren Breitengraden eigentlich nie fehlen. Bei einigen der Touren empfiehlt es sich, im Sommer seine Badesachen mitzubringen. Nach einer Wanderung ist es ein Hochgenuss, sich in klare, kühle Fluten zu stürzen. Sonnenschutz (Kopfbedeckung!) sollte man immer dabeihaben. Praktisch ist auch ein Insektenabwehrmittel, am besten mit Zeckenschutz (Beine einsprühen!). Vernünftig ist ein Erste-Hilfe-Täschchen mit Rettungsfolie, das gut im Rucksack liegt und nicht viel Platz wegnimmt. Das gilt auch für ein Handy, mit dem wir sowohl in einem Notfall helfen als auch selbst um Hilfe bitten können. Für die Klettersteige benötigt man eine Klettersteigausrüstung mit Klettersteigset und Helm sowie an der Zugspitze im Spätsommer auch Leichtsteigeisen.

Berggasthof St. Anton am Hohen Kranzberg (Tour 25)
Einkehr und Verpflegung
Nicht bei allen Touren kommt man unterwegs an Einkehrmöglichkeiten wie Hütten oder Almen vorbei. Dies ist in der Kurzinfo angegeben, zur Sicherheit sollte man aber die Öffnungszeiten immer noch einmal überprüfen. Almen und Hütten haben meist nur im Sommer geöffnet. Gerade in den Übergangszeiten kann es sein, dass eine Einkehrmöglichkeit geschlossen ist.
Es lohnt sich daher immer, eine eigene Brotzeit und ausreichend Getränke mitzunehmen. Schöne Rastplätze findet man auf jeder Tour und nach unserer Erfahrung bleiben genussvolle Gipfelbrotzeiten lange in Erinnerung. Wie auch immer: Ein Notproviant, der aus Obst, Keksen oder einem Müsliriegel besteht, gibt Energie und schadet niemals.

Pause am Weg zur Schellschlicht (Tour 23)
Beste Jahres- bzw. Tageszeit
Allgemein reicht die beste Jahreszeit für die Wanderungen – je nach Schneeverhältnissen – vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein. Für Höhenwanderungen ist der Hochsommer ideal, einige Touren sind auch schon im Frühsommer möglich. Dabei muss man auf Altschneefelder achten. Die schönste Jahreszeit zum Wandern ist sicherlich der Herbst, aber auch hier sollte man mit vereisten Stellen rechnen. Mehrere Wanderungen in diesem Buch sind auch ganzjährig durchführbar, ersichtlich im »Tourenüberblick« auf Seite 5. Und einige Touren eignen sich besonders gut für heiße Sommertage, denn sie führen angenehm schattig durch den Wald oder bieten auf dem Weg oder im Anschluss daran erfrischende Badegelegenheiten.
Grundsätzlich sollte man, sofern möglich, das Wochenende zum Wandern meiden. Gerade die Region um Garmisch-Partenkirchen ist ein beliebtes Wandergebiet.

Nach den Wanderungen lohnt sich ein Besuch von Garmisch-Partenkirchen.
Anfahrt
Angesichts des bisweilen hohen (Naherholungs-)Verkehrsaufkommens auf den Straßen der Region Garmisch-Partenkirchen bietet sich womöglich die Anfahrt mit Öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) an. Wie dies alternativ möglich ist, ist bei der Kurzinfo angegeben. Bei der Planung der Anfahrt mit Bus und Bahn können folgende Websites hilfreich sein:
•www.bayern-fahrplan.de: Bahn- und Busverbindungen in ganz Bayern und angrenzenden Regionen
•www.rvo-bus.de: Regionalbuslinien in Oberbayern
•www.vvt.at: Alle öffentlichen Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Tirol (VVT)
•www.postbus.at: Regionalbuslinien in Tirol und ganz Österreich

