Kitabı oku: «Erotik & Leidenschaft & Begierde»

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Jason Lawrence

Erotik & Leidenschaft & Begierde

Anregende Geschichten Vol. 1

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Chapter 1: Verführung der Sinne

Chapter 2: Das Spiel

Chapter 3: Die Staatsanwältin

Chapter 4: Der Abendkurs

Chapter 5: Die Freundin der Mutter

Chapter 6: Helen

Chapter 7: Der Patient

Chapter 8: Der Bodyguard

Chapter 9: Der Playboy

Chapter 10: Der Schamane

Impressum neobooks

Chapter 1: Verführung der Sinne


E rotik & L eidenschaft & B egierde


Anregende Geschichten


Jason Lawrence


Vol. 1







Tom Silverman ist ein begnadeter Mathematik-Student an der Yale-Universität in New Haven, Connecticut. Die stellvertretende Leiterin der Yale University, Professor Doctor Claire Sheffield, setzt ihn für den jährlichen Universitätswettstreit der US-Universitäten für das Yale-Team ein, das dadurch einen wichtigen Wettbewerb gewinnt. Zur Feier gibt es eine große Party auf ihrem Grundstück in Middletown. Die Professorin ist von Tom mehr als beeindruckt. Nach einer Zufallsentdeckung beginnen beide eine Affäre.

Er drückte die Tür seines Schranks zu und verschloss ihn.

Eine Hand schlug auf seine Schulter. „Gute Arbeit, Silverman!“

Und noch eine Hand und eine dritte gleich hinterher.

„Danke, Jungs.“ Tom wandte sich nach rechts, im gleichen Augenblick stoppte Diane vor ihm.

„Das … Ich … Das hast du sehr, sehr gut gemacht, Tom. Du kannst stolz sein.“

Er nickte. „Danke, Diane.“ Ein sanfter Stich traf ihn.

Gleichzeitig wollten sie aneinander vorbei, wählten jedoch dieselbe Richtung. Und gleich noch einmal. Tom hielt inne und ließ sie gehen. Er atmete tief durch, während weitere Glückwünsche in seine Richtung ausgesprochen wurden.

Steven Sheffield, sein bester Kumpel an der Uni, erreichte ihn. „Mom will dich sprechen. Es geht wohl um die Party heute.“

Sie machten Shakehands.

„Wir sehen uns, Bro.“

„Ja, Mann, wir sehen uns.“

Pochenden Herzens ging er zum Präsidentenbüro der Yale University. Er eilte die Treppen hinauf und klopfte an.

„Herein!“

Claire Sheffield, Professorin mit Doktortitel, den sie in Biochemie hatte, ging gerade Akten durch. Solche, die man nicht in einem PC aufgewahrte.

„Sie wollten mich sprechen, Professor Sheffield?“

„Ganz recht, Mr. Silverman. Schließen Sie die Tür.“ Sie unterbrach ihre Tätigkeit und setzte sich auf den Rand ihres Schreibtisches.

Yales Präsident war nicht zugegen.

Die Professorin, so wusste man, war unkonventionell, sehr intellektuell und von enormer Durchsetzungskraft. Sie veröffentlichte am meisten in Yale. Ihr blondes Haar ging ihr bis knapp über die Schultern, ihr äußerst feines Gesicht trug dazu bei, dass sich der eine oder andere Mann doppelt nach ihr umsah. Eines durfte man jedoch nicht – sie nach ihrem privaten Stand fragen. Sie hatte mit Steven und Gina zwei Kinder, mehr würde man nie erfahren.

Sie sprang von ihrem Tisch, kam auf ihn zu und küsste ihn auf die Wange. „Du musst lockerer werden, Tom. Du bist derzeit Yales großer Held.“

Eine sanfte Woge Parfum, die ihn betörte, erreichte seine Nase. Was für einen Duft trug sie? Es roch … sehr verführerisch. „Ja, ich werde momentan alle paar Sekunden darauf hingewiesen.“

Sie nahm zwei Gläser aus einem Fach, füllte sie und reichte ihm eines. „Ich habe sehr viel in diesen Wettstreit investiert, Tom. Deine Arbeit, deine Programmierung für die Roboter war … optimal. Sie haben deutlich schneller reagiert als die der gegnerischen Mannschaften und deren Taktik vorausgesehen.“

Tom nickte. „Ja.“

„Es ist meine Mannschaft. Wir haben gewonnen. Damit bist du mein Held. Und ich würde mich beleidigt fühlen, wenn du nicht zu meiner Siegesparty kommst.“

Er schmunzelte. „Keine Sorge, ich komme, Claire.“ Es mochte nicht angemessen sein, sie mit dem Vornamen anzureden, aber bei dem Status, den er hatte …

„Wunderbar. Die Party geht um drei los. Da ihr ab sofort Semesterferien habt, spielt es eh keine Rolle, wie lange sie geht.“

„Stimmt. Noch irgendetwas?“

Sie musterte ihn. Ihr Blick änderte sich. Lag Lust darin? Er bildete sich das wohl ein.

„Ja, Tom.“ Sie trank einige Schlucke. „Ich möchte, dass du bereits gegen eins bei mir erscheinst. Ich habe eine Sauna. Nenne es einen Teil der Belohnung.“

„Sie laden mich in Ihre Sauna ein?“

„Ja.“

„Soll ich etwas mitbringen?“

Sie schmunzelte verwegen. „Nur dich und die Lust zu … einem Saunagang.“

Er nickte und ging zur Tür. „Bis nachher.“ Ihr Duft, der ihm immer noch in der Nase hing, ließ ihn nicht los. Wie hieß ihr Parfum?

Eine gute halbe Stunde später hielt Tom bei einer Parfum-Boutique. Seine Yamaha stellte er unmittelbar davor ab.

Er lief zum Eingang und hielt inne. „Was zum Geier mache ich hier?“ Tom wollte schon wieder umkehren, doch er betrat das Geschäft. Er musste es wissen.

„Guten Tag, Sir.“ Eine gut gekleidete Bedienstete trat auf ihn zu und mit ihr erreichte ihn eine weitere Duftwelle, die sich jedoch stark von der der Professorin unterschied. „Kann ich Ihnen helfen?“

Sollte er einfach mit der Wahrheit herausrücken? Er konnte schließlich nicht sagen: Welches Parfum trägt Professor Sheffield? „Ich suche ein Parfum, das eine Bekannte von mir verwendet. Ich habe den Duft im Kopf, kann es aber nicht zuordnen. Können Sie mir dabei helfen?“

„Natürlich. Folgen Sie mir.“

Tom beschrieb ihn ihr, so gut er konnte. Sie bereitete fünf Proben vor, die er probierte. Bei der vierten roch er ein zweites Mal. Treffer. Er war sich sicher. „Sagen Sie – wie heißt dieses?“

Die Dame schmunzelte. „Das ist ‚Iris Nobile‘. Wenn Ihre Bekannte das hat, hat sie einen exzellenten Geschmack.“

Er musste es haben. An Geld mangelte es ihm nicht, und vielleicht konnte er es irgendwann verwenden. „Packen Sie mir bitte ein Exemplar ein.“

„Natürlich, Sir. Sehr gerne.“

Sie lief die Treppe hinunter zum Keller und schloss auf. Er folgte ihr mit klopfendem Herzen. Er spürte ihren Duft erneut – hauchzart. Aus angenehmen fünfundzwanzig Grad, die sie verließen, wurden feuchte neunundzwanzig. Tom staunte. Es schien in der Tat eine Privatsauna zu sein. Der Bereich, den sie betreten hatten, war der Umkleidebereich, wenige Meter dahinter standen zwei Duschen und schon begann die Sauna.

Er sah zurück zu Claire. „Sind wir allein?“

„Absolut.“ Sie zeigte auf ein paar Fächer an der Wand. „Dort kannst du deine Sachen ablegen.“

„Wie oft bist du hier unten?“ Er öffnete die Knöpfe seines Hemdes, während sein Blick beinah fieberhaft ihren Bewegungen folgte.

Sie zog ihre Schuhe aus und öffnete ihre Bluse. „Etwa zweimal die Woche.“

Selbst wenn Tom Saunas kannte, er jedoch eher selten in eine solche ging, hatte er normal kein Problem damit, dass hier auch nackte Frauen zugegen waren. Das hier war anders. Er war mit Claire allein. Und der Gedanke ließ ihn schwitzen. Immer mehr regte sich der Wunsch in ihm, alles von ihr mit seiner Nase zu erfassen. Dass sie wahrscheinlich heiß aussah, kam hinzu. Die stellvertretende Präsidentin von Yale entkleidete sich vor ihm. Er legte sein Hemd ins Fach und zog mit einem Ruck sein Unterhemd aus, das er an die gleiche Stelle legte.

Claire hatte ihre Bluse geöffnet und von den Schultern gezogen – ein schwarzer BH kam zum Vorschein. Er sah ihren Blick, sie beobachtete ihn genau.

Seine Genitalien schwollen zunehmend an. Früher, als er mit Diane im Bett gewesen war, hatte sie ihn gereizt, aber das hier war anders. Claire – ihr Duft und ihr Äußeres – hatte eine derart enthemmende Wirkung auf ihn, dass er Mühe hatte, nicht zu vergessen, sich weiter auszuziehen.

Sie machte eine heftige Bewegung, mit der sie ihre Bluse über seinen Kopf warf. Seine Augen weiteten sich. Er wurde von ihrem Duft so umhüllt, dass er in die Knie ging. Er stöhnte laut. Es ging über seine Begriffe. Der Duft schien seinen ganzen Körper zu erfassen und ließ ihn nicht mehr los. Fast vergaß er zu atmen. Sein Herz raste, seine Hände drückten ihre Bluse noch fester gegen die Nase. Er stöhnte länger. Die Nuancen des Duftes drangen in jede Faser seines Körpers, und er entwickelte beinah eine Sucht danach.

Kaum merkte er, dass sie ihm die Bluse wieder vom Kopf zog. Wie betäubt starrte er sie an. Mit einer Mischung aus Faszination und Verblüffung teilte sie seinen Blick.

„Das Parfum?“

Unfähig, etwas zu sagen, nickte er. Sie lachte und hielt sich die Hand vor den Mund. Mit geöffnetem Mund wedelte sie die Bluse über seinem Kopf. Neue Duftwellen wirbelten um ihn. Er schloss die Augen und ließ es geschehen. Alle seine Sinne vergingen, sein Herz schlug so schnell, dass er es kaum noch wahrnahm. Er kippte zur Seite und lag auf dem Boden.

„O mein Gott.“ Ihre Stimme erklang wie durch einen Schleier.

Nur schemenhaft nahm er wahr, dass sie Bluse und BH im Regal verstaute.

„Tom. Bist du in Ordnung?“

Allmählich kehrten seine Sinne zurück. Mit Mühe erhob er sich.

„Tom, das tut mir leid. Ich wusste nicht, dass du so heftig reagierst.“

Er atmete schwer. „Ist nicht deine Schuld.“

„Du bist olfaktorisch, Tom.“

„Ich bin was?“

Sie lächelte. „Olfaktorisch. Bei einigen Menschen ist einer der Sinne besonders ausgeprägt. Deiner ist der Geruchssinn. Ich bin es übrigens auch.“

Er seufzte. „Du trägst ‚Iris Nobile‘.“

Ihre Augen weiteten sich. „Du bist unglaublich.“ Sie näherte sich und roch an ihm. „Was ist deines?“

„Rasierwasser. Ist aber schon seit Stunden drauf.“

Claire schnupperte weiter. „Wie hast du es ausgewählt?“

Er schmunzelte. „Ich habe mehrere ausprobiert und mich zum Schluss für dieses eine entschieden.“

Claire nickte. „Es ist wunderbar. Das habe ich vorhin schon bemerkt.“ Ihre Brust berührte zart die seine, was er jedoch weniger wahrnahm. Sie seufzte und hörte nicht auf, sondern quetschte ihre Nase regelrecht an seine Wange. „Es ist nicht erdrückend, aber zart. Es ist großartig. Und es passt zu dir.“

Er lächelte geschmeichelt. „Danke.“

„Tom, darf ich?“ Sie schlang ihren Arm um ihn. „Ich hoffe, das ist okay.“ Sie öffnete ihren Mund weit und glitt mit ihrer Zunge fest über seine Wange. Claire stöhnte.

Er spürte ihre Hitze. Sein Herzschlag hatte sich noch nicht beruhigt. „Erlaubst du?“ Er beugte sich zu ihr und rieb seine Nase hungrig an ihrer Wange. Ihr eigener Duft war eine Nuance anders als die der Bluse, aber fast noch schöner. Seine Nase glitt an ihren Hals. Sein Hunger, so viel wie möglich von ihr aufzunehmen, kannte kaum noch Grenzen. Die Betörung war … enorm.

Ihre Hände schoben seine Nase an ihre. Tom hatte längst alle Hemmungen verloren. Claire legte ihre Arme um ihn, sodass sich ihre Brüste fest gegen ihn drückten.

Sanft saugte er ihre Lippen an seinen Mund und ein feiner, edler Geschmack zog über seine Zunge. Er öffnete seinen Mund und kostete die ihre, während seine Nase dauerverführt wurde. Ihre Zunge spielte sinnlich mit der seinen, Tom saugte ihre Feuchte und Nässe hungrig in sich.

Keuchend sahen sie sich an. „Strecke mir deine Zunge heraus, Tom.“

Er nickte und kam dem zu gerne nach. Ihre glitt unter seine und erforschte ihn, doch er überraschte sie und saugte ihre in seinen Mund. Claire kicherte und schlang ihre Arme um ihn.

„Ich hätte mit vielem gerechnet, Tom, aber nicht, dass du ein Fest für meine Sinne bist.“

Er nickte. „Und du bringst mich mit deinem Duft um den Verstand.“

Sie lächelte. „Und wie schmecke ich?“

„Sehr fein und edel.“

Sie behielt ihr Lächeln bei und küsste ihn fest. Er umarmte sie und öffnete einen Knopf ihres Rocks. Er zog ihn ihr aus, ihren Slip auch. Sie küsste ihn und öffnete seine Hose. Lust fuhr in seine Genitalien, sein Penis stand schnell.

Claire zog Hose und Schlüpfer mit einem Ruck nach unten, er stieg aus ihnen. Sie näherte sich seiner Männlichkeit und nahm sie in den Mund. Unglaubliche Lust durchfuhr ihn. Er durchwühlte ihr Haar. Anschließend küsste sie ihn und deutete mit dem Finger nach unten zu sich. Aber erst umarmte und roch er sie. Er konnte es nicht lassen.

Claire lachte glockenhell. „Vielleicht sollte ich alle meine erogenen Zonen einwässern damit.“

„Dann verliere ich endgültig den Verstand.“

Sie lächelten sich an und küssten sich.

Er ging in die Knie und ließ seine Zunge über ihre Scham gleiten. Claire hob ein Knie, stellte ihren Fuß auf seine Schulter und öffnete sich ihm. Ihr Duft war an dieser Stelle weniger ausgeprägt, doch mit seiner Zunge liebkoste er sie dennoch heftig. Hungrig saugte er. Claire stöhnte. Ihre Finger krallten sich in seine Haare.

Seine Lust stieg in unbekannte Höhen, seine entfachte Begierde ließ seine Zunge kräftiger arbeiten.

„Nicht nur meine Vulva, Tom. Alles.“

Kaum vernahm er ihren Atem, der so schnell ging wie eine Lokomotive. Sie stöhnte lauter, schließlich führte er seine Zunge in ihren heißen Spalt. Ihre Hände drückten seinen Kopf so dicht an sie, dass er beinah Mühe bekam zu atmen. Ein Zucken ging durch ihren Körper.

Mühevoll löste er sich und erhob sich.

„Das war wunderschön, Tom.“ Claire atmete schwer und küsste ihn feucht. „Ich bin gekommen. Damit habe ich dir etwas voraus.“

Er umarmte sie und sie ihn.

„Ich bekomme nur nicht genug von deinem Duft.“ Wieder glitt er mit seiner Nase an ihren Hals und sog ihre Essenz in sich.

„Du bist einmalig, Tom.“ Sie holte ihn vor sich. „Hast du Lust auf mich?“

„Natürlich.“ Er schmunzelte.

Ihre Zähne glitzerten. „Wunderbar. Ich habe nämlich, seit du heute in meinem Büro warst, Lust auf dich. Genau genommen, nach dem Kuss auf deine Wange. Dein herrlicher Duft hat mich elektrisiert, und deswegen habe ich dich eingeladen.“ Sie ging an ihre Sachen und holte ein Kondom. „Warte.“

Sie sah sich um, währenddessen senkte er den Kopf und saugte eine ihrer Brustwarzen in seinen Mund. Sie stöhnte. Hungrig ließ er wieder seine Zunge spielen.

„Wie willst du mich?“

„Egal.“ Nachdem er ihre andere Brust ausreichend liebkost hatte, nahm sie seine Hand. Sie sahen sich nach einem geeigneten Platz um.

„Such es dir aus – hier auf der Bank? Oder doch im Stehen?“ Sie deutete in die Sauna hinein. „Such dir einen Platz aus.“

Sie fanden eine Stelle neben den WCs.

„Hockst du dich darauf?“

Sie schmunzelte. „Okay, machen wir es hier.“

Er streifte den Gummi über, während sich Claire auf den Sims hockte.

„Geht es so?“

Sie nickte. Ihr Blick brannte so heiß vor Begierde, dass sein Penis schon wieder reagierte.

„Tu es.“

Er beugte sich zu ihr, erfasste ihr Becken mit seinen Händen. Claire öffnete sich weit, er rutschte in sie hinein. Zusammen stöhnten sie laut. Er hatte beinah Angst, zu schnell zu kommen. Seine Zunge kostete ihre, heftig tauschten sie Speichel aus, seine Nase drückte er fieberhaft an ihre. Ihr Duft wirkte wie ein bedingungsloses Aphrodisiakum, das seine Lust unglaublich vor sich hertrieb. Heftig liebte er sie. Er bog seinen Körper durch, während sie ihre Fersen eng über seinen Po fuhr und ihn weiter in sich drückte.

Jeder Muskel seines Körpers war angespannt, seine Lust trieb ihn zu immer schnelleren Bewegungen. Ihre Hände zogen sein Gesicht vor ihres, begierig fuhr ihre heiße Zunge über seine Lippen. Er erwiderte ihren Hunger.

Es war atemberaubend schön, sie so zu nehmen. Er freute sich, dass es für ihn selbst länger dauerte und er eine so unglaubliche Lust mit ihr spürte.

„Es ist toll, Tom, … Es ist toll … Hör nicht auf …“

Er entlud sich und spürte eine Befriedigung, die alles zuvor in seinem Leben in den Schatten stellte. Es dauerte noch, bis sein gesamter Saft seinen Körper verlassen hatte.

Claire lachte. „Küss mich, Tom.“

Gerne kam er ihrem Wunsch nach und kostete erneut ihre Lippen und ihren atemlosen Duft. Anschließend führte er sein erschlafftes Glied heraus und streifte vorsichtig den Gummi ab.

Claire nahm ihn an sich. „Mich würde zu sehr interessieren, wie hoch deine Fruchtbarkeit ist.“

„Sag mir bitte nicht, dass du daran denkst …“

Claire lachte. „Nein, Tom. Zwei Kinder reichen mir. Aber wenn wie in deinem Fall die Sinne so verführerisch gereizt werden, kann der Sex traumhaft sein.“ Sie umarmte ihn und küsste ihn fest. „Hat es dir auch Spaß gemacht?“

Er nickte. „Es war fantastisch. Ich frage mich, ob ein Zusammenhang zwischen gutem Sex und einer starken Betörung der Sinne besteht.“

Sie lächelte. „Tom, ich bin Bio-Chemikern. Es gibt diesen Zusammenhang. Im Körper eines Menschen arbeiten etliche Hormone und Botenstoffe miteinander. Und im Gehirn fließt alles zusammen. Und da deine Lippen und Zunge sehr gut schmecken …“ Claire saugte den Inhalt des Gummis in ihren Mund und schluckte genüsslich.

Er schmunzelte. „Du bist offensichtlich, wenn alles stimmt, eine hoch leidenschaftliche Frau.“

„Ja, bin ich.“ Sie schlang ihre Arme um ihn, sodass sich ihre Nasenspitzen geradeso berührten. „Wie ich eben sagte, Tom: Wenn bei einem Mann alles stimmt, ist es traumhaft. Privat leiste ich mir zwei Kinder, und mein Hobby als Forscherin ist mein Beruf. Und dazu habe ich Träume, die manchmal so heiß sind, dass hier auf der Stelle das Wasser im Bassin zu kochen beginnen würde.“ Sie hauchte einen Kuss auf seinen Mund.

„Ich wäre zu gerne dabei, Claire, wenn du das Parfum auflegst. Ich möchte es sehen.“

Sie lächelte. „Das richten wir schon ein. Ich zeige es dir sehr gerne.“

„Außerdem wird mir gerade klar, dass ich eine Professorin vernascht habe.“

Sie schüttelte den Kopf. „Nicht ganz, Tom. Hier unten bin ich nur Claire Sheffield. Komm – gehen wir in die Sauna.“

Die Musik war laut, aber nicht zu sehr. Dafür wurde aufgetischt, dass Tom nur noch staunte. Spanferkel, Truthähne, ein Dutzend verschiedene Salate, Brot, Kartoffeln und Obst bis zum Abwinken.

Es waren drei Tische gedeckt. Die komplette Mannschaft war anwesend, dazu Freunde und Familienmitglieder.

Claire hatte ihre Kinder – Steven war auf ihrer Uni, nur Gina hatte eine andere Karriere begonnen – links neben sich gesetzt, Tom saß rechts von ihr. Sie hielt eine kurze Ansprache, lobte das Team und Tom, und das Menü war eröffnet.

Nachdem sich alle gesättigt hatten, begannen die Ersten zu tanzen.

Claire raunte ihm zu. „Komm, Tom – der Siegestanz.“

Er schloss die Augen und inhalierte ihren Duft, den er durch ihre Nähe roch. Er war kräftig, sie schien ihn neu aufgelegt zu haben. Auch er selbst war unmittelbar nach der Sauna nach Hause gefahren und hatte sein Rasierwasser benutzt. Für sie.

Und er war froh, dass er einen Tanzkurs besucht hatte. An Yale konnte es fast jeder. Claire zog ihn auf die Tanzfläche, und zusammen bewegten sie sich im Rhythmus. Sie bewegten sich eng aneinander, er kam von ihren Duftwellen nicht weg. Aber das wollte er auch nicht. Er erfasste nebenbei noch weitere Gerüche, gute und schlechte, von anderen Studenten. Doch Claires Aroma war einzigartig, in seinem ganzen Leben hatte er nichts Vergleichbares erlebt oder gerochen. Er war verzaubert.

Später tanzte er mit ihrer Tochter und mit anderen weiblichen Teammitgliedern, jede von ihnen mit einer anderen Essenz für seine Nase.

Am meisten trieb ihn immer wieder Claire auf die Tanzfläche. Zum Teil sogar barfuß.

Die Sonne versank am Horizont, es wurde ein Feuer entfacht, um das herum ebenfalls gehopst wurde.

Müdigkeit überkam ihn. Es war eine halbe Stunde vor Mitternacht. Claire hatte ihm angeboten, im ersten Stock ihres Hauses zu übernachten, obwohl er nur zwei Meilen weiter hinter dem Park wohnte, an dem ihr Grundstück lag. Er hatte angenommen.

Ihm war beinah schwindelig von dem vielen Tanzen und auch inzwischen von den unterschiedlichen Düften. Er betrat ein Zimmer, das zwei Fenster besaß. Durch das rechte hatte man einen Ausblick auf die Feier.

Das Bett wirkte angenehm bequem, und es gab hier sogar ein extra Bad. Tom stieg aus seinen Sachen. Er wollte die Dusche betreten, doch ein Luftzug brachte ihm Claires Duft zurück.

Sie stand in ihrem Sommerkleid, dass sie zur Feier trug, vor ihm. „Du kannst nachher noch unter die Dusche, Tom. Zieh dich wieder an. Gehen wir im Park spazieren.“

Erstaunt sah er sie an, kam aber ihrem Wunsch nach. Sie wartete auf der Treppe auf ihn, sie verließen ihr Haus. Claire lenkte sie hinter das Haus, wo die Grünanlage begann.

Es war stockdunkel, sie sahen fast nichts. Aber sie kannten den Park recht gut und die aromatischen Wellen, die neben ihm zu ihm strömten, waren nicht zu verfehlen.

Nach einigen Schritten hakte sich Claire bei ihm ein, sie hatte ihre Sandalen ausgezogen und in ihrer rechten Hand. Es war ein atemberaubendes Gefühl, ihren warmen Arm und ihren Körper an sich zu fühlen und sie zu riechen.

„Wie fandest du die Party?“

„Toll. Sehr, sehr schön. Aber nichts übertrifft die Kombination ‚Iris Nobile‘ und Claire Sheffield.“

Sie lachte und küsste ihn auf die Wange. Sie entfernten sich weiter vom Haus.

„Von deinem Duft kann ich auch nicht genug bekommen.“

Sie hielt ihn an, er fühlte ihre heiße Zunge, die hungrig seine Wange und seinen Hals überfuhr. „Irgendwann lecke ich dich noch ganz ab.“

Zusammen lachten sie, ihm wurde heiß. Claires Hand rutschte zu seiner und nahm sie in die ihre.

„Ich kann dich nur kaum sehen.“

„Du hast jetzt meine Hand. Und gegenseitig können wir uns nicht verfehlen bei den Aromen.“

Er blickte sich um. „Sind wir hier allein?“

„Vermutlich.“

Ihr Körper war nahe genug, dass er Einzelheiten sah. Er hielt an. „Sag mal – trägst du nichts drunter?“

Sie lachte leise. „Nicht so laut.“

Gerade so sah er, dass sie näher kam. Würde er je begreifen, warum ihr Duft ihn so sehr bezauberte? Sie schlang ihre Arme um ihn und küsste ihn. Schnell wurden Lippen und Zunge leidenschaftlich.

„Mir kommen noch ganz andere Gedanken.“

Claire lächelte. „Schön! Mir auch. Rate mal, welche Stellen ich vorhin benetzt habe.“ Sie kicherte. „Suche sie.“

Ihre Zungenspitze berührte seine Lippen. Sie war und blieb köstlich, und er genoss sie.

Ihr Aroma setzte ihm so sehr zu, dass es endgültig seine Lust entfachte. „Weißt du, was ich gerne tun würde?“

„Tu es einfach, Tom. Wir haben nur dieses Leben.“

Er ging in die Knie, steckte seinen Kopf unter ihr weites Kleid und fuhr mit der Zunge nach oben. Er hatte recht gehabt. Sie trug keinen Slip. Und – ihre Haut und ihr Kleid trugen den Duft. Er hörte ihr Stöhnen. Tom hatte fast Angst, wahnsinnig zu werden, so sehr wirkte ihr Aroma. Er keuchte und krallte seine Finger in ihren Po. Seine Zunge arbeitete hart und liebkoste Schamlippen und Kitzler.