Wer nur den Rundweg um die Karwendelgrube macht, ist auf über 2200 Metern in sicherem Gelände unterwegs (Tour 27).
Sicherheit
Bereits bei der Auswahl der Touren sollte man seine eigene Leistungsfähigkeit – und auch die der Begleiter – kritisch in die Überlegungen einbeziehen. Grundsätzlich wandert man besser nicht allein. Falls einem etwas zustößt, kann die Begleitung Hilfe holen. Zumindest teilt man im Vorfeld Freunden mit, wohin man unterwegs ist. So haben, im schlimmsten Fall, Rettungstrupps Anhaltspunkte, wo sie suchen müssen. Deshalb ist sicherlich die Mitnahme eines Handys immer sinnvoll (Notruf 112). Wenn die moderne Technik einmal nichts mehr nutzt, gibt es das alte, aber bewährte alpine Notsignal. Es besteht aus sechs optischen oder akustischen Signalen (Rufen, Pfeifen, Winken) in der Minute (alle zehn Sekunden), dann folgen drei Minuten Pause vor einer Wiederholung. Antwort: dreimal pro Minute ein Signal.
Unbedingt beobachten sollte man vor und während der Wanderung das Wetter (Bergwetter z.B. unter www.alpenverein.de oder www.alpenverein.at). Unvorhersehbare Wetterumschwünge sind vor allem in den Sommermonaten nicht selten. Wer von einem Gewitter überrascht wird, sollte exponierte Wegstellen unbedingt meiden und lieber Schutz in Senken suchen. Vorsicht ist auch in den Wäldern bei starkem Wind geboten. Es besteht immer die Gefahr von Windbruch durch herunterfallende Äste.
Garmisch-Partenkirchen und Grainau

Blick vom Weg nach Wamberg auf Garmisch-Partenkirchen (Tour 8)
1 Um den Eibsee
Bequeme Runde in Bilderbuchlandschaft
Bei der Rundwanderung handelt sich um eine gemütliche, einfache Tour, die von ihren Eindrücken lebt. Neben ein paar kleinen Gewässern am Weg und den Inselchen im Norden des Eibsees beeindruckt vor allem der Blick auf das über dem Wasser aufragende Zugspitzmassiv.

Tourencharakter
Einfache, gut zu begehende Wanderwege.
Ausgangs-/Endpunkt
Parkplätze am Eibsee nahe des Ostufers, GPS 47.457040, 10.992596
Anfahrt
ÖPNV: Vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen mit der Bayerischen Zugspitzbahn (Zahnradbahn) oder mit dem Eibseebus zum Eibsee.
Auto: Von Garmisch auf der B 23 Richtung Ehrwald, zweite Einfahrt nach Grainau nehmen, im Ort auf der Loisachstraße und dann der Eibseestraße weiter zum Eibsee.
Einkehr
Nur am Tourende Einkehrmöglichkeiten am Südostufer des Eibsees, www.eibsee.de


Idyllisch liegt der See am Fuß des Wettersteinmassivs.

Der Eibsee ist wirklich ein landschaftliches Kleinod.
Zur SasseninselDer Rundwanderweg um den Eibsee kann in beiden Richtungen begangen werden, bevorzugt wird die Tour aber entgegen dem Uhrzeigersinn unternommen. Hierzu starten wir vom großen, gebührenpflichtigen Parkplatz – bzw. vom Bahnhof Eibsee der Zugspitz-Zahnradbahn – in Richtung Eibsee-Hotel. Vor diesem biegen wir nach rechts ab. Der Weg führt in den Wald hinein und hinter dem Hotel vorbei. Dabei steigt er zuerst ein wenig an, bevor er oberhalb des Sees entlangführt.
Zu der Brücke am Untersee, einem kleinen Seitenarm, geht es dann wieder leicht bergab. Hier kommen wir erstmals direkt an das Ufer des Eibsees, wo sich ein fantastischer Ausblick auf den Waxensteinkamm und das Massiv der Zugspitze eröffnet. Einige Bänke laden hier zum Verweilen und Genießen der Aussicht ein. Der gemütliche Wanderweg führt nun ein Stück am See entlang, bevor er in den Wald eintaucht und durch diesen ein Stück Richtung Westen zieht. Wir kommen wieder zurück zum Seeufer und erreichen die wunderschöne Bucht nördlich der Sasseninsel.
Weiter zur Bucht am WestendeDer Weg führt wieder in den Wald hinein, an einer Abzweigung gehen wir geradeaus weiter und kommen entlang des Ufers zum westlichsten Zipfel des Eibsees. Der ganze Abschnitt vom Untersee bis hierher ist gekennzeichnet von etlichen Landzungen, Buchten und den neun kleinen Inseln des Sees. Neben dem Weg liegen immer wieder verstreut einige Felsblöcke. Diese belegen, dass der See vor einigen Tausend Jahren bei einem Bergsturz entstanden ist. Zahlreiche Bänke laden dabei immer wieder zu einer kurzen Rast und zum Genießen der Natur ein. Auch hier, am westlichen Ende des Eibsees, bietet sich eine Rast an. Dieser Platz eröffnet eine wirklich schöne Aussicht auf die Ludwigsinsel und das Wettersteinmassiv.
Zurück am SüduferDer Weg führt nun auf die Südseite des Eibsees durch den Bergwald mit seinen steil zum See abfallenden Felsen. Es geht ganz sanft ansteigend nach Südosten zum höchsten Punkt der Wanderung (1016 m). Da der Wald in diesem Abschnitt etwas dichter ist, ist es hier auch deutlich kühler als am Weg am Nordufer des Sees.

Am Rückweg mit Blick zum Eibsee-Hotel
Vom höchsten Punkt fällt der Weg nun wieder deutlich ab und bald kommen wir zum Frillensee, einem eigenen kleinen See. Entlang des breiten Uferwegs wandert man weiter in Richtung Eibsee-Hotel. Man kommt zu einem größeren Strand mit Liegewiese, der im Hochsommer zum Baden einlädt. Nach der Abkühlung und vielleicht ein paar Sonnenstrahlen auf nasser Haut wandern wir am Bootsverleih vorbei und erreichen die Gaststätte Alpsee-Pavillon. Hier können wir noch gemütlich einkehren und die schönen Ausblicke auf den See genießen. Vom Pavillon ist man in wenigen Minuten auf der Asphaltstraße am Parkplatz.

Die Sasseninsel
Zur Hochthörlehütte
Vom Eibsee aus bietet sich auch eine Bergtour zur Hochthörlehütte (1459 m) an. Die Hütte liegt knapp hinter der Grenze auf tirolerischem Boden. Hierzu wandert man nicht hinter dem Eibsee-Hotel vorbei, sondern geradeaus weiter zum Alpsee-Pavillon. Kurz vor dem Frillensee folgt man den Schildern »Eibseeblick« und »Hochthörlehütte« nach links in den Wald. Der breite, hier noch geteerte Weg führt weiter bergauf bis zu einer Weggabelung. Hier nimmt man den linken Schotterweg, auf dem man bald zu einer Schneise kommt. Hierbei handelt es sich um eine alte Skipiste, der man ein wenig aufwärts folgt, um dann wieder nach rechts in den Wald zu gehen. Dort steigt der Weg weiter bergan. Man kommt wieder zu der Schneise, überquert sie und kommt zu einem Forstweg. Diesem folgt man nach rechts, kann ihn aber bald wieder nach links verlassen. Der Fußweg führt sanft ansteigend in gleicher Richtung weiter, dreht aber dann bald nach Süden. Auf diesem Weg kommt man zur Grenze und zu einigen Wegweisern. Hier bietet sich unbedingt an, kurz zum Eibseeblick, einem wirklich schönen Aussichtspunkt, zu gehen. Nachdem man die Aussicht genossen hat, geht man zurück zu den Wegweisern und folgt dem breiten Forstweg zur nahen Hochthörlehütte. Von hier genießt man einen wunderschönen Blick auf das Zugspitzmassiv, und auf der gegenüberliegenden Talseite sticht besonders der Daniel ins Auge. Nachdem man sich auf der Hütte mit Apfelstrudel oder Ähnlichem gestärkt hat, geht es auf demselben Weg gemütlich zurück zum Eibsee (
/ leicht, 3.00 Std. hin/zurück, 500 Hm).
Eine Alternative wäre der Abstieg nach Obermoos zur Talstation der Tiroler Zugspitzbahn. Hierzu wandert man einfach in derselben Richtung auf dem Fahrweg weiter, bis man zur Seilbahn kommt. Von der Talstation fährt man mit dem Bus nach Ehrwald und von dort mit dem Zug nach Garmisch-Partenkirchen.
2 Über den Badersee zur Neuneralm
Gemütlich, zauberhaft und mystisch
Der Weg führt durch einen Zauberwald, den die Romantiker des 19. Jahrhunderts sicherlich so bezeichnet hätten. Ein lockerer Wald, in dem Sonnenstrahlen das Moos aufleuchten lassen. Dazu zwei mystische Seen, die Gedanken an Wassernixen beflügeln.