„Hm, das machst du gut.“ Sie flüsterte. Sie hob wie in der Sauna ihr Bein, sodass er noch mehr Platz hatte.

Ihr Stöhnen trieb ihn mehr und mehr an. Seine Zunge war auf Höchstleistung. Ihre Haut wurde heißer, er hatte sich kaum noch unter Kontrolle.

Irgendetwas geschah. Claire konnte sich nicht mehr halten und fiel ins weiche Gras.

Tom liebkoste ihre Scham weiter, merkte bald, dass sie ihr Kleid auszog. Sie lag nackt unter ihm. Bittend reichte er ihr die Hand, sie drückte ihm sein Kleid in die Finger. Er zog es an seine Nase und inhalierte. Tom vergaß alles andere um sich herum, zog mit seiner Zunge eine feuchte Spur in Richtung ihrer Brust und liebkoste sie und erfasste gleichzeitig mit der Nase jede Pore. Er war tief im Bann ihres Aromas.

Sie stöhnte. „Mach weiter.“ Sie flüsterte. „Immer weiter.“

Er ließ seine Zunge über beide Brustwarzen gleiten, die davon hart wurden. Sie seufzte. Er spürte ihre Hände, die sein T-Shirt auszogen. Ihre Beine und Füße zogen seine Hose aus. Sie lagen nackt aufeinander, rollten herum, sodass sie auf ihm lag. Jetzt erst merkte Tom, dass nicht einmal der Mond schien.

„Ich bin dran.“ Sie führte ihre Nase an seinen Hals, schnupperte und seufzte. Anschließend spielte ihre Zunge einen heißen Tanz und erkundete seinen Hals, seine Ohren, seine Wangen. Er schlang seine Arme um ihren Rücken, während ihre Zunge seine Lippen öffnete.

Feuchte Küsse folgten, sein Penis war mit Sicherheit schon wieder nass. Ihre Hand ergriff ihn, nahm die gelartige Masse in ihre Hände und leckte sie genüsslich ab.

Sie kicherte. „Bei dir schmeckt einfach alles.“ Claire beugte sich weit nach unten und nahm seine Männlichkeit stöhnend auf.

Seine Sinne waren bereits wieder an der Belastungsgrenze.

„Wenn du wieder ein Wasser aufsetzt, mach es wie ich und versehe deine Männlichkeit damit.“

Er lächelte. „Okay.“

Claire kam wieder hoch zu ihm, winkelte ihr Bein an und wollte ihn einführen, doch … „Ich habe ein Kondom vergessen. Hast du eines dabei?“

Er schüttelte den Kopf.

„Schade. Okay – verschieben wir es. Somit bleiben uns knutschen und kosten oder schnuppern. Was möchtest du, Tom?“

„Leg dich ganz auf mich.“ Sie kam dem nach, er fühlte ihr Gewicht, ihre heiße Haut und ihr Aroma. „Küssen und schnuppern.“

Noch nie in seinem Leben erlebte er einen so heißen, langen und feuchten Kuss. Ihr Speichel war ein Fest für seine Zunge, er bekam kaum genug. Claire glitt ab und zu nach unten und saugte ab, was sein Penis hergab. Und er nuckelte hemmungslos an ihren Brüsten. Sie bat ihn, mit zwei Fingern in sie zu gehen. Erst langsam, dann heftiger. Ihre Augen hatten sich inzwischen an die Dunkelheit gewöhnt, und er konnte das Wichtigste erkennen. Ihr Gesicht zeigte extreme Lust. Sie wand sich unter ihm und steuerte seine Hand. Ihre Beine waren auf das Äußerste gespannt, Claire bog den Körper durch in Erwartung des Orgasmus, der mit einem Ruck kam.

Rein instinktiv hielt Tom ihr mit der Hand den Mund zu, denn sie stöhnte heftig. Er musterte sie im Gras liegend, sie beugte sich zu ihm und küsste ihn.

„Das war toll, Tom. Danke!“

„Jederzeit gerne wieder.“

„Trotzdem wäre mir lieber, es wäre dein Schwanz gewesen.“ Sie musterte ihn und ließ ihre Zunge über seinen Hals gleiten. „Tom – ich weiß, dass du mich begehrst. Ich bin überglücklich, dass ich deine Sinne betöre. Das ist fast das Beste mit. Aber auch der Sex mit dir scheint wunderbar zu sein, selbst wenn wir erst einmal hatten. Und ich möchte dir die besten Orgasmen bescheren, die du kriegen kannst.“

Er legte sich neben sie. „Das gestern war sensationell gut.“

„Schön.“ Ihre Finger streichelten seine Wange. „Aber unter sensationell verstehe ich, dass die Lust manchmal derart groß ist, dass du fast besinnungslos bist, wenn du kommst. Zweimal hatte ich Männer schon soweit, dass ich sie überfordert habe. Auch wenn sie mich nicht so betört haben wie du.“

Er streichelte ihre Wange und zog mit dem Daumen über ihre Lippen. Sie küsste den Finger.

„Du bist das Faszinierendste, das mir in Sachen Frauen je begegnet ist.“

Ihr Mund verzog sich. „Stelle dich auf Wochen ein, Tom, die so heiß werden, dass wir die brennendsten Elemente im Universum werden.“

Tom lachte. „Von mir aus. Ich freue mich schon.“ Er küsste sie.

„Eine Bedingung habe ich aber, Tom. Okay, genau genommen zwei.“

Er nickte. „Erstens – erzähle niemandem etwas von uns. Sonst lernst du meine harte Seite kennen, und glaub mir, das willst du nicht.“

„So dumm bin ich nicht.“

Claire nickte. „Das denke ich auch. Zweitens.“ Sie richtete sich auf. „Unabhängig davon, wir oft wir noch miteinander ins Bett gehen, tue uns beiden den Gefallen und verliebe dich nicht in mich. Versuche es bitte.“

„Das Erste ist sicher kein Problem, das zweite wird deutlich schwieriger. Wenn man so betört und verführt wird, wird dieser Punkt sehr schwer.“

Sie lächelte. „Für mich auch. Tom, du bist jung, siehst toll aus, du riechst wunderbar angenehm, du schmeckst gut, der Sex macht Spaß, gemessen an gestern. Langsam glaube ich sogar, dass es für mich schwieriger wird als für dich.“

Er küsste sie fest. „Na dann. Gehen wir langsam zurück?“

Sie nickte. „Hilf mir auf.“

Er erhob sich und zog sie hoch. Gemeinsam suchten sie ihre Sachen und kleideten sich wieder an.

Um halb vier Uhr morgens erreichten sie ihr Haus. Das Feuer brannte so gerade noch, die meisten schliefen bereits. Nur einige Nachtwandler waren noch wach.

Tom und Claire gingen unter die Dusche und rieben sich gegenseitig sauber.

Claire eilte hinterher in ihr Schlafzimmer, brachte ihr Bettzeug so durcheinander, dass es aussah, als wäre es benutzt worden, und kam anschließend zurück in Toms Zimmer. Sie verschloss die Tür und kuschelte sich zu ihm ins Bett.

Mit einem großen Gefühlschaos schloss Tom vierundzwanzig Stunden später seine Wohnungstür hinter sich. Das mit Claire war so viel für ihn, dass er eine Pause brauchte. Er wollte nachdenken.

Später holte Steven ihn zum Fitnesstraining ab. Sie waren beide neunzehn und seit Studienbeginn dicke Kumpels. Tom hoffte nur, dass der Kumpel nicht hinter sein neues Geheimnis kam.

Anschließend gingen sie noch zum Tennis, hinterher hatten sie eine Studentenrunde und feierten die absolvierten Semester und auch den Sieg im Wettbewerb.

Müde legte sich Tom ins Bett. Er träumte, dass Claire und er in einem See aus Parfum badeten. Um halb sieben morgens wachte er auf, weil er Claires Aroma roch.

Er rieb sich die Augen und schnupperte mehrmals. Er sah zum Fenster, stand auf und lief ins Bad. Hier rührte ihr Duft nicht her. Es gab nur eine Möglichkeit. Er lief zur Tür. Hier war der Duft am heftigsten. Er glaubte, ein leises Kichern zu hören. Er öffnete.

Claire stand tatsächlich vor ihm. Schmunzelnd ließ er sie hinein. „Wie hast du das gemacht?“

Sie umarmte ihn und küsste ihn auf die Wange. „Ich habe einen Hauch des Parfums vor die Schwelle getropft. Und ein, zwei Millimeter, die deine Tür über dem Boden beginnt, reichen offenbar.“

„Du trägst das Parfum nicht.“ Die Umarmung eben hatte es verraten.

Claire lächelte. „Du wolltest sehen, wie ich es auftrage. Und das zeige ich dir. Und im Gegenzug trägst du deines auf.“

Sie wollte ihn küssen, doch für einen Kuss war sein Mundgeschmack nicht gut. Er wies darauf hin.

„Kein Problem, auch dafür bin ich vorbereitet.“ Sie schob ihm einen Peppermint in den Mund.

Der Geschmack verbesserte sich schnell.

Sie nahm einen zweiten. „Nimm ihn in den Mund, ich sauge ihn aus dir.“

Auch wenn sie ihr spezielles Aroma noch nicht trug, der Kuss schmeckte sehr gut.

Claire schloss die Badezimmertür hinter ihnen und begann sich auszuziehen. Neugierig beobachtete er sie. Erneut warf sie ihm ihre Bluse zu. Tom drückte sie sehnsüchtig an die Nase. Sie trug noch Spuren des Aromas. Sein Herz schlug schneller.

Inzwischen war ihre Brust frei und Rock und Slip fielen.

Sie nahm das Parfum, öffnete es und benetzte ihre Haut am Hals. Rechts wie links. Er spürte es sofort. Der Duft breitete sich im Bad aus, Tom legte seinen Kopf in den Nacken und schloss die Augen.

„Hey.“

Offenbar war sie noch nicht fertig, sondern benetzte auch ihre Brust und ihre Scham damit. Hitze durchfuhr ihn.

„Bis das Aroma fertig ist, dauert es ein paar Minuten. Und in dieser Zeit, Tom, setzt du dein Wässerchen auf.“

Er nahm sein Fläschchen und tat es wie sie, gab ein paar Tropfen an seinen Hals.

„Komm – weiter. Deine Brust und dein bestes Stück.“

Er lachte und kam ihrer Bitte nach. Gemeinsam zogen sie sich in sein Bett zurück, Claire legte sich auf ihn, Tom stöhnte laut. Ihr Aroma erfüllte seinen Verstand. Er hatte Mühe, nicht die Sinne zu verlieren. Er spürte Claires heiße Zunge an seiner Wange.

„Ich hoffe, du hast dir keinen runtergeholt.“

Er lachte schwer atmend. „Nein. Ab und zu passiert’s, aber nicht in letzter Zeit.“

„Sehr gut. Ich bin seit fünf Uhr wach und konnte nur noch an deinen Duft und dich denken.“

Claires Zunge fuhr über sein ganzes Gesicht und saugte seine eigene heraus. Anschließend krabbelte sie halb aus dem Bett und holte ein Kondom.

„Ich habe auch von dir geträumt.“

Sie kehrte ins Bett zurück. Lustwellen durchströmten ihn, sodass sein Penis stand. Sanft küsste sie Tom. Ihr Geschmack glitt auf seine Lippen und in seinen Mund. Er öffnete ihn weit, während sie ihren Körper an seinem rieb.

Tom ging an die Grenze seiner Aufnahmefähigkeit – ihr Duft, ihr Geschmack und ihre Hitze überforderten ihn beinah.

Ernst sah sie ihn an. Sie stülpte ihm den Gummi über und führte ihn ein.

Claire stöhnte lange, Toms Lust und Begierde stiegen schnell in ungeahnte Höhen. Es war wunderschön, sie zu fühlen.

Sie bewegte ihr Becken schnell und rhythmisch, ließ ihr blondes Haar nach vorn fallen und warf es zurück. Ihr Gesicht war vor Begierde verzerrt, ihre Hände fuhren an seinen Armen entlang, sie hakte ihre Finger ein. Immer wieder führte sie ihre Nase an seine Brust und schnupperte. Sie bog ihren Körper durch, senkte ihren Ritt, um gleich wieder schneller zu werden.

Tom glaubte sich auf Wolke sieben. Er genoss die Lust, die sie in ihm entfachte, genoss ihr Aroma, das mit jedem Moment schöner zu werden schien, und steuerte seinen eigenen Rhythmus zu ihrem Ritt bei.

„O Tom … das ist … fantastisch …“

Sie hielt schwer atmend inne. „Möchtest du wechseln?“

Er nickte, sie legte sich auf ihn, küsste ihn, anschließend drehte er sie unter sich. Tom breitete sich auf ihr aus, rutschte weit in sie und spürte ihre Beine um sich. Er bewegte sich schnell, sie beobachtete ihn mit halb geschlossenen Augen. Er beugte sich weit zu ihr und roch an ihrer Brust. Seine Zunge berührte ihren Nippel, ihr Aroma, das von ihrer Haut strömte, ließ seine Ektase weiter steigen.

„Traumhaft.“ Claire streckte weit ihre Zunge heraus und fuhr feucht über sein Kinn und Lippen.

Tom spürte, dass er noch ein wenig konnte, und so liebte er sie mit seinem Rhythmus. Ihre Hand umfasste seine Wange. Er sah an ihrem sehnsüchtigen Gesichtsausdruck, wie viel Lust er ihr bereitete.

Sie bot ihm ihre Zunge, er berührte sie und saugte an ihr.

Er entlud sich mit einem lauten Stöhnen und bog seinen Oberkörper durch. Eine solche Befriedigung durch sie und mit ihr erleben zu können, …

Tom wartete, bis er sich entleert hatte, und glitt aus ihr. Er zog den Gummi ab, den Claire sofort an sich nahm und genüsslich betrachtete.

„Woran denkst du?“

„Ich hätte gerne hundert oder tausendmal davon. Nur von dir.“

Verblüfft sah er sie an. „Das wären Eimer voll.“

Claire nickte. „Allerdings. Die nasche ich wie Eis. Du weißt, dass Sperma mit das Gesündeste vom menschlichen Körper ist?“

Er schüttelte den Kopf. „Nein, wusste ich nicht.“

Sie stülpte den Gummi um und saugte mit geschlossenen Augen den Inhalt in ihren Mund. Den Gummirest legte sie zur Seite und sah Tom an, leise schmatzend.

„Und das schmeckt?“

Sie nickte. „Vorfüglif …“

Schließlich schluckte sie. „Hast du nicht noch mehr davon?“

Claire beugte sich auf, zog seine Vorhaut zurück und saugte an seiner Eichel. Offenbar kam nicht mehr, denn sie schüttelte den Kopf.

„Was ich gerade sagte mit tausendmal – davon habe ich letzte Nacht geträumt. Ich habe an dir genuckelt, und du hast ganze Liter von dir gegeben.“

Tom legte sich zurück und lachte. „Du bist völlig verrückt.“

Claire rollte sich auf ihn. „Und ob ich das bin, mein Liebster. Ich habe noch ein paar Reste im Mund. Willst du kosten?“

Seine Augen weiteten sich. Er schüttelte den Kopf.

„Okay. Aber es war gerade … wunderschön.“

Er nickte. „Ja, traumhaft. Gehen wir unter die Dusche?“

„Einverstanden. Geh voraus.“

Tom schlüpfte aus dem Bett, Schmetterlinge im Bauch. Kurz vor der Badezimmertür klatschte Claires Hand liebevoll gegen seinen Po. Er hielt inne und im nächsten Moment rutschte Claire huckepack auf ihn. Und mit ihr ihr Duft. Er packte ihre Oberschenkel und betrat das Bad. Er spürte ihre Zunge an seinem Ohr, ihre Zähne knabberten an seinem Ohrläppchen. Sie küsste seinen Hals, seinen Nacken.

„Tom, du duftest viel zu gut.“

Er lachte und lud sie in die Wanne, in der auch die Dusche hing. Tom stieg zu ihr und schloss den Vorhang. Neugierig besah sie sich sein Equipment.

Sie drehte den Hahn auf und korrigierte, bis das Wasser warm war. „Bleib stehen, Tom.“

Er nickte, während sie ihn abspritzte. Mal sah er ihr in die Augen, mal strich sein Blick über ihre Beine und ihre Scham, schließlich ganz nach unten. „Weißt du, wie sexy Frauenfüße sein können?“

„Kommt alles noch, Tom.“ Sie schmunzelte. „Dreh dich um.“ Das Wasser rann über seinen Rücken, Po und Beine. „Lehne dich an die Wand.“

Er kam ihrem Wunsch nach.

Sie drückte Gel in ihre Hand und rieb es an seinen Körper. Zwischendurch drückte sie einen Kuss auf seinen Mund. Das Gefühl und der Geschmack ihrer Lippen waren eine Wonne. Claire ging in die Knie und nahm erneut seinen Penis in den Mund. Sanft fuhr er durch ihr Haar. „Wenn du willst, mach ich dir die Haare.“

Sie nickte. „Oh, sehr gerne. Gleich.“ Sie sah ihn an. „Ich habe deinen Schwanz gerne in meinem Mund.“

„Deine Wortwahl ist für eine Akademikerin aber ziemlich …“

„Schmutzig.“ Claire schmunzelte. „Ich weiß. Aber ich finde ‚Schwanz‘ nicht sonderlich unpassend. Vor allem, wenn man zu zweit ist.“ Sie rieb ihre Hand auf seiner Brust. „Und manchmal denke ich fast zweihundertmal am Tag an Sex. Also – ja, ich habe einen sehr starken Sexualdrang.“

„Lass mich jetzt. Anschließend mach ich deine Haare.“

Sie lächelte. „Gerne.“

Er kam ihrem Beispiel nach, nahm sich Gel auf die Hand, roch noch einmal an ihrer Haut und rieb das Gel in ihre Brüste ein.

Claire legte ihren Kopf in den Nacken. „Und wie oft denkst du an Frauenbrüste?“

„Ab und zu.“ Er lächelte.

„Gefallen dir meine?“

Er nickte. „Sehr. Da ist man beinah gerne wieder Baby.“ Erschrocken sah er sie an. „Gott – habe ich das laut gesagt?“ Laut atmete er aus.

„Wen juckt das? Wir sind allein, Tom.“

Kräftig fuhren seine Hände über ihre Haut, Claire leckte ihre Lippen. „Das tut sehr gut.“

„Hast du viel Zeit?“

„Jetzt? Ja, ein paar Stunden.“

Er tauchte nach unten weg und steckte den Stöpsel in die Wanne.

„Spontanität, hm? Gerne.“

Er massierte ihren Unterleib und wusch anschließend ihre Scham. Claire grinste ihn an und berührte mit der Zungenspitze seinen Mundwinkel.

Das warme Wasser umspielte bereits ihre Füße. Claire drehte den Hahn. Es wurde heißer. Tom ging in die Knie und massierte ihre Beine, zum Schluss ihre Füße.

„Du machst das großartig.“ Sie seufzte.

„Fertig.“

Sie spülten sich gegenseitig ab, Claire drehte den Hahn kühler.

Tom setzte sich auf den Wannenrand, breitete seine Beine aus, damit sie rücklings sich an ihn lehnen konnte. Vorsichtig nässte er ihr blondes Haar. Ihre Brut hob und senkte sich.

Tom nahm Haargel und rieb es ein. Claire stöhnte. Zwischendurch senkte er den Kopf und küsste ihre Stirn.

„Du machst das viel zu schön.“

Sie hob ihre Hände. „Gib mir etwas – du machst oben, ich unten.“

Ihre Hände vereinigten sich, sodass sie einen Teil des Gels abbekam. Claire nahm ihr Haar zur Seite und massierte es.

„Machen wir deines hinterher?“

Er schüttelte den Kopf. „Ist erst vier Tage alt.“

Sie schob ihren Kopf weit zurück. „Irgendwann revanchiere ich mich.“

Er beugte sich nach unten und küsste sie fest.

„Sag Bescheid, wenn ich das Wasser wieder aufdrehen soll.“

Sie nickte. „Tom?“

„Hm?“

Claire drehte sich zu ihm um. „Ahnst du eigentlich, was in mir vorgeht?“

„Ich vermute, es geht dir gut.“

Sie schloss die Augen und atmete tief ein und aus. „Ich bin beinah soweit, dass ich sagen kann: Ich bin glücklich.“

Sein Herz begann stärker zu klopfen, ihm stand der Mund offen. „Das letzte Mal, das ich glücklich war, war …“

„Wie hieß sie?“

„Diane. Aus der Uni.“

„Diane Mortimer?“

Er nickte.

„Du hast Geschmack, Tom. Sie ist eine sehr gute Studentin.“

„Aber glücklich zu sein, heißt für mich aber auch annährend – zu lieben. Und du weißt, welche Regel du aufgestellt hast.“

„Ja. Ich weiß, Tom.“

Sie sahen sich an, Claires Hand streichelte seine Wange. Toms eigene Gefühle waren irgendwie chaotisch. Das hier mit ihr war … irre und traumhaft zugleich.

„Ich unterscheide immer noch zwischen verliebt sein und wirklich lieben.“

„Worauf willst du hinaus?“

Sie schmunzelte. „Tom – du solltest wissen, wie unglaublich schön die Zeit mit dir ist. Darum ging es mir.“

Er beugte sich zu ihr und küsste sie so fest er konnte. Ihre Arme schlangen sich um seinen Nacken. Dieses Mal stieß er seine Zunge vor, hungrig traf er auf ihre. Sie küssten sich so leidenschaftlich wie noch nie. Er vergaß alles um sich herum.

Claire hüpfte aus der Wanne und kam mit ihrem Handy wieder. Sie stieg zurück ins heiße Wasser, hinein in seine Arme.

„Hat dich jemand zu erreichen versucht?“

Sie nickte. „Ja, die Uni.“

„Woher wusstest du?“

Claire zeigte auf ihr Ohr. „Ich habe einen Minisender, der tagsüber an ist.“

„Im Wasser?“

„Das ist kein Problem, Tom.“ Sie sprach das Wort „Uni“, das Handy wählte. Tom spielte mit ihrer Brust.

„Hey Michelle, hier ist Claire. Wo brennt’s denn?“

Tom konnte nicht mithören, was jene Michelle sprach.

„Natürlich, es sind schließlich Ferien. Es ist aber automatisch geregelt. Wer auf der Liste steht, kommt rein.“

Tom saugte sanft ihre Brustwarze, ihre Finger glitten durch sein Haar.

„Ich habe nachher Dienst, ja. Ja, ganz recht. Wir sehen uns nachher.“

Sie schaltete ab, legte das Handy zur Seite und beobachtete ihn. „So sehr ich den Sex mit dir liebe, Tom, aber auch das machst du wunderbar. Du bist sehr zärtlich. Das habe ich vorhin schon bemerkt.“

Ihm kam ein Gedanke. „Hast du die ganzen Ferien Dienst?“

„Die erste Hälfte. Wieso?“ Ihre Finger spielten mit seinen.

„Ich spiele mit dem Gedanken, für einige Tage mit der Yamaha durch die Staaten zu reisen. Würdest du mitkommen?“

Fast überrascht sah sie ihn an. Sie fuhr nachdenklich mit der Zunge über die Lippen und massierte sich das Gesicht. Claire legte ihren Kopf auf den Wannenrand und nahm seine andere Hand als sanfte Unterlage. „Lass mich nachdenken.“

Eine Minute verstrich.

„Tom – ich sage mal vorsichtig – ja. Ich kann dir aber keine Gewähr dafür geben. Würdest du zur Not ohne mich fahren?“

„Bis neulich war das mein Plan. Jetzt – ich weiß es nicht.“

Es war bereits später Vormittag, als sie aus der Wanne stiegen und sich gegenseitig abtrockneten.

„Bevor ich gehe, Tom, noch eines: Ich möchte, dass wir es keine zweimal hintereinander in der gleichen Stellung beziehungsweise am gleichen Ort tun. Das Bett fällt also das nächste Mal flach, es sei denn, ich will dich so heftig, dass mir selbst das egal wird. Oder wir lassen uns etwas einfallen.“

Sie küsste ihn und verließ seine Wohnung.

Am Nachmittag kam er durch Steven wieder auf andere Gedanken. Sie hatten sich eine halbe Meile von der Uni getroffen und redeten über Belangloses. Seine Nase hatte endlich andere Gerüche vor sich, sodass er die Abwechslung sogar beinah genoss.

Abends setzte sich Tom an sein privates Projekt, das von Mathematik nur so wimmelte. Woher sein hohes Verständnis kam, wusste er selbst nicht genau. Aber immer, wenn er sich auf Funktionen und Formeln konzentrierte, war es, als öffnete sich ihm das ganze Universum. Er hatte bisher für jedes Problem eine Lösung gefunden, manchmal war es nur eine Frage kurzer Zeit. Für Claire Sheffields Roboterwettstreit hatte er drei Wochen an dem mathematischen Komplex gearbeitet. Und er war stolz auf das Ergebnis. Wie die gesamte Uni, allen voran seiner neuen Geliebten, der Professorin und stellvertretenden Leiterin.

Claire stand am nächsten Vormittag vor seiner Wohnung und holte ihn überraschend ab. Auf Nachfrage deutete sie auf die Rückbank, auf der er einen Picknickkorb sah.

Sie steuerte mit ihrem dunklen Maserati GranCabrio in Richtung Westen aus Middletown heraus. Sie hatte eine modische Sonnenbrille auf, die vorn stark spiegelte.

Sie fuhr die Westfield Street entlang, eine eher wenig befahrene Straße. Nach wenigen Meilen, in einer bewaldeten Gegend hielt sie.

„Hier?“

Sie nahm die Sonnenbrille ab und lächelte. „Noch nicht.“ Sie deutete auf ihren Mund.

Tom verstand und löste den Gurt wie sie. Er beugte sich zu ihr und küsste sie fest. Mit ihr war ihr Aroma zurückgekehrt, und er war bereits wieder betört. Ihre liebliche Zunge und deren wunderbarer Geschmack taten das Übrige. Er öffnete seinen Mund und gewährte ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Ihre Intensität überraschte ihn. Minutenlang hielt ihr Arm ihn ‚gefangen‘, ehe sie ihn freigab.

Sie steuerte das Cabrio über Nebenstraßen weiter, bis sie nach fast einer Stunde noch einmal abbog und kurz darauf anhielt. „Hier sollten wir allein sein.“

In der Tat schien es fast unberührte Natur zu sein.