Tourencharakter
Eine kurze Wanderung auf Wanderwegen und Almsträßchen. Angenehme Steigungen, die auch für Senioren leicht zu meistern sind. Nur der Abstieg ist minimal steiler.
Ausgangs-/Endpunkt
Grainau, Zugspitzbad, GPS 47.474025, 11.027890
Anfahrt
ÖPNV: Mit der Bahn von Garmisch-Partenkirchen nach Grainau, Bahnhof Untergrainau; zusätzlich ca. 35 Minuten (einfach) Fußweg auf sehr schönem Weg zum Ausgangspunkt (siehe rechts); alternativ mit der Zugspitz-Zahnradbahn oder mit dem Eibseebus nach Grainau.
Auto: Von Garmisch auf der B 23 Richtung Ehrwald, zweite Einfahrt in den Ort nehmen, in Grainau auf der Loisachstraße weiter, dann links auf der Waxensteinstraße vom Unteren Dorfplatz der Beschilderung zum Parkplatz P3 am Kurhaus/Zugspitzbad folgen.
Einkehr
Neuneralm, geöffnet Freitag bis Sonntag 11–18 Uhr, warme Küche bis 14 Uhr, www.neuneralm-grainau.de; in Grainau zahlreiche Gaststätten und Cafés, v. a. in der und um die Waxensteinstraße

Mit der BahnWer mit dem Zug anreist, wandert vom Bahnhof Untergrainau nach links zur großen Loisachstraße und folgt ihr kurz nach rechts. Dann beginnt auf ihrer linken Straßenseite der ruhige Krepbach-Fußweg. Er führt mal mehr und mal weniger nah am Krepbach entlang nach Grainau. Man erreicht den Ort in der Straße »Am Krepbach«, die zum Unteren Dorfplatz führt. Jetzt nur noch links in die Waxensteinstraße und kurz darauf erreicht man die Einmündung des Parkweges.
Der ZauberwaldAutofahrer starten am Zugspitzbad in Grainau und folgen dem Parkweg, der eigentlich eine Straße ist, nach Westen in Richtung Kurpark. Er mündet in die Waxensteinstraße, die wir geradeaus in den Wanderweg queren (Schild »Badersee«). Der Weg steigt gleich minimal an, begleitet von der wunderbaren Naturinszenierung im Wald. Dick bemooste Steine verteilen sich im lichten Mischwald, ein echter Zaubergarten. Nach wenigen Schritten blitzt das türkisfarbene Wasser des Rosensees zwischen den Bäumen empor. Die Rastbänke folgen alle in perfekten Abständen, aber es ist noch zu früh für eine Pause, wobei die tollen Aussichten zwischen den Bäumen hinauf zum Waxenstein und zur Zugspitze schon zum Verweilen einladen. Schließlich stoßen wir auf einen quer verlaufenden Weg, die Beschilderung zum Badersee weist uns nach rechts.

Eine wunderschöne Allee erwartet uns vor der Eibseestraße.