„Nimmst du den Korb?“

Claire stieg aus und nahm eine zusammengefaltete Decke heraus. Der Korb, den Tom an sich nahm, war schwerer als er aussah. Doch sein von regelmäßigen Fitnessstudiobesuchen trainierter Körper bewältigte ihn problemlos.

Claire breitete die Decke im Gras einige Meter neben einem Baum aus, Tom stellte den Korb darauf. Zu seinem Erstaunen war Wein darin.

„Musst du nicht zurückfahren?“

Claire schmunzelte. „Ich lasse die Automatik fahren. Einige Professoren von uns profitieren von Prototypen, die erst später in die Wirtschaft kommen werden.“

Tom ging ein Licht auf. „Das ist vermutlich das Projekt von Rick Wellington.“

„Ganz recht.“ Sie musterte ihn genüsslich. „Also, Tom. Ich habe mehrere Vorschläge. Erstens – essen, zweitens – Sex, drittens – kuscheln, und zu guter Letzt habe ich ein Angebot für dich für deine Zukunft. Welche Reihenfolge nehmen wir?“ Sie nahm ein paar Weintrauben, steckte ihm und sich selbst jeweils eine in den Mund. Auch ihre Finger waren aromatisiert, es schien, als gäbe es für ihn kein Entkommen. Aber er wollte es nicht anders. Er liebte ihren Duft. Beinah mehr als den Sex mit ihr.

Tom überlegte. „Nun, ich kenne eine TV-Serie, in der es von einigen Alienrassen üblich ist, nach einem gelungenen Geschäft miteinander zu schlafen.“

Claire lachte. „Dann erst mein Angebot und hinterher lieben wir uns und kuscheln. Du kennst mich langsam. Eines Tages schnuppere ich deinen ganzen Körper und lecke dich von oben bis unten ab.“

Tom schmunzelte. „Ja, ich weiß. Mir geht’s genauso.“

„Schöne Antwort, Tom.“ Sie wurde ernst. „Tom, wenn ich dein Genie richtig einschätze, arbeitest du auch privat mit Mathematik. Oder irre ich mich?“

Er schüttelte den Kopf. „Tust du nicht.“

„Ist Verschwiegenheit wichtig?“

Er überlegte und nickte. Sie deutete auf ihr Ohr und er flüsterte. „Verschlüsselungsformen. Ich bin so gut wie fertig.“ Er lehnte sich zurück. „Hast du dein Handy dabei?“

Sie gab es ihm, er schloss einen USB-4-Stick an. Er gab das System auf dem Stick frei, das Handy wurde upgedatet.

Erneut flüsterte er. „Damit ist ein Handy komplett abhörsicher. Das überfordert sogar den Secret Service. Und zwar alle.“

Verblüfft sah sie ihn an. Sie küsste ihn fest. „Wow. Hättest du Interesse, an anderen schwierigen Projekten zu arbeiten? Von mir aus an solchen, an die sich kaum einer herantraut? Ich habe Beziehungen, Tom, uns oder dir solche Aufträge zu verschaffen. Die sind manchmal bis zu dreistellige Millionen wert. Ich biete dir an, deine Mentorin und später auch Doktorvater beziehungsweise –mutter zu sein. Du hast bei Carmichael Mathematik, richtig?“

Tom nickte. „Genau.“

„Ich spreche das mit ihm ab.“

„Was versprichst du dir persönlich von diesem Angebot? Nur Sex oder Sex und Geld?“

Er beobachtete sie – Claire sah ihn belustigt an. „Ginge es nur um Sex und Geld, Tom, würde ich nicht Yale leiten. Nein, ich möchte dich fördern. Und zufällig weiß ich, dass neun von zehn Männern – eigentlich sogar neuneinhalb von zehn – durch gute sexuelle Befriedigung und zusätzlich exzellente finanzielle Anreize zu Höchstleistungen kommen. Also, was hältst du davon? Du kriegst den besten Sex deines Lebens, wir riechen und schmecken uns jeden Tag bis zur Besinnungslosigkeit und über Projekte sorgst du finanziell für alle Zeiten aus.“ Sie hob ihre Augenbrauen.

„Claire, ich kann mir nicht vorstellen, dass du mir so ein Angebot machst, ohne dass du deinen finanziellen Anteil willst.“

Sie streichelte seine Wange. „Was immer du mir gewährst, es ist in Ordnung. Sag eine Zahl.“

„Zehn Prozent.“

Claire musterte ihn. „Okay. Zehn Prozent. Somit kämen wir jetzt zu dieser TV-Serie, von der du sprachst.“

Tom zog ihr die Sandalen aus. Claire lächelte ihn an. Er steckte ihre Zehen in seinen Mund und saugte an ihnen. Und selbst ihre Füße trugen ihren Duft. Langsam löste sie ihre Träger und schob das Kleidoberteil nach unten. Den BH gleich mit.

Seine Lenden reagierten gewaltig. Seine Zunge strich über ihre Fußsohle und glitt über ihren Knöchel und ihr Bein langsam nach oben. Er inhalierte ihren Duft. Ihr anderes Bein folgte. Claire leckte sich die Lippen und massierte sich ihre Brüste.

Tom streifte ihr schnell den Slip ab. Sie zeigte auf ihre Scham, er nickte und liebkoste sie. An dieser Stelle war das Aroma am ekstatischsten. Widerstand war zwecklos. Sein Herz raste so schnell, dass er es kaum noch spürte. Schneller hob und senkte sich Claires Brust, sie zog sich Kleid und BH endgültig über den Kopf.

Claire beugte sich zu ihm und streifte ihm schwer atmend das T-Shirt ab. Sie massierte sein Haar und genoss die Lust, die er ihr schenkte. Seufzend sank sie auf die Decke zurück.

Tom wollte ihr einen Orgasmus schenken. Ihr Duft, der überall war, machte es ihm leicht. Ein kräftiges Zucken ging durch ihren Körper. Claire stöhnte.

„Warte.“ Sie nahm die Weinflasche, öffnete sie und goss Tropfen für Tropfen der farblosen Flüssigkeit über ihren Nabel zu ihren Brüsten. Begierig leckte und saugte er sie weg.

„Parfum mit Wein, hm?“

Sie sah ihn ekstatisch lächelnd an. Er wiederholte mehrfach. Sie nahm den Mund mit Wein voll, schluckte und leckte sich die Lippen.

„Küss mich.“

Zu gerne kam er nach und saugte den Weingeschmack ab.

„Weiter.“ Vorsichtig drehte sie sich, sodass sie über ihm war. Claire nahm einen kräftigen Schluck, beugte sich über ihn und ließ den Wein samt ihrem Speichel in seinen geöffneten Mund fließen.

Ekstase fuhr in seine Lenden, er stöhnte. Claire zog ihm Hose und Unterhose aus, während er Schluck für Schluck genoss.

Sie rieb seine Männlichkeit, die kerzengerade stand, fest und goss vorsichtig Wein über die Eichel. Claire stellte die Flasche ab und stülpte ihren Mund über den Penis.

Tom schloss die Augen und genoss ihre Liebkosungen und die Lustwellen, die durch ihn rasten. Er wähnte sich im Paradies.

Claire gab ihm die Flasche, während sie sich hinlegte.

Er verstand, nahm einen kräftigen Schluck und spülte diesen in ihrem Mund, wie sie zuvor. Sie schluckte mehrmals und kicherte.

Claire stützte sich auf ihre Ellbogen. Er sah die totale Begierde in ihren Augen.

„So, Tom, ich bin … rattenscharf.“ Der Schwips, den sie hatte, schien bereits fortschritten. „Wir setzen uns auf die Rückbank … und lieben uns so hemmungslos …, dass wir den Verstand … verlieren.“

Er kicherte, denn er war nicht minder betrunken. Mit etwas Mühe erhoben sie sich, liefen zu ihrem Cabrio und stiegen auf die Rückbank.

Claire setzte sich auf ihn, und steckte hungrig seinen Penis in sich. Sie begann einen wilden Ritt, der ihm beinah Kopfschmerzen bereitete. Lust und Begierde in ihm waren stark, aber irgendwie anders dieses Mal.

Er drückte sie an sich, ihre viel zu gut duftende Brust an seiner Nase, Claire setzte ihre Füße an seinen Po. Tom hatte Mühe, in denselben Rhythmus mit ihr zu kommen, fand ihn aber schließlich. Sie drückte seinen Kopf fester an ihre Brust und ritt immer schneller.

Tom überschritt seine Sinneswahrnehmung. Er spürte die Wucht in ihren Bewegungen, ihre Lust, mit der sie ihn liebte, ihren Duft, der alles überwog, schließlich ergoss er sich laut stöhnend in ihr.

Claires Gesicht wirkte stark verzerrt, ihre Bewegungen wurden allmählich langsamer. Sie sanken aufeinander.

„Das war schön, hm?“

Er nickte. Claire sank auf ihn und umarmte ihn.

Beinah in Zeitlupe erhob sie sich. „Komm zurück.“

Erschöpft sanken sie auf die Decke zurück. Claire kuschelte sich an ihn. Tom schlummerte ein.

Sein Kopf brummte, er schob sie sanft von sich. Die Sonne stand bereits weit im Westen.

Claire sah ihn lächelnd an, durch den Wind wurde ihr Duft zusätzlich in seine Nase geweht. Sie strich durch sein Haar.

„O mein Gott!“

Ihre Worte, mit denen sie sich erhob, waren fast zu laut für ihn. Panikartig wühlte sie im Korb und hatte ein Kondom in der Hand.

„Das ist nicht gut.“ Der Schreck war da. Er rieb sein Gesicht, um wieder zur Besinnung zu kommen.

„Nein, Tom, das ist nicht gut. Auch wenn komischerweise ein Teil von mir es geil findet, dein Sperma in mir zu haben – unter diesen Umständen …“ Sie fluchte. „Kein Sperma zum Kosten.“

„Also was machen wir, wenn du …?“

Claire schüttelte den Kopf. „Ich werde nicht schwanger, Tom. Mein Instinkt sagt mir, dass es nicht geschieht, und der hat mich noch nie getrogen.“ Sie küsste ihn. Und lachte. „Weißt du, ich war an diesem Punkt – kein Verstand, nichts. Nur dein Duft und hemmungslose Lust. Und es war schön. Jedoch weiß ich als Biochemikerin, welche Wirkung Alkohol auf Sex hat.“ Sie nahm die Flasche an sich. „Wir haben zusammen drei Viertel getrunken. Das war an der Grenze. Jenseits dieser nimmt die sexuelle Leistungsfähigkeit schnell ab.“

Toms Magen knurrte stark und laut.

Claire lachte. „Wir haben das Essen vergessen.“ Sie räumte den halben Korb leer. Ein Behältnis mit Fleisch kam zum Vorschein, außerdem Brotfladen. Hungrig speisten sie.

„Damit wären wir alle Punkte durch.“ Er musterte sie. „Oder?“

Sie kicherte. „Es sieht so aus.“ Sie schnipste sanft mit dem Finger seine Nasenspitze. „Hat es dir gefallen?“

Tom nickte vehement. „Ich werde durch dich verführt, wie noch nie in meinem Leben. Dein Duft ist so atemlos betörend, ich liebe ihn. Der Sex ist traumhaft, und der Geschmack deiner Lippen und deiner Zunge ist unübertroffen. Wenn es danach ginge, hätte ich mit dir die perfekte Liebhaberin getroffen.

Claire lachte glockenhell. „Och, das hast du so schön gesagt!“ Sie umarmte ihn. „Auch für mich war es ein traumhafter Tag. Solange mich mein Gefühl nicht trügt und ich nicht doch von dir schwanger werde. Das nächste Mal möchte ich aber lieber ohne Alkohol. Und mit Gummi.“

„Ja.“

Tom rollte sich auf sie, sie grinste und schlang ihre Arme um ihn. „Es ist so schön. Fast zu schön.“ Claire schloss ihre Augen. „Ich genieße jede Sekunde.“

Mit Sonnenuntergang räumten sie zusammen, Claire aktivierte die Automatik, die sie zurückfuhr.

Wochen später.

Claire hatte mit ihrem Instinkt recht behalten, auch wenn sie es nachgeprüft hatte.

Tom war unruhig. Am nächsten Morgen wollte er mit der Yamaha aufbrechen. Seit fast sechs Wochen hatten Claire und er fast jeden Tag miteinander geschlafen. Eigentlich waren diese Ferien traumhaft, doch seine Gefühle für sie, die nach wie vor Professorin war und auch Stevens Mom, waren tief und chaotisch.

Zehn Monate war er mit Diane Mortimer zusammen gewesen, bis sie nicht mehr gewollt hatte.

Und jetzt war er verliebt in eine Frau, die vom Alter seine Mutter sein konnte. Seine eigene, Maria Silverman, war nur zwei Jahre älter als Claire. Ja, er war verliebt. Sehr. An ihren Duft hatte er sich gewöhnt, wollte ihn aber nicht mehr missen. Er konnte seine Gefühle für sie trotzdem nicht richtig einschätzen. Tom dachte fast nur noch an sie.

Um seine Ruhe zu haben, war er mit der Yamaha ein paar Meilen nach Norden gefahren und hatte sich in den Schatten eines Baumes gelegt. Er war so durcheinander.

Sollte er ohne sie fahren? Wäre das besser? Oder hier bleiben und den Rest der Ferien mit ihr verbringen? Und noch mehr Sex an den seltsamsten Orten haben? Oder sie fuhren morgen wie geplant. Vorgestern hatte der eigentliche Yale-Leiter den Feriendienst übernommen, sie hatte Zeit.

Sein Handy klingelte. Es war Claire. Er sah auf das Display und überlegte. Schließlich nahm er an. „Hey.“

„Tom – wo bist du?“

Er seufzte. „Irgendwo.“

„Sag mir nicht, dass du ohne mich los bist.“

„Nein. Wir fahren morgen wie geplant.“

„Stimmt etwas nicht?“

„Ich weiß es nicht, Claire. Vielleicht.“

„Willst du darüber reden?“

Er massierte seine Augen. „Ich fürchte, das müssen wir.“

Tom hörte ihr Seufzen.

„Ich ahne es. Treffen wir uns bei dir?“

„Ja. In einer Stunde.“ Er hatte es nicht eilig, nach Hause zu kommen.

Claire wartete bereits an seiner Wohnungstür. Sie umarmten und küssten sich. Zusammen betraten sie seine Wohnung, das Bett zeugte von der letzten leidenschaftlichen Nacht.

„Sag’s mir, Tom. Ich bitte dich.“

Er ließ sich auf seine Couch plumpsen. Claire hockte sich zu ihm und streichelte sein Haar.

„Claire, ich …“ Die Worte blieben in ihm stecken. „Wenn wir weitermachen, breche ich unsere Regeln. Ich …“

Sie öffnete ihren Mund, sah ihn fast verzweifelt an.

„Wo ist die Grenze zwischen Verliebtsein und Liebe?“ Er lehnte seinen Kopf kraftlos an die Couch.

„Meistens fließend.“ Sie streichelte seine Wange.

Er nahm ihre Hand und küsste sie.

„Tom, es wäre nicht der erste Fehler, den ich mache. Wenn es passiert, passiert es.“

„Wozu machen wir überhaupt Regeln?“

„Weil wir in dem Moment glauben, schlauer zu sein.“

Er seufzte laut.

„Wir hatten tollen Sex, Tom. Den schönsten meines Lebens. Vielleicht haben wir auch übertrieben, ich weiß es nicht. Aber ich möchte kein einziges Mal missen.“

„Ich auch nicht.“ Er sah Claire nachdenklich an. „Dann lege ich in deine Hände, ob wir morgen fahren oder nicht.“

Sie lächelte und schüttelte den Kopf. „Dir fehlt die Lebenserfahrung. Glaubst du, wenn wir hierbleiben, dass es nicht passiert?“

Tom schalt sich einen Narren. Sie hatte recht.

„Außerdem gefällt es mir, wieder verliebt zu sein. Ich war es lange nicht.“

Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn fest. Jeder ihrer Küsse war längst eine Wonne für ihn.

Er hatte sich von Steven verabschiedet, der zu Hause im Keller an neuen Apparaturen herumbastelte. Die gesamten Ferien über. Claire Sheffields Sohn hatte eine große Karriere als Ingenieur vor sich. Sie hatten bereits mit einer Idee gesponnen, sich zusammenzutun.

Extra für die Fahrt durch die Staaten hatte Claire einen Motorradanzug und Helm für sich bestellt. Alles Wichtige war gut verstaut, sie zogen sich zusammen um. Eine Woche zuvor hatte er die Yamaha durchchecken lassen, ihnen stand nichts mehr im Wege.

Tom musterte Claire in ihrem Anzug. „Du siehst richtig scharf aus.“ Sie strahlte und küsste ihn. „Du auch.“

Sie zogen ihre Helme über, bestiegen die Yamaha. Claire schmiegte sich an ihn, schlang ihre Arme um ihn, er startete, sie verließen Middletown.

Sie fuhren nach Westen über Meriden, dort wechselte er auf die Interstate 691, weiter nach Waterbury. Tom hatte Claire versprochen, nicht schneller als hundert Meilen die Stunde zu fahren, auch wenn die Maschine deutlich mehr hergab.

Sie wechselten auf die I-84, Richtung Danbury, wenig später erreichten sie Pennsylvania, am frühen Nachmittag trafen sie in Philadelphia ein, wo sie zu Mittag aßen.

Sie beratschlagten, wie weit sie fahren wollten, doch Tom hatte kein konkretes Ziel.

Claire schlug Richmond in Virginia vor. Dort wollten sie sich ein kleines Hotel nehmen.

Am späten Nachmittag erreichten sie die Kleinstadt und nahmen sich in Downtown ein Hotel.

Etwas müde streifte Tom seinen Anzug ab und legte sich aufs Bett. Er schloss die Augen. Das Bett wankte geringfügig, im nächsten Moment spürte er Claires Lippen.

„Du bist wunderbar gefahren. Nicht zu schnell, ich konnte viel von der Landschaft genießen.“

„Bist du zum ersten Mal in Richmond?“

„Nein, das zweite Mal. Ich bin seit zwölf Jahren Professorin. Vor sechzehn Jahren war ich das erste Mal hier. Sehen wir uns morgen etwas um? Den Vormittag? Nachmittags können wir weiter. Wohin willst du? Süden oder Westen?“

„Eins nach dem anderen, Claire. Wir können uns gerne morgen etwas umsehen und später fahren. Und – ich hatte Richtung Westen gedacht. West Virginia, Kentucky, Tennessee.“

Claire nickte. „Klingt gut.“ Sie legte sich zu ihm und schmiegte sich an ihn, den Kopf auf seine Brust.

Tom schlummerte ein.

Claires Hand an seinem Penis ließ ihn aufwachen. „Wie lange habe ich geschlafen?“

„Eine gute Stunde.“

Claire erhob sich und zog sich aus. Ihr Blick wechselte ins Verführerische. Sie lächelten sich an. Tom zog sich die Unterwäsche aus, krabbelte zu ihr aus dem Bett und hob sie hoch. An ihren Duft hatte er sich gewöhnt, auch an den Geschmack ihrer warmen Lippen. Claire umarmte ihn fest.

„Weißt du was? Komplett im Stehen haben wir es noch nicht getan.“

„Aber fast – vor anderthalb Wochen im Wald.“

„Da war ich angelehnt an einen Baum.“

„Ach, du meinst ganz frei.“

Sie nickte. Während sie Küsse tauschten, bewegte er ihr Becken so, dass seine Männlichkeit schließlich die richtige Position hatte. Er beobachtete ihr Gesicht beim Eindringen.

Claire seufzte. Er spürte, dass sie sich völlig öffnete.

Doch bald musste er sie absetzen. Er ging an seine Tasche und wühlte darin.

„Ja, stimmt. Einmal ungeschützt reicht.“ Claire lachte.

Tom nahm einen Gummi heraus, streifte ihn sich über und nahm sie wieder auf seine Arme.

Gemeinsam bewegten sie sich im Rhythmus und fanden kurz darauf eine wundervolle Erfüllung. Claire verspeiste hinterher seinen Saft, daran hatte sich nichts geändert.

Sie aßen in einem Restaurant zu Abend und spazierten hinterher Hand in Hand durchs frühabendliche Richmond.

Drei Stunden später kehrten sie müde ins Zimmer zurück, doch Claire kämpfte, wie sie gestand, stark mit ihren Hormonen.

„Ich hatte irgendwie gehofft, wenn wir es oft tun, kommen diese extremen Anfälle nicht mehr.“

Sie glitt aus ihren Sachen und sah ihn sehnsüchtig an.

„Hatten diese extremen Anfälle mit deinen extremen Träumen zu tun?“

Sie schmunzelte. „Welchen meinst du?“

„Den einen, dass du von Sex mit mehreren Männern hintereinander träumst.“

„Vermutlich. Jedenfalls wüsste ich zu gerne, was dahintersteckt.“

Tom zog sich ebenfalls wieder aus. „Lass uns duschen.“

Sie nickte. „Einverstanden. Aber warte.“ Claire ging an ihre Tasche und nahm eine Penisattrappe heraus, die man sich umband. „Ist das okay?“

„Komm.“

Sie schlossen die Badezimmertür hinter sich.

Claire stöhnte. „Weißt du, Tom, ich habe dich vor Wochen in einer Phase von annähernder Sexsucht verführt. Und ein Teil von mir hoffe, wenn du mich oft befriedigst, würde diese Phase verschwinden. Da hatte ich zu früh gehofft.“

Er umarmte sie. „Mach dir keinen Kopf. Ich befriedige dich sehr, sehr gerne.“

„Das hast du mir so oft schon gezeigt, mein Liebster.“ Sie drückte ihn fest an sich und küsste ihn.

„Sag mir, was du möchtest.“

Claire nahm die Attrappe und band sie ihm um, über seinen eigentlichen Penis. Es hatte schon einmal funktioniert. Sie atmete schwer und winkelte ihr Bein an.

Tom prüfte den Sitz der Attrappe und führte diese sanft in Claire ein. Sie stöhnte und hielt sich an der Wand fest. Mit halb geschlossenen Augen beobachtete sie ihn. Eine Hand glitt zu seinem Kopf und streichelte ihn. Nach zwanzig Minuten bat sie um einen Stellungswechsel, den er ihr gerne gewährte.

Sie hatte sich dazu gedreht, er nahm sie per Attrappe von hinten. Ihr Atem ging gleichschnell, sie keuchte und stöhnte.

Sie wechselten ein zweites Mal, er legte sich zu Boden, sie ritt auf ihm. Schließlich gingen sie unter die Dusche, Tom nahm sie an einem Wandvorsprung.

Zurück im Bett lebten sie weitere Stellungen aus. Erst zehn vor elf abends reichte es Claire.

Tom stöhnte laut, weil es ihn an die Grenze seiner Kraft getrieben hatte.

Claire hockte am Bettrand. Sie stand auf, rekelte sich, massierte sich, lief umher.

Tom musterte sie. Es war das zweite Mal, dass er einen solchen Marathon mit ihr erlebt hatte.

Claire kroch ins Bett zurück und schmiegte sich an ihn. Ihre Hand rieb seine Brust, er schlang seinen Arm um sie. „Ich würde es dir nicht verübeln, wenn du demnächst meiner überdrüssig werden solltest.“

Seine Finger hoben ihr Kinn. „Wegen solcher Sexabende?“

Sie nickte. Tom schüttelte den Kopf. „Um den besten Duft der Welt zu verlassen? Und auch die köstlichste Zunge und die feinsten Lippen?“

Sie lächelte. „Du bist der erste Mann, der das mit mir durchhält. Und ich danke Gott, dass du so auf mich abfährst.“ Sie küsste seine Nase.

„Statistisch gesehen hattest du gerade mit über zwanzig Männern Sex – rein von der Zeit her.“

„Wegen solcher Begierden ekele ich mich manchmal vor mir selbst.“

Er küsste sie. „Das musst du nicht.“

Claire runzelte ihre Stirn. „Ich bin es nur nicht gewohnt, diese Fantasien auszuleben.“

„Erzähl mir von einer anderen.“ Er ließ seine Hand über ihren Arm gleiten und hakte in ihre Finger.

„Ich habe eine, in der ich nackt zur Uni fahre und so wie ich bin unterrichte. Vor allen Studenten. Aber es geht noch weiter. Ich geh zu den Studenten hin, vor allem natürlich die männlichen, und lasse mich von ihnen berühren. Dutzende Männerhände fassen mich an. Überall.“ Sie küsste seine Brust. „Du bist der erste Mann, dem ich das erzähle. Hast du Träume?“

„Sex-Träume?“

„Hm?“

„Früher hatte ich sicher welche. Seit wir zusammen sind, ist jeder Tag eine Überraschung.“

„Heißt das, durch mich sind die meisten deiner früheren Träume real geworden?“

Er nickte. „Absolut.“

„Wow. Das wusste ich nicht.“

„Claire – wir schlafen nahezu jeden Tag miteinander. Das hatte ich früher nicht.“

„Wie oft hast du es mir Diane getan?“

„Seltener. Ein- bis zweimal die Woche, wenn es hochkommt.“

Claire setzte sich im Bett auf und ging in den Schneidersitz. „So wie es aussieht, bilde ich das eine Ende der Sexskala. Das der Sexsüchtigen.“

Er streichelte ihre Beine. „Mach dir keinen Kopf, Claire. Das ist natürlicher als du denkst.“

„Da habe ich so meine Zweifel, Tom.“

„Sexsucht könnte ein Hinweis der Natur auf eine höhere Fortpflanzungsnotwendigkeit sein.“

Claire nickte. „Ich kenne diese Theorie.“ Sie küsste seine Finger. „Und andersherum würde ein vermehrtes Auftreten von Asexualität auf einen zu hohen Bestand einer Spezies deuten. An diesem Punkt wird auch oft die Homosexualität genannt. Biologisch können zwei Frauen oder Männer jeweils keine Kinder auf die Welt bringen.“

„Diesen Zusammenhang habe ich noch nicht gehört, aber zumindest kann die Natur schlecht die Existenz von Kondomen vorausahnen.“

Claire kicherte. „Stimmt. Normal wäre ich bei unserer Häufigkeit schon etliche Male schwanger geworden.“

„Ich bin jetzt doch müde.“

„Ja, ich auch.“ Sie küsste ihn zärtlich. „Tom?“

„Hm?“

Sie führte ihre Lippen an sein Ohr und hauchte. „Ich liebe dich.“

Hatte er darauf gewartet, es endlich zu hören? Was bedeutete es ihm? Eine Frau, die zweiundzwanzig Jahre älter war, zu lieben?

Er küsste ihre Stirn. „Ich liebe dich auch.“

Sie rollte auf ihn, kuschelte sich an seine Brust und schlief ein.