Mit Ruderbooten kann man über das glasklare Wasser am Badersee schippern.
Der BaderseeJetzt sind es nur noch wenige Schritte und schon stehen wir an dem versteckten Naturidyll mitten im Wald. In den herrlichsten Blau- und Grüntönen schimmert das glasklare Wasser des Sees. Fast beschützend strecken die Bäume ihre Äste über die geheimnisvolle Wasseroberfläche, aus der eine kleine Insel ragt. Am besten steigen wir an das Ufer hinunter und umrunden den Badersee nach links, das ist der schönste Uferabschnitt. Kurz vor dem Hotelkomplex Badersee treffen wir dann wieder auf einen etwas größeren Weg, dem wir nach links folgen. Auf ihm passieren wir uns bald links haltend ein großes Sportgelände, der Weg steigt immer noch leicht an. In den größeren Forstweg biegen wir schließlich rechts ein, nun ist die Neuneralm bereits ausgeschildert. An einem Wasserreservoir verlassen wir den Wald und gehen durch die schöne Allee zur Eibseestraße.
Auf der einen Seite der Neuneralm ragen die Waxensteine in den Himmel, auf der anderen Seite der Wank.

Traditionell gibt es als Hüttenessen Kasspatzn auf der Neuneralm.
Die NeuneralmWir queren die Eibseestraße jedoch nicht, sondern folgen für ein kurzes Stück dem Pfad neben der Zugspitz-Zahnradbahn. Gleich an der nächsten Möglichkeit queren wir die Bahntrasse nach links und wandern auf dem Panoramaweg wieder in den Wald hinein. Von Aussicht ist jedoch nicht viel zu sehen, dafür sind wir vom dichten Grün des Waldes umgeben. Der Forstweg erweist sich nun als angenehm und ziemlich eben. Dann führt er leicht abwärts, ein untrügliches Zeichen, dass wir uns der Neuneralm nähern. Plötzlich stehen wir auf einer Almwiese und vor uns liegt die Neuneralm, unser Tipp für eine urige Einkehr. Hinter dem Gebäude ragen die Felswände der Waxensteine mächtig in die Höhe – ein dramatischer und gleichzeitig faszinierender Anblick. Das gewaltige Massiv lässt sich bestens von der Terrasse vor der Alm studieren. Die kleine Speisekarte bietet genügend Auswahl, mittags gibt es warme Gerichte, ansonsten Brotzeiten oder Kaffee und Kuchen. Die Wirtin ist sehr freundlich, nur etwas Zeit müssen wir mitbringen. Aber die haben wir ja, denn der Abstieg ist deutlich kürzer als der Aufstieg.
Rückweg nach GrainauZurück nach Grainau folgen wir dann einfach dem Neuneralmweg. Er führt anfangs noch fast eben über die Felder. Die vielen urigen Holzscheunen mit dem dahinterliegenden Kramer bieten uns herrliche Fotomotive. Rechts von uns sehen wir Garmisch unter dem Wank. Schließlich geht der Feldweg in ein kleines geteertes Sträßchen über. Unser Wanderweg biegt nach rechts ab, führt dann aber gleich wieder nach links am Alplebach entlang. Steil geht es abwärts nach Grainau, die letzten Meter dann wieder auf dem Sträßchen. So erreichen wir den Oberen Dorfplatz mit seinen schönen Holzhäusern. Hier biegen wir links in die Waxensteinstraße ein, genießen an den Gleisen den wunderbaren Blick über die barocke Grainauer Dorfkirche auf die Zugspitze und erreichen über den Kurpark wieder den Parkweg. Er bringt uns rechts zurück zum Schwimmbad.
Wer mit der Bahn angereist ist, folgt vom Parkplatz über den Brücklesbach der Straße Gassenbichl, dann – die Alpspitzstraße überquerend – dem Stepbergweg über den Krepbach bis zur Straße Am Krepbach. Hier rechts kommt man auf dem Hinweg zurück zum Bahnhof Untergrainau.

Blick auf die Ortsmitte von Obergrainau vor dem Kramer
3 Über den Höhenrain
Schlendern mit traumhafter Sicht
Die Wanderung bringt uns auf einen lang gezogenen Höhenrücken, der das Loisachtal von Grainau abtrennt. Offiziell heißt er »Am Höhenrain«, für die Einheimischen ist es »Der Nocherer«. Gleich, wie man ihn nennt, er lässt uns eine traumhaft schöne Aussicht auf das Wettersteingebirge mit der Zugspitze genießen.

Tourencharakter
Eine kurze Rundtour auf bequemen breiten Wanderwegen. Zu Beginn liegt der Anstieg, dann eben bzw. flach abfallender Weg.
Ausgangs-/Endpunkt
Grainau, Zugspitzbad, GPS 47.474025, 11.027890
Anfahrt
ÖPNV: Vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen mit der Zugspitz-Zahnradbahn oder mit dem Eibseebus nach Grainau.
Auto: Von Garmisch auf der B 23 Richtung Ehrwald, zweite Einfahrt nach Grainau nehmen, im Ort auf der Loisachstraße weiter, dann links auf der Waxensteinstraße vom Unteren Dorfplatz der Beschilderung zum Parkplatz P3 am Kurhaus/Zugspitzbad folgen.
Einkehr
In Grainau zahlreiche Gaststätten und Cafés, vor allem in der und um die Waxensteinstraße


Die Grainauer Kirche St. Johannes vor der Zugspitze
Grainau liegt sonnig unter den Felswänden des Wettersteins.
Durch GrainauWir starten am großen Kurhaus von Grainau und gehen auf dem Parkweg, der eigentlich eine normale Straße ist, vor zur Waxensteinstraße, in die wir rechts einbiegen. Das ist die Hauptstraße von Grainau; Hotels, Gaststätten, Cafés aber auch Einkaufsmöglichkeiten gibt es hier zuhauf. Fast am Ende kommen wir zur Kapelle St. Josef, die im späten 18. Jh. entstanden ist. Hier biegen wir links in den Baderseeweg ein, um dann vor dem letzten großen Haus rechts zur Eibseestraße vor zu gehen. Etwas links versetzt beginnt auf der anderen Straßenseite der Höhenrainweg, dem wir den Schildern Richtung Höhenrain aufwärts folgen.

Vom Höhenrain genießen wir die Aussicht auf die Zugspitze.

Die Kriegergedächtniskapelle wurde 1957 erbaut.
Am HöhenrainJetzt geht es zwischen ein paar Häusern hindurch aufwärts. Über drei Kehren haben wir an der großen Kriegergedächtniskapelle fast den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Die Kapelle mit der Zugspitze im Hintergrund ist ein zauberhaftes Fotomotiv. Sie wurde 1957 vom Veteranen- und Kriegerverein Grainau errichtet, um an die vielen Gefallenen und Vermissten der Gemeinde zu erinnern. Wenige Meter weiter erreichen wir eine Kreuzung. Wir biegen rechts ein und sind damit auf dem eigentlichen Höhenrain-Panoramaweg, der seinem Namen alle Ehre macht. Mit fast unmerklichem Auf und Ab führt er am Waldrand entlang der Hangkante zur Loisach. Gewaltige Buchen säumen den Weg, dazwischen hat sich dichtes Unterholz breitgemacht. Das versteckt den steilen Hang.
Aber von Höhenangst Geplagte brauchen sich hier keine Sorgen machen. Rechts von uns erstreckt sich eine lang gezogene Almwiese, die von vielen einzeln stehenden Bäumen gegliedert wird. Rastbänke und sogar Sonnenliegen laden zu einer Pause ein. Sehr verführerisch, denn unser Blick schweift über das Tal von Grainau auf die Zugspitze und weiter nach links über die Waxensteine, die Alpspitze und das Kreuzeck zum Hausberg von Garmisch. Die drei Letzteren sind durch Skilifte bestens erschlossen, die Schneisen der rasanten Abfahrten kann man deutlich erkennen. Langsam verlieren wir beim Weitergehen an Höhe. Zum Schluss geht es wieder in drei weiten Kehren abwärts zur Loisachstraße. Auf ihr gehen wir ein paar Meter nach rechts und dann kurz vor dem einzeln stehenden Haus links vor zu der Brücke über den Krepbach.