Im neuen Tageslicht sahen sie sich einen anderen Teil von Richmond an, nach dem Mittagessen fuhren sie weiter. Tom fühlte sich, als würde er in ein neues Leben hineinfahren. Die Frau seiner Träume hinter ihm, sie liebten sich und lernten ihr Land kennen.

Ihre Route führte sie nach Charleston, kurz davor bewunderten sie Kanawha River. In Charleston trafen sie mitten während eines Stadtfestes ein. Claire überredete Tom, an der Feier teilzunehmen. Sie stärkten sich und mischten sich unter die Feiernden.

Tom spürte mit nahezu jedem Tanz, wie glücklich Claire war. Ihm erging es nicht anders. Er mochte erst neunzehn sein, doch er war frühreif. Seine Eltern waren sehr liberal, sie hatten ihm gezeigt, was man durch Fleiß erreichen konnte.

Claires Blondschopf flog hin und her, sie lachte, sie wirbelten herum, sie hatten Spaß. Und sie küssten sich.

Die Sonne versank, das Fest ging weiter, auch wenn die Zahl der Tanzenden schnell abnahm.

Halbstarke näherten sich ihnen, die offensichtlich zu viel getrunken hatten. Ihr Ziel war Claire.

Toms Herz zog sich zusammen. Bekamen sie Ärger?

„Hey – Süße!“ Der mögliche Anführer näherte sich ihr und legte ihr den Arm um den Hals. „Du hast ’nen geilen Arsch. Was hältsdn von etwas Spaß mit mir und meinen Kumpels?“

Seine Kumpane johlten.

Zorn stieg in Tom auf. „Ich mache das, Schatz.“

„Schatz?“ Die Stimmlage des Anführers, der eine tätowierte Glatze hatte, klang nach Hohn. „Sag mal, wie alt bist du, Jüngling?“

Tom war eins fünfundachtzig, der Kontrahent ähnlich groß, vielleicht einen Hauch kleiner. „Ich weiß nicht, wer Sie sind und will es auch nicht wissen, aber wenn Sie die Lady noch einmal anfassen …“

„Dann was?“ Der Typ verspottete ihn.

„Bloodsport.“ Tom setzte seine Fäuste in Kopfhöhe. „Wenn du dich traust.“

Claire hob ihre Arme und schritt zwischen sie. Er las Bewunderung in ihr. „Jungs – sagt mal – kommt ihr von hier?“

„Ja, wir kommen von hier. Das ist unsere Stadt.“

Claire stemmte ihre Hände in die Hüften. „Ist sie das? Und was halten die Einwohner davon, wenn Touristen so dumm angemacht werden? Ich bin mit meinem Freund unterwegs, friedlich. Wenn ihr jetzt verschwindet, bleibt alles ruhig. Wenn ihr Ärger wollt – wird Charleston morgen erfahren, dass euch eine Frau verprügelt hat. Also – was ist euch lieber?“

Zu Toms Leidwesen zogen sie nicht ab. Der Glatzkopf legte erneut seine Arme um sie. „Ja, los – wehre dich – Süße. Wehr dich!“

„Jetzt reicht’s!“ Tom machte zwei Schritte und pfefferte einen linken Haken gegen die Nase des Glatzkopfs, der Claire dadurch sofort losließ. Er war benommen, selbst Claire sah verblüfft von ihm zum Glatzkopf.

Irgendwas musste hinter ihm geschehen, denn Claires Augen wurden groß. Sie sprang plötzlich wie ein Puma hinter ihn, doch Tom hatte keine Zeit, denn ein zweiter Mann ging auf ihn los. Aber er war bereits in Kampfhaltung. Von zwölf bis sechzehn hatte er vier Jahre lang geboxt und gelernt, wie man sich seiner Haut wehrte. Seine Gegner waren betrunken, Tom konnte ausweichen und verpasste dem anderen mehrfache Schläge.

Es traf ihn plötzlich jemand heftig seitlich in den Rücken, er wollte einen starken Konter setzen, doch Claire kümmerte sich bereits um den dritten. Der Schmerz setzte Adrenalin frei, er marschierte auf den Glatzkopf los und verpasste ihm eine Reihe von Treffern. Blutüberströmt blieb er liegen.

Tom drehte sich um Zehn Meter von ihm entfernt hatten zwei Claire in der Mangel. Doch sie zwinkerte ihm zu, machte um die Genitalien einen eisernen Griff, im nächsten Moment krachte ihre Faust so hart gegen seinen Schädel, dass es fast knackte. Ihr Ellbogen ging hart ins Gesicht des letzten. Sie wirbelte zu Toms Erstaunen durch die Luft und katapultierte ihren Fuß noch einmal gegen den Kopf. Er war k. o.

Mit offenem Mund ging er zu ihr. Sie umarmten sich. Jetzt spürte er den Schmerz wieder.

Sirenengeheul, zwei Streifenwagen hielten neben ihnen. Claire klärte die Situation schnell auf.

Der Officer musterte den Glatzkopf. Er stöhnte. „Jones schon wieder.“

„Officer.“ Claire wandte sich an ihn. „Charleston weiß nun, dass Jones von einer Frau verprügelt wurde.“

Sie konnte den Officer überreden, dass ihre Daten hier an Ort und Stelle aufgenommen wurden. Claire hatte keine Verletzung, bei Tom kam der Schmerz am Rücken doch durch.

„Ist schon gut, Officer, ich verarzte ihn selbst.“

Die Halbstarken wurden in Gewahrsam genommen, und sie hatten endlich Ruhe.

Claire umarmte ihn. Sie küsste ihn auf die Wange.

„Sag mal – woher kannst du Taekwondo?“

Sie lächelte, nahm seine Hand, sie liefen Richtung Hotel. „Zehn Jahre in meiner Jugend, Tom. Und du hast geboxt? Das sah verdammt gut aus.“ Sie küsste ihn hinters Ohr.

Stolz erfüllte ihn, dass er seine ältere Freundin hatte beschützen können. „Ich kenne mich mit Eins-gegen-eins-Situationen ganz gut aus. Das waren sogar zwei gegen mich eben. Ich habe nur den hinter mir nicht gesehen.“

Sie erreichten das Hotel und betraten ihr Zimmer.

Claire zog Tom oben herum aus und besah sich den Treffer. „Du hast ’nen ordentlichen blauen Fleck. Sind deine Hände verletzt?“

„Meine Hände brauchen nur Ruhe, das ist alles.“

Zusammen gingen sie ins Bad, er besah sich die Stelle. Sie drückte so vorsichtig gegen die Stelle. Er wollte nicht, doch sein Gesicht verzerrte sich.

„Sex als Heilung?“

Schmunzelnd machte sie ihm dieses Angebot, und er hatte große Lust. Sie kehrten ins Schlafzimmer zurück, Claire ließ ihn sich der Länge nach hinlegen, zog ihm ein Kondom über und begann, auf ihm zu reiten. Tom spürte seine Lust, die groß war und jeden Moment weiter zunahm.

Minuten später sanken beide glücklich zusammen und schliefen ein.

Die Temperaturen stiegen enorm an. Bereits am Morgen waren es achtundzwanzig Grad, die Dreißig-Grad-Marke fiel kurz darauf. Claire und Tom fuhren weiter nach Westen. Hinter Huntington, wo sich der Ohio River nach Süden abspaltete, fuhr Tom zum Big Sandy River hinunter und stellte das Motorrad in den Schatten.

„Wir sind hier an der Grenze zwischen West Virginia und Kentucky.“ Claire hielt sich die Hand über die Augen und besah sich im Minischatten die Gegend.

Sie streiften ihre Anzüge ab und gingen Hand in Hand ins lauwarme Flusswasser.

Zusammen stöhnten sie über die Kühle. Tom holte Luft und ging unter Wasser. Kurz darauf spürte er ihre Lippen. Er kam an die Oberfläche zurück. „Das kann ich unter Wasser nicht.“

„Nicht so schlimm, Schatz.“ Claire sah sich um. Sie schienen allein. Sie stand auf, sodass ihre Brust gerade so mit der Wasseroberfläche abschloss. Sie zog das Oberteil, das einem Sport-BH gleichkam, aus und gleich darauf auf ihr Unterteil. Tom tat es ihr gleich. Die Unterwäsche warfen sie ans Ufer.

Sie umarmte ihn, ihre Brüste berührten ihn. Tom umfasste ihr Becken, sie begannen einen langen Kuss. Sie löste sich von ihm – sie sah glücklich aus.

„Weißt du, was wir noch nicht hatten? Blümchensex.“

Tom nickte. „Stimmt. Du magst es normal härter.“

„Richtig. Ich liebe es, hart genommen zu werden. Aber das weißt du längst.“ Sie umarmte ihn innig. „Es ist unglaublich heiß. In der Sonne dürften es fast fünfzig Grad werden. Hierherzukommen, war goldrichtig.“ Sie küsste ihn auf die Wange.

Tom versuchte, seine Gefühle einzuordnen. Glück, Liebe, Wärme, Wonne, Claire. Im Moment war er im Paradies. Und sein Penis war sehr unruhig. Er drehte seinen Kopf zu ihr und küsste sie fest. Ihre Nasen berührten sich, ihre Stirnen ebenfalls.

„Es ist so unglaublich schön mit dir.“ Ihre Hände streichelten sein nasses Haar, ihre Arme hielten ihn fest umschlungen.

„Ich liebe dich, Claire.“

„Ich liebe dich auch, Tom. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das in dieser Form noch einmal geschehen würde.“ Sie presste ihr Gesicht fest gegen seine Wange, ihre heißen Lippen berührten seine Haut. Sie drückte Dutzende Küsse auf Wange und Mund.

Tom nahm ihr Becken und watete in Richtung Ufer, bis er sitzend mit dem Mund über Wasser kam. „Blümchensex?“

Claire strahlte, hockte sich auf ihn und nahm seinen Penis in sich auf. Unglaubliche Lust durchfuhr ihn, sie gab sich alle Mühe, langsam zu reiten.

Plötzlich fuhr sie erschrocken hoch. „O mein Gott!“ Sie hielt sich die Hand vor den Mund und lachte. Nackt, wie sie war, eilte sie zum Motorrad und wühlte in ihren Sachen.

Tom nickte. Sie hätten fast die Verhütung vergessen. Sie eilte zu ihm zurück, schob ihm den Gummi über. Erneut setzte sie sich auf ihn und ritt wieder in gemächlichem Tempo.

Sie hatten sich wenige Meter neben dem Motorrad eine schattige Stelle gesucht und ließen sich trocknen.

Claire drehte sich zu ihm und ließ ihre Hand über seine Brust fahren.

„Woran denkst du?“

„Im Moment an nichts. Du?“

Sie nickte. „Ich glaube, in meinem Alter macht man sich automatisch Gedanken.“

„Über uns?“

Sie nickte. „So traumhaft schön es im Moment für uns beide ist, Tom, niemand weiß, wie es in einem Jahr aussieht.“ Sie streichelte sein Haar, das bereits getrocknet war. „Weißt du, Schatz, unser Altersunterschied ist mir egal. Dass wir in derselben Uni sind, spielt auch keine große Rolle. Sollten wir nach deinem Abgang noch zusammen sein, hätte ich auch kein Problem damit, mich beziehungsweise uns zu outen.“

Er stützte sich auf seinen linken Ellbogen. „Was wäre die Streitfrage?“

„Du willst vermutlich Kinder, oder?“

Tom zog tief Luft ein und blies sie aus. „Soweit denke ich noch nicht. Aber vermutlich – ja.“

„Und ich bin fast über diesem Horizont, Tom.“

„Ich weiß.“

„Deswegen behalte es bitte im Hinterkopf. Wenn wir entscheiden, dass wir zusammenbleiben und du Kinder willst, dürfen wir nicht zu lange warten. Denn mit etwa fünfzig ziehe ich definitiv den Schlussstrich. Eigentlich reichen mir zwei Kinder, wie ich dir bereits gesagt hatte. Aber weil ich dich liebe, schließe ich weitere Kinder nicht ganz aus.“

Tom nickte. „Ich weiß das zu schätzen, Claire.“ Er beugte sich zu ihr und küsste sie zärtlich.

„Danke. Aber wir sollten das nicht heute entscheiden.“

„Nein, du hast recht. Aber es ist wichtig, dass wir das kurz angesprochen haben.“

„Lieblingsstellung?“ Er legte sich zurück ins Gras, Claire kicherte und legte sich gänzlich auf ihn.

Sie warteten noch, bis die Sonne deutlich im Westen stand, verpflegten sich Huntington und fuhren in Ruhe bis Lexington. An diesem Abend ließen sie es ruhiger angehen. Sie gingen aus, und nach ihrer Rückkehr kuschelten sie sich im Bett des Hotelzimmers aneinander und sahen fern.

Die erste Station am nächsten Tag war Louisville. Sie hielten am Ohio River, aßen zu Mittag und sahen sich die Gegend an. Stunden später erreichten sie St. Louis. Claire bat Tom, hier etwas länger zu verweilen, sie wollte sich den Mississippi näher ansehen.

Sie beratschlagten und fuhren am nächsten Vormittag nach Norden. Sie folgten dem Mississippi nach Nordwesten, bis zum Pere Marquette State Park. Sie stellten die Yamaha unter, da inzwischen dunkle Wolken am Himmel aufgetaucht werden. Es kühlte langsam ab.

„Wenn wir Pech haben, werden wir vom Guss überrascht.“

Sie betraten den Park. Kühler Wind blies ihnen durchs Haar. Der Wald dunkelte die Umgebung zusätzlich ab. Sie spazierten langsam den Weg entlang, genossen die Zeit und sich selbst. Nach den vielen gefahrenen Stunden taten die Schritte gut.