Prächtiger alter Bauernhof in Grainau

Der Höhenrain ist ein Geheimtipp unter den Garmischer Wanderungen und noch dazu perfekt für jedes Alter geeignet.
Schlendern am KrepbachDer Krepbach entspringt hoch oben an den Waxensteinen und fließt durch ganz Untergrainau, um zu guter Letzt in den Hammersbach zu münden. Wir biegen nach der Brücke rechts ein und durchwandern eine kleine Ebene, der man heute noch ansieht, dass sie ursprünglich durch den Bach entstanden ist. Wir überqueren den Bach ein zweites Mal und treffen auf die ersten Wohnhäuser von Grainau und damit auf die Straße Am Krepbach. Auf ihr kommen wir nach etwa 100 Metern zum Stepbergweg, in den wir links abbiegen. Auf ihm überqueren wir ein drittes Mal den Krepbach und stoßen auf die quer laufende Alpspitzstraße, die wir etwas links versetzt zur Straße Gassenbichl überqueren. Sie bringt uns direkt zum Ausgangspunkt am Kurhaus und dem Zugspitzbad zurück.
Zugspitzdorf Grainau
Im Sommer lohnt sich der Eintritt ins Grainauer Zugspitzbad. Die Aussicht im Freibecken auf die Felswände der nahen Zugspitze ist unbezahlbar. Völlig gratis hingegen ist der Spaziergang durch den nahen Kurpark mit seinen großen Felsblöcken oder der Besuch der schmucken Pfarrkirche St. Johannes der Täufer mit ihrem barocken Kircheninneren. Infos: www.grainau.de
4 Über das Hupfleitenjoch
Vom Kreuzeck ins Höllental
Diese Wanderung führt uns zu einigen Höhepunkten des Wettersteingebirges. Vom Hupfleitenjoch genießen wir einen tollen Blick auf die Zugspitze mit dem Höllentalferner. Dann folgen der steile Abstieg ins Höllental und der Schluchtweg durch die wilde Höllentalklamm.

Tourencharakter
Mittelschwere Wanderung, teilweise versichert. Nicht bei Nässe begehen.
Ausgangs-/Endpunkt
Talstation der Kreuzeckbahn, GPS 47.471637, 11.063648; Seilbahn-Betriebszeiten: Dezember bis Oktober täglich mind. 8.30–16.30 Uhr, www.grainau.de/kreuzeckbahn
Anfahrt
ÖPNV: Vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen mit dem Bus oder der Zugspitz-Zahnradbahn zur Talstation der Kreuzeckbahn.
Auto: Von Garmisch-Partenkirchen auf der B 23 oder auf der St.-Martin-Straße zum Parkplatz an der Kreuzeckbahn.
Einkehr
Kreuzeckhaus, Mitte Mai–Anfang November, www.alpenverein-gapa.de; Höllentalangerhütte, Mitte Mai–Mitte Oktober, www.hoellentalangerhuette.de; Höllentaleingangshütte, Mitte Mai–Mitte Oktober, www.alpenverein-gapa.de

Zum HupfleitenjochNach der Auffahrt mit der Kreuzeckbahn zum Kreuzeck (1651 m) wandern wir von der Bergstation auf einem breiten Weg Richtung Süden bis in einen kleinen Sattel. Hier zweigt nach rechts ein Weg ab, der unter einem Sessellift zu einer weiteren Wegabzweigung führt. Hier halten wir uns wieder rechts und folgen dem Wegweiser in Richtung Hupfleitenjoch. Der Weg quert eben in einen Kessel direkt unterhalb der Alpspitzbahn. Oberhalb erkennt man die Bergstation und daneben die Aussichtsplattform AlpspiX. Von dem Kessel steigt man in einigen kurzen Kehren zum nahen Hupfleitenjoch an. Hier sollte man innehalten und staunen. Über dem tief eingeschnittenen Höllental unter uns bauen sich mächtig die Waxensteine auf und im Südwesten erhebt sich eindrucksvoll die Zugspitze mit dem kleinen Höllentalferner. Der gesamte Anstieg auf den Gipfel aus dem Höllental ist von hier einzusehen (siehe Tour 16).
Blick vom Höllental in Richtung Hupfleitenjoch