Die ersten Tropfen benetzten die Erde. Regen prasselte auf sie. Sie schienen die Einzigen zu sein. Die Temperatur kühlte auf gefühlte Mitte zwanzig Grad ab. Sie hasteten den Weg weiter, bis sie völlig durchnässt zu einem Unterschlupf kamen.

„Gott sei Dank habe ich die Maschine untergestellt.“

Claire lächelte und umarmte ihn. Er küsste sie.

„Was machen wir? Warten wir, bis es aufhört, und laufen zurück?“

Claire fuhr sich mit den Händen durch ihr Haar. „Ich denke ja.“

„Und wenn es nicht aufhört? Irgendwie müssen wir zurück.“

Sie zuckte mit den Schultern.

„Wir müssen aus den Sachen raus.“ Sie schob ihre Hände unter sein T-Shirt und zog es ihm mit Mühe aus. Sie legte es über ein Geländer neben ihnen.

„Hilfst du mir raus?“

Nachdenklich musterte er sie. „Und wenn jemand kommt?“

Claire schüttelte den Kopf. „Wir sind meilenweit die Einzigen. Komm, Schatz – hilf mir aus der Bluse.“

Er kam ihrer Bitte nach, sie bedeutete ihm, ihr auch den Sport-BH auszuziehen. Anschließend halfen sie sich gegenseitig aus den restlichen Sachen heraus.

Die Sachen würden zwar kaum trocknen, aber Claire war es so lieber.

Tom lugte unter dem Unterschlupf zum Himmel. „Das sieht nicht so aus, als würde es jeden Moment aufhören.“ Claire kuschelte sich von hinten an ihn, umarmte ihn fest. „Tauschen wir etwas körperliche Wärme aus.“ Er lächelte und streichelte ihre Arme.

Die Luft war so feucht, dass die Nässe überall im Unterschlupf greifbar wurde. Aber es blieb mild, und Claires warmer Körper liebkoste ihn.

„Ich finde es trotz des Regens romantisch, Tom. Wir beide, wie Gott uns schuf, fast wie Adam und Eva.“ Ihr Kopf drückte sich neben seinen, ihre duftende Wange an seine.

„Bist du gläubig?“

Der prasselnde Regen machte es beinah unmöglich, sich innerhalb des Unterschlupfs zu unterhalten. Aber ihr Mund war direkt an seinem Ohr.

„Meine Eltern sind protestantisch. Ich bin nach Wissenschaft und Rationalität aufgeklärt worden, und da zählten religiöse Motive dazu, als Allgemeinbildung. Was ist mit dir?“ Ihre Hände massierten sanft seinen Unterleib.

„Ich würde mich vermutlich als gemäßigt katholisch einordnen. Jedenfalls hatte ich nicht viel mit Religion am Hut. Meine Eltern haben es akzeptiert.“

Erste Rinnsale drangen in den Unterschlupf, aber sie waren ohnehin bereits durchnässt.

„Weißt du eigentlich, dass wir es andersherum direkt wieder tun könnten?“

Sie lachte, er spürte die Erschütterung ihres Zwerchfells aufgrund der innigen Umarmung.

„Ja, mein Schatz. Könnten wir.“

Er drehte sich zu ihr um. Lust drang in seine Genitalien.

„Tom – Lust habe ich bei dir immer. Wäre es für dich ein Problem, trotzdem mal einen Tag auszusetzen oder hältst du es nicht aus?“ Sie schlang ihre Arme fest um seinen Nacken.

„Natürlich halte ich es aus. Aber nur für einen Kuss.“

Ihre Mundwinkel glitten weit zur Seite. Er drückte sie fest an sich, er spürte ihre heißen Lippen, die seine liebkosten. Mal fest, mal sanft, mal leidenschaftlich. Tom hob sie auf seine starken Arme, sie vergaßen die alles um sich herum, auch den Regen. Sie liebten sich, jedoch dieses Mal ohne Vereinigung. Ihre Arme und Beine schlangen sich um ihn, als wollte sie ihn nie wieder loslassen.

„Frierst du?“

Er schüttelte den Kopf. „Nein, überhaupt nicht. Du?“

„Auch nicht.“

Er schaute auf seine Uhr. Es war später Nachmittag. Noch immer goss es heftig.

„Komm, Tom – wir gehen zurück.“

Erstaunt sah er sie an. „Nackt?“

Sie feixte. „Klar. Packen wir unsere Sachen zusammen.“

Die Sachen waren in der Tat keinen Hauch getrocknet, sie nahmen sie an sich und verließen den Unterschlupf. Der Weg glich inzwischen nur noch einem Tümpel.

Claire lachte, auch er fand die Situation irgendwie amüsant. Sie hatte ihre Kleidung zu einem nassen Klumpen gerollt, er kam ihrem Beispiel nach, so konnten sie Hand in Hand laufen.

Plötzlich hörten sie Stimmen von vorn, die sich schnell näherten.

Claire kicherte und eilte in den Wald links von ihnen. Er folgte ihr.

„Wir müssen dreckig sein wie sonst was“, flüsterte er.

„Und wie.“

Sie waren etwa vierzig Schritte in den Wald gelaufen. Zwei Menschen in bunter Regenausrüstung liefen an ihnen vorbei.

„Sehr mutig sind wir nicht gerade.“

Sie lachte leise. „Wenn ich mich jetzt auf dich werfe und beim Sex laut stöhne, werden wir es.“

„Ist das nicht mal etwas anderes, als die ganze Zeit nur in Yale herumhocken?“

„Schatz, ich hocke normal auch nicht nur in Yale herum. Früher bin ich mit Gina und Steven viel in der Welt herumgereist. Aber so ein Abenteuer hier mit dir zu erleben, das ist definitiv etwas anderes.“ Ihre warmen Lippen küssten seine Wange.

Er strich ihr etwas Dreck vom Rücken. Ihr Körper war noch warm, trotz des Dauerregens.

„Ich glaube, sie sind weg.“

Sie erhoben sich, doch Claire schrie auf.

„Was ist?“

„Ich bin mit dem Fuß umgeknickt.“ Sie versuchte ihn aufzusetzen, verzog aber schmerzhaft das Gesicht. Sie fluchte.

„Komm.“ Tom nahm ihren rechten Arm und legte ihn um sich.

„Okay.“ Er wechselte die Hand und half Claire aus dem Wald heraus.

„Moment. Wir dürften schneller vorankommen, wenn du auf mich kletterst. Du musst aber dafür unsere beiden Sachen nehmen.“

Er kniete sich ins Schmutzwasser, spürte ihr Gewicht, sie nahm beide Packen, er ihre Beine und erhob sich.

Ihr Gewicht erwies sich als nicht so schlimm wie der beschwerliche Weg. Die gesamte Strecke stand unter Wasser. Sie erlebten einen Dauerregen, der gemächlich die Überschwemmung zunehmen ließ.

„Danke, Schatz.“ Claire küsste ihn auf die Wange.

Eine Viertelmeile vor dem Parkplatz ließ er sie erschöpft hinunter. Sein Herz raste. Er atmete schwer.

„Den Rest kann ich humpeln.“

„Warte. Leg deinen Arm um mich.“

Sie betraten den Parkplatz, der nur leicht in Pfützen stand. Sein Motorrad war das Einzige. Erleichtert erreichten sie es.

„Wir müssen zumindest unsere Unterwäsche wieder anziehen.“

Es war nach wie vor sehr dunkel und kaum abzuschätzen, ob es an der späten Nachmittagszeit oder an den Regenwolken lag.

Sie schlüpften in die klitschnassen Sachen und verstauten die Anzüge. Tom half Claire in den Sitz hinter dem Fahrer und kletterte vor sie. Sie zogen die Helme an. Er startete die Yamaha und lenkte sie zurück auf die Straße. Tom fuhr noch vorsichtiger als sonst, nicht mehr als vierzig oder fünfzig Meilen.

Erschöpft erreichten sie eine Dreiviertelstunde später das Hotel wieder und nahmen eine warme Dusche. Die nassen Sachen hingen sie zum Trocknen auf.

Tom erleichterte Claire die Dusche, indem er das Bein mit dem umgeknickten Fuß in der Luft hielt. Sie lehnte sich an die Wand und streichelte seine Wange.

„Küss mich bitte.“ Gerne kam er ihrem Wunsch nach und liebkoste ihren Mund.

„Fester.“ Sie umarmte ihn und küsste ihn stürmisch.

Endlich konnten sie sich abtrocknen, er half ihr ins Bett, in dem sie sich ausruhten. Claire kuschelte sich an ihn.

„Das war ein schönes Abenteuer, Tom. Ich bin glücklich, dass wir zusammen so tolle Sachen erleben.“

„Gehen wir essen?“

Claire nickte. „Ich bin hungrig genug.“

Sie schlüpften in die Ersatzsachen. Zwei Ecken weiter war ein Restaurant, in dem sie sich stärkten. Claire humpelte mit Toms Hilfe hin. „Ich brauche nachher Eis, dass ich auf den Knöchel legen kann.“

Er nickte. „Ich habe draußen neben dem Hotel einen Eisbottich gesehen.“

Gesättigt kehrten sie ins Hotel zurück, Tom holte aus dem Bottich Eispakete, die er auf Claires rechten Fuß legte.

Ihr Mund öffnete sich wegen der plötzlichen Kälte. Sie fluchte. „Aber es tut gut.“

Tom nahm ihrem anderen Fuß und massierte ihn. Sie lächelte ihn an. Er erreichte ihre Wade und ließ seine Finger arbeiten. Claire seufzte.

Er arbeitete seine Finger nach oben und bearbeitete ihre Oberschenkel.

„Wenn du möchtest, kannst du beide oben machen.“

„Okay.“

„Du machst das traumhaft.“

Er lächelte. „Nur für dich.“

„Ich revanchiere mich bald.“ Sie warf ihm einen Luftkuss zu.

„Willst du einen Orgasmus?“

Ihr Lächeln blieb. „Wenn du möchtest, mache mir einen.“

Gemächlich zogen sie sich aus. Tom liebte es jedes Mal, sie von ihren Sachen zu befreien.

Er atmete tief ein und aus. „Du hast dich verändert, Claire.“

„Ja, vielleicht. Woran machst du das aus?“

„Du bist ruhiger, sanfter, nicht mehr ganz so fordernd.“

„Warts ab, bis ich meinen nächsten Sexsuchtschub kriege.“

„Der ist ein paar Tage her.“ Seine Hände erreichten ihre Brüste.

Plötzlich stöhnte er, sein Penis baumelte und ejakulierte seinen Saft auf ihre Brust. „Was zum Geier …?“ Fassungslos sah er Claire an, sie wusste offenbar auch nicht, was sie sagen sollte. „Das ist das erste Mal, seit wir zusammen sind.“

„Das ist nicht schlimm, Schatz.“ Sie nahm seinen Saft auf und leckte ihn ab. „Komm her, Tom.“ Sie dirigierte ihn zu sich, zog seine Vorhaut zurück. „Hier sind Reste.“ Seine Männlichkeit war schlaff, trotzdem nahm sie sie in den Mund und saugte ihn ab.

„Das ist mir noch nie passiert!“

„Es ist nicht schlimm.“

„Hat das was zu bedeuten?“

Claire schüttelte den Kopf. „Normal nicht. Vielleicht sind wir einfach überanstrengt heute. Was hältst du von einem Ruhetag morgen? Wir schlafen aus, ich kann meinen Fuß schonen. Wir können fernsehen, morgen können wir es gerne auch wieder richtig tun und übermorgen geht es weiter? Tom – wir sind seit Tagen unterwegs.“

Er nickte. „Einverstanden, ich glaube, du hast recht.“

„Lieblingskuscheln?“ Schmunzelnd glitt sie auf ihn und streckte sich auf ihm aus.

„Pass nur auf deinen Fuß auf.“

„Keine Sorge.

Er knipste den TV an.

„Sieh dir das an – für den Westen der USA wird in den nächsten Tagen eine Rekordhitze vorausgesagt. Ausgerechnet dort, wo ich uns hinbringen wollte.“

„Hm.“ Claire hielt die Augen geschlossen und genoss ihn.

Den nächsten Tag waren die Temperaturen noch angenehm. Sie blieben lange im Bett, Tom holte Claire eine neue Eisladung.

„Ich weiß nicht, ob es an dem dummen Fuß liegt oder, dass wir es gestern nicht getan haben …“

Tom sah ihren brennenden Blick. „Normale Lust oder heftige?“

„Eher so ein Mischding. Ich habe große Lust auf dich, aber es ist nicht so schlimm wie neulich.“

„Na, hoffentlich komme ich dieses Mal nicht wie gestern.“

Sie streichelte ihn. „Wir schaffen das zusammen, mein Liebster.“

Ihr Anblick und ihre Worte entfachten bei ihm Lust und Begierde, er legte sich schräg auf sie und küsste sie fest. Ihre Arme legten sich fest um seinen Nacken.

„Schatz – küss mich so, als hätten wir uns ein Jahr nicht gesehen.“

Stürmisch bewegte er seine Lippen und forderte ihre Zunge zu einem heißen Tanz. Sie stöhnten gemeinsam. Seine Zunge fuhr entlang ihres Halses, nahm ihr Aroma auf und küsste ihr Ohr und dahinter. Claire seufzte. Seine Lippen fanden ihre Brüste, immer wieder verlangte sie seine Zunge, um ihre zu liebkosen. Ihre Nippel wurden hart und wollten mehr. Claire bog ihren Körper durch und stöhnte.

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