Am Steig durch die Höllentalklamm
Wer Zeit hat und eine noch schönere Aussicht auf die Zugspitze genießen will, der sollte vom Hupfleitenjoch noch auf den nahen Schwarzenkopf wandern. In 15 Minuten ist man auf dem kleinen Gipfel und hat einen beeindruckenden Einblick in den grandiosen Kessel des Höllentals und auf die darüber aufragende Zugspitze. Aber auch der Blick nach Norden auf Garmisch-Partenkirchen ist sehr schön. Auf dem Anstiegsweg geht man in wenigen Minuten zurück zum Joch und nimmt nun den weiteren Weg ins Höllental in Angriff. Ab dem Hupfleitenjoch geht es nur noch bergab.
Im wildromantischen Höllental
Ins HöllentalWir steigen zuerst durch Latschenfelder ein paar Kehren direkt abwärts. Anschließend dreht der Weg nach links ab und führt entlang der Felswände in Richtung der Knappenhäuser, die wir schon seit dem Hupfleitenjoch sehen. Der Weg ist relativ breit und gut mit einem soliden Drahtseil versichert. Allerdings ist bei Nässe aufgrund der rutschigen Felsen etwas Vorsicht geboten, stürzen die Hänge doch recht steil ins Höllental ab. Bald schon erreichen wir die leider nicht mehr bewirtschafteten Knappenhäuser, hoch über dem Höllental gelegen. Die Häuser sind Zeugen des ehemaligen Bleierz-Bergbaus in dieser Gebirgsgegend, der Name der Hütten erinnert noch heute daran.
Von hier führt der Weg weiter bergab, quert auf einer Brücke einen Bach mit schönen Tobeln und erreicht nach einem kurzen Gegenanstieg eine flachere Passage. Von links mündet der Weg von der Bergstation der Alpspitzbahn über die Rinderscharte ein und schon bald danach erreichen wir die Höllentalangerhütte (1387 m). Die DAV-Hütte liegt im eindrucksvollen Höllentalanger und dient als Stützpunkt für den eindrucksvollsten Anstieg auf die Zugspitze. Wenn man will, kann man hier auch übernachten. Ansonsten genießt man auf der Hüttenterrasse bei einem kühlen Radler die eindrucksvolle Bergkulisse.
Durch die HöllentalklammNach einer Rast wandert man talauswärts in Richtung Höllentalklamm. Der Weg führt unterhalb an der Hütte vorbei, über Geröll und über einige Serpentinen durch lichten Wald abwärts. Dieser Abschnitt ist noch recht beschaulich. Nachdem der Bach dreimal überquert wurde, stehen wir am Eingang zur Klamm. Auch hier finden wir auf der rechten Bachseite Relikte der Bergbautätigkeit im Höllental, die nach dem ersten Weltkrieg wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Jetzt geht es hinein in die Klamm: Eindrucksvoll hat sich das Wasser den Weg durch die Schlucht gebahnt. Ebenfalls sehr imposant ist die aufwändige Steiganlage, die durch Tunnel und über Brücken am Wildbach entlangführt; bereits 1901 wurde mit der Erschließung der Klamm begonnen. Am Schluchtende wird an der Höllentaleingangshütte die Eintrittsgebühr kassiert (Ermäßigung für AV-Mitglieder). Da es in der Klamm auch bei trockenem Wetter immer feucht ist, empfiehlt es sich, einen Regenschutz mitzunehmen.
Rückweg über HammersbachUnser Weiterweg verläuft zuerst relativ steil bergab. Bald schon aber verbreitert sich der Weg zu einer Forststraße und führt weiter bis nach Hammersbach. Dort angekommen wenden wir uns nach rechts, wandern kurz durch den Ort und dann auf einem Wiesenweg entlang der Gleise der Bayerischen Zugspitzbahn zurück zum Parkplatz an der Kreuzeckbahn. Alternativ kann man in Hammersbach auch auf die Zugspitzbahn warten und mit dieser zurück zur Haltestelle Kreuzeck-/Alpspitzbahn fahren.

Zurück im Tal, links die Alpspitze, rechts die Waxensteine
Stangensteig
Spannend ist auch der Stangensteig von der Höllentalangerhütte nach Hammersbach, der allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Dieser Weg führt nicht durch die Klamm, sondern oberhalb von ihr. Man erlebt diese somit von oben. Eindrucksvoll ist vor allem die Brücke, die über die Klamm führt. Unterhalb der Eingangshütte erreicht man den üblichen Wanderweg nach Hammersbach.
